239 Comments
  • Fox
    August 3, 2010

    Und um wieder auf das Thema des Vortrages zu kommen (Vielen Dank noch für die Ausführungen dazu):

    Die ersten Christen haben sich nicht mit Einzelheiten zur Kleidung beschäftigt, heute ist dies sogar Teil des Ältestenlehrbuches. Als Frau wird man diskriminiert, wenn man in Hosen zur Versammlung kommt. Es sagte ein Ältester zu mir: Es steht in 1. Tim. 2:9, dass eine Frau in wohlgeordnetem Kleid zur Versammlung gehen sollte. Und ich entgegnete ihm mit einer Frage, nämlich, warum die Bibel keinen Ausdruck für „Anzug“ kennt (Übrigens für „Hose“ auch nicht!). Ganz einfach: Die alten Helenen rannten alle im Kleidchen rum! Der Begriff „Kleid“ aus 1. Tim. 2:9 bezieht sich auf Bekleidung im Allgemeinen. Falls aber irgend jemand Zweifel an der Weiblichkeit meiner Kleidung habe, so darf er gern eine meiner Hosen anziehen und damit einen Programmpunkt auf der Bühne halten.
    Leider durfte ich das nicht mehr miterleben, es hat sich keiner freiwillig gemeldet.

    Jesus fragte: (NWÜ; Lukas 6) „32 Und wenn ihr die liebt, die euch lieben, zu welchem Verdienst gereicht euch dies? Denn selbst die Sünder lieben die, die sie lieben. 33 Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, zu welchem Verdienst gereicht euch dies in Wirklichkeit? Selbst die Sünder tun dasselbe.“
    Die Organisation sagt, Menschen in der Organisation sind zu lieben, alle anderen nicht, Abtrünnige sind sogar zu hassen.

    1. Tim. 5:8 (NWÜ):“8 Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger“ und Jak. 1:27:“Die Form der Anbetung, die vom Standpunkt unseres Gottes und Vaters aus rein und unbefleckt ist, ist diese: nach Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sehen und sich selbst von der Welt ohne Flecken zu bewahren.“
    Die ersten Christen organisierten Zuteilungen für den Lebensunterhalt von Witwen und Waisen.
    Die Organisation sagt: Das Predigtwerk ist die wichtigste Tätigkeit heute. Und um dies noch besser organisieren zu können hat man sich 16 Jahre vor dem BVerfG und BVG um Vorrechte gestritten. Die Tatsache, dass ab August 2014 Feldzüge in Seniorenheimen geplant sind um dort Heimbibelstudien einzurichten ändert nichts an der verheerenden Auswirkung der Vernachlässigung der eigenen Eltern/Kinder/Halbwaisen.

    Jesus sagte: Geht daher hin.. und tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes…
    Die Organisation sagt: Bist du dir darüber im Klaren, dass du dich durch deine Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation verbunden ist?

    Liebe Grüße

  • Esther2@Fox
    August 3, 2010

    Die NWÜ ist ja auch die einzigste Übersetzung, die 1. Tim. 2:9 mit „Kleidern“ wiedergibt. Alle anderen Übersetzungen schreiben ordentlich oder Kleidung. Auch eine Hose kann ordentliche Kleidung sein, aber bei den Zeugen für eine Frau ja ein absolutes no go.

    Liebe Grüße
    Esther2

  • Fox
    August 3, 2010

    Ja Esther2,

    hallo erstmal, das ist korrekt. Wobei die Damenschaft der ZJ auch da sehr inkonsequent ist und ihre Häupter gleich mit. Denn zum einkaufen, auf Arbeit und dergleichen kommen sie auch in Hosen. Wenn das keine Gott gefällige Kleidung ist, vertrauen sie dann darauf, dass Jehova sie im Alltag nicht sieht oder was? Natürlich kann auch eine Hose eine ordentliche Kleidung sein. Allerdings genoß Kleidung nicht die Aufmerksamkeit bei den ersten Christen wie heute. Wenn man jemandem in die Augen schaut, sieht man sowieso nicht die Kleidung, die er/sie trägt, aber man sieht die Emotionen, was denjenigen bewegt.

    Liebe Grüße

  • Robin
    August 3, 2010

    Mir hat die Veranstaltung gefallen – meiner Frau nicht.

    Von Brüdern, die in den Staaten waren habe ich schon des Öfteren gehört, dass dort Vieles lockerer gesehen wird als bei uns.

    Vielleicht liegt es an unserer Mentalität, dass sich manche von uns nicht mit den Brüdern freuen können?

    Vielleicht zeigt hier auch die Erziehungsmaßnahme aus Selters ihre Wirkung?

    Ein Beispiel von vielen:

    Wenn es im englischen Studien-Wt zum Predigtdienst heißt, dass wir uns anstrengen sollen, wird ins Deutsche übersetzt, dass wir uns verausgaben müssen.

    Ein Beispiel zum Thema „springen vor Freude“ wird in einigen Kommentaren hier behandelt:
    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=1037#comment-3184

    Kurz zusammengefasst:

    Im Buch “Ahme ihren Glauben nach”, S. 207, Abs. 8, heißt es am Ende im englischen Original:
    “Really, would not the Bible’s men and women of faith have jumped at the chance to worship Jehovah as we do today?”

    Übersetzt würde das lauten:
    Wirklich, wären die Glaubensmänner und Frauen der Bibel nicht vor Freude gesprungen, wenn sie Jehova so hätten dienen können, wie wir heute?

    Und so lautet die Selters-Übersetzung:
    Sicher hätten die Glaubensmänner und -frauen aus der Bibel Jehova liebend gern so angebetet wie wir heute.”

    Aber hier kann jeder selbst seine Schlüsse ziehen.

    Viel Freude noch 😉
    Robin

    ============================================================================

    Zur Information an Alle,
    das besagte Video wurde inzwischen als privat gesperrt. Wir dürfen davon ausgehen, das diese Feier nicht den Segen von Brooklyn hatte sondern als Ausrutscher einer örtlichen Versammlung gesehen wird.
    Deshalb sollten wir das Thema hier beenden.
    Liebe Grüße
    BI

  • andi
    August 3, 2010

    Lieber Robin,

    du schreibst:
    Im Buch “Ahme ihren Glauben nach”, S. 207, Abs. 8, heißt es am Ende im englischen Original:
    “Really, would not the Bible’s men and women of faith have jumped at the chance to worship Jehovah as we do today?”
    Übersetzt würde das lauten:
    Wirklich, wären die Glaubensmänner und Frauen der Bibel nicht vor Freude gesprungen, wenn sie Jehova so hätten dienen können, wie wir heute?
    Und so lautet die Selters-Übersetzung:
    Sicher hätten die Glaubensmänner und -frauen aus der Bibel Jehova liebend gern so angebetet wie wir heute.”

    Eine kleine Anmerkung von mir:
    „to worship“ bedeutet im gottesdienstlichen Sinne „anbeten, verehren“, die Selters-Übersetzung ist also durchaus korrekt. „Dienen“ ist da sozusagen ein Teilaspekt im größeren Kontext der „Anbetung“, „worship service“ ist dann der „Gottesdienst.

    LG
    andi

  • Robin an Andi
    August 3, 2010

    Lieber Andy,

    danke für die Korrektur, was „Dienen“ und „Anbetung“ betrifft, aber das „jumped“ wurde trotzdem weggelassen. Ich will es dann mal so einbauen:

    „Wirklich, wären die Glaubensmänner und Frauen der Bibel nicht vor Freude gesprungen, wenn sie Jehova so hätten anbeten können, wie wir heute?“

    Mir fehlt einfach der Ausdruck der Freude, der in der deutschen Übersetzung nicht spürbar ist.

    Danke und liebe Grüße
    Robin

  • Kadi@Alle
    August 3, 2010

    Hi,

    kein Ausrutscher. Der Film war von einem „Gegner“ auf seinem Kanal geladen, der hatte dann wahrsch. Probleme bekommen.

    Hier legal und offiziell:
    jw-archive.org/post/90507949903/june-2014-detroit-international-foreign-delegate#sthash.lT1jjDBK.AsnBDohf.dpbs

    Grüsse

  • Kadi@Alle
    August 3, 2010

    Tango-Stunden im Königreichssaal:
    jw-archive.org/post/65927349457/tango-lessons-in-the-kingdom-hall-in-argentina#sthash.DQhD7oDQ.R4jFv0cU.dpbs

  • andi
    August 3, 2010

    auf jwsurvey.org ist gestern ein Artikel über dieses Video erschienen, dass man sich auch immer noch auf youtube ansehen kann, jedenfalls am 08.07. um 11:00Uhr.
    Der Artikel bringt interessante Gedanken zum finanziellen Aspekt in bezug auf die „Delegierten“ dieser internationalen Kongresse.

    lg
    andi

  • andi
    August 3, 2010

    wenn ich berücksichtige, wie Tony Morris III. (Mitglied der LK) in dieser Rede über „tight pants“ (enge Hosen) wettert und ich annehme, dass dies in Abstimmung mit der Gesamt-LK geschah, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine solche Veranstaltung die Zustimmung dieses Gremiums findet.
    Der Link dazu: http://jwsurvey.org/cedars-blog/deluded-or-dangerous-my-thoughts-on-anthony-morris-iii-following-his-rome-visit.

    Ich muss Manfred und turtle zustimmen, denn die WTG und die einzelnen Versammlungen müssen an dem gemessen werden, was sie selbst von sich geben bzw. in den vergangenen Jahrzehnten gelehrt haben.
    Wenn bespw. schon das Putzen des Kgr-Saals als „heiliger Dienst“ bezeichnet wird, dann sollte es unter WTG-Maßstäben bestimmt unangemessen sein, weltliche Musik im Saal zu spielen.
    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich bin selbst Musiker und liebe die Musik sehr.
    Ich kann mich aber auch gut dran erinnern, dass ich als Neugetaufter meine komplette Musiksammlung durchforstet habe, und nicht wenige Platten vernichtet habe, was ich heute zutiefst bereue.
    In einer Versammlung wurden die Musiker für das Saalorchester von der Ältestenschaft ausgesucht und nicht nur auf ihre musikalischen Fähigkeiten geprüft, sie mussten natürlich auch theokratisch vorbildlich sein.
    Es wurde auch immer peinlichst drauf geguckt, wie der Saal genutzt wurde, darauf hat Manfred ja schon hingewiesen.
    Und noch eins: ich habe selbst früher öfter mit Brüdern gefeiert und Freude gehabt und dachte mir, dass ich in einer Gemeinschaft von Freunden sei.
    Diese Brüder gucken mich heute nicht mehr mit ihrem A… (sorry, aber darüber bin ich besonders sauer) an, geschweige denn grüßen mich auf der Straße.
    Warum: weil ich berechtigte Kritik an der Lehre und dem Gebaren der WTG geübt habe und meine Konsequenzen gezogen habe und ausgetreten bin.
    Das ist die Wahrheit hinter den schönen Bildern und dem tollen Spaß, den die Brüder offensichtlich bei dieser Veranstaltung haben.

    Gerade deswegen bin ich heute froh und glücklich, dieser Parallelwelt entkommen zu sein.

    Because I´m happy, Clap along if you feel like a room without a roof (Pharrell Williams).

    Grüße
    Andi

  • Michael
    August 3, 2010

    Hallo liebe Brüder u. Schwestern,auch bei mir hat das Video unterschiedliche Gefühle geweckt. Immerhin ist es eine Gabe Jehovas uns an Musik und Tanz zu erfreuen,bei den Israeliten wurden viele Gelegenheiten dazu genutzt,
    dazu gab es “ Haupberufliche Musiker u.Tänzer“.Hat Jehova oder Jesus in dieser Hinsicht neue Verhaltensweisen konstruiert,das diese Bedüfnisse heute nicht mehr ausgelebt werden dürfen?
    Sicherlich ist bei uns oder bei vielen immer noch der Gedanke vorhanden,der Königreichsaal wäre etwas ganz „Besonderes“!
    Und viele sehen an dieser Veranstaltung etwas anstößiges.
    Aber ist er das wirklich? Ist es in Wirklichkeit nicht ein Gebäude wie viele andere? Hat Jesus solche Gebäude in Auftrag gegeben?
    Um 2 o.3 in seinem Namen zu versammeln sind solche grossen Sääle nicht notwendig.
    Wäre der eine oder andere von uns anwesend gewesen,hätten wir uns nicht auch anstecken lassen,zumindest mitzuklatschen?
    Wir sollten uns von dem Gedanken verabschieden,nur die WT Ges. weiß, wie sich Christen zu verhalten hätten,dies steht nur Jehova und seinem Christus zu,und dazu gibt es in der Bibel,was Musik und Tanz betrifft keine Einschränkungen,jedoch “ alles zu seiner Zeit“ Eine schönen Tag und schönes WE wünscht Michael

  • Maximillian
    August 3, 2010

    Liebe Turtle und alle anderen,
    ich habe mir auch gerade das „unglaubliche ?“ Video angesehen.
    Ja, was soll man dazu sagen. Ich bin gespalten. Einerseits berührt es mich doch unangenehm wenn ich dies als eine Christliche Versammlung sehen soll.
    Doch anderseits finde ich es schön das unsere Brüder scheinbar doch noch ausgelassen feiern können.
    Hier kommt der Mensch zum Vorschein wenn man ihn raus lässt. Ich glaube nicht, dass unsere 7 alten Herren in Brooklyn das gerne sehen. Oder doch, sollte vielleicht nun doch ein „neuer Geist“ der Freude und Menschlichkeit unter das Volk Gottes einziehen???
    Schließlich konnten die alten Hebräer auch gut feiern, und Jesus selbst war sicherlich auch kein Trauerklos als er auf der Hochzeit zu Kanaan für Wein sorgte.
    Möchte man vielleicht auf diese Weise junge Leute erreichen? Wohl kaum.
    Ich kenne die Hintergründe dieser Willkommensfeier nicht. Kann mir eigentlich nur vorstellen, dass die Verantwortlichen Ältesten dies auf eigenes Risiko veranstaltet haben. Werden wahrscheinlich mächtig Ärger bekommen.
    Bevor wir hier auf BI jedoch den Daumen senken und diese Party verurteilen, denken wir daran das es sich hier bestimmt nicht um eine reguläre Versammlung handelt sondern um eine Feier, wenn auch im „Königreichssaal“.
    Also, ich finde diese Feier sympathisch und alle Achtung vor den Ältesten die den Mut hatten dies zu organisieren oder auch nur geduldet haben? weiß es nicht.
    Jedenfalls haben die Brüder eine ehrliche Freude gezeigt im Gegensatz zu den aufgesetzten Freuden die in den WTG Videos so immer rüberkommen.

    Liebe Grüße
    Max

  • turtle
    August 3, 2010

    Lieber Maximilian und alle anderen Mitleser,

    was mich bei diesem Video so entrüstet ist, dass auf der offiziellen homepage jehovaszeugen.de die Königreichssäle als „geheiligte Gebäude“ bezeichnet werden. Auf dem Video sieht man ab ca. der 10. Min.,wie Schwestern sich im Stil der „flowerpower“Zeit der 60er Jahre
    herrichten, mit Fransentuch, Sonnenbrille, Stirnreif. Ich habe diese
    Zeit als Kind in der Versammlung erlebt und weiß noch gut, wie extrem darauf geachtet wurde, dass ja der Rock nicht zu kurz ist und die Haare der Jungs nicht in die Nähe des Hemdkragens wachsen. Gymnasien hat man nur mit Rebellen und Drogensüchtigen in Verbindung gebracht. Als Zeuge Jehovas hat man nicht einmal ansatzweise darüber nachdenken dürfen, auf so eine Schule zu gehen.

    Bei mir kommen da sehr viele Erinnerungen hoch, ständig der erhobene Zeigefinger, sich ja von der Welt getrennt halten, bezüglich Musik, Kleidung, Lesestoff…Die Aufforderung genau auf Musiktexte zu achten und im Zweifelsfall zu vernichten (damals Schallplatten). Ständig wurde man vor Satan’s bösem System gewarnt.
    Dann entdecke ich vor etwa eineinhalb Jahren die subl. Bilder, will Auskunft darüber und keinen interessierts. Ich bin dann plötzlich diejenige, die Gründe sucht, die Versammlung zu verlassen.
    Was ich dann auch getan habe. Dieses kollektive Vergessen und nicht
    hinschauen wollen, das regt mich auf.

    Gegen Musik, Feiern und sich freuen habe ich nichts – im Gegenteil –
    ich merke, dass ich das erst noch lernen muß, klappt aber immer besser :).

    Grüße, turtle

  • Denker
    August 3, 2010

    hallo ,
    genau meine Gedanken das hast du gut beschrieben!

    der Denker

  • Esther
    August 3, 2010

    Hallo Turtle & Mitleser,
    Sind diese subliminal pictures heute noch zu sehen, oder war das nur zu – ich sag mal so – „Freimaurerzeiten“?
    Danke für Antworten!
    Grüße Esther

  • turtle@Esther
    August 3, 2010

    Hallo Esther,
    schau mal im Offenbarungsbuch, S. 52, die Hand, die nach dem Zepter greift – und in der Broschüre „Höre auf Gott“, S. 19, linker Unterarm
    des dunkelhäutigen Mannes. Auch die Seiten für Kinder auf jworg,
    sprechen eine deutliche Sprache, speziell die Comics.
    Grüße, turtle

  • Matthäus an Esther
    August 3, 2010

    ….oder du gibst bei Google ein: Zeugen Jehovas subliminale Bilder, das findest du unmengen an Hinweisen!

    Kennst du dieses Video? http://vimeo.com/19603168

    Hier ist genau diese Kralle zu sehen und ab Min. 18 erschütterndes!

    LG. Matthäus

  • f.alle
    August 3, 2010

    Widersprüchlich?

    WT 1.11.90
    Wir können uns an keiner Form neuzeitlichen Götzendienstes beteiligen — handle es sich um Gesten, durch die Bilder oder Symbole verehrt werden, oder darum, einer Person oder einer Organisation Rettung zuzuschreiben

    WT 15.9.93
    Wenn wir uns indes von Jehovas Organisation zurückziehen, können wir nirgendwo sonst Rettung erlangen und echte Freude finden.

  • Nachdenker an turtle
    August 3, 2010

    Hallo turtle,
    nettes Video. Du bist aber pingelig. Goenn dich den lieben Delegierten ihren Spass. Hauptsache ist doch das die einheimischen Versammlungen ordentlich fuer diesen Trip gespendet haben. Spass beiseite. Es ist unfassbar.
    Gruesse
    Nachdenker

  • f. turtle
    August 3, 2010

    und Hinweis aus selber Informationsquelle:

    Bruder der wahrscheinlich die Caleb- / Philip Filme macht: organistudios.com/about/

  • turtle
    August 3, 2010

    Liebe Schwestern und Brüder,

    ich habe gerade ein unglaubliches Video gesehen. Es zeigt eine Willkommensfeier für deutsche Delegierte anläßlich eines diesjährigen internationalen Kongresses. Der Veranstaltungsort ist ein Königreichssaal, das Programm – eine Liveband auf der Bühne, die Musik der 60er Jahre spielt, u. a. „Stand by me“…. (zu sehen ab der 5. Min.) Zum Schluß tanzt der ganze Saal.

    It’s Partytime!

    https://www.youtube.com/watch?v=WVs6_q7rqps&feature=em-subs_digest

    Der Hinweis auf dieses Video kommt von jwnet.

    Ich kann’s kaum glauben – macht einem richtig fertig, wenn man das sieht.

    Liebe Grüße, turtle

  • Manfred an Turtle
    August 3, 2010

    Lieber Turtle,

    ja, wirklich unglaublich. Auf einer Versammlungsfeier wäre das ja in Ordnung, aber in einem Königreichssaal der der Anbetung dienen soll??? Erinnert mich ein bisschen an die Begebenheit als Jesus im Tempel aufgeräumt hat. Wie würde der das wohl finden?

    Und wir sollen die Abtrünnigen sein….

    Liebe Grüße Manfred

  • heibea
    August 3, 2010

    Hei, Manfred, und an all die anderen,
    seid doch bitte nicht so engstirnig! Es ist doch schön, wenn man
    feiert und etwas Spaß dabei hat… Und im Saal, warum denn nicht?
    Ist auch nur ein Gebäude aus Stein!
    Die Brüder haben doch sonst kaum einen Grund zur Freude im Le-
    ben- fast alles, was Spass macht ist untersagt!
    Schade, ich habe selten Brüder so wahrgenommen wie in dem Video.
    Für mich persönlich ist ihnen die „Normalität“ auf diesem Gebiet
    leider abhanden gekommen- oder, sie fallen ins andere Extrem,
    weil sie nicht mehr mit Fröhlichkeit, Spaß, Feiern und Freude
    umgehen können!
    Ich wünsche mir jedenfalls mehr von denen, die auch mal etwas
    „Positives“ in dieser Weise auf die „Beine“ stellen und es dann
    auch genießen. Das macht das Leben ein „Stück“ leichter und
    schöner!
    In diesem Sinne hei-bea

  • Manfred
    August 3, 2010

    Liebe Heibea,

    ich denke halt nur noch daran, als bei uns vorgelesen wurde, für was ein Königreichssaal gebraucht werden darf und für was nicht. Unter anderem wurde da erwähnt, dass ein KRS nur in besonderen Fällen für eine Hochzeit verwendet werden darf. Die Ältesten müssen das vorher genehmigen. Bist Du keine „Leuchte“ im Sinne der Orga, dann darfst Du auch nicht im Saal heiraten. Wenn eine Heirat erlaubt ist, dann sollte auch nur eine bestimmte Art von Musik gespielt werden. Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Musik aus dem Video dazu gehörte.

    Ich habe nichts dagegen wenn man sich freut, im Gegenteil ich befürworte das. Doch der eigene Anspruch der Zeugen ist eigentlich ein anderer und irgendwie erinnert mich das an: Wasser predigen aber selbst Wein trinken.

    Oder wies ein Politiker sagen würde: Was schert mich mein Geschwätz von Gestern!

    In diesem Sinne wünsche ich einen schönen sonnigen Tag.

    Manfred

  • hansi
    August 3, 2010

    lieber manfred.
    warum so überkritisch? warum so hart?.
    jesus hätte mitgesungen und sich sehr gefreut ,denken wir nur an die hochzeitfeier wo er wasser zu wein verwandelte,für deine kritik besteht absulut kein grund.was sagt die bibel freut euch mit den freuenden lacht mit den lachenden.

    applaus an die brüder und schwesten tolles programm einfach klasse was ihr geboten habt.lg hansi.

  • turtle@hansi
    August 3, 2010

    Findest Du es auch klasse, dass man andere Religionen verurteilt, weil sie z. B. ein besonderes Programm für Jugendliche gestalten und dann das Kirchengebäude „mißbrauchen“?, wenn man ständig lehrt, dass Jehovas Zeugen anders sind, die wahren Christen sind?
    Soll ich es vielleicht klasse finden, wenn meine Eltern, Geschwister und ehemalge „Freunde“ aufgefordert weden, mich als einen Satanshelfer zu betrachten, weil ich auf Widersprüche in den Sonderlehren der Zeugen Jehovas gstoßen bin und micht nicht wie die drei Affen verhalten habe?
    Im Königreichssaal wird Musik der 60er Jahre (Freie Liebe, Rebellion)gespielt und dazu getanzt und Sonntags im Wachtturmstudium wird von wahren Christen genau das Gegenteil gefordert wird – wenn man da nicht schizophren wird.

    Ich finds nur klasse, dass ich das erkannt und gegangen bin.

  • hansi
    August 3, 2010

    hallo turtle.
    natürlich finde ich es nicht gut ehemalige als satanshelfer zu bezeichnen ,ich möchte jetzt nicht in die tiefe gehen in vielen kommentaren habe ich mich geäusert über denn gemeinschaftsausschluss,dabei möchte ich es belassen.
    du solltest nicht äpfel mit birnen verwechseln,oder anders aussgedrückt mehr unterscheiden unterscheidungsvermögen wäre hier sicher angebracht.
    erkläre mir bitte was daran anstössig war ,ich jedenfalls konnte nichts ausgewöhnliches oder unanständiges feststellen .
    musik,tanz,freude alles eine gabe jehovas,also nicht alles schwarz machen was weiss ist.lg hansi.

  • vie ratée
    August 3, 2010

    Meines Wissens war das ein Lückenfüller zwischen dem Programm das organisiert wurde, für die Deutschen-Delegierten.

    Ganz ehrlich – ich finds Klasse! Ja, es ist so ziemlich das einzige seit über einem Jahr was innerhalb einer Versammlungsstätte statt gefunden hat, wofür ich applaudiere.

    Mir tun nur die Brüder leid, die das ausbaden dürfen. Dafür müssen garantiert ein Paar den Hut nehmen.

    Das hat endlich mal nichts mit: Wie viele Stunden warst du diesen Monat denn schon im Dienst? Hast du diesen Monat auch schon großzügig gespendet? Du bist unregelmäßig da, also beachte ich dich nicht! Dein Bart ist zu lang, dein Rock zu kurz etc. zu tun.

    Was man auf dem Video sieht, ist einfach nur Freude – am gemeinsamen zusammen sein. Freude & Liebe untereinander ganz gleich welcher Nationalität. So sollte das doch unter Brüder & Schwestern sein..

    Wegen mir, könnte gerne das stupide WT-Studium und Nachgebete des bereits vorgelesenen durch ein gemeinsames fröhliches, unbekümmertes Beieinander, fröhlichem herum Gehopse der Kinder – zu welcher Musik auch immer, ersetzt werden!

    (Es haben sich ausreichend Leute auf dieser Seite darüber beschwert, dass Kinder stundenlang stillsitzen müßen – auch ich finde das ein Unding)

    Wenn dann auch noch das Geld-, und Machtgierige ein Ende hätte. Und die großen 8 den Ar… in der Hose hätten, zu Ihren Fehlern und Fehlinterpretationen zu stehen. Und jedem ein eigenes Gewissen zustehen würden. Wäre das ein toller Schritt in die richtige Richtung. Aber so ziemlich unwahrscheinlich und gleich zu setzen mit einem Weltwunder.

    Alle Daumen hoch für diese Brüder&Schwestern!!!

  • Esther
    August 3, 2010

    Ich bin fast vom Stuhl gefallen. Die deutschen Delegierten haben bestimmt geglaubt, sich in der Tür geirrt zu haben haha. Es wirkt schon bisschen schizophren, das stimmt. Aber zum ersten Mal sehe ich ZJ, die fröhlich und ausgelassen tanzen und Freude ausstrahlen. Ich finde das super, würde für einen guten Gospelchor auch in eine Kirche gehen. Trotzdem wirkt dieser Film auch sehr befremdlich. Da sieht man mal, was das Leben hinter den Mauern der ZJ aus einem Macht und dass man Manches nie los wird. Ich wünschte, mehr dieser Menschen würden wieder ihre Lebensfreude finden.
    Grüße aus Bayern, Esther

  • Pit
    August 3, 2010

    da steht in meiner schlachterbibel in 1 kor.13:8
    die liebe hört niemals auf (liebe, beim sklaven unterbewertet, leistung zählt). aber seien es WEISSAGUNGEN, sie werden weggetan (gegenteil von den weissagungen des sklaven), seien es sprachen (zungen) sie werden aufhören (gegenteil zu den evangelikalen), sei es ERKENNTNIS (sklave sagt: fortwährend erkenntis aufnehmen!), sie wird weggetan werden.
    deshalb sagte auch unser Herr: wie viel schwerer wird es für die sein, die mich nicht sehen.
    und: es werden viele falsche propheten….
    mein fazit: keine angst vor falschen propheten.
    und mein 2. fazit: wir leben seit 2000 jahren in einer finsteren zeit. von erkenntnis keine spur. jeder sagt was anderes. da kann man nur noch nach dem Herrn selbst gehen.
    denn die liebe vergeht nie.

  • Mein Name
    August 3, 2010

    RE: „Neues Licht“ betreffs Apg 17, 11 „wie die Beröer sein“

    Schon oft wurde hier und anderswo erläutert, wie sehr die WTG allen Nicht-JZ nahelegt, wie die Beröer zu sein und ihre Glaubenslehren im Lichte der Bibel zu prüfen mit dem Ziel, zu erkennen, wie falsch sie bisher lagen, und eine Kurskorrektur im Sinne der WTG vorzunehmen, um JZ zu werden. Uns JZ hingegen ist es „strengstens verboten“, wie die Beröer zu sein und das Prinzip „Prüfen der eigenen Glaubenslehren im Lichte des Wortes Gottes“ auch auf unsere eigene – JZ –Theologie anzuwenden, sondern wir müssen kritik- und vorbehaltloslos alles akzeptieren und abnicken, was uns seitens unserer „irdischen Leitung“ (WTG/LK) als „geistige Speise“ verordnet und verabreicht wird. Schon die bloße Idee, WTG-Lehren auf bibl. Grundlage zu hinterfragen wird als Apostasie geoutet, als „freches Anzweifeln der Autorität des allwissenden Sklaven“.

    Man beachte den neuesten WTG-Winkelzug betreffs Apg 17, 11 aus den letzten WT-„Studien“-Artikel (man bemerke: Ich bin „voll im Tritt“ mit den „neuesten Offenbarungen“ der WT-Org.):

    w13 15. April S. 10 Abs. 16:

    In Beröa . . . lebten Juden, die „täglich in den Schriften sorgfältig forschten“. Als Paulus ihnen die gute Botschaft predigte, verglichen sie das, was er sagte, mit dem, was sie aus Gottes Wort wußten. (Zitatende)

    Aha. Laut WTG verglichen sie also Pauli Verkündigung nicht mit den Schriften, sondern MIT DEM, WAS SIE AUS GOTTES WORT WUSSTEN. Im engl. WT heißt es „they compared his words WITH THEIR KNOWLEDGE OF THE SCRIPTURES“ (= sie verglichen seine Worte mit ihrer Kenntnis aus den Schriften). Das ist eine raffinierte Verdrehung. Hier wird verschleiert, daß die Heiligen Schriften als Erkenntnisquelle und Beurteilungsmaßstab verwendet wurden; der WT behauptet, daß das Evangelium mit „unvollkommener menschlicher Erkenntnis“ (mit vorgefaßter Meinung, die es zu korrigieren galt) verglichen wurde, was uns – die unbedarften Leser – auf den „richtigen“ WTG-konformen Verständnispfad lenken soll: Diese Juden hatten ja – konnten gar nicht! – die „richtige Erkenntnis“ haben und mußten sich ändern. Sie benötigten ein Heimbibelstudium.

    Die WTG insinuiert hier in ihrer Anwendung von Apg 17, 11 auf die heutige Zeit, daß Nicht-JZ automatisch und a priori nicht die „richtige Bibel-Erkenntnis“ besitzen und deshalb „im Dunkeln“ sind und eine Kurskorrektur vornehmen müssen, wir JZ hingegen – da wir ja von der LK mit „wahrer Gotteserkenntnis“ ausgestattet sind, keinerlei Erkenntnisprüfung mehr im Lichte des Wortes Gottes vorzunehmen haben UND DÜRFEN.

    Nur: So steht es nicht in der Bibel. In keiner Übersetzung steht „sie untersuchten täglich, wie Pauli Worte mit IHRER ERKENNTNIS aus den Schriften übereinstimmte“. Es heißt doch ganz klar und für jedermann, der des Lesens mächtig ist, deutlich: „Sie untersuchten täglich DIE SCHRIFTEN, ob dies sich so verhielte.“ Nichts da von einem „Vergleichen mit DEM EIGENEN (unvollkommmenen) WISSEN.“ DIE SCHRIFTEN – das inspirierte Wort Gottes – ist der Absolutmaßstab, und wenn Paulus ihnen mit irgend etwas gekommen wäre, was nicht durch die SCHRIFTEN gestützt gewesen wäre, dann hätte er predigen können, solange er gewollt hätte – sie hätten seine Botschaft nie akzeptiert. Genau hier fährt die WTG-Sklavenlogik voll gegen die Wand, und zwar in doppelter Hinsicht: Obgleich Paulus inspiriert war, mußten die Menschen damals seine INSPIRIERTE Botschaft mit Gottes Wort prüfen. Die WTG-LK ist nicht inspiriert, und wir JZ sollen/dürfen ihre uninspirierten Äußerungen nicht prüfen, da – so wird uns eingeredet – wir die WTG-Lehre ja bereits anläßlich unseres Bibel-„Studiums“ geprüft und für gut befunden haben, und sich damit weitere Prüfungen erübrigen, ja sogar mit Apostasie gleichzusetzen sind.

    Auch hier – wieder mal – geht die WTG/der uninspirierte „Sklave“ – über das hinaus, was geschrieben steht und fügt dem Worte Gottes Dinge hinzu, die dort nicht ausgesagt sind. Oder, um es mit Petrus zu sagen:

    „In [den Schriften] ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten VERDREHEN.“

    Auch dies erhellt das Thema „Unsere Org. – ein Ebenbild der Christenversammlung?“ Wären wir das, so würde unsere „irdische Leitung“ nicht so vehement dagegen angehen, daß auch wir JZ weiterhin das tun, wofür die Beröer lobend erwähnt werden: Unsere eigenen Lehren in Lichte des Wortes Gottes beurteilen.

  • Neoveritas an „Mein Name“
    August 3, 2010

    Hallo „Mein Name“,

    deiner Analyse kann ich voll und ganz zustimmen. Die LK hat sich, durch verschiedene Fehlentwicklungen in der Vergangenheit, zu einer übermächtigen Kontrollinstanz erhoben, die ihr absolut nicht zusteht. Sie trnszendiert irgendwo im Zwischenbereich zwischen Himmel und Erde und ist jeder kritischen Auseinandersetzung entrückt. Aber was können wir daraus für uns ableiten? Ich denke da an die Generation von 1914! Meine inzwischen verstorbenen Eltern, beide ZJ haben fest an dieser Lehre festgehalten. Ich selbst wurde in dem Glauben groß, in diesem System nicht mehr alt zu werde und sterben zu müssen.
    So wie mir ist es vielen Anderen auf der Welt ergangen. Versprechungen, die sich am Ende als falsch herausgestellt haben. Die Realisierung vielleicht doch noch alt zu werden und in diesem System zu sterben, bereitet mir sehr viel Unbehagen. Die LK hat dieses Thema wie ein Verstärker benutzt, um immer wieder Linie in das Fußvolk zu bringen. Nun, allmählich werden viele wach und kritisch gegenüber solchen Aussagen.
    Religionssysteme sind immer auch Menschenwerk. Dieser Tatsache können wir nicht entgehen. Solange wir nicht die absolute Sicherheit habe, dass Jehova dieses Werk leitet, müssen wir hinterfragen, forschen und unseren Verstand einschalten.
    Moses und die alten Patriarchen hatten es leichter. Sie sahen die Wunder und sprachen mit Gott. Auch die ersten Christen konnten sich dieser Dinge sicher sein, solange noch die Apostel unter ihnen lebten und Wunder bewirkten. All diese Dinge haben wir heute nicht mehr. Die Bibel aber sehr wohl. Und sie muß letztendlich der Maßstab bleiben; nicht aber die vergänglichen Spekulationen einer LK in Brooklyn.

    Viele Grüße von Neoveritas

  • M.
    August 3, 2010

    Wird das aktuelle Amtsblatt irgendwelche besonderen Auswirkungen haben?
    jehovaszeugen.de/uploads/media/Amtsblatt_2013_Nr__2.pdf

  • Anna an Mein Name
    August 3, 2010

    Hallo liebe(r) „Mein Name“,

    fleißig beschäftigst du dich schon mit dem Juli-Studien-WT. Du hast in deinem Kommentar unter anderem angeführt, was Jesus gemäß Johannes 6:45 aus Jesaja zitiert hat. Die Hoffnung für alle drückt Jesu Worte wie folgt aus:

    Johannes 6
    44 Keiner kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir bringt. Und alle diese Menschen, die er mir gibt, will ich am letzten Tag zum Leben erwecken.
    45 Bei den Propheten heißt es: ‚Alle werden von Gott lernen!‘ Wer also auf den Vater hört und von ihm lernt, der kommt zu mir.

    Ich bin der Überzeugung, dass dieser Bibeltext nicht nur für die Gesalbten sondern für ALLE Menschen gilt die vom Vater gezogen werden.

    Sonst hätte sich Jesus doch anders ausgedrückt. Mir gefällt wirklich sehr gut dass ich von Gott lernen kann und auch hierfür seinen Geist bekomme.

    Zur LK die ihrer Meinung nach ALLEIN dafür zuständig ist göttliches Licht zu empfangen darf man allerdings die 2/3-Regelung nicht außer Acht lassen. Weil ja oft nur zwei Drittel Licht bekommen. Die anderen 2 oder 3 Mitglieder der LK müssen dann im Schatten bleiben 😉 .

    Herzliche Grüße an alle und gute Gedanken mit viel Geist von oben wünscht
    Anna

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Guten Tag Anna,

    Du hast sicherlich recht, was die Frage „nur Gesalbte, oder alle Menschen“ betrifft. Doch mir ging es eigentlich nur darum, aufzuzeigen, wie unhaltbar das WTG-Lehrgebäude bereits innerhalb seiner eigenen Grenzen ist. Selbst wenn man bei der „Gesalbten/Gr. Volksmenge“-Teilung bleibt: Die WTG spaltet ja jetzt sogar die „Gesalbten“ in 2 Gruppen auf, von denen die eine Minigruppe von derzeit 8 Leutchen Gottes Sprachrohr sein soll, die restlichen derzeit 12000 aber die Klappe zu halten haben (sie „haben mit der Austeilung der gst. Speise NICHTS ZU TUN“). Den 2/3-Mehrheitsaspekt lasse ich hier mal ganz außen vor. Hier haben wir – wieder einmal – einen Fall von „über das hinausgehen, was geschrieben steht“, denn laut Jeremia (und Jesus) ist ein jeder, der im neuen Bund ist, von Gott belehrt und muß nicht von seinem Bruder belehrt werden. Aber dieses „Zerspalten/Zerfletschern/Auseinanderreißen“ ist ja beste WTG-Tradition. Siehe die neue WT-Generationenlehre (Gen. besteht aus 2 Teilen, einem alten und einem jungen). Oder das willkürliche Auseinanderdividieren der Endzeitrede in Teile, die sich nur früher, andere Teile, die sich nur heute, wieder andere Teile, die sich sowohl früher als auch heute erfüllt haben sollen etc.

    Der Juli-WT wird bereits heftigst in diversen Foren auseinandergenommen, da bin ich nicht der Erste. Ich glaube, mit dieser Neuoffenbarung hat sich die WTG sehr heftig ins Bein geschossen, so anmaßend, wie das ist. Das dürfte viele weitere aufwecken. Recht interessant ist auch die Tatsache, daß anläßlich der Vorstellung des neuen Sklaven-Jünglings kein Geburtsdatum angegeben wird. Ist das nicht Teil jeder Biographie, egal ob kurz oder lang? Mir ist allerdings zugekommen, er soll 48 sein. Im Lichte der neuen WT-Generationenlehre hat sich die WTG ja damit locker über die kommenden 30 Jahre gerettet.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu den 2 Gruppen von Gesalbten, eine die Speise zubereitet und austeilt und die anderen 12.000 (die noch mehr werden), die sie empfangen und zu akzeptieren haben, gibt es einen interessanten Bibelvers der dieser verdrehten Ansicht klar widerspricht! 1.Joh. 2:27 !!!

    Johannes als Gesalbter schrieb unter Inspiration:
    „Ihr braucht keine anderen Lehrer, der heilige Geist ist euer Lehrer!“

    Er fügt dann noch hinzu, was euch Gottes Geist lehrt ist wahr und so bleibt ihr bei Christus!
    Und wenn man dann noch die Warnung des Paulus an den Titus hier mit einfließen lässt wird klar was jene
    selbstherrlichen Männer der LK sind! Im Kap. 1 Vers 10 schreibt Paulus:

    „Den es gibt Männer die dem Wort Gottes (Siehe obigen Bibelvers) nicht gehorchen wollen, Männer die unnützes Zeug daherreden und dadurch andere in die Irre führen!“

    Darüber sollte jeder nachdenken der diesen Lehrern vertraut und ihnen seine Dienste erweist (siehe den neuen Artikel „Die Frucht des Glaubens“ der hervorragend die Gefahr eines auf falscher Grundlage beruhenden Glaubens auf den Punkt bringt.

    Und nebenbei bemerkt dürfte Jesu Aussage ebenso die Vermessenheit der LK ins rechte Licht rücken, er sagte
    Ihr alle seid Brüder, nur einer ist euere Lehrer oder Führer! Jesus wird zur rechten Zeit diesen untreuen Sklaven zur Verantwortung ziehen. Gut wenn wir dann unseren Glauben nicht auf die Organisation aufgebaut haben. Dieser Zusammenbruch wird gewaltig sein.

    Sollte da immer noch zuwenig an biblischen Argumenten sein, dann lies
    die Verse an Timotheus 1. Brief Kap. 6:20,21

    Lg. Matthäus

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Mir scheint, was sich derzeit betreffs der WTG und ihres selbsternannten ZKs abspielt, wird durch Pauli Aussagen über den „Menschen der Gesetzlosigkeit“ (2 Thessalonicher 2 v 4) abgedeckt:

    „…er setzt sich in den Tempel Gottes und erklärt sich selbst zum Gott.“

    Hier nur 3 von Dutzenden (Hunderten) von Belegen, die ganz klar zeigen, wie das WTG-ZK sich und seine uninspirierten Äußerungen mit dem Worte Gottes gleichsetzt:

    w12 1. 8. S. 28/6

    Bruder Jackson riet den Studenten, ein feines Gespür dafür zu entwickeln, welche Anweisungen Jehova durch seinen heiligen Geist, sein Wort und durch seine Organisation gibt.

    w05 1. 9. S. 22/17

    Die einzige zuverlässige Anleitung für unsere Schritte ist die geistige Anleitung durch Jehovas Wort, durch seinen Geist und durch seine Organisation.

    w02 1. 7. S. 21/1

    Umso mehr sollten wir daher dem unsere volle Aufmerksamkeit schenken, was uns Jehova durch sein Wort, die Bibel, und durch den „treuen und verständigen Sklaven“ sagt oder „verordnet“.

    Usw.

    Man beachte immer wieder die gleiche wiederkehrende Aufzählung und Gleichsetzung:

    Gott spricht zu uns durch …

    – sein Wort
    – seinen Geist
    – seine Organisation

    Wieder und wieder wird dies einer unkritischen Leserschaft eingetrichtert und eingehämmert, wie ein Mantra, wie eine Beschwörungsformel (Wort&Geist&Org, Wort&Geist&Org, Wort&Geist&Org, …), so daß es jedem, der dies nicht klar sehend durchschaut, es völlig selbstverständlich ist – da durch die Masse der Wiederholungen ins Gehirn eingebrannt – , daß uninspirierte und sich ständig wandelnde WTG-Org-Aussagen direkt von Gott kommen. Das wird gar nicht hinterfragt. Dies wird nicht GEWAGT, denn Org-Aussagen in Frage zu stellen hieße Gott in Frage zu stellen.

    Wie tollkühn, wie größenwahnsinnig müssen Menschen sein, die allen Ernstes von sich behaupten, ihre uninspirierten Äußerungen stünden auf gleicher Stufe mit Gottes eigenem Wort bzw. Gottes Heiligem Geist? Welche Chuzpe ist nötig, um von Millionen Menschen weltweit allen Ernstes zu verlangen, seine eigenen nichtinspirierten unvollkommenen Aussagen als göttliches Gebot zu betrachten und danach zu leben?

    Für mich erfüllt sich damit der Tatbestand, daß sich die WTG-Org – vertreten durch ihr derzeit 8-köpfiges ZK – an Gottes Stelle setzt und sich selbst zum Gott erklärt. Daraus folgt dann aber auch messerscharf, daß dieser selbsternannte „Sklave“ zum „Menschen der Gesetzlosigkeit“ zählt. Er, der immer so lautstark mit dem Finger auf andere zeigt, auf die „anderen bösen Kirchen“, ist selbst Teil derjenigen Entität, deren Bestrafung und „Vernichtung“ er so sehnsüchtig erwartet.

  • B.
    August 3, 2010

    „We must seek to be genuine Christians in every sense of the word. Does that mean we have to join a church organization in Christendom? Ask yourself now, Did Christ Jesus, who set our example and told us to follow his example to gain life, join any church organization in his day? No, God does not require us to do that; but he requires us to worship him, to preach the good news of the Kingdom, to be Christians, to follow the example Jesus set, living in unalterable devotion to Jehovah God; to praise God and respect his supremacy, to resist all efforts to turn us from decency and to endure in faith. We have the Bible to show us the right way. Certainly it is not necessary for a person to become a member of a church to gain everlasting life.—John 3:16-18; 17:3.“
    (w53 3/1 p. 143 pars. 10-14 Integrity Leads to Life)

    in etwa:
    Wir müssen uns bemühen, echte Christen in jedem Sinn des Wortes zu sein. Bedeutet das, dass wir uns einer Kirchenorganisation im Christentum anschließen müssen? Fragen Sie sich jetzt, Tat Christ Jesus, der führte unser Beispiel an und sagte uns, seinem Beispiel zu folgen, um Leben zu gewinnen, sich irgendwelcher Kirchenorganisation in seinen Tagen anzuschließen? Nein, Gott verlangt nicht, dass wir das tun; aber er verlangt, dass wir ihn anbeten, die guten Nachrichten über das Königreich zu predigen, Christen zu sein, dem Beispiel Satz von Jesus zu folgen, in der unveränderlichen Hingabe dem Jehova-Gott lebend; Gott zu loben und seine Überlegenheit zu respektieren, allen Anstrengungen zu widerstehen, uns vom Takt zu drehen und im Glauben anzudauern. Wir haben die Bibel, um uns den richtigen Weg zu zeigen. Sicher ist das für eine Person nicht notwendig, ein Mitglied einer Kirche zu werden, um ewiges Leben zu gewinnen.-John 3:16-18; 17:3. (WT 1953)

  • B.
    August 3, 2010

    Ist euch was beim wt-studium heute aufgefallen?

    Absatz 18 zweiter Satz im Vergleich zu Absatz 19, 1. Satz.

    Wem fällt was auf???

  • Jade
    August 3, 2010

    Kläre uns bitte auf, oder zitiere die entsprechenden Sätze im WT.
    Nicht jede(r)hier hat den passenden WT zur Hand.

    LG Jade

  • B.
    August 3, 2010

    „Genau das versprach er gesalbten Christen, die zum neuen Bund gehören: „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. …
    Egal, ob uns der neue Bund im Himmel oder auf der Erde zugutekommen wird, wir alle sollten den innigen Wunsch haben, Jehova zu erkennen und zz seinem Volk zu gehören.“

  • Jade
    August 3, 2010

    Entweder es geht um die Gewißheit zum neuen Bund zu gehören, oder geht es „nur“ um den Wunsch?
    Ich bin mir nicht sicher.
    Was meinst du dazu?

    Lg Jade

  • B. an Jade
    August 3, 2010

    Mea culpa Jade!

    Der Satz war „Ob uns der NEUE Bund IM HIMMEL ODER AUF DER ERDE zugutekommen wird,“ —

    Mein erstes Verständnis war: Es sind (plötzlich??) ALLE im NEUEN Bund, nur wissen wir nicht OB ALLE IM HIMMEL ODER AUF DER ERDE SEIN WERDEN.

    ABER! man kann es auch so verstehen, wie es hier wirklich gemeint ist (und jemand mich jetzt korrigieren musste…), nämlich: Der neue Bund kommt jedem ZUGUTE, ob DENJENIGEN im Himmel oder auf der Erde.

    „Zugutekommen“ oder „an welchem Ort ist er und wer ist dabei“ = Unterschied! — Entschuldige.

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Was mir hier in Lichte des Verweises auf Jeremia 31 in den Sinn gekommen ist (und das zielt bereits auf das „revolutionäre Neuverständnis“, das „neue Licht“ des WT vom 15.7.13 betreffs des „treuen und vstnd. Sklaven“ ab) ist folgendes: Die WTG behauptet nun, nur die „geistgesalbten“ 8 Männer in den weichen Polstersesseln des erlauchten obersten Zentralkomitees (ZK) seien die Sprachrohre Gottes – alle anderen noch auf der Erde befindlichen verstreuten „Gesalbten“ hätten nichts mit dem „Sklaven“zu tun und hätten demnach nichts zu melden.

    Hier ist, was Gott selbst gemäß Jeremia 31 v 34 offenbarte; ich zitiere aus der NWÜ:

    „Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: Erkennt Jehova!, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“

    Aha. Hier heißt es VON JEDEM EINZELNEN der im Neuen Bund befindlichen (gemäß WTG die „Gesalbten“), er „erkenne“ Gott – KEINER WIRD MEHR SEINEN BRUDER LEHREN, da dieser ebenfalls von Gott belehrt wurde.

    Man beachte nun, in welch krassem Widerspruch hierzu das steht, was das WTG-ZK als neue Wahrheit („neues Licht“) verkündet:

    Siehe w 15. Juni 2013 S. 22 Abs. 9 und 10 – Zitat:

    „Es gibt geistgesalbte Brüder, die in einer Versammlung als Dienstamtgehilfen oder Alteste dienen. Sie lehren im Predigtdienst und in ihrer Versammlung und halten sich loyal an die Anleitung aus der Weltzentrale. Mit dem Austeilen geistiger Speise an die weltweite Bruderschaft haben sie jedoch nichts zu tun. (!)

    … handelt es sich um eine kleine Gruppe geistgesalbter Brüder, die während der Gegenwart Christi federführend darin sind, die geistige Speise vorzubereiten und auszuteilen. Während der gesamten „letzten Tage“ haben die gesalbten Brüder, die den treuen Sklaven bilden, gemeinsam in der Weltzentrale gedient. In den letzten Jahrzehnten ist der Sklave eng mit der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas in Verbindung gebracht worden.

    S. 23 Abs. 13:

    Wer sind nun die Hausknechte? Einfach ausgedrückt: Alle, die mit geistiger Speise versorgt werden. In der Anfangszeitder „letzten Tage“ waren alle Hausknechte geistgesalbte Christen. Im Lauf der Zeit kam zu den Hausknechten auch die große Volksmenge „anderer Schafe“ hinzu. Beiden Gruppenkommt die gleiche zeitgerechte geistige Speise zugute, die der treue Sklave austeilt.

    (Zitatende)

    Man beachte: Laut aktueller WTG-Lehre empfängt NUR DER LK- (ZK-) FÜHRUNGSZIRKEL der derzeit 8 Oberbosse göttliches Licht – alle anderen Gesalbten nicht.

    Laut Gottes eigenem Wort jedoch ist JEDER der „Gesalbten“ von Gott belehrt, und muß nicht von irgendwelchen auserlesenen Mitgesalbten belehrt werden.

    Mir scheint, Ignoranz, Anmaßung, Arroganz und Größenwahn des letztens stark verjüngten WTG-ZK allerobersten Klerus gehen derzeit durch die Decke, einhergehend mit krasser Falschauslegung des inspirierten Wortes Gottes. Auch hier wieder wird die im Thema dieses Fadens gestellte Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet.

  • Birds
    August 3, 2010

    Lieber Bruder B.

    Als ich heute diesen Artikel gelesen habe, und speziell den Vers 18,19 kam mir der Gedanke, das nicht jeder Zeuge Jehovas automatisch Jehova und Jesus erkannt hat. Der Schreiber möchte anscheinend den Leser zum Nachdenken anregen wie wichtig das erkennen ist. Ich bin mir Sicher das durch den Geist jemand angesprochen wird der es hören will, oder die Zeit reif ist. So wird meiner Meinung auch innerhalb der Versammlung geholfen. Mich wundert nur das hier nicht Joh 17:3 nicht angeführt wird. Bzw im ganzen Artikel nicht. ZITAT:Johannes 17:3 SCH2000

    Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
    Dann hätte aber die Studienbibel mit der Fußnote zitiert werden müssen. Das wäre aber zu riskannt gewesen.
    Mit diesem Artikel kann man jetzt sehr schön auf diesen Vers hin zeigen. Ich bin mir Sicher das Jesus als Haupt auch so versucht seine Schafe zu finden..
    Glg
    Die Birds

  • B. an Birds
    August 3, 2010

    sehr guter Punkt!

  • verwundet
    August 3, 2010

    Lieber B.,

    Meinst Du, – daß im Gegensatz zum nächsten Absatz, – in dem ersten Teil
    behauptet wird, daß nur die 144.000 zum neuen Bund gehören?

    liebe Grüße,
    Sarai

  • Michael 2
    August 3, 2010

    verwundet Eingereicht am 09.05.2013 um 22:08 | Als Antwort auf Anna an verwundet.
    Hallo Sarie,
    haben deinen Kommentar hier unter Michael 2 gepostet.
    Gruß
    Bruderinfo

    =====================================================================
    Liebe Anna,
    vielen lieben Dank, dass Du mich nach meinen schlechten Erfahrungen
trösten wolltest – witzigerweise ist seit Sonntag mit mir etwas im
Gange; es fühlt sich an wie Frieden, Zuversicht und Mut, auch GLÜCK.
    Dinge, die ich eigentlich nicht einmal vorher so richtig empfunden
hatte.
    Ich kann irgendwie über diese Entwicklung nur staunen :-O
    Es ist plötzlich gar nicht mehr wichtig, es liegt nun HINTER mir, ich
will es nun gar nicht mehr aufwärmen oder daran denken – all mein Schmerz ist einem neuen Glück gewichen – es ist, als würde mich jemand
Vertrautes an der Hand halten und mit mir in die Zukunft gehen
    Es ist alles noch ganz neu für mich und ich weiss noch viel zu wenig,
aber ich fühle mich aufeinmal nicht mehr alleine, nicht hier auf diesen Seiten und nicht in meinem neuen Leben – obwohl ich real gesehen, niemand Sichtbaren um mich habe…
    Nur manchmal blitzt in mir noch als Flashlight ein bisschen Zorn auf, aber ich denke, wenn ich alles wirklich bis ins kleinste Detail vergeben habe, dann werde ich komplett FREI SEIN
    Vielen Dank, liebe Anna, auch für Deine wundervollen Kommentare und die liebevolle Nachricht an mich – ebenso möchte ich Dennis, Sascha, Manfred, Achim, Alois, Matthäus, Genofeva Widmann, Johnny und all den anderen danken, die mir lieb zugeredet haben – ich bin dann immer ganz
platt und weiss nicht, was ich darauf antworten soll
    Hab Euch alle lieb,
    Sarai

  • Sascha
    August 3, 2010

    Liebe Schwester Sarai,

    genauso gerne lesen wir deine Kommentare. Sie kommen immer aus dem Herzen, und das tut uns allen sehr gut… 🙂

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für euch alle
    Sascha

  • Mein Name
    August 3, 2010

    (Dies ist die Fortführung des unter „Umfrage“ begonnen Fadens. Scheinbar kann man dort nicht ohne technische Schwierigkeiten posten, deshalb versuche ich das jetzt hier.)

    Herzlichen Dank für Eure Antworten.

    @ Edelmuth vom 25.4.13 „Vor ca. 2000 Jahren gab es ein gotthingegebenes Volk, die Israeliten. Wurde jemand durch seine Mitgliedschaft gerettet? Keiner!“

    Dazu fallen mir die Gibeoniter ein, siehe Richter 9. Obgleich die Israeliten sie einen Kopf kürzer machen wollten, sagte der Allmächtige nein. Hier waren also Menschen, die nicht zum damals „auserwählten Volk“ gehörten, und dennoch hielt der Herr seine schützende Hand über sie, weil auch sie sich – unabhängig vom damaligen Bundesvolk – an ihn gewandt hatten und um Errettung baten. Also damals schon gab es für „Außenstehende“ – obgleich sie zu den „verruchten, der Vernichtung geweihten Kanaaniter“ gehörten, die Möglichkeit der Errettung.

    Also gilt hier: Nicht nur 1 Weg führte nach Rom. „Böse“ Kanaaniter wurden gerettet, aber (später) wurde das „gute“ Bundesvolk selbst verworfen. Deshalb kann ich Edelmuth nur beipflichten. Was damals mehr Gewicht als bloße Volks- und damit „Religions“zugehörigkeit hatte, war, ob jemand diesen „direkten Draht“ zum wahren Gott hatte, wie die Gibeoniter ihn offensichtlich hatten. Von den „Heidinnen“ Rahab, Ruth, … ganz zu schweigen.

    Der Gedanke, daß es von 33 u.Z. bis 1914 von Gott anerkannte Christen gegeben haben muß, obwohl es während dieser Zeitspanne keinerlei „organisierte Gemeinschaft“ gab, erscheint sehr „bestechend.“ Zum Teil waren es gerade während dieser Zeit sehr viele „Einzelne“, die im Dienst an Gott und Christus ihren Mann gestanden haben; man denke nur an Hus, Wyclyff, Tyndale, auch Luther (trotz dessen ihm „angelastete“ Unvollkommenheiten, aber wer ist schon fehlerfrei?), u.v.a.

    @ Edelmuth vom 3.5.13 „Paulus wurde nicht von der Christengemeinschaft in Jerusalem, sondern vom Herrn Jesus persönlich berufen. Auch seine Reisen und die Verkündigung der Guten Botschaft unter den Menschen der Nationen führe er im Auftrage des Herrn durch.“

    Das ist natürlich korrekt, aber man beachte, was i.V. mit Pauli Berufung durch Christus geschah:

    Aus Apg 9: Es war aber ein Jünger in Damaskus, mit Namen Hananias; und der Herr sprach zu ihm in einer Erscheinung: Hananias! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich, Herr! Der Herr aber sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, welche die „Gerade“ genannt wird, und frage im Haus des Judas nach einem mit Namen Saulus von Tarsus! Denn siehe, er betet; und er hat in der Erscheinung einen Mann mit Namen Hananias gesehen, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde. . . . Hananias aber ging hin und kam in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt durch Jesus – der dir erschienen ist auf dem Weg, den du kamst -, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest. . . . Er Saulus) war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. . . . Barnabas aber nahm ihn und brachte ihn zu den Aposteln. . . . Als die Brüder es aber erfuhren, brachten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn weg nach Tarsus. (Zitatende)

    Man beachte – trotz seines „Direktmandats“ seitens des verherrlichten Christus – Pauli Anschluß an und „Eingebettetsein“ in die Urkirche und seine durch sie und von ihr ihm geleistete Führung . Dies wird weiter deutlich i. V. mit der Streitfrage der Beschneidung und des daraufhin einberufenen ersten apostolischen Konzils in Jerusalem laut Apg 15:

    „. . . ordneten sie an, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage. . . . Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden . . . Und sie schrieben und sandten durch ihre Hand . . .“

    Dies zeigt ganz deutlich, daß Paulus kein „Einzelkämpfer“ war, der sich auf seine direkt „von oben “ erhaltene Berufung verließ oder gar auf diese pochte. Obwohl auch (und gerade er!) inspiriert, entschied er diese Fragen nicht im Alleingang, sondern „unterwarf“ sich der damaligen Autorität des Jerusalemer Apostelkonzils, und übermittelte deren – unter Inspiration gefällte – Entscheidung den Gemeinden. Gerade diese Ereignisse bilden ja ein „Paradebeispiel“ für die Wirkungsweise der damaligen Christengemeinschaft als „organisiertes“ Gebilde – wobei uns natürlich allen völlig klar ist, daß es sich hierbei um INSPIRIERTE (gottgehauchte) Organisation handelt – direkt vom Heiligen Geist des Allmächtigen gelenkt, und nicht nach Pi mal Daumen Brooklyn-LK-Zweidrittelmehrheit aus-dem–Bauch-heraus.

    @ Alois vom 2.5.13 „…dass die Christen schon zum Ende des ersten Jahrhunderts weitestgehend von der reinen Lehre Jesu und der Apostel abgefallen waren.“

    Das mag schon sein, aber wir reden hier ja nicht vom Ende des 1. Jhdt., sondern von der davor befindlichen „Blüte- oder Hoch-Zeit“ des Urchristentums, die für jede Gemeinschaft heute, die versucht, dem Muster der Urkirche zu entsprechen, maßgebend sein sollte. Gerade die Paulusbriefe enthalten ja so Einiges bezüglich Kirchenorganisation und den damit verbundenen „Titeln“, die damals gebräuchlich waren, siehe 1 Kor 12 und Eph. 4. Oder auch 1 Korinter 14 v 23 – 25: „Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkommt und alle in Sprachen reden, und es kommen Unkundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, dass ihr von Sinnen seid? Wenn aber alle weissagen und irgendein Ungläubiger oder Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; das Verborgene seines Herzens wird offenbar, und so wird er auf sein Angesicht fallen und wird Gott anbeten und verkündigen, dass Gott wirklich unter euch ist.“ Man beachte die Passagen „es kommen Unkundige oder Ungläubige herein.“ Dies stellt die damalige Kirche als eine klar umrissene und definierte Gemeinschaft dar, zu der „Außenstehende“ dazustoßen.

    Was dann später daraus geworden ist, hat ja Jesus Christus bereits in seiner Prophezeiung Matthäus 13 klar vorausgesagt.Das steht hier aber auch nicht zur Debatte.

    @ Hopeful vom 2.5.13. Du hast mich gründlich mißverstanden. Wenn ich davon rede „sein Ding alleine machen“, so ist damit selbstverständlich nicht gemeint „ohne Gott und Christus.“ Daß dies nicht möglich ist, bedarf keiner weiteren Erläuterungen. „Alleine und losgelöst“ bezieht sich hier auf „losgelöst von irgendeiner MENSCHLICHEN Gemeinschaft, Gruppe, oder Ekklesia.“ Deinen sonstigen Ausführungen kann ich soweit erst mal nur zustimmen.

    Also: Immer noch bin ich „am Suchen“. Gemeinschaft ja – dann aber in welcher Form, und inwieweit? Oder nein? Man kann die Gemeinschaften von Gottes Volk in alter, oder in christlicher Zeit, nicht einfach so vom Tisch wischen.

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber „Mein Name“

    Für mich gilt, brüderliche Gemeinschaft ja, organisierte Gemeinschaft nein.
    Bei jeder Organisation versuchen früher oder später Menschen eine Struktur, ein Leitbild oder sonst was rein zu bekommen.

    Aber Jesus sagte, wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Das reicht mir völlig aus!

    Liebe Grüße
    Alois

  • edelmuth
    August 3, 2010

    Hallo „Mein Name“

    Vielen Dank für deine schnelle und umfassende Antwort

    Aus dem Auftrag Hananias lässt sich ableiten, dass der Herr Versammlungen duldete und deren Zusammenarbeit mit Paulus wünschte. Der Anschluss oder das „Eingebettet“ in die (Ur-) Kirche darf nicht dazu führen, dass sie glaubensbestimmend ist. Das ließ Paulus durch seinen Widerspruch und seine unbeugsamen Lehren in bezug auf die Beschneidung in Antiochia erkennen. Er unterwarf sich keines Falls dem Mainstream der Versammlung

    Die von den Judaisten auf Grundlage von Matthäus 5:17 aufgestellten Forderungen nach Einhaltung jüdischer Bräuche konnte nur aus Jerusalem kommen. Deshalb entschloss man sich, die Sache in Jerusalem zu klären (andere Übersetzungen formulieren Apg. 15:2 anders).

    » Dies zeigt ganz deutlich, daß Paulus kein “Einzelkämpfer” war, der sich auf seine direkt “von oben ” erhaltene Berufung verließ oder gar auf diese pochte. Obwohl auch (und gerade er!) inspiriert, entschied er diese Fragen nicht im Alleingang, sondern “unterwarf” sich der damaligen Autorität des Jerusalemer Apostelkonzils, und übermittelte deren – unter Inspiration gefällte – Entscheidung den Gemeinden. Gerade diese Ereignisse bilden ja ein “Paradebeispiel” für die Wirkungsweise der damaligen Christengemeinschaft als “organisiertes” Gebilde – wobei uns natürlich allen völlig klar ist, daß es sich hierbei um INSPIRIERTE (gottgehauchte) Organisation handelt – direkt vom Heiligen Geist des Allmächtigen gelenkt, und nicht nach Pi mal Daumen Brooklyn-LK-Zweidrittelmehrheit aus-dem–Bauch-heraus. «

    Dieser, deiner auch unterschwelligen Einschätzung kann ich nicht zustimmen.

    Paulus reiste nicht nach Jerusalem, um sich der Versammlung zu unterwerfen und die „Leitende Körperschaft“ um Rat zu bitten. Aus Jerusalem wird von keinerlei Streitigkeiten bezüglich der Beschneidung und Einhaltung jüdischer Bräuche berichtet, denn sie waren alle beschnittene Juden. Paulus wurde von gläubig gewordenen Pharisäern mit der Forderung nach Einhaltung jüdischer Bräuche empfangen.(Apg. 15:5) Auch hier unterwarf sich Paulus nicht der Versammlung, sondern rückte sie nach heftigen Diskussionen (Apg. 15:7) zurecht.

    Judas und Silas sollten Paulus und Barnabas ein Stück des Weges begleiten, damit andere Versammlung die Richtigstellung in Sache Beschneidung und jüdischer Bräuche auch aus ihrem Munde erfahren konnten. (Apg. 15:27; Apg. 16:4).

    Welche Bedeutung hatte der Jerusalemer Beschluss?

    Der Jerusalemer Beschluss beinhaltete drei ganz wesentliche Forderungen (Apg. 15:20, 29, Apg 21:25).

    Die Brüder sollten sich enthalten von:

    1. Dingen(Fleisch), die Götzen geopfert wurden
    2. Blut und Erwürgten(in dem das Blut enthalten ist)
    3. Hurerei.

    Paulus widersprach dem Speiseverbot von götzengeopfertem Fleisch des Jerusalemer Beschlusses.

    (Apostelgeschichte 15:29) . . .euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. . .

    (1. Korinther 8:4-6) . . .Was nun das Essen von Speisen betrifft, die Götzen dargebracht worden sind, so wissen wir, daß ein Götze nichts ist in der Welt und daß es keinen GOTT gibt außer e i n e m. 5 Denn wenn es auch solche gibt, die „Götter“ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele „Götter“ und viele „Herren“ gibt, 6 so gibt es für uns tatsächlich e i n e n GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt e i n e n Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

    Paulus würde nie auch nur in einem der geringsten Teile Gottes Wort widersprechen. Deshalb kann der Jerusalemer Beschluss keine Bedeutung eines Gebotes Gottes haben, sondern lediglich ein Speisegebot (-Verbot) darstellen, ähnlich wie ein Kleidungsgebot(-Verbot) oder die Zusammenkunftszeiten.

    Eine Versammlung Ähnlichgesinnter zur Stärkung des Glaubens ist eine gute Sache, aber sie darf den Glauben ihrer Gläubigen nicht dominieren (bestimmen). Jesus lehrte stets in Gleichnissen und nahm jeden persönlich in die Pflicht, seine Schlüsse daraus zu ziehen und sie gewissenhaft selber anzuwenden.

    Ede

  • Mein Name
    August 3, 2010

    „Die von den Judaisten auf Grundlage von Matthäus 5:17 aufgestellten Forderungen nach Einhaltung jüdischer Bräuche konnte nur aus Jerusalem kommen.“

    D’accord – Apg. 15 v 1: „Und einige KAMEN VON JUDÄA herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid …“

    „Deshalb entschloss man sich, die Sache in Jerusalem zu klären.“

    D’accord – v 2: “ … ORDNETEN SIE AN, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten … .“. „Sie“ bezieht sich hier wohl auf die Presbyter/Episkopoi der Ekklesia in Antioch. ABER: Hier hat Paulus kooperiert. Dies relativiert Deine folgende Aussage:

    „Das ließ Paulus durch seinen Widerspruch und seine unbeugsamen Lehren in bezug auf die Beschneidung in Antiochia erkennen. Er unterwarf sich keines Falls dem Mainstream der Versammlung.“

    Das nicht, aber er hat dann auch nicht seine Auffassung mit aller Gewalt durchgedrückt. Er war bereit, die Angelegenheit „den Aposteln und Ältesten in Jerusalem“ vorzutragen.

    V 22, 23: „Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden … Und sie schrieben und sandten durch ihre Hand.“

    Judas und Silas – nicht Paulus und Barnabas – haben dann die Entscheidung des Jerusalemer Gremiums verbindlich verkündet.

    Für mich zeigt dies deutlich Pauli Nicht-Losgelöst-Sein von der Urkirche als Ganzes. Ob man es nun „um Rat bitten“, oder „die Entscheidung des Jerusalemer Konzils anerkennen“ oder „… übermitteln“, oder „sich unterwerfen“ nennt – Paulus hat nicht „im Alleingang“ gehandelt, sondern als Teil eines größeren Ganzen.

    Jetzt aber werden Deine Aussagen „haarig“: „Paulus widersprach dem Speiseverbot von götzengeopfertem Fleisch des Jerusalemer Beschlusses – Deshalb kann der Jerusalemer Beschluss keine Bedeutung eines Gebotes Gottes haben“.

    Da bin ich völlig anderer Meinung. V 28: „Denn es hat DEM HEILIGEN GEIST und uns gut geschienen, …“

    Die gleiche Entscheidung wird später in Kap. 21 v 25 wiederholt. Wiederum ist Paulus bei der Jerusalemer Presbyterschaft anwesend, wiederum erstattet er ihnen Bericht über seine Missionstätigkeit. Die Entscheidung aus Kap 15 steht nach wie vor.

    Hätte „der Jerusalemer Beschluss keine Bedeutung eines Gebotes Gottes“, dann hätten die Entscheider „geflunkert“ mit ihrer Bezugname auf den „Heiligen Geist.“ Entweder kam der Beschluß „von oben“ (= war inspiriert) und ist damit ein göttliches Gebot, oder nicht. Das erinnert mich dann aber doch sehr an die „(Nicht)Inspiration“ von 8 Männern in Brooklyn.

    Was Paulus in 1 Korinther 8 betreffs des Essens von „Götzenfleisch“ betrifft, kann nicht als Beleg dafür herangezogen werden, Paulus hätte dem Jerusalemer Beschluß widersprochen. Der Begriff „Götzenopfer/Götzenfleisch“ in Apg 15 und 21 ist eidolothyton und bezieht sich auf das sakrale Essen im Rahmen von Götzendienst in einem heidnischen Tempel. John Darby gebraucht hier den Begriff „fellowship with idols“, also, „Gemeinschaft mit Götzen“. Es geht hier eher um den GötzenDIENST als lediglich um Essen. Interessanterweise heißt es im V 20 parallel hierzu „Verunreinigungen der Götzen (alisgematon ton eidolon)“ (nicht nur Opfer/Fleisch), was untermauert, daß es hier nicht lediglich um ESSEN, sondern um mehr (nämlich GötzenDIENST) geht.

    „Peoples New Testament Notes“ kommentiert hier wie folgt:

    „They were four common customs of the Gentile world, and matters on which there should be a clear understanding. The first does not mean only to refrain from worshiping idols, or eating meat offered in idol sacrifice, but from all the pollutions of the system of idolatry. Licentiousness and drunkenness received a sanction from religion.“ Er schließt also auch Zügellosigkeit und Trunkenheit als in eidolothyton, als in damaligen heidnischen Riten inbegriffen ein.

    Es liegt auf der Hand, daß Götzendienst für Christen verboten ist. Dem hätte Paulus nie widersprochen, und hat es auch nicht.

    In 1 Korinther 8 geht es um die Frage, ob dem für einen heidnischen Ritus verwendeten Fleisch/Speise irgendwelche „magischen Kräfte“ innewohnen, die es nicht gestatten würden, solche Speisen AUSSERHALB einer Götzenopferzeremonie zu essen (z.B., wenn es nach dem Ritus auf einem Markt verkauft wird.) Hier sagt Paulus, daß dem nicht so ist. Es kann gegessen werden AUSSER DASS es das Gewissen eines anderen belasten würde – dann nicht. Dies kann allerdings in keiner Weise als ein Widerspruch zu Apg 15 und 21 aufgefaßt werden.

    Aber nun sind wir wieder einer Meinung:

    „Paulus würde nie auch nur in einem der geringsten Teile Gottes Wort widersprechen.“

    Amen.

  • edelmuth
    August 3, 2010

    » Für mich zeigt dies deutlich Pauli Nicht-Losgelöst-Sein von der Urkirche als Ganzes. Ob man es nun “um Rat bitten”, oder “die Entscheidung des Jerusalemer Konzils anerkennen” oder “… übermitteln”, oder “sich unterwerfen” nennt – Paulus hat nicht “im Alleingang” gehandelt, sondern als Teil eines größeren Ganzen. «

    Guten Abend „Mein Name“

    Sicherlich benötigte Paulus die Versammlung, sowohl die in Jerusalem wie auch die, denen er predigte. Aber Paulus stand mit seiner Ansicht der Ablehnung jüdischer Bräuche in Antiochia und Jerusalem zunächst alleine dar, bis er durch den Jerusalemer Beschluss Zustimmung bekam und sich andere Brüder ihm in seiner Einschätzung anschlossen.

    » Hätte “der Jerusalemer Beschluss keine Bedeutung eines Gebotes Gottes”, dann hätten die Entscheider “geflunkert” mit ihrer Bezugname auf den “Heiligen Geist.” Entweder kam der Beschluß “von oben” (= war inspiriert) und ist damit ein göttliches Gebot, oder nicht. «

    Kann es sein, dass der Heilige Geist (Apg. 15:28) dem Beschluss eines Speisegebotes zugestimmt hat? Noch immer gilt, dass Paulus niemals einem Gesetz Jehovas widersprochen hätte.

    In Apg. 15:20 heißt es auszugsweise:

    (Apostelgeschichte 15:20) . . .ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. . .

    Hier wird deutlich, dass es sich nicht um den Götzendienst sondern um bereits götzengeopferte Dinge geht. Erst aus dem Kontext wird deutlich, dass es sich um götzengeopfertes Fleisch handelt. Dieses Fleisch war auf den Märkten erhältlich und konnte aus Sicht Gottes ohne Bedenken gegessen werden, da es nur einen wahren Gott gibt.

    Jesus lehrte stets in Gleichnissen. Durch Gleichnisse wird das Individuum angesprochen, das selbstständig Schlüsse daraus ziehen und sie den Umständen entsprechend anwenden soll. Das bedeutet, dass ein Gläubiger seinem Gewissen folgen und seine Entschlüsse keiner durch ein Kollektiv oder einer Person geleiteten Versammlung/Organisation unterordnen darf. Nicht die Versammlung, sondern Jehova ist für ihn die oberste Autorität, auf die er seine gesamte Hoffnung setzt und mit der er sein Handeln abstimmt.

    Das Bedürfnis des Einzelnen nach Anerkennung innerhalb einer Gruppe macht es geschickten Gruppenleitern möglich, die Gruppe und damit jeden Einzelnen als Teil einer Gruppe zu leiten, wohin der Gruppenleiter ihn haben will. Als Untermauerung dienen ihm Parolen. Sie haben die Eigenschaft ständig wiederholt werden zu müssen, weil sie nicht überzeugen. Deshalb dürfen sie auch nicht hinterfragt werden.

    So war es den Pharisäern möglich das Volk für den Tod Jesus und die Freilassung eines Verbrechers eintreten zu lassen, obwohl Jesus Wunder gewirkt und ihnen geholfen hatte.

    Paulus widerstand diesem Gruppendruck in Antiochia und Jerusalem und setzte sich bedingungslos für seine Überzeugung ein.

    Es ist für uns Gläubig wichtig, dass wir keine Mitläufer einer Gruppe (Versammlung) sondern alle von Gott belehrte individuelle Einzeltäter aus Überzeugung werden, die die Gruppenmechanismen verstehen, um sich ihnen widersetzen zu können. Auch Einzeltäter können sich in einer Gruppe zusammen finden, müssen sich aber von ihr nicht beherrschen lassen.

    Ede

  • edelmuth
    August 3, 2010

    Guten Morgen „Mein Name“

    Eine zentrale Bedeutung hat für Zeugen Jehovas das im Jerusalemer Beschluss enthaltene Blutverbot. Was meinst du, „Mein Name“, sollten sich die Brüder daran halten und sich auch ohne Überzeugung dem gesteuerten mainstream der Versammlung unterwerfen und ggf. sterben?

    Andere christliche Kirchen verstehen das Blutverbot anders und halten sich nicht buchstäblich an den Jerusalemer Beschluss. Einige Brüder meinen sogar, dass man sich nicht buchstäblich an den Jerusalemer Beschluss halten müsse, weil sich kein Mensch vollständig des Blutes enthalten kann. Sich enthalten heißt vollständig darauf zu verzichten, und das ist unmöglich, denn kein Mensch kann ohne Blut leben. In jedem erwachsenen Menschen fließen ca. 3 Liter Blut und gerade der Mangel daran stellt sie vor die Frage einer lebenserhaltenden Bluttransfusion.

    Wie soll sich nun ein gläubiger Christ verhalten? Soll er gegen seine eigene Überzeugung auf eine lebensnotwendige Bluttransfusion verzichten und sterben oder seinen Kindern sagen, dass sie aufgrund der Versammlungsdisziplin sterben müssen? Oder sollte er sich eine andere Kirche suchen, eine, die seinen Vorstellungen entspricht, um sich dann der Versammlung und ihrem Leader unterwerfen zu können?

    Jeder Mensch steht vor seinen Entscheidungen alleine dar und muss beim Vater selber dafür Rechenschaft ablegen. Keine Versammlung, kein Ältester, keine Organisation übernimmt für ihre Lehren die Verantwortung und sagt, dass sie so gelehrt hat. Der Vater lehnt auch ein entsprechendes Ansinnen ab. Jeder ist für sich selber verantwortlich und muss für sich entscheiden, ob er eine Lehre annimmt. Deshalb ist es auch unpassend, wenn man sich in jedem Fall der Versammlungsdisziplin unterwirft und dem Vater im Nachhinein erklären muss, weshalb man der Versammlung gehorcht und gefehlt statt in seinem Wort nach seinem Rat geforscht hat.

    Ede

  • Sascha
    August 3, 2010

    Liebe Geschwister, lieber Ede und „Mein Name“,

    euer Dialog ist sehr interessant und ihr habt euch viel Arbeit gemacht, eure Argumente auch biblisch zu belegen. Vielen Dank dafür.

    Bei allen Argumenten für eine Gemeinschaft mit anderen Gläubigen sehe ich es auch so, wie Ede es zum Schluss formuliert hat. Wenn ich eine Möglichkeit habe, mit anderen Christen Gemeinschaft zu haben, nutze ich die natürlich. Aber eben nicht organisiert, sondern eher privat, und man kann sich vielleicht gar nicht vorstellen, wie viele Menschen es gibt, die sich wirklich Gedanken über ihren Glauben machen und auch keine besondere Verbindung mehr zu ihrer jeweiligen Religion haben. Wir würden diesen privaten Kontakt auch nach wie vor zu unseren Bekannten aus den Reihen der Zeugen haben, aber sie haben uns ausgeschlossen und wir akzeptieren es, dass sie mit uns keinen Umgang mehr haben wollen.

    Also hat sich unser „religiöses Leben“ so entwickelt, dass wir der Meinung sind, dass wir uns keiner organisierten Gruppe mehr anschließen, sondern im Alltag versuchen, den Menschen, mit denen wir in Berührung kommen, mit christlicher Nächstenliebe zu begegnen. Dadurch haben sich in zwei Jahren mehr konstruktive Gespräche und echte freundschaftliche Verbindungen ergeben, als ich es in 30 Jahren Zeugenzeit im PD oder mit den Mitgliedern der Versammlungen erlebt habe.

    Vielleicht ist das nur eine Ausnahme, und andere Geschwister machen andere Erfahrungen, aber wenn ich mal alles auf mich wirken lasse, was hier in den Kommentaren schon alles geschrieben wurde, dann glaube ich, dass der Text, dass der Mensch zum Schaden über einen anderen Menschen herrscht, besonders bei den Religionen zutrifft. Und besonders bei den Gruppen, die auf mentale Manipulation setzen, die ihren Mitgliedern das Gefühl geben, zu einer elitären Gruppe zu gehören. Dann fügt man sich gerne in die Gruppe ein, und man übernimmt die Meinungen der Führung, damit man weiter Bestandteil dieser Elite sein darf. Jesus war immer auf der Suche nach sogenannten „Sündern“, also Menschen, die sich im Klaren darüber waren, dass sie Vergebung brauchten. Wie soll er diese Einstellung in einer Gruppe finden, die sich selbst schon als Elite sieht, die meint, besser als alle anderen zu sein? Die alle anderen Menschen pauschal als „Ungläubige“ bezeichnet? Hier kann es nur so sein, dass Einzelpersonen aus solchen Gruppen herausgeführt werden, um dann als „Schafe“ vor Jesus zu stehen. Es wird keine Gruppenrettung geben.

    Nicht umsonst steht in der Offenbarung, dass man Babylon verlassen soll, um nicht an ihren Plagen teilzuhaben. Aus meiner Sicht beschreibt das nicht in erster Linie einen formalen Austritt aus seiner jeweiligen Religion, sondern eher um eine innere Distanz, die uns nicht zu Sklaven von Menschen werden lässt.

    In der Offenbarung ist auch von einem Zeichen an der Hand oder der Stirn die Rede, dass man nicht annehmen sollte. Die Hand steht in der Bibel oft für die Tatkraft, ein aktives Handeln. Die Stirn steht für den Sitz unserer Gedanken. Also geht es in der Offenbarung vielleicht eher um eine Übertragung: Weder durch unsere Hand, also unser aktives Handeln, noch durch unsere Stirn, also die gedankliche Unterstützung, werden wir das „Tier anbeten“.

    So sehe ich für mich heute keine Notwendigkeit, mich wieder einer anderen „Stadt“ zuzuwenden, nachdem ich aus einer anderen „geflohen“ bin, um es mal mit der bildlichen Sprache aus Matthäus 24 zu beschreiben.

    Liebe Grüße und vielen Dank nochmal an euch alle
    Sascha

    Hallo Sascha, Edelmuth und anderer Bruder!

    Danke für diese gute und fruchtbaren Gedanken.

    Gruß Bruderinfo

  • Michael
    August 3, 2010

    Hallo Zusammen,auch ich finde diese Gedanken realistisch und zähle mich lieber zu den “ 2 oder 3 , die sich im Namen Jesu versammeln „,da dort er mit dem Hl. Geist anwesend ist,anstatt mich wieder in einen Saal ö.ä. zu setzen und nur passiver Zuhörer sein zu dürfen ohne eigene Gedanken einbringen zu können.
    „schönes “ WE, Michael

  • Maria
    August 3, 2010

    Hallo Sascha,

    das ist ein sehr guter Kommentar.Ich habe noch keinen Beitrag gelesen, zu diesem Thema, der es so gut auf den Punkt bringt,ich hätte es nicht so gut ausdrücken können.Ein großes Lob an dich, schreib weiter so schön.(Könntest glatt nen Vortrag halten)Scherz!

    LG Maria

  • nachdenker
    August 3, 2010

    Hallo Sascha,
    Danke für deine wirklich tollen Ausführungen und Erfahrungen die du erzählt hast. Diese Erfahrungen decken sich genau mit denen die ich bzw. meine Familie gemacht hat und über die ich auch in det BI berichtet habe. Ja, es gibt überall Personen die sich ernsthaft Gedanken über ihre Zukunft machen und ich kann solche Personen nicht verteufelt oder verurteilen nur weil sie keine ZJ sind oder werden wollen. Haette Jesus denn so gehandelt und die Menschen so schnell verurteilt? ? Wie anmaßend muß denn eine Organisation sein um so zu handeln ??
    Mit einem offenen Auge, praktizierter ehrlicher Nächstenliebe den Mitmenschen gegenüber erreiche ich doch viel mehr und bin doch viel glaubwürdiger. Ausserdem erkennen diese Personen doch ob es sich um einen zwanghaft durchgeführten, steifen und vorgegebenem PD handelt oder ob es sich um wahrhaft ehrliches Interesse ohne Zwang und Hintergedanken handelt. Dies ist doch wohl das glaubwürdigere und bessere Zeugnis das man abgeben kann, oder???
    Wann nur versteht man in der Organisation auf welchem Holzweg man ist und was wirklich zählt, vor allem Jehova gegenüber. Mit Druck, Zwang und aufgezwungenen Praktiken, die eigenständiges Denken, Nachfragen und Hinterfragen verbieten, wird die Organisation nicht weiterkommen und ihre Mitglieder werden immer mehr zu fremdbestimmten Menschen herangezogen. Dies kann ich leider heute schon bei vielen Brüdern und Schwestern in unserer und in benachbarten Versammlungen sehen. Sie sind teilweise nicht selbst lebensfähig, bekommen die
    Probleme die das tägliche Leben halt so mit sich bringt
    nicht mehr alleine geregelt und lassen denken in der Hoffnung das das Ende nahe ist und sie dann keine Probleme mehr haben werden.
    Den eigenen Willen, gesunden Ehrgeiz und ein wenig Durchsetzungsvermögen haben sie an der Versammlungstuer abgegeben.
    Wie dem auch sei, ich werde in den naechsten Wochem mit meiner Familie nach Monaten unsere Versammlung mal wieder besuchen, werde aber sicher alles; nachdem ich u.a. BI kennengelernt habe und weiß das es nicht nur mir so geht, alles mit anderen Augen sehen und mit anderen Ohren hoeren. Mal sehen wie es dann weitergeht.
    Gruesse an alle die BI verfolgen und mich begrüßt haben.
    Nachdenker

  • Tina
    August 3, 2010

    lieber sascha 🙂
    bei deinem kommentar hat es mich gerade (salopp ausgedrückt) aus den latschen gehauen. ich zitiere mal von dir

    “ … wenn ich mal alles auf mich wirken lasse, was hier in den Kommentaren schon alles geschrieben wurde, dann glaube ich, dass der Text, dass der Mensch zum Schaden über einen anderen Menschen herrscht, besonders bei den Religionen zutrifft.“

    ich habe noch nie diesen angeführten text in diesem zusammenhang gesehen. ziehe ich aber heran was ich und viele andere in zusammenhang mit religiösen gruppen erleben/erlebt haben, dann erfüllt sich dieser text für mich 100 % gerade besonders auch an zeugen jehovas.
    seelische und geistige schäden und daraus resultierend auch körperliche beschwerden nehmen überhand. ich kenne kaum noch jemanden der keine mehr oder weniger schwere probleme hat, so dass man wirklich sagen kann:
    „All das habe ich gesehen, und mein Herz richtete sich auf jede Arbeit, die unter der Sonne getan worden ist [während] der Zeit, da der Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat.“ 
    pred. 8:9

    vielen dank das du diesen zusammenhang hergestellt und mit uns geteilt hast
    lg tina 🙂

  • edelmuth
    August 3, 2010

    Das wiederkehrende Grundmuster

    Wer gibt dir denn das Recht, dir etwas einzubilden? Kommt nicht alles, was du hast, von Gott? Wie kannst du dann damit auftrumpfen, als hättest du es von dir selbst?
    — 1.Korinther 4:7, (Die Gute Nachricht)

    Der Gründer und erste Herausgeber der Zeitschrift Watch Tower, Charles Taze Russell, kannte durchaus die Geschichte der Urchristenversammlung und ihres Abweichens: wie aus einer ursprünglich einfachen Bruderschaft eine verfaßte Religion mit zentralistischer Machtstruktur geworden war.

    Damals hießen die ständigen Leser seiner Zeitschrift noch nicht „Jehovas Zeugen“, sondern einfach „Bibelforscher.“ Die Versammlungen (man bezeichnete sie zu jener Zeit als „Ekklesias“) waren selbständig, und die Versammlung, der Russell vorstand, zuerst in Pittsburgh und später in Brooklyn, sah man nur als ein Modell an, das man nach Belieben übernehmen konnte oder auch nicht. [1]

    Schon sehr früh, gerade einmal zwei Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe, gab der Watch Tower eine Darstellung der Christenversammlung, so wie sie Jesus Christus gegründet hatte. Unter dem Titel „The Ekklesia“ (griechisch für „Versammlung“) zeigte ein Artikel aus dem Jahr 1881, daß Russell keine „Vorbehalte hatte“, den Ausdruck „Organisation“ zu gebrauchen. An einer Stelle sagte er von den Urchristen, daß „sie als Glieder einer Gesellschaft organisiert und verbunden [waren] und als solche Gesetze und eine Regierung [hatten] und folglich auch ein Haupt oder eine anerkannte Herrschermacht.“ Das hört sich sehr nach jener Vorstellung von einer Organisation an, die die Wachtturm-Organisation heutzutage vertritt. Was er aber wirklich meinte, war etwas ganz anderes.

    Nirgendwo gab er einen Hinweis, daß Christen der Leitung und Aufsicht einer irdischen zentralistischen Verwaltung oder Macht unterstehen sollten, die diese Unterordnung für sich beansprucht. Keine Organisation bildete das Band, das die Glieder einte. Die Grundlagen ihrer Einheit waren nicht Loyalität gegenüber einer Organisation und Unterordnung. Das Gesetz, das sie leitete, enthielt keine Vorschriften einer Organisation. Es handelte sich um eine Organisation, die keine Mitgliederliste auf Erden führte. Die Idee einer irdischen Machtstruktur fehlte im gesamten Artikel ganz eindeutig. Der Wachtturm-Präsident sagte 1881 vielmehr folgendes:

    Sie waren als Glieder einer Gesellschaft organisiert und verbunden und hatten als solche Gesetze und eine Regierung und folglich auch ein Haupt oder eine anerkannte Herrschermacht DAS BAND, DAS SIE EINTE, WAR DAS DER LIEBE UND DER GEMEINSAMEN INTERESSEN. Da sie alle unter der Führung Jesu eingeschrieben waren, waren die Hoffnungen und Ängste, die Freude und die Trauer und die Ziele des einen auch die der anderen; und damit waren sie weit vollkommener innerlich eins, als es wohl durch ein von Menschen geschaffenes Glaubensbekenntnis möglich gewesen wäre. Ihre Organisation war also eine im Geiste; sie alle ließen sich durch Liebe als Gesetz leiten und waren allesamt dem „Gesetz des Geistes“ gehorsam gemacht worden, wie es sich im Leben, in den Taten und in den Worten ihres Herrn gezeigt hatte. Sie waren unter der Herrschaft seines Willens, und er hatte gesagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“

    So erkennen wir also, daß die Urkirche unter Jesus Herrschaft, unter ihm als Haupt, organisiert, geleitet wurde und in vollkommener Einheit und Harmonie war. Diese Kirchenorganisation stelle man denjenigen gegenüber, die vorgeben, in ihrer Nachfolge zu stehen ­ d.h. den verschiedenen Religionsorganisationen, die allesamt ihre Mitglieder unter das geistige Band eines eigenen Glaubensbekenntnisses oder Dogmas stellen (viele von ihnen sind alles andere als liebe-voll) und die alle ihre eigenen Gesetze haben.

    Diese Gesetze stammen von ihren Häuptern oder Führern und Gesetzgebern. Damit kann jeder erkennen, daß die heutigen Kirchen die alten Begründer ihrer verschiedenen Glaubensbekenntnisse zum Haupt haben, sie als Häupter oder Führungs- bzw. Herrschermächte anerkennen. Und ihre Geistlichen dringen auf Konferenzen, Konzilien, Synoden und in den Presbyterien auf Einhaltung der „Überlieferungen der Alten“, die „das Wort Gottes ungültig machen.“ Diese nehmen die Stelle des wahren Hauptes der Kirche — Jesus — und des wahren Lehrers und Geleiters in die ganze Wahrheit, des Heiligen Geistes, ein. Davon hat schon der Prophet Jesaja gesprochen (Kap. 9:15).

    (Ottonio. Das wiederkehrende Grundmuster)

  • nachdenker
    August 3, 2010

    Hallo Brueder,
    sorry hatte versehenlich eine falsche Mail Adresse angegeben. raperu70@gmail.com isr korrekt.
    Danke.
    Nachdenker

  • nachdenker
    August 3, 2010

    Hallo liebe Brueder,

    bin sei ueber 30 Jahren ei ZJ, trage ich aber seit Jahren mit Zweifeln ob JZ die Organisation ist die J. wohlgefällig ist. Bin nun durch diese Zweifel angetrieben auf eure Seite gestossen und fühle mich dort gut aufgehoben und finde dort viele meiner Gedanken beschrieben. Es beruhigt mich ungemein das meine Gedanken und Zweifel nicht nur mich betreffen. Aber genug davon. Ich finde eure Kommentare zu hoch biblischen Gedanken toll und lehrreich. Mich belasten aber seit langem auch die rein praktischen Probleme in der Versammlung. Kurzum die fehlende Liebe und Hilfe untereinander. Wie kann ich sowas predigen und Zeit dafuer aufwenden um neue Z. zu gewinnen, es aber in den eigenen Reihen an allem fehlen zu lassen. Welch ein Hohn. Muss da nicht das schlechte Gewissen anspringen oder sind so viele einfach blind fuer solch banale aber so wichtige Dinge.

    Sind seit gut 7 Jahren in einer Versammlung und es hat sich eigentlich noch nie jemand fuer unsere Familie und auch um unsere kleinen Kinder interessiert. Manchmal haetten wir und die Kinder es dringend gebraucht.l Nie kam Hilfe fuer die Zeit der Zusammenkuenfte noch anderweitig.
    Nie die Frage wie es geht oder aehnliches, nur belangloses wo man genau die Oberflächlichkeit erkannt hat. Meine Frau und ich haben seit Jahren kein Gebiet mehr, machen in der PD Schule nicht mehr mit und haben bis vor kurzem auch wenig Stunden berichtet und besuchen die Zusammenkuenfte nur selten. All das scheint keinen VA, keinen Ältesten und auch keinen Kreisaufseher zu interessieren. Wie verstehen diese Personen denn ihre übernommenen Aufgaben ?
    Wie soll ich denn rein praktisch nach Harmagedon mit Personen liebevoll eine neue Erde aufbauen, die mich vorher nicht gesehen haben ??
    Wir haben selbst versucht Kontakte zu knüpfen, zwecklos.
    Wir kommen mittlerweile mit einigen Personen aus der Welt besser zurecht und schaetzen uns mehr als es unter Bruedern je der Fall war. Das soll eine liebevolle Bruderschaft sein, niemals. Es scheitert ja schon bei solch banalen und einfachen Dingen, welch ein mieses Vorbild.
    Macht weiter so. Ich bin froh mit diesen Gedanken nicht allein zu sein.

  • Neoveritas
    August 3, 2010

    Lieber Nachdenker,

    herzlich willkommen. So wie ich, wirst auch Du hier sehr schnell heimisch werden.Es ist einfach erfrischend, seine Gedanken auszutauschen ohne die üblichen Verrenkungen der WTG. Freue mich auf Deine Kommentare.

    Viele Grüße von Neoveritas

  • nachdenker
    August 3, 2010

    Hallo Neoveritas,
    danke für deine aufmunternden Worte. Ja ohne die Verrenkungen für die WTG (besuchen als Familie seit mehreren Wochen nicht mehr die Zusammenkuenfte, was immer mit einem komischen Gefühl und nicht mit Begeisterung statt fand ) geht es uns irgendwie besser Der Druck und Zwang so zu tun als ob man alles gut findet und sich in der Versammlung wohl fühlt ist weg. Scheint sber wie bereits ausgeführt keinen der Verantwortlichen zu interessieren. Ehrlich gesagt will ich auch keinen Ältesten hier sehen. Bisher hat sich ja auch keiner für uns interessiert. Unseren Kindern fehlt die Versammlung und der Umgang mit den lieben Bruedern und Schestern auch nicht. Sie haben nicht mal nachgefragt warum wir die Versammlung nicht mehr besuchen. Wir werden es ihnen noch versuchen ehrlich zu erklären. Ich denke sie haben schon länger gemerkt das wir eigentlich nur aus Gewohnheit und Tradition in die Versammlung gegangen sind. Sie hatten nie Freude daran, hatte doch auch niemand Interesse an ihnen oder hat sich mal mit ihnen unterhalten. Wollen Jehova dennoch treu bleiben auch ohne die Organisation der ZJ. Haben dafür unseren eigenen, privaten Weg gefunden und wir fühlen uns seitdem irgendwie befreit. Vielleicht besuchen wir die Versammlung ja noch mal. Fuer meinen Teil nur mit extrem kritischen Augen und ich werde auch nie wieder so tun als ob und werde meine Meinung auch kundtun wenn sie jemand wissen will. Die Heuchelei muss ein Ende haben. Ich denke oft an den Text: Daran werden alle erkennen das…., na ja du weist schon. Diese Liebe habe ich nie erfahren. Doch stopp wirklich einmal als ich privat Brüder auf den Bahamas besucht habe. Ist aber bereits viele Jahre her und damals lebten die Brueder dort noch unter recht einfachen Verhaeltnissen. Sie besaßen nicht viel aber es herrschte Liebe und Zusammenhalt untereinander und dann kommst du heim und verstehst die Welt nicht mehr wenn du deine Brueder hier erlebst. Obs natuerlich heute noch so ist, wer weiß. Es gibt jedenfalls in unserer ländlichen Gegend viele, auch kirchliche, Vereinigungen und Einrichtungen wo der Zusammenhalt untereinander super ist und wo viel fuer alle, gerade auch für die Kinder, getan wird. Pervers das die ZJ diese Einrichtungen verteufeln und schlecht machen bzw. davor warnen. Aber was bieten denn die ZJ als Alternative. Ja, ich weiss , sie bieten Dienst und nochmals Dienst, Zusammenkuenfte, Kongressse usw.. Aber es gibt doch viel viel mehr was Menschen brauchen und was Jehova dich auch für uns vorgesehen hat, nur das ist scheinbar für ZJ nicht nötig und wichtig. Wie traurig und schade, das ist doch auf Dauer kein lebenswertes Leben, oder? Ich habe als Endergebnis festgestellt das viele unserer lieben Brueder und Schwestern nicht mehr lebensfähig sind, Probleme des alltäglichen Lebens nicht mehr alleine auf die Reihe bekommen und irgendwie in einer Scheinwelt leben.
    Da fuehlen wir uns doch jetzt erstmal befreiter und mal schaun was die naechste Zeit noch bringt und ob sich doch noch jemand in der Versammlung an uns erinnert.
    Liebe Gruesse

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber Nachdenker

    Auch von mir ein Willkommensgruß!

    Mir hat Dein folgender Satz besonders gefallen:
    Wollen Jehova dennoch treu bleiben auch ohne die Organisation der ZJ.

    Bitte tut das, denn Jehova ist unschuldig für das Gebaren der Organisation. Genauso wie er im alten Israel unschuldig für die Baalsanbetung des Volkes war.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Anna
    August 3, 2010

    Lieber Alois, lieber Nachdenker, liebe Brüder und Schwestern,

    ich freue mich wie Alois, dass ihr trotz berechtigter Kritik am lieblosen Verhalten vieler (nicht aller) Zeugen Jehovas an Jehova und seinem Sohn festhalten möchtet.

    Dies allein ist wichtig. Auch für euere Kinder. Dass sich keiner um euch „kümmert“ wundert mich. Weil spätestens, wenn ihr keinen Bericht mehr abgebt werden die Ältesten aktiv, meist bevor der nächste Kreisaufseher-Besuch ansteht.

    Ich war die letzten Tage mir sehr liebenswerten Menschen zusammen. Einige wurden von der Organisation schwer misshandelt und haben dadurch ihren Glauben an Jehova verloren. Und ich finde, JEDER Versammlungsverkündiger, der sich an solch unbiblische Gesetze (z.B. Kontaktverbot) seitens der LK hält sollte sich Gedanken darüber machen ober er sich hier nicht durch Wegsehen oder Abnicken schuldig macht.

    Allerdings bin ich mir zumindest bei den ausgeschlossenen oder selber gegangenen Brüdern und Schwestern, die mir persönlich bekannt sind sicher, dass Jehova und Jesus sie nicht vergessen. Weil sie ein gutes Herz haben und das sieht der Himmel.

    Ich habe in den letzten 2 Jahren mehr aufrichtige Liebe und Freundschaft erfahren als in den vielen Jahren vorher von organiationstreuen Brüdern. Und es ist wunderschön wenn man sagen darf was man will.

    Allen einen schönen Wochenanfang und gute Gedanken.

    Liebe Grüße Anna

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Das hast du sehr schön formulier, liebe Anna!

    Auch ich habe kürzlich einen Bruder der schon lange vor mir vieles erkannt und kritisiert hat folgendes
    Geschrieben:

    Auch das kurze Video: http://vimeo.com/65388111 (im Kommentar) bringt die Verwerflichkeit welche alles andere als christliche Liebe als Merkmal der wahren Jüngerschaft Jesus belegt. Solange soviele ZJ diese Doktrin unterstützen wird sich auch nichts ändern – folglich trägt jeder eine große Verantwortung die ihm keiner abnehmen kann!

    Darüber lieber Xxxx würde ich ehrlich nachdenken!
    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Diese Zeilen von „Aufschrei der Schafe“ passt bestens dazu :

    Einheit – auf Kosten der Freiheit?

    „Christus hat uns befreit; er will, dass wir auch frei bleiben.
    Steht also fest, und lasst euch nicht wieder zu Sklaven machen.“(Galater 5:1)

    Einheit macht stark und ist etwas Wunderbares. Aber die Einheit, die nur der Stärkung und dem Erhalt der Macht dient, ist genauso wertlos wie die Einheit auf Kosten der Wahrheit und der Liebe. Und die Einheit um jeden Preis, die also auch auf Kosten der Freiheit geht, ist ebenso abscheulich. Eine solche Einheit vertritt die Organisation der ZJ buchstäblich mit aller Gewalt.

    Wer in diesem Glaubenssystem auf einige Dinge stößt, die er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, hat nicht die Freiheit, darüber zu reden und ein Gebot nicht zu befolgen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen oder diskriminiert und zumindest stigmatisiert zu werden. Ein Wort über die fehlenden Freiheiten fallen zu lassen, löst bei den meisten ZJ verständnisloses Kopfschütteln oder sogar helle Empörung aus. Denn da sie sich in ihrer Knechtschaft wohlfühlen, fühlen sie sich auch frei. Und weil sie glauben, schon frei zu sein, kann man sie aus ihrem Glaubenspferch auch nicht befreien. Ihre Fesseln, auf die wir verweisen könnten, betrachten sie als Schmuck, den sie mit Stolz tragen.

    Wie verstehen denn JZ den Leittext dieses Kapitels aus Galater Kapitel 5, wo von der Befreiung aus einer Sklaverei die Rede ist? Diese Worte beziehen sie ausschließlich auf die Befreiung aus der „Sklaverei“ des mosaischen Gesetzes. „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes.“ (Römer 10:4)

    Christen unterstehen daher nicht mehr dem mosaischen Gesetzesbund oder dem „Alten Bund“, sondern dem „Neuen Bund“ oder dem „Gesetz des Christus“. Das haben JZ grundsätzlich richtig verstanden. Seit der Ära des WTG-Präsidenten Rutherford wollen sie aber nicht verstehen, dass das, was nicht mehr gilt, nicht durch neue Gesetze, Regeln oder vorgeschriebene Werke der WTG ersetzt werden darf. Dazu hat kein Mensch das Recht. Das „Gesetz des Christus“ ersetzt jedes Gesetz, darf aber durch kein anderes Gesetz ersetzt werden. Wie bereits im Kapitel 1 erwähnt, spielt die LK der Organisation Gott, indem sie das „Gesetz des Christus“ durch organisatorische „Erfordernisse, von denen (wie sie behauptet) das ewige Leben abhängt“, erweitert hat

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zur Freiheit alles sagen zu dürfen auch diese sehr zutreffenden Worte:
    (Wurde von einem ehemaligen Kreisaufseher geschrieben!)

    … Aus „Aufschrei der Schafe“ :

    Hervorragende Gedanken aus „Erwachet!“ über
    Freiheit und Toleranz sowie selbständiges und kritisches Denken.

    G i l t d a s a u c h f ü r J Z ?

    “In der menschlichen Gesellschaft mangelt es nicht an skrupellosen Personen, die es auf arglose Opfer abgesehen haben. Deshalb ist bei irgendwelchen Behauptungen im Bereich Religion unbedingt Vorsicht geboten.“

    „Toleranz heißt nicht, dass alle dieselben Vorstellungen haben. … Wie ist Intoleranz zu bekämpfen? Man kann sie öffentlich anprangern, wie es der Ap. Paulus im Fall der religiösen Führer von damals tat (Apg. 24:10-13).“
    „Kein Opfer von Propaganda werden“

    „Durch Bildung lernt man, wie man denkt. Propaganda schreibt vor, was man denkt. Wer seiner Aufgabe, Bildung zu vermitteln, verantwortungsbewußt nachkommt, beleuchtet alle Seiten eines Themas und fordert zur Meinungs-äußerung auf. Propagandisten zwingen andere unerbittlich, ihre Ansicht anzuhören und suchen Meinungsäußerungen zu verhindern.

    Der Propagandist sorgt dafür, dass seine Botschaft als das einzig Wahre und moralisch Richtige erscheint und dass das Gefühl vermittelt wird, wenn man sich entsprechend verhalte, dann sei man wer und gehöre dazu. Man steht nicht allein da, hat es gut und ist geborgen. ….

    Ganz gleich, was man liest, sieht oder hört, man sollte es auf den Prüfstand stellen, ob es propagandistische Untertöne hat oder ob es wahr ist.“

    „Durch kluge und dauernde Anwendung der Propaganda [kann] einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden…. und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies. (Adolf Hitler: ‚Mein Kampf’)“

    Die Freiheit, eine verhasste Meinung frei zu äußern
    „Oliver Wendell Holmes jr., ehemals Richter am Obersten Bundesgericht der USA, sagte über die Bedeutung, die er dem Recht der freien Meinungsäußerung beimaß: ‚Wenn es irgendeinen Grundsatz in der Verfassung gibt, der es zwingend erforderlich macht, dass man mehr an ihm festhält als an jedem anderen Grundsatz, dann ist es der Grundsatz der freien Meinungsäußerung – das Recht der freien Meinungsäußerung nicht für diejenigen, die mit uns einer Meinung sind, sondern das Recht, jene Meinung frei zu äußern, die uns verhasst ist’.“

    „Freiheitsliebende Menschen können nur schwer begreifen, warum manche Regierungen und manche Religionen keine Meinungsäußerungs-freiheit gewähren. Es ist eine Verwehrung eines grundlegenden Rechtes der Menschen, und in der ganzen Welt haben viele darunter zu leiden.“

    „Fanatische Borniertheit – eine Folge mangelnder Toleranz“

    „Toleranz ist keine unbekümmerte Alles-egal-Haltung. … Was bedeutet es, tolerant zu sein? Das Deutsche Wörterbuch von Brookhaus-Wahrig definiert es als ‚großzügig gegenüber Andersdenkenden, andere Meinungen, Verhaltensweisen gelten lassend’. Welch eine hervorragende Eigenschaft Toleranz doch ist! Bestimmt fühlen wir uns in der Gesellschaft von Personen wohl, die unsere Anschauungen und Glaubensansichten respektieren, selbst wenn diese von ihren eigenen abweichen.

    Wo der Intoleranz Raum gegeben wird, kann Engstirnigkeit in Vorurteile ausarten. Vorurteile zu haben bedeutet, eine Aversion gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen zu hegen. Die nächste Stufe ist fanatische Borniertheit, die sich durch tödlichen Hass deutlich zeigt.“ [Hat die LK diese Stufe erreicht? Siehe Kap. 1 unter „Offener Aufruf zum Hass“.]

    Gefahr für Mitglieder jeder Religion

    „Eigentlich stehen die Mitglieder jeder Religion, die stark an menschlichen Führern und ihren Ideen festhalten, in der Gefahr, Sklaven von Menschen zu werden. Ein stark auf eine Führerschaft ausgerichtetes Verhältnis kann dazu führen, in emotioneller und religiöser Hinsicht völlig abhängig zu werden. Vielleicht ist diese Gefahr noch größer, wenn jemand in einer solchen Atmosphäre aufwächst. … JZ fordern daher jeden auf, sich selbst ein Bild von ihrer Religionsgemeinschaft zu machen und nach sorgfältiger Prüfung seine eigenen Schlüsse zu ziehen.“

    „Wir tendieren von Natur aus dazu, Andersartiges oder Ungewohntes zu beargwöhnen oder abzulehnen, insbesondere Ansichten, die von den unsrigen abweichen. Darum, so empfiehl die Zeitschrift UNESCO Courier, ‚sollte eine Toleranzerziehung darauf abzielen, Einflüssen entgegen zuwirken, die Ängste und Ausgrenzung hervorrufen, und sollte jungen Menschen zu selbständigem Urteilsvermögen und kritischem Denken verhelfen.“

    „Ein chinesisches Sprichwort lautet:
    Ein toleranter Mensch ist niemals dumm, und ein dummer Mensch ist niemals tolerant.“
    ____________
    (Quellenhinweise: „Erwachet!“ v. 22.7.96; 22.7.97; 8.1.99; 22.6.00, WT v. 15.3.98)

    Welche traurige Wahrheit !!!

  • Joshua
    August 3, 2010

    Hallo lieber Bruder Nachdenker,

    meine Frau und ich haben vor 2 Jahren einen sehr ähnlichen Prozess durchlaufen. Demnächst treffen wir uns mit Geschwistern, die noch in die ZKs gehen und auch die sich schon loslösen konnten um einen Tag in christlicher Gemeinschaft zu verbringen. Wenn ihr gerne dabei sein möchtet, kannst du dich gerne bei mir melden:
    Joshuagross68@yahoo.de

    Weiterhin Gottes Segen für euren Weg in der christlichen Freiheit!
    Joshua

  • Dennis
    August 3, 2010

    Liebe Brüder in „geistiger Freiheit“, liebes BI-Team,

    da ich mich auch im ganzen www über die aktuellen Entwicklungen innerhalb der WTG informiere, bin ich vor einiger Zeit auf eine sehr interessante Seite gestoßen, die lt. eigener Angabe von „Gesalbten“ betrieben wird. Wer gut Englisch kann, dem kann ich diese sehr liebevollen und biblisch fundierten Artikel wärmstens empfehlen.

    Ich erlaube mir jetzt einfach mit Quellenangabe, einige E-Mails zu übersetzen, die auf dieser Seite in den letzten Tagen veröffentlicht wurden:

    (zuerst jeweils das englische Original, dann folgt die Übersetzung von mir)

    Quelle: https://anointedjw.org/Emails_Our_Visitors.html

    „[From an elder] Dear Brothers, I hope you are both doing well. Judging by the two [Circuit Overseers] who have stepped down, I would surmise this represents greater cracks in the organization’s ability to maintain the status quo.“

    – „[von einem Ältesten] Liebe Brüder, ich hoffe euch beiden geht es gut. Gemessen an den beiden Kreisaufseher, die gerade zurückgetreten sind, würde ich vermuten, dass es größere Risse in der Fähigkeit der Organisation gibt, den Status Quo aufrecht zu erhalten.“

    —–

    „[From a Circuit Overseer in the Mid-Western United States] Dear Brothers, I believe the profound time for change has come. I’ve often read and heard of the wonderful things you’ve been able to accomplish and I’m truly thankful for the way you respectfully have conducted the ministry of uplifting the spiritual conversation the world over. I recently stepped down as C.O. [Circuit Overseer] for many reasons but the main issue is that the plain and authentic teachings in the Bible as Jesus taught minus prophecy indicates „as many as did receive him“ were welcomed. So since the „Slave“ won’t change, I decided and my wife also said enough is enough. So I’m happy to just to live in peace and let my light shine. You friends will be loved and put thru the ringer but maintain your loyalty to the Christ and to our most beautiful heavenly Father.“

    – „[von einem Kreisaufseher im mittleren Westen der USA] Liebe Brüder, ich glaube, eine tiefgründige Zeit für Veränderungen ist gekommen. Ich habe schon oft von den wunderbaren Dingen gelesen und gehört, die ihr in der Lage seid zu erreichen und ich bin wirklich dankbar für die Art und Weise wie ihr respektvoll den Dienst zur Förderung geistiger Gespräch auf der ganzen Welt durchführt. Ich habe vor kurzem mein Amt als C.O. [Kreisaufseher] aus vielerlei Gründen aufgegeben, aber das Hauptproblem ist, dass die einfachen und authentischen Lehren in der Bibel, die durch Jesus (und die) Prophezeiung gelehrt werden zeigen, dass „alle die ihn annahmen“ waren/sind willkommen. Da der „Slave“ sich nicht ändern wird, beschloss ich und meine Frau, genug ist genug. Nun bin ich froh in Frieden zu leben und mein Licht leuchten zu lassen. Ihr, meine Freunde, werdet geliebt und zieht euren Ausruf weiter durch, aber behaltet eure Treue zu Christus und unsere herrlichen himmlischen Vater bei.“

    —–

    „[From a Circuit Overseer in Western United States] Dear wonderful brothers, it is my honor to have found you before the end of my natural life made its call. Your site has forever changed me for the better, though I do feel the shame of teaching untruths for so many years. I do love the Father and the brothers but after the spirit bore witness in both mind and in my heart, it was no way I could speak another falsehood. So I had to step down as C.O. [Circuit Overseer] and live my life for the Kingdom of the heavens. I want you friends to know I’m forever grateful for you and my other brother who are aiding me in this process. May Jehovah keep you strong as we beg the Master to send out more workers.

    – „[Von einem Kreisaufseher in den westlichen USA] Liebe wunderbare Brüder, es ist mir eine Ehre, Euch gefunden haben, bevor das Ende meines natürlichen Lebens ruft. Eure Website hat mich immer mehr zum Besseren verändert, obwohl ich ein Gefühl der Scham empfinde, ob der Unwahrheiten, die ich über so viele Jahre verbreitet habe. Ich liebe den Vater und unsere Brüder, doch nach dem (Gottes)-Geist mir in Verstand und Herz bezeugt wurde, war es mir nicht mehr möglich weiter Unwahrheiten zu verkünden. Daher musste ich als C.O. [Kreisaufseher] zurücktreten und lebe nun mein Leben für das Reich der Himmel. Ich möchte, dass ihr als meine Freunde wisst, dass ich euch für immer dankbar bin und meinem anderen (Glaubens)-Bruder, der mich in diesem Prozess unterstützt hat. Möge Jehova euch stark machen, während wir den Herrn bitten, mehr Arbeiter auszusenden.“

    Dies ist nur eine kleine Auswahl der geposteten e-Mail-Zuschriften auf dieser Seite. Ich denke man kann sagen: „Es tut sich was im Staate Dänemark“

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Hallo Dennis, lieben Dank für deinen Kommentar und die Übersetzung ehemaliger Kreisaufseher.

    Ich stimme dir zu, es tut sich was und das wird noch mehr werden. Solange die LK von ihrem hohen Ross nicht heruntersteigt und demütig, selbstkritisch ANDERE höher achtet als sich selbst, wird der Niedergang kein Ende finden. Er wird eine Dynamik bekommen die man sehr gut mit dem „arabischen Frühling“ vergleichen kann. Noch jeder der Despoten und Machthaber ist früher oder später gefallen.
    Jeder der dem Sohn nicht die Ehre erweist die ihm zusteht, und wir haben genug Belege das die LK Jesus „entsorgt“ hat (man betrachte das Bild im April Studium WT – siehe Weltkugel wie die LK auf dicken Polstern thront und nach unten die Brüder immer weniger wert sind – Jesus ist gleich gar nicht mehr zu sehen) wird jenes ernten wie Jehova es auch in der Vergangenheit gemacht hat.

    Wenn die LK nicht bald mit ehrlichen Reformen beginnt, wozu auch das Ende der Selbstbeweihräucherung gehört, ist der Niedergang nicht mehr aufzuhalten. Sie können nur froh sein daß die Barmherzigkeit Gottes und seines Sohnes auch ihnen zugute kommen. Doch irgendwann ist die Nachsicht und Vergebung vorbei und es wird sich das erfüllen wie es auch dem Hohepriester Eli erging. Das Kap. 2 von 1. Samuel enthält sehr deutliche Worte:

    2 Niemand ist so heilig wie du, denn du bist der einzige und wahre Gott. Du bist ein Fels, keiner ist so stark und unerschütterlich wie du. 3 Lasst eure stolzen Reden und frechen Worte! Wisst ihr denn nicht, dass der Herr alles hört, was ihr sagt, und ihm nichts entgeht, was ihr tut?

    4 Die Waffen starker Soldaten sind zerbrochen, doch die Schwachen bekommen neue Kraft.

    6 Der Herr tötet und macht wieder lebendig. Er schickt Menschen hinab ins Totenreich und ruft sie wieder herauf. 7 Manche macht er arm, andere dagegen reich. Er erniedrigt und erhöht Menschen, wie er es für richtig hält1.

    8 Dem Verachteten hilft er aus seiner Not. Er zieht den Armen aus dem Schmutz und stellt ihn dem Fürsten gleich, ja, er gibt ihm einen Ehrenplatz. Dem Herrn gehört die ganze Welt. Er hat sie auf ein festes Fundament gegründet, damit sie niemals wankt.

    9 Er beschützt jeden, der ihm vertraut, doch wer von ihm nichts wissen will, der wird in Finsternis enden. Denn aus eigener Kraft erringt keiner den Sieg. 10 Wer es wagt, mit dem Herrn zu streiten, der verliert. Er geht zugrunde, wenn Gott seinen schrecklichen Donner gegen ihn grollen lässt. Der Herr wird über die ganze Welt Gericht halten. Macht und Ehre gibt er seinem König, den er selbst auserwählt und eingesetzt hat.“

    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu den geschilderten Tatsachen dass selbst Kreisaufseher es nicht mehr länger mittragen wie die LK Menschen hinter sich herziehen, möchte ich auch von einem Kreisaufseher berichten den ich seit Jugendtagen kenne. Er hat schon vor Jahrzehnten vieles erkannt und versucht durch biblisch fundierte Hinweise seinem Bethel gegenüber darauf aufmerksam zu machen. Auch ihm blieb letztlich nichts anderes übrig als aus dem Kreisdienst auszuscheiden. Doch wie Eli vom jungen Samuel auf den rechten Weg gebracht zu werden und es nichts nützte, genauso wird es für die LK enden. Lies
    1. Samuel im Kap. 2 ab Vers 27 weiter!

    Ein kurzes Zitat aus einer Abhandlung von jenem Kreisaufseher:

    Gottes Organisation prüfen
    und – wenn nötig – kritisieren und korrigieren?

    Warum haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir das machen? Warum ist es bei uns nach der Taufe verpönt, das zu tun, wozu wir Andersgläubige in unserer Predigtätigkeit auffordern?

    In der Broschüre der WTG Jehovas Zeugen – Wer sind sie? erhalten wir auf S. 4 folgende Einladung: „Jehovas Zeugen glauben, dass alle religiösen Lehren anhand der Bibel geprüft werden sollten, ganz gleich, ob es sich um Lehren handelt, die sie selbst vertreten, oder um die Lehren von jemand anders.“

    Wie soll man aber das Kunststück fertig bringen, dieser Einladung zu folgen und zugleich die Aufforderung zu befolgen, an nichts, was die Organisation lehrt, zu zweifeln oder in Frage zu ziehen?

    Wenn ein ZJ einem Irrtum seiner Organisation auf die Spur kommt, muss er lt. Wachtturm vom 1.2.96 sofort etwas unternehmen, um die geringste Spur des Zweifels auszurotten: „Wenn sich eine Spur des Zweifels an … seiner Organisation in unserem Herzen festzusetzen droht, müssen wir schnell etwas unternehmen, um ihn auszumerzen, bevor er so zu nagen beginnt, dass er unseren Glauben zerstört.“

    Wer so spricht, muss große Angst vor der Wahrheit haben. Auf wie wackligen Füßen muss doch jene Wahrheit stehen, die sich davor fürchten muss, hinterfragt zu werden. Eine Lehre, die auf Wahrheit beruht, hält auch einer noch so scharfen Kritik Stand. In einer Sonderausgabe der Zeitschrift Erwachet! (v. 8.1.61), in der die katholische Kirche nach Strich und Faden kritisiert wurde, zitiert die WTG Dr. Albert Schweitzer mit den Worten: „Man kann einer Lehre keine größere Ehre erweisen als sie mit der gleichen Rücksichtslosigkeit zu prüfen, mit der man Stahl prüft, um herauszufinden, wie viel Wahrheit sie enthält.“ (S. 3) Erweisen wir daher der WTG die große Ehre, ihre anmaßenden Behauptungen und Sonderlehren zu prüfen, um herauszufinden, wie viel Wahrheit sie enthalten.

    Alle Ansichten der Organisation sind richtig und wahr – glauben fast alle ZJ, da es ihnen von oben oft genug gesagt wird. Darum darf sich kein ZJ angesprochen fühlen, wenn er im Wachtturm (obwohl er in aller erster Linie für JZ geschrieben wird) liest: „Entspricht dies auch deiner Ansicht über Wahrheit? Wenn ja, könnte es dann sein, dass du diese Ansicht übernommen hast, ohne sie gründlich zu hinterfragen?“ (1.7.95, S. 4) Wer anfängt, eine der Ansichten, die nur ZJ vertreten, zu hinterfragen, beschwört eine weitere Reihe von Fragen herauf, so dass der Zweifel zu nagen beginnt, bis er unseren Glauben (an die hinter- fragte Ansicht) zerstört.

    Wir werden zwar durch den Wachtturm ermahnt, keine Ansicht zu übernehmen, ohne sie gründlich zu hinterfragen, aber die Schreiber können darauf vertrauen, dass die große Masse der Leser das nicht tut. Denn der regelmäßige Leser ist schon so weit indoktriniert, dass er sich über niemanden, der in der Organisation Autorität ausübt, beklagt und über nichts mehr murrt. Er vertraut uneingeschränkt und folgt rückhaltlos. Er hinterfragt nichts mehr, weil er dann ein schlechtes Gewissen hätte. Wer es dennoch tut und dann zwangsläufig anfängt zu murren und zu klagen, wird im Wachtturm vom 15.6.96 auf Seite 21 bereits zu den „gottlosen Abtrünnigen“ gezählt!

    Unter der Überschrift „Warnung vor dem Murren“ wird auf dieser Seite mit folgenden Worten auf die gefährlichen Folgen dieser missachteten Warnung aufmerksam gemacht: „Das Murren und Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen, dass sie Veröffentlichungen des ‚treuen Sklaven’ kritisieren.“

    Was für ein Vergehen, sogar so weit zu gehen! Wir dürfen selbstverständlich alle übrigen sechs Milliarden Menschen incl. der angesehensten Staatsmänner, Wissenschaftler, Bibelexegeten und alle hohen kirchlichen Amtsträger – allen voran den Papst – kritisieren, aber dann ist Schluss. Wenn es dann noch jemand von uns wagt, sogar so weit zu gehen, die LK des ‚treuen Sklaven’ zu kritisieren, dann liegt mehr als eine Majestätsbeleidigung vor. Das ist schon mindestens eine Blasphemie.

    Auch hinter dieser Warnung verbirgt sich die große Angst vor der Kritik denkender Menschen aus den eigenen Reihen. Wer von den ZJ eine Wachtturm-Aussage hinterfragt und dann kritisiert, ist in der Regel noch meilenweit vom Antichristen, von Gottlosigkeit und Abtrünnigkeit entfernt. Und doch wird jeder ZJ mit solchen und anderen Beleidigungen überschüttet, wenn er es wagt, im engsten Freundeskreis die angeblich prophetische Bedeutung der Jahre 1914, 1918 oder 1919 nach einer Überprüfung in Frage stellt. „Doch was wäre“ heißt es im oben zitierten Wachtturm weiter, „wenn wir eine negative Einstellung entwickeln würden, die in kritischen Diskussionen im engsten Freundeskreis zum Ausdruck käme?“ Wer das tut, ohne hinterher Tränen der Reue zu vergießen, wird am häufigsten mit dem Etikett Abtrünniger stigmatisiert. Und vor „Abtrünnigen“ wird mehr gewarnt als vor den außenstehenden Kritikern, an die sich die ZJ schon gewöhnt haben. Ja, die „abtrünnigen“ ZJ sind von der Organisation bereits zum Feindbild Nr. 1 erklärt worden, und sie ist daher sehr darauf bedacht, ihre Glaubwürdigkeit sogar durch Rufmord zu zerstören.

    lg. Matthäus

  • Neoveritas
    August 3, 2010

    Lieber Matthäus,

    ich gebe Dir Recht, dass es immer mehr ZJ gibt, die den Aussagen der LK kritisch gegenüberstehen. Dennoch warne ich davor, dass es schnell zu Änderungen kommt. Diese so wünschenswerten Änderungen können nur von „unten“ kommen; die LK halte ich nicht mehr für reformfähig oder reformwillig. Aber wie groß ist der Prozentsatz der Brüder, die wie in in diesem Forum, darüber diskutieren? Wie steht es mit den Brüdern und Schwestern in der dritten Welt? In Gebieten, in denen Informationen nur beschränkt zur Verfügung stehen? Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir wie in einem elitären Kreis diskutieren. Das schmälert natürlich in keinster Weise die Qualität der hier eingereichten Kommentare.

    Änderungen bei einem ZJ erfolgen meistens durch traumatische Ereignisse. So war es zumindest bei mir. Der Rest fühlt sich komfortabel im Status Quo. Der menschliche Geist streubt sich gegen Paradigmenwechsel! Deswegen wird es schwierig werden, die LK zu Reformen zu bewegen. Auch wenn diese noch so wichtig sind. Denn ohne dies Reformen, werden ZJ langfristig nur noch zu Schatten herabsinken.

    Wünsche allen einen schönen Abend.

    Neoveritas

  • Joshua
    August 3, 2010

    Danke Dennis für die Übersetzung der Emails ! Ich habe auf der Seite auch zwei Artikel in deutsch gefunden, unter „Foreign Language Translations“. Interessant !

    LG Joshua

  • edelmuth
    August 3, 2010

    Vielen Dank, Dennis

    für die Übersetzung der e-mails. Viele, mich eingeschlossen, verfügen nicht über so viele englische Sprachkenntnisse, um diese Briefe verstehen zu können. Es ist beruhigend, dass Jehovas Geist erdenweit tätig ist und uns das Gefühl gibt, mit unserem selbstbewussten Glauben nicht allein dar zu stehen.

    Vielen Dank für deine Ermunterung

    Ede

    PS. Ich würde mich freuen, wenn du uns auch weiterhin diese englischsprachigen Dinge erschließen und uns dadurch im Glauben stärken könntest.

  • Marion
    August 3, 2010

    Hallo,
    die Quelle https://anointedjw.org ist schon irgendwann im letzten Jahr hier auf BI aufgetaucht. Diese Seite ist geschrieben von gesalbten Brüdern/Schwestern, die ja an Zahl ständig zunehmen.

    Per Google-Übersetzer kann man diese Seite ganz gut auch in Deutsch lesen.
    Ich bin sehr überrascht, was dort die Gesalbten in ihren Artikeln schreiben. Demnach haben alle Menschen Aussicht auf ein himmlisches Leben und das ist die gute Botschaft, das heilige Geheimnis, die verkündet werden sollte und schon damals die Apostel predigten.
    Viele, die sich vorher nicht zu den Gesalbten zählten, weil ja der Himmel seit 1935 verschlossen war, bekennen sich jetzt auch dazu und fordern alle Menschen auf, sich eben nicht nach fleischlichen Begierden, wie leben auf der Erde, Friede, Freude, Essen und mit wilden Tieren spielen zu sehnen, sondern, so wie es im NT geschrieben steht, nach dem himmlischen Dingen suchen.

    Bisher habe ich die Artikel unter https://anointedjw.org/Lastly_His_Son.html
    und
    https://anointedjw.org/Building_Brotherhood.html
    gelesen.

    Die Artikel sind sehr liebevoll geschrieben und wirklich, belegt durch viele Bibeltexte, auch nachvollziehbar.

    Diese Brüder bestätigen, daß Jesus der einzige „Kanal“ und der einzige Weg zum Vater ist. Und alle, die ihm folgen, sind Kinder Gottes. Auch schreiben sie, daß es nirgends im NT zwei Hoffnungen gibt, da die Apostel sowas nie vermittelt haben. Erst die WTG schrieb sowas, aber auch erst in der Rutherford-Ära, mit der angeblichen Erklärung der Volksmenge/andere Schafe!!!!

    Nun, diese Artikel haben mich sehr bewegt und ich könnte mir vorstellen, das dieses „neue Licht“ irgendwie mit der plötzlichen Zunahme der Gesalbten in Verbindung steht, den jetzt sind alle „nur“ Hausknechte -ausgenommen natürlich die 8ter, die noch immer meinen, ein „Kanal“ zu sein- . Nur, der Kanal ist Jesus und er gibt jedermann den Geist der Wahrheit und Erkenntnis, wenn man aus tiefstem Herzen darum bittet.

    An alle Lieben ein herzlicher Gruß von der Nordseeküste
    Marion

  • Bruderinfo
    August 3, 2010

    Liebe Marion,

    viele Schwestern und Brüder wissen dies schon sehr lange im Herzen, da der Geist Gottes schon oft darauf hingewiesen hat. Leider hören die meißten Brüder nicht mehr hin und lesen die Bibel auch nicht unvoreingenommen und ohne Wachtturmbrille. Genau das ist die gute Botschaft. Angstfrei und mit Liebe die himmlische Hoffnung der Nachfolger Christi bekannt zu machen.
    Wir hoffen das dies noch viele erkennen mögen. Dir liebe Marion und allen anderen ein schönes Wochenende. Bruderinfo 🙂

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Kurze Selbstkorrektur: Es muß natürlich heißen „falsum in uno falsum in toto.“ Wenn man schon Fremdwörter gebraucht, dann sollte man es auch richtig tun. Mein Latein ist etwas rostig. Das nur am Rande.

  • Michael 2
    August 3, 2010

    Mein Kommentar zum Tagestext!
    Habe heute einmal wieder den Tagestext gelesen, erschreckend!

    Es verschlägt jeden Menschen, der durch die Bibel die Eigenschaften Gottes erkannt hat, die Sprache, mit welcher Dreistigkeit der Sklave das Gottesbild verzerrt.

    Die tröstenden Worte aus Ps. werden missbraucht um Jehova Gott als einen Gott darzustellen, der uns nur dann Trost und Hilfe in schweren Zeiten gibt, wenn wir seine INTRESSEN nicht vergessen.

    Hier der Tagestext für den 8. Mai.

    Zitat: Ich werde zu Gott rufen; und Jehova
    selbst wird mich retten (Ps. 55:16)

    Ist es nicht ein großer Trost, dass wir Jehova immer um Hilfe anflehen können, auch wenn eine Situation noch so ausweglos erscheint? (Ps. 55:1).

    Beten wir darum, aus einer schwierigen Lage befreit zu werden, wäre es jedoch gut, uns über unsere Beweggründe Gedanken zu machen. Liegt uns einzig und allein daran, dass es uns wieder besser geht?

    Oder denken wir an Jehova und an das, was ihm wichtig ist? Geht es
    uns schlecht, kann es leicht passiere dass wir nur noch mit uns und unserem
    Problem beschäftigt sind und die Interessen Jehovas in den Hintergrund
    gedrängt werden.

    Konzentrieren wir uns deshalb auch in Gebeten um Hilfe vor
    allem auf Jehova — darauf, dass sein Name geheiligt und seine Souveränität
    verteidigt wird. So fällt es uns leichter, selbst dann optimistisch zu bleiben,
    wenn die erhoffte Lösung ausbleiben sollte. Manchmal besteht Jehovas Antwort
    auf unsere Gebete darin, dass er uns die Kraft schenkt, die Situation zu ertragen“
    w11 15. 11. 1:7, 9 Zitat Ende

    Die Frage: „Oder denken wir an Jehova und an das, was ihm wichtig ist?“
    Suggeriert uns, das wir in den Augen Gottes zweitrangig sind. Zu erst kommen seine Interessen.
    Jeder Zeuge weiß natürlich welche Interessen für Jehova wichtig sind, Predigen und Zeugnis geben, auch wenn du Tod krank sein solltest und dir Gedanken über deine Zukunft und der Zukunft deiner Familie machst, das ist alles nicht so Wichtig.
    Vergiss deine Bericht nicht rechtzeitig abzugeben, und werde vor allem nicht untätig.

    Wie lange werden unsere Brüder solch eine Gotteslästerung noch ertragen?

    Liebe Grüße an alle
    Michael2

  • B. an Michael 2
    August 3, 2010

    a) Just in dem Moment dachte ich (bevor ich deinen Kommentar las), Jehova ist doch oft GANZ ANDERS als dargestellt. Kennen sie ihn wirklich? (…meinen, ihm mit diesem oder jenem zu dienen, weil sie ihn nicht KENNEN, lt. Bibel), haben sie seine Gnade erfahren? Dann würden sie die große Liebe bewusst ins Gedächtnis zurückrufen und weitergeben, an ALLE Menschen. Plus Johannes 3:16, GRUNDEIGENSCHAFT. Verfolger sogar SEGNEN, etc. – so würde sein Name wirklich geehrt. Und man würde als echter Christ bekannt.

    b) Wegen Tagestext deswegen Empfehlung: kalender.mzld.org/gutesaat.php, oft tiefgehend.

    c) hier schon gefragt, keine Antwort bekommen: Gedächtnismahlzahlen 2013?

  • Dennis
    August 3, 2010

    Hallo B.,

    zu c) die Zahlen werden wie jedes Jahr im Jahrbuch für’s Folgejahre veröffentlicht. Dauert also noch ein paar Monate.

    Lg
    Dennis

  • Manfred an B.
    August 3, 2010

    Hallo B.,

    ich kann Dir nur die folgenden Zahlen mitteilen, wieviele von den Symbolen genommen haben, weiß ich leider auch noch nicht.
    Deutschland: 266.974 (2012: 265.407)
    Österreich: 33.771 (2012: 34.076)
    Luxemburg: 3.841 (2012: 3.877)
    Schweiz: 31.980 (2012: 31.194)
    Liechtenstein: 152 (2012: 148)
    ges. Zweiggebiet: 366.717 (2012: 364.702) (+ 2.015)

    Liebe Grüße Manfred

  • B. an Manfred
    August 3, 2010

    danke

  • verwundet
    August 3, 2010

    Lieber Michael 2 und lieber B.,

    ich bin auch geschockt über die Bemerkungen zum Tagestext – auf solche Art und Weise kann man den Leuten direkt das Beten ausreden und sogar zur Gänze austreiben.

    Es erscheint mir, als wollte man immer mehr nicht nur den Kontakt zu Jesus unterbinden, sondern auch zu Jehova selbst.

    Aber sie nennen sich Christen!?

    Eine traurige

    Sarai

  • edelmuth
    August 3, 2010

    » Jeder Zeuge weiß natürlich welche Interessen für Jehova wichtig sind, Predigen und Zeugnis geben, auch wenn du Tod krank sein solltest und dir Gedanken über deine Zukunft und der Zukunft deiner Familie machst, das ist alles nicht so Wichtig. Vergiss deine Bericht nicht rechtzeitig abzugeben, und werde vor allem nicht untätig. «

    Hallo Micha 2

    Das ist genau das, was dir und mir und vielen anderen tagein, tagaus eingeimpft wurde und wird, und dadurch wird es nicht richtiger. Bedenke, Jehova hat uns nicht nötig, aber wir ihn. Jehovas Vorsatz wird sich auch dann noch erfüllen, wenn wir nicht tagein, tagaus in den Dienst gehen.

    Jehova ist ein glücklicher Gott. Er war lange allein, bevor er zum Schöpfer wurde. Er ist ein Gott mit überströmender Liebe. Was verlangt er von uns? Das Einfachste, was wir ihm schenken können, nämlich unsere Liebe.

    Freie, selbstlose Liebe bedingt Entscheidungsfreiheit. Wir lieben Jehova aus freien Stücken, weil er so ist, wie er ist. Deshalb lässt uns Jehova auch unsere Entscheidungsfreiheit und belohnt die, die ihn lieben.

    Wer liebt einen verständnislosen Tyrann, der seine Diener bei Wind und Wetter in den Dienst schickt, bis sie nicht mehr können? Das weis auch Jehova.

    Wenn Jehova sogar seinen eigenen Sohn nicht verschonte und mit ihm gelitten hat, zeigt es wie wichtig wir in seinen Augen sind. Predigtdienst ist eine gute und nützliche Sache, dort wo er angebracht ist, weil er das Interesse Jehovas, die Menschen zu retten, unterstützt. Aber der Predigtdienst rettet kein Leben.

    Niemand ist aufgrund seiner geleisteten Predigtdienstunden gerettet worden, noch jemand, weil ihm gepredigt wurde, denn der gesamten Welt wird gepredigt, sondern der wird gerettet werden, der das richtige Herz aufgrund seiner Erkenntnisse entwickelt.

    Ede

  • Hopefull
    August 3, 2010

    Lieber Michael 2

    anstatt Jehova hätten sie auch „leitende Körperschaft“ oder „treuer verständiger Sklave“ schreiben können. Denn den Willen JHWH´s tun sie schon lange nicht mehr,denn die Organisation hat ihre eigenen Gesetze. Denn jeder gedrillter Zeuge weiß doch, dass er nur Jehova gefallen kann wenn er der Organisation hörig ist. Und wenn er diesen Tagestext, mit seinen wieder schwammigen Aussagen liest, weiß er doch sofort, was von ihm gefordert wird. Nächstenliebe ist es nicht.
    Und was mir dabei noch auffällt, dass sie mit keinem Wort Jesus erwähnen. Mein Schwiegervater hat mir eine interessante Mail geschickt, das ich bis dahin nicht wusste.

    Die vokallose lat. Überschrift auf der Schuldtafel am Kreuz Christi, INRI, hat er sich ins Hebräische übersetzen lassen. Und das erstaunliche Ergebnis ist dieses:

    Jeschua HaNotzri W(=U)Meleeh HaJehudim
    J H W H

    Auf jeder sogenannten Schuldtafel mußte der Name des Verurteilten, seine Herkunft und der Grund seiner Hinrichtung angegeben werden. Das war röm. Gesetz.

    Somit haben die Leute, die von den Zeugen etwas spöttisch betrachtet werden, vollkommen recht wenn sie sagen, dass Gott für uns gestorben ist. Wir haben keine Ahnung wie eng die Verbindung zwischen JHWH und Jesus Christus ist. Sie ist so eng, dass wir dies gar nicht mit unserem unvollkommenen Menschenverstand erfassen können.
    In BI-Prophetie gibt es im Moment wieder einen schönen Vortrag, da wird 5.Mo.32: 4 erwähnt wo es heißt:
    „Der Fels, vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht.
    ….. V15 …. und verachtete den Fels seiner Rettung.“

    Jesus wird in Daniel als der Stein/Fels bezeichnet, der das Bild an die Füße schlägt und umwirft und auch im NT gibt es einige Bibelstellen, die sagen, dass er unser Eckstein, unser Grundstein ist. Im AT bezieht es sich aber auch auf JHWH. Somit ist der Fels Jesus Christus, aber auch JHWH. Sie sind so eng miteinander verbunden, dass man sie gar nicht trennen kann.
    Auch kommen wir nur durch Jesus Christus zu Jehova. Mit recht sagt mein Schwiegervater, Jehova ist :“Heilig, heilig, heilig!“. Wir dagegen sind sündig, absolut unheilig. Nur durch Jesus Christus können wir ins Allerheiligste gelangen. Wenn wir Jesus weglassen können wir niemals Jehova gefallen, das ist unmöglich.
    Jesus sagte einmal:“ Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
    Da steckt viel mehr dahinter als wir nur erahnen können.

    Vielen Dank für den Tagestext, über den man sich zwar aufregen könnte, aber auch zum Nachdenken nutzen kann 😉

    Liebe grüße Hope

  • Winston
    August 3, 2010

    Liebe Schwestern und Brüder,

    dass die WT-ORG nicht nach urchristlichem Muster handelt ist leider bewiesene Tatsache. Der Umgang mit Christen, die nur gering abweichende Erkenntnisse aus der Bibel haben, ist gegen alle biblischen Ratschläge und Empfehlungen, dass wir alle, die Jesus annehmen zu Gott kommen, bzw. dass es genügt wenn sich zwei oder drei im Namen Jesu versammeln, damit er unter ihnen weilt.

    Viel gravierender sind die autoritären Regeln der Organisation, die von einem Verkündiger völlige Transparenz über sein Denken fordert. Den Umgang mit Familienangehörigen, die sich verabschiedet haben, kontrollieren und andere Christen in einen Topf mit Ungläubigen und als Teil von Babylon der Großen bezeichnet.

    Umgekehrt ist die Organisation, aus Gründen, die durchaus nachvollziehbar sind, nicht bereit Rechenschaft über den Einsatz ihrer beträchtlichen Mittel und Vermögen abzulegen.

    Dumm ist nur, dass sie auf Grund der verschärften Compliance-Regeln bei Börsenbeteiligungen immer wieder als Investoren von Hedge Fonds gelistet werden.

    Beispiel:
    http://e-watchman.com/home/2012/9/8/the-watchtower-society-hedge-fund.html

    An organization called Hedge Fund Intelligence – Global Review hosts an annual pow-wow in London for all the big banks and hedge fund managers, and listed on the roster from the September, 2010, meeting is
    „none other than the Watch Tower Society“.

    Of course, their merely attending a hedge fund meeting does not of itself prove that the Watchtower has become a hedge fund. But, coupled with their scheme to get more money from the congregations and selling off valuable property in Brooklyn, it certainly appears as if they are trying to a acquire a massive pool of money to play the global markets.

    (The Watch Tower Society is on the 2012 attendees list under Investors.)

    Das heißt die Watchtower Society ist bis 2012 auf der Liste der Kunden und Investoren. Hier werden die Spendengelder der vielen Anhänger angelegt (oder auch verzockt), während gleichzeitig gemeinsam durch Spenden und Arbeitszeit aufgebautes Immobilienvermögen verscherbelt wurde und wird.

    Jeder gemeinnützige Verein und auch caritativ auftretende Kirchen müssen einmal im Jahr eine Rechenschaft für die Verwendung von Spendengeldern und Vermögenswerten veröffentlichen. Warum nicht die Zeugen Jehovas ? Das ist sogar gesetzlich geregelt !

    Wie würden die Urchristen dieses Verhalten sehen, doch sicherlich nicht anders, als Jesus bei der Tempelreinigung.

    Was aber versteht die WTG unter der Tempelreinigung in Verbindung mit der eigenen Geschichte ihrer Gesellschaft ?

    Der anmaßende Artikel des Wachturms vom Juli 2013.
    Siehe WT auf Seite 19 Absatz 17
    „Von 1914 an bis in die erste Hälfte des Jahres 1919 begleitete Jesus seinen Vater dabei, den geistigen Tempel zu inspizieren
    und zu reinigen, was dringend nötig war.“
    Was meint der Wachturm damit ?
    Auf Seite 10 Absatz 8.
    „In den letzten Monaten des Jahres 1914 gab es Bibelforscher, die entmutigt waren, weil sie nicht in den Himmel kamen. 1915 und 1916 behinderte Widerstand von außen das Predigtwerk.
    Schlimmer noch, nach dem Tod von Bruder Russell im Oktober 1916 kam innerhalb der eigenen Reihen Widerstand auf.
    Vier der sieben Vorstandsmitglieder der Watch Tower Bible and Tract Society lehnten sich gegen die Entscheidung
    auf, Bruder Rutherford die Leitung zu übertragen. Sie versuchten, die Brüder zu entzweien, verließen aber im August
    1917 das Bethel. Welch eine Reinigung!“

    Da haben sich doch tatsächlich vier der sieben Vorstandsmitglieder geweigert einen autoritären Machtmenschen mit Alkoholproblemen, als alleinigen Herrscher der Organisation zu wählen. Die Folge war, sie mußten das Bethel verlassen.
    „Welch eine Reinigung !“
    Was dann kam ist bis heute die Maxime der LK:
    – Macht,
    – Intransparenz,
    – dubiose Geldgeschäfte mit den Spenden ihrer Schafe und eine
    rigorose Gedanken und Kontakt-Kontrolle aller Brüder und
    Schwestern, um in Einheit als Soldaten Gottes im Gleichschritt
    zu marschieren.

    Wenn man die Geschichte der ersten Christengemeinden und aller Briefe der Apostel damit vergleicht, dann kann ich, für mich nur zu dem Schluß kommen:
    Die Organisation ist leichter vergleichbar mit den Pharisäern, als den urchristlichen Gemeinden.
    Sie beten den Mammon an, freuen sich Ihrer Titel und fordern uneingeschränkten Respekt und Gehorsam ihrer Untergebenen.

    Luk 16.13-14
    Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott samt dem Mammon dienen. 14 Das alles hörten die Pharisäer auch, und waren geizig, und spotteten sein.

    Matth. 23
    1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern 2 und sprach: Auf Mose’s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. 3 Alles nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut’s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen’s wohl, und tun’s nicht. 4 Sie binden aber schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen. 5 Alle ihre Werke aber tun sie, daß sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Säume an ihren Kleidern groß. 6 Sie sitzen gern obenan über Tisch und in den Schulen 7 und haben’s gern, daß sie gegrüßt werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden. 8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder. 9 Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

    Zur Frage:
    Unsere Organisation, eine Ebenbild der Christenversammlung ?,
    muß sich jeder, der die Praktiken der WTG verstanden hat selbst ein Bild machen. Für mich sind die ein Ebenbild der geldgeilen, titelsüchtigen Pharisäer. Da finde ich in der Bibel viel mehr Parallelen, als zu den urchristlichen Gemeinden.

    Gruß
    Thomas

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Diakonos die Vorstufe zum Presbyteros/Episkopos? Fortsetzung von oben.

    Aus Apostelgeschichte Kap. 6 wird der Schluß gezogen, der Diakonos sei so eine Art Unterstufe zum Episkopos bzw. Presbyteros, weil hier der Begriff „Diakonia“ die Tätigkeit der „täglichen Versorgung“ oder „Austeilung“ an die Witwen beschreibt. Die 12 Apostel wiesen eine nicht näher bezeichnete „Menge der Jünger“ an, 7 fähige Männer als „Diakone“ einzusetzen, um für diese rein organisatorische „Handreichung“ oder „Austeilung“ Sorge zu tragen bzw. sie zu überwachen.

    Auffällig hierbei zum ersten, daß diese Diakone NICHT von sog. „Ältesten“ (Presbyteroi, Episkopoi) ernannt wurden, sondern –auf Anweisung der 12 Apostel – von „der ganzen Menge“. Aus wem bestand „diese ganze Menge“? Laut Apg 2 v 44 alle, die „zum Glauben kamen“, alle „Gläubiggewordenen“. Waren das etwa nur „Älteste/Aufseher“? Nein, es waren ALLE Christen – Männer, Frauen, Witwen, Jüdisch- und Griechischsprachige. Man mache sich klar: ALLE – die gesamte Gemeinde (Versammlung) – Männer UND FRAUEN(!) – hatten hier laut Apg. ein Mitspracherrecht, ALLE wurden gefragt. Daß in Apg. 3 die Apostel die Jünger mit „Brüder“ (adelphoi) anredeten, ist genau das gleiche, wie wenn heute alle Brüder, Schwestern, und sogar „Neue“ mit dem generischen Sammelbegriff „Brüder“ zusammengefasst werden.

    Man stelle sich einmal vor, daß in einer „Versammlung“ der JZ heute die „Diakone“ (DAG) von der gesamten VS ernannt werden, von Brüdern und Schwestern gleichermaßen. – eine völlig abwegige Vorstellung. Und doch ist es im 1. Jhdt unter der Leitung der vom Heiligen Geist Gottes inspirierten Apostel Jesu Christi so geschehen. Heute gibt es keine vom Heiligen Geist inspirierten (theopneustos, gottgehauchten) Menschen mehr. Folgen JZ betreffs Kirchenorganisation also dem urchristlichen Muster? Ganz klar nein.

    Liest man dann weiter, so sieht man, welchen „Kalibers“ die zu Diakonen ernannten Männer waren. Das waren keine „Azubis“, keine „Trainees“, keine noch nicht so ganz durchgegarten Vor-Presbyter bzw Vor- oder noch-nicht-Episkopoi, denen erst mal gezeigt werden muß, wo es langgeht. Laut Apg 6 v 3 waren das spirituelle Schwergewichte: „Männer VOLL (!) Heiligen Geistes und Weisheit.“ Einer dieser Diakone war Stephanus, der zum ersten Märtyrer wurde. Das war kein „Jüngelchen“. Vers 5: “ Stephanus, ein Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes.“ Vers 8: „Stephanus … voll Gnade und Kraft“. Man lese die Ansprache des Stephanus vor seinen jüdischen Anklägern in Apg. 7, um vollends gewahrzuwerden, daß dieser Diakon das war, was man als „geistiges Kraftwerk“ bezeichnen könnte. Der Bericht in Apg. 7 kulminiert in einer der gewaltigsten Geistesschauen, die die gesamte Bibel überhaupt kennt, eine Art Offenbarung im Kleinformat – Verse 55 & 56: „Als er aber, voll Heiligen Geistes, unverwandt gen Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes, und Jesum zur Rechten Gottes stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet, und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“ Das war die Vision eines urchristlichen „Dienstamtgehilfen!“

    Klingt das nach „Vor-Ältester“, „noch-nicht-Ältester“? Die Antwort lautet ganz klar nein. Eine geläufige -Definition der Anforderungen für DAG und Älteste besagt: Ein DAG muß alles können, was ein Ältester auch kann, außer daß er „lehrfähig“ sein muß (siehe z. B. „Barnes NT Notes“ zu 1 Timotheus 3 v 8: „In most respects, except in regard to preaching, their qualifications were to be the same as those of the bishops.“) Eine solche Definition wird durch die Betrachtung der biblischen Fakten betreffs des Diakons Stephanus vollends ad absurdum geführt. Folgen JZ also betreffs Kirchenorganisation dem urchristlichen Muster? Wieder lautet die Antwort nein.

    In 1 Timotheus 3 listet diverse Anforderungen sowohl für Episkopoi (Aufseher, Vers 1) als auch für die Aufgabe des Diakonos (Vers 8). Auffällig hierbei ist zum einen, daß es in V. 8, nach Ende der Anforderungsliste für die Episkopoi, heißt:“ Die Diener (Diakonoi) DESGLEICHEN.“ Andere Übersetzungen sagen „AUCH die Diakone. “ Ist hier in diesen Passagen auch nur der leiseste Anklang daran zu finden, daß (1) Diakon eine „Unter“stufe zum Episkopos ist, und daß (2) erst die Stufe des Diakons durchlaufen werden muß, um Episkopos zu werden? Fehlanzeige – ich kann solches jedenfalls hier nicht entdecken.

    Und jetzt wird es ganz interessant: In der urchristlichen Ekklesia gab es nämlich auch (oder zumindest eine) weibliche „Dienstamtgehilfen“, Dienstamtgehilfinnen“ also, oder Diakonissen, siehe Römer 16 v 1: “ Ich empfehle euch aber Phöbe, unsere Schwester, welche eine Dienerin (Diakonos!) der Versammlung in Kenchreä ist.“ Fryberg Lexicon sagt hierzu: „deacon, both masculine (1T 3.8) and feminine (probably RO 16.1).“ Auch andere Referenzwerke belegen, daß Diakonos hier als feminin aufzufassen ist. Interessanterweise gibt an dieser Stelle die von der WTG ob ihrer Genauigkeit und konsequenten (konkordanten) Wiedergabe so hoch gelobte NWT den Begriff „Diakonos“ nicht mit dem amtsdeutschen „DAG“ wieder, weil das ja nun überhaupt nicht ins WTG-Bild passen würde. Schwestern als Dienstamtgehilfinnen? Ja wo kämen wir denn da hin? Da folgen wir aber dem urchristlichen inspirierten Vorbild betreffs Kirchenorg. überhaupt nicht gerne.

    Wie bereits früher ausgeführt, gab es laut 1 Korinther 14 sowie Epheser 4 in der urchristlichen Gemeinde eine Aufgabenteilung. Die unterschiedlichen Begriffe Diakonos, Presbyteros sowie Episkopos scheinen sich voll und ganz in dieses Schema einzuordnen. Es sind dies alles weitere Rollen- oder Aufgabenbeschreibungen für in der Christengemeinschaft zu tätigende „Ämter“, ohne daß jedoch hier eine Rang- oder Statusabfolge oder ein „Rang-Vergleich“ vorliegt der Art, daß der Diakonos eine Vorstufe, ein notwendiges, zu absolvierende Vorstufe sei, die man erst durchlaufen muß, um zum Episkopos/Presbyter ernannt zu werden. Die heutige WTG-Festlegung auf Diakonos als Vorstufe zum „Ältesten“ erscheint völlig willkürlich und durch nichts im NT gestützt. Zumindest erscheint es mir so.

    Zur Übersetzung des Begriffes „Diakon“: Die Wiedergabe mit „Diener“ (Luther, Elberfelder) ist ziemlich vage, denn es gibt im Gr. auch den Begriff „Doulos“, der mit „Diener“ übersetzt werden kann. Dies nun war in der Tat so eine Art „niederer Rang“, der Begriff „Knecht“ oder „Sklave“ wird hierfür sehr oft verwendet (z.B. Matthäus 24 v 25 „Wer ist nun der treue und kluge Knecht (doulos).“ Übersetzt man nun „Diakonos“ mit „Diener“ dann könnte das in der Tat der Vorstellung Vorschub leisten, der Diakon sei so eine Art niederer Rang.

    Allerdings ist die WTG-Erfindung „Dienstamtgehilfe“ ein völliges Unwort. Das ist WTG-Beamten- oder Bürokratendeutsch. Das erinnert mich an „Agrokulturinstrument“ (DDR-Deutsch für „Spaten“). Was soll das eigentlich bedeuten: „Dienstamt-Gehilfe?“ In welchem Duden oder Pons steht das denn? Hilft hier jemand einem Dienstamt? Was oder wer ist das Dienstamt? WTG meint sicher „Ältestengehilfe.“ Wie oben ausgeführt: Jemanden wie den urchristlichen Stephanus auf einen „Gehilfen“-Status zu reduzieren läßt die Ignoranz Urständ feiern.

    Da man ja anderswo auch entschieden hat, nicht klar übersetzbare Begriffe wie Scheol, Hades, Gehenna, et al. zu transliterieren, um Mißverständnissen vorzubeugen, plädiere ich dafür, Diakonos ebenfalls unübersetzt zu lassen, oder als „Diakon“ bzw. „Diakonin“ (in Phöbes Fall) wiederzugeben. Genauso betreffs Presbyter und Episkopos. „Ältester“ ist unglücklich, denn das legt die Vorstellung von „Alt“ oder „Alter“ nahe. Das verträgt sich nicht mit der Vorstellung von „Ältesten“, die in ihren 20ern, 30ern, … sind. Rein menschlich betrachtet, ist Alter allein kein Garant für Weisheit, Befähigung, oder Qualifikation, und wenn man dann noch das Wirken des Heiligen Geistes hinzuzieht, der bereits sehr junge Menschen zu allem befähigen kann, das Gott will, dann ist das Kriterium des Alters ohnehin hinfällig. Siehe Samuel, lt. 1 Samuel 3, oder Elihu in Hiob 32 v 6.

    Zum Abschluß könnte man sicherlich sagen, daß es wichtigeres gibt, als theologische Begriffsdefinitionen und terminologische Haarspaltereien (Paulus warnt laut 1 Timotheus 6 v 4, daß man “ krank an Streitfragen und Wortgezänken“ sein kann), aber es ist nun mal so, daß wenn man einen Anspruch erhebt, dieser dann auch voll und ganz erfüllt werden muß, möchte man nicht unglaubwürdig sein. JZ verkünden immer wieder lautstark und erklären es zu ihrem Markenzeichen, wie sehr sie doch dem urchristlichen Muster folgen und alles ganz genau so tun, wie es in der Bibel steht. Dann gilt der von „Pastor“ Russel vertretene Grundsatz: in falsum uno in falsum toto. Betreffs des hier ausgeführten Themas muß sich die WTG schlicht und simpel der Tatsache stellen, daß sie, was Gemeindeorg. anbelangt, nicht dem urchristlichen Muster folgt.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Deine Schilderung ist völlig korrekt!

    Meine Mutter war in den 1950er Jahren „Zeitschriften Gebietsdiener“ wie das damals hieß.
    Sie war regelmäßig wenn der Kreisaufseher da war, auch bei den sogenannten Dienerbesprechungen dabei.

    Auch ich war bereits mit 23 Jahren Ältester, bin mit 21 in einGebiet wo Hilfe not tat und wegen Not am Mann wurde ich gleich VA und TSA, später abwechselnd WT Leiter. Mit 17 hat man mich auch fallweise als WT-Leiter in einer sogenannten Zweigstelle der Versammlung eingesetzt, da nahezu keiner der Brüder ein Auto besaß. Zum Alter 23 finde ich schon das das viel zu früh war, nicht nur mangels Erfahrung auch die Glaubwürdigkeit und Autorität geht einem so jungen ab. Heute glaub ich in Erinnerung zu haben dass Älteste erst ab ca. 30 eingesetzt werden.

    lg. Matthäus

  • Anna
    August 3, 2010

    Lieber Matthäus,

    wenn deine Mama in den 50er Jahren schon „Gebietsdiener“ war gab es wohl schon die Frauenquote innerhalb der Organisation 😉 .

    Noch zum Thema Alter der Ältesten: Zumindest kenne ich ein paar kürzlich ernannte so um die 25. Gerade die, die die Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung besucht haben werden recht schnell Älteste. Sie werden ja in Hilfe-Not-Versammlungen geschickt.

    Andererseits gibt es auch etablierte Ältestenschaften die darauf achten, dass möglichst kein NEUER dazukommt. Da werden dann die Erfordernisse einfach heraufgeschraubt.

    Schönen Tag und herzliche Grüße an alle

    Anna

  • Alois
    August 3, 2010

    Liebe Anna

    Zum Thema ganz junge Brüder werden Älteste eine Bibelstelle und lieber Matthäus, ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel, da Du auch schon ganz jung ein Ältester warst.

    Jesaja 3
    1. Denn siehe, der Herr, Jehova der Heerscharen, nimmt von Jerusalem und von Juda Stütze und Unterstützung hinweg, jede Stütze des Brotes und jede Stütze des Wassers;
    2. Held und Kriegsmann, Richter und Prophet und Wahrsager und Ältesten;
    3. den Obersten über fünfzig und den Angesehenen und den Rat, und den geschickten Künstler und den Zauberkundigen.
    4. Und ich werde Jünglinge zu ihren Fürsten machen, und Buben sollen über sie herrschen.
    5. Und das Volk wird sich gegenseitig bedrücken, der eine den anderen, und ein jeder seinen Nächsten; der Knabe wird frech auftreten gegen den Greis, und der Verachtete gegen den Geehrten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Anna
    August 3, 2010

    Lieber Alois, liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für Jesaja 3:4 über die Buben die über das Volk herrschen werden.
    Mir ist dann noch eingefallen, dass aufgrund der verwendeten Technik in der Organisation (es geht ja alles nur noch über einen Account bei jw-org mit Zugang gemäß eingeräumten Rechten je nach Dienstgrad) die älteren Brüder, die technisch nicht auf dem laufenden sind bzw. nicht das Geld haben sich stets neue Computer anzuschaffen so ohnehin keinen Einfluss mehr haben. Und nur noch dem Namen nach „Älteste“ sind.

    In der LK gibt es ja nun auch einen geistgesalbten „Buben“ Mark Sanderson. Er dürfte Mitte 40 sein. Näheres nachzulesen im Studien-WT Juli 2013.

    Viele liebe Grüße Anna

  • Frank&Frei
    August 3, 2010

    da fällt mir diese Strophe ein

    Ihr Sterne seid uns Zeugen, die ruhig niederschaun,
    Wenn alle Brüder schweigen und falschen Götzen traun.
    Wir woll’n das Wort nicht brechen, nicht Buben werden gleich,
    Woll’n predigen und sprechen von Gottes Königreich.

  • Denker
    August 3, 2010

    Hallo Anna,
    ich würde ihn zwar schon auf etwa 50 schätzen,aber erstaunlich ist es schon wenn man bedenkt das die Einsammlung der Gesalbten ja nach WTG Äuserung 1935 beendet war.Leider interesiert es den einfachen Zeugen der zum Fußvolk gehört nicht.Am vorigen Donnerstag aben sie bei uns in der Vers. die Briefe vorgelesen wo es um KA-Autoflotte ging und um die Versicherrung der Königreichsäle,die meisten waren sehr begeistert und haben nach der Resulotion brav ihre Hand gehoben. Ich nicht, noch haben sie nicht mit mir darüber gesprochen aber es kommt bestimmt. Meine Frau sagt die LK weiß schon was sie tut. Naja mal sehen was noch kommt aber sie haben die meisten vom Fußvolk hinter sich und ich glaube sie können zur Zeit alles beschließen.
    einen schönen Gruß an alle die hier mitlesen euer Denker
    P.S. ich bin immer wieder überrascht wie viele Brüder und Schwestern hier im Forum so eine gute Bibelkenntnis Haben, dadurch habe ich schon viel gelernt danke nochmal.

  • Pit
    August 3, 2010

    eines tages versammelte der Herr alle seine kinder.
    in drei guppen traten sie vor seinen Thron.

    und der Herr fragte die erste gruppe:
    „was habt ihr zu berichten?“

    der anführer der ersten guppe stand auf.
    „Herr, mit feuer und schwert haben wir dein heiliges
    wort verkündet. ganze völker haben wir vernichtet,
    weil sie dir nicht folgen wollten. reichtümer haben wir
    für dich geraubt und bringen sie vor deinen Thron.“

    und der Herr fragte die zweite gruppe:
    „was habt ihr zu berichten?“

    der anführer der zweiten gruppe stand auf.
    „Herr, wir haben deinen wirklichen namen auf der ganzen
    welt verkündet und wir haben dein wort vor der ganzen
    welt richtig gestellt und von allen lügen befreit.
    und wir haben unsere gemeinschaft rein für dich erhalten,
    indem wir das böse unerbittlich ausgemerzt haben.“

    und der Herr fragte die dritte gruppe:
    „was habt ihr zu berichten?“

    doch keiner stand auf und trat vor den Thron.
    so trat stille ein vor dem Thron.

    und der Herr fragte:
    „was habt ihr für mich getan?

    doch abermals stand keiner auf, um vor den Thron zu treten.

    und der Herr fragt eines der kinder
    dass in der vordersten reihe kniete:
    „was hast du für mich getan?“

    „oh, Herr,“ antwortete das kind, ohne sich zu erheben,
    „nichts habe ich an grossen taten vorzubringen.“

    und der Herr sprach zu dem kind:
    „steh auf mein kind und sprech.“

    da stand das kind auf und sprach:
    „ich weiss nicht, warum ich in dieser gruppe bin.
    auch haben wir keinen führer, der für uns sprechen
    könnte. und ich habe nichts für dich getan. was
    hätte ich kleiner mensch schon tun können? du bist
    allmächtig und gut. dein Wort ist gesetz. du wirkst
    fortwährend im ganzen universum. für dich ist nichts
    unmöglich. du versammelst deine kinder, wie du es
    für richtig hälst. was kann ich armes kind schon für
    dich tun. ich habe nichts vorzuweisen.“

    und der Herr sprach:
    „erinnerst du dich noch an das das kleine kind?“
    und der Herr tat ihm die augen auf.

    „oh ja Herr, ich erinnere mich.
    da war ein kleines kind,
    schmuddelig und dreckig und die anderen kinder lachten
    es aus, weil es einen sprachfehler hatte. und ich hatte
    schokolade. und ich gab dem kind von der schokolade und
    wir issen. und das kind lächelte.

    und da war ein vögelein, das war aus dem nest gefallen,
    und es erbarmte mich und ich nahm es mit heim… .

    und da war … … .

  • Manfred
    August 3, 2010

    Liebe Judy,

    ich kann Deine Empfindungen vollkommen nachvollziehen. Vor allem das hier: Aber das Wichtigste und Schönste ist, den inneren Frieden im Herzen zu spüren Jesus und seinem himmlischen Vater wirklich nahe sein zu können, ohne Organisation als Mittler, – Zitat Ende.

    Das ist ein sehr schönes Gefühl und das war mir als Zeuge Jehovas auch verwehrt geblieben. Nun kenne ich die Christliche Freiheit und ich möchte sie nicht mehr missen. Die einengenden Organisationsketten habe ich von mir geworfen.

    Vielen Dank, dass Du Deine persönlichen Empfindungen mit uns geteilt hast.

    Liebe Grüße Manfred

  • Judy an Turtel
    August 3, 2010

    Leider war kein Antwortbutton unter deinem Beitrag, ich hoffe du liest es auch so 🙂 wir befinden uns wahrscheinlich gerade in einer ähnlichen Phase…innerlich hab ich mich zwar schon länger immer mehr von den Zeugen distanziert, aber offiziell wurde ich erst vor kurzem ausgeschlossen. Mache gerade die ersten Erfahrungen, wie man so als Ausgeschlossener behandelt wird…einerseits ist es verletzend, andererseits müßte man manchmal fast schmunzeln, wenn man merkt, wie klischeehaft geahndelt wird, dazu mischt sich dann ein Gefühl von Mitleid, nicht im geringschätzendem Sinne, nein…es tut einfach nur weh zu sehen wie Menschen, die man gerne hat, sich verhalten wie Marionetten, ferngesteuert könnte man auch sagen und dabei denken sie seien im Recht…das macht einen dann wieder sauer, da man in solchen Momenten sich doch sehr von oben herab betrachtet vorkommt.

    Sehr widersprüchliche Gefühle die man da durchläuft.

    Aber das Wichtigste und Schönste ist, den inneren Frieden im Herzen zu spüren Jesus und seinem himmlischen Vater wirklich nahe sein zu können, ohne Organisation als Mittler, die einem vorschreiben will, wie man Gott zu lieben hat und es sich dann noch anmaßt zu urteilen, dass man eben jenes nicht tut, nur weil man keinen menschgemachten Gesetzen mehr folgen mag.

    Dabei sind diese Worte hier von Jesus doch sehr deutlich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand
    kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Joh 14,6; ELB)

  • Sternchen
    August 3, 2010

    Liebe Judy,
    bin sehr froh, daß Du es nun von dieser Sicht betrachtest.
    „Den Frieden im Herzen zu spüren“, das hast Du schön geschrieben.
    Alles Gute wünsch´ich Dir.
    Grüßle Sternchen

  • Winston
    August 3, 2010

    Liebe Judy,

    dieses Freiheitsgefühl endlich mit Menschen auch außerhalb der WTG Jesus nachfolgen zu können ist unbeschreiblich.
    Noch dazu kommt die Tatsache, dass es außerhalb der „WTG-Wahrheit“ viel mehr offene, denkende liebevolle Christen gibt, die aus Liebe und Barmherzigkeit auch andere Meinungen akzeptieren. Egal ob Katholiken oder Protestanten oder andere.

    nimm noch Math. 18:20
    Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

    Gibt es bei ZJ zwei oder drei, die sich im Namen Jesu versammeln ? Ja aber nur geheim, die anderen versammeln sich im Namen „JEHOVAS“. Und wenn sich kleine Gruppen bilden, die auch Jesus anbeten, dann gibt’s sofort ein Verfahren wg. Abtrünnigkeit.

    oder Matth. 10:40
    Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

    Das ist ebenso eindeutig. Gott anzunehmen bedeutet zuallererst Jesus aufzunehmen und nicht eine irdische Organisation, die sich als einziger Verbindungskanal zu Gott sieht.

    Johannes 13,34 und 35:
    Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.
    Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

    Ist es Liebe seine Schwester oder seinen Bruder bei Ältesten zu denunzieren ?
    Ist es Liebe Eltern oder Kinder dazu aufzufordern Andersdenkende für tot zu erklären und sie wegen anderer Meinungen als dem Satan übergeben zu betrachten ?
    Ist es Liebe Andersgläubigen humanitäre Hilfe bei Katastrophen zu verweigern ?
    Ist es Liebe, wenn junge Paare, die nicht bis zur Hochzeit warten, wegen Austausch von Zärtlichkeiten der porneia (Inzucht) beschuldigt erden ?
    Ist es Liebe Vollzeitdiener so schlecht zu behandeln ? (Sozialvericherung, Entlohnung)

    Andere auch große christliche Kirchen haben zumindest einen Großteil ihrer Aktivitäten und Gelder auch auf für caritative Aufgaben vorgesehen, um den Ärmsten der Armen zu helfen.
    Bei Zeugen Jehovas geht’s nur um das Predigtwerk. Wenn eine Schwester oder ein Bruder in Not ist, dann ist eine Spende nicht vorgesehen.
    Oder wenn man Familienangehörige im Alter pflegt, dann nur solange man seine Pflichten als Verkündiger nicht vernachlässigt.

    Sei glücklich darüber, endlich Gelegenheit zu haben wahre Christen kennenzulernen und vergib den armen ZJ, denn sie wissen nicht was sie tun.

    Die Organisation, die sich seit 139 Jahren als falscher Prophet erwiesen hat wir ihre Früchte ernten.

    Math. 7:15
    „Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (…) Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in
    deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“

    liebe Grüße
    Thomas

  • Turtel
    August 3, 2010

    Liebe Judy,
    vielen Dank für Deine Ermutigung. Ich gehe noch in die Versammlung, allerdings mit anderen Gefühlen und Gedanken als noch vor kurzem.
    Bin noch am analysieren und „Beweise“ für mich finden, dass das wirklich nicht Jehovas Organisation ist, obwohl ich es innerlich eigentlich schon weiß. Ich hoffe, dass ich noch einigen Brüdern und Schwestern Denkanstöße geben kann, obwohl das sehr schwierig ist. Die erste Frage lautet immer, woher hast Du das, und wohin sollen wir denn gehen, gibt es was besseres? Ein Leben ohne „Vordenker“ scheint es für die meisten nicht zu geben. Es macht einen traurig und wütend zugleich. Hier bei BI kann man zum Glück mit Gleichgesinnten kommunizieren, denn das ist das erste, wss ich innerhalb meiner Versammlung festellen mußte, als ich gewisse Fragen hatte – über seinen Glauben kann man sich nicht mit seinen Brüdern unterhalten, da macht man sich sofort verdächtig. Ich habe hier auf dieser Seite ganz neue Denkanstöße bekommen und gemerkt, dass ich die Bibel eigentlich gar nicht richtig kenne. Ich bin dankbar, dass es hier Brüder und Schwestern gibt, die ihr Bibelwissen und Ergebnisse ihrer Nachforschungen mit anderen teilen – das ist christliche Nächstenliebe und nicht stundenlanges von einer Tür zur nächsten gehen um mit fremden Menschen über die Bibel reden wollen und bei den eigenen Brüdern abblocken. Wenn ich mein inneres Gleichgewicht wieder gefunden habe, werde ich versuchen mich hier „positiv“ einzubringen.
    Gruß, Turtel

  • andi
    August 3, 2010

    Hallo Turtel,
    in dieser Phase stecke ich im Moment auch, bin aber inzwischen sicher, das dies nicht Jehovas Organisation ist.
    Nur aus Rücksicht auf meine Frau, die immer noch „sehr ermuntert aus der Versammlung kommt“, habe ich mich noch nicht geoutet.
    In den letzten Wochen habe ich aber immer mal versucht, mit Brüdern und Schwestern ins Gespräch zu kommen, von denen ich vermutete, dass sie nicht gleich zu den Ältesten rennen und mich denunzieren.
    Es waren sehr interessante Gespräche, die mich vermuten lassen, dass es unter der Decke enorm brodelt. Einige waren sehr enttäuscht in schwierigen Situationen nichts von der ach so tollen Bruderliebe verspürt zu haben, anderen macht die Überorganisation zu schaffen, von den Ältesten, die ich kenne, sind mit mir schon fünf in den letzten Monaten zurückgetreten.
    Viele verstehen das Hin und Her in der Lehre schon lange nicht mehr.
    All das zeigt mir, dass wir hier bei BI auf dem richtigen Weg sind, zur herrlichen christlichen Freiheit. Ich war schon seit Jahren nicht so befreit, wie in den letzten Monaten.

    Ich wünsche dir und allen anderen hier auf BI die nötige Stärke und freue mich über die konstruktiven Beiträge.

    Viele Grüße
    andi

  • edelmuth
    August 3, 2010

    » Ein Leben ohne “Vordenker” scheint es für die meisten nicht zu geben. «

    Guten Abend Turtel

    Du äußerst einen ganz wichtigen Gedanken, den man nicht oft genug betonen kann. Nicht, dass ich das gut finde, aber diese Unfähigkeit selber Entscheidungen zu fällen, wird vom Sklaven systematisch antrainiert.

    Zunächst wird den Brüdern das Selbstbewusstsein geraubt, indem jeder verpflichtet wird, seine persönliche Entscheidung als unbedeutend hinten anzustellen. Den Brüdern wie auch den Ältesten wird nur so viel Wissen vermittelt, wie sie benötigen, um ihre Aufgabe ausführen zu können.

    Jeder Verkündiger verfügt über mehr Erkenntnis als ein Weltmensch. Deshalb bedarf es für den Predigtdienst nicht allzu viel Wissen, zumal es primär auch nur um die Verbreitung von Literatur geht.

    Um einen WT-Artikel zu verstehen, werden die erforderlichen Schriftstellen, von denen der Sklave annimmt, dass sie nicht nachgeschlagen werden (sonst würde er nicht so viele unpassende Schriftstellen nennen), im Artikel angegeben. Auch Älteste bekommen nur so viel Bibelkenntnisse vermittelt, wie sie für die Ausübung ihrer Aufgabe benötigen. Den Brüdern wird kein vollständiges Bild vermittelt, das sie befähigen könnte, selbstständige Entscheidungen zu fällen. Jeder ist verpflichten in den durch die Literatur der Gesellschaft vermittelten Grenzen zu denken (in der Erkenntnis nicht vorauseilen). Niemand darf über die durch den WT vermittelten Gedanken hinaus Fragen stellen, forschen und sie vielleicht noch im Widerspruch zur WTG-Literatur beantworten. Niemand darf unabhängig von der WTG-Literatur die Bibel lesen und studieren (Geist der Unabhängigkeit)

    Geht man beim WT-Studium oder Bibelbuchstudium davon aus, dass alle Brüder die unter den Absätzen gestellten Fragen richtig beantwortet haben, und äußert als Kommentar Gedanken, die biblisch richtig sind aber so nicht im Artikel gestanden haben (weil andere Schwerpunkte gesetzt wurden), erlebt man schnell, wie Älteste ins Schwimmen geraten, weil sie überfordert sind und diesen Kommentar nicht einordnen können. Ihre Autorität wird untergraben. Irgendwann wird man dem Bruder das Wort nicht mehr erteilen.

    Deshalb ist es für sie zwingend erforderlich, dass sie deinen Kenntnisstand aus dem Niveau eines Kindes halten, um weiterhin ihre Macht über dich ausüben zu können. Deine gesamten Aktivitäten sollen sich aus die Beantwortung der Fragen unter den Absätzen und dem Predigtdienst im Verbreiten von Literatur beschränken. Weiterhin ist es erforderlich, dass du nur stückweise Erkenntnis erhältst, um dir kein vollständiges Bild machen zu können, aus dem du selber Rückschlüsse ziehen könntest.

    Das ist genau das Gegenteil von dem, was Jesus lehrte, denn er lehrte in Gleichnissen. Gleichnisse kann man nicht buchstäblich befolgen (niemand kann buchstäblich zum Kind werden), aber man kann Schlüsse daraus ziehen und sie selbstständig auf die Situation anwenden.

    Das beste Mittel dem Sklaven richtig zu begegnen ist, Kenntnisse aus Gottes Wort zu erwerben, um sie anzuwenden. Dagegen ist der Sklave machtlos.

    Ede

  • Gerd
    August 3, 2010

    Hallo edelmuth
    Treffender kann man die vorherrschende Situation nicht schildern. Ich erinnere mich noch an ein WT- Studium letzten Jahres wo es um die Veröffentlichungen der Gesellschaft ging. In dem Artikel wurde ständig darauf hingewiesen was wir wie zu studieren hätten. Natürlich alles vom Königreichsdienst bis, na du weißt schon. Mir kam natürlich in den Sinn dass es für uns das wichtigste ist die Bibel zu studieren. Ein anderer Bruder kam mir mit dieser Antwort zuvor. Mit welchem Ergebnis? Es wurde Still im Saal, der WT-Leiter bedankte sich nicht einmal für diesen Kommentar, nein er berichtigte ihn öffentlich indem er nochmal klarstellte dass die Publikationen der Gesellschaft das wichtigste für uns sind. Es ist einfach herrlich, diese Fragestellung im Wachtturm, alias: „Warum sind wir davon überzeugt, dass………; Woher wissen wir dass…..“. Die Antworten werden einem so schön in den Mund gelegt, man muss wirklich nicht mehr nachdenken.
    Liebe Grüße
    Gerd

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber Gerd

    Nicht umsonst steht in Heb. 5
    12. Denn da ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, bedürfet ihr wiederum, daß man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die der Milch bedürfen und nicht der festen Speise.
    13. Denn jeder, der noch Milch genießt, ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger;
    14. die feste Speise aber ist für Erwachsene, welche vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen.

    Es war somit schon im ersten Jahrhundert so, dass die Menschen sich geistig gesehen wie Babys ernähren wollten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    August 3, 2010

    willkommen MEIN NAME:
    Deine Darlegungen bezeugen, dass du gedanklich hinter die Kulissen siehst. Der Wachtturm hat das Bemühen, die Glaubenden derart beschäftigt zu halten, dass sie nicht ans Nachdenken kommen. Wenn das bei einer Person einsetzt, führt das schließlich zur Einsicht und Aufgabe.
    Der Anspruch der Organisation, geistgeleitet zu sein, wird durch die ständigen Schwankungen der Lehre konterkariert. Leider steht sie nicht zu dem was sie gestern lehrte und gibt den Glaubenden schlußendlich die Schuld dafür.
    Religion war aus Sicht von Rutherford teuflisch und wir sehen wie weit sich die Org in solche Belange verstrickt hat – die Freude der Glaubenden mindert sich und die Folgen der religiösen „correctness“ wie zB jahrzehntelange Verdeckung von Kindsmissbrauch, Schutz der Täter und Silencing der Opfer – es alles wirkt sich aus auf eine Org die katholischer als der Papst wird, so als ob sie von Jesuiten geführt wird – kalt und gegen humane Gefühle. Die Schrift an der Wand steht bereits

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Obgleich dieser Thread schon längere Zeit „brach“ liegt, möchte ich hier mit folgenden Beobachtungen fortsetzen, da sie thematisch hier hingehören.

    Daß JZ / die WTG heute betreffs Versammlungsorganisation ganz klar NICHT dem urchristlichen „organisatorischen“ Modell folgen, weiß ein jeder, der als sog. „Ältester“ tätig sein darf oder durfte. Man betrachte folgende göttlichen „Vorgaben“:

    1 Korinter 12 v. 28 – 30:

    Gott hat etliche in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gnadengaben der Heilungen, Hilfeleistungen, Regierungen, Arten von Sprachen. Sind etwa alle Apostel? alle Propheten? alle Lehrer? haben alle Wunderkräfte? haben alle Gnadengaben der Heilungen? reden alle in Sprachen? legen alle aus?

    Epheser 4 v. 11:

    Er hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, …

    Hieraus sieht man ganz deutlich: Es hat im 1. Jhdt. nicht JEDER ALLES gemacht. Es gab eine ganz klare Aufgabenteilung . Nicht jeder war ein Redner (Prophet, griech. von prophemi, hebr. „Nabi“, einer, der spricht), nicht jeder ein Hirte oder Lehrer. Gott, in seiner unendlichen Weisheit weiß, daß Menschen unterschiedliche Talente und Begabungen haben und nicht jeder gut auf jeder Hochzeit tanzt, siehe

    1 Petrus 4 v 10 (Nach Luther):

    Dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe (charisma), die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.

    Aha. Mit der Gabe, die ER empfangen hat – nicht, indem er versucht, jemand oder etwas zu sein oder tun, wozu er schlichtweg nicht geeignet ist. Ist jeder Älteste ein geeigneter Vortragsredner („Prophet“)? Jedem, dem sich bereits während eines todlangweiligen ÖV die Zehennägel hochklappten, wird diese Frage mit Nein beantworten. Ist jeder Älteste ein einfühlsamer Hirte? Man frage jene unter uns, die bereits die Erfahrung machen mußten, daß Älteste nicht unbedingt „labende schattenspendende“ Felsen sind (Jesaja 32 v 2), sondern ein grober FelsKLOTZ, der auf einen drauffällt und einen zermalmt.

    Wie sieht es – im Gegensatz zur klar ersichtlichen urchristlichen Aufgabenteilung in der Ekklesia – mit dem heutigen WTG-Anforderungskatalog aus?

    Ein Ältester muß …

    – als guter Lehrer pausenlos Ansprachen ausarbeiten und auf der Bühne stehen
    – ständig bei Ä-Besprechungen anwesend sein
    – bei Rechtsfällen mitwirken, die sich oft wochenlang hinziehen, und Besprechungen bis in die späte Nacht erfordern
    – „vorbildlich“ (=hohe Predigtdienststundenanzahl) im Dienst (offizieller Standard in einer mir bekannten Versammlung, von der Bühne verkündet: „Ein Glied unserer Dienerschaft setzt mindestens 16 – 20 h monatlich im Dienst ein, the Sky is the limit.“ Hast Du dort weniger als 16, wirst Du kein DAG, und Ältester damit natürlich auch nicht. Bist Du bereits Glied der Dienerschaft, weil Du bereits in der Vergangenheit diesen Leistungsmaßstab erfüllt hast, und sackst dann ab: Entweder Du bringst wieder Leistung, oder Du fliegst raus. VORRECHTS-Verlust = Schande. Bibl. Begründung: Unbekannt/nicht existent)
    – PD-Treffpunkte durchführen
    – ein „vorbildlicher“ Familienvater
    – mit seinen Kindern studieren
    – mit seiner Frau studieren
    – seine Kinder im PD schulen
    – mit seiner Frau PD durchführen
    – Familien-Freizeitgestaltung planen und durchführen
    – wenigstens einmal pro Monat mit jedem Verkündiger in seiner Dienstgruppe von Haus zu Haus gewesen sein
    – regelmäßig mit jedem „Vollzeitprediger“ seiner Versammlung im PD tätig sein
    – in allen möglichen außer-Versammlungsaktivitäten mitwirken (Bauregion, Kongresse, Verbindungskomitees, Öffentlichkeitsarbeit, usw, usw)
    – den Verkündigern seiner Versammlung zu allen Zeiten telefonisch (auch nachts) zur Verfügung stehen
    – so ganz nebenbei auch noch gut Kohle vermittels eines bösen weltlichen Jobs herbeischaffen, so daß es seiner Familie gut geht UND auch noch reichlich Spenden für die WTG herausspringen
    – bei allem 110% Qualität, höchstes Niveau, höchste Lehrfähigkeit, unbegrenzte Einsatzbereitschaft

    Und immer der Drohfinger: „Hütet die Herde Gottes, die in eurer Obhut ist“ – Christus sieht, ob Ihr euch auch wirklich verausgabt und alles richtig macht, weil wenn nicht, dann fliegt ihr weg.

    Kurz und schlecht: Ein heutiger WTG-Presbyter muß auf ALLEN Hochzeiten tanzen, muß ALLES machen, muß ALLEN im NT separat aufgelisteten org. Tätigkeiten gerecht werden – sonst „bringt er es nicht.“

    Kein Wunder, daß so viele „Ältestenfamilien“ den Bach runtergehen oder gegangen sind, bzw. so viele Älteste das Handtuch geworfen haben und sich von diesem „heiligen VORRECHT“ getrennt haben, weil sie ganz einfach nicht mehr konnten. Ich kenne einige Fälle, in denen Älteste bekannten, ihre Familie sei ihnen wichtiger, als dieses „Amt“ zu bekleiden und sie wollten das Wohl ihrer Familie nicht mehr länger aufs Spiel setzen, nur, um diesen „unmöglichen“ Anforderungskatalog der WTG zu erfüllen.

    Die WTG weiß hierum sehr gut – siehe w12 15.8 S. 27 § 13 (Zitat):

    Daniel und seine Frau Sarah waren allgemeine Pioniere. Daniel war außerdem Ältester, und zwar „von der Sorte, die nie Nein sagen“, wie er es ausdrückt. Bereitwillig übernahm er jede erdenkliche Aufgabe. Außerdem studierte er mit fünf jungen Männern die Bibel, von denen drei sich taufen ließen. Die drei neugetauften Brüder brauchten ziemlich viel Hilfe. War Daniel mit seinen vielen Aufgaben in der Versammlung beschäftigt, übernahm es oft Sarah, ihnen zu helfen. Bald entwickelte sich folgende Routine: Daniels ehemalige Studien brauchten emotionalen Beistand und bekamen ihn von Sarah. Sarah brauchte Aufmerksamkeit und bekam sie von Daniels Studien. Damit war die tödliche Falle aufgestellt. Daniel erzählt: „Monat um Monat hatte sich meine Frau verausgabt und war schließlich geistig und emotional ausgelaugt. Dazu kam, dass ich sie vernachlässigt hatte. Das führte zur Katastrophe: Sie beging Ehebruch mit einem meiner ehemaligen Studien. Direkt vor meinen Augen war sie geistig schwach geworden und ich hatte nichts gemerkt, weil ich dermaßen mit all meinen „Vorrechten“ beschäftigt war!“

    Der Älteste, der so in seinen VORRECHTEN (welch unbiblisches Wort das doch ist) aufgeht, daß seine Frau hintenrunterfällt. Hat denn dieser Älteste denn nicht genau das gemacht, was die WTG in den glühendsten Farben in den höchsten Himmel erhebt, lobt, preist und zum Vorbild und Maßstab erhebt? Wieder und wieder wird beschworen, wie Christus unser Vorbild keine Muße fand, ein Mahl einzunehmen, wie er spätabends noch, und frühmorgens bereits wieder auf den Beinen war – SO SOLLT IHR SEIN, laßt Euch DAS als Richtschnur dienen, seid aufopferungsvolle Hirten, die sich nicht schonen, sich völlig und bis zum letzten verausgaben. Und immer wieder wird die „Opferbereitschaft“ der Ältestenfrauen auf den höchsten Ehrensockel erhoben, mit Auszeichnung, Medaille, und Ritter(Mutter)kreuz. Siehe z.B. hier:

    w89 15. 5. S. 20 §. 18 Liebe und Respekt bekunden als Ehefrau:

    Welch ein gutes Beispiel die meisten Ehefrauen der Ältesten doch geben, indem sie ihren Mann unterstützen!

    DAS möchte die WTG, DAS will und erwartet sie von einem „richtigen“ Ältesten, und dann kommt es zu solchen Fehlentwicklungen und Katastrophen wie die in dem Artikel geschilderte.

    Ist hier (oder anderswo) jedoch auch nur die leiseste Spur davon vorhanden, daß die WTG zugibt, daß die Erwartungen vielleicht etwas zu hoch geschraubt, der Maßstab zu hoch gesteckt, zu fordernd, zu unrealistisch und unerfüllbar ist? „Brüder, wir haben in der Vergangenheit immer wieder sehr hohe Erwartungen und Maßstäbe gesteckt, die seitens vieler aufgrund des Ernstnehmens derselben dazu geführt haben, daß das Familienleben Einzelner darunter gelitten hat … wir sollten hier vielleicht etwas ausgeglichener sein“ udgl.? Komplette Fehlanzeige. Die WTG wäscht ihre Hände in völliger Unschuld – „eure Schuld, wenn ihr unsere Maßstäbe falsch anwendet und dann in Schwierigkeiten kommt, aber ihr habt bitteschön weiterhin auf allen Hochzeiten zu tanzen und VORBILDLICHE Älteste zu sein – wie ihr das bewerkstelligt, das ist Eure Sache.“

    Ganz davon abgesehen, daß vermittels der Einrichtung der Ältestenschaften sehr oft – ZU oft – Leute auf andere Menschen losgelassen werden, die IN KEINSTER WEISE, NIEMALS, UNTER KEINEN UMSTÄNDEN hätten losgelassen werden sollen, weil sie ganz einfach überhaupt keine menschlich/geistig/charakterlichen Qualifikationen haben, sich der seelisch/psychischen Probleme anderer Menschen in seelsorgerischer Weise anzunehmen, und die Katastrophe erst so richtig zum Überkochen bringen und andere Menschen vollends ruinieren. Das kommt wieder und wieder vor.

    Also, auch auf diesem Gebiet herrscht seitens der WTG sowohl Wunschdenken (Älteste sind „Sterne in der rechten Hand Christi“, und sind auf göttlichen Segen abonniert, ach ja, und die Erde ist eine Scheibe, und die Mondlandung hat nie stattgefunden!) als auch unbiblische Leistungs- und Org.-Vorgaben, denn laut NT gilt für Presbyterschaften eine Aufgabenteilung, was die Weisheit unseres himml. Vaters widerspiegelt, der genau weiß, daß ein unvollkommener Mensch mit Familie, Job und einem irdischen 24h/Tag-Rhythmus eben nicht 1000000 Aufgaben schaffen und dabei immer und überall 1A-Qualität abliefern kann. Warum die irdische „Leitung des irdischen Teils der Org.“ hier so ganz klar dieses einfache biblische Muster ignoriert und beiseite wischt, darüber kann nur spekuliert werden.

    Doch nun „back to topic“.

    Des Weiteren gibt einem die WTG-Differenzierung zwischen „Ältester“ (Presbyteros) und „Dienstamtgehilfe“ (Diakonos) zu denken. Wo im NT ist zu erkennen, daß, um zum Presbyteros ernannt zu werden, die „Vorstufe“ des Diakonos durchlaufen werden muß? Wie kann es biblisch begründet werden, daß ein Diakonos so eine Art Vor- oder Unterstufe, zum Presbyteros ist?

    (Fortsetzung folgt)

    Mein Name Eingereicht am 01.05.2013 um 21:13

    Genau das frage ich mich. Zur Zeit des Gesetzesbundes war die jüdische Nation ein klar umrissenes und definiertes Gemeinwesen, eine Gemeinschaft, die sich sogar durch stilistische Kleidungsmerkmale von den anderen Nationen abgrenzen sollten, siehe Num 15 v 38 & 39. Oder Deut 7 v 6: Denn ein heiliges Volk bist du Jehova, deinem Gott: dich hat Jehova, dein Gott, erwählt, ihm zum Eigentumsvolke zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Ps 147 v 19 & 20: Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Satzungen und seine Rechte. Keiner Nation hat er also getan. Oder die “sattsam bekannte ” Stelle aus Jes 43 v 10 – 12, in der der Allmächtige die damalige jüd. Nation als “seine Zeugen” bezeichnet.

    Auch die Christen des 1. Jhds. wurden im römischen Reich als eine klar erkennbare Gemeinschaft wahrgenommen. Siehe die (meist abfälligen) einschlägigen Zitate römischer Schriftsteller jener Zeit.

    Es kann also betreffs der damaligen Zeiten nicht von einer Anbetung des Einzelnen “im stillen Kämmerlein” die Rede sein. Der wahre Gott hat damals ganz klar NICHT mit verstreuten Einzelpersonen gehandelt. Ich möchte hier an dieser Stelle ausdrücklich klarstellen, daß es mir nicht darum geht, diese Frage mit “Zeugen Jehovas” beantwortet zu bekommen, wie es ein Vorredner nahelegte. Ich bin auf der Suche, und versuche, diverse Sachverhalte unter einen Hut zu bringen. Einerseits erscheint es “logisch” (wenn ich denn diesen “nicht-theologischen” Terminus hier überhaupt verwenden darf), daß der einzelne Mensch für sich selbst vor dem Schöpfer in der Verantwortung steht (“EIN JEDER, der den Namen des Herrn anruft …”); sollte jedoch Gott auf der anderen Seite seine Verfahrensweise derartig geändert haben (Maleachi 3 v 6, oder Jak 1 v 17), daß jetzt jeder Mensch frei und losgelöst sein eigenes Ding macht? Das ist es, was ich derzeit zu ergründen versuche, ohne Denkvorgaben, ohne erwünschtes Ergebnis.

    Da ich erst begonnen habe, mich auf dieser Seite zu betätigen, ma ges sein, daß ich dieses Thema u.U. besser in einem anderen Faden eröffnet hätte. Aber wie ich sehe, ist man hier ganz flexibel.

  • Dennis
    August 3, 2010

    Hallo „Mein Name“,

    vielen Dank für diese gut fundierten Ausführungen. Das könnte man glatt als Artikel auf BI rein stellen 🙂

    Bei folgendem Zitat hatte ich einen „Aha“-Effekt:

    (Zitat)
    „Des Weiteren gibt einem die WTG-Differenzierung zwischen “Ältester” (Presbyteros) und “Dienstamtgehilfe” (Diakonos) zu denken. Wo im NT ist zu erkennen, daß, um zum Presbyteros ernannt zu werden, die “Vorstufe” des Diakonos durchlaufen werden muß? Wie kann es biblisch begründet werden, daß ein Diakonos so eine Art Vor- oder Unterstufe, zum Presbyteros ist?“

    Es ist so einfach und ziemlich logisch! Mir ist in den ganzen Jahren nie aufgefallen, dass es in den entsprechenden Bibeltexten nie einen Hinweis gab, dass ein Ältester vorher DAG sein musste.

    Hier wurde m.E. die geistige Karriereleiter der etablierten Kirchen einfach übernommen.

    Hier würde ein Sklaventreuer ZJ wohl einwenden, dass doch Paulus sagt: „lasst ihn auf seine Eignung geprüft sein…“. Das kann man aber auch wenn der Betreffende kein DAG ist, sondern einfach ein Bruder.

    Im Übrigen ist das Amt des DAG inzwischen zu einer Art „Hiwi“-Job innerhalb der Vers. verkommen. „Wasserträger“ der Ältesten. Wenn ich so an die Ernennungen in meiner Vers. zurück denke, u.a. auch an meine eigene, dann muss man schon sagen, dass sich hier Szenen abspielen, die mit Heuchelei und Schleimertum zu tun haben, um sich als DAG oder dann als Ä. zu empfehlen. Von den diversen KA-Besuchen will ich gar nicht erst sprechen.

    LG
    Dennis

  • Mein Name
    August 3, 2010

    Hallo Dennis,

    ich habe da noch nicht fertig, das wird weitergehen. Mein anderer post „Mein Name Eingereicht am 01.05.2013 um 21:13“ gehört hier nicht hin, das steht schon unter „Umfrage.“ Ich bin hier noch nicht so fit.

  • Kilian
    August 3, 2010

    Was für ein Kommentar.
    Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und bin sehr nachdenklich geworden, was mein „Glaubenshaus“ betrifft.
    Bis vor 2 Jahren diente ich als Ältester. Meine Frau wurde dann sehr krank, es gab einen Komittefall und ich gab mein Amt ab. In Verbindung damit musste ich genau das erfahren, was du über so manchen Ältesten bemerkst.
    Zitat: Ganz davon abgesehen, daß vermittels der Einrichtung der Ältestenschaften sehr oft – ZU oft – Leute auf andere Menschen losgelassen werden, die IN KEINSTER WEISE, NIEMALS, UNTER KEINEN UMSTÄNDEN hätten losgelassen werden sollen, weil sie ganz einfach überhaupt keine menschlich/geistig/charakterlichen Qualifikationen haben, sich der seelisch/psychischen Probleme anderer Menschen in seelsorgerischer Weise anzunehmen, und die Katastrophe erst so richtig zum Überkochen bringen und andere Menschen vollends ruinieren. Das kommt wieder und wieder vor.

    Eine schlimme Zeit hat für uns begonnen. Gerne würde ich mich über den Fall genauer äußern, kann dies aber natürlich nicht hier öffentlich tun. Gibt es die Möglichkeit eines Austausches ohne Veröffentlichung?
    Für jede Hilfe bin ich dankbar.

    Lieber Kilian,du kannst direkt an hpm@bruderinfo.de schreiben.
    Wird nicht veröffentlicht.
    Bruderinfo

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Hallo Kilian!

    Auch war 15 Jahre Ältester! Es gab sicher schöne Zeiten, doch die letzten Jahre hat sich permanent alles zum schlechteren gewandelt. Die Gegenseitige Kontrolle, das denunzieren die ständigen Anklagen all das hat das Köima vergiftet. Wer wird als Ankläger der Brüder bezeichnet, folglich wem folgen damit die meisten ZJ insbesondere wenn sie Älteste sind?
    Gerne kann ich sofern gewünscht, dir auch auf privater Ebene meine Hilfe anbieten! zeugejesus@gmail.com
    Lg. Matthäus

  • Gerd
    August 3, 2010

    Hallo Dennis,
    ich schreibe heute zum ersten mal auf dieser Seite, verfolge aber die Artikel schon eine ganze Zeit und sie sprechen mich positiv an. Mit deiner Einschätzung dass viele nur Karriere machen wollen wenn sie das Amt eines DAG oder Ältesten anstreben liegst du völlig richtig. Das trifft sicher nicht auf alle zu, doch ich erinnere mich noch gut daran wie mein eigener Bruder damals zu mir sagte: „Wenn ich in meinem Beruf schon nichts erreiche will ich wenigstens Ältester werden“.(Orginalzitat) Das hatte er dann auch geschaft.

    Liebe Grüße Gerd

  • Dennis
    August 3, 2010

    Lieber Gerd,

    schön dass Du Dich getraut hast. Herzlich willkommen! 🙂

    Unser beider Beobachtungen sind keine Einzelfälle. Dieses Karrieredenken vieler Brüder, vor allem junge Männer und die Selbstbestätigung, die aus versch. Titeln gezogen werden, darf man nicht unterschätzen. Leider ist der Instinkt bei (halbwüchsigen/jungen) Männern besonders ausgeprägt: „Ich will etwas zu sagen haben“

    In der Vers. geht das nur als Ältester mit der Vorstufe DAG.

    Zu allem Überflsuss hat die WTG noch zahlreiche unbiblischen Ehrenzeichen („Orden“) erfunden. Nach dem Motto: „Tust du alles so wie wir es von dir erwarten, dann darfst du auch einen Titel tragen und bist dadurch besonders geachtet.“

    Zu diesen unbiblischen Titeln gehören z.B.:

    – Kreisaufseher
    – Bezirksaufseher
    – Stadtaufseher
    – Programmvorsitzender (Kongresse)
    – Dienstaufseher
    – Dienstkomitee
    – Sekretär
    – Instandhaltungskomitee

    – Hilfspionier
    – allg. Pionier
    – SONDER-Pionier
    – Bethel-Ältester

    Man könnte noch mehr nennen.

    Diese „Titel-Manie“ gepaart mit Belohnung treibt inzwischen solche Blüten, dass von der WTG der 30-Std-Hipi im Monat der Dienstwoche besonders ausgelobt wird. Als „Belohnung“ darf der brave Verkündiger doch tatsächlich in die sakrale „Pionierbesprechung“ mit seiner „Heiligkeit“ dem Kreisaufseher.

    Was wäre eigentlich, wenn ein „normaler“ Verkündiger sich einfach dazu setzen würde? Müsste er auf Weisung des KA den Raum verlassen?

    Absurder geht es kaum und die vielen lieben Brüder merken nicht, wie sie verar…t werden.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    August 3, 2010

    ein guter Ältester macht das Unmögliche möglich. Er kann in einem runden Zimmer in die nicht vorhandene Ecke …..
    stimmt doch, oder?

  • Barnabas
    August 3, 2010

    Lieber Dennis,
    die perfiden Wortschöpfungen für Ämter innerhalb der WTG waren mir schon immer zu wider. In früher Zeiten gab es immerhin noch den Anhang – diener. Dabei hat Jesus doch ganz klar zu verstehen gegeben was er von solchen Titeln hält.
    Matth.23
    „8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. 9 Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.“
    Warum hat Jesus daß gesagt? Titel machen Leute. In so manchem Kleingeist steckt ein Ungeist der erst mit Verleihung des Titels zum Ausbruch kommt. Das haben dann diejenigen auszubaden über die er „gesetzt“ wurde. Dieser Gefahr war sich Jesus bewusst. Meine Frau ist vor kurzem dazu auf eine interessante Erklärung im Sprachschlüssel der EBF gestoßen.
    Dort wurde erklärt, dass „Vater“ als Titel insofern unpassen ist, da es ein uneingeschränktes Vertrauensverhältnis, wie ein Kind zu seinem Vater, suggeriert. Das das gefährlich ist steht außer Frage.
    Die WTG setzt noch einen drauf und bezeichnet sich als die „Mutter“. (Vielen auch als „Die heilige Mutter Kirche“ bekannt.) Hier soll auch solch ein uneingeschränktes Vertrauen suggeriert werden. Wenn sie die „Mutter“ ist, dann sind ja die anderen die Kinder. Also Unmündige! Ohne die nötige, gesunde Skepsis die zu einem erwachsenem Menschen gehört. Hierin liegt die große Gefahr von solchen Titeln.

    Liebe Grüße von Barnabas

  • Gerd
    August 3, 2010

    Hallo Dennis,
    Deine beobachtungen sind völlig zutreffend, kein Wunder, verhält es sich doch tatsächlich so. Vor allem die Sache mit den besonderen Schulen für Älteste, Pionieren, Sonderpionieren, etc.. Ist das, was dort gelehrt wird nichts für die Ohren des „normalen“ Verkündigers? In dem zusammenhang muss ich immer an das „geheime“ Buch der Ältesten denken,: „Gebt acht…..“. Hatte Jesus damals irgend etwas verkündigt was für die Ohren des Volkes nicht bestimmt war oder nur für eine kleine Gruppe seiner Jünger angebracht war? Sie enthalten uns „normalos“ diese geistige Speise vor. So wird auch das Klassendenken gefördert. In dem zusammenhang passt auch gut das Verhalten der Kreisaufseher, Bezirksaufseher die sich auf Kongressen meist im Backstagebereich aufhalten und dort ihr Essen einnehmen. Jesus hatte sich immer unters Volk gemischt. Das ist ein komplexes Thema. Mit der Kritik am Verhalten der WTG könnte man kein Ende finden und es ist auf die Dauer gesehen auch Ermüdent, weshalb ich mich in letzter Zeit wieder vermehrt dem Studium der Bibel widme, es ist wunderbar die Lehren der Bibel ohne die WT-Brille zu erfassen. Jetzt muss ich aber weiter Arbeiten.
    Liebe Grüße
    Gerd

  • edelmuth an Gerd
    August 3, 2010

    Hallo Gerd

    Dein Nick kommt mir sehr bekannt vor. Kann es sein, dass wir uns bereits aus anderen Foren kennen?

    Ede

  • Gerd
    August 3, 2010

    Hallo edelmuth,
    ich habe öfter versucht in anderen Foren zu antworten, es hat aber meistens mit der Anmeldung nicht geklappt, weiß der Geier warum. Deine Beiträge habe ich sehr wohl in anderen Foren gelesen und ich muss sagen, nicht schlecht, weiter so. Deine Beiträge sind sehr Fundiert.
    Liebe Grüße
    Gerd

  • edelmuth
    August 3, 2010

    » Es kann also betreffs der damaligen Zeiten nicht von einer Anbetung des Einzelnen “im stillen Kämmerlein” die Rede sein. Der wahre Gott hat damals ganz klar NICHT mit verstreuten Einzelpersonen gehandelt. «

    Hallo Mein Name

    Obwohl du einen sehr interessanten Beitrag geschrieben hast, muss ich dir in diesem Punkt widersprechen.

    Bereits Jeremia kündigte die Änderung der kollektiven Verantwortung in die persönliche Verantwortung an. Die Herauswahl des Überrestes und die Einbeziehung der Menschen von den Nationen aufgrund ihres Glaubens bestätigen diese Änderung. Jehova handelte mit jedem Gläubigen als Individuum.

    Paulus wurde nicht von der Christengemeinschaft in Jerusalem, sondern vom Herrn Jesus persönlich berufen. Auch seine Reisen und die Verkündigung der Guten Botschaft unter den Menschen der Nationen führe er im Auftrage des Herrn durch.

    Die Offenbarung spricht davon, dass der Herrn die damaligen Versammlungen gekannt hatte. Das lässt auf eine organisierte Anbetung in Gruppen schließen. Allerdings darf man daraus nicht schließen, dass eine Anbetung nur in Gruppen organisiert möglich ist.

    Ein Versammlung, auch wenn ihre Anbetung fehlerhaft ist, kann ein geeignetes Umfeld bieten, das bei der Ausübung des Glaubens hilfreich sein kann. So entschloss sich der Vater seinen Sohn Jesus in einem religiösen Umfeld zur Welt kommen zu lassen, das fehlerhaft aber geeignet war, die Gute Botschaft zu verkündigen. Unter den Nationen wäre das wohl nicht möglich gewesen. Doch die Unterordnung unter die Versammlung, deren Glauben von einem Kollektiv bestimmt wird, würde Züge von Götzenanbetung annehmen, denn nicht mehr Jehova, sondern der Sklave wäre die oberste Autorität, auf die man sein gesamtes Verstrauen stützt. Das tat Jesus auch nicht, als er sich mit den Pharisäern eines gotthingegebenem Volkes auseinander setzt.

    Organisierte Anbetung da, wo sie hilft, z.B. beim Reichen der Symbole und zur gemeinsamen Verherrlichung des Vaters und des Sohnes, aber niemals zur Dominanz des Glaubens.

    Ede

  • Martin
    August 3, 2010

    Lieber Bruder „Mein Name“.
    Vielen Dank für deinen überaus zutreffenden Kommentar unter http://www.bruderinfo.de/?p=61&cpage=1#comment-64098
    Deine Auflistung all der Aktivitäten eines Ältesten, und es sind noch nicht alle, sind in der Tat ein Beweis dafür, dass es niemals im Sinne Jehovas und unseres Oberhirten Jesus sein kann, dass Menschen eine solch vielfältige Belastung auf Dauer tragen können, ohne Schaden zu nehmen. Hinzu kommt, dass wenn Älteste dann noch unter diesen Lasten zusammenbrechen oder mit manchen Dingen nicht mehr zurechtkommen oder irgendwelche Zweifel am System der Organisation verlauten lassen würden und ihnen dann noch ein Fehler unterlaufen würde, dass dann nicht selten von den noch rüstigen, funktionierenden Ältesten eine dermaßen frustrierende Distanzierung erfolgt, die alles andere als motivierend und ermutigend ist und nicht selten endet die ganze Angelegenheit in „Entbindung, eigenartig einsetzende Distanzierung“ mit Auswirkung auf die ganze Familie und das nachfolgende Leben. Ich freue mich auf deine weiteren Kommentare.
    LG Martin

  • Manfred
    August 3, 2010

    Lieber Martin,

    Du hast Jesus so eben so bezeichnet: unseres Oberhirten Jesus – Zitat Ende

    Täusche ich mich, oder hat diese Bezeichnung mal die LK eingeführt, damit sie ihre Unterhirten rechtfertigen konnten. Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, aber irgendwie hört sich das für mich befremdlich an.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Martin
    August 3, 2010

    Lieber Manfred,
    nun bleibe mal schön auf dem Teppich und erfasse den Gesamtgeist meines Kommentares. Nicht alles, was die LK einführte ist unbiblisch oder absolut unangebracht.
    Der Begriff Hirte wird unterschiedlich verwendet.
    1. Jehova ist mein Hirte (Psalm 23)
    2. Ich will den Hirten schlagen…((Mat. 26:31, 56), bezogen auf Jesus Christus.
    3. Hütet die Herde Gottes (Ap.20:28 NWÜ) Neue Genfer Übersetzung: Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, die Gemeinde Gottes, zu deren Leitern euch der Heilige Geist eingesetzt hat. Sorgt für sie als gute Hirten; Gott hat sie ja durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben.

    Im Gemeindeleben des neuen Testamentes gab es also Hirten, die in dem Bemühen lebten, den großen Hirten Jesus zu folgen und seine Schafe in seinem Auftrag zu hüten. Nicht umsonst beauftragte Jesus Petrus: Weide meine Lämmer. Jesus als Hirten-Vorbild zu betrachten und ihn als Oberhirten zu bezeichnen, finde ich durchaus akzeptabel und es bezeugt, dass ich mich als betätigender Hirte dessen bewusst bin, das es einen Oberhirten gibt, an dem auch ich mich zu orientieren habe. Das heißt ja nicht, dass ich damit das System WTG meine, denn leider gibt es hier relativ wenig einfühlsame Hirten. Natürlich gibt es auch andere Ausdrücke. Du kannst gerne einen Gegenvorschlag machen. Es klang natürlich schon in anderen Kommentaren an, das ein Gemeindeleben wünschenswert wäre, auch für viele BI-Leser, die ihre Heimat nicht mehr zu 100% in der WTG sehen. Ich halte deshalb auch die vielen Aufsätze und Kommentare gewissermaßen als Hirtentätigkeit, denn nachweislich hat es auch viele Leser veranlasst, sich noch näher zum himmlischen Vater und zu unserem Herrn Jesus hingezogen zu fühlen, statt sich durch die Entwicklung der WTG ganz vom Glauben abzuwenden. Auch deine Beiträge haben unseren Glauben und unsere Wertschätzung für Christus sehr gestärkt und haben Hirtendienste geleistet, so wie viele andere Kommentare ebenfalls. Du solltest daher nun nicht akribisch darauf lauern, ob jemand noch irgend einen Ausdruck der WTG verwendet, sondern weiterhin darauf bedacht sein, durch deine Kommentare uns zu erbauen und zu ermuntern. Das zeichnet einen „Unterhirten unter der Obhut unseres Oberhirten Jesus Christus aus. Empfange liebe Grüße.
    Martin

  • Manfred
    August 3, 2010

    Lieber Martin,

    Ich wollte Dir nicht zu Nahe treten.
    Mich hat es einfach interessiert, woher der Begriff Oberhirte kommt, ob es eine WTG Prägung war oder ob es tatsächlich aus der Bibel hervorgeht. Ich war mir dessen nicht sicher. Mehr nicht.

    Aber ich kann verstehen, dass Du aufgrund der letzten Tage so reagierst und möchte mich bei Dir entschuldigen. Es steht ja nicht umsonst in der Bibel, dass wenn man keine Liebe hat alles vergebens ist.

    Ich wünsche Dir und allen anderen Leser einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüsse Manfred

  • Martin
    August 3, 2010

    Lieber Manfred,
    im Moment verstehe ich deine Reaktion nicht. Ich schätze immer deine Aufsätze und Kommentare. Du bist mir nicht „zu Nahe getreten“ und brauchst dich auch nicht entschuldigen. Ich habe lediglich deine Frage aus meiner gegenwärtigen Sicht beantwortet. Ich weiß auch nicht, was du damit meinst, dass ich „auf Grund der letzten Tage so reagiere“. Was hat das alles mit „keine Liebe haben“ zu tun. Wer hier Aufsätze oder Kommentare schreibt, muss mit Zuspruch, Lob oder auch Kritik, bezw. Gegenmeinung oder Gegenwind rechnen und gerade dies schärft unser Denkvermögen und macht uns stärker im Glauben. So freue ich mich weiterhin auf deine mit viel Mühe erarbeiteten Gedankengänge und Kommentare. UNSERE EINHEIT hier auf BI besteht darin, dass wir alle tiefes Vertrauen und ein echtes Glaubensverhältnis zu unserem himmlischen Vater haben und zu Jesus Christus, unserem Herrn und Erlöser, dessen Kommen wir wachsam erwarten und wofür wir auch gerne Zeugnis ablegen. Du kannst mir auch gerne persönlich schreiben.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Frank und Frei
    August 3, 2010

    an Martin u Manfred
    habt Dank fuer Eure Kommentare. Der Begriff Oberhirte ist mir nicht aus der Hl. Schrift ersichtlich, laesst sich aber zweifellos ableiten.
    Wir sind alle Suchende und ich fuer meinen Teil erwarte, dass, wenn der Christus manifestiert ist, also in der gr. Drangsal, der Hl Geist uns in besonderer Weise leiten wird.
    Vorab sollten wir geduldig sein und einander ertragen und tragen helfen.
    Da seid ihr beide mir lieb und teuer Manfred vielleicht ein wenig mehr eifernd, Martin eher ruhig, besonnen aber doch wie Mafred mit ganzem Herzen dabei. Ich danke Gott, dass es Euch und viele andere hier bei BI gibt.
    euer Bruder im Herrn.

  • Mamre
    August 3, 2010

    Guten Abend,

    mich interessiert, wie ihr das „neue“ Bild von Gott und seinem Thron
    (grün, mit violettem Hintergrund und goldenen „Energiekreisen /-schwingungen“) empfindet (z. B. in der „Höre auf Gott“-Broschüre und seit dem auch relativ oft in WT-Studienartikeln).

    Wie war euer erster Eindruck?

    Lieben Gruß,

    Mamre

  • Eddi
    August 3, 2010

    Guten Morgen Mamre,

    es zeigt etwas Unnahbares. Erinnert mehr an Lichtbogen bei elektrischer Überspannung. Also mehr das Signal: Achtung nicht näher kommen, Lebensgefahr.

    Diese ganze Broschüre ist etwas, für das es einen Strafbefehl geben müsste. Denn sie hat ja auch brandgefährliche Assoziationen. Manfred hat schon darauf aufmerksam gemacht, dass auf S. 19 ein „Bruder“ mit einem deutlichen S auf seinem Unterarm gekennzeichnet ist, auf S. 22 („Auferstehungsszene“)die „Frau“ im rosa Kleid, dargestellt mit einem erigierenden Glied, die die Arme ausbreitet um das ihr entgegen laufende Kind aufzunehmen.

    S. 24 der betende „Bruder“. Schau dir seine Unterarme an. Versuch das mal so nachzustellen, auch mit der Handstellung dazu, das geht nicht. Vergrößere mal auf 200 und wieder hast du einen Penis zwischen den Unterarmen. Daneben das Bild von den Kindern um den Esstisch.

    Das ganze Ding ist einfach nur Ekel erregend! Da passt die Unnahbarkeit zu Gott schon richtig.

    Für dich einen guten Wochenstart – und für alle andern natürlich auch.
    Eddi

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ob die Organisation heute ein Ebenbild der Urchristen ist läßt sich sehr gut auch aus diesen Zeilen ableiten die mir ein Bruder vor einiger Zeit geschickt hatte – er schrieb ans Bethel wegen der staatlichen Anerkennung und zitierte hierbei folgende WT Ausgaben:

    g72 22. 3. S. 27 Warum Jesus Christus nicht öffentlich bekannt werden wollte

    PERSONEN, die nach Rang und Namen streben, suchen den Beifall der Menge. Sie möchten in aller Leute Mund und populär sein, damit sie an Einfluß gewinnen. Jesus Christus jedoch bemühte sich nicht, öffentliches Aufsehen zu erregen, im Gegenteil, er suchte es zu vermeiden. Sein Königreich war kein Teil der Welt, daher brauchte er die Anerkennung der Welt nicht.

    Ich habe gestern und heute schon den ersten „Beifall der Menge“ gehört, die Begeisterung über die Anerkennung wird morgen auf unserem TSK Thema Nr. 1 sein, die Organisation wird „in aller Leute Mund und populär sein“

    Jesus brauchte die Anerkennung der Welt nicht, und, so ließ Jehova durch seinen Sklaven 2 Jahre nach obigem aufschreiben, was machen jene Kirchen, die staatliche Anerkennung suchen ?

    g74 8. 3. S. 30 Wir beobachten die Welt

    — Jesus, der Gründer des christlichen Glaubens, war niemals bemüht, öffentliche und staatliche Anerkennung zu finden. Im Gegenteil, er wurde durch den römischen Staat und die Vertreter des jüdischen Systems verurteilt. Die Kirchen der heutigen Zeit folgen nicht seinem Beispiel (Matth. 27:1-26; Joh. 17:14-16).

    Gehören wir seit gestern auch zu den „..Kirchen..“, die „..nicht seinem Beispiel“ folgen ?

    Damals konnte man leicht andere Kirchen verurteilen, wer brauchte 1972 bzw 1974 eine Anerkennung, wenn 1975 ohnehin Harmagedon kommt ? Und 3 Jahre später in Österreich der plötzliche Sinneswandel und jetzige Gleichstellung mit Babylon ?

    Übrigens: 2 Anfragen diesbezüglich blieben vom Bethel Wien unbeantwortet, d.h es wurden alle möglichen Erklärungen geliefert, aber auf die 2 erwähnten Artikel wurde gar nicht eingegangen. Eigenartig, oder ?

    Von einem guten Freund!
    lg. Matthäus

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber Matthäus

    Danke für die Zitate! (und auch die vielen anderen die Du postest)

    Ich habe auch ein Zitat:

    „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“
    (Konrad Adenauer)

    Das hat wohl Schule gemacht.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    August 3, 2010

    Liebe Brüder und Schwestern,

    an anderer Stelle ist ja das Thema Organisation aufgekommen. Die unterschiedlichen Ansichten dazu beruhen darauf, wie Bruder Alois schon angemerkt hatte, dass wir den Begriff Organisation unterschiedlich interpretieren. Für die einen ist der Begriff durch den Machtmissbrauch der WTG sehr negativ behaftet, andere meinen, dass ein gewisses Maß an Organisieren nötig ist, um auch einfachste Dinge im Alltag zu regeln.

    Das sollte man also trennen, der Vergleich mit dem Haus und dem Wolkenkratzer, den Bruder Alois gebraucht hat, passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge.

    Grundsätzlich wollte Jehova von Anfang an FREIE Menschen. Und das hat sich durch Jesus nicht geändert, sondern der Gedanke ist sogar erweitert worden, weil wir nun durch unsere Verbindung zu ihm nicht nur von menschlichen Regeln, sondern sogar von der Sünde freigekauft wurden. Dass das nicht erst bei unserer Rettung geschieht, sagt Paulus ganz deutlich:

    Röm 8:9 Ihr jedoch steht nicht mehr unter der Herrschaft eurer Natur, sondern unter der des Geistes, wenn wirklich Gottes Geist in euch wohnt. Denn wenn jemand diesen Geist von Christus nicht hat, gehört er nicht zu Christus.“

    Obwohl die Christen damals noch nicht buchstäblich gerettet waren, und noch in dieser Welt lebten, WAREN SIE BEREITS von der Sünde befreit und standen nicht mehr unter ihrer Herrschaft. Jesus hat das selbt genauso formuliert:

    Joh 5:24 Ja, ich versichere euch: Wer auf meine Botschaft hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Auf ihn kommt keine Verurteilung mehr zu; er hat den Schritt vom Tod ins Leben schon hinter sich.“

    Wer auf die Botschaft Jesu hört, wer mit ihm verbunden wurde, hat den Schritt zum Leben schon HINTER sich. Das ist doch die beste Botschaft, die man sich vorstellen kann. Paulus hat sich dann darauf bezogen, als er sagte:

    Röm 8:1 Es gibt demnach kein Verdammungsurteil mehr für die, die mit Jesus Christus eins geworden sind.“

    Jetzt ist auch im ersten Jahrhundert schon folgendes passiert: Nachdem Paulus diese gerade genannte Botschaft des Freispruchs gepredigt hat, haben sich nach und nach Menschen eingeschlichen, die wieder Wert auf Gesetze und Regeln gelegt haben. In Kolosser geht Paulus darauf ein, und sagt dann etwas ganz interesantes, was sich hervorragend auf uns und auch auf die Zeugen allgemein heute übertragen lässt:

    Kol 2:16 Lasst euch deshalb von niemand verurteilen, nur weil ihr bestimmte Dinge esst oder trinkt, oder weil ihr bestimmte Feste oder Feiertage oder Sabbate nicht beachtet.
    Kol 2:20 Wenn ihr zusammen mit Christus den Grundprinzipien dieser Welt weggestorben seid, weshalb tut ihr dann so, als würdet ihr noch unter ihrer Herrschaft leben? Ihr lasst euch vorschreiben:
    Kol 2:21 „Mit diesem sollst du nichts zu tun haben! Das darfst du nicht essen und jenes nicht berühren!“
    Kol 2:22 Solche Regeln sind nichts als menschliche Vorschriften für Dinge, die doch nur dazu da sind, um von uns benutzt und verbraucht zu werden.
    Kol 2:23 Es sieht zwar so aus, als ob solche eigenwilligen Gottesdienste, Demutsübungen und Misshandlungen des Körpers Zeichen besonderer Weisheit seien. Aber in Wirklichkeit haben sie keinen Wert, sondern dienen nur zur Befriedigung der menschlichen Natur.“

    Diesen Text sollte man sich wirklich mehrmals in Ruhe durchlesen. Hier beschreibt Paulus nämlich sehr schön, dass solche Regeln, mit wem wir etwas zu tun haben dürfen, was wir essen etc. nichts als MENSCHLICHE Regeln sind. Wir hingegen brauchen solche Regeln nicht, wenn wir uns ganz auf Jehova und Jesus verlassen. Da die WTG und auch jede andere Organisation auf solche Regeln aufbaut, um auf menschliche Weise für eine gewisse Einheit zu sorgen, muss man klar feststellen: Jesus hat heute keine Organisation, und er braucht auch keine.

    Die Versammlungen im ersten Jahrhundert waren ganz anders aufgebaut wie heute. Meint ihr, es gab ein Programm??? Dazu kann man sich gerne mal 1. Korinther 14 ab Vers 26 durchlesen, wo Paulus den Ablauf einer damaligen Versammlung erklärt.

    Weil viele ja immer in Verbindung mit Heb. 10:24+25 erwähnen, wie man denn das Zusammenkommen nicht aufgeben soll, habe ich hier http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=718#comment-1259 einen Kommentar dazu geschrieben.

    Es kommt also nicht auf eine genaue Definition des Begriffes Organisation an, sondern vielmehr darauf, ob ich in Glaubensfragen zulasse, dass Menschen sich als Herren über meinen Glauben aufspielen dürfen. Das entscheide nämlich ich ganz alleine. Klar, hat die WTG ihre Macht missbraucht, aber wir wurden doch jetzt darauf hingewiesen, wir haben es erkannt, also geht es für uns nicht mehr um Begrifflichkeiten, sondern um das Wesentliche, nämlich um die Tatsache, dass wir in der der Liebe und der Einsicht wachsen und dadurch das wir Jesus ehren, letztendlich auch unseren Vater ehren.

    Phi 1:9 Und ich bete auch darum, dass eure Liebe immer reicher an Verständnis und Einsicht wird,
    Phi 1:10 damit ihr euch für das entscheidet, worauf es ankommt, und am Tag von Christus rein und tadellos vor ihm steht;
    Phi 1:11 erfüllt mit dem, was aus der Gerechtigkeit gewachsen ist, die Jesus Christus euch geschenkt hat. So wird Gott geehrt und gelobt.

    In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir uns auf diese Dinge konzentrieren und uns nicht allzu sehr mit den Dingen beschäftigen, die hinter uns liegen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Hans
    August 3, 2010

    Hi Sascha,

    ZITAT

    In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir uns auf diese Dinge konzentrieren und uns nicht allzu sehr mit den Dingen beschäftigen, die hinter uns liegen.

    ZITAT ENDE

    Ich glaube, für viele Leser liegen ZJ und ihre Organisation nicht hinter ihnen. Sonst wäre das auch keine Seite von ZJ für ZJ, sondern für Aussteiger oder Gegner. Deshalb macht es für solche Brüder und Schwestern auch Sinn, sich mit der von dir kommentierten Diskussion zu befassen.

    Ferner meine auch ich, eine Diskussion über einen Begriff macht keinen Sinn, wenn man die Definition des Begriffs nicht klärt. Jeden Tag erlebt man das in der Arbeit. Der eine redet von Äpfeln, der andere von Birnen. Nur so kommt das beobachtete Aneinandervorbeireden zustande und macht Teile der Argumentation zunichte, die damit ins Leere läuft.

    Wir Menschen brauchen jedoch Begriffe, um überhaupt kommunizieren zu können. Wir brauchen abstrakte Kategorien oder Oberbegriffe, um Dinge gruppieren und vergleichen zu können.

    Trotzdem komme ich auch zu dem Schluss, dass eine tiefere Diskussion über einen abstrakten Begriff hier auf BI keinen Sinn macht. Besonders nicht, wenn er nicht mal in der Bibel erwähnt wird.

    Der Begriff „Organisation“ ist linguistisch nicht positiv oder negativ bewertet. Er ist neutral. Nur die persönliche Interpretation bewertet ihn.

    LG
    Hans

  • Sascha
    August 3, 2010

    Lieber Hans,

    dass man nicht nach hinten schauen soll, ist doch eine ganz persönliche Aufforderung. Das bedeutet, um es mal mit einem Wettlauf zu vergleichen, dass diese Aufforderung unabhängig davon gilt, wie weit jemand schon gelaufen ist. Angenommen du machst einen 400 m Lauf, dann ist es doch egal, ob du dich bei 200 m oder bei 100 m umdrehst. Es würde dich so oder so unnötige Zeit und Energie kosten.

    Mit meinem Kommentar wollte ich keine Diskussion unterdrücken, sondern lediglich im letzten Satz darauf hinweisen, dass es für jeden von uns gut ist, nicht zurückzublicken, weil es uns nur unnötig vom Ziel ablenkt. Im Übrigen steht es ja so auch in der Bibel. Der eine ist erst am Anfang seines Weges, der andere ist vielleicht schon etwas weiter gelaufen, und der Teil des Weges, den der eine schon zurückgelegt hat, ist der Teil des Weges, der dem anderen noch bevorsteht. Wenn ich gerade bei der Verarbeitung der Vergangenheit bin, dann ist das ja für mich in dem Moment der Teil des Weges, den ich laufen muss, also hat Verarbeitung nichts mit Zurückblicken zu tun. Aber dieser Teilabschnitt endet irgendwann und man läuft weiter.

    Es spielt also keine Rolle, auf welchem Stand man sich befindet, der Gedanke des destruktiven Zurückblickens, würde jedem schaden. Je schneller man sich von Begrifflichkeiten trennt, umso eher kann man weiterlaufen, das war mein Gedanke und durch die Verse aus Kolosser wird er gestützt, indem Paulus auf menschliche Regeln hinweist und diese als unnötig und nicht gottgewollt identifiziert.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber Sascha

    Du hast die Bibel zitiert:

    „…..Ihr lasst euch vorschreiben:
    Kol 2:21 “Mit diesem sollst du nichts zu tun haben! …“

    Kann es sein dass selbst die Anweisung der Ältesten und der Organisation, man solle mit Ausgeschlossenen nichts zu tun haben schon im Brief an die Kolosser steht?

    Das ist mir bisher gar nicht aufgefallen.
    Man lernt nie aus.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Hans
    August 3, 2010

    Hi Alois,

    das ist ein interessanter Gedanke. Allerdings klingen für mich die anderen Übersetzungen (Saschas Zitat ist aus NEÜ) nicht so, als würden sie sich auf Personen beziehen:

    Luther:
    21 Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren?

    NWÜ
    „Faß nicht an noch koste, noch berühre“

    Elberfelder
    Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht!,

    Einheitsübersetzung
    21 Berühre das nicht, iss nicht davon, fass das nicht an!

    Im Vers 16 gehts ja um Essen und Trinken, insofern ist wohl eher das gemeint. Oder übersehe ich etwas?

    LG
    Hans

  • Sascha
    August 3, 2010

    Lieber Hans,

    die Schlachter Übersetzung gibt den Gedanken ähnlich wie die NEÜ wieder:

    Kol 2:21 zum Beispiel: «Rühre das nicht an, koste jenes nicht, befasse dich nicht mit dem!»

    Paulus beschreibt in den Versen vorher solche, die sich nicht an das Haupt Jesu halten, er spricht dann auch von Essen und Trinken, was ja auch auf die „geistige“ Nahrung übertragen werden kann. Aber scheinbar ging es in diesem Vers auch darum, dass einige Regeln aufstellen wollten, mit wem man Kontakt haben durfte und mit wem nicht.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Hans
    August 3, 2010

    Hi Sascha,

    aus „Rühre das nicht an“ schließt du, das Menschen da direkt angesprochen sind? Tut mir leid, aber das kann ich nicht nachvollziehen.

    V16 – NWÜ

    Daher möge euch niemand wegen Speise und Trank oder in Hinsicht auf ein Fest oder die Beobachtung des Neumonds oder eines Sabbats richten;

    Im Kontext geht es
    a) allgemein um Menschengebote und
    b) u.a. um die im V16 konkret angesprochenen Beispiele

    Unter a) könnte man prinzipiell auch ein menschlich verändertes Ausschlussverfahren mitverstehen. Ja, das sehe ich auch so.

    Aber aus b) kann ich im Moment keinen DIREKTEN Bezug auf Menschen ableiten.

    Im V23 werden analog zu V21 auch wieder körperliche Dinge angesprochen, die sehr gut z.B. auf Essen und Trinken passen, aber weniger gut auf Kontaktsperre zu Menschen:

    Kol 2:23 NEÜ
    23 Es sieht zwar so aus, als ob solche eigenwilligen Gottesdienste, Demutsübungen und Misshandlungen des Körpers Zeichen besonderer Weisheit seien. Aber in Wirklichkeit haben sie keinen Wert, sondern dienen nur zur Befriedigung der menschlichen Natur.

    Schlachter
    23 die freilich einen Schein von Weisheit haben in selbstgewähltem Gottesdienst und Demut und Kasteiung des Leibes7, [und doch] wertlos sind und zur Befriedigung des Fleisches dienen.

    Eine „Kasteiung des Leibes“ finde ich passt nicht sonderlich gut auf Kontaktsperre, das wäre eher eine Kasteiung der eigenen Befindlichkeit, des Geistes, oderwieauchimmer ….

    LG
    Hans

  • Hans
    August 3, 2010

    Noch ein Nachtrag:

    Die Interlinear Translation sagt zu dem Vers 21:

    „Not you should touch not-but you should taste not-but your should contact.“

    Also aus „TOUCH“ würde ich als Nicht-Fachkundiger-Linguist jetzt nicht unbedingt Kontakte zu Menschen rauslesen. Wenn dann aus „CONTACT“. Allerdings scheint das auch eher anders übersetzt worden zu sein (anfassen, berühren, befassen, …). Ob das so richtig ist, kann ich nicht beurteilen.

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Hans,
    ZITAT:
    „NWÜ
    „Faß nicht an noch koste, noch berühre“
    Im Vers 16 gehts ja um Essen und Trinken, insofern ist wohl eher das gemeint. Oder übersehe ich etwas?“

    Das stimmt, es geht um unreine Dinge oder Speisen, trotzdem gibt es einen interessanten Einblick in seine Einstellung. – Wenn Paulus schon diese relativ geringfömige Bevormundung verurteilt hat…was würde hätte er wohl von dem gehalten, was die WTG sich schon seit jeher anmaßt?

    Wenn er es schon falsch fand, DINGE als unrein zu bezeichnen und ein Kontaktverbot darüber auszusprechen, was würde er dann dazu sagen, BRÜDER als Unberührbare (Paria) zu deklarieren? – Zumal dann, wenn sie sich nichts anderes haben zu schulden kommen lassen, als sich zu Jesus als ihren EINZIGEN Herrn über ihren Glauben zu bekennen?

    LG Ulli

  • Edelmuth
    August 3, 2010

    >> Es kommt also nicht auf eine genaue Definition des Begriffes Organisation an, sondern vielmehr darauf, ob ich in Glaubensfragen zulasse, dass Menschen sich als Herren über meinen Glauben aufspielen dürfen. Das entscheide nämlich ich ganz alleine. <<

    Hallo Sascha

    Das ist die grundlegende, richtige Erkenntnis, die auch biblisch belegbar ist. Wir dürfen es nicht zulassen, dass sich jemand als Herr über uns und unseren Glauben aufspielt.

    (1. Korinther 11:3) . . .Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

    Es liegt an uns, wen wir als unser Haupt zulassen. Sehen wir unsere Brüder auf gleicher Augenhöhe oder als die Wissenden, die aufgrund ihrer (vom Sklaven selektierten) Erkenntnis berechtigt sind, uns Weisungen zu erteilen? Das beginnt bereits mit unwidersprochenen Monologen durch Ansprachen und durch das Literaturstudium, wo lediglich rhetorische Fragen gestellt werden, um den zu vermittelnden Gedanken zu verfestigen. An den Haustüren soll verstärkt Literatur abgegeben werden, weil ihr keine Fragen gestellt werden können und Gegenargumente ungehört verpuffen. So wie Verkündiger als Wissende in der Rolle des Herrn über den Hausbewohner zum Schein auf seine Fragen eingehen, um Anhaltspunkte für seine Argumentation zu finden, gehen Älteste auf unsere Einwände ein. Dabei gibt es zwei Lösungen, nämlich uns wieder unter das vom Sklaven vorgegebene Muster von Befehl und Gehorsam zu ordnen oder den Gemeinschaftsentzug

    Sind Jesus und seine Apostel in die Synagoge gegangen, um brav dem öffentlichen Vortrag des Pharisäers zu lauschen, anschließen den Talmud zu studieren, indem sie brav die Fragen des Pharisäers zum Absatz beantworten, und anschließend gemeinsam ein Lied zu trällern? Bestimmt nicht! Sie haben Dialoge, Gespräche und Diskussion mit den Menschen geführt, etwas, das der Sklave mit aller Macht unterbinden will.

    Totalitäre Regime kennen nur eine Informationsrichtung, nämlich von oben nach unten. Sie blockieren jeden entgegengerichteten Informationsfluss und benötigen die Kontrolle wie das tägliche Brot. Wir können ihre Macht begrenzen, indem wir ihr Wissen über uns kontrollieren. Müssen sie wissen, ob und wie lange ich in den Dienst gehen, muss ich mir einen Kontrollbesuch, auch Hirtenbesuch genannt, antun, muss ich es zulassen, dass sie sich in mein Privatleben einmischen und mir sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe? Was müssen sie über mich wissen?

    Das Haupt eines Mannes ist keine Institution, gleich, ob sie sich t.u.v.S. oder Papst nennt und noch weniger ihre Vertreter. Das einzige legitime Haupt eines Mannes ist unser Herr und König Jesus. Ihm und seinem Vater sind wir zur Rechenschaft verpflichtet.

    Älteste, die sich aufgrund ihrer Handlungsweise als Diener Gottes erweisen, sind gerne angenommen Vorbilder, aber nicht aus Zwang, sondern freiwillig, weil man ihren vorbildlichen biblischen Ausgang sieht.

    Ede

    Hallo Ede,
    Sehr gute Argumente zu diesem Thema . Ich denke dennen kann man nur zustimmen.
    LG
    H.P.M.

  • Hans
    August 3, 2010

    Hi Ede,

    treffende Gedanken! Dialoge sind gefährlich, da könnten ja unerwünschte Gedanken verbreitet werden. Genauso wie es für intrigante Älteste gut ist, wenn sich deren ,Opfer“ nicht untereinander unterhalten.

    LG Hans

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zum Thema Organisation hat Ray Franz im Buch „Auf der Suche nach christlicher Freiheit“
    einen hervorragenden Artikel geschrieben:
    Kap.13 Argumentation und Manipulation

    Lg. Matthäus

  • Hans
    August 3, 2010

    Hi Matthäus,

    in der Tat ein sehr interessantes Kapitel. Nützlich finde ich die Zusammenfassung „falscher Argumentation“ auf S. 392. Für uns alle ist diese hilfreich, um z.B. nicht selbst falsche deduktive Schlüsse zu ziehen oder falsche Analogien, Zirkelschlüsse usw.

    LG
    Hans

  • Matthäus
    August 3, 2010

    AN ALLE ÄLTESTEN UND HIRTEN (sofern sie welche sind) !!!

    Die letzten Tage ist eine solche Fülle von guten und nachdenklich ja teils erschütternden Kommentaren hier verfaßt worden daß diese Einblicke in „tiefe Abgründe“ diesen Hirten in einem behilflich sein könnten. Als ich noch Ältester war wurde der Vers aus GW_

    „Du sollst unbedingt das aussehen deiner Kleinviehherden kennen!“

    immer wieder bei Schulungen etc. uns eingebläut – das wäre eine solche Möglichkeit – sich ein Bild zu verschaffen wie es um die BRüder steht – was sie empfinden – wo der Schuh drückt – was von seiten so mancher „Vorbilder“ geliefert wird – da sollte ja MUSS der Hebel angesetzt werden – sofern es noch was bringt. Den wie steht es in GW: Wo Jehova das Haus nicht baut arbeiter sie vergebens. Das erste Schritt wäre sich an Jesus und seinem Vater zu orientieren und sich auch EHRLICH bei den Brüder zu entschuldigen, ebenso bereuen für all die gelinde gesagten Herzlosigkeiten und sich bewußt zu machen: DER GRÖßTE soll euer aller DIENER sein !!! Die Kommentare vermitteln (Br. Gruppe) einen anderen Gedanken.

    Oder dieses Zitat im neuen Hüttebuch 2010 Seite 6 sich zu verinnerlichen:

    Leider kann ich das nicht hereinkopieren – aber Älteste können ja nachschlagen Abs. 5 und dann gleich das Kap. 1

    lg. Matthäus

  • Ruth
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus, vielleicht sollten die Ältesten mal die Rolle der Schafe einnehmen und die Schafe die Rolle der Ältesten, damit die Ältesten von ihren hohen Rössern herabsteigen und demütig , wie sie ja sein sollten, die Rolle eines einfachen Schafes übernehmen und damit zur besinnung kommen!Zur jetzigen Zeit sieht es so aus, als bräuchten sehr viele Älteste und überhaupt die WTG eine Besinnungskur !

  • armes Schaf 2012
    August 3, 2010

    Lieber Matthäus,als junger DAG anfang der 90er wurde unsere Truppe zur DAG Schulung Nach Meckenheim im Rheinland NRW eingeladen.Der Bruder der unsere Truppe im Auto fuhr, wurde kurz vor Köln sehr unruhig.Er hat uns innerhalb von 90 Minuten vor dieser Veranstaltung vor informiert!Einer der Unterweiser wäre Luxemburger und besonders hart! Ich habe mir nicht den Namen dieses Einpeitschers gemerkt so habe ich das damals nur hingenommen.Ich war nicht besser Unterrichtet worden als vorher.In diesen zwei Tagen wurden Loblieder auf alle DAG gesungen!In diesen zwei Tagen hätte ich lieber etwas anderes Sinnvolleres getan,als diese Pseudo Ältesten Schulung zu besuchen!Ihr wollt ja alle aber dürft noch nicht…
    MfG aus NRW

  • Aaron
    August 3, 2010

    Hallo zusammen,
    kann mir jemand sagen, ob es inzwischen weltweit eingeführt wurde die Literatur kostenfrei abzugeben oder gibt es immer noch Länder in denen der Geist von Matth.10:8 noch nicht durchgedrungen ist 🙂
    ??
    Wenn ja, welche Länder sind das? Gibt es offizielle Stellungnahme der Orga dazu?
    Danke
    Gruss Aaron

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Man will sich ja gerne mit Vorbildern der alten Zeit vergleichen, so z.B. mit Moses des Jehova als sein Sprachrohr gebraucht hat. Interessant wie man damit umgeht wenn Moses einen Fehler macht und wie man über ihn urteilt und wieder einmal nicht begreift das man andere lehrt jedoch selbst die gleichen Fehler begeht:

    g97 8. 6. S. 19 Warum sollte man seinen Zorn bezwingen?

    Als sich das Volk später über Wassermangel beklagte, verlor Moses die Beherrschung. Sein Zorn war vorübergehend stärker als seine berühmte Sanftmut oder Mildgesinntheit. Das führte dazu, daß
    er einen verhängnisvollen Fehler beging. Statt Jehova als denjenigen zu ehren, der das Volk versorgte, redete Moses in schroffem Ton mit dem Volk und lenkte die Aufmerksamkeit auf
    sich und seinen Bruder Aaron. Aus diesem Grund hielt Gott es für angebracht, Moses zurechtzuweisen. Er durfte nicht in das Land der
    Verheißung. Ende des Zitats!

    Moses behauptete keineswegs, nicht in Gottes Auftrag gehandelt zu haben. Doch er lenkte den Fokus auf sein eigenes Tun. Wie gern stellt auch die Wachtturmgesellschaft ihren Anhängern, die etwas kritisch sehen, die Frage, von wem sie denn wohl stets die
    „geistige Speise“ erhalten hätten. Sie fordert unabdingbare Loyalität, als wäre sie der heilige Geist selbst. Sie belobhudelt sich selbst als „treuer Sklave“ in fast jeder Zeitschrift

    siehe nachfolgende Behauptungen:

    kl Kap. 17 S. 161 In Gottes Volk Sicherheit finden

    Gott bedient sich des ‘treuen Sklaven’ und seiner
    heutigen leitenden Körperschaft, um sein
    organisiertes Volk anzuleiten, in geistiger Hinsicht
    allen Nahrung, Kleidung und Obdach zu geben,
    die davon Gebrauch machen möchten.

    w04 1. 3. S. 12 Ein Sklave, der sowohl treu als
    auch verständig ist

    Bei seiner Ankunft stellte der Herr fest, dass sein
    treuer Sklave sowohl die Hausknechte
    gewissenhaft mit Speise versorgte als auch die
    gute Botschaft predigte.

    w77 1. 4. S. 205 Mit dem treuen „Sklaven“ dienen

    Bis zum Jahre 1914 hatte eine kleine Gruppe
    treuer Christen schon über dreißig Jahre als
    neuzeitlicher „treuer und verständiger Sklave“
    gedient und ihre zum Hause Gottes gehörenden
    Mitdiener mit geistiger Speise versorgt

    kl Kap. 17 S. 161 In Gottes Volk Sicherheit finden

    Die Gruppe treuer Christen, die mit Gottes
    heiligem Geist gesalbt waren und zu der „kleinen
    Herde“ gehörten, wie Jesus sie nannte, teilte
    nahrhafte, zeitgemäße geistige Speise aus (Lukas
    12:32).

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Weils gerade so gut zu obigem paßt:

    Joh. 7: 18 Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und tut nichts, was seinem Auftrag widerspricht.

    Joh.: 8: 31 Zu den Juden, die nun an ihn glaubten, sagte Jesus: »Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir.

    32 Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!«

    54 Jesus entgegnete: »Würde ich mich selbst loben, könntet ihr mir zu Recht misstrauen. Aber mich ehrt mein Vater. Ihr nennt ihn zwar euren Gott.

    2 Korinther 4

    1 Weil Gott uns in seiner Barmherzigkeit die Aufgabe übertragen hat, seine Botschaft überall zu verkünden, verlieren wir nicht den Mut. 2 Wir halten uns fern von allen Heimlichkeiten, über die wir uns schämen müssten, wir täuschen niemanden und verfälschen auch nicht Gottes Botschaft. Im Gegenteil, wir sind Gott verantwortlich und verkünden frei und unverfälscht seine Wahrheit. Das ist unsere Selbstempfehlung! Jeder, der ehrlich ist zu sich selbst, wird mir Recht geben.

    4 Diese Ungläubigen hat der Satan, der Herrscher dieser Welt, so verblendet, dass sie das helle Licht dieser Botschaft und die Herrlichkeit Christi nicht sehen können. Und doch erkennen wir Gott selbst nur durch Christus, weil Christus Gottes Ebenbild ist. 5 Nicht wir sind der Mittelpunkt unserer Predigt, sondern Christus, der Herr! Wir sind nur eure Diener, aus Liebe zu Jesus.

    Das wäre das Maß der Dinge – dann kehrt vielleicht auch wieder Gottes Geist ein.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ein inzwischen verstorbener Staatsmann einmal geäußert hat:

    „Der große Feind der Wahrheit ist häufig nicht die vorsätzliche, betrügerische Lüge, sondern der Mythos: er hält sich zäh, klingt überzeugend und hat doch mit der Wirklichkeit nichts zu tun.“

    Den Fallen der Pharisäer und Schriftgelehrten auszuweichen lernen: Geheime Ketzergerichte wie zur Inquisitionszeit!

    „Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehr­ten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen; sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange“ (Lukas 11:53, 54, Einheits­übersetzung).

    Unter Inquisition versteht man dem Wortsinn nach eine Untersuchung, eine Ausforschung der Überzeugung und Ansichten eines Menschen.

    Ziel der Inquisition im Mittelalter war es nicht, dem einzelnen beizustehen oder eine Grundlage für ein Gespräch mit ihm zu schaffen, sondern ihn als Ketzer zu überführen.

    Zur Einleitung eines Verfahrens ist es nicht nötig, daß jemand Spaltungen hervorruft, heimtückische Handlungen begeht oder seine Auffassungen lautstark verkündet. Als Auslöser genügt bereits der bloße Verdacht. Irgendwelche Rechte billigt man dem Verdächtigten dabei praktisch keine zu; die Inquisitoren halten sich für vollauf berechtigt, auch die privatesten Dinge, wie Gespräche mit engsten Freunden, auszuforschen.

    Was die spanische Inquisition so verrufen machte, waren nicht allein die grausamen Methoden der Bestrafung, sondern in gleichem Maße die autori­täre Haltung und die selbstherrlichen Verhörmethoden, mit denen die Ketzergerichte die gewünschten Geständnisse herauspreßten. Die Folter und die grausamen Bestrafungen von damals sind heute verboten, doch die autoritäre Grundhaltung und die arroganten Verhörmethoden kann man sich offenkundig auch heute noch leisten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.

    Hier werde ich an einen Artikel in Erwachet! vom 22. April 1981 erinnert, der den Titel trug: „Den Wurzeln des Gesetzes auf der Spur“. Darin wurde hervorgehoben, wie vorbildlich das Mosaische Gesetz war. Unter anderem war zu lesen:

    Da das Gericht jeweils an den Stadttoren tagte, besteht keine Frage, daß es sich um ein öffentliches Verfahren handelte (5. Mose 16:18-20). Zweifellos beeinflußten die öffent­lichen Verfahren die Richter im Sinne der Sorgfalt und Gerechtigkeit – Merkmale, die bei Sitzungen unter Aus­schluß der Öffentlichkeit manchmal fehlen. [237]

    Dieser Grundsatz wurde von der Gesellschaft in ihrer Zeitschrift in höch­sten Tönen gelobt. In der Praxis aber lehnte sie ihn vollständig ab. Es ist genau, wie Jesus sagte: „Sie selber tun gar nicht, was sie lehren.“[24] Die Fakten belegen, daß ihr „Sitzungen unter Ausschluß der Öffentlichkeit“ lieber sind. So handelt nur, wer die Macht der Wahrheit fürchtet. Damit dient man nicht den Interessen von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, sondern der Sache der Ankläger.

    Entnommen aus „Der Gewissenkonflikt“ Kap. 10

  • Dennis
    August 3, 2010

    Hallo an Alle!

    Da es zu diesem Artikel passt einige wenige Sätze aus dem Buch von „Don Cameron“ S. 44:

    (Zitat)

    „KEINER der heutigen Zeugen Jehovas hat die Behauptung der Wachtturm-Gesellschaft, Gottes Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“ zu sein, aufgrund dessen sorgfältig geprüft,
    was Russell und Rutherford bis zum Jahre 1919 als Erfüllung von Matthäus 24:45-47 gelehrt haben. Und alle, die künftig noch Zeugen Jehovas werden, werden denselben Fehler begehen.

    Zwar mögen einige von ihnen mit einigen wenigen oder auch mehreren der in Kapitel 3 des vorliegenden Buches genannten Lehren vertraut sein, aber sie begreifen nicht, was sie eigentlich bedeuten, weil sie keine Verbindung zwischen diesen Lehren und Jesu Untersuchung herstellen, um sich zu „vergewissern“, ob zeitgemäße geistige Speise ausgeteilt worden war.

    Das ist nicht bloß ein geringer Fehler. Es ist ein großer Fehler!

    Denn wenn jemand einmal zu dem Glauben gelangt, Jesus habe diese Ernennung nach Matthäus 24:47 im Frühjahr 1919 vorgenommen, wird er von diesem Augenblick an zum Gefangenen dieses Glaubens, zum Gefangenen der illusionären Vorstellung, Gott erteile alle seine Anweisungen an die Menschheit allein durch die Wachtturm-Gesellschaft. Diese Vorstellung beherrscht und bestimmt dann das Denken derer, die die Literatur verfassen, wie auch der Zeugen, die sie lesen.“

    (Zitat Ende)

    Viele brüderliche Grüße, euer Bruder
    Dennis

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Hallo Dennis, nachdem ich nun schon 2 Wochen im KH liege fand ich Zeit dein zitiertes Buch von Don Cameron zu lesen und ich erlaube mir so nach und nach ein paar wertvolle Aussagen hier hereinzukopieren:

    Weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben … läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben. S 2. Thessalonicher 2:10, 11

    …. Abraham, Issak und Jakob von den Toten auferwecken würde. Obwohl nichts von alledem geschah, scheint die leitende Körperschaft auch noch stolz darauf zu sein, dass die Zeugen diese falsche Botschaft voller Eifer überbrachten. Es fällt einem schwer, sich vorzustellen,wie Jesus an der Verbreitung von Rutherfords Botschaft etwas wertvoll hätte finden können.

    Und als sei das noch nicht schlimm genug, ging Präsident Knorr
    im Wachtturm vom 15. Januar 1956 auf Seite 58 so weit zu sagen,
    Gott selbst sei es, der für das Verkünden der Botschaft Rutherfords verantwortlich gewesen sei! Unter der Überschrift „Jehova ist in seinem heiligen Tempel“ heißt es:
    Indem Jehova ein stets wachsendes Interesse an ihnen entfacht
    hat, ließ er vom Jahre 1918 an die aufsehenerregende
    öffentliche Botschaft „Millionen jetzt Lebender werden nie
    sterben“ predigen.

    Das ist erstaunlich. Wie kann jemand so etwas sagen? Und wie
    können Jehovas Zeugen das lesen und nichts verkehrt daran finden?
    Die Antwort auf beide Fragen muss lauten: Solche Aussagen können
    einen Leser oder ihren Schreiber nur dann nicht stören, wenn sie sehr tief an das glauben, was sie glauben wollen oder glauben sollen.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Auch das finde ich sehr wertvoll: Alles Ergeigniss die vorausgesagt wurden und sich nicht erfüllten:

    5: 1799: Der Beginn der „letzten Tage“ oder der „Zeit des Endes“
    6: 1829: Der Beginn eines Verständnisses der Geheimnisse der Prophetie
    7: 1844: Verständige Jungfrauen gingen dem Bräutigam entgegen
    8: 1846: Gottes Heiligtum gereinigt
    9: 1873: Ende von 6000 Jahren Bestehens des Menschen
    10: 1874: Christi Wiederkehr
    11: 1874: Beginn des 40-jährigen Ernte- oder Predigtwerkes
    12: 1874: Zweiter Ruf: „Siehe, der Bräutigam“
    13: 1874: Beginn der Schlacht von Harmagedon
    14: 1878: Gottes Königreich im Himmel „aufgerichtet“
    15: 1878: Beginn der Königreichsherrschaft Christi
    16: 1878: Fall von „Babylon der Großen“ (falsche Religion)
    17: 1878: Beginn der „Zeiten der Wiederherstellung“
    18: 1881: Ende der „himmlischen Berufung“ (geistiges Israel)
    19: 1881: Auferstehung aller „Toten in Christus“
    20: 1914: Gesalbte Christen vor 1914 in den Himmel aufgenommen
    21: 1914: Das Ende des „Ernte“- oder Predigtwerkes
    22: 1914: Gottes Königreich fest auf der Erde aufgerichtet
    23: 1914: Jesus als neuer Herrscher der Erde gegenwärtig
    24: 1914: Bis Ende 1914 alle Heidennationen von Gott vernichtet
    25: 1914: Jerusalem steigt aus dem Staub göttlicher Ungnade zur Ehre
    26: 1914: Beginn der Hinwegnahme von Israels Blindheit
    27: 1914: Äußerste Grenze für die Herrschaft des unvollkommenen Menschen
    28: 1914: Ende der Schlacht von Harmagedon
    29: 1914: Man beginnt, Segnungen des Friedens auf der Erde zu erkennen
    30: 1914: Völlige Vernichtung von „Babylon der Großen“ (alle anderen Religionen)
    31: 1914: „Letzte Tage“ enden im Jahre 1914
    32: 1915: Gegen Ende 1915 Gottes Königreich völlig aufgerichtet
    33: 1915: Kurz nach 1914 werden gesalbte Christen in den Himmel aufgenommen –
    34: 1918: Gottes „Feuer“ vom Himmel fällt auf Christenheit RUTHERFORD
    35: 1918: Millionen Kirchenmitglieder der Christenheit von Gott vernichtet
    36: 1918: Christenheit als System geht in die Vergessenheit
    37: 1918: Gott vernichtet die Kirchen insgesamt
    38: 1920: Weltweite, allumfassende Anarchie
    39: 1920: Alle irdischen Regierungen vergehen
    40: 1920: Im Herbst 1920 verschwinden alle Republiken
    41: 1925: Gesalbte Christen werden in den Himmel aufgenommen –
    42: 2914: Ende der Tausendjahrherrschaft Christi

    Im Watch Tower von Juli 1894 erklärte Russell: „Wir sehen keinen Grund, die Zahlen zu ändern selbst wenn wir wollten, könnten wir es nicht. Wir glauben, dass es Gottes Daten sind, nicht unsere.“ Rutherford sagte, seine Jahreszahl 1925 sei „unbestreitbar“. Alle
    obigen Daten/Ereignisse waren angeblich Erfüllungen biblischer Prophetie. Sie stellten sich jedoch als unerfüllte Wachtturm-Prophezeiungen heraus.59 Bei allen in dieser Untersuchung
    betrachteten Lehren gibt die Wachtturm-Gesellschaft heute übrigens zu, dass sie falsch waren.

    Die AUFFORDERUNG aus Gottes Wort – siehe 5. Mose 18:20-22:
    Solche falsche Propheten nicht ernst nehmen !!!

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Von Don Cameron ein weiteres Zitat:

    WIR wollen im Folgenden untersuchen, was mit dem Denken
    und Urteilsvermögen eines Menschen geschehen kann, wenn
    Gott ihm eine Wirksamkeit des Irrtums zukommen lässt.

    Die leitende Körperschaft ist sich darüber im klaren, dass Jesus
    einen untreuen oder unverständigen Irrlehrer oder falschen Prophe-
    ten niemals über irgendeinen Teil seiner irdischen Habe gesetzt hätte geschweige denn über alles.95 Um daher die Lüge aufrecht zu erhalten, „die Gesellschaft [sei] Gottes Organisation“ (was sie für die Wahrheit hält), musste sie jede Spur der Irrlehren Russells und Rutherfords auslöschen.

    Aber wie kann sie irgend jemanden (einschließlich sich selbst)
    davon überzeugen, dass diese Männer keine Irrlehren oder Falsch-
    prophezeiungen verbreiteten, wo es doch im Gegenteil so viele gab?
    Das scheinbar unmögliche Kunststück ist ihnen folgendermaßen ge-
    lungen …

    Das Wort „falsch“ wird entfernt

    Das Wort „falsch“ in Verbindung mit allem, was die Wachtturm-
    Gesellschaft jemals gelehrt hat, wird einfach eliminiert, egal wie
    falsch es war. Anstatt als „falsch“ werden solche Lehren als „frühere Wahrheiten“ bezeichnet damit wird nicht nur das Wort „falsch“ vermieden, an seiner Stelle wird das Wort „Wahrheit“ verwendet. Der Begriff „falsch“ ist für alle anderen Religionen reserviert, und die sind nun einmal voller „falscher Lehrer“, „falscher Lehren“, „falscher Propheten“ und „falscher Prophezeiungen“; daher sind dies alles „falsche Religionen“. Andererseits gab es niemals etwas von
    alledem, so die Gesellschaft, bei ihnen selbst. Daher sind sie „die wahre Religion“.

    Jehovas Zeugen sind durch diese Argumentationsweise derart
    konditioniert, dass sie sich auf „neue Wahrheiten“ freuen. Diese
    „neuen Wahrheiten“ sind keinesfalls ein Beweis dafür, dass es sich
    früher um Irrlehren gehandelt haben musste …

    Wachtturm, 15. März 1986, Seite 19.

    …teilen, dass diese Männer falsche Propheten waren. Doch die leitende Körperschaft lässt genau diese Aussage der Bibel nicht zu. Warum nicht? Weil eine solche Schlussfolgerung nicht zu dem passt, was sie glauben wollen was sie glauben müssen.
    Man beachte, wie sie reagiert, wenn jemand versucht, sie auf die-
    se Dinge hinzuweisen …

    Einige Gegner behaupten, [Russell und Rutherford] seien falsche
    Propheten. Sie sagen, es seien Daten festgelegt worden,
    aber nichts sei geschehen.

    Die leitende Körperschaft weiß, dass die genannten „Gegner“
    Recht haben. Ihr eigenes Verkündiger-Buch zeigt, dass immer wieder
    viele „Daten festgelegt wurden, aber nichts geschehen ist“. Und
    warum lässt sie sich dann nicht von der Tatsache überzeugen, dass
    Russell und Rutherford zumindest Irrlehrer, wenn nicht falsche Pro
    pheten waren?

  • Sascha
    August 3, 2010

    Hallo an alle,

    zum Thema ob man seine Religion von innen heraus erneuern kann, habe ich folgenden Beitrag auf einer Seite gefunden, die für viele von euch sehr interessant sein dürfte. Von seiten des Betreibers besteht der ausdrückliche Wunsch, Inhalte dieser Seite an alle interessierten Leser weiterzukopieren. Weitere biblische Abhandlungen sind auf der Seite http://www.harmagedon.com zu lesen. Sehr interessant!

    Zitat:

    Viele Menschen sind aufgrund emotioneller Bindungen zu ihrer Religionsgemeinschaft und vor allem zu liebgewordenen Glaubensgeschwistern der Meinung, sie könnten von innen her eine Erneuerung vornehmen, weil das Gute das sie wirken auf andere Einfluss hätte. Andere behaupten, Gott würde die Dinge schon zu seiner eigenen Zeit richtigstellen. Beide haben nur zu einem Teil recht und beide irren sich gewaltig betreffend biblischer Aussage zum Thema, da diese jeweils aus dem Gesamtzusammenhang herausgelöst betrachtet werden.

    Bedenken wir bei aller Liebe zu unseren Glaubensbrüder innerhalb einer bestimmten Religion: Gottes Befehl betreffend der Religionen ist eindeutig und unmissverständlich. Es steht nur noch eine limitierte Zeit dazu zur Verfügung diesem Befehl nachzukommen (Mal 3:5, 6; Joh 5:25-27; 1.Thess 2:5-7).

    *** Rbi8 Offenbarung 18:4-6 ***

    4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie.

    Der Befehl lautet hinauszugehen, nicht darin zu verweilen bis die Dinge richtig gestellt werden! Der Befehl lautet auch nicht eine innere Heilung herbeizuführen, weil es unmöglich ist eine Religionsstruktur zu verändern! Selbst Päpste, welche dies versuchten, scheiterten kläglich wie es der dreiundreissig-Tage Papst Johannes-Paul I dokumentiert: Die Struktur lässt keine abrupten Änderungen zu, weil sie sonst zusammenstürzt! Zeit für langsame Änderungen steht nicht mehr zur Verfügung! Die Struktur reagiert zum Eigenschutz bis hin zu Mord! Der Schweizer Theologe Professor Hans Küng machte seine eigenen Erfahrungen, als er den Papst als fehlbar erklärte. Es unterlag einem innerkirchlichen Rufmord, der ihn zu gewissen Konzessionen zwang.

    Die Zeit, wo die Führer der Religionen ihre Lehren richtigstellen konnten, und Irrtum durch Wahrheit ersetzen mussten, ist endgültig abgelaufen! Am Gerichtstag wird keinerlei geistige Hurerei gebilligt (Off 2:21, 22)

    Wer nach wie vor davon überzeugt ist, dass er seine Kirche von innen heraus erneuern sollte, der überhört Jesu klare und einfache Worte, dass neuer Wein die alten Schläuche so oder so zum Platzen bringt und dann beides verloren ist, der neue Wein und die alten Schläuche! Besser und klüger ist es den neuen Wein zu retten!

    *** Rbi8 Markus 2:21-22 ***

    21 Niemand näht einen Flicken nicht eingelaufenen Tuches auf ein altes äußeres Kleid; wenn er es tut, so reißt das neue wegen seiner vollen Stärke von dem alten ab, und der Riß wird schlimmer. 22 Auch gießt niemand neuen Wein in alte Weinschläuche; wenn er es tut, bringt der Wein die Schläuche zum Bersten, und der Wein geht samt den Schläuchen verloren; sondern man gießt neuen Wein in neue Weinschläuche.“

    Die Wahrheit entspricht dem Wein, die religiösen Organisationen den alten Schläuchen. Das Königreich der Himmel, dem Christen zustreben, ist der neue Schlauch, der diesen spritzigen Wein aufnimmt! Es sind neue Versammlungen von Menschen in der Endzeit, welche Wahrheit und Gerechtigkeit ins Zentrum des Versammlungslebens stellen und nicht blinde Organisationstreue über Gottes Wort stellen!

    Zitat Ende

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Walter
    August 3, 2010

    Hallo Sascha,

    auch ich mache mir große Gedanken über dieses Thema.
    Deshalb vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Man wünscht sich wirklich von Herzen Veränderungen. Erkennt aber immer wieder seine Ohnmacht.
    Man weiß auch um das Positive. Ich z.B. habe dort die Bibel kennengelernt,habe dort meine Freunde und meine Frau kennengelernt, habe dort durch Brüder, wie jetzt wieder bei B.I. , Jehova als meinen Vater kennengelernt,
    habe dort ein Verhältnis zu Jesus bekommen, wurde dort ermuntert kein Soldat zu werden, habe gelernt ein christliches Leben zu führen und Freude am Leben zu haben, habe in dieser Gemeinschaft auch die Angst vor dem Tod verloren………

    Die Gemeinschaft hat sich aber verändert. Die Organisation hat sich verändert, oder war sie schon immerso und ich empfinde es mittlerweile nur so ?

    Jedefalls ist man geneigt, zu versuchen gewisse Dinge in eine andere Richtung zu lenken, bzw. hofft, gewisse Dinge müßten sich doch irgendwann ändern.

    Letzte Woche, als der Papst in Deutschland war, konnte man erleben, wie sehr sich die Basis der Katholiken in Europa Reformen wünscht.
    Der Papst weiß das auch. Der Papst kennt die Diskussionen ums Zölibat, Abendmahl ,Ökumene……..
    Der Papst weiß aber auch, würde er in diesen Fragen Reformen zu lassen, würde die Kirche ihre Exklusivität, ihre Einzigartigkeit verlieren.
    Sie wäre nur noch eine Religion unter vielen.
    Die katolische Kirche würde sich den anderen Religionen angleichen, würde an Macht und Einfluß verlieren. Besonders in Lateinamerika, wo die Kirche für die Menschen einen anderen Stellenwert hat und die Menschen gar keine Reformen möchten.
    Der Papst würde sich den eigenen Ast ansägen.
    Deshalb glaube ich, wird es da nie zu richtigen Reformen kommen.
    Leute, die meinen, sie könnten da etwas bewirken, kommen in die Mühlen dieser Organisation.

    Oft hört man auch in unseren Reihen wenn man z.B. die Rolle Jesus herausstellt :“dann ist es ja so wie bei den Gemeinschaften“,oder: dann ist ja gar kein Unterschied mehr zu den Kirchen “ “ das machen die anderen doch auch“…..
    Auch bei uns möchte man, mal abgesehen von der Anerkennung, die Abgrenzung zu den anderen Kirchen. Man ist auf die Exklusivität auch in gewisser Hinsicht stolz. Und die meisten unserer Brüder wollen das auch.
    Deshalb glaube ich, wird es auch da zu keinen nennenswerten Reformen kommen. Vielleicht in homöopatischen Dosen.
    Der HauszuHaus Dienst z.B. wird immer das Markenzeichen bleiben. Deshalb wird jeder Z.J. immer einen Bericht abgeben müssen…….

    Das werden wir bei allen anderen Religionen auch ähnlich erleben.Da können wir hingehen, wo wir wollen. Irgendwann steht nicht mehr die Sache im Mittelpunkt, sondern die Institution.

    Deshalb habe ich meinen Glauben nie mit einer Religion in Verbindung gebracht. Für mich war das organisatorische immer in relativer Stellung.
    So habe ich es auch noch bei den Z.J. vor vielen Jahren gelernt. So habe ich es auch bei meiner Gewissensprüfung beim Kreiswehrersatzamt betont.
    Ich wurde auf keine Organisation getauft.
    Ich wurde auf den Vater, Sohn und heiliger Geist getauft.

    Deshalb stellt sich für mich die Frage nicht so krass, ob ich irgendwo rausgehen soll. Ich bin nirgendwo reingegangen.
    Ich habe mich in den vergangenen Jahren von manchen Dingen der Organisation distanziert. Einige Dinge habe ich auch beibehalten und mache sie weiterhin,weil sie gut und richtig sind.

    Ich habe dadurch Bekanntschaften, Kontakte verloren, weil ich ja komische Ansichten habe. Ich habe aber auch wieder wertvolle dazugewonnen.
    Mit denen ich mich auch austauschen kann.Wo der Glaube wichtig ist.

    Und man glaubt gar nicht, welch tolle Gespräche man mit seinen Mitmenschen über seinen Glauben führen kann, wenn man nicht unter der Hetze ist, unbedingt ein Gespräch erzwingen zu müssen. Wenn man seinem Gegenüber als Christ begegnet und Religion außen vor läßt.

    Mein Vertrauen zu meinem himmlischen Vater und zu seinem Sohn hängt von keiner Institution ab.
    Und ich bin über jeden dankbar, der mich in diesem Glauben weiterbringt.

    Liebe Grüße

    Walter

  • Caleb
    August 3, 2010

    Hallo Walter,

    dein Kommentar könnte auch von mir stammen. Sehe die Sache genauso.

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Walter
    ZITAT:
    „Die Gemeinschaft hat sich aber verändert. Die Organisation hat sich verändert, oder war sie schon immerso und ich empfinde es mittlerweile nur so ?“

    Diese Frage wurde hier schon öfter gestellt…und ich selbst habe sie mir fälschlicherweise mal damit beantwortet, dass es alles mit der Zeit schlimmer geworden ist.

    Aber die Artikel aus vergangenen Tagen – von Matthäus immer wieder zur Verfügung gestellt – haben mich eines besseren belehrt.
    Früher haben sie einem harte Brocken hingeworden, die man zu schlucken hatte…und da man ja aus einer noch viel härteren Zeit kam, es also nicht anders gewohnt war, hat man es so hingenommen und für richtig befunden.

    Seit einigen Jahren geht man wesentlich subtiler vor, denn es wächst – zumindest Stellenweise – eine Generation heran, die sich das nicht mehr gefallen läßt.
    Doch diese subtile Vorgehensweise wird mittlerweise immer öfter durch einen Rammbock ersetzt, der alles niederwalzt was sich regt.

    Und das ist es, was manche zu spüren bekommen, sobald sie nicht mehr in der vorgegebenen Weise funktionieren.

    Aber ansich war es schon immer so…man wird es nur erst gewahr, wenn einem das berühmte Licht aufgeht.

    Ich bin froh um jeden, der so wie du, seinen Glauben nicht auf die WTG gegründet hat, sondern auf Gott und Jesus. – Der mag zwar alles verlieren was er einst durch die WTG gewonnen hat, aber das Wichtigste bleibt ihm erhalten: sein Glaube, seine Liebe und seine Hoffnung.

    LG Ulli

  • Anna
    August 3, 2010

    Liebe Ulli und Sonnenkind sowie @alle,

    die Organisation hat sich nicht verändert. Matthäus zeigt uns ja anhand der früheren Artikel sehr deutlich. Wir haben uns insofern verändert als wir merken, dass es die sprichwörtliche Liebe unter den Brüdern nicht gibt. Abgesehen von Freunden bzw. Verwandten. Wir sind doch nicht besser als die Menschen um uns herum!
    Und wenn man stets eingeredet bekommt alle würden einen lieben dann merkt man zwar, hoppla ich empfinde das nicht. Nur man läßt es sich selbst gegenüber nicht zu, weiterzudenken. Erst wenn man diese Schwelle übertritt merkt man, dass da gar keine Liebe da ist. Nicht aus Böswilligkeit der Brüder sondern weil sich unter Druck keine Liebe entwickeln kann.

    Für Dich @Sonnenkind tut es mir sehr leid, dass Du so behandelt wurdest. Wobei es auch Versammlungen gibt da ist es anders, zuweilen wird man sogar eher anerkannt wenn man mal „ausgeschlossen“ war und selbstverständlich bereut hat. Allerdings, wenn alle Brüder bei Verfehlungen sich outen würden, wäre die Ausschlußrate wesentlich höher. Man denke nur an Zärtlichkeien vor der Ehe usw. Niemand redet gerne darüber wie er oder sie das gehandhabt haben. Da gibt es wohl schon eine hohe Dunkelziffer.

    Über den Verlust von „Freunden“ die einen nicht mehr mögen weil man ausgeschlossen war bzw. den Kontakt mit dem Ausschluß abbrechen braucht man nicht traurig zu sein. Und sie sind dann KEINE CHRISTEN! Weil ein wirklicher CHRIST versucht zwar unvollkommen wie er ist aber immerhin Christus nachzufolgen.

    Es gibt eine Fülle von Bibeltexten die das Ausleben der Liebe fordern. Allein von Jesus Christus, dem Haupt der Christenversammlung. Er ist doch unsere Entscheidungsinstanz. Und da darf es keine Regeln geben wen man grüßt und wen nicht.
    Johannes 13:34 und 35 Übersetzung Neues Leben:

    34 So gebe ich euch nun ein neues Gebot: Liebt einander. So wie ich euch geliebt habe, sollt auch ihr einander lieben. 35 Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid.«

    Jesus gebietet, dass wir uns lieben. Lieben wir unsere Brüder nicht ist es Sünde. Und dann sind wir Kinder des Teufels und KEINE Christen.

    1. Johannes 3:10 und 11
    10 Daran ist erkennbar, wer ein Kind Gottes und wer ein Kind des Teufels ist. Wer nicht nach Gottes Willen handelt, und seinen Nächsten nicht liebt, der gehört nicht zu Gott.Liebt einander.
    11 Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben.“

    Dann 1. Johannes 4:7 und 8:
    7 Liebe Freunde, lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer aber nicht liebt, kennt Gott nicht – denn Gott ist Liebe. “

    Leider haben viele Brüder keine enge Beziehung zu Jehova entwickeln können. Weil man dafür auch Zeit benötigt. Liebe muss doch wachsen.

    Die Hoffnung für alle gibt 1. Joh. 5:1 schön wieder wie ich finde:

    „Wer glaubt, daß Jesus Christus der von Gott verheißene Retter ist, der ist ein Kind Gottes. Kinder aber, die ihren Vater lieben, die lieben auch ihre Brüder und Schwestern.“

    Würde die Organisation die Bibel ernst nehmen so müsste unendlich viel Wert auf das Ausleben der Liebe in den Publikationen gelegt werden. Die Botschaft zu predigen, die hat Christus m.E. nur in Math. 24:14, 28:19, Markus 13,10 geboten. Die Gebote der Liebe sind im Neuen Testament allgegenwärtig.

    Eines finde ich sehr wichtig auch von Mike angeregt: JEDER kann dazu beitragen, dass in den Versammlungen mehr Liebe herrscht. Wir hier, die wir noch in die Zusammenkünfte gehen sollten alles tun um die Brüder zu trösten. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass Jehova mich auch danach beurteilt. Wir haben doch schon genug innere Distanz entwickeln können. Sie zu lieben bedeutet ja nicht gutzuheißen, dass sie noch organisationshörig sind. Sonst finde ich machen wir ja dasselbe wir diese mit den Ausgeschlossenen.
    Wer das nicht schafft weil er schon zuviel erlebt hat und das erlebte nicht verarbeiten konnte wie Du @Sonnenkind, Jehova versteht das. Es gibt so viele die hier schon ihre bitteren Erfahrungen geschrieben haben.

    Die Kranken besuchen, die Alten, einfach mal anrufen. Das ist wichtig! Interessanterweise gibt es beim Berichte abgeben immer noch kein neues Licht. Immer noch Quantität vor Qualität. Und leider ist es so, dass selbst hier kaum ein Wohnungsinhaber weiß warum wir eigentlich kommen. Und schon gar nicht auf die Idee kommt sein Leben stünde auf dem Spiel.
    Noch vielen Dank für die Kommentare von Walter, Manfred, Sascha, Dennis, Matthäus usw. (bitte nicht Böse sein, wenn ich jemanden vergessen habe) die zeigen, dass wir ja durchaus etwas in der Organisation gelernt haben. Ich für meinen Teil hätte mich wohl nie so intensiv mit der Bibel befaßt. Jetzt allerdings lerne ich mehr aus der Bibel als in all den Jahren vorher. Und ich habe auch ein paar sehr sehr liebe Menschen kennengelernt, manche innerhalb der Versammlungen, manche ja auch hier erst bei Bruderinfo. Und diese bereichern mein Leben.
    Was wichtig ist, dass wir ohne Bitterkeit in die Vergangenheit schauen. Sie ist ein Teil unseres Lebens und es ist an uns sie zu verarbeiten. Nötigenfalls mit Hilfe von Therapeuten. Auf die Unterstützung Jehovas können wir auf alle Fälle zählen. Und wie der Fall Raymond Franz zeigt: Könnte doch sein, dass es auch innerhalb der jetzigen Leitenden Körperschaft mal wieder einen Aussteiger gibt. Habt Ihr daran schon mal gedacht?

    Liebe Grüße und nochmals Danke an alle Anna

  • Dennis
    August 3, 2010

    Liebe Anna,

    zu deinem schönen Kommentar möchte ich noch sagen, dass tatsächlich Jesus nur EIN Gebot ausgesprochen hat und das war Joh. 13:34 mit dem Gebot der Liebe.

    Die Texte, die heute gerne als Predigtdienstanweisung ausgelegt werden, als er die Jünger aussandte, enthalten nie das Wort „Gebot“. Deshalb sagt er ja auch in Joh. „EIN neues Gebot gebe ich euch“ er spricht also nur von einem Gebot nicht von mehreren.

    LG
    Dennnis

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Hier wurden schon mehrfach über die subliminale Bilder disskutiert. Meine persönliche Meinung hierzu ist gespalten – es kann sein aber es kann auch (zumindest bei vielen Bildern) eine Einbildung sein.

    Durch Zufall bin ich in einem anderen Forum auf folgendes Posting gestossen – zumindest nachdenkenswert !

    Zitat:

    Es gibt hierzu ein Buch von Derek Barefoot „Tower of Darkness“. Er hatte als langjähriger Ältester immer mehr solche versteckte Bilder entdeckt und die WTG mit der Bitte um Erklärungen angeschrieben. Nach einigem Hin und Her wurden er und eine ganze Reihe weiterer ZJ, die sich nicht aufs Schweigen verpflichten lassen wollten, ausgeschlossen.

    Derek Barefoot führt in seinem Buch Tower of Darkness aus, er habe eine Zeit lang gezweifelt, ob diese okkulten Bilder nur seiner Phantasie entsprängen. Diverse Experten, darunter Psychologen hätten aber zweifelsfrei bestätigt, daß sie kein Zufalls sein könnten und deshalb mit Absicht eingefügt worden seien. Daß sie danach, d.h. nach seiner Korrespondenz mit Brooklyn, plötzlich ausblieben, deutet darauf hin, dass man hinter den Mauernd es Schweigens in Brooklyn intern eine Säuberung gestartet hatte. Fortan mußten Illustrationen vom Governing Body kontrolliert und genehmigt werden. Danach tauchten sie aber wieder auf. Und verschwanden wieder. Was der Phantasie um die Gechehnisse im Tower of Darkness (=Turm der Dunkelheit) freien Lauf lässt …

    Ich selber bin auch in Verlegenheit um die richtige Deutung des Ganzen. Aber dass diese seltsamen Bilder da sind, steht offenbar außer Zweifel.

    Das Buch ist erhältlich bei Randy Watters http://www.freeminds.org) und http://www.ctft.com

  • Manfred
    August 3, 2010

    Lieber Matthäus,
    vielen Dank für den Hinweis. Heute durch das Internet kann man sehr schnell an Informationen kommen. Es ist zwar nicht alles richtig, doch es werden auch viele Dinge aufgedeckt, die man normalerweise nicht erkannt hätte, da man nicht die Möglichkeiten zur Recherche hätte.
    Wenn Du bei Youtube mal „Jehova Withness subliminal“ eingibts, findest Du viele englischsprachige Filme, die sich damit auseinandersetzen.
    Außerdem sind auch die Suchbegriffe „Jehova Freimaurer“ oder „Karlsruhe Freimaurer“ sehr informativ. Denn wusste Ihr, dass die deutsche Stadt Karlsruhe das europäische Herrschaftszentrum der Freimaurer ist? Die Innenstadt um das Schloss ist so gebaut, dass man das Freimaurersymbol im Stadtplan erkennen kann. Interessant ist, dass sich die Gebäude sowohl des Bundesgerichtshofs als auch das Bundesverfassungsgerichts innerhalb dieses Symbols befinden.
    Ein Schelm wer böses dabei denkt.
    Liebe Grüße Manfred

  • Frank&Frei
    August 3, 2010

    bei Youtube.com gibts bei den richtingen Stichworten in English jede Menge Filmchen zu anschauen.

    Was da an unterschwelligen Bildern in die WT Literatur reigezaubert wird, ist nie und nimmer Zufall.
    Möglicherweise kan es auch die Kunst von einigen sein, ihren Frust loszuwerden – jene, die da sklavisch arbeiten für n Appel und n Ei und wenn die Anzahl der Rentner im ordensähnlichen Club zu groß prognostiziert wird, werden halt mal eben jene im besten Alter nach Hause geschickt, getreu dem Motto: sollen sie Arbeit annehmen. Wir wollen usnere guten Zimmer selst im Alter nutzen.

    Das ist der feine Unterschied zwischen einem Orden, der seine Leute bis an den Tod behält und pflegt und einer schnöden Idee, Menschen auszunehmen

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Die Zeugen Jehovas legen sehr viel Wert auf die Bibel. Und in Gesprächen wird stets behauptet, all ihre Lehren stamme direkt aus der Bibel. So heißt es z.B. im Wachtturm vom 1.12.1995 unter der Überschrift

    “Wenn die Überlieferung der Wahrheit widerspricht” (Seite 4):

    Überlieferungen, die der Wahrheit widersprechen, gleichen verschmutzten Wasservorräten. Wir können unwissentlich an Überlieferungen festhalten – von einer Generation an die nächste weitergegebene Kenntnisse, Meinungen, Glaubensansichten oder Bräuche -, die in Wirklichkeit durch ein “Teufelszeug”, bestehend aus falschen Ansichten und in die Irre führenden Philosophien, verunreinigt worden sind. Genauso wie verschmutztes Wasser können sie unsäglichen Schaden anrichten, und zwar in geistiger Hinsicht.
    Selbst wenn wir meinen, daß die Bibel die uns überlieferten religiösen Ansichten stützt, sollte sich jeder von uns die Zeit nehmen, sie sorgfältig zu untersuchen.

    Daraus folgt die sehr gute Schlußfolgerung:

    Hast du den Mut, überlieferte Glaubensansichten, an denen du jahrelang festgehalten hast, aufzugeben, wenn sich herausstellt, daß sie der Wahrheit widersprechen? Beachte die Warnungen. Schütze dich und deine Familie, indem du sicherstellst, daß die Überlieferungen, an die du dich hältst, mit Gottes reinem Wort der Wahrheit übereinstimmen (Psalm 19:8-11; Sprüche 14:15; Apostelgeschichte 17:11).

    Hier hat der WT eindeutig recht. Es ist immer wichtig, sich anhand der Bibel zu vergewissern, ob das, was andere mir als biblische Lehre anbieten, tatsächlich biblisch begründet ist.

    Ich selbt habe aus der Bibel viel gelernt und ich habe in wichtigen Dingen alte Überzeugungen hinter mir gelassen.

    Ich fände es schön, wenn auch die ZJ den Mut hätten, selbst in der Bibel nachzuforschen, ob ihre eigene Lehre auch tatsächlich der Bibel entspricht, oder ob sie sich vielleicht in einzelnen Punkten von der Bibel korrigieren lassen müßten.

    In der Praxis scheint die Bereitschaft hierzu aber gering zu sein. Eine Unterhaltung, vor einigen Jahren mit einem Zeugen Jehovas hatte die Frage zur folge: “Mal angenommen du würdest in der Bibel etwas finden, wo das Gegenteil von dem drinsteht, was der Wachtturm schreibt. Was würdest du tun?”. Die Antwort: Ich würde mit anderen Zeugen Jehovas nicht darüber sprechen, um kein Aufrührer zu sein. Ich würde geduldig warten, bis der Wachtturm seine Lehre korrigiert. Ich würde auf jeden Fall treu zur Organisation (zum “treuen und verständigen Sklaven”) stehen, weil dieser von Gott eingesetzt sei, das Volk Gottes mit geistiger Speise zu versorgen.

    Auf meinen Einwand, daß es mir nicht fair erscheinen würde, daß er von mir erwartet, daß ich meine Religion anhand der Bibel überprüfe, während er dazu nicht bereit war, meinte er nur: “Ich habe meinen Glauben überprüft, als ich Zeuge Jehovas geworden bin.”

    Ich kann darin nicht die Haltung der Beröer erkennen, die auch in der Literatur der Zeugen Jehovas immer wieder als Vorbild dargestellt werden (Apg 17:10-12)

    Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Silas bei Nacht nach Beroa weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern.

    Halten wir fest: die Beröer hörten die Predigt von Paulus und Silas, aber sie prüften die Predigt anhand der Bibel. Auch wenn Paulus als Apostel von Jesus beauftragt war, den Menschen die Botschaft von Jesus zu bringen, so haben sie dennoch nachgeprüft, ob es sich so verhielt. Genauso muß sich auch der Wachtturm gefallen lassen, anhand der Bibel geprüft zu werden. Er nimmt ja noch nicht einmal für sich in Anspruch inspiriertes, prophetisches, der Bibel gleichgestelltes Wort zu sein.

    Und über prophetische Rede heßt es in 1. Thessalonicher 5:19-21 (Elberfelder)

    (19) Den Geist löscht nicht aus! (20) Weissagungen verachtet nicht, (21) prüft aber alles, das Gute haltet fest!

    Sogar prophetische Äußerungen müssen geprüft werden!

    Leider entspricht die Haltung des „normalen ZJ“ der Haltung des Wachtturms. Es werden nur Menschen, die noch nicht Zeugen Jehovas geworden sind, dazu aufgefordert, ihre eigene Religion anhand der Bibel zu prüfen. Wer meint, die Bibel allein genüge, der wird als Abtrünniger abgestempelt, ja sogar mit dem Teufel verglichen: Ein Beispiel: (WT 15.11.1981, Seite 28, Absatz 14)

    Hin und wieder stehen unter dem Volke Jehovas Personen auf, die wie Satan eine unabhängige, kritische Haltung einnehmen. Sie wollen nicht “Schulter an Schulter” mit der weltweiten Bruderschaft dienen. (Vergleiche Epheser 2:19 bis 22.) Sie bieten dem Wort Jehovas eher eine “störrische Schulter” (Sach. 7:11, 12). Diese Hochmütigen versuchen, die “Schafe” von der einen internationalen “Herde”, die Jesus auf der Erde eingesammelt hat, wegzuziehen, indem sie das Muster der “reinen Sprache”, die Jehova in den vergangenen 100 Jahren auf so gütige Weise seinem Volk gelehrt hat, verunglimpfen (Joh. 10:7-10, 16). Sie versuchen, Zweifel zu säen und Arglose von dem reichlich mit geistiger Speise gedeckten “Tisch” im Königreichssaal der Zeugen Jehovas, wo wirklich “nichts mangelt”, wegzuführen (Ps. 23:1-6). Sie sagen, es genüge, nur die Bibel zu lesen, entweder allein oder in kleineren Gruppen zu Hause. Aber seltsamerweise haben sie sich aufgrund dieses “Lesens der Bibel” Irrlehren zugewandt, die Geistliche der Christenheit vor 100 Jahren in ihren Kommentaren vertraten, und einige feiern sogar wieder Feste der Christenheit, z.B. den 25. Dezember, an dem die Römer die Saturnalien feierten. Jesus und seine Apostel warnten vor diesen Abtrünnigen (Matth. 24:11-13; Apg. 20:28-30; 2. Petr. 2:1,22).

    Dieser Text enthält ein interessantes Eingeständnis. Er redet von Menschen, die Zeugen Jehovas waren, und die dann angefangen haben, selbst die Bibel zu lesen, ohne sich die Auslegung der Bibel vom Wachtturm vorgeben zu lassen. Wer dies tut, steht also in der Gefahr zu entdecken, daß in der Bibel manches anders steht als im Wachtturm.

    Das kann doch nur heißen, dass mit den Lehren des Wachtturms einiges im Argen liegt. Oder warum muss es der Wachtturm fürchten, wenn nur die Bibel allein gelesen wird?

    (Unterhaltung gefunden in ebermann.de)

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ein interessantes Zitat von Br. E.F. zum Thema „Organisation aber wie?“ …besondere Aussagekraft der letzte Satz!

    Paulus warnte schon im ersten Jahrhundert die Christen gemäß Apostelgeschichte 20:29 mit den Worten: ‚Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her‘. Also nicht mehr zum Haupt, zu Christus hin, sondern hinter sich her! Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem echten oder auch vorgegebenen guten Absichten es ihnen gelingt, ihre Ziele zu erreichen. Sie führen die Menschen zu sich, zu ihrer Organisation, nicht mehr zum Herrn! Dabei mögen sie sogar seine Autorität, ja den Namen Gottes für ihre Zwecke missbrauchen.

    Doch wie kann ich feststellen, ob ich in einer Gemeinschaft bin, die solchen Tendenzen bereits zum Opfer gefallen ist? Frage Dich: führt mich meine Gemeinde zum Christus dem Herrn? Darf ich Ihm frei nach meinem Gewissen dienen, wobei mich meine Glaubensbrüder, ja die Gemeinde selbst darin stärkt und aufbaut, wie es Paulus meint, wenn er sich ’Mitarbeiter an eurer Freude‘ (2.Korinther 1:24) nennt, oder bestimmt die Gemeinde meine Entscheidungen und mein Verhalten in ganz wesentlichen bis hin zu privaten oder sogar unwesentlichen Dingen und Entscheidungen? Stehe ich wirklich in einem unmittelbaren Verhältnis zu meinem Herrn, oder hat sich hier eine Organisation dazwischengeschoben und den Herrn mehr oder weniger zur Seite gesetzt?

    Du magst sagen: ich fühle mich wohl in meiner Gemeinschaft, es gibt da viele liebe und aufrichtige Menschen, wir werden regelmäßig belehrt, wir haben wunderbare Kongresse! Doch alles das ist nicht entscheidend; das gibt es vielerorts, und gerade Diktaturen verstehen es, beeindruckende Veranstaltungen und einheitliche Informationen zu vermitteln. Entscheidend ist: wie ist Deine Verbindung zum Herrn? Bist Du in seinen Händen oder in denen einer Organisation? Keine Organisation hat sich für Dich geopfert, doch Jesus hat das getan. Ihm gebührt unsere Loyalität; wenn wir ihm gegenüber loyal sind, dann sind wir das ebenso gegenüber allen seinen Nachfolgern, unseren Glaubensbrüdern. Wer könnte uns dann Illoyalität oder gar Abtrünnigkeit vorwerfen? Nur solche, die unsere Loyalität für sich beanspruchen.

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus,
    das ist wirklich gut auf den Punkt gebracht. Ich hoffe sehr, dass immer mehr aufrichtige Menschen diese Tatsache begreifen.

    Ob es uns gefällt oder nicht, JEDE christliche Institution die behauptet nur bei ihr findet man Heil und Rettung, erklärt die Erlösertat des Christus für ungültig. – Denn sie sagt damit ja nichts anderes als: Nicht Jesus rettet euch, sondern WIR.

    Wie anders waren doch die Apostel eingestellt, sie hätten sich solch ein Reden niemals gewagt, dazu waren sie viel zu demütig.

    Jede Kirche die Loyalität für sich einfordert und alle als Abtrünnige bezeichnet, die Jesu Lehre für wichtiger erachten als eine kirchliche Lehre, ist in Wahrheit ein Feind Christi.

    Dabei spielt es keine Rolle wie sie sich nennen und ob sie sich auf den Vater oder den Sohn berufen, oder gleich ganz eine einzige Person aus ihnen machen…dadurch das sie dem Wort Gottes zuwiderhandeln und es nach ihrem Gusto verdrehen, offenbaren sie sich als Gottes Widersacher und haben sich damit auf die Seite Satans gestellt.

    Obendrein sollte jeder Christ in seinem stillen Kämmerlein mal darüber nachdenken, dass man mit der treuen Nachfolge einer christlichen Organisation, die Treue gegenüber Jesus aufgibt.
    Er ist der Einzige der völlig zurecht unsere alleinige Treue, unsere Hingabe und unser Vertrauen für sich beansprucht.
    Den alleine IHM wurde vom Vater alles übergeben.

    LG Ulli

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Mit dieser Aussage Jesu in Joh. 5:23 „Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“

    Solange die LK SICH SELBST MEHR predigt als den König und Herrn Jesus, muß sie sich im klaren darüber sein was die tiefere Ursache dafür ist – wer in Wahrheit dahinter steht. Lies doch bitte einmal aufmerksam das was Paulus an die Korinther schrieb und Beachte den Zusammenhang: 2.Brief Kap.5: VERS 5 !!!

    Das Licht des Evangeliums im Amt des Apostels
    1 Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde, 2 sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott. 3 Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, 4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen.

    Warum predigen ZJ allem voran die LK oder der trvSk. sich laufend selbst? Können sie das bewirken was an die Hebräer geschrieben wurde? Alle Macht gehört IHM – der Sklave soll sich seiner Stellung, wie der Name es schon mehr als deutlich macht, bewußt sein. Alle die sich selbst erhöhen werden erniedrigt werden.

    Hebr 1,3 In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Durch seinen Tod hat er uns von der Last unserer Schuld befreit und nun den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, an der rechten Seite Gottes, dem alle Macht gehört.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Weils dazu paßt und es deutlich machen soll, daß meine Worte oben nicht einfach blinde Behauptungen sind – dieses Zitat:

    „Der Wachtturm“, 01. August Seite 477
    „daß wir im Schritt sind mit Gottes Neuer-Welt-Gesellschaft, durch deren Leitung und Führung wir in den letzten Tagen dieser alten Welt nicht nur geistig gut genährt, sondern auch am Leben erhalten werden…“

    „Der Wachtturm“, Seite 464
    „Es ist heute gebieterische Pflicht, daß jene, die in der neuen Welt der Gerechtigkeit zu leben wünschen, mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten. Warum? Weil SIE nun bald alle ihre Glieder durch die größte aller Drangsale, den Krieg von Harmagedon, sicher hindurchbringen und sie in eine helle neue Welt
    führen wird….“

    Wer wird uns am Gerichtstag am Leben erhalten?

  • Dennis
    August 3, 2010

    Liebe Ulli,

    ein toller Kommentar von dir, in dem du alles mit wenigen Worten auf den Punkt bringst. Danke vielmals!!!!

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu deiner Anmerkung liebe Anna:
    „Statt sich also darüber zu freuen, tut man alles, dass er ja nie wieder kommt.“
    Muss ich leider mit bittern Worten sagen – wie recht Du hast – doch damit wird klar
    dass sie nicht die Interessen unseres Herrn Jesus vertreten, den er sagte: Jeder der zu mir kommt werde ich NICHT zurückweisen !!!

  • E.E.
    August 3, 2010

    Ich habe hier einige Bibelstellen zur Organisation der ersten Christen gesammelt:

    ———

    Zur Begründung der Autorität der leitenden Körperschaft wird das Gleichnis von treuen und verständigen Sklaven gar nicht benötigt.

    Da reichen schon die Historischen Vorbilder des Volkes Gottes von Moses bis in die Tage der Apostel.
    Obwohl ganz Israel der Knecht Jehovas war, hatten lediglich bestimmte Führungspersonen die Verantwortung (und auch das entsprechende Amt) das Volk zu unterweisen. Bei den ersten Christen war es genauso.
    Deshalb ist auch heute so: „als Einzelne haben nicht alle zu dieser [Sklaven-] Klasse gehörenden Christen die gleiche Verantwortung oder die gleichen Aufgaben.“ (Wachtturm vom 15.06.09 S.24 Abs 6).
    Der leitenden Körperschaft wird ein Auslegungsmonopol vom Rest der Zeugen Jehovas zugebilligt. Das hat praktische Vorteile und hat sich im Allgemeinen gut bewährt.

    Genauso wie sich Prophezeiungen mehrfach erfüllen können, können auch Gleichnisse verschiedene Anwendungen haben. Manche Erklärungen der leitenden Körperschaft sind nur eine Erfüllung der Prophezeiung oder nur eine Anwendung des Gleichnisses. Jesus beschreibt mit dem Gleichnis von treuen Sklaven ein Prinzip, das auf verschieden Situationen angewendet werden kann. So ist die bisherige Anwendung des Gleichnisses von treuen und verständigen Sklaven nur ein Spezialfall einer übergeordneten Wahrheit.

    Ein Kollektiv von „treuen Sklaven“ ist nämlich auch selbst ein „treuer Sklave“. Deshalb kann man das Gleichnis vom treuen und verständigen Sklaven auch kollektiv auf die Situation von 1914-1919 anwenden.
    Jesus kam zu seinem geistigen Tempel. Die Sklaven waren kollektiv betrachtet die einzelnen Glaubensgemeinschaften. Da nur das Bibelforscher-Kollektiv seine Ankunft erwartete und mit dem Austeilen geistiger Speise beschäftigt war, wurde ihnen das Exklusivrecht übertragen seine Habe auf der Erde zu verwalten. Die anderen Sklaven-Kollektive wurden hinausgeworfen. Das Predigt- Lehr- und Hirtenwerk wurde exklusiv den Bibelforschern übertragen.

    Deshalb gibt es auch den Unterschied zwischen Christenheit (Gemeinden der Scheinchristen) und Christentum (tatsächlich von Jesus anerkannte Christengemeinden). Scheinchristen sind in Wirklichkeit keine Christen, weil sie keinen heiligen Geist (mehr) bekommen und deshalb auch nicht vom Geist Gesalbte sein können.

    Ich habe noch einen längeren Kommentar geschrieben, der die Autorität der leitenden Körperschaft genauer begründet.

  • Karl
    August 3, 2010

    Lieber E. E.,

    ich will dir nicht zu nahe treten, aber ich glaube, dass du:

    1. von Selters aus schreibst oder KA bist, weil du den Sklaven so verherrlichst und ihn mit deinen Kommentaren bestätigst

    und

    2. dass du hier falsch bist!

    Gruß
    Karl

  • Karl
    August 3, 2010

    Lieber E. E.,

    noch was. Du schreibst andere Scheinchristen empfangen heute bzw. schon länger keinen heiligen Geist mehr.

    Wenn du dir die Vergangenheit des Sklaven ansiehst, siehst du hoffentlich wie ich, dass keine einzige Prophezeiung des Sklaven in Erfüllung gegangen ist.

    Wie kannst du behaupten, dass der Sklave jemals vom heiligen Geist geleitet wurde?

    LG
    Karl

  • E.E.
    August 3, 2010

    Der Sklave hat niemals prophezeit. Er ist kein von Jehova inspirierter Prophet. Das hat er auch nicht behauptet. Er hat lediglich Prophezeiungen interpretiert, was natürlich zu entsprechenden Vorhersagen führte. Der eigentliche Fehler lag darin, dass man dabei allzu sichere Behauptungen aufgestellt hat, anstatt lediglich von einer Möglichkeit zu sprechen, die ihnen am wahrscheinlichsten erscheint. Ich habe auf meiner Webseite noch mehr dazu geschrieben.

    Wenn der „Sklave“ diese Interpretationen vor der gegebenen Zeit versuchte, kam meistens nichts Gescheites dabei heraus.
    Erst zu dem durch die Prophezeiung vorgegebenen Zeitpunkt, konnte die Prophezeiung über „das Tier, das war, aber nicht ist und doch daran ist, aus dem Abgrund heraufzusteigen“, richtig verstanden werden.

    Genau zu dem Zeitpunkt wo es im Abgrund war, wurde es als der Völkerbund identifiziert und Br. Knorr konnte 1942 die zutreffende Voraussage machen, dass der Völkerbund wieder aus dem Abgrund steigen würde.

    Die eigentliche Bedeutung vieler anderer Prophezeiungen werden auch erst dann verstanden werden, wenn sie sich (zum zweiten Mal) erfüllen werden.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Lieber E.E. eigentlich wollte ich auf deine Kommentare wegen deiner vielen Widersprüche und Blödsinn nichts mehr erwidern.

    Du schreibst die LK hat noch nie etwas prophezeit ???
    Was war dann das:

    Sehr schlechte Voraussagen werden der Kirche gemacht.
    Nicht nur ihre Organisation als Volkskirche wird zerbrechen.
    Das soll schon bis 1975 der Fall sein. Sie soll in dem
    kommenden Jahrzehnt ihren Bankrott erleben. … Es gibt
    Veränderungen, die sich heute schon genau abzeichnen.
    Erwachet!, 22. März 1970

    oder:

    Die Hungersnöte, denen Millionen Menschen zum Opfer
    fallen werden – 1975 wird es wahrscheinlich soweit sein
    -, können nicht mehr abgewandt werden. Schon jetzt verhungert
    langsam eine halbe Milliarde Menschen, und eine weitere Milliarde ist unterernährt. Königreichs-Nachrichten Nr. 16:
    Läuft die Zeit für die Menschheit ab?, 1973

    oder:

    Weltliche Karrieren sind nun bald zu Ende. Warum sollten junge Leute also heute noch an einer Hochschulbildung interessiert
    sein und sich auf eine Zukunft vorbereiten, die nie kommt? Die Hochschulen stehen sowieso schon am Rande des Chaos. Die Kenntnisse, die ein Mensch im Leben braucht, kann er sich, wenn er fleißig lernt, auch durch eine Volksschulausbildung
    und in einer Lehre erwerben.
    Der Wachtturm, 15. Dezember 1971, S. 755

    oder das:

    Ja, das Ende dieses Systems ist so nahe, ist das kein Grund unsere Aktivität zu erhöhen? In dieser Hinsicht können wir
    etwas von einem Läufer lernen, der am Ende eines Rennens nochmal sprintet. … Es erreichen uns Berichte von Brüdern,
    die ihre Häuser und Eigentum verkauft haben und planen den Rest ihre Tage in diesem alten System im Pionierdienst zu
    verbringen. Das ist sicherlich eine schöne Art die verbleibende Zeit zu verbringen, bevor dieses böse System endet.
    Unser Königreichsdienst (engl. Ausgabe), Mai 1974

    Wer damals „Häuser und Eigentum verkauft“ hat, hat inzwischen das Ruhestandsalter erreicht. Ein Ruhestand, der ganz anders aussehen könnte, hätte man nicht den Worten der Wachtturm-Gesellschaft geglaubt, sondern der materiellen Vorsorge die gebotene Aufmerksamkeit geschenkt.

    Verglichen mit denen, die ihr restlos vertrauten, hatte die Wachtturm-Gesellschaft selbst weder mit ihrem unvernünftigen Rat noch mit ihrer falschen Vorhersage auch nur das geringste Problem. Im Gegenteil: ein Jahr nach 1975 belehrte sie die Menschen, als sei es die größte Selbstverständlichkeit:

    Meinte Jesus damit, wir sollten unsere finanziellen und anderen weltlichen Angelegenheiten so regeln, daß unsere Mittel gerade bis zu einem bestimmten Datum ausreichen, an dem unsererer Ansicht nach das Ende kommt? Wenn unser Haus verfällt, sollten wir es weiter verfallen lassen, in dem Gedanken, wir würden es nur noch wenige Monate brauchen? Oder sollten wir, wenn jemand in der Familie besondere ärztliche Behandlung braucht, sagen: „Nun, wir schieben das einfach auf, weil das Ende dieses Systems der Dinge so nahe ist.“? Jesus ermunterte uns nicht, so zu denken.
    Der Wachtturm, 15. Oktober 1976, S. 632

    Aussagen dieser Art könnte ich Dutzendweise hier einstellen !!!

    Das schlimmste an solchen falschen Aussagen ist jedoch daß man die Verantwortung NICHT übernahm sondern auf das Volk der ZJ abschob. SIE hätten dieses oder jenes erwartet !?!

    Die Bibelforscher – seit 1931 unter dem Namen Jehovas Zeugen bekannt – versprachen sich zudem von dem Jahr 1925 die Erfüllung
    großartiger biblischer Prophezeiungen. Sie vermuteten, zu jener Zeit würde die irdische Auferstehung beginnen und treue Männer der alten Zeit wie Abraham, David und Daniel zurückkehren. Was die neuere Zeit angeht, so mutmaßten viele Zeugen, daß die mit dem Anfang der Millenniumsherrschaft verbundenen Ereignisse eventuell von 1975 an eintreten würden. Sie dachten, daß in jenem Jahr das siebte Jahrtausend der Menschheitsgeschichte anbreche.
    Erwachet!, 22. Juni 1995, S. 9

  • E.E.
    August 3, 2010

    Wenn ihr euch hier nur gegenseitig die Ohren kitzeln wollt, dann bin ich hier tatsächlich falsch.

    Wenn ihr aber wie die Beröer nach der Wahrheit sucht, kann ich euch ein paar Denkanregungen geben.

    Das meiste was ihr hier schreibt, war mir schon vorher von selbst klar geworden. Mir scheint aber, dass hier einige bei Abtrünnigen gespickt haben und sich mit den richtigen Tatsachen auch falsche Schlussfolgerungen haben unterschieben lassen.

    Aber der Gedanke, dass das Passah-Fest in erster Linie die Erstgeborenen gerettet hat, war noch ein fehlendes Puzzelteil, das genau ins Bild passte.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Auch für Dich ein paar Denkanregungen! Auch zum Thema ob der trvSk sich als Prophet aufspielt und dabei ständig nur Lügen vermittelt!

    Nur für sie ist Gottes Wort, die Bibel, kein versiegeltes Buch. … Wahre Christen schätzen es daher sehr, mit der einzigen
    Organisation auf der Erde verbunden zu sein, die die ‚tiefen Dinge‘ Gottes versteht. Der Wachtturm, 1. Oktober 1973, S. 593

    Denken wir daran, dass unser himmlischer Vater „den treuen und verständigen Sklaven“ als Kanal eingesetzt hat. Dieser „Sklave“ ist dafür verantwortlich, festzulegen, welche Informationen dem Haushalt des Glaubens zugänglich gemacht werden sowie die ‘rechte Zeit’ dafür. Die geistige Speise ist ausschließlich durch die theokratische Organisation erhältlich. Zuverlässige Informationen sollten wir stets von Gottes Kanal erwarten…
    Unser Königreichsdienst, September 2002, S. 8

    Wir wollen einmal untersuchen, was Jehovas Zeugen im Laufe der Jahre verkündet haben, und es mit dem vergleichen,
    was führende Politiker, Geistliche und Wirtschaftsexperten des gegenwärtigen Systems der Dinge gesagt haben. Wer hat
    die Wahrheit gesagt? Wessen Voraussagen über die nächste Zukunft können wir vertrauen? … Heute zeigen die Tatsachen
    deutlich, dass das, was Jehovas Zeugen gesagt haben, die Wahrheit war. Sie waren tatsächlich die ganze Zeit von Gottes
    heiligem Geist geleitet worden. Der Wachtturm, 1. November 1971, S. 659, 664

    Gott verfolgte einen ganz bestimmten Zweck damit, daß er seinen Geist auf alle Arten von Fleisch ausgoß: Die Empfänger des Geistes sollten prophezeien. Die Tatsachen bestätigen, daß der ÜBERREST gesalbten Jünger Christi tatsächlich unter allen Nationen PROPHEZEIT und für Gottes Königreich Zeugnis abgelegt hat. Folglich ist er es auch, auf den Gottes Geist wirklich ausgegossen wurde. … Dadurch, daß sie aufgrund dieses
    Namens von Haus zu Haus und von Stadt zu Stadt predigten und prophezeiten, ist dieser Name auf der ganzen Erde verherrlicht worden.

    Der heilige Geist – die Kraft hinter der künftigen neuen Ordnung, 1976, S. 147, 149

    Wer bildet denn die Gruppe von Personen, die gegen Anfang dieser „Zeit des Endes“ damit beauftragt wurde, als Sprecher und aktives Werkzeug Jehovas zu dienen? … Doch ungeachtet dessen, wie die Christenheit diese Gruppe gesalbter Zeugen Jehovas ansieht oder betrachtet, muß die Zeit kommen, und das binnen kurzem, da diejenigen, die die Christenheit ausmachen, wissen werden, daß wirklich ein „Prophet“ Jehovas unter ihnen war.
    ‚Die Nationen sollen erkennen, dass ich Jehova bin‘ – Wie?,
    1972, S. 58, 70

    Und warum kannst du über das Kap. 13 vom Bibelbuch Hesekiel in obigem Buch keine Erklärung finden? Ließ die Verse 1-9 und du weißt warum!

  • Dennis
    August 3, 2010

    An alle Brüder und Schwestern im Geiste!

    Lasst dieses arme verirrte Schaf „E.E.“ doch einfach mit seinen kruden Ideen und seinem lächerlichen „Sklaven-Verteidigungs-Forum“ alleine und beachtet oder kommentiert seine lieblosen Tiraden einfach nicht mehr.

    Ihr werdet sehen wie schnell er die Lust daran verliert sich hier als alleiniger Besitzer der absoluten bibl. Wahrheit zu präsentieren und als „Gesetzeslehrer“ aufzuspielen.

    Wir sollten alle für seine geistige Genesung beten und ihm wünschen doch noch zu unserem Herrn Jesus Christus zu finden….

    (Epheser 3:17-19) . . .damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu BEGREIFEN , welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die LIEBE DES CHRISTUS zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

    Er ist so verblendet und voller Hass auf die liebevolle und barmherzige Handlungsweise Jesu, dass alleine durch seine Worte den „Herrn verleugnet“, deshalb sollten wir alle Mitleid mit ihm haben und hoffen, dass er bald umgkehrt von seiner geistigen Verirrung.

    Liebe Grüße an euch alle!
    Dennis

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo E.E.
    Ein vermeintlich christliches Kollektiv, das sich zwischen den Christus und seine Gemeinde drängt, kann den Geist Gottes nicht haben. Denn in der Bibel wird nur von EINEM Mittler zwischen Gott und den Menschen geschrieben.
    Die l.K. steht der Hochmut und Anmaßung des Papstums in nichts nach.
    Ihre Äußerungen, in denen sie ihrer angeblich höheren Stellung vor Gott immer mehr Gewicht geben und die normalen Brüder immer mehr zu reinen Befehlsempfängern degradieren, zeigen wessen Geistes Kind sie wirklich sind.
    Auch ihre niederträchtige Handlungsweise, mit der sie sich selbst ein ums andere mal als Lügner und Betrüger offenbaren, wird ihnen Jehova keinesfalls durchgehen lassen.

    LG Ulli

  • Anna
    August 3, 2010

    Liebe Ulli,
    das mit dem Papsttum stimmt leider. Du kannst ja mal bei Wikepedia den Aufbau des Kirchengerichtshofs „Sacra Rota Romana“ nachlesen. Ich fürchte, die Leitende Körperschaft kommt bei dem Vergleich nicht gut weg.
    Warum sind die Sitzungen nicht öffentlich? Warum darf bei Komiteeverhandlung der „Angeklagte“ keinen Anwalt mitnehmen?
    Drei gegen Einen!

    Einen lieben Gruß auch an alle anderen wünscht Anna

  • Manfred
    August 3, 2010

    Liebe Anna,
    das sehe ich ganz genauso. Drei gegen einen. Was aber noch schlimmer ist, sind die Briefe die bei einem Versammlungswechsel an die neue Versammlung geschickt werden.
    Denn diesen Brief darf man selber nicht lesen, aber die Ältestenschaft der ganzen neuen Versammlung bekommen ihn vorgelesen. Wenn da was negatives drinnen steht, sind alle neuen Älteste vor dir gewarnt und Du selbst weisst noch nicht mal warum. Du wirst in dem Brief angeklagt und wenn es Dir keiner sagt, weißt Du noch nicht mal wessen Du angeklagt bist.
    Da frage ich mich, wie soll man an schlechten Eigenschaften arbeiten, wenn sie einem noch nicht mal mitgeteilt werden????
    Das ist verbriefter Rufmord und man kann sich nicht wehren, weil man keine Grundlage dazu hat.

    Soviel zu der „liebevollen Leitenden Körperschaft“.
    Liebe Grüße Manfred

  • Entmutigter Bruder
    August 3, 2010

    Hallo Manfred,

    ich stimme Dir zu, allerdings gibt es zumindest aktuell bei DAG´s und Ältesten folgende Empfehlung (Richtlinie) im Falle eines Umzuges in eine andere Vers.: Sollte einer der Ältesten des Dienstkomitees „ernste Bedenken“ wegen der Eignung eines DAG oder Ä. haben, wenn er in eine andere Vers. umzieht, dann sollte so bald wie möglich die ganze Ä.schaft zusammenkommen und besprechen, ob sie eine Wiederernennung empfehlen, oder nicht.

    Wird sie nicht empfohlen, sollten sich 2 oder mehr (alle gegen einen 😉 ) mit ihm treffen und ihm vor seinem Wechsel deutlich die Gründe der Entscheidung erklären. Soweit zumindest das neue Ä.buch Quelle S. 43/44.

    Ich hatte allerdings einmal vor vielen Jahren „das Glück“ mein Empfehlungsschreiben vorher zu lesen. Der damalige VA gab es mir und fragte „ob ich damit so klar käme?“ – das fand ich damals eigentlich ziemlich fair.

    Naja inzwischen hat man zu vielem eine andere Sichtweise.

    Liebe Grüße an alle. Nicht entmutigen, oder ärgern lassen!!

    Ein entmutigter Bruder

  • Glocknerkönig
    August 3, 2010

    @Anna
    liebe Anna, zu deinem Kommentar dass bei Kommiteeverhandlungen der Angeklagte alleine gegen 3 Älteste sitzt ist schon schlimm genug.
    Es geht aber noch härter…beim Berufungskommitee sitzt du auch alleine im „Kammerl“ die drei vom ersten Kommitee sitzen hinter dir und die drei vom Berufungskommitee sitzen vor dir. Du bist also von sechs Hirten (Scharfrichtern) buchstäblich in die Zange genommen. Bei mir wars halt so.
    Meine Zeugen die ich mithatte und die draussen warten mussten wurden trotz begründeter Hinweise von mir und auch mehrmaligem Bitten nicht angehört.
    Ein Inqusitionsgericht wie im Mittelalter.
    Ich denke das sollte auch mal gesagt werden.
    liebe Grüsse
    Glocknerkönig

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Das kann man noch steigern! Wenn einer vom Berufungskomitee einen Blödsinn verzapft, dann brauchst nicht zu warten das die anderen „weisen und gerechten“ Richter IHN zurechtweisen.
    Es geht hier nicht um Recht und Gerechtigkeit , sondern nur wie sie selbst gut dastehen.

    Aber da helfen auch klare Worte wie in Jesaja 59:14-19 sehr wenig.
    Bei einer Berufung geht es nicht darum dem Angeklagten Gehör zu schenken sondern wie das Erstkomitee gut und gerecht dasteht. Das ganze Berufungskomitee ist eine einzige Farce !!!

  • Anna
    August 3, 2010

    Lieber Glocknerkönig,
    das mit dem Berufungskomitee habe ich erst nach Deinem Kommentar gelesen. Das bedeutet ja dann 6!!! gegen Einen. Und immer noch keinen Anwalt. In jeder Schule in Deutschland gibt es einen Vertrauenslehrer wercher einen Schüler der ggf. einen Verweis o.ä. bekommen könnte unterstützt. In Berufung geht ja nur ein Bruder, der der Meinung ist, sein Ausschluß ist zu unrecht. Das heißt dieser möchte ein Zeuge Jehovas bleiben. Statt sich also darüber zu freuen, tut man alles, dass er ja nie wieder kommt.
    Was hat das bitte mit Nächstenliebe zu tun. Studienartikel von dieser Woche über Jehovas Schöpfungswerke, Seite 10, Abs. 20, letzter Satz ZITAT: „Und bemühen wir uns auch in Zukunft, in unserem Leben die unerschöpfliche Liebe widerzuspiegeln, die Jehova veranlasst, durch seinen heiligen Geist den Himmel, die Erde und den Menschen zu erschaffen.“ ZITAT ENDE
    Wie kann jemand dann so handeln.
    Ein Fall für die Menschenrechtskomission!
    An alle einen schönen sonnigen Tag
    Liebe Grüße Anna

  • Martin
    August 3, 2010

    Lieber Glocknerkönig!

    In diesem Fall liegtst Du völlig richtig. Meistens werden ja Berufungskomitees aus dem selben Kreis eingesetzt und meistens kennen sich die Brüder des ersten Rechtskomitees und des Berufungskomitees sehr gut und wissen gegenseitig von langen Jahren der Erfahrung auf dem Lebensweg als Zeugen Jehovas, da dieses ja vom Kreisaufseher innerhalb des Kreises organisiert wird. Hier geht es absolut nicht um den „Angeklagten“, sondern um das Erstkomitee, dass ja gewissermaßen durch die Berufung des Angeklagten unter Anklage steht. Es geht in dem Berufungsverfahren nicht um „Das persönliche Recht des Angeklagten“, sondern das Berufungskomitee soll ja eigentlich nur überprüfen, ob die Reue des Angeklagten im „ersten Komiteefall“ echt war und von den drei Gliedern des Rechtskomitees richtig beurteilt wurde. Es ist also richtig, es geht nicht um den Angeklagten, es geht um das von der Versammlung eingesetzte Rechtskomitee, die sitzen in der „zweiten Reihe und beten und zittern“ ob sie alles richtig entschieden haben und da ja keine negative Nachricht in die Dienstabteilung fließt, dass wäre ja fürchterlich. Es ist nicht von der Hand zu weisen, in den wenigsten Fällen „kratzt hier eine Krähe der anderen die Augen aus“.

    Ich halte es diese Verfahrensweise für eine der bedauernswertesten Entscheidungen des „Obersten theokratischen Internationalen Gerichtshofes“ bezw. der „regierenden leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas“.

    Im Sinne des Gleichnisses Jesus, der alles daran setzte, um nach „einem verloren gegangenen Schaf zu suchen“, sollte das Berufungskomitee einen anderen Auftrag erfüllen. Es sollte bemüht sein, unter Verdacht stehende Sünder oder tatsächliche Sünder zur Umkehr zu bewegen, etwas, was vielleicht nicht immer ein Rechtskomitee der Versammlung erreichen mag in seinen Bemühungen. Zumindestens sollten diese Verfahrensweisen kombiniert werden. Aber so wie es derzeitig abläuft, soll durch diese Verfahrensweise lediglich die „päpstliche Unfehlbarkeit der theokratischen Amtsgerichte“ belegt werden und damit das Prädikat der Wirksamkeit des Geistes Jehovas für die Organisation manifestiert werden. Eine solche Verfahrensweise kann ich mir in der Urchristenversammlung in Jerusalem nach Pfingsten 33 u.Z. kaum vorstellen.

  • Glocknerkönig
    August 3, 2010

    @Mattäus@Anna
    Ich wusste zwar von Anfang an, dass die Berufung eine reine Augenauswischerei ist. Aber in der VSG ist schon lange alles nur Fasade.
    Ich habe es nur meiner Frau und einer alten Schwester und einem alten Bruder zuliebe auf mich genommen. Die glaubten fest an meine Unschuld.
    Es war aber sehr gut so, denn dadurch rissen die „herrlichen“ Oberhirten ihre rosa Maske selbst vom Gesicht und ihr wahres Gesicht, eine hässliche – heuchlerische Fratze, kam so eindeutig zum Vorschein.
    Beide Kommitees waren echt Bühnenreif, wie im Mittelalter die Hexenverfolgungen in all ihren Facetten. Wenns heutzutage nicht verboten wäre, ich wäre nur mehr ein Häufchen Asche.
    Ich sag es euch, nicht einmal meine Frau hätte es mir geglaubt was bei so einem Kommiteeduett sich alles hinter verschlossenen Türen abspielt.
    Erst als sie die Tonaufzeichnung gehört hat fiel sie nahezu in Ohnmacht.

    Die damalige Gruppe der Pharisäer waren gegen die heutigen „Scharfrichter“ harmlose Gartenzwergerl.
    Ja meine liebe Anna und Mattäus, darüber könnte ich ganze Bände schreiben.
    Doch die heuchlerische Bande ist mir meine wertvolle Zeit nicht im geringsten wert.

    Wie schon in der Bibel steht so sage ich auch:
    GEHT AUS IHR HERAUS MEIN VOLK….
    Ich kann nur JEDEM empfehlen aus der Gemeinschaft der Wachtturmgläubigen und tuvs hörigen Gruppe der Zeugen Jehovas sich zu entfernen!!!

    Euch allen wünsche ich die Kraft die ihr braucht um das zu tun was IHR für richtig hält.

  • E.E.
    August 3, 2010

    Ich habe das mal untersucht. Die Ähnlichkeiten zwischen Papst und leitender Körperschaft sind wirklich verblüffend.

    Der Papst ist unfehlbar. Die L.K. ist zwar nicht direkt unfehlbar, aber niemand außer Jehova und Jesus können dies bemerken und sie korrigieren. Das nenne ich relative Unfehlbarkeit. Mehr Platz für alternative Erklärungen und ein besseres Vorschlagswesen würde ich mir da schon wünschen.

    Die hierachische Organisation mit zentralem Lehramt von kath. Kirche und Zeugen Jehovas ist auch sehr ähnlich. Es ist halt ein bewährtes stabiles System. Die Kirche hat 1000 Jahre damit überlebt. Es hat zum Erfolg bei der Ausbreitung Jehovas Zeugen beigetragen. Gottes Volk in der Bibel wurde auch meistens hierarchisch autoritär geführt. Ich kann da im Prinzip nicht falsches sehen. Es kommt halt auf die Führungspersonen an. Da kann man dann halt unterschiedlicher Meinung sein. Ich möchte mir da kein Urteil erlauben. Wer weiß ob ich es besser mache würde. Ich denke eher nicht.

    Matthäus 7:1-5 Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

  • Bruderinfo
    August 3, 2010

    Lieber E.E.,
    deine Argumentation wird immer gegenteiliger. Ein Argument wiederspricht sich mit dem Anderen. Was möchtest du uns eigentlich sagen? Auch deine Homepage mit dem Forum ist sehr merkwürdig. Dort steht in deinem Impressum:
    Elia Elihu
    Krankenhaus Nordwest GmbH
    Steinbacher Hohl 2 -26
    60488 Frankfurt
    DE
    entweder du arbeitest dort und missbrauchst die Daten deines Arbeitgebers oder du bist der Chef des Krankenhauses. Ein Tip. Du bist für dieses Forum verantwortlich nicht das Krankenhaus. Vielleicht ist das alles auch nur ein Irrtum deinerseits oder das Forum ist ein Fake. Wie auch immer.

  • E.E.
    August 3, 2010

    ich weiß nicht woher du die Information von dem Krankenhaus hast. Wenn ich das Impressum anklicke erscheint es nicht. Das Krankenhaus ist aber tatsächlich in meiner Nähe. Die Adresse ist nicht falsch.

    Es muss ja nicht gleich jeder Älteste wissen, wer dahinter steckt. Das führt nur zu unangenehmen Fragen.

  • Andreas
    August 3, 2010

    Lieber Bruderinfo,

    hier kennt offensichtlich jemand sein eigenes Impressum nicht.
    Und ist möglicher Weise, in die in seinem Forum noch nicht beschriebene Diskussionsstufe 6-7 (geistige Verwirrtheit)
    angelangt.
    Es wäre daher schön wenn ihr ihm eine kleine Pause könnt.
    Um wieder Erbauendes lesen zu dürfen.

    Liebe Grüße
    Andreas

  • Frank&Frei
    August 3, 2010

    ergänzend zu E.E. sei zu erwähnen, dass Zeugen Jehovas wie die Societas Jesu, die Jesuiten, auch eine leitende Körperschaft haben, der bis vor kurem der „schwarze“ Papst Peter Hans Kolvenbach als General vorstand, der um 2008 zurücktrat.
    Ein gewisser Alberto, der einst auch Jesuit war, bekannte in einer Publikation, dass die Jesuiten ALLE Religionen unterwandert haben und namentlich nannte er auch die Zeugen Jehovas. Der Alberto hatte übrigens die Seiten gewechselt und, soviel wie ich weiß, wurde er eliminiert weil er wohl eine Plaudertasche war.
    So gibt es viele News in der Welt, ob man alles als wahrhaftig sehen kann, weiß ich nicht zu sagen. Aber jeder hat selbst genügend Masse zwischen den Ohren, die man zum denken benutzen kann.
    Zu unserem heutigen WT STudium: Übrigens die KJV Bible gebraucht in 1.Mose 1:28 den Begriff „replenish“ was soviel heißt wie: wiederbevölkert die Erde.
    Gleiche Aussage ging an Noah nach der Flut.
    Die Gap Theorie Genesis 1:1 und 1:2 wird vom WT einfach ignoriert, gleichwohl sie Grundlage für ein verstäündnis für die Erdgeschichte liefert

  • Der Skeptiker
    August 3, 2010

    Hallo E.E.

    Es freut mich, daß endlich einmal einer Pro-Organisation schreibt. Bin schon auf die Antworten der Anderen gespannt.

    Was sagst Du zu der allgemein gefühlten Kälte und Lieblosigkeit in den Versammlungen, daß sich die Organisation in vielen Dingen zu wichtig nimmt, daß Predigtdienststunden mehr zählen als brüderliche Nächstenliebe, daß in den Versammlungen ein offener Gedankenaustausch nicht möglich ist, ohne ins Abtrünnigeneck gestellt zu werden, usw

    LG

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu Deiner Aussage: >Da reichen schon die Historischen Vorbilder des Volkes Gottes von Moses bis in die Tage der Apostel.
    Obwohl ganz Israel der Knecht Jehovas war, hatten lediglich bestimmte Führungspersonen die Verantwortung (und auch das entsprechende Amt) das Volk zu unterweisen. Bei den ersten Christen war es genauso.Da aber alle Sitzungen der l.K. nicht öffentlich sind, können nur deren Mitglieder erleben, was sich wirklich abspielt. Alle Entscheidungen und alle neuen Verfahrensweisen werden nur von diesen 7 Männern entschieden. Entspricht diese Art der geheimen Entscheidungsfindung dem biblischen Beispiel aus der Apostelgeschichte?

    Wie gesagt, man möchte sich gerne darauf berufen genau so zu handeln wie die Apostel, doch was sagt die Apostelgeschichte wirklich? Wir lesen in der Apostelgeschichte Kap. 15, Vers 6-8 „Daraufhin fand eine weitere Versammlung statt: Die Apostel und die Gemeindeältesten traten zusammen, um vor der gesamten Gemeinde die Frage zu erörtern. Als die Diskussion heftig wurde, stand Petrus auf und sagte: »Liebe Brüder, …..G.N. <

    Also kannst du wirklich eine Übereinstimmung von damals zur heutigen LK erkennen – ich nicht !!!

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Gab es damals tatsächlich eine leitende Körperschaft? War diese in Jerusalem wo Männer die Leitung vorgaben? Dann frage ich mich warum Paulus nicht mehr Kontakt zu diesen hatte:

    Gal.1: …Ohne Zögern habe ich diesen Auftrag angenommen und keinen Menschen um Rat gefragt. 17 Ich bin nicht einmal nach Jerusalem gereist, um die nach ihrer Meinung zu fragen, die schon vor mir Apostel waren. Nein, ich bin sofort nach Arabien gezogen und von dort wieder nach Damaskus zurückgekehrt. 18 Erst drei Jahre später kam ich nach Jerusalem, weil ich Petrus1 kennen lernen wollte. Fünfzehn Tage bin ich damals bei ihm geblieben. 19 Von den anderen Aposteln habe ich bei diesem Aufenthalt keinen gesehen, außer Jakobus, den Bruder unseres Herrn. 20 Gott weiß, dass alles wahr ist, was ich euch schreibe. 21 Danach bin ich in den Gebieten von Syrien und Zilizien gewesen. 22 Die christlichen Gemeinden in Judäa haben mich damals noch nicht persönlich gekannt.

    Kap 2:1 Erst vierzehn Jahre später bin ich zusammen mit Barnabas wieder nach Jerusalem gekommen. Auch Titus nahm ich mit. 2 Gott selbst hatte sich mir offenbart und mir den Auftrag zu dieser Reise gegeben. In Jerusalem habe ich erklärt, welche Botschaft ich den Menschen aus anderen Völkern verkünde. Ich trug dies der versammelten Gemeinde vor und in einem weiteren Gespräch ihren führenden Männern. Denn ich wollte vermeiden, dass meine Arbeit abgelehnt wird und alle meine Mühe vergeblich ist.

    Also Paulus hat seine Instruktionen von Gott oder Jesus bekommen, lediglich um nicht Anstoß zu erregen hat er sich NACH 14 Jahren die Zustimmung der führenden Brüder eingeholt!

    Siehe auch den Hauptaufsatz: „Warum wir dem Sklaven nicht mehr vertrauen!“

  • Dennis
    August 3, 2010

    Hallo E.E.,

    da du eine regelrechte Lawine der Verteidigung vieler Lehren und Ansichten incl. Autorität des „Sklaven“, leitende Körperschaft, Blutfrage hier auf Bruderinfo hinterlassen hast, möchte ich mal annahemen, dass du ein Mitglied des Zweigbüros oder vielleicht ein WT-treuer Ältester oder Kreisaufseher bist.

    Du bist nätürlich hier ebenso willkommen.

    Möchte explizit darauf hinweisen, dass vor allem deine Ausführungen zum Thema Blut, obwohl mit Bibelstellen unterlegt, biblisch und medizinisch wenig nachvollziehbar sind. Jeder möge sich ein eigenes Bild machen. Ich verweise hier auf meinen diesbezüglichen Kommentar.

    Viele Grüße
    Dennis

  • Alois
    August 3, 2010

    Hallo E.E.

    Du hast geschrieben:
    „Der leitenden Körperschaft wird ein Auslegungsmonopol vom Rest der Zeugen Jehovas zugebilligt.“

    Von wem wurde das Auslegungsmonopol zugebilligt? Kannst Du das biblisch beweisen?

    Meinst Du auf uns normale Schafe kann der Geist Jehovas nicht wirken wenn wir um Verständnis für das Wort der Bibel bitten?

    Falls Du die letzte Frage mit ja beantwortest, ist alles was Du geschrieben hast entweder vom „Sklaven“, oder von Deinem eingenen Verstand. Dann muss man sich fragen wozu wir überhaupt die Bibel brauchen, sie wäre dann wertlos weil wir angeblich sowieso über den reinen Text nichts verstehen können.

    Wieso sagte dann Jesus, wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind bin ich mitten unter ihnen?
    Das passt doch alles irgendwie nicht zusammen.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ich erlaube mir dein Anmerkung lieber Alois mit dem Zitat aus einer Leserfrage zu ergänzen:

    w96 15. 6. S. 31 – Fragen von Lesern: Können wir sagen, daß heute Diener Gottes mit irdischer Hoffnung genausoviel von Gottes Geist haben wie geistgesalbte Christen?

    Diese Frage ist nicht neu. …. möchten wir die Frage ein weiteres Mal erörtern und dabei wiederholen, was damals gesagt wurde. Die grundlegende Antwort lautet: Ja. Treue Brüder und Schwestern, die zur Klasse der anderen Schafe gehören, können den gleichen Anteil des Geistes Gottes empfangen wie Gesalbte.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu Deiner Besichtigung von 1919 durch Jesus und der Selbstbeweihräucherung des Sklaven möchte ich nur ein paar Beispiele anbringen:

    In dem Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht wird auf Seite 350 gesagt:

    „Es ging um die Frage: Hat er die Speise – und zwar gute Speise – zur rechten Zeit ausgeteilt? Das war es, wonach der zurückgekehrte Herr den Sklaven beurteilen mußte …

    Bis zum Jahre 1919 u.Z. waren diese Christen bestrebt gewesen, dem ‘Haushalt des Glaubens’ oder den ‘Hausknechten’ des Herrn ‘Speise zur rechten Zeit’ zu geben … es mußte auch auf die Qualität der Speise geachtet werden. Die Gruppe der gehaßten, verfolgten Christen, die stets bemüht waren, treue Sklaven Jesu Christi zu sein, bestand diese Prüfung.“

    So bestand auf der ganzen Erde nur der Wachtturm die Prüfung, die richtige Art Speise gereicht oder die richtigen Dinge gelehrt zu haben. Was lehrte der Wachtturm nun, das zu seiner Ernennung als „treuem und verständigem Sklaven“ führte?

    Wir wollen uns dazu das Buch Das vollendete Geheimnis (aus dem Jahre 1917; vollständige deutsche Ausgabe 1922) ansehen, das der Wachtturm in dem Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe auf Seite 165 als „eindrucksvollen Kommentar zur Offenbarung“ bezeichnet:

    Seiten 104-107: Du wirst den Leviathan (die Lokomotive) mit einem Haken (automatische Kupplung) ausdehnen, verlängern, oder mit einer Schlinge (Kuppelbolzen), mit der du seine Zunge (Kuppelverbindung) sich senken lassen wirst.

    Seite 306: Offenbarung 14:20 „Tausend sechshundert Stadien weit (In der sinaitischen Handschrift „tausend zwei hundert Stadien“)“ werden definiert als kürzeste Entfernung von der Weinkelter des Herrn, d.h. die Entfernung von Scranton, PA nach Brooklyn, NY über die Hoboken-Fähre.

    Ausgabe 1918, Seite 258: „Selbst die Republiken werden im Herbst 1920 verschwinden (deutsch: werden nicht zu bestehen vermögen in diesem großen Erdbeben) … Alle Königreiche der Erde werden untergehen [und in Anarchie vergehen] … Die drei Tage, während welcher Pharaos Heerscharen das Volk Israel in die Wüste verfolgten, stellen die drei Jahre von 1917 bis 1920 dar (deutsch: dürften die drei Jahre darstellen), während welcher Zeit alle Boten Pharaos (Diener Satans) im Meere der Anarchie schließlich untergehen … Und im Jahre 1918 (und nach dem Jahre 1918), wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen vernichtet … sich freuen werden über das Erbe der Verwüstung, das nach 1918 über die Christenheit kommen wird, so wird Gott mit der erfolgreichen revolutionären Bewegung verfahren: sie wird gänzlich vernichtet werden, „insgesamt.“ Keine einzige Spur von ihr soll die Verwüstungen der weltenweiten, allumfassenden Anarchie im Herbst 1920…“

    Es ist interessant, daß der Wachtturm über sie in jener Zeit 1914-1919) sagt, ihre Treue und geistige Weisheit im Dienste des Herrn seien ausschlaggebend dafür, daß sie wert erachtet würden, über alle irdischen Belange ihres Herrn gesetzt zu werden. Wachtturm 15. März 1978, Seite 187.

    Wenn man die oben zitierten Abschnitte aus dem Buch Das vollendete Geheimnis liest – und dies sind nur ein paar, die man anführen könnte -, glaubt da jemand, sie würden in irgendeiner Weise geistige Weisheit oder Verständigkeit verraten? Im Jahre 1918 hielt J. F. Rutherford eine Ansprache mit dem Titel Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben. Diese Ansprache wurde auch als Broschüre herausgegeben. Der Wachtturm nannte diese Ansprache eine epochemachende biblische Ansprache und eine erstaunliche Rede Wachtturm, 1. November 1979, Seite 26.

    Was hat diese exaltierte Deklarierung verursacht? Wir wollen uns Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben einmal ansehen, hier die Seite 88:

    Auf das zuvor dargelegte Argument gestützt, dass also die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und daher verschwindet, und dass die neue Ordnung hereinbricht, und dass das Jahr 1925 die Auferweckung der treuen Ueberwinder des alten Bundes und den Beginn der Wiederherstellung markiert, ist es vernünftig zu schliessen, dass Millionen jetzt auf Erden lebender Menschen im Jahre 1925 noch auf Erden sein werden. Sodann auf die Verheissungen, die in dem Worte Gottes niedergelegt sind, gestützt, müssen wir zu dem positiven und unbestreitbaren Schluss kommen, dass Millionen jetzt Lebender nie sterben werden.

    In dem Buch Die Offenbarung… Höhepunkt ist nahe! wird auf Seite 164 über die Zeit von 1914 bis 1919 gesagt:

    Daß sie durch zwei Zeugen versinnbildlicht wurden, ist für uns eine Bestätigung, daß ihre Botschaft der Wahrheit entsprach und gut begründet war.

    Vergleichen wir dies mit dem bisher Gesagten: diese Aussage muß von jemandem verfaßt worden sein, der keine Ahnung von dem hatte, was der Wachtturm in der fraglichen Periode gesagt hatte. Tatsächlich war ihre Botschaft alles andere als „gut begründet“.

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus,
    es ist immer wieder faszinierend die geistigen Ergüsse aus den Anfängen der Organisation zu lesen. – Vielen Dank für deine Mühe es uns immer wieder direkt aus erster Quelle zur Verfügung zu stellen. 🙂

    Mir ist das meiste davon total unbekannt und ich denke das wird vielen so ergehen. – Wer weiß denn schon, was in den alten Schriften stand? – Die Autoren werden zwar zu glorreichen Vorbildern des Glaubens erhoben, aber was sie damals wirklich verzapft haben, bleibt schön unter Verschluss.

    LG Ulli

  • Dennis
    August 3, 2010

    Habe mir gerade dein „Forum“ angesehen und weißt du was mir aufgefallen ist?

    Du bist der Admin irgendwie der einzigste, der Beiträge schreibt!

    Ziemlich blöd für ein Forum oder?

    Deine Ausführungen zu 1914, Zertörung Jerusalems 607/587 v.u.Z. zeigen wie wenig Ahnung du von der Bibel und belegbaren Fakten und Chronologie hast. Allein mit der NWÜ könnte ich jedem hier und auch einem Glied der leitenden Körperschaft BEWEISEN, dass 607 und damit 1914 nicht stimmt, ich brauch die Wissenschaft und die weltl. Chronologie überhaupt nicht.

    Die Chronologie des „Sklaven“ in dieser Frage zu verteidigen ist ungefähr so als würde man Argumente dafür suchen warum es doch stimmt das sich die Sonne um die Erde dreht und die Fakten und die Wissenschaft halt verblendet und von Satan beherrscht ist.

    Schönen Tag noch!

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Wer diesen Artikel gelesen hat sollte die Gedanken mit folgender Aussage vergleichen:

    Nur Jehovas Zeugen – die Glieder des gesalbten Überrests und die „große Volksmenge“ – haben als vereinte Organisation unter dem Schutz des höchsten Organisators die biblische Hoffnung, das nahe bevorstehende Ende des zum Untergang verurteilten, von Satan, dem Teufel, beherrschten Systems zu überleben. …

    Wer in das Millennium unter dem größeren Noah, Jesus Christus, hinüberleben will, muß mit dem gesalbtem Überrest, den „Auserwählten“, um derentwillen die Tage der „großen Drangsal“
    verkürzt werden, vereint bleiben.

    Der Wachtturm, 1. September 1989, S. 19

    Interessant auch diese Aussage:
    Dank ihrer Hilfe können wir das Wort Gottes verstehen. Alle, die die Bibel verstehen möchten, sollten anerkennen, daß „die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes“ nur durch den Mitteilungskanal Jehovas, den treuen und verständigen Sklaven, bekannt werden kann (Johannes 6:68). Der Wachtturm, 1. Oktober 1994, S. 8

    Die Frage sollte jedem denkenden Bruder oder Schwester hochkommen, warum hier eine Bibelstelle (Joh.6:68) angeführt wird in der von Jesus die rede ist daß ER Worte des ewigen Lebens hat. Im WT steht was völlig anderes !!!

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Unsere Organisation glaubt eine Rolle inne zu haben die der von Moses gleicht. Er hatte das Volk als Mittler zwischen Gott und den Israeliten geführt. Die LK denkt ebenso eine solche Mittlerrolle zu haben – in Wahrheit verdängen sie Jesus als unseren Mittler !!!

    Welche Folgen hatte es für Moses als er obwohl von Gott direkt beauftragt war, dem Volk sagte : …soll ich (wir mit Aaron) euch Wasser (in der Wüste Lebensnotwendig)geben – seine Unbescheidenheit führte dazu NICHT INS VERHEISSENE Land zu dürfen !!!

    Welche Entartung sich im Laufe von Jahrzehnten herauskristalisierte, zeigen Behauptungen wie schon mehrfach von mir zitiert – z.B. WT 56 : …mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten. Warum? Weil sie nun bald alle ihre Glieder durch die größte aller Drangsale, den Krieg von Harmagedon, sicher hindurchbringen und sie in eine helle neue Welt führen wird….“

    Die Spitze fand sich als ein Bethelredner am KK wörtlich äußerte: „Dank der Organisation können wir ewiges Leben bekommen“

    Im Einsichtenbuch auf Seite 391 wird der Fehler von Moses richtig erkannt und kommentiert – doch auch hier wieder die Frage: Warum versteht die LK das sie sich in der selben Lage wie Moses befindet? Werden auch sie nicht in Gottes Reich eingehen ? Darüber soll zumindest jeder Verantwortlichen einmal nachdenken!

    Zitat aus dem Einsichtenbuch:
    „Moses strauchelt. Als Israel in Kadesch lagerte, wahrscheinlich im 40. Jahr seiner Wanderungen, machte Moses einen schwerwiegenden Fehler. Eine Betrachtung des Vorfalls macht uns noch deutlicher, daß sich Moses nicht nur in einer äußerst bevorrechtigten Stellung befand, sondern als Führer und Mittler der Nation eine große Verantwortung gegenüber Jehova hatte. Zufolge Wassermangels fing das Volk an, Moses bittere Vorwürfe zu machen, und beschuldigte ihn, er habe es aus Ägypten in die öde Wildnis heraufgeführt. Moses hatte viel erduldet, als er den Eigensinn und die Auflehnung der Israeliten ertragen, ihre Mühsale mit ihnen geteilt und im Fall von Sünde Fürsprache für sie eingelegt hatte, aber diesmal verlor er momentan seine Sanftmut und Mildgesinntheit. Auf Jehovas Geheiß standen Moses und Aaron vor dem Volk — aufgebracht und verbittert. Doch anstatt auf Jehova als denjenigen hinzuweisen, der für sie sorgte, redeten sie schroff mit dem Volk und lenkten die Aufmerksamkeit auf sich, denn Moses sagte: „Hört nun, ihr Widerspenstigen! Sollen wir euch aus diesem zerklüfteten Felsen Wasser hervorbringen?“ Hierauf schlug Moses den Felsen, und Jehova ließ Wasser herausfließen, genug für die Menschenmenge und ihre Herden. Aber Gott mißfiel das Verhalten von Moses und Aaron. Sie hatten es versäumt, ihrer Hauptverantwortung nachzukommen, nämlich Jehovas Namen zu verherrlichen.

    Sie hatten „pflichtvergessen gegen [Jehova] gehandelt“, und Moses hatte ‘mit seinen Lippen übereilt geredet’. Später ordnete Jehova an: „Weil ihr nicht Glauben an mich bekundet habt, mich vor den Augen der Söhne Israels zu heiligen, darum werdet ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt geben werde“

  • matthäus
    August 3, 2010

    HEUTE Abend 24.1.2011 im bayrischen Fernsehen:

    18:00 Uhr – Abendschau, Mit Live-Berichten vor Ort,
    Reportagen und Hintergründe zum Thema Zeugen Jehovas!

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Nach Medienberichten hat die WTG in Deutschland in Baden Würtenberg eine Abfuhr erlebt! Ist die Organisation noch im Sinne Jesu auf dem Weg? Siehe:
    http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/20110121_mmm0000001134960.html

    Warum will die WTG überhaupt Körperschaft des öffentlichen Rechts werden, wo doch ihr „zweifellos vom Geist“ geleiteter Gründer Russell erklärte:

    “ …jede Kirche, die behauptet, eine dem Christus versprochene keusche Jungfrau zu sein, aber in Wirklichkeit mit der Welt vereint ist und von ihr unterstützt wird, müssen wir in der Sprache der Bibel als Hurenkirche verurteilen“. WTG- Buch „Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben“, Seite 52

  • Alois
    August 3, 2010

    Lieber Bruder Matthäus

    Bruder Russel hatte in diesem Punkt völlig Recht, viele Zeugen Jehovas sind auch Heute gleicher Meinung.

    Wenn in der Bibel von Ehebruch und Hurerei die Rede ist, so ist das meistens geistig gemeint.

  • Alois
    August 3, 2010

    Durch Zufall gelesen und passt dazu:

    Micha 1:7
    Und alle ihre gegossenen Bilder werden zerschlagen und alle ihre Hurengeschenke mit Feuer verbrannt werden, und ich werde alle ihre Götzenbilder zur Wüste machen; denn sie hat sie durch Hurenlohn gesammelt, und zum Hurenlohn sollen sie wieder werden.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    „Der Wachtturm“, 01. Juli 1961, Seite 404

    „Jehovas Zeugen besitzen eine Organisation, die die Wahrheit verkündigt. Sie ist dadurch aufgebaut worden, daß die Zeugen treulich Schritt für Schritt der Führung Jehovas gefolgt sind und sich nicht durch falsche Fährten, die kreuz und quer über ihren Weg gingen, von der rechten Spur abbringen ließen.“

    Wer kann dieser Behauptung ehrlichen Gewissens zustimmen?

    Dieser hingegen kann man nur zustimmen:

    „Leitfaden zur Predigtdienstschule“, WTG, Seite 111

    „Ungenauigkeiten, die von einer Zuhörerschaft erkannt werden, lassen Fragen an der Glaubwürdigkeit des Sprechers hinsichtlich anderer Punkte entstehen, so daß vielleicht sogar die Wahrheit der Botschaft selbst in Frage gezogen wird.“

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Und wie steht es um diese Wahrheit?
    Wir dürfen darum bald nach 1925,
    dem letzten vorbildlichen Jubeljahr
    die Auferweckung von Abel, Henoch,
    Noah, Melchisedek, Abraham, Isaak,
    Jakob, Hiob, Moses, Samuel, David,
    Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Johannes
    dem Täufer und vielen anderen
    erwarten, die im 11. Kapitel des
    Hebräerbriefes erwähnt werden.

    Der Weg zum Paradies, 1924

  • Matthäus
    August 3, 2010

    „Unsere“ Organisation spricht mit gespaltener Zunge!

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen
    gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er
    die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    w06 15.01. S.23:
    „Werden wir also Abtrünnigen zuhören,
    ihre Veröffentlichungen lesen oder uns im
    Internet mit ihren Websites befassen? Wer
    Gott und die Wahrheit liebt, wird das
    nicht tun.“

    ODER:

    g75 8. 3. S. 23-24 Jehovas Zeugen
    aus dem Gefängnis entlassen!

    Der Christ verweigert auch den Zivildienst… . In
    Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil
    der Welt werden, Jesus aber gebot, sich von der
    Welt getrennt zu halten!

    w98 15. 8. S. 17 Abs.6 Unsere Zuversicht
    gegenüber Gottes Gerechtigkeit festigen

    6 In der Vergangenheit haben einige Zeugen
    Jehovas leiden müssen, weil sie eine Tätigkeit
    ablehnten, die ihr Gewissen heute zulassen würde.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Fortsetzung zur UNO Mitgliedschaft:
    WT 88 15. 2. S. 4 Was bedeutet es, ehrlich zu sein?

    Durch das, was wir sagen, wollen wir bestimmt
    den „Gott der Wahrheit“ nachahmen und nicht den
    „Vater der Lüge“ (Psalm 31:5; Johannes 8:44).
    Skrupellose Menschen mögen durch
    doppelzüngiges Gerede Tatsachen entstellen und
    andere täuschen. Doch wer seinen Nächsten belügt,
    liebt ihn nicht. Und Lügner haben keine Zukunft.

    it-2 S. 236 Lüge
    Das Gegenteil von Wahrheit. Das Lügen schließt
    im allgemeinen eine Falschaussage gegenüber einer
    Person ein, die berechtigt ist, die Wahrheit zu
    wissen, mit der Absicht, sie oder jemand anders zu
    täuschen.

    …und nun vergleiche diese Erklärung/Bestimmung der UNO mit obigen Rechtfertigungen – warum sie diese Mitgliedschaft eingegangen sind!

    UN Library, Schreiben vom 1. März 2002
    Übersetzung ins Deutsche:

    „Die Ausgabe eines Bibliotheksausweises ist
    unabhängig vom NGO-Status oder irgendeinem anderen Status. Es hat keine allgemeine Änderung der
    Bibliotheksausweisrichtlinien gegeben.“

  • Psalm91
    August 3, 2010

    Matthäus, wo hast du immer diese Infos her? Das ist super also der Satz aus TROST! war das früher Literatur? Ich muss es nochmal schreiben:

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen
    gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er
    die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    Da steckt sooo viel Wahrheit drinnen, also Wahrheit die von Herzen kommt!

    Kann man sagen, das die „Urorganisation“ klarer die Dinge gesehen hat? Mir ist nur aufgefallen beim durchstöbern dieser Seite, das alles strenger wurde. Es sind echt tolle Kommentare, zu schade das man sich net unterhalten kann…

    Mich dürstet nach mehr! Es ist schön menschlichere züge (im positiven Sinn) zu lesen.

    Aber es gibt doch keine bessere Organisation? Geht aus babylon hinaus heisst es ja, bin schon auch verwirrt! Ohne Führung und Leitung würde ja auch nix zustande kommen. und wer sind dann die Gaben in Form von Menschen und die die für die geistige Speise sorgen? Das macht der tuvS doch schon oder?

    Entschuldigt aber ich weiss noch nicht wie ich selber etwas schreiben kann, deshalb hab ich jetzt alles hier geschrieben!

    PS: nach dem Finden dieser Seite muss ich sagen, bin ich am forschen und studieren und bibellesen wie wahnsinnig ist auch gut oder? :o)

  • Alois
    August 3, 2010

    Hallo Psalm91

    Du hast geschrieben:
    „Kann man sagen, das die “Urorganisation” klarer die Dinge gesehen hat?“

    Lese mal in den Propheten was im alten Israel so alles passiert ist, dann verstehst Du auch die Neuzeit.
    Beispiel Salomo: Die Organisation behauptet Salomo würde Jesus vorschatten. Das macht sie immer so wenn ihr eine prophetische Begebenheit zu gefählich wird.
    Salomo war zwar weise und sehr reich und am Ende hat er durch die vielen fremdländischen Weiber falsche Götter angebetet.
    Jesus war arm und ist für unsere Sünden gestorben, er hat nie mit fremdländischen Weibern zu tun gehabt und auch nie falsche Götter angebetet.
    Die Organisation gibt sich wie Salomo sehr weise und ist auch sehr sehr reich. Auch hat sie mit der Zeit immer mehr falsches Gedankengut als wahre Lehre dargestellt. Dann hat sie wie Salomo eine uneingeschränkte Machtstellung aufgebaut. Wer ihr gefächlich wird muss fliehen, auch das gab es bei Salomo.
    Wenn also Salomo die Organisation vorherschattet ist es logisch, dass sie was die wahre Anbetung betrifft am Anfang auf dem richtigen Weg war, trotz ein paar falschen Lehren. Mit fortschreitender Zeit hat sich immer mehr der Geist der Weiber anderer Nationen, auch der Geist der Isebel genannt, in der Wachtturm Lehre breitgemacht.
    Die Organisation ist biblisch, aber der Verlauf und das Ende der Organisation steht auch in der Bibel.

    Du hast geschrieben:
    Aber es gibt doch keine bessere Organisation?

    Mag sein dass es keine bessere Organisation gibt, aber Jehova braucht keine Organisation. Jehova ist unser König und Vater. Jesus ist unser Hirte, wozu braucht der Himmel Menschen?
    Menschen werden nicht gebraucht, höchstens mal als Werkzeuge, welche der Meister wieder weglegt wenn seine Arbeit zu Ende ist.
    Das Volk Israel wurde 40 Jahre lang vom Himmel mit Nahrung versorgt, ohne Organisation! Wieso soll das für einen allmächtigen Gott ein Problem sein mit seinem heiligen Geist jeden Einzelnen geistig zu speisen? Es ist kein Problem, er tut es wenn man daran glaubt.
    Lese mal die Geschichte als das Volk Israel einen König von Samuel haben wollte. Jehova sagte zu Samuel, nicht Dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht mehr König über sie sei. Wer also einer Organisation folgt hat damit Jehova und seinen Mittler und Hirten Jesus verworfen.

    Dann hast Du noch geschrieben:
    Geht aus Babylon hinaus.

    Simmt, wir sollen aus Babylon hinausgehen. Aber an anderer Stelle steht auch: Geht aus Jerusalem hinaus damit ihr lebt!

    Du musst somit zuerst aus Babylon hinaus und dann auch noch aus Jerusalem, der Stadt unseres Gottes Jehova hhinaus!
    Verstehst Du? Man muss 2 Mal hinaus, erst aus der Welt zum Volke Jehovas und dann noch einmal aus dem sündigen Volk Jehovas hinaus zum Rest, der Rest den unser Hirte Jesus am Ende der Tage sammeln wird.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Lieber Psalm91, danke für Dein Lob! Gerne würde ich Dir mein Archiv zu vielen Fragen und Themen zur Verfügung stellen! Nicht immer ist es möglich öffentlich diese Infos so einfach ins Netz zu stellen – „Bruderinfo“ wacht darüber, was ich in Ordnung finde! – Also Bruderinfo kann Dir gerne meine eMail Adresse zur Verfügung stellen, freue mich auf Deine Zuschrift!

    Als kleiner Nachschlag zum Thema:

    WT 00 15. 2. S. 29 Kyrillos Lukaris — Ein Mann, dem die Bibel lieb und teuer war

    „Sie brachten mit aller Gewalt eine Stimme zum
    Schweigen, die auf verschiedene Irrtümer ihrer
    unbiblischen Glaubensansichten aufmerksam gemacht
    hatte. … Leider tritt eine solche Haltung noch heute in verschiedenen Formen zutage. Dies ist ein
    ernüchterndes Beispiel dafür, was geschieht, wenn
    Geistliche Intrigen spinnen, die die Gedankenfreiheit
    und die freie Meinungsäußerung behindern.“

    Die FRAGE DIE ZURECHT aufgeworfen werden muss:

    Warum klagt die LK die Geistlichkeit an, bezeichnet sie als Intrigenspinner, die Gedanken UND Meinungs-freiheit behindern UND TUT GENAU DAS GLEICHE!

    Auch die Ältesten bringen im Auftrag der LK viele zum schweigen die eine andere Sichtweise einer Bibelauffassung haben und verurteilen sie als böse Abtrünnige weil sie die vielen falschen Lehren nicht länger mitverantworten wollen !

    WT 96 15.6. S.21 Abs. 14 Segnungen oder Flüche

    Heute werden einige Personen zu
    Murrenden, weil sie zulassen, dass sich in
    ihrem Herzen eine geistig zersetzende
    Einstellung entwickelt. … Das Murren und
    Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen,
    dass sie Veröffentlichungen des ‘treuen
    Sklaven’ kritisieren.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    w99 1. 5. S. 15 Abs. 8

    „Die ganze Tendenz des Völkerbundes zielt
    darauf hin, das Volk von Gott und von Christus
    wegzuwenden, und deshalb ist er ein verwüstendes
    Ding, das Produkt Satans und ein Gräuel in den
    Augen Gottes.“ … Im Laufe der Zeit wich der
    Völkerbund den Vereinten Nationen. Jehovas
    Zeugen haben schon früh aufgedeckt, dass jene
    von Menschen geschaffenen Friedensorganisationen in Gottes Augen
    abscheulich sind.

    Brief der Wachtturmgesellschaft an alle
    Ältestenschaften und Zweigkomitees vom
    8. Januar 2002:

    „… Im Jahr 1991 haben wir uns zu dem Zweck
    beim Amt für Öffentlichkeitsarbeit der
    Vereinten Nationen (DPI) als
    Nichtregierungsorganisation (NGO)
    registrieren lassen, um in den
    Bibliothekseinrichtungen der Vereinten
    Nationen zu sozialen und wirtschaftlichen
    Problemen sowie zum Thema Gesundheit
    Nachforschungen anstellen zu können. Die
    Bibliothek ist schon vor 1991 viele Jahre
    genutzt worden, doch in diesem Jahr wurde es
    erforderlich, sich als NGO registrieren zu
    lassen. Der Registrierungantrag, so wie er
    eingereicht wurde und bei uns in den Akten
    liegt, enthielt keine Aussagen, die zu unserem
    christlichen Glauben im Widerspruch waren.
    … Dennoch enthalten die Kriterien für die
    Registrierung als NGO – zumindest in ihrer
    jüngsten Version – Formulierungen, denen wir
    uns nicht anschließen können. Als wir darauf
    aufmerksam gemacht wurden, haben wir die
    Registrierung sofort zurückgezogen. Wir sind
    davon überzeugt, dass diese Ausführungen
    dazu beitragen, irreführende Äußerungen von
    Gegnern zu begegnen. …“

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus,
    der größte Gag an der Geschichte – um es mal Salopp auszudrücken – ist, dass sie in Wahrheit nicht nur ganz genau wussten was sie taten. – Nein, sie mussten Statuten einhalten und Werbung für die UNO betreiben und genau das haben sie seit diesem Zeitpunkt auch getan. Ich habe sämtliche Literatur dazu durchforstet – ab dem Moment wo sie eine NGO waren, haben sie nur noch positiv über die UNO berichtet. – Was für die UNO sicherlich als Werbung durchgeht…nicht das es mir damals aufgefallen wäre. Dazu war ich viel zu naiv und gutgläubig.

    Aber sie haben noch einen draufgesetzt, der Brief an die Ältestenschaft ist noch zusätzlich nur halbwahr, als das sie lediglich in einigen Ländern keine NGO mehr sind…in anderen sind sie es auch weiterhin noch…es ist nämlich Länderbezogen. – Also ist die Organisation De Fakto immernoch ein Teil davon und zwar dort, wo die Brüder keinen blassen Schimmer von all dem haben, weil sie nicht vernetzt sind…

    Und was keiner weiß, das macht auch keinen heiß…

    LG Ulli

  • matthäus
    August 3, 2010

    Früher galt die UNO als das wilde Tier – alleine die Bezeichnung ist eine grausame – heute suchst Du vergebens dieses Stichwort in Zusammenhang mit der UNO !!!

    Und zur Ehrlichkeit oder Einsicht einen schweren Fehler gemacht zu haben – schau dir einmal an wie Älteste geschult werden solche beim gewöhnlichen Verkündiger zu erkennen.

    Reue/Einsicht – FEHLANZEIGE!

    … versucht der Sünder etwas zu rechtfertigen – ABER MIT SICHERHEIT!

    …versucht er etwas zu beschönigen – IN JEDEM FALL!

    …macht er das erneut – NICHT NUR EINMAL !!!

    Folglich müßten die Verantwortlichen in der LK ausgeschlossen werden! Doch der Grundsatz Jesus „IHR ALLE SEID BRÜDER“ wurde von diesen Herren die über unserer Glauben herrschenh wollen noch nie akzeptiert!

  • Dennis
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus,

    ich denke, die meisten hier wissen ganz genau, das alles was mit der UNO-NGO Geschichte zusammenhängt, vond er WTG schlicht und ergreifend erstunken und erlogen ist.

    Selbst wenn die Begründung in dem Brief an die Ältesten von 2002 wahr gewesen wäre, wäre es ein Beleg einer unglaublichen Schalmperei in der L.K. gewesen, die alles andere in den Schatten gestellt hätte. Nach dem Motto: „Oh wir sollten doch mal den Aufnahmeantrag lesen, den wir da so zwischen 12.00 und Mittag einfach so unterschrieben haben. Jehovas Name steht ja auf dem Spiel, naja spielt doch eh keine Rolle, wir warten einfach bis jemand was merkt.“

    Doch das wäre für die meisten ZJ weltweit noch besser zu ertragen gewesen, als diese infamen Lügengeschichten.

    Auch wenn ich jetzt ein bißchen ins selbe Horn geblasen habe, hatten wir uns doch eigentlich, auch durch Bruderinfo, schon darauf geeinigt, dass diese Enthüllungsgeschichten, die ja mit unserem Glauben an Jehova, gar nichts zu tun haben uns alle nicht erbauen, oder?

    Also meine herzliche Bitte an dich lautet:

    Keine „Enthüllungsjournalismus“ zu den Verfehlungen der WTG mehr, sondern vielmehr „geistige Gaben“, bitte bitte!

    Dein Bruder
    Dennis

  • matthäus
    August 3, 2010

    Wenn das Deine ehrliche Meinung lieber Dennis ist, dann mußt du umgehend dazu aufrufen das Bibellesen – wegen der vielen Enthüllungen die alles andere als schmeichelhaft sind – einzustellen !!!

    Nur ein Beispiel Richter Kap. 19 wo eine Frau eine ganze Nacht vergewaltigt wird daran stirbt, zerstückelt wird, und die weiteren Folgen daraus – tausende werden hingemetzelt !

    Warum werden solche Details enthüllt?

    Und da dürfen diese unglaublichen Schlampereien – erlogen und erstunken – (deine Wort!!!) nicht blosgelegt werden?

  • Matthäus
    August 3, 2010

    „Zum Predigtdienst befähigt“, Ausgabe 1957, Seite 156

    „Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt, ,alles glauben’, nämlich
    alles, was Der Wachtturm darreicht…“

    Ein Zeuge Jehovas muß alles glauben, was „Der Wachtturm“ sagt. Wo steht das in der Bibel geschrieben?

    Hat Johannes in seinem 1. Brief 2.Kap. seine Mitchristen zu etwas „gleich dem obigen belehrt“ oder sagte er nicht vielmehr:

    24 Lasst euch also nicht von dem abbringen, was ihr von Anfang an gehört habt. Wenn ihr daran festhaltet, dann werdet ihr für immer mit Gott, dem Vater, und mit seinem Sohn Jesus Christus verbunden sein.

    26 Das müsst ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen.

    27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist EUER LEHRER. Was ER euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. HALTET also an dem fest, was euch DER GEIST lehrt, und bleibt bei Christus.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ob die Organisation der ZJ dem Ebenbild der Urchristen entspricht oder besser gesagt ob sie IHREM Herrn Jesu tatsächlich folge leisten, hängt davon ab ob IHRE Lehre sich mit der Lehre Christi deckt !

    Ein einfaches Beispiel läßt dies erkennen: Lies Johannes 1:9-13 (nach der Hoffnung für alle):

    9 Der das wahre Licht ist, kam in die Welt, um für alle Menschen das Licht zu bringen.

    10 Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten ihn die Menschen nicht.

    11 Er kam in seine Welt, aber die Menschen nahmen ihn nicht auf.

    12 Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

    13 Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott.

    Jesus gab der WELT (ist gemäß Vers 13 nicht das auserwählten Volk) JENE die ihn annahmen das RECHT KINDER Gottes zu werden.

    Warum „erlaubt“ diese Organisation den allgemein Gläubigen „nur Freunde Gottes“ zu sein – wenn doch Jesus von Kindern spricht ? Warum sagen diese Gläubigen Vater zu ihrem Gott, wenn sie nicht seine Kinder sein dürfen ?

  • Ulrike P.
    August 3, 2010

    Hallo Matthäus!

    >Warum “erlaubt” diese Organisation den allgemein Gläubigen “nur Freunde Gottes” zu sein – wenn doch Jesus von Kindern spricht ? Warum sagen diese Gläubigen Vater zu ihrem Gott, wenn sie nicht seine Kinder sein dürfen ? <

    Das gehört mit zu den Dingen die ich sehr schnell über Bord geworfen habe. Für mich ist jeder ein Kind Gottes der an Christus glaubt.
    Ob er es im Einzelnem nach meinem Verständnis des Wortes tut, oder nach dem geht, wie er es vertrauensselig von seiner Kirche übernommen hat, spielt dabei für mich keine Rolle.
    Viel wichtiger ist doch, ob er dem Gebot der Liebe folgt – denn das ist es, woran wir alle gemessen werden.

    Und sich allen Ernstes hinzustellen und den anderen Christen die Kindschaft Gottes abzusprechen, zeugt nicht gerade von überbordender Liebe…eher schon vor überfließender und unerträglicher Arroganz.

    Wobei die Organisation nicht alleine so eingestellt ist. – Die anderen posaunen es zwar nicht so in die Welt hinaus, aber wenn man sich auf ihren offiziellen Internet-Seiten umschaut, dann erkennt man ganz schnell, dass auch sie sich über die anderen christlichen Religionsgemeinschaften weit erhaben fühlen. – Es scheint also etwas zu sein, das allen zu Eigen ist.
    Was bestimmt sehr viele Menschen als abstoßend genug empfinden, um sich nicht mit Christen unterhalten zu wollen.

    LG Ulli

  • Marcel
    August 3, 2010

    Hallo Ulrike, die Ursache, weshalb die meisten Zeugen Jehovas heute NUR Freunde Jehovas „sein können“ liegt nicht in der Bibel, sondern in J.F.Rutherford begründet. Da er die 144.000 der Offenbarung um jeden Preis als buchstäblich aufzufassende Zahl beibehalten wollte, war er gezwungen das „neue“ Licht der Großen Volksmenge zu erschaffen. So heißt es ohne jegliche biblische Begründung „1935 wurde erkannt….“ … z.B. dass das Tor zum Himmel geschlossen wurde. Dafür gab es keinerlei biblische Basis. Jedoch kam er in Erklärungsnot, weil bereits im Wachtturm 1.September 1925 S.203 im Bericht über das Gedächtnismahl gesagt wurde, dass 90.434 Personen von den Symbolen nahmen. Das wird heute verschwiegen und nur Zahlen bis zurück bis 1935 erwähnt mit der Begründung vor 1935 wären die Angaben sehr lückenhaft. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus. Ich habe alle Wachttürme von 1879-1949 als pdf auf DVD in englisch. Wer daran interessiert ist oder an den Schriftstudien, darf mich gerne anschreiben (damit erlaube ich bruderinfo meine Mail Adresse an diesbezüglich Anfragende herauszugeben). Die Heilige Schrift ist eindeutig in dem Punkt der Kindschaft:
    Röm 8:14-15 „Alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes. Ihr habt doch nicht den Geist der Knechtschaft empfangen, so daß ihr euch von neuem fürchten müßtet. Nein! Ihr habt den Geist der Annahme als Kind empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater“

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Ein interessantes Zitat ist mir zugespielt worden was sehr gut zu diesem Thema passt:

    Manchmal kann man im Wachtturm so hervorragende Artikel lesen, dass man meint, das müsste der Anfang einer großen und langersehnten Wende sein. Kurz nach dem Tode Rutherfords sah es so aus, als würde sich die Organisation von dem brutal-autoritären Führungsstil, den Rutherford eingeführt hat, abwenden. Anlass für diese Annahme war der Artikel „Lasset Gott sich als wahrhaftig erweisen“ aus dem Jahre 1946 (in Englisch) und umfasste acht Seiten. Wir beschränken uns auf eine kurze Zusammenfassung der Hauptpunkte des Artikels aus der deutschen Ausgabe des Wachtturms.

    Zusammenfassung – Wachtturm v. 1. Feb. 1947:

    • Die Bibel ist für Christen die höchste, einzig maßgebende Autorität. Sie ist eine vollständige Anleitung und sagt uns eindeutig, was wir wissen müssen und was wir glauben sollen.

    • „Das geschriebene Wort Gottes bedarf demnach keiner hinzugefügten Überlieferungen, die nur Privatauslegungen von Menschen und von Religionsorganisationen darstellen.“ Die Bibel allein genügt (2. Timotheus 3:15 – 17).

    • JZ geben ihre Organisation nicht als höchste Instanz für die alleingültige Bibelinterpretation aus, die beansprucht, als ein „von Gott ernannter Ausleger der Bibel“ zu dienen. (Niemand hat diese Autorität, die sich alle wünschen.)

    • „Gottes heiliger Geist ist es, der die Auslegung der Bibel erschließt.“ Meinungsverschiedenheiten, die aus persönlichen Auslegungen von Christen entstehen, denen es an christlicher Reife mangelt, müssen in Liebe toleriert werden.

    Das, was dieser Wachtturm schrieb, war natürlich nichts Neues. Das sind grundsätzliche Wahrheiten, die schon vor 500 Jahren im Zuge der Reformation wiederentdeckt und festgeschrieben wurden.

    1946 standen die ZJ (in Punkt 2 – 4) in einem so krassen Widerspruch zu dieser fundamentalen Lehre des Protestantismus, dass der Präsident N. H. Knorr und sein Stellvertreter F. Franz, der auch der Verfasser des oben angeführten WT-Artikels war, sich wohl genötigt sahen, eine Änderung herbeizuführen. Macht führt zur Einheit, und Einheit verleiht Macht. Rutherford verkörperte beides. Eine – wenn nicht richtig angewendet – teuflische Macht; sollte sie eine christliche Einheit bewirken?

    Wer von dieser uneingeschränkten Macht, wie sie Rutherford verkörperte, einmal gekostet hat, muss gewaltig aufpassen, dass er nicht verdorben und süchtig wird. Herrschsüchtige Menschen sind krank, ohne ihre Krankheit zu erkennen. Darum sind sie auch schwer zu kurieren.

    Das, was wie ein Reformationsversuch aussah, erwies sich schnell als Fehlschlag. Zu sehr hatte man sich schon an die Folge der Wechselwirkung von Einheit und Macht gewöhnt. Schnell fiel man in die „erfolgreichen“ Methoden Rutherfords zurück. Der Einheit wegen, wurden grundlegende Freiheiten wie die Meinungsäußerungs- und Gewissensfreiheit wie mit einem Panzer aufs neue niedergewalzt. Das wurde nie so deutlich sichtbar wie in dem Gerichtsverfahren, das 1954 in Schottland stattfand.

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Sollte es noch Leser geben die diesen Gerichtsfall nicht kennen hier die wichtigsten Zeugenaussagen die man nur eins nennen kann: ERSCHÜTTERND !!!

    In diesem Verfahren traten drei Beamte und Vertreter der Wachtower Society in höchster Funktion auf. Die Zeugen-Aussagen dieser drei hochkarätigsten ZJ aus der Weltzentrale sind von besonderem Wert, da sie die offizielle Politik oder Linie der Organisation offen darlegen mussten. Die Fragen an sie waren so formuliert, dass ein Ausweichen, Beschönigen oder Zerreden nicht möglich war. Kein Interviewer kann ansonsten darauf bestehen, peinliche Fragen einfach und deutlich nur mit ja oder nein zu beantworten. Das Gericht konnte es. Bei den hochrangigen Vertretern der WTG handelte es sich um:

    1. Fred W. Franz; damals Vizepräsident und von 1977 – 92
    Präsident der WTG; hauptverantwortlich für das gesamte
    Lehrgebäude der ZJ in den vergangenen 60 Jahren.
    2. Hayden Covington; Rechtsberater und ehemaliger Vize-
    präsident der WTG.
    3. Grant Suiter; Sekretär-Kassierer der WTG und späteres
    Mitglied der leitenden Körperschaft der ZJ.

    Es folgen einige Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll, wie sie in dem Buch „Auf der Suche nach der christlichen Freiheit“ von Raymond Franz wiedergegeben wurden.

    Zuerst wurde Fred Franz in den Zeugenstand gerufen. („F“ steht für die Fragen des Anwaltes der britischen Krone und „A“ für die Antworten der drei Zeugen. In eckigen Klammern stehen ergänzende Einfügungen vom Autor zum besseren Verständnis.)

    Man kam auf die Lehren in den Publikationen der WTG zu sprechen:

    F: Sieht man diese Lehraussagen innerhalb der Gesellschaft als maßgebend an? A: Ja. F: Steht es frei, sie zu akzeptieren, oder sind sie verpflichtend für alle, die Mitglieder der Gesellschaft sind und bleiben wollen ? A: Sie sind verpflichtend. ….[Zum Thema Gemeinschaftsentzug:] F: Und werden diese disziplinarischen Maßnahmen tatsächlich vollzogen, wenn sich die Situation ergibt? A: Ja. Tatsache ist, dass der Ausschluss als solcher für den Ausgeschlossenen zur Vernichtung führen kann, wenn dieser niemals bereut und seinen Lauf ändert, und wenn er außerhalb der Organisation bleibt. Für ihn gäbe es keine Hoffnung auf [ewiges]Leben in der neuen Welt. ……[Zum Thema der Wiederkunft Christi, die ursprünglich 40 Jahre vor 1914 angesetzt wurde:] F: Hat er [Russell] nicht 1874 als entscheidendes Datum angesetzt? A: 1874 verstand man allgemein als den Zeitpunkt des zweiten Kommens Jesu im Geiste. F: Sagten Sie: verstand man allgemein? A: Das ist richtig. F: Und wurde das als Tatsache herausgebracht, die von allen, die ZJ waren, akzeptiert werden musste? A: Ja. …. F: Es wurde also die Pflicht und Schuldigkeit des Zeugen, diese Fehlberechnung zu akzeptieren ? A: Ja. F: So muss die Gesellschaft also vielleicht in ein paar Jahren einräumen, dass das, was sie heute als Wahrheit herausgibt, dann falsch ist ? A: Wir müssen eben abwarten. F: Und in der Zwischenzeit ist die Gesamtheit der ZJ weiter einem Irrtum gefolgt? A: Sie sind einem Missverständnis in bezug auf die Schrift gefolgt. F: Irrtum? A: Nun ja, Irrtum. ….. F: Ich habe Ihre Haltung so verstanden – bitte korrigieren Sie mich wenn ich unrecht habe – , dass ein Mitglied der ZJ das, was in den Büchern steht, auf die ich hinwies, als eine Art Bibel und als wahre Auslegung annehmen muss. A: Aber er tut das nicht unter Zwang; man gibt ihm das Recht als Christ, die Schriftstellen zu untersuchen, damit er die Bestätigung erhält, dass das von der Bibel gestützt wird. F: Und wenn er nun sieht, dass die Schriftstelle nicht von den Büchern gestützt wird oder auch umgekehrt, was wird er dann tun? A: Die Schriftstelle steht da als Stütze der Aussage, darum wird sie dort angeführt. F: Was tut jemand, wenn er sieht, dass zwischen der Schriftstelle und diesen Büchern eine Diskrepanz besteht? A: Sie müssen mir schon jemanden herbeibringen, der das findet, dann kann ich antworten oder er wird es tun. F: Haben Sie damit auch sagen wollen, dass das einzelne Mitglied das Recht hat, die Bücher und die Bibel zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden, was die richtige Auslegung der Heiligen Schrift ist? A: Er kommt — F: Würden Sie ja oder nein sagen und es dann näher ausführen? A: Nein. Möchten Sie, dass ich das jetzt begründe? F: Ja, wenn Sie wollen. ……F: Ein Zeuge hat dann doch wohl keine Alternative, als die im Wachtturm oder Erwachet herausgegebenen Anweisungen als maßgebend anzunehmen und zu befolgen? A: Er muss sie akzeptieren. ….. F: Gibt es für jemanden Hoffnung auf Rettung, der sich in einer Situation in der Welt befindet, wo er die Traktate und Veröffentlichungen Ihrer Vereinigung nicht erhalten kann, allein auf die Bibel stützt? A: Er stützt sich ja auf die Bibel. F: Kann er sie dann richtig auslegen? A: Nein.
    _______________

    Dann wurde Hayden C. Covington in den Zeugenstand gerufen. Die Befragung von Fred Franz hatte er mit angehört, und er musste nun damit rechnen, dass ihm ähnliche Fragen gestellt werden. Gab es Fragen, die er besonders fürchtete? Ja. Den Fragen wegen der falschen Prophetie in Verbindung mit 1874 wäre er am liebsten aus dem Wege gegangen. Deswegen versuchte er den Dummen zu spielen, der über dieses Jahr nichts weiß und die „Schriftstudien“ nicht gelesen hat. Unfassbar! Covington ist seit 1932 ein ZJ und wusste nicht, was in den „Schriftstudien“ steht, obwohl sie in den 1920er Jahren als die wichtigsten und grundlegenden Lehrbücher der Organisation galten? Das Mitglied der leitenden Körperschaft, Karl F. Klein, schrieb in seinem Lebensbericht im Wachtturm vom 15.12.1984: „In jenen [1920er] Jahren sagte man uns: ‚Lies die sieben Bände der Schriftstudien jedes Jahr durch, wenn du in der Wahrheit bleiben willst.’ Natürlich wollte ich in der Wahrheit bleiben und las daher pflichtgetreu jedes Jahr diese Bände durch, bis ich ins Bethel kam. Das bedeutete, dass ich täglich zehn Seiten lesen musste ….“.

    Kommen wir nun zu der Befragung von H. Covington, der keine Ahnung von dem Inhalt der Schriftstudien hatte:

    F: Lassen Sie uns den faden etwas weiterspinnen. Dass das zweite Kommen des Herrn im Jahre 1874 stattfand, war als etwas verbreitet worden, dem alle Mitglieder der ZJ zu glauben hatten? A: Damit kenne ich mich nicht aus. Sie sprechen da über etwas, von dem ich nichts weiß. F: Sie haben Mr. Franz’ Aussage mitbekommen? A: Ich habe Mr. Franz’ Angaben gehört, aber ich kenne mich mit dem, was er darüber sagte, nicht aus. Deshalb kann ich nicht mehr darüber erwidern als Sie, der Sie gehört haben, was er gesagt hat. F: Lassen mich bitte aus dem Spiel. A: Was ich im Gerichtssaal gehört habe, ist die Quelle meiner Kenntnis. F: Sie haben die Literatur ihrer Bewegung studiert? A: Ja, aber nicht die gesamte. Ich habe nicht die sieben Bände der „Schriftstudien“ studiert und auch nicht das, was Sie jetzt über 1874 erwähnen. Ich kenne mich da ganz und gar nicht aus. [Das letzte Mal wurden die Ansichten über 1874 im Jahre 1929 in der Literatur der WTG vertreten.] F: Nehmen Sie als von mir gegeben an, es sei von der Gesellschaft verbreitet worden, Christi zweites Kommen fände 1874 statt. A: Unterstellt, es sei so, dann ist das eine hypothetische Feststellung. F: War das Veröffentlichung falscher Prophetie? A: Es war Veröffentlichung falscher Prophetie, es war eine falsche Aussage oder eine irrige Aussage über die Erfüllung von Prophetie, die falsch oder irrig war. [Endlich kam das Eingeständnis, vor dem er sich drücken wollte.] F: Und das hatte von der Gesamtheit der ZJ geglaubt zu werden? A: Ja. Sie müssen nämlich verstehen, dass wir in Einheit sein müssen; wir können keine Uneinigkeit haben… Von einer Armee wird erwartet, dass sie im Gleichschritt marschiert. F: Kommen wir jetzt auf den Kern zurück. Es wurde falsche Prophetie verbreitet? A: Ich stimme zu. F: Sie musste von den Zeugen Jehovas akzeptiert werden. A: Das ist korrekt. F: Wenn ein Glied der ZJ zu dem eigenen Schluss kam, die Prophetie sei falsch, und das auch sagte, wurde er dann üblicherweise ausgeschlossen? A: Ja, wenn er das sagte und Unruhe verursachte. Wenn nämlich die gesamte Organisation etwas glaubt, auch wenn es falsch ist, und jemand kommt daher und versucht, seine Ideen unter die Leute zu bringen, dann gibt es Uneinigkeit und Unruhe, kein Marschieren im Gleichklang….. Unsere Absicht ist es, Einheit zu haben.

    F: Einheit um jeden Preis?

    A: Einheit um jeden Preis. F: Und Einheit aufgrund zwangsweisen Annehmens falscher Prophetie? A: Das räume ich ein. F: Und derjenige, der seine Ansicht äußerte, dass sie, wie Sie sagen, falsch sei, und der dann ausgeschlossen wurde, würde gegen den Bund verstoßen, wenn er getauft wird? A: Das ist richtig. F: Und wäre, wie Sie gestern ausdrücklich sagten, des Todes würdig? A: Ich glaube — F: Würden Sie nun ja oder nein sagen? A: Ich antworte unbedingt mit ja, ohne Zögern! F: Bezeichnen Sie das als Religion? A: Das ist es sicher. F: Nennen Sie das Christentum? A: Ganz bestimmt. ……

    F: Im Zusammenhang mit Irrtümern standen Sie in einem ziemlich ausführlichen Kreuzverhör über Ansichtsunterschiede, die es in der maßgebenden Darstellung der Schrift die Jahre hindurch seit Gründung der Gesellschaft gegeben hat, und ich meine, Sie haben zugestimmt, dass es da Unterschiede gegeben hat. A: Ja. F: Sie haben auch ganz freimütig beigepflichtet, dass Personen, die zu irgendeiner Zeit die maßgebende Darstellung nicht akzeptieren wollen, mit ihrem Ausschluss aus der Gesellschaft rechnen müssen, mit allen geistigen Folgen, die das vielleicht mit sich bringt. F: Ja, das habe ich gesagt, und das stelle ich nochmals fest.
    ___________________

    Besteht die Bibel auf eine solche „Einheit um jeden Preis“, auf eine Einheit, die sich sogar auf „zwangsweises Annehmen falscher Prophetie“ gründet? Sind solche ZJ „des Todes würdig“ und verdienen sie den Ausschluss „mit allen geistigen Folgen“, wenn sie sich aus Gewissengründen einer solchen erzwungenen Einheit und Meinungsdiktatur nicht beugen wollen? Könnte man die LK der ZJ zu einem Kreuzverhör vor Gericht bringen, dann müsste sie die beiden Fragen auch heute noch mit einem deutlichen Ja beantworten.

    Nun möchten wir noch ganz kurz auf eine Aussage des dritten Top-Beamten der WTG, Grant Suiter, eingehen:

    F: Erwartet man von ihm [jedem ZJ], dass er sich mit den Publikationen der Gesellschaft vertraut macht? A: Ja, sicher. F: Kann er nun eigentlich nach Ansicht der ZJ ein Verständnis der Heiligen Schrift ohne die Publikationen der Gesellschaft haben? A: Nein. F: Er kann nur durch diese Publikationen ein richtiges Verständnis der Schrift haben? A: Ja. F: Ist das keine Anmaßung ? A: Nein. F: Sie haben die Aussage darüber gehört, dass man 1874 als wesentliches und entscheidendes Datum schließlich für falsch gehalten hat und dass 1925 ein falscher Zeitpunkt war? Was diese zwei Punkte angeht: Allen ZJ wurde auferlegt, sie als die Wahrheit zu akzeptieren, und zwar uneingeschränkt? A: Das ist richtig. F: Sie stimmen zu, dass das Falsches zu akzeptieren hieß? A: Nein, nicht ganz. Die Punkte, die verkehrt waren, waren es deshalb, weil wir uns irrten, aber wichtig ist das, was insgesamt dabei herauskam.
    ___________________

    Das Gerichtsverfahren fand 1954 statt, also nur acht Jahre nach jenem Artikel, von dem wir die kurze Zusammenfassung brachten. Wenn man diese Aussagen mit den Aussagen des Gerichtsprotokoll vergleicht, dann ist man der gewaltigen Diskrepanz wegen perplex. Wie können die verantwortlichen Prediger einer christlichen Glaubensgemeinschaft so skrupellos sein, in kurzer Zeit völlig entgegengesetzte und unchristliche Standpunkte zu vertreten?

    Obwohl man beim Lesen des Gerichtsprotokolls anderer Meinung sein könnte, war Covington noch nicht so gewissenlos wie F. Franz. Covington machte der erbarmungslose Kurs der Organisation zu schaffen. Er hatte aber nicht die eiserne Natur von Rutherford, der ihn als seinen Nachfolger aufbaute. Er wurde Vizepräsident. Sein Verhältnis zum Präsidenten N. H. Knorr war nicht gut und verschlechterte sich. 1944 trat er als Vizepräsident zurück und Franz wurde der Vize. Schließlich gab er seine Mitarbeit in der Weltzentrale auf und eröffnete eine Anwaltspraxis. Auf diese Weise versuchte er, sich den Lehrzwängen der Organisation etwas zu entziehen. Jeder verantwortliche Prediger der ZJ, der das einmal versucht hat, weiß, wie schwer das ist. Und das ist um so schwerer, je prominenter man ist. Der Druck, Stress und die Probleme wuchsen Covington über den Kopf, und er versuchte, sie im Alkohol zu ertränken. Doch sie waren alle gute Schwimmer, und schließlich ging er im Alkohol unter. In den 1970er Jahren wurde er wegen Alkoholismus ausgeschlossen.

    Sein Problem war die Folge seines engen Umgangs mit einem schlechten Menschen, der die Skrupellosigkeit in Person war; bei ihm lernte er das Trinken: Präsident Rutherford. Er war bis an sein Lebensende ein Alkoholiker, der Whisky und Likör mehr liebte als Gott. Um das zu bezeugen, könnten wir eine Reihe von zuverlässigen Zeugen (wie z. B. Walter Salter, den Zweigaufseher von Kanada) aufmarschieren lassen. Aber daran liegt uns nichts, diesen Beweis zu erbringen. Uns genügt es, bereits bewiesen zu haben, dass er ein mieser Christ war – im Gegensatz zu Covington, der nicht zuließ, dass sein Gewissen total abstumpfte. Er nahm den Kampf gegen den Alkohol auf und unterzog sich einer Entziehungskur. Nach einer weiteren Behandlung im Speers Hospital in Dayton meisterte er schließlich sein Problem. Vor diesem Mann können wir noch den Hut ziehen. Aber nicht vor Rutherford, der es als Götzendienst betrachtete, vor einer Frau bei der Begrüßung den Hut zu lüften. Sein Verhältnis zu den Frauen – nicht nur zu seiner eigenen Frau, war äußerst schlecht. Den Muttertag sah er als Feministenkomplott an. Alle Zeuginnen Jehovas, für die Rutherford ein Heiliger war, sollten über folgende Worte von Kiplings Beschreibung einer Frau nachdenken, die dieser Scheinheilige bei einem Kongress St. Louis, Missouri, im Jahre1941 vor Tausenden ZJ zitierte; für ihn war die Frau „ein Büschel Haare und Sack voller Knochen.“ Das konnte er sagen, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen nach sich zog. Was konnten denn diejenigen, bei denen er Anstoß erregte, schon machen? In dieser von ihm geschaffenen „Theokratie“ war er unangefochten der Boss, d. h. Gott., und er konnte machen, was er wollte. Alle mussten damit einverstanden sein – denn Einheit muss sein.

    Da fehlen einem nur noch die passenden Worte – oder?
    Lg. Matthäus

  • Judy
    August 3, 2010

    Puuh…wahrlich harter Tobak, den man erst mal verdauen muß – danke Matthäus für deine ausführliche Zusammenfassung.

    Leider kann ich auch dem Vorwurf, dass es der Organisation hauptsächlich um ein tadelloses Ausenbild geht, aus eigener Efahrung zustimmen. Wie es im Inneren der einzelnen Schafe aussieht kümmert kaum jemanden…solange sie nur nach außen hin brav im Gleichschritt parieren. Sobald man selbst das denken anfängt (und auch zuläßt!) hat man verloren…die Gemeinschaft erst mal…aber jeder der hier diesen Weg gegangen ist, hat wahrscheinlich am eigenen Leib erfahren, dass er vor allem auch seine geistigen Fesseln verloren hat und erfährt, was die freimachende Warheit wirklich ist, von der Jesus berichtet!

    Es lohnt sich das selbst denken und hinterfragen zuzulaßen …

  • Turtel
    August 3, 2010

    Hallo Judy,

    es macht Mut, deine Worte zu hören, befinde mich nämlich gerade auf diesem Weg. Was die Außenwirkung der WTG betrifft, kann ich dir nur
    zustimmen. Man muß nur einmal lesen, was auf unserer zeugenjehovas.de Seite (nicht jworg) über unsere angebliche Vorgehensweise innerhalb der Familie mit ausgeschlossenen Familienmitgliedern, steht, die Familie bestimmt das angeblich selbst (siehe Anerkennungsverfahren/Erstverleihung/Literatur/Pikl und Glockentin).
    Im Wachtturm vom Juli 2013 wird man aufgefordert, seine Religion zu prüfen, denn man legt ja schließlich sein Leben in ihre Hand und es wird noch auf Lukas 6:44 hingewiesen, dass man jeden Baum an seinen Früchten erkennt. Das gilt natürlich nur für die anderen. Im Dienst fordert man die Menschen auf, unsere Literatur zu lesen, oft mit dem Hinweis, davon wird man ja noch kein Zeuge Jehova. Wehe man selbst informiert sich außerhalb der WT-Literatur, dann droht sofort der „Abtrünnigen-Stempel“. Es ist einfach schizophren.
    Gruß, Turtel

  • Matthäus
    August 3, 2010

    Zu meinem obigen Kommentar aus Joh. 1:9 in dem es um die Zusage geht daß wir Kinder Gottes sein dürfen, möchte ich ein kurzes Erlebnis schildern.

    Mein Enkel (12 Jahre) war bei seinen Großelternzu Besuch.
    Ich rede über seine Schulausbildung und was er einmal anstrebt!

    Er möchte später ins Bethel, ich erzähle ihm das ich vor 50 Jahren das gleiche Ziel hatte. Ich fragte ihn was sei der Grund für seinen Wunsch? Er möchte der Organisation dienen!

    Es gab natürlich noch mehr Gedanken in diesem Gespräch, doch diese eine Aussage war für mich ein erschütternder Beleg wie bereits Kinder in ihrem Denken auf einen völlig falschen Weg geführt werden.

    Das wollte ich auch deshalb anführen weil dazu auch das neue Video der WTG (Zeichentrick für Kinder „Werde ein Freund Gottes“) als abschreckendes Beispiel dienen soll. Den Kindern wird bereits sehr früh vermittelt wie sie sich „die Freundschaft“ Gottes – durch einen verwerflichen psychologischen Druck mittels schlechtem Gewissen – erarbeiten müssen.

    Ganz abgesehen davon wird bereits in das junge Kinderherz nur die mögliche Freundschaft Gottes eingepflanzt, eine Kindschaft obwohl Jesus (wie in meinem obigen Kommentar und Bibelverweis belegt) dies mehr als deutlich macht wozu es letztlich führt: „aber die Menschen nahmen ihn nicht auf!“ lt. Vers 11.

    Es ist „ein Verbrechen“ Menschen zu verwehren Kinder Gottes zu sein. Deshalb auch meine Frage oben.

    Welche Erfahrung habt ihr in Verbindung mit diesem Video bereits erlebt? Ob jemand ein Kind der Familie oder nur ein Freund ist, darin besteht doch ein RIESENGROSSER Unterschied. Jeder der einem Menschen verwehrt ein Kind Gottes zu sein obwohl Jesus ihm dies nach dem Vers 12 zusichert, kann unmöglich die Interessen Gottes oder Jesus vertreten – oder?

    lg. Matthäus

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