139 Comments
  • Tommy
    Februar 27, 2013

    Vielen Dank fuer Eure Antworten. Glueckskind bestaetigt gerdezu meinen Eindruck. Das ist aber auch klar. Die linientreuen Zeugen sagen natuerlich, dass es gemaess Offenbarung viele geben wird, die abtruennig werden usw.
    Leider ist es nun so, dass sich jeder selbst ein Bild davon machen muss, was die Bibel selbst sagt und manchmal auch was sie meint. Zugrunde legen muss man hier, dass das ganze Buch eine Einheit sein sollte. Wenn man sich dann, nachdem man sich belesen hat nicht mit anderen Christen unterhalten darf wird es sehr schwierig m. E. So machen es wohl die Zeugen gerade. Aber ist natuerlich jetzt leicht hier Zustimmung zu finden.
    Bin trotzdem immer wieder ueberrascht wie sich so mancher Zeuge, BI sind ja wohl auch Aelteste) selbst Gedanken machte trotz Brooklyn.
    Sehr gute Seite.
    Tommy

  • Brigitte
    Februar 27, 2013

    Liebes Bruderinfo Team,

    besten Dank für das Video, Bruderinfo Spezial und die Vorträge.Ich fand sie sehr passend.

    Liebe Schwestern und Brüder.

    Ich habe folgendes zusammengefasst, bitte denkt darüber nach.

    Woher kommt der t.u.v.S
    Gründer Russell:(Freimaurer mit ihren Geheimbünden)

    L.K. will der Kanal Gottes sein: (Jesus braucht keinen Kanal Gottes, er ist der Sohn Gottes der für uns gestorben ist. Nur durch Ihn haben wir die Wiederauferstehungs Hoffnung)

    Neue Weltübersetzung:(Falsche Übersetzung von Versen u. falsche Auslegung)

    Falscher Prophet:(Prophezeiungen seit der Gründung die nicht eingetrafen siehe 5.Mo.18:20)

    Einladung zum Abendmal:( Subliminales Bild siehe Skelelett eines Geißbock Kopfes auf der Brust von Jesus) wem dient dieses Bild?

    Abendmal:(Gegen Jesus aber für den Teufel da man von den Simbolen nicht nehmen darf.) Bei den Satanischen Messen ist das der Fall um Jesus zu verhöhnen.

    Unmenschliches Verhalten:( Gegenüber Schwestern und Brüder die an Jesus Christus und seinen Vater glauben aber nicht an die Organisation)

    Liebe Grüsse
    Brigitte

  • Mark Schwarzer
    Februar 27, 2013

    Zu dem Nehmen von den Symbolen und den zwei Klassen hab ich noch einen Gedankengang den ich euch nicht vorenthalten möchte.

    Eine der Grundlagen für diese Lehre der WTG ist das Gleichnis der zwei Herden. Jesus sprach dort von einer kleinen Herde und den anderen Schafen, die in ihrer Anzahl unbestimmt sind.

    Daraus leitet die WTG die Existenz zweier Gruppen von Christen ab, die verschiedene Hoffnungen haben. Ist dies aber wirklich so und beweist das Gleichnis es auch?

    Ich sage nein, vorallem wenn man das Gleichnis im Kontext betrachtet.

    Jesus sprach dort zu Juden, einem Volk, das im Vergleich zu den Heiden wirklich klein an Zahl war. Zahlenmäßig waren sie eine kleine Herde und zu dieser kleinen Herde wurde Christus gesandt. Er wusste aber, dass nach seinem Tod das Werk erst richtigt in Fahrt kommen würde und durch Petrus und Paulus allen Menschen gepredigt werden würde. Die Heidenchristen wären somit die anderen Schafe, von denen Jesus sprach.

    Wäre eine dieser Klassen in irgendeiner Weise bevorrechtigt in der Stellung gegenüber Gott und Christus oder hätte eine andere Hoffnung als die anderen?

    Nein, denn der Herr sagt am Ende des Gleichnis, dass beide Arten von Schafe EINE Herde würde, unter einem Hirten. Er erwähnt hier mit keinem Wort, dass einige Schafe anders wären als die anderen. Sie alle bilden zusammen die vollständige Herde des Hirten Christus.

    Jesus wird das Gleichnis sicher auch so bewusst gewählt haben, weil gerade im damaligen religiösen Milleue Abgrenzung an der Tagesordnung waren. Die Pharisäer und Sadduzäer waren alles Juden, sahen sich aber als was besseres als der normale Jude, der gerne als Untermensch, Amha’arez, bezeichnet wurden. Die grenzten sich im religiösen Habitus als auch in der äußeren Erscheinung bewusst stark vom normalen gläubigen Juden ab.

    Dieses ungerechte Verhalten prangerte Jesus Zeit seines irdischen Daseins immer und immer wieder an und nahm in der Ausdrucksweise kein Blatt vor den Mund, Stichwort „Schlangen- und Otternbrut“. Wäre es da logisch, dass Christus dann für seine Nachfolger genau dieses von ihm verurteilte Klassensystem wieder einführen würde?

    Den Bund den Jesus mit seinen 11 treuen Aposteln während des Abendmahls errichtete war doch nur der Start für die Ablösung des Volk Israels zum einzig erwählten Volkes, hin zur Erlösung und Annahme aller Menschen, egal ihrer Herkunft. Die Jünger waren nur die ersten, die von Christus persönlich erwählt wurden. Sie waren trotzdem nichts besseres, sondern sollten im Evangeliumswerk weltweit führend voran gehen. Interessant ist hier, dass von den wenigsten der 11 bekannt ist, dass sie eines natürlichen Todes starben, sondern die meisten wurden wegen des Herrn hingerichtet. Somit bedeutete das erste Abendmahl und das Versprechen Jesu keine bessere Stellung oder ein bequemes Leben, sondern harte Arbeit und einen qualvollen Tod.

    Jesus sprach übrigens auch nirgendwo im Evangelium davon, dass Nachfolger in den Himmel kommen würden, sondern er sagte stets nur, dass sie mit ihm im Königreich wären. Das Königreich wird aber die ganze Schöpfung mit einbeziehen, als im Himmel als auf Erden. Jesus sagte zum Übeltäter: „Wahrlich ich sage dir heute, Du wirst mit MIR im Paradiese sein“. Dass das neue Paradies ebenfalls wie der Garten Eden auf Erden ist, steht außer Frage, schließlich änderte Gott seinen Plan für eine ewig bewohnte Erde nicht nach dem Sündenfall. Dieses neue Paradies auf Erden wird demnach zum Königreich Gottes gehören. Deshalb konnte Christus dem Übeltäter auch versprechen, dass sie zusammen im Paradies / Königreich wären, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen.

    Warum sollte Jesus auch Menschen in den Himmel holen, wenn er selbst bei der Schöpfung beteiligt und den Menschen für die Erde konstruierte. Er erlebte auf Erden selbst mit, wie viel Leid der Verlust eines Freundes, Verwandten, Ehemann, Ehefrau, Kindes, Vater oder Mutter für die Hinterbliebenen bedeutete. Heute gibt es Ehepaare wo nur einer sich zur himmlischen Klasse bekennt. Diese Paare sind beim Tod des Ehepartners 50, 60 Jahre glücklich verheiratet. Mit dem oftmals plötzlichen Tod haben diese zwei Liebenden keine Hoffnung auf ein Wiedersehen miteinander? Von deren eventuellen Kindern ganz zu schweigen. Soll das der Wille unseres liebevollen Vaters und seines perfekten Abbilds Jesus Christus sein? Wo beide doch die Ehe als etwas Ewiges betrachten und Trennung / Scheidung hassen? Jeder der seinen Partner verlässt wird von Gott und Christus als treulos betrachtet und sie selbst sollen Ehepaare / Familien auf diese Weise trennen?

    Das ist genauso absurd und vorallem zynisch, wie die Worte von Priestern, die bei der Beerdigung von Kindern den hinterbliebenen Eltern ins Gesicht sagen, dass sie nicht traurig sein sollen, da Gott ihr Kind zu sich genommen hat weil er einen neuen Engel benötigte.

    Gott und Christus haben Myriarden von Geistgeschöpfen und sollen trotzdem auf ehemalige Menschen angewiesen sein, um das Königreich Wirklichkeit werden zu lassen? Als Erklärungsversuch nennt die WTG den Umstand, dass die geistgesalbten im Himmel all die verschiedenen Menschen mit ihren mannigfaltigen Eigenschaften und Charakterzügen repräsentieren würden und nur so das Königreich perfekt über die Erde regieren könne.

    Dies ist nicht nur falsch, sondern auch anmaßend. Denn damit würde man dem Schöpfer und seinem Werkmeister die Fähigkeit absprechen, seine Schöpfung zu kennen. Er kennt jeden Menschen auf Erden der lebt, gelebt hat und noch leben wird besser als wir uns persönlich selbst kennen. Da braucht es keine 144.000 Vertreter der Menschheit, denn nicht einer von denen könnte Jehova oder Jesus auch nur einen Mikromillimeter an neuer Erkenntnis über die Menschen und deren Beweggründe oder Gedanken vermitteln.

    Dieses ganze Klassendenken von Himmel und Erde beruht nur auf menschlichen Gedanken und der Neigung, dass einige sich immer besser oder priviligierter sehen wollen als andere. Jesu Lehren waren einfach, für den gewöhnlichen Menschen zu verstehen. Da war nichts verschachtelt oder kompliziert geschrieben. Alles was er für seine Nachfolger hinterlassen hat wurde klar und unmissverständlich von ihm benannt:

    Gebot der Liebe, Goldene Regel, Erkennungsmerkmal der wahren Christen, Verurteilung religiöser Heuchelei oder auch die Bergpredigt. Sogar die Warnung vor der Zerstörung Jerusalems und deren Anzeichen war klar und ohne Zweifel zu erkennen.

    Wenn es Menschen geben soll die in den Himmel kommen, dann hätte es Jesus auch so gesagt. Er hätte davon gesprochen, dass es Menschen geben wird die in den Himmel kommen und welche auf der Erde. Dieses wäre von ihm genau so benannt worden und nicht in den schwer verständlichen symbolischen Bildern der Offenbarung versteckt.

    Deshalb gibt es keinen Grund dazu die Symbole abzulehnen und nur an uns vorbeigehen zu lassen. Folgen wir dem Gebot Christi und nicht den Dogmen einer menschlichen Auslegung, Interpretation, die damit dafür sorgt, dass die Gemeinschaft des Christus entzweit wird.

    Versammeln wir uns deshalb mit Freunden und der Familie oder auch alleine und brechen das Brot zum Gedenken an das Opfer des Herrn in wirklich würdigem Rahmen. Dann steht auch wirklich der Herr und die Bedeutung seines Opfers im Mittelpunkt und keine getarnte Werbeveranstaltung für den selbsternannten „Sklaven“, der schon lange den Platz des Christus widerrechtlich für sich beansprucht hat.

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Mark,

    ein sehr guter Kommentar, ich stimme in allem zu. In Jehovas Königreich wird es keine zwei Klassen mehr geben.
    Auch kommen die Menschen nicht in den Himmel, sondern werden auf der Erde auferweckt und dort ewig leben und das gilt vor allem auch für die 144.000, die nach meinem Verständnis alle Menschen darstellen, die als erste im Königreich leben werden. Diese Zahl ist symbolisch und nicht buchstäblich. Daher werden sie die Erstlinge genannt.

    Liebe Grüße Manfred

  • Mani
    Februar 27, 2013

    Liebe Brüder!

    Bruder Manfred hat folgendes geschrieben:

    „Wenn ihr also in zwei Wochen beim Abendmahl sitzt und die Symbole an Euch vorüberziehen lasst, dann nutzt die Stille und denkt bitte mal darüber nach, ob ihr wirklich noch Jesus Nachfolger seid.“

    Ich möchte diesen sehr wertvollen Gedanken von einem etwas anderen Aspekt aus betrachten und auch noch etwas erweitern.

    Unser Hauptthema lautet: Der „Gemeinschaftsentzug“ hat er eine biblische Grundlage?

    Nun, vordergründig hat dieses Thema nichts mit dem Abendmahl zu tun. Dennoch ist mir beim Betrachten der Schrift folgendes aufgefallen. Der Apostel Paulus bezieht sich im 1. Brief an die Korinther im Kapitel 10 auf das Volk Gottes, welches zuvor aus der Sklaverei Ägyptens befreit wurde. Gemäß den Versen 5 – 7 lauten seine Worte diesbezüglich: „Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; sie wurden nämlich in der Wüste niedergestreckt. Diese Dinge aber sind zum Vorbild für uns geschehen, damit wir nicht nach dem Bösen begierig werden, so wie jene begierig waren. Werdet auch nicht Götzendiener, so wie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um sich zu vergnügen«“.

    Interessant ist hier der Zusammenhang von Götzendienst mit essen und trinken und vergnügen.

    Gemäß der Schlacher2000 Übersetzung, die ich schon vorhin wählte, heißt es etwas später unter der Überschrift – Die Gemeinschaft beim Mahl des Herrn ist unvereinbar mit Götzendienst – im Vers 14 „Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst!“

    Im weiteren Wortlaut verweist Paulus auf die beim Abendmahl verwendeten Symbole von Brot und Wein: „Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot.“ (1. Korinther 10:16-17)

    Hier sollten wir festhalten, dass das symbolische Brot, das gebrochen wird, auch die Gemeinschaft oder die Zugehörigkeit zu Jesus Christus bedeutet!

    Im Vers 21 heißt es dann weiter: „Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen!“

    Im weiteren Text geht es jetzt zwar um Götzenopferfleisch und das Gewissen jedes einzelnen, dennoch lassen sich nachstehende Verse mit dem vorher genannten in Einklang bringen. Verse 30 – 32: „Und wenn ich es dankbar genieße, warum sollte ich gelästert werden über dem, wofür ich danke? Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut — tut alles zur Ehre Gottes! Gebt weder den Juden noch den Griechen noch der Gemeinde Gottes einen Anstoß“.

    Dieses „Essen oder Trinken“ und „Anstoß geben“ möchte ich im Zusammenhang mit der Teilnahme an der Abendmahlfeier betrachten:

    Im nächsten Kapitel – 1. Korinther 11, ab dem Vers 20 – kommt nun Paulus wiederum auf die Abendmahlfeier zu sprechen, jetzt aber in etwas anderem Sinne. Er tadelt die Versammlung, weil sie (einige, nicht alle) den wesentlichen Aspekt, das Gedenken an Jesu Tod, außer acht lassen. Bei einigen von ihnen stand hauptsächlich die ganz normale Nahrungsaufnahme im Vordergrund. Im Vers 22 schreibt er daher: „Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt?“

    Paulus schreibt sogar von welchen, die betrunken die Abendmahlfeier begingen! Unter diesem Gesichtspunkt spricht Paulus von Unwürdigkeit. Jemand, der sich nicht bewusst ist, wobei es bei dieser Feier geht, jemand, der nicht die besondere Bedeutung davon im Auge behält, jemand, dem es in erster Linie um die Befriedigung seiner körperlichen Bedürfnisse geht und deshalb willkürlich vom Brot und Wein isst, solch einer würde sich in diesem Rahmen unwürdig, d. h. in unangemessener Art und Weise benehmen. Der Vers 27 besagt folgendes: „Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn“.

    Und jetzt kommt der höchst interessante Aspekt in dieser Angelegenheit!

    Im Vers 28 heißt es: „Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken;“

    Eindeutig ist aus diesem Vers zu entnehmen, dass jeder einzelne sich die Frage stellen muss, ob er würdig ist. Was unter „würdig“ zu verstehen ist, das haben wir im Kontext zuvor schon gesehen! Denn würde man also „unwürdig“ vom Brot und Wein nehmen – das würde aber nur derjenige tun, der keine Selbstprüfung durchführt – derjenige nur wird vom Herrn Jesus zu Rechenschaft gezogen werden und von ihm gezüchtigt werden.

    Deutlich bringt es die Elberfelder-Übersetzung im Vers 31 zum Ausdruck: „Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet.

    Wenn wir uns also darin beurteilen sollen, wie wir an der Gedächtnismahlfeier in würdiger Art und Weise teilhaben können, sollten wir folgendes nochmals festhalten: Paulus zeigte uns im Kontext genau, was er aus welchem Grund tadelte. Wenn wir uns also der Symbolik von Brot und Wein bewusst sind und im würdevollen Gedenken an Jesu Opfertod auch von den Symbolen nehmen, d. h., tatsächlich auch das Brot essen und den Wein trinken und dadurch aktiv Anteil an dieser besonderen Zusammenkunft nehmen, dann würden wir gar nicht in die Lage kommen, gerichtet zu werden, so wie wir es oben im Vers 31 gelesen haben.

    Viele Brüder haben jetzt vielleicht Bedenken in der Hinsicht, da sie ja gelehrt wurden, dass nur Geist gesalbte von diesen Symbolen nehmen würden, dass sie, da es ja insgesamt nur 144000 Geist gesalbte gibt und weil sie ja meinen, nicht zu diesen zu gehören, dass dann, wenn sie von den Symbolen nehmen würden, ja dass dann dies der Grund wäre, dass sie in unwürdiger Weise essen würden. – Aber diese falsche Lehre beruht auf nichts anderem als nur auf falscher Erklärung bzw. purer Behauptung, denn im biblischen Kontext ist an keiner Stelle etwas diesbezügliches zu lesen!

    Was das „unwürdige essen“ gemäß dem Korintherbrief betrifft, gibt es daher keine Möglichkeit eines falschen Verständnisses. Liebe Brüder, jeder von euch kann sich selbst davon überzeugen. Ihr könnt es selbst in eurer Bibel nachlesen. Da steht nichts anderes als oben bereits Erwähntes!

    Eine andere Frage wird aber im Zusammenhang damit aufgeworfen!

    Es geht ja noch immer um das Essen und Trinken von den Symbolen, bzw. wer darf davon Gebrauch machen und wer nicht?

    Wir haben ja gelesen, dass nur diejenigen nicht von den Symbolen nehmen dürfen, die in unwürdiger Art und Weise an der Feier teilnehmen. Aufrichtigen Christen ist der Wert des Loskaufsopfers Jesu aber fest im Bewusstsein verankert. Wir wissen, dass unsere Erlösung von der Sünde und unsere Rettung direkt damit im Zusammenhang steht. Wir erkennen auch aus der Bibel, dass wir, wenn wir wirklich Jesu Nachfolger sein möchten, wir Jesus auch tatsächlich nachfolgen müssen!

    Lange Zeit wurde uns in dieser Hinsicht vom „treuen und verständigen Sklaven“ aber etwas anderes gesagt. Es wurde uns nämlich gesagt, dass wir lediglich Beobachter beim Abendmahl sein dürfen, weil wir nicht den Geist Gottes haben. Durch die geschickte Manipulation unserer Gehirne von Seite unserer religösen Führer und in übermäßigem Konsum „geistiger Speise“ ist es schlussendlich auch gelungen, diesem falschen Verständnis anheim zu fallen.

    Wenn wir nun aber wirklich Jesus nachfolgen wollen, dann sollte uns klar werden, dass wir die Gemeinschaft mit unserem Erretter suchen müssen!

    Nochmals möchte ich den schon eingangs erwähnten Text aus
    1. Korinther 10:16-17 dazu anführen:

    „Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus? Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot.“

    Ist es euch nicht aufgefallen: „… so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot“. Dieses Brot bedeutet demgemäß auch Gemeinschaft mit Jesus!

    Wir haben nicht zwei verschiedene Möglichkeiten. Wir können in Wirklichkeit nur an Christus teilhaben. Oder eben nicht teilhaben!

    Römer 12:5: „so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus …“

    Kolosser 3:15: „…zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib!

    Sollen wir also keine Gemeinschaft zu Christus haben? Sagt uns die Heilige Schrift nicht folgendes zur Ermahnung?

    Epheser 4:1-6: „So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid, indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“

    Beziehen sich diese Worte der Ermahnung wirklich nur auf ein paar Christen? Habt ihr gelesen?: EIN Leib … EINE Taufe …. EIN Glaube!

    Es gibt nicht verschiedene Möglichkeiten der Teilhaberschaft an Christus! Es gibt jeweils nur eine Wahlmöglichkeit!

    Epheser 4:7: „Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Maß der Gabe des Christus.“

    Wenn Paulus sagt „Jedem einzelnen von uns“ so meint er nicht nur die Brüder der Versammlung in Ephesus! Alle, die diese Worte lesen und auf sich beziehen wollen, sind angesprochen!

    Epheser 4:11-16: „Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife zum Maß der vollen Größe des Christus damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.“

    Da alle wahren Christen damit angesprochen werden, möchte ich nun nochmals auf das eingangs erwähnte Zitat von Bruder Manfred zu sprechen kommen und führe es nochmals an:

    „Wenn ihr also in zwei Wochen beim Abendmahl sitzt und die Symbole an Euch vorüberziehen lasst, dann nutzt die Stille und denkt bitte mal darüber nach, ob ihr wirklich noch Jesus Nachfolger seid.“

    Meine Fragen dazu:

    Waren wir jemals wahre Nachfolger Jesu?
    Können wir guten Gewissens, nachdem wir das Vorstehende aus der Bibel betrachtet haben, wirklich die Symbole von uns weisen?

    Was, werdet ihr vielleicht jetzt fragen, was hat das eigentlich mit dem Thema Gemeinschaftsentzug zu tun? Nun, die Antwort darauf müsstet ihr eigentlich schon wissen.

    Wir alle, die wir Zeugen Jehovas waren oder noch sind, die wir bisher aber nicht von den Symbolen genommen haben, sind wir in Wirklichkeit nicht immer schon Ausgeschlossene gewesen?

    Hat man uns nicht schon vor vielen Jahren die wahre Gemeinschaft entzogen?

    Bitte bedenkt dies alles, die ihr heuer zur Gedächtnismahlfeier gehen werdet. Und auch ihr, die ihr nicht mehr hingeht! Möge Jehovas Geist und Jesu Führung uns das einzig Richtige tun lassen.

    In diesem Sinne liebe Grüße

    Mani

  • Peter Krieger
    Februar 27, 2013

    Hallo Mani, Hallo Manfred!
    Ich kann mich diesen Überlegungen nur anschliessen, wir haben ja eindeutig die Aufforderung Zeugen des Gottessohnes, unseres alleinigen Besitzers u. Herrn zu sein. Apg.1:8, Joh.15:27,28,Ju.4 ZJ-Christen lassen sich wahrscheinlich meist unbewusst, aus welchen Gründen auch immer fremdbestimmen u. haben sich sozusagen durch ihren fatalen blinden Gehorsam von Ihrem wirklichen Herrn meilenweit entfernt u.sind abgetrennt vom Leib Christi. Sie sind Irrlehrern auf den Leim gegangen, auch was gerade das Abendmahl anbelangt. Jesus wird aber diejenigen noch herausrufen die er im voraus schon erkannt hat. Neulich traf ich zwecks einer Dienstleistung mit einem Ältesten zusammen u. sprach ihn auf das unchristliche Verhalten der WT-Christen im allgemeinen mit dem Verhalten was das Grüssen u. Wegwenden betrifft an. Ich bin ja letztes Jahr ausgetreten, weil ich mich offiziell zu Jesus u. seinem Wort bekannt habe. Ein verbleiben in der WTO. war für mich nicht mehr erträglich u. ich versuche mit der Hilfe Gottes all die gewaltigen u. nicht für möglich gehaltenen Konseqenzen zu meistern. Dieser Älteste antwortete mir mit den Gedanken aus 2.Joh.9-11 Sie lesen dort anstatt „Lehre des Christus…“, Lehre der WTG. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, Anmassung, Frechheit o. auch nur Verblendung. Jesus Christus ist die einzige Gerechtigkeit für mich u. wir alle müssen geduldig warten bis er wiederkommt u. den Lohn für jeden im Gepäck hat. Off.22:12 Beten wir für die Erweckung noch vieler Menschen.
    L.G., Peter Krieger

  • Martin
    Februar 27, 2013

    Lieber Mani, lieber Manfred.

    Vielen Dank für eure treffenden Kommentare zum Abendmahl. Wenn geschrieben wurde: „Wenn ihr also in zwei Wochen beim Abendmahl sitzt und die Symbole an Euch vorüberziehen lasst, dann nutzt die Stille und denkt bitte mal darüber nach, ob ihr wirklich noch Jesus Nachfolger seid.“, dann möchte ich einwenden, das dieser Zeitpunkt absolut zu spät ist.

    Das sollte man vorher wissen, denn in diesen wenigen Minuten kann man unter einer Ablenkung der gegeben Umstände darüber wohl kaum zu richtigen Entschlüssen kommen. Dieses Nachdenken muss vorher geistlich und gebetsvoll stattfinden. Beim Abendmahl, sofern man im Königreichssaal anwesend ist, könnte dies dann bedeuten, dass man vom Brot und Wein „nimmt“.

    Wenn dann anschließend oder Tage später Hirtenbesuche folgen, ist es am besten, sie freundlich zu empfangen und falls sie die neue Situation ansprechen, sollte man besser schweigen und ausweichen und darauf verweisen, dass es eine ganz persönliche Angelegenheit zwischen Jehova, Christus und uns ist, worauf wir nicht näher eingehen möchten. Die Ruhe selbst sein und unsere Sicherheit und Gelassenheit in Christus zum Ausdruck bringen.

    Auf keinen Fall sollte jemand diesen Besuch nutzen, um eine andere Überlegung zum nehmen der Symbole vor den Besuchern darzulegen (es könnte auch die Aufforderung in irgend einem Nebensaal im Königreichssaal zum Gespräch sein), was nämlich sofort als Abtrünnigkeit gewertet würde. Seien wir sicher, das nachbohrende, herausfordernde Nachfragen und Unterstellungen würde beginnen. Hier schrecken manche Älteste auch nicht vor einer gewissen Form der Dreistheit zurück, um jemand zu veranlassen, herauszuplatzen.

    Halten wir es einfach so, wie es in verschiedenen Veröffentlichungen heißt, das dies die persönliche Angelegenheit eines jeden Einzelnen ist und niemand es zu bezweifeln hat. Die Besuche sollen nämlich denjenigen herausfordern, dass er sich gegen den tuvS äüßert und dann schlagen sie auf bekannte Weise zu. Überhaupt kein Kommentar unserer persönlichen Sicht sollte erfolgen und erst recht nicht, wenn solch ein Besuch erfolgt aufgrund der neuen Situation anläßlich des Gedächtnismahles. Schweigen ist angesagt. Unsere Kommunikationspartner sind Jehova und Christus in dieser Angelegenheit.Dann haben wir keinen oder kaum Stress.

    Nur dieses Zeugnis wird weiteren „aktiven ZJ“ zu denken geben und irgend wann dann vielleicht auch der lK. In diesem Fall hilft „Schweigen“ mehr, als „Reden“ in der Organisation. Reden wäre tödlich. Leider.

    Also, vorher Nachdenken, entscheiden und dann entschieden handeln und anschließend entschieden schweigen, denn in der Tat, das Abendmahl des Herrn für sich in Anspruch zu nehmen ist eine Angelegenheit zwischen mir und Christus und meinem himmlischen Vater.

    Es gibt natürlich mittlerweile immer mehr Brüder, die sich diesen Stress nicht antun und anschließend nach der Gedenkansprache im Königreichssaal für sich zu Hause alleine oder in Gemeinschaft mit gleich Denkenden nochmal zusammenkommen, um Dank zu sagen und Brot und Wein in Ruhe zu sich nehmen im Gedenken an den Tod Christi. Auch darüber sollten wir uns vorher Gedanken machen. Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat.

    In diesem Zusammenhang, lieber Mani, sehe ich das auch so wie du, wir wurden seit Rutherfords Zeiten tatsächlich AUSGESCHLOSSEN aus der Gemeinschaft des Christus. Veranlassen wir also „unsere Wiederaufnahme“.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Liebe Geschwister,

    Heute morgen habe ich ein Ehepaar mit voller Predigdienstmontur auf dem Marktplatz gesehen, von denen der Mann ein Ältester aus der Nachbarversammlung ist. Er hat mich auch gesehen und wir waren so ca. 30 m voneinander entfernt. Da es genau meine Richtung war in die ich auch musste, bin ich einen Schritt schneller gegangen um diese zu begrüßen, denn mit dem Mann habe ich schon zusammen gespielt als wir noch Kinder waren.
    Doch so schnell konnte ich gar nicht gucken, da waren Sie plötzlich verschwunden. Dann habe ich sie durchs Schaufenster in einem Geschäft gesehen. Nur um nicht mit mir reden zu müssen, sind sie schnell in ein Geschäft geflohen. Ich dachte immer, die Wahrheit braucht sich vor der Lüge nicht zu fürchten, die Lüge aber vor der Wahrheit. Da sie geflohen sind und nicht ich, scheinen SIE NICHT die Wahrheit zu haben, oder sehe ich da was falsch.
    Evt. wollten Sie ja sowieso ins Geschäft gehen um einzukaufen, aber warum während der Predigdienst Zeit? Wollen Sie die Einkaufszeit am Ende auch noch berichten oder gibt es mittlerweile eine Spalte auf dem Berichtszettel wo steht:

    Habe 2 Stunden in einem Geschäft ausgeharrt, bis die Ausgeschlossenen vorüber gegangen waren?

    Sollte die LK vielleicht mal einführen, denn je mehr Schafe Jesus einsammelt, umso mehr muss die LK die Schafe wegen Abtrünnigkeit gegen die LK ausschliessen. Somit könnten solche Erfahrungen wie bei mir heute bald alltäglich werden.

    Sorry für meinen Sarkasmus, aber Ihr die Ihr noch fleißig der LK in Brooklyn nachfolgt, fällt Euch denn gar nicht auf, dass Ihr genau das Gegenteil von dem macht was Christus gesagt hat? In zwei Wochen feiert ihr das Abendmahl um des Todes Jesu zu gedenken. Jesus hat gesagt, dass wir den Becher trinken und das Brot essen sollten siehe hier:

    1.Kor. 11:23-26
    23 Denn ich habe das vom Herrn empfangen, was ich euch auch übermittelt habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert werden sollte, ein Brot nahm, 24 und nachdem er Dank gesagt hatte, brach er es und sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der für euch ist. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 25 Ebenso tat er auch in bezug auf den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Tut dies immer wieder, sooft ihr ihn trinkt, zur Erinnerung an mich.“ 26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn, bis er gekommen ist.

    Jesus sagte also dass wir trinken und essen sollten, doch die LK sagt: Dies gilt nicht für alle, sondern nur für den Überrest der Gesalbten, die noch auf der Erde leben.

    Jesus sagt esst und trinkt und die LK sagt Nein, das dürft ihr nicht!

    Überlegt doch mal logisch, die Gesellschaft schreibt, dass das Neue Testament hauptsächlich für die 144.000 geschrieben ist und damit meinen sie buchstäbliche 144.000 Personen. Jesus hat jedoch gesagt, er sei für alle Menschen gestorben. Warum sollte das Neue Testament nur für 144.000 Personen gelten und nicht auch für die fast 8 Milliarden Menschen die heute auch auf diesem Planeten wohnen? Warum so ein dickes Buch schreiben für die paar Menschen und das noch auf der ganzen Erde verbreiten, wenn von vornherein feststeht, dass diese Worte garnicht für diejenigen gilt, denen gepredigt wird? Wofür das alles? Das macht keinen Sinn.

    Und um hier beim Vortragsthema zu bleiben ob es biblisch ist, dass einem die Gemeinschaft entzogen wird, möchte ich wieder die Bibel zitieren:

    1. Joh. 2:9-11
    9 Wer sagt, er sei im Licht, und haßt doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

    1. Joh. 3:13-18
    13 Wundert euch nicht, Brüder, daß die Welt euch haßt. 14 Wir wissen, daß wir vom Tod zum Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod. 15 Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Totschläger, und ihr wißt, daß kein Totschläger ewiges Leben bleibend in sich hat. 16 Dadurch haben wir die Liebe kennengelernt, weil jener seine Seele für uns hingegeben hat; und wir sind verpflichtet, [unsere] Seele für [unsere] Brüder hinzugeben. 17 Wer immer aber die Mittel dieser Welt zum Lebensunterhalt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und dennoch die Tür seiner [Gefühle] innigen Erbarmens vor ihm verschließt, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm? 18 Kindlein, laßt uns lieben, nicht mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit.

    1. Joh. 4:20,21
    20 Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. 21 Und wir haben dieses Gebot von ihm, daß der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.

    Jesus ergänzt noch die folgenden Worte:

    Mat. 5:43-45
    43 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt.

    Das sind die deutlichen Worte der Bibel und jeder der etwas anderes sagt, widerspricht der Bibel und damit ist die LK der Bibel abtrünnig, denn sie lehren Ihre Anhänger Brüder aus der Gemeinschaft zu verstossen und zu hassen. Man wird Jesu Jünger an der Liebe untereinander erkennen und nicht am Hass. Lest ihr denn wirklich nur noch im WT, dass Euch diese offensichtlichen falschen Lehren Eurer geistigen Führerschaft nicht mehr auffällt? Jesus hat doch die zwei größten Gebote genannt, die es einzuhalten gilt und da geht es immer nur um die Liebe, niemals um Hass:

    Mark. 12:29-31
    29 Jesus antwortete: „Das erste ist: ‚Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova, 30 und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn und mit deiner ganzen Kraft.‘ 31 Das zweite ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Kein anderes Gebot ist größer als diese.“

    Wer sich nicht an die Bibel hält, die die Gebote Jehovas enthält und diesen widerspricht, ist ein Gesetzloser und auf diesen treffen dann diese Worte unseres Herrn Jesus zu:

    Mat. 7:20-23
    20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen. 21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

    Wenn ihr also in zwei Wochen beim Abendmahl sitzt und die Symbole an Euch vorüberziehen lasst, dann nutzt die Stille und denkt bitte mal darüber nach, ob ihr wirklich noch Jesus Nachfolger seid. Ob wirklich alles was die LK lehrt tatsächlich auch mit dem Worte Gottes in Übereinstimmung ist, denn wenn es nicht so ist, dann kann diese niemals die Organisation Gottes sein.

    Habt Ihr nicht selbst im Predigdienst immer wieder die Menschen aus anderen Religionsorganisationen aufgefordert mal Ihre eigene Kirche anhand der Bibel zu überprüfen? Ist das nicht eine Standard Einleitung bei den Zeugen Jehovas, den Maßstab der Bibel anzuwenden und das nur dieser gültig sein kann? Ist es nicht so?

    Warum hört ihr dann jetzt auf damit? Prüft doch mal die Lehren der LK anhand der Bibel, genauso wie ihr es von den anderen Menschen fordert und ihr werdet feststellen, dass hier keine Abtrünnige schreiben, sondern Brüder sind die wirklich nur noch unserem Herrn Jesus und seinem und unserem Vater folgen wollen und keinen Menschen mehr.

    Auch wenn Ihr uns Ausgeschlossene hasst, ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich Euch nach wie vor liebe und Euch gerne helfen würde die wirkliche Wahrheit zu erkennen, nicht die Wahrheit aus dem WT, sondern die aus der Bibel. Denn nur durch Jesus wird es Rettung geben, sonst durch niemanden.
    Bitte, Bitte prüft die Lehren der LK anhand der Bibel. Es geht doch auch um Euer Leben, ist es das nicht wert sich mal hinzusetzen und zu prüfen ob noch alles im Lot ist?

    Das wollte ich Euch allen nur mal sagen, weil es mir unendlich leid tut mit anzusehen, wie ihr durch die Druckschriften manipuliert werdet.

    Brüderliche Grüße Manfred

  • Anna
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder Manfred, liebe Brüder und Schwestern,

    das arme Ehepaar muß sich doch einfach nur lächerlich vorkommen ins nächste Geschäft zu flüchten.

    Wo jetzt der 30-Stunden-Hipi angesagt ist wirst du wohl noch ein paar vertreiben können. Sieh‘ es mal anders: du hast hier ja viel Macht über die Brüder wenn sie vor dir davonlaufen.

    Ich befürchte allerdings dass nur wenige die Stille beim Herumreichen der Symbole nutzen um wirklich nachzudenken. Eher darüber wer wieder mal da ist, wer neue Kleidung hat oder eine neue Frisur und was man mit wem danach macht. Dies ist leider die Realität.

    Danke jedenfalls für deinen aufrüttelnden Kommentar. Wenn es sich nur ein Mitleser zu Herzen nimmt hast du viel erreicht.

    Alles Liebe dir und allen anderen herzlich Anna

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Sehr gut formuliert liber Manfred,
    das Problem warum es so ist wie du es sehr ausführlich beschrieben hast, besteht in diesen einfachen Worten!
    Achte nur darauf wer und wieviele genauso handeln:

    Ps. 73: Mit Verachtung schauen sie auf andere herab und verhöhnen sie, mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck. 9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig. 10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, es hängt an ihren Lippen und glaubt alles, was man ihm vorsetzt.

    Aber wie schon Anna schrieb, wenn nur einer zum umdenken veranlasst wird dann haben sich die tausenden Kommentare hier bei BI gelohnt!

    Lg. Matthäus

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Liebe Schw. Anna, Lieber Brd. Matthäus,

    Ihr habt vollkommen Recht, wenn nur ein einziger zum nachdenken gebracht wird, dann war es das wert.
    Ich ermuntere wirklich jeden Zeugen Jehovas einmal im Jahr vor dem Gedächtnismahl mal zu prüfen, ob seine Religionsgemeinschaft noch das lehrt was unser Herr Jesus gelehrt hat. Jesus sagte, Wer den Willen meines Vaters tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter. Ich glaube er würde sich freuen wenn man für sich persönlich einfach mal prüft ob man heute noch den Willen seines Vaters tut. Dieser steht in der Bibel, mehr brauchen wir nicht. Damit sind wir vollständig ausgerüstet.

    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Lieber Manfred

    Ein Glück macht es Dir wenig aus dass man Dich so verachtet, Lazarus wurde auch verachtet und am Ende war der „Reiche“ der Dumme.

    Aber das Problem ist, dass die Zeugen Dich nicht als Bruder sehen, deshalb ziehen solche Verse wie „wer seinen Bruder hasst ist ein Todschläger“ nicht. Nur ist Jesus noch viel weiter gegangen in Matth. 5:

    43. Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
    44. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, und betet für die, die euch [beleidigen und] verfolgen,
    45. damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
    46. Denn wenn ihr liebet, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
    47. Und wenn ihr eure Brüder allein grüßet, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe?
    48. Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

    Nach diesen Worten Jesu sollten wir überhaupt niemanden nicht grüßen.

    Aber dass die Organisation fast immer genau das Gegenteil lehrt wie in der Bibel steht, das haben wir schon öfters festgestellt.

    Was das Gedächtnismahl betrifft, auch da wird genau das Gegenteil gemacht von dem was Jesus sagte. Deshalb gehe ich selbst nicht mehr hin, weil ich würde mit dem Weiterreichen der Symbole ohne davon zu nehmen, für jeden Anwesenden sichtbar das Opfer Jesu ablehnen.
    Ich glaube es ist jedem seine eigene Sache ob er das Abendmahl feiert und von den Symbolen nimmt, aber sie bewusst abzulehnen, das hat eine ganz andere Qualität.

    Matth. 10
    32. Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
    33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

    Ob da das Verhalten während des Gedächtnismahls auch darunterfällt? Ich weiß es nicht.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Brd. Alois,

    Mat. 10:33 hier in Verbindung mit dem Abendmahl anzuführen ist wirklich eine Überlegung wert.

    33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

    Beim Abendmahl vor versammelter Mannschaft von den Symbolen zu nehmen wäre zumindest eine deutliche Ansage, dass man sich zu Jesus bekennt. Das erfordert aber sehr viel Mut, weil der Gruppenzwang sehr stark ist. Über Vers 33 sollt man wirklich gebetsvoll nachdenken um nicht falsch zu handeln.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Heike
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder Manfred,

    Eines kann ich dir sagen, mich hast du mit deinem Kommentar sehr berührt, ich bewundere euer Bibelwissen, in dieser Tiefe haben das nur sehr wenige Zeugen. Um den Kern der Sache macht sich ja die Mehrheit aller Menschen keine Gedanken, richtig tiefgründig ist nur eine Hand voll. Und damit meine ich nicht nur die Zeugen sondern alle Menschen egal welcher Religion. Letztendlich geht es – wie Anna das so nett formuliert hat – nur um die alltäglichen Dinge – Hilfe was soll ich bloß anziehen?!???
    Und das macht mich einfach tieftraurig. Selbst mein Vater, der ein sehr gebildeter und gewitzter Mann ist findet jede Kleinigkeit die ihm von der LK aufgetischt wird einfach nur Super. Wollen alle diese offensichtlichen Widersprüche nicht sehen oder sehen sie es tatsächlich nicht?!

    Soweit von mir, Kopf hoch Manfred.
    Lg, Heike

  • Sternchen
    Februar 27, 2013

    Lieber Manfred,

    Deine Worte in diesem Beitrag berühren einem sehr. Das tut mir richtig leid, das man Dich einfach wie „Luft“ behandelte.
    Hoffentlich nehmen sich Deine Worte einige zu Herzen das wünsch´ich Dir. Schliesslich ist dieses Verhalten unmenschlich und garnicht christlich. Man spürt genau, das Du mit Deinem ganzen Herzen an Jehova und Jesus hängst und auch für diese Menschen die sich so verhalten nur Gutes tun willst.
    Liebe Grüße Sternchen

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Liebe Schwester Sternchen und Heike,

    ich danke Euch für Eure lieben Worte. Doch nur um das noch mal klar zu stellen. Ich bin nicht traurig über die Situation in der ICH MICH befinde, sondern ich bin traurig über die Situation in der sich meine ehemaligen Brüder befinden. Ich für meinen Teil halte mich an diesen Bibeltext:

    Luk. 6:22,23
    22 Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.

    Ich bin glücklich, weil sie mich um des Namens Jesu willen hassen, denn ich habe mir sonst nichts zu schulden kommen lassen, was einen Ausschluss rechtfertigt, wobei ich denke dass es da ehe keine Rechtfertigung für gibt. Aber ich wurde ausgeschlossen, weil ich mit drei Brüdern über die Bibel und über Jesus gesprochen habe und deshalb darf ich mich freuen, glücklich sein und hüpfen.

    Gefreut und glücklich war ich schon, das mit dem hüpfen habe ich eben erst gelesen und werde ich gleich nachholen, damit sich dieser Bibeltext auch an mir vollständig erfüllen kann, wie an so vielen weiteren Schwestern und Brüder, die aus dieser menschlichen Sklaverei rausfinden. 😉

    Wisst Ihr, als Sie mich ausgeschlossen haben, haben sich die Ältesten bestimmt gedacht, aus den Augen, aus dem Sinn. Doch leider ist es mir völlig egal, was sie in Ihrem Hütebuch geschrieben haben, wie sich ein Ausgeschlossener zu verhalten hat. Wenn ich also einen Zeugen Jehovas auf der Straße treffe, dann werde ich ihn freundlich grüßen. Denn ich halte mich nicht mehr an deren Menschen Gebote.
    Mal sehen, vielleicht lege ich mir eine Rückbesuchsliste zu und besuche jeden zuhause um ihm zu predigen. Sollen Sie mir doch die Tür vor der Nase zuschlagen, dann komme ich halt in einer Woche noch mal wieder. So habe ich es jedenfalls bei den Zeugen Jehovas im Predigdienst gelernt.
    Ich mache dann genau das gleiche was Sie in Ihrem Predigdienst Gebiet tun. Sie lassen sich ja auch nicht davon abwimmeln, dass Ihnen die Leute die Tür zu machen und mein Gebiet sind nun die Brüder.

    Und für die Auferbauung habe ich ja Euch hier bei Bruderinfo. Ihr seid nun meine Versammlung, meine Freunde und meine Schwestern und Brüder. Hier habe ich wahre Freunde gefunden, die ich so vorher nicht in der Versammlung hatte und alleine dafür war es wert aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas rausgeschmissen zu werden, denn unter den vielen ehemaligen Zeugen, die hier bei Bruderinfo aktiv sind, gibt es mehr Liebe, mehr Freude, mehr Ermunterung und alle möchten unserem Herrn Jesus Christus folgen. Das ist mir das wichtigste. Alleine dafür war es das wert.

    Ich danke Euch allen, die ich jetzt als meine Schwestern und Brüder nennen darf, ihr seid wahrhaft Jünger Jesu, weil Ihr Liebe untereinander habt.

    Liebe Grüße Manfred

  • Sternchen
    Februar 27, 2013

    Lieber Manfred,

    „Ich bin nicht traurig über die Situation in der ICH MICH befinde“
    Das freut mich !

    „Mal sehen, vielleicht lege ich mir eine Rückbesuchsliste zu und besuche jeden zuhause um ihm zu predigen. Sollen Sie mir doch die Tür vor der Nase zuschlagen, dann komme ich halt in einer Woche noch mal wieder.“
    Gute Idee!! 🙂

    Dir Manfred alles Liebe
    Gruß Sternchen

  • scylord
    Februar 27, 2013

    lieber manfred
    bei meiner bibellesung sind mi weitere bibelversen ins auge gefallen
    joh 6:53,54,56
    🙂 lg

  • Heike
    Februar 27, 2013

    Halli Hallo,

    Ich weiß ich bin in meinem Jugendlichen Elan 😉 etwas ungeduldig, aber wie ist das jetzt mit dem Passwort?

    Viele liebe Grüße
    Eure Heike

  • Mark Schwarzer
    Februar 27, 2013

    Liebe Brüder vom BI-Team, könnt ihr schon was näheres zum geheimnisvollen Passwortschutz und zu dem Warum sagen? Bin schon so neugierig und gespannt was da los ist, vorallem da ich schon eine Vermutung habe.

  • Neoveritas an Bruderinfo
    Februar 27, 2013

    Guten Abend,

    ich habe eben festgestellt, dass Ihr ein Password für den Zugang zu einem Artikel anfordert. Leider habe ich bisher noch keinen Passwordzugang. Würde aber gerne einen bekommen. Ist der Inhalt so sensibel, dass man eine Password braucht?

    Viele Grüße von Neoveritas

    ================================================

    Hallo an alle,

    was das Passwort anbelangt bitte bis Montag gedulden.
    Werden euch dann nähere Informationen geben.
    Es handelt sich um einen Vorsichtsmaßnahme.

    Liebe Grüße
    Bruderinfo

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Liebe Hopefull

    Die passende Bibelstelle ist schnell gefunden, denn da sich der „Sklave“ an die Stelle Jesu gesetzt hat, könnte er folgenden Text anwenden:

    Matth. 12
    30. Wer nicht mit mir ist, ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

    Wer somit nicht mit dem „Sklaven“ sammelt, der zerstreut und muss logischerweise entfernt werden, was einen Gemeinschaftsentzug bedeutet.

    Ich bin zwar nicht ausgeschlossen, aber wenn sie mich ausschließen, interessiert mich das ungefähr so viel, als würde in China einen Sack Reis umfallen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Mein Kommentar galt diesem Kommentar:
    http://www.bruderinfo.de/?p=1121&cpage=1#comment-57500

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Lieber Alois,

    sehr schön auf den Punkt gebracht. Diese Bibelstelle wäre tatsächlich eine passende „Totschlag“-Bibelstelle für die WTG, um unliebsame Brüder zu „entfernen“, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

    Was den Ausschluss betrifft bin ich ehrlich gesagt selbst überrascht wie wenig mich das psychisch belastet. Es interessiert mich zwar mehr als der „Sack Reis“ in China, aber es zieht mich nicht runter. Ein maßgeblichen Anteil daran, dass das so ist, hat Bruderinfo und die lieben Brüder und Schwestern, die ich kennen lernen durfte. Es ist ungemein wichtig zu wissen: Es gibt ein Leben VOR Harmagedon! Es gibt eine Welt OHNE die WTG!

    Was mich allerdings doch überrascht ist die Tatsache, dass selbst engste Freunde, die im Grunde die gleichen abtrünnigen Gedanken haben wie ich, aber alles geheim halten, mich von jetzt auf gleich behandeln als würde ich nicht mehr existieren. Und das obwohl diese „Freunde“ auch das Kontaktverbot in meinem Beisein mehrfach heftig kritisiert haben, aber halt nur unter 4 Augen. Jetzt wo es drauf ankommt mal Courage zu zeigen wird gekniffen und gekuscht vor der WTG. Darüber bin ich sehr enttäuscht und ein bißchen traurig.

    LG
    Dennis

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Lieber Dennis

    Es gibt zu viele Brüder und Schwestern, die können sich einfach nicht entscheiden. Dieses Problem hatte auch schon Elia.

    1. Kön. 10
    21. Da trat Elia zu dem ganzen Volke hin und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Wenn Jehova Gott ist, so wandelt ihm nach; wenn aber der Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm kein Wort.

    Das Volk antwortete ihm kein Wort! Genauso wie Heute, im Zweifel halten sie zum neuzeitlichen Baal.

    Liebe Grüße
    Alois

    =================================================

    Nichtsausschließer

    Eingereicht am 09.03.2013 um 14:04

    Hallo liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

    kennt jemand auf Youtube die Videoreihe ,,Bibelkunde 2013,, von EndzeitreporterMcM?
    Wenn ja, was haltet ihr davon? Muss sagen, dass mich seine Videos fesseln.

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Lieber Nichtausschließer

    ja ich kenne das, allerdings unter Infokriegermcm.de . Ich finde seine Filme sehr gut und habe viel gelernt. Aber ich habe auch alles mit der Bibel verglichen und viele neue Erkenntnisse aneignen können. Das finde ich sehr wichtig. Es hat mir sehr geholfen über den Tellerrand zu schauen und sehe einige Dinge viel weiter, besonders was Satan den Teufel angeht. Man kann sehr viel von Infokriegermcm lernen. Ist sehr zu empfehlen.

    Liebe Grüße Hope

  • Marlene
    Februar 27, 2013

    Hallo Nichtsausschlieser,
    diese Video-Reihe Bibelkunde 2013 sehe ich mir auch an.
    Finde sie sehr lehrreich.

    Liebe Grüße

  • Igel
    Februar 27, 2013

    Hallo Nichtausschließer,

    ich verfolge die Videoserie auch sehr interessiert, und es sind wirklich auch Punkte enthalten die ich nicht kannte wie zum Beispiel die Lehre über die Stämme Israels und von welchen wir abstammen sollen, fand ich gut und so auch möglich, sicher stimmt nicht alles, aber es gibt doch auch Punkte über die man diskutieren kann wie unter anderen sollte man alle biblischen Feste z.B. das Fest der ungesäuerten Brote wirklich einhalten, und in der Zeit den Sauerteig aus dem Haushalt verbannen?
    Und jetzt bin ich wirklich gespannt wer der nächste Papst wird.
    Wenn’s ein Italiener wird glaube ich auch das es der letzte sein wird!
    Wo ich wirklich aufgehört habe, waren die letzten Äußerungen von Erdoan ( türk. Staatschef) gegen die USA da der Infokrieger so was ähnliches für die Zukunft gesagt hat, und das der Angriff des Antichristen aus der Region kommen soll. Also schauen wir mal was die Zukunft noch so bringt.
    Wo ich wirklich gelächelt habe war das mit den falschen Propheten
    und das sie ja Lügen prophezeien und deshalb vom Vater der Lüge stammen. Also mir fällt da sofort eine Org. ein wo es passen könnte!
    Zum Schluss kann ich nur sagen die Video Reihe ist insgesamt recht gut gemacht wenn die Versammlungen bei uns nur halb so interessant wären würde ich schon morgen wieder mal
    Im Saal vorbeischauen.

    Liebe Grüße Igel

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Hallo Nichtausschließer,

    also ich kann zu diesem „Infokrieger“ nur sagen: Wieder ein Blender mehr, der meint die Welt mit abstrusen Verschwörungstheorien beglücken zu müssen!

    NWO, BlueBeam usw. alles völliger Quatsch, mit dem er sich m.E. wichtig machen will und ein bißchen Aufmersamkeit erregen. Wer an diesen Blödsinn glaubt, kann sich auch die ca. 10.000 anderen Youtube-Videos mit pseudobiblischer Grundlage anschauen.

    Außerdem benutzt er aus dem Kontext gerissene Bibelverse aus dem AT um sie auf das heutige Israel, die Juden bzw. die Endzeit zu beziehen, was schon vom Ansatz her für mich falsch ist.

    Alles sehr WT-like. Hier z.B. was auf der Einstiegs-Seite gepostet wird:

    „Hosea 6: 1, 2, 2.Petrus 3:8 Hesekiel 38: 8, „Nach vielen Tagen sollst du aufgeboten werden; „zur letzten Zeit“ wirst du in das Land kommen, „das dem Schwert entkommen“ und aus vielen Völkern wieder gesammelt worden ist, auf die Berge Israels, die die ganze Zeit verödet waren. Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! Nach „zwei Tagen“ wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.“

    Man beachte, dass dem Leser zunächst suggeriert wird, alles würde genau so in der Bibel stehen. Wenn man aber sich anschaut, dass in Wahrheit es ein Vermischen von 3 Bibelstellen aus dem AT und NT ist, dann erinnert mich das sehr stark an WT und Konsorten. Einfach mal was aus der ganzen Bibel quer zusammengemischt und schon hat man seine wunderbare Erfüllung am heutigen Staat Israel, wie praktisch.

    Wem´s gefällt, bitte!

    Ich beschäftige mich lieber weiter mit den Evangelien und wie ich Jesus in der Einstellung und im Alltag nachahmen kann.

    LG
    Dennis

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Danke Dennis

    Ich habe mal etwas reingehört und dann spontan an die Worte Jesu in Mark. 13 gedacht:

    21. Und alsdann, wenn jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus! oder: Siehe dort! -so glaubet nicht.
    22. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen.
    23. Ihr aber sehet zu! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.

    Dein Rat, sich mit den Evangelien zu beschäftigen, ist ein sehr guter Rat!

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    lieber Dennis, dass du dich mit der Bbiel beschäftigst, sie voranstellst ist passend.
    Doch grundsätzlich die Konspiration abzulehnen – das würde ich nicht wagen, da es zu viele Fakten gibt. Ganz gleich – es kommt was zu kommen hat und wer heuer meint er kennt schon alls imVoraus – nun denn, glücklicher Mensch. Ich bin ein Suchender und stelle fest, dass die Kriegstechnik insbesondere der USA der normalen Technik um ca 20 – 25 jahre voraus ist.
    WER sich historisch erkundigen möchte mag „Operation Highjump“ googlen und fest stellen, dass WEltkrieg II erst 1947 in Neu-Schwabenland endete, mit einem Fiasko der Supermacht. Ich will das hier nicht weiter kommentieren. ERstaunlich ist nur, dass anschließend der Kalte Krieg und die enorme Aufrüstung zwischen West und Ost einsetzte und Neu Schwabenland Ende der 50iger atomisiert wurde. ist somit ernst zu nehmen wie so vieles andere, was manche mit dem Ellbogen wegwischen
    «Die deutsche U-Bootflotte ist stolz ein irdisches Paradies, eine uneinnehmbare Festung für den Führer gebaut zu haben, am unteren Ende der Welt».

    Admiral Karl Dönitz, Jahre 1943

    Eine weitere Aussage von Admiral Karl Dönitz, dem Oberkommandierenden der deutschen Marine und schließlich Hitlers Nachfolger, zur Antarktisexpedition „Neuschwabenland“ . Er sagte:

    „Die deutsche U-Boot Flotte ist stolz darauf, daß sie für den Führer in einem „anderen Teil der Welt“ ein Shangri-La gebaut hat, eine uneinnehmbare Festung.“

    in VErbindung damit gibt es viel zu erforschen. Ich erspare es mir hier darzulegen.
    Von daher kann ich nur empfehlen nicht alles übes Knie zu brechen und als Wahn hinzustellen. Die Erde ist ein Wunder in jeder Hinsicht und die Polkappen stehen unter Überflugverbot

  • armes Schaf 2012
    Februar 27, 2013

    hai,die us kriegstechnik ist in keinster weise 20 bis 30 jahre voraus!weder abfangsateliten,schiffstechnik,panzertechnik,usw usw!und nicht zu vergessen die raketentechnik.da sind wieder mal die deitschen vorn,wie so oft.und kraus maffei ist um jahre den us sheriffen voraus.natürlich macht es die masse an kampfeinsätzen das die us luftwaffe als überlegen erscheint!klar,ein fachmann sagt dir aber das jets der anderen besser sind!fängt beim fliegen an…ja ja die amerikaner

  • armes Schaf 2012
    Februar 27, 2013

    hab noch die rheinmetaller vergessen,spezialisten im töten.die brauchen keine abramspanzer,da sind ja die israelis besser als die amerikanische billigware!Deswegen ist ja selters auch härter drauf,deutsche halt!

  • Shannon
    Februar 27, 2013

    Lieber Frank,

    mit diesen Dingen habe ich mich auch beschäftigt, und dabei festgestellt, sie tun mir nicht gut. Immer wenn ich darüber lese, kommt in mir so eine Wut hoch und Wut ist ein destruktives Gefühl, das ich körperlich negativ spüre.

    Ich lehne sie Berichte darüber nicht ab, sondern nehme sie nur noch zur Kenntnis. Dennis mag da etwas ignorant sein, aber in gewisser Weise schützt ihn diese Ignoranz auch. Und da bin ich bei ihm, die Evangelien zu lesen ist weit angenehmer.

    Mittlerweile bin ich auf der Linie, dass es mir egal ist, was da draußen in der Welt passiert. Sollen die doch machen, was sie wollen. Weil ich immer denke, Jesus wird das schon richten und das macht es unheimlich leicht, auch mit diesen Dingen umzugehen. Dieser Glaube ist es, der einem jegliche Angst nimmt.

    Euch allen eine gute Woche

    Shannon

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Liebe Schw. Shannon,

    Das sind weise Worte, verlassen wir uns vollständig auf unseren Herrn Jesus und unseren himmlischen Vater. Dann kann einfach nichts schiefgehen.

    Jesus sagte nicht umsonst: Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch freimachen. Sie befreit eben auch vor der Angst was um uns herum geschieht, wir dürfen zuversichtlich in die Zukunft schauen, da unsere Befreiung von jeglichem Bösen schon fest geplant ist, zu Jehovas Zeit, die nur er kennt.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Lieber Frank

    Jeder hat ein anderes Hobby!
    Aber Paulus sagte:
    14. auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin-und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum;
    15. sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus,

    Somit gibt es viele Weisheiten, die vielleicht stimmen, vielleicht nicht. Nicht alles was sich logisch anhört ist auch wahr, sondern kann auch „listig ersonnener Irrtum“ sein.
    Die Organisation ist Meister darin, aber sie sind sicher nicht alleine damit.

    Liebe Grüße
    Alois

  • querdenker
    Februar 27, 2013

    Hallo Dennis,
    Ist es nicht eigentlich das faszinierende am Menschen, dass wir alle unterschiedlich sind.
    Schön für dich, dass du mit dem Ausschluss so wenig Schwierigkeiten hast.
    Es gibt aber viele, die (noch) nicht so weit sind. Mit guten (verschwiegenen) Freunden über Zweifel/Missstände zu reden ist eines, die soziale Ächtung zu wollen etwas anderes.
    Wenn man zu Ausgeschlossenen Kontakt hat, wird das erfahrungsgemäss bekannt werden und was dann innerhalb der Org geschieht ist bereits bekannt/erprobt.
    Die „neue Richtung“, sollte sie denn zutreffen, hat da schon eine andere „Qualität“. Das wäre die „Parteikarten/Weihrauch“-frage“ aus einer Richtung, die wir nicht erwartet hätten.
    Vielleicht müsste auch ich dann, schneller als gewollt, mein „Versteck“ verlassen.
    Noch jedoch scheue ich diesen Schritt. Nicht nur, das ich mir eingestehe, ich könnte auf dem „Holzweg“ sein, auch wie beinflusst das mein Verhältnis zu meinen Eltern, Ehepartner, Kindern und Freunde. Deshalb suche ich für mich auch noch nach „Gegen“argumenten, selbst wenn diese nur mir helfen.
    Von Interesse fand ich dabei die Aussage im heutigen TT : “ das Gesetz Mose schrieb keine Strafe für einen Israeliten vor, der den Zehnten nicht zahlte“.
    Matth 12:30 würde ich Mark 9:40 gegenüberstellen: Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
    Ob dies jedoch noch von Relevanz sein wird, sollte die beschriebene Vorgehensweise tatsächlich eintreffen, bezweifle ich.
    BG

  • scylord
    Februar 27, 2013

    lieber dennis
    alles was du in deinem kommentar sagtest kann ich nur zustimmen.

    ich bin zwar noch nicht ausgeschloßen aber vielleicht bald. mich belastet des a ganz wenig. da ich viele bücher gelesen hab die von brüdern geschrieben worden sind die ausgeschloßen wurden habe ich mir ihre warnungen zu herzen genommen und vorsorge getroffen. ich besuchte mehrere gemienden in meiner stadt und fand dadurch viele nette vorallem gläubige menschen die mich auffangen möchten wenn ich von der zj fallengelassen werde damit ich nicht ins tiefe loch falle.
    diese vorgehensweise empfähle ich jedem bevor er sich dazu entschließen mag die wtg zu verlassen. vielen dank euch allen. lg und gottes segen

  • Joshua
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder scylord,

    ich möchte mich deinen Empfehlungen anschließen, und denen die sich von der WTG zurückziehen möchten oder ihren Austritt erklären wollen, sich vorher ein neues soziales Netz aufzubauen.
    Das kann über Kurse an der VHS, oder im Fitnesstudio, durch ein Ehrenamt, im Hauskreis eine Gemeinde, oder über Arbeitskollegen und in dr NAchbatschaft möglich sein.
    Woher kommst du denn aus Deutschland? Ich bin aus dem Rhein-Main-Gebiet und würde mich über einen privaten Kontakt sehr freuen.
    Meine Emailadresse ist: Joshuagross68@yahoo.de

    Viele Grüße!
    Joshua

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Lieber Alois

    ich musste über Deinen Bibelvers innerlich schmunzeln. Ich würde das der WTG noch zutrauen diesen Text für sich zu missbrauchen. Du gibst ja hier gute Vorlagen. Wenn das in naher Zukunft mal im WT steht und auf den „t.u.v.S.“ angewandt wird, wissen wir ja woher sie das haben. 🙂

    @ lieber Dennis, mir geht es genauso wie Dir. Ich habe hier auf Bruderinfo so viel liebenswürdige Brüder und Schwestern kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Vor allem finde ich es doch immer wieder erstaunlich, dass man hier den Frieden bewahrt, trotz dass es doch immer wieder Meinungsverschiedenheiten gibt. Da wo alle gleich denken müssen, ist es keine Kunst Frieden zu halten, vor allem wenn die „Störfaktoren“ sogleich aus der Versammlung entfernt werden. Es ist doch eher die Kunst dort Frieden zu halten wo es Meinungsverschiedenheiten gibt. Da sieht man doch eher ob der Heilige Geist wirkt oder nicht. Wo alle gleichgeschaltet sind, is das doch wirklich schlecht zu erkennen, obwohl ich damit nicht sagen möchte, dass die Brüder in der Versammlung nicht darum bemüht sind Frieden zu waren. Das sind auch sehr liebe Brüder, nur halt n bischen ferngesteuert.

    Ich darf auch endlich leben und ich darf es auch genießen. Und das ist wunderschön

    liebe Grüße Hope

  • Mark Schwarzer
    Februar 27, 2013

    Hallo Manfred,

    es ist zumindest niemand der einfach so Quatsch erzählt, kann aber seine Quelle nicht einschätzen. Aber vielleicht hat es in Deutschland auch schon jemand gehört.

    Die chronisch Kranken sind ausdrücklich davon ausgenommen, hatte ich aber auch geschrieben. Entschuldige bitte, wenn ich das nicht deutlich genug geschrieben habe.

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Hallo Mark

    ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Trend in diese Richtung geht, aber wahrscheinlich auch von Versammlung zur Versammlung unterschiedlich gehandhabt wird. Fakt ist, dass es tatsächlich im aktuellen „Hütebuch“ geraten wird, Brüder, die schon lange nicht mehr in die Versammlung kommen, und damit „ihre Pflichten nicht erfüllen“ (das steht tatsächlich so drin), ausgeschlossen werden können/dürfen.
    So wie ich das verstehe, steht das wohl noch den Versammlungen selbst zu, zu entscheiden wer gegangen wird. Warten wir mal 10 Jahre ab, dann ist dies evtl ein Gebot. Vielleicht haben bis dahin die gefürchteten 8 im schiefen Turm, sogar dazu eine Bibelstelle gefunden, die man mit einem kleinen Wörtchen passend verändern konnte.
    Was nicht passt, wird passend gemacht 🙂

    Grüßle Hope

  • Robin an Hopefull
    Februar 27, 2013

    Hallo Hope,

    könntest du bitte auch die Seite, bzw. den Absatz aus dem „Hütebuch“ nennen, die diese Regelung stützen.

    Die Seiten 51 bis 52 behandeln das Thema „Untätigen beistehen“.

    Auf den Seiten 73 bis 74 (Absatz 40) werden Fragen gestellt, um zu prüfen, ob ein Rechtskomitee gebildet werden sollte, wenn es sich um einen „Missetäter“ handelt, der „bereits viele Jahre keine Verbindung zur Versammlung hat“.

    Bitte hilf mir beim Suchen
    Robin

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Lieber Robin

    ich bin schon im Hütebuch am suchen und finde es natürlich nicht mehr. Ich habe es dort aber gelesen, weil das mit den Pflichten mir aufgefallen ist und ich mich mit meinem Schwiegervater darüber unterhalten habe. Wenn ich mehr Zeit habe werde ich nochmal auf die Suche gehen.

    liebe Grüße Hope

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Lieber Robin

    Da ich kein Freund der Unwahrheit bin habe ich, wie versprochen, mich nochmal durch das Hüte-Buch geackert und habe es gefunden. Es tut mir leid, dass ich solange gebraucht habe, aber andere Dinge gingen einfach vor.

    Wie wir ja alle wissen muss man bei Kommentaren und Artikeln von der WTG auch etwas hinter die Kulissen schauen und beachten was durch die Blume gesagt werden möchte. So auch hier in diesem Fall. Auf dem ersten Blick ist es eine versteckte „Botschaft“ an die Ältesten.
    (wir kennen das ja nur zu gut. Bestes Beispiel ist im neuen WT Studienartikel 15. Mai`13, S.9 Abs. 5. Da wird Jesus unterstellt, dass er keine Frucht getragen hat und sich die letzten 6 Monate vor seinem Tod besonders angestrengt hat im Predigdienst. Sie schreiben zwar, dass er nur „wenig“ Frucht trug, aber wenn man sich Lukas einmal genau durchliest, heisst es, dass der Feigenbaum keine Frucht trug! Jeder Zeuge versteht was die WTG durch die Blume an seine Verkündiger sagen will.)
    Jetzt aber zum Hütebuch.
    Auf Seite 72 die Überschrift lautet davor:
    „Wer bereits viele Jahre keine Verbindung zur Versammlung hat“

    Dann werden Aufzählungen gemacht und der letzte Punkt lautet:
    Ist der Betreffende bereit, vor einem Komitee zu erscheinen, wodurch er seine Rechenschaftspflicht gegenüber der Christenversammlung anerkennen würde?

    Absatz 41 sagt dazu:
    Je nachdem, wie lange er bereits untätig ist und abhängig von den genannten Faktoren, können die Ältesten die Angelegenheit ruhen lassen. (müssen sie aber nicht)

    Im letzten Punkt zu Abs. 40 wird eindeutig gesagt, dass jeder Verkündiger gegenüber der Christenversammlung! eine Rechenschaftspflicht hat und, dass er sie anerkennen muss.(Da frag ich mich ganz ehrlich, warum werden Komiteefälle dann nicht vor der ganzen Versammlung, so wie die ersten Christen das ebenso machten, ausgeführt?)
    Wenn er die Versammlung, also lange, evtl über Jahre hinweg, nicht besucht, also seinen Pflichten nicht nachkommt, können die Ältesten überlegen, ob dieser ausgeschlossen werden soll/kann. Sie können es ruhen lassen oder auch etwas unternehmen. Das liegt ganz bei den Ältesten.
    So vesrtehe ich das.
    Wenn der Trend nun dahin geht, dass Verkündiger, die langjährig nicht mehr in die Versammlung kommen und somit keinen Anteil mehr nehmen, ausgeschlossen werden, kann das wie eine Welle auf umliegende Versammlungen überschwappen und Älteste der Nachbarversammlungen folgen dem Beispiel.
    Wenn die Ältesten aber „den Fall“ ruhen lassen, sollen sie einen Bericht über das Verhalten desjenigen schreiben und diesen in seinen Unterlagen ablegen. Falls er/sie wieder zurück möchte, dann wir der Bericht wieder rausgekramt und die „Angelegenheit“ bearbeitet.
    So wie ich das verstehe, steht es den Ältesten der Versammlungen frei, ob sie einen Untätigen ausschließen möchten oder nicht.

    Interessant finde ich die Formulierung, dass man Rechenschaftspflichtig der Versammlung gegenüber ist. Hinter dem Sträußchen geblickt wissen wir, dass die WTG die Ältesten damit meint. Die WTG weiß aber auch, dass wir nicht den Menschen rechenschaftspflichtig sind und schreiben das deswegen auch so schwammig hin. Denn mit der Rechenschaft der Versammlung gegenüber kann man sich besser die Bibelstellen zurchtbiegen, als zu einzelnen Menschen, oder Ältesten hin. ZB. dass wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben sollen (wir kennen diese Bibelstelle nur zu gut). Einzelne Menschen sind fehlbar, aber eine ganze Versammlung schon weniger, und DIE Organisation ja sowieso nicht. *hust*

    Auch passt dann hier wieder die 2te Tauffrage dazu, da wir ja mit der 2ten Tauffrage uns der Organisation verpflichtet haben.
    Somit hat die LK den Ältesten eine leichte Vorlage gelegt, auch durch die wöchentlichen Indoktrinierungen des WT + KD, Gedankengänge Schritt für Schritt in der richtigen Reihenfolge vorzunehmen, ganz nach dem Geschmack der LK.

    liebe Grüße Hope

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Mark,

    Du hast es schon deutlich geschrieben, dass „Bettlägerige“ ausgenommen sind. Aus eigenen Erfahrung weiß ich aber, dass wenn man chronisch krank ist und aufgrund dessen nicht in den Urlaub fahren kann, was Pioniere sehr wohl tun und es einem schwer fällt vor die Haustüre zu gehen aufgrund der Erkrankung, ist das noch keine Ausrede nicht in den Dienst zu gehen. In der vorigen Versammlung (da war ich noch DA) hat man mir gesagt, ich dürfe erst wieder Aufgaben auf der Bühne übernehmen wenn ich im Predigdienst wieder ein Vorbild bin und regelmäßig 30 Stunden in den Dienst gehen würde.
    Von daher könnte ich mir das was Du geschrieben hast durchaus vorstellen. Den Text aus Mat. 12:30, den Alois angeführt hat, haben sich die Aufseher in Selters sicher schon notiert um diesen ins Hüte Buch aufzunehmen. Wer weiß was die noch alles bei Bruderinfo abkupfern. Denn das neue hellere Licht, das der Treue u.v.Sklave erst in der Zukunft eingesetzt wird, stand schon in unzähligen Kommentaren auf Bruderinfo, bevor sich die LK dazu bekannt hat.

    Liebe Grüße Manfred

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    wenn sie alle, die wegbleiben wegen ABtrünnigkeit ausschließen wollen, haben sie bald kaum noch jemanden, der sie zur Kirche aufwertet. Denn die Kirchen erlauben ihren Mitgliedern gern zu bleiben ohne sie zu exkommunizieren.
    Ich nehme an, das ist genauso ein Gerücht, wie das mit dem Bild der 8-er Bande (LK) in jedem KÖ-Saal.Dann fehlt nur noch ein Rosenkranz zum Dauerwurschteln.
    Im Grunde genommen erleidet der WT derzeit seinen NIedergang, weil der Kopf nicht mitbekommt, dass die Füße nicht mehr wollen und der Darm nur noch heiße Luft läßt.

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Lieber Frank&Frei,

    nur nochmal zur Klarstellung, dass dies kein Gerücht ist:

    Die Profilbilder der 8 l.K Glieder sind DEFINITIV in der Ortsversammlung, der ich die ganzen Jahre angehört habe am „Schwarzen Brett“ ausgehängt. Dass dies nicht in allen Vers. der Fall ist, ist wieder eine andere Geschichte. Es gibt halt immer wieder Unterschiede.

    Es wäre interessant zu erfahren ob es vlt. Versammlungen gibt, die eine streng orthodoxe Auslegung des Ä-Buches betreiben und „Untätige“ z.B. gezielt aufsuchen um sie nach ihrem Glauben an den Sklaven/WTG zu befragen usw. Dann würde ein RK Gründe finden denjenigen auszuschließen, nämlich mit dem bereits erwähnten Tatbestand der „Distanzierung von der wahren Anbetung“.

    LG
    Dennis

  • Karen@Dennis
    Februar 27, 2013

    Lieber Dennis,
    kannst Du uns bitte kurz anmailen? Wir haben eine Frage.
    Danke.
    sachsen.anhalt@aol.com
    LG
    Karen

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    lieber Dennis,
    wenn du das so vehement vertrittst, scheint da ja eine Entwicklung im Gang zu ein. ABer denken wir an Gamaliel: alles was nicht von Gott kommt, vergeht.
    Die Octo Popes werden ihren Club nicht durch die Drangsal bringen.
    Es ächzt im Gebälk. Die Hausböcke und Totenuhren leisten ganze ARbeit

  • Tommy
    Februar 27, 2013

    Dazu habe ich als Aussenstehender eine Frage. Wird 2. Korinther 2:7 noch angewandt in den Versammlungen? Wenn ich das hier so durchlese scheint es eher nicht so. Wenn man mit aktiven Zeugen redet bekommt man eine ganz andere Antwort.
    Ich frage jetzt mal Euch.
    Grüsse
    Tommy

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Hallo Tommy,
    Deine Frage ist mit einem deutlichen NEIN zu beantworten. Diese Anweisung wurde noch nie angewandt!
    Paulus hat hier bestätigt dass NICHT ALLE die Anweisung die er im 1.Brief gegeben hat so umsetzten. Er schreibt nur die meisten haben den Sünder so behandelt.

    Ein Kreisaufseher soll heute einem Paulus entsprechen ! (reisender Aufseher) ich habe in über 40 Jahren noch nie erlebt das einer diese Anweisung des Pauls wie von dir genannt, umgesetzt hätte. Beim ausschliesen da befleissigen sich die meisten, wenn es um Liebe und Vergebung geht dann wird der Betreffende oft zum jahrelangen Bittsteller. Das tragische wird sein wenn sie selbst einmal zum Bittsteller werden dann wird das gleiche Mass bei ihnen angelegt – siehe Matth. 7:1,2

    Lg. Matthäus

  • Andre
    Februar 27, 2013

    Hallo Tommy,
    gute Frage. Ich bin seit 3 Jahren auch Aussenstehender (netter Begriff – man könnte auch Abtrünniger sagen). Wenn du einen linientreuen Z.J. fragst, dann sagt der „natürlich“. Wahrscheinlich schüttelt der den Kopf, was die Frage soll.
    Fragst du aber einen der kritisch Fragen stellt, Zweifelt, untätig ist oder generell auf abwegen, wird er sagen: „Nein“
    – das, was du hier auch liest.

    Ich kann dir sagen, meine Erfahrungen kurz vom Absprung waren erschreckend. Da war keine Ermunterung etc.. aber ich war ja auch schon auf dem absteigenden Ast..

    Schönes Wochenende
    Andre

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Hallo, Tommy….

    …die Antwort auf Deine Frage ist:
    Selbstverständlich wird 2. kor 2:7 angewendet.
    Sogar/erst Recht von Kreisaufsehern.

    Reue und Umkehr in Aufrichtigkeit vorausgesetzt…….

    Glückauf

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Tommy,

    Hier mal der Text, damit alle wissen was Du meinst:
    so daß ihr im Gegenteil vielmehr vergeben und ermuntern solltet, damit nicht etwa ein solcher durch übermäßige Traurigkeit verschlungen werde. (2. Korinther 2:7 ELB71)

    Zu mir kam vor zwei Jahren ein junger Bruder, der kurz vor dem Selbstmord stand, weil er es nicht mehr ausgehalten hat, dass keiner mehr mit ihm geredet hatte. Er war so überrascht, dass ich es tat, dass er mir sein ganzes Herz ausschüttete und er über drei Stunden bei mir war. In 2. Kor. Wird von übermässiger Traurigkeit gesprochen, wie ist es dann zu bewerten, wenn ein Mensch in den Selbstmord getrieben wird?

    Die Ältesten wussten davon, weil es ihnen der Vater mitgeteilt hatte, doch obwohl sie es wussten haben sie nichts an der Situation geändert. Damit wären sie mitschuldig an seinem Tod, wenn er sein Vorhaben umgesetzt hätte.

    Und wenn wir den Kommentar von Andre und dem Glückskind mal zusammen betrachten, dann fällt auf, dass es sich bei dem Glückskind um einen linientreuen Zeugen handelt, der sie eher an die Menschengebote hält als an das was in der Bibel steht. Doch so linientreu ist er auch nicht, sonst würde er hier nicht mitschreiben. Gemäss den Richtlinien der Gesellschaft hat er jetzt gesündigt. Gehst Du jetzt tatsächlich zu den Ältesten und bekennst Ihnen Deine Sünde, dass Du auf einer vermeintlichen Abtrünnigenseite mitgeschrieben hast, liebste Glückskind? Kann sein, dass Du dann Deinen Namen sehr schnell in Pechvogel ändern müsstest, wenn du in die Maschinerie der Ältesten gerätst.

    Wenn Du nun aber nicht zu den Ältesten gehst und Deine Sünde hier mitgeschrieben zu haben bekennst, wieso sagst Du dann zu anderen, dass sie ihre Sünden den Ältesten bekennen sollten?

    der du nun einen anderen lehrst, du lehrst dich selbst nicht? der du predigst, man solle nicht stehlen, du stiehlst? der du sagst, man solle nicht ehebrechen, du begehst Ehebruch? der du die Götzenbilder für Greuel hältst, du begehst Tempelraub? (Römer 2:21, 22 ELB71)

    Ich bin sehr gespannt, was Du uns zu berichten hast, wie Deine Ältesten drauf reagiert haben, nachdem Du bei Ihnen warst. Halte uns bitte auf dem Laufenden. Vielen Dank im Voraus.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Mark Schwarzer
    Februar 27, 2013

    Eine Frage: Viele wählen den sanften Weg zum Absprung von der WTG, indem sie sich von der Orga zurückziehen und auch sonst nicht mehr greifbar sind. Diese werden auch so lange in Ruhe gelassen, wie kein offenkundindiger schlechter Lebenswandel publik wird und so Schmach auf die Versammlung gebracht würde.

    Jetzt ist mir aus sehr vertraulicher Quelle zugetragen worden, dass solch „geistige Karteileichen“ künftig ebenfalls auf RK Beschluss in Abwesenheit ausgeschlossen werden dürfen und sollen. Als Basis dient die Argumentation bezüglich dem Umgang mit Abtrünnigen. Hier sollen solche, die einfach nicht mehr in die Zusammenkünfte gehen oder sich am Predigtdienst beteiligen – ohne einen trifftigen Grunde wie z. B. Bettlägerigkeit – automatisch als Abtrünnige betrachtet werden wenn sie nach einer bestimmten Anzahl an Hirtenbesuchen immer noch weiterhin untätig bleiben.

    Besonders aber in solchen Fällen wo Hirtenbesuche prinzipiell abgelehnt werden oder den Ältesten bei Spontanbesuchen – auch hier wieder ohne trifftigen Grund – kein Eintritt gewährt wird. Man würde dann in Zukunft davon ausgehen, dass diese Brüder und Schwestern kein Interesse mehr an der Orga hätten, somit auch den TuvS und seine Vorkehrungen ablehnen und somit auch offiziell ausgeschlossen würden, da der Tatbestand der Abtrünnigkeit erfüllt wäre.

    Sie würden dann obligatorisch vor ein RK geladen und bei mehrmaligem Fernbleiben von diesem dann aus der Versammlung entfernt. Gehen sie dort hin, um dem Ausschluss zu entgehen, müssen Zeichen von echter Reue zu erkennen sein. In diesen Fällen dann Wiederaufnahme des Dienstes und dem regelmässigen VS-Besuch.

    Hat noch jemand anderes hier in der Runde von solchen eventuellen Plänen oder auch von Fällen gehört, wo so oder ähnlich schon verfahren wurde?

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Mark,
    Wie seriös ist denn diese vertrauliche Quelle? Denn wenn das stimmt, dann würden viele chronisch Kranke einfach ausgeschlossen. Etwas liebloseres gibt es doch gar nicht.

    Andererseits würde es mich auch nicht wundern denn von Seiten der meisten Ältesten bekommst Du keine Liebe mehr, es sei denn du verabredest Dich mit Ihnen zum Dienst. Weil in „ungezwungener“ Athmosphäre kann man einen Verkündiger wunderbar aushorchen und prüfen ob er noch auf Linie ist.

    Man merkt immer mehr welche Organisation tatsächlich hinter dem Namen Jehovas Zeugen steht. Jehova ist es sicherlich nicht mehr, haben sie ja mit Ihrem Organigramm im WT bestätigt, indem sie oben auf den Thron einen Alleinherrscher gesetzt haben und alle Engel des Lichts unter ihm angeordnet haben.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Robin
    Februar 27, 2013

    Davon habe ich bisher noch nichts gehört. Die eintägige Königreichsdienstschule für Älteste, die zzt. in deutschen Regionen stattfindet wäre eine gute Möglichkeit dazu.

    Nach wie vor gilt die Anweisung für Älteste in der Zeit vor dem GM Ehemalige und Untätige zu besuchen und einzuladen.

    Robin

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Lieber Mark,

    dieses Gerücht geistert in verschiedenen Internet Foren rum und verbreitet sich wohl recht schnell und hartnäckig. Bisher konnte mir diese Anweisungen bzgl. „Untätigen“ von keinem aktiven Ältesten bestätigt werden. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die Entwicklung in diese Richtung gehen wird, das ist für mich nur noch eine Frage der Zeit. Die WTG will eine absolut linientreue Gemeinschaft von Anhängern.

    Wenn ich mich recht erinnere steht im Ä. – Buch unter der Definition was ein „Abtrünniger“ ist u. a.

    „… jemand, der sich von der wahren Anbetung distanziert“ (sinngemäß)

    Dies würde eigentlich auf „Untätige“ genau zutreffen. Natürlich sind chronisch Kranke davon nicht betroffen, weil sie eine Begründung für ihre Untätigkeit vorweisen können.

    LG
    Dennis

  • Sascha
    Februar 27, 2013

    Lieber Dennis,

    auf Untätige würde es tatsächlich zu 100 Prozent zutreffen. Ich frage mich, warum man nicht schon früher auf solche Ideen kam. Denn von Untätigen hat die WTG absolut gar nichts mehr. In der Regel spenden sie nicht, sie tragen nichts zum Jahresbericht bei, da sie keinen Bericht abgeben und noch nicht einmal in der Gesamtzahl der Verkündiger mitgezählt werden. Man hätte also noch nicht einmal einen Rückgang zu verzeichnen.

    Aber diese Untätigen machen Arbeit, zumindest auf dem Papier, denn in der Theorie sollen Älteste ja einmal im Jahr bei ihnen vorbeischauen. Wenn mal ein KA kommt, der danach fragt, ob diese Vorkehrung umgesetzt wird, kamen viele Älteste immer in Erklärungsnöte. Also habe ich es oft erlebt, dass man kurz vor der Besuchswoche nochmal schnell alle Untätigen (die im Zeugen-Fachjargon auch gerne U-Boote genannt werden, weil sie in der Regel nur einmal im Jahr zum Gedächtnismahl „auftauchen“) aufgesucht hat, damit man wenigstens beim Rapport gut da stehen konnte.

    Sich von den Untätigen zu trennen, hätte also nur Vorteile… 😉

    Liebe Grüße
    Sascha

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Mark!

    Ja das war bei meinem Mann der Fall. Er wurde ohne dass er anwesend war ausgeschossen. Man hatte ihn angeblich 2 mal zu einem Komitee eingeladen, weil er mich in den Dienst begleitete und ich ja schon ausgeschossen war.
    Angeblich hatten sie die Einladung in den Briefkasten geworfen, aber da wir nicht jeden Tag unseren Postkasten kontollieren, denn wir müssen unsere Post im Postamt abholen, haben wir es nicht bemerkt. Folglich ging er nicht hin. Wir hörten dann von unserer Exfreundin, dass man in der Versammlung seinen Ausschluss bekannt gemacht hatte.
    Man teilte ihm den Entschluss von den Ältesten nicht einmal mehr mit.
    Das sind wirklich Methoden wie im Mittelalter.
    Viele Grüsse
    Genovefa

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Du schreibst:

    „Jetzt ist mir aus sehr vertraulicher Quelle zugetragen worden, dass solch “geistige Karteileichen” künftig ebenfalls auf RK Beschluss in Abwesenheit ausgeschlossen werden dürfen und sollen. Als Basis dient die Argumentation bezüglich dem Umgang mit Abtrünnigen. Hier sollen solche, die einfach nicht mehr in die Zusammenkünfte gehen oder sich am Predigtdienst beteiligen – ohne einen trifftigen Grunde wie z. B. Bettlägerigkeit – automatisch als Abtrünnige betrachtet werden wenn sie nach einer bestimmten Anzahl an Hirtenbesuchen immer noch weiterhin untätig bleiben.

    Besonders aber in solchen Fällen wo Hirtenbesuche prinzipiell abgelehnt werden oder den Ältesten bei Spontanbesuchen – auch hier wieder ohne trifftigen Grund – kein Eintritt gewährt wird. Man würde dann in Zukunft davon ausgehen, dass diese Brüder und Schwestern kein Interesse mehr an der Orga hätten, somit auch den TuvS und seine Vorkehrungen ablehnen und somit auch offiziell ausgeschlossen würden, da der Tatbestand der Abtrünnigkeit erfüllt wäre.

    Sie würden dann obligatorisch vor ein RK geladen und bei mehrmaligem Fernbleiben von diesem dann aus der Versammlung entfernt. Gehen sie dort hin, um dem Ausschluss zu entgehen, müssen Zeichen von echter Reue zu erkennen sein. In diesen Fällen dann Wiederaufnahme des Dienstes und dem regelmässigen VS-Besuch.“

    Keine Sorge, so einen Quatsch wird es nicht geben…..Abtrünnig ist man nur, wenn man abtünnig ist….so wie auch Ehebrecher etc….

    „vertraue auf Jehova…..!“

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Keine Sorgen liebes glückskind,

    auf den selbsternannten „Sklaven“ ist Verlass. Er hat in fast 100 Jahren schon mehrfach bewiesen, dass er sich unbiblischen und unmenschlichen „Quatsch“ ausdenken und umsetzen kann, siehe z.B.

    – Kontakt- und Grußverbot bis in die engste Familie

    – Erlauben von Blutfraktionen, aber ablehnen von sog. „Hauptbestandteilen“

    – mehrfache Änderungen der „Generationen“-Lehre

    – Leugnung von Falschprophezeiung und bewussten Lügen und/oder Vertuschen i.S. Kindesmissbrauch, UNO-NGO usw.

    Ja, in dieser Hinsicht können wir voll auf den selbsternannten „Sklaven“ VERTRAUEN!

    LG
    Dennis

  • Barnabas an Alle
    Februar 27, 2013

    Hallo Dennis,

    auch ich schwanke immer mal wieder ob ich solchen Sklavenanbetern wie „(Un)Glückskind“ etwas antworten sollte oder nicht. Ich mach es nicht. Möchte aber auf keinen Fall jene kritisieren, die das gelegentlich tun. Folgendes ist doch auffällig. Jene Leute in absoluter sklavenhörigkeit lesen auf einer solchen Seite und beteiligen sich auch noch aktiv am Kommentieren. Obschon es ihnen ihre G8 (acht Götter aus Brooklyn) verboten haben. Ihnen müsste doch bei einer solchen untertänigen Ergebenheit ständig das Gewissen schlagen. Sofort müssten sie doch, nach einem solchen Wachtturm wie letzten Sonntag zu einem Ältesten gehen und von ihrer schweren Verfehlung berichten. Man sollte ja mit Abtrünnigen noch nicht mal per Mail in Kontakt treten. In ihrem Hütebuch steht auf Kontakt mit „Abtrünnigen“, mit denen man nicht verwandt ist, die „Sozialtodes-Strafe“. Warum tun sie es trotzdem?
    Weil sie den ausdrücklichen Auftrag haben hier tätig zu sein!!! Als 007 im Auftrag der WTG haben sie die Lizenz zum t r ö t e n. Die WTG hat ja schon vor vielen Jahre den sogenannten „Informationsdienst“ für Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufen. (kann sein, dass das jetzt anders heißt.) Im Moment wird mal wieder versucht Beiträge aus der Kommentatorenseite nach unten zu verschieben. „Glückskind“ schrieb gestern 19:50, heute 9:02, 9:16, 9:39, 9:47.
    Mein Vorschlag an BI wäre für solche Machenschaften einen Extraordner einzurichten. Einen Spamordner. (Müsst ihr nicht all zu ernst nehmen, will keine Vorschriften machen.) Mir ist nur der Gedanke gekommen, dass sich ja schließlich auch niemand in ihren Versammlungen offen äußern darf. Warum sollte man das ihnen hier gestatten? Ich meine damit nicht jene, die aus Zweifeln heraus aufrichtig diskutieren wollen.
    Bin mal gespannt was das Urteil von Karlsruhe für Konsequenzen haben wird. Gut ist, dass das Thema damit in den Brennpunkt der Öffentlichkeit gerückt wird. Der große „Schluckauf“ in Brooklyn wird nicht zu überhören sein.
    Wenn du Interesse an privatem Gedankenaustausch hast, könntest du ja nochmal deine Mail posten.
    Hatte versäumt mir diese zu notieren.

    Liebe Grüße von Barnabas

    ==================================================

    Hallo Barnabas,
    wir verstehen deine Befürchtung hier
    auch Brüder zu Wort kommen lassen die im Sinne des Sklaven argumentieren. Gedankenaustausch ist unser Ziel hier und wir setzen uns gerne mit allen Gedanken auseinander.
    Würden wir WTO- konforme Argumente sperren wären wir nicht besser als die von denen wir genug haben.
    Die Gefahr besteht allerdings, wie du richtig befürchtest, dass Beauftragte der Organisation hier Unruhe verbreiten. Aber das Merken wir mit der Zeit und reagieren dann entsprechend.
    l.G
    Bruderinfo

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Außer es kommt eines Tages „helleres Licht“ von dem der sich in den Tempel Gottes gesetzt hat.

    3. Laßt euch von niemand auf irgend eine Weise verführen, denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, daß zuerst der Abfall komme und geoffenbart worden sei der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens,
    4. welcher widersteht und sich selbst erhöht über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst darstellt, daß er Gott sei.

    Aber Jesus sagte auch die vielen Gemeinschaftsentzüge vorraus:

    Joh. 16
    2. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen.

    Grüße
    Alois

  • Nathan-das ist mein Name
    Februar 27, 2013

    Hallo an alle hier, ich bin „geplättet“ ! Hätte nie gedacht, solch ermunternde und dennoch realistische Worte zu erhalten. vielen vielen Dank an alle ! Ich habe auch nicht wirklich erwartet, dass ihr mir sagt : “ Mach das oder jenes !“ Es ist einfach der Griff nach dem Strohhalm. Auf Details bin ich hier nicht eingegangen. Ich muss die Antworten erst einmal alle verarbeiten. Um Euch einen realistischen Überblick über den Weg zu geben, der zu dieser Situation damals und heute führte, müsste ich ins Detail gehen. Dies möchte ich hier jedoch ( noch ) nicht tun. Ich kann nur eins sagen : Fast alle, die ich kenne, wären nach dem, was ich erleben musste, bereits extrem suizid-gefährdet. Lässt sich kaum schildern, ohne dass alles wieder hochkommt. Das schlimmste an der Situation : Ich habe keinen echten Freund, bei dem ich „laut denken kann“. Hier in der Versammlung sind die meisten zugestaubt und untolerant. Irgendwie so ohne Leben ! Wie die Lemminge ! Ich muss mich sehr zusammenreissen, nicht negativ zu denken oder ganz aufzugeben. Früher war ich ein glücklicher, lachender, positiver Mann. Konnte die „Welt aus den Angeln hebeln“ und anderen noch helfen dabei. Jetzt, da ich selbst Hilfe benötige, sieht keiner nach mir. Bin seit drei Monaten in der Versammlung hier und habe seitdem öfters andere eingeladen, um nicht an Einsamkeit zu krepieren. Tue ich das nicht, fragt keiner nach mir. Alle denken wohl: „Ach lass den mal in Ruhe, der ist ja getrennt von seiner Frau“.
    So, schluss jetzt mit negativen Ergüssen ! Was ich sagen will : Danke an euch alle, ich fühle mich aufgehoben wie noch nie ! Ich weiss noch nicht, wie es weitergeht, aber ich vertraue darauf, dass Jehova meine Situation richtig einschätzt und mir helfen kann.
    Sucht hier vielleicht eine tolle Frau um die 40 einen Seelenverwandten ? Ich habe viel zu bieten ! Spass beiseite ! Ich melde mich bei Gelegenheit wieder, werde jetzt einen dunklen schweren Rotwein geniessen und mir Eure tröstenden Worte nochmals durchlesen…Euer Nathan

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    glückskind:
    Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

    17. März 2013 um 09:35
    Hallo, Nathan….

    …ich unterstelle Dir nicht, dass Du hier nicht die Wahrheit schreibst und bewundere aufrichtig Deine Offenheit.

    1. Deine Ehefrau hat einen biblischen Scheidungsgrund.
    2. Weißt Du genau, dass Du Deinerseits keinen Scheidungsgrund hast?
    3. Da der von Dir erwähnte Fehltritt 15 Jahre her ist und du nach Deinen Angaben aufrichtig bereut hast, was hindert Dich bis heute daran, dies mit einem Ä Deines Vertrauens zu besprechen und auch Deine Ehefrau zu infomieren?
    Wenn du aufrichtig bereut hast und die sündige Handlungsweise bereis vor 15 Jahren aufgegeben hast, dann dürfte das sowie die “selbstanzeige” durchaus positiv zu bewerten sein.
    Hinzu kommt, dass DIESE Angelegenheit verjährt sein dürfte….formaljuristisch…..allerdings merke ich an Deinem Kommentar, dass DU immer noch darunter leidest!
    Deine Ehefrau hat ein Recht, das zu erfahren – eben weil es ein biblischer Scheidungsgrund ist > Matth. 5:32

    Jehova wird diese Schritte sicher segnen und Fehlentscheidungen vermeiden:

    Jes 42:3  Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen; und was einen glimmenden Flachsdocht betrifft, er wird ihn nicht auslöschen. In Wahrhaftigkeit wird er das Recht hervorbringen.

    Ich selbst habe die schützende Hand für aufrichtig bereuende Anbeter Gottes immer wieder gesehen, insbesondere auch am eigenen Leib verspürt. Aufrichtigkeit war allerdings unumgänglich –
    ggü. Opfern und/oder der Versammlung.

    “Wer seine Sünden bekennt und lässt, dem WIRD vergeben werden!”

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Hallo Glückskind,

    Du hast geschrieben:
    “Wer seine Sünden bekennt und lässt, dem WIRD vergeben werden!”

    Ja, das ist richtig, doch wem sollten wir die Sünden bekennen, doch dem der die Sünden vergeben kann. Können Älteste die Sünden von anderen vergeben? Nein, also braucht man sie ihnen auch nicht zu bekennen.

    Das ist etwas das man mit Jehova selbst ausmacht, denn da erfährt man Barmherzigkeit, nicht jedoch bei den Wölfen im Schafspelz, die hartherzig und unbarmherzig sind. Da brauchst Du nur den Mitschnitt von der Ältestenschule anzuhören. Dann weiste Bescheid.

    Ich kann nur raten seine persönlichen Dinge nicht vor Menschen auszubreiten, denn dort gibt es keine Rettung und keine Sündenvergebung, sondern nur ein unbarmherziges Gericht.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Zu einem Ältesten seines Vertrauens gehen?
    Ältesten kann man meist nicht trauen, das Haupt eines Mannes ist der Christus.
    Der richtige Weg ist vor Jehova seine Sünden zu bereuen und um Vergebung bitten. Was geht das Älteste an? Nichts.

    Wie man aus 1. Kor. 5 erkennt, geht es darum dass ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert. Aber es geht nicht darum eine so alte Kamelle vor Menschen ans Tageslicht zu bringen.

    Ein Sprichwort sagt: Über alles wächst einmal Gras und die Sache ist vergessen.
    Aber manchmal kommt eine blöde Kuh und frisst das Gras wieder ab und die Sache kommt völlig unnötig wieder zum Vorschein.

    Das oberste Gebot ist Jehova zu lieben und das 2. Gebot den Nächsten zu lieben.
    Wie willst Du mir mit dem Gebot der Nächstenliebe begründen, dass man eine Tat die vor 15 Jahren passiert ist, jetzt öffentlich machen sollte?
    Die Ehefrau würde vor Tränen zusammenbrechen, Ihr Leben wäre zerstört und die Sache wäre nie wieder gutzumachen. Ist das Nächstenliebe? Nein, es wäre mutwillige Zerstörung eines Menschen!

    Grüße
    Alois

  • scylord
    Februar 27, 2013

    lieber nathan
    ich habe mich entschloßen dir was nettes zu schreiben. auch wenn dir vorkommen mag alleine zu sein stimmt nicht ganz den der herr ist bei jedem der gebrochenen herzens ist und ich bin mir sicher er steht besonders diesen menschen bei die zu leiden haben. außerdem denk doch bitte an mat 19:29. auch heute kannst du umgang mit vielen gläubigen menschen haben für die jesus der herr ist und die bibel die grundlage ihres daseins darstellt. suche aber bitte nicht nach perfekten menschen oder perfekten gemeinschaften den diese gibts net da wir alle unvollkommen sand und vorallem was wichtig ist solltest du aus dem denkmuster der zj herauskommen und nicht meinen wenn du irgendwo hingehst musst du schon unbedingt mit allem einverstanden sein was sie glauben. versuche doch vielleicht sich auszutauschen und aus dem was sie erzählen was gutes entnehmen 1 thes 5:21 du wirst staunen wie viel bibelwissen so mancher hat. ich werde für dich beten. lg und gottes segen

  • Nathan-das ist mein Name
    Februar 27, 2013

    Hallo Ihr Lieben,

    ich melde mich hier sehr selten zu Wort, auf die Gründe möchte ich jetzt nicht eingehen. Ich habe eine Frage, deren ehrliche Beantwortung für mich sehr wichtig ist. Da ich seit langer Zeit hier mitlese- vor allem die Themen Barmherzigkeit, Barmherzigkeit in Verbindung mit sexuellen Fehltritten und der Frage, inwieweit ein Gemeinschaftsentzug biblisch ist- interessieren mich aufgrund eigener Erfahrungen sehr. Ich hole jetzt etwas aus, damit zumindest ein Teil meiner Empfindungen verstanden wird. Ich versuche meine Sachlage und Erfahrungen zu schildern und lehne mich dabei sehr weit aus dem Fenster :
    Ich bin als JZ gross geworden, meine Eltern sind schon immer sehr gastfreundlich und tolerant gewesen, auch war mein Vater sehr lange Ältester mit „Leib und Seele“. Sie haben mir immer vorgelebt, was es in der Realität bedeutet, ein echter Christ zu sein. Obwohl mit einigen Dingen nicht einverstanden, da ich weiss, dass sie biblisch nicht begründet sind ( Ehepaaren unter die Bettdecke sehen, jungen Leuten kategorisch die Masturbation verbieten, Barmherzigkeit und Liebe im Sinne Jehovas nicht verstehen und anwenden können ), wurde ich relativ früh selbst Ältester und war es auch viele Jahre mit ganzer Seele. Ich habe immer mein letztes Hemd für meine lieben Brüder ausgezogen. Auch habe ich ausnahmslos in schwierigen Fällen immer versucht, die Lebenssituation eines Menschen mit Liebe zu betrachten. Dabei stiess ich immer wieder auf Widersprüche, wie sie auf dieser website 1000fach zu finden sind. Vor einigen Jahren habe ich mein Dienstamt aus diesen und privaten Gründen selbst wieder abgelegt. Ich bin seit über 25 Jahren verheiratet, habe zwei Kinder und bin seit längerer Zeit von meiner Frau getrennt. Ich habe vor 15 Jahren einmalig Hurerei begangen, da ich immer wieder zuhause abgewiesen wurde. Damals war ich noch Ältester und habe monatelang nachts heimlich geweint und die Sache 1000 fach bereut und mich geschämt ( obwohl ich meiner Frau innerlich die Schuld dafür gebe ). Es verging bisher kein Tag, an dem ich nicht daran erinnert werde. Ich weiss, dass Jehova mir vergeben hat. Ich kann mir das mittlerweile auch selbst vergeben. Doch die auslösende Sachlage hatte sich nicht verändert, im Gegenteil : ich habe meiner Frau und auch den Ältesten zwar nie gesagt, was passierte ( wäre für sie und die Ältesten nur ein gefundenes Fressen ), doch ihre „Ablehnung“ mir gegenüber hielt an. Ich habe sehr oft mit meinen Ältesten und meiner Frau über meinen Frust diesbezüglich geredet. Nichts hat sich geändert. Aus anderen „Rechtsfällen“ bei anderen Ehepaaren während meiner Ältestenschaft als auch zu der Zeit der Ältestenschaft meines Vaters weiss ich leider, dass man für sexuelle Verfehlungen keinerlei Verständnis hat, egal was die Gründe sind. Ich habe wirklich viele Jahre an dieser Ehe festgehalten- und mich selbst dabei gequält. Ich liebe mit allen Details das Leben und seine Genüsse und Jehovas Grundsätze. Doch langsam schwinden mir die Kräfte, das alles durchzustehen. Bin von meiner Frau getrennt ( sie wollte das so ), sehe meine Kinder nur am Wochenende, gehe regelmässig zur Versammlung ( noch) und bin ansonsten absolut einsam- wenn du keinen Bericht abgibst und Vorzeige-JZ bist, kräht kein Hahn nach Dir…Was könnt Ihr mir raten ? Wie gehe ich mit der Situation um ? Ich wäre so gerne mit einer Frau zusammen, die mich so liebt, wie ich bin. Doch da ein „biblischer“ Scheidungsgrund nicht vorliegt, kann eine Scheidung nicht stattfinden. Schildere ich die Sachlage in der Versammlung so, wie es ist, wird mir echte Reue abgesprochen ( weil 15 Jahre her ) und ich werde ausgeschlossen. Das würde „mir den Rest geben“, da ich gerade wieder anfange, soziale Kontakte in der neuen Versammlung zu knüpfen. Gehe ich jetzt mit einer Nicht- Christin ins Bett, um einen Scheidungsgrund zu liefern, würde mir das verlogen vorkommen. Ein echter Scheidungsgrund würde dann zwar vorliegen, doch mein Gewissen käme damit nicht klar. Ich befinde mich also in einem echten Dilemma. Manchmal in schlechten Tagen wünsche ich mir, dass ich morgens nicht mehr aufwache- und das obwohl ich das Leben liebe. Die Ältesten hier haben für solche Gefühle der absoluten Einsamkeit kein Verständnis, das habe ich schon oft gemerkt. Die klopfen mir auf die Schulter und sagen : „das wird schon besser ! Geh weiterhin fleissig in die Versammlung und geh wieder in den „Dienst““. Könnt Ihr mir helfen ? Was soll ich tun ? Was würdet Ihr tun ?

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Lieber Nathan

    Es ist sehr bewegend was Du schreibst!
    In dem Punkt, dass Du fremd gegangen bist, da würde ich mir am wenigsten Sorgen machen. Jehova hat Dir schon lange vergeben, denn wenn in der Bibel von Hurerei gesprochen wird, dann ist meist die geistige Hurerei gemeint. Ein Seitensprung aus bestimmten Situationen heraus ist nach meinem Verständnis keine Hurerei.

    Schaue Dir mal die Geschichte von David mit der Bathseba an. David hat dem Mann der Bathseba nicht nur die Frau weggenommen, sondern sogar noch diesen Mann absichtlich an die vorderste Front bei einem Krieg gestellt. Er wurde sozusagen als Kanonenfutter getarnt umgebracht.

    Und wie hat Jehova reagiert? Er war natürlich nicht erfreut darüber, aber trotzdem hat er ihm diese schwere Sünde vergeben. Lediglich die Frucht aus dieser Tat musste sterben. Aber danach kamen aus dieser inzwischen ehelichen Beziehung Salomo hervor.

    Auch Jesus stammt aus der Linie Davids ab, ein weiterer Beweis dass Jehova ihm vergeben hat. Oder die Hure die vor Jesus gestellt wurde, er wollte sie nicht verurteilen. Wenn man weiter zurück geht ins alte Jericho, da wurde aus der ganzen Stadt nur Rahab die Hure und ihr Haus gerettet. Das muss man sich mal vorstellen, die Hure wird gerettet und alle anderen Menschen nicht. Wenn das kein Beweis ist, dass die gute Tat, welche Rahab an einem der Diener Jehovas getan hat mehr Wert war als ihre Hurerei!

    Nur unsere Ältesten und die Organisation, diese würden Dir nie vergeben, denn schon dass Du solange geschwiegen hast, würden sie als fehlene Reue auslegen. Bei ihnen hast Du keine Chance.
    Deshalb schweige weiter, denn so wie die linke Hand nicht wissen soll, wenn die rechte eine Spende gibt, so müssen auch andere Menschen nicht wissen was in Deiner Vergangenheit passiert ist. Bei jedem katholischen Beichtpfarrer würdest Du 100 Mal besser wegkommen.

    Was Dein Wunsch betrifft wieder ein glückliches Leben zu führen, da bin ich mir sicher, mit einer Zeugin wird das nicht möglich sein. Du must selbst entscheiden ob Du Dich scheiden lassen willst. Ich denke von Jehova aus ist das weniger ein Problem, er sieht ja dass die Ehe praktisch nicht mehr existiert.

    In einer Versammlung könntest Du Dich aber nicht mehr blicken lassen ohne ausgeschlossen zu werden. Die Frage ist aber, was hält Dich in der Versammlung? Freunde hast Du dort sowieso keine. Was den Glauben betrifft, zieht die Organisation die Schafe von Jesus weg, somit wäre es besser Du würdest mit der Bibel und dem Geist Jehovas auf eigene Füße stehen. Gerade hier und in Bi-Prophetie gibt es oft gute Diskussionen über das Wort Gottes.

    Die Entscheidung was Du tust kann Dir keiner abnehmen. Ich glaube aber fest, dass Dich Jesus nicht wegen einer Scheidung oder nicht Scheidung aus seiner Herde verbannen wird. Er hat die körperlichen Sünden, die wir alle tun, durch sein Opfer getilgt. Von der Herde Jesu die er sammelt kannst Du Dich nur selbst aussschließen, wenn Du beispielsweise dem Gott Organisation dienen würdest. Denn man kann nicht 2 Herren dienen, entweder man hasst den einen und liebt den anderen, oder umgekehrt.

    Jesus und unser Vater werden Dich retten, wenn Du weiter an sie glaubst und auch glaubst dass die versprochene Rettung und Verheißung kommen wird. Du sollst Jehova, Jesus und den Nächsten lieben, das sind die großen Gebote.

    Alle anderen Lasten welche uns Menschen, vor allem die Organisation, in unser Gewissen eingegraben haben, solltest Du wegwerfen. Weg mit den Menschengeboten die keiner halten kann! Wir stehen nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Die Gnade Jehovas rettet uns und nicht das Einhalten von Gesetzen!

    Du kannst mir auch eine Mail schicken:

    Bruder.Alois@web.de

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Brd. Nathan,
    ich würde Dir gerne privat was dazu schreiben. Wenn Du möchtest, kannst Du mir Deine emailadresse über Brd. Alois zusenden lassen: bruder.alois@web.de.
    Dann würde ich Dir gerne antworten oder wir könnten auch telefonieren.
    Aber bitte lass den Kopf nicht hängen, die Tatsache dass Du Dir so darüber GEdanken machst, zeigt doch das Du bereust und unser himmlischer Vater hat Dir sicherlich schon vergeben, genauso wie er David vergeben hatte.
    Also wenn Du magst, dann melde Dich bitte bei mir.

    Liebe Grüße Manfred

  • Martin@Nathan
    Februar 27, 2013

    Lieber Nathan!

    Du bittest um eine ehrliche Antwort in einer Sachverhalt-Darstellung deines Lebens, die außerordentlich traurig ist und zunächst wirklich ein Dilemma ist. Dass du dich hier so offen äußerst, zeigt dass es dich tief bewegt und wir möchten gerne gemeinsam mit dir überlegen, wie du aus diesem Dilemma herauskommst. Du stellst drei Fragen: 1. Könnt Ihr mir helfen? 2. Was soll ich tun? 3. Was würdet Ihr tun? Da erwartest du natürlich sehr viel. Die Frage 1 ist sicherlich einfach zu beantworten. Natürlich können mitfühlende Menschen jemand in seiner Lage der Bedrängnis helfen, ermuntern und ermutigen. In der Frage 2 wird es schon schwieriger, denn es gibt einfach Entscheidungen, die kann niemand anders für dich treffen. Wenn du in dritter Frage bittest, was würdet ihr tun, so mögen die Antworten natürlich auch sehr unterschiedlich ausfallen.

    Dazu benötigt man mitunter auch mehr Hintergrundinformation. Man möchte natürlich nicht neugierig erscheinen, weshalb es vielleicht schon ratsam wäre, im persönlichen Gedankenaustausch sich gegenseitig zu ermutigen und zu erbauen. Ich jedenfalls fühle mit Dir mit und möchte dich ermuntern, dein Leben positiv in die Hand zu nehmen. Deine offene Darstellung hier kann ein weiterer guter Anfang dazu sein. Natürlich werfen deine Beschreibungen viele Fragen auf. Leider ist dies das Dilemma eines ZJ, dass wenn ihm irgendwelche Fehler unterlaufen sind, die vielleicht aus einer gewissen Scham heraus verborgen geblieben sind, dass es sofort nur eine Alternative gibt: Die Sorge um einen Gemeinschaftsentzug, die Sorge um den Verlust aller sozialen Kontakte, die Sorge, dann nur noch auf die „Hinrichtung in Harmagedon“ warten zu müssen, laut WTG-Darstellung.

    Das weiß man in Patterson USA auch ganz genau. VON HÖCHSTER Wichtigkeit ist daher für uns Christen wie Jesus und Jehova über Sündenfälle und ihre Folgen denken und welche Hinweise sie uns geben, wie wir zuversichtlich und freudig in die Zukunft blicken können und wieder glücklich werden, auch als Sünder, und Sünder sind wir bekanntlich alle, nur die Sündenfälle mögen unterschiedlich sein.

    Ich halte daher den Vorschlag von Manfred als sehr angebracht. Es tut dir sicherlich sehr gut, einmal mit jemanden über deine Sorgen und Nöte offen zu sprechen. Wenn du es natürlich weiterhin wünscht, können wir auch hier auf dieser Plattform offen über deine Lage diskutieren und auf Einzelheiten eingehen, denn die sind schon notwendig in der Ursachenforschung, um jemanden helfen zu können. Beispielsweise wäre es schon wichtig zu wissen, warum Deine Frau die Trennung wollte, usw…? Aber wie dem auch sei, wir freuen uns jedenfalls, dass du dich hier zu Wort gemeldet hast, um dein Herz auszuschütten.

    Sei herzlich gegrüßt
    Martin

  • Sascha @ Nathan
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder Nathan,

    einige Brüder haben dir schon auf sehr liebevolle Weise geantwortet, und deswegen möchte ich mich diesen Worten anschließen. Einen Text möchte ich dir aber als Ermunterung noch zukommen lassen:

    1Jo 1:7 „Wenn wir aber im Licht leben, so wie Gott im Licht ist, sind wir miteinander verbunden, und das Blut seines Sohnes Jesus macht uns von JEDER Sünde rein.“

    Liebe Grüße
    Sascha

  • PINEHAS an Nathan-d.i.m.N.
    Februar 27, 2013

    Hallo Nathan, ohne überheblich sein zu wollen , zeigt dein geschildertes Beispiel die völlige Verblindung der Zeugen Jehovas. Sie können dir kein biblischen Gedanken bzg. deines Problems geben, da ihr pharisäerhaftes Leistungsevangelium dies nicht hergibt. Darum können sie dir bestenfalls sagen , dass du dich durch eifriges Predigen und Versammlungsbesuch,
    gewissermaßen ablenken sollst. Deine inneren Qualen, die keiner deiner WTG-„Tröster“ sieht, bleiben so aber erhalten.

    Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, dass deine Tat , die du bereut hast, dir vergeben SIND. Jeder der hier längere Zeit mit liest, und du schreibst ja das du dies tust, sollte sich dessen voll und ganz bewusst sein.

    Natürlich ist der einzige biblische Scheidungsgrund Hurerei. Oberflächlich betrachtet jedenfalls.
    In der Bibel ist mindestens noch ein zweiter angeführt. Es können sich heutzutage so viele unterschiedliche Situationen , auch in einer Ehe entwickeln, zu der Jesus einfach noch nichts sagte, weil die Zuhörer es nicht hätten begreifen können.
    Z.b Geschlechtsumwandlung. Es gibt Fälle, wo verheiratete Menschen eine Geschlechtsumw. durchführten, ohne Hurerei oder Ehebruch zu begehen. Was nun ? In einem solchen Fall helfen den unschuldigen Partner kein Predigen oder Vers,besuch. Das anwenden biblischer Regeln muss in solchen Sonderfällen mit Logik einhergehen.

    Ein anderer Sonderfall beschreibt Paulus kurz in
    1Kor 7: 15 Wenn aber der Ungläubige dann weggeht, so mag er weggehen; ein Bruder oder eine Schwester ist unter solchen Umständen NICHT SKLAVISCH GEBUNDEN, sondern Gott hat euch zum Frieden berufen. Paulus bekam hier vom Herrn persönlich ( V 10) die Erkenntnis, dass der Gläubige NICHT mehr an den Ungläubigen gebunden ist. Das Ehebündnis ist beendet.

    Ich empfehle dir , deine persönliche Situation, die nur du genau kennst, mit dieser Aussage des Paulus zu überprüfen.
    Das erste was du einwenden wirst ist, ja meine Frau ist aber nicht ungläubig, sondern gläubig .
    Bedenke aber, dass nicht jeder der von sich denkt ein Christ zu sein, auch tatsächlich einer ist.

    Ist oder war deine Frau wirklich “ im Herrn“ ? „Im Herrn“zu sein bedeutet, dass man selbst durch entsprechende innere Arbeit mit Christus im Innern eine gemeinsame Persönlichkeit erarbeitet hat, dessen Kraft dazu beiträgt, das eigene Sein mit ihm aufrecht zu erhalten.
    Wie kann es sein, dass eine echte Christin, die also“ im Herrn“ ist,eine Eheliche Trennung will?

    Entweder sie hat dir vor 15 Jahren nicht vergeben, dann hattet ihr ein Scheidungsgrund, was biblisch erlaubt wäre.
    Oder sie hat dir vergeben, dann kommt aber auch eine Trennung nicht in betracht.

    Wie kann es sein, dass eine echte Christin, die also „im Herrn “ ist , den Ehelichen Sex auf langen Zeitraum verweigert ? Eine echte Gläubige kennt und beachtet die biblischen Regeln diesbezüglich !
    Nur du kennst die wahren Gründe die dazu geführt haben und kannst sie entsprechend beurteilen.
    Ist deine Frau noch eine Organisationstreue Zeugin Jehovas ?
    Dann möchte ich bedenken anmelden, dass deine Frau wirklich “ im Herrn“ ist. Fakt ist, dass sie sich zumindest wie eine Ungläubige verhält, wenn sie eine eheliche Trennung will.

    1 Kor 7:15 kann also auf deine Ehe Anwendung finden. Auch du Nathan wurdest zum Frieden berufen, ja zu inneren Frieden. Wenn also alle Bemühungen von dir, deine Ehe zu retten , nicht fruchten, weil deine Ehefrau absolut nicht will, dann ist sie von dir weggegangen und du bist nicht mehr an ihr ehelich Gebunden. Ob ihr vor dem allmächtigen Gott verheiratet seit, hängt nicht von einem Stück Papier ab, was ihr einmal unterschrieben habt, sondern von der gegenseitigen Bereitschaft und Einstellung die Ehe im göttlichen Einklang, mit ALLEN, Facetten auszuleben.

    Dies wirst du natürlich nicht innerhalb der WTG machen können. Bzw. wenn du die schriftliche Scheidung einreichst, ist es nur eine frage der Zeit, bis du ausgeschlossen wirst. Die neuzeitlichen Pharisäer erkennen diesen Gedanken des Herrn nicht . Sondern werden dich als schuldigen hinstellen, der mal wieder nicht richtig bereute. Sie erkennen bloß, Ehebruch plus Ehescheidung ist gleich Sünde, Sünde, Sünde.

    Deshalb für dich die Einladung, komm du ersteinmal richtig zum Herrn Jesus !!! Löse dich zumindest innerlich vollständig von der WTG und personifiziere dich mit Jesus Christus. Jesu Joch ist soo sanft. Nur so kannst du die ungerechten Anschuldigungen, Abweisungen, Falschdarstellungen der Ältesten und anderen Organisationstreuen Zeugen ertragen.
    Mit Jesu in deinem Herz und Sinn wirst du wieder Freude finden und den Frieden erhalten, zu den auch du berufen wurdest.

    In christlicher Verbundenheit PINEHAS

  • Michael
    Februar 27, 2013

    Hallo Nathan,so wie ich die Sache sehe,hat Deine Frau Dich der „Hurerei“ ausgesetzt bzw. billigend in Kauf genommen,also ist sie diejenige die Deiner „Sünde“ Vorschub geleistet hat und deshalb trifft sie die Schuld und nicht Dich.
    Sei unbesorgt, Jehova hat in dieser Sache die bessere Übersicht und kennt die Lösung Deines Problems,und die liegt sicherlich nicht bei der WT Gesellschaft.
    Dort wirst Du nie mehr mit offenen Armen aufgenommen,nichts wird mehr sein wie früher, sie werden dich immer verachten und das steht kein Mensch auf Dauer durch.
    Doch gibt es Brüder die sich nach dem Wort Jehovas ausrichten wie die Brüder hier in ihren Kommentaren zeigen,schliesse Dich solchen an und mit der Zeit wirst du Dich entspannen,eine Last wird Dir genommen,Jesus wird Dich erquicken wenn Du ein regelmässiges Gebetsleben pflegst,glaub mir das ist ungemein hilfreich,ich spreche aus Erfahrung,sonst wäre ich nicht mehr da.Ich wünsche Dir alle Kraft und Jehovas Segen in Deinem Bemühen sei nicht übermässig traurig,es kommen auch wieder bessere Zeiten, Michael

  • Andre
    Februar 27, 2013

    Hallo Nathan,
    mich hat auch deine Geschichte bewegt und find es super, dass du das hier so offen schreibst.
    Was wir dir hier raten können: Ich glaube, niemand der hier schreibenden kann und darf dir raten, mach es so oder so. Denn keiner kennt dich und kennt v.a. die Einzelheiten. Aber ich glaube, du liest hier sehr viel und kommst selber zu einer Entscheidung.
    So wie du schreibst, dass dir die Kraft ausgeht – ja das kenn ich- wenn ein Zustand (anscheinend) keine Lösung bietet.
    Aber dadurch, dass du hier liest wirst du merken, dass das Leben
    auch nach der WTG/Z.J. Zeit weiter geht, dass man sehr wohl wieder Freunde findet, das das Verhältnis zu Gott intensiver wird
    (bei mir war es so) und dass du Lebensfreude erfährst. Das es wieder Spaß macht, zu sagen, ich fange (zur Not ) wieder von vorne an. Und du wirst gesegnet werden.

    Dein Leben, so wie es jetzt ist,wird schwer, dies alles bei den Z.J. unter einem Hut zu bekommen. Alois hat es schön geschrieben….

    Aber um welches Leben geht es denn ? Um deins…

    Liebe Grüße
    Andre

  • Michael 2
    Februar 27, 2013

    Hallo lieber Nathan,

    auch ich möchte versuchen dir in deiner Situation einige Hilfestellungen zu geben, ohen den Anspruch zu erheben eine Patentlösung zu haben. Im großen und ganzen möchte ich mich den vielen Kommentaren anschließen die hier zu deinem Problem gegeben wurden.
    Dennoch ein paar Denkanstöße.
    Das Problem Ehe und Sexualität zwischen Mann und Frau ist so alt wie die Menschheit, und wird verstärkt durch unsere Unvollkommenheit.

    Deshalb war sogar Jehova bereit den Männern seines auserwählten Volkes auf diesem Gebiet Zugeständnisse einzuräumen was Scheidung oder Trennung von seiner Frau anbelangt, selbst wenn diese Zugeständnisse nicht dem ursprünglichen Willen Gottes entsprechen so wie es ja auch Jesus Christus sagte.

    Von daher kannst du davon ausgehen, Jehova auch heute noch sieht welche Probleme auftreten können, und selbst die christlichen Schriften lassen nicht den Schluß zu das eine Ehe aufrecht erhalten werden muß wenn sie nur noch aus Leid und Frust besteht.

    Ich kenne einige Brüder, die heute eifrig in der Versammlung tätig sind und sogar wieder als Älteste dienen, die das Gleiche Problem hatten, einen Ehefrau, die nicht bereit war oder wiederwillig ihren ehlichen Pflichten nach kam.

    Sie haben sich einfach scheiden lassen um dann eine andere Frau zu heiraten, mit der sie nun glücklich zusammenleben als anerkannte Glieder der Versammlung. Sie haben sich einfach nach einiger Zeit als reuige Sünder bekannt und sind wieder aufgenommen worden.

    Sie sehen sich trotzdem vor Jehova als annehmbar. Der Weg hat zwar einen heuschlerischen Hauch aber durch die verdrehten unmenschlichen auf
    überzogener Reinheit bedachetn Organisation nicht anders möglich.

    Ohne dir jetzt zu sagen was du tun oder lassen solltest denke daran, das Jehova dein Herz beurteilt und weis das wir Staub sind.
    Ps. 103

    l.G.
    Michael 2

  • Winston
    Februar 27, 2013

    Lieber Nathan und alle mitfühlenden Brüder, die hier geschrieben haben,

    ich kann Deine Situation sehr gut nachvollziehen, weil ich sie in etwas anderer Form selbst erleben mußte.
    Meine Ehefrau hat sich aus der Versammlung zurückgezogen und mir danach eröffnet, dass sie einen neuen Mann kennengelernt hat und sich scheiden lassen will. Da ich jungfräulich in die Ehe gegangen bin und auch zwei kleine Söhne mit ihr hatte, war das anfangs sehr schwierig zu verstehen. Ich wollte mich nicht scheiden lassen und habe gehofft, dass sie es sich nochmals überlegt. Nach sechs Monaten Nebeneinanderherlebens, habe ich dann in eine einvernehmliche Scheidung eingewilligt und diese auch beantragt.
    Kurz zuvor bin ich in meiner Wohnortversammlung ausgetreten.
    Die waren froh, daß sie mich loshatten, schließlich wurde ich als bezeichnet angesehen, auch weil meine Frau nicht mehr in die Versammlung gegangen ist und schlechten Umgang zu Weltmenschen pflegte.
    In der Versammlung in der ich aufgewachsen war, wurde mir danach nahegelegt eine Scheidung zu beantragen, in der Ehebruch als Grund angegeben wird. Das aber wollte ich meiner Ex-Frau und meinen Kindern nicht antun. Deshalb habe ich auch dort meinen Austritt nochmals verkündet. Damit war ich schlagartig befreit von den Gesetzen der WTG und habe für mich beschlossen, erst dann wieder zu heiraten, wenn ich schon eine etwas längere Zeit mit meiner zukünftigen Partnerin zusammengelebt habe.

    Ich kenne viele Fälle von ZJ, deren Ehe gescheitert war und die haben dann einen Ehebruch konstruiert. Einer hat die Schuld auf sich genommen, der andere hat proklamiert, daß er nicht verzeihen will. Dann gabs für den Schuldigen noch die Veranstaltung vor den Ältesten in der tiefste Reue demonstriert wurde. Und nach einem Jahr waren beide mit neuen Partnern glückliche Ehepaare in der Versammlung. Das war gar nicht so selten.

    So sind die Regeln, an die man sich eben halten muß. Mit Vorschriften oder Empfehlungen aus der Bibel hat sowas nix zu tun.

    Ich will Dir, Nathan keine Ratschläge geben. Wenn Du in der Gemeinschaft bleiben willst, dann mußt Du gemeinsam mit Deiner EX-Frau einen Weg finden, wie Ihr das mit den Ältesten kommuniziert. Es gibt nur den Weg über Ehebruch, um später wieder neu anfangen zu können. Es gibt auch eine Bibel-Stelle, die den geistigen Ehebruch (Begehren eines anderen Frau) beschreibt, der ist angeblich genauso schlimm.

    Wenn Du allerdings mit den Regeln der WTG nichts mehr anfangen kannst, dann ist es besser völlig neu ohne die sog. lieben Brüder und deren Organisation anzufangen.
    Bedenke außerdem, dass Du bei dem Versuch eine neue Partnerin innerhalb der Wahrheit zu finden, eigentlich erst nach der Hochzeit feststellen kannst, ob Ihr Euch in allen Gebieten der Partnerschaft versteht. Das ist wie eine Wundertüte, man darf vorher nicht reinschauen. Ob diese Frau und auch Du in der Lage seid, Euch auf den Gebieten der ehelichen Zuneigung das zu geben, was Ihr erwartet, erfährst Du erst wenn es vielleicht zu spät ist. Darüber offen reden kann man vorher ja auch nicht, außer im Beisein von anderen Zeugen, aber das hätte wohl noch ärgere Konsequenzen.

    Eines kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, ich war schon nach relativ kurzer Zeit wieder befreit und ein lebensbejahender Mensch geworden. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich deshalb ein unbiblisches Leben führe. Zu einem biblischen Leben gehört die Sünde dazu aber auch die Einsicht, daraus zu lernen und die Demut Jehova und Jesus um Vergebung zu bitten. Sieh Dich um in Deiner Versammlung, welche Brüder sind die, mit denen Du gerne Kontakt hast. Meistens sind diese in ihrem früheren Nicht ZJ Leben ganz normale Menschen gewesen, die nach Ihrer Sturm und Drangzeit erst dazugekommen sind. Oder es sind Zeugen, die ähnliche Probleme wie Du erlebt haben.
    Ich wünsche Dir alles Gute und allen anderen, die hier geschrieben haben, Danke für die mitfühlenden und erbaulichen Ansichten.
    Thomas

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Lieber Nathan,
    du hast ja schon einige sehr gute Ratschläge erhalten. Ich kann mich nur anschließen und dir den Trost wie Ermunterung zukommen lassen: Denke nicht dass irgendein Mensch auch nur das kleinste Recht hat dich zu verurteilen oder gar zu richten. Du hast nur zwei, eigentlich einen Richter den der Vater hat das gesamte Gericht seinem Sohn übertragen.

    Wie der Vater so ist auch der Sohn vor allem eins: BARMHERZIG! Lies dir einmal Nehemia Kap. 9 vom Vers 9 an und beobachte wie Jehova dieses trotzige Volk über Jahrzehnte ertragen und IMMER wieder Vergebung gewährte. Sein Sohn hat in seiner Belehrung immer wieder davon gesprochen: ICH WILL Barmherzigkeit, wenn ihr es nur verstehen würdet. Warum? Weil er genau weis wie es auch im 103. Psalm ab dem 8. Vers. dort steht: Seine Gnade und Geduld ist grenzenlos, er bestraft nicht wie wir es verdient hätten (ganz das Gegenteil die Anweisungen der WTG) Selbst beim „bravsten ZJ“ würde letztlich nur die Verurteilung übrig bleiben.

    Wie drückte es Jakobus im Kap. 2:8 aus? Das WICHTIGSTE Gebot ist die Liebe zum Nächsten. Ihn wie sich selbst zu lieben sollte erst einmal überlegt werden welch tiefe Wahrheit darin sich verbirgt. Er sagt dann: Wer nämlich nur ein einziges Gebot übertritt (und wer kann das schon von sich behaupten – das er nur einmal gefehlt hat) DER HAT sich gegen ALLE Gebote vergangen. Und genau das ist ja auch der Grund warum Jehova und sein Sohn so handeln wie oben dargelegt.

    Ohne Gnade wird nur dann vorgegangen wenn man selbst auch hart und ohne Barmherzigkeit andere be- bzw. verurteilt. Oder denke an Paulus in Römer Kap.7, lies ab Vers 7 und laß dich trösten von seiner Sündhaftigkeit. Er gibt zu das das Gesetz von Gott kommt – also gerecht, doch im Vers 14 sagt er: „Ich aber bin nur ein Mensch und der Herrschaft der Sünde ausgeliefert!“

    Aus diesem Grund läßt Gott nur eine Gerechtigkeit zu – siehe Römer 1:16,17 – oder im Kap. 5 die ersten Verse! Durch unseren Glauben sind wir von unserer Schuld freigesprochen, wir können so Frieden mit ihm haben. Dafür sollst du Gott und seinem Sohn einfach nur DANKE sagen.

    Ich empfehle dir die Briefe des Paulus zu lesen hier wird immer wieder eine Sache wiederholt. Unsere Vergebung und nicht unsere Schuld. Oder wie Paulus an die Galater 2:21 schrieb: „Könnte ich durch das Befolgen der Gesetze Gottes Anerkennung finden, dann hätte Jesus nicht zu sterben brauchen!“

    Folglich haben Älteste die mit Härte vorgehen, diese klaren Botschaften der Bibel nicht begriffen, ja sie lehnen Jesus ab auf den sie selbst genauso angewiesen sein werden. Lies dir im Kap. 2 auch die Verse 17-19 durch, Paulus schreibt das ER SELBST ein Komplize der Sünde war. Folglich würden die meisten Ältesten in unserer Zeit auch einen Paulus ausschließen.

    In der Hoffnung dir ein wenig deine trüben Gedanken verscheucht zu haben wünsch ich dir neue Kraft und Mut dein Leben wieder in „die Hand zu nehmen“, suche dir eine liebe Christin, das muß keine Zeugin Jehovas sein, es gibt auch in anderen Gemeinschaften viele ehrliche Christen die Jesus lieben und versuchen seinen Fußstapfen zu folgen.

    Liebe Grüße Matthäus

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Noch zwei wertvolle Aussagen möchte ich anhängen:

    Römer Kap. 9: 15 Denn Gott hat einmal zu Mose gesagt: „Ich erweise meine Güte, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.“ 16 Entscheidend ist also nicht, wie sehr sich jemand anstrengt und müht, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt. … 18 Gott schenkt also seine Barmherzigkeit, wem er will, aber er macht Menschen auch hart und gleichgültig, wenn er es will.

    Der falsche Weg
    30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus.

    Genau aus obigen Grund (Vers 18) sind soviel Älteste so hart und handeln nicht im Auftrag Gottes sondern von machthungrigen Menschen die wenn es möglich wäre heute schon über die Brüder regieren und urteilen möchten – doch dieses Ansinnen geht nach hinten los, sie schneiden sich ins eigene Fleisch!

    lg. Matthäus

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Nathan!

    Dein ehrlicher und offener Bericht hat mich sehr getroffen. Viele Brüder haben Dir ja schon geschrieben, doch ich möchte aus eigener Erfahrung sagen, dass viele Ältesten nicht vertauenswürdig sind, denn ihre Frauen sind die Ersten die das erfahren. Du wirst geächtet und im Vorhinein gerichtet werden und das ist noch schwerer zu ertragen als ein Ausschluss.

    Mach das mit Jehova aus. Heute hast Du vielleicht einen menschlichen Freund der Dir zuhört und dem Du vertraust,dem Du alles erzählst, doch ihn dann später als Feind zu haben ist sehr sehr schmerzlich, denn für Feinde gibt es keine Schweigen.Ich möchte nicht, dass Du noch mehr leidest.
    Also überlege es Dir gut was Du machst. Bei vielen Ältesten bist Du nicht gut aufgehoben, denn sie halten sich nicht einmal an ihre eigenen Regeln.
    Liebe Grüsse
    Genovefa

  • Karen@Nathan
    Februar 27, 2013

    Lieber Nathan,

    Du hast ja schon viele Antworten bekommen.
    Mir geht da auch noch etwas durch den Kopf.

    Wenn Du etwas gegen Deine Einsamkeit und für Deine Bedürfnisse tun willst, fallen mir eigentlich nur 2 Möglichkeiten ein.

    Entweder Du lässt Dich scheiden und suchst Dir eine neue christliche Ehefrau oder Du suchst Dir eine Freundin, der Deine Ehesituation nichts ausmacht.

    Es gibt auch christliche Partnervermittlung. Da darfst Du allerdings nicht mehr verheiratet sein, soweit ich gehört habe.
    Ich gehe aber davon aus, dass eine Christin für einen (ehemaligen) ZJ die bessere Wahl ist.

    Ich habe in zweiter Ehe einen „eingeborenen“ ZJ geheiratet. Selber war ich Jahrzehnte „in der Welt“. Bevor ich Christin geworden bin, hätte ich meinen Mann, nach der Phase der Verliebtheit, bestimmt für einen Alien gehalten ;-). Das wäre sicher nicht gut gegangen.
    Durch meine Jahre bei den ZJ und vor allem durch mein Verhältnis zu Jesus kann ich ihn verstehen.

    Ich wünsche Dir, dass Du klare Verhältnisse schaffen kannst, bevor Du eine Beziehung anfängst. Es wäre schade um verschenkte Jahre, die man, hormonell geschuldet, mit einem Menschen verbringt, der nicht zu einem passt.

    Du betest sicher um eine Lösung Deines Problems? Du kannst auch zusätzlich andere Christen für Dich beten lassen:
    http://www.zweifeln-und-staunen.de/dein-wunsch-an-gott/wunschformular

    Liebe Grüße, alles Gute und viel Kraft
    Karen

  • Markus
    Februar 27, 2013

    Es gibt in Verbindung mit dem Gemeinschaftsentzug so einiges, das grundsätzlich verkehrt ist und was mit der von Jesus gepredigten Nächstenliebe noch nicht einmal im geringsten etwas zu tun hat. Psychischer Druck ist etwas womit die WTG immer wieder sehr gerne arbeitet. Allein schon durch die absolute Kontaktsperre soll der Ausgeschlossene dazu bewegt werden, wieder zur Gemeinschaft zurückzukehren. Dabei sollte doch eigentlich die innere Überzeugung, dass es hier um die „Wahrheit“ geht, jemanden veranlassen diesen Schritt zu tun. Das aber scheint der Gesellschaft gar nicht vordergründig zu sein. – Was für ein Armutszeugnis dieser Gemeinde, die solche Methoden nötig hat.
    Das erinnert mich an einem jugendlichen Freund von mir – seine Eltern wollten, dass er ebenfalls mit zur Verammlung kommt, obwohl er selbst lieber zu hause geblieben wäre. Mit der Drohung, dass er kein Abendessen bekommen würde, haben sie es dann doch immer wieder geschafft ihn dazu zu bewegen mit in die Zusammenkünfte zu kommen.

    LG Markus

  • M. L Walter
    Februar 27, 2013

    Lieber Markus ,die absolute Kontaktsperre ist sowie in der Inquisitions – Zeit bei den Kathl.- was soll dass ? Wie kann man so herzlos sein ? Niemals hätte Jesus so gehandelt,er hätte Mitleid gehabt und hätte den jenigen rührend und mitfühlend zur Rückkehr ermuntert und nicht Jahrelang gewartet,sowie es einige Älteste machen. Ich kenne einen Ältesten in Py der hat zu meiner Sr. gesagt Du kannst bitteln und betteln und auf den Knien daher rutschen ,wirst du nicht mehr von mir aufgenommen werden,nur weil sie ihm nicht geholfen hat, als auch er zu einem Kommite vorgeladen wurde. – Sie hat dies mit einem Ausschluss bezahlen müssen.Dieser Älteste bezeichnet sich selbst als Faust,dass solle sich meine Sr. gut merken,schrieb er auf ihr Händy!…Er sagte auch,dass er schon im Paradiese lebe und er der „König darin sei“…Vor 5 Jahren hat man sie ausgeschlossen und keiner von den sogenannten Ältesten kam – auch kein KA. obwohl sie gerne wieder in die Versammlung gegangen wäre und nur drauf gewartet hat, sie war ganz krank ohne Vers.- nur leider ist es jetzt zu spät,man hat die beiden so gedemütigt u. verleumdet, dass sie u. ihr Mann die Versammlung niemals mehr besuchen werden, auch wir und unser Br. nicht,weil wir haben mit ihr gelitten und wir haben es uns niemals vorstellen können,dass in der Org. so etwas möglich ist, was dieser Älteste sich raus nahm. Aber die Rettung geht nicht über die Ältesten,denn auch Älteste werden von der wahren Herde getrennt,und bek.so wie es heißt eine härtere Strafe u.heißt es nicht nur über Jesus erfolgt die Rettung ??? Wir sind aus Ihrer Mitte gegangen,weil wir an ihren Sünden und Plagen nicht teil nehmen wollten,weil wir Gerechtigkeitsliebende Menschen sind, und wenn sie nicht meine Leibeigene Sr. wäre – wäre ich auch gegangen,weil wir sind alle Br. u. Schw. tern u. es gefällt uns nicht, wenn Unrecht geschied. Es gibt ein schönes Sprichwort: was ich nicht will,was man dir tut,dass „füg auch keinem andern zu“ So manch Ältester sollte sich an den Vortrag von KA (Schellenberger )erinnern als er sagte: die Ältesten sollten gute Hirten sein u. keine Hammel

  • Martin@M.L.Walter
    Februar 27, 2013

    Lieber M.L.Walter,

    Sei willkommen hier auf BI. Ich glaube, ich lese das erste Mal etwas von dir. Was dich natürlich auch bewegt, ist die berühmt berüchtigte Ausschlusskultur unter Jehovas Zeugen. Du schreibst etwas sehr interessantes:

    „Ich kenne einen Ältesten in Py, der hat zu meiner Sr. Gesagt: Du kannst Bitten und Betteln und auf den Knien daher rutschen ,wirst du nicht mehr von mir aufgenommen werden, nur weil sie ihm nicht geholfen hat, als auch er zu einem Komitee vorgeladen wurde. – Sie hat dies mit einem Ausschluss bezahlen müssen. Dieser Älteste bezeichnet sich selbst als Faust, dass solle sich meine Sr. gut merken, schrieb er auf ihr Handy!…Er sagte auch, dass er schon im Paradiese lebe und er der “König darin sei”…

    Ohne nun diese Aussage auf die Goldwaage legen zu wollen: Ich glaube dir, bezw. deiner Schwester. Es gibt solche Granaten von Älteste in so mancher Versammlung. Irgendwie hat sie ganz offensichtlich durch ihr Verhalten einmal an seiner Ehre gekratzt und damit sich unbeliebt gemacht und ich kenne mehrere Fälle, wo sich solche Älteste dann in der Behandlung von Problemfällen, die dann die Betroffenen unterlaufen sind, regelrecht gerächt haben. Das Rechtssystem der Organisation, die vorgibt, den wahren und gerechten Gott Jehova zu repräsentieren, ermöglicht solche Maschen. Die Ältesten haben den Spielraum erhalten, die Reue von Menschen im Falle von auffälligen Verfehlungen zu beurteilen. Je mehr sie versuchen, Regeln festzulegen, wie die Ältesten die Reue herausfinden können, je mehr Fehlentscheidungen werden getroffen.

    Man würde deiner Schwester das auch kaum glauben oder abnehmen z.B. in Patterson oder Selters, wenn sie dies berichten würde. Man vertraut den Ältesten und diese Ältesten werden gedeckt, es sei denn, sie sorgen für zu viel Unruhe oder Unfrieden in der Versammlung, dann findet man schon irgend einen Grund, um sie zu entbinden. Aber solche Piesacker von Älteste, die auf eigene Faust die Brüder schikanieren, genießen oft lange Zeit Schutz.

    Ein Bruder aus einer Versammlung berichtete, das er bei seinem GM-Entzug fragte, wann er denn um Wiederaufnahme bitten kann. Der Wortführer sagte dann: „Das kann lange dauern“. Da ging es nicht um sittliche Verfehlungen. Ja, das ist die wahre Situation, von wegen, wenn jemand bereut…Nein, nach Gutdünken von „selbstgerechten Richtern“ der WTG.

    Übrigens, die Anmerkung, dass er sich als König fühlt, stammt gewissermaßen auch von der WTG-Belehrung, denn dort wurden die Älteste als Fürsten, schon jetzt und in der Zukunft, bezeichnet. Solche unzutreffenden Animationen von Auffälligen haben ihren Hintergrund nicht selten in der „Speise zur rechten Zeit“.

    So, es ist erfreulich, dass Du und andere Angehörige nicht ihr Vertrauen auf einen gerechten und liebevollen himmlischen Vater verloren haben. Bleibt stark im Glauben.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Elfi
    Februar 27, 2013

    Liebes Glückskind,
    sind Deine Ausführungen ernst gemeint? Willst Du damit die Ausschluß-Praxis der WTG rechtfertigen? Oder habe ich Dich falsch verstanden?
    Wenn man ernsthaft bemüht wäre, die Versammlung „rein“ zu erhalten,
    warum weiß ich dann von Kindesmissbrauch, der nie geahndet wurde, weil der Betreffendes es meisterhaft verstand zu lügen? Warum kenne
    ich dann eine „Schwester“, die ihren Mann in den Selbstmord trieb
    und nie ausgeschlossen wurde?

    Korrekterweise darf jeder „reuelose“ Sünder ausgeschlossen werden,
    wenn es um jene, in der Heiligen Schrift erwähnten, sexuellen oder
    kriminellen Sünden geht. Aber mit großer Begeisterung werden jene
    ausgeschlossen, die nicht glauben wollen, was man ihnen im WT oder
    von der Bühne erzählt. Und wie schon andere Geschwister hier schrieben, steht davon nichts in der Bibel! Aber die Versammlung muss ja rein bleiben!

    LG. Elfi

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Liebe Elfi,

    danke für Deine Worte.

    Nein, ich sprach und schrieb AUSSCHLIEßLICH über die biblischen Regeln…….und ja, DIESE Regeln SIND anzuwenden.

    Dazu gehört auch der Gemeinschaftsentzug…..aber NUR als „Manöver des letzten Augenblicks“ , also wenn alle anderen Schritte der Barmherzigkeit und Vergebung, der Liebe nicht fruchten, weil der Sünder ohne Reue in seiner Sünder verharrt.

    Danke.

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Hallo Glückskind

    Ja den Gemeinschaftsentzug kann man biblisch begründen, beispielsweise mit 1. Kor. 5
    Das war allerdings ein besonders harter Fall mit seiner eigenen Stiefmutter:
    1. Überhaupt hört man, daß Hurerei unter euch sei, und eine solche Hurerei, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: daß einer seines Vaters Weib habe.

    Aber dieser Gemeinschaftsentzug darf nur durchgeführt werden wenn das auch zutrifft was Paulus geschrieben hat:
    1.Kor. 5
    11. Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen.

    Ist ein junger Bruder der sich in eine nicht Zeugin verliebt und immer wieder mit ihr schläft weil sie zusammengehören möchten ein Hurer? Oder ein junger Bruder und eine junge Schwester haben sich verlobt und im Gebet versprochen, haben aber vor dem Stempel des Standesbeamten miteinander geschlafen, kann man sie als Hurer bezeichnen? Ich finde Hurerei ist mehr als das! Zu Hurerei gehört auch ein mehrfacher Partnerwechsel und nicht nur der fehlende Trauschein.

    Johannes 8
    3. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen ein Weib [zu ihm], im Ehebruch ergriffen, und stellen sie in die Mitte
    4. und sagen zu ihm: Lehrer, dieses Weib ist im Ehebruch, auf er Tat selbst, ergriffen worden.
    5. In dem Gesetz aber hat uns Moses geboten, solche zu steinigen; du nun, was sagst du?
    7. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.
    9. Als sie aber dies hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, anfangend von den Ältesten bis zu den Letzten; und Jesus wurde allein gelassen mit dem Weibe in der Mitte.
    10. Als aber Jesus sich aufrichtete [und außer dem Weibe niemand sah], sprach er zu ihr: Weib, wo sind jene, [deine Verkläger]? Hat niemand dich verurteilt?
    11. Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: So verurteile auch ich dich nicht; gehe hin und sündige nicht mehr.]

    Jesus hat der Hure verziehen, wieso müssen sich, wie von dem „Sklaven“ verlangt, Älteste über die Handlungsweise Jesu hinwegsetzen und solche Geschwister ausschließen? Wo steht dass Jesus geprüft hat ob die Ehebrecherin Reue zeigt? Es steht nicht da.

    Klar, so wie der Teufel das Paradies besser machen wollte als Jehova und die ersten Menschen verführte, so möchte auch die Organisation alles besser machen als Jesus und verführt die Zeugen hinter sich her. Wohl dem der nichts auf solche Menschengebote gibt und sich von ihnen trennt, hin zu unserem Haupt Jesus Christus.
    Er vergibt uns die Sünden die wir täglich tun. Das hat auch schon Jehova bei David und Bathseba so gehalten.

    Noch zurück zu dem was Paulus, da die meisten Zeugen dem Götzen Organisation dienen, sollen wir mit solchen Götzendienern nicht einmal essen. Richtigerweise müssten allen organisationshörigen Zeugen von denen die nur Jesus folgen, die Gemeinschaft entzogen werden.

    Liebe Grüße
    Alois

    ===========================================

    Danke für deine treffende Antwort und Klarstellung zu Glückskinds Kommentar.

  • Friedhelm
    Februar 27, 2013

    Hallo Glückskind,

    du schreibst: Dazu gehört auch der Gemeinschaftsentzug…..aber NUR als “Manöver des letzten Augenblicks” , also wenn alle anderen Schritte der Barmherzigkeit und Vergebung, der Liebe nicht fruchten, weil der Sünder ohne Reue in seiner Sünder verharrt.
    So ein Blödsinn. Du lebst in einer Traumwelt. In meiner letzten Ältestenschulung war gerade das Gegenteil zu sehen. Von wegen Barmherzigkeit und Vergebung. Uns wird eingehämmert: Gnadenlosigkeit und LK Gerhorsam kommt vor Christus und Jehova. Das ist die Wahrheit. Hoffe das du irgendwann erwachst bzw. erwachet. Bis dahin süße Träume.Friedhelm

  • heibea
    Februar 27, 2013

    Liebe Brüder im Herrn,
    meinem Empfinden nach vermittle ich den Brüdern und Schwestern der
    Versammlung das Gefühl,alles wäre in Ordnung ,wenn ich regelmäßig
    anwesend bin:ich zeige dadurch,dass ich mit der Lehrmeinung der WT
    einverstanden bin,wenn ich nichts sage(was man ja nicht darf) und
    an deren Schulungsprogramm teilnehme! Wir hier besitzen inzwischen
    eine ganz andere Erkenntnis über die Bibel,unseren Höchsten und seinen geschätzten Sohn.
    Warum also noch einer Orga Zeit und Aufmerksamkeit widmen,die nach
    weislich Jehova und Jesus die Stellung absprechen,die ihnen ge-
    bührt? Können wirklich wir darauf Einfluß nehmen,dass sich Brüder
    -so wie wir- besinnen? Oder ist es Jehova,der zieht,auch ohne un-
    sere persönliche Mitarbeit?! Bei mir zumindest war es so,und ich bin da ganz beruhigt(nehme mich nicht so wichtig),das es auch ohne
    mich geht…mein Vertrauen zu Jehova ist da unbegrenzt!
    Die Menschen und Brüder,an denen mir etwas liegt,haben auch außer
    halb der Versammlung mit mir Kontakt,und wenn nicht:man kann nicht
    „every bodies`darling sein“! Hauptsache Jehova und Jesus lieben
    mich-klingt vielleicht infantil-aber so ist es!!!
    noch einen schönen Sonntag-hier lacht die Sonne
    hei-bea

    nen geschätzten Sohn.
    Warum also noch einer Orga Aufmerksamkeit und Zeit widmen,die nach-
    weislich Jehova schmäht und ihm die Stellung abspricht,die ihm zu-
    steht-und auch seinem Sohn!

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Heibea!

    Ich kann Dir nur bestimmen, dass Der Vater, gemäss Joh.6:44 uns zieht und in unserem Fall war es so, denn als ich die Entscheidung traf nicht mehr in die Zusammenkunft zu gehen, wurde im WT Studium Offb.18:4 behandelt und von da an besuchten wir keine Zus. mehr.
    Wir sind uns zwar dann nicht im Klaren gewesen wie das weitergehen sollte, doch es ist weiter gegangen,doch ohne WTG.

    Dass wir uns hier frei äussern können,gefällt uns sehr, denn innerhalb der ORG war das nie gerne gesehen. Schade wäre es und traurig, wenn uns das auf dieser Seite übel genommen würde.
    Im Übrigen ist mir beim Kommentar zu Jakobus 5:14 von Br.Hopefull noch der Vers 16 eingefallen, dass Jakobus sagt:“ so bekennet denn einander die Sünden und betet füreinander….“
    Hier steht nicht dass Verkündiger den Ältesten ihre Sünden bekennen sollen.Was heisst das einander????
    Ausserdem, werden unter den ZJ nur die Fehler oder nicht Fehler von den „Kleinen hochgespielt“, warum werden die schlimmen Dinge von den Ältesten vertuscht?
    Diese ERfahrung haben wir gemacht.

    Grüsse
    Genovefa

  • heibea
    Februar 27, 2013

    Liebe genovefa,
    ich stimme Dir u.a. darin zu,das Fehler bei Ältesten zumindest in
    der Versammlung,die ich besuchte,vertuscht wurden und werden?!
    In brieflicher Form an die Ältestenschaft darauf angesprochen,daß
    er als verheirateter Ältester jeden Tag über einen längeren Zeit-
    raum eine wesentlich jüngere Schwester besuchte,sodaß es sogar
    Nachbarn (auch Brüder)auffiel,meinte er nur,das sei nicht so,und
    die Brüder,die das erzählten,sollten aufpassen,dass sie nicht we-
    gen Verleumdung vors Komitee kämen! Er log,das sich die Balken bo-
    gen und wurde von der ganzen Ältestenschaft gedeckt.Er steht immer
    noch auf der Bühne,faselt was von Liebe und Ehrlichkeit….
    Einer der Gründe,warum ich die Versammlung nicht mehr besuche:sie
    verhöhnen Jehova von der Bühne herab.
    Jeder macht Fehler,das ist menschlich,aber man sollte dazu stehen,
    Jehova und eventuell auch die betroffenen Brüder um Verzeihung bit
    ten…..Doch dieser Mann(?) macht weiter,wie gehabt.Jeder andere
    hätte die Konsequenzen seines Tuns zu tragen gehabt..
    Die arme Ehefrau,die arme Versammlung,naja,der Störfaktor zumin-
    dest geht nicht mehr hin.
    Liebe Genovefa,weg mit dem ganzen Müll!! Wir wissen es jetzt bes-
    ser.Ich bin erleichtert und glücklich,dass ich von diesem ganzen
    Mist nichts mehr weiß,höre,-und konzentriere mich auf positives.
    Das tut gut und reißt nicht nieder,Das ist es,was wir brauchen!
    In diesem Sinne
    alles Liebe an alle hei-bea

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Heibea!

    Ich bin Jehova sehr dankbar, dass bei mir kein Funke Schmerz zurückgeblieben ist, dass ich nicht mehr zur ORG gehöre. Für uns war nur interssant, dass vor dem Ausschluss des einen von den 2 Ältesten die uns so zugesetzt hatten, ein Dienstamtgehilfe das Gesetz der ORG bezüglich Ausgeschlossenen nicht beachtet hatte, denn er kam uns zu besuchen, trank sogar Wein mit uns, brachte uns ein Geschenk plauderte aus der Schule, dass man diesen Ältesten ausgeschossen hatte. Und warum? Genau aus dem Grund, den wir schon einigen Ältesten mitgeteilt hatten, doch man behandelte uns als Lügner. Doch Jehovas Mühlen mahlen, aber nicht wie und wann Wir wollen.

    Herzlichen Dank für Deine lb.Worte.
    Genovefa

  • Glückskind
    Februar 27, 2013

    Auch im Hinblick auf die dargelegten Ansichten zum Thema Gemeinschaftsentzug und dem auf der letzten Ältestenschulung dazu „trainierten“ Vorgehen zur „Wahrheitsfindung“ möchte ich meinerseits gern dazu beitragen, dass evtl. Missverständnisse ausgeräumt und Fehler vermieden werden.

    Zunächst ein Blick auf die „Historie“ der Exkommunikation in der katholischen Kirche:
    In der römisch-katholischen Kirche bedeutet Exkommunikation nicht den Ausschluss aus der Kirche (der kirchenrechtlich unmöglich ist), sondern den Verlust der Kirchengemeinschaft und damit gewisser Rechte innerhalb der Kirche.
    Im Mittelalter hatte die Exkommunikation (der Kirchenbann) die weltliche Reichsacht zur Folge und damit oft den wirtschaftlichen oder politischen Ruin (jemanden „in Acht und Bann tun“ – aus der Gemeinschaft ausschließen).
    Der Exkommunizierte ist nach dem CIC von 1983 nicht berechtigt, die Sakramente oder Sakramentalien zu spenden oder zu empfangen. Außerdem darf er kein kirchliches Amt oder kirchliche Dienste und Aufgaben ausüben.[2]
    Nach römisch-katholischem Kirchenrecht wird unterschieden zwischen der
    • Exkommunikation als Tatstrafe (excommunicatio latae sententiae), die mit dem Vergehen von selbst eintritt. Durch einen Akt des Unglaubens hat der Gläubige sich soweit von der Kirche entfernt, dass er nicht mehr als der Kirchengemeinschaft zugehörig betrachtet werden kann. Exkommunikation als Tatstrafe erfolgt beispielsweise aufgrund von:
    o Entweihung der Eucharistie (CIC Can. 1367),
    o Gewalt gegenüber dem Papst (Can. 1370 § 1),
    o für den Priester – Erteilung der (wirkungslosen, Can. 977) Absolution gegenüber jemandem, der zusammen mit diesem Priester eine Sünde gegen das sechste Gebot („du sollst nicht ehebrechen“) begangen hat (absolutio complicis; Can. 1378 § 1),
    o einer Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat – für beide Parteien (Can. 1382),
    o Verletzung des Geheimnisses bei dem Konklave durch das Hilfspersonal (Universi Dominici Gregis Art. 78),
    o für die wählenden Kardinäle (Simonie bei der Papstwahl (Universi Dominici Gregis Art. 58) sowie andere Unregelmäßigkeiten bei Konklave): Sich-beeinflussen-Lassen durch die Dritten (ibidem Art. 80), Absprachen zwischen den Elektoren (ibidem Art. 81),
    o Verletzung des Beichtgeheimnisses (Can. 1388 § 1),
    o Abtreibung (für alle aktiv Beteiligten). (Can. 1398),
    o Apostasie (Can. 1364 § 1),
    o Häresie (Can. 1364 § 1),
    o Schisma (Can. 1364 § 1).
    Die Exkommunikation als Tatstrafe tritt nur in jenen Fällen ein, in denen sich der Betreffende bewusst war, dass der von ihm begangene Akt kirchlicherseits eine Straftat ist. Da die Tatstrafe bereits bei Begehung der Handlung eintritt, ist es nicht erforderlich, dass sie durch einen Bischof oder den Papst bestätigt oder verkündet wird; dies kann allerdings unter Umständen geschehen, um den Vorgang unter den Gläubigen kundzutun.
    • Die Exkommunikation als Spruchstrafe (excommunicatio ferendae sententiae), erfolgt durch ausdrücklichen Urteilsspruch seitens des Bischofs oder des Papstes. Diese erfolgt in dem Falle, dass der zu Exkommunizierende öffentliches Ärgernis erregt.
    Über die zwei Arten der Exkommunikation: Exkommunikation als Spruchstrafe (excommunicatio ferendae sententiae) und Exkommunikation als Tatstrafe (excommunicatio latae sententiae) siehe Can. 1314 CIC 1983.
    In besonderen Fällen, insbesondere bei Todesgefahr entweder des Exkommunizierten oder eines Gläubigen, gibt es Ausnahmen von der Exkommunikation.[3] Sie kann auch lediglich ausgesetzt sein.[4] In diesem Zusammenhang spielt die öffentliche Feststellung der eingetretenen Exkommunikation eine Rolle.
    Die Exkommunikation bleibt solange bestehen, bis die Ursache beseitigt ist oder der Betroffene sein Vergehen wiedergutgemacht hat, vgl. Rekonziliation. Danach ist der lokale Ordinarius (z.B. Bischof) verpflichtet, die Exkommunikation wieder aufzuheben. Der Bischof kann diese Berechtigung aber auch an einzelne Priester delegieren. In bestimmten Fällen kann die Exkommunikation nur vom Heiligen Stuhl aufgehoben werden (die ersten sechs unter den excommunicatio latae sententiae). Im Falle der Todesgefahr ist jedoch jeder Priester berechtigt, die Exkommunikation aufzuheben
    (Quelle: Wikipedia, von mir überprüft anhand CIC und ausreichend vollständig und richtig im Zusammenhang.)

    Im direkten Vergleich mit der Anwendung der o. g. Textpassagen in den Versammlungen der ZJ (oder besser: in der Versammlung Christi!) ergibt sich folgendes Bild:

    A.
    Die Vorgehensweise aus Matthäus 18:15-17 wird (hoffentlich) angewendet:
    „Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“

    (Hier ergänzend ein Kommentar zur veröffentlichten Darstellung des Verfassers von „Der Gemeinschaftsentzug als Teil der Gemeinderegel“:
    Man kann den Satz „….lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar…“ durchaus so interpretieren, dass es hier ausschließlich um Fehler zwischen dem Sünder und dem geht, der mit ihm spricht, aber diese Ansicht ist falsch. Vers 15 beginnt: „ Überdies, wenn den Bruder eine Sünde begeht…“. Daraus folgt eindeutig, daß die beschriebene Vorgehensweise bei ALLEN Sünden gilt.)

    Matthäus 18:15-17 beschreibt vollumfänglich
    a) aufrichtige Reue, deren Werke sowie die Folgen für den „Sünder“,
    b) gehemmte Reue, Hilfe zur aufrichtigen Reue sowie DARAUS resultierende Folgen für den „Sünder“,
    c) fehlende Reue und daraus resultierende Folgen für den „Sünder“.

    Diese Vorgehensweise dient folgenden Zwecken:
    Jehovas Maßstab für Gerechtigkeit wird eingehalten, die Reinheit der Versammlung wird bewahrt, der REUELOSE Missetäter wird vielleicht zurechtgebracht und kommt zur Besinnung.

    B.
    Ist es nun nötig, das Älteste sich mit dem Sünder und seinem „Vergehen“ befassen und versuchen, die Echtheit seiner Reue festzustellen?
    Ja, denn auch das ergibt sich aus der Vorgehensweise, die in Matthäus 18:15-17 beschrieben wird. Aber gehen wir doch Schritt für Schritt vor.

    Nehmen wir den ersten Teil:
    „ ….so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.“
    aa)
    Wann genau weiß ich, dass mein Bruder auf mich „gehört“ hat?
    Sicher stimmen alle zu, dass dies dann der Fall ist, WENN der „Sünder“ sein sündhaftes Verhalten lässt. Bei schweren Sünden ist ein weiteres Merkmal dafür, dass der „Sünder“ gehört hat, wenn dieser mit einem Ältesten spricht und die Angelegenheit offenlegt. Warum?
    1. Zum einen im Hinblick auf Jakobus 5:14, diese Vorkehrung Jehovas dient ausschließlich zum Nutzen des „Kranken“, z. B. ein Sünder.
    2. Zum anderen, weil der „Sünder“ dadurch zur Reinheit der Versammlung beiträgt und Respekt vor der Gerechtigkeit Gottes zeigt, denn er will (hoffentlich) nicht, dass andere aus der Versammlung Schaden nehmen – hier sei auch auf 1. Korinther 5:9-11 verwiesen.
    bb)
    Nun kann es sein, dass der „Sünder“ nicht sogleich einsichtig ist, die Gründe dafür KÖNNEN vielschichtig sein. Aber sobald die Person, die zunächst mit ihm allein sprach, mit zwei oder drei Zeugen mit ihm erneut die Angelegenheit behandelt, hat der „Sünder“ erneut die Möglichkeit, „zu hören= aufrichtig zu bereuen und Taten der aufrichtigen Reue folgen zu lassen.
    cc)
    Was aber, wenn der „Sünder“ auch dann nicht hört? DANN ist die Versammlung zu involvieren, es scheint vernünftig zu sein, anzunehmen, dass damit die Ältesten gemeint sind, die quasi stellvertretend für eine Versammlung, sicher im Sinne von 2. Timotheus 4:2 und dem Vorbild Jesu aus Offenbarung 3:19 folgend, die Autorität haben, das Recht Jehovas anzuwenden – zum Nutzen des „Sünders“, zur Verherrlichung Gottes, aber auch zum Schutz der Versammlung.
    Dies ist die DRITTE Gelegenheit für den „Sünder“, „zu hören“=siehe oben.

    dd)
    Erst wenn das auch nicht zur Umkehr des Sünders führt, dann
    „…so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“
    WAS genau bedeutet das:
    Zitat „6 Nun geben wir euch Weisung, Brüder, im Namen des Herrn Jesus Christus, euch von jedem Bruder zurückzuziehen, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die ihr von uns empfangen habt.“
    ( 2. Thessalonicher 3:6)
    Sicher ist allen hier regelmäßig/mäßig Anwesenden bekannt, dass Juden grds. den Umgang mit Menschen aus den Nationen (nicht Proselythen!) und Steuereinnehmern mieden. Warum, das muss hier sicher nicht erläutert werden.
    Paulus‘ oben zitierte Erläuterung aus 2. Thessalonicher 3:6 beschreibt aber konkret, wie mit REUELOSEN Sündern „umgegangen“ werden soll.
    Kann der Erläuterung des Paulus nun entnommen werden, dass dies bspw. NICHT für Verwandte gilt, mit diesen also weiterhin Umgang „ratsam“ ist?
    Nein, Paulus schrieb: “…von jedem Bruder zurückzuziehen, der unordentlich und nicht nach Überlieferung wandelt….“.
    Erlaubt sei in diesem Zusammenhang, dass Jesus selbst hier zeigte, welche „Gemeinschaft“ höchste Priorität hat, wenn man sein Verhalten bei der Gelegenheit betrachtet, die u.a. in Markus 3:31-35 beschrieben wird: Die Versammlung wurde von im höher bewertet als familiäre „Bande“, dies tat er grundsätzlich, weil „die Sache mit der Versammlung“ höchste Priorität hat und „…jede Familie Jehova ihren Namen verdankt…“, siehe dazu Epheser 3:14,15.

    D.
    Es mag für Aussenstehende, aber auch für aufrichtige Christen schwer sein, das zu akzeptieren.
    Dennoch: Unterscheiden wir immer richtig zwischen falsch verstandener Güte sowie korrekt angewendeter Güte?
    Solange ein Verwandter „nicht hört“ im Sinne von Matthäus 18:15-17, was gibt uns das Recht, diesen anders zu behandeln als Nicht-Verwandte? Ich kann hierfür keinen biblischen Grund erkennen.

    Zurück zur katholischen Kirche, diese wurde ja vom o. g. Verfasser von „Der Gemeinschaftsentzug als Teil der Gemeinderegel“ vergleichend dargestellt im Hinblick auf Exkommunikation.
    Die Wiedergabe des kanonischen Rechts in Wikipedia erläutert, dass das kanonische Recht UND dessen Anwendung bis in 19 Jahrhundert KEINEN Unterschied zur Anwendung der zugrunde liegenden biblischen Anweisungen erkennen lies.
    Die Säkularisierung, die Inkonsequenz der der Kirche in der Anwendung des göttlichen Rechts gegen Mitglieder der Geistlichkeit sowie die im 20. Jahrhundert zunehmende persönliche Unabhängigkeit des Einzelnen führten dazu, die Exkommunikation im Hinblick auf die Gefahr des Verlust von Mitgliedern nur noch sehr vorsichtig in Betracht zu ziehen, geschweige denn, sie anzuwenden.
    Wie die Bibel zeigt, sollen aufrichtige Nachfolger Christi seine und besonders Gottes Gesetze anwenden. Eine Rücksicht auf „moderne Zeiten, unangemessene Barmherzigkeit oder gar Angst vor Verlust von Mitgliedern“ und daraus resultierender Verzicht auf „die Zucht Jehovas“ rät die BIBEL NICHT!
    Allerdings sei hier darauf hingewiesen:

    Den vom o. g. Verfasser behaupteten unterschied in den Auswirkungen einer „Exkommunikation“ aus der kathol. Kirche bzw. einer Versammlung der JZ gibt es nicht:
    Es kann sich bei der Exkommunikation immer nur um eine lokal wirksame, nach aussengerichtete Massnahme handeln, die letzlich NUR zum Ausschluss von „Versammlungs- oder Gemeindeaktivitäten des Gottesdienstes“ führt – warum?

    Jeder ist Herr seines Glaubens.
    Es liegt beim „Sünder“, unabhängig von Sanktionen (in) der Versammlung, sein durch die Sünde(n)
    ge(zer-)störtes Verhältnis zu Jehova wieder „ins Reine“ zu bringen. In diesem Sinne zitiert der o. g. Verfasser 1. Johannes 1:9 korrekt. Dieses Verhältnis zu Jehova sowie der ggfs. entstandene Schaden durch die „sünde“ des „Sünders“, z. B. in der Familie, muss der „Täter“ höchstselbst in Ordnung bringen.
    Sanktionen (in) der Versammlung sind eher ein förmlicher Vorgang, öffentlich und vor allem dort wirkend und nur dann zu verhängen, WENN DER SÜNDER NICHT BEREUT.
    Der „Sünder“ bestimmt also höchstselbst, wann seine Freundschaft zu Gott wieder in Takt ist. Hilfsweise sei hier auf Psalm 51:17 verwiesen – DAS HIER BESCHREIBENE IST DAS HEILMITTEL für die Freundschaft mit Gott, zusammen mit Werken, die der Reue entsprechen.
    Der „Sünder“ kann also schon bald wieder ein gutes Verhältnis zu Gott (und Christus) haben, die formellen Auswirkungen in der Versammlung sind dann nachfolgend die Aufhebung von Sanktionen und die Wiederaufnahme in die Versammlung.
    Noch ein Wort zum Text des Verfassers:
    Die beschriebene Begebenheit mit dem Zöllner/Steuereinnehmer findet sich in Lukas 18:9-14, nicht in Lukas 8:11.

    Gern gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt auf folgende Punkte näher ein:
    – Bruder Martin’s Behauptung über die „Schlachtung der Schafe“
    – Aufgabe der Ältesten bei Sünden
    – Sanktionen in der Versammlung – warum?

    Brüderliche Grüße!

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Liebes Glückskind

    Ich muss Deinem Kommentar widersprechen.
    ZB Hattest Du geschrieben:
    Zitat:
    Man kann den Satz „….lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar…“ durchaus so interpretieren, dass es hier ausschließlich um Fehler zwischen dem Sünder und dem geht, der mit ihm spricht, aber diese Ansicht ist falsch. Vers 15 beginnt: „ Überdies, wenn den Bruder eine Sünde begeht…“. Daraus folgt eindeutig, daß die beschriebene Vorgehensweise bei ALLEN Sünden gilt.)

    Deinem letzten Satz stimme ich Dir absolut nicht zu. Du hast nur eine Bibelübersetzung benutzt. Denn in der Genfer-Übersetzung heißt es ganz klar im V 15: Wenn aber DEIN Bruder AN DIR gesündigt hat…..

    Dieser Hinweis der Sünde an einem Bruder und die gegenseitige Vergebung hat nichts mit dem Allgemeinen Bekennen der Sünden zu tun. Der Fall, den Jesus hier beschreibt ist eindeutig eine Streitigkeit zwischen zwei Brüdern, der bereinigt werden muss. Denn wie kann man im Gebet vor dem heiligen und reinen Gott JHWH treten, wenn ich weiß, dass ich noch einen Streit mit einem Bruder habe und mein Herz schwer und belastet ist? Auch ist es Nächstenliebe dem Bruder gegenüber ihn auf einen Fehler hinzuweisen, damit er selbst mit unbefangenem Herzen vor Gott treten kann.

    Du schreibst:
    Was aber, wenn der „Sünder“ auch dann nicht hört? DANN ist die Versammlung zu involvieren, es scheint vernünftig zu sein, anzunehmen, dass damit die Ältesten gemeint sind, die quasi stellvertretend für eine Versammlung, sicher im Sinne von 2. Timotheus 4:2 und dem Vorbild Jesu aus Offenbarung 3:19 folgend, die Autorität haben, das Recht Jehovas anzuwenden – zum Nutzen des „Sünders“, zur Verherrlichung Gottes, aber auch zum Schutz der Versammlung.
    Dies ist die DRITTE Gelegenheit für den „Sünder“, „zu hören“=siehe oben.

    Hier widersprichst Du Dich aber ganz schön. Denn Du hast ja schon beim ersten Schritt die Ältesten geholt, oder nicht?. Hier IST die Versammlung gemeint und zwar alle. Und wenn Du die Bibel aufmerksam liest, wurden Streitigkeiten zwischen Brüdern ganz oft VOR der ganzen Versammlung bereinigt. zB der Beschneidungsfall, oder 1.Kor. 5:11 wurde auch vor der ganzen Versammlung ausgetragen.
    Hast Du das schon mal erlebt, dass ein Komiteefall vor der ganzen Versammlung vorgetragen wurde??? Uns wird immer wieder von der Bühne gesagt, dass wir uns an die kleinsten Dinge zu halten haben sonst versündigen wir uns an Jehova, aber die Ältesten müssen das nicht. Wie oft reitet doch d.t.u.v.S. auf diese Aussage aus Mat.18:15,16 rum und lässt aber Vers 17 total ausser acht. Ist das nicht auch Sünde??? Die nächste Instanz wäre die Versammlung, aber das wird nicht befolgt. Wenn die Hirten sich schon nicht an die Gesetze halten, was soll denn dann das Schaf daraus lernen???? Was ist denn das für eine Vorbildfunktion?

    Dann heißt es auch nicht, dass wir zu den Ältesten müssen. Das hast Du falsch verstanden. Jesus sagte nicht, wir sollen zu den Rabbis gehen, er sagte ganz eindeutig : „Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei mit dir,……
    Da Jesus im Vers davor von einem Bruder redete, meint er auch logischerweise in vers 16 auch Brüder. Sollten es nur Älteste sein, dann hätte Jesus das doch explisit erwähnt, nicht wahr?
    Da sich die Ältestenschaft ja selbst nicht an Mat.18:15-17 halten, sind sie nicht erst recht Sünder und müssten das öffentlich bekanntgeben??

    Dann hattest Du noch diesen Satz:

    1. Zum einen im Hinblick auf Jakobus 5:14, diese Vorkehrung Jehovas dient ausschließlich zum Nutzen des „Kranken“, z. B. ein Sünder.

    Ich würde jetzt nicht jeden Sünder als krank bezeichnen. Mit diesem Vers sind auch kranke Leute gemeint und nicht einfach pauschal Sünder. Das ist eine Sinnverdrehung dieses Textes. Ich verstehe, diesen Vers auch so, dass es welche sind die evtl sterbenskrank sind. Vielleicht ist das Herz des Sterbenden so schwer, dass er noch etwas sagen möchte um sich zu erleichtern, bevor er geht. Dazu, sollte ein Ältester da sein. Mit Vers 14 ist das allgemeine geistige Wohl gemeint, aber kein MUSS zum Beichten.

    Dieser Fall den Jesus in Mat. 18:15-20 beschreibt, sind Streitigkeiten zwischen 2 Brüdern, die aus dem Weg geräumt werden müssen, um vor Gott mit reinem Herzen stehen zu können, damit man sich selbst nicht versündigt indem man unrein zu ihm kommt. Denn ich kann nicht im Gebet zu Gott kommen wenn mein Herz mit einem Streit beschäftigt ist. So muss ich ihn bereinigen indem ich ERST zu dem Bruder selbst hingehe und mit ihm rede. Wenn es nicht fruchtet, hole ich 1-2 BRÜDER dazu, die eine Schlichterfunktion haben, keine Richterfunktion! Und wenn es immer noch nicht fruchtet trage ich es der GANZEN Versammlung vor. Alles mit dem Ziel Frieden zu schaffen.

    Meine allgemeinen Sünden haben damit überhaupt nichts zu tun. Meine allgemeinen Sünden trage ich Jesus vor, denn ER ist für mich gestorben und nicht die Ältesten. Jesus ist meine Sündenvergebung, er schaut in mein Herz und prüft mich ob ich es ernst meine. Denn nur er kann mir die Sünden vergeben und nicht Älteste.
    Und wenn ich Streit habe regle ich dass, damit ich und mein Bruder Frieden vor Gott haben. Wenn ich das nicht tue, DANN ist es mir Sünde.

    Diese ganze Struktur des Rechtskomitees ist schon eine Sünde in sich selbst und vor Jehova ganz bestimmt nicht gültig! Es ist ein Zurechtbiegen der WTG um eigene Sünden zu verbergen.

    Liebe Grüße Hope

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    danke Hope für die Fakten.
    Konzedieren wir, dass im alten Israel und Judah REchtsfälle öffentlich im Tor abgehandelt wurden, für Jedermann einsichtbar.

    Die Zeugen gehen mit ihrem Delinquenten ins Hinterzimmer, schließen sich ein und walzen ihn platt.
    Wie soll sich einer gegen 3 wehren können, wenn die, schon mit Vorurteilen belastet, den „Sünder“ in die Mangel nehmen.
    ich habe in den vielen jahren meiner Tätigkeit als Ältester immer weder die Feststellung gemacht, dass da Leute sitzen, die weder sozilae Kompetenz noch bilbisch eKompetenz haben, die sich aussschließlich nach einem geheimen Buch richten, das ständig aufgebessert wird.
    Und wenn es um sexuelle Verfehlungen geht – da können manche nicht an sich halten und fragen dann Frauen, wie es dann war, oral, vaginal, anal usw und so fort. Das sind Voyeure par excellence, die da ihre inneren TRiebe im WT Mäntelchen ausleben und keine Scham empfingen. Ich muss sagen: einfach widerlich.
    Es genügt, wenn jemand gesündigt hat, dies im Gebet Gott darzulegen. Denn nur einer, der sich der Sünde bewußt ist und sie als falsch erkennt, wird auch sein Gewissen sprechen lassen.
    Ich würde so was niemals den Ältesten erzählen, dann weiß es in 50 % der Fälle auch bald die eine oder andere Ehefrau.
    Da werden „Schulungen“ abgehalten, in letzter Zeit immer häufiger. Es geht aber nur um INdoktrinierung der Dogmen und deren Umsetzung, niemals darum, echte Hirten zu kultivieren. Und jene Männer, die solche natürliche Gabe haben, auch aus inerem Herzen heruas – die werden zumeist kalt gestellt von den Capos

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Danke, Hope, für Deine Kommentare zu meinen Kommentaren.

    Erlaube mir, folgendes richtig zu stellen:

    A.
    Zunächst zur von Dir angeführten Bibelübersetzung…
    ….habe die Mühe nciht gescheut, den verfügbaren griechischen Urtext zu prüfen, folgendes ist hier anzumerken:
    Gemäß der Emphatic Diaglott, Fussnote zu Matth 18:15 , ist der Satzteil „gegen Dich“ erst in einem vatikanischen Manuskript(nr. 1209) zu finden und eine Hinzufügung früherer Bibelgelehrter, jedoch wahrscheinlich nie Bestandteil des Urtextes von Matthäus gewesen..

    Diesen Hinweis findet man auch in anderen Übersetzungen, z. B. der American Standard Bible.
    Folgerichtig übersetzt die Emphatic Diaglott auch
    „“Now, if thy brother be in error….“

    B.
    Der Kontext in Matth 18, es geht ja u. a. um Dinge, die uns zum Straucheln bringen können, ganz allgemein…..nun, dieser Kontext lässt eine Reduzierung von Matth 18:15 auf Fehler zwischen zwei Christen nicht zu.

    C.
    Du schreibst:
    „Hier widersprichst Du Dich aber ganz schön. Denn Du hast ja schon beim ersten Schritt die Ältesten geholt, oder nicht?. Hier IST die Versammlung gemeint und zwar alle. Und wenn Du die Bibel aufmerksam liest, wurden Streitigkeiten zwischen Brüdern ganz oft VOR der ganzen Versammlung bereinigt. zB der Beschneidungsfall, oder 1.Kor. 5:11 wurde auch vor der ganzen Versammlung ausgetragen.“

    Nein, die Ä, nach meiner Auffassung stellvertretend für die Versammlung, kommen im Dritten Schritt….wenn überhaupt nötig….

    …und NEIN, die Angelegenheit mit der Beschneidung wurde NICHT vor der ganzen Versammlung geklärt, sondern durch einen ausgewählten kreis (Apo 15:2). Die Ergebnisse wurden dann allen Versammlungen bekanntgegeben (Apo 15:22 ff).

    D.
    Schließlich schreibst Du:

    „Dieser Fall den Jesus in Mat. 18:15-20 beschreibt, sind Streitigkeiten zwischen 2 Brüdern, die aus dem Weg geräumt werden müssen, um vor Gott mit reinem Herzen stehen zu können, damit man sich selbst nicht versündigt indem man unrein zu ihm kommt. Denn ich kann nicht im Gebet zu Gott kommen wenn mein Herz mit einem Streit beschäftigt ist. So muss ich ihn bereinigen indem ich ERST zu dem Bruder selbst hingehe und mit ihm rede. Wenn es nicht fruchtet, hole ich 1-2 BRÜDER dazu, die eine Schlichterfunktion haben, keine Richterfunktion! Und wenn es immer noch nicht fruchtet trage ich es der GANZEN Versammlung vor. Alles mit dem Ziel Frieden zu schaffen.

    Meine allgemeinen Sünden haben damit überhaupt nichts zu tun. Meine allgemeinen Sünden trage ich Jesus vor, denn ER ist für mich gestorben und nicht die Ältesten. Jesus ist meine Sündenvergebung, er schaut in mein Herz und prüft mich ob ich es ernst meine. Denn nur er kann mir die Sünden vergeben und nicht Älteste.“

    Nun, den Irrtum, es handele sich ausschließlich um Fehler zwischen zwei Personen, hatte ich mit Verweis auf die griechischen Alttexte bereits aufgedeckt, siehe oben.

    Und ja, ansonsten gilt die Vorgehensweise aus Matth. 18:15-17, also erst Vier-Augen, dann mindestens 8 Augen, dann die VErsammlung.

    Natürlich können Ä keine Sünden vergeben, wer behauptet denn so etwas?

    Schluckauf!

  • Hopefull
    Februar 27, 2013

    Liebes Glückskind

    ich danke auch Dir für Deine Antwort. Erlaube auch mir bitte zu antworten.

    Es ist immer so eine Sache mit “ wahrscheinlich“. So wie die Emphatic Diaglott es schreibt sind sie sich wohl nicht sicher. Es kann so sein, muss aber nicht. Für mich ist der Fall in Mat. 18: 15-20 eine Anregung Jesu, dass wir selbst darauf achten solltem Frieden in der Versammlung zu halten und Streitigkeiten aus dem Weg zu räumen. Aus diesen Versen ein Komiteefall zu machen ist meines Erachtens falsch.
    Denn dann kommen solche Sachen zu Tage wie: “ Einheit um jeden Preis“, und das auf Kosten der Brüder, besonders derer die die Wahrheit sagen.

    Zu B

    Bitte lies den Vers 15 richtig:
    “ Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein!
    In Vers 17 heisst es, dass er DIR wie einer der Heiden sein soll.
    Verse 15-20 ist ein eigenständiges Thema. Ich weiss nicht genau welchen Kontext Du in Kap.18 meinst. Ich vermute mal das Gleichnis vom barmherzigen Knecht. Das ist aber wieder ein eigenständiges Thema wo es um Vergebung geht.

    Zu C

    doch, die Angelegenheit der Beschneidung wurde vor der ganzen Gemeinde vorgetragen. Den Vers den Du angeführt hast war der Weg nach Jerusalem. Paulus und Barnabas wurden gebeten nach Jerusalem zu den anderen Aposteln und Ältesten zu kommen. In Vers 4 wurden sie von der ganzen Gemeinde, den Aposteln und der Ältesten empfangen.
    In der Fußnote der Genferstudienbibel heißt es dazu zu Vers 6:
    Die Gemeindeleiter übernahmen in der Diskussion die Führung, aber V12 zeigt, dass die ganze Gemeinde anwesend war.

    Ich hoffe Dein Schluckauf ist wieder weg, das kann schon eine Plage sein.

    Liebe Grüße Hope

  • Sledge Hammer
    Februar 27, 2013

    Glückskind,

    ich muß Dir danken, für das Glück des Lachens, als ich Deinen Kommentar las.

    Du schreibst: „Den vom o. g. Verfasser behaupteten unterschied in den Auswirkungen einer „Exkommunikation“ aus der kathol. Kirche bzw. einer Versammlung der JZ gibt es nicht:“

    Zum einen finde ich es mehr als amüsant, ausgerechnet die von der WTG ach so verteufelte Hure Babylons als Rechtfertigungsbeispiel anzuführen.

    Zum anderen: Wenn die Kirche ein Mitglied exkommuniziert, dann hat das nichts mit einer “Verfluchung” zu tun, damit ist auch keine “Verdammung” fürs Jenseits ausgesprochen, sondern der Betreffende wird vielmehr aus der “Communio” – der kirchlichen Sakramentengemeinschaft – ausgeschlossen.

    Schließt die Orga aber ein Mitglied aus, dann ist dies nicht nur auf kirchliche Tätigkeiten beschränkt, die familiären und freundschaftlichen Weiterungen sollten Dir wohl bekannt sein. Auch bedeutet der Ausschluß gleichzeitig das Todesurteil.

    Der Ausgeschlossene erhält nunmehr nur noch als Dünger, nicht mehr als Jünger, Eingang in’s Paradies.

    Unterschied bemerkt?

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Hey sledge,

    danke.
    Ich erklärte, der „vom Verfasser des hier vielfach kommentierten Artikels“ dargestellte Unterschied zwischen der Exkom in der Katholischen Kirche und der in den Vers der ZJ existiert nicht.

    Du beschreibst etwas anderes….

    Schluckauf!

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Hallo glückskind,

    leider fällt auf, dass Du eloquente Darlegungen vorgaukelst, wie z.B. die widersinnige Abhandlung über die Gleichheit der Exkom bei der kath. Kirche und der bei ZJ.

    Die Behauptung diese Vorgehensweisen seien gleich ist nur noch lächerlich und schlicht falsch, weil offensichtlich in der täglichen Praxis ein Himmel weiter Unterschied. Zeige mir bitte ein Fall wo ein einfach Katholik einer Gemeinde exkom. wurde und wo es eine Direktive gab, dass dieser von anderen Katholiken vollständig zu meiden sei bis hin zum Grußverbot.

    Deine ca. 100 Seiten lange Abhandlung dazu, war auch fachlich falsch, weil sie einfach alles in eine Topf geworfen hat. Sowas kann mich nicht beeindrucken.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Liebes Glückskind!

    Bist du glücklich mit dem Regelwerk wie es die WTG mit schweren Lasten den Brüdern aufbürdet?
    Hat Jesu gesagt: Nehmt mein Joch, es ist leicht und sanft! …oder hat er das nicht gesagt?

    Wie hat er Sünder behandelt? Wie die WTG und ihre AUFSEHER dies tun sicher nicht. Das war auch der Grund als er in Mark. 3 seine Zuhörer ZORNIG ansah, tief erschüttert über ihre Hartherzigkeit.
    Wenn du in das gleich Horn wie die WTG bläst dann kann dir das gleiche widerfahren und du wirst sicher kein Lob von deinem einzigen Herrn bekommen. Jesus hat in Johannes Kap. 6 so schöne Worte verwandt, er will wie sein Vater uns seine Liebe SCHENKEN, eine Liebe die sich KEINER verdienen kann. Jeder der diese Liebe in Frage stellt ist fern vom Christus. Er versichert im Vers 37: Alle Menschen die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen und KEINEN werde ich zurückstossen!

    Mehr möchte ich zu deinem Kommentar nicht mehr hinzufügen, die meisten sind erschüttert und widersprechen dir. Löse dich von der Indoktrination durch die WTG und glaube das was in Gottes Wort steht – Psalm 103 sollte reichen, doch diese Darstellung wie Gott Menschen beurteilt werden durch unzählige andere Verse immer wieder bestätigt. Seinen wir glücklich das Jehova uns nicht das über uns bringt was WIR ALLE verdient hätten – den Tod!

    Wenn du das begriffen hast dann bist du wahrlich ein Glückskind!

    lg. Matthäus

  • glückskind
    Februar 27, 2013

    Hallo, Matthäus….

    …wie immer viel Emotion in Deinen Worten, danke.

    Nun, es ist Dir sicher nicht entgangen, dass ich mich AUSSCHLIE?LICH auf Mathäus 18:15-17 bezog.
    Es soll die Hl. Schrift sprechen, nicht irgend ein Interpreter.

    Und auch Deiner Antwort entnehme ich, dass Matth. 18 eindeutig ist, sonst hättest Du ja widersprochen mit konkreten, biblischen Argumente, wie man es hier häufig von Dir sehen kann.

    Dein Hinweis auf Gottes Barmherzigkeit ist sehr wichtig und richtig. Natürlich auch der Verweis auf Liebe.

    Ps 103…..
    „8 Jehova ist barmherzig und gnädig, Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.  9 Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen, Noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen.“

    Wenn er nicht für alle Zeit fortfahren wird zu rügen, heißt das aber auch DAS ER RÜGT……oder grollt…….

    Glückauf

  • Obadja
    Februar 27, 2013

    Hallo,

    Vielen Dank für diesen Beitrag, hier noch ein Film vom BR – Fernsehen. http://cdn-vod-ios.br.de/i/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/uXOHb7Z1iwOD/_2rc_71S/_AJS/_Abc9-Nc/9cfe2caa-da46-4efa-ae3a-054c0b40e5e2_,0,A,B,C,.mp4.csmil/master.m3u8?__b__=900

    Viele Grüße an Euch alle
    Obadja

  • Pit
    Februar 27, 2013

    hallo ihr lieben,

    für mich ist ausschlaggebend was jesus zu dem thema sagte:

    liebe deinen nächsten, wie dich selbst. liebe darüber hinaus deine feinde. segne die, die dich verfluchen.
    und: 7 mal 77 mal sollst du deinem bruder vergeben.

    das ist eindeutig.

    wer jetzt paulus aus dem aramäischen kulturkreis entfernt und in westliche normen packt, stellt einen wiederspruch zur lehre des Herrn her, den paulus so nicht gemeint haben kann.
    er hätte niemals gegen das 2. gebot gelehrt.

    z.B.:
    „mit jemanden essen“ ist im orientalischen kulturkreis etwas völlig anderes, als in der westlichen zivilisation. da ist auch von liebesmahl die rede, etwas sehr intimes im kleinsten vertrautenkreis.

    es kann nicht verkehrt sein, sich mit der orientalischen kultur und deren bildsprache etwas näher zu befassen.

  • Tina
    Februar 27, 2013

    zu meiner versammlung gehörte eine schwester, deren tochter mit 14! ausgeschlossen wurde. grund : sie wurde mit weltlichen klassenkameraden zusammen auf der straße gesehen, sie hat eine zigarette geraucht und sie hat in einer drogerie etwas mitgehen lassen welches sie aber am nächsten tag wg schlechtem gewissen wieder zurückbrachte – heimlich).
    die schwester war so wt-hörig und treu, dass sie die ältesten leider selber davon unterrichtete.
    leider erzählte sie auch von dem heimlich zurückgebrachten. das legten die ältesten als mangelnde reue aus. auch das sie weiter kontakt zu mitschülern hatte (wie anders soll das in einer klasse auch sein?). natürlich wurde sie zu einem gespräch aufgefordert. allein mit den ältesten. zu dem zeitpunkt war sie noch 13 jahre alt. natürlich hatte sie totale angst und weigerte sich hinzugehen.
    die ältesten beraumten einen neuen termin an und gaben ihr 14 tage zeit.“sonst würde sie ausgeschlossen“
    es kam natürlich wie es kommen mußte. das kind wurde kurzerhand ausgeschlossen. die ganze familie zerbrach daran. die schwester hat es sich niemals verziehen was sie damit angerichtet hatte. sie wurde psychisch völlig zerstört. nach vielen jahren der selbstzerfleischung hatte sie zumindest die kraft eine klinische therapie zu machen und ist seit 3 oder 4 jahren ca in psychotherapeutischer behandlung.
    aus meiner sicht allerdings kaum mit erfolg. sie kann sich ihre rolle dabei einfach nicht verzeihen.
    denn ich habe viele monate lang mehrmals in der woche mit ihr gelitten. sie immer und immer wieder klagen lassen über die gleichen dinge. mit ihr geweint über das gleiche und sie immer wieder getröstet. vergeblich. nach 2 – 2 tagen war alles genauso wie vor dem gespräch.
    die tochter selber hat jeglichen glauben verloren.
    irgendwann konnte die schwester einmal mit dem verantwortlichen ältesten darüber sprechen. er gab zu, das sie damals wohl „einen fehler gemacht hätten – aber das kind hätte ja wieder zurückkommen können“ !!
    was für eine arroganz , überheblichkeit und unbarmherzigkeit.
    dieser älteste hat im lauf der 40 jahre die ich ihn leider nun kenne sehr viel blutschuld auf sich geladen (weil einige gott ganz verlassen haben und sich nicht nur von jz zurückgezogen haben).
    ob er ahnt was da auf ihn zukommen wird? jetzt – nach den krebstod seiner frau – ist er völlig zusammengesackt und fast nur noch ein schatten seiner selbst.
    ich hoffe für ihn, dass er die zeit nun nutzt um darüber nachzusinnen was er bei seinen mitbrüdern und schafen angerichtet hat. und echte reue bekundet. und vielleicht auch den mut aufbringt sich bei den verschiedenen opfern zu entschuldigen.

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Liebe Tina, deine „Hoffnung in Ehren“ wie du es in deinen Schlussgedanken schreibst.
    Die von dir geschilderte Begebenheit ist einfach nur erschütternd, verwerflich und verurteilenswert!
    In den meisten Fällen wird keine Einsicht stattfinden solange solche Älteste „überzeugt“ sind für die „von Gott eingesetzte Organisation“ zu amten.

    Natürlich gibt es Ausnahmen von Aufsehern die ihre Fehler ehrlich eingestehen, meist sind es solche die hernach keine Amt mehr ausüben weil sie diese Last und Verantwortung nicht mehr mittragen können und wollen.

    Ich selbst mußte diese Erfahrung machen, ich wollte es einfach nicht wahrhaben dafür ausgeschlossen zu werden nur weil einem die Anweisung und Lehre Jesu wichtiger erscheint – siehe Apg. 1:6,7 – die Ältesten verlangen von dir die falsche Zeitrechnung (1914 sei das Königreich aufgerichtet) nicht nur zu glauben sondern auch zu vertreten. Sie verlangen von dir die Lüge zu glauben und zu vertreten.

    Ich hatte starke Suizid Gedanken, wollte nicht mehr leben, meine Frau bekam Wein, Schrei und Angstkrämpfe. Ein lieber Bruder (kein Ältester) war über den Zustand meiner Frau sichtlich besorgt und hat dies auch gemeldet. Ich selbst war in ärztlicher Behandlung, bekam Psychopharmaka und ein Attest über hochgradige Selbstmordgefährdung. Dieses Attest wurde den Ältesten vorgelegt, einer vom Komitee ein Sonderpionier Michael F., vom Schwiegersohn angesprochen, erwidert lapidar: Da könnte ja jeder kommen und sich so der Verantwortung entziehen – wohlgemerkt Jesu Lehre für wichtiger zu erachten, dafür wird man ausgeschlossen und als böser Abtrünniger gebrandmarkt.

    Ich wollte es einfach nicht glauben, habe meine Sache nicht nur ans Bethel geschrieben, habe an alle Ältesten der Versammlung (ca.10 an der Zahl) den gesamten Sachverhalt geschrieben. Nach 2 Jahren habe ich immer noch schwer unter der Sache gelitten, wahrscheinlich ist diese bittere Lebenserfahrung nach über 40 Jahren treuen Dienst als ZJ, auch Grund gewesen für meine schwere Krankheit. Ich habe darauf hin ein 2. mal mich an alle Ältesten einschliesslich dem Kreisaufseher Br. Kurt K. den ich seit meinen Kindertagen kannte, der bei meinen Eltern in der Dienstwoche regelmäßig nächtigte, einen Wiederaufnahmeantrag gestellt. Ich gebe zu es war halbherzig, ich konnte es einfach nicht glauben, wollte es nicht wahrhaben, wollte meine Frieden wieder finden. Nicht einer der Ältesten hat sich bei mir gemeldet oder auch nur entfernt nach einem Gespräch gesucht. Das sind keine Hirten, das sind Scharfrichter die in der Inquisition sich einen Namen gemacht hätten.

    Das mußte ich kurz schildern um meine Überzeugung w.o. auch verständlich zu machen.
    Heute bin ich froh und glücklich das alles so ist wie es ist. Froh dieser Folter in psychischer Hinsicht entkommen zu sein, in der Hoffnung dass meine Gesundheit weitgehends sich wieder einstellt.
    Ich hatte in meinem „Wiederaufnahmegesuch“ natürlich auch deutliche Worte verwandt die so hoffte ich wachrütteln. Es war eine Hoffnung ein Strohhalm, doch die Realität ist OHNE Liebe und Mitgefühl, deshalb waren meine Worte im Brief an sie auch zu 100% zutreffend und berechtigt –
    ein kurzes Zitat – vor 5 Jahren geschrieben:

    > Etwas was (nicht nur) mich, jedoch am meisten erschüttert hat und damit die Feststellung Jesu sich bestätigt – die Liebe der meisten wird erkalten. Wegen meinem „Fehler“ dem Sklaven nicht den Glauben oder Gehorsam zu geben, der ihm nicht zusteht – siehe Lukas 17:9,10 – nehmen Hirten es (ohne jedes Mitgefühl – um nicht das Wort eiskalt zu gebrauchen) in Kauf das ein Mensch in einer noch dazu ärztlich belegten depressiven Phase, sich das Leben nimmt. Versucht Euch einmal in den Gedanken zu versetzen dieser Umstand wäre eingetreten, wie wäre Euch dann zumute? Würde die Sache dann mit einem „es tut mir leid“, aus der Welt zu schaffen sein? Selbst wenn dieser Umstand nicht eingetreten ist, die Gedanken daran beschäftigen mich weiter, denn es schmerzt sehr, in einer Weise wie Ihr es nicht verstehen wollt – als Leugner Christi oder Abtrünniger angesehen oder geschmäht zu werden!
    Auch das einer (besser zwei – Kinder u. Enkel) Familie/Ehe Leid verursacht wird, oder auch „nur“ wegen der daraus resultierenden Spannungen in die Brüche gehen könnte – über all das macht Ihr Euch keine Gedanken und glaubt dafür keine Rechenschaft werdet geben müssen.<

    Wie gesagt, auf diesen Brief in dem ich auch meine Überzeugung und den Glauben an unser aller Erlösung durch den Herrn Jesus beteuerte, keine Reaktion, nicht einer!

    lg. Matthäus

  • Glückskind
    Februar 27, 2013

    Hallo, Tina…..
    ..Deine Erfahrung(en) haben mich sehr berührt.
    Jehova wird der Familie Recht verschaffen, und sei sicher, er vegisst nichts.
    Sebstverständlich liegt es bei Ältesten, eigene Fehlentscheidungen zu korrigieren – besse wäre jedoch, diese von Beginn an ZU VERMEIDEN.
    Leider gelingt das in einigen Fällen nicht.

    Sei ermuntert, für alle Beteiligten und Betroffenen des von Dir geschilderten Falles zu beten……weiterhin….und vertraue auf Jehova, denn….
    „ Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.“ Johannes 5:30, NWÜ

    Leider bekunden nicht alle Aufseher die gleiche demütige Einstellung wie der HERR DER VERSAMMLUNG, Jesus Christus!

  • Martin@Tina
    Februar 27, 2013

    Liebe Tina,

    nachträglich möchte ich mich auch noch zu deinem sehr bewegenden Kommentar äußern. Vor allen Dingen glaube ich, dass du hier dich hier als eine sehr mitfühlende und tröstende Schwester engagiert hast und dich so durch den Geist Gottes leiten ließest , dieser Schwester die mitfühlende Hand des Oberhirten spüren zu lassen. Das macht dich zu einer wertvollen Christin und Dienerin Gottes. Das 13/14-jährige Mädchen war in der Tat „kein Glückskind“!

    In einen meiner Kommentare schrieb ich mehr im Rahmen einer Metapher (manchmal bewusste Übertreibung, um den Sinn verständlich zu machen) vom Schlachten der Schafe des Herrn“. Das was du hier geschildert hast, ist nur ein Beispiel von vielen. Würden wir hier eine Rubrik aufmachen, die allen Ausgeschlossenen und „knapp an einem Ausschluss Vorbeigekommenen“ Gelegenheit zu geben, zu berichten, was für eine Behandlung ihnen wiederfahren ist im Umgang der Ältesten mit den Brüdern, käme hier ein riesiges Potential an Berichterstattung zustande.

    Noch eine Bemerkung dazu. Bekanntlich muß ja eine Kurz-Mitteilung an die WTG erfolgen. Früher wurde etwas umfangreicher der Grund benannt. Heute mehr aus juristischer Vorsichtigkeit nur noch kurze knappe Mitteilungen. Die WTG sagt, wir vertrauen unseren Ältesten, dass sie alles richtig machen. Normalerweise müssten sie in einen solchen Fall mit Minderjährigen nachfragen: Was habt Ihr unternommen, um das Kind zur Reue zu verhelfen. Sicherlich wurde ihnen mitgeteilt, dass die Vorgeladene nicht zu den Terminen erschien. Natürlich ist sie gemäß den Statuten unserer WTG respektlos und mit GM zu ahnden. Durch diese Verfahrensweisen sind die bearbeitenden Abteilungen und Brüder mitschuldig an dieser Form der Behandlung der Schafe. Kommt der KA nach Wochen oder Monaten, kümmert er sich überhaupt nicht mehr groß um diese Vorfälle, nur nimmt er alles in „der Statistik auf“. Es ist ein Jammer.

    Noch zu der Anmerkung unseres „Bruders Glückskind“. Er schreibt, „das habe ihn sehr berührt“. Was hat ihn berührt? Dass die Ältesten“ solchen Mist gebaut haben“ oder wie das Mädchen „geistig misshandelt wurde“ oder wie die Mutter, die Vertrauen in die Ableger der Organisation hatte und aus Ehrfurcht vor Jehova die Ältesten unterrichtete und dann von einem Dilemma ins andere gestürzt wurde? Oder nur die Folgen dieser Verfahrensweise? Oder das, was mit den Schafen Jehovas teilweise angestellt wird, wenn sie in Probleme geraten. Nun ja, das ist seine persönliche Angelegenheit.

    Folgerichtig, ermunterte er dich, die Angelegenheit weiter im Gebet Jehova vorzutragen. „Der Vater wird’s schon richten“. Ja, das Gespräch mit einem der beteiligten Ältesten zeigte, „er wird nichts richten“. Müsste zwar, aber will nicht. Verständlich, sonst müsste man ja Fehler zugeben, öffentlich korrigieren, was wiederum zeigen würde, hier handeln Menschen nach Weisungen der WTG, die nicht vom Geist geleitet sein könnten. SIE „kann ja jederzeit zurückkommen“. Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Dieses Schweigen zu Fehlern und die mangelnde Demut dieses Rechts-Systems ist die Versündigung an die Schafe Jehovas. Hier werden mangelhaft geschulte Männer zu Aufgaben „verdonnert“, die sie oft überhaupt nicht erfüllen und im Sinne Jehovas ausführen können…“Sie wissen nicht was sie tun“…

    Fazit: Sei demütig… nicht die Ältesten… nein „du geschundenes Schaf“, Jehova wird zu seiner Zeit alles wieder in Ordnung bringen…und wenn nicht in diesem Leben, dann im zukünftigen. Bete und vertraue auf Gott.

    Trotzdem ist es beispielhaft, dass du dein Vertrauen zu unserem himmlischen Vater und zu unserem Herrn Jesus nicht verloren hast.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Lieber Martin,

    Ich wollte nur kurz was dazu schreiben, dass einem die Gemeinschaft entzogen wird, wenn man den Gerichtstermin nicht wahrnimmt.
    Als ich im letzten Jahr im Juli ausgeschlossen wurde, wollte ich zu dem Termin hingehen. Allerdings gab es an diesem Tag so einen starken Regen, dass bei mir die komplette Kelleretage mit Wasser vollgelaufen ist. Es waren zwar überall nur ca. 2-5 cm Wasser, aber eben über die komplette Etage verteilt. Unter anderem war auch mein Büro davon betroffen, in dem viele Elektrogeräte stehen und natürlich auch Schränke, die sich von dem Sockel her mit Wasser vollgesogen haben. Über eine Woche habe ich gebraucht, bis ich das Chaos so weit wieder beseitigt hatte.

    Damit sich die Ältesten nicht umsonst in den Königreichssaal begeben haben, habe ich sie Mittwochs nachmittags direkt angerufen und für den Abend wegen höherer Gewalt abgesagt. Das ich tatsächlich eine Überschwemmung hatte, wollten sie mir schon nicht glauben. Die nächste Frage war dann, dann kommst Du eben am Freitag abend. Ich sagte, nein das geht nicht da habe ich einen anderen Termin, das war die Abschlussfeier meines Sohnes von der Realschule. Daraufhin sollte ich am Sonntag nach der Versammlung kommen, was ich wiederum abgelehnt habe, weil ich mich nicht an den Pranger stellen lassen wollte. Jetzt kommts. Damit hätte ich drei zur Auswahl stehende Termine abgelehnt und somit könnten Sie mir auch gleich die Gemeinschaft entziehen.
    Könnt ihr Euch das vorstellen. Wo ist die Liebe, wenn man hört das ein Bruder eine Überschwemmung im Keller hat, wo die Hilfsbereitschaft? Ich habe dann darauf bestanden, die nächste Woche einen Termin zu vereinbaren allerdings wollte ich mit einem Zeugen kommen, der die Sitzung protokolliert, wegen der Nachweisbarkeit. Das wurde mir verweigert und deshalb bin ich nicht hingegangen.
    Sie haben sich dann tatsächlich zu dritt, ohne mich im Königreichssaal getroffen, haben meinen Gemeinschaftsentzug beschlossen und sind dann ohne Vorwarnung zu zweit bei mir zuhause aufgetaucht um mir Ihre Entscheidung mitzuteilen.

    Der Grund für den Ausschluss: Weil ich mit drei Brüdern über die Bibel gesprochen habe. Millionen von Zeugen werden jede Woche in der PD Schule unterwiesen um sich mit anderen Menschen anhand der Bibel zu unterhalten und tun sie es unter einander, werden sie ausgeschlossen.

    Mat. 7:1-5
    1Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

    Wie wollen diese Ältesten Ihre Tat am Gerichtstag rechtfertigen? Sie werden mit dem gleichen Maß gemessen wie sie es getan haben, doch damit werden Sie aus dem Reich Gottes ausgeschlossen und dürfen nicht vom Baum des Lebens essen.
    Da lass ich mich doch lieber jetzt ausschliessen, als später. Ich möchte nicht in deren Haut stecken.

    Liebe Grüße Manfred

  • Anna
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder M.S., liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank dir für die Information über die Ältestenschulung der „Körperschaft des öffentlichen Unrechts“. Du musst aber bitte auf dich aufpassen, dass sie nicht merken, dass du die Sitzungen als Maulwurf unterwanderst. ——–

    Und was sagt uns Gottes Wort dazu als frohe Botschaft in Johannes 3:17:

    „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“

    Nachsinnen über die angegebenen Stellen kann zu einer befreienden Glaubenserfahrung führen!

    Alles was du aufgezeigt hast erzeugt nur Angst. Auch bei den Ältesten. Weil sie wollen sich doch nicht erwischen lassen barmherzig zu sein. Mindestens einer in so einem Komitee ist ja ganz linientreu, wird auf das Filmchen aus der Schulung verweisen und die anderen trauen sich dann nichts mehr zu sagen. Das ist sehr raffiniert.

    Und schon geht die Liebe wieder baden.
    Lieben würde bedeuten die Angst zu verlieren wie uns Hebräer 2:14 (Hfa) doch so wunderschön zeigt:

    15 So hat er alle befreit, die aus Furcht vor dem Tod ihr ganzes Leben hindurch Gefangene des Teufels waren.
    16 Denn Jesus geht es ja nicht um die Engel. Ihm geht es um die Menschen, um die Nachkommen Abrahams.
    17 Deshalb musste er uns, seinen Brüdern und Schwestern, auch in allem gleich sein. Dadurch konnte er ein barmherziger und zuverlässiger Hoherpriester für uns werden und sich selbst als Sühneopfer für unsere Sünden Gott darbringen.
    18 Denn weil er selbst gelitten hat und denselben Versuchungen ausgesetzt war wie wir Menschen, kann er uns in allen Versuchungen helfen.

    Hier wird gezeigt, dass Jesus uns helfen kann.

    Und in diesem Sinn sollte ein Ältester dem jungen Mann helfen!!! Das kann man doch nicht mit Fragen, wie oft er Verkehr hatte usw. Sondern ihm helfen mit der Verantwortung als Vater zurechtzukommen, egal wie die Beziehung weitergeht. Der junge Bruder ist doch schon genug überfordert jetzt in diesem Alter ein Kind zu haben. Wenn ich mich in diese Situation hineinversetze ist das wahrhaft grausam. Er bräuchte in dieser Situation Zuwendung seitens der Versammlung und seiner Familie, nicht Verurteilung. So anders ist unser Gott der den Gemeinschaftsentzug, wie aufgezeigt, niemals in dieser Form vorgesehen hat.

    Jehova hat seinerzeit Nathan zu David geschickt. Er ging auf den Sünder zu. Und Nathan hat David nicht gefragt wie oft er mit Bathseba geschlafen hat weil man doch so schnell nicht schwanger wird.

    Mitfühlende Älteste sollten den Weg für einen Neuanfang ebnen. Jehova ist der Erfinder der Liebe. Und seine Liebe ist eine, die ganz und gar frei ist. Schon allein diese Gemeinheit diesem Mann zu sagen, dass er Jehova verletzt hat. Das zeugt deutlich von einem Mangel an Vertrauen zu Jehova seitens dieser Organisation.

    Und was noch wichtig ist: Jehova hat meine Liebe doch nicht nötig. Er braucht sie nicht.

    Bei uns Menschen kann es passieren dass wir nur lieben um selbst geliebt zu werden. Da heißt „ich liebe dich“ manchmal „ich brauche dich“. Aber Jehova liebt mich nicht, um selbst geliebt zu werden. Er liebt mich um meinetwillen, nicht um seinetwillen. Und er hat durch das Loskaufsopfer von Christus schon alles für mich getan.

    Wenn man dies so einem Bruder der einen Fehler gemacht hat zeigt, dann kann dieser lernen die Liebe des Schöpfers und von Jesus mehr und mehr zu spüren.

    Und das hilft ihm den Fehler möglichst nicht zu wiederholen.

    Hier geht es nur um Machtdemonstration. Und schön dass hier auch noch der Kommentar von Bruder @Martin berücksichtigt wurde. Es geht hier wirklich nur um den Ruf der Organisation. Und im neuesten Jahrbuch stehen immer nur Höchstzahlen an Stunden. Es wäre mal Zeit für eine weitere Spalte neben den Neugetauften unter der Überschrift „ausgeschlossene oder freiwillig gegangene“.

    Einen schönen Wochenausklang wünscht herzlich Anna

  • Manfred
    Februar 27, 2013

    Liebe Schw. Anna,

    nach Deinem Kommentar habe ich mir mal die beiden Jahrbücher von 2012 und 2013 herunter geladen um die Zahlen zu vergleichen. Ich wollte mal sehen, ob es möglich ist zu erkennen, wie viele die Gemeinschaft verlassen haben oder ausgeschlossen wurden.

    Hier die Zahlen:

    7.782.346 Verkündiger Höchstzahl 2012
    7.659.019 Verkündiger Höchstzahl 2011
    123.327 Zuwachs an Verkündigern gegenüber 2011

    268.777 Personen wurden 2012 neu getauft

    Da die Gesamtzahl ja nur um 123.327 Verkündiger gewachsen ist, müssten somit 145.450 Personen die Gemeinschaft verlassen haben, also freiwillig gegangen oder von den Ältesten ausgeschlossen worden sein.

    Halten wir also fest, es sind im Jahr 2012 mehr Verkündiger gegangen, als neue hinzugekommen sind.

    Jetzt werden natürlich einige sagen, dass das ja so nicht ganz stimmt, weil ja diejenigen, die sich haben taufen lassen vorher schon als ungetaufte Verkündiger gezählt waren und somit die Höchstzahl nicht automatisch nach oben korrigieren. Ja, das ist richtig. Deshalb habe ich das Gefühl, dass die LK bewusst den Status der ungetauften Verkündiger eingeführt hat, damit man nicht mehr errechnen kann wie viele tatsächlich die Gemeinschaft verlassen haben. Denn eines muss man ja auch bedenken, im Jahr 2012 sind ja auch einige neue ungetaufte Verkündiger hinzugekommen und somit wäre die Zahl der Ausschlüsse ja noch bedeutend höher. Aber im Vertuschen der wahren Zahlen sind sie ja Meister. Die Frage wäre nur, ob Sie auch die Stunden annullieren derjenigen, die wegen Abtrünnigkeit ausgeschlossen wurden. Sonst haben Sie die Stundenhöchstzahl ja nur mit Hilfe von Abtrünnigen erreicht.

    Liebe Grüße und einen schönes Wochenende
    Manfred

  • Tina
    Februar 27, 2013

    lieber manfred 🙂
    viele unter den jz sind bereits älter. das heißt das sicher auch so ettliche gestorben. da hast du sicher nicht daran gedacht.
    es wird die ausschlußquote nicht wesendlich verändern – aber schon in meinem umfeld weiß ich von ca 15 verstorbenen in den letzten monaten.
    aber danke für die arbeit du du dir mit der gegenüberstellung gemacht hast. die tendenz ist eindeutig … zum glück 🙂
    der text aus jesaja 60:22 wird in zukunft sicher nicht mehr so oft zitiert werden
    „(Jesaja 60:22) 22 Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ NWÜ
    irgendwie scheint er nicht mehr so zu passen zu den zahlen 😉

  • Anna
    Februar 27, 2013

    Lieber Manfred,

    danke für deine Buchhaltungs-Arbeit. Da ist schon was dran. Die Höchstzahlen werden auch von Abtrünnigen erreicht. Und schließlich gebe ich ja auch noch einen Bericht ab 🙂 Meine Stunden zählen also auch noch.
    Herzliche Grüße an alle 🙂 Anna

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Anna!

    Wenn Du wirklich noch einen Bericht abgibst, dann verstehe ich Dich nicht. Du zeigst durch Deine Kommentare, dass Du das Recht liebst und gleichzeitig gehst Du,so wie ich das sehe?????????? immer noch in die Zusammenkünfte dieser Organisation die so viel Leid über Menschen gebracht hat, die den Gott der Bibel lieben. Ich möchte Dich nicht verletzten und in keinster Weise angreifen,aber sag mir bitte, was Dich noch in einer solchen Organisation hält. Ist es richtig auf „2 Seiten zu hinken“? Als ich vor 5 Jahren von meinem Ausschluss unterichtet wurde, war es für mich eine Qual, doch im Laufe der Zeit begriff ich, dass Jehova niemanden zerbricht. Deshalb wurde ich von Menschen, die mich wirklich lieben aufmerksam gemacht,dass mit der WTG etwas nicht stimmt. Du weisst das sehr genauund schon länger als ich und trotzdem gibst Du Berichte ab????
    Als ich erkannte, dass man mich betrogen hatte, war ich zunächst wütend,doch je mehr Information ich über diese ORG bekam,verwandelte sich mein tiefer Schmerz in Freude. Mein Glaube,den ich immer hatte, braucht nicht die Anerkennung einer ORG,sondern die, der mir geholfen hatte Einblick in die Schriften zu bekommen und je mehr ich mich mit den Seiten der Bruderinfo beschäftige, um so mehr merke ich,dass ich nicht alleine bin.

    Nachdem man uns innerhalb der ORG so menschenunwürdig behandelt hatte, erkannten wir, dass es nicht nötig ist einen Bericht abzugeben, den man ja sowieso nicht schätzte und mit Gewissheit nicht mehr als ehrlich einstufte. Jehova kennt unseren „wahren Bericht“ und er zählt bestimmt nicht unsere Std, sondern unseren Einsatzt den wir ihm mit aufrichtigem Herzen geschenkt haben.
    Wenn ich mit meiner Meinung falsch lieg, bitte sage es mir.

    Herzliche Grüsse
    Genovefa

    =================================================================

    Hallo Genovefa,

    deine Fragen sind von deinem Gesichtspunkt aus gesehen verständlich und Anna wird dir sicherlich ihre Sicht mitteilen.

    Du schreibst, das du dankbar bist Bruderinfo gefunden zu haben.
    Das freut uns. Doch bedenke bitte, das Bruderinfo von Brüdern getragen wird
    die auch noch zum Teil in die Versammlungen gehen und Berichte abgeben.

    Bruderinfo möchte sich gerade an Brüder wenden, die ebenfalls noch in die Versammlung gehen
    und nicht nur an solche die sie schon verlassen haben oder ausgeschlossen wurden.
    Wir legen Wert darauf das jeder seine Schritte selbst gehen muß. Nicht jeder hat unbedingt schlechte Erfahrungen gemacht.
    Aber noch einmal, deine Fragen sind vom Standpunkt vieler, die die Versammlung schon verlassen haben und das Gefühl der Freiheit genießen verständlich,
    aber die Antworten sind vielschichtig und nicht so einfach zu geben.

    Liebe Grüße
    Brudreinfo

  • Maryam
    Februar 27, 2013

    Liebe Genofeva,
    deine Verwunderung, wie jemand bei all dem Wissen noch einen Bericht abgeben und noch in die Versammlung gehen kann, ist verständlich. Doch es gibt eine Menge, was man dafür ins Feld führen kann. Beispielsweise Johannes 17. Jesus sagt ausdrücklich, dass seine Jünger in dieser Welt (der traditionelen jüdischen Religion plus falsche Formen der Anbetung leben werden. Aber er bittet für sie um heiligen Geist, um sie zu schützen. Verlassen sollten sie Jerusalem erst, als sie es von Heeren umlagert sahen. Sonst hätten sie nicht überlebt.
    Ist das heutige Jerusalem (für mich die WTG) schon von Heeren umlagert? Wenn nicht, gibt es für mich noch keinen Grund, Jerusalem freiwillig zu verlassen. Ich werde da dienen, wo Jehova mich haben möchte. Und dass kann auch (oder gerade) innerhalb einer Versammlung von ZJs sein. Meinen Berixht gebe ich schon lange nur noch proforma ab, offiziellen PD mach ich schon lange nicht mehr, keine Kommentare, keine Aufgaben, keine Vorrechte, keine Spenden. Aber noch hab ich kein Zeichen von Jehova, dass ich gehen soll. Und ehrlich gesagt, ist es alles andere als leicht, sich den falschen Salm und die Gehirnwäsche regelmäßig anzutun. Aber es wird eine zeit geben, in der ZJs offiziell gewarnt werden müssen. Dann hilft es mir nicht, ausgeschlossen zu sein, denn dann wird mir keiner zuhören. In meiner jetzigen Situation kann ich hier und da mit Einzelnen reden. Wer weiß, was da noch bewirkt wird? Vielleicht werde ich irgendwann ausgeschlossen. Aber das wird nicht von mir ausgehen. Und es wird – wenn – erst passieren, wenn Jehova meint, dass ich die Konsequenzen ertragen kann. So habe ich Jehova im Gebet gebeten.
    Andere mögen andere Gründe ins Feld führen oder anders argumentieren und zu anderen Schlüssen kommen. Aber das ist meine Erklärung – vielleicht verstehst du eine solche Position besser? Es gibt übrigens noch andere Seiten, die sich mit Bibelanalysen beschäftigen. Bei allein steht was anderes. Jeder muss prüfen und seinen Weg finden. Aber der führt eben nicht für alle aus den Versammlungen raus. Noch nicht…
    Sei lieb gegrüßt
    Maryam

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Maryam!

    Danke für Deine ermuternden Worte.
    Ich verstehe Deinen Standpunkt, denn die Zeit zeigt jedem Einzelnen wann er handeln muss.
    Doch, wenn wir vor 5 Jahren nicht aufgehört hätten die Zus. zu besuchen, dann wäre ich geistig zerbrochen. So viel Hass und Feindseligkeit, der uns durch die Brüdern entgegengebracht wurde, ist mir noch nie widerfahren. Zu dem Zeitpunkt bin ich aber immer noch hinter der ORG gestanden, denn wir wussten, dass die gesammte Vers. von hauptsächlich 2 Ältesten und deren Frauen mit Lügen und Verleumdungen gegen uns infiziert wurde und das nur, weil wir die Wahrheit gesagt hatten.
    Doch nachdem wir nach etwa 4 Jahren immer noch nicht wussten wohin wir „gehören“, informierten wir uns über „Jerusalem“,wie Du so schön sagtest und waren schockiert, in welchem Verein wir so lange blind umhergestolpert sind. Deshalb haben wir FÜR UNSEREN TEIL JERUSALEM verlassen. Und wir sind glücklich über diese ENTSCHEIDUNG.
    Herzliche Grüsse
    Genovefa

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Liebe genovefa,

    unser liebe Schw. Anna ist eine sehr intelligente Frau, die schon einiges in dieser Org. erlebt hat, auch im Hinblick auf ihre eigenen Kinder. Sie ist mit Sicherheit keine Unterstützerin der WTG, ganz im Gegenteil. Ich habe hohe Achtung vor Personen wie Anna, die ihre Zeit und Kraft damit verwenden, zu versuchen andere in den Versammlungen zum Nachdenken zu bewegen. Wir als „menschlicher Abschaum“ (Ausgeschlossene) können das nicht mehr.

    Ich habe auch noch einige Zeit einen Bericht abgegeben, obwohl ich schon Monate vorher wusste, dass es total sinnlos und unbiblisch ist. Man kann zwar als formaler „Untätiger“ weiter in die Vers. gehen und Kontakte pflegen, aber ab dem Zeitpunkt, an dem man keinen Bericht mehr abgibt steht man im Fokus der Ältesten. Wir alle haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht und beurteilen versch. Dinge und Handlungsweisen der WTG unterschiedlich.

    Ich kenne pers. Brüder, die nur noch einen Proforma-Bericht abgeben. Letztlich sind doch die Berichte der meisten Verkündiger sowieso zum Großteil Makulatur. Vor allem je höher man in der Verkündiger-Schiene nach oben steigt, also Hipi oder Pionier oder Sopi. Unnötiges rumgefahre oder rumgelaufe, abklappern der Dauer-Rückbesuche, Postbotengang für die sog. „Zeitschriftenroute“. Hier und da noch was schnell erledigen oder Kaffee trinken usw.

    Das alles weiß auch die WTG, aber sie können von diese „toten Pferd“ nicht mehr absteigen, weil ihre ganze Existenzberechtigung vom Bericht des Einzelnen abhängt, auch wenn die Zahlen weit weg von der Realität sind.

    LG
    Dennis

  • Alois
    Februar 27, 2013

    Liebe genevefa

    Ich glaube das nicht auf “2 Seiten zu hinken” ist ganz wichtig.
    Auf “2 Seiten hinkt” wer sich nicht entscheiden kann, ob er der Organisation folgen soll, also nur diese als Retter sieht, oder ob er ausschließlich Jesus als seinen Retter sieht. So mancher Zeuge dürfte sich nicht sicher sein und hin und her schwanken.
    Das ist eine Sache des Herzens und beurteilen kann das nur Jehova und Jesus, an Äußerlichkeiten wie einen Bericht abgeben oder die Zusammenkünfte besuchen, kann man das nicht festmachen.
    Es darf, nachdem wir uns von den Fesseln der Organisation mit Ihren vielen Menschengeboten befreit haben, auch keine neuen Menschengebote geben. Jeder soll gemäß seiner persönlichen Erkenntnis und seinem Gewissen handeln.
    Ich selbst besuche seit etwa zwei Jahren die Zusammenkünfte nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    der Naaman ging auch, seinen König stützend, Dagon anzubeten aber signalisierte, dass er nur den Könbig stützt, nicht aber Dagon dient.
    Wer hier von BI heute in die Versammlung geht, macht es doch wohl überwiegend um soziale Kontakte zu pflegen zur Bruderschaft.
    Das, was dort auf der Bühne geleert wird sind doch meist nur Wortphrasen, die in ganz besonderer WEise das Zeugensprech enthalten – Lobhudelei auf den Sklaven – die flotten 8 von der Wacht. Flott in dem Sinne, dass sie schnell dabei sind, die Gläubigen in Fesseln zu legen.
    Das ganze WT System wird mehr und mehr hohl, die Zeugen lernen doppelte Lebensweisen ganz nach Belieben.
    am Ende schrumpft die VErsammlung wie ein Luftballon, der die Luft verliert pppffft

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Alois!

    Danke für Deinen Kommentar. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass der Entschluss nicht mehr in die Zus.kunft zu gehen von einem selbst kommen muss. Doch eine so wichtige Entscheidung dann zu fällen, kann viele seelische Schmerzen vermeiden.
    Ich war nicht nur seelisch zerbrochen, sondern die menschenunwürdige Behandlung der WTG hätte mir fast meinen Glauben geraubt. Gott sei Dank ist es ihnen nicht gelungen.
    Herzliche Grüsse
    Genovefa

  • Anna
    Februar 27, 2013

    Liebe Genovefa, liebe Brüder und Schwestern,

    Jetzt hatte ich Zeit am Wochenende meine Seele baumeln zu lassen und über die lezten Kommentare nachzudenken. Und da du Schwester Genoveva mich direkt angesprochen hast nutze ich den Rest der Mittagspause dir zu antworten.

    Dein Mann und du, ihr seid bestimmt sehr grausam behandelt worden. Und für euch habt ihr die Konsequenzen gezogen.

    Bedenke jedoch bitte viele Informationen einschließlich des letzten Berichtes über die Ältestenschulung könnten wir hier nicht lesen, wenn es nicht Brüder gäbe die noch die Zusammenkünfte besuchen – und – einen Bericht abgeben.

    Lies dir einfach mal meine Kommentare der letzen 2 Jahre in Ruhe durch dann wirst du vieles besser verstehen warum ich für mich derzeit beschlossen habe noch hinzugehen.

    Nur so kann ich doch mit meinen Brüdern kommunizieren. Du kanst sicher sein, dass ich niemanden mehr zur Organisation hinführen werde.

    Als ich von 1993 bis 1995 mein Bibelstudium mit dem Paradiesbuch hatte, da waren in der damaligen Versammlung viele Interessierte. Auch von Brüdern und Schwestern „gefunden“ die sehr eifrig im Predigtdienst waren. Rückblickend betrachtet schien es mir fast eine Art Wettbewerb zu sein wer von den Brüdern, darunter viele Pioniere, den Interessierten schneller zur Taufe brachte. Das war auch die Zeit als noch im Erwachet stand, dass die Generation von 1914 nicht vergehen würde…

    Meine Familie und ich, wir wurden ständig von allen gelobt, wie fleißig wir waren. Meist mit den Kindern am Treffpunkt und dann im Dienst. Die Kinder waren vorbildlich im Sinne der WTG, ohne Zwang von uns Eltern. Sondern durch das was sie im Königreichssaal gesehen und gehört haben. Erfahrungen von Pionieren wie glücklich predigen macht und man trotz Problemen NUR durch vermehrten Einsatz diese Schwierigkeiten meistern kann.

    Und nun nutze ich meinen Status als Schwester dafür zukünftigen Schaden zu begrenzen. Die Vergangenheit als organisationstreue Schwester kann ich nicht mehr ändern. Heute bedeutet es für mich, dass der Predigtdienst mit mir für meine Brüder, soweit es in meiner Macht liegt, angenehm ist. Ich höre ihnen zu, sie wissen, dass ich über ihre privaten Sorgen meinen Mund halte.

    Wenn möglich versuche über unsere Verantwortungen als Christen zu sprechen. Also auch etwas sowohl für die Bruderschaft als auch für die Gemeinschaft aller Menschen etwas zu tun.

    Es gibt einen schönen Text in Jesaja 58:6 +7 (Neues Leben)

    „6 Fasten, wie ich es liebe, sieht doch vielmehr so aus: Lasst die zu Unrecht Gefangenen frei und gebt die los, die ihr unterjocht habt. Lasst die Unterdrückten frei. Zerbrecht jedes Joch.
    7 Ich möchte, dass ihr euer Essen mit den Hungrigen teilt und heimatlose Menschen gastfreundlich aufnehmt. Wenn ihr einen Nackten seht, dann kleidet ihn ein. Verleugnet euer eigenes Fleisch und Blut nicht.“

    Dazu gehört dass ich meine Brüder einlade, auch und vor allem diejenigen, die mich nicht wieder einladen. Ihnen vorsichtig zeige, dass es bei Jehova nicht auf Leistung ankommt. Auch in meinen Kommentaren, Demos oder Aufgaben. Und, dass ich für meine erwachsenen aber inzwischen leider nicht mehr an Gott glaubenden Töchter da bin. Also meine natürliche Zuneigung nicht durch Regeln der WTG beeinflussen lasse.

    Und auch immer wieder den Brüdern zu vermitteln versuche wie wichtig es ist mit der Umwelt sorgsam umzugehen.

    Nicht jegliche Schnäppchen zu jagen. Sondern für Leistung auch einen angemessenen Preis bezahlen, z.B. Fleisch. Und mal lieber Kartoffeln zu essen wenn’s nicht immer für ein gutes Stück Fleisch von einem Tier reicht welches artgerecht gehalten wurde.
    Natürlich kann ich allein die Welt nicht retten und Kinderarbeit und und und abschaffen. Aber ich versuche auf meine Weise zu zeigen, dass wir Menschen eine Verantwortung haben und nicht ständigt auf’s Königreich waren können und NUR predigen.
    Ein wenig Freude ins Leben eines Menschen bringen finde ich wichtig. Jesus hat uns das vorgelebt: Freude, Heilung, Vergebung und Barmherzigkeit und erst dann predigen.
    Jedes einzelne Leben ist unbezahlbar. Und der Tod ist grausam.

    Aus deiner Erfahrung mit dem Unfalltod deines Sohnes weiß ich, dass auch du den Tod erlebt hast. Und die Hoffnung auf eine Auferstehung nutzt Angehörigen da erstmal gar nichts. Auch das ist etwas was ich den Brüdern vermitteln möchte.

    Es sind so viele seelisch krank in der Organisation. Sicherlich ist es eine Zeiterscheinung in den letzten Jahren. Nur wo möglich rede ich ihnen gut zu, rufe Kranke an und besuche sie auch.
    Solange mir Jehova und Jesus nichts anderes zeigen bleibe ich erstmal auf meinem Posten. Innerlich bin ich von der Organisation frei und gelöst. Das ist ein schönes Gefühl, da hast du völlig recht.

    Viele liebe Grüße an alle Anna

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Bruderinfo!

    Danke für Deinen Kommentar. Es ist richtig, dass jeder eine eigenen Entscheidung treffen muss, “ denn jeder wird für sich selbst bei Gott Rechenschaft ablegen.“ Röm.12:14
    Grüsse an alle Leser.

    Genovefa

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Liebe Anna du solltest dich um ein Amt bewerben, von dir könnten so manche Ältesten etwas lernen.
    Da spricht halt das Mutterherz durch Mutterliebe.
    Doch genau das ist die Liebe die in den meisten Versammlungen verloren ging, obwohl Jehova als Gott der Liebe von uns erwartet wenn er sagt: Dieser ist mein Sohn hört auf ihn!
    Und Jesus lehrte: Ich will Barmherzigkeit …wenn ihr es nur verstehen würdet!
    Lg. Matthäus

  • Martin
    Februar 27, 2013

    Lieber Autor Bruder M.S.,
    liebe stille Mit Leser, liebe Kommentatoren.

    Zunächst lieben Dank für Deine mutige Sachverhalt Darstellung in Sache Gemeinschaftsentzug und biblische Grundlage. Ich möchte mich noch kurz zur sogenannten Spielszene anläßlich der WTG-Ältesten-Manager äußern. Jene, die das Rechtssystem der Scharia WTG kennen, wissen, dass der junge Mann mit seinen 20 Jahren überhaupt keine Chance hatte, einem Gemeinschaftsentzug zu entgehen. Weshalb?

    Punkt 1: Er hat schon mal eine Todsünde in den Augen der Leitenden Körperschaft gemacht. Er hat sich mir einer weltlichen Person eine Freundschaft begonnen, was Schlussendlich zur vollenden Sünde führte. Damit hat er den Grundsatz der WTG-Auslegung verletzt, „nur im Herrn zu heiraten“, was selbstverständlich bedeutet, keinerlei Beziehung mit einer „Ungläubigen im Sinne eines ZJ einzugehen“. (1.Kor.7:39) Das ist gröbster Ungehorsam und absolut kein gutes Beispiel für andere Jugendliche, heranwachsende oder gerade erwachsen gewordene ZJ. Im Prinzip ist dies fast die größere Sünde, als der Akt der „Hurerei“ für die wachenden Ältesten.

    Punkt2: Grundsätzlich muss jemand immer folgendes bedenken: Es gibt keine Einsetzung eines Rechtskomitees, wenn der Fall nicht zu einem Gemeinschaftsentzug führen könnte. Also bereits bei dem Signal in der Ältestenschaft, wo ein Komitee zusammengestellt wird, steht fest, hier ist ein Kandidat, dem die Gemeinschaft entzogen werden kann. Jetzt kommt es nur noch darauf an, ob die beteiligten einzelnen Glieder des RK Gründe finden oder finden wollen, dem „Sünder“ Reue zuzusprechen. Das hängt von dem wahren Geistiggesinntsein der Ältesten ab, on sie wirklich mit dem Geist des Christus erfüllt sind. Meist sind sie mit dem Geist der WTG-Scharia aus dem mosaischen Gesetz, Werke um gerecht zu erscheinen, erfüllt. Im Fall des jungen Mannes war eigentlich vorher klar, dass ihm die GM entzogen werden muss. Alle Begegnungen und folgenden anbahnenden Gespräche können also nur Heuchelei sein, selbst das salbungsvolle Lob, das er seine Missetat gebeichtet hat, ist Heuchelei. Irgendwann müssen die Richter jetzt die Brücke zum „Knallharten Durchgreifen“ finden. Und zum Glück haben sie einen Grund gefunden.

    Der junge Mann hat aus Scham zuerst einmal von einer einmaligen Sünde gesprochen. Die Ermittlungssucht und der Drang, Gründe zu finden, um sich innerlich von ihm zu distanzieren, führt dann dazu, ihm zu unterstellen, dass er doch sicherlich mehrmals sexuellen Kontakt hatte. Hier bauen sich die Richter dann ihre innere Entschuldigung zur „geistigen Hinrichtungs-Maßnahme auf“. „DER HAT GELOGEN“. Jetzt haben sie den Beweis seiner Reuelosigkeit. Damit besiegeln sie nun Ihr Gewissen, dass sie das Richtige tun. Das ist ein alter Trick in Rechtskomitee-Verhandlungen. Wenn jemand aus Scham nicht gleich die volle Wahrheit zu 100% auf den Tisch legt, werden die Richter plötzlich Rächer und fühlen sich persönlich in der Ehre gekränkt, weil sie sich belogen und hintergangen fühlen. Welch anderen Geist doch unser Herr Jesus bekundete.

    Unsere Anna hat das Beispiel Davids und Nathan angeführt. David fehlte es ja NICHT AN Reuebekundungen, wie wir alle wissen. Doch Jehova hat seine Scham berücksichtigt. Er sandte bekanntlich Nathan zu ihm, dessen Aufgabe darin bestand, im seelisch zu helfen, sich zu öffnen, offen zu bekennen und danach folgten die Reuebekundungen Davids offen.(z.B.
    Psalm 51) Wir alle zehren heute noch davon. Jehova sei Dank für diese gütige Verfahrensweise. Interessant ist auch der Text in Vers 13 „Ich will die Übertreter deine Wege lehren, Dass selbst Sünder gleich zu dir umkehren mögen“. Das zeigt deutlich: Jehova lehrt Übertreter, er hat also eine Lehrzeit…, einsichtiger zu werden und zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten, um sein Leben zu korrigieren. Ziel der Bemühungen Jehovas: Gemeinschaftsentzug und völliges verstoßen des Sünders? NEIN!!! „Daß der Sünder gleich zu dir umkehren möge. Selbst Jesus räumte der Frau Isebel in Offenbarung 2:21 Zeit ein: 21 Und ich gab ihr Zeit zu bereuen…….“ Danach zeigte sich dann, „ aber sie will ihre Hurerei nicht bereuen“. In diesem Fall also das Gegenteil von David. Hier macht sich die WTG schuldig und auch die eingesetzten Helfershelfer. Aber zurück zu dem jungen Mann.

    Punkt 3: Das größte Problem steht ja jetzt erst noch an. Es ist jetzt ein Fall für die Öffentlichkeit. Der Bauch der jungen Frau wird rund und es wächst wertvolles Leben. Und wir wissen alle, die Buschtrommel unter JZ funktioniert perfekt. Jetzt steht er vor einer Entscheidung. Wird er die weltliche Freundin verehelichen und seine Verpflichtung als angehender Vater erfüllen. Dann heiratet er noch einen „Weltmenschen“ und damit ist er natürlich überhaupt kein Vorbild für andere junge ZJ. Er gefährdet die Gemeinschaft. Davor müssen andere „gewarnt werden“, dass sie ja nicht solch einen Weg einschlagen. Was liegt also näher, als ihn auf die Straße zu werfen und erst mal abzuwarten, wie er all die Folgen seiner Handlungen bewältigen wird. Dabei wird ihn niemand mehr geistigen Beistand leisten. Ende, es gibt in der „Drangsal“ keine lieben Brüder, die sich liebevoll bemühen, in einer solchen Situation zu helfen. „Der hat sich das eingebrockt…was ein Mensch sät, das wird er ernten…“ Das ist die Devise. WIR MÜSSEN DIE ORGANISATION JEHOVAS REIN ERAHLTEN!!!

    Das der junge Mann sich ein Herz fasste, um seine Sünde zu bekennen und um Hilfe zu suchen, das zählt alles nicht mehr. Er ist längst in den Köpfen der Richter zum Kandidat für einen Gemeinschaftsentzug geworden. Eine kurzfristige Anwandlung eines Komitee Gliedes, jemanden Barmherzigkeit zu erweisen und damit einen christlichen Geist unseres Herrn Jesus einfließen zu lassen, wurde sofort durch massives drängen auf „Heiligkeit und Reinheit“, abgeschmettert. Der Versuch des Geistes des Herrn, Einfluss zu nehmen wurde sofort durch Hardliner eine Barriere entgegengesetzt.

    Wie hätte doch dieser hilfesuchende junge Mann eine wunderbarer Gelegenheit geboten, das wirkliche Hirten Jehovas ihm im Geiste der Liebe besondere hirtenmäßige heilsame Aufmerksamkeit zu schenken. Natürlich kann man ihm in weiteren Betreuungsrahmen vor Augen führen, dass seine Handlungsweise nicht im Sinne Jehovas war. Doch gerade die liebevolle fürsorgliche Behandlung dieser geistigen Glaubensschwäche erfordert Geduld und Aufmerksamkeit der behandelnden Hirten, bis er wirklich die Tragik seiner Handlungsweise verstanden hätte. Natürlich hätte jeder Verständnis dafür, dass er für keine Vorbildfunktionen oder Vorrechte in der Versammlungsorganisation in nächster Zeit in Frage käme. Aber eine solche Maßnahme des GM ist absolut in diesem Stadium als Zuchtmaßnahme, um jemanden zum Vater zurückzuführen, absolut unangemessen und erst recht, wie dies obiger Aufsatz zeigt völlig unbiblisch und nicht in Übereinstimmung mit dem Geist unseres Herrn Jesus Christus. Genau das erzeugt das Gefühl und die Erinnerungen, die uns unser sehr geschätzter Windson in seinem Kommentar schilderte. (http://www.bruderinfo.de/?p=109&cpage=2#comment-55776)

    Euch alles ein schönes Wochenende.
    Martin

  • Dennis
    Februar 27, 2013

    Lieber Autor,

    so ist es leider und es besteht eher die Befürchtung, dass es noch schlimmer wird, was die Insider-Infos aus der Ä-Schulung zeigen.

    Dieses unwürdige, perverse Spiel mit Angst und psychischem Druck ist ein prägnanter Beleg für die Christus-ferne um nicht zu sagen -feindlichkeit dieser Organisation.

    Auch die Analyse und die Schlussfolgerung aus dem zitierten WT-Artikel v. 15.04.12 trifft den Kern des Ganzen. Die WTG stellt sich mit dieser Propaganda im Grunde selbst bloß. Sie gibt offen zu, dass es beim Kontaktverbot bis in die Familie hinein nicht um Jehova, Christus, die Liebe oder sonst was geht, sondern um emotionale Erpressung und „Kadavergehorsam“ im Sinne der WTG.

    Wer als fühlender Vater oder Mutter bereit ist dieses unbiblische Verbot strikt zu befolgen und sein Empfindungsvermögen gegen die menschliche Natur abzutöten, der hat sich innerlich längst an Menschen „versklavt“.

    Hier haben die Worte des Paulus, die von ZJ gerne zitiert werden um die heutige Endzeit zu belegen, eine neue Bedeutung:

    (2. Tim. 3:3 -NWÜ-)

    „ohne natürliche Zuneigung,… ohne Liebe zum Guten.“

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Sehr gut auf den Punkt gebracht, lieber Dennis!
    Es ist leider genauso wie du es schilderst und es auch durch Gottes Wort* belegt wird.
    Wenn sie nicht auf GW hören wollen, werden wir alle wohl kaum etwas dagegen ausrichten!
    Barmherzigkeit darauf wird jeder angewiesen sein, der der diese Barmherzigkeit nicht übt bi dem wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein, und das wird das von Jesus geäusserte heulen und Zähneknirschen hervorrufen.

    * 1. Joh. Kap 3 und 4
    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Die wichtigste Aussage von oben welche Rolle und Bedeutung die Liebe hat. Das vorhandensein oder fehlen dieser Liebe entscheidet ob jemand ein Kind Gottes ist

    1 Meine Lieben! Glaubt nicht jedem, der behauptet, dass er Gottes Geist hat. Prüft vielmehr genau, ob er wirklich von Gottes Geist erfüllt ist. Es hat in dieser Welt schon viele falsche Propheten gegeben.

    4 Doch ihr, meine geliebten Kinder, gehört zu Gott. Ihr habt diese Lügenpropheten durchschaut und besiegt. Denn der Geist Gottes, der in euch wirkt, ist stärker als der Geist der Lüge, von dem die Welt beherrscht wird.

    5 Die falschen Propheten gehören ganz zu dieser Welt. Deshalb verbreiten sie nichts als menschliche Vorstellungen und Gedanken, und alle Welt hört auf sie. 6 Wir dagegen gehören zu Gott. Jeder, der Gott kennt, wird auf uns hören. Wer aber nicht zu Gott gehört, wird uns ablehnen. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist der Täuschung.

    Gottes Liebe und die Liebe zum Mitmenschen
    7 Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott. 8 Wer aber nicht liebt, der weiß nichts von Gott; denn Gott ist Liebe.

    10 Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Schuld auf sich nahm, um uns von unserer Schuld freizusprechen. 11 Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr liebt, dann müssen auch wir einander lieben.

    12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Doch wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe erfüllt uns ganz. 13 Ich sage es noch einmal: Dass wir mit Gott verbunden bleiben und er mit uns, wissen wir, weil er uns seinen Geist gegeben hat. 14 Wir haben es selbst erlebt, und darum bezeugen wir: Gott, der Vater, hat seinen Sohn in diese Welt gesandt, um sie zu retten.

    15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 16 Das haben wir erkannt, und wir vertrauen fest auf Gottes Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

    17 Wenn Gottes Liebe uns ganz erfüllt, können wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegengehen. Denn wir leben in dieser Welt so, wie Christus es getan hat. Wirkliche Liebe ist frei von Angst. 18 Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der kennt wirkliche Liebe noch nicht. 19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 20 Sollte nun jemand behaupten: „Ich liebe Gott“, und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hassen, dann ist er ein Lügner. Wenn er schon seine Geschwister nicht liebt, die er sehen kann, wie will er dann Gott lieben, den er nicht sieht? 21 Vergesst nicht, dass Christus selbst uns aufgetragen hat: Wer Gott liebt, der muss auch seinen Bruder und seine Schwester lieben.

  • Zadok/Achim
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder M.S., liebe Geschwister,

    erstmal vielen Dank für diese interessante Abhandlung. Neu war mir was „Exkommunikation“ tatsächlich beinhaltet. Also gehen die lieben Zeugen mal wieder über das hinaus, was geschrieben steht. Wie so oft. Schön, dass sie so zeigen, dass sie nicht Jehova dienen. Jeder Ausschluss belegt, dass diese Sekte nichts mit dem wahren Gott zu tun hat, sondern einem anderen Vater folgt, dem aus Johannes8:44,45.
    Natürlich tut es erstmal weh, wenn man liebe Verwandte zurücklässt; aber letztendlich gibt es nichts besseres, als diese Sekte zu verlassen. Egal was es einen kostet.
    Liebe Grüße
    Achim

  • genovefa Widmann
    Februar 27, 2013

    Hallo Bruderinfo!

    Danke für die wirklichkeitsnahe Erklärung von Matth. 18:15 -17 und 1.Kor 5:9-11
    Ich dachte von mir immer, dass ich den Rat über Bibeltexte nachzusinnen anwandte, doch ich stelle fest, dass ich ganz schön manipuliert alles glaubte, was die WTG in ihren Publikationen veröffentlichte.

    Der Text in 2.Johannes:9 und 10 hat mir auch schon immer Kopfzerbrechen bereitet, denn die WTG wendet diesen Text auch an,um Brüder zu hindern mit Ausgeschossenen Kontakt zu haben.Doch der Text sagt ganz genau:“….Wenn jemand diese Lehre nicht bringt,“ welche Lehre? Die der WTG? Nein, Vers 9 redet von der Lehre des Christus,…so nehmt ihn niemals in Euer Haus auf.“
    Johannes schreibt im Vers 6 von der Liebe und von den Geboten die wir von Anfang an gehört haben. Gottes Wort ist was wir hören und akzeptieren sollen. Und im Vers 7 ist vom Antichristen und von Betrügern die Rede.
    Wer hat uns irregeführt und Christus geschmäht? Nicht der de einen Fehler macht und Jehovas Liebe wieder sucht.
    Die WTG wandelt mit ihren subliminalen Bilder nicht in der Wahrheit, sie will nicht, dass die Welt erfährt, dass ZJ nicht anders sind. Uns wollte man durch verdrehte Texte zwingen den Kontakt mit Brüdern die Schwächen haben zu meiden.Doch den Antichristen wehrt man nicht ab, denn er ist es, den wir niemals in unser Haus aufnemen sollen, weder durch ihre Schriften, noch durch ihre Vertreter.
    Diesen Text aus 2.Joh 9-11 habe ich schon immer anders gesehen als die WTG und heute habe ich endlich den Mut das offen zu sagen.
    Dank Eurem Freimut, liebe Bruderinfo.

    Grüsse an alle Leser
    Genovefa

  • waytodawn
    Februar 27, 2013

    Was mich an dem Artikel besonders gefesselt hat war, ich gebe es zu: Der Kontext, wie du zu dem eigentlichen Thema übergeleitet bist.

    Eine weitere Ältestenschulung – eine Richterschulung in der Älteste sogar geschult werden einander den letzten Rest Barmherzigkeit auszutreiben. Dieses Gericht kann einfach nicht gerecht sein. Jehova Gott kann dies nicht wollen und Jesus ist sicher ebenfalls nicht glücklich, wie sich seine Versammlung entwickelt hat.

    Die restlichen Gedanken zeigen sehr schön auf, dass der Gedanke der Reinheit nicht mehr dem Menschen gilt, sondern nur dem Namen der Organisation/ Kirche.

    Ich bin auf die versprochenen weiteren Ausführungen gespannt.
    Vielleicht werde ich meiner Cousine mal einen Link zu den Artikeln schicken, wenn alles fertig ist.

    Brüderliche Grüße

  • Shannon
    Februar 27, 2013

    Dazu passt perfekt der Text, den Sascha auf der Prophetieseite gepostet hat:

    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=702#comment-2563

    Denn mit Liebe hat das nichts zu tun. Ich glaube auch nicht, dass die „Richter“ überhaupt wissen was Liebe ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie wissen was Angst ist. Ob es nun die Angst ist, den Ärger von oben zu spüren zu bekommen oder bei denen ganz oben, dass die Schäfchen davon laufen, spielt in dem Moment keine Rolle.

  • Matthäus
    Februar 27, 2013

    Zu diesem Gedanken im Artikel:

    “Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer”. “Das bedeutete Abbruch jeglichen Verkehrs”.

    Ich erinnere mich als damals nach der „liberalen Haltung“ Ende der 70er Jahre dann mit dem Rauswurf von Ray Franz und anderer im Brooklyner Bethel Anfang der 80er Jahre wieder die harte Linie eingeführt wurde. Genau dieser Aspekt „er sei wie ein Steuereinnehmer“ wurde lang und breit erklärt und damit begründet das diese Steuereinnahmen vom Volk verachtet und gemieden wurden, folglich auch von uns zu meiden sind.

    Leider ist mir damals nicht in den Sinn gekommen, wie hat Jesus selbst die Steuereinnehmer behandelte, hat er sie gemieden? Oder war er nicht von solchen eingeladen und hat bei denen gegessen? – siehe Matth. 9:9-13 – Die Pharisäer regten sich fürchterlich darüber auf, sie äußerten: „Warum gibt sich euer Lehrer mit so einem Gesindel ab?“

    Seine Antwort: „Begreift doch endlich was Gott will, nicht Opfer oder Gaben sondern darauf das ihr barmherzig seid! Meine Aufgabe ist es Sünder IN DIE Gemeinschaft zu rufen!“

    Also war es niemals im Sinne Jesus Brüder hinauszuwerfen, sondern er warnte vor dieser
    verwerflichen Handlungsweise. Damit sollte jeder Älteste und auch jeder Bruder überlegen wem er nacheifert – Jesus dem barmherzigen Hirten oder den hartherzigen religiösen Führern seiner Zeit?

    lg. Matthäus

  • Frank&Frei
    Februar 27, 2013

    liebe Elfi,
    diese Praxis widerfuhr vielen jungen, ungetauften Verkündigern, weil sie damals unter anderem auch Zivildienst beim Roten Kreuz, feuerwehr oder THW machten.
    nach dem Motto. ein wenig Sauerteig durchsäuert alles wurde die Jugend gefeuert, gnadenlos, ohne Nachdenken.
    Und die Bosse im Turm und ihre dezentralisiereten Handlanger erlauben sich alles, was dem Herz gefällt und „huren“ mit der UNO rum. Denen wirds wie Isebel gehen. Sie werden vom Turm fallen

  • Selgora
    Februar 27, 2013

    Heutzutage werden ungetaufte Verkündiger zwar nicht direkt ausgeschlossen, aber unbequeme Exemplare wie ich ( 😉 )werden einfach nicht zur Taufe zugelassen, egal wie engagiert sie im Dienst sind. Hat in etwa diesselben Folgen wie der Ausschluß: Viele entfernen sich dadurch nicht nur von der WTG, sondern auch von Gott, denke ich.

    Ich bleibe nur der Versammlung fern. Weil ich weiß, daß Gott mich trotzdem liebt, auch wenn ich wegen kleinkarierten Menschen immer noch nicht getauft bin… 😉 😉 😉

    LG Selgora

  • Elfi
    Februar 27, 2013

    Lieber Bruder,
    vielen Dank für Deine Ausführungen.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie pervers die Praxis des
    Gemeinschaftsenzuges war und ist. Vor nunmehr 25 Jahren wurde unser
    ungetaufter Sohn (19 Jahre alt) ausgeschlossen, weil er weiterhin Kontakt zu seinem
    ebenfalls ungetauften, und ausgeschlossenen Freund hatte. Unser Sohn
    war aber zu diesem Zeitpunkt bereits innerlich weit von der Organisation ent-
    fernt, so dass ihm das den Rest gab. Er wollte von da an auch mit uns, seinen Eltern, nichts mehr zu tun haben, weil wir zu diesem Zeitpunkt noch in der WTG blieben. Seine Ablehnung gegen uns hat
    er leider bis heute beibehalten, obwohl wir nun längst die WTG ver-
    lassen haben. Er hat aber auch leider Gott verlassen.
    Sein Ausschluss wurde öffentlich von der Bühne verkündet und damit
    besiegelt. Keiner hat je wieder mit ihm geredet. Bei ihm bewirkte es völlige Ablehnung aller Zeugen Jehovas und Gottes!
    Das perverse daran war, dass ein halbes Jahr später ein großer
    Artikel im Wachtturm erschien,Tenor: niemand, der nicht getauft ist, darf ausgeschlossen werden! Für unseren Sohn war es zu spät.

    Liebe Grüße.
    Elfi

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