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Bruderinfo

Kommentare (6)

  1. Fox says:

    Guten Abend
    und vielen Dank für diese Abhandlung über Paulus. Ich erinnere mich, wie oft mir Paulus als jemand vermittelt wurde, dessen Konsequenz die Emotionen anderer unberücksichtigt ließ. Ein Paulus, der quasi über Leichen ging. Ein Beispiel dafür war u. a. ApG20:9: „Ein junger Mann – er hieß Eutychus – saß im offenen Fenster. Als sich die Rede von Paulus immer mehr in die Länge zog, wurde er von Müdigkeit übermannt und sank in tiefen Schlaf. Er ´verlor das Gleichgewicht und` fiel aus dem Fenster – drei Stockwerke tief. Die Geschwister, die hinuntereilten und ihn aufhoben, konnten nur noch seinen Tod feststellen.“

    Beim Lesen ohne WT-Brille habe ich einen anderen Paulus kennenlernen dürfen. Er hat niemanden zur Anwesenheit gezwungen und auch nicht zur Teilnahme einer Versammlung ohne Rücksicht auf persönliche Umstände, denn sonst hätte die Auferweckung des Eurtychus keinen Sinn gehabt. Garantiert hätten auch andere Gemeinden nicht um ihn geweint wenn Paulus unbarmherzig gewesen wäre. Paulus selbst schämte sich selbst auch nicht seiner Emotionen und die waren sehr tiefgängig wenn man seine Grüße, aber auch seine Freundschaft zu Timotheus betrachtet.

    Andererseits zeigt Paulus auch deutlich, dass Christen nicht alles ohne Widerspruch hinzunehmen haben. Als der Schläger feststellte, wie kostbar das römische Bürgerrecht war, da er es kaufen musste hat Paulus es sich nicht verkniffen, ihn wissen zu lassen, dass es für ihn Geburtsrecht war. Eine solche Peinlichkeit wird sich dieser Mensch mit Sicherheit nie wieder geleistet haben. Falschen Lehren nicht nur selbst widerstehen sondern sie als solche kenntlich zu machen empfand er ebenfalls als seinen Auftrag und er vergab sich nichts, einzugestehen, dass auch er zu den Irrenden gehört hatte bis zur Berufung durch Jesus Christus. Obwohl ihn einige die sich Christen nannten, dafür als niedriger, als ungenügend betrachteten und ihn verspotteten.

    Paulus lernte die ganze Bandbreite des Lebens kennen. Dennoch – oder deswegen – betrachtete er alle Menschen als gleich vor Jesus Christus, unserem Heiland.

    Grüße an alle von Fox

  2. Meereswoge says:

    Wieder hast Du Dir soviel Mühe gemacht, ml Schwester C.P. Erst Stephanus, nun unseren geliebter Paulus uns vorzustellen. Hab Dank, ein interessantes Kurzporträ von ihm. Er hat soviel verständliches für das Fundament unseres christlichen Glaubens gelegt. Die Verbindung von Jehova, seinem Volk Israel, zu Jesus. Auch der Artikel hier auf BI „Kommentar zum Römerbrief “ finden ich sehr gut. Die Weisheit Gottes zusammengefaßt durch Paulus. Da kam ihm bestimmt sein Studium der Thora, Seine Liebe und seinen Eifer für seinen Gott zugute.
    Paulus ist für mich ein außergewöhnlicher Kämpfer für seinen Herrn Jesus.
    Seine Frage: „Wer bist Du, Herr“ und. Was soll ich tun“, zeigen seine große Demut und Willigkeit, nun seinem ’neuen‘ Herrn zu dienen, mit dem gleichen Eifer, wie vorher sein Eifer in Unkenntnis des Neuen.

    Nochmal herzlichen Dank. Meereswoge

  3. Alois says:

    Liebe Schwester C.P

    Danke für Deinen Vortrag. Du hast aus 1. Timotheus zitiert, auf den Text möchte ich kurz eingehen.

    1. Timotheus 4:1 (NGÜ)
    Der Geist Gottes hat allerdings unmissverständlich vorausgesagt, dass am Ende der Zeit manche vom Glauben abfallen werden. Sie werden sich irreführenden Geistern zuwenden und auf Lehren hören, die von dämonischen Mächten eingegeben sind

    Die WTG der Zeugen haben den Text verändert und schreiben in der NWÜ:

    „Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben,“

    Keine der von mir geprüften Übersetzungen benutzen das Wort „inspiriert“. Lässt man die NWÜ außer acht, kann man leicht darauf kommen dass einige Zeugen vom Glauben abfallen, weil sie auf die Worte der von Dämonen beeinflussten WTG hören. Liest man aber die NWÜ, dann liest man „irreführende inspirierte Äußerungen“. Da die WTG aber immer sagt sie selbst sei nicht inspiriert, fühlen sich NWÜ Leser nicht angesprochen.
    Andererseits sieht sie sich als den Kanal Jehovas, was eigentlich auf dasselbe raus kommt als inspiriert. Aber das blicken die Meisten leider nicht.

    Wieder ein Beweis, dass es sehr schwer ist sich aus den Fängen des neuzeitlichen Baals zu befreien wenn man nur die NWÜ liest. Diese Übersetzung ist Teil der Irreführung durch den Chef der WTG.

    Liebe Grüße
    Alois

  4. Boas says:

    Liebe C.P.

    Ja, was kann man nicht alles von Paulus lernen!
    Du erwähnst z. B. “ Er hatte liebevolles Interesse an seinen Geschwistern.“ Und dazu sind mir folgende Worte aus der Bibel eingefallen:

    Apo 15:36 + 41
    36 Nach einigen Tagen nun sagte Paulus zu Barnabas: „Vor allem laß uns zurückkehren und die Brüder in jeder der Städte besuchen, in denen wir das Wort Jehovas verkündigt haben, um zu sehen, wie es ihnen geht.“

    41 Er (also Paulus) ging jedoch durch Syrien und Zilizien und stärkte die Versammlungen.

    Phil. 1:8
    8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen mit solch inniger Zuneigung sehne, wie [sie] Christus Jesus hat.

    Und den von Dir erwähnten Text aus Apo 20:37
    37 Danach brachen alle in lautes Weinen aus, fielen ihm um den Hals und küssten ihn wieder und wieder.

    Paulus teilte sein Herz mit den Brüdern. Die Betreuung der gegründeten Gemeinden erfolgte aufgrund echtem Interesse. Er machte seinen Dienst, für den er ausgewählt wurde, nicht Emotionslos, sondern voller Hingabe.

    Deshalb frage ich mich oft, was ist meine Motivation? Tue ich was ich tue, für was immer ich mich geistlich berufen fühle, aus Liebe?

    Es war aber nicht immer Friede, Freude und Eierkuchen. In Apo. 15 wird erwähnt, dass Paulus mit seinem langjährigen Reisegefährten Barnabas einen heftigen Streit hatte. Auf dieser zweiten Missionsreise wollte Barnabas Markus mitnehmen. Für Paulus erschien dieser zukünftige Evangeliumsschreiber aber zu unzuverlässig. Und so begann diese zweite Missionsreise in zwei unterschiedliche Richtungen.

    Dieser vorübergehende Streit, wie schlecht sich das auch anhörte, wurde für die Gemeinden eine doppelte Hilfe. Nicht nur ein Paar war unterwegs (Paulus und Silas), sondern Zwei (Barnabas und Markus). Der Herr verkehrte etwas Schlechtes in etwas Gutes.

    Es gibt Lebenssituationen, in den es anders kommt, als wie es uns vorgestellt oder gewünscht haben. Aber die Lehre von Gottes Souveränität und Gottes Vorsehung können wir getrost annehmen. Sie sollte fest in unserem Herzen verankert sein. Tief verinnerlicht und voll des Glaubens.

    Ganz liebe Grüße
    Boas

  5. Manfred says:

    Liebe Schwester C.P.,

    vielen Dank für Deine kurze Abhandlung über Paulus und was wir über ihn lernen können. Paulus hat für Gott sehr großen Eifer gezeigt, der zuerst jedoch von falschen Lehren geprägt war. Ihm war es vergönnt, dass sich Christus ihm gezeigt hat und sogleich hat er von seinen falschen Handlungen abgelassen und sich bekehrt. Nun stellte er sein Leben in den Dienst von Jesus, dem Sohn Gottes.

    Mir ist aber noch etwas aufgefallen. Die Paralellen zu der Glaubensgemeinschaft aus der wir herausgegangen sind. Paulus eiferte zuerst für den jüdischen Glauben und diente nur dem Gott Jehova. Seinen Sohn hat er hingegen nicht beachtet. Ja, er hat sogar die geschlagen, die dem Sohn Gottes geglaubt haben und ihm nachgefolgt sind. So ähnlich sind wir es ja heute auch gewöhnt. Ich habe in dem von Dir angegebenen Kapitel noch etwas weiter gelesen und da steht etwas, was jedem „Zeugen Jehovas“ zu Denken geben dürfte.

    „Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich zuvor verordnet, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und eine Stimme aus seinem Munde zu hören. Denn du wirst ihm an alle Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast. Und nun, was zögerst du? Stehe auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst.“
    ‭‭Apostelgeschichte‬ ‭22:14-16‬ ‭ELB71‬‬

    Ananias sprach zu Paulus: „Denn Du wirst IHM an alle Menschen ein ZEUGE sein….. indem Du SEINEN Namen anrufst.“

    Und in der Offenbarung heißt es sogar:

    „und an ihrer Stirn einen Namen geschrieben: Geheimnis, Babylon, die große, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde. Und ich sah das Weib trunken von dem Blute der Heiligen und von dem Blute der ZEUGEN JESU. Und ich verwunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭17:5-6‬ ‭ELB71‬‬

    Offenbarung 17:6 sagt, dass Babylon die Große trunken vom Blute der ZEUGEN JESU ist, nicht der ZEUGEN JEHOVAS. Das steht sogar genauso in der Neuen Welt Übersetzung.

    Nun muss man sich doch fragen, warum in der Bibel an dieser Stelle nicht ZEUGEN JEHOVAS steht. Denn die Offenbarung ist ja für die Zeit des Endes geschrieben und genau in dieser Zeit sagen die Zeugen Jehovas leben wir. Müsste somit nicht Bablyon die Große trunken sein vom Blut der Zeugen Jehovas?….

    Ich schrieb ja oben, dass ich in der heutigen Zeit eine Parallele zum Leben des Paulus sehe, bzw. Zum jüdischen Glauben und den ersten Christen. Wenn man nun Offenbarung 17:6 auf die damalige Zeit anwenden würde, dann wären in diesem Vergleich die Juden, die nur den Vater Jehova angebetet haben, Babylon die Große und die ersten Christen wären die Zeugen Jesu, die von ihnen getötet worden waren.

    Wer nun erkennt, wer heute genauso handelt und die gleichen Glaubensvoraussetzungen hat, der kann sehen, wer heute Babylon die Große ist und wenn er es denn sieht, kann er Babylon die Große verlassen. Babylon die Große ist ein Sinnbild für das Gefängnis in dem das Volk Gottes gefangen ist. Interessant ist, wie man ein Gefängnis beschreiben würde.

    Ein Gefängnis hat einen Wachtturm und viele Aufseher. Also Erwachet, wenn ihr das erkennt und flieht, so wie es in der Bibel geschrieben steht.

    Es gibt einen sehr einfachen Test, wie man erkennen kann ob man tatsächlich gemäß dem biblischen Glauben lebt oder in der „wahren Religion“ ist.

    „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“
    ‭‭Johannes‬ ‭13:35‬ ‭ELB71‬‬

    Das ist das erste auffallende Merkmal und das zweite ist, dass man dem Wort Jesu gehorcht und er sagte folgendes:

    „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, hat ewiges Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniederkommt, auf daß man davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, daß ihr das Fleisch des Sohnes des Menschen esset und sein Blut trinket, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage; denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. Gleichwie der lebendige Vater mich gesandt hat und ich lebe des Vaters wegen so auch, wer mich ißt, der wird auch leben meinetwegen. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit. Dieses sprach er in der Synagoge, lehrend zu Kapernaum.“
    ‭‭Johannes‬ ‭6:47-59‬ ‭ELB71‬‬

    Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit.

    Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage;

    Jeder der ewig leben möchte, muss essen und trinken und zwar von Jesus, zumindest in übertragenem Sinn.

    Jesu Jünger im 1.ten Jahrhundert haben das genauso gemacht, die Jünger Jehovas, also die damaligen Juden taten es nicht. Wie ist es heute? Alles was vor Zeiten geschrieben worden ist, ist eine Hilfe zu erkennen wo man in Wirklichkeit steht, welcher Seite man dient. Nur wer den Sohn hat, hat auch den Vater. Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht, egal wie oft er seinen Namen auch anruft und gebrauchen mag. Nur über den Sohn führt der Weg zum Vater, es gibt keinen anderen Weg außer über ihn.

    Deshalb war es absolut richtig, was Ananias zum Paulus gesagt hat:

    Ananias sprach zu Paulus: „Denn Du wirst IHM an alle Menschen ein ZEUGE sein….. indem Du SEINEN Namen anrufst.“

    Daher vielen Dank für diesen Artikel, der einmal mehr gezeigt hat, dass Eifer alleine für Gott nicht ausreicht. Das hatte der Paulus auch und dennoch hat er zuvor falsch gehandelt. Man darf Christus und seine Jünger nicht verfolgen. Paulus hat sich sofort geändert. Daher sollten wir alle wie Paulus handeln, wenn wir erkennen dass wir auf einem anderen Weg unterwegs sind als der des Christus.

    Liebe Grüße Manfred

    1. Fox says:

      Guten Abend Manfred,

      auch die Behauptung der Zeugen, Christen ohne himmlische Hoffnung sollten nur Beobachter des Abendmahls sein kann nicht greifen. Zum einen bin ich überzeugt, dass den meisten Menschen die sogenannte himmlische Hoffnung durch die Zeugenlehre ausgeredet wird. Es war Christen der Vorzeugenzeit und auch den ersten Zeugen selbstverständlich, in der Ewigkeit mit Christus vereint zu sein.

      Zum anderen frage ich mich: Wenn Jesus Beobachter beim Abendmahl als Vorbildfunktion und zur Nachahmung hätte dabei haben wollen, warum waren dann keine beim Abendmahl anwesend? Hätten sich denn tatsächlich keine Römer gefunden, die neugierig genug waren? Warum hat Jesus das nicht gelehrt? Wie du richtig kommentiert hast lehrte Jesus IN EINER SYNAGOGE – also einem öffentlich zugänglichen Ort – dass alle, die mit ihm in Gemeinschaft sein möchten, an seinem Fleisch und Blut teilhaben müssen.

      In Jesaja 9:5 wird Jesus unter anderem als „ewiger Vater“, „Vater der Ewigkeit“ oder „Ewigvater“ bezeichnet. Durch ihn – und nur durch ihn – wird uns ewiges Leben und die Versöhnung mit seinem Vater ermöglicht. Der Begriff der Vaterschaft zeigt sehr deutlich, dass unser Leben nur durch Jesus Christus möglich ist. Das wird in Joh. 1 bestätigt. V. 10-12:“Er, das Wort, war schon immer in der Welt, die Welt ist durch ihn geschaffen worden, und doch erkannte sie ihn nicht. 11 Er kam in seine eigene Schöpfung, doch seine Geschöpfe, die Menschen, wiesen ihn ab.5 12 Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden.“

      Jesus Christus verleiht das Recht, Kind Gottes zu sein. Ohne ihn gibt es keinerlei Teilhabe am ewigen Plan des Allmächtigen. Das sollten auch die (vermeintlich) Geistgesalbten der Zeugen Jehovas annehmen und wie Paulus öffentlich und selbstverständlich in ihren Versammlungen verkünden. Für mich als Christ ist es zwischenzeitlich eine Ehre, mit dem Abendmahl an Jesus teilhaben zu dürfen.

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