20 Comments
  • Ulrike P.
    Juni 22, 2012

    Hallo H.P.M.,
    ZITAT:
    „Es ist zu vergleichen mit einer Bankzusage für eine Schuldentilgung die besagt, wenn du zweidrittel der Schuld begleichen kannst werden wir den Rest tilgen. Da du aber die zweidrittel nicht tilgen kannst, auch nicht ein drittel, hast du nichts von der Bank zu erwarten.“

    Jou, guter Vergleich…ich hab´noch einen:

    Mich erinnert die WTG einschließlich der Versammlungen die ihr unterstehen, an ein Café an das wir im Urlaub mal geraten sind.

    Wir brauchten nicht lange zu warten, da kam die Bedienung, wir fragen was sie denn so alles haben und sie antwortete: „Ois.“ (Alles). Das fanden wir natürlich total Klasse und so nannten wir unsere Wünsche…die Antwort darauf war dann aber leider nie: „Kommt sofort“, sondern immer nur: „Homma net.“ (Haben wir nicht).

    Wir fühlten uns zwar ein kleinwenig veralbert, aber da wir in Urlaubsstimmung waren, ließen wir uns die Laune davon nicht verderben. Außerdem war´s eh´nur ein kleines Café, darum waren die Erwartungen nicht sonderlich hoch und wir formulierten dann einfach die Frage anders: Was HABEN sie denn da?“ 😀

    Nicht anders ist es, wenn man in eine Versammlung geht:
    Die „Speisekarte“ (Bibel) lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen, liest man doch da von ewigem Leben in Frieden und Freude, von Gnade, Versöhnung und Erlösung.

    Doch man braucht im Grunde nicht wirklich lange um festzustellen, dass NICHTS was auf der „Speisekarte“ steht, in diesem „Gourmettempel“ tatsächlich angeboten wird. Bei allem bekommt man nur die eine Antwort: „Homma net“. 🙁

    LG Ulli

  • Holger
    Juni 22, 2012

    Die heutige l.K. maßt sich an auch in intimen Dingen und oftmals in Kleinigkeiten Regeln aufstellen zu dürfen, obwohl offensichtlich ist, dass sie den hl. Geist, den Paulus als Stütze hatte, nicht hat.
    ‚#‘
    Das habe ich selber erfahren müssen. Brd. und Schw. werden auf Mit-Brd. angesetzt, um sie mit List auszufragen. Z.B. Ich habe dich schon lange nicht mehr gesehen? Solche Fragen werden von mir nicht mehr direkt beantwortet, da es meine persönliche Sache ist, wann und wie oft ich in der Verslg. anwesend bin, da es freiwillig sein sollte und nicht aus Pflichtgefühl, wie es uns immer eingeredet wird.
    Am Freitag wurde der D-Verslg. (2. Progr.-Punkt) der Text aus Matth. 24:45 angesprochen, dass die Bibelstelle sich nur auf den t.u.v.S nach NW bezieht. LG. Holger

  • Edelmuth
    Juni 22, 2012

    >> Paulus selbst war bis dahin nie in Rom gewesen, obwohl er schon “seit vielen Jahren” den sehnlichen Wunsch hatte die Gläubigen dort zu sehen. Man weiß nicht genau wie das christliche Werk in Rom seinen Anfang genommen hatte, man vermutet, dass in Rom wohnende Juden, die auf ihren jährlichen Festreisen nach Jerusalem von den Vorgängen dort unterrichtet worden waren, und so die Kunde von Jesu in die damalige Hauptstadt der Welt gebracht haben. Jedenfalls steht fest, dass weder Paulus noch Petrus irgend etwas dazu beigetragen haben dass in Rom eine Christenversammlung entstanden ist.

    Diese Tatsache ist nebenbei bemerkt ein Beleg dafür, dass das Evangeliumswerk nicht durch das Wirken einer so genannten L.K. von Jerusalem aus gelenkt wurde, wie es von unserer Organisation immer wieder durch eine willkürliche Auslegung der Apostelgeschichte behauptet wird. <<

    Hallo H.P.M.

    Ein sehr gutes Argument.

    Wir sollten gelegentlich einen Beitrage veröffentlichen, der sich mit der möglichen Berufung einer leitenden Körperschaft durch Gott befasst, denn von diesen gibt es viele, ob sie sich nun t.u.v.S. , Papst, Apostel oder sonst wie nennen.

    Wir sollten dabei auch auf die gebräuchlichsten Argumente zur Manifestierung eines Sklaven eingehen, um sie anhand der Bibel zu begründen oder zu widerlegen. Davon haben alle etwas. Auch die anschließende Diskussion wird zur Klärung beitragen.

    Ede

  • Dennis
    Juni 22, 2012

    Lieber Ede,

    hier wurde dieses Thema schon mal behandelt:

    http://www.digidatanet.de/?p=155

    LG
    Dennis

  • Edelmuth
    Juni 22, 2012

    Ein interessanter Beitrag, Dennis.

    Aber er geht wenig auf die Argumente des Sklaven ein, die zur Manifestierung der Leitenden Körperschaft verwendet werden.

    Paulus wurde vom Herrn beauftragt, nach Jerusalem zu reisen, um die entstandenen Differenzen bezüglich der Einhaltung des mosaischen Gesetzes zu klären.

    Zeugen Jehovas erwarten, dass der Herr ihrem Sklaven das richtige Verständnis vermittelt. Einen Paulus würden sie als einen Abtrünnigen ausschließen, weil er den Sklaven kritisiert und Irrlehren verbreitet.

    In Jerusalem angekommen kam es zwischen Paulus und den Aposteln zu einem Disput. Jesus lehrte, dass er nicht gekommen sei, um zu zerstören, sondern um zu erfüllen. Daraus schlossen die Apostel, dass man zu erst Jude werden müsse, um sich anschließend als Christ taufen lassen zu können. Damit hatten sie, alle samt Judaisten, natürlich keine Probleme. Diese Irrlehre nahm daher in Jerusalem ihren Anfang und verbreitete sich schnell bis nach Antiochia. Dort wurde Paulus mit dieser Irrlehre in Verbindung mit der Belehrung von Heiden, für die der jüdische Glaube mit samt seiner Beschneidung ein Problem war, konfrontiert. Daher kam es in Jerusalem zu dem in der Bibel geschilderten Disput, weil die Judenchristen an ihrem Glauben festhielten und mit unbeschnittenen Heidenchristen keinen Umgang pflegen wollten.

    Mit Inkrafttreten des neuen Bundes sollte die kollektive Verantwortung in die persönliche Verantwortung geändert werden. Jeder sollte nun für seine Sünden selber verantwortlich sein. Diese persönliche Verantwortung kannten die Israeliten nicht. Sie kannten nur die kollektive Verantwortung, wo Propheten, Priester, Pharisäer und Schriftgelehrte ihnen sagten, wo es entlang gehen sollte und dafür auch die Verantwortung übernahmen. Daher war es für die Apostel richtig, dass sie, nachdem sie sich aufgrund Paulus Intervention korrigiert hatten, ihm ein Schriftstück mit der Richtigstellung ihrer Lehre und den Auftrag, alle Versammlungen darüber zu unterrichten, mitgaben.

    Diese Maßnahme ist etwas ganz Anderes als die Einsetzung eines Kollektives zur Unterweisung in Glaubensfragen und zur Leitung des Volkes Gottes. Das Leitende Kollektiv ist ein Relikt aus dem mosaischen Gesetz, wo Könige und Richter die Leitung und die Verantwortung für das Volk Gottes übernahmen.

    Ede

  • Dennis
    Juni 22, 2012

    Stimmt Edelmuth!

    Zur Untermauerung des Gedankens, dass es bei den 1. Christen kein Leitungsgremium in allen Lehr- und Glaubensfragen gab, folgende Bibelstellen:

    1. Tim. 3:1-12 (hier geht es um die Ernennung von Aufsehern und Diakonen)

    Im Vers 14 heißt es dann: „Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen;“

    oder Titus 1:5:

    „Deswegen ließ ich dich in Kreta zurück, damit du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Älteste einsetzen solltest, wie ich dir geboten hatte;“

    Beide male weißt Paulus Timotheus und Titus an, unter welchen Voraussetzungen sie Aufseher ernenn sollten. Eine solche fundamentale Entscheidung mit Auswirkung auf alle Gemeinden des Volkes Gottes wurde also nicht von eine ominösen l.K. oder einem „Sklaven“ beschlossen, sondern einzig und allein von Paulus selbst, natürlich unter Leitung des Geistes Jehovas.

    Die heutige l.K. maßt sich an auch in intimen Dingen und oftmals in Kleinigkeiten Regeln aufstellen zu dürfen, obwohl offensichtlich ist, dass sie den hl. Geist, den Paulus als Stütze hatte, nicht hat.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Juni 22, 2012

    allumfassende „Rechte“, die sich die Leitende Körperschaft anmaßt machen sie langsam aber sicher zu einem me-too Abklatsch der katholischen, sprich „allumfassenden“ Kirche.
    Ich bin sicher, dass die Societas Jesu es längst geschafft hat, dort mindestens einen Maulwurf unterzubringen, der kräftig wühlt und untergräbt damit schließlich das Gebälk kracht und das ebilde einstürzt. Die sind auf dem besten WEge dahin, bewiesen durch das Verhältnis Verkündiger : Versammlungsbesuch.

  • Alois
    Juni 22, 2012

    Das mit den vielen Vorschriften muss so sein lieber Dennis.

    Denn sonst würde Jes. 18 nicht in Erfüllung gehen (Vers bitte aufmerksam lesen):
    7. In jener Zeit wird Jehova der Heerscharen ein Geschenk dargebracht werden: ein Volk, das weithin geschleppt und gerupft ist, und von einem Volke, wunderbar seitdem es ist und hinfort, einer Nation von Vorschrift auf Vorschrift und von Zertretung, deren Land Ströme beraubt haben-nach der Stätte des Namens Jehovas der Heerscharen, nach dem Berge Zion.

    Diese jene Zeit kommt erst noch, das Geschenk sind diejenigen Brüder und Schwestern welche der Organisation entronnen sind und Jesus als ihrem Herrn folgen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois
    Juni 22, 2012

    Noch eine Stelle aus Jesaja 28, auch hier wird die Vorschriftenwut vorhergesagt, aber auch das Ende dieser Menschen die das tun:

    13. Und so wird ihnen das Wort Jehovas sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; auf daß sie hingehen und rücklings fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.
    14. Darum höret das Wort Jehovas, ihr Spötter, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!
    15. Denn ihr sprechet: Wir haben einen Bund mit dem Tode geschlossen und einen Vertrag mit dem Scheol gemacht: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn wir haben die Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in der Falschheit uns geborgen.
    16. Darum, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich gründe einen Stein in Zion, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, aufs festeste gegründet; wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.

    Mit dem Bund, den sie mit dem Tode und dem Scheol geschlossen haben, müsste die Aussage der herrschenden Organisation gemeint sein, dass wer ihr folgt gerettet werden wird. Dass sie einen Bund mit der Lüge gemacht haben steht in Vers 16

    Aber Jehova hat das alles gesehen und hat deswegen den Eckstein Jesus gegründet. Wer an diesen glaubt (anstelle der Organisation glauben) hat keinen Grund ängstlich zu sein.

    Angst haben wir auch keine, weil Jesus unser Fels, Retter und König ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Edelmuth
    Juni 22, 2012

    Hallo Dennis

    Mit dem Hinweis auf den Jerusalemer Beschluss, der allen Versammlungen bekannt gemacht werden sollte, weist der Sklave in Brooklyn auf die Berufung der Leitenden Körperschaft, dessen Nachfolge er angetreten haben will, durch Gott hin.

    Untersuchen wir einmal die Bedeutung des Jerusalemer Beschlusses.

    (Apostelgeschichte 15:19-20) . . .Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. . .

    (Apostelgeschichte 15:28-29) . . .Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. . .

    (Apostelgeschichte 21:25) . . .Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei.. . .

    Interessanter Weise wurde der Jerusalemer Beschluss an die Gläubigen aus den Nationen (Heidenchristen) gerichtet, weil die Judenchristen, die an alten Vorstellungen fest hielten, anderenfalls Probleme im Umgang mit ihnen hatten.

    Ist der Jerusalemer Beschluss als Gesetz Gottes zu bewerten, das auf jeden Fall unter Inkaufnahme des Verlustes des eigenen Lebens einzuhalten ist?

    Der Jerusalemer Beschluss beinhaltet 3 unterschiedliche einzuhaltende Punkte

    1. Enthaltung von Götzen geopfertem Fleisch
    2. Enthaltung von Hurerei
    3. Enthaltung von Blut und Erwürgtem

    Paulus widersprach dem Jerusalemer Beschluss in einem Punkt.

    (1. Korinther 8:4-6) . . .Was nun das Essen von Speisen betrifft, die Götzen dargebracht worden sind, so wissen wir, daß ein Götze nichts ist in der Welt und daß es keinen GOTT gibt außer e i n e m. 5 Denn wenn es auch solche gibt, die „Götter“ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele „Götter“ und viele „Herren“ gibt, 6 so gibt es für uns tatsächlich e i n e n GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt e i n e n Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

    Paulus brachte zum Ausdruck, dass götzengeopferte Fleisch aus biblischer Sicht gegessen werden dürfe, aber die Brüder im Hinblick auf das Gewissen ihrer Mitmenschen davon keinen Gebrauch machen sollten, wenn sie dadurch jemanden zum Straucheln bringen könnten.

    (1. Korinther 8:7-13) . . .Dessenungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis; sondern einige, die bis jetzt an den Götzen gewöhnt sind, essen Speise als etwas einem Götzen Geopfertes, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird befleckt. 8 Aber Speise wird uns bei Gott nicht empfehlen; wenn wir nicht essen, haben wir keinen Nachteil, und wenn wir essen, ist dies für uns kein Verdienst. 9 Doch wacht beständig darüber, daß diese eure Befugnis nicht irgendwie eine Ursache zum Straucheln für die werde, die schwach sind. 10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, in einem Götzentempel bei einem Mahl liegen sieht, wird nicht das Gewissen des Schwachen so weit erbaut, daß er Speisen ißt, die Götzen dargebracht worden sind? 11 Tatsächlich geht durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde, [dein] Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. 12 Doch wenn ihr so gegen eure Brüder sündigt und ihr Gewissen, das schwach ist, verletzt, sündigt ihr gegen Christus. 13 Wenn daher Speise meinen Bruder zum Straucheln bringt, will ich überhaupt nie wieder Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Straucheln bringe.

    Paulus wäre aus Rücksicht und Liebe zu seinen Brüdern bereit gewesen auf seine Rechte zu verzichten, aber er würde nie einem Gesetz Jehovas widersprechen.

    In dem Sinne ist auch der Jerusalemer Beschluss zu verstehen. Er ist kein Gesetz Gottes, sondern ein Speisegebot, dass den Judenchristen, die Vorbehalte gegenüber Unbeschnittenen hatten, entgegen kommen sollte.

    Der Jerusalemer Beschluss ist dennoch nicht unwichtig. Er ist ein Speisegebote mit dem die „Leitende Körperschaft“ betraut wurde und hat die Bedeutung wie die Festlegung der Kongresse oder der Versammlungszeiten.

    Der Jerusalemer Beschluss ist wenig geeignet ein Blutverbot mit Todesfolge zu begründen, denn wer wollte jemandem verwehren, sich Blut transfundieren zu lassen und am Leben zu bleiben, wenn andere götzengeopfertes Fleisch essen dürfen.

    Die Widersinnigkeit des aus dem Jerusalemer Beschluss abgeleitetem Blutverbot zeigt sich schon darin, dass sich kein Mensch des Blutes enthalten kann (enthalten = vollständig darauf verzichten). Wer das dennoch meint, müsste sich selber die Pulsadern öffnen, und auch dann ist es unmöglich sich vollständig des Blutes zu enthalten, weil das Herz bereits aufgehört hat zu schlagen, bevor ein Mensch vollständig ausgeblutet ist. Das wirft natürlich die Frage nach der Eigenbluttransfusion auf, da das eigene Blut von Jehova zum Nutzen dieses Menschen geschaffen wurde.

    Um ein biblisches (Fremd-)Blutverbot für bestimmte Personen zu begründen gibt es andere Bibelstellen. Doch das ist ein anderes Thema.

    Ede

    PS. Mein persönlicher Dank an Theo. Frank und N7

  • Dennis
    Juni 22, 2012

    Hallo Edelmuth,

    hier findest Du Artikel zum Thema Blut und leitende Körperschaft:

    http://www.digidatanet.de/?p=155

    http://www.digidatanet.de/?p=178

    http://www.digidatanet.de/?p=181

    Deine Gedanken gehen in die gleiche Richtung.

    LG
    Dennis

  • Dennis
    Juni 22, 2012

    Lieber Brd. HPM,

    Du hast für mich sehr schön gezeigt, welche eindeutige Aussage Paulus im Römerbrief macht und das Kap. 8 ist auch ganz klar hinsichtlich Sünden, Vergebung, Gerechtsprechung usw. Bin gespannt was ihr aus dem Kap. 7 ausarbeiten werdet.

    Folgende zwei Zitate haben mich besonders berührt:

    1.
    „Es ist zu vergleichen mit einer Bankzusage für eine Schuldentilgung die besagt, wenn du zweidrittel der Schuld begleichen kannst werden wir den Rest tilgen. Da du aber die zweidrittel nicht tilgen kannst, auch nicht ein drittel, hast du nichts von der Bank zu erwarten.“

    Mal abgesehen davon, dass ich selbst auch Banker bin, ist das ein sehr passender Vergleich, der die Verdrehung der WTG deutlich macht, im Hinblick auf die Wahrheit, die Gottes Wort lehrt.

    2.
    „Dies tat Jehova Gott, weil er die Menschen liebt und nicht um seiner selbst willen, wie uns immer wieder gesagt wird. Nach der Lehre des t. u. v. S. besteht der Hauptzweck des Todes Jesu darin, den Namen Gottes zu rechtfertigen und nicht um das Leben der Menschen zu retten. Deshalb ist auch unser so genannter “Predigtdienst” nicht in erster Linie auf die Rettung der Menschen gerichtet, sondern er dient in erster Linie der Rechtfertigung Gottes. (Siehe Königr.-Dienst Juni 2012)“

    Hier stellst Du ein Kernelement der Bibelverdrehung heraus, die durch den „Sklaven“ vollführt wird. Immer öfter habe ich den Eindruck, dass für den „Sklaven“ Menschenleben in Wahrheit überhaupt keinen Wert haben. Da es in vielen Ländern, wie hier bei uns, seit Jahren de facto einen Stillstand bzw. Rückgang gibt, versucht man natürlich den Predigtdienst eine neue Sinnhaftigkeit zu verpassen. Es ist offensichtlich, dass die angebliche WT-„Wahrheit“ niemand mehr hören will, also lenkt man den Sinn des Predigens weg von der Menschenrettung hin zur Rechtfertigung des Namens Jehovas. Also das Ziel das Jehova und Jesus seit dem Sündenfall Adams hatten, nämlich Menschen mit Gott zu versöhnen und sie so zu RETTEN, spielt nur noch die 2. Geige.

    Ich kann mir auch anders nicht erklären, warum ständig darauf rumgehackt wird was angeblich in Harmageddon geschieht oder wie H. angeblich abläuft. In den ensprechenden WT-Artikel wird dann sehr deutlich und wiederholt von „auslöschen“, „vernichten“, „beseitigen“ usw. gesprochen, was nichts anderes heißt als das z.B. ALLE 1,2 Millarden Katholiken „ausgelöscht“ werden. Aber eine Religion ist eine Weltanschauung, die innerlich in Menschen vorhanden ist oder eben nicht. Man kann also keine Religion „auslöschen, vernichten“ oder sonst was, selbst wenn man alle umbringt, die sich zu ihr bekennen. Man hat nach 1945 versucht Deutschland zu „entnazifizieren“, aber Nazis gibt es leider immer noch.

    An der strickten Weigerung die biblischen und medizinischen Fakten in Bezug auf die Blutfrage zur Kenntnis zu nehmen, kann man auch erkennen, dass im Zweifel die Ideologie höher zu berwerten ist wie der Mensch.

    Danke nochmals für deinen Artiel!

    LG
    Dennis

  • Holger
    Juni 22, 2012

    Denn wie hier schön im Kommentar herausgearbeitet wurde ging es Paulus nicht um ein Leistungsevangelium sondern um Liebe und einem guten Verhältnis zwischen Menschen und Gott sowie wie wir es erreichen können.
    Das sehe ich auch so. Wenn ich in der Verslg. bin, achte ich genau auf die Worte, wie oft über Jesus gesprochen wird. Die Liebe zu den Brüdern und Schw. ist besser als Streß mit Leistung zu verbringen. LG. Holger

  • zj-beobachter
    Juni 22, 2012

    zj-beobachter

    22.06.2012 auf 19:49

    Hallo, liebe Schwestern und Brüder in Christus,
gleich vorneweg gesagt, ich bin kein ZJ und beabsichtige auch nicht, einer zu werden. Ich als evangelischer Christ interessiere mich sehr für verschiedene Kirchen und Glaubensgemeinschaften und bin insbesondere gegenüber den ZJ ein kritisch-distanzierter, aber keineswegs rundherum ablehnender Beobachter, und das seit über 10 Jahren. Die Glaubens- und Lebenswelt der Zeugen sehe ich differenziert, d. h. es gibt Dinge, die ich gut finde, bei anderen denke ich, man kann da verschiedener Meinung sein, andere wiederum lehne ich ab. Die Ablehnung der in meiner Kirche hochgehaltenen Dreieinigkeitslehre z. B. teile ich, seit ich mich mit dem Thema auf Grund der ZJ-Argumentation auseinandergesetzt habe.
Kurz gesagt, Eure Seite ist hochinteressant; endlich mal keine total negative bzw. sogar Hass-Seite mit z. T. falschen Behauptungen. Dafür eine sachkundige und sachliche Diskussion.
Ich behalte Euch im Auge!
    Mit geschwisterlichem Gruß
zj-beobachter

  • Eddi
    Juni 22, 2012

    Ein herzliches Willkommen, zj-beobachter!

    Du tust genau das Richtige, hinschauen, vergleichen und dann das Beste behalten. Und ich finde es sehr schön, dass du einen Kommentar gegeben hast.

    Es ist in manchen Situationen sehr, sehr schwer, nicht einfach nur negativ zu sein. Da müssen wir alle an uns arbeiten. Doch nicht das, was verkehrt läuft, sollte die Richtschnur unserer Handlung sein, sondern wie man es verändern, verbessern kann. Da die Organisation der Zeugen Jehovas Kritik nicht wirklich zulässt, ist BI eine sehr gute Quelle um sich persönlich weiter zu entwickeln. Vieles läuft verkehrt, das muss man nicht noch um unwahre Geschichten erweitern.

    Du betonst, evangelisch zu sein und niemals ein Zeuge Jehovas zu werden. Nun, sicher sind dir auch die Kommentare nicht entgangen, dass unser Herr Jesus Christus auf der ganzen Welt nach solchen sucht, die ihm von Herzen – nicht von der Kirche aus – zugetan sind. Wenn wir aus dem Schatten einer Organisation heraustreten, kann das volle Licht der herrlichen Guten Botschaft auf uns strahlen, so dass wir in der Lage sind, dieses im täglichen Leben auf unsere Brüder und Schwestern im Glauben (nicht in der Konfession)widerzuspiegeln.

    Hab noch ganz viel Freude am Entdecken der herrlichen Verheißungen, die uns von Gott selbst durch seinen Sohn zugesagt werden.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Anna
    Juni 22, 2012

    Liebe Brüder und Schwestern,

    was ich denke passt finde ich gut zu Holgers Kommtar:

    ZITAT Holger:
    Denn wie hier schön im Kommentar herausgearbeitet wurde ging es Paulus nicht um ein Leistungsevangelium sondern um Liebe und einem guten Verhältnis zwischen Menschen und Gott sowie wie wir es erreichen können.
    Das sehe ich auch so. Wenn ich in der Verslg. bin, achte ich genau auf die Worte, wie oft über Jesus gesprochen wird. Die Liebe zu den Brüdern und Schw. ist besser als Streß mit Leistung zu verbringen.ZITAT ENDE

    Sehr gut aufpassen, das mache ich mittlerweile auch. Weil auch der heilige Geist nach meiner Meinung wirkt indem manche fehlgeleiteten Bibeltexte oder Vergleiche dazu dienen, noch mehr Brüder zum Aufwachen zu bringen.

    Daher möchte ich zu einem Vortrag des Bethelbeauftragten am Bezirkskongress etwas schreiben. Weil dies finde ich sehr deutlich zeigt, wie Begebenheiten aus alter Zeit so verbogen werden, dass man den armen Brüdern mit scheinbaren Vorbildern ein schlechtes Gewissen einreden kann.

    Im letzten Programmpunkt am Freitag „Sind wir von Herzen bei der Arbeit“ wurde auf das Beispiel Nehemias hingewiesen.

    Uns wurde geraten uns an Nehemia ein Beispiel zu nehmen der auf Jehova vertraute. So sollen wir dies auch machen bezüglich unserer Predigtdiensttätigkeit. Uns auch wie Nehemia und das Volk damals nicht von Verfolgung und Spott von dieser wichtigen Tätigkeit abhalten lassen.

    Gelesen wurde unter anderem:
    Nehemia 4:6 (NWÜ)

    6 So fuhren wir fort, die Mauer zu bauen, und die ganze Mauer wurde bis zur Hälfte ihrer [Höhe] zusammengefügt, und das Volk war weiterhin von Herzen bei der Arbeit.

    Es wurden dann noch einige Texte gelesen wie eifrig alle waren, wie gut sie zusammengearbeitet haben und so fort. Dann hat der Bruder einen Text vorgelesen der mich sehr getröstet hat. Der Text sollte wohl dafür stehen wie schnell alles gegangen ist.

    Nehemia 6:15 Schließlich wurde die Mauer am fünfundzwanzigsten [Tag] des Ẹlul, in zweiundfünfzig Tagen, vollendet.

    Hier meine ich ging der Schuss nach hinten los. Ich finde durch die Erwähnung dieses Verses zeigt uns Jehova wie unsinnig seine angebliche Organisation Vergleiche heranzieht.

    Diese sicherlich harte Arbeit unter Spott und Verfolgung war nur für 52!!! Tage = 7 1/2 Wochen.
    Das war ein durchschaubares und erreichbares Ziel. Und ein paar Wochen Entbehrung für einen absehbaren Zeitraum wo man mit jedem Tag Fortschritte sieht nimmt doch jeder gerne in Kauf.

    Nur, wie lange predigen viele von uns schon oder haben gepredigt? Jedenfalls wohl fast alle mehr als 52 Tage!
    Ist das nicht schön wie uns Jehova und Jesus sogar auf dem Kongress Hinweise geben uns von solchen Programmpunkten nicht entmutigen zu lassen.
    Herzliche Grüße an alle bunten, schwarzen und weißen Schafe
    Anna

  • Bruderinfo H.P.M.
    Juni 22, 2012

    Hallo Igel,

    danke für deine lieben und anerkennenden Worte,

    Gerne möchte ich deine Frage beantworten, wobei du selbstschon die richtige Antwort erwähnt hast wenn du fragst: Wer ist damit gemeint?
…Oder sind Jehovas Zeugen keine Gemeinde Jesu da sie nur vorgeben die rettende Botschaft Jesu zu verkünden, in Wirklichkeit aber die Botschaft des t.u.v.S. verkünden?

    Paulus erklärt doch sehr eindeutig um welche Personen es ihm geht: Denn sie dienen nicht unserem Herrn Christus. Es geht ihnen nur um die Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche und Begierden. ……….
    Es geht Paulus wirklich nur um diejenigen, die die rettende Botschaft Jesu verdrehen oder verwässern und andere Botschaften in den Mittelpunkt rücken.

    Du fragst, sind Jehovas Zeugn eine christliche Gemeinde der nicht. Nach meiner Erfahrung eher nicht. Christus spielt genau genommen nur eine Statistenrolle im Glaubensleben eines Zeugen Jehovas . Er glaubt zwar auch an das Lösegeld Jesu, aber nicht in dem Sinn und in der Ausschließlichkeit wie sie der Apostel Paulus in seinen Briefen in den Vordergrund stellt.
    Jesus ist ein von Jehova geschaffener besondrer Engel, der sein Leben in erster Linie für die Rechtfertigung Jehovas geopfert hat. Das wird zwar so nicht direkt gesagt, aber nehmen wir nur die Gedanken aus dem Juni-Kö.D., wo doch deutlich gesagt wird , wir predigen, damit der Name Jehovas gerechtfertigt wird und erst dann um Leben zu retten.
    Welch ein Gottesbild wird hier vermittelt? Ein Gott dem seine Rechtfertigung durch unvollkommene Menschen wichtiger ist als die Erlösung der Menschen.

    Entspricht dies deiner Meinung nach der christlichen Botschaft, wie sie Paulus verkündigte? Vor solchen Lehren sollten wir uns in acht nehmen.

    Wir wissen, das der t.u.v.S. diese Worte des Paulus gerne verwendet um gegen sogenannte „Andersdenkende oder Abtrünnige“ vor zu gehen. Für ihn sind alle, die die Lehre des Sklaven ablehnen oder in frage stellen durch Paulus angesprochen.

    Aber wie gesagt, Paulus zeigt sehr deutlich welche Personen er meint, Personen, die die gute Botschaft entstellen und für ihre eigenen Ziele verdrehen.

    l.G.
    H.P.M.
    Bruderinfo

  • Igel
    Juni 22, 2012

    Lieber Bruder H.P.M.

    Vielen Dank ! Für Deine ausführliche Antwort aber sie macht auch irgendwie traurig wenn man daran Denkt wie viel Lebenszeit Zeugen Jehovas für die Klärung einer Streitfrage einsetzen die es eigentlich nicht gibt, Lebenszeit die man so gut in der Versammlung und im Umgang mit Brüdern die Hilfe benötigen einsetzen könnte, ältere Brüder und Schwestern die nicht mehr in die Versammlung kommen können fühlen sich oft alleingelassen denn Kontakt zur Versammlung gibt es ja nur übers Telefon Zeit die eigentlich vorhanden währe ist nicht da, und so zieht die Kälte und Lieblosigkeit ein, wirklich keine Zeichen einer Christlichen Gemeinde denn die Belehrung steht weit vor der Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern und zu Jesus unserem Herrn!
    Dennoch möchte ich alle aktiven Z.J. ermuntern sich gegen den kalten Wind der WTG zu stellen und die Streitfrage die es nicht gibt zu vergessen, und lieber mal mit Kaffee und Kuchen die armen alten und vergessenen Brüder und Schwestern besuchen denn das bringt wirklich Lohn und Frieden ein. Nur leider fehlt die Spalte mit der Stundenzahl für Brüderliebe auf der Verkündigerkarte. Warum brauchen wir überhaupt eine Verkündigerkarte mit Stundenangaben? Jesus kennt sicher jede Stunde in unserem Leben denn er kann in unser Herz schauen. Nur der t.u.v.S. hat leider diese Möglichkeit nicht es sind eben nur Menschen die, die Macht der Zahlen benötigen um sich bestätigt zu fühlen und in sich nur den Wunsch verspüren mehr Stunden, mehr Täuflinge mehr, mehr………traurig aber wahr besonders weil mehr Nächstenliebe, mehr Zeit für die Familie und vieles mehr auch mehr Segen bei Jehova und Jesus einbringt denn sie stellen keine Bedingungen.
    Ich sehne den Tag herbei wenn diejenigen die Paulus eigentlich meinte mit

    „Sie verbreiten eine andere Lehre und widersprechen dem, was ihr gelernt habt. Mit solchen Leuten sollt ihr nichts zu tun haben. Denn sie dienen nicht unserem Herrn Christus. Es geht ihnen nur um die Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche und Begierden. ………“

    es auch merken denn es stellt sich die Frage wem dienen sie wenn nicht unseren Herrn Christus? Ich denke das ist für viele zu unrecht Ausgeschlossene die wegen der falschen Auslegung der Worte von Paulus Leid ertragen mussten und müssen sicher eine Hilfe.

    Nochmals Vielen Dank! Lieber Bruder H.P.M. und macht weiter so denn es ist schön in der geistigen Wüste der Z.J. einen Brunnen und eine Oase der Vernunft, der Liebe, und der geistigen Aufehrbauung gefunden zu haben.

    Liebe Grüße euer Igel!

  • Igel
    Juni 22, 2012

    Lieber Bruder HPM,

    vielen Dank, für Deinen ermunternden Kommentar zum Römerbrief , ich finde es gut den Römerbrief von einer anderen Seite aus betrachten zu können, und auch dessen Auslegung im Vergleich zur WTG.
    Ich hätte aber hier eine Frage zum Schlussteil des Kommentars.
    Hier steht auszugsweise :
    „verbunden mit einer ernsten Warnung vor Männern, die das liebliche Verhältnis zwischen den Geschwistern zu stören und Zwietracht und Ärgernis anzurichten suchten.“

    Wer ist damit gemeint? Der t.u.v.S. oder geht es hier um Personen im allgemeinen die mit Betrügereien, falschen Verdächtigungen, falschen Lehren u.s.w. Zwietracht sähen?
    Durch die Auslegung der Gemeindezucht sowie einige andere Lehren durch die WTG könnte man sagen sie sähen Zwietracht in der Gemeinde aber es ist ja Ihre Gemeinde b.z.w. sie stehen der Gemeinde vor.
    Oder sind Jehovas Zeugen keine Gemeinde Jesu da sie nur vorgeben die rettende Botschaft Jesu zu verkünden, in Wirklichkeit aber die Botschaft des t.u.v.S. verkünden?
    Andererseits möchte ich dem t.u.v.S. nicht unterstellen persönliche Begierten in den Vordergrund zu stellen, denn ich finde sie sind wie R.F. sagte „Gefangene einer Idee“
    die nicht gänzlich Falsch ist, aber einer Grundhaften Erneuerung an hand der Bibel benötigen würde. Denn wie hier schön im Kommentar herausgearbeitet wurde ging es Paulus nicht um ein Leistungsevangelium sondern um Liebe und einem guten Verhältnis zwischen Menschen und Gott sowie wie wir es erreichen können.
    Ich würde mich freuen mehr über die Auslegung von (Röm. 16: 17-27 H.f.a. Auszugsweise)
    erfahren zu können b.z.w. wer mit den Männern gemeint ist?

    Liebe Grüße Igel

  • Eddi
    Juni 22, 2012

    Lieber Bruder HPM,

    wunderbar ausgeführt. Hab vielen Dank dafür.

    Herzliche Grüße
    Eddi

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