155 Comments
  • Mitchell
    Mai 2, 2013

    monon and kyrio is also used in Ephesians 6:1 „Children, obey your parents in the Lord, for this is right..

    THIS does NOT mean „obey your parents only if they are believers.“ It means conform to parents‘ instructions only as those instructions conform to the Lord.

    Hence, monon en kyrio, used with respect to who the widow may marry, is „free to marry anyone“ but in accordance with the instruction of the Lord. And the Lord NEVER commands we marry only believers.

    „Monon en Kyrio“ werden auch in Epheser 6: 1 verwendet. „Kinder, gehorche deinen Eltern im Herrn, denn das ist richtig.“

    Dies bedeutet nicht, „gehorche deinen Eltern nur, wenn sie gläubig sind.“ Es bedeutet, sich nur an die Anweisungen der Eltern zu halten, da diese Anweisungen dem Herrn entsprechen.

    Daher ist „Monon en kyrio,“ der verwendet wird, um zu bestimmen, wen die Witwe heiraten darf, „frei, jemanden zu heiraten“, jedoch in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Herrn. Und der Herr befiehlt NIEMALS, nur Gläubige zu heiraten.

    My bad Google Translate German:

  • leyla
    Mai 2, 2013

    Lieber Einhandsegler,

    das er mit den anderen Ältesten darüber sprechen muss ist mir klar und das fechte ich auch nicht an. Aber ich bin nicht blöd und habe an Verhaltensweisen der anderen Ältesten-Ehefrauen schon bemerkt das diese irgendwas wissen müssen. Nur solange mich keiner dieser Frauen direkt darauf anspricht, kann ich auch niemanden ‚anklagen‘.
    Ich finde es aber eine Frechheit einfach mit aussenstehenden Personen über meine Situation zu sprechen. Auch wenn er der Abreitskollegin seiner Frau keinen Namen genannt hat, so weiß diese Frau ja wohl nun das ich eine aus den Reihen der Zeugen Jehovas bin, die einen Muslimischen Freund aus einem anderen Land hat. Diese Frau würde ihre schlechten Erfahrungen gerne mit mir teilen und ich dürfe sie kontaktieren – Nein danke! Allein schon was er über deren Aussagen im Brief zitiert zeigt das diese Frau in bezug auf ihre Beziehung/Ehe zu ihrem Verflossenen absolut blauäugig und naiv ist oder war!
    Den Ältesten ist es nicht gestattet mit ihren Frauen oder anderen Personen (ausser Ältesten/Kreisaufseher) über meine Angelegenheit zu sprechen…

    Wachtturm 15.05.2009, S. 4-5

    Es zeugt von guter Urteilsfähigkeit, das Vertrauen anderer nicht zu missbrauchen. (Sprüche 11:12 sagt dazu: Wem es an Herz mangelt, der hat seinen eigenen Mitmenschen verachtet, aber der Mann von umfassendem Unterscheidungsvermögen ist einer, der stillschweigt) Wir sollten also Vertrauliches nicht preisgeben. Das gilt besonders für Älteste, damit sie in der Versammlung Vertrauenspersonen bleiben können.

    – Zitat Ende –

  • Einhandsegler
    Mai 2, 2013

    Liebe leyla,
    Du erlebst eine dieser häufigen Situationen innerhalb der Versammlung, in der einem die Rechtslosigkeit und die Benachteiligung des einfachen Verkündigers überaus deutlich vor Augen geführt wird. Mir sind keine ernsthaften Möglichkeiten bekannt das Fehlverhalten eines Aufsehers unter Anklage zu stellen und zu rechtlicher Verantwortung zu führen. Du kannst weder fordern noch erwarten das der Aufseher dem du dich anvertraut hast wahrheitsgemäß seine Fehler dir gegenüber eingesteht. Du kannst nicht erwarten das die ‚Aufseher’schaft gegen einen der ihren für dich Stellung nimnt. Du kannst auch nicht auf Sanktionen hoffen. Und was du vorallem nicht erwarten darfst ist, daß man deine verletzte Würde und dein verlorengegangenes Vertauen in eine durchaus biblisch gestützte Institution für entscheidungsrelevant hält.
    Selbstrechtfertigungsgründe gibt es für gescheiterte Hirtentätigkeit viele: man wollte nur das Beste, so wie es gelaufen ist tue ihnen sehr leid oder man kann deine Entrüstung überhaupt nicht nachvollziehen, man war eventuell etwas unbedacht/überfordert, man ist ja auch nur unvollkommen oder aber deine Behauptungen stimmen nicht und vielleicht hast du nicht das Recht die Wahrheit zu erfahren(Kriegslist).
    Sicher das ist alles frustrierend und macht wütend. Das kann ich dir auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Du kannst dagegen angehen. Es gibt durchaus auch Aufseher die sich noch um ihr Selbstverständnis kümmern. Jedoch bedingungslose Ehrlichkeit, Empathie, Intelligenz/Weisheit, soziale Kompetenz und christliche Authentizität sind nicht vordergründig die Eigenschaften die zur Aufseherernennung führen.
    Mit viel Mitgefühl für deine Situation
    Einhandsegler

  • leyla
    Mai 2, 2013

    Hallo ihr Lieben,

    ich wollte mich kurz melden und euch mitteilen das ich nun noch mal Eure Hilfe benötigen könnte.. ich habe nämlich erfahren, dass einer der Ältesten in Bezug auf meine Angelegenheiten mit einer aussenstehenden Person gesprochen hat (Arbeitskollegin von seiner Frau). Dies hat er mir in einem Brief mitgeteilt, den mir SEINE FRAU übergeben hat, inkl. einem (weltlichen) Buch zu meiner ‚Situation‘ (Muslimisch-Deutsche-Ehe und wie sie enden könnte – Schaudergeschichte die auf unwahrheiten basiert). Ich möchte bitte keine Diskussionen über Bi-nationale Ehen entfachen!!!

    Ich würde ihn gerne in einem Brief darauf hinweisen, dass er als Ältester stillschweigen hätte müssen und er mein Vertrauen missbraucht hat. Sicher weiß auch seine Frau (schon längst) über meine Situation Bescheid aber jetzt habe ich ein Indiz dafür. Zudem steckt er, mit diesem Buch und der Erfahrung dieser ‚weltlichen‘ Frau, alle Muslime in eine Schublade. In meinen Augen ist das rassistisch/nationalistisch. Auch darauf will ich ihn kompetend hinweisen. Diese rassistische Haltung hatte er auch schon in den ‚Gesprächen‘ im Saal. Habt ihr Formulierungsvorschläge für mich?

    liebe grüße eure leyla

  • Einhandsegler
    Mai 2, 2013

    Hallo leyla,
    vielleicht einmal etwas Grundsätzliches zum Selbstverständnis der Aufseher bei JZ. Sie betrachten sich als ernannte Geistliche, die die Verschwiegenheit als grundsätzliche Bedingung ihrer seelsorgerischen Tätigkeit voraussetzen, nachzulesen in dem „Spezial“buch für Hirtentätigkeit(Abs.6,§18). Sicher darf man nicht erwarten, dass vertauliche Worte einem Aufseher gegenüber den Wert eines Beichtgeheimnisses haben. Das geht schon deshalb nicht, da sie sich in einem unablässigen Kampf gegen „das Böse“ sehen, das über die Vesammlung hereinbrechen will und dieses nur gemeinsam mit anderen Aufsehern und gegebenenfalls höherer Führungsebenen zu besiegen ist. Aber das sie ein nicht öffentlich gesprochenes Wort nicht gegenüber Aussenstehenden, inklusive Ehefrauen, offenbaren, sollte man schon erwarten, ja fordern dürfen.
    LG Einhandsegler

  • Fox
    Mai 2, 2013

    meine liebe leyla,

    warum lässt du dich in einen Rechtfertigungszwang drängen? Davon kann ich dir nur dringend abraten. Wie wäre folgendes: Versichere dem Ältesten und gern auch seiner Frau, dass du dich nach Kräften bemühen wirst, ihm zu vergeben, da dies die Freude Jesu über dich steigert, aber er möge bitte Verständnis dafür haben, dass es für dich erst einmal schwierig ist, ihm zu vertrauen. Nur, das muss dann auch die Wahrheit sein.

    Dann überlege bitte: Ist es zweckmäßig, eine interreligiöse Ehe vor der Versammlung zu verheimlichen? Nö, echt nicht! Und denke daran, die Menschen müssen plappern, sonst hätte unser Schöpfer den Hühnern Stimme verleihen müssen 🙂 In Deutschland wird mittlerweile jede 2. Ehe geschieden, also wesentlich mehr, als es interreligiöse Ehen gibt. Ergo: es gibt keinen Garanten für eine Dauerehe, auch nicht unter Zeugen Jehovas! Warum sah sich der Älteste überhaupt veranlasst, mit Außenstehenden über deine Ehe zu reden und was genauso spannend ist: warum sprach er mit der Arbeitskollegin seiner Frau über deine Ehe? Sollst du dich aufgrund des dir geschenkten Buches jetzt scheiden lassen, ist das der (unbiblische) Sinn des Geschenkes? Haben sie das Buch selbst gelesen um dir im Bedarfsfall adäquate Hilfe leisten zu können? Darfst du dich im Bedarfsfall darauf berufen, dass dieser Älteste sich so um dich sorgt, dass er deine Ehe zum Thema seiner Familie macht? Traut er seiner Frau mehr Kompetenz in Eheangelegenheiten zu und wenn ja, warum ist er dann noch Ältester?

    Aber bitte: Du bist niemandem Rechenschaft schuldig außer Gott! Und deswegen lass dich bitte auch nicht in einen Streit ein um Diskretion und Indiskretion, „christliche“ Heirat ja oder nein verstricken, denn dadurch leidest nur DU! Wenn du Hilfe benötigst, dann gehe zu einer Familienberatungsstelle, oder wenn es sein muss zu einem Psychologen, aber dann bist du in fachlich qualifizierter Hand. Und es bleibt in den 4 Wänden. Und beim Beten für eure Ehe brauchst du gar nichts zu sagen und die Hilfe kommt trotzdem.

    Alles Gute für deinen Mann und dich. Liebe Grüße

  • pit an manfred
    Mai 2, 2013

    nachtrag:
    wenn man das vorraussetzt, kommt man auch mit dem emanzipationsgedanken klar, der uns von der heutigen systematik eingeredet wird.
    er soll die einheit mann/frau auseinander dividieren.

    frauen sollen die gleichen chancen haben, wie die männer. (der sohn soll dem vater gleichgestellt werden. ist auch ein teilaspekt der trinität)
    frauen sollen mitentscheiden können. (der sohn soll sich gegen den willen des vaters entscheiden. wie soll das gehen? sie haben nur einen willen.)

    in der praxis:
    männer sind immer anders, als frauen und werden es auch durch die emanzipation bleiben.
    ausser es gelänge: auch männer bekommen kinder.
    durch diese ungleichstellung vernichtet sich dieser gedanke selbst.
    es wird keine gleichstellung von mann und frau geben.

    die frau soll mitreden können. natürlich soll sie das.
    was für ein mann wäre das, der seine frau lieblos unterdrückt.
    wie christlich wäre der denn? (im übrigen: dieses prinzip funktioniert nur, wenn beide einen übereinstimmenden willen haben. wenn sie diesen nicht haben, wäre es vielleicht angebracht, vorher zu überlegen, ob das der geeignete partner ist. sonst könnte das scheitern schon vorprogrammiert sein.)
    bewegt sich einer der partner weg von diesem einheitlichen willen, begeht er bereits ehebruch.
    aber das ist alles nur theoretisch und eher akademisch zu untersuchen. davon hab ich zu wenig ahnung.

    nur zur zusammenfassung: wenn mann und frau einen willen haben, kann keiner etwas entscheiden, was diesem willen nicht entspricht.
    somit entscheiden immer beide, im einklang ihres gemeinsamen willens.
    das ist keine unterdrückung der frau, so wie es uns eingeredet wird. (im idealfall, daher akademisch).

  • pit an manfred
    Mai 2, 2013

    lieber manfred,
    da sagen sie aber, dass sei der pluralis majestetus.
    genauso betrachten die juden „elohim“.
    elohim ist die mehrzahl von gott. also götter.
    sie sagen: es gibt nur einen schöpfer. daher muss es als jhwh, der allmächtige, gesehen werden.
    für die juden ist das selbstverständlich, da sie das NT ablehnen und immer noch auf den befreier aus dem AT warten.
    und, da das verb schaffen nicht schaffen heisst, sondern schuf, können sie das damit auch belegen.
    also: „götter schuf“
    nur, wenn die beiden schöpfer sich als eine einheit betrachten, dann ergibt das den sinn von götter schuf.
    ich will nicht auf eine kirchliche dreieinigkeit hinaus.
    2 person, die im gleichsinn walten, vater und sohn.
    und sich deshalb als eins betrachten.

    so, wie mann und frau eins sind. 2 persönlichkeiten, und ein gemeinsamer wille.
    im idealfall.

    sicherlich wird auch niemand bestreiten, der an die schöpfung glaubt, das jedes nach seiner art geschaffen ist.
    wenn aber der mensch nach dem partizip (bild in form der teilhabe) gott geschaffen ist, dann folgt daraus „gott aus gott“.
    das seh ich so, wie du.

    zurück zu den juden. weil sie dieses prizip vor jesus nicht kannten, kannten sie auch gott nicht. nur einen teil von Ihm.
    deshalb konnte ER sagen, dass ER IHN offenbart hat.
    seht den sohn, (sohn setzt vaterschaft vorraus) und seht gott.

    so seh ich das momentan. aber man lernt nie aus und der mensch kann irren. (ob das an gottes wirklichkeit herankommt, wage ich zu bezweifeln.)
    ich kann auch immer nur nach meinem jetzigen kenntnisstand gehen, der durchsetzt ist von 40 jahren zeugendogma.

    friede pit

  • Manfred an Pit
    Mai 2, 2013

    Lieber Pit,

    Du hast geschrieben: da sagen sie aber, dass sei der pluralis majestetus. genauso betrachten die juden “elohim”. elohim ist die mehrzahl von gott. also götter. – Zitat Ende.

    Ich verlasse mich nicht auf das was andere schreiben. Ich prüfe das immer anhand der Bibel nach und wenn das was andere schreiben, tatsächlich so in der Bibel steht, erst dann glaube ich das. Steht es aber nicht so in der Bibel, bzw. sogar das Gegenteil davon, dann glaube ich das nicht.

    Wenn eine neue Sichtweise dem Kontekt der Bibel nicht widerspricht, dann besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit dass dies auch richtig ist. Mittlerweile ist es so, dass wenn ich einen Wachtturm lese, mir sofort die unbiblischen und somit falschen Behauptungen der Gesellschaft auffallen. Als ob alles was sie falsch schreiben, schon bei mir rot angemarkert ist. Selbst wenn es Themen sind, die ich selbst noch nicht betrachtet habe, fällt mir aber auf, dass ihre Aussagen dem Gesamtkontext der Bibel widersprechen. Wenn ich dann in der Bibel forsche, finde ich auch recht schnell einen Bibeltext, der belegt dass ihre Aussagen tatsächlich falsch sind. So geht es mir bei allem was ich über biblische Themen lese, egal ob es im WT steht oder sonst wo im Internet.

    Bezogen auf das Thema ob Gott in der Einzahl oder Mehrzahl gemeint ist, kann ich Dir mal empfehlen, die ersten vier Kapitel aus 1. Mose zu lesen.

    Im ersten Kapitel ist fast durchweg nur von Gott die Rede.
    Im zweiten und dritten Kapitel ist dann fast durchweg von Jehova Gott oder Jahwe Gott die Rede.
    Im vierten Kapitel wird dann fast durchweg nur noch von Jehova oder Jahwe gesprochen.

    Mir ist das schon vor längerer Zeit aufgefallen, aber ich habe das wieder vergessen weiter zu untersuchen.
    Es hat mit Sicherheit etwas zu bedeuten, dass gerade am Anfang der Bibel, diese Bezeichnungen jeweils Kapitel bezogen so verwendet wurden. Doch was genau, habe ich noch nicht herausgefunden.

    Liebe Grüße Manfred

  • pit
    Mai 2, 2013

    hallo ihr lieben,
    wie seht ihr das?
    „…und durch IHN sind alle [anderen] dinge geschaffen…“

    selbst wenn ich das in der nwü lese, drängt sich mir die frage auf: hat ER alle [anderen] dinge geschaffen, oder nicht?

    wenn ER alle [anderen] dinge geschaffen hat, ist ER nicht auch Schöpfer, neben dem Vater?

    wenn ER, zusammen mit dem Vater, Schöpfer ist, warum soll man nicht auch zu IHM und dem Vater beten?

    friede pit

  • Manfred an PIT
    Mai 2, 2013

    Lieber Pit,

    Hier steht:

    Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt! (1. Mose 1:26 ELB71)

    Zwar wird vorher und nachher immer in der Einzahl gesprochen, aber in diesem Vers sind mind. 2 gemeint.
    Jesus ist dadurch das er der Sohn Gottes ist, auch ein Gott.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Manfred an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    Ich möchte an dieser Stelle, auf Deinen Kommentar antworten: http://www.bruderinfo.de/?p=1242&cpage=1#comment-108966

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann glaubst Du, dass Jesus zwar der Sohn Gottes ist, aber nicht angebetet werden darf. Ich möchte Dir mal einige Texte aus der Offenbarung zitieren, über die man mal nachdenken kann.

    Off. 1:4-8; Elberf.: 4 Johannes den sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,
    5 und von Jesus Christus, der der treue Zeuge ist, der Erstgeborene der Toten und der Fürst der Könige der Erde! Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden erlöst hat durch sein Blut
    6 und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
    7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen.
    8 Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

    Off. 1:12-18; Elberf.: 12 Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter,
    13 und inmitten der Leuchter einen, gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel,
    14 sein Haupt aber und die Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme,
    15 und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser,
    16 und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht war, wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.
    17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
    18 und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades

    Off. 2:1 1 Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt:

    Off. 2:8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde:

    Off. 2:12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Dies sagt der, der das zweischneidige, scharfe Schwert hat:

    Off. 2:18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Dies sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und Füße gleich glänzendem Erz:

    Off. 3:1 Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Dies sagt der, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat:

    Off. 3:7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Dies sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, und niemand wird schließen, und schließt, und niemand wird öffnen:

    Off. 3: 14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt, der „Amen“ heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

    Off. 21: 5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.
    6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst.
    7 Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein.

    Off. 22: 11 Wer Unrecht tut, tue noch Unrecht, und der Unreine verunreinige sich noch, und der Gerechte übe noch Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich noch!
    12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, wie sein Werk ist.
    13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.

    14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen!
    15 Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
    16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.

    Jes. 44: 5 Dieser wird sagen: Ich gehöre dem HERRN! Und jener wird sich mit dem Namen Jakob nennen. Und jener wird auf seine Hand schreiben: Dem HERRN eigen!, und wird mit dem Namen Israel genannt werden.
    6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.

    Jes. 48: 11 Um meinetwillen, um meinetwillen will ich es tun – denn wie würde mein Name entweiht werden! -, und meine Ehre gebe ich keinem andern.
    12 Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte.

    Jes. 41: 4 Wer hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe.

    Fragen:
    Wer ist der Erste und der Letzte?
    Wer ist das Alpha und das Omega?
    Wer ist der Anfang und das Ende?
    Wer zahlt den Lohn aus?
    Wer hat die Briefe an die sieben Versammlungen geschickt?
    Wer war tot und wurde wieder lebendig?

    Besonders Off. 1:8, 22:13 und 2:8 sind bemerkenswert. Gemäß Off. 1:8 ist hier von Gott dem Allmächtigen die Rede. Dies müsste dann der Vater von Jesus sein. Der Vater wäre dann aber auch das Alpha und das Omega. In Kap. 22:13 wird gesagt, dass der der das Alpha und das Omega ist, auch der Erste und Letzte und der Anfang und das Ende ist.

    Wenn man nun wieder diesen Text liest:
    Off. 2:8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Dies sagt der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde:

    Dann wäre derjenige, der der Erste und Letzte ist, der der tot war und wieder lebendig wurde. Das kann jedoch nur der Sohn gewesen sein, da der Vater niemals sterben kann. Diese Aussagen zusammen genommen würden dann den Schluss ergeben, dass Jesus in Off. 1:8 mit dem allmächtigen Gott gemeint ist. Das wiederum wirft weitere Fragen auf, die es zu klären gilt. Das ist ein sehr spannendes Thema und wenn wir durch diese Diskussion unseren Herrn Jesus Christus erhöhen, dann erhöhen wir auch seinen Vater. Somit können wir eigentlich nichts falsch machen. Den Sohn Gottes aber auf die Stufe eines Engels zu erniedrigen, das wäre falsch.

    Liebe Grüße Manfred

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Ergänzung,

    den vermissten Beitrag habe ich nun gefunden, denn Matthäus wies bereits den Weg:

    Matthäus an Markus:
    21. Mai 2014 um 18:07
    Dieses Thema habe ich gemeint:

    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=1252

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Lieber Störtebeker,

    darf ich mich dazwischen mischen? Ich hoffe Matthäus gestattet mir das. Ich habe schon in BI nachfolgende Sätze platziert, finde sie leider nicht mehr, also wiederhole ich sie:

    Ich möchte dabei die gleiche Frage stellen, wie es die Zeitschrift der Zeugen Jehovas „Erwachet!“ vom 8. April 2000 tat: „Ist es richtig, Jesus anzubeten?“

    Dabei wurde sehr sensibel mit dem Wort „anbeten“, in Bezug auf Jesus, argumentiert. Jedoch kam der Artikelschreiber auf S. 26 zu dem Schluß, daß das griech. Wort „proskynéo“, wie es der Schreiber des Hebräerbriefes z.B. in 1:6 verwendet „…bedeute buchstäblich, jemandes Hand zu küssen zum Zeichen der Ehrerbietung, den Menschen …oder Gott erwiesen wird“. Auf S. 27 wird von den Astrologen berichtet, die das kleine Kind Jesus fanden. Dann wird der Luthertext zitiert, da kamen die Männer zu dem Kind „fielen nieder und beteten es an [proskinéo]“ Matth 2:2, 11.
    Einige Zeilen später kam wieder die Einschränkung, daß mit dem griechischen Wort „huldigend sich neigen“ oder „huldigen“ gemeint sei. Trotzdem ist es erstaunlich, daß Jesus zumindest eine Ehrerbietung zugestanden wird. Noch vor einigen Jahren sah man dies weit strenger:

    *** w84 15. 12. 7* Weihnachten – Warum gefährlich? ***
    Außerdem hat das Weihnachtsfest dazu beigetragen, daß man Jesus anstelle seines Vaters, Jehova Gott, anbetet. Das ist eine weitere Form des Götzendienstes, da der verherrlichte Herr Jesus Christus ?der Anfang der Schöpfung Gottes? ist (Offenbarung 3:14; siehe auch Römer 1:25).

    Demnach waren die Astrologen „Götzendiener“. Aber nicht nur sie, denn der „herausragende Bibelforscher“, wie C.T. Russell* im WT vom 15.März 2000 (mit großer Abbildung auf S. 12) genannt wurde, hat, gemeinsam mit seinen damaligen Mitstreitern, zu Jesus gebetet! Der Gründer der einzigen wahren Organisation Gottes war demnach ein Götzendiener !?

    Jesus verdient Huldigung

    Mit dieser Überschrift fährt der Artikel vom 8.4.00 fort und stellt die Frage: „Verdient Jesus solche Huldigung? Ganz bestimmt! Der Apostel Paulus erklärt in seinem Brief an die Hebräer, als ´Erbe aller Dinge´ habe sich Jesus ´zur Rechten der Majestät in den Höhen gesetzt´ (Hebr 1:2-4). Daher ist es passend, daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel, und derer, die auf der Erde, und derer, die unter dem Erdboden sind, und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters“ Phil 2:10, 11.
    Meine Frage an aktive Zeugen Jehovas, wenn gemäß angeführtem Artikel „Jesus Huldigung verdient“, wie wird das praktiziert? Die gleiche EW-Ausgabe wies auf der letzten Seite auf das Gedächtnismahl am 19. April 2000 hin. Wurde während dieser Abendmahlsfeier in den vier Gebeten gesprochen werden, zumindest einmal Jesus „huldigend“ gedankt? Wie war es 2004 und wie wird das 2005 gehandhabt werden?

    Betrachtung zum griechischen Wort „proskynéo“:

    Es scheinen sich die Bibelübersetzer oft nicht einig zu sein. Allein im Matthäus-Evgl. wird „proskynéo“, auf Jesus bezogen, oft mit huldigen, oft mit „vor ihm niederwerfen“ wiedergegeben. Beispiele, nur aus Matthäus: 2: 2,8,11; 8:2; 9:18; 14:33; 15:25; 20:20; 28:17

    „Proskynéo“ wird auch gegenüber dem himmlischen Vater gebraucht, Beispiel Elb.Üb.: Matth 4:10: „Du sollst den Herrn deinen Gott anbeten…“ (Gleich Luk 4: 8)
    Joh 4: 20, 21, 22, 23, 24; 12:20 – (anbeten)
    Apg 8:27; 24:11
    1 Kor 14:25
    Hebr 11:21
    Off 3:9; 4:10; 11:16; 14:7; 15:4; 19:4; 22:9

    Wie die Bibel-Konkordanz hinten in der NW-Ü* beim Stichwort „anbeten“ zeigt, werden in den Griech.Schriften das Wort „proskynéo“ oftmals mit „anbeten“ übersetzt. Interessant ist daß nachfolgender Text in der Neue-Welt-Übersetzung, Ausgabe deutsch 1963 wie folgt lautet: Hebräer 1:6
    6 Wenn er aber seinen Erstgeborenen wieder in die bewohnte Erde einführt, sagt er:
    Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten'.

    Nur heute wollen Zeugen Jehovas mit Jesus nicht einmal „reden“… Haben sie ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Erlöser?
    ———————–
    Morgengrüße!
    Gerd

  • Störtebeker
    Mai 2, 2013

    Lieber Gerd, ich danke dir für deine Hinweise auf die EW Ausgabe vom 08.04.2000, und die von dir angeführten Schriftstellen. Ich werde mich damit auseinandersetzen.
    Die NWÜ deutsch von 1963 habe ich und weiß, dass es da so übersetzt wurde.

    Nochmals vielen Dank an dich, und Güße an alle Störtebeker

  • steven an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus.
    Ich habe mich lange gegen den Gedanken gewehrt, dass die NWÜ eine tendenziöse Uebersetzung sein soll, welche den Lehrmeinungen der WTG zu dienen hat. Je mehr ich mich aber damit befasse, umso mehr muss ich den kritischen Stimmen recht geben.
    Im Urtext kann das Wort das mit „huldigen“ wiedergegeben wird eben auch mit anbeten übersetzt werden, wie die Studienbibel das selber einräumt. Das griechische Wort „kat oikon“ wird in der NWÜ mit „von Haus zu Haus“ wiedergegeben. Und was denkt der geschulte Zeuge: ganz logisch =>Predigtdienst. Dabei wird es auch mit „in den Privathäusern“ übersetzt, was dem ganzen eine andere Färbung verleiht.
    Ich zweifle keinesfalls an der Allmacht Gottes, bin aber seit einiger Zeit dabei, seinem Sohn ENDLICH den gerechten Platz in meinem Glauben zu geben. Als Hirte, zu dem man sich hinwenden darf, wenn das Leben einen auf einmal durch ein dunkles Tal führt. Die WTG stellt sich ganz klar ungerechterweise an den Platz Jesu, indem sie von ihren Mitgliedern den absoluten Gehorsam verlangt und deren Verhältnis zu Gott wie auch die Rettung davon abhängig macht. Jesus sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Er sprach nie davon, dass wir uns einer Organisation zu fügen haben. Im Gegenteil, er schob den Regeln und dem Brauchtum der Pharisäer einen Riegel.
    Mir sind beim Blick hinter die Kulissen der WTG die Augen aufgegangen… mich erstaunt irgendwie gar nicht, dass sie in ihrer Position alles verteufeln, was nicht aus ihrer Feder stammt. „An ihren Werken werdet ihr sie erkennen“…..
    mit freundlichem Gruss steven

  • Matthäus an Markus
    Mai 2, 2013

    Wenn ich dazu noch eine Empfehling geben darf, lies dir einmal dieses Thema durch:

    http://www.bruderinfo.de/?p=1017

    Hier gibt es im Unterthema zu Jesus und HzH. eine sehr gute Gegenüberstellung die die Unerhrlichkeit
    in der Übersetzung der NWÜ aufzeigen. Vorallem die tendeziöse Übersetzung der NWÜ wird deutlich.
    Im Falle des Vaters wird das gleiche grichische Wort mit anbeten und im Falle von Jesus immer mit huldigen übersetzt – warum?

    Ausserdem lieber Markus, ich habe nirgends geschrieben das NUR Jesus die Anbetung gebührt! Auf der Prophetieseite gibt es auch ein Thema ob man zu Jesus beten darf oder soll!

    Liebe Grüsse Matthäus

  • Matthäus an Markus
    Mai 2, 2013

    Dieses Thema habe ich gemeint:

    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=1252

  • Störtebeker
    Mai 2, 2013

    Hallo Matthäus, an welchen Stellen, außer in Hebr. 1:6 wird in der NWÜ das gleiche griechische Wort denn sonst noch mit „huldigen“ in Bezug auf Jesus verwendet, wo es also auch als „anbeten“ übersetzt werden könnte? Aber bitte das gleiche griechische Wort!
    Vielen Dank für Deine Bemühungen.
    Liebe Grüsse an euch alle Störtebeker

  • Matthäus an Störtebeler
    Mai 2, 2013

    Lies dir den von mir erwähnten Artikel durch da findest du eine Menge Argumente wie die NWÜ tendenziös übersetzt wurde, z.B. dieser Ausschnitt:

    “Wenn um etwas ihr bitten werdet mich in – meinem Namen, ich werde es tun.” Johannes 14:14 – IGD
    “Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.” Johannes 14:14 – NWÜ
    Der allgemein anerkannte griechische Urtext nach der Nestle-Aland-Ausgabe hat im Text das Wort “mich”, dieses Wort wird in der NWÜ einfach nicht mit übersetzt. Bemerkenswert ist die eigene Interlinear-Übersetzung der WTG. Der Text wird darin korrekt Wort für Wort übersetzt, aber diese korrekte Wiedergabe fließt nicht in die endgültige Übersetzung ein. Noch interessanter ist die Fußnote zu diesem Vers in der NWÜ mit Studienverweisen. Der wahre Grund für das Weglassen des Wortes “mich” liegt darin, dass die WTG jede Verehrung Jesu Christi seit 1954 ablehnt (vorher war dies erlaubt, viele Zeugen Jehovas wissen dies nicht). Die WTG wertet dies als Götzendienst.

    Dafür kann man sogar exkommuniziert werden. (Einmal beten reicht schon). Deswegen ist es für sie undenkbar, an Jesus Christus Bitten zu stellen und noch undenkbarer, dass Jesus Christus dazu aufgefordert hat. Diejenigen, die Jesus Christus anbeten, verweisen vor allem auf diese Verse Johannes 14:13,14; Matthäus 2:2,8,11; 8:2; 9:18; 14:33; 15:25; 20:20;28:9,17; Lukas 24:52,53; Johannes 9:38; Hebräer 1:6; Offenbarung 5:8. Dem ersten Text Johannes 14:13 und vor allem dem Vers 14 hat die WTG die Beweiskraft absichtlich genommen. Auch die anderen Verse sind zum Teil unter die Zensur gefallen.

    “Und sie, fußfällig angebetet habend ihn, kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude” Lukas 24:52 – IDG
    “Und sie huldigten ihm und kehrten mit großer Freude nach Jerusalem zurück” Lukas 24:52 – NWÜ
    Der Urtext sagt “angebetet“, die WTG formuliert dies um in “huldigten“.

    Das griechische Wort, das dahinter steckt, ist “proskyneo”.

    Die Übersetzung der WTG ist nicht verkehrt, das muss man betonen. Die Wiedergabe des Wortes liegt nicht außerhalb der Grenzen der möglichen Bedeutungen. Aber trotzdem ist diese Wiedergabe tendenziös. Warum?
    Überall, wo das griechische Wort in Verbindung mit dem “Vater”, also mit Gott steht, dort gibt es die NWÜ stets mit “anbeten” wieder. Überall, wo es um Jesus Christus geht, wird dieses griechische Wort mit “huldigen” wiedergegeben. Man hat also die Bedeutung des griechischen Wortes nicht einheitlich, sondern unter Berücksichtigung des eigenen Lehrgebäudes wiedergegeben. Gott den Vater darf man “anbeten”, Jesus aber nur “huldigen”. Nachfolgend die Bibelstellen, in denen das griechische Wort “proskyneo” in Verbindung mit dem Vater und dem Sohn steht.

    Gott: Matthäus 4:10; Johannes 4:21-24; 1. Korinther 14:25; Offenbarung 4:10; 5:14; 7:11; 11:16; 19:10; 22:9, in der NWÜ durchwegs mit “anbeten” übersetzt.

    Jesus Christus: Matthäus 2:2,8,11; 8:2; 9:18; 14:33; 15:25; 20:20; 28:9,17; Johannes 9:38: Hebräer 1:6, in der NWÜ durchwegs mit “huldigen” übersetzt.

    Hier geht es nicht um die Frage, ob man das griechische Wort “proskyneo” mit “huldigen” wiedergeben darf oder nicht, sondern um die Frage, warum es in Verbindung mit Gott mit “anbeten” übersetzt, aber und in Verbindung mit Jesus Christus immer mit “huldigen” wiedergegeben wird. In Hebräer 1:6 heißt es:
    “Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: ,Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.’” NWÜ, Ausgabe 1963.
    “… die heiligen Schriften du kennst, die könnenden dich weise machen zur Rettung durch den Glauben an Christus Jesus” 1. Timotheus 2:4 – IGD
    “… die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus.” 1. Timotheus 2:4 – NWÜ

    Anstelle der wörtlichen Übersetzung “an Christus Jesus” wurde dies in der NWÜ mit “in Verbindung mit Christus Jesus” ersetzt. Für diese Einfügung gibt es sprachwissenschaftlich keine Rechtfertigung. Die Absicht ist hier eindeutig, nämlich die zentrale Rolle Jesu Christi einzuschränken.

    Gemäß offizieller Lehre der WTG kommt die Rettung nur durch die Zugehörigkeit zu der WT-Organisation. Der Glaube der Zeugen Jehovas kann somit nur “in Verbindung mit Christus Jesus” stehen, aber darf sich nicht auf ihn gründen. Doch die “…Rettung kommt nur durch Jesus Christus (Apostelgeschichte 4:12). Der ganze Sinn und Zweck der Bibel ist es, uns zu Jesus Christus zu führen und nicht zu einer menschlichen Organisation. Das wollte der Apostel Paulus sagen, ansonsten würde dies seinen eigenen Worten:

    “Brüder, als ich zum ersten mal bei euch war und euch Gottes geheimnisvolle Wahrheit verkündete, tat ich dies ja auch nicht mit großartigen und tiefsinnigen Reden. Ich hatte mir vorgenommen, euch nichts anderes zu bringen als Jesus Christus, und zwar Jesus Christus, den Gekreuzigten.”

    Wenn Paulus den Korinthern “nichts anderes bringen wollte als Jesus Christus”, wie kann der Glaube, der Christen rettet, nur “in Verbindung mit” ihm stehen?

    “Nach (dem) Vorsatz der Ewigkeiten, den er ausgeführt hat in – Christus Jesus, – unserem Herrn,” Epheser 3:11 – IGD

  • Störtebeker
    Mai 2, 2013

    Hallo Matthäus, zuerst einmal vielen Dank für deine Bemühungen. Bezüglich deiner Argumente zur Geschichte und Vorgehensweise der WTG stimme ich dir sowieso zu. Die Texte die du mir aufgezeigt hast werde ich in Ruhe prüfen.
    Nochmals Danke und viele Grüße an alle Störtebeker

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber steven und lieber Matthäus,

    steven du hast absolut recht damit, dass sich die WTG auf den Platz Jesus gedrängt hat und sie tut grad so als wäre sie sogar Gott persönlich, diese Haltung der WTG ist unendlich anmaßend und kann deshalb auf Dauer nicht bestehen. Ich hatte mir zur Zeit meiner Mitgliedschaft immer eine demütige, verständnisvolle Organisation an meiner Seite gewünscht, die wirklich hilfreich und ehrlich mit ihren Mitgliedern umgeht, statt dessen wurde nur bestimmt und gefordert ohne Widerrede. Es ist eindeutig keine Organisation, die sich in einer liebevollen Bruderschaft gleich stellt sondern sich sehr weit über ihre Mitglieder erhebt und das oftmals auf eine sehr arrogante Art und Weise.
    So, lieber Matthäus, jetzt nochmals zur Anbetung Jesu. Grundsätzlich hat Jesus die höchste Stellung neben dem Allmächtigen Gott, von dem er sie selbst erhalten hat. Jesus hat das wunderbarste was es gibt für uns alle auf der Erde geleistet. Wir haben allen Grund ihm unendlich dankbar zu sein. Deshalb beziehe ich ihn auch in jedem meiner Gebete mit ein und bitte und danke ALLES in seinem Namen. NUR direkt abbeten werde ich weiterhin den Schöpfer allen Daseins und nicht Jesus, der sogar selbst gefordert hat Nur Gott anzubeten. Alleine das zeigte schon seine wirkliche Größe und Bescheidenheit.

    LG Markus 😉

  • Matthäus an Markus
    Mai 2, 2013

    Du vergisst eins lieber Markus, als Jesus dies sagte:

    „nur Gott den Vater anbeten“ hat er es

    1. zu Satan gesagt der seinerseits die Anbetung forderte
    2. er selbst als Mensch auf der Erde noch seine Treue bis in den Tod zu beweisen hatte.

    UND es würde ncht von Demut zeugen (was er sicher war) wenn er bei dieser Gelegenheit (Matth. 4)
    dem Teufel erwidert hätte: Du sollst nur Gott und MICH anbeten!

    Tatsache ist, als er in den Himmel (also aufgrund der Treue) zurückkehrte, sind Bitten an IHN gerichtet worden,
    siehe Apg. 7 als Stefanus in den Himmel blicken durfte und ZU Jesus betete – siehe auch hier die Studienbibel und die Fussnote.

    Ich habe mich lange dagegen gewehrt meine Bitten auch Jesus vorzutragen, was ja nicht heisst dass sein Vater deshalb keine Anbetung mehr bekommt. Für sind beide die höchsten im Universum und ihnen gebührt sowohl Lobpreis, Ehre und damit auch Anbetung. Liebe Grüsse Matthäus

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Matthäus,

    auch wenn du immer auf eine sehr nette Art und Weise schreibst und ich das eine oder andere von dir nachvollziehen kann, so bleiben unsere Auffassungen bezüglich der Anbetung doch unterschiedlich. Unserer liebevolle Schöpfer ist ein Gott der Ordnung und alles im Universum und hier auf der Erde hat seinen festgelegten Platz. Jesus würde niemals seinem Himmlischen Vater und Gott den obersten Platz streitig machen wollen, er würde noch nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden. Jesus weiss wem die Anbetung zusteht, denn er hat sich klar und unmissverständlich dazu geäußert. Wer sind wir kleine Erdenbewohner denn, wenn wir uns darüber hinweg setzen möchten? Wie würde sich Jesus wohl fühlen, wenn die Menschen ihn anbeten und Gott selbst ist nur ein stiller Beobachter dessen? Vielleicht denkst du mal darüber nach.
    Ansonsten möchte ich dir noch schreiben lieber Matthäus, dass ich schon viele Kommentare von dir gelesen habe mit denen ich auch übereinstimmte und worüber ich mich sehr gefreut habe. Von mir soll es jedenfalls vorerst erstmal der letzte Kommentar sein, denn die ganze Schreiberei wird mir auf Dauer etwas zu viel.

    LG Markus

  • Omma@Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    für uns, meinem Mann und mir, ist es auch die unendliche Geschichte: Soll Jesus angebetet werden, oder nicht? Zur Zeit sind wir mit dir auf einer Linie, wenn du sagst:

    Grundsätzlich hat Jesus die höchste Stellung neben dem Allmächtigen Gott, von dem er sie selbst erhalten hat. Jesus hat das wunderbarste was es gibt für uns alle auf der Erde geleistet. Wir haben allen Grund ihm unendlich dankbar zu sein. Deshalb beziehe ich ihn auch in jedem meiner Gebete mit ein und bitte und danke ALLES in seinem Namen. NUR direkt anbeten werde ich weiterhin den Schöpfer allen Daseins und nicht Jesus,….

    Das heisst aber nicht, dass wir mit unseren Überlegungen am Ende sind.

    Hier noch einmal einige Verse zum Nachdenken. (Auch für mich!) In Phil. 2:6-11 (NGÜ):
    6 Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. 7 Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf die selbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. 8 Aber er erniedrigte sich ´noch mehr`: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz ´wie ein Verbrecher`. 9 Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm ´als Ehrentitel` den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name. 10 Und weil Jesus diesen Namen trägt, werden sich einmal alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind. 11 Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, UND WERDEN DAMIT GOTT, DEM VATER, DIE EHRE GEBEN.
    (Die Fußnote in meiner Bibel verweist auf Jesaja 45:23 hin, zum Vergleichen).

    Ich denke Jehova und Jesus sehen unser aufrichtiges Bemühen, richtig zu handeln, und werden uns dabei helfen, die richtige Antwort zu finden.

    GLG an alle aufrichtigen Erforscher der Bibel, und besonders an dich Markus, Omma

  • Omma@Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo, lieber Markus, hier ist noch einmal Omma. Ich habe eine Frage an dich, du musst sie aber nicht beantworten.

    Hattest du nicht einmal in einem Kommentar geschrieben, dass du meinst, so ziemlich allein im Norden zu sein?
    Wenn ja, aus welcher Gegend kommst du so ungefähr?

    Wir müssen ein wenig aufpassen, um nicht zu viel von uns zu verraten, wenn das auch bei dir der Fall ist, dann vergiss meine Frage.

    GLG Omma

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Liebe Omma,

    auch dir ein Herzliches Danke schön für deine beiden Kommentare. Selbstverständlich möchte ich dir dazu etwas schreiben. Weil du mich auch gefragt hast wo ich in Schleswig-Holstein wohne, halte ich es für besser wenn wir wenn wir uns mal per e-mail austauschen. Zumindest würde ich mich darüber sehr freuen. Meine e.-mail- adresse lautet: strauch12@freenet.de

    LG Markus

  • hansi
    Mai 2, 2013

    lieber markus.
    dass ist auch mein bibliches verständniss, und mein bibliches geschultes gewissen ,nur denn schöpfer und alleinwahren Gott Jehova anzubeten.
    Jesus sagte ja die makanten worte mein vater ist grösser als ich.
    und matth 4:10 .da sagt Jesus eindeutig wem Anbetung allein gebührt.
    ich bin bei dir wass die Anbetung betrifft,wie du selbst sagst gebührt sie nur Jehova Gott allein .wenn Jesus heute zu uns reden könnte,zur dir markus und zu mir und allen die so denken wie wir, dann würde er uns sagen ihr handelt zur ehre Jehovas und richtig.dass soll auf keinen fall jesu loskaufsopferwert schmählern unbedingt sollen wir ihn ehren, huldigen,wertschätzen,und dein schöner satz du hast mir aus dem herzen gesprochen ihm Jesus unendlich dankbar sein dass er sein kostbares blut für uns menschen vergoss.
    aber alleinige Anbetung gebührt nur seinem vater.lg hansi.

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Hansi,

    dein Kommentar hat mich sehr berührt, besser und passender hätte ich es auch nicht schreiben können. Vor allem was du über die Bedeutung Jesus Christus geschrieben hast und über die Wertschätzung, die wir ihm als Christen für all das was er für uns getan hat auf jeden erbringen sollten. Die Dankbarkeit ihm gegenüber kann nicht groß genug sein und wir zeigen es in JEDEM UNSERER GEBETE, indem wir wirklich ALLES in seinem Namen erbitten und ihn als unseren Erlöser anerkennen und ihn somit in unsere Bitten grundsätzlich mit einschließen – doch gerichtet werden unsere Gebete an Gott, dem Allmächtigen und Höchsten des Universums. – Ich wünsche dir alles Gute, lieber Hansi.

    LG Markus

  • Bird an Markus und alle
    Mai 2, 2013

    Guten Morgen,

    ich würde gerne einmal die Definition anbeten des Duden hier Posten.
    Synonyme zu anbeten
    anschmachten, anschwärmen, aufblicken, aufschauen, aufsehen, bewundern, schwärmen, verehren, vergöttern; (gehoben) zu Füßen liegen; (gehoben veraltend) huldigen; (bildungssprachlich) adorieren; (umgangssprachlich) anhimmeln

    Kann es sein, das uns die WTG so verändert hat, das wir GEBET MIT Anbetung gleich setzten?
    Ist eine Bitte zu Jesus verkehrt, oder ist es eine Form der Anbetung für den Vater, da ehe ja sagt ehrt den Sohn SO WIE DEN Vater?

    Ich denke die größte Gefahr liegt meines Erachtens, das wir den Sohn ignorieren.
    Alleine das Synonym anbeten, zeigt das Jesus es gebührt. Was von oben werdet ihr Jesus verwehren, obwohl es anbeten bedeutet?

    einen Schönen Tag wünsche ich allen!
    Bird

  • Tirza an Bird
    Mai 2, 2013

    Guten Morgen, lieber Bruder Bird!

    Es ist doch sicher eine besondere Führung und Leitung, wenn ich heute Morgen aufwache und mir genau diese Frage durch den Kopf geht, worin der Unterschied zwischen Anbetung und Gebet besteht
    und du diese hier im Forum aufwirfst – danke!

    Du schreibst, Zitat: „Kann es sein, das uns die WTG so verändert hat, das wir GEBET MIT Anbetung gleich setzten?
    Ist eine Bitte zu Jesus verkehrt, oder ist es eine Form der Anbetung für den Vater, da ehe ja sagt ehrt den Sohn SO WIE DEN Vater?“

    Antwort Frage 1: Ja, dem ist so!

    Antwort Frage 2: Joh. Kap 14. Verse 11 ff NeÜ

    11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist! Wenn aber nicht, dann glaubt wenigstens aufgrund dessen, was ich getan habe!
    12 Ja, ich versichere euch: Wer mir vertraut und glaubt, wird auch solche Dinge tun, ja sogar noch größere Taten vollbringen. Denn ich gehe zum Vater,
    13 und alles, worum ihr dann in meinem Namen bittet, werde ich tun. Denn so wird der Vater im Sohn geehrt.
    14 Was ihr also in meinem Namen erbittet, werde ich tun.

    Auch wenn einige vielleicht eher denken, dass man gar nicht im Internet nach Erklärungen suchen sollte, so habe ich doch für alle, die dafür offen sind einen interessanten Beitrag gefunden, der mir sehr plausibel erschien:

    „1. Anbetung, ein besonderes Kennzeichen des Volkes Gottes

    Als Gott zum ersten Mal ein ganzes Volk erlöst und zu seinem Eigentum gemacht hatte, sagte er: „Ihr sollt mein Eigentum sein aus allen Völkern, denn die ganze Erde ist mein; und ihr sollt mir ein Königtum von Priestern sein…“ (2. Mose 19,5,6).

    Der Apostel Petrus sagt uns, dass alle, die zu Jesus Christus gekommen sind, von ihm zu einem geistlichem Haus, einem heiligen Priestertum aufgebaut werden (1. Petrus 2,5), und Johannes bestätigt, dass dies Gottes Absicht der Erlösung ist (Offenbarung 1,5-6). Als Priester treten wir vor Gott. Wenn wir vor ihm stehen, ist er alles, und wir sind nichts. In der Anbetung bringen wir in bewusster Weise zum Ausdruck, dass Gott der Erste und der Höchste, dass er die Mitte der Welt ist, dass alles um seinetwillen geschieht, dass seine Verherrlichung Sinn und Ziel aller Dinge ist (Offenbarung 4,11).

    2. Der Begriff „Anbetung“ im Alten- und Neuen Testament

    Das hebräische Wort für Anbeten bedeutet „sich niederwerfen“. Das Wort „anbeten“ kommt im Alten Testament zum ersten Mal in 1. Mose 22,5 vor. Dieser erste Beleg ist besonders aufschlussreich. Was tut Abraham auf dem Berg Moria alles?
    • Er hat von Gott eine Weisung bekommen, und er unterwirft sich dieser Weisung.
    • Er gibt Gott alles zurück, was er von Gott empfangen hatte.

    Hier wird bereits alles Wesentliche über Anbetung gesagt:
    • Was löst sie aus? Gottes Reden!
    • Was ist sie dem innersten Wesen nach? Sich Gott unterwerfen!
    • Wie geschieht sie? Indem wir Gott alles zurückgeben (Psalm 29,1,2; 1. Chronika 29,14).

    Erstaunlich: Es fehlt hier fast alles, was wir heute vielfach unter „Anbetung“ verstehen: Da war kein Gesang, keine Musik, kein festlicher Rahmen, keine Hochstimmung. Es fehlten sogar die Worte.
    Wenn ich anbete, neige ich mich vor dem, der größer ist als ich. Das ist die fundamentalste Bedeutung von anbeten. Alles weitere, was zur Anbetung gehören mag, geht hiervon aus, wirklich alles!

    Gott hat geredet oder gehandelt – sei es in der Schöpfung, in der Offenbarung oder in der Erlösung, – und weil Gott geredet und gehandelt hat, beuge ich mich vor ihm. Das ist Anbetung.
    Wenn wir das begreifen, werden wir in unserem Verständnis von Anbetung nicht weit abirren können. Unser Verständnis mag vielleicht wenig entwickelt sein, aber es wird nie grundfalsch sein.
    Wir lernen an Hiob das gleiche wie an Abraham: Hiob fällt vor Gott nieder und bekennt, dass alles in seiner Hand ist und alles von Gott ausgeht (Hiob 1,20,21). Das Volk Gottes in Ägypten hat die Botschaft von Gottes Heilsabsichten gehört und geglaubt. Sie fallen daraufhin nieder und beten an (2. Mose 4,31). Dann bekommt das Volk die Anweisungen zum Passah. Sie begreifen Gottes Willen und beten an (2. Mose 12,27).

    Das griechische Wort für Anbetung lautet „proskyneo“. Es kommt im Neuen Testament 55mal vor. Der Gebrauch des Wortes zeigt, dass seine Bedeutung sich mit dem alttestamentlichen Begriff deckt. Erstmals findet sich das Wort in Matthäus 2,2.8.11. Die Weisen beten den König der Juden an. Das Entscheidende dabei ist: „Sie fielen nieder…“ vor dem König. Die Ältesten vor dem Thron fallen nieder und bekennen damit, dass der Wille dessen, der auf dem Thron sitzt, alles bestimmt, und dass er, der auf dem Thron sitzt, über alles regiert (Offenbarung 4,10; 5,14; 11,16; 19,4). Die ungläubigen Menschen beten aber den Drachen an (Offenbarung 13,4). Die wesentlich Aussage in ihrem Bekenntnis ist: „Wer ist ihm gleich?“ Also auch hier heißt anbeten so viel wie die Größe des Angebeteten anerkennen. Das Tier wird darauf bestehen, dass man ihm Anbetung bringt. Tanz oder Musik ist ihm einerlei. Es will Unterwerfung unter seinen Willen und sein Regiment. Die Bewohner der Erde werden aufgefordert, den anzubeten, der den Himmel und die Erde gemacht hat(Offenbarung 14,7). Es kommt nur auf eine einzige Sache an: Anerkennen, wer der Schöpfer ist. Gott erwartet nicht, dass die Bewohner der Erde anfangen zu tanzen, zu klatschen und sich im Rhythmus zu wiegen. Nein, er will sehen, wie sie ihn fürchten und sich ihm unterwerfen.

    3. Formalismus als Ersatz für Anbetung

    Es ist leichter, die korrekte Form zu bewahren als ein gottesfürchtiges Herz. Wir können noch immer schöne Worte machen, auch wenn unser Herz dem Herrn längst entfremdet ist (Matthäus 15,18). „Wie sollten wir ein Lied des Herrn singen auf fremder Erde?“ (Psalm 137), fragen die Juden im babylonischen Exil. Wie unpassend wäre es gewesen, wenn sie Freudenlieder angestimmt hätten, wo sie doch gesündigt hatten und ihrer Sünde wegen von Gott gedemütigt worden waren. Echtheit ist im Reich Gottes alles; denn es besteht nicht in schönen Worten, sondern in Kraft (1. Korinther 4,20) und in ungeheucheltem Glauben (2. Timotheus 1,5). Besser aus einem aufrichtigen Herzen einige unbeholfene Worte des Dankes stammeln als mit einem fetten Herzen dröhnende Choräle singen oder Gebete formulieren, die wie in Stein gemeißelt aufgebaut und vor der Gemeinde präsentiert werden. Besser die Sprache verlieren, als redegewandt ein schimmerndes Tuch spinnen, um damit ein leer gewordenes Herz zu verhüllen!

    4. Das Herz und die Anbetung

    Bei der Anbetung ist das Herz das Entscheidende. Wie kann unser Herz Gott zugeneigt werden? Wir wollen das an zwei Beispielen sehen:

    Israel am Roten Meer
    Hier lehrte Gott sein Volk, sich vor ihm zu neigen und zu bekennen:
    „Der Herr ist König immer und ewiglich!“ (2. Mose 15,18).
    Das war ein großartiges Bekenntnis und ein großartiges Verlangen. Wie hatte Gott dieses Verlangen wecken können? Drangsal war das Mittel gewesen. Gott hatte Israel in eine ausweglose Klemme geführt. Die furchtbare Angst, das Empfinden der völligen Hilflosigkeit und das Erleben von Gottes Eingreifen für sie weckte im Volk das Verlangen, diesem Gott zu gehorchen und ihm als König unterworfen zu sein. Das ließ wahre Anbetung entstehen!

    Israel am Karmel
    Zur Zeit Elias hatte sich das Herz des Volkes weit von Gott abgewandt und an die Götzen gehängt. Elia betete, dass Gott das Herz des Volkes zu ihm wenden möge (1. Könige 18,37), und da „fiel Feuer des Herrn herab und verzehrte das Brandopfer… Und als das ganze Volk es sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der Herr, er ist Gott! Der Herr, er ist Gott!“ (1. Könige 18,38.39).

    Das Volk sah dort vor ihren Augen, wie Feuer vom Himmel fiel. Auf wen fiel das Feuer? Nicht auf sie, obwohl sie genau begriffen, dass es eigentlich sie hätte verzehren müssen. Gottes Zorn traf etwas anderes, oder besser: einen anderen. In jedem Tieropfer, das auf dem Altar Gottes verzehrt wurde, hätten sie das sehen können. Aber sie waren dafür blind geworden. Nun hatte Gott ihnen die Augen wieder geöffnet. Nun sahen sie vor ihren Augen etwas von Gottes Heiligkeit und Gnade aufstrahlen, und das war unwiderstehlich. Ihre Herzen wurden mit Macht diesem großen und furchtbaren und gnädigen Gott zugeneigt.

    5. Erwählung und Anbetung

    Wodurch sind wir errettet worden? Aus uns? Oder wird nicht jeder bekennen, dass Gott allein das getan hat? Der Heilige Geist überführte uns (Johannes 16,8), und Gottes Wort weckte in unseren toten Herzen den Glauben (Römer 10,17). Es ist von Gott ausgegangen, dass wir in Christus Jesus sind. Der Herr selbst sagt, dass er uns und nicht wir ihn erwählt haben (Johannes 15,16). Und der Apostel bestätigt, dass Gott uns in Christus auserwählt hat vor Grundlegung der Welt. Am Anfang unserer Errettung steht daher Gottes Gnadenwahl, nicht unsere Wahl. Warum ist das für unser Thema wichtig? Weil wir hier den tiefsten Grund und das höchste Motiv zur Anbetung finden: Alles geht von Gott aus; alles muss daher zu Gott zurückkehren (Römer 11,36). Er hat gehandelt, darum gehört ihm aller Ruhm. Er hat um seinetwillen gerettet, darum gehört alle Ehre ihm. Einer der größten Erweckungsprediger der Kirchengeschichte, der Engländer George Whitefield (1714 – 1770), sagte in einer Predigt zwei Jahre vor seinem Tod:

    „Ich weiß, dass keine andere Wahrheit den Menschen wirklich demütigen kann. Denn entweder muss Gott uns erwählen, oder wir müssen Gott erwählen.“

    Soll ich denn vor dem Ewigen und Allmächtigen, vor dem Heiligen, dem ich alles verdanke, den ich aber mit meiner Sünde herausgefordert habe, nicht klein werden? Soll ich mich vor ihm denn nicht demütigen? Sollte ich denn vor Gott nicht im Staub liegen? Ist nicht genau das wirkliche Anbetung?

    6. Die Anbetung soll Gott ehren, nicht den Anbeter beglücken

    Das Evangelium befreit uns von uns selbst; wir sind nicht die Mitte der Welt, sondern Gott ist Anfang, Mitte und Ende aller Dinge. Das Evangelium hat nicht die Beglückung des Menschen zum Zweck; das Evangelium will nicht eine geniale Methode sein, um unsere höchsten und tiefsten Bedürfnisse zu stillen. Beim Evangelium ist nicht der Mensch die Hauptsache, sondern Gott. Darum heißt das Evangelium im Römerbrief zuerst Evangelium Gottes, dann Evangelium über den Sohn Gottes (Römer 1,1.3). Das Evangelium ist die Kraft Gottes (Römer 1,16), die uns von der Sünde, vom „ich“, vom Eigenwillen befreit und uns befähigt, Gottes Willen zu wählen und zu tun. Das Evangelium macht uns frei für Gott. Das sollen wir mit unserem ganzen Leben, Glauben, Reden und Tun zum Ausdruck bringen, in besonderer Weise in der Anbetung. Der Mensch, seine Gefühle und sein Befinden dürfen hier noch weniger als irgendwo sonst die Hauptsache sein. Es ist eine der schlimmsten Verirrungen, die es überhaupt geben kann, wenn ausgerechnet die Anbetung zu einem Anlass degradiert wird, bei dem der Christ seine frommen oder erhabenen, auf alle Fälle beglückenden Gefühle zelebriert. Das Räucherwerk, das Gott zum lieblichen Geruch aufstieg, war für Gott allein reserviert (2. Mose 30,38).

    7. Befähigung zur Anbetung

    Ich kann Gott nur anbeten, wenn ich Gott kenne, und ich lerne ihn ausschließlich durch die Offenbarung seiner selbst kennen, also in seinem Wort; denn dort hat er sich geoffenbart.
    Wenn ich ein Anbeter werden will, muss ich ein Bibelleser werden. Liegt da der Grund, warum wir Gott so wenig echte Anbetung darbringen? Kennen wir ihn zu wenig? Seine Werke? Wenn wir die Bibel regelmäßig, ausgiebig und systematisch lesen, begegnen wir dort immer wieder unserem Gott und Retter und sehen wir immer neu die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi (2. Korinther 4,6).

    Wir können nur durch den Geist anbeten.
    • Der Heilige Geist wohnt im Kind Gottes und ruft: Abba, Vater (Römer 8,15).
    • Der Heilige Geist drängt den Christen zu bekennen: Jesus ist Herr (1. Korinther 12,3).
    • Der Heilige Geist zeigt mir durch das Wort Gottes, wer Gott, der Vater, ist.
    Gott hat mich wiedergezeugt! Ich bin aus ihm; ich verdanke alles ihm und in seiner Gnade hat er mich in seinem Sohn erwählt, berufen, gerechtfertigt und versiegelt auf den Tag der Erlösung. Der Heilige Geist zeigt mir durch das Wort Gottes, wer der Herr ist. Jesus Christus hat mich für Gott erkauft. Er ist erhöht und von Gott eingesetzt, einst über alles zu herrschen. Wie aber soll Gottes Geist an mir wirken, wenn ich ihm jene Pforte nicht öffne, durch die er eintreten will; wenn ich ihm jenes Mittel entziehe, durch das er an mir wirken will, nämlich Gottes Wort? Gottes Geist wirkt immer im Zusammenhang mit Gottes Wort. Wollen wir dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, unsere Herzen zu erfüllen, dann müssen wir Herz und Sinn mit dem Wort Gottes anfüllen. Zu deutsch: Wir müssen Bibelleser werden, passionierte Bibelleser, denen es nicht zu viel ist, täglich ausgiebig in der Bibel zu lesen. Sind wir es nicht, brauchen wir uns nicht zu wundern über die Flachheit unseres geistlichen Lebens und über die Dürre und den Formalismus unserer Anbetung.

    „Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.“ (Römer 11,36).“

    Quelle: http://www.christ-online.de/content/view/252/120/

    Liebste Grüße
    Tirza

  • hansi
    Mai 2, 2013

    lieber bird.
    entschuldige wenn ich mich da einmische bei eurem dialok.
    du wirst überrascht sein,nach klar doch ich trage meine bitten nicht nur Jehova vor ,sondern eben auch seinem sohn,nicht nur dass ich bedanke mich täglich bei meinem Herrn ,König,retter und erlösser Jesus Christus in dem ich Jehova bitte seinem geliebten sohn grüsse von mir zu bestellen und dass eben von mir erwähnte bitte ihm zu sagen.lg hansi

  • Zadok/Achim an Hansi
    Mai 2, 2013

    Hallo Hansi,

    also neulich hast du geschrieben, dass du bald in Langzeit-Therapie gehen willst. Das ist sicher eine gute Idee, solltest du nicht aufschieben.
    Du richtest also über den Vater Grüße aus an den Sohn, über den du das Gebet vorträgst? Steht so im Mustergebet, stimmts?
    Alles Gute in der Therapie und denk daran, Langzeit….dann nimm dir ruhig mal eine Auszeit von BI und komm zur Ruhe.
    Ich grüße dich ohne Umwege
    Achim

  • Maria-regula an Johann u Myra
    Mai 2, 2013

    Guten Abend ihr Lieben
    Es ist interessant wenn Du im Internet Immanuel altes und neues Testament eingibst,da findet man einiges.
    Matth. 1:23 ist ein Reflexionszitat aus Jes. 7:14
    Somit hat unser Herr Jesus Christus auch noch den wunderschönen Namen Immanuel mit der Bedeutung wie schon gehört „Gott ist mit uns“.

    Auch ich wünsche uns allen den reichsten Segen Immanuels.

    Maria- regula

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Sorry, aber der Segen kommt immer noch von unserem allmächtigen Gott,
    selbst wenn Jesus Christus auch noch den Namen Immanuel trägt.

    Von daher wünsche ich allen aufrichtigen Christen den Segen Gottes.

    LG Markus

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Markus,

    schau dir bitte mal Lukas 24:50 – 52 G E N A U an.

    Ich widerspreche dir mit dem folgenden Bericht aus der NGÜ.

    »Jesus führte die Jünger aus der Stadt hinaus bis in die Nähe von Betanien. Dort erhob er die Hände, um sie zu segnen. 51 Und Während er sie segnete, wurde er von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben. 52 Die Jünger warfen sich nieder und BETETEN IHN AN. Dann kehrten sie nach Jerusalem zurück, von großer Freude erfüllt.«

    Wenn dieser Bericht stimmt, so darf er sogar angebetet werden!

    Liebevoller Segen von Immanuel,
    Athalja

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Athalja,

    also deiner Meinung nach kommt der Segen von Jesus Christus er darf auch angebetet werden – Hat der allmächtige Gott und Schöpfer aller Dinge für dich denn gar keine Bedeutung? Ist er nicht selbst derjenige, der alles erschaffen hat? Also für mich persönlich ist jedenfalls die Bibel die Grundlage meines Glaubens und der Christen allgemein. Jesus weist sehr deutlich in mehreren Schriftstellen darauf hin, dass Gott alleine die Anbetung gebührt, wie z.B. in Math.4:10. Sicher hat jesus auch Menschen gesegnet und geheilt, aber alles was er gemacht hat war in enger Zusammenarbeit mit seinem Himmlischen Vater. Insofern kommt letztenendes alles von Gott, auch wenn Jesus dabei eine ganz besondere Rolle des Vermittlers zusteht. Deshalb richten wir unsere Gebete ja auch im Namen Jesus Christus an Gott. – Jesus hat sich immer Gott untergeordnet und sich nie mit ihm auf eine Stufe/Ebene gestellt.

    LG Markus

  • Dennis an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    bisher konnte ich noch keine Belegstelle in der Bibel finden, die die Zeugen-Gebetsfloskel „im Namen jesu christi… Amem!“ rechtfertigen könnte.

    Im Gegenteil. Das sog. Mustergebet, dass Jesus selbst vorgegeben hat, richtet sich direkt und ohne Umwege an Gott unseren „Vater im Himmel“ .

    Lg
    Dennis

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Dennis,

    diese Belegstelle habe ich auch noch nicht gefunden, aber in dem Zusammenhang, dass Jesus die Mittlerrolle zwischen Gott und den Menschen eingenommen hat halte ich es für sehr sinnvoll dann auch in seinem Namen unsere Gebete an Gott zu richten. Ohne Jesus und sein Loskaufsopfer hätten wir nicht diese wunderbare biblische Hoffnung einmal unter wunderbaren paradiesischen Verhältnissen auf dieser Erde zu leben.

    LG Markus 😉

  • Andre
    Mai 2, 2013

    Hallo,
    das ist einfach das schöne, welches ich hier an BI schätze. Man wird durch Kommentare zum selbständigen Denken aufgefordert. 35 Jahre habe ich mir keine Gedanken gemacht, warum ich ein Gebet im „Namen Jesus.. Amen“ abschließen musste.
    So habe ich das Vater-Unser noch nie gesehenen und dabei gehts ja gar nicht klarer.

    Es ist eine wunderbare Freiheit, die wir hier über alles schätzen können, uns über biblische Themen auszutauschen.
    LG
    Andre

  • Hans2
    Mai 2, 2013

    Lieber Dennis, lieber Marcus,
    sucht Ihr diese Stelle?:
    2. Korinther 1:20) Denn so viele Verheißungen Gottes es auch gibt, sie sind durch ihn zum Ja geworden. Daher wird auch durch ihn das Amen [gesagt], Gott zur Herrlichkeit durch uns.

    Das zwingt nicht zu einer Gebetsformel! Schlimm ist, daß ZJ mit Christus nicht reden dürfen. Wie man dann seiner liebevolle Aufforderung „Kommt zu mir …“ als Beladener folgen soll, um bei Ihm Erleichterung zu finden, ist mir schleierhaft. Ich bin dankbar, daß es mir nicht mehr verwehrt ist, mit Christus zu reden und ihm zu danken für den Zugang zum Vater.
    Allen Segen wünscht Euch
    Hans2

  • Matthäus an Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Markus,
    deinem Schlusssatz wird keiner widersprechen. Jesus ist und bleibt der Sohn seines Vaters. Es liegt nun mal
    in der Natur der Sache dass der Sohn immer NACH dem Vater kommt und ihm untergeordnet ist.

    Aber das ändert nichts an der Tatsache dass, wie bei einem Konzernchef (Seniorchef) dieser irgendwann dem Junior seine Geschäfte und damit Entscheidungsgewalt überträgt. Und genau das hat der Vater gemacht. Lies dir die Verse in Hebr. 1:1-6 aufemerksam durch, das kannst du auch in der NWÜ tun, am besten in der Studienbibel und dann ließ zuvor in verschiedenen Übersetzungen wo du lesen kannst dass ALLE Engel ihn anbeten sollen – das ist der Wunsch des Vaters! Und jetzt schau dir den gleichen Vers in der Sudienbibel an, hier steht huldigen und in der Fussnote steht ODER anbeten – warum? …dies ist nicht der einzige Hinweis in Bezug auf Jesus und dass z.B. die Christen in Korinth den Herrn anbeteten. 1.Brie 1:2

    Sollen oder dürfen wir jetzt Jesus anbeten? Auf deine Antwort bin ich gespannt!
    Liebe Grüsse Matthäus

  • Matthäus an Markus
    Mai 2, 2013

    Hebr. 1:1 Immer wieder hat Gott schon vor unserer Zeit auf vielfältige Art und Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen. 2 Doch jetzt, in dieser letzten Zeit, sprach Gott durch seinen Sohn zu uns. Durch ihn schuf Gott Himmel und Erde, und ihn hat er auch zum Erben über alles eingesetzt. 3 In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Durch seinen Tod hat er uns von der Last unserer Schuld befreit und nun den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, an der rechten Seite Gottes, dem alle Macht gehört.
    Christus – höher als die Engel

    4 Gott hat Christus seinen Sohn genannt und ihn damit weit über alle Engel gestellt. 5 Zu welchem Engel hätte Gott wohl jemals gesagt: „Du bist mein Sohn. Heute setze ich dich zum König ein“? Und zu keinem Engel hat Gott je gesagt: „Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein.“

    6 Als Gott seinen erstgeborenen Sohn in diese Welt sandte, erfüllte sich das Wort:
    „Alle Engel sollen ihn anbeten.“

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Matthäus,

    naja dein Beispiel mit dem Firmenchef hinkt leider etwas – ein Junior-Chef, dem die Firma übertragen wird, hat die Entscheidungsgewalt und trifft sie auch letzendlich, selbst wenn der Senior damit nicht einverstanden ist. So etwas wäre bei Jesus gegenüber seinem Himmlichen Vater undenkbar. Er wird und würde immer nur absolut in seinem Sinn entscheiden und nie unabhängig von ihm, denn sie bilden eine Einheit, – allerdings in unangefochtener Weise unter der Führung des Schöpfers und Gott weiss sehr genau, dass er seinem einziggezeugtem Sohn 100-prozentig vertrauen kann, denn alles was wir über Jesus wissen zeigt dieses eindeutig.
    Wenn du lieber Jesus anbeten möchtest als Gott dann ist es deine Entscheidung – jeder steht und fällt für sich. Die Schriftstelle, die du angeführt hattest, habe ich nachgeschlagen. Gott hat Jesus zu recht über alle himmlische Geschöpfe bzw. Engel gestellt und sie werden hier aufgefordert ihm zu huldigen. Huldigung hat mit einer Unterordnung zu tun und so verstehe ich auch diese Schriftstelle.
    Ich hoffe dir hiermit etwas weitergeholfen zu haben, lieber Matthäus.

    LG Markus

  • Manfred an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    ich habe hier etwas an Dich geschrieben:
    http://www.bruderinfo.de/?p=1242&cpage=1#comment-109255

    Liebe Grüße Manfred

  • Tommy
    Mai 2, 2013

    Ist kein leichtes Thema, vor allem nicht, wenn man voreingenommen (also mit Zeugenideologie oder Lehre) da ran geht. gerd hat mal was sinnvolles (finde ich jedenfalls) zu diesem Thema hier verfasst. Es ging um die Aussgaen jesu, dass er wieder verherrlicht werden wollte beim Vater wie zuvor und dass er aus dem vater sei (!) und seinen Juengern dann sagte, er werde wieder zum Vater gehen und sie sollen sich doch freuen.
    Selbstverstaendlich hatte sich Jesus (vor allem als Mensch) immer dem Vater unterworfen und auch gebetet. Wenn er selbst Gott gewesen waere, waere das ja seltsam gewesen. Jedoch macht das alles fuer mich nur Sinn, also die biblischen Aussagen, wenn man der Dreieinigkeitstheorie naeher kommt. Ohne diese nun fanatisch verfechten zu wollen.
    Tommy

  • Bird an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    Machst du dir das vielleicht etwas zu einfach?

    Du sagst, alles hat der Vater erschaffen. Es steht aber in Joh Kap1, das Jesus in seine eigene Schöpfung kam. Weiter lesen wir, das alles durch und für Jesus erschaffen ist.

    1Korinther 1 gibt an das die Christen Jesus anriefen. Dazu gibt es unzählige Texte die zeigen das Christen Jesus anriefen.

    Du sagte, das Jesus eindeutig sagte, das nur Gott Anbetung gebührt!

    Kann es sein, das Jesus mit Gott gar nicht den Vater meinte? Ich komme deshalb zu dem Schluss, weil wenn Jesus sagte das der Vater höher ist als er, sagte er Vater. Nicht Gott ist höher als er!!!
    Außerdem wird Jesus in der Bibel öfters als Gott bezeichnet. Joh 1:1 oder als Thomas zu ihm sagte mein HERR und mein GOTT!

    Als Satan Jesus versuchte, kann Jesus auch sich selbst gemeint haben. Also hätte sich Satan vor Jesus hinwerfen müssen!

    Wieso hätte Jesus seinen Vater als Gott anreden sollen?

    Lg
    Bird

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Bird,

    genau – und so ganz einfach wollen wir uns das ja auch nicht machen sondern möglichst alles einmal hochkompliziert umkrempeln und dabei alles in Frage stellen. Das kannst du gerne machen, es bleibt ja auch jedem selbst überlassen. Für mich sind schon mal Vater und Gott nicht zwei verschiedene Personen sondern Gott der Allmächtige ist und bleibt unser Himmlischer Vater – es handelt sich dabei um die selbe Person. Genauso ist und bleibt Jesus sein einziggezeugter Sohn. Wenn Jesus selbst Gott wäre dann bleibt die Frage „wer hat ihn von den Toten auferweckt?“ Jesus wird sich wohl kaum selbst auferweckt haben. Was die Anbetung Jesu betrifft dazu werde ich jetzt noch Matthäus etwas schreiben.

    LG Markus

  • PINEHAS@Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Markus,
    es wird uns Berichtet, dass einerseits der Vater ihn auferweckte , doch dann gibt es auch die Aussage aus Joh 10:18 „Ich habe Macht ,es (sein Leben) zu lassen, und habe Macht , ES WIEDER ZU NEHMEN….“

    lg PINEHAS

  • Bird an Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo Markus,

    Ich würde dich gerne verstehen. Du sagst Gott und der Vater sind die selben. Und Jesus ist nur der Sohn und kein Gott.
    Du sagst ich krempl alles um!

    Wie siehst du folgende Bibelstellen? Ich kann sie nur so lesen wie sie da stehen.

    Johannes 1:1 ELB71

    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

    Johannes 1:11 ELB71

    Er kam in das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an;

    Johannes 20:28 ELB71

    Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!

    Hebräer 1:7-11 ELB71

    Und in Bezug auf die Engel zwar spricht er: „Der seine Engel zu Winden macht und seine Diener zu einer Feuerflamme“; in Bezug auf den Sohn aber: „Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und ein Zepter der Aufrichtigkeit ist das Zepter deines Reiches; du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt; darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl über deine Genossen“. Und: „Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände; sie werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Kleid,

    Titus 2:13 ELB71

    indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus,

  • Störtebeker
    Mai 2, 2013

    Lieber Bird, was ist denn mit Joh. 20:17? Für mich geht daraus hervor, dass der Vater für Jesus auch sein Gott ist, zu dem Jesus betete. Er bezeichnete ihn als „seinen Gott“. Denselben meinte er meiner Meinung nach in Matth. 4:10, und nicht sich selbst.

    Grüße an alle von Störtebeker

  • johann
    Mai 2, 2013

    Ist Immanuel euer Guru?

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠ Johann
    Mai 2, 2013

    Wenn Du, lieber Johann, bitte das Matthäus Evangelium betrachtest, dann kannst Du in Matthäus 1:23 (NGÜ) folgendes erkennen:

    »Seht, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, und man wird ihm den Namen Immanuel geben.« (Immanuel bedeutet: »Gott ist mit uns«.)

    Diese Stelle wird im Christentum als Beleg für Jesu Messianität und seine Jungfrauengeburt verstanden. Hat nichts mit einem Guru zu tun…

    Hoffe Dir behilflich gewesen zu sein.

    Möge Immanuel auch Dich segnen.

    Athalja

  • Myra
    Mai 2, 2013

    Das soll wohl Jesus sein, nehme ich an. Ich habe den Namen sonst bisher noch nicht gehört – liebe Athalja, kannst du mir den Namen ‚Immanuel‘ nochmal erklären?
    Ich finde dein Angebot übrigens unglaublich toll und hoffe, dass sich tatsächlich eine solche Gruppe bildet! Da sich tiefe Trauer noch nicht gemeldet hat, bin ich natürlich etwas beunruhigt, aber vielleicht meldet sie sich ja dann doch und findet in deiner Gruppe Hilfe!

    Liebe Grüße
    Myra

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠ Bruderinfo
    Mai 2, 2013

    Liebes, geschätztes BI-Team,

    es gibt offensichtlich erheblichen Bedarf an „Hilfsmassnahmen“ für Geschwister wie u.a. „Layla und tiefe Trauer“. Deren Geschichte geht auch mir sehr, sehr zu Gemüht. Auch ich habe in deren Richtung meine persönlichen Erfahrungen gemacht und leide selber heute noch, bereits nach 22 Jahren, an den Aus-/Nebenwirkungen.

    Deshalb habe ich mir eine Option ausgedacht und möchte dazu Eure Meinung und/oder Hilfe ersuchen.

    Mein Vorschlag wäre, eine Art Gruppentreffen, für z.B. diese geschädigten Geschwister zu organisieren und zwar würde ich das tun, hier bei mir in Lindau. Ich würde per offener Kommunikation die Problembehandlung mit den Betroffenen führen wollen. Das erhoffte Ziel soll dann eine Art Selbsthilfegruppe und eine Anlaufstelle für Betroffene werden. Vorstellbar kann solch ein „Workshop“ wie im Rahmen der Gruppentreffen, erfolgen. Die Kosten würden auf äquivalenter Basis erfolgen. Diese Treffen können auf bundesweiter Basis, bzw. im deutschsprachigem Raum, erfolgen.

    Gerne würde ich Eure Meinung hierzu erfahren. Wenn Ihr das für empfehlenswert haltet, so könnt Ihr gerne diesen Aufruf offen ausstrahlen.

    Seid ganz lieb und mit dem Segen Immanuels, gegrüsst.

    Athalja

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠ Bruderinfo (Nachtrag)
    Mai 2, 2013

    N A C H T R A G

    Liebe Leidende Geschwister aus der „Sozialen-Todeszone“,

    zu meinem Aufruf vom 16.Mai 2014 um 19:59 biete ich allen Betroffenen und Interessierten, folgende Email-Adresse an:

    Canadian@love.com

    Dieses Angebot ist für diejenigen bzw. Betroffene, die ihre Probleme mit

    G L E I C H G E S I N N T E N

    austauschen möchten. Wollt ihr an einer Gruppe für Betroffene teilnehmen, so meldet euch dann bitte an.

    Immanuel möge Euch Lieben segnen

    Athalja

  • layla
    Mai 2, 2013

    Vielen Dank für Eure lieben Worte und das liebe willkommen. Ihr habt mich zu tränen gerührt.

    Ja, ich habe erst jetzt geforscht und herausgefunden welch falsches Spiel teilweise getrieben wird. Natürlich möchte ich mich davon auch noch selbst überzeugen und nicht blind darauf vertrauen was ich alles so finde. Ich habe in den letzten Wochen so viel zu Jehova gebetet. Ich sah’s schockiert vor dem Laptop, bei all dem was ich gefunden habe.

    Ich würde gerne auch mehr über meine Situation erzählen aber dies würde, im Falle das ein Ältester oder auch meine Eltern über diese Seite ’stolpern‘, sofort auf mich hindeuten.. Kann ich mit Euch per E-Mail in Kontakt treten? Gerne würde ich meine Situation näher schildern und damit auf eure Fragen eingehen, insbesondere auf deinen langen und herzlichen Text Martin. tiefe trauer, vorallem auch mit dir würde ich gerne in Kontakt treten und mich austauschen, wenn du möchtest. Ich hoffe es ist okay, wenn ich hier meine E-Mail Adresse poste und wer möchte, der darf mich gerne anschreiben: schwester.leyla@gmx.de
    Wenn ihr hier schon etwas zu ‚meinem‘ Thema geschrieben habt, dann seid so lieb und schreibt mir euer Pseudonym dazu. Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung und hoffentlich bis bald!

  • Maryam an Layla und tiefe Trauer
    Mai 2, 2013

    Liebe Layla, liebe “tiefe Trauer”,
    ich möchte euch gern schreiben, weil unsere Geschichten an manchen Stellen ähnlich sind und ich hoffe, euch damit ein bisschen helfen zu können.
    Vorab, deine Geschichte, “tiefe Trauer”, hat mich betroffen gemacht, dennoch glaube ich nicht, dass es für dich keinen Ausweg aus deiner schwierigen Situation gibt. Ich gebe dir Recht, dass es sehr schwer sein kann, eine Beziehung mit einem Nicht-Zeugen zu führen. Andererseits halte ich es nicht für so unmöglich, wie du beschriebst. Du schriebst: “Wir können die gesellschaft verlassen, wir bekommen sie aber nicht aus unserem kopf-denken-fühlen heraus!” Da muss ich dir widersprechen. Es wird sicher lange dauern, bis man fähig ist, seine WTG-Geschichte hinter sich zu lassen – aber es ist mit einiger Zeit sehr wohl möglich. Unser Denken und Fühlen wird nur weiter von der WTG bestimmt, wenn wir es zulassen. Man kann bewusst dagegen arbeiten und sich, so gut es geht, auf andere Dinge konzentrieren. Ich möchte nicht behaupten, dass es leicht ist, aber es geht mit der Zeit besser. Ich habe mich bewusst von den negativen Gedanken abgewandt und an meinem Glauben an Gott gearbeitet. Wichtig ist vor allem, dass man lernt zu unterscheiden, was den eigenen Glauben (das Verhältnis zu Gott) bestimmt und was von Menschen gemachte Regeln sind, denen man sich unterwirft (z.B. “Weltis” sind schlecht und man kann nie eine enge Freundschaft zu ihnen führen, sie machen einen unglücklich, etc. pp.). Mir hat mein (anders-)gläubiger Mann sehr dabei geholfen zu erkennen, dass ich überprüfen muss, WARUM ich bestimmte Dinge glaube und mache und andere nicht. So war es langsam aber sicher möglich, die WTG-Brille abzusetzen. Ich bin jetzt in Bezug auf meinem Glauben auch mehr alleine, als vorher in der WTG. Andererseits ist mir das sehr recht, denn ich habe mich in der Versammlung über Jahre sehr, sehr einsam und schlecht gefühlt, ohne zu wissen warum. Ich nahm immer an, es läge an mir, dass ich nicht genug “das Königreich an erste Stelle” setze, wie es nach WTG-Manier mit Predigdienst und HiPi, Zeugen-Freunden etc. propagiert wird. Nach und nach musste ich aber feststellen, dass es mich nur noch unglücklicher gemacht hat, danach zu streben, ein “vorbildlicher” Zeuge zu sein.
    Das führt mich zu Punkt 2 den ich dir schreiben möchte. Du schriebst: “Ich kann und konnte nicht ohne meine eltern und die alten freunde aus meiner versammlung leben.” Ich kann sehr gut verstehen, dass der Verlust deiner Eltern dich sehr schmerzt. Die Ansage der WTG, dass Eltern mit ihren Kindern, die keine ZJ mehr sind, keinen/kaum Kontakt haben dürfen ist widerlich und menschenverachtend. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Und es tut mir sehr leid für dich, dass sich deine Eltern offensichtlich daran halten, anstatt biblisch zu hinterfragen, wie das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern sein sollte. Es ist schrecklich, zu hören, dass du eine derjenigen bist, die diesen fürchterlichen Verlust erleben mussten. In Bezug auf deine alten Freunde kann ich dir nur Folgendes sagen: Bitte überlege einmal, inwieweit sie wirklich deine Freunde waren. Immerhin haben sie dich schon verlassen – nur, weil du eine Beziehung zu einem “Welti” eingegangen bist. Sind das wahre Freunde? Ein Therapeut, mit dem ich beruflich zusammenarbeite, fragte mich einmal dasselbe, nämlich, wie ich Menschen als Freunde bezeichnen kann, wenn sie den Kontakt abbrechen, nur weil ich mich für einen Mann entschieden habe, der nicht ihre Glaubensansichten teilt. Er hat es überhaupt nicht nachvollziehen können. Und ich kann meine alte Ansicht, ehrlich gesagt, auch nicht mehr nachvollziehen… Es gibt einige wenige Schwestern, die eng zu mir stehen und sich mit mir und meinem Mann gefreut haben. Diese sind mir lieb und teuer und wahre Freunde. Alle anderen, das habe ich für mich erkannt, waren keine wahren Freunde, sondern allenfalls gute Bekannte. Mit diesen habe ich kaum noch Kontakt – aber nicht, weil sie mich meiden, sondern weil ich sie meide. Bitte überlege dir einmal, was passieren würde, wenn du wieder zu ZJ zurückgingest. Vielleicht würden deine “alten Freunde” wieder ankommen und so tun, als wäre nichts, und dich in den alten Kreis aufnehmen. Aber sei dir versichert, dass es nicht mehr das gleiche wäre. Du würdest den Unterschied sicher merken, nehme ich mal stark an. Vorallem kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass die Verleugnung/Ignoranz dessen, was du getan, wofür du dich entschieden hast, ebenfalls sehr schmerzlich sein kann. Einige meiner “alten Freunde” haben meinem Mann nicht einmal begrüßt, als er mit in die Versammlung kam, dabei wussten sie genau, wer er ist. Diese Missachtung galt natürlich mir und nicht ihm. Aber ich persönlich kann nicht mehr mit ihnen befreundet sein, wenn sie so heuchlerisch sind. Nach Außen, im Predigtdienst, reden sie über liebevolle Behandlung, dass jeder aufgenommen wird u.s.w., aber Innen sieht es ganz anders aus. Solche Freunde will ich nicht mehr!
    Ich habe viele Jahre lang an einem Außer-ZJ-Sozialnetzwerk gebaut. Inzwischen habe ich also viele gute Freunde. Bei den Freunden und der Familie meines Mannes hat es etwas gedauert, aber inzwischen kenne ich sie gut und sie sind mir nah. Natürlich fehlt mir in gewisser Weise der Austausch über meinen Glauben – aber der würde mir in der Versammlung auch fehlen, denn dort könnte ich noch weniger darüber sprechen, da Ehrlichkeit und Reflexion des eigenen Glaubens ja nicht erwünscht sind, sobald die WTG-Überzeugung angekratzt wird. Liebe “tiefe Trauer”, bitte überlege dir, inwieweit Freundschaften unter ZJs echt sind und inwieweit mehr Illusion. Es ist auch unter Nicht-ZJs sehr gut möglich, sehr gute Freunde zu finden. Gibt die Hoffnung nicht auf! Gemeinschaft heißt nicht nur, beisammen zu sitzen und gemeinsam Tee zu schlürfen und Spiele zu spielen, in den Predigdienst zu gehen oder einen Film zusammen zu gucken. Eine Gemeinschaft lernst du erst richtig kennen, wenn es dir schlecht geht. Wer dann da ist und dich trägt, ist deine Gemeinschaft. Alles andere sind Menschen, mit denen du Zeit verbringst, aber nicht mehr! Das ist meine Erfahrung.
    Ich habe schon öfter erlebt, wie Menschen, denen es nach ihrem Ausstieg bei ZJs sehr schlecht ging, und denen die Schuld an ihrer seelischen Verfassung gegeben wurde. Weil sie Gott und die ZJ verlassen haben, geht es ihnen dreckig und sie sind selbst schuld, weil sie sich freiwillig der heilenden ZJ-Gemeinschaft ab- und der sündigen “Welti”-Gemeinschaft zugewandt haben – so die Argumentation. Anstatt, dass die Wut über derartige Argumentation da landet, wo sie hingehört (nämlich bei den Zeugen), wenden diese Personen sie gegen sich – Gefühle von Traurigkeit und Verlust, Schuldgefühle, Selbsthass, Hoffnungslosigkeit o.Ä. können die Folge sein. Die ZJs sind damit fein raus, denn sie haben ihren “Beweis”, dass ein Leben ohne die ZJ-Gemeinschaft nicht lebenswert ist! Dass sie selbst bei den Betroffenen über die Gehirnwäsche und demütigende Behandlung diese negativen Gefühle evozieren, wollen sie nicht erkennen und würden sie stets von sich weisen. Wie perfide!
    Ich weiß nicht, ob das bei dir ähnlich ist, aber wenn, dann zieh dir diese Jacke bitte nicht an, denn es stimmt nicht! Eine Schwester sagte mir vor Jahren einmal, dass die Behandlung von Ausgeschlossenen (keiner redet mit einem, man sitzt monatelang hinten im Saal etc.) gerade von denen, die zurückkehren, als besonders heilsam beschrieben wurden. Der Kontaktabbruch würde ihnen helfen, einzusehen, wie gut sie es vorher in der Gemeinschaft hatten. Da hab ich mir nur an den Kopf gefasst! Natürlich muss man als Ausgeschlossener zu Kreuze kriechen und Buße tun (sich also mit der Verurteilung der ZJ und ihren geforderten Reuebeweisen identifizieren), sonst würde man derartige demütigende Behandlungen nie freiwillig über sich ergehen lassen und durchstehen. Also wer sein altes Leben zurück haben will, muss durch den Dreck kriechen, sonst wird er nicht wieder aufgenommen! Ich wünsche dir sehr, dass du einen anderen Weg findest, der gesünder ist. Denn der von ZJ geforderte Weg ist nicht biblich und überhaupt nicht gesund. Im Gegenteil: Es gibt viele Menschen, die daran zerbrechen, wenn sie merken, dass sich die Illusion der “liebenden” Brüder und Schwester nicht aufrecht erhalten lässt. Denn auch, wer zurück geht, wird merken, dass er nur willkommen ist, solange er sich den immer strenger werdenden Regeln unterwirft. Meiner Ansicht nach ist eine Rückkehr zu ZJs nicht möglich, ohne bedingunglose Selbstaufgabe und Selbstverleugnung. Das ist ein viel zu hoher Preis!
    Ich habe letztens mit einer anderen Therapeutin gesprochen, die mir erzählte, sie hätte zwei Ex-ZJ in Therapie gehabt, die ganz ähnlich Erfahrungen berichteten, wie du. Auch sie litten sehr darunter, dass der Kontakt zu Freunden und Familien abbrach. Sie fragte mich, ob ich denke, dass ZJ sektenartige Strukturen haben, und ich bejahte. Wichtig ist, dass man sich klar macht, was biblische Grundsätze sind, und was nicht. Alles, was Menschen machen, hat nicht den Segen Jehovas (auch, wenn ZJs das behaupten). Um den zu bekommen, brauchst du die Regeln der ZJ nicht zu halten. Diese führen eher von Gott weg als zu ihm hin. Ich wünschte sehr, dass mehr für Betroffene getan wird, damit die schwierige Übergangszeit von der WTG-Indoktrination hin zu einem freien Glauben möglich ist. Deshalb wünsche ich dir, “tiefe Trauer”, auch sehr, dass du zu einem Glauben an Gott zurück findest. Ich habe damals sehr intensiv gebetet und Jehova gebeten, mir zu zeigen, welchen Weg er für mich vorsieht. Diesen gehe ich nun. Er ist sicher nicht immer leicht. Aber leichter wäre es bei den ZJs auch nicht gewesen. Und so weiß ich wenigstens, dass Jehova mich beschützt. Bei den Zeugen hatte ich dieses Gefühl nie. Deswegen kann ich diesen Satz von dir “Verloren habe ich meinen glauben an gott, meinen spass am leben, meine familie und meine freunde.” auch nicht bestätigen. Vielleicht kommt es dir so vor, als hättest du alles verloren – aber du kannst es auch wiedergewinnen. Der Weg geht weiter! Du bist nicht an seinem Ende! Ich habe viele Jahre darum gekämpft, einen Platz auf dieser Erde zu haben. Denk mal an Hiob, der hat seine Kinder verloren und sicher auch später noch um sie getrauert, aber Gott hat ihm geholfen, diese schwere Zeit zu überwinden und er ist später wieder glücklich und zufrieden geworden. Er konnte das Geschehene nicht rückgängig machen, aber er hat es überlebt und ist daran gewachsen. So versuche ich es nach schwierigen Jahren bei den ZJ jetzt auch zu machen. Die depressiven Gefühle, die du beschreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen, da es mir lange Zeit ähnlich ging. Aber es hat sich mit der Zeit geändert und ist besser geworden. Ich habe meinen Glauben an Gott erst nach den schweren Zeiten als überzeugtes Zeugenkind aufbauen können, erst jetzt weiß ich was Freude am Leben ist, erst jetzt habe ich erfahren, was es heißt, wenn die Familie hinter einem steht und erst jetzt habe ich wirkliche Freunde. Das wünsch ich dir auch.
    Liebe Layla, du schriebst, du möchtest dich deinen Eltern erklären. Dafür wünsche ich dir viel Glück und Geduld. Wie Martin schon schrieb, kann es sehr gefährlich werden, wenn du den Ältesten erklären möchtest, was dich bewegt hat, eine Beziehung mit einem “Welti” einzugehen. Martin schrieb schon, dass deine Eltern nach ZJ-Regeln verpflichtet sind, gegen dich auszusagen, wenn du ihnen irgendwelche Informationen gibst, die dich belasten. Dies betrifft nicht nur den womöglichen Austausch von Zärtlichkeiten, sondern auch Kritik an den Glaubenssätzen der ZJ. Sei also sehr vorsichtig, wenn du nicht 100%ig weißt, wie deine Eltern einzuschätzen sind! Vorsicht ist an der Stelle manchmal besser als Nachsicht. Lieber die Sache langsam angehen lassen, als zu überstürzt. Ich habe damals alles genau geplant und sehr wenig Infos preisgegeben (egal ob Familie oder Versammlung gegenüber) und bin damit gut gefahren. Mach dir bewusst, dass du dich – wenn überhaupt – nur vor Gott rechtfertigen musst. Es ist dein Leben und nicht das deiner Eltern oder der Ältesten. Du musst dabei glücklich werden und nicht sie. Und wenn sie dir versprechen, dass du in einer Ehe mit einem “Welti” nur unglücklich werden kannst, dann sei dir gewiss, auch das stimmt nicht unbedingt. Ich bin sehr glücklich – und weiß auch, dass so manche Schwester in der Versammlung mir das nicht gönnt, da ich doch so ungehorsam war. Ist mir aber egal, da ihr Neid sie zerfrisst und nicht mich. Es tut mir nur leid für sie, weil sie sich selbst einer Doktrin unterwerfen, für die sie auf Liebe, Familie und Kinder verzichten (solange sie keinen eifrigen ZJ finden, der sie heiratet…). Wenn du innerlich mit dir im Reinen bist und überzeugt, dass das, was du tust, für dich das Richtige ist, wirst du es auch nach Außen so vertreten können. Wenn du innerlich noch Zweifel hast und im Grunde glaubst, dass du deine “Strafe” für dein jetziges Verhalen von Gott später noch bekommen wirst, dann könnte deine Beziehung wirklich schwierig werden. Wenn du irgendwo im Kopf noch eine Ecke hast, die denkt, dass ZJ vielelicht doch Recht haben und als Ganzes die richtige Religion sind, auch, wenn einige Lehren falsch sind, dann wird dich eine Entscheidung für einen “Welti” wahrscheinlich auch eher später belasten. Wenn du davon frei bist, ist es einfacher. Deine Argumentation sollte also auf deiner privaten Überzeugung aufgebaut sein. Mir persönlich war auch klar, dass ich nie einen ZJ hätte heiraten können – aber deswegen habe ich mich nicht für meinen Mann entschieden. Die Entscheidung für ihn war unabhängig von meiner Geschichte bei ZJs. Jemand schrieb dir schon den Rat, diese beiden Dinge zu trennen – das würde ich dir auch raten. Argumentiere bei deinen Eltern beispielsweise gegen ZJ, wenn du ihre Lehren für falsch hälst, aber nimm das nicht als Rechtfertigung einen “Welti” heiraten zu dürfen.
    In gewisser Weise kann ich dir nur raten, sehr viel zu beten und Jehova zu bitten, dir zu helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Dann wirst du die richtigen Worte finden, wenn die Situation für ein Gespräch günstig ist.
    Liebe Layla, liebe “tiefe Trauer”, hier im Forum kann man nicht zu persönlich schreiben, weil alle Welt es lesen kann. Solltet ihr mir schreiben wollen, dann bittet doch BI um Weiterleitung an meine Mailadresse und ich schreib euch zurück, damit wir persönlich in Kontakt kommen können. Ich wünsche euch beiden schon einmal alles, alles Gute und viel Kraft!
    Maryam

  • Bird an layla
    Mai 2, 2013

    Liebe Layla,

    Zuerst möchte ich dich herzlich willkommen heißen. Schön das du zu uns gefunden hast.

    Zu deinem Anliegen, fällt mir folgendes ein. Paulus, machte im Korinther Brief aufmerksam, das diese Anweisungen die er gab keine Befehle vom Herrn waren.
    1. Korinther 7:6 ELB71

    Dieses aber sage ich aus Nachsicht, nicht befehlsweise.

    Wenn Paulus vom heiraten im Herrn sprach, dann steht hier nicht das es ein Zeuge Jehovas sein muss. Denn im Herrn, heißt für mich nichts anderes, das derjenige an Jesus glauben sollte.
    Das ist aber kein Muss Kriterium, sondern es ist leichter wenn man etwas gemeinsam hat.

    Außerdem sagt die Bibel das man niemand eine Heirat verbieten darf!

    Layla, du liebst deinen Zukünftigen, das zählt. Was nützt es einen ZJ zu suchen den man aus Vernunftszügen heiratet. Diese Ehe wird nicht lange halten. Schau sich um, die meisten Jungen sind geschieden. Warum wohl?
    Man heiratet doch auch keinen nur weil er in einem Tennisclub ist und man gemeinsam Tennis spielt.
    Die ganze im Herrn heiraten Sache, zählt doch nur darauf ab, das man nicht auf den Gedanken kommt, die ZJ zu hinterfragen.

    Man soll denjenigen heiraten, den man liebt und nicht jemanden nur weil er viele Stunden im Dienst steht.

    Wünsche dir alles Liebe für die Zukunft.
    Bird

  • Leyla an Bird
    Mai 2, 2013

    Liebe/r Bird,

    danke für deinen Hinweis. Ich habe mir den 1. Kor. 7 jetzt mal ganz durchgelesen und festgestellt, tatsächlich ist es die Meinung des Paulus und er betont immer wieder das es SEINE Meinung ist. War mir noch nie so bewusst… ich schäme mich, dass ich jahrelang nebenher getrottet bin ohne groß zu hinterfragen. Und wenn mir doch mal was komisch vorkam, beruhigte ich mich damit, dass der Sklave schon weiß was er da schreibt. Wie dumm von mir! Auch die vielen anderen Kommentare hier von Euch allen haben mich in meinem Beschluss für meinen Partner bestärkt.

    Ich bin zwar noch total verwirrt (bei dem was ich alles gelesen habe) was denn jetzt alles richtig und was falsch ist und ob ich weiterhin die Zusammenkünfte besuchen will oder nicht aber ich muss das jetzt erst mal nach und nach für mich verdauen und herausfinden.

    Ich verfolge auf jeden Fall weiter Eure Erfahrungen und Berichte.

    Viele liebe Grüße und DANKE!

  • Bird an Leyla
    Mai 2, 2013

    Liebe Leyla,

    Du brauchst dich dafür nicht zu schämen!!! Wir sind einfach so erzogen worden nichts zu hinterfragen. Wie du richtig gesagt hast, wenn uns etwas aufgefallen ist, dann haben wir immer gesagt, die werden es schon wissen, weil sie tragen ja die Verantwortung.

    Das JEDER einzelne für sich selbst verantwortlich ist, entgeht leider vielen.
    Auch Adam hat sich nicht auf die Eva rausreden können! Wir können das auch nicht!

    Schau, sei dankbar, das du bereit bist zu prüfen. Keiner kann dir das abnehmen, oder etwas einreden.
    Ich kann mich noch daran erinnern, das ich fertig war, als ich Texte aus der Bibel verglich mit anderen Übersetzungen.
    Jetzt denke ich oft daran, wie viele Wohnungsinhaber sagten, das ihr ja eure eigene Bibel habt. Wie recht sie doch hatten.

    Die Ehre, das wir aufwachen durften, liegt allein bei unserem himmlischen Vater und seinem Sohn.
    Ohne sie, würden wir sicher noch dasitzen und sagen, welchen Unsinn diese Abtrünnigen verbreiten. Ja und dies ohne zu prüfen.

    Erst jetzt merke ich was Verblendung bedeutet.
    Ja, man wurde Stück für Stück vergiftet und von Jesus entfernt.

    Nimm dir die Zeit, und sprich mit beiden, dem Vater und dem Sohn. Du wirst merken wie dir geholfen wird!
    Sie lassen dich nicht im Stich. Nur es liegt an uns mit ihnen zu reden.
    Wenn ich jetzt darüber nachdenken, das die Ältesten zu mir sagten,,mit Jesus zu reden ist Götzendienst, wird mir jetzt noch übel.

    Unser Vater sagte, hört auf ihn denn dieser ist mein Sohn. Ihm ist alle Macht gegeben.

    Sei ganz herzlich von uns gegrüßt und möge deine Liebe zu deinem Mann nicht vergehen.

    Die Birds

  • tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Hallo liebe layla.

    Ich glaube wir beiden haben die gleichen probleme, aber mit dem unterschied, dass ich schon eine stufe weiter bin.
    Eines möchte ich dir gleich vorweg sagen, es ist sehr sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich!
    Ich befinde mich jetzt in der situation, dass ich ganz alleine bin.
    Im glauben und in der sogenannten „welt“.
    Meinem ehemaligen partner kann ich aber nicht die schuld geben, es ist einfach die vermurkste erziehung meiner gläubigen eltern, und die gehirnwäsche der gesellschaft, die uns so beziehungsrenitent gegenüber „weltmenschen“ gemacht haben.
    Mal ein passender spruch: Du bekommst einen menschen aus dem ghetto, aber das ghetto nie aus ihm.
    Bei uns getauften zeugen jehovas, die auch in der „wahrheit“ aufgewachsen und erzogen worden sind, ist es dass gleiche! Wir können die gesellschaft verlassen, wir bekommen sie aber nicht aus unserem kopf-denken-fühlen heraus!
    Sehr lange lese ich schon hier, habe auch fast alle bücher zu diesem thema gelesen, kann mich aber nicht lösen! Die angst habe ich überwunden, die ganzen drohungen über harmagedon und den tot sind von mir abgefallen. Angst vor gott oder seiner rache habe ich nicht, ich weiss dass alles nur zur einschüchterung ist, und von der gesellschaft kommt!
    Was mir aber fehlt, ist die gemeinschaft! Ich kann und konnte nicht ohne meine eltern und die alten freunde aus meiner versammlung leben.
    Für einen lieben mann hatte ich sie verlassen, und in wilder ehe gelebt. Die konsequenzen kannst du dir ja denken. hurerei und pornografie. Auch wenn es echte tiefe liebe war.
    Der verlust meiner eltern und meiner alten versammlung hat mich depressiv werden lassen, einen zustand den mein freund nicht verstehen konnte. Wie sollte er mich auch verstehen können, wenn ich etwas nachtrauerte, obwohl ich wusste dass es falsch war und eigentlich froh war, dass ich mich davon gelöst habe.
    Das ende von lied oder leid? Beziehung zu ende! Versuchter selbstmord. Stationäre psychatrie und therapie. Jetzt bekomme ich medikamente die mich beruhigen und mir ermöglichen die situation zu verstehen.
    Verloren habe ich meinen glauben an gott, meinen spass am leben, meine familie und meine freunde.
    Überlege dir also bitte sehr gut, ob du diesen weg gehen möchtest.

    tiefe trauer

  • Matthäus
    Mai 2, 2013

    Liebe tief Traurige! Liebe Layla!

    Ist es nicht „ein Wahnsinn“ wie ein paar alte verkorkste Herren durch ihren Regelwahn ganze Familien
    auseinander bringen? In Wahrheit müsste die Staatsmacht dieser Familienzerstörung und der groben Verletzung des Grundgesetzes, Einhalt gebieten.

    Wie schon Anna, oder Bird sehr gut erklärten, die Doktrin wie sie von der LK ausgeht ist nur mehr eins:
    Menschenverachtend!!!

    Es gibt Gestze und es gibt Ratschläge, der Rat „nur im Herrn“ zu heiraten ist kein Gesetz, als Rat logisch und vernünftig. Wobei wenn ein ZJ einen Katholiken heiratet, sofern dieser „an den Herrn glaubt“ ist dieser Rat erfüllt worden. ZJ sollen sich doch nicht einbilden die einzig wahren Christen zu sein. Da gibt es eine Reihe von anders Gläubigen die oft wesentlich mehr Christ sind als viele ZJ.

    Wenn jemand diesen Rat nicht befolgt, dann muss er oder sie selbst mit den möglichen Folgen leben lernen. Das ist nichts anderes wenn die Eltern den Kindern dies oder jenes verbieten und das Kind beachtet zuwenig oder gar nicht die guten Ratschläge der Eltern.

    Also hört auf euer Herz, sprecht es mit dem Vater im Himmel ab, bittet um Weisheit alles abzuwägen – IHR selbst entscheidet nach dem freien Willen der uns vom Vater geschenkt wurde. Kein Ältester oder gar ein alter Herrenclub in Brooklyn hat hier ein Wort mit zu reden.

    LG. Matthäus

  • Matthäus
    Mai 2, 2013

    Hier auch noch der biblische Rat zu meiner Sichtweise:

    Röm. 14:13 Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in Gewissensnot bringen oder in seinem Glauben verunsichern. 14 Ich weiß, und Jesus, der Herr, bestätigt es mir, dass uns keine Speise von Gott trennt, weil sie unrein wäre. Wer aber etwas für unrein hält, für den ist es tatsächlich unrein.

    16 Was Gott euch geschenkt hat, soll nicht in Verruf geraten. 17 Wo Gottes neue Welt beginnt, geht es nicht mehr um Essen und Trinken. Es geht darum, dass wir gut und richtig miteinander umgehen und dass Gott uns durch seinen Heiligen Geist mit Frieden und Freude erfüllt.

    22 Wovon du persönlich überzeugt bist, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich ist, wer mit seiner Überzeugung vor dem eigenen Gewissen bestehen kann und sich nicht selbst verurteilen muss. 23 …Denn er handelt nicht im Vertrauen auf Christus. Alles aber, was wir nicht in diesem Vertrauen tun, ist Sünde.

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Lieber Matthäus,

    man (ich) entdecke immer wieder Bibelstellen, wie wenn man noch nie die Bibel gelesen hätte. Zu zitiertest aus Römer 14, ein Kapitel das ich an sich gut im Kopf habe, aber scheinbar nur die ersten Verse, die ich gerne bei Gewissensentscheidungen zitiere. Diese bedeutungsvollen Aussagen sind mir bisher entgangen, ich kopiere von deinem letzten Beitrag:

    22 Wovon du persönlich überzeugt bist, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich ist, wer mit seiner Überzeugung vor dem eigenen Gewissen bestehen kann und sich nicht selbst verurteilen muss. 23 …Denn er handelt nicht im Vertrauen auf Christus. Alles aber, was wir nicht in diesem Vertrauen tun, ist Sünde.

    Diese „Hingabe“ an Jesus ist bedeutungsvoller, als das Wasserbad bei Massenveranstaltungen und Kongressen.

    Grüße von Ost- nach West-Ösien!
    Gerd

  • tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Vielen dank lieber matthäus für deine antwort.
    Es ist ja nicht so, als ob ich nicht wüsste welches falsche spiel die männer in brooklyn oder selters mit uns spielen.
    Mein problem ist aber die ganze gemeinschaft!!!
    Ich weiß nicht von welcher stelle es so gelenkt wird, dass ein verlassen der gemeinschaft fast unmöglich ist.
    Alle reden immer nur von den bösen alten männern die in der leitung sitzen, die aber die auch einen riesen schaden verursachen sind doch die, die jahrelang familie und freunde waren und nun einen wie tot behandeln! Oft höre ich per telefon in meine alte versammlung, nur um die stimmen von meiner familie zu hören, und die von freunden. Oft fange ich dann an zu heulen, und bin kurz vor dem aufgeben, gerade wenn wieder über ausgeschlossene geredet wird, und wie sich die gemeinschaft verhalten soll.
    Jeder der so einen menschen behandelt ist ein unmensch und niemals ein christ!
    Jeder soll sich mal vor augen halten, welches leid sie einem damit antun.
    Jeder besucher einer versammlung der sich so verhält, ist teilweise ein mörder von kranken menschen!

  • Myra
    Mai 2, 2013

    Liebe tiefe trauer,

    es bricht mein Herz, zu hören wie du leidest! Die Entscheidung, Ausgeschlossene zu verwerfen und sie wie tot zu behandeln, ist ein Selbstläufer geworden. Die leitenden Herren in Brooklyn haben das so entschieden, weil in ihrer Bibelübersetzung passende Verse noch passender formuliert worden, die sie nun Mantra-artig wiederholen lassen. Du kennst ja alle diese Verse und alle dummen Sprüche und Kommentare, mit denen man Ausgeschlossene als Unmenschen darstellt. Die Ältesten setzen das Verhalten in der Versammlungsöffentlichkeit durch, aber die einzelnen Brüder und Schwestern sind es, die es umsetzen, und das teilweise mit einer Häme und mit einem Spott, der jegliche Liebe und jedes Mitleidsgefühl bei ihnen und anderen zerstört.
    In Deutschland zu Hitlers Zeiten hat man genau diese Häme und diesen hassenden Spott in der Einstellung Juden gegenüber gesehen. Es ist, als wenn die Menschen sehr schnell in das selbstgerechte Register fallen und dann alle Hemmungen verlieren.
    Wenn du wieder aufgenommen werden möchtest, wird man von dir verlangen, dass du eine lange Zeit lang alle Dinge machst, die ein supervorbildlicher Zeuge Jehovas machen sollte, und zwar hundertprozentig. Anwesenheitspflicht in allen Zusammenkünften, aber keiner darf mit dir reden und/oder dich grüßen. Auch deine Familie und deine Freunde nicht. Vielleicht werden sie sich so selbstgerecht geben, dir noch nicht mal zuzuzwinkern! Du darfst KEINEN Kontakt haben mit weltlichen Bekannten oder/und Freunden, der nicht unbedingt für den Lebensunterhalt erforderlich ist.
    Kannst dud as durchhalten? EIne lange Zeit lang wird es für dich sein, wie Einzelhaft! Regelmäßiges Bibel-Studieren, natürlich. Und dann bestimmt Gespräche mit Ältesten. Die werden dir genau auf den Zahn fühlen und Details abfragen, um zu ergründen, ob du auch wirklich echte Reue zeigst.
    Aber was hast du denn zu bereuen? (Nichts!)
    – Und wenn du wieder aufgenommen bist, wird man von dir verlangen, in den Dienst zu gehen und die Lehren der WTG zu verbreiten. Du wirst wieder Gemeinschaft mit deinen alten Bekannten haben – ich mag sie nicht Freunde nennen, denn für mich sind das keine Freunde, allenfalls Schönwetterfreunde und Wegbegleiter, die sofort wieder weg sind, wenn es Anlass gibt, dich als „schlechten Umgang“ zu sehen – aber du wirst nur so lange Gemeinschaft mit ihnen haben, wie sie dich als echte ZJ sehen. Wenn man aber nicht immer bei den PD-Treffen ist, oder auch mal Versammlungen versäumt, ist man für viele schnell (wieder) ein graues Schaf.
    Ich mag dir keinen Rat geben. Vielleicht ist es besser für dich persönlich, wieder „zurückzukehren“, damit du Kraft und Ruhe gewinnen kannst. Dann wirst du vielleicht nach einer gewissen Zeit klar sehen, was du wirklich an deiner Familie und den alten Freunden hast.
    Doch von allem, was ich darüber gehört habe, ist der Weg zurück eine Pest, eine Bestrafung und ein Test, der dir gehörig schaden könnte, meine liebe tiefe Trauer. Die lieben Zeugen im Saal sind nämlich alles andere als einfühlsam, zumal sie ja sehen, da kommt ein Schaf zurückgekrochen, und anstatt es aufzufangen und zu streicheln, grinsen sich viele eins und freuen sich, dass wieder einmal bewiesen wurde, dass die Welt so schlecht ist, dass eben doch nur bei Jehova (=in den Versammlungen der Zeugen) Rettung ist. Aber es ist nur bei Jesus Rettung, und Jesus wurde von Gott geschickt und zu Gott dürfen wir auch um Hilfe beten!)
    Die tiefe Trauer, die du empfindest, ist eine verstärkte Emotion, die entstanden ist und die sich immer wieder neu verstärkt durch die Angst, etwas Unwiderbringliches zu verlieren. Es ist eine Fokussierung auf genau diese Angst, und sie ist ja auch berechtigt, denn Eltern leben nicht für immer, und das sollte deinen Eltern eigentlich auch klar sein. Ich hatte für eine Zeit lang einen Psychotherapeuten, der mir beibrachte, meine Mutter in einem etwas entklärteren, angstfreien Licht zu sehen, und seine Aussage „IHre Mutter ist kein netter Mensch“ hat mir einfach unglaublich geholfen, von dieser Einstellung wegzukommen, die Eltern/die Mutter wäre(n) mein Wohlfühlort. Leider war meine Mutter zum Beispiel immer sehr selbstgerecht und emotional verletzend, obwohl ich sie sowohl als KInd als auch jetzt noch sehr liebe und sie deshalb sehr über mich habe bestimmen lassen. Es hat mir sehr geholfen, mich emotionell zu lösen und mich nicht mehr so klein machen zu lassen. Was damals für mich in Bezug auf meine Mutter geholfen hat, hilft dir vielleicht in Bezug auf die Organisation und die Versammlung (und alle die dadrin sind, die du jetzt so schmerzlich vermisst): Die Organisation und die Versammlungsmitglieder sind nicht nett!Sie urteilen über dich und behandeln dich, wie tot, und nehmen in Kauf, dass du in Depressionen versinkst und Suizid-gefährdet bist, damit sie selber gut und ohne Tadel dastehen (sie rechtfertigen ihre Gefühlskälte mit den Anweisungen der WTG.). Sie besitzen kein Rückgrat und keine Pietät, und meines Erachtens ist keine echte Freundschaft von solchen Leuten zu erwarten, die ihre Zeit nach den Stunden auf ihrem Berichtszettel priorisieren.
    Dies entspricht meinen Erfahrungen. Bei dir mag es anders sein, das musst du ganz selber für dich herausfinden. Scheue dich nicht, dir psychologische Hilfe zu holen, und scheue dich nicht, einen Umweg durch ein Wiederaufnahmeverfahren zu machen, wenn du meinst, dass du das durchstehst! Denn soweit ich weiß, sind die Ältesten angewiesen, nicht auf Emotionsausbrüche einzugehen, weil sie fürchten, dass jemand so nur vortäuschen will, zu bereuen, weil er schnell wieder in sein gewohntes Umfeld will. (Ich habe das Hüte-Buch gelesen……)
    Was würde ich machen? Ich würde zunächst mal Briefe an meine Eltern schreiben und zwar immer wieder, und ich würde gar nichts zensieren, ich würde alles genau so scheiben, wie ich denke und fühle, und Jesu Liebesgebot erwähnen, nach dem jemand nicht leben wird, wenn er sein Herz verhärtet, und dass die WTG auf schändlichste Weise dagegen verstößt. Dann würde ich (und so plane ich es für mich in Zukunft auch), in meinen Briefen verschiedene Fakten aufzählen, die die WTG als gegen Jesus gestellt bloßstellt.

    Ach, liebe tiefe trauer – gib dich dieser tiefen Trauer nicht hin! So wie in „Die Unendliche Geschichte“ im Sumpf der Traurigkeit – das ist eine Fatamorgana, ein Irrlicht, eine Mar! Dein Körper spielt dir unendliche Traurigkeit vor, die überwunden werden kann! Dieses Überwinden braucht tatsächlich Zeit, aber das schaffst du mit uns allen zusammen!!!!!

    In Liebe,

    Myra

  • Esther2@tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Liebe tiefe Trauer,
    erstmal herzlich willkommen und schön, das Du so mutig bist, Dich jetzt hier zu äußern. Ich kann voll mit Dir mitfühlen, wir wurden auch ganz überrraschend ausgeschlossen, weil wir den Kontakt zu unserer Tochter, die auch ausgeschlossen ist, nicht abgebrochen haben. Ich habe schon mal darüber gepostet. Wenn Du möchtest, kannst Du gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Hier meine email: ereich9@gmail.com

    Liebe Grüße und fühl Dich ganz toll gedrückt 🙂
    Esther2

  • Tommy
    Mai 2, 2013

    Gib nicht Gott die Schuld an den Ideen der Menschen tiefe Trauer. Du wirst ueberrascht sein, wie sich Dinge aendern, wenn Du ihm, nicht irgendeiner Organisation, traust und Dich ihm darbringst. Wirf Deine Sorgen auf den herrn, sein Joch ist leicht. Stimmt.
    Tommy

  • tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Ich gebe gott nicht die schuld Tommy,
    ich glaube nicht mehr an einen gott!!!

    Bitte verstehe, ich wurde und werde von allen geschwistern gemieden. Meine leiblichen eltern und brüder, und von allen geschwistern meiner alten versammlung!
    Ich bin in der sogenannten wahrheit aufgewachsen. Habe alles erlebt.
    Liebe freunde die ausgeschlossen wurden, und die anweisung sie zu meiden.
    Und alles nur damit sich ein gott darüber freut.
    Ich habe so viel gebetet, gefleht, geheult. Die einzige echte hilfe habe ich von psycholgen erhalten die mich gefangen haben und mir versucht haben den echten sinn vom leben zu zeigen.
    Und da gibt es keinen imaginären freund im himmel!

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Hallo tiefe trauer,

    ich kann dich gut verstehen, weil ich selbst schon seit über 20 Jahren isoliert lebe. Daher weiss ich aus eigener Erfahrung was es heisst alles alleine machen zu müssen. Die ersten Jahre waren am schwersten, danach ging und geht es so einigermaßen bis zum heutigen Tag, denn zum Glück besitzt jeder Mensch eine gewisse innere Kraft, die ihm am Leben erhält. Sicher lässt es sich mit wirklich lieben Menschen gemeinsam viel besser leben, aber nicht jeder hat die Wahl.

    LG Markus

  • sarai an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    Du schreibst, daß Du so isoliert lebst; warum das denn? Wohnst Du so weit ab vom Schuss?

    Wir BI-Indiander haben doch auch ab und zu ein Treffen; magst Du da nicht auch mal dazu kommen?

    Dort kannst Du sicher liebe Kontakte knüpfen auf diese Weise; auch in Deiner Region; wenn Du das möchtest.

    Bestimmt gibt Dir ein Koordinator Deines Landkreises darüber Auskunft 😉

    Viele liebe Grüße,
    Sarai

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Liebe Sarai,

    vielen Dank für dein Schreiben, – aber leider bin ich hier oben im nördlichsten Bundesland wohl so ziemlich der einzige bei BI, die nächsten wohnen dann so in Hamburg bzw. im Randgebiet. Mit wem sollte ich mich treffen, wenn hier keiner wohnt? Für Niedersachsen wurde so etwas wohl schon mal organiesiert, aber es wären so ca- 300 KM für mich gewesen – deshalb hoffe ich immer noch, dass vielleicht schon demnächst so ein nettes Treffen auch im hohen Norden mal möglich wäre.

    LG Markus 😉

  • sarai@Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    das klingt nun leider wirklich verzwickt; aber wozu gibt es Skpe? Dieses supertolle, kostenlose Telefonierprogrämmchen, womit man wahlweise mit oder ohne Bild komplett über die ganze Welt völlig ohne Kosten telefonieren kann, ist es Dir bekannt?

    Das ist dann ja *fast* so wie ein persönliches Treffen; wäre das eine Option für Dich, wenn Du mit manchen vorerst einmal auf diese Art und Weise reden möchtest, bis es vielleicht doch noch ein Treffen auch in Deiner Gegend geben wird? 😉

    Ganz liebe Grüße,
    Sarai

  • Markus
    Mai 2, 2013

    Hi Sarai,
    Mit Skpe kann ich gar nichts anfangen, da ich so etwas überhaupt nicht kenne. Wie soll es denn funktionieren und was benötige ich dafür?

    LG Markus

  • sarai an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus,

    man braucht sich dafür nur die kostenlose Version von Skpe ergoogeln und diese herunterladen. Dann legst Du Dir einen Skpenamen zu und startest los; kannst mit allen anderen Skype-Usern kostenlos telefonieren und Dateien hin- und hersenden und mit oder ohne Bild telefonieren usw..
    Wenn Deine Bekannten, Verwandten oder Freunde oder Deine Kontakte hier auf BI dies auch machen, dann spart Ihr alle die Telefonkosten und seid für den jeweils anderen erreichbar, sobald Ihr das Programm startet und Ihr grünes Licht gebt, also auf *online* schaltet; denn dann kann der jeweils andere sehen, daß man angerufen werden kann…

    Ein ganz ähnliches Programm ist ICQ.

    Viel Spass und erbauliche Gespräche oder schöne Gebete, für alle, die es ausprobieren wollen 🙂

    Vielleicht ist das ja etwas für Dich oder andere;

    liebe Grüße,
    Sarai

  • Markus
    Mai 2, 2013

    ich danke dir für deinen gut gemeinten Hinweis – mal schauen, ob es etwas für mich ist. Eigentlich hoffe ich ja schon seit Jahren, dass hier bei BI mal ein Chat eingerichtet wird, so dass sich die Schwester und Brüder spontan und direkt miteinander austauschen können – ich denke so etwas wäre eine Bereicherung für diese Seite.
    Nochmals lieben Dank an dich Sarai… 😉

    LG Markus

  • sarai an Markus
    Mai 2, 2013

    Lieber Markus;

    ich verstehe Dich; alles neue ist erstmal gewöhnungsbedürftig…

    Wollte Dir das ja auch nicht einreden, sondern Dir nur von der Möglichkeit dieser Option erzählen, damit Du Dich dort nicht so alleine fühlst und noch mehr am Geschehen teilhaben könntest.

    Ganz viele Familien, deren einzelne Mitglieder im Ausland leben oder in Urlaub sind usw. sind jedenfalls auch sehr glücklich darüber, daß sie dieses Programm kostenlos herunterladen dürfen und fortan auch keine diesbezüglichen Telefonkosten mehr haben.

    Weisst Du, ein Chat, ich kann mir denken, daß dies vielleicht für die Älteren unter uns zu schnell abläuft; gibt ja diese Massenchats, wo man gar nicht mehr nachkommt mit lesen, weil die Zeilen oder diejenige Person, mit der man eigentlich reden wollte, schon wieder aus der Leiste verschwunden ist und gar keine Zeit mehr bleibt, um danach zu scrollen.

    Gibt zwar auch Einzelchats, aber diese nennen sich dann schon wieder Separé und ich glaube, das ist auch nicht ganz so das, was man hier auf BI unterstützen möchte 😉

    Man darf auch nicht vergessen, daß ein Chat wahrscheinlich noch mehr Kosten für die betreibenden Brüder verursacht und noch mehr Arbeitsaufwand, alleine schon vom Einrichten her bis zur Betreuung desselben.

    Und man darf vielleicht auch den Gedanken nicht außer acht lassen, daß aussenstehende, nicht wohlgesinnte Personen dann jede Möglichkeit hätten, ungebremst die hiesigen Mitglieder auch negativ anzusprechen.
    Denn; hier kann JEDER mitschreiben; in einem öffentlichen Chat wäre dies vermutlich genauso und das wäre dann vielleicht nicht mehr ganz so erbaulich 😉
    Übrigens kannst du mit Skype auch chatten, wenn Du das möchtest und es kommen ja auch nur die Leute zusammen, die zusammenkommen wollen – was bei einem Chat, den Du meinst, komplett anders wäre…Denn dort kann Dich jeder anquatschen.

    Wie immer Du Dich auch entscheidest; viele liebe Grüße,
    Sarai

  • Tommy
    Mai 2, 2013

    Kann ich natuerlich insgesamt nicht nachvollziehen, ich glaube sagen zu koennen, dass mir dann und wann Dinge widerfahren sind, die sich nicht anders erklaeren lassen.
    Versuchs nochmal und versuch Dich ihm gegenueber so weit zu oeffnen wie moeglich. Schwierig, wenn Du denkst es gaebe ihn nicht. Aber, versuchs mal. Bist ja an sich auf einem guten Weg.
    Tommy

  • Myra
    Mai 2, 2013

    Liebe tiefe trauer,

    ich noch einmal. Ich habe überlesen, dass du dich bereits als völlig alleine, auch in der „Welt“ fühlst und dass man als ZJ völlig beziehungsrenitent in Bezug auf „Weltmenschen“ ist. Dem kann ich absolut zustimmen: man ist sowas von verhaltensgestört (ich für meinen Teil) und ist total verspannt und geradezu hysterisch, wenn es um Kritik oder auch nur um Spaß geht… Ich habe immer und ständig unterschwellig Angst schlecht bzw negativ beurteilt zu werden von anderen oder dass ich ein schlechtes Gewissen haben müsste, weil ich mal nur Freizeit habe, oder dass ich mich falsch verhalten könnte, zu auffällig, zu verklemmt, etc. Ich finde, ich bin neurotisch-verklemmt, was den Umgang mit anderen angeht. Ich habe mir einen kleinen Freundeskreis aufgebaut und halte meine besten Freundinnen davon auf dem Laufenden, was meinen Austritt bei den ZJ angeht, und die Ängste, die mir das bereitet. Mit der Zeit haben sie ein Gefühl und viel Verständnis dafür bekommen, was eigentlich los ist und weshalb ich manchmal so oder so reagiere. Ich hoffe, du hast vielleicht Lust, in einen Verein zu gehen, irgendwas, Sport oder eine Schreibwerkstatt oder… oder dich sozial zu engagieren. Noch ein doofes Beispiel von mir: als ich letztes Jahr mit Panikattacken zu tun hatte, bin ich im Tierheim als Gassigängerin oft mit ein paar Hunden gegangen. Das ist kostenlos und bringt dir bestimmt Freude! Ich weiß, nicht jeder kann das, aber einen der Hunde habe ich dann adoptiert und er lebt jetzt bei uns. Ich nenne ihn unseren Therapiehund, denn er ist sehr sensibel und super verschmust und er ist so schön warm und kuschelig und einfach nur Liebe mit viel Haar dran 🙂 Er ist ein Mix, und hat von einem seiner Vorfahren geerbt, dass er nicht haart – es geht immer irgendwie – die Gesellschaft hat uns so geimpft, dass wir möglichst kein Tier halten sollten. Unter anderem. Das ist eine Gemeinheit! Tiere sind das liebste!
    Und ich wäre gerne deine Freundin! Eine Brieffreundin, falls du zu weit wegwohnst! Wenn du magst, kannst du meine Emailadresse bekommen!

    Die Myra

  • sarai an Myra, Layla, Tiefe Trauer und Ruedi
    Mai 2, 2013

    Hallo, Dir, liebe Myra und den ganz NEUEN hier;

    also ich muss dir ganz einfach sagen: ICH MAG DICH!!! – das ist ja sowas von knuffig, so wie Du Deinen Probe-Hund beschreibst, mit: „einfach nur Liebe, mit ganz viel Haar dran…“

    Ich denke, DAS wäre auch meiner; sogar mein Asthma käme mit so einem Herzal zurecht, denn er haart ja auch nicht, wie Du es beschreibst.

    Dazu muss man wissen, daß ich eigentlich eine Heidenangst habe vor Hunden, überhaupt, wenn diese einen Tick größer sind als eine Maus – denn mich hat mal einer angefallen + attackiert, als ich ein kleines Mäderl von 6 Jahren war. Das ging damals nur deswegen gut aus, weil eine Dame das beobachtete und mich schnell an der Hand schnappte und durch ihr Gartentor zog und so in Sicherheit brachte.
    Aber ich nähere mit dem Thema schon inzwischen so ein bißchen an; hatte neulich erst ein Treffen mit Hunden, die man auch für Therapiezwecke benutzt,
    aber naja, diese konnten zwar ein paar eingedrillte Kunststücke, waren aber nicht fähig sowas wie einen Kontakt herzustellen; sei es durch Blicke oder zeigen, daß sie gestreichelt werden wollen; sie wurden eigentlich nur günstig positioniert von den Hundeführern und hielten vielleicht mal eine Sekunde lang ruhig, in der man das Streicheln probieren konnte, aber das Endziel eines JEDEN von denen war ganz augenscheinlich nicht der andere Mensch, sondern das Leckerli, das sie JEDESMAL im Anschluß bekamen.

    Einer davon war in einer für mich annehmbaren Größe und sah ganz lustig aus, die anderen beiden waren schon eher in gefühlter OCHSENGRÖßE, wovon der eine ganz gutmütig erschien und der andere aber ausgerechnet pechschwarz und ziemlich hysterisch und nervös auf mich wirkte – würde mir DIESER auf der Straße begegnen und auf mich zuflitzen, dann würde mich vermutlich der Schlag treffen 😉
    Wir haben zwar*Begegnung*durchgespielt, aber da hat ja sein Frauerl ihn am Halsband gehalten und sich mit aller KRAFT dagegengestemmt…
    Die Frage ist halt auch: ob denn ausgerechnet ein Tierheim so ein weisses
    treudoof guckendes, möglichst ganzganz winziges Kuschelhundchen für mich zum Gassigehen und Probespazieren hätte?

    Denn einer, der sooo aussieht, würde vermutlich auch gar nie in einem von den Tierheimen landen?

    Von Deinem lieben Vierbeiner nun zu Dir:
    Nach diesem Deinen Kommentar konnte man so ein bisschen in Deine Seele sehen und ich bin der festen Überzeugung, daß Du eine ganz besonders liebe, entzückende Person bist, die ihr Herz am rechten Fleck hat und zum Glück schon auf dem besten Wege ist, alle schlechten Erlebnisse mit ihrer Versammlung zu verdauen und GENAU DAS wünsche ich auch ALLEN unseren NEUEN hier bei uns, wie der lieben *LAYLA* und auch der lieben *TIEFE TRAUER* und dem so netten *RUEDI*.

    Ich heiße Euch ALLE gleich mit WILLKOMMEN hier bei uns auf der Seite, wo sich KEINER mehr alleine zu fühlen braucht, denn wir sind alles Schwestern und Brüder im Herrn und ich konnte noch nirgends so viel gelebte Nächstenliebe orten, wie HIER BEI UNS – und das ist es auch, was ICH SELBST brauche, denn ohne Liebe und Nächstenliebe würde ich schlichtweg eingehen und verdorren wie ein nie begossenes Blümchen 😉

    Ganz, ganz viele herzliche Grüße an Euch ALLE,

    Eure, Sarai

  • Myra
    Mai 2, 2013

    Liebe Sarai und auch liebe Layla,

    Sarai, du wirst es nicht glauben, aber unser Wuschel ist tatsächlich creme-farben und hat Knopfaugen und ist vielleicht so groß wie ein langes Schaf mit zu kurzen Beinen 🙂 Und: seine Besitzerin war verstorben und so kam er ins Tierheim. Wenn man Gassigänger in einem Tierheim ist, ist man sofort zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um solche Goldstücke aufzufangen! Die Besitzerin vom Tierheim kannte uns schon und hat ihn sogar von allen weiteren Anfragen freigehalten, damit wir uns in Ruhe kennenlernen konnten!
    Ich verstehe gut, dass du Angst vor Hunden hast – mir ist als 7-Jährige ähnliches passiert! Der Hund eines Bauern kam aus der Scheune geschossen und biss sofort in mein Bein, obwohl ich nur ganz ruhig auf der Straße neben meinem Fahrrad stand! Seitdem habe ich auch Angst, wenn ein Hund schnurstraks auf mich zuläuft! Aber grundsätzlich weiß ich, dass Hunde und Pferde nicht darauf aus sind, ihre oder andere Menschen zu verletzen. Schuld sind auf jeden Fall die Menschen, die das Tier falsch behandeln. D.h. ein hektischer Hund hat hektische Besitzer, ein bösartiger Hund hat bösartige Besitzer. Klar, es gibt auch Tiere mit Hirntumor, deren Besitzer gar nichts für das bösartige Verhalten ihres Hundes können… Therapiehunde sollten Besitzer haben, die ruhige, ausgeglichene Alfa-Tiere für ihre Hunde sind. Dann wird sich der Hund in jeder Situation vertrauensvoll an seinem Besitzer orientieren und auch ausgeglichen und ruhig sein. Es tut mir wirklich leid, dass anscheinend nicht geeignete Therapiehundebesitzer zur Verfügung stehen, denn Hunde können wunderbar für die Menschenseele sein!!!

    Ja, ich weiß, ich schreibe immer so distanziert und sachlich, dabei hab ich eigentlich immer nen Schalk im Nacken… Dann sieht man bestimmt nicht leicht, was ich wirklich denke. Ich werde mich bemühen, etwas zugänglicher zu sein. Aber du weißt ja, nach vielen Enttäuschungen sitzt man im ‚Panic Room‘ und macht nur ab und an und dann nur für ganz bestimmte Leute die Tür ein Stück auf. Vielen lieben Dank für deine Worte! Ich mag dich auch! 🙂

    Liebe Layla, von mir auch eine dicke Umarmund und ein herliches Willkommen. Ich habe alle deine Kommentare bisher gelesen und bin mit dir. Mit dem, was bisher geantwortet wurde, wähne ich dich momentan in Sicherheit, doch ich weiß auch, dass die moralischen Hebel der Gesellschaft ganz ganz viel Druck ausüben können, auf den du vorbereitet sein solltest, bevor du dich deinen Eltern oder der Ältestenschaft erklärst. Ich bin auch dafür, dass du vorher ganz sicher bist, was DU möchtest. Dass du vorher ganz sicher bist, dass du das auch MÖCHTEST und bereit bist, fest auf deinen Füßen stehen zu bleiben, wenn der Sturm der Vorwürfe, Belehrungen, Ermahnungen, Zurechtweisungen, Selbstgerechtigkeit etc. über dir hereinbricht. Und dass du vorher einen „Fluchtplan“ und einen Freundeskreis hast, zu dem du dich zurückziehen kannst, wenn deine Eltern zum Beispiel ein Riesentheater machen, was ja passieren könnte. Könntest du zur Not ausziehen? Das klingt furchtbar, aber es könnte hilfreich sein, nicht im Haus bleiben zu müssen, wenn es unerträglich wird. Bist du bereit, dein eigenes Leben zu leben? Denn auch wenn du deinen Freund liebst, ist es nicht das Beste, von ihm finanziell und materiell und mental abhängig zu sein. Ideal wäre, wenn du auch gefühlsmäßig stabil bleiben könntest, eben weil du auch ohne ihn ein ganz normales Leben führen könntest: AUsbildung/Job/Wohnung/Freunde etc…. für den absoluten Notfall wenn deine Eltern drohen, dich zu verstoßen, dein Freund plötzlich eine andere hat und die Ältestenschaft die Trennung sehen will. Das wäre ein Sturm, zum Beispiel.
    Auch ohne meine klugen Notfallpläne solltest du natürlich deinen Weg gehen, versteh mich nicht falsch! Alles andere haben andere Kommentarschreiber schon viel besser gesagt als ich!
    Viel Kraft auf deinem Weg und schreibe bald wieder!

    In Liebe

    Myra

  • Esther2@Myra
    Mai 2, 2013

    Liebe Myra,
    Du sprichst mir aus dem Herzen. Viele Gedanken von Dir sind auch meine und ich weiss wovon ich Rede, denn einige Monate sind wir auch nach dem Ausschluss noch treu und brav in die Verse gedackelt, von allen verstoßen, nicht mal mit einem Augenzwinkern gewürdigt, weil wir dachten es wird wieder alles „gut“. Nein nichts wird gut. Erst jetzt wo wir unseren Weg zu Christus ohne WTG finden wird alles gut. Das ist wirklich das letzte, was man da mitmachen muss und zu Kreuze kriechen soll, das wünscht man seinem ärgsten Feind nicht.
    Liebe Myra, Du hast so eine liebe und sensible Art, es ist wirklich schön, das Du BI bereicherst. Weiter oben hatte ich an tiefe trau meine E-Mail Adresse gepostet, wenn Du magst, kannst Du mir auch gerne mal schreiben. Ich würde mich sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Esther2

  • tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Ich danke euch allen für die vielen antworten. Auch wenn ich vieles nicht so richtig zuordnen kann. Bitte verzeiht mir wenn ich mich noch nicht richtig öffnen kann, ich habe aber meine gründe warum ich alles anonym mache. Meine lage wird immer verzwickter und aussichtsloser. Meine gedanken sind so wirr und gleichzeitig verschwommen. Meine lebenslust ist auf dem nullpunkt.
    Immer mehr wird mir klar, wie kaputt mich der glaube gemacht hat.
    Geistig und jetzt auch körperlich. Ich wurde so lange belogen und betrogen. Meine natürliche, von gott geschenkte sexualität wurde auch von meinen eltern und der versammlung zerstört. So lange habe ich gegen meine neigungen angekämpft, bis alles kaputt war. Und jetzt befinde ich mich am abgrund, und sehe keinen ausweg aus dieser misere.
    Es ist so verlogen, wenn man echte liebe und lust erkannt hat, und dann alles wieder ablegen muss weil ein paar alte männer es so wollen. Warum wird oft gesagt wir wären so offen sind dabei aber schlimmer und verklemmter wie die nonnen im vatikan.

  • tiefe trauer
    Mai 2, 2013

    Es ist doch alles verboten. Es wird immer gesagt, dass alles erlaubt ist, was beide wollen. Wie soll ich habe einen passenden partner im glauben finden???
    Wenn ich nur andeutungen bei meinen eltern gemacht habe, ist mein vater rot angelaufen und meine mutter hatte mir prügel angedroht. Wo finde ich hilfe???

  • Myra
    Mai 2, 2013

    Liebes, nichts ist verboten, was Sexualität angeht! Deine Eltern sind es, die verklemmt waren oder sind. Wenn jemand rot anläuft, wenn es um Sex geht, dann weil dieser jemand selber Neigungen hat, die er meint, nicht zulassen zu können!
    Die Erwachsenen oder Älteren sind nicht immer das Maß aller Dinge, sie sind nicht immer ein gutes Vorbild und wissen nicht immer, was sie tun. Wütend werden und Prügel androhen ist die leichteste Methode, um nicht ehrlich sein zu müssen.
    Und das können Menschen aus der westlichen Welt nicht, mit dem ganzen Gepäck an westlicher Philosophie, die schon seit den alten Griechen behauptete, das Körperliche, das Sinnliche, das riebhafte müsse unterdrückt werden, um erhabener zu sein, um irgendwie schon halb Gott zu sein. Unser ganzes soziales System gründet sich darauf, alles Körperliche dem Chaos zuzuordnen (und Frauen bzw das Weibliche wird stillschweigend dazugezählt), der Geist der Ordnung. Deine Eltern sind in diesem Denken gefangen und sind durch die Organisation darin geschult, in der Sexualität das Verderben zu sehen, welches ihre Jugendlichen in Sünde dahinraffen wird. Das ist die Denkweise der WTG, tiefe trauer, genau das hat schon vielen, vielen lieben und sensiblen Menschen vor dir vorgegaukelt, sie würden abnormal sein, oder sexuelle Regungen seien etwas ekliges oder verboten oder schlecht oder Sünde oder… Es ist gar nichts zu spät!
    Du brauchst jemanden zum Reden und zwar sofort. Da ich nicht wüsste, zu wem ich gehen sollte, wenn ich mich so fühlen würde, wie du dich jetzt fühlst, würde ich zur Polizei gehen. Lach mich nicht aus! Die haben ja wohl eine PSychologin, die sie rufen können. Du sagst, ich weiß nicht mehr wohin, ich habe starke Sorgen und habe das Gefühl, ich bin Suizid-gefährdet und ich denke, es ist für mich gefährlich, wenn ich alleine bin. Dann werden sie dir helfen! Und eine geeignete Person für dich rufen, der du dann erzählst, dass du bzw deine Eltern Jehovas Zeugen bist/sind und du das und das und das erlebt hast und mit einer Psychologin reden musst. Das hört sich dramatisch an, aber ich würde es machen, wenn ich nicht eine andere Stelle wissen würde.

    Eines noch: es gibt immer IMMER eine Lösung! Egal was du fühlst, egal, welche sexuelle Neigung du hast, egal, was deine Eltern behaupten oder wie blöd die sich verhalten! Die sind nicht du! Dein Körper, dein Kopf, dein Leben! Es gibt viele schöne Tage, die du erleben sollst, da musst du jetzt deine Jacke nehmen und losmarschieren und für dich kämpfen!

    Und schreib mir eine EMail: closedgonesurfin@aol.com

    Myra

  • hansi
    Mai 2, 2013

    hallo tiefe trauer.
    du musst dir aber auch im klaren sein,den gut gemeinten rat von myra ,dass du die Polizei um hilfe bitten solltest ,und wenn du ihnen von deinen suizidalen Gedanken steckst,werden sie dich ins Klinikum.beziehungsweise in die sychatrie bringen ob es dein ding ist ,ich weiss es nicht aber dass ist fakt,ich weiss wovon ich rede ich war zweimal in der sycharie ,habe eine ampulante Therapie hintermir gebracht und werde bald in die langzeittherapie gehen.
    dir wird im Klinikum in der sychatrie erst einmal schon geholfen ,du wirst erst einmal von der aussenwelt abgeschnitten und es werden zahlreiche Gespräche geführt,ob sie dich verstehen können ,ich glaube eher nein,aber es werden kontakte hergestellt zu Therapeuten die ,dir dann weiterhelfen können.
    ich wollte dir dies offen sagen welche konsequnzen dass alles bedeutet wenn du zur Polizei gehst,vielleicht kennst du liebe menschen die dir nahe stehn,es ist wichtig dass du jetzt hilfe bekommst ,eine andere alternative ich weiss allerdings nicht, ob du es möchtest wäre caritass die einmal in der Woche zu einem bestimmten tag einen tag der offenen tür haben ,wo du auch dein Problem dalegen kannstoder einer anderen sozialen anlaufstelle.ich wünsche dir jedenfalls alles gute, bitte tue etwas ,vertraue dich unbedingt jemanden an,nocheinmal alles gute hansi.

  • Hopefull
    Mai 2, 2013

    Liebe Tiefe Trauer

    mir tut es von Herzen weh, wenn ich solche Lebenserfahrungen mitbekomme oder lese. Ich denke, dass Du aus dieser Misere alleine nicht rauskommst und würde Dir professionelle psychiologische Hilfe anraten. Ich verstehe sehr gut, dass Du hier in nicht alles offen legen kannst, denn es lesen hier viele mit. Aber bei einem Psychologen seid ihr zu zweit, und es bleibt auch bei ihm.
    Denn was ich aus Deinem Kommentar herauslese macht mir große Sorgen, denn als Christ versuchen wir immer den anderen zu verstehen um ihm helfen zu können. Das können wir so leider nicht. Denn ich denke, dass Dein Problem sehr viel tiefer sitzt. Darum mein persönlicher Rat, wende Dich professionellen Helfern, wie Psychologen zu.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, den Segen JHWHs und ich werde Dich ganz fest in meine Gebete einschließen. Jesus Christus wird Dich immer begleiten, er ist immer an Deiner Seite. Irgendwann wirst Du dann merken, dass er Dich auf Deinem Weg getragen hat.

    In Liebe Hope

    PS: natürlich bete ich auch für alle anderen traurigen Seelen, dass sie die nötige Kraft bekommen durchzuhalten. „Alles vermag ich durch den, der mich stark macht (Christus).“ (Phil. 4:13, Bruns)

  • Andre
    Mai 2, 2013

    Hallo tiefe Trauer,
    es macht mich betroffen, deine Kommentare zu lesen und ich kann nur z.T. mitfühlen, wie es dir geht.
    Versuche bitte einmal die ganze Sache mit Abstand zu sehen. Die Situation, in der du dich befindest hat nichts mit Gott zu tun, dass sind die Regeln der ZJ. Deine Eltern können nicht anders, sie glauben, Gott damit zu gefallen. Und das ist, so hart es ist, wichtiger als die eigene Tochter. Du hast in vielen Recht, dass das Regelwerk der ZJ auch den eigenen Körper/Psyche kaputtmacht, soweit, dass man gar nicht mehr weiß, was eigentlich Normal wäre.
    Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es eine lange Zeit braucht, bis du das erkannt hast.
    Vertraue dich jmd lieben an, der das objektiv beurteilen kann, fachliche Hilfe ist hier am besten.
    Aber es wird so kommen: Wenn du deinen Weg gehst – der in die Freiheit für dich führt, wirst du Eltern und Bekannte verlieren. Aber es wird DIR besser gehen und du wirst mit Sicherheit wieder neue, echte Freunde finden. Und du wirst auch wieder Spaß am Leben haben und auch beim Sex.
    LG
    Andre

  • Maria-regula
    Mai 2, 2013

    Liebe Leyla,liebe tiefe Trauer lieber Ruedi und andere Neue die ich übersehen habe
    Ein herzliches Willkommen auch von meiner Seite.Lasst Euch Zeit im Prozess der Veränderung,bei unserem Herrn ist nichts unmöglich.
    Seit auch gewiss dass ihr hier verstanden und getragen wedet,aber der wirkliche Heiland ist nur unser Herr Jesus Christus,er umsorgt seine Schafe mit viel Liebe , Geduld und Barmherzigkeit, – wir müssen nur lernen es anzunehmen und zu zulassen,gar nicht so einfach mit unserem Leistungsdenken.
    Christus ist eben anders,er schenkt uns Gnade über Gnade!
    Wir sind hier alle auf dem Weg,- weg vom Leistungsevangelium,hin zum Evangelium der Liebe und der Gnade,- einfach wunderbar!!!

    In Gebet und Gedanken mit euch verbunden

    Maria- Regula

  • Martin@Layla
    Mai 2, 2013

    Hallo, liebe Layla,

    ich glaube, du bist hier neu und hast den Mut gehabt, deine Sorgen uns allen hier anonym vorzutragen. Sei herzlich willkommen. Sicherlich darf ich annehmen, dass du von deinen Eltern im Glauben der Zeugen Jehovas erzogen wurdest. Du bist gläubig, liebst deinen himmlischen Vater und auch unseren Erlöser, Hirten und König Jesus Christus. Sie sind übrigens die allerwichtigsten Persönlichkeiten in deinem/unserem Leben und sind immer für dich da.

    Nun bittest du um Hilfe, inwieweit du für deine Entscheidung für einen „ungläubigen Partner“ argumentieren könntest. Die Haltung der Ältesten deiner Versammlung ist dir bereits klar. Bei deinen Eltern versprichst du dir die Chance, um Verständnis für deine derzeitige geplante Entscheidung zu werben und dabei hoffst du, dies dadurch zu „knacken“, dass du ihnen hilfst, Missstände oder falsche Lehren zu erkennen. Du planst gewaltiges!!!

    Nun beginnst du deinen Kommentar mit den Worten: „Ich weiss mir gerade nicht zu helfen“! Das sind Situationen, die nicht nur du, sondern wir alle in „irgend einer Form“ schon erlebt haben. Du hast dich offensichtlich in jemanden verliebt, konntest dies bisher geheim halten und bist bereits mit deinen Geliebten in einer Phase, wo du schon die Ehe planst. Möglicherweise seit ihr euch schon sehr nahe gekommen, bei vielen christlich erzogenen Menschen unter JZ dann auch der Punkt, der eine mögliche Ehe zwingend macht. Das Problem ist nun nur noch „die Umwelt“. Und jetzt hast du ein wirkliches Problem.

    Du hast obigen BI-Artikel gelesen, der dich begeistert und gestärkt hat, deinen Weg zu gehen und nun ist die Frage, wie begegne ich diesem Umfeld in der Versammlung der ZJ und in der Familie. Von keinem erwartest du eigentlich Verständnis, so entnehme ich es deinem Kommentar. Nicht so einfach, dir zu helfen.

    Ich weiss nicht, in welcher Lebensphase du dich befindest, wie alt du bist und wie du deinen möglichen Ehepartner beurteilst, ist er in deinen Augen ein gläubiger Mensch? Glaubt er an Gott, glaubt er an Jesus Christus? Möchte er mit dir ein christlich gestaltetes Leben führen? Hat er Achtung vor der Bibel und liest gerne mit dir darin…usw. Das sind alles wichtige Fragen, die wir natürlich alle nicht beantworten können. Einen „Ungläubigen im Sinne des Wortes Gottes zu ehelichen, kann für eine Frau schon ein gewaltiges Problem werden, ja für eine ganze Familie. Allerdings ein Ungläubiger im Sinne der Auslegung von JZ muss nicht immer ein Ungläubiger im Sinne der Bibel sein. Das ist ja auch der Sinn des BI-Aufsatzes, der dich begeistert hat.

    Du siehst also, es gibt viele Faktoren, die ausschlaggebend sind. Allerdings möchte ich dir zunächst in deiner Situation eines mit auf dem Weg geben. Es wird sich nicht vermeiden lassen, mit den Eltern über dieses Thema zu diskutieren. Mache nur einen Kardinalfehler nicht: Verbinde nicht das eine mit dem anderen. Das bricht dir das Genick! Benutze nicht die Fehlbarkeit unter Jehovas Zeugen als Argument, das du deshalb einen Mann heiraten möchtest, der kein ZJ ist. Wenn du ihn wirklich liebst und ALLES ANDERE STIMMT, gehe deinen Weg ohne zu diskutieren, auch mit den Ältesten deiner Versammlung, denn du musst wissen, wie sie „gepoolt sind“. Wenn sie spüren, dass du dich nicht davon abhalten läßt, eine solche in ihren Augen „Ehe mit einem Ungläubigen“ einzugehen, stufen sie dich als Gefahr für die Versammlung ein, beginnen dir zu unterstellen, dass du bereits unerlaubten Verkehr hattest und beginnen in ihrem Inneren Gründe für einen Gemeinschaftsentzug zu suchen. Dann beginnen taktische Verhörversuche, die darauf hinauslaufen, etwas über dein Intimverhalten zu erfahren und die geringste Anmerkung deinerseits könnte dann zum Gemeinschaftsentzug führen.

    Entschuldige, wenn ich dies etwas krass darstelle. Du batest um Hilfe und hier möchte ich dich erst einmal auf die äusseren Umstände aufmerksam machen. Ansonsten können sie dir nach den derzeitigen Ordensregeln nicht die Gemeinschaft entziehen, nur weil du einen ungläubigen Ehemann heiratest, es sei denn es würde offenbar werden, das du ihnen vorehelichen Verkehr verheimlicht hättest. Denke daran, deine Eltern sind nach den Ordensregeln verpflichtet, wenn sie es erfahren würden, das den Ältesten zu melden und wenn SIE das vollziehen und nicht DU freiwillig, dann kann dir das als Reuelosigkeit ausgelegt werden und ebenfalls zum Ausschluss führen.

    So, es ist also nicht ganz so einfach, dir hier zu helfen. Es gäbe hier noch vieles zu sagen. Du wirst sicherlich auch noch andere gute Ratschläge erhalten von weiteren Kommentarschreibern. Wichtig ist für dich, dass du dir sicher bist, dass du den richtigen Partner fürs Leben gefunden hast, der Gott über alles liebt, der Christus liebt, die Bibel liebt und natürlich ganz besonders auch dich, und so manches mehr. Man hofft, dass man im Leben die richtige Entscheidung trifft, aber es wird sich oft erst nach vielen Jahren zeigen. Darum, bleibe besonnen und vermeide jetzt im Übereifer strategische Fehler und vermeide unnötige Diskusionen und Auseinandersetzungen mit den Eltern und den „Versammlungs-Ältesten, Hirten,Vorstehern, Anklägern, Richtern, Vollstreckern“. Klammere dich eng an unseren himmlischen Vater und an Jesus und bitte sie, dir zu helfen, deine Gefühle richtig und weise zu steuern.

    Ich wünsche dir Gelingen und Segen
    unseres himmlischenVaters
    Martin

  • layla
    Mai 2, 2013

    Hallo ihr Lieben,

    weiß mir gerade nicht mehr zu helfen oder wie ich Euch sonst kontaktieren könnte. Ich bräuchte Eure Hilfe inwieweit ich meine Entscheidung für einen ‚ungläubigen‘ Partner (Ehe ist für die Zukunft geplant) argumentieren könnte. Mir ist klar das die Ältesten auf meine Argumentation diesbezüglich wahrscheinlich wenig eingehen werden, jedoch liegt mir viel daran meine Eltern davon zu überzeugen und auch auf die Missstände bzgl. falscher Lehren aufmerksam zu machen. Ich bin Euch sehr dankbar für diese wundervolle Seite!

  • Anna
    Mai 2, 2013

    Liebe Layla, liebe Schwestern und Brüder,

    von mir mal ein herzliches Willkommen, auch an unseren Bruder @Ruedi.

    Und schön, dass du einen netten Partner gefunden hast. Das allein zählt. Und alles andere sind menschlich Regeln. Auch die Auslegung „im Herrn zu heiraten“ gemäß der Organisation.

    Warum hat Mose Zippora heiraten dürfen, die Tochter eines midianitischen Priesters? Für Jehova war dies offenbar in Ordnung.

    Und dann noch zu Josef, hier ein Zitat aus Wikepedia:

    …Josef erhält den Ehren-Namen Zafenat-Paneach und wird vom Pharao mit Asenath, der Tochter des Hohenpriesters Potifera von On verheiratet. On ist ein alter Name für Heliopolis, die Stadt, wo der ägyptische Sonnengott verehrt und angebetet wurde. Josef wird also zum Schwiegersohn des Sonnenpriesters. Asenath gebiert Josef zwei Söhne: Manasse und Ephraim. Josefs Vater Jakob beansprucht diese Söhne kurz vor seinem Tod für sich selbst, als seine eigenen.
    „Jetzt sollen deine beiden Söhne, die dir in Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, mir gehören. Ephraim und Manasse sollen mir soviel gelten wie Ruben und Simeon. Die Nachkommen aber, die du erst nach ihnen gezeugt hast, sollen dir gehören; nach dem Namen ihrer Brüder soll man sie in ihrem Erbteil benennen.“
    – Genesis 48, 5–7, Einheitsübersetzung ENDE ZITAT

    Die Söhne von Josef aus dieser Verbindung wurden gesegnet.

    Wenn, so muß man doch alle biblischen Begebenheiten in Betracht ziehen. Seitens der WTG wird ja immer nur Josefs Vater Jakob als Vorbild herausgestellt, der nicht wie sein Bruder Esau Frauen geheiratet hat, die keine Anbeter Jehovas waren.

    Ich hoffe, deine Eltern werden es verstehen. Die Ältesten haben ihre Hütebuch-Vorgaben, die können nicht anders wenn sie weiterhin Älteste bleiben wollen.

    Und Bruder @Ruedi, finde ich toll nach so vielen Jahren darauf hinzuweisen, wie wichtig unser Herr Jesus ist. Bruder @Martin hat dir so nett und ausführlich geschrieben, bin schon gespannt auf deine Antworten.

    Herzliche Grüße Anna

  • Thomas
    Mai 2, 2013

    Hier noch einmal was Über Äon.Aion, aionios, olam = Ewigkeit?

    Im Neuen Testament wird bei Zitaten aus dem Alten Testament das hebräische „olam“ mit „aion“ wiedergegeben (Heb. 1:8, 5:6; 1. Petrus 1:25). Es liegt also eine Bedeutungsgleichheit vor. Luther übersetzte „aion“ 37mal mit „Welt“. 75 mal benutzte er „Ewigkeit“/ „ewig“/“ewiglich“, jeweils 1mal „Lauf“, „vorzeiten“ und „Zeit“. „aionion“ übersetzte er 67mal mit „ewig“ und 3mal mit „Welt“. Diese Vielfalt macht deutlich, dass die Begriffsbedeutung nicht in der Bibel selbst gesucht wurde. Offensichtlich waren hier also zumindest bei einem Teil der fallweisen Übersetzungen bzw. Interpretationen außerbiblische Überlegungen und Vorstellungen Ausschlag gebend.

    Untersucht man alle Belegstellen, erkennt man Folgendes: Übersetzt Luther aion mit Welt (z.B. Mat. 12:32; Mrk. 10:30; Luk. 18:30; Röm. 16:25; 1.Kor. 10:11, Eph. 1:21; 3:21; Kol. 1:26; 1.Tim. 1:17, 2.Tim. 1:9; Heb. 9:26) ist nicht ein Ort im Universum gemeint, sondern ein bestimmter Zeitabschnitt mit einem Anfang (1. Kor. 2:7) und einem Ende (Abschluss des Äons: Mat. 13:39, 49, 24:3; Hebr. 9:26, 1.Kor. 10:11). Der Begriff „Äon“ wird auch als Fachbegriff in der Geologie verwendet, um einen langen geologischen Zeitabschnitt zu bezeichnen (natürlich ist dort nur diese eine Bedeutung bekannt!). Dabei geht man von zwei vergangenen Äonen aus (Archaikum, Proterozoikum) – der gegenwärtige dritte Äon wird Phanerozoikum genannt, weiter untergliedert wird in Ären (Entsprechung in der Bibel: oikonomia). Wichtig zu erkennen ist, dass auch in der Bibel die Bedeutung von „Zeitabschnitt“ zwingend ist – die angebliche andere Bedeutung von „Endlosigkeit/Ewigkeit“ war an den oben genannten Stellen aus spachlogischen Gründen nicht möglich. Andere Übersetzungen verwendeten daher auch den Begriff „Zeitalter“ oder noch besser „Weltzeit“. Da aber auch schon kosmos richtigerweise mit Welt übersetzt wird, im Sinn einer Gesellschaftsordung, kann diese Übersetzung für Aion nach der konkordanten Methode nicht mehr verwendet werden, zumal es den Aspekt der Zeitlichkeit nicht ausreichend betont.

    Der deutsche Begriff Ewigkeit/ewig, den Luther außerdem benutzte, hat im Laufe der Zeit die ursprüngliche Bedeutung (langer Zeitraum, verwandt mit dem alth. ewa, Ehe; entstammt dem indogermanischen aju=Lebensdauer) verloren, und das Gegenteil „Unendlichkeit“ angenommen. Allerdings ergibt sich diese Interpretation von Aion an keiner Belegstelle aus dem Text selbst, im Unterschied zur Übersetzung im Sinn von Zeitalter. Lediglich (offensichtlich unbiblische) vorgefasste Meinungen gaben hier wohl den Ausschlag für die vorgenomme Bedeutungsveränderung hin zu einer „Endlosigkeit“. Angebliche Hinweise auf die Bedeutung der Unaufhörlichkeit lassen sich leicht entkräften. In 2.Kor. 4:18 beispielsweise geht es nicht um den Gegensatz von zeitlich und nichtzeitlich, sondern um einen kurzen Zeitabschnitt (proskairon hat nichts mit der Zeit chronos an sich zu tun, sondern bedeutet kurz befristet) im Vergleich zu einem wesentlich längeren (äonischen) Zeitabschnitt, der Dinge, die außerhalb der eigenen Lebenszeit liegen unsichtbar werden läßt.
    Außerdem, im unwahrscheinlichen und der Geschichte der Sprache einmaligen Fall, dass ein Nomen zwei entgegengesetzte Bedeutungen haben kann, wie es gerne konstruiert wird, nach welchen Kriterien wird dann die richtige Bedeutung ausgewählt, wenn im Zusammenhang beides möglich wäre? Warum wurde in diesen Fällen immer mit Ewigkeit übersetzt, insbesondere wenn es um die Gerichte Gottes geht? Wie ist es zudem zu erklären, dass „aion“ auch in der Mehrzahl vorkommt (Gal 1:5 u.v.a.). Gibt es etwa mehrere Endlosigkeiten?
    Wie sieht nun um „aionion“, dem Adjektiv von Aion, aus? Wie wählt man dort aus? Nicht nötig, wird dem erstaunten Laien erklärt: „aionion“ habe doch nur eine Bedeutung, und zwar „ewig“! Das Substantiv Äon soll also zwei sich widersprechende Bedeutungen haben, das zugehörige Adjektiv aber nur eine. Wie ist dieser Widerspruch zu begründen? Es ist wohl nicht nötig auszuführen, dass diese Aussage sprachlogisch absurd ist. Hilfreich war den „Übersetzern“, dass aionion in der Bibel meist mit abstrakten Begriffen wie Leben verknüpft wird, bei der die Falschübersetzung logisch nicht auffällt. Es gibt aber gern verschwiegene Belegstellen (Röm. 16:25, 2. Tim. 1:9), die der Interpretation von äonisch mit endlos klar widerlegt, während Titus 1:2 der Auslegung im Sinn einer Anfangslosigkeit von äonisch widerspricht, da von vor-äonischen Zeiten die Rede ist.

    In konkordanten Übersetzungen werden die eingedeutschten Wörter „Äon“ bzw. „äonisch“ eingeführt, da kein deutsches Wort geeignet scheint, eine Übersetzung zu liefern. Die Definition für Äon in der Stichwortkonkordanz des KNT (S.371) lautet „Weltzeit, der längste Zeitabschnitt, eine Welt vom Gesichtspunkt ihrer Zeitdauer aus gesehen“ und äonisch bedeutet demnach folgerichtig: „die Äonen betreffend“. Nur wenn Aion einheitlich übersetzt wird, kann der Zeitplan Gottes, bestehend aus verschiedenen Äonen, die verschiedene Inhalte haben, erkannt werden.

    Es entbehrt auch jeder Grundlage, wenn behauptet wird, dass es im Griechischen anders nicht möglich sei, eine Unendlichkeit auszudrücken und die Schreiber deshalb gezwungen waren, den vorhandenen Zeitbegriff Äon mit einer völlig neuen, zusätzlichen Bedeutung zu belegen. Richtig ist, dass eine Endlosigkeit sehr wohl deutlich mit vorhandenem Vokabular ausdrückbar gewesen wäre. Man verwendet dazu Verneinungen (nicht nur im Griechischen), wie Unsterblichkeit (a thanasia, 1. Kor. 15:53,54; 1. Tim. 6:16), Unauflöslichkeit (a kata luton, Heb. 7:16), Niemals mehr (ou me eti, Offb. 18:21-23), Unvergänglichkeit (a phtharsia, 1. Kor. 15:42, 50, 53, 54; Eph. 6:24, 2. Tim. 1:10) bzw. unvergänglich (a phetheron Gott: Röm. 1:23, 1. Tim. 1:17). Wie kann nun ein Übersetzer z.B. davon ausgehen, dass es ja äonisches Leben nicht heißen kann, und statt dessen mit unvergänglichem Leben (ewigem Leben) übersetzen?

    Verfloskelte Unsinnigkeiten wie das Wortungetüm von Ewigkeit zu Ewigkeit können in einer wortgetreuen Übersetzung also nicht mehr gefunden werden. Was sollte das denn auch sein? Dauert da etwas was von einer Unendlichkeit zur nächsten an? Gibt es etwa mehrere Endlosigkeiten? Nein, die Erklärung ist einfach. Meist steht dort tatsächlich „für die Äonen der Äonen“ (z.B. Offb. 20:10 „tous aionas ton aionion“), was so viel bedeutet wie „während einiger Äonen, die besonders wichtig sind“; vergleichbar mit unserem Sprachgebrauch, wenn man den „Tag der Tage“ herausheben möchte.
    In Markus 3:29 spricht Jesus auch beispielsweise nicht davon, dass es „keine Vergebung in Ewigkeit“ gäbe, sondern „keine Vergebung in dem Zeitalter (Äon!)“. Nach Offb. 11:15 dauert die Herrschaft des Sohnes „für die Äonen der Äonen“ (also für die letzten beiden Äonen – Millennium und die Neue Erde – statt von „Ewigkeit zu Ewigkeit“), denn danach wird Er sie ja Seinem Gott und Vater übergeben (1. Kor. 15:24-28), sie hat also ein Ende. Die „ewige Pein“ in Mat 25:46 ist richtig übersetzt eine „äonische Strafe“, da der nächste Äon (das 1000-jährige Königreich) nicht als Mitglied des herrschenden Volks Israel erlebt wird, sondern man statt dessen tot ist und danach zur Zurechtbringung das Gericht durchlitten werden muss (siehe auch 2. Petrus 2:9).

    Wenn nun aber die Vorstellung von Ewigkeit nicht in der Bibel wiederzufinden ist, wo kam sie dann her? Der Begriffsinhalt von „unaufhörlicher Zeit“, die dem hebräischen Zeitdenken sowieso völlig fremd war, wurde in der Deutung als „Überzeit“ erst von Platon entwickelt und von Plutarch und der jüngeren Stoa übernommen. Die Unendlichkeit/Ewigkeit ist in der Philosophie die Bezeichnung für das Grenzenlose, in dem alle Phänomene angesiedelt sind, deren Ende nicht gedacht werden kann. Die Ewigkeit gilt Platon als die wahrhafte Form des Seins, d. h. als Seinsweise der Ideen, die frei von allem Werden sind. Für die antiken Denker war zumeist die Welt unendlich – eine Auffassung, die mit der Bibel, die von einem zielgerichtet in Zeitabschnitten handelnden Gott berichtet, nichts gemein hat. Mit der Falschübersetzung Ewigkeit/ewig wurden also unbiblische Philosophien in die Bibel getragen, gestützt durch politische Einflussnahmen und Machtdenken des Klerus (mehr…).

    Siehe auch:

    Heinrich Langenberg: Äon oder/und Ewigkeit?

    Wolfgang Gaßler: Analyse des Begriffs „Ewigkeit“ in der Bibel

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Nicht schlecht Tommy,

    du hast dir das Buch (2. Chroniker) gemerkt, dort im Kapitel 16 steht es nicht ganz so, wie du aus dem Gedächtnis zitiertest:
    „JHWH durchstreift die Erde und sucht nach Menschen mit gutem Herzen (oder so aehnlich).“

    Es ist ein entscheidender Unterschied, auf den es uns ankommen sollte, sogar aus der NWÜ ersichtlich, ich hebe hervor:

    9 Denn, was Jehova betrifft, seine Augen durchschweifen die ganze Erde, damit er sich stark erweist zugunsten derer, deren Herz ihm gegenüber ungeteilt ist.

    Auf w a s sollte unser Herz gerichtet sein? Auf Jehovas Organisation?

  • Pit an Gerd
    Mai 2, 2013

    obiger kommentar war für tommy. sorry.

    noch ein aspekt. aber der ist schon offtopik.

    durch die verhaltensweise der kirchen im mittelalter und die unterdrückung der wissenschaft bis zur bekriegung der aufklärung haben sie den atheismus gefördert.
    das selbe gilt auch für die LK, die durch ihre uneinsichtigkeit viele ex-zeugen in den atheismus getrieben haben.

    wie ist es mit denen, die einen der kleinen zum straucheln bringt…….

    ich möchte nicht in ihrer haut stecken, wenn sie gezwungen sein werden, die wahrheit zu erkennen.
    wahrlich schwer wird es lasten…

    (das sie atheisten geworden sind hängt natürlich an der tatsache, das sie gott mit religion gleichsetzen. und das geht ja bekanntlich immer schief.)

  • Tommy
    Mai 2, 2013

    Ich verstehe was Du meinst, komme aber da auf 2.Chronika oder Jesaja(kann es nicht schwoeren) zu sprechen. Im Zusammenhang mit dem von mir angefuehrten Jesuszitat. JHWH durchstreift die Erde und sucht nach Menschen mit gutem Herzen (oder so aehnlich). Ich denke auch, dass Gott in seiner gerechtigkeit und Liebe zu mehr imstande ist als wir uns moeglicherweise vorstellen koennen. Ganz klar, wer andere zum Straucheln bringt…., auch hier hatte der Herr deutliche Worte. Natuerlich sieht sich jeder im Recht, weshalb es ein schwieriges Thema ist. Trotzdem vertraue ich dem Herrn und seinem Vater.
    Schlussendlich werden wir ja irgendwann sehen. Lass uns nach dem Balken im eigenen Auge suchen und dann…..
    Sei gegruesst genauso wie der rest.
    Tommy

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    pit schrieb:
    „…natürlich was die juden damals unter gehenna verstanden haben. ist auch wichtig.“

    Ein Bibellexikon erklärt:
    „3. γεεννα, Gehenna, das griechische Wort für die zwei hebräischen Wörter, die „Tal Hinnoms“ bedeuten. Es war der Ort in der Nähe von Jerusalem, an dem die Juden ihre Kinder für heidnische Götter durchs Feuer gehen ließen, der später verunreinigt1 wurde (2. Kön 23,10). Ein beständiges Feuer machte es zu einem passenden Bild von dem Ort ewigen Gerichts (Mt 5,22.29.30; 10,28; 18,9; 23,15.33; Mk 9,43.45.47; Lk 12,5; Jak 3,6). Der oben genannte Ort der Verunreinigung und des Feuers wird im A.T. auch Tophet oder Taphteh genannt (2. Kön 23,10; Jes 30,33; Jer 19,13).“

    Genügt das um die Gehenna zu akzeptabler zu machen?

    Stellt euch vor, ihr hättet noch ein Heimbibelstudium und die Interessierte zitiert aus o.a. Stellen, z. B. das, nur aus Matthäus:

    5, 22 Ich aber sage euch, daß jeder, der seinem Bruder [ohne Grund] zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka! dem Synedrium verfallen sein wird; wer aber irgend sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird.
    10, 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle.
    18, 9 Und wenn dein Auge dich ärgert, so reiß es aus und wirf es von dir. Es ist dir besser, einäugig in das Leben einzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden.
    23, 33 Schlangen! Otternbrut! wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?
    ———————-
    Interessierte: „Ja, lieber Herr Zeuge, ich habe schon begriffen, dass für ‚Hölle‘ das Wort ‚Gehenna‘ passender ist. Trotzdem erklären sie mir, wie kann man dieser Feuer-Gehenna ‚verfallen‘? Wie kann dort Seele und Leib ‚verderbt‘ werden? Welches Gericht findet in der Gehenna statt?“

    Wie würdet ihr antworten? Passt dieser Text dazu?
    1.Kor. 3: 15 wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

    Bibelerforschergrüße!
    Gerd

  • Pit an Gerd
    Mai 2, 2013

    die läuterung durch feuer ist natürlich ein aspekt.
    das schärfere gericht für lehrer ist auch zu begreifen. denn die tragen auch die grössere verantwortung.
    alle verkünder jesu christi sind immer lehrer. also kämen sie alle in das schärfere gericht.
    warum aber sagt paulus dann: ihr werdet kein gericht empfangen.
    widersprechen sich da paulus und jakobus?
    wie bekommt man die unter einen hut?
    nicht durch vergewaltiger des wortes, sondern logisch und verständlich.
    oder, (ein anderer gedanke) ist das gericht nicht das, wofür er im allgemeinen christentum gehalten wird.

    man sollte nicht vergessen, das sich das volk erst seit 400 jahren für die bibel interessieren konnte. und da nur wenige, die auch lesen konnten.
    und dann waren sie lange zeit auf auslegungen angewiesen, die unantastbar waren oder zumindest gesellschaftlich zu grossen nachteilen geführt hätte, wenn sie jemand öffentlich bezweifelt hätte.
    also müssen die mittelalterlichen interpretationen nicht immer das gewesen sein, was jesus gemeint hat, vielmehr ging es vielfach um die aufrechterhaltung der bestehenden machtverhältnisse und die unterdrückung der abhängigen bevölkerung.

  • Tommy
    Mai 2, 2013

    Lieber Pit,
    ich glaube Jesus sagte „….wer den Willen meines Vaters tut….“ sagt fuer mich viel aus. Im Lukasevangelium wird Jesus zitiert, dass derjenige, der viel wusste dann eher ein haerteres Strafmass erwartet, als denjenigen, der nichts wusste etc….
    Tommy

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Danke Manfred,

    auch Hinweise Jesu, dass es denen von Sodom besser ergehen wird, als denen von Samaria, lässt noch Begnadigungen erahnen.

    Aber gerade das AT zeigt, mit den Ausrottungen der Gläubigen an falsche Götter, wie radikal eine Trennung damals schon erfolgte und auch im NT gibt es ähnliche „Aussonderungshinweise“, wie wir sie auch im biologischen Bereich kennen. Die aber unter anderen Vorzeichen.

    Wie wird es denen ergehen, die „achten auf Lehren von Dämonen“ – 1.Tim.4: 1 ff ?

    Ich hoffe, es geht gnädiger zu, als sich so manchen Sätze in der Bibel lesen – aber sind wir dann noch objektiv, was die Wahrheit betrifft, wenn w i r alles beschönigen wollen?

    Abendgrüße!
    Gerd

  • Manfred an Gerd
    Mai 2, 2013

    Lieber Gerd,

    Du hast geschrieben: Ich hoffe, es geht gnädiger zu, als sich so manchen Sätze in der Bibel lesen – aber sind wir dann noch objektiv, was die Wahrheit betrifft, wenn w i r alles beschönigen wollen?

    Ich glaube nicht, das das was mit beschönigen zu tun hat, sondern das man tatsächlich versucht die Wahrheit herauszufinden. Denn mit Feuer geläutert zu werden ist was anderes als in den Feuersee geworfen zu werden. Wir denken nun, wir wollen was beschönigen, ich glaube eher, dass unsere vorherige geistige Führerschaft uns alles viel zu negativ gelehrt hat, da sie offensichtlich nicht vom heiligen Geist geleitet werden. Wenn sich die biblischen Fakten nun deutlich positiver darstellen, liegt es nicht daran weil wir es beschönigen, sondern daran dass wir es nicht mehr ins negative reden. Die gute Botschaft unseres Herrn Jesus Christus ist
    jedenfalls deutlich besser als alles was die LK gelehrt hat und noch lehrt.

    Nur wenn man die Bibel ohne den Wachtturm liest, kann man das erst erkennen. Welche Gemeinschaft hat Licht mit Finsternis und welche Gemeinschaft hat ein mit subliminalen Bildern vollgestopftes Lehrbuch mit dem Wort Gottes? Um die Bibel richtig verstehen zu können, muss man versuchen das Wissen der LK möglichst vollständig aus dem Kopf zu bekommen. Es ist nicht alles falsch was sie gelehrt haben, aber nach meiner Ansicht der weit aus grössere Teil. Die LK kennt die gute Botschaft unseres Herrn Jesus doch gar nicht. Warum? Weil sie nicht Christus predigen, sondern sich selbst.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Matthäus
    Mai 2, 2013

    Lieber Gerd und Manfred!

    Die Frage der Gnade (ob wir sie bekommen) sollte uns nicht als Frage beunruhigen!
    Durch Paulus wird in Röm. Kap. 9 sehr viles ausgesagt:

    6 Gottes Zusagen haben nach wie vor ihre Gültigkeit, auch wenn nicht alle aus dem Volk Israel zu Gottes auserwähltem Volk gehören. 7 Nicht alle Nachkommen Abrahams sind auch wirklich seine Kinder. Denn Gott hatte zu Abraham gesagt: „Nur die Nachkommen deines Sohnes Isaak werden das auserwählte Volk sein.“

    8 Das bedeutet: Nicht alle, die auf natürliche Weise von Abraham abstammen, gehören zu Gottes Volk und damit zu seinen Kindern. Nur der zählt dazu, wer – so wie Isaak – Gottes Zusage hat. 9 Denn das hatte Gott Abraham zugesagt: „Nächstes Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu euch, und dann wird Sara einen Sohn haben.“ 10 Aber nicht nur Abrahams Frau Sara erging es so. Rebekka war von unserem Stammvater Isaak mit Zwillingen schwanger. 11-12 Noch ehe ihre Söhne Esau und Jakob geboren waren, das heißt, noch ehe sie etwas Gutes oder Böses getan haben konnten, hatte Gott zu ihr gesagt: „Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ Damit gab Gott ganz klar zu erkennen, dass seine Zusagen ausschließlich auf seinem Willen beruhen; sie sind also unverdientes Geschenk und nicht von den Leistungen des Menschen abhängig. 13 So sagt Gott ausdrücklich: „Ich habe nur Jakob geliebt, aber Esau gehasst.“

    Kein Anspruch auf Gottes Barmherzigkeit
    14 Bedeutet das etwa, dass Gott ungerecht ist? Auf keinen Fall!

    15 Denn Gott hat einmal zu Mose gesagt: „Ich erweise meine Güte, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.“

    16 Entscheidend ist also nicht, wie sehr sich jemand anstrengt und müht, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt.

    17 Wie erging es dem Pharao? Die Heilige Schrift berichtet, dass Gott zu ihm sagte: „Ich habe dich nur deshalb als König über Ägypten eingesetzt, um durch dich meine Macht zu zeigen und meinen Namen in der ganzen Welt bekannt zu machen.“

    18 Gott schenkt also seine Barmherzigkeit, wem er will, aber er macht Menschen auch hart und gleichgültig, wenn er es will. 19 Sicher werdet ihr mich jetzt fragen: „Wie kann Gott dann noch von unserer Schuld sprechen? Wer kann denn etwas gegen Gottes Willen unternehmen?“

    20 Darauf kann ich nur antworten: Wer seid ihr denn eigentlich, ihr Menschen, dass ihr meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können? Glaubt ihr wirklich, dass ein Gefäß aus Ton den Töpfer fragt: „Warum hast du mich so gemacht?“ 21 Der Töpfer hat schließlich die Freiheit, aus ein und demselben Klumpen Lehm zwei verschiedene Gefäße zu machen: ein kostbares zum Schmuck und ein gewöhnliches für den Abfall. 22 Genauso wollte Gott an denen, die für das Verderben bestimmt sind, seinen Zorn und seine Macht sichtbar werden lassen. Und obwohl sie ihrem Untergang nicht entgehen konnten, hat er große Geduld mit ihnen gehabt. 23 An den Menschen, die an seiner Herrlichkeit teilhaben sollen, wollte er dagegen seine Barmherzigkeit beweisen. So möchte er an ihnen in reichem Maße seine Herrlichkeit zeigen.

    24 Zu diesen Menschen gehören auch wir. Und er hat uns nicht nur aus dem jüdischen Volk, sondern aus allen Völkern berufen. 25 Schon im Buch des Propheten Hosea sagt Gott: „Einmal werde ich die mein Volk nennen, die bisher nicht dazugehörten; und ich werde die auserwählen, die bisher nicht meine Auserwählten waren.“

    26 Und wo ihnen gesagt wurde: „‚Ihr seid nicht mein Volk‘, da werden sie ‚Kinder des lebendigen Gottes‘ heißen.“ 27 Und der Prophet Jesaja sagte über Israel: „Selbst wenn es so viele Israeliten wie Sand am Meer gibt, werden doch nur wenige von ihnen gerettet. 28 Denn der Herr wird sein Urteil auf der Erde bald vollstrecken.“ 29 So hat es Jesaja schon vorher gesagt: „Hätte der Herr, der allmächtige Gott, nicht einen kleinen Rest von uns gerettet, dann wären wir alle umgekommen wie damals die Leute von Sodom und Gomorra.“

    Der falsche Weg
    30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus. 31 Israel aber, das sich so sehr bemühte, Gottes Gebote zu erfüllen, um dadurch vor Gott bestehen zu können, hat dieses Ziel nicht erreicht. 32 Warum eigentlich nicht? Weil die Israeliten nicht durch den Glauben an Christus, sondern durch ihre eigenen Leistungen Anerkennung bei Gott finden wollten. Deshalb wurde ihnen Christus zum Stein des Anstoßes. 33 So steht es schon in der Heiligen Schrift: „Seht her, ich lege in Jerusalem einen Stein, über den man stolpern wird, und einen Fels, über den sie stürzen werden. Wer aber an ihn glaubt, steht fest und sicher.“

    Es kommt also auf „den Weg“ an den wir gehen, wenn wir glauben mit eigenen Leistungen etwas zu erreichen oder das Ziel zu erreichen, dann sind wi auf unserem Weg irgendwann am Ende einer Sackgasse.

    Liebe Grüsse Matthäus

  • hansi
    Mai 2, 2013

    lieber matthäus,ja die bibel spricht es klar an es gibt einen weg für einen mann der gerade ist, aber das ende wird der tod sein ,ich bin bei dir ,wenn es darum geht und da bin ich bei dir wir können uns das ewige leben ,niemals verdienen,das geht nicht ,nur durch unverdiente güte von seiten unseres gottes jehova ,und glauben an seinen sohn jesus christus,können wir dies grosse geschenk erhalten,deshalb finde ich als zeuge jehovas das leistungsevangelium nicht gut.aber ein ganz wichtiger punkt lieber matthäus ist reicht glauben aus ,oder gehört mehr dazu ich jedenfalls verstehe dich so wie du es in deinem kommentar erwähntest ,wer glauben an jesus christus bekundet wird gerettet,das ist nicht ganz richtig natürlich da sind wir uns einig,das glauben unbedingt dazugehört zum ereichen des ewigen lebens ,aber es gehört noch mehr dazu eben,bedenke lieber matthäus ,auch die dämonnen glauben und schaudern zugleich,und wie ist es mit der christenheit im allgemeinen macht es sich jeder christ,nicht leicht schwere sünden zu begehen wie hurrerei, ehebruch, diebstahl,mord totschlag und so weiter und sofort um nur ein paar schwere sünden zu erwähnen,er gibt zu an gott und jesus zu glauben und beichtet dann alles seinen pfharrer in der woche, um in der kommenden woche dieses wieder zu tun .nein so geht es nicht vielmehr sollte ein christ darauf sehr achten wie er sein leben lebt indem er sich bemüht gottes gerechte grundsätze,an den tag zu legen indem er gottes gebote hält,und jesu worte ,im leben umsätzt und für alles wertschätzung zeigt für das was jehova durch jesus für uns tut.es kann aber denoch passieren das ein wahrer christ ,schwere sünden begeht nicht absichtlich ,aber wir sind nun mal alle sünder ,dann springt jesus christus für uns bei seinem vater hilfreich ein 2joh2,1,2,ich schreibe euch diese dinge damit ihr keine sünde begeht ,aber wenn jemand eine sünde begeht haben wir einen helfer beim vater einen gerechten und er ist ein sühnopfer für unsere sünden doch nicht nur für die unseren sondern für die ganze welt.ich lieber matthäus,und das macht den unterschied,wie jakobus in der bibel schon erwähnte glauben ohne werke ist tot,macht den unterschied,werke voller glauben kann mann bekunden ,wenn mann liebe zu jehova und seinem sohn durch seinen lebenswandel zum ausdruck bringt ,denn die liebe zu gott, besteht in diesem fall,das ihr die gebote gottes haltet.lg hansi

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Stimmt, lieber Matthäus,

    Römer 9 beschreibt das VorausWISSEN (nicht -bestimmung) Gottes. In 2.Tim. 2 steht auch:
    19 Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind.

    Ich hatte lange Schwierigkeiten den Begriff „Heilsgewissheit“ richtig zu begreifen. Die in der Bibel genannten „Berufenen und Erwählten“ haben die Gewissheit, die Gnade zu erlangen, sofern sie sich nicht von selbst aus der Berufung entfernen.

    pit hat recht, dass Feuer sehr oft mit Läuterung in Verbindung gebracht wird, ich denke an eine Stelle in 1.Petr. 1.

    Mein gestriger Hinweis auf 1.Kor. 3 ist eine Stelle die zeigt, dass nicht jeder Errettete, bei der persönlichen Beurteilung, die gleiche „Zensur“ erhalten wird. Die Rettung bleibt, nur hier wird gezeigt, dass es Lob oder Abstriche geben kann: 2.Kor. 5:
    10 Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, auf daß ein jeder empfange, was er in dem Leibe getan, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses.

    Was machen wir nur mit den Nicht- oder Namenschristen die in der Gehenna landen? Ich erinnere nur an den Ausgangspunkt meiner Fragerei:
    Zitat von Thomas:
    “Laut den Aussagen Jesus ,werden selbst Namenschristen in das ewige Feuer geschmissen, die gibt es in jeder christlichen Richtung und natürlich auch bei den Zeugen Jehovas.”

    Vom Urbibelforscher Russell heißt es in der Historie, dass er „den Wasserstrahl auf die Hölle geworfen hatte“ – wenn ich richtig in Erinnerung habe, weil er als Argument die „unsterbliche Seele“ widerlegte. Kann nicht bei den Verurteilten was anderes als die Seele im Feuer gerichtet (bzw. zurechtgebracht?) werden?

  • Pit an gerd manfred
    Mai 2, 2013

    und die frage: was ist ewig. olam oder äon?
    von ewigkeit zu ewigkeit geht im deutschen sprachraum schon mal gar nicht.
    ewig hat keinen anfang und kein ende. wie soll da danach was kommen.

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Ich verstehe dich pit!

    Dass ein äon – als Zeitalter – begrenzt ist, ist ja klar.
    Nur ~100 Jahre äonische Qual wäre auch quälend genug.

    Nur da ist die Frage, welche A r t von Qual? Eine menschliche mit einem irdischen Körper, davon ist doch kein biblischer Hinweis zu sehen. Vielleicht ist das eine Strafe für einen Geisterkörper? Ich gehe nur alle Möglichkeiten durch.

    Daher meinen auch einige Ausleger, es sei die Strafe der Abgeschiedenheit von Gott, die in der „Hölle“ sehen dann wie gut es den Angenommenen geht, aber… – naja…?

    Aber was können unsere Ureltern im 14. oder 15. Jh. dafür, wenn sie weder katholisch noch evangelisch wurden? Sie werden doch auferstehen, lt. Jesus und dann…

    Kernfrage: WAS geschieht mit den Böcken in Matth 25,
    was mit dem Unkraut im Feuer, lt. Matth 13 –
    ohne nun Russell & Co mit ihren Auslegungen zu konsultieren?

    Nachtgruß!

  • Pit an gerd manfred
    Mai 2, 2013

    und die frage nach der gerechtigkeit. gleiche strafe für adolf und für einen, der nicht an jesus glaubt, aber sonst ein guter mensch ist?
    aber, wie ihr schon sagtet: ist offtopik.
    und natürlich was die juden damals unter gehenna verstanden haben. ist auch wichtig.

  • Gerd
    Mai 2, 2013

    Als ZJ und auch danach haben wir zur Thematik, die oben genannt wurde, ein zwiespältiges Verhältnis, Zitat von Thomas:
    „Laut den Aussagen Jesus ,werden selbst Namenschristen in das ewige Feuer geschmissen, die gibt es in jeder christlichen Richtung und natürlich auch bei den Zeugen Jehovas.“

    Vielleicht ist das hier nicht der richtige Thread, aber die Frage bleibt, w i e mag diese Art Urteilsvollstreckung in Wirklichkeit sein? Dass bei denen die „ins Verderben“ gehen, die Zukunft einen negativen Bescheid haben wird, ist ganz naheliegend. Es erhebt sich nur die Frage, wie schlimm wird das sein und ist das ewig?

    Ich erwische mich auch heute noch bei Relativierungen etwa so: „Jesus sprach zwar von Feuer und Qual, aber in Wirklichkeit meinte er mit diesen Beschreibungen …. “

    Off. 20: 14,15 ist zwar ein Indiz für völlige Beseitigung, aber gibt es im Feuersee auch noch das „Heulen und Zähneklappern“?

    Sollte diese Thematik hier fehl am Platz sein, dann kann die auch entfallen, der eingangs zitierte Satz brachte mich nur auf diese Frage.

  • Manfred an Gerd
    Mai 2, 2013

    Lieber Gerd,

    mir ist das auch aufgefallen und ich glaube das ins Feuer werfen bzw. In den Feuersee geworfen zu werden nicht das gleiche bedeutet. Der Feuersee ist definitiv die engültige Vernichtung und genau dort wird auch der Satan landen. Doch dann gibt es auch noch Bibeltexte wie diesen:

    Schwert, erwache wider meinen Hirten und wider den Mann, der mein Genosse ist! spricht Jehova der Heerscharen; schlage den Hirten, und die Herde wird sich zerstreuen. Und ich werde meine Hand den Kleinen zuwenden. Und es wird geschehen im ganzen Lande, spricht Jehova: zwei Teile davon werden ausgerottet werden und verscheiden, aber der dritte Teil davon wird übrigbleiben. Und ich werde den dritten Teil ins Feuer bringen, und ich werde sie läutern, wie man das Silber läutert, und sie prüfen, wie man das Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten; ich werde sagen :Es ist mein Volk; und es wird sagen: Jehova ist mein Gott. (Sacharja 13:7-9 ELB71)

    Wenn Jehova den dritten Teil ins Feuer wirft um diese Menschen zu läutern, dann macht das nur Sinn, wenn sie am Ende noch leben. Somit glaube ich, dass dies zwar eine Starfe sein wird, jedoch nicht den ewigen Tod bedeutet. Man müsste prüfen, was damit also noch gemeint sein könnte.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Pit an gerd manfred
    Mai 2, 2013

    da stellt sich auch die frage nach dem gericht.
    ist ein zurechtrichten? auch so kann man es übersetzen.

  • Thomas
    Mai 2, 2013

    Ich bin kein Anhänger der Wachturmgesellschaft, aber bibelgläubiger Christ.
    Viel Leid kam über die Nachfahren Abrahams weil sie sich mit Ungläubigen
    vermischt haben,sie nahmen ihre Götter an und ihren Lebensstil an was letztendlich zu den Gerichten Gottes ,auch über Juda und Israel führte.
    Wer also wirklich so Leben will wie Jesus seine Jünger gelehrt hat, wird
    es sehr schwer haben in der westlichen Welt,wenn er einen oder eine nicht
    an Christus gläubige Person heiratet. Der mitteleuropäische ,oder gerade
    auch deutsche Wohlstandsbürger,ist soweit von Gottes Geboten entfernt,das
    ein Leben mit ihm ,für ein wirklich nach der Bibel lebenden Christen ,früher
    oder später zur Hölle auf Erden wird.Ich glaube in dem Sinne hat Paulus es
    auch gemeint. Laut den Aussagen Jesus ,werden selbst Namenschristen in das
    ewige Feuer geschmissen, die gibt es in jeder christlichen Richtung und natürlich auch bei den Zeugen Jehovas. (JAHWE) Es ist somit gerade zu unklug
    sich mit Nichtchristen einzulassen,oder mit Namenschristen ,euer Herz kann
    euch täuschen ,die Heilige Schrift niemals. Vertraut dem Wort Gottes und dem
    Heiligen Geist,aber niemals Menschen oder Engeln,denn es geht um euer ewiges
    Leben. Hört nicht auf irgendwelche Mensch,bevor ihr ihre Aussagen mit der Bibel geprüft habt.Ich bin kein Zeuge, sondern bibelgläubiger Christ und
    Zeugen Jehovas sind für mich gläubige Christen und haben nicht weniger Irrlehren als die katholische Kirche ,die evangelischen Landeskirchen,oder
    auch viele Pfingstkirchen. Jesus interesiert nur ,wer seine Gebote hält
    und nicht Menschen Gebote , die meisten Theologen vor 2000 Jahen landeten
    nach Jesus Aussage in der Höhle , viele heutige Theologen werden ihr Schick-
    sal teilen, denn Gott ändert sich nie. Es sind die letzten Tage ,bevor Jesus
    wiederkommt und sein tausendjähriges Reich aufrichtet ,deswegen Vorsicht,
    denn der Satan weiß das sein voläufiges Ende nahe ist und mit ihm sind millionen gefallener Engel und böse Menschen und auch jede Menge Irrlehrer.
    So hat Jesus es angekündigt und so ist es nun gekommen auf dieser Erde.

    Maranatha

    Thomas

  • edelmuth
    Mai 2, 2013

    Hallo Thomas

    » Jesus interessiert nur ,wer seine Gebote hält und nicht Menschen Gebote , «

    Kennst du Jesus Gebote? Wenn du die beiden obersten Gebote kennen würdest, kannst du sie halten?

    Jesus lehrte stets in Gleichnissen, damit wir den Sinn daraus erkennen und ihn situationsbezogen anwenden können. Kein Mensch versteht den Sinn Jesus Worte vollständig, und das, was er erkennt, kann er trotz ehrlichen Bemühens nicht einhalten. Das weis Gott und wendet Jesu sündensühnendes Opfer an.

    Welche Gebote hatte der Schächer, der neben Jesu an den Pfahl geschlagen wurde, erfüllt, als ihn seine Auferstehung im Paradies von Jesus zugesichert wurde? Er hatte ein gläubiges Herz offenbart. Jesus beurteil die Herzen, die sich in unserem aufrichtigen Bemühen äußern, nicht in dem mehr oder minder erfolgreichen Erfüllen von Gesetzeswerken.

    Ede

  • Thomas
    Mai 2, 2013

    Der Schächer hatte einfach Glück das er Jesus begegnete und Glauben
    bekundete, genauso wie Blinde, Besessene und sogar Tote. Desweiteren
    war es dem Schächer wohl auch nicht mehr möglich, Jesu Gebote zu halten,
    eben Aufgrund der Gegebenheiten. Er wurde aus dem Glauben heraus gerettet.
    Grundsätlich wird ein Christ durch den Glauben an Jesus Christus gerettet,
    dieser Glaube muß dann auch früchte tragen ,das sind die Werke aus dem
    Glauben. Wenn ein Christ sein Leben nicht ändert und so weiter lebt wie
    bis her, kanner nicht gerettet werden. Denn wer mich liebt hält meine
    Gebote (Jesus Christus). Desweiteren hat der Satan und seine Engel auch
    einen Glauben an Gott,er weiss genau das Gott alles hält was er verspricht.

  • edelmuth
    Mai 2, 2013

    Hallo Thomas

    Sicherlich kann man erwarten, dass der Glaube die Handlungsweise des Gläubigen positiv beeinflusst. (Jak. 2:26) Dennoch retten die Werke im Sinne der Erfüllung von Gesetze kein Leben.

    Kennst du die Gesetze Jesu, um sie vollständig erfüllen zu können?

    Ich kenne nur die Worte Jesu. Jesus lehrte stets in Gleichnissen. Gleichnisse kann man nicht erfüllen. Man kann den Sinn daraus erfassen und ihn nach besten Kräften aber immer noch fehlerhaft zu erfüllen versuchen.

    (Epheser 2:8-9) 8 Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe.

    (Titus 3:4-7) . . .Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, 5 rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6 Diesen [Geist] goß er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7 damit wir, nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind, Erben würden gemäß einer Hoffnung auf ewiges Leben.

    (Römer 4:5) . . .Dem dagegen, der keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerechtspricht, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

    (Römer 11:6) . . .Wenn es nun durch unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht mehr als unverdiente Güte.

    Was meinst du, Thomas, hätte jemand, der die „Gesetze Jesu“ erfüllt bei Gott einen Rechtsanspruch auf ewiges Leben?

    Wie verstehst du Matthäus 7:21-23

    (Matthäus 7:21-23) . . .Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

    Ede

  • fortunatus
    Mai 2, 2013

    An alle hier zeitweilig Anwesende……:

    Zunächst zwei Fragen:

    1. Wer hier hat sich mit dem Gerichtsverfahren genau befasst, aus dessen Gerichtsprotokoll AUSZÜGE zitiert wurden?

    2. Wer hat sich GENAU mit den Gepflogenheiten in Mexico zur angegebenen Zeit, den Militärdienst betreffend, auseinandergesetzt?

    Zum Gerichtsverfahren:
    a: Sollte Franz das so gemeint haben, wie er HIER zitiert wird, dann würde er das heute sicher anders sehen.
    Ich denke aber, die Kommentare von Franz sind so zu verstehen, dass er selbst damit sagen wollte, dass es falsch war, an einer irrigen „Interpretation“ von biblischer Chronologie festzuhalten, dies aber so geschehen ist.

    b:
    Zitat aus dem Bericht in Mexiko:
    “ In diesem Land wurden die wehrpflichtigen Brüder vom Militärdienst entbunden, von dem sie sich durch Zahlungen an einen Militärbeamten freikauften. Das war nichts anderes als Bestechung,“

    Ähnliche Gebräuche gibt es heute in der Türkei – man zahlt als Türkisch stämmiger Mensch mit Türkischem Pass 10-15.000€, um vom 3-jährigen Militärdienst befreit zu werden.

    Nach meinen Recherchen war es in Mexiko genauso, somit kann man nur dann von Bestechung sprechen, wenn der jeweilige JZ, der lokal bezahlt hat, dies nicht Offiziell getan hat…..

    Die Anfrage über den Sachverhalt in Brooklyn muss daher ebenso hinterfragt werden.

    (Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
    Jean-Jacques Rousseau)

  • Zadok/Achim
    Mai 2, 2013

    Hallo Fortunatus,

    ich frage mich gerade, was dich antreibt, die Sachverhalte die von Ray Franz dokumentiert sind, zu bezweifeln, da er doch die Quellenangaben gemacht hat bez. des Gerichtsprozesses in Schottland? Was Mexico betrifft, darf man ihn sicher als Zeitzeugen ansehen. Wenn es in Mexiko damals ok war sich freikaufen zu können vom Wehrdienst, warum es also nicht tun? Problematisch wird es ja erst dadurch, das man in Malawi die Brüder hat sterben lassen in einem vergleichbar harmloseren Fall. Aber Afrika ist weit weg und Mexiko vor der Haustüre, das hätte im Verfolgungsfall unangenehme Auswirkungen gehabt. Theokratische Flüchtlinge, ein Presse, die genau hinschaut…wer will das schon, wenn man in New York wohnt…aber ein wenig Verfolgung in Afrika ist gut fürs Image…
    Lieber Gruß
    Achim

  • Jade
    Mai 2, 2013

    Ich vermute dass Glückskind als Fortunatus zurückgekehrt ist.
    Fortuna=Glück

    Jade

  • Frank und Frei
    Mai 2, 2013

    bei den Zeugen musst du dich beugen oder du lernst das Fleugen.
    Oh Fortuna
    O Glück,
    wie der Mond
    Sie sind veränderbar,
    je Wachsen
    und abnehmend;
    hasserfüllt Leben
    ersten unterdrückt
    und dann beruhigt
    als Phantasie braucht es;
    Armut
    und Macht
    es schmilzt sie wie Eis.

    Schicksal – monströse
    und leer,
    Sie wirbelnden Rad,
    Sie sind bösartig,
    Wohlbefinden ist eitel
    und immer verblasst zu nichts,
    Schatten
    und verschleierte
    Sie plagen mich auch;
    jetzt durch das Spiel
    Ich bringe meinen nackten Rücken
    Ihre Bosheit.

    Das Schicksal ist gegen mich
    in Gesundheit
    und Tugend,
    getrieben
    und beschwert,
    immer versklavt.
    So in dieser Stunde
    unverzüglich
    zupfen die schwingenden Saiten;
    seit Fate
    Streiks nach dem starken Mann,
    jeder mit mir weinen! [3]

    aus der Carmina burana

  • Maria
    Mai 2, 2013

    Hallo an Alle,

    [Zitat:
    Im Griechischen heißt es “mónon èn kýrio“, und das ist ziemlich unscharf: Es heißt hier nicht, man darf nur jemanden heiraten, “der im Herrn IST” – das wird hier überhaupt nicht gesagt. Es kann genauso gut bedeuten, dass der GLÄUBIGE im Herrn bleibt, oder dass die Eheschließung im Rahmen der christlichen Gemeinde erfolgt, ohne dass für den “Andersgläubigen” eine Verpflichtung erwächst.]

    Oje dieses immer wieder suchen was es wohl genau heisst und könnte es nicht und vielleicht und evtl. ..

    Übersetzung zu : MONON IN KYRIO, nur im Herrn (bin griechin bevor jemand meint er musste mich besser aufklären)
    Dieses nur im Herrn bezieht sich auf das:

    1. Jeder Partner frei ist
    2. Die Heirat ist schon der Geschlechtsakt, die Feier
    und irgendwelche Urkunden dienen ja nur dem Mensch
    als Nachweis (weil weltl. Gesetze auch gibt)
    3. Voraussetzung ist Liebe, sonst Unzucht, Lust, Geilheit usw.
    was ja dann eher Sünde wäre.

    4. Beide sind dazu bereit, beide empfinden die gleiche Liebe
    zueinander, beide wissen das Sie Veantwortung übernehmen.

    5. Beide werden 1

    [Darf ein Christ einen „Ungläubigen“ heiraten? ]
    Der Titel ist echt witzig, weil er von uns sterblichen kann noch sagen das er die Wahrheit kennt? Wir können nur Glauben, überlasst diese Entscheidung dem himmlischen Vater.
    Wer ohne Fehler von uns ist (mich eingeschlossen) der Werfe den
    ersten Stein.

    Und wenn sich da von aussen nicht immer so viele einmischen
    würden mit Ihren auch so tollen Meinungen würde es bei vielen
    auch wunderbar klappen.

    Wer immer darauf wartet immer viel zu erhalten und wenig gibt
    wird auch nie mit seiner Wahl glücklich werden.

    Vor fast 2.000 jahren war es gang und gebe das wenn ein Paar nicht zusammenpasste sogar nach jahren die Frau samt den evtl. vorhandenen Kindern zurück ins Eltern Haus ging. Damit war offiziell die Heirat geschieden.
    Heutzutage braucht man Anwälte, Jugendämter, Regelung Besuchsrecht usw. weil sogar dabei noch Geld damit verdient wird.

    Weitere Eklärungen wie zu Ehebruch und ab wann da und wie und ob und wenn ja mag ich nichts als Christin anführen weil es ein Thema ist das in meinem Leben nicht vorkommt.

    Lieber Milan deine Frage ob es Sünde ist??? Wer sagt das???
    Du bist Witwer und die Frau ist geschieden,(weltliche Papiere fehlen evtl noch oder?) aber ihr seid doch beide Frei warum meinst du sündig zu handeln??? Tappst du immer noch in der Falle
    der WTG rum?
    Mach dich Frei vom menschlichen Konstrukten.
    Ihr liebt euch doch oder? Bekennt eure Liebe vor Gott (Jesus Christus) und werdet Glücklich, lasst den Willen Gottes in euch wirken nicht den Sklaventreiber aus Brooklyn.

    Grüße
    Maria

  • Birds
    Mai 2, 2013

    Hallo Maria,

    Jetzt mal eine Frage an dich.Du sprichts zum einen vom vater, und zum anderen von Gott (Jesus Christus). Ist für dich jetzt Jesus der Vater???. Ich verstehe da manches Mal nicht wie du das meinst.

    LG
    BR Bird

  • Mein Name
    Mai 2, 2013

    Liebe Maria,

    ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu scharf, wenn ich sage: Daß Du Griechin bist, ändert nichts an der Sachlage und an der Notwendigkeit, nach einem möglichst genauen Verständnis des Urtextes zu trachten, denn bekanntermaßen sind heutiges Griechisch und klassisches bzw. Koine-Griechisch zwei recht verschiedene Dinge (wobei ich unberücksichtigt lasse, inwieweit Du auch im klassischem oder biblischem Griechisch bewandert bist). Selbst mit Katharevusa hat ein heutiger Durchschnittsgrieche bereits Probleme, wieviel mehr mit der noch älteren Sprache.

    Martin Luther, der ein eminenter Hebräisch- und Griechischgelehrter war, erklärte in seiner Schrift „An die Ratsherren aller Städte deutschen Landes“ die Wichtigkeit des Berücksichtigens der biblischen Sprachen, was ein genaues Textverständnis und eine korrekte Exegese der Heiligen Schrift anbelangt. Er erklärt, daß es ohne eine genaue Kenntnis und Analyse der heiligen Texte in den Ursprachen nicht möglich ist, erfolgreich „wider die irrigen Einführer der Schrift“ zu streiten. Er erklärt, wie nach dem historisch bedingten Schwinden der biblischen Sprachen sich das Schriftverständnis verdunkelte und zu den großen Irrtümern und Irrlehrender mittelalterlichen Kirche führte, um erst wieder erhellt zu werden, als mit dem Beginn der Renaissance durch solch große Gelehrte wie Hieronymus die biblischen Ursprachen aus ihrer Versenkung geholt wurden. Luther rät, man solle die Sprachen, die Gott vor allen anderen dazu erwählte, seine Gedanken den Menschen mitzuteilen, entsprechend berücksichtigen und sich ihnen mit der ihnen gebührenden Ehrfurcht nahen.

    Das mit „Oje dieses immer wieder suchen was es wohl genau heisst und könnte es nicht und vielleicht und evtl. ..“ zu kommentieren erscheint mir – mit Verlaub – als völliges Verkennen dessen, was auf dem Spiel steht, nämlich ein genaues Verständnis dessen, was der Schöpfer uns sagen will. Natürlich kann nicht erwartet werden, daß jetzt alle zu ausgewachsenen Sprachgelehrten heranwachsen, dafür haben wir eben jene, die diese Sprachen studiert haben und die Ergebnisse ihres Forschens an die Allgemeinheit weitergeben können. Aber dies enthebt diese Allgemeinheit nicht der Pflicht, die Resultatet solcher Forschungen für sich selbst unter die Lupe zu nehmen und für die Beurteilung solcher Aussagen wie „ein wahrer Anbeter Gottes und Nachfolger Christi darf nur jemanden ehelichen, der genau die gleichen Glaubenslehren vertritt wie man selbst.“ Aus falschen Lehren – Irrlehren – erwächst viel Leid.

    Es gibt eine sprachwissenschaftliche Betrachtung von 1. Korinther 7, 39, die ich Dir (und allen anderen) nur wärmstens empfehlen kann, und die steht hier:

    http://www.elfk.de/portal/Default.aspx?tabid=300 , unter THI 1998-4, das ist ein Link zu einer Zip-Dateil die ihrerseits ein PDF mit mehreren Beiträgen enthält. ich finde das, was hier erklärt wird, hochinteressant, und alles andere als „Oje . . .“. Hier geht es um unauslegbare Fakten, die unabhängig von persönlicher Meinung, oder sektiererischer Lehre sind. Das sollte eigentlich für uns alle, die wir nach der Wahrheit suchen, und nicht von Irrlehren (wie die die der WTG betreffs Heirat von „Anders“(!!!)gläubigen) ge- und verblendet werden wollen, von größtem Interesse sein.

    Gruß,

    M.N.

  • Mein Name
    Mai 2, 2013

    Korrektur:

    ich meinte natürlich nicht Hieronymus, sondern Erasmus (von Rotterdam). So kann’s gehen, wenn man nicht aufpaßt im Eifer des Gefechts …

    Die Lutherabhandlung steht hier:

    http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:a:an_die_burgermeister_und_ratherrn_allerlei_staedte_in_deutschen_landen

    Ist recht nett zu lesen.

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    Warum werden meine Kommentare nicht veröffentlicht? Ich wollte nur einen User hier antworten.

    ======================================================================

    Hallo ChopSue

    Hier bei Bruderinfo möchten wir uns über biblische Gedanken austauschen. Fußball, FC Bayern , Uli Hoehneß, oder politische Meinungen möchten wir hier nicht posten.

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    Ich wollte doch nur Milan antworten.

  • milan
    Mai 2, 2013

    Liebes BI-Team

    Ernsthaftigkeit ist top! Zuviel davon kann eher etwas traurig machen.
    Ich hab` mit dem „unbiblischen“ Thema nicht angefangen, wollte dazu nur eine kleine Bemerkung machen, werde solche demnächst sein lassen.

    liebe(r) ChopSue,
    hast schon recht, weder Aussage noch Verhalten sind in Ordnung. Aber was sollen sie denn machen? Sie haben zuviel Zaster und zu viel Ehrgeiz. Außerdem macht`s gegenwärtig ja wirklich Spaß, denen beim Spielen zuzusehen, obwohl mir schnurzegal ist wer das Endspiel gewinnt. Ende der Abschweifung, wie gesagt, ab jetzt wieder die wirklich wichtigen und guten Dinge, die wir für unser Verhältnis zu unserem Gott und seinem Sohn so notwendig brauchen.

    LG an alle
    milan

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    Danke. Man darf bei aller Ernsthaftigkeit den Humor nicht verlieren. Noch ein Gedanke zum Thema selbst. Eingie umgehen das Problem und heiraten einen „Ungläubigen“ heimlich. Erst wenn die Sache verjährt ist geben sie es offen zu. Dann kann ihnen keiner was.

  • Nathan
    Mai 2, 2013

    Ich habe da eine Frage in Bezug auf eine Textzeile im WT vom 15.10.2011 des oben genannten Artikels „Darf ein Christ einen Ungläubigen heiraten ?“ Die englischen Begriffe „someone of doubtful spirituality“ und „unbeliever“ sind in der deutschen Ausgabe des WT etwas seltsam bzw sogar falsch übersetzt. Vor allem der Begriff „unbeliever“ ( Ungläubiger ) wird im deutschen WT übersetzt mit „kein getaufter Zeuge Jehovas“. Sehe ich das alleine so oder geht es hier auch noch jmd so ? Diese übersetzung impliziert ja in direkter Form, dass nur ZJ Gläubige sind, was ja nun in meinen Augen eine elitäre Aussage darstellt und ein Affront gegen alle Christen ist, die keine ZJ sind. Kann es sein, dass hier mal wieder die Deutschen über ihr Übersetzungsziel hinausschiessen ?… Was zur nächsten Frage führt : Wie oft kommt sowas vor ? Hat hier jmd ähnliche Textzeilen vorzuweisen ?

  • Maryam
    Mai 2, 2013

    Lieber Nathan, die deutsche Übersetzung unterscheidet sich in der Tat manchmal deutlich vom englischen „Original“. Manchmal sogar so, dass man bon einer anderen Aussage sprechen kann. Selten hab ich auch schon erlebt, dass es widersprüchlich war. Allerdings ist das englische „unveliever“ wie es unter Zeugen benutzt wird definitiv auf alle Nicht-Zeugen ausgeweitet. Ungläubig sind also auch im Englischen all die, die keine getauften ZJ sind bzw die, die sich nicht als Interessierte, Familienmitglieder oder ungetaufte Verkündiger dazu assoziieren lassen.
    In dem von die genannten Beispiel ist also unsauber übersetzt, allerdings bleibt der Sinn meines erachten erhalten: Nicht nur die deutschen Übersetzer, sondern auch die englischsprachigen Schreiber sind hier (mal wieder) übers Ziel hinausgeschossen.
    LG
    M

  • Empört_Euch!
    Mai 2, 2013

    Hallo Nathan, ich war früher einer der eifrigen Zeugenjugendlichen, die den Wachtturm gleich zweimal studierten, in deutsch und englisch. Mir ist dabei an unzähligen Stellen sowas aufgefallen, oft aber auch unbedeutend. Kommt davon wenn Satans Hochschulen für schlechte Gesellschaft erklärt werden und man einen weiten Bogen um die Bildung macht.

  • milan
    Mai 2, 2013

    Liebe Schwestern, liebe Brüder
    diesmal insbesondere die obigen Kommentargeber,

    ich kann nur hoffen, dass recht viele Betroffene diesen Artikel lesen werden. Für mich geradezu „Speise zur rechten Zeit“. Wie einige von Euch ja wissen bin ich gerade frisch ausgeschlossen worden. Die Frau, die ich heiraten werde ist (aber nur nach WT-Lesart!) eine „Ungläubige“. Wie bekannt ist dies ja kein Ausschlußgrund. Der Umstand, dass ich künftig (eine Heirat ist erst in 3-4 Monaten möglich) nicht bereit und nicht in der Lage bin nachzuweisen, dass meine Zukünftige „frei zur Wiederverheiratung“ ist hat den Ausschluß bewirkt.
    Trotzdem betreffen mich die Ausführungen des Mai-Beitrags wegen ihrer fundierten Erklärungen und der undogmatischen Sichtweise.
    Denn die Frau die ich liebe ist ein Mensch guten Willens, der es überhaupt nicht schwer fällt (nominell evangelisch) Jehova den Souverän als unseren Lebengeber und den Herrn Jesus als dejenigen kennen und lieben zu lernen, der beauftragt ist unser aller Leben zu erhalten oder durch die Auferstehung wieder herzustellen.
    Ich wollte mich eigentlich nur ganz schlicht und einfach für den hervorragenden Artikel bedanken, bin schon wieder zu ausführlich geworden.

    Seid meiner Liebe und Dankbarkeit für Eure Arbeit versichert
    milan

    PS: Was ist denn am FCB so schlimm, lebe zwar bei München, bin aber (weil ehamals braver ZJ) weder Lokalpatriot noch Fussball-Fanatiker,
    besuche aber ziemlich regelmäßig Spiele der Regionalliga Bayern.

  • Sledge Hammer
    Mai 2, 2013

    Lieber Milan,

    es ist ein unglaubliches Geschenk an uns Menschen, daß wir in der Lage sind, nach einer vergangenen großen Liebe wieder lieben zu können. Es ist ebenso ein großes Geschenk, nach dem Verlust seines Partners nocheinmal einem Menschen zu begegnen, mit dem man den weiteren Rest seines Lebens verbringen möchte.

    Es freut mich so sehr für Dich, für Euch, daß Ihr Euch gefunden habt. Milan, halte dieses Geschenk ganz fest, heiratet und seid glücklich.

    Ich wünsche Euch Beiden so sehr von Herzen alles, alles Gute
    Sledgi

  • verwundet
    Mai 2, 2013

    Lieber Milan und Partnerin 🙂

    Jeder von Euch bekommt nun bald den geliebten Ehepartner,
    den er sich gewünscht hat. Was kann es schöneres geben,
    als gemeinsam glücklich durchs Leben zu gehen? 🙂

    Sei nicht mehr traurig, blick nicht zurück, nur noch nach vorne,
    mit Deiner lieben Frau an der Hand, Jesus mit Euch und Jehova
    der Euch segnen wird und beschützend über Euch wacht.

    Joh.14:23 Wer mich liebt, der wird mein Wort halten;
    und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen
    und Wohnung bei ihm nehmen.

    Ich hoffe, Ihr habt genug Platz 😉

    Ganz herzliche Grüsse und seid umarmt,

    Sarai

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    Selbst der Vorstand von Bayern München gibt offen zu das sie von anderen deutschen Mannschaften die besten Spieler nur kaufen um den Gegner zu schwächen. Oder sie kaufen einen Spieler aus dem Ausland nur damit es eine andere deutsche Mannschaft nicht kauft und stärker wird. Dazu noch ein aktuelles Zitat von Uli Hoeneß selbst: „Wir werden so lange kaufen,bis wir wieder oben stehen und wir haben das Geld dazu!“ Findest du diese Aussage und dieses Verhalten ok?

  • verwundet
    Mai 2, 2013

    Ihr Lieben,

    Zum Thema einen Ungläubigen zu heiraten…

    Dazu fällt mir die Geschichte der fremdländischen Moabiterin RUTH ein, die zweimal das Herz eines Juden gewinnen konnte, beim ersten Mal war es einer der Söhne NOOMIS.

    Auch nach dem Tod ihres Ehemannes kümmerte sich RUTH rührend um ihre jüdische Schwiegermutter und ging sogar mit ihr nach Israel zurück, obwohl sie wusste, dass sie es dort alles andere als leicht haben würde.

    Sie hatte die schwere Arbeit einer Ährenleserin bei BOAS, doch dieser bemerkte ihren besonderen Fleiss und ihr gutes Herz, worauf er sie zur Frau nahm.

    In Ruth 2:12 sagt er zu ihr: „Möge Jehova deine Handlungsweise belohnen und möge dir ein vollkommener Lohn von Jehova, dem Gott ISRAELS zuteil werden, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen, du gekommen bist.“

    Die beiden wurden sodann von Jehova mit einem Sohn mit Namen OBED
    gesegnet.

    Dieser ist der Grossvater von David – dieser Stammbaum macht RUTH sogar zur Verwandten von JESUS selbst.

    Und die Frauen ebendort sprachen sehr liebevoll von RUTH und sagten zu NOOMI, dass RUTH eine bessere Schwiegertochter wäre, als wenn sie sieben Söhne hätte und daß RUTH mit aufrichtiger Liebe zu ihr stehen würde. Ruth 4:15

    RUTH sagte die wunderschönen und ernst gemeinten Sätze zu NOOMI: „Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. DEIN VOLK IST MEIN VOLK UND DEIN GOTT IST MEIN GOTT. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun – nur der Tod wird mich von dir scheiden.“

    Diese Verse stehen in Ruth 1:16 bis 17, sowie der Stammbaum von Jesus ist in Matthäus 1:5 zu finden.

    RUTH war somit eine wohl mehr als vortreffliche Ehefrau und Dienerin Gottes 🙂

    Achja, und was ich Euch noch sagen wollte:

    ich hab Euch alle sehr lieb,

    Sarai

  • Dennis
    Mai 2, 2013

    Liebe Sarai,

    sehr schön beschrieben mit Ruth und Noomi. Immer wieder interessant was man hier alles so an Kommentaren liest auch zum Thema „Heirat“ und was die WTG daraus macht. Auch Anna hat das treffend formuliert in ihrem Kommentar.

    Übrigens beruht Deine Liebe zu uns auf Gegenseitigkeit 😀

    LG
    Dennis

  • Sascha an Sarai
    Mai 2, 2013

    Liebe Sarai,

    ich schließe mich den Worten von Dennis an… 🙂

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Sledge Hammer
    Mai 2, 2013

    Hallo Sarai,

    ja, im Stammbaum Jesu sind nur vier Frauen namentlich benannt:
    Ruth, Tamar, Rahab und Batseba

    Allesamt Ausländerinnen; Tamar verführte ihren eigenen Schwiegervater, Rahab war eine berufsmäßige Prostituierte, Ruth warb mit ihren körperlichen Reizen um Boas, Batseba schließlich erlag den Verführungen Davids und beging Ehebruch mit ihm.

    Genau diese sind namentlich benannt, keine andere, obwohl Jüdin und/oder vorbildlicher.

  • Sledge Hammer@Verwundet
    Mai 2, 2013

    Liebe Sarai,

    es ließ mir einfach keine Ruhe, bis ich es gefunden habe.

    E tut mir so leid, daß mein Kommentar, der eigentlich vollste Zustimmung zu Deinem ausdrücken sollte, so unglücklich bei Dir angekommen ist.

    Was bin ich froh, daß Du Dich nicht hast verschrecken lassen.
    Was ich mit meinem Kommentar sagen wollte, war, all diese Frauen, die namentlich im Stammbaum Jesu stehen, wären heute in einer Versammlung nie anerkannt worden.

    Eine Schwester, die sich, wie Ruth es tat, neben einen Mann legte, um dadurch seinen Ruf zu gefährden und ihn somit mehr oder minder zur Heirat nötigen wollte, wäre im hohen Bogen rausgeflogen.

    Sarai, ich hab Dich auch ganz doll lieb!

  • Anna
    Mai 2, 2013

    Lieber Autor des Artikels, liebe Brüder und Schwestern,

    bestimmt werden viele unserer alleinstehenden Schwestern und Brüder bzw. deren Angehörigen durch eueren neuesten Aufsatz getröstet.In Zukunft wird die „im Herrn heiraten-Regelung“ noch verschärft. Weil dann beide Partner auch vorbildliche Verkündiger sein müssen. Der Ausdruck „Rehabeam-Effekt“ ist hierfür sehr passend.

    Da müssen Menschen Jahre ihres Lebens allein bleiben weil innerhalb der Organisation kein passender Partner gefunden wird. Und wenn sie dann einen lieben Menschen gefunden haben und heiraten und dieser ist kein Zeuge Jehovas oder nicht eifrig genug wird man geächtet. Und Eltern oder Angehörige und Freude die zur Hochzeit gehen werden des Amtes enthoben.

    Aber niemals höre ich in unseren Zusammenkünften oder lese in den Zeitschriften einen Kommentar seitens der Organisation zur Verfahrensweise im Volk Israel.

    Nachzulesen in 5.Mose 21:10 – 14 (NWÜ):

    10 Falls du zur Schlacht gegen deine Feinde ausziehst und Jehova, dein Gott, sie in deine Hand gegeben hat+ und du sie gefangen weggeführt hast,+ 11 und du hast unter den Gefangenen eine Frau gesehen, schön von Gestalt, und du bist ihr anhänglich geworden+ und hast sie dir zur Frau genommen, 12 dann sollst du sie mitten in dein Haus bringen. Sie soll jetzt ihr Haupt scheren+ und ihre Nägel zurechtmachen 13 und den Überwurf ihrer Gefangenschaft von sich ablegen und in deinem Haus wohnen und einen ganzen Mondmonat* um ihren Vater und ihre Mutter weinen;+ und danach solltest du Beziehungen mit ihr haben, und du sollst sie als deine Braut in Besitz nehmen, und sie soll deine Frau werden. 14 Und es soll geschehen, wenn du an ihr kein Gefallen gefunden hast, daß du sie dann wegsenden sollst,+ so wie es ihrer eigenen Seele beliebt;* doch sollst du sie keinesfalls um Geld verkaufen. Du sollst sie nicht auf tyrannische Weise behandeln,+ nachdem du sie erniedrigt hast.

    Und wenn man nur an die von der WTG viel gerühmte Jüdin Esther denkt, die einen „ungläubigen“ mächtigen König geheiratet hat und ihm sogar ihre jüdische Herkunft verschwiegen hat.

    Es ist einfach nur traurig wenn sich eine Organisation in intimste Privatangelegenheiten einmischt.

    Herzliche Grüße an alle

    Anna

  • Alois
    Mai 2, 2013

    Liebe Anna

    Danke, das ist ein biblisch sehr gut fundierter Kommentar. Haben die WT-Oberen wohl nie gelesen, oder sie meinen es gibt bei den ungläubigen Frauen sowieso keine Schönheiten.

    Denn Du zitierst ja:

    11 und du hast unter den Gefangenen eine Frau gesehen, schön von Gestalt,

    Der Vers gilt somit nur für Schönheiten, oder? (Spässle gemacht) 😉

    Liebe Grüße
    Alois

  • Zadok/Achim
    Mai 2, 2013

    Lieber Alois,

    eine Frau ist ist nur in Faltenrock und Rüschchenbluse wirklich schön….. 🙂 und die innere Schönheit kommt von einem gut gefüllten
    Berichtszettel. Ich wurde damals vom Buchstudienleiter meiner Zukünftigen „asueinandergenommen“, ganz theokratisch korrekt natürlich… 🙂
    Lieber Gruß
    Achim

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    Lieber Dennis,

    unsere Aufgabe ist es nun Ronaldo auf dem rechten Weg zu bringen. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät. Schließlich ist Bayern München einer der wirkungsvollsten Werkzeuge Satans um harmlose Menschen in die Irre zu führen. :-))

  • ChopSue
    Mai 2, 2013

    An Ronaldo:
    Ich stimme Dir zu. In 1. Korhinter 7:25 steht ganz klar und deutlich das es sich um eine Empfehlung des Paulus handeln und nicht um ein Gebot. Leider verstehen viele Zeugen nicht den großen Unterschied zwischen Empfehlung und Gebot. Das ist aber auch auf anderen Gebieten so wie z.B auf dem Gebiet der Kleiderordnung.
    Aber in einem anderen Punkt kann ich Dir unmöglich zustimmen. Kann es sein das du ein Bayern Fan bist? Falls es so ist dann möge Dir verziehen werden denn du weißt nicht was du tust ;-)))

  • Dennis
    Mai 2, 2013

    Lieber ChopSue,

    ja so ist das wenn man jahrelang vorgekauten geistigen „Einheitsbrei“ vom Sklaven vorgesetzt bekommt. Man liest über solche Verse einfach hinweg. Der Kontext wird als solcher eh nicht wahr genommen.

    Übrigens sieht man auch an Ronaldos Fussball Geschmack, dass er sich viel zu leicht blenden und verführen lässt 😉

    Lg
    Dennis

  • Ronaldo
    Mai 2, 2013

    Hey chopsue….ja bin Bayern Fan 🙂 sorry das ich dir erst jetzt antworte.

  • Dieter
    Mai 2, 2013

    Und ich bin für den VFB Stuttgart und wenn es um die oberen Tabellenregionen geht, für Borussia Dortmund. 😀

  • Rico
    Mai 2, 2013

    Hallo liebe BruderInfogemeinde,

    ihr habt ja schon einige Komentare zu diesem Thema geschrieben die ich auch alle sehr gut nachvollziehen kann! Ich möchte gern auf ein Zitat von der WTG eingehen die mich besonders wütend gemacht hat als ich ihn gelesen hatte! Ich zitiere:

    “Falls ein getaufter Diener Jehovas einen Ungläubigen, also keinen Zeugen Jehovas, heiraten würde, wäre er Gott ungehorsam. Die Israeliten in den Tagen Esras wurden als treulos bezeichnet, weil sie “fremdländische Frauen” bei sich wohnen ließen, und es wäre falsch, die klaren Aussagen der Bibel abzuschwächen (Esra 10:10; 2. Kor. 6:14, 15). Ein Christ, der einen Ungläubigen heiratet, gibt kein gutes Beispiel und schätzt Gottes Gabe, die Ehe, nicht richtig. Wer getauft ist und eine solche Verbindung eingeht, tut dies auf Kosten von Vorrechten innerhalb des Volkes Gottes. Wäre es nicht widersinnig, wenn er dennoch Gottes Segen erwartete? Würde sich sein Gebet nicht wie folgt anhören: “Jehova, ich war zwar absichtlich ungehorsam, segne mich aber bitte trotzdem”?

    Oder im WT vom 15.9.2011, S. 11-15, Zitat:Ende

    Ich fühle mich von diesem Zitat persönlich angegriffen um das mal klar zu sagen! Da dieses Zitat unbiblisch und dogmatisch ist! Jeder der kein Zeuge Jehova ist, ist also ein Ungläubiger! An was glaube ich denn nicht? Ich glaube nicht daran das man die Rettung bei Harmagedon nur durch die Zeugen Jehovas erlangt das ist korrekt! Ich glaube nicht daran das der Treue und Verständige Sklave mein Herr ist auch das stimmt! Das fast alle Lehren der Zeugen Jehovas unbiblisch und menschenverachtend sind siehe Blutfrage auch das stimmt! Ich glaube daran, wenn man sich zu Jesus Christus als seinen Herrn bekennt und JHWH also Jehova oder Jahwe als seinen Gott anbetet gerettet wird und frei wird! Ich glaube an Jesus Christus das er mein Herr und Erlöser ist und das Jehova mein Gott und mein himmlischer Vater ist! Also ist die Frage nicht ob NIcht Zeugen Jehovas Ungläubige sind, sondern ob die Zeugen Jehovas in Wahrheit nicht eher die Ungläubigen darstellen? Aber nicht jeder Zeuge ist ungläubig das steht auch fest aber darum geht auch nicht sondern um das babylonische und menschenverachtete System was hinter den Zeugen Jehovas steht siehe versteckter Satanismus in den Zeitschriften der Organisation oder die Nähe zur Freimaurerrei und der UNO um nur einige Beispiele zu nennen! Zum Schluß möchte ich noch erwähnen, das meine Mutter schon seit ihren jungen Jahren Kontakt mit den Zeugen Jehovas hatte und sie wollte sich immer taufen lassen aber mein Vater der algerischer Herkunft war hat mit Recht immer wieder betont, das zuerst die Familie kommt und danach der Glaube! So hat es ja auch Paulus gelehrt gehabt das man für seine Hausgenosen sorgen sollte und wer das nicht tut der ist schlimmer als ein Ungläubiger! Interessanterweise hat zu Lebzeiten meines Vaters sich meine Mutter nie taufen lassen erst als er verstarb und die Zeugen Jehovas freie Bahn bei ihr hatten hatte sie sich 2004 taufen lassen! Ich mache ihr deshalb keinen Vorwurf weil sie nach dem Tod meines Vaters einen Ort des Haltes und der Geborgenheit suchte was ich auch verstehen kann! Sie dachte, das die Zeugen Jehovas ihr das geben konnten und das sie das Volk Gottes wären! Ich mache nur den Zeugen Jehovas einen Vorwurf die damals die Trauer meiner Mutter für sich ausgenutzt haben! Heute muß ich sagen, das meine Mutter hauptsächlich durch mich aber auch durch das Bibellesen und dem Vergleich im praktischen Miteinander unter den Zeugen Jehovas das diese Organisation nicht so gottwohlgefällig ist wie sie es gern hätten! Aber meine Mutter sagt mir immer wieder sie will erstmal abwarten was noch passiert! Wie lange will sie denn noch warten frage ich mich da manchmal die Beweise sind doch eigentlich ganz klar das die Zeugen nicht die Zeugen Jehovas sind sondern eher vom Gegenplayer Gottes! Aber vielleicht braucht sie ja noch wirklich Zeit! ich werde es auf jedenfall Gott im Gebet darlegen das er es so lenken soll das meiner Mutter noch die Augen geöffnet werden und sie sehen wird bevor es zu spät für ihr sein wird! Danke nochmal für diesen sehr guten Vortrag wie ich finde und eure Komentare dazu!

    Lg Rico

  • Neoveritas
    Mai 2, 2013

    Hallo Rico,

    nach etwas längerer Abwesenheit muss ich mich wieder in die Diskussion einschalten. Es gibt viele interessante Punkte, die ich gerne kommentieren möchte. Allein die Zeit fehlt mir.

    Im berüchtigten Buch „Hütet die Herde Gottes“ wird unter dem Unterkapitel „Unordentliche bezeichnet halten“ folgendes ausgeführt:“Beispiel: Jemanden bezeichnet halten, der mit einem Ungläubigen geht: Zuerst sollten die Ältesten den Unordentlichen ermahnen und versuchen, ihm zu helfen. Beharrt er auf seinem Verhalten, das Unruhe schafft oder das andere übernehmen könnten, ist ein warnender Vortarg angebracht (2.Kor.6:14; 2 Thes. 3:11,14; w99 15.7.S 31)“.

    Wieviel Unverfrohrenheit müssen die acht Jungs aus dem Brooklyn Tower haben, um so etwas zu schreiben! Mir hat sich da der Magen umgedreht, wenn Brüder und Schwestern in der Wahl ihres Partners diskriminiert und als Unordentliche bezeichnet werden. Wieder ein Beispiel mehr, dass es der WTG nur um Konformität geht. Es ist so einfacher den Gemütszustand der Schafe zu kontrollieren und ihr Handeln im Sinne der WTG zu formen. Traurig aber war, das Zeugen Jehovas in ihrer Struktur immer mehr sektenartige Züge aufweisen.

    Viele Grüße von Neoveritas

  • Robin
    Mai 2, 2013

    Liebe Brüder,

    danke für die gute Analyse dieses Themas.

    Von der WT-Gesellschaft gab es schon bessere Erklärungen zu 1. Korinther 7:39, hier eine aus einem Erwachet! von 1976 (22.01, S. 28-29)

    ZITAT der letzten Absätze zum Thema „Ist es Gott gleichgültig, wen man heiratet?“:

    Gibt es in der Bibel noch weitere gute Ratschläge, die erkennen lassen, daß es Gott nicht gleichgültig ist, wen man heiratet? Ja. In 1. Korinther 7:39 wird folgendes geraten: „Eine Ehefrau ist während der ganzen Zeit, da ihr Mann lebt, gebunden. Wenn ihr Mann aber im Tode entschlafen sollte, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur im Herrn.“ Auch dieser Rat ist ein Ausdruck der liebevollen Fürsorge Gottes.

    In erster Linie zeigt er, daß eine Witwe (oder ein Witwer) sich wiederverheiraten darf, obschon Gott sagt, daß die Ehe als unauflöslich gelten sollte. Es wird dir ohne weiteres klar sein, daß eine solche Person sehr wahrscheinlich anders ist als eine Geschiedene (oder ein Geschiedener), die sich aus einer Laune heraus, weil ihr etwas nicht paßte, scheiden ließ.

    Außerdem gibt Gott aber auch den Rat, „nur im Herrn“ zu heiraten. Was bedeuten diese Worte, und ist das das beste für dich?

    Andere Bibelübersetzer geben diesen Text wie folgt wieder: „Nur soll sie einen christlichen Mann wählen“ oder: „Aber es muß eine christliche Heirat sein“ (Die Gute Nachricht; NT 68). Dr. Albert Barnes kommentiert diesen Text wie folgt: „ ‚Nur im Herrn‘ bedeutet, daß sie mit Rücksicht auf die Pflichten, die sie gegenüber Christus hat, nur jemand heiratet, der ein Christ ist. Der Apostel glaubt, das wäre ihr nicht möglich, wenn sie jemand heiraten würde, der einem anderen Glauben angehörte.“

    Heute gibt es indessen viele Leute, die die Ansicht vertreten, es sei nicht schlimm, jemanden zu heiraten, der einem anderen Glauben angehöre, solange beide Ehepartner tolerant seien. Entspricht das aber dem, was die Bibel in dem erwähnten Text sagt? Ist dein Schöpfer, der daran interessiert ist, daß du glücklich wirst, auch dieser Meinung?

    Er weiß, daß Übereinstimmung in bezug auf die Glaubensansichten und die hauptsächlichen Grundsätze eine wichtige Voraussetzung für eine glückliche Ehe ist. Er sorgte sogar dafür, daß Personen im Bibelbericht erwähnt wurden, die diesen Rat in den Wind schlugen und deshalb sittlichen und geistigen Schaden nahmen — von den traurigen Folgen, die es für ihre Nachkommen hatte, ganz zu schweigen (Esra 9:13-15; 10:44; Neh. 13:26, 27). Ja, Gott weiß, daß die Wahl des Ehepartners eine ernste Sache ist. Demzufolge halten es auch alle für eine ernste Sache, die erkennen, daß Gottes Interesse daran, wen wir heiraten, zu unserem Nutzen ist.

    Je mehr wir uns mit der Bibel beschäftigen, desto besser begreifen wir, daß es Gott, weil er uns liebt, nicht gleichgültig ist, wen wir heiraten. Wenn du also beabsichtigst zu heiraten, solltest du dich eingehend mit der Bibel befassen. Merke dir gut, welche Eigenschaften du entwickeln solltest und welche Eigenschaften dein Ehepartner haben sollte. Wer die Ratschläge der Bibel beherzigt, darf damit rechnen, daß seine Ehe glücklich und harmonisch wird.

    ZITATENDE

    Schon wieder eine geänderte Lehrmeinung?

    Jesus hatte schon vorhergesagt:
    (Matthäus 24:11, 12) 11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 

    Die Lieblosigkeit, der „Brooklyn-Pharisäer“ bezeugt, dass sie nicht vom Heiligen Geist des Gottes der Liebe geleitet werden!

    Liebe Grüße
    Robin

  • Ronaldo
    Mai 2, 2013

    Hallo Servus,
    schreibe heut das erste mal. Der Vortrag war gut.Hat mir sehr gefallen. Was ich noch hinzufügen wollt ist 1.Kor 7:25 ab diesen Vers schreibt der Apostel Paulus das er kein Befehl vom Herrn hat, sondern sein eigene Meinung äussert. Und vorher ab Vers 10 es geht um Ehepflichten, da schreibt Paulus das der Herr die Anweisung gibt.Aber in Bezug auf die Jungfräulichkeit und Wahl des Ehepartners gibt Paulus ein Rat und kein Befehl!! Und der Rat ist ja auch vernünftigt und gut, aber das, dass gleich ein Gebot und Ungehorsam gegen Gott ist….geht zu weit. Warum wird man dann nicht ausgeschlossen wenn man ein sogennanten Ungläubigen heiratet??? Ja weil es kein Gebot ist. Stattdesssen wird man bezeichnet…wie das ganze Leben lang? Man kann ja sein angeblichen Ungehorsam nicht mehr gutmachen (es sei ich verlasse bzw trenne mich wieder oder was?)…komischerweise kann man die Sünden wie Hurerei oder Ehebruch wieder ausmerzen, indem man bereut und somit ist nach paar Jahren wieder alles ok bzw kann sogar wieder Vorrechte bekommen. Aber heirate ich ein Ungläubigen bin ich bis zum Ende ohne chance auf Vorrechte!!! Wahnsinn!! Ein Bruder aus unserer Versammlung (er ist DAG) war auf der Hochzeit seines leiblichen Bruders der eine sogennante Ungläubige geheiratet hat(eine total liebe), im wurde unterstellt er sei nicht Vorbildlich, weil er auf der Hochzeit seines Bruders war. Da frage ich mich…gehts noch..???? Aber Älteste die Probleme mit Alkokol haben,,oder lügen oder oder oder andere Dinge machen sind vorbildlich??? Naja manche Dinge muss man nicht verstehen. Gerade was Robin anhand der WT Ausgaben zeigte, zeigt doch das immer unterschieliche Leute am Ruder sind und ihre eigenen Meinungen zum Besten geben. Also lalala Bayern ist im champions Leauge Finale..hahahahah. L:G

  • Alois
    Mai 2, 2013

    Liebe Schwestern und Brüder

    Eigentlich könnte sich die Wachtturm Organisation ihre Gesetze sparen wenn sie auf den Rat des Paulus hören würde.

    1. Kor. 7
    12. Den übrigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und sie willigt ein, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht.
    13. Und ein Weib, das einen ungläubigen Mann hat, und er willigt ein, bei ihr zu wohnen, so entlasse sie den Mann nicht.
    14. Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch das Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch den Bruder; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.
    15. Wenn aber der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott berufen.
    16. Denn was weißt du, Weib, ob du den Mann erretten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du das Weib erretten wirst?

    Vor allem der Vers 16 ist mir wichtig, denn durch die Heirat eines Ungläubigen könnte es immerhin sein dass dadurch eine Seele gerettet wird. Mit den Regeln der Organisation ist das nicht möglich.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    Mai 2, 2013

    Lieber Autor,

    danke für diesen Kommentar. Mir sind zwei Dinge aufgefallen:

    Zum einen das Zitat aus dem WT von 15.05.2012: “Falls ein getaufter Diener Jehovas einen Ungläubigen, also keinen Zeugen Jehovas, heiraten würde, wäre er Gott ungehorsam.“

    Beim Lesen ist mir wieder bewusst geworden, wie weit sich schon nach kurzer Zeit Distanz zur WTG eine ursprüngliche Denkweise komplett verändern kann. Im WT-Artikel werden Nicht-Zeugen automatisch mit Ungläubigen gleichgesetzt. Was für eine Anmaßung! De facto ist es so, dass ich in den letzten Jahren viele Gespräche mit Menschen aus unterschiedlichsten christlichen Denominationen festgestellt habe, dass sie beinahe ausnahmslos der Wahrheit über unseren Herrn Jesus näher sind als die meisten Zeugen, die ich kenne.

    Klar, im Einhalten von formalen Regeln und Werken sind sie nicht so „gut“ wie die Zeugen, aber da diese Werke ja überhaupt nicht mehr nötig sind, ist es eine unglaubliche Form der Selbsterhöhung, diese Menschen pauschal als Ungläubige zu bezeichnen.

    Dann möchte ich noch deine Worte zitieren:

    „Erhebliche Differenzen sind nur denkbar, wenn beide ihren Standpunkt dem andren aufdrängen wollen, ein bestreben, das besonders eifrige Zeugen an den Tag legen.

    Fragen zur Dreieinigkeit oder Unsterblichkeit der Seele kann man gemeinsam erörtern, ohne dass man sich dadurch in seinem Glauben an Christus entzweit.“ Zitat Ende

    Das sehe ich ganz genauso. Unterschiedliches Verständnis einzelner Lehren brauchen uns nicht entzweien, schließlich sagte Paulus ja, dass wir ohnehin nur bruchstückhaft erkennen. Was haben wir also für einen Grund „unser Bruchstück“ höher einzustufen als das Bruchstück eines anderen? Nicht umsonst wird im NT die Liebe als das „vereinigende Band“ beschrieben, und nicht die Erkenntnis. Das, worauf es ankommt, hat Paulus in Römer 10 geschrieben:

    Röm 10:9 „Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Röm 10:10 Denn man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt, man wird gerettet, wenn man seinen Glauben mit dem Mund bekennt.“

    Hier wird nicht gesagt, „wer alles aus der Bibel richtig verstanden hat“, oder „wer sich besonders viel mit der Erkenntnis beschäftigt hat“, wird gerettet, sondern „wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, dass Jesus der Herr ist“. Wer von uns ann beurteilen, ob ein Mensch in seinem Herzen glaubt? Mit wie vielen Menschen kommen wir tatsächlich auf eine Weise in Berührung, dass es ein Grund gibt, dass sie uns gegenüber „mit ihrem Mund bekennen“? Wir können die Menschen gar nicht beurteilen, und ich weiß auch aus Erfahrung, dass einige Menschen eine gewisse Form des Glaubens haben könnne, ohne dass sie konkret darüber sprechen, und erst nach Jahren ergibt sich ein Gespräch in dieser Richtung.

    Deshalb stimme ich auch dem Fazit deines Artikels zu. Es ist sicher ein großer Vorteil, wenn man als Ehepaar im Glauben an unseren Herrn Jesus vereint ist. Eine gegenteilige Entscheidung aber als Grundlage zu nehmen, einen Menschen zu richten und ihm ein Verhältnis zu unserem himmlischen Vater abzusprechen, sollte uns nicht in den Sinn kommen.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Matthäus
    Mai 2, 2013

    Auch von mir ein Lob für die Ausgewogenheit, Vernünftigkeit und das fehlen jeder Dogmatik zu diesem zumindest für Betroffene doch sehr wichtigen Thema. Zu dem Zitat:

    >Ein Christ, der einen Ungläubigen heiratet, gibt kein gutes Beispiel und schätzt Gottes Gabe, die Ehe, nicht richtig. Wer getauft ist und eine solche Verbindung eingeht, tut dies auf Kosten von Vorrechten innerhalb des Volkes Gottes. Wäre es nicht widersinnig, wenn er dennoch Gottes Segen erwartete? Würde sich sein Gebet nicht wie folgt anhören: “Jehova, ich war zwar absichtlich ungehorsam, segne mich aber bitte trotzdem”?<

    …möchte ich noch etwas hinzufügen! Paulus wird in Wahrheit von der LK missbraucht und es wird den Betroffenen völlig sinnlos und unnötig ein schlechtes Gewissen gemacht – von der VERURTEILUNG will ich hier gar nicht näher eingehen. Die LK täte gut daran den ganzen Brief des Paulus an die Korinther zu beherzigen. Bereits 5 Kap. später im gleichen Brief an die Korinther erklärt er die Anmassung der LK und ihrer Belehrung besser Bevormundung für NULL und NICHTIG! Sie wollen die Freiheit die jeder Christ hat, hier eine eigene Entscheidung zu treffen gleich mit ungehorsam und damit dem Fehlen des Geistes Gottes begründen. Paulus schreibt etwas ganz andere, siehe: (auszugsweise)

    1. Kor. 12:
    Gott gibt jedem seine Gabe
    1 Nun möchte ich euch, liebe Brüder und Schwestern, nicht länger im Unklaren lassen
    über die Gaben, die der Geist Gottes schenkt.

    3 Ich erkläre euch aber ausdrücklich: …. keiner kann bekennen: "Jesus ist der Herr!", wenn er nicht den Heiligen Geist hat. 4 So verschieden die Gaben auch sind, die Gott uns gibt, sie stammen alle von ein und demselben Geist.

    6 Es gibt verschiedene Wirkungen des Geistes Gottes; aber in jedem Fall
    ist es Gott selbst, der alles bewirkt.

    13 Wir haben alle denselben Geist empfangen und gehören durch die Taufe zu dem einen Leib Christi, ganz gleich, ob wir nun Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie sind; alle sind wir mit demselben Geist erfüllt.

    Also mit dieser Feststellung des Paulus macht er klar dass die LK in ihrer Belehrung über das hinaus geht was Gottes Wort zum Erhalten des Geistes sagt. JEDER der Jesus seinen Herrn nennt kann dies nur wenn er den Geist besitzt.

    Aber auch diese Verse machen eins klar. In der Literatur des Sklaven findest du KEINE Erklärung für diese Vers 1-3, weil es ihnen nicht in den Kram passt wie Jehova die Sache sieht und das ER den Menschen die seinen Sohn bekennen sehr wohl mit seinem Geist segnet!

    Lasst euch nicht mehr länger von diesem selbsternannten Sklaven auf einen Weg führen (zwingen) der genau das Gegenteil lehrt und verlangt was wir aus dem Wort Gottes erfahren!

    lg. Matthäus

  • Winston
    Mai 2, 2013

    Liebe Schwestern und Brüder,

    auch ich verstehe den Text im Herrn zu heiraten so, dass ich großen Wert darauflege, dass mein Partner und auch meine Freunde christliche Werte schätzen und danach trachten diese zu leben. Mit einer Muslimin, wie auch immer sie über Gott denkt, ist es sicherlich interessant, nur das dazugehörige Umfeld ist für eine Partnerschaft doch belastend, auch wenn es viele glückliche Ehen gibt, in denen jeder seinen Glauben ganz anders als der Ehepartner lebt.
    Wenn man seinen Glauben ernst nimmt, dann muß man auch einiges an Zeit dafür vorsehen und dann ist es viel beglückender, wenn man auch diese Zeit gemeinsam verbringt.
    Bei Christen ist für mich entscheidend, wie diese Menschen angeleitet werden. Ultraorthodoxe Christen in autoritären Splittergruppen, die den Anspruch der allein-seligmachenden richtigen Interpretation der Bibel haben und Andersdenkende ausgrenzen, beschimpfen oder sogar verfolgen sind für mich weder als Freunde, geschweige denn als Partner akzeptabel. Vor allem deshalb, weil diese Menschen nicht mehr nachdenken und selbst in der Bibel forschen, sondern blindgläubig alles nachplappern, was ihnen erklärt wird. Mit diesen Leuten möchte ich auch nicht freundschaftlich verkehren.
    Ich kann nur jedem aufgeklärten denkenden Menschen dazu raten sich als Nicht-ZJ niemals mit ZJ einzulassen. Das gibt bekannter maßen lebenslangen Ärger und er wird, sofern er arbeitet wenig Freizeit mit seinem Partner verbringen können. Sein ZJ Partner wird mit Hilfe der Ältesten und seiner Familie alles daran setzen ihn zu bekehren, weil er ihn sonst bald verlieren würde. So gesehen ist der Ratschlag, dass junge Zeugen unter sich heiraten sollen, auch aus der Sicht eines Ehetherapeuten sinnvoll.
    Dumm ist nur, dass ausgerechnet viele Schwestern Ihr Leben als Randfichten fristen müssen, weil es einfach viel zu wenig Brüder gibt, von denen einige sogar darauf verzichten zu heiraten, um sich intensivst bei ZJ engagieren zu können.
    Ich bin in einem geteilten Haus aufgewachsen und wenn ich mich erinnere, was meine Eltern gemeinsam unternommen hatten, dann kann ich mich an nicht viele schöne Zeiten erinnern. Mein Vater hat, die Freizeit für intensive Sportaktivitäten eingesetzt und sich sehr bald aus der Erziehung und dem Familienleben ausgeklinkt. Er hatte das Gefühl von uns ausgegrenzt zu werden. Wir Kinder hatten höllische Angst vor Harmagedon, weil dann ja unser Vater sterben würde und haben auch alles versucht ihn zu bekehren. Allerdings erfolglos.
    Meine Mutter und wir hatten dann drei mal die Woche Versammlung, mein Vater hat viel Zeit gehabt und dann auch an den anderen Tagen Tennis oder Fußball gespielt. So daß wir unsere Eltern gemeinsam eigentlich nur am Sonntag nachmittag gemeinsam gesehen haben. Vormittag Versammlung und der Samstag war für uns und den Predigtdienst reserviert.
    Der einzige Vorteil für den männlichen Ehepartner, der kein Zeuge Jehovas ist, ist daß die Frau ihrem Manne untertan sein muß egal wie schlecht er sie behandelt, solange er nicht fremdgeht.
    Ein harmonische Eheleben, ein gutes Verhältnis zu den ZJ Schwiegereltern, Schwager und gemeinsame Erziehung der Kinder ist in solchen Konstellationen nicht möglich.
    Das wäre im übertragenen Sinne so, als würde man versuchen mit der Tochter oder dem Sohn eines Taliban-Führers eine Familie zu gründen.
    ich finde die Regeln der ZJ nur im Herrn zu heiraten sind ein Schutz für alle nicht ZJ sich so etwas anzutun.
    Gruß
    Thomas

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