165 Comments
  • G.M.
    April 4, 2013

    Das Porneia nicht nur Blutschande bedeutet, sondern auch unerlaubten Geschlechtsverkehr an sich, geht aus der Bibel meiner Ansicht nach klar hervor. (1. Kor. 7:1-2 Schlachter 2000) Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es ja gut für den Menschen, keine Frau zu berühren; um aber Unzucht (Porneia) zu vermeiden, soll jeder [Mann] seine eigene Frau und jede [Frau] ihren eigenen Mann haben.

    Paulus spricht sich hier klar und deutlich für den Sexverzicht aus. Wer aber nicht darauf verzichten will oder kann, der soll es aber ausschließlich auf den eigenen Partner beschränken, sonst wäre es „porneia“.

    Paulus selbst hat auf Sex verzichtet und es hat ihm in keinster weise geschadet.

    Da es heute nicht mehr unter staatlicher Strafe steht, wenn ein Paar unverheiratet zusammenlebt, ist meines Erachtens ein Trauschein nicht zwingend notwendig.

  • winston
    April 4, 2013

    Lieber Milan und alle anderen mitfühlenden Schwester und Brüder,

    zuerst einmal herzlichen Glückwunsch für die Gelegenheit eine neue Beziehung leben zu können, ohne, dass Du Dich in irgendeiner Weise schuldig fühlen mußt, wenn Du all die biblischen Texte, die Dir in diesem Forum nähergebracht wurden, zu diesem Thema berücksichtigst.
    Stell Dir vor, Du hättest Dich bei der Gerichtsverhandlung der Ältesten anders entschieden und neben aufrichtiger Reue den Kontakt zu der Frau die Du liebst abgebrochen. Das wäre eine Entscheidung, die Dir später als Verrat an einem Menschen, der Dich aufrichtig geliebt hat sehr leid tun würde.
    Biblisch gesehen gibt es keinen Grund, wenn zwei aus welchen Gründen auch immer alleinstehende Menschen, die sich lieben daran arbeiten eine christlich fundierte Beziehung aufzubauen.
    Das Verhalten der Ältesten war regelkonform. Kompliment an diese Brüder, sie haben gut funktioniert.
    Bei mir war es auch nicht anders. Meine Frau hat sich in einen anderen Mann verliebt und wir waren übereingekommen uns einvernehmlich scheiden zu lassen. Bei meiner Gerichtsverhandlung wurde ich aufgefordert mich wegen Ehebruchs scheiden zu lassen. Damals gab es in Österreich noch das Schuldprinzip. Das habe ich abgelehnt, weil ich meiner EX-Frau diesen Status ersparen wollte. Ich hatte damals keine neue Partnerin, habe aber offen gesagt, dass ich sicherlich später wieder mit einer Frau eine Ehe eingehen werde, allerdings würde ich vor der Ehe mit ihr zusammenleben wollen, um im Alltag festzustellen, ob wir überhaupt zusammenpassen. Um keine Schmach auf die Versammlung zu bringen erklärte ich unmissverständlich meinen Austritt. Damit war die Sitzung sehr schnell zu Ende. Die Ältesten haben nochmals nachgefragt, ob sie mich richtig verstanden hätten und nachdem ich die zwei Punkte noch direkter wiederholt habe war das Treffen zu Ende.

    Interessant war, daß meine EX-Frau Tod Zeugin Jehovas geblieben ist und ich ihr nachträglich als ich wieder geheiratet habe bestätigen mußte, dass ich die Ehe nach der Scheidung gebrochen habe. Trotzdem blieb mein freundschaftlicher Kontakt mit ihr bestehen und ich hatte keine Probleme mich im Rahmen meiner Möglichkeiten um die Kinder zu kümmern.
    Auch wenn es schmerzhaft ist sog. Freunde oder auch den Kontakt zu Familienangehörigen zu verlieren, ich habe mich in meinem Leben niemals so frei und unbeschwert gefühlt, wie nach der Komitee-Sitzung. Einer der drei Ältesten, wurde ein paar Monate später seiner Ämter enthoben, aber nicht ausgeschlossen. Grund Ehebruch mit einer geschiedenen Schwester, obwohl verheiratet. Aber er ist schon nach einem Jahr wieder als Ältester berufen worden und hat sicherlich mit seinen persönlichen Erfahrungen bei RKs dazu beigetragen, dass seine Versammlung rein geblieben ist.
    Betrachte Dich als neues Mitglied in der Freiheit der Söhne Gottes und nimm Dir die Zeit, die Dir jetzt bleibt für all die schönen Dinge des Lebens, die mit einer liebenden Partnerin möglich sind.
    Im Alter bereut man nur die Dinge, die man im Leben versäumt hat. Bei den ZJ hast Du nichts versäumt, ganz im Gegenteil. Du hast jetzt endlich Zeit, Dich mit Deiner zukünftigen Frau ehrlich und kritisch mit der Bibel und den Botschaften Jesus Christus auseinanderzusetzen und Dir und Ihr Erinnerungen zu schenken.
    ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Partnerin, die Dich liebt. Betrachte sie als ein Geschenk Jehovas.
    Gruß
    Thomas

  • milan
    April 4, 2013

    lieber Thomas,
    auch Dir ein einfaches aber von Herzen kommendes Dankeschön. Du hast die wesentlichen Gründe für meine Entscheidung völlig richtig interpretiert. Ich kann zu meinem eigenen Erstaunen jetzt schon dieses Gefühl einer Befreiung verspüren, das offensichtlich mit der konkreten Loslösung von der Organisation verbunden ist. Eine Loslösung, die ich allerdings in kleinen geistigen „Trippelschritten“ schon seit fast zwanzig Jahren vorbereitet habe. Wie bei die meisten anderen auf BI Versammelten bedeutet dies aber eine innigere Verbindung zu unserem grossen Gott und seinem Sohn unserem Herrn und Retter. Weil gerade dies in der WTG permanent zu kurz kommt, die Gründe dafür sind hinreichend bekannt (…predigen, predigen,predigen und nochmals…) Werkgerechtigkeit ade!!!!

    Dein und Euer Bruder milan

  • milan
    April 4, 2013

    Liebe Brüder, liebes BI-Team
    mein laptop zeigt die richtige Zeit an, jetzt gerade 10.45h.
    Mein noch nicht freigeschalteter Kommentar zeigt zum richtigen Datum jedoch die Zeit 8.42h. Ist mir gestern schon aufgefallen. Ist dies Absicht oder stimmt da etwas im Server nicht?
    Nichts für ungut, aber es ist manchmal recht interessant zu sehen wie früh oder spät manche Kommentargeber noch unterwegs sind. Besonderheiten in dieser Hinsicht lassen sich aber nicht mehr feststellen, wenn die Zeit gar nicht stimmt.

    LG milan

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Milan

    Das liegt daran, dass der Server die Weltzeituhr benutzt. Diese ist im Sommer 2 Stunden und im Winter eine Stunde zu unserer Zeit versetzt.

    Liebe Grüße und ich wünsche Dir den Segen unseres Vaters!
    Alois

  • milan
    April 4, 2013

    Liebe Schwestern, liebe Brüder
    noch einmal danke für alle Ratschläge, Hinweise, Bibelzitate die mir sehr geholfen haben. Für alle, die meinen „Fall“ verfolgt haben nun ein kurzer Report über die gestrige Verhandlung vor dem RK.
    So wie Euch war mir das Ergebnis schon im Voraus klar. Der Ausschluss erfolgte wegen „Nichtbeachtung der Heiligkeit der Ehe“ und wurde, ähnlich wie bei einer Verurteilung vor einem weltlichen Gericht, unter dem (schwammigen) Begriff aus dem ersten Korintherbrief „zügelloses Verhalten“ subsummiert. Es ist nun aber nicht so, dass ich diese Entscheidung nicht nachvollziehen kann. Tatsache ist ja, dass meine Bekannte erst in etwa 2-3 Monaten nach weltlichen Regeln geschieden sein wird und mein (leider) immer wieder geäusserter Wunsch diese Frau auf jeden Fall zu heiraten wurde mir, wohl nicht ganz zu Unrecht, als Uneinsichtigkeit ausgelegt. Die mir vor Augen geführte Alternative nämlich totaler Abbruch jeden Kontaktes und die Aufgabe meines Heiratswunsches war und ist für mich nicht akzeptabel. Am Rande vielleicht noch ganz interessant zu erwähnen: meine Bitte 5. Mose 24 aufzuschlagen und den Zusammenhang mit Matth. 5 zu bedenken (danke lieber Alois!) wurde mir von einem pikierten Bruder als Versuch ausgelegt, das Gremium „belehren“ zu wollen. Ebenso erging es mir als ich Psalm 103 zitierte um deutlich zu machen, dass weder mein persönliches Verhältnis zu meinem Schöpfer (wie mir unterstellt wurde) nicht mehr bestehen würde und ich wegen eines Fehlverhaltens, das nicht unter die Rubrik der „unvergebbaren Sünde“ fällt wohl nicht auf Dauer mit dem Entzug des Segens Jehovas zu rechnen hätte. Fragen, die mein Gefühlsleben betrafen habe ich nicht beantwortet, daher weitere Minuspunkte eingesammelt. Ein Ältester erwähnte „andere Personen“ als Beleg für die mögliche Schwere meines „Vergehens“.
    Auf Grund meiner Rückfrage wer denn dies konkret sei, wurde sofort zurückgezogen („vergiss diese Bemerkung!). Ich hatte nach der Bekanntgabe der Entscheidung noch 6 Fragen zu bestimmten Verfahren während des Ausschlusses(z.B. was geschieht mit meinen Rückbesuchen, den Interessierten in meinem pers. Gebiet, werden Spenden von Ausgeschlossenen angenommen, welchen Status hat meine zukünftige Frau wenn sie mich während der Zeit meines Ausschlusses in die Zusammenkünfte begleitet und anderes). Es waren insgesamt 8 Fragen, die alle vernünftig beantwortet wurden. Ganz am Schluss, kurz vor der Verabschiedung habe ich den 3 Ältesten jeweils 2 DIN-A4 Blätter übergeben. Darauf komprimiert, d.h. einfach untereinander geschrieben alle Worte des Herrn Jesu und die Zitate aus den Apostelbriefen, welche mehr als deutlich machen welche Stellung er in unserem Glaubensleben hat bzw. auch für Zeugen Jehovas haben sollte, da es einfach nicht genügt, dass er in 2 von 3 Zusammenkünften nur 2 Mal erwähnt wird (…in Jesu Namen, Amen!). Dies war mir ein echtes Anliegen, obwohl ich mir bewusst bin, dass solche Hinweise wenig bewirken. Ich habe in der Vergangenheit diese Zitatensammlung schon 2 Ältesten und einem DAG gegeben, wie leider üblich ohne jegliches feedback.

    Ich bin jetzt zwar offiziell kein „Zeuge Jehovas“ mehr, reihe mich aber gerne in die immer zahlreicher werdende Gruppe von Anbetern Jehovas ein, welche sich insbesondere durch ihr neu gewonnenes oder erst erarbeitetes Verhältnis zu seinem Sohn, seinem Weg, seiner Wahrheit verpflichtet fühlen.

    und nochmals Danke an alle die sich mit meiner Situation beschäftigt haben und mir wertvollen Rat gegeben haben

    Euer Bruder milan

  • Dennis
    April 4, 2013

    Lieber milan,

    ein herzliches willkommen in der „Freiheit“ des Christus!

    Du hast Dich nicht von der Orga getrennt, sondern sie hat sich sozusagen von Dir getrennt. Die Konsequenzen daraus sind letztlich die selben.

    Alles Gute für Dich und Deine neue Liebe und natürlich für Dein unvermitteltes Verhältnis zum Schöpfer und seinem Sohn.

    LG
    Dennis

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Hallo milan

    Lass dich drücken. Deine mutige Entscheidung zu dem zu stehen, was du getan und bereut hast, war nicht einfach. Es ehrt dich, dass du dich dem Rechtskomitee gestellt hast. Der Vater weis, dass wir unvollkommen und fehlerhaft sind. Er kennt aber auch unsere Herzen und weis uns zu vergeben. Hier wird dich niemand verurteilen. Hier ist es völlig unbedeutend, ob jemand Mitglied der Gemeinschaft ist.

    Deine Schilderungen bestätigen wieder einmal, wie Älteste sind. Man hätte den Termin für die Komiteeverhandlung auch in drei Monaten durchführen können, wenn du/ihr wieder verheiratet seid. Dann hätte man aber niemanden, der eine Weltliche heiratet, ausschließen können. Wenn du, wie du sagst, den Kontakt nachhaltig abgebrochen hättest, hättest du bleiben können. Es ging ihnen offensichtlich darum, jemanden, der in hervorgehobener Stellung dienst und sich erdreistet, eine Weltliche zu heiraten, auszuschließen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Die letzte Entscheidung, lieber milan, fällen nicht Älteste, sondern Jehova, und der hat ein großes Herz und vergibt großzügig.

    Ede

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Lieber Milan,
    was kommen musste ist nun Wirklichkeit! Wie kannst du diese Situation emotional verarbeiten?
    Bist du nun traurig oder erschüttert? Du hast ja mit dem Gemeinschaftsentzug gerechnet, wie wird es weitergehen? Um eine Wiederaufnahme zu erreichen müsstest du aufrichtig bereuen und Werke die der Reue entsprechen hervorbringen! Wie soll das gehen? Du möchtest deine neue Liebe ja nicht aufgeben, oder?

    Stell dir vor 2 junge verliebte Menschen sind noch nicht verheiratet, haben Beziehung miteinander und werden von harten Ältesten ausgeschlossen. Nach ihrem Ausschluss stellen sie fest dass die Beziehung nicht ohne Folgen blieb, ein Kind ist unterwegs, sie wollten sowieso heiraten und tun es auch! Die Jahre vergehen und irgendwann gibt es wieder eine „Aktion der Rückholung“. Sie lassen sich „wiederbeleben“ und möchten aufgenommen werden. Doch dies ist nur durch aufrichtige Reue möglich. Sollen sie bereuen dass ihre Beziehung und mittlerweile eine Eheverbindung und vorhandener Familie ein Fehler war?

    Dieses Beispiel soll nur zeigen wohin die Härte des Gemeinschaftsentzug führt. Das die Vorgehensweise so gar nichts mit der Lehre Christi zu tun hat zeigt das Gleichnis „vom verloren Sohn“. Br. E.F. hat dazu einmal einen hervorragenden Aufsatz geschrieben, solltest du ihn nicht kennen kann ich ihn dir gerne senden (zeugejesus@gmail.com)!

    Auch mit Paulus und seinem Vorgehen im Fall des Ausschlusses von Korinth hat dies nichts gemein! Beachte doch einmal ob es heute in den Versammlungen so abläuft wie Paulus dies nur 2,3 Monate später im 2.Brief an die Korinther angeordnet hat? Lies einfach im Kap. 2:5-11. ich habe dies in über 40 Jahren der Zugehörigkeit zu den ZJ noch nie erlebt! Das ein Kreisaufseher (Paulus soll nach heutigem Gegenbild einer gewesen sein) eine Versammlung auffordert dem Sünder zu vergeben und ihm die Liebe zu bestätigen dass er nicht von seiner grossen Traurigkeit verschlungen wird. Oder hat irgendeiner der Leser so eine Vorgehensweise erlebt?
    Dies vielleicht als kleiner Denkanstoss für dein weiteres Vogehen!

    Lg. Matthäus

  • milan
    April 4, 2013

    Liebe Brüder, liebe Schwestern,
    damit meine ich alle die gemäss ZJ-Verständnis meine geistigen Geschwister sind aber auch alle anderen die durch ihr Verständnis über die Bedeutung des Loskaufopfers Jesu mit uns verbunden sind.
    Ich danke Euch für die Bemühungen, mir den gewünschten und dringend benötigen Rat zu geben. Dabei waren einige besonders wertvollen Hinweise. Nochmals Danke.
    Entgegen dem mehrfach gegebenen Rat, den Termin beim Komitee nicht wahrzunehmen, werde ich doch dort erscheinen. Ich denke es wurde gebildet, weil ich beim letzten Gespräch bereits deutlich gemacht habe, dass ich die Nichtzeugin auf jeden Fall heiraten werde. Offensichtlich will man jetzt nicht mehr abwarten, welchen Status der Nochehemann dann hat. Noch einige Angaben zu den in den Kommentaren aufgetauchten Fragen. Meine Bekannte ist (nominell) evangelische Christin. Nachdem etwa ein Viertel unserer Gespräche sich um nichts anderes drehen als darum ,ein persönliches Verhältnis zu unserem Schöpfer zu entwickeln (wie ihr wisst bei Namenschristen eine wichtige Voraussetzung um all die anderen Dinge wie Leben und Tod, die Bedeutung des Loskaufopfers Jesu oder was es bedeutet nicht nachzulassen seinen Geboten zu folgen, in ihrer Gesamtheit und Wirkung auf unser Leben richtig einzuordnen). Zusammengefasst, die Frau mit der ich mein restliches Leben verbringen möchte ist auf dem besten Weg Jehova und seinen Sohn besser kennen und darum auch lieben zu lernen. Ich habe mir in dieser Hinsicht selbst nach den Kriterien der WTG nichts vorzuwerfen. Ich habe allerdings nicht vor, die Religionsgemeinschaft der ZJ dauerhaft zu verlassen. Zwei Gründe hierfür: einmal der (wie üblich) persönliche Aspekt. Alle meine Familienangehörigen (3 Kinder) sind ZJ. Einer meiner Söhne ist Ältester in meiner Heimatversammlung. Ein weiterer Grund ist im Zusammenhang mit der in einigen comments (zu allen möglichen Vorträgen) erscheinenden Bemerkung zu sehen die sinngemäss so lautet: „Es ist ja nicht alles schlecht, falsch oder unbiblisch was im Glaubensgebäude eines ZJ eingebaut ist“. In einem eigenen Kommentar zu einem anderen Vortrag habe ich dieses „Positive, Gute, mit der Lehre Jesu und der Gesamtaussage der Bibel übereinstimmende“ mit 70 bis 80% quantifiziert. Nachdem ich also bereit bin in einer organisiert, autoritär und straff geführten Gemeinschaft zu bleiben (bzw. mich wieder dorthin zu bewegen), tue ich dies in dem Bewusstsein, dass ich das gleiche Mass an nachprüfbaren „Wahrheiten“ (für mich kein absoluter Begriff!) bisher nirgends anders gefunden habe, obwohl ich in mehr als 40 Jahren als ZJ mehrmals danach gesucht habe.
    Falls noch jemand konstruktiven biblischen Rat für mich hat bin ich ihm im Voraus bereits dankbar.

    Mit Euch im Geiste brüderlicher Liebe verbunden

    milan

  • Robin an Milan
    April 4, 2013

    Lieber Milan,

    zunächst möchte ich dir mein herzlichstes Beileid für den Verlust deiner Ehefrau aussprechen.

    Du hast viele gute Ratschläge erhalten und wirst es nicht einfach haben alle Argumente abzuwägen um dann die richtige Entscheidung zu treffen. Hier mein biblischer Rat an dich:

    Philipper 4:6, 7
    6 Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; 7 und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten.

    Bitte Gott um Hilfe und immer und immer wieder um seinen Geist, bevor du Entscheidungen triffst.

    Zu der Entscheidung, ob du zur Komitee-Verhandlung gehst, oder nicht:
    Dir sollte bewusst sein, dass die Verhandlung auch ohne dich stattfinden wird, der Ausgang sollte dir dann aber auch klar sein. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du um einen neuen Termin bitten.

    Wenn du zur Verhandlung gehst, bete um Jehovas Geist vor dem Verfahren und auch dazwischen. Die Brüder des RK werden auch um den Geist Gottes bitten, aber weil sie schon zuvor in gemeinsamen Gesprächen ein Urteil gefällt haben, wird eher ein anderer Geist als der Geist Gottes bei eurem Beisammensein wirken.

    Mach bitte nicht den Fehler von „JHWH“, wie in deinem Schreiben vom 11.4. zu reden. Wenn es dir schwer fällt den Namen „JEHOVA“ auszusprechen, hast du schon verloren, dann bist du für die Brüder kein Zeuge Jehovas.

    Kannst du zu Jehova beten, dann erwähne es auch in der Verhandlung. Sage (wenn es stimmt?) den RK-Brüdern, dass du dich mit deinen Problemen immer wieder an Jehova gewandt hast, wie sehr er dir in der letzten Zeit geholfen hat und dass du zuversichtlich bist, dass er dir, als Gott der Liebe, auch weiterhin helfen wird.

    Hier noch ein Tipp aus dem Einsichtenbuch, Thema LÜGE, ein Auszug der Seite 237:
    „Bösartiges Lügen wird zwar in der Bibel deutlich verurteilt, aber das bedeutet nicht, daß man verpflichtet ist, jemandem wahrheitsgemäß irgendwelche Informationen zu geben, die zu erhalten er kein Recht hat. Jesus Christus gab den Rat: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen“ (Mat 7:6). Deshalb hielt sich Jesus bei gewissen Gelegenheiten zurück, eine vollständige Auskunft zu geben oder gewisse Fragen direkt zu beantworten, wenn er dadurch unnötigen Schaden angerichtet hätte (Mat 15:1-6; 21:23-27; Joh 7:3-10).“
    ZITATENDE

    Ich wünsche dir, wie auch immer du entscheidest, alles Gute, den Frieden Gottes und dass dein Herz und deine Denkkraft durch unseren Hirten Jesus Christus behütet sein mag.

    Liebe Grüße
    Robin

  • Heike
    April 4, 2013

    Hallo Robin,
    Das ist wirklich ein ganz toller Rat finde ich, vor allem der Teil mit der Lüge.. Ich hab die ganze Zeit überlegt wie man das sagen kann aber so gut wie du hätte ich es nicht ausdrücken können.

    Lieber Milan,
    Ich kann dich ein bisschen beruhigen, zwar haben hier sehr viele schlechte Erfahrungen gemacht mit Rechtskomitee Verhandlungen, aber ich hab schon zwei hinter mir und wurde nicht ausgeschlossen. Es soll nicht heißen ich war nicht immer ehrlich oder habe nicht bereut, das habe ich immer zutiefst!!! Aber es kommt wirklich sehr genau darauf an was du sagst und wie du es sagst, Schau dir auch das Video auf Youtube der „muster RK Verhandlung“ der ältestenschule an. Wenn dir ein besonders korrekter und gewitzter älteste gegenüber sitzt musst du umso korrekter sein und solltest dich in deinen aussagen nicht widersprechen. Deshalb überlege dir gut was du vorher sagst, und was du lieber als deine Privatsache nicht mitteilen möchtest. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und genieße dein Glück der Liebe die du gerade Erfahren darfst.
    Liebe Grüße
    Heike

  • milan
    April 4, 2013

    Lieber Robin,
    auch dein Kommentar bedeuten für mich eine ganz konkrete Hilfe beim Beurteilen meiner Situation und für Entscheidungen die ich nun zu treffen habe. Ganz kurz zum Namen unseres Schöpfers. Ich verwende den Namen Gottes bei formellen oder informellen Gesprächen über die Königreichsbotschaft meist im „Doppelpack“ also „Jehova“ u n d „Jahwe“. Bei allen internen Gesprächen und in meinen Gebeten aber wie wir es ja gewohnt sind generell in der gewohnten (wie wir ja wissen nicht korrekten) Form „Jehova“.
    Danke für deine liebevollen Hinweise.

    Dein Bruder im Geiste
    milan

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Zu dem abraten vor dem Komitee zu erscheinen kann ich nr bestätigend hinzufügen, es ist in vielen Fällen genauso wie einige geschildert haben, das Urteil wird oft im Vorhinein gefällt! Also Gerechtigkeit oder gar Barmherzigkeit kannst du nicht (in der Regel) nicht erwarten.
    Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen, ich ging auch nicht zum Komitee als mir telefonisch mein Ausschluss mitgeteilt wurde habe ich gefragt: Mit welcher Begründung? Darauf hat der Älteste herumgedrückt bis ich richtig böse wurde: Hat man nicht einmal das Recht die Gründe zu erfahren? …dann rückte er heraus, ich stellte die 2. Frage: …und welche Zeugen bestätigen dies, dann nannte er 2 Brüder. Natürlich wollte ich diese beiden Brüder fragen was sie über mich zum Grund meines Gemeinschaftsentzug ausgesagt aben?
    BEIDE bestätugten mr: …darüber wurde NICHTS geredet oder ausgesagt!

    Soviel zur Fairness und Gerechtigkeit wie solche „Rechtsfälle“ abgehandelt werden!
    2 Jahre später habe ich mich an ALLE Ältesten in inem Brief gewandt, wegen Wideraufnahme, nicht einer ist mit mir in Kontakt getreten. Soviel zu ihrem Interesse „wenn ein verlorener Sohn“ zurückkehrt!
    Ich kann dir gene den gesamten Schriftverkehr senden, eine solche Rechtssprechung gibt es nur mehr in totaliären Regimen oder macht einem Diktator alle Ehre!
    Lg. Matthäus

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Matthäus

    Sei froh dass sie Dich ausgeschlossen haben, so kommst Du schon nicht mehr in Versuchung zum einzig richtigen Weg, nur Jesus zu folgen, Kompromisse einzugehen.
    Auch wenn es schmerzt mit nahen Angehörigen nicht mehr reden zu können, aber Kompromisse gegen Jesus und zu Gunsen des „Sklaven“ eingehen, geht schließlich auch nicht.
    So wie Hiob für all seine Verluste reichlich entschädigt wurde, so kannst auch Du hoffen durch die Gnade únseres Herrn vielfach entschädigt zu werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Heute ja, lieber Alois, ich bin froh mich nicht für jede Äusserung und wenn es auch nur eine persönliche Entscheidung ist, rechtfertigen zu müssen! Ich wollte nur Milan vor Augen führen was ihn erwarten kann.

    Jesus lehrte mehrfach: „Ich will Barmherzigkeit! …wenn ihr es nur verstehen würdet!“ Die meisten Aufseher haben es nicht verstanden und werden ihre Härte und Unbarmherzigkeit selbst ernten!

    Lg. Matthäus

  • Kyp
    April 4, 2013

    Hallo Milan,

    deiner Aussage mit den 70-80 % stimme ich voll und ganz zu und muss sagen, dass ich das auch noch nie anders gesehen habe.

    Ich sagte früher immer: Wir haben nicht die Wahrheit, aber das was der Wahrheit am nächsten kommt. Leider erntet auch diese Ansicht bei vielen Brüdern große Missgunst, da man ja kein Zeuge Jehovas sei, weil es die sind, die sich noch am ehesten an die Bibel als Ganzes halten, sondern „weil sie die einzigen vom Geist geleiteten wären und es die einzige Wahrheit auf dieser Erde ist“. Dennoch sehe ich es nach wie vor so, wie du es schreibst, denn alles andere könnte ich ehrlichen Gewissens nicht sagen, da wir ja Jesus und der Bibel folgen wollen und nicht Menschen.

    Anscheinend gibt es hier nicht allzu viele, die das wie wir beide sehen – wahrscheinlich, weil die allermeisten von der Organisation aktiv oder passiv gelöst wurden (Ausschluss), was als so große Ungerechtigkeit empfunden wurde, dass sie sich nie wieder dafür interessierten, die geforderten Reuezeichen auf sich zu nehmen, um wiederaufgenommen zu werden.

    Ich für meinen Teil halte auch das, für das schwerste: Wenn du für etwas ausgeschlossen wirst, was du in aller Aufrichtigkeit nicht als biblischen Ausschlussgrund ansehen kannst (und wenn du dich fühlst, als würde gleichzeitig massiv in der Privatsphäre herumgeschnüffelt, für was es auch keine biblische Rechtfertigung gibt).

    Auch wenn die Umstände verschieden sind, lieber Milan, so hat es mich gefreut von jemand zu lesen, der vor ganz ähnlichen Herausforderungen steht.

    Ich wünsche uns und bete darum, dass Jesus Christus mit uns sei, dass wir die Dinge richtig sehen mögen, damit er uns als Nachfolger annimmt

    Kyp

  • Maryam
    April 4, 2013

    Lieber Kyp,
    die von dir so benannten „geforderten Reuezeichen“ zu zeigen, ist nicht nur das schwerste. mitunter KANN man sie gar nicht zeigen. Nämlich genau dann, wie du schriebst, wenn der Ausschluss z.B. nicht biblisch begründet war. Damit würde man lügen und/oder heucheln. Ist das wohl im Sinne Gottes?
    Ich persönlich weiß z.B., dass ich mich nie wieder innerhalb der Organisation um Aufnahme bemühen könnte, falls ich irgendwann ausgeschlossen werde. Die von der Leitung der ZJ geforderten Reuezeichen könnte ich nie ernsthaft zeigen, weil ich ihnen damit Recht geben und mich auf ihre Seite gegen das Wort Gottes stellen müsste. Was ist da leichter zu verkraften? Die Gunst der Ältesten oder die Gunst Jehovas zu verlieren, weil man seine Familie wieder sprechen, seine Freunde wiedergewinnen oder einfach nur wieder dazugehören will?
    Ich persönlich hätte das Gefühl, ich müsste der Erkenntnis Gottes abschwören, nur um wieder in der Dunkelheit der Allgemeinheit zu tappen.
    Sicherlich ist, wie du schriebst, nicht alles falsch, was die WTG schreibt und die LK fordert, falsch – aber in den für meinen Glauben wesentlichen Punkten könnte ich ihre Meinung nicht über das Wissen stellen, was ich über Jehova und Jesus und die Art der Anbetung und Nächstenliebe gelernt habe, die sie von uns Menschen wünschen. Das schliesst eine Reue im Sinne der WTG kategorisch aus. Für mich jedenfalls.
    Nur ein Beispiel: Mich hat einmal jemand auf der Straße angesprochen, ob in unseren Reihen Pädophile genauso gedeckt wurden bzw werden wie in den Kirchen. Und ich hab gelogen (obwohl ich einige solcher Fälle persönlich kenne), um ZJs nicht in einem schlechten Licht dastehen zu lassen, weil ich da noch überzeugt war, das brächte Schande auf Gottes Namen. Danach hab ich mich gefühlt wie Petrus, nachdem er Jesus verleugnet hatte, und ich war sehr traurig und bitter enttäuscht von mir. Ich hab mir geschworen, dass ich so etwas nie wieder tue. Wenn ich also ausgeschlossen würde für die Kritik an der lieblosen und unbiblischen Handlungsweise an Mitbrüdern und -Schwestern (sei es in Bezug auf Ausschlüsse und Kontaktverbot oder die Vertuschung von Straftaten oder sonstiges), könnte ich mich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen vor Selbstekel, mich wieder bei einer solchen Organisation anzubiedern und um Wiederaufnahme zu betteln.
    Ich vertraue allerdings darauf, dass Jehova mir in einem solchen Falle die nötige Kraft gibt, auch das durchzustehen.
    LG
    M

  • Manfred
    April 4, 2013

    Liebe Maryam,

    Du hast geschrieben:
    Ich vertraue allerdings darauf, dass Jehova mir in einem solchen Falle die nötige Kraft gibt, auch das durchzustehen. – Zitat Ende.

    Darauf kannst Du zu 100% vertrauen, das ist absolut richtig. Ich fand auch Deinen Vergleich mit dem Lügen und Petrus sehr mutig. Du hättest es uns ja nicht erzählen müssen, aber Du hast festgestellt, dass es falsch war in dieser Situation und es offen bekannt, gleichzeitig hast Du gesagt, dass Du nie mehr so handeln würdest. Genau das meint Jehova wenn er möchte, dass der sündige Mensch bereuen sollte. Dazu muss man erst einmal zugeben können, das man auch was falsch gemacht hat. Doch uns hättest Du es nicht sagen müssen, es hätte gereicht das Jehova im Gebet darzulegen und es wäre gut gewesen. Du bist sehr ehrlich.

    Doch es war nicht im Sinne Jehovas, dass wir uns unter menschliche Richter demütigen sollten. Wenn in der Bibel steht, dass man nicht richten solle ist es doch wohl einleuchtend, dass wir uns erst gar nicht so einem Gericht stellen müssen. Denn diese Ältesten haben keine Legitimation für das was sie tun, jedenfalls nicht von Gott.

    Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg zu Christus, Du wirst sicherlich nicht enttäuscht werden, auch wenn es bei Dir zu einem Ausschluss kommen wird. Du wirst für alles entschädigt werden.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Tina
    April 4, 2013

    liebe maryam 🙂
    vielen dank !
    das ist für mich perfekt auf den punkt gebracht. ich sehe das ganz genauso. vor ettlichen jahren ist mir ähnliches im ansprechdienst passiert und ich habe mich erst geschämt zuzugeben das es bei jz alles genauso gibt wie in anderen religionen und glaubensgemeinschaften. um dann unter tränen und flehen Jehova um vergebung zu bitten für diese lügen.
    ich würde und werde so etwas nie wieder machen. denn nicht ICH bringe schmach auf den namen unseres gottes wenn ich in so einer situation die wahrheit sage sondern der ,welcher diese taten vollbracht hat. sei es ein einzelner oder eine gruppe.
    als ich ca 20 jahre alt war wurde ich vergewaltigt. in der gleichen woche hielt ein ältester eine ansprache wie man mit jz handelt die vergewaltigt wurden. nämlich das diese ausgeschlossen werden müßten. wenn (wie in fast allen fällen) eine schwester vergewaltigt würde, müßte man davon ausgehen das sie sich nicht gewehrt hätte – denn wenn man sich wehrt passiert das nicht. oder diese hätte sich bewußt in so eine situation begeben und wäre somit selber schuld daran.
    ich habe dies also niemals jemanden erzählt. weder der familie noch polizei oder anderen jz. ich habe allein damit fertig werden müssen. denn die gesammt familie, freunde und das umfeld in so einer situation zusätzlich zu verlieren hätte meinen sicheren tod bedeutet.
    wie hätte ich eine solche tat – die mir angetan wurde – bereuen können? wie hätte echte reue aussehen müssen? solche geforderten werke und taten der reue wären wie eine 2. vergewaltigung gewesen. ich würde nie einem ältesten auch nur irgendetwas erzählen wenn ich einen schwerwiegenderen fehler machen würde. ich bin nur meinem gott rechenschaft schuldig und keinem sündigen fehlerhaften menschen. und ausschließlich von dieser quelle erhalte ich die kraft auch schwerste situationen zu meistern.
    vielen dank also noch einmal für deine treffenden worte und
    liebe grüße 🙂
    tina

  • mia-sophie@Tina
    April 4, 2013

    Liebe Tina,

    es gibt immer viel zu lesen hier bei Bruderinfo und ganz unbemerkt, fast wie nebenbei steht auch dein Kommentar hier, der ein Schicksal offenbart, dass mir den Atem stocken lässt.
    Ich bin erschüttert, über den Vorgang an sich, aber noch mehr darüber, welche seelischen Qualen du danach erlitten hast. Von Menschen, die wie Pharisäer reden und handeln. Allein auf dich gestellt, ohne Halt in dieser „liebevollen“ Gemeinschaft.
    Und ein bißchen meine ich heraus zu lesen, dass dieses unglaublich dumme und seelisch grausame Geschwätz der Ältesten damals immer noch nachwirkt in dir: Ich bin auch mit daran schuld, dass es so gekommen ist.

    Niemals! Verantwortlich ist immer der, der böse handelt, niemals das Opfer.

    Liebe Tina, ich wünsche dir aus tiefstem Herzen geistigen Frieden und Gottes reichen Beistand und Segen und werde dich in meine Gebete einschließen. Du hast dir deinen Glauben bewahrt und bist eine starke Frau,weiter so!

    Ich umarme dich im Geiste
    Mia

  • Tina
    April 4, 2013

    liebe mia 🙂
    vielen dank für deine sehr liebevollen worte. diese tat liegt bereits lange zurück und ich hatte sie jahrelang vergessen oder verdrängt. erst seit einigen jahren ist mir das ganze wieder bewußt geworden.
    diese ansprache des ältesten hängt aber noch gut im gedächnis und war im nachhinein einer der ersten punkte von vielen nachfolgenden die mich wahrlich haben erwachen lassen. seitdem ich hier mitlese (juli 2012) habe ich bereits mehr und mehr inneren frieden gefunden. und mich auch fast gänzlich von der wtg mit ihren machenschaften distanziert.
    ich danke dir auch, das du mich in deine gebete einschließen willst. solche liebevollen gebete können wahrlich viel bewirken !
    auch dir wünsche ich weiterhin die kraft die über das normale hinausgeht und den herzensfrieden der aus dem glauben erwächst 🙂
    ganz liebe grüße
    tina 🙂

  • Anna
    April 4, 2013

    Liebe Tina,
    das tut mir sehr leid was du erleben musstest als du vergewaltigt wurdest. Dieser Älteste mit seiner Ansprache ist damals wohl über das Ziel hinausgeschossen. Zumindest gemäß dem alten und neuen Hütebuch ist Vergewaltigung NICHT Porneia und die Ältesten werden aufgefordert hier umsichtig zu handeln.

    Allerdings verstehe ich, dass du es für dich behalten hast. Denn auch die Befragungen durch die Polizei bzw. später im Gericht sind alles andere als angenehm und wird dadurch das Geschehene immer wieder lebendig. Und auch der Täter wird nicht immer bestraft.

    Noch zur Befragung durch die Ältesten:

    Außer in ganz schlimmen Schurkenstaaten muss bei einer solchen Anzeige vor den Behörden immer mindestens eine Frau dabei sein. Bei der WTG darf keine Frau im Komitee beisitzen und die Rechte der zu befragenden Schwester wahren. Das allein sollte allen zu denken geben.

    Ich hoffe, du bist darüber hinweg. Wenn nicht ist zumindest auch nach Jahren noch psychiatrische Behandlung sinnvoll.

    Allen einen sonnigen Tag wünscht Anna

  • Tina
    April 4, 2013

    liebe anna 🙂
    vielen dank für dein mitgefühl. in der tat – der älteste ist schon extrem über das ziel hinausgeschossen. das war ein sehr herrischer, autoritärer und dominanter mensch der die gesammte versammlung über viele jahre regierte. und dabei sehr viel leid über (vor allem alleinstehende schwestern) andere brachte.
    eine aussage die er während eines wt-studiums (thema – Jehovas ansicht über ehescheidung … oder so ähnlich) machte war:
    „wir müssen doch mal ehrlich sein … geschiedene frauen sind doch eh nur noch schrott!! “
    das ist ein original-zitat
    und das von der bühne herunter. genauso schlimm war, das keiner der anderen brüder wagte aufzumucken.
    aber er wird für das leid, welches er verursachte noch rechenschaft ablegen müssen.
    zur polizei bin ich nicht gegangen weil ich nicht wußte ob das alles dann nicht doch bekannt werden würde in der verso. die angst vor dem ausschluß war einfach zu stark. allerdings war das noch anfang der 1980ger jahre. also ewig her. damals waren älteste noch so extrem rigide. heute würde das sicher nicht mehr ganz so sein. heute ist man sich seiner rechte eher bewußt.
    ich denke so oft wie unser herr jesus so manches mal empfindet wenn er sieht wie mit den schafen umgegangen wird oder wie wir geschunden werden.
    ich bin darüber hinweg auch wenn man nicht vergißt. eine echte heilung wird erst später kommen. wann immer das sein wird. und wenn nicht zu meinen lebzeiten – dann nach der auferstehung.
    viele grüße aus dem norden
    tina 🙂

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Deine persönliche Einschätzung oder auch Erfahrung liebe Maryam ist völlig richtig, niemals dürfen wir Menschen mehr Achtung, Glauben oder Respekt erweisen als Gott oder seinem Sohn. Doch genau das verlangt die LK und viele Älteste machen sich zu Handlangern.

    So wie Manfred die Erfahrung machen mußte als er die Ältesten mit der Frage konfrontierte was sie machen wenn im WT etwas anderes steht als sie in der Bibel lesen, ALLE erwiderten sie würden dem WT und damit Menschen folgen.

    Auch zu Hitlers Zeiten gab es eine Verfassung die töten als Mord ahndete und dennoch waren viele seiner Schergen bereit im Auftrag Hitlers zu töten. Genauso sind viele Älteste bereit im Auftrag der LK Menschen die sich der Anweisung Jesu unterwerfen auszuschliessen und damit ihrer Meinung nach zu töten – denn wenn diese Person nicht bereut ist sie zum Tode verurteilt – so glauben sie es zumindest. Und das finde ich so was von erschütternd und verwerflich das ich keine Worte dafür finde.

    Wieviele sind z.B. ausgeschlossen worden weil sie 1975 als unbiblische Lehre betrachtet haben, oder wieviele junge Brüder wurden ausgeschlossen weil sie den Zivildienst wie vom Staat gefordert durchführten. Auch wenn dann 2 oder 3 Monate später die Doktrin geändert wurde, der Ausschluss wurde nicht rückgängig gemacht, eine Entschuldigung gab es nie auch nicht bei jenen jungen Brüdern die der Organisation gehorsam waren und dafür vorbestraft oder gar ins Gefängnis wanderten.

    Ein Kreisaufseher bei uns hat einmal mit frechen Worten am KK erhaben die Worte geäußert:
    …und hat es ihnen geschadet? Diese Machtmenschen haben jeden Bezug zur Realität verloren, die sind noch stolz wenn sie solche ausgeschlossen haben. Für mich ist das kein Unterschied wie zu Hitlers Zeiten, deshalb werden diese ebenso zu Verantwortung gezogen wie im Nürnberger Prozess.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Zum Zivildienst die heuchlerischen Lehransichten:

    g75 8. 3. S. 23-24 Niederlande: Jehovas Zeugen aus dem Gefängnis entlassen! ***
    Der Christ verweigert auch den Zivildienst… . In Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil der Welt werden, Jesus aber gebot, sich von der Welt getrennt zu halten

    *** w98 15. 8. S. 17 Abs. 6 Unsere Zuversicht gegenüber Gottes Gerechtigkeit festigen ***
    6 In der Vergangenheit haben einige Zeugen Jehovas leiden müssen, weil sie eine Tätigkeit ablehnten, die ihr Gewissen heute zulassen würde.

  • Frank&Frei
    April 4, 2013

    das „Gewissen“ nennt sich „leitende Körperschaft“ die Diktatur des WT Konzerns

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Zum Gewissen noch ein interessantes Zitat:

    *** g90 22. 5. S. 14 Fünf übliche Irreführungen, vor denen man sich in acht nehmen sollte ***

    Lernen wir, zwischen rechtmäßigen Angriffen auf das Gesagte und unrechtmäßigen Angriffen auf die Person zu unterscheiden. Lassen wir uns nicht durch das Herausstellen von Autorität, durch die Aufforderung, mit der Masse zu gehen, durch Entweder-oder-Denken oder durch zu grobe Vereinfachung täuschen — besonders wenn es um etwas so wichtiges wie religiöse Wahrheit
    
    *** w83 15. 4. S. 27 Abs. 19-20 Ausgerüstet für den Kampf gegen böse Geister ***

    Es gibt jedoch einige, die darauf hinweisen, dass die Organisation in gewissen Punkten Änderungen vornehmen musste. Deshalb sagen sie: „Das zeigt, dass wir uns selbst eine Meinung über das bilden müssen, was wir glauben sollten.“ Das ist unabhängiges Denken. Warum ist es so gefährlich?
    20 Solches Denken ist ein Zeichen von Stolz. Die Bibel sagt: „Stolz geht einem Sturz voraus und ein hochmütiger Geist dem Straucheln“ (Sprüche 16:18).
    Wenn wir auf den Gedanken kommen, wir wüssten es besser als die Organisation, sollten wir uns fragen: „Wo haben wir die biblische Wahrheit ursprünglich kennen gelernt? Würden wir den Weg der Wahrheit kennen, wenn uns nicht die Organisation angeleitet hätte? Kommen wir ohne die Anleitung der Organisation Gottes aus?“ Nein, das ist uns nicht möglich. (Vergleiche Apostelgeschichte 15:2, 28, 29; 16:4, 5.)
    
    *** g94 8. 6. S. 21 Ist die Bibel gegen Gedankenfreiheit? ***
    Die Bibel ermuntert dazu, den Verstand voll einzusetzen, allerdings nicht ungezügelt.

    Wir sollen ja Begierden zügeln, unsere Zunge zügeln… aber wo steht, wir sollen den VERSTAND zügeln?

    Anders ausgedrückt: Begrenze Deine Intelligenz! Höre auf zu Denken, wenn es uns missfällt!

  • hansi
    April 4, 2013

    hallo matthäus ,ich muss dir ehrlich sagen geschmacklos und ganz schlechter vergleich mit dem nazi gesogs und hitlerbagage dies zu vergleichen ist abstrus .vieviele brüder haben ihr leben verloren sind drangsaliert worden gefoltert ,haben hunger und durst erlitten ja diese brüder haben für die wahrheit ,für jehova gott ,für jesus christus soviele schmerzen erlitten,und sind lieber gestorben als diesem wahnsinnigen hitler und konsorten und dessen machenschaften zu folgen.für sie trifft zu wer seine seele um meinetwillen verliert wird sie finden,sprich ewig leben ob im himmel oder hier auf der erde.lg hansi

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Lieber Hansi

    leider muss ich Matthäus recht geben. Die LK hat ihren Kopf nicht hingehalten bei den Nazis, das waren die kleinen normalen Verkündiger. Lies mal das Urania-Buch. Besonders das Kapitel von unserem hochgelobten Br. Frost. Er hat die ganze Leitung im Bethel, das damals ja noch in Magdeburg war, an die Nazis verraten, aus Rache und Wut, weil der Konrad Raabe ihn verraten hatte. Auch ging es ihm im KZ blendend, da er Musiker war und die Nazis einen besonderen Fimmel an Theater, Musik und Kultur hatten. Br. Frost war sehr gefragt als Musiker bei den Nazis. Er hat sogar von einem Nazi-Offizier, dessen Kind Musikunterricht gegeben. Aber erzählt hat er was ganz anderes; und sehr auffällig, immer wieder die gleiche Story aber jedesmal zu anderen Begebenheiten. Man geht auch davon aus, dass die meisten ZJ der deutschen Leitung unterschrieben haben, während der kleine brave Zeuge sich standhaft weigerte und darunter leiden musste. Nach dem Krieg hat Frost dann den Konrad Raabe sehr unliebsam ausschließen lassen, weil er ihn nicht leiden konnte. Ja, da ist vieles gelaufen was, aus der Sicht der LK, verschwiegen werden muss. Sonst schrumpft die Hälfte der Zeugen und damit auch ihre Spendengelder.
    Lies mal das Urania-Buch, ist sehr aufschlussreich.

    Grüßle Hope

  • Kyp
    April 4, 2013

    Was für ein großes Unrecht ggü. einem KZ-Inhaftierten, der trotz eines Zusatzbrotes für seine Musik schwer misshandelt wurde und nach allem was wir wissen vonseiten der SS bereits sein Todesurteil bekommen hatte, solche Dinge zu behaupten.

    Ich hoffe, dass nach deinem Tod niemand die Tatsachen derart zynisch verdreht. (Dass Frost Namen preis gab ist bekannt, doch nicht einmal das sollte einem angesichts der Verhörmethoden der Gestapo zur Last gelegt werden. Wer es dennoch tut, zeigt wessen Geistes Kind er ist, mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Abgesehen davon, dass das von dir erwähnte Buch nachgewiesenermaßen Falschinformationen enthält, da es nicht kritisch und objektiv geschrieben wurde. Selbst eine der größten deutschen Anti-ZJ-Seiten gibt dies offen zu.)

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Ich habe diese Zeiten zum Glück nicht nicht miterleben müssen und Du hast vollkommen Recht, für jeden KZ-Häftling war es schwer und das kann ich bestimmt nicht nachempfinden. Mich ärgert eigentlich eher das, was die Gesellschaft daraus gemacht hat. Natürlich kann man sich darüber freuen, wenn es jemandem besser ging, und man auch seinen Beruf nutzen kann, da war Br. Frost bestimmt nicht nicht der einzigste. Das er sowas Schlimmes erleben musste und auch unter Druck stand, und er so handelte, das verstehe ich sehr gut. Da hast Du etwas falsch verstanden, und tut mir leid, wenn es so rüber kam.
    Was ich aber ankreide, ist wie damit umgegangen wird von seitens der WTG und wie er sich selbst hinterher damit profiliert hat und Unwahrheiten erzählte, das war nicht in Ordnung. Dann greift die Gesellschaft ihn als Vorzeigezeuge immer wieder auf, in irgedneinem WT-Artikel, um sich gut darzustellen und verschweigt aber das meiste. Dass Br. Frost die Namen bekannt gab ist den meisten Zeugen eben nicht bekannt. Vielleicht Dir, ich wusste es bis dahin nicht.

    Ich kann nicht sagen, dass ich zynisch bin, das überlass ich Dir, da hast Du mehr Übung drin als ich, aber ich bin halt einfach nur sauer, weil die WTG mehr als nur Dreck am Stecken hat, sich aber als makellos hinstellt. Ob alles im Urania-Buch stimmt, das kann ich nicht beweisen, weiß ich nicht, aber es deckt sich mit vielen Aussagen außerhalb des Buches. Z.B. der Brief von Rutherford an Hitler, der Zyonismus bei den Zeugen zu Russels Zeiten, Freimaurertum, Zusammenarbeit von Ruthi mit den Rockefellers, Warburg, Loeb und Kuhn usw. Auch über den Knorr sind Dinge beschrieben, die man auch in anderen Aussagen findet, ja sogar Raymund Franz sagte das gleiche über ihn. Auch wird erwähnt, dass Hitler von den Warburgs mehrmals viel Geld bekommen hat, um ihn zu fördern, welches auch mit anderen Aussagen übereinstimmen. Da stimmt schon einiges. Wenn man sich damit ein bischen beschäftig und verschiedenes Liest kann man eins und eins zusammen zählen. Auch stehen immer die Quellenangaben dabei, was man bei Dir nicht sehen kann.

    Ein Zitat habe ich noch aus dem Urania-Buch von Rudolf Höß:

    So vermerkte der KZ-Kommandant von Auschwitz Rudolf Höß in seinen Aufzeichnungen, kurz vor seiner Hinrichtung 1947 in Polen mit Verwunderung, dass die WTG-Häftlinge der Ansicht waren, die Juden hätten in den KZ „gerechterweise zu leiden und zu sterben“.
    sogar mit Quellenangabe (Kommandant in Auschwitz, Autobiographische Aufzeichnungen von Rudolph Höß, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1958 S. 113)

    Ja, das ist eine sehr erstaunliche Aussage, die ich nicht bezweifle, da der WT nicht immer judenfreundlich war. Die Indoktrination funktionierte auch damals schon.

  • Frank&Frei
    April 4, 2013

    an KYP
    wenn der Frost so ne Kanone im Sinne der Org gewesen wäre, wäre er auch im Bethel alt geworden. Aber man hat ihn heim ins Ländle befördert. Wurde genau so abgeschmiert wie der Goebbels-Verschnitt Konrad Franke, der mit seinen Reden die Sommerkongresse um glatt 1 Stunde überzog – und das am letzte Tag

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Lieber Kyp

    die Formulierung „geforderte Reuezeichen“ ist ja schon mal der Hammer. Von wem gefordert, von Mensch oder Gott? Reue kommt von tief innen, von allein durch die Erkenntnis gegenüber Gott dass man sündhaft ist und jemand braucht der für seine Sünden einsteht, Jesus Christus. Es ist also die Reue vor Gott und nicht vor Menschen.

    Diese Aufforderung von der Organisation ist nichts anderes als eine Aufforderung zum Lügen, eine Aufforderung nur ihren eigenen menschlichen Gesetzen zu folgen. Die echte Reue gegenüber Gott wird ja gar nicht gefordert, sie wird einfach über Bord geworfen. Maryam hat das in ihrem Kommentar sehr schön gezeigt. Lies diesen mal richtig durch. Die Organisation fordert zum Lügen auf.

    Wer zu Jesus geht und sich zu ihm bekennt wird von ihm niemals ausgeschlossen, auch wenn Menschen meinen dies tun zu müssen. Das letzte Wort hat immer noch Gott! Wieso sollte man dann etwas bereuen was von Menschen gefordert wird. JHWH wünscht echte Reue ihm gegenüber, da muss man nicht vor Menschen oder einer Organisation kriechen.

    Für mich hat sich die Religion der Z.J. als die Schlimmste überhaupt entpuppt. Sie ist der Wahrheit am entferntesten. Warum? Sie sind die neuzeitlichen Pharisäer; befolgen zwar ganz genau jedes Gesetz die Nächstenliebe aber fehlt, das Hauptmerkmal eines Christen. Da haben andere Gemeinschaften viel mehr davon.

    Liebe Grüße Hope

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Guten Abend Hope

    Du hast einen sehr interessanten Gedanken veröffentlicht.

    (Jakobus 5:14-15) . . .Ist jemand unter euch krank? Er rufe die älteren Männer der Versammlung zu [sich], und sie mögen über ihm beten und [ihn] im Namen Jehovas mit Öl einreiben. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.

    Jesus sichert jedem, der sich aufgrund einer begangenen Sünde nicht wohl fühlt und Hilfe bei den Ältesten sucht, ohne wenn und aber Vergebung zu. Jehova hat ihm seine Sünden ohne Gewissensprüfung durch die Ältesten vergeben. Diese Entscheidung hat Jehova getroffen, und kein Ältester ist berechtigt, jemanden aufgrund seiner Gewissenprüfung auszuschließen, weil der Sünder ihn nicht überzeugt hat.

    Wie sehr diese Bibelstelle missbraucht wird, um die Brüder zu einem Geständnis zu drängen, das Grundlage für ihren GE ist, ist dir sicherlich bekannt. Ich bin jedes mal tief erschüttert, wenn ich sehe, wie das Vertrauen, das Brüder in eine von „Gott geleiteten Organisation“ setzen, zu ihrem Nachteil missbraucht wird.

    Ede

  • Aaron
    April 4, 2013

    Hallo Kyp,

    ich denke, dass die meisten derer die hier lesen und schreiben dies ähnlich bewerten würden (70-80 %), denn wenn es schlimmer wäre, wären wir wohl alle auch nicht so lange dabei geblieben. Aber ich bin überzeugt dass keine Prozentzahl das ausdrücken kann um was es geht. Es mag Menschen geben (oder Organisationen) die 99 % gemäß der Wahrheit leben, aber wenn sie nicht die Demut haben anzuerkennen, dass sie eben noch nicht vollkommen sind (nicht nur durch leere Worte) und nicht bereit sind an den fehlenden Prozenten etwas zu ändern, dann sind sie mit Sicherheit vor Gott nicht so angesehen, wie andere die weit weg sind von der Wahrheit aber sich dessen bewußt sind und dies auch durch eine demütige Lebensweise zum Ausdruck bringen. Zudem kommt es vor Gott auch nicht darauf an, wie viel wir von der Wahrheit kennen sondern wie sehr wir bereit sind Fortschritte zu machen.
    Ich bin auch überzeugt, dass es Zeiten gab, in denen das Volk Israel doch eigentlich gemäß dem Gesetz Gottes lebten, aber eben nur ein paar „Höhen“ gebaut hatten, damit sie nicht so weit nach Jerusalem gehen müssten um Jehova anzubeten. Das war Abtrünnigkeit. Und Gott hat nicht seine Augen verschlossen mit der Begründung „na ja, das meiste machen sie ja richtig“. In ähnlicher Weise hat die WTG sich selbst eine „Höhe“ gebaut und betet dort scheinbar Jehova an. In Wirklichkeit geht es nie darum, dass sie es als ihre Aufgabe sehen Menschen Gott näher zu bringen, sondern immer steht die Treue zur Organisation im Mittelpunkt (dazu gibt es genug Erfahrungen allein unter den BI Lesern, und Tausend andere weltweit). Die Erfahrung kann man aber nur machen, wenn man nicht immer Ja und Amen sagt. Wenn ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen sich zwischen Gott und Menschen stellt (ausser derjenige der dazu auserwählt wurde , Jesus Christus) dann hat er da nichts zu suchen. Und alle die Gott treu dienen möchten sollten dies auch nicht dulden und die Konsequenzen daraus ziehen. Und alle anderen, die dies dulden, sollten sich dann nicht wundern, wenn sich die Ältesten selbst ins Ehebett oder in Telefonate und anderen Privatgesprächen einmischen. Dann muss man eben auch mal ein RK über sich ergehen lassen. Wir haben sie doch in diese Stellung gebracht bzw ihre Stellung akzeptiert. Aber dies alles hat nichts mit Gott und Treue zu Ihm zu tun – im Gegenteil. In einem Brief schreibt Paulus, dass die Empfänger des Briefes sich ins Gesicht schlagen lassen. Das ist sie Folge wenn man Menschen über sich zum Herrscher macht.
    Es geht also niemals darum wer wie viel Fehler macht; es geht um Beweggründe und Absichten. Es geht nicht um Prozentzahlen, die sind völlig unerheblich. Wenn wir aber unbedingt einen Stall suchen wo wir uns unterstellen können, dann müssen wir eben solche Dinge in Kauf nehmen und schauen nach Zahlen und Prozenten und gehen dahin wo wir uns sicher fühlen. Wenn aber zB eine WTG im WT voller Stolz verkündet dass ab sofort alle Literatur kostenlos abgegeben wird und als Grund die Worte Jesu anführt „kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei sollt ihr geben“, dann ist das nicht nur unaufrichtig sondern schon purer Zynismus. Hat jemand der LK zufällig diesen Text gelesen und gesagt, kommt lasst uns das ändern, wir verkaufen keine Literatur mehr an den Türen, das hätte Jesus auch nicht gewollt. Oder warum sagen sie nicht einfach frei und offen. Uns sitzt der Staat im Nacken und wir müssten sonst eine Unmenge an Steuern zahlen. Das ist ein Beispiel von hunderten. Da intressieren mich keine Prozentzahlen. Und wer das unterstützt und mitmacht, wird seine Gründe dafür haben, muss aber auch die Konsequenzen tragen. Letztendlich müssen wir alle bezahlen für das was wir tun, oder nicht tun.
    Gruß Aaron

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Deine sehr gute Darstellung die ja bei der WTG nicht nur ein Ausnahmefall ist sondern ein Beleg wie sorglos man mit DER WAHRHEIT umgeht belegen auch diese Zitate:

    w88 15. 2. S. 4 Was bedeutet es, ehrlich zu sein? ***
    Durch das, was wir sagen, wollen wir bestimmt den „Gott der Wahrheit“ nachahmen und nicht den „Vater der Lüge“ (Psalm 31:5; Johannes 8:44). Skrupellose Menschen mögen durch doppelzüngiges Gerede Tatsachen entstellen und andere täuschen. Doch wer seinen Nächsten belügt, liebt ihn nicht. Und Lügner haben keine Zukunft.
    
    *** g00 8. 2. S. 21 Ist eine Lüge durch irgend etwas zu rechtfertigen? ***
    Wahrheitsliebend zu sein bedeutet natürlich nicht, dass man verpflichtet ist, jedem bestimmte Informationen preis zugeben, der danach fragt. … Treue Männer und Frauen, die in der Bibel erwähnt werden, wie Abraham, Isaak, Rahab und David waren ebenfalls klug und vorsichtig, wenn sie es mit potentiellen Feinden zu tun hatten … [und] sind es daher wert, nachgeahmt zu werden.
    *** it-2 S. 236 Lüge ***

    Das Gegenteil von Wahrheit. Das Lügen schließt im allgemeinen eine Falschaussage gegenüber einer Person ein, die berechtigt ist, die Wahrheit zu wissen, mit der Absicht, sie oder jemand anders zu täuschen oder ihr bzw. dem anderen zu schaden.

    Man beachte die feine Abstufung: Wenn jemand „berechtigt ist, die Wahrheit zu wissen…“. Wahrheit wird damit absolut relativ, so wie es in der Welt üblich ist:

    Pilạtus sagte zu Jesus: „Was ist Wahrheit?“. . .

    Viele Zeugen Jehovas gehen mit dem Begriff „Wahrheit“ gewohnheitsmäßig sorglos um. Sie sagen, sie seien „in der Wahrheit“, dabei meinen sie damit nur, dass sie den Lehren der Wachtturmgesellschaft Folge leisten. Und diese bestimmt offenbar gern selbst, was Wahrheit ist. So, wie es Pilatus gewohnt war. „Fest stehen“ in der Wahrheit ist etwas ganz anderes, als zu behaupten, man sage die Wahrheit, oder gar, man „hätte“ die Wahrheit. Als wenn diese zu pachten wäre. Durch die Dogmen der Kirche und verbreitete Mythen glaubte früher nahezu die ganze Weltbevölkerung, die Erde sei eine Scheibe. Dadurch wurde es nicht wahr.

    Auch wenn Millionen Zeugen Jehovas ständig „Wahrheit“ und „Wachtturmlehre“ synonymisieren, sind es dennoch zwei verschiedene Dinge. Natürlich können sie übereinstimmen, aber der Grundbegriff der Wahrheit ist ein anderer, als der Grundbegriff eines Dogmenmodells. Das ist übrigens ein weiterer Trick der Gedankenmanipulation: Verlässt ein Zeuge Jehovas beispielsweise die Gemeinschaft, müsste man korrekt sagen: Er hat die Gemeinschaft verlassen. Im allgemeinen Sprachgebrauch sagt man jedoch „er hat die Wahrheit verlassen“ und stempelt ihn damit per se als Lügner ab. Das ist jedoch in Wirklichkeit Verleumdung, denn die wenigsten verlassen die Gemeinschaft, weil sie lügen möchten.

    lg. Matthäus

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Milan

    Zitat:
    Gute, mit der Lehre Jesu und der Gesamtaussage der Bibel übereinstimmende” mit 70 bis 80% quantifiziert. Nachdem ich also bereit bin in einer organisiert, autoritär und straff geführten Gemeinschaft zu bleiben (bzw. mich wieder dorthin zu bewegen), tue ich dies in dem Bewusstsein, dass ich das gleiche Mass an nachprüfbaren “Wahrheiten” (für mich kein absoluter Begriff!) bisher nirgends anders gefunden habe, obwohl ich in mehr als 40 Jahren als ZJ mehrmals danach gesucht habe.

    Du magst recht haben, dass von den Lehren der Organisation 70 bis 80% mit der Bibel übereinstimmen. Das bedeutet aber auch, dass 20 bis 30% nicht übereinstimmen.
    Kann man einer Organisation alles ohne Murren glauben, wenn doch mindestens 20% falsch gelehrt werden? Ist es dann nicht legitim selbst in der Bibel nachzuforschen welche 20% der Speise vergiftet sind? Kein Mensch würde blind alle Äpfel essen, wenn er wüsste dass 20% der Äpfel verfault sind.

    Ich gebe Dir Recht, dass andere Religionsorganisationen in der Bibeltreue keinesfalls besser sind. Aber nach meinem Verständnis ist jede Religionsorganisation ein Teil Babylons geworden, die ware Gemeinde braucht über die Ältesten einer Gemeinde hinaus keine Organisation. Es steht nicht umsonst in Eph. 5:
    23. Denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie auch der Christus das Haupt der Versammlung ist; er ist des Leibes Heiland.
    24. Aber gleichwie die Versammlung dem Christus unterworfen ist, also auch die Weiber ihren Männern in allem.

    Etwas zu organisieren ist eine Erfindung Nimrods, als er den Turm zu Babel baute um alle Menschen hinter einer gemeinsamen Idee herzuziehen. Dieses Ziel des Teufels alle Menschen hinter gemeinsamen Zielen her zu organisieren hat der Teufel trotz der Pleite bei Nimrod weiter ausgebaut und nie aufgegeben.
    Jehova möchte das aber nicht, er möchte dass die Menschen wie Abraham frei sind, sowie dass das Haupt des Mannes Christus ist und keine Organisation.
    Christ sein heist frei sein!

    Liebe Grüße
    Alois

  • Holger
    April 4, 2013

    Etwas zu organisieren ist eine Erfindung Nimrods…. Jehova möchte das aber nicht, er möchte dass die Menschen wie Abraham frei sind, sowie dass das Haupt des Mannes Christus ist und keine Organisation. Zitat: Alois
    Frei kann man nur sein, wenn man nicht mehr jemanden (WTG) nach läuft. Ich bin noch ein Mitglied, aber hätte persönlich kein Problem damit, wenn ich nicht mehr dabei wäre. Seit einigen Jahren habe ich mich langsam von der WTG innerlich gelöst. Dadurch bin ich freier geworden und lasse mich nicht mehr unter Druck setzen. Mir tun die Brd. und Schw. leid, die aus Furcht in die Versammlungen gehen müssen, wegen ihrer großen Verwandschaft. Das kann man an den Gesichtern ablesen. Die meisten Brd. sind unter einander verwandt. Der große Zuwachs von der WTG kommt von innen, aus den Familienmitgliedern. Wenn ein Ausschluß droht, bedeutet das den geistigen TOD!?! Wir sollten weiter in unseren christlichen Werken, wie die nächsten Liebe wachsen. LG Holger

  • hansi
    April 4, 2013

    danke lieber alois für deine antwort ,es hört sich jetzt etwas anders an als den kommentar zuvor an mich.du hast völlig recht ,und ich stimme dir zu alois du hast ja ein beispiel david erwähnt,ja wir sind noch alle unvollkommen und fallen oft ,und sündigen jeden tag indem wir etwas unbedachtes tun,die bibel sagt ja deutlich,wer nicht im wort strauchelt ist ein vollkommener mann ,für mich persönlich ist römmer kapietel 7 so trostreich ,wenn mann bedenkt was alles paulus so unternahm um die brüder zu erbauen und zu stärken er liebte jehova sehr und natürlich jesus christus,und auch für die gute botschaft vom königreich setzte er sich ein und denoch macht er uns deutlich das erjehovas vergebung bedarf und das loskaufsopfer jesu christi unbedingt benötigte .ichmöchte aber unbedingt ein aspekt erwähnen,es macht doch ein unterschied wenn mann gottkennengelernt hat, und jesus christus und gottes wort als wahrheit angenommen hat joh 17.17 mann hat doch eine grössere verantwortung mit seinem leben gemäss ,seiner lebensweise was gottes gerechten grundsätze anbelangt ,ja wir nehmen jesu haltung ein jehovas willen zu tun das schliesst unteranderem mit ein sich nach gottes wort auszurichten wie gesagt wir können trotzdem fallen und sündigen ,der gerechte mag siebenmal fallen jehova wird ihm helfen das er wieder auf die beine kommt .ist es aber nicht so das viele menschen die einer religion oder zumindest religiös eingestellt sind ,da eher unverantwortlich umgehen.gut alois es ist zugegebener weise sehr sensibel ,das thema ausschlüsse in der christenversammlung es sind die schafe jehovas ,und des hirten jesus christus und unbedingt sollten die ältesten die sich in rk ihrer verantwortung bewusst sein,welche entscheidung sie treffen,ich persönlich denke darüber oft nach,und wie erleichtert, ich doch bin ,das ich kein ältäster bin ,aber solche entscheidungen müssen nun mal getroffen werden,wenn jemand pertue nicht bereuen möchte,ich denke oft an die zeit an die israeliten auch da hat jehova für richter gesorgt die die gemeinde reinhielten nur waren die damaligen strafenhärter wir kennen ja das mosaiche gesetz und wer dagegen sündigte auch oft die todesstrafe vollzogen wurde,ich denke aber auch an einen fall als die israeliten durch die wildnis zogen und korah und seine folgschaft die gegen mose rebilierten in die abgründe der erde hieneinsangen jehova selbst hat dieses urteil vollzogenlg hansi

  • Manfred
    April 4, 2013

    Hallo Hansi,
    Du hast geschrieben, das es damals die Todesstrafe gab. Die gibt es auch heute noch, das ist der Gemeinschaftsentzug, dann bist Du in Ihren Augen geistig tot. Deshalb reden sie auch nicht mehr mit einem, weil mit einem Toten kann man nicht sprechen, dass wäre spiritistisch. Wenn dann Harmagedon kommen wird, dann gehen sie davon aus, dass alle Ausgeschlossenen sowieso sterben werden und kein ewiges Leben bekommen. Von daher hat sich nichts geändert und wenn sie dafür nicht ins Gefängnis kommen würden, dann würden sie auch heute noch steinigen. Doch da haben sie mehr Angst vor dem Cäsar, als vor Jehova.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Frank&Frei
    April 4, 2013

    Milan, willst du dich von Menschen richten lassen?
    Gott ist bei weitem nicht so unbarmherzig wie jene Werkzeuge der WTG, die sich an Richtlinien halten.
    Christus sagte, dass der, der eine Frau mit Leidenschaft ansieht, schon längst in seinem Herzen Ehebruch begangen hat.
    Eine Ehe, die seit Jahren nicht vollzogen wird, ist keine.

    Gott hat David verziehen, der sie brach und den gehörnten Gatten sogar töten liess, mittelbar durch die Schlacht. Sollte er da einen Mann verurteilen, der seinem Herzen folgt und keine Eherelation zerstört?
    Die war doch schon aus den Fugen.
    Was ist dir wertvoller – ein dich liebender Mensch oder eine Verbindung zu Apparatschiks, denen dein Wohl nicht am Herzen liegt.
    der Hartherzigkeit der Israeliten wegen gab er denen den Harem.
    selbst die Kirchen sind da tolerant. denk an den Gauck.

  • Aaron
    April 4, 2013

    Hallo Frank&Frei,
    das führt zwar zu einem anderen Thema, aber die Hartherzigkeit der Israeliten führte dazu dass die Scheidung erleichtert wurde und hatte nichts mit der Polygamie (Harem) zu tun (Matth.19:7-9). Polygamie wird in der Bibel nirgends ausdrücklich verboten.
    Gruß Aaron

  • milan
    April 4, 2013

    Liebe Brüder,
    ich benötige Eure Hilfe für eine (gleich näher geschilderte) Problem- bzw. Situationsbewältigung. Mir geht es dabei nicht um eine pauschale Unterstützung meiner u.U. falschen Einschätzung, sondern darum, dass jemand mir hilft, zu erkennen ob ich dabei bin richtig oder falsch zu handeln. Hör jetzt bitte nicht auf zu Lesen mit dem Gedanken: das hat der Schreiber gefälligst selbst zu entscheiden. Ich benötige wirklich biblisch begründeten Hinweise für meine weiteren Entscheidungen.
    Meine „Geschichte“:
    Vor etwas mehr als einem Jahr ist meine liebe Frau nach überraschender sich schnell verschlimmernder Krebserkrankung verstorben. Noch in der Zeit grosser Trauer hat sich nach mehr als 20 Jahren eine gute Bekannte (keine Glaubensschwester) über die website von „stay friends“ gemeldet. Sie ist verheiratet und hatte zum damaligen Zeitpunkt die ersten Schritte zur Auflösung ihrer seit 12 Jahren bestehenden Ehe eingeleitet. Weder sie noch der Ehemann haben „Ehebruch“ begangen. Jedoch bestand eine eheliche Gemeinschaft (trotz gleicher Wohnung) bereits seit etwa 2 Jahren nicht mehr. Das absolut zufällige Zusammentreffen von zwei so unterschiedlichen Ereignissen (Verlust der langjährigen Partnerin und das völlig unerwartete Erscheinen einer lieben Bekannten aus längst vergangenen Tagen) haben dazu geführt, dass relativ schnell eine sehr starke emotionale Verbindung entstehen konnte. Wir sind räumlich getrennt (600 km). Einmal war sie zu Besuch bei mir (Übernachtung in einer Pension). Ich habe ihr beim Umzug geholfen, da sie mittlerweile die gemeinsame eheliche Wohnung verlassen hat, sich ganz offiziell im „Trennungsjahr“ befindet und wir etwa ab August (nach Versorgungsausgleich und Termin beim Scheidungsrichter) damit rechnen können, dass sie (nach weltlichen Kriterien) für eine Wiederverheiratung „frei“ ist. Jeder Noch- und Ex-Zeuge ahnt nun worin mein Problem besteht.
    Grundsatz eins: ich bin zwar frei, habe aber keinerlei Recht Kontakt mit einer „verheirateten“ Frau aufrecht zu erhalten. Grundsatz zwei: ich wurde darauf hingewiesen, dass ich die Frau nur heiraten kann, wenn zum Zeitpunkt meiner Wiederverheiratung fest steht (das habe ich zu belegen), dass sich der verlassene Ehemann wieder einer neuen Partnerin zugewendet hat. Mein aktuelles Problem ist nun folgendes: nach meiner Umzugshilfe wurde ich darauf hingewiesen den Kontakt mit der noch verheirateten Frau abzubrechen. Ich dachte diese Kontaktsperre würde Telefonate nicht mit einschliessen. Falsch gedacht, als bekannt wurde, dass ich noch regelmässig telefonierte wurde ich ernstlich ermahnt auch diese persönliche Beziehung zu unterlassen. Stand der Dinge war dann für etwa einen Monat, dass man bereit war zuzuwarten, welchen Status der Noch-Ehemann zum Hochzeitstermin habe, um dann entscheiden zu können ob seine dann geschiedene Frau „frei zur Wiederverheiratung“ sei. (alleine dieser Sachverhalt kommt mir schon sehr eigenartig vor, einerseits liegt ja, an biblischen Grundsätzen gemessen gar kein „biblischer“ Scheidungsgrund vor, andrerseits wurde mir gesagt, dass ich die Frau die ja durch ihre Initiative die Lösung der Ehe anstrebt heiraten könnte, wenn feststeht -siehe oben- dass sich der „verlassene“ Ehemann während oder sogar nach der Scheidung (??!!)neu orientiert hat, macht das Ganze noch Sinn bzw. wo ist da die Logik?)
    Un so hat nun meine „Talfahrt“ begonnen und sich seit Mittwoch dieser Woche beschleunigt. Nach dem ersten Gespräch erfolgte der Entzug der Funktion eines DAG. Begründung damals: Das Ziel, eine nicht getaufte zu heiraten sei ein schlechtes Vorbild. Nach dem zweiten „Gespräch“ glaubte ich bis zur möglichen Wiederverheiratung einen „status quo“ aufrecht erhalten zu können.
    Ich habe mich wieder getäuscht: Am Mittwoch vor der PDS/DZ haben mich zwei neue „Gesprächspartner“ darauf aufmerksam gemacht, dass ein „Komitee“ gebildet werden musste und mich für Samstag nachmittag einbestellt. Die zwei gehören zu den dann 3 „Komitee-Mitgliedern“. Interessant ist, dass sie in doppeltem Sinne „neu“ sind. Beide sind erst seit wenigen Monaten in meiner Heimat-Versammlung, einer davon erst seit einem Monat (nach seinem Umzug) wiederernannt. Ich bin seit 40 Jahren in derselben Gemeinde. Offensichtlich macht sich hier etwas bemerkbar, was ein anderer Bruder, der zur ersten Gesprächsrunde zählte so ausdrückte: Ich werde mich auf keinen Fall in ein Komitee berufen lassen, das sich mit deinem Fall beschäftigen wird.
    Nach diesem langen Anlauf noch einmal mein Anliegen: Ist es mir als „Sünde“ anzurechnen, wenn ich weiterhin zielgerichtet eine Verheiratung mit einer „Geschiedenen“ anstrebe. Dass diese „komme-was-da-wolle“-Einstellung zwangsläufig zum GE führen wird ist mir mittlerweile klar. Meine emotionale Bindung an diese Frau ist mittlerweile so stark, dass ich in meinem Gebetsleben darum bitte, diese Einstellung nicht als Zeichen von „Reuelosigkeit“ zu werten, ungeachtet davon wie dies die Komitee-Mitglieder sehen (oder sehen müssen).
    „BI von Brüdern für Brüder und Schwestern“, deshalb hoffe ich, dass sich jemand meldet, der mit einer ähnlichen zumindest aber vergleichbaren Situation konfrontiert war und wie er/sie damit umgegangen ist (bzw. wie mit ihm/ihr umgegangen wurde).

    Bitte versucht mir in meiner beginnenden Ratlosigkeit zu helfen.

    Ich fühle mich Euch verbunden als Anbeter unseres grossen Gottes JHWH (sprecht es aus wie ihr wollt) und in dem wachsenden Bemühen, die Wertschätzung aufzubringen, die das Verdienst seines Sohnes uns abverlangt.

    milan

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Hallo milan

    Das Bestreben, jemanden, der in verantwortungsvoller Position ist, lautlos zu „entsorgen“ bevor ein Schatten auf die Versammlung fällt, ist sehr groß. Deshalb sei dir sicher, dass sie nicht spaßen.

    Dass du die Ehe mit einer nach weltlichen Gesetzen geschiedenen aber nach ZJ-Gesetzen verheirateten Frau anstrebst, kann nicht behauptet werden, denn du weist nicht, ob der geschiedene Ehemann deiner Bekannten Hurerei begangen hat und seine geschiedene Frau wieder frei zur Verheiratung ist. Diesen Beweis zu erbringen erfordert einen Tatzeugen.

    Ich glaube der tatsächlich Grund ist, dass du eine weltliche Frau heiraten willst, und sie suchen Gründe, um das zu verhindern.

    Das Wichtigste in dieser Situation ist, ihnen keine weiteren Informationen, die sie gegen dich verwenden könnten, zu geben.

    Vermutlich unterstellen sie dir Hurerei und haben deshalb ein Rechtskomitee einberufen. Wenn sie keine Zeugen deiner Tat haben, werden sie dich zu einem Geständnis bewegen wollen, um aus deinen Worten deine Reue, die mit einem sofortigen Abbruch jeglichen Kontaktes verbunden ist, beurteilen zu können. Antworte ihnen auf keinen Fall auf ihre Fragen. Auch nicht auf ihre Fragen nach deinem Grund, weshalb du ihnen nicht antworten willst. Sag ihnen, dass du mit ihnen darüber (über dieses Thema) nicht redest! Und halte daran fest.

    Bei der Übernachtung in einer Pension könnten sie dir eine Schutzbehauptung unterstellen. Es wäre daher sehr gut, wenn du Zeugen der Einquartierung benennen könntest. Dass du im Grunde mit einer ehrenwerten Absicht mit einer Frau, die nach ZJ-Verständnis noch verheiratet sein könnte, telefoniert hast, kann man dir nicht als Grund für einen GE in die Schuhe schieben, es sei denn, du hast dabei etwas Erotisches empfunden. Doch das weist nur du und Jehova.

    Ede

  • Svenja
    April 4, 2013

    Lieber Milan,

    ich kann deine Ratlosigkeit gut verstehen und hier geht es ja auch um ein essentielles Problem, mit dem die ZJ im übrigen sogar gar nicht allein stehen. Allerdings würde in anderen Gemeinden niemand ausgeschlossen werden.
    Die Bibel spricht davon, dass man sich scheiden lassen kann, wenn Ehebruch begangen wurde. Die Stellen sind dir sicherlich bekannt. Meines Erachtens nach fällt unter „Ehebruch“ weitaus mehr als „nur“ das Fremdgehen. Eine Ehe ist in meinen Augen auch gebrochen, sprich kaputt, wenn andere Dinge vorliegen. Stelle man sich nur die Situation vor, eine Frau wird von ihrem Mann geschlagen. Hier kann mir keiner erzählen, dass eine intakte, also ungebrochene Ehe vorliegt. Und so mag es viele Gründe geben, weswegen eine Ehe zerbricht. Das soll kein Freibrief sein, sich „einfach so“ scheiden zu lassen. Aber ich denke, wenn man ernsthaft versucht hat, seine Ehe zu retten, die Umstände allerdings so sind, dass es einfach nicht mehr geht, ist die Ehe gebrochen und nach der Scheidung beide Partner frei.

    Das ist allerdings zugegebenermaßen meine Interpretation der Sachlage „Ehebruch“.
    Lange Rede, kurzer Sinn, ich finde es grausam, quasi auf einen Fehltritt zu hoffen, damit man heiraten darf. Das kann m.E. nach nicht im Sinne des Erfinders sein und ist irgendwie abartig.
    Hinzu kommt auch an dieser Stelle wieder, dass es letztendlich nur zwei Gebote gibt und keines der beiden wird bei einer erneuten Heirat gebrochen.

    Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Denkanstöße geben. Ich bete für dich, dass du dir über deine Situation klar wirst und Sicherheit bekommst, was du tun möchtest. Liebe ist ein unglaublich starkes Gefühl, das schönste überhaupt und ich wünsche dir, dass du sie genießen kannst!

    In liebevoller Verbundenheit!
    Svenja

  • hansi
    April 4, 2013

    hallo svenja du hast völlig recht, eine ehe unter den bedingungen die du beschrieben hast unter anderem wenn einer der ehepaare gewalt anwendet aufrecht zuerhalten ist sehr sehr schwierig,ein rat von mir ,es wäre ganz gut sich erst mal zu trennen das heisst erst einmal dem der gewalt angewendet wurde das gemeinsame haus oder die gemeinsame wohnung verlassen ,nicht aber sich scheiden zu lassen ,es gibt ein sprichwort zeit heilt alle wunden ,vieleicht wird dann dem gewalttätigen schläger bewusst was er auf spiel setzt vieleicht seinen ehepartner zu verlieren,viele haben sich wieder versöhnt und viele haben an ihrer ehe gearbeitet das es wieder funksioniert und das ist auch gut so.aufjeden fall es unserem liebevollen vater sagen der unsere situation sehr wohl kennt ,und es ihm nicht gleichgültig ist das wir darunter leiden sprüche 3.5,6 vertraue auf jehova und stütze dich nicht auf deinen verstand sondern beachte ihn auf all deinen wegen und er selbst jehova wird deine wege gerade machen.lg hansi

  • Svenja
    April 4, 2013

    Ja, VIELLEICHT heilt die Zeit alle Wunden. VIELLEICHT aber auch NICHT. Wie gesagt, ich bin absolute Verfechterin davon, alles zu tun, um eine Ehe zu retten und sich nicht leichtfertig scheiden zu lassen. Aber das bedeutet nun mal nicht, dass man sich alles gefallen lassen muss. Innerhalb mancher Ehen spielen sich regelrechte Dramen ab: Frauen werden vom eigenen Ehemann geschlagen, vergewaltigt und misshandelt, nicht beachtet, mit Gefühlskälte und Liebesentzug bestraft und natürlich gibts es die meisten Sachen auch umgekehrt. Noch schlimmer wird es dann, wenn auch noch die eigenen Kinder betroffen sind. Gott verlangt von KEINER, absolut KEINER Frau, dass sie das zulässt. NIEMAND muss mitansehen, wie er selbst und/oder gar die eigenen KINDER misshandelt werden. Das hat NICHTS, aber auch absolut NICHTS mit Gottes Liebe zu tun und so etwas verlangt er von niemandem!!!
    Wir reden hier von Extremfällen, wobei meiner Ansicht nach schon viel früher die Ehe gebrochen wird.
    Hat man alles versucht, um sie zu retten und ändert sich dennoch nichts, ist die Ehe in meinen Augen gebrochen. Es ist meine persönliche Ansicht, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein mich liebender Gott von mir verlangt, in so grauenvollen Zuständen zu leben.

    Puh, wenn man solche Zeilen schreibt, ist man noch einmal mehr dankbar, wenn man den richtigen Partner hat. Hat man diesen gefunden, kann man Gott nicht genug danken, dass er einen zusammen geführt hat! Danke HERR!

  • Dennis
    April 4, 2013

    Lieber milan,

    zunächst möchte ich Dir mein aufrichtiges Mitgefühl für Deinen erlittenen Verlust ausdrücken.

    Auch wenn ich selbst schon liebe Menschen verloren habe, so kann ich den Tod eines Ehepartners nicht nachempfinden. Deshalb ist es für mich, mangels Lebenserfahrung, schwer Dir einen passenden Rat zu geben.

    Deshalb will ich es etwas verkürzt und von dem „Grundproblem“ aus gesehen, das sich Dir jetzt stellt, formulieren:

    Trenne Dich von dieser Organisation! Bleibe Dir, Deinem Gewissen und JHWH treu!

    Du hast, nach allem was Du hier geschrieben hast, keine Zukunft mehr als „vollwertiges und anerkanntes Mitglied“ in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Ein Komitee ist die Vorstufe zum sicheren Ausschluss. Das Regelwerk, das Dir nun entgegengehalten wird, ist unbiblisch, lieblos und völlig absurd und deshalb für einen Nachfolger Christi abzulehnen.

    Dir wurde bereits die berühmte „Pistole auf die Brust“ gesetzt. Es gibt keine „dazwischen“ mehr aus der Sicht der WTG und ihrer „Helfershelfer“. Entweder Du tust was sie sagen, d.h. dann vollständiger Kontaktabbruch mit der Frau, die Du liebst oder Du wirst „ermahnt“, „bezeichnet gehalten“ oder eben „ausgeschlossen“. Die Tatsache, dass die Frau Deines Herzens keine Zeugin ist, kommt noch erschwerend für die WTG dazu.

    Falls meine Worte etwas zu hart und für Dich nicht hilfreich waren, dann entschuldige ich mich dafür.

    Aber das ist meine ehrliche Einschätzung Deiner Situation.

    Liebe Grüße und alles Gute!
    Dennis

  • Dennis
    April 4, 2013

    … Nachtrag an milan,

    ich empfehle Dir: gehe NICHT zur Komiteeverhandlung!!! (= Gerichtsverhandlung nach Kirchenrecht der ZJ K.d.ö.R.)

    Das wird Deinen Schmerz und Deinen seelischen Zustand weiter verschlimmern. Sie werden Dich auf „Herz und Nieren“ prüfen und vlt. sogar peinliche Fragen stellen, die bis in die Initmität gehen. Danach musst Du den Raum verlassen und sie werden darüber, was Du ihnen vertrauensvoll offenbart hast, „urteilen“. Eine Fall-Akte wird angelegt und ohne Dein Wissen oder Zugriff aufbewahrt.

  • Holger
    April 4, 2013

    Das wird Deinen Schmerz und Deinen seelischen Zustand weiter verschlimmern. Sie werden Dich auf “Herz und Nieren” prüfen und vlt. sogar peinliche Fragen stellen, die bis in die Initmität gehen. Danach musst Du den Raum verlassen und sie werden darüber, was Du ihnen vertrauensvoll offenbart hast, “urteilen”. Eine Fall-Akte wird angelegt und ohne Dein Wissen oder Zugriff aufbewahrt.
    Zitat Dennis
    Vor Jahren musste ich einmal in einer Komiteesitzung und wurde wie eine Zitrone ausgequetscht. Ich habe fast nichts gesagt und habe sie nur in ihren Sinn angeflunkert, da ihnen meine private Sache nichts angeht. Wie ich weiss, wurde auch Notizen gemacht. HEUTE ist es noch viel schlimmer, ich denke, die werden evtl. Aussagen aufzeichnen. Gerichte zeichnen oder schreiben auch ein Protokoll über die Sachlage(Personen) auf. !!Achtung!! Jede Falschaussage kann geandet werden.(Ausschluss) LG. Holger

  • Manfred
    April 4, 2013

    Lieber Milan,

    Nach dem Vortrag und den vielen Kommentaren dazu, hat sich mein Verständnis bezüglich des Verhältnisses zwischen Mann und Frau grundlegend geändert. Doch ich würde mich immer noch schwer tun alles über Bord zu werfen, was ich bisher geglaubt habe. Natürlich sollten wir nicht leichtfertig mit der Ehe umgehen und sie brechen wann immer es einem beliebt, aber wenn ich mir den Fall des David anschaue, dann hat Jehova David vergeben, obwohl er keinen Grund gehabt hatte, die Ehe von Bathseba zu zerstören, da er sowieso schon mehr als genug Frauen hatte. Dann hat er noch zusätzlich Ihren Mann in den Tod geschickt und trotzdem wurde ihm vergeben, weil er seine Sünde bereut hat. Das ist eine biblische Begebenheit, die man nicht einfach vom Tisch wischen sollte.

    Ich glaube zwar nicht, dass Jehova diese in der Bibel niederschreiben ließ, damit wir uns über die Sittennormen bedenkenlos hinweg setzen, sondern dafür, sollte es nicht anders möglich sein, wir immer noch mit der Gnade unseres Schöpfers rechnen dürfen. Alle Sünden werden aufgrund des Opfers Jesu gesühnt, nur nicht die Sünde gegen den heiligen Geist.

    Die Ehe Deiner Freundin ist ja schon zerrüttet und Du kannst keine Ehe brechen, die schon gebrochen ist. Ich glaube den Schuh brauchst Du Dir nicht anzuziehen und alles weitere würde ich nur mit Jehova abmachen. Im Gebet und nicht über die Ältesten.

    Ich kann Dennis nur beipflichten und Dir raten nicht zur Komitteeverhandlung zu gehen. Es gibt doch den Spruch

    Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

    Sollen die Ältesten doch Ihren Krieg gegen Dich alleine führen. Die interessiert sowieso nicht, was für Dich zum Besten ist, sondern nur ob Du IHRE REGELN befolgst. Wo sind wir denn, dass andere Menschen in einem freien Land einem Vorschriften machen können mit wem man telefoniert und mit wem nicht.

    Du hast wahrscheinlich schon genug in Bruderinfo gelesen, dass die Gesellschaft Ihre Macht eindeutig missbraucht und diese auch nicht von Jehova übertragen bekommen hat. Auch wenn es schwerfällt und es Deine bisherigen Freunde kostet. Mit denen musst Du nicht zusammenleben, mit Deiner künftigen Frau schon. Wenn Du also mit dieser Frau glücklich werden kannst, dann würde ich an Deiner Stelle zu dem nächsten Ältesten sagen, der sich in Deine Privatangelegenheit einmischt:

    Entweder Du kümmerst Dich um Deinen eigenen Kram oder ich gehe. Mit wem ich telefoniere ist meiner Privatangelegenheit, das geht Euch nichts an.

    Du wirst dann mit Sicherheit auch Gehen müssen, aber es tut gut es mit erhobenem Haupt zu tun und nicht weil Dich jemand so zusammengefaltet hat, dass Dir der Kopf runterhängt und Du völlig depremiert bist. Wenn Du nicht die Beziehung zu dieser Frau abbrechen kannst oder willst, wirst Du sowieso ausgeschlossen, dann weise Sie lieber in die Schranken und gehe selbst. So gibst Du Ihnen noch einen Grund nachzudenken, denn das jemand so reagiert, sind sie nicht gewohnt.

    Die Komitteeverhandlung würde ich in keinem Fall mehr besuchen. Ich wurde auch in Abwesenheit ausgeschlossen und so wie sie sich vor dem Termin geäußert hatten, stand das Urteil gegen mich schon VOR der Verhandlung fest. Sie machen die Verhandlung nur um die Form der Gesellschaft einzuhalten und nicht weil Sie Dir helfen wollen.

    Lieber Milan,
    aber Du musst selbst für Dich entscheiden, wie Du vorgehst. Das hast Du ja auch erkannt, denn Du musst auch ganz alleine die Konsequenzen dafür tragen. Aber sei Dir gewiss, wenn Du erstmal draußen bist, dann fühlst Du Dich frei, weil Du Dich nun nur noch gegenüber Jehova und Jesus verantworten musst und diese sind barmherzig. Die Ältesten sich hartherzig und ohne Liebe. Von diesen kannst Du nichts positives mehr erwarten.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und den Segen unseres Vaters und wenn Du unter Gebet eine Entscheidung fällst, dann wird diese schon richtig sein. Achte auf Dein Bauchgefühl, der erste Gedanke der kommt ist meist der richtige. Danach versucht unser Gehirn wieder alles abzuwägen und dann überkommt einen die Angst.

    Liebe Grüße Manfred

  • PINEHAS an milan.
    April 4, 2013

    Hallo Milan,

    Du benötigst biblische Hinweise für deine Situation.

    Fragen wie diese sind sehr schwer zu beantworten, weil die Bibel nicht groß ins Detail geht, wenn es zu Gründen kommt, wann oder wann nicht eine geschiedene Person wieder heiraten kann.
    Genauso wenig kennen wir die Gründe, warum die Ehe deiner Bekannten auseinander ging und sie gehen uns auch nichts an.

    (1)Was wir sicher wissen ist dies – Gott hasst Scheidung (Maleachi 2:16). Es ist Gottes Plan für ein verheiratetes Paar, das sie verheiratet bleiben solange beide Ehepartner am Leben sind (1. Mose 2:24; Matt 19:6). Es scheint mir z.b, das körperliche, sexuelle oder schwerer emotionaler Missbrauch ein ausreichender Grund für Scheidung wäre, und möglicherweise Wiederheirat. Die Bibel lehrt dies jedoch nicht spezifisch.

    (2) Gott ist gnädig und vergebend. Jede einzelne Scheidung ist das Ergebnis von Sünde, entweder von Seiten eines Partners oder beiden. Vergibt Gott Scheidung? Absolut! Scheidung ist nicht weniger verzeihbar als jede andere Sünde. Vergebung aller Sünden ist durch Jesus Christus möglich (Matt 26:28; Epheser 1:7). Wenn Gott die Sünde der Scheidung verzeiht, bedeutet das dann das deine Bekannte frei ist, um wieder zu heiraten? Nicht unbedingt. Gott beruft Menschen manchmal dazu, single zu bleiben (1. Korinther 7:7-8). Single zu sein heißt nicht, das man es als Fluch oder Bestrafung betrachten soll, sondern eher als Gelegenheit, Gott ernsthafter zu dienen (1. Korinther 7:32-36). Gottes Wort sagt uns aber, das es besser ist zu heiraten, als mit Leidenschaft zu brennen (1. Korinther 7:9).

    Kannst du oder sollst du also wieder heiraten? Ultimativ ist das etwas zwischen dir, deinem möglichen Partner und am aller meisten Gott. Das du deine Situation zum Gegenstand deiner Gebete machst, ist das absolut richtige.

    Was ich mit Sicherheit sagen kann , ist dieser biblische Hinweis

    2. Korinther 6:14 sagt aus, „Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“ Während dieser Abschnitt nicht spezifisch die Ehe erwähnt, so schliest er aber die Ehe doch bestimmt mit ein. Der Abschnitt sagt weiter, „Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie reimt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern zusammen? Ihr aber seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: «Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.» Darum «gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret kein Unreines an, so will ich euch aufnehmen»,“ (2. Korinther 6:15-17).

    Es ist nichts falsches daran, eine gute Freundschaft mit Ungläubigen aufzubauen – aber das ist auch schon so weit, wie es gehen sollte. Wenn du mit einem Ungläubigen verheiratet währest, wie könntet ihr beide dann eine geistige Intimität mit Jesus in eurer Ehe aufbauen? Wie könnte eine gute Ehe aufgebaut werden, wenn ihr bei dem wichtigsten Thema im Universum nicht überstimmt – dem Herrn Jesus Christus?

    Oder ist deine Bekannte eine Christin ?

    Was mich am allermeisten an deiner Situation wundert, ist die Tatsache woher die Ältesten das überhaupt wissen? Hören sie deine Telefonate ab ? Wirst du Video überwacht oder so ?
    Was ich damit sagen will : Hör auf als erwacksener Mensch Rechenschaft über dein Privatleben abzulegen. Du musst lernen, dass diesen Ältesten dein Privatleben nichts angeht.
    Diese Ältesten setzen dir sofort die Pistole auf die Brust und ihnen juckt dabei gewaltig der Finger. Oder anders ausgedrückt, die sind schnell dabei, jemanden in deiner Situation, geistig zu Steinigen. (Ausschluss) Falls du die Einladung zur Komiteesitzung annimmst erzähle ihnen bloß nicht zuviel. Sag ihnen, dass du die biblischen Richtlinien kennst und einhalten willst.Auf eine eventuelle Frage ob ihr weiterhin telefoniert oder euch besucht, antworte immer und immer wieder mit der Antwort: Ich werde die biblischen Richtlinien beachten.
    Alles andere geht sie nichts an !!!

    Zusammenfassend kann ich dir sagen, was du tust ist nie und nimmer Ausschlusswürdig,
    aber wie unser Herr einst sagte :„Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.“ Joh 8:11

    Sei umarmt PINEHAS

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Milan

    Sicher sind wir uns einig dass das Gesetz Mose sehr streng war und das Opfer Jesu diese Strenge durch die Gnade und das Vergeben der nicht totbringenden Sünden ersetzt hat. Deshalb kann es vom Standpunkt Jehovas aus nicht richtig sein, dass die Zeugen Jehovas strenger sind als das Gesetz Mose.

    Schauen wir mal was das Gesetz Moses zu einer ähnlichen Situation sagt:

    5. Mose 24
    1. Wenn ein Mann ein Weib nimmt und sie ehelicht, und es geschieht, wenn sie keine Gnade in seinen Augen findet, weil er etwas Schamwürdiges an ihr gefunden hat, daß er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn in ihre Hand gibt und sie aus seinem Hause entläßt,
    2. und sie geht aus seinem Hause und geht hin und wird das Weib eines anderen Mannes,
    3. und der andere Mann haßt sie, und schreibt ihr einen Scheidebrief und gibt ihn in ihre Hand und entläßt sie aus seinem Hause; oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zum Weibe genommen hat:
    4. so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wiederum nehmen, daß sie sein Weib sei, nachdem sie verunreinigt worden ist. Denn das ist ein Greuel vor Jehova; und du sollst nicht das Land sündigen machen, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt.

    Hört hört!
    Es war somit nicht verboten sich einen Scheidebrief auszustellen, damit die Frau einem anderen Mann zur neuen Ehefrau wird! Die 2. Ehe wird im Gesetz Mose nicht verurteilt! Es wurden auch keine Bedingungen gestellt wie z.B. ein bewiesener Ehebruch.
    Es war im Gesetz Mose nur verboten, dass die geschiedene Frau nachdem sie zum 2. Mal geheiratet hat zu ihrem ersten Mann zurückgeht, egal ob sie sich wiederum scheiden lassen hat, oder der 2. Mann gestorben ist!

    Jetzt musst Du entscheiden, ob Du auf Jehova der das Gesetz Mose verfasst hat mehr hörst als auf einen selbsternannten Sklaven und Ihrer Helfer.

    Ansonsten schließe ich mich dem Rat von Bruder Dennis an, vor allem wenn Du dem strengen Gesetz Mose folgen möchtest. Vielleicht kannst Du dieses Gesetz als Begründung für Dein Verhalten angeben. Die Gemeinschaft werden sie Dir in jedem Fall entziehen wenn Du den Kontakt zu ihr nicht abbrichst. Aber Du musst entscheiden was Dir wichtig ist. Hier bekommst Du deswegen nicht die Gemeinschaft entzogen, Du bist nicht alleine.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Milan

    Jesus nahm auf das was ich oben geschrieben habe Bezug:

    Matth. 5
    31. Es ist aber gesagt: Wer irgend sein Weib entlassen wird, gebe ihr einen Scheidebrief.
    32. Ich aber sage euch: Wer irgend sein Weib entlassen wird, außer auf Grund von Hurerei, macht, daß sie Ehebruch begeht; und wer irgend eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

    Damit ist klar dass Du Ehebruch begehst wenn Du eine geschiedene Frau ohne Ehebruch heiratest. Und nun?

    Wie geschrieben, Das Gesetz Mose war sehr streng und Jesus ist für die Sünden dder Menschen gestorben. Die Gnade ist das Merkmal Jesu.

    Jesus hat zwar gesagt dass es sich um Ehebruch, somit einer Sünde handelt, aber er hat nicht gesagt dass man deshalb verdammt (getötet) wird!

    Matth. 12
    31. Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
    32. Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.

    Und wie hat sich Jesus bei einer Ehebrecherin verhalten?

    Johannes 8
    1. Jesus aber ging nach dem Ölberg.
    2. Frühmorgens aber kam er wiederum in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
    3. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen ein Weib [zu ihm], im Ehebruch ergriffen, und stellen sie in die Mitte
    4. und sagen zu ihm: Lehrer, dieses Weib ist im Ehebruch, auf er Tat selbst, ergriffen worden.
    5. In dem Gesetz aber hat uns Moses geboten, solche zu steinigen; du nun, was sagst du?
    6. Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, auf daß sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
    7. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.
    8. Und wiederum bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.
    9. Als sie aber dies hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, anfangend von den Ältesten bis zu den Letzten; und Jesus wurde allein gelassen mit dem Weibe in der Mitte.
    10. Als aber Jesus sich aufrichtete [und außer dem Weibe niemand sah], sprach er zu ihr: Weib, wo sind jene, [deine Verkläger]? Hat niemand dich verurteilt?
    11. Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: So verurteile auch ich dich nicht; gehe hin und sündige nicht mehr.

    Deine Hoffnung einmal ewig zu leben hängt somit weniger davon ab ob Du jetzt eine geschiedene Frau heiratest oder nicht, sondern mehr ob Du es schaffst bis zum Ende Jesus als unseren einzigen Retter, Hirte und König zu erkennen und auch an die Rettung nur durch ihn zu glauben. Da man aber keinen 2 Herren dienen kann, musst Du Dich von der Organisation trennen.

    Das sind meine Gedanken dazu.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Lieber Milan,
    Du hast ja jede Menge guter Ratschläge bekommen, in diesem schwierigen Unterfangen in dem du stehst kann dir letztlich keiner abnehmen! Eine Entscheidung oder Trost mag dir vielleicht auch Paulus an die Galater
    vermitteln:

    Kap.2: 17 Wenn aber auch wir Juden allein durch den Glauben an Christus Anerkennung bei Gott finden wollen, dann sind wir ebenso wie die Menschen aus anderen Völkern, nämlich ohne jedes Gesetz. Bedeutet dies nun, dass Christus zum Komplizen der Sünde wird, wenn durch den Glauben an ihn das Gesetz aufgehoben ist? Auf gar keinen Fall! 18 Nicht Christus, sondern ich selbst bin ein Komplize der Sünde, wenn ich dem Gesetz wieder Geltung verschaffen will, das ich vorher als nutzlos erkannt habe.

    19 Durch das Gesetz nämlich war ich zum Tode verurteilt. So bin ich nun für das Gesetz tot, damit ich für Gott leben kann. Mein altes Leben ist mit Christus am Kreuz gestorben. 20 Darum lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat.

    21 Niemals werde ich dieses unverdiente Geschenk Gottes ablehnen. Könnte ich nämlich durch das Befolgen des Gesetzes von Gott angenommen werden, dann hätte Christus nicht zu sterben brauchen!

    In diesen Worten ist sehr viel enthalten, nimm diese Gedanken auch für dich in Anspruch!
    Lg. Matthäus

  • hansi
    April 4, 2013

    hallo alois ,jehova ist aus liebe zu seinem volk israel bereit gewesen ihnen entgegenzukommen ,und hat die scheidungsbriefe akzepttiert wegen ihrer herzenshärte ,erlaubte jehova den israeliten die unter dem mosaichen bund standen sich unter gewissen umständen scheiden zu lassen,aber das war von anfang an nicht jehovas wille ,sein wille bestand das die ehe bestand habe.wir christen stehen heute unter einem besseren gesetz nämlich unter unverdienter güte jesus christus .und durch seines vaters wort der bibel sagt,er,jesus uns heute unmissverstänlich,wie jehova sein vater und er über die ehe denkt das sie heilig ist,und das es nur ein scheidungsgrund gibt,wenn nämlich ein ehepartner hurrerei sprich ehebruch begehen würde.lg hansi

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Hansi

    Und Du meinst die Liebe Jehovas zum alten Volk Israel war größer als die Liebe Jehovas zu den Christen die auf Jehova und seinen Sohn hören wollen?
    Hat sich das Herz Jehovas inzwischen verhärtet, oder wie begründest Du das?
    Bete darum dass Du nicht in eine Situation kommst in der Du schwer sündigst und auf die Gnade Jehovas und das Opfer Jesu angewiesen bist.
    Das kann schneller gehen als Du denkst, denn möglicherweise bist Du ein Autofahrer. Als Autofahrer hat man ein gewisses Risiko einen Menschen zu töten, denn es sterben einige 1000 Menschen ähling im deutschen Straßenverkehr. Um nicht als Totschläger vor Jehova zu stehen, dürftest Du kein Auto bewegen, oder in einer Fabrik Teile für ein Fahrzeug herstellen.
    Es kann Dir auch passieren dass Du versehentlich im Einkaufswagen einen Schokoriegel liegen lässt und keiner merkt das. Oder Du bekommst einen Cent zu viel Wechselgeld zurück und sagst nichts. Somit wärst Du ein Dieb.

    Nein so funktioniert die Liebe Jehovas zu den Menschen nicht, er kennt die Herzen und die Nöte jedes Einzelnen und er vergibt wenn der Glaube an ihn und seinen Sohn da ist. Das hat auch David vor der Verurteilung gerettet, trotz seiner überaus schweren Sünden mit der Bathseba.

    Ich bin mir ganz sicher, dass wenn man dem „Sklaven“ folgt es eine wesentlich größere Sünde ist, als das Thema das wir gerade diskutieren. Denn wer dem „Sklaven“ folgt, der folgt nicht unserem einzigen Hirten Jesus, sondern Dieben und Räubern die dem Jesus die Herzen der Schafe gestohlen haben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • hansi
    April 4, 2013

    nein lieber alois das meine ich nicht. jehova liebt einen jeden der ihn ,mit geist und wahrheit anbetet ,damals wie auch heute jehova ändert sich nicht er bleibt immer der gleiche gerechte gott ,und das für immer er wird ja auch nicht umsonst könig der ewigkeit bezeichnet.nochmal jehova hat gegenüber seinem volk kompromisse gemacht was die scheidung betraf,scheidungsbriefe,weil die herzen der israeliten verstockt waren du kennst sicherlich die vielen bibelstellen lieber alois die dies bestätigen .aber jehovas wille war und ist, das die ehe bestand habe ,und mann sich nicht scheiden sollte ausser und das sind jesu worte ja lieber alois jesus nannte den einzigen grund für eine scheidung,ehebruch,hurrerei des ehepartners ,jetzt frage ich dich sollte mann jesu worte anzweifeln?zum anderen ich halte es mit dem bibelvers wer daher denkt er stehe der sehe zu das er nicht falle als einen sehr guten rat an .im übrigen habe ich oft auch in den kommentaren auch erwähnt zum beispiel römer kapietel 7 der apostel paulus ist für mich ein gutes beispiel ,um es genauer zu sagen lieber alois ich bin auf keinen fall dagen gefeit zu sündigen aber in deinem kommentar an mich hast du etwas schönes erwähnt das gebet es ist für mich eine kraftquelle mich zu bemühen die gebote jehovas in meinem leben anzuwenden ,sollte ich denoch aufgrund meiner unvollkommenheit gegen die gebote sündigen ,habe ich einen sehr guten freund jesus christus der sich für mich bei seinem vater gut vertreten wird der allerbeste verdeitiger den mann dann gut gebrauchen kann in so einer situation.dann noch zu dem vergleich den du anführtest mit dem auto im strassenverkehr ,wir brauchen nicht aus der welt gehen wie es auch die nachfolger und apostel jesu nicht taten ,das ganze leben ist mit unter risiko gut zu wissen ,das unser herr und könig jesus christus uns genau so gut beschützt heute wie er damals die seinigen ,keiner ist verloren gegangen ausser der sohn der vernichtung judas iskariot .lg hansi

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Hansi
    Danke für Deine Antwort.
    Mit ging es nicht darum Jesu Worte in Zweifel zu ziehen, mir ging es darum, dass es zwar Jehovas Wille ist, eine Ehe außer bei Hurerei nicht zu scheiden, aber es auch einen Ausweg gibt, wenn man es nicht schafft dieses Gesetz einzuhalten.

    Auch David hätte nicht einem anderen Mann die Bathseba ausspannen und ihn sogar noch in ein Todeskommando stecken dürfen, das der Mann Bathsebas nicht überlebt hat. Trotzdem wurde ihm vergeben.

    ich wollte darauf hinweisen, dass es neben dem Gesetz auch die Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung gibt. Die Sünde und der Verstoß gegen ein Gesetz Gottes ist eine Sache, aber es gibt auch immer einen Ausweg durch Vergebung, solange man den Heiligen Geist nicht leugnet und im Glauben an Jehova, Jesus und die Verheißung bleibt.

    Ein Gemeinschaftsentzug ist ein richterlicher Vollzug eines Gesetzesverstoßes, aber was sagt Jesus dazu?
    Matthäus 7
    1. Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet;
    2. denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Kyp an Alois
    April 4, 2013

    Hallo Alois,

    und dennoch ordnet Paulus an, in manchen Fällen die in der Gemeinde zu _richten_. Ob das in dem Maße der Fall sein sollte, wie es bei Jehovas Zeugen üblich ist, mag fraglich sein, doch Paulus spricht davon, dass in der Gemeinde in manchen Fällen gerichtet werden _soll_. Entweder sieht man das in Harmonie mit den Worten des Herrn oder man muss die Anweisungen des Paulus ablehnen. Wie siehst du das?

    Grüße

    Kyp

  • hansi
    April 4, 2013

    meistens fällt einem noch etwas ein ,meistens aber dann wenn mann den kommentar schon gesendet hat ,das gute mann kann nachsenden,das möchte ich hiermit tun ,weil ich denke es ist wichtig es zu erwähnen .lieber alois ich höre auf den allerbesten rat den mir mein himmlischer vater jehova gott gibt er sagt durch sein wort hört auf mein sohn ja ich höre in erster liene auf jesus christus und natürlich was er uns heute,zu sagen hat ,das finde ich in gottes wort der bibel 2timo3.16 die ganze schrift ist von gott inspieriert zum lehren zum richtigstellen auszugsweise ja jehova mein vater gibt mir sein wort damit ich im leben das tue was ihm gefällt ,schliesslich möchte ich wie jesus gottes willen tun.ich sehe den tuvständigen sklaven als eine art hilfestellung an ,der uns versucht natürlich auf unvollkommenweise es sind ja auch nur menschen zusagen das wir auf dem engen schmalen weg bleiben sollten sprich gottes gesätze im leben versuchen anzuwenden das es uns nicht immer gelingt ist klarund ich denke ich kann mich erinnern das der sklave dies auch von sich behauptet das er unvollkommen ist und fehlermacht ,ich persönlich hätte mir gewünscht das er in der vergangenheit diese fehler eingesehen hätte erwähnt sei nur zeitangaben von harmagedon ,eine endschuldigung hätte nicht alles aber doch einiges endschuldigt,zumindest hat er aber gelernt mann hört kein enddatum mehr.unweigerlich muss ich auch an die zeit zurückdenken,und da fühle ich so wie der eunuch der sagte wie könnte ich verstehen wenn mich nicht jemand anleite ,bitte alois verstehe mich richtig in erster linie habe ich es jehovas heiligen geist zu verdanken das ich jetzt ein bestimmtes mass an biblischer erkenntniss habe,und ist es nicht so das jehova immer menschen gebrauchte andere menschen anzuleiten ?ich habe damals allein versucht die bibelzu verstehen ohne erfolg wie gesagt so ähnlich wie der eunuch ,ich hatte viele fragen eine sei erwähnt gibt es einen gott?wie dankbar war ich das mir jemand geholfen hat durch gottes wort und die publikationen waren eine hervoragende hilfestellung genau das ist der punkt ,und seien wir doch alle mal ehrlich vielen erging es doch ähnlich.ich habe mich jehova gott hingegeben durch meinen herrn und könig jesus christus und ich betone keinem sklaven .lg hansi

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Hansi
    Zitat:
    ..ist es nicht so das jehova immer menschen gebrauchte andere menschen anzuleiten?

    Richtig, das hat Jehova in der biblischen Geschichte immer wieder gemacht. Jehova und jetzt auch Jesus benutzen Menschen immer wieder als Werkzeuge um anderen Menschen die Augen zu öffnen.
    Diese Menschen sind aber nur Werkzeuge den Meisters, das der Meister weglegt wenn er es nicht mehr braucht, oder das Werkzeug nicht mehr den geforderten Zweck erfüllt. Wenn sich aber das Werkzeug (Organisation) über den Meister (Jesus) erhebt, dann ist etwas gewaltig schief gelaufen.

    Du kennst sicherlich die Geschichte Moses, er hatte nur ein einziges Mal nicht Jehova die Ehre gegeben und durfte deshalb nicht ins verheißene Land einziehen.

    Jetzt überlege mal bitte wie sich die Organisation ständig selbst erhebt, lobt und ehrt, kaum vorstellbar dass sie so ins „verheisene Land“ einzieht.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Andre
    April 4, 2013

    Hallo Milan,
    auch von mir Mitgefühl für deine Situation.
    Nicht genug, dass du mit Verlust klarkommen musst, jetzt musst du dich auch noch vor Menschen rechtfertigen, die sich über Jehovas
    Gebote stellen.

    So wie du geschrieben hast, möchte ich dir nur sagen:
    „Hör auf DEIN Herz“ !!!
    LG Andre

  • Maria
    April 4, 2013

    Lieber Milan,
    ich habe erst jetzt von deinem Problem gelesen,möchte aber trotzdem kurz etwas dazu sagen.
    Es ist uns über Jahrzehnte beigebracht worden,das wir alles mögliche „Private“ den Ältesten erzählen sollen.Und das ist unser großer Fehler.Das was du da erlebst,ist deine „PRIVATSACHE“.Wenn diese Frau rechtmäßig frei ist,dann heirate sie doch.Das geht doch niemanden außer euch beide was an.Genauso bescheuert wäre es,wenn man den Ältesten erzählen würde das man sich selbst befriedigt.Erstens ist das Privat,und zweitens macht das jeder.Es geht niemanden als einen selbst was an.
    Du wirst den Ältesten wahrscheinlich vieles erzählt haben,sonst wüssten sie es ja nicht,ich gebe dir jetzt den Rat,erzähle ihnen nichts mehr,es geht sie nichts an,sollen sie doch selbst nachforschen,ob deine Zukünftige frei ist oder nicht,da haben sie wenigstens was zu tun.Andere zu bespitzeln muss ja Spaß machen,vielleicht kann man das noch als Dienst rechnen.
    Also Kopf hoch,und sei nicht so hörig!

    LG Maria

  • Pit
    April 4, 2013

    und um diese gesamtheit abzurunden, folgender gedanke:
    aids als ursache des gebots der hurerei-entsagung anzubringen, ist nicht ganz korrekt.
    dann hätte das gebot bis vor ca. 100 jahren ja keinen schutz des menschen dargestellt. da gab es diese krankheit nicht.

    als jesus das gleichnis des reichen und des kamels benutzte, sollte man einfach weiterlesen, was danach geschah.
    die jünger waren entrüstet und sagten:
    „wie soll dann überhaupt jemand gerettet werden?“
    und jesus meint: „bei gott ist alles möglich.“

    mein gedanke: auch wenn es für den reichen scheinbar unmöglich ist gerettet zu werden, so hat gott doch die möglichkeit ihn trotzdem zu retten.
    und das kann doch nur durch gnade geschehen, nicht aufgrund des gesetzes.

    wenn jesus die pharisäer tadelt: „ihr seid wie getüchte gräber…“ so tadelt er in allen texten, dass sie nach dem buchstaben gehen und nicht nach dem sinn (geist), der dahintersteht.

    denn das gesetz war für und nicht gegen die menschen gegeben worden, aber die pharisäer kannten kein vergeben und auch keine barmherzigkeit. sie bestanden auf dem gesetz, auch wenn es zum schaden der menschen war.

    so sehe ich deutliche paralellen zum sklaven. er ist genauso unbarmherzig wie die pharisäer.

    das joch das jesus den menschen auferlegt hat, war LEICHT.
    die buchstabengetreue auslegung der bibel durch den sklaven ist ein schweres joch.
    du musst, du musst, du musst, sonst gibt es für dich keine rettung, ist die botschaft des sklaven.

    so wird aus der wunderbaren botschaft der gnade gottes durch das opfer seines sohnes ersetzt durch die botschaft vom königreich, das sich der mensch verdienen muss.
    es ist eine schande.

    lg pit

  • Pit
    April 4, 2013

    hallo ihr lieben,
    einmal möchte ich etwas zu 1. korinther 6:9 sagen:

    die pauschalisierung des paulus kann ich so nicht nachvollziehen.

    ein beispiel:

    ich hatte einen jugendfreund, der mit mir im sozial-ghetto aufgewachsen ist. er wurde als bub von seinem vater missbraucht, was erst jahrzehnte später ans licht kam.
    er war sein lebtag depressiv, selbstzerstörerisch und ein TRUNKENBOLD sondersgleichen. darüber hinaus tablettenabhängig.
    nur eins hat ihn aus der masse der anderen trunkenbolde herausgehoben. sein unerschütterlicher glaube an jesus christus. bis zum schluss hat er immer wieder betont, das der Herr es schon zum guten wenden wird.
    auch hat er sich nie gerächt, im gegensatz zu mir. er hatte keine rachegedanken. sowas kannte er nicht. er hat keiner fliege etwas zuleide getan. er lebte nach den geboten der liebe, war aber in einer totalen sackgasse gelandet, aus der er bis zu seinem tode nicht herausfand.
    ob er jetzt beim Herrn ist, oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
    aber dass er ein besserer christ war, als ich das jemals sein werde, das weiss ich mit sicherheit.
    darum hüte ich mich davor, über andere vorschnell zu urteilen.
    denn die pauschalisierung zur verdamnis ist mir nicht erlaubt.
    vielleicht wollte paulus nur eine richtlinie für das christliche miteinander in der gemeinde schaffen. sonst könnte ich da keinen sinn erkennen.

    lg pit

  • Bruderinfo
    April 4, 2013

    Lieber Pit,
    das ist ein interessanter Gedanke den du hier ansprichst. Paulus schrieb die Dinge um die Versammlung rein zu erhalten.

    Er stellte auch Regeln auf und betont das dies von IHM kommt und nicht von Jesus.

    Beim erlangen der Königreichswürden wo er schreibt das kein Unzüchtiger und Trungenbold das Königreich erben wird, waren im Grunde Mahnungen an die Brüder, dies zu lassen. Also der erhobene Zeigefinger.
    AN anderer Stelle wird gesagt das wir als Christen nicht richten dürfen, deshalb steht es niemand zu….auch nicht Paulus, die Brüder zu richten. Man muß die Bibel immer als Gesamtheit sehen. Das Abwägen und richten können wir aber getrost Jesus und unserem himmlischen Vater überlassen.
    So wie du es beschreibst war dein Freund ein lieber Mensch. Nur Gott allein kennt die Herzen und das ist ein Trost für uns Alle. Wir dachten auch nie das der selbsternannte Sklave der in unseren Augen untreu ist die Brüder durch eine Ausschlußpraktik richtet und im Grunde sich selbst richtet…..da in dem Maße wie jemand richtet, in dem Maße wird er selbst gerichtet werden. Deshalb lieber Pit sollten wir uns alle bemühen demütig zu wandeln und die Liebe des Christus in unserem Leben anzuwenden und uns auf diese Dinge zu konzentrieren. LG Bruderinfo 🙂

  • Johnny
    April 4, 2013

    Amen Bruder!!

    Genauso ist es 😉

  • Hopefull
    April 4, 2013

    lieber zj-beobachter

    da stimme ich Dir voll zu. Allerdings steht tatsächlich etwas über lesbische Frauen in der Bibel. Nur wird halt nicht das moderne Wort „lesbisch“ genannt. Schau mal in Rö. 1:26.

    Aber sonst hast Du vollkommen Recht unsere Aufgabe ist die Nächstenliebe.
    „Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden. Rö. 12:18

    Liebe Grüße Hope

  • ChopSue
    April 4, 2013

    Auf den ersten Blick sieht es so aus als würde Paulus in Römer 1:26 von lesbischer Liebe schreiben. Aber schau dir die Querverweise an. Hier ist eindeutig von Sodomie die Rede.

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Liebe ChopSue

    vielen Dank für Deinen interessanten Hinweis, auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Könntest Du mir die Querverweise benennen?

    Wenn ich mir den Text aus Rö. 1:26 anschaue heisst es nur, dass sie das natürliche mit dem Widernatürlichen vertauscht haben. Ich kann hier keine Einschränkung nur auf Tiere erkennen.
    Ich denke mal das wahrscheinlich beides gemeint ist, sonst hätte Paulus das mit Tieren doch explizit erwähnt. Interessant ist dazu die Fußnote in der Genferübersetzung:

    „Die Wirkung der Pervertierung des Instinkts, Gott zu verehren, ist die Pervertierung anderer Instinkte von ihrer eigenen Funktion. Die Schrift sieht alle homosexuellen Handlungen in diesem Licht ( 3. Mo.18:22; 21:13)
    Die Folge ist eine Entwürdigung des Körpers, ein Beherrschtwerden von der Lust, die Auflösung dessen, was wahrhaft >>natürlich<< ist und die Knechtschaft ungezügelter Leidenschaft."

    Sie haben den natürlichen Gebrauch ihres Körpers vertauscht, egal in welcher Hinsicht, ob mit Tieren (was bestimmt nicht abwägig ist) aber auch mit dem weiblichen. Denn deswegen heisst es in vielen Bibeln auch Unzucht und nicht nur Hurerei. Denn Unzucht schließt eigentlich alles ein. Nekrophilie, Pädophilie, Sodomie, Hurerei, Ehebruch…..
    Wobei das Wort Hurerei nur in eine Richtung zeigt und begrenzt ist. Das Wort Unzucht ist viel umfassender.

    Vielen Dank für Deinen Hinweis, bestimmt ein sehr interessanter Gedanke an den ich nicht gedacht habe. Aber nach meiner Meinung ist hier kein Hinweis nur auf Sodomie allein, sondern schließt noch viel mehr ein.

    Liebe Grüße Hope

  • Maryam
    April 4, 2013

    Liebe Hope,
    ein Querverweis, der in der NWÜ zum Ende von Vers 26 angegeben ist, ist 3. Mose 18:23.
    Ich finds allerdings immer ein bisl schwer mit Querverweisen zu argumentieren, denn die wurden ja nicht von den inspirierten Schreibern der Bibel an diese Stellen gesetzt, sondern von irgendwelchen (namenlosen) Übersetzern, d.h. in den Querverweisen finden sich nur die Verweise, auf die ein Übersetzer hindeuten möchte. Damit ist noch lange nicht gesagt, dass die entsprechenden Verse auch in ihrem Bezug oder ihrer Wortbedeutung in eindeutigem Zusammenhang stehen. So seh ich das wenigstens.
    Liebe Grüße
    Maryam

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Vielen Dank liebe Maryam,

    das sehe ich auch so. Zumal in diesem Vers auch der Mann erwähnt wird nicht bei einem Tier zu liegen, wenn man den Vers 22 mitliest, was der Apostel ja nicht erwähnt. Wenn er genau diesen Text im Sinn gehabt hätte, hätte er ihn doch vollständig erwähnt.
    Ich denke er hatte alles im Sinn, was widernatürlich ist.

    grüßle Hope

  • Hans
    April 4, 2013

    Hi Maryam,

    genauso sehe ich das auch. Und gerade wenn man sich z.B. die Erklärung im w13 15.7. zum „neuen Licht“ bzgl. tuvS anschaut, erkennt man die klare Tendenz, Stellen miteinander in Verbindung zu bringen, die gar nichts miteinander zu tun haben mögen.

    Und die Gefahr besteht eben auch bei allen nicht-inspirierten Querverweisen. Nur implizieren die Querverweise eine höhere Wertigkeit, da sie quasi als Teil der Bibel daherkommen. Auch wenn sie das eigentlich inhaltlich nicht sind.

    Gleiches sehe ich bei der Kapitel- und Verseinteilung. Auch da halte ich es für gefährlich, irgendwas daraus abzuleiten, gerade auch aus den Zahlen selbst.

    LG
    Hans

  • Maryam
    April 4, 2013

    Lieber Hans,
    ja, du hast recht, mit der Kapitel- und Verseinteilung ist es dasselbe.
    Und beim neuen WT auch. Hab nur einmal Matthäus 13 im Kontext gelesen und schon war ein Teil der Argumentation des Artikels widerlegt. Aber wer merkt das schon? In den Versammlungen wird doch blind vertraut und wer hinterfragt, ist rebellisch oder schon abtrünnig.
    Ein wirkliches Bibellesen und Nachsinnen ist so schwer möglich, wenn es unvoreingenommen sein soll. Deswegen überlege ich beim Bibellesen immer, wenn ich einen Gedanken hab, wie ich darauf komme. Noch immer werden mir dabei Zusammenhänge bewusst, wodran ich merke, dass ich aufs Wtg-Bibellesen gepolt bin bzw die Wtg-Antwort wie selbstverständlich voraussete. Bewusst überlege ich dann, ob es nicht auch anders sein könnte?! Oft genug könnte es das… Dann hoff ich immer, Jehova gibt uns allen noch genug Zeit zum Umdenken 🙂
    LG
    Maryam

  • zj-beobachter
    April 4, 2013

    Liebe Geschwister,
    bei manchen Kommentaren zur Homosexualität graust es mich regelrecht, besonders, wenn sie noch pseudowissenschaftlich unterlegt sind. Wer die Ansichten gewisser Gelehrter des letzten oder vorletzten Jahrhunderts zitiert, kann auch ebenso behaupten, die Erde wäre eine Scheibe. Das wurde auch ja auch mal von Gelehrten gesagt. Aber es hat sich klar herausgestellt, dass sie eine (annähernde) Kugel ist und genauso klar ist es, dass Homosexualität – ob es uns gefällt oder nicht – eine Frage der Veranlagung ist. Nicht therapierbar oder gar „heilbar“ und auch nicht wirklich zu unterdrücken.
    Ich weiss, was die Bibel dazu sagt und es ist mir auch noch nicht völlig klar, wie sie nun aus christlicher Sicht zu betrachten ist. (Zu bedenken ist auch, dass die Bibel zu lesbischer Liebe gar nichts ausführt!) Vielleicht werden wir es letztendlich erst in Gottes Reich erfahren, bis dahin gilt für mich das umfassende Liebesgebot Jesu.

    Liebe Grüße
    zj-Beobachter

  • Joshua
    April 4, 2013

    Das Thema männliche und weibliche Identität hat mich schon immer sehr interessiert, weil es letztlich darum geht wer wir sind.
    Die Bibel zeigt das Gott die Menschen in seinem Bilde geschaffen hat und sagt: „…männlich UND weiblich“ oder „als Mann UND Frau“.
    Mann UND Frau stellen also gemeinsam den ganzen Menschen nach dem Bilde Gottes dar. Gott gibt uns in der menschlichen Wirklichleit Anschauungsmaterial, das in einmaliger Weise auf ihn hinweist. Dieses Anschauungsmaterial hat mit unserer Geschlechtlichkeit zu tun.
    Im Kinderbuch „Mario fragt nach Gott“ habe ich eine schöne Metapher gelesen: „Gott ist die Liebe im Kuß unserer Mutter und in der warmherzigen, festen Umarmung unseres Vaters“.

    Wenn in unserer Gesellschaft nicht mehr sichtbar wird, das Mann und Frau gemeinsam den ganzen Menschen nach dem Bilde Gottes darstellen, indem andere sexuelle Lebensformen der Ehe ähnlich stellen, wie soll dann Gottes Urbild widergespiegelt werden?
    Wenn jemand behauptet, das es egal ist, ob Mann mit Frau schläft, oder Mann mit Mann und Frau mit Frau, dann erklärt er damit den Unterschied zwischen Mann und Frau für völlig unwichtig und unsere Geschlechtlichkeit für nebensächlich und will dem Menschen sein tiefstes Menschsein nehmen.

    LG
    Joshua

  • Sascha an Joshua
    April 4, 2013

    Lieber Joshua,

    deine Erklärung finde ich sehr gut. Für mich besteht ein Unterschied darin, ob man eine Neigung hat, gegen die man ankämpft, oder ob man aus vollem Bewusstsein seinen Neigungen freien Lauf lässt, und sich dann womöglich noch für die Rechte der gleichgeschlechtlichen Ehe einsetzt. In Daniel 9 wird gesagt, dass man am „Ende der Tage“ versuchen würde, Zeiten und Gesetze zu ändern. Das beziehe ich einmal darauf, dass z.B. die WTG behauptet hat, Jesus wäre schon 1914 in Königsmacht gekommen, also haben sie die „Zeiten geändert“, aber auch darauf, dass die ursprünglichen und natürlichen Gesetze, wozu u.a. die Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau gehört, von den Regierungen, und auch vielen Religionen „geändert“ werden. Alleine in den letzten Monaten sind entsprechende Gesetzesentwürfe in den USA, Frankreich und anderen Ländern eingebracht worden. Auch in Deutschland wird darüber hitzig diskutiert, und unsere Bundeskanzlerin kommt in arge Bedrängnisse, weil sie einer Partei angehört, die das christliche „C“ in ihrem Namen trägt.

    Deshalb gilt für mich: Einen Menschen kann und darf ich nicht verurteilen, egal was er macht. Aber eine Handlungsweise und die verbreitete Ansicht zu Homosexualität kann ich sehr wohl ablehnen.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Winston
    April 4, 2013

    Liebe Schwestern und Brüder,

    es ist für mich eine Wohltat Eure liebevollen Kommentare auch über ZJ zu lesen, obwohl wir alle für unsere Kritik von der WTG und linientreuen ZJ gehaßt werden.

    Ganz arm dran sind Kinder der ZJ, die keine Wahlmöglichkeit haben sich dem Thema Religion angstfrei zu nähern.
    Wie sieht denn die liebevolle Erziehung der ZJ für Kinder aus:

    1.
    Gleich nach der Geburt wird ihnen beigebracht, stundenlang ruhig in der Versammlung zu sitzen. Kleine hungrige schreiende Kinder werden dann in Nebenräumen gezüchtigt. Meistens durch Schläge, um den Vorgaben der Erziehungslehren der ZJ gerecht zu werden. „Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.“ (Spr.13,24.

    (Anmerkung von Bruderinfo: Dies war einmal in der Vergangenheit sicherlich der Fall, doch heute sind dies sicher nur noch einzelne Extremfälle !!!!)

    2.
    Wenn dann die Schule beginnt werden die Kinder von allen gemeinsamen Festen und Veranstaltungen ferngehalten, um ja nicht dem Einfluß weltlicher Freunde ausgesetzt zu werden. Weltliche Schulfreunde, dürfen nicht zu Besuch kommen und auch nicht besucht werden.
    Natürliche Entwicklung durch Sport und oder Musik ist nicht erwünscht, weil diese Zeit kostet, die das Kind besser nutzen sollte.
    Statt dessen werden die kleinen Menschen dazu angeleitet im Paradiesbuch oder Wachturm zu lesen, regelmäßig zu beten und es wird ihnen gesagt, dass Satan und die Dämonen sie beeinflußt haben, wenn sie etwas gesagt oder getan haben, was Jehova missfällt.

    3.
    Dann kommt noch dazu, dass die Kleinen ein begehrtes Objekt für anderer ZJ Bibelstudien darstellen. Das heißt Verkündiger, die kein Bibelstudium vorweisen können, weil sie im Predigtdienst niemanden gefunden haben, der sich auf so etwas einläßt übernehmen dann das Studium mit den Kindern anderer ZJ.

    4.
    Ab zehn Jahren, manchmal auch früher beginnen die Kinder mit dem Predigtdienst. Spätestens dann ist die Woche ausgebucht. Zweimal Versammlung, ein bis zweimal predigen, dann noch das Bibelstudium mit einer Schwester oder einem Bruder. Dass hier wenig Zeit für Schule überbleibt ist ja nicht schlimm, weil wozu sollte das Kind Unnützes lernen, das nicht im Predigtdienst verwendet werden kann.

    5.
    So mit 12, 13 Jahren, am Besten kurz vor der Pubertät werden die Jugendlichen dann aufgefordert sich taufen zu lassen.
    Dann beginnt das eigentliche Programm. Hilfspionierdienst kleine Aufgaben im Königreichsaal, wie putzen o.ä..

    6.
    Bis dann endlich die Schulpflicht endet und der junge ZJ Pionier wird.

    7.
    Mit ca. 18 Jahren lernt der Junge dann eine attraktive Schwester kennen und beide kämpfen gegen Hurerei an und unterdrücken ihre wahren Gefühle. Sofern sie Glück haben und nicht erwischt werden, können sie ihre Liebe ausleben und kurz danach heiraten.

    8.
    Wenn dann nicht ein Kind unterwegs ist, ist das nächste Ziel Gileadschule oder Betheldienst.
    Der Lebensunterhalt in dieser Phase wird meistens von Verwandten, die es sich leisten können sichergestellt.

    Und alle sind glücklich mit dem von ihren Eltern für die Kinder gewähltem Leben bis zu dem Zeitpunkt, wo sie die offizielle Meinung Ihrer religiösen Führer nicht mehr verstehen und zweifeln, ob die Bibel nicht auch andere Interpretationen zuläßt.
    Sie sind buchstäblich Gefangene der ZJ-Wahrheit, lebensunfähig außerhalb ihres sozialen Umfeldes und unterdrücken ihre Zweifel.
    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Harmagedon sehr bald kommt. Weil die Vorstellung die nächsten vierzig Jahre auf der Erde so weiter zu leben ist nicht gerade erstrebenswert. Und dann ist da noch die beunruhigende offene Frage, wovon leben wir im Alter ohne Rentenversicherung.

    Ganz schlimm stell ich mir vor, wenn Eltern, die ihre Kinder als ZJ erzogen haben und sie ermuntert haben diesen Lebensweg zu gehen, Zweifel an der Richtigkeit der Organisation haben. Die haben neben Gewissensbissen, was sie ihren Kindern auferlegt haben, auch noch damit zu kämpfen, dass die Kinder den Kontakt zu ihnen abbrechen werden.

    Obwohl ich jahrzehntelang keine Versammlung mehr besucht habe, glaube ich, dass sehr viele aufrichtige Christen in den Versammlungen der ZJ bleiben, ohne alle definitiv unbiblischen Regeln der Organisation gut zu heissen. Nur sie haben keine Möglichkeit mehr ihr persönliches christliches Gewissen offen zu bekennen.
    Mit der Ausschlußpraxis der Stigmatisierung der Andersdenkenden und dem Gebot Brüder zu denunzieren, hat die Organisation bestens dafür gesorgt, dass alternative Gedanken über Christus und die Bibel nur im Geheimen möglich sind.

    Eigentlich arme durch Irre-geleitete Schafe
    Thomas

  • Joshua
    April 4, 2013

    Lieber Thomas, über einen privaten Kontakt würde ich mich sehr freuen. Wenn Du magst, schreibe mir an Joshuagross68@yahoo.de

    Viele Grüsse!
    Joshua

  • Sascha
    April 4, 2013

    Lieber Thomas,

    du hast das vorgezeichnete „Wunschleben“ eines Zeugen beschrieben. Besonders hat mir dieser Gedanke „gefallen“:

    Zitat: Sie sind buchstäblich Gefangene der ZJ-Wahrheit, lebensunfähig außerhalb ihres sozialen Umfeldes und unterdrücken ihre Zweifel. Zitat Ende

    Deswegen kann ich jedem nur empfehlen, sich auch schon als Zeuge nicht nur auf Kontakte innerhalb der Versammlung zu konzentrieren. Und man wird sich wundern, dass viele Menschen sehr wohl „Interesse an geistigen Dingen“ haben und das es einfach nicht stimmt, wenn der Kö-Dienst schreibt, dass die Menschen in Deutschland keine biblischen Gespräche mehr führen wollen. Sie wollen nur nicht mit den Zeugen darüber sprechen, spricht man aber als „konfessionsloser Christ“ mit ihnen, kommen viele gute Gespräche zustande. Interessanterweise habe ich bei diesen Menschen eine größere Nähe zum Christus bemerkt, als es bei den Gesprächen innerhalb der Versammlung der Fall war.

    Wir haben deshalb schon vor unserem Ausschluss und der davorliegenden „Untätigkeit“ ein freundschaftliches Verhältnis zu Nachbarn, den Eltern von Freunden unserer Kinder etc. aufgebaut. Dadurch hat sich weder für uns noch für unsere Kinder, die ihre Freunde sowieso schon außerhalb der Zeugen hatten, viel geändert. Das Einzige ist der Kontakt zur Familie, die die Verbindungen zu uns abgebrochen haben.

    Es ist schon schlimm genug, dass man auf diese Weise von seinen Eltern, Geschwistern, Verwandten getrennt wird, da kann man durch andersweitige Kontakte zumindest dafür sorgen, dass man nicht völlig isoliert ist. Aber selbst wenn dem so wäre, und man auf sich alleine gestellt wäre, würden wir uns wieder so entscheiden. Besser alleine auf dem richtigen Weg, als der Masse auf dem falschen Weg zu folgen. Aber wir hatten hier ja vor Kurzem darüber gesprochen, dass es ein ganz persönlicher Prozess ist, und jeder selbst entscheiden muss, inwieweit er noch aktiv sein kann.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Winston an Sascha
    April 4, 2013

    Lieber Sascha,

    Danke für Deine Antwort. Ich hatte das Glück nach meinem Austritt viele neue Freunde zu finden, die ganz anders als meine EX-Freunde der Versammlung offen und ehrlich waren. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sehr viele aufrichtige Christen außerhalb der ZJ gibt, die nicht verurteilen, denunzieren und ausgrenzen.
    Wenn ich an die Zeugen meiner Jugend denke, dann konnte ich diesen gegenüber nie ehrlich meine Meinung zu biblischen Texten äußern, weil ich immer Angst hatte verpfiffen zu werden. Meine Mutter, die mich in diesem Glauben erzogen hat, hat mich mehrmals bei den Ältesten gemeldet, um mich mit deren Hilfe auf den rechten Pfad zurückzuführen. Ich hatte auch einen Ältesten, der sich persönlich um mich gekümmert hat, weil mein Vater kein Zeuge war.
    Nachdem ich die Gemeinschaft verlassen habe, bin ich nach Berlin gezogen und habe dort sehr schnell viele wertvolle Menschen kennengelernt, die weitaus christlicher gehandelt haben, als meine EX-Zeugen und auch meine Mutter und Schwester.
    Für mich sind alle Menschen, die Liebe untereinander haben und sich selbstlos helfen näher an Jesus und der Bibel, als Sonderpioniere, Älteste oder Familienangehörige, die mich hassen müssen.
    So gesehen ist es für mich befreiend, dass ich nicht mehr nach irgendwelchen Regeln einer exklusiven Organisation leben muß. Im Gegensatz zu den Zeugen, darf ich diese auch grüßen und mit Ihnen menschlichen Kontakt pflegen.
    In diesem Sinne alles Gute in Eurem persönlichen Umfeld toleranter Christen
    Thomas

  • Daniel
    April 4, 2013

    Wenn man porneia googelt, wir dieses Wort meistens mit Unzucht wiedergegeben.

    Und hier liegt das Problem: Was ist Unzucht?

    Frag einen 68er, einer Amish, wen auch immer und du wirst soviele Antworten bekomment, soviele du frägst.

    In der Bibel finden wir auch keinen Vers, wie Unzucht = ….

    Somit denke ich mir, daß das was vor der Ehe passiert (Sex, Zärtlichkeiten, Kuscheln, Reden, kein Sex vor der Ehe), im besten Zeugensprech eine persönliche Gewissensentscheidung darstellt.

    Das Problem der ZJ ist allerdings, das dieser Tatbestand kriminalisiert wird und zu rechtlichen Konsequenzen führt und das ist nach meinem Verständnis falsch.

    Ehebruch wird in der Bibel ganz klar verurteilt (sowohl buchstäblich als auch im übertragenen).

    Homosexualität – hier tu ich mir persönlich schwer, weil ich den Text (Männer die bei Männern liegen) nur schwer wegdiskutierten kann, allerdings sehe ich auch einen großen Leidensdruck bei den betroffenen (und Homosexuelle die nur wegen der Bibel eine Hetero-Beziehung versuchen, leiden darunter und wenn später die Familie daran zerbricht, leidet auch die darunter) und wie das mit dem Joch Jesu, das leicht sein soll, vereinbar ist, verstehe ich nicht.

  • Joshua
    April 4, 2013

    Zu den den psycholgischen Perspektiven von Homosexualität hier folgender Auschnitt eines Aufsatzes von Frau Dr. Christl Vonholdt:
    „Die großen Pioniere der modernen Psychotherapie – Sigmund Freud, C. G. Jung und Alfred Adler – sahen alle Homosexualität als Neurose an, als Ausdruck eines unbewußten, ungelösten Kindheitskonfliktes. C. G. Jung sagte: „Der homosexuelle Mann ist unfähig, die Männlichkeit tief in seinem Innern zu finden. Deshalb versucht er, sie auf der biologisch-sexuellen Ebene zu finden.“
    Später trugen Therapeuten und Forscher wie Anna Freud, Irving Bieber und Ch. W. Socarides wesentlich zu einem tieferen Verständnis der Homosexualität bei. Anna Freud fand ein wichtiges Motiv für homosexuelle Wünsche: Der homosexuelle Akt soll die in der Entwicklung des Jungen nicht gelungene Identifizierung mit dem männlichen Geschlecht „herstellen“. Bieber fand heraus, daß die nicht gelungene Beziehung zwischen Vater und Sohn in der Kleinkindphase ein typisches Merkmal in der Geschichte homosexuell orientierter Männer bildet. Nie wurden diese Forschungen widerlegt.“ …
    „Dabei ist zu beachten, daß jeder Mensch einmalig ist und deshalb auch seine Entwicklung einmalig, und daß es immer mehrere Faktoren sind, die ineinander spielen und einer homosexuellen Entwicklung den Weg bahnen.
    Der Homosexualität liegt typischerweise ein nicht gelöster Kindheitskonflikt zugrunde. Dieser Konflikt hat mit der nicht gelungenen Identifikation des kleinen Jungen mit seinem Vater zu tun. Damit der Junge zu einer inneren Sicherheit in Bezug auf die eigene, zu entwickelnde männliche Geschlechtsidentität gelangt, muß er sich im Alter zwischen 9 Monaten und 5 Jahren aus der engen Verbindung mit der Mutter lösen und sich mit dem Vater identifizieren. Damit dieser Entwicklungsschritt gelingt, braucht es die aktive Beteiligung von Vater, Mutter und Sohn. Die Entwicklung wird erschwert, wenn:
    a) Die Mutter dem Jungen ein negatives Bild von Männlichkeit vermittelt, ihn emotional gegen den Vater einnimmt oder den Sohn nicht loslassen kann, ihn emotional distanzlos behandelt (z.B. als Partnerersatz emotional mißbraucht)
    b) Der Vater keine aktive, positive, zugewandte und ermutigende Beziehung zum Sohn sucht, zu wenig Zeit mit ihm verbringt oder wenig Körperkontakt mit dem Sohn hat
    c) Der Sohn von Natur aus z. B. ängstlich ist und eine fehlende Zuwendung des Vaters schnell als persönliche Ablehnung für sich verbucht.
    Entscheidend für diese Entwicklungsphase ist es, daß der Sohn sich mit dem Vater identifizieren kann. Erst durch das Vertrautwerden mit dem Vater, durch das Gefühl: „Ich bin wie der Vater und will einmal wie der Vater werden, erhält der Sohn einen Zugang zu seiner eigenen Männlichkeit, wird sie ihm vertraut und selbstverständlich. Gelingt die Identifizierung mit dem Vater nicht, zieht sich der Junge möglicherweise gekränkt und verletzt zurück. Seine innere Haltung ist dann: „Wenn der Vater mich nicht braucht, brauche ich ihn auch nicht.“ Damit baut er eine Mauer zum Vater auf und zu allem, was der Vater verkörpert, auch zu dessen Männlichkeit. Die neuere Forschung hat herausgefunden, daß in diesem inneren „Rückzug“ des Jungen vom Vater eine der entscheidenden Weichenstellungen zur Entwicklung der Homosexualität liegt. Der Junge zieht sich von der Männlichkeit zurück, bevorzugt die Welt der Mutter, spielt lieber mit Mädchen und fühlt sich zur Welt der Jungen immer weniger zugehörig.
    Die Sehnsucht nach der Zugehörigkeit zur männlichen Welt bleibt aber und mit ihr auch die Angst vor neuen Verletzungen und Zurückweisungen. In der Pubertät verbinden sich die stärksten Gefühle des Jungen, seine sexuellen Gefühle, mit seiner stärksten Sehnsucht: Zugang zur Männlichkeit zu finden.
    Wenn Jungen, deren „Vaterhunger“ vom eigenen Vater nie gestillt wurde, in der Zeit vor dem Erwachsenwerden homosexuellen Mißbrauch – vor allem durch einen älteren Mann – erleiden, ist sehr oft der Weg in die Homosexualität gebahnt.
    Der heterosexuell empfindende Junge begehrt die Weiblichkeit, weil sie ihm geheimnisvoll vorkommt. Der homosexuell empfindende Junge dagegen begehrt die Männlichkeit, weil gerade diese ihm geheimnisvoll vorkommt. (Die Weiblichkeit ist noch außerhalb seines Horizontes.) Wir verlieben uns nicht in das, was uns selbstverständlich und vertraut ist. Das erotisch Prickelnde ist gerade das Mysteröse, das Andere, Nicht-Vertraute. Der homosexuell empfindende Junge begehrt die Männlichkeit der anderen, weil sie ihm nicht vertraut ist.“

    Wie gut das unser Herr Jesus, das WORT, die personifizierte Weisheit Jehovas, durch den alle Dinge gemacht wurden, die menschliche Psyche kennt und weiß wie zerbrechlich und empfindsam diese ist und das bei seinem Gericht berücksichtigen wird.

    LG
    Josh

  • Dennis
    April 4, 2013

    Lieber joshua,

    danke für diese Textauszüge. Sicher ist jede Handlungsweise eines Menschen geprägt von Emotionen, pers. Umständen und Lebenserfahrungen. Kein Mensch auf dieser Welt kann zu 100% objektiv handeln.

    Mir ist aufgefallen, dass bei diesen Psychotherapeuten ausschließlich die Männer betrachtet werden, aber es gibt ja auch homosexuelle Frauen. Was ist mit denen?

    Ich glaube dass es für nicht Betroffene schwer möglich ist zu sagen, ob jemand eine „Behandlung“ braucht oder auch nur in Erwägung ziehen könnte oder nicht. Wobei ich Homosexualität nicht als ‚Krankheit‘ sehe

    Lg
    Dennis

  • Anna
    April 4, 2013

    Lieber Joshua,

    da warst du ja richtig fleißig, danke dafür. Da ja nicht nur Männer Gefühle für Männer haben nun eine Frage: Kann man diese Argumentation 1:1 auf Frauen die lesbisch sind anwenden. Das heißt wenn ich im von dir geposteten Artikel Vater gegen Mutter und Sohn gegen Tocher austausche?

    Und – ich kenne Männer – keine Zeugen Jehovas – diese sind gerne homosexuell und fühlen sich auch nichts und niemand gegenüber schuldig. Man denke nur an den Auspruch des Berliner Bürgermeisters: „Ich bin schwul und das ist gut so“.

    Das beschäftigt mich weil ich es gerne verstehen würde.

    Liebe Grüße an alle, leider aus dem Regen aber über 0°C.

    Anna

  • Joshua
    April 4, 2013

    Liebe Anna, lieber Dennis,
    wie bereits im Kommentar an Heibea erwähnt, gibt es auf der Internetseite vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft ausreichen gut recherchierte Artikel die verschiedensten Arten Ego-dystoner Sexualität.
    Wie bereits erwähnt kenne ich persönlich einige ZJs und andere Christen die unter ihrer Homosexualiteat und Transexualitaet sehr gelitten haben und diese erfolgreich therapieren konnten und nun ein erfülltes Familienleben haben.

    Viele Grüsse!
    Joshua

  • Anna
    April 4, 2013

    Lieber Daniel, liebe Brüder und Schwestern,

    du hast das wunderbar auf den Punkt gebracht. Es ist eine persönliche Gewissensentscheidung welche die WTG kriminalisiert.

    Denn daraus entstehen viele Probleme erst. Wie weit jemand mit seinen Zärtlichkeiten geht wenn er merkt, dass er einen Partner gefunden hat mit dem er sein Leben verbringen möchte geht die Organisation einfach nichts an. Und beim Lesen des Hohen Liedes ist von Leibesfeindlichkeit ja nun wirklich keine Rede.

    Meiner Meinung nach ist das ganz persönliche Verhältnis zu Jehova und Christus entscheidend.

    Ich gehe jetzt davon aus, dass jeder Zeuge Jehovas betet und seinem Schöpfer erklärt wie er eine Partnerschaft sieht und auch die Zeit VOR der Ehe. Und wer vor hat zu heiraten wird doch zusammen mit seinem Partner beten.

    ZITAT Fragen junger Leute (yp2 Kap. 4 S. 42-47)
    HAST DU GEWUSST .. ?
    Wenn man verlobt ist, redet man auch über intime Angelegenheiten. Doch Gespräche, die eindeutig auf sexuelle Erregung abzielen— auch am Telefon oder per SMS—, fallen unter den biblischen Begriff „Unreinheit“. ENDE Zitat

    Leider schweigt das Buch darüber was diese „intimen Angelegenheiten“ sind über die man redet…

    Nach meinen Beobachtungen ist es so, dass Paare oft nur deswegen heiraten um endlich mal „zu dürfen“ oder nur um das durch falsche Belehrungen gewachsene schlechte Gewissen zu beruhigen wenn sie schon vor der Ehe miteinander geschlafen haben.

    Das alles ist doch keine Basis für eine Beziehung. Das Gebot von Jesus den Nächsten zu lieben gilt doch in erster Linie für den Partner. Und dann wird man trotz aller Verliebtheit und Leidenschaft gemeinsam einen Weg finden wie man ganz persönlich mit seinem Körper und dem des Partners eine Beziehung hat. Das geht keinen anderen Menschen was an. Auch nicht die sogenannte beste Freundin die dann tratscht.

    Unser Schöpfer hat uns die Sexualität als Geschenk gegeben und Geschenke behandelt man gut.

    Zur weiteren Leibfeindlichkeit bezüglich der gemeinsamen Mahlzeiten auf Kongressen finde ich das auch sehr schade, dass es dies nicht mehr gibt. So sitzt jeder nur mit seiner Mittagspause da, der eine hat ein Brot, ein anderer Hühnerkeulen und Nudelsalat etc. und keiner kommuniziert mit dem Nachbarn. Nur immer mit denen die man ja ohnehin schon kennt. Nebenbei bemerkt haben mir viele Brüder erzählt dass sie früher ihren Partner beim Freiwilligendienst auf dem Kongress kennengelernt haben. Auch gemeinsam getane Arbeit wie Kochen, Essen ausgeben, abspülen usw. schweißt zusammen und ermöglicht es sich näher zu kommen.

    An BI noch danke für die Zusammenfassung des Artikels.

    Herzliche Grüße Anna

  • Sem
    April 4, 2013

    Zur weiteren Leibfeindlichkeit bezüglich der gemeinsamen Mahlzeiten auf Kongressen finde ich das auch sehr schade, dass es dies nicht mehr gibt. So sitzt jeder nur mit seiner Mittagspause da, der eine hat ein Brot, ein anderer Hühnerkeulen und Nudelsalat etc. und keiner kommuniziert mit dem Nachbarn. Nur immer mit denen die man ja ohnehin schon kennt. Nebenbei bemerkt haben mir viele Brüder erzählt dass sie früher ihren Partner beim Freiwilligendienst auf dem Kongress kennengelernt haben. Auch gemeinsam getane Arbeit wie Kochen, Essen ausgeben, abspülen usw. schweißt zusammen und ermöglicht es sich näher zu kommen.
    Zitat- Ende
    Aus meiner Erfahrung kann ich Anna`s Aussage nur bestätigen, da ich von klein auf dabei gewesen bin. Schade, es ist vorbei.
    Auf den Kongressen habe ich immer gerne Freiwilligendienst getan. Mal in Spülküche und auch als Ordner. Die Essenmarken musste man vorher kaufen und man wartete GEDULDIG bis man an der Reihe kam. Es ergaben sich damals viele schöne Gespräche mit Brd. u. Schw. Meine liebe Frau habe ich bei Ihrer Taufe kennen gelernt, als ich dort Ordner war, vor 35 Jahren. Andere Freunde von mir, die auch freiwilligen Dienst getan haben, besteht die Ehe immer noch. Viele andere Ehen sind leider zerbrochen, weil sie schnell ins Bett wollten. Heute bekommt man fast keinen Kontakt mehr auf den Kongressen, es sei denn, man geht wären des Programmpunktes umher.

  • Kyp an Hansi
    April 4, 2013

    Hallo Hansi,

    der Punkt, um den es den meisten hier geht, ist, dass die Moralgesetze der Bibel natürlich einzuhalten sind, aber dass die Interpretation der Zeugen Jehovas mit den eigentlichen Gesetzen der Bibel nur bedingt zu tun hat. Bspw. ist die Sexualmoral wesentlich rigrider als im moaischen Gesetz. Paulus sagte, wir sind vom Gesetz losgemacht worden, wie kann es also sein, dass wir nun Gesetze einführen, die darüber hinausgehen? Bspw. kann ein Dienstamtgehilfe sein Amt verlieren, wenn er mit seiner Freundin bei sich zu Hause zu zweit Kaffee trinkt. Er kann ausgeschlossen werden, wenn sie bei ihm zu Hause getrennt von ihm auf der Couch schläft. Dies wird als extremistische, zwanghafte, übertriebene und unbiblische Struktur empfunden. Natürlich liegt das im Ermessen des Betrachters und Menschen mit einer Sichtweise wie du sie hast, finden dies völlig biblisch. Doch gibt es für viele eine andere Seite der Medaille. Für mich persönlich bleibt nur, zu ergründen, was definitiv in der Bibel darüber steht und was nicht und dies zu vertreten.

    Grüße

    Kyp

  • Miri
    April 4, 2013

    Hallo Ihr Lieben,
    vielen Dank für den wunderbaren Artikel. Es ist immer wieder eine Freude hier mitzulesen.
    Dieses Thema erinnert mich an meine Vergangenheit, denn ich wurde von meinen Familienangehörigen auch als „Hure“ bezeichnet und dann ausgeschlossen. Das war eine sehr schlimme Zeit, aber ich habe meinen damaligen Fehltritt geheiratet und wir sind immer noch glücklich.
    Oft habe ich mich gefragt, macht es bei Gott einen Unterschied in welcher Religionsgemeinschaft man diese Sünde (wenn es denn eine ist) begeht. Nicht alle sind seit Geburt Zeugen Jehovas gewesen. Viele haben ein Vorleben und in dieser Beziehung auch ihre Erfahrungen gemacht, ohne verheiratet zu sein.
    Ist das vor Gott keine Sünde? Die Moralvorstellung „vor der Ehe nicht“ gelten auch in anderen Kirchen, werden aber nicht geahndet.
    Ist die Sünde deshalb keine Sünde mehr und zählt sie auch nicht vor Gott, weil man damals katholisch oder evangelisch war? Wie kann ich diese Einstellung vor mir rechtfertigen und andere dafür richten, nur weil ich jetzt Zeuge Jehovas bin?
    Wie viele müßten sich dann im Nachhinein noch selbst anklagen.
    Traurig aber wahr, diese Doppelmoral.

    LG an alle

  • hansi
    April 4, 2013

    genau das ist der punkt den du unteranderem in deinem kommentar erwähntest,liebe miri ,ich bin auch nicht als zeuge jehovas hineingeboren , sondern kam erst später nach reiflicher und gründlichem forschen und erst als ich viele fragen ,die ich hatte durch die bibel eine antwort bekam zu gottes volk,und ich denke ohne mich zu weit aus dem fenster zu lehnen vielen die hier mitlesen oder schreiben ging es ähnlich ok es würde zuweit gehen und den rahmen sprengen zeit mässig alles zu erwähnen ,aber was ich noch sagen möchte ,als ich noch kein enges verhältnis zu jehova gott und zu seinem sohn jesus christus ,war mir die bibel fremd und erst recht die moral und sexualgesetze piep egal und ich war kein kind von trauigkeit ich lies nichts aus ,aber das ist vergangenheit jehova hat mir durch seinen sohn viel vergeben ,und heute versuche ich als christ die grund sätze auch die sexual und moralgrundsätze im leben anzuwenden und wenn ich gegen diese sündigen sollte was jedem unvollkommenden menschen passieren kann ,so habe ich einen helfer mehr noch den allerbesten freund jesus christus der mir hilft bei seinem vater .lg hansi

  • Heike
    April 4, 2013

    Hallo Hansi,
    Das ist ja auch völlig legitim wenn du das für dih so beschlossen hast. Ich denke aber der springende Punkt ist hier, dass Hurerei von vielen anders Verstanden wird insbesondere von den Zeugen nun einmal falsch, und dass die Ahnung einer solchen durchaus vertretbaren und nachvollziehbaren Verfehlung einfach extrem und übertrieben ist.
    Bitte versetz dich einmal in diejenigen hinein die als Zeugen groß wurden. Die Erfahrungen die du gemacht hast indem du „kein Kind von Traurigkeit“ warst, haben diese so gut wie nicht machen können. Klar fällt es ir im Nachhinein leichter zu sagen du kannst die Moralvorstellungen fast immer ziemlich gut einhalten, du hast dich ja ausgetobt:-)
    Innerhalb der Zeugen gibt es nichts schlimmeres wie sexuelle Verfehlungen. Obwohl in einem Satz auh Trunkenbolde und Diebe genannt werden fallen solche“Sünden“ kaum ins Gewicht. Das ist einfach unverhältnismäßig und weltfremd, es wird oftmals vergessen dass die Bibel ein optimal Bild von uns zeichnet, wir KÖNNEN nicht alle Gebote einhalten weil wir nunmal Sunder sind! Aber sollte doch einmal die Schmach einer Zurechtweisung passieren ist man als Frau innerhalb des sehr begrenzten Heiratsmarktes sowieso schon für die Hälfte abgeschrieben… Und da frage ih mich: geht’s noch?? Ist für mich unverständlich.

  • Edelmuth an Heike
    April 4, 2013

    Guten Abend Heike

    Ich bin auch mit 27 Jahren „gefischt“ worden. Damals gab es kein AIDS. Meine Erfahrungen – und ich habe bestimmt nichts anbrennen lassen – lehrten mich aber, dass eine vertrauensvolle Beziehung zu einem festen Ehepartner, mit dem man alt werden kann, tausend mal mehr wert ist als das Haschen nach Wind. Um Menschen kennen zu lernen, die motiviert sind, das Gute zu tun, wurde ich Zeuge Jehovas. Ich wurde tief enttäuscht.

    Dennoch halte ich trotz aller Widerwertigkeiten an Jehova und seinen Sittenmaßstäben fest, so gut ich kann, denn Jehova stand mir immer treu zur Seite. Auf IHN konnte ich mich stets verlassen.

    Das, was ich vor meiner Zeit als getaufter Zeuge Jehovas erlebt habe, kann man besser mit einem vertrauten Ehepartner erleben. Ihr habt nichts verpasst.

    Ede

  • Alois
    April 4, 2013

    Liebe Miri

    Nach meinem Gewissen hast Du keine Sünde begangen da Du Deinen „Fehltritt“ geheiratet hast. Denn mit dem ersten mal zusammen schlafen wurdet Ihr „ein Fleisch“. Nur das Trennen dieser Verbindung wäre nach meinem Gewissen eine Sünde.
    Aber auch keine Sünde die zum Tode führt. Denn es gibt Sünden die zum Tode führen und Sünden denen vergeben werden kann.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Mariel
    April 4, 2013

    Liebe Miri,
    ich freue mich, wenn ich lese, dass du deinen „Fehltritt“ geheiratet hast und immer noch glücklich bist. Du hattest den Mut auf deinen Gefühle zu vertrauen und hast richtig entschieden.
    Wir sind nicht dafür gemacht, uns in allen Herzensangelegenheiten von einer Organiation Vorschriften machen zu lassen. Und schon gar nicht, dem Druck eines ausgedachten Rechtssystems standzuhalten. Ich bin nicht in der „Wahrheit“ aufgewachsen, mußte aber erleben, wie mein Sohn vor ein Rechtskommitee zitiert wurde. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so ausgeliefert gefühlt. Und mache mir bis heute Vorwürfe, dass ich das zugelassen habe. Es hat ein schlimmes Trauma in unserer Familie hinterlassen, wovon wir uns nie wieder erholen werden.
    Diese Art und Weise mit „Südern“ umzugehen ist meines Erachtens
    unbiblisch und hat nichts damit zu tun „einander offen unsere Sünden zu bekennen“.
    Liebe Grüsse und bleib weiterhin glücklich.
    Mariel

  • Miri
    April 4, 2013

    Liebe Mariel,
    Du hast recht. Als Jugendliche vor einem Rechtskomitee zu stehen, war für mich mit das Schlimmste, was ich erlebt habe. Ich selber war mir ja meiner Schuld bewußt und ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, aber dann noch mit Ältesten darüber zu reden, war schlimm.
    Ich habe trotzdem damals zu ihnen gesagt, dass ich die eigentliche Tat nicht bereue, weil ich meinen damaligen Verlobten (er war keine Zeuge) liebe und wir heiraten möchten, aber wenn ich gegen ein Gebot Jehovas verstoßen habe, dann bereue ich das sehr. Ich konnte nicht lügen und natürlich wurde ich ausgeschlossen.
    Die Zeit danach war die Hölle, weil keiner mehr etwas mit mir zu tun haben wollte. Meine Familie hat sich strikt an das Kontaktverbot gehalten, bis heute.
    Und dann steht Du da als junge Frau und hast von der Welt keine Ahnung.
    Irgendwann habe ich dann gedacht, wenn ich schon nicht ewig leben darf, dann möchte ich wenigstens in diesem Leben, dass Gott mir ja auch geschenkt hat, glücklich werden.
    Und ich habe dann auch wieder angefangen zu beten und Jehova um Hilfe zu bitten. Das hat gut getan. Ich freue mich heute, dass ich wieder ein Vertrauensverhältnis zu ihm habe und durch BI habe ich auch gelernt, Jesus mit einzubeziehen. Das macht glücklich.
    Aber ich muß auch sagen, dass mich meine Erziehung als Zeugin Jehovas geprägt hat, und viele Dinge und biblische Grundsätze versuche ich trotzdem in meinem Leben anzuwenden, besonders auch bei der Erziehung meiner Kinder.
    Aber nie im Leben würde ich sie aufgeben, oder den Kontakt mit ihnen abbrechen, weil ich das für absolut unbiblisch halte.
    Wie können Sünder über Sünder richten? Wie kann man seine eigenen Sünden vergessen und andere dafür verurteilen?
    Danke für die lieben Kommentare.

    Liebe Grüße
    Miri

  • Maryam
    April 4, 2013

    Liebe Miri,
    was du berichtest, kann ich nachvollziehen. Habe selber Freunde, die ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Tut mir auch sehr leid, dass du mit deiner Familie immer noch keinen Kontakt hast.
    Wenn du willst, schreib mir doch. BI gibt dir sicher gern meine Emailadresse.
    Herzlichst
    Maryam

  • Sascha an Miri
    April 4, 2013

    Liebe Miri,

    Du hast eine sehr gute und nachdenkenswerte Frage gestellt: Wie können Sünder Sünder richten?

    Damit triffst du den Nagel auf den Kopf! Deswegen sagte Jesus zu seinen Jüngern: Hört auf zu richten. Sie haben es also vorher getan, und sollten jetzt damit aufhören. So verstehe ich die gegenseitige Vergebung und das Abbbauen von Vorurteilen als elementare Bestandteile der Gnade Gottes und der christlichen Nächstenliebe. Und dann sieht man sich selbst im richtigen Licht und der uns „angeborene“ Hang zum Richten anderer Menschen kann nach und nach abgebaut werden. Vielleicht darf ich passend dazu noch eine sehr schöne Passage aus dem Brief von Paulus an Timotheus zitieren:

    1Ti 1:12 „Ich danke unserem Herrn Jesus Christus, der mir die nötige Kraft schenkt, dass er mich überhaupt für vertrauenswürdig hielt und in seinen Dienst genommen hat, 1Ti 1:13 obwohl ich ihn doch früher verhöhnt und seine Gemeinde mit grausamer Härte verfolgt habe. Doch er hat sich über mich erbarmt, weil ich in meinem Unglauben nicht wusste, was ich tat. 1Ti 1:14 Die Gnade unseres Herrn hat mich förmlich überschüttet. Er hat mir einen Glauben und eine Liebe geschenkt, wie nur Jesus Christus sie geben kann. 1Ti 1:15 Ja, diese Botschaft ist absolut zuverlässig und verdient unser volles Vertrauen: „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten.“ Ich war der schlimmste von ihnen. 1Ti 1:16 Aber gerade deshalb hatte er Erbarmen mit mir. Jesus Christus wollte an mir demonstrieren, welche Menschen durch den Glauben ins ewige Leben hineingerettet werden können. 1Ti 1:17 Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott gebührt Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig! Amen.“

    Liebe Grüße und dir weiter alles Gute
    Sascha

  • Mariel
    April 4, 2013

    Liebe Miri,
    du bist ein starke Frau geworden, weil du deinen Weg im Leben gehst. Das ist nicht leicht, die meisten, die Familie in der Versammlung haben, würden lieber lügen als ausgeschlossen zu werden. Oder sie lassen sich nicht erwischen und führen ein Doppelleben. Aber das macht nicht glücklich sonder krank und depressiv. Ich hab gelernt mich vom Psychodruck und der Angstmacherei zu befreien und Jehova als meinen persönlichen Freund zu sehen. Die Bilbel sagt, dass Jehova „Liebe“ ist und wir stammen alle aus seinem Gedanken der Liebe. Deshalb hat er seinen lieben Sohn geopfert, um uns alle, die ganze Menschheit, zu befreien von der Erbsünde, wo wir alle nichts für können.
    Das ist für mich die gute Botschaft für alle Lebenden.
    So ein liebevoller Gott wird niemals Menschen wegen Zwangsvorschriften einer Organisation vernichten auch dich nicht.
    Die Liebe ist die stäkste Macht im Universum!
    Liebe Grüsse
    Mariel

  • hansi
    April 4, 2013

    ich möchte mal etwas erwähnen was noch nicht berücksichtigt wurde weder vom autor des artikelsschreiber noch von den kommentarschreiber der lieben brüdern und schwestern.mann sollte bitte festhalten das die gerechten grundsätze über die moral und sexualmassstäbe von keiner religion ,organnisation oder wtg sondern vom schöpfer der menschen und autor der bibel jehova gott festgelegt wurde 1korinter 6.9 auszugsweise das weder, hurrer ,ehebrecher,homosexuele das königreich gottes nicht erben werden klar und unmissverständlich christen wird geraten flieht vor der hurrerei ,ein schönes beispiel gab uns ja josepf der vor potiphas frau wegrannte .ein aspäkt würde ich gerne noch erwänen ,ich sehe die moralgrundsätze nicht als einengend sondern liebe,ja liebe jehova gott ist durch und durch liebe daher sind seine gebote auch was die grundsätze der sexuallität liebe und für uns menschen ein schutz,und seine gebote jehovas sind nicht schwer .ja es bedeutet bustäblicher schutz vor krankheiten vor aids ,und vieles mehr auch ein schutz vor famielienauseinandersetzungen ,ehescheidungen usw und so fort ,abtreibungen ja morde an ungeborenes leben ,auch würde mann wenn mann mehr gottes gesätze berücksichtigen würde wenniger selbstmorde geben fakt ist nummer 1der selbsttötungen viele jugendliche und heranwachsene nehmen sich das leben weil die beziehung platzt.das trauig macht .das alles wenn mann das alles betrachtet kann mann nur zum schluss kommen ich jedensfalls tue es das die gebote jehovas auch auf sexuellen gebiet für uns menschen nur zum schutz dient.natürlich ist darüber leicht zu schreiben als die gebote auch einzuhalten wir sind alle noch unvollkommen noch ,deshalb kann es passieren das wir gegen die gebote sündigen es ist jedoch beruhigend zu wissen das jehova nicht nur ein berücksichtiger gott ist sondern auch ein vergebender er vergibt uns aus liebe durch seinen sohn 1johannes2 ab vers 1 ja wir haben einen helfer beim vater einen gerechten jesus christus und er ist unser freund und er tut sich gern für uns einsetzen bei seinem vater ja es ist sehr wichtig uns einzugestehen wie es paulus römmer kapietel 7tat dadurch bekunden wir als jesu nachfolger wertschätzung für das loskaufsopfer jesu christi .lg hansi

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Deine Überlegungen lieber Hansi wie auch Argumente was Sünde ist steht für jeden echten Christen ausser Frage – oder? Wie gehst du jedoch mit Sünde um? Ist Sünde etwas Gutes oder Schlechtes? Wie gehst du damit um dass in GW die Sünde in Hebräer 11 lt. NWÜ als zeitweiliger Genuss bezeichnet wird. Ich kann wie auch Moses dem Genuss mich entsagen, doch hat jeder Mensch die Kraft das durchzuziehen?
    Paulus hatte laut eigenen Worten in Röm.7:18-25 diese Kraft nicht!
    Lg. Matthäus

  • Robin an Hansi
    April 4, 2013

    Hallo Hansi,

    damit es keine Missverständnisse gibt, ich bin bald 30 Jahre glücklich mit meiner Frau verheiratet, trotzdem würde mich interessieren, in welcher Bibelübersetzung du das mit den Homosexuellen gefunden hast, ich zitiere dich auszugsweise:

    „. . . 1korinter 6.9 auszugsweise das weder, hurrer ,ehebrecher,homosexuele das königreich gottes nicht erben werden klar und unmissverständlich . . .“

    Gruß
    Robin

  • Hopefull
    April 4, 2013

    Lieber Robin

    entschuldige wenn ich mich ein mische. Ich habe gerade 1. Kor. 6:9 in der Interlineaübersetzung nachgeschaut. Es wird zwar nicht das moderne Wort „Homosexuelle“ verwendet aber „mit Männern verkehrenden Männer“.

    Man könnte jetzt auch Rö. 1:27 dazu ziehen, laut Elberfelder heißt es da:
    „und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben….“

    Wenn Jehova es gewollt hätte, oder es für ihn in Ordnung wäre, dass Gleichgeschlechtliche miteinander verkehren, hätte er Adam vorher gefragt was er denn als Partner lieber hätte, eine Frau oder einen Mann. Er hat aber dem Adam sofort das Gegenstück gegeben, eine Frau, und sogar später in den mosaischen Gesetzen festgelegt, dass kein Mann bei einem Mann liegen sollte.

    Allerdings sollten wir uns hüten diese zu verurteilen. Bei manchen mag es krankhaft sein. Man hat zB CT-Untersuchungen gemacht bei Transvestiten und hat festgestellt, dass bei vielen Transvestiten bestimmte Hirnareale mehr aktiv sind, die für Frauen typisch sind und bei Männern nicht so aktiv sind. Jehova und Jesus können das aber beurteilen und auch dementsprechend gerecht richten.
    Mit Pädophilen kann ich das vielleicht besser erklären. Es gibt Pädophile, die ihre Neigung mit Hingabe ausleben und Freude daran habe, das verurteile ich aufs schärfste!
    Aber es gibt auch Pädophile, die das gar nicht wollen und unter ihrem Trieb sehr leiden. Sie gehen sogar zur Polizei und bitten darum auf Lebenszeit weggesperrt zu werden, damit sie nicht wieder etwas Schlimmes einem Kind antun.

    Deswegen bin ich sehr froh, dass nicht wir Menschen das Gericht üben müssen, wer gerettet wird und wer nicht, sondern dass Gott dies seinem Sohn Jesus überlässt. Damit fällt eine große Last weg und wir können unbeschwert ein christliches Leben führen.

    liebe Grüße Hope

    ======================================================================================

    Lieber Hoppe,
    danke dir und den anderen, die sich bemühen dieses Thema ausgeglichen zu kommentieren.
    Wir müssen uns doch nicht gegenseitig Bibelstellen unter die Nase halten die zeigen, das Jehova Gott
    abnormale Sexualpraktiken verurteilt. Schon unser natürliches Empfinden sagt uns, was in Ordnung ist und was nicht, auch wenn es persönliche Spielräume gibt.

    Hurer und Ehebrecher oder Männer die bei Männer liegen werden das Reich Gottes nicht erleben, das sagt Paulus endeutig. Ersagt aber auch, das all diese von dieser Sünde befreit sind durch das Opfer Jesu wenn sie es annehmen.
    Es gibt aber auf diesem Gebiet Menschen, die sich um die biblischen Gesetze Gottes überhaupt nicht kümmern und in ihrer Sünde verharren WOLLEN.
    Und es gibt Menschen die die Gesetze Gottes als gut und richtig sehen und sich ändern WOLLEN, aber es im Einzelfall nicht schaffen.

    Für diese ist Christus genau so gestorben wie für alle anderen, die auf diesem Gebiet nicht so kämpfen müssen, aber vieleicht auf einem anderen.

    Liebe Grüße
    Bruderinfo

  • Robin an Hope und Bruderinfo
    April 4, 2013

    Liebe Hope,

    danke, dass du dich einmischt.

    Lieber Bruderinfo, ich hoffe, dass du nach folgender Erklärung verstehen wirst, worauf ich hinaus will, dazu will ich dir keine „Bibelstellen unter die Nase halten“, benötige jedoch einige Bibelübersetzungen:

    Einheitsübersetzung:
    9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder,

    Elberfelder 1905:
    9. Oder wisset ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht ererben werden? Irret euch nicht! Weder Hurer, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder,

    Gute Nachricht Bibel:
    9 Denkt daran: Für Menschen, die Unrecht tun, ist kein Platz in Gottes neuer Welt! Täuscht euch nicht: Menschen, die Unzucht treiben oder Götzen anbeten, die die Ehe brechen oder als Männer mit Knaben oder ihresgleichen verkehren,

    Hoffnung für alle:
    9 Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird? Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen;

    Luther 1984:
    9 Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder,

    Menge:
    9Wißt ihr nicht, daß keiner, der Unrecht tut, das Reich Gottes erben wird? Irret euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lüstlinge und Knabenschänder,

    Neue Genfer Übersetzung:
    9Muss ich euch daran erinnern, dass die, die Unrecht tun, keinen Anteil am Reich Gottes bekommen werden, dem Erbe, das Gott für uns bereithält? Macht euch nichts vor: Keiner, der ein unmoralisches Leben führt, Götzen anbetet, die Ehe bricht, homosexuelle Beziehungen eingeht,

    Schlachter 2000:
    9Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder,

    Züricher:
    9Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Wer Unzucht treibt, die nichtigen Götter verehrt, die Ehe bricht, sich gehen lässt, mit Männern schläft,

    Die „Neue evangelische Übersetzung“ nehme ich als letzte, weil hier in der Fußnote mit einem Satz gesagt wird, was ich meine:
    9 Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden? Täuscht euch nicht: Menschen, die in sexueller Unmoral leben, Götzen anbeten oder die Ehe brechen, Lustknaben und Knabenschänder*,
    * 6,9: Knabenschänder. Gemeint sind homosexuelle Männer – die, die sich missbrauchen lassen, und die, die es aktiv tun.

    Gottes Wort verurteilt weder Homosexuelle noch Heterosexuelle.
    In der Bibel werden Handlungen verurteilt, wie z. B. Ehebruch, aber niemals eine Neigung, für die ein Mensch vielleicht gar nichts kann.

    Für Watchtower Library-Nutzer empfehle ich folgenden Artikel, den ich auch schon Vortragsrednern empfohlen habe, die Homosexuelle verurteilen:
    Erwachet vom 8. 12. 1997, S. 13 Was sagt die Bibel? Sollten Christen Homosexuelle hassen?

    Danke dir Hope, für deine letzten Sätze zu diesem Thema:
    „Deswegen bin ich sehr froh, dass nicht wir Menschen das Gericht üben müssen, wer gerettet wird und wer nicht, sondern dass Gott dies seinem Sohn Jesus überlässt. Damit fällt eine große Last weg und wir können unbeschwert ein christliches Leben führen.“

    Liebe Grüße
    Robin

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Guten Abend Robin

    Jehova geht in seiner Liebe noch einen Schritt weiter; „Und doch wart ihr…“.Jehova vergibt denen großzügig, die einst so gehandelt haben, ungeachtet, ob sie es nicht besser wussten oder ihr Glaube zu schwach war. Auch denen, die Jehova treu dienen wollen und dennoch aufgrund ihres Fleisches immer wieder rückfällig werden (siehe Paulus und Petrus) vergibt er großzügig. Wir müssen nur ganzherzig an uns arbeiten und das Richtige wollen.

    Ede

  • Pit
    April 4, 2013

    hallo ihr lieben,
    die sexualität ist das schwierigste thema in der religion.
    ich äussere mich nicht gern dazu. aber, ich will es hier tun.

    in der bibel finden sich nur spärliche informationen über die sexualität. und über die sexualität zwischen verheirateten findet sich gar nichts. wenn dieses thema so wichtig wäre, hätte gott uns genaue vorschriften dazu gegeben.
    aber das hat er nicht.

    wenn man texte nimmt und frei interpretiert muss man auch die damaligen gesellschaftlichen und sittlichen gegebenheiten kennen.

    zur auslegung ein beispiel:
    analverkehr.
    der text dazu: „wenn ein mann bei einem mann liegt, so wie er bei einer frau liegt…“.

    da ein mann nur in einer weise bei einem mann liegen kann (anal) würde der text inklementieren, dass es gang und gäbe wäre, so auch mit der frau zu verkehren und es wäre nichts daran auszusetzen.

    so könnte ich das interpretieren, wenn ich wollte.

    mit allem, was ich aus geschichte gelernt habe, kann ich sagen, dass die sittlichen interpretationen aus dem mittelalter stammen, so auch die übertriebene frömmigkeit und das selbstgeisseln. und nicht aus der bibel selbst.

    dies entspricht nicht mehr meiner einstellung und ich lasse mich davon nicht mehr täuschen.

    der christ ist seinem gewissen unterworfen und was nicht gegen eines der beiden gebote verstösst, ist auch erlaubt.

    denn man darf nicht sich selbst und seinem partner eine last auflegen, die nicht durch die schrift gerechtfertigt werden kann, sondern nur hineininterpretiert wird.

    vorehelicher verkehr im alten israel war gängig. es gab keinen trauschein.

    allerdings resultierte der bund der ehe daraus. ich sehe das so, wenn ich mit einer frau schlafe, so werden wir ein fleisch und sind verheiratet vor gott.
    das mag altmodisch klingen, aber für mich ist es so.

    die zj, und nicht nur sie, orientieren sich an den puritanischten und an den sittlich völlig überzogenen ansichten des mittelalters. (bete und arbeite).
    was soll daran fromm sein? was hat das mit christus zu tun?
    nichts.
    sind wir nicht frei in christus?
    doch jeder entscheide das nach SEINEM gewissen und nicht autoritär für andere.

    so werden aus christen fanatiker. immer im sinne der reinheit.
    sie gehen über die schrift hinaus und verstossen gegen die gebote.

  • Kyp an Pit
    April 4, 2013

    Hallo Pit,

    deine Ansicht finde ich ausgeglichen und biblisch fundiert, danke hierfür.

    Grüße

  • Alois
    April 4, 2013

    Hallo Pit

    Danke für Deine Worte, ich sehe es genauso, besonders auch folgende Aussage:
    Zitat: wenn ich mit einer frau schlafe, so werden wir ein fleisch und sind verheiratet vor gott.

    Von Hurerei könnte man frühestens dann reden, wenn die beiden nicht heiraten oder zusammenbleiben und vor allem sobald sie sich wieder trennen.
    Eine wilde Ehe ist auch eine Ehe und sie sind genauso „ein Fleisch“ wie eine Standesamtehe.

    Liebe Grüße
    Alois

  • fraka
    April 4, 2013

    Paulus schreibt im 1. Kor.7,36 Elberfelder….Wenn aber jemand denkt, er handle ungeziemend mit seiner Jungfrau, wenn er in der Vollkraft steht16, und es muss so geschehen, so tue er, was er will; er sündigt nicht; sie sollen heiraten.

    Hfa…Wenn aber jemand meint, es sei Unrecht, seine Braut nicht zu heiraten, und wenn sein Verlangen nach ihr zu stark ist, so soll er tun, was er für richtig hält. Die beiden können heiraten, es ist keine Sünde.

    Schlacter 2000…Wenn aber jemand meint, er handle unschicklich an seiner Jungfrau, wenn sie über die Jahre der Reife hinauskommt, und wenn es dann so sein muß, der tue, was er will; er sündigt nicht, sie mögen heiraten!

    Zum Vergleich noch die NWÜ….Wenn aber jemand denkt, er verhalte sich gegenüber seiner Jungfräulichkeit ungehörig, wenn diese über die Blüte der Jugend hinausgeht, und es auf diese Weise geschehen sollte, so tue er, was er will; er sündigt nicht. Sie mögen heiraten.

    Euch allen Gottes Segen!

  • Lavendel
    April 4, 2013

    Guten Abend Brigitte,
    jedes Bundesland hat einen Datenschutzbeauftragten. Ich würde mich zunächst dort hin bemühen. Sieh auch hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutzbeauftragter
    Alles Liebe, Lavendel

  • Sem
    April 4, 2013

    Die Folge davon ist, dass viele Zeugen [Jehovas] beim Thema Sex schon fast paranoid wurden. Oft litten die Ehebeziehungen zwischen Mann und Frau darunter und sie begannen das Thema Sexualität mit Abscheu zu betrachten.
    Zeugenfrauen beklagten sich manchmal, sie hätten Angst von Gott schlecht beurteilt zu werden, wenn sie beim Verkehr mit ihrem Ehemännern etwas Unziemliches tun würden.

    Ich kannte vor Jahren eine junges Paar, das gerade geheiratet hatte. Nach einem Jahr haben alle auf Nachwuchs gewartet. Wie es sich später stellte, wurde die NIE vollzogen. Immer wenn die junge Schw. mit Ihrem Mann schlafen wollte, hat er in der Bibel gelesen. Dieses junge Paar kannte ich schon lange. Die Eltern von dem Brd. wured verklemmt aufgezogen. SEX ist unanständig. Das ist die traurige Erfahrung, die man bei den JZ machen kann. Ich denke das ist kein Einzelfall. LG. Sem

  • Igel
    April 4, 2013

    Hallo Sem,

    Du hast recht ist kein Einzelfall, leider!
    Und warum? Weil man als hineingeborenes Kind auch das schlechte Gewissen in die Wiege gelegt bekommt und wenn man mal rann möchte muß man eben die Katze im Sack heiraten sobald man 18 lenze auf den Buckel hat, das mag bei ca. 80 % gut gehen aber eben nicht immer, ich durfte die Erfahrung der ca. 20 % machen die eben Pech hatten,
    das lag aber nicht an meinem Bibelleseprogramm sondern, das meine mittlerweile Ex-Frau höchstwarscheinlich als Kind missbraucht wurde! Heute bin ich Singel und ZJ U-Boot und tauche nur zum GM auf! Ja es gibt eben auch die andere Seite in einem ach so glücklichen Zeugen leben das steht aber nicht im WT unter Erfahrungen. Mein Tipp an alle ZJ die Heiraten möchten geht vorher zum Arzt und lasst euch untersuchen, dann geht die Gefahr das nichts läuft nur vom tägl. Bibelleseprogramm aus.
    Der Witz an der Sache ist da im Ehebett keine zwei Zeugen anwesend waren bin ich bei den Zeugen verbrannt und nicht frei um wieder zu heiraten, also muss ich als U- Boot im verborgenen Fischen denn wenn ich beim Fischen von den Ältesten entdeckt werde, werde ich sicher ausgeschlossen bzw. abgeschossen und kann nicht mal mehr meine Fam. besuchen. Wie sagt man dazu in der Welt? Außer Späßen nichts gewesen! Aus meiner Erfahrung herraus kann ich nur sagen wir sind eine Sekte da sobald etwas nicht so läuft wie es im WT geschrieben wird. Hat keiner eine Antwort! Da nicht sein kann was nicht sein darf! Währen wir keine Sekte dann könnte jeder nach seinem eigenen Gewissen handeln und müsste nur Jesus Christus Rechenschaft ablegen. Hurerei sollte Hurerei sein wenn man in einer Ehe fremd geht, oder als Singel ohne feste Absichten und Liebe zueinander in einem fremden Bett aufwacht.

    Liebe Grüsse Igel

  • Brigitte
    April 4, 2013

    Liebe Schwestern und Brüder,

    ich komme heute mit einer Frage zu Euch vielleicht kann mir jemand weiter helfen.

    Anfang März verlangten mein Mann u. Ich nach unserem Austritt im Dez. 2012 von unserer ehemaligen Versammlung unsere Verkündigerkarte schriftlich zurück. Doch folgende Briefe erhielten wir.

    1.Brief von der Versammlung (Antwortschreiben)

    Angesichts der Sensitivität datenschutzrechtlicher Angelegenheit können wir schutzrechtliche Anliegen nur bei gesichertem Nachweis der Identität des Antragstellers bearbeiten (§3 Abs. 5 DSGJZ.). Dieser Nachweis erfolgt üblicherweise durch eine Unterschriftsbeglaubigung oder durch eine gut lesbare Kopie des Personalausweises. Eventuelle Kosten für diesen Nachweis der Identität sind von dem Betreffenden selbst zu tragen.

    Daraufhin bekam der Koordinator der Ältestenschaft einen Brief und Fotokopie unserer Personalausweise.

    2.. Brief ( Antwortschreiben)

    Ihrer Bitte um Aushändigung der für Ihre Namen ausgestellten Verkündigerberichtskarten der Versammlung können wir aus folgenden Gründen nicht entsprechen:

    Verkündigerberichtskarten der Versammlung werden zwar auf den Namen des betreffenden Verkündigers ausgestellt, bleiben aber Eigentum der Versammlung. In Verbindung mit der darauf befindlichen Unterschrift ist es notwendig diese zur Dokumentation der Zeit der Mitgliedschaft sowie der Einwilligungserklärung in der Versammlung aufzubewahren.

    Entsprechend unserer datenschutzrechtlichen Regelungen sind die Daten auf der Karte gesperrt. Damit ist im Sinne des Interessenausgleichs beide Seiten eine angemessene Berücksichtigung Ihres Begehrens getroffen, die auch den Maßstab des Bundesdatenschutzgesetzes entspricht.

    Sollten Sie wider Erwarten der Ansicht sein, dass durch dieses Schreiben Ihnen Rechten nicht Genüge getan ist, weisen wir auf die Möglichkeit § 4 Abs. 1 bzw. § 5 Abs. 3 DSGJZ hin.

    Hat es Sinn sich an Datenschutz Beauftragten des Zweigbüros oder an das Zweigkomitee zu richten um seine Verkündigerkarte zu erhalten. Oder sollte man das einfach so hinnehmen.

    Sind wir Vereinsmitglieder gewesen oder nicht Mitgliedskarte bekamen wir keine.

    Solltet Ihr eine Antwort haben wären wir Euch sehr Dankbar. Meine email Adresse ist bei bruderinfo zu erfragen. Nochmals Danke

    Liebe Grüsse
    Brigitte

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Liebe Brigitte, wir haben darüber ja auch schon einmal persönlich gesprochen, für aale anderen dies Info!

    Ich habe meine umgehend erhalten!

    Da sich auf dieser Karte meine Unterschrift befand und ich nicht mehr in deren Kartei gelistet werden
    wollte – als event. spätere Mitgliedschaft um mir womöglich irgendwann Kirchensteuer vorschreiben zu können,
    Habe ich diese Karte zur Aushändigung verlangt.

    Der Grund liegt ja auch darin, von den Ältesten bekommt man bei Austritt oder Ausschluss nichts schriftliches in die Hand. Also könnte man in 5 oder 10 Jahren (wenn Kirchensteuer erhoben wird) nicht einmal nachwisen kein Mtgled mehr zu sein. In Österreich kann man allerdings zur Bezirkshauptmannschaft gehen und den Austritt kundtun, dann bekommt man dies vom Amt oder der Behörde bestätigt.

    Ich weiss von einer Schwester die die Karte auch verlangte, da sagten die Ältesten sie sei vernichtet worden, wers glaubt wird selig!

    Lg. Matthäus

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Hallo Brigitte

    Dieses Thema wurde einmal im IL-Forum mit dem Ergebnis diskutiert, dass die Einbehaltung der Verkündigerkarte legal ist. Von dir eine Kopie deines Personalausweises zu verlangen war somit eine Sauerei zur Vervollständigung ihrer Unterlagen, denn sie wussten vorher, dass sie die Verkündigerkarte nicht herausgeben werden. So viel zum Thema Lüge & Täuschung.

    Ob die Aufbewahrungsfrist von Akten über einen Zeitraum von mehr als 5 Jahren den Tatbestand der verbotenen Datenvorratsspeicherung erfüllt, ist mir nicht bekannt. Allerdings ist es jedem Bundesbürger erlaubt einmal im Jahr kostenlose Datenauskunft über seine gespeicherten Daten zu verlangen, der sie nachkommen müssen. Kommen sie dem nicht nach oder ist ihre Datenauskunft unzutreffend, hast du das Recht, dich an den zuständigen Datenschutzbeauftragten deines Bundeslandes zu wenden. Versprich dir aber nicht zu viel davon.

    Ede

  • Sascha
    April 4, 2013

    Lieber Matthäus,

    hier in Deutschland kann man auch zur Gemeinde oder Stadtverwaltung gehen und seine Mitgliedschaft beenden. Das ist auch in den Statuten der KdöR verankert. Denn ich glaube nicht, dass der Austritt den Behörden vonseiten der Versammlung gemeldet wird, wenn man nur ein Austrittsschreiben verfasst hat. Wie du ja gesagt hast, bekommt man keine schriftliche Bestätigung, weshalb ich den Verdacht habe, dass diese ganze Unterschriftenaktion auf der Verkündigerkarte vor ein paar Jahren nötig wurde, um gegenüber dem Gericht glaubhaft zu machen, dass man eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern hat. Da gibt es nämlich eine zahlenmäßige Grundbedingung, um überhaupt KdöR zu werden. Das Problem war in den Vereinen nur, dass ja damals nur die Ältesten und die DAG Mitglieder waren. Mit diesen Zahlen hätten sie die Rechte einer KdöR niemals bekommen. Wo kommen also die ganzen Mitglieder her, wenn keiner von uns bewusst eine Mitgliedsvereinbarung unterschrieben hat?

    Weiß jemand von euch darüber noch mehr? Hat sich einer von euch direkt bei der Stadtverwaltung abgemeldet? Außerdem gehe ich wie du davon aus, dass Kirchensteuern irgendwann ein Thema werden. In den Statuten der WTG in Österreich gibt es bereits diesen Passus:

    § 16 “Recht und Pflichten der Mitglieder” bei Punkt (4) zu lesen:

    “Sollte das Zweigkomitee entsprechend § 17 Abs. 4 Mitgliedsbeiträge festlegen, sind Mitglieder zur Leistung des Mitgliedsbeitrags verpflichtet.

    und der relevante Absatz in § 17 Mittel der Religionsgemeinschaft:

    (4) Falls die entsprechend Absatz 1 aufgebrachten Mittel nicht ausreichen, um die Finanzierung der Religionsgemeinschaft zu gewährleisten, kann das Zweigkomitee befristet oder auf Dauer Mitgliedsbeiträge festlegen und die Voraussetzungen zur Erhebung der Beiträge bestimmen.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Brigitte
    April 4, 2013

    Hallo Sascha,

    bitte entschuldige dass ich Dir schreibe obwohl Du an Mathäus geschrieben hast. Wegen unserem Austritt werde Ich Morgen auf die Stadtverwaltung gehen und mich erkundigen wie unser Austritt zu handhaben ist. Melde mich sobald Ich was in Erfahrung gebracht habe.

    Liebe Grüsse
    Brigitte

  • Dennis
    April 4, 2013

    Liebe Brigitte,

    ohne Jurist zu sein, denke ich, dass sowohl Du als auch die WTG im Recht sind. Ich glaube, dass Du das Recht hast ein Dokument ausgehändigt zu bekommen, auf dem

    1. Deine eigenhändige Unterschrift angebracht ist
    2. persönliche Daten über Dich eingetragen wurden

    Andererseits warst Du (bewusst oder unbewusst) „aktives“ Mitglied der Ortsversammlung der ZJ. Von daher können auch sie weiterhin einen „Nachweis über die Zeit der Mitgliedschaft“ in ihren Unterlagen führen.

    Wenn Du eine Rechtsschutzvers. haben solltest dann könntest Du Dich ja auch in an einen RA wenden. Es hat mehr Wirkung wenn eine Forderung von einem RA gestellt wird. Die ganze Sache geht dann sowieso nach Selters.

    LG
    Dennis

  • heibea
    April 4, 2013

    Danke,Joshua,für dein Mitgefühl und den Tip! Ich werde in näch-
    ster Zeit viel zu forschen haben!
    gruß hei-bea

  • Heike
    April 4, 2013

    Liebes Bruderinfo-Team,

    einen riesen großen Dank an euch für diesen tollen Artikel, durch euch habe ich zum ersten mal angefangen einzelne Bibeltexte in ganz vielen verschiedenen Übersetzungen nachzuschlagen und dabei erstaunliches festgestellt. Ich habe auch sehr früh geheiratet und nach der Hochzeit wie so viele andere feststellen müssen dass dieser Mann überhaupt nicht zu mir passt. Weder auf persönlichem noch auf sexuellem Gebiet. Dass das ein ebenso großer und wichtiger Teil in einer Beziehung ist wird leider oft unter den Tisch fallen gelassen..
    So direkt hatte ich das früher nie wahrgenommen (klar weil ich als ZJ aufgewachsen bin) aber die Tatsache der Leibfeindlichkeit unter den Zeugen lässt sich nicht wegleugnen. Zum Glück haben mich meine Eltern da ziemlich liberal erzogen.
    Wobei ich aus meiner Erfahrung einem vorher genannten Kommentar nicht zustimmen kann, ich kannte niemanden der vor der Ehe schon Erfahrungen gemacht hat, so etwas ist eher die Ausnahme – oder aber ich kannte die falschen Leute 😉

    Macht weiter so!! Eure Artikel öffnen einem wirklich die Augen! Vielen Dank!!
    Eure Heike

  • Winston
    April 4, 2013

    Hallo Heike,

    mir gings genauso wie Dir, auch ich habe erst nach der Hochzeit mit 20 Jahren festgestellt, daß wir überhaupt nicht zusammenpaßten. Allerdings habe ich in meinem Umfeld bei fast allen jungen ZJ, die sich verliebt haben festgestellt, daß kurz nach dem ersten zögerlichen Kennenlernen überstürzt und überraschend geheiratet wurde, weil diese jungen Menschen miteinander SEX hatten. Nach der Hochzeit war dann alles sehr schnell vergessen, was vorher verbotenerweise passiert ist. Natürlich nur die Ältesten draufgekommen sind oder die jungen Leute von ihren liebenden Geschwistern verpfiffen wurden. Auch gab es einige, die schon 6 oder 7 Monate später Eltern geworden sind. Von den damals Gleichaltrigen in meiner Versammlung, die geheiratet haben sind von 9 nur 4 mit ihren im Herrn geheirateten Partnern zusammengeblieben. Alle anderen haben sich später scheiden lassen, obwohl sie Kinder hatten. Ich weiß zwar nicht in welcher Versammlung Du warst und welchen Zugang Du zu gleichaltrigen Zeugen hattest, aber die zu denen ich ein Vertrauensverhältnis hatte, die haben alle zugegeben, dass sie nicht bis zur Hochzeitsansprache gewartet haben. Allerdings unter dem Mantel der Verschwiegenheit.
    Meine Schwester, die nach 4 Jahren geschieden wurde, weil der Mann sich anders orientiert hat, ist bis heute alleine geblieben und hat das Thema Partnerschaft gänzlich abgehakt. So wie ihr geht’s vielen Schwestern, weil einfach zu wenige Brüder dabeibleiben und wenn, dann haben diese meistens den Anspruch eine junge jungfräuliche Schwester zu finden. Altersunterschiede zählen nicht, weil ja bald Harmagedon zu erwarten ist.
    Was ist eigentlich perverser, wenn sich junge gleichaltrige verlieben und vorhaben zusammenzubleiben und dabei Zärtlichkeiten austauschen oder wenn ein älterer Bruder sich an ganz junge Schwestern heranmacht und diese heiratet um endlich einmal eine Jungfrau zu besitzen ?
    Viele andere bleiben in einer lieblosen Ehe und glauben, daß Ihr Opfer von Gott und der Versammlung anerkannt wird. Und so vergehen die Jahre oder Jahrzehnte und eh sich die älteren Geschwister ihrer verlorenen Zeit bewußt werden, bleibt ihnen nur noch das Warten auf das jüngste Gericht und das Paradies.
    Ein derartiges Leben, ist nicht im Sinne unseres liebenden Schöpfers.
    „Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“.

    oder 1. Kor Vers 11 und 12
    Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in dem HERRN; denn wie das Weib vom Manne, also kommt auch der Mann durchs Weib; aber alles von Gott.

    Die Regeln bzgl. porneia der ZJ sind zutiefst unbiblisch und mit wesentlich mehr Bibelstellen zu widerlegen, als mit den paar fehlübersetzten der NWÜ zu begründen. Dazu kommt noch die puritanische verlogene amerikanische Einstellung zum Thema SEX, die uns Europäern durch die LK und WTG verordnet wird.

    Ich bin froh und dankbar, dass alle meine Kinder mit ZJ nichts zu tun haben wollen und die Möglichkeit haben Partnerschaften einzugehen, die ihnen die Möglichkeit geben Liebe und Zuneigung zu erleben, ohne schlechtes Gewissen und Selbstverleugnung.

    liebe Grüße
    Thomas

  • Lavendel
    April 4, 2013

    Was ist eigentlich Sünde?
    Dafür gibt es viele Gründe.
    Die Hauptregion liegt in der Körpermitte,
    ein Komitee verteilt eifrig dorthin Tritte.
    Ist die Versammlung endlich mal frigide,
    herrscht einträchtiger, weltweiter Friede.

  • heibea
    April 4, 2013

    Hallo an alle,
    einer meiner inzwischen erwachsenen Söhne hat sich als homose-
    xuell geoutet,obwohl er im Glauben an Jehova erzogen wurde!
    Ich werde den Tag nie vergessen,an dem er tief betrübt mir
    gegenüber seine Gefühle für gleichaltrige junge Männer er-
    wähnte.Er hatte,da er sehr gut aussieht,vorher etliche Freun-
    dinnen und hat versucht,seine,für ihn auch erschreckenden Ge-
    fühle in die rechte Bahn zu lenken…klappte nicht! Ich war
    und bin immer noch deswegen am Boden zerstört! Aber soll ich
    ihn aufgeben? Er sagt: Mama,warum läßt Jehova solche mächti-
    gen Gefühle zu? Ich komme nicht dagegen an!
    ich werde ihn trotzdem nicht aufgeben!
    wünsche Euch allen noch einen schönen Tag
    Gruß hei-bea

  • Joshua
    April 4, 2013

    Liebe Hei-bea,

    danke das du dich hier zu so einem brisanten Thema äußerst und über deine Gefühle in Verbindung schreibst.
    Ich habe einige christliche Freunde, die sich in ihrer Homosexualität nicht wohl fühlten und diese nun zu 100% überwunden haben und als glückliche heterosexuelle Menschen nun ihr Familienleben geniessen. Es geht dabei um verletzte Männlichkeit und Weiblichkeit im Kindesalter, die sich dann in der Pubertät in gleichgeschlechtlicher Anziehung ausdrückt. Homosexualität ist nur ein Symtom und therapeutisch behandelbar wenn die Person es als Ego-dyston empfindet.
    Hilfe auf diesem Gebiet in Deutschland das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft ( dijg de ). Auf der Website gibt es jede Menge Lesestoff zu diesem Thema.

    Dein Bruder im Herrn
    Joshua

  • Sternchen
    April 4, 2013

    Lieber Tommy,
    in einem Kommentar meinte ich Pärchen, die nicht verheiratet oder geschieden waren, jedoch finde ich auch, das eine Geschiedene nicht ewig dazu verdammt ist, keinen Partner mehr haben zu dürfen. Welch´ eine schwere Last, die sie meiner Meinung nach nicht tragen muß.
    Liebe Grüße Sternchen

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Hallo Sternchen

    Ich kann dich gut verstehen. Deshalb wünsche ich jeder Frau, die Sehnsucht nach einem Mann hat, dass sie ein passendes Gegenstück finden und mit ihm zum Standesamt gehen möge. Nach der Trauung können sie…na, du weist schon was..bis die Erde bebt.

    Was hindert die Pärchen daran sich trauen zu lassen?.

    Ede

  • winston
    April 4, 2013

    Hallo Ede, liebe Brüder,

    ich finde in der gesamten Bibel keine Stelle, die es Menschen verbietet sich vor der Hochzeit körperlich zu lieben, wenn sie vorhaben zusammen ein gemeinsamse Leben aufzubauen.
    Die Erfindung einer offiziellen Trauungszeremonie vor einer religiös oder staatlichen Institution gab es damals nicht. Es wurden Hochzeitsfeiern abgehalten, aber ganz ohne religiösen oder staatlichen Segen. Bis weit ins 19. Jahrhundert, gab es nur eine kirchliche Trauung, eine Erfindung der beiden Amtskirchen. Da wurde aber auch nicht nachgefragt, ob die Eheleute bis zum Hochzeitstermin gewartet haben. Über evtl. Schwangerschaften wurde zwar getuschelt, aber dies wurde nicht verurteilt. Er hatte sie ja geheiratet.
    Die Regel nur mit Trauschein ist eine willkürliche Interpretation von selbsternannten Sittenwächtern und wird auch bei jungen, Zeugen Jehovas, die ohne Lustfeindlichkeit die Pubertät überstanden haben kaum beachtet. Viel trauriger sieht das bei weiblichen ZJ aus, die übriggeblieben sind oder die ihren Mann durch Tod oder Scheidung verloren haben. Diese bedauernswerten Schwestern haben kaum eine Chance einen neuen Partner zu finden. Erstens gibts immer mehr Schwestern als Brüder im heiratsfähignem Alter. Die Älteren haben da eine schöne Auswahl an vielen jüngeren Exemplaren und wenn sich zwei ältere, die schon Erfahrungen gemacht haben, sich füreinander interessieren, dann ist es schon sehr schwer sich gegenseitig zu prüfen, ob man wirklich zusammenpaßt.
    Meine Erfahrung ist, dass das Gebot mit körperlicher Liebe bis zur Hochzeit zu warten, dazu führt, dass sehr schnell und viel zu jung geheiratet wird und dass viele älterer Schwestern bis an Ihr Ende überbleiben. Und das nur, weil einige Älteste, das so interpretieren, obwohl nichts dazu in der Bibel zu finden ist.
    Ich nehme an, Du bist glücklich verheiratet und männlich.
    Bist auch Du dem Gebot nachgekommen, erst nach der Hochzeit, mit Deiner Frau intim zu verkehren. Oder warst Du damals noch kein ZJ ?
    liebe Grüße
    Thomas

  • Tommy
    April 4, 2013

    Na ja Sternchen,
    verzeih wenn ich widerspreche, aber der Herr hat doch ganz deutlich gesagt, wer eine geschiedene heiratet…usw. Was er damit meint ist eigentlich auch klar.
    Machen wir es uns da nicht zu einfach wenn wir seine Aussage in die heutige Welt hineinonterpretieren und diese Ansichten mit denen Gottes vermischen?
    Nur eine Frage.
    Tommy

  • Alois
    April 4, 2013

    Es ist ganz einfach zu wissen was Jehova von uns verlangt. Jesus hat die beiden größten Gebote genannt, an denen das ganze Gesetz Jehovas hängt. Eines ist das Gebot der Nächstenliebe.
    Alles was wir gegen die Liebe zum Nächsten tun ist nicht erlaubt. Alles was wir tun ohne den Nächsten zu schaden, ist zumindest dann erlaubt wenn es nicht gegen das erste Gebot verstößt.
    Ich wüsste nicht womit man gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt, wenn zwei Verlobte miteinander schlafen. Somit ist dieses Gebot des selbsternannten Sklaven ein Menschengesetz.
    Anders sieht die Sache bei einer außerehelichen Beziehung aus, da ist es schon wahrscheinlich dass man seinen Ehepartner sehr verletzt und somit gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt. Würde eine Ehe nur noch auf dem Papier bestehen, sieht die Sache schon wieder anders aus. Aber wie sollen das Ältesten beurteilen können!
    Meiner Ansicht nach hat das ganze unmenschliche Moralgedöns nur einen Grund: Die Bibel spricht von Hurerei und meint meistens die geistige Hurerei, die jeder begeht wenn er falsche Lehren in seinen Glaubensbau einbaut. Diese geistige Hurerei begehen alle religiösen Organisationen, besonders auch die der Zeugen. Aber darauf kann man ja nicht kommen solange man alles wörtlich nimmt. Die Lehren der Organisation sind somit ein gewisser Selbstschutz der Organisation um die Zeugen vom Verständnis der Bibel abzuhalten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    » Alles was wir gegen die Liebe zum Nächsten tun ist nicht erlaubt. Alles was wir tun ohne den Nächsten zu schaden, ist zumindest dann erlaubt wenn es nicht gegen das erste Gebot verstößt. Ich wüsste nicht womit man gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt, wenn zwei Verlobte miteinander schlafen. «

    Hallo Alois

    Ich weis nicht, ob man das als Maßstab nehmen kann. Beziehe deinen Gedanken einmal auf Personen gleichen Geschlechts und danke dabei an Sodom & Gomorra, oder Schlimmer, auf einen pädophilen Knabenschänder.

    Ede

  • Winston
    April 4, 2013

    Hallo Edelmuth,

    Deine Gedanken zur Aussage
    „Ich wüsste nicht womit man gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt, wenn zwei Verlobte miteinander schlafen“.

    mit Homosexualität, Sodom und Gommorra und Knabenmissbrauch in Verbindung zu bringen, finde ich etwas weit hergeholt und abstrus. Noch dazu, wo bei den ZJ pädophile Knabenschänder, vorausgesetzt der Täter bereut, besonderen Schutz genießen.

    Gruß
    Thomas

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Hallo Winston

    Mit meinen Äußerungen wollte ich niemandes Gefühle verletzen. Allerdings macht die Bibel bzw. Jehova hier ganz deutliche Aussagen.

    (1. Korinther 6:9-10) Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, 10 Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben. (Luther 1984)

    9 Oder wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Reich[A] Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht[a]! Weder Unzüchtige[B] noch Götzendiener[b], noch Ehebrecher, noch Lustknaben[C], noch Knabenschänder, A) o. die Königsherrschaft B) o. Hurer C) w. Weichlinge; gemeint sind Männer, die sich sexuell mißbrauchen lassen a) Gal 6,7; Jak 1,16 b) Offb 21,8
    10 noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber[a] werden das Reich[A] Gottes erben[b] . (Elberfelder 2003)

    9 Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird? Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen; 10 auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Gotteslästerer oder Räuber (HfA)

    Die HfA drückt es mit „seine Begierden treiben lassen“ aus. Offensichtlich ist nicht alles erlaubt, was Spaß macht.

    Das Verbot der außerehelichen bzw. vorehelichen Geschlechtsbeziehungen ist nicht auf dem Mist der ZJ gewachsen. Dieses Verbot gibt es in der katholischen und protestantischen Kirche, bei den Moslems, den Juden und anderen Glaubensgemeinschaften auch.

    Wenn wir von Jehova etwas wollen, müssen wir uns nach IHM richten und SEINE Wünsche berücksichtigen.

    Ede

  • Johnny
    April 4, 2013

    Hallo!

    Ja ok und wo steht jetzt das mit der vorehelichen Beziehung????? Du glaubst doch nicht im ernst das wenn zwei sich lieben und es nicht geschafft haben mit dem Sex zu warten aber dennoch heiraten sie dann eine grosse Sünde begangen haben??!!! Zeig mir nur EIN Bibelvers!!!

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Ede

    Dein Satz: >em>…auf einen pädophilen Knabenschänder.

    Findest Du nicht auch dass Dein genanntes Beispiel gegen das Gebot der Nächstenliebe verstößt? Der Knabe möchte nicht geschändet werden!

    Fange doch bitte nicht wieder an Dinge zu vermischen um eine menschliche Organisationslehre zu verteidigen!

    Du weist genau dass sich in Sodom die Männer sogar die Engel holen wollten um mit ihnen zu verkehren, diese wollten das aber nicht, somit wieder ein Verstoß gegen die Nächstenliebe.

    Außerdem kritisierst Du die Worte Jesus, denn er hat gesagt dass alle Gesetze an den beiden Geboten hängen, es ist nicht meine Idee:

    Matth. 22
    36. Lehrer, welches ist das große Gebot in dem Gesetz?
    37. Er aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande“.
    38. Dieses ist das große und erste Gebot.
    39. Das zweite aber, ihm gleiche, ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“.
    40. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

    Wenn an diesen beiden Geboten das ganze Gesetz hängt, dann ist das so und niemand hat das Recht dies in Fragr zu stellen.

    Solange in der Bibel nicht steht, dass es eine Sünde vor Gott ist wenn zwei verliebte und verlobte Menschen unterschiedlichen Geschlechts die sich mit der Verlobung ein Versprechen gegeben haben von Jesus verurteilt werden wenn sie miteinander schlafen, gibt es keinen Grund sie vors Komitee zu zerren.

    Es ist nicht hilfreich und auch nicht seriös diese beiden Menschen mit Knabenschänder und Schwule in einen Topf zu werfen um Menschengebote der Organisation zu stützen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Edelmuth
    April 4, 2013

    Guten Morgen Alois

    Natürlich hast du Recht. Menschen, denen Gewalt angetan wurde, ob Männer, Frauen oder Kinder sind wahrscheinlich bei Jehova entschuldigt, denn sie können ja nichts dafür.

    Die Elberfelder Übersetzung spricht in 1. Korinther 6:9 von Lustknaben, die sich sexuell missbrauchen lassen, also mit Zustimmung sündigen.

    Mir kam es darauf an, dass ungeachtet ob zwei Menschen gleichen oder ungleichen Geschlechts willentlich Sünde treiben, Jehova seine Moralvorstellungen hat und nach denen wird er handeln.

    Es ist nicht verboten Menschen vom anderen Geschlecht innig zu lieben. Jehova fordert uns geradezu dazu auf, aber bitte mit Trauschein.

    Ede

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Und wo hatte Adam und Eva diesen Trauschein?
    Oder Josef und Maria, hatten sie einen? …die Beispiele könnte ich endlos fortsetzen!
    Was ist mit jenen die sich ihre gegenseitige Liebe und Treue versprechen, die was immer die Gründe sein mögen, vor einem Standesbeamten nie ihr Ja geben können? Wäre das dann auch Hurerei?
    Lg. Matthäus

  • Alois
    April 4, 2013

    Lieber Edelmuth

    Was passiert eigentlich, wenn die Trauzeugen gestorben sind und das Standesamt abgebrannt ist. Das Stammbuch hat man leider verloren, ist das dann Hurerei wenn Dir der Standeseamte so wichtig ist? Man kann seine Hochzeit schließlich nicht mehr beweisen.

    Für mein Gewissen reicht das ernste Versprechen zusammenzugehören, am Besten im gemeinsamen Gebet vor Gott.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Empört_Euch!
    April 4, 2013

    Hallo Edelmuth,
    also mit einem Kind zu schlafen hat nichts mit Nächstenliebe zu tun, außerdem ist es illegal – über sowas braucht man nicht zu diskutieren. Selbst wenn ein Kind sein Einverständnis gibt, gilt dies nicht, da hier der Gesetzgeber das Kind überstimmt. Das gleiche wurde in ähnlicher Weise auch für Tiere verabschiedet, wenn Du ein bisschen Ahnung von Rechtslehre hättest würdest Du solche Vergleiche nicht anbringen, sie sind unangebracht. Nur wer nach dem Gesetz volljährig ist und seine Zustimmung deutlich ausdrücken kann, darf frei über sein Sexleben entscheiden.

  • Sternchen
    April 4, 2013

    Hallo,
    beim besten Willen kann ich da genauso keine Hurerei erkennen, wenn ein Pärchen miteinander schläft und zusammen bleiben möchte.
    Auch wenn sie sich wieder trennen, weil sie doch nicht zueinander passten kann ich da nichts verwerfliches erkennen.
    Gott hat uns mit aller Art von Gefühlen ausgestattet und das man da schwach wird wenn man sehr verliebt ist , ist doch jedem von uns klar.
    Liebe Grüße Sternchen

  • Puschel
    April 4, 2013

    Hallo ihr Lieben!
    Vielen Dank für diesen guten Vortrag – übrigens auch alle anderen veröffentlichten Vorträge.
    Meine Familie und ich sind vor knapp einem Jahr von unserer Versammlung weggezogen, und seither nicht mehr in einer anderen gewesen. Wir sind seit über 20 Jahren Zeugen Jehovas, und schon nach den ersten Jahren haben wir bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Es ging immer nur ums predigen. Wir wurden aus der Versammlung herausgemobbt, weil wir anders sind als die anderen – wir sind halt keine Roboter, lassen uns nicht manipulieren, haben immer nachgefragt und in Frage gestellt.
    Und gerade zum Thema Sexualität – wir hatten sehr schwere Ehekrisen deswegen! Schließlich lernten wir uns außerhalb der Wahrheit kennen und lieben. Plötzlich war alles Tabu, verboten, unsittlich…… Schön zu sehen, dass wir gut daran getan haben, uns ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen! Wir werden sicher nie wieder zu einer Zusammenkunft gehen, und inzwischen fühle ich mich von einer Last und von enormen Druck befreit, der uns viel Leid, Kummer und Sorgen gebracht hat. Endlich sind die Depressionen kaum noch da, auch bei meinem Mann und wir sind so unendlich dankbar, dass wir erkannt haben, dass nicht die Leitende Körperschaft zu Gott führt – sonder alleine Jesus Christus und die Liebe, die er uns gezeigt hat und die wir ihm und unseren Nächsten zurückgeben.
    Herzliche Grüße

  • Johnny
    April 4, 2013

    Hallo 🙂

    Ich habe bei FßA schonmal meine Erfahrung mit einer bestimmten Schwester gebracht mit der ich mich mal kennengelernt habe!

    Naja ich wollte sagen das ich schon mein halbes Leben lang genau dieselbe Meinung über Hurerei hatte wie auch in diesem und andere Vorträge bei Bruderinfo! Schon komisch wie Bewusstseinskontrolle und wahrer Glauben und Erkenntnis nahe beianander liegen!
    Ich habe z.b letztes Jahr eine tolle Schwester kennen gelernt (28 J)und wir waren verliebt und halt auch bei ihr zuhause! Das war für mich ganz normal wir waren sehr anständig! Wir haben uns halt schnell verliebt und dann kam der erste vorsichtige Kuss und das erste was sie dann abends gemacht hatte war im „Fragen Junger Leute“ Buch nachzulesen ob sie was schlechtes gemacht hatte!!! Naja das Ende vom Lied war das alle ihre Freunde und ihr Bruder ihr deutlich gemacht haben sie solle den Kontakt zu mir abbrechen!
    Und da kamen auch schon die Älteste in der Versi auf sie zu und haben sie ins Kämmerlein mitgenommen und sie total ausgefragt ob wir dies und jenes gemacht haben!!!
    Naja sie hat es nach gerade mal 4 wochen mit mir beendet und war natürlich voll überzeugt das wir was böses gemacht haben! Dabei habe ich mein ganzes Leben lang auf so eine Schwester gewartet! Und dann bin ich aufgewacht usw…Gehirnwäsche und Gedankenkontrolle pur! Jetzt sitzt sie mit 28 jahren alleine zuhause und liest jeden abend den Wachtturm und fühlt sich total bestätigt die absolute Wahrheit zu besitzen und denkt dass Jehova sie vor einem grossen Fehler bewart hat! Und ich bin aufgewacht und fühle mich nackt in der Dunkelheit und kann nicht fassen was diese Sekte mit Menschen anrichtet :-(( Gruss

  • Empört_Euch!
    April 4, 2013

    Eins sollte erwähnt werden: Was bei ZJ geschrieben steht und wie es wirklich aussieht ist ein großer Unterschied. Bin als ZJ groß geworden, Ältestenkind und ich kenne keinen meiner Freunde, die nicht Hurerei vor der Ehe begangen haben, ich nehme mich da nicht raus. Wir haben darüber auch untereinander gesprochen und auch unsere Eltern wussten Bescheid – es ist nie was passiert. Im Gegenteil, jeder hat ne Ansprache bekommen. Ärger bekommen nur die, die man los werden will oder die nicht gerade helle im Kopf sind.

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Dazu möchte ich auch noch eine Geschichte abhängen! Erst am Wochende erzählte mir jemand von einem jahrzehnte langen Ältesten, dessen Frau trifft sich regelmässig mit einem Bruder einer anderen Versammlung, der Älteste weiss von diesen Treffen auch andere wissen davon, geschehen tut nichts. Soviel wie es um die ach so gross gelobte Reinheit in den Versammlungen zugeht. Aber wie schon Jesus in seiner Erzählung vom Pharisäer und dem Steuereinehmer es schilderte, ihm und auch Seinem Vater sind solche Steuereinehmer lieber die offen zu ihren Fehlern und Sünden stehen als jene Heuchler ob Älteste oder Pharisäer.

    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    April 4, 2013

    Das Treffen zum Schäferstündchen sollte im Satz enthalten sein!

  • Empört_Euch!
    April 4, 2013

    Hallo Matthäus,
    ja so ist es leider, wenn man gut mitläuft kann man sich alles erlauben – könnte unzählige Geschichten dazu erzählen. Ich selbst war DA, viele meiner Freunde auch, wir haben uns oft schlimmer aufgeführt als die „bösen Weltis“. Ein Kumpel hat ironisch gesagt: Wenn Du DA wirst dann kann das jeder. Und genauso sieht es auch mit den Ältesten aus – vom Geist ernannt? Bei uns wurde einer ernannt der schon mit einer anderen Frau im Bett lag obwohl er verheiratet war. Vom Geist ist da nichts zu spüren, man wird auch nicht wegen vorbildlichen Verhaltens oder so ernannt. Ist wie in der Politik – nur das die Politik sich nicht behauptet von Gott und seinem Geist geleitet zu sein. Man kann nur hoffen, dass vielen mal die Augen aufgehen und sie die Realität der so genannten Wahrheit erkennen.

  • InnerVisionS
    April 4, 2013

    Wird Gott nicht gute Gründe haben weshalb porneía nun mal mit Unzucht und Huhrerei übersetzt wurde?

    Macht es nicht Sinn sich gut kennen zu lernen und zu heiraten, bevor man noch uneheliche Kinder bekommt die den Schlamassel dann ausbaden dürfen?

    LG

  • armes Schaf 2012
    April 4, 2013

    Tja,und woher kommen die kuckkuckseier von ältesten her?also ich kenne schon mal eines!!!

  • Rico
    April 4, 2013

    Hallo InnerVisionS,

    deinen Ausführungen zur Folge bist du bestimmt ein aktiver Zeuge Jehovas oder zumindest bist du ein fundamentaler Christ! Wegen solchen Ansichten wie deinen bekommen gläubige Menschen ein falsches Gottesbild präsentiert als ob porneia vorehlicher Geschlechtsverkehr wäre und Gott jeden bestraft der vorehlichen Geschlechtsverkehr hat! Solche Ansichten kommen nicht von Jehova oder Jesus sondern von gehirngewaschenen und fundamentalen Christen wie du einer bist! Sorry das ich da etwas ungehalten bin aber das mußte mal gesagt werden!

  • Maryam
    April 4, 2013

    Liebe/r Innervisions,
    deine Argumentation verstehe ich nicht ganz: was hat Gott direkt mit der Übersetzung des Begriffs porneia zu tun? Übersetzungen werden von Menschen angefertigt und sind grundsätzlich fehleranfällig. Siehe die NWÜ als nur ein Beispiel. Lies dazu doch mal spasseshalber 1. Tim 4:14 in verschiedenen Übersetzungen. Oder Joh 17:3. Fällt dir vielleicht was an der NWÜ auf?
    Jehova lässt also offensichtlich hin und wieder zu, dass Worte oder Phrasen falsch übersetzt werden, wenn die Übersetzer lieber ihre eigenen Glaubensinhalte reinbringen, anstatt einfach zu übersetzen (was ZJ übrigen allen anderen Übersetzern auch gerne vorwerfen – sich leider nur nie an die eigene Nase packen und ihre Übersetzung überarbeiten). So könnte Jehova beispielsweise die Herzenseinstellung und Motivation prüfen.
    Und lies mal ein paar soziologische Studien über Familienmodelle, uneheliche Kinder und Scheidungsraten. Du wirst dich wundern. Eine Ehe bewahrt nicht vor kaputten Familien und Trennungen. Auch bei ZJs gibt es das zu genüge. Ich war als ZJ-Kind übrigens so ziemlich das einzige Scheidungskind unter meinen Schulfreunden. Und ne Menge hatten Eltern, die ohne Trauschein glücklich waren und sind. und ehrlich gesagt führen viele dieser Menschen eine verantwortungsbewusstere und liebevollere Beziehung, als die meisten Zeugen, die ich kenne.
    Es hängt doch nicht am Gelöbnis vorm Standesbeamten, ob ne Beziehung glücklich ist und bleibt oder nicht. Das ist nur eine weitere Illusion der ZJs. Der Text heisst: „Was Gott zusammengejocht hat…“ und nicht: „was beim Standesamt unterschrieben wurde“. Man sollte sich also lieber überlegen, was das „vongottzusammengejochtsein“ bedeutet.
    lg maryam

  • Rico
    April 4, 2013

    Hallo Maryam,

    ich gebe dir da vollkommen recht mit dem was du da geschrieben hast besonders wenn man bedenkt das in (1Mo 2:24) Jehova gesagt hat: Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und er wird fest zu seiner Frau halten und die beiden werden ein Fleisch sein! In (Mat 19:5-6)hat Jesus diesen Text aus dem Genesisbericht wiederholt und noch erweitert indem er gesagt hat: Was Gott zusammen gejocht hat, das bringe kein Mensch auseinander! Da steht nichts von einer kirchlichen Vermählung noch etwas von einem Standesamt sondern Gott allein bringt Mann und Frau zusammen und kein Mensch!

    Lg Rico

  • waytodawn
    April 4, 2013

    Liebe/r InnerVisionS,

    vom Prinzip her hast du Recht:
    Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich „gut kennenzulernen und zu heiraten“.
    Die Realität sieht anders aus: Um schnell „ranzudürfen“ heiraten die ZJ relativ früh, nur um dann unter Umständen feststellen zu dürfen, dass sie einen Fehler begangen haben.
    Und wenn man sich dann mit 17 verlobt, nur um dann recht bald heiraten zu können, dann bestätigt das nur das gesagte.

    Das Modell „gut kennenlernen und dann wird man schon miteinander glücklich“ funktioniert nicht. Das ist harte Arbeit, die die PErsonen miteinander vollbringen müssen. Und in das Herz hineinsehen und einen Menschen wirklich kennenlernen kann eben nur Jehova bzw sein Sohn Jesus.

    Im übrigen ist nicht überall, wo Sex vor der Ehe eine Rolle spielt auch gleich ein uneheliches Kind dabei – wenn dann nur, weil das Thema Sex schon beinahe ein Tabu geworden ist und nicht mehr ausreichend über Verhütung gesprochen wird.

    Man soll sich garantiert nicht sinnlos durch die Betten wälzen, das würde auch ich als Hurerei ansehen. Aber aufrichtige Bindungsversuche können nicht von Jehova verurteilt werden.

    Zum Vortrag kann ich nur sagen, dass sich das so auch mit meiner eigenen Auffassung/ Erkenntnis deckt. Der Begriff Leibesfeindlichkeit ist ziemlich treffend um das Joch zu beschreiben, welches menschliche Fanatiker ihren „Glaubensbrüdern“ auferlegen.

    Jehova ist ein glücklicher Gott und will dass seine Kinder glücklich sind – und lebensbejahend ist diese Selbstgeisselung definitiv nicht.

    Liebe Grüße

  • Winston
    April 4, 2013

    Sehr geehrter Vertreter der ZJ,

    ich habe mit 20 in der Wahrheit geheiratet und bin jungfräulich in die Ehe gegangen, um kurz danach festzustellen, dass wir nicht zusammenpassen. Mit 22 war ich Vater und mit 25 Jahren geschieden, weil meine Frau sich wegen eines anderen von mir getrennt hat. Sicherlich habe ich durch meine Unerfahernheit sehr viele Fehler gemacht und war zumindest zu 51% mit Schuld an der Entwicklung meiner von Anfang an unglücklichen Ehe.
    Ich habe nur eine Frage.
    Wie sieht das gut kennenlernen unter Bruder und Schwester denn in der Realität aus ?
    Alles was dazu beiträgt sich wirklich kennenzulernen, wie zu zweit spazieren gehen, Händchenhalten, zaghafte Berührungen und auch Küssen ist doch gleichzusetzen mit Hurerei. Streng genommen, dürfen Paare, die sich mögen nicht einmal zu zweit predigen gehen, weil sie da in Versuchung kommen könnten. Auch mal nur zu zweit in einer Wohnung ohne dass ein Bruder oder eine Schwester dabei ist, wird doch sofort geahndet.
    Ganz abgesehen von den ersten zaghaften Versuchen sich körperlich näherzukommen. Das muß doch sofort unterdrückt werden.
    Die ganz natürliche Anziehungskraft die zwei liebende junge Menschen spüren, ist doch überschattet von Gewissenbissen, Angst vor Entdeckung und einem unwürdigen Versteckspiel vor allen anderen Zeugen, die dazu aufgerufen sind diese Sünden sofort zu melden.
    Ganz anders sieht die Lage aber aus, wenn Älteste fremdgehen oder Kinder/Jugendliche von Ältesten missbraucht werden. Das wird vor allen geheim gehalten. Der Älteste legt eine Amtspause ein und ist nach kurzer Zeit wieder als Aufpasser unterwegs, um die jungen Zeugen vor Fehltritten zu bewahren.
    Ich wünsche Dir viel Glück bei der Auswahl eines Partners, den Du erst nach der standesamtlichen Trauung wirklich kennenlernen kannst.
    Gruß
    Thomas

  • frank und frei
    April 4, 2013

    wie vertonte Bach Sohn
    willst du dein herz mir schenken
    so fang es heimlich an
    dass unser beider denken
    niemand erraten kann
    behutsam sei und weise
    vertraue keiner Wand
    ueb innerlich und bleibe
    nach aussen unbekannt
    …..

  • Wolseley
    April 4, 2013

    Lieber Br. Winston

    Wae Du durchgemacht hast, das gibt es bei den ZJ reihenweise.
    Das hat jeder schon gesehen,; Da fliegt ein Schmetterling, der legt ein Ei, daraus wird eine Raupe, die frisst sich voll, verpuppt sich.
    Diese Puppe Heiratet der Mann oder die Frau, sie können 10 Jahre verlobt sein, dann haben sie sich noch nicht kennengelernrt, erst wenn der Trauschein da ist, dann entpuppt sich die Puppe.
    Wenn si sich entpuppt hat, dann sieht der Mann oder die Frau, was rauskommt, entweder ein stinkender Falter, oder ein schöner Schmetterling.
    Aber dann ist es zu „Späht“, dann müssen die beiden durch das Schlamassel, entweder arrangieren sie sich, oder scheidung.
    Ich mache öffters Micrifondiest, wenn man in die Versammlung schaut und die Ehepaare anschaut, wo man weis, die gehen den Weg mit fiel Hindernissen, bekommt man direckt Bauchschmerzen, da möchte ich nicht wissen, wie es in den 4 Wenden aussieht.

    Liebe Gruße

    Wolseley

  • Johnny
    April 4, 2013

    Hallo Winston!!

    Tut mir leid wegen deiner Erfahrung! Les mal meinen Beitrag oben! Ich glaub du verstehst mich!! Ich hab auch bei F&A ziemlich am Ende meine Erfahrung berichtet! Da gehts genau um das was du auch schreibst 😉 bye

  • Johnny
    April 4, 2013

    …ich meinte meinen Beitrag unten 🙂

  • InnerVisionS
    April 4, 2013

    Ich bin und war nie ein ZJ!

    Ich bin auch kein fundamentaler Christ, das ist einfach meine Meinung. MEINE.

  • zj-beobachter
    April 4, 2013

    Die Darlegungen sind so fundiert, dass ihnen kaum etwas hinzuzufügen ist.
    Was das Musizieren betrifft, bestärkt das meine Auffassung, dass es mehr oder weniger liberale Versammlungen gibt. In „meiner“ spielen größere Kinder und Jugenliche beiderlei Geschlechts gemeinsam verschiedene Instrumente bei den Zusammenkünften, sehr zum Gefallen der Anderen.

    Liebe Grüße
    zj-Beobachter

  • Rico
    April 4, 2013

    Hallo lieber Bruder,

    danke für diesen sehr wichtigen und interessanten Vortrag! Du hast mit deinem Vortrag herausgestellt, was die Bibel wirklich über Hurerei zu sagen hat und was die Zeugen Jehovas und andere christliche Funamendalisten daraus gemacht haben! Ich bin froh das ich kein Zeuge Jehovas bin oder einer anderen fundamentalistischen Religionsgemeinschaft dazu gehöre! Du hast auch geschrieben, ich zitiere:

    Wenn einem Zeugen Jehovas die Gemeinschaft entzogen wird, dann liegt in den weitaus meisten Fällen porneía zugrunde. Dieses griechische Wort wird in den meisten Bibelübersetzungen mit “Unzucht” (“Hurerei”, NWÜ) wiedergegeben. Bei uns Zeugen Jehovas geht es dabei fast ausschließlich um das Verbot vorehelichen Verkehrs oder einer eheähnlichen Gemeinschaft ohne Trauschein. Porneía schließt nach unserer Moralauffassung auch den Umstand ein, unter dem ein Ehepartner sich trennt und einen anderen heiratet oder in eheähnlicher Gemeinschaft mit ihm zusammenlebt.

    Auf der Grundlage dessen, was uns die Bibel über porneia sagt, hat sich in den meisten christlichen Kirchen inzwischen die Überzeugung herauskristallisiert, dass eine Exkommunikation wegen porneia in der Urchristenversammlung nur in Extremfällen praktiziert wurde, wie z. B. bei dem Unzucht Treibenden, von dem in 1Ko 5:1 die Rede ist: “Überhaupt ‒ man hört von Unzucht bei euch; und zwar von so schlimmer Unzucht, wie es sie nicht einmal bei Heiden gibt: dass jemand mit der Frau seines Vaters zusammenlebt.”

    Hier bezieht sich der Apostel Paulus als Jude auf das jüdische Gesetz – 3Mo 20:11. Dort heißt es mit fast gleichem Wortlaut: “Und ein Mann, der bei der Frau seines Vaters liegt, hat die Blöße seines Vaters aufgedeckt.”

    Hier ist also nicht von verbotenem Verkehr mit irgendeiner Frau die Rede, sondern von verbotener sexueller Beziehung mit seiner Stiefmutter. Dass hier nicht der voreheliche Verkehr zwischen unverheirateten Personen ohne Trauschein gemeint ist, wird auch deutlich durch die Worte des entsetzten Paulus: “wie es sie selbst nicht unter den Nationen gibt”
    (NWÜ).

    Paulus wirft der Gemeinde vor, dass sie in diesem besonders extremen Fall nicht längst schon selbst gegen den Sünder vorgegangen sind, so wie es sogar das jüdische Gesetz vorsah, denn die moralischen Vorgaben des Gesetzes waren durch Jesus Christus nicht aufgehoben worden.

    Selbst unter dem mosaischen Gesetz wurde der Geschlechtsverkehr vor der Ehe oder während der Verlobungszeit nicht unbedingt als Sünde betrachtet.

    “Wenn ein Mann ein Mädchen, das noch nicht verlobt ist, verführt und mit ihr schläft, muss er den Brautpreis für sie bezahlen und sie heiraten.”
    2Mo 22:15,16

    Da es die Gemeinde versäumt hatte, gegen den Übeltäter vorzugehen, der das mosaische Gesetz auf solch grobe Weise verletzt hatte, verurteilte er nun selbst den Unzucht Treibenden.

    “Ich für meinen Teil habe, obwohl dem Leib nach abwesend, im Geist aber anwesend, den Mann, der auf eine solche Weise gehandelt hat, sicherlich bereits gerichtet, als wäre ich anwesend […]“.

    Die von Paulus gegen den Blutschänder von Korinth verhängte Strafsanktion war auf den physischen Tod des Frevlers abgestellt, wie sie im Judentum typischer Weise nach dem Gesetz verhängt werden musste.

    Jedoch war Paulus offensichtlich mehr über den laschen Umgang der Gemeinde mit solch einer Sünde erbost als über den Sünder selbst. Paulus verurteilte hier die Einstellung der Korinther, die anscheinend dem Trugschluss erlegen waren, als ob sie durch das Loskaufsopfer Jesu eine Art Freifahrtschein im Umgang mit Sündern gehabt hätten wenn er sagt:

    “Ihr aber seid auch noch eingebildet. Müsstet ihr nicht stattdessen traurig und beschämt diesen Mann aus der Gemeinde ausschließen?

    ….Ihr habt wirklich nicht den geringsten Grund zur Überheblichkeit. Wisst ihr nicht, dass schon ein wenig Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern?

    Blutschande war im Judentum eines der schlimmsten Verbrechen. Im NT hat Jakobus in seiner so genannten “Jakobusklausel” beim Apostelkonzil (um 48/50 n. Chr.) diese Form der Unzucht als porneía bezeichnet (Apg. 15,20). Bei den Heiden war die Heirat unter Verwandten üblich, mit Ausnahme eines eheähnlichen Verhältnisses, wie es in 1Ko 5:1 beschrieben ist, und auch nach römischem Recht verboten war.

    Unzucht umfasste aber aus jüdischer Sicht mehr als nur den Verkehr “mit der Frau seines Vaters”, sondern erstreckte sich auf alle verbotenen verwandtschaftlichen sexuellen Beziehungen, wie sie in 3Mo 18:6-17 beschrieben werden. So erachtete es Jakobus

    für notwendig, den Heidenchristen aufzuerlegen, sich auch von allen anderen Formen der porneía im Sinne der Blutschande zu enthalten, um die Juden nicht vor den Kopf zu stoßen.

    Der Unzucht Treibende in 1Ko 5:1 hat also, wie bereits erwähnt, nicht “vor- oder außerehelichen Geschlechtsverkehr” begangen, wie dies gerne von uns in den Text hineingelesen wird, sondern hier ging es um Verkehr innerhalb enger Verwandtschaftsgrade, also aus jüdischer Sicht um Blutschande.

    Zitat Ende

    Genauso sehe ich es auch und besonders wenn man (3Mo 18:6-17)genau studiert bekommt man als Leser mit, das es im Judentum nie um vorehlichen Geschlechtsverkehr zwischen einem Mann und einer Frau ging sondern es ging immer um Blutschande! Paulus hat sich ja auch auf (3Mo 18:6-17)berufen als er von porneia bei den Korinthern schrieb! Diese Last kann kein Mensch tragen sich sexuell als tot zu sehen nur um keine Lust zu empfinden weil man Angst hat das Gott einem dafür richtet! Was für ein Gottesbild wird da aufgezeigt! Gott ist kein Tyran sondern er ist Liebe! Wer hat denn die Ehe zwischen Adam und Eva geschlossen? Das war Gott höchstpersönlich aber er tat es ohne Trauschein sondern durch den Geschlechtsakt zwischen Adam und Eva wurde die Ehe oder Beziehung zwischen Adam und Eva vor Gott rechtskräftig! Ich hab mich viele Jahre selbst gequählt weil ich mich für meine „unreinen Gedanken“ vor Gott schuldig gefühlt hatte! Durch BruderInfo bin ich befreit worden von meiner Schuld dafür möchte ich euch nochmal danken! Ihr habt mir gezeigt, das es natürlich ist einen Geschlechtstrieb zu haben und ihn auch auszuleben! Ich bin jetzt soweit das ich eine feste Beziehung zu einer Frau eingehen kann ohne mich vor Gott schuldig zu fühlen! Das konnte ich viele Jahre nicht und ich hab sozial enthaltsam gelebt weil ich eben Angst hatte das ich vor Gott sündige wenn ich eine Beziehung mit einer Frau suche und eingehe! Darüber bin ich jetzt zum Glück weg dank euch! Das lesen eures Buches Mut zur Wahrheit und eure Vorträge hier bei BruderInfo haben mir schon sehr dabei geholfen die Angst abzubauen dafür nochmal ein großes Danke an euch!

    Lg Rico

  • Johnny
    April 4, 2013

    Hey!!

    Könnt ihr mal bitte kommentieren ohne nochmals den halben Vortrag zu zitieren???!! Danke!!!

  • Frank&Frei
    April 4, 2013

    endlich mal Tacheles geredet. die „reinen“ Zeugen legen den Gläubigen Lsten auf, die sie oben im Tower selbst nicht tragen wollen. In Rutherfords Bett fand man mal die Haarspange seiner Sekretärin. Auch daswurde entschuldigt. Aber der kleine Zeuge wird geschurigelt

  • Kyp
    April 4, 2013

    Die Aussage, kein theologisches Wörterbuch würde porneia so definieren ist nicht korrekt. Im Anhang der Studienbibel wird hierfür bspw. auf das „Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, 10 Bde., Stuttgart 1933—79, Gerhard Kittel, Gerhard Friedrich (Hg.), verwiesen.

    Allerdings bleibt fraglich, ob derartige Definitionen nicht auch sehr von den gesellschaftlichen Moralvorstellungen jener Tage geprägt waren, die nicht unbedingt der Bibel zu entnehmen sind, auch wenn man auf sie verwies.

    P.S.: Viele haben ihre Kommentare letztens an mich adressiert und ich werde gerne noch Antwortkommentare zurückschreiben.

  • nathan
    April 4, 2013

    Astrein recherchiert, der Artikel über Gemeinschaftsentzüge aufgrund angeblichen sexuellen Fehlverhaltens. Diese Zustände sind auch in anderen christlichen Gemeinschaften zu finden. Auch gibt es von Natur aus sehr puristische als auch leidenschaftliche Menschen. Doch die einen drücken meistens den anderen IHRE Sicht der Dinge auf, das ist der Haken an der Sache. Ich denke ein Christ, der die Persönlichkeit Gottes kennt, sollte es aber besser wissen und können. Traurig bei der ganzen Sache ist, dass so viele Beziehungen daran zerbrechen. Ich frage mich immer, wer hierfür die Verantwortung übernimmt. Ich denke die jeweilige Person selbst. Irgendwann steht im WT : „sollten wir wirklich gesagt haben ???…“ – kennen wir ja ! Sonnige Grüsse an alle !

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