88 Comments
  • Jürgen Kausmann
    Februar 23, 2015

    Liebe BI-Gemeinde,

    dieses Zitat hier habe ich auf einer anderen Seite im Internet gefunden. Zieht`s euch mal rein:

    „Wenn nämlich die gesamte Organisation etwas glaubt, auch wenn es falsch ist, und jemand kommt daher und versucht, seine Ideen unter die Leute zu bringen, dann gibt es Uneinigkeit und Unruhe, kein Marschieren im Gleichklang. Wenn eine Änderung kommt, sollte sie aus der richtigen Quelle kommen, von der Leitung der Organisation, der leitenden Körperschaft, nicht von unten nach oben. Sonst hätte nämlich jeder so seine Vorstellungen, und die Organisation würde zerfallen und in Tausende verschiedener Richtungen gehen. Unsere Absicht ist es, Einheit zu haben.“

    – Hayden C. Covington, Rechtsberater der Wachtturm-Gesellschaft, 1954

    …noch Fragen? 😉

    LG, Jürgen

  • turtle an Jürgen
    Februar 23, 2015

    Eine hab ich noch (Frage):

    Warum sollte das nicht auch für andere Religionen gelten?

    Ich kenn die Antwort schon:“Wir haben doch die Wahrheit!“

    LG, turtle

  • Boas an Jürgen
    Februar 23, 2015

    Lieber Jürgen,

    das betrifft den streng geheime Ausschlussgrund: „Widerstand gegen eine göttliche Einrichtung“. So weit ich weis, gibt es bei diesem Vergehen nicht einmal mehr die Möglichkeit einer Aufnahme. Zu groß ist die Gefahr, dass jemand Rückfällig werden könnt, und die göttliche Gabe des Geistes wieder zum Vorschein kommen könnte, Richtig von Falsch zu unterscheiden.

    Einheit um jeden Preis ist die Devise. Wenn es dann ein paar Christenleben kostet, was ist das schon im Vergleich zur gesamten Masse? Das Leben von vielen wiegt mehr als das Leben von wenigen. Die LK kann es nicht gestatten, dass der Heilige Geist in der Masse solche Macht besitz. Das ist zuviel des Guten! Da muss man Jesus einfach Einhalt gebieten. Freie Christen unter der Leitung des heiligen Geistes kann die WT-Gesellschaft nicht dulden. Wo kämen wir da hin? Freiheit für die Söhne Gottes? Niemals!

    Man verzeihe mir hier meinen deutlichen Sarkasmus. Ich unterscheide streng zwischen der LK, die sehr wahrscheinlich wissen, was sie da tun, und den einzelnen Zeugen, die ich immer noch als meine Brüder sehe, um die ich mich bemühe.

    *Was ist einer der Unterschied zwischen einem ZJ und einem Christen? Bei einem Christen dreht sich alles um die Anweisungen Gottes und Jesus. Bei einem Zeugen dreht sich hauptsächlich alles um die Anweisungen vom TuvS.

    *Was haben Pharisäer und LK gemeinsam? Beide wissen, dass sie falsch liegen.

    Boas

  • Matthäus an Jürgen und Boas
    Februar 23, 2015

    Eins hat die LK allerdings vergessen!

    …wie heißt es doch in Gottes Wort – im 2. Brief an die Thessalonicher?

    10 Mit seinen Verführungskünsten wird er alle auf seine Seite bringen, die verloren sind.
    Denn sie wollten die Wahrheit nicht anerkennen, die ihre Rettung gewesen wäre.
    11 Deshalb lässt Gott sie auf diesen Irrtum hereinfallen, und sie werden der Lüge Glauben schenken.
    12 So wird jeder gerichtet, der nicht an die Wahrheit glaubt, sondern das Böse liebt.

    Deshalb werden alle, die für die Wahrheit eintreten wollen ausgeschlossen und als
    böse Abtrünnige durch die LK verteufelt. Für jene die die Bibel als Mass der Dinge anerkennen,
    werden früher oder später die Wahrhaftigkeit dieser Worte erfahren müssen:

    Jes. 5: 20 Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis als Licht bezeichnen und Licht als Finsternis, die Saures für süß erklären und Süßes für sauer. 21 Wehe denen, die sich selbst für klug und verständig halten!

    24 Darum werden sie brennen wie die Stoppeln auf dem Acker, ja, wie ein Strohhaufen. Sie werden zugrunde gehen wie eine Blume, deren Wurzeln verfaulen, wie Blüten, die der Wind zerstreut. Denn sie haben das Gesetz des Herrn, des allmächtigen Gottes, abgelehnt und sich nicht zu Herzen genommen, was der heilige Gott seinem Volk Israel gesagt hat.

    LG Matthäus

  • Frank & Frei
    Februar 23, 2015

    Focus berichtet über die Zeugen:
    Ehemalige Zeugin Jehovas: Aussteiger landen beim Sozialamt oder auf dem Friedhof

    (http://www).focus.de/panorama/welt/sie-haben-mir-mein-leben-gestohlen-ehemalige-zeugin-jehovas-aussteigern-droht-sozialamt-sucht-und-friedhof_id_4592545.html?

  • Franki
    Februar 23, 2015

    Franki an Frank und Frei

    Genau das was Du hier angeschnitten hast,wird passieren,wenn sich die JW ORG nicht zurück nimmt.

    Denn auf deren Geldsegen sind noch andere scharf.

    Du weißt ja unlegal erworben und unlegal abgenommen bekommen.
    Ein Gauner beklaut den anderen Gauner.

    Gruß
    Franki

  • Manfred an Alle
    Februar 23, 2015

    Liebe Geschwister,

    Ich habe gerade die Seite e-watchman.com aufgerufen gehabt und mir den neuesten Artikel durchgelesen. Da kam in den Kommentaren heraus, dass der E-Watchman nicht mehr über normale Suchbegriffe gefunden werden kann, nur noch wenn man speziell den Namen von der Website eingibt.

    (http://)translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=http://e-watchman.com/&prev=search

    Wer könnte nur ein Interesse daran haben, dass eine Website in der Google Suche nicht mehr gefunden wird, wenn man Suchbegriffe wie “Jehovas Witness” oder ähnliches eingibt???

    Vor drei Jahren hat mir ein Ältester aus Selters mal gesagt, dass sie viel Geld in die Hand genommen haben um Bruderinfo von der ersten Seite zu verdrängen. Das scheint wohl immer noch so zu sein, denn wenn man “Jehovas Zeugen” in Google eingibt, dann kommt erst auf Seite 6 ein Artikel von BI-Aktuell und auf Seite 11 einer von der Hauptseite. Bis Seite 20 habe ich geschaut und keinen weiteren Artikel gefunden, von der Prophetieseite ganz zu schweigen.

    Daten sind die neue Währung. Wer die Daten im Griff hat oder manipulieren kann, hat auch Macht über andere. Dies mal so als Info für zwischendurch, ob der T.u.v.Sklave tatsächlich Treu und verständig sein kann, wenn er die Nutzung von Informartionen manipuliert und damit auch die Meinungen vorgibt…

    Liebe Grüße Manfred

  • Frank & Frei
    Februar 23, 2015

    wenn man Kontakt zu einem SEO Fachmann hätte, könnte man BI durch Schlagworte etc wieder ganz oben bei Google positionieren.
    Das ist übrigens ein gutes Geschäft für solche, die das können.
    Fragt doch mal rum, ob es jemanden gibt, der da wissen hat und es möglicherweise ehrenhalber machen würde für BI.
    Geld ist doch für die Aktiengesellschaft immer noch kein Tabu, die sind doch sicher wie die Heuschrecken engagiert an Börse und so um Kohle und Asche zu machen.
    der neue „Pharao“ des Empires, ihr wißt sicher, wen ich meine, wird wohl überführt werden, dass er einer M-Bruderschaft 8 Milliarden seiner Währung hat zukommen lassen um die Sinaipeninsula in die Hand der M’s zu bringen. Das ging fehl, wir kennen den Eingriff des Militärs, das nun das Land regiert, der Secret Service eines Landes am Mittelmeer hat da wohl nachgeholfen.
    WEnn die Fakten überwiegen, könnte es hart für den Pharao werden Gericht und STrafe bis hin zu – na ratet mal
    das mal so nebenbei

  • Horst
    Februar 23, 2015

    Hallo Manfred,
    kein Problem vorhanden. Gib e-watchman auf Google ein, und es kommt an erster Stelle – Lassen wir uns nicht auf abstruse Verschwörungstheorien ein. Wenn Du „Ei“ eingibst kommt auch nicht gleich „Huhn“…..
    Ich glaub schon, dass die WT-Org. mit der Vielfltigkeit des Internet überfordert ist. Das haben die nicht im Griff, erstens haben sie nie damit gerechnet, dass es mal soweit kommt, und zweitens verfügen sie nicht über die Fachleute. Die hätten ja studieren müssen, aber das ist ihnen ja versagt …

  • Manfred an Horst
    Februar 23, 2015

    Lieber Horst,

    Du hast meinen Kommentar nicht richtig gelesen. Ich hatte doch geschrieben, dass wenn man den Namen der Website eingibt, dass sie gefunden wird. Es ging darum, wenn man Suchbegriffe wie „Jehovas witness“ oder in Deutsch „Jehovas Zeugen“ eingibt.

    Nicht alles ist eine Verschwörungstheorie, manches ist auch einfach nur wahr. Das was ich über Bruderinfo geschrieben hatte, habe ich aus 1.ter Hand von dem Ältesten, der in Selters die Rechnungen auf den Tisch bekommt. Wenn er es sagt, dann muss ich davon ausgehen, dass es wahr ist. Ansonsten hätte er mich bewusst angelogen.

    Liebe Grüße Manfred

  • Papillon
    Februar 23, 2015

    Wenn man seine Internetseite hochplatzieren möchte muss man seine Internetseite strukturieren, damit google auf alle schlagwörter zugreifen kann. Habt ihr schon Typo 3?
    Ich glaub nicht, das das jemand mal eben so nebenbei ohne bezahlung richtig professionell machen wird.

    LG Magda

  • Papillon
    Februar 23, 2015

    ups noch was vergessen. Google interessiert sich für die Verknüpfungen und wie oft man im Sozial Netz oder anderen Webseiten verlinkt wurde. Je mehr unsere Seite geteilt wird im Netz, je interessanter stuft Google sie ein. Und hier ist schon der Haken. Die meisten sind hier anonymisiert und werden wohl kaum mit ihrem Facebook Account die Seite liken.

  • Horst
    Februar 23, 2015

    Sorry Manfred, hab ich tatsächlich falsch gelesen.
    Jetzt hab ichs kapiert.

  • Wolseley
    Februar 23, 2015

    Lieber Bruder Info !

    Das hast Du sehr gut gemacht, indem Du den TuVs und die LK den Boden unter den Füßen entzogen hast.

    In Jeremia 23; 25-29, wird das gleiche Thema von Jehova aufgegriffen, das die Propheten nur Lug und Trug reden, so auch der TüV und die LK.
    Hier die auszüge aus Jeremia 23; 25 bis 29

    25 „Ich habe gehört, was die Propheten, die in meinem eigenen Namen Falsches prophezeien, gesagt haben, indem [sie] sprechen: ‚Ich habe einen Traum gehabt! Ich habe einen Traum gehabt!‘ 26 Wie lange wird dies im Herzen der Propheten bestehen, die Falsches prophezeien und die Propheten des Truges ihres eigenen Herzens sind? 27 Sie denken daran, durch ihre Träume, die sie fortgesetzt jeder dem anderen erzählen, meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Väter meinen Namen über dem Baal vergaßen. 28 Der Prophet, bei dem ein Traum ist, erzähle den Traum; der aber, bei dem mein eigenes Wort ist, rede mein Wort der Wahrheit gemäß.“
    „Was hat das Stroh mit dem Getreide zu tun?“ ist der Ausspruch Jehovas.
    29 „Ist nicht ebenso mein Wort wie ein Feuer“, ist der Ausspruch Jehovas, „und wie ein Schmiedehammer, der den zerklüfteten Felsen zerschmettert?“

    Das war mein Komentar dazu.

    Wolseley

  • NEU
    Februar 23, 2015

    @all,
    bin auch dafür, dass Selters eine druckfrische Kopie der hier geschriebenen Aufsätze erhält. Sicher werden einige Gedanken dann in 2-3 Jahren als neues Licht präsentiert.

    Übrigens, nochmals zum o.g. Thema.
    Vielen Dank lieber Autor für diese umfassende Recherche.
    Meine Überzeugung lässt sich wie folgt in Worte fassen.
    Der TuvS aus o.g. Bibeltexten hat keinerlei Erfüllung in der menschlichen Organisation der ZJ.
    Deshalb gibt es für mich keinen TuvS noch einen bösen Sklaven den ich bei den ZJ suchen müßte.
    Der sich selbst ernannte TuvS ist gar kein Sklave, weder böse noch treu und verständig. Dieser Sklave ist in den Reihen der ZJ unauffindbar, weil es ein Gleichnis ist.
    Wenn er denn böse wäre, dann würde Gott zumindest solange mit diesem gehandelt haben, bis er böse wurde.
    Da er weder treu und verständig in den Reihen der ZJ zu finden ist, kann er auch nicht böse sein.

  • pit an NEU
    Februar 23, 2015

    Lieber NEU,
    Selbsternennung gilt gar nichts. Da hast du recht. Und es ist ein Gleichnis, das Jedermann betrifft.
    Aber die können 1914 nicht schmeissen. Das ist die einzige Legimitation, die sie sich selbst ausstellen, die sie haben.
    Wenn sie sie schmeissen, entziehen sie sich jeglicher Grundlage und können zumachen.
    lg pit

  • Bird an alle
    Februar 23, 2015

    Hallo an alle,

    vielleicht mag sich ja jemand beteiligen und dieser Schwester helfen Jesus zu finden!

    (Www.)plus.google.com/app/basic/108264297079946303408/posts?cbp=1j2lt9kohy4zt&sview=1&cid=5&soc-app=115&soc-platform=1&spath=/app/basic/stream/z12zi1xppke0wffou04ch55anyfdtdwbyus0k&sparm=cbp%3D1sy12ss8m2jst%26sview%3D27%26cid%3D5%26soc-app%3D115%26soc-platform%3D1%26spath%3D/app/basic/108264297079946303408/posts%26sparm%3Dcbp%253D1saofq9qs9auk%2526sview%253D27%2526cid%253D5%2526soc-app%253D115%2526soc-platform%253D1

    LG
    Bird

  • hansi
    Februar 23, 2015

    Hallo ihr Lieben.
    Da jetzt eine geraume Zeit vergangen ist ,und ich nicht mehr zur WT Organisation gehöre,hatt auch der enorme Druck den doch die WTG ausübte indem sie ja sagte nur wer verkündige und das reichlich und immer und immer mehr, sonst wäre mann ja kein guter Zeuge Jehovas und dann das mit der Blutschuld ,dieses schlechte Gewissen,das alles hat aufgehört ,und ich bin froh das es so ist wie es ist.
    Die Beweise das die WTG nicht der treue Sklave sein kann Von dem die Bibel in Matth 24:45 spricht sind erdrückend und eindeutig.
    Allerdings hatt das bei mir sehr lange gedauert bis ich zu diesem entschluss oder überzeugung gelang,aber besser spät als nie.
    Der tuv Sklave war von anfang an als ich der Organisation noch angehörte suspekt mann hat es halt geschluckt Einheitsbrei eben,das ist nun vorbei und ich wünsche mir das es noch viele gibt die noch in der WTG sind die die gleiche Erfahrung machen wie ich.Lg Hansi

  • pit an Hansi
    Februar 23, 2015

    Lieber Hansi,
    es ist sehr schwer sich von der Indoktrination zu lösen. Ich freue mich, dass dir das gelungen ist. Ich kenns ja auch. Ist gar nicht lange her.
    Erst der Schock und das Fallen ins Nichts. Und danach die Befreiung.
    Friede pit

  • hansi
    Februar 23, 2015

    Lieber pit.
    Danke.
    Richtig mann fällt am Anfang ins Bodenlose ist mit der Welt am Ende und wünscht sich am Abend einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen.
    ich kann nur jedem Raten dem es genauso geht sich Hilfe zu holen ,mir tat die Therapie unendlich gut,auch dir lieber pit alles erdenklich gute.
    lG Hansi.

  • Omma@hansi
    Februar 23, 2015

    Lieber hansi,

    ich freue mich, dass du den Weg in die Freiheit geschafft hast, und ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Segen!!!

    Du schreibst: „Allerdings hatt das bei mir sehr lange gedauert bis ich zu diesem entschluss oder überzeugung gelang,aber besser spät als nie.“
    Das erinnert mich an die Worte in diesem Aufsatz: http://www.bruderinfo.de/?p=2027

    Zitat:
    „Es war sehr schmerzlich für mich, zu erkennen, dass ich Jahrzehnte damit verbracht habe, einen Weg voller Illusionen gegangen zu sein. Aber ich dachte an das Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!“

    Lieber Hansi, auch wenn Satan über deinen Schritt wütend ist, und gegen dich, und uns kämpft, haben wir zwei starke Helfer, die uns beistehen!!! Wir haben uns für die richtige Seite entschieden, wie so viele neugewonnene Brüder und Schwestern hier auf BI, und auch anderswo. Und wir gehen den Weg, den auch unser Herr gegangen ist.

    Johannes 15:20 (Die gute Nachricht)
    20 Denkt an das, was ich euch gesagt habe: Kein Diener ist größer als sein Herr. Wie sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Und so viel oder so wenig sie sich nach meinem Wort gerichtet haben, werden sie sich auch nach dem euren richten.

    Ist es nicht schön, endlich auf der richtigen Seite zu stehen! Jetzt dürfen wir richtig tief durchatmen!

    Ich habe gut sichtbar folgende Worte Jesu eingerahmt neben meinem PC stehen:

    Johannes 14:27 (NGÜ)
    27 Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann. Lasst euch durch nichts ´in eurem Glauben` erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen!

    Ja, lieber Hansi, diesen Frieden wünsche ich dir von Herzen!!!

    Sei ganz lieb gegrüßt von Omma

  • hansi
    Februar 23, 2015

    Liebe Omma.
    Auch dir Dank, für deine lieben Worte an mich.
    Und wünsche dir ebenfalls alles erdenklich gute.
    LG Hansi.

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Hallo BI,
    setzt Ihr eigentlich den treuen und verständigen Sklaven in Kenntnis von Euren „Aufsaetzen“?
    Ich erlaube mir das zu empfehlen, viielleicht antwortet ja mal jemand. Das würde mich interessieren.
    Tommy

  • Manfred
    Februar 23, 2015

    Lieber Tommy,

    die oberen in Selters wissen genau was hier geschrieben wird. Sie haben schon mal die deutsche Internetseite verändert, nachdem in einem Vortrag hier auf BI darauf hingewiesen wurde.

    Wie war das noch, der Sklave der den Willen seines Herrn kennt und nicht danach handelt, wird mit vielen Schlägen geschlagen werden? Welche Ausrede haben die Führungskräfte noch, wenn sie hier die biblischen Beweise finden, dass die LK nicht das ist, was sie vorgibt zu sein?

    Liebe Grüße Manfred

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Ja Manfred,
    es ist ein Kampf. Verstehe.
    Lasst uns weitermachen und fighten.
    Tommy

  • turtle an Alle
    Februar 23, 2015

    Irrige Ansichten sprechen nicht gegen die Leitung durch den hl. Geist und die Rolle Jesus wird mit der eines Stadtführer verglichen:

    Auszug aus „Gottes Königreich regiert!“

    S. 49:
    ANGENOMMEN, du möchtest mit einer Touristengruppe eine faszinierende Stadt erkunden. Euch begleitet ein erfahrener Stadtführer. Gespannt verfolgt ihr jedes seiner Worte, denn euch ist hier alles fremd. Natürlich habt ihr schon einiges über die Stadt gehört und steckt voller Fragen. Doch euer Begleiter hält sich mit seinen Erklärungen oft zurück — bis zu dem entscheidenden Moment, wenn eine bestimmte Sehenswürdigkeit zum Vorschein kommt.Ihr staunt immer mehr, wie geschickt er vorgeht: Er sagt euch das, was ihr wissen müsst, immer genau im richtigen Moment.

    2 Heute sind wir in einer ähnlichen Situation wie diese Touristen. Wir lernen die faszinierendste aller Städte kennen: „die Stadt, die wahre Grundlagen hat“, das Königreich Gottes (Heb. 11:10). Als Jesus auf der Erde war, weihte er seine Nachfolger persönlich in die Geheimnisse dieses Königreiches ein. Beantwortete er alle ihre Fragen, und erzählte er ihnen sofort alles über das Königreich? Nein. Er sagte: „Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen“ ( Joh. 16:12). Als bester „Stadtführer“, den man sich denken kann, überhäufte er seine Jünger nie mit In- formationen, die sie überfordert hätten.

    S.50:
    Wie wir in Kapitel 2 gesehen haben, wiesen die Bibelforscher jahrzehntelang darauf hin, dass das Jahr 1914 fur die Erfüllung biblischer Prophezeiungen bedeutsam sei. Damals glaubte man allerdings, Christi Gegenwart habe 1874 angefangen, 1878 habe Jesus im Himmel zu regieren begonnen und das Konigreich werde erst im Oktober 1914 vollstandig aufgerichtet sein. Die Ernte finde von 1874 bis 1914 statt und gipfle darin, dass die Gesalbten in den Himmel versammelt wurden. Sprechen solche irrigen Ansichten gegen die Leitung durch den heiligen Geist?

    6 Auf keinen Fall. Denken wir noch einmal an unsere einleitende Geschichte. Wecken die voreiligen Ideen und Fragen der Touristen Zweifel an der Zuverlassigkeit des Stadtfuhrers? Wohl kaum. Auch Gottes Diener versuchen manchmal, Einzelheiten uber den Vorsatz Jehovas herauszufinden, bevor der heilige Geist sie offenbart. Dennoch ist Jesus eindeutig ihr Fuhrer. Demutige Menschen sind bereit umzudenken und ihre Ansichten zu korrigieren (Jak. 4:6).“

    Ist nicht das, was im Wachtturm steht so zu betrachten, als ob es von Jehova kommt? Wer hat die irrigen Ansichten zu verantorten und was ist mit denen, die sie schon vorher als irrig erkannt haben und dafür ausgeschlossen wurden?
    Wollen sie jetzt vielleicht sogar Jesus als „Stadtführer“ dafür
    verantwortlich machen?

    Gefährliche Geschichtenerzähler sind das!

    Gruß, turtle

  • Matthäus
    Februar 23, 2015

    Nicht nur gefährliche Geschichtenerzähler, sondern durch ihr verkehrtes ja verdrehtes Denken und Lehren
    Auch ein Beleg dass sie in dieser Lehre vom Königreich zu 1914 nie vom Geist geleitet waren. So stetht es in der Bibel:

    1. Joh. 2:. … Nun aber ist für jedermann sichtbar geworden, dass sie gar nicht zu uns gehören. 20 Doch euch hat Christus seinen Heiligen Geist gegeben, und deshalb kennt ihr die Wahrheit. 21 Ich schreibe euch also nicht, weil ich meinte, ihr müsstet die Wahrheit über Gott erst noch erfahren. Ihr kennt diese Wahrheit sehr gut und wisst auch, dass aus ihr keine verlogene Irrlehre kommen kann.

    26 Das müsst ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen. 27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus.

  • Tomaso
    Februar 23, 2015

    Hallo Matthäus,

    genau diesen Text, gerade mit Vers 19, hört man des Öfteren bei Ansprachen über sog. „Abtrünnige“. Die NWÜ formuliert das Ganze so, dass es die Ausschlusspraxis der Org. noch besser stützt. „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind.“
    So nach dem Motto: sie gehörten auf Grund ihres kranken Geistes eh nicht zu uns, daher ist es nur logisch, dass sie irgendwann gehen.

    LG Tomaso

  • Avalon
    Februar 23, 2015

    Lieber Tomaso, lieber Matthäus,
    Beim Lesen Deines Kommentares,lieber Tomaso, erinnerte ich mich an diese Argumentation in den Versammlungen, über Ausgeschlossene bzw. über einfach still Weggebliebene, gehört zu haben.
    Zur damaligen Zeit hörte ich wohlgefällig dieser Argumentation zu: (heute schäme ich mich darüber)“Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben.
    Um, nach meiner heutigen Sicht, der Wahrheit die Ehre zu geben, würde ich diese Argumentation gerne einmal umformulieren:
    “Sie sind wohl von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer, oftmals scheinheiligen, Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben und hätten es uns gleich getan. Aber sie sind weggegangen, weil sie die Heuchelei und die zunehmende Lieblosigkeit, die unter uns grassiert, nicht mehr ertragen konnten, dazu kommt noch die oftmalige Falschprophetie unserer Führungsriege und das großsprecherische Getue des T.u.v.S, in der Weltzentrale. Einige der Aufrichtigen sind fortgegangen oder aus der V. hinaus bugsiert worden, damit offenbar gemacht werde, dass nicht alle von unserer lieblosen Art sind. Nur die Ängstlichen,
    die ‚Schlafenden‘ und die JA-Sager(Indoktrinierten)
    sind bei uns geblieben‘.
    Ich frage Dich, lieber Tomaso: „Wer wohl, auf Grund eines, kranken Geistes, eh nicht zur Kirche des Christus gehören wird und dadurch irgendwann für IMMER gehen muss!
    Von mir insgesamt gesehen wohl eine überspitzt Formulierung
    und somit wohl auch der folgende Text: Im Getriebe des Versammlungsalltags wurde wohl noch niemals hinterfragt: „Ob in der ORG der Heilige Geist wirksam war/ist“! Wegen all der Vorkommnisse bin ich da mir nicht mehr so sichert! Lieber Matthäus, wurde der H.G nicht schon zu Pfingsten, der damaligen Zeit, ausgegossen!? Ich möchte Deinen angeführten Bibeltext auch einmal auf unsere Gegenwart übertragen: „27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus. Uns ist wohl bewusst, dass heute Jesus, noch einer der Apostel, unter uns ist. Andererseits wir haben ja dafür die Heilige Schrift und das Gebet, dadurch ist der H.G. uns sicherlich ganz nah!
    Ich meine, im Augenblick wohl kein schlechter Ersatz, um der christlichen Wahrheit die Ehre zu geben und dementsprechend zu Leben. Ihr Lieben, sollten sich in meinen Ausführungen gravierende Denkfehler eingeschlichen haben, dann bitte ich um Korrektur. Danke.
    Liebe Grüße an Euch, an alle auf BI. Avalon

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Hey Avalon,
    von da her stimmt es wieder. Sind gegangen weil sie nicht von ihrer Art waren, haben Jesus gefunden, mit dem wollen sie oft nicht so viel zu tun haben in Brooklyn…….Macht ja Sinn fuer die WTG
    Tommy

  • Avalon
    Februar 23, 2015

    Lieber Tommy,
    Deinen Worten entnehme ich, dass du mein ‚Geschreibsel‘ verstanden hast. In diesem Zusammenhang möchte ich Dich auf die ausführlichen Kommentare, vom 24. Februar des Jahres, vom Gerd, vom Boas und von anderen Brüdern hinweisen. Der Inhalt ihrer Kommentare war mir „Wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge“. Was mir deren Text alles vor Augen geführt hat, kaum zu ertragen! Nachdem ich der Brüder Artikel gelesen hatte, mehrmals gelesen hatte, da stand ich dann vom Computer auf und bin bisher ganz still gewesen. Ich habe mir in den letzten Stunden immer wieder vorgesagt: „nicht weiter darüber Nachdenken, nicht darüber nachdenken“. Es sind für mich Ungeheuerlichkeiten, die da Brüder aufdecken. Ich kenne ja auch die Bücher von Raymond Franz. Damals habe ich dazu nur gesagt: „Was soll‘s, das war vor meiner Zeit. Jetzt aber hat sich, in der gesamten ORG, alles zum Besseren gewendet, sind doch auch Christen“. Anscheinend hat sich aber über den gesamten Zeitraum, der Existenz dieser ORG, kaum etwas zum Besseren gewendet. Bei mir bemerke ich jetzt, wenn ich nicht ausschließlich, nach meinem persönlichem Vermögen, entsprechend, ganz genau in der Spur Jesu bleibe, dass ich dann in einem Meer von Hoffnungslosigkeit versinke. Ich denke, dann bin ich endgültig – the lost in time –.
    Dir und allen Brüdern liebe Grüße, Avalon

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Tag Avalon,

    und genau da kann Dich der Herr herausholen. Man mag es nicht glauben, ist aber wirklich so. Gib nicht auf.
    Tommy

  • GerdK@turtle
    Februar 23, 2015

    Was an dieser Stelle seitens der WTG gerne übersehen wird, ist der Umstand, dass, als Jesus auf der Erde war, seine Jünger den Geist ja noch gar nicht hatten. Der Heilige Geist wurde ja erst nach seinem Weggang ausgegossen. Also ist das oben genannte Beispiel vom Stadtführer völlig Wertlos. Aber diese feinheiten überhören die WTG-Jünger bekanntermaßen ja gerne.

  • Tomaso
    Februar 23, 2015

    Hallo Gerd,

    dachte ich auch. Bis ich auf Johannes 20:22 hingewiesen wurde.

    Ein sehr interessanter Text. Allerdings ist er den meisten Brüdern in der WTG unbekannt, da er daraus schließen lässt, dass die Jünger beim Abendmahl ebenfalls noch nicht gesalbt waren.

    LG Tomaso

  • turtle
    Februar 23, 2015

    den Text habe ich heute auch bewußt zum ersten Mal gelesen – Wahnsinn und dass nach jahrezehntelanger Versorgung mit der „guten geistigen Speise“. Als ich ein Familienmitglied nach meinem Austritt auf die unchristliche Ausschlußpraxis, die auch von anderen Christen negativ wahrgenommen wird, hinwies, meinte sie: „Die anderen wissen doch gar nicht, was in der Bibel steht“. Was für eine Unwissenheit und Arroganz.

  • Kilian
    Februar 23, 2015

    Hallo Turtle,

    eins wird bei dieser Geschichte völlig übersehen. Auch wenn Jesus seinen Jüngern nicht alles sagte, weil sie das nicht tragen können, hat er ihnen nichts verkehrtes erzählt, was er später wieder korrigieren müsste.
    Auch die Apostel später, die unter dem Einfluss des heiligen Geistes standen, haben ihre geschriebenen Briefe nicht im Nachhinein korrigieren müssen.
    So schiebt man das falsche Verständnis auf die, die ihren irrigen Geschichten geglaubt haben.

    LG Kilian

  • Tomaso
    Februar 23, 2015

    Hallo Zusammen,

    sorry, dass dieser Kommentar jetzt nicht unbedingt zum Thema passt, aber es würde mich doch mal interessieren.

    Gibt es hier auf BI irgendeinen Artikel oder eine Abhandlung darüber, wie die Worte des Paulus aus Heb. 10:25 gemeint sind?
    Im Allgemeinen, wie könnte man die „Versammlung“ oder „Gemeinde“ der Christen verstehen, ohne in einer Glaubensgemeinschaft oder Organisation zu sein, und trotzdem den Ratschlag des Paulus befolgen? Denn mit Sicherheit ist es für jeden Christen förderlich, nicht alleine auszuharren sondern mit Glaubensbrüdern.

    Eine biblisch fundierte Antwort oder ein Artikel diesbezüglich würde mich sehr freuen.

    LG Tomaso

  • Bird an Tomaso
    Februar 23, 2015

    Hallo Tomaso,

    wir haben doch schon einige Versammlung hinter uns. (((;

    Ich versuche einmal meine Sichtweise darzulegen. Die Ersten Christen haben sich in Obergemächern getroffen haben dort diskutiert und gegessen, haben Gott lopreist. Dies war sicher keine aufgezwungene Situation. Auch heute gibt es viele Hauskreise oder Christen die sich treffen. Andere treffen sich auf Skype. 🙂

    Was ich damit sagen möchte ist, das Jesus sagte wo zwei oder mehr in Jesu Namen zusammen kommen wird er da sein! So gesehen bist du und ein zweiter schon eine Versammlung.

    Auch hier oder auf anderen Plattformen treffen sich Christen.

    Ich denke das es da viele Möglichkeiten gibt sich zu treffen oder auszutauschen.

    Dieser Text hat mir sehr zum Nachdenken verholfen! Jeder mit seinem Ge

    LG
    Bird

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Lieber Boas,

    gute Analyse! Aber bedenke, dass Matthäus Ohrenzeuge der Aussprüche Jesu war, während Lukas nacherzählte was er recherchiert hatte, Lukas 1:

    1 Dieweil ja viele es unternommen haben, eine Erzählung von den Dingen, die unter uns völlig geglaubt werden, zu verfassen,
    2 so wie es uns die überliefert haben, welche von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind,
    3 hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Reihe nach zu schreiben…

    Lukas ist erst spät ein Jünger geworden und ein Gefährte des Paulus (Apostelgeschichte).
    Mir ist klar, dass mit meinem Hinweis die Verbalinspiration infrage gestellt wird. Das wäre aber ein anderes Thema 🙂

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Guten Morgen lieber Gerd.

    Dein Einwand ist ohne weiteres berechtigt. Aber um das Thema der Inspiration und Verbalinspiration möchte ich hier einen Bogen machen, da es wahrscheinlich dem Hauptthema abträglich wäre und auf einer eigenen Seite besser aufgehoben wäre.

    Was mir zu Deinem Einwand eingefallen ist, ist folgendes: Mathäus war Augenzeuge, war aber auch nicht bei allen gesprochenen Worten dabei (siehe Mat. 17:1-9) und somit auf Aussagen anderer Apostel wie Petrus, Johannes und Jakobus angewiesen um sein Evangelium zu schreiben. Lukas war ständiger Wegbegleiter des Paulus und hatte auch somit persönlichen Kontakt zu Petrus.

    Und die Frage an Jesus, aus Lukas 12:41 stammte von Petrus. Nur einmal angenommen, Petrus erzählt Lukas von dieser Begebenheit mit mehr Details. Die übergeordnete Gesamtaussage (bleibt wachsam und vorbereitet) bleibt bei allen beiden Evangelisten gleich.

    Die Frage, wie auch die Antwort Jesu betreffen doch eigentlich nur Petrus. Das Petrus zwar die „Anderen“ in seiner Frage erwähnt, sagt aber noch lange nichts darüber aus, ob die „Anderen“ bei dieser Frage auch zu gegen waren oder diese Mitgehört haben. Wo hingegen die Antwort Jesu vielleicht wieder auch von Mathäus vernommen wurde.

    Als zweite Möglichkeit ziehe ich aber auch die Möglichkeit in Betracht, dass es sich dabei um zwei unterschiedliche Gleichnisse handeln könnte. Wie man es auch sieht, die Information mit der Frage des Petrus und der genauen Antwort von Jesus muss Lukas von Petrus persönlich bekommen haben. Und da Mathäus die Frage des Petrus nicht erwähnt, war sie ihm scheinbar nicht bekannt.

    Lieber Gerd, siehst Du in meiner obigen Analyse von den zwei Evangelisten noch Punkte, die ich nicht berücksichtigt habe oder falsch sein könnte? So sage sie mir bitte, damit ich weiter darüber nachdenken kann. Oder hab ich irgendwo noch einen größeren Knick in meiner Optik mit den zwei unterschiedlichen Schlüsselerklärungen beider Evangelisten?

    Liebe Grüße
    Boas

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Lieber Boas,

    ich schätze deine analytische Betrachtungsweise sehr!

    Oft ist es einer kriminalistischen Recherche ähnlich und da ist es nicht immer vorteilhaft konventionell vorgegebenen Ansichten in jedem Fall zu folgen. Was die Eingabe – ich vermeide absichtlich Inspiration zu schreiben – von den Erlebnissen der Ohrenzeugen anbelangt, so genügt oft die naheliegende Annahme, dass sich diese Zeugen einfach an das erinnern konnten, was sie erlebten. Dazu gibt es einige Beispiele. Etwa das epochale Erlebnis des Petrus bei Kornelius. Da geschah etwas für Petrus, was ihm nichtmal im Traum einfallen würde. So wird sein Erlebnis in Apg. 10: 9 ff wie eine Reportage geschildert. Ich meine dazu: es war eben der Reise“journalist“ Lukas, er schrieb einfach das, was er erlebte. Ein Kapitel danach (Apg. 11. 5 ff) schildert nun Petrus selbst sein Erlebnis. Da ist im Geschehen selbst keine Abweichung, nur die Wortwahl ist etwas unterschiedlich. Das Geschehen selbst steht nicht im Zweifel.

    So mag genau das zutreffen was du vermutest. Lukas befragte den Petrus was er mit Jesus und dessen Predigten erlebte. Lukas scheint ein kluger Berichterstatter gewesen zu sein, da musste er nicht das Gehörte stenografieren. Nur dazu noch den einen Satz: es scheint für mich ein sog. „Bärendienst“ zu sein, wenn man die Eingaben als wörtliches „Einsagen“ darstellt, das fordert nur zu Vergleichen heraus und dann findet man auch kleine Abweichungen, die aber nie das Ereignis selbst infrage stellt.

    So vermute ich, dass das Gleichnis in Matth. 25 und Lukas 12 die gleiche Erzählung Jesu betrifft. Wenn wir über Begebenheiten aus der Bibel berichten, wird es auch vorkommen, dass wir das Ereignis heute anders in Worte fassen als 2 Tage später, so müssen wir auch historische Berichte einordnen. Beispiel, Joh. 6:
    67 Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr etwa auch weggehen? 68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? du hast Worte ewigen Lebens;

    Es ist nicht nur die WTG die diese „Worte“ auf ihre Exegesen beziehen, da sollen wir vorsichtig sein – das tun wir eh, sonst würden wir hier nicht schreiben. Es liegt an unserem – nun vertrautes Wort – „Unterscheidungsvermögen“, ob wir annehmen, dass Paulus immer stereotyp die gleichen Wörter verwendnete, wenn er geistliche Predigten hielt, ich beziehe mich auf seine Sätze in 1. Kor. 2:
    13 welche wir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel.

    Nun rutschte ich doch zu sehr von unserem Gleichnis weg, ich bitte um Nachsicht! Es macht mir immer wieder Freude, dass hier so ein Gedankenaustausch möglich ist, daher will ich meine obigen Vermutungen auch als im Konjunktiv verstanden wissen 😉

    Sonnige Grüße!
    Gerd

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Liebe Schwestern und Brüder.

    An Lukas 12:48b, aus der Sicht der Wachturmgesellschaft betrachtet, hat mich schon seid Jugendtagen immer etwas gestört, was ich zwar gespürt, aber damals nicht in Worte fassen konnte. Heute möchte ich versuchen meine Gedanken an Euch weiter zu geben. Wohl gemerkt, wenn man die Worte Jesu aus der Sicht der WTG betrachtet.

    Das wichtigste an einem Gleichnis ist mitunter seine Schlüsselerklärung! Jesus erzähle einst Gleichnisse, damit die Volksmenge sie NICHT verstehen sollte, OHNE Schluss- oder Schlüsselerklärung. Seinen Jüngern teilte er später, diese fehlenden Informationen mit. Aber für die übrigen Zuhörer war es ohne dieses Zusatzwissen einfach nur eine spannende Geschichten vom Sämann denen man gerne lauschte. In Lukas 8:10 sagt Jesus zu seinen Jüngern:

    Er aber sprach: „Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu wissen, den übrigen aber in Gleichnissen, auf dass sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen. Dies aber ist das Gleichnis: …“

    So sehe ich es auch mit dem Gleichnis in Lukas 12:42-48. Der Vers 48b ist für mich der Schlüssel zum Verständnis dieser Verse. Mathäus 24:45-51 ist da recht einfach aufgebaut: Die Aussagen sind klar und scharf umrissen:

    1. Wer seine Arbeit gut verrichtet, wird belohnt.
    2. Wer seine Arbeit aus Boshaftigkeit schlecht verrichtet wird bestraft.

    Lukas unterscheidet sich in seiner Schlüsselaussage von Mathäus. Obwohl ich, wie oben in Frage 1 beschrieben, nach wie vor der Meinung bin, das beide Texte die gleichen Worte Jesu wiedergeben, geht der Sinn nach Lukas wesendlich tiefer und bezieht somit auch die Antwort auf die Frage des Petrus mit ein. Doch nun zu der Schlüsselerklärung des Lukas 12:48b:

    In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

    Die Aussage von Mathäus lautet: Gemäß deinen vergangenen Taten wirst du belohnt oder bestraft (Über die ganze Habe gesetzt oder in Stücke gehauen).

    Für Lukas ist die Belohnung oder Bestrafung für vorherige Taten eher zweitrangig. Für ihn sind eher die ERWARTUNGEN, die man in eine Person setzt von Bedeutung. Wem viel (z.B. Verständnis) gegeben wurde (Vergangenheit), oder wen man über vieles setzt (Gegenwart); von dem wird mehr in der Zukunft erwartet als von Otto Normalverbraucher (Zukunft). Nach den Worten des Lukas sagt Jesus als Antwort auf die Frage aus Vers 41 zu Petrus:

    „Wenn dir mehr Wissen und Verständnis gegeben wurde, als den Übrigen der Hörer, wenn Du als Apostel mehr Verantwortung tragen sollst als die übrigen Zuhörer, dann verlange ich von Dir, Petrus, mehr Wachsamkeit als von irgend einem Anderen der übrigen Zuhörern. Es wurde Dir mehr gegeben: Deshalb verlange ich von Dir mehr Wachsamkeit als von den Anderen. Ich setzte Dich, Petrus, als meinen Fels ein, als meinen erwählten Nachfolger, auf den ich meine Christen-Versammlungen gründen will, wenn ich in den Himmel aufgefahren bin! Deshalb erwarte ich von Dir, Petrus, mehr Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, als von allen anderen Christen!!! Beantwortet das nun Deine Frage, Petrus, ob nun alle Wachsam und vorbereitet sein sollen, oder ob von Dir in diese Angelegenheit mehr verlangt wird als von alle den Übrigen Personen die meine Worte gehört haben? Sollte ein kleiner Jünger hier ein wenig nachlässig werden, so wird es ihn nicht sofort den Kopf kosten. Ich verzeihe gerne seiner Unwissenheit und Unlänglichkeiten. Aber wenn Du, Petrus, mit all deinem Verständnis und Wissen, nicht den Weg einschlägst, den ich für Dich vorherbestimmt habe, so geschieht das aus purer Boshaftigkeit. Du, Petrus, weist, auf was es ankommt! Du kannst nicht sagen: Ich hatte ja keine Ahnung! Denn das umfangreiche Wissen wurde Dir großzügig gegeben. Dir wurde viel gegeben. Du bist für Großes vorgesehen. Und deshalb erwarte ich von Dir, nein, ich VERLANGE von Dir mehr, als von allen anderen!

    Stell Dir vor, jemand erhält eine Aufgabe. Es ist eine ehrenvolle Aufgabe mit viel Verantwortung. Tut er sie gut, ist jeder zufrieden. Kommt er seiner Aufgabe aber bewusst und mit Absicht nicht nach, glaube nicht, dass man ihn in Schutz nehmen wird. Hat er aber sein Bestes gegeben, wirklich alles nach seinem Verständnis getan, und trotzdem hat er sein Aufgabenziel verfehlt, so wird man ihm Gnade erweisen.

    Wahrlich: Wem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.“

    Das ist nach meiner Meinung, die Aussage Jesu hinter dem Gleichnis des Treuen und verständigen Sklaven aus Lukas 12. Wo stehen wir, in diesem Gleichnis? Welcher Person kommen wir in unserem Wissen und Verständnis am nächsten? Bin ich Vorbereitet, wenn Jesus in Macht und Herrlichkeit zurückkommt?

    Diese Erklärung beantwortet die Frage des Petrus ohne wenn und aber. Schließt alles in einem logischen abgerundete Ganze ein. Und hebt genau das hervor, um was es Jesus in all seinen dortigen Gleichnissen ging: nämlich um die Wachsamkeit und dem Vorbereitet Sein für den Tag des Herrn.

    Wenn man hier wieder Mathäus heranzieht, sieht man den gravierenden Unterschied zwischen beiden Evangelisten. Mathäus geht es um die Bestrafung oder Belohnung für vergangene Taten. Lukas macht deutlich, dass man von Vorstehern mehr erwartet als von kleinen Angestellten. Das ist das, was mich, wie Eingangs erwähnt, schon immer an der Interpretation der Gesellschaft gestört hat. Dort musste der Bibeltext aus Lukas 12:48b nach dem Belohnungsprinzip folgender maßen heißen:

    „Wahrlich: Von wem viel verlangt wurde, dem wird auch viel gegeben werden; und von wem man mehr als das übliche verlangt wird, den wird man über vieles setzen.“

    ABER SO STEHT ES NICHT GESCHRIEBN!

    „Wahrlich: Wem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.“

    Ich bin mir nicht ganz sicher, vielleicht muss ich irgendwann meine Meinung revidieren, dass beide Gleichnisse dieselben Worte Jesu wiedergeben. Und ich hoffe, dass einige der Leser meine Gedanken bezüglich dieser beiden Bibeltexte verstehen können. Sollte diese Erklärung für eine gewisse Klarheit gesorgt haben, so hat sie ihren Zweck erfüllt.

    Mit ganz lieben Grüßen an alle ernste Bibelerforscher und denkenden Beröer.

    Br. Boas

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Hi Boas,

    m. E., aber das muss nichts heissen, widersprechen die Berichte sich eher nicht. Es geht immer um dasselbe. Wer viel weiss, von dem wird viel verlangt. Zudem kommt es auf den Herzenszustand an. Oder verstehe ich Dich falsch?
    Tommy

  • Manfred
    Februar 23, 2015

    Lieber Brd. R.B.M.,

    Ich möchte mich anschliessen und Dir Danke sagen für diese Abhandlung zum Thema des T.u.v.Sklaven.

    Was mir besonders gefallen hat ist, dass Du den Vergleich von dem “alten nicht so hellem Licht”, zu dem “neuen besonders hellem Licht” gezogen hast. Letztlich hast Du damit bewiesen, dass dieses sogenannte “hellere Licht” überhaupt kein Licht ist. Da ist es stockfinster. Die Lehren des “bösen und unverständigen Sklaven”, ich nenne ihn deshalb so, weil die LK einige Bibeltexte bewusst weglässt um die Schafe in die Irre zu führen und daher Absicht dahinter steht. Denn wenn sie unwissend währen, dann würden sie die Texte trotzdem zitieren, aber sie umgehen diese und zitieren darum herum. Du hast das Beispiel mit Mat. 24:29 angeführt in dem eindeutig steht, dass Jesus NACH der Drangsal kommt und sie sagen ja immer er kommt während oder in der Drangsal. Die Tatsache, dass sie den Vers 29 weglassen, zeigt dass sie böse handeln, mit voller Absicht. Demnach müssten sie auch der Sklave sein, der den Willen seines Herrn kennt und ihn nicht tut.

    Trifft bei diesem Text sogar eindeutig zu. Sie wissen genau was im Vers 29 steht und lehren trotzdem das Gegenteil davon. Und es gibt noch mehr solche Texte, die nie in ihren Publikationen zitiert werden.

    Selbst wenn man die Bibelverse nicht verstehen oder erklären kann, so kann man aber durch den Vergleich von der jetzigen Lehre und der die vorher gültig war, erkennen das dies niemals vom Geist Gottes stammen kann oder konnte. Der Geist Gottes kann nicht lügen und somit kann sich eine Lehrmeinung nicht um 180 Grad drehen. Das hast Du wirklich sehr gut und mit viel Aufwand herausgearbeitet.

    Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße Manfred

  • Avalon
    Februar 23, 2015

    Lieber Manfred
    Lieber BI, liebe Brüder und Schwestern,
    Ich habe nach meinem Kenntnisstand, aus dem hier behandelnden Thema, und den folgenden Kommentaren meine, hoffentlich vernünftigen, Schlüsse gezogen aber lest selbst und urteilt: Am Anfang meins Kommentars möchte ich den Text und die restriktive Antwort der ORG, aus dem Fragekasten, anführen: Billigt es ‚der treue und verständige Sklave‘, wenn sich ZJs eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? (Mat. 24:45,47). NEIN. (Königreichsdienst, September2007). Die u.a. weiter unten angeführte aber doch wohl hintergründige Argumentation des selbsternannten TuvS lautet: „Christen sollten tunlichst ‚törichten Streitfragen‘ und Zank meiden, denn sie sind nutzlos und nichtig, usw.. Für sich stehend, kann ich die Verneinung bejahen; denn wer will sich schon herumstreiten über sinnlose Fragen, sie sind tatsächlich nutzlos. Aber in der Bibel lesen und Nachforschen und mit Gleichgesinnten oder Interessierten darüber sprechen ist christliche Pflicht und ist außerdem erbaulich. Unterhaltungen führen sicherlich auch nicht automatisch zu Streitereien.
    So, wie der KD zu argumentieren ist für mich nicht akzeptabel!
    Z.B.: Wenn in einer Unterhaltung eine Unklarheit auftaucht, so kann doch wohl von vernünftigen Menschen, erst recht von Christen, erwartet werden, wenn sie an einem kritischen Punkt angelangt, zueinander sagen: ‚Lasst uns ein anderes Mal darüber reden nachdem wir nochmals ganz persönlich dieser Sache nachgegangen sind‘. Brüder, ich frage Euch, leben wir nicht in der Freiheit der Söhne Gottes? Sollen wir etwa nicht anhand der HLS immerzu Nachforschen, ob wir noch auf dem richtigen, christlichen Weg sind? Ob sich tatsächlich die Dinge wirklich so verhalten, wie sie an uns herangetragen wurden! Den uns von Gott gegebenen Verstand und (Nach)Forscherdrang können wir doch wohl unter anderem dazu nutzen, dass das von uns weiter angesammelte Wissen uns dann zu einer besseren biblischen Erkenntnis führen kann/wird. Die dadurch, auf einem höheren Niveau, entstandene christliche Denkweise wird uns doch befähigen, dass unser Verstehen, über Gott und die Welt(Gottes Heilsplan für die Welt, über christliche Erfordernisse), uns ein Verstehen erlaubt, welches sich positiv auf unser alltägliches Denken und der daraus abgeleitete Handlungsweise auswirken kann/wird. Ich bin davon überzeugt, dass dadurch unser jeweils gelebtes Leben sowohl in der Familie, in der menschlichen Gesellschaft und besonders vor unserem Schöpfer, weisere Züge annehmen kann/wird.

    Mag von Seiten der LK es nicht gebilligt werden, – laut “Königreichsdienst” vom Sept.2007, – dass ein ZJ seinen, von Gott gegebenen, Verstand dazu gebrauchen soll um mit Gleichgesinnten über biblische Wahrheiten zu sprechen, zu diskutieren. Ich meine:‘ So sei aber doch zu bedenkt, das logisches Denken, Nachforschen, kein Verbrechen, sondern vielmehr, wie bei den Beröern ein lobenswertes Zeichen einer edlen Gesinnung ist. Darum liebe Brüder tun wir es(Nachforschen/Nachsinnen) den Beröern gleich!

    Kommen wir zum T.u.v.S
    Halten wir aber zuerst fest!
    „Es ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“ (1.Tim.2,5.6).
    Sagt Christus nicht auch: „ Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Keiner kommt zum Vater außer durch mich“. (Oder sagt er etwa, außer durch den T.u.v.S der ORG geht gar nichts)!
    Kommen wir zu dem sich selbsternannten ominösen, T.u. v.S. in der ORG, der sich, nach eigenem Verständnis, sich tatsächlich als solcher sieht. Von Gott gebilligt und direkt vom Heiligen Geist geleitet. Jedenfalls habe ich es bisher so aus den Publikationen herausgelesen.
    Wenn ich die folgende Bibelstelle betrachte, aus;
    Mat. 24:45-51
    “45 Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

    dann geht für mich aus dem Vers 45, jedenfalls nach meinem heutigen biblischen Verständnis, klar hervor, dass Jesus hier nur eine Frage formuliert und zwar eine rhetorische Frage. Eine Frage, die aus der damaligen Sicht, die Zukunft des Christentums betraf/betreffen wird! Wer, also, wird sich als solcher erweisen!? Wie ich aus der Geschichte unschwer herauslesen kann, haben sich besonders in der Neuzeit, viele christliche Gruppen angemaßt und lauthals gerufen, sogar solche aus der (geistigen)Wüste, hier ist der Christus(samt T.u.v.S.) usw.. Aber was, liebe Brüder, wird Jesus ihnen, bei seiner Rückkehr wohl antworten!? Ich kenne euch nicht. Brüder, ich muss Euch nicht erst die vielen Bibelstellen aufzählen, in denen vor angeblichen Jünger(samt T.u.v.S) in der Endzeit, gewarnt wird. Es wäre müßig und hieße wohl auch ‚Eulen nach Athen‘ zu tragen. Bleiben wir aber bei dem T.u.v.S. der ORG; angefangen mit dem Herrn T.C. Russel. Fragen wir uns einmal: Woher(aus religiöser Sicht) kam dieser erste Präsident und Gentleman der damaligen ‚Ernsten Bibelforscher‘? Nach meiner Kenntnis aus einer ganz profanen Ecke von Sektierern. Zwischenzeitlich hatte er ja auch schon mal den Glauben an Gott verloren.
    (Anm.: Vielleicht hätte ich in seiner Situation auch so gehandelt, wegen der vielen, schon damals vorhandenen, wirr machenden, Sekten). Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle, zu erwähnen, dass es schon vor der Anfangszeit von (Russels) Wirken, in den damaligen christlichen Gemeinschaften auf der ganzen Welt, viele Sektenaugen gab, die auf den Gerichtstag Gottes und auf das Millennium gerichtet waren. Nach deren Ansicht konnte Gottes Gerichtstag schon in Kürze hereinbrechen; Russel war einer ihrer eifrigsten Nachfolger. Am gotteslästerlichsten empfinde ich aber Russels Pyramidenlehre, sowie seine Freundschaft mit den Freimaurern. Ja, er nannte sie sogar ‚unsere Freunde‘. Mr. Russel war wohl, in dem Augenblick seiner Worte, seiner Erinnerungen, über die Freimaurer, verlustig gewesen, dass nämlich, die Freimaurer freimütig bekennen, dass Satan ihr Gott sei, den sie anbeten!
    An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, doch bitte einen Blick auf sein pompöses, ‚Freimaurer Grab‘ und seine Freimaurer’-TotenZeremonie zu werfen.(siehe Internet).
    Ihr werdet Euch jetzt so langsam fragen, was aber hat das Angeführte mit dem ‚Treuen und verständigen Sklaven‘ aus dem Matthäus-Evangelium zu tun!? Brüder gemach, gemach!
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich wirkliche Mitglieder des T.u.v.S, viele Male, als falsche Propheten entpuppen. Ich meine zu wissen, dass es die Aufgabe des biblischen T.u.v.S ist, geistige, sprich christliche Speise, zur rechten Zeit, auszuteilen! Wäre der ORG-T.u.v.S., im Werk des Herrn, auf diese Weise eifrig, tätig gewesen, dann würde das heutige Dilemma(das Wissen der Menschen über ihre Falschprophetie und ihre Erklärungsnöte darüber), in welchen der ‚WTG-SKLAVE‘, sich augenscheinlich befindet, nicht vorhanden.
    In diesem Zusammenhang sei noch auf folgende Worde in der HL hingewiesen,
    dass nämlich ‚aus einer bitteren Quelle kein süßes Wasser hervorsprudeln kann‘.
    Ich meine, von Anfang an, floss aus der Quelle(Russel) bitteres Wasser, egal wie er sich bemühte christliche Werke hervorzubringen, sie waren immer mit seinen ganz persönlichen Ansichten verquickt! Auch ist seine Selbstdarstellung/Überheblichkeit als nicht christlich anzunehmen. Ebenso sind seine unmittelbaren Nachfolger hier einzureihen.
    Meines Wissens war in der ORG davon ausgegangen worden, das sowohl Russel als auch seine Nachfolger T.u.v.S-Mitglieder gewesen sind. Kam etwa daher ihre, wohl fasst unbegrenzte, Macht in der ORG!? Wie schon ein paar Sätze weiter oben gesagt wurde, aus einer bitteren Quelle kann kein süßes Wasser sprudeln, niemals. Somit können für mich diese Männer höchstens Christen mit Fehlern, so wie wir alle es sind, genannt werden.
    Mitglieder des biblischen T.u.v.S waren sie in meinen Augen jedenfalls nicht! Mir ist ihr Anspruch darauf doch sehr suspekt.
    Liebe Grüße an Dich an alle, Avalon

  • Franki
    Februar 23, 2015

    Franki an Avalon

    Du hast es richtig erfasst,es sind nur Christen die Ihre Fehler haben,Menschen wie Du und ich ,auch wir haben unsere Fehler.

    Der Unterschied ist aber wir sehen unsere Fehler ein und revedieren unsere Ansicht und versuchen Sie Gottgerecht zu verbessern.

    Die LK und damit der treue und verständige Sklave sieht seine Fehler schon über 100 Jahre lang nicht ein er entschuldigt sich nicht dafür ,revidiert am laufenden Band sein neues Licht,was sich dann später auch als Falsch oder nur als Halbwahrheiten entpuppt und setzt seine unter Ihm stehenden Mitglieder derart unter Druck ,wer das dann nicht mitmacht wird ausgeschloßen,also abtrünnig oder er /Sie zerbricht daran .

    Ist das wahre Religion ?? Ist das wahres Christentum???

    Ich habe den Hokuspokus über 30 Jahre lang mitgemacht,habe treu und brav alles versucht umzusetzen was der TUVS verlangt hat und bin dann aufgewacht als es nicht mehr funktionierte,da die aufgestellte Regeln gegen das Naturell eines Menschen gehen ,was weder jehova ,noch Jesus von uns verlängt hätten,denn dann wären wir anders darauf ,ich sage mal programmiert worden.

    Was der TUVS da macht ist reine menschenverachtende Verarscherei,sonst nichts.

    Mir tut es nur leid das sich bisher soviele Mitglieder haben verblenden lassen,die zb. Alte Brüder und Schwestern die den Zenit Ihres Lebens schon hinter sich haben immer noch im Glauben gelassen werden das in den nächsten paar Jahren die neue Zeit kommt,gut das kann ein Trost sein wenn jemand mit diesem Gedanken friedlich einschläft,also stirbt.

    Ich bin soweit das ich trotz aller Biblischen Auslegungen,nicht mehr daran glauben kann,zuviele Fehler und Fehlspekulationen sind gemacht worden.

    Ich lasse es einfach auf mich zu kommen.

    Kommt Harmagedon und eine neue Zeit ist es gut,kommt es nicht ist es auch gut,innerlich habe ich mich auf einen ganz normalen Sterbefall eingerichtet.

    Das ist meine Version von der Sache.

    Grüße
    Franki

  • Avalon
    Februar 23, 2015

    Hallo, lieber Franki,
    Wie ich Deinen offenen Zeilen entnehme, könntest Du wegen der Handlungsweise der ORG, aus Deiner christlichen Sicht der Dinge heraus, schier verzweifeln. Siehe, wenn die ORG wieder einmal von neuem Verständnis, neuerem Licht spricht, (wie Du sicherlich weißt bemüht sie hier eine unpassende Bibelstelle aus dem AT, um Halbwahrheiten, eigentlich Lügen, zu kaschieren),
    dann sollten bei Dir die Ohren klingeln. Eine Unwahrheit, die bisher als ‚Helles Licht‘(letzter Schrei von Wahrheit) verkauft wurde, ist jetzt, als solche, nicht mehr zu halten, weil sie, ja genau, als Lüge erkannt worden ist. Diese bisher ‚Alte, Gute Wahrheit‘ wird auf dem Müllberg der Geschichte geworfen. Ersetzt, vielleicht endlich durch Worte der Wahrheit. Lieber Franki, ein jüdisches Sprichwort besagt: „Eine halbe Wahrheit ist auch eine Lüge“.
    Du kennst sicherlich die Bibelworte: „Lügner, Diebe, Ehebrecher usw. … kommen nicht ins Himmelreich. Ja, ja, die ORG hat schon so ihr Kreuz mit dem vielen Büchermachens und den darin enthaltenen, so schnell vergänglichen, menschlichen (Un)Wahrheiten! Denke doch nur an die Bibelstelle im Predigerbuch; wenn du nachlesen solltest, dann lies aber bitte auch die Verse, die über das Büchermachens reden, hinausgehen! Wahrscheinlich entspannen Dich die dort folgenden Verse.
    Franki, Du schreibst weiter: „Ist das wahre Religion?? Ist das wahres Christentum??? (Ich nehme an, Du meinst dass, was die ORG so über die Jahre produziert hat). Meines Wissens ist das Christentum keine Religion sondern ein glaubensvoll geführtes christliches Leben, und zwar dem Christus gemäß, mit einer realen Hoffnung für alle Zukunft. Bitte beachte hier auch, das Christentum und Christenheit zwei Paar Schuhe sind. Außerdem, Religion an sich ist nur eine Philosophie. Was sagt Christus über seine Nachfolger sinngemäß: „Daran werden die Menschen erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt(nicht nur für einen Tag, sondern immer). Fächere einmal das ganze Spektrum des Wortes LIEBE auf! Was für ein Bündel an guten Untereigenschaften Du dort entdecken wirst! Deine Seele wird jubeln! Aber die HL spricht auch von Brüdern, die ihre Mitgenossen schwere Lasten aufbürden werden -und meines Wissens auch noch ein Spitzelsystem oben drauf!- ; oh Schreck lass nach! Christus ließ uns wissen, dass seine Last, eine leichte Last sein würde, wenn wir ihn als den Erlöser annehmen! Du schreibst weiter: “ Ich bin soweit, dass ich trotz aller biblischen Auslegungen, nicht mehr daran glauben kann, zu viele Fehler und Fehlspekulationen sind gemacht worden“.
    Lieber Franki, bedenke, unsere Seele, unser Herz, ist auf Ewigkeit programmiert. Leider ist unsere Ewigkeit, im Paradies, verspielt worden, jedenfalls einstweilen. Wenn dann irgendwann im leben Seelenfänger an uns herantreten und uns von tollen, zukünftigen Lebensaussichten erzählen, dann könnte es sein, dass wir mit ihnen gehen, wir lassen dann womöglich, vor lauter Glückseligkeit, leider jede Vernunft außer ACHT(ung). Durch fortlaufende Indoktrination stellt sich dann bei betroffenen Menschen ein Tunnelblick ein, welcher unsere Urteilskraft, über die Wirklichkeit der momentanen Welt, sehr einengt. Dir ist sozusagen die Realität des gelebten Augenblicks nicht mehr so wichtig und auch nicht mehr so richtig bewusst; sozusagen gleichsam hinter einem wohligen Dunstschleier verborgen. Du bist zu einer Marionette oder soll ich lieber sagen, zu einem Sklaven einer ORG geworden(an dieser Stelle kann ich Dir nur das Taschenbuch empfehlen: „Orwells 1984“ sehr empfehlen! Erinnere Dich bitte, wurden Dir nicht auch die Prophezeiungen, z.B. aus den Bibelbüchern Daniel und der Offenbarungen, erklärt. Hast Du nicht auch gestaunt und einiges auch gleich von den Voraussagen verstanden; außerdem konntest Du an Hand der Geschichte sehr vieles sogleich nachprüfen ob es sich so verhielt. Aber hättest Du aufmerksam, in der Offenbarung weitergelesen, dann wär Dir die Bibelstelle nicht entgangen, in der YHWH GOTT selbst sagt, dass er uns die Prophezeiungen zukommen gelassen hat, damit wir, wenn diese Voraussagen in die Wirklichkeit eintreten, erkennen werden, wer YHWH GOTT ist, nämlich der einzig wahre Gott.
    Das also ist der Hauptgrund warum YHWH GOTT uns die Prophezeiungen übermittelte.
    Unsere reale Hoffnung, unsere von Gott gesegnete Zukunft beruht auf einen lebendigen christlichen Glauben, Zeit unseres Lebens, durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.
    Franki, Du schreibst: „Kommt Harmagedon und eine neue Zeit ist es gut, kommt es nicht ist es auch gut, innerlich habe ich mich auf einen ganz normalen Sterbefall eingerichtet“.
    Hoffentlich kann ich Dir durch die folgenden Zeilen, nämlich durch selbst Erlebtes, Trost spenden.
    Ich selbst hebe mein Haupt erwartungsvoll der nahen Zukunft entgegen, trotz der grausigen Ereignisse die über die Menschenkinder kommen werden (Strafe muss sein). Ob ich‘s tatsächlich noch erleben werde sei erst mal dahingestellt. Du sollst wissen, ich bin schon durch den Tunnel, ins Paradies, ins Licht, gegangen aber mit Wiederkehr. Dieses Erlebnis ist natürlich nichts weiter, als eine Fatamorgana einer sterbenden Seele. Lass Du Dich bitte, weder durch meine Worte noch diesbezüglich durch Internetgeschichten, vom vernünftigen Denken abbringen. Ob wir Harmagedon überleben dürfen oder vorher Entschlafen, spielt eigentlich für unsere später gelebte Ewigkeit keine Rolle. Hauptsache wir gehen hier fort im HERRN.
    Ganz liebe Grüße an Dich, Avalon

  • Alois
    Februar 23, 2015

    Lieber Franki

    Du schreibst:
    Mir tut es nur leid das sich bisher soviele Mitglieder haben verblenden lassen,die zb. Alte Brüder und Schwestern die den Zenit Ihres Lebens schon hinter sich haben immer noch im Glauben gelassen werden das in den nächsten paar Jahren die neue Zeit kommt,gut das kann ein Trost sein wenn jemand mit diesem Gedanken friedlich einschläft,also stirbt.
    Ich bin soweit das ich trotz aller Biblischen Auslegungen,nicht mehr daran glauben kann,zuviele Fehler und Fehlspekulationen sind gemacht worden.

    Genau das war doch die Absicht des Widersachers, dass die Gläubigen nicht mehr daran glauben, oder das Ende in eine unbestimmte Zukunft schieben.

    Wer ausharrt bis zum Ende wird gerettet werden, sagt die Bibel.
    Zum Ausharren gehört auch Glaube und dieser Glaube wird belohnt werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank & Frei
    Februar 23, 2015

    lieber Alois, danke für die klaren Worte, die auch von mir kommen könnten. Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren, es wird, auch wenn es jappsend kommt nach Habakuk, sich nicht verspäten

  • hansi
    Februar 23, 2015

    Hallo Frank.
    So STEHT ES GESCHRIEBEN
    SO SOLLS SEIN.
    LG HANSI.

  • hansi
    Februar 23, 2015

    Lieber Franki.
    Du schreibst sinngemäss ,kommt Harmagedon gut,kommt Harmagedon nicht auch gut.
    Ich höre aus deinen Worten heraus ,das du Zweifelst ob die neue Zeit anbricht.
    Ich möchte dich ermutigen wir können absulut dem Wort Gottes Glauben schenken ,Der grosse Tag Jehovas wird kommen,ob wir es erleben oder vorher einschlafen ist nicht so wichtig.
    Wichtig ist ,das wir unseren Glauben bewahren zu Jehova Gott,Jesus Christus,und dem Wort Gottes,letzteres kann nicht Lügen,denn der Autor ist der allmächtige Gott Jehova und wir wissen ja lieber Franki er kann nicht Lügen unmöglich.
    Wir sind von einer Organisation der der WTG so mannipoliert worden ,das wir heute schwer daran zu arbeiten haben alles zu verdauen und zu verarbeiten,viele von uns ich eingeschlossen haben einen Sychichen Knacks davongetragen,viele konnten das alles nicht mehr ertragen und haben ihrem Leben ein Ende gemacht durch Suizid.
    So schwer es ist ,denn die WT Zeit hatt tiefe Narben hinterlassen,lassen wir diese Zeit hinteruns ,und blicken wir in Richtung Zukunft Gottes Wort sagt uns wie diese Zukunft aussieht Zweifeln wir nicht daran ,sondern lasst uns daran festhalten und glauben wir an Gottes Wort das Jehova durch Jesus alles Neu macht.LgHansi

  • Avalon
    Februar 23, 2015

    Hallo, lieber Franki,
    Nachdem ich soeben den Kommentar, vom Alois, an Dich gelesen habe, da viel mir noch folgendes ein. Alois lässt Dich ja wissen: „Wer ausharrt bis zum Ende wird gerettet werden. Zum Ausharren gehört auch Glaube und dieser Glaube wird belohnt werden“. Du kannst Dich sicherlich auch an jene Äußerung Jesus erinnern. Sinngemäß: „Es ist nicht eure Sache über die Zeiten und Zeitabschnitte genau Bescheid zu wissen“. Christus warnte uns auch vor falschen Propheten. (Matthäus 7:15). Ich weiß, wenn wir uns im ‚Guten Glauben‘ in den Schlingen von falschen Propheten verfangen haben, dann ist ‚Guter Rat teuer‘. Du, lieber Franki steckst wohl diesbezüglich in einer harten Prüfung. Aber, „Glücklich der Mann der die Prüfung erduldet“. Jakobus 1:12:
    Da ich ein ziemlicher Optimist bin, da bin ich auch davon überzeugt: „Gott weiß aus den Prüfungen zu befreien“. 2. Petrus 2:9. (auch Dich, lieber Franki). Es ist sicherlich ratsam, wenn Du Dein Augenmerk auf Deine Anfangsliebe zu JHWH-GOTT wieder aufbaust, über Jesus Christus, keinesfalls Dein Vertrauen auf Menschen setzt. Bedenke doch bitte, dass der Christus der Weg in eine gesegnete, ewige Zukunft ist und nicht etwa eine selbst-ernannte ORG(wohl noch mit göttlichen Vollmachten ausgestattet); die sich, für uns, dummerweise als einer der vielen falschen Propheten auf Erden, -in der Neuzeit- erwiesen hat. Oh, wie mir selbst diese Feststellung traurig/frustig macht, ich sage Dir, einfach ein grässliches Gefühl! Lieber Franki, gläubige Menschen können den Großen Tag des Herrn‘ durch die Prophezeiungen in der Bibel und durch die darin aufgezeichneten beobachtbaren Zeichen, in der sogenannten Zeit des Endes, erkennen, – wo sie tatsächlich im Zeitstrom stecken-. Heben wir also frohgemut unsere Häupter empor, denn unsere Befreiung naht. Dabei kommt es sicherlich nicht auf ein paar Jahre mehr oder weniger Warten an; denn uns steht ja eine ewige Zukunft bevor, als Überlebende oder als Auf- erstandene. Halte auch Du bitte Dein Augenmerk auf diese, von Gott versprochene, Zukunft gerichtet. Unser Glaube, an das Loskaufsopfer Jesus, ist das Unterfand, so dass wir bei Gott annehmbar sein werden und das ER uns segnen wird. Alle, die gewesenen und auch die jetzigen abscheulichen Dinge auf der Welt werden bald Vergangenheit sein und eines Tages werden sie uns nicht einmal mehr in den Sinn kommen, um uns zu bedrücken.
    Liebe Grüße, Avalon

  • Franki
    Februar 23, 2015

    Franki an Alle

    Danke Euch sehr für die aufbauenden Kommentare

    Nochmals Danke dafür

    Grüße
    Franki

  • Onesimus
    Februar 23, 2015

    Lieber Bruder (Schwester?) R.B.M.

    Einfach super, was du uns dargelegt hast Deine Recherche ist einmalig, Bibel-Wissenschaftlich fundiert und ausgewogen. Es könnte ein Paradigmenwechsel in der Geschichte und Gegenwart der Zeugen Jehovas sein, aber es wird wohl Wunschdenken bleiben . . . Wir freuen uns, wieder etwas von dir zu hören (od. zu lesen).

    Eure lieben Brüder und Schwestern aus der Schweiz lg o.

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Über das Predigen beim Hühnervolk

    Wie gern würden viele Wachtturmhennen
    am Sonntagmorgen länger pennen,
    leider sind sie voll mit Angst und Bange
    und tapsen schnell runter von der Stange,
    gehen leise Tagestext gackernd weiter
    und steigen runter auf der Hühnerleiter.
    Es ist ja fast zum Federn raufen,
    aber das Huhn muss schnell zum Treffpunkt laufen.
    Es will gerne auf neuen Misthaufen ewig leben
    daher muss es sich in den Predigtdienst begeben.
    Trippelt, das Hühnerhirn voll Predigtexten schon ganz doof
    voll Eifer von Hühnerhof zu Hühnerhof.
    Erzählt dort den Tieren mit strengem Ton
    vom baldigen Ende in der Schlacht zu Harmagedon.
    Ihr gackern fängt recht grimmig an zu beben
    verrät wie jedes Suppenhuhn kann ewig leben:
    „Ihr kommt nur mit geistigem Hühnerfutter über die Runden,
    und wenn ihr bei Misthaufens gackert viele Predigtstunden!“
    So hat eben unser liebes Huhn
    jeden Sonntag viel zu tun,
    legt bei jedes Hofes Mist Wachtturm-Ei und Erwachet-Ei,
    eine Einladung ist natürlich auch dabei.
    Sie strebt deokratisch voller Gier
    bald zu gackern als Vollzeitpionier,
    beschwatzt dann gackernd immer kühner
    so manchen Hahn samt seine Hühner.

  • Onesimus
    Februar 23, 2015

    Lieber Gerd

    Supergut getextet Sehr ssrkastisch, aber leider viel wahres . .

    LG Br. u. Sc. aus CH o.

  • Horst
    Februar 23, 2015

    Hallo Gerd,
    nicht gut. Satire auf die Falschen. Auf die Opfer, nicht die Täter.
    Keine Glanztat. Lies mal die Kommentare der Opfer auf diesen Seiten. Und sowas willst du Ihnen vorsetzen ? „Was Du dem geringesten meiner Brüder getan hast…“ Kennst du den Text ?

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Horst meinte:
    „Und sowas willst du Ihnen vorsetzen ? “Was Du dem geringesten meiner Brüder getan hast…” Kennst du den Text ?“

    Du wendest den Text auf Menschen an, denn der Begriff „Brüder“ sind Menschen! Wenn du die Satire aber konsequent ergänzen würdest, dann müsstest du den Text dazu passend so abwandeln: “Was Du dem gering(e)sten meiner Hühner getan hast…”, dabei würde ich dein „dem“ in „den“ tauschen 😉

  • Horst
    Februar 23, 2015

    Naja Gerd, natürlich auf Menschen. Auf Hühner vielleicht ? Bin selbst gern ironisch und hab wirklich eine Ader für Sarkasmus. Aber sei mir nicht böse. Ich finds nicht gut.

  • Bernhard Schüler
    Februar 23, 2015

    Hollo allesamt,

    bezüglich Ninive las ich gerade im Internet:

    Ninive: Vorhersage Nahums (1, 8; 2, 6-9; 3, 19): Eroberung in Verbindung mit Flut, kein Wiederaufbau. – Eingetroffen: die gewaltigen Stadtmauern brachen während der Belagerung durch die Meder bei einem Hochwasser des Tigris und verschafften ihnen Einlaß. Ninive wurde nie wieder aufgebaut.

    Hat sich die Prophetie doch erfüllt?

    Liebe Grüße von Bernhard

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Lieber Boas,

    die WT-Ausleger machen auch aus dem Sklavengleichnis eine auf sich zugeschnittene Erzählung. Sie stülpen – ähnlich der Hühnersatire – bestimmten Personen ihre Erfüllung über. Da sind mit dem Sklaven die Autoren ihrer geistigen Speise gemeint und der böse Sklave ist dann der:
    ([IMG]http:)//i17.photobucket.com/albums/b65/Gerdy1/WTG-Themen/Sklavebelgesinnt.jpg[/IMG]

    WER war denn das 1919?

    Erweitert man diese Anwendung auch auf die Gleichnisse im gleichen Kapitel, dann müssten auch die anderen Personen eine Erfüllung anzeigen. Also die klugen Jungfrauen würden dann die fleißigen Predigerinnen aus den eigenen Reihen darstellen und die törichten sind die abgefallenen Boas und Gerds bei Bruderinfo 😉

    Die Knechte ab Matth. 25:14 mit den vielen Talenten würden auch gut für Aufseher und Älteste passen, aber dann würde es so witzig werden wie die Hennen und der Hahn im Hühnerhof…

    Liebe Grüße!

    PS.: Die Hühnersatire hat sich meist wörtlich an die Vorgaben im „Herdebuch“ angelehnt, also z.B. das: „Unreinheit schließt das absichtliche flüchtige Berühren oder Streicheln der Brüste ein.“ – ist eine wörtliche Wiedergabe aus dem Original. Das wird übrigens manchen Ältesten nicht nur Auf- sondern auch Anregungen vermittelt haben 🙂

  • agabus
    Februar 23, 2015

    Dickes Lib für den Autor. Die Analyse ist super, die werde ich mir an einem ruhigen Abend noch mal ganz genau zu Gemüte führen

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Muss noch einen „Senf“ hinzufügen, da ich erst jetzt die super Abhandlung vom Autor gelesen habe. Da steckt viel Arbeit drin – danke für deine Mühe!
    Vielleicht habe ich einen wichtigen Text übersehen, ich meine den biblischen Hinweis, dass es sich beim Lukastext eben nicht um eine Prophezeiung handelt. Lukas 12:

    40 Auch ihr [nun], seid bereit; denn in der Stunde, in welcher ihr es nicht meinet, kommt der Sohn des Menschen.
    41 Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen?
    42 Der Herr aber sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter…

    Man könnte einwenden, dass der Petrushinweis sich auf das Gleichnis DAVOR bezieht?

    Kopie aus dem Text von R.B.M.:

    Hier handelt es sich um eine typische Prophezeiung mit der Kernaussage: “Euer Haus wird Euch verödet überlassen”. Aber zum besseren Verstehen, ist von Jesus ein Vergleich oder Gleichnis von einer Henne und ihren Küken eingeflochten worden. Niemand kommt auf den Gedanken, über die Henne und ihre Küken nähere Exegese zu betreiben:
    Z.B. Warum stehen die Henne in der Einzahl, und die Küken in der Mehrzahl. Was bedeutet es, dass hier die weibliche Geschlechtsform der Henne erwähnt wird? Was bedeuten die Flügel der Henne? Gibt es eine böse Kükenklasse? Wer stellt sie dar? Gibt es eine zweite Erfüllung dieser bösen Kükenklasse? Tritt diese zwischen 1914-1919 in Erscheinung? Gibt es eine Hennenklasse und wer ist in dieser Gruppe und seit wann (1919)? Gehört die große Volksmenge auch dazu? Was stellt das Haus dar?

    Eine genaue Auflösung dieses Hühner-Gleichnisses erfolgte bereits unter dem Thema: „Theokratische Anweisungen im Hühnerhof“

    Hier: (http://www.)razyboard.com/system/morethread-theokratische-anweisungen-im-huehnerhof-gachenmaus-2212961-6009793-0.html

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Lieber Gerd,

    Da wollte ich mir für heute Abend mal ein bisschen Schmunzeln leisten und mir die Abhandlung über den Hühnerhof durchlesen. Aber bei dem Link wird der Zugriff leider verweigert.

    Natürlich hast Du übrigens Recht. Die Frage des Petrus macht eines klar, dass beide vorherigen Geschichten Jesu Gleichnisse waren. Und das Petrus sehr wohl begriffen hatte, auf was es bei diesen beiden Gleichnissen von Jesus ankommt; Nämlich auf die Wachsamkeit und jederzeit Vorbreitet zu sein. Da die Frage des Petrus aber vor den Worten Jesu über den TuvS geäußert wurde, kann man die vorangegangenen Worte des Petrus nicht als Beweis dafür heranziehen, dass es sich beim TuvS auch um eine Erzählung gehandelt hat. Im Folgenden werden ja noch weitere Gleichnisse von Jesus eingesetzt. Und im Zusammenhang zu diesem Gleichnis-Komplett-Packet beantwortet sich die Frage von selber, um was es sich dabei handelt.

    Wenn Du, lieber Gerd, den Link doch noch irgendwie hinbekommst, so ist der Abend mit einer Humorvollen Lektüre gerettet.

    Liebe Grüße
    Boas

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Hab ich ganz vergessen noch zu erwähnen:

    Deine beiden Auszüge aus deinem Buch find ich richtig klasse. Die passen genau hier zu dem Artikel.

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Guten Morgen Boas,

    dann siehst du es mit Stichwort „Gleichnis“ in Lukas 12 wie ich – freu!

    Habe die „Theokratischen Anweisungen im Hühnerhof“ hierher transferiert:

    (http://www.)bechhaus.de/phpBB2/viewtopic.php?p=31325#31325

    Sollte klappen. Kleiner Auszug:

    Ergänzung zu den sittlichen Maßstäben im Sexualleben der Hühnerschar (Aus: „Gib acht auf dich und den ganzen Hühnerstall“ S. 89).

    Die Wachthuhn Gesellschaft wünscht ein geistiges Paradies für das Federvieh!
    ® Leitende Hühnerschaft in Brookikeriki

    Misttaten werden immer häufiger begangen und nehmen an Verderbtheit zu; sie können in der Hühnerversammlung Eingang finden und sich dort negativ auswirken (z.B. Reudigkeit mit Federausfall).

    Sexuelles Fehlverhalten wie z. B. Ehebruch, Huhnerei und andere Arten von pornéia.

    Unreinheit schließt das absichtliche flüchtige …

    Das moralische Sittenbuch der WTG ist super Vorlage für Satire 😉

  • Frank & Frei
    Februar 23, 2015

    Bald kommt der Fuchs zum Hühnerstall.
    so hungrig wie er ist.
    ganz leise ohne jeden Knall
    schleicht er sich durch den Mist.

    Er schnappt sich schnell den feigen Hahn
    der stolz wie ein Muppet ist
    und tötet ihn wie im Wahn
    mitten in dem Mist.

    Dann geht er an die Hühnermeute
    jenes bunte Vieh
    das mit und auch ohne Geläute
    sinkt betend auf die Knie.

    O Reineke, Inquisitor
    befrei den Hühnerstall
    komme durch das Hintertor
    und wirk auf jeden Fall.

    Der Reineke ist nachtaktiv
    dann sitzt das Hühnervolk auf der STange
    und liefert ihm dass Jagdmotiv
    da wird’s den Putten bange.

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Er ist ein berufener Berichtszettelspäher
    in seinem Amt der Hühnerzirkelaufseher.
    In den Karteien erspähte er nun
    ein armes schwaches Suppenhuhn,
    das nicht in den Predigtrunden
    erreicht die geforderten 10 Stunden.

    Dann kommt dieser arme Tropf
    in den deokratischen Gemüsetopf.
    Wird dort auf Raten
    gesotten und gebraten.

    Fühlt sich danach frank & frei
    zur telefonischen Predigerei
    gackert den Witwen das und dies
    über das künftige Wachtturm-Paradies.

    Gackert fröhlich über die neue Erde
    Dort frisst Gras das Huhn, der Löwe und die Pferde.
    Es kommt das arme Suppenhuhn über die Runden
    erpredigt so die geforderten 10 Stunden.

    Legt dann noch so nebenbei
    ein kostenfreies Wachtturm-Ei.
    Predigtgegacker sowie Literaturabgeben
    das bringt allen Hühnern das ewige Leben!

  • Frank & Frei
    Februar 23, 2015

    Das gute alte Wachtturm Ei
    es ist aus Gips
    au weih, au weih.
    und manche Henne brütet drauf
    nimmt mancherlei Verlust in Kauf.

    Am Ende wird, ganz unbeflissen
    Das Gipsei aus dem Nest geschmissen
    denn all die Wärme, die gegeben
    führte nicht zu neuem Leben.

    Das Gipsei, das weiß jedermann
    das Huhn vom Brüten abhalten kann.
    es brütet, brütet, gibt dann auf
    als Suppenhuhn ist dann sein Lauf.

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Guten Morgen lieber Gerd.

    Besten Dank für die den neuen Link. Damit hatte ich jetzt aber nicht gerechnet. Ist sehr super heftig, deftig. Bestimmt nicht das Richtige für jeden Geschmack und jedes Alter. Ich meinte mich als kleiner Bub in den 70gern zu erinnern, dass die Zeugen wirklich diesen Vergleich mit der Henne versucht haben in die Schachtel eine Prophezeiung zu quetschen. Bin mir aber da nicht wirklich sicher. Ähnlich wie Jonadab-Klasse und Co. an die ich mich noch gut erinnere.

    Ja, ich bin persönlich der Meinung, dass es sich beim TuvS um ein Gleichnis handelt. Obwohl ich einige sehr interessante Ansätze und Erklärungen zu Mat. 24:45-51 Und Lukas 12 gehört habe, die eher den Charakter einer Prophezeiung tragen. Man sollte im Leben immer Lernfähig bleiben. Beide Möglichkeiten (Gleichnis und Prophetie) verletzen nicht die Stellung Jesu und JHWH´s und sind somit grundlegend potenzielle in Erwägung zu ziehen.

    Wenn man eines der Gleichnisse als Prophetie sieht, müssen bei einer Erklärung alle auftauchenden Fragen form- und gedankenschlüssig beantwortet sein. Ein schwieriges Unterfangen. Geht man von einem geäußerten Vergleich Jesu aus, so gibt es „viele“ Möglichkeiten mit sehr gutem Lernpotenzial.

    Nur um eins dieser Lernpotenziale zu nennen:

    Beim Gleichnis vom TuvS und von den 10 Jungfrauen spielt auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Beim Gleichnis vom TuvS wird die Wiederkunft des Herrn viel später erwartet, was zu einem gewissenlosen boshaften Verhalten führt. Beim Gleichnis von den 10 Jungfrauen wird die Ankunft von den 5 törichten Jungfrauen zu früh erwartet. Und Diesen geht buchstäblich mitten auf dem Weg der Glauben-Sprit (Öl) aus. Zudem lernt man beim Gleichnis von den 10 Jungfrauen auch, dass sich jeder selbst auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten muss. Ein Anderer kann das nicht für einen tun. Denn Glaubensöl lässt sich einmal nicht umfüllen sondern muss selbst erworben werden.

    Obwohl dieser Blickwinkel auf diese zwei Gleichnisse sehr anspornend und lehrreich sein kann, bin ich nicht der Überzeugung, das es Jesus Hauptsächlich um diesen Punkt ging, als er sich entschlossen hat, hier das Gleichnis vom TuvS zu verwenden. Beim diesem Gleichnis spiele die Frage des Petrus eine entscheidende Rolle und beantwortet diese Frage, nach meinem Verständnis, treffend und genau. (siehe Fragen 3-6)

    Deshalb, seid alle wachsam und ständig bereit den Herrn zu begrüßen, wenn er in seiner Herrlichkeit kommen wird. Erwarten wir ihn viel später, könnte sich ein böses Herz entwickeln. Und wir könnten beginnen zu versuchen über unsere Mitbrüder zu Herrschen und unseren Bruder mit Gewalt seine Glaubensansichten zu dirigieren und zu manipulieren. Denn das Gefühl der Macht kann ja so etwas schönes sein!

    Erwarten wir ihn zu früh, so wie viele ZJ es 1975 getan haben, könnte uns unser Glaubensöl ausgehen. Viele haben sich 1975 nicht nur von den Zeugen abgewandt sondern generell von dem Glauben an Gott, weil sie sich auf errechnete Jahreszahlen verlassen haben. Das ursprüngliche feste Glaubensöl möchte ich diesen Personen gar nicht absprechen. Nein im Gegenteil. Ihr Glaube war bis zu dieser Zeigvorgabe extrem hell und kraftvoll. Sich nicht mehr einer wichtigen Operation zu unterziehen, weil man überzeugt ist, dass 1975 ja Harmagedon kommt, bezeugt einen extrem starken Glauben. Doch baust du deinen Glauben auf eine Jahreszahl auf, oder auf eine bestimmte Organisation oder auch auf bestimmte Glaubensansichten von bestimmten Brüdern, so kannst Du Schiffbruch erleiden. Anfänglich kannst Du so hell und heiß wie ein Strohfeuer brennen. Aber auch genau so schnell wieder verlöschen. Deshalb ist der einzige Grund oder Fundament Jesus, der gelegt werden soll. Alle anderen Fundamente sind nur von kurzer Dauer.

    Hier auf der Seite von Bruderinfo treffen sich Menschen, deren Glaubensölvorrat noch nicht erschöpft ist, weil sie von Menschen oder Organisationen enttäuscht wurden. Brüder und Schwestern, deren Glaubensöl-Vorrat bedenklich zur neige geht, können sich hier Nachschub für ihre Hoffnung holen. Und jeder der ihnen ein bisschen von seiner Glaubensstärke abgibt, z.B. durch liebevolle, auferbauende und positive Kommentare oder Artikel , oder auch mal mit einer unverblümten deutlichen Aussage, wird dadurch nicht ärmer. Sondern reicher! So wie bei den Talenten, wo viel Glauben ist, kommt noch mehr Glauben hin.

    Deshalb, seid alle wachsam und ständig bereit den Herrn zu begrüßen, wenn er in seiner Herrlichkeit kommen wird.

    Liebe Grüße auch an Alle
    Br. Boas

  • BenKenobi
    Februar 23, 2015

    Nun, wie die anderen Brüder schon erwähnten: Eine wirklich wunderbare analytische Abhandlung über den „alten und neuen“ treuen Sklaven.
    Lieber Autor R.B.M., es ist wiklich eine Gabe solch eine Abhandlung zu verfassen, ich bin froh, daß ich ihr folgen kann und bin gleichzeitig sehr glücklich, daß ich die Wachtturmorganisation verlassen habe weil ich das Prinzip der sich ständig verändernden Lehren (weil sie einfach falsch sind)das du hier schriftlich darlegst, die ganze Zeit wahrgenommen habe. Allerdings hätte ich meine Wahrnehmungen nie so präzise formulieren können wie du das hier tust. Ich fühle mich von solchen Beiträgen einfach zu 100% bestätigt und das tut mir sehr gut. Vielen Dank für deinen brüderlichen „Liebesdienst“.
    BenKenobi

  • Kyp
    Februar 23, 2015

    „Eine Prophezeiung Jesu oder eines anderen Propheten Gottes, seien sie aus der Bibel oder aus aktueller Zeit (?!), gehen IMMER ZU 100 % IN ERFÜLLUNG!“ (Frage 31)

    Kann man so nicht sagen. Siehe Jona. Das Erbarmen Jehovas war so groß, dass er seine Prophezeiung über Ninive nicht wahr machte.

    Zu 1. möchte ich was interessantes erwähnen: Offensichtlich handelt es sich zwar um das gleiche Thema, aber das Gleichnis in Matthäus wurde wahrscheinlich zu einem anderen Zeitpunkt als das in Lukas erzählt, daher auch die Unterschiede in Details und Formulierungen.

    Grüße im Herrn

    Kyp

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Lieber Kyp,

    danke für Deinen Einwand. Zu dem Punkt 31 würde ich folgendes anmerken:

    Jehova hat natürlich immer das Recht, aus wichtigem Grund sein Wort oder seine Prophezeiung zu ändern, wie im Falle von Ninive. Oder auch durchzuziehen wie im Falle von Sodom. Er ist Gott und ihm redet keiner rein. Und obwohl er es uns nicht einmal sagen müsste, dass er beabsichtigt etwas nach seinen Vorstellungen zu tun oder zu verändern, so tut er es in der Regel doch offen Kund um sich als der allein wahre Gott zu erkennen zu geben. Aus dessen Mund niemals eine Lüge kommen kann. Oder würde jemand in betracht ziehen, Jehova wegen seiner Güte zu Ninive als Lügner und wortbrüchig zu bezeichnen?

    Wenn er verspricht einen Retter der Welt zu schicken, so hat er sein Wort zu 100 % erfüllt. Wenn er oder Jesus uns verspricht, dass wir auf Grund von Glauben gerettet werden können, so wird es genau so auch geschehen. Wenn er uns verspricht uns einen Helfer, den heiligen Geist, zu schicken, so ist es auch eingetreten. Wenn er verspricht, das bei dem Klang der 7ten Posaune die Toten auferstehen und die Auserwählten entrückt werden, so wir es auch so kommen. Wenn er prophezeit, dass ein abscheuliches Ding, das Verwüstung verursacht, an heiliger Stätte stehen wird, so wird es dort stehen (oder hat dort gestanden). Wenn er eine Gruppe eines TuvS vorhergesagt hätte, dann würde es diese Gruppe auch geben. Diese Gruppe wüsste, dass sie damit gemeint ist. Und sie könnte uns alle 16 Aussagen bezüglich dieser „Prophezeiung“ bis ins kleinste genau erklären ohne einen Widerspruch zu hinterlassen.

    Ninive ist in der Bibel eine der sehr seltenen Änderungen eines Vorhabens zugunsten von Erbarmen, wie Du es richtig schreibst. Abgesehen davon würde ich sagen, wenn Ninive ein hoffnungsloser Fall gewesen wäre, so wie Sodom, hätte Jehova erst gar nicht prophezeien lassen, sondern gleich ohne Vorwarnung eine Vernichtung eingeleitet. Hätte Ninive sich selbst als hoffnungslos verloren gesehen, hätten sie sich das Bereuen in Staub und Asche schenken können.

    Jona 3:6-10

    6. Und das Wort gelangte an den König von Ninive; und er stand von seinem Throne auf und legte seinen Mantel ab, und hüllte sich in Sacktuch und setzte sich in die Asche.
    7. Und er ließ in Ninive, auf Befehl des Königs und seiner Großen, ausrufen und sagen: Menschen und Vieh, Rinder und Kleinvieh sollen gar nichts kosten, sie sollen nicht weiden und kein Wasser trinken;
    8. und Menschen und Vieh sollen mit Sacktuch bedeckt sein und sollen heftig zu Gott rufen; und sie sollen umkehren, ein jeder von seinem bösen Wege und von dem Unrecht, das in ihren Händen ist.
    9. Wer weiß? Gott möchte sich wenden und es sich gereuen lassen, und umkehren von der Glut seines Zornes, daß wir nicht umkommen.
    10. Und Gott sah ihre Werke, daß sie von ihrem bösen Wege umgekehrt waren; und Gott ließ sich des Übels gereuen, wovon er geredet hatte, daß er es ihnen tun wolle, und tat es nicht.

    Lieber Kyp, was Deine zweite Aussage zur Frage Nr. 1 betrifft, würde es mich interessieren, wir Du diese Beiden Texte bezüglich „Zeitpunkt“ und „Thema“ siehst. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Mit herzlichen brüderlichen Grüßen
    Boas

  • Tommy
    Februar 23, 2015

    Hast richtig erkann Boas,
    Gott hat es die Menschen immer wissen lassen und zwar mit persönlicher Ansprache.
    Ich vermute, dass er das immer noch tut und wenn es anhand der Schrift ist. Aber stimmt.
    Aber Du weisst ja auch, Propheten gibt es viele.
    Tommy

  • pit an Gerd
    Februar 23, 2015

    Lieber Gerd,
    abgesehen von seiner Endzeitphilosofie lag Russel mit vielem richtig, ganz im Gegensatz zu seinem Nachfolger Rutherford. Der hatte keine Ahnung von der Schrift.

    Vielleicht gibt es deswegen so viele Russeliten, die auch schon eine längere Tradition haben und noch heute an den Lehren festhalten.
    Sie sind nie der WTG gefolgt. Und sie trennten sich nicht ohne Grund von den Bibelforschern, als Rutherford sein Amt antrat.
    Friede pit

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Fortsetzung nur mit einigen Auszügen. Schwerpunkt: wie sich eine Organisation bildet, wie dazu eine „Leitende Körperschaft“ kommt – und als Sekte endet…:

    Das sah C. T. Russell selbst jedoch ganz anders. Raymond Franz, früheres Mitglied der „leitenden Körperschaft“, schrieb nach seinem freiwilligen Ausscheiden aus der „l. K.“ und seinem Bruch mit der Wachtturm-Organisation sein Buch „Der Gewissenskonflikt“, und zitiert darin aus Russells „Letztem Willen und Testament“, veröffentlicht am 1. Dezember 1916 im englischen WT. Darin erklärt Russell (§ 2):

    „Jedoch im Hinblick auf die Tatsache der Schenkung der Zeitschrift, ZIONS WACHTTURM, den SCHRIFTSTUDIEN und verschiedenen anderen Broschüren etc. an die Watch Tower Bible and Tract Society, tat ich dies mit dem ausdrücklichen Verständnis, daß ich die volle Kontrolle aller Interessen dieser Publikationen Zeit meines Lebens haben würde, und daß sie nach meinem Hinscheiden gemäß meinen Wünschen weitergeführt werden sollen. Hiermit lege ich die besagten Wünsche dar – meinen Willen hinsichtlich derselben – wie folgt …“

    Russell beanspruchte also „die volle Kontrolle“ für seine Person! Nicht für eine Körperschaft! Wie Russell all die vorangegangenen Jahrzehnte die Rechtslage angesehen hatte, so auch jetzt in seinem Testament. Raymond Franz dazu: Obwohl er [also Russell] die Wachtturm-Zeitschrift der Körperschaft schenkte (1884), betrachtete er sie klar als seine Zeitschrift, die auch nach seinem Tode gemäß s e i n e m Willen veröffentlicht werden sollte. Die Schlußfolgerung des ehemaligen „l. K.“-Mitglieds Franz ist eindeutig:

    „E i n e Person ist keine Körperschaft! Somit zeigen die Tatsachen, daß es zu Russells Lebzeit, also bis 1916, nicht einmal den Anschein einer leitenden Körperschaft gab. Die einzige Körperschaft, die Russell nannte und kannte, war die von ihm selbst gegründete Watch Tower Bible and Tract Society!“

    Dieser Rückblick – im Vergleich zur Darstellung der WTG heute – zeigt deutlich, daß diese Gemeinschaft oft größte Schwierigkeiten hat, ihre eigene historische Entwicklung, wahrheitsgemäß darzustellen.
    […]
    Wie hält man Menschen zusammen?

    „Einheit“ ist das Zauberwort. Das fordert Gleichschritt und Uniformität. Die Anhänger werden dabei in eine Schablone gepresst und schrittweise geistig entmündigt. Die Formel für einheitliches Zusammenleben heißt in der WTG: Anerkennung der „Organisation“.

    Ist Organisation grundsätzlich etwas schlechtes? Keineswegs! Jeder physische Körper ist doch ein Organismus und das ist auch Organisation. Wirken Organe harmonisch zusammen, dann arbeiten sie zusammen, bricht ein Organ aus, dann beginnt das Chaos, wie im Fall einer Krebserkrankung. Auch eine Gemeinschaft braucht organisatorische Strukturen. Wird sie jedoch zu viel von einer Einzelperson oder Führerschaft beherrscht, dann mutiert sie zur Diktatur, in der das Individuum verkümmert. Das zeigen viele Beispiele aus der Geschichte der Religion und der Völker. Russells Initiativen vor 120 Jahren waren überhaupt nicht neu. Jahrhunderte zuvor spielte sich ähnliches ab. Schon im 2. Und 3. Jh. gab es phantasiebegabte Männer, die ihren Schutzbefohlenen verschiedenste Ansichten und „christliches“ Brauchtum überstülpten.
    […]
    Obwohl Russell und seine Umgebung keine Gelegenheit ausließen, die lästige Konkurrenz – d.h. Kirchen und Gemeinschaften – scharf zu kritisieren, hatten sie selbst in kürzester Zeit vieles von dem Kritisierten in Wort und Tat nachvollzogen. Dazu benötigten ihre Vorläufer Jahrhunderte.
    Das scheinbar bessere Verstehen und Interpretieren des Bibelinhalts vermittelte dieser Gruppe das Gefühl, ein besonderes Maß des Heiligen Geistes – exklusiv – erhalten zu haben. Die Wurzeln für das Elitedenken waren gelegt.

    Beginn unzähliger Endzeitberechnungen

    Für Russell war der Gott der Bibel „Jehova“, ein Vermittler von Zahlenbotschaften. Bei bestimmten Ereignissen, die in der Bibel schon vor Jahrhunderten aufgezeichnet wurden, war auch – wie er immer annahm – der Schlüssel für eine Berechnung gelegt, die sich tausende Jahre später erfüllt. Er glaubte diesen Schlüssel zu besitzen. Da konnte er mit Jahreszahlen operieren die teilweise in der Vergangenheit, in der Zukunft, und sehr viele in seiner unmittelbaren Gegenwart lagen. Er „sperrte“ mit Feuereifer all die verborgenen „Schlösser“ auf. Andere Christen hatten keinen Zugang dazu.
    Dabei steht in der ganzen Rechnerei ein Datum im Mittelpunkt, das auch von den ZJ heute sehr beachtet wird – es ist das Jahr 1914. Im 3. Bd. von Russells „Schriftstudien“ mit dem Titel „Dein Königreich komme“, S.116, waren die Jahre 1799 und 1874 noch „überwältigende Beweise“ für die „Zeit des Endes“ und für die „Wiederkunft Christi“. Diese Ansichten vertraten die ZJ noch bis in das Jahr 1929, dann ließen sie die „Zeit des Endes“ jedoch ins schon gut eingeführte Jahr 1914 hinübergleiten. Das Jahr 1799 und 1874, mit all den falschen „Beweisen“, verschwanden in der Versenkung und gerieten gezielt in Vergessenheit.

    Um ein objektives Bild von den Anfängen der WTG bis heute zu bekommen, ist die Sicht zum Jahr 1914 signifikant. Vor allem was die WTG daraus macht. Gerade hier begegnen wir dem Phänomen, daß es eine christliche Religionsgemeinschaft schafft, sich so darzustellen, als wäre sie nur der Wahrheit verpflichtet. Das Ergebnis: die eigene Geschichte wird verschleiert und verdreht. Interessant ist aber auch ihre persönliche Einschätzung:

    Schätzt du den „treuen und verständigen Sklaven“?

    EINE ÜBERWÄLTIGENDE LEGITIMATION
    Der „treue und verständige Sklave“ verfügt über eine Fülle von Legitimationsausweisen. In der nachstehenden Liste wird ein Teil der biblischen und prophetischen Bezeichnungen aufgeführt, die sich seit 1919 auf den Überrest der gesalbten Nachfolger Jesu Christi beziehen. (WT, 1.3.1981, S. 27)

    Da wird nicht „vermutet“, da ist nichts „wahrscheinlich“, nein, da werden im Brustton totaler Überzeugung „Tatsachen“ festgelegt – so ist es! und damit basta. Das ist eben „die Wahrheit“! Diese Art der Beeinflussung ist aber typisch für viele Sekten. Doch halt! Ist denn die WTG, oder die „Zeugen Jehovas“, eine Sekte? Handelt es sich hier nicht um böswillige Unterstellungen ihrer Abtrünnigen und Gegner?
    Nun wollen wir die Datenkonstruktionen verlassen und zuerst einmal untersuchen, welche Art von Gruppe, oder Gemeinschaft, damals entstand.

    Definition des Sektenbegriffs durch C.T. Russell

    Solange eine Gruppe klein ist, kann sie auf feste Strukturen verzichten. Da treffen sich die Anhänger noch ganz zwanglos. Werden „göttliche“ Ziele – wie bei der WTG – angestrebt, dann kommen Aufgaben auf die einzelnen Sympathisanten zu. Funktionen werden übernommen, Funktionäre werden geboren. Zusammenkünfte müssen organisiert, Treffpunkte festgelegt, Räume gemietet werden. Redner halten Ansprachen, es wird gesungen und gebetet, kurz: eine Organisation ist entstanden. Es wird geplant und organisiert, Aufgaben werden zugeteilt. Das alles ist nichts verwerfliches. Auch der WTG kann niemand das Recht absprechen, eigene Meinungen zu haben, sie zu äußern oder drucken zu lassen. Kommen in Programmen und Zielen jedoch fragwürdige Erklärungen vor, dann sollte Mißtrauen einsetzen. Etwa die unqualifizierten Beweise für eine alleinige Führung durch Gott Jehova. Wer selbst Kriterien für seine Legitimation festlegt, macht sich verdächtig, in Vermessenheit zu behaupten von Gott legitimiert zu sein. Wer das tut, muß sich gefallen lassen, besonders kritisch unter die Lupe genommen zu werden. Wenn Exegesen und Verständnisfragen – nicht das ausdrückliche Wort Gottes – zu Prüfsteinen werden, an denen sich die Echtheit christlicher Nachfolge entscheidet, dann ist die Gruppe unweigerlich zur „Sekte“ geworden. Daher ist die Definition Russells zum Begriff Sekte sehr aufschlußreich. Es folgen Zitate aus seinem Buch „Dein Königreich komme“, 1904, S. 173:
    Da heißt es einleitend, daß „jedermann der sich irgendeiner dieser menschlichen Organisationen anschließt“ auch deren Glaubensbekenntnis als das seine annimmt. Damit beginnt eine „freiwillige Knechtschaft und sie lassen andere für sich denken“. Wenn sie das nicht tun wollen, müßten sie aus der Sekte wieder austreten. Das erfordert jedoch „Gnade und kostet einige Anstrengungen“. Die in der Sekte sagen dann von diesem, er sei ein „Verräter oder Unbeständiger“.
    […]
    Wie würde Russell rückblickend – er starb 1916 – seine eigenen Schriften und die Struktur „seiner“ heutigen Gemeinschaft beurteilen? Diese sitzt am hohen Roß und genießt eine Ausnahmestellung, sie sind sogar „einzigartig“, laut WT vom 15.1.1992, S. 24:

    „JEHOVAS ZEUGEN sind in vielerlei Hinsicht einzigartig. Nur sie sprechen die „reine Sprache“ (Zephanja 3:9). Nur sie bilden eine Einheit und weisen das Unterscheidungsmerkmal auf, das Jesus Christus beschrieb: die Liebe (Johannes 13:35). Und nur sie genießen die Freiheit, die gemäß den in Johannes 8:32 aufgezeichneten Worten Jesu Christi die Wahrheit mit sich bringt.“

    „Nur sie…“, solche Sätze sprechen für sich. Traurig ist nur, daß dies von WT-Artikelschreibern und dem Großteil ihrer Leserschaft geglaubt wird.
    […]
    Ist die heutige WTG ehrlicher als Russell?

    Sind die Nachfolger Russells aufrichtiger, oder zumindest klüger geworden? Man beachte wie die WTG die Ereignisse um 1914 heute darstellt. Auszug aus dem Jahrbuch der ZJ 1974, S. 79:

    „Der bis dahin mörderischste Krieg der Menschheitsgeschichte war ausgebrochen, ein Krieg, den Historiker zum erstenmal als einen „Weltkrieg“ bezeichneten. Für viele kam der Krieg wie ein Blitz aus heiterem Himmel, und genauso plötzlich wurden die Spötter zum Schweigen gebracht… Sie [die „Bibelforscher“] hatten diese Ereignisse erwartet, ja nicht nur das, sie hatten sie im Auftrage Jehovas anderen angekündigt… Die Zeitungen triumphierten schon und brachten einen Schmähartikel nach dem anderen über die wahrhaft Gläubigen, die für 1914 den Weltuntergang prophezeit hatten. Damals standen wir in einem heftigen Kreuzfeuer. Aber durch Gottes Güte und Macht vermochten wir allen Anfeindungen zu widerstehen… Nun waren wir in den Augen unserer Gegner auf einmal die größten Propheten geworden.“

    Da werden in der WTG aus falschen, plötzlich die „größten“ Propheten, wie ist das nur möglich?
    Die Frage nochmals gestellt: sind die Nachfolger Russells wenigstens klüger geworden? Sein unmittelbarer Nachfolger als Präsident der WTG, der „Richter“ Rutherford, blieb jedenfalls im gleichen Fahrwasser. Auch er war ein „biblischer Rechner“, natürlich mit Fehlresultaten.

    Beginn der autoritären Struktur

    An die Stelle der von Russell betonten „freiwilligen Vereinigung“, in der es „keine gebietende Autorität geben sollte“ (weil das ja doch nur „nach Art und Weise der Welt geschehen würde“), trat nun die vom „Richter“ straff geführte „theokratische Organisation“, nach Art und Weise dieser Welt. Zu dem Zweck setzte die WTG seit 1922 den gewählten Ältesten in den Versammlungen jeweils einen „Erntewerksvorsteher“ vor die Nase. Diesem stellte sie einen Bücherverwalter und einen Kassenführer zur Seite. „Auf diese Weise hat jede Versammlung stets einen kompetenten Vertreter der Gesellschaft in ihrer Mitte“, räsoniert der WT von 1922, Seite 143. Von nun an wird natürlich nicht mehr demokratisch gewählt, sondern „theokratisch“ eingesetzt, „von oben nach unten“.

    „Die Versammlung schlägt vor, und das Bibelhaus wählt. Der Erntewerksvorsteher verbleibt solange in diesem Dienste, als das Bibelhaus ihn darin beläßt“ (WT 1923, S. 239).

    Wie jeder ZJ weiß, nahm „die Gesellschaft“ den Versammlungen später auch noch das Recht, selber die Vorschläge zu unterbreiten. Statt dessen besorgt dies bis auf diesen Tag der „Beauftragte der Gesellschaft“, der Kreisaufseher, anläßlich seiner „Dienstwoche“, die er in der Orts-Versammlung durchführt. Doch eine perfekte Diktatur kann sich nicht mit organisatorischen Änderungen begnügen; vielmehr sucht sie auf Gesinnung und Glauben der einzelnen unmittelbar Einfluß – und Macht – auszuüben. Darum konnten vom Jahre 1926 an, die im Auftrag der WTG reisenden Beauftragten, damals noch „Pilgerbrüder“ genannt, nicht mehr frei entscheiden. In ihren Rundschreiben „an alle lieben Pilgerbrüder“ vom 22.9.1926, spricht Rutherford sogar von einer Forderung.

    „Weil unsere verschiedenen direkten und indirekten Bitten in der Vergangenheit nicht beachtet wurden… Unsere Forderung, liebe Brüder, ist nicht mehr und nicht weniger, als daß alle Pilgerbrüder sich ohne Ausnahme bei ihren Ausführungen immer mehr an den Stoff, wie er im Wachtturm gebracht wird, halten möchten.“

    Somit ist das heutige „Wachtturmstudium“ das Werk des Diktators Rutherford! Bis heute gilt auch bei den Zeugen Jehovas als Dauerregel, was der damalige Rundbrief den „lieben Pilgerbrüdern“ mehr fordernd als fördernd ans Herz legte. Sie seien:

    „nicht dazu da, eigene Auslegungen zu bringen, sondern ihre vornehmste Aufgabe ist, den Geschwistern zu helfen, die Darlegungen des Wachtturms zu verstehen. Alles aber, was sich auf entgegengesetzten Bahnen bewegt oder meint, Dinge bringen zu müssen, die dem Wachtturm voraus sind, ist eine Gefahr und kann nur dazu beitragen, die Geschwister zu beunruhigen…“

    Und die Begründung für diese Festlegung auf die eine Quelle der Wahrheitsfindung? Sie lautet in dem Rundschreiben:

    „Das Werk des Herrn ist ein Ganzes, und die Belehrungen, die der Herr seinem Volke gibt, kommen aus einer Quelle, dem Wachtturm“
    Hatte Russell noch erklärt, die Kirche werde dereinst (nämlich nach ihrer Verherrlichung bei Jesu Wiederkunft!) „mit Macht bekleidet“ und d a n n „keine Republik, sondern ein Königreich sein“, keine Demokratie, sondern eine Theokratie, so wollte Rutherford dies alles schon hier und jetzt.
    […]
    Der Gipfel seiner Herrschaftsansprüche findet sich in der Zeitschrift „Consolation“ (Trost), dem heutigen „Erwachet!“, vom 4.9.1940, wo es auf Seite 25 heißt:

    Die Theokratie ist die verheißene Administration der Angelegenheiten der Erde durch Jehova Gott, den Schöpfer, durch den für diesen Zweck gesalbten König, Christus Jesus. Jene Theokratie ist jetzt auf Erden in Funktion. Die Theokratie wird in der Gegenwart geleitet durch die WATCH TOWER BIBLE AND TRACT SOCIETY, von der Richter Rutherford der Präsident und Chefmanager ist!

    Die Gesellschaft und ihr Präsident! Doch von einer leitenden Körperschaft fehlt immer noch jede Spur. Auf der gleichen Seite dieser Zeitschrift erscheint eine Besprechung des damals gerade neu erschienenen Buches Rutherfords: „Religion“, in dem der Autor „die Botschafter der Theokratie“ aufruft:

    „Die theokratische Regierung marschiert triumphierend voran. Tu deinen Anteil daran mit Freuden!“

    Spätestens an dieser Stelle, kann man den Einwand heutiger ZJ hören:

    „Was redet ihr so viel von den Entwicklungen damals, als ja das ´Licht´ noch nicht so hell sein konnte. Entscheidend ist doch, daß Jehovas Zeugen h e u t e eine leitende Körperschaft haben, die das Werk Gottes auf Erden leitet.“

    Eine leitende Körperschaft heute? Was ist denn nun anders geworden seit der Präsidentschaft Russells und Rutherfords? Man könnte meinen, mit den im WT vom April 1977 angekündigten Neuerungen sei eine Wandlung – von der Präsidialdiktatur zu einer Art kollektiver Führung – eingetreten. Damals hob der WT vor allem dies hervor:

    „Um dem Bedürfnis nach weiterer Ausdehnung gerecht zu werden, wurde im Jahre 1971 die Zahl der „älteren Männer“, die als leitende Körperschaft dienten, von sieben [das sind die Direktoren der Watch Tower Society] auf insgesamt elf erhöht.“

    Die damalige zahlenmäßige „Aufstockung“ des Wachtturm-Direktoriums bedeutete keine wirkliche Abkehr von der Alleinherrschaft des WTG-Präsidenten. Ab sofort hatte der „Richter“ alle Schäfchen gut im Griff.
    […]
    Die WTG-Spitze glaubt an ihre eigene Botschaft

    Hier erhebt sich schon die Frage, glauben denn diese Leute was sie sich ausdenken? Diese Frage stellte ich einmal den ehemaligen „Zweigaufsehern“ der WTG von Österreich, sowie von Belgien/Luxemburg – Walter Voigt und Maurice Fleury. Beide gaben spontan die Antwort, daß sowohl Russell und Rutherford, wie auch die späteren Präsidenten der WTG, an ihre „Sendung“ glauben.
    […]
    Wie die WTG falsche Prophezeiungen verarbeitet

    Wie wurde das Problem solcher „Altlasten“ später aufgearbeitet? Im Jahrbuch der WTG 1980, S. 63 druckten sie Sequenzen ab, die für sich sprechen:

    Ein Anzeichen für diese Prüfung war eine Fragestunde, die Bruder Rutherford auf einem Kongreß in Basel abhielt, der vom 1. bis 3. Mai 1926 stattfand. In dem Bericht über diesen Kongreß hieß es:

    „Frage: Sind die Alttestamentlichen Überwinder schon auferstanden?
    Antwort: Sicherlich sind sie noch nicht auferstanden. Niemand hat sie gesehen. Es wäre töricht, eine gegenteilige Behauptung aufzustellen. Im Millionen- und Trostbüchlein wurde gesagt, daß man sie vernünftigerweise kurz nach 1925 erwarten dürfe. Aber dies wurde nur als Meinung ausgesprochen.“
    Man hatte einen Fehler gemacht, doch wie Bruder Rutherford erklärte, war dies kein Grund, aufzuhören, dem Herrn zu dienen. Einige taten dies dennoch, und so gab es in dieser Zeit weitere Sichtungen im französischen Gebiet.“

    Zuerst sind es „Tatsachen“, die später – siehe oben – in eine „Meinung“ umgewandelt wird. Dazu kam noch der „Vorteil“, daß gleich eine „Sichtung“ erfolgen konnte. Also hinaus mit allen Kritikern! Daß dabei mit Menschenschicksalen jongliert wurde, sei nur am Rande bemerkt. Es ist überhaupt ein Wunder, daß in der heutigen aufgeschlossenen Zeit, solche Gemeinschaften am Leben bleiben können und nicht sofort wieder von der Bildfläche verschwinden Zitatende

    Wie die Geschichte zeigt, hat sich erst n a c h der Rutherford-Ära mit der Zeit eine „Leitende Körperschaft“ gebildet, eigentlich eine „Regierende“, wie es im englischen mit: „Governing Body“ eigentlich heißen sollte.

  • Gerd
    Februar 23, 2015

    Lieber Boas,

    wer von uns weiß denn überhaupt w i e diese „Leitende Körperschaft“ (in der Neuzeit) entstanden ist? Ich stellte für mein Buch – mit Hilfe vom „Bruderdienst“ – den nachfolgenden Rückblick zusammen. Ich hoffe, es wird nicht zu viel „Stoff“:

    Historischer Rückblick

    Fragt man einen Zeugen Jehovas, wie seine „theokratische Organisation“ geleitet wird, so antwortet er in der Regel etwa so: „Jehova selbst leitet sie durch Jesus Christus. Dieser aber bedient sich – seit den Tagen der Urkirche – einer leitenden Körperschaft (l. K.). Zwar endete diese theokratische Form der Führung seit dem Ableben der Apostel, doch seit der Wiederentdeckung „biblischer Grundwahrheiten“ durch C. T. Russell, den Gründer und ersten Präsidenten der Wachtturm-Gesellschaft (WTG), wird Gottes Volk wieder durch eine leitende Körperschaft „theokratisch“ geführt.“ Woher nimmt der Zeuge Jehovas diese Überzeugung? Sie wurde ihm seit seiner Unterweisung im Heimbibelstudium durch die Wachtturm-Schriften immer und immer wieder in der einen oder anderen Form nähergebracht, z. B. in der Ausgabe des Wachtturms (WT) vom 1.April 1977, Seite 206-208. Nachdem der WT zu zeigen versuchte, daß es schon in der Zeit der frühen apostolischen Gemeinden eine leitende Körperschaft gab, behauptet er ihre Wiedereinführung seit den Tagen C.T. Russells und ihr Fortbestehen über die Ära von Rutherford und der Präsidentschaft von N. H. Knorr hinaus:

    „In den vergangenen Jahren war die leitende Körperschaft der Klasse des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ stets eng mit der als Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania bekannten Körperschaft verbunden. Diese Körperschaft, die im Jahre 1884 zum erstenmal gesetzlich eingetragen wurde, kümmert sich um die wichtigsten Angelegenheiten der Zeugen Jehovas in der ganzen Welt. Ohne Zweifel war ihr erster Präsident, C. T. Russell, in der Zeit, in der den biblischen Grundwahrheiten unter Gottes treuen Anbetern auf der Erde wieder Geltung verschafft wurde, ein besonderes Werkzeug Jehovas. Dann, in den Jahren 1917 bis 1942, diente J. F. Rutherford als Präsident, und er kämpfte mutig gegen die Bemühungen der Christenheit, Gottes organisiertes Volk in Verruf zu bringen und es zu vernichten. Im Jahre 1942 setzte N. H.Knorr, der damalige Präsident der WTG, tatkräftig einen weltweiten biblischen Erziehungsfeldzug in Gang. Die administrative Tätigkeit dieser treuen Männer und ihrer Mitarbeiter in der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas ist von Jehova wunderbar gesegnet worden.“ (WT, 1.4.1977, S. 207, Abs.15).

    Also: Russell, Rutherford, Knorr und Franz – jeweils in ihrer Zeit – Mitarbeiter in der leitenden Körperschaft? Grau, sagt man, ist alle Theorie. Es stellt sich nun die Frage: Wie sieht die Wirklichkeit aus?

    In der Zeit des Gründers und ersten Präsidenten der WTG, C. T. Russell

    Wer sich mit den WT-Schriften der Russell-Ära (Veröffentlichungen also zwischen 1879 und 1916) etwas gründlicher beschäftigt, als dies bei den einzelnen Zeugen Jehovas geschieht, wird überrascht sein: Russells Schriften erwähnen, weder direkt noch indirekt, so etwas wie eine „leitende Körperschaft“. Und das hat darin seinen Grund: Die heute ihr zugeschriebenen Leitungsfunktionen fallen nach Russells Sicht in die Zuständigkeit der örtlichen „Versammlung“, die ihre Ältesten selber wählen sollten und keiner Zentralgewalt unterworfen war. Russell sah in einem solchen Zentralismus die Gefahr, es könnte sich zwischen Gott und der Gemeinschaft eine „irdische Macht schieben“. Diese Gefahr, der z.B. nach übereinstimmender Auffassung aller protestantischer Christen entschieden zu widerstehen ist.

    „Denn es ist e i n Gott und e i n Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“ (1.Tim.2,5.6).

    Demgemäß schrieb Russell Anfang 1914 in dem von ihm redigierten WT:

    „Jede Versammlung des geweihten Volkes des Herrn ist völlig frei und sollte unabhängig für sich selbst den Glauben an die Bibel und alle die kostbaren Wahrheiten derselben haben… Die Glieder der Herauswahl unterstehen niemandes Autorität, als nur derjenigen des biblischen Bischofsamtes oder der apostolischen Lehrer, was die Ältesten und Diener (Diakone) betrifft, so sind diese von der Versammlung in Übereinstimmung mit den Weisungen der Bibel aus ihrer eigenen Mitte zu wählen. Keine irdische Macht hat ein Recht, sich zwischen die Verordnungen der von Gott eingesetzten 12 Apostel und die Gemeinde der Kinder Gottes zu schieben, die sich in Übereinstimmung mit den Weisungen der Apostel versammelt“ (WT, Jahrgang 1914, Seite 23).

    Im Unterschied zu den heutigen Wachtturmschriften, in denen gerne die Heilsnotwendigkeit der Organisation mit dem Hinweis auf solche Versammlungen begründet wird, bestritt Russell jede Notwendigkeit einer zentralistischen Organisation:

    „… bis jetzt ist sie [die Kirche] noch nicht vollkommen und darum auch noch nicht organisiert. Wenn sie organisiert sein wird, wird sie mit Macht bekleidet, nicht eine Demokratie, sondern eine Herrschaft, nicht eine Republik, sondern ein Königreich sein …“

    Russell ist überzeugt, daß jedes „Organisieren“ der Kirche und jedes „gebieterische Regieren“ letztlich doch nur nach „Art und Weise der Welt“ geschähe. Wörtlich schreibt er:

    „Auch existiert eine solche Organisation, die mit göttlicher Autorität angetan ist, heute überhaupt noch nicht …Die Kirche Gottes ist noch nicht organisiert … In dieser freiwilligen Vereinigung gibt es keine gebietende Autorität über andere, und kein Herrschen über Gottes Erbteil sollte gestattet sein; denn der eine Herr hat uns die Instruktion hinterlassen: ,Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder‘ (Matth.23,8). Anstelle des königlichen und gebieterischen Regierens, das doch nur nach Art und Weise der Welt geschehen würde, hat uns der Meister eine andere, entgegengesetzte Regel… gegeben.“ (WT, Jahrgang 1908, S. 104 ff).

    Den auch heute immer wieder erhobenen Einwand, die wahre Christengemeinde brauche doch eine Organisation und deren Leitung um der Einigung und Einheit willen, begegnet Russell mit dem Hinweis auf die frühen christlichen Gemeinden des ersten Jahrhunderts:

    „Es war eine Vereinigung des Geistes: das Gesetz des einzelnen war die Liebe, während sie als ein Ganzes unter dem Gehorsam gegen das ´Gesetz des Geistes´ standen, wie es in dem Leben, den Worten und Taten ihres Herrn und Meisters zum Ausdruck kam. Ihre Leitung war der Wille dessen, der da sprach: ´Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote´“.

    Im gleichen Artikel erinnert Russell an die sektiererischen Entwicklungen in der Kirchengeschichte und an jene falsche „Einheit“, bei der „man versuchte, alle Kirchenmitglieder auch in dem kleinsten Lehrpunkt einerlei denken zu machen“. Das war in keinem Fall die Einheit, die der Apostel Paulus anstrebte, so betont Russell. Er empfahl vielmehr die Einigkeit im Geiste, im Herzen, in der Gesinnung, eine Einigkeit, die als ein natürliches Resultat der rechten Übung der Freiheit, die wir in Christo haben, von selbst entspringt. In einer solchen freien Vereinigung von Christen, wie sie Russell vorschwebte, und wie er sie bei den damaligen „Bibelforschern“ zu realisieren versuchte. Da ist natürlich für eine autoritär herrschende „leitende Körperschaft“ kein Raum. Genauso wenig ist diese im Neuen Testament begründet. Wer hier auf das „Apostelkonzil“ (Apg.15) verweist, widerlegt sich selbst, denn der Bericht in der Apg. des Lukas sowie die Kommentierung durch den Apostel Paulus (Gal. 2,1-16!) zeigen deutlich: Die Apostel – weit davon entfernt, autoritär zu herrschen – mußten selbst noch um den rechten „Kurs“ ringen.
    C.T. Russell und die Direktoren der 1881 von Russell gegründeten „Wachtturm Gesellschaft“ (1884 gesetzlich eingetragen) bildeten keineswegs eine „leitende Körperschaft“ wie die heutige WTG behauptet. Im WT vom 1.4.1972, Seite 216 heißt es:

    „Wie die Tatsachen zeigen, kam es zu einer Verbindung der leitenden Körperschaft mit der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania. Russell gehörte damals, im letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts, offensichtlich der leitenden Körperschaft an.“
    Das sah C. T. Russell selbst jedoch ganz anders… Zitatende

    Ist bereits viel Text. Ich bringe besser den weiteren Rückblick, wie sich die „Leitende Körperschaft“ bildete, in einer baldigen Fortsetzung – bis später!

  • Boas
    Februar 23, 2015

    Im Abschnitt 10 des obigen Wachturmartikels steht folgender Satz:

    In den letzten Jahrzehnten ist der Sklave eng mit der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas in Verbindung gebracht worden.

    Dieser Satz kann man sich ruhig als denkender Zeuge auf der Zunge zergehen lassen. Damit stellen sich einem wachen Zeugen folgende Fragen oder Aussagen in den Weg:

    1.
    Also erst seid ein paar Jahrzehnten; aber nicht die ganzen 100-137 Jahre dachte man dies. Was für einen Sinn macht es, aus dem Gleichnis vom TuvS eine Prophezeiung zu machen, wenn es keine zweite, minderwertige Klasse, wie die „Große Volksmenge“, gibt. Wenn also Treuer Sklave und Hausknechte dieselben Personen sind, beide Gruppen ein und dasselbe darstellen? Erst mit der Erfindung der „GV“ macht die Idee einer Prophezeiung erst einen gewissen Sinn. Also erst ab den Dreißigern Jahren.

    2.
    Wer hat denn den Sklaven seid Jahrzehnten so eng mit der LK in Verbindung gebracht? Waren es nicht die einzelnen Glieder der ZJ´s! Haben im Gedankengut eines Zeugen nicht die LK schon seid Jahrzehnten mehr Machtbefugnis als alle übrigen des Überrestes zusammen? Das hört sich nach der Devise an, ihr habt es ja so gewollt, jetzt bekommt ihr es so, wie ihr es schon die ganzen Jahrzehnte sehen wolltet. Seht her: Hier sind euere neuen Herren!

    Aber in Wirklichkeit pflanzten die Schriften der ZJ´s den Gedanken in die Köpfe ihrer Mitglieder. Und noch etwas ist bemerkenswert: Wer sich gegen die Lehrmeinung der LK stellt wird normaler Weise die Gemeinschaft entzogen. Dieser Satz des Verses 10 im WT macht klar, dass viele der „Wahrheit in ihrem Denken vorausgeeilt sind“. (Wenn ein Verkündiger bei den ZJ etwas als biblisches erkennt und dieses Wissen weiterverbreitet wird er ausgeschlossen wegen Sektiererei. Wenn sich dieses Wissen später als tatsächlich zutreffend erweist, tritt man einem solchen Bruder oder Schwester nicht voller Demut und Reue entgegen. Sondern man benutzt einen zweiten Urteilsspruch: “ ER IST DER WAHRHEIT VORAUSGEEILT “ und belässt es beim Ausschluss. (Wie kann man der Wahrheit vorauseilen, wie geht so etwas?) In diesem Fall greift der Ausschlussgrund: “ WIDERSTAND GEGEN EINE GÖTTLICHE EINRICHTUNG „) Vom Ausschluss solcher Zeugen ist aber im obigen WT keine Rede.

    3.
    Wenn das schon seid Jahrzehnten intern so gesehen wird und bekannt ist, warum schreibt man z.B. im WT von 2004 nicht das „Neue Licht“ hinein? Sie schreiben im obigen Vers von Jahrzehnten! Warum hielt die LK in den Siebzigern oder Achtzigern das „Neue Licht“ zurück? Warum predigte die LK Jahrzehnte lang die Unwahrheit, und nicht die Wahrheit. Sie gibt ihre Schandtat selber zu? Diese Überlegungen sind also viel, viel älter als 2012/2013. Wo bleibt hier die Ehrlichkeit (Treue) dieses Sklavens? Verständig waren sie ja, nach eigenen Angaben.

    Mit diesem Satz bekennen sie sich schuldig seid Jahrzehnten bewusst falsche Speise ausgeteilt zu haben.

    Wie war noch mal die biblische Bezeichnung des Sklaven, der den Willen zwar sehr wohl verstand, aber nicht in richtiger Weise das Essen ausgeteilt hat. Wenn ich mich richtig entsinne, bezeichnet die Bibel einen solchen Sklaven als B Ö S E!

    Mir liegt es fern, nach einem zu treten, der schon am Boden liegt. Und dem einzelnen ZJ möchte ich keine Vorwürfe machen, weil er noch nicht begonnen hat eigenständig zu denken und allein Christus nachzufolgen. Doch um die Zeugen Aufzurütteln muss man manches Mal auch deutlich das Kind beim Namen nennen. Also, ihr Zeugen Jehovas, meine Brüder, sieht meinen Kommentar nicht als Angriff sondern als Denkansporn.

    LG
    Br. Boas

  • Elfi Ömmel
    Februar 23, 2015

    Konsumiere seit etlichen Jahren keine WT-Literatur mehr. Das wird sich ab jetzt ändern. Was ich hier lesen muss, ist wirklich unfassbar. Wie können die Leute das alles noch glauben ?!
    Mir zwingt sich der Eindruck auf, das ist ein Schritt in die Richtung, 1914 endgültig abzuschaffen, weil sie ganz genau wissen, dass diese Lehre nicht mehr (lange) zu halten ist. Bin echt mal gespannt, wie sich die Dinge in den nächsten Jahren entwickeln werden. Ich meine, das ist doch eine der, wenn nicht DIE tragende Stütze des Wachtturm-Tempels. Wenn sie die (auch noch) einreißen, müsste doch alles in sich zusammenstürzen. Aber nein – ich vergaß – es gibt ja genügend Schafe, die das Dach tragen; die eher unter der Last zusammenbrechen als rechtzeitig das einstürzende Gebäude zu verlassen …

  • Franki
    Februar 23, 2015

    Franki an Elfi Ömmel

    Ich sehe das ähnlich,wenn man sieht was gerade in den letzten 2 Jahren für veränderungen in der WTG vor sich gehen und wenn man bedenkt wieviele male Sie sich mit Ihrer Endzeitberechnung komplett in die Nesseln gesetzt haben,kommt man nur auf den Nenner , das in der Organisation komplette struktur umbauten vor sich gehen und auch noch geplant sind.

    Vorca 5 Jahren wäre es ein Unding gewesen mit einem Tablet in den Dienst zu gehen,genauso wie ein Trolly voller Litzeratur in die Fussgängerzone zu stellen ,damit die Leute sich selbst bedienen können ist ja bequemer ,als auf die Leute zu zugehen und ein Gespräch anzufangen.

    Nach meiner Meinung nach sieht es so aus das in ca 15 – 20 Jahren oder schon früher,die WTG die Endzeitberechnung fallen lässt,das kann sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ,weil noch zuviele Brüder und Schwester am leben sind die die alte Lehre ,gelernt bekommen haben und sich daran festklammern,sieht man auch teilweise hier noch an den Kommentaren.

    Wenn unsere generation ich bin 60 plus ziemlich ausgestorben ist wird man mit den neuen und jungen Generationen ein komplet neues sogenanntes Verständniss erbringen.

    Denn ich sehe da schon paralelen mit dem gebrauch von IT Technik,die ja jahrzehntelang als stanisch abgestempelt wurde, und mit dem neuen Image das sich die WTG zur Zeit im Begriff ist sich anzu ziehen.

    Durch die Technik wird der neuen jungen Generation dann vorgesetzt was sie zu glauben haben ohne viel Nachforschungsarbeiten,denn Laptops und Tablets lenken vom eigentlichen sinn ab,wenn dann noch wie gehabt die Neue Welt übersetzung (unbiblich)vereinfacht wird so das sie auf den Heimrechner passt,braucht man ja nicht viel nachdenken und forschen ein Tastendruck genügt ja dann.

    Und so wird dann die generation für dumm verkauft.

    Ich sage es nochmals die WTG ist nichts anderes als ein großer Konsern der bibliche Lieratur vertreibt und er arbeitet auch wie ein Weltkonsern mit allen ihm zur verfügung strehenden Mitteln.

    DA IST NICHTS ABER AUCH REIN GAR NICHTS VON JEHOVA ODER GOTT INSPERIERT.

    Viele Grüße
    Franki

  • Horst
    Februar 23, 2015

    Lieber Autor R.B.M.,
    das ist echte Bibelforschung. Diese Erkenntnisse können sich m.E. nur jemand erschließen, der die Gabe, oder sagen wir den Segen dazu hat.
    Und das noch in so einem sachlichen, verständlichen Stil ohne jedweden Angriff. Das unterscheidet sich wohltuend von den Formulierungen vieler
    WT-Publikationen.
    Es ist gut, dass die Artikel archiviert werden, denn beim ersten mal aufmerksam durchlesen kann man logischerweise nicht alles behalten.
    Fast so nebenbei vermittelst Du ein schönes Verständnis über den Unterschied zwischen Gleichnis und Prophezeiung, die Irrwege der WT-Lehrmeinung und die Problematik, der sich die „Organisation“ aufgrund ihrer Dogmen zunehmend gegenübersieht.
    Nicht zuletzt Dein Hinweis, diejenigen nicht zu verachten, die diese Gabe der Erkentnis nicht geschenkt bekamen, zeugt von Deiner großen Nächstenliebe und ist ein weiterer Beweis, daß diese Seiten nicht zum Selbstzweck existieren und die Autoren sich nicht selbst beweihräuchern wollen. Danke Dir und Gottes Segen für weitere Veröffentlichungen.

  • Störtebeker
    Februar 23, 2015

    Lieber Autor R.B.M.,

    vielen lieben Dank für diese sehr, sehr gute analytische Betrachtung des WT-Studienartikels vom 15. Juli 2013.

    Liebe Grüße von Störtebeker

  • Tirza an Hubert & R.B.M
    Februar 23, 2015

    Lieber Bruder Hubert & Familie!
    Lieber Autor!

    Sorry, wenn ich meinen Kommentar hier eingebe, es gibt wohl ein ? „techn. Problem“ ? auf der Prophetieseite.

    Gott schütze euch! Hier mein Kommentar an Hubert & Familie!

    Auf deine Zeilen möchte ich gern am Schluss meiner kurzen Ausführung mit einem Zitat antworten.

    Zitat eines Bruders aus dem Artikel: „Treuer und verständiger Sklave: 31 klare Fragen! 31 präzise Antworten! 23. Februar 2015 | Autor: Bruderinfo

    Zuvor möchte ich an die Frage 8 und die dortige Antwort anknüpfen
    Frage 8:
    Von wie vielen möglichen Handlungsweisen bzw. unterschiedlichem Verstehen oder Begreifen eines Sklaven ist in dem Gleichnis aus beiden Evangelien die Rede?
    Antwort:
    Lukas spricht von insgesamt 3 Möglichkeiten eines Sklaven oder Verwalters. Matthäus erwähnt nur zwei von den drei in seinen Ausführungen.
    Anmerkung:
    Folgende drei Möglichkeiten bestehen laut der Bibel:
    1. Verständig (klug) und auch treu (loyal, gutherzig, gutgesinnt, lauter)

    2. Zwar verständig (klug), aber böse (boshaft, untreu, unredlich)

    3. Unverständig (blind, dumm), aber treu
    (loyal, gutherzig, gutgesinnt, lauter)

    siehe auch die Frage 11 und die Anmerkung

    Mich machen deine Zeilen traurig, lieber Bruder Hubert und vielleicht sind wir Ex-ZJ besonders anfällig dafür, von einem Extrem ins Andere zu geraten.
    Unser himmlischer Vater kennt uns und sein langer Arm ist lang genug uns wieder zurückzuholen, wenn wir uns verirrt haben.

    Doch nun das Zitat:

    „Doch bitte, meine Schwestern und Brüder, verachten wir nicht diejenigen, die diese Erkenntnis nicht geschenkt bekommen haben. Die Gabe des Geistes, Dinge zu beurteilen, ist wie das Wort schon sagt eine Gabe, also ein Geschenk des Geistes Gottes an jeden persönlich und somit nicht die Grundlage zum Ruhm eines Menschen.
    Der heilige Geist weht, wo er will, und offenbart wem er es will. Gerade so, wie er es für richtig erachtet.“

    Ergo: Wollen wir alle gemäß Kol. 3 Verse 12 ff weiterhin in der Liebe bleiben.

    12 Da Gott euch erwählt hat, zu seinen Heiligen und Geliebten zu gehören, seid voll Mitleid und Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftheit und Geduld.
    13 Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst.
    14 Das Wichtigste aber ist die Liebe. Sie ist das Band, das uns alle in vollkommener Einheit verbindet.
    15 Euren Herzen wünschen wir den Frieden, der von Christus kommt. Denn als Glieder des einen Leibes seid ihr alle berufen, im Frieden miteinander zu leben. Und seid immer dankbar!
    16 Gebt den Worten von Christus viel Raum3 in euren Herzen. Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen. Singt Gott aus ganzem Herzen Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder.
    17 Doch alles, was auch immer ihr tut oder sagt, soll im Namen von Jesus, dem Herrn, geschehen, durch den ihr Gott, dem Vater, danken sollt!

    Liebste Grüße
    Tirza

  • dominik
    Februar 23, 2015

    Hallo.

    Hallo, an @.

    Es gibt eine Lösung für dieses Dilema.
    Man wechselt alle ältere von der leitende Körperschaft aus, die 80, 90 Jahre alt sind
    und lässt am besten die 60 jährigen von den Gesalbten ran.
    Frischer Wind würde gut tun.
    Dann könnten sie noch mehr abändern. Und wem es einem nicht passt als Zeugen Jehovas,
    dann soll er aufhören.
    Dann würde eben wieder eine Läuterung von Jehova kommen. Können ja nicht alle ins Paradies kommen. Bei Noah und Lot haben auch nicht viele überlebt.

    LG Dominik.

  • Martin@Onesimus
    Februar 23, 2015

    Lieber Dominik,

    Das ist bereits so geschehen. Sie sind fast alle in diesem 60-iger Alter und müssen nun sich vom Dilemma der alten Visionäre befreihen und auf moderen Kirchen-Marketin umrüsten. Kein leichtes Unterfangen. „Nichts mehr wird sein, wie es war“!!! So fließen allmählich auch die kirchlichen Ausdrücke auf JW.ORG ein- siehe:

    —.jehovaszeugen.de/Religioese-Feiertage.16.0.html

    Weitere religiös-feierliche Handlungen
    Weitere religiös-feierliche Handlungen bei Jehovas Zeugen, die in der Regel von einem Ältesten der Religionsgemeinschaft vorgenommen werden, sind beispielsweise:
    Der Gottesdienst nach einer Eheschließung
    Das Begräbnis (Gedenkansprache, Trauerrede)
    Die heilige Taufhandlung
    Die Weihung (Widmung) von religiösen Gebäuden

    Die nächste Generation der ZJ gehen völlig neuen Zeiten entgegen.

    LG Martin

  • Martin@ Dominik
    Februar 23, 2015

    Endschuldigung, Kommentar sollte an Dominik gehen.

  • Wolseley
    Februar 23, 2015

    Lieber Dominik !

    Ich warte auf dem Christus. Wenn er wiederkommt, schaue in Mat. 24; 27, da erfährts Du wenn der Christus wiederkommt, werden alle ihn sehen und APG 1; 9-11 da wird gesagt, so wie der Christus in den Himmel gegangen ist, so wird er auch wiederkommen, „SICHTBAR“ und dann wird er diese Org. bis in die feinsten Wurzeln ausmerzen, in dem Paradies wird es keine WTG mehr geben.

    Dieser ORG wird das gleiche urteil treffen wie Babylon, der Engel der den Stein nahm und ihn in’s Meer mit schwung warf.

    Fiel Freude beim nachdenken.

    Wolseley

  • Rieke an Wolseley
    Februar 23, 2015

    Schließe mich dir mit dieser Ansicht absolut an.

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