Written by

Bruderinfo

Kommentare (113)

  1. Nachdenker says:

    Hallo pit,
    ich bin mir sicher das unser Schoepfer in unser Herz schauen kann und auch alles sieht, auch die Verführung durch skrupelose Menschen und Organisationen. Und ich bin mir auch sicher das ihm auch solche verführten Menschen sehr annehmbar sind. Darum sollten auch wir uns davor hueten jemanden abzustempeln oder zu richten. Das steht uns nicht zu und wer kennt schon immer ale Hintergruende.
    Nachdenker

    1. STefan@Nachdenker says:

      Hallo Nachdenker, ich könnte mir sehr gut vorstellen, das Deine Einschätzung zutreffend ist. Und ja, sie ist ein Trost für alle Verführten, denn warum sollte ein Gott jemand ablehnen der im „Glauben“ eine falsche Entscheidung getroffen hat. Nicht jeder kann die Wahrheit erkennen, im Moment, aber wenn wir der Bibel glauben schenken dürfen, wird dieser Tag noch kommen, und dann werden viele zum wahren Gott umkehren. Sonst wäre das Loskaufopfer auch kein Loskaufopfer.
      Liebe Grüße
      STefan

  2. pit an johann says:

    lieber johann,
    ich wünsch dir alles gute für den montag.

    als ich meinen glauben an die WTG verloren habe, hab ich auch erstmal mit dem atheismus gekämpft.
    ich habe nicht nur das christsein (das kannte ich damals noch nicht.), sondern den glauben an sich unter die lupe genommen.
    und all die widersprüchlichen aussagen können schon anlass zum denken geben.
    ich denke, dass jeder aussteiger eine solche phase durchmacht, der eine mehr, der andere weniger.
    prinzipiell konnte ich das ganze nur an einer frage festmachen: sind wir geschaffen, oder entwickelt?

    diese einfache frage ist in wirklichkeit äusserst komplex.
    kein mensch kann sie objektiv beantworten, denn keiner war dabei.
    daher ist nur eine subjektive antwort möglich.
    und da sind wir dann wieder beim glauben.
    der atheist muss genauso glauben, wie der gläubige, auch wenn er es nicht zugibt. denn auch er war nicht bei der evolution dabei.
    die einen hören auf die unterschiedlichsten religionen und werden betrogen.
    die anderen hören auf die wissenschaft und werden betrogen.

    bei mir sind einfache dinge ausschlaggebend.
    die elektrostatischen gecko-füße z.b.
    sowas entwickelt sich nicht.
    oder der rhombendodekaeder, mit dem die bienen ihre vorderen und hinteren waben verankern.
    woher soll die biene diese geometrischen zusammenhänge kennen, ohne die es nicht möglich wäre, ein stabiles nest zu bauen.
    somit bleibt für mich nur gott und die schöpfung.
    und die bibel ist für mich das einzige buch, dass mir einen bezug zum schöpfer herstellt.
    kein anderes buch kann das. weder ein islamisches, noch ein hinduistisches, kein buch mormon und kein wachtturm.

    ich kann deine frau voll und ganz verstehen, wenn sie ihren glauben an alles verloren hat, hoffe aber, dass sie ihn zurückgewinnt.
    jetzt hab ich mich verzettelt. das geht so schnell. weil, es hängt an dieser frage auch schon wieder die nächste: was macht ein liebevoller gott mit menschen, die atheisten werden, weil sie ihr lebtag von skrupellosen menschen betrogen wurden?
    friede
    pit

  3. Vielen Dank, dass du mich willkommen heißt.

    Du zählst sicher auch nicht mehr zu den Jüngsten, hast also eine Menge erlebt und scheinbar dennoch ausgehalten bei den Zeugen Jehovas. Das ist eigentlich für mich immer das Verwunderlichste, wie jemand dabeibleiben Konnte, nach der offensichtlichen Pleite nach 1975.

    Du weißt ja sicher auch, dass sich Zeugen bei einem ersten Zusammentreffen meist die Frage stellen: Wie lange bist du schon in der Wahrheit. Das frage mich auch einmal ein Kreisaufseher, als ich etwa knapp zwei Jahre dabei war. In der Zeit hatte ich mich bereits über die Pleiten der früheren Weltuntergangsdaten informiert und fragte ganz unverhohlen, welche Wahrheit er den meint? Die von 1914, 1918, 1925 oder jetzt die von 1975, die Auswahl sei ja sehr groß. Er druckste herum und da kam sie die berühmteste Ausrede aller Ausreden. Er meinte ob ich denn nicht glaube, dass Jehova ständig neues Licht gebe und man also gut daran täte, seine Meinung der Führungsschicht anzugleichen.

    Ich habe es nicht getan und ihm auch gesagt, dass das Jahr 1975 ebenso eine Pleite werden würde, nach meiner damaligen Erkenntnis. Was mich wunderte war aber, dass keinerlei Sanktionen darauf folgten, was deshalb sicher meinen Abgang noch beschleunigte.

    Ich kannte aber einen Ältesten, der aus meinem vorhergehenden Wohnort war, den ich schon von Kindheit an gekannt habe als einen Zeugen Jehovas, der mir nie vorwarf, dass ich die Zeugen verlassen habe. Er war damals schon Rentner, Witwer dazu und auf meine Frage, warum er nicht auch weggehe, meinte er nur, Junge wo soll ich denn hingehen, ich kenne doch nur Zeugen und das würde alles wegbrechen und ich daran zerbrechen. Ich konnte ihn schon verstehen, wenn man dreiviertel seines Lebens der Organisation gewidmet hatte, dass das dann nicht mehr so leicht geht.

    Ich denke aber, du und dein Mann, werdet es schon auf die Reihe kriegen und merken, dass letzten Endes nur eines zählt, Gott (Jehova, Jahwe oder JHWH) und sein Sohn Jesus Christus (Messias) und keine wie auch immer geartete Organisation. Dafür bete ich, dass Gott euch da die richtige Zuversicht schenkt.

    Liebe Grüße

    Johann

    1. Omma@Johann says:

      Lieber Johann,

      mein Mann und ich sind seit unserer Kindheit in diese Org. hineinerzogen worden. Unsere Mütter waren sehr starke Persönlichkeiten, und sehr extrem, besonders meine, so dass sie uns keine Möglichkeiten ließen, eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Von mir kann ich nur sagen, dass ich wahrscheinlich nie auf die IDEE gekommen wäre, das alles ernsthaft zu hinterfragen, wenn mein Mann mir nicht geholfen hätte.

      Nachdem wir die beiden Artikel, auf BI-Aktuell zusammen gelesen hatten: – „Überlegungen zur spezifischen Problematik für Menschen, die von Geburt an religiös-fundamentalistisch geprägt wurden.“ & „Spezifischen Problematik für Menschen, die von Geburt an religiös-fundamentalistisch geprägt wurden. Teil 2“ -, wurde uns vieles klar. Auch erkannten wir, dass nicht alle gleich reagieren. Manche haben von Natur aus eine stärkere Persönlichkeit, und lassen einfach nicht alles mit sich machen.

      Deine letzten Worte: „Ich denke aber, du und dein Mann, werdet es schon auf die Reihe kriegen und merken, dass letzten Endes nur eines zählt, Gott (Jehova, Jahwe oder JHWH) und sein Sohn Jesus Christus (Messias) und keine wie auch immer geartete Organisation. Dafür bete ich, dass Gott euch da die richtige Zuversicht schenkt.“ haben sehr gut getan!!!

      Wir sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber wie heißt es: Lieber spät als gar nicht! – Wir haben auch schon einen guten Teil dieses Weges hinter uns gebracht, und mit der Hilfe unseres himmlischen Vaters und seines lieben Sohnes, werden wir weiter kämpfen!

      Sei ganz lieb gegrüßt, und vielen Dank, dass du für uns betest. Wir wünschen für dich alles Gute und viel Kraft für die vor dir liegende Zeit!!!

      Deine Schwester Omma und Ehemann

  4. Lichti an Johann! says:

    Hallo, lieber Johann!
    Auch von mir ein herzliches Willkommen!
    Gottes reichen Segen Dir und deiner Frau!
    Lichti

  5. Lichti an Manfred! says:

    Lieber Manfred!
    Vielen Dank,dass du meinen Mann und mich verstehst.
    Uns ist immer wohl,wenn jemand Konsenz sucht.
    Danke auch dafür,dass du den Trost, denn wir allen geben wollten,schätzend erwähnt hast.
    Füreinander Wertschätzung zu zeigen,erbaut und stärkt den Zusammenhalt,insbesonders auch dann,wenn das ,welches man als kostbar betrachtet,Gottes Worte oder Botschaften sind.
    Sogar in den Versammlungen lernt man, dass Liebe zu bekunden,eine christliche Grundeigenschaft ist.
    Nur haben sich leider nicht viele daran gehalten.
    Ich freue mich mit dem,der auch in diesem Gesichtspunkt ein Christ ist.
    Mit lieben Grüssen
    Lichti

  6. Nachdenker an Johann says:

    Hallo Johann,
    herzlich willkommen hier auf BI. Toll das du uns gefunden hast. Ich wuensch dir und deiner Familie weiterhin viel Erbauung auf BI.
    Liebe Gruesse
    Nachdenker

    1. Ich habe zwar hergefunden, allerdings ohne meine Frau, die ist bei unserem Abgang von den Zeugen lieber gleich den anderen Weg gegangen, nämlich nichts mehr mit dem Christentum zu tun haben zu wollen. Ich kann sie auch durchaus verstehen. Auf unser Zusammenleben hat das aber wenig Einfluss, wir verstehen uns immer noch bestens und ich nötige sie auch nicht dazu anders zu werden müssen.

      Ich denke mal bei ehemaligen Zeugen ist vieles zu Bruch gegangen, hauptsächlich wohl das Vertrauen zu anderen Gläubigen, lag wohl am Umgang der einem dort beigebracht wurde. Ich denken dabei immer gerne an die drei Affen: Nichts Sehen, nichts Hören und auch nichts Sagen. Jeder der das außer acht ließ, wurde misstrauisch von den anderen beäugt, aber das wirst du sich selber erfahren haben.

      Jedenfalls vielen Dank für dein Willkommen, kann man immer brauchen.

      Liebe Grüße von

      Johann

      1. Nachdenker an Johann says:

        Hallo Johann,
        dir gesundheitlich alles alles Gute für die vor dir liegende Zeit. Danke auch fuer deine Antwort. Wir wollen uns trotz aller Enttäuschung seitens der WTG davor hueten den Glauben aufzugeben. Wir sollten die WTG aufgeben aber weiterhin an unserem Verhaeltniss zu Jesus und zu unserem Schoepfer arbeiten. Gruesse auch an deine Frau. Egal ob und was sie glaubt oder nicht ist doch entscheidend das ihr füreinander da seid und euch gut versteht. Viele vorbildliche ZJ koennen das naemlich von ihren Beziehungen ehrlicherweise nicht behaupten.
        Liebe Gruesse
        Nachdenker

  7. pit an johann says:

    willkommen hier, johann.
    ich freu mich über jeden „neuen“.
    und ich hoffe, dass du hier nicht gleich als „nicht-christ“ tituliert wirst,oder sonstiges, nur weil du anderer meinung bist.
    friede pit

    1. Johann says:

      Hallo Pit!

      Auch dir herzlichen Dank für den Willkommensgruß, ich dachte halt schreibst halt mal, wirst schon sehen wie du ankommst.

      Ich bin halt schon sehr lange raus aus dem Laden, habe mich auch nie mehr groß damit beschäftigt, gab zwar auch einiges Gute unter den Zeugen, der Nachteil war nur, dass man nie genau wusste mit wem man es zu tun hatte. Es war manchmal sehr mühsam jedes einzelne Wort auf die Goldwaage zu legen, die Spitzel gab es nicht nur in der DDR und man lief schnell Gefahr auch bezeichnet zu werden, man wunderte sich des öfteren, wenn einem wieder jemand aus dem Weg ging und alles mögliche versucht um ein Zusammentreffen zu vermeiden, die Stimmung war dann eher sehr frostig.

      Nach den Zeugen habe ich es einmal mit den Adventisten versucht, aber da hatte die Ellen G.Withe einen solchen Stellenwert wie damals der tuvS, das war dann auch nichts.

      Andere freie Christengemeinschaften waren bei näherem Hinsehen auch nur mehr oder weniger geistige Gefängnisse, manchmal mit Ausgang, aber der Druck der Anpassung war stets spürbar.

      Wenn mich heute einer fragt, glaubst du an die Bibel, dann sage ich meist, dass mein Glaube sich auf den Vater (Jahwe) gründen und seinen Sohn Jesus Christus, im übrigen halte ich mich nach Möglichkeit an das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, den Feindesliebe soll auch nicht vergessen werden, das wohl schwerste von den dreien.

      Um dem Ganzen dann noch ein I-Tüpfelchen aufzusetzen, erkläre ich wie Jesus damals und dem hängt der ganze biblische Glaube, Gesetz und Propheten. Von Jahreszahlen und Prophezeiungen habe ich die Schnauze voll seit ich in den Zeugentagen erlebt habe wie man damit Schindluder getrieben hat um Menschen unterdrücken zu können.

      Es gibt ja für mich hier noch vieles zu lesen und zu erforschen, wenn man all die Kommentare von früher auch lesen will, da ist noch eine Menge Zeit erforderlich. Na wenigstens an die Abkürzungen habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

      Viele Grüße noch!

      Johann

      1. Matthäus an Johann says:

        Auch von mir ein herzliches Willkomen lieber Johann!

        Ich bin ja ein Schreiber der ersten Stunde, es sind sicher schon tausende Kommentare, früher habe ich täglich oft viele Wortmeldungen gegeben. Wir dürften ja in etwa im selben Alter sein, auch ich habe den Hype um 1975 miterlebt – und auch geglaubt- ich war dann in einem „Hilfenotgebiet“ und habe mein Ältestenamt 15 Jahre später abgegeben. Es hat dannnochmals 15 Jahre gedauert bis es imer klarer wurde wie oft ich angelogen wurde. Das führte dann auch 2007 zu Ausschluss, den jeder der die Lügen aufdeckt ist ein Abtrünniger, ist das nicht verrückt? Trotz der Tatsache dass wir Gott „in oder mit der Wahrheit“ anbeten sollen. Doch der LK geht es nicht um Wahrheit es geht ihnen um persönliche Anerkennung, um Autorität und Macht, die lassen sie sich nicht streitig machen. Ich habe den WT 7/2013 schon mehrfach zitiert, dort wird diese Anerkennung mit einem guten Verhältnis zu Gott begründet, oder anders gesagt: Jesus ist nicht notwendig, ihr habt ja uns. Dieser Hochmut oder Selbsterhöhung wird zum Fall führen, das steht deutlich in Gottes Wort.

        Ich freue mich auf weiter Kommentare von dir, du kannst mir auch gerne privat schreiben: zeugejesus@gmail.com
        LG. Matthäus

      2. pit an johann says:

        ich les auch immer die kontexte und weiss nie genau, wo was steht. 🙂 alte krankheit.
        deswegen kann ichs auch immer nicht klar belegen und halte mich meist raus.
        weisst du noch die story um E.G. White?
        hat die nicht als kind nen stein vor den kopf gekriegt und danach das sabatgebot in der lade im himmel leuchten sehen?
        ist schon wieder lange her.
        ich bin auch alleinchrist geworden und halt mich nur noch an die schrift, so wie es da steht. ich habs ja nicht geschrieben. dann muss ichs auch nicht rechtfertigen.

        dann wünsch ich dir alles gute hier.
        viel zu lesen. ich bin fast durch. bin ja schon fast 2 jahre hier.
        hoffentlich bleibt uns die meinungsfreiheit erhalten.
        friede pit

        ps: unter der hand kann man von STA´lern erfahren, dass das ende nah ist und europa der letzte staat ist, so wie es für die zeugen einst anglo-amerika war. ist aber nicht offiziell.

        1. Hallo Pit!

          Man hat ja die Schreiber des NT als Beispiel, da gab es auch keine Kapitel und Verse zu vermelden, höchstens die Buchangabe, die gingen scheinbar alle davon aus, dass die angegebenen Verweise bekannt waren, ach ja, die kam ja auch erst in einem späteren Jahrhundert. Sie lebten gewissermaßen in den alten Schriften aus denen sie zitierten. Ja, damals war wohl Auswendiglernen angesagt und keine Häufung der Literatur wie die LK es betreibt. Es ist eigentlich für mich erstaunlich, dass sie immer die Wörter neu zu mischen verstehen, so gekonnt wie ein guter Falschspieler seine Karten.

          Was die Adventisten anbelangt und nicht nur sie, auch andere christliche Gemeinschaften können die Finger nicht davon lassen mit den Daten der Bibel Zahlenpoker zu betreiben. Offiziell sagen ja auch die Zeugen nichts mehr direkt, aber ich möchte nicht wissen was unter der Hand alles so läuft.

          Ich kann mich noch gut erinnern als mich unser Bezirksaufseher einmal fragte, was mich im Predigtdienst am meisten nerve, und ich erzählte es ihm. Ich kann die Brüder nie verstehen wenn sie auf der Diensttour die Häuser und Villen der Reichen bewunderten, die Seegrundstücke und sich bereits Gedanken darüber machten, wo sie einziehen wollten, man hörte da nichts anderes. Ein halbes Jahr später glaube ich hatte der Wachturm dies dann zum Thema.

          In der Versammlung kam das auch einmal zur Sprache und man fragte mich was ich mir denn ausgesucht habe, ich nannte spontan die Brauerei mit dem besten Bier in der Stadt aber ich lade keinen dazu ein, ich saufe das alles selber weg. Ich habe nur einen Witz gemacht! Nur sie fanden das keineswegs so lustig.

          Meine Frau hat mit Glauben und so auch nichts mehr am Hut, was durchaus verständlich ist und so gehe auch ich allein durch den Urwald christlicher Gemeinden, aber seit ich da den Anpassungsdruck verspürt habe, da ähneln sich scheinbar alle, den gibt es nicht nur bei den Zeugen, wird dieses Alleinsein wohl noch eine Weile so bleiben. Allerdings weiß ich nicht was meine Metastasen dazu meinen, aber Montags habe ich wieder eine Computertomografie in Großhadern, da kann ich das wieder besser überblicken.

          Da will man nur ein paar Wörter schreiben und schon wieder kommt man vom Hundertsten zum Tausendsten, auch eine Krankheit von mir.

          Ich wünsche noch ein schönes Wochenende, es bleibt bei uns ja schön, wie der Wetterbericht vermeldet.

          Viele Grüße

          Johann

  8. Johann says:

    Ich weiß jetzt nicht genau wie das abläuft hier einen Kommentar einzustellen, aber da ich seit einiger Zeit hier mitlese wollte ich auch einmal etwas dazu sagen.

    Meine Zeugenzeit liegt weit zurück, 1971-74, dann habe ich mich selbst getrennt. Für Zeugen war das damals eine kritische Zeit, stand doch 1975 das geglaubte Harmagedon vor der Tür, dennoch war ich überzeugt einen Schlussstrich ziehen zu müssen. Ich hatte dann nur noch sehr wenig Berührung mit ihrer Lehre da ich als erstes die Ganze WTO Schriften entsorgt habe und auch keine mehr gelesen habe.

    Hier geht es ja um die Trinität oder auch wie man Gott sehen will oder kann. Die Meinungsvielfalt ist nicht gerade klein zu nennen und ich weiß eigentlich nur, dass mir die Vorstellung der Zeugen, dass Jesus der Erzengel Michael sei Kopfzerbrechen bereitet. Mit der Trinitätslehre geht es mir ähnlich, ich habe sie bisher nie begriffen, was nicht heißen soll, dass sie nicht wahr sein könnte, ich finde lediglich keinen Zugang dazu. Deswegen wird mir in anderen christlichen Foren ja auch immer das Christsein abgesprochen.

    Ich stelle eigentlich nur fest, dass wenn ich von Gott spreche, ob nun Jehova, Jahwe oder sonst ein Name, das ich seit Jesus auf der Erde war und er sein Werk hier vollendet hat, seither wenn ich Gott sage auch Jesus mit erwähnen muss, genau so ist es dann auch umgekehrt. Um das Erlösungswerk zu begreifen benötige ich beide, sie sind für mich beide der Garant meines Glaubens. Was den Heiligen Geist betrifft bin ich etwas unschlüssig, aber das haben Geister so an sich, wenn man glaubt sie erkannt zu haben sind sie schon weder weg, so auch der Heilige Geist, der sich in keine Schablone pressen lässt, der nicht beherrschbar ist auch nicht von Menschen die zur leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas gehören, die sind ja der Meinung ihn gepachtet zu haben.

    Na ja, man kann das sogar verstehen, sie sind auf der Erde, also irgendwie greifbar und Gott und Jesus sind im Himmel und Menschen nehmen dann lieber mit einem Spatz vorlieb als mit einer Taube die noch auf dem Dach sitzt, denn was man hat das hat man. Außerdem dienen sie ja noch als schöne Ausrede obwohl die Herren dann meist ihre Opfer beschuldigen falsch gehandelt zu haben.

    Ich bin aber den Zeugen Jehovas nicht gram darüber, denn sie waren es ja, die mich mit der Bibel bekannt machten, ich und meine Frau haben uns nur zu schnell taufen lassen. Die Freundlichkeit hat uns geradezu überrollt, aber nach der Taufe folgte dann die große Ernüchterung. Getrennt haben wir uns von ihnen als die Hype um das Jahr 1975 einfach nicht mehr auszuhalten war und ich ganz klipp und klar erklärte, dass es ausgehen würde wie das Hornberger Schießen, viel Geschrei und nichts dahinter. Das wurde allerdings nicht gerne gehört, schon gar nicht als die Zeit immer näher rückte, aber ich habe die Ereignisse früherer Verlautbarungen dann gelesen, die auch alle nur Strohfeuer waren und da stand für mich fest, dass das auch so und nicht anders enden würde.

    Ich lese hier seit einiger Zeit mit und muss feststellen, dass sich einiges bei den Zeugen geändert hat, aber auf die andere Straßenseite wechseln die, die mich gekannt haben auch heute noch, nach so vielen Jahren, der Arm der Organisation ist lang und immer länger, Götzenbilder ändern sich nicht, sie fordern höchsten noch mehr Respekt als sie ohnehin schon haben. Die LK ist für mich das Goldene Kalb, dass die Zeugen wie im Rausch umtanzen und hätscheln und pflegen, dass dabei sogar Jesus unter die Räder kommt.

    Ich weiß ja nicht was für ein Pseudonym hier angemessen ist, aber unter meinen Realnamen sollte nichts veröffentlicht werden, dann meinetwegen als Johann, den Hansen gibt es ja schon einige.

    Aber vielleicht kann man mir da auch eine Mail schicken wie ich das handhaben soll.

    Viele Grüße

    Johann

    1. Manfred says:

      Lieber Johann,

      Ich möchte Dich auch recht herzlich willkommen heissen und das Du das Wort ergriffen hast.
      Hier darf jeder seine eigene Meinung haben und auch äußern.

      Liebe Grüße Manfred

      1. Johann says:

        Hallo Manfred!

        Vielen Dank auch dir für deinen Willkommensgruß!

        Es fällt einem nicht immer leicht bei einem neuen Forum einzusteigen, aber da ich ja schon einige Wochen mitlese und mir Die Beiträge und die Kommentare dazu gefallen habe ich mich nun doch überwunden.

        Vor allem gefällt mir, dass hier eigentlich mehr oder weniger Redefreiheit herrscht, man an kein Bekenntnis gebunden wird wie in anderen christlichen Foren und ich auch meine ehemalige Zeugenzeit dahingehend vervollständige was an Änderungen in dieser doch langen Zeit, seit 1974 eingetreten sind.

        Man stelle sich nur einmal vor die Zeugen hätten recht gehabt mit dem Weltuntergang, dann wäre ich ganz schön hart aufgeschlagen. Ich konnte aber damals nicht anders und auch meine Frau nicht, man konnte mit dieser Bevormundung einfach nicht mehr leben. Meine Frau sagte immer, lieber vernichtet als täglich fremdbestimmt durchs Leben zu gehen, obwohl man vorher die große Freiheit versprochen hatte, die aber nur darin bestand dass sie nach der Taufe ein sehr schnelles Ende hatte.

        Ich weine den Zeiten aber ganz und gar nicht nach, bin ja selber schuld, dass ich den ganzen Versprechungen aufgesessen bin, aber damals waren wir frisch verheiratet, sind vom Land in die Stadt gezogen, wo wir so gut wie niemand kannten und waren genau die richtigen Opfer für die Lehre vom Paradies, die plötzlich zur Hölle wurde, quasi über Nacht.

        Aber wem sage ich das, die meisten hier dürften wohl ähnliches erlebt haben, zumindest habe ich schon nach drei Jahren mit meiner Frau wieder den Absprung geschafft.

        Na ja, ich werde mich schon einleben hier, mit lesen habe ich vollauf zu tun, wenn ich an all die ungelesen Beiträge und Kommentare denke, die noch meiner harren.

        Als alles Gute dir!

        Johann

      2. Manfred says:

        Lieber Johann,

        wenn Du nur 3 Jahre ein Zeuge warst, dann hast Du das ja sehr schnell durchschaut gehabt. 😉

        Ich bin als siebenjähriger das erste Mal in die Versammlung gegangen und habe mich dann mit 16 taufen lassen. 38 Jahre später habe auch ich nach draussen gefunden. Wenn ich aber über die Umstände meines Abgangs nachdenke, dann glaube ich dass mir Jesus einen Tritt in den Allerwertesten gegeben hat, dass ich endlich in die Puschen komme. 🙂

        Bin auf jeden Fall froh darüber, wie es nun gekommen ist.

        Was ich interessant finde ist, dass Du obwohl Du nur drei Jahre dabei warst und seit 1974 schon weg bist nun doch wieder hier bei uns gelandet bist und es Dir auch hier so gut gefällt, dass Du bleiben möchtest.

        Wir freuen uns über jeden, der hier dazukommt.

        Da hier mittlerweile sehr viele Beiträge stehen, kannst Du vielleicht über die Bibliothek oben im Kopf eine Themenauswahl treffen, die Dich zuerst interessieren.

        Auf der http://www.bruderinfo-prophetie.de Seite gibt es eine ebensolche Bibliothek. So kannst Du erst mal das lesen, was Dir auf der Seele brennt und dann später das andere.

        Also sei herzlich willkommen und wenn Du Fragen hast, dann frage. Es ist bestimmt immer jemand da, der die Möglichkeit hat Dir zu antworten.

        Liebe Grüße Manfred

    2. Alois an Johann says:

      Hallo Johann

      ich möchte Dich hier willkommen heißen.

      Du hast geschrieben:
      Die LK ist für mich das Goldene Kalb, dass die Zeugen wie im Rausch umtanzen und hätscheln und pflegen, dass dabei sogar Jesus unter die Räder kommt.

      Ein schönes Beispiel das zeigt, dass selbst biblische Geschichten eine Prophetie für die Endzeit in sich tragen.

      Ich stelle Israel am Berg Sinai und die Zeugen mal gegenüber:

      Das Volk Israel ist den Ägyptern entkommen und mit der Wanderung durch das Rote Meer wurden sie getauft.

      1. Korinther 10
      1. Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind,
      2. und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere,

      Nachdem sie getauft wurden dachten sie, dass sie bald das verheißene Land erreichen würden. Denn sie konnten sich ausrechnen, wie lange so ein Marsch ins Land Abrahams dauern müsste. Mose stieg auf den Berg Sinai und blieb da oben viel zu lange weg. Die Fürsten und das Volk wurde ungeduldig und so haben sie sich das goldene Kalb als Ersatz geschaffen.

      Nach 40 Tagen kam dann doch Mose vom Berg und das Volk wurde von Jehova bestraft.

      Die Zeugen als Ganzes dachten auch nach der Taufe sie würden bald ins verheißene Land kommen. Sie haben sich ausgerechnet und die WTO ließ die Zeugen hoffen, wann sie im „verheißenen Land“ sein müssten, nämlich spätestens Ende 1975.

      Hes. 13
      6. Sie schauten Eitles und Lügenwahrsagung, die da sagen: „Spruch Jehovas!“, obwohl Jehova sie nicht gesandt hat; und sie ließen hoffen, daß ihr Wort erfüllt würde.

      Das wurde dann nichts, weil sich Jesus und der Vater sich nicht dazu bewegen ließen den Plänen und geschürten Hoffnungen von Menschen zu beugen, weil Jehova sie nicht gesandt hatte. Bis Heute kam Jesus, der größere Moses, nicht vom „Berg Sinai“ herab, sondern weilt wie damals Moses, immer noch bei Jehova. Aber wenn die „40 Tage“ abgelaufen sind wird Jesus runterkommen und die Rädelsführer und Anbeter des „goldenen Kalbes“ bestrafen. Sie werden wie vom Erdboden verschluckt werden.
      Wenn das dann geschieht, ist das „verheißene Land“ immer noch nicht erreicht wie die Geschichte weiter zeigt.

      Liebe Grüße
      Alois

      1. Johann says:

        Hallo Alois!

        Zuerst einmal möchte ich mich bei dir für deine Antwort bedanken.Ich möchte auch noch sagen, dass, wenn man nach so vielen Jahren in Bruderinfo lesen kann wie sich die Zeugen verschlimmverbessert haben, dann kommt einen der Gedanke, ach wie wohl ist mir nicht dabei zu sein.

        Ich sehe also auch nicht wie du, dass die Zeugen und ihr tuvS so direkt in der Bibel vorausgesehen werden, denn dass passt eigentlich mehr oder weniger auf alle die eine Gemeinde eröffnet haben.

        Ich denke da gerne zurück als Anfang der 70 Jahre das Buch „Babylon die Große“ im Buchstudium durchgenommen wurde, da hat man auch jeden Piepser der jemals von den vormaligen Präsidenten oder deren Verlautbarungen auf Kongressen als die Erfüllung angesehen. Man hätte nun meinen können, dass dann spätestens ab 1976 die Erkenntnis gekommen wäre dass sie einem großen Irrtum unterlaufen wären. Allerdings war dem ja nicht so, wie man weiß, schuld waren da immer nur die anderen, die Opfer.

        Das erinnert mich sehr an die Sünde des Paradieses, da waren auch immer nur die anderen schuld, Bei Adam war es Gott, bei Eva die Schlange, der wurde aber dann keine Redefreiheit eingeräumt, denn sie hätte sicher gesagt, warum hast du mich so geschaffen. Letztendlich war Gott der Schuldige und der hat dann auch glücklicherweise gleich gesagt, dass irgendwann einmal einer kommen würde, der diese Misere aus der Welt schaffen würde.

        Ich kann aber deine Gedanken durchaus verstehen, denn wenn man jahrelang darauf trainiert wurde überall im AT und NT Vorschattungen zu sehen, ob passend oder unpassend, fühlt sich unser Gehirn direkt bemüßigt das auch auf unsere Zeit zu übertragen, stimmt doch die Geschichte der Zeugen mit vielem überein.

        Ich sehe nur, dass die Voraussage Jesus vom guten und vom bösen Knecht bei den Zeugen, die das sagen innehaben zutrifft, da war mir das Buch „Der Gewissenskonflikt“ von Raymond Franz sehr dienlich, wo endlich einer über seinen Schatten sprang und uns hinter die Kulissen blicken ließ.

        Ich erinnere mich auch noch an die dunkle Stunde, ich glaube das war 1972 auf dem Internationalen Kongress in München, als die Ältesten als unsere Fürsten vorgestellt wurden, die aber nicht etwa ob der neuen Bürde zusammenschrumpften, sondern gleich mal um 10 Zentimeter zugenommen haben an fiktiver Größe, ab da wurde das Maß an Verfolgung spürbar größer, denn es waren ja nun die Fürsten die man mit gebührenden Respekt zu beachten hatte.

        Ich musste es z.B. spüren, da ich mich stets weigerte den Ausweis gegen eine Blutspende anzuerkennen und das berühmte Jahr 1975. Hin und wieder treffe ich einen der alten Ältesten, viele von damals gibt es ja nicht mehr, die heute noch darauf bestehen so etwas nie gesagt zu haben, dabei hörte man nichts anderes mehr als nur noch: wie komme ich am besten durch dieses große Ereignis!

        Ich lese für mich täglich in der Bibel, immer am besten ein ganzes Buch auf einmal um den Kontext zu sehen in dem alles steht und zu mehr reicht es momentan sowieso nicht mehr, da meine Krebstherapie mich ganz schön schlaucht. Ich sage mir aber, wer einmal ins Reich- oder Königtum Gottes kommen will, muss sowieso erst einmal sterben, anders ist das Ziel nicht erreichbar. Es wäre erreichbar, aber da müsste die Wiederkunft Jesu bald erfolgen und dann würde sich das mit einem Wimpernschlag erledigen.

        Man möge mich auch entschuldigen weil ich wenig Lust habe Schriftstellen anzugeben, ich könnte meist nur darauf verweisen in welchem Buch das steht, Schriftstellen Auswendiglernen war das erste was ich mir abgewöhnt habe.

        Viele Grüße noch an dich!

        Johann

        1. Alois an Johann says:

          Lieber Johann

          Ich wünsche Dir Gute Besserung

          Ich wurde ab Anfang der 60er Jahre mit in den Königreichsaal genommen und kann nur bestätigen dass es ab 1976 fast nur noch Wendehälse gab.

          Liebe Grüße
          Alois

        2. Omma@Johann says:

          Lieber Johann,

          auch wir, mein Mann und ich, sind Zeitzeugen der Hysterie um das Jahr 1975. Unglaublich, was da alles von der Bühne erzählt wurde.

          DEINE KOMMENTARE SIND EINE WIRKLICHE BEREICHERUNG HIER AUF BI!!!

          Na, ja, und das Thema Krebs und Krebstherapie, davon kann mein Mann auch einiges erzählen, und das wird wohl auch so bleiben. Wir können dich sehr gut verstehen, dass du nicht so viel Kraft hast. Wir versuchen einfach auf unseren Körper zu hören, und wenn mal nichts geht, dann geht eben nichts. Ist es nicht schön, dass wir den Druck der Org. abgeschüttelt haben?

          Da wir aber eine Zeitlang kaum das Haus verlassen konnten, also auch keine Versammlung mehr besuchen konnten, hatten wir endlich einmal die Gelegenheit UNGESTÖRT, und ohne WTO-Brille die Bibel zu lesen. Dadurch wurden uns noch mehr die Augen geöffnet.

          Solltest du die Kraft haben, kannst du uns gerne eine Mail schicken. wegsucher51@web.de

          Wir wünschen dir viel Kraft und gute Besserung, besonders lieb lässt dich mein Mann grüßen!!!

          GLG Omma

  9. PINEHAS an Manfred F says:

    Hallo Manfred F,

    ich bin zwar nicht Alois, möchte aber dennoch meine Meinung aus deine 4 Optionen kurz schreiben.

    Ich denke d)?=??? ist die richtige Option.

    „Ich und der Vater sind EINS“ .

    Philippus fragte einmal „Herr, zeige uns den Vater“

    Jesus war enttäuscht über diese Frage, antwortete ihn sinngemäß: Philippus wie kannst du so etwas fragen, ich bin schon so lange bei euch und du hast mich nicht erkannt.
    Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Joh 14:8

    Vers 10 Glaubst du nicht, dass ICH IM Vater bin und der Vater IN MIR ist ?

    Also ich glaube dies!

    LG PINEHAS

  10. Alois says:

    Lieber Manfred

    ich möchte mal ein paar Verse aus 1. Könige posten um über JHWH und Jesus im Alten Testament nachzudenken:

    1. Kön. 7
    48. Und Salomo machte alle die Geräte, welche im Hause Jehovas waren: den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf welchem, die Schaubrote lagen;
    49. und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Sprachorte, von geläutertem Golde; und die Blumen und die Lampen und die Lichtschneuzen von Gold;
    50. und die Becken und die Lichtmesser und die Sprengschalen und die Schalen und die Räucherpfannen von geläutertem Golde; und die Angeln zu den Türflügeln des inneren Hauses, des Allerheiligsten, und zu den Flügeltüren des Hauses, des Tempels, von Gold.
    51. Und so war das ganze Werk vollendet, das der König Salomo für das Haus Jehovas machte. Und Salomo brachte die geheiligten Dinge seines Vaters David hinein: Das Silber und das Gold und die Geräte legte er in die Schatzkammern des Hauses Jehovas.

    1. Kön. 9
    25. Und Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Friedensopfer auf dem Altar, den er Jehova erbaut hatte; und er räucherte auf dem, der vor Jehova stand. Und er vollendete das Haus.
    26. Und der König Salomo machte eine Flotte zu Ezjon-Geber, das bei Eloth, am Ufer des Schilfmeeres, im Lande Edom liegt.

    1. Kön. 10
    16. Und der König Salomo machte zweihundert Schilde von getriebenem Golde: sechshundert Sekel Gold zog er über jeden Schild;
    17. und dreihundert Tartschen von getriebenem Golde: drei Minen Gold zog er über jede Tartsche; und der König tat sie in das Haus des Waldes Libanon.
    18. Und der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog ihn mit gereinigtem Golde.

    Meine Frage, gibt es hier nur einen einzigen Leser, der ernsthaft glaubt dass Salomo diese Dinge alle selbst, also persönlich ohne fremde Hilfe, gemacht hat? Do wohl kaum.

    Es wurde in Paris ein hoher Turm gebaut, man nennt ihn Eifelturm.
    In Wikipedia steht:
    „Der nach dem Erbauer Gustave Eiffel benannte Turm war von seiner Erbauung bis zur Fertigstellung des Chrysler Building 1930 in New York das höchste Bauwerk der Welt.“

    Jetzt noch einmal die Frage, war es tatsächlich ein Herr Eiffel, der den Turm persönlich zusammengebaut hat, oder ist es nicht eher so, dass der Herr Eiffel die Pläne entworfen hat und dann andere Menschen alles zusammengenietet haben?
    Trotzdem sagt jeder, Herr Eiffel ist der Erbauer des Eiffelturms.

    Jetzt kommt das Mustergebet ins Spiel:

    Matth. 6
    9. Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme;
    10. dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden.

    „Dein Wille geschehe“ sagte Jesus, daraus muss man schließen, dass der Höchste im Universum einen klaren Willen hat, dass der Höchste im Universum alles genau bis in jedes Detail geplant hat und der Wille auch geschehen wird. Das bedeutet aber nicht dass der Vater seinen Willen selbst umsetzt, schließt es aber auch nicht aus.

    Da für mich der Höchste im Universum unendlich ist in Zeit und Raum, braucht er jemanden der endlich ist um mit einer endlichen Schöpfung klar zu kommen. Dieser „Jemand“, der den ganzen Willen des Höchsten, oder des Vaters umsetzt ist Jesus. Von Jesus ist im Alten Testament nie die Rede, aber von JHWH ich sage dazu Jehova.

    Für mich sollen obige Beispiele mit Salomo und dem Herrn Eiffel belegen, dass es durchaus üblich ist, dass man sagt Jehova hat dies oder das gemacht, in Wirklichkeit war es aber so, dass Jehova nur die Pläne entworfen hat, seinen göttlichen Willen hat. Ausgeführt hat die Pläne dann Jesus als sein einziggezeugter Sohn. Trotzdem steht wie bei Salomo oder dem Herrn Eiffel, JHWH in der Bibel, dass Jehova beispielsweise die Erde erschaffen hat, im Paradies gewandelt ist, zu Noah gesprochen hat, Abrahmam besucht hat, usw. Aber in Wirklichkeit war es Jesus als den Willen des Vaters ausführende „Person“.

    Daraus zu schließen, dass Jesus = Jehova ist, kann ich deshalb nicht zustimmen. Jesus wurde einfach nur nicht erwähnt weil der Planer Jehova war. Genauso wie der Schildmacher bei Salomo nicht erwähnt wurde und der Stahlbauer bei Herrn Eifel nicht erwähnt wurde.

    Ich hoffe Ihr könnt meine Gedanken nachvollziehen ohne dass der Kommentar zu lange wird.

    Liebe Grüße
    Alois

    1. STefan@Alois says:

      Liebe Alois,

      manchmal habe ich das Gefühl hier total verwirrt zu werden, weil einfach so viele verschiedene Meinungen und Überlegungen auftauchen. Und da ist es schwer für einen einfachen, nicht so „Bibelfesten“, Menschen, der auf der Suche nach Antworten ist, sich nicht gänzlich verunsichern zu lassen. Deshalb danke ich Dir für Deinen Kommentar, der genau wie der von Störtebecker sehr gut geschrieben ist für mein Bibelverständnis, und meiner Logik und Glauben am nähsten kommt.
      LG
      STefan

      1. Tommy says:

        Wichtig ist, Stefan,
        dass Du Dir beim Lesen eine Meinung bildest. Um den Geist bittest und Dinge unter genau diesen verschiedenen Gesichtspunkten betrachtest und abwaegst, ob dem so ist. Pruefen. Ist nicht verboten. Dauert aber zuweilen seine Zeit.
        Tommy

        1. STefan@Alois says:

          Lieber Tommy,
          danke für den Hinweis. Wie man allein hier im Forum so sieht, so gibt es so viele verschiedene Aussagen, in Teilen wird der Ton schärfer, und doch wollen alle von Gottes Geist geleitet sein in Ihrer Auslegung und Argumentation. Und da wird es eben schwierig, und ja, Du hast recht, man muss versuchen seine eigene Meinung zu diesen Themen zu bilden. Diese Herausforderung will ich gerne annehmen.
          LG
          STefan

    2. Manfred F. says:

      Lieber Alois
      wenn sich dein Beispiel auf Jesus beziehen kann, dann würde ich doch gerne wissen, wer oder was Jesus deiner Meinung nach genau ist. Das er der Sohn Gottes ist, brauchen wir nicht zu diskutieren. Sohn ist aber nur ein Begriff.
      Was ist Jesus?
      In meinem langen Kommentar habe ich folgende Optionen vorgeschlagen:
      a) ein Mensch
      b) ein Engel
      c) ein Gott
      d) ?=???

      Was ist Deiner Meinung nach Jesus? Was ist der Sohn Gottes?

  11. Manfred F. says:

    Auch wenn der Artikel relativ alt ist, möchte ich einiges dazu sagen. Die schwierigste Aufgabe für mich, nachdem ich mich von der WTG getrennt hatte (ich war zwar nie getauft, aber jahrelang dabei) war, zu erkennen, wer Gott und wer Jesus ist. Geholfen hat mir dabei ein Bruder einer freien Christengemeinde, ein ehemaliger Rocker. Ich war überrascht, wie gut er die Bibel kannte. Und er zeigte mir eine Vielzahl an Bibelstellen, die mich ins Grübeln brachten und die ich bei den Zeugen nie bemerkt hatte weil diese in der NWÜ oft völlig anders wiedergegeben werden. Jahrelange Forschung haben mich zu der Überzeugung gebracht, dass die NWÜ nur einem Zweck dient, die wahre Natur Jesu zu verschleiern.

    Bei allen nachfolgenden Texten halten wir eine Wahrheit fest. Es gibt nur EINEN WAHREN GOTT.
    Halten wir fest, dieser Gott ist der Schöpfer von allem, er ist allmächtig und nur ihn sollen wir anbeten. Er duldet keine anderen Götter neben sich.

    In der Bibel finden wir viele Berichte, wie sich Gott den Menschen gezeigt hat. In 1. Moses 18:1 schreibt der Verfasser zum Beispiel:
    „Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde
    und sprach: Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber. “

    Gott erschien in der Gestalt von 3 Männern und Abraham erkannte sofort, dass es Gott war, denn er redet ihn in der Einzahl an. Da in früheren Stellen auch vom „Engel des Herrn“ die Rede ist, kann man diese drei Männer nicht als Engel ansehen. Sonst hätte Abraham anders reagiert. Auch im weiteren Text wird immer nur vom Herrn gesprochen, auch wenn es um die drei Männer geht.

    Gott zeigt sich uns also nicht direkt, sondern hier in der Gestalt von 3 Männern.

    In Jesaja 48 ab Vers 12 heisst es:
    „Höre mir zu, Jakob, und du, Israel, den ich berufen habe: Ich bin’s, ich bin der Erste und auch der Letzte. Meine Hand hat die Erde gegründet, und meine Rechte hat den Himmel ausgespannt. Ich rufe und alles steht da.

    Jeder wird zustimmen, dass hier Gott, der Herr spricht. Interessanterweise wird dann im Vers 16 folgendes geäußert:
    „16 Tretet her zu mir und hört dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit an, da es geschieht, bin ich auf dem Plan. – Und nun sendet mich Gott der HERR und sein Geist.“

    Entweder nimmt man an, Jesaja wechselt in diesen Versen ständig den „ich Erzähler“ oder man muss zu dem Schluss kommen, es gibt drei handelnde Personen.
    a) Der Ich Erzähler, der wie Gott auftritt
    b) Dann Gott der HERR
    c) und dann Gottes Geist.

    Gleich zu Beginn der Bibel in Vers 26 kommt ein weiterer interessanter Text, der zu denken gibt:
    „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“

    Manche behaupten, Gott redet hier mit Jesus oder mit den Engeln. Wenn Gott aber sagt „ein Bild, das UNS GLEICH SEI“ dann kann er nicht mit den Engeln reden, denn diese sind keinesfalls Gott gleich. Er kann nur mit „jemanden“ geredet haben, der ihm, GOTT GLEICH IST. Wir wissen, dass Jesus zusammen mit dem Vater alles geschaffen hat:

    Kol 1,16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

    Also hat Gott zu seinem Sohn gesprochen und ihn „auf eine Stufe mit sich selbst gestellt“. Mit UNS hat er mindestens zwei Personen gemeint. Worin diese Gemeinsamkeit besteht, ist erst mal offen. Mein Sohn und ich sind verschiedene Personen, wir können miteinander reden. Wenn ich zu meinem Sohn sage, siehst Du den Nachbarn und seinen Sohn, sie sind uns gleich, dann meine ich damit, dass sie genauso Menschen sind wie wir, aber natürlich andere Persönlichkeiten.
    Das Problem dabei ist, wenn Jesus genauso Gott ist wie der Vater Gott ist, dann hätten wir zwei gleichwertige Götter und das würde mit dem oben genannten, dass es nur einen wahren Gott gibt, in Konflikt kommen.

    Ein weiterer bekannter Vers ist Johannes 1
    !1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.!
    Es gibt zwei „Personen oder Agierende“, das Wort und Gott. Das Wort war BEI GOTT und gleichzeitig war Gott das Wort, oder das Wort war Gott, wenn man es umdreht.

    Wenn man dann liest, „Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. “ dann muss man wissen, ER, also Jesus oder das Wort kam zu den Juden oder in die Schöpfung, je nach Sichtweise. Die Juden waren eindeutig das Eigentum Gottes. Wenn Johannes sagt, dass Wort kam in sein Eigentum, dann kann man im Umkehrschluss annehmen, dass Wort war Gott.

    Luther übersetzte daher in Vers 18 auch “
    18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist,2 der hat ihn uns verkündigt.“

    Etwas später wird über Johannes den Täufer gesagt „Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!«, wie der Prophet Jesaja gesagt hat (Jesaja 40,3).“
    Die NWÜ schreibt, Ebnet den Weg Jehovas – damit bezeugt sie eigentlich, dass Jehova, also Gott „in Jesus“ auf die Erde kam, denn Johannes ebnete Jesus den Weg. Man versucht in der Schriften der WTG diesen Konflikt zu lösen, indem man dass als „sinnbildlich “ verstanden wissen will…..

    Den Juden war klar, wenn Jesus sich als Sohn Gottes bezeichnte, dann muss er im Umkehrschluss Gott sein oder Gott gleich sein. In Johannes 5 heisst es daher „Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.“

    Jesus sagte auch „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“ Macnhe Bibel geben einen Querverweis zu 2. Mose 3:14 “ Da sprach Gott zu Mose: „Ich bin, der ich bin6.“ Dann sprach er: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: Der „Ich bin“ hat mich zu euch gesandt.“

    Ob das nun ein Hinweis ist, wer Jesus wirklich ist, mag dahingestellt sein, interessant ist die Aussage in jedem Fall und die Juden reagierten auch so, als ob er damit gesagt hätte, er sei der Gott „ich bin“….

    In Johannes 14 sagt Jesus „Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen3; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ und „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?“
    Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.

    Interessant ist hier die Gegenseitigkeit. Man man verstehen, wenn Jesus sagen würde, der Vater ist in mir. Dann könnte man das so interpretieren, der Geist Gottes begleitet Jesus. Jesus sagte aber auch „ICH BIN IM VATER“ und dass ist schon schwieriger. Wie kann jemand IN GOTT SEIN, wenn er nicht selbst Gott ist?

    In Vers 14 erlaubt Jesus, dass man ihn anbetet „14 Wenn ihr mich4 etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“ Beten kommt von Bitten. Wir reden mit Gott und bitten um etwas. Wir beten ihn an, bedeutet auch wir verehren ihn, wir anerkennen ihn als höchste Instanz. Wenn wir Jesus SO ehren wie den Vater (und das sollen wir laut der Bibel) dann dürfen oder sollten wir ihn auch anbeten, ihn verehren, ihn um etwas bitten.
    Der Vers 14 wird zwar in der NWÜ ohne das „mich“ übersetzt. Wer eine Wort zu Wort Übersetzung der NWÜ englisch – griechisch hat, wird feststellen im Urtext, den die NWÜ verwendet, exisitiert das mich anscheinend……

    Ein bekannter Text, um zu zeigen, dass Jesus Gott ist, findet sich in Johannes 20 „28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“
    Thomas bezeichnet den auferstandenen Jesus als seinen Gott. Thomas ist Jude, wie kann er das machen? Er hat ERKANNT dass Gott Fleisch wurde und sich in Jesus den Menschen gezeigt hat.

    1. Johannes 5:20 „20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ hat mir die Augen geöffnet, wer Jesus wirklich ist. Dazu musste ich aber andere Bibel vergleichen, da die NWÜ sehr viele Stellen einfach anders wiedergibt.

    Römer 10 ist so ein Beispiel. Ich habe meiner Mutter diese Stelle gezeigt und gesagt, dass „jeder, der den Namen Jesus anruft, errettet wird“ und das anrufen mit anbeten zu tun hat. Das war der Zeitpunkt, wo sie mit die Bibel aus der Hand schlug und nichts mehr wissen wollte von diesem „falschen“ Jesus…..

    Wenn man sich Johannes 17:3 ansieht: 3 Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

    dann ist es entscheidend, zu ERKENNEN, wer Jesus und wer Gott ist. Das IST DAS EWIGE LEBEN sagt die Bibel. Warum ? Wer erkannt hat, dass Jesus und Gott identisch sind, der wird Jesus ganz anders begegnen. Er wird zu ihm beten, er wird verstehen, dass Gott uns einen neuen Namen gegeben hat, der zur Rettung führt

    Apostelgeschichte 4:
    „so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers2, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten – in diesem Namen steht dieser gesund vor euch.
    11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verachtet, der zum Eckstein3 geworden ist.
    12 Und es ist in keinem anderen das Heil4; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“

    KEIN ANDERER NAME ist den Menschen gegeben in dem wir gerettet werden. Gott selbst hat durch Jesus bestimmt, dass im Namen Jesu Christi alle gerettet werden.

    Vielleicht ist das der Grund, warum Jesus niemals den Namen des Vaters erwähnt. Weil es einen NEUEN NAMEN gibt, der zu Rettung führt.

    Das Konstrukt der Dreieinigkeit, über die immer wieder diskutiert wird, interessiert mich sehr wenig. Entscheidend ist, dass ich anhand sehr vieler Stellen (viel mehr als hier genannt) erkenne, dass Jesus GOTT ist. Ich weiss aber auch, dass der Vater GOTT ist. Und ich weiss, dass es nur EINEN GOTT gibt. Also muss ich davon ausgehen, das dieser EINE GOTT sich uns in verschiedenen Personen zeigt. Als Jesus, als Sohn und auch als Vater. Wobei wir den Vater nie zu Gesicht bekommen werden. Vielleicht ist es so, dass dieser „Teil“ Gottes die Herrlichkeit Gottes widerspiegelt, während der „Teil“ Sohn, also Jesus die Nähe zu uns Menschen darstellt. Vom Geist ist wenig bekannt. Ich sehe nur, dass der Geist auch als Person dargestellt wird, als Helfer. Vielleicht ist es der unsichtbare „Teil“ Gottes, der uns begleitet, wenn wir ihm Platz geben Insofern hat jeder Christ einen Teil Gottes „in sich“.

    Bezogen auf das Beten bedeutet das für mich. Ich bete zu Jesus, zum Vater und zum Heiligen Geist. Weil für mich alle drei EIN GOTT sind. Wie immer man das bezeichnet.

    Wer nicht erkennt, dass Jesus Gott ist, der Fleisch wurde um für unsere Sünden zu sterben, der baut ein anderes Verhältnis zu Jesus auf als der wer das erkennt.

    Zeugen die gelehrt bekommen, Jesus sei der Erzengel Michael, können natürlich zu einem Engel nicht so ein Verhältnis aufbauen wie zu Gott. Und anbeten geht schon gar nicht.
    Moslems, die glauben Jesus sei ein Mensch, ein Prophet gewesen, halten es für Gotteslästerung, Jesus als Sohn Gottes zu bezeichnen.

    Meine Erfahrung ist, prüft und prüft immer wieder die Bibel und nutzt die vielen Übersetzungen online um die wahren Aussagen der Bibel über Jesus zu erkennen, denn diese Erkenntnis entscheidet darüber, wie wir Jesus ehren.

    Ob man Amen sagt oder nicht, ist unwichtig. Es ist einfach nur ein Abschluss, eine Bekräftigung dass wir das Gebet „abgeschickt“ haben.
    Wir können alles unserem Gott im Gebet darbringen. Meiner Ansicht nach gibt es keine Beschränkung. Gott wird dann selbst entscheiden was für uns das beste ist.

    Was den Namen Gottes betrifft und speziell Jehova sollte man vorsichtig sein. Man Heiligt den Namen nicht indem man ihn benutzt sondern indem man den Willen dessen tut, der diesen Namen trägt. In der Bibel gibt es eine Vielzahl an Bezeichnungen für Gott.
    Wir wissen, es gibt nur EINEN WAHREN GOTT. Wenn wir von Gott reden, dann gibt es keine Deutungen, da wir nur einen Gott haben, die Griechen hatten viele Götter, da war es wichtig, jeden einzelnen mit Namen anzusprechen. Es gibt nur einen Schöpfer, also keine Verwechslungsmöglichkeit. Und warum sollte es Gott gefallen, mit einem Namen angeredet zu werden, der ein Kunstwort ist. Wir kennen nur das Tetragramm JHWH und keiner weiss, wie es ausgesprochen wird. In Halleluja kommt die Kurzform „Jah“ vor, so dass eher Jahweh wahrscheinlich ist denn Jehova.
    machen wir es doch wie die Apostel nutzen wir den neuen Namen, den Gott uns zur Rettung gegeben hat – Jesu Christi.

    Amen

    1. Manfred says:

      Lieber Manfred F.,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, nun bin ich nicht mehr der einzige Manfred, der lange Kommentare schreibt. 😉

      Ich sehe das im wesentlichen ganz genauso wie Du, bis auf ein bis zwei Punkte. Auf einen möchte ich eingehen, Du hattest ja geschrieben:

      Das Konstrukt der Dreieinigkeit, über die immer wieder diskutiert wird, interessiert mich sehr wenig. Entscheidend ist, dass ich anhand sehr vieler Stellen (viel mehr als hier genannt) erkenne, dass Jesus GOTT ist. Ich weiss aber auch, dass der Vater GOTT ist. Und ich weiss, dass es nur EINEN GOTT gibt. Also muss ich davon ausgehen, das dieser EINE GOTT sich uns in verschiedenen Personen zeigt. Als Jesus, als Sohn und auch als Vater. Wobei wir den Vater nie zu Gesicht bekommen werden. Vielleicht ist es so, dass dieser “Teil” Gottes die Herrlichkeit Gottes widerspiegelt, während der “Teil” Sohn, also Jesus die Nähe zu uns Menschen darstellt. Vom Geist ist wenig bekannt. Ich sehe nur, dass der Geist auch als Person dargestellt wird, als Helfer. Vielleicht ist es der unsichtbare “Teil” Gottes, der uns begleitet, wenn wir ihm Platz geben Insofern hat jeder Christ einen Teil Gottes “in sich”. – Zitat Ende.

      Das ist aber zugegebener Maßen ein sehr schwieriges Thema, das vielleicht auch sehr schwer zu beschreiben ist. Was den heiligen Geist betrifft, ob er eine Person ist oder Gottes Kraft, die von ihm ausgeht, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Der heilige Geist wurde von Jesus ja auch als Helfer bezeichnet und das er uns belehren wird. Es könnte somit durchaus eine Geistperson sein. Denn wenn Jesus oder auch sein Vater in unserem Körper wohnen können, warum nicht ein weiterer Geist, der Geist Gottes? Aber das ist noch schwerer biblisch zu erklären, daher möchte ich mich nur mal darauf beschränken, ob der Vater sich durch Jesus den Menschen offenbart hat und es somit tatsächlich eine einzige Person ist.

      Du hast am Anfang ja auch die Stelle zitiert, wo es heißt: Lasset uns Menschen machen. Richtigerweise hast Du geschrieben, dass es mindestens zwei sein müssen und keine Engel sein können, da diese nicht Gott gleich sind. Wenn sie aber am Anfang zwei sind, dann werden es auch später zwei bleiben. Sonst hätte Gott ja sagen können: Ich werde Menschen machen. Außerdem gibt es ja noch den Text, dass Jesus am Ende der 1.000 Jahre (egal ob buchstäblich oder sinnbildlich) seinem Vater alles zurück gibt. Wenn er aber der Vater in Gestalt von Jesus ist, wäre dieser Text überflüssig, da unsinnig. Ich kann mir selbst ja nicht etwas zurück geben, was ich nie aus der Hand gegeben habe.

      Gehen wir also mal davon aus dass der Vater und der Sohn zwei Persönlichkeiten sind. Wie kann es dann sein, dass sie sich selbst als einen Gott bezeichnen?

      In der Bibel werden Mann und Frau auch als ein Fleisch beschrieben, obwohl sie sich sogar durch männlich und weiblich unterscheiden. Auch wurde Eva aus der Rippe von Adam genommen. Ich glaube, dass dies es ungefähr beschreibt wie Gott seinen Sohn geboren hat. Aus einem Stück von sich selbst. Alles andere wurde auf eine andere Art geschaffen und so kann man sagen, dass Jesus der eingeborene Sohn ist oder der Einzige seiner Art. Der Vater ist größer als der Sohn.

      Vom Vater wird auch gesagt, dass kein Mensch ihn sehen kann und trotzdem leben. Der Vater ist wahrscheinlich viel größer als wir es uns vorstellen können. Wenn wir zum Beispiel auf dem Planeten Erde stehen, dann können wir niemals den kompletten Planeten sehen, sondern nur den Teil der direkt um uns herum ist. Fliegt man in den Weltraum, dann kann man auf den kompletten Planeten herunter sehen und seine herrliche Pracht erkennen. Dazu muss man aber außerhalb des Planeten sein. Ich vermute, dass wir den Vater niemals sehen können, weil er noch viel größer ist als das Universum. Vielleicht befindet sich sogar das ganze Universum innerhalb des Vaters. Denn wissen wir, warum sich das Universum weiter ausdehnt und vieles mehr? Wer sorgt dafür, wenn nicht Gott? Wie groß muss jemand sein, der das unendliche Universum im Griff hat?

      Ich glaube das Jesus nicht erst über alles gesetzt wurde, nachdem er hier auf der Erde sein Leben geopfert hat. Es war schon viel früher, denn wenn durch Jesus alles entstanden ist, dann war er ja schon vorher über alles gesetzt. Jetzt ist höchst wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, wie wir etwas von dem Vater sehen oder erkennen können, eben weil wir Jesus sehen (wir bei seiner Widerkunft) können. Der Vater ist wie ein stiller Teilhaber in einer Firma, der nach außen hin keinerlei Präsenz zeigt, sondern alles nur seinem Teilhaber oder Geschäftsführer überlässt. Jesus ist der Verwalter von allem was seinem Vater gehört und dieser hat es seinem Sohn überlassen. Jesus würde nie anders wie sein Vater handeln und das weiß dieser selbstverständlich.

      Wenn ich mir viele Texte im alten Testament ansehe, dann machen diese eigentlich nur Sinn, wenn da bereits von Jesus die Rede ist, aber Jehova steht. Daher bin ich der Meinung, dass Jesus im alten Testament auch Jehova heißt, also genauso wie sein Vater es aber zwei Persönlichkeiten sind, die nur genauso heißen. Als Jesus dann als Mensch auf die Erde kam, musste er einen anderen Namen annehmen, denn hätte er behauptet, dass er Jehova sei, hätten sie ihn sofort wegen Gotteslästerung umgebracht. Deshalb war er anoynm unter dem Namen Jesus gekommen, so wie wir hier bei BI unter Psyeudonymen schreiben, damit wir auch nicht gleich erkannt werden. Doch wir sind ja immer noch die gleiche Person auch wenn wir uns selbst einen anderen Namen gegeben haben.

      Mir wäre es heute egal, wenn Ältesten aus meiner Versammlung meinen Klarnamen lesen könnten, denn ich bin sowieso ausgeschlossen und werde niemals zu ihnen zurück gehen. Allerdings ist es in der heutigen Zeit schon ratsam im Internet nicht immer mit dem richtigen Namen zu agieren, daher bleibe ich bei meinem selbst gewählten Namen. Da der Text in keiner Übersetzung so deutlich steht, zitiere ich mal aus der NWÜ:

      Hes. 6:14; NWÜ: Und ich will meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land zu einer wüsten Einöde machen, ja zu einer Öde, schlimmer als die Wildnis nach Dịbla hin, an all ihren Wohnorten. Und sie werden erkennen müssen, daß ich Jehova bin.‘

      Ich ergänze mal den letzten Satz mit einem Wort in Klammern und dann wird klar was ich meine:

      Und sie werden erkennen müssen, daß ich (Jehova) Jehova bin.‘

      Und sie werden erkennen müssen, daß ich (Jesus) Jehova bin.‘

      Denn warum wird im alten Testament nur von Jehova gesprochen, aber gar nicht von Jesus und im neuen Testament nur von Jesus aber nicht von Jehova. Das muss ja einen Grund haben und der könnte darin liegen, dass der ursprüngliche Name von Jesus ebenfalls Jehova ist. Der Sohn heißt wie der Vater. Wenn die Menschen das dann erkennen müssen, dass Jesus der ist, der im AT als Jehova bekannt war, dann wird das wohl ein ganz schönes AHA Erlebnis werden.
      Das ist zumindest meine persönliche Meinung und für mich im Moment die logischste Schlussfolgerung.

      Aber grundsätzlich hast Du das in Deinem Kommentar sehr gut herausgestellt.

      Liebe Grüße von Deinem Namensvetter Manfred 🙂

      1. pit an manfred`s says:

        liebe manfreds,
        ein christlich-jüdischer gelehrter hat geschrieben, dass g`tt viele namen hat. je nachdem, in welcher eigenschaft ER auftritt.
        jesus (jahshua) bedeutet ja, Jahwe ist Rettung.
        und jesus ist ja für uns gestorben, zu unserer rettung.
        das ist dann aber kein pseudonym, wie wir das im netz benutzen, sondern eine eigenschaft gottes.

        das wir die gottesnamen nicht erkennen liegt an unserer unsensiblen art, biblische methaphern und bilder nicht deuten zu können.
        somit wird alles nur als HERR übersetzt. oder als jhwh.
        das liegt am unvermögen der übersetzer.
        am fall jhwh-zeboath erkennt man aber deutlich jahwe in seiner ausübenden amtsgewalt, als HERR der Heerscharen.
        friede
        pit

      2. Störtebeker an Alle,

        ja es stimmt, dass es in den christlichen Schriften Textstellen gibt, in denen auf Jesus das angewendet wird, was in den hebräischen Schriften über JHWH (ich sag hier jetzt mal „Jehova“) gesagt wurde. Siehe Hebr. 1:10-12 im Vergleich mit Ps. 102:1,25-27, oder vergleiche Joel 2:32 mit Röm. 10:13.

        Für mich beweist das aber lediglich, dass alle Verheißungen Gottes die die Erlösung zum Inhalt haben in Jesus Christus gipfeln. 2.Kor. 1:20 „Denn so viele Verheißungen Gottes es auch gibt, sie sind durch ihn (oder in ihm) zum Ja geworden. Daher wird auch durch ihn das Amen (gewiss, wahrhaftig) gesagt, Gott zur Herrlichkeit durch uns.“

        Der Name „Jesus“ (hebräisch Jeschua) bedeutet Jah ist Rettung. In dem in dem Tetagrammaton zum Ausdruck kommenden Namen ( JHWH, Jahwe oder Jehova), der ja in etwa bedeutet: „Er veranlasst zu werden, oder er bringt ins Dasein“, werden Gottes Vorsätze für sein Volk betont und die eigentliche Erfüllung der Bedeutung dieses Namens geschieht in und durch Gottes Sohn. In ihm und durch ihn werden alle Vorsätze Gottes in Verbindung mit der Menschheit endgültig erfüllt.

        Der Vater ist sozusagen in der Person Jesu Christi gegenwärtig, deshalb wurden einige Textstellen aus den hebräischen Schriften, die sich dort auf „Jehova“ beziehen in den christlichen Schriften auf den Sohn angewendet, auf Grund der Tatsache, dass der Vater ihm die volle Gewalt und Befugnis gegeben hatte in seinem Namen zu sprechen und zu handeln. Jesus Christus gab als Sohn in jeder Hinsicht vollkommen über die Persönlichkeit und über das Vorhaben des Vaters Aufschluss. Er ist der königliche und rechtmäßige Erbe seines Vaters. Deshalb gab Jehova ihm die Befugnis in seinem Namen zu handeln, Joh. 1:14,18; 16:27: 17:5; Kol. 1:15; Hebr. 1:3 u.s.w.

        Jesus zitierte selbst Texte aus den hebräischen Schriften, in denen mit diesem Namen eindeutig der Vater gemeint ist, z.B. Jes. 61:1,2, vergleiche mit Luk. 4:18,19 oder Ps. 110:1, vergleiche mit Matth. 22:41-45.

        Wenn Jesus Christus „Jehova“ wäre, dann wären wir mit unsinnigen Beschreibungen konfrontiert, in denen sich Jehova selbst „salbt“ und zum Predigen „aussendet“. In denen Jehova zu sich selbst „spricht“. In denen Jehova zu sich selbst sagt, er solle sich zu seiner eigenen Rechten „setzen“ u.s.w.

        Diese Überlegungen sind für mich unsinnig. Für mich ist das eher verwirrend, als dass es mir hilft mein Verhältnis zu meinem Gott und Vater und dem Gott und Vater Jesu Christi sowie zu Jesus selbst zu festigen und zu vertiefen.

        Ich weiß schon, dass hier wieder irgendwelche Konter kommen, aber ich bin der Meinung, dass diese Dinge gesagt werden müssen. Wie sagte es doch Kritikus in seinem Kommentar von heute 13.33 Uhr so schön: „Die Leitsterne eines Christen sind die einfachen Wahrheiten der Bibel und seines Gewissen.“ Der letzte Satz seiner Abhandlung lautete: „Versuchen wir also der Wahrheit zu dienen mit Liebe, ungeheucheltem Glauben und innerer Aufrichtigkeit“. Es lohnt sich seinen ganzen Kommentar zu lesen, vielen Dank dafür.

        Für heute viele liebe Grüße an Euch alle
        von Störtebeker

        1. Manfred says:

          Lieber Störtebeker,

          da Du Deinen Kommentar unter meinen geschrieben hast, möchte ich Missverständnissen vorbeugen und nochmal betonen was ich meinte, denn ich hatte geschrieben:

          Wenn ich mir viele Texte im alten Testament ansehe, dann machen diese eigentlich nur Sinn, wenn da bereits von Jesus die Rede ist, aber Jehova steht. Daher bin ich der Meinung, dass Jesus im alten Testament auch Jehova heißt, also genauso wie sein Vater es aber zwei Persönlichkeiten sind, die nur genauso heißen. – Zitat Ende.

          Selbstverständlich wird auch im AT von dem Vater gesprochen, aber es heißt zum Beispiel dass Jehova König sein wird und wir wissen, dass dies letzten Endes Jesus sein wird und viele weitere ähnliche Texte.
          In diesem Text haben wir den Fall, wo der Vater spricht und auf Jesus hinweist:

          Jer. 23:5-6 Siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da ich dem David einen gerechten Sproß erwecken werde; und er wird als König regieren und verständig handeln, und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande.
          In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen; und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: Jehova, unsere Gerechtigkeit.

          Ich meine somit nicht, dass Jesus sein Vater ist, sondern dass er nur den gleichen Namen hat. Da Jesus alles ausgeführt hat, was sein Vater wollte, daher ist sehr oft (aber nicht immer) eben von Jesus die Rede. Das dürfte für einige ein böses Erwachen geben, wenn sie immer dachten, es wäre nur Jehova gemeint und dann erkennen müssen, dass es doch Jesus gewesen ist, den sie aber abgelehnt haben.

          Den gleichen Namen zu tragen bedeutet nicht, dass man die selbe Person ist. So hatte ich es gemeint.

          Liebe Grüße Manfred

        2. Refugio says:

          Lieber Störtebeker!

          Dein Kommentar ist für mich logisch. Ich denke so wie Du. Gott und Jesus sind bestimmt 2 verschiedene Personen. Denn Petrus sagte, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hatte.

          Die Bibel lehrt zwar, dass beide Leben in sich selbst haben,und deshalb Leben geben können, aber ich bin der Meinung, dass wir nicht zu Philosophen werden müssen um die Dinge Gottes zu verstehen, denn Jesus sagte, dass er den Vater preist weil er nicht den Weisen sondern den einfachen Menschen das alles verstehen lässt.
          Gott möchte uns nicht verwirren und er hilft uns eine gesunde Denkweise anzunehmen.

          In brüderlicher Liebe

          Refugio

        3. Horst says:

          Hallo Störtebecker,
          Dir und Manfred danke für die ausgeglichene Antwort auf Manfred F., für den Gott und Jesus die gleiche Person ist.
          Abgesehen von Euren vielen guten Argumenten gegen diese Ansicht gilt für mich auch noch ein Argument aus alten Tagen: Nach seiner Ermordung bis zu seiner Auferstehung war Jesus tot. Dann wäre ja Gott tot gewesen.
          Jeder darf glauben, was er will. Aber biblisch wäre dies nicht denke ich. Sonst müssten wir das Wort Gottes genauso verdrehen und komplizieren wie es die WT-Oberen tun. Irgendwie halte ich das dann nicht für die richtige Seite, auf der sie ihre Kommentare abgeben …

          1. Manfred F. says:

            Lieber Horst
            Du hast mich missverstanden. Für mich gibt es EINEN GOTT und dieser zeigt sich uns in VERSCHIEDENEN PERSONEN.
            Ich habe mehrere Jahre intensiv die Bibel gelesen, geforscht und versucht, zu verstehen, wer Jesus und wer Gott ist.
            Das was kluge Männer vor fast 2.000 Jahren formuliert haben und heute noch bestand hat, ist letztlich auch meine Meinung.
            Jesus ist Gott, der Vater ist Gott, der Heilige Geist ist Gott.
            Drei Personen aber nur ein Gott
            Der Vater ist nicht der Sohn
            Der Geist ist nicht der Vater
            Der Sohn ist nicht der Geist.

            Das Hauptproblem dürfte sein, dass wir Menschen immer versuchen, Gott mit Logik zu erklären. Das scheitert schon daran, wenn die Bibel davon spricht, dass Gott einen Sohn hat.
            Wir wissen wenn wir einen Sohn bekommen, dann ist dieser ein ganzer MENSCH aber eine eigenständige PERSON.
            Auf Gott übertragen würde das bedeuten, Jesus ist EIN GOTT wie der Vater ein GOTT ist und damit haben wir ZWEI GÖTTER. Das widerspricht aber der kompletten Aussage der Bibel, die sagt, es gibt nur EINEN GOTT und alle anderen, die man vielleicht Götter nennt, sind falsche Götter.
            So leicht kann man es sich also nicht machen. Die Logik versagt hier.

            Wer oder was ist Jesus also?
            Ein Engel? Die Bibel sagt deutlich in Hebräer 1
            „5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum (2.Samuel 7,14): »Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein«? “
            Außerdem sind Engel erschaffen und Jesus ist nicht erschaffen. Auch das sagt die Bibel:
            1. Kolosser = „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. “

            Jesus ist also kein Engel. Damit ist klar, die Lehre der WTG, dass Jesus der Erzengel sei, ist falsch. Sehr interessant ist die Stelle, mit der man das beweisen will.
            1. Thess. 4:16 LUTH „16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. “

            Die Lutherbibel zeigt deutlich, dieser Text ist nicht geeignet, Jesus mit einem Erzengel gleichzusetzen. Die Abfolge ist danach: Der Befehl ertönt, die Stimme des Erzengels erschallt, die Posaunen erschallten und dann wird der Herr vom Himmel herabkommen.

            Was extrem interessant ist und die wenigsten wahrscheinlich wissen, ist was die Fussnote in der Online-NWÜ sagt:

            NWÜ = „denn der Herr* selbst wird vom Himmel herabkommen+ mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels+ und mit der Posaune Gottes+, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen.+“

            Wir denken nun, wenn da Herr in der NWÜ steht, dann ist Jesus gemeint. Wer das Sternchen anklickt, wird folgendes lesen: „„Der Herr“, אABVg; J7,8,13,14: „Jehova“.
            Die NWÜ belegt hiermit eigentlich selbst, dass Jesus und Jehova ein und der selbe Gott sind. Denn wenn die WTG diesen Text nimmt, der verfälscht ist, um zu beweisen „Seht doch, der Herr (Jesus) kommt mit der Stimme eines Erzengels“ und gleichzeitig in der Fussnote zugibt, dass dort wo Herr steht auch JEHOVA stehen könnte, dann ist das doch ziemlich krass. Sollte man mal drüber nachdenken.

            Also halten wir fest:
            Jesus ist KEIN ENGEL:
            Ist Jesus ein MENSCH? Das glauben die Moslems. Wenn Jesus ein Mensch ist, dann wäre er auch ein Sünder, denn kein Mensch ist ohne Sünde. Reicht es wirklich aus, dass ein Mensch durch seinen Tod alle Sünden aller Menschen wegnimmt? Beachten wir: Adam war vollkommen, als er geschaffen wurde. Er sündigte. Warum hat dann sein Tod nicht die Sünde aller Menschen verhindert? Er war auch ein vollkommener Mensch. Es ist unlogisch, zu glauben, ein Mensch kann für alle Menschen die Sünden tilgen. Außerdem wie kann ein Mensch sagen, wer mich sieht, der sieht Gott, den Vater? warum haben die Weisen aus dem Morgenland das Baby Jesus angebetet, wenn er ein Mensch war? Warum haben die Jünger ihn bei seiner Himmelfahrt angebetet? Warum sagt Paulus, wer den Namen des Herrn Jesus anruft wird errettet?
            Ein Mensch kann Jesus also auch nicht gewesen sein.

            Er ist kein Engel, er ist kein Mensch.

            War Jesus EIN Gott, wie die NWÜ in Johannes 1 wiedergibt? Wenn das so ist, dann verehren wir zwei Götter. Den „kleinen“ Gott Jesus und den „richtigen“ Gott JHWH.
            Jesus kann kein Gott gewesen sein, kein Jude würde zwei Götter verehren.

            Er ist kein Engel, kein Mensch, kein Gott.

            Was oder wer ist Jesus?

            Johannes sagt, wie ich schon zitiert haben. Jesus ist der wahrhaftige Gott. 1. Johannes 5:20

            Paulus schreibt ziemlich verwirrend über den Geist Gottes und den Geist Jesu. In Römer 9 schreibt er folgendes:

            Vers 9: Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt.

            — Hier schreibt Paulus, dass man geistlich ist, wenn der GEIST GOTTES in einem wohnt. Im gleichen Vers, nur einen Satz später schreibt er:

            Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.

            Das erscheint unlogisch. Haben wir nun GOTTES GEIST oder CHRISTI GEIST?

            In Vers 10
            Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.

            Jetzt ist man noch mehr verwirrt. Erst heißt es, GOTTES GEIST wohnt in einem, jetzt ist CHRISTUS in uns.

            Vers 11
            Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

            Vers 14
            Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

            Jetzt ist wieder der GEIST GOTTES in uns, denn Gott hat Jesus ja aufgeweckt.

            Rein von der Logik stimmt dass nur dann, wenn für Paulus der Geist Gottes und der Geist Jesu ein und das selbe sind. Ansonsten machen die Aussagen keinen Sinn, sondern widersprechen sich. Oder wir haben den Geist Gottes und den Geist Jesus gleichzeitig in uns. Aber dann hätte er auch sagen können, dass wir ZWEI Geister in uns haben.

            Die NWÜ schreibt übrigens:
            9 Ihr dagegen seid nicht in Übereinstimmung mit dem Fleisch, sondern mit dem Geist,+ wenn Gottes Geist wirklich in euch wohnt.+ Wenn aber jemand Christi Geist+ nicht hat, so gehört dieser ihm nicht an. 10 Ist aber Christus in Gemeinschaft mit euch,+ so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber ist Leben+ der Gerechtigkeit wegen.

            Auch hier ist der Vers 9 zweideutig, weil in einem Atemzug der Geist Gottes und der Geist Jesu genannt werden. Wenn ich sage, Wenn du ein Pferd hast, dann bist du ein reicher Bauer. Wenn du kein Pferd hast, bist du ein armer Bauer. Dann ist das verständlich.
            Wenn ich dagegen formuliere: Wenn du ein Pferd hast, dann bist du ein reicher Bauer. Wenn du kein Schwein hast, bist du ein armer Bauer – dann ist das zwar auch verständlich aber trotzdem seltsam, weil was hat das Pferd und das Schwein gemeinsam? Ist der reiche Bauer arm, wenn er ein Pferd, aber kein Schwein hat oder der arme Bauer ohne Schwein reich, wenn er ein Pferd hat?

            Paulus hat sich sicher was dabei gedacht.

            Vers 10 geht die NWÜ aus dem Weg, indem von Gemeinschaft geprochen wird. Besteht ein Unterschied darin, Jesu Geist zu haben und in Gemeinschaft mit Jesu zu sein?

            Meiner Ansicht nach kann man diese Aussagen über den Geist Jesu und den Geist Gottes nur dann „in Einklang“ bringen, wenn man davon ausgeht, dass Jesus Gott ist.

            Das Problem ist wie oben beschrieben, WER ist JESUS?
            Wenn ich in meinen Ausführungen nicht irre, dann ist Jesus
            a) kein Engel, kein Erzengel
            b) kein Mensch
            c) kein Gott

            Was wir wissen, er ist der EINGEBORENE SOHN. Nur was ist damit gemeint?

            Man stellt sich Gott immer als Mann vor. Aus der Sicht eines Menschen kann ein Mann kein Kind bekommen. Die Griechen lösten das Problem indem sie Göttinnen schufen. Sie machten ihre Götter ziemlich menschlich

            Wir als Christen machen das nicht. Sollten wir jedenfalls nicht Paulus sagte einmal:

            „Darauf kann ich nur antworten: Wer seid ihr denn eigentlich, ihr Menschen, dass ihr meint, Gott zur Rechenschaft ziehen zu können? Glaubt ihr wirklich, dass ein Gefäß aus Ton den Töpfer fragt: „Warum hast du mich so gemacht?“
            Röm 9,21 Der Töpfer hat schließlich die Freiheit, aus ein und demselben Klumpen Lehm zwei verschiedene Gefäße zu machen: ein kostbares zum Schmuck und ein gewöhnliches für den Abfall. “

            Betrachten wir Gott einmal nüchtern:
            a) er ist Geist – nur was ist das genau?
            b) er ist ALLMÄCHTIG – er hat alle Macht. Er kann tun was immer er will. Es stellte einmal jemand die Frage, kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, dass er ihn nicht hochheben kann? Das ist ein Paradox. Wenn er das kann, dann scheint er aber nicht allmächtig genug zu sein, den Stein zu heben. Gibt es Grenzen? Wie würde eine Ameise uns beschreiben? Wir treten auf einen Ameisenhaufen und diese sehen nur einen Schatten, der sie tötet. Die Ameise ist nicht in der Lage uns zu erkennen. Das übersteigt unser Vorstellungsvermögen.

            Wenn man also anfängt, Gott mit Logik zu erklären, kommt man an Grenzen. Würden wir so lange zuschauen, bei dem was auf der Erde passiert? Hätten wir alle Menschen in einer Flut ertrinken lassen, Babys, die keine Chance hatten, zu zeigen, ob sie gut oder böse werden. Schwangere usw.?
            Wer kann beurteilen wie Gott denkt? Wir haben nur die Bibel, die uns zeigt, wie Gott handelt.

            Wir glauben fest daran, wenn wir beten oder uns versammeln, dass Gott oder Jesus mitten unter uns ist. Stellen wir uns vor, dass 1 Millionen Gruppen auf der Welt um Punkt 8 zusammenkommen und Gott anbeten, die Bibel lesen usw. WIE teilt sich Gott nun in 1 Millionen Teile um überall zuzuhören und dabei zu sein? Das halten wir für möglich? Gut.
            Stellen wir uns nun vor, Gott ist im Himmel und gleichzeitig läßt er sich herab, erniedrigt sich, wird Mensch und durchlebt ein Menschenleben, wird erwachsen und dann erzählt er von Gott, vom Königreich, verbringt wunder und betet zu Gott im Himmel….. Das können wir uns nicht vorstellen? Schneiden wir damit die Allmacht Gottes nicht auf Menschenmaß zusammen?

            Wenn ich Gott wäre und alle Macht hätte, aber die Menschen mein Anblick nicht ertragen können, sondern sterben müssten, dann würde ich genauso handeln. Ich könnte entweder Engel schicken, die meine Befehle ausführen oder wenn ich die Menschen unendlich liebe, dann werde ich selbst Mensch und regel das. Vor allem bin ich als Gott alleine in der Lage, die Sünden aller Menschen auf mich zu nehmen. Ein Engel könnte das gar nicht, das ist nur ein Geschöpf, mehr nicht.
            Ich komme also als Mensch auf die Erde und bin dort ganz Mensch.
            Warum ist das unlogisch? Warum sollte das ein allmächtiger Gott nicht machen?
            Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe keine andere Erklärung in der Bibel gefunden, die einleuchtender ist, als die, dass Gott selbst auf die Erde kam. Ich beurteile das nicht nach Logik, dass geht nicht. Ich beurteile dass nach dem was, die Bibel beschreibt. Die Apostel, die Jesus persönlich erlebt haben, konnten das direkt beurteilen und Thomas hat es ja erst sehr spät erkannt „Mein Herr und mein Gott“.

            Wenn es Blasphemie ist oder umbiblisch, dann würde ich gerne wissen, WAS oder WER Jesus genau war? Es stehen meiner Ansicht nach nur diese Optionen offen.

            a) Ein Engel
            b) EIn Mensch
            c) Ein Gott

            Das er DER SOHN GOTTES ist, steht außer Frage, nur was ist der Sohn Gottes? a, b oder c?
            Wir Menschen sind, wenn wir Jesus annehmen, Kinder Gottes aufgrund von Adoption, das ist nicht das Gleiche. Das ist im übertragenden Sinn zu sehen. Letztlich sind wir nur Geschöpfe, wie die Engel auch. Jesus ist kein Geschöpf. Oder glaubt einer, er wurde erschaffen? Wenn ja, wo steht das?

            Daher meine Bitte. Es geht gar nicht um die Dreieinigkeit, die von ZJ immer gemieden wird wie vom Teufel das Weihwasser (übertragen gemeint). Ich habe 20 Jahre lang erzählt bekommen, die Dreieinigkeit ist heidnisch und falsch. Glaubt mir, ich habe mich sehr schwer damit getan. Bis eines Tages die Erkenntnis kam wie ein Blitz. Danach fiel der Schleier und ich habe es anders gesehen. Und das interessanteste daran war, als ich erkannte, dass Gott selbst für mich gestorben war, bekam ich ein völlig neues Verhältnis zu Gott und zu Jesus.

            Gott kann nicht sterben, werden viele sagen. Wenn Gott etwas NICHT kann, ist er dann ALLMÄCHTIG?
            Meiner Ansicht nach kann Gott sterben und sich selbt auferwecken, sonst wäre er nicht allmächtig.

            Es wurde gesagt, solch eine Diskussion wäre hier falsch. Wenn der Austausch über biblische Ansichten hier nicht gewünscht ist, dann muss das gesagt werden. Dann frage ich mich aber, was unterscheidet diese Plattform dann von einer Versammlung, in der man auch nicht seine persönliche Sicht zur Bibel wiedergeben darf? Was unterscheidet bruderinfo dann von der WTG, die nur das zuläßt, was deren Meinung ist?

          2. Maximilian says:

            Hallo Manfred
            Du zitierst aus Johannes 5 folgenden Vers,
            „Ihr dagegen seid nicht in Übereinstimmung mit dem Fleisch, sondern mit dem Geist, wenn Gottes Geist wirklich in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, so gehört dieser ihm nicht an. 10 Ist aber Christus in Gemeinschaft mit euch,+ so ist der Leib zwar tot der Sünde wegen, der Geist aber ist Leben+ der Gerechtigkeit wegen.“

            Du sagst das auch hier der Vers 9 zweideutig sei, weil in einem Atemzug der Geist Gottes und der Geist Jesu genannt werden.

            Diese Zweideutigkeit entsteht bei dir aber nur, weil du den Sohn Gottes nicht als einen eigenständigen „Gott“ siehst.
            Du sprichst dich gegen die Ansicht von zwei Göttern aus und sagts gleichzeitig das es sich bei Jehova und Jesus um zwei Persönlichkeiten handelt.
            Jesus, Gottes Sohn ist Gott und daher ist der Geist Gottes von dem Paulus spricht auch der Geist Christi.
            Liebe Grüße Max

  12. hansi says:

    lieber rico.
    dein Kommentar hatt mich sehr berührt,ich lehne mich hoffentlich nicht zu weit aus dem fenster wenn ich dir sage ,dass wir beide doch ziemlich wass dass biblische verständniss angeht ziemlich auf einer wellenlenge liegen.
    du hast vor kurzem geschrieben dass du nicht mehr am leben wärest ,ohne Jehova Gott,und Jesus Christus,als ich dass lass,bekamm ich leicht gänzehaut,weil ich dass gleiche auch von mir sagen kann.
    wie oft habe ich mir gewünscht abends einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen ,lange rede kurzer sinn der letzte schritt oder der mut hatt letztendlich gefehlt sich dass leben zu nehmen.
    Jesus sagte bei meinem vater sind alle dinge möglich,und ich bilde mir ein dass Jehova,und sein sohn es mir ins herz legten feige zu sein,und kein mut zu haben,nur deshalb bin ich noch am leben.
    dir viel kraft und Jehovas segen wünscht dir dein bruder hansi.

    1. Fox says:

      Lieber hansi,

      weder Jesus noch Jehova geben einem Menschen Feigheit. Aber warst du überhaupt zu feige wie du schreibst? Ich denke nicht! Es ist absolut normal, dass Menschen sich fragen, was sie überhaupt mit diesem Leben anfangen sollen. Insbesondere, wenn sie wiederholt die tatsächliche oder vermeintliche Rückmeldung bekommen, in diesem Leben nicht gut genug zu sein. hansi, das ist sehr traurig, dass dem Menschen so etwas überhaupt vermittelt wird. Und es hat keinesfalls etwas mit unseren himmlischen Aufsehern zu tun. Absolut nicht. Wie ich an anderer Stelle postete bedeutet „Aufseher“, eine schützende Funktion inne zu haben, eine fürsorgende Person zu sein. Nun schau, was die Bibel (hier NWÜ) in 1. Petrus 2 über unseren himmlischen Aufseher sagt:
      „24 Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt“. 25 Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden.“

      Niemals würde Jesus dich darauf hinweisen oder hinweisen lassen, dass du – oder sonst jemand – nichts wert ist! Er starb nicht für unsere Stärken, sondern für unsere Schwachheiten, damit wir durch ihn leben können mit all unseren Fehlern. Unser Herz verurteilt uns manchmal mehr als Jesus dies tut und so oft haben wir ein echtes Problem, zu verinnerlichen, dass er all unsere Sünden wegwischt, wenn wir ihn bitten. Aber auch das ist Glaube: glaube daran, dass Jehova zum Belohner wird, indem er deiner Fehler nicht mehr gedenkt. Glaube daran, dass Jesus keine Kopie aufbewahrt, auf der deine Fehler noch stehen.

      Und wenn wir in diesem Leben tatsächlich ganz unzulänglich sind, so leben wir doch nur wie in einer Vorschau auf ein künftiges, besseres und vollkommenes Leben. Immerhin sind wir unserem Heiland so genug, dass er uns zum ewigen Leben auswählt, hansi! Das ist eine besondere Würdigung und zeigt doch den Wert, den wir bei denen haben, wo es wirklich zählt.

      hansi, ich denke, dass Jehova und Jesus dir in Wirklichkeit sehr viel Mut gegeben haben: den Mut, trotz aller Demütigungen, ungünstigen Umständen und dem Gefühl innerer Leere weiterzuleben. Sei stolz auf dich, dieses Geschenk angenommen zu haben.

      Alles Gute für dich und für alle anderen Mitleser natürlich auch.

  13. Alois says:

    Wenn man sich das im obigem, etwas alten, aber immer noch lesenswerten Vortrag, genannte Beispiel von Salomo durch den Kopf gehen lässt, erkennt man die große Gefahr in der wir alle stehen.
    Salomo hat richtigerweise um Weisheit gebetet. Er hat nicht um Reichtum gebetet, sondern um Weisheit und damit auch um die Gabe richtige Entscheidungen zu fällen. Der Reichtum wurde ihm dann hinzugefügt, vermutlich ist der Reichtum den er erworben hat auch eine Folge der Weisheit gewesen.

    Nur hat er mit der Zeit vergessen, dass er seine Weisheit nur vom Vater Jehova geschenkt bekommen hat und er nur in deren Folge reich geworden ist.
    Er hätte trotz seines Reichtums nie vergessen dürfen dass der Ursprung seines Reichtums stets Jehova war. Er hat dies aber vergessen und wurde stolz und hat geglaubt so fest im Glauben zu sein dass er sich mit allen möglichen Frauen aus anderen Religionen einlassen kann. Das konnte nicht gutgehen und er galt in Jehovas Augen am Ende als ein Mensch der böse war.

    1. Könige 11
    1. Und der König Salomo liebte viele fremde Weiber, und zwar neben der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische, hethitische,
    2. von den Nationen, von welchen Jehova zu den Kindern Israel gesagt hatte: Ihr sollt nicht unter sie kommen, und sie sollen nicht unter euch kommen; gewiß, sie würden euer Herz neigen ihren Göttern nach! An diesen hing Salomo mit Liebe.
    3. Und er hatte an Weibern siebenhundert Fürstinnen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.
    4. Und es geschah zur Zeit, als Salomo alt war, da neigten seine Weiber sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz war nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
    5. Und Salomo wandelte der Astoreth nach, der Gottheit der Zidonier, und dem Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
    6. Und Salomo tat, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie sein Vater David.
    7. Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Molech, dem Greuel der Kinder Ammon.
    8. Und also tat er für alle seine fremden Weiber, die ihren Göttern räucherten und opferten.
    9. Da erzürnte Jehova wider Salomo, weil er sein Herz von Jehova, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war
    10. und ihm betreffs dieser Sache geboten hatte, nicht anderen Göttern nachzuwandeln; aber er beobachtete nicht, was Jehova geboten hatte.
    11. Und Jehova sprach zu Salomo: Darum daß solches bei dir gewesen ist, und du meinen Bund nicht beobachtest hast und meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so werde ich dir das Königreich gewißlich entreißen und es deinem Knechte geben.

    Stets demütig zu sein und erkennen, dass der Ursprung alles Seins unser Vater Jehova ist, hilft uns den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren, nämlich:

    Demut, Glaube und Hoffnung

    Líebe Grüße
    Alois

    1. L. an Alois says:

      Lieber Alois,

      ein guter Gedanke 🙂 Schnell wird man doch zu „selbst-sicher“… Dabei ist alles Gnade und Liebe vom Vater.

      Epheser 4,2
      Seid euch der eigenen NIEDRIGKEIT bewusst und begegnet den anderen freundlich, habt Geduld miteinander und ertragt euch gegenseitig in Liebe. (NeÜ) / mit aller DEMUT und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend! (Elberfelder)

      Micha 6:8
      „Man hat dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und BESCHEIDEN zu gehen mit deinem Gott?“

      LG, L.

    2. walter says:

      „Stets demütig zu sein und erkennen, dass der Ursprung alles Seins unser Vater Jehova ist, hilft uns den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren, nämlich:

      Demut, Glaube und Hoffnung“

      Das ist der Punkt !

      Das können wir von David lernen.Obwohl im Leben Davids große „Fehler“
      passiert sind,hat er vor Jehova nichts beschönigt,hat alles bekannt
      und hat demutsvoll um Vergebung bitten können.

      David hat zeitlebens nie vergessen, wie Jehova im geholfen hat,daß
      er nie allein war.Er hatte immer einen Begleiter.Als kleiner,unscheinbarer Mensch,in seiner Zeit als Hirte,als er nachts mit Bären gekämpft hat, beim Kampf mit Goliath…..
      Das war bei David durchgängig.Selbst nach großen Fehlern,hat er sich wieder auf den Glauben und seine Hoffnung zurückbesonnen.

      Liebe Grüße

      Walter

    3. Tirza an Alois says:

      Lieber Alois!

      Vielen, herzlichen Dank für deine Ausführungen, wie recht du hast!, und das Erinnern, an diesen sehr wertvollen und überaus wichtigen Vortrag!

      Einen gesegneten Sonntag & liebste Grüße
      Tirza

      1. Alois says:

        Danke liebe Tirza

        Für mich waren die meisten der älteren Vorträge weit glaubensstärkender als die meisten Vorträge aus der 2. Hälfte der Bi Zeit.
        Vielleicht sollten die Autoren sich wieder mehr darauf besinnen den Glauben zu stärken.
        Auch wenn es weiterhin sinnvoll ist die vielen Fehler der WTO aufzudecken, so sollte es doch so sein, dass als Fazit am Ende des Vortrages unser Glaube gestärkt wird.
        Wird unser Glaube an unseren Herrn Jesus durch einen Vortrag nicht gestärkt, ist er für mich wertlos.

        Liebe Grüße
        Alois

  14. memra says:

    Also wenn ich auch nochmal kurz etwas sagen darf….. Wenn ihr mich fragt kann der Name Gottes nur Jesus lauten, oder Jeshua. Das Tetragrammaton ist ein Wortspiel und deutet auf die ewige Existenz Gottes hin, wie im neuen Testament das Alpha und Omega-der da ist und der da war und der kommt, der Allmächtige.Das bezieht sich sowohl auf den Sohn Jesus, als auch den Vater im Himmel. Jesus hat durch sein Erscheinen auf Erden den Namen Gottes offenbart, und ihn auch verkündet, nämlich indem er die Prophezeiungen über sein Kommen erfüllte. In einem anderen Namen ist Rettung als im Namen Jesu. Wenn man das wortwörtlich nehmen darf bzw sollte wie ich finde dann ist da nichts mit Jehova……
    Naja das wollte ich nur mal loswerden.
    Ein Gebet mit amen zu beenden finde ich irgendwie nicht unbedingt notwendig. Denn Gott entscheidet doch ob es so sei und nicht der betende. Das entscheidende ist das ein Gebet aus dem Herzen kommt. Das kam es damals in den Zusammenkünften größtenteils nicht, denn sowas spürt man. Das war einfach nur runter geleiert und klang mehr wie auswendig gelernt.

    So allen noch ein gutes Nächtle und Gottes Segen!

  15. Danke für die vielen aufschlussreichen Wahrheiten und Denkanstöße.
    Die Bibel enthält wirklich mehr als eine vorgefertigte Meinung, sie lehrt
    uns unser Denkvermögen zu schulen und BI ist wirklich eine Große Hilfe
    dabei.
    Weil hier die Diskussion bzgl. des Namens Jehova entstanden ist,
    fiel mir ein, Jesus selbst sprach kurz vor seinem Tod Jehova doch mit
    „Eli“an. Hab irgenwo mal gelesen die sei der richtige Name Gottes, ist ja
    auch in vielen Namen enthalten z.Bsp. Beth-El, Hall- El-uia usw.
    Eine andere Interpretation in alten arch. Schriften findet man
    EV OVA was übersetz werden könne, mit ewiger Höchster, das fand ich auch
    sehr schön.
    Seitdem spreche ich in meinen Gebeten manchmal auch Jehova als den
    Ewigen Gott an, ich finde ein sehr würdige Bezeichnung für ihn.
    LG Gaberta

  16. Manfred says:

    Lieber Brd. N.S.,

    Das Dein Vortrag wieder über die Kommentare hervorgeholt wurde, finde ich sehr gut. Ich habe mir den Vortrag gerade in Ruhe durchgelesen und auch die Kommentare dazu, besonders darüber, ob man am Ende Amen sagen sollte, oder nicht.

    Meine Sichweise ist die: Wenn ich mich mit einem Menschen unterhalte, dann werden ja im Laufe eines Tages oder im Laufe eines Abends immer wieder Worte gewechselt. Wie so ein Gespräch eben abläuft. Wenn ich also im Gebet mit unserem himmlischen Vater spreche, dann ist es ja genauso, nur das eben hauptsächlich ich rede. 😉
    Wenn ich das jetzt wieder auf das Gespräch mit einem Menschen übertrage, dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man sich trennt und jeder seines Weges geht. Dann verabschiedet man sich und sagt meinetwegen „Auf Wiedersehen“. Danach ist dann das Gespräch mit dieser Person beendet, weil man sich nun getrennt hat.
    Im Gebet würde ich sagen, bringt man durch das „Amen“ nun zum Ausdruck, dass man Jehova alles gesagt hat und nun fertig ist. Dann wendet man sich anderen Tätigkeiten zu. Doch will ich wirklich den ganzen Tag darauf verzichten mit unserem himmlischen Vater zu sprechen? Würde ich dann nicht sozusagen mich selber geistig von Jehova trennen, wenn ich beim morgendlichen Gebet Amen sage und zwar solange, bis ich wieder ein neues Gebet beginne? Möchte ich nicht, dass er immer für mich ansprechbar ist, den ganzen Tag zu jeder Minute? Damit schränke ich doch den Umgang mit Jehova selbst ein. Will ich das denn?

    Nein, das möchte ich nicht, deshalb macht das Amen am Ende einer Zusammenkunft Sinn, weil man sich dann trennt, am Anfang wäre es aber auch unpassend. Doch für mich persönlich, würde ich mir wünschen, dass ich den ganzen Tag mit Jehova sprechen kann und ihm meine Empfindungen mitteilen kann, so wie bei meiner Frau, der man ja auch nicht immer auf Wiedersehen sagt, nur weil man gerade das Wohnzimmer verlässt. Von daher werde ich zukünftig auf das Amen verzichten und lieber den ganzen Tag mit Jehova verbringen, statt nur ein paar Minuten. Das ist aber nur meine persönliche Meinung, jeder kann es ja so handhaben, wie er es möchte.

    Liebe Grüsse Manfred

    1. Alois says:

      Lieber Manfred

      Danke für Deine guten Gedanken, die ich nur bestätigen kann.
      In Gedanken sind wir den ganzen Tag mehr oder weniger mit Jehova und Jesus verbunden. Gut man ist auch oft in die Arbeit vertieft, aber dann denkt man doch wieder an den Glauben. Deshalb sage ich von morgens bis abends nie Amen, sondern nur zum Ende meines Nachtgebetes. Dann schlafe ich ein.
      Das mache ich schon Jahrzehnte so und denke es ist auch richtig und entspricht auch den Gedanken die Du geschrieben hast.

      Liebe Grüße
      Alois

  17. Inge says:

    Liebe Brunder-Info

    Diese Kommentare vom Juli 2011 haben mir für das heutige Gebet eine neue Anleitung gegeben. Ich gebe zu, es ist unglaublich schwer, die Schrift so zu interpretieren, dass man nichts falsch macht und sich nicht versündigt. Vielleicht habe ich gerade deshalb das Gefühl, ich bete in ein Nichts hinein…..mich hört niemand.
    Betr. des Gebetes fühle ich mich wie ein Schwimmer, der endlich einen Punkt finden möchte, wo er anhalten und ruhen kann.

    Mir fällt das Beten so schwer nach der Abkehr von den ZJ…
    Mein Verstand sagt mir, dass es verkehrt ist zurückzugehen…
    Und mein Herz fragt, warum hilft mir Jehova nicht….

    m.lb.G.
    Inge

    1. Svenja says:

      Liebe Inge,

      dieses Gefühl kennen bestimmt ganz viele, ich jedenfalls kenne es auch. Man fragt sich, ob Gott zuhört, warum evtl. keine Antwort kommt und fühlt sich hilflos. Vielleicht hilft dir das ja schon mal vorab, du bist nicht allein.
      Wie man evtl. wieder ruhiger wird, gelassener und im Gebet eine Stütze, dafür gibt es wohl kein Patentrezept. Vielfaches Problem erscheint mir, dass man sich selbst im Weg steht, weil man sich selbst unter Druck setzt. Man fragt sich, ob man auch alles richtig macht und ob man für Gott so gut ist oder ob man nicht etwas falsch gemacht/verstanden hat.
      Davon muss man sich versuchen, frei zu machen. Vor Gott können wir so kommen, wie wir sind und wir sind auf jeden Fall annehmbar für ihn. Er liebt uns so, wie wir sind und genau an dem Punkt, an dem wir stehen. Vermutlich reden wir meist viel zu viel, sodass wir ihn oft gar nicht hören, wenn er uns antwortet. Das kann ins ganz kleinen Dingen geschehen. Ein Mensch, der uns etwas Gutes tut. Oder die Sonne, die in unser Fenster scheint. Oder die Natur, die gerade gut tut. Oder… unzählige Möglichkeiten mehr. Wir sind oft auf der Suche nach Antworten und denken, es kämen keine, aber manchmal dauert es einfach. Wir finden, es müsste nach unserem Plan laufen, dabei hat Gott einen viel besseren Plan mit uns.
      Das kann ich dir mit auf den Weg geben. Gott lässt dich auf keinen Fall im Stich, auch wenn es manchmal so erscheint. Er ist IMMER bei dir, auch wenn du es nicht spürst.
      Ein Gedicht für dich und alle anderen, die es brauchen (somit auch für mich):

      Spuren im Sand

      Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

      Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

      Besorgt fragte ich den Herrn: „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“

      Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“

    2. Regina says:

      Liebe Inge,

      bevor ich mit ZJ in Kontakt kam, hatte ich keine Probleme zu beten. Aber in der Zeit bei den Zeugen habe ich beinahe mein Vertrauen zu meinem Gott verloren, bis ich merkte, dass der Gott, den sie beschreiben nicht der Gott sein konnte, den ich kannte. Jehova wird zwar als liebevoll bezeichnet, aber in seinen Forderungen war er unbarmherzig.

      Als ich mich von den ZJ trennte hatte ich noch einige Zeit Schwierigkeiten, die Bibel zu lesen und zu beten, bis ich JHWH wieder als meinen Vater erkannte und wieder vertrauen konnte.
      Ich glaube, wenn man ihn ernstlich sucht braucht man keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen, denn er holt uns dort ab, wo wir stehen und leitet uns durch seinen Geist.
      Du kannst ihm alles sagen, alle Deine Ängste.

      Wie Du hier bei BI sehen kannst, gibt es verschiedene Schriftinterpretationen. Niemand von uns weiß alles richtig. Ich will sagen, dass der Wissensstand nicht die Rettung ausmacht, sondern ob man den einzigen Retter und Erlöser, Jesus Christus, angenommen hat.
      Wenn man ihm vertrauen kann, und das darf man, wie die Bibel bezeugt, dann kann man ohne Angst beten. Ich denke nämlich, dass Dich Deine Angst blockiert.

      1. Johannes 4, 14-18 (NeÜ)
      14 Außerdem haben wir mit eigenen Augen gesehen und können bezeugen, dass der Vater den Sohn als Retter der Welt gesandt hat.
      15 Und wenn sich jemand zu ihm als dem Sohn Gottes bekennt, dann lebt Gott in ihm und er in Gott.
      16 Wir haben jedenfalls erkannt, dass Gott uns liebt; und wir glauben an seine Liebe. Gott ist Liebe und wer in der Liebe lebt, der lebt in Gott und Gott lebt in ihm.
      17 Auch darin ist die Liebe in uns zum Ziel gekommen. Und dem Tag des Gerichts können wir mit Zuversicht entgegensehen, denn wir sind hier in dieser Welt ebenso mit dem Vater verbunden, wie Jesus es war.
      18 In der Liebe gibt es keine Furcht, denn Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. Wer noch Angst hat, rechnet mit Strafe. Bei dem hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.

      Apg. 4,12: (JC den ihr gekreuzigt habt,…der zum Eckstein geworden ist) Überdies gibt es in keinem Anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.
      Apg. 10, 43: Ihn (Jesus) betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab, dass jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.

      1. Joh. 5, 11 u. 12: Und darin besteht das gegebene Zeugnis, dass Gott uns ewiges Leben
      gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat dieses Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht.
      13. Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben
      habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.

      Eph. 3, 17-19: damit der Christus durch euren Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist. Und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

      Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.
      LG Regina

  18. Christin says:

    Liebe Geschwister,
    gestern hab ich beim persönlichen Bibellesen Johannes 4 gelesen, dabei ist mir Vers 23+24 aufgefallen
    Neue evangelistische Übers.:
    23 Doch es wird die Zeit kommen – sie hat sogar schon angefangen -, wo die wahren Anbeter den Vater anbeten, weil sie von seinem Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden. 24 Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen dabei von seinem Geist bestimmt und von der Wahrheit erfüllt sein.“

    Jesus ist die Wahrheit (nicht eine Organisation), das muß man erst erkennen und anerkennen bevor man den Vater anbeten kann

    ein wundervoller Text besondes in dieser Übers. ,da musste ich euch teilhaben lassen

    LG an alle
    Christin

    1. Walter says:

      Hallo liebe Christin,

      das ganze Johannesevangelium ist voll von solchen Aussagen.

      Es ist ein Trugschluß zu glauben, wir könnten ein Verhältnis zu Jehova
      haben,ohne ein Verhältnis zu Jesus zu haben.
      Wir mögen zwar Jesus hier und da erwähnen, aber mit einem richtigen Verhältnis zu Jesus haben wir als Z.J. vielleicht so unsere Berührungsängste.

      In Joh. 14:21 sagt Jesus :..“ wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.:23
      ..Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“

      Um von Jehova geliebt zu werden, müssen wir zuerst Jesus lieben.
      Nicht umgekehrt.
      Wir können niemals ein Verhältnis zu Jehova haben, wenn wir Jesus
      nicht berücksichtigen.
      Nur durch und mit Jesus wird Jehova unser Vater.

      Das hat nichts mit Dreieinigkeit zu tun, oder daß wir nicht anerkennen, daß der Vater größer ist.. sondern es ist der Wille Jehovas, daß wir den Sohn ehren, so wie wir den Vater ehren.

      Das erkennen wir, wenn wir uns viel mit der Bibel beschäftigen.

      Vielen Dank liebe Christin ! ! !

      Gruß

      Walter

      1. Michael 2 says:

        Hallo Walter,
        danke für deinen schönen Gedanken. Wie wahr deine Worte sind konnte ich vor einiger Zeit selbst erfahren. In einer Ansprache habe ich versucht den Brüdern genau diesen Gedanken zu vermitteln.
        Nur über den Christus ist es uns möglich ein Verhältnis zum Vater herzustellen.
        Die Brüder werden durch unseren Sklaven jedoch belehrt, wir können ein Verhältnis direkt zu Jehova aufbauen, durch Taten und Werke die Jehova gefallen.
        Die ungläubigen Blicke waren bezeichnend dafür, sie konnten dies überhaupt nicht nachvollziehen .
        Seid dieser Zeit schauen mich viele an wie einen Aussätzigen. Aber es gibt nicht wenige, die sich bei mir bedankten für diese Ansprache.
        l.G.
        Michael

        1. Ulrike P. says:

          Hallo Michael 2,
          ZITAT:
          „Nur über den Christus ist es uns möglich ein Verhältnis zum Vater herzustellen.“

          Die befremdliche Reaktion auf diese selbstverständliche Aussage, bestätigt mir einmal mehr, dass die meisten vom Geist des Widersachers verblendet sind.
          Ja…die WTG lässt sich von ihm dazu benutzen, Jesus ins Abseits zu stellen, indem sie Werksgläubigkeit lehrt und bedingungslosen Gehorsam gegenüber ihre Führerschaft einfordert.

          Womit klar ist, wessen Werkzeug sie WIRKLICH sind.

          Das es Brüder gab die sich bei dir dafür bedankten, zeigt aber, dass auch in diesen Reihen nicht alle in einen Topf geworfen werden dürfen.

          LG Ulli

        2. Walter says:

          Hallo Martin 2,

          das, was Du beschrieben hast, habe ich alles auch schon durchlebt und glaube mir, “ das mit dem Bedanken der Brüder für Deine Kommentare“,
          wird nachlassen und aufhören.
          Ich habe am Anfang immer gedacht, das müssen doch meine Brüder verstehen, oder habe ich mich kompliziert ausgedrückt ? Habe dann versucht,
          mich einfacher auszudrücken, oder es von einer anderen Seite aus zu erklären, bis ich dann ganz isoliert und im Abseits war.

          Erst dann habe ich verstanden, daß solche Gedanken nicht erwünscht sind und ich auch nichts erreichen kann. Erst dann habe ich den Text aus
          2. Kor.4:4 richtig verstanden:

          “ unter denen der Gott dieses System der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht des Christus, der das
          Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle…“

          Da ist jemand anderes da, der möchte, daß der Christus nicht erkannt wird. Satan blendet nicht mit Dunkelheit, sondern mit Licht, Verlockung und Faszination.

          Werde aber nicht aufhören, überall dort, wo ich kann und es erwünscht ist, über meine Überzeugung sprechen.
          Wünsch Dir auf jedenfall alles Gute

          Walter

          1. Anna says:

            Lieber Bruder Walter,
            schön, dass du versucht hast etwas zu bewirken. Und dann merkt man, dass die Brüder Angst bekommen. Worauf hast du denn konkret hingewiesen? Falls es dir ohne aufzufliegen möglich ist uns dies mitzuteilen würde ich mich sehr freuen.
            Danke jedenfalls fü deinen Kommentar. Jehova läßt uns nicht im Stich, dafür ist der Preis den er duch den grausamen Tod von Jesus gezahlt hat einfach zu hoch.
            Ich werde jetzt noch beten und dann mit für müde erklären. War ein langer Tag. Schließlich muss man ja auch seinen Lebensunterhalt verdienen.
            Ach ja, wie findet ihr eigentlich den m.E. schon wieder völlig abwegigen Artikel über die Gabe der Ehe bzw. Ehelosigkeit am Wochenende???

            Dann viele herzliche Grüße an alle und den Segen Jehovas und seines Christus
            Anna

          2. Martin says:

            Lieber Walter,
            Du hat sicherlich „Michael 2“ gemeint, statt Martin 2. Macht nichts.

            Zu Deinem Gedanken der Isolierung kann man eigentlich nur sagen, dass es am weisesten ist, beim Weiterreichen der Botschaft oder des Evangeliums an unwissende Menschen diese wunderbaren Wahrheiten über die Rolle der „Tür zu Jesus“ einfliessen zu lassen. Öffentlich in der Versammlung stösst du damit nicht auf fruchtbare Herzen. Menschen, die jeden Monat Ihr „Opfer“ in Form eines Berichtszettels darbringen, verdienen sich schliesslich die Rettung durch „eigene Gerechtigkeit“ oder erhoffen sich, das ewige Leben zu verdienen. Du wirst dadurch auffällig und sofort fällt der Schatten einer möglichen Abtrünnigkeit auf dich. Hier gilt eigentlich dasselbe Prinzip, wie es die WTG praktiziert: Nur das persönliche Gespäch mit Glaubensbrüder, deren Herz empfänglich ist… In der Tat, viel Kleinarbeit ist gefragt, für solche, die sich noch innerhalb der WTG bewegen. Aber man sollte diese Chance nutzen.

            Liebe Grüße
            Martin

        3. Walter says:

          Hallo Michael 2,

          (das mit Martin 2 war ein Versehen)

          das, was Du beschrieben hast, habe ich alles auch schon durchlebt und glaube mir, “ das mit dem Bedanken der Brüder für Deine Kommentare“,
          wird nachlassen und aufhören.
          Ich habe am Anfang immer gedacht, das müssen doch meine Brüder verstehen, oder habe ich mich kompliziert ausgedrückt ? Habe dann versucht,
          mich einfacher auszudrücken, oder es von einer anderen Seite aus zu erklären, bis ich dann ganz isoliert und im Abseits war.

          Erst dann habe ich verstanden, daß solche Gedanken nicht erwünscht sind und ich auch nichts erreichen kann. Erst dann habe ich den Text aus
          2. Kor.4:4 richtig verstanden:

          “ unter denen der Gott dieses System der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht des Christus, der das
          Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle…“

          Da ist jemand anderes da, der möchte, daß der Christus nicht erkannt wird. Satan blendet nicht mit Dunkelheit, sondern mit Licht, Verlockung und Faszination.

          Werde aber nicht aufhören, überall dort, wo ich kann und es erwünscht ist, über meine Überzeugung sprechen.
          Wünsch Dir auf jedenfall alles Gute

          Walter

      2. Christin says:

        Lieber Walter,
        lieben Dank für die schöne Ergänzung. Du hast wunderbar beschrieben, was ich ausdrücken wollte.

        Wie wurde uns Jesus doch all die Jahre regelrecht unterschlagen.
        Liebe Grüße
        Christin

        @Michael2
        Lieber Michael,
        dasselbe habe ich auch erlebt, als ich so über Jesus gesprochen habe – ich konnte es garnicht fassen
        Jesus, unser Herr wird von den Z.J. Weggeschoben wie wenn ER schlecht für uns wäre
        es tut mir so leid, daß ich das mein bisheriges Leben nicht verstanden habe

        Ich kann jedem der hier mitliest nur raten wendet Euch von dieser Organisation ab, denn was sie tun ist Götzendienst – unser Herr Jesus freut sich über jedes verlorene Schaf und gibt uns die Kraft das hinter uns liegende zu vergessen und mit IHM neu zu beginnen. ER schenkt uns seinen Frieden- was kann uns da ein Mensch noch antun?

        LG Grüße
        Christin

        1. Karin says:

          Ich darf gar nicht daran denken, das meine Enkel dort groß werden. Und ich kann absolut NICHTS dagegen tun.
          Das ist eine solche Machtlosigkeit. In den letzten Tagen habe ich es wieder geschafft, das alles in die Hände GOTTES und seines SOHNES zu legen.
          Sonst mache ich mich nur selbst verrückt. Ich habe vor 3 Jahren Viele an meine Tochter verschickt. Aber die sind so blind. Sie wusste nicht mal etwas von den Falschdaten der WTG.
          Als ich sie darauf aufmerksam machte, liefen sie beide, mein Schwiegersohn und meine Tochter zum Schwiegervater der auch noch Ältester ist und der meinte:

          “ Das wissen wir doch alle.“ Darafhin hin alles abgetan worden, mit Worten:
          “ Die Gesellschaft hat nie behauptet sie seie ein Prophet.“ Ich selber kann mich aber noch an einen Erwachtet erinnern, wo gross drauf stand:
          „SIe werden alles noch erkennen, das ein Prophet in ihrer Mitte war.“
          Seitdem ist Funkstelle. Der letzte Anruf meiner Tochter kam irgendwann letztes Jahr. Aber nicht aus Interesse an meiner Person, sondern um mich zurück zu holen.
          Ich werde doch Jesus nicht nochmal verleugnen.

          Mein Schwiegersohn sagte, wenn ich noch mal etwas schicke, dann wandert es ungeöffnet in den Kamin.
          Letzte Woche meinte eine Glaubensschwester die auch in Jesus ist, “ Du musst loslassen.“

          Und vielleicht will ja JHWH auch gar nicht, dass ich da Kontakt habe. Ich renne ja jedesmal ins offene Messer.

          Ich will darauf vertrauen:

          Rö.8
          27 Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.

          LG
          Karin

          1. Ulrike P. says:

            Hallo Karin,
            ZITAT:
            „Ich werde doch Jesus nicht nochmal verleugnen.“

            Nein…das wäre auch wirklich schlimm, wenn du das tätest. Du hast da die absolut richtige Einstellung.

            Wem die WTG wichtiger ist als Jesus, der kann das natürlich nicht nachvollziehen.

            ZITAT:
            „Letzte Woche meinte eine Glaubensschwester die auch in Jesus ist, ” Du musst loslassen.”“

            Da hat sie vollkommen recht, wenn´s auch schwer fällt…

            Dich auf Röm 8, 27 zu stützen, ist das allerbeste was du tun kannst.

            Ich wünsche dir den inneren Frieden, den nur Gott und sein Sohn dir geben können.

            LG Ulli

    2. Ulrike P. says:

      Hallo Christin,
      ZITAT:
      „gestern hab ich beim persönlichen Bibellesen Johannes 4 gelesen, dabei ist mir Vers 23+24 aufgefallen
      Neue evangelistische Übers.:
      23 Doch es wird die Zeit kommen – sie hat sogar schon angefangen -, wo die wahren Anbeter den Vater anbeten, weil sie von seinem Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden. 24 Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen dabei von seinem Geist bestimmt und von der Wahrheit erfüllt sein.”“

      Das Jesus selbst die Wahrheit ist und dies anzuerkennen die Voraussetzung für annehmbare Anbetung ist, wird durch diese Formulierung wirklich gut herausgestellt.

      Solche Aha-Erlebnisse durch andere Bibelübersetzungen habe ich auch schon oft gehabt.

      Zum Beispiel bei dem Text aus Röm 10,9+10:

      9 Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und wenn du in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.
      10 Denn durch den Glauben in deinem Herzen wirst du vor Gott gerecht, und durch das Bekenntnis deines Mundes wirst du gerettet.
      Neues Leben

      Hier wird ganz offensichtlich dargelegt, woran man in seinem Herzen glauben und wozu man sich bekennen soll: Zu Jesus als Herrn und Erlöser. – Nichts weiter sonst…nur das.

      Keine weiteren Zusätze, nichts womit man Bücher füllen oder Vorträge halten könnte. Keine Anweisung wie man dabei vorgehen sollte und wie oft man davon erzählen sollte.

      Es reicht, einfach nur zu dem zu stehen woran man glaubt. So leicht kann das Glaubensleben eines Christen sein, wenn er nur nach dem geht was in der Bibel steht. 🙂

      LG Ulli

    3. Barbara says:

      Liebe Christin!

      Vielen Dank für diesen wichtigen Gedanken.

      Liebe Grüsse, Barbara

  19. Matthäus says:

    Lieber Mike wenn Du die Studienbibel (NWÜ) zur Hand nimmst und den Vers in Apg. 7:59 nachliest – bitte beachte hierzu auch die Fußnote – zu wem hat hier Stephanus GEBETET ?
    Oder nimm eine x-beliebige Bibel und schlage Hebr. 1:6* nach und erkläre wem die Engel anbeten?
    lg. Matthäus

    * Lutherbibel: 6 Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht er (Psalm 97,7**): »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.

    ** interessant das in der NWÜ bei Ps. 97:7 aös Querverweis Hebr.1:6 steht

    Elberfelder: 6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis5 einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!“

    Neuses Leben: 6 Und als Gott der Welt seinen erstgeborenen Sohn zeigte, sprach er: »Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.«

    Schlachter: 6 Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!

    Und nun lieber Mike erklär uns bitte warum Aussagen der Heiligen Schrift nicht ernst genommen werden?

  20. Mike says:

    Hallo.
    Wir beten foch alle im namen Jesus, oder?
    Zu wemm hätte Jesus sonst gebetet, als er auf der Erde lebte?
    Zu sich selber? Sicher nicht. Denn er sagte ja sogar: Nicht mein Wille geschehe sondern dein Wille geschehe.
    Wir können nur über Jesus zum Vater beten, da Jesus der Mittler zu Gott über uns Menschen ist.
    Jehova ist der Hörer des Gebets, heisst es in der Bibel.
    mfg Mike

    1. Ulrike P. says:

      Hallo Mike,
      natürlich beten wir alle im Namen Jesu zu Gott, so wie es die Apostel schließlich belegtermaßen auch taten.

      Es geht nicht darum ob man zu Gott ODER Jesus betet, sondern darum ob man AUCH zu Jesus beten kann und soll.

      Mir war der Gedanke bis Dato fremd…ich habe ihn abgelehnt, weil ich nur auf die Bibelsverse fixiert war, in denen im Namen Jesu zu Gott dem Vater gebetet wird.

      Aber Matthäus hat ja nun aufgezeigt, dass die Apostel und Jünger Jesu tatsächlich auch den Herrn Jesu anriefen.

      Durch seinen Kommentar angeregt, habe ich mich noch weiter umgesehen, weil ich mir sicher sein wollte, richtig zu handeln. Dabei habe ich noch mehr gefunden, was diese Ansicht stützt.

      So steht sogar in der NWÜ:
      …samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus, ihres Herrn und des unseren, überall anrufen:…
      1. Kor 1, 2

      Und auch Apg 9, 14:
      Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen.“

      Zu sagen damit wäre nicht gemeint, dass sie zu ihm beteten kann nicht stimmen, denn wenn man die Psalmen aufschlägt findet man Verse wie: Jeder der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.

      Allein schon dieser Vers zeigt, dass mit dem Wort „anrufen“, das Gebet gemeint ist.

      In Apostelgeschichte 25, 19 wird davon erzählt, dass die Juden Paulus anzeigen wollten, weil sich seine Anbetung von der ihren Unterschied:

      Sie hatten einfach einige Streitsachen mit ihm wegen ihrer eigenen Anbetung der Gottheit und wegen eines gewissen Jesus, der tot sei, von dem Paulus aber immer wieder behauptete, er sei am Leben.
      Apg 25, 19

      Wenn er weiter NUR zu Gott gebetet hätte, dann hätte es keine Streitfrage über die Anbetung geben brauchen.

      Liest man zudem 1.Joh 5, 13+14 mal ohne WTG-Scheuklappen, dann erkennt man, dass hier dazu aufgefordert wird, sich mit seinen Bitten an Jesus zu wenden, denn im Vers 13 ist nicht vom Vater, sondern vom Sohn die Rede und Vers 14 bezieht sich direkt darauf.

      13 Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr wißt, daß ihr ewiges Leben habt, ihr, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. 14 Und dies ist die Zuversicht, die wir IHM gegenüber haben, daß ER uns hört, ungeachtet dessen, was wir gemäß SEINEM Willen bitten. 15 Und wenn wir wissen, daß ER uns in dem, worum immer wir bitten, hört, wissen wir, daß wir die erbetenen Dinge haben werden, da wir sie von IHM erbeten haben.
      1. Joh 5, 13, 14

      Ich will auch gerne nochmal auf Offenbarung 5:8,13+14 kommen, auch wenn Matthäus es schon zitiert hat.

      8 Und als es die Buchrolle nahm, fielen die vier lebenden Geschöpfe und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder, und jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen, die voll Räucherwerk waren, und das [Räucherwerk] bedeutet die Gebete der Heiligen.
      13 Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: „Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei der Segen und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht für immer und ewig.“ 14 Und die vier lebenden Geschöpfe sprachen dann: „Amen!“, und die Ältesten fielen nieder und beteten an.

      Vers 8 spricht nicht nur davon, das sie vor dem Lamm niederfallen, nein, sie bringen ihm auch das Räucherwerk, die Gebete, dar.
      Und die Verse 13+14 zeigen eindeutig, dass sie neben dem der auf dem Thron sitzt, AUCH das Lamm anbeteten.

      Ich weiß, dass ist schwer zu schlucken, nachdem man Jahrzehnte etwas anderes gelehrt bekam. Auch ich brauchte Zeit und habe mich nur langsam herangewagt.

      Aber es wird deshalb aus den Beiden ja nicht eine einzige Person, so dass Gott auf einmal garkeine Rolle mehr spielt:
      Sonst würde ja nicht immer wieder auch auf Gott hingewiesen.

      11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebenden Geschöpfe, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten GOTT an, 12 indem sie sprachen: „Amen! Der Segen und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke [seien] unserem Gott für immer und ewig. Amen.“
      Offenbarung 7, 11+12
      (alle bisherigen Verse sind aus der NWÜ)

      Ich bin schon seit längerem zu dem Schluss gekommen, dass Jesus kein Engel sondern als – aus Gott gezeugter Sohn – ebenso ein Gott ist wie sein Vater, der ja gemäß Joh 1, 1+2 schon immer seinen Platz NEBEN Gott hatte.

      1 Am Anfang war das Wort. Das Wort war BEI Gott, und in allem war es Gott GLEICH.
      2 Von Anfang an war es BEI Gott.
      3 Alles wurde DURCH das Wort geschaffen; und ohne das Wort ist nichts entstanden.
      4 In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für die Menschen.
      (Gute Nachricht)

      Von Engeln kann man nicht behaupten das sie Gott gleich sind. Von Jesus der aus ihm geboren wurde und durch den alles andere ins Dasein kam, schon.

      Ich werde nun jedenfalls Beiden, dem Vater und auch dem Sohn durch das Gebet die Ehre geben, wie Gott es sich von uns wünscht. – So wie ich ja auch schon immer BEIDE lieb habe.

      Hiermit nochmal vielen Dank an Matthäus.

      LG Ulli

      1. Alois says:

        Liebe Ulli

        Das hast Du gut erklärt, im Gebet geht es immer um Jehova UND seinen Sohn und nicht um entweder oder. Aber Jesus wird sicher nicht beleidigt sein wenn der Schwerpunkt des Gebetes dem Vater gewiedmet wird. Nur ohne den Sohn im Gebet zu würdigen kommt das Gebet vermutlich nicht einmal beim Vater an.

        Jehova ist unendlich in Raum und Zeit, er ist überall, füllt somit praktisch das ganze Universum aus. Denn Salomao sagte, der Himmel der Himmel können Dich nicht fassen.

        Jesus ist nicht unendlich in Raum und Zeit. Er ist nach meiner Erkenntnis zwar ein Geist ähnlich den Engeln, aber die Macht und die Größe des Erstgezeugten ist ungleich größer als die der sonstigen Engel. Deswegen kann sich Jesus in einen menschlichen Leib zwängen, aber Jehova kann das nicht, denn entwas Unendliches passt nicht in etwas Endliches. Das sagen schon die Gesetze der Natur, welche auch von Jehova kommen.

        So wie Du schreibst so verstehe ich das auch, Jehova hat den Erstgezeugten gezeugt und der wiederum hat alles erschaffen wie es sein Vater haben wollte.

        Liebe Grüße
        Alois

      2. Karin says:

        Zitat UlrikeP
        Ich werde nun jedenfalls Beiden, dem Vater und auch dem Sohn durch das Gebet die Ehre geben, wie Gott es sich von uns wünscht. – So wie ich ja auch schon immer BEIDE lieb habe.
        ——————————————————–

        Liebe Ulrike

        finde ich toll, dass du das für dich erkannt hast. So mache ich es auch seit Jahren.
        Ich bete zum Vater und nenne ihn auch “ Mein lieber Vater im Himmel“ wechsel aber dann auch im Gebet zu Jesus.

        JHWH will das sein Sohn geehrt wird. Und wie will man denn dies tun, wenn man mit JESUS im Gebet nicht sprschen darf.
        Auch etwas, das uns die WTG eindeutig falsch gelehrt hat.

        Was tat denn Stephanus als er gesteinigt wurde.

        Apg.7:59
        Und sie steinigten den Stephanus, welcher betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60 Und niederknieend rief er mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief er.

        LG
        Karin

        1. Ulrike P. says:

          Hallo Karin,
          ZITAT:
          „JHWH will das sein Sohn geehrt wird. Und wie will man denn dies tun, wenn man mit JESUS im Gebet nicht sprschen darf.
          Auch etwas, das uns die WTG eindeutig falsch gelehrt hat.“

          ja…wenn man es einmal erkannt hat, ist es so offensichtlich, dass man seine eigene jahrelange Blindheit nicht mehr nachvollziehen kann.

          In all den Jahren seit meinem Weggang bin ich natürlich oft auf den Gedanken gestoßen, sich auch Jesus durch das Gebet anvertrauen zu düfen.
          Aber da wurde eben immer der Vater als unrelevant beiseite geschoben. Dem konnte und wollte ich nicht nachkommen – denn auch das ist mit der Bibel nicht in Übereinstimmung zu bringen – darum hielt ich es für richtig nur zu ihm zu beten.

          Auch hierbei zeigt sich, wie wichtig Ausgeglichenheit ist und das ALLE Bibelverse zu beachten sind. Erst hier auf BI wurde mir mit viel Geduld und aussagekräftigen Bibelstellen von unserem Matthäus erklärt, dass sich beides nicht gegeseitig ausschließt. Das man eben zum Vater UND zum Sohn beten kann.
          Das – ganz im Gegenteil – die Ehre für Jesus nur Makulatur bleibt, solange er nur immer am Rande erwähnt wird.

          Das war wie eine Erdrutsch-Erkenntnis für mich, für die ich sehr dankbar bin.

          LG Ulli

    2. schneerose says:

      IST UNSER GEBET GOTT ODER WTG GEFORMT

      in allen rel. werden gebete andachten in den unterschiedlichsten körperstellungen ..bewegungen gehalten.. ohne zu hören was der betende sagt.. erkennen wir welcher glaubensgemeinschaft der betende angehört..
      ein bsp..
      juden bewegten ihren oberkörper vor und zurück.. muslime gehen mit ihren gesicht zu boden.. kath. falten die hände und beten teils im knien..

      auch zeugen jehovas erkennt man an der körperhaltung wenn sie beten.. was hat man mit uns gemacht.. das keiner ..ja kein einziger den mut hat in der versammlung so beten wie jesus es tat..
      ich denke .. es ist die wurzel oder eine der wurzeln.. warum keiner die freiheit die christus gab leben kann..einen KA den ich auf dieses erscheinungsbild ansprach sagte.. es stehe jeden frei ..welche körperhaltung er einnehmen möchte..

      warum macht niemand gebrauch von seiner freiheit..
      weil wir in der wahrheit so erzogen wurden ..von reifen brüdern vorgemacht..erkannten wir ..dass diese körperhaltung die „richtige“ fürs beten ist..
      hätte nicht jesus erkennen müssen das diese haltung die beste ist..was war der grund ..dass jesus nicht so betet wie wir..

      unser gebet ist wie das „HABT ACHT“ bei der bundeswehr.. durch dieses kommando mit der körperhaltung wird dem soldaten signalisiert .. wer hier das sagen hat..der soldat wird jeden befehl auch einen noch so unsinnigen ausführen..

      unsere körperhaltung ist das „HABT ACHT“ der WTG ..durch diese körperhaltung wird gezeigt ..das die befehlsgewalt von der WTG ausgeht..im verlängertem sinn gesagt..sind wir eigentum der WTG und nicht das eigentum unseres himmlischen vater..
      (die vielen unbiblischen ausschlüsse stellen den beweis)

      über den innhalt der gebete brauchen wir nicht mehr zu sprechen..nur eines sei angemerkt.. es ist egal ob du amen oder nicht amen sagst..so bald du mit den anderen aufstehst.. signalisierst du dein nebenan ..dass du damit einverstanden bist..
      du stehst („HABT ACHT“)unter menschlicher befehlsgewalt..

      wer also formt dein gebet..für mich ist es jesus..
      grüsse schneerose

      1. schneerose says:

        habs vergessen

        danke für deinen aufsatz bruder N.S. die vielen unterschiedlichen themen im br.-i sind für uns eine hilfe zum nachdenken ..durch deinen aufsatz ist mir aufgefallen wie unbiblisch wir beten und nicht nur das ..sondern auch die frage.. die ich einen KA. vor ca. 24 jahren stellte..ich erschrecke vor mir selber wie tief ich durch die doktrin WTG gesunken bin..

        was hab ich nur den leuten angetan.. denen ich die WTG aufgeschwatzt habe.. es tut mir sehr sehr leid.. besonders meiner familie wegen.. so vieles ist zerstört ..nur wenige von euch können sich vorstellen was es für eine mutter bedeutet ..nie wieder mit den kindern gemeinsam essen lachen oder sprechen zu können ..tabletten und psychiater als lebensgrundlage für eine zeugin jehovas..das ist die wahrheit.. das ist die „liebevolle vorkehrung jehovas“..ich habe mit dem stroh und holz der WTG gebaut..das gold und silber der bibel bei seite gelegt..ich denke an das elend.. dass auf die familien zukommt die ich in die „wahrheit“ gebracht habe..
        nur unser hirte jesus kann dieses elend..das ich mit dieser rel. angerichtet habe wieder gut machen..

        grüsse schneerose

        1. Thomas says:

          Liebe Schneerose,

          ich kann Dir versichern das Du nicht für Dein gutgläubiges Handeln verantwortlich bist, denn SIE (diese WTG Verführer) haben ihren vollen Lohn, sie werden in dem Maße gemessen in dem sie gemessen haben.

          Du bist vielleicht der Meinung:
          Mar 7:7 Ihr Dienst an mir ist ohne Wert, / denn sie lehren, was sich Menschen erdachten.‘
          Mar 7:8 Ja, ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet dafür die Vorschriften, die sich Menschen ausgedacht haben.“
          Mar 7:9 Dann fügte Jesus hinzu: „Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet dafür eure eigenen Vorschriften ein.

          Du selbst jedoch hast Dir dies nicht ausgedacht, denn im Kontext sagt Christus der Herr:

          Mar 7:15 Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn vor Gott unrein machen. Unrein macht ihn nur, was aus ihm selber kommt.“ (Das bezieht sich nicht „nur“ aufs Essen)

          Wenn Dich diese Erkenntnis jetzt zum wahren Weg, der reinen Botschaft des Christus führt, die Dich nun zum Vater bringt, hatten diese 24 Jahre ihren „Sinn“.

          Du bist in dieser Hinsicht nun geläutert und kannst ab jetzt OHNE Zweifel zum Volk des Vaters gehören, welches der Herr einsammelt, denn Menschen können Dich & alle die mit Dir sind nun nicht länger verleiten.

          Gesegnete Grüße
          Dein Bruder Thomas

        2. Alois says:

          Lieber Schneerose

          Aber gerade den Elenden wird Jehova und sein Sohn Rettung verschaffen. Vertraue ihnen und gebe bitte nicht auf.

          Liebe Grüße
          Alois

  21. Matthäus says:

    Zu Barbara und ihrer Unsicherheit zu Jesus beten – JA oder NEIN, möchte ich einen Aufsatz von unserem bekannten Bruder E.F. hier wiedergeben: Als Denkanstoß zu verstehen!

    Soll (darf) man zu Jesus beten?

    Für einen Zeugen Jehovas ist die Antwort auf diese Frage einfach und eindeutig; sie lautet deutlich: nein!!! In einem Artikel des Wachtturms vom 15.12.1994 wird diese Haltung auch begründet. Doch bevor man die Begründungen näher betrachtet, sollte man unvoreingenommen die Aussagen der Bibel anhören.

    Enge Verbundenheit
    Daß zwischen Nachfolgern Jesu und ihrem Herrn eine enge Verbundenheit herrschen sollte, geht aus der Schrift deutlich hervor. Dazu einige Texte:

    Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht
    1.Korinther 16:22

    … ich bin bei euch alle Tage …
    Matthäus 28:20

    Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört!
    Markus 9:7

    Meine Schafe hören meine Stimme … und sie folgen mir
    Johannes 10:27

    Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben … getrennt von mir könnt ihr nichts tun
    Johannes 15:5

    Dieser engen Verbundenheit von Christen mit ihrem Herrn werden auch Jehovas Zeugen wohl nicht widersprechen; dennoch wird man sie unter ihnen – von einzelnen abgesehen – nicht finden. Wieso? Wer immer auch engeren Kontakt zu Jehovas Zeugen hat, wird feststellen, dass sie von Jehova sprechen, den Namen auf ihren Lippen führen; auch ihre Leitung, der ‚treue und verständige Sklave‘, wird beständig erwähnt. Jesus dagegen selten. Er ist eher ein Lehrpunkt, wird besprochen, wenn es das Programm vorsieht, wie zum Beispiel vor dem Gedächtnismahl, oder er wird als Vorbild im Predigtdienst erwähnt. Dass er aber als Herr in den Herzen und auf den Lippen der einzelnen Zeugen lebt, das ist nicht der Fall. Auf einem Kreiskongreß im Dezember 2006 wurde am Samstag die Theokratische Predigtdienstschule abgehalten; dabei hielt ein Zeuge eine Ansprache von etwa 5 Minuten Dauer; darin erwähnte er dreizehn Mal den Namen Jehova, den Namen Jesus nicht ein einziges Mal. Zufall? In der Taufansprache am gleichen Tag wurde ständig von Jehova gesprochen; von Jesus wurde nur gesagt, dass er und die Engel sich über die Täuflinge freuen würden, und dass diese wie Jesus bei ihrer Taufe beten sollten. Sonst nichts! Von der Rolle Jesu als Hirte, als Weinstock, als Herr usw.: kein Wort! Auch die Taufformel aus Matthäus 28:19 wurde nicht erwähnt, auch nicht, daß sie auf den Namen Jesu getauft würden. Dagegen wurde ‚der Sklave‘ hervorgehoben; ihm müßten die Täuflinge künftig unbedingt loyal und gehorsam sein, ihm müßten sie folgen! Sie hätten doch alles, was sie wüßten, von ihm erhalten; er gäbe ihnen Speise in Form von Druckschriften usw. usw. Nähe zu Jesus? Fehlanzeige! An diesem ganzen Tag war Jesus kein Thema.
    Aber das beantwortet noch nicht die Frage, ob man zu Jesus beten solle oder dürfe.

    Jesus anbeten?

    Das Gebet kann in unterschiedlichen Formen auftreten, als Lobpreis, Dank, Bitte oder Fürbitte; zumeist besteht es aus einer Mischung aus mehreren dieser Formen. Haben die Jünger solche Gebete an Jesus gerichtet? Als Jesus auf Erden war, trat er für die alleinige Anbetung Gottes, seines Vaters, ein (Matthäus 4:10); das war das Gebot des Gesetzes (2.Mose 20:2-5; 5.Mose 6:13; 10:20). Er betete nur den Vater an. Aber wie war es nach seiner Auferstehung? War es vielleicht auch der Wille des Vaters, der ja dem Sohn alle Macht, sogar das Gericht übertragen hatte, daß die Menschen nun in ein anderes Verhältnis zu Jesus treten, ja daß sie ihn anbeten sollten (Johannes 5:23)?

    Lesen wir doch unvoreingenommen folgende Texte:
    Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott
    Johannes 20:28

    Herr Jesus, nimm meinen Geist auf
    Apostelgeschichte 7:59

    … allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen 1.Korinther 1:2

    … alle zu binden, die deinen Namen anrufen … zugrunde richten, die diesen Namen anrufen Apostelgeschichte 9:14,21

    Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten Hebräer 1:6

    Das Wort proskyneo, das hier wie an vielen anderen Stellen, z.B. Luk. 24:52, verwendet wird, bedeutet nach dem Wörterbuch zum Neuen Testament von Bauer-Aland ‚niederkniend huldigen, anbeten, fußfällig verehren; …. Jesus, der als messian. König u. himml. Helfer fußfällig verehrt u. angebetet wird‘.

    The complete Wordstudy Dictionary New Testament sagt unter dem gleichen Stichwort: anbeten, gehorchen niederfallen vor jemanden.
    Auch niederwerfen oder huldigen vor anderen Göttern war den Juden laut 2.Mose 20:4 verboten. Aber vor Jesus warfen sich die Jünger anbetend und huldigend nieder.

    In Offenbarung 4 wird die Anbetung Gottes des Vaters geschildert; dabei wird in den Versen 9-11gesagt, daß man Gott Herrlichkeit und Ehre und Danksagung gab, ihm Herrlichkeit, Ehre und Macht zusprach.

    In Kapitel 5 der Offenbarung wird dann von dem Lamm, von Jesus gesprochen; in den Versen 12-14 wird dem Lamm Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis zugesprochen; Und sie beteten an, nämlich das Lamm!

    Weitere Texte: … damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge… Philipper 2:10-11

    … damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren
    Johannes 5:23

    … habe ich dreimal den Herrn angerufen …
    2.Korinther 12:8

    Wenn Paulus hier vom Herrn spricht, dann spricht er von Jesus
    1.Korinther 8:6

    Die Bibel schließt sogar – von dem Segenswunsch des Johannes abgesehen – mit einem Bittgebet an Jesus: Amen, komm, Herr Jesus (Offenbarung 22:20). Und das stimmt überein mit den Worten des Petrus in Apostelgeschichte 4:12, dass in keinem anderen Heil ist als allein im Namen Jesu; kein anderer Name ist den Menschen gegeben, darin sie gerettet werden können, und daher wurden auch alle Zeichen und Taten der Apostel im Namen Jesu ausgeführt.
    Laß diese Texte, die nur eine Auswahl sind, auf Dich wirken, denke darüber nach, und entscheide bei Dir selbst, ob wir mit Jesus sprechen, ob wir ihn anbeten dürfen oder sollen.

    Einwände
    Natürlich sind diese Texte auch der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas bekannt, und sie hat in dem eingangs erwähnten Artikel einige aufgegriffen. Doch urteile selbst, ob diese Einwände stichhaltig sind.

    So wird zum Beispiel von Stephanus und Johannes zugegeben, dass sie mit Jesus sprachen; aber mit ihm sprechen sei noch keine Anbetung. ‚Selbst das Sprechen zu Gott ist an sich noch kein Gebet‘. Wenn dem so ist, warum sprechen denn die Zeugen nicht mit ihrem Herrn, mit Jesus? Ich habe in vielen Jahrzehnten noch keinen mit Jesus sprechen hören oder auch nur davon gehört.

    Im Namen Jesu das Knie zu beugen, so wird erklärt, bedeute, Gebete ‚im Namen Jesu‘ an Gott zu richten, in keinem Fall aber an Jesus direkt. Erscheint diese Erklärung einleuchtend oder überzeugend? Ist es nicht so, daß ich vor jemanden das Knie beuge, wenn ich mich an ihn direkt wende?

    Den Namen Jesu anzurufen, wie der erste Korintherbrief und die Apostelgeschichte berichten, bedeute, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen; wenn ich also zum Beispiel in Gesprächen mit Dritten mich zu meinem leiblichen Vater bekenne, dann – so die Wachtturm-Deutung – ‚rufe ich ihn an‘!?! Was soll man von einer solchen Erklärung halten? Das sollte sich jeder selbst überlegen.

    Auch die Studienbibel der Zeugen Jehovas vermerkt in ihrer Fußnote zu Johannes 14:14, daß zahlreiche griechische Manuskripte dort sagen: Wenn ihr mich … bittet! Vielleicht wird das nicht als Gebet, sondern als bloßes Sprechen angesehen. Aber, wie schon gesagt, warum sprechen Jehovas Zeugen nicht mit Jesus Christus, dem Herrn?

    Diese Frage wird in dem Wachtturm-Artikel wie folgt beantwortet:
    Wie kommuniziert Jesus heute mit seinen wahren Nachfolgern? Als Veranschaulichung diene das, was Paulus über die Versammlung gesalbter Christen schrieb. Er verglich sie mit einem Leib und Jesus Christus mit dem Haupt. Das ‚Haupt‘ versorgt die Glieder des geistigen Leibes mit dem, was sie benötigen, durch ‚Gelenke und Bänder‘ oder die Mittel und Vorkehrungen, durch die seine Versammlung mit geistiger Nahrung versorgt wird und Anleitung erhält (Kolosser 2:19). In ähnlicher Weise gebraucht Jesus heute ‚Gaben in Form von Menschen‘ oder geistig befähigte Männer, die in der Versammlung die Führung übernehmen und nötigenfalls Zurechtweisung erteilen. Es ist nicht vorgesehen, daß die Glieder der Versammlung direkt mit Jesus Kontakt aufnehmen oder zu ihm beten, sondern sie sollen – ja müssen – auf alle Fälle zu Jesu Vater, Jehova Gott, beten (Epheser 4:8-12).

    Das heißt also, Du hast keinen direkten Zugang zu deinem Herrn, zu Jesus, der für Dich gestorben ist. Wenn aber die ‚befähigten Männer‘ in der Versammlung mit Dir reden, Dich zurechtweisen, dann spricht Christus mit Dir! Ist das nicht arrogant, autoritär, anmaßend? Dreimal ‚a‘! Und wenn man sich dann die Befähigung vieler dieser Männer anschaut, so besteht sie oft im Wesentlichen in absoluter Loyalität gegenüber der Organisation. Ohne verletzend sein zu wollen, hat man doch manchmal den Eindruck: wenn man das Sprichwort ernst nähme ‚wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch dem Verstand‘, dann müßte man schließen, daß nicht wenige ihr Amt nicht von Gott haben. Aber warum sollte man sich über eine derartige Anmaßung wundern, wenn man die Selbstbeweihräucherung und die Anmaßung der Leitung der Organisation in Betracht zieht.

    Zurück zu unserer Titelfrage: Du mußt entscheiden, ob für Dich die Aussagen der Schrift oder die Deutungen der Wachtturm-Organisation, neuerdings auch als Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas bezeichnet, maßgebend sein sollen. Möge Gottes und Christi Geist Dich dabei leiten!

    1. Barbara says:

      DANKE!!!
      LG, Barbara

  22. Barbara says:

    Liebe Brüder von Bruderinfo, an @alle!
    In den vergangenen Tagen hat mich die Frage ob Jesus angebetet werden kann/sollte sehr beschäftigt und beunruhigt. Beunruhigt deshalb weil ein Ja Matth. 4:10 widerspricht – Da spricht Jesus zu ihm:Geh hinweg Satan! Denn es steht geschrieben:Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.Und was bei Satan falsch war- nämlich angebetet zu werden- kann doch jetzt bei Jesus nicht plötzlich richtig sein!In meinem Kommentar vom 11.Juli bin ich trotz dieser Bedenken zum Schluß gekommen Ja man kann.DAS DENKE ICH NUN NICHT MEHR!Nachdem ich deswegen viel zum Vater gebetet habe und im Neuen Konkordanten Testament nochmals die Stellen angesehen habe in denen davon die Rede ist den Namen Jesu anzurufen denke ich so darüber: Im Urtext steht da wo in Deutsch anrufen wiedergegeben wird, „epikaleo“ was „anrufen“ oder „sich berufen auf“ bedeutet.Also nicht „proskuneo“, anbeten!

    Joh. 5:23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
    Damit ist nicht gemeint das wir zu Jesus beten sollen, sondern das wir seine Rolle in Gottes Vorsatz anerkennen und ihm als unserem Herrn gehorchen und damit gehorchen und anerkennen wir auch Jehova und seinen Willen.
    Liebe Brüder von Bruderinfo der Kommentar vom 11.Juli belastet mein Gewissen, da er jemanden dazu veranlassen könnte zu Jesus zu beten. Damit hätte ich große Schuld auf mich geladen.

    Liebe Grüße,
    Barbara

    1. Liebe Schwester Barbara,
      wir haben deinen Kommentar vom 11 ten gelöscht. Wir möchten nicht das du ein schlechtes Gewissen bekommst. Wir verstehen deine Sorge. Wir sind auch der Meinung das wir zum Vater beten sollten, da Ihm allein die Anbetung gebührt. Dennoch können wir mit Jesus sprechen. Ebenso wie man mit einem älteren Bruder redet. Mit Respekt, da er unser Herr ist und uns losgekauft hat. Somit ist er auch unser Besitzer. d.h. wir gehören Ihm. Erst am Ende der tausend Jahre übergibt er alles dem Vater. Uns muß dennoch bewußt werden das sich in Zukunft jedes Knie Ihm beugen muß, tud er dies nicht wird er nicht überleben. Jesus wurde alles übertragen. Die ersten Christen riefen tatsächlich den Namen Jesu an gemäß 1Korinther 1:2. Wir denken das anrufen(wie in einem Telefongespräch) etwas anderes ist wie anbeten. Hier hast du sehr gut epikaleo erklärt. Hier wie in vielen anderen Texten ist das Unterscheidungsvermögen sehr wichtig. Aber es ist wunderbar zu sehen wie du die Dinge prüfst und nachforschst. Mach weiter so. Liebe Grüße bruderinfo 🙂

  23. Ulrike P. says:

    Hallo Bruderinfo,
    vielen Dank für diesen Artikel über das Gebet. Auch die Kommentare dazu sind wie immer sehr interessant. 🙂

    Was das Beten angeht, denke ich, dass es hauptsächlich auf die innere Herzensteinstellung ankommt. Wer demütig, freudig und vertrauensvoll durch Jesus zum Vater kommt – wie es ja auch die Apostel getan haben – und Gott um Weisheit bittet, dessen Gebet wird auch angenommen werden. Er kann jederzeit sein Herz bei ihm ausschütten.

    Ob man sich nun dazu entscheidet ihn mit Vater, Abba, Jehova, Jah, Jahwe oder eine der vielen anderen möglichen Ausdrucksformen des JHWH dafür benutzt, ist gleich. Da kann auch keiner dem anderen dreinreden, das kann jder selbst für sich entscheiden.

    Ich selbst spreche Gott in meinen Gebeten sowohl mit Jah, Vater und „Ewiger Schöpfer, der immer nahe ist“ an – gemäß der Bedeutung seines Namens. Sie berührt einfach mein Herz…mehr als ein hebräischer Ausdruck, von dem ich nicht weiß ob er richtig ist oder nicht.

    @ Paulus
    Über den Stachel im Fleisch des Paulus, wird auch unterschiedlich geschlussfolgert. Ich gehöre zu denen, die meinen es ist keine Krankheit die ihn quält, sondern eine fleischliche Schwäche.

    Eine Krankheit lange Zeit zu ertragen, kann einen Christen nämlich auch hochmütig machen. So mancher Christ meint, damit etwas besonderes zu leisten, dass er trotz dieser Krankheit so viel für Gott tut oder hält es für eine besondere Anerkennung wert, dass er trotz seiner Schmerzen Gott treu bleibt.

    Eine Schwäche deren man sich bewusst ist und es einem trotzdem nicht gelingt sie ganz auszumerzen, quält einen Christen und zeigt ihm immer wieder auf´s Neue, dass er die Gnade Gottes benötigt und statt Hochmut eine demütige Einstellung angebracht ist.

    @ Gebetsabschluss
    Was das Amen betrifft, halte ich es unterschiedlich. Manchmal sage ich es auf Deutsch, manchmal lasse ich es weg…das kommt ganz auf´s Thema an.

    Aber jetzt wo ich das alles so gelesen habe, denke ich auch, dass es hauptsächlich für das gemeinsame Gebet gedacht war.

    Die Aussage, das Amen wie es in der Bibel steht, sei gleichbedeutend mit dem „Götzen Amen“, halte ich für ebenso provozierend wie überflüssig. Meiner Meinung nach, soll diese These, dass wir im Grunde damit einem ägyptischen Götzen huldigen, uns Christen nur verunsichern und verwirren.
    Oder da will sich einer nur enorm wichtig machen.

    Denn es kann doch wohl kaum möglich sein, dass man als Christ erst mal Ägytologie studieren muss, damit man seinen Gott in rechter Weise anbeten kann.
    Wenn die Apostel als Gebetsabschluss Amen im Sinne von „so sei es“, verwendet haben, dann hat das mit dem angeblichen ägyptischen Götzen „Amen“ doch nichts zu tun!
    Also, für mich ist das alles sehr an den Haaren herbeigezogen.

    Allein schon das Nachfolgeband: „War Moses Tutenchamun?“ (seine Antwort leutet übrigens: ja) sagt mir schon alles was ich wissen muss…

    LG Ulli

  24. Barbara says:

    An @alle, Liebe Schwestern und Brüder!
    Jesus trat, als er auf der Erde war, dafür ein das nur Gott allein angebetet werden soll Matth. 4:10. Nach seiner Auferstehung hat Gott ihm alle Macht und das Gericht übergeben.Jesu Nachfolger gelangten dadurch in ein neues Verhältnis zu ihm Joh. 5:23 – damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.Wer den Sohn nicht ehrt,ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

    In Apg.2:21 und Röm.10:13 heisst es- jeder der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden. Das Wort „proskyneo“ das hier mit anrufen übersetzt wird bedeutet auch anbeten, kniefällig verehren.Die ersten Christen riefen Jesus im Gebet an , beteten also direkt zu ihm. 1.Ko 1:2, Apg 7:59, Apg 9:14,21
    Heb.1:6, Offb.5:12-14, Offb.22:20, 2.Ko 12:8
    Zugegeben bei dem Gedanken zu Jesus zu beten sträubt sich mir erst mal alles.Den Vater durch den Sohn in dieser Weise zu ehren ist erstmal ein sehr ungewohnter Gedanke für mich. Vieleicht sehe ich das auch zu einseitig oder falsch.

    Liebe Grüsse,
    Barbara

    1. Lisette says:

      Christen, und dazu gehören alle, die sich zu Christus bekennen und IHN durch die Leitung des Heiligen Geistes als ihren persönlichen Retter und Heiland lieben und nachfolgen, nennen das Gebet: Reden mit Gott. Reden mit Jesus. Selbstverständlich danke ich Jesus auch mit Worten für meine Errettung und Loskauf von Sünde. Selbstverständlich lobe und ehre ich ihn dafür. Das lasse ich mir auch vom tr.u.v.S. nicht verbieten! Jesus, aus dem Vater gezeugt und geboren ist natürlich göttlichen Wesens -nicht engelgleich, wie uns weisgemacht wird -. Man muss Gott mehr gehorchen als dem tr.u.v.S.!
      Joh. 5: 23 …damit alle den Sohn ehren (mit ihm sprechen = beten), so wie sie den Vater ehren.
      Da steht nichts, dass der Sohn weniger geehrt werden soll.

  25. Barbara says:

    Ich denke das wenn ein anderer betet ich Amen sagen kann aber nicht muß, da unser himmlischer Vater doch genau weiß ob ich dem gesagten zustimme oder nicht.

    Liebe Grüße

    1. Liebe Barbara und alle anderen Schwestern und Brüder,
      danke für Eure Sichtweisen des Gebetes und sehr guten Argumente. Wir haben noch im nach hinein, wissenschaftliche Argumente hereinbekommen. Ob sich diese als richtig oder falsch herausstellen mögen, wissen wir noch nicht ,aber für eine Diskussion sind sie trotzden nachdenkenswert. Warum wurde das biblische Wort AMEN nicht wie alle anderen Wörter übersetzt als „so sei es“ ? Wissenschaftler sagen das dies A MEN ein Name sei der ins Ägyptische hinführt zur Anbetung des A MEN oder A MUN oder A MON (alle drei ist das gleiche mit einer anderen Aussprache) . Es gab zur Zeit des Pharaos Echnaton die A MEN Prieserschaft. Dieser Echnaton setzte als erstes die Priester ab und betete als erster Pharao „einen Gott“ an und der Monotheismus wurde in Ägypten eingeführt. Die pharaonen nannten sich auch immer nach Ihren Göttern wie AMENHOTEP usw. Vielleicht ist der Name AMEN auch für heutige Christen eine von Satan eingeführte Stolperfalle die Jehova zuließ um unseren Glauben zu prüfen und um alles so zu prüfen wie es die Beröer taten. Ein Stein des Anstosses vielleicht aber interessant zu diskutieren ohne erneute Dogmen aufzustellen. Wir sind gespannt auf eure Reaktionen. LG Bruderinfo.

      1. Dennis says:

        Hallo Brüder,

        diese wissenschaftl. Seite ist zwar interessant, aber weiter bringt mich das wirklich nicht. Egal welche Bibel ich aufschlage finde ich immer wieder dieses Wort „Amen“ in Verbindung mit einer Aussage Jehovas oder einem Gebet an ihn. Auch Jesus hat dieses Wort wohl gebraucht, warum sollte das also eine „Stolperfalle Satans“ sein?

        Kann diese Argumente nicht ganz nachvollziehen, auch die Sache mit Ägypten usw. nicht.

        Für mich ist das eine Bestätigungsformel am Ende eines Gebets, nicht mehr aber auch nicht weniger. Daran wird mein Glaube weder scheitern noch weiter wachsen.

        LG
        Dennis

  26. Lisette says:

    Durch Zufall habe ich die höchst interessante Seite gefunden.
    Irgendwer ist hier, betr. JHWH im Irrtum. JHWH ist hebräisch (im Hebräischen fehlen die Vokale) Jehova ist tatsächlich gar kein Name, sondern eine Konstruktion eines Mönches aus dem Mittelalter.
    Es ist hinreichend bekannt, dass die Juden den Gottesnamen nie ausgesprochen haben. Da, wo JHWH steht, wurde stets adonai (Herr) gesprochen. Die Vokale aus adonai, also a – o – a(i) hat dieser besagte Mönche jetzt, weil er es nicht besser wusste, zwischen J H W H gesetzt. J-a-h-o-v-a-h. Also eine Buchstabenkonstruktion. Sehr wahrscheinlich war JHWH als Jahwe bekannt, aber ganz genau weiß das kein Mensch auf der Welt. (und das ist gut so! Denn so hat jeder Mensch Zugang zum VATER, unabhängig von Muttersprache oder Sitte (Ältere dürfen nicht mit ihrem Namen angesprochen werden)

    1. Alois says:

      Hallo Lisette

      Wenn kein Mensch auf der Welt weiß wie man JHWH richtig ausspricht, dann kann man auch nicht behaupten dass diejenigen welche Jehova sagen im Irrtum sind. Auch kann man dann nicht wissen ob sich der Mönch geirrt hat oder nicht. Vielleicht hatte er damals noch Informationen welche es Heute gar nicht mehr gibt.

      Entweder unserem Vater im Himmel ist es egal ob wir JHWH, Jehova oder Jahwe sagen, oder er hat dafür gesorgt dass wir seinen richtigen Namen kennen können.

      Wer der Wissenschaft mehr Glauben schenkt als das was unser Herz nach Gebet sagt, der betet auch schon wieder einen fremden Gott an. Gerade die Wissenschaft musste sich schon sehr oft grundlegend neu orientieren, die sind auch nicht besser als die Organisation.

      Grüße
      Alois

      1. Lisette says:

        Lieber Alois, ich glaube der „Wissenschaft“ keineswegs mehr als dem Wort Gottes. Hast du eigentlich nicht gemerkt, wie oft der Wachtturm „Wissenschaftler“ für seine Zwecke zitiert, und dann auf die Nase gefallen ist. Aber daran waren dann nur die dummen Schafe schuld, die „leichtfertig“ der bösen Welt auf den Leim gegangen sind. Nein, danke.
        DEr mittelalterliche Mönch war gewiss ein kluger, gläubiger Mensch, der nach bester Erkenntnis den Namen „Jehova“ konstruiert hat. Nur, weil es eine Konstruktion ist, ist es nicht der tatsächliche Name.
        Du hast sicher einen „guten Namen“, und damit ist wahrhatig nicht „Alois“ gemeint. Und ist mit dem Namen Gottes auch nicht die Aussprache der Buchstabenfolge das, was Gott ehrt und das, was uns bei Gott genehm macht, sondern die Anerkennung von JHWH = Ich bin; Ich bin der ich bin; ich bin bei euch; ich bin für euch! „Jehova“ ist definitiv nicht der richtige Name. Dennoch:
        Du hast Recht: Ob Jehova, oder Jahwe oder HERR kommt allemal bei dem „Vater“ an, wenn es vertrauend aus dem Herzen kommt.
        Aber bei uns m u s s es ja Jehova sein, und das eben ist eine Lüge. Denn dann könnte man ja auch die „Christenheit“ nicht mehr in diesem wichtigsten aller Jehova Zeugen Dogmen verdammen.
        Ich weiß wirklich nicht, warum wir uns so sträuben, geschichtlichen Tatsachen zu akzeptieren. JHWH ist doch Herr der Geschichte und hat sein jüdisches Volk mitnichten verworfen, weil sie aus lauter Ehrfurcht IHN nicht mit JHWH (wie auch immer die Lautfolge war. Keiner weiß es mehr!), sondern mit Adonai (Herr) anriefen. Beharrlich den Namen „Jehova“ mit Zähnen und Klauen zu verteidigen finde ich schon abartig und ich werde allmählich den Verdacht nicht los, dass wider besseres Wissen nur daran festgeahlten wird, weil man bei Richtigstellung das ein Spatenstich zum selbst geschaufelten Grab wäre. Oder wären wieder wir dummen Schafe schuld, die jahrzehnte lang einem dämonisch besessenen Mönch geglaubt hätten.

      2. Lisette says:

        Mir ist noch was Wichtiges aufgefallen. Wenn das Aussprechen des Namens(die richtig ausgesprochene Aneinanderreihung der Buchstaben) sooo wichtig ist, warum hat dann Jesus das nicht mit Vehemenz geboten und klipp und klar gesagt: Der Name lautet so und so und nur so sollt ihr Gott ansprechen. Statt dessen hat er nicht ein einziges Mal die Lautfolge bekannt gemacht, sondern stets und immer nur von „Mein Vater“, „euer Vater“, „unser Vater“ gesprochen. Aber der Wachtturm dreht sich da immer wunderbar im Konjunktiv: Es würde doch passend sein…es wäre doch anzunehmen….sollte man da nicht logischerweise? annehmen…. es lässt vermuten….usw. usw. Das ist so ein Wischi-waschi. Selbst im Mustergebet sagt Jesus: „Unser Vater im Himmel, dein Name (er nennt ihn aber nicht!!!!) werde geheiligt.
        Bei dieser enormen Wichtigkeit wäre das von Jesus fast – verzeiht mir. Ich hoffe, ihr versteht wie ich das meine – eine ganz schlimme Unterlassungssünde, den Namen nicht klipp und klar und deutlich kundzutun. Und zwar für alle Nachfolger, nicht nur für den tr.u.v.S.

        1. Dennis says:

          Hallo Lisette,

          obwohl du deine Argumente sehr schlüssig und überzeugend dargelegt hast, empfinde ich deine Sichtweise zum Namen unseres Schöpfers doch etwas einseitig.

          Du versteifst dich sehr darauf, dass der Name, wie er von den ZJ gebraucht wird, eine Erfindung der Geschichte ist. Das ist vermutlich richtig und doch ist und bleibt es JHWH, also das Tetragrammaton, wie es in der Bibel steht. Selbst kath. Theologen streiten das nicht ab.

          Wie genau jetzt der Name ausgesprochen wird ist zweitrangig, denn meine türkische Arbeitskollegin sagt ständig „Deeniss“ (so ungefähr) zu mir obwohl ich DENNIS (amerikanische Aussprache) heiße.

          „So what?“ kann ich da nur sagen, die Aussprache ist nicht wichtig, sie möchte mich so gut sie kann mit meinem Namen anreden, das zählt und das erwarte ich auch von ihr, nicht mehr nicht weniger.

          Bei unserem allmächtigen Schöpfer darf man natürlich nicht den Fehler machen, alles auf eine menschliche Ebene zu ziehen, aber ich finde der Vergleich kommt der Sache etwas nahe.

          Gerade letzten Sonntag hatten wir einen Vortrag, der sich auch darum drehte. Der Redner hat inhaltlich etwa folgendes gesagt:

          „Es ist der allererste und wichtigste Schritt den Namen Gottes zu kennen und auch zu gebrauchen, denn Jesus selbst hat es uns vor gemacht, er hat ganz am Anfang des Mustergebets gesagt: dein NAME werde geheiligt. Schon allein deshalb ist der GEBRAUCH des Namens JEHOVA von absolut ENTSHCHEIDENDER Bedeutung. Wer den Namen nicht kennt und nicht gebraucht kann KEINE ANERKENNUNG von Gott bekommen.“

          Das ist schlicht gesagt völliger Unfug, was dieser Redner hier verzapft hat, soweit sind wir uns denke ich einig und wie du richtig bemerkt hast gebraucht Jesus nicht ein einziges mal den Namen JHWH, obwohl ER und der Vater EINS sind, das ist sehr bemerkenswert. Der Vortragsredner hinterlässt ja hier den Eindruck, dass man am besten in jedem 2. Satz „Jehova“ sagt und schon ist alles gut. Das ist nichts anderes als eine Banalisierung Gottes.

          Doch man darf m.E. nicht den Fehler machen in eine anderes Extrem zu gehen und zu sagen, der Name JHWH und was er zu bedeuten hat, spielen für mich keine Rolle mehr. Wir Menschen brauchen nunmal oft etwas profanes und etwas menschliches wie einen Namen, Gott weiß das.

          Der allmächtige Gott JHWH ist natürlich nicht darauf angewiesen einen Namen zu haben oder sogar darauf aus, dass wir ihn möglichst oft gebrauchen, wann immer wir in Stimmung sind. Trotzdem hat er durch seine klaren Aussagen im AT eine Art Erkennungsmerkmal geschaffen in dem er zu Moses gesagt hat (2. Mose 3:15):

          -Einheitsübersetzung-

          „Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: JAHWE, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.“

          Gott sagt hier doch selbst, dass das sein Name für IMMER ist und er will so genannt werden in JEDER GENERATION. Ich sehe überhaupt keinen Grund davon abzuweichen nur weil irgend so ein Mönch angeblich besonders schlau war und eine Aussprache festgelegt hat.

          Wenn ich „Jehova“ sage oder zu „Jehova“ bete, dann weis GOTT, dass ER gemeint ist, auch wenn er es lieber hätte, dass ich „Jahwe“ zu ihm sage. Ich baue hier auf die Barmherzigkeit meines Schöpfers, der mir bitte dieses kleine Mißgeschick vergeben möge.

          Was er aber bestimmt nicht vergibt ist die bewusste Unterschlagung seines Namens und den Versuch ihn für unbedeutend zu erklären um so vielleicht Jesus in den Vordergrund rücken zu können und ihn zu einem „de facto-Gott“ zu machen.

          Wie soll es eigentlich funktionieren, wenn ich mir vorstelle, dass Jesus und JHWH EINS sind. Ich bete und richte mein Inneres auf eine Schizophrene „Person“ irgendwo im Himmel, von der ich nicht weis wie genau sie jetzt anzubeten ist. Soll ich jetzt zu Gott-Jesus beten, zu JHWH-Jesus oder doch lieber zu Jesus allein? Jesus hat doch selbst zu JHWH gebetet, das sollte eigentlich Beweis genug sein, auch wenn er natürlich „Abba“ (Vater) gesagt hat.

          Für mich ist klar, dass ich so bete wie mich Jesus das gelehrt hat, nämlich zum Schöpfer der Himmel und der Erde und der hat einen Namen, den er sich selbst gegeben hat, ob uns das jetzt passt oder nicht und dieser Name ist nunmal JHWH (Jehova, Jahwe).

          LG
          Dennis

          1. Lisette says:

            Lieber Dennis,
            Selbstverständlich steht das Tetragramm JHWH. Das abzustreiten wäre ja irrwitzig! Aber „Jehova“ ist nun mal nicht der richtige Name und wissentlich einen falschen Namen zu gebrauchen, finde ich entehrend!
            Was ist verkehrt daran, wenn ich, wie Jesus gelehrt und sogar geboten hat (denn er sagt: So s o l l t ihr beten), „Vater“ sage?
            Nochmals: „Den Namen Gottes heiligen“ heißt doch nicht, ihn auszusprechen – denn dann hätte Jesus das getan – sondern IHN mit der ganzen Lebenshaltung, d. h.in absolutem Vertrauen loben und ehren. „Lieber himmlischer Vater, der du bist, der du warst und sein wirst, der du d a bist für uns (das ist JHWH)…“ ja, so kann ich von Herzen sprechen. Dennis, ´ruf Gott getrost mit „Jehova“ an. Das ist beim Vater (sozusagen als Kosenamen) bestimmt in Ordnung. Du hast es halt so traditionell beigebracht bekommen. Aber ich kann es halt nicht mehr.

            Doch: Jesus mit gleichem Vertrauen und Lobpreis ehren.
            Doch, Jesus hat in a l l e n Punkten göttliche Wesenskriterien. Deshalb: Gottes Sohn! Deshalb Gottgleichheit. Das war es ja, was die Pharisäer so erboste „…und machst dich selbst zu Gott“. Und das war der tiefste Grund zum „Hinweg mit ihm“. Und wir machen es den Pharisäern nach! Hinweg mit der Gotteinheit Vater-Sohn.
            Im Anfang war das Wort (Gott) Und das Wort (Gott) ward Fleisch (Jesus) und wohnte unter Menschen. Gott Fleisch geworden unter Menschen = der Mensch gewordene Gott!
            Du verstehst das nicht?Ich auch nicht. Paulus auch nicht. Mit dem anmaßenden Versuch, die letzten Tiefen der Gottheit zu ergründen und zu verstehen, machen wir uns zum Gott Gottes!
            SEIN Geist weht, wo er will (auch bei den von uns so abfällig genannten scheinbaren Christen). Seine Daseinsform ist nicht eingrenzbar: Gott ist hier, also kann er nicht dort sein! ER kann!
            Richtig, nach menschlicher Logik ist es unvorstellbar: Gott: gleichzeitig der Souveräne Gott Himmels und der Erden u n d im Fleisch erschienen. Groß ist das Geheimnis und nur offenbar in Jesus Christus (frei nach Paulus) Das sprengt wahrlich unsere menschliche Logik; Nur: Gott ist nicht Untertan unserer Logik.

          2. Alois says:

            Lieber Dennis

            Einen guten und nach meiner Ansicht völlig richtigen Kommentar hast Du geschrieben.
            Danke dafür!

            Liebe Grüße
            Alois

          3. Anna says:

            Lieber Dennis, Lisette und alle,

            Deinem Kommentar möchte ich voll zustimmen. Jehovas Name gebrauchen ja, als Talisman benutzen natürlich nicht.

            Die Psalmen sind ja voll davon, dass der herrliche Name Gottes gepriesen werden soll, z.B. hier aus Psalm 69:31 – 37 (Elberfelder)

            31 Ich will den NAMEN Gottes preisen im Lied,

            will ihn rühmen mit Lobgesang.

            32 Das gefällt dem HERRN besser als ein Opferstier,

            als ein Rind mit Hörnern und Klauen.
            33 Die Gebeugten haben es gesehen und freuen sich;

            ihr, die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf.
            34 Denn der HERR erhört die Armen,

            und seine Gefangenen verachtet er nicht.

            35 Himmel und Erde sollen ihn preisen,

            die Meere und alles, was sich in ihnen regt.

            36 Denn Gott wird Zion helfen

            und die Städte Judas aufbauen,

            und dort werden sie sich niederlassen und es in Besitz nehmen;
            37 und die Nachkommen seiner Diener werden es erben,

            und die seinen NAMEN lieben, werden darin wohnen.

            Dann noch das Hohepriesterliche Gebet von Jesus:

            Johannes 17: 26 (Elberfelder) „Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.“

            Dann noch ein Auszug aus WIKEPEDIA zu Hallelujah:
            Halleluja ist die deutsche Transkription des hebräischen הַלְּלוּיָהּ (halelu-Jáh), das sich aus dem Imperativ Plural von hillel (hebräisch für „preisen, verherrlichen, ausrufen“) und Jah, der Kurzform des Gottesnamens JHWH, zusammensetzt. Wörtliche Übersetzung: Lobpreiset Jah!

            Die lateinische Form Alleluia geht auf die griechische Transkription zurück (das griechische Alphabet kennt „h“, aber schreibt lediglich das diakritische Zeichen Spiritus asper).

            Der Ausruf findet sich 24-mal in den Psalmen der hebräischen Schriften (104,35; 105,45; 106,148; 111,1; 112,1; 113,1.9; 115,18; 116,19; 117,2; 135,1.3.21; 146,1.10; 147,1.20; 148,1.14; 149,1.9; 150,1.6). Die Psalmen 113-118 sind zudem als Hallel-Psalmen bekannt. Halelu-Jáh findet sich weitere 4-mal im Neuen Testament in der Offenbarung (19,1-6).

            Natürlich werden wir als Kinder Gottes unseren Schöpfer auch als Vater anreden. Nur, Jehova möchte auch unser FREUND sein.
            Und wir sind im Bilde Gottes erschaffen, er möchte dass wir ein persönliches Verhältnis zu ihm haben, entwickeln und auch wir Menschen sprechen unsere Freunde mit Namen an. Wollen oftmals, wenn es enge Freunde sind, wissen, warum die Eltern den Namen gewählt haben, ob demjenigen sein Name gefällt usw.
            Und manche uns hier bei Bruderinfo mit denen wir uns näher austauschen kennen ja auch unsere „richtigen“ Namen. Wissen zuweilen auch warum wir hier bei Bruderinfo einen Namen gewählt haben.
            Ich meine auch es bringt nichts sich mit sinnlosen Diskussionen darüber zu verzetteln und darüber hinaus gar das BETEN versäumen.
            Schönen Tag – trotz Regen – wünscht Anna

  27. Dennis says:

    Liebe Brüder,

    das mit dem „Amen“ sagen ist nachdenkenswert, allerdings fände ich es für mich etwas eigenartig wenn ich jetzt in der Vers. oder anderswo nie mehr ein Amen hören bzw. selbst sagen würde.

    Wenn ich mir die Stellen aus 4.+5. Mose, 1. Chronika usw. durchlese war es schon so, dass hier etwas im Namen des Volkes zu Jehova gesprochen oder von ihm entschieden wurde und das Volk hat das gelegentlich mit einem „Amen“ bestätigt.

    Es gibt mind. 9 Stellen in den Briefen des Ap. Paulus wo er entweder zum Schluss des Briefes oder auch im Brief selbst das Amen sagt, besonders nach Aussagen wie:

    (Galater 1:5) . . .dem die Herrlichkeit sei für immer und ewig. Amen.

    (Epheser 3:21) . . .ihm sei die Herrlichkeit durch die Versammlung und durch Christus Jesus bis zu allen Generationen, für immer und ewig. Amen.

    (Philipper 4:20) . . .Unserem Gott und Vater sei nun die Herrlichkeit für immer und ewig. Amen. . .

    Auch folgende Begebenheit ist für mich entscheidend:

    (1. Korinther 14:13-16) 13 Wer daher in einer Zunge redet, bete, daß er es übersetzen könne. 14 Denn wenn ich in einer Zunge bete, so ist es meine [Gabe des] Geistes, die betet, mein Verstand aber ist unfruchtbar. 15 Was ist also zu tun? Ich will mit [der Gabe] des Geistes beten, aber ich will auch mit [meinem] Verstand beten. Ich will mit [der Gabe] des Geistes lobsingen, aber ich will auch mit [meinem] Verstand lobsingen. 16 Andernfalls, wenn du mit einer [Gabe des] Geistes Lobpreis darbringst, wie wird derjenige, der den Platz des gewöhnlichen Menschen einnimmt, zu deiner Danksagung das AMEN sagen, da er nicht weiß, was du sagst? 

    Hier gibt Paulus den Brüdern in Korinth zu bedenken, dass es für einen mithörenden Bruder, der die „Lobpreisung durch Geist“ (Zungenreden) nicht versteht, unmöglich ist das Amen zu sagen, da er ja nicht weis was er hier vor Gott bestätigen soll.

    In diesem Sinne ist es durchaus angebracht dieses „Amen“ in Zukunft bewusster zu gebrauchen und nicht als völlig automatisierte Floskel nach jedem Gebet, dass irgendwo im Kö-Saal oder auf Kongressen gesprochen wird. Ich denke da besonders an die „Sklaven“-Verherrlichung in manchen gebeten, wie das auch Alois schon gesagt hat.

    Vielen Dank für diesen Artikel, der uns dazu anregt bewusster und in vollem Vertauen zu Jehova zu beten durch seinen Mittler Jesus Christus, der uns den hl. Geist sendet.

    LG
    Dennis

    1. Christian says:

      Hallo Dennis,
      in einem vorherigen Kommentar habe ich ja bereits darüber geschrieben, dass ich vor dem Amen sagen nach einem Gebet wissen sollte, ob ich allem zustimmen kann, was im Gebet gesagt wurde.
      Zum allgemeinen Thema, ob es notwendig ist nach einem Gebet Amen zu sagen, um erhöhrt zu werden, habe ich mir wie Du mal einige Stellen in der Bibel angesehen, in denen das Wort Amen gebraucht wird.
      Bin unter anderem auch auf den Text aus 1.Chronika 16:7-36 gestoßen, wo nach einem Gebet das Volk zur Bestätigung Amen sagt.
      Auch dein aus 1.Korinther 14:16 angeführter Text lässt meiner Ansicht nach den Schluss zu, dass nach Gebeten, die nicht vom Einzelnen selber gesprochen werden, ein Amen angebracht ist, um seine Zustimmung zum Ausdruck zu bringen. ( Wenn man, wie bereits erwähnt wurde, mit dem Gesagten einig gehen kann !!!!! )
      Ich denke aber, dass es für unseren Vater kein Muss ist, denn sonst hätte er dies so festgelegt und es uns klar wissen lassen.

      Anders sehe ich dies, wenn ich persönlich zu Jehova spreche.
      Als ein Beispiel soll hier einmal das Gebet Davids aus Psalm 142-144 gelten, als David zu Jehova betete, als er sich in der Höhle vor seinen Feinden verstecken musste.
      Am Ende dieses Gebetes hat David auch kein Amen gesprochen.

      Was persönliche Gebete zu unserem Vater betrifft, habe ich in der Praxis schon vor längerer Zeit begonnen mit Jehova als einem Vater zu sprechen. Den Respekt vor ihm bewaren, das ist klar, jedoch so mit ihm zu sprechen, wie man es in einem privaten Gespräch unter vier Augen tun würde.
      Ohne Floskeln oder gelernten Formulierungen, sonder so, wie mir die Worte und Gedanken durch den Kopf gehen.
      Das befreit und ich glaube fest daran, dass unser Vater diese Gebete, die von Herzen kommen, mehr erhört, als das, was aus Routine zu Mahlzeiten oder zum ins Bett gehen gesprochen wird.
      Einfach auch mal Danke sagen, wenn man die Natur genießen kann oder sich an etwas erfreut. Auch einfach mal sagen, wenn man traurig ist. …
      Und all das ohne ein förmliches Gebet.

      LG an alle hier
      Christian

      1. Alois says:

        Lieber Christian

        Nach mehrtägigem überlegen und rückblickend auf meine Gefühle der Vergangenheit kann ich Deinem Kommentar nur zustimmen.

        Wenn ein anderer betet, bestätige ich mit dem Amen (so sei es) dass ich dem Gebet zustimme, oder nicht wenn ich nicht Amen sage.

        Wenn ich aber nur für mich in Gedanken zu unserem Vater bete, mit ihm spreche, danke sage, mich freue, dann ist das Amen überflüssig. So wie auch der Vortragsschreiber andeutete, wieso muss ich das was ich bereits zu unserem Vater gesagt habe noch extra mit dem Amen „freischalten“, er kennt doch meine Gedanken bevor ich sie denke. Ich kann es machen, ist nach meiner Ansicht auch nicht verkehrt, aber es ist eine überflüssige Floskel.

        Liebe Grüße
        Alois

        1. Tirza an Alois says:

          Lieber Bruder Alois!

          Vielen Dank für deine lieben Zeilen und den Hinweis auf Joh.14:6

          Deine Gedanken und die von Bruder Manfred in den Kommentaren

          Alois:
          7. Juli 2011 um 18:15
          Manfred:
          30. September 2012 um 16:21

          haben mich sehr angesprochen, weil ich für mich sagen kann, dass ich sehr gern im fortlaufenden Gespräch mit unserem Vater, den ganzen Tag über aber auch mit unserem Herrn Jesus, eine ständige Verbindung aufrecht erhalten möchte.

          Insofern sollte das Gebet wie ein „aufgerolltes Wolleknäuel“ eine dauerhafte Verbindung darstellen, wie eine „geistige Schnur“, die uns auch daran erinnert, dass wir bei allem aufrichtigem Erforschen der Bibel, hauptsächlich daran interssiert sein möchten unser Verhältnis zu unserem Vater und zu unseren Geschwistern nicht zu vergessen.
          Wer mag, kann sehr gern das Gebet mit eigenen Worten weiterführen bzw. in Gedanken Amen sagen, das Gebet in Jesu Namen bestätigen und unseren Vater in Gedanken weiteren Lobpreis und Ehre zuteil werden lassen, wie auch seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus.

          Fortsetzung des Gebets / des Gesprächs

          Lieber Vater, ich möchte dein Wort fest in meinen Alltag einbinden. Ich will nicht nur zuhören und lesen, was andere über dich wissen, ich will es selbst kennen, regelmäßig in der Bibel lesen und darüber nachdenken. Führe mich und schenke mir Ideen, wie ich an deinem Wort dranbleiben kann.

          +++++++++++++++++++++++

          Liebste Grüße
          Tirza

      2. Dennis says:

        Lieber Christian,

        vielen Dank für deine Gedanken zum Gebet und Amen. Du hast Recht, im persönlichen Gebetist ein Amen schon per se überflüssig, denn Jehova weiß ja alles schon bevor wir es gesagt haben, wie das auch Alois erwähnt hat.

        Ich werde in Zukunft versuchen ECHTE vertrauliche Gespräche mit meinem Schöpfer zu führen, ohne Floskeln und ohne vorgegebene Satzbausteine, die ich immer so in den Vers. und auf Kongressen höre.

        Es ist immer wieder toll wie man hier neues gezeigt bekommt.

        Mein Glaubenshorizont wächst fast täglich, seit ich hier die Artikel und die Kommentare lese.

        DANKE AN BRUDERINFO UND DIE KOMMENTATOREN!!!

        LG
        Dennis

        1. Anna says:

          Lieber Bruder Dennis und alle anderen Mitleser,
          unsere Gebete sind ja zunächst eine sehr persönliche Sache. Ein vertrauliches Gespräch mit unserem Schöpfer. Gerade wenn man als Familienvater, -mutter das Vorrecht hat mit der Frau oder den Kindern zu beten sollte man sich nicht in Floskeln flüchten. Das kann jedoch m.E. sehr schnell passieren weil man unterschwellig Angst hat man könnte sich lächerlich machen.
          Das ist wohl die erste Hürde die es zu überwinden gilt.

          Gleichermaßen trifft dies dann auf die Versammlungen und die Kongresse usw. zu.
          Oftmals nimmt man sich irgendein angesehenes „Vorbild“ und übernimmt dann oftmals ohne es zu wollen manche Formulierungen.
          Wer traut sich schon auf einem Kongress öffentlich Jehova zu sagen, das wir einfach alle da sind weil wir Jehova lieben, weil wir dankbar sind für alles und dass wir uns Bemühen wollen keine Regeln aufzustellen usw. Selbst wenn die Worte hilflos zu wirken scheinen. Sein Herz sprechen lassen, mehr nicht.

          Noch so viele und schöne Worte beim Beten haben keinen Wert und keinen Erfolg. Jedes wie immer geartete Lippengebet um einer vorgegebenen Norm zu genügen ist fürchte ich wertlos.
          Markus 7:6 bis 8 (Neue Genfer) zeigt dies doch recht deutlich:

          6 Jesus gab ihnen zur Antwort: »Was Jesaja in der Schrift prophezeit hat, trifft genau auf euch Heuchler zu:
          ›Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen,
          aber ihr Herz ist weit von mir entfernt. 7 Ihr ganzer Gottesdienst ist wertlos,
          denn ihre Lehren sind nichts als Gebote von Menschen.‹ 8 ´Genauso ist es:` Ihr lasst Gottes Gebot außer Acht und haltet euch stattdessen an menschliche Vorschriften.«

          Und ob wir unsere persönlichen Gebete mit Amen abschließen oder nicht dürfte wohl unerheblich sein. Das gebietet die Logik.
          Viele Gebete innerhalb der Organsisation sind nicht so wie dies die Bibel lehrt. Und dank unserem freien Willen müssen wir ja nun nicht „Amen“ sagen.
          Allerdings bevor wir jemanden verurteilen sollte jeder der für sich selber betet oder auch andere im Gebet vertreten darf aufpassen, nicht in Wiederholungen zu geraten.
          Wenn wir für unser Mittagessen nur aus Routine danken, ich weiß nicht recht, dann doch lieber nicht. Und sich besser Zeit reservieren um mit Jehova zu reden, ihn wahrzunehmen.
          Schönen Tag an alle und trotzdem oder gerade weil wir zum Denken gekommen sind FREUDE darüber, dass wir einen so liebevollen Schöpfer haben wünscht Anna

          1. Barbara says:

            Liebe Anna,
            schöner Kommentar!
            Besonders nachdenkenswert die Gefahr nur aus Routine vor den Mahlzeiten zu beten.Passiert mir leider noch immer.Und wenn ich mit meinen Kindern bete schleicht sich auch öfter eine formelhafte Wiederholung ein.Danke, werde es mir zu Herzen nehmen.

            Liebe Grüße,
            Barbara

  28. edelmuth says:

    >> In diesem Punkt wurden wir somit richtig von unseren Brüdern belehrt als wir zum Glauben bekehrt wurden, es ist richtig zu unserem Vater zu beten in dem wir Jesus bitten das Gebet dem Vater vorzulegen. Aber nur wer auch glaubend betet wird das begehrte auch erhalten. <<

    Der Vater ist der Einige, der rechtmäßig angebetet werden darf! (Matthäus 4:10)

    Wie kann man Jesus anrufen ohne ihn anzubeten?

    (Johannes 14:13-14) . . .Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. 14 Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

    Wenn wir den Vater im Namen seines Sohnes, unseres Mittlers, anbeten und dies auch verbal zum Ausdruck bringen, rufen wir damit Jesus indirekt an und bitten ihn, dem Vater unser Gebet vorzulegen.

    Ede

  29. Barbara says:

    Liebe Brüder von Bruderinfo!
    Nachdem ich mich mit einigen in der Bibel aufgezeichneten Gebeten beschäftigt habe bin ich der Meinung das ich in Persönlichen Gebeten das Amen weglassen kann.
    1.Mo 31:10-13, 2.Mo 32:11-13, 1.Sa 2:1-10, 2. Kö 19:15-19, Da 9:4-19. Wenn eine Person andere im Gebet vertritt, kann man Amen sagen, sofern angebracht.Alois hat das ja schön herausgestellt. Meiner Meinung ist das kein muß,denn es wird in Johannes Kapitel 17 nirgends erwähnt, daß die Jünger nach Jesu Gebet Amen sagten und er betete ja für sie. Auch beim Gebet Salomos zur Tempelweihe für das Volk wird nicht erwähnt daß das Volk dem Gebet durch ein Amen zustimmte.
    Liebe Grüße,
    Barbara

  30. Shannon says:

    Ich denke, wer Amen sagen mag, der soll es sagen und wer es nicht mag, der soll es weglassen. Da das Gebet etwas ganz persönliches ist, kommt auch die ganz persönliche Ansicht zm Tragen.
    Schöner Beitrag, über den nachzudenken es sich lohnt. Auch das Bitten um das tägliche Brot habe ich so noch nicht gesehen. klingt aber logisch – geistige Speise.

    Dir lieber Karl möchte ich sagen, dass du mir manchmal wie der Inquisitor oder der Ankläger, wie im Mittelalter vorkommst. Wie kommst du dazu, zu beurteilen, ob Jehova lateinisch oder JHWH hebräisch, oder in englisch oder deutsch ausgesprochen wird? Glaubst du, ihm ist das so wichtig? Wenn es ihm wichtig gewesen wäre, hätten wir klare Anweisungen bekommen. Und was das Amen betrifft: Wenn es zwingend erforderlich ist, hätten wir ein entsprechendes Gebot in der Bibel. Nur, weil die Urchristen es gesprochen haben, heißt das noch lange nicht, dass es zwingend ist.
    Wie gesagt, ein Gebet ist etwas persönliches und das darf doch jeder halten, wie er es für richtig hält.

    1. Alois says:

      Liebe Shannon

      Jesus sagte in Lukas 12

      29. Und ihr, trachtet nicht danach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe;
      30. denn nach diesem allem trachten die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, daß ihr dieses bedürfet.
      31. Trachtet jedoch nach seinem Reiche, und dieses wird euch hinzugefügt werden.

      Jesus sagte somit dass wir besonders nach den Dingen des Reiches Gottes trachten und somit auch bitten sollen. Das ist besonders das Brot des Lebens, den Heiligen Geist und den Schlüssel der Erkenntnis.
      Ich bin mir sicher, mit dem täglichen Brot ist die geistige Speise gemeint. Denn nach den buchstäblichen Dingen trachten auch die Nationen der Welt, wie Jesus sagte. Wenn wir aber nach dem geistigen Brot trachten, wird uns der Vater auch das buchstäbliche Brot hinzufügen.

      Liebe Grüße
      Alois

  31. Christian says:

    Hallo,
    Ich schreibe heute meinen ersten Kommentar hier bei Bruderinfo, nachdem ich diese Seite seit zwei Wochen beobachtet habe.
    Will vorab schicken, dass ich seit ca. 1,5 Jahren als „Untätig“ gelte.
    Bin auch sehr an Kommentaren zu meinen Ansichten interessiert.
    Zum Thema „Amen sagen“ sehe ich in der Praxis für mich eine ganz andere Problematik. Oftmals werden in den Gebeten in der Öffentlichkeit ( in den Zusammenkünften ) Formulierungen gebraucht, oder um Dinge gebetet, die ich so nicht gebrauchen würde und auch nicht unterstützen kann. Oftmal habe ich das Gefühl, dass in den Gebeten nochmal der Stoff der Zusammenkunft wiederholt wird und mit dem Amen nochmal alle bestätigen sollen, dass sie es verstanden haben. Mit dem Amen würde ich dann ja sagen : “ So sei es „. Das heißt ich verspreche alles so zu tun, obwohl ich mit bestimmten Dingen nicht einig gehe.
    Das baut meines Empfindens noch zusätzlichen Druck auf die Brüder aus. Wie denkt Ihr über diesen Aspekt?
    LG Christian

    1. Alois says:

      Lieber Bruder Christian

      Ich begrüße Dich hier und heiße Dich Willkommen.
      Auch ich bin schon lange ein „Untätiger“ im Sinne der Organisation.

      Sobald in einem Gebet etwas gesagt wird dem ich nicht zustimmen kann, sage ich auch nicht Amen. Da bin ich sehr konsequent. Zum Beispiel immer dann wenn der „Sklave“ im Gebet vorkommt.
      Begründung:

      1. Joh. 5
      16. Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so wird er bitten, er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tode sündigen. Es gibt Sünde zum Tode; nicht für diese sage ich, daß er bitten solle.

      Matth. 12
      32. Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.

      Wer wider dem Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden. Somit hat derjenige welcher wider dem Heiligen Geist sündig eine Sünde begangen die zum Tode führt. Für solche Menschen soll man gemäß Johannes nicht bitten.

      Da aber der „Sklave“ uns normalen Brüdern den Heiligen Geist abspricht, indem sie darauf besteht dass der Heilige Geist nur durch ihren „Kanal“ Speise austeilt, sündigt der „Sklave“ gegen den Heiligen Geist.

      Wenn Johannes sagt man solle für solche Menschen nicht bitten, dann tue ich das auch nicht.

      Liebe Grüße
      Alois

      1. Christian says:

        Lieber Alois,
        danke für Deine Antwort auf meinen Kommentar.
        Ich habe es schon genauso gehalten wie Du und nach bestimmten Gebeten nicht Amen gesagt.
        Bei mir geht es aber oft um „banalere“ Dinge.
        Ich denke da oft an die menschlichen, liebevollen Aspekte.
        Ich war selbst einige Jahre als Ältester tätig. Habe mein Amt damals unter anderem abgegeben, weil ich mich nicht an der lieblosen Behandlung meiner Brüder und Schwestern beteiligen wollte. Der Druck, der von anderen Ältesten ausgeübt wurde, war nichts mehr für mich.
        Da wird zum Beispiel im Gebet gesagt, dass wir alle z.B. in den Gedächtnismahlmonaten mehr tun wollen. Was ist wenn ich das in diesen Monaten nicht machen kann?
        Da wird für die gebetet, die aus „berechtigten“ Gründen ( im Sinne der Organisation ) nicht bei der Zusammenkunft anwesend sein konnten. Was ist mit denen, die keine „berechtigten“ Gründe haben. Wer maßt sich an, zu beurteilen, wer Kraft von unserem Vater Jehova bekommen soll und wer nicht?
        Da wird im Gebet gesagt, dass wir alles umsetzen möchten, was wir in der Zusammenkunft gelernt haben. Was ist, wenn dabei Punkte behandelt und besprochen wurden, die keine biblische Grundlage haben, sondern menschlichen Ursprungs sind?
        In dieser Hinsicht sollten vielleicht einige überlegen, ob man einfach so, ohne nachzudenken zu allem „Ja uns Amen“ sagt.

        Liebe Grüße
        Christian

        Danke Christian,
        für deine Überlegungen zu dieser Frage. Wir sollten wirklich mehr auf das achten was so im Gebet gesagt wird. Deine angeführten Beispiele und die damit verbundenen Fragen sind ernst zu nehmen.
        l.G. Bruderinfo

        1. Dennis says:

          Lieber Chistian,

          du sprichst einen sehr interessanten Aspekt hierbei an. Da ich als ZJ aufgewachsen bin, war und ist es immer noch eine Routine-Floskel nach jedem Gebet in der Vers. od. auf Kongressen „Amen“ zu sagen, obwohl sich bei mir manchmal die Nackenhaare sträuben, bei dem was hier zu Jehova gebetet wird.

          Schließlich spricht derjenige dann in meinem Namen, und falls ich „Amen“, also „so sei es“ sage, habe ich ja meinen Zustimmung dazu gegeben.

          Danke für deine Fragen zum Nachdenken!

          LG
          Dennis

    2. cheyenne says:

      Lieber Bruder Christian,

      Möchte Deinen Kommentar mit 1.Petr.4:7 ergänzen:
      Das Ende aller Dinge aber hat sich genaht. Seid daher gesunden Sinnes, und seid WACHSAM im Hinblick auf Gebete.
      Das bedeutet für mich, dass ich nur dann das Amen ausspreche, wenn wirklich alles im Gebet meine Zustimmung hat. Habe schon viele Kongresse und Zusammenkünfte erlebt, bei denen ich kein einziges Mal Amen sagen konnte. Das gilt auch dann, wenn allgemein für die geistige Speise gedankt wird und in der Zusammenkunft etwas Sklavenverherrlichendes oder irgend etwas, womit ich nicht einverstanden bin gelehrt wurde. Ebenso, wenn man Jehova für den Sklaven dankt. Habe aber auch schon erlebt, dass der Vortrag sehr gut war, aber das WT- Studium war von Anfang bis Ende nur sklavenverherrlichend. War mir ganz sicher, dass ich beim Abschlussgebet kein Amen sagen kann. Der Vortragsredner hat aber mit keinem Wort für diese geistige Speise oder den Sklaven gedankt. Er hat Jehova für sein Wort und Jesu Opfer gedankt, und um Beistand für die Alten, Kranken und die in Schwierigkeiten sind. Das war eine schöne Erfahrung für mich, dass es auch noch Älteste gibt, die ihr Gewissen mit Jehovas Wort schulen und nicht mit dem Organisationswort.

  32. Frank&Frei says:

    Zu diesem Thema habe ich folgende Gedanken.
    Ich unterscheide zwischen „Segen sprechen“ und Gebet.

    Jesus sprach öfter einen Segen, zB für das Essen. Ein Segen spricht von Gott in der 3. Person gegenüber vielen.

    Ein Gebet ist Zwiesparache eines Menschen allein zu Gott.

    Bitte Brüder, recherchiert das doch einmal anhand der Bibel.

    Ich wäre dankbar, hierzu eure Erfahrung und Gedanken zu hören.

    Ich frage mich da, ob das öffentliche Beten dann richtig ist oder ob es dann nicht angebracht wäre es “ SEgen sprechen“ zu nennen.

    Während das Gebet dann direkt nur die ganz persönlichen Dialog zu Gott betrifft.
    Danke für die Überlegungen.

    1. Karl says:

      Hallo,

      also Jesus als Gebets-Postbote zu bezeichnen und gleichzeitig das Wort „Amen“ in Frage zu stellen, was jetzt wirklich auch schon von den Urchristen verwendet wurde und oft genug niedergeschrieben wurde, und dazu noch anzudeuten, dass „Jehova“ der wahre Gottesname sei, da man ihn heiligen müsse, obwohl „Jehova“ lateinisch ist und „JHWH“ hebräisch ist und es total unterschiedliche Sprachen sind, halte ich für etwas viel Gotteslästerung auf einmal!

      Nix für Ungut!
      LG
      Karl

      1. Lieber Karl,
        deine Kommentare sind sehr niederreißend und immer negativ. Es geht hier nicht darum die Gesellschaft schlecht zu machen oder „Überlegungen“ zu propagieren oder zu sagen…dies oder jenes haben wir schon immer gemacht,…usw. Wir sind dazu da um wie die Beröer zu handeln und zu prüfen. Schon garnicht lassen wir uns von dir als Gotteslästerer bezeichnen. Solltest du hier nichts zur Auferbauung oder zur biblischen Wahrheit was beizusteuern können, und nur lästern wollen, dann bist du hier falsch aufgehoben. Wir sind hier kein Lästerforum. Geh dahin wo dein Lästern willkommen ist. Das Bruderinfo-Team.

    2. memra says:

      Ich sehe das ähnlich wie du. Ein Gebet ist was intimes, so als würde die Mutter mit dem Kind reden…. Vor öffentlicher Mannschaft etwas dahin zu faseln was wahrscheinlich noch auswendig gelernt ist ist kein Gebet und wird meines Erachtens auch nicht erhört wenn der Geist Gottes nicht wirksam ist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 − 2 =