56 Comments
  • Eddi
    August 6, 2012

    Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

    in der vergangenen Nacht durfte ich eine gute Zeit nutzen, unserem himmlischen Vater nahe zu sein und ich möchte euch gern an einigen Gedanken teilhaben lassen.

    Gegen 3 Uhr begab ich mich auf offene Felder und bestaunte den Nachthimmel. Es war ja sternenklar. Nun hatten wir in dieser Nacht Sternschnuppen und ich bedachte, welch inniger Wunsch in den Menschen wohnt, mit dem Kosmos eins zu sein, das drückt sich schon in dem Brauch aus, sich bei dem Sehen einer Sternschnuppe etwas zu wünschen. Durch die Verstädterung sind wir einem natürlichen Leben entwöhnt und damit auch dem Urvertrauen und dem Bewusstsein des Menschen, von Gott abhängig zu sein. Zu selbstverständlich wird Gottes Wirken von Aussaat, dem Aufgehen und wachsen der Pflanzen bis zur Ernte genommen. Und doch wohnt dem Menschen dieses natürliche Verlangen inne, ebenso wie das Gewissen. Am Firmament finden wir alle Dinge in Beziehung zueinander stehend. Auf der Erde war das selbst nach dem Sündenfall noch so, aber je mehr sich der Mensch von Gott entfernt umso mehr entfernen sich auch die in Beziehung stehenden Dinge voneinander. Dem natürlichen Drang des Menschen entsprechend versucht er dieses wieder zu kompensieren und schafft Konstrukte, die nur eine weitere Entfernung von Gott und dem natürlichen Leben sind, z. B. Überwachungen, Social Networks, Religionen.

    Sind Religionen anzusehen wie „das kleinere Licht bei Nacht“? Wir wissen, wie vielfältig der Mond auf das Erdgeschehen wirkt, allein Ebbe und Flut seien hier genannt. Und die Organisation der Zeugen Jehovas führt gern das Beispiel an, dass Gott sich menschlicher Anführer bediente um sein Volk zu leiten, z. B. Moses. Aber hatten wir nicht deshalb den „größeren Moses“, Jesus? Ist er nicht der Morgenstern, an dem wir uns orientieren bis es heller Tag ist? Wer verheißt den herannahenden Tag? Das ist der Morgenstern, nicht der Mond. Er bietet den Menschen keine Orientierung, das geht nur mit den andern Gestirnen. Er ist ein Begleiter der Nacht, während wir auf den Tag warten. Und gelegentlich schiebt er sich zwischen Sonne und Erde. So wie sich religiöse Organisationen mit viel Macht zwischen die Liebe Gottes und die Anbetung der Menschen stellt. Aber dank der göttlichen Ordnung ist das nur vorübergehend.

    Der Morgen dämmerte als ich nach Hause ging, eine feste Gewissheit in mir tragend, dass Gott bald alle Dinge wieder in vollkommenem Maß in Beziehung untereinander, aber besonders auch zu sich bringt. Und selten habe ich mich so auf den Tagesanbruch gefreut.

  • mia-sophie
    August 6, 2012

    Das ist sehr schön. Balsam für den Geist und die Seele. Und stellt uns wieder auf die Füße.

  • Eddi
    August 6, 2012

    Danke mia-sophie

    das war es wirklich. Ein Lichtblick in der Verzeiflung, Wärme in der kühlen Nacht.

    Eddi

  • Wolseley
    August 6, 2012

    Lieber Frank&Frei !

    Zitat: Die Versammlung als Ort der Gedankenkontrolle wird ebenso ihre Daseinsberechtigung verlieren. Alles zu seiner Zeit.

    Denke darann, wo die Apostel von den Pharisäern zu Tode gebracht werden sollten, meldete sich der Gamaliel zu Wort und sagte: in diesen Tagen Teudas und scharte eine menge Leute hinter sich, auch ein anderer kam mit eine menge Leute hinter sich, dann sagte Gamaliel: Wenn dieses unterfangen von Menschn ist, wird es untergehen – WENN ES ABER VON GOTT IST, werdet ihr sie nicht stürzen können, andernfalls werdet Ihr als solcher erfunden, die in wirklichkeit gegen Gott kämpfen, Urteilt selbst.
    So it es auch mit der WT Organisation. Wir brauchen nur die zwei Tauffragen betrachten, die Zweite lautet: Bist Du dier im klaren, dass Du dich als ein Zeuge Jehovas zu erkenn gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation verbunden bist. Hier muß man sich fragen: welchen Geist ist denn da gemeint – der Heilge Geist, dann würden sie es betonen, oder der geist des Teufels, denn der Teufel will ja den Christus ENTSORGEN !! und gerade das tu die WT Gesellschaft, sie haben den Christus ENTSORGT, den Name Jehovas wird alle nasenlang erwähnt, aber der Christus nur wennes sein muß. Wenn man darüber nachdenkt, wissen wir wo wir stehen.
    Wir müssen nur geduld haben und abwarten, bis jehova dem Christus die Anweisung gafür gibt.

    Denke nur an Apg. 1:7 Die Zeiten und die Zeitabschnitte die der Vater in seine eigene Rechtsgewalthat, denke darann da wird der Zeitabschnitt beinhaltet sein, wo diese Organisation die den Namen Jehovas in unwürdigerweise gebraucht, so wie ich mein FIFFI rufe, dafür wird diese Organisation und dessen lenker vor dem Tron des Christus stene und sich verantworten.

    Stelle Dir mal das in Deinem Sinn vor, wie ein Raudiger Hund, der vor angst den schwanz zwischn die Beine zieht und unter sich pinkelt, das wird der Moment sein, wo Du sagst, wo die Versammlung ihre Daseinsberchtigung verliert.

    Habe einen Tiefen Glaube und diene Jehova aus der tiefe Deines Herzens.

    LIebe Grüße und lege alls in die Hand Jehovas, er weiß wann er eingreifen wird.

    Dein Br. Wolseley

  • Frank&Frei
    August 6, 2012

    lieber Wolseley, danke für den Zuspruch. Ich habe ein freies Herz und bin glücklich, meinen Standpunkt neu gesetzt zu haben.
    Jehovah wird zu seiner bestimmten Zeit dem Kasperl Theater die Figuren wegnehmen und dann beginnt eine neue Szene.
    IN dem Bewußtsein, hier durch viele mit getragen zu werden, wächst meine Kraft und mein Wille, mich nicht aufzugeben.
    Die Spreu trennt sich vom Weizen. Ich gehe nicht mehr hin – und die kommen nicht zu mir. So einfach ist das, den Beweis zu erbringen, wie sehr man für die Wahrheit eintreten kann, was nicht gewünscht ist.
    schöne Grüße

  • Die Bibel
    August 6, 2012

    1Jo_3:10 Man kann also erkennen, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist: Wer Unrecht tut, stammt nicht von Gott, und wer seinen Bruder und seine Schwester nicht liebt, auch nicht.

    1Jo_3:14 Wir sind ja aus dem geistlichen Tod ins Leben übergewechselt. Das wissen wir, weil wir unsere Geschwister lieben. Wer nicht liebt, ist noch immer tot.

    1Jo_4:7 Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott.
    1Jo_4:8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.

    1Jo_4:16 Wir haben jedenfalls erkannt, dass Gott uns liebt; und wir glauben an seine Liebe. Gott ist Liebe und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm.

    1Jo_4:20 Wenn jemand sagt: „Ich liebe Gott!“, aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seine Geschwister nicht liebt, die er ja sieht, wie kann er da Gott lieben, den er nie gesehen hat?

    1Jo_4:21 Denkt an das Gebot, das Gott uns gegeben hat: Wer Gott liebt, soll auch seine Geschwister lieben.

    1Jo_5:1 Wer glaubt, dass Jesus der Messias ist, der wurde aus Gott geboren. Und jeder, der Gott als seinen Vater liebt, liebt auch die anderen Kinder dieses Vaters.

  • Frank&Frei
    August 6, 2012

    lieber Wolseley,
    die Stasi Manier ist vielen Plaisir,
    ist manchem gar Freud
    und doch jedem sein Leid.

    so könnte man es auf die versammlung münzen.
    Die da das Sagen haben, gockeln im Kö-Saal rum
    in feinem Outfit mit tollem Schlipps,
    manche betont mit Fliege.
    ja es macht ihnen Freude aber im Grunde genommen ist es doch jedem ein Leid, weil er stets aufpassen muß, wenn er mal laut denkt.

    ABer wie sangen schon die Deutschen in der Zeit der Renaissance, nach der Wiedergeburt der Monarchie in Europa?
    Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie ziehen vorbei, wie nächtliche Schatten. Kein Mensch kann sie wissen,kein Jäger erschiessen – es bleibet dabei – die Gedanken sind frei.

    Ja, der Mensch ist zur Freiheit geboren und hat seinen Sinn darauf gerichtet.
    Alles was dem konträr läuft hat niemals auf Dauer Bestand.
    Denke an DDR, SU, Pol Pot, und iwe sie alle hießen.
    Und Ceaucescus Freunde haben ihn samt frau kurzerhand umgelegt.

    Die Versammlung als Ort der Gedankenkontrolle wird ebenso ihre Daseinsberechtigung verlieren. Alles zu seiner Zeit.
    Das ist unsere Perspektive, die ermunternd ist

  • Eddi
    August 6, 2012

    Guten Tag Frank

    du weißt doch: Die Gedanken sind frei – aber die Denkenden nicht.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • mike
    August 6, 2012

    hallo.
    in hesekiel wir ja von einem kochtopf mit rost beschrieben.
    hesekiel 24:6,11,12.

    dieser kochtopf ist ja auch ein gefäss.
    wenn wir uns von jehova formen lassen, dann sind wir ein ehrenhaftes gefäss. bei jerusalem war das anders. sie wurden unbrauchbar da sie zu verdorben waren, und daher vernichtet wurden.
    wer sich richtig formen lässt dann werden wir jehovas herz erfreuen und ihn nicht kränken!!

    liebe grüsse mike.

  • Sascha
    August 6, 2012

    Lieber Mike,

    danke für den Hinweis. Auch in Hesekiel 11 wird dieser Topf schon beschrieben:

    Hes 11:5 Da kam der Geist Jahwes über mich. Er sagte zu mir: „Sag: ‚So spricht Jahwe: Ich weiß, wie ihr redet und was eure Pläne sind. Hes 11:6 Ihr habt viele erschlagen, ihr habt die Straßen der Stadt mit Erschlagenen gefüllt! Hes 11:7 Darum spricht Jahwe, der Herr: Die Erschlagenen auf euren Straßen, die ihr hingestreckt habt, die sind das Fleisch im Topf der Stadt. Aber euch werde ich aus ihr vertreiben!
    Hes 11:8 Vor dem Schwert fürchtet ihr euch, durch das Schwert werdet ihr sterben, spricht Jahwe, der Herr. Hes 11:9 Und ich vertreibe euch aus der Stadt. Ich gebe euch in die Gewalt von Fremden und vollziehe so mein Strafgericht an euch! Hes 11:10 Durchs Schwert müsst ihr fallen, an Israels Grenze lasse ich euch hinrichten. Ihr sollt erkennen, dass ich bin, der ich bin – Jahwe! Hes 11:11 Ihr bleibt nicht in der Stadt wie das Fleisch im Topf. An der Grenze Israels werde ich euch richten! Hes 11:12 Ihr werdet erkennen, dass ich es bin – Jahwe, dessen Ordnungen ihr nicht beachtet und dessen Gebote ihr nicht befolgt habt. Ihr habt ja nach den Gesetzen eurer Nachbarvölker gelebt.'“

    Aber dann geht es um die Verbannten und zerstreut Lebenden und vor allem auch die Ansicht der arroganten Führer dieser Stadt über sie:

    Hes 11:15 „Menschensohn, von deinen Brüdern sagen die Bewohner Jerusalems, ja von deinen Brüdern und Verwandten und von allen Israeliten, die in die Verbannung geführt wurden: ‚Sie sollen bleiben, wo sie sind, weit weg von Jahwe! Das Land gehört jetzt uns!‘
    Hes 11:16 Darum sprich: ‚So spricht Jahwe, der Herr: Ja, ich habe sie weit weg unter fremde Völker versprengt, doch in den Ländern, wohin sie gekommen sind, bin ich ein wenig zum Heiligtum für sie geworden.‘
    Hes 11:17 Darum sprich: ‚So spricht Jahwe, der Herr: Ich sammle euch aus den Völkern wieder ein, ich führe euch aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, wieder zusammen und gebe euch das Land Israel.“

    Besonders der letzte Vers ist aus meiner Sicht gerade zu beobachten, und das scheinbar auf der ganzen Welt. Jesus sprach von dem Herausführen und dem Einsammeln der Schafe. So werden oder wurden wir scheinbar bereits herausgeführt. Jetzt sind wir im Freien, mitten unter den „Völkern“. Und von da aus sammelt Jesus seine Schafe wieder ein und macht sie zu EINER HERDE.

    Ich bin gespannt, wie sich das weiter erfüllt, und welche Wege Jesus nach dem Willen unseres Vaters auch in Zukunft gehen wird. Wichtig ist für uns, dass wir uns nicht von Menschen „einsammeln“ lassen, sondern hier im „Freien“ nur auf die Stimme unseres wahren Hirten hören.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Wolseley
    August 6, 2012

    Lieber Sascha !

    Die damalige führung der Juden war korrupt, genauso einige in den heutigen Tagen. Das Amt eines Äl. ist wichtiger als alles. Mir ist es passiert, ich habe mitbekommen, das ein Äl. mit einer weichen Stimme einen Br. ansprach, das er mit ihn sprechen wollte, VORSICHT !! der hintergrund ist wie bei der STaSI in der DDR, ausspionieren und wenn etwas gefunden wird, vor Gericht bringen und ab nach BAUZEN, Einteltelle. Wie Du sagtest, so werden Versammlungen kaputtgemacht, aber die Köpfe sind weiterhin im Amt. Was sagt der Volksmund: Der Fisch beginnt am Kopf zu Stinken, das fängt ganz oben bei der geamtführung an.

    Bleib weiterhin so Aktiv und redlich im Glauben und liebe Jehova aus der fiefe Deines Herzens.

    Gruß Wolseley

  • Edelmuth
    August 6, 2012

    Interessant finde ich auch den in diesem Zusammenhang von Jeremia und Hesekiel beschrieben Wechsel von der Kollektivverantwortung zur Individualverantwortung nach dem Motto: „Jeder muss beim Vater für sich selber Verantwortung tragen“. Das bedeutet, dass uns der Gehorsam gegenüber dem Sklaven nicht retten, wohl aber verurteilen kann, nämlich dann, wenn wir ihm gehorcht und deshalb fehlen, weil wir seine Lehren nicht mit Wort des Höchsten auf Übereinstimmung geprüft haben. Nur wer Jehova als seine oberste Autorität anerkennt und liebt, prüft alle Dinge auf Übereinstimmung mit seinem Wort, bevor er sie tut.

    Ede

  • Sascha
    August 6, 2012

    Lieber Bruder Wolseley,

    du hast geschrieben:

    Bleib weiterhin so Aktiv und redlich im Glauben und liebe Jehova aus der Tiefe Deines Herzens.—

    Vielen Dank, ich wünsche dir das Gleiche. Wenn du mal Lust auf persönlichen Kontakt hast, kannst du mir gerne unter br.sascha@web.de schreiben.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Matthäus
    August 6, 2012

    Eine Sr. Aus Wien sagte mal zu mir: ich möchte eine Zeuge FÜR Jehova sein, aber ich schäme mich eine ZJ zu sein! Damit ist eigentlich alles gesagt welchen Ruf sich so manche Versammlungen gemacht haben. Oder wie ein KA es ausdrückte nach alt Wienerisch: wie der Herr so Gscherr.
    Übersetzt: … Wie die Aufseher sich aufführen, alles andre als Vorbilder, so verhalten sich viele!

    Lg. Matthäus

  • Wolseley
    August 6, 2012

    Solange wir nicht zulassen, dass unsere Mitmenschen und besonders unsere Brüder an unserem Innersten teilhaben, gibt es für uns keine Geborgenheit. Solange wie wir uns fürchten, durchschaut zu werden, solange können wir weder uns selbst noch andere erkennen –werden wir alleine sein. Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unserem Nächsten?

    Mein lieber Burder H.P.M. Das hast Du in deinem Aufsatz geschrieben. Wunderbar – aber nicht durchsetzbar !!

    So wie Jakobus schreibt, sollten wie unseren Brüdern unsere Sünden bekennen.

    Jehovas Zeugen werden als Denunzianten und Verräter erzogen, [Denke nur an dem Lied „Wenn wir die Versammlung gefärdet sehen, schlagen wir sofort alarm“]wenn man sie Sünden einem Bruder oder einer Schwester bekennt, dann ist man in der nächsten Woche vor zwei Äl. oder vor dem Komitee. Ich spreche aus erfahrung, schon einige male mitgemacht.

    Ein junger Bruder sagte mir mal, unter 4 Augen, wenn ich in die Vers. komme, habe ich vor diesen Leuten richtige „Angst“, schon wenn ich deren Augenausdruck sehe, sehe ich bei einigen eine „Unafrichtigkeit und sogar Falschheit“

    Im großen und ganzen, wenn man angst hat, irgend etwas zu sagen mit der Angst im Hinterkopf das man Verraten wird, kommt nie eine innige Wärme auf.

    Und solange dieser zustand besteht, wird der Christus an dieser Org. keinen gefallen finden.

    Er wird sagen, wenn er zur besichtigung kommt und der Sklave wird sagen, (Haben wir nicht das und das und das getan, wird Jesus sagen, „Weichet von mit ihr Täter der Gesetzlosigkeit“

    Lieber Bruder H.P.M. Mach weiter so, wie Du machst, und hoffe das fiele Brüder und Schwestern zum nachdenken pommen.

    Liebe Grüße von SDein Bruder Wolseley

  • Dennis
    August 6, 2012

    Lieber Wolseley,

    (Zitat)
    „Ein junger Bruder sagte mir mal, unter 4 Augen, wenn ich in die Vers. komme, habe ich vor diesen Leuten richtige “Angst”, schon wenn ich deren Augenausdruck sehe, sehe ich bei einigen eine “Unafrichtigkeit und sogar Falschheit”

    Die Aussage dieses Bruders kann ich nur bestätigen, das geht mir ähnlich. Diese Show, die bei uns vielfach abgezogen wird, ist schon kaum mehr zu ertragen. Besonders die angeblichen Vorbilder für die Herde gehen hier mit negativem Beispiel voran:

    (Matth. 23:27,28; GN)

    >“Weh euch Gesetzeslehrern und Pharisäern! Ihr Scheinheiligen! Ihr seid wie weiß angestrichene Gräber,9 die äußerlich schön aussehen; aber drinnen sind Totengebeine und alles mögliche Ungeziefer, das unrein macht. So seid ihr: Von außen hält man euch für fromm, innerlich aber steckt ihr voller Heuchelei und Ungehorsam gegen Gott.“<

    Auffälig ist, dass viele Ä. die heile Welt bis zum Schluss aufrecht erhalten wollen, auch wenn im priv. Bereich "die Hütte brennt". Das Amt aufgeben und sich mal etwas zurück halten kommt für sie nicht in Frage, weil sie dadurch ihr ehrgefühl verletzt sehen.

    LG
    Dennis

  • Hans
    August 6, 2012

    Hi Dennis,

    du sprichst mir aus der Seele!

    Das Amt ist für viele wichtiger als Charakter, Rückgrat, in-den-Spiegel-gucken-können.

    Nur noch armselig!

    LG
    Hans

  • Frank&Frei
    August 6, 2012

    ja Dennis, die Ehre und das Ansehen – das sind die treibenden Kräfte. Und dabei ist es den Männern egal, wenn ihre Kinder über die Klinge springen, weil sie die Korruption und Heuchelei erkennen und benennen aber ohne Erfolg.
    Ich war jahrzehntelang Diener, früher war das Amt für mich das Maß aller Dinge, bis ich bei einem Blick in den Spiegel im Bad mich selbst erkannte und feststellte, dass meine Arbeit mehr WErt ist, als sie so mancher Oberzeuge erkennt.
    Ich brauche keine Ernennung. Die Ernennung von ob ist die, dass man im Guten Ansehen steht. Und das kam imer wieder zum Ausdruck, dass alle Probleme mir offenbart wurden und nicht den oberen Dienern.
    Die wundersten sich immer nur. Aber hieraus spricht, dass ich ein gutes Ansehen bei den Brüdern habe. Und aus eben diesem Grunde habe ich die Reißleine gezogen um denen was zum Denken zu geben. FF ist nun kein ernannter beglaubigter Diener mehr. Dieses „Vorrecht“ gebe ich gern ab, weil ich nicht käuflich bin um Dinge zu akzeptieren, die andere im gegensatz zur Lehre tun.
    So macht man Versammnlungen kaputt und ich kenne einige in D, die aufgrund gewachsener Umstände einfach aufgelöst wurden.
    man hat aber nie die dortigen Ältesten mal auf den prüfstand gestellt. die haben Narrenfreiheit. Leider tragen sie keine Klingelmütze.

  • Hans
    August 6, 2012

    Auch das mein lieber F&F kann ich bestätigen!

    ZITAT „So macht man Versammnlungen kaputt und ich kenne einige in D, die aufgrund gewachsener Umstände einfach aufgelöst wurden.
    man hat aber nie die dortigen Ältesten mal auf den prüfstand gestellt. die haben Narrenfreiheit.“

    In der zusammengelegten Versammlung sieht es dann selten besser aus als vorher in dein beiden einzelnen, weil man die Ursachen der Probleme im Amt lässt (sofern die Ursache für Zusammenlegung Probleme waren, manchmal geschieht das ja auch aus anderen Gründen).

    LG
    Hans

  • Eddi
    August 6, 2012

    Lieber Frank,

    vor über 20 Jahren habe ich mal gesagt: Älteste sind Leute, die in der Welt nichts geworden sind und jetzt bei Zeugen Jehovas einen Posten bekommen.

    Einige Jahre habe ich das zurück genommen und versucht, sie nach besten Kräften zu unterstützen, durch Zeit, Kraft, Geld. Schade drum.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Frank&Frei
    August 6, 2012

    Eddi, du hast recht. Viele, die in den Versammlunen den Ton angeben, sind im Betrieb 08/15er, Befehlsempfänger und -ausführer.
    Zu Hause bei Muttern steht der große Pantoffel worunter sie sind.

    Aber auf der Bühne im Kö-Saal. Da schwillt der Kamm und die Brust und trotzdem gibts nur verbindende Wort wie äh.aa, ähem…

    Und überziehen können sie wie die Weltmeister, was die Zeitgrenzen des Programms anbelangt.

    ABer wehe, es steht mal einer auf der Bühne, der frei und unbeschwert reden kann, der Dialektik beherrscht und der das Herz der Brüder erreicht, ohne selbst sich in den Vordergrund zu stellen.
    da bist du ganz schnell hinten angestellt und man rufmordet dich.
    MIch juckt es nicht meher, es hat sich ausgejuckt und ich laufe keinem KA mehr hinterher um mich zu rechtfertigen. sie machen die Versammlung platt und ich habe daran keinen Anteil mehr, weil ich wegbleibe. Ich kann es nicht ertragen auf der Bühne die Heuchler zu sehen, die ihre Familien kaputt machen und Brüder aus der Congregation treiben um ihre tierischen Triebe zu erfüllen, erfolgreiche Menschen platt zu machen.
    WEnn ein Indianer Stamm nur noch Häuptlinge hat, wird er jede Schlacht verlieren. Und eines Tages werden die Pausenclowns sich selbst unterhalten müssen, weil alle übrigen wegbleiben.
    dann können sie die KAs weiter konditionieren, damit diese unliebsame Brüder ja nicht besuchen. Da könnte ja zuviel an Insider Wissen rüberwachsen. Und das schwächt die Position der Usurpatoren, die nach Macchiavelli Art ihr Handwerk betreiben.
    Der Zweck heiligt die Mittel
    traurig aber wahr

  • Sascha
    August 6, 2012

    Lieber Bruder HPM,

    danke für deinen Vortrag. Besonders gefällt mir der Unterschied zwischen Gesetzes- und Glaubenswerken. Ich möchte dazu ergänzend noch Galater 5 anführen, dass Kapitel, in dem auch die Frucht des Geistes behandelt wird.

    Paulus spricht hier zuerst die Freiheit eines Christen an:

    Gal 5:1 Christus hat uns befreit, damit wir als Befreite leben. Bleibt also standhaft und lasst euch nicht wieder in ein Sklavenjoch spannen!

    Der zweite Teil zeigt, dass wir uns aus diesem Grund nicht wieder in ein Sklavenjoch spannen lassen sollen. Dann spricht Paulus die Beschneidung als einen Teil der Gesetzeswerke an:

    Gal 5:2 Merkt euch meine Worte! Ich, Paulus, erkläre: Wenn ihr euch beschneiden lasst, dann wird Christus für euch wertlos sein.
    Gal 5:3 Und ich erkläre noch einmal: Jeder, der sich beschneiden lässt, ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu befolgen.

    Die buchstäbliche Beschneidung steht der geistigen Beschneidung gegenüber. Diese wird in Kol 2:11 mit dem Ablegen der alten Natur in Verbindung gebracht: „Und weil ihr ihm gehört, seid ihr auch beschnitten, aber nicht durch einen äußeren Eingriff. Eure Beschneidung kam durch Christus und besteht im Ablegen eurer alten Natur.“

    Also bestehen die Gesetzeswerke wie die äußerliche Beschneidung darin, diese alte Natur anzubehalten. Deswegen schreibt Paulus dann auch in Galater 5:4:

    Gal 5:4 „Wenn ihr durch das Gesetz vor Gott bestehen wollt, habt ihr euch von Christus getrennt und die Gnade verloren.“

    Zu diesen Gesetzeswerken gehören alle Dinge, die wir aufgrund unseres schlechten Gewissens vollbringen, weil wir glauben, unsere sündigen Neigungen mit menschlichen Werken bekämpfen zu müssen, und alles, was wir aus dem Beweggrund tun, unsere „Schuld“ bei Gott zu begleichen.

    Nicht nur, dass Petrus sagte, dass unsere Taufe, „die Bitte um eine gutes Gewissen“ ist. Paulus geht in Galater 5 ausdrücklich darauf ein, welche Hoffnung wir aufgrund des Glaubens haben können:

    Gal 5:5 „Wir dagegen haben folgende Hoffnung: Wir erwarten aufgrund des Glaubens durch den Geist Gottes die Gerechtigkeit, die vor Gott Bestand hat. Gal 5:6 Denn wenn jemand mit Christus verbunden ist, hat weder die Beschneidung noch das Unbeschnittensein irgendeinen Wert. Das Einzige, was zählt, ist der Glaube, der durch Liebe wirkt.“

    Die Liebe treibt uns an, in unserem persönlichen Umfeld, „das Licht der guten Botschaft“ leuchten zu lassen, und zwar in erster Linie durch Taten der Nächstenliebe. Wenn sich dann eine Möglichkeit ergibt, und wenn wir innerlich erfüllt von der guten Botschaft sind, werden wir mit Sicherheit auch von alleine darüber sprechen. Dazu brauchen wir keinen Berichtszettel, keine Ein-Minuten-Literaturangebote, keine Predigtdienstschule, keine Zeitschriften, kein Kongresse, ich brauche erst recht niemanden zu einer Organisation hinzuführen, um ihn dann gleich auf alle Fehler aufmerksam zu machen.

    Über die, die immer wieder behaupten, dass solche Dinge nötig sind, um die gute Botschaft zu verkünden und an díe, die sich davon beeinflussen lassen könnten, schreibt Paulus dann noch:

    Gal 5:7-10 „7 Es lief so schön bei euch. Wer hat euch nur daran gehindert, der Wahrheit zu folgen? 8 Was man euch da einredet, kommt nicht von dem, der euch berufen hat. 9 Schon ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 10 Doch ich vertraue dem Herrn, dass ihr nicht anders denkt als ich. Wer euch aber durcheinander bringt, wird das Urteil zu tragen haben, ganz gleich, wer er ist.“

    Gerade der letzte Satz sollte uns zu denken geben, wenn wir feststellen, dass wir uns immer noch an menschlichen Werken orientieren, an allem, was irgendwie greifbar ist und als Leistung angerechnet werden könnte. Wer die Gläubigen auf diese Weise „durcheinander bringt“, muss das Urteil dafür dann auch tragen. Das gilt für die Führung einer religiösen Organisation genauso, wie für jeden Einzelnen, der versucht, uns unterschwellig wieder in das genannte „Sklavenjoch“ zu spannen.

    Deswegen brauchen wir mehr solcher positiven Anstöße, wie sie auch in diesem Vortrag beschrieben wurden. Sie helfen uns, nicht auf Dinge zurückzublicken, die wir bereits hinter uns gelassen haben. Und sie helfen uns dabei, zu durchschauen, wenn jemand einen Hang dazu hat, immer wieder solche „Gesetzeswerke“ zu betonen. Wir müssen uns damit nicht mehr beschäftigen oder uns einreden lassen, dass wir angeblich irgendwelchen Geboten Gottes nicht nachkommen würden, weil wir z.B. nicht von Haus-zu-Haus oder in die Zusammenkünfte gehen. Paulus sagt dazu in Galater 5:14 noch:

    „Denn das ganze Gesetz ist erfüllt, wenn ihr das eine Gebot haltet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Dennis
    August 6, 2012

    Lieber Sascha,

    toller Kommentar, das steckt sehr viel drin!!!

    Du hast eine kleine Zusammenfassung und Ergänzung zum Artikel gemacht, das gefällt mir.

    LG
    Dennis

  • Uwe Schöning
    August 6, 2012

    Hallo Dennis, Hallo Manfred,

    Ich will nicht schönschreiben, was die Theokratische Predigtdienstschule falsch macht. Natürlich kann man es unter dem Punkt sehen, dass man immer ‚die Schulbank drücken‘ wird.

    Die Schule dient aber meines persönlichen Verständnisses eher dazu, die Befähigung eines Verkündigers zu steigern, das Predigtwerk (ob richtig oder falsch) durchzuführen.
    Dass hierbei natürlich auch die Befähigung zum Lehren der ‚Milchspeise‘ gefördert wird, ist ein gewünschter Nebeneffekt.

    Für die Organisation ist bei Brüdern natürlich auch dann zu erkennen, wer sich für höhere Ämter qualifizieren könnte. Einen Stillstand gibt es also nicht für alle Brüder.

    Wie gesagt, ich wollte das nicht unbedingt nur schönreden. Unabhängig von der Predigtdienstschule sehe ich eigentlich den Großteil der Versammlungen in der Schülerrolle, wenn sie nicht eigenständig „kochen“ lernen dürfen – mit eigenen „Rezepten“ sondern nur nach den Vorgaben der WTG…. diese geistige Aushungern ist für mich eher das Belastende.

  • Hans
    August 6, 2012

    Hi,

    für mich war die TPS immer eher eine Schule für die Bühne als für den Predigtdienst. Man lernt studieren, nachforschen, zusammenfassen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Dienst. Wer aber kaum Rückbesuche oder Studien hat, wird diese Fähigkeiten kaum im Dienst, wohl aber auf der Bühne anwenden können.

    Insofern sehe ich die TPS eher als Rednerschule für Nachwuchs-DAGs und -Älteste.

    LG
    Hans

  • Dennis
    August 6, 2012

    Lieber Bruder HPM,

    auch ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Du hast mal wieder zur richtigen Zeit den richtigen Ton getroffen, wie ich finde. Vielleicht können wir die Gelegenheit nutzen und uns etwas länger und tiefer in ein Thema begeben, was ja bisher eher selten der Fall war.

    Zwei Sätze sind mir besonders „hängen“ geblieben:

    (Zitat)
    „Sie mussten sich nicht verstellen oder immer alles gut machen, damit sie nichts Schlechtes auf die Versammlung oder die Gemeinschaft warfen. Die Erkenntnis das wir alle Sünder sind kann uns helfen zu erkennen, dass wir alle gleich sind und nur so geliebt werden möchten wie wir sind.“

    Sehr schön ausgedrückt!

    Der schwere Balast dieser Organisation besteht zum größten Teil darin, dass alle Brd./Schw. ihr ganzes Glaubensleben lang in der Schüler-Rolle verharren müssen und nie Erwachsen werden dürfen. Das zeigt z.B. schon der Titel theokrat. Predigdienst-„Schule“. Unaufhörlich müssen wir uns ändern, überprüfen, verbessern, rein erhalten, geistig wachsen, wachsam sein, vorandrängen, Fortschritte machen usw. usw. ….. Ein nie enden-wollender Kreislauf der inneren Unruhe und Selbstzweifel. Die logischen Folgen dieses Kreislaufs sind: Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken!

    Viele Grüße an Dich und alle Mitleser!

    Dennis

  • Manfred
    August 6, 2012

    Lieber Dennis,
    Das hast Du schön ausgedrückt. Jeder Jugendlicher wird Älter und verlässt die Schule, dann erlernt man einen Beruf und geht demzufolge nochmal auf die Berufschule. Wenn man zwei Berufe erlernt, so wie ich, dann geht man halt zweimal in die Berufsschule, aber irgendwann kommt man an den Punkt wo man fertig ist und dann übernimmt man Verantwortung in seinem Beruf und bildet vielleicht sogar andere aus. Natürlich belegt man auch Fortbildungskurse, doch die bauen aufeinander auf.

    Wenn Du in der Predigdienstschule durch bist, sozusagen die 10.te Klasse erreicht hast, dann fängst Du wieder vorne in der 1.ten Klasse an. Und das immer und immer wieder. Das ist eine Endlosschleife vom Jugendlichen hin bis zum 80 jährigen. Man wird nie dieser Schule entwachsen. Auch der Stoff ist immer der gleiche, nur mal falscher als es vorher war, weil es neueres (helleres) Licht gegeben hat. Dabei tappen die sowas von im Dunkeln rum.

    Diesen Gedanken fand ich sehr gut, denn wer ein Christ geworden ist, wird sich auch wie ein Christ benehmen und irgendwann die feste Speise zu sich nehmen und nicht immer nur die Milch wie ein Baby.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Sascha
    August 6, 2012

    Lieber Dennis,

    du hast diesen „Teufelskreis“ sehr anschaulich beschrieben, auch die Auswirkungen auf den Einzelnen. Damit hast du mal wieder die richtigen Worte gefunden, weswegen ich nichts hinzufügen, sondern dir nur kurz dafür danken möchte. 🙂

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Eddi
    August 6, 2012

    Liebe Schwestern,
    liebe Brüder,

    Artikel und Kommentare bis hierhin zu 100% meine Zustimmung. Kann ich nix mehr zu sagen außer, da hat der Geist Gottes kräftig gewirkt. Prima, weiter so, schön erklärt den Unterschied zwischen Werken aus eigenem Wollen heraus und dem Wirken mit dem Geist Gottes.

    Ganz herzlichen Dank
    Eddi

  • Edelmuth
    August 6, 2012

    Hallo H.P.M.

    Ein sehr schöner und ausgewogener Beitrag. Gefällt mir gut!

    Ede

  • AKAZIE
    August 6, 2012

    Liebe Brüder und Schwestern

    Was ist denn ein geistiges Werk? Ich denke es gehört auch das Hervorbringen von Facetten der Frucht des Geistes dazu.
    War ich einmal unfreundlich, und bin nun freundlich so habe ich die Unfreundlichkeit überwunden.
    War ich einmal sehr hart und bin heute Milde so habe ich die Härte überwunden.
    War ich einmal ungläubig und habe nun Glauben so habe ich die Ungläubigkeit überwunden.

    Und so könnte man es mit Liebe, Langmut, Selbstbeherrschung, Freude, Frieden und der Güte fortsetzen.

    Habe ich nur eine einzige dieser Facetten in meinen Leben umgesetzt so ist dieses ein WERK des Geistes. Es ist eine Veränderung die ich an mir selbst und letztendlich auch meine Umwelt bemerkt. Doch die wohl größere Freude über solch ein WERK dürften dann wohl Jehova und der Christus haben, da sie genau den Grund meiner Veränderung, den Grund für dieses Werk erkennen.

    Ein Glaubenswerk ist schon dann erreicht und ich denke das ist eine der wohl schwersten Dinge überhaupt, wenn ich meine Persönlichkeit, meinen Charakter in solch eine Form bringe, dass sich darin die Frucht des Geistes widerspiegelt.

    Ich denke auch das jeder der hier diesen Gedanken versteht mir beipflichtet, erst wenn ich diese Frucht des Geistes und die Facetten davon, so widerspiegele das ich überzeugt bin Jehova und Jesus Christus freuen sich über meinen eigenen Fortschritt diese Facetten so gut wie möglich umzusetzen, erst dann kann ich doch erst die anderen christlichen WERKE vollbringen.

    Nach meiner Überzeugung sind GLAUBENSWERKE, also nicht ausschließlich die von der Organisation ständig wiederholten, wie der Predigtdienst, Besuch der Zusammenkünfte, Gehorsam dem Sklaven gegenüber usw.

    Diese Werke sind wichtig für die Kennzeichnung einer Religion, die diese Dinge organisiert.

    Was ist Organisation und Religion?
    Meine Gedanken dazu sind:

    Organisation ist ein Werkzeug was Menschen angefertigt haben um damit etwas zu bearbeiten, die Religion ist die Spannvorrichtung wo dieses Werkzeug eingespannt ist, was sich in Gebäuden, Handlungen, einer eigenen Sprache, eigener Begriffe, bestimmten Ritualen und der Kleidung zum Ausdruck bringt.

    Das ist alles von Menschen entworfen wurden.

    Was ist Glaube?

    Glaube ist eine im Herzen des Menschen verwurzelte Überzeugung, an etwas zu vertrauen, auf eine Verheißung, auf eine Gottheit.

    Glaube ist etwas Geistiges was dem Menschen ans Herz gelegt wurde und hängt mit dem freien Willen zusammen, diesen Glauben nun intensiv zu leben oder diesen nur gelegentlich Aufmerksamkeit zu schenken.

    Organisation und Religion ist mehr materieller Natur, was sich ja auch in jeder Religion durch materieller Werte bemerkbar macht, da es aber materiell ist unterliegt es der Abnutzung und somit der Vergänglichkeit.

    Glaube unterliegt, da er eine geistige Energieform ist, nicht diesem Verfall.

    Erst der machthungrige Mensch hat diesen Umstand erkannt und diesen zu jedem Zeitpunkt der Geschichte des Menschen dazu benutzt, um den Glaube zu organisieren, in eine Religion zu kleiden um so den materiellen Reichtum zu sichern.

    Dazu braucht Organisation und Religion viele einzelne Individuen, die gehorsam den machthungrigen Menschen folgen und deren Anweisungen, werden von gottgewollt dargestellt, mit Heilsversprechungen, mit Segensversprechungen mit geistigen Belohnungen.

    Jeder für sich muss selbst festlegen, wie weit er Religion und Organisation folgt.
    Auch dazu haben wir den freien Willen von Gott erhalten.

    Gott und Jesus zwingen uns nicht zu Religion, zu Organisation, noch nicht einmal zu Glauben. Das einzige wo wir gezwungen werden ist doch, da wir aus Materie -dem Staub- sind, auch den von Gott geschaffenen materiellen Gesetzen zu gehorchen, wenn wir gesund bleiben wollen, diesen Gesetzen kann sich nicht einmal der größte menschliche Gegner Gottes entziehen. Alles andere was sich im geistigen Räumen abspielt, regelt unser freier Wille und nur der einzelne entscheidet doch selbst darüber, wenn er frei und mündig ist, in wie fern er es zulässt, das eine andere Person in seinen freien Willen eingreift.

    Ich für meinen Teil und das gebe ich hier ganz offen zu, erlaube es und wünsche es mir sogar das dieser Eingriff in meinen Willen nur von zwei Personen erfolgen darf, dem Christus und meinen Schöpfer Jehova.

    Vielen Dank mein lieber H.P.M für diese Gedanken guter und echter geistiger Kost.

    Viele Grüße an alle.

    AKAZIE

  • walter
    August 6, 2012

    Hallo Akazie,-HPM,

    genauso sehe ich es auch und möchte mich für die tiefen
    geistigen Gedanken im Artikel und Kommentar bedanken.
    Wenn wir uns so, Jehova und Jesus zuwenden, auf sie bauen, haben sie uns versprochen uns Ihren Geist zum Unterpfand zu schenken.
    Sie werden uns ihren Geist schenken, so daß wir die Bibel richtig verstehen und entsprechend Früchte hervorbringen.
    Das war Inhalt meiner 2. Tauffrage. Daran glaube ich heute noch.
    Ich glaube daran, daß dieser Geist mich führen und leiten und tragen kann.
    Sie haben versprochen Wohnung in uns zu nehmen. Was für ein erhabenes und sicheres Gefühl, wenn der Allerhöchste und Jesus in uns wohnen.
    Das ist Glaube in biblischen Sinn. Alles andere ist Religion.
    Wenn ein Mensch dies in seinem Leben verspüren kann, ist das das Größte, was ihm passieren kann.
    Wenn es ihm verwehrt,vorenthalten wird, ist es Betrug.

    Liebe Grüße
    Walter

  • mia-sophie
    August 6, 2012

    Ein hervorragender Vortrag, ich bin begeistert!

    Ich hoffe sehr, dass nun ein reger Gedankenaustausch entsteht, denn diese Worte sind ermunternd und aufbauend. Sie spornen mich an, noch mehr nach Gelegenheiten zu suchen, anderen Menschen Gutes zu tun und auf diese Weise mein Christsein zum Ausdruck bringen zu können.
    … „Euer Leben mitten unter den Menschen, die Gott nicht kennen, muß einwandfrei sein. Wenn sie euch alles mögliche Böse nachsagen, sollen sie eure guten Taten sehen und von ihren eigenen Augen eines Besseren belehrt werden. Vielleicht kommen sie dann zur Besinnung und preisen Gott für ihre Rettung am Tag seines Gerichts.“ (1.Petr 2:12 GN)

    Manchmal erlebe ich Menschen, Christen, die haben eine Ausstrahlung, dass jeder sofort spürt: dieser Mensch ist anders. Warum ist das so? Weil diese Menschen ihren Glauben leben, in sich mit Zufriedenheit und Glück erfüllt sind und vollstes Vertrauen in Gott haben. Das wird auch von anderen Menschen wahrgenommen, weil so eine Zufriedenheit oder „Seligkeit“ in der heutigen Welt selten geworden ist und so kann es sein, dass sie fragen: „Was ist die Ursache deines Glückes?“ Und nun erzählen diese Menschen von ihrem Glauben…

    Kol 4:6 „Wenn ihr Außenstehenden über euren Glauben Auskunft gebt, so tut es immer freundlich und in ansprechender Weise…
    So kann Predigtdienst funktionieren.

    Ich habe mich schon oft gefragt, inwiefern JZ sich von anderen Menschen ,sogenannten Weltmenschen unterscheiden, zumindest was die Wahrnehmung von außen betrifft. Bei den wenigsten bemerke ich einen Unterschied. Es sollte doch eine überwiegend geistige Gesinnung zu bemerken sein, aber es offenbart sich eher eine materielle oder fleischliche Einstellung. Welche Wirkung es doch hätte, wenn „Weltmenschen“ ZJ bei allgemein wohltätigen Betätigungen zum Nutzen der Gesellschaft erleben könnten?!

    Viele Brüder in den Reihen der ZJ kämpfen mit physischen und psychischen Problemen. Ist bei ihnen etwas zu spüren, dass ihnen ihr Glaube Kraft schenkt, dass Religionsausübung etwas ist,was sie jeden Tag im täglichen Leben unterstützt und sie durch ihre Hoffnung und den heil. Geist einen wunderbaren Schatz haben, der den anderen Menschen fehlt? Bei den wenigsten habe ich dies bisher beobachten können.Ich würde ihnen von ganzem Herzen wünschen, dass sie, wenn sie in ihrer Bibel lesen,vom Geist und der Warmherzigkeit Jesu erfüllt würden.

    Einen Punkt möchte ich noch ansprechen.
    Ihr schreibt: Was wir aber in Wirklichkeit tun ist nur, unsere Verantwortung zu vergrößern und uns selbst zu betrügen. Wir betrügen uns selbst darin, dass wir uns für geistlich halten, wenn wir in Wirklichkeit vielleicht durch und durch fleischlich sind. Wir betrügen uns darin, dass wir zu wachsen meinen, während wir in Wirklichkeit auf der Stelle treten. Wir betrügen uns darin, daß wir uns für weise halten, während wir erbärmlich dumm sind.

    Das verstehe ich nicht ganz, denn ich würde eher sagen, dass wir unsere Verantwortung verkleinern, da wir ja ziemlich viel unserer Verantwortung der Organisation überlassen bzw. übergeben. Indem die meisten ihr Denken ausschalten, werden sie zu Befehlsempfängern und übergeben sich und ihr Leben dem „Kanal“, der sagt, was Gott für gut und richtig befindet.
    Bitte um Korrektur, wenn ich was falsch verstanden habe.

    Ganz wichtig finde ich auch diesen Gedanken:
    Abraham zeigte also seinen Glauben nicht dadurch, das er die Gesetze Jehovas erfüllte, um dies dann als Glaubensbeweis vorzuzeigen, sondern durch sein Vertrauen in die Verheißungen Gottes.

    Wir gehorchen nicht, weil wir Angst haben vor der Strafe oder weil wir Gesetze halten um der Gesetze willen, sondern weil wir das volle Vertrauen zu Jehova haben, dass alles, was er uns sagt, gut und richtig ist und weil wir ihn und seinen Sohn und unsere Mitbrüder -menschen aus vollstem Herzen lieben. Und auch nicht nur aus selbstsüchtigen Gründen, weil wir

    ein starkes Sicherheitsbedürfnis haben
    jemand z.Bsp.seinen Vater wiedersehen möchte, den er nie kennengelernt hat
    im materiellen Wohlstand leben wollen
    paradiesische Orte bereisen können

    Das ist ja alles nicht verkehrt, das schenkt uns Gott aber als Zugabe, wenn wir ihn um seiner Selbst willen lieben. Das sollte nicht der Hauptbeweggrund sein, Jehova zu dienen.

    Wie gesagt, ich freue mich auf viele schöne, interessante, gerne auch kontroverse Gedanken von allen Brüdern hier auf BI zu diesem Thema, damit wir mal von dieser unsäglichen, sich immer wieder im Kreis drehenden „gegen-den-Sklaven-wettern-Disskusion wegkommen.Der Vortrag hier bietet supertolle Ansätze.

    Noch ein kurzes Wort zur Liebe. Grundsätzlich halte ich ja bibelerklärende Schriften nicht für essentiell, aber zwei Bücher sollte jeder Christ zusätzlich zur Bibel lesen:

    M.ScottPeck „Der wunderbare Weg“ und „Weiter auf dem wunderbaren Weg“

    Darin ist eine Definition der Liebe gegeben, die ich allen zum Nachdenken mit auf den Weg geben möchte (obwohl ihr alle schon sehr gut darin seid).
    Der Autor schreibt: „Ich definiere Liebe als den Willen, das eigene Selbst
    auszudehnen, um das eigene spirituelle Wachstum oder das
    eines anderen Menschen zu nähren.“

    Allen wünsche ich einen wunderschönen Tag und Wochenstart
    Mia-Sophie

    ===================================================================================================

    Hallo Mia Sophie,
    danke für deien annerkennenden Worte z7 diesem Artikel. Es freut mich das er dir ghelfen konnte.
    Was den von dir angesprochenen Punkt anbelangt; er ist tasächlich etwas schwer zu verstehen. Werde ihn sofort etwas deutlicher darstellen.
    LG
    Bruderinfo
    HPM

  • Joshua
    August 6, 2012

    Liebe Mia-Sophie,

    danke für deinen Kommentar. Bücher-Tips sind mir immer willkommen. Ich habe auch schon einige tiefgründige christliche Bücher gelesen. Zur Zeit lese ich „Glaub dich nicht krank – befreitetes Christsein leben“ von Ulrich Giesekus. Gerade wenn man jahrzehntelang in einer Religionsdiktatur verbracht hat finde ich es wichtig neue Denkanstöße zu bekommen für lebensnahes, praktisches, christliches Denken und Handeln. Sehr gut gefallen hat mir auch „Schrei der Wildgänse“ ( engl. Titel : „so you don´t want to church anymore“ ) und „Hiobs Tochter“ in welchen das pharisäerhafte Gehabe der religiösen Führer unserer Zeit gut herausgearbeitet wird.

    Viele Grüße!
    Joshua

  • Hans
    August 6, 2012

    Hi Mia-Sophie

    du schreibst ZITAT „Das verstehe ich nicht ganz, denn ich würde eher sagen, dass wir unsere Verantwortung verkleinern, da wir ja ziemlich viel unserer Verantwortung der Organisation überlassen bzw. übergeben.“

    Das sehe ich so wie du. Vielleicht hätte es „verkleinern“ heißen sollen im Artikel?

    Der typische Prozess ist ja an und für sich, dass man Eigenverantwortung abgibt, dass man unbewusst/bewusst denkt, ich mache jetzt einfach XY, weil es so von der Rota kommt oder von der Bühne gesagt wird.

    Nicht umsonst beinhalten viele Formen der Psychotherapie die Übernahme von Eigenverantwortung als wesentliches Ziel. ICH bin für MEIN Leben verantwortlich. So kommt man auch aus der Opferrolle raus und in die christliche Freiheit hinein.

    Ist natürlich mitunter gewohnter, bequemer oder einfacher, das Hirn auszuschalten, braucht schließlich ne Menge Energie 😉

    Gal 6:5
    Schließlich ist jeder für sein eigenes Verhalten verantwortlich.

    Es heißt nicht, die geistlichen Führer wären für mein persönliches Verhalten verantwortlich. Auch wenn sie natürlich Rechenschaft dafür ablegen müssen. Man kann nur hoffen, dass jeder dies klar erkennt.

    LG
    Hans

  • Hans
    August 6, 2012

    Blöd ausgedrückt:

    „Es heißt nicht, die geistlichen Führer wären für mein persönliches Verhalten verantwortlich. Auch wenn sie natürlich Rechenschaft dafür ablegen müssen.“

    Ich meine natürlich, dass die Führer für IHR Verhalten Rechenschaft ablegen müssen. Nicht für meins.

  • Anna
    August 6, 2012

    Liebe Mia-Sophie, lieber Bruder HPM, liebe Brüder und Schwestern,

    gerne möchte ich mich Deinen Worten anschließen Mia-Sopie. Und Dir Bruder HPM danke für die Richtigstellung dessen was Christsein ausmacht.

    Du bist auf Jesus Christus eingegangen, was er uns vorgelebt hat. In der Bruderschaft beobachte ich auch, dass viele Brüder sich meinen verstellen zu müssen, sozusagen das „Versammlungsgesicht“ aufsetzen. Das führt dann automatisch zu psychischen Problemen. Jeder möchte doch so geliebt werden wie er ist und nicht immer eine andere Rolle spielen. Nur weil das von einem erwartet wird. Im Sinne von: „Du mußt so oder so sein sonst habe ich Dich nicht mehr lieb…“. Das ist doch frustrierend!

    Ich versuche inzwischen mein Leben so zu leben als wäre Christus neben mir (ist er ja auch, weil er wie Jehova alles sieht). Mit ihm an meiner Seite fällt es mir leichter meiner Verantwortung als Christ und Mensch überhaupt nachzukommen.

    ES GIBT EIN LEBEN VOR DEM TOD!!! und VOR Harmagedon.

    Ich würde mir wünschen dass wir uns gegenseitig darin unterstützen dies auch in der Praxis auszuleben.

    Sonnige Grüße an alle herzlich Anna

  • Hans
    August 6, 2012

    Liebe Anna,

    ZITAT „viele Brüder sich meinen verstellen zu müssen, sozusagen das “Versammlungsgesicht” aufsetzen. Das führt dann automatisch zu psychischen Problemen.“

    Dem stimme ich aus tiefster Überzeugung zu!!

    Und diesen Satz von dir finde ich absolut Klasse:

    ZITAT „ES GIBT EIN LEBEN VOR DEM TOD!!! und VOR Harmagedon.“

    Danke!

    LG
    Hans

  • mia-sophie
    August 6, 2012

    Liebe Anna,

    ein lieber Freund unserer Familie sagte einmal zu uns:
    „Auch das jetzige Leben ist es wert gelebt zu werden.“ Das hat mich berührt und zum Nachdenken veranlasst. Ich kann mich noch an meine Anfangszeit bei den ZJ erinnern, als man mir ein Argument dagegen nannte, dass die Menschen in den Himmel kämen. Dann wäre nämlich das Leben auf der Erde nur eine Zwischenstation und eigentlich eine Strafe und so grausam ist Gott nicht. Wenn man sich jetzt alles verkneifen muß mit dem Hinweis auf das „richtige“ Leben, dann ist man wahrscheinlich unglücklich, es sei denn, man tut es mit absoluter Überzeugung.

    Eine zweite schöne Erfahrung hatten wir mit dem Bibeltext aus Jak. 5:16 …bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, denn das Gebet hat große Kraft (sinngemäß). Mein Mann und ich sprachen darüber mit einem Bruder und er meinte ganz erstaunt: „Das steht aber nicht in der Bibel.“ Wir zeigten es ihm und er bekam große Augen, weil ihm diese Art des christlichen Umgangs völlig fremd ist, weil das ein Unding wäre in den VS der ZJ.

    Abgesehen davon, dass sich Rechtskommittees mit meinen Sünden beschäftigen wöllten, ist es auch ein Fauxpas, sich über vermeintlich negative Dinge zu unterhalten, und meine Schwächen sind nun mal negativ zu sehen. Aber wenn immer nur alles gut ist oder alle und alles immer in Einheit, alle sagen und tun dasselbe, dann habe ich kaum Veranlassung, mich im Geiste damit auseinander zu setzen. Ich will damit sagen, erst mit kontroversen Meinungen kann (und will und muß) ich mich konstruktiv auseinander setzen, um so zu einer eigenen Meinung zu gelangen (ist für mich auch ein Grund weiterhin in die VS zu gehen, allerdings bloß Sonntags)
    Und über diese Meinungsbildung kann ich ein Glaubensgebäude aufbauen, einen lebendigen Glauben entwickeln. Und was der dann taugt, zeigt sich, wenns brenzlig wird. Jehova kennt uns zwar besser, als wir selbst uns, aber er beurteilt uns auch nach dem, was wir gemäß unserem Glauben tun, v.a. in Prüfungen. Habe ich Vertrauen zu IHM oder hab ich gesagt bekommen, dass ich Vertraueb haben soll? So trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Wenn aber alles immer gleich angeordnet und gemacht wird, dann mach ichs nur, weil es ja gesagt wurde und nicht von innen heraus. Dann ist mein Glauben nicht geläutert.
    Ich hoffe, du und alle anderen verstehen, was ich sagen will. Es gehört nicht zu meinen herausragendsten Gaben, mich gut auszudrücken. Darum halte ich mich eher etwas zurück.

    LG Mia-Sophie

  • Eddi
    August 6, 2012

    Liebe mia-sophie,

    du meinst, deine Schwächen seien nunmal einfach negativ zu sehen? Ehrlich?

    Bitte stell dir vor, ein Engel stünde neben mir. Er ist vollkommen, ich nicht. Wie viel aus meinem Leben kann der Engel nachvollziehen? Wie fällt sein Urteil über mich aus?

    Weißt du jetzt, wie froh ich bin, dass auch du Schwächen hast? Wir dürfen füreinander beten, Gott unsere Schwächen bekennen und wie sagt Paulus: durch unsere Schwachheiten wird Gottes Herrlichkeit noch mehr offenbar.

    Sind deine Schwächen einfach nur negativ? Ich liebe dich so wie du bist.

    Du schreibst, du könntest dich nicht so gut ausdrücken: die Angst hatte Moses auch und Jahwe hatte Mitleid mit dem armen Kerl und gab ihm Aaron an die Seite. Wieviel lesen wir von Moses im Gegensatz zu dem, was Aaron gesagt hat? Nicht dass ich das Tun Aarons herunter spielen möchte, ich wäre froh, nur ansatzweise einen solchen Glauben reflektieren zu können, aber die Verhältnismäßigkeit ist doch auffallend, oder? Der Geist Gottes und ein offenes Herz können alles verständlich machen. Und du wirst verstanden.

    Bitte schreib weiter so schön
    Eddi

  • mia-sophie
    August 6, 2012

    Liebe Eddi,

    ich danke dir für deine ermunternden Worte und deine Liebe und dein riesengroßes Herz.

    Es gibt Zeiten, da kann ich mit meinen Schwächen nur schlecht leben und dann werde ich mich bestimmt an deine Worte und deinen Vergleich erinnern und das wird wieder ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern.
    Du hast Recht, Schwächen sind nicht negativ, nur wie ich damit umgehe zeigt meinen Charakter. Und über Schwächen zu reden stellt mich mit meinem Bruder auf eine gleiche Ebene, denn der hat mit Sicherheit auch welche, nur andere als ich.
    Ich nahm an, über Schwächen in der VS zu reden, kommt bei den andern negativ an und so etwas will keiner hören, weil es runterzieht. Darum käme „einander unsere Sünden zu bekennen“ unter den heutigen VS-Umständen auch nicht an.
    Aber nach längerem Nachdenken komme ich zu dem Schluß, dass sich viele Brüder erst dadurch richtig gut fühlen würden, weil sie merken, dass sie einen Menschen aus Fleisch und Blut vor sich haben und keinen Organisationsroboter. „Der denkt ja wie ich, wow“
    Aber dadurch würden für viele die Kirschen bequem greifbar in Kopfhöhe hängen und keiner müßte sich bis zum Äußersten recken und strecken. Das wiederum ist von den Obersten nicht gewollt.

    Du hast mir sehr gut beim Nachsinnen geholfen.Danke.
    Alles Gute
    Mia-Sophie

  • Manfred
    August 6, 2012

    Liebe Mia-Sophie,
    wenn Du mal niedergedrückt bist und das gilt natürlich für alle hier, dann könnt Ihr Euch aufmuntern indem Ihr mal in der Rubrik
    Bibeltexte die bewegen nachlest.

    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=702#comments

    Die sind mir auch immer eine gute Hilfe.

    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    August 6, 2012

    Liebe Eddi

    Du hast geschrieben:

    Bitte stell dir vor, ein Engel stünde neben mir.

    Ich glaube fest daran, wenn wir täglich unseren Vater bitten uns zu helfen, dass auch immer ein Engel neben uns steht.

    Wenn ein Engel neben uns steht haben böse Mächte keine Chance mehr uns negativ zu beeinflussen. Dass es diese bösen Mächte gibt zeigen die vielen Dämonenaustreibungen die Jesus gemacht hat. Einmal waren in einem Menschen sogar eine ganze Legion böser Geister, die Jesus dann in die Schweineherde gejagt hat.

    Diese Geister leben natürlich immer noch, sie sind weder weggesperrt noch gestorben und beeinflussen die Menschen. Sie beeinflussen auch uns, wenn sie nicht durch die Hilfe unseres Vaters daran gehindert werden. Für diese Hilfe danken wir unserem Vater und seinem Sohn Jesus.

    LIebe Grüße
    Alois

  • Uwe Schöning
    August 6, 2012

    Vielen Dank für diesen überaus erbauenden Aufsatz.

    Es ist gut zu wissen, dass nicht das Leistungsdenken innerhalb einer menschlichen Gesellschaft/ Organisation zählt, sondern Werke des Glaubens und des Vertrauens. Oft wird die Stärke des Glaubens ja an der Anzahl der PD-Stunden gemessen oder an der Anzahl der verteilten Zeitschriften.

    Mein Onkel (Ältester) hatte mir einmal vorgeworfen, ein wesentlich jüngerer Verkündiger (Sohn eines Ältesten) würde monatlich mehr Zeitschriften abgeben und Zeit investieren. Hätte ich meinen Dienst ‚verbessert‘ wäre ich für ein Dienstamt in Frage gekommen.

    Ich habe aus diesem Aufsatz sehr viel für mich herausgenommen.

    Gerade den Punkt „sich verstellen müssen“ kommt mir nur allzusehr bekannt vor. Wie oft haben bekannt gewordene „Schwächen“ zu dem Einschränken von Vorrechten und dem Druck der Führung geführt?
    Vor allem wenn Brüder dazu angehalten werden einander zu beobachten und zu denunzieren? Für mich bedeutet der Jakobus Brief nicht nur das Vertrauen zu Jehova zu haben, sondern auch meinen Brüdern zu vertrauen, dass sie das richtige tun, wenn ich Hilfe benötige.

    Dass wir dadurch schon jetzt glücklich sein können ist ein toller Gedanke.

  • Hans
    August 6, 2012

    Lieber HPM,

    vielen Dank für diesen Artikel. Er ist für mich einer der besten, die ich auf BI gelesen habe.

    ZITAT „schon hier auf dieser Welt glücklich zu werden.“

    Endlich mal jemand, der das einräumt. Viele ZJ schlucken runter egal was da kommt, schließlich wird man ja mal später für immer glücklich. So sind psychische Probleme vorprogrammiert. Natürlich freuen wir uns auf das „wirkliche Leben“, aber trotzdem wollen und brauchen wir doch alle auch heute schon ein Stück vom Glück!

    Jesus ging auch nicht mit runtergezogenen Mundwinkeln durch die Straßen und das obwohl er genau wusste, dass er gefoltert werden und einen grausamen Tod sterben wird (was wohl den meisten von uns erspart bleibt).

    In Mat 5 heißt es nicht „Glücklich wird in 3000 Jahren sein …“, es steht da „Glücklich SIND …“ (Gegenwart)!

    ZITAT „Taten der praktischen Liebe können nicht berichtet werden, und spielen eine weit untergeordnete Rolle bei der Beurteilung für ein Dienstamt.“

    Mach die Stunden offiziell berichtbar und die Älteren werden sich nie dagewesener Aufmerksamkeit erfreuen.

    ZITAT „Solange wir nicht zulassen, dass unsere Mitmenschen und besonders unsere Brüder an unserem Innersten teilhaben, gibt es für uns keine Geborgenheit.“

    Das machen die wenigsten ZJ, u.a. weil es dann gegen dich verwendet werden könnte. Ein Bruder sagte mal: Im Bethel lernst du schnell eine Grundregel: Spreche NIE über Privates.

    Um sich anderen zu offenbaren, bedarf es genau der von dir angeführten „aufrichtigen und angstfreien Gemeinschaft“. Die findet man unter ZJ nach meiner Erfahrung nur bei sehr wenigen Brüdern. Es äußert sich z.B. darin, dass man nicht auf jedes Wort aus seinem Mund achten muss. Dass man einfach auch mal sagen kann, was man wirklich denkt. Ohne daraufhin in einer der unteren Schubladen zu landen oder es irgendwann später aufs Butterbrot geschmiert zu bekommen …

    LG
    Hans

  • Andre
    August 6, 2012

    Danke HPM für den schönen Artikel. Ja, lohnt sich wirklich, darüber nachzudenken.
    Und dir Hans, ein ebenso guter Komentar über das „Jetzt Glücklich sein….“. 1000 x den Text gelesen, aber nie darüber nachgedacht. Dann erübrigt sich doch auch z.B. die Frage, was ich in meinem Leben ändern müsste, wenn morgen oder in x-Jahren Harmagedon kommt. GAR NICHTS, dann brauche ich keine Angst davor haben.

    Danke euch

    Andre

  • Ulrike P.
    August 6, 2012

    Hallo alle zusammen! 😀

    ZITAT:
    “ Natürlich freuen wir uns auf das “wirkliche Leben”, aber trotzdem wollen und brauchen wir doch alle auch heute schon ein Stück vom Glück!“

    Gut das es mal einer ausspricht, denn leider herrscht unter vielen Christen die irrige Annahme, nur wer hier unglücklich vor sich leidet, kann Gott gefallen.

    Ok, diese Welt bietet genug Sorgen und Nöte, die einen wirklich niederdrücken können und niemand braucht dabei so zu tun, als könne er alles lächelnd wegstecken.

    Aber sich das Glück zu versagen und auf andere Christen die glücklich sind, herabzuschauen als wäre es Teufelswerk, ist nicht in Gottes Sinne. Er gibt uns doch alles Gute einzig und alleine deshalb, damit wir uns daran erfreuen können. – Sich selbst das Glück zu versagen, heißt sich die Freude zu versagen, die doch zum Frucht des Geistes gehört. Man lehnt also einen Teil von Gottes Geschenk an uns ab, dabei hat er sich sicherlich etwas dabei gedacht, als er neben der Liebe, der Selbstbeherrschung, der Langmut usw, auch die Freude dazu gab.

    Glückliche Menschen strahlen eine Freude aus die ansteckend ist und anderen zu helfen wenn sie die Möglichkeit dazu haben, ist ihnen selbstverständlich, so führt ganz natürlich eins zum anderen. – Von solchen Menschen lässt man sich auch gerne helfen. Weil man dabei nicht das Gefühl hat, sie kommen nur einer leidigen Pflicht nach.

    Der Teufel ist es, der immer wieder alles daran setzt uns die Freude zunehmen. – Er weiß schon warum er das tut, denn ohne Freude ist man saft- und kraftlos. – Auch die Dankesworte an Gott sind schal, wenn nicht wirkliche Freude über seinen Segen dahinter steht.

    So knüppelt der Satan einen voller Enthusiasmus mit immer neuen Schwierigkeiten zu, so das man echt aufpassen muss, ob all der Probleme in Freudlosigkeit zu versinken. – Da diese Welt NOCH die Seine ist, hat er ja viele Möglichkeiten.

    Das weiß auch unser Vater und nimmt uns sicher nicht übel, wenn wir über Negatives in unserem Leben denn auch traurig, verärgert oder sogar wütend sind.
    Wer Christus als seinen Herrn und Erlöser hat, steht zwar nicht über all diesen Dingen (schön wärs 😉 ) und sie können uns tatsächlich auch an manchem Schönen in dieser Welt die Freude rauben. Aber an EINER nicht und das ist die Freude daran, unseren Vater und Jesus beständig in uns zu tragen. Sie bei uns zu wissen, ist UNSER nie versiegender Quell des Glücks.

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    August 6, 2012

    PS:
    Mein angeführtes Zitat ist von Hans…bin noch etwas ausser Übung. 😉

    LG Ulli

  • Barbara
    August 6, 2012

    Liebe Ulli,

    Ich freu mich riesig, dass Du hier wieder mitschreibst.
    DU HAST ECHT GEFEHLT.

    Liebe Grüsse,
    Barbara

  • Matthäus
    August 6, 2012

    )-:

  • Anna
    August 6, 2012

    Servus Ulli 🙂 🙂 🙂
    schön wieder von dir zu lesen. Und die Übung kommt schon wieder.
    Liebe Grüße Anna

  • zadok
    August 6, 2012

    Hallo Ulli,

    schön dass du wieder da bist.. 🙂
    Einen Kommentar schreib ich jetzt nicht, sondern verdrück noch ein Freudentränchen….
    Lieber Gruß
    Zadok

  • Alois
    August 6, 2012

    Liebe Ulli

    Willkommen zurück, schön dass man Deine Kommentare wieder lesen kann.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    August 6, 2012

    Liebe Ulli,

    ich freue mich sehr, dass Du mal wieder reinschaust. Wir haben Dich sehr vermisst. 🙂

    Herzlichste Willkommensgrüße
    Manfred

  • Martin
    August 6, 2012

    Glück auf, die Ulli ist wieder da!
    Schön, das wir wieder von dir hören. Jetzt leg mal wieder los, damit mehr Leben rein kommt.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Matthäus
    August 6, 2012

    Liebe Ulli, möchte mich meinen Vor-Schreibern nur anschließen,
    freue mich auch auf weitere Kommentare von dir!

    lg. Matthäus

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