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Bruderinfo

Kommentare (18)

  1. Fossi says:

    Und was wäre wenn euer Lebensweg anders verlaufen wäre? Dann gäbe es jetzt kein Happy End für euch. Und ihr könntet nicht mitteilen, wie schlecht es euch ging und wie böse alles war. Ja, das Leben ist ungerecht, manchmal sogar grausam, dabei haben wir doch nur das Glück im Sinn. Die Discography eures Lebens, hält auch einige schräge Lieder parat. Na und? So traurige Helden können einen ganz schön runterziehen. Da kann einen nur noch versöhnen, dass ihr bei jedem einzelnen Werbeantrittsbesuch an jeder Haustür die ihr jemals besucht habt, einen Rückbesuch eingeplant habt, um euch zu entschuldigen.
    Ich meine, hattet ihr echt vor, den Leuten ein ähnliches Schicksal zu bescheren? Schämt euch.

    1. Doris says:

      Warum Bitte mussten sich beide schämen? Diese Bemerkung ist fehl am Platz.
      Es gibt einige die sich wirklich in Fragen stellen sollten.
      Und andere sollten sich enthalten, zu werten.

      1. Fossi says:

        Liebe Doris,

        stell dir mal vor da ist ein Versicherungsvertreter, der eine spezielle Versicherung den Leuten anbietet. Einige lassen sich drauf ein und müssen dafür kräftig zahlen. Der Vertreter stellt dann irgendwann fest, oh je, mit der Versicherung waren die Kunden nicht gut beraten und ihn zwackt das Gewissen. Würde dies nicht, da er ein feinfühliger Mensch ist, seine Empfindungen belasten? Möglicherweise als Schamgefühl? Du verstehst? Es ist die Frage der Bilanz auf dem Gewissenskonto. Selbst wenn man von etwas überzeugt ist, kann das, wovon man überzeugt ist, falsch sein. Dann hat man aber vielleicht damit schon andere zur gleichen Überzeugung gebracht.
        Wie geht man damit um, nachdem man die falsche Überzeugung für einen selber erkannt hat?
        Es ist natürlich zuerst ein allgemeines Problem, welches sich aus Botschaft und Sendungsbewußtsein ergibt und speziell dann auch im Glaubensbereich auftritt.
        Und was Wertungsenthaltung angeht, tja, da verlangst du wohl etwas unmögliches. Das liegt in der Natur des Menschen und ich sehe keinen Fehler darin. Natürlich kann man über die Qualität streiten, aber das ist ja immer so 🙂

        1. Boas says:

          iebe/Lieber Fossi,

          Du hast Recht. Ich schäme mich. Und mein Vater schämt sich auch, Menschen in der Vergangenheit etwas vermittelt zu haben, was nicht richtig war. Deshalb habe ich mich auch schon bei Vielen entschuldigt wo immer ich es konnte. Einmal trat ich bei einem Klassentreffen vor 100 ehemaligen Schulkameraden und meine ehemaigen Lehrer und habe mein Bedauern zum Ausdruck gebracht, wie ich über sie als Kind dachte.

          Meinst Du, es ist damit genug? Für mich nicht. Diese Last muss ich weiter tragen, wie Paulus. Kann es leider nicht ungeschehen machen. Auch Paulus war einst von etwas überzeugt, wofür er sich schämen musste. Mache meine Last bitte nicht noch schwerer als sie bereits ist. Oder hast Du eine Zeitmaschine im Keller, die mich in meine Vergangenheit bringen, und mit der ich vergangene Fehler ändern kann? Dann her damit!

          Deshalb bitte ich hier vor allen um Deine Gnade und Deine Vergebung.

          Liebe Grüße
          Boas

          1. Fossi says:

            Lieber Boas,

            eine Zeitmaschine wäre nicht schlecht. Auch ich könnte mich für manches in der Vergangenheit selber ohrfeigen. Selbstanklage gepaart mit Fassungslosigkeit, würde ich es nennen. Aber, und das nimmt dem Dolch etwas die Spitze, Menschen besitzen auch eine Eigenverantwortlichkeit und sind in ihren persönlichen Wegen, auch wenn sie von uns beeinflußt wurden, vielleicht sogar glücklich geworden. Wer weiß?
            Der gute Paulus ist ja nun ein Extrembeispiel, denn immerhin waren seine ursprünglichen Taten die eines grausamen Vollstreckers. Das darf man gerne unterscheiden von den gutmütigen Motiven, Menschen vom Heil zu erzählen.
            So kann ich dir den Trost zusprechen, etwas Gutes gewollt und im Sinn gehabt zu haben. Für Gnade und Vergebung bin ich aber absolut nicht zuständig, denn auch ich unterliege mancherlei bedauerlichen Fehleinschätzungen, die möglicherweise eine noch größere Gnade und Vergebung erforderlich machen würde. Und verdammt, mit deiner Beichte hätte ich nun nicht gerechnet, sie hat mich doch glatt entwaffnet.

            Gruß zurück
            Fossi

          2. Fox says:

            Lieber Boas, liebe(r) fossi,

            Boas, hab herzlichen Dank für deinen Bericht. Man kann dein Aufatmen, aber auch den tiefen Schmerz deines Herzens förmlich mitlesen und in Vielem kann ich diese Vorgehensweise bestätigen. Eine langjährige Mitarbeiterin im Pflegeheim unserer Mutter hatte große Wut auf diese Religion, da die angeblich geliebten Senioren kaum besucht wurden, der Predigtdienst war so viel wichtiger. Wir alle kennen die biblische Aussage „wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat“. Wenn dies schon so für den Glaubensbruder gilt, wie viel mehr für die Eltern, Verursacher unseres Lebens? Liebe geht weit über das bloße Versorgen eines Menschen hinaus. Unser Herr Jesus befahl seine Mutter nicht jemandem an, der gut betucht war, sondern seinem geliebten Jünger, damit nicht nur ihr physisches, sondern auch ihr psychisches Wohlbefinden gesichert sein sollte. Boas, was dein Papa an innerer Zerrissenheit durchgemacht hat kann kein Mensch erahnen! Wie oft er es sich wohl verkniffen hat, dich zu bitten, ihm aus der Bibel vorzulesen?

            Und hier möchte ich fossi einbeziehen: In unserer Begrenztheit ist es leider nicht möglich, zu erfassen, wie ein Sachverhalt in 10 Jahren von uns und unserer Umgebung wahrgenommen wird. Was mir in des Autoren Schilderung auffiel ist das freiwillige unterwerfen unter die Order der WTG, keine geistige Gemeinschaft mit Nochmitgliedern zu haben. Es ist eine Order Satans, aber sie bringt Nochmitglieder in einen Gewissenskonflikt. Natürlich könnte man sich Abhängigen gegenüber darüber hinwegsetzen, aber wäre dies tatsächlich Liebe? Würden wir damit ihr Wohlbefinden fördern? Interessant finde ich, dass Senioren, die innerlich von dieser Religion Abstand genommen haben, aber abhängig werden, wieder „liebevoll umsorgt“ werden wenn die Religion noch profitieren kann. Dann ist der angebliche Unglaube Alzheimer, Demenz oder durch Schmerzen verursacht. Im Endeffekt also alles eine Sache der Auslegung.
            Du monierst, dass bis zu dieser Erkenntnis der Verkehrtheit viele Missionsbemühungen zugunsten dieser Jesusleugner gelaufen sind. Das ist auch nur die Schattierung einer Seite der Medaille. Denn über viele Jahre und sogar Jahrzehnte war es eine selbstgestellt Aufgabe dieser Gemeinschaft, die Falschlehren der Kirchen aufzuzeigen und das war durchaus gut! Weil es egal ist, wo Satans Kraken ihre Tentakeln ausstrecken. Es bedeutet Tod! Und in der absoluten Minderheit verband der Glaube, das Bibellesen und sich dessen zu vergewissern. Aber wie in allen menschlichen Organisationen: Mit dem Wachsen kommt der Machtmissbrauch, die Selbstverherrlichung und Gier. Es gibt keine Ausnahme!

            Anstatt nun den Zeitpunkt beginnender Sündhaftigkeit zu suchen tun wir besser daran, dem Vater für den Heiligen Geist zu danken, der für jeden einzelnen Menschen den richtigen Zeitpunkt zur Veränderung kennt. Lass es mich bitte mal so ausdrücken: Wenn sich ein Mensch den deutlichen Zeichen des Geistes widersetzt tut es auch mal den Fall vom Pferd! Es gibt keine bessere Sünde, z. B. Oberflächlichkeit außerhalb der Organisation und schlechtere Sünde wie Brett vor dem Kopf in der Org. Jede Sünde verlangt zwingend die Todesstrafe! Gerade deshalb ist es unerlässlich, Teil des Erlösers Jesus Christus zu sein oder zu werden. Wir Menschlein dürfen Teilhaber und Nutznießer seines Versöhnungsauftrags sein, aber vom Richteramt sind wir Gott sei Dank ausgeschlossen.

            Alles Gute für Papa und Sohn Boas, für alle Wegbegleiter zum Vater.

  2. Alois says:

    Lieber Bruder Boas
    Liebe Geschwister

    Ich möchte Deine Erlebnisse, aber auch die Erlebnisse von uns allen, von einer anderen Seite beleuchten und Fragen stellen:

    „Was wäre wenn“ wir katholisch oder evangelisch geblieben wären? „Was wäre wenn“ wir vor vielen Jahren nicht zu der genannten Religion gefunden hätten? Oder nicht in diese Religion hineingeboren, oder wie bei mir, hineinerzogen worden wären? Wären wir im Verhältnis zu unseren beiden Höchsten und insbesondere im Verhältnis zu unserem Herrn Jesus, genauso weit wie wir Heute sind?

    Trotz aller Schmerzen die diese Religion den sogenannten „Abtrünnigen“ zugefügt hat, ist unser Glauben gewachsen. Ich behaupte bei jedem von uns ist der Glaube viel mehr gewachsen als es der Fall gewesen wäre, wenn wir in dieser oder anderen Religionsgemeinschaften geblieben wären.

    Wenn in Offenbarung 20 Vers 4 steht, dass diejenigen mit Christus 1000 Jahre regieren werden, die nicht das Tier angebetet und nicht das Malzeichen angenommen haben, dann muss man auch die Gelegenheit dazu gehabt haben. Ich glaube das Tier sind die momentan 8 Führer dieser Religionsgemeinschaft und das Malzeichen ist das Logo, das inzwischen die Versammlungsstätte dieser Religionsgemeinschaft schmückt.

    4. Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.

    Dadurch dass wir in dieser Religionsgemeinschaft waren, uns gegen das Tier und gegen das Malzeichen entschieden haben, hatten wir überhaupt erst die Möglichkeit klar zu Jesus zu stehen. Und wenn die beiden Höchsten uns gnädig sind werden wir in den Tausend Jahren den Platz einnehmen den sie für uns vorgesehen haben.

    Liebe Grüße
    Alois

    1. Boas says:

      Lieber Alois,

      was wäre wenn meine Eltern nicht zu dieser Religion gestoßen wären? Hätten sie meinem Opa mütterlicher Seite einen Platz in unserer Wohnung zur Verfügung gestellt oder ihn einem Heim überlassen? Ich sehe heute noch wie er irgendeine Marschmusik vor sich hinbrummelte und mit den Knöcheln seiner Hand auf dem Tisch den Takt in den unterschiedlichsten Tönen trommelte. Er war evangelisch bis zu seinem Tod. Auch meine Mutter hatte es an sich, immer eine Musik zu brummeln, wie mein Vater sagt. Auch ich habe diese Angewohnheit wohl von meiner Mutter geerbt. Was ich auch tue, eine Melodie begleitet meinen Verstand und ich summe oder singe.

      Als ich drei Jahre alt war, gab unser Kühlschrank den Geist auf. Man stellte ihn in den Keller. Neugierig wie ich war, überlegte ich, ob ich den Kühlschrank auch von innen öffnen könne. Damals hatten die Kühlschränke noch eine mechanische Verriegelung mit einem großen Hebel. Innen war ein Gestänge. Also versuchte ich als kleiner Knirps bei geöffneter Tür das Gestänge zusammenzuziehen. Und es gelang mir. Dann wollte ich es mal von innen versuchen. Also setzte ich mich in den ausrangierten Kühlschrank und zog die Tür von innen zu bis sie einrastete. Es war stock dunkel. Und ich zog an dem Gestänge was die Arme eines Dreijährigen hergaben. Aber sie ging nicht auf. Und plötzlich öffnete sich die Tür und mein Opa stand vor mir. Was wäre wenn?

      Wenn meine Eltern nicht zu dieser Religion gestoßen wären, hätte man mehr Wert auf meine schulischen Leistungen gelegt. Und hätte nicht immer wieder gesagt, Harmagedon kommt sowieso. Du musst nicht besonders gut in der Schule sein. Du brauchst nicht einen Realabschluss, das Gymnasium oder ein Studium.

      Als es um eine Ausbildung ging, hatte meine Mutter Beziehungen zu einer Metallbaufirma. Also ging ich mit ihr zu einem Vorstellungsgespräch. Als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, nicht nur eine Ausbildung als Metallbauer zu machen, sondern auch darüber hinaus weitere Lehrgänge zu besuchen, sagte ich: „Nein. Meine Hauptaufgabe ist zu predigen und von Haus zu Haus zu gehen. Eine Arbeit ist nur zum Übergang, bis Harmagedon kommt und alle bösen Menschen vernichtet.“

      Meine Mutter sagte später darauf, dass ich so etwas bei einem Bewerbungsgespräch nie mehr sagen dürfte. Ich wusste das aber nicht. Die Ausbildungsstelle bekam ich natürlich nicht. Wäre mein Leben anders verlaufen, wenn meine Eltern nicht auf diese Religion gestoßen wären? Mit Sicherheit.

      Aber wo würde ich heute stehen? Würde ich heute an Gott und seinen Sohn glauben? Hätte ich jemals die Bibel gelesen? Würde ich heute hier schreiben? Würde mich heute irgendjemand von Bruderinfo kennen?

      Nur jeder Tausendste auf dieser Welt gehört zu dieser Religion. Aber ihre Fußabdrücke sind überall auf der Erde zu finden. Schon erstaunlich für eine so kleine Gruppe. Obwohl sie so klein sind, kennt jeder ihren Namen. Sie kommen mir vor wie das Volk der Israeliten. Auch sie waren klein. Ihr Land nur ein Bruchteil der Landmasse der Erde. Aber bis heute kennt jeder ihren Namen und ihren Ruf. Und bei ihrem Ruf stand es nicht immer zu ihrem Besten. Halsstarrig und überheblich, obwohl Gott sie als sein Volk in gewissen Zeiten angesehen hat. Die vielen Propheten aus der Bibel dienten ihrer Züchtigung. Der Maßregelung des Volkes Gottes.

      Die Bibel wäre viel dünner, wenn dieses Volk auf Gott gehört hätte. Aber es tat es nicht. Auserwählt und bevorzugt, bis es auch Gott vielfach mit ihnen zu viel wurde. Und wie ist es mit dieser speziellen Religion mit ihren vielen Interpretationen der biblischen Wahrheit? Es gibt die Redewendung: „Bekannt, wie ein bunter Hund.“ Ja, das sind sie. Erfüllt sich an ihnen ein weiteres Mal das Geschick der alten Israeliten? Auserwählt, aber so halsstarrig, dass sie Gott als sein Volk verwerfen wird. Oder bereits verworfen hat?

      Wie viele Prophezeiungen der Bibel erfüllen und erfüllten sich nicht schon an dieser kleinen aber lautstarken Religion, die vorgibt den Namen Gottes zu tragen. Wer auf der Welt verkündigt die unsichtbare Gegenwart Jesu bereits in, oder vor der Drangsal, wovor Jesus ausdrücklich gewarnt hat? Die so genannte Parusie in den inneren Gemächern.

      Wer tötet symbolisch? Wer behandelt Christen, als seien sie zu tote gesteinigt worden, weil sie an Jesus glauben und für ihn Stellung beziehen. Und sein Loskaufopfer bereitwillig annehmen. Wer wird symbolisch so behandelt, als sei er tot, weil er nicht ihr Zeichen im Denken und Handeln (Kopf oder Hand, siehe Offenbarung) angenommen hat?

      Wer hält sich die Ohren zu, wenn man ihnen sagt, „es steht in der Bibel geschrieben…“? Wer erfüllt Jesu Vorhersage der Verkündung, „die Zeit ist nahe“, mit solch einer weltweiten Lautstärke? Wer prophezeite so oft falsche Daten für das Ende? Wer musste schon so viele Erklärungen bezüglich der Bibel in kürzester Zeit (100 Jahre) revidieren, weil die damaligen sich als falsch erwiesen haben?

      Wer hat sich auf den Thron Jesu gesetzt und richtet seine Brüder? Nicht mit den Worten der Bibel. Sie richten nach den Anweisungen von ein paar Menschen, die sich als Mitteilungskanal Gottes wahrnehmen. Und dieses, obwohl Jesus vorgab, nicht zu richten, damit man selbst nicht gerichtet wird.

      Gott sei ihnen gnädig. Von mir können sie keine Gnade erfahren, weil ich nicht ihr Richter bin. Sünden gegen Gott kann ich nicht vergeben, Das liegt außerhalb meiner Macht.

      Was wäre wenn?

      1. Stefan says:

        Lieber Boas,

        großartig, was wäre wenn?

        Diese Fragen könnte ich mir durchaus auch alle stellen… wie wäre mein Leben verlaufen, wenn….

        Leider wird es keine Antwort darauf geben. Ich weiß nicht wie es anderen geht…ich jedenfalls bin langsam Müde, sehr müde. Wenn man die Welt betrachtet, sich umsieht, all die vielen Facetten von Religionen, Meinungen, jeder beansprucht für sich das Recht aufs „Richtige“, Leid und Tod, die vielen Widersprüche in der Bibel, so viele Christen die von sich sagen den heiligen Geist Gottes in sich zu tragen…ich werde langsam müde zu prüfen… weil mein Geist einfach nicht in der Lage ist sinnhaft zu unterscheiden. Der Widersacher macht gute Arbeit, er verwirrt, er verwirrt mächtig. Vielleicht ist es falsch, aber ich habe für mich beschlossen, die Bibel erstmal zur Seite zu legen, weil ich einfach keine Fortschritte mehr bei mir erkennen kann. Wie kann es sein, das so viele Lehrmeinungen gibt. Was löst diese Reaktion in mir aus? Ein Blogbeitrag, in dem jemand geschrieben hat, Gott ist ein Massenmörder. Wie Gott ein Massenmörder? Welches Gottesbild soll das denn sein? Und Gott tötete im AT Menschen, und zwar nicht wenige. Die Sintflut war schlimm, Gott hätte alle bösen Menschen einfach tot umfallen lassen können, hat er aber nicht, sie sind alle qualvoll ertrunken, Männer, Alte, Frauen und Kinder. Und das ist nur ein Beispiel… denken wir an die Rückkehr der Israeliten, ach das ganze alte Testament ist durchzogen von Schlachtungen, Steinigungen, Erschlagenen, Bestrafungen usw… Und ja, ich weiß, das Gott seinen Sohn Jesus sandte um Rettung für uns zu bringen. Aber warum musste Gott seinen Sohn opfern? Warum? Warum brauchen wir ein Loskaufopfer? Wenn Gott allmächtig ist, warum? Ich verstehe es einfach nicht mehr. Erbsünde…klar, aber warum muss Gott sich versöhnen wenn er doch allmächtig ist. Gott ändert sich nicht, steht in der Bibel, warum ist der Gott im AT ein anderer als im Neuen? Warum? Ich bin einfach leer liebe Brüder und Schwestern, ich werde immer an Jehova und Jesus glauben, aber mein Verständnis ist nicht das von dem ich immer dachte das es das sei. Verwirrung… was wäre wenn…… und dann schlage ich die Bibel auf und suche Antworten, aber beim lesen merke ich dann, das ich einfach nicht voranschreite. Dadurch geht dann die Lust verloren…und einfach nur etwas runterratttern wie Jesus es sagt, sie lesen oder hören das Wort, verstehen es aber nicht, nein das will ich nicht. Sorry… das ich mich kurz hier ausgek….. habe…, ich bin mit meinem Glauben allein, aber ich musste das mal rauslassen weil ich sonst platze.

        Was wäre wenn, lieber Boas, was wäre wenn meine Eltern keine ZJ gewesen wären, wenn wir nicht als Kinder unter körperlicher Gewalt gelitten hätten, wenn wir nicht von allem in der Welt immer fern gehalten worden wären, ständig mit der Angst, dass man durch sein Verhalten eh kein Freund Jehovas sein kann, und man durch seine unzähligen menschlichen Sünden als Strafe nur den Tod zu erwarten hat…dieser Drill zum Perfektionismus macht auch so viele Jahre später keinen Halt in meinem Leben.

        Was wäre wenn, dann wäre ich ich wahrscheinlich heute ein weltlicher und vielleicht normaler Mensch…vielleicht ohne Gott, vielleicht aber auch mit einem anderen Glaubensbild.

        1. Alois says:

          Lieber Stefan
          Du bist ein Freund Jehovas und ein Freund Jesu, wäre es nicht so, dann würdest Du noch Heute einer Religion angehören. Dann würdest Du immer noch einer Religion angehören, die Jesus auf die Seite geschoben hat und sich selbst zum Retter oder zum „Kanal“ Jehovas ernannt hat. Jesus hat Dich da rausgeholt und das machte er nur wenn er Dich als wertvolles „Schaf“ sieht.
          In Johannes 10 sagte Jesus:
          27. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir;
          28. und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.

          Für mich sind alle Religionen nur dazu da uns von unserem himmlischen Vater und Jesus wegzuziehen, nicht eine einzige Religion führt uns zu Jesus. Am Anfang jeder Religion fängt alles mit ehrlichen Zielen an, mit einem einfachen Bibelkreis, aber am Ende hat es der Widersacher wieder geschafft alle in seine Tasche zu stecken. So ging es Luther, vielen anderen christlichen Religionen und auch den Bibelforschern und Zeugen. Wobei letztere es besonders gut geschafft haben dem Widersacher auf dem Leim zu gehen.

          Es ist so wie Du geschrieben hast: „Der Widersacher macht gute Arbeit, er verwirrt, er verwirrt mächtig.“ Schon diese Erkenntnis haben nur wenige Gläubige und deshalb hast Du keinen Grund entmutigt zu sein im Glauben. Nicht das gute Bibelwissen retten uns wenn Jesus kommt, sondern der Glaube an ihn und seine Verheißung. Es ist schön sich in der Bibel auszukennen, aber was nützt das wenn man nicht Jesus im Herzen trägt? Wenn man ihn nicht als unseren EINZIGEN Herrn ansieht?

          Ich fühle mich als Christ. Christ sein heißt frei sein, frei von jeglicher Bevormundung durch andere Menschen was den Glauben betrifft.

          Auch wenn das Frauenbild der Zeit des Paulus nicht mehr ganz auf der Höhe der heutigen Zeit ist, so ist folgender Vers eine ganz wichtige Aussage um zu erkennen wer im Glauben über uns steht:
          1. Kor. 11:3 (GNB) „Ich muss euch aber auch noch dies sagen: Jeder Mann ist unmittelbar Christus unterstellt, die Frau aber dem Mann; und Christus ist Gott unterstellt.“

          Eigentlich ist gerade hier ein guter Platz um Fragen zu stellen, zu diskutieren, versuchen Lösungen zu finden. Du hast bereits einige Fragen gestellt, ich lade dich herzlich dazu ein Antworten zu finden.

          Liebe Grüße
          Alois

          1. Stefan says:

            Lieber Alois,
            vielen Dank für Deine Ausführung. Ja, ich möchte gerne ein Freund Jehovas sein, ein Freund Jesu, diese Frage stellt sich mir nicht. In “ Ruhephasen“, also wenn ich nicht gerade unter Strom stehe weil ich arbeiten muss oder meine Kinder mich in Anspruch nehmen, ist es tatsächlich so, das ich unentwegt mit meinen Gedanken bei Gott bin. Und das fühlt sich wahnsinnig gut an. Und einen Moment später passiert wieder etwas, was genau diese Stimmung zerschießt. Ich sehne mich oft nach innerer Ruhe, aber je mehr ich diese Suche, vielleicht sogar kombiniert mit guten wunderbaren Gedanken an unseren Schöpfer, geschehen Dinge, die diese Situation zersprengen. Ich kann und werde es mir nicht erlauben Jehova in Frage zu stellen, aber ich denke schon darüber nach wenn es Menschen gibt die Ihn bespielsweise als Massenmörder bezeichnen. Oder warum er sich überhaupt versöhnen muss durch den Tod Jesu. Es gibt so viele verschiedene Meinungen zu Gott, ich würde mich niemals mehr irgendeiner Religion anschließen, oder blind Aussagen glauben die so mancher Christ in den Weiten des Internets verbreitet. Aber ich will mich auch nicht alleine fühlen, ich brauche Gott, ich brauche Jesus, und je mehr ich nach ihnen schreie, desto mehr habe ich das Gefühl mich meinen Launen hinzugeben. Dann werde ich ein echt mießpetriger Zeitgenosse und bin schier ungenießbar. Und wenn dieser Punkt erstmal erreicht ist, dann spüre ich so richtig in mir den inneren Kampf, ja ich werde teilweise innerlich zornig, böse und habe viel schlechtes Gedankengut in mir. Dann erschrecke ich vor mir selbst, und bin mir nicht sicher, ob das meine eigene Bosheit ist, oder ich vielleicht dazu angestachelt ,werde. Ich habe das Gefühl ich muss was tun, aber ich habe keine Ahnung was das sein sollte. Mein Vater sagte immer, Glaube ohne Werke ist der Tod. Ja, ich nenne das Altlast, weil ich immer noch oft genug denke, ich muss etwas für meine Rettung tun, Bibel lesen, Armen helfen, die linke Wange hinhalten wenn einer auf die rechte hauen will, das kann man beliebig weiter führen. Aber nichtsdestotrotz gibt es und bleiben in einem viele Fragen… Rettung ja/nein, wenn ja wie?, kann oder darf man in seinem Leben so vor sich hindümpeln, warum lässt man das gegebene Glück nicht einfach zu und sucht immer den Wurm in der Suppe? Ich suche unentwegt Antworten und würde gerne die Bibel verstehen? Kann ich das? Nein, nicht mal im Ansatz, trotz jahrelanger Beschäfitigung? Und warum nicht? Weil jeder die Bibel anders interpretiert? Man bemühe niemals Google oder Youtube mit den Themen Offenbarung, Jesu kommen, Auferstehung, Harmagedon, 1000 jähriges Reich, 144.000 usw…die Liste könnte noch unendlich länger werden, zu jedem Thema gibt es so viele unzählige Meinungen, Lehren und Erklärungen. Verwirrung…? ja, der Satan verwirrt, und das nicht zu knapp. Deshalb habe ich geschrieben das ich im Moment müde bin, müde bin zu forschen, weil sich einfach kein inneres Gefühl sich einstellt das richtige zu denken oder zu fühlen. Außer dem immerwärenden Gefühl nicht genug zu tun, nicht gut genug oder verantwortungsvoll sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Jehova hat versprochen sich finden zu lassen von jenen die von ganzem Herzen suchen. Hier bin ich mein Vater im Himmel, lehre mich Deinen Weg und die Weisheit dem Geist der Wahrheit zu folgen. Ich will keiner Lehrmeinung mehr folgen, ich folge Jesus mit meinen sehr bescheidenen Mitteln, und diese sind, das ich unentwegt an Ihn denke und zu ihm bete mir den Weg zu zeigen.
            Mehr kann ich im Moment einfach nicht….mehr.
            Lieber Alois, danke für Deine Nachricht
            Liebe Grüße
            Stefan

  3. Stachelbeere says:

    Deine Worte, lieber Boas haben mich sehr berührt, vielen Dank für deinen Bericht.

    Es ist immer wieder erschütternd zu erfahren, wie Menschen, die der Überzeugung sind, an ihrer Liebe zu erkennen zu sein, solch eine Eiseskälte in ihren Handlungen an den Tag legen. In voller Überzeugung Gott damit auch noch zu gefallen.
    Unser Herr Jesus hat doch was ganz anderes vorgelebt- Liebe in vollkommen Maße, gegenüber jedem!
    Als dein lieber Vati noch mit der Versammlung verbunden war, hast du ihm alles möglich gemacht damit er dies auch bleiben kann, obwohl du dich selbst schon davon gelöst hast.
    Du hast ihn wahrscheinlich nicht ständig bedrängt, doch endlich die Augen zu öffnen. Ich bewundere deine Geduld, Toleranz und deinen Respekt gegenüber deinem Vater. Er konnte/ musste es leider selbst erfahren, wie es in der ORG.um die wahre Liebe und die „Wahrheit“ bestellt ist. Es tut mir von Herzen leid, das er so etwas Schlimmes in dem Alter noch erleben musste.
    Da aber Unsere beiden Höchsten ihm diesen Weg der geistigen Befreiung gezeigt haben, ist daraus ein Segen entstanden- ihr beide könnt gemeinsam und völlig frei über biblische Dinge reden und euch gegenseitig stärken. Und das wiederum freut mich sehr für euch.

    Wen wir haben und brauchen ist klar: Gott und sein Sohn.
    Wen wir haben, aber nicht brauchen- das ist schon schwerer zu beurteilen. Aber wahrscheinlich zeigt es sich früher oder später von ganz allein…

    Mit den Worten aus Psalm 32:7+8 HfA grüßt dich und deinen Vati die Stachelbeere ganz lieb:
    „Bei dir bin ich Sicherheit; du lässt nicht zu, dass ich vor Angst und Not umkomme, ich singe und juble:“ Du hast mich befreit!“ Und du sprichst zu mir: “ Ich will dich Lehren und sagen, wie du leben sollst, ich berate dich, nie verlieren ich dich aus den Augen.“

  4. Boas says:

    Meine lieben geschätzten Geschwister

    Unserer aller Lebensgeschichten zeigen immer wieder, dass Jesus mit seinen Prophezeiungen Recht hatte. Die eigenen Hausgenossen und Verwandten werden unsre Feinde sein. Und sie meinen Gott damit sogar einen Gefallen zu tun. So liegt Schmerz und Freude ganz dicht nebeneinander. Der Schmerz von den eigenen Verwandten und so genannten Freunden nicht mehr beachtet zu werden. Und die Freude über das Wissen, dass JHWH und sein Sohn nun mit uns sind. Kein Sieg ohne Kampf. Kein Kampf ohne Verluste.

    Ich kann nur jedem empfehlen Recht früh echte Freunde zu finden bzw. zu gewinnen. Als ich letztes Jahr ins Krankenhaus gekommen bin, habe ich einen meiner Freunde angerufen. Er wohnt 50 Km weit weg und ist katholisch. Wir kennen und schätzen uns seit über 30 Jahren. Als ich ihm sagte, dass ich sofort aufbrechen muss, sagte er mir, dass er in einer Stunde bei meinem Vater ist, ihm gleich das Essen machen und die Tage bei ihm verbringen wird, um ihn zu betreuen.

    Lobend sei aber auch erwähnt, dass mein Bruder beim zweiten Krankenhausaufenthalt letztes Jahr als Pflegekraft kurzfristig für die Pflege unseres Vaters eingesprungen ist. Was wahr ist, muss auch wahr bleiben. Nicht bei jedem wird die Suppe so heiß gegessen, wie sie gekocht wurde. Aber trotzdem sagte er mir bereits, dass sich private Gespräche, die er und seine Frau noch ab und zu mit mir führen aufhören werden, wenn mein Vater verstorben ist.

    Aber wie sagte mein Vater einst: „Wen wir nicht haben, den brauchen wir auch nicht.“ Jesus wird alle Zeit bei uns sein, alle Tage des Lebens. Kennt jemand einen besseren Freund, Helfer und Bruder mit einer Liebe, die über den Tod hinausgeht? Jesus sagte einst: „Ich habe die Welt besiegt.“ Wenn wir die Welt besiegen wollen, so müssen auch wir kämpfen. Wie oben bereits geschrieben, ohne Kampf und Verlust, keinen Sieg.

    Ich wünsche allen die Kraft, die von Oben kommt, um trotzdem zu lächeln, auch wenn wir Verluste erleiden, die schmerzlich sind.

    Boas

    1. Tommy says:

      Und oft, lieber Boas,
      wird unser Vertrauen in den Herrn genau so geprüft und es wendet sich nach meiner Erfahrung oft wirklich zum Guten, wenn man ihm vertraut und nicht aufgibt.
      Ist aber nur eine Meinung.
      Tommy

  5. ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ➠Boas says:

    Lieber, geschätzter Boas,

    bitte verzeih mir wenn ich Dich hier direkt anspreche. Ich kenne Dich schon länger und schätze Deine Kommentare & Artikel sehr. Du sprichst immer an, was uns alle sehr bewegt: Das Schiksal mit Deinem ehrwürdigen Vater und Dich! Was für eine Stärke ihr doch versendet…

    Du kennst mich aus diversen Kommentaren sowie Telefonaten. Wir haben vieles gemein und sind uns auch sehr ähnlich. Und hier in Deinem bewegenden Artikel kommen mir sehr viele wehmütige Gemeinsamkeiten vor. Ich meine die, die sich mit den Deinigen teilen. Mir erging es in den meisten von dir beschriebenen Situationen auch nicht viel anders. Es ist unser gemeinsames Los. Das verbindet uns noch mehr.

    Wenn ich mich auf Jesus und Lazarus berufe lieber Boas, dann hat dass seine Berechtigung. Sie ist mit der unsrigen sehr kompatibel! Jesus gab uns aber ein entscheidendes Vitamin, welches dem Lazarus so nicht möglich war: Wir sind Zeugen Jesu Christi und unterstehen somit seiner Oberhoheit. Das darin enthaltene Vitamin ist das Ewige Leben in seinem Königreich.

    Lieber Boas, sei meiner Anteilnahme gewiss. Sei dir bewusst, dass ich dich sehr gut verstehe und hinter dir stehe. Bitte übermittel deinem lieben Vater diese Zuversicht und meine herzlichsten Grüsse. Ihr beide seid ein Vorbild für alle Zeugen Jehovas! Amen.

    Dir liebster Boas wünsche ich den reichen Segen unseres Herrn und Königs Jesu Christi.
    @thalja

  6. Annodazumal says:

    Lieber Autor

    Da ich weiss wer gemeint ist habe ich geweint, zumal das Bild dass du dann noch dazu gepostet hast. Kann mir vorstellen, dass es schmerzt allein zu sein. Aber das bist du nicht…auch fast 1300km sind 3sek.telefon und 8 stunden Autofahrt.
    Unserem Vater entgeht nichts und das kann ein kleiner Trost sein. Ich denke jeder der hier ist hatt eine Geschichte zu schreiben, aber deine hat mich so berührt dass du den Ausgang kennst.

    Ich habe euch ganz toll lieb und bin fast immer (lacher) bei euch…liebe Grüsse und dicke umarmung

  7. Alois says:

    Danke lieber Autor für den sehr glaubensstärkenden Artikel!
    Unser Herr Jesus und unser himmlischer Vater sorgen mit Gottes Geist dafür, dass alle Gläubigen zu ihnen finden. Es sieht manchmal aus als würden in Bezug auf den Glauben Wunder geschehen und ich glaube es ist auch so.

    Jesaja 25
    1. Jehova, du bist mein Gott; ich will dich erheben, preisen will ich deinen Namen; denn du hast Wunder gewirkt, Ratschlüsse von fernher, Treue und Wahrheit.

    Es ist traurig und eine Schmach, wie die Führer dieser Religionsgemeinschaft, die in nichts dem von Jehova abgefallenen Volke Israel nachstehen mit denjenigen umgehen, die sich neben Jehova auch Jesus von ganzem ungeteilten Herzen zugewandt haben. Aber das wird bald ein Ende haben, die Schmach wird hinweggetan, die Gläubigen gerettet, wie im gleichen Jesaja Kapitel zu lesen ist:

    8. Den Tod verschlingt er auf ewig; und der Herr, Jehova, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht, und die Schmach seines Volkes wird er hinwegtun von der ganzen Erde. Denn Jehova hat geredet.
    9. Und an jenem Tage wird man sprechen: Siehe da, unser Gott, auf den wir harrten, daß er uns retten würde; da ist Jehova, auf den wir harrten! Laßt uns frohlocken und uns freuen in seiner Rettung!

    Im Alten Testament steht zwar immer Jehova, aber als Christen wissen wir dass Jesus derjenige ist, der für das Gottesvolk steht und sich für unser Leben geopfert hat. Jesus handelt in völliger und vollkommener Willensübereinstimmung mit seinem und unserem himmlischen ewigen Vater. Deshalb spielt es keine Rolle ob in der Bibel Jehova oder Jesus steht, der Wille des himmlischen Vaters wird stets im Himmel und auf Erden geschehen.

    Das Gleichnis Jesu mit dem Sämann veranschaulicht den Glauben an Jesus und seiner Rettung in der von Dir angesprochenen Religion deutlich:

    Matthäus 13
    3. Und er (Jesus) redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus zu säen;
    4. und indem er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf.
    5. Anderes aber fiel auf das Steinichte, wo es nicht viel Erde hatte; und alsbald ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte.
    6. Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
    7. Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen schossen auf und erstickten es.
    8. Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert-,das andere sechzig-,das andere dreißigfältig.
    9. Wer Ohren hat [zu hören], der höre!

    Wir können nur unseren beiden Höchsten ewig dankbar sein wenn wir zu den in Vers 8 genannten Samen gehören dürfen.

    Liebe Grüße
    Alois

  8. Omma says:

    Lieber Artikelschreiber,

    auch, wenn dein Name nicht genannt worden ist, so wissen wir doch alle, wer diesen zu Herzen gehenden Lebensbericht geschrieben hat. Wir kennen dich als einen warmherzigen Bruder und einen treusorgenden Sohn, mit einem tiefen Glauben.

    Ich kann mir vorstellen, dass es dich innerlich aufgewühlt hat, alle diese Einzelheiten aus deinen Erinnerungen heraufzuholen und niederzuschreiben. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, denn ich habe vor nicht allzulanger Zeit, auch das Leben von Omma und Oppa niedergeschrieben, aber nur für uns.

    Du schreibst, dass ihr, du und dein Papa, notariell fest gemacht habt, was bei eurem Ableben, nicht geschehen soll. Auch das geht uns seit Langem durch den Kopf, auch bezüglich unserer Pflege. Ja, wenn man so allein dasteht, sollte alles gut vorbereitet sein. Noch sind wir lange nicht fertig, außer dass uns so einiges durch den Kopf geht.

    Ja, was für ein Unterschied es ist, wie du so liebevoll deinen Papa umsorgst, und die Worte unserer Tochter, nach unserem Austritt. Sie schrieb auf einen Zettel (reden durften sie ja nicht mehr mit uns), „Wir hätten euch so gern gepflegt.“ Das bedeutet im Umkehrschluss, nach unserem Austritt, sind wir in ihren Augen bereits tot. Aber auch schon vor unserem Austritt, als wir noch aktiv waren, konnten wir erkennen, dass da keine echte Liebe war. Auch ihnen war es wichtiger zu predigen und andere aus der Vers. einzuladen, als die alten und kranken Eltern.

    Wir haben dann oft an Jesu Worte gedacht, heute mögen es keine finanziellen Dinge sein, mit denen man seine Eltern ehren könnte, aber es könnte auch mit Liebe und Zeit umschrieben werden.

    Markus 7:9-13 (NGÜ)
    9 Weiter sagte Jesus zu ihnen: »Ihr versteht es glänzend, Gottes Gebot außer Kraft zu setzen, um euren eigenen Vorschriften Geltung zu verschaffen!
    10 Mose hat zum Beispiel gesagt: ›Ehre deinen Vater und deine Mutter!‹ und: ›Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.‹
    11 Ihr dagegen lehrt, man könne zu seinem Vater oder zu seiner Mutter sagen: ›Alles, was dir eigentlich von mir als Unterstützung zusteht, erkläre ich für Korban.‹ (Das bedeutet: Es ist eine Opfergabe ´für den Tempel`.)
    12 Und auf eine solche Erklärung hin lasst ihr ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter tun.
    13 So setzt ihr durch eure eigenen Vorschriften das Wort Gottes außer Kraft. Und von dieser Art ist vieles, was ihr tut.«

    Ja, wie oft sahen wir einen liebevoll gedeckten Tisch, als wir an ihrem Fenster vorbeigingen, und wenig später fröhliches Lachen, uns aber wurde es ganz schwer ums Herz, denn wir spürten, dass wir nur im Wege waren.

    Jetzt aber, nach unserem Austritt, haben wir viele liebe Menschen kennengelernt, die uns eine liebevolle Familie geworden sind.

    Danke für deinen Lebensbericht!!!

    Es grüßen ganz herzlich Omma und Oppa

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