67 Comments
  • Tommy
    Februar 18, 2013

    Guten Tax Mexemilian,
    ich glaube (weiss es nicht), dass Manfred das nicht so ausdruecken wollte wie Du es aufgenommen hast.
    Was ich wirklich glaube ist, dass es unsere Pflicht ist dem Herrn zu folgen. Und wir muessen auch gegenueber unseren Familien den Herrn vertreten. Deshalb muessen wir sie nicht verstossen. Das will der Herr ganz bestimmt nicht. Leider kann es sein, dass unsere Familien das mit uns machen eben weil wir dann zu ihm stehen. Dann will eben Jesus, dass wir zu ihm stehen, das hat er in unglaublich grosser Weise selbst vorgelebt und will aber auch von uns, dass wir eben……weisst schon.
    Ich glaube auch nicht, dass wir mit der Axt um uns holzen muessen. Vielmehr wie Du sagst vorsichtig, umsichtig, liebevoll.
    So hat uns der Herr gelehrt und bestimmt nicht zum Streit aufgefordert. Eher zur Vergebung.
    Macht weiter so.
    Tommy

  • Tommy
    Februar 18, 2013

    Klingt alles vernünftig. Nun aber die Frage eines Aussenstehenden der weiss was es bedeutet Mut zeigen zu muessen. Sollten wir den herrn gegenuebereiner Organisation verleugnen? Waere es nicht vielmehr angebracht fuer ihn Stellung zu beziehen, auch gegen mehrheiten?
    Gruesse
    Tommy

  • Manfred
    Februar 18, 2013

    Lieber Tommy,

    das war eine sehr gute Frage, die Du da gestellt hast. Lesen wir dazu bitte einen Bibeltext der eine sehr interessante Aussage von Jesus enthält:

    Mat. 10:32-39
    32 Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

    Jesus hat angekündigt, dass der Streit um seinetwillen durch das eigene Haus geht, mitten durch die Familie. Vers 37:

    37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.

    Natürlich könnten wir um des lieben Friedens willen, gute Miene zum bösen Spiel machen. Ja nicht über Christus sprechen, da das in der Versammlung falsch aufgefasst werden könnte. Ja, um den Frieden in der Versammlung zu bewahren und vielleicht auch mit den eigenen Verwandten, könnte man sich davor drücken Farbe zu bekennen. Doch Jesu Worte sind mehr als deutlich. Wer zu irgendjemand anderen eine größere Zuneigung hat als zu ihm, ist seiner nicht würdig. Jesus hat explizit auch die Familienbande mit eingeschlossen.

    Das wir uns heute genau mit diesen Gedanken befassen müssen, ist doch ein Zeichen dafür, dass Jesus jetzt angefangen hat seine Schafe einzusammeln. Vers 35:

    35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

    Jetzt ist Jesus gekommen um zu entzweien. In dieser Zeit leben wir und jeder muss seinen eigenen Marterpfahl aufnehmen. Vers 38:

    38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

    Wenn wir weiterhin klein beigeben und uns vor einem Ausschluss in Sicherheit bringen möchten, dann passiert das was in Vers 39 steht:

    39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

    Wir würden unsere Seele finden, das heißt in der Versammlung am Leben bleiben und weiterhin diese Gemeinschaft geniessen können. Doch können wir das wirklich? Fühlt Ihr Euch wohl, wenn Ihr die Zusammenkünfte besucht und dabei nicht von Jesus sprechen könnt? Und wenn nur hinter vorgehaltener Hand? Einige haben Ihre Erfahrungen vom Gedächtnismahl geschildert, dass es bedrückend war und sie sich nicht wohl fühlten als sie die Symbole an sich vorüberziehen liessen. Ist das ermunternd, mit diesem Bewusstsein die nächsten Jahre die Zusammenkünfte zu besuchen?

    Lest bitte genau was in Vers 39 steht:

    39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

    Wer um Jesu Willen seine Seele verliert oder dem deshalb wegen Abtrünnigkeit die Gemeinschaft entzogen wird, ja der ist in den Augen der Zeugen nun geistig tot. Aber in den Augen von Jesus und Jehova habt Ihr Euer Leben gefunden und zwar nicht ein vorübergehendes, sondern das ewige. Der Lohn Jesus zu bekennen ist an der 1. te Auferstehung teilzuhaben. Da macht dann sogar das Wort Auferstehung wörtlich einen Sinn, denn vorher wurde man geistig getötet und von Jesus dann zu ewigem Leben auferweckt.

    Ich kann mir vorstellen, dass es für einige Schwestern und Brüder hier bei Bruderinfo sehr schmerzlich werden wird, da sie sehr gute und viele Kontakte zu den organisationsloyalen Brüdern gepflegt haben und noch pflegen. Deshalb sagte Jesus nicht umsonst, das man seinen Marterpfahl aufnehmen sollte. Wenn es einfach wäre, dann hätte er ein anderes Wort verwandt als Marterpfahl.

    Doch Jesus hat genau das für uns getan. Obwohl die meisten Menschen, die auf der Erde leben und lebten sich nicht für ihn interessierten, war er trotzdem bereit hier auf die Erde herabzukommen um für unsere Sünden willen zu leiden. Er hätte die Macht gehabt um zu jeder Zeit seine Leiden zu beenden, aber er tat es nicht. Aus Liebe zu uns Menschen. Während er damals buchstäblich gemartert wurde und tatsächlich auf grausame Weise umgebracht wurde, verlieren wir heute „nur“ unsere Freunde, Bekannte, evt. auch einige der Familie, sowie unser Ansehen und einiger Annehmlichkeiten die man vorher genossen hat. Aber unser buchstäbliches Leben werden die meisten nicht verlieren.

    Ich glaube, dass das genau die Drangsal ist die wir durchleben werden. Wir werden wahrscheinlich gar nicht von anderen Religionen oder Regierungen verfolgt werden. Sondern wir haben die grosse Drangsal deshalb weil wir eine Entscheidung treffen müssen die lautet:

    Ja zu Christus zu sagen und dafür alles aufzugeben was wir an gesellschaftlichem Leben hatten und dafür ewiges Leben bekommen

    Oder

    Nein zu Christus zu sagen, so weiterleben wie bisher, aber am Ende von Jesus verworfen zu werden.

    Nichts steht einfach nur umsonst in der Bibel. Jehova und Jesus wusste genau, dass am Ende diese Situationen auftreten werden und deshalb hat er sie auch direkt beim Namen genannt. Für uns kommt es also darauf an, ob wir das was Jesus gesagt hat auch glauben können nämlich:

    und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

    Im Juli diesen Jahres bin ich ein Jahr ausgeschlossen und ich kann Euch versichern, dass das schlimmste die Angst VOR dem Ausschluss ist. Wie wird es sein? Wie gehe ich damit um? Usw. usw. Doch wenn Du dann ausgeschlossen bist, stellst Du fest, dass sich für Dein Leben erstmal nichts ändert. Du hast halt nur keinen Kontakt zu den ehemaligen Brüdern mehr. Das wars. Ich habe Euch ja mal einige Erfahrungen geschildert wie das ist, wenn ich in der Stadt Brüder getroffen habe. Die haben vor mir mehr Angst als ich vor Ihnen. Die laufen buchstäblich vor einem weg. Ich versuchte ja noch hinterher zu kommen, aber keine Chance die sind schneller.

    Diese ehemaligen Brüder haben nur soviel Gewalt über uns wie wir Ihnen zugestehen. Wenn wir keine Angst vor Ihnen haben und mutig die Wahrheit der Bibel und nicht des WT vertreten, dann werden die vor uns fliehen und nicht umgekehrt. Denn sie können die Wahrheit nicht ertragen, die Wahrheit das sie Ihr Leben lang einer Lüge gefolgt sind und sie folgen lieber weiter der Lüge, als sich einzugestehen, dass sie was Falsch gemacht haben.

    Ich bin jedenfalls glücklich, das ich da raus bin. Ich brauche mich vor niemandem mehr zur rechtfertigen außer vor Jehova und Jesus. Menschen haben keine Macht mehr über mich, weil ich es nicht mehr zulasse. Und Ihr könnt das auch, denn Jesus gibt jedem von Euch den Heiligen Geist wenn Ihr ihn bittet und dieser wird Euch alles eingeben, so dass Ihr jeder Rede standhalten könnt. Ich habe es selbst erlebt. Auch geschulte Älteste konnten nicht beweisen, dass ich etwas falsches aus der Bibel von mir gegeben habe. Deshalb haben sie mich wegen Vereinsrecht ausgeschlossen, weil ich gemäß Ihren Satzungen kein Recht habe mit anderen Versammlungsmitgliedern über die Bibel zu sprechen und dabei eigene Lehren aufzustellen. Dabei habe ich nur die Lehre der Bibel unverfälscht wiedergegeben.

    Dieser Bibeltext ist mein Leittext geworden:

    Phil. 4:13
    13 Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.

    Kurz und prägnant. Ihr könnt die Kraft des Höchsten des Universums und seines Sohnes anzapfen, welcher Mensch könnte dagegen bestehen?

    Joh. 15:33, 34
    33 Ich habe euch diese Dinge gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal, doch faßt Mut! Ich habe die Welt besiegt.“

    Auch Ihr könnt „die Welt“ besiegen. In der Offenbarung wurde für die Zeit des Endes vorausgesagt:

    Off. 3:4, 5
    4 Dessenungeachtet hast du einige wenige Namen in Sạrdes, die ihre äußeren Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir in weißen [Kleidern] wandeln, weil sie würdig sind. 5 Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen.

    Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema und ich will bestimmt niemanden zu irgendetwas überreden. Jeder muss sein Leben selbst in die Hand nehmen und die wichtigen Entscheidung treffen. Entweder so oder so. Jeder muss ja dann auch selbst die Konsequenzen dafür tragen.

    Es ist sehr hilfreich, wenn Ihr all Eure Gefühle im Gebet Jehova darlegt und Ihn um Führung bittet. Wer den heiligen Geist schon bekommen hat, wird automatisch richtig handeln. Der eine früher, der andere etwas später.
    Lot wurde auch mit seinen zwei Töchtern und seiner Frau an die Hand genommen, als es Zeit zur Flucht war. Doch wäre er früher geflohen, hätte er sich einige Drangsale erspart, die er aushalten musste weil er in Sodom und Gomorra lebte. Ich wünsche Euch, dass Ihr die für Euch richtige Entscheidung treffen könnt.

    Liebe Grüße Manfred

  • Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Lieber Manfred,
    deinem letzten Kommentar möchte ich hier doch energisch widersprechen, zu mal ich mich hier persönlich angesprochen fühle.

    ZIZTAT: „Jesus hat angekündigt, dass der Streit um seinetwillen durch das eigene Haus geht, mitten durch die Familie. Vers 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.

    Natürlich könnten wir um des lieben Friedens willen, gute Miene zum bösen Spiel machen. Ja nicht über Christus sprechen, da das in der Versammlung falsch aufgefasst werden könnte. Ja, um den Frieden in der Versammlung zu bewahren und vielleicht auch mit den eigenen Verwandten, könnte man sich davor drücken Farbe zu bekennen. Doch Jesu Worte sind mehr als deutlich. Wer zu irgendjemand anderen eine größere Zuneigung hat als zu ihm, ist seiner nicht würdig. Jesus hat explizit auch die Familienbande mit eingeschlossen. Zitat Ende

    Lieber Manfred, mit dieser Art der Argumentation gehst du weit über das hinaus was Jesus sagen wollte. Damit baust du den gleichen Druck auf die Brüder auf wie der Sklave mit seiner Art der Bibelauslegung.

    Überlege einmal ob du wirklich sagen kannst das die Brüder von uns, die aus RÜCKSICHT auf ihre Familie in der Versammlung bleiben dadurch zum Ausdruck bringen, das sie ihre Familie mehr lieben als Christus. Farbe bekennen und für seine Überzeugung einzutreten kann man auch innerhalb der Versammlung, wenn es auch zugegebener maßen nicht leicht ist. Das diese Brüder Jesu nicht würdig sein sollen nur weil sie ihre Familie nicht zerstören wollen geht in die gleiche Richtung wie es der Sklave uns lehrt und möchte.

    Jesus Christus würde sich nie zwischen uns und unsere Familie stellen, und wer sich seine Familie erhalten möchte stellt sich nicht automatisch gegen den Christus.
    Das hat nichts mit guter Mine zum bösen Spiel zu tun sondern mit dem Rat Jesu aus Mat. 10:16
    „Seht, ich sende euch aus wie Schafe unter die Wölfe. Seid vorsichtig wie die Schlangen und sanft wie die Tauben. Aber hütet euch vor den Menschen! Denn ihr werdet vor die Richter gezerrt und in den Synagogen geschlagen werden. Um meinetwillen müsst ihr Statthaltern und Königen Rede und Antwort stehen“

    „Klug wie die Schlangen“ bedeutet, sich Rechenschaft darüber geben, dass der Sache, die wir vertreten, widersprochen werden wird. Damit wir nun nichts anderes tun, als was dieser Sache nützlich ist, heißt aber auch besonnen zu sein, klug und nüchtern, damit nicht durch törichte Handlungsweise oder Reden die Sache des Jesu in unnötige Gefahren oder Schmach gebracht wird. Andererseits gilt es auch, einfältig wie die Tauben zu handeln, d.h. Listen oder Kniffe, oder irgend etwas, das sich nicht auf der Linie der Wahrheit bewegt, sollte bei Gläubigen nicht gefunden werden. Doch auch hier gilt es besonnen und nüchtern zu sein.

    Lieber Manfred, ich weiß das du es gut gemeint hast mit deinen Worten, aber auch gutgemeintes kann verletzen.

    Liebe Grüße
    Max

  • Edelmuth
    Februar 18, 2013

    Guten Morgen

    Paulus sprach sich u.a. gegen die Einhaltung jüdischer Bräuche wie die Beschneidung auch in Jerusalem aus. Dennoch bestand er darauf ein Jude zu sein.

    (1. Korinther 9:19-23) 19 Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne. 20 Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter Gesetz bin ich wie [einer,] der unter Gesetz ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz sind. 21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz gegenüber Gott, sondern unter Gesetz gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz sind. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette. 23 Alles aber tue ich um der guten Botschaft willen, damit ich mit [anderen] Teilhaber an ihr werde.

    (Apostelgeschichte 21:26) . . .Da nahm Paulus die Männer am nächsten Tag mit und reinigte sich mit ihnen gemäß den Zeremonien und ging in den Tempel, um die Tage anzumelden, die für die zeremonielle Reinigung erfüllt werden mußten, bis die Opfergabe für einen jeden von ihnen dargebracht werden sollte.

    Wenn die Bräuche einer Glaubensgemeinschaft nicht gegen biblische Grundsätze verstießen und das eigene Gewissen es zuließ, war es offenbar möglich an ihnen teil zu nehmen, um diese Gläubigen für sich zu gewinnen. Es war offenbar nicht erforderlich ihnen ständig vor Augen zu führen, welche Fehler sie machten. Das tat Jesus auch nicht.

    Beachten wir, dass Jesus und seine Apostel Zeit ihres Leben Mitglieder der jüdischen Glaubensgemeinschaft waren. Kornelius und der Hauptmann waren Mitglieder des Militärs. Offenbar urteilt Jehova nicht nach der Organisationszugehörigkeit sondern nach dem Herzen.

    Wenn wir als Mitglied der Zeugen Jehovas die einzigartige Möglichkeit haben mit unseren Glaubensbrüder über die Bibel und Jesus gefühlvoll zu sprechen, so wie Jehova das vorgesehen hat, so lasst uns doch diese Gelegenheiten nutzen.

    Ede

  • Sascha an Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Lieber Bruder Maxemelian,

    vor Kurzem gab es in Verbindung mit dem BI-Spezial von BI selbst die Erklärung, dass man auch manchmal etwas deutlicher werden müsste. Bruder Manfred hat in seinem Kommentar geschrieben, dass es „seine Gedanken“ dazu sind. Und so wie einige hier der Meinung sind, man könne das Folgen von Jesus mit der Zugehörigkeit zur WTG vereinbaren, so muss es auch möglich sein, eine gegenteilige Ansicht zu äußern. Ich sehe also kein Problem darin, dass man zwei gegenteilige Ansichten hier auch nebeneinander stehen lassen kann. WTG Vergleiche sind da nach meiner Ansicht wenig hilfreich.

    Worauf du wohl hinauswolltest, und das versuche ich persönlich auch zu berücksichtigen, ist, dass jeder seine Gründe für seine Handlungsweise hat. Und die Situationen sind nicht immer miteinander zu vergleichen, deswegen ist es gut, wenn wir die Gründe für das jeweilige Handeln eines Anderen nicht beurteilen. So ziehe ich in Erwägung, dass die Geschwister, die noch in irgendeiner Form mit der WTG verbunden sind, vielleicht dort noch von unserem Herrn Jesus gebraucht werden, um den Ein oder Anderen zum Nachdenken zu bringen. Für meine Familie kann ich nur sagen, dass ein klarer Schnitt in unserem Fall das Beste war. Aber er ist auch erst nach einer gewissen Zeit möglich oder nötig gewesen. Und da gebe ich Bruder Manfred recht: Wer sich offen zu Jesus bekennt, und mit anderen darüber spricht, der ist in kürzester Zeit im Visier der Ältesten. Dass diese Erfahrungen keine Ausnahmefälle sind, zeigen die vielen verschiedenen Berichte der Geschwister hier auf BI, die sowohl in Deutschland, in Österreich und der Schweiz passieren, und in diesen Ländern auch quer durch die ganzen Lande. In diesem Zusammenhang habe ich mich ja gefreut, dass Tina letztens Grüße aus dem Norden übermittelt hat…denn die meisten hier scheinen eher aus dem Süden zu kommen… 🙂

    Aber das nur am Rande, es geht letztendlich darum, jedem Einzelnen auch die Entscheidungsfreiheit zu lassen. Und da ich Bruder Manfred persönlich kenne, weiß ich, dass ihm nichts ferner liegt, als irgendjemanden unter Druck zu setzen. Aber es geht auch darum, sich immer wieder Bibeltexten zu öffnen, die im ersten Moment etwas unbequem sind, uns aber dennoch zum Nachdenken bringen sollen. Und ich finde, dass diese Aussage Jesu, dass er entzweien würde, und dabei auch die Familie nicht ausließ, so ein Text ist.

    Für mich heißt das, dass die Entzweiung nicht durch Jesus an sich bewirkt wird, sondern es vielmehr die logische Konsequenz ist. So hat Jesus mich ja nicht von meinen Verwandten, die Zeugen sind, getrennt. Es ist eher so, dass SIE sich von uns getrennt haben. Denn von mir aus, hätte sich nichts ändern müssen, aber ihr Verständnis lässt eine Alternative zur WTG nicht zu. Das muss ich akzeptieren, aber sie wissen alle, dass es uns von Anfang an um Jesus ging. Das war das zentrale Thema in den ganzen unzähligen Gesprächen, die wir insgesamt über einen Zeitraum von einem Jahr geführt haben. Was in den Gesprächen mehr als deutlich wurde: Jesus zu folgen, wird von einem Zeugen sofort als Kritik am Sklaven aufgefasst. Man kann den Sklaven sogar völlig außen vor lassen, trotzdem führte kein Weg daran vorbei, dass sie uns am Ende eines jeden Gedankengangs gefragt haben, ob ich wohl schlauer als die anderen 7 Millionen Zeugen Jehovas wäre. 😉

    Wie auch immer, wenn es soweit gekommen ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie „Konsequenzen“ einleiten, weil wir ja selbst nicht bereit waren, von unserem Verständnis abzurücken. Irgendwann haben die Ältesten gefragt, ob wir heute noch die zweite Tauffrage mit Ja beantworten würden. Da wir das nach allem, was wir auch hier schon besprochen haben, natürlich nicht bejahen konnten, war die Bildung eines Komitees nur noch Formsache.

    Mein Beispiel sollte nur das zeigen, was auch durch die Geschwister, die die gleichen Erfahrungen machen auch schon bestätigt wurde: Wenn man sich erstmal klar und öffentlich zu Jesus bekannt hat, sei es durch das Nehmen der Symbole oder durch Gespräche, dann sind die ruhigen Tage in dieser Organisation gezählt. Wer diese Dinge dann an sich erlebt, vor allem auch die folgende innere Befreiung, der kann niemandem mehr dazu raten, mit der WTG verbunden zu bleiben. Trotzdem bin ich dafür, die Objektivität nicht zu verlieren und die jeweilige Situation des Einzelnen nicht unberücksichtigt zu lassen.

    Brüderliche Grüße an dich und alle anderen Geschwister
    Sascha

  • hansi
    Februar 18, 2013

    lieber sascha und manfred ,totaler unsinn was du sascha in deinem kommentar geschrieben hast. zitat von dir. wer sich offen zu jesus bekennt,und mit anderen darüber spricht,der ist in kürzerster zeit im visier der ältästen.wie kommst du und manfred auf so etwas abwägiges.jehovas zeugen haben den namen unseres retters und königs jesus christus in der ganzen welt verkündet,und den menschen nähergebracht apotelgeschichte 1.8 wie offt gehe ich mit ältesten,zu den menschen und zeigen ,dann ihnen anhand der bibel wer jesus christus ist das er sein kostbares blut für alle menschen dahingab und das es nur in seinem namen rettung gibt.in jw org in der rubrik oft gefragt ist ein neuer artikel glauben jehovas zeugen an jesus christus sehr empfehlenswert. ich persönlich und wie gerne spreche ich mit den menschen über jesus habe kein disput mitden ältästenin dieser hinsicht gehabt,in anderen dingen dagegen schon oft. lg hansi hansi

  • Sascha
    Februar 18, 2013

    Lieber Hansi,

    als ich in einem Gespräch mal 3 Sätze hintereinander über Jesus gesprochen habe, ohne Jehova zu nennen, bin ich gefragt worden, ob ich Kontakt zu einer freichristlichen Gemeinde hätte und ob ich mich etwa für einen „Wiedergeborenen“ halten würde. Sie haben sich sogar lustig darüber gemacht. Als ich einem anderen Bruder gesagt habt, dass ich nicht auf ominöse Anweisungen des Sklaven während der Drangsal, sondern nur auf das Wiederkommen Jesu warte, hat man mir gesagt: Du glaubst doch nicht etwa, dass Jesus sichtbar wiederkommt… Wieder jemand anderes hat sogar gesagt: Was willst du eigentlich immer mit Jesus? Ohne Jehova wäre er gar nichts…

    Also lieber Hansi, dass man sich innerhalb der Organisation frei und offen zur ALLEINIGEN Führung durch Jesus bekennen kann, kann ich beim besten Willen nicht bestätigen. Die vielen Erfahrungen der Geschwister hier, und vor allem auch meine eigenen sprechen da für sich. Du kannst vielleicht an der Tür den Menschen erzählen, dass Jesus der Sohn Gottes ist, und das er für uns gestorben ist. Aber frag mal einen Ältesten, ob der Glaube an Jesus zur Rettung genügt. Oder frag mal bei einem sogenannten „geselligen Beisammensein“ in die Runde: Wer ist euer persönlicher Herr? Ich habe gemerkt, dass zumindest die Zeugen, mit denen ich gesprochen habe, bei dieser Bezeichnung überhaupt nicht auf die Idee kommen, an Jesus zu denken. Nein, sie sagen „Jehova“, und das, obwohl unser Vater seinem Sohn doch die Gewalt über ALLES im Himmel und auf der Erde gegeben hat und in Römer 10 ausdrücklich von Jesus als unserem Herrn die Rede ist. So könnte ich das fortsetzen.

    Abgesehen davon finde ich es nicht schön, wenn man die Gedanken von anderen als „totalen Unsinn“ bezeichnet. Ich persönlich bin zwar nicht sonderlich empfindlich, aber solche Titulierungen hinterlassen beim Lesen den Eindruck, dass man sachlich vorgetragenen Argumenten nicht auf Augenhöhe begegnen kann oder möchte. Und da du ja deine eigenen Erfahrungen in der Folge geschildert hast, kommen deine Kommentare bestimmt auch ohne solche abwertenden Einschübe aus.

    In diesem Sinne wünsche ich dir weiter alles Gute und einen entspannten Abend.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    Lieber Hansi entschuldige wenn ich hier feststelle daß deine Überlegungen und Argumente einfach nur naiv sind. Glaubst du wirklich das die WTG oder ein Ältester sich offen gegen Jesus aussprechen würde? Das kommt mir so vor als wenn der Teufel in all seinen Aktivitäten – der ja geschickt seine wahre Identität zu verleugnen versteht – klar zu erkennen gibt: Hallo ich bin der Teufel und Widersacher Gottes, hört auf mich, was Gott oder Jesus sagt ist ein Blödsinn!

    So dumm ist er sicher nicht, er versteht sich als Engel des Lichts und Paulus spricht davon dass auch seine Diener in gleicher Weise agieren. Warum gab es bereits bei den ersten Christen „Superfeine Apostel“, warum warnt GW in Apg. 20:28-30 vor Männern die IN EURER MITTE aufstehen und Menschen hinter sich her ziehen – also nicht zu Christus führen, wessen Interessen verfolgen sie dann? Die von Jesus oder vom Teufel? Ich will damit nicht sagen das JEDER Älteste bewußt so handelt, ja selbst Brüder in hoher verantwortlicher Stellung mögen in ehrlicher Weise versuchen dem Christus zu folgen. Doch wenn es darauf ankommt – siehe das beste Beispiel Raymond Franz – hat niemand die Möglichkeit wenn er ein Glied in der Organisation bleiben will, der LK oder ihren Handlangern die Treue zu verweigern. Damals Anfang 1980 wurden eine Reihe von treuen Brüdern die ihr ganzes Leben für Gott opferten, unbarmherzig ausgeschlossen. Der Grund? Sie erlaubten sich Lehransichten des Sklaven in Frage zu stellen.

    Die Frage von den Ältesten lauten laut Vorgabe: WIE STEHST DU ZUM SKLAVEN? Wenn du, so wie es mir selbst erging sagst das ich alles was der Sklave mir aus der Bibel zeigen kann von mir akzeptiert wird, dann ist das zuwenig. Im Einsichtenbuch und im WT steht (ich müßte dir das Zitat heraussuchen) unter Abtrünnigkeit: Jeder ZJ hat alle Lehren die aus der Bibel stammen UND AUCH JENE die nur die Organisation vermittelt zu glauben zu akzeptieren und zu verbreiten.

    Wenn du aufgrund deines Studiums zur Kenntnis gelangst das die Zeitberechnung welche auf 1914 kommt, nicht stimmt und folglich auch das Königreich nicht errichtet wurde – was ja auch Jesus so in Apg. 1:6-8 verlangt – dann bist du ein Abtrünniger. Manfred mag seine seine Argumente u.a. deshalb so formuliert haben. Die Ältesten (jene die als Hardliner gelten) vertreten die LK und wie bei Hitler (man möge mir den Vergleich nachsehen) mußte jeder seiner Handlanger die Interessen Hitler zu 100% vertreten und bis zum Tod verteidigen.

    Ich rechtfertigte mich mit dem Argument nur Jesu Anweisung zu befolgen: Keine Zeitangaben und Berechnungen für das Königreich. Du hast aber der Organisation und damit Menschen zu folgen – ich hoffe ich konnte dir die Sachlage verdeutlichen.

    Nicht nur das die LK verlangt eine Unwahrheit zu vertreten, erwartet sie von dir Götzendienst! Den Menschen mehr zu gehorchen als Gott oder Jesus ist nun mal Götzendienst – oder siehst du das anders?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    So jetzt kann ich das WT Zitat nachreichen, ein lieber Bruder hat mir das per Mail geschrieben:

    Wachtturm 15. Mai 1981
    Es stimmt, daß wir die Hilfe des heiligen Geistes Gottes benötigen, doch diese Hilfe wird uns in erster Linie zugänglich, wenn wir uns mit dem von Jehova Gott erwählten Kanal verbinden (1. Kor. 2:6-10). …
    Aber das, was die Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“ in den letzten 100 Jahren getan hat, zwingt uns, dasselbe zu sagen wie Petrus. Als Jesus seine Apostel fragte, ob auch sie ihn verlassen wollten, erwiderte er: „Zu wem sollen wir gehen?“ (Joh. 6:66-69). Es besteht kein Zweifel, daß wir alle zum Verständnis der Bibel Hilfe brauchen. Wir können die notwendige biblische Anleitung nicht außerhalb der Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“ finden.

    Wachtturm 1. April 1986
    Warum haben Jehovas Zeugen einige Personen, die sich immer noch zum Glauben an Gott, die Bibel und Jesus Christus bekennen, wegen Abtrünnigkeit ausgeschlossen (exkommuniziert)?
    Offensichtlich kann eine anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas Zeugen nicht lediglich auf einem Glauben an Gott, an die Bibel und an Jesus Christus beruhen. Der Papst in Rom wie auch der anglikanische Erzbischof von Canterbury bekennen sich zu solchen Glaubensinhalten, dennoch schließt die Zugehörigkeit zu einer dieser Kirchen die Zugehörigkeit zur anderen aus. Ebenso wäre jemand, der sich lediglich zu solchen Glaubensinhalten bekennt, nicht berechtigt, als Zeuge Jehovas betrachtet zu werden.

    Eine anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas Zeugen erfordert, daß man die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten. Ende des Zitats!

    Also wenn du dir das Recht herausnimmst solche Lehren nicht zu akzeptieren weil Jesus etwas anderes erwartet dann bist du abtrünnig – und ist das für dich in Ordnung lieber Hansi?

    lg. Matthäus

  • Birds
    Februar 18, 2013

    Liebe Brüder und Schwestern,

    Möchte kurz auf den Wachturm 1986 (von Matthäus eingestellt) kommentieren. Ich habe den jetzt schon etliche male durch gelesen, und jetzt vor 15 min, hatte ich und meine Frau gedacht wir lesen die Texte nach. Joh war mir klar. Aber…
    Wenn ich den Kor.weiter lese als angegeben, unterstellt mir die wtg das wir alle einen Geist der Welt haben. Also laut meinem Verstaendnis , bekommt jeder der Bittet diesen Geist, und nicht nur über den TUVS. Nach diesem Text wurde keiner daraus schließen das der Geist nur durch den TUVS kommt.

    Aber jetzt kommts richtig, der WT gibt auch als Beweis JOH 6:66-67 an der WT hört bei ZITAT:ZU WEM SOLLEN WIR GEHEN? auf. Liest man in der Bibel den Text fertig, kommen ja die bekannten Worte DU HERR HAST WORTE DES EWIGEN LEBENS.
    Somit steht für mich jetzt eindeutig FEST der TUVS hat sich auf die STUFE Jesu gestellt. Und davor hat Jesus gewarnt.
    danke meinem Gott und Herrn Jesu der uns soeben, noch einmal den Geist gegeben hat, und dies bekräftigt hat. Man kann diese Gefühl gar nicht beschreiben.
    LG an alle aus dem kalten Österreich 🙂
    Die Birds

  • Zadok/Achim
    Februar 18, 2013

    Lieber Maxemilian,
    dich hat Manfred ja gar nicht angesprochen.. 🙂
    Der Tag an dem auch du dich entscheiden musst,kommt.Für jeden.
    In Josua 24.15 steht:
    Ist es aber übel in euren Augen, dem HERRN zu dienen, dann erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: entweder den Göttern, denen eure Väter gedient haben, als sie noch jenseits des Stroms waren, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!
    Bist du denn in deiner Versammlung als jemand bekannt, der Jesus
    über den Sklaven stellt? Dann hast du seinen Segen und alles ist gut.Auch wenn du gehen musst.
    Lieber Gruß aus dem Süden!
    Achim

  • Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Hallo Achim, hallo Sascha,
    mag sein das ich etwas überreagiert habe auf den Kommentar von Manfred. Wenn er mich sicherlich nicht persönlich gemeint hat, so fühlte ich mich angesprochen da ich in eben dieser Situation lebe.
    Doch in meiner Situation und sicherlich auch der vieler anderer ist es nicht hilfreich mit einer Flut von Bibeltexten gesagt zu bekommen, dass sie ihre Liebe zu Christus hinterfragen sollten.
    Das klingt mir schon etwas zu sektiererisch.
    Ja Sascha, ich bin in meiner Versammlung bekannt als einer der den Christus über den Sklaven stellt, ohne damit zu kokettieren. Aber auch dem, der noch nicht den Mut dazu aufbringt bei jeder Gelegenheit offen Stellung zu beziehen möchte ich nicht den Segen absprechen.
    Ich bin mir aber auch sicher, dass weder Manfred noch Sascha oder du Achim das wolltet und ich schätze euch sehr hier wenn ihr offen eure Meinung sagt.
    Entschuldigt bitte meine Empfindlichkeit.
    In diesem Sinne liebe Grüße an euch alle
    Maxemilian

  • Sascha an Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Lieber Maxemilian,

    danke für deine Antwort. Ich kann dich sehr gut verstehen, da ich mit einigen Geschwistern Kontakt habe, die in der gleichen Situation sind. Auch bei uns war es kein Selbstläufer, und ich habe mir vor unserer Entscheidung, viele Gedanken über das gemacht, was dann folgen sollte.

    Außerdem sehe ich die unterschiedlichen Situationen und Ansichten, die hier geäußert werden immer wieder als eine Möglichkeit an, in der Liebe zu wachsen. Denn das passiert nur, wenn wir uns auf andere Menschen einstellen und ihre ganz persönliche Vita berücksichtigen, mit allem was dazu gehört. Dazu gehört eben auch, dass man immer wieder den Standpunkt des Andersdenkenden einnimmt, um ihn besser verstehen zu können.

    Hier bei BI konnte ich in der Vergangenheit immer beobachten, dass der Friede nie ernsthaft bzw. dauerhaft gefährdet war, und das wiederum sehe ich als Zeichen der Führung Jesu im Leben der einzelnen Geschwister. Und es zeigt mir, dass dafür keine Organisation, sondern der Heilige Geist unseres Vaters nötig ist. Wenn wir auf seine Rolle als Lehrer und Erinnerer vertrauen, dann wird jeder einzelne von uns genau wissen, was er wann zu tun hat.

    Denn Jesus hat versprochen, dass „kein Schaf verloren gehen wird“, also brauchen wir uns keine übertriebenen Sorgen machen, wenn ein Bruder oder eine Schwester im Moment zu einem anderen Verständnis oder einer anderen Entscheidung kommt.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Alois
    Februar 18, 2013

    Lieber Max

    Meiner Ansicht nach geht es nicht darum ob man sich trennen muss, sondern wann! Aber das „wann“ muss jeder selbst für sich entscheiden, da dürfen wir niemandem Vorschriften machen.

    Oder was denktst Du was Jesus mit folgendem Text meinte?

    Matth. 10
    32. Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
    33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
    34. Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
    35. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
    36. und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
    37. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;
    38. und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
    39. Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred an Maximilian
    Februar 18, 2013

    Lieber Maximilian,

    manchmal glaube ich mir geht es so wie dem Reporter in dem Film: “Und täglich grüsst das Murmeltier”. Da wacht er jeden Morgen auf und es geschieht immer und immer wieder genau das selbe wie am Vortrag. So fühle ich mich gerade. Warum das möchte ich jetzt kurz schildern:

    7,5 Millionen Zeugen Jehovas werden jede Woche darin geschult mit den Menschen im Predigdienst über die Bibel zu sprechen. Ich mache das gleiche allerdings spreche ich mit meinen Brüdern über die Bibel und werde ausgeschlossen. Nun bin ich hier seit ca. 2010 und lese und schreibe bei BI mit, wie viele andere auch. Einige sagen, wozu ja auch Du gehörst, sie gehen noch in die Versammlung um Ihre Brüder zu warnen und aufzuklären. Das ist ja auch völlig legitim. Jetzt mache ich aber das gleiche und warne und kläre meine Schwestern und Brüder auf und dann bin ich der Buhmann oder wie auch immer man das ausdrücken will. Du hast mich ja einen Sektierer genannt.

    Warum dürfen alle mit jedem über die Bibel sprechen und warnen und aufklären und wenn ich das genauso mache bekomme ich den schwarzen Peter??? Nach der letzten heftigen Diskussion mit Barnabas habe ich mir fest vorgenommen mich zurück zu halten und trotzdem stehe ich wieder mitten in einer Diskussion, die ich so gar nicht wollte.

    Du hast mir vorgeworfen, dass ich weit über das hinausgegangen bin was Jesus sagen wollte. Doch bin ich das wirklich? Selbst wenn ich den Bibeltext alleine, ohne meinen Kommentar gepostet hätte, dann würde dort stehen, das Jesus nicht gekommen ist um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert und zwar mitten zwischen den Vater und die Tochter usw. Des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Das sind nicht meine Worte, sondern die von Jesus.

    Doch wollte ich damit Druck aufbauen? Nein, auf gar keinen Fall. Kann ich überhaupt Druck aufbauen? Nein, denn ich habe gegen niemanden ein Druckmittel in der Hand so wie die Organisation, die einem die Gemeinschaft entzieht. Ihr seid hier alle Anonym unterwegs und so könnte ich niemanden zwingen das umzusetzen und das will ich auch gar nicht. Wenn Du meinen Kommentar auch bis zum Ende gelesen hast, hätte Dir dies auffallen müssen, ich zitiere:

    Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema und ich will bestimmt niemanden zu irgendetwas überreden. Jeder muss sein Leben selbst in die Hand nehmen und die wichtigen Entscheidung treffen. Entweder so oder so. Jeder muss ja dann auch selbst die Konsequenzen dafür tragen.

    Genaugenommen ist es eine Frage des Standpunktes und des Beweggrundes. Die die noch in die Versammlung gehen, werden das damit begründen, dass sie die anderen Brüder warnen und retten wollen. Diejenigen, die bereits draussen sind, sind froh dass sie es geschafft haben und jetzt völlig frei ohne Angst sich zu Christus bekennen können. Dann gibt es noch diejenigen, die sich Gedanken machen ob sie drinnen bleiben oder raus gehen sollten.

    Für die letzte Gruppe war eigentlich mein Kommentar gedacht, dass man eben keine Angst zu haben braucht, weil wir immer die benötigte Kraft von oben bekommen um standzuhalten und am Ende werden wir mit ewigem Lohn belohnt werden. Ich wollte keinen Druck aufbauen um die Versammlung zu verlassen, sondern ermuntern es ohne Angst zu tun, denn meist stellt man es sich schlimmer vor als es ist.

    Du wirfst mir vor mit einer Flut von Bibeltexten argumentiert zu haben. Genaugenommen war es nur die eine Bibelpassage aus Mat. 10:32-39. Die anderen Verse dienten dazu um Kraft zu schöpfen und zu ermuntern. Du bist noch ein Ältester in Deiner Versammlung und wir Zeugen Jehovas haben einheitlich an einem Schulungsprogramm teilgenommen, das weltweit gleich ist, da es ja die Einheit fördern soll. Welcher Bibeltext wird von der Gesellschaft angeraten, wenn ein Interessierter sagt:

    „Seid ich mit den Zeugen Jehovas die Bibel studiere werde ich von meinen Verwandten und Arbeitskollegen angefeindet.“
    Was sagt dann der gut geschulte Zeuge?
    „Das ist doch gut. Jesus hat doch genau das vorausgesagt, wenn wir uns zu ihm hinwenden, dann werden unsere Feinde die eigenen Hausgenossen sein. Es ist also doch positiv, dass wir um Jesus Christus Willen verfolgt werden. Dann wissen wir das wir das richtige tun.“ Und dann zitiert man genau diesen Text aus Mat. 10:32-39.

    Diesen Text kann und muss man nun genauso auf die Zeugen Jehovas anwenden, da sie auch nicht zum Christus führen, sondern zu einer menschlichen Organisation, genau wie die anderen Religionen.

    Wenn Du noch in die Versammlung gehst um andere wachzurütteln, dann ist das ja ein guter Beweggrund. Doch wenn Du nur noch in die Versammlung gehst, damit Du nicht ausgeschlossen wirst, dann hast Du größere Zuneigung zu den Menschen wie zu Christus. Ob dieser Text also für Dich von Belang ist, hängt ab aus welchen Gründen Du das tust was Du tust. Doch letztlich weißt Du auch, dass sich die Zeugen auf dem breiten Weg befinden und Du kannst diesen Weg eine Zeitlang mitgehen, doch irgendwann musst Du vom breiten Weg runter auf den schmalen Weg. Das ist eine Tatsache die Jesus genannt hat.

    Wenn ich Dich mit meinen Worten verletzt haben sollte, dann tut es mir leid, denn ich wollte nicht niederreißen sondern ermuntern keine Angst vor dem Ausschluss zu haben. Denn nicht wir drängen auf den Ausschluss, sondern die organisationsloyalen Brüder werden die Schritte einleiten, wenn wir dauerhaft die Wahrheit aus der Bibel verkünden, nämlich das die Organisation lügt und nur Jesus der Weg ist, der zu ewigem Leben führt. Somit werden SIE die Trennung herbeiführen, weil wir uns vorbehaltlos zu Christus bekannt haben. Wir sind ja weiterhin bereit mit Ihnen Kontakte zu pflegen, doch sie reden nicht mehr mit uns.

    Zum Schluss habe ich noch eine ganz große Bitte an Dich:
    Nenn mich bitte nicht einen Sektierer, denn das bin ich nicht und das verletzt auch.

    Und damit werde ich dieses Thema für mich abhaken und würde mich freuen, wenn wir beide zusammen weiterhin hier uns auf hohem biblischem Niveau austauschen. Denn hier bei Bruderinfo und Bruderinfo-Prophetie werden ganze Fleischstücke gekaut und nicht nur Milch getrunken. Das kennen die Brüder in den Versammlungen gar nicht mehr, weil sie jahrelang nur die Milch im WT gekostet haben.

    Herzliche Grüße Dein Bruder Manfred

  • Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Hallo lieber Manfred,
    ich möchte doch noch einmal antworten und mich entschuldigen wenn ich dich verletzt habe.
    Viele Verletzungen beruhen auf Missverständnisse.

    Was mich verletzt hat ist, das du mit der Anwendung der von dir zitierten Worte Jesu, die ja für sich gesehen ja richtig sind, mir und allen anderen indirekt zu verstehen gibst, das wir Jesus weniger lieben als unsere Familie wenn wir die Versammlung nicht verlassen. Die Gründe warum jemand noch nicht die Versammlung offiziell verlassen hat sind so vielschichtig, das man sie nicht auf diese Worte Jesu reduzieren darf.

    Aber es ist mir schon klar geworden, dass du dies im Grunde auch nicht wolltest, sondern als Denkanstoß geschrieben hast. Jedenfalls gehe ich jetzt davon aus das es so ist.
    Von daher ist das Thema für mich erledigt und ich freue mich auf weiteren Gedankenaustausch mit dir.
    Auch hatte ich nicht die Absicht dich als einen Sektierer zu bezeichnen, und ich meine das habe ich auch nicht getan. Ich habe gesagt dass mir diese Art der absoluten Anwendung einzelner Aussagen Jesu zu sektiererisch vorkommt, eine Gefahr der wir alle sehr schnell erliegen können, wenn wir unsere Meinung als das Maaß aller Dinge sehen und versuchen sie mit der Bibel irgend wie zu bergründen.
    Aber hier geht es dir genau so wie mir, man liest etwas, was der andere überhaupt nicht so gesagt hat oder meinte.

    Lieber Manfred, ich halte dich nicht für einen Sektierer und möchte mich wirklich entschuldigen wenn ich dich durch meinen Äußerung verletzt haben sollte.

    Also lieber Manfred, las uns die Hand reichen und weiter gemeinsam für die Wahrheit kämpfen, auch wenn wir hier und da unterschiedlicher Meinung sind, besonders was unsere persönliche Situation in der Versammlung anbelangt und wie wir damit umgehen.

    Liebe Grüße
    Maxemilian

  • Manfred
    Februar 18, 2013

    Lieber Maxemilian,

    Ich stimme Deinem Kommentar zu 100% zu und vielleicht sollten wir es uns alle zur Gewohnheit machen, vorher nachzufragen, wie genau jemand eine Aussage verstanden haben wollte. Das würde dann Ungereimtheiten auf einer sachlichen Basis klären lassen und man wäre nicht so emotional.

    Gerne reiche auch ich Dir meine Hand und freue mich, dass wieder einmal der Geist unseres Herrn Christus gesiegt hat. Die Liebe. Ich danke unserem Gott und seinem Sohn, dass ich BI kennen lernen durfte und dadurch in Kontakt mit so vielen Gleichgesinnten kommen konnte. Denn wir gehören ja alle zur gleichen Herde unseres Hirten Jesus Christus.
    Da ist seit gestern ein neuer Vortrag auf der Prophetieseite online.
    Sie werden eine Herde unter einem Hirten sein.
    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=975

    Liebe Grüsse Manfred

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    Meine Respekt euch beiden lieber Manfred und Maximilian!

    So wird das was GW rät in die Tat umgesetzt, da könnte die LK und viele Brüder in den Versammlungen sich ein Beispiel nehmen. Wie hat Paulus den Kolossern geschrieben?

    Kap. 3:12 Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum sollt ihr euch untereinander auch herzlich lieben mit Barmherzigkeit, Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld. 13 Ertragt einander, und seid bereit, einander zu vergeben, selbst wenn ihr glaubt, im Recht zu sein. Denn auch Christus hat euch vergeben.

    14 Wichtiger als alles andere ist die Liebe. Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. Sie ist das Band, das euch verbindet. 15 Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, als Gemeinde Jesu in diesem Frieden ein Leib zu sein. Dankt Gott dafür!

    16 Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit, und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren! 17 All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.

    Würde das in der Organisation der ZJ real sein dann würde das von Jesus genannte Merkmal für seine wahren Jünger ein Beleg dafür sein das sie dem Jesus folgen und nicht weiter Menschen hinterherlaufen oder hinterhergezogen werden – siehe Apg. 20:30!

    Lg. Und ein schönes WE, leider immer noch grausig kalt!

  • Manfred
    Februar 18, 2013

    Lieber Matthäus,

    Auch Dir vielen Dank für den wunderbaren Bibeltext aus Kolosser 3.
    Dieser Text hat unsere vorherige Diskussion absolut getroffen und ich freue mich, dass Maxemilian und ich schon vor dem Lesen Deines Textes eine Einigung finden konnten, denn das zeigt ja, dass wir auch ohne alles wortwörtlich in der Bibel nachlesen zu müssen, schon das Rechte tun. Warum? Weil wir uns immer mehr der Barmherzigkeit nähern, die Christus bei den Menschen sehen möchte.
    Aber ich bin immer wieder erstaunt, dass die heilige Schrift nützlich und zum richtigstellen der Dinge ist. Es gibt immer einen Text der sich auf eine bestimmte Situation anwenden lässt.

    Herzlichen Dank, dass Du diesen herausgesucht hast.

    Ich wünsche auch allen ein schönes Wochende, wenn es wohl noch grösstenteils trüb bleibt.
    Aber gebt die Hoffnung nicht auf, die Sonne kommt auch noch zu Ihrem Durchbruch. 🙂

    Liebe Grüsse Manfred

  • Daniel
    Februar 18, 2013

    Ich verfolge die Diskussion mit großem Interesse; denke das viele in so einer Situation sind und wie man sieht, gibt es eine Reihe von Argumenten.

    Meine Gedanken dazu (wie geschrieben, meine Gedanken daher kein Anspruch auf Richtigkeit):

    Bei der Taufe, hat man sich Gott hingegeben oder war es ein Beitritt zu WTG?

    Hier gilt meines erachtens der erste Punkt zu beachten. Ich persönlich habe die WTG immer als menschliche Organisation gesehen, die keinen Anspruch auf Vollkommenheit bzw. Göttlichkeit hat. Entsprechend ist und war mein Verhältnis zu ihr.

    Anders als Alois sehe ich neben dem WANN auch ein WIE man sich löst.

    Muss man dafür austreten (ich bin ja nirgends eingetreten).

    Ich persönlich möchte der WTG keine Macht über mich geben, d.h. ich würde zu keinem Komitee gehen, würde mich aber auch nicht selber ausschliessen, da ich ihr ja durch die Ächtung meiner Person durch Familie und Brüder ja indirekt wieder Macht über mich ausüben lasse.

    Solange die WTG nicht etwas verlangt, was ich mit meinen Gewissen nicht vereinbaren kann (etwa einen Treueschwur, Gelöbnis, etc.) sehe ich kein Problem, als untätiges U-Boot Kontakt mit Brüdern, die es mir wert sind, zu pflegen.

    Ich halte es nach dem Motto Jesu, unschuldig wie Tauben und listig wie Schlangen zu sein.

    Weiters sehe ich es auch nicht als meine Aufgabe, permanent die Brüder auf die Fehler der WTG hinzuweisen. Es sind alles erwachsene Menschen, die die Bibel haben, die beten usw. Wie oben erwähnt, ist es auch jeden seine eigene Sache, welchen Stellenwert er Jesus gibt. Er muss es auch selbst verantworten. Außerdem weiss ich, ob mein dzt. Wissensstand der Weisheit letzter Schluss ist?

    Auf die Frage, ob ich heute noch die 2. Tauffrage mit JA beantworten würde, würde ich ganz einfach keine Antwort geben, weil sich die Frage für mich im Moment gar nicht stellt.

    Auf Verhörfragen, ob Probleme mit dem Sklaven etc. beinhart Gegenfragen stellen, wie das die Ältesten selber sehen, sie es mit Bibelstellen begründen lassen, sie ganz einfach „arbeiten“ lassen, und bei konkreten Fragen ein „Ja eh“ und schweigen. Normalerweise halten sie das nicht lange durch. Oder auch gute Antwort ist: „Schauen wir mal ob das das hellste Licht ist“.

    Wie lange das noch geht, weiß ich nicht, aber so lange es so funktioniert, kann ich meine dzt. Situation mit ruhigem Gewissen beibehalten, weil innerlich habe ich mich schon längst getrennt, beteilige mich aktiv nicht an ihrem Tun und hab somit nach meinem Gefühl auch keinen Anteil an ihren Sünden.

  • Sledge Hammer
    Februar 18, 2013

    Daniel,alle Angehörigen der jeweiligen Konfession, die in einem gewissen Gebiet wohnen (Gemeinde), werden automatisch Mitglied der KdöR (Parochialrecht).

    Insofern, ich muß Dich leider enttäuschen, bist Du Mitglied kraft des der KdöR gesetzlich verankerten Rechtes.

  • Daniel
    Februar 18, 2013

    Ja eh 🙂

    Eigentlich ist eh mir wurscht, in welchen Registern ich wo und wie als was geführt werde.

    Und noch mal, beim ADAC bin ich als Mitglied aktiv eingetreten, bei der WTG war ich das nie. Definitiv.

    Hierfür möchte ich auf die schriftliche Stellungsnahme der WTG hinweisen, die sich im Fall Conti darauf beruft, daß es zwischen den einzelnen Mitgliedern der Versammlung und der WTG KEINERLEI (Relationship) Beziehung gibt, und sie deshalb auch für nichts zu belangen ist bzw. haftbar ist.

    Nochmal die Unterscheidung – (ehemaliger) Verkündiger in einer Versammlung ist etwas anderes als Mitglied der WTG.

  • Sascha an Sledge Hammer
    Februar 18, 2013

    Liebe Sledge Hammer,

    um deinen Gedanken zu unterstützen hier der Auszug aus den Statuten der KdöR in Deutschland:

    §13 MITGLIEDSCHAFT
    (1) Wer rechtmäßig als Zeuge Jehovas getauft wurde und mit einer Versammung im Wirkungsbereich der Religionsgemeinschaft verbunden ist, ist Mitglied der Religionsgemeischaft.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Daniel
    Februar 18, 2013

    Sorry, das war zum Zeitpunkt meiner Taufe noch nicht so, somit für mich unerheblich.

  • Daniel
    Februar 18, 2013

    Nachtrag: Ich war immer gegen die Statutenänderung die zur KdöR geführt hat.

    Somit ist das alles für mich nicht bindend.

  • Sascha an Daniel
    Februar 18, 2013

    Lieber Daniel,

    danke für deinen Kommentar. Du hast deine Situation gut beschrieben und aus meiner Sicht geht es auch nicht darum, dass man sich zwanghaft ausschließen lassen muss. Andererseits hat Dennis vor ein paar Tagen auch geschrieben, dass es immer schwerer wird, ein sogenanntes „U-Boot-Dasein“ zu führen. So sehe ich es auch, denn die Sprache in den WT-Artikeln wird nach meinem Empfinden deutlicher. Selbst Emails sollten nicht ausgetauscht werden, wenn jemand aus der Familie kein Zeuge mehr ist. Das hemmt natürlich viele Geschwister, ihre persönlichen Konsequenzen zu ziehen. Ich war auch fast 2 Jahre „untätig“, bevor wir dann zum Komitee eingeladen wurden. Unsere Gedanken waren dann die gleichen, die du auch geäußert hast, und wir haben beschlossen, uns diesem „Gericht“ nicht auszusetzen, zumal bereits in zahlreichen Gesprächen alle Einzelheiten geklärt waren. Es wäre also eine Farce gewesen. Ein anderer sagt aber vielleicht, dass diese Sitzungen nochmal eine Möglichkeit gewesen wären, die Ältesten aufzurütteln. Das mag auch sein, aber wir haben uns eben anders entschieden. Genauso respektiere ich auch jeden, der nach seinem Gewissen handelt und so wie du noch keinen Grund sieht, sich komplett zu trennen. Dazu gefällt mir dieser Text:

    Röm 14:4 „Wie kommst du denn dazu, den Sklaven eines anderen zur Rechenschaft zu ziehen? Ob er mit seinem Tun bestehen kann oder nicht, geht nur seinen Herrn etwas an. Und er wird bestehen, denn sein Herr ist in der Lage, dafür zu sorgen.“

    Bei unserem Vater und unserem Herrn Jesus geht es um das Herz. Wir wissen z.B. wenig über die Töchter von Lot, und trotzdem wurden auch sie an der Hand gepackt und aus der Stadt gebracht. Was wäre gewesen, wenn Lot gerade ein gebrochenes Bein gehabt hätte? Vermutlich hätten die Engel ihn dann getragen. So mache ich mir auch keine Sorgen um die wirklich aufrichtigen und treuen Diener Jehovas, die es sich auch gerade unter der älteren Generation gibt. Wenn sie ein gutes Herz haben, dann werden sie bestimmt nicht wegen ihrer bloßen Religionszugehörigkeit mit leeren Händen dastehen. Und wenn es tatsächlich nötig sein sollte, dass jedes „Schaf Jesu“ die WTG komplett verlässt, dann wird auch das für unseren Herrn Jesus kein Problem sein. Ich habe sowieso im Hinterkopf, dass sich das „Problem“ von alleine erledigen könnte, wenn sich die finanzielle und geistige Entwicklung der Zeugen Jehovas als Gruppe gesehen fortsetzt. Aber warten wir es in Ruhe und mit einer positiven Grundeinstellung zum Leben ab, dann fallen wir nicht ins Bodenlose, wenn es irgendwann mal keine WTG mehr geben sollte. 🙂

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Daniel
    Februar 18, 2013

    ich hab nicht gesagt, daß es leicht ist, ein U-Boot dasein zu führen.

    Ich hab nur gesagt, daß es zur Zeit noch geht und was in Zukunft noch auf uns zukommen wird, werden wir sehen und entsprechend handeln.

  • walter an Daniel
    Februar 18, 2013

    Hallo Daniel,

    Dein Kommentar trifft voll und ganz meine Gedanken.
    Auch ich habe mich nie einer Religion hingegeben.

    Natürlich bin ich dadurch Außenseiter, weil ich gewisse Dinge anders sehe und auch mache.
    Aber damit kann ich leben.
    Auch wenn ich keinen Bericht abgebe, sehe ich mich nicht als untätig
    und möchte dies auch nicht sein.
    Auch wenn ich in der Versammlung bin und auch außerhalb, möchte ich die Früchte des Geistes hervorbringen und leben. So, wie Jesus es mir vorgemacht hat.

    Ich habe mit den Leuten in der Versammlung kein Problem. Wenn sie eins mit mir haben, dann ist das ihre Sache.
    Mit denen, wo ich über meinen Glauben reden kann, rede ich.
    Bei den anderen, bin ich dabei zu lernen, ruhig zu sein.

    Liebe Grüße

    Walter

  • Maria
    Februar 18, 2013

    Meine Meinung zu dem Thema ist,
    das man sich bei der Taufe aktiv als Zeuge Jehovas zu erkennen gibt,und auch wenn man nicht mehr aktiv ist ,ist man Mitglied das in Selters als solches geführt wird.Immerhin sind unsere Daten dort gespeichert,wäre man nicht eingetreten,dann wären wir dort auch nicht gespeichert.
    Durch die vielen Verfehlungen dieser Organisation wollte ich nicht mehr als Zeugin Jehovas geführt werden, ich hätte nicht mehr ruhig schlafen können,als Mitglied in einem Verein geführt zu werden,das z.Bsp.den Kindesmissbrauch versucht zu vertuschen,ich spreche da aus eigener Erfahrung.Viele weitere Dinge sind hier auf dieser Seite ja zur Genüge aufgeführt.
    Wichtig ist meiner Meinung auch,das es nie gut war,das der Mensch über den Menschen geherrscht hat,und als Herrschen kann man das nennen was die WTG mit uns gemacht hat,ober bei vielen noch tut.Jeder möge nun natürlich selbst entscheiden was er macht,aber ich fühle mich seit meinem Austritt nur befreit und gelöst.
    LG Maria

  • Mariel
    Februar 18, 2013

    Danke für Eure netten Beiträge. Wollte eigentlich „Ermunterungen“ schreiben, möchte mir aber bewußt ein anderes Vokabular angewöhnen.
    Ich bin eine untätige Schwester und merke den Rückzug meiner lang-
    jährigen Gefährten schon sehr deutlich. Ich nehme das nicht persönlich, da ich ja weiss, dass all diese Menschen fehlgeleitet sind. Die Organisation beherrscht irgendwann die Denkstruktur und
    dann das Handeln. Ich hab das lange nicht gemerkt, aber durch viele Umstände, die ich erlebt habe, hat mir mein lieber Gott die Augen geöffnet. Ich sage bewußt „Mein lieber Gott“, das war er schon in meiner Kindheit und hat mich auch begleitet, als ich noch keine ZJ war. Nur wie ich schon geschrieben habe, fällt es mir sehr schwer, die ganzen Zeugenlehren aus meinem Kopf zu bekommen.
    Liebe Grüße an alle Mariel

  • Joshua
    Februar 18, 2013

    Liebe Mariel,

    herzlich willkommen hier bei BI. Wie recht du hast, wenn du schreibst, das man sich nicht angstfrei mit seinem richtigen Namen äußern kann! Da trifft die Bezeichnung Sekte in ihrer heutigen Bedeutung voll zu!
    Ich freue mich weitere Kommentare von dir zu lesen.

    Dein Bruder im Herrn
    Joshua

  • Mariel
    Februar 18, 2013

    Dies ist mein erster Kommentar, den ich schreibe. Mein Herz klopft so heftig, dass ich Angst habe irgendein Ältester oder
    gutmeinender Bruder kann es hören und steht gleich bei mir vor der Haustür. Angst war mein ständiger Begleiter in den aktiven vielen Jahren bei den ZJ umso mehr ist es Balsam für die Seele,
    wenn ein Bruder über das „Glücklichsein“ schreibt. Ist es uns in
    diesem Leben überhaupt von Gott vergönnt „glücklich zu sein“? Ist es nicht vielmehr sein Wunsch, dass wir durch unser Ausharren beweisen, dass wir ihm treu sind. Das ist mir jahrzehntelang eingehämmert worden und man sieht es auch an den Gesichtern in der Versammlung, dass die meisten sich nicht trauen glücklich zu sein. Wie wird man diese Fehlhaltung überhaupt wieder los. Wie kann mann einfach nur leben und glücklich sein mit den Altlasten, die unser Gewissen übersensibilisiert haben. Wie wird man frei, für neue Wege. Ich kann nur auf Gott und seine Hilfe vertrauen und bin froh dass es „Euch“ gibt. Ist es nicht zum weinen, dass wir in einem freien Land leben, das uns Religionsfreiheit gewährt,
    und wir uns hier nicht angstfrei mit unserem richtigen Namen äußern können. Allein daran müßte doch jeder erkennen, das wir in den Fängen einer Sekte geraten sind. Grüsse an alle Mariel

  • Dennis
    Februar 18, 2013

    Liebe Mariel,

    sei herzlich willkommen hier!

    Du musst keine Angst haben, denn Du kannst Dich hier völlig frei und offen äußern. Es hilft einem schon sehr viel, wenn man sich was von der Seele schreiben kann. Ging mir zumindest so.

    Du hast mit Deiner Schlussfolgerung m. E. völlig recht. Die Tatsache dass wir hier anonym bleiben müssen zeigt den Sekten Charakter der WTG.

    Wirst Du als „untätig“ geführt oder wie ist Deine Situation momentan? Gibt es Freunde oder Familie mit denen Du auch offen sprechen kannst?

    Zu Deiner Frage ob Gott will, dass wir durch Probleme erdrückt werden um unsere lauterkeit zu testen, kann ich nur sagen: Nein, so einen Gott gibt es nicht.

    Er ist ein Gott der Liebe und des Glücks und er will das gleiche für uns. Nicht erst in einem fernen Paradies sondern schon heute.

    Lg
    Dennis

  • Karen
    Februar 18, 2013

    Hallo Mariel,

    schön, dass Du Dich „getraut“ hast.

    Ich bemerke das, was Du von Dir berichtest, auch bei meinem Mann, der als ZJ aufgewachsen ist.
    Ich stelle fest, dass er immer eine Spur zu bescheiden ist, immer etwas zu nett, immer etwas weniger im Leben verlangt, als möglich.

    Ich muß ihn immer noch darauf aufmerksam machen, so stark wirkt die ZJ-Indoktrination.

    Ob es uns vergönnt ist in diesem Leben glücklich zu sein, fragst Du?
    Ja, natürlich! Sicher ist es auch Typ-Sache. Ich kenne glückliche ZJ. Es gibt eben Pessimisten und Optimisten, aber Glücklichsein kann man meiner Meinung nach sogar lernen, indem man ALLEM etwas Gutes abgewinnt.

    Sei glücklich, dass Du Jesus kennenlernen durftest, dass Du in einem Land lebst, wo Du Christin sein darfst, dass Du Dich informieren kannst, nicht hungerst, zum Arzt gehen kannst… Ach mir fällt soooooooooooooooviel ein ;-).

    Ich würde mir an Deiner Stelle eine andere Bibel besorgen und anfangen anders zu lesen, indem Du, wie ein lieber Bruder (ex-zj) es gemacht hat, den Reset-Knopf drückst und versuchst den Sinn selber zu verstehen.
    Ich finde oft positive Stellen. Ich schließe daraus, dass man als Christ ein glückliches Leben führen darf!

    Und beten. Beten, beten, beten. Und auch Wünsche äußern, OHNE Bescheidenheit. Gott erfüllt sowieso nur die Wünsche, die er für richtig hält, denke ich mal ;-).
    Damit habe ich bisher so wunderbare Erfahrungen gemacht, dass es mir manchmal unheimlich ist.

    LG
    Karen

  • Tina
    Februar 18, 2013

    liebe mariel 🙂
    ich möchte dich auch hier herzlich willkommen heißen !
    ich habe anfangs auch ettliche monate nur still mitgelesen bis ich mich traute etwas zu schreiben.
    aus einem ähnlichen grund wie du habe ich mich schließlich getraut zu kommentieren … weil das was wir hier lesen können und spüren ist wirklicher balsam. mir liefen oft die tränen – weil ich mich so verstanden fühlte und scheinbar alle genau das gleiche herausgefunden hatten wie ich(was die verschiedenen lehren angeht).
    ich bin seit 1975 getauft (zu meinem glück noch die „alten“ tauffragen) und es fällt mir schon oft schwer nicht wieder in die alten verhaltensweisen zurückzufallen, zu zweifeln oder mir meiner christlichen freiheit wirklich bewußt zu sein.
    aber mit der zeit wird das immer besser. ich vermisse die versammlung und die meisten jz kein bischen mehr. sie tun mir eher leid weil sie so eingezwängt sind in ein enges korsett von geboten, verboten und verhaltensweisen.
    mein verhältnis zum schöpfer und unseren herrn jesus ist seitdem so gut wie nie zuvor und meine gebete noch nie so innig und stärkend wie seitdem ich diesen dogmen den rücken gekehrt habe.
    die so gern verkündete liebe unter jz ist nur fassade. sobald du nur ein falsches wort sagst oder etwas auffällig wirst, wird die maske fallen gelassen – so wie du.
    fasse mut. komme etwas zur ruhe und genieße die brüderliche gemeinschaft hier und die vielen stärkenden kommentare in freiheit. fühle dich frei dich zu allem hier zu äußern. es ist eigendlich immer jemand da der einem beisteht.
    langsam aber sicher wird sich dieses gute gefühl auch bei dir einstellen. du hast recht mit dem satz, dass es traurig ist in einem land mit religionsfreiheit zu leben und trotzdem anonym zu bleiben um hier ohne gefahr schreiben zu können. aber du kannst hier ohne angst schreiben.
    und das wiederum macht immer zufriedener und dann glücklicher.
    noch ein zitat zum schluß:
    „Wir sind aus Liebe erschaffen, um liebevoll zu leben, und zwar um der Liebe willen.“
    Gerald May
    schön das du nun auch dabei bist 🙂
    liebe grüße aus dem norden
    tina 🙂

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    Sehr liebevolle Worte! Ja diese Freiheit verdrängt Angst und fördert das Glücklichsein!
    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    Liebe Mariel auch ich möchte dich herzlich willkommen heissen!

    Zu deiner Angst, es ist ein Eigenheit die mit biblischen Aussagen nicht zusammenpassen.
    Wenn sie vorhanden ist oder dominiert dann fehlt die Liebe, damit meine ich nicht deine sondern die „deiner Brüder oder hartherziger Ältester“.

    Johannes hat im ersten Brief im 1. Brief Kap. 4:13-19 dies sehr schön beschrieben. Aber auch wie du es sehr schön erwähnt hast, das sind eindeutige Merkmale von Sekten die eine solche Angst hervorrufen. Kennst du Barbara Kohut? Eine ZJ die 60 Jahre dabei war, sie ist heute ausgeschlossen und engagiert sich sehr Ehemaligen zu helfen. Es gibt auch einige Youtube Videos von ihr. Auch diverse Auftritte im TV und ihre dabei sehr demütige und angenehme Art spricht viele an.

    Ich habe mir einmal eine kurze Abhandlung gespeichert die ich hier einstelle – vielleicht ist ein Gedanke für dich dabei der dir eine Hilfe ist:

    Menschenrechte – allgemeine Erklärung:

    
Ich bin kein Jurist. Ich kann die Geschehnisse deshalb auch nicht juristisch bewerten. Aber ich bin ein Mensch und habe als Betroffene mit allen Sinnen gefühlt, wie sich die Ordensregeln der Wachtturm Organisation auf mein Leben ausgewirkt haben. Mit der Resolution 217 A (III) der Generalversammlung vom 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte angenommen. 


    Artikel 1
    
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“
Ich schaue auf mein Leben zurück und frage mich: 
Wurde mein Gewissen respektiert?


    Artikel 2
    
„Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
    
Des weitern darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.“


    Artikel 7
    
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und hab en ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleich Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.“
    
Jehovas Zeugen behaupten, diejenigen, denen die Gemeinschaft entzogen wurde sind fortan Kinder des Teufels. Diese Behauptung empfinde ich als Diskriminierung und üble Nachrede. Der Wachtturm als offizielles Organ der Zeugen Jehovas erscheint angeblich weltweit mit gleichem Inhalt. Dann wird nach meinem Verständnis weltweit zur Diskriminierung dieser Minderheit der ehemaligen Glaubensbrüder aufgehetzt. Millionen Zeugen Jehovas halten sich daher an diese Vorgaben.

    Zitat aus 
Wachtturm vom 15.04.2009, Seite 6, Absatz 15 Studien Artikel zu Hiob 
„Satan war das erste Geschöpf, das abtrünnig wurde. […] oder gegenüber der leitenden Körperschaft. Manche von ihnen setzen sich vehement gegen den Gebrauch des Namens Jehova ein. Es liegt ihnen nichts daran, Jehova besser kennenzulernen oder ihm zu dienen. Wie ihr Vater, der Teufel, bekämpfen sie Menschen, die Jehova ergeben sind. (Joh. 8:44) Da ist es nur natürlich, dass Diener Jehovas nicht das Geringste mit ihnen zu tun haben wollen! (2. Joh. 10, 11).“


    Artikel 10
    
„Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.“
    
Die Verhandlung des Rechtskomitees der Zeugen Jehovas ist nicht öffentlich. Der Angeklagte bekommt keine schriftliche Erklärung weswegen er vorgeladen wird. Es gibt keinen unabhängigen, neutralen Verteidiger. Das Rechtskomitee ist Ankläger und Richter gleichzeitig. Es gibt keine schriftliche Urteilsbegründung.

    
So kann ich über die Gründe meines Gemeinschaftsentzuges nur vermuten.
Hatten die Väter der Erklärung der Menschenrechte ein Vorgehen dieser Art im Sinn?


    Artikel 12
    
„Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.“
    
Laut Anweisung der Wachtturm Organisation dürfen selbst meine Familienangehörigen keinen Kontakt mit mir haben:


    Zitat:
Aus dem Buch „Bewahrt euch in Gottes Liebe“:
Auf Seite 207 heißt es: „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen…“. Auf die Frage „Was, wenn ein Verwandter ausgeschlossen wird?“ (Seite 208) wird unter anderem auf Seite 209 gesagt: „In seltenen Fällen könnten es gewisse Familienangelegenheiten zwar erfordern, dass man mit dem Ausgeschlossenen begrenzt Kontakt hat, doch sollte dieser auf ein Minimum beschränkt werden. Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, …“
    
Meine Familie sieht dies als Anweisung, nicht mehr mit mir zu reden. Ich empfinde dies als massiven Eingriff auf mein Privatleben und als Beeinträchtigung meiner Ehre und meines Rufes, da man mir unterstellt, dass ich dem Teufel als Vater gehöre.

    
Für mich, juristischem Laien, sind auch noch weitere Menschenrechte durch die Ordensregeln dieser Wachtturm Organisation eingeschränkt. 
Das Berufungsgericht von Lüttich hat am 6. Februar 2006 in seinem Urteil im Falle Jacques Lejeune entschieden, dass die besonderen Instruktionen der Zeugen Jehovas gegen jene, die sie ausgeschlossen haben, gegen die Religionsfreiheit verstoßen.

    Jehovas Zeugen berufen sich auf ihr Recht auf Religionsfreiheit und auf das Recht auf innerorganisatorische, disziplinarische Maßnahmen. Das sei ihnen auch nicht genommen. 
Doch ich frage: Wollten die Väter der Charta der Menschenrechte soweit gehen, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit die Persönlichkeitsrechte einzelner außer Kraft gesetzt werden?
    
Kann man es mit Religionsfreiheit entschuldigen, wenn in die intimsten und privaten Angelegenheiten der Mitglieder und Ex-Mitglieder hinein reglementiert wird?


    Artikel 30
    
„Keine Bestimmung dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, dass sie für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht begründet, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung zu begehen, welche die Beseitigung der in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten zum Ziel hat.“

    
Als Betroffene kann ich nur sagen: Nach meinem Gefühl ist die Bestimmung des Artikel 30 nicht respektiert worden.

    Abgeschickt von HYPERLINK „mailto:mara.ko@online.de“ Barbara Kohout am 27 Januar, 2010

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    Ach ja interessant wie die WTG die Sache selbst formuliert:

    Religiöse Intoleranz heute!
    „Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfaßt die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Unterricht, Ausübung, Gottesdienst und Beachtung religiöser Bräuche zu bekunden“ (ARTIKEL 18, ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE, 1948). Erwachet. 8.1.2000

    Ein Blick auf Auszüge unseres Grundgesetzes zeigt den hohen Stellenwert, den die Selbstbestimmung jedes Menschen in unserer Gesellschaft trägt:

    Art.1:
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    Art.2:
    Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
    Art.4:
    Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    Art.5:
    Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

    Eine gute Empfehlung in unserem WT 95 1.12. Seite 6/7 !

    Hast du den Mut, überlieferte Glaubensansichten, an denen du jahrelang festgehalten hast, aufzugeben, wenn sich herausstellt, daß sie der Wahrheit widersprechen? Schütze dich und deine Familie, indem du sicherstellst, daß die Überlieferungen, an die du dich hältst, mit Gottes reinem Wort der Wahrheit übereinstimmen. ( Apostelgeschichte 17:11).

    Das Problem ist nur wenn du dieses Recht (besser Pflicht) in Anspruch nimmst bist du schneller abtrünnig als dir lieb ist und es ist vorbei mit der Toleranz.
    lg. Matthäus

  • nathan
    Februar 18, 2013

    Eine Frage : Hat eine Ältestenschaft im Falle eines „Rechtskomitees“ juristisch gesehen Schweigepflicht ? Als ich Ältester war, habe ich oft miterlebt, dass sehr private Details später in der halben Versammlung bekannt waren. Könnte man in diesem Fall den entsprechenden Ältesten zur Verantwortung ziehen, wenn man weiss, dass das Geplapper von ihm stammt ? Weiss da jmd von uns hier etwas mehr ? Also rein juristisch, nicht JZ-rechtlich ! Und noch eine Frage : Wo kann ich das Hüte Buch als Software erhalten ( meins ist ja jetzt bekanntlich weg )?

  • Dennis
    Februar 18, 2013

    Hallo nathan,

    wg. dem Hüte – Buch kann ich Dir weiterhelfen.

    mentalist1981@web.de

    LG
    Dennis

  • Hans
    Februar 18, 2013

    Hi Nathan,

    gute Frage nach den juristischen Konsequenzen. Vielleicht ginge es über den Status der Ältesten als „Geistliche“ bzw. „Seelsorger“?

    Ich kenn nur das Zeugnisverweigerungsrecht sowie die fehlende Anzeigepflicht geplanter Straftaten. Deine Frage ist aber andersrum, was wenn jemand plaudert …

    Vielleicht kennt sich ja jemand aus und kann etwas Sachdienliches posten.

    LG
    Hans

  • nathan
    Februar 18, 2013

    Hallo Hans, ich denke die Frage ist auch durchaus berechtigt. Manch einer möchte bestimmt gerne im Sinne der Bibel sein Gewissen erleichtern und meint, er müsse zusätzlich auch noch zu den Ältesten gehen. Ist ja seine Entscheidung…doch viele lassen sich evtl davon abhalten, weil sie wissen, dass anschliessend alles publik wird. Und genau da greift meine Frage. Ich habe auch schon einige Male erlebt, dass mich jmd fragte, warum denn XY ausgeschlossen sei. In solchen Fällen hätte ich ich aus der Haut fahren können und musste mich jeweils zurückhalten, keine barsche Antwort zu geben. Hat hier jmd ähnliche Erfahrungen gemacht ?
    Ich möchte das Thema wirklich klären…

  • Sledge Hammer
    Februar 18, 2013

    Hallo Nathan,
    das ist eine wirklich sehr interessante Frage, der ich einfach mal nachgehen mußte.

    Was ich Dir auf die Schnelle sagen kann, ist folgendes:

    es ist zu unterscheiden zwischen ‚kirchlichem‘ Beichtgeheimnis im Innenverhältnis (Religionsgemeinschaft / einzelnes Mitglied) und anerkanntem ‚kirchlichem Beichtgeheimnis‘ im Außenverhältnis (Religionsgemeinschaft / Staat).

    Letzteres wäre wohl nur gesichert, wenn es zum Abschluß eines Kirchenstaatsvertrages käme, was in D bis dato nicht der Fall ist.

    Ob es bei den ZJ in D tatsächlich ein innerkirchliches Beichtgeheimnis gibt, auf das Du Dich berufen könntest, das ist hier die Frage.

    Denn anders, als zum sakramentalen Beichtgeheimnis (der die Beichte Entgegennehmende ist zum absoluten Stillschweigen verpflichtet, noch nichteinmal der Papst hat die Macht, ihn hiervon zu entbinden, nur der Beichtende selbst), wird dem Ältesten durch die Anweisung im Hütebuch lediglich eine Empfehlung gegeben; schaut selbst bitte hier nach, z.B. unter der Überschrift ‚Vertraulichkeit‘.

    Das Modalverb ’soll‘ steht hier im Konjunktiv II Präteritum ’sollte‘ – aus einem Auftrag (soll) wird also ein Rat, eine Empfehlung (sollte). Ist es strafbar, sich nicht an Empfehlungen, einen Rat zu halten? In der Regel mit einem klaren Nein zu beantworten.

    Zudem wird im Hütebuch die Empfehlung ausgesprochen, die gebeichteten Verfehlungen ggf. schriftlich zu fixieren und in einem verschlossenen Umschlag zu deponieren – meiner Meinung nach kein Zeichen für die Wahrung eines Beichtgeheimnisses; schon gar nicht, wenn Deine ‚Verfehlungen‘ bei Umzug u.U. den Ältesten der neuen Versammlung mitgeteilt werden. Für mich stellt das einen klaren Verstoß gegen ein Beichtgeheimnis dar, das in D bei den Zeugen wohl gar nicht in der Form existiert, wie wir es von den Kirchen her kennen.

    Ob Deine ‚Beichte‘ einem Ältesten bzw. einem Kommitee gegenüber also in sicheren Händen ist, ist allein personenabhängig. Wiedereinnal kann hier nur der Rat gegeben werden, das, was zu klären ist, direkt mit unserem Herrn und Gott auszumachen.

    Nathan, ich suche noch weiter, wenn ich etwas herausfinde, schreibe ich es nach.
    Tatsächlich gibt es in den USA Klagen, bei denen sich die WTG auf das ihr zustehende Beichtgeheimnis beruft, jedoch ist dies m.E.n nicht so auf D übertragbar.

    Wünsche Dir alles, alles Gute und Gottes Segen.

  • Sledge Hammer
    Februar 18, 2013

    Ach so, noch ganz vergessen: ein Ältester ist auch nicht dem im
    § 203 StGB aufgelisteten Personenkreis zuzuordnen.

    Er mag zwar innerhalb der Versammlungen das Ansehen eines Amtsträgers haben, ich bitte dies aber nicht zu verwechseln mit Amtsträgern i.S. des Gesetzes.

  • Sledge Hammer
    Februar 18, 2013

    Nathan, wie versprochen, hier mein Nachtrag:

    Es gibt einen recht aktuellen Fall eines Mormonen, welchem nach seiner Beichte angedroht wurde, den Inhalt an den nächsten Vorgesetzten (in diesem Fall sein mormonischer Arbeitgeber) weiterzutragen, sofern er es binnen Fristsetzung nicht selbst täte. So unter Druck gesetzt offenbarte er sich selbst erneut und wurde daraufhin entlassen.

    Bei Beschreitung des Klageweges durch alle Instanzen der Arbeitsgerichte bishin zum EGMR, berief sich der Kläger u.a. auch auf die Verletzung des Beichtgeheimnisses, unter dessen Wahrung es gar nicht zur Kündigung gekommen wäre.

    Das Bundesarbeitsgericht als auch das EGMR hatten sich also nun u.a. damit auseinanderzusetzen, ob solch ein innerkirchliches Beichtgeheimnis überhaupt besteht und kamen einhellig zu dem Schluß, daß ein solches nicht existent ist, da nirgendwo in den Statuten der Kirche der Mormonen festgelegt.

    Der Kläger konnte sich also nicht auf etwas berufen, was gar nicht existent ist. Daraus resultierend dufte der Kläger nicht darauf vertrauen, daß seine Geständnisse nicht an Dritte weitergegeben werden.

    Ich denke, dieser Fall ist durchaus auf die ZJ übertragbar, auch hier gibt es nirgendwo eine innerkirchlich verbriefte Zusicherung der absoluten Wahrung des Beichtgeheimnisses o. pastoralen Geheimnisses (wird ja auch zudem offiziell abgelehnt), es gibt nochnichteinmal die Begründung eines pastoralen Geheimnisses überhaupt her.

    Jeder, der sich einem Ältesten anvertraut oder vor dem Komitee Auskunft gibt, muß also damit rechnen, daß vermeintlich vertrauensvolle Äußerungen so gar nicht vertraulich behandelt werden und aus rein rechtlicher Sicht gesehen auch gar nicht müssen (die moralische Sicht ist ja wieder eine andere).

    Den Fall ‚Obst gegen Deutschland‘ findet ihr hier:
    http://www.uni-tuebingen.de/kirchenrecht/nomokanon/urteile/eughmr100923a.htm

  • Hopefull
    Februar 18, 2013

    Lieber Sledge

    sehr interessant, vielen Dank. Wenn dieses Beichtgeheimnis keine Gültigkeit hat und auch nirgends festgelegt ist, wie sieht das dann mit der Geheimhaltung der Pädophilen aus?
    Da beruft sich die Organisation ja auch, wie die Kirche, auf das Beichtgeheimnis.
    Oder ist das wieder etwas anderes?

    grüßle Hope

  • Anna
    Februar 18, 2013

    Lieber Bruder Nathan, liebe Brüder und Schwestern,

    bezüglich eines „Beichtgeheimnisses“ in Rechtskomitee-Angelegenheiten ist dies wohl eine innerkirchliche Sache und der Staat mischt sich nicht ein.

    Da die Ältesten selbst mit der Regelung eines Komitees überfordert sind erzählen manche ihren Frauen davon. Und einige von diesen Frauen freuen sich dass sie etwas wissen und plaudern dann weiter.

    Dann ein vorgeladener Betroffener wird auch seine Eindrücke Verwandten und Freunden erzählen, egal ob er zurechtgewiesen oder ausgeschlossen wurde.

    Und letztlich sorgt die Organisation selbst dafür dass es publik wird. Es ist vorgesehen beim Programmpunkt „Örtliche Bedürfnisse“ eine Ansprache zur Verfehlung zu halten und wie man sich davor schützen kann. Natürlich werden keine Namen genannt aber die Brüder können sich doch den Rest zusammenreimen. So ist das leider.

    Noch meine Einschätzung zum Aussschluß für dich lieber @Manfred:

    Wir werden natürlich nicht ausgeschlossen wenn wir über Jesus sprechen. Das mache ich auch sowohl in meinen Aufgaben, Kommentaren und im Gespräch mit meinen Brüdern.

    Was jedoch wie du ja selber erlebt hast ganz schnell zum Ausschluss führt ist etwas gegen den Sklaven, die Organisation, 1914 usw. zu sagen. Da muss ich mich auch immer zusammennehmen damit mir nichts rausrutscht.

    Herzliche Grüße an alle aus dem nebligen Süden der Republik

    Anna

  • Anna
    Februar 18, 2013

    Liebe Mariel, liebe Mitbrüder und Schwestern,

    herzlichen Dank für deinen 1. Kommentar. Hier auch von mir ein Herzliches Willkommen.

    Lieben Zuspruch hat du erhalten, das ist schön und zeigt die Verbundenheit unserer virtuellen Gemeinschaft.

    Du hast die Befürchtung geäußert uns könnte das Glücklichsein im Leben nicht vergönnt sein. Das dachte ich auch mal, nur obwohl viele Umstände im Leben aller Menschen oftmals schwierig sein mögen muss man sich der Freude und des Glücks aktiv zuwenden. Die Organisation sieht dafür vermehrten Einsatz im Predigtdienst etc. vor. Nur Jehova und Jesus sehen das anders.

    Die Glücklichpreisungen von Jesus sind ja in der Gegenwart geschrieben, d.h.

    „glücklich SIND…“ nicht „glücklich WERDEN“…

    Jesus zeigt uns auch, dass Glück nicht nur von äußeren Umständen abhängt. Wahres Glück hat meiner Erfahrung nach nichts mit einer schönen Wohnung, einer tollen Partnerschaft, guter Arbeit zu tun. Das alles trägt zur Zufriedenheit bei und ist auch sehr schön.
    Nur wenn ich diese persönlichen erreichbaren Ziele mit Glück so wie es die Bergpredigt beschreibt gleichsetze bin ich automatisch unglücklich wenn eines oder mehrerer dieser persönlichen Zufriedenheitsparameter wegfallen.

    Salamo beschreibt es treffend in Prediger 1:14(neÜ):

    „Ich betrachtete alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und fand: Es ist alles nichtig und ein Haschen nach Wind.“

    Ich finde die Bergpredigt zeigt so schön, dass wahres Glück nur in einer persönlichen Beziehung zu Gott zu finden ist. So wie Vers 8 zeigt, dass wer ein reines Herz hat Gott sehen wird.

    Glück sehe ich als ein Erfüllung von innen heraus, auch wenn nicht immer alles glatt läuft.

    An dieser Stelle möchte ich auf den in diesem Forum schon oftmals zitierten Text in Johannes 10:10 hinweisen. Jedoch geht manchmal die Aussage im 2. Teil des Verses unter und daher möchte ich diesen extra herausstellen.

    Erfüllen kommt ja von Füllen und Jesus spricht hier davon, dass unser Leben vor Glück überfließen kann.

    Die Hoffnung für alle drückt dies so schön aus:

    „Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben – UND DIES IM ÜBERFLUS.“

    Glück kann auch bedeuten füreinander da zu sein. Oder im ganz normalen Alltag miteinander offen reden zu können. Glück, so wie es die Bergpredigt definiert, finden wir auch wenn wir offen über unsere Ängste, Fehler, Wünsche reden können. Und dann Hilfe da ist. Wie Jesus sagt, wenn zwei oder drei miteinander in seinem Namen reden ist er mitten unter ihnen.

    Am vergangenen Wochenende hatte ich mehrere Gelegenheiten mit einigen meiner WTG-treuen Brüder zusammen zu sein. Ich hatte nun leider nicht den Eindruck, dass diese ERFÜLLT vom Glück sind.

    Man betet zwar vor dem Essen, das ist aber auch alles. Wobei ich denke, dass bei diesen Zusammensein durchaus genug Brüder und Schwestern gerne auch über ihre innersten Gefühle reden würden, sich aber nicht trauen. Weil, alles was man in Gemeinschaft mit seinen Brüdern sagt könnte ja ggf. zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen verwendet werden.

    Daher ist Glück für mich auch Dankbarkeit hier in den letzten 2 Jahren ein Verhältnis zu Jesus bekommen zu haben und in Jehova und Christus einen Ansprechpartner zu haben.

    Herzliche Grüße Anna

  • Maxemilian
    Februar 18, 2013

    Liebe Anna,
    Du hast geschrieben, Zitat: „Wobei ich denke, dass bei diesen Zusammensein durchaus genug Brüder und Schwestern gerne auch über ihre innersten Gefühle reden würden, sich aber nicht trauen. Weil, alles was man in Gemeinschaft mit seinen Brüdern sagt könnte ja ggf. zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen verwendet werden.“
    Wie recht du hast habe ich schmerzhaft selbst erlebt. Selbst Brüder, von denen du denkst da sie Freunde sind und dir in einem 4Augen-Gespräch auch Recht geben fühlen sich gedrängt deine Ansichten und Empfindungen in der nächsten Dienstwoche dem KA zu unterbreiten.
    Dieser ist dann sofort dabei deine Sklaventreue einzufordern. Es gibt nur ganz wenige die bereit sind mit dir über ihre wirklichen Gefühle zu sprechen. Der Sklavenergebene Zeuge wird nur über hohle und oberflächliche Dinge sprechen wollen, zum Beispiel welch schöne Erfahrung er doch im Predigtdienst hatte. Da hat doch tatsächlich ein Wohnungsinhaber das Traktat oder die Einladung freudig angenommen, welch ein Grund zur Freude.
    Der geistige Zustand der Brüder ist nur noch traurig. Keine Freude, und wenn dann Organisationsverordnet.

    Liebe Grüße
    Max

  • Alois
    Februar 18, 2013

    Lieber Max

    Ja der Zustand der Zeugen ist wirklich traurig. Man muss sich fragen ob Jehova überhaupt noch bei den Zeugen weilt. Die Zeugen haben Jehova durch ihre Bilder und falschen Lehren in den Puplikationen gereizt und niemand heilt dieses Zeugenvolk. Den Zenit haben die Zeugen längst überschritten und trotz der vielen Hoffnungen auf Rettung wurden sie(wir)nicht gerettet! Da nützt auch keine Schulung aus Gilead etwas.

    Jeremia hat schon sowas ähnliches geschrieben:

    Jer. 8
    19. Siehe, die Stimme des Geschreies der Tochter meines Volkes kommt aus fernem Lande: „Ist Jehova nicht in Zion, oder ist ihr König nicht darin?“ Warum haben sie mich gereizt durch ihre geschnitzten Bilder, durch Nichtigkeiten der Fremde?
    20. „Vorüber ist die Ernte, die Obstlese ist zu Ende, und wir sind nicht gerettet!“
    21. Ich bin zerschlagen wegen der Zerschmetterung der Tochter meines Volkes; ich gehe trauernd einher, Entsetzen hat mich ergriffen.
    22. Ist kein Balsam in Gilead, oder kein Arzt daselbst? Denn warum ist der Tochter meines Volkes kein Verband angelegt worden?

    Liebe Grüße
    Alois

  • Rico
    Februar 18, 2013

    Hallo liebe Brüder und Schwestern im Geiste,

    ich hab mir diesen Vortrag gerade auch mal durchgelesen und möchte gern meine Gedanken dazu äußern besonders zu dem Text den ich gern zitieren möchte:

    Weiterer Indikator ist der Wohlfühl-Index. Dafür sollten die Befragten angeben, auf welcher Stufe einer Leiter mit den Sprossen 0 bis 10 sie sich einordnen würden. Dabei bezeichnet 10 das bestmögliche Leben. In Deutschland zum Beispiel beträgt der Wohlfühl-Index 6,7. Im vergangenen Monat haben 49 Prozent der Menschen gespendet, 28 Prozent ehrenamtlich gearbeitet, 56 Prozent einem Fremden geholfen – das ergibt 44 auf dem Geber-Index, weltweit Rang 18.”
    (© Christoph Drösser, Quelle: http://www.zeit.de/2010/39/IG-Hilfe)

    Für einen “sklaventreuen” Zeugen Jehovas klingt das alles natürlich sehr befremdlich. Bekommt er doch Woche für Woche gelehrt, dass die einzig echte Liebesgeste an “ungläubige” Menschen das eifrige Predigen der Wachtturm-Botschaft von Haus-zu-Haus ist und man ausschließlich über diesen Weg “echtes Glück” empfinden kann. Mir ist in all den Jahren keine WT-Publikation unter gekommen, wo uneingeschränkt positiv über Wohltätigkeits- und Hilfsorganisationen, Ehrenämter oder Freiwilligendienste gesprochen wurde. Im Gegenteil, man redet eher geringschätzig und abwertend über solch positive Facetten der “bösen Welt Satans”. Eine Welt, die dem Untergang geweiht ist und der sinkenden Titanic gleicht. Der selbsternannte “Sklave” sieht sich deshalb auch genötigt uns immer wieder auf die generelle Schlechtigkeit aller Nicht-Zeugen hinzuweisen (z.B. WT 15.03.13, S. 22). Eine differenzierte Weltsicht ist dabei nur störend. Schwarz/Weiß-Denken und ein klares Feindbild sind schließlich zentraler Bestandteil einer funktionierenden Indoktrination.

    Wenn ich mich sozial oder humanitär engagiere diene ich nicht zuletzt einem “friedlichen” Miteinander. Wem materiell geholfen wird, stiehlt nicht und lässt sich nicht so leicht zu sonstigen Straftaten hinreißen. Wem durch gezielte und fachkundige Therapien geholfen wird z.B. von Drogensucht und Alkoholmissbrauch los zu kommen, entrinnt der Spirale aus körperlicher und seelischer Selbstzerstörung und Gewalt. Die entsprechenden Einrichtungen dafür gibt es, von staatlicher und/oder kirchlicher Seite, aber es gibt keine Einzige, die von der WTG in irgendeiner Form unterstützt oder gar betrieben wird.

    Auch wenn Menschen in einer bestimmten Region oder ein ganzes Land humanitäre Hilfe bekommt, sind die Gefahren sozialer Unruhen wesentlich geringer als ohne diese Hilfe. Flüchtlingsströme sind nicht mehr in dem Ausmaß vorhanden oder können ganz vermieden werden und wenn es sie gibt, verursacht z.B. durch Bürgerkriege, wird nach Kräften auch für diese Menschen gesorgt. Ganz besonders Engagement zeigen hierbei die “Vereinten Nationen” (UNHCR, UNICEF, WFP u.a.), in den WT-Publikationen verächtlich als “wildes Tier” bezeichnet oder auch kirchliche Einrichtungen (“Diakonie”, “Caritas”), vom “Sklaven” als “große Hure” verspottet.

    Wir leben in einem Land mit materiellem Überfluss. Gerade uns bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, entweder im direkten persönlichen Umfeld oder u.a. durch Geld- oder Sachspenden an vertrauenswürdige Institutionen. Das alles ist Dienst am “Nächsten” und Deckungsgleich mit zentralen Botschaften und Handlungsweisen Jesu Christi. Lesen wir als Beispiel nur 3 Verse vor der Bergpredigt in der Bibel, am Ende von Matthäus
    Kap. 4 nach, was Jesus als erstes tat als er die vielen kränklichen und zerschundenen Menschen unter dem Volk sah. Sagte Jesus etwa sinngemäß zu ihnen?

    Zitat Ende

    Beginnen möchte ich mit dem Wohlfühl-Index ich finde man kann nicht einfach so sagen das es in ganz Deutschland einen Wohlfühl-Index von 6,7 gibt weil die regionalen Unterschiede in Deutschland zu groß sind! Aber es stimmt das Deutschland ein reiches Land ist aber der Reichtum ist falsch verteilt worden das ist das Problem und die Regierung in Deutschland oder auch andere Regierungen in der Welt haben keine echten Lösungen für dieses Problem parat und das wollen sie auch gar nicht weil sie ihre Sklaven brauchen die für die Elite den Reichtum erarbeitet! Das ist natürlich nicht befridiegend und von einem Gefühl des Glücklichseins so wie es Jesus in seinen berühmten Glücklichpreisungen gesprochen hat dieses Gefühl des Glücks oder Glücklichseins hängt auch stark mit einenm Gerechtigkeitsgefühl oder Empfinden zusammen und wenn die Elite immer reicher wird und die Armem immer ärmer werden und umhergestosen werden wie Schafe ohne einen Hirten wo ist da das Glücklichsein? Wir alle sind zur christlichen Freiheit berufen und Paulus hat in seinem Brief an die Philiper folgendes geschrieben: Freut euch im Herrn allezeit!Wiederum will ich sagen: Freut euch! Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden,der Herr ist nahe. Seid um nichts besorgt,sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen bei Gott kundwerden und der Friede Gottes,der allen Verstand übersteigt wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Siehe (Phil 4:4-7)! Wir alle sind noch Sklaven dieser Welt weil der Satan sie noch regiert aber denoch können wir Frieden finden indem wir unsere Sorgen und Nöte Gott im Gebet anvertrauen und indem wir auf Jesus Christus hoffen der uns zum Frieden und zur wahren Freiheit nämlich der christlichen Freiheit berufen hat! Aber wahres glücklichsein wird es für alle Menschen erst unter Gottes Regierung geben! Das soll aber nicht heisen das wir den Kopf in den Sand stecken sollen im Gegenteil wir haben alle eine Hoffnung und die lautet die Wiederkunft Jesu und ich hoffe das die Wiederkunft unseres Herrn nicht mehr so lange auf sich warten lässt! Ich bin auch dankbar darüber das Gott seinen eingeborenen Sohn für uns gab damit wir von der Sünde und dem Lohn der Sünde dem Tod erlöst werden!

    Übrigens gibt es überall schwarze Schafe egal in welcher Organisation aber Gott kennt seine Schafe!

    Lg Rico

    Lg Rico

  • Sternchen
    Februar 18, 2013

    Lieber Rico,

    „Übrigens gibt es überall schwarze Schafe egal in welcher Organisation aber Gott kennt seine Schafe!“

    So einfach ist das und ich sehe das auch so.

    Aber eine Weile hab ich es andersrum geglaubt und nur ZJ haben die Wahrheit, so dachte ich.
    Wenn eine Schlange sich häutet, so strahlt sie danach mit neuem Glanz und ähnlich ist es (für mich) , wenn man Jesus wieder in sein Herzle lässt, so als stecke man wieder in einer Neuen Haut.

    Viele Grüße Sternchen

  • Rico
    Februar 18, 2013

    Hallo Sternchen,

    ja guter Vergleich mit dem Häuten der Schlange so hab ich das noch gar nicht gesehen aber der Vergleich passt!

    Lg Rico

  • Anna
    Februar 18, 2013

    Liebe Brüder und Schwestern,

    ich denke was wir hier alle brauchen ist Kraft von oben mit allem zurechtzukommen. Ob wir nun die WTG buchstäblich oder nur im Herzen verlassen haben.

    Wunden haben wir alle, unsere Enttäuschung dürfen wir hier selbstverständlich auch loswerden. Nur FREUDE ist eine Frucht des Geistes und das ist für unser Weiterleben unerläßlich. Es gibt auch in meinem Umfeld genug Brüder/Schwestern incl. meiner eigenen Tochter, die kein Zeuge Jehovas mehr ist welche mit Angststörungen und Depressionen zu kämpfen haben.

    Daher ist ein solcher Artikel Balsam für die Seele.

    Und hier zum Liedtext von „Elektrisches Gefühl“: wir müssen wirklich lernen loszulassen, im Sinne von „Wirf die Bürde auf Jehova“. Das finde ich ein sehr schönes Königreichslied. Ich glaube, das gibt es im neuen Liederbuch nicht mehr. Jedenfalls hab‘ ichs lang nicht mehr in der Versammlung gesungen.

    Schönen Abend und herzliche Grüße an alle Anna

  • Orakel Fred
    Februar 18, 2013

    Um es nochmal klarzustellen. Ich behaupte nicht, dass hier nur genörgelt wird. Andere Zeugen, die vielleicht Wind von dieser Seite bekommen haben aber weiter treu zur Organisation stehen behaupten dies, mein Vater zum Beispiel. Sie können (oder wollen) nicht erkennen, wie das Glaubens- und Gottesbild der WTG die Psyche von Menschen angreifen kann. Und wenn ihnen das vorgehalten wird, dann wird das damit abgetan, dass das ja nur „einige Nörgler“ betrifft, die irgendwo zerstreut sind und sich halt im Internet zusammentun. Das weit mehr ZJ zumindest in der Gefahr stehen, in Depressionen abzugleiten wird geleugnet. Ich habe ja oben auch teilweise meiner Enttäuschung Ausdruck verliehen und fühle mich dadurch nicht allein gelassen. Aber gerade dann sind solch tröstende Artikel wichtig. Wie in so vielen Dingen kommt es eben auf das rechte Maß an, so auch beim Bloßstellen von Missständen. Für alles gibt es eine bestimmte Zeit. Es gehört schon einiges dazu, immer an die Gnade Gottes vor Augen zu haben, die helfen kann den Mut nicht zu verlieren. Ich persönlich bin mit meinem aktuellen Status Quo nicht zufrieden, aber irgendwie ist es mir dann doch möglich unbehelligt meinen täglichen Geschäften nachzugehen. Das würde ich jedem wünschen, der noch mit den Umständen innerhalb der WTG zu kämpfen hat.

    Liebe Grüße

  • Karen@waytodawn
    Februar 18, 2013

    Zitat von Waytodawn: „……………..dass ich es als sehr schade empfinde, wenn man tatsächlich wie “Fred” es bereits schrieb, nur eine weitere Seite voller Nörgler bildet.
    Dieser Artikel (wie auch viele andere) haben es eigentlich gar nicht nötig, noch gegen die WTG und ihre Praktiken zu feuern. Zumindest nicht mehr, wie viel man braucht, um den Standpunkt klar zu machen.

    Gerade freue ich mich auf weitere erbauende und tröstende Artikel, die nicht meinen Groll gegen die WTG weiter anheizen.

    Liebe Grüße an alle.
    In tiefer brüderlicher Verbundenheit…“
    ——————–

    Ich bin grade entsetzt und für mich kommt da keine brüderliche Verbundenheit rüber. Willst Du jetzt alle Neuen verschrecken, die niemanden haben um ihren Frust loszuwerden? Wo ist denn die Grenze zwischen Nörgeln und anderen etwas mitzuteilen?

    Da Du nicht am Telefon der Notrufnummer für ZJ sitzt, wie es manche ehemalige ZJ tun und Dir dort den Frust von Brüdern und Schwestern anhören mußt, sondern lediglich abbrechen mußt zu lesen, kann ich gar nicht ausdrücken wie ich das empfinde, was Du da geschrieben hast.

    Ich selbst habe die paar Jahre bei den ZJ keine wirklich schlechten Erfahrungen gemacht, nur durch die Franz-Bücher die Organisation besser kennengelernt. Und trotzdem verstehe ich die Geschwister, die ihr angetanes Leid und Ihren Kummer ausdrücken möchten und befürworte dies, auch wenn es Deinen Groll wieder anheizt! Spürst Du denn kein Mitleid?

    Vielleicht kann man hier eine Rubrik eröffnen, wo die „sogennanten Nörgler“ schreiben dürfen, falls noch mehr Geschwister der oben zitierten Meinung sind.

    Liebe Grüße
    Karen

  • waytodawn
    Februar 18, 2013

    Liebe Karen,

    du musst mich gründlich missverstanden haben!
    Nicht anders lässt sich deine Frage „Spürst du denn kein Mitleid?“ erklären.

    In keinem meiner Zeilen habe ich die Aufarbeitung der Kommentatoren schmälern oder gar kritisieren wollen!
    Tatsächlich begrüße ich es, sich den Schmerz „von der Seele“ zu schreiben… den Frust abzulassen. Nichts anderes betreibe auch ich. So findet man Gleichgesinnte, die froh sind einander zu erbauen und auszutauschen.
    Doch Sinn dieser Seite darf es nicht sein, nur die schmutzige Wäsche auszupacken. Denn so sehr, wie geschundene Schafe abgeschreckt werden würden, wenn sie sich hier nicht öffnen dürften, so sehr werden zweifelnde Brüder, die auf der Suche nach Wahrheit sind und hierher finden ebenfalls abgeschreckt.

    Ebenso schmälert es den Wert vieler hervorragend ausgearbeiteter Artikel und auch Kommentare, wenn sie so weit abdriften, dass aus dem ermunternden und tröstendem Thema ein Geklopfe gegen die WTG und ihren Aufsehern in der VS wird.

    Nochmal: Ich hege keinen „Groll“ gegen die Aussage, dass das angetane Leid seinen Platz hier finden muss. Es öffnet die Augen und es hilft dem Betroffenen! Das darf nicht untergehen!

    Ich halte es nur für sinnvoller, sich hier nicht als eine Seite von „Nörglern“ darzustellen! Und hin und wieder kann man durchaus auf den Gedanken kommen, dass es gerade ein wenig ausartet.

    Wenn irgendetwas an meiner Wortwahl unglücklich war, dann möchte ich mich hiermit bei allen entschuldigen. Ich bin selbst gerade entsetzt darüber, dass ein derartige Entrüstung dadurch hervorgerufen werden konnte.

  • Karen@waytodawn
    Februar 18, 2013

    Lieber Waytodawn,

    vielleicht liegt es an den unterschiedlichen Ausdrucksweisen zwischen Männern und Frauen ;-), dass ich Deine Nachricht so verstehe, wie ich es geschrieben habe.

    Liebe Grüße
    Karen

  • Tommy
    Februar 18, 2013

    Hey Fred,
    das ist es ja gerade was uns die Schriften vermitteln. Gott will, dass wir aus freien Stuecken, durch die Ueberlegungen UNSERER Gedanken zum Herrn wollen. Natuerlich denkt der treue und verstaendige Sklave, er haette Recht. Denken alle Kirchen und Glaubensgemeinschaften(glaube ich). Was diese Seite hier besonders macht, ist dass eben Zeugen selbst nachdenken und sich gedanken ueber den Herrn machen, nicht nur ueber seinen Vater. Und nochmal, Bravo!
    Ich weiss nicht, ob WTG Hetze das richtige Wort ist Sascha. ich selbst bekomme heute wieder besuch von einem Aeltesten zum Bibelstudium. Und bestimmt ist nicht jeder seiner Gedanken schlecht oder dumm. Obschon er ein Ueberzeugter ist. Die Frage hier, so scheint mir, ist, koennen wir als Christen akzeptieren, dass eine menschliche Organisation in diesem Maße die Fuehrung uebernimmt?
    Und nochmal, Ihr denkt offenbar selbst nach. Zu welchem Ergebnis kommt man? Man kann es auf diesen Seiten lesen und ich bin immer wieder ueberrascht.
    Vertraut Euch dem Herrn an. Wenn Ihr reinen Herzens seid, dann klappt das.
    Tommy

  • waytodawn
    Februar 18, 2013

    Bravo, für diesen leider (scheinbar noch) kaum bemerkten Artikel.
    Die Gedanken sind sehr wertvoll. Es ist nichts schlimmes dabei, aktiv etwas für eine bessere Welt beizutragen. Uns allen ist hinreichend bekannt, dass die Wachtturmgesellschaft das anders sieht. Ein erzwungener Frieden, eine erzwungene Einheit und das mit dem Missionierungswerk – das ist das, was der Wachtturmgesellschaft vorschwebt.

    Wir dürfen glücklich sein, dass uns unser Hirte Jesus in seine Herde gezogen hat – heraus aus Babylon geführt hat. Allein dieser Gedanke ist so tröstend, dass ich es als sehr schade empfinde, wenn man tatsächlich wie „Fred“ es bereits schrieb, nur eine weitere Seite voller Nörgler bildet.
    Dieser Artikel (wie auch viele andere) haben es eigentlich gar nicht nötig, noch gegen die WTG und ihre Praktiken zu feuern. Zumindest nicht mehr, wie viel man braucht, um den Standpunkt klar zu machen.

    Gerade freue ich mich auf weitere erbauende und tröstende Artikel, die nicht meinen Groll gegen die WTG weiter anheizen.

    Liebe Grüße an alle.
    In tiefer brüderlicher Verbundenheit

  • Sascha
    Februar 18, 2013

    Lieber „waytodawn“, lieber „Orakel Fred“,

    ich möchte mich euren Worten gerne anschließen. Sie haben mich an diese Worte unseres Herrn erinnert:

    Joh 14:26 „Aber der Beistand, den der Vater in meinem Namen senden wird, der Heilige Geist, wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
    Joh 14:27 Was ich euch hinterlasse, ist mein Frieden. Ich gebe euch einen Frieden, wie die Welt ihn nicht geben kann. Lasst euch nicht in Verwirrung bringen, habt keine Angst.“

    Natürlich brauchen wir alle eine gewisse Zeit, um die Enttäuschungen zu verarbeiten, und wir wollen hier auch weiterhin Verständnis für alle Geschwister aufbringen, die sich noch in diesem Prozess befinden. Aber dadurch, dass wir den Heiligen Geist in uns wirken lassen, können wir „einen Frieden“ erhalten, „wie ihn die Welt nicht geben kann“. Wenn wir diesen Frieden in unserem Leben bereits verspüren, können wir durch positive Kommentare dazu beitragen, dass es nicht dazu kommt, dass neue Leser diese Seite sofort mit WTG-Hetze in Verbindung bringen.

    Wenn ich das Gefühl habe, dass negative Gedanken in mir die Oberhand gewinnen, lese ich mir immer wieder die Kapitel 14-17 aus dem Johannes-Evangelium durch. Sie helfen mir dabei, meinen Blick nicht auf das zu lenken, was hinter mir liegt, sondern auf das, was die Gnade Gottes in meinem Leben bereits bewirkt hat und was sie in Zukunft noch für mich bereithält.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Orakel Fred
    Februar 18, 2013

    VIELEN DANK! Sehr zeitgemäßer Trost.

    Mir persönlich wurde der Rat gegeben mich doch nicht so viel auf Seiten wie diesen hier aufzuhalten, wo doch nur Nörgler und Unzufriedene seien, die die Brüder schlecht reden würden. Ich solle auf mein eigenes Urteil vertrauen, wenn ich mich in den Versammlungen umsähe. Aber was sagt mir mein eigenes Urteil? Wann war ich in den letzten 10 Jahren wirklich glücklich in dieser Organisation? Ohne Frage gab es glückliche Phasen, aber eben nur Phasen. Die wirklich glück verheißenden Aspekte des Evangeliums blieben mir verborgen. Dabei sind es nur wenige Worte, in denen so viel steckt, hier z.B. in Matthäus Kapitel 5. Es tut manchmal weh, wenn man bedenkt, welche Kraft man manchmal aufgewendet hat und auf die Zähne gebissen hat, weil man meinte es sei ja für „einen guten Zweck“ oder um „Schätze im Himmel“ zu sammeln. Wie viel mehr hält doch das wahre Evangelium bereit. Man beachte, wie Paulus die Gemeinde in Korinth anredet, die er als Heilige bezeichnet, die also bereits errettet waren, obwohl sie vorher Götzendiener, Ehebrecher o.ä. waren. 1.Korinther 1:1-9: Paulus, berufen zum Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Sosthenes, unser Bruder, 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen samt allen, die den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns: 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    Dank für Gottes reiche Gaben in Korinth
    4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, 5 dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. 6 Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, 7 sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. 8 Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

    Und wenn man den Korintherbrief weiter liest, dann fällt auf, dass es einige Probleme in Korinth gab, und auch verschiedene Meinungen. Aber Gleichheit in der Meinung wurde nicht zum Kriterium erhoben, wie schon gesagt, ob jemand in Christus ist, sonst hätte Paulus die Versammlung nicht so angeredet wie in der Einleitung zum Brief. Denn darin liegt der Grund der Rettung und letztlich auch des Glückes, in diesem Bekenntnis und dem Bezeugen desselbigen. Denn dieses mag ja auch Nachteile bringen, aber da ermutigen uns ja wieder die Glücklichpreisungen. Recht herzlichen Dank nochmal an den Verfasser für die Erinnerung daran bzw. überhaupt erst die richtige Erklärung dafür.

    Liebe Brüder, möge doch der Heilige Geist die Trübsal von euch nehmen, die sich manchmal einstellt wenn man mit seinem Los im Leben hadert. Die Bibel kann uns dabei helfen, denn sie kannein machtvolles Werkzeug des Heiligen Geistes sein, ich denke darin sind wir uns einig.

    Gelobt sei unser Herr!

  • Sascha
    Februar 18, 2013

    Liebe Brüder von BI, liebe Geschwister,

    bei diesem Artikel gefällt mir, dass die praktische Seite der Nachfolge Jesu hervorgehoben wird.

    Zitat: Einigkeit und geistige Übereinstimmung sind gut und erstrebenswert, aber sie dürfen nicht zur Bedingung für ein “friedfertiges” miteinander erhoben werden. Jehova hat uns als Individuum erschaffen, mit einem freien Willen und Denkvermögen ausgestattet. Selbst mit einem Menschen, der einen anderen Glauben hat als der unsere, verbindet uns mehr als uns trennt. Wir neigen immer wieder dazu andere mit unseren Maßstäben zu beurteilen.“ Zitat Ende

    Dazu passt meines Erachtens dieser Text ganz gut:

    2Pe 1:5 „Deshalb müsst ihr nun auch allen Fleiß daransetzen, eurem Glauben ein vorbildliches Leben beizufügen, und diesem Leben die Erkenntnis. 2Pe 1:6 Der Erkenntnis muss die Selbstbeherrschung folgen, der Selbstbeherrschung die Geduld und der Geduld die liebevolle Ehrfurcht vor Gott. 2Pe 1:7 Diese Gottesfurcht wiederum führt zur geschwisterlichen Liebe und aus der Liebe zu den Gläubigen folgt schließlich die Liebe zu allen Menschen. 2Pe 1:8 Je mehr ihr in dieser Hinsicht vorankommt, desto mehr wird sich das auswirken und Frucht bringen, und ihr werdet unseren Herrn Jesus Christus immer besser erkennen.“

    Die gelebte Nächstenliebe wirkt sich sowohl auf uns, als auch auf unsere Mitmenschen gut aus. Dabei dürfen wir uns gerne an der Unparteilichkeit unseres Vaters und unseres Herrn Jesus orientieren. Wenn wir unsere Augen und unser Herz dafür öffnen, und wenn wir uns dabei nicht nur auf eine bestimmte Personengruppe beschränken, ergeben sich im Alltag immer wieder Möglichkeiten, diese Liebe aktiv zu praktizieren. Johannes hat dazu geschrieben: 1Jo 3:18 „Meine Kinder, unsere Liebe darf nicht nur in schönen Worten bestehen; unser Tun muss ein glaubwürdiger Beweis dafür sein.“

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Anna
    Februar 18, 2013

    Lieber Autor des Artikels,

    erst am Wochenende habe ich die Glücklichpreisungen in verschiedenen Bibelübersetzungen gelesen. Umsomehr freue ich mich nun, dass dieser Artikel veröffentlicht wurde.

    Dann lasst uns einfach unser Glück als freie Anbeter Jehovas und seines Christus genießen.

    Herzliche Grüße an alle
    Anna

  • Matthäus
    Februar 18, 2013

    V I E L E N D A N K für diesen Trost!!!
    Ich kann nur sagen – sehr zutreffend – sehr tröstlich und ermunternd diese wahren Worte.
    Das Glücklichsein liegt nicht in der Anerkennung durch die WTG sondern im genauen Gegenteil.
    Von ihnen verachtet zu werden, von diesen gemieden oder gar gehasst zu werden wie es Jesus in den Versen 10 und 11 ausdrückt, dass befreit und macht glücklich. Es ist ein Prozess der sich nicht sofort einstellt, je länger die Zeit verstreicht – nach dem Prinzip ZEIT HEILT ALLE WUNDEN – desto deutlicher nimmt man dieses Glücklichsein wahr. Bei mir sind es immerhin schon mehr als 6 Jahre die genau aus den gleichen Gründen wie bei Br. Olof Jonnson und der Anweisung Jesu in Apg. 1:7 zum Gemeinschaftentzug geführt haben. Dem anfänglichen Schmerz und der Bitterkeit sind Friede, Freude und Freiheit gefolgt.

    Lg. Matthäus

  • Peter Krieger
    Februar 18, 2013

    Hallo lieber Bruder im Herrn!
    Danke für deine Ausführungen. Der Trost den uns Jesus Christus versprochen hat, wenn wir Ihm folgen u. nicht dieser von Satan gelenkten Organisation, ist mit nichts auf dieser Welt aufzuwiegen. Ich gebe zu es ist nicht leicht, zumal wenn man die Konseqenzen der Abkehr von der WTO. total unterschätzt hat. Ich sehe es heute als Schutz von Jesus an, denn hätte man wirklich so konseqent gehandelt wenn man die lieblosen Folgen seitens seiner „Brüder“ wirklich geahnt hätte? Auch ich habe jeden Tag mit den Nachwirkungen meines Austrittes zu kämpfen, wenn man von seinen drei Söhnen gemieden, ja verachtet wird u. die Enkel nicht mehr zu sehen bekommt. Und trotzdem verschwende ich keine Gedanken jemals wieder in diese von Satan gelenkte Organisation, das moderne Gegenstück des katholischen Papsttums,eine Tochter Babylons, zurückzukehren. Die Verheisungen von Jesus Christus sind zu wunderbar, stärkend, aber auch ehrlich in ihren Konseqenzen in der heutigen Welt. Matt.5:5,8!!! u.11! Seien wir standhaft, auch wenn wir manchmal wanken, mit Hilfe unseres Herrn Jesus Christus.
    L.G. von Peter Krieger

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