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Bruderinfo

Kommentare (122)

  1. Stefan says:

    Hallo!!

    Ein sehr sehr guter, hilfreicher und aufklärender Text! Hut ab! Bin begeistert!
    Dagegen kann man nichts sagen. Wollte hier zunächst einmal mein Lob aussprechen.

    Ich habe nur eine Anmerkung/ Frage:

    Ich habe gelesen, dass es die Auslegung gibt, dass im Hohelied vor der Hochzeit zwar (wie auch hier beschrieben ) es zur Beschreibung erogener Zonen kommt und die Sexualität gepriesen wird, jedoch wird unterstellt dass die Kapitel vor der Hochzeit nur ein Traum der sulamitin seien. Und dass letztlich erst nach der Hochzeit sich der liebe hingegeben wird.

    Es wird auch so argumentiert, dass Vor der Hochzeit öfter steckt: weckt die liebe nicht auf, bevor es ihr gefällt (Hhl 2,7) .. daraus zb entnehmen glaube ich manche den Traum und zum anderen dass erst Sexualität ausgelebt werden darf wenn es soweit ist ( Hochzeit).

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen und bin gespannt

    LG Stefan

    1. R.B.M. says:

      Lieber Stefan,

      erst einmal vielen Dank für Deine positive Einschätzung des Artikels. Ich freue mich sehr über Deine Fragen. Um Dir eine Antwort zu geben, stelle ich eine Gegenfrage, die mit dem Thema absolut nicht zu tun hat:

      Jeder Christ weiß, dass es in der ganzen Bibel nur die Aufforderung gibt, beim Abendmahl das Brot zu essen und den Wein zu trinken. Eine Anweisung gibt es nicht, Brot und Wein aktiv abzulehnen und weiterzureichen. Wie hat es die LK geschafft, diese einfache Ehrerbietung in genau das Gegenteil zu verwandeln?

      Wenn Du diese Frage beantworten kannst, ergibt sich die Antwort auf Deine Fragen zum Hohelied von selbst. Die Antwort lautet: INTERPRETATION.

      Das gelingt diesen Menschen nur durch Interpretation der Bibel. Sie wollen sich nicht an dem orientieren, was in der Bibel geschrieben steht. Und so verbiegen sie das Geschriebene, bis es ihrer Moral und ihrem Glaubensgebilde entspricht. Nur derjenige beginnt feste Aussagen der Bibel zu interpretieren, wer nicht wahr haben will, was da schwarz auf weiß geschrieben steht. Wenn die Aussagen der Bibel einfach nicht zu den Vorstellungen, Moral oder den Lehren seiner Religion passen, dann wird interpretiert, ausgelegt, gedrückt, geschoben und verbogen, bis sich die Balken biegen.

      Möchtest Du ein Beispiel? Hohelied 1:13
      „Wie ein Myrrhenbeutel ist mir mein Liebster; zwischen meinen Brüsten wird er die Nacht verbringen.“

      Ein ZJ wird jetzt interpretieren: „Der Myrrhenbeutel verbringt die Nacht zwischen ihren Brüsten. Aber doch nicht ihr Liebster. Das wäre doch in unseren Augen Hurerei. Und alles andere ist nur ein schmutziger sexueller Traum der Sulamitin! Wenn das nicht nach einem Rechtskomitee schreit. Wir verlangen einen Trauschein für eine feste Liebesbeziehung. Uns interessiert es nicht, dass es so was in biblischen Zeiten nicht gab. Basta!!!“

      Wie kann sie ihren Liebsten im Bett neben sich suchen, wenn er nicht soeben noch neben ihr im Bett gelegen hat (Hoh. 3:1)? Das darf für einen moralischen ZJ nur ein verbotener Traum gewesen sein; oder doch nicht?

      Und wie könnten die Töchter Jerusalems die Liebe wecken oder erregen (Hoh. 2:7)? Die innige Liebe zu ihrem Liebsten existiert schon längst. Für einen ZJ kann es sich nur um die sexuelle Leidenschaft handeln. Doch die Frage bleibt! Wie könne die Töchter Jerusalems die sexuelle Leidenschaft der Sulamitin erregen. Das geht doch nur mit schmutzigen Andeutungen und dem Vorschlag, sich ihrem Liebsten sexuell hinzugeben. Oder gibt es da noch eine weitere Interpretationsmöglichkeit?

      Nochmals im Klartext! Die Töchter Israels werden, diese Interpretation des Textes zugrunde legend, von der Sulamitin dazu angehalten sie nicht zu ermuntern mit ihrem Liebsten Sex zu haben? Wenn so etwas wirklich verboten gewesen wäre, so wären die Töchter Israels ein super schlechter Umgang, wenn man sie dazu anhalten muss ihre laschen Moralvorstellungen gegenüber der Sulamitin nicht zu äußern. Welchen Sinn macht diese Interpretation von Hohelied 2:7?

      Für mich macht das gar keinen Sinn für das schönste Lied der Lieder in der Bibel. Für mich bleibt es das Lied der Lieder auf die Liebe unter Verliebten/Verlobten. Auch wenn Interpretationen dessen Schönheit und Reinheit zerstören wollen.

      Lieber Stefan, das wäre meine Antwort auf Deine Frage. Interpretationen lassen mitunter alles als logisch erscheinen. Geht man aber mal ein paar Schritte zurück und schaut sich das ganze im Zusammenhang an, so verblasst ihre Glaubwürdigkeit. Doch die, die zu Nahe stehen, erkennen es nicht. Sollen sie ihrer Überzeugung gemäß wandeln.

      Ganz herzliche Grüße an Dich.
      R.B.M.

    2. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠ says:

      Lieber Stefan,

      Deine „Anfrage“ hier war folgende: “ Ich habe gelesen, dass es die Auslegung gibt, dass im Hohelied…“
      Mit meinen Zutaten möchte ich mich gerne an den Ausführungen, des von mir sehr geschätzten R.B.M., andocken.
      Zunächst folgen einige Erklärungen (aus einem namhaften Nachschlagewerk) zu dem auf Deutsch genannten Bibelbuch „Hohes Lied“.

      Hier muss zunächst festhalten werden, dass das s.g. „Hohes Lied“ eigentlich eine Erweiterung von Sprüche ist. Eine andere Bezeichnung hierfür ist „mashal“ sowie „Canticles“ und sind vergleichbar mit Parabel – wie du sie z.B. aus den Evangelien kennst. In diesen „Canticles“, wird der Reichtum sowie die Schönheit der menschlichen Liebe illustriert und steht somit fest innerhalb der gnomischen Tradition (benutzt, um etwas in Kurzfassung, mysteriös und schwer verständlich, zu beschreiben) der Hebräischen Literatur. Da einiges in diesen „Canticles“ (die Ausdrucksweise und Bildsprache) unakzeptabel für die westliche Welt erscheint, muss festgehalten werden, dass der Inhalt seinen Ursprung im Orient hatte und hier galten sehr unterschiedliche Einstellungen. Das Buch „Canticles“ ist tief verwurzelt mit der Schönheit der Natur und daraus ergibt sich die symbolische Repräsentation zu den Objekten der Begierde. In diesen „Canticles“ – in dem auf die Traditionen der Liebe Einspruch erhoben wird – wird auf die obere Klasse, also die die sich diese exotische, teure Substanz leisten konnte, Bezug genommen. Diesem Werk „Canticles“ muss eine esoterische, religiöse Bedeutung attestiert werden, denn nur so konnte sie Eingang in den Kanonisierten Teil erhalten.

      Obwohl es Fälle gibt wo der Heb. Text unklar ist, sind einige ungewöhnliche und seltene Wörter, auf „conjectural emendation“ (die spekulative Korrektur reiner Rechtschreib- oder Druckfehler) zurück zu führen. Auch wird die komplizierte bildliche Darstellung dieses Buches auf diese „conjectural emendation“ zurückgeführt.

      Diesen „Canticles“ wird eine Vielfalt von Interpretationen nachgesagt, dessen Handlungen keinen Beweis einer religiösen Thematik zu erkennen geben. Die Signifikanz zeugt lediglich von erotischer Lyrik, womit es sich um uneingeschränkte Bereiche für Spekulation und intrinsische Bedeutungen handelt. Neben einer gradlinigen erotischen Interpretation, werden ihr 4 weitere Interpretationen zugeordnet: eine allegorische, eine kulturelle, eine dramatische sowie eine lyrische Interpretation. Mit der allegorischen Interpretation erhielt „Canticles“ den Zugang zur Kirche. Hiermit konnten die Kirchenväter nicht nur die Probleme lösen, die mit der Akzeptanz einer Gruppe von Liebeslyrik verknüpft waren, auch den Weg in den Kanon der Schrift wurde damit geebnet.

      Die in der „Canticles“ vorhandene Kollektion von Liebeslyrik- oder Lieder, hatte keine notwendige Verbindung – weder mit Hochzeitsfeierlichkeiten, noch zu anderen speziellen Begebenheiten. „Canticles“ wurde auch nicht zum Zelebrieren – bezüglich männlicher-weiblicher Beziehungen – betrachtet. Abschliessend wird über dieser „Canticles“ gesagt, sie reflektiere die in 1. Mo. 2:24 enthaltene Tradition, wo bei einer Heirat die männliche-weibliche Konstitution zu einer psycho-physischen Einheit wird. Bescheinigt wird in der „Canticles“ dass der Reichtum der menschlichen Liebe, ein Microkosmos des grösser liebenden Gottes sei.
      Soweit dieser Teil…

      Nun zu deiner Anfrage, lieber Stefan “ Ich habe gelesen, dass es die Auslegung gibt, dass im Hohelied…“.
      Mit obiger Vorerklärung kann ich dir folgende Antwort geben: Auslegung bedeutet u.a. Interpretation, Ansicht, Deutung. Was wir nunmehr festhalten müssen, ist die Tatsache, dass das s.g. „Hohes Lied“ mehr oder weniger eine Sammlung von Liebeslyrik- oder Lieder ist. Dabei wird der Romantik ebenfalls ein gewisses Potential zugestanden. Wenn nun u.a. die Natur und die Traditionen der damaligen Welt/Zeit/Kulturen in Betracht gezogen werden, dann sind diese für unsere heutige Zeit nicht mehr relevant. (Ähnlich wie vor ca. 2000 Jahre, als Jesus & Co, zur damaligen Zeit, u.a. auf Esel oder sonstige Tragtiere ihre Reisen tätigten, wogegen heute u.a. via PKW/Jet/Highspeed train gereist wird…)

      Noch einige Beispiele mögen dir helfen die Relation von damals zu heute zu verstehen:
      Im Orient wurde ein s.g. Hochzeitsfest 7 Tage lang gefeiert. Wie ist das bei uns …? Im Orient wird von den Männern keine Krawatte getragen; bei uns ist sie teilweise Pflicht. Oder der Ehering: Im Orient – sowie bei vielen Indianern – hat/hatte er niemals eine Bedeutung.

      Oder Begriffe, die einfach eingesetzt wurden, um eine ganz bestimmte Bedeutung zu erzwingen, wie z.B. in 2.Mos. 2:21 belegt. Wenn dort geschrieben wird „Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau“ so findet sich die Erweiterung nicht in jeder Bibelübersetzung wie z.B. in der KJVS mit Strongs Dictionary…

      Ja, es ist so eine Sache mit der gewissen „Auslegung“, nicht wahr? Eine Frage zum Schluss: Wie ist/war das mit dem Begriff Internet doch gleich wieder? Ist es wirklich das was es einst war? Diese Frage zu beantworten dürfte sich wohl erübrigen…

      Abschliessende Erklärung

      „Ehe oder Heirat bezeichnet eine durch Naturrecht, Gesellschaftsrecht und Religionslehren begründete und anerkannte, zumeist gesetzlich oder rituell geregelte, gefestigte Form einer Verbindung zweier Menschen. Die Partner werden bezeichnet als Ehepaar, Ehepartner, Eheleute oder Ehegatten. Traditionell wird die Ehe als dauerhafte Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau verstanden. Die weiblichen Ehepartner können als Ehefrau, Frau oder auch Gattin, Gemahlin bezeichnet werden; historisch war auch Weib dafür gebräuchlich. Vor und bei der Eheschließung wird eine Frau als Braut bezeichnet. Ein männlicher Partner wird vor und bei der Eheschließung Bräutigam und nach der Heirat Ehemann, Mann oder Gatte, Gemahl genannt.“

      Hilfreiche Grüsse,
      @THALJA

  2. R.B.M. an Bienlein says:

    Liebes Bienlein,

    gerne beantworte ich Deine Fragen von der Bruderinfo-Aktuell Seite. Hier noch ein paar weitere Überlegungen zu Bibelaussagen zu einer Partnerschaft ohne Trauschein, die von Personen angeführt werden könnten:

    1. Die Geschichte der Samariterin am Brunnen:
    Muss es ein sexuelles Vergehen gewesen sein??? Wo in der Bibel findet man eine Geschichte, wo eine Frau das Bett mit einem Mann teilt, der nicht ihr Mann ist und dies doch keine Unsittlichkeit darstellt! Wo der Mann, der sie jetzt hat nicht ihr Mann ist?

    Antwort:
    Die Frau hatte den Namen Abischag aus Schunem und war eine Bildhübsche. Sie sollte sich an König David im Bett anschmiegen um ihn warm zu halten. Doch hatte er keinen Verkehr mit ihr. Einen herzlichen Gruß an das Hütebuch der Ältesten Seite 61, 62, 129 Absatz 12 besonders den Satz in den Klammern.

    2. Die Hochzeit von Kanaan:
    Wird sehr gerne benutzt, um zu beweisen, dass man heiraten muss!

    Frage, was war das für eine Feier in Kanaan?
    War sie eine staatlich vorgeschriebene Feier?
    Wenn nein, war sie eine religiöse vorgeschriebene Feier?
    Wenn Nein, was war sie dann?

    Antwort:
    Sie war eine PRIVATE FEIERLICHKEIT! Also Faktum: eine private Feier ist ausreichend für Jehova, um eine Ehe für bindend und moralisch akzeptabel zu erklären? Die kann jeder machen, auch wenn er nicht standesamtlich heiratet. Ein kleines Fest machen die Meisten eh, wenn die Partner zusammenziehen.

    Das ist eine sehr unangenehme Beweisführung für die Verfechter einer standesamtlichen Ehe. Dieses Argument kann nur ausgehebelt werden, wenn der Älteste seine Fehlbeurteilung zugibt, dass die Hochzeitsfeier zu Kanaan, die er eben noch als Beweis für eine verpflichtende standesamtlichen Ehe angeführt hat, nichts mit der eigentlichen Hochzeitszeremonie zu tun gehabt hat. Warum führt er dann dieses Argument überhaupt an? War es ihm zuvor nicht bewusst? Oder hat er gehofft, dass ein kleines Bienlein (JZ) seine Falschdarstellung nicht bemerkt? Wobei wir wieder bei der alles überragenden Frage angelangt sind: Was sagt Jehova darüber wie eine Ehe geschlossen werden MUSS? Beziehungsweise welche Formalitäten, Gebräuche, Riten oder Zeremonien benutzt werden MÜSSEN.

    3. Porneia:
    Dieses Wort hat sehr wohl eine begründete Bedeutung! Doch ist sie auf Paare anzuwenden, die zusammenleben ohne Trauschein oder Zärtlichkeiten unter Verlobten? Zuallererst wird man von einem Ältesten den Satz vernehmen, dass ein solches Zusammenleben ohne staatliche Trauung Hurerei (porneia) sei.

    Frage den Ältesten:
    Wenn Du pauschale die Behauptung aufstellst, dass Partnerschaften ohne Trauschein porneia sind, so nenne mir doch aus der Bibel einige Partnerschaften ohne Trauschein.

    Fangen wir doch bei Noah und seinen drei Söhnen an. Dann Abraham, Isaak und Jakob und dessen 12 Söhne hatten alle eine Beziehung ohne Trauschein. David, Salomo, und das ganze Königsgeschlecht der Bibel. Die Propheten und Richter Israels, die eine Partnerin hatten konnten keinen Trauschein vorweisen. Die Eltern Jesu sowie die Apostel, die eine Frau hatten besaßen auch keinen Trauschein.

    Mit dieser pauschalen Antwort, „eine Ehe ohne Trauschein ist porneia“, bezeichnet man all diese ergebenen Diener Gottes leichfertig als Hurer. Um mehr Präzision sei gebeten.

    Welche Bibeltexte wird ein Ältester gebrauchen, um dir das Wort porneia zu erklären? Ganz egal welche Bibeltexte er auch benutzt, als Grundlage dient immer der Text aus Apo. 15:20. Er ist der Beschluss des ersten Konzils der Apostel und somit das Fundament für das Verbot von Porneia. Und mit diesem Grundlagentext beginnt das Desaster jedes Ältesten! Zum ersten bestätigen sämtliche Partnerschaften der Bibel, dass ein Trauschein für Gott nicht notwendig war. Zweitens, dass es so etwas wie ein Trauschein des Cesars für Juden bis dahin nie existiert hat. Also können die Apostel auch nicht eine Ehe ohne Trauschein im Sinn gehabt haben, als sie das Wort Porneia gebrauchten. Drittens, und nun wird es für einen Ältesten besonders haarig, sollte man Bibelstellen nicht aus dem Zusammenhang reißen.

    Frage den Ältesten:
    Warum haben die Apostel und die älteren Männer in Israel gerade diese Gesetze als Anweisung genommen? (Bitte um eine biblische Antwort, die gibt es nämlich!) Die biblische Antwort findet man nämlich einen Vers weiter, wenn man ihn denn lesen will. Apo. 15:21 „Denn Moses hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn predigen, indem er an jedem Sabbath in den Synagogen gelesen wird.“ steht in der NWÜ.

    Aha…, es wurden also nur solche Gesetze den Nichtjuden auferlegt, die man auch im mosaischen Gesetz findet und die jeden Sabbat vorgelesen werden. Und auch diese wurden auf 4 Stück beschränkt. Also nichts Neues unter der Sonne. Jetzt gibt es kein Zurück mehr für den Ältesten. Er MUSS sich nun, dem Wort porneia im MOSAISCHEN GESETZ stellen um seine Behauptung zu belegen. Damit hat er den biblischen Kampf schon verloren! Dieses beschränkt nämlich die Phantasie seiner eigenen Moralvorstellungen auf ein Minimum! Durch die, im Hütebuch, als Vergehen bezeichneten sexuellen Praktiken kann er damit einen dicken roten Strich machen. Alles Menschenwort! Das einzige, was bezüglich Sexualpraktik in der gesamten Bibel unter Paaren genannt wird, ist der Geschlechtsverkehr in der Menstruationszeit der Frau. Sonst gibt es nichts. Aber auch wirklich gar nichts in einer Partnerschaft, was irgendwie Sexuelles regelt oder auch nur Ansatzweise durch unseren Schöpfer beschränkt wurde. Wie der Älteste das in seinem eigenen Bett hält, interessiert niemanden wirklich.

    Und wie im Artikel schon beschrieben hat, er nicht den Hauch einer Chance, einen Text dort zu finden, der etwas mit Trauschein zu tun hat. Keinen Hauch einer göttlichen Richtlinie, wie eine Ehe geschlossen werden muss. Und gar keine negative Erwähnungen gegen Zärtlichkeiten oder sogar sexuelle Handlungen unter Verlobten. Auch Begriffe wie „schwere Unreinheit“ oder „mit Gier verübte Unreinheit“ (Hütebuch Seite 62, 63) kann er bei Paaren ohne Trauschein oder Verlobten direkt in die Mülltonne, menschlicher Fantasiegebilden treten. Dort gehören diese, bei den zuvor genannten Gruppen, auch hin. Da richten sie keinen Schaden mehr an.

    Die einzige Möglichkeit, die ihm noch bleibt, ist darauf zu pochen, dass die LK die Gedanken Jehovas lesen kann, auch wenn Jehova selbst nichts sagt und Gott es dem Einzelnen alles überlassen hat. Das würde göttliche Inspiration bedeuten, ähnlich den Bibelschreibern. „Durch Nachsinnen und Gebet sind wir zur Überzeugung gelangt …“, sagt doch die LK, wenn es neues Licht gibt. Nicht einmal die LK ist so dreist, direkt zu behaupten, dass ihre Worte göttliche Inspiration sind. Diese Schlussfolgerung kommt immer durch die Hintertür.

    Vernichtend für die Sichtweise der verzweifelt gesuchten Unmoral unter Verlobten ist das Hohelied. Da kann man die Sichtweise der Moral Jehovas unter Verlobten unter Realbedingungen lesen. Es gab mal eine Zeit, wo man die Sulamitin als prophetischen Ansatz für das geistige Israel gesehen hat und ihr Hirte für Jesus. Also aus dem Hohelied eine Prophezeiung gemacht hat. Unter der, für Zeugen so verwerflichen Handlungen der Beiden in diesem Bibelbuch, denen man heute „porneia“, „schwere Unreinheit“ oder „mit Gier verübte Unreinheit“ zur Last legen würde, und deren Ausschluss beschlossene Sache gewesen wäre, sollte man sich das reiflich überlegen.

    Hier einige Sätze aus diesem Buch aus der NWÜ:

    — 1:12 „Wie ein Myrrhenbeutel ist mir mein Liebster; ZWISCHEN MEINEN BRÜSTEN WIRD ER DIE NACHT VERBRINGEN.“

    — 2:6 „Seine Linke ist unter meinem Haupt; und seine Rechte — sie umarmt mich.“

    — 3:1 „Auf meinem Bett während der Nächte habe ich den gesucht, den meine Seele geliebt hat. Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.“ (Kennen wir das, wenn unsere Hand des Nachts auf die zweite Betthälfte gleitet, und wir feststellen, dass der Partner nicht im Bett liegt?)

    — 3:4 „Ich ergriff ihn, und ich wollte ihn nicht loslassen, bis ich ihn in das Haus meiner Mutter gebracht HATTE und in das INNERE Gemach derjenigen, die mit mir schwanger gewesen war.“

    — 4:5 „Deine beiden Brüste sind wie zwei Junge, die Zwillinge eines Gazellenweibchens“ (hüpfen und springen)

    — 4:10 „Wie schön sind deine Liebkosungen, o meine Schwester, [meine] Braut!“ (Der Unterschied zwischen Braut (zukünftige Frau) und „meine Frau“ sollte wohl jedem klar sein)

    — 4:13 „Deine Haut ist ein Paradies“

    — 5:1 „„Eßt, o Gefährten! Trinkt, und werdet TRUNKEN VON LIEBKOSUNGEN!

    — 5:2 „Da ist der Laut meines Liebsten, der anklopft!“ „Öffne mir, o meine Schwester, meine Gefährtin, meine Taube, meine Untadelige!“

    — 5:5 „Ich stand auf, ja ich, um meinem Liebsten zu öffnen“

    — 5:8 „daß ich krank bin vor Liebe.“

    — 5:14 „Sein Unterleib ist eine Elfenbeinplatte, bedeckt mit Saphiren (Schamhaar?) .“

    — 7:1 „Die Wölbungen deiner Hüften sind wie Geschmeide, das Werk von Künstlerhänden. 2 Dein Nabelring ist eine runde Schale. Möge der Mischwein [daraus] nicht fehlen. Dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. 3 Deine beiden Brüste sind wie zwei Junge, die ZWILLINGE (gleichmäßige Große) eines Gazellenweibchens.“

    — 7:7 „Dieser dein Wuchs gleicht tatsächlich einer Palme und deine Brüste den Datteltrauben. 8 Ich habe gesagt: ‚Ich werde die Palme ERKLIMMEN, damit ich ihre Dattelrispen ERGREIFE.‘ Und mögen bitte deine BRÜSTE wie TRAUBEN DES WEINSTOCKS werden“ (Sich zu einer üppigen Größe über die Jahre entwickeln)

    — 7:10 „„Ich bin meines Liebsten, und nach mir steht sein TIEFES VERLANGEN (1. Mose 3:16). 11 Komm doch, o mein Liebster, laß uns aufs Feld hinausgehen; laß uns doch inmitten der Hennapflanzen ÜBERNACHTEN.“

    — 7:12 „DORT WERDE ICH DIR MEINE LIEBKOSUNGEN SCHENKEN.“ (Elberfelder Bibel: Dort schenke ich dir meine Liebe. Luther 1545: Dort will ich dir meine Brüste geben.)

    — 8:1 „Fände ich dich draußen, so würde ich dich küssen. Man würde mich nicht einmal verachten. 2 Ich würde dich führen, ich würde dich ins Haus meiner Mutter bringen, die mich zu lehren pflegte. Ich würde dir einen Trunk gewürzten Weines geben, den frischen Saft von Granatäpfeln. 3 Seine Linke wäre unter meinem Haupt; und seine Rechte — sie würde mich umarmen.

    Die vielen Beweise, schön und gut aber…Gibt es da nicht EINEN einzigen Satz, der den ganz vielen eindeutigen oder zweideutigen Aussagen des Hohelied widerspricht,

    Hohelied 3:5

    „Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht versucht, die Liebe [in mir] zu wecken oder zu erregen, bis sie sich [dazu] geneigt fühlt.“

    So schreibt es die NWÜ. Aber Beröer-Christen wissen, dass eckige Klammern nicht wirklich in der Bibel gehörenes, sondern des besseren Verständnis dienen sollten. Also lesen wir den Text mal ohne die Klammern:

    „Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht versucht, die Liebe zu wecken oder zu erregen, bis sie sich geneigt fühlt.“ Die Lutherübersetzung von 1545 schreibt nicht „Liebe“ sondern „Freundin“! Lesen wir mal den Text, und setzen statt Liebe den Begriff Freundin ein.

    „Ich habe euch unter Eid gestellt, o Töchter Jerusalems, bei den Gazellenweibchen oder bei den Hindinnen des Feldes, daß ihr nicht versucht, die Freundin zu wecken oder zu erregen, bis sie sich geneigt fühlt.“

    Was ist diesem Satz eigentlich vorausgegangen? Das Sie ihren Zukünftigen in das Haus ihrer Mutter gebracht HATTE und in das INNERE Gemach. Also endete dieser nächtliche Ausflug dort, wo er begann, nämlich für Beide im Bett (und zwar im selben Bett), wo ihre Hand vergeblich nach ihrem Liebsten gesucht hatte.

    Vielleicht versteht nun der eine oder andere, warum z. B. die Gute Nachricht diesen Satz folgendermaßen wiedergibt:

    „Ihr Mädchen von Jerusalem, lasst uns alleine! Denkt an die scheuen Rehe und Gazellen: Wir lieben uns, schreckt uns nicht auf.“ („Also, stört uns nicht, wir sind im Bett. Macht uns nicht wach, bis wir von alleine Aufstehen.“)

    Wie könnten auch die Töchter Jerusalems sonst für die so genannte Keuschheit unter Verlobten irgendeinen Einfluss nehmen? Zudem diese Keuschheit im mosaischen Gesetz unter Versprochenen Partnern nicht gefordert war. Und das auch noch im Schlafgemach der Sulamitin? Und dann noch der Hinweis auf die Schreckhaftigkeit von Gazellenweibchen! „Erschrecken“ und „Erregung“. Wenn diese Textstelle sich darauf beziehen sollte, dass die übrigen Mädchen Jerusalems im Schlafgemach der Sulamitin auf die Keuschheit der Beiden im Bett achten sollten, da sie offiziell noch nicht vermählt waren (sie ja nur seine Braut war), steht das im Gegensatz zu allen übrigen der oben aufgeführten Texten des Hohenlieds. Da ist die Aussage der Guten Nachreicht meines Erachtens wesendlich Sinngenauer und widerspricht nicht der Vielzahl der übrigen Stellen des Bibelbuches, in dem von Liebe, Erotik, Sinnlichkeit und erogenen Zonen die Rede ist. Da sieht man mal, wie die Moralvorstellungen der Bibelübersetzer den eigentlichen Sinn eines Bibeltextes verfremden können um ihre eigenen Moralvorstellungen biblisch stützen zu können. Wären die Beiden standesamtlich verheiratet gewesen 🙂 , so hätte die Sulamitin nicht gezögert dem Hausherrn direkt die Tür zu öffnen. Ganz egal, ob sie schon ausgezogen war und die die Füße gewaschen hatte. Aber es war ja nicht sein Haus, in dem er zur Nachtzeit Einlass ersuchte. Sondern das Haus IHRER Eltern (ihrer Mutter) und IHRE Kammer, wo sie geboren wurde. Wenn die Tür von innen verriegelt ist, muss man auch von innen auf machen (Kapitel 3). Dieses verliebte Paar hatte also nicht einmal einen gemeinsamen Wohnsitz, keine gemeinsame Wohnung. Er hatte sie also noch nicht in SEIN Haus geführt. Und doch ließ Jehova ganz zu Anfang in Kapitel 1 schon schreiben, dass er die Nacht zwischen ihren Brüsten verbringt. Was für unmoralisches Verhalten für Verlobte, höre ich da die Moralapostel schon aufschreien: Sünde gegen Gott. Sünde gegen Gottes Sittengesetze. Keine Reue? Kein schlechtes Gewissen? Keine Frage: Heute würde den Beiden gnadenlos die Gemeinschaft entzogen! Wem schenkst Du mehr Glauben? Den Worten Jehova oder den von der LK?

    So schreibt es die Neue Weltübersetzung. Auch hier einen lieben Gruß an das Hütebuch. Dieses Bibelbuch bestätigt das Moralempfinden Jehovas. Genießt die Zeit der Verliebtheit. Es ist die schönste Zeit im Leben eines Menschen. Jehova weiß, warum er diese allerschönste Zeit seinen Menschenkindern nicht vorenthält, geschweige denn, ihnen Schuldgefühle vermittelt, für die schönste Sache der Welt.

    Die innige Liebe zu einem Partner ist so stark wie der Tod. Ihre Gluten sind die Gluten eines Feuers, die Flamme Jahs. Selbst viele Wasser vermögen die Liebe nicht auszulöschen, noch können selbst Ströme sie hinwegschwemmen.

    Wer schon einmal richtig geliebt hat oder noch liebt, weiß um die Wahrheit dieser Worte…

    Ich hoffe, diese Zeilen waren aufschlussreich und begründend.

    Mit ganz lieben Grüßen

    R.B.M.

    PS.:
    Heb. 13:4
    Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten.

    In 1. Korinther 5:1 ist porneia hauptsächlich eine Beziehung in Blutschande (Beziehung mit der eigenen Schwester oder sonstigen nahen Verwandten). Nun erklärt sich der Bibeltext aus Hebräer fast von selbst.

    Die Ehe sei „Ehrbar“ (also keine Beziehung unter nahen Verwandten) und das Ehebett sei „unbefleckt“ (begehe keinen Ehebruch). Denn beide Erwähnungen in Hebräer beziehen sich auf Vergehen innerhalb einer festen Beziehung oder Ehe und nicht vor einer Ehe oder Partnerschaft. Der Christ in 1. Korinther hatte eine feste Partnerschaft mit der Frau seines Vaters (Stiefmutter?). Diesem Begriff der Blutschande (porneia) wird im mosaischen Gesetz fast eine halbe Seite gewidmet (3. Mose 18:6-18 + 20:17). Also wer mit wem keine Beziehung eingehen darf. Demnach sagt der Text aus Hebräer 13 folgendes:

    „Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Paare die in Blutschande leben und Ehebrecher richten.“

    So einfach kann Bibelverstehen sein.

    1. Bienlein@R.B.M says:

      Lieber R.B.M
      Vielen Dank für diese ausführlichen Gedanken, sie helfen mir wirklich weiter.
      Darf ich fragen, wie du auf dieses Thema gestossen bist; was dich dazu bewogen hat?
      Viele Grüsse
      Bienlein

      1. R.B.M. an Bienlein says:

        Liebes Bienlein,

        vor ein paar Jahren dachte ich, endlich die Partnerin fürs Leben gefunden zu haben. Für uns, im mittleren Alter, gab es triftige Gründe, nicht standesamtlich zu heiraten (Erbrecht, ihre Kinder, ihr Unterhalt und andere finanzielle Gründe). Deshalb beschäftigte ich mich damals sehr eingehend mit dem Thema. Dabei stellt es sich klar heraus, dass die Zeugen eine andersartige gute Botschaft (Moralvorstellung) predigen. Die wirklichen Sittenmaßstäbe Jehovas sind ganz Andere. Die Moralvorstellungen Gottes sind klar und einfach. Und jeder kann sie mit seinem Verstand leicht begreifen.

        Nach 2 Jahren musste ich schmerzvoll feststellen, dass die große Liebe doch sehr einseitig war. Heute bin ich froh, dass mir eine erneute Scheidung erspart geblieben ist. Mit meiner ersten Frau (wir waren beide Pionier) war ich 16 Jahre verheiratet. Momentan gehe ich alleine durchs Leben und bin auch glücklich. Was soll’s! Wenn mir wieder eine gute Frau über den Weg läuft, werde ich weiter sehen.

        Für junge Menschen mit Kinderwunsch, wie für Dich (nehme ich mal an), ist eine stattliche Eheschließung, wie oben erwähnt sogar ratsam. Aber eine sittliche Pflicht unseres Schöpfers lässt sich daraus niemals ableiten.

        Sei ganz lieb gegrüßt von mir.

        R.B.M.

        PS: Wenn man die Publikationen der WTG über das Hohelied durchliest, erkennt man das Bibelbuch nicht wieder. Um alles Erotische wird ein großer Bogen gemacht und die eindeutigen sexuellen Bibelstellen nicht erwähnt.

        Da werden z. B. im Kapitel 5 zwar seine Hände und seine Beine ganz genau erklärt. Aber das, was im Vers 14 dazwischen steht, „sein Unterleib, die Elfenbeinplatte mit Saphiren“, auf den wird natürlich mit keinem Wort eingegangen! Man muss die ahnungslosen Zeugen ja nicht auf die Richtigen Gedanken bringen.

        Der WT weiß sogar, dass es sich bei den nächtlichen Begebenheiten nur um Alpträume der Sulamitin gehandelt hat. Alles; aber um Himmels willen ja nicht real. Als ob dies einen Unterschied machen würde.

        Das Hohelied ist laut Aussage der WTG sogar ein Beweis für keusches Verhalten unter Verlobten. Na…, wer so etwas schreibt, hat wohl nur die zensieren Inhalte des Hohenliedes gelesen und alles Übrige geschwärzt!!!

  3. Christian says:

    Hallo SledgeHammer, Tommy, Matthäus und Florian,
    vielen Dank für eure Links und Hinweise, ich werde jetzt erstmal alles sichten.
    Lieber Florian, leider akzeptiert sie nur deutsche Berichterstattung und Zeitungsartikel.
    Ich hoffe nur das sich die ganze Arbeit lohnt, und sie das auch wirklich akzeptiert.

    Ich wünsche euch weiterhin alle Gute, macht weiter so.

    1. Matthäus an Christian says:

      Ganz aktuell zu deiner Frage – stammt zwar aus der Schweiz aber mit einem Wort:

      E R S C H Ü T T E R N D !!!

      (http:)//www.watson.ch/Front/articles/931336422-Therapeutin-im-Interview%3A-«Praktisch-jede-meiner-Patientinnen%2C-die-bei-den-Zeugen-Jehovas-aufwuchs%2C-wurde-missbraucht»

      1. Janosh says:

        Hallo Matthäus,

        mal im Ernst, es weiß doch seit jahrzehnten jeder Bruder und jede Schwester, das in fast allen Gemeinden der Zeugen Jehovas Kindesmißbrauch erfolgte, jedoch innerhalb der Ältestenschaft und der Gemeinde um den Ruf der Organisation nicht zu schädigen totgeschwiegen wird und Opfer sogar unter Druck gesetzt wurden oder belächelt wurden die würden sich das einbilden.

  4. Christian says:

    Hallo ihr Lieben,
    meine Frau und ich sind seit 3 Jahren bei den ZJ ausgetreten und sind seit dieser Zeit auch Leser von Bruderinfo. Heute hatte meine Frau wieder mal eine heisse Diskussion mit ihrer Tante, die ZJ ist aber trotzdem noch mit uns spricht. Dabei fragte sie ihre Tante, ob diese den nichts von den zahlreichen Kindesmissbrauchsfällen bei den ZJ wisse, die besonders in Australien und den USA öffentlich geworden sind. Diese verneinte und sagte im Verlauf des Gespräches, wenn das wirklich so wäre, müsste das schon längst in der deutschen Presse zu finden sein. Sie würde die Tageszeitung lesen und auch den Spiegel, da hätte sie nichts drin gelesen. Ausserdem wäre doch die Presse auf solche Fälle heiss, wenn das stimmen würde.
    Meine Frage an euch: Könnt ihr mir deutschsprachige Artikel zu diesem Thema nennen? Im Voraus danke ich Euch für Eure Bemühungen.

    1. SledgeHammer@Christian says:

      Hallo Christian,

      ich hoffe, ich kann Dir mit diesem Link weiterhelfen:

      .huffingtonpost.de/misha-anouk/wie-zeugen-jehovas-kindesmissbrauch-in-den-eigenen-reihen-vertuschen_b_6741934.html

      (Bitte jeweils http://www vorsetzen)

      Oder: .tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/urteil-bewaehrungsstrafe-fuer-missbrauch-in-der-bibelstunde/1678950.html

      Oder: .schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-zeuge-jehova-soll-maedchen-missbraucht-haben.46740ae2-a951-4695-b8bb-ef2c89a08e5e.html

      LG Sledge

    2. Tommy says:

      Kuck mal Christian,
      (http://www.)spiegel.de/panorama/kindesmissbrauch-bei-den-zeugen-jehovas-das-bloeken-der-laemmer-a-198436.html

      (http://www.)huffingtonpost.de/misha-anouk/wie-zeugen-jehovas-kindesmissbrauch-in-den-eigenen-reihen-vertuschen_b_6741934.html

      (http://www.)schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottweil-missbrauch-bewaehrung-fuer-zeuge-jehovas.5e2cfd8f-9378-42cb-96b8-b15809a2cb28.html

      (http://www.)meinbezirk.at/hollabrunn/magazin/wie-wird-kindern-der-zeugen-jehovas-geholfen-im-umgang-mit-sexuellem-kindesmissbrauch-d993416.html

      (http://www.)bibel.com/jesus-forum/anspruch-und-wirklichkeit-bei-den-zeugen-jehovas-t8271.html

      Wahrscheinlich muss man aber die Adressen in den Computer eintippen.

      Die anderen Schwestern und Brueder haben bestimmt auch papierhafte Artikel am Start.

      Tommy

    3. Matthäus an Christian says:

      Zu deiner Frage, gib bei Google ein:

      Kindesmissbrauch bei Zeugen Jehovas,

      Und du findest jede Menge auch von deutschen oder österreichischen Medien.
      Oder du rufst „silent Lambs“ auf, ist auch unter obigen Suchbegriff zu finden und du findes eine Menge Material.

      Eine weitere Möglichkeit, frag Google: „Was jeder Zeuge Jehovas wissen sollte“
      Hier kommst du auf Sektenausstieg.net und dort gibt es eine PDF Datei zu ZJ und ihr Umgang mit Kindesmissbrauch. Hier wird die Heuchelei IN DER EIGENEN Literatur deutlich, andere Anklagen und selbst das gleiche tun oder sich vorwerfen lassen müssen.

      LG. Matthäus

    4. Florian says:

      Lieber Christian,
      auch auf Bruderinfo-Aktuell findest du einige Artikel und Videos von Medienberichten aus den USA mit deutschen Untertiteln.
      Demnächst wird wahrscheinlich ein weiterers Video zu diesem Thema gepostet.
      Ich weiß dies weil ich es übersetzt habe für Bruderinfo-Aktuell.
      Liebe Grüße
      Florian

  5. Gerd says:

    Nein Tommy,

    das war nix ironisch nur irrtümlich auf der falschen Adresse. Legte mir einen neuen 8.1 Lappy zu, gestern einrichten, dann beim Übertragen die Apps irrtümlich am iPad gelöscht. Dann fuhr ich in die Wolken, denn ich war schlau und habe das Zeug in der cloud verstaut, aber das Wiederbeleben war so schwierig wie bei Zeugens, daher etwas konfus.

    Zum Thema fällt mir der biblische Begriff „Ehebruch“ ein. Wie bei einem Vertragsbruch hat einer der Partner den Vertrag gebrochen. Eine kompetente Person hat den Vertrag besiegelt. Beim Ehevertrag mag das, wie bei der Hochzeit zu Kanaa, vor Zeugen in einem Extrazimmer eines Restaurants besiegelt worden sein. Eine Verbindlichkeit entsteht auch so und der Bruch eines dauernden Ehelebens bis zum Tod, ist formalrechtlich auch angreifbar, etwa durch einen Scheidungsrichter, oder durch die Zeugen bei der ehelichen Verbindung (Versprechen) in einem Gasthaus.
    Damit wollte ich nur auf die mögliche Verbindlichkeit eines Formalaktes im geselligen Kreis hinweisen.

    Ist dieses „was ihr auf Erden bindet – ist auch im Himmel gebunden“ da auch zutreffend?

    Sonnige Abendgrüße!
    Gerd

    1. Tommy says:

      Ich wuerde mal denken ja Gerd. Zumindest zu unseren irdischen Lebzeiten. Danach hatte der Herr ja einen Ausblick gegeben als ihn Sadduzaeer fragten.
      Tommy

  6. Gerd says:

    Zum Thema selbst bleibt noch die ultimative Frage:

    Findet der gute Sklave, und auch die klugen Jungfrauen, eine Entsprechung bei den WACHSAMEN Gläubigen (die auf den Herrn warten)?

    Und ist der böse Sklave, und auch die törichten Jungfrauen ein Bild derer, die des Herrn Jesu Wiederkunft nicht (mehr) erwarten?

    Fragegrüße!
    Gerd

    1. Tommy says:

      Das ist ein ironische Unterton oder Gerd?
      Tommy

  7. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ says:

    M E I N E A N S I C H T

    Die kostbaren Gedanken von R.B.M. sind inhaltlich nicht zu wiederlegen. Herzlichen Dank dafür, geschätzter Bruder R.B.M.!

    Wie immer, ist alles reine Ansichtssache und die darf jeder haben, wie sie/er sie sieht! Dennoch gibt es einige Fakten, die jeder unter Einbezug seiner persönlichen Betrachtungsweise, nicht ignorieren darf – ob es uns gefällt oder nicht.

    Wenn ich mir bewusst mache, dass JHWH keinerlei Instruktionen erlassen hat für eine sogenannte „Eheschliessung“, so kommt die Frage auf: Woher kommt dieses „Ding“ Ehe überhaupt? Ich zumindest finde keinen biblischen Nachweis oder Bezug auf eine Ehe oder Eheschliessung.

    Sagte JHWH nicht ganz einfach: Seid fruchtbar, und vermehrt euch…“ Und wenn das sogenannte AT darüber spricht, dass XYZ abc zur Frau nahm: Ist/war damit wirklich eine Ehefrau gemeint? Aus heutiger Sicht legen manche sehr gerne hier ihre Wunschvorstellung „EHE“ hinein…
    Kann das nicht genauso gut eben nur „Eine Frau“ sein, d.h. mit einem Treueversprechung zu einander, aber ohne Heiratsurkunde nach heutigem Stand?

    Und mal ehrlich: Haben wir heute nicht Bezeichnungen und Begriffe in Gebrauch, die so früher nicht existierten? Viele können genannt werden…

    Die Bürgerliche Eheschliessung hat seine Berechtigung, wie hier ja schon mehrmals attestiert wurde. Aber war und/oder ist sie eine Bedingung Gottes?
    Hatte sie Jesus irgendwann in dieser Hinsicht angeordnet?
    Er war ja schliesslich ca. 4000 Jahre nach Adam & Eva auf der Erde… Und vor nicht mal 1000 Jahre wurden die ersten „Eheschliessungen“, aus unlogischen Gründen, von den Kirchen beurkundet, bzw. registriert. Das Rechtssystem wurde bereits dem Moses auferlegt und weil der Mensch sich nicht daran halten will, musste der Staat in der heutigen Zeit eine (nicht uneigennützige) Regelung hinzufügen. Jesus sagte aber einmal: „Euer Ja sei ein Ja!“ Versprechen ist Versprechen und Vertrag ist Vertrag – auch ohne Urkunde!

    Und ist eine Beziehung ohne Trauschein deshalb weniger Wert als eine „beurkundete Eheschliessung“? Wie echt und wie gut und haltbar sind die sogenannten Ehen? Die Statistiken unsers Planeten geben Antwort…

    Hier wollte ich keine Partei, für eine Beziehung mit oder ohne Trauschein, ergreifen. Wir sollten uns nur öfter bewusst machen, dass viele Traditionen, Systeme und alte Praktiken, heute überholt sind.

    Wie würde Jesus heute entscheiden, wenn er unter uns wäre?

    Viele Dinge auf unserem Planeten würden bestimmt auch Jesu „Anpassung“ erforderlich machen.

    Einige Gedanken – verbunden mit dem Frieden Jesu Christi wünscht
    Athalja

  8. Bird an Drei says:

    Hallo Drei!

    Hier die Links!

    LG aus der Steiermark

    (http://www.)nak.at/news/nak-oesterreich/?start=3440-1383692400&berID=935

    (http://)fotoservice.bundeskanzleramt.at/bka-fotodetail.html?galleryPath=/bundeskanzler_faymann/fotos_2009_faymann/bundeskanzler_faymann_trifft_religionsvertreter/_and4465

    1. Drei??? says:

      Danke!

  9. Drei??? says:

    Hi,

    es passt zwar nicht zum Thema aber könnte mir bitte jemand den Link zu dem Religionstreffen in Österreich schicken, wo auch der Sprecher Der WTG anwesend war?

    Danke

    Lg Drei???

    1. Tina says:

      Hab dir den link 2 x kopiert … einmal direkt vom Bilderservice des Kanzleramt Austria und einmal Bischofsvelag
      .google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Ffotoservice.bundeskanzleramt.at%2F.imaging%2Fstk%2Fbka-fotoservice%2Ffoto-detail%2Fdms%2Fbka-fotoservice%2Fbundeskanzler_faymann%2Ffotos_2009_faymann%2Fbundeskanzler_faymann_trifft_religionsvertreter%2F_and4391%2Fdocument%2F_AND4391.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Ffotoservice.bundeskanzleramt.at%2Fbka-fotodetail.html%3FgalleryPath%3D%2Fbundeskanzler_faymann%2Ffotos_2009_faymann%2Fbundeskanzler_faymann_trifft_religionsvertreter%2F_and4391&h=239&w=400&tbnid=fCmdTCWcDSjI0M%3A&zoom=1&docid=5k9fsSppSWrb_M&ei=3ZQsVenIOsWJPOmXgdAG&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1396&page=1&start=0&ndsp=30&ved=0CDAQrQMwBQ

      google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.bischoff-verlag.de%2Fpublic_vfb%2Fpages%2Fpub%2Fnewsbilder800pixel%2FBKA-Hopi-Media-8.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.bischoff-verlag.de%2Fpublic_vfb%2Fpages%2Fde%2Ffamily%2Farchiv%2Fnews2009%2F090615religionsdialog.html&h=548&w=800&tbnid=4O9HJv4YLrN2YM%3A&zoom=1&docid=DmrzjYt2Wp8tDM&itg=1&ei=3ZQsVenIOsWJPOmXgdAG&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1650&page=1&start=0&ndsp=30&ved=0CCEQrQMwAA

      jeweils das http und www davorsetzen
      lg tina

      1. Tina says:

        o ha … hab erst nach dem Abschicken bemerkt wie lang der link ist … wenn zu lang bitte den Kommentar löschen …
        @ Drei??? :
        du kannst auch “ Walter Schneeweiß Treffen der Religionsgemeinschaften “
        googlen … dann kommst du auf die Fotos
        Tina 🙂

        1. Drei??? says:

          Dankeschön!

  10. pit an R.B.M. says:

    Lieber Bruder,

    vielen Dank für den exzellenten Artikel.
    Das du da mit Einwänden leben musst, war dir sicherlich schon vorher klar.
    Von mir kommt keiner.
    Mein Motto ist und bleibt: Nicht über das hinausgehen, was die Schrift uns sagt.
    Warum den Menschen grössere lasten aufbürden, als das von unserem lieben Vater vorgesehen ist.

    Natürlich gibt es gute Gründe, diese Lasten zu binden.
    Erst einmal kann ich es gut verstehen, dass man auf die Schwächeren im Glauben Rücksicht nehmen muss.
    Das gehört zur Nächstenliebe.
    Doch auch das Klarstellen der göttlichen Gebote und Anforderungen an einen Christen darf sich dahinter nicht gänzlich verstecken.
    Eine gute Abwägung in der Wortwahl ist daher das Gebot der Stunde.
    Und das ist dir prima gelungen.

    In unserem Denkschema ist leider durch menschliche Überlieferung ein Profil verankert, das ich oft nicht in Einklang mit der Schrift bringen kann und nicht bringen will.
    Das betrifft nicht nur das Thema Ehe, sondern noch viele andere Bereiche.
    Wir sind eingeschlossen in Ideologien, die teils traditionel gewachsen sind und teils auf der Abgrenzung zur, ja ach so bösen Welt beruhen und die nur schwer aufzubrechen sind.
    Aber das ist ja auch ein Teil der Arbeit in der christlichen Freiheit.
    Ich selbst will die Ehe nicht verteufeln; aber auch nicht überbewerten.
    Schön wäre auch einmal ein Artikel dieser Art zum Thema Satan. Aus orientalischer Sicht.
    Aber das ist zuviel verlangt und würde heftige Proteste hervorrufen.
    Alles Liebe und weiter so.
    pit

  11. Boas says:

    Liebe Brüder, Liebe Schwestern, Liebe Paare,

    ich möchte versuchen hier einen kurzen neutralen Kommentar zu schreiben ohne die Entscheidung eines Paares zu bewerten. Ich versuche, keine abwertenden Begriffe für die eine oder andere Fraktion zu benutzen. Und ich versuche die christliche Reife unserer Brüder für ihre ganz private Entscheidung nicht in Abrede zu stellen.

    Ich bin privat der Meinung, dass eine standesamtliche Ehe bei jungen Menschen mit Kinderwunsch Vorteile bringt. Diese Vorteile liegen in dem erhöhten staatlichen Schutz, der einer Familie zukommt und der Absicherung im Todesfalle eines der Lebenspartner.

    Ich bin privat der Meinung, dass ältere Christen, bei denen die Familienplanung abgeschlossen ist, sehr wohl den finanziellen Aspekt in Betracht ziehen sollten. Auch Erbschaftswünsche (z.B. Kinder aus einer ersten Ehe) sollten meiner Meinung nach gründlich geprüft werden.

    Ich bin der privaten Meinung, dass eine Ehe ohne Trauschein vor JHWH nicht unsittlich oder unrein ist. Oder sonst wie gegen ein Gebot verstößt.

    Mit ganz lieben Grüßen
    Boas

  12. Leprechaun@Franki says:

    Lieber Franki,

    Moment mal bitte… irgendwie schmeißt du mir jetzt zu viel in einen Topf… gut durch rühren… und fertig ist der Eintopf.

    Nun lass uns einmal Klartext reden, bitte.

    In einem deiner Kommentare hast du einen Satz gebracht, der definitiv gegen gültiges verbrieftes Grundgesetz verstößt, weil er Inhalte hat, die gegen gewisse Gruppen gerichtet sind… und diese Gruppen somit diskriminiert.

    Du möchtest:
    a) dass Sektenmitglieder nicht vor dem 25 Lebensjahr heiraten dürfen … weil
    b) deren Gehirn vorher nicht dazu in der Lage ist eine Ehe zu führen

    Nach gültigem Grundgesetz ist es verboten Menschen… aufgrund ihrer Herkunft, Rasse, Glaubenszugehörigkeit, usw. usw. usw. zu diskriminieren und zu benachteiligen.
    Sehe ich das richtig? Ja, sehe ich…
    Nach dem Grundgesetz sehen wir mit Sicherheit nicht alle gleich aus… aber wir stinken alle gleich.
    Und das ist gut so, denn ich kann mich noch an ein Unrechtssystem erinnern, in dem wir meterdick Schuld auf uns geladen haben, weil wir Rassen und Glaubensgemeinschaften, die gewissen Herren nicht passten, und denen man ebenfalls eine geringere Hirnleistung andichtete, kurzerhand durch den Schornstein gejagt haben. Aus diesem Grunde bin zumindest ich froh ein Grundgesetz zu haben, dass genau solche Dinge kategorisch ausschließt… weil wir halt aus unserer Vergangenheit gelernt haben.
    Hättest du, lieber Franki… an Stelle des Wortes „Sekten“ hier eine andere ethnische Gruppe benannt, hättest du … UND BI ebenfalls, jetzt gute Karten unangenehme Post und einen Ladungstermin zu erhalten. Und meiner Ansicht nach zu Recht!
    Korrigiere mein Rechtsempfinden bitte, falls ich falsch liegen sollte.
    Ich bin aber erleichtert aus deinem Munde zu lesen, dass Verstöße gegen das Grundrecht/Grundgesetz strafrechtliche Relevanz haben. Hierin herrscht also Einigkeit zwischen deinen und meinen Ansichten. Gut, dem Dinge.

    Kindesheirat…
    Definiere mir doch bitte mal den Ausdruck „Kind“.

    Nun muß ich natürlich eingestehen, dass ich rein prinzipiell auch nichts davon halte sehr früh zu heiraten. Einfach daher, weil man um die schönsten Jahre betrogen wird.
    Allerdings muß ich eingestehen, dass ich auch sehr früh geheiratet habe, nämlich im Alter von 20 Jahren. Meine Angetraute war damals 17 Jahre jung und wir hatten einen 1jährigen Sohn.
    Und nicht etwa weil wir Zeugen Jehovas waren, nein… weil ihre Eltern im Urlaub waren 🙂 und wir sturmfreie Bude hatten.
    Und im Nachhinein betrachtet, kann ich mich nicht beschweren. Aus meiner damaligen Frau ist dennoch etwas geworden, obwohl ihre Hirnleistung, deinen Argumenten zu Folge eher noch gering war… denn sie war und ist ein recht intelligentes Wesen… und ich schlafe auch nicht hinter dem Zierkürbis. Unser Sohn ist gut geraten, obwohl er eine schwere Krankheit zu bewältigen hatte und 6 Monate im Koma lag… und ich blicke, stolz wie Oskar, auf zwei süße Enkel, die ihren noch relativ jungen Opa begeistern. Unsere Ehe hielt auch sage und schreibe 26 Jahre, eine Zeitspanne auf die heutzutage nur wenige zurück blicken können, selbst dann… wenn sie älter als 25 Jahre waren, als sie heirateten. Eine späte Heirat ist also kein Garant für eine dauerhafte Ehe… und eine frühe Heirat muß dem nicht entgegen stehen. Von daher empfinde ich Verallgemeinerungen als nicht sehr opportun. Verallgemeinerungen beschneiden nämlich einen sehr wesentlichen Faktor… nämlich den Faktor der jeweiligen Persönlichkeit. Und mal ganz nebenbei bemerkt, ich hasse dieses Klischeedenken. Was ich jedoch anprangere ist eine frühe Heirat um endlich Sex haben zu können.
    Das ist in meinen Augen mehr als blauäugig. Nun gut, jeder lebe nach seinem Gusto… ich möchte das auch nicht näher werten. Dazu habe ich mich schon geäußert.

    Zu deinen Bemerkungen zu ISS möchte ich jetzt keine Stellung beziehen, gehört hier auch nicht zum ursächlichen Thema.

    Guts Nächtle und alles Liebe, wünscht … Lep

    1. Tommy says:

      Glaube nicht dass Franki das so gemeint hat Lep,

      glaube eher, dass er da schon viel mitbekommen hat.
      Just by the way.
      Tommy

    2. Franki says:

      Franki an Lep

      Lieber Lep.

      Du kennst verschiedene Zusammenhänge was in Richtung Sektierertum in Deutschland nicht.

      Zum Thema NS Justiz möchte ich Dir nur folgendes zu bedenken geben.

      Das war zufälliger weise das Thema meiner Doktorarbeit in den 80er Jahren

      Das das in NS Regime viel Unheil gebracht hat steht auser Frage,so wie Du es geschildert hast das Menschen verschiedener Ehtnischer Gruppen durch den Schornstein geblasen wurden..
      weil verschiedene Politiker in der Zeit das so wollten

      Gut das ist die Version die man an den Schulen bis Heute lernt,bzw gesagt bekommt.

      Wenn Du nach Amerika fährst und diech dort nach dem NS Regime umhörst bekommst Du schon mal viel mehr informationen als wir hier.

      Ist doch komisch oder??

      Du musst Dir immer die Frage stellen ,WARUM wurde so gehandelt,zur damaligen Zeit,was war der Auslöser,das so etwas überhaupt geschehen konnte,WARUM war die Wut so groß,das man Menschen ins KZ steckte und tötete.

      Aber lassen Wir das Thema das hat hier nichts zu suchen.

      Ich kann Dir nur sagen das ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt hatte und sogar das Buch mein Kampf von Hitler gelesen habe und zwar aus der Staatsbiblothek eines der Orginale mit der Orginalunterschrift von Hitler.

      Soweit zu dem Thema.

      Was Du auch nicht weist,das vieles der Heutigen Gesetzgebung noch von der Zeit übernommen wurden.

      Postum,Kann ja doch nicht alles so schlecht gewesen sein.

      Weiter zum Thema Kinderheirat.

      Das Wort Kinderheirat wird gebraucht wenn eine Eheschließung zwischen dem 16 und dem 21.Lebensjahr vollzogen wird.

      Was Du anführst was vor 30 oder mehr Jahren war als Du Deine Frau geheiratet hast und ein Kind bekam im Jugendlichen Alter,ist und war eine ganz andere Situation ,als die ,die wir Heute haben.

      Damals war es in das man früh geheiratet hat und kein Hahn und Huhn scherte sich darum wenn ein Junges Paar ein Kind bekam,man musste selber damit fertig werden.

      Das ist Heute ein wenig anders,durch die Fehler die damals passiert sind ,hat man gelernt.

      Ich frage Dich mal wieviel Kindesmißhandlungen gab es damals ,wieviel Heute??? Die Zahl hat Deutlich abgenommen

      Wieviele Paare sind damals auseinandergegangen,viel mehr als Heute.

      Wenn man in der Presse liest das unsere Scheidungsrate hoch ist ,muss ich lächeln darüber ,in den 70er und 80er Jahren war sie bedeutend höher.

      Heute heiratet ein Junges Paar meistens in dem Alter Frau meistens 24 oder 25 Jahre alt,Mann zwischen 25 und 28 Jahre alt,das weist die Statistik aus.

      Es hat sich alles etwas verändert ,in dem Alter kann man auch sgen ist der Denkprozess für ein Familienleben voll gegeben

      Was er in dem Alter zwischen 16 und 25 noch nicht ist,ich habe in meinem Umfeld gesehen,wie sich Jugendliche Männer verhalten selbst wenn sie Väter geworden waren.

      Die ersten Monate lief alles glatt,dann aber war und ist der freiheitsdrang da man geht zu Freunden spielt Playstation und ähnliches ,macht das mit was die ungebundenen Freunde machen und ähnliches für die Frau zu Hause die ja beim Kind bleiben muss und für das Kind ist dann immer weniger Zeit vorhanden,das Spiel geht soweuit bis es zum Eklat kommt meistens fehlt dann auch noch das Geld weil das rausgehen ja auch kostet ,das geld wird aber für Nahrung usw fürs Baby gebraucht usw.
      Irgendwann schreiten dann Eltern und Schwiegereltern ein wenn Sie laufend fehlendes Geld zu schießen müssen und wenn das Spiel dann noch weitergeht ist irgendwann dann die Scheidung im Raum

      Der Junge Mann muss Unterhalt bezahlen,usw die Junge Frau steht mit dem Kind alleine da ,kann keine Ausbildung mACHEN IN DER zEIT UND VIELES MEHR

      Wir hatten mal unter Kollegen ausgerechnet wenn so ein Verhältniss sich über 4 Jahre hinwegzieht kommt eine Summe von Rund 120 000 Euro zusammen .

      Und nach einer Scheidung läuft es dann so weiter ,der Mann bekommt keine Arbeit oder will nicht arbeiten also Hartz 4 oder Sozialhilfe,

      Bei der jungen Mutter das selbe,und die Kosten für das Kind das ja alleine durch ds Kindergeld annährend nicht gedeckt werden kann.

      WER DARF BEZAHLEN DIE ALLGEMEINHEIT ALSO AUCH DU UND ICH;bezogen auf unsere Bevölkerungszahl gehen einige Milliarden dafür an Steuergelder drauf Punkt

      Zum Thema meines Satzes warum ich Sekten angreife.

      Ich greife Sekten nicht an ,ich schreibe nur das was bei Sekten Fakt ist.

      Es gehen jedes Jahr Unzählige Beschwerden über Sekten beim Bundesministerium für Staatsschutz sowie bei den kollegen in Köln vom Verfassungsschutz ein,die beim Verfassungsschutbericht nicht veröffentlicht werden.

      Es gibt eine Menge Strafanträge gegen Sekten die in Karlsruhe bei der Bundesanwaltschaft bearbeitet werden,als gehen von einer normalen Staatsanwaltschaft nach Karlsruhe da dort Sachbearbeiter sitzen die sich mit der Thematik Sekten auskennen

      Ich muss sagen die meisten verlaufen im Sand da die Betroffenen die Strafanträge stellen zu 80% bei einem Verfahren umkippen oder das der Religionsvereinigung nicht alles nachzuweisen ist ,da vieles vertuscht wird ,das wissen die in Karlsruhe auch.

      Ich schrieb ja schon mal in einem Kommentar das wenn systematisch das kleinste Glied im Staat die Familie zerstört wird durch Aktionen zb bei ZJ durch Ausschlüße und dem anschließenden Debakel das bei vielen dann nach ein paar Jahren die komplette Familie auseinander bricht auch hin bis zu Scheidungen und vielen Undingen mehr,zb Sorgerechtsstreitigkeiten usw.

      Es ist erwiesen das bei den sogenannten Endzeitsekten dies es Verhalten sehr viel mehr vorkommt als bei Sekten die nur an der Religion bzw an der Bibel festhalten .

      Und das sind nicht nur ZJ ,ich könnte nun eine ganze Liste aufführen,wer da alles drann beteiligt ist.

      Systematisches Zerstören von Familien ist ein nicht gerade harmloses Delikt es ist eine Staatsfeindliche Handlung, die ein gewises Potential hervorbringt gegen Staatliche Autorität zu gehen und kann damit sehr Hart bestraft werden Gefängniss bis zu 10 Jahren.

      In Deutschland ist es noch so das alles locker gesehen wird und man den Sekten und Religionsgemeinschaften sehr viel freien Raum läßt.

      Die ZJ sind da auch noch nicht vom Staat angegriffen worden,da die Mitgliedszahl im Gegensatz der Bevölkerungszahl sehr gering ist.

      Man nent das noch eine harmlose Religionsvereinigung die Prozentual keinen Schaden anrichten kann.

      Du würdes aber erleben was passieren würde wenn ZJ aufeinmal ,hier in Deutschland über 500 000 Mitglieder hätte und dann wirklich schon ein Gefahrenpotential da wäre.

      Glaube mal ganz sicher daran das der Staat dann sofort mit Kontrollaktionen und ähnlichem vor Ort wäre.

      Siehe bei Sienctolychy,wie schnell da gehandelt wurde als die Sache gefährlich wurde,oder jetzt bei den radikal islamistischen Religionen,das geht dann sehr schnell.

      Wäre soetwas bei ZJ wären die Zweigbüros in Selters und in Berlin schneller geschlossen als Du denken kannst.

      Also von meiner Seite keine Diskriminierung nur Fakten die der Staat bei Bedarf belegen kann.

      Und wenn jemand nun fragt wo das nach zulesen ist,es gibt halt beim Staat nicht alle Informationen die frei zugänglich gemacht werden,das müsste man inzwischen schon begriffen haben.

      Was ich zugebe ist das ich mit dem Gehirneinschaltzen bei Sektenmitgliedern etwas zu hoch gegriffen habe. Tut mir leid.

      Was noch sehr wichtig erscheint in der Sache und zu sagen ist,das hatte ich aber früher schon mal in einem Kommentar geschrieben.

      Den 7 Herrschaften in Amerika passiert in einem Falle das es zu Staatsaktionen kommen sollte nichts,da sie Amerikanische Staatsbürger sind und in Amerika leben,auch der Amerikanischen Führung hier passiert nichts die sind schneller im Flugzeug und auf der Rückreise wenn so etwas läuft als ihr denkt.

      Wem etwas passiert und die zur Rechenschaft auch Juristisch gezogen werden sind die jenigen die hier die Führung haben also alle Deutschstämmige leitende Mitarbeiter in Selters und Berlin sowie Kreisaufseher bis je nach Faktum auch Älteste der jeweiligen Versammelungen.

      Denn das muss gesagt werden auch Älteste einer Versammelung begehen zb bei einem Kommite ausschluß der die Folge einer Familienzerstörung hat hier Staatsfeindliches Handeln.

      Das wäre zu überlegen was für Folgen das für den einzelnen mit sich bringt.

      Ich hoffe lieber lep das Du nun damit was anfangen kannst
      Grüß0e
      Franki

  13. gonzo says:

    hallo, ein Wahnsinns artikel, mit einem Thema was jedem bedrift .
    das mit dem sex und wie es die zeugen sehen ist eh krank …
    wenn man es genau nimmt, ist eine ehe mit dem Geschlechtsverkehr vollzogen.
    ohne, jehova, kirche, standesamt und sonst menschlichen gemache, vor gott, denn ehr hat es gesehen.
    wer zusammen geschlafen hat, hat den bund beschlossen.

    alles andere ist erfunden von den männern aus brooklyn new york.

    die bibel gibt aufschluss über alle dinge der welt, doch wenn man sie verfälscht und umschreibt, in belangen der selbstinterpretation seines glaubens ist das, gegen den heiligen geist arbeiten und das wird mit dem tod bestraft, fertig, die zeugen arbeiten gegen den heiligen geist.
    denn sie sagen, sie hätten ihn und sagen weiss, doch sie sind nicht das sprachrohr gottes, nein das sind sie nicht.

    viele grüsse gonzo

  14. Leprechaun@R.B.M.,Franki und Igel says:

    Lieber R.B.M. ,

    selbstverständlich… und da gebe ich dir unumwunden Recht, gibt es von sämtlicher Regel eine Ausnahme.

    Wenn ich mich, als Rentner, noch einmal dazu entschließen sollte zu verlieben… und ich, so wie du schreibst 86 bin und meine Flamme junge 84 Jahre zählen würde… dann hätte ich gewiss andere Sorgen als an eine Ehe zu denken 🙂 … ich würde mich nicht einmal mehr verloben wollen.
    Was soll ich denn mit so einem Junghuhn von 84 Lenzen anfangen? So viel blaue Pillen kann es gar nicht geben… wie ich benötigen würde… um nach biblischem Gesetz auch nur annähernd „anstößig“ zu werden. Ich bin Lep… und nicht Methusalem. Der kam in dem Alter erst so richtig in Wallung… ich höchstens in den AOK-Chopper…. und das auch nur mit Hilfestellung.

    Scheeerz!!!

    Ich danke dir jedoch für Deine Antwort, mit der ich gut leben kann… und die mir zeigt, dass nicht alles so heiß gegessen wird wie es manchmal geschrieben wurde. Also, nochmals Dank an dich.
    Ebenfalls danke ich dir für die Preisgabe deiner pers. Meinung zu diesem Thema, der ich mich im vollen Umfang anschließen kann.

    **************************

    @ Franki

    Lieber Franki,

    auch dir danke ich für deine Antwort.
    Leider hast du jedoch meine Frage nicht beantwortet.
    Meine Frage lautete, wie du deine Einlassung im Sinne unseres Grundgesetzes rechtfertigen kannst.
    Es ging mir nicht um deine pers. Meinung, sondern darum, wie deine Aussage im Lichte des Grundgesetzes gewertet werden würde.
    Auch dahingehend… dass es hier sicherlich Mitleser gibt, die diesen gesamten Blog argwöhnisch verfolgen und eventuell etwas suchen könnten was dieser Seite zum juristischen Nachteil gereichen könnte. Deutlicher werde ich jetzt nicht.

    Man sollte sich schon sehr genau überlegen, gerade dann wenn man Richter war, was man in der Öffentlichkeit schreiben sollte… und was man lieber nicht schreiben sollte.
    Und ob man eventuell Gefahr laufen könnte irgendjemanden zu diskriminieren.

    ***************************

    @ Igel

    Lieber Bruder Igel,

    Du sagst [Zitat]
    ich bin selbst ins nachdenken gekommen bei deinem Hinweis das Frauen die im Leben stehen und für sich selbst sorgen weniger an einer Ehe interessiert sind [Zitat Ende]

    Igel, so wollte ich das eigentlich nicht verstanden wissen… sorry… da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt?

    Das klingt ja so, als hätte ich den Damen da einen Vorwurf machen wollen? Und so, als würde ich es anprangern, so es denn so sein sollte.

    Eigentlich wollte ich damit sagen, dass ich es als sehr gut empfinde, wenn Frau nicht am Hacken des Mannes klebt und selbstständig genug ist, um auf eigenen Beinen stehen zu können.
    Was jedoch eine männliche „Fürsorge“ nicht ausschließt, denn das sind 2 Paar Schuh.
    Ich denke auch nicht, dass Selbstständigkeit ein Hinderungsgrund für eine Ehe sein muß.
    Aber… das liegt natürlich auch immer an der jeweiligen Einstellung des potentiellen Partners.
    Ich, für meinen Teil, könnte mit einem „Muttchen“ nichts anfangen.
    Aber… auch das ist ja mehr ein pers. Empfinden und ist hier bitte nicht als Wertung zu verstehen.

    In dem Rest deiner Antwort gehe ich 100% mit dir konform.
    Also… noch einmal sorry für meine missverständliche Ausdrucksweise.

    Liebe Grüße, Lep

    1. Franki says:

      Franki an Lep

      Also in jristischer Hinsicht ist zur Grundlegenden Frage

      Paare ohne Trauschein nichts einzuwenden.

      Deutschlands Gesetzgebung ist darinn offen,auch wenn das vielmals verkannt wird,da es viele Öffnungen und auch Schlupflöcher im Gesetzesdschungel gibt

      Zur Frage warum erst mit 25 Jahren heiraten ,gibt es zur Zeit kein Gesetz darüber,es wäre aber juristisch zu befürworten das allgemein und das sage ich mit eienem lachenden und mit einem weinenden Auge,so etwas wie eine Schulung für junge Paare aufgebaut werden kann damit diese falls eine Heirat oder auch mussheirat im Teenageralter ansteht,sich in die Rolle des Ehemanns und Ehefrau hineinfinden können.

      Diese Praxis wird vielmals mommentan von den Jugendämtern oder Sozialstationen übernommen,vor allem wenn ein Kind erwartet wird,man muss sich aber selber melden um in den Genuss zu kommen,dies müsste gesetzlich geregelt werden.

      Zu der Heiratspraxis bei Zeugen Jehovas oder auch anderen Religionsgemeinschaften sei gesagt,das auch hier eine gesetzliche Überwachung von Nöten wärte.

      Woran zur Zeit gearbeitet wird in der Gesetzgebung,hervorgerufen durch die ISS Kämper die von Deutschland nach Syrien und zurückreisen sind nicht nur verbotsgesetze sondern auch Gesetze die auch dann der Islamischen Religion zugute kommen,wie man Menschen die solch eine Gesinnung eingetrichtert bekommen wieder zu ich sage mal normalen Bürgern macht ohne das sie nur in Gewalt schwelgen.

      Diese Gesetze beziehen sich aber nicht nur auf diese Kreis sondern werden auch auf Religionsgemeinschaften ausgeweitet wie zb Zeugen jehovas usw,es wird da eine stärkere Kontollfunktion angestrebt.

      Mitunter werden dann auch verschiedene Praktiken wie zb Kinderheirat oder das Ausschlußverfahren bei ZJ verändert werden müssen um nicht mit den Staatlichen Gesetzen in Konflikt zu kommen.

      Bei den Zeugen ist es leider so das erst mal dann ragiert wird wenn der Gerichtsbeschluss oder der Gesetzesbeschluss ausgefertigt vorliegt.

      Das nent man dann als Körperschaft des öffentlichen Rechts Staatstreu,dafür sind die ja durch fast alle Instanzen gegangen.

      Hat aber wahrscheinlich bei dehnen keine Wirkung gezeigt.

      Die legen es regelrecht darauf an statt von vornherein in allen Dingen beim Staat mitzuwirken und das nicht nur hier in Deutschland.

      Deshalb ist der Ruf nicht mehr so gut von Zeugen wie er noch in den 70er und 80er Jahren beim Staat war,

      Nochmals zum Thema Kinderheirat.

      Ich schrieb ja schon in einem Kommentar an Ruth,das man im Momment nichts daran ändern kann da es keine Gesetzlich bezogene Klagen von Brtroffenen gibt.

      Würde jemand gegen die WTG und zwar in Berlin die haben die KDÖR,während Selters nur als reines Firmenfrakment eingetragen ist klagen weil das und das nicht richtig ist und weil man nach einer Scheidung das Dilemma hat nicht wieder heiraten zu dürfen oder eine Beziehung aufbauen zu dürfen,denn das geht wirklich gegen Grundgesetzliches Recht,dann hätten die jenigen auch Erfolg denn die WTG verstösst hier mit Ihren Regeln gegen Deutsches Grundrecht,das ist strafrechlich relevant.

      Aber das macht ja keiner weil gerade dann die Jungen Leute so eingeschüchtert werden das sie gar nichts tun.

      Und wo kei Kläger ist gibt es auch keinen Beklagten.

      So einfach ist das.

      Hier wird mit Einschüchterung und Angst gespielt.

      Ich persönlich finde das aufs äußerste verwerflich,das grenzt an den Paragraphen der Nötigung ,das ist sogar Nötigung.

      Vieles was sich im Internen bei Zeugen jehovas abspielt auch mit den berühmten Kommitefällen ist im Bereich des strafbaren Paragraphen der Nötigung,da kommt kein Jurist mit dem man das Thema durchgeht drumm herum.

      Ich hoffe Dir wenigstens etwas aufklärung verschafft zu haben

      Grüße
      Franki

  15. Franki says:

    Franki an Manfred

    Ich stimme Dir in den Punkten überein,das je nach Sitten und Gebräuche eine Ehe vollzogen erden kann.

    In Deutschland und auch in anderen Europäischen Ländern ist es das Standesamt,das auch damit eine rechliche Absicherung einer Ehe sichert.

    Wenn nun ein Paar ohne Trauschein zusammenleben will und es sich versteht,dann sollte man das ebenso respektieren,das ist aber leider auch immer noch in unserer westlichen Welt schwer,da man kann sagen bis in die neuere Zeit die Religionen und somit auch die Kirchen Ihre Finger mit im Spiel haben.

    Ich kann mich darann erinnern das es bis in die 70er Jahre gedauert hat wo schon Wiederstand vorhanden war wenn ein Evangelisch getaufter eine Katholiken heiraten wollte.

    Ich gebe nur das Beispiel,meine Frau war vor unserer Ehe schon mal verheiratet,und wurde katholisch getraut.

    Sie ließ sich scheiden weil Ihr erster Mann Alkoholiker wurde und alles durchgebracht hatte um an Alkohol zu kommen und die Ehe keinen Bestand mehr hatte.

    Nun lernten wir uns kennen,wir haben nur standesamtlich geheiratat ,weil zb eine kath Heirat in der Kirche nicht mehr vollzogen werden hätte können,da sie laut Gesetz der kath Kirche immer noch mit ihrem ersten Mann verheiratet war.

    Also leben wir Heute noch in dem Sinn der kath Kirche in wilder Ehe.

    Ist doch auch ein Aspekt.

    Gut Heute zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr,da ihr erster Mann vor 3 Jahren verstorben ist.

    Man sieht aber anhand der Beispiele wie verworren Ehe und Heirat ausgelegt werden können.

    Deshalb sage ich auch werden ersten Stein wirft usw.

    Wenn sich ein Paar ohne Trauschein ,liebt und versteht und sich fürs Alter gegenseitig absichert ist das genauso wie eine Heirat,halt ohne Staatlichen und Kirchlichen Einfluss.

    Andersherum aber wer nur eine Beziehung anfängt um daraus zu profitieren,egal ob Frau oder Mann und egal ob Finanzell oder sexuell usw ,der sollte die Finger davon lassen,denn gerade diese Art von Feuer wird dann für diejenigen mit der Zeit gefährlich ,man kann sich sehr schnell und sehr tief dabei verbrennen auch injuristischer Hinsicht,das bedeutet ,das Paar kann sehr starke finanzelle Einbußen dadurch bekommen.

    Aus so einer Beziehung braucht nur ein Kind zu entstehen,dann ist der Braten schon juristisch gesehen für das Paar am schmoren.

    Soviel dazu
    Viele Grüße
    Franki

  16. Manfred says:

    Liebe Schwestern, Liebe Brüder,

    der Autor dieses Artikels hat soweit ich weiß nicht gesagt, dass man nicht heiraten sollte oder dass eine rechtlich eingetragene Ehe nicht erstrebenswert ist. Natürlich haben Eheleute eine bessere Absicherung wenn die Gemeinschaft rechtlich eingetragen ist. Soweit ich den Artikel richtig verstanden haben sollte, geht es darum ob es vor GOTT relevant ist, ob die Ehe eingetragen ist oder nicht.

    Es gibt nur einen Gott, der für alle Menschen zuständig ist. Welche Heiratszeremonie ist nun Gott wohlgefälliger? Die von Deutschland, Russland, Amerika, Timbuktu, Australien oder sonst einem Land?

    Beispiel:
    Bei uns wird eine Ehe vor einem Standesbeamten vollzogen und man bekommt ein amtliches Heiratsdokument und tauscht Ringe aus.

    Auf irgendeiner Südseeinsel, gibt es kein deutsches Standesamt und dort hängt man der Frau meinetwegen eine Muschelkette um den Hals, wenn man sie heiraten möchte. Die Frau nimmt dann die Kette entweder an oder eben nicht. Nimmt sie die Kette an, dann ist sie ab da mit dem Mann verheiratet. Das wird dann von allen anderen Dorfbewohnern akzeptiert.

    Wie soll Gott nun entscheiden? Ist nur die Ehe der Deutschen vor einem Standesamt eine richtige Ehe? Dann könnten die Menschen von der Südseeinsel niemals vor Gott eine gottgefällige Ehe führen. Oder machen es die Bewohner der Südseeinsel richtig, was ist mit uns Deutschen, die nur ein Stück Papier und einen Ring vorweisen können, aber keine Muschelkette?

    Das eine sind Landesgesetze und das andere ist das Gesetz Gottes. Schauen wir was Jesus sagte:

    Mat. 19:1-9; Elb:
    1 Und es geschah, als Jesus diese Reden beendet hatte, begab er sich von Galiläa weg und kam in das Gebiet von Judäa, jenseits des Jordan.
    2 Und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie dort.
    3 Und Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder beliebigen Ursache seine Frau zu entlassen?
    4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf
    5 und sprach: „Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein“ –
    6 so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

    7 Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Mose geboten, einen Scheidebrief zu geben und zu entlassen?
    8 Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.
    9 Ich sage euch aber, dass, wer immer seine Frau entlässt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

    Wie sieht eine gottgefällige Ehe aus, so wie es Jesus erklärt hat?

    „Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein“ –
    6 so dass sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

    Vater und Mutter verlassen und mit seinem Partner ein Fleisch werden. Mehr nicht. Damit hat Gott eine Ehe zusammengefügt und dies sollte kein Mensch scheiden.

    Nächstes Beispiel:
    Ein Mann trifft die Frau seines Lebens und die beiden Liebenden beschliessen im Alter von 23 Jahren zusammen zu ziehen und miteinander zu leben. Sie heiraten nicht, ziehen aber ihre Kinder gemeinsam groß, der Vater sorgt für die Familie und die Frau ebenso. Irgendwann sterben sie im hohen Alter glücklich, ohne das der Mann jemals seine Frau betrogen hätte oder sie sich hätten scheiden lassen. Sie lebten bis zu ihrem Tod zusammen, aber ohne eine gesetzlich eingetragene Ehe zu haben. Sie brauchten als Beweis für Ihre Liebe noch nicht einmal einen Ring. Sie haben sich nur ihr Wort gegeben und das hat ausgereicht.

    Ein Mann trifft die Frau seines Lebens, heiratet vor einem Standesamt gesetzlich und danach feiern sie eine große Hochzeit. Nach drei Jahren haben sie sich auseinander gelebt und es kommt zum Bruch der Ehe. Beide lassen sich einvernehmlich scheiden und beide heiraten kurz darauf wieder, denn keiner von beiden möchte alleine leben. Doch auch diese Ehe geht in die Brüche und man wird wieder geschieden.
    Bis zu ihrem Tod waren beide Partner viermal verheiratet und geschieden.

    Wer von den beiden Ehepaaren hat den Willen Gottes getan?

    Dazu gibt es auch noch ein Gleichnis von Jesus:

    Mat. 21:28-32; Elb:
    Gleichnis von den ungleichen Söhnen
    28 Was meint ihr aber hierzu? Ein Mensch hatte zwei Söhne, und er trat hin zu dem ersten und sprach: Mein Sohn, geh heute hin, arbeite im Weinberg!
    29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht. Danach aber gereute es ihn, und er ging hin.
    30 Und er trat hin zu dem zweiten und sprach ebenso. Der aber antwortete und sprach: Ich gehe, Herr; und er ging nicht.

    31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, dass die Zöllner und die Huren euch vorangehen in das Reich Gottes.
    32 Denn Johannes kam zu euch im Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm; euch aber, als ihr es saht, gereute es auch danach nicht, so dass ihr ihm geglaubt hättet.

    Nur darum ging es in diesem Artikel von R.B.M. Darf ein Bruder zu einem anderen Bruder sagen: Du Hurer, nur weil er nicht verheiratet ist, aber seiner Lebenspartnerin gegenüber treu ist. Ist der andere Bruder ein besserer Christ, obwohl er viermal geschieden wurde, aber immer wieder geheiratet hat?
    Hauptsache gesetzlich eingetragen?
    Vor Gott ist nur relevant ob man seinen Willen tut. Gesetzliche Möglichkeiten eines bestimmten Landes, handeln möglicherweise dem Gesetz Gottes zuwider.

    Das was ich eben geschrieben habe, hat nichts damit zu tun, wie ich persönlich zur Ehe eingestellt bin.

    Liebe Grüße Manfred

    1. Tommy says:

      Stimmt Manfred,

      hast mit vielen Worten trotzdem gut erklaert.
      Tommy

  17. Leprechaun@Franki und R.B.M. says:

    Lieber Franki,

    Du schreibst [Zitat]
    Man sollte wirklich für Sekten ein Gesetz herausbringen das heiraten vor dem 25.Lebensjahr nicht erlaubt wird,bis das Gehirn oben richtig funktioniert. [Zitat Ende]

    Darf ich dich, lieber Franki, einmal fragen was du als ehemaliger Richter vom verbrieften Gleichheitsprinzip unseres Staates hältst?
    Und… ob man, um heiraten zu dürfen, zukünftig erst einmal einen IQ- Test und eine „Reifeprüfung“ absolvieren sollte… einen „Ehe-Tauglichkeitsnachweis“ ?
    Und… ab welchem IQ es mir dann untersagt sein sollte zu ehelichen und mich rechtmäßig fortzupflanzen?
    Und wo liegt der gehirnleistungsmäßige Unterschied zwischen Sektenmitgliedern und Großkirchenmitgliedern oder konfessionslosen Zeitgenossen?
    Das, lieber Franki, müsstest du mir bitte mal definieren.
    Hab Dank dafür.

    **************************

    Was ich hier ziemlich oft heraus lese ist : dass es wohl unter jungen ZJ oftmals der Wunsch ist recht früh zu heiraten, um endlich legal Sex haben zu können.
    Ähnliches las ich auch in dem Buch „Goodbye Jehova“, das ich auch, mal abgesehen vom Titel, recht gut finde.

    Tja, wie sag ich’s meinem Kinde?
    Ich sag es jetzt mal aus der Sicht eines „Weltmenschen“ , der auch einige Erfahrung gesammelt hat und weiß worüber er redet.

    Ich kann junge Menschen sehr gut verstehen, kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man den Sex als etwas erstrebenswertes ansieht, wenn man jung ist und die „Säfte“ kochen. Man hört viel darüber, das TV ist voll davon… sex sells… und wenn man in einem gewissen Alter beginnt sich selbst zu „erkunden“ … und ich denke dass diese „Gefühle“ auch an jungen ZJ nicht vorüber gehen… wird man auch bemerken, dass das nicht ganz „unschön“ ist. Auf deutsch gesagt, es macht Spass.

    Wer jedoch meint auf Sex eine Ehe gründen zu können der täuscht sich gewaltig. Zumal der „erste Sex“ ohnehin nicht das ist, was man sich davon verspricht. Und Sex, nur des Sexes Willen und damit eine Ehe eingehen zu wollen… ist meist ohnehin eine Sackgasse… die nur in Unzufriedenheit und Enttäuschungen enden kann. Irgendwie vermisse ich hier auch den einzig wahren Grund dafür eine Ehe eingehen zu wollen… wahre, aufrichtige Liebe. Und wenn man die gefunden hat, die wahre Liebe… dann kann man sogar zu seinem Schatz sagen : „Liebste, du bist wunderschön, ich liebe jeden Zentimeter an dir und ich begehre dich. Aber… ich möchte jetzt noch nicht mit dir schlafen… denn ich möchte dass du weißt und fühlst, dass DU mir wichtig und wertvoll bist, DU als Mensch… und nicht nur der Sex.

    *******************

    @ R.B.M.

    Lieber R.B.M. , ich möchte hier gern einmal Stellung zu Deiner Antwort an Heibea beziehen.

    Zunächst einmal möchte ich etwas zu diesem Satz sagen : [Zitat]
    Es soll die inständige Bitte an Dich sein, die Rechte deiner Brüder nicht zu beschneiden. Ich flehe Dich an, ihnen nicht als Feinde entgegen zu treten, weil sie sich anders entschieden haben, als Du und ich es vielleicht getan hätten oder haben. [Zitat Ende]

    Hm… ich habe mir Heibea’s Kommentar nun 3x durchgelesen und ich kann nun wirklich nicht erkennen wo sie irgendwelche „Bruderrechte“ beschneidet… oder wem sie hier als „Feind“ entgegen getreten ist. Heibea macht hier nur von ihrem Meinungsrecht Gebrauch eine Lanze für eine „offizielle“ Eheschließung zu brechen. Das ist in meinen Augen sehr legitim und dieses Recht muß man ihr zubilligen. Auch Du, lieber R.B.M. hast nämlich dann im Kehrtschluss auch nicht das Recht ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu beschneiden. Dann, also bitteschön, gleiches Recht für alle… jeder sagt was er denkt, ohne dafür reglementiert zu werden und ohne ihm / ihr damit ein schlechtes Gewissen zu machen, irgendwelche Rechte beschnitten zu haben.
    Das ist in meinen Augen ein schlichtes „No Go“ …

    Ich gebe dir Recht, wenn du sagst, dass Gott oder Jesus keine Zeremonie vorschreibt wie eine Eheschließung auszusehen hat. Darüber lässt sich die Bibel nicht aus.
    Dennoch kündet uns die Bibel ja von einer Hochzeitsfeier, an der Jesus teilnahm und in deren Verlauf Jesus dann schnödes Wasser zu Wein machte.

    Ich frage mich nun, an dieser Stelle, warum Jesus das machte.
    Warum verwandelte er das Wasser zu Wein? Tat er es nur um ein Wunder zu wirken? Oder tat er es auch deshalb, dieser Feierlichkeit einen würdigen Charakter zu verleihen? Ferner verwandelte er das Wasser nicht in einen X-beliebigen Schädelfusel… nein, er verwandelte das Wasser in einen sehr hochwertigen, wohlschmeckenden Wein. Jesus ehrte damit nicht nur das Brautpaar… sondern das gesamte Fest. Und wenn er dem Fest ehre erwies… und ein Hochzeitsfest mit Gästen hat immer auch einen offiziellen Charakter… dann doch wohl auch deshalb, weil er der „Institution“ der Ehe einen hohen Stellenwert zuschrieb.
    Dieser Bräutigam jedenfalls hat seine Braut offiziell und unter den Augen und zur Freude vieler Anwesender zu seiner Frau gemacht, sie damit offiziell geehrt und als seine Frau kenntlich gemacht. Das wissen wir. Ob es zuvor eine Zeremonie gab wissen wir nicht. Aber… nichts darüber zu wissen bedeutet auch nicht dass es keine gab.
    Fakt ist, dass die Hochzeitsfeier, unter Zeugen, das äußere Zeichen der vollzogenen Hochzeit war.
    Daran beißt die Maus jetzt keinen Faden ab.

    Ich denke auch und auch das muß legitim sein es zu benennen… dass eine Eheschließung auch immer eine Frage des Kulturkreises ist in der eine Ehe geschlossen werden soll. Eine Eheschließung hier, im mitteleuropäischem Raum… wird sich zwangsläufig von einer Eheschließung im afrikanischen Busch und unter dem Volk der Buschmänner unterscheiden.

    Wir leben hier nun mal in einem mehr oder minder „gesitteten“ und „kultiviertem“ Kulturkreis.
    Eigentlich sind wir stolz darauf uns kultiviert nennen zu dürfen, bedeutet… wir haben gewisse Werte die wir vertreten und für die wir einstehen.
    Auch dann, wenn in manchen Bereichen eher ein Rückschritt zu verzeichnen ist, welcher politisch und legislativ begründet ist. Und was heute toleriert wird, war noch vor gar nicht sehr langer Zeit ein Rechtsverstoß und moralisch nicht tragbar. Ich sage es mal so, wir leiden definitiv unter einem Werteverfall… und ich persönlich halte diese Entwicklung für bedenklich.

    Nun hat eine Ehe, mal völlig abgesehen davon ob es da irgendwelche „biblische Vorschriften“ gibt oder nicht, für mich jedoch auch einen moralischen Aspekt und einen Aspekt der etwas mit Ehre und Verantwortung zu tun hat.
    Selbst dann, wenn mir die Bibel nicht haarklein vorkaut wie eine Ehe geschlossen werden soll, was jedoch nicht zu der Annahme berechtigt es gäbe da keine Werte… habe ich zumindest in unserem Kulturkreis meiner Partnerin gegenüber dennoch eine Verpflichtung.
    Und sei es nur die Verpflichtung sie für den Fall X abgesichert zu wissen… und das geht in unserem Kulturkreis und mit unserer Rechtsprechung nur dann, wenn ich sie vertraglich absichere.
    Diese vertragliche Absicherung geschieht nicht zuletzt auf dem Standesamt, wo man mich fragen wird, welchen Ehevertrag ich gewillt bin einzugehen.
    Jeder, der einmal geheiratet hat kennt das… und wenn man geschieden wird, was der denkbar ungünstigste Fall ist… ohnehin. Denn dann geht’s an die Geldbörse.
    Eine offizielle Eheschließung, und sei es auch nur vor dem „weltlichen Gesetz“ gibt einer Frau also auch eine gewisse Sicherheit. Und das sollte jeder Mann seiner Liebsten schuldig sein.
    Denn das ist ein Zeichen von Fürsorge, Verantwortung, Achtung und nicht zuletzt auch ein Zeichen der Liebe.

    So… und nun mal Klartext …

    Ich halte die Frage nach einer Ehe ohne Trauschein schlicht und einfach für weltfremd und zum Teil auch für verantwortungslos.
    Man muß sich einmal klar machen, dass wir nicht mehr in Zeiten leben in denen es noch „sehr starke Sippenbindungen“ gab, in denen „verlassene Frauen“ eventuell aufgefangen wurden.

    Heute ist sich leider oftmals jeder selbst der Nächste. Und eine Frau, die sich auf eine „wilde Ehe“ einlässt muß dann schon sehr mit dem Klammerbeutel gepudert sein…. oder so selbstständig sein, dass sie auch ohne ihren Gatten auf eigenen Beinen stehen kann.
    Was dann jedoch eher kontraproduktiv im „christlichen Sinne“ wäre, denn so eine Frau lässt sich nur schwer von der Männlichkeit dominieren… denn sie ist dann ihr eigener Herr… und lässt das dem Männe dann, wenn er lustlos geworden ist… auch merken. Mit Recht!!

    Man kann natürlich endlos darüber debattieren, ob es im christlichen Sinne notwendig ist einen „Trauschein“ zu besitzen … ob es, angesichts der Zeit in der wir leben und angesichts der Lebensumstände und des Rechtssystems sinnvoll ist… na, das wage ich zu bezweifeln.

    Manchmal sollte man einfach mal die Kirche im Dorf lassen und nicht nur mit „es war einmal“ argumentieren… oder mit …“darüber steht nichts geschrieben“… das ist doch hahnebüchen.
    Manchmal ist es einfach sehr sinnvoll sich der „Istzeit“ anzupassen. Und in dieser ist eine Frau ohne Trauschein immer die gearschte… wenn sich die rosarote Brille irgendwann einmal grau einfärbt.

    Das war jetzt ebenfalls kein „Feindvortrag“ und er beschneidet auch keine subjektiven Rechte der Bruderschaft, es sind sehr realistische und ehrliche Worte!

    Liebe Grüße,
    ein etwas fragend dreinschauender Lep

    1. Igel an Lep says:

      Lieber Bruder Lep,

      ich gebe Dir völlig recht, da ich deinen Kommentar für sehr ausgewogen halte, ich bin selbst ins nachdenken gekommen bei deinem Hinweis das Frauen die im Leben stehen und für sich selbst sorgen weniger an einer Ehe interessiert sind, sicher ist das bei Männern nicht anders.
      Und sicher auch eine Folge unseres Wohlstandes und des neuen Frauenbildes was sich in unserer Gesellschaft weiter entwickelt.
      Mann und Frau sind gleichgestellt das hat eben Folgen für das Zusammenleben und die Scheidungsrate. Wir müssen darauf antworten finden, denn wir leben heute!
      Die Antwort der Z.J. denke ich ist rückwärts gewandt und macht nur schaden, ich glaube das ändert sich auch noch die Frage ist nur ab wann das Problem wirklich so ernst wird das gehandelt werden muss, zur Zeit wird noch ausgesessen, erst wenn die Büsserbänke voll sind wird neues Licht einzughalten.
      Ich bin voll deiner Meinung was den Beweggrund für eine Beziehung angeht, er muss Liebe sein und es sollte Einigkeit herrschen über das was,wann,wie und warum!
      Junge Leute sollten das Recht haben die Erfahrung machen zu können das Sex nicht alles ist! Aber auch das Recht haben jungfräulich in die Ehe zu gehen. Müssen wir denn alles regeln?
      Oder müssen sich Jugendliche und Kinder taufen lassen nur um verurteilt werden zu können?
      Ich bin froh hier bei BI viele Meinungen lesen zu können und aus den Erfahrungen für mich etwas nehmen zu dürfen.
      Lieber Lep. Vielen Dank für den Kommentar und mach dir keinen Kopf wenn man 100 Brüder hier bei BI fragt wird man 100 verschiedene Antworten bekommen. Und das liebe ich hier denn das ist nahrhafter als der Einheitsbrei der WTG.

      Liebe Grüsse Igel

    2. Franki says:

      Franki an Lep

      Lieber Lep

      Warum habe ich diesen satz geschrieben ???

      Wenn Du Dir mal anschaust und Dir Dein Gewissen einschaltest ,wenn Du siehst was bei den Kinderheiraten von Zeugen Jehovas passiert und nicht nur bei den Zeugen ,sondern bei anderen Religionsgemeinschaften auch wie zb bei den Mormonen,da lüft zum größten Teil das selbe Spiel ab.

      Wenn Du weiter siehst ,wieviele jung geschloßene Ehen überhaupt einen Bestand haben,das sind die allerwenigsten

      Und wenn Du siehst,was anschließend nach dem eine Ehe an die Wand gefahren wurde,was dann passiert

      In meinen Augen und da stehe ich nicht alleine da,ich hatte vor Jahren mal bei einer Richtertagung teilgenommen in der es allgemein um Ehen von unter 20 Jahren bis zum 30.Lebensjahr ging,wie hoch die Scheidungsrate war und ist wer hat nach der Scheidung drunter zu leiden

      Meistens dann die Kinder die aus solch einer Ehe hervorgehen,Mütter im Teenageralter bis wirklich erst so ab dem 25. Lebensjahr sind damit total überfordert wenn sie auf einmal allein erziehend sind.

      Junge Männer haben bis in das Alter noch alles andere im Kopf außer einem Familären Zusammenhalt zu leben.

      Dann fragst Du mich warum ich für solch ein Gesetz wäre,wenn es es gäbe.

      Bei Sektenmitgliedern wie den ZJ ist das sogar noch gravierender.

      Da wird zuerst schon im Kindesalter besprochen wer wen als Braut oder Bräutigam bekommen soll ,das habe ich selbst schon mehrmals erlebt in Versammelungen.

      Da wird im Jugendalter auf eine Heirat gedrängt weil man den ersten Sex legal haben will dabei ist es egal ob Männlein oder Weiblein.

      Du weißt als gestandener Mann selbst das Sex alleine nicht das non plus Ultra einer Ehe ist.

      Später wenn das Paar dann verheiratet ist und nach einigen Jahren feststellt das die gemeinsamkeiten doch fehlen wird wieder auseinandergegangen mit den bekannten Folgen wie Wir es als ZJ kennen,beide müssen dann einander einen Ehebruch vorweisen um wieder heiraten zu können. bzw wird drauf gelauert.

      Ich habe es persönlich erlebt das ein Mann seiner geschiedenen Frau ein Privatdetektiv hintzerhergeschickt hat um den Beweis eines Ehebruchs selbst nach der Scheidung nachweisen zu können..

      Sage mal wie Krank ist das überhaupt,hat man es da noch mit normal denkenden Menschen zu tun oder sind wir laut WTG Satzung jetzt im tiefsten Mittalalter angelangt.

      Ich habe es erlebt denn ich war nicht nur in einer Versammelung aktiv,das es Ehepaare gab die schon das 4.mal verheiratet waren unter Zeugen,und diese Version angewandt haben die ich im Kommentar an Ruth schrieb.

      Frage an Dich ist so etwas als Normal zu bezeichnen.

      Und als Jurist sage ich da einwandfrei,wenn Religionsgemeinschaften und Sekten solche blödsinnigen Regeln aufstellen die im Grunde sogar gegen biblisches Recht gehen da wird ja angeblich so drauf geachtet und das man alles verdreht wiedergibt,so das die Betroffenen sehr darunter leiden.

      Dann müsste der Staat eingreifen und Gestze erlassen um diesen Zustand zu verhindern oder gänzlich zum Stillstand zu bringen.

      Laut Grundgesetz Der BRD und diesem Grundgesetz untersteht auch die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts,sollte sie sogar das repräsentieren.

      Sind alle Menschen gleich und jeder hjat die Freiheit im Rahmen der Gesetzgebung das zu tun was er will,das heißt auch heiraten und wenns nicht funktioniert geschieden werden,ohne wenn und aber und ohne Reglemongs von irgendwelchen Relgiösen Spinnern.

      Andernfalls sollte man das Sktieretum hier in Deutschland grundlegend verbieten wie das schon auch in verschiedenen anderen Staaten gemacht wird,wenn zu erkennen ist das Sektentum sich auf den Staat staatsfeindlich auswirkt.

      Das schreibe ich jetzt als knallharter Jurist.

      Zum Abschluss kommend sei noch gesagt das besagte Praktiken der WTG schon über junge Ehepaare sehr viel Leid gebracht hat vom Finanzellen aus bis zum sozialen Absturz und Psychichen Problemen.

      Ich stelle mir unter einer gut laufenden Ehe etwas anderes vor

      Grüße
      Franki

      1. Frank & Frei says:

        gut begründet Franki, wann trinken wir mal ein Bier zusammen?

      2. Franki says:

        Franki an lep und Alle

        Anmerkung

        Staatsfeindlich ist schon wenn die Systematische Zerstörung im Falle der ZJ eindeutig erkennbar der Familie zu stande liegt.

        Die familie ist das kleinste Glied eines Staates wenn dies zerstört wird ist das schon eine Staatsfeindliche Handlung

        Franki

    3. R.B.M. an Lep says:

      Lieber Leprechaun,

      zuerst ein mal vielen Dank, dass Du Dich zu Wort meldest. Ich halte hier Wortäußerungen, die über die Vorteile einer rechtlich eingetragenen Ehe sprechen, für sehr wertvoll. Ja, sogar für Notwendig.

      Das trifft nicht nur auf Dein Kommentar zu, sondern auch den von Sarai und Heibea und Andere. Ich wollte unseren beiden wertvollen Schwestern bestimmt nicht über den Mund fahren. Sie haben, wie Du, ihre persönliche Einstellung zur eingetragenen Ehe dargelegt. Und das ist gut so. Es war von mir eine Bitte. Eigentlich eine Bitte an Jeden, der hier mitliest. Es war nicht die Bitte ihre Meinung über die eingetragene Ehe zu ändern. Sondern die Bitte, ein Paar nicht als unchristlich abzustempeln, weil es sich anders entschieden hat. Sollte ich aber mit meinen Worten einen der Beiden verletzt haben, bitte ich aufrichtig um Verzeihung. Dass lag wirklich nicht in meiner Absicht. Da sie sich aber noch nicht zu meinen Worten geäußert haben, weis ich nicht, ob sie die Antwort selbst so empfunden haben.

      Auch muss sich hier bestimmt niemand Rechtfertigen, weil er sich für eine eingetragene Ehe vor dem Staat entschieden hat. Aber Umgekehrt ist das oft notwendig. Umgekehrt sollte sich deshalb auch niemand davor rechtfertigen müssen, wenn er sich dagegen entschieden hat. Und das war der eigentliche Sinn der Ausarbeitung. Diese Ausarbeitung dient einzig dem Zweck, die Akzeptanz für diese freie Entscheidung zu fördern, eben nicht standesamtlich zu Heiraten. Denn im Gegensatz zu den Paaren in einer Wilden Ehe, respektieren diese Paare die Meinung der Befürworter einer, nach katholischem Brauch, geschlossenen Ehe. Aber umgekehrt ist das oft nicht der Fall.

      Meine „private“ Meinung ist (eigentlich wollte ich nichts darüber sagen), dass man sehr wohl gut daran tut, sich als junges Paar, besonders wenn noch Kinder zu erwarten sind, sich allen Schutz des Staates für eine Beziehung zu nehmen, die man angeboten bekommt. Sprich, zu Heiraten. Aber eine biblische Vorschrift dafür kann ich guten Gewissens nicht äußern.

      Aber bei einer Sache möchte ich Deine vielleicht pauschalierte Meinung entschärfen. Du schreibst z.B.:

      „Manchmal ist es einfach sehr sinnvoll sich der „Istzeit“ anzupassen. Und in dieser ist eine Frau ohne Trauschein immer die gearschte…“

      „Ich halte die Frage nach einer Ehe ohne Trauschein schlicht und einfach für weltfremd und zum Teil auch für verantwortungslos.“

      Wer die geänderte Rechtsprechung des BGB von glaube 2008 in seine Entscheidung mit einbezieht, erkennt, dass man als Verheirateter in einem fortgeschrittenen Alter sehr wohl, um Dein Wort zu benutzen, in seiner Existenz „gearscht“ sein kann, wenn man Heiratet. Es gibt nämlich auch viele Paare im Rentenalter und Verwitwete; und nicht nur junge Paare. Wenn man dann noch die Möglichkeit einer Pflegebedürftigkeit und deren hohe Kosten in seine Berechnungen mit einbezieht, Wohnungseigentum und dann noch evtl. das aktuelle Erbschaftsgesetz, die eigenen Kinder und Enkel betreffend, sieht man, dass die Frage Ehe oder nicht, gar nicht immer so einfach ist. Ich habe vor einer Woche meinen Nachbar gefragt, warum er nicht mehr heiraten geht. Er ist 86, Sie um die 84, beide verwitwet und katholisch, beide mit jeweils drei Kindern und auch schon Enkeln. Wohnungseigentum ist auch im Spiel. Seine Antwort war knapp und deutlich: „Das können wir uns nicht leisten. Von was sollen wir denn leben?“

      Weiteres Beispiel: Du bist geschieden. Dir gehört Wohnungseigentum und Barvermögen (evtl. von Deinen Eltern mit warmer Hand geschenkt). Im Gegenzug pflegst Du deine Eltern freiwillig. Du heiratest eine neue Frau. Ihr sterbt beide bei einem Autounfall. Du zuerst und deine neue Frau 5 Minuten später. Nach Gesetz fällt das ganze Vermögen in diesen 5 Minuten deiner neuen Frau zu, die es aber 5 Minuten später durch Gesetz komplett an die Schwiegereltern oder ihre Geschwister weitervererbt.

      Wenn kein ausgeklügelter Notarvertrag vorliegt, der kein Schlupfloch offen läst, sitzen deine Elter nun auf der Straße und müssen aus ihrem ehemals eigen erwirtschaften Haus raus. Jetzt legen wir noch mal nach mit Deinen Kindern aus erster Ehe. Einfach ist was anderes. Bei deinem Tod, geht zuerst einmal die Hälfte des gesamten Vermögens an deine Frau. Die restlichen 50 % werden dann aufgesplittet. War das in Deinem Interesse bezüglich deiner Kinder? Bei den rechtlichen komplizierten Gesetzen kennt sich vielleicht Franki wesentlich besser aus als ich.

      **********************************************

      Meine Meinung ist, jeder darf und sollte eine persönlich, für ihn selbst relevante, Meinung zu obigem Thema haben. Und deshalb schätze ich auch euere Kommentare so sehr.

      Die eigentliche Frage ist jedoch, bin ich bereit, die Entscheidung eines anderen Paares hinzunehmen ohne es als Unsittlich und Gottlos abzustempeln?

      Mit ganz lieben Grüßen
      R.B.M.

      1. heibea an R.B.M. says:

        Hallo,
        ich danke für Deine Stellungnahme zu meinem Statement. Vielleicht
        hast Du meinen Kommentar aus irgendeinem Grund mißverstanden: ich
        persönlich würde mir nie erlauben, ein Paar zu kritisieren, das
        unverheiratet (ohne Standesamt) zusammenlebt. Das steht mir und
        keinem anderen zu! Aber genau das hast Du Sarai und mir unter-
        stellt!- Damit hast Du -meinem Empfinden nach- uns gegenüber ei-
        ne Grenze überschritten.
        Und der dumme Satz von Dir: was ist besser/heiliger, ein nicht
        verheiratetes Paar,das lebenslang zusammenbleibt oder eine Frau,
        die auf drei geschiedene Ehen zurückblickt?- Meine Antwort: eine
        Ehefrau, die lebenslang „glücklich“ verheiratet ist!!!
        Und Zitat von Dir: …findet Euch und bleibt fest zusammen-sie
        heiraten- steht dort nicht… Wer sagt uns, das hier eine genaue
        Übersetzung des Urtextes vorliegt?!
        Alles in allem oute ich mich als Verfechter der eingetragenen
        Ehe- für Jehova, mich und mein Umfeld.
        Du erinnerst mich mit dem Stil Deiner Antworten an mich und Sarai
        genau an die „lehrmeisterhaften“ Ältesten der Vs, die sich und
        ihre persönliche Meinung als“Nabel der Welt“ vertraten! Sehr un-
        angenehm! Ihr tut oft das, was Ihr anderen unterstellt, aus was
        für Motiven auch immer!
        Ich persönlich werde auch weiterhin nach meinem ureigenen geprüf-
        ten Verständnis der Bibel und meinem Gewissen und meinen Moral-
        und Wertevorstellungen leben.
        In diesem Sinne Grüße aus dem finsteren Harz
        hei-bea

        1. R.B.M. an Heibea says:

          Geschätzte Heibea,

          es ist gut, dass Du dich gemeldet hast. Es ist gut zu wissen, dass Du persönlich dir nie erlauben würdest, ein Paar zu kritisieren, das unverheiratet (ohne Standesamt) zusammenlebt. Ich gebe zu, dass ich Deinen ersten Kommentar genau umgekehrt verstanden habe, wie sich jetzt als falsch herausgestellt hat.

          Da ich Deine Gefühle verletzt habe, auch wegen meine Art an Dich zu schreiben, und dem Missverstehen deines ersten Kommentars, entschuldige ich mich aufrichtig bei Dir. Ich bin mir nicht zu schade, dies öffentlich zu tun. Bitte verzeihe mir. Dadurch beweise ich Dir hoffentlich, dass man mich nicht mit einem dieser “lehrmeisterhaften” Ältesten aus den Versammlungen in einen Topf werfen muss.

          Liebe Heibea, bist Du bereit, unseren Disput in schwesterlicher und brüderlicher Liebe beizulegen und mir zu vergeben?

          Mit lieben Grüßen
          R.B.M.

          1. heibea an R.B.M. says:

            Aber natürlich- wir wollen doch alle lernfähig bleiben!
            In diesem Sinne hei-bea

          2. R.B.M. an Heibea says:

            Ich danke Dir von Herzen. Deinen Kommentar an Rico fand mich übrigens sehr passend. Einen solchen Rat hätte ich zu Beginn meiner damaligen Ehe auch gebraucht. Dann wäre vielleicht alles anders gekommen. Wir wünschen Rico das aller Beste.

            R.B.M.

          3. heibea an R.B.M. u. alle says:

            Lieber R.B.M.und alle,
            dieses jetzige Thema-Paare ohne Trauschein, Erfahrungen vor der
            Ehe usw.ist ein weitreichendes und aufwühlendes Thema u.a. auch,
            weil die körperfeindliche Einstellung der ZJ manchem von uns das
            Leben „versaut“ und ziemlich schwer gemacht hat: obwohl das ge-
            mäß der Bibel garnicht hätte sein müssen! Nun sind wir „Älteren“
            in vielem „schlauer“ geworden und bereuen vielleicht unsere da-
            malige Partnerwahl und die Umstände….-Aber, das bringt uns nicht weiter. Laßt uns positiv in die Zukunft schauen, wir leben jetzt
            und heute… und trotz negativer Umstände( Krankheit, Einsamkeit,
            Geldnot usw. wollen wir das Beste aus unserem jetzigen Leben ma-
            chen, jeder für sich und auch zusammen- hier auf BI z.B.
            Mögen wir den Mut aufbringen, dieses echte biblische Wissen, das
            wir auch Dank BI erlangt haben und die Freiheit, die damit ver-
            bunden ist ausgiebig zu genießen und anderen zu vermitteln. Das
            Leben kann so schön sein!
            Liebe Grüße aus dem heute sonnigen Harz hei-bea

          4. R.B.M. an Heibea says:

            Liebe hei-bea,

            etwas gutes kann ich der Sache abgewinnen. Als Geschiedener kenne ich das Familienleben, seine Höhen und Tiefen. Und was auch ich falsch gemacht habe. Als Lediger kann ich aber auch nachempfinden, wie es anderen Singles geht, die lange Zeit einen Partner hatten und nun ohne bessere Hälfte durchs Leben gehen. Solche Menschen kennen beide Seiten.

            Es gibt nichts schöneres, als Paar die Liebe gemeinsam zu entdecken. Wir waren damals, als wir geheiratet haben (ich war damals 19), im Pionierdienst. Beide von Kindheit an bei den Zeugen. Und wir waren beide noch jungfräulich. Zwei Dinge haben uns bei der Erforschung der Liebe die ganzen Jahre gehemmt: Erstens, die zugeknöpfte Erziehung unserer Eltern (Kriegsgeneration) und zweitens, wie Du es ja schreibst, die körperfeindliche Einstellung der ZJ. Das haben wir über die ganzen Ehejahre nie weg bekommen. Obwohl wie relativ früh erkannten, das mit den Zeugen etwas nicht stimmt, haben wir es nicht geschafft, in dieser Sache unsere religiöse Konditionierung los zu werden. Man hat sich genau genommen geschämt, über seine Wünschen und Ideen auch nur zu reden. Zu probieren und zu experimentieren. Da war immer der kleine Mann im Ohr, der immer seinen Standardspruch auf Lager hatte: „Ist das überhaupt erlaubt? So was macht man doch nicht! Das muss Sünde sein! Jehova schaut dir beim Sex immer über die Schulter! Wenn es zu viel Spaß macht, muss es unsittlich sein! Der Teufel versucht dich. Vergiss deine Träume!“

            Nicht mit dem Partner zu reden, tötet die Beziehung. Der natürliche Umgang mit seinem Körper gehört einfach mit zu diesem Thema. Heute weis ich das. Es war ein gutes Stück Arbeit, aber ich habe es geschafft. Heute gäbe es in einer Beziehung für mich kein Tabuthema mehr.

            Ich freue mich mit jedem, der eine intakte Beziehung sein Eigen nennt. Und jedem, dem das gelungen ist, wird wahrscheinlich als Geheimrezept sagen: reden, reden und nochmals reden!

            Ich wünsche dir, liebe hei-bea, und allen Übrigen eine schöne Nacht. Wenn ihr einen Partner habt, nehmt ihn heute Abend noch einmal so richtig fest in die Arme und sagt ihm, was er für euch bedeutet.

            Gute Nacht
            R.B.M

          5. heibea an R.B.M. says:

            Danke für Deine Offenheit und Dein Vertrauen. Manchmal muß man
            wahrscheinlich negative Erfahrungen sammeln damit man weiß,was
            man n i c h t will! Ist der Weg das Ziel?- Und trotzdem bin ich
            mir sicher, dass Gott seine schützende Hand über jeden einzel-
            nen von uns hält, und das gibt ein Gefühl der Geborgenheit! Wir
            sind n i e wirklich allein- ein schöner Gedanke!
            In diesem Sinne ein schönes Wochenende Euch allen
            hei-bea

          6. R.B.M. an Heibea says:

            Liebe Heibea,

            liebsten dank, für Deine wohltuenden Worte.
            R.B.M.

    4. Darlene says:

      @Leprechaun,

      wenn ich mir Deinen Beitrag so durchlese, bin ich wirklich froh, dass so viele Männer und Frauen bereits im 21. Jahrhundert angekommen sind.

      Zum Glück leben wir hier in einem Kulturkreis, in dem Frauen heute für sich selbst sorgen und einstehen können, ohne dass sie auf Absicherungen Ihres „Götter“gatten angewiesen sind.

      Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, dass viele Frauen, die in finanzieller Abhängigkeit von ihrem Mann sind, ihn bloss deshalb nicht verlassen und ihre Flucht in der Routine suchen? Auch wenn sie ihn schon lange stumm verabscheut und die Liebe schon vor Jahrzehnten gestorben ist? Und ist einem Mann so etwas lieber, als eine Frau, die finanziell unabhängig ist und aus Liebe bei ihm bleibt? Ernsthaft??

      Da stehe ich lieber einhundert Mal finanziell auf eigenen Füßen und gehe ohne „Absicherung“ aus einer Partnerschaft heraus, die zwar mit Trauschein, aber lieblos geworden ist!

      Wer Frauen in die Rolle eines Aschenputtels drängen und als etwas darstellen will, das männlichen Schutzes und männlicher Absicherung bedarf, betrachtet sie ganz sicher nicht als etwas Gleichberechtigtes neben sich.

      1. GerdK says:

        Darlene,

        fünf fette Daumen hoch für deinen Kommentar. Ich bin zwar ein Mann, aber deine gedanken sind mir auch durch den Kopf geschossen.

        Bei manchen Kommentaren auf diesen Artikel von R.B.M. habe ich das Gefühl, dass manche den Artikel nicht gelesen, nur teilweise gelesen oder aber überhaupt nicht verstanden haben.

        Der Autor wollte nur Fakten aufzeigen, was die bibel über „Ehe mit Trauschein“ aussagt und keine allgemeingültige Regel aufstellen.

        LG Gerd

      2. Leprechaun@Darlene says:

        Liebe Dralene,

        ähm … nichts anderes habe ich behauptet!!

        ich finde es sehr gut wenn Frauen dem „Muttchen am Herd“ Bild nicht mehr entsprechen und selbständig sind. Das ist eine Entwicklung die ich sehr begrüße.
        ICH finde das sogar sehr, sehr wichtig.
        Da gehe ich mit dir 100% konform.

        Viel zu lange mußten sich Frauen in ihr Schicksal fügen und ihrem Mann „unterwürfig“ sein, von dem sie oft finanziell abhängig waren… und der dann eventuell diesen Zustand auch noch schamlos auszunutzen wußte.

        Ich denke, dass Du in meinem Kommentar etwas falsch verstanden hast?

        Dennoch, so denke ich, minimiert deine Aussage ja nicht ein vernünftiges Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Partnerin… oder sehe ich das falsch?
        Wenn ich, als Mann, meine Partnerin abgesichert sehen möchte, dann bedeutet das ja nicht dass ich ihr nicht zutraue, oder es nicht will… dass sie auch auf eigenen Beinen stehen kann.
        Es ist lediglich der Wunsch dass es ihr auch wirklich, unabhängig von meiner Existenz, gut geht.

        Du hast Recht… wir leben im 21. Jahrhundert.
        Aber dennoch mußt du eingestehen, dass bei gleicher Berufsausübung, die Frau meistens nicht die Entlohnung erhält wie ein Mann. Unser Arbeitsmarkt scheint also noch nicht immer zu wissen dass wir im 21. Jahrhundert leben?
        Und, erklär mir bitte mal… was falsch daran ist wenn ich mich für meine Partnerin verantwortlich fühle… obwohl sie auf eigenen Beinen steht? Ihr etwas Gutes tun möchte?

        Und nur mal zur Info… meine Liebste steht weit über mir, beruflich gesehen.
        Sie ist Akademikerin mit einem Traumjob der absolut krisensicher ist.
        Aber weißt du was? Sie hat nichts dagegen dass ich ihr gegenüber dennoch ein Verantwortungsgefühl trage und es ihr zeige… weil ich sie LIEBE….

        So unterschiedlich können Gedanken sein 🙂

        LG, Lep

  18. Rico says:

    Hallo lieber R.B.M.,

    dein Vortrag über die Ehe ohne Trauschein kommt auch für mich gerade zur rechten Zeit da ich gerade wieder dabei bin mit meiner Exfreundin zusammen zukommen und ich wusste nicht ob das Jehovas Wille ist! Ich hatte dann darum gebeten gehabt das er mich bei meiner Entscheidung führen soll und er hat es getan! Ich verspühre jetzt keine Unruhe mehr in meinem Herzen sondern Frieden besonders nach dem ich deinen Vortrag gelesen hatte! Ich glaube nicht an Zufälle sondern an göttlichen Fühgungen! Genau deshalb sollte ich diesen Vortrag lesen und ich hab es getan! Ich möchte noch erwähnen das Jehova das von Anfang an klar geregelt hatte was für ihn eine Ehe ist Mann und Frau sollen ein Fleisch werden aber nicht nur körperlich sondern auch geistig und seelisch! Sie sollten eine Einheit bilden und das in guten sowie in schlechten Zeiten bis das der Tod sie scheidet oder der Ehebruch aber dafür ist kein Trauschein von Nöten da Gott ja weis das der Mann und die Frau zusammen gehören und durch den Gechlechtsverkehr wird dann die Ehe besiegelt! So verstehe ich Jehova und Jesus und auch Paulus haben das auch so bestädigt gehabt!

    Danke nochmal für deinen mutigen Vortrag der gerade zur rechten Zeit für mich gekommen ist!

    Sei lieb von mir gegrüßt!

    Rico 🙂

  19. Zadok/Achim@Ruth says:

    Liebe Ruth,
    du hast mein volles Mitgefühl. Ich war in den 80/90er Jahren selbst Ältester und kenne ein wenig die Situation.
    Die Antwort ist: Ja, man wartet, bis einer von beiden Ehebruch begeht.
    Ideal, wenn man es dann auch beweisen kann bzw. es sowieso klar ist.
    Dann wird einer ausgeschlossen und der Schuldige ist der Böse und der „Unschuldige“ darf sich im Mitgefühl der anderen suhlen.
    Was kann man tun? Gar nichts – ausser austreten und ein Leben mit Jesus Chritsus führen. Niemand braucht eine WTG.

    Lieber Gruß
    Achim

  20. R.B.M. an Sarai und Heibea says:

    Liebe Sarai, liebe Heibea,

    es ist schön, dass ihr euch gemeldet habt. Danke für Euere offenherzige Kommentare.

    5. Mose 7:3 gibt ein Gesetzt heraus, dass eine Mischehe zwischen andersgläubigen der sieben Nationen verbietet. Sagen wir mal weitgehend, eine Ehe eines religiös geteilten Hauses. 1. Mose 34:9 spricht von Sichem. Er war ein unbeschnittener, liebte aber Dina wie es aus Vers 3,4,8 deutlich wird und war bereit sie nach der damaligen Tradition zu ehelichen. Sogar die Beschneidung (also dem äußeren Merkmal eines damaligen Gottesdieners oder Israeliten) vollzogen sie. Simeon und Levi haben, in ihrem angeblich gerechten Zorn, alle Männer der ganzen Statt dafür abgeschlachtet. Männer die sie mit den Worten überzeugten:

    15. Nur unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werde wie wir, indem alles Männliche bei euch beschnitten wird; 16. dann wollen wir euch unsere Töchter geben und eure Töchter uns nehmen, und wir wollen bei euch wohnen und ein Volk sein.

    Beide haben gelogen und betrogen und gemordet. Die Bibel spricht von Hinterlist. Jakob verurteilte ihr handeln, spricht davon, dass er von seinen übermoralischen Söhnen stinkend gemacht wurde. Und was war die Verteidigung der Beiden? in Vers 31 steht: Aber die zwei erwiderten: „Wir konnten doch nicht hinnehmen, dass er unsere Schwester wie eine Hure behandelt hat. “ Den gleichen Satz benutzen heute noch religiöse Fundamentalisten, wenn sie wegen eines so genannten Ehrenmords vor einem weltlichen Gericht stehen. Und andere religiöse Fundamentalisten benutzen diesen Satz, wenn sie ein ungetrautes Paar aus der Gemeinde ausschließen, es somit geistig töten und vom Leib Jesu trennen. Religiös geteiltes Haus und den Massenmord aufgrund einer Vergewaltigung sogar mit nachträglicher Erfüllung der Vorgaben von 5. Mose 22:28,29. Beides hat nichts mit einem heute lebenden deutschen christlichen Paar ohne Trauschein zu tun.

    Lieb Heibea, du schreibst richtig, das Jehova ein Gott der Ordnung ist. Sein Begriff der Ordnung bezüglich einer Partnerschaft kann man sogar Wort für Wort in der heiligen Schrift lesen. 1. Mose 2 sagt: 24. „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein. “ Den Satz: „… UND SIE HEIRATEN und seinem Weibe anhangen“ steht dort nicht! Eigentlich ganz simpel und einfach. „Findet euch und bleibt fest zusammen“ spricht der Herr.

    Deine letzte Frage lautete: Hätte Jesus in einem solchen Fall sein Recht unter allen Umständen durchgesetzt? Was Jesus dazu gesagt hätte, eine Frau, wie es seine Eltern getan haben, einfach nur in ein Haus zu führen, weis ich nicht. Ich weis nur eins: Das er zu diesem Thema nichts gesagt hat, wie eine Partnerschaft geschlossen werden muss oder sollte. (Gegen eine traditionelle Eheschließung hatte er nichts einzuwenden.) Denn dieses Thema war ihm, wie seinem Vater, keinen Satz wert. Und keine Verordnung einer Zeremonie kam nachweislich über seine Lippen.

    Wir sind uns hier alle bestimmt einig. Prostitution ist mit Sicherheit falsch! Aber wie ging Jesus mit solchen Menschen um? Die Geschichte mit Jesus und der Sünderin die gesteinigt werden sollte, ob sie nun wahr ist oder nicht, (wurde aus der überarbeiteten NWÜ gestrichen und in verschiedenen Übersetzungen als fragwürdig angemerkt) zeigt sein Mitgefühl. Oder nehmen wir eine besser Begebenheit mit der Sünderin und der Fußwaschung Jesu. Die Geschichte gehört gewiss zur Bibel. Der Pharisäer sagt, wenn Jesus wüste, womit diese Frau ihren Lebensunterhalt verdient, würde er sich nicht von ihr die Füße waschen lassen. Aber er hat es getan, obwohl er es wusste! Was für eine Liebe. Und nun geht in diesem Artikel um eine Registrierung. Um zwei Unterschriften auf einem Blatt Papier. Eine echte, Liebesbeziehung, im Rahmen der ursprünglichen göttlichen Bedeutung, einfach nur fest zueinander zu halten, die auch ein Leben lang halten sollte. Und da versagt plötzlich die Liebe unseres Herrn Jesus? Für mich ist dieser Gedanke unfassbar. Wie würde also Jesus zu dieser Frage der festen Beziehung zweier Menschen urteilen? Deine Frage, Deine Antwort!

    Liebe Heibea, bitte sehe meine Worte nicht als Angriff. Du bist meine Schwester im Glauben an Jesus. Und so soll es auch bitte bleiben. Es soll die inständige Bitte an Dich sein, die Rechte deiner Brüder nicht zu beschneiden. Ich flehe Dich an, ihnen nicht als Feinde entgegen zu treten, weil sie sich anders entschieden haben, als Du und ich es vielleicht getan hätten oder haben.

    Liebe Sarai, altmodisch will ich Dich bestimmt nicht nennen. Es gibt nicht schöneres, als einen Partner an seiner Seite zu wissen, auf den man sich immer verlassen kann. Eigentlich weis hier keiner so genau, wie ich persönlich zu Heiraten vor dem Standesamt und der christlichen Gemeinde stehe. Es könnte ja sehr wohl sein, dass meine Moralvorstellungen identisch mit den Eueren sind. Nur die Beurteilung, oder besser gesagt die Verurteilung meiner Brüder in diesem Punkt lehne ich ab. Meine persönliche Meinung habe ich ganz bewusst versucht ganz aus dem Artikel raus zuhalten. Meine persönliche Meinung steht ja auch nicht zur Diskussion sondern die biblische Sichtweise.

    Noch eine kleine Bemerkung zu deiner Schilderung. Was ist besser/heiliger: Ein staatlich nicht registriertes Paar in Deutschland, das mit seiner Jugendliebe treu bis in den Tod zusammengelebt hat, oder eine Frau die in ihren alten Tagen auf 3 geschiedene Ehen zurück blicken muss?

    Doch nun zu Deiner Schriftstelle aus 1. Kor. 6. Die kommt es bestimmt auf das Wort „Unzucht“ an. Wenn Dir dieser Text in Verbindung zur standesamtlichen Eheschließung in den Sinn kommt, sage mir bitte, welche Dinge zählst Du zu diesem Begriff und beweise Deine Erklärung biblisch? Ich kann der Bedeutung z.B. einer Sache zuordnen und sie biblisch beweisen. Denn das gleiche griechische Wort für Unzucht wird ein Kapitel zuvor auch schon einmal benutzt, in 1. Kor. 5:1,2. Dort hatte Jemand aus der Korinther Versammlung eine sexuelle Beziehung zu seiner Mutter/Stiefmutter. Das war also unzüchtig. Aber vielleicht habe ich ja noch einige übersehen, was man biblisch beweisen kann?

    Es soll durch diesen Artikel niemand zu einer neuen Definition über die Ehe finden, wie er sie bereits hat. Ist Euch die Zeremonie wichtig und erscheint sie für Euch richtig, behaltet Euere Entscheidung in eueren Herzen bitte bei. Aber habt bitte auch Verständnis für die Entscheidung anderer Paare. Jeder darf sich als Jünger Jesu selbstverständlich seine Freunde selber aussuchen. Das ist euer aller Recht. Aber bitte, bitte lasst Euere Brüder nicht unter euerer persönlichen Meinung leiden.

    Denn auch sie müssen irgendwann einen neuen Körper der Unverweslichkeit anziehen und mit Euch einem anderen Bräutigam treu ergeben sein, wie es Achim ausdrückte. Diese Brüder und Schwestern werden an Euerer Seit stehen und ihr werdet Jehova und Jesus an einem anderen Ort gemeinsam heiligen. Und heute schon stehen sie schon Schulter an Schulter mit Euch im Kampf gegen die Geistermächte dieser Welt. Sie sind euere Waffenbrüder. Euer Halt zu linken und euer Schutz zur Rechten. Ihnen müsst ihr mit unter euer Leben anvertrauen. Sie stehe für euch. Sie kämpfen für euch. Sie zittern mit euch. Sie weinen mit euch. Und sie Beten für euch. Werft sie nicht weg, es gibt doch nur so wenige. Gestattet euerem Herzen sie willkommen zu heißen wie sie sind in der Bruderschaft für Christus. Ich flehe euch an…

    Ich weis, dass man Dieses nicht von Heute auf Morgen schaffen kann. Es dauert seine Zeit. Doch bitte, beginnt damit. Wir haben geduld und warten auf Euch. Denn ihr seid unsere Familie, unsere Brüder und Schwestern; der Rest, der uns in diesem System der Dinge noch geblieben ist.

    Liebe Sarai, liebe Heibea,
    Mit innige gemeinter Liebe
    R.B.M.

    1. Ruth says:

      Ihr lieben alle, das Thema kommt gerade zur rechten Zeit,denn mein Sohn rief mich an um mir zu sagen ,das er eine nette Schwester kennengelernt hat.Darüber habe ich mich sehr gefreut !So nun folgendes Mein Sohn war ausgeschlossen ist aber inzwischen wieder aufgenommen ( uss er selber wissen er ist 24) Ich gehe ja seit mind.5 jahren nicht mehr in die Versammlung. Diese Schwester die er kennengelernt hat ist 24 war schon einmal verheiratet ist aber geschieden . Da Ihr Exmann ja auch ein bruder ist sie sich aus irgendwelchen grümnden .die ich nicht kenne, haben scheiden lassen, dürfen sie ja laut dert WTG nicht wieder heiraten.Ich finde sowas unmöglich somit werden jungen Menschenschon in jungen Jahren die Liebe versaut die ja was schönes sein soll !Ich kann es nicht nachvollziehen warum einer von den geschiedenen Partner jetzt sozusagen darauf lauern müssen ob eventuell einer ehebruch begeht damit der andere frei ist.Ich gönne meinem sohn das Glück was er gerade hat und er lief natürlich gleich zu einem Ältesten um ihn zu fragen damit ert ja nichts falsch macht,was er nun tun sollte da meinte der Älteste auf gar keinen fall eine beziehung aufbauen ! Ich bin stinksauer so wird den jungen Menschen alles verbaut wie dumm ist das denn?Nun treffen die beiden sich innerhalb einer gruppe um ja nicht alleine zu sein und unterdrücken ihre gefühle um ja nichts falsch zu machen?Ich finde genau das ist falsch und man wird ja sozusagen genau dorthin getrieben um etwas falsches zu tun!Gott hat uns doch gefühle, liebe etc, gegeben nicht um sie zu unterdrücken!Da ich mich ja von der WTG entfernt habe wusste ich gar nicht was ich meinem sohn raten sollte, da er ja alles machen will um nicht wieder ausgeschlossen zu werden aber treffen tun die sich trotzdem und das führt doch dann sowieso wieder dazu das sie es heimlich tun!Soll er doch glücklich werden so ist doch schon wieder das Unglück für ihn als bruder vorprogrammiert oder nicht?! Er ist ja jetzt schon wieder unglücklich weil die beiden ihre Gefühle unterdrücken ! Mich nervt dieses getue der WTG wo steht denn in der Bibel das man,wenn man geschieden ist nicht wieder heiraten darf und warten muss bis einer ehebruch begeht?! Eine Freundin von mir ging es auch so die konnte nicht wieder heiraten weil sie nie in erfahrung gebracht hat ob ihr expartner eventuell ehebruch begangen hat weil sie konnte ihn ja nicht immer fragen?! und so war sie mit 45 jahren totunglücklich verliebt und konnte nichts tun weil sie ja sonst ausgeschlossen worden wäre das ist Folter !Liebe Grüsse von Ruth

      1. Franki says:

        Franki an Ruth

        Liebe Ruth

        Was ich Dir und auch Deinem Sohn schreibe ist nicht die ganz korrekte Art wie ein 2000%iger Zeuge sich in der Situation verhalten soll.

        Es ist aber eine undokumentierte regel die in vielen Versammelungen bei so einer Situation von Brüdern und Schwestern angewandt wird

        Zuerst die schlechte nachricht in der Sache.

        Wenn diese geschiedene Schwester und Dein Sohn eine Verbindung eingehen ,kommt es auf kurz oder lang sowieso zum Ausschluß und zwar bei beiden.

        Die gute Nachricht in dieser Situation,diese Ausschlußzeit können beide nutzen um zu heiraten,wenn sie heiraten wollen,ich gehe von einer Ausschlusszeit von 2 Jahren aus.

        Soviel ich mal mitbekommen habe werden die Ausschlusszeiten von oben,also von Selters oder Berlin bestimmt,da ich verschiedene Ausschlusspersonen ,die auch wieder aufgenommen worden sind gesprochen habe und mir auch erklärt wurde das der Kreisaufseher ab dem 2ten Ausschluss ein Wort mit zureden hat,also vorbestimmt wird wie lange man zu büßen hat.

        Wenn man vor dem Ablauf dieser Zeit einen Wiederaufnahme antrag stellt läuft der zu 99,9% ins leere.

        Das weitere gute an der Sache ist das wenn beide in der Zeit heiraten und nach der Ausschlusszeit wieder aufgenommen werden möchten ,dann als ganz normales Ehepaar aufgenommen werden.

        Aber durch diese Sache müssen sie durch ,falls sie wieder zeugen werden wollen.

        das ist seit Jahren so die Regel wenn jemand geschieden ist und wieder heiraten möchte.

        Frage mich bitte nicht als Jurist was ich von dem ganzen tow wa bo der Zeugen in Sachen Heirat und Scheidung und Wiederheirat halte.

        Vom gestzgeber her ist das Verhalten der WTG darinn VGesetzeswidrig,es kann aber nichts dagegen unternommen werden,weil keiner der darinn betroffenen eine Anzeige stellt oder eine Klage einreicht,alle nehmen das ganz einfach nur hin.

        Und wo kein Kläger ist gibts auch keinen Beklagten,obwohl die WTG diesen Part haushoch verlieren würde.

        Das ist halt die Einschüchterungstaktik der WTG leider.

        Gut Dein Sohn und seine Freundin sollen sich das überlegen ob sie die Sache so wie beschrieben durchziehen wollen

        Sonst wüsste ich keinen andern realisierbaren Rat um über diese Hürde hinweg zukommen

        Ich drücke Euch die Daumen
        Grüße
        Franki

      2. waytodawn an Ruth says:

        Liebe Ruth,

        weiß dein Sohn, dass du nicht mehr in die Versammlung gehst? Welche Gründe könnte er denn haben, zurückzugehen? Gerade wo er doch merkt, dass das Regelwerk der Gesellschaft nicht gut tut?

        Du hast richtig gesagt: Mit so jungen Jahren ist man unter Umständen schon gestraft. Eine falsche Entscheidung und alles ist rum. Und worauf sollen denn junge Schwestern besonders achten bei einem Mann, für den sie sich interessieren? Laut der leitenden Körperschaft ja vor allem darauf, welchen Stand er in der Organisation hat. Ein 23 jähriger, der zB kein Dienstamtgehilfe ist? Geht gar nicht! .. Das ist traurig aber wahr.

        Gerade die strengen Richtlinien sorgen dafür, dass jemand entweder recht schnell ein Doppelleben führt – eventuell als Paar, oder sehr früh heiratet.
        Vor einiger Zeit wurde auf einem Kongress von der Bühne herunter gesagt, dass es da einen Witz gibt, der kursiert… „Wieso heiraten Zeugen Jehovas nur nachmittags? Weil sie vormittags in der Schule sind.“ – Das war vor ca 15 Jahren!

        Ich wünsche es deinem Sohn, dass er auf sein Herz hört und seine Herzensdame hoffentlich auch!

        Liebe Grüße

        Uwe

      3. Tommy says:

        Tut mir leid Ruth,

        Du weisst aber glaube ich was Jesus dazu gesagt hat.
        Tommy

      4. R.B.M. an Ruth says:

        Meine liebe Schwester Ruth,

        es muss Dir unsäglich schwer ums Herz sein. Und Du weist gar nicht, was Du meinem Sohn raten sollst. Weder menschlich noch biblisch. Nun weis ich nicht genau, ob Du hier eine gute Idee suchst oder nur Deinen Schmerz Luft machen wolltest.

        Wir stehen Dir gerne zur Verfügung. Mit aufmerksamen Ohren oder mit praktischen und biblischen Ideen. So, wie immer Du es möchtest. Da Dein Anliegen doch in gewissem Maße heikel ist, weil Du hier öffentlich Details über das Leben von Deinem Sohn und seiner Liebsten preisgibst, kannst Du dich auch an den ADMIN dieser Seite wenden und darum ersuchen dass man mit Dir in Kontakt tritt. Oder wähle Dir eine Person deines Vertrauens aus, mit der Du gerne Kontakt hättest. Sei Dir auf jeden Fall einem liebevollen Gespräch gewiss. Wir fühlen mit Dir.

        Sage uns, wie können wir Dir helfen?

        Mit ganz lieben Grüßen
        R.B.M.

    2. Frank & Frei says:

      lieber RBM
      deine Gedanken zur Ehe kann ich nicht nachvollziehen. Sie ist von Gott eingesetzt und damit unübertrefflich von menschlichen Philosophien. Wir leben in einer Rechtsordnung, in der die Ehe ihren hohen Platz hat, auch wenn der Gesetzgeber in den letzten 50 Jahren so manches aus dem Codex gestrichen hat.
      Dennoch bleibt die Ehe eine Ehe, die nur als solche gilt, wenn sie vom Cäsar auch sanktioniert wurde – hier bei uns durch Eintragung ins Melderegister.
      Diejenigen, die heuer unregistriert zusammenleben wären vor 50 Jahren in dieser Sache der Kuppelei schuldig geworden. Damals scheuten sich Eltern, den Bräutigam ihrer Tochter bei sich schlafen zu lassen, wegen dieser möglichen Anklage, die da hätte kommen können.
      Und auch bei Zeugen ist es bis heute vielerorts noch üblich, dass der Bräutigam zu Besuch bei den Eltern der Braut dort nicht übernachtet.
      Das mag ja alles rückständig sein, doch bilanziere man einmal diese Dinge. Die Ehe als solche ist eine göttliche Gabe und ihr wurde immer Vorrang eingeräumt. Beim Moses wurde ein Verlobte, die mit einem anderen Sex hatte durchaus abgestraft, wenn es im Ort geschah – sie hätte ja rufen können.
      Da es heuer Usus ist, das viele mal eben so zusammenziehen, scheint die Hemmschwelle, eine reelle Ehe einzugehen, mehr und mehr zu sinken. Damit wird die göttliche Institution abgewertet, schlecht gemacht. Wir leben in einer Welt, die sich aus Gesetzesmäßigkeiten zusammensetzt. Wer die aufbricht im Sinne vieler heute – die „wilde Ehe“ nimmt überhand. Witwe und witwer ziehen zusammen – jeder hat seine Rente. Würde sie ihn heiraten wäre ihre Witwenrente aus erster Ehe passe.
      Klar, dass die Ehe bei den Zeugen Vorrang hat, denn dann dürfen sie ja Sex haben.
      Abgesehen davon, dass viele junge Zeugen eh Sex haben – klamm und heimlich – und wenn es nur fürs Petting reicht – entbindet das nicht, den Gedanken der Ehe zu heiligen.
      Mag ja denken jeder wie er will – für mich bleibt die Ehe heilig, und damit „abgesondert“ von den sich verändernden Praktiken einer Gesellschaft, die jede Scham und jedes Fein- und Ehrgefühl verloren hat. Gott hat die Ehe gegründet, der Mensch hat über Jahrtausende sich danach ausgerichtet. Egal ob man in Israel heiratete – ohne Standesamt – aber mit klarem Familienrekord – siehe den Stammbaum in Matthäus – oder seit der Reichsgründung durch Fürst Bismarck – vorher war es in den Kirchenregistern vermerkt, nun im staatlichen Standesamt – eine reale Ehe ist eingetragen vor dem Gesetzgeber, und damit allein bindend. alles andere ist was es ist – Korkelorus.

      1. R.B.M. says:

        Lieber Frank & Frei,

        danke für Deine Wortäußerung zum Thema Ehe. Gestatte mit bitte die Zwischenfrage, warum Du das Gesetz aus 5. Mose 22 anführst, über die Vergewaltigung einer verlobten Frau? Ja, wenn eine verlobte Frau von einem Fremden vergewaltigt wird und sie in der Statt nicht schreit soll auch sie sterben. Ist diese Frau aber nicht verlobt bleiben beide am leben. Was möchtest du damit sagen?

        Mit ganz lieben Grüßen
        R.B.M.

        1. Frank und Frei says:

          das unterstreicht, lieber RBM, die Bedeutung der Ehe.
          da sie nicht schrie, wurde sie nicht vergewaltigt, sonst hätte sie gerufen, will uns da Moses sagen.
          Somit war die Verlobung schon eine Ehezusage und damit voll umfänglich gültig.
          Wer heute die Ehe aus der Tradition und Überlieferung reißt, wertet sie ab, mindert ihren göttlichen Wert und bringt damit viele Menschen auf einen gottentfremdeten Pfad.
          Bevor es Standesämter gab, wurde die Ehe direkt in der Kirche vor dem Altar geschlosssen. Nur arme Schlucker, die mittellos waren lebten ohne diese Einrichtung zusammen, was ich nicht verurteilen will. Sie hatten keine andere Option. Ebenso traut der Kapitän zur See wenn man auf dem Schiff im Ozean ehelicht.
          Es ist immer eine legale Zeremonie, die dem Ganzen Gewicht und Bestand gibt.

  21. Anna says:

    Lieber Bruder R.B.M., liebe Schwestern und Brüder,

    vielen Dank für deine Zusammenstellung. Du hast sehr gründlich recherchiert was das Wort Gottes über das Zusammenleben von Mann und Frau zeigt.

    Es gab zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, je nach Kulturzugehörigkeit, verschiedene Rituale um öffentlich zu zeigen, dass man zusammengehört. Heute ist dies üblicherweise der Gang zum Standesamt.

    Wie du ausführlich geschildert hast sollte dies eine Entscheidung für das ganze Leben sein. Und was du ebenfalls herausgearbeitet hast, die Wichtigkeit, dass in der Öffentlichkeit keine Zweifel daran bestehen, dass es sich bei dem Zusammensein um einen Bund für’s Leben handelt. Man ist damit EIN Fleisch mit dem Partner.

    Ist ja schon interessant, dass es in der ganzen Bibel keinerlei Hinweis darauf gibt WIE eine Eheschließung zu erfolgen hat. Das kam auf das jeweilige Umfeld an. Z.B. als Isaak Rebekka „heiratete“ ging das recht unbürokratisch zu:

    1. Mose 24:67
    Isaak brachte Rebekka in das Zelt, in dem seine Mutter gelebt hatte. Er nahm sie zur Frau und gewann sie sehr lieb. So wurde er über den Verlust seiner Mutter getröstet. (Hfa)

    Während ein paar Jahrzehnte später bei seinem Sohn Jakob die Hochzeit schon anders verlief:

    1. Mose 29 (Hfa)
    21 Danach ging er zu Laban: „Die Zeit ist um! Gib mir Rahel, für die ich gearbeitet habe!“
    22 Laban lud alle Leute des Ortes zu einer großen Hochzeitsfeier ein.
    23 Am Abend, als es dunkel war, brachte er aber nicht Rahel, sondern Lea zu Jakob, und er schlief mit ihr.
    24 Laban gab ihr seine Magd Silpa zur Dienerin.
    25 Am nächsten Morgen entdeckte Jakob entsetzt, dass Lea neben ihm lag. Sofort stellte er Laban zur Rede: „Was hast du mir da angetan? Warum hast du mich betrogen? Ich habe doch für dich gearbeitet, um Rahel zu bekommen!“
    26 „Es ist bei uns nicht Sitte, die jüngere Tochter vor der älteren zu verheiraten“, entgegnete Laban.
    27 „Verbring mit Lea die Hochzeitswoche, dann bekommst du Rahel noch dazu – allerdings musst du weitere sieben Jahre für mich arbeiten!“
    28 Jakob willigte ein. Eine Woche später bekam er auch Rahel zur Frau.
    29 Ihr wurde die Magd Bilha als Dienerin mitgegeben.
    30 Jakob schlief auch mit Rahel, und er liebte sie mehr als Lea. Er blieb noch einmal sieben Jahre bei Laban.

    Hier gab es ein großes Hochzeitsfest und auch Dienerinnen zur Hochzeit.

    Zur Hochzeit zu Kana hast du Bruder R.B.M. ja schon alles gesagt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass arme Leute sich eine derartige Hochzeit leisten konnten.

    Das Wesentliche scheint mir, dass es auf die Umstände ankommt.

    In unserer Kultur wird eine Ehe noch immer als Partnerschaft für immer angesehen. Selbstverständlich wird das Zusammensein ohne Trauschein akzeptiert und z.B. bei Versicherungen oder Hartz-IV-Leistungen der Ehe gleichgestellt.

    Es darf nur keine selbsternannten Richter geben, die, wenn sich ein Paar für eine feste Beziehung ohne Standesamt entscheidet hier mit der Heiligen Schrift als Prügel Sanktionen androhen.

    Was mir auch noch wichtig hierbei erscheint, dass BEIDE Partner diese Form des Zusammenlebens wollen. Manchmal könnte es ja sein, dass sich einer so ein Hintertürchen offen hält für den Fall, dass die Beziehung scheitert und man keine finanziellen Folgen einer Scheidung zu tragen hat.

    Eingebürgert haben sich ja diese festen Partnerschaften bei uns in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg. Es gab viele Kriegerwitwen, die ihre Rente durch eine Wiederheirat nicht verlieren wollten. Daher haben sich Paare entschlossen eine Lebenspartnerschaft einzugehen, früher hieß dies noch Konkubinat 😉 Und für Vermieter von Wohnungen oder Hotelzimmern den Kuppeleiparagraphen bis ca. Mitte der 70er Jahre.

    Für unseren Schöpfer ist das Herz entscheidend und der feste Wille bei seinem Partner zu bleiben. Wir sollten uns daher davor hüten diese Form des Zusammenlebens zu kritisieren.

    Was alle Partnerschaften angeht so sollte jeder dankbar für SEINEN Menschen sein und ihn als kostbares Geschenk Gottes sehen. Mit einem Geschenk auf das ich unter Umständen lange gewartet habe und das mir sehr gut gefällt geht man doch sorgsam um.

    Und eine Organisation sollte niemals Vorschriften machen wen man nun als SEINEN Menschen haben möchte. Wichtig scheint mir doch, dass beide Freude aneinander haben.

    Herzliche Grüße aus der Frühjahrskälte Anna

    1. R.B.M. an Anna says:

      Liebe Anna,

      das hast Du sehr schön gesagt. Das trifft genau den Punkt, worauf ich hinaus wollte.

      Ganz liebe Grüße
      R.B.M.

  22. sarai says:

    Ihr Lieben,

    nennt mich meinetwegen altmodisch, doch wieso? Hat nicht Jesus selbst, kolportiert durch unsere *Heilige Schrift* schon DAMALS eine Hochzeit durch seinen Besuch geadelt?

    Meine Gedanken dazu sind ganz einfach: ich möchte selbst nicht unverheiratet in einem sogenannten *gschlamperten Verhältnis* leben und ich tat es auch nicht; ich wollte keine unehelichen Kinder in die Welt stellen und habe dies nicht.

    Ich finde es wunderschön, wenn 2 sich liebende Menschen durch ihre Hochzeit signalisieren, daß sie sich ÖFFENTLICH dazu bekennen, zusammenbleiben zu wollen bis zum Tod, füreinander Sorge tragen zu wollen und gegenseitig eine für alle sichtbare Verantwortung übernehmen werden und es sich dabei nicht leicht machen möchten…

    Wenn ich so rundum in die Nachbarschaften blicke – wie unsäglich viele LEBENSABSCHNITTSPARTNER von etlichen schon verbraucht wurden, das finde ich einfach traurig. Ich denke wirklich, daß in einer richtigen EHE alle Dinge wesentlich ernster genommen werden, auch wenn es dann doch viele Scheidungen gibt; aber dann ist wenigstens auch alles noch ehrhaft und überprüfbar regelbar, was Kinder, Unterhalt, Besuchsrecht, Aufteilung der ehelichen Güter, etc. betrifft.

    Was ich bemerken konnte: daß speziell nur die Männer positiv für ein Zusammensein ohne Trauschein auf diesen Vortrag reagiert haben 😉

    Mir ist auch noch diese Bibelstelle dazu eingefallen:

    1. Korinther 6,9-20
    Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist
    außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den
    eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des
    Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leibe!

    Ich grüße hiermit alle herzlich,
    Sarai

    1. Igel an Sarai says:

      Liebe Sarai,

      ich glaube nicht das es so ist das Männer lieber in einer Lotterbeziehung leben möchten gerade wenn man gemeinsam eine Familie gründen möchte!
      Ich glaube das geht am Thema vorbei. Wenn zwei Menschen sich verlieben, und Zeit miteinander verbringen möchten ist doch daran nichts schlechtes zu finden.
      Das Problem beginnt doch erst mit dem Umfeld der Liebenden und dem Druck der bei vielen dann beginnt und hir entsteht dann auch manch ein Ehlend was völlig unnötig ist.
      Ich glaube die Extreme sind das Problem am oberen Ende mit Ehrenmorden und am unteren Ende mit Prostitution, eine Nacht Beziehung u.s.w.
      Beides verabscheue ich, wie sicher alle hir.
      Was ich mir wünschen würde ist, das wir uns mit unseren Mitmenschen, und Brüdern freuen wenn sie glauben ihren Partner fürs Leben gefunden zu haben, und sie trösten wenn Liebeskummer besteht, und Feiern wenn sie sich das Ja – Wort geben, und sie unterstützen wenn sie Hilfe vielleicht bei der Kindererziehung brauchen!
      Wir alle sind Brüder im Herrn, wir machen Fehler in unserer unvollkommenheit, und treffen auch mal falsche Entscheidungen und dann kommt es drauf an. Ein Rechtskommitee tritt nur nach und zerstört noch den Rest! Brüder die uns Lieben machen es anders und leisten Hilfe dazu braucht es Verständnis. Ich zum Beispiel würde mir 1000 mal lieber Rat bei unserem Bruder R.B.M. hohlen als bei einem Ältesten der dann einen zweiten dazuruft!

      Liebe Sarai ich hoffe es geht dir gut!

      Liebe Grüsse Igel!

      1. Franki says:

        Franki an Sarai

        Liebe Sarai,

        Zum Thema Ehe sage ich Dir als Mann folgendes

        Und es wird etwas groschlächtig

        Männer die Ihren Verstand im Kopf haben und nicht im Geschlechtsteil,gehen eine ganz normale Liebesbeziehung die auch wenn es geht ein Leben lang halten soll ein.

        Die Ehe besiegelt diese Verbindung,es heißt ja auch beim Standesamt,bis der Tod Euch scheidet.

        Und ich sage mal 90% der Männer sind so eingestellt wie ich,die restlichen 10% gehen halt ihr lebenlang auf die Jagd nach der sogenannten richtigen Partnerin,die sie aber mit ihrer inneren Einstellung nicht finden werden.

        das ist aber bei dem weiblichen Geschlecht genauso,ich kenne wirklich auch in meinem persönlichen Umfeld mehrere Frauen ,die nicht verheiratet sind weil sie Ihre Karriere in den Vordergrund gestellt haben,eine dieser Frauen hat aber zumindest die Notbremse gezogen hat eine Partnerschaft eingegangen aus der ein Kind hervor ging,der Mann hat dann aber die Kurve gekratzt und sie mit dem Kind alleine gelassen.

        Das Kind ist inzwischen ein 16jähriges Mädel ,wohl erzogen denn ihre Mutter hat sich sehr gut um sie gekümmert und erzogen obwohl sie Beruf und Kindererziehung unter einen Hut bringen musste und ist auch im Beruf hervorragend sie ist eine excelente Anwältin.

        Das heißt so geht es auch.

        Das Problem bei Frauen ist halt das die biologische Uhr tickt bis die Wechseljahre eintreten.

        Nun zu Männern,wenn ich von mir aus gehe und so sind viele Männer ich sage mal die mehrzahl unserer Gattung.

        Ich habe spät geheiratet ,da war ich fast 28 Jahre alt,meine Frau war schon mal verheiratet und hat einen Sohn mit in die Ehe gebracht,meine Frau ist 5 Jahre älter als ich.

        Wir haben auch nur standesamtlich geheiratet,da wir es als schlechtes Omen gesehen haben kirchlich mit großer Zermonie zu heiraten.

        Ferner war ich noch im Jurastudium und es fehlte auch am nötigen Kleingeld,also war alles ganz schlicht und Einfach.

        Aber meine Frau und ich wir liebeten uns und lieben uns Heute noch Du kannst ausrechnen wir haben im Januar 1983 geheiratet.

        Inzwischen ist meine Frau sehr krank hatte vor 3 jahren einen Schlaganfall und ist an den Rollstuhl gefesselt.

        Wir sind durch dick und dünn gegangen und wir haben zueinander gestanden und stehen noch zueinander,ich würde meine Frau niemals im Stich lassen,wir sind nun beide über 60 Lenze.

        Und wir sind erst Zeugen geworden nach unserer Hochzeit also sogenannte gefischte.

        Meine Frau ist noch Zeugin ich nicht mehr und trotzdem ist keine Zwietracht.

        Und so gibt es die Mehrzahl der Männer, die so Denken und Handeln wie ich

        Sei nun lieb gegrüßt
        Franki

        1. sarai an Franki says:

          Lieber Franki,
          danke, es ist sehr wohltuend, Deine schöne Geschichte einer wirklich gut und liebevoll funktionierenden Ehe gehört zu haben,
          lieber Gruß,
          Sarai

      2. sarai an Igel says:

        Lieber Igel,

        alles gut – ich habe doch nur geschrieben wie ich es selbst mit der Ehe gehalten habe und was meine mir eigene Moralvorstellung ist und es mir persönlich wichtig war, diese im Einklang mit und für meinen Gott zu haben. Man betet doch auch darüber, oder?

        Niemand hat mich dazu gezwungen, es war und ist meine freie Entscheidung, genauso, wie ich keinen Einfluß auf die Wünsche und Handlungen anderer Paare zu diesem Thema habe. Es ist doch jeder seines eigenen Glückes Schmied!

        Ich jedenfalls durfte, solange mein Ehemann gelebt hat, eine sehr glückliche Ehe führen!
        Somit hoffe ich, mich hier jetzt nicht rechtfertigen zu müssen, nur weil ich nicht ohne Trauschein mit jemand zusammen war…?

        Danke Deiner liebevollen Nachfrage, ja im Moment gehts mir gesundheitlich ein bissel besser; ich hoffe, Dir geht es auch gut und sende liebe Grüße auch an Dich und hab einen schönen, hoffentlich sonnigen Frühling,

        Sarai

        1. Tommy says:

          Gut wieder von Dir zu hoeren Schwester Sarai.
          Tommy

    2. Mayleine says:

      Liebe Sarai,

      Du sprichst mir aus der Seele!
      Liebe Grüße Mayleine

      1. sarai an Mayleine says:

        Liebe Mayleine,

        das freut mich 🙂
        Kann es sein, daß wir hier von Dir noch nie oder ganz selten etwas gehört haben?
        Magst Du uns ein bißchen was von Dir erzählen?

        Ganz liebe Grüße,
        Sarai

  23. dominik says:

    Hallo Ihr Lieben.

    Ich suche auch noch nach der Richtige. Aber das ist gar nicht so einfach. Es wurde ja schon angesprochen, die meisten Mädels schauen nur was jemand hat und nicht so wie jemand ist. Wenn man es versucht werden sie kompliziert. Gibt es denn von Euch praktische Tipps wie man zum Beispiel eine Handynummer bekommen könnte, um sich zu verabreden?

    Liebe Grüsse Dominik

    1. Darlene says:

      hallo Dominik,

      mit Generalverurteilungen wie „die meisten Mädel schauen nur, was jemand hat“, solltest Du Dich zurückhalten. Wenn Du hier nach Tipps zur Handynummererfragung suchst, dann scheinst Du ja eher unbedarft gegenüber Mädchen zu sein – vielleicht schreckst Du sie ja gerade dadurch ab, „wie Du bist“?

      Es ist echt nicht schön, wenn man einen männlichen ZJ trifft, der seinen mangelnden Erfolg bei Frauen natürlich auf die Frauen schiebt.

    2. Papillon says:

      hmm frag doch einfach, wie du hier fragst.
      Ich teile deine Empfindung. Viele haben hohe Ansprüche gerade unter den z.j. Aber du kannst mir glauben, ich habe auch Probleme jemanden kennenzulernen. Gerade wenn man geschieden ist, wenn auch unschuldig, hat man einfach kaum mehr eine Chance jemanden kennenzulernen. viele werden so darauf getrimmt auf theokratische Erfolge zu schauen. Man würde solchen Personen bei Ihrer theokratischne Karriere im Weg stehen. Ich kann verstehen wenn einige Schwestern in der Welt jemanden kennenlernen und zusammenleben. Eigentlich war das bis dato keine Option für mich, aber ich denke immer mehr darüber nach.

      LG
      Magda
      magda.papillon@t-online.de

      1. Winston an Magda says:

        Liebe Magda,

        dieses Dilemma ist mir bestens bekannt. Meine Schwester ist noch Zeugin und hat für immer aufgegeben. Sie ist jetzt 58 und 30 Jahre ohne Partner. Die übriggebliebenen freien Männer bei ZJ sind meist auf junge Schwestern aus und interessieren sich nicht für züchtig, unattraktiv gekleidete, verhüllte reifere Schwestern, die alleine geblieben sind oder verlassen wurden. Ein Kennenlernen einer Frau durch Spaziergänge zu zweit, verbunden mit angenehmen Gesprächen in Bezug auf Vorstellungen des Zusammenlebens, ist ja auch verboten. Die Option Weltmenschen kennenzulernen ist extrem schwierig, weil welcher Weltmensch über dreissig wartet bis zum Standesamtstermin darauf seine Verlobte küssen zu können oder auch nur mit ihr allein händchenhaltend im Park spazieren zu gehen. Dazu noch das kindische Versteckspiel in der Öffentlichkeit, um ja von niemandem aus der Versammlung gemeinsam gesehen zu werden. Die Einzige Chance ist es tief religiöse Männer zu finden, die von ihrer Religion ebenso beeinflußt sind. Nur wenn diese ihren Glauben ernst nehmen, warum sollten sie zu Zeugen Jehovas wechseln, die sogar private Bibelstudien ohne Anleitung verbieten ? Und wenn sie etwas intelligenter sind und den Wachtturm lesen, dann stellen sie sowieso nach der ersten Ausgabe fest, dass diese Schriften nicht biblisch fundiert, teilweise sogar völlig wirres und konträres Bibelverständnis und Gedankengut blinden Gehorsams vermitteln. Außerdem, wie willst Du einen netten Mann, für den Du Dich interessierst Deinen Eltern vorstellen, wenn die noch in der Wahrheit sind. Bei normalen Weltmenschen wirst Du Dich selber irgendwann entscheiden müssen, ob Du das Doppelleben einer frommen Schwester neben einem Mann, den Du liebst und mit dem Du gerne zusammenbist (ohne Aufpasser!) durchhalten kannst. Irgendwann werden Dich Deine besten Freunde und Freundinnen überwachen und beim kleinsten Vergehen bei den Ältesten anzeigen. Und dann geht ein Theater los, das auch Eure junge Beziehung schwerst belastet und dazu führen kann, dass der geliebte Mann Dich vor die Alternative stellt, austreten oder Schluß machen. Die einzige erfolgreiche Möglichkeit ZJ-konform einen Partner zu finden ist, die Brüder zu nehmen, die wesentlich älter, sozial bedürftig oder vielleicht sogar pflegebedürftig sind, weil das spielt vorerst keine Rolle, weil Ihr ja sowieso bald im Paradies seid, wo es keine Krankheit und auch kein Alter gibt. Sollte Dir mit dem Paradies das aber zu lange dauern, dann überleg mal, ob dieser Glaube Dich hier und jetzt glücklich gemacht hat und welche Zukunft er Dir bietet.
        Jesus wollte, dass wir im jetzigen Leben glücklich und voller Liebe zu anderen Menschen leben können. Die Nächstenliebe schließt die Liebe zu einem Partner nicht aus, davon steht nichts in der Bibel, aber viel im Wachtturm, wer das auch immer erfunden hat. Charles Russel sicher nicht und auch nicht die vielen Ältesten die zum zweiten oder dritten Mal geheiratet haben. Ich vermute, das war ein armer Homosexueller, der mit Frauen nicht konnte aus dem WTG Schreibbüro, wie auch viele Mönche in katholischen Klöstern.
        Ich kann Dir nur wünschen, dass Du auch ohne Partner glücklich wirst und dies nachher nicht bereust
        liebe Grüße
        Thomas

      2. heibea an magda says:

        Liebe Magda,
        wo ist Dein gesundes Selbstbewußtsein als Frau?- Pfeif auf
        die „Zeugenmänner“! Es gibt sehr nette „Weltmänner“, die ih-
        re Liebesbeziehung nicht an einer Karriere bei der Wtg messen.
        Ich kenne einige Männer zwischen 60 und 70, die entweder ver-
        witwet oder geschieden sind und gern eine Partnerin an ihrer
        Seite hätten!
        Lass Dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen von Glaubens-
        geschwistern einreden, die es angeblich nur „gut“ mit Dir mei-
        nen- sie folgen nur den Geboten alter selbstherrlicher Greise
        in Amerika!
        Jeder Mann,der Dich ehrlich liebt, taugt hundert Mal mehr als
        sie! Du bist eine „erwachsene“ Frau, die nur sich selbst und
        Jehova gegenüber verantwortlich ist.- Und- jeder ist seines
        Glückes Schmied!
        Tip, geh mal in einen Malkurs, wenn Du gern zeichnest oder zum
        Tanzen. Außerdem gibt es viele Veranstaltungen jedweder Art, wo
        Menschen sind, Altstadtfeste, Bauernmärkte usw.
        Schau Dich um, man kommt so schnell ins Gespräch- lern einfach
        Menschen näher kennen, vielleicht ist „er“ ja dabei!
        Und ob Dich jemand aus der Vs sieht?- Wen interessiert das?!
        Du machst es für Dich allein!
        Liebe Grüße aus dem Harz hei-bea

        1. Liebe Heibea, du hast so recht.Das Leben hat so viel zu bieten,jetzt schon . Geniese wir es, wir haben Jehova und Jesus Christus auf unser Seite. Übrigens ein Tanskurs ist auch gut ,vielleicht salsa, tango und so weiter. Gruß Raffaela

          1. heibea an raffaela says:

            Liebe Raffaela,
            wenn Du nicht so weit weg wohnen würdest würden wir zusammen
            tanzen gehen, oh mein Kreuz!!!
            Alles Liebe hei-bea

  24. Manfred says:

    Lieber Brd. R.B.M.,

    ich möchte Dir auch Dank sagen, für die umfangreiche Ausarbeitung zu einem heiklen Thema. Du hast sehr gut herausgearbeitet, dass wenn zu einem bestimmten Thema in der Bibel nichts gesagt wird, man dann nicht einfach eigene menschliche Regeln einfügen darf und dann behauptet, es sei Gottes Gesetz.

    Joh.8:31, 32; Elb:
    31 Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

    Wenn ihr in meinem Wort bleibt, …

    In seinem Wort zu bleiben, bedeutet eben auch, keine eigenen Worte (menschliche Regeln oder Gesetze) hinzuzufügen, wenn Gott oder Jesus selbst nichts dazu sagen.

    Wenn man also die Wahrheit erkennt, dann wird man von solchen menschlichen Regeln oder Gesetzen befreit. Das bedeutet nicht, dass man nun Sünde treiben kann. Das ist nicht die Freiheit die man anstreben sollte. Wenn man in Christus frei ist, dann wird man diese Freiheit nicht missbrauchen, sondern gottgefällig handeln, ohne sich aber unter die Fuchtel von anderen Menschen zu stellen, die meinen dass sie über alles und jeden bestimmen dürfen.

    Dass wir die Wahrheit über die WTG erkannt haben, hat uns aus ihrer Knechtschaft befreit und nun sind wir nicht mehr einem bösen Sklaven Rechenschaftspflichtig, sondern nur noch unserem Herrn und König Jesus Christus und seinem und unserem Vater.

    Vielen Dank, dass Du dazu beigetragen hast, auch bei diesem Thema wieder ein Stück Freiheit zu erlangen. Die positiven Kommentare zeigen, dass es vielen so geht und Du Ihnen aus dem Herzen gesprochen hast.

    Liebe Grüße Manfred

  25. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ says:

    Lieber geschätzter Bruder „R.B.M.“,

    Du hast wieder einmal einen “Volltreffer“ mit deinem Artikel gelandet und ich danke dir sehr herzlich dafür. Er ist sehr Zeitgerecht und findet seine Anteile heutzutage weit verbreitet auf dieser Erde. Ob es finanzielle, moralische oder ethische Gründe für jeden Einzelnen sind, kann jeder für sich entscheiden.

    Ich habe mir sehr oft gefragt:
    “Wie würde Jesus entscheiden, wenn er heute unter uns wäre? Wie sieht Jesus so manche ge-/veränderte Situation, die es vor tausenden von Jahren noch gar nicht gab, heute?“

    Damals gab es keine moderne Technik, keine motorisierten Fahr- oder Flugzeuge… Die Menschen lebten ebenfalls viel einfacher – im Vergleich zu heute. (Internet, Zeitprobleme, Stress, zwischenmenschliche Probleme etc. sind „relativ“ neu.)

    In der Hl. Schrift finden sich Begriffe wie „Frau“ oder „Ehefrau“. Der Begriff „Ehe“ (siehe ELB-Studienbibel zu diesen Begriffen.) ist ein menschliches Produkt und wurde weder von JHWH noch Jesus „gezeugt“ oder sonst wie in Umlauf gebracht. Deinen Ausführungen kann ich nicht das Geringste in Abrede stellen; ich habe mich mit dem gleichen Thema vor ca. 2 Jahren befasst. Luther hat u.a. einiges zu den Begriffen „Standesamt“ und „Heiratsurkunden“ verfasst und damit diese Themen auch schon publiziert, in seiner Zeit. (Hierzu hatte ich bei Wikipedia einiges gefunden.)

    Abschliessen möchte ich gerne mit einem Bibeltext aus Prediger 9:7-9 (GNB)

    “Darum iss dein Brot und trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! So hat es Gott für die Menschen vorgesehen und so gefällt es ihm. Nimm das Leben als ein Fest: Trag immer frisch gewaschene Kleider und sprenge duftendes Öl auf dein Haar! Genieße jeden Tag mit der Frau, die du liebst, solange das Leben dauert, das Gott dir unter der Sonne geschenkt hat, dieses vergängliche und vergebliche Leben. Denn das ist der Lohn für die Mühsal und Plage, die du hast unter der Sonne.“

    Meinen herzlichsten Dank möge dir, lieber Bruder R.B.M. auf diesem Wege zukommen für deine liebevolle Mühe.

    Herzliche Grüsse des Friedens Jesu Christi sendet
    Athalja

    1. R.B.M. an ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ says:

      Mein geschätzter Bruder Athalja,

      dein Kommentar bedeutet viel für mich. Deine Beiträge hier auf BI zeugen stets von Deinem Verständnis der Bibel, gepaart mit herzlicher Wärme. Die Frage, die Du Dir oft stellst, „wie wohl Jesus hier entscheiden würde“, ist wohl der beste Weg, um den richtigen Weg für sich zu finden. Ein überaus weißer Gedanke, den ich in Zukunft noch mehr beherzigen möchte. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Dir das einfach mal zu schreiben.

      Auch all den Anderen, die diese Ausarbeitung, egal in welcher Form, unterstützt, oder hier ein positives Statement hinterlassen haben, möchte ich hiermit meinen Dank aussprechen. Es war mir persönlich wichtig, dass dieser Vortrag veröffentlicht wurde.

      In brüderlicher Verbundenheit in Herz und Geist, aus dem Südwesten Deutschlands.

      R.B.M.

      PS: Übrigens, läuft dein Beamer wieder? 😉

  26. Lehabim@ says:

    hallo,
    Das sollte heißen: manche unglückliche Ehe erst gar nicht geschlossen…

    Sorry
    Lehabim

    1. Franki says:

      Franki an Alle

      Ich sehe das so,enn man mal verheiratete und auch unverheiratete Paare die so zusammen leben betrachtet in der Welt.

      Der erste Fakt ist seit langem nicht mehr der Geschlechtsverkehr,der gehört wohl zu einer Beziehung dazu,ist aber nicht mehr der ausschlagebende Punkt,da vor allem die Jüngere generation begriffen hat das die Generation der 70er und 80er Jahre ,der Begriff freie Liebe dürfte vielen noch ein Begriff sein,und das resultat daraus sind und waren zum Schluß das viele Frauen dann Kinder bekamen,von den Männern sitzen gelassen wurden und somit allein erziehende Mütter wurden.

      Das prägt auch dann die Kinder,die so ein Schicksal mitmachen müssen.

      Also ist in den neuen Generationen der G-Verkehr nicht mehr der ausschlaggebende Punkt.

      Die Suche zeit den passenden Partner zu finden,ist sogar hilfreich um zu prüfen und zwar bei beiderlei Geschlecht, Wer passt zu mir.

      Und wenn diese Phase überwunden ist und man den passenden Partner oder partnerin gefunden hat,kann man wenn man sich liebt und gemeinsamkeiten hat sich auf eine feste Beziehung oder Ehe einlassen.

      Und trotzdem ist das noch kein Freifahrtschein ,das die Ehe oder die Beziehung auf Dauer funktioniert.

      Das Leben hat so manche angenehme ,aber auch Unangenehme Überraschung bereit.

      Und das fängt dann erst mal an mit dem Beginn einer Beziehung,da muss eingerichtet werden,eine Wohnungseinrichtung kostet Geld,Javakistenmöbel möchte man sich nicht antun.

      Geld ist knapp,da beide erst am Anbeginn Ihrer Laufbahn stehen,hat man keine solventen Eltern oder Schwiegereltern ,die einem unter die Armen greifen können ist man selber auf sich angewiesen,das heißt in vielen Fällen dahrlehn und Kredite aufnehmen oder auf Teilzahlung bezahlen.

      Da kommt die erste Hürte der Beziehung,geht dabei etwas schief,das man mit dem geld das man verdient nicht wirtschaften kann oder das man von Heute auf Morgen Arbeitslos wird und bis Hartz 4 runterrutscht,da ist schon die Schwelle die viele Ehen kostet.also Scheidungen einbringt und da muss ich sagen meistens von den Frauen ausgehend,da viele wie kleine Prinzessinen erzogen wurden nach der Devise ja nicht die brutale Welt an meine Tochter kommen lassen.

      Und viele ,viele Dinge mehr,dabei ist bemerkenswert das zur Zeit die wenigsten Scheidungen laufen ,wegen nicht geplanten Kindern die zur Welt kommen,(also Zufallstreffer),im Gegenteil das hält sogar die meisten Paare zusammen.

      Was die Kinderheirat bei Zeugen Jehovas angeht,so finde ich es von allen Beteiligten ausgehend von den Eltern des jeweiligen Partners bis zu den Ältesten die einen ennormen Druck aufbauen auf Paare bis zu den Versammelungsmitgliedern selber,die Saudumme Sprüche ablassen,UNVERANTWORTLICH EIN BLUTIUNGES PAAR INS UNGLÜCK RENNEN ZU LASSEN:

      Ich hatte ja schon mal in einem anderen Kommentar geschrieben,das ich persönlich es erlebt habe das von 10 geschlossenen Ehen ,7 Ehen innerhalb von 5 Jahren geschieden wurden und zwar aus Scheidungsgründen heraus die Haarsträubend sind.

      Von der Vergewaltigung der Frau in der Ehe wil sie ja dem Manne unterwürfig sein soll und ihm seinen Tribut zollen soll,bis zur wirklich brutalen Körperverletzung das heißt die Frau wollte nicht gehorchen und wurde aufs schlimmste verprügelt,musste sogar ins Krankenhaus.

      Also es waren alle Varianten vorhanden.

      Ich habe mir mal darauf eine Statistik kommen lassen,,die aufgeführt hat wieviel Ehen bei Zeugen Jehovas geschieden werden.

      Von den Jungen Ehen sind es bis zum Jahre 2005 sage und schreibe 76% gewesen

      Die Ehen derälteren generationen scheinen zu funktionieren oder die Partner sind so abgestumpft,das sie eine Scheidung nicht mehr in Erwägung ziehen,obwohl sie leiden.Denn mit manchen Brüdern wollte ich als Frau auch nicht verheiratet sein(ich bin ein Mann) da sie und das sage ich voller Inbrunst,Ich bezogen ,Machtsüchtig innerhalb der VS,da sie im Normalen Leben nur kleine mickerige Leuchten sind die nichts auf die Beine stellen.

      Na gut jeder so wie er will.

      Jeder Topf bekommt seinen Deckel.

      Die WTG sollte sich gerade mit dem Verfahren von Eheschließungen im Blutjungen Alter mal stark auseinander setzen,bevor noch mehr junge Menschen ins Unglück gestürzt werden.

      Denn bei einer Scheidung,die a viel Geld kostet und b bei ZJ unweigerlich zum Ausschluß führt,aber man sitzt seine Ausschlusszeit auf einer Pobacke ab und der Ehekreislauf beginnt aufs neue.

      Wieviele junge Menschen sollen dann noch fertig gemacht werden????

      Man sollte wirklich für Sekten ein Gesetz herausbringen das heiraten vor dem 25.Lebensjahr nicht erlaubt wird,bis das Gehirn oben richtig funktioniert.

      Soviel zum Thema#
      Grüße
      Franki

  27. Lehabim@ says:

    Lieber Bruder R.B.M!
    Respekt für deinen Artikel! Das war wirklich mutig und für mich auch eine Bestätigung für das was ich seit Jahren ebenso fühle und empfinde. Ich schätze deine analytische Art, die Dinge aufzuarbeiten!

    Was ich interessant fand, ist der der Gedanke der vorehelichen Geschlechtsbeziehungen. Das hat mich in 35 Jahren als ZJ immer wieder beschäftigt, weil es mich auch selbst betroffen hat. In all den Jahren hatte ich das starke Gefühl, dass ganz viele junge Menschen in der Versammlung viel zu früh heiraten, vornehmlich unter dem Druck, endlich “ legal“ Geschlechtsbeziehungen haben zu dürfen, obwohl sie eigentlich für die Ehe noch viel zu unreif waren! Bestätigt in meiner Ansicht hat mich die Beobachtung, wie unglücklich viele der Paare schon nach kurzer Zeit erschienen. Und ich hatte diese Erfahrung selbst gemacht: Bin mit 18 in die Versammlung gekommen, Mädchen kennengelernt, 4 Jahre gewartet, und unter dem Druck des Verbotes der vorehelichen Beziehungen schließlich mit 23 geheiratet, meine Frau war 18. Ich war verliebt, natürlich, doch beide waren wir unreif, und schon nach den ersten intimen Erfahrungen war mir bewusst, dass das nicht alles in einer Beziehung ist und dass ich einen Fehler gemacht hatte. Aber der Zug war jetzt abgefahren.. In der Folge kurz hintereinander 3 Kinder, nach Jahren noch ein viertes, weil meine Frau das so wollte… Kurz, nach 20 Jahren habe ich schließlich die Reissleine gezogen, und dieser Ehe ein Ende bereitet, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe, sonst hätte ich wohl mir selbst ein Ende gesetzt.Soweit so gut.

    Einer meiner Kunden, kein ZJ, mit dem ich schon Jahren befreundet bin, beschäftigte eine Junge Schwester als Arzthelferin. Diese hatte vor kurzem geheiratet. Mein befreundeter Arzt und seine Frau fragten mich mehrfach, weil sie es völlig unverständig fanden, wie man bei Zeugen zwei Menschen in eine Ehe schicken kann, ohne ein Zurück, ohne Erfahrung und ohne die Chance, es vorher auszuprobieren. sie argumentierten, man bräuchte doch fast für alles im Leben, was man tun will ein Führeschein, ein Diplom oder ähnliches verbunden mit vorheriger Ausbildung!
    Gefühlsmäßig konnte ich dem zustimmen, aber was sagst du denn da, wenn man dich als ZJ fragt?
    Im Prinzip hatte ich diese Fragestellung für mich schon viele Jahre, und auch mit manchem vertrauten Bruder darüber diskutiert.
    Meine Idee war, wenn junge Menschen mal ausprobieren dürften, wie das ist mit dem Sex und feststellen
    könnten, dass das nicht alles im Leben ist, vielleicht wäre manche unglückliche erst gar nicht geschlossen worden! Natürlich musste ich zu meiner Zeit als Ä sehr aufpassen, was ich da von mir gebe!
    Ich sehe deinen Artikel nicht, als Ermunterung für voreheliche Geschlechtsbeziehungen, damit ich nicht missverstanden werde. Trotzdem würde mich interessieren, wie Du und wie Ihr alle, die ihr dies lest, dazu eingestellt seid oder ob ihr auch schon mal in dieser Rochtung gedacht habt!
    für ein Feedback wäre ich sehr dankbar!

    Liebe Grüße christlicher Liebe
    euer mitbruder
    Lehabim

    1. Tomaso says:

      Hallo Lehabim,

      danke für deinen Kommentar. Ich sehe das ähnlich wie du und manch andere hier, wie ich an Hand der Kommentare schlussfolgern konnte. Auch der Kommentar von Manfred hat mich sehr angesprochen.

      Ich habe auch festgestellt, dass viele junge Leute bei uns nur aus einem Grund heiraten: endlich „legal“ miteinander schlafen zu können. Ohne, dass jemand dumme Andeutungen macht, unangebrachte Sprüche ablässt oder sonst etwas. Meiner Meinung nach heiraten viele einfach aus dem Grunde, dem ganzen Druck zu entgehen. Da ist zB. der Druck des Umfelds. Wenn eine Schwester jemand mit Mitte 20 noch nicht verheiratet ist (bei Männern vielleicht noch später) wird schon geredet. Gerade wenn die gleichaltrigen Freunde schon verheiratet sind oder wenn derjenige eine Beziehung hat. „Was ist mit ihm/ihr?“ „Der ist bestimmt schwierig“ etc. Ich möchte gar nicht auf alles eingehen was so getratscht wird, viele kennen das bestimmt zu genüge. Der Punkt ist, dass dieser Druck junge Leute zermürben kann und sie sich dadurch zu einer verfrühten Heirat gedrängt fühlen. Gerade junge Frauen/Mädchen sehen in vielen Jungs schon einen potentiellen Ehepartner. Bei den Männern ist es ähnlich.
      Ich finde dieses gegenseitige überwachen bzw. konkurrieren miteinander furchtbar. Gerade weil viele der schon verheirateten Paare sich oft als etwas besseres fühlen und z.B. offen sexuelle Anspielungen oder Witzchen machen, da sie es jetzt ja „dürfen“. Die anderen dürfen ja nicht darüber reden, denn sie können ja nicht mitreden (bzw. sollten es ja „hoffentlich“ nicht können). Dieses Getue finde ich furchtbar und erniedrigend für jeden, der sich bemüht, den oder die Richtige zu finden und sich halt mehr Zeit lässt.
      Meiner Meinung nach werden diese ganzen verfrühten Hochzeiten aus einem einzigen Grund durchgeführt und dass ist der Sex. Selbstverständlich gibt es viele Beispiele wo es wunderbar klappt und gerade die ältere Generation zeigt, dass es durchaus möglich ist, auch dann glücklich zu sein, wenn man mit 18 oder 19 heiratet. Aber heutzutage haben die jungen Leute ganz andere Ansprüche und ein ganz anderes Umfeld. Es ist unfassbar schwierig nicht den allgemeinen Trend mitzumachen. Und woher sollen man als junger Mensch wissen, was man will und wer zu einem passt?
      Ich hoffe, dass ich ein paar Gedanken rüberbringen konnte, wie ich das ganze sehe.
      Ich bin übrigens Mitte 20 und unverheiratet.

      LG Tomaso

      1. Lehabim@ says:

        lieber Tomaso,
        Danke für deinen offenen Kommentar!
        Ich merke, dass es für dich nicht leicht ist, dich nicht vom allgemeinen Trend anstecken zu lassen, deswegen wünsche ich dir von Herzen die Kraft und die Weisheit von unserem Gott, die richten Entscheidungen zu treffen!
        Alles liebe
        Lehabim

    2. R.B.M. an Lehabim says:

      Lieber Lehabim,

      deine Frage trifft den Zeitgeist auf den Kopf. Persönlich halte ich eine Klärung dieser Fragen sogar als sehr notwendig. Aber…

      Wie ich schon unserem Bruder Bernhard geschrieben habe, war ich bei der Ausarbeitung sehr bemüht bei EINEM Thema zu bleiben, dass nur eine Frage beantworten sollte: Muss ein Christ in Deutschland standesamtlich Heiraten. Ab welchem Zeitpunkt sind intime Zärtlichkeiten für Jehova erlaubt und gibt es die Straftat „vorehelicher Geschlechtsverkehr“ überhaupt, werden in diesem Zusammenhang nur Nebensächlich erwähnt. Schön, dass Du meinen Artikel nicht, als Ermunterung für voreheliche Geschlechtsbeziehungen siehst, denn Dieses sollte er mit Sicherheit nicht vermitteln. Junge trifft Mädchen; Junge verliebt sich in Mädchen und umgekehrt; beide werden ein Paar und leben bis zu ihrem Lebensende glücklich zusammen. Also die Idealvorstellung JHWH´s von einer Partnerschaft.

      Aus vorausgegangenen Diskussionen zu Sexualthemen ist mir sehr wohl bekannt, dass einige Mitleser und geschätzte Mitschreiber auf BI noch vor wenigen Tagen der festen Meinung waren, dass man solchen Paaren wegen Unzucht und Hurerei die Gemeinschaft entziehen, und sie dem Satan übergeben sollte. Meine Ausarbeitung sollte die Toleranz fördern, die Moralvorstellung meiner Brüder in genau DIESER Frage zu respektieren. Und nicht die eigene Moralvorstellung oder die der Gemeinde oder Kirche, in der ich bin, als Messlatte bei meinem Bruder anzulegen.

      Es wundert mich schon etwas, dass bislang, nach fast zwei Tagen, noch keine Gegenargumentationen geschrieben wurden. Noch vor wenigen Tagen lies eine Gegendarstellung der Schwestern und Brüder, die für die geistige Tötung eines Mitbruders stimmten, weil er nicht standesamtlich Verheiratet war, nicht einmal wenige Stunden auf sich warten. Haben einige, aufgrund dieses Artikels, ihre Meinung zur Verurteilung ihres Bruders geändert? Wenn dem so ist, würde ich mich über eine solche Rückmeldung freuen. Lernfähigkeit ist nicht ein Zeichen von Schwäche, sonder die offen gezeigte Stärke eines Christen. Wenn nicht; für eine logische und sachliche Argumentation bin ich stets offen und werde gerne Diskutieren.

      Jetzt aber zu Deiner Frage: Wenn ich als Autor dieses Artikels mich zu Deiner Frage äußern würde, ist mit jetzt schon eines klar: Bei diesem Vortrag habe ich mich ganz eng an den Sinn des geschriebenen Bibelwortes gehalten. Was aber Deine Frage betrifft, so müsse im Vorfeld erst einmal die biblische Ansicht von Trennung abgehandelt werden. Die Unterschiede zwischen einer christlichen Partnerschaft und einem geteilten Haus. Dem entsprechend müsste man 1. Kor. 7 klären, warum dieser Unterschied überhaupt gemacht wurde. Warum Jesus Worte nur an Paare gerichtet waren bei dem beide Teile Christen sind und warum nur Paulus etwas über das geteilte Haus sagt. Was war der Sinn dieser Differenzierung? Wo liegen die Unterschiede?

      Erst dann kommt das Thema Wiederverheiratung auf den Tisch. War es einem Christen in einem geteilten Haus nach dem Sinn der Worte des Paulus möglich, nach einer Trennung wieder zu heiraten ohne, dass der ungläubige Partner „Ehebruch“ begangen hat? Wie können wir das ganze in unserer heutigen Zeit umsetzen ohne die Gebote Jesu zu biegen oder zu brechen? Macht es heute, in einer modernen Welt überhaupt noch Sinn, in gläubige und ungläubige Paare zu unterscheiden? Dann wäre da noch die Worte Jesu aus den Evangelien abzuklären, was das Scheiden und Wiederverheiraten betrifft. Das ist aber alles noch biblisch machbar.

      Und erst dann könnten wir Deinen Fragen begegnen, des Testens und Ausprobierens vor einer festen Partnerschaft. Dabei würde sich jeder sehr weit aus dem Fenster lehnen, der versucht einen Artikel über Deine Fragen zu verfassen. Auch wenn sein persönliches Gewissen so manchen Spielraum im zwischenmenschlichen Bereich zulässt, mit dem Bibelwort als solches und dessen Aussagen hat das nicht mehr viel zu tun. Sondern mit weit reichender Bibelexegese. So einige hier werden demjenigen, wörtlich gesprochen, Bibelzitate nur so um die Ohren hauen. Und teils auch zu Recht. Ich möchte nicht freiwillig als der Beleg dazu dienen, meinem Bruder einen zügellosen Lebenswandel ermöglicht zu haben.

      Natürlich habe ich zu Deiner Frage eine persönliche Meinung. Ich kann diese vor JHWH mit einem reinen Gewissen vertreten. Aber wenn Du mich als Autor aufforderst, zu Deiner Frage offiziell zu antworten, möchte ich als Autor hier keine Stellungsnahme abgeben. Bitte habe dafür Verständnis. Als Kommentarschreiber „vielleicht“. Ich könnte es mir natürlich auch einfach machen und die Bibel zücken und eindeutige Schrifttexte zitieren. Damit wäre ich fein aus dem Schneider, aber weder Dir noch Anderen wirklich geholfen.

      Als einzige Antwort möchte ich zu diesem Thema die Frage von meinem geschätzten Bruder Athalja zitieren, wenn er es mir erlaubt:

      “Wie würde Jesus entscheiden, wenn er heute unter uns wäre? Wie sieht Jesus so manche ge-/veränderte Situation, die es vor tausenden von Jahren noch gar nicht gab, heute?“

      Ich möchte mich nochmals für Deine Einschätzung meines Berichtes bedanken und für Deine lieben Grüße. Sei genau so herzlich von mir als Bruder zurück gegrüßt.

      R.B.M.

      1. Igel says:

        Lieber Bruder R.B.M.,

        ich möchte Dir für deinen ausgewogenen Vortrag danken, denn er verurteilt nicht sondern spiegelt Christlichen Geist wieder. Denken wir doch nur an Jesus, hat er Menschen verurteilt
        weil sie Sünder waren? Oder hat er nicht viel mehr die Religion (Pharisäer) verurteilt für ihr anmaßend es und sich über andere erhebendes Denken? Ja wir Menschen sind schnell beim urteilen besonders wenn eine Gemeinschaft dies fördert, und das geht schnell denn ich kenne nur wenige die kein Elite denken praktizieren. Im Gegenteil solche Religionen werden als schwach unmoralisch und Gottentehrend angsehen!
        Was nur wenige erkennen ist aber, das ist die Voraussetzung um einen eigenen Glauben überhaupt entwickeln zu können!
        Ich Frage mich manchmal was für eine Vorstellung haben wir vom Paradies?
        Wir alle kennen die Bilder in den Schriften der Z.J. Familien und friedliche Tiere in einem wunderschönen Garten lebend. Ja wirklich schön aber um das zu erreichen braucht man Liebe, Toleranz, und Vollkommenheit!
        Liebe und Toleranz können wir entwickeln für die Vollkommenheit benötigen wir Jesus und sein zweites Wiederkommen!
        Religionen von Menschen geführt sehen das Naturgemäß anders, umso mehr noch wenn Machtstrukturen gegen Liebe und Toleranz stehen, aber sie geben Sicherheit auf Kosten der Freiheit!
        Ich bin der Meinung wer alt genug ist eine Beziehung einzugehen sollte auch das Recht haben das zu tun und zwar ohne das Mutter Religion hir mit mischt.
        Wenn zwei Menschen sich lieben dann ist das doch wunderschön!
        Sollten wir uns nicht lieber mit ihnen freuen als den Zeigefinger warnend hochzuhalten!
        Ich finde alles hat seine Berechtigung auch die Ehe, im Gegenteil wir müssen alles dafür tun das die Ehe auch glücklich wird die aus der ersten Liebe wächst. Ehe und Familie sollte das Ziel sein wenn zwei Menschen ein Fleisch werden! Wichtig ist meiner Meinung das wir Menschen die sich lieben die Freiheit lassen ohne fesseln der Religion den Weg zur Ehe zu gehen! Liebe muss wachsen und auch Sex ist ein Teil vom Dünger, ich würde sogar sagen hochkonzentrierter Dünger den man am Schluss anwenden sollte.
        In der Bibel ist ja auch von Hurerei die Rede, und das Hurer das Reich Gottes nicht erben werden! Aber Hurerei und die wachsende Liebe zweier Menschen haben nichts gemeinsam!
        Unter Hurerei verstehe ich Menschen die am Wochenende die Zahnbürste einpacken und die sich auf der nächsten Party den Partner fürs Wochenende suchen, oder obwohl in einer festen Beziehung lebend der Meinung sind das kann nicht alles gewesen sein und das Glück weiter suchen!
        Ich finde die Aufgabe einer christlichen Gemeinde sollte es sein uns gläubigen Nachfolgen Jesu zu vermitteln, wie wir im Glauben und der Liebe zueinander wachsen können, und hier ist dein Vortrag eine Hilfe zu verstehen das es nicht nur schwarz und weiss gibt, sondern das alle Farben zum Leben gehören!

        Vielen Dank! Lieber Bruder R.B.M. für die ausgewogene Übermittlung dieses zugegeben schwierigen Thema-s zwischenmenschlicher Beziehungen. L.G. Igel.

      2. Lehabim@ says:

        Lieber Bruder R.B.M,
        Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Mir ist natürlich bewusst, dass weder du noch ein anderer Kommentator hier eine Art “ offizielle Stellungnahme“ abgeben können. Das war nicht mein Ziel, sowas zu erhalten, außerdem könnte es zu leicht als Vorwand genommen werden, entsprechend zu handeln, ohne die Verantwortung für sein Handeln gegenüber Gott selbst zu übernehmen. Vor allem wenn jemand nicht gefestigt ist, könnte eine derartige Aussage geradezu zu eine Falle werden!
        Und wie du schon sagtest, die Frage des „vorherigen Ausprobierens“ lässt sich glaube ich schwierig anhand der Bibel eindeutig beantworten. ( außer man ist ein dumpfer Hardliner, dann kannst du jeden Standpunkt anhand der Bibel untermauern (:-( )
        Ich möchte mit meiner Frage/meinem Gedanken lediglich die Diskussion, die du mit deinem Artikel angestoßen hast erweitern. Nach dem, was du ausgeführt hast, und auch nach meiner ganz persönlichen Einschätzung, die ich mir in vielen Jahren angeeignet habe, denke ich, jedes Paar muss das mit seinem Gewissen und mit JHWH selbst ausmachen. Der Bibeltext, den du am Schluss angeführt hast passt auch zu dieser Frage gut:

        „Das Gewissen eines anderen darf sich allerdings nicht zum Richter über meine Freiheit machen. (1. Kor. 10:29 Die Gute Nachricht von 1982)“
        Ich würde mich hüten, hier so jemanden zu be- oder geradezu zu verurteilen! Das steht niemandem zu!
        Erleichternd finde ich, dass gleichwohl anderen die selbe Problematik auffällt wie mir.

        Gut, dass es euch alle hier gibt!!!

        Liebe Grüße
        Lehabim

      3. Matthäus an RBM says:

        Lieber RBM,
        ich möchte mich den lobenden und zustimmenden Gedanken einfach anschließen.
        Wahrlich ein heikles Thema aber ich kann mir vorstellen dass jene die „allzugerecht“ sein wollen diesen Artikel ablehnen weil er ja mit der strengen Doktrin eines „Hütebuches“ wie sie auch die Pharisäer verfolgten, nicht in Übereinstimmung zu bringen ist.

        Deine Argumente sind logisch und nachvollziehbar, ich selbst versuche immer liberal zu denken im Sinne niemand anzuklagen oder gar zu richten. Dennoch habe ich beim Nachdenken einen Vers gefunden wo ich gerne deine Meinung dazu hören würde!

        1. Thes. 4: 3 Gott will, dass ihr ganz und gar ihm gehört. Deshalb soll niemand unerlaubte sexuelle Beziehungen eingehen. 4 Jeder soll mit seiner Ehefrau so zusammenleben, wie es Gott gefällt, und auf sie Rücksicht nehmen. 5 Ungezügelte Leidenschaft ist ein Kennzeichen der Menschen, die Gott nicht kennen.

        Was ist ungezügelte Leidenschaft?
        Vielleicht möchten sich auch andere dazu äußern!
        LG Matthäus

        1. Franki says:

          Franki an Matthäus

          Du fragst nach ungezügelkter Leidenschaft.#

          Das kann verschiedenes sein.

          Das kann sein das man jemanden so liebt und sich dabei selbst aufgibt,man nennt es auch im Sprachgebrauch Hörigkeit.

          Im Sexuellen Bereich dürfte es die Sucht nach sexuellen Abenteuern sein,zb war in den 80er Jahren einmal die Rede davon das gewisse Schauspieler einer Sexsucht unterlagen und in Therapie mussten zb Michael Douglass ubd einige mehr.
          #
          Dieses Verhalten ist allerdings Krankhafter Natur,obwohl es von der Bibel her stark verurteilt wird.

          Ungezügeltes Verhalten kann aber auch sein,wenn nach den Bestimmungen der WTG Du hast das Hüte Buch angeschnitten Deine jung verheiratete Ehefrau Ihre ehelichen Pflichten erfüllen soll ,aber durch unerfahrung ihren Mann nicht befridigen kann oder auch noch Angst davor hat und es dann von seitens des Mannes zu einem Sexuellen Zwangsvollzug also einer Vergewaltigung kommt.

          da die Ehe rein bleiben soll und Mann wie Frau sich nur einander hingeben sollen wenn sie dazu bereit sind,ist also das ganze drumm herum was Menschen oder Religionsorganisatrionen daraus machen,egal ob WTG oder weltlich gesehene Religionern der größte Frevel den es gibt,denn das kann zweierlei Dinge bewirken,
          a,durch zu grasse verbote kann es zum Eheexitus kommen oder
          b wenn durch die Welt zuviel freizügigkeit propangiert wird wie zb in den 70er und 80er Jahren die sogenannte freie Liebe,auf gut Deutsch jeder darf mit jedem Sex haben das ist natürlich auch falsch.

          Man muss ein gesundes Gleichgewicht darinn finden um einer Ehe einen Bestand auf Dauer zu geben.

          Also das sehe ich darinn

          Grüße
          Franki

        2. Alois says:

          Lieber Matthäus

          In der Elberfelder unrev. steht:

          3. Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit, daß ihr euch der Hurerei enthaltet,
          4. daß ein jeder von euch sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen wisse,
          5. nicht in Leidenschaft der Lust, wie auch die Nationen, die Gott nicht kennen;

          Ich vermute mal dass es im Vers 3 um Hurerei geht und weniger um das was zwischen den Partnern stattfindet.

          Im Vers 5 habe ich allerdings den Eindruck dass es um den Respekt dem Partner gegenüber geht, dass die Liebe zum Partner gelebt wird und nicht nur die Leidenschaft, oder der Trieb.

          Liebe Grüße
          Alois

        3. Zadok/Achim@Matthäus says:

          Lieber Matthäus,

          ich denke, dass der Vortrag auf so große Zustimmung stößt, weil die Zeugen tatsächlich beim Thema Sexualität und Ehe gnadenlos übertreiben.

          Grundsätzlich denke ich, sollte man diesen Text von dir auf sich wirken lassen. Und – das ist wohl ein Hauptproblem und da schließe ich mich selbst nicht aus – dass die Wahl des Ehepartners unter den Zeugen ohne Gottes Führung zu suchen stattfindet. Denn wenn Gott den Partner für uns aussucht, dann dürfen wir getrost davon ausgehen, dass der Sex aus stimmt.

          Zum Thema Hochzeit:

          Wer zum Christus gehört, wird irgendwann zur Hochzeit erscheinen denn er ist heute schon ein Bestandteil der Braut Christi.
          Und wenn so ein Christusnachfolger heute während seines irdischen Daseins der wilden Ehe frönt, nur weil es heutzutage normal geworden ist, zeigt, dass ihm diese Hoffnung nicht all zu viel bedeutet. Denn sonst würde er sich an seinem Herrn und Bräutigam orientieren und zeitlos altmodisch sein Eheleben beginnen.
          Lieber Gruß
          Achim

          1. R.B.M. an Zadok/Achim says:

            Lieber Achim,

            erlaube mir bitte, Deinen Gedanken über die Hochzeit noch etwas auszudehnen. Wenn ein Christusnachfolger es auch noch schaffen würde, Ehelos zu bleiben, wie unser Bräutigam und Vorbild Jesus, würde er damit zeigen, dass ihm seine Hoffnung noch mehr bedeutet. Dies ist auch der Rat (kein Gesetzt) des Apostel Paulus in 1. Kor. 7:8

            „Den Unverheirateten und Verwitweten sage ich: Es ist am Besten, wenn sie meinem Vorbild folgen und alleine bleiben.“

            Ich kann von mir, trotz aller Möglichkeiten, behaupten, dem Rat des Paulus zurzeit zu folgen. Ich danke Dir sehr für Deine gut gewählten Worte. Denn ich schätze Dich sehr, lieber Achim.

            Liebe Grüße
            R.B.M.

          2. heibea an Achim u. R:B:M says:

            Hallo, Ihr Beiden,
            Achim, ich stimme Dir ohne wenn und aber zu! – R.B.M,selbst wenn
            Deine Ausführungen über die Ehe, bzw. die „wilde“ Ehe Deiner bib-
            lischen Auffassung entsprechen meine ich, dass Texte wie 1.Mo
            34:9 und 5. Mo 7:3 nicht ausser Acht gelassen werden sollten,
            selbst wenn man für das Wort „Ehebündnis“ nur das Wort „Bünd-
            nis“ einsetzt; Jehova ist ein Gott der Ordnung!
            Ein r e i f e r Christ wird meiner Ansicht nach Vernunft walten
            lassen und heiraten, obwohl er das vielleicht gemäß Deinen Aus-
            führungen n i c h t braucht! Er wird dieser ganzen Situation den
            „Stachel“ nehmen, aus Liebe und Achtung zu und vor seinem Partner
            und seinen Mitmenschen! (Aus diesem Grund hänge ich Sylvester
            auch k e i n e Wäsche auf)
            Warum provozieren?!- Und- hätte Jesus in einem solchen Fall sein
            Recht unter allen Umständen durchgesetzt?!
            In diesem Sinn herzliche Grüße von einer Ehefrau aus dem
            finsteren Harz hei-bea

          3. dani says:

            Ja das finde ich einleuchtender obwohl ich kein ZJ bin. Ich kenne mehr als ein Paar wo das Mädel sich doch sehr wünscht endlich geheiratet zu werden und dem Freund ist es nicht wichtig. Mit dem Sex den sie haben ist der Mann am Ziel und seiner Meinung nach ist die Beziehung perfekt. Manche Frau leidet weil um sie nicht mehr geworben wird. Das Hauptproblem liegt doch an der Unfähigkeit zur echten Liebe die die Bedürfnisse des Partners sieht und nicht nur die eigenen Wünsche. An der Stelle müßte angesetzt werden wenn es um tragfähige Ehen geht. Und dann ist doch eine öffentliche Bekanntmachung (Hochzeit) die logische Konsequenz.

            Gruß dani

            Gruß dani

          4. heibea an dani says:

            Hi,dani,
            Du schreibst, das Hauptproblem ist die Unfähigkeit zur echten
            Liebe, die- neben den eigenen- auch die Bedürfnisse des Part-
            ners sieht!
            Dem stimme ich voll zu: für den, der „echt“ liebt sollte sich
            die Frage- Heirat, ja oder nein- eigentlich n i c h t stellen.
            Aber was ist echte Liebe?! Ich glaube, da steckt jeder seine
            Grenzen auch anders; vielleicht aus Angst, enttäuscht zu wer-
            den,wenn`s dann doch nicht klappt- wer hat schon gern das Nach-
            sehen?!
            Aber wie heißt es so schön in Nenas Lied: Liebe nimmt nicht,
            Liebe gibt!- Und das stimmt einfach, gerade in der Zweierbe-
            ziehung!
            In diesem Sinne Grüße aus den Harzer Bergen
            hei-bea

        4. R.B.M. an Mathäus says:

          Geschätzter Mathäus,

          ich wage es nicht zu diesem Text eine klare Antwort wieder zu geben. Luthers letzte Hand von 1545 n.Chr. übersetzt wie folgt:

          Denn jr wisset / welche Gebot wir euch gegeben haben / durch den HErrn Jhesum. 3 Denn das ist der wille Gottes / ewer Heiligung / das jr meidet die Hurerey / 4 vnd ein jglicher vnter euch wisse sein Fas zubehalten / in heiligung vnd ehren / 5 nicht in der lust seuche / wie die Heiden / die von Gott nichts wissen. 6 Vnd das niemand zu weit greiffe noch verforteile seinen Bruder im Handel / Denn der HErr ist der Recher vber das alles / wie wir euch zu vor gesagt vnd bezeuget haben. 7 Denn Gott hat vns nicht beruffen zur vnreinigkeit / sondern zur heiligung. 8 Wer nu verachtet / Der verachtet nicht Menschen / sondern Gott / der seinen heiligen Geist gegeben hat in euch.

          Nach der Überprüfung von vielen unterschiedlichen Übersetzungen bin ich mir nicht einmal sicher, ob hier Paulus von sexueller „Hurerey“ spricht oder von anderen Dingen wie Habsucht. Im Vers 6 wird in einigen Bibelübersetzungen speziell darauf hingewiesen, dass es sich dabei um Rechtsgeschäfte unter Christen handeln könnte. Das „Fas“, könnte sehr wohl auffordern, materieller Besitz in Ehren und Heiligkeit zu benutzen. Und nicht durch die Lust der Habsucht, wie bei den Heiden üblich, seinen Bruder zu übervorteilen . Da wäre der Begriff „Unsittlichkeit“ statt „Hurerey“ im deutschen Sprachgebrauch vielleicht sogar passender, da das Wort Unsittlichkeit auch auf anderes, außerhalb der Sexualität bezogen sein kann. Vers 8, den ich noch mit dabei zitiert habe, spricht von Verachtung von Menschen: “ Der verachtet nicht Menschen / sondern Gott“ . Wenn ich meinen Bruder in Rechtsgeschäften übervorteile, verachte ich ihn. Zeige also seine Verachtung. Das würde hervorragend auf Materielles passen.

          Aber genau weis das niemand mehr. Sollte es sich um ein sexuelles Thema handeln, ist der Begriff so weit reichend gefasst, (ich möchte nicht schwammig sagen) dass eine genaue Bestimmung des Gedankens von Paulus, für mich nicht möglich erscheint. Andere Texte des Paulus wie 1. Kor. 5:1,2 sprechen da eine ganz andere Sprache. Auch dort wird der Begriff „Hurerey“ (Porneia) als Bezeichnung verwendet und bezieht sich auf eine sexuelle Beziehung zwischen engen Verwandten, eigene Mutter bzw. Schwiegermutter. Klarer Fall. Das Volk Israel beging “ Unzucht “ dadurch, dass es sich den Gesetzen JHWH´s widersetzte, falsche Götter anbeteten oder deren selbstsüchtige Gebräuche und Sitten übernahmen. Manchmal ist es nicht so, wie es zu Anfang scheint.

          Lieber Mathäus, mehr kann ich zu der Beantwortung Deiner Frage leider nicht beitragen. Hoffe, es war hilfreich. Wegen der anderen Sache auf BI-Aktuell melde ich mich wahrscheinlich morgen per Mail. Heute ist es zu spät. Schön, das Du/Ihr an mich gedacht hast.

          Sei in diesem Sinne recht herzlich von mir gegrüßt.
          R.B.M.

          1. Franki says:

            Franki an RBM

            Den Ausdruck den Du suchst dürfte nicht Unsittlich sein ,sondern Sittenwidrig

            Wenn es um Geschäfte unter Glaubensbrüder ,Damals wie Heute geht ,bei dehnen jemand übervorteilt oder man würde Heute sagen über den Tisch gezogen wird das sind Sittenwidrige Geschäfte.

            Sittenwidrig kann aber auch mit sexuellen handlungen zusammenhängen,siehe vor ca 30 Jahren als das Homosexuellen Gesetz geändert wurde und Homosexualität straffrei wiurde,

            Homosexualität unter Männern war bis dahin Sittenwidrig und konnte laut Gesetz bestraft werden

            Grüße
            Franki

          2. Franki says:

            Franki an Alle

            Kurz noch eine Deffenierung der Sittenwidrigkeit bei Geschäften.

            Was die WTG zur Zeit zumindest in Deutschland abgezogen hat in Bezug der in Anführungszeichen Übernahmen der Königreichsääle ist zb als bei uns als Sittenwidriges Geschäftsgebaren zu bezeichnen.

            Auch die Nötigung zu spenden ist derzeit von der WTg als Sittenwidrig zu betrachten.

            Unser Europäisches Geschäftsgebaren sieht anders aus und zwar auf Faires Spiel aufgebaut.

            Was die Amerikanische Führungsriege da macht sind Wild West manieren

            Grüße
            Franki

          3. Franki says:

            Franki an Alle

            Noch eine kurze Anmerkung

            Das Gesetz der Sittenwidrigkeit exestiert immer noch in unserer Gesetzgebung und wenn man einen Strafantrag stellt weil irgendwo ,Heute meistens bei Geschäftsgebaren ein Sittenwidriges Geschäft vorliegt,kann der jenige der die Sittenwidrigkeit begangen hat verurteilt werden.

            Die Voraussetzung kommt zwar nur noch sehr selten vor weil andere § den Part übernommen haben zb Betrug usw,aber es gibt Ihn noch.

            Das nur zur Info an Euch

            Grüße
            Franki

          4. Matthäus says:

            Danke für eure Amtworten!
            LG Matthäus

        5. R.B.M. an Mathäus says:

          Lieber Mathäus, und alle anderen Mitlesenden.

          Der Text aus 1. Thes. 4 hat mir heute Nacht keine Ruhe gelassen. Lieber Franki, danke für Deine Hilfestellung.

          Wenn man Vers 8 ließt, wird von Menschen in der Mehrzahl gesprochen die durch eine Handlungs- oder Denkweise verachtet werden. Wenn man es auf das Übervorteilen bei Rechtsgeschäften anwendet (Vers 6) so ist Mehrzahl richtig. In Vers 1 wird aber auch gesagt, wer diese Ermahnung von sich gibt: Dort schreibt Paulus auch in der Mehrzahl. „welches Gebot WIR euch gegeben haben“. In Vers 6 schreibt er auch in der Mehrzahl: “ wie WIR euch auch zuvor gesagt…“ Dadurch wäre auch der Gedanke möglich, dass damit Paulus und die übrigen Schreiber (oder Ratgeber, Älteste u.s.w.) gemeint sein könnten, die dadurch verachtet werden. Und damit auch Gott.

          Vers 6+7 schreibt die Elberfelder: “ daß er seinen Bruder nicht übersehe noch hintergehe in der Sache“, “ uns nicht zur Unreinigkeit berufen, sondern in Heiligkeit.“ Diese zwei Verse gehören bestimmt zusammen. Luther schreibt eingedeutscht: “ das niemand zu weit greife noch übervorteile seinen Bruder im Handel“ „… hat uns nicht berufen zur unreinigkeit (Unsauberkeit) sondern zur Heiligung (sauber und rein zu sein).“ Wenn es hier um sexuelles geht, kommt mir wirklich nur der Gedanke des Ehebruchs in den Sinn. Nur dadurch könnte ich in die Rechte meines Bruders (männlich) eingreifen oder ihn, wie es die Elberfelder sagt, hintergehen. Wenn sexuelles der Sinn dahinter wäre, sind die Frauen aus dieser Ermahnung eigentlich ausgeschlossen und es betrifft nur die Männer?! (Aber das ginge auch deutlicher.) Man könnte auch auf den Gedanken kommen, dass hier eigentlich ein ganz neuer Gedanke beginnt mit Vers 6+7. Und dieser Gedanke würde sich auf die materielle Übervorteilung eines Christen bei Rechtsgeschäfte beziehen. Die Verse 3-5 wären dann eine Sache für sich und stehen alleine.

          Der Vers 4 sagt laut Elberfelder: „daß ein jeder von euch sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen wisse“ Luther schreibt eingedeutscht: “ ein jeder unter euch wisse sein Fas (Gefäß, Behälter, Vorratsbehälter) zu behalten in Heiligung und in Ehren“. Unter diesem Fas (Gefäß, Behälter, Vorratsbehälter) kann ich auch unterschiedliches versehen. Es kann der Behälter unseres Geistes sein, also unser Denken, dass heilig und rein sein sollte. Genau so könnte es sich auch auf den Leib oder fleischlichen Körper eines Christen, egal ob weiblich oder männlich, beziehen, wenn sich das davor und danach gesagte auf sexuelle Handlungen bezieht. Also seinen buchstäblichen Körper heilig zu halten. Andere Bibelübersetzungen ziehen den Schluss vor, dass es sich bei dem Behälter um die Frau eines Christen handelt. Und man den Körper seiner Frau in Heiligung und Ehre zu benutzen wisse. Aber auch bei dieser Erklärung liegt der Gedanke nahe, dass das Gesagte eigentlich nur die Männer betrifft. Verflixt, ist das alles schwierig. Aber der letzte Gedanke würde mir persönlich am besten gefallen. Obwohl ich zurzeit dazu tendiere, dass die Verse alle zusammen gehören und es um Rechtsgeschäfte geht.

          Vers 3 sagt: „daß ihr euch der Hurerei enthaltet (oder meidet, laut Luther).“ Vers 5: „nicht in Leidenschaft der Lust, wie auch die Nationen, die Gott nicht kennen“. Hurerei und „Leidenschaft der Lust“ KANN sich auf sexuelles beziehen. Wenn der Vers 6+7 auf Ehebruch abzielt, kann hier Sexuelles gemeint sein. Genau so könnte auch buchstäblich der Gedanke von Bordellbesuchen gemeint sein. Oder einfach so mit jemanden zu schlafen, ohne dass es eine Beziehung zwischen den Beiden gibt. Oder „Hurerei“ unter nahen Verwandten (1. Kor. 5:1-3). Manche lesen hier vielleicht sogar sexuelle Stellungen und Vorlieben heraus. Verteidiger der Trauscheinehe eine wilde Ehe u.s.w. Selbstbefriedigung kann hier nicht gemeint sein, wenn die ganzen Verse zusammen hängen, weil dadurch nicht in die Rechte eines anderen Christen (Vers 6+7) eingegriffen wird. Manche lesen aus diesem Text für sich heraus, dass man beim Sex keine Lust und Verlangen empfinden darf. Das wäre ein Orgasmustöter schlecht hin. Wenn Jehova die ganzen selbst produzierten Glücksdrogen im Körper beim Orgasmus nicht gewollt hätte, gäbe es sie nicht. Die andere Möglichkeit wäre der Gedanke, dass sich das Wort Hurerei auf eine symbolische Hurerei und Unreinheit bezieht. Auf die Habsucht, die Geldliebe, die dazu führt, dass ich meinen Bruder übervorteile, ihn also übers Ohr haue. So, wie es bei den Heiden üblich war. Zu dieser Erklärung würde wieder die Verse 6+7 als Einheit passen.

          Es tut mir aufrichtig leid, dass ich hier zu keinem genauen Ergebnis gekommen bin. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten. Vielleicht war diese Pauschalierung ja von Paulus auch gewollt, damit jeder Lesende für sich das herauslesen kann, woran er gerade für sich arbeiten sollte. Auch das könnte man in Erwägung ziehen. Als Beweis für eine spezielle Ermahnung könnte ich diesen Text niemals mit gutem Gewissen benutzen. Ich hoffe, dass meine Erarbeitung des Textes halbwegs verständlich war.

          In diesem Sinne: Sorry

          R.B.M.

      4. Winston an R.B.M. says:

        Lieber Bruder R.B.M,

        vorerst einmal Danke für Deinen Artikel und die darauf folgenden Kommentare, die auf hohem Niveau und nachvollziehbar geschrieben sind. Man spürt, wie viel Mühe Du Dir gemacht hast, Deine Argumente biblisch, liebevoll und ausgewogen darzulegen. Die Tatsache, dass hier kaum einer widersprochen hat, zeigt, dass Deine Ansichten auch von indoktrinierten ZJ nicht widerlegbar sind. Ich nehme an Zeugen, die dies gelesen haben stimmen Dir stumm zu, trauen sich aber nicht dies anzusprechen, weil Sie die Konsequenzen in der Versammlung fürchten.
        Zum Thema Trennung habe ich noch ganz andere Erfahrungen, die ich in meiner Zeit als Zeuge gemacht habe. Wie viele Brüder und Schwestern sind zum zweiten oder gar dritten Mal verheiratet, obwohl der Ex-Partner noch lebt. Da gab es ganz einfache Spielregeln. Einer der beiden bekannte sich des Ehebruchs schuldig, obwohl er ihn gar nicht begangen hatte. Nach einer Zeit der Ausgrenzung und Reue war auch der vermeintliche Ehebrecher wieder frei sich eine neue Schwester zu suchen. Wie viele Zeugen haben eine vormals in der Welt verheiratete Frau geheiratet, die von ihrem EX-Mann getrennt lebte. Der Mann hatte zwischenzeitlich nach Jahren der Trennung eine neue Partnerin, was bei den bösen Weltmenschen ja nicht unüblich ist. Dann wurde er gebeten dies zuzugeben und schon war die Frau frei einen Bruder zu heiraten. Wohlgemerkt das waren keine Einzelfälle. Ich kenne einen Bruder, der war dreimal verheiratet ist angesehener Zeuge und hatte seine beiden vorherigen Ehen auf diese Weise theokratisch konform beendet.
        In meinem Fall, als mich meine Frau, die ich im Glauben geheiratet hatte, wegen eines anderen Weltmenschen verließ, hat das Komittee darauf bestanden, dass ich dies als Scheidungsgrund vor Gericht angeben muß, sonst dürfte ich nicht mehr heiraten. Ich habe mich aber für eine einvernehmliche Scheidung entschlossen, um das Thema ohne Streit zu beenden. Gleichzeitig habe ich den selbsternannten ZJ-Richtern mitgeteilt, dass ich bei einem neuen Versuch in Zukunft sicherlich erst einige Zeit den Alltag mit einer neuen Partnerin teilen möchte, bevor ich mich entschließe nochmals zu heiraten und ich deshalb aus der Gemeinschaft der Zeugen austreten will. Wohlwissend, was danach auf mich zukommen würde. Ich habe mit 20 eine 2 Jahre ältere Schwester geheiratet, die ich unheimlich geliebt und verehrt habe. Für sie war die Heirat allerdings eine Möglichkeit aus einer für Sie bedrückenden Umgebung zu fliehen. Sie hat mir auch kurz nach der Hochzeit mitgeteilt, dass sie mich eigentlich nicht aus Liebe, sondern mehr aus Respekt vor meiner Person und mangelnden Alternativen in ihrem ZJ-Umfeld geehelicht hat, um Ordnung in ihr Leben zu bekommen. Sie hatte damals ein Verhältnis zu einem Weltmenschen, der etwas instabil war, den sie aber liebte. Obwohl ich erst in der Hochzeitsnacht das erste Mal in meinem Leben die Ehe vollzogen habe und bereits vorher wußte, dass meine Zukünftige diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht hatte, habe ich dies aus Liebe für mich behalten. Es hat mich auch in keinster Weise gestört, weil ich diese Frau über alles geliebt habe.
        Nach vier Jahren und der Geburt von zwei Söhnen, hat sie sich allerdings wieder in einen anderen Weltmenschen verliebt, was dann bei mir zur Trennung und nachfolgenden Scheidung geführt hat, weil das mehrfach vorgekommen ist. Als sie dann später wieder in die Versammlung zurückgekehrt ist, wurde sie wieder aufgenommen und hätte jederzeit im Herren heiraten können, weil ich zwischenzeitlich ausgeschlossen wurde und nach Jahren eine neue Partnerin kennengelernt hatte, mit der ich zusammengezogen bin.
        Es gibt bei angesehenen Zeugen Paaren, die wieder geheiratet immer wieder die gleiche Erklärung. Scheidungsgrund Ehebruch, egal wer von beiden und schon ist man wieder frei für einen neuen Versuch. Allerdings ist das für Männer einfacher, weil sie wie bei Tanzkursen eine größere Auswahl haben und der Altersunterschied, keine Rolle spielt. Die Aussicht eine jüngere Schwester zu bekommen, die vielleicht noch Jungfrau ist führt dazu, dass die übriggebliebenen wieder freien Schwestern kaum mehr Chancen haben einen Bruder, der frei ist, für sich zu interessieren. Wenn sie dann durch Zufall einen netten Weltmenschen kennen oder auch lieben lernen, dann muß dieser zuerst für den Glauben interessiert werden in der Hoffnung er läßt sich aus Liebe taufen. Dann spielt es auch keine Rolle mehr ob dieser Partner vorher schon verheiratet war. Das war ja seine Zeit als Weltmensch. Vielleicht hat er auch das Glück, dass seine EX-Frau nach der Scheidung nochmals geheiratet hat. Das war dann Ehebruch und er ist damit frei für den neuen Versuch.
        Dumm dran sind nur die Zeugen, die von Kindheit an in diesem Glauben erzogen wurden und sich sehr früh (möglichst vor Eintreten der Pubertät) haben taufen lassen. Denen ist nur das Glück zu wünschen, dass der erste Versuch im Herrn zu heiraten gut geht, weil kennenlernen dürfen sie sich erst nach dem Standesamt.
        Von dieser Sorte Paare gibt es auch einige, aber die sind meines Wissens nach eher in der Minderheit.
        Nochmals vielen Dank für Deine Gedanken und erbauenden Erläuterungen
        Thomas

        1. R.B.M. an Winston says:

          Lieber Bruder Thomas,

          vielen Dank, dass Du Dich zu Wort meldest. Ich freue mich, dass die biblischen Argumente für Dich stichhaltig sind.

          Deine Erfahrungen bezüglich von „Trennungen einer Partnerschaft“ decken sich auch mit den Meinen. Scheinbar machen sich doch viele über das Thema Trennung und neue Partner ihre Gedanken. Und alle versuchen irgendwie eine biblische Handhabung dieses Themas zu beherzigen. Wem will man es verdenken? Und was für Stilblüten dieses Thema mit unter ans Tageslicht bringt. Da gesteht jemand einen „Ehebruch“, den er gar nicht begangen hat. Der Andere muss zu triefst bereuen, dass er seine neue Frau von herzen liebt und jetzt mit ihr fest zusammen ist, um wieder aufgenommen zu werden. Wie leicht könnte die Bibel Paaren mit solchen Problemen helfen, alles klarer zu sehen.

          Nicht allen ist bewusst, wer für die erste biblische Trennung eines Paares Pate stand. Und das es bei dieser Begebenheit auch nicht um Herzenshärte ging. Und auch nicht um ein zuwiderhandeln gegen Gottes Sittenmaßstäbe. Wer sich der Tragweite dieser Begebenheit bewusst wird, kommt eigentlich nicht drum herum, die ganzen Bibeltexte über Trennung und Wiederheirat, die man so eindeutig zu verstehen glaubt, noch einmal von vorne durch zu lesen. Wenn man dann auch noch das ganze Kapitel mit einbezieht, könnte dem einen oder anderen plötzlich ein „AHA“ über die Lippen kommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

          Nun hoffe ich, dass Du eine gute Frau gefunden hast, die an Deiner Seite durchs Leben geht. Wenn nicht, gehen wir mal zusammen, wie Du es erwähnt hast, auf eine Tanzveranstaltung 😉

          Sei in diesem Sinne ganz herzlich von mir gegrüßt
          R.B.M.

  28. ManfredF says:

    Lieber Bruder R.B.M
    kann deinem Vortrag fast 100% zustimmen. Ich habe meine Frau als Jugendlicher kennengelernt, da war ich 16 und sie war 14. Geheiratet haben wir, als sie 18 Jahre alt war, unser erstes Kind kam, da war sie 20. Damals, meine Mutter war ZJ musste ich mir ständig anhören, ich würde Hurerei betreiben, obwohl meine Freundin und ich gar nicht Sex miteinander hatten, ausgenommen dass wir uns geküsst haben. Nur konnte sich niemand anscheinend vorstellen, dass man zusammen ist, ohne gleich ins Bett zu hüpfen.
    Heute sind wir bereits 37 Jahre verheiratet, mit Tiefen und Höhen und 4 erwachsenen Kindern. Es hat mich immer sehr geärgert, dass gerade meine Eltern immer so getan haben, als ob ich in Sünde lebe und als dann die Trauung auf dem Standesamt vollzogen war, war es mit einem Mal keine Sünde mehr. Interessanterweise ist der Ehering ein heidnisches Symbol und wird doch auch von ZJ getragen, während man andere heidnische Symbole als böse ablehnt….

    Was mich immer wieder wundert ist, wie die WTG und auch andere „Organisationen“ ständig irgendwelche Richtlinien zum sexuellen Verhalten rausbringen und diese „Gebote“ mit allem Eifer überwachen und die meisten Mitglieder dieser „Sekten“ dass anstandslos mitmachen und die viel wichtigen Dinge wie Nächstenliebe, Liebe zu Gott und Wahrheit auf der Strecke bleiben. Jesus sagte mal „Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst“ – dass ist das ganze Gebot. Die meisten meinen, Nächstenliebe besteht darin, den Nächsten zu kontrollieren, damit er nicht sündigt. Selbst aber haben sie sich nicht unter Kontrolle.

    Wir sollten und Dein Artikel ist ein guter Anfang, anfangen, den Nächsten zu lieben und ihn so zu nehmen, wie er ist. Unser Bestreben sollte sein, dem Nächsten zu wünschen, dass er glücklich wird. Und Neid, Missgunst und Anklage hat nichts zu suchen in der Nächstenliebe. Wenn wir der Meinung sind, unser Nächster lebt in Sünde, dann können wir ihn gerne liebevoll daraufhinweisen. Aber wie Jesus sollten wir andere nicht verurteilen. Dass steht allein Gott zu und ich bin sicher, Gott wird viel mehr Menschen Einlass gewähren als wir mit unseren harten Herzen für möglich halten.

  29. Bernhard Schüler says:

    Lieber Bruder R.B.M.,

    herzlichen Dank für Deine umfangreichen, mitfühlenden Antworten, von denen sich viele Aufseher der WTG inspirieren lassen sollten!
    Man merkt, Du gibst Dir wirklich sehr viel Mühe beim möglichst objektiven, akribischen Bibel-Erforschen aus vielen Perspekiven und beim christlichen Nachdenken. Dabei stellt sich dann automatisch der Heilige Geist ein. (Übrigens, was Deine freundlichen Wünsche für meine Nachtruhe betrifft, so kann ich leider nur sagen, ich weiß gar nicht, was erholsamer Schlaf genau ist, weil ich in nicht menschenwürdigen, unruhigen Nachbarschaftsverhältnissen lebe, aus denen ich leider, aus finanziellen Gründen, nicht ausbrechen kann.)
    Auch Danke an Onesimus!

    Liebe christliche Grüße von Bernhard Schüler (Entschuldigt bitte,
    dass ich bei meinem ersten Beitrag, im Stress den Gruß vergas!)

    1. Matthäus an Bernhard S. says:

      Hallo lieber Bernhard,
      ich soll einen Kontakt herstellen deshalb meine Zeilen an dich!
      Solltest du in Kontakt treten wollen dann kannst du mir gerne schreiben – zeugejesus@gmail.com

      Es bezieht sich auf diese Worte deine Worte und darauf ihre Worte, von unserer Sr.S. aus Thailand:

      ## „…habe ich im BI von Bernhard Schüler an R.B.M. 5. April 9:56 folgendes gelesen:
      Ich weiss gar nicht, was erholsamer Schlaf genau ist, weil ich in nicht menschenwürdigen, unruhigen Nachbarschaftsverhältnissen lebe, aus denen ich leider aus finanziellen Gründen nicht ausbrechen kann.“

      Was ist wohl passiert?

      Wer könnte da mal nachschauen was er benötigt. Könntest Du mir bei dieser ungewöhnlichen Situation
      behilflich sein. Könntest Du ihm Deine Email Adresse geben von Matthäus, dass er es Dir erklären kann? Ein anderer Bruder in der Nähe ihn besuchen? Ich danke Dir wiederum für Deine Bemühungen. Diese Geschichte hat mich beim Einschlafen gestern beschäftigt. ##

      Also es geht um Hilfe die dir sicher mehr anbieten würden, was könnten wir für dich tun?
      Schreib mir wenn du möchtest!

      LG. Matthäus

  30. R.B.M. says:

    Lieber Onesimus,

    eine Ansprache in der Gemeinde kann sehr schön sein. Ich denke, wenn sich diese Frage bei mir wieder stellen würde, würde ich mich vielleicht sogar für ein großes Fest entscheiden. Das kommt natürlich auf die Partnerin an, mit der ich für den Rest meines Lebens zusammen leben will. Eine solche Entscheidung trifft man ja zu zweit.

    Zurzeit wäre es mir aber nur mit ausgeklügelten Notarverträgen möglich eine standesamtliche Ehe zu schließen. Dafür habe ich zu wichtige Verpflichtungen bezüglich der Meinen zu sorgen (Eltern), um das Erbrecht einfach auf eine Ehe übergehen zu lassen. Es kann nämlich nicht sein, dass meine Eltern, wenn mir etwas passieren sollte, mittellos auf der Straße sitzen, weil sie zu ihren Lebzeiten alles überschrieben haben. Aber die Frage einer Partnerschaft stellt sich zurzeit nicht für mich. Apropos gesetzlichen Regelungen: In Deutschland ist Kulturell und Staatlich die Akzeptanz einer so genannten „wilden Ehe“ so sehr verbreitet, dass ein unverheiratetes Paar nicht in einer rechtfreien Zone lebt. Auch ohne Trauschein gelten gewisse Regelungen und Abfindungen bei der Trennung eines solchen Paares. Was die Freibeträge bei Erbschafssteuer und Lohnsteuer angeht, so hält unsere Regierung natürlich gerne die Hand ein wenig mehr auf, als bei eingetragenen Ehen.

    Was Ehescheidung und die ganze Problematik Drumherum betrifft, so fehlt wirklich eine klare Aussage, die der Bibel wie auch der Liebe Rechnung trägt. Guter Gedanke mit dem Vortrag. Bin mal gespannt, wie deine Brüder darauf reagieren. Halte uns auf dem Laufenden.
    LG
    R.B.M.

    PS: Ist der Vortrag für Bruderinfo oder für die Versammlung gedacht?

    1. Lieber Bruder R.B.M.

      Danke für Deine rasche Antwort. Bezüglich meines Vorhabens halte ich Dich gerne auf dem Laufenden. Da ich in der Versammlung schon lange keine standartisierten Antworten mehr gebe, wird es mir
      wahrscheinlich verwehrt sein, bei uns einen Vortrag zu halten. Nun bin ich jedoch durch Deinen Artikel motiviert, mich an die Arbeit zu machen. Wenn was Gutes rauskommt, werde ich es vielleicht bei Bruderinfo einreichen.

      Herzlich Onesimus

      1. R.B.M. an Onesimus says:

        Lieber Onesimus,

        das finde ich wirklich eine gute Idee. Solltest Du den Vortrag nicht vortragen können, aus welchem Grund auch immer, ist er aber zumindest für Dich eine weitere Erarbeitung deines Verständnisses der Bibel. Eine Feinjustierung des eigenen Gewissens. Siehst Du dann solche Probleme in der Versammlung, kannst Du mit gutem Rat deinen Schwestern und Brüdern zur Seite stehen. Egal was die Anderen dazu sagen. Das ist wahre Nächstenliebe.

        Wenn Du dann auch noch beherzigst, dem Paar oder den Betroffenen die endgültige Entscheidung zu überlassen, wie Sie mit ihrer Situation umgehen möchten, beherzigst Du noch eine weitere Grundregel eines echten Christen.

        Viel Erfolg bei Deiner Ausarbeitung und Jehovas Segen und seinen Geist.

        In brüderlicher Liebe der Verbundenheit

        Br. R.B.M.

  31. Lieber Bruder R.B.M.

    Danke für Deinen sehr interessanten Vortrag. Ich denke, ein kleiner zeremonieller Akt in der Versammlung (halbe Stunde mit schriftlicher Bestätigung) würde genügen für eine Eheschliessung. Für die gesetzlichen Regelungen müsste man halt allenfalls doch den Staat beanspruchen (s. ‚Franki‘). Ich selber halte es mit Treue, Ehrlichkeit und Achtsamkeit . . , wenn meine Frau nicht mehr mitmachen möchte, wäre es ihr Problem.
    Meine Sorge gilt den vielen Ehescheidungen unter Zeugen Jehovas und den mitleidenden Angehörigen. Werde demnächst einen Vortrag dazu ausarbeiten, da die Organisation trotz vieler Bemühungen, keine rechte Antwort darauf weiss.

    Herzlich Onesimus

  32. Shannon says:

    Danke lieber Bruder R.B.M,

    für dieses gut aufgearbeitete Thema. Mir wird dardurch erst klar, wie sehr man sich von den sogenannten selbsternannten Führern in seinem Leben einschränken lässt.

    Das allerbeste ist jedoch der Satz am Schluss: „Das Gewissen eines anderen darf sich allerdings nicht zum Richter über meine Freiheit machen.“

    Das durchzieht doch alle Bereiche des täglichen Lebens.

    Herzliche Grüße
    Shannion

  33. Bernhard Schüler says:

    Hallo Bruder R.B.M,

    das, worauf Du hinweist, ist mir auch schon als Kind aufgefallen, wie auch vieles andere. Es ist bei Jehovas Zeugen und auch bei anderen Glaubensgemeinschaften tatsächlich verpönt, dies zu bemerken. Da hast Du Recht. Nur, Du kannst mit solchen Hinweisen auch einen wahren Dammbruch an kritischen Hinterfragungen auslösen, die letztendlich ganz vom Glauben wegführen können. Ich bitte Dich inständig, diese zusätzlichen Fragen und Bemerkungen beziehungsweise logischen Überlegungen von mir zuzulassen und nicht zu löschen. Denn auch aus eigener verzweifelter Betroffenheit heraus (was sicherlich auch auf viele andere am Thema interessierte Leidensgenossen von mir zutrifft) sind mir diese zusätzlichen Überlegungen ein dringendes Herzensanliegen:
    1. Ist es vielleicht sogar logisch, dass Jehova überhaupt nur Lebenspartnerschaften zwischen einander Wesensverwandten anerkennt und es als anwidernd empfindet, wenn zwei Menschen ein Paar werden, die charakterlich überhaupt nicht miteinander harmonieren, was übrigens bei den meisten Eheleuten leider der Fall zu sein scheint? Sind also Ehen einander völlig Wesensungleicher vor Gott überhaupt gültig?
    2. Du schriebst, es sei ein menschliches Bedürfnis, eine Partnerschaft einzugehen. Ist es aber leider nicht gerade oft so, dass gerade solche Menschen, die am meisten auf einen Partner angewiesen sind, überhaupt gar keinen Partner abbekommen? Ist das dann nicht auch eine Grausamkeit der Schöpfung?
    3. (Zu Deiner Aussage, nur Glauben an Jesus errettet) Meinst Du nicht, dass es vielmehr die Liebe und die Liebe zur Gerechtigkeit ist, die über Leben und Tod entscheidet? Denn dieses Kriterium wäre auch gerechter gegenüber Nichtchristen (z.B. aus anderen Kulturkreisen).

    1. Lieber Bernhard Schüler

      Danke für Deinen sehr guten Kommentar. Du sprichst mir aus dem Herzen. Aber bitte bitte, lass nichts zu, was dich aus ‚verzweifelter Betroffenheit von Glauben wegführen könnte‘. Gott JHWH in Jesus ist immer bei uns . . .

      In Liebe Onesimus

    2. R.B.M. an Bernhard says:

      Lieber Bernhard,

      Dein Kommentar ist sehr wohl berechtigt. Wie Du an der Ausarbeitung erkennen kannst, habe ich versucht mich auf ein Einziges Thema zu konzentrieren. Dafür aber das Thema weitgehend biblisch und logisch zu einem eindeutigen Endergebnis zu führen. Es war nicht das Bestreben, jemanden dazu zu verleiten nicht mehr standesamtlich zu heiraten. Mein Bestreben liegt daran, dass Christen diese Entscheidung aus ihrem Gewissen heraus treffen sollten und nicht, weil man es ihnen vorgesagt hat. „Der hat’s gesagt, deshalb ist es verboten oder erlaubt.“ Es geht mir bei dem Artikel auch darum, das eigenen Gewissens zu Schulen. Das unser Gewissen also immer mehr die Fähigkeit gewinnt, selbstständige Entscheidungen zu treffen und sich nicht von Außen beeinflussen zu lassen. Diese Fähigkeit benötigen wir im täglichen Leben dringend. Dieser Artikel sollte sogar einen wahren Dammbruch an kritischen Hinterfragungen auslösen! Denn nur durch kritischen Hinterfragungen kann ein Christ von der Muttermilch los kommen und wirklich wachsen. Das Gewissen vieler Christen ist verkümmert; nicht in der Lage ohne schriftliche Anweisungen des Klerus eigene Entscheidungen zu fällen. Die Meisten hier auf Bruderinfo haben es solchen selbst gestellten kritischen Hinterfragungen zu verdanken, dass sie dem Christus näher gekommen sind. Wer seine Freiheit aber dazu benutzen möchte selbstsüchtig durch Leben zu gehen, hat den Sinn Jesu Nachfolger zu werden, nie richtig verstanden.

      Aber nun zu Deiner ersten Frage:
      ) Ist es vielleicht sogar logisch, dass Jehova überhaupt nur Lebenspartnerschaften zwischen einander Wesensverwandten anerkennt und es als anwidernd empfindet, wenn zwei Menschen ein Paar werden, die charakterlich überhaupt nicht miteinander harmonieren, was übrigens bei den meisten Eheleuten leider der Fall zu sein scheint? Sind also Ehen einander völlig Wesensungleicher vor Gott überhaupt gültig? )

      Im mosaischen Gesetz und auch im neuen Testament gibt es sehr wohl die Möglichkeit der Scheidung, wenn zwei Partner einfach nicht harmonieren (1. Korinther 7). Das Thema der Trennung oder Scheidung einer Partnerschaft verdient hier bestimmt eine ganz gesonderte biblische Betrachtung, da es ein weltweit auftretendes Problem darstellt, dass ein Christ natürlich aus biblischer Sicht lösen möchte. Um das Thema Scheidung ganz kurz anzureißen, durch die göttliche Möglichkeit der Trennung ist sehr deutlich zu erkennen, dass eine Ehe, wenn die Partnerschaft aus wichtigen Gründen getrennt wird, nur für eine begrenzte Zeit gültig sein kann. Bei den Gründen, die Du beschreibst, kann eine Trennung sogar ein aktiver Akt der Nächste- und Eigenliebe sein. Endlich seinem ehemaligen Lebenspartner (und sich selbst) die Möglichkeit zu geben, im Moment seinen inneren Frieden zu finden. Man denke einfach an den Grund, warum Jehova die unterschiedlichen Geschlechter erschaffen hat. Das Eingehen einer festen Partnerschaft ist das Versprechen zweier Menschen, die mit der Billigung Gottes zusammen leben dürfen. Auf den Punkt der Wiederverheiratung mit einem anderen Partner möchte ich zurzeit nicht weiter näher eingehen, da er zu umfangreich ist. Aber trotzdem eine Anekdote aus einer meiner Versammlungen über die jeder selbst urteilen sollte:

      Ein Paar aus einer meiner damaligen Versammlungen, beide ca. 23-27 Jahre alt, mussten sich Scheiden lassen, weil der Mann unheilbar Nervenkrank wurde und Dieses, ein Zusammenleben für Beide absolut unmöglich machte. Beide sitzen nun schon jahrelang in der Versammlung immer nebeneinander, leben aber getrennt, sind geschieden, jeder hat seinen eigenen Haushalt. Ich fragte mal eine Schwester, ob es nicht grausam ist, dass diesen beiden jungen Menschen in der Versammlung ein neuer Partner verwehrt wird. Die Schwester, übrigens schon lange sehr glücklich verheiratet (hat also noch niemals miterlebt, wie es ist, plötzlich keinen Partner mehr zu haben und alleine durchs Leben gehen zu müssen; geschweige denn kennt sie die Belastung, einen extrem nervenkranken Partner an seiner Seite zu wissen), sagt zu mir:

      „Du weist doch aus der Bibel, Jehova kennt da keine Gnade. Da keiner von beiden die Ehe gebrochen hat (1. Kor. 7), müssen sie zeit Lebens alleine bleiben oder wieder zum alten Partner zurückgehen. Wenn einer von den Beiden es wagen sollte, ein neues Leben mit einem anderen Partner zu beginnen um wieder Glücklich zu werden, vergeht er sich mit dieser Tat an Jehova und muss rigoros ausgeschlossen werden. So egoistisch zu sein gehört sich nicht. Da stehe ich voll und ganz hinter Jehova. Die müssen Singles bleiben bis einer stirbt oder Ehebruch begeht!“

      Heute, beide sind jetzt schon um die 60-65 Jahre, sitzen in dieser Versammlung immer noch zwei, ehemals miteinander verheiratete, Singles nebeneinander. Zwei Selbstmordversuche, die Gesichter verbittert, keine Kinder. Spürt ihr auch die wunderbare Liebe Jehovas, sein zärtliches Erbarmen, wenn man sich den Satzungen seiner heiligen Organisation bedingungslos unterwirft? Ein hoch auf ein verkümmertes christlich geschultes Gewissen und die Bürokratie! Schuldigung, sollte Theokratie heißen. Weiter gehe ich nicht auf das Thema Wiederverheiratung ein.

      Zu deiner zweiten Frage:
      ) Du schriebst, es sei ein menschliches Bedürfnis, eine Partnerschaft einzugehen. Ist es aber leider nicht gerade oft so, dass gerade solche Menschen, die am meisten auf einen Partner angewiesen sind, überhaupt gar keinen Partner abbekommen? Ist das dann nicht auch eine Grausamkeit der Schöpfung? )

      Da wären wir wieder bei der alten Frage, warum lässt Gott böses zu? Hier kann ich nur die Antwort geben, was der Engel Hiob als Antwort gab: ICH WEISS ES NICHT! Hiob hat von dem Engel nicht erfahren, dass weit Höheres der Auslöser seiner Misere war. Spiel Ähnliches vielleicht bei Dir und mir eine Rolle? Mein Los im Leben zu beklagen, bringt mich nicht wirklich weiter. Ich darf als momentaner Single zurzeit auf vergangene glückliche Jahre zweier Partnerschaften zurückblicken, an die ich mich in einigen Punkten gerne erinnere. Mit einem lachenden und weinenden Auge. Doch die Schuld einzig bei JHWH zu suchen, ist nicht immer gerechtfertigt. Wir selbst können sehr viel dafür tun, einen Partner zu finden, auch wenn wir schon im vorgerückten Alter sind. Letztens war ich mit meiner festen Tanzpartnerin auf einer wöchentlich stattfindenden Tanzveranstaltung. Zugegeben, wir kamen uns mit unseren 50 Jahren schon ein wenig fehl am Platze vor. Unsere Tischnachbarin sagte stolz, dass sie schon 79 Jahre alt und hier regelmäßig anzutreffen ist. Gepflegtes Äußeres, adrett geschminkt, der Familienschmuck glänzte um Handgelenk und Hals. Das sie eine Perücke trug war kaum auszumachen. Und schon kam ein älterer Herr ihres Alters freudestrahlend auf sie zu, verneigte sich, so weit es seine Knochen noch zuließen, und bat um den nächsten Tanz. Zugegeben, als langjähriger Standard und Lateintänzer wird es mich nicht mehr auf diese Senioren-Veranstaltung ziehen. Momentan zumindest nicht! Es war eher ein Schunkeln statt eines feurigen Cha cha. Aber das interessierte die Beiden überhaupt nicht. Zudem, Lächeln ist extrem ansteckend, Vorsicht vor den unerwarteten Nebenwirkungen eines solchen Wesenzuges. 😉 Man könnte neue Freunde finden und vielleicht auch einen neuen Partner.

      Doch um wieder ernst zu werden, ab Ende eines Lebens bleibt meist einer zurück, während der Andere vorausgeht. Ich will in den Augen Jehovas nicht undankbar erscheinen. Wenn ich eines Tages meine Reise antreten werde, habe ich zuvor allen Grund mich bei meinem Schöpfer zu bedanken. So will ich es halten.

      Doch nun zu Deiner letzten Frage:
      ) (Nur Glauben an Jesus errettet) Meinst Du nicht, dass es vielmehr die Liebe und die Liebe zur Gerechtigkeit ist, die über Leben und Tod entscheidet? Denn dieses Kriterium wäre auch gerechter gegenüber Nichtchristen (z.B. aus anderen Kulturkreisen). )

      Gestern hab ich bei einem alten Zeugen das Thema angeschnitten, Glaube und Werke. Er machte sich Gedanken darüber, da er jetzt durch sein hohes Alter nicht mehr in den Dienst gehen kann, seine Errettung immer fragwürdiger wird. Als erstes habe ich mit ihm den Text aus Eph. 2:8,9 besprochen.

      8 Es ist tatsächlich reine Gnade, dass ihr gerettet seid. Ihr selbst könnt nichts dazu tun, als im Vertrauen anzunehmen was Gott euch schenkt. 9 Ihr habt es nicht durch ein Tun verdient; denn Gott will nicht, dass sich jemand vor ihm auf seine eigenen Leistungen berufen kann.
      ) (Gute Nachricht 1982) )

      Sind das nicht tröstende Worte? Dann haben wir Jakobus 2 gelesen, über die Werke, der der Glaub hervorbringt. Im Vers 8 sagt er, dass wir nach dem Gesetz, „Liebe deinen Mitmenschen, wie dich selbst“ handeln sollten. Und Vers 17 schreibt Jakobus: „Genau so ist es auch mit dem Glauben: Wenn aus ihm keine Taten hervorgehen, ist er tot.“ Die Grundlage der guten Werke, oder sagen wir der Auslöser der guten Taten ist der Glaube an Jesus und JHWH! Diese Taten kommen automatisch, wenn ich seinen Geist in mir wirken lasse. Dazu muss ich nicht erst angehalten werden. Nach der Devise: „Mach endlich was!“ Aus der Fülle des Herzens sprudelt der Mund ganz automatisch. Und die Hand öffnet sich dann ganz automatisch dem Hilfesuchenden.

      Liebe ist der universelle Wesenszug. Wenn jedoch jemand denkt, sich ein Platz im Reiche Gottes durch Taten der Liebe zu erkaufen oder zu erarbeiten, der sollte Eph. 2:8,9 nochmals genau nachlesen. Der Glaube an Jesu als Mittler oder Brücke zu JHWH führt automatisch zu der Lebenseinstellung: Liebe deinen Nächsten. Und diese Lebenseinstellung folgen dann automatisch Taten auf den Fuß. Ganz von alleine ohne Zwang.

      Wie Jesus einen Nichtchristen, sagen wir mal, ein verhungerndes, 8 Jahre altes Mädchen in Nigeria beurteilt weis ich nicht einzuschätzen. Ich würde mir wünschen, schon aus der Liebe zu Ihr, als zu „meinem Nächsten“, dass Jesus auch einen Platz für Sie bereithält. Richten wird Jesus mit seiner Engelschar; Nicht ich! Aber ich denke persönlich, dass der innere Wesenszug der Liebe eines Menschen auch in einem solchen Fall entscheidend sein wird, wenn jemand sich mit Jesus noch nie auseinander gesetzt hat.

      Es gibt bei den besten Christen immer mal Zeiten, in denen der Glaube schwächer ist. Selbst Petrus, als Apostel, lernte dieses aus bitterer Erfahrung. Wichtig ist nur, dass wir wieder aufstehen und uns aufs Neue in Gang setzten. Liegenbleiben gilt nicht.

      Lieber Bernhard, jetzt ist es 1:30 Uhr. Um 20:00 Uhr hab ich mit dem Schreiben begonnen. Nun hoffe ich nur, dass ich Deine Fragen richtig verstanden habe.

      Ich wünsche Dir von ganzem Herzen den Segen und die Liebe unseres Herrn. Und eine gute erholsame Nachtruhe.

      R.B.M.

    3. Lieber Bernhard !
      Ich gehe schon 47 Jahre in die Versammlung, bin 45 Jahre verheiratet, Ich muß ganz offen sagen, das meine Frau und ich total verschieden sind.
      Ich komme aus der Welt, habe viele Frauen gekannt und auch wie man es in der Welt sagt „Vernascht“, aber bei den Z.J. darf man erst die Frau in der Hochzeitz Nacht vernaschen, da kauft ein Man eine Katze im Sack, das ist bei den Z.J. gang und gäbe.
      Darum sieht man in den Versmmlungen in punkto Ehe, verkrachte Existenzen, die sich nichts zu sagen haben, das kann ich sagen, denn ich habe jahrelang Mukrifondienst gemacht und habe in die Versammlung hineingeschaut, es war manchmal ein Trauerspiel.
      Jetzt aber zu meinen Gedanken, wenn Jehova schon in diesen punkt sich nicht äußert, dann ist meine Überlegung diese, Im Paradies wird Jehova wahrscheinlich alle Ehen auflösen die geschlossen wurden, dann hat ja jeder genügend Zeit sich den Ehepartner zu suchen der zu Ihm passt, denn eine Ehe ist etwas wunderschönes, wenn die CHMIE passt. Man sagt ja, den kann ich nicht RIECHEN oder den kann ich RIECHEN, die CHEMIE ist das Geheimnis und die Anziehungskraft zwischen zwei Menschen. Das wird heute durch das Geistige Gift der WTG und das wirken des Teufels dermaaßen hochgespielt, das es kaum noch intakte Ehen gibt.

      Ich hoffe, das ich Dir ein paar erweiterte Gedanken zuspielen konnte.

      Mache weiter so und halte Deine Gedanken mit der Grundlage der Bibel und des heiligen Geistes sauber.

      In Liebe und in Gemeinschaft mit dem Christus und Jehova.

      Wolseley

  34. Franki says:

    Franki zu dem Thema

    Alles was in dem Artikel geschrieben wurde ist so annehmbar.

    Das zb ein Paar keine Trauung vor dem Standesamt vollziehen will ist auch in Ordnung,man kann hier zumindest in Deutschland als Paar ,so wenn man es will ohne jegliche Zermonie und ohne staatlichen Trauschein zusammen leben.

    Auch biblisch gibt es keine Begründung das man unbedingt irgendeine zermonie oder Staatsapperat braucht um als Frau und Mann zusammenleben zu können.

    Ratsam für solche Paare wäre es aber zumindest notariell festzulegen,wer für wen ,ganz grob gesagt die Verantwortung übernimmt wenn etwas unvorhergesehenes eintritt zb Tod eines Partners und der verbleibende Partner bleibt mittellos zurück,oder man wird ja mal älter da kann dann Krankheit ,Gebrechen,bis hin zum Pflegefall etwas auf das Paar zukommen,da wäre es angebracht dafür zu sorgen das

    a eine finanzelle Absicherung stattfindet
    b, das man Regelt wer bei Pflegefälle ,die Pflege und die damit verbundene abwickelung der Bürokratie macht.

    c wenn aus der beziehung Kinder hervor gehen,das diese abgesichert werden.

    Denn das sind Kriterien die bei einer Beziehung ohne Trauschein zum Problem werden könnten.

    Ansonsten stimme ich dem Artikel zu und finde ihn auch aufschlußreich beschrieben

    Grüße
    Franki

  35. Alois an R.B.M says:

    Danke Bruder

    Vielen dank für den auch nach meiner Ansicht völlig richtige Ansicht in diesem Vortrag. Nicht andere Menschen können 2 Menschen zu einem Paar „zusammenschweißen“ sondern nur Gott. Deshalb sagte Jesus in Matth. 19

    5. „Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein“;
    6. so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

    Dass sich Gott nicht Menschen bedient um ein Paar zusammenzufügen versteht sich als frei denkender Christ von selbst. Weder für unseren Glauben brauchen wir andere Menschen oder Organisationen noch um ein Paar zu werden.

    Liebe Grüße
    Alois

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