42 Comments
  • Gerd
    Februar 14, 2015

    Liebe Elfi,

    du zitiertest aus 1.Kor. 15 diese Worte Pauli:
    „Ihr habt sie angenommen und steht darin fest.Durch diese Botschaft werdet ihr gerettet, WENN IHR SIE UNVERFÄLSCHT FESTHALTET UND IN KEINEM PUNKT DAVON ABWEICHT. Andernfalls wäret ihr vergeblich zum Glauben gekommen.“

    Die dort genannten „ihr“, hielten an der WAHREN Botschaft fest. Wie konnten sie das? Weil die Botschaftsträger die sie „in die Wahrheit“ brachten, die Wahrheit noch kannten.

    Angenommen wir würden vor 1000 Jahren leben, welche Botschaft hätten wir denn am 24. Februar 1015 unseren Freunden vermittelt? Hätten wir nicht begeistert von der Gottesmutter erzählt und wie uns die Heiligen der Kirche im Alltag zu Hilfe kommen. Die Beichte war noch nicht erfunden, aber wie wir unsere Sünden los werden, hätten wir so weiter gegeben, wie es uns die Geistlichkeit eingepflanzt hat, denn vom Inhalt der lateinischen Bibel bekamen wir nichts mit. Nur die Zeichnungen in der „Biblia pauperum“ hätten uns die „Wahrheiten“ vermittelt. W i e hätten wir das erfüllt, 3. Johannes?

    1 Der Älteste dem geliebten Gajus, den ich liebe in der Wahrheit.
    2 Geliebter, ich wünsche, daß es dir in allem wohlgehe und du gesund seiest, gleichwie es deiner Seele wohlgeht.
    3 Denn ich freute mich sehr, als Brüder kamen und Zeugnis gaben von deinem Festhalten an der Wahrheit, gleichwie du in der Wahrheit wandelst.
    4 Ich habe keine größere Freude als dies, daß ich höre, daß meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
    5 Geliebter, treulich tust du, was irgend du an den Brüdern, und zwar an Fremden, getan haben magst,
    6 (die von deiner Liebe Zeugnis gegeben haben vor der Versammlung) und du wirst wohltun, wenn du sie auf eine gotteswürdige Weise geleitest.
    7 Denn für den Namen sind sie ausgegangen und nehmen nichts von denen aus den Nationen.
    8 Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, auf daß wir Mitarbeiter der Wahrheit werden.

    Hätten wir vor 1000 Jahren überhaupt die Möglichkeit gehabt, so ein Lob, wie es dem Gajus zuteil wurde, zu empfangen?

    Welche Botschaft hätte Edelmuth verbreitet? Es gab keine „geistige Speise“, keine Predigtdienstschule, an Stelle des „Berichts“ (die Schweizer nennen es „Rapport“) hätten wir vielleicht eine Kerze in der Kirche gespendet.

    Nach viel Irren und Wirren machte sich 500 Jahre später mit der Reformation mehr Wahrheit auf den Weg und verursachte deswegen einen 30-jährigen grausamen Krieg. Gustaf Adolf sei Dank, denn durch seine Siege konnte die Wahrheit (?) Eingang bei den Baptisten finden, die erstmals zeigten w i e getauft werden soll. Aber deren Wahrheiten wurde im Laufe der Zeit auch immer hinterfragt und so entstanden später daraus die Adventisten, dann die Bibelforscher und unsere Lehrmeister, die wir verließen, weil wir die dortigen Wahrheiten hinterfragten…

    Und was ist nun? Ist das was w i r heute erzählen die reine Wahrheit, wie sie der Gajus hatte?

    Resignierende, aber gutgemeinte Grüße der ständigen Wahrheitssuche! 😉

    Gerd

  • BenKenobi
    Februar 14, 2015

    Lieber Gerd,
    ich denk, dass wir uns persönlich kennen und möchte das gerne klären.
    Ich lasse dir über eine PN von Bruderinfo meine Mailadresse zukommen. Wenn du möchtest kannst du mir kurz schreiben, dann kann ich dir mitteilen warum ich das glaube.

    @Bruderinfo: Würdet ihr Gerd bitte meine Mailadresse senden?
    Danke vorab, BenKenobi

  • edelmuth an Gerd
    Februar 14, 2015

    Guten Abend Gerd

    » Welche Botschaft hätte Edelmuth verbreitet? Es gab keine “geistige Speise”, keine Predigtdienstschule, an Stelle des “Berichts” (die Schweizer nennen es “Rapport”) hätten wir vielleicht eine Kerze in der Kirche gespendet. «

    Was verstehst du unter geistiger Speise? Kann es sie nur im Zusammenhang mit dem Sklaven und vom Sklaven vermittelt geben?

    Die Bibelautoren dachten zum Zeitpunkt ihrer Niederschrift nicht an die LK der Zeugen Jehovas. Deshalb stellt sich die Frage, ob es auch geistige Speise und deren Austeilung ohne die LK geben kann.

    Woher hatte Russell seine Erkenntnis? Woher hatte Rutherford die Erkenntnis, die diametral zu der Russels stand? Woher hat die derzeitige LK ihre Erkenntnis? Woher haben andere Kirchen ihre Erkenntnis? Woher hast du deine Erkenntnis?

    Jeder, der predigt und im weitesten Sinne lehrt, teilt geistige Speise aus.

    Ede

  • Alois
    Februar 14, 2015

    Lieber Ede

    Stimmt, fragt sich nur welche Speise dem Sauerteig der Pharisäer entspricht, oder sonst irgendwie verdorben ist.

    LG
    Alois

  • Elfi
    Februar 14, 2015

    Richtig, lieber Gerd!
    „Wichtig ist nicht nur, dass gepredigt wird, sondern auch was wir predigen.“

    „Ich weise euch noch einmal auf die gute Botschaft hin, die ich euch gebracht habe, liebe Geschwister. Ihr habt sie angenommen und steht darin fest.Durch diese Botschaft werdet ihr gerettet, WENN IHR SIE UNVERFÄLSCHT FESTHALTET UND IN KEINEM PUNKT DAVON ABWEICHT. Andernfalls wäret ihr vergeblich zum Glauben gekommen.
    Ich habe euch in erster Linie das weitergegeben, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, wie es die Schriften gesagt haben. Er wurde begraben und am dritten Tag auferweckt, wie es die Schriften gesagt haben.“
    1. Korinther 15:1-4

    Liebe Grüße. Elfi

  • Gerd
    Februar 14, 2015

    Da predigt Einer an der Haustüre was e r für richtig hält, gibt eine Einladung in den Kö-saal ab und die Leute bekommen dort das „Festmahl“ der Ideengeber aus USA serviert. Soll nun der Prediger immer heimlich einsagen, was der Bepredigte von den Lehren akzeptieren soll und was nicht?

    Wie war es denn zu Beginn der Christengemeinde vor 2000 Jahren? so:

    Vereint hinüberleben?

    Vereint bleiben, um in das Millennium hinüberzuleben: Nur Jehovas Zeugen [!] — die Glieder des gesalbten Überrests und die „große Volksmenge“ — haben als vereinte Organisation unter dem Schutz des höchsten Organisators die biblische Hoffnung, das nahe bevorstehende Ende des zum Untergang verurteilten, von Satan, dem Teufel, beherrschten Systems zu überleben. (WT, 1.9.1989, S. 19)

    Der Wachtturm behauptet das, und die Abhängigen glauben es. Wie schon bekannt, bringen ZJ die Überlebensfrage eng mit ihrer Predigttätigkeit in Zusammenhang. Es handelt sich um eine „Organisation von Predigern und Lehrern“ behauptet der WT, 1.12.1975, S. 717.

    Jeder Gläubige sei nach dem Neuen Testament zugleich ein ordinierter Prediger, und darum ist das bei den ZJ heute auch so. Stimmt das wirklich? Haben alle Christen die gleiche Aufgabe – haben alle zu predigen – und garantiert diese Tätigkeit gleichzeitig das Hinüberleben in eine bessere Welt?

    Wie immer ZJ es halten mögen, in den frühen christlichen Gemeinden war das Predigen und Lehren nur bestimmten (ausgewählten) Personen vorbehalten. Das Neue Testament zeigt, und das ist auch in der NW-Ü. so nachzulesen: „… er (Christus) gab einige als Apostel, einige als Propheten, e i n i g e als Evangelisten, e i n i g e als Hirten und Lehrer“ (Eph.4:11).

    Kein Zweifel: Nur e i n i g e hatten ein Predigt- und Lehramt, nicht jeder! Und vor allem: Niemals hatten alle das gleiche Amt. Gegen jede Art von Gleichschaltung wendet sich der Apostel Paulus mit den Worten: „… Sind etwa alle Apostel? alle Propheten? alle Lehrer? haben alle Wunderkräfte?“ (1. Kor.12:28.29).

    Diese klaren Aussagen müßten an sich genügen, um zu beweisen, dass es in den frühchristlichen Gemeinden eine Vielzahl verschiedener Ämter und Gaben gegeben hat und daher die Behauptung falsch ist, das Predigen und Lehren fiele allen Christen sozusagen als Einheitsaufgabe zu.

    Als Gegenargument verweist man gern auf den Missions- und Taufbefehl des auferstandenen Christus: „Geht daher hin und macht Jünger …, indem ihr sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes tauft und sie lehrt, alles zu halten, was ich euch geboten habe.“ (Matth.28:19 f.) Dieser Auftrag ist nicht der Gemeinde als Ganzes gegeben, sondern, wie der Zusammenhang zeigt, den „elf Jüngern“, den Aposteln. Wenn aber das Taufen nicht Aufgabe aller, sondern Sache der Apostel und der von ihnen später berufenen Personen war, dann aber auch das mit dem Taufbefehl verbundene „Lehren“ und Predigen. Ein Blick in die Apostelgeschichte zeigt, wie sehr das Werden und Wachsen der frühen Kirche ein Werk des erhöhten Christus durch seine A p o s t e l und deren engere Mitarbeiter gewesen ist. Nicht umsonst lautet der ursprüngliche Name der Apostelgeschichte „Acta“ d.h. „Die Taten“ (der Apostel). Wohl ist dann auch die Rede von den Wirkungen der apostolischen Predigt: Da kamen Menschen zum Glauben an Jesus, manchmal in großer Zahl. Von ihnen ist manches zu berichten: „Sie blieben beständig in der Apostel-Lehre, in der Gemeinschaft, beim Brotbrechen und im Gebet.“ (Apg.2:42).

    Auch ist von ihnen gesagt, daß sie sich „täglich im Tempel versammelten“ und „hin und her in den Häusern das Brot brachen“ (2:46). Nirgends aber heißt es, dass die Apostel sie ausgesandt hätten, öffentlich zu predigen! Wenn die ZJ meinen, damals hätten alle gepredigt, würde es dann nicht in diesem Zusammenhang mit erwähnt worden sein? Statt dessen berichtet die Apg. weiterhin Seite für Seite von der Verkündigung der Apostel und ihrer Mitarbeiter. So bekennt Paulus einmal beim Abschied von einer Gemeinde in einem „Rechenschaftsbericht“, er habe nicht versäumt, zu lehren und zu predigen „öffentlich und in den Häusern“ (Apg.20:20).

    Seht, sagen die Zeugen, zumindest er ging also auch – wie wir heute – von Haus zu Haus, um zu predigen. „Von Haus zu Haus“ steht aber gar nicht da, sondern „öffentlich und in den Häusern“, d.h. doch, er predigte sowohl in öffentlichen Bereichen (im Tempel, auf Märkten und Plätzen), als auch in Privathäusern. Dennoch macht die NW-Übersetzung, daraus ein „von Haus zu Haus“, weil es ihren Urhebern als zweckmäßig erscheint. Müssten sie aber dann nicht konsequenterweise auch Apg. 2:46 („Sie brachen das Brot hin und her in den Häusern“) so übersetzen: „Sie brachen das Brot von Haus zu Haus“? Warum tun sie’s hier nicht? Dass die frühen Christen das Abendmahl oder ein Liebesmahl oder einfach das „tägliche Brot“ (je nachdem, wie man das ,Brotbrechen‘ deutet) von Haus zu Haus „eingenommen“ hätten, will auch ihnen nicht einleuchten. Daher übersetzen sie hier plötzlich: „… in Privathäusern“. Was sie hier tun, hätten sie auch dort tun müssen. Jedenfalls: Für ein organisiertes Predigen aller Gläubigen lässt sich aus dem Neuen Testament kein Auftrag herleiten, schon gar nicht für das Predigen von Haus zu Haus. Auch der Rückgriff auf Jesu eigenes Wirken und auf die Aussendung seiner zwölf Jünger und später der siebzig (Luk. 8 ff.) kann dies nicht bringen. Nirgendwo ist gesagt, dass es sich um ein „Von-Haus-zu-Haus-Gehen“ nach heutiger Hausiererart gehandelt habe. Das hatte Jesus selbst gar nicht nötig, wenn er „Stadt und Dorf durchzog“. Wenn er kam dann lief: „…das Volk herzu, und es kamen etliche Tausend zusammen.“ Wozu sollte er sie da überhaupt noch von Tür zu Tür aufsuchen? Den siebzig Jüngern hatte Jesus sogar den ausdrücklichen Auftrag gegeben: „Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen.“ (Luk. 10:7). Für das von den ZJ behauptete „Von-Tür-zu-Tür-Gehen“ fehlt im Neuen Testament jede Spur.

    Etwas ganz anderes ist die Bereitschaft zum persönlichen Zeugnis. Die frühe Kirchengeschichte weiß zu berichten, dass das Christentum häufig durch das persönliche Bekenntnis zu Jesus aus dem Munde schlichter gläubiger Männer und Frauen von Stadt zu Stadt und von Land zu Land getragen wurde. Kleine Händler und reiche Kaufleute, aber auch um ihres Glaubens willen Verfolgte, wurden auf diese Weise zu Missionaren. Wenn die Apostelgeschichte erzählt: Die durch Verfolgung zerstreuten Gläubigen zogen umher und predigten das Wort (Apg.8: 4.11.19), so dürfte es sich dabei um ein solches spontanes persönliches Christuszeugnis handeln, bei dem ausgesprochen wurde, wovon das Herz voll war.

    Der Apostel Paulus hat in Röm.10 die bekannten Worte gesagt: „Wer mit dem Herzen glaubt, der ist gerecht, und wer mit dem Munde bekennt, der wird errettet.“ Das unorganisierte persönliche Zeugnis eines schlichten Gläubigen – diese „Wohltat der Unabsichtlichkeit“ – ist bis heute viel überzeugender, als manch ausgefeilte Predigt, die in der „Predigtdienstschule“ eingelernt wird. Wenn Paulus auch davon spricht, dass Christen „leuchten wie Lichter in der Welt“, so ist dabei nicht allein an das m ü n d l i c h e Zeugnisgeben gedacht, sondern an unser Wirken durch unser ganzes Sein. Wichtig ist nicht nur, d a s s gepredigt wird, sondern auch w a s wir predigen.

    Abendgrüße!
    Gerd

  • edelmuth an alle Christen
    Februar 14, 2015

    Müssen Christen predigen?

    Als vorbildliches Beispiel ging Jesus mutig voran, um seinen Jüngern alle Dinge zu lehren. Jesus forderte sie kurz vor seinem Tod auf das Werk, das er begonnen hatte, fortzuführen und allen Menschen die Gute Botschaft von ihrer Rettung zu verkünden, denn dann würde das Ende kommen (Matthäus 24:14). Jeder Menschen sollte die Gelegenheit bekommen, den Vater kennen zu lernen und gerettet zu werden. (Römer 10:13)

    (Matthäus 28:19-20) 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

    Der Auftrag Jesu war eindeutig. Doch an wen ist er gerichtet? Sollen auch jene, die predigen, selber taufen? Was beinhaltet die Gute Botschaft von der Rettung der Menschen?

    Von unserem größten Vorbild, unserem König Jesus, wissen wir, dass er zu den Menschen ging und ihnen ihre Rettung predigt. Taufte er auch?

    (Johannes 3:22-28) . . .Nach diesen Dingen ging Jesus mit seinen Jüngern in das judäische Land und verbrachte dort einige Zeit mit ihnen und taufte. 23 Aber auch Johạnnes taufte in Änon, nahe bei Sạlim, weil es dort reichlich Wasser gab, und es kamen fortwährend Leute und ließen sich taufen; 24 denn Johạnnes war noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. 25 Daher entstand seitens der Jünger des Johạnnes ein Wortstreit mit einem Juden wegen der Reinigung. 26 Und sie kamen zu Johạnnes und sagten zu ihm: „Rabbi, der Mann, der jenseits des Jordan bei dir war, für den du Zeugnis abgelegt hast, siehe, dieser tauft, und alle gehen zu ihm.“ 27 Johạnnes gab zur Antwort: „Ein Mensch kann nicht ein einziges Ding erhalten, es sei ihm denn vom Himmel her gegeben worden. 28 Ihr selbst bezeugt mir, daß ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin diesem vorausgesandt worden.

    Jesus forderte seine Nachfolger nicht nur zum Predigen auf, sondern gab seinen Worten ein vollkommenes Beispiel, indem er allen zum Vorbild wurde.

    Ede

  • Manfred an Ede
    Februar 14, 2015

    Hallo Ede,

    aber predigen um des predigens Willen ist auch nicht richtig. Es sollte schon stimmen was man predigt. Denn Jesus sagte auch dies:

    Mat. 23:13-14 Wehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verschließt das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, lasst ihr auch nicht hineingehen.
    15 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.

    Joh. 5: 43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.

    Auch finden wir Hinweise, was gepredigt werden sollte:

    Apg. 8: 5 Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samarias und predigte ihnen den Christus.
    Apg. 28: 31 er predigte das Reich Gottes und lehrte die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen, mit aller Freimütigkeit ungehindert.

    Spr. 12: 17 Wer die Wahrheit spricht, bringt Rechtes vor, ein falscher Zeuge hingegen nur Betrug.

    Spr. 19: 1 Besser ein Armer, der in seiner Lauterkeit lebt, als einer, der verschlagene Lippen hat und der dabei ein Tor ist.
    2 Ohne Erkenntnis ist selbst Eifer nicht gut; und wer mit den Füßen hastig ist, tritt fehl.
    3 Die Narrheit des Menschen führt ihn in die Irre, aber auf den HERRN ist sein Herz wütend.
    4 Reichtum verschafft immer mehr Freunde; aber der Geringe – sein Freund trennt sich von ihm.
    5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer Lügen vorbringt, wird nicht entkommen.
    6 Viele umschmeicheln den Edlen, und jeder ist der beste Freund des freigebigen Mannes.
    7 Alle Brüder des Armen hassen ihn; wie viel mehr halten sich seine Freunde von ihm fern! Er jagt Worten nach, die nichts sind.
    8 Wer Klugheit erwirbt, liebt seine Seele; wer Einsicht bewahrt, wird Glück erlangen.
    9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lügen vorbringt, geht zugrunde.

    Diese Bibeltexte belegen, dass man nicht einfach irgendwas predigen darf, es sollte um Christus und das Reich Gottes gehen und es muss wahr sein. Es geht also nicht hauptsächlich darum überhaupt zu predigen, sondern dass man den Christus als alleinigen Retter verkündigt und ein wahres Zeugnis ablegt. Das was wahr ist, findet man in Gottes Wort und nicht in irgendwelchen biblischen Publikationen, seien sie auch noch so schön und ansprechend gestaltet.

    Liebe Grüße Manfred

  • edelmuth an Manfred
    Februar 14, 2015

    Hallo Manfred

    Da hast du völlig recht. Predigen um der Stunden willen, damit man einen guten Eindruck in der Versammlung macht, hebt weder Jehova noch Jesus in den Vordergrund, sondern dient dem eigenen Ego.

    Bei den ZJ, wie auch möglicherweise bei anderen Glaubensgemeinschaften, wird mit Bezug auf Matthäus 28:19,20 gepredigt.

    Predigen bedeutet für mich nicht die von anderen hergestellte Literatur oder Ton- und Filmdokumente an Interessierte weiter zu geben, sondern ihnen von denen zu erzählen, die ich selber kennen und lieben gelernt habe, nämlich Jehova und seinen Sohn Jesus, und das weiter zu geben, was sie lehren und ich selber gut finde. Ich muss selber hinter dem stehen, was ich erzähle, und das muss sich zweifelsfrei auf die Bibel, Gottes Wort, beziehen. Deshalb bewerte ich das, was viele unserer Brüder im Dienst (für den Sklaven) machen nicht als Predigtdienst.

    Wer nun meint, er würde durch seinen Dienst Matthäus 28:19,20 erfüllen….

    (Matthäus 28:19-20) . . .Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. . .

    …der sei gefragt, ob und wie viele Personen, die er zur „Wahrheit“ gebracht hat, er auch getauft hat?

    Interessant ist Frage, warum der Sklave darauf besteht, selber bzw. durch seine Beauftragten zu taufen bzw. taufen zu lassen. Könnte es sein, dass die von ihm vorgenommene Taufe nur wenig mit der Taufe, die Jesus gebot, zu tun hat?

    Ede

  • Boas
    Februar 14, 2015

    Lieber Alois,

    seid ein paar Wochen ist mir, durch Deine und Manfreds Worte, klar geworden, dass der Geist Jesu mir nicht die Gabe der Prophezeiung geschenkt hat . Andere Gaben sehr wohl, aber diese nicht. Jesus wird sich dabei etwas denken, dass er mir seine Gedanken, seinen Geist der Vorhersagen nicht gibt.

    Das mag daran liegen, dass ich vor 25-30 Jahren erkannt habe, dass so viele Vorhersagen der Zeugen falsch sind. Angefangen vom t.u.v.S. bis hin zum errechneten Jahr 1914. Es hat sich, fast würde ich sagen, eine Aversion gegen die Manie der ZJ entwickelt, hinter jedem Satz und allem in der Bibel eine Prophezeiung zu sehen. Mit evtl. 2 und mehr Erfüllungen. Anstatt einfach nur den klaren Worten der Bibel zu lauschen, ein Gleichnis einfach nur ein Gleichnis sein zu lassen. Und dadurch zu entdecken, dass es bei diesem einfachen Verständnis plötzlich keine Ungereimtheiten mehr gibt, so wie man es bei den Zeugen gewohnt ist. Ja, sondern daraus vielerlei Nutzen ziehen kann, nicht nur Einen.

    Als ich die Seite von Bruderinfo entdeckt habe, hab ich Anfangs nur den Kopf geschüttelt. Ich dachte bei mir:

    „Schau an, endlich Brüder und Schwestern, die die biblischen Weisheiten auch so verstehen, wie ich. Aber manche machen den gleichen Fehler wie die Zeugen. Sie interpretieren und prophezeien was das Zeug hält. Münzen alles auf die kleine Gruppe der Zeugen um, so wie die Zeugen alles auf die Katholiken anwenden. Vom Regen in die Traufe. Ob die wohl merken, dass einige ihrer Prophezeiungen auch nicht zu 100 % aufgehen? (Erklärungen von göttlichen Prophezeiungen gehen immer zu 100% auf.) Oder dabei mehr Fragen aufwerfen als Antworten?“

    Wohl gemerkt, so dachte ich noch vor ein paar Wochen. Doch dann ist mir klar geworden, dass Jesus mir seine Gedanken, seinen Geist, bezüglich eventueller Prophezeiungen mit meiner Grundeinstellung zu Prophezeiungen gar nicht weitergeben kann. Da stehe ich mir höchst wahrscheinlich z.Z. selbst im Wege, diese Gabe des Geistes zu erhalten.

    Deshalb drücke ich mich besonders vorsichtig aus, wenn es um die Bestätigung einer bestimmten Aufklärung (Deutung) einer Prophezeiung geht. Da die Deutung MIR nicht vom Geist gegeben wurde, sondern einem Anderen, kann ich sie auch nicht bestätigen. Alles Andere wäre unehrlich. Aber ich gestatte es meinem Geist seid neusten, die Richtigkeit einer Deutung im Bereich des Möglichen zu platzieren ohne sie im Vorhinein gänzlich abzulehnen oder auszuschließen. Mein Bruder oder meine Schwester kann sehr wohl recht haben mit ihrer Deutung.

    Nur die Personen, die vom Heiligen Geist eine Offenbarung bekommen haben, können Diese auch als Zutreffend bestätigen. Der heilige Geist wird durch ihren Geist, ihre Gedanken, bestätigen, dass sie die Wahrheit sagen. Allen Anderen, die diese Erklärung hören, dürfen aus dieser Gabe Nutzen ziehen, wenn sie es möchten und wenn diese Erkenntnis überhaupt für Sie bestimmt war. Denn einiges Wissen durch den Heiligen Geist ist nicht für alle bestimmt. Manches ist nur für Dich und für sonst niemanden. (2. Kor. 12:1-7) Manche Erklärungen wirst Du niemals Dein Eigen nennen können, es sei denn, der Geist spricht auch zu Dir und legt es in deinen Sinn.

    In einem Punkt möcht ich Dir aber widersprechen. Du meinst, wenn du den Gedanken eines Bruders als falsch abtust, obwohl der Gedanke deines Bruders vom Heiligen Geist stammt, so sei dies eine unvergebbare Sünde gegen den heiligen Geist. Also eine Beleidigung des heiligen Geistes. Das kann ich so nicht im Raum stehen lassen.

    Du beleidigst den Geist nicht, weil Du etwas nicht verstehst, was er Dir, in Deinen Gedanken, nicht mitgeteilt hat, sondern einem anderen Christen als Verständnis mitgegeben hat. Wenn Jesus zu Dir spricht, also seine Gedanken, seinen Geist in Dein Herz und Verstand legt, so kannst Du dich in diesem Fall gegen ihn entscheiden. In dem Moment ist es erst möglich sich gegen den Geist zu versündigen. Es bedeutet, sich ganz bewusst gegen die Erkenntnis und Verständnis Jesu und JHWH´s zu stellen obwohl dir sehr wohl bewusst ist, was richtig ist.

    Erst hier beginnt das Thema der Sünde gegen den heiligen Geist. Alles Andere mag zwar falsch sein (aus der Sicht des Propheten wie aus der Sicht des Zweiflers an der erklärten Deutung der Prophezeiung), und somit eine Sünde sein. Aber keine Sünde, die den Tod nach sich zieht!

    Lieber Alois, wie Du im Laufe der vergangenen Monate gesehen hast, versuche ich lernfähig und toleranter zu sein als früher. Ich bin wie alle übrigen hier, ein Lernender. Ein Schüler unseres Herrn Jesus. Auch wenn ich nicht so viel Schreibe wie andere, sondern eher mitlese, so ziehe ich Nutzen aus den Gaben, die Jesus durch seinen Geist, durch seine Gedanken, an weiter Christen schenkt.

    Ob Deine beiden letzten Sätze wirklich für mich bestimmt waren, wage ich zu bezweifeln. Denn ich mag Dich, und wir vertragen uns prächtig. Und wir sind meistens auch einer Ansicht.

    Mit lieben Grüßen einer brüderlichen Verbundenheit.
    Boas

  • Zadok/Achim
    Februar 14, 2015

    Lieber Boas,

    da das Thema offensichtlich immer noch nicht durch ist, will ich auch noch was dazu sagen:

    Du schreibst:
    seid ein paar Wochen ist mir, durch Deine und Manfreds Worte, klar geworden, dass der Geist Jesu mir nicht die Gabe der Prophezeiung geschenkt hat . Andere Gaben sehr wohl, aber diese nicht. Jesus wird sich dabei etwas denken, dass er mir seine Gedanken, seinen Geist der Vorhersagen nicht gibt. Zitat Ende

    Das ist doch klar, dass Jesus dir nicht die Gabe des Prophezeiens gegeben hat. Diese Gabe war nur für die Zeit der ersten Christen gedacht. Diese Gaben haben aufgehört, seit die komplette Bibel zur Verfügung steht. Sie waren eine Hilfe für die einzelnen Versammlungen kurz nach ihrer Gründung, wenn der Apostel wieder weg war, wenn man die Briefe, die man – z.B. Korinth – erhalten hat,
    auswendig kannte, dann gab Jesus durch diese Gabe Speise. Nicht umsonst wurde zur Erklärung auch die Gabe der Unterscheidung gegeben.
    Heute gibt es diese Gabe nicht mehr. Ausgenommen die Charismatiker und Pfingstler, aber hier ist klar, dass deren Gaben dämonischen Ursprungs sind.
    Wir haben heute die Bibel und das reicht uns bis zur Wiederkunft Christi. Wenn auf BI einer behauptet, er hätte diese Gabe dann ist er ein Lügner und ein falscher Prophet. Das gilt auch wenn er das hier nicht schreibt sondern nur im privaten Gespräch von sich gibt. Aber da sich trotz der Aufforderung unter dem Thema und er Möglichkeit, seine persönliche Gabe anonym zu nennen, keiner gemeldet hat, denke ich mal dass es bei uns keinen Propheten gibt.
    Im ersten Jahrhundert war allen bekannt, wenn in einer Gemeinde jemand diese Gabe hatte, es gab kein Verstecken. Warum sollte das bei BI anders sein,wenn es denn einen Bruder gibt, der eine solche Gabe zu haben glaubt?(Diese Frage ist rhetorisch, denn es gibt diese Gaben nicht mehr.)
    Lieber Gruß
    Achim

  • Boas
    Februar 14, 2015

    Guten Abend lieber Achim,

    lieben Dank für Deine Antwort. Was ich mich bei deiner Erklärung natürlich frage ist folgendes:

    Denkst Du dass ALLE Gaben des Geistes nicht mehr vorhanden sind oder nur EINIGE verschwunden sind? Und wenn ja, welche siehst Du heute als „Weggetan“?

    Im Voraus schon mal besten Dank für deine Antwort.
    LG Boas

  • Zadok/Achim
    Februar 14, 2015

    Lieber Boas,

    es ist der Vers 10, der heute nicht mehr gültig ist:
    Wundergaben
    Prophezeiungen und deren Auslegung
    Sprachen oder Zungenreden

    Heute ist dies das Problem in charismatischen Kreisen, wie kurz angeschnitten. Die glauben, dass es diese Gaben immer noch gibt und beziehen sich dabei vor allem auf Markus 16.

    Ein interessantes Thema ist in diesem Zusammenhang das „Heilen“ als Gabe. Denn in Verbindung mit Jakobus 5:14,15 wo von den Ältesten gesprochen wird, die Kranken die Hände auflegen können und sogar salben sollen, ist das eine sehr interessante Gabe, die es heute noch gibt. Hier haben wir alle die Zeugen-Auslegung im Kopf, dies alle sei geistig zu verstehen, was aber natürlich nicht so in der Schrift steht. Es ist sehr interessant, sich damit näher auseinander zu setzen und mal zu zerpflücken, was da jetzt genau steht und was nicht. Jeder, der – wie ich – bereits schwer krank war und um zum Herrn um Hilfe und Heilung gebetet hat, wird diese Gabe mit speziellen Augen auschauen.
    Die anderen Gaben gibt es heute immer noch, und jeder Christ hat diese zur Auferbauung des Leibes.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Alois
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim

    Deinen beiden Kommentaren über diesem Kommentar kann ich fast zu 100% zustimmen. Nur bei einem Punkt kann ich Dir nicht zustimmen, nämlich dem Punkt „Auslegen von Prophezeiungen“.

    Dass es nichts mehr zu prophezeien gibt, da alles in der Bibel steht ist klar, aber was nützen die Prophezeiungen der Bibel wenn man nicht auch die Chance hat mit Hilfe des Geistes unseres Vaters die Prophezeiungen zu deuten?

    Ein Beispiel aus Offenbarung 13 das wohl jeder kennt:

    15. Und es wurde ihm gegeben, dem Bilde des Tieres Odem zu geben, auf daß das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
    16. Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte, daß sie ein Malzeichen annehmen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn;
    17. und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit.
    18. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

    Wie soll man sich davor schützen unbeabsichtigt das wilde Tier anzubeten, wenn es Heute die Gabe der Auslegung von Prophezeiungen nicht mehr gibt? Wieso steht in Vers 18 „Wer Verständnis hat“, wenn es diese Gabe diese Prophezeiungen zu verstehen Heute nicht mehr gibt?

    Ich halte es für völlig ausgeschlossen dass unser Vater und Jesus nicht mindestens einem Teil der Menschen dieses Verständnis bruchstückweise schenkt. Dem Einen dies dem Anderen das, aber Niemandem alles damit er sich nicht über andere Brüder erhebt. Natürlich nur in dem Zeitalter indem sich die Prophezeiung erfüllt, außerhalb dem Erfüllungszeitraum macht es keinen Sinn die Prophetie zu verstehen. Es ist für mein Verständnis gefährlich sich gerade über obige Prophezeiung keine Gedanken zu machen, denn wer das wilde Tier anbetet gehört zu den Menschen die im nächsten Kapitel beschrieben sind:

    Offbg. 14
    9. Und ein anderer, dritter Engel folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und ein Malzeichen annimmt an seine Stirn oder an seine Hand,
    10. so wird auch er trinken von dem Weine des Grimmes Gottes, der unvermischt in dem Kelche seines Zornes bereitet ist; und er wird mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme.
    11. Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens annimmt.

    Deshalb halte ich es auch für völlig riskant Überlegungen der einzelnen Brüder rundweg abzulehnen und nicht zu prüfen ob es so sein könnte. Wenn man das nicht versteht, kann so manches Gebet und forschen in der Bibel mit der Zeit helfen.
    Es ist sicher richtig und ganz wichtig die Nächstenliebe zu pflegen und unseren Brüdern immer zu verzeihen wenn sie gegen uns gesündigt haben, sei es absichtlich oder unabsichtlich. Es ist auch ganz wichtig nur Jesus als unseren Herrn und Retter anzuerkennen. Aber obige Androhung für diejenigen die das Zeichen des Tieres annehmen steht auch in der Bibel.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Zadok/Achim
    Februar 14, 2015

    Lieber Alois,

    du hast du recht, ich war ungenau.
    Ich meinte, die Gabe, die Geister zu unterscheiden, ob jetzt eine Prophezeiung von Gott war oder nicht, das hat auch aufgehört, denn es gibt ja das Prophezeien als Gabe nicht mehr.
    Auslegen bezieht sich auf Sprachen, die es auch nicht mehr als Gabe gibt.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Boas
    Februar 14, 2015

    Ich muss mich hier Achim anschließen. Auch ich war ungenau. Es ging mir in den obigen Kommentaren NICHT um NEUE prophetische Aussagen außerhalb der Bibel (die 6te Gabe des Geistes; siehe Apo. 21:9-11). Sondern darum, biblische Äußerung als Prophetie zu erkennen, zu deuten, auszulegen und zu verstehen.

    Ich bitte meinen Fehler zu entschuldigen.

    Liebe Grüße Boas

    PS: Was die Macht der Handauflegung betrifft (Jak.5), so habe ich die Macht der Hände schon einmal in Aktion gesehen.(War kein ZJ sondern ein kleiner Katholik)

  • Alois
    Februar 14, 2015

    Lieber Boas

    ich musste erst mal wieder meinen Kommentar suchen auf den Du Dich bezogen hast.

    Es war wohl der:
    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=1482#comment-7142

    Da meinst Du wahrscheinlich folgende Sätze:

    Deshalb sollten wir uns in Liebe vertragen, auch wenn wir eine andere Ansicht haben oder jemanden nicht leiden können. Das ist der Wille unseres Herrn Jesus und unseres Vaters im Himmel!

    Vorab, Dich habe ich sicher nicht gemeint, denn weder Du noch ich liegen mit einem Bruder im Streit.
    Mir geht es nur darum in christlicher Liebe alles zu verzeihen, egal ob man meint recht zu haben oder nicht. Wenn ich hier im Blog meine ein Defizit zu sehen, dann drängt es mich immer wieder darauf hinzuweisen.

    Im Mustergebet sagte Jesus:

    Luk. 11
    4. und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung.

    Oder Eph. 4
    32. Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben hat.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Gerd
    Februar 14, 2015

    Bewirkt die „e i n e Hoffnung“, von der wir in Epheser 4:4 lesen, denn n u r die Erlaubnis, beim Gedächtnismahl die zwei Symbole einnehmen zu dürfen?

    Bibellexikon:

    Hoffnung

    Hoffnung bedeutet, auf etwas zu warten, was noch nicht geschehen ist, aber in Gottes Wort ausdrücklich verheißen ist (Rö 8,24.25). „Gesegnet ist der Mann dessen Vertrauen der Herr ist“. Selbst wenn Schwierigkeiten auftreten wird er trotzdem Früchte tragen (Jer 17,7.8). In Bezug auf die Hoffnung des Christen gibt es keine Unklarheiten: sie ist ein sicherer und fester Anker der Seele, weil der Herr selber die Hoffnung ist und Christus ist in ihm die Hoffnung der Herrlichkeit (Kol 1,27; 1. Tim 1,1; Heb 6,18.19). Das gesegnete Teil der Hoffnung des Christen ist das Kommen des Herrn und nicht der Tod (1. Thes 4,13-18; 1. Joh 3,2.3).

  • edelmuth an alle
    Februar 14, 2015

    Jehovas Zeugen verfälschen Jesus Worte zur Stützung der eigenen (Irr-)Lehre!

    Was wir seit langem geahnt haben wird durch die neue Einladung zum Gedächtnismahl am 3.4.2015 zur bitteren Realität. Sie täuschen vorsätzlich ihre Gläubigen und Interessierte, um ihre eigene (Irr-)Lehre biblisch erscheinen zu lassen.

    Zitat:
    » Was ist der Anlass?
    Am Abend vor seinem Tod kam Jesus mit seinen Aposteln zusammen. Damals führte er eine einfache Feier ein und sagte: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ Jesus würde schon bald sein Leben für uns Menschen opfern – und daran sollten sie sich erinnern (Lukas 22:19,20) «
    Zitat Ende

    Der oben vermittelte Eindruck, dass Jesus alle Menschen lediglich aufforderte sich zur Erinnerung an ihn zu versammeln, ist falsch.

    (Lukas 22:19-20) . . .Auch nahm er ein Brot, dankte, brach es und gab es ihnen, indem er sprach: „Dies bedeutet meinen Leib, der zu euren Gunsten gegeben wird. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ 20 Ferner den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: „Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes, das zu euren Gunsten vergossen werden wird.

    Jesus forderte ausschließlich seine anwesenden Jünger auf immer wieder zu seinem Gedenken von den Symbolen Brot und Wein zu nehmen, was natürlich ein Zusammenkommen beinhaltet.

    Warum lehnen Zeugen Jehovas das ab?

    Weil dann deutlich werden würde, dass die Einladung zum Gedächtnismahl ausschließlich an auserwählte Gesalbte gerichtet ist. Sind Zuschauer, die nicht von den Symbolen nehmen, von der Feier ausgeschlossen? Nein, aber ihnen dürfen die Symbole nicht gereicht werden. Warum nicht? Der Älteste, der die Symbole reicht, vertritt in diesem Augenblick Jesus. Wenn den nichtgesalbten Brüdern die Symbole gereicht werden, lehnen sie freundlich aber bestimmt ab. Sie lehnen Jesu Leib und sein Blut, das er für sie gegeben hat, ab.

    Ich empfinde es als eine unverschämte Respektlosigkeit vor der Autorität und dem Opfer unseres Herrn Jesus sein Angebot zum Leben im Himmel abzulehnen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass ich für den Himmel ungeeignet bin, dann darf ich sein Angebot nicht ablehnen, denn er weis besser als ich, wohin ich gehöre. Anderenfalls sollte ich nicht zum Gedächtnismahl gehen.

    Ede

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ
    Februar 14, 2015

    Back to the roots…

    Die Zukunft Jerusalems und Israels stand in den Tagen Jesajas auf dem Spiel, als JHWH (Jahwe) dessen Befreiung vor den Assyrern bewirken würde. Jesaja prophezeite, dass Jahwe den KNECHT DES HERRN einsetzen wird, um Israel von der babylonischen Knechtschaft zu befreien. Damit dies bewirkt werden kann, stellte Jahwe klar: “Ich bin der HERR und ausser mir gibt es keinen Retter“.Siehe Jes. 43:11

    Da die Nationen & Völkerschaften überheblich waren, rief Jahwe sie dazu auf, ihre Zeugen entsprechend zu benennen. Jahwe, im Gegenzug, stellte klar:

    “Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein. Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter“.

    Diese Zeugen Jahwes, aus dem Volk Israels auserwählt, sollten als seinen Knecht die Befreiung des natürlichen Volks Israels bezeugen. Es sollte jedoch, gemäss Jes. 59:20,21, ein Retter – Jesus Christus – erscheinen, der das symbolische Volk Israel von dessen geistiger Gefangenschaft befreien wird.

    “Und ein Erlöser wird kommen für Zion und für die, die in Jakob vom Treubruch umkehren, spricht der HERR. Ich aber – dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Mund weichen noch aus dem Mund deiner Nachkommen, noch aus dem Mund der Nachkommen deiner Nachkommen, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.“

    Mit einem Zeitsprung begeben wir uns nun zu Apg. 1:6 – 8.
    Hier stellen die Apostel Jesus folgende Frage: »Herr, ist jetzt die Zeit gekommen, in der du das israelitische Reich wiederherstellst?«
    Die Antwort Jesu darauf war:

    »Es steht euch nicht zu, Zeitspannen und Zeitpunkte zu kennen, die der Vater festgelegt hat und über die er allein entscheidet. Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und ´überall sonst auf der Welt, selbst` in den entferntesten Gegenden der Erde.«

    Ab jetzt gibt es einige Änderungen:
    – die Zeit des natürlichen israelischen Volkes war vorbei
    – die Zeit Zeugen Jahwes zu sein war vorbei (Jahwe war hier alleiniger Retter)
    – es war an der Zeit Zeuge Jesus zu werden.

    Ja, die Zeiten haben sich offensichtlich geändert. So wie Jahwe hier als alleiniger Retter fungierte, so sollte Jesus später als alleiniger Retter fungieren. In den Tagen Jesajas verkehrte das Volk allgemein per Esel, Pferd und Kamel. Meistens wohl eher zu Fuss. Heute verkehrt das Volk allgemein per PKW, Bahn, Bus, Flieger, etc. Und wir Menschen haben uns ebenfalls merkbar verändert: Mode, Gewohnheiten, Bräuche, etc. Wer will da einwenden, dass sich die „Zeugen Begriffe“ nicht auch geändert haben? Heute gilt doch eher ein ZEUGE JESUS zu sein!

    Die Apostelgeschichte berichtet uns einiges über das Verhalten der damaligen Christen:
    “Was das Leben der Christen prägte, waren die Lehre, in der die Apostel sie unterwiesen, ihr Zusammenhalt in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft, das Mahl des Herrn und das Gebet. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und verkündeten die Botschaft Gottes weiterhin frei und unerschrocken. Alle, ´die an Jesus glaubten,` trafen sich regelmäßig und einmütig in der Salomohalle. Unbeirrt lehrten sie auch weiterhin Tag für Tag im Tempel und in Privathäusern und verkündeten die gute Nachricht, dass Jesus der Messias ist. Der Äthiopier wandte sich an Philippus: »Bitte sag mir, von wem ist hier die Rede? Spricht der Prophet von sich selbst, oder spricht er von jemand anders?« Da ergriff Philippus die Gelegenheit und erklärte ihm, von dieser Schriftstelle ausgehend, das Evangelium von Jesus.“

    Ist hieraus zu erkennen, dass die Apostel & Co all das tun mussten? Gab es einen organisierten PD-Treffpunkt? Gab es eine Vorschrift damit das Evangelium bekannt gemacht wird? Wurde per Anordnung irgendeiner Körperschaft oder Institution angeordnet oder vorgeschrieben, auf welche Weise das Evangelium verkündet werden sollte?

    Meine Meinung ist: Nein! Alles wurde „gelegentlich“ und absolut freiwillig getan. Die Gute Botschaft vom Evangelium Jesu Christi ist eine rein persönliche und freiwillige Sache jeden einzelnen Christen. Mancher sah sich unter Druck gestellt, wie z.B. Paulus wenn er meint:

    „Mein Ruhm besteht ja nicht darin, dass ich das Evangelium verkünde. Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann – wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle! Hätte ich diese Aufgabe aus eigenem Antrieb übernommen, könnte ich einen Lohn dafür erwarten. Ich habe sie aber nicht gewählt; sie ist mir übertragen worden: Gott hat mir die Aufgabe anvertraut, seine Botschaft zu verkünden“.

    Damit ist aber die besondere Aufgabe gemeint, die speziell an Paulus (oder auch an Zeugen Jehovas???) von Jesus, gerichtet war. Eine Verpflichtung für uns heute, ist nicht ableitbar damit. Wenn ich möchte, dann spreche oder schreibe ich wie mir‘s gefällt. Ich bin ein Zeuge Jesu und gebe bestimmt stets Zeugnis über diesen grossen Herrn und König, ab. Und Du?

    Der Frieden unseres Herrn Jesu Christi wünscht allen
    Athalja

  • Alois an Athalia
    Februar 14, 2015

    Lieber Athalia

    Ich sehe das genauso, wir reden aus dem Herzen und nicht weil wir uns eine Last aufgeladen haben. Wir wollen darüber reden, aber wir müssen nicht.
    Paulus sagte nämlich: Das ist schließlich eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann – wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle!

    „Wehe mir!“ ist etwas ganz anderes als „Wehe euch!“ oder „Wehe euch wenn ihr nicht predigen geht“.
    Paulus wurde als Apostel von Jesus persönlich ausgewählt die gute Botschaft von Jesus und dem Königreich in den Nationen zu predigen. Es gibt eben Männer die wurden ausgewählt, Moses, Jona und Jeremia waren auch solche Männer. Sie konnten nicht vor der ihnen zugewiesenen Aufgabe fliehen.

    Auch Heute ist die Gute Botschaft verkünden nicht das was die ZJ jetzt tun, denn sie verkünden die WTG, den „tuvS“, die LK und Jehova als ihr Maskottchen, aber nicht Jesus, der wird verschwiegen wo immer es geht. Sondern die Gute Botschaft ist Jesus, sein Königreich und die Rettung vieler Menschen zu verkünden!

    Dieses verkündigen der Guten Botschaft machen wir z.B. auch hier in Bi, dadurch dass wir unsere Brüder und Schwestern im Glauben an Jesus, die Verheißung und sein Königreich stärken. Oder auch Brüder in den Versammlungen die sich redlich abmühen darauf hinzuweisen dass Jesus unser einziger Retter ist. Aber nicht einmal das müssen wir tun, wir müssen grundsätzlich keine Leistung erbringen um gerettet zu werden, wir sind völlig auf die Gnade unseres Herrn angewiesen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • ⒶⓉⒽⒶⓁⒿⒶ
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim,
    Lieber Manfred,

    der gut erklärte Kommentar von Boas verdient meine völlige Zustimmung. Vielen Dank dafür, geschätzter Boas!

    Wenn ich den gesamten Kontext des 2. Kapitels von 2. Timotheus betrachte, dann fällt die liebevolle Anregung des Paulus an den jungen Timotheus auf. “Timotheus, mein lieber Sohn“ so beginnt Paulus diesen Prolog liebevoll. Paulus empfiehlt Timotheus zunächst „seine Gedanken ganz auf Jesus Christus auszurichten“, damit die Verantwortlichen der Gemeinde ihrer Verantwortung richtig nachkommen. Paulus warnt Timotheus vor etlichen Gefahren und ermahnt ihn, sich nicht ablenken zu lassen von den Aufgaben die vor ihm liegen:

    „Setze alles daran, dich vor Gott als ein bewährter Mitarbeiter zu erweisen, der sich für sein Tun nicht zu schämen braucht“

    Dann bringt Paulus einen treffenden Vergleich ins Spiel. Wir lesen davon in 2. Tim. 2:20,21:

    “ In einem großen Haushalt gibt es nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch solche aus Holz oder Ton. Die einen sind für ehrenvolle Anlässe bestimmt, die anderen dienen weniger ehrenvollen Zwecken. Wenn sich jemand von Menschen fern hält, die einem Gefäß mit unreinem Inhalt gleichen, wird er ein Gefäß sein, das ehrenvollen Zwecken dient. Er steht Gott zur Verfügung und ist ihm, dem Hausherrn, nützlich, bereit, all das Gute zu tun, ´das dieser ihm aufträgt`.“

    Wenn wir „alles daran setzen, dass wir uns als bewährte Mitarbeiter Gottes für unser Tun nicht zu schämen brauchen“, dann differenzieren wir auch bei der Wahl unserer Gefässe. Wir stehen unseren Herrn Jesus Christus (als unser Gefäss für den ehrenvollen Zweck) zur Verfügung und halten uns von einem Gefäß mit unreinem Inhalt (z.b. die WTG/LK) fern, damit wir eben unseren Hausherrn (Jesus Christus) gutes tun.

    Boas beschrieb ja in seinem Kommentar das Wesentliche, dass ich ebenfalls so verstehe. Deshalb gehe ich nicht weiter darauf ein.

    Auch wenn sich manches damals, in der jeweiligen Zeit der Aufzeichnung abgespielt hat, so kann der Inhalt des beschriebenem in unsere heutige Zeit „parallelisiert“ werden. Die Situationen mögen sich ähneln, aber Unterscheidungsvermögen ist sicherlich angebracht.

    Eine Zuschneidung nur auf Zeugen Jehovas kann sicherlich nicht die Zielsetzung des Autors (JHWH) gewesen sein, denn der Inhalt gilt allen heutigen Gläubigen sowie den nachträglich entstandenen Glaubensgemeinschaften/Kirchen.

    Jetzt reichen wir uns alle (bitte auch Du lieber Achim) wieder die Hand und umarmen uns in liebevoller Verbundenheit mit unserem Herrn und König Jesus Christus.

    Liebe Grüsse vom Bodensee,
    Athalja

    PS: Weiss jemand etwas über dem Verbleib von Sarai? Sie fehlt!

  • Manfred
    Februar 14, 2015

    Liebe Geschwister,

    ich führe zu diesem Thema eine Bibelstelle an, wo zumindest der Haus zu Haus Dienst genannt wird. Wir lesen:

    2. Tim. 3:1-9; HFA: 1 Das eine sollst du noch wissen: In den letzten Tagen dieser Welt werden schreckliche Zeiten kommen. 2 Dann werden die Menschen nur sich selbst und ihr Geld lieben. Sie werden sich wichtig tun und sich selbst überschätzen, einander verleumden und sich gegen die Eltern auflehnen, weder Dank noch Ehrfurcht kennen. 3 Lieblos und unversöhnlich werden sie sein, ihre Mitmenschen verleumden und hemmungslos leben, brutal und rücksichtslos. Sie hassen alles Gute, 4 Verräter sind sie, unbeherrscht und aufgeblasen; nur ihr Vergnügen haben sie im Kopf und wollen von Gott nichts wissen. 5 Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen! 6 Einige gehen sogar von Haus zu Haus und versuchen dort vor allem gewisse Frauen auf ihre Seite zu ziehen. Diese Frauen sind mit Sünden beladen und werden nur von ihren Leidenschaften getrieben, 7 sie wollen jederzeit etwas Neues hören, sind aber unfähig, die Wahrheit zu erkennen. 8 So wie sich die ägyptischen Zauberer Jannes und Jambres gegen Mose auflehnten, so widersetzen sich diese falschen Lehrer der Wahrheit. Ihre Ansichten sind verdreht und wirr, ihr Glaube hält keiner Prüfung stand. 9 Auf die Dauer werden sie aber ihr Unwesen nicht treiben können. Mit der Zeit wird jeder ihre Dummheit durchschauen. Genauso ist es den beiden ägyptischen Zauberern ergangen.

    Wenn man diese Verse im Zusammenhang liest, dann erkennt man, dass nicht nur die Verse 1-5 über die kritischen Zeiten Auskunft geben, sondern auch die Verse 6 bis 9. Jeder ZJ zitiert seit Jahr und Tag immer nur die ersten fünf Verse, weil auch immer nur diese in den Publikationen der Gesellschaft abgedruckt werden. Die LK lehrt doch immer, dass der Predigdienst von Haus zu Haus eine biblische Grundlage hat, obwohl es dafür keinen richtiben Bibeltext gibt. Doch hier im Vers 6 wird der „Haus zu Haus“ Dienst erwähnt und genau diesen Dienst führen die ZJ seit über 100 Jahren durch und doch verwenden sie diesen Text nicht in ihren Publikationen???
    WARUM NICHT?
    Weil hier der „Haus zu Haus“ Dienst negativ belegt ist und das kann ja in ihren Augen nicht sein. Aber nicht nur das, die weiteren Verse scheinen auch bei ihnen zu finden zu sein. Zur Wiederholung:
    7 sie wollen jederzeit etwas Neues hören, sind aber unfähig, die Wahrheit zu erkennen. 8 So wie sich die ägyptischen Zauberer Jannes und Jambres gegen Mose auflehnten, so widersetzen sich diese falschen Lehrer der Wahrheit. Ihre Ansichten sind verdreht und wirr, ihr Glaube hält keiner Prüfung stand.
    Gerade auf den jährlichen Kongressen wollen alle ZJ etwas Neues hören, aber sie sind nicht in der Lage die Wahrheit zu erkennen, weil sie es gar nicht mehr gewohnt sind, die Lehren ihrer Führung anhand der Bibel zu prüfen. Wenn man versucht mit einem ZJ über die Bibel zu sprechen und ihnen anhand von Bibelversen zu zeigen, dass ihre geistige Führung nicht die Wahrheit lehrt, dann lehnen sie das rundweg ab. Interessanterweise steht im Vers 8 das damit falsche Lehrer gemeint sind, diese widerstehen der Wahrheit. Jeder ZJ ist ein Bibellehrer. Es gab mal eine Zeit, da stand das genauso auf der „Wir über uns“ Seite auf jw.org.
    Außerdem werden ihre Ansichten als verdreht und wirr beschrieben und dass ihr Glaube keiner Prüfung stand hält. Denken wir nur mal an das „neue hellere Licht“ über den T.u.v.Sklaven vom 15.07.2013. Bisher haben die Verse über den T.u.v.Sklaven immer dafür hergehalten, dass sich das 1914 erfüllt haben soll. Mittlerweile ist der LK aber aufgefallen, dass sie aktuell ja nur über die irdische Habe herrschen und sie wollen ja auch noch die himmlische haben. Daher sagen sie nun, dass sich dieser Vers erst in der Zukunft erfüllen wird. Obwohl sie nun selbst sagen, dass diese Verse erst in der Zukunft in Erfüllung gehen, soll aber der Text auch eine Erfüllung im Jahr 1914 haben!!! Ist so eine Aussage nicht verdreht und wirr und hält er einer Prüfung stand?
    Der Vers 9 scheint sich gerade vor unseren Augen zu erfüllen:
    9 Auf die Dauer werden sie aber ihr Unwesen nicht treiben können. Mit der Zeit wird jeder ihre Dummheit durchschauen.
    Denn offensichtlich wachen immer mehr Schwestern und Brüder auf und erkennen, dass manche Lehren wirklich einfach nur dumm sind. Viele wenden sich von ihnen ab und gehen eigentlich nur noch wegen ihren Familien und Freunden in die Zusammenkünfte.
    Wenn die LK die Verse 6 bis 9 auf eine andere Religionsgemeinschaft hätte schieben können, dann hätten sie es mit Sicherheit gemacht und würden 2. Tim. 3:1-9 zitieren und nicht nur bis Vers 5. Die Tatsache, dass sie es nicht tun, zeigt eigentlich dass sie es mit voller Absicht machen. Sie wissen genau welche Texte gegen sie verwendet werden können und diese lassen sie geflissentlich weg.
    Der Sklave, der den Willen seines Herrn kennt und nicht danach handelt, wird mit vielen Schlägen geschlagen werden.

    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    Februar 14, 2015

    Danke Manfred

    Super Kommentar!

    Je mehr man sich mit der Bibel beschäftigt und nach Parallelen bei den Zeugen sucht desto mehr wird man fündig.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Zadok/Achim@Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Manfred,lieber Alois,

    in der von euch beiden zu Recht hoch geschätzten Elberfelder heisst diese Textstelle Vers 6 bis 8:
    Denn von diesen sind die, die sich in die Häuser schleichen und lose Frauen3 verführen – die4 mit Sünden beladen sind, von mancherlei Begierden getrieben werden,
    7 immer lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. –
    8 Auf die Weise aber wie Jannes und Jambres5 Mose widerstanden…“

    Wie man sehen kann,ist hier sogar der Sinnnzusammenhang mit Anführungszeichen herausgehoben. Diese Verse „immer lernen und nie zu einer Erkenntnis kommen“ beziehen sich auf die Frauen, nicht auf die Zeugen.
    In allen anderen Bibeln ist am Ende des Verses 6 ein Komma, das besagt dass der Satz noch nicht zu Ende ist und inhaltlich zusammengehört.
    Die Suche nach Texten, die man auf die Zeugen anwenden kann, führt manchmal zu unüberlegten Aussagen.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim,

    vielen Dank für den Hinweis, dass sich dieser Textteil auf die Frauen bezieht. Trotzdem bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass damit die Zeugen gemeint sind. Wie läuft der Predigdienst bei den Zeugen ab?

    Predigen darf nur der, der getauft ist oder als ungetaufter Verkündiger anerkannt ist.
    Warum? Er muss zuerst bewiesen haben, dass er die Lehren der ZJ kennt und erklären kann.

    In diesem Vortrag hier (Die den Tag Jehovas herbeisehenen http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=1163) ist das Zitat von der „Wir über uns“ Seite auf JW.org. Dort hies es früher:

    Kurzinfo Jehovas Zeugen weltweit
    Wir sind in 239 Ländern und Territorien aktiv
    Wir veröffentlichen Bibeln und biblischen Lesestoff in 595 Sprachen
    Wir kommen in 111 719 Versammlungen (Gemeinden) zusammen
    Wir zählen 7 538 994 Bibellehrer
    Die Besucherzahl bei unseren Zusammenkünften und Kongressen? 19 Millionen
    Verbreitung der Bibel: 179 Millionen Exemplare — in 116 Sprachen
    Unsere Produktion an biblischen Publikationen in den vergangenen 10 Jahren: 20 Milliarden

    Damit haben Sie angedeutet, dass jeder der 7.538.994 Zeugen ein Bibellehrer ist und diese gehen nun von Haus zu Haus. Warum machen sie das? Weil sie zu diesen 7,5 Mill. weitere Zeugen hinzufügen möchten. So lange ein Interessierter noch nicht getauft ist, ist er noch kein Bibellehrer und muss somit ständig etwas Neues hören, ist aber unfähig die Wahrheit zu erkennen. Wenn er aber getauft ist, dann gehört er zu denen die auch in der Bibel lehren. Allerdings wollen auch getaufte ZJ immer etwas Neues hören. Sie freuen sich doch immer auf die Bezirks-Kongresse auf die neuen Freigaben oder etwa nicht?

    Ein ZJ kommt aus diesem Kreislauf nicht mehr heraus. Er gehört einerseits zu den „Bibellehrern“ und andererseits wartet er auch ständig auf was Neues von der LK, gerade weil sie nicht mehr in der Lage sind, die Wahrheit zu erkennen. Beide Textteile treffen hier auf die ZJ zu. Nur warum werden in 2. Tim. 3 nur Frauen erwähnt?

    Man spricht ja auch von der Braut Christi und das obwohl da auch Männer dazugehören.

    Die Organisation bezeichnet sich als die „Mutter“ ihrer Gefolgsleute oder als „Mutter Organisation“. Also auch weiblich. In Hosea lesen wir:

    Hos. 2:4-6; Elb: 4 Rechtet mit eurer Mutter, rechtet! – denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann -, damit sie ihre Hurerei von ihrem Gesicht entfernt und ihren Ehebruch zwischen ihren Brüsten, 5 damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie hinstelle wie an dem Tag ihrer Geburt und ich sie einer Wüste gleichmache und sie wie dürres Land werden lasse und sie vor Durst sterben lasse. 6 Auch über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie hurerische Kinder sind.

    Wenn wir Kinder Gottes sind und die Organisation sich als unsere „Mutter“ darstellt, dann sagt die LK somit, dass sie die Frau Jehovas ist. Doch Jehova sagt hier, dass das nicht stimmt. Er bezeichnet diese Mutter als Hure und als Ehebrecherin. Auch sagt er, er würde sie nackt ausziehen und sie einer Wüste gleich machen. Die Kinder von dieser Frau sind hurerische Kinder. Das bringt uns zur Offenbarung und ich zitiere auszugsweise:

    Off. 17: Elb:
    3 Und er führte mich im Geist hinweg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voller Lästernamen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.
    5 und sie hatte an ihrer Stirn einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde.
    16 und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen.

    In der Offenbarung finden wir die gleichen Worte wieder, die bereits in Hosea genannt worden sind. Auch wenn man einwenden mag, dass Hosea nicht für die Zukunft geschrieben wurde, so ist dies auf jeden Fall bei der Offenbarung so. Dort geht es um die Zeit des Endes, übrigens genauso wie bei dem Text aus 2. Tim. Kapitel 3.

    Wenn die Kinder dieser Organisation geistige Hurerei begehen, weil sie nicht mehr treu auf ihren Bräutigam Jesus Christus warten, dann sind sie die Huren Kinder und die Mutter davon ist die Organisation. Sie ist dann die Mutter der Huren. Zu all diesen Personen gehören selbstverständlich auch Männer oder Brüder. Die Bibel bezeichnet sie aber jeweils weiblich, weil Jesus der Bräutigam ist und dieser ist männlich.

    Daher bin ich davon überzeugt, dass mit den Frauen in 2. Tim. 3 Verse 6 und 7, die Zeugen gemeint sind. Aber das ist meine persönliche Meinung.

    Liebe Grüße Manfred

  • Zadok/Achim@Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Manfred,

    in den beiden Briefen an Timotheus musste Paulus ihm Rat geben bezüglich der Frauen in der Versammlung in Ephesus. Hier gab es ein Problem wie aus 1. Tim 2:9-15 und Kapitel 5:9-16 hervorgeht. Besonders der Vers 13 aus Kapitel 5 ist hochinteressant in Bezug auf 2.Tim 3:6,7.
    Hier ergibt sich nämlich ein ursächlicher Sinnzusammenhang.
    Und der hat rein gar nichts mit den Zeugen zu tun.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim,

    der ursächliche Sinnzusammenhang zu 2.Tim 3:6,7, ist 2. Tim.3:1.

    1 Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden.

    In diesen Versen 1-9 geht es um die letzten Tage. Ich glaube, dass sich ein Großteil des Wortes Gottes an den ZJ erfüllt, gerade weil sie so schlecht handeln und vor allem weil sie den Sohn Gottes missachten. Außerdem prophezeien sie Lügen im Namen Jehovas und das kann dieser nicht ignorieren. Da gibt es auch eindeutige Bibeltexte dazu.

    Liebe Grüße Manfred

  • Zadok/Achim@Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Manfred,

    das ganze NT bezieht sich auf die Zeit des Endes oder der Wiederkunft Christi. Aber wenn du unbedingt 2. Tim 3:6,7 auf die Zeugen hinbiegen willst, dann bitte schön. Ich habe alles vernünftig biblische dazu gesagt.
    Wenn die Zeugen Jehovas in der Endzeit eine Rolle spielen würden, dann hätte unser Herr darauf hingewiesen. Hat er aber nicht.
    Die Zeugen halten sich für das geistige Israel Gottes. Und die Ex-Zeugen halten sich für etwas besonderes, weil sie nicht mehr dabei sind und jetzt Christus nachfolgen.
    Andere Christen haben schon in den 90er Jahren die Zeugen und ihre Lehren auseinandergenommen und die Christusfeindlichkeit als das entscheidende Kriterium ausgemacht, weshalb sie mit Vorsicht zu geniessen seien. Wer ihnen das wohl gezeigt hat?

    Dies war mein letzter Beitrag auf dieser Seite, ich interessiere mich nämlich auch für andere Christen auf dieser Welt.

    Alles Gute für alle Mitschreiber

    Zadok/Achim

  • Manfred
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim,

    ich will überhaupt keine Bibeltexte hinbiegen. Ich glaube nur dass sie damit gemeint sind. Ich habe meine Meinung kund getan und auch biblisch argumentiert. Wenn Du das zum Anlass nimmst, hier nicht mehr zu schreiben, dann tut es mir leid.

    Du hattest geschrieben:
    Wenn die Zeugen Jehovas in der Endzeit eine Rolle spielen würden, dann hätte unser Herr darauf hingewiesen. Hat er aber nicht.
 Die Zeugen halten sich für das geistige Israel Gottes. – Zitat Ende.

    Vielleicht hat er uns doch einen Hinweis gegeben, nämlich genau den den Du anführst:

    Off. 2:9: 9 Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans.

    Off. 3:9: 9 Siehe, ich werde schicken einige aus der Synagoge des Satans, die sagen, sie seien Juden und sind’s nicht, sondern lügen;

    Wenn sich die Zeugen für das geistige Israel halten, dann sagen sie nichts anderes als sie seien Juden und sind es nicht. Der Hinweis ist somit da. Ob man das glaubt oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich glaube es.

    Liebe Grüße Manfred

  • Alois an Achim
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim

    Jetzt verstehe ich Dich überhaupt nicht, nur weil Du in diesem Punkt eine andere Ansicht hast möchtest Du jetzt wegbleiben?

    Eines dürfte doch klar sein, kein Mensch kann mit Sicherheit sagen dass er genau weiß wie die Bibel zu verstehen ist. Alle die hier schreiben tun ihre persönliche Ansicht, ihren persönlichen Glauben kund. Dieser Glaube oder diese Ansicht kann richtig sein, kann auch falsch sein, egal ob der Kommentator Manfred, Alois, Achim oder sonst wie heißt. Ich dachte das wäre hier Konsens.

    Auch wenn wir uns in noch so vielen Punkten uneins sind, so sind wir doch alles Brüder unter unserem Hirten und König Jesus.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Boas
    Februar 14, 2015

    Lieber Achim,
    Lieber Manfred,
    Lieber Alois,

    bezüglich des zweiten Timotheus-Briefes Kapitel 3 habe ich mir die letzten Tage meine Gedankten gemacht. Gestattet mir bitte meine persönlichen Gedanken darüber auszusprechen.

    Die erste Frage, war für mich, auf welches Ende der Welt das hier Geschriebene (2. Tim. 3:1) sich bezieht. Da Paulus Timotheus im Vers 5 in dem Zusammenhang den Rat gibt: „Halte Dich (Timotheus) von diesen Menschen fern.“ gehe ich davon aus, das es sich um eine Situationsbeschreibung handelt, die vorrangig damals um 65 u.Z. aktuell war. Das ganze Kapitel drei ermahnt immer wieder Timotheus, nicht auf diese „Schwindler und Verführer“ hereinzufallen. Für Paulus war das Ende der Welt sehr nahe. 2. Timotheus war sein letzter Brief vor seiner Hinrichtung in Rom. In 2. Tim. 4:6 schreibt er: „Für mich ist es nun die Zeit gekommen, dass ich geopfert werde; mein Abschied ist nahe.“

    Also Grundlegend hatten die Worte des Paulus zuallererst einen direkten Hintergrund mit Timotheus ca. im Jahr 65 u.Z. und dem nahe bevorstehenden Tod des Paulus als Märtyrers. Es waren buchstäblich die „LETZTEN TAGE DES PAULUS“. Das man daraus, lieber Manfred, durchaus interessante passende Parallelen zu anderen Jahrhunderten, Einzelpersonen oder angeblich christlichen Gruppen erkennt, ist mit Sicherheit etwas Gutes. Denn die Probleme des ersten Jahrhunderts sind auch die Probleme eines jeden Jahrhunderts. Und der Typ von Scheinchrist bleibt immer der gleiche. Eine prophetische Zukunfts-Aussage, die allein nur auf JZ zugeschnitten ist, konnte ich daraus nicht erkennen. (Ist halt nur meine bescheidene Meinung)

    Generell möchte ich aber bezüglich des Textes aus 2. Tim. 3:1-9 festhalten, dass sich diese Worte des Paulus NICHT auf die ganz normalen Menschen in der Welt beziehen. Meines Erachtens beziehen sie sich auf die Handlungsweise Einzelner in der Christenversammlung.

    Was die Verse 6-9 betrifft, lieber Achim, bietet sich mir noch ein zweiter Schluss an. Du hast natürlich Recht mit dem ersten Timotheusbrief, der mit unter von Problemen mit Glaubensschwestern redet. Dem Unterstützungsfont der Witwen, nur für die wirkliche arbeitsunfähige und bedürftige alte Frau. Und nicht für die jungen arbeitsfähigen Frauen.

    2. Tim. 3:6 hat für mich den Anschein, dass sich die Worte einzig und allein nur um diese Verführer und Betrüger drehen. Dass diese Verführer sich auf Kosten armer und schwacher Frauen bereichern wollen, ist eher trauriges Beiwerk. Warum ich zu diesem persönlichen Schluss gekommen bin, möcht ich gerne erklären. Ich nehme mal den Vers 6 aus der NWÜ und setze das, mit den verführten Frauen, ans ende des Satzes:

    „Denn von ihnen stehen die Männer auf, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangen nehmen.“

    Das geht auch bei anderen Bibelübersetzungen. Macht für mich einen guten logischen Gesamteindruck des Textes. In dem Falle wären die Verführer die Bösen und die Frauen die Opfer und die Ausgebeuteten. Wenn man dass ganze nach der alten unrevidierten Elberfelder ließt, wären die Verführer zwar die Bösen, aber „die gefangenen Weiblein“ wären ja fast noch schlimmer. Viele Frauen dienten z.B. Jesus. 1. Timotheus spricht doch davon dass die Witwen anderen etwas Gutes tun sollen, um in die Liste aufgenommen zu werden. Und diese Gutmütigkeit würde von den Verführern vielleicht ausgenutzt. Hier noch mal die Elberfelder umgestellt:

    „Denn aus diesen sind, welche, mit Sünden beladen, von mancherlei Lüsten getrieben werden, die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können, die sich in die Häuser schleichen und Weiblein gefangen nehmen.“

    Was hält ihn von der Überlegung?

    Ganz liebe Grüße
    Boas

    PS: Lieber Zadok/Achim, Du wirst mir fehlen. Deine Gedanken und Dein Bibelverständnis werden mir fehlen.

  • Alois an Boas
    Februar 14, 2015

    Lieber Boas

    Wenn ich in Kommentaren schreibe dass sich viele Geschichten und Prophezeiungen an den Zeugen erfüllen, dann entspricht diese Ansicht ganz einfach meinen Beobachtungen. Damit habe ich nie gesagt, dass sich dies alles NUR an den Zeugen erfüllt. Das habe ich auch schon mal in einem früheren Kommentar geschrieben. Ich kenne die vielen hunderte verschiedene christliche Religionen gar nicht und kann das schon deshalb niemals behaupten.
    Meine Beobachtungen konzentrieren sich auf die Zeugen und da stehe ich dazu dass sich die Bibel auf sie anwenden lässt.
    Auch habe ich hier nie behauptet dass nur Zeugen gerettet werden können. Wie käme ich dazu, ich bin froh dass ich nicht richten muss.
    Aber wenn man mich aus welchen Gründen auch immer falsch verstehen will, dann muss ich das akzeptieren auch wenn ich das sehr schade finde. Jesus und Jehova möchten dass alle Menschen gerettet werden, aber wer Jesus nicht als unseren Herrn anerkennen möchte sondern jemand anderes dient, z.B. dem „wilden Tier“ oder Jesus sogar aktiv ablehnt, der hat wahrscheinlich sich selbst gerichtet. Das gilt für alle Menschen auf der Erde.

    Was Deinen umgestellten Text betrifft, Deine Umstellung dürfte die wahrscheinlich richtigste Deutung sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois an Boas
    Februar 14, 2015

    Lieber Boas

    Du hast geschrieben:
    „Eine prophetische Zukunfts-Aussage, die allein nur auf JZ zugeschnitten ist, konnte ich daraus nicht erkennen.“

    Du hast das sehr gut formuliert, nämlich Du konntest es daraus nicht erkennen!
    Kein Mensch kann nur annähernd einen beachtlichen Teil aus der Bibel erkennen. Aber nur weil man selbst etwas nicht erkennen kann muss es noch lange nicht falsch sein. Der Geist Gottes den unser Herr Jesus als Helfer schickt gibt jedem eine andere Gabe. Deshalb bin ich sehr vorsichtig geworden einen Gedanken eines Bruders einfach als falsch abzulehnen. Denn angenommen der Gedanke eines Bruders kam von Heiligen Geist, was ja durchaus sein kann, dann habe ich gegen den Heiligen Geist gesündigt. Was das heißt, das weiß jeder der die Bibel kennt.

    Ein Beispiel, nur weil kein Mensch Gott gesehen hat kann es ihn trotzdem geben und wir glauben es gegen jede Vernunft auch. Oder nur weil man die Arche nicht gefunden hat, kann es sie trotzdem gegeben haben usw.
    So ist das auch mit den Prophezeiungen der Bibel. Nur weil sich die meisten Brüder nicht vorstellen können, dass sich die meist schlechten Prophezeiungen an den Zeugen und der WTG erfüllen (zumindest auch erfüllen) kann es trotzdem richtig sein was er schreibt. Der Geist Gottes weht wo er will, beim Einen so, beim Anderen anders. So ist das eben beim Leib unseres Herrn.

    Und wenn nachfolgend Paulus schreibt dass manchen Gliedern des Leibes die Gabe des Prophezeiens gegeben wurde, dann können wir nicht das Geschriebene unseres Bruders ablehnen, nur weil wir eine ganz andere Gabe geschenkt bekommen haben und das was der Bruder schreibt schreibt nicht nachvollziehen können.

    1. Kor. 12
    4. Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber derselbe Geist;
    5. und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und derselbe Herr;
    6. und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
    7. Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben.
    8. Denn einem wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geiste;
    9. einem anderen aber Glauben in demselben Geiste, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in demselben Geiste,
    10. einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Prophezeiung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen aber Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen.
    11. Alles dieses aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will.
    12. Denn gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: also auch der Christus.
    13. Denn auch in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.
    14. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
    15. Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist er deswegen nicht von dem Leibe?
    16. Und wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist es deswegen nicht von dem Leibe?
    17. Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo der Geruch?
    18. Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, jedes einzelne von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat.
    19. Wenn aber alle ein Glied wären, wo wäre der Leib?
    20. Nun aber sind der Glieder zwar viele, der Leib aber ist einer.
    21. Das Auge kann nicht zu der Hand sagen: Ich bedarf deiner nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht;
    22. sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig;
    23. und die uns die unehrbareren des Leibes zu sein dünken, diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre; und unsere nichtanständigen haben desto reichlichere Wohlanständigkeit;
    24. unsere wohlanständigen aber bedürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt, indem er dem Mangelhafteren reichlichere Ehre gegeben hat,
    25. auf daß keine Spaltung in dem Leibe sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge für einander haben möchten.
    26. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit.
    27. Ihr aber seid Christi Leib, und Glieder insonderheit.

    Deshalb sollten wir uns in Liebe vertragen, auch wenn wir eine andere Ansicht haben oder jemanden nicht leiden können. Das ist der Wille unseres Herrn Jesus und unseres Vaters im Himmel!

    Liebe Grüße
    Alois

  • Tomaso
    Februar 14, 2015

    Hallo Manfred,

    ich kann mich Alois nur anschließen: ein super toller Kommentar!

    Wenn man in der Bibel ließt, ohne irgendwelche „Studienhilfsmittel“ dann findet man auch immer wieder was „Neues“. Und in diesem Fall sind für mich die Verse 6-9 wie ein Paukenschlag! Vielen Dank dafür 🙂

    Zum Thema noch kurz:
    Der Auftrag Jesu, Jünger zu machen, ist ja an alle seine Nachfolger gerichtet. Es heißt ja weiter: „tauft sie im Namen des Vaters..“ usw. Jetzt frage ich mich, wieso darf nur die Organisation Menschen taufen und dann ist es gültig? Theoretisch würde das Taufen für jeden Nachfolger möglich sein.
    Wenn sie es damit begründen würden, dass nur die „Gesalbten“ taufen dürfen, würde der Predigtauftrag ja auch nur für die „Gesalbten“ gelten 😉

    VG Tomaso

  • Alois
    Februar 14, 2015

    Lieber Tomaso

    Recht herzlich willkommen auf dieser Seite!

    Ich glaube jeder Christ darf einen anderen Menschen taufen.
    Denn es kommt nicht auf den Täufer an, sondern auf das Herz des Täuflings. Der Täufer ist nur ein Werkzeug, vielleicht auch ein Zeuge, wobei man vor Gott und Jesus keinen Zeugen braucht. Wenn 2 noch nicht getaufte Gläubige auf einer einsamen Insel wären und der Eine würde der Bitte des angehenden Christen nachkommen und ihn taufen, wäre die Taufe nach meiner Ansicht auch gültig, genauso wenn sich die 2 gegenseitig taufen würden. Johannes hat Jesus getauft, obwohl er neben Jesus sehr klein erscheint.

    Schlimm ist, dass die WTG Täufer die Täuflinge auf die WTG einschwören anstelle auf Jesus. (siehe Taufformel)

    Liebe Grüße
    Alois

  • BenKenobi
    Februar 14, 2015

    Gleich zu Beginn mein Statement diesbezüglich:
    Die Bibel sagt über den Predigtdienst wie die Wachtturmorganisation ihn lehrt überhaupt nichts. Das Wort Predigtdienst findet man in keiner deutschen Bibelübersetzung.Genausowenig wie das Wort „Organisation“. Das es Christen gab, die vom Geist oder vom Herrn Jesus als Prediger berufen wurden ist ganz klar, aber den „organisierten Predigtdienst“ den gab es nicht weil das Christentum keine Firma ist so wie die Wachtturmgesellschaft.
    Das man als Christ über seine Glauben spricht liegt auf der Hand, das ist heute so wie damals im 1. Jahrhundert. Wenn dich etwas wirklich im Innersten bewegt, dann sprichst du auch darüber, aber das ist eine Sache des Herzens und des hl. Geistes Dieses Verkündigen braucht auch nicht angeordnet werden von einer „muttergleichen Organisation“ die dann auch noch statistisch meine Predigtdienstleistung erfasst und mich „liebevoll“ zurechtweist wenn ich mein Plansoll nicht erfülle.
    Ich wünsche allen einen schönen Sonntag, BenKenobi

  • Tirza an Benkenobi und alle
    Februar 14, 2015

    Lieber Bruder Benkenobi & liebe Geschwister!

    Gern möchte ich heute einen Text mit euch teilen, der
    in der Täglichen Andacht steht, die ich als
    Newsletter erhalte. Passt meines Erachtens sehr zum Thema:

    Heute, 1. März 2015:
    Beziehung statt Religion
    Jesus entgegnete: „Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“
    Johannes 3,3 (NGÜ)

    Wenn Sie mit anderen über Ihren Glauben sprechen, erzählen Sie ihnen dann von einer Religion oder von einer Beziehung? Die Bibel sagt, wir müssen von Neuem geboren werden, nicht wir müssen religiös sein. Leider stellen wir den Menschen das Evangelium oft als eine lange Liste religiöser Regeln dar, nicht als lebendige Beziehung zu Gott.

    Aber „christliche“ Regeln befolgen und in die Kirche gehen macht Sie genauso wenig zu einem Christen, wie es Sie zu einem Auto macht, wenn Sie in der Garage schlafen. Religiöse Regeln und Gesetze können sehr hart, schwer und erdrückend sein. Aber das will Jesus gar nicht. Er möchte eine Beziehung zu den Menschen.

    Wenn jemand Sie fragt: „Welcher Religion gehören Sie an?“, dann sollten wir von unserer persönlichen Beziehung zu Jesus sprechen, statt zu erzählen, in welche Kirche wir gehen. Ich antworte auf diese Frage gerne: „Schön, dass Sie fragen. Ich gehöre keiner Religion an, ich gehöre zu Jesus.“ Wir müssen anfangen, die Menschen zu fragen: „Kennen Sie Jesus? Ist er Ihr Freund? Haben Sie eine persönliche Beziehung zu ihm?“ Wenn Sie das nächste Mal jemand nach Ihrem Glauben fragt, erzählen Sie ihm von einer Beziehung, nicht von einer Religion.

    Gebet: Gott, man tappt so leicht in die Falle zu glauben, die Menschen müssten eine lange Liste von Regeln befolgen, um Christen zu sein. Aber das ist nicht der Glaube, den du bei den Menschen suchst. Hilf mir, anderen dein Evangelium so weiterzugeben, dass sie nicht in einem religiösen System landen, sondern eine persönliche, lebensverändernde Beziehung mit dir eingehen.

    Liebste Grüße & einen sgensreichen Sonntag
    Tirza

  • BenKenobi
    Februar 14, 2015

    Liebe Schwester Tirza,
    ich stimme mit den Gedanken die du in diesem Beitrag erwähnst völlig überein und danke dir herzlich dafür!
    Liebe Grüsse, BenKenobi

  • Gerd
    Februar 14, 2015

    Danke Tirza,

    dieser Tagestext-Kommentar bringt es genau auf den Punkt. Charly G., er wurde hier schon einmal genannt, den auch mein Namenskollege GerdK persönlich kennt, schrieb zu dieser Thematik über das himmlische Erbe folgendes, Auszug:

    …Jesus sagte: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ – Johannes 8,31, 32. „Für eine solche Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Darum steht fest, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen“ – Galater 5,1. Wer also nicht mehr religiösen Führern folgt sondern nur noch dem, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist, der kann auch erwarten, daß die Wahrheit ihn frei machen wird, vorausgesetzt, er bittet um den Heiligen Geist („der Helfer“), der ihn „alle Dinge lehren“ wird – Johannes 14,6, 26. Glücklich sind also all jene, die vollständig von Menschenlehren und Fabeln befreit wurden und sich nicht mehr von selbsternannten religiösen Lehrern die „Ohren kitzeln lassen“ – 2. Tim. 4,3-4. Für solche wurde die Bitte des Paulus erhört: „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen …ist“ – Eph 1,18-19.

    Jesus sagte: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn“ – Johannes 6,44. Wenn also der Vater jemanden nicht zum Sohn zieht wäre es nicht angebracht, ihm die himmlische Berufung einreden zu wollen, da ihn selbst „zehn Pferde“ nicht dahin ziehen würden. Jesus selbst drängte die Menschen auch nicht – Luk 18,18-23. Man sollte aber nicht den Mut verlieren und aufgeben wenn man die himmlische Berufung nicht sofort versteht – Mat 7,7-8. Sogar die Apostel haben nicht alles sofort verstanden. Selbst nach mehreren Jahren Gemeinschaft mit Jesus erwarteten sie immer noch, mit ihm im irdischen Jerusalem zu herrschen. Erst nach der Ausgießung des Hl Geistes verstanden sie, daß sie mit ihm im Himmel leben würden. Manche brauchten also mindestens 3 Jahre um dies zu verstehen!

    Als auch Heiden – beginnend mit Kornelius – glaubten, daß Jesus der Christus ist, wurden auch sie aus Gott geboren denn „die Nationen sollen nämlich Miterben und Miteinverleibte sein und Mitteilhaber in Christus Jesus…“ – 1. Johannes 5,1; Epheser 3,6. Es wurden also immer mehr hinzugfügt und da bei Jesu Rückkehr – um seine Miterben nach Hause zu holen – noch lebende Kinder Gottes auf der Erde sein würden, wird deutlich, daß die ganze Zeit zwischen seiner Himmelfahrt und seiner Rückkehr „Weizen oder Söhne des Königreiches“ durch all die Jahrhunderte hindurch „wachsen“ würden um dann „geerntet“ und „entrückt“ zu werden, „um allezeit beim Herrn“ zu sein – 1. Thessalonicher 4,13-17; Matthäus 13,24-30+36-43). Christen aller Zeiten freuen sich also, und es ist der Inhalt ihres Lebens geworden, daß sie aus Gott geboren wurden und Jesus ihnen im Hause seines Vaters eine Stätte bereitet, damit sie da sein können wo auch er ist – Johannes 1,10-13; 14,2, 3).

    Da wir noch in dieser günstigen Zeit zwischen Jesu erstem Kommen und seiner Rückkehr leben ergeht immer noch die Einladung an uns – wenn Gott uns zu Christus zieht – Miterben seines Sohnes und mit ihm mitverherrlicht zu werden. Was vor Christus war ist eine Sache , was nach der Entrückung sein wird ist wieder eine andere Sache. Für uns sollte das Heute zählen !

    Dem Vater danksagend, der uns durch die geschenkte Sohnschaft einen Anteil am Erbe der Gnade des ewigen Lebens verleiht, wollen wir auch unserem Herrn und Retter Jesus Christus unsere Wertschätzung zeigen indem wir immer wieder zum Herrenmahl zusammenkommen gemäß seinen Worten: „Dies tut zu meinem Gedächtnis“ – Luk 22,19.

    Die Gnade des Vaters und die Liebe des Sohnes und die Hilfe des Hl Geistes sei mit euch allen,

    Euer Bruder in Christus
    Geber
    —————–
    Schönen Wochenanfang wünscht
    Gerd

  • Tirza an Gerd
    Februar 14, 2015

    Lieber Bruder Gerd!

    Dankeschön für deinen Beitrag, der, das gebe ich zu, noch immer ambivalente Gefühle bei mir weckt.
    Das hat ganz „irdische Gründe“, wenn nämlich mein Ehemann meint
    irdische Hoffnung hegen zu wollen, während bei mir der Wunsch nach
    himmlischer Hoffnung durchaus vorherrschend dominiert.

    Einen guten Wochenstart & eine glückliche Zeit in der Liebe Jesu
    Liebste Grüße Tirza

  • Gerd
    Februar 14, 2015

    Liebe Tirza,

    es ist nun mal so, dass wir uns selbst nicht zum sogenannten „Kaiser von China“ ernennen können, die Erbfolge ist dort maßgeblich. Ähnlich das Erbe, das uns der himmlische Vater „vermacht“.
    Wir werden z.B. in all den Paulusbriefen nichts über eine „irdische Hoffnung“ lesen, obwohl auf der neuen Erde auch Menschen leben werden. Mit anderen Worten: wir können uns nicht selbst in die himmlische Familie hinein berufen.

    Anregung aus dem Bibellexikon, Stichwort: „Paulus“: Zitatauszug:

    …Paulus erhielt seine Vollmacht direkt von Christus, der ihm in Herrlichkeit erschien. Diese Quelle seiner Apostelschaft legt er besonders im Galaterbrief dar. Durch Paulus wurde neues Licht betreffs der Kirche in ihrem himmlischen Charakter hervorgebracht; er war Gottes besonderer Apostel, wenn es um diese Dinge geht. Ihm wurde die Wahrheit offenbart, dass die Versammlung der Leib Christi ist, und die Lehre des neuen Lebens in Christus Jesus, bei der offensichtlich kein Unterschied gemacht wird zwischen Juden und Heiden. Dies zog eine große Verfolgung durch die Juden und jüdischen Lehrer nach sich, die weder bereit waren, das Gesetz aufzugeben, noch den Gedanken ertragen konnten, dass Nichtjuden dieselbe Stellung vor Gott haben wie sie selber. Das hob Paulus hervor, denn es war sein Auftrag als Apostel für die Nichtjuden. Paulus wurde auch anvertraut, was er „mein Evangelium“ nennt: Dies war das „Evangelium der Herrlichkeit“ (Christus in der Herrlichkeit, der die Sünden der Christen hinweggetan hat und als der letzte Adam, der Sohn Gottes vorgestellt wird, 2. Kor 4,4). Es bringt nicht nur die Rettung – so groß wie das ist! – sondern sondert den Gläubigen von dieser Erde ab und passt ihn Christus an, so wie er in der Herrlichkeit ist.