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Bruderinfo

Kommentare (13)

  1. Boas says:

    Liebe C.P.

    Dein Artikel ist wirklich sehr erfrischend. Deine Worte sind voller Freundlichkeit für Jeden und zeugen von einer tiefen Liebe. Mir hat es gut getan wieder an diese drei Pharisäer erinnert zu werden.

    Was mir zu Nikodemus aufgefallen ist: Jesus lenkt geschickt dieses nächtliche Gespräch auf ein Thema, dass dieser Pharisäer meines Wissens nicht wissen konnte. Bezüglich Wiedergeburt habe ich bislang im AT nichts gefunden, was auf den Gedanken hinweist. In Johannes 3:7 sagt Jesus zu Nikodemus: „Darum sei nicht ERSTAUNT, wenn ich dir sage: Ihr müsst von neuem (oder von oben) geboren werden.“

    Und nun die Frage Jesu aus Vers 10: „Du als Lehrer Israels weißt das nicht?“, entgegnete Jesus.

    Ich stellte mir die Frage, warum Jesus gerade dieses Thema bei Nikodemus aufgegriffen hat? Etwas was er nicht wissen konnte. Und ihm dann die Frage stellt, warum er das nicht weis. Vielleicht lag das an den eingehenden Worten von Nikodemus: wir WISSEN, dass du ein LEHRER bist, DEN GOTT GESANDT HAT. Denn niemand kann solche Wunder tun wie du, wenn Gott nicht mit ihm ist.

    Vielleicht wollte Jesus ihm vor Augen führen, dass sein anfänglich erwähntes WISSEN über ihn sehr gering ist. Auch hätte ich von Nikodemus eine Frage erwartet: „Bist du der versprochene Messias?“ Doch er bezeichnet ihn als Lehrer (was mit Wahrscheinlichkeit nicht abwertend gemeint war), und stellt diese logische Frage nicht.

    Nikodemus erwartete, wie alle Israeliten, das „Reich Gottes“. Jesus zeigt ihm, wie wenig er auch über dieses ersehnte Reich weiß. Und dann macht Jesus ihm deutlich, wie wahr seine eingehenden Worte waren, ohne es zu ahnen: „… DEN GOTT GESANDT HAT“. Jesus bezeichnet sich selbst als „der Menschensohn“, der bereits die Himmel betreten oder gesehen hat, und von dort hinab gestiegen ist. Und das kein Mensch, außer Jesus, dieses Wissen haben kann, was die himmlischen Dinge betrifft, da noch nie ein Mensch dort oben war bzw. hinaufgegangen ist.

    Danach geht Jesus noch weiter auf die anfängliche Aussage Nikodemus ein. Er sagt ihm, WER er wirklich ist; „Gottes eigener Sohn“! Und das jeder, der an IHN GLAUBT, also dass Jesus der Sohn Gottes ist, ewiges Leben hat und nicht verloren geht. Da stelle ich mir die Frage, an wen glaubte Nikodemus, als er sich nachts auf den Weg machte, um mit Jesus zu reden? Was glaubte er, WER Jesus war. Diese Frage betrifft auch das von Nikodemus erwähnte „WIR“.

    Nun finden sich immer wieder Sätze Jesu, die mich nachdenklich machen. Es sind so einige „Spitzen“ in seinen Worten zu finden, die nicht nur Nikodemus sonder auch das „WIR“ treffen:

    – Wir bezeugen es, aber IHR NEHMT ES NICHT AN.
    – Und da ihr mir nicht einmal GLAUBT…
    – Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt
    – So vollzieht sich das Gericht an den Menschen. Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen LIEBTEN DIE FINSTERNIS mehr als das Licht, weil ihr Tun böse war.
    – Denn jeder, der Böses tut, HASST DAS LICHT; er tritt nicht ins Licht, damit sein Tun nicht aufgedeckt wird. (Was für eine Spitze, da Nikodemus des Nachts zu Jesus kam.)

    – Im Vers 14 spricht er verdeckt auch seine Ermordung an: „Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss auch der Menschensohn erhöht werden.“

    Was für ein Mensch war Nikodemus, als er nachts zu Jesus ging? Ein Gläubiger? Ein Ausspäher? Ein Zweifler? Ein Mann mit Menschenfurcht? Hat er den „Wir“ etwas über seinen Besuch berichtet? Mit Sicherheit war er ein Unwissender. Ein Unwissender bezüglich des Reiches Gottes, und darüber, wer Jesus wirklich ist. Und wie man ewiges Leben erlangt und nicht verloren geht. Jesus führte ihm das alles deutlich vor Augen.

    Doch Jesus richtet an Nikodemus auch freundliche Worte, voller Hoffnung und Liebe:

    – damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
    – Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.
    – Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten. Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt.
    – Wer sich jedoch bei dem, was er tut, nach der Wahrheit richtet, der tritt ins Licht, und es wird offenbar, dass sein Tun in Gott gegründet ist.

    Das läst mich vermuten, dass Jesus gutes Potenzial in Nikodemus sah. Doch bleibt für mich die Frage unbeantwortet, wer oder was Nikodemus war, bevor er seinen ersten Satz an ihn richtete. Licht oder Schatten? Oder etwas von beidem?

    Ganz herzliche Grüße, und vielen Dank für Deine schönen Gedanken in diesem Artikel.
    Boas

    1. Tommy says:

      Boas, nur eine Frage nebenbei,
      wo waren Elia und Henoch zu dieser Zeit?
      Tommy

      1. Boas says:

        Lieber Tommy,

        Deine Frage ist sehr wohl berechtigt. Zu den Überlegungen zu Elia und Henoch (evtl. auch Moses) habe ich ein paar Bibeltexte zusammen getragen.

        1. Mose 5:23, 24
        23 Und alle TAGE HENOCHS WAREN DREIHUNDERTFÜNFUNDSECHZIG JAHRE.
        24 Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.

        Hebr. 11:5
        Durch Glauben ward Henoch ENTRÜCKT, DAMIT ER DEN TOD NICHT SEHEN SOLLTE, UND ER WURDE NICHT GEFUNDEN, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, daß er Gott wohlgefallen habe.

        1. Thes. 4:17
        danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen ENTRÜCKT werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein.

        Off. 12:5
        Und sie gebar einen männlichen Sohn, der alle Nationen weiden soll mit
        eiserner Rute; und ihr Kind wurde ENTRÜCKT zu Gott und zu seinem Throne.

        Jes. 3:12
        Mein Volk-seine Bedrücker sind Buben, und Weiber herrschen über dasselbe. Mein Volk, deine Leiter führen irre, und den Weg deiner Pfade haben sie dir ENTRÜCKT.

        Apo. 8:39, 40
        39. Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, ENTRÜCKTE der Geist des Herrn den Philippus; und der Kämmerer sah ihn nicht mehr, DENN ER ZOG SEINEN WEG MIT FREUDEN.
        40. Philippus aber WURDE ZU ASDOD GEFUNDEN; und indem er hindurchzog, VERKÜNDIGTE ER DAS EVANGELIUM ALLEN STÄDTEN, bis er nach Cäsarea kam.

        2. Kor. 12:2-4
        2. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren (ob im Leibe, weiß ich nicht, oder außer dem Leibe, weiß ich nicht; Gott weiß es), einen Menschen, {W. einen solchen} der ENTRÜCKT wurde bis in den dritten Himmel.
        3. Und ich kenne einen solchen Menschen (ob im Leibe oder außer {O. getrennt von (ein anderes Wort als in V. 2)} dem Leibe, weiß ich nicht; Gott weiß es),
        4. daß er IN DAS PARADIES ENTRÜCKT wurde und unaussprechliche Worte {O. Reden, Mitteilungen} hörte, welche der Mensch nicht sagen darf. {O. welche zu sagen dem Menschen nicht zusteht}

        2. Könige 2:11, 16
        11 Und es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da, ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide voneinander trennten; und ELIA FUHR IM STURMWIND AUF GEN HIMMEL.
        16 und sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind bei deinen Knechten fünfzig tapfere Männer; mögen sie doch gehen und DEINEN HERRN SUCHEN, ob nicht etwa der Geist Jehovas ihn WEGGETRAGEN UND IHN AUF EINEN DER BERGE ODER IN EINS DER TÄLER GEWORFEN HAT. Aber er sprach: Sendet nicht.

        1. Sam. 28:11, 15
        11 Da sprach das Weib: Wen soll ich dir HERAUFBRINGEN? Und er sprach: Bringe mir Samuel herauf.

        15 Und Samuel sprach zu Saul: Warum hast du mich beunruhigt, mich HERAUFKOMMEN zu lassen?

        Joh. 3:13
        Und NIEMAND IST HINAUFGESTIEGEN IN DEN HIMMEL, als nur der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist.

        Entrückt = Weggenommen, Entfernt, wegnehmen, Hinwegnehmen
        (Ein Begriffs des Weggehens oder Verschwindens)

        Wiedergeboren = noch einmal geboren werden, Zurückkommen
        (Ein Begriff für das Zurückkommen)

        Besonders Johannes 3:13 legt mir den Gedanken nahe, dass weder Henoch noch Elia in den Himmel aufgestiegen sind, und die dortigen Dinge gesehen haben, von denen Jesus berichtet. Nur Jesus war nach meiner Meinung bekannt, dass ein Mensch aus Wasser und Geist wiedergeboren werden muss, (zurückkommen muss), um ewiges Leben zu haben um nicht verloren zu gehen.

        Wo hierbei ein Zurückkommen ein Weggehen voraussetzt. „Tötet daher die Glieder eures Leibes in Bezug auf…“ Da ein Christ aber zu (Menschen) Lebzeiten bereits wiedergeboren wird (zumindest eine Betrachtungsweise), ist eine Entrückung (weggehen) nicht unbedingt an einen leiblichen Tod gebunden. Eine andere Sichtweise ist die leibliche Entrückung der Christen bei Jesu zurückkommen.

        Ich wollte noch sagen, dass meine Fragen des Grundkommentars auf das erste Mal Bezugnahmen, als Nikodemus Jesus besuchen WOLLTE. Die beiden übrigen Bibelstellen zeigen mir deutlich, dass er sich im NAchhinein „im Licht“, und nicht in der Finsternis (Nacht) zu Jesus bekannte.

        Ganz liebe Grüße
        Boas

        1. Anna says:

          Liebe Schwestern und Brüder,
          vielen Dank für diesen Artikel. Mir hat er wiedermal gezeigt, dass allein der Sohn uns zieht. Ganz gleich wie unsere Lebensumstände sind.
          Es ist so erfrischend entgegen der „Belehrung“ in den Zusammenkünften.
          Und zeigt auf wie der Geist so wunderbar wirken kann.
          So schön ist ja, dass Jesus Nikodemus keinerlei Vorwürfe gemacht hat als dieser heimlich zu ihm kam.

          Und an Joseph von Arimathia erkenn ich wie der Geist uns mutig macht.

          Er kannte die Schriften und ggf. den Text, aus Jes. 53:9, dass der Jesus bei den Reichen begraben werden sollte.
          Plötzlich hatte er keine Angst mehr seinen guten Ruf im Sanhedrin zu verlieren.
          Es finden ja immer mehr Älteste und haben keine Angst ihre Stellung zu verlieren. Wer weiß, ggf. gibt es auch mal wieder jemanden ganz oben der sich traut.

          Und auch ich erkenne aus diesen Begebenheiten wie wichtig es ist weiterhin für Jesus einzustehen.

          Herzliche Grüße Anna

          1. C.P.@Anna says:

            Liebe Anna,

            wie ich sehe, hast du dir beim Lesen dieses Artikels, tiefgründige Gedanken gemacht. Ich habe mich sehr über deinen Kommentar gefreut.

            Ich werde dir gleich noch eine Mail senden, da ich eine persönliche Frage an dich habe. Also bis gleich!

            Ganz liebe Grüße sendet dir deine Schwester C.P.

  2. Stefan says:

    Danke Bruderinfo für den Artikel.

    Insgesamt bleibt also mal wieder festzustellen, das es wahrscheinlich immer und überall Menschen gibt, die von Jesus und seinem Vater gezogen werden. Manche finden den Weg alleine und suchen in Ihrem Leben nach Jesus und Gott, andere werden berufen, so wie es Saulus war. Im Prinzip hatte Saulus es richtig gut, er wurde nicht nur berufen, sondern zählt auch noch zu den bedeutendsten Werkzeugen von Jesus im neuen Testament. Seine Gesinnung innerhalb eines Augenblicks so sehr zu verändern wie es bei ihm geschah wird keinem von uns möglich sein, da können wir glauben was wir wollen. Das schafft nur Jehova oder sein Sohn Jesus.

    Ich würde Bibelverse nicht immer unbedingt auf die ZJ ummünzen, ja, das kann vielleicht passen, aber persönlich glaube ich nicht daran das Jesus mit der Welt die ZJ meinte.

    Übrigens finde ich, das es auf Bruderinfo sehr ruhig geworden ist. Aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck….

    Viele Grüße und Jehovas Segen
    Stefan

    1. Lieber Stefan,
      unsere Leser haben sich nicht verkleinert, sondern sogar gegenüber letztes Jahr um 11% gesteigert. Die Kommentarschreiber sind weniger geworden. Wir haben sehr viele die regelmäßig hier mitlesen und im Moment in der Woche an die 200 Emails von Lesern bekommen um Fragen zu klären. Es sind hier oft Brüder und Schwestern die sich noch nicht richtig trauen sich offen zu „outen“. Wie du sagst muß man Bibelverse nicht immer auf ZJ ummünzen, doch man kann es tun und dann passt sehr vieles besser. Aber das muß jeder für sich selbst austesten. Wir haben festgestellt das die Bibel sehr viele Blickwinkel und Anschauungen zuläßt. Ja fast mehrdimensional zu betrachten ist. Geistig, Rational, memschlich u.v.m.
      Das macht es eben auch spannend. Danke für deinen Beitrag. Grüße Bruderinfo 🙂

      1. Stefan says:

        Lieber Bruderinfo,
        vielen Dank für Deine Klarstellung bezüglich der Resonanz. Das freut mich sogar richtig das die Leserzahl gestiegen ist. Das zeigt mal wieder, das das subjektive Empfinden nicht immer richtig ist. Ich hoffe sehr das noch viele Brüder und Schwestern den Weg hierher finden werden.
        Liebe Grüße
        Stefan

    2. C.P.@Stefan says:

      Lieber Stefan,

      Saulus wurde zwar berufen und war auch ein bedeutendes Werkzeug für Jesus, aber der Weg, der vor ihm lag, war nicht leicht, denn er musste viele Drangsale durchmachen.

      Apostelgeschichte 9:15+16 (NGÜ)
      15 Aber der Herr sagte: »Geh ´trotzdem` zu ihm! Denn gerade ihn habe ich mir als Werkzeug ausgewählt, damit er meinen Namen ´in aller Welt` bekannt macht – bei den nichtjüdischen Völkern und ihren Herrschern ebenso wie bei den Israeliten.
      16 Und ich will ihm zeigen, wie viel er ´von jetzt an` um meines Namens willen leiden muss.«

      Später zählte Paulus selbst auf, was er alles durchmachen musste, aber nicht, um sich zu beklagen, sondern um gewissen Leuten den Mund zu stopfen.

      2. Korinther 11:24-28 (NGÜ)
      24 Von den Juden habe ich fünfmal die »vierzig ´Hiebe` weniger einen« bekommen.
      25 Dreimal wurde ich mit der Rute geschlagen, einmal wurde ich gesteinigt, dreimal habe ich einen Schiffbruch erlebt, und einmal trieb ich einen ganzen Tag und eine ganze Nacht auf dem offenen Meer.
      26 Ich habe viele ´beschwerliche` Reisen unternommen ´und war dabei ständig Gefahren ausgesetzt`: Gefahren durch ´reißende` Flüsse, Gefahren durch Wegelagerer, Gefahren durch Menschen aus meinem eigenen Volk, Gefahren durch Menschen aus anderen Völkern, Gefahren in den Städten, Gefahren in der Wüste, Gefahren auf hoher See, Gefahren durch Leute, die sich als meine Geschwister ausgaben.
      27 Ich nahm Mühen und Anstrengungen auf mich, musste oft ohne Schlaf auskommen, litt Hunger und Durst, war häufig zum Fasten gezwungen, ertrug bittere Kälte und hatte nichts anzuziehen.
      28 Und als wäre das alles nicht genug, ist da auch noch der Druck, der täglich auf mir lastet – die Sorge um alle Gemeinden.

      Wenn man die Briefe des Apostels Paulus liest, wieviel Liebe er anderen gegenüber zeigte, wie er sich geradezu aufopferte für seine Brüder, dann können wir gut verstehen, dass Jesus gerade ihn auserwählte, um diesen Auftrag auszuführen. Ja, diesen demütigen, aber eifrigen Diener Jesu muss man einfach ins Herz schließen.

      Es grüßt dich deine Schwester C.P.

      1. Stefan says:

        Liebe C.P.

        vielen Dank für Deinen Kommentar. Das Leiden das Paulus ertragen musste ist mir sehr wohl bewusst. Aber eines dürfen wir hierbei nicht vergessen, und er sagte es auch selbst von sich…

        Philipper 2
        13 Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. 14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel

        Röm 9,15 Denn er spricht zu Mose (2. Mose 33,19): »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich

        Apostelgeschichte 19
        11 Und Gott wirkte nicht geringe Taten durch die Hände des Paulus. 12 So hielten sie auch die Schweißtücher und andere Tücher, die er auf seiner Haut getragen hatte, über die Kranken, und die Krankheiten wichen von ihnen, und die bösen Geister fuhren aus.

        Hier könnte man sicherlich noch viel weiters aufzählen. Ich möchte die Leistungen und das Leben des Paulus nicht schmälern, aber all das was er vollbracht hat, war nicht er, sondern er hatte das große Vorrecht ein Werkzeug Gottes zu sein, und durch Gott war er in der Lage dieses großartige Leben zu führen…

        Schauen wir mal was er von sich selbst sagt:

        Römer 7
        14 Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. 15 Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist. 17 So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. 19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. 20 Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 21 So finde ich nun das Gesetz: Mir, der ich das Gute tun will, hängt das Böse an. 22 Denn ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. 23 Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.

        Bitte korrigiert mich, aber meines Erachtens zeigt Paulus hier deutlich das er kein Heiliger ist, sondern ein Mensch wie Du und ich. Mit Fehlern und schlechten Gedanken, nicht in der Lage die Gesetze Gottes zu halten.

        Und doch wurde er auserwählt… weil Jehova und Jesus es wollten… Für mich ist es also ein Kombination aus dem „Herzen“ des Menschen, das wie Du schon sagtest gefüllt war von Liebe, und der Gnade es lebendigen Gottes, der dem Menschen „Paulus“ den Feinschliff und den Auftrag seine Dienste gab. Wenn sich Gott für einen Menschen entscheidet ist man sicherlich in der Lage unglaubliches zu Leisten. Und in der Geschichte der Bibel bedurfte es vieler Glaubenshelden…

        Wenn Gott Dich dazu auserwählt, unglaubliche Dinge zu vollbringen und zu ertragen, dann wirst Du dies auch tun.

        Ist nur meine persönliche (bestimmt auch streitbare) Meinung…

        Liebe Grüße
        Stefan

  3. Alois says:

    Liebe Schwester C.P

    Das Johannes Evangelium ist für mich das wichtigste Bibelbuch um die Liebe Jesu und unseres himmlischen Vaters zu erkennen.

    Gerade das Kapitel 17 hat es in sich und immer wenn ich es lese bin ich richtig aufgewühlt.

    Jesus spricht in folgenden Versen von der „Welt“, war aber immer nur bei seinem Volk, das Volk Jehovas. Da Jesus Wahrheit ist, kann er mit Welt nur die damaligen Juden, das abtrünnige Volk Jehovas gemeint haben.

    Jetzt nehmen wir mal folgende Verse und setzen für das Wort „Welt“ Jehovas (abtrünnige) Volk der Zeugen Jehovas ein, dann ergibt sich erstaunlich treffendes. Zuerst der Text aus der Elberfeder unrev. :

    11. Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, auf daß sie eins seien, gleichwie wir.
    12. Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt werde.
    13. Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, auf daß sie meine Freude völlig in sich haben.
    14. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, gleichwie ich nicht von der Welt bin.
    15. Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt wegnehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Bösen.
    16. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.
    17. Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.
    18. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt;
    19. und ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.

    Nun der auf die ZJ umgeschriebene Text wie ich ihn verstehe:

    11. Und ich bin nicht mehr bei den ZJ, und diese (Jesu treue Brüder) sind bei den ZJ, und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie (Jesu treue Brüder)in deinem Namen, den du mir gegeben hast, auf daß sie eins seien, gleichwie wir.
    12. Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie (Jesu treue Brüder) in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt werde.
    13. Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich zu den ZJ, auf daß sie(Jesu treue Brüder) meine Freude völlig in sich haben.
    14. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Organisationszeugen haben sie gehaßt, weil sie Jesus folgen und nicht der LK und WTG, gleichwie ich nicht von der Organisation der ZJ bin.
    15. Ich bitte nicht, daß du sie aus den Versammlungen der ZJ wegnehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Bösen.
    16. Sie sind nicht von der Organisation der ZJ, gleichwie ich nicht von der Organisation der ZJ bin.
    17. Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.
    18. Gleichwie du mich zu den ZJ gesandt hast, habe auch ich sie zu den ZJ gesandt;
    19. und ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie Geheiligte seien durch Wahrheit.

    Wie geschrieben, das ist nur meine Ansicht wie ich das verstehe.

    Liebe Grüße
    Alois

  4. Alois says:

    Liebe Autorin oder Autor

    Danke für den schönen Vortrag der uns wieder einmal zum Nachdenken gebracht hat.

    Dazu ist mir spontan eingefallen dass es viele Menschen gibt die sich nicht trauen öffentlich Stellung für Jesus zu beziehen.
    Wie Paulus gibt es viele Schwestern und Brüder die mit ganzem Herzen Jehova und Jesus dienen möchten und leider noch nicht erkannt haben dass dies nicht geht indem man der WTG und der LK folgt. Paulus hat auch mit ganzem Herzen Jehova und seinem heiligen Gesetz Mose dienen wollen und alle vermeintlichen Feinde bekämpft. Nicht aus Eigennutz, sondern aus Liebe zu Jehova. Deshalb musste ihn Jesus aus diesem Irrweg befreien. Befreit hat Paulus mit demselben Eifer wie zuvor für Jesus Stellung bezogen.
    Schön dass unser himmlischer Vater unsere Herzen kennt und uns durch seinen Sohn rettet.

    Dass es so ist und trotz dem Beschreiten eines falschen Weges Rettung möglich ist schreibt Paulus in 1. Kor 3:

    14. Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen;
    15. wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

    Deshalb ist es gut nicht zu richten, denn wir können nicht in die Herzen eines noch so treuen WTG Anhängers schauen. Möglicherweise werden auch diese Geschwister gerettet, vor allem wenn sie keine Blutschuld auf sich geladen haben weil sie nie einen Bruder die Gemeinschaft entzogen haben.

    Wir freuen uns für jede Seele die unser Herr Jesus rettet weil der himmlische Vater sie ihm geschenkt hat.

    Liebe Grüße
    Alois

    1. C.P.@Alois says:

      Lieber Alois,

      ich frage mich immer, was kann ich aus dem, was wir in der Bibel lesen, für mich lernen.

      So haben mein Mann und ich, bevor er krank wurde, jeden Tag weiter im Johannesevangelium gelesen. Mein Herz wurde stark angesprochen, und ich überlegte gebetsvoll, ob ich meinen Geschwistern etwas Ermunterndes daraus weitergeben könne.

      So ist dieser Aufsatz entstanden.

      Für mich ist es sehr Glauben stärkend, zu sehen, wenn wir durch das Lesen in der Bibel, zu gleichen Schlussfolgerungen kommen, ich denke genauso, so wie du es in deinem Kommentar beschreibst.

      Auch wir sind ganz ruhig, was die Zukunft betrifft, denn es gibt Vieles, das wir gar nicht zu entscheiden haben. In den Händen unserer Beiden Höchsten ist das Alles auch viel besser aufgehoben. Vertrauen wir ihnen von Herzen, denn sie haben uns sehr, sehr lieb.

      Zum Schluss möchte ich noch die liebevollen und fürsorglichen Worte Jesu zitieren, die wir heute in Johannes 17 lesen durften.

      Johannes 17:6, 7, 20 (Hoffnung für alle)

      6 Ich habe den Menschen gezeigt, wer du bist, und zwar allen, die du aus der Welt herausgerufen und mir anvertraut hast. Dir gehörten sie schon immer, und du hast sie mir gegeben. Sie haben sich deine Worte zu Herzen genommen,
      7 und jetzt wissen sie, dass alles, was ich bekommen habe, von dir ist.
      20 »Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern für alle, die durch ihre Worte von mir hören werden und an mich glauben.

      Danke für deinen erbauenden Kommentar! Es grüßt dich deine Schwester C.P.

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