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Bruderinfo

Kommentare (9)

  1. Liebe Schwester C.P.,

    Ich möchte Dir auch für Deine Ausführungen danken. Das Beispiel von Stephanus sollte uns wirklich ermutigen auch treu für unseren Herrn Jesus Christus einzutreten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dann nicht aufgrund von unserem eigenen Mut geschieht, sondern weil wir in diesem Moment die Kraft des Heiligen Geistes verspüren. Es sind dann nicht mehr wir, die handeln, sondern der Geist Gottes handelt durch uns. Wir sind somit Werkzeuge in Gottes Hand.

    Jesus sagte ja einmal, dass wenn wir vor die Statthalter oder Gerichte geschleppt werden, keine Angst haben sollten, was wir sagen. Der Heilige Geist würde durch uns sprechen. Ich denke genauso war es auch beim Stephanus und kann es auch heute bei uns sein, wenn wir die religiösen Führer unserer Religionsgemeinschaft auf die Fehler in Ihrer Handlungsweise und in ihren Lehren aufmerksam machen.

    Als ich 2012 meine Gespräche mit den Ältesten hatte um Ihnen anhand der Bibel zu zeigen, dass sich eine Lehre der LK mit dem Wort Gottes nicht verträgt, hatte ich auch unter andem dies gesagt:

    „Alles was sich am Volk Israel erfüllt hat, würde es auch in unserer Religionsgemeinschaft geben.“
    Der eine Älsteste sagte dann: „Das stimmt nicht, da erfüllt sich gar nichts noch einmal.“ Und direkt im Satz danach sagte der 2.te Älteste: „Aber wir ermahnen Dich, dass Du nicht in der Versammlung über solche Themen mit anderen Brüdern sprichst.“

    Daraufhin ich: „Seht ihr, dass es doch alles noch einmal geschieht? Hat man nicht den Jüngern Jesu verboten über Jesus zu sprechen und sie geschlagen und hinausgeworfen?“

    Daraufhin waren beide Ältesten sprachlos und überlegten nur um dann zu sagen: „Blödsinn, hör auf die Tatsachen zu verdrehen.“

    Auch wir heute werden aus der Gemeinschaft ausgestoßen und ausgeschlossen, wenn wir die Führer der Religion kritisieren. Wir werden zwar nicht buchstäblich getötet wie Stephanus, aber geistig. Daher können sie nicht mehr mit einem Ausgeschlossenen reden, denn der ist in Ihren Augen tot. Tote können nun mal nicht reden. Jesus sagte ja, es würde eine große Drangsal geben, wie es sie noch nie gegeben hat und auch nie wieder geben wird. Buchstäblich getötet wurde schon immer jemand, aber den geistigen Tod, sogar innerhalb einer Familie zu erleiden, dass gab es in diesem Ausmaß noch nie.

    Gerade wenn man die eigene Familie und oder alle Freunde verloren hat, mag man geneigt sein irgendwann einzuknicken, zu „bereuen“ und wieder in diese Gemeinschaft zurück zu kehren. Es ist wirklich eine große Drangsal die man aushalten muss, entweder das richtige zu tun und ausgeschlossen zu bleiben oder seinen Glauben an Christus zu verleugnen und wieder aufgenommen zu werden.

    Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ich auf gar keinen Fall jemals wieder in diese Gemeinschaft zurück kehren werde. Dazu ist mir das Verhältnis zu Jesus und zu seinem Vater viel zu wichtig, als wieder vor Menschen einzuknicken. Ich durfte heute schon in dieser Zeit erkennen und spüren, wie sehr sich unsere beiden Höchsten um uns und auch mich kümmern. Ich bin dafür sehr dankbar, weil wenn sie es nicht getan hätten, wäre ich schon längst nicht mehr hier.

    Daher kann ich nur jedem Leser hier raten, setzt Euer Vertrauen nicht mehr auf Menschen sondern auf Gott und Jesus Christus. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt. Wenn Gott mit uns ist, wer kann gegen uns sein?

    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag abend und den Segen unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus.

    Liebe Grüße Manfred

    1. C.P.@Manfred says:

      Lieber Manfred,

      habe deinen Kommentar erst heute lesen können, da wir gestern einen Totalausfall hatten, also kein Internet, keine Mails usw., es lag, wie wir heute erfahren hatten, an unserem Anbieter.

      Jetzt zu deinem Kommentar:

      Du schreibst: „Ich für meinen Teil habe beschlossen, dass ich auf gar keinen Fall jemals wieder in diese Gemeinschaft zurück kehren werde. Dazu ist mir das Verhältnis zu Jesus und zu seinem Vater viel zu wichtig, als wieder vor Menschen einzuknicken.“

      Ja, lieber Manfred, durch die enge Gemeinschaft mit unseren Beiden Höchsten, gehören wir zu ihrer Familie und dürfen Kinder Gottes sein. Was für eine Ehre!!!

      Galater 3:26-29 (NGÜ)

      26 Ihr alle seid also Söhne und Töchter Gottes, weil ihr an Jesus Christus glaubt und mit ihm verbunden seid.
      27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, habt ein neues Gewand angezogen – Christus selbst.
      28 Hier gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Juden und Griechen, zwischen Sklaven und freien Menschen, zwischen Mann und Frau. Denn durch eure Verbindung mit Jesus Christus seid ihr alle zusammen ein neuer Mensch geworden.11
      29 Wenn ihr aber zu Christus gehört, seid ihr auch Nachkommen Abrahams und seid damit – entsprechend der Zusage, ´die Gott ihm gegeben hat` – Abrahams ´rechtmäßige` Erben.

      Ich wünsche einen schönen Montag, Schwester C.P. und Ehemann

  2. Boas says:

    Meine liebe Schwester C.P.

    Stephanus ist ein Mensch, an den ich oft denken muss. Besonders an den Gedanken, dass er nicht verbittert war, als man ihn für die Wahrheit steinigte. Man kennt ja den Ausspruch: „Das verzeihe ich dir nie.“ Aber bei ihm war das anders. Dein Artikel hat mir wieder viel gegeben. Danke.

    Boas

    1. Schwester C.P.@Boas says:

      Danke, lieber Boas,

      ist es bei euch auch so heiß? Wie geht es dir und deinem Papa?

      Ach, lieber Boas, dass was wir unserem Nächsten zu verzeihen haben, ist doch im Vergleich mit dem, was unsere Höchsten uns jeden Tag verzeihen, ein Nichts.

      Zum Thema vergeben, habe ich eine zu Herzen gehende Symbolgeschichte gelesen. Ich versuche sie mal hier anzufügen:

      Wie auch wir vergeben

      Erbarmungslos raste ein blutiger Bürgerkrieg Ende der 30er Jahre über die spanische Erde. Kommunistische Freischärler führten Krieg gegen nationale Franco-Truppen. Die Roten kämpften zugleich gegen den Gottesglauben. Entweihte Kirchen, brennende Dörfer, ermordete Priester und Ordensleute zeigten den Weg, den das rote Heer genommen hatte. Auch die Franco-Nationalen kämpften verbissen und hart gegen die Kommunisten, schonten aber die Kirche.

      Als ein Trupp Nationaler nach hartem Kampf ein Dorf eroberte, fanden sie an einer Mauerecke einen schwerverletzten Rotgardisten. Als er die herankommenden Soldaten sah, hob er mit schwacher Gebärde die Hand und stammelte: „Einen Priester, holt mir einen Priester!“
      „Fahr zur Hölle, rote Kanaille!“, fluchte einer der Nationalen. Doch sein Kamerad hatte Mitleid: „Ich hole einen Priester.“ Tatsächlich kam ein Geistlicher, der sich zu dem schwerverletzten Burschen beugte: „Sie wollen beichten?“, fragte er. „Ja, ich will beichten“, keuchte der Soldat.
      Der Sterbende stammelte: „Sind Sie der Pfarrer dieses Ortes. „Ja, der bin ich.“ „Mein Gott“, stammelte der Rotgardist. Lange dauerte es, bis der Priester den Sterbenden verließ Sein Gesicht war bleich wie die Wand, als er zu der wartenden Patrouille der Nationalen zurückkam. „Bringt den Verwundeten ins nächste Haus, damit er nicht auf der Strasse stirbt“, stieß er mühselig hervor.

      Als die Soldaten sich dem Schwerverletzten näherten, richtete sich dieser ein wenig auf und winkte sie heran. „Er hat mir vergeben! Er gab mir die Lossprechung“, keuchte er, nach Atem ringend. „Warum soll er Dir nicht vergeben? Das ist ja sein Amt!“, sagte einer der Nationalen.
      „Ihr wisst nicht, was ich getan habe!“, stöhnte der Sterbende. „Ich habe zahllose Menschen ermordet, darunter 32 Priester. In jedem Dorf bin ich zuerst ins Pfarrhaus eingedrungen. Auch hier. Den Priester fand ich nicht, aber seinen Vater und seine beiden Brüder. Ich fragte sie, wo der Pfarrer ist, doch sie weigerten sich, ihn zu verraten. Da habe ich alle drei erschossen. Versteht Ihr?! Dem Priester, der meine Beichte gehört hat, ermordete ich den Vater und die Brüder – und er hat mir doch vergeben!“

      Ganz liebe Grüße aus dem heißen Norden senden dir und deinem Papa, deine Schwester C.P.

      1. Stachelbeere says:

        Liebe C.P.

        Die Geschichte mit dem Priester hat mich sehr tief berührt.
        Das was der Priester dem Soldaten vergeben hat, kann nur Gottes Geist bewirken und ein liebendes Herz.
        Es zeigt was Vergebung eigentlich bedeutet.
        Unvorstellbar.
        Ich glaube, ich weiß gar nicht was richtiges vergeben ist, wenn ich das lese.
        Wenn ich schon Probleme habe jemanden zu vergeben (oder keinen Zorn aufkommen zu lassen), der meint mir den Mund verbieten zu können oder der mich nicht akzeptiert, weil ich anders handle oder einfach nur selbstständig und frei denke, wie kann ich dann in solch einer Situation vergeben?
        Es ist wirklich gut und sehr wichtig sich auch mal wieder mit diesem Thema zu beschäftigen…

        Stachelbeere
        (Grüß bitte auch deinen lieben Mann von uns)

  3. Stachelbeere says:

    Vielen Dank, für die guten Gedanken zu Stephanus.

    Du schreibst:
    „Seine letzten Worte zeigen, wie sehr er Jesus in der kurzen Zeit seiner Nachfolge ähnlich geworden war.“
    Stephanus war ein glaubensfester Mensch der durch die Kraft des Heiligen Geistes verstand und umsetzte was Vergebung bedeutet.
    Es scheint unerreichbar fast unbegreiflich für so kleine unvollkommene Menschen wie mich.
    Jesus selbst lebte es in vollkommener Weise uns vor.
    Heute las ich in Markus 11:24/25(Hfa)
    “ Um was ihr auch bittet-GLAUBT FEST, dass ihr es schon bekommen habt und Gott wird es euch geben. ABER wenn ihr um etwas bittet, sollt ihr VOHER den Menschen vergeben mit denen IHR nicht zurecht kommt. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben“
    Glauben und Vergebung stehen in fester Verbindung.
    Stephanus glaubte fest an die von Gott versprochene Hoffnung/ Rettung und legte mit seinem zum Vergeben bereiten Herzen die Grundlage.
    Ein schöne Ermunterung für mich, wie Stephanus, keinen Groll oder Verbitterung in mein Herz zu lassen, denn dann ist es nicht mehr zum Vergeben bereit und dann wird es schwerer Jesus in der Nachfolge ähnlicher zu werden.

    GlG von der Stachelbeere

    1. C.P.@Stachelbeere says:

      Danke, liebe Stachelbeere,

      für deinen lieben und Glauben stärkenden Kommentar, von dem ich viel lernen kann.

      Ganz liebe Grüße, auch an deine Familie, von eurer C.P.

  4. Frank says:

    Sehr guter Artikel

    1. C.P.@Frank says:

      Ich freue mich sehr darüber, dass dir der Artikel gefallen hat. Vielen Dank für dein Lob.

      Es grüßt dich, lieber Frank, ganz herzlich Schwester C.P.

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