334 Comments
  • Tommy
    März 5, 2012

    Da melde ich mich als Aussenstehender nochmals zu Wort.
    Diese Seite hier sollte allen zeigen, dass sie eben nicht mehr alleine oder ausgestossen sind. Und der herr ist sowieso bei denen, die reinen Herzens glauben.
    Tommy

  • Joshua
    März 5, 2012

    Lieber Bruder Gast, danke für deinen Brief und deine Umarmung! Als Christen müssen wir auch bereit sein fuer das Richtige zu leiden. Wenn wir es denn auch noch schaffen, so wie Jesus und Stephanus fuer die uns „töten“, sei es durch einen Gemeinschaftsentzug oder auf andere Weise, zu beten und ihnen zu vergeben,dann sind wir daran gewachsen und haben durch unseren Glauben die Welt besiegt.

    Nochmals Danke für deinen Kommentar!
    Dein Bruder im Herrn
    Joshua

  • Bruderinfo
    März 5, 2012

    Lieber Gast,

    danke für deine wirklich guten Gedanken und tröstenden Worte.
    Wen immer du auch als Freund und Bruder ansprechen wolltest, ich persönlich fühle mich durch deinen Brief so angesprochen, als wenn er für mich geschrieben wurde.

    Ich denke so wird es auch all denen gehen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden
    wie ich. Danke und bleibe uns hier auf dieser Seite erhalten.

    Liebe Grüße
    Bruderinfo
    H.P.M..

  • gast
    März 5, 2012

    Ich bin erst kürzlich auf diese Seite gestoßen und finde sie gut, weil endlich einmal die Möglichkeit da ist zu freier Meinungsäußerung. Ich muss es begrüßen, wenn Menschen den Mut aufbringen, selbst zu denken, statt denken zu delegieren. Natürlich wird oft das Nachdenken gefordert, aber damit meint man nicht das eigene Denken, sondern das nach-zu-denken, was vorgedacht wurde. Soviel zum Allgemeinen.

    Zum Besonderen möchte ich sagen, dass mir einige Brüder bekannt sind, die zu den Enttäuschten gehören. Und immer wieder muss ich in etwa das sagen, was im nachfolgenden Brief zum Ausdruck kommt:

    Mein lieber Freund und Bruder!

    Ich habe seit unserem letzten Gespräch lange nachgedacht. Und ich muss gestehen, dass ich um dich besorgt bin. Warum? Es ist deshalb, weil ich feststellen musste, dass auch du zu den Enttäuschten gehörst, zu denen, die eine heimliche Wunde haben.
    Nun kann ich dich gut verstehen, denn wir denken und fühlen ähnlich. Ich teile deine Vorbehalte, die ja alle die moralische Seite der Organisation betreffen. Es geht dir nicht darum, irgendwelche Lehren zu kritisieren, sondern um das sittliche Verhalten, das aus falschen oder verzerrten Lehren entstehen kann. Ich sage ausdrücklich: Kann! Und so möchte ich über niemanden urteilen, der aus irgendeinem Grund ein falsches Verständnis der Bibel hat. Aber ich denke so wie du, dass es darauf ankommt, seinem christlichen Gewissen zu gehorchen, und es nicht durch andere Menschen aushebeln zu lassen. Ich möchte hier nicht auf die vielen Dinge eingehen, die uns im Einzelnen stören. Lass mich auf etwas anderes Bezug nehmen.

    Mir ist beim Lesen der Evangelien und der Briefe der Apostel aufgefallen, wie oft vor Menschen gewarnt wird, die sich als Betrüger entpuppen werden. An wie vielen Stellen ist vom Antichristen die Rede, auch wenn er nicht immer mit diesem Ausdruck bezeichnet wird.
    Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich von Matthäus bis zur Offenbarung über 50 (!) Bezugnahmen gefunden. Es ist also nichts Besonderes, wenn durch gewisse Menschen der christliche Glaube korrumpiert wird. Es ist warnend prophezeit worden. Und ich denke, dass so manche Beschreibung auf unser „Problem“ zutrifft, auch die Stelle aus 2. Thess. 2:3-5. Du weißt, dass Paulus hier beschreibt, wie sich der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ zu erkennen gibt: „Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so dass er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, dass er ein Gott sei.“
    Die Geschichte des Christentums ist voll solcher Beispiele. Zu jeder Zeit wurde versucht, durch Menschen die Treue und den Glauben der Nachfolger Jesu zu zerstören. Warum sollte es heute anders sein! Und noch etwas müssen wir feststellen: Jehova hat es immer zugelassen! Warum sollte es heute anders sein?

    Es kann auch heute nicht anders sein, denn in der Offenbarung ist es ganz klar enthalten und für „die Zeit des Endes“ beschrieben. Denke nur einmal an die sieben Briefe, die Jesus prophetisch an seine Versammlung geschrieben hat. Was schildert er alles? Er schildert und kritisiert schlimme Zustände unter seinen Brüdern! Das muss man sich einmal bewusst machen! Diese Kritik betrifft nicht die „böse Christenheit“, sondern die geistigen Brüder Christi! Diese Kritik beinhaltet alles, was man heute an der Organisation beobachten kann. Da ist z. B. der Fall Isebel. Was hat es damit auf sich? Hier kritisiert Jesus bestimmt nicht das Verhalten von Frauen, die ihre Männer dominieren wollen. Nein, Isebel hat ganz anders gearbeitet! Sie hat die politische Macht ihres Mannes benutzt, um ihre eigenen religiösen Ziele zu verfolgen. Kommt dir das bekannt vor? Ja, natürlich! Die Organisation hat viele Partnerschaften mit politischen Vereinigungen, um zusammen mit dem religiösen Abschaum dieser Welt den eigenen Bestand politisch sichern zu lassen. Da geht man gerne mit der Moon-Sekte, den Bahai, den Re-aliens, den Spiritisten und anderen obskuren Vereinen zusammen.

    In den sieben Briefen wir soviel kritisiert, dass man den Eindruck gewinnt, dass alles möglich ist. Aber wie reagiert man darauf? Soll man weggehen? Soll man aus Enttäuschung den Glauben aufkündigen? Soll man aufhören, ein Christ zu sein? Ich kenne deine Antwort schon. Auch du wirst weiter dein christliches Leben führen, weil du weißt, an wen du glaubst und wem du vertraust. Ich möchte dich in dieser Hinsicht nur bestärken. Lass mich noch auf die „Versammlung Sardes“ eingehen: Hier sagt Jesus:
    „Und doch hast du einige wenige Namen in Sardes, die ihre äußeren Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir in weißen Kleidern wandeln, weil sie würdig sind.!

    Ist das nicht eine tröstende Zusage? Wir werden nicht dazu aufgerufen, gegen die Machenschaften von treulosen Menschen in der Versammlung aufzustehen und zu streiten. Wir sind zum Frieden berufen und können nur für uns allein in dieser Sache das Richtige tun. Wir wollen daran denken, dass Jehova und Jesus das alles auch sehen. Und sie sehen auch dich, in deinem Bemühen, den geraden Weg zu gehen und dich nicht verbiegen zu lassen.

    Ich betrachte die ganze Sache als meine persönliche Glaubensprüfung. Und ich will sie bestehen! Dazu bin ich bereit, sogar einen Ausschluss auf mich zu nehmen, wenn man mich zwingen will, Farbe zu bekennen. Ich fürchte, dass dieser Tag kommt. Dann möchte ich den Mut haben, für die Wahrheit einzustehen. Ich bin entschlossen, meine guten Grundsätze nicht aufzugeben, weil ich mich Jehova verpflichtet fühle!

    Manche Menschen haben Angst vor dieser Konsequenz, und ich versuche sie zu verstehen. Haben wir doch Jahrzehnte geglaubt, es mit rechtschaffenen Menschen in der Organisation zu tun zu haben. Aber die Verhältnisse haben sich geändert, und wir müssen einsehen, dass wir zu blauäugig waren. Wir wollten es nicht wahrhaben. Und nun besteht die Gefahr, dass man uns die Gemeinschaft entzieht, weil wir den Götzen „Organisation“ nicht anerkennen wollen. Aber was kann schon passieren, wenn wir für das Gute leiden? Auch dazu muss ein Nachfolger Jesu bereit sein. Und ich weiß ja, wie Jehova darüber denkt. Also, was fürchte ich? Doch nur die Menschen, die vom rechten Weg abgewichen sind. Sind diese Leute zu fürchten?

    Kürzlich las ich in Jesaja 33:15-16, wie Jehova jemanden betrachtet, der Rechtschaffenheit lebt. Es hat mich getröstet – und ich wünsche, dass es auch dich tröstet! Man wird einsam sein auf dieser „Felsenklippe“, aber nicht ohne Zuwendung Jehovas!

    Und zum Schluss: Bedenke, dass wir viele liebe und treue Menschen in der Versammlung kennen. Es fallen nicht alle der allgemeinen Verführung zum Opfer. Und die Treuen sollen unsere Gefährten bleiben.

    Ich umarme dich herzlich!
    Januar 2013

  • Barnabas an Gast
    März 5, 2012

    Lieber Gast,
    vielen Dank für deinen zu Herzen gehenden Kommentar. Sicher ist, dass du mit deinen Worten sehr vielen aus dem Herzen gesprochen hast.
    »Ich muss es begrüßen, wenn Menschen den Mut aufbringen, selbst zu denken, statt denken zu delegieren. Natürlich wird oft das nachdenken gefordert, aber damit meint man nicht das eigene Denken, sondern das nach-zu-denken, was vor gedacht wurde.… Zum besonderen möchte ich sagen, dass mir einige Brüder bekannt sind, die zu den Enttäuschten gehören.«
    Die Enttäuschten sind nun mal jene die es sich erlaubt haben nachzudenken. Es ist mir und meiner Frau gelungen die Enttäuschung zu Gunsten des Nachdenkens hinter uns zu lassen.
    So habe ich den heutigen Vormittag genutzt mal über das Nach-Denken nachzudenken.
    In Römer 1:20 (Schlachter 2000) steht: „Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so dass sie keine Entschuldigung haben.“
    Die Elberfelder Bibel gibt das Wort Nachdenken mit wahrgenommen wieder. Der Sprachschlüssel erläutert dazu:…noeo… Verstand, Denken. Es bezeichnet das bewusste Begreifen und Erfassen mit den Gedanken im Unterschied zur bloßen Sinneswahrnehmung sowie Verstehen, Unterscheiden, Auffassen und Merken. Noeo meint die unabhängige Tätigkeit des Verstandes oder Herzens.
    … Im NT könnte nur in Römer 1:20 und vielleicht auch in Johannes 12:40 ein normales, also natürliches und vom Bösen unbeeinflusstes Verstehen gemeint sein.
    Römer 1:20 spricht sich also positiv über das Nachdenken aus. Der Sprachschlüssel macht deutlich, dass Nachdenken eine unabhängige Tätigkeit des Verstandes oder Herzens ist. Es kann auch gar nicht anders sein, schließlich handelt es sich ja um mein Herz und meinen Verstand. Auffallend ist jedoch wie massiv die WTG vor unabhängigen Denken warnt. Warum tut sie das? Im obigen Bibeltext steht:
    „… durch Nachdenken wahrgenommen…“ Jemand der also massiv vor unabhängigen Denken warnt, hat das Ziel die natürliche Wahrnehmung eines Menschen auszuhebeln. Damit lasse ich zu, dass andere über mein Herz und meinen Verstand verfügen. Den meisten, wenn nicht gar allen von uns, ist das so passiert. Das Ergebnis war(ist) Enttäuschung. Leider haben das einige mit dem Verlust ihres Glaubens bezahlt. Gerne möchte den von dir geposteten, schönen Brief zitieren: »Man wird einsam sein auf dieser „Felsenklippe“, aber nicht ohne Zuwendung Jehovas!… Es fallen nicht alle der allgemeinen Verführung zum Opfer und die treuen sollen unsere Gefährten bleiben.«
    „Man wird einsam sein auf dieser „Felsenklippe“…“. Wir haben andere Erfahrungen gemacht. Ich möchte dir Mut machen mit den Worten aus Maleachi 3:16: „Da redeten die miteinander, die den HERRN fürchteten, und der HERR merkte auf und hörte. Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und seinen Namen achten.“
    Lieber Gast, bei guten Gästen wünscht man sich, dass sie länger bleiben und öfters mal reinschauen.
    Einen schönen Sonntag wünschen Barnabas und Frau. Schau doch wieder mal rein!

  • Sascha
    März 5, 2012

    Liebe Geschwister,

    zu diesem Thema wollte ich gerne etwas über einen Text aus Lukas 21 schreiben. Erst hatte Jesus einige Zeichen des Endes genannt. Dann sagte er:

    Luk 21:12 Aber bevor das alles passiert, werden sie gewaltsam gegen euch vorgehen und euch verfolgen. Man wird euch vor Synagogengerichte stellen und ins Gefängnis werfen. Und weil ihr zu mir gehört, werdet ihr auch vor Machthaber und Könige gestellt werden. Luk 21:13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis für mich geben.

    Jesus machte hier klar, dass es um das Zeugnis für IHN ging, dass dadurch abgelegt werden konnte. Das passt zu Apg.1:8, wo Jesus sagte, dass die Jünger Zeugen von ihm sein würden. Wenn das passieren würde, dass man seine Jünger vor Könige und Machthaber stellt, dann sollten sie folgendes beachten:

    Luk 21:14 Verzichtet bewusst darauf, im Voraus festzulegen, wie ihr euch verteidigen sollt. Luk 21:15 Denn ich selbst werde euch Worte in den Mund legen, denen eure Gegner nichts entgegenzusetzen haben. Ich werde euch eine Weisheit geben, der sie nicht widersprechen können.

    Habt ihr diese Erfahrung auch schon gemacht? Ich habe mich an die ersten Gespräche mit den Ältesten erinnert. Wir hatten einen Brief nach Selters geschrieben, und dann wollten sie mit uns darüber sprechen. Meine Frau und ich haben dann diesen Text gelesen, und es einfach darauf ankommen lassen. Wir haben uns bewusst nicht vorbereitet, und haben uns in diesem Gespräch einfach leiten lassen. Und es war wirklich so, wie Jesus es gesagt hat! Strukturiertes Reden ist nicht meine größte Stärke, was soviel heißen soll, dass ich dazu neige, in zu kurzer Zeit zu viele Punkte anzusprechen. Aber in diesen Gesprächen habe ich gemerkt, wie alles auf merkwürdige Weise Hand und Fuss hatte, es ging wirklich fast wie von alleine, dass sogar die drei Ältesten nach dem Gespräch in einer positiven Stimmung waren.

    Natürlich waren das nur ihre eigenen Eindrücke und Gefühle, die sie uns gegenüber auch mehrmals geäußert haben, und als es dann darauf ankam, haben sie die Richtlinien der WTG ungesetzt. Aber für uns waren diese Gespräche eine sehr glaubensstärkende Erfahrung, auch wenn wir dann zur endgültigen Komiteesitzung nicht mehr hingegangen sind, weil das Urteil schon von vorneherein feststand. Aber das Jesus es so klar beschrieben hat, war uns eine große Hilfe. Auch die Verse, die dann in Lukas 21 folgen:

    Luk 21:16 Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern. Und einige von euch wird man töten. Luk 21:17 Weil ihr euch zu mir bekennt, werdet ihr von allen gehasst werden.

    Auch das hat sich bei vielen von uns schon erfüllt, und vielleicht können wir uns gegenseitig dadurch ermuntern, dass wir hier auf BI auch schreiben, wie wir im Alltag mit diesen Dingen umgehen. Bruder Manfred hatte uns z.B. schon einiges aus seinen persönlichen Erfahrungen mit den Gesprächen mit den Ältesten erzählt, und auch andere haben von ihren Erfahrungen geschrieben. Mich hat das sehr ermuntert, weil es mir gezeigt hat, dass die Dinge mit denen wir uns hier beschäftigen bei allen früher oder später auf eine Konfrontation mit der WTG und vor allem mit ihrem persönlichen Gewissen hinauslaufen. Wenn wir also sehen, dass andere gleiche oder wenigstens ähnliche Erfahrungen machen, dann folgt daraus die Frage, wie wir als Einzelne damit umgehen. Hier weiß ich von vielen, dass sie wirklich positive Ansätze für sich gefunden haben, mit der Trennung von der Familie oder den ehemaligen Freunden umzugehen. Ich fände es gut, wenn wir uns auf solche Dinge konzentrieren, also auf das, was uns verbindet.

    Nicht das Verständnis verbindet uns, sondern unsere Beziehung zum Christus und die Tatsache, dass wir wegen dem Bekennen zu ihm alle in ähnliche Situationen geraten.

    In Lukas 21 fährt Jesus dann mit einer großen Ermunterung fort:

    Luk 21:18 „Doch nicht ein Haar von eurem Kopf wird verloren gehen. Luk 21:19 Bleibt also standhaft, dann werdet ihr das Leben gewinnen.“

    Was für ein Versprechen!

    Liebe Grüße
    Sascha

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    Frank&Frei Eingereicht am 21.01.2013 um 11:21 | Als Antwort auf Neoveritas an Bruderinfo.

    es scheint “in” zu sein, sich nach “oben” als loyal zu bekennen. Der Sklave kommt zunehmend in Wortphrasen der Ältesten zum Ausdruck. Ist er doch in deren Augen Gottes Instrument und so wird der Sklave gelobhuldigt und und und.
    Es ist einfach nicht zu ertragen, sich den Stuss anzuhören. Wenn man bedenkt, was der “Sklave” schon an Wirren losliess, an falschen Erwartungen weckte, oder sich politisch betätigte – betete 1918 mit den amerikanischen Kirchen für die Niederlage der Achsenmächte, schrieb an Reichskanzler Hitler einen devoten Brief, betonte darin “gleiche Ziele mit der deutschen Regierung” und und und.
    Und der kleine JZ macht einen auf Stopfgans, immer rein mit der “Wahrheit”, nicht aufgemuckt, keine Fragen gestellt, statt dessen blickt man zu der 8erbande der LK wie zu Götzen auf, Götzen, die nicht retten können, die handlungsunfähig sind und stocksteif, die mit der Blutdoktrin bisher ca 50.000 Menschen sterben liessen, geschweige denn auch Organtransplantationen bis in die späten 70iger jahre zu verhindern wußten ( moderner Kannibalismus)
    und Tante Grete mit Onkel Klement sind ganz weg von den markigen Fettspeisen, die bei mir eher für nen schnellen Durchgang sorgen würden.
    Der Druck ständig zu hören, man müsse die Versammlung besuchen wird vernommen und appropriat beantwortet. 75 % Anwesende. Und wenn man ungetaufte Kinder und Besucher abzieht verbleibt es bei ca 60 % der VK, die regelmäßig kommen.
    So was nennt man im Volksmund “Abstimmung mit den Füßen”
    es läuft sich aus die Sache, weil Gottes Geist fehlt. Der kann nimmer wirken, wo Lug und Trug angesagt sind und mit gespaltener Zunge gepredigt wird.

  • inge
    März 5, 2012

    Liebe Mitglieder, ich habe hier die Beiträge, insbes. von Rico verfolgt und kann mich insoweit „dazustellen“, weil auch ich den Wunsch habe, mich irgendwann taufen zu lassen, aber möchte nicht einer Organisation angehören, die mir vorschreibt, wie ich zu handeln habe, denn die Gebote stehen ja für jeden Menschen in der Bibel. Hier ist weiter oben gesagt worden, dass man sich im Namen Jesus Christi taufen lassen sollte und (jetzt kommt für mich etwas ganz Wichtiges) und dass man !Apg.22,16 …….indem du seinen Namen anrufst.! Das Wichtige hier für ist die Aussage, dass ich seinen Namen anrufen kann, nämlich den des Sohnes. Bitte helft mir und erklärt mir, was mit „anrufen“ gemeint ist. Die Adventisten, die Mitglieder der freien Kirche sagten mir, dass mit dem „anrufen“ das Beten zum Herrn, nämlich Jesus Christus gemeint ist. Mit dieser und einer weiteren Bibelstelle, wie „jedes Knie soll sich vor ihm beugen“ begründen sie bei ihren Zusammenkünften in der Gemeinde, dass das Beten zu Jesus „kein Götzendienst “ sei, denn ich habe mich keinem Gebet angeschlossen und mich nicht verneigt beim Gebet,(vorne auf der Bühne war ein Kreuz aufgestellt) Für mich ist es Götzendienst, wenn ich den Sohn anbete und mich dadurch zu einem zweiten Gott (die Gottheit Jesus wird auch in der Bibel angeführt)einem geringeren als den „Vater im Himmel“ bekenne. Das nächste Problem ist die Folge aus dem eben geschilderten Problem: Gott ist doch für alle christen ein einziger,also eine Einheit (für Juden und dem Islam auch)und nur der ist anzubeten, sonst keiner. Warum spricht hier die Bibel von Anrufen des Sohnes? Das ist so verwirrend….Oder kann mir jemand einen schnellen Hinweis geben, wo in Bruderinfo das Thema Dreifaltigkeit schon erörtert wurde, damit ich da erst einmal mich einlesen kann.
    lb. Gr. Inge

  • Manfred
    März 5, 2012

    Liebe Inge,

    über diese Texte habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht und ich konnte noch keinen endgültigen Schluss finden.

    So danke ich im Gebet Jehova und sage ihm, dass ich diese Texte bisher noch nicht verstehe, ich aber weiss, dass er ein eifernder Gott ist und keinen zweiten Gott neben sich duldet. Ich weiss halt nicht, ob er für seinen Sohn eine Ausnahme macht und so entschuldige ich mich im Gebet dafür, falls ich es falsch mache.

    Auch sage ich ihm, dass er doch sieht, dass ich seinen Sohn von ganzem Herzen respektiere und ihn als seinen Sohn in der Stellung anerkenne, die er ihm verliehen hat. Nur anbeten möchte ich ihn im Moment noch nicht, nicht weil ich ihn nicht respektiere, sondern weil ich Ihn (Jehova) nicht betrüben möchte, falls das falsch wäre.

    Liebe Inge, ich habe den Eindruck, das dies Jehova und auch Jesus verstehen und sie mir nicht böse sind und sobald ich Klarheit darüber habe, werde ich meine Einstellung sofort korrigieren.

    Trotzdem spreche ich auch Jesus direkt an, denn mit Ihm zu reden, heisst ja nicht ihn anzubeten. So habe ich ein gutes Gefühl, nichts falsch zu machen. Dass ich für den Namen seines Sohnes eintrete, wird mir glaube ich jeder hier bezeugen können und daran wird sich auch nie etwas ändern.

    Vielleicht ist Dir das eine kleine Hilfe.

    Liebe GRüsse Manfre

  • Regina
    März 5, 2012

    Liebe Inge,

    Lesen wir doch unvoreingenommen folgende Texte:

    Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott. Johannes 20:28

    Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.Apostelgeschichte 7:59 (beachte die Fußnote in der Studienbibel – hier steht oder anbeten !!!)

    … allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen 1.Korinther 1:2
    Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten Hebräer 1:6 die NWÜ sagt zwar huldigen – doch auch hier – siehe Fußnote)

    Das Wort proskyneo, das hier wie an vielen anderen Stellen, z.B. Luk. 24:52, verwendet wird, bedeutet nach dem Wörterbuch zum Neuen Testament von Bauer-Aland ‚niederkniend huldigen, anbeten, fußfällig verehren; ….
    Jesus, der als messian. König u. himml. Helfer fußfällig verehrt u. angebetet wird‘.
    The complete Wordstudy Dictionary New Testament sagt unter dem gleichen Stichwort: anbeten, gehorchen niederfallen vor jemanden.

    Auch niederwerfen oder huldigen vor anderen Göttern war den Juden laut 2.Mose 20:4 verboten. Aber vor Jesus warfen sich die Jünger anbetend und huldigend nieder(Matth. 28,17).

    In Offenbarung 4 wird die Anbetung Gottes des Vaters geschildert; dabei wird in den Versen 9-11 gesagt, dass man Gott Herrlichkeit und Ehre und Danksagung gab, ihm Herrlichkeit, Ehre und Macht zusprach.

    Off. 5,8: Und als es die Buchrolle nahm, fielen die vier lebenden Geschöpfe und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder und jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen, die voll Räucherwerk waren, und das Räucherwerk bedeutet die Gebete der Heiligen.
    13/14 und jedes Geschöpf…hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei der Segen und die Ehre…und die Ältesten fielen nieder und beteten an. (siehe auch Matth. 28,17)

    Weitere Texte:

    Phil. 2,8-11: Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Pfahl. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre (Verherrlichung) Gottes, des Vaters.

    Apg. 7, 59.60: Und sie fuhren fort, Stephanus zu steinigen, während er flehte und sprach: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf“. Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ …

    2. Kor. 12,8.9: Dieserhalb bat ich den Herrn dreimal inständig, dass er von mir weiche; und er hat zu mir gesagt: „Meine Gnade genügt dir; denn meine Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht.“ Am liebsten will ich mich daher eher hinsichtlich meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus, einem Zelt gleich, über mir bleibe.

    1. Kor. 1,2: an die Versammlung Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus, ihres Herrn und des unseren, überall anrufen:

    Röm. 10,13: jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

    Johannes 5,22-23 Der Vater richtet ja auch niemand, sondern hat das ganze Gericht dem Sohn übergeben, damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

    Jes. 43,11: Ich, ich bin JHWH und außer mir gibt es keinen Retter.

    1. Tim. 4,10:…der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen

    Apg. 4,12: (JC den ihr gekreuzigt habt,…der zum Eckstein geworden ist) Überdies gibt es in keinem Anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen. (und daher wurden auch alle Zeichen und Taten der Apostel im Namen Jesu ausgeführt.)

    Die Bibel schließt sogar – von dem Segenswunsch des Johannes abgesehen – mit einem Bittgebet an Jesus: Amen, komm, Herr Jesus (Offenbarung 22:20).

    Wir haben es hier überall mit dem auferstandenen Herrn zu tun.

    Lass diese Texte, die nur eine Auswahl sind, auf Dich wirken, denke darüber nach, und entscheide bei Dir selbst, ob wir mit Jesus sprechen, ob wir ihn anbeten dürfen oder sollen !!!

    LG Regina

  • Martin an Inge
    März 5, 2012

    Liebe Inge,

    Lies doch einfach ab Vers 12. Von wem sprach Ananias im Vers 14 und Vers 15? Sprach er nicht „vom Gott der Vorväter“?
    Neue Welt Übersetzung:
    12 Ananịas nun, ein gewisser Mann, ehrfurchtsvoll gemäß dem GESETZ, der bei allen dort wohnenden Juden in gutem Ruf stand, 13 kam zu mir und sagte, bei mir stehend, zu mir: ‚Saulus, Bruder, werde wieder sehend!‘ Und zur selben Stunde schaute ich zu ihm auf. 14 Er sprach: ‚Der Gott unserer Vorväter hat dich erwählt, seinen Willen kennenzulernen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören, 15 denn du sollst ihm vor allen Menschen ein Zeuge von den Dingen sein, die du gesehen und gehört hast. 16 Und nun, warum zögerst du? Steh auf, laß dich taufen, und wasch deine Sünden ab, indem du seinen Namen anrufst.‘ 17 Als ich aber nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, geriet ich in einen Trancezustand 18 und sah ihn, der zu mir sprach: ‚Beeil dich, und geh schnell aus Jerusalem hinaus, denn man wird dein Zeugnis über mich nicht annehmen.‘ 19 Und ich sagte: ‚Herr, sie selbst wissen wohl, daß ich es war, der diejenigen, die an dich glauben, jeweils ins Gefängnis bringen und in einer Synagoge nach der anderen auspeitschen ließ;

    Luther-Bibel
    2 Da war aber ein gottesfürchtiger Mann, der sich an das Gesetz hielt, mit Namen Hananias, der einen guten Ruf bei allen Juden hatte, die dort wohnten. 13 Der kam zu mir, trat vor mich hin und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, sei sehend. Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen. 14 Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich erwählt, dass du seinen Willen erkennen sollst und den Gerechten sehen und die Stimme aus seinem Munde hören; 15 denn du wirst für ihn vor allen Menschen Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast. 16 Und nun, was zögerst du? Steh auf und rufe seinen Namen an und lass dich taufen und deine Sünden abwaschen. 17 Es geschah aber, als ich wieder nach Jerusalem kam und im Tempel betete, dass ich in Verzückung geriet

    Einheitsübersetzung
    12 Ein gewisser Hananias, ein frommer und gesetzestreuer Mann, der bei allen Juden dort in gutem Ruf stand, 13 kam zu mir, trat vor mich und sagte: Bruder Saul, du sollst wieder sehen! Und im gleichen Augenblick konnte ich ihn sehen. 14 Er sagte: Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt, seinen Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen und die Stimme seines Mundes zu hören; 15 denn du sollst vor allen Menschen sein Zeuge werden für das, was du gesehen und gehört hast. 16 Was zögerst du noch? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an! 17 Als ich später nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, da geriet ich in eine Verzückung.

    Elberfelder Übersetzung
    11 Da ich aber vor der Herrlichkeit jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von denen, die bei mir waren, an der Hand geleitet und kam nach Damaskus. 12 Ein gewisser Hananias aber, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der ein gutes Zeugnis hatte von allen dort wohnenden Juden, 13 kam zu mir, trat heran und sprach zu mir: Bruder Saul, sei wieder sehend! Und zu derselben Stunde schaute ich zu ihm auf. 14 Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich dazu bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und eine Stimme aus seinem Mund zu hören. 15 Denn du wirst4 ihm an alle Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast. 16 Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst! 17 Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass ich in Verzückung geriet

    Liebe Inge, „niemand kommt zum Vater…denn durch mich…“ Nach meinem Verständnis beten wir den Vater an, lassen jedoch in unseren Gebeten auch Jeus die gebührende Ehre zukommen. Engelboten wurden in den Schriften ebenfalls mit „mein Herr“ angesprochen, weil Paulus einige Verse später jemanden mit „mein Herr“ ansprach. Siehe Dan8:12-13:
    8 Ich hörte es, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein Herr, was wird das letzte von all dem sein? 9 Er erwiderte: Geh, Daniel! Diese Worte bleiben verschlossen und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden geläutert, gereinigt und geprüft. Doch die ruchlosen Sünder sündigen weiter. Von den Sündern wird es keiner verstehen; aber die Verständigen verstehen es. 11 Von der Zeit an, in der man das tägliche Opfer abschafft und den unheilvollen Gräuel aufstellt, sind es zwölfhundertneunzig Tage. 12 Wohl dem, der aushält und dreizehnhundertfünfunddreißig Tage erreicht! 13 Du aber geh nun dem Ende zu! Du wirst ruhen und am Ende der Tage wirst du auferstehen, um dein Erbteil zu empfangen.

    Die Anbetung gebührt also ganz alleine unserem himmlischen Vater. (Siehe mein Kommentar Martin: 18. September 2012 um 17:29) http://www.bruderinfo.de/?p=907&cpage=1#comment-17119

    Liebe Grüße Martin

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Liebe Inge!

    Gerne möchte ich dir ein paar Denkanstöße zu deiner Frage übermitteln. Für mich war es früher (weil so die Belehrung war) undenkbar zu Jesus zu beten. Bis ich einen Aufsatz von unserem geschätzten Bruder E.F. zu diesem Thema gelesen habe. E.F. war über 50 Jahre ein ZJ, viele Jahre auch Ältester, er hat über 100 Aufsätze geschrieben die biblisch belgt ein neues Denken bei mir verursachten. Ich kann dir gerne diese Artikel per eMail schicken, sofern du sie möchtest! zeugejesus@gmail.com

    Nun aber das Thema:

    Soll (darf) man zu Jesus beten?
    Geschrieben von: E.F.

    Für einen Zeugen Jehovas ist die Antwort auf diese Frage einfach und eindeutig; sie lautet deutlich: nein!!! In einem Artikel des Wachtturms vom 15.12.1994 wird diese Haltung auch begründet. Doch bevor man die Begründungen näher betrachtet, sollte man unvoreingenommen die Aussagen der Bibel anhören.

    Enge Verbundenheit

    Daß zwischen Nachfolgern Jesu und ihrem Herrn eine enge Verbundenheit herrschen sollte, geht aus der Schrift deutlich hervor. Dazu einige Texte:

    Wenn jemand den Herrn nicht lieb hat, der sei verflucht
    1.Korinther 16:22

    … ich bin bei euch alle Tage … Matthäus 28:20

    Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört! Markus 9:7

    Meine Schafe hören meine Stimme … und sie folgen mir
    Johannes 10:27

    Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben … getrennt von mir könnt ihr nichts tun Johannes 15:5

    Dieser engen Verbundenheit von Christen mit ihrem Herrn werden auch Jehovas Zeugen wohl nicht widersprechen; dennoch wird man sie unter ihnen – von einzelnen abgesehen – nicht finden. Wieso? Wer immer auch engeren Kontakt zu Jehovas Zeugen hat, wird feststellen, dass sie von Jehova sprechen, den Namen auf ihren Lippen führen; auch ihre Leitung, der ‚treue und verständige Sklave‘, wird beständig erwähnt. Jesus dagegen selten. Er ist eher ein Lehrpunkt, wird besprochen, wenn es das Programm vorsieht, wie zum Beispiel vor dem Gedächtnismahl, oder er wird als Vorbild im Predigtdienst erwähnt. Dass er aber als Herr in den Herzen und auf den Lippen der einzelnen Zeugen lebt, das ist nicht der Fall. Auf einem Kreiskongreß im Dezember 2006 wurde am Samstag die Theokratische Predigtdienstschule abgehalten; dabei hielt ein Zeuge eine Ansprache von etwa 5 Minuten Dauer; darin erwähnte er dreizehn Mal den Namen Jehova, den Namen Jesus nicht ein einziges Mal. Zufall? In der Taufansprache am gleichen Tag wurde ständig von Jehova gesprochen; von Jesus wurde nur gesagt, dass er und die Engel sich über die Täuflinge freuen würden, und dass diese wie Jesus bei ihrer Taufe beten sollten. Sonst nichts! Von der Rolle Jesu als Hirte, als Weinstock, als Herr usw.: kein Wort!

    Auch die Taufformel aus Matthäus 28:19 wurde nicht erwähnt, auch nicht, daß sie auf den Namen Jesu getauft würden. Dagegen wurde ‚der Sklave‘ hervorgehoben; ihm müßten die Täuflinge künftig unbedingt loyal und gehorsam sein, ihm müßten sie folgen! Sie hätten doch alles, was sie wüßten, von ihm erhalten; er gäbe ihnen Speise in Form von Druckschriften usw. usw. Nähe zu Jesus? Fehlanzeige! An diesem ganzen Tag war Jesus kein Thema.

    Aber das beantwortet noch nicht die Frage, ob man zu Jesus beten solle oder dürfe. Jesus anbeten?

    Das Gebet kann in unterschiedlichen Formen auftreten, als Lobpreis, Dank, Bitte oder Fürbitte; zumeist besteht es aus einer Mischung aus mehreren dieser Formen. Haben die Jünger solche Gebete an Jesus gerichtet? Als Jesus auf Erden war, trat er für die alleinige Anbetung Gottes, seines Vaters, ein (Matthäus 4:10); das war das Gebot des Gesetzes (2.Mose 20:2-5; 5.Mose 6:13; 10:20). Er betete nur den Vater an. Aber wie war es nach seiner Auferstehung? War es vielleicht auch der Wille des Vaters, der ja dem Sohn alle Macht, sogar das Gericht übertragen hatte, daß die Menschen nun in ein anderes Verhältnis zu Jesus treten, ja daß sie ihn anbeten sollten (Johannes 5:23)?

    Lesen wir doch unvoreingenommen folgende Texte:

    Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott
    Johannes 20:28

    Herr Jesus, nimm meinen Geist auf
    Apostelgeschichte 7:59

    … allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen 1.Korinther 1:2

    … alle zu binden, die deinen Namen anrufen … zugrunde richten, die diesen Namen anrufen Apostelgeschichte 9:14,21

    Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten Hebräer 1:6

    Das Wort proskyneo, das hier wie an vielen anderen Stellen, z.B. Luk. 24:52, verwendet wird, bedeutet nach dem Wörterbuch zum Neuen Testament von Bauer-Aland ‚niederkniend huldigen, anbeten, fußfällig verehren; …. Jesus, der als messian. König u. himml. Helfer fußfällig verehrt u. angebetet wird‘.

    The complete Wordstudy Dictionary New Testament sagt unter dem gleichen Stichwort: anbeten, gehorchen niederfallen vor jemanden.
    Auch niederwerfen oder huldigen vor anderen Göttern war den Juden laut 2.Mose 20:4 verboten. Aber vor Jesus warfen sich die Jünger anbetend und huldigend nieder.

    In Offenbarung 4 wird die Anbetung Gottes des Vaters geschildert; dabei wird in den Versen 9-11gesagt, daß man Gott Herrlichkeit und Ehre und Danksagung gab, ihm Herrlichkeit, Ehre und Macht zusprach.

    In Kapitel 5 der Offenbarung wird dann von dem Lamm, von Jesus gesprochen; in den Versen 12-14 wird dem Lamm Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis zugesprochen; Und sie beteten an, nämlich das Lamm!

    Weitere Texte:
    … damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge…
    Philipper 2:10-11

    … damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren
    Johannes 5:23

    … habe ich dreimal den Herrn angerufen …
    2.Korinther 12:8

    Wenn Paulus hier vom Herrn spricht, dann spricht er von Jesus
    1.Korinther 8:6

    Die Bibel schließt sogar – von dem Segenswunsch des Johannes abgesehen – mit einem Bittgebet an Jesus: Amen, komm, Herr Jesus (Offenbarung 22:20). Und das stimmt überein mit den Worten des Petrus in Apostelgeschichte 4:12, dass in keinem anderen Heil ist als allein im Namen Jesu; kein anderer Name ist den Menschen gegeben, darin sie gerettet werden können, und daher wurden auch alle Zeichen und Taten der Apostel im Namen Jesu ausgeführt.
    Laß diese Texte, die nur eine Auswahl sind, auf Dich wirken, denke darüber nach, und entscheide bei Dir selbst, ob wir mit Jesus sprechen, ob wir ihn anbeten dürfen oder sollen.

    Einwände

    Natürlich sind diese Texte auch der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas bekannt, und sie hat in dem eingangs erwähnten Artikel einige aufgegriffen. Doch urteile selbst, ob diese Einwände stichhaltig sind.

    So wird zum Beispiel von Stephanus und Johannes zugegeben, dass sie mit Jesus sprachen; aber mit ihm sprechen sei noch keine Anbetung. ‚Selbst das Sprechen zu Gott ist an sich noch kein Gebet‘. Wenn dem so ist, warum sprechen denn die Zeugen nicht mit ihrem Herrn, mit Jesus? Ich habe in vielen Jahrzehnten noch keinen mit Jesus sprechen hören oder auch nur davon gehört.
    Im Namen Jesu das Knie zu beugen, so wird erklärt, bedeute, Gebete ‚im Namen Jesu‘ an Gott zu richten, in keinem Fall aber an Jesus direkt. Erscheint diese Erklärung einleuchtend oder überzeugend? Ist es nicht so, daß ich vor jemanden das Knie beuge, wenn ich mich an ihn direkt wende?

    Den Namen Jesu anzurufen, wie der erste Korintherbrief und die Apostelgeschichte berichten, bedeute, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen; wenn ich also zum Beispiel in Gesprächen mit Dritten mich zu meinem leiblichen Vater bekenne, dann – so die Wachtturm-Deutung – ‚rufe ich ihn an‘!?! Was soll man von einer solchen Erklärung halten? Das sollte sich jeder selbst überlegen.
    Auch die Studienbibel der Zeugen Jehovas vermerkt in ihrer Fußnote zu Johannes 14:14, daß zahlreiche griechische Manuskripte dort sagen: Wenn ihr mich … bittet! Vielleicht wird das nicht als Gebet, sondern als bloßes Sprechen angesehen. Aber, wie schon gesagt, warum sprechen Jehovas Zeugen nicht mit Jesus Christus, dem Herrn?

    Diese Frage wird in dem Wachtturm-Artikel wie folgt beantwortet:
    Wie kommuniziert Jesus heute mit seinen wahren Nachfolgern? Als Veranschaulichung diene das, was Paulus über die Versammlung gesalbter Christen schrieb. Er verglich sie mit einem Leib und Jesus Christus mit dem Haupt. Das ‚Haupt‘ versorgt die Glieder des geistigen Leibes mit dem, was sie benötigen, durch ‚Gelenke und Bänder‘ oder die Mittel und Vorkehrungen, durch die seine Versammlung mit geistiger Nahrung versorgt wird und Anleitung erhält (Kolosser 2:19). In ähnlicher Weise gebraucht Jesus heute ‚Gaben in Form von Menschen‘ oder geistig befähigte Männer, die in der Versammlung die Führung übernehmen und nötigenfalls Zurechtweisung erteilen. Es ist nicht vorgesehen, daß die Glieder der Versammlung direkt mit Jesus Kontakt aufnehmen oder zu ihm beten, sondern sie sollen – ja müssen – auf alle Fälle zu Jesu Vater, Jehova Gott, beten (Epheser 4:8-12).

    Das heißt also, Du hast keinen direkten Zugang zu deinem Herrn, zu Jesus, der für Dich gestorben ist. Wenn aber die ‚befähigten Männer‘ in der Versammlung mit Dir reden, Dich zurechtweisen, dann spricht Christus mit Dir! Ist das nicht arrogant, autoritär, anmaßend? Dreimal ‚a‘! Und wenn man sich dann die Befähigung vieler dieser Männer anschaut, so besteht sie oft im Wesentlichen in absoluter Loyalität gegenüber der Organisation. Ohne verletzend sein zu wollen, hat man doch manchmal den Eindruck: wenn man das Sprichwort ernst nähme ‚wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch dem Verstand‘, dann müßte man schließen, daß nicht wenige ihr Amt nicht von Gott haben. Aber warum sollte man sich über eine derartige Anmaßung wundern, wenn man die Selbstbeweihräucherung und die Anmaßung der Leitung der Organisation in Betracht zieht.

    Zurück zu unserer Titelfrage: Du mußt entscheiden, ob für Dich die Aussagen der Schrift oder die Deutungen der Wachtturm-Organisation, neuerdings auch als Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas bezeichnet, maßgebend sein sollen. Möge Gottes und Christi Geist Dich dabei leiten! Ende des Aufsatz

    Ich hoffe es sind einige biblische Argumente enthalten dir dir eine Hilfe sind die richtigen Schlüsse zu ziehen.
    lg. Matthäus

  • Uwe Schöning
    März 5, 2012

    Mich wundert das mit den Freundschaften überhaupt nicht.
    Meine Mutter sprach mal über den Entzug der Gemeinschaft, und dass Verwandte und Freunde einen plötzlich mieden. Sie erwähnte:“Was sollen sie denn auch besprechen, es fehlt ihnen die gemeinsame Grundlage!“. Kann man Freundschaften wirklich nur auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft beschränken? Ist es nicht die Gesinnung und das Wesen, das ansprechend sein soll?

    Ist es nicht eher so, dass sich viele nur biblischen Themen widmen, damit sie kein Zeichen der Schwäche an den Tag legen und von ihren Brüdern und Schwestern denunziert werden? Wahre Freundschaft bedeutet eben auch für jemanden in schlechten Zeiten da zu sein.

    Sprüche 18,24 NWÜ „Es gibt Gefährten, die bereit sind, einander zu zerschlagen, aber da ist ein Freund, der anhänglicher ist als ein Bruder.“

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Uwe,

    das hast du richtig erkannt was bringt es mir mit jemand befreundet zu sein der die Bibel auswendig kann aber wenn es mir schlecht geht nicht für mich da ist! Ich habe persönlich gläubige wie ungläubige Freunde! Da ich nicht nach der Religionszugehörigkeit gehe sondern nach dem Charackter eines Menschen! Was bedeutet den Nächstenliebe? Jesus hat das anhand des Gleichnises vom barmherzigen Samariter gezeigt was Nächstenliebe bedeutet! Siehe Luk 10:29-37 wir tun gut daran dem Bsp. des Samariters zu folgen damit wir keine Schande auf dem Namen Christus bringen und damit wir die Nächstenliebe auch tatsächlich praktizieren und nicht nur darüber mit Anderen reden!

    Lg Rico

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Rico,
    ZITAT:
    „Ich habe persönlich gläubige wie ungläubige Freunde!“

    Ich auch, und in den Freunden die nicht an Gott glauben, kann ich Gottes Gesetz in ihrem Herzen geschrieben sehen. 🙂

    LG Ulli

  • Uwe Schöning
    März 5, 2012

    Hallo Rico:

    „was bringt es mir mit jemand befreundet zu sein der die Bibel auswendig kann aber wenn es mir schlecht geht nicht für mich da ist!“

    das ist eben ein punkt. die WTG suggeriert in ihren Puplikationen, dass man nur ein guter Freund ist, wenn man „geistig Schwache“ verpfeift. Dabei definieren sie, wer „geistig schwach“ ist. Es erinnert an die DDR.

    „Ich habe persönlich gläubige wie ungläubige Freunde! Da ich nicht nach der Religionszugehörigkeit gehe sondern nach dem Charackter eines Menschen!“

    Schon seit der Realschule hatte ich gute Freunde in der Welt. Sie haben mich aufgefangen, als ich ihre Hilfe benötigt habe. Genauso, wie ich für sie da war.
    Eine Zeugin, die ich einmal sehr mochte, war als sie herausgefunden hatte, dass ich mit „Weltlichen“ verkehre sehr böse auf mich und versuchte mir mit einer Bibelstelle einzutrichtern, warum ich so etwas unterlassen sollte.

    „Was bedeutet den Nächstenliebe? Jesus hat das anhand des Gleichnises vom barmherzigen Samariter gezeigt was Nächstenliebe bedeutet! Siehe Luk 10:29-37 wir tun gut daran dem Bsp. des Samariters zu folgen damit wir keine Schande auf dem Namen Christus bringen und damit wir die Nächstenliebe auch tatsächlich praktizieren und nicht nur darüber mit Anderen reden!“

    Lieber Rico… es sind im Prinzip zwei Regeln, die wir als Christen bemüht sein sollen, einzuhalten:
    1. Gott lieben und ehren
    2. unseren Nächsten lieben wie uns selbst

    Die WTG spricht immer davon, dass Taten lauter sprechen als Worte, doch mittlweile sind es lehre Phrasen.
    Liebe, wie wir sie ausüben sollen, ist bedingungslos… grundsatztreu… Etwas, das leider viele Brüder vergessen haben.

    Liebe Ulrike:

    Es mag an dem christlich geprägten System liegen… Leider scheinen viele „ungläubige“ eher nach den Prinzipien eines Christen zu handeln, als jemand, der sich als Christ bezeichnet.
    Für mich bedeutet „kein Teil der Welt“ zu sein nicht zwingend, dass mir der Umgang mit diesen Leuten wirklich schadet.
    Ich wachse eher daran.

  • Alois
    März 5, 2012

    Lieber Uwe

    Deinem Kommentar und Deiner Handlungsweise kann ich nur voll zustimmen. Ich hatte nie richtige Freunde bei den Zeugen, aber immer welche in der „Welt“ obwohl ich nie einen Hehl aus meiner Religion gemacht habe. In Gesprächen war und ist es mir immer wichtig nicht mit der Organisation in einen Topf geworfen zu werden.

    Sich von der Welt fernhalten und kein Teil der Welt zu sein, bezieht sich auf das was die Welt Satans ausmacht.
    Es sind nicht die Menschen selbst welche die Welt sind, denn die Menschen sind grundsätzlich Kinder Gottes, denn Gott hat den Menschen erschaffen.
    Kein Teil der Welt zu sein bedeutet, nicht mit den negativen Machenschaften der Welt mitzumachen. Alles in der Welt ist organisiert und geregelt, wirkliche Freiheit gibt es in dieser Welt nicht, denn das ist die Welt Satans.
    Wäre es die Welt Jesu, dann hätten wir völlige Freiheit und die vollkommene Liebe zum Nächsten würde alle Regeln und Gesetze völlig überflüssig machen.
    Sich von der Welt fernzuhalten bedeutet eher, sich von jeglicher Organisation und Vermassung der Menschen fernzuhalten. Letzten Endes bedeutet es hauptsächlich sich von unserer Organisation fernzuhalten, welche ein Teil der Welt sein möchte, wie die Anerkennungsverfahren unserer Organisation belegen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Uwe,

    Zitat:

    Lieber Rico… es sind im Prinzip zwei Regeln, die wir als Christen bemüht sein sollen, einzuhalten:
    1. Gott lieben und ehren
    2. unseren Nächsten lieben wie uns selbst

    Die WTG spricht immer davon, dass Taten lauter sprechen als Worte, doch mittlweile sind es lehre Phrasen.
    Liebe, wie wir sie ausüben sollen, ist bedingungslos… grundsatztreu… Etwas, das leider viele Brüder vergessen haben.

    Das Gleichnis vom Samariter zeigt ja die zwei Gebote Gott über alles zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst! Sonst hätte er ja nicht so barmherzig gehandelt gehabt! Auserdem solltest du mal den Kontext dazu lesen den finde ich sehr interessant! Siehe (Luk 10:25-37)! Der Gesetzeslehrer wollte Jesus auf die Probe stellen in dem er ihn fragte wer in Wirklichkeit sein Nächster ist daraufhin antwortete Jesus mit diesen Gleichnis vom barmherzigen Samariter! Jesus sprach von einem Priester der vorüber ging und den ausgeraubten verletzten Mensch liegen sah aber nichts unter nahm sondern einfach weiter ging! Danach kam ein Levit vorbei der genauso wie der Priester reagierte und zum Schluss kam dann der Samariter vorbei und kümmerte sich um den ausgeraubten verletzten Menschen! Er bezahlte sogar eine Herberge für ihn! Auf die Gegenwart bezogen stellt der Priester die katohlische Kirche bzw. die protestanische Kirche dar, der Levit stellt die WTG der Zeugen Jehovas dar und der Samariter stellt für mich die reine Gemeinde Jesu dar die gerade dabei ist in Erscheinung zu treten! Ich kann mich auch irren aber Gottes Wort irrt sich nicht weil es die Wahrheit ist!

    Lg Rico

  • Jade
    März 5, 2012

    Und ich glaube, dass Jesus „nur“ ein Gleichnis erzählt hat, um zu zeigen was wirkliche Nächstenliebe und Barmherzigkeit ist.
    Das Umsetzten auf heutige Religionen und Begebenheiten ( Katholische Kirche, WTG usw.) ist in meinen Augen genauso abenteuerlich wie die Auslegungsversuche der Zeugen-Organisation.

    LG Jade

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Dennis,

    ich glaube das waren deine Worte nicht wahr?

    Das Problem ist, dass Dir nicht gefällt, dass ich eine andere Meinung habe und trotzdem an die Bibel glaube. Aber das wirst Du lernen müssen, wenn Du Dich hier dauerhaft auf BI bewegen willst.

    Ich scheine da einen Nerv bei dir getroffen zuhaben wenn dem so sein sollte dann entschuldige ich mich dafür! Übrigens ist es mir egal was du denkst oder schreibst solange du an das Wort Gottes als Wahrheit betrachtest und dazu gehört nun mal auch das man sich mit der Prophetie der Bibel beschäftigt!

    Du schreibst mir ich zitiere:

    Ich könnte jetzt hunderte Beispiele nennen, die ein Katholik, Adventist oder ein ZJ anhand der Bibel unterschiedlich erklären würde und alles sehr klar, logisch und überzeugend. Wer war und wer ist heute z.B. der “König des Nordens und des Südens” aus Dan. Kap 11? Gibt es einen Einzelnen, eine Gruppe oder eine Religion, die diese Frage zweifelsfrei beantworten kann? Wenn ich 3 Leute aus versch. Religionen dazu befrage bekomme ich wahrscheinlich 4 unterschiedliche Antworten und alle sind der Meinung, dass sie sich wortgetreu an die hl. Schrift halten.

    Du hast recht kein Mensch auf dieser Erde kann dir diese Fragen beantworten solange er nicht den Heiligen Geist hat und nicht darum betet das Gott ihn für sein Wort die Augen öffnet! Jesus hat einmal gesagt, das man nicht zwei Herren dienen kann damit hatte er recht! Genausowenig kann es viele Wahrheiten geben! Es kann nur eine Wahrheit exestieren weil es auch nur einen Weg zur Rettung gibt und einen Glauben! Ich weis das der Islam erst im 7.Jahrhundert entstanden ist und die Offenbarung wurde um das Jahr 96 u.Z. geschrieben was soll sich denn da wiedersprechen? Die Offenbarung wurde für die Zukunft geschrieben aus dem Jahr 96 ausgehend und damals gab es noch keinen Islam genauso wenig wie den Katholizismus der erst nach 325 u.Z. entstand! Stimmt es denn nicht das der Katholizismus mit den Königen der Erde Hurerei beging? Angefangen vom Konzil von Nizäa als das Scheinchristentum von Konstantin dem Großen zur Staatsreligion erklärt wurde? Die katholische wie die evangelische Kirche hat quer durch der Geschichte mit den Königen der Erde Hurerei betrieben! Das willst du doch nicht leugnen oder? Der Islam beruft sich auf ihren Propheten Mohammed und der Sharia und wer das nicht anerkennt ist ein Ungläubiger! Was hatte Jesus gleich nochmal gesagt gehabt? Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben niemand kommt zum Vater als durch mich! (Joh 14:6) Wenn ich sehe wie sich die Kirchen bei den Politikern und auch der Wirtschaft (Kaufleute) sich anbietet dann kann man schon sagen das sie eine Hure ist! Ich möchte mich aber mit dir nicht streiten das führt zu nichts! Du hast deine Meinung zur BIbel und ich habe meine! Wir werden schon sehen wie Gott und Jesus alles lenken werden und was wichtig ist noch offenbaren werden!

    Lg Rico

  • Dennis
    März 5, 2012

    Hallo Rico,

    Deine Bemerkung, dass ich glaube was ich für richtig halte und DU an die hl. Schrift glaubst ist so unnötig wie ein Kropf. Du stellst einfach Behauptungen auf, weil Du glaubst zu wissen wer genau GroßBabylon ist. Du kannst keinen Beweis liefern, dass dem wirklich so ist, wenn doch bin ich sehr gespannt wie Du anhand der Bibel beweisen willst, dass alle Dir bekannten Religionen der Definition aus der Offenbarung entsprechen. Mal davon abgesehen, dass der Islam erst im späten 7. Jhdt. entstand, also weit nach der Niederschrift der Offenbarung.

    Das Problem ist, dass Dir nicht gefällt, dass ich eine andere Meinung habe und trotzdem an die Bibel glaube. Aber das wirst Du lernen müssen, wenn Du Dich hier dauerhaft auf BI bewegen willst.

    Übrigens legt sich die Bibel nicht selbst aus, das ist für mich ein ganz großer Irrtum. Ich habe noch keine Bibelstelle gefunden, in der steht, dass sich die Bibel selbst auslegt, auch 2. Tim 3:16 sagt dies nicht aus. Die unzähligen Religionen und Einzelpersonen, die sich auch angeblich auf die Bibel stützen sind der Beweis dafür. Die WTG ist ein Paradebeispiel wie man die Bibel benutzen kann um eine angebliche „Wahrheit“ zu präsentieren, die bei näherer Betrachtung keine ist.

    Bibelauslegung ist und bleibt Menschwerk, wenn ich Glück habe kann ich mit Hilfe des heiligen Geistes einige zentrale Dinge verstehen, mehr aber nicht. Wenn jemand denkt, er kann die gesamte Bibel verstehen, kann ich nur meinen Hut ziehen. Das Evangleium Christi ist dermaßen einfach und klar, dass ich überhaupt keine Auslegung brauche, da sind wir uns wohl einig. Was den Großteil der Bibel betrifft ist das nicht so, besonders natürlich die Offenbarung. Die Offenbarung wechselt nach Meinung vieler in einem Satz vom buchstäblichen zum symbolischen.

    Wer aber entscheidet was buchstäblich und/oder symbolisch ist? – Antwort: Menschen!!!

    Ich könnte jetzt hunderte Beispiele nennen, die ein Katholik, Adventist oder ein ZJ anhand der Bibel unterschiedlich erklären würde und alles sehr klar, logisch und überzeugend. Wer war und wer ist heute z.B. der „König des Nordens und des Südens“ aus Dan. Kap 11? Gibt es einen Einzelnen, eine Gruppe oder eine Religion, die diese Frage zweifelsfrei beantworten kann? Wenn ich 3 Leute aus versch. Religionen dazu befrage bekomme ich wahrscheinlich 4 unterschiedliche Antworten und alle sind der Meinung, dass sie sich wortgetreu an die hl. Schrift halten.

    LG
    Dennis

  • Fred
    März 5, 2012

    Liebe Brüder,

    ich verstehe nicht ganz, warum der Artikel „Benehmt euch als Bürger des Königreichs“ aus der Wt-Ausgabe vom 15.8.2012 so hochgespielt wird. Was darin ausgeführt wird, ist absolut nicht neu, sondern wird seit Jahrzehnten in gleicher/ähnlicher Weise dargestellt. Der einzige Aspekt, der dieses Mal besonders herausgestellt wird, ist der Vergleich mit dem „Bürgertum“; wirklich neu ist der in der Wt-Literatur aber auch nicht.

    Das kann man leicht nachprüfen anhand folgender Wt-Artikel: Wt 1.8.04 S. 4 (Gottes Königreichsregierung — Heute schon eine Realität), Wt 15.3.11 S. 17 (Entdeckt die Hauptursache unserer Freude), Wt 15.2.05 S. 21-22 Abs. 15-17 (Unsere christliche Identität bewahren), Wt 15.1.01 S. 17 (Halten wir Schritt mit Jehovas Organisation), Wt 1.4.91 S. 20 (Eine reine Sprache für alle Nationen), Wt 1.5.91 S. 15 (Sprich die reine Sprache, und lebe für immer!), Wt 15.11.81 S. 25 („Schulter an Schulter“ Jehova dienen). Wie auch im aktuellen Artikel wird bei dieser Thematik gern auf Psalm 48:12, 13 Bezug genommen.

    Damit soll nicht gerechtfertigt werden, was in diesen Artikeln steht. Aber den jüngsten Artikel als gesteigerten Ausdruck der Anmaßung seitens der LK hinzustellen, ist polemisch. Wie gesagt, da steht nichts Neues drin.

    LG
    Fred

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Fred,

    danke dass Du uns diese Literaturverweise rausgesucht hast. Gerade habe ich den WT 01.08.04 gelesen und du hast natürlich recht, das wird dort auch so klar dargestellt mit dem Königreich. Da sieht man wieder wie man all die Jahre blindlings alles einfach geschluckt hat, ohne genauer darüber nachzudenken und vor allem zu prüfen.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Fred,
    glaube mir…Polemik steckt nicht dahinter, wenn wir uns an solchen Aussagen stoßen und darüber reden.

    Es ist wirklich ganz einfach so, wie Dennis schon sagte…mit Blindheit geschlagen ist man Jahrelang diesem Reden stumpfsinnig gefolgt…ohne sich auch nur im Entferntesten etwas Böses dabei zu denken. Es kommt uns nun deshalb so „neu“ vor, weil wir jetzt eben nicht mehr blind sind.

    Aber gut das du uns darauf aufmerksam gemacht hast, das hilft uns, mit denen die – trotz solcher Aussagen – auch noch weiterhin der WTG ihr Vertrauen schenken, Geduld zu haben. – Und sie nicht für ihren blinden Gehorsam zu verurteilen, der manchen von ihnen sogar ihrer Menschlichkeit beraubt, ohne das sie es merken…

    LG Ulli

  • Sarah-IMA
    März 5, 2012

    …mir war das bis jetzt auch nicht bekannt. 1981 war ich noch nicht geboren und 2003 wurde ich erst getauft. Ich habe mich einfach nur über die Fremdartigkeit dieses Artikels gewundert. Es kommt mir so vor, als ob der Schreiber jeglichen Bezug zur Realität verloren hat und eine Art Drehbuch für eine Fantasygeschiche schreibt.

  • Sascha
    März 5, 2012

    Liebe Sarah-IMA,

    aufgrund meines Alters geht es mir auch oft so, dass ich heutige Aussagen als Ungeheuerlichkeit empfinde, und stelle dann fest, dass gleiche Aussagen schon vor 30 Jahren genauso gemacht wurden. Wie Fred aber bei seinem Hinweis geschrieben hat, macht das die Sache aber nicht besser. Uns ist es bloß nicht aufgefallen…

    Dann habe ich eine Frage an dich persönlich, besser gesagt zwei Fragen: Du hast geschrieben, dass du dich mit der WTG beschäftigt hast, und jetzt darüber reden willst. Versuchst du das innerhalb der Versammlung? Wenn ja, kann ich mir vorstellen, dass es keine leichte Aufgabe ist. Vielleicht möchtest du uns dazu etwas schreiben, weil sich einige hier fragen, wie man diesen „Spagat“ hinbekommen kann.

    Dann hattest du vor ein paar Tagen auf einen Link hingewiesen. Ich habe mir die Erfahrungen der drei Frauen durchgelesen. Vieles kann ich absolut nachempfinden. Auch das man wegen familiären Verbindungen Hemmungen hat, sich zu trennen. Mir ist beim Lesen einmal mehr aufgefallen, dass es tatsächlich gut ist, die Lüge zu erkennen, aber auch, dass damit nicht automatisch die Wahrheitsfindung einhergeht. So hat die erste Junge Frau gesagt hat, dass sie nun „gar nichts mehr glaubt“. Wie ist das denn bei dir? Ist es dir schwer gefallen, oder fällt es vielleicht immer noch schwer, dich gedanklich von deiner Religion zu trennen, und trotzdem zu verhindern, das auch dein Glaube dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird?

    Bei mir war es jedenfalls anfangs so. Ich hatte wirklich Probleme, klar zu sehen, was diese ganzen Erkenntnisse für mich bedeuten. Und da wir zumindest altersmäßig aus einer Generation kommen, in der vonseiten der WTG sowieso mehr Wert auf Äußerlichkeiten und Formalen Dienst als auf den Glauben gelegt wurde, haben wir vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn du Lust hast, würde ich mich auf eine Antwort freuen. Ich habe dich hier „öffentlich“ angesprochen, weil ich denke, dass deine Erfahrungen allen etwas nützen. Wenn dir aber eine persönliche Antwort lieber sein sollte,kannst du auch gerne eine Email schreiben (br.sascha@web.de).

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Anna
    März 5, 2012

    Lieber Fred,

    danke für die Artikel. Ich schließe mich Ulli und Dennis an – wir waren mit Blindheit geschlagen. Nur eines, die Bezeichnung „Gottes Vertreter auf der Erde“ für den t.u.v.S. ist m.E. neu. Gerade habe ich die WT-Library dafür bemüht und diese Bezeichnung nicht gefunden.

    Viele liebe Grüße Anna

  • Sarah-IMA
    März 5, 2012

    Hallo zusammen,
    ein guter Artikel ist heute in der Sueddeutschen unter der Rubrik „leben“.

    Abschied vom Wachtturm: Drei Frauen und ihre Leben nach den Zeugen Jehovas.

  • Dennis
    März 5, 2012

    Liebe Brüder,

    für alle die es noch nicht mitbekommen haben eine wichtige Bekanntmachung:

    Das Königreich Gottes herrscht seit 1914 nicht nur im Himmel sondern jetzt auch sichtbar auf der Erde!!!

    Dies ist die Aussage des Studien-WT v. 15.08.12 wo von „Bürgern des Königreiches“ gesprochen wird. Ab S. 11 geht es u.a. darum „die Geschichte der Organisation kennen zu lernen, was Jehova auch von uns als Bürger des Königreiches erwartet“. Natürlich darf die Drohung mit Liebesentzug nicht fehlen, wenn allen ernstes davon gesprochen wird, dass in manchen Ländern Menschen „ausgebürgert“ werden können und deshalb auch Brüder, die sich nicht an die Anweisungen des „Sklaven“ halten, aus Gottes Königreich (Organisation) „ausgebürgert“ werden, wenn sie nicht bereuen.

    Bin gespannt was als nächstes kommt. Wahrscheinlich wird bald bekannt gegeben, dass die Regierungsgewalt von Gottes Königreich durch Jehova ganz offiziell von Jesus auf die Glieder der leitenden Körperschaft übergegangen ist.

    LG und sorry für den Sarkasmus, aber ohne kann man das fast nicht mehr ertragen…
    Dennis

  • Alois
    März 5, 2012

    Danke Dennis für die Information

    Wenn das was wir schon alle in den Versammlungen erleben mussten Gottes Königreich sein sollte, dann würde ich dankend ablehnen. Dann wäre das Königreich Satans auch nicht schlechter.
    Aber zum Glück ist dies eine weitere Irrlehre von Menschen die sich als Retter ausgeben, um dem Christus die Schafe wegzustehlen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Uwe Schöning
    März 5, 2012

    Hallo Alois,
    mich selbst beunruhigt diese Bekanntmachung sehr.
    Meine Mutter und deren Schwester mit Familie sind dieser „Irrlehre von Menschen“ genau so verfallen, wie es zahlreiche weitere Brüder sind.
    Ist es nicht schon irrwitzig, wenn der „Sklave“ ein eigenes Königreich ausruft? Denn mit Gottes Königreich wird das wenig am Hut haben. Zu schade, dass es blinde Nachfolger gibt, die sich auf diesen Trug einlassen.

    @Dennis

    Ich habe diesen Artikel nicht gelesen, da ich schon seit 8 Jahren keinerlei „Speise zur Rechten Zeit“ aus der Hand des Sklaven zu mir genommen habe. Schon allein die Drohung der Ausbürgerung aus dem Königreich nach überzogenen Richtlinien von Menschen (WTG) finde ich eine Frechheit. Je froher ich bin, mich dieses Jochs entledigt zu haben, umso mehr Angst bekomme ich um meine Mutter.

  • Alois
    März 5, 2012

    Hallo Uwe

    Da hast Du recht, wer in seinem Umfeld Schafe hat, die von der Organisation in Gefangenschaft gehalten werden, ist das sehr beunruhigend.
    Denn solange die Schafe nicht einsehen, dass sie Gefangene eines falschen Hirten sind, werden sie auch nicht versuchen zu fliehen.

    Denn Jesus sammelt zuverlässig die verlorenen und zerstreuten Schafe ein, er wird aber nicht hingehen und gewaltsam in den Schafstall der Organisation eindringen um die Schafe herauszuholen oder zu befreien. Die Flucht muss schon jeder selbst in die Hand nehmen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    März 5, 2012

    Lieber Bruder Alois,

    dein Kommentar hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn es schwer fällt, wenn man Familie und Freunde hat, die den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge noch nicht erkannt haben, so ist es doch eine freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen.

    In Offenbarung 3:20 steht:

    „Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer mich rufen hört und mir öffnet, zu dem gehe ich hinein und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir.“

    Wenn jemand nicht öffnet, obwohl Jesus schon für so viele Hinweise und Informationen gesorgt hat, wird er sicher niemanden dazu zwingen. Trotzdem halte ich es auch bei meiner Familie mit 1. Korinther 13:7:

    „Sie (die Liebe) erträgt alles; sie glaubt und hofft immer. Sie hält allem stand.“

    Solange die „Tür“ noch nicht verschlossen ist, bleibt die Hoffnung, dass der ein oder andere noch auf das Klopfen Jesu reagieren wird.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Martin an Windi
    März 5, 2012

    Lieber Dennis,

    ich erlaubte mir vor einiger Zeit über den Regierungsanspruch des LK einiges zu schreiben. Da setzt eine interessante Entwicklung ein. Es hatte seinen Grund, weshalb die WT-Ausgaben vom 15. des Monats nur noch für „INTERN“ gedruckt werden. Sicherlich müssen die „Bürger des Königreiches auch bald Steuern bezahlen“… Klar, wenn der Herr nicht kommt, mus man sein irdisches teretorium schon mal abstecken.

    Es gab ein WT-Zitat—15.01.2018 Thema:Für würdig erachtet,das Königreich zu empfangen:
    12 Die Christen im 1. Jahrhundert wurden gerechtgesprochen und mit heiligem Geist gesalbt, damit sie ihr Erbe im Himmel antreten könnten. Ihre Geistsalbung verlieh ihnen aber auf der Erde kein Königtum über andere gesalbte Christen. Das hatten damals offensichtlich einige aus dem Auge verloren und strebten unter ihren Brüdern in der Versammlung nach ungebührlichem Ansehen. Paulus fühlte sich deshalb bewogen zu fragen: „Ihr seid wohl schon gesättigt? Ihr seid wohl schon reich? Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen? Und ich wünschte tatsächlich, ihr hättet als Könige zu regieren begonnen, damit auch wir mit euch als Könige regieren könnten“ (1. Kor. 4:8). An Gesalbte in seinen Tagen schrieb Paulus deswegen: „Nicht, dass wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude“ (2. Kor. 1:24). Zitatende+++

    Die LK scheint nach außen hin immer mehr die „Regierungsgewalt zu übernehmen. „Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen“… Müssen wir fragen: „Habt Ihr schon mal für unseren Herrn Jesus die Regierungsgeschäfte hier auf Erden übernommen“?

    Gruß Martin

  • Sarah-IMA
    März 5, 2012

    Hallo Denis,
    ich habe den Artikel vom 15.08.12 jetzt auch gelesen und bin einfach nur schockiert . Ich verstehe einfach nicht, wie so platte und dreiste Artikel von einer ganzen Gruppe die sich auf Jesus beziehen getragen werden können. Wie hat man das hinbekommen?!

    ZITAT WT 15.08.12 Abs.5:
    Liegt auch dir viel daran, die Geschichte des irdischen Teils von Jehovas Organisation
    zu erforschen und anderen davon zuerzählen? Je mehr du dich damit beschäftigst
    und siehst, wie Jehova seine Diener unterstützt hat, desto konkreter wird deine Vorstellung von seinem Königreich und desto starker dein Wunsch, die Königreichsbotschaft zu predigen-Liegt dir die wahre Anbetung und ihre Geschichte ebenso am Herzen wie den Sohnen Korahs?

    Meine Schlussfolgerung: … Ja, ich habe mich mit der Geschichte der Wachtturmgesellschaft beschäftigt und werde anderen davon erzählen

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Sarah-IMA,
    ZITAT:
    „…ich habe den Artikel vom 15.08.12 jetzt auch gelesen und bin einfach nur schockiert .“-„Meine Schlussfolgerung: … Ja, ich habe mich mit der Geschichte der Wachtturmgesellschaft beschäftigt und werde anderen davon erzählen.“

    Oh ja…ich auch! – Eigentlich dachte ich von mir, dass ich zur WTG schon geügend Distanz eingenommen hätte, um nicht mehr aus den Puschen gehauen zu werden.
    Aber mit dieser neuen Lehre haben sie´s tatsächlich doch noch wieder geschafft…*fassungslos bin*

    Dir Dennis, danke für diese Information…ich frage mich gerade, ob meine Freundin das schon gelesen hat…und ob wohl irgendetwas bei ihr klingelt oder sich immernoch nichts regt.

    @ all
    Wenn irgendeiner von euch eine Idee hat, wie ich sie behutsam darauf aufmerksam machen könnte, dann teilt es mir bitte mit.
    Ich selbst weiß da manchmal nicht, zwischen kluger Vorsicht und falscher Rücksichtnahme zu unterscheiden…

    LG Ulli

  • Anna
    März 5, 2012

    Lieber Dennis, liebe Brüder und Schwestern,

    danke für die Info über den neuen WT. Jetzt mittag wollte ich an sich in der Sonne dösen und mich des Frühlings erfreuen. Jetzt nach Lektüre des Artikels „Benehmt euch als Bürger des Königreichs“ bin ich sehr traurig geworden. Davon mal abgesehen, dass es ständig um „dürfen“, „Voraussetzungen“ und „Anforderungen“ geht hat mich der Abs. 12 am traurigsten gemacht.

    ZITAT Seite 14, Abs. 12, (Großbuchstaben von mir)

    12 Wer die Warnungen des „treuen Sklaven“ in den Wind schlägt, schadet zwangsläufig sich selbst wie auch seinen ANGEHÖRIGEN und FREUNDEN. Es ist vorgekommen, dass jemand pornografiesüchtig geworden ist oder sich auf sexuelle Unmoral eingelassen hat und sich einredete, Jehova bekäme das nicht mit. Zu glauben, man könnte sein Verhalten vor Jehova verbergen, wäre aber ein fataler Irrtum! (Spr. 15:3). (Lies Hebräer 4:13.) Jehova möchte natürlich auch solchen Personen helfen und veranlasst SEINE VERTRETER AUF DER ERDE, sich um sie zu kümmern (Gal. 6:1). Doch genauso wie in manchen Ländern jemand wieder ausgebürgert werden kann, wenn er sich bestimmter Vergehen schuldig macht, entzieht auch Jehova all denen den Bürrgerstatus, die sich über seine Maßstäbe hinwegsetzen und das nicht bereuen.
    ZITAT ENDE

    Zu Recht wurde in den Zeitschriften bezüglich der katholischen Kirche und dem Papast dargelegt, dass Gott keinen Vertreter auf Erden braucht. Und nun dieser obige Satz. Muss das Jehova nicht weh tun! Hält man ihn nicht fähig schlechte Handlungen seiner Diener zu bemerken? Und was ist mit dem Opfer von Christus? Liebe sollten wir untereinander haben. Liebe hat nichts mit Anforderungen und Voraussetzungen zu tun sondern kommt aus dem Herzen!!!

    Hier noch noch ein Satz auf Wikepedia unter dem Stichwort „Papst“:

    Eine Stellvertreterschaft Gottes, die aus der Bibel nicht stichhaltig abzuleiten sei, habe ihr Vorbild dagegen im römischen Kaisertum.

    Wie @micha schreibt erinnert dies wirklich an einen totalitären Staat. Auch aus der DDR konnte man ausgebürgert werden wenn man nicht linientreu war.

    Eher sollte man in der Organisation gebetsvoll hinterfragen, wenn dies wirklich so sein sollte, WARUM es offenbar viele Brüder gibt, die sich mit Pornografie beschäftigen. Oft liegt es daran, dass gerade hineingeborene Zeugen Jehovas ein völlig verzerrtes Bild über normale Beziehungen zwischen Mann und Frau haben.

    Zu deiner Frage @ulli wie du deiner Freundin die Augen öffnen könntest:

    Ich fürchte, dieser Artikel wird bei organisationstreuen Brüdern eher bewirken, dass sie sich freuen „Bürger des Köngreichs“ zu sein und es bleiben wollen. Viele unserer Bruder brauchen unbedingt Halt und klammern sich daher an die Organisation statt an Jehova. Und hinzu kommt noch dass, wenn ich ein „Bürger“ bin kann ich mich damit von den bösen Weltmenschen abgrenzen. Und kein „Bürger“ mehr zu sein würde zu Verlustängsten führen.

    Viele Grüße an alle herzlich Anna

  • Micha
    März 5, 2012

    Lieber Dennis, liebe Brüder!

    Ich bin schockiert wie weit der Sklave jetzt geht.
    Man glaubt es kaum.
    Ich habe den Eindruck, Er weiß nicht mehr was er tun soll.
    Was muss noch alles passieren?
    Ist der Sklave der Anti – Christ,ein Götze oder falscher Prophet weil er die Bibel für sich und seine Lügen selbst auslegt und jeder muss diese geistige UNGENIESBARE Speise bis zum Erbrechen konsumieren?
    Treffen alle Titel auf den Sklaven zu?
    Ist er wirklich das Sprachrohr Gottes oder sagt Gottes Wort in 1.Timo.2:5-7 etwas anderes?
    Hat der SELBSTERNANNTE und GOTTLOSE Sklave mit dieser Aussage überhaupt noch eine Daseinsberechtigung?
    Soviel konzentrierter Stuss !!!
    Was hat das mit den Voraussagen Jesu und seinem Opfer zu tun?Epheser 2:8,9 Römer 3:22-30
    Denen da oben fällt wohl nichts mehr ein.
    Ich habe das Gefühl, das das Kartenhaus einzubrechen droht.
    Hoffentlich ERWACHEN noch mehr Brüder aus ihrere Letargie und fangen endlich an frei und selbstbestimmt zu denken, vorallem Gottes Wort die BIBEL zu Lesen.
    In Hesekiel 13V1-8 wird schon prophetisch vorgeschattet was
    Menschen vorallem selbsternannte Propheten, wie dem selbsternannten Sklaven, erwartet.
    Gott wird SIE richten, also dafür zur Verantwortung ziehen, weil sie Menschen in die IRRE führen. Sie lehren Menschen GEBOTE.
    Man nehme nur das Neue Hirtenbuch!
    Wenn wir heute schon Gottes Königreich auf der Erde hätten, warum spricht unser Herr Jesus von der Zeit des Endes und von Zeichen der Zeit des Endes? Warum haben wir Kriege und Hungernöte?
    Warum soviel Lieblosigkeit unter denen die sich schmücken als —Gottes Volk– oder –Volk Jehovas– um nur einiges zu nennen.
    Jesus sagte man würde wahre Christen an der LIEBE Erkennen.
    Leider sehe ich diese Liebe nur unter sehr wenigen Zeugen oder zusammengewürfelten „Versammlungsgrüppchen“welche gemeinsam den Predigtdienst organisieren.
    Ist diese Liebe ,die von Jesus erwähnte LIEBE unter Menschen die sich zu seinen Jüngern oder seinem Volk zählen?
    Mehr Liebe beobachte ich in meinem unmittelbaren Umfeld wie Nachbarschaft, Arbeitskollegen oder anderer hilfsbereiter, aufopferungsvoller und liebenswürdiger Menschen welche AUCH oder KEINE Christen sind.
    Ist JeSUS nur für Zeugen Jehovas an den Pfahl genagelt worden oder hat Gott ALLEN MENSCHEN in seiner LIEBE den Christus Geschenckt? Was soll das mit dem Bürger Recht? Eine neue IDEE des Sklaven zur Versklavung???
    Hat man eigene Gedanken wird einem der Mund verboten und man wird aufgefordert zu gehen.
    Das Bürger Recht wird also ENTZOGEN.“ Freiheit ist auch die Freiheit der ANDERSDENKENDEN “ Zitat: Rosa Luxemburg
    Wiviel christliche Liebe und Toleranz gibt es unter Zeugen Jehovas?
    Garkeine , weil die Partei oder leitende Körperschaft, wie auch immer, IMMER RECHT hat.
    Geht man nicht sanft wird gemoppt oder ausgewiesen , ausgebürgert wie damals Bürger Rechtler in der ehem.DDR.
    Beruft man sich auf die Statuten der DDR sowie wir uns auf die BIBEL also Gottes Wort stützen und GOTTES WORT Sprechen lassen wiederfährt uns das gleiche Schicksal.
    Was ist das nur für eine Heuchelei in dieser verlogenen Gesellschaft.
    Die ganze Verfahrensweise erinnert mich an die Doktrin der ehemaligen DDR.
    Wir wissen ja das auch „SIE“ ein jehes Ende gefunden hat.
    Gott unser Herr wird sie RICHTEN zur bestimmten Zeit, SEINER ZEIT.

    Gott hab Dank.

    Liebe Grüße Micha

  • Frank&Frei
    März 5, 2012

    lieber Micha,
    die da oben im Tower sind höher als Burj Khalifa und können den Erdboden nicht mehr sehen durch den Dunst den sie da fabrizieren.
    Die haben die Realität verloren und machen bald einen auf Major Tom – völlig losgelöst–
    Wenn ich bedenke, dass ich denen früher alles geglaubt habe und hartnäckig verteidigt ggü Dritten, da stelle ich heute fest, wie lächerlich ich mich machte. Die schreiben heuer hüh und morgen hott immer gestützt auf die Aussage „geistgeleitet“ zu sein. Aber es ist eher der Flaschengeist von Johnny Walker.
    Das so viel gelobte „geistige Paradies“ ist die Morgana von herrschenden Despoten, die, ähnlich wie bei „Des Kaisers neue Kleider“ Dinge sehen, die es nicht gibt.
    Die Versammlung ist ein Ort der Polarisation, jene Stätte der Begegnung, wo die Besserstehenden den niedrigen Chargen vormachen, was es heißt schon heute als „Fürsten“ zu dienen.
    Da wurde in gezielter STrategie ein Prozess initiiert um sich willige, absolut hörige Diener zu schaffen, die die Bibel beiseitelegen, wenn der Sklave seine Blähungen von sich gibt.
    Anders kann man diese wohl geformte Indoktrination nicht nennen. Es ist eine Politik des Opportunismus, was angefangen hat, sich in jedem Maße von den Religionen zu unterscheiden. Einst mit der Erkenntnis: Religion ist vom Teufel und organisierte Religion erst recht. Und Kirchen sind teuflisch.
    Die Generation der ZJ die das einst vertrat liegt heute 6 Fuß tief und ist weg vom Fenster. Die neuen Generatione kriegen neue Trikots verpasst – immer getreu der Devise: neues Licht für alte Schuhe.
    Der Verein der alten Männer, die sich im Board der Führung befinden bringt nichts Neues mehr zustande, hat keine Ahnung vom Ende und ist hinter den Kulissen primär damit beschäftigt „Asche“ zu machen, Kohle, Zaster, Kies, Knete, Pinke Pinke.
    Das hat Priorität und beweist sich darin, dass von Zeit zu Zeit langgediente Bethelliten ausgetellt werden, jung genug für den Arbeitsmarkt um sie im Alter nicht versorgen zu müssen.
    Das ganze System ist so bigott, verlogen und impertinent, was christliche Liebe anbelangt. Es ist abstoßend.
    Der Predigtdienstismus als Konfession der Gemeinschaft schafft endlich das, was die Welt nicht schaffte. Den Burnout bei vielen Verkündigern, die nur noch die Zeit runterreißen um ihr Ansehen zu wahren – ein Ansehen, dass auf Konkurrenzgeist ruht.
    Liebe, diese Eigenschaft zeigt sich in Bescheidenheit und Demut. Sie wird erdrückt durch das Muss, weil es Muss-Zeugen sind, die ständig müssen müssen, wollen sie in Ruhe gelassen werden.
    Die Lehrfloskeln in den Zusammenkünften sind Stoff der Zeit raubt und darauf setzt, das man es mit unkultivierten Menschen zu tun hat, denen man regelmäßig zeigen muss, wie man sich zu benehmen hat. Und am Ende ändert sihc doch nichts.
    Nur eines hat sich geändert – die innere Einstellung. Die heutige Generation geht in den Kö-Saal und macht mit – und zuhause wird die ZJ Maske abgelegt und man lebt sein „normales“ Leben als Mensch unter Menschen – denn es gibt bei den Zeugen nichts, was es bei Katholiken und Protestanten nciht auch gäbe.
    Das „geistige Paradies“ ist eine Fata Morgana die nicht zu Quellen des Wassers führt und die irdische Königreichregierung ist eine Administration, die auf Absolutismus setzt a al Louis Quartoze „Der Staat bin ich“.
    Da lasse ich mir lieber FRiedrich 2 von Preussens Kofession gefallen: Ich bin der erste Diener des Staates.
    Ja, da hat Fritze wirklich was auf die Beine gestellt und ein Bewußtsein geschaffen, das Loaylität, Afurichtigkeit und Zuverlässigkeit förderte. Und der König ging mit Beispiel voran.
    Und was macht die LK? Reisen, posen und auf Kongressen einen auf Gurr und man hört das HEIL fast so wie bei „Wollt ihr den totalen Krieg?“
    Als Herodes mal so auftrat schlug ihn der Engel.
    Das Ende der Gurus wird gemäß ihren Taten sein, ihnen wird womöglich die Staatsbürgerschaft entzogen und sie kriegen Visa vo Gegner, was sie ja schon längst haben mögen.

    Für uns bedeutet das folgendes: Augen und Ohren auf und gesunden Sinn gebrauchen, sich mit Glaubenden austauschen ohne Furcht der Denunzination und sich an der Hoffnung erfreuen

  • Martin
    März 5, 2012

    Lieber Frank&Frei
    Ihr Lieben Schwestern und Brüder,

    Ich möchte noch auf einen anderen Faktor unserer Versammlungskultur in Zusammenhang mit dem Predigen hinweisen. Eigentlich sollten alle getauften Personen Brüder und gewissermaßen auch Freunde sein. Aber wie sieht es wirklich mit den Freundschaften unter Jehovas Zeugen aus? Ich meine nicht das „freundliche Getue“ unter den Einzelnen in der Gemeinschaft z.B. in Zusammenkünften oder Kongresse. Nein wirkliche echte Freundschaften, wo einer für den anderen da ist, in „guten oder schlechten Zeiten“. Solche wahren Freundschaften gibt es sehr wenig.

    Die Freundschaftskultur unter den Brüdern gestaltet sich auf bestimmten Ebenen, die auch wiederum mit dem Predigen zu tun haben. So beobachten wir, dass z.B. die Pioniere eine in sich gekapselte Freundschaft pflegen. Dann gibt es die Klasse der Vorbilder – die Ältestenfamilien, die „vorangehen“. Dann gibt es die eifrige Verkündiger-Klasse, die so eine gewisse freundschaftliche Kultur pflegt im Gegensatz zu den schwachen Verkündigern, „die man immer tragen muss“. Es wird kaum zwischen diesen zwei letztgenannten Gruppen von Herzen kommende Freundschaften geben, wohl ein erbarmungsvolles kümmern um die „Schwachen“…. Dann gibt es die Unregelmäßigen oder gar die Untätigen … Freundschaft gar nicht möglich mit Personen, die nicht vorbildlich im Predigen sind, das ist kein ermunternder Umgang, also keine Freundschaftsbasis. Das Predigtwerk unter Jehovas Zeugen behindert eine aufrichtige Freundschaftskultur, weil wahre Freundschaft nur in Zusammenhang mit eifrigem Dienst in Zusammenhang gebracht wird und nicht mit der Person unseres Herrn Jesus oder unserem himmlischen Vater. Schon in der Theorie, aber nicht in der Praxis. Freundschaftswerte werden nach Predigtdiensteinsatz bewertet.

    Schwache Verkündiger oder Prediger haben Mängel im Glauben, können bremsen, entmutigen, statt ermutigen, usw, usw, man könnte diese Kultur unendlich beschreiben und kommt zu dem Ergebnis: Wahre Freundschaften unter Jehovas Zeugen gibt es kaum, und bist du ein eifriger vorbildlicher Prediger, kann schon sein, dass du einen Freundschaftsschwarm um dich herum hast, aber wehe, du kannst nicht mehr… oder es gibt mal Probleme, oder du hast mal einen gravierenden Fehler gemacht… dann ist die Distanz ganz schnell da, so schnell kannst du gar nicht schauen. Aus mit der wahren Freundschaft.

    Das soll nicht heißen, dass sich dies in allen Versammlungen sich so zuträgt. Doch leider habe ich über viele Jahrzehnte dieses Szenario allzu oft beobachtet und gesehen, wie viele Brüder darunter gelitten haben und sich letztendlich dann noch auf die wahre Freundschaft zu Jehova und unserem Herrn Jesus besonnen haben. Sie sind in der Tat ja auch unsere wahren und besten Freunde. Wohl dem, der diese Stärke in sich aufgebaut hatte. Viele versäumten dies leider.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Martin,
    ZITAT:
    „Aber wie sieht es wirklich mit den Freundschaften unter Jehovas Zeugen aus?“

    Das ist ein ganz trauriges Kapitel, dass du wirklich gut beschrieben hast.

    Und wirklich schlimm wird es dann wenn man an sich feststellt, dass es einen so dermaßen geprägt hat, dass man auch Jahre später nicht für möglich hält, dass jemand mit einem befreundet sein möchte. – Der andere muss schon sehr hartnäckig und offenherzig sein, damit man an seine Freundschaft zu wagen glaubt.

    Dadurch lässt man sicher so manchen der es ehrlich mit einem meint, nicht so nah an sich heran, wie er es eigentlich verdienen würde…

    LG Ulli

  • Anna
    März 5, 2012

    Lieber Martin, liebe Brüder und Schwestern,

    wie es um die Freundschaften bestellt ist hast du gut beobachtet. Sicherlich hat man nicht zu jedem Mitchristen eine innige Bindung. Nur sollte man sich doch frei unter Brüdern fühlen dürfen.

    Viele trauen sich nicht ohne schlechtes Gewissen zu erzählen, was sie z.B. am Wochenende freizeitmäßig gemacht haben oder wohin und wie lange sie verreisen. Und warum wagt es denn niemand z.B. am Treffpunkt zu sagen, dass man einfach keine Lust hat zu predigen.

    Dann könnte man noch das Beispiel Saalreinigung anführen. Das wird meist ganz schnell vor oder nach der Zusammenkunft erledigt. Wie Akkordarbeit. Zu Hause putz ich nicht so schnell. Es läuft doch nichts weg und man kann nebenbei Radio hören oder so. Das gleiche gilt für die Stadionreinigung vor dem Kongress. Immer nur schnell. Eine nette Unterhaltung ist bei uns jedenfalls nicht möglich.

    Oder beobachtet mal wenn jemand eingeladen wird. Das geht meist ganz unauffällig vor sich. Damit andere nicht merken, dass sie nicht dabei sind.

    Auch unter vielen Ehepaaren ist Freundschaft ein Fremdwort. Viele wissen gar nicht was der Partner denkt oder ob er im Glauben Zweifel hat. Und nach meinen Beobachtungen sind Eheleute gar nicht gewohnt einfach ungeplant Zeit miteinander zu verbringen. Weil ja alles seinen geregelten Ablauf haben muss damit man die Zeit auskaufen kann für das dringendste und wichtigeste Werk…

    Dabei ist so unendlich wichtig sich Zeit für die Schöpfung zu nehmen, dann geht vieles schneller von der Hand. Hier noch Psalm 8:4,5 (Hfa) zur Freude:

    „4 Ich blicke zum Himmel und sehe, was deine Hände geschaffen haben; den Mond und die Sterne – allen hast du ihre Bahnen vorgezeichnet. 5 Was ist da schon der Mensch, dass du an ihn denkst? Wie klein und unbedeutend ist er, und doch kümmerst du dich um ihn“

    Das ist sehr tröstlich wie der Schöpfer sich um uns kümmert.

    Herzliche Grüße aus dem Frühling sendet Anna

  • Fiene
    März 5, 2012

    Liebe Anna
    (unter deinem Kommentar von heute 14:38 Uhr war kein Antwort-Button, deshalb an dieser Stelle),
    liebe Brüder und Schwestern,

    Zitat Anna: „…Wie Akkordarbeit….“ fiel mir spontan aus dem Königreichsdienst Juni 2012, Seite 3, Dienstzusammenkunft 15 Min. folgendes auf:

    „Die Zeit für den Dienst gut nutzen (Eph. 5:15, 16).

    Besprechung, gestützt auf folgende Fragen.

    (1) Wie kann man die Zeit gut nutzen:

    a)Beim Leiten einer Predigtdienstzusammenkunft?
    b) Nach einer Predigtdeinstzusammenkunft?
    c)Wenn sich jemand aus der Gruppe sehr lange mit einer interessierten Person unterhält?
    d) Wenn man mehrere Rückbesuche hat, die weit auseinanderliegen?

    (2) Wieso spart man Zeit:

    a) Wenn man seinen Kindern möglichst vor der Predigtdienstzusammenkunft etwas zu essen gibt?
    b) Wenn jeder zur Predigtdienstzusammenkunft pünktlich kommt?
    c) Wenn man beim Einteilen der Gruppen gut aufpasst und nach der Predigtdienstzusammenkunft die Gruppen nicht unnötig ändert?
    d) Wenn jeder schon vor der Abfahrt weiß, wo er mit dem Predigtdienst beginnt?“

    (Die Formatierung ist von mir, da es sich so am Bildschirm besser liest. Im Original ist alles hintereinander weg geschrieben)

    Alles fix, fix ….
    Oder habe ich da etwas missverstanden?

    Liebe Grüße
    Fiene

  • Mamre an Dennis
    März 5, 2012

    Hallo Dennis,

    ist zwar schon länger her, aber Du hast geschrieben:

    „Wahrscheinlich wird bald bekannt gegeben, dass die Regierungsgewalt von Gottes Königreich durch Jehova ganz offiziell von Jesus auf die Glieder der leitenden Körperschaft übergegangen ist.“

    Wenn es nur so eindeutig wäre!

    Schönen Gruß,

    Mamre

  • Rico
    März 5, 2012

    An Dennis:

    Ja mit dem Glauben da gebe ich dir recht bei den Zeugen aber auch in andren Konfesionen wird meistens der Glaube von einer Elite beherrscht das ist unbiblisch und unchristlich! Deshalb bin ich ja auch konfesionslos und warte auf die Dinge die über die Welt hereinbrechen werden! Aber mit dem Islam oder Buddismus muß ich dir wiedersprechen im Offenbarungsbuch steht geschrieben das das gesammte weltweite religiöse System also auch Buddismus und Islam zu Babylon der Großen gehören! Da gebe ich der WTG mal recht ich sehe das auch so weil die Bibel das ja auch in Off Kapitel 17 bestädigt! Was den Papst angeht, so sollte man abwarten wie sich die Weltlage noch weiter entwickelt! Es gibt aber eine sehr interessante Papstweisagung die zwar außerbiblisch ist aber denoch interessant weil der Vatikan nämlich auch daran glaubt! Im Mittelalter soll es einen irischen Mönch gegeben haben der die gesammten Päpste bis zum Letzten in einer Vision gesehen haben soll! Der Benedikt der XVI soll der vorletzte sein danach soll noch ein Papst kommen und dann soll der Vatikan zerstört werden und damit das Papsttum! Mal sehen wie Jehova und Jesus das alles lenken werden? Ich persönlich glaube an der biblischen Prophetie und alles was von außen kommt sollte an Hand der Bibel überprüft werden ob Gott es bestädigt oder nicht! Ich wünsche dir alles Gute für deiner Zukunft!

    Lg Rico

  • Dennis
    März 5, 2012

    Hallo Rico,

    Du schreibst:

    „Aber mit dem Islam oder Buddismus muß ich dir wiedersprechen im Offenbarungsbuch steht geschrieben das das gesammte weltweite religiöse System also auch Buddismus und Islam zu Babylon der Großen gehören!“

    Zeige mir bitte die Bibelstelle wo das stehen soll.

    Bin gespannt….

    LG
    Dennis

  • Rico
    März 5, 2012

    Lies mal Epheser 4:4-6 durch dort steht geschrieben ich zitiere:

    Da ist ein Leib und ein Geist so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid zu der ihr berufen wurdet ein Herr,ein Glaube,eine Taufe ein Gott und Vater aller der über allen und durch alle und in allen ist.

    Paulus erwähnt es gibt nur einen Glauben der Umkehrschluss würde bedeuten das alle anderen Glauben nicht der Wahrheit entsprechen und somit zur falschen Religion gehören müßen! Jesus sagte ja auch von sich das er der Weg die Wahrheit und das Leben ist niemand kommt zum Vater als durch ihn! Gemäß( Joh 14:6)wenn du dich im Islam und Buddismus etwas auskennst würdest du wissen das beide Weltreligionen nicht an Jesus als den Weg der Erettung glauben weil sie ihn nicht als den Sohn Gottes anerkennen! Mann kann auch davon ausgehen das es keine Massenbekehrung geben wird bis Christus wiederkommt von daher werden sie von Christus vernichtet werden bei seiner Wiederkunft! Man muß wissen für was Babylon in der Bibel steht um zu verstehen was Babylon die Große bedeutet! Babylon steht für Astrologie und Spiritismus und Vielgötterrei! Viele babylonische Ansichten und Bräuche wurden von den Buddisten und Katholiken sowie den Hinduisten übernommen! DEshalb ist der Name Babylon die Große eine treffende Bezeichnung für alle Religionen die nicht an Jesus als den Weg zur Rettung glauben und Jehova als den einzigsten wahren Gott!

  • Sascha
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    wunderbar erklärt. Und das mit relativ wenig Worten, was mir ab und zu etwas schwer fällt… 🙂

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Sascha,

    danke für dein Lob aber ich hab nichts großes getan sondern nur anhand der Bibel gezeigt wer oder was Großbabylon ist! Auch wenn es einige hier nicht glauben wollen!

    Lg Rico

  • Dennis
    März 5, 2012

    Hallo Rico,

    wenn Du Dich im Islam etwas auskennen würdest, dann könntest Du wissen, dass die Muslime sowohl Jesus als Propheten anerkennen, als auch das Tetragramm JHWH als eine Attributsbezeichnung unter vielen für den alleinwahren Gott, den sie „Allah“ nennen. Das arabische Wort für „Allah“ ist mit dem hebräischen „Elohim“ verwandt, diese Bezeichnung kommt unzählige male im AT vor. Das ist ein Grund unter vielen, warum diese plumpe Pauschlisierung mit dem Begriff „Hure Babylon“ hier nicht greift.

    Aber lassen wir die Religionswissenschaft, Du hast Deinen Standpunkt zu „Babylon“ usw. klar gestellt und ich habe meine Sichtweise dargelegt, das soll es dann auch gewesen sein.

    LG
    Dennis

  • derleser
    März 5, 2012

    hi, um mal kurz was dazu zu schreiben. der koran zeigt inhaltlich, dass er zur hure gehört. der katholizismus hat es in seiner geschichte wie auch der islam deutlich gemacht. mit dem buddhismus sieht es ein klein wenig anders aus. die grundsätze, also grundlagen, die unverfälschten, sind sehr nah an christi. allerdings fehlt dem buddhismus die erlösung durch christi als wichtigstes. dort soll/kann man sich selber erlösen. dass das nicht geht wissen wir alle. so könnten wir über alle zur hure gehörenden religionen zeichen finden die ihre zugehörigkeit belegen. der sklave schneidet da auch nicht so gut ab. nur das im gegensatz zum hardcore-islam die meisten menschen dort schafe sind. buddhisten übrigens auch … aber das führt zu weit. ausserdem müssen wir zum glück nicht richten. wir sollen ja nur auf die früchte schauen und daran erkennen.

    liebe grüße derleser

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Dennis,

    ich weis was der Islam lehrt weil mein Vater einer war auch wenn er sehr modern eingestellt war aber denoch hat er mir gezeigt was der Koran lehrt! Der springente Punkt ist, das der Islam Jesus zwar als Propheten anerkennt aber nicht als den Sohn Gottes und den einzigen Weg zur Rettung! Versuche mal einen Moslem in Saudi Arabien oder Iran zu bekehren ich glaube du würdest dort einen Kopf kürzer gemacht werden! Von daher kann man schon annehmen das der Islam ein Teil von Großbabylon ist! Dem Leser stimme ich zu das der Buddismus lehrt das man sich selbst erlösen kann und das man keinen Mittler braucht der zwischen Mensch und Gott vermittelt! Der Buddismus und der Hinduismus sind sehr verwand mit dem Schamanismus der auch spirituelle Inhalte besitzt! Aber ich gebe dir recht du glaubst an das was du für richtig hälst und ich glaube an der Heiligen Schrift! Es gibt eine Regel die besagt: Die Bibel legt sich selber aus! Das stimmt auch es sei denn du kannst mir Beweise liefern das es nicht so ist?

  • Barbara
    März 5, 2012

    Hallo Dennis!
    Was den Islam und den Buddhismus angeht,
    Spricht 1. Jo 2:22-25 eine deutliche Sprache.
    Mit dem Islam kenne ich mich ein wenig aus, war 10 Jahre mit einem Muslim verheiratet.
    22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist?
    Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
    23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch
    Den Vater.
    24 Was ihr nun von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben.
    25 Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben.

    LG Barbara

  • windi
    März 5, 2012

    Nur eine Stelle aus joh 14,6 schlagt mal auf und sprüche 8,35 was ist wichtiger Jesus oder die organation wachturmzentrahle Ich sag mal was werdet frei von dieser geselschaft und nehmt jesus an.Er ist die einzige Wahrheit,und nicht irgend eine kirche oder Frei christen usw,Jesus allein ist Wahrheit und vor ihm werden sich alle beugen,beugt euch nicht Menschen,die sich anmassen die Wahrheit zu haben.Lüge,lüge,lüge wer steht wohl dahinter? wer verführtze Adam und Eva und wer beherscht diese welt.der feind gottes wird alles tun um einen zu verblenden da drin ist er ein Meister,schaut auf jesus schaut euch an was Jesus am kreuz erlitt führ uns,ist es nicht klar das man gott dankbar sein sollte und sagt Vater ich bekenne Jesus als meinen herrn ich bekenne meine sünden,und danke dir führ Jesus.Wchturm hin oder her Lüge ist lüge sie geben unter einen Deckmantel vor die Wahrheit zu sein.sie verführen viele viele Menschen,gott läst uns die wahl bringt denn Menschen die Botschaft von jesus,geht in jedes haus wenn ihr wollt und verkündet jesus,seit voller kraft und sagt euch ab von der geselschaft,solange ihr euch damit beschäftig seit ihr nicht frei euer Herz und Verstand solte ganz auf jesus gerichtet sein,Mit Apostelg.4,12 schließe ich Ps ich war auch bei denn Zeugen Jehovas

  • Martin an Windi
    März 5, 2012

    Liebe/r Windi

    Du schreibst am 17. Mai 2012 um 15:47 – Zitat:
    Nur eine Stelle aus Joh 14,6. Schlagt mal auf und Sprüche 8,35. Was ist wichtiger Jesus oder die Organisation Wachtturmzentrale? Ich sag mal was: Werdet frei von dieser Gesellschaft und nehmt Jesus an! Er ist die einzige Wahrheit und nicht irgendeine Kirche oder Freichristen usw. Jesus allein ist Wahrheit und vor ihm werden sich alle beugen. Beugt euch nicht Menschen, die sich anmaßen die Wahrheit zu haben. Lüge, Lüge, Lüge! Wer steht wohl dahinter? Wer verführte Adam und Eva und wer beherrscht diese Welt? Der Feind Gottes wird alles tun um einen zu verblenden. Darin ist er ein Meister. Schaut auf Jesus schaut euch an, was Jesus am Kreuz erlitt führ uns. Ist es nicht klar das man Gott dankbar sein sollte und sagt: „Vater ich bekenne Jesus als meinen Herrn, ich bekenne meine Sünden und danke dir für Jesus. Wachturm hin oder her. Lüge ist Lüge. Sie geben unter einen Deckmantel vor die Wahrheit zu sein. Sie verführen viele, viele Menschen. Gott lässt uns die Wahl. Bringt denn Menschen die Botschaft von Jesus. Geht in jedes Haus wenn ihr wollt und verkündet Jesus. Seit voller Kraft und sagt euch ab von der Gesellschaft. Solange ihr euch damit beschäftig, seid ihr nicht frei. Euer Herz und Verstand sollte ganz auf Jesus gerichtet sein. Mit Apostelg.4,12 schließe ich.
    PS: Ich war auch bei den Zeugen Jehovas – Zitat ENDE-

    Lieben Dank für diesen gut gemeinten Hinweis. Interessant ist ein Vergleich dieser Texte in der „Neuen Welt Übersetzung“ und irgend einer anderen Übersetzung, z.B. „Hoffnung für alle“.
    NWÜ:
    (Johannes 14:6) Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.
    (Sprüche 8:35) Denn wer mich findet, wird bestimmt Leben finden und erlangt Wohlwollen von Jehova.
    (Apostelgeschichte 4:11) Dieser ist ‚der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist‘.

    Joh 14:6
    6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
    Spr.8:35
    (Zusammenhang weist auf das vormenschliche Dasein Jesu hin und wird von der WTG auch gerne benutzt, um zu beweisen, das Jesus vormenschliches Dasein hatte und kein „Dreieiniger Gott ist )
    22 Der HERR hat mich schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her.
    23 Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war.
    24 Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wasser fließen.
    25 Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln ward ich geboren,
    26 als er die Erde noch nicht gemacht hatte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens.
    27 Als er die Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog über den Fluten der Tiefe,
    28 als er die Wolken droben mächtig machte, als er stark machte die Quellen der Tiefe,29 als er dem Meer seine Grenze setzte und den Wassern, dass sie nicht überschreiten seinen Befehl; als er die Grundfesten der Erde legte,
    30 da war ich als sein Liebling1 bei ihm; ich war seine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit;
    31 ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Lust an den Menschenkindern.
    32 So hört nun auf mich, meine Söhne! Wohl denen, die meine Wege einhalten!
    33 Hört die Mahnung und werdet weise und schlagt sie nicht in den Wind!
    34 Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, dass er wache an meiner Tür täglich, dass er hüte die Pfosten meiner Tore!
    35 Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom HERRN.
    36 Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen, lieben den Tod.

    Ap.4,11
    11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist.

    Vielen Dank für diesen gut gemeinten Kommentar. Diese Bibeltexte sind ermutigend und richtungsweisend und gehen in ihrer wahren Bedeutung an den meisten Zeugen Jehovas vorbei.

    In der Zusammenkunft, der Predigdienstschule in dieser Woche gab es wieder ein 5-Min Referat, bezw. es war eine Demostation von zwei Schwestern: „Können Menschen in Gottes Ruhe eingehen? Hebr.4:10,11“. Da wurde ein „Rundumschlag gemacht über die 6000-jährigen Schöpfungstage und dann schließlich den letzten Ruhetag Gottes…an dem er ruhte…die Zeit war fast um…natürlich müssen wir alle Gehorsam sein…. Anstatt einfach einige Verse weiter zu lesen und zu zeigen gemäß Vers 14-16, das wir durch unseren großen Hohepriester, durch seine Gnade und Barmherzigkeit in die „Ruhe Gottes eingehen“, wodurch wir natürlich uns bemühen, ihm gehorsam zu folgen. Es reißt einem einfach vom Stuhl, mit welcher blinden Arroganz der eigentliche Kern der Wahrheit in solchen Darbietungen weggeredet wird zu Gunsten einer von Jesus distanzierten Darstellung. Aber die meisten sind davon ergriffen und begreifen es nicht.
    Deine Mahnung, wenn wir wollen, geht in jeden Haus und verkündigt Jesus, finde ich sehr gut. Welche Erfahrung hast du gemacht? So führe ich mich oft bei den Leuten an der Türe so ein, je nachdem, wer an der Türe erscheint- indem ich sage:
    „Guten Tag Frau Sowieso… ich freue mich, dass ich sie antreffe und wollte heute nicht über irgendeinen Nachbarn oder einen Politiker reden, sondern über Jesus Christus. Glauben Sie auch an seine Gnade und das er persönlich an uns interessiert ist“? Dann zücke ich die Bibel… Ich stelle fest, mit diesem Schwerpunkt komme ich oft im Gespräch mit Menschen weiter.
    Es lohnt sich wirklich, Zeugnis für unseren Herrn abzulegen, um Menschen zum Vater zu führen.
    Vielen Dank für Deine Ermunterung.
    LB
    Martin

  • Hans
    März 5, 2012

    Hi,

    das mit den 6000/7000 Jahren ist glaube ich nicht mehr der aktuelle Stand der WTG soweit ich mich erinnere, ohne nachsehen zu können. Eher eine Zeitdauer unbestimmter Länge, oder?

    LG
    Hans

  • Frank&Frei
    März 5, 2012

    hallo Hans, die WT Zeitrechnung ist total obsolet, weil eben dass Leben auf der Erde schon sehr, sehr alt ist.Während Jesus auf die Flut bezugnahme und die wurde von seinen Mitzeitgenossen akzeptiert, zeigt Petrus in seinem 2 Brief auf, dass eine WEltvernichtung durch Waser abgelehnt wird.
    es spricht alles dafür, dass vor Noahs Flut schon einmal eine WEltvernichtung stattfand – denn warum wohl sagt die King James Bible in 1. Mose 1:28 sowie in 1. Mose 1:28: And God blessed them, and God said unto them, Be fruitful, and multiply, and replenish the earth, and subdue it. Ebenso zu Noah in 1. Mose 9:1
    Be fruitful, and multiply, and replenish the earth.

    Das Wort REPLENISH bedeutet „wiederbefüllen“
    und das setzt voraus bei Noah wie bei Adam, dass es schon vorher Menschen gag und der fossile Fund bestätigt das: die DNA-Reste auf den Gebeinen sind mit keinem der heute lebenden Rassen verwandt, die sonst alle untereinadner verwandt sind.

    Es gibt viel zu forschen. Und die Lari Fari Theorien der WTG spiegeln sich in ihren stets wandelnden Doktrien wider. Mal ist man mit einem transplantiertem Organ ein Menschenfresser oder, bleiben wir beim IMpfen – da hat man vor 50-80 jahren die Sau durchs Dorf getrieben
    und das alles angebelich unter Führung des Geistes.
    Und die Bücher vom Rutherford stehen heuer im „Giftschrank“ in der Königreichssaal Bibliothek

    WEr gut in english ist, kann das auf der website kjvbible.org in ERfahrung bringen

  • Hans
    März 5, 2012

    Hi Frank,

    interessant, hab ich so noch nie gehört. Muss ich mir nochmal in Ruhe anschauen, danke für den Link.

    Die Rechnerei mit den Tagen war glaube ich in dem grünen Vergewissert-Buch ausgeführt, irgendwas mit 49.000 (7×7.000) Jahren soweit ich mich erinnere. Witzig und traurig zugleich.

    Irgendwie eine Taschenrechner Religion. Für Prophezeiungen und für den Stundenschnitt 😉

    LG Hans

  • Anna
    März 5, 2012

    Lieber Bruder Martin, liebe Mitdiener,

    vielen Dank dir Bruder Martin für die Predigtdienstempfehlung unten in deinem Kommentar, einfach über Jesus Christus zu reden.

    Heute vormittag konnte ich 2 sehr schöne Gespräche über Jehova und Jesus führen. Und ich habe deinen Text aus Hebräer 4 ab Vers 14 vorgelesen und ann auch noch Kapitel 5:1 und 2. Die Frau hatte Tränen in den Augen als ich ihr erklärt habe, dass Jesus mit uns fühlt. Und die Schwester in meiner Begleitung habe ich damit auch ermuntert. Insofern war die Zeit gut genutzt.

    Zur Aufgabe in der Theokrtischen Predigtdienstschule über Gottes Ruhe:
    Da war es bei uns noch schlimmer. Wenn man bedenkt, eine Aufgabe ohne Quellenangabe. Da könnte man so viel draus machen… Aber die Dauerberieselung nicht mehr nachzudenken funktioniert leider.

    Die Schwester hat den WT vom 15.07.11 als Grundlage verwendet und sogar daraus zitiert. Hier geht es ja wie wir uns alle denke ich gut erinnern an den Umgang bzw. Nicht-Umgang mit ausgeschlossenen Familienangehörigen. Ihrer Partnerin wurde vermittelt, wie wichtig es ist sich diesbezüglich an die Anweisungen der Organisation Jehovas zu handel. Vom Schulaufseher gab es dann auch ein Lob die Literatur des treuen und verständigen Sklaven zu verwenden.

    Mit dir Martin würde ich auch mal gerne in den Dienst gehen 🙂 Wäre bestimmt schön!

    Viele liebe Grüße herzlich Anna

  • Robin
    März 5, 2012

    Liebe Brüder,

    meine Frau hatte auch diese Aufgabe zu bewältigen und sie hat auch die Wt-Literatur benutzt:

    1. Auszüge aus Fragen von Lesern aus dem Wt vom 1. 10.2001. S. 30 + 31. Dort wird die Frage
    „Was ist die „Ruhe“, von der in Hebräer 4:9-11 die Rede ist, und wie kann man ‘in jene Ruhe eingehen’?“ eigentlich ganz gut erklärt.

    2. Hat sie aus dem Wt vom 15. 10. 20018, S. 32 aus
    „Höhepunkte aus den Briefen an Titus, Philemon und die Hebräer“ folgende Antwort ihrer Partnerin direkt vorgelesen:

    Zitat:
    4:9-11 — Wie können wir in „Gottes Ruhe“ eingehen? Nach dem sechsten Schöpfungstag ruhte Gott von seinen Werken. Er wusste, dass sein Vorhaben mit der Erde und den Menschen verwirklicht werden wird (1. Mo. 1:28; 2:2, 3). Wir gehen in jene Ruhe ein, indem wir uns nicht mehr durch Werke selbst zu rechtfertigen suchen, sondern uns das Loskaufsopfer zunutze machen. An Jehova zu glauben und seinem Sohn gehorsam nachzufolgen, statt selbstsüchtige Interessen zu verfolgen, ist für uns jeden Tag wohltuend und erfrischend (Mat. 11:28-30).
    Zitatende

    Matthäus 11:28-30 hat sie zum Schluss ihre „Interessierte“ direkt aus der NWÜ vorlesen lassen:

    28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

    Brüder und Schwestern fanden diese schwierige Aufgabe sehr gut gelöst. Und ich natürlich auch.

    Liebe Grüße
    Robin

  • Sascha
    März 5, 2012

    Lieber Robin,

    ein großes Lob für deine Frau, dass sie die Aufgabe so gelöst hat. Im Unterredungsbuch steht ja tatsächlich die richtige Erklärung. Dadurch müssten eigentlich einige, die immer noch so sehr die Werke betonen, die zur Rettung erforderlich sind, klar werden, dass sie eher Menschen gefolgt sind. Noch ist ja die Zeit, um das zu erkennen und dann nur noch Jesus zu folgen. Wie Dennis aus dem neuesten WT zititert hat, werden die Anmaßungen immer dreister.

    Ich finde es schön, dass du eure Erfahrung mit uns geteilt hast und wünsche euch weiter den Geist Gottes bei dem, was auch innerhalb der Versammlung, noch auf euch zukommmen wird.

    Dadurch dass du und deine Frau versuchen, in der Versammlung noch solche Hinweise zu geben, kann bestimmt noch dem ein oder anderen geholfen werden. Deswegen macht weiter so, ihr vertretet ja quasi die von uns, die aus irgendwelchen Gründen die Versammlungen nicht mehr besuchen können, und deshalb z.B. vermehrt in ihrem Bekanntenkreis oder auch hier auf Bruderinfo für die Brüder und Schwestern da sind. So hat jeder eine bestimmte Aufgabe in seinem speziellen Umfeld, wie hier vor kurzem erst durch den sehr guten Vortrag „Das Volk einer königlichen Priesterschaft“ behandelt wurde.

    Wir haben hier durch BI eine gute Plattform, auf der wir uns austauschen und gegenseitig ermuntern können. Das soll auch so bleiben, selbst wenn es hin und wieder unterschiedliche Meinungen über Deutungen geben sollte. Deswegen weise ich von Zeit zu Zeit auf die Bruderinfo-Prophetie Seite hin.

    Dort wurden schon viele Dinge zusammengetragen, die ein völlig neues Licht auf gewisse Aussagen der Bibel werfen. Das dürfte also für jeden etwas sein, der etwas tiefer in die Materie der Prophetie eintauchen möchte. Auch dort wird immer wieder der Hinweis gegeben, dass es jedem persönlich überlassen ist, eine mögliche Deutung auch für sich zu akzeptieren. Aber grundsätzlich kann man eine Aussage machen: Die Prophetie hält wach, selbst wenn man mal eine Sache falsch deuten sollte. Allein dieser Aspekt des Wachbleibens reicht im Prinzip schon aus, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es war auch für mich ein entscheidender Grund dafür, mich intensiver damit zu beschäftigen. Es würde mich also freuen, wenn sich auch dort noch mehr Brüder und Schwestern mit Kommentaren beteiligen würden, denn durch die Gedankenvielfalt wird oft erst eine andere Sicht der Dinge ermöglicht.

    In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Sonntag

    Sascha

  • Windi
    März 5, 2012

    Martin schön das du die Botschaft von Jesus denn Menschen sagst das ist die wahrheit,die einzige Wahrheit,und Martin wir können durch Werke nicht errettet werden,weil Jesus alles aber alles auf sich nahm.Wenn du ja zu Jesus sagst. wird er dir alles andere zeigen.Wir brauchen keine Menschen die uns etwas aufbürgen wie die wachturmgeselschaft.Wir brauchen Gottes Sohn, weil er der weg ist.und das hab ich Verstanden.wenn du besorgt bis das viele in denn Versamlungen es nicht so verstehen bete. lege alles Jesus da Unser Vater im Himmel gab uns seinen Sohn.und wir dürfen Jesus alles sagen, das was wir Jesus sagen hört auch der Vater, und was wir dem vater sagen, hört der Sohn.Ist es nicht schön? wenn du über Jesus Redes? und denn Menschen die liebes Botschaft Joh 3,16 Verkündes Ich wünsche dir Gottes segen.

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Zu meiner Feststellung Mexico – wie haben sich „vorbildliche Brüder“ verhalten wenn es um Neutralität, Militärdienst, klare Stellungnahme zur allgemeinen Belehrung der LK ging?

    Wie hat man die Brüder in Mexico von oberster (leitende Körpers.) Selle „entschuldigt“ ja ermutigt gegen ihr Gewissen zu handeln und im Falle Malawie einer grausame Behandlung wegen dem Nichterwerb von einer Parteimitgliedskarte, auslieferte?

    Im Buch „Der Gewissenskonflikt“ (von Ray Franz)kann man hierzu im Kap. 6 folgendes nachlesen:

    Zwei unterschiedliche Massstäbe in Zivildienstfragen:
    Malawi und Mexiko!

    Zum besseren Verständnis ist es nötig, den Hintergrund kurz zu erläutern. In Malawi sahen sich Jehovas Zeugen seit dem Jahr 1964 einer Verfolgung gegenüber, die in Ausmaß und Gewalt in der neueren Geschichte ihresglei­chen sucht. Landesweit brachen in mehreren Wellen brutale und heimtückische Angriffe von Pöbelhaufen über sie herein: 1964, 1967, 1972 und noch einmal im Jahr 1975. Beim ersten Schub wurden 1081 malawischen Fami­lien die Hütten abgebrannt oder sonstwie zerstört, auf 588 Feldern wurde die Ernte vernichtet. Während der Attacken im Jahr 1967 wurden mehr als tausend Zeuginnen Jehovas vergewaltigt, eine Frau dabei von sechs ver­schiedenen Männern, ihre 13jährige Tochter von drei Männern. Bei minde­stens 40 dieser Frauen kam es daraufhin zu Fehlgeburten. Die Behörden ließen allen diesen Wellen der Gewalt völlig freien Lauf. Schläge, Folterun­gen und Morde nahmen so überhand, daß Tausende Familien Haus und Hof verließen und in die angrenzenden Länder flüchteten. Nach genaueren Schätzungen flohen 1972 insgesamt 8975 Menschen nach Sambia und 11600 nach Mosambik. Bei Abebben der Gewalttätigkeiten kehrten sie nach und nach wieder in ihr Land zurück. Die nächste Angriffswelle zwang sie dann erneut zur Flucht. Zu allem Unglück kam noch hinzu, daß in den Flüchtlingslagern die Kleinkinder wegen mangelnder medizinischer Versor­gung starben.[1]

    Woran entzündeten sich diese wiederkehrenden Ausbrüche der Gewalt? Die Zeugen Jehovas weigerten sich, eine Mitgliedskarte der herrschenden politischen Partei des Landes zu kaufen. Malawi ist ein Einparteienstaat, der von der Malawi Congress Party beherrscht wird, und zwar durch deren Vorsitzenden Dr. H. Kamuzu Banda, der als Präsident auf Lebenszeit über das Land herrscht. Das Zweigbüro der Gesellschaft teilte den Zeugen Jehovas auf Anfrage mit, der Erwerb einer solchen Mitgliedskarte stelle eine Verletzung der christlichen Neutralität dar, sei also ein Kompromiß und damit Untreue gegenüber Gott. Diese Haltung wurde von der Weltzentrale bestätigt und in den Veröffentlichungen der Watch Tower Society genaue­stens erläutert. Die überwiegende Mehrzahl der Zeugen in Malawi hielt sich daran, auch wenn dafür ein hoher Preis gezahlt werden mußte.

    Die Brutalität, mit der in Malawi gegen wehrlose Menschen vorgegangen wurde, ist durch nichts zu rechtfertigen. Darüber kann bei mir kein Zweifel bestehen. Die Regierung und die Parteiführung waren fest entschlossen, dafür zu sorgen, daß jedermann sich ihrer Anweisung fügte, eine Mitglieds­karte bei sich zu führen. Den Besitz dieser Karte sah man als sichtbaren Beweis für Staatstreue an. Die Methoden, mit denen man dieses Ziel verwirklichte, waren verwerflich und kriminell.

    Worüber bei mir aber ernste Zweifel bestehen, das ist die Haltung, die das Zweigbüro einnahm und die dann vom Hauptbüro in Brooklyn bestätigt wurde. Für diese Zweifel gibt es mehrere Gründe.

    Terroraktionen in Malawi gegen Jehovas Zeugen und deren Hintergründe

    Im Jahr 1975 erhielt ich den Auftrag, Material über die neuesten Terror­aktionen gegen Jehovas Zeugen in Malawi zur Veröffentlichung zusammen­zustellen. Als Begründung, weshalb Jehovas Zeugen die Frage des Erwerbs der Parteimitgliedskarte so wichtig war, gab ich das an, was bereits darüber [113] gesagt worden war: Diese Haltung sei vergleichbar mit der Haltung der Christen der ersten Jahrhunderte, die sich weigerten, dem „Genius“ des römischen Kaisers eine Prise Weihrauch auf einem Altar als Opfer darzu­bringen.[2] Während ich dies schrieb, überkam mich ein Gefühl der Unsicher­heit darüber, ob die Situation hier wirklich genau die gleiche war. Das Darbringen von Weihrauch auf dem Altar wurde ganz sicher als Akt der Anbetung angesehen. War aber der Kauf einer Parteimitgliedskarte genauso zweifelsfrei ein Akt der Anbetung? Ich fand nichts, das diesen Gedanken eindeutig nahelegte. Handelte es sich dann aber um eine Verletzung der christlichen Neutralität, einen Bruch der Lauterkeit gegenüber Gott?

    Fortsetzung folgt zur Haltung und Vorgehensweise Mexico:

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Ein ganz anderer Maßstab für ähnliches und schlimmeres Verhalten in Mexiko

    Mir erscheint höchst bemerkenswert, daß diese strengen, unnachgiebigen Äußerungen von Menschen kamen, die zugleich Bescheid wußten über die Lage in Mexiko. In der Übersicht mit den Ergebnissen der Umfrage unter den Zweigbüros, die ich an alle Mitglieder der leitenden Körperschaft verteilte, war auch ein Bericht des Zweigbüros in Mexiko. Darin stand folgende Passage über die „Bescheinigung über abgeleisteten Wehrdienst“ („Identity Cartilla for Military Service“):

    Die Bescheinigung über abgeleisteten Wehrdienst wird üblicherweise durch die Teilnahme an einjährigen Wehrübungen erworben. Inhaber der Bescheinigung sind verpflichtet, sich zu melden, wenn das Land sie ruft, sei es bei einer Mobi1machug oder auch nur zur Feststellung der Personalstärke (Artikel 136 bis 139, Seite 5).

    Obwohl es dem Militär und den Einberufungsbehörden gesetzlich verboten ist, diese Bescheinigung illegal auszustellen, beispielsweise gegen Zahlung eines Geldbetrags, wird die Regel doch von der großen Mehrzahl der Beamten nicht eingehalten (Artikel 50 und 51, Seite 21; Artikel 3, Seite 29; Anweisung Nr. 1 vom 16. September 1977, Seite 2, Absätze 3 und 4).

    Fast jeder kann unter beliebigem Vorwand um den Militärdienst herumkommen, indem [117] er einem Beamten Geld gibt, damit er sein angeblich regelmäßiges erscheinen zu den wöchentlichen Übungen und Unterrichtsstunden bescheinigt, so dass man am Ende eine gültige Bescheinigung in Händen hat. In Mexiko ist dies gang und gäbe. Die mexikanische Regierung bemüht sich, die Beamten davon abzuhalten, Bescheini­gungen für Leute auszustellen, die keine Wehrübungen geleistet haben, sofern kein im Gesetz genannter Grund dafür vorliegt. Vor kurz em sagte ein General bei der Abnahme des Treuegelöbnisses vor 100 000 jungen Wehrpflichtigen. in Anwesenheit des Präsidenten der Republik, Licenciado Jose Lopez Portillo, die Armee werde keine ungesetzlichen Machenschaften beim Erwerb der Wehrdienstbescheinigung mehr dulden. Wörtlich: „Wir haben die feste Zusage gegeben, die letzten Auswüchse ungesetzlichen Handelns innerhalb des Militärs binnen kurzem zu beseitigen, und wir werden dafür sorgen. daß alle Jungen Männer zu ihrer Einberufungsbehörde gehen und dort ihre Bescheinigung erhalten“ (EL Heroido, 5. Mai 1976).

    Wie standen Jehovas Zeugen zu „ungesetzlichen Machenschaften“ in Verbindung mit diesem Gesetz? Im Brief des Zweigkomitees heißt es weiter:

    Junge Verkündiger haben in Mexiko mit dem Militärdienst keine Probleme. Die Wehrgesetze sind zwar sehr streng, doch gewöhnlich werden sie lasch angewendet. Meldet sich ein Verkündiger im wehrpflichtigen Alter nicht freiwillig zur Musterung, so fordert man ihn auch nicht dazu auf. Wer andererseits seine „Cartilla“ hat und Reservist ist, wird nie einberufen. Er muß lediglich seine „Cartilla“ abstempeln lassen, wenn er sich von einer Einheit zu einer anderen versetzen lässt; doch das ist nicht mit irgendwelchen Zeremonien verbunden, sondern bedeutet nur, daß man sich in einem Büro meldet, in dem die „Cartilla“ abgestempelt wird.

    Die „Cartilla“ ist zu einem Ausweispapier geworden. Man legt sie vor, wenn man sich um einen Arbeitsplatz bewirbt, wenngleich das nicht Vorschrift ist. Man braucht sie nur, wenn man sich einen Reisepass ausstellen lassen will. Ohne „Cartilla“ darf man das Land nur mit Sondererlaubnis der Militärbehörden verlassen, Verkündiger, die eine „Cartilla“ haben wollen, gehen zu einer der Einberufungsbehörden, um sich registrieren zu lassen und ihre „Cartilla“ ausgestellt zu bekommen. Natürlich ist diese dann nicht vollständig, d.h. noch nicht gültig. Hierfür sucht man jemand auf, der Einfluß hat, oder geht direkt zu einem Beamten, läßt ihm einen bestimmten Betrag zukommen, je nachdem, wieviel verlangt wird, und so kommt man in den Besitz seiner Bescheinigung über abgeleisteten Wehrdienst; jedenfalls läuft es bei den meisten so ab.

    Kurz zusammengefaßt: In Mexiko müssen Männer im wehrpflichtigen Alter innerhalb eines Jahres eine bestimmte Zeit Kriegsdienst ableisten. Bei der Musterung erhält der Wehrpflichtige einen Wehrpaß, in dem fortlaufend die Teilnahme an der wöchentlichen militärischen Schulung eingetragen wird. Bescheinigt ein Beamter die Teilnahme, ohne dass der Wehrpflichtige wirklich anwesend war, so macht er sich strafbar. Die Beamten sind aber bestechlich, und das nutzen in Mexiko viele Männer aus. Nach Auskunft [118] des Zweigkomitees ist es auch unter Zeugen Jehovas in Mexiko gang und gäbe. Und weshalb? Man beachte, was in dem Brief weiter gesagt wird:

    Die Gesellschaft hat sich mit der Haltung der Brüder in dieser Frage vor Jahren befaßt, und uns liegen Informationen vor, die wir als Maßstab genommen haben, seit die Brüder bei der Gesellschaft angefragt haben. (Siehe beigefügte Kopie)

    Was war das für eine Information, die die Gesellschaft zugesandt hatte und nach der sich das Zweigbüro in Mexiko seit Jahren gerichtet hatte? Auf welchem Wege war sie dorthin gelangt? Wie ist das zu vereinbaren mit der Haltung im Fall Malawis und den strengen, unnachgiebigen Äußerungen von Angehörigen der leitenden Körperschaft, die sogar vor dem „leisesten Verdacht eines Kompromisses“ gewarnt und jede Form von „moralischer Billigung“ des Militärapparats abgelehnt hatten, „weder direkt noch indi­rekt“?

    Die Brüder in Mexiko selbst verunsichert über zweideutiges toleriertes Verhalten

    Wenige Tage nach der Sitzung der leitenden Körperschaft vom 15. Novem­ber 1978, in der es zu der Pattsituation in Sachen Zivildienst gekommen war, flog ich nach Mexiko. Ich sollte die Zweigbüros in Mexiko und einigen anderen Ländern Mittelamerikas besuchen. Das Zweigkomitee von Mexiko brachte von allein die Sprache auf das Verfahren, das in dem Bericht erwähnt wurde. Die Mariner im Komitee sagten, viele Zeugen Jehovas in Mexiko machten sich Gewissensbisse, weil die Zeugen in Malawi einer so schreck­lichen Verfolgung ausgesetzt seien wegen ihrer Weigerung, eine Parteimit­gliedskarte zu kaufen. Sie betonten aber, sie hätten den Zeugen in Mexiko genau das geraten, was dem Zweigbüro von der Weltzentrale gesagt worden sei. Und was war das? Manchem fällt es vielleicht schwer zu glauben, daß ein derartiger Rat tatsächlich gegeben wurde, doch hier sind die Beweis­stücke, die das Zweigkomitee vorlegte. Als erstes dieser Brief:

    4. Februar 1960 Nr. 123

    N. H. Knorr

    Brooklyn 1,

    New York

    Lieber Bruder Knorr!

    Wir haben zwei Probleme. zu denen wir gem. Anweisungen von der Gesellschaft hätten. Als erstes haben wir den Fall eines Versammlungsdieners, der eine Tochter hat, die verheiratet ist und mit ihrem Mann bei ihrem Vater wohnt. Die Tochter und der Schwiegersohn waren Verkündiger, doch dem Schwieger­sohn wurde die Gemeinschaft entzogen, weil er eine andre Frau hatte. Im Laufe der Jahre wuchsen vor diesem Schwiegersohn zwei Familien heran, eine von seiner angetrauten Frau und Schwester in der Wahrheit, in deren elterlichem Haus er mit wohnte, und eine von der anderen Frau, die auch Kinder von ihm hat. Ihm ist natürlich seit langem die Gemeinschaft entzogen worden, doch in der Versammlung gab es viel Verwirrung und Meinungsverschiedenheiten, weil der Schwiegervater dieses bösen Mannes, der ja der Versammlungsdiener ist, ihm gestattet, mit seiner Tochter in seinem Haus zu wohnen. Im Lauf der Jahre ist die Verkündigerzahl gesunken und die Versammlung ist in einem sehr schlechten Zustand. Die Frage lautet: Ist die Tochter berechtigt, mit diesem Mann zusammenzuleben? [119] Er ist zwar ihr angetrauter Ehemann, unterhält aber zu seiner Zeit Beziehungen zu einer anderen Frau, mit der er auch Kinder hat. Ist es richtig, wenn der Schwiegervater es diesem Mann gestattet, mit seiner Tochter (einer Glaubensschwester) in seinem Haus zu wohnen? Wir würden gern wissen, wie die Gesellschaft in einen solchen Fall vorgeht, damit wir wissen, was wir zu tun haben.

    Eine andere Sache, die vorzutragen wäre, betrifft das Gesetz, nach dem man als Teil der militärischen Ausbildung an Exerzierübungen teilnehmen muß. Nach Einjähriger Teilnahme erhält man eine Bescheinigung, in der dies bestätigt wird, und die wiederum die Grundlage dafür ist, einen Pass oder eine Fahrerlaubnis ausgestellt zu bekommen, sowie für viele weitere Rechtsgeschäfte. Den Brüdern ist die christliche Haltung der Neutralität klar, doch viele geben bestimmten Beamten Geld, und diese verschaffen ihnen dann die Exerzierbescheinigung. Ist es richtig, dies zu tun? Wenn ein Bruder tatsächlich am Exerzieren teilnimmt, wenden wir den Grundsatz an, daß Er Kompromisse gemacht hat, und ernennen ihn mindestens drei Jahre lang nicht zum Diener. Es gibt aber Brüder, die vielleicht Diener oder Kreisdiener sind und eine Exerzierbescheinigung besitzen und sie ab und zu für Rechtsgeschäfte verwenden, aber nicht an der Wehrübung teilgenommen haben. Wie handelt man hier richtig? Unter den Brüdern ist es schon lange Sitte den Geldbetrag zu zahlen und sich eine solche Bescheinigung zu besorgen, und viele von ihnen dienen heute als Versammlungs- und Kreisdiener. Sind sie schuldig? Oder ist dies lediglich etwas, das zu diesem verderbten System der Dinge gehört? Sollen wir darüber hinweggehen oder sollen wir etwas unternehmen? In diesem Land gibt es so vieles, das nicht ganz legal ist. Man kann von e einem Polizisten wegen der Verletzung einer Verkehrsvorschrift angehalten werden, und er erhält eine kleine „mordia“ oder Bestechung von 40 Cents. Jeder weiß, daß er dazu kein Recht hat, und doch gibt man ihm seine 5 Pesos, um nicht zum Polizeirevier gehen und 50 Pesos zahlen zu müssen und dabei noch viel Zeit zu vergeuden. Das ist hier so üblich; alle machen das. Ist es mit der Exerzierbescheinigung dasselbe? Wir würden Deinen Rat in dieser Sache sehr schätzen.

    Mit Dir im Dienst für Jehova verbunden

    Diesen Brief schrieb das Zweigbüro in Mexiko an den Präsidenten der Gesellschaft. Im zweiten Absatz steht die Frage, die das Zweigbüro beant­wortet haben wollte: Ist es richtig, Bestechungsgelder zu zahlen, um an eine gefälschte Militärbescheinigung heranzukommen? (Die Kopie wurde vom Durchschlag des Originalschreibens aus den Akten des Zweigbüros angefer­tigt, weshalb die Unterschrift fehlt.)

    Der Stein des Anstosses, der Ehebruch des Ehemannes:
    Er soll aus dem Haus gejagt werden

    Und wie wurde die Anfrage beantwortet? Die Gesellschaft schrieb einen zweiseitigen Brief, datiert 2. Juni 1960. Es folgt die Übersetzung der Seite, die mir das Zweigkomitee vorgelegt hat und auf der die Gesellschaft ihre Stellungnahme zu der Frage abgibt (Kopie des englischen Originals siehe Anhang):

    La Torre Del Vigia

    Calzada Melchor Ocampo No. 712

    Mexico 4, D.F.

    Mexico

    2. Juni 1960 (157) Seite 2

    … Weg einzuschlagen, als oben beschrieben, wäre nicht nötig. Der hauptsächliche Stein des Anstoßes, nämlich der Ehebruch des Mannes, wäre beseitigt. Sowohl dem Versammlungsdiener wie auch seiner Tochter muß die Angelegenheit daher ganz klar und unmißverständlich dargelegt werden. Darauf muß der Versammlungsdiener im Interesse der Versammlung den ersten Schritt in die richtige Richtung tun. Wenn er sich weigert, den ehebrecherischen Schwiegersohn aus dem Haus zu [120] jagen, wird er selbst zu einem Stein des Anstoßes, denn er gibt der Versammlung weiterhin Anlaß zum Anstoß und stört ihre Einheit und den Frieden ihrer Mitglieder. Will er diesen Weg nicht einschlagen, so muß er seines Postens als Versammlungsdiener enthoben werden.

    Was nun diejenigen betrifft, die durch Zahlung eines Geldbetrags an die verantwortlichen Beamten vom Ableisten des Militärdienstes entbunden sind, so ist dies das Gleiche, was auch in anderen lateinamerikanischen Ländern geschieht, wo sich die Brüder durch Geldzahlung an einen Militärbeamten frei­kaufen, um sich ihren Freiraum für theokratische Tätigkeit zu erhalten. Wenn Angehörige des militärischen Apparats bereit sind, sich gegen Entrichtung einer Gebühr auf ein solches Verfahren einzulassen, dann ist das die Verantwortung dieser Vertreter des Staates. Das Geld fließt in diesem Fall nicht dem Militär­apparat zu, sondern geht an die daran beteiligte Einzelperson über, Wenn das Gewissen einiger Brüder es ihnen gestattet , sich darauf einzulassen, damit. sie größere Freiheit haben, so besteht unsererseits kein Einwand dagegen. Für den Fall allerdings, daß sie wegen dieser Handlungsweise Schwierigkeiten bekommen sollten, müßten sie diese selbst tragen. Wir können ihnen dann keine Hilfestellung gewähren. Wenn aber diese Handlungsweise dort Sitte ist und die Inspektoren sie billigen, indem sie keine Nachforschungen über den Wahrheitsgehalt der Bescheinigungen anstellen, dann kann man über diese Sache hinweggehen wegen der daraus entstehenden Vorteile. Im militärischen Ernstfall müßten die Brüder, die Inhaber einer solchen Bescheinigung sind , eine Entscheidung treffen, der sie sich nicht durch Geldzahlung entziehen können, sondern die unzweideutig zeigt, auf welcher Seite sie stehen. Dann wird ihr Glaube geprüft und dann müssen sie beweisen, daß sie sich in dieser entscheidenden Prüfung als Christen neutral verhalten.

    Treu mit Euch im Königreichsdienst verbunden

    Der Brief des Zweigbüros war zwar an Präsident Knorr gerichtet, doch die Antwort mit dem Stempelschriftzug der Gesellschaft darunter stammte offenbar von Vizepräsident Franz, der – wie bereits erwähnt – von Präsident Knorr immer dann um Hilfe gebeten wurde, wenn es galt, allgemeine Leitlinien aufzustellen, wie in diesem Fall. Der Stil ist typisch für den des Vizepräsidenten.

    Ist eine Bestechung bloss eine „Bezahlung eines Geldbetrages“?

    Es lohnt sich, einmal die Ausdrucksweise in diesem Brief näher zu untersu­chen. Aufschlußreich wäre auch, sich noch einmal die zuvor wiedergegebe­nen Äußerungen der Mitglieder der leitenden Körperschaft zur Frage des Zivildienstes anzusehen und sie damit zu vergleichen. Dort handelte es sich um unverblümte, sogar aggressive Worte, bei denen nicht erst lange um Formulierungen gerungen und kein Blatt vor den Mund genommen wurde. In diesem Antwortschreiben der Gesellschaft auf die Anfrage des Zweiges in Mexiko wird das Wort „Bestechung“ vermieden und stattdessen von „Zahlung eines Geldbetrags“ und „Entrichtung einer Gebühr“ gesprochen. Es wird betont, daß das Geld einer Privatperson zukommt und nicht „dem Militärapparat“, womit anscheinend angedeutet werden soll, daß dadurch der moralische Wert der Transaktion gehoben wird. In dem Brief heißt es, das Verfahren sei „dort Sitte“ und man könne „über diese Sache hinwegse­hen wegen der daraus entstehenden Vorteile“, solange die Inspektoren sich nicht für „den Wahrheitsgehalt der Bescheinigungen“ interessieren. Am Schluß wird davon gesprochen, daß die Lauterkeit irgendwann in der Zukunft einmal einer „entscheidenden Prüfung“ unterzogen werden mag. [121] Dieselbe Aussage, formuliert im Stil der Sprache während der Sitzungen der leitenden Körperschaft über das Zivildienstproblem, hätte wohl ungefähr so geklungen:

    „Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern zahlen Jehovas Zeugen Beste­chungsgelder an korrupte Beamte. Wenn sich Angehörige des Kriegsapparates bestechen lassen, müssen sie das Risiko selbst tragen, Wenigstens geht das Geld nicht unmittelbar an den Kriegsapparat, sondern nur an einen Oberst oder einen anderen Offizier, der es einsteckt. Wenn sich das Gewissen von Brüdern, die sich mit einem Beamten auf einen solchen Handel einlassen, nicht regt, so haben wir auch nichts dagegen. Gibt es nachher aber Ärger, dürfen sie nicht auf unsere Hilfe zählen. Da jeder das dort so macht und die Inspektoren sich nicht über die gefälschten Papiere aufregen, könnt Ihr im Zweigbüro ebenfalls ein Auge zudrüc­ken. Im Falle eines Krieges gibt es dann schon Gelegenheit, sieh über die Frage der Neutralität Gedanken zu machen.

    Treu mit Euch im Königreichsdienst verbunden Eure Brüder…“

    Ich will hier nicht sarkastisch sein und glaube auch nicht, daß dies ein Beispiel für Sarkasmus ist. Der Text gibt meines Erachtens in fairer Weise den Rat der Gesellschaft an das Zweigbüro in Mexiko in normaler Alltags­sprache wieder, ohne beschönigende Wendungen, eben in der Ausdrucks­weise, die in den genannten Sitzungen des Gremiums üblich war.

    Ein Grund, weshalb mich diese Information persönlich so sehr schockiert hat, ist, daß zur selben Zeit, da in dem Brief davon gesprochen wird, die Gesellschaft erhebe „keinen Einwand“, wenn sich Zeugen Jehovas in Mexiko ihrer Einberufung „durch Geldzahlung entziehen“, zu genau dersel­ben Zeit junge Männer in der Dominikanischen Republik scharenweise wertvolle Jahre ihres Lebens im Gefängnis verbrachten, weil sie sich weigerten, an gerade solchen Übungen teilzunehmen. Einige wurden wegen ihrer Weigerung zwei- oder dreimal verurteilt, wie zum Beispiel Leon Glass und sein Bruder Enrique, so daß sie bis zu neun Jahren ihres jungen Lebens im Gefängnis zubrachten. Während dieser Jahre waren der Präsident und der Vizepräsident der Gesellschaft in der Dominikanischen Republik und haben sogar das Gefängnis besucht, in dem viele junge Männer eingesperrt waren. Es ist für mich unfaßbar, wie man über die Lage dieser Gefängnisin­sassen in der Dominikanischen Republik Bescheid wissen und trotzdem zugleich derart mit zweierlei Maß vorgehen konnte.

    Im Jahr 1964, vier Jahre nach diesem Brief an den Zweig in Mexiko, brachen die ersten Verfolgungen über Jehovas Zeugen in Malawi herein und es kam die Frage auf, wie man sich zu dem Erwerb der Parteimitgliedskarte stellen sollte. Das Zweigbüro in Malawi vertrat die Position, dies sei eine Verlet­zung der christlichen Neutralität, also ein Kompromiß, der eines wahren Christen nicht würdig sei. Der Weltzentrale war diese offizielle Position bekannt. Kurz darauf ebbte die Welle der Gewalttat ab, brach aber im Jahr 1967 so heftig über Jehovas Zeugen herein, daß sie zu Tausenden aus ihrem Heimatland vertrieben wurden. Im Hauptbüro Brooklyn gingen Berichte über entsetzliche Grausamkeiten in immer größerer Zahl ein.

    Ende der Auszüge aus „Der Gewissenskonflikt“

    Angesichts solcher Heuchelei und Doppelzüngigkeit der verantwortlichen Brüder der LK, kann man verstehen das ein Mitglied der LK die Br. Raymond Franz war in einen Gewissenskonflikt kam. Ein redlicher Diener Gottes der letztlich ebenso wie tausende andere für das Eintreten was Wahrheit und Recht ist, im verhältnismäßig hohen Alter einen Rausschmiss in Kauf nahm und weitgehendst mittellos für sich und seine Frau sorgen mußte. Die Härte und Unbarmherzigkeit jener die beanspruchen Gottes Vertreter auf Erden zu sein, haben auch durch diese Vorgehensweise ihr wahres Gesicht gezeigt.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Das Schlussresümee:

    5. September 1969

    Zweig Mexico

    Liebe Brüder!

    Euer Brief vom 27. August (182) ist in unseren Händen. Ihr habt darin eine Frage bezüglich der Brüder gestellt, die sich haben erfassen lassen und jetzt der ersten Reserve angehören.

    Der Brief vom 4. Februar 1960 (123), den Ihr erwähnt, behandelt das Thema bereits erschöpfend. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Die Verantwortung trägt jeder selbst. Sollte er je einberufen werden, wird er sich entscheiden müssen. Vorher braucht nichts unternommen zu werden. Bis dahin können die Brüder, die sich haben registrieren lassen und eine Gebühr entrichtet haben, ihren Dienst ungehindert durchführen. Wir billigen das zwar nicht, doch es ist ihr Gewissen, nicht unseres, das ihnen gestattet, so zu handeln. Wenn ihr Gewissen das zuläßt und sie sich keine Kompromisse zuschulden kommen lassen, dann könnt Ihr den Fall als erledigt ansehen. Für Euch besteht kein Grund, irgendwelche Fragen zu beantworten oder einzelnen etwas zu erklären oder Euch gar auf Diskussionen einzulassen. Eines Tages kommt diese Frage vielleicht auf uns zu und dann müssen sie sich entscheiden, wie der Brief sagt. Dann müssen sie selbst die Entscheidung treffen. Wir können nicht für jeden Menschen in der Welt Ent­scheidungen fällen. Wenn ihr Gewissen es zuläßt, so zu handeln und der ersten Reserve anzugehören, dann muß das ihre Sorge sein , falls sie sich Sorgen machen. Es geht nicht an, daß das Büro der Gesellschaft sich darüber den Kopf zerbricht.

    Die Gesellschaft hat stets den Standpunkt vertreten, daß man die: Gesetze halten muß. Wenn diejenigen so gehandelt haben, wie Ihr es in Eurem Brief schildert , ohne daß ihr Gewissen sich regt, dann lassen wir die Sache auf sich beruhen. Es gibt für uns keinen Anlass, die Gewissensentscheidung eines anderen Menschen zu treffen, oder darüber“ zu diskutieren oder in Streit zu geraten. Falls die Betreffenden keine Kompromisse machen, indem sie etwa Dienst mit der Waffe tun, und wenn ihr Handeln es ihnen ermöglicht, weiterhin ihre Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden, dann liegt die Entscheidung bei ihnen. Die Versammlungsaufseher brauchen erst dann einzuschreiten, wenn jemand davon abweicht. Laßt darum alles so, wie es ist und wie es seit Februar 1960 gehandhabt wird und geht nicht weiter darauf ein.

    Möge Jehovas reicher Segen mit Euch sein

    Eure Brüder

    Was das Ganze so vollkommen unbegreiflich macht, ist die Tatsache, daß die Organisation die Zugehörigkeit zum Militär stets haargenau so angese­hen hat wie die Mitgliedschaft in einer politischen Organisation. Jeder [125] Zeuge Jehovas, der in eines dieser Lager überwechselt, wird automatisch als jemand eingestuft, der „die Gemeinschaft der Versammlung verlassen hat“. Dabei hatte das Zweigbüro in Mexiko glasklar gesagt, daß alle Zeugen Jehovas, die (mittels Bestechung) in den Besitz einer vollständig ausgefüll­ten Kriegsdienstbescheinigung gelangt waren, von da ab der ersten Reserve des Militärs angehörten. In Malawi riskierten die Glaubensbrüder Kopf und Kragen, verloren Haus und Hof, weil sie sich an die Parole hielten, die die Organisation für ihr Land ausgegeben hatte. In Mexiko gab es ein derartiges Risiko überhaupt nicht, und trotzdem verfuhr man hier mit der größten Nachsicht. Männliche Glaubensangehörige durften dort der ersten Reserve der Armee angehören und zugleich Kreis- und Bezirksaufseher und Mitglie­der der Bethelfamilie sein! Das sagt der Bericht des Zweigkomitees aus­drücklich (und außerdem zeigt er auch, wie verbreitet die Sitte, durch Bestechung an die Bescheinigung heranzukommen, unter den Zeugen Jehovas war). Es heißt darin weiter:

    Wie im oben angeführten Brief aus Brooklyn erwähnt, müssen die Brüder selbst entscheiden und nach ihrem Gewissen handeln. Trotzdem ist es angebracht, einmal klarzustellen, wie verbreitet in der Organisation in Mexiko das Verfahren ist, sich die Bescheinigung auf diese weise (durch Geldzahlung) zu beschaffen. Die Unannehmlichkeiten, die jemand ohne diese Bescheinigung hat, bestehen darin, daß er das Land nicht verlassen kann (was die Brüder in unserem Land häufig tun, um Kongresse in den USA zu besuchen) und daß er etwas Schwierigkeit hat, Arbeit zu bekommen, bei der das Dokument benötigt wird. Davon abgesehen, haben die jungen Männer keinen zwingenden Grund, sich eine solche Bescheinigung zu besorgen. Es ist aber so einfach, sie zu bekommen und andere junge Männer um Auskunft zu bitten, die sie bereits haben. Von diesen erfahren sie dann, wie man vorgeht, und sie denken dann nicht einmal darüber nach, ob es denn für sie selbst richtig ist, das Dokument auf diese Weise zu beschaffen.

    Daß diese Beschreibung den Tatsachen entspricht, können buchstäblich Tausende von Zeugen Jehovas in Mexiko bestätigen. Alle Mitglieder des Zweigkomitees in Mexiko wissen es. Und alle Mitglieder der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas wissen darüber Bescheid, welche offizielle Position die Weltzentrale in dieser Frage eingenommen hat. Doch außer­halb Mexikos hatten nur die wenigsten eine Ahnung davon, was vorging. Und in Malawi weiß wahrscheinlich kein einziger Zeuge Jehovas etwas darüber.
    Ende der Zitate aus „Der Gewissenkonflikt“

    Jeder möge selbst die rechten Schlußfolgerungen ziehen ob man einer solchen Leitung weiter sein Vertrauen schenkt.

    lg. Matthäus

  • Uwe
    März 5, 2012

    KOMMENTAR v: UWE

    Uwe 16.05.2012 auf 14:33

    Guten Tag zusammen,
    2003 verließ ich die Versammlung in meinem Heimatort. Ich hinterließ dort meine Mutter, ihre Schwester und deren Mann, sowie deren zwei Kinder. Der Mann ist Ältester und der Organisation treu. Der Druck, den ich verspürte, war enorm. Ich wurde auf ein Dienstamt vorbereitet. Viele Vorrechte(Pflichten) wurden mir angetragen, die ich gerne ausgeführt hatte. Wäre ich nicht erzogen worden “Kein Teil” zu sein… sich elitär von der Welt abzukapseln – keine Freunde etc, dann wäre meine Identifierzung mit der VS vielleicht leichter gewesen. Doch es wurde mir mit der Zeit unangenehmer. Am Ende meiner aktiven Zeit entschied ich mich, dass ich meine Brüder, die ich alle schätzte, nicht mehr belügen konnte und entschied mich gegen die Organisation. Der Gedanke an Gott war hier niemals eine treibende Kraft. Wozu auch… die Organisation hatte diese Stelle angenommen: “Nimm das was ich dir gebe und stell es nicht in Frage.”. Diese Last trage ich seit 8 Jahren mit mir herum. Kürzlich ist eine Cousine für ca ein halbes Jahr von der Organisation weg und wieder zurückgekehrt, weil sie den Druck nicht standhalten konnte. Das Verhältnis zu der Verwandschaft hatte sich nie gebessert – ich bin nach wie vor der Böse.

    Exzessiv meine “Freiheit” gefeiert habe ich nie, meine Partnerschaften waren stets von aufrichtiger Natur… ich habe mich einfach nie falsch gefühlt.

    ICh verfolge diese Seite und muss aufrichtig sagen: Eure Blickwinkel sind interessant und ich fühl mich schon fast wieder in der Materie drin. Dafür danke ich euch.

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Hallo Uwe,

    habe gerade Maverik willkommen geheißen, was ich auch gerne dir vermitteln möchte. Villeicht willst Du auch den Artikel:

    http://www.digidatanet.de/?m=201006

    dir einmal durchsehen – es sind wahrlich sehr ermunternde Gedanken die einem helfen in der Liebe Gottes zu (schätzen) bleiben. Es sind tausende und abertausende die ähnliches erleben (meine Person eingeschlossen) die eine grausame Ausgrenzung erfahren oder ertragen müssen. Doch diese Behandlung ist nicht der Weg des wahren Christentum. Jesus hat uns ein anderes Beispiel hinterlassen. Seine wiederholten Worte waren: „Ich will Barmherzigkeit – wenn ihr es nur verstehen würdet!“ …offensichtlich haben allem voran viele Älteste diese Worte ihres Herrn noch immer nicht verstanden.

    Für mich sind auch diese Worte Jesu immer wieder ein Trost:

    Joh. 6: 37 Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen, und keinen von ihnen werde ich zurückstoßen. 38 Denn ich bin nicht vom Himmel gekommen, um zu tun, was ich will, sondern um den Willen des Vaters zu erfüllen, der mich gesandt hat. 39 Und das ist Gottes Wille: Kein Einziger von denen, die er mir anvertraut hat, soll verloren gehen. Ich werde sie alle am letzten Tag zum Leben erwecken. 40 Denn nach dem Willen meines Vaters wird jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, für immer leben. Ich werde ihn am letzten Tag vom Tod auferwecken.“

    In diesem Sinne such Trost und Zuspruch hier bei vielen von uns, die ebenfalls geschlagen und vertrieben wurden. Hes. 34 zeigt klar wie Jehova solche Hirten bestrafen wird und wie er selbst ihre Aufgabe wahr nimmt. Unter seinem Schutz und Schirm kann uns nichts passieren.

    lg. Matthäus

  • Alois
    März 5, 2012

    Hallo Uwe

    Auch von mir herzlich willkommen bei uns!

    Wenn man die Worte Jesus genau liest, so rettet er nicht diejenigen die meinen schon errettet zu sein, indem sie einer Organisation folgen.

    Matth. 18
    11. Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten.

    Danach bringt Jesus das Gleichnis mit den 100 Schafen und dem einen verlorenen Schaf.

    12. Was dünkt euch? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte, und eines von ihnen sich verirrte, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende?
    13. Und wenn es geschieht, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses, als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind.
    14. Also ist es nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, daß eines dieser Kleinen verloren gehe.

    Da Jesus gekommen ist das Verlorene zu retten, ist er nicht gekommen um die zu retten die nicht verloren sind.

    Eigentlich eine eindeutige Geschichte. Deswegen sei froh, dass Du aus der Schafherde mit den 100 Schafen verlorengegangen bist. Jesus hat Dich schon gefunden! Die 99 Schafe rennen weiterhin dem falschen Hirten Organisation hinterher.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Uwe
    März 5, 2012

    Hallo Matthäus,
    vielen Dank für deine Reaktion auf meinen Eintrag.

    Den Artikel habe ich mir durchgelesen, auch wenn ich zugeben muss, dass mich die Fülle an Material gerade zu erschlagen hat.
    Generell muss/ darf ich nochmal betonen, dass alle Artikel für mich sauber recherchiert wirken und „die frohe Botschaft“ nun auch endlich froh und frei von jedem Ballast ist.

    Es ist natürlich immer leicht zu hören, dass Gott… dass Jehova Liebe ist und jeden einlädt zu ihn zurückzukehren. Doch die bedingungslose Liebe … war etwas, was mir völlig fremd geworden war. Erst gestern hatte ich diesbezüglich eine Diskussion mit meiner Cousine, die nach ihrer „Züchtigung“ (Gemeinschaftsentzug) noch davon gesprochen hatte, dass sie froh ist, mit genau diesen Menschen, die sie wirklich lieben würden, ewig leben zu dürfen.

    Dein Beitrag hinterließ bei mir einen Trost, den ich gerade bitter notwendig habe. Dabei könnte es so einfach sein: Die Texte sind mir bekannt, doch dass dies auch für Ausgeschlossene/ Abtrünnige gelten mag, war mir nie so direkt in den Sinn gekommen.

    Dir Alois möchte ich ebenfalls für die stärkenden Worte danken. Nachdem ich acht Jahre lang jeden Gedanken an Religion und Glaube von mir wegschob, ist der Gedanke, dass Jesus und Jehova niemanden wirklich aufgeben, wirklich erbauend.

    Noch wirkt es etwas befremdlich, dass es eine Seite von Zeugen Jehovas gibt, die in manchen Dingen der Organisation widersprechen. Dennoch fühle ich seit ich hier den Tag mit Lesen verbracht habe eindeutig einen Geist, den ich schon sehr sehr lange vermisst hatte, während ich noch die Versammlung besuchte.

  • Klaus
    März 5, 2012

    @ RICO Deine Frage ist, wann ist man ein Christ. Hierzu gibt es klare Aussagen der Heiligen Schrift: Röm_10:9(GNB) „Wenn ihr also mit dem Mund be-kennt: «Jesus ist der Herr», und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auf-erweckt hat, werdet ihr gerettet.“ Ein Christ bekennt sich zu seinem HERRN – Jesus Christus. Wer einem anderen Herrn folgt ist kein Christ. Was zeichnete die Christesn des eretsen Jhd. aus? 1Ko 1:2 „an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns“ Christen unterscheiden sich von Juden und nichtchristen darin, dass sie den Namen des Herrn Jesus anrufen.

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo lieber Klaus danke für deiner Antwort! Was ist denn mit den Katholiken oder Protestanten? Dürfen sie sich gemäß Römer 10:9 und 1Ko 1:2 also dann auch Christen nennen wenn sie an ihn glauben? Sie glauben aber nicht an den Christus aus der Bibel da sie an einer Dreieinigkeit glauben was unbiblisch ist! Auserdem dachte ich immer das die Katholiken und Protestanten ein Teil Groß Babylons sind? Wir alle wissen auch was die Katholiken und Protestanten von christlicher Nächstenliebe in Kriegszeiten halten! Ich finde da auch den Text in Matt. 7:13-23 sehr passend!

    Lg Rico

  • Alois
    März 5, 2012

    Hallo Rico

    Dein Einwand ist berechtigt, die Verse die Du angegeben hast sind ein Beispiel, dass nur sehr Wenige errettet werden.

    Ein weiters Beispiel ist das was in folgenden Versen steht:

    Luk. 13
    23. Es sprach aber jemand zu ihm: Herr, sind derer wenige, die errettet werden? Er aber sprach zu ihnen:
    24. Ringet danach, durch die enge Pforte einzugehen; denn viele, sage ich euch, werden einzugehen suchen und werden es nicht vermögen.
    25. Von da an, wenn der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat, und ihr anfangen werdet, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, tue uns auf! Und er antworten und zu euch sagen wird: Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid;
    26. alsdann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Straßen hast du gelehrt.
    27. Und er wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht, wo ihr her seid; weichet von mir, alle ihr Übeltäter!
    28. Da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche Gottes, euch aber draußen hinausgeworfen.

    Oder folgender Vers:
    1.Petr. 4
    17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen! {O. glauben}
    18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?

    Dergleichen gibt es noch viele andere Äußerungen auch in den Propheten, dass nur ein kleiner Rest errettet wird. Nur wer dieser Rest ist, das muss sich jeder selbst überlegen, indem er in der Bibel forscht und um den Heiligen Geist bittet.

    Denn schnell wird man hier als Richter abgestempelt wenn man sich dazu äußert ob diese oder jene Gruppe von Gläubigen oder „Scheingläubigen“ errettet werden wird. Wobei die Bibel eindeutig ist, wenn man sich nicht nur einzelne Verse rauspickt und den Rest außer Acht lässt wie es die Organisation und alle anderen Religionsorganisationen machen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    Du stellst interessante Fragen. Es ist noch nicht so lange her, da habe ich genau wie Du und bestimmt viele andere zwar Lehren der WTG kritisch hinterfragt, aber immer wieder von dem Standpunkt des bisher gelernten, was natürlich von der WTG geprägt war. So verhällt es sich auch mit dem Begriff „Groß Babylon“.

    Es gibt kein „Groß Babylon“, genausowenig wie es die „Hure Babylon“ gibt. Das sind Erfindungen der WTG. Ich kenne natürlich die Textstellen aus der Offenbarung, aber wenn man versucht diese Stellen ohne „Vorprogrammierung“ der WTG zu lesen, kann man zu völlig anderen Schlüssen kommen. Intessant ist, dass in den WTG-Publikationen auch meistens angemerkt wird, dass die sog. „Christenheit“, womit die kath. Kirche gemeint ist, der „Hauptteil“ dieses „Groß Babylon“ darstellt. Warum wird der Islam nie erwähnt oder das Judentum oder der Buddhismus oder andere Weltreligionen? Sie haben keine Erklärung dafür, weil sie sich auf die kath. Kirche und den Papst eingeschossen haben.

    Die Bibel liefert überhaupt keine genaue Definition dieser Begriffe, von daher ist es wieder nur menschliche Interpretation, wenn man diese oder jene Gruppe oder Religion als „Babylon“ tituliert. Wenn man will kann man auch die WTG als „Babylon“-Religion bezeichnen. Erst Recht wenn man sich die Geschichte der WTG und die z.T. absurden Irrlehren von Russell und Rutherford ansieht.

    LG
    Dennis

  • Shannon
    März 5, 2012

    Lieber Dennis,

    zu deinem Zitat:

    [quote] Es gibt kein “Groß Babylon”, genausowenig wie es die “Hure Babylon” gibt. Das sind Erfindungen der WTG. Ich kenne natürlich die Textstellen aus der Offenbarung, aber wenn man versucht diese Stellen ohne “Vorprogrammierung” der WTG zu lesen, kann man zu völlig anderen Schlüssen kommen. Intessant ist, dass in den WTG-Publikationen auch meistens angemerkt wird, dass die sog. “Christenheit”, womit die kath. Kirche gemeint ist, der “Hauptteil” dieses “Groß Babylon” darstellt. Warum wird der Islam nie erwähnt oder das Judentum oder der Buddhismus oder andere Weltreligionen? Sie haben keine Erklärung dafür, weil sie sich auf die kath. Kirche und den Papst eingeschossen haben. [/quote]

    Ich möchte jetzt keine Diskussion darüber lostreten, aber ich bin davon überzeugt, dass mit Babylon das Weltreich der falschen Religionen gemeint ist und da sind alle eingeschlossen. So, wie es Babylon zu Zeiten Daniels mit ihrer Götzenanbetung vorausgeschattet hat, so haben wir heute eine Götzenanbetung: Die Kirchen, die falschen Götter, die Organisationen, die UNO, der Staat, die Partei. Da schließe ich die Wachturm-Organisation nicht aus.

    Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn du behauptest, es gibt kein Babylon die Große. Genauso wenig, wie ich behaupten kann, es gibt Babylon die Große. Besser wäre gewesen, zu schreiben, nach meinem Verständnis, gibt es kein Babylon die Große.

    Und darum gibt es nach meinem Verständnis Babylon die Große. Das hat nichts mit der Organisation zu tun und ihren Lehren, denn da bin ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr dabei.

    Ich schätze deine wertvollen Kommentare sehr, ich kenne aber auch diese, die für mich eine Herausforderung darstellen. Manchmal wäre es angebracht, dazu zuschreiben, dass es deine ganz persönliche Meinung ist. Denn wäre ich nicht fast doppelt so alt wie du, würde ich mich entsetzlich darüber ärgern und hier nicht mehr lesen. Bedenke aber bitte, dass es Brüder und Schwestern gibt, die gerade der Organisation entronnen sind. Welche Wirkung haben solche Behauptungen, die auch du nicht beweisen kannst. Du untergräbst damit ihren Glauben, auch wenn es unbewusst und ohne Absicht passiert.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Dennis,
    ZITAT:
    „Ich kenne natürlich die Textstellen aus der Offenbarung, aber wenn man versucht diese Stellen ohne “Vorprogrammierung” der WTG zu lesen, kann man zu völlig anderen Schlüssen kommen.“

    Das sich die WTG hauptsächlich auf die christlichen Kirchen einschießt stimmt schon, das kann man schließlich eher gefahrlos tun, als sich offen gegen den Islam auszusprechen, woll? 😉
    Nur habe ich diese Bibelverse trotzdem immer schon, als das ganze Paket unterschiedlichster Religionen, angesehen…und ich meine mich dunkel zu erinnern, das ich das bei meinem Heimbibelstudium so gelernt habe.

    Da es diese Begriffe „Babylon die Große“ und „Hure Babylon“, nun mal in der Bibel gibt, kann man sie ja nicht einfach nur als Erfindung der WTG beiseite fegen. Das kommt in deiner Aussage ein bisschen so rüber…aber ich kann mir irgendwie garnicht vorstellen, dass du es so meinst… – Die Auslegung der WTG darf man natürlich sehr wohl in Zweifel ziehen und sich eigene Gedanken dazu machen.
    Darum würde mich sehr interessieren, zu was für einem Schluss du gekommen bist, was die Offenbarung damit meinen könnte. 😀

    Das die WTG genauso mit in dieses „Babylonpaket“ gehört, steht für mich mittleweile außer Frage.

    LG Ulli

  • Svenja
    März 5, 2012

    Liebe Ulli und alle anderen(wobei ich nicht denke, dass du oder ihr anderen einfach Leute über einen Kamm schert, aber mein Kommentar passt einfach hier hin 🙂 ),

    ich könnte mir vorstellen, dass Dennis damit meint, dass man nicht sagen kann, die … (man möge einsetzen, was man für die Hure hält) SIND die Hure Babylon. Nehmen wir mal als Beispiel „die“ katholische Kirche. Erstmal gibt es nicht „die“ katholische Kirche und zweitens würde man damit wieder mal alle über einen Kamm scheren (gilt ja auch für die ZJ; „die“ ZJ sind sicher nicht allesamt die Hure). Im Gegensatz zu den ZJ zeichnet die meisten anderen Religionen aus, dass eben nicht jeder dasselbe glauben muss (und dennoch halte ich nicht alle ZJ für die Hure). Daher kann man eben auch nicht sagen „die“ Katholiken oder „die“ … . So eine homogene Masse gibt es da nicht. So ein Versuch der Definition, wer die Hure ist, führt nur wieder zu gegenseitigen Verurteilungen, was ich sehr schade fände. Meiner Meinung nach ist es daher müßig, definieren zu wollen, wer die Hure ist. Es wird zig Definitionen dafür geben und keiner kann seine beweisen.
    Was würde es denn bedeuten? Jede Religion ist die Hure und weil ich keiner angehöre, bin ich nicht die Hure? Aber was, wenn ich für mich allein viel „falschere“ Sachen glaube als ein Katholik, ohne einer Gemeinschaft anzugehören? Gehöre ich dann doch zur Hure oder nicht? Bin ich dann besser oder schlechter? Es ist einfach schwierig, so pauschal ein Urteil zu fällen.
    Ich würde es für mich vorziehen, abzuwarten. Ich denke, es wird sich früh genug zeigen, was die Offenbarung damit meint.
    Vielleicht meinte Dennis aber auch noch was ganz anderes?!

    Liebe Grüße an alle, die wie ich auf der Suche nach Antworten sind!
    Svenja

  • Manfred
    März 5, 2012

    Lieber Dennis,

    Du hast geschrieben: ES GIBT KEIN “Groß Babylon”, GENAUSO WENIG wie es die “Hure Babylon” GIBT. Das sind Erfindungen der WTG. Zitat Ende.

    Hier nur zwei Bibeltexte aus der Elberfelder Bibel, die belegen, dass es doch ein Babylon die Große gibt und das sie die Mutter der Huren ist. Ich habe bewusst nicht aus der NWÜ zitiert:

    Off. 14:8
    8. Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist BABYLON, die GROßE, die mit dem Weine der Wut IHRER HUREREI alle Nationen getränkt hat.
    Off. 17:5
    5. und an ihrer Stirn einen Namen geschrieben: Geheimnis, BABYLON, DIE GROßE, DIE MUTTER DER HUREN und der Greuel der Erde.

    Du hast schon mal einen ähnlichen Kommentar geschrieben, dass das Buch der Offenbarung nicht so wichtig ist. Nach meinem Verständnis ist die Offenbarung das wichtigste Buch überhaupt, weil sie die anderen Bibelbücher miteinander verbindet. Wenn man die Bibelbücher Daniel, Matthäus, Korinther, Thessalonicher um nur einige zu nennen liest, findet man Hinweise in der Offenbarung wann sich diese Dinge erfüllen werden. Natürlich ohne Datumsangabe. Aber nur mit der Offenbarung kann man biblisch beweisen, dass bis heute noch kein Mensch außer Jesus auferweckt wurde, es sei denn es wäre geschehen, ohne dass es in der Bibel steht. Das glaube ich aber nicht. Wenn man diese Hinweise aus der Offenbarung ignoriert, dann kann man zu Schlüssen kommen, dass bereits seit 1914 Menschen im Himmel auferweckt wurden. Möchte man somit ein richtiges Verständnis der Bibel erhalten, ist die Offenbarung unabdingbar.

    Schau doch mal was die Offenbarung selbst über sich sagt in Off. 1:1-3:

    Thema des Buches
    1 Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss; und indem er sie durch seinen Engel sandte, hat er sie seinem Knecht Johannes kundgetan,
    2 der das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, alles, was er sah.
    3 Glückselig, der liest und die hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist! Denn die Zeit ist nahe.

    Dieses Buch ist von unserem Herrn Jesus Christus, damit wir die wir dieses Buch lesen erkennen was bald geschehen wird. Es betrifft somit unsere Zukunft.

    Warum wehrst Du Dich so gegen dieses Bibelbuch? Ich verstehe es nicht, aber vielleicht kannst Du es uns erklären. Denn bedenke eines was ganz am Ende der Offenbarung steht in Kap. 22:18, 19

    18 Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind;
    19 und wenn jemand etwas von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.

    Dieses Bibelbuch ist so wichtig, dass ausdrücklich davor gewarnt wird etwas hinzuzufügen oder etwas wegzulassen. Wenn also in diesem Buch steht, dass es ein Babylon die Große gibt und sie die Mutter der Huren ist, dann wird es auch so sein. Was man darunter versteht, da müsste man in der Bibel forschen um es heraus zu finden. Aber geben wird es das, sonst stünde es nicht in der Bibel.
    Bitte mach nicht den Fehler und lehne ein Bibelbuch ab, nur weil die WTG das bis ins kleinste kommentiert hat mit dem Offenbarungsbuch.

    Liebe Grüße Manfred

  • Frank&Frei
    März 5, 2012

    Das Buch der Offenbarung wird für manche zur Offenbarung, dann wenn sie offenbaren müssen, dass sie das Offenbare der Offenbarung offenbar nicht für offenbar gehalten haben werden sie offenbar an der Offenbarung teilhaben.
    Das hört sich jetzt ein wenig überzogen an, soll aber zum Nachdenken anregen, denn schon der frühe Klerus hat Teile der Schriften geleugnet, sie so aus dem Kanon entfernt. Die Bibel, wie wir sie heute haben, ist kompiliert per Vaticans Gnaden und das Buche Hennoch und Jaschar wurden exmatrikuliert wobei Hennoch so manches von sich gibt, was sinngemäß die akzeptierten Bücher widergeben

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Manfred,

    ich hatte irgendwie befürchtet, dass einige meine Worte falsch verstehen könnten, aber in meinem Kommentar hatte ich extra darauf hingewiesen, dass ich die betreffenden Textstellen kenne, wo von „Hure Babylon“ die Rede ist. Aber für mich ist es nunmal so, dass man mit der Offenbarung sehr vieles „erklären“ kann oder eben „widerlegen“ kann, weil es kein Bibelbuch gibt, das so interpretierbar ist wie die Offenbarung. Ich könnte tausende Fragen zu verschiedenen Aussagen und Bezeichnungen der Offenbarung stellen und man bekommt zu jeder Frage wiederum Dutzende Antworten, die alle im Bereich des Möglichen sind. Dann haben wir noch die Frage nach der Übersetzung.

    In jeder Generation der letzten 2000 Jahre hat es unzählige Menschen gegeben, die felsenfest davon überzeugt waren durch Gottes Geist die absolut richtige Erklärung zur Offenbarung gefunden zu haben und doch sind alle bisher gescheitert. Ich sage deshalb „gescheitert“, weil sie auch alles in ihre Zeit interpretiert haben, obwohl sie vielleicht so objektiv wie möglich sein wollten.

    Was ich damit sagen will ist eigentlich nur, dass man sich nicht so sehr darauf fixieren sollte, dass diese oder jene Bedeutung z.B. von „Hure Babyon“ die einzig richtige Definition ist. Wie gesagt es ist viel zu sehr interpretierbar. Die einzige echte Lösung des Problems wäre im Grunde, den betreffenden Bibelschreiber zu fragen wie er dies oder jenes gemeint hatte, aber leider ist uns das nicht vergönnt 😉 und wir müssen darauf vertrauen, dass wir es in Zukunft irgendwann mal erklärt bekommen.

    LG
    Dennis

  • Alois
    März 5, 2012

    Lieber Dennis

    Zitat:
    „Die einzige echte Lösung des Problems wäre im Grunde, den betreffenden Bibelschreiber zu fragen wie er dies oder jenes gemeint hatte, aber leider ist uns das nicht vergönnt“

    Ich fürchte, nein ich bin mir sicher, dass Johannes das was er geschrieben hat, auch nicht verstanden hatte, es wurde wie bei Daniel versiegelt. Denn das Geheimnis der Propheten und der Offenbarung wird erst gelüftet, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Solange diese Zeit nicht gekommen ist, ist tatsächlich alles was man meint zu wissen, spekulative Menschenweisheit.

    Die Bibel ist hauptsächlich dafür geschrieben die Gegenwart und Vergangenheit zu verstehen, aber weniger um in die Zukunft zu schauen und wenn, dann sehr sehr verschwommen.

    Wenn wir anhand der Bibel und der Hilfe unseres Vaters die Geschehnisse der Gegenwart verstehen dürfen, dann können wir uns schon sehr glücklich schätzen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    März 5, 2012

    Lieber Dennis,

    vielen Dank, dass Du noch mal zu Deiner Aussage Stellung beziehst. Ich hatte Dich schon richtig verstanden, deshalb habe ich ja ganz zum Schluss geschrieben:

    Wenn also in diesem Buch steht, dass es ein Babylon die Große gibt und sie die Mutter der Huren ist, dann wird es auch so sein. Was man darunter versteht, da müsste man in der Bibel forschen um es heraus zu finden. Aber geben wird es das, sonst stünde es nicht in der Bibel. – Zitat Ende.

    Worauf ich hinaus wollte ist: Man kann sich uneinig sein, was und wer genau mit Babylon der Großen gemeint ist, doch es ist eine Tatsache, dass gemäß der Bibel in der Endzeit ein Babylon die Große vorhanden ist. Stell Dir doch mal folgende Situation vor:

    Ein Zeuge Jehovas, der sich bisher immer daran gehalten hat nicht im Internet auf Seiten zu gehen, die den Glauben an die Organisation untergraben könnten. Durch Zufall hat er jetzt die Adresse von Bruderinfo erhalten mit dem Hinweis, dass dies eine Seite von Zeugen für Zeugen Jehovas ist und sich dort offen ausgetauscht werden kann. Jetzt liest so jemand den Kommentar:

    Zitat:
    ES GIBT KEIN “Groß Babylon”, GENAUSO WENIG wie es die “Hure Babylon” GIBT. Das sind Erfindungen der WTG. – Zitat Ende.

    Nun liest er aber in allen Bibelübersetzungen, dass genau diese Worte in der Offenbarung drin stehen. Meinst Du, er wird noch weiter auf Bruderinfo lesen oder wird er sich vielleicht sofort abwenden, weil er gelesen hat, dass auf Bruderinfo sogar die Worte der Bibel geleugnet werden? Wird er nicht denken, dass hier nur abtrünniges Gedankengut verbreitet wird?

    Also ich habe die Erfahrung mit einem Freund und Zeuge Jehovas gemacht, wie er auf Bruderinfo reagiert hat. Er war bis dato mein bester Freund. Nun redet er nicht mehr mit mir und es wurde jeglicher Kontakt abgebrochen. Seit über einem Jahr nur noch mal hin und wieder ein Telefonat oder email und seit Januar Funkstille.

    Du weißt doch wahrscheinlich selbst auch wie das ist, wenn Du innerhalb der Versammlung Bruderinfo zur Sprache bringst. Wenn wir also möchten, dass sich Brüder wirklich mit dieser Seite identifizieren können, dann müssen wir es so gut es geht offensichtliche Fehler vermeiden. Und wenn Du persönlich eine andere Ansicht vertrittst, wie es in der Bibel steht, dann ist das ja Dein gutes Recht, dann schreib doch bitte auch dass es Deine persönliche Meinung ist. Denn so wie Du es formuliert hast, kann man tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass es kein Babylon die Große gibt.

    Wenn man etwas biblisch beweisen kann, dann kann man ja schreiben, dass gemäß dem Bibeltext so und so diese oder jene Schlussfolgerung gezogen werden kann. Und wenn man etwas biblisch nicht beweisen kann, kann man doch Formulierungen gebrauchen wie: Nach meinem Verständnis…, Ich glaube nicht…, Meine persönliche Ansicht oder Meinung dazu ist… usw.

    Verstehst Du was ich meine? Und eigentlich betrifft das ja uns alle hier. Jeder schreibt ja mal so was, dass man meint: Ja genau so hat es die Bibel geschrieben. Ich habe es auch schon öfters getan. Aber es ist nicht richtig und wir wollen doch alle, dass möglichst viele Schwestern und Brüder noch die Wahrheit hinter der Wahrheit erkennen mögen. Das ist doch unser aller Ziel hier. Also sei mir bitte nicht böse, dass ich das jetzt noch mal zur Sprache gebracht habe und ich glaube dass wir uns jetzt auch beide gegenseitig verstehen.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend und allen anderen Lesern natürlich auch.
    Liebe Grüße Manfred

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Manfred,

    natürlich bin ich Dir nicht böse, warum sollte ich?

    Deine Einwände in Bezug auch auf den Bruder, dem Du BI nahe gebracht hast, kann ich nachvollziehen, aber wirklich verstehen kann ich es nicht.

    Für mich ist BI eine Plattform vorwiegend für ZJ oder Ex-ZJ, die sich aber nicht weiter manipulieren lassen wollen von der WTG, da sind wir uns wohl einig. Allerdings kann man von jemandem, der diese Seite besucht und damit sowieso schon die Anweisungen des „Sklaven“ mißachtet, eine gewisse geistige Reife inner Stärke voraussetzen. Übrigens ist ein Kommentar ein Kommentar, der IMMER persönliche Ansichten wiedergibt. Ich sehe keinen Grund dies ständig betonen zu müssen.

    Bruderinfo darf m.E. NIE eine Lehrauftrag bekommen!!!

    BI soll informieren oder Hilfe zur geistigen Selbsthilfe bieten, mehr nicht. Bisher wurde die Selbstbeschreibung unter „Wir?“ nicht geändert. BI will und soll zum Nachdenken und Prüfen der Bibel anregen und bietet offen Gedankenaustausch, der in den Vers. nicht möglich ist.

    Außerdem haben die letzten 2 Jahre doch gezeigt, dass wir durchaus unbiblische Aussagen und Streithansel sehr gut aushalten konnten, ohne das BI schaden genommen hätte.

    Wünsche Dir und allen anderen Brüdern und Schwestern auch ein angenehmes Wochenende!

    LG
    Dennis

  • Rico
    März 5, 2012

    Ich sehe das auch so wie du Manfred und lasse deine Worte mal so stehen weil du schon meine Gedanken mit deinen Worten ausgedrückt hast! Ich weis auch nicht wieso Dennis sich so gegen dieses Bibelbuch sträubt aber ich glaube das er ein falsches Bild vermittelt bekommen hat was Gott zukünftig vorhat mit der Welt und da es nicht so eingetroffen ist wie man es erklärt hat deshalb glaubt er nicht mehr an das was in der Bibel geschrieben steht! Ich kann mich da auch täuschen Dennis kann mich ja korrigieren wenn es nicht so sein sollte aber ich denke schon das es so ist! Die WTG hat viele Fehler in der Vergangenheit und auch gegenwärtig gemacht dafür werden sie sich auch vor dem Höchsten zu verantworten haben weil sie den Glauben an das Wort Gottes und somit auch den Verheisungen und der Prophetie bei vielen zerstört hat! Viele haben den Fehler gemacht, die Aussagen des TVS mit den Aussagen der Bibel auf einer Stufe zu stellen!!! Der TVS ist aber kein Prophet sondern nur ein menschliches unvollkommenes Gebilde das haben wir ja nun mittlerweile gesehen das dies der Fall ist! Ich würde Dennis und allen den es auch so geht wie ihm raten sich verschiedene Bibelübersetzungen zu holen und zu vergleichen was die Bibel wirklich sagt und was der TVS sagt dann erkennt man was wirklich noch vor uns liegt und was wahr ist und was nicht!

    So nun habe ich mich doch noch geäusert das wollte ich eigentlich gar nicht weil Manfred das schon so gut erklärt hatte aber sei es drumm ich hoffe das die Worte von Manfred und meine dir geholfen haben Dennis das du das Wort Gottes nochmal gründlich studierst damit du deinen Glauben auch an der Offenbarung nicht verlierst!

    Ich wünsche dir das Gott dir durch Jesus Christus zu Unterscheidung zwischen Wahrheit und Irrtum führen möge!

    Lg Rico

  • Dennis
    März 5, 2012

    Hallo Rico,

    möchte nur ein paar Anmerkungen zu Deinem Kommentar v. „20. Mai 2012 um 14:07“ machen:

    Da Du mich nicht kennst und erst seit ein paar Tagen hier schreibst, sehe ich Dir einfach nach, dass Du aus Unwissenheit denkst mich trotzdem schon einschätzen und beurteilen zu können. Der erste Eindruck ist zwar in der Geschäftswelt wichtig, aber er ist immer falsch, so ist meine Lebenserfahrung bisher.

    Glaube mir das „falsche Bild“ der WTG wie Du richtiger Weise gesagt hast, habe ich schon vor Jahren über Bord geworfen, von daher ist alles i.O. denke ich. Aber sei Dir sicher auch Du hast nicht das „vollständige“ und „richtige“ Bild was noch geschehen wird, niemand auch hier auf BI hat dieses Bild. Das sollten wir einfach zur Kenntnis nehmen. Wenn jemand denkt er könne die Offenbarung vollständig erklären und verstehen kann ich ihn nur beglückwünschen, darauf reinfallen würde ich allerdings nicht, weil es nur Menschenweisheit wäre.

    Du meinst es sicher nicht böse, aber es ist schon etwas eigenartig, dass Du denkst Du könntest mich einschätzen, nur weil Du ein paar Kommentare von mir die letzten Tage gelesen hast. Ich bin bereits seit 2 Jahren auf BI Kommentator. Wenn Du alle meine Kommentare bisher gelesen hättest, dann würdest Du mir nicht empfehlen die Aussagen des TVS zu prüfen und andere Übersetzungen zu gebrauchen. Das mache ich bereits seit vielen Jahren. Ironischerweise wollte ich Dir den gleichen Vorschlag auch machen was „Hure Babylon“ und die Offenbarung betrifft.

    Deine Aussage in einem anderen Kommentar, dass auch Buddhismus und Islam zur „Hure Babylon“ gehören ist bislang ohne Beweis geblieben und ist in ihrer Definition genau die gleiche wie die WTG es lehrt.

    Du hast hier allerdings schon den richtigen Schritt gemacht lieber Rico, denn auf Bruderinfo wirst Du dich offen austauschen können und etwas mehr lernen als nur das was Dir die WTG bisher als „fälschlich sogenannte Erkenntnis“ beigebracht hat (1. Tim. 6:20).

    LG
    Dennis

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Dennis, ich muß sagen ich kann dich verstehen das du so denkst wie du denkst aber ich finde Ulrike hat recht mit dem was sie sagt! Die Begriffe Großbabylon ist keine Erfindung von der WTG sondern von Gott höchstpersönlich! Er hat das gesammte weltweite religöse System als baylonisch gekennzeichnet! Selbst Martin Luther hatte schon mit Großbabylon den Papst im Sinn gehabt heute reden fast alle evangelischen Freikirchen davon das Babylon die Große der Papst oder Vatikan sein soll! Was sagt aber die Bibel dazu? In der Offenbarung im 17 Kapitel steht im Vers 15 das die Hure über viele Völker und Nationen sitzt und das sie auf einem wilden Tier reitet das sie dann vernichten wird wenn Gott es ihnen in den Sinn gibt! Für mich ist das wilde Tier die Weltregierung die noch kommen wird wahrscheinlich wird die UN und die EU ein Bündnis eingehen und der Papst wird alle Weltreligionen zu einer Art Ökomene zusammen führen und es wird dann eine Art politisch/religöse Weltregierung sein aber der politische Teil dieser Regierung wird sich dann gegen den religösen Teil wenden und es vernichten weil Gott es ihnen ins Herz eingeben wird! Jeder der nicht zu dieser Regierung stehen wird und sie wie das Standbild in Dura anbetet wird verfolgt werden aber nicht getötet weil Gott ja versprochen hat, wer euch antastet der tastet meinen Augapfel an! Wir werden sehen was die Zukunft bringen wird aber die Bibel berichtet davon das Jehova die Nationen vereinigen lassen wird bevor er sie vernichten wird! (Siehe Zeph 3:8)! Außerdem können die Nationen nur dann Frieden und Sicherheit ausrufen wenn ein falscher Weltfrieden entstanden ist und das kann nur durch einer menschlichen/satanischen Weltregierung erfolgen! Ich habe meinen Glauben zum Glück noch nicht verloren ich hoffe du hast deinen auch noch nicht verloren weil es schade wäre das du den Kampf umsonst gekämpft hättest!

    Lg Rico

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    danke für Deine Worte, aber sei unbesorgt, mein Glaube ist stärker als er in der ganzen Zeit meiner innerlichen Zugehörigkeit zur WTG je war. Der große Unterschied ist heute, dass mein Glaube nicht mehr fremdbestimmt ist sondern es ist mein ganz persönlicher Glaube. Mit all seinen Fehlern und Fragezeichen, die immer bleiben werden so lange ich unvollkommen bin.

    Für mich spielt es auch eine untergeordnete Rolle ob Luther oder irgendjemand anderes schon bisher die großen Kirchen oder den Papst als „Hure Babylon“ bezeichnet haben. Wie Alois schon sagte können wir durch die Bibel und besonders die Offenbarung, Entwicklungen der Vergangenheit in der Rückschau bewerten und einordnen und wenn es gut läuft die Gegenwart einigermaßen deuten. Aber in die Zukunft schauen können wir nicht. Deshalb beiteilige ich mich schon sehr lange nicht mehr an Spekulationen ob die UNO die EU oder sonst eine Institution „Frieden und Sicherheit“ verkündigen werden oder die Kirchen verbieten usw. Wie gesagt werden dabei immer die eigentlichen Weltreligionen wie der z.B. Islam und Buddhismus völlig außen vor gelassen. Man schießt sich immer nur auf den Papst ein. Der Papst ist ein ——- im Vatikan, sonst nichts. Kein Mensch schert sich in Wahrheit darum was er von sich gibt. Seine Macht geht gegen Null.

    Jetzt kommt mir dieser hanbüchenen WT vom Februar über Harmageddon in den Sinn und die Behauptungen was noch alles passieren MUSS bevor es kommt. Da wird allen Ernstes behauptet das die Regierungen der Welt die „Religionen vernichten“ werden. Das Dumme ist nur Menschen können keine Religion vernichten, weil Religion letztlich ein Gedankengut ist und 99% der Weltbevöllkerung irgendeine Religion haben. Man müsst dann alle Menschen, die zu einer Religion gehören töten und das ist völliger Unfug.

    LG
    Dennis

  • Alois
    März 5, 2012

    Lieber Dennis

    Zitat:
    „Jetzt kommt mir dieser hanbüchenen WT vom Februar über Harmageddon in den Sinn und die Behauptungen was noch alles passieren MUSS bevor es kommt. Da wird allen Ernstes behauptet das die Regierungen der Welt die “Religionen vernichten” werden.“

    Das was Du ansprichst habe ich noch nie geglaubt. Denn wie stellen sich die „LK“ das vor? Soll in einem Dorf in Bayern der Bürgermeister gegen den Dorfpfarrer vorgehen? Oder in einem anatolischen Bergdorf der Dorf- Muhtar gegen den Hoca der Moschee? Die sitzen doch alle zusammen am Stammtisch und sind die dicksten Freunde.
    Was weltfremderes als diese Lehre gibt es kaum.

    Das schlimme dabei ist, dass wer dies glaubt sich jetzt ruhig zurückleht und darauf wartet, dass die Politik die Religionen stürzt. Da dies höchstwahrscheinlich nicht eintreffen wird, warten sie und verpennen die Ankunft des Herrn. So wie die 5 unklugen Jungfrauen eben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Lieber Rico,
    zu deiner Äußerung was den Kriegsdienst betrifft – nachfolgende Zitate mögen neu für dich sein – aber wie denkst du darüber?

    Wachtturm, September 1915:
    „Neben herzlichen Grüßen der vielen Brüder
    im Felde möchten wir… die Nachricht
    zukommen lassen, dass… Bruder Max Nitzsche
    aus Reichenbach, Vogtland, am 15. Juli bei
    einem Sturmangriff in Russland gefallen ist.“

    oder:

    … Jehovas Zeugen erfüllen ihre
    militärischen Pflichten

    Erklärung der „Vereinigung Jehovas Zeugen
    der Schweiz“, Bern, 5. September 1943:

    „… Hunderte unserer Mitglieder und
    Glaubensfreunde haben ihre militärischen
    Pflichten erfüllt und erfüllen sie auch weiterhin.
    Wir haben uns nie angemaßt und werden und
    nie anmaßen, in dieser militärischen
    Pflichterfüllung eine Zuwiderhandlung gegen
    die Grundsätze und Bestrebungen der
    Vereinigung Jehovas Zeugen… zu erblicken.
    Wir bitten alle unsere Mitglieder… alles zu
    vermeiden, was… als Aufforderung zum
    Ungehorsam gegen militärische Vorschriften
    missdeutet werden könnte.“

    Wachtturm, Februar 1915:
    „Wir würden uns freuen, die genauen
    Adressen aller zum Militär einberufenen Brüder
    zu erhalten…“

    Wachtturm, Juni 1915:
    „Herzlichen Dank für … den schönen Brief „An
    die Brüder im Felde“. Es war dies für mich ein
    besonderer Trost, da ich mich in der letzten
    Zeit sehr verlassen fühlte.“

    Wachtturm, Juli 1915:
    Seitdem so viele unserer Brüder zum
    Militärdienst eingezogen worden sind (über
    200 an der Zahl), haben es wir es nicht
    unterlassen, soweit es in unseren schwachen
    Kräften stand, die lieben Brüder durch
    besondere Briefe und Druckschriften zu
    ermuntern… . Wir erhielten bereits eine Menge
    Briefe und Karten.“

    Sind JZ tatsächlich frei vom Vorwurf der Anteilnahme an Kriegen?

    Warum haben JZ in Mexiko regelmäßig sich vom Militär Bestätigungen „erkauft“ für die „Teilnahme an Militärdiensten“ um einen Pass für Reisetätigkeiten überhaupt zu bekommen?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Zu Mexico noch dieser Nachtrag:

    Trotz der strengen Doktrin in Bezug auf die Parteikarte in Malawi und den Zivildienst galten für Mexiko wieder ganz andere Gebräuche:

    In Mexiko mussten üblicherweise alle Männer bis zum Rentenalter als Reservisten dienen. Man bekam für die Teilnahme an Wehrübungen eine Karte ausgestellt, die den Inhaber als Angehörigen der ersten Reserve auswies. Man war damit jederzeit im Ernstfall für das Militär abrufbar. Gleichzeitig wurde diese Karte (da alle Männer sie hatten) als eine Art Ausweispapier angesehen, das für Geschäftsabwicklungen und Auslandsreisen wichtig war. Ohne diese Reservistenkarte war ein Mann praktisch geschäftsunfähig.

    Unter den Brüdern war es dort nun üblich geworden, sich diese Karte gegen ein Bestechungsgeld von einem Beamten ausstellen zu lassen. Die Kontaktadressen der korrupten Beamten, die dazu bereit waren, wurden frei ausgetauscht. Natürlich machte
    sich das Zweigbüro in Mexiko ein schlechtes Gewissen, zumal ja zur gleichen Zeit die Brüder in Malawi wegen eines weitaus abstrakteren Vergehens gegen die „christliche Neutralität“ schwerste Misshandlungen erlitten. In zwei Briefen, die die leitende Körperschaft am 4. Februar 1960 und am 27. August 1969 an das Zweigbüro schickte, wurden diese Bedenken jedoch zerstreut (Kopien der Briefe wurden ohne Protest der Wachtturmgesellschaft schon in den frühen 80ern veröffentlicht).

    Die massenweise Bestechung wurde „theokratisch“ von höchster Stelle abgesegnet, da in Mexiko Bestechung üblich sei, die annehmenden Personen die Verantwortung dafür trügen, das
    Bestechungsgeld ja Einzelpersonen und nicht dem Militärapparat zufließe usw. Tatsächlich wollte man wohl die enorme „Mehrung“ in Mexiko und die Reisen der Missionare der Gesellschaft von und nach dort nicht gefährden. Die Praxis wurde bis 1988, als Gesetzesänderungen sie unnötig machten, beibehalten.

    Im Vergleich dazu ein Wachtturmzitat:

    w05 1. 4. S. 29 Fragen von Lesern

    Folglich ist es Bestechung — ganz gleich, wo man lebt —, wenn man einem Richter, einem Polizeibeamten, irgendeinem Inspektor oder Kontrolleur Geld oder ein anderes Geschenk gibt, damit
    er das Recht beugt oder bei einem Delikt oder einem Defekt ein Auge zudrückt. Es ist gleichfalls Bestechung, wenn man jemandem ein Geschenk gibt, um trotz einer Warteschlange bevorzugt
    behandelt oder auf einer Warteliste weiter nach vorn gesetzt zu werden. Das wäre außerdem lieblos (Matthäus 7:12; 22:39).

    lg. Matthäus

  • Alois
    März 5, 2012

    Lieber Matthäus

    Es ist für uns schwer zu akzeptieren, aber ich habe den Verdacht, dass die Bibel gar nicht von uns verlangt, dass wir Berufe wie Soldat, Polizist usw. nicht mehr ausüben dürfen wenn wir zum Glauben kommen. So gesehen wäre die alte „Erkenntnis“ der damaligen Bibelforscher die Richtige gewesen.

    1. Kor. 7 NGÜ
    20. Jeder soll die Lebensumstände akzeptieren, in denen er sich befand, als er zum Glauben gerufen wurde.

    Oder die Elberfelder unrev.:
    20. Ein jeder bleibe in dem Beruf, in welchem er berufen worden ist.

    Dann heißt es weiter:
    21. Bist du als Sklave berufen worden, so laß es dich nicht kümmern; wenn du aber auch frei werden kannst, so benutze es vielmehr.

    24. Ein jeder, worin er berufen worden ist, Brüder, darin bleibe er bei Gott.

    Vor allem der Polizeidienst, bei dem es ja so gut wie nie um den Gebrauch der Waffe geht, und wenn, dann nur zur Verteidigung, habe ich die Menschengebote der Organisation noch nie verstanden.

    Liebe Grüße
    und ich hoffe Dir geht es den Umständen entsprechend gut.
    Alois

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Hallo Alois!

    Vorerst danke der Nachfrage – ja es geht besser, verschiedene Blutwerte sind stabil, doch von einer Genesung kann man noch nicht reden, aber ich bin guter Dinge!

    Zu deiner Anmerkung von 1. Kor. 7, ja ich bin auch deiner Meinung daß ein Christ eine eigen Verantwortung trägt – immer das Gewissen seines Bruders berücksichtigend – welchen Beruf oder auch in politischen Belangen welcher Entscheidung er trifft.

    Hatten nicht Daniel und seine Gefährten ein politisches Amt inne?
    Oder wie war es bei Kornelius, der Bibelbericht in Apg. 10 berichtet von ihm ALS HAUPTMANN im italienischen Regiment !!!
    Im Vers 2 wird berichtet das er und seine Familie sich zu Gott bekannte. Das ganze Kap. berichtet wie Gott diesen Kornelius und andere Heiden beurteilte um schließlich lt. Vers 44-48 zu vermitteln das sie des Geistes Gottes (trotz des Umstandes das Kornelius ein Soldtat war) und der Taufe würdig waren.

    Das Schlimme, darum habe ich noch die weitere Abhandlung aus „Der Gewissenskonflikt“ eingestellt, das die LK sich anmaßt mit einer Doppelzüngigkeit Menschen eine Gewissensentscheidung diktiert die teils falsch und verlogen ist und in dem anderen Fall (Malawie) eine grausame Behandlung für tausende treue Christen zur Folge hatte. Die Folgen kann sich jeder im obigen Beitrag nachlesen.

    lg. Matthäus

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Alois,

    auch wenn ich dich sehr schätze da du meistens gute Komentare abgibst so muß ich dir aber bei diesem Thema ob ein Christ Soldat sein darf oder nicht? Wiedersprechen auch wenn ich das ungern mache aber stell dir mal vor ein Christ aus Spanien kämpft in einem Krieg gegen einen Christ aus Deutschland beide glauben an das Gebot der Nächstenliebe bzw. Bruderliebe gemäß (Joh 13:34-35) wie soll denn da die Liebe zu seinem Bruder gezeigt werden? Außerdem hat Jesus den Pilatus geantwortet als er ihn fragte ob er ein König sei? Das sein Reich nicht von dieser Welt ist wenn es anders gewesen wäre dann hätten seine Nachfolger gekämpft aber weil sen Reich nicht von dieser Welt ist sollten sie nicht kämpfen! Siehe (Joh 18:33-38)! Ich bin davon überzeugt das Jehova und Jesus es nicht wollen das Christen den Krieg lernen oder in ihn ziehen! Wer ist denn der Herr dieser Welt? Wer will denn das man das ewige Leben nicht sieht? Wir sollten aufpassen das wir von Satan nicht auf Irrwege geführt werden! Bei Polizisten sieht die Sache anders aus da gebe ich dir recht weil man da nicht in den Krieg zieht sondern die relative staatliche Ordnung aufrecht erhält aber heute ist der Polizeidienst nicht der selbe wie früher ich weis nicht ob ich es mit meinem Gewissen vereinpaaren könnte in Afganistan meinen Dienst zuverichten aber das muß jeder mit sich und Gott abklären! Eins sollten wir aber nicht vergessen das man nicht zwei Herren dienn kann! Man kann nicht Christus und der Welt dienen! Da muß man sich entscheiden! (Siehe Jak 4:4)

    Lg Rico

  • Alois
    März 5, 2012

    Lieber Rico

    Damit Du mich nicht falsch verstehst, ich sage nicht Christen sollen den Krieg lernen. Ich selbst habe, als ich jung war, auch den Wehrdienst nicht absolviert, ich wäre auch nie zur Polizei gegangen.
    Mir geht es darum, dass man aus einer klaren christlichen Erkenntnis und dem eigenen Gewissen heraus automatisch das Richtige tun wird. Das war in dem Fall in Apg. 10 sicher auch so.

    Wieso müssen Täuflinge wenn sie zufällig als Polizist oder Soldat die „Wahrheit“ kennengelernt haben gegängelt werden? Warum werden sie vor die Wahl gestellt den Beruf aufzugeben, oder sie werden nicht getauft? Warum werden sie nicht getauft wenn sie bei der Bundeswehr Soldat beim Sanitärdienst sind? Das sind alles Menschengebote der Organisation, ein freier Christ der sein Gewissen anhand des Bibelwortes schult, wird sowieso im LAufe der Zeit das richtige tun und den Dienst an der Waffe ablehnen.

    Solange ich in der Bibel kein Gebot finde, das Polizeidienst oder Soldat sein verbietet, ist es eine persönliche Gewissensentscheidung. Man muss kein Zeuge sein um zu der Gewissensentscheidung zu kommen, dass kein Mensch das Recht hat einen anderen Menschen zu töten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Rico
    März 5, 2012

    Das Zeugen Jehovas im 1.Weltkrieg in den Krieg zogen war mir bekannt aber das sie in den 2. Weltkrieg zogen ist mir neu muß ich zugeben! Es gibt aber auch Berichte das junge Zeugen sich haben für ihren Glauben hinrichten lassen! Schlussendlich muß das jeder mit Gott ausmachen aber ich finde das ein Mensch der beansprucht CHristus nachzufolgen nicht den Krieg lernen sollte! Was hat Jesus gesagt als Petrus dem Malchus das Ohr abhieb? Stecke dein Schwert in deine Scheide den alle die zum Schwert greifen werden durch das selbige fallen! Wenn das stimmen sollte, was du geschrieben hast dann finde ich das schon heuchlerisch mit dem Finger auf andere zu zeigen und selber noch schlimmer zu sein! Aber ich finde die Zeugen Jehovas als Ganzes gesehen haben da nicht Schuld sondern ihre Führer!

    Lg Rico

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Auch diese Aussage sollte mit den Fakten verglichen werden:

    Kein Zeuge Jehovas / Bibelforscher war je Soldat

    w98 1. 1. S. 32 Eine nachdenklich stimmende
    Antwort

    Die zwei Weltkriege unseres Jahrhunderts
    brachen beide in Ländern der Christenheit aus und
    kosteten 50 bis 60 Millionen Menschen das Leben.
    Von Jehovas Zeugen kann jedoch richtig erweise
    gesagt werden, dass sie sich weder an diesen
    Kriegen beteiligten noch in irgendwelche momentanen Auseinandersetzungen verwickelt sind.

    kl Kap. 17 S. 161 In Gottes Volk Sicherheit finden

    Jesus sagte, daß zur Zeit seiner Gegenwart in
    Königreichsmacht „der treue und verständige
    Sklave“ damit beschäftigt sein würde, Jesu
    Nachfolgern „Speise zur rechten Zeit“ zu geben
    (Matthäus 24:45-47). Wer erwies sich 1914, bei der
    Einsetzung Jesu als himmlischer König, als dieser
    „Sklave“? Bestimmt nicht die Geistlichkeit der
    Christenheit. Sie fütterte ihre Herden zumeist mit
    Propaganda, um die Regierung ihrer Nation im
    Ersten Weltkrieg zu unterstützen. Die Gruppe
    treuer Christen, die mit Gottes heiligem Geist gesalbt
    waren und zu der „kleinen Herde“ gehörten, wie
    Jesus sie nannte, teilte nahrhafte, zeitgemäße
    geistige Speise aus (Lukas 12:32).

    lg. Matthäus

  • Rico
    März 5, 2012

    Danke für eure Antworten ja ihr habt mein Problem erkannt und zwar denke ich das wenn man getauft wird zB. bei den Zeugen Jehovas dann ist man durch der Taufe in erster Linie kein Christ sondern ein Zeuge Jehova! Ich könnte auch einen Adventisten her nehmen oder eine andere christliche Konfesion! Im ersten Jahrhundert war das alles viel leichter als heute auch wenn es damals die Taufe des Johannes gab und danach erst die Taufe durch Jesus aber denoch wenn man sich damals von einem Christ hat taufen lassen dann war man auch ein Christ heute ist das etwas komplexer und komplizierter geworden da das Christentum aufgespaltet wurde in viele Konfesionen!Ich glaube wenn Gott will das ich mich taufen lasse dann zeigt er mir auch den richtigen Weg dafür zur richtigen Taufe! Auserdem ist eins auch sicher, das Gott spätestens bei der Vernichtung Babylons der Großen ein Volk haben muß das rein ist sonst könnte es ja keine große Volksmenge geben die gerettet wird und Gott hätte nicht gesagt das sein Volk aus Babylon rausgehen soll damit es nicht mit ihr vernichtet wird! Jesus nannte dieses Volk oder besser ausgedrückt Gruppe von Menschen der Weizen! Aber jetzt ist der Weizen noch verstreut in den verschieden Konfesionen aber dann am Gerichtstag Gottes wird er von Gott gesammelt worden sein!

    Lg an alle hier im Bruder Info Forum

  • Klaus
    März 5, 2012

    Christen sind das Volk Jesu nicht Jhwh`s. Tit 2:13-14(NEÜ) „als Menschen, die auf die beglückende Erfüllung ihrer Hoffnung warten und auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus.14 Er hat sich für uns ausgeliefert, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufen und SICH EIN REINES VOLK schaffen könne, das darauf brennt, Gutes zu tun.“

  • Ulrike P.
    März 5, 2012

    Hallo Rico,
    ein herzliches Willkommen! 🙂

    Ich verstehe deinen Gedankengang bezüglich der Taufe.
    Geht man von der Babytaufe der christlichen Großkirchen aus, kann man ja eigentlich eh´ nicht von einer Taufe im biblischen Sinn reden und bei den Erwachsenentaufen gilt die Einstellung des Herzens.
    Es gibt sicherlich viele die dabei ihre Kirchengemeinschaft im Vordergrund sahen, aber ganz sicher auch genug, die stattdessen Gott und seinen Sohn im Sinn hatten. Da schließe ich jetzt einfach mal von mir auf andere. 😉

    Und die sind es, die dort zu der von Gott gewollten Zeit herausgerufen werden. – Weil sie eben durch ihre Herzenseinstellung zu Jesu Volk gehören und nicht zu irgendwelchen Kirchen, die von Elite-Menschen beherrscht werden.

    Um sich taufen zu lassen, braucht es genausowenig den Anschluss an eine feste Gruppe, wie früher.

    Sich als Christen zusammenzufinden ist nicht falsch…aber alles der Gruppe zu unterwerfen, DAS ist falsch.

    LG Ulli

  • armes Schaf 2012
    März 5, 2012

    Tja,das wissen wohl einige nicht recht zu beantworten!Deswegen werden auch nicht alle Kommentare freigeschaltet?Oder gibt es hier auch Klassenunterschiede zb.welche AUSLEGUNG die andere übertrifft?Gruss auch von meiner lieben Ruth!

  • Rico
    März 5, 2012

    Guter Artikel das muß ich schon sagen aber eins hast du vergessen zu erwähnen und zwar wann ist ein Christ ein Christ? Das würde mich mal interessieren!

  • Svenja
    März 5, 2012

    Hallo Rico,

    meiner Ansicht nach ist die Frage recht schnell und einfach zu beantworten. Jeder, der ernsthaft an den Sohn (und natürlich den Vater) und an die Erlösung durch ihn glaubt und danach lebt, ist ein Christ!

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Rico
    März 5, 2012

    Hallo Svenja,

    danke für deiner schnellen Antwort also ich glaube an Jesus das er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist gemäß Joh. 14:6 und das er für mich auf Golgatha vor knapp 2000 Jahren gestorben ist und das Jehova der höchste Gott im Universum ist und er seinen Sohn für uns gegeben hat weil er so sehr die Welt geliebt hat gemäß Joh.3:16! Natürlich versuche ich auch nach den beiden Geboten zuleben das man Gott über alles lieben sollte und seinen Nächsten wie sich selbst! Aber ich bin unvollkommen und von daher kann ich die zwei Gebote nur bedingt befolgen weil in mir ja auch das Gesetz der Sünde wohnt aber Gott weis das ich ihn liebe und das genügt mir! Was ich noch fragen wollte, ich muß also nicht getauft sein um mich Christ nennen zu dürfen? Lg Rico

  • Svenja
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    nein, grundsätzlich musst du natürlich nicht getauft sein, um Christ zu sein. Die einzige Möglichkeit der Errettung ist der Glaube an Jesus Christus und auch nur dieser macht dich zu einem Christ. Unabhängig von Taufe und anderen Dingen. Aber ich denke, du wirst irgendwann den Wunsch verspüren, dem Gebot Jesu zur Taufe nachzukommen. Einfach, weil dein Herz dafür brennt und weil deine Beziehung zu Jesus das Bedürfnis weckt und du dem Wunsch Gottes nachkommen möchtest. Jedenfalls ging es mir so. Ich bin auch noch nicht so lange getauft (seit 5 Jahre, bin 24 Jahre alt).
    Aber ansonsten bist du Christ durch deinen Glauben. Wir nennen uns ja nicht Christen, weil wir gesalbt oder getauft sind, sondern weil dieser Name die Zugehörigkeit zu Christus ausdrückt! Und wenn du an ihn glaubst, gehörst du zu ihm, bzw. er zu dir! Gott sei Dank ist es so einfach! 🙂

    Einen gesegneten Tag dir!
    Svenja

  • Matthäus
    März 5, 2012

    Liebe Svenja welche Erklärung in Verbindung mit Deiner Antwort an Rico gibst du ihm mit dieser biblischen Aussage:

    1.Petr. 3:21 … So wie diese acht Menschen damals erfahrt ihr heute eure Rettung in der Taufe. Denn in der Taufe soll ja nicht der Schmutz von eurem Körper abgewaschen werden. Vielmehr bitten wir Gott darum, uns ein reines Gewissen zu schenken. Und das ist möglich geworden, weil Jesus Christus auferstanden ist.

    Ist die Taufe nun ein Bestandteil oder nicht? Wenn ein junger Mann seiner Liebsten erklärt er liebe sie über alles, wenn es nun um das bekennen dessen (Heirat mit Unterschrift und Urkunde)geht, dann kneift er – ist dann sein Bekenntnis echt?

    lg. Matthäus

  • Svenja
    März 5, 2012

    Lieber Matthäus,

    das war ja das, was ich schrieb: Wenn man wirklich glaubt, wird man irgendwann zwangsläufig das innige Bedürfnis haben, sich taufen zu lassen. Ähnlich wie ein Mann, der seine Freundin wirklich liebt, irgendwann den innigen Wunsch spüren wird, sie auch wirklich zu heiraten. Das ist für mich einfach nur ein Ablauf.
    Und ich empfinde die Übersetzung als sehr vorteilhaft: die Rettung in der Taufe ERFAHREN. Die Taufe bringt nicht die Rettung, sondern wir können sie in der Taufe verspüren.
    Daher kann ich mich dennoch Christ nennen, ohne getauft zu sein. Nicht alle Christen stehen im Glauben auf derselben Entwicklungsstufe. Die einen sind schon so weit, dass sie sich haben taufen lassen, die anderen kommen erst dorthin. So wie ich einem Verlobten ja auch nicht absprechen kann, dass er seine Verlobte liebt, nur weil er noch nicht verheiratet ist. Der Schritt kommt dann eben noch. 🙂

    Einen schönen Abend und weiterhin gute Besserung, wir denken viel an dich!

    Svenja

  • Rico
    März 5, 2012

    Danke für eure Antworten Svenja und Matthäus das mit der Taufe ist aber nicht so einfach wie es manche vielleicht denken mögen! Ich hab 5 Jahre die Bibel mit einer Zeugin studiert und hab in 10 Jahren 5 mal die Bibel gelesen weil mir das viel Kraft gegeben hat! Ich leide seit meiner Jugend an einer chronischen Depression mit Angststörung das hat viele Gründe warum das so ist aber darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen jedenfalls habe ich viel gelernt in den letzten Jahren! Von der Erkentnis her könnte ich mich 10 mal taufen lassen aber ich hab bis jetzt noch Zweifel ob es auf der Erde das sogenannte Volk Gottes noch gibt! Nach Epheser 4:5 gibt es nur eine Taufe die Frage ist nun welche Gott und Christus anerkennen? Die Taufe der Zeugen Jehovas, der Baptisten, der Adventtisten oder einer anderen christlichen Konfestion? Solange ich diese Frage für mich nicht beantworten kann werde ich mich nicht taufen lassen! Meine Mum ist auch eine getaufte Zeugin für ihr ist es das Richtige gewesen aber das bedeutet noch lange nicht das es auch für mich sein muß besonders wenn ich noch nicht davon überzeugt bin das die Zeugen das auserwählte Volk Gottes sind! Ich liebe Gott und Jesus aber taufen kann ich mich nicht lassen wegen den mir oben angeführten Gründen! Nach der Antwort von Svenja würde ich mich jetzt schon Christ nennen aber ich bin konfestionslos! Ich sehe mich aber als gläubigen Menschen an da ich auch einige Erlebnise mit Gott hatte die mich zu ihm hingezogen haben! Ich komme Gott in der Stille und Einsamkeit und durch das komunizieren mit ihm durch Christus sehr nahe! Ich bin jetzt 32 Jahre alt und ich hoffe das Gott mir auch in Zukunft die Kraft gibt meine Erkrankung zu ertragen! Ich möchte mich nochmal für eure Antworten bedanken! Lg Rico

  • Svenja
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    ich kann dich voll verstehen. Nur machst du evtl. einen kleinen Denkfehler. Du musst noch nicht alles genau wissen oder verstanden haben, um dich taufen zu lassen. Einzige Voraussetzung (!) für die Taufe ist dein Glaube. Wenn es dir damit am besten geht, lass dich in keiner Konfession taufen, sondern frag einen Bruder oder eine Schwester im Herrn, ob er oder sie dich in einem See oder etwas in der Art tauft. Dann bist du unabhängig von irgendwelchen Konfessionen/Religionen/Organisationen. Wenn du dich aber noch unsicher fühlst, kannst du auch noch warten. Gott hat sicher Geduld mit dir und er liebt dich nicht weniger, wenn du noch das eine oder andere mit dir oder anderen oder mit ihm klären musst.
    Du brauchst keine Konfession, um Christ zu sein. Du klingt wie ein tiefgläubiger Mensch und das allein reicht vollkommen aus, um zu Jesus zu gehören. Du folgst Jesus nach und glaubst an ihn. Nicht mehr und nicht weniger möchte er von dir. Du bist so wie du jetzt bist wertvoll in seinen Augen und angenommen!!
    Wenn es dich beruhigt, ich glaube jeder von uns hat noch Punkte im Glaubensleben, auf die er (noch?) keine Antworten weiß. Das geht den ältesten und erfahrensten Christen unter uns so und das wird evtl. auch so bleiben (Lies dir nur die Kommentare hier durch, keiner von uns behauptet, er wüsste schon alles). Aber das ist gar nicht schlimm. Was zählt, ist der Glaube an unseren Erlöser! Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig ermutigen und trösten, ich weiß, wie es ist, Depressionen und Ängste zu haben.

    Fühl dich umarmt!
    Svenja

  • Dennis
    März 5, 2012

    Lieber Rico,

    möchte die sehr gute Antwort von Sascha nur noch ergänzen bzw. nochmals betonen, dass weder die Adventisten, Babtisten oder Zeugen Jehovas die einzig „wahre“ Religion sind und auch deshalb nicht die einzig „wahre“ Taufe durchführen können. Bitte löse dich vom Organisationsgedanken, der führt nur in die Irre, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Denn wenn Du dich nach Art und Weise einer dieser Organisationen taufen lässt, dann wirst Du, wie im Teil 1 des BI-Artikels erwähnt, nicht „IN JESUS“ getauft sondern „IN“ dieser Organisation und das ist der entscheidende Fehler.

    Im Übrigen hast Du offen gelassen ob die ZJ das „auserwählte Volk Gottes“ sind. Diese Frage braucht dich nicht länger zu quälen, denn es gibt heute nach meiner festen Überzeugung nicht DAS auswerwählte Volk Gottes so wie es die Juden waren. Tausende Beweise in jeder Religion lassen sich anführen um zu zeigen, dass genau SIE nicht das EINE VOLK Gottes sein können. Spricht man allerdings mit Anhänger dieser oder jener Religion können sie Dir Tausende angebliche Beweise dafür bringen warum NUR SIE dieses eine Volk sein können.

    Es gibt extrem wenig was ich von J.F. Rutherford für zitierwürdig halte, aber mit der Aussage „Religion ist ein Gimpelfang“ hatte er vollkommen Recht. Das trifft auf jede organisierte und hierarchische Religionsgemeinschaft zu.

    LG
    Dennis

  • Tabitha
    März 5, 2012

    Lieber Rico, vielleicht ist auch diese Aussage von Jesus eine Hilfe:

    Joh.6: 27 Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht. Diese wird der Menschensohn euch geben. Denn Gott, der Vater, hat ihn dazu bestimmt und ihm die Macht gegeben.“ 28 Da fragten sie ihn: „Was sollen wir tun, um Gottes Willen zu erfüllen?“ 29 Er erwiderte: „Nur eins erwartet Gott von euch: Ihr sollt an den glauben, den er gesandt hat.“

  • Alois
    März 5, 2012

    Danke Matthäus

    für den Petrus Vers, außerdem sagt Jesus und Paulus in der Bibel über die Taufe:

    Mark. 16
    16. Wer da glaubt UND getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

    Apg. 2:38
    Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber [sprach] zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

    Apg. 22
    16. Und nun, was zögerst du? Stehe auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst.

    Liebe Grüße
    Alois

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