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Bruderinfo

Kommentare (522)

  1. welabe says:

    Bekomm ich hier keine Antwort oder muss ich hier erstmal bezahlen???????

    1. Birds says:

      Hallo welabe,

      Verstehe nicht was du da genau meinst, aber wenn du auf den Link klickst sollte alles gehen. Evtl stimmt dein Datum nicht. Mit was surfst du?

      LG
      birs

    2. Elke an Bruderinfo says:

      Grüß dich welabe,

      habe ich was übersehen? Was hast du denn gefragt? Es ist einfacher, die Frage zu wiederholen als so böse Fragezeichen zu senden.

      Ganz liebe Grüße
      Elke

  2. Winston an Elke says:

    Liebe Prinzessin Elke,
    Danke für Deinen Vortrag, der sehr lehrreich war. Auch wenn Du Dich nicht als Lehrerin fühlst.
    Dein Satz Geist kann nur positiv wirken in Verbindung mit dem heiligen Geist trifft aber nur für die zu, die beim Ausgiessen des Geistes keinen Regenschirm der WTG aufgespannt haben. Wenn sie schon nicht erkennen, was die Bibel sagt oder Texte nicht verstehen wollen, weil sie nicht zu dem verordneten Unverständnis der Gedanken-Polizei des Ministeriums für Wahrheit passen, dann kannst Du bei denen nichts erreichen. Das ist sinnlos.
    Ist Dir aufgefallen, dass in letzter Zeit viele kritische Zeugen Jehovas unsere Argumente sogar bestätigen. Bis auf die eine Ausnahme, dem es nicht gelingt uns zu ärgern. Ich glaube die stille Mehrheit der einfachen Verkündiger wäre froh mit uns über die Bibel zu sprechen. Sie trauen sich nur nicht. Genauso wie die meisten im Geheimen noch Kontakt zu Abtrünnigen Freunden und Familienmitgliedern haben. Da haben wir es viel besser, weil wir nicht gezwungen sind im geheimen zu forschen,unsere Schlußfolgerungen offen aussprechen und diskutieren dürfen.
    Auch das christliche Gebot Andersdenkende zu grüßen ist für uns offen möglich.
    Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? (Elberfelder)
    Wie viele Schwestern und Brüder müssen sich auf der Suche nach der Wahrheit verstecken oder für abstruse WT-Artikel im Predigtdienst schämen oder diese in der Versammlung gegen die eigene Überzeugung vertreten Da hilft nur unreflektiertes Ablesen.
    Wir dürfen die Worte des Apostels wörtlich leben:
    und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt!
    Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit Euch sein.

    Im Gegensatz dazu die WTG-hörigen:
    und der Friede der WTG, der Euren Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Reinheit der Versammlung bewahren., Brüder, alles, was wir gesagt haben und noch sagen ist wahr. Wir sind gerecht und richten im Ringen um die Einheit und die Reinheit der Organisation. Alles, was hassenwert ist, wie Abtrünnige werden wir hassen. Wir fordern Euch auf unsere Tugenden zu loben, auch wenn sie nicht liebenswert sind.
    Was ihr auch von uns gelernt und empfangen und gehört , das tut! Und der Friede der Ältesten und Kreisaufseher wird mit Euch sein.

    Es wundert mich nicht, dass viele Zeugen sagen, daß sie bei den Vorträgen bewußt weghören.
    Ich wünsche Dir, meiner Lehrerin einen schönen Tag
    Thomas

    1. Elke says:

      Lieber Thomas,

      es steht mir nicht zu, dir Lehrerin zu sein, aber gern bin ich eine Freundin und Schwester im Herrn, die sich unglaublich freut, wenn es dir gut geht und mit dir leidet, wenn es anders ist. Die sich mit dir austauscht und die Gedanken unseres Vaters mit dir ergründen möchte. Die gern an deiner Seite den Weg mit Jesus zum Hause unseres Vaters geht – und ich halte dir auch gern die Tür auf, damit du zuerst eintreten kannst.

      Liebe Grüße
      Elke

      1. Nachdenker says:

        Hallo Elke,
        wollte mich nur Thomas anschliessen und dich für deine Kommentare und deren Genauigkeit loben. Egal ob Bruder oder Schwester, wir koennen voneinander lernen und da spielt das Geschlecht oder sonstwas keine Rolle. Das sage ich dir als noch ZJ und stehe dazu.
        Liebe Gruesse
        Nachdenker

        1. Elke an Bruderinfo says:

          Lieber Nachdenker,

          vielen Dank.

          Ich sehe mich weniger als männlich-weiblich orientiert hier, sondern wir suchen Gottes Geist zu bekommen und das ist mir das Wichtigste. Ich übe schon mal an der Aussage Jesu: Dann werden sie wie die Engel im Himmel sein…:)

          Fühl dich brüderlich umarmt und ganz liebe Grüße
          Elke

          1. Elke an Nachdenker says:

            Hallo,

            mein Kommentar war für dich gedacht. Die Namenszeile war wieder mein Verhängnis.

            Entschuldige bitte. Und auch liebe Grüße an Bruderinfo
            Elke

      2. Winston an Elke says:

        Liebe Elke,
        vielen Dank für Deine liebe Antwort. Auch ich freue mich in Dir eine Freundin und Schwester gefunden zu haben, mit der ich gemeinsam mein Verständnis der Bibel erarbeiten und meine Zweifel an der WTG aufarbeiten kann. Wir können uns frei und liebevoll ermuntern, ohne daß die verklemmten Brüder uns ihre schmutzigen Phantasien unterstellen.
        Auf alle Fälle bist Du eine empfindsame kluge Frau mit der ich gerne meine Gedanken austausche.
        Ich bin froh, dass Du in den letzten Wochen Freude und Friede ausstrahlst und hoffe, dass es Dir gut geht.
        Einen wunderschönen Sommertag
        Thomas

  3. welabe says:

    sorry….hab einen Schreibfehler in meiner Abhandlung…es soll heissen“stammen“…

  4. welabe says:

    Warum werden wenn ich auf neuere Einträge klicke, Einträge angezeigt die vom Jahr 2010 Stammen???

    1. Elke an welabe says:

      Guten Abend welabe,

      bin eben noch an deiner Frage „vorbeigekommen“. Für einen Techniklegastheniker wie mich war deine Frage nicht ganz einfach zu verstehen.

      Okay, es gibt keine neueren Kommentare, da kommst du automatisch an den Anfang und kannst die Kommentare von Anfang an verfolgen.

      Eine zeitlang war es so, dass die Hinweise genau vertauscht waren, ich weiß nicht, ob der Fehler jetzt behoben ist, aber wenn man es weiß, ist es ja auch nicht schlimm.

      Viel Spaß beim Stöbern – und bitte nicht mehr so aggro. Danke.

      Liebe Grüße
      Elke

  5. welabe says:

    Seit ihr Abtrünnige?…..mfg

    1. Hopefull says:

      Hallo welabe

      herzlich Willkommen auf BI
      Was verstehst Du unter Abtrünnig? Abtrünnig von der Organisation oder von Gott?

      Liebe Grüße Hope

    2. PINEHAS an welabe says:

      Nein !…..
      Und wer bist du ? Kannst du auch in ganzen Sätzen schreiben ?

      mfg PINEHAS

    3. Birds an Welabe says:

      Hallo welabe,

      Herzlich willkommen.
      Nein, sind meine Frau und ich nicht. Ein Abtrünniger, bringt nicht die Lehre des Christus, und redet gegen Gott.

      Du brauchst keine Angst zu haben.
      Forsche nach, bitte Jehova um den Geist. Er wird dir helfen.

      Lg und den Segen unseres Herrn Jesus.
      Birds

    4. Elke says:

      Guten Tag welabe,

      herzlich willkommen bei Bruderinfo.

      Was denkst du, warum sich die Seite so nennt? Unter „wir“ gibt es dazu eine Erklärung. Es handelt sich um Zeugen Jehovas, die den ernsten Zustand der Organisation erkannt haben. Daher ermöglichen sie, dass Brüder und Schwestern ganz entsprechend ihrer individuellen Reife nach dem wahren Wort Gottes forschen. Dafür steht auch der Bibeltext aus ApG. 17:11.

      Du fragst: „Seid ihr Abtrünnige?“ Abtrünnig im religiösen Sinn ist doch, von der wahren Lehre Abstand zu nehmen. Was sagt denn die Bibel? 2. Joh. 5 Und nun bitte ich dich, edle Frau, als [jemand,] der dir nicht ein neues Gebot schreibt, sondern eines, das wir von Anfang an gehabt haben, daß wir einander lieben. 6 Und das bedeutet Liebe, daß wir weiterhin nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, so wie ihr von Anfang an gehört habt, daß ihr weiterhin darin wandeln sollt. 7 Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

      Also ist das Bekennen, dass Christus im Fleisch gekommen ist, untrennbar mit dem Gebot der Liebe verknüpft. Jemand, der nicht bekennt, dass Jesus im Fleisch gekommen ist, handelt lieblos an seinem Mitmenschen, betrügt ihn um seine ewige Hoffnung.

      Noch ein Text dazu: 1. Joh. 2:22,23: Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet. 23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.(NWÜ)

      Diese Texte sprechen für sich, oder? Wenn du dir nun die Vorträge durchliest oder auch ganz rechts oben unter „Schlagwörter“ auf Jesus gehst, findest du dort irgendeine Leugnung Jesu? Das Gegenteil ist der Fall! Aber schau einfach selbst.

      Darf ich um eine Antwort bitten, was du entdeckt hast? Was für Fragen hast du noch?

      Liebe Grüße
      Elke

      1. Winston an Elke says:

        Hallo Elke,

        ich sehe mich als bedingungsloser Nachfolger Jesus, der in seiner Zeit als Abtrünniger der verbohrten dogmatischen Organisation der Pharisäer geächtet wurde.

        Jede geistige Verfolgung meiner Person durch falsche Propheten ist mir seit Jahren eine Bestätigung, dass ich mich richtig entschieden habe und diese Finsternis verlassen konnte.

        Ich bin mir auch sicher, daß er, wenn er nochmals einen Ausflug in die Versammlungen des selbsternannten Sklaven kommen würde, sofort als kritischer Geist und schlechter Umgang bezeichnet werden würde. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er diese und anderen Religionen, die in seinem Namen soviel Unsinn lehren und befehlen gut heissen würde.
        liebe Grüße
        Thomas

        1. Elke an Matthäus says:

          Lieber Thomas,

          du hast absolut recht. Wir werden von Menschen als abtrünnig bezeichnet, die für sich selbst Ehre fordern, Ehre, wie sie nur dem Christus und seinem Vater zusteht.

          Jesus hätte heute gar keine Chance, Mitglied der Zeugen Jehovas zu sein, für jedes: „Habt ihr nie gelesen“ oder „Habt ihr nie gehört“ würde er zu den Ältesten zitiert. In ganz liebevollen Versammlungen würde man ihm ein Hilfestudium anbieten, damit er sich auf den neuesten Stand bringen kann, in anderen würde er gleich geächtet werden. Warum kann man das sagen? Stell dir nur mal vor, es hat jemand Ehebruch begangen, Rechtskomitee und dann kommt jemand und sagt: „Wer von euch ohne Sünde ist, der darf zuerst ausschließen“. Das war nur EIN Beispiel.

          Hab einen schönen Wochenstart
          Elke

          1. Robin an Elke says:

            Liebe Elke,

            in deinem Kommentar vom 15. Juli 2013 erwähnst du am Beispiel Jesu und der Ehebrecherin, dass unser Herr heute keine Chance vor dem Rechtskomitee der Zeugen Jehovas hätte. Hierzu die Lehrmeinung der Wt-Gesellschaft, mit einem Auszug aus dem Wachtturm vom 15. 06. 1982, S. 24:

            Nicht loyal gegenüber Gottes Wort
            17 Weil sich einige Schriftgelehrte nicht loyal an Gottes Wort hielten, haben sich eine ganze Reihe von unechten Versen in den „Textus receptus“, auf den sich zum Beispiel die King James Version stützt, eingeschlichen. Diese Verse, wie Johannes 8:1-11 und Markus 16:9-20, wurden dem inspirierten, ursprünglichen Text hinzugefügt.

            ZITATENDE

            Wieder ein Beispiel, dass sie Menschengebote lehren und sich nicht an die Gebote Jesu halten wollen.

            Danke für deine starke Präsens hier auf BI

            Liebe Grüße
            Robin

          2. Elke says:

            Hallo lieber Robin,

            du hast mich vielleicht gerade aus dem Gleis gebracht! So weit ist es schon, dass sie Gottes Wort leugnen. Nicht zu fassen. Dabei steht in der NWÜ zu Beginn von Kap. 8: „In den Handschriften אBSys fehlen die Verse von Vers 53 an bis zu Kapitel 8, Vers 11, die (mit einigen Abweichungen in den verschiedenen griechischen Texten und Übersetzungen) wie folgt lauten:“ Aha, in den griechischen Texten sind diese Verse. Und die ursprünglich lateinische Übersetzung, Vulgata? Joh. 8:2-12 „2 et diluculo iterum venit in templum, et omnis populus venit ad eum, et sedens docebat eos.3 Adducunt autem scribæ et pharisæi mulierem in adulterio deprehensam : et statuerunt eam in medio,
            4 et dixerunt ei : Magister, hæc mulier modo deprehensa est in adulterio. 5 In lege autem Moyses mandavit nobis hujusmodi lapidare. Tu ergo quid dicis ? 6 Hoc autem dicebant tentantes eum, ut possent accusare eum. Jesus autem inclinans se deorsum, digito scribebat in terra. 7 Cum ergo perseverarent interrogantes eum, erexit se, et dixit eis : Qui sine peccato est vestrum, primus in illam lapidem mittat.8 Et iterum se inclinans, scribebat in terra. 9 Audientes autem unus post unum exibant, incipientes a senioribus : et remansit solus Jesus, et mulier in medio stans. 10 Erigens autem se Jesus, dixit ei : Mulier, ubi sunt qui te accusabant ? nemo te condemnavit ? 11 Quæ dixit : Nemo, Domine. Dixit autem Jesus : Nec ego te condemnabo : vade, et jam amplius noli peccare. 12 Iterum ergo locutus est eis Jesus, dicens : Ego sum lux mundi : qui sequitur me, non ambulat in tenebris, sed habebit lumen vitæ

            Na immerhin wurde die 3. verbesserte Auflage auch in die Übersetzung der NWÜ einbezogen. Also ich mache es jetzt wie die Glühbirne – ich trage es mit Fassung.

            Danke auch für dein Kompliment und ich freue mich auch über deine Beiträge, die sehr ausgewogen und auf den Punkt gebracht sind.

            Liebe Grüße
            Elke

          3. Winston an Elke says:

            Liebe Elke,

            heut warst Du aber fleissig. Du bist für mich der Beweis, dass intelligente Frauen, wenn sie sich endlich frei gemacht haben von ihrem Joch der verordneten Unterwerfung, Ihre Fähigkeiten erkennen. In den letzten Tagen hast Du wahrscheinlich viel für die Aufarbeitung der WTG-Unterdrückung tun können. Ich wünsche Dir weiterhin Freude, beim Schreiben Deiner qualifizierten anspruchsvollen Kommentare. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl endlich frei und ohne Angst denken und dies auch mitteilen zu dürfen. Schade, daß Du nicht in der Versammlung lehren darfst, das würde vieles positiv verändern.
            liebe Grüße
            Thomas

          4. Elke says:

            Guten Abend Thomas,

            „aufarbeiten der WTG-Unterdrückung“, das ist mal ein Satz, den muss ich mir zweimal durch den Kopf gehen lassen. Ich habe absolut nichts gegen angebrachte Unterordnung. Auch Fußballer müssen sich dem Urteil eines Schiedsrichters beugen, das Preisschild auf Waren veranlasst mich manchmal schon zur innerlichen Rebellion, aber an der Kasse muss ich mich ja doch beugen 🙁 Und menschliche Dummheit ist sowieso unendlicher als das All!

            Der Grund, weshalb ich hier mitschreibe, ist der, dass es möglicherweise irgendwo jemanden gibt, der/die sich in den Kommentaren wiederfindet, ein Stück gedanklich begleiten kann und dann erkennt, es gibt ein Türchen in der Organisations-Mausefalle. Die Option heißt nicht „Organisation oder Tod“ sondern „Organisation oder Leben“ durch die Rückbesinnung auf Christus. Dadurch wird auch der Vater ehrerbietiger, denn er ist nicht nur Mathelehrer zum Addieren von Stunden, er ist derjenige, der sich mit diesem Jesus, seinem einzigen Sohn, besprochen hat, wie man den von Menschen und einem Schlangengel verursachten Schaden wieder beheben könnte. DAS war schmerzhaft Thomas.

            So – und jetzt, mein Lieber, kommen wir mal zum Kapitel: „Lehren in der Versammlung“. Ich gehe davon aus, dass du dich auf 1. Kor. 14:34 und 1. Tim. 2:11,12 beziehst. Es ist doch immer dasselbe mit euch Männern!:) Du hast aber schon gelesen, dass der Heilige Geist auf Männer UND Frauen ausgegossen wurde und sich damit die Prophezeiung Joels erfüllte, dass Jahwe etwas von seinem Geist auf SÖHNE UND TÖCHTER ausgegossen hat. Behalte das bitte im Hinterkopf. Also, in 1. Kor. 14:34 bezieht sich Paulus ausdrücklich auf das GESETZ. Jetzt müsstest du eigentlich in Gewissenskonflikte kommen. Nein, brauchste nicht. Wir lesen im AT, dass Miriam eine Prophetin war (2. Mose 15:20), Richter 4:4 Deborah, 2. Könige 22:14 Hulda, … Waren diese Frauen dem Gesetz ungehorsam, weil sie von Jahwe berufene Prophetinnen waren? Wäre das nicht recht widersinnig? Und warum kann laut Offb. 2:20 Isebel als falsche Prophetin die Knechte Gottes verführen? Richtig, Prophetinnen sind etwas normales, sonst würden selbst bei einem Mann die Alarmglocken klingeln, ja?

            Aber lehren Prophetinnen? Kann sein wie es will, aber Titus 2:3 sagt,“ebenso die alten Frauen in ihrer Haltung dem Heiligen angemessen, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten;“ (Aha – was wird denn in den Gemeinden gelehrt, wenn nicht was Gutes? (Ich rede vom Soll-Zustand)). Aber der weitere Text zeigt, dass sie die jungen Frauen anleiten sollen.

            Kommen wir zur Auflösung: Paulus wies darauf hin, dass Frauen ihre Männer ehren, wenn sie nicht durch Fragen die Versammlung unterbrechen. Falls sie eine Offenbarung oder eine Gabe nicht verstanden, sollten sie ihre Männer um eine Erklärung bitten, damit die Gemeinde ordentlich durchgeführt werden kann. Daher auch der Hinweis auf die Unterordnung nach dem Gesetz. In 1. Tim 2 wird es noch deutlicher, wenn Paulus darauf hinweist, dass eine Frau nicht über ihren Mann herrschen solle. DARUM GEHT ES! Eva unterließ es, sich mit ihrem Mann zu unterreden als Satan ihr antrug, von der verbotenen Frucht zu essen. Damit hat sie ihren Mann missachtet und gezeigt, dass sie bereit war, sich über ihn zu stellen. Das sollte in einer Versammlung keinesfalls vorkommen. Offb. 2:20 – ich habe es schon genannt – wird Isebel diesbezüglich als falsche Prophetin genannt, eine Frau, die Ahab durch ihre Herrschsucht ins Verderben stürzte, aber nicht nur ihn, sondern auch die wahren Propheten Gottes und ihre Unterstützer. Wenn eine Frau eine Predigt oder einen Programmpunkt ausarbeitet, soll sie nicht in der ganzen Gemeinde umhergehen und um Anregungen bitten oder zeigen, wie toll sie das machen kann, sie soll „in der Stille“ bleiben und ihren Mann fragen, wenn es um Verständnisprobleme geht. Damit ehrt sie ihren Mann, damit zeigt sie Bescheidenheit und Unterwürfigkeit, damit zeigt sie Haltung gegenüber heiligen Dingen und dadurch ist klargestellt, dass sie ihre Stellung achtet.

            Was bedeutet Lehren heute? Wird heute im biblischen Sinn gelehrt, dass einer eine Offenbarung erhält und ein anderer legt sie aus? Hätten dann Jehovas Zeugen nicht ein ernstes Problem, wenn sie in der Theokratischen Predigtdienstschule die Frauen auf die Bühne lassen oder Wortmeldungen zu den Hauszeitungen? Würde man das so auslegen wollen, Thomas, sie hätten wirklich ein Problem. Außerdem dürfte dann keine Frau mehr in den Predigtdienst und das wiederum kollidiert mächtig mit Psalm 68:12, in der NWÜ V. 11.
            Außerdem empfehle ich, die Fußnote aus der NWÜ zu Joel 2:32 zu lesen, da werden die Überlebenden nach dem gr. euangelizomenói genannt, was wörtlich Evangeliumsverkündiger bedeutet. (In der Elb. Kap. 3:5) Diese Überlebenden finden wir in Offb. 7:9 u. a. wieder.

            Wir haben die komplette Bibel. Insofern „lehren“ wir nicht mehr nach biblischem Standard, sondern erinnern und ermuntern uns gegenseitig und sollten dies tun, je weiter die Zeit voran schreitet. ALLE sollten das tun, Männer wie Frauen. Aber bitte nicht durcheinander und nicht in stolzem wetteifern.

            Thomas, wir ALLE verändern etwas positiv, wenn wir uns gegenseitig ermuntern, verstehen lernen, virtuell umarmen und trösten. Denn der Heilige Geist KANN nur positiv wirken, daher ist jeder, der mit dem Heiligen Geist ist, positiver Einfluss, ob alt oder jung, männlich oder weiblich, ob neu dabei oder schon lange. Wir unterstreichen Gottes positive Vielseitigkeit.

            Jetzt war es doch wieder ein Vortrag, ich wollte mir das doch abgewöhnen mit den langen Kommentaren. Aber dir wünsche ich Gottes Segen und eine gute Nacht.
            Elke

  6. Matthäus says:

    Mir ist jetzt erst aufgefallen dass es zum Thema Gemeinschaftsentzug alleine bei diesem Hauptartikel an die 500 Kommentare gibt, was uns zeigt dass dieses Thema sehr viel beschäftigt und die unchristliche Vorgehensweise der Organisation belegt. Es ist in Wahrheit KEINE LIEBE und trägt alles andere als zur seelischen Gesundheit bei.

    Zu diesem Gedanken im Artikel:

    > Was unsere Organisation verschweigt: ” Es gibt auch einige, die Selbstmord begehen. Andere müssen in psychiatrische Kliniken eingeliefert werden! Dies sind dann letztendlich die Folgen eines unmenschlichen umsetzens vermeintlicher biblischer Verfahrensweisen, und haben mit biblischer Nächstenliebe nichts gemein. <

    …möchte ich einen sehr schönen und zutreffenden Gedanken hier wiedergeben. Im Zuge eines Kuraufenthaltes bin ich auf einen "TIPP DES TAGES" gestossen der unter der Überschrift:

    SEELISCHE GESUNDHEIT uns folgendes klar macht:

    Das SELBSTWERTGEFÜHL ist die zentrale Einheit unseres Seins. Wir erleben uns als wertvoll durch die Anerkennung unserer Leistung und Person, durch positive Reaktionen der Umwelt auf uns und unser Verhalten UND durch das Gefühl geliebt zu werden.

    Diese "Streicheleinheiten" fördern unser Selbstwertgefühl. Ein Defizit kann nicht nur psychisch sondern auch körperlich krank machen, nicht umsonst spricht man bei zahlreichen Erkrankungen von psychosomatischen Ursachen

    Der Grundstein für ein positives Selbstwertgefühl wird bereits in der frühen Kindheit gelegt. Daher ist es wichtig, schon Kindern achtungsvoll und mit Verständnis für ihre Stärken und Schwächen zu begegnen. Lob und Anerkennung fördern das Selbstwertgefühl.

    Nicht nur Kinder wollen gelobt werden, auch Erwachsene sind dankbar für ein positives Feedback. Fehler werden aufgezeigt, Versäumnisse gerügt, mit Kritik wird oft nicht gespart – leider aber finden wir viel zu selten Worte der Anerkennung oder auch nur ein freundliches Lächeln für unsere Mitmenschen. Ende des Zitats von Dr. Massoner

    Ein Ausgeschlossener bekommt von vielen ZJ oft nicht einmal ein freundliches Lächeln, da wundern sie sich das viele der Gemeinschaft danach ganz fern bleiben. Die Nächstenliebe wie sie Jesus für jeden seiner Nachfolger fordert ist hierbei auf der Strecke geblieben und belegt dass die LK die solches anordnet nicht ihrem Herrn folgen sondern die Interessen dessen verfolgt das im Extremfall Menschen sich sogar das Leben nehmen. Und wollte nicht Satan genau das von Jesus: "Stürze dich von der Zinne des Tempels!", war sein Interesse.

    Lg. aus der Kuranstalt
    Matthäus

  7. Frank&Frei says:

    Der Tower mit seinem Alleinvertretungsanspruch hat in den vergangenen 100 Jahren in genügend Fettnäpfchen getreten, hat sich ständig verbessert, auch mal rückläufiges „alts Licht“ wieder modern gemacht. Kurzum – bei denen ist nur eines konstant: nicht der Glauben, sondern der Wandel im Glauben.
    Konzedieren wir doch nur folgende Faux Pas:
    Teilnahme als Soldaten am 1. Weltkrieg
    Beten mit den Kirchen für den sieg gegen die Achsenmächte ( Deutsches Reich /Österreich/ OSmanisches Reich/Bulgarien)
    Errichtung vom Haus der Prinzen „Beth Sarim“ und Präsentation, dass in 1925 dort David und Salomo Moses und andere wiederkehren
    Schließlich Eingeständnis, dass 1925 die Brüder falsche ERwartungen hegten. Warum wohl? und wer hat sie impliziert?
    1933 Brief an den deutschen Reichskanzler mitdem Tnor:
    wir haben die gleichen Ziele wie das Deutsche Reich.
    Das rief böse Antwort hervor.
    IMpfen wurde verteufelt ab 30iger Jahre
    Im 2. Weltkrieg dann hieß es in der Schweiz, die Zeugen stheen zu den waffen. Wie mag das Im Deutschen reichaufgefaßt worden sein, von den im KZ sitzenden Zeugen?
    Bluttransfusionsverbot
    Aufweichung durch Anerkennung bestimmter Fraktionen
    TRansplantationsverbot weil „Moderner Kannibalismus“
    Aufhebung des TRansplantationsverbotes
    ERlaubnis von Hemopure/Biopure zur Transfusion. das Zeugs ist aus Rinderblut brrrüüüüllll.
    Ausschließen von jenen, die ERsatzdienst machten (THW, FEuerwehr, rotes Kreuz
    Später Anerkennung des ersatzdienstes
    MItgliedschaft in UNO als NOG über fast 10 Jahre, mit jährlichen Lobhuldigung in einem Zetischriften artikel. Der Folgeartikel konterkarierte das dann wieder Richtung Lehrmeinung.
    Beteiligung bei Rand Engine, einem Waffenlieferanten.
    Schutz von Pädophilen bis etwa 2002 – dann 180 ° Wandel, wo aber immer rechtloich möglich bleibt man doch dabei alles zu covern.

    Wenn ich diese Dinge und viele weitere in meinem Sinn konzediere kann ich nur zu dem Schluß kommen:
    Das sind Rattenfänger, die mit billigem Effekt Menschen mit niedriger Bildung einfangen, fesseln und versklaven.
    Sesam öffne dich und nimm sie gefangen die Allesbesserwisser, die nie zu dem stehen, was sie von sich geben, die ihgre Gläubigen für alle FEhlinterpretationenn die Schuld aufbürden „Ihr habgt es doch so gewollt.
    Es ist eine Isebel Organisation, die wie Isebel tief fallen wird

  8. Anna says:

    Lieber Martin, Igel, Andre und meine anderen lieben Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für die erläuternden Kommentare. Du Bruder Martin hast sehr gut aufgezeigt wie geschickt die WTG inzwischen Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

    Der Kaffee gestern war gut und abends gab’s noch feinen Wein und liebevollen Trost und jetzt bin ich darüber hinweg. Diese Halbwahrheiten tun halt weh.

    Den folgenden Text haben wir ja schon öfters hier kommentiert. Hier noch ein Aspekt der mir aufgefallen ist:

    Apostelgeschichte 20:30 aus der Übersetzung Neues Leben:

    „Ja, selbst einige von euch werden die Wahrheit verdrehen, um eine eigene Anhängerschaft an sich zu binden.

    Genau das bezweckt die Organisation. Weil sie ja die Mutter ist muss sie die Kinder mit der Nabelschnur (WTG-Literatur) versorgen. Die Geburt zu einem selbstbestimmten Leben im Einklang mit Gottes Wort ist nicht möglich.

    Wie Manfred in seinem letzten Kommentar zum geistigen Paradies schreibt können sie die Bibel gar nicht mehr lesen weil sie verblendet sind und nur noch mit Hilfe der Publikationen einzelne Texte vermittelt bekommen.

    Herzliche Grüße an alle Anna

    1. Manfred says:

      Liebe Schwester Anna,

      Du hast geschrieben: Diese Halbwahrheiten tun halt weh. Ich würde das schon nicht mehr als Halbwahrheiten bezeichnen, sondern als glatte Lügen. Die Bezeichnung Halbwahrheit würde ja bedeuten, dass die hälfte von dem was sie geschrieben haben richtig ist und nur die andere Hälfte falsch. Aber es ist eigentlich ein ganz klare Lüge und das von einer Organisation, die behauptet den einzig wahren Gott anzubeten.
      Sie haben sich durch die vielen falschen Prophezeiungen ja schon zum falschen Propheten gemacht. Doch jetzt kommt noch das Lügen hinzu. Was wird mit Lügnern geschehen, gemäß Gottes Wort?

      Off. 21:8
      8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

      Sie können zwar die Bibel verdrehen, aber sie können dadurch nicht Gottes Wort ungültig machen. Jehova ist nicht parteilich und nicht bestechlich. Darüber sollten Sie mal nachdenken.

      Liebe Grüße Manfred
      PS: Und niemand kann Jehova daran hindern das auszuführen, was er sich vorgenommen hat. Wenn also in der Bibel steht was mit Lügnern passieren wird, dann wird auch genau das passieren.

      1. Hopefull says:

        Halbwahrheiten sind die schlimmsten Lügen 🙂

    2. Frank&Frei says:

      deshalb liebe Anna, trommeln sie, was das Zeug hält und vermehren den Druck auf den Kessel. mal sehen wann er platzt

    3. Robin weg. Mutter Org says:

      Liebe Schwestern und Brüder,

      Anna schrieb am 27.02. um 09:51 h:

      Apostelgeschichte 20:30 aus der Übersetzung Neues Leben:

      „Ja, selbst einige von euch werden die Wahrheit verdrehen, um eine eigene Anhängerschaft an sich zu binden.

      Genau das bezweckt die Organisation. Weil sie ja die Mutter ist muss sie die Kinder mit der Nabelschnur (WTG-Literatur) versorgen.

      ZITATENDE

      Zum Thema „Mutter“, wer demnächst an der Wiederholung der Theokratischen Predigtdienstschule teilnimmt wird zur Frage 8 und der vorgegebenen Antwort einen Lachkrampf riskieren:

      8. Warum verhielt sich Jesus gegen über seiner Mutter und seinen Brüdern so reserviert, und was lernen wir daraus? (Mar. 3:31-35) (18. Feb., w08 15. 2. S. 29 Abs. 5).

      Bei seiner Taufe wurde Jesus als geistiger Sohn Gottes gezeugt, und „das Jerusalem droben“ war seine Mutter (Gal. 4:26). Von da an bedeuteten ihm seine Jünger weit mehr als seine Familie. Die Lehre für uns: Geistige Interessen sollten in unserem Leben Vorrang haben.

      ZITATENDE

      Bedeutet das, dass die „Brooklyner Mama“ bereits bei der Taufe Jesu vom Himmel aus zusah, wie ihr Sohn vor Zeugen „seine Hingabe zu Jehova mit der Wassertaufe symbolisierte“?

      Muss die Bibel umgeschrieben werden?

      Bin schon gespannt auf die Anworten unserer 150-Prozentigen Brüder in den Versammlungen.

      1. Martin says:

        Hallo, lieber Robin
        Nun, wie verlief der Programmpunkt der Schriftlichen Wiederholung bei euch? Bei uns genau so, wie du es vorausschauend beschrieben hast. Dennoch gab es in dieser Woche ein dickes Pluss. In der DZ wurde mal wieder „einige Minuten“ eingeräumt, um intensiv über die Rolle Jesus zu sprechen: „Zeugnis geben für Jesus“.Der Bruder, der diesen Programmpunkt leitete, betonte das Gebot Jesu:“Ihr werdet Zeugen VON MIR SEIN…bis zum entferntesten Teil der Erde“. Worauf sollten wir beim Lehren achten? „Wecken wir freundich und geduldig in den Zuhörern ein Gefühl der Dankbarkeit für Christi Rolle als unser Erlöser“.

        Man kann viele ZJ nur ermuntern sich mit diesem Kapitel auf seite 275 im Theokr. Schulbuch gründlich zu studieren und auch anzuwenden.

        Martin

        ======================================================================

        Heidi
        Eingereicht am 03.03.2013 um 14:38

        Hallo,

        habe mit großem Interesse einige Artikel gelesen.
        Ich habe vor ungefähr 3 bis 4 Jahren ein Bibelstudium der ZJ begonnen. Ich bin durch eine ehemalige Nachbarin dazu gekommen. Wir haben uns sehr gut verstanden und ich war schon immer auf der Suche nach Gottes Wort. Ich war sehr beeindruckt von ihrem Wissen und ihrer vielen Zeit die sie mir zur Verfügung stellte. Auch war ich ein paar mal bei den Zusammenkünften dabei. Sofort wurde ich herzlich aufgenommen. Alle waren sehr nett und höflich und haben sich gleich mit mir unterhalten.

        Doch merkte ich im Laufe des Studiums einige Ungereimtheiten. Ich konnte einfach nicht hinnehmen, dass eine leitende Körperschaft den direkten Kanal zu Gott hat. Warum gerade diese Männer? Ich fand keine befriedigente Antwort für mich. Es waren noch einige andere Dinge mit denen ich nich im Einklang war und ich habe nach dem ersten Studiumbuch abgebrochen. Leider habe ich auch somit meine Freundschaft zu meiner ehemaligen Nachbarin verloren. Solange ich Interesse zeigte war alles gut. Absofort wollte sie keine Treffen mehr.

        Seit einem Jahr habe ich nun nichts mehr von ihr gehört – dies hat meine ganzen Vorbehalte nur noch bestätigt.
        Macht weiter mit euren Aufklärungen, finde ich sehr mutig.
        Alle Liebe

    4. Matthäus says:

      Zum verdrehen von Lehraussagen durch die WTG ist vielleicht auch diese Gegenüberstellung eine Bestätigung:

      „Die Bibel macht einen deutlichen Unterschied zwischen wahren und unwahren Glaubenslehren. Dennoch lässt Gott jedem Menschen Entscheidungsfreiheit. Niemand sollte zu religiösen Handlungen gezwungen werden die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden sich zwischen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden.“ (Erwachet! Juli 2009)

      „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen.
      Durch den Verlust lieb gewonnener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er wo-möglich „zur Besinnung“, sieht den Ernst seines Fehlers ein und kehrt zu Jehova zurück (Lukas 15:13)“ (Buch – im VBST behandelt – „Bewahrt euch in Gottes Liebe“ S. 207, 208)

      1. Winston says:

        Lieber Matthäus und auch alle anderen,

        ich persönlich bin allen Brüdern und Schwestern, mit denen ich aufgewachsen bin, dankbar, daß sie sich so verachtend verhalten haben. Sie haben mir durch Ihren mir gegenüber demonstrierten, verordneten Haß die Gelegenheit gegeben nach meinem Austritt zur Besinnung zu kommen.
        Das hieß damals aber für mich, daß ich in der schwierigen Zeit nach dem Ausstieg mich auf die Suche nach anderen wertvollen christlich denkenden Menschen in der Welt aufgemacht habe und feststellen mußte, daß ihnen religiös verordneter Haß gegenüber Andersdenkenden völlig fremd war. Erst da habe ich festgestellt, daß es in der Welt viele gibt, die wahre Freundschaftsliebe leben und auch danach streben, ganz im Gegensatz zu den ehemaligen eingeschlossenen ZJ-Gefährten (als Freunde würde ich diese heute nicht mehr bezeichnen). Das griechische Wort „philia“ bedeutet sowohl Freundschaft als auch Liebe und setzt gegenseitiges Vertrauen und Sympathie voraus.
        Wenn ich zurückdenke an meine Zeit in der Versammlung, dann hatte ich keinerlei Vertrauen zu den Brüdern und Schwestern, weil diese bei kleinsten Vergehungen oder Fehlern sofort die Ältesten informiert haben, um sich nicht mitschuldig an meinen Fehltritten zu machen.
        Auch meine Mutter, die mich von kleinster Kindheit in der Wahrheit erzogen hat, hat sehr schnell Älteste oder Pioniere eingeschaltet, wenn sie mit mir Meinungsverschiedenheiten hatte.
        Mehrmals mußte ich mich rechtfertigen, daß ich als Jungendlicher nichts Unrechtes mit weiblichen Gleichaltrigen getan hatte, nur weil meine Mutter und ihre Brüder und Schwestern immer nur an Hurerei dachten, wenn sich zwei Jungendliche zwanglos unterhalten oder näheren Kontakt gepflegt haben. Ich war ständig unter Beobachtung und habe immer Angst gehabt ZJ der Versammlung auf der Strasse zu treffen, wenn ich mit weltlichen Schulkameraden oder Mädchen zusammen war. Einer dieser weltlichen Freunde ist bis heute seit 40 Jahren mein bester Freund und auch Bruder im Geiste.
        Auch war ich immer wieder Zeuge von Gerüchten, die über andere verbreitet wurden. Unter der Hand wurde darüber getuschelt, welcher Bruder wo wann und mit wem gesehen wurde, welch böse Musik er gehört hat oder welche Literatur er neben der WTG liest (ganz schlimm waren da philosophische Abhandlungen oder Bücher über asiatische Religionen). Eine offene Unterhaltung mit angesehenen auf ihren Ruf achtende Zeugen war unmöglich. Ich hatte ständig Angst, dass eine falsche Ansicht oder fehlende Einsicht sofort an die Ältesten gemeldet wurde. Das hat dazu geführt, daß ich viele Dinge, die einen jungen Menschen beschäftigen, mit niemandem besprechen konnte.
        In den Versammlungen herrscht ein Klima der Angst und keiner wagt es offen mit Brüdern zu sprechen. Auch der Kontakt zu den angesehenen Ältesten ist geprägt von Respekt und Unterwürfigkeit.

        Das Einzig wirklich Traurige ist für mich, dass in meiner Familie die verbliebenen Zeugen jetzt seit zwei drei Jahren den Kontakt zu mir abgebrochen haben. Freunde kann man ersetzen Familienangehörige nicht.
        Andererseits sind wahre Freunde der Ausgleich für die Familie, die man sich nicht aussuchen kann.
        Ich habe den Ernst meiner Fehler eingesehen und zwar den, in meiner Jugend an die Organisation zu glauben und mich taufen zu lassen. Auch, dass ich nach 1975 keine Konsequenzen gezogen habe und noch 5 Jahre eifrig mitgemacht habe, war Dummheit und falsch.
        Danke an alle, die mich zur Besinnung gebracht haben. Von einer Gemeinschaft, die auf Verrat baut, Denunzianten belobigt, echte philia unterdrückt und Haß predigt, möchte ich mich fernhalten.
        Habt Ihr, die Ihr noch dazugehört in der Versammlung wahre Freunde, mit denen man über alles reden kann und denen Ihr vertraut ?
        liebe Grüße
        Thomas

  9. Anna says:

    Liebe Brüder und Schwestern,

    jetzt bin ich gerade sprachlos nachdem ich Mittag auf jw.org kurz geschaut habe was die Organisation so schreibt.
    Hier ein Auszug, ich hab’s einfach kopiert:

    ZITAT Seite jw.org

    Brechen Sie den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern Ihrer Gemeinde ab?
    Zeugen Jehovas, die nicht mehr aktiv sind oder nach und nach den Kontakt zur Gemeinschaft verlieren, werden NICHT gemieden. Im Gegenteil: Wir gehen auf sie zu und tun alles, was in unserer Macht steht, damit sie ihre Freundschaft zu Gott wiederbeleben können.
    Wer einen schweren Fehler begeht, wird nicht automatisch exkommuniziert oder ausgeschlossen. Setzt sich jemand aus unseren Reihen jedoch immer wieder über die Normen der Bibel hinweg und zeigt keinerlei Reue, muss er ausgeschlossen werden und der Kontakt wird abgebrochen. Die Bibel sagt klar und deutlich: „Schließt also den, der Böses tut, aus eurer Gemeinschaft aus!“ (1. Korinther 5:13, Neue Genfer Übersetzung).

    Wie sieht es aus, wenn jemand ausgeschlossen wird, seine Frau und seine Kinder aber nach wie vor Zeugen Jehovas sind? Das Band, das ihn im Dienst für Gott mit seiner Familie verbunden hat, ist zwar nicht mehr dasselbe. Doch er gehört weiter zur Familie. Die Bindung aneinander bleibt bestehen; das Eheleben und der normale Familienalltag gehen weiter.
    Ausgeschlossene dürfen jederzeit unsere Gottesdienste besuchen. Wünschen sie geistlichen Beistand, sind die Ältesten der Versammlung für sie da. Diesen Hirten liegt es am Herzen, dass jeder wieder den Weg zurück findet. Wer inakzeptables Verhalten aufgibt und deutlich signalisiert, dass er wirklich wieder nach den Normen der Bibel leben möchte, dem steht die Tür immer offen.
    Ende Zitat

    Zu finden unter www.
    jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/kontakt-abbrechen

    Diese dreiste Lüge ist einfach nur frech. Von wegen die Bindung innerhalb der Familie bleibt bestehen. Auf der selben Seite finden sich die Publikationen u.a. „Bewahrt euch in Gottes Liebe“, die Studien-WT’s usw. Man denke nur daran, dass nun auch schon der Kontakt per e-mail unerwünscht ist.

    Das ist ein Schlag ins Gesicht für euch alle liebe Brüder die ausgeschlossen wurden bzw. selber gegangen sind und die Praxis der WTG zur Genüge kennen.

    Mir fällt dazu jetzt spontan nur Sprüche 19:5 ein (Neues Leben)

    5 Ein falscher Zeuge wird nicht straflos ausgehen, und ein Lügner wird nicht ungestraft davonkommen.

    Ich muss noch darüber gebetsvoll nachdenken wie ich das verarbeiten kann. Und ob es Sinn macht meine Brüder in der Versammlung darauf aufmerksam zu machen…

    Werd‘ mir jetzt einen Kaffee machen und dann versuchen zu arbeiten.

    Herzliche Grüße an alle Anna

    1. Martin says:

      Hallo liebe Anna,
      Ich hoffe der Kaffee war hilfreich und hat die Seele beruhigt. Ja, wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, die meisten Kirchen lehren die Dreieinigkeit und die WTG lehrt mit „Drei Gesichtern“! Seit sie einmal Mitglied in einer Unterorganisation der UNO war und nun weltweit möglichst zielbewußt die Anerkennungsverfahren beim Staat eingeleitet hat, um Steuern zu sparen und ihr Werk zu „befestigen“, muß sie mit drei Gesichtern sprechen.
      1. Presse oder Öffentlichkeit
      2. Das allgemeine Volk der Verkündiger oder Hilfs-und Allgemeinen Pioniere
      3. Die Führungssprache der Elite, der Ältesten in allen Ebenen
      Was du zitiert hast, ist Öffentlichkeitsarbeit. Wenn du genau liest, dann stellst du fest, dass oft das Gegenteil gemeint ist. In weiteres Beispiel aus der „JW-Seite, Aktuell“.

      Glauben Sie (JZ), dass Sie die Einzigen sind, die gerettet werden? ,

      Nein. Was wäre sonst mit den vielen Millionen Menschen, die in den vergangenen Jahrhunderten gelebt haben und keine Zeugen Jehovas waren? Sie hätten ja keine Chance. Die Bibel spricht davon, dass Gott eine neue Welt versprochen hat und dass in dieser neuen Welt sowohl Gerechte als auch Ungerechte auferstehen werden (Apostelgeschichte 24:15). Außerdem: Wer weiß, wie viele sich in nächster Zeit vielleicht noch dafür entscheiden, sich auf Gottes Seite zu stellen. Auch sie wird Gott retten. Eins ist sicher: Es ist nicht unsere Sache, darüber zu urteilen, wer gerettet wird und wer nicht. Diese Aufgabe hat Gott einzig und allein Jesus übertragen (Johannes 5:22, 27).

      Erkennst du die Argumentation? Zuerst mal „Nein“! Wir alle wissen, was in der übrigen Literatur gelehrt wird, welche Voraussetzungen jetzt erfüllt werden müssen, um gerettet zu werden. Alle müssen in der vom Geist Gottes geleiteten Organisation sein……

      Nun verdreht man den Sinn der Frage. Der Fragesteller denkt ja an die Lehre der ZJ, das Harmagedon kommt und damit die Vernichtung aller Menschen, die nicht Gottes Anerkennung haben. Aber der schlaue WTG-Argumenten Künstler schaltet jetzt um. Plötzlich schwenkt er auf die vielen Millionen Toten (In Wahrheit Hunderte von Millionen)…die ja sonst keine Chance hätten. Dann spricht er von der Zukunft, wer sich vielleicht noch entscheidet…(natürlich muss er noch in Gottes Organisation, sprich WTG rein)… und schließlich ganz schlau: letztlich ist es ja Gottes Entscheidung…. Aber im Klartext heißt das auf die Gegenwart bezogen: JA, UM GERETTET ZU WERDEN, MUSS MAN EIN ZEUGE JEHOVAS SEIN!!!

      Ja, so sind sie nun mal, die schlauen WTG-Strategen. Es wäre doch einfach zu sagen:
      Wir sind davon überzeugt, dass alle Menschen, die den wahren Gott Jehova anbeten und an unseren Erlöser und Retter und König Jesus Christus glauben und ihm nachfolgen, wie die Bibel uns anleitet, gerettet werden! Deshalb laden wir sie ein, mit uns gemeinsam Gottes Wort zu studieren und uns als Zeugen Jehovas näher kennenzulernen….“ Oder dergleichen…

      Nein, es wird irregeführt. In Wahrheit wissen wir, dass die Sprache intern unter den ZJ noch viel krasser geführt wird, JA… „Blutschuld auf sich laden—usw.“ also die Sprache gegenüber der Öffentlichkeit, ist eine andere, wie gegenüber dem Volk und er Führungsmannschaft. Das hat sich in den letzten 30 Jahren mächtig geändert. Nur die Sprache des Wortes Gottes, die ist gleich geblieben. Gott sei Dank! So ist es halt mit den Verlagen und Konzernstrategien.

      Ich wünsch dir und Allen anderen einen schönen Tag
      Martin

      1. Andre says:

        Liebe Anna und Marin,
        ich bin auch total schockiert, wie nach außen hin sich gewunden wird, um ein „weltoffenes Bild“ abzugeben.
        Das von Martin kannte ich schon.. ob nur Z.J. gerettet werden.
        Wie da geschickt – wie du geschrieben hast – auf die Millionen
        Verstorbener hingewiesen wird – Fakt aber nur Z.J. in der Zukunft gerettet werden: Das liest man zwischen den Zeilen.
        Der Unbedarfte „überliest“ das aber… Das ist eine Frechheit.

        Und was du geschrieben hast, Anna, da war ich auch überrascht.
        Das klingt auf den ersten Blick total fürsorlich. Aber um wen geht es hier bei der Frage, was sind ehemalige Mitglieder.
        Les mal genau: „… Z.J, die nicht mehr aktiv aind, und .. den
        Kontakt zur Gemeinschaft verlieren – die werden nicht gemieden“.
        Aber es sind noch Z.J. – nur halt untätig.
        Wenn ich aber die Gemeinschaft verlasse, dann werde ich gemieden.

        Das ist so was von hinterhältig – man müsste denen diesen geschrieben Mist um die Ohren hauen !!!

        Mittlerweile bin ich ein guter „Slalom-Fahrer“ geworden: Wenn ich meine Mutter mit dem WT in der Stadt stehen sehe mache ich einen großen Bogen um diese Heuchler…..

        Einen schönen Tag

        LG Andre

      2. Igel says:

        Hallo Martin,

        vielen Dank für die klare Darstellung wie die WTG argumentiert. Ich sehe das genauso, nur wenn man die WTG gut kennt kann man es richtig verstehen was gesagt wird.

        Bei dem von Anna beschriebenen Artikel muss man auch genau lesen was geschrieben steht.
        Um wen handelt es sich bei der beschriebenen Familie? Eltern und erwachsene Kinder? Nein!
        Onkel und Neffe? Nein! U.s.w. Es handelt sich um den Vater der ausgeschlossen ist und Frau und Kinder sind Z.J. Es ist doch klar das der Vater weiter zur Familie gehören muss ansonsten würde es ja bedeuten das die WTG eine Scheidung verlangt und somit gegen das Gesetz Jehovas handeln würde!
        Man schreibt hier klar nur halbwahrweiten und das von einer Org. die behauptet Gottes irdische Org. zu sein!
        Der ganze Artikel ist so schön weichgespült da kann ich Anna gut verstehen wenn sie einen Kaffe brauchte, denn die Realität in der Organisation ist eine ganz andere.

        Liebe Grüße Igel

        1. Frank&Frei says:

          ihr Lieben alle
          eine christliche „kirche“ die von einem Freimaurer gegründet wurde, die lange Jahre auf ihrer Literatur den geflügelten Diskus hatte, die Scheibe, die den Sonnengott (Satan) darstellt kann nicht aus Wurzeln erwachsen, die gottgefällig ausgerichtet ist.
          ich habe über 50 Jahre lang an die „Wahrheit“ geglaubt, mit KZlern, die ihres Glaubens willen den lila Winkel trugen über mekinen Glauben geredet.
          Sie wurden alle betrogen, weil schon in 1918 der WT mit den Kirchen in Nordamerika für den Untergang Kaiser Wilhelms und der Achsmenächte betete, weil im Brief an Hitler die „gemeinsamen Ziele“ unterstrichen wurden die WT und Hitler hätten und weil KNorr die schweizer Brüder öffentlich zu den Waffen bestellte.
          Was bleibt einem da noch über wenn man an UNO-NGO, an OSZE usw denkt?
          es geht nur um Zaster, Pinke Pinke, Kohle, Asche, Geld.
          Im Gegensatz zu Jesus, der von der Hand in den Mund lebte, betreibt die WT AG in NYC Finanzgeschäfte, buhlt mit der WElt, reiste vor Jahren mit einer US Regierungsdelegation nach rot China – dort könnte man billiger produzieren als mit den eigenen Druckereien.
          Das sind alles Optimierungspotenziale, die aber auch risiken bergen – wenn sie die Bethelnüsse heimschicken in die Arbeitslosigkeit. halt, die gibts ja nicht frü eifrige Christen, die das Weltende proklamieren.
          Fazit: wo ist der Unterschied zu anderen Kirchen? Alle beten den Mammon an und der WT in ganz hinterhältiger Art und Weise, dass man gar nicht so vile essen kann, wie man erbrechen möchte

          1. Marion says:

            Hallo,

            es ist wirklich traurig, daß das ganze System der Organisation tatsächlich nur auf „Pinke, Kohle, Money“ ausgelegt war und ist!!

            Ich kann mich nicht mehr darüber wundern, daß mit „Abtrünnigen“ Kontaktverbot besteht, außschließlich Jw.org Seiten im Internet benutzt werden dürfen, keine Nachforschungen gestattet sind und alleine die Bibel studieren, ohne WT nicht erwünscht ist.

            Die armen Menschen wurden in der WT-Literatur schrittweise „bearbeitet“ und haben jetzt panische Angst, das Leben zu verlieren! Wer traut sich denn noch, die Bibel unvoreingenommen zu lesen? Wer traut sich, einen „Weltmenschen“ sprechen zu lassen, der doch Satan verfallen sind?

            Jesus hat gewarnt vor „falschen Christussen (Gesalbten), Propheten“, die Lüge verbreiten und woran wir sie erkennen können! Nur…wenn wir diese nicht anhören dürfen, gibt es auch kein Erkennen!! Sollte die Wahrheit die Lüge fürchten?

            In den 50-60-70-80ger Jahren ging es ausschließlich um den Vertrieb von Büchern und Zeitschriften. Wenn man die Königreichsdienste dieser Zeit liest,hat man das Gefühl, als wäre man in einer Maßnahme einer „Drückerkolonne“, was aber „Wachtturm-Feldzug“ genannt wurde.
            Von den jungen Leuten weiß keiner mehr, wie es da zuging. Zeitschriftenquoten sollten erreicht werden „Gottes Wort ermahnt Königreichsverkündiger:Laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns zur Liebe und zu rechten Werken anspornen. Quoten helfen uns „reich zu sein an rechten Werken“.
            Versammlungsverkündiger 1958 9 Zeitschriften verkaufen und „wollen“ bestrebt sein auf 12 zu kommen, die Pioniere 100 und die Sonderpioniere 150. Außerdem immer Jahresabo`s anbieten, die ein Segen sind.
            In diesen Jahren gab es auch eine regelrechte Bücherschwemme! Jeden Monat mußten andere Bücher verkauft werden!
            Erst als es ein Urteil in USA gab, daß diese Einnahmen versteuert werden müssen, kam der Text “ Umsonst habt ihr empfangen…. !!

            Nach dem Jahr 2000 scheint es wohl eine Krise zu geben, denn mittlerweile kamen 36 Immobilien zum Verkauf auf den Markt, viele kleine, hübsche Häuschen waren auch dabei, die die Oberen der WTG bewohnten.
            Die Letzten jetzt erst, Googlen: Corcoran 165 Colombia Height in Brooklyn. Der Makler Corcoran hatte 5 Objekte, 24 Orange Street u.s.w. Bilder gibt es auch dazu und es tut mir so leid, daß diese Brüder so armselig leben mußten.
            Im November wurde das Bossert Hotel für 81 Mill. verkauft. In den Zeitungen stand, daß gerade die WT-Gebäude in einem auffällig guten Zustand und sehr begehrt waren (kein Wunder, denn die „Schafe“ haben gute Arbeit geleistet).
            Das WT-Wahrzeichen-Gebäude scheint noch nicht verkauft zu sein, wie die angrenzende,verkaufte Druckerei Furman-Street, die jetzt zu Eigentumswohnungen umgewandelt wurden. Die WTG wartet wohl noch, denn auch dieses Gebäude soll zu Eigentumswohnungen werden und die Anwohner streiten, wollen es nicht. Der Bestbietende bekommt wohl den Zuschlag.

            Ach ja, googelt mal unter: Tennis-Court Jehovah-Witness Brooklyn. Die haben doch tatsächlich oben, in ihren Katakomben einen mit Glas überdachten Tennisplatz.
            Und es gibt da einen Henriette Riley-Trust,einzige Begünstigte ist die WTG. Treuhänderisch wird in Fonds investiert, 2002 u.a. in Philip Morris, Tabakindustrie.

            Es ist verständlich, daß die Schäfchen weder Kontakt mit „Abtrünnigen“ noch mit „Weltmenschen“ haben dürfen und sich immer wieder ins Bewußtsein rufen sollten, daß Jesus nicht mal einen Platz für sein Haupt hatte und aufgerufen werden, schön weiter zu spenden.
            Ihr seht, die liebevolle Oransisation braucht es dringend!!!!!

            Liebe Grüße
            Marion

          2. Matthäus says:

            Interessant wenn in öffentlichen Quellen dieses Zeugnis ausgestellt wird:

            Die Irrtümer der Zeugen Jehovas – Niemand lag häufiger falsch als die Zeugen Jehovas.
            Welt der Wunder, August 2006, S. 82

            Wie wahr demnach ihr eigenes Urteil ist:
            Wovon kann man sich auf der Suche nach der richtigen Religion leiten lassen? Die Encyclopädia Universalis hebt zu Recht die Wichtigkeit der Wahrheit hervor. Eine Religion, die Lügen lehrt, kann unmöglich wahr sein. Der größte Prophet, der sich jemals auf der Erde befand, sagte: „Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten“ (Johannes 4:24).
            Dieser Prophet war Jesus Christus, der auch erklärte: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die bei euch auftreten, als Schafe verkleidet, unter der Hülle aber beutegierige Wölfe sind. An ihren Früchaten wer- det ihr sie erkennen können … Jeder gute Baum trägt gute Früchte, doch jeder morsche Baum trägt schlechte Früchte“ (Matthäus 7:15-17, Wilckens).

            Der Wachtturm, 1. Dezember 1991, S. 7

            Wenn doch mehr ZJ solche Aussagen ernsthaft überdenken würden dann würde die WTG bald ohne Mittel und Anhänger dastehen!

            lg. Matthäus

      3. Hopefull says:

        Lieber Martin

        Zeugen Jehovas sind seid 2009/2010 wieder bei der NGO Mitglied. Nachlesen kann man das im Dokument des europäischen Rates, unter Lobbyarbeit. Da heißt es:

        „Eine der Interessenvertretung, davon mit ständigem Sitz in Brüssel und mit dem Europäischen Rat Lobbyarbeit betreibt, ist die europäische Gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Die politische Leistung der der Lobbyarbeit der WTBTS in Belgien für Europa ist der Unterausschuss für Religionsfreiheit der europäischen Vereinigung christlicher Zeugen Jehovas“ .
        Vorsitzender Marcel Gillet
        Adresse
        Telefonnummer mit Fax
        Mail

        Nachzulesen auf der Web-Seite von SR. Anderson , Jehovas-witness.net , und es wurde im Forum von : ihr seid meine Zeugen.de übersetzt. Da kann man es suchen unter NGO

        Grüßle Hope

        1. Frank&Frei says:

          rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln.
          typisch der Tower – alle sind sauer

        2. Dennis says:

          Liebe Hope,

          kleiner Einwurf!

          Bei der NGO „Mitglied sein“ kann man nicht.

          NGO heißt „Non-governmental-Organisation“ auf deutsch „Nicht-Regierungs-Organisation“.

          Die WTG ist mit verschiedenen NGO´s schon länger als 10 Jahre z.B. bei der OSZE registriert und nimmt als solche an den jährlichen Treffen der OSZE_ODIHR-Sektion teil, die eine klar politisch-demokratische Ausrichtung haben.

          Jetzt sind sie mit einer Lobby-NGO bei der EU in Brüssel registriert, was einfach eine konsequente Fortsetzung ihrer bisherigen Politik ist. Diese Organisatoin ist eine Lügen-Organisation, die „Wasser“ predigt und „Wein“ trinkt. Joh. 15:19 lässt grüßen!

          LG
          Dennis

          1. Hopefull says:

            Danke Dir, lieber Dennis, für Deine Erklärung. Das wusste ich nicht.
            Naja, jedenfalls sind sie irgendwie noch mit dabei. Ich denke mal dass es da nur ums Geld geht wie immer. Wenn man da registriert ist, hat man wirtschaftliche Vorteile, sagt mein Mann, und politisches Mitspracherecht.

            Wie war das noch mal mit Schätze aufhäufen…….? 🙂

            Grüßle Hope

      4. Winston says:

        Liebe Schwestern und Brüder, die zu diesem Thema wertvolle Beiträge geleistet haben,

        Wenn man die Geschichte der letzten 40 Jahre mitverfolgt, dann war das immer normal, dass Fehler der Vergangenheit in einer unklaren Sprache verklärt und geleugnet wurden.

        Die heutigen Ansichten zu vielen damaligen Themen sind selbst, wenn die WTG versucht dies durch zweideutige Aussagen zu verschleiern oder schön zu reden in klarem Widerspruch zu den damaligen Regeln, deren Nichteinhaltung schwerwiegende Konsequenzen nach sich zog.

        Damals galt. Wir sind kein Teil der Welt. Keiner darf wählen. Zivildienst ist verboten. Bartträger oder längere Haare sind ein Zeichen von Rebellion und demnach verboten. Die UNO ist das 8. wilde Tier, das in Offenbarung 13:11 beschrieben wird.
        Wer 1975 nicht Harmaggedon erwartet ist kein Zeuge.

        Heute nachdem das geistige Licht heller leuchtet, stelle ich mir die Frage, wieso das damals so dunkel war.

        Die heutige Lehrmeinung:
        Keinerlei negative Aussagen über UNO und demokratische Grundregeln, wie die Möglichkeit zu wählen. Gezielte Zusammenarbeit mit Scientologen, um den Religionsstatus zu erlangen. (Klar die haben auch intelligentere Anwälte und zu zweit ist man stärker. Ist vielleich auch kostengünstiger und die haben ja im Gegensatz zu ZJ nicht jahrzehntelang ihre jungen Schäfchen daran gehindert eine akademische Ausbildung zu absolvieren).

        Blutplasmaprodukte, Eigenblutübertragung vor Operationen, Zivildienst leisten, wählen gehen alles kein Problem mehr. Alles eine Gewissensentscheidung jedes Einzelnen die akzeptiert wird und keine Folgen hat.

        Auf die Vergangenheit angesprochen z.B. 1975. Das war nur eine verwirrte Meinung einzelner, die über das Ziel hinausgeschossen haben. Die Organisation hat immer gesagt „Keiner kennt den Tag die Stunde“.

        Alle, die sich damals an die Regeln gehalten haben waren Einzelne, die nicht von der WTG beeinflußt wurden.

        Dazu ein interessantes Statement auf einen Artikel mit der gerichtlichen verordneten Gegendarstellung durch die ZJ

        1. Telepolis schrieb:
        „Ihre Führer sagten für 1874, 1878, 1881, 1910, 1914, 1918, 1925, 1975, 1984 und 1993 den Weltuntergang voraus.“

        Dazu stellt die „Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas in Deutschland, e. V.“ durch ihren Anwalt fest:
        Diese Behauptung ist unwahr, da diese Daten völlig aus der Luft gegriffen sind und es seitens der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas seit 1975 keine Nennung von neuen Jahreszahlen mehr gibt, die eine prophetische Bedeutung im Hinblick auf das „Weltende“ haben.

        Die Verpflichtung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung besteht nach dem Presserecht ohne Rücksicht auf deren Wahrheitsgehalt. Selbstverständlich kommt Telepolis auch gerne dem Wunsch der Zeugen Jehovas nach und wird die angegriffenen Äußerungen künftig nicht wiederholen. (Die Redaktion)

        Interessant ist, dass das so unklar formuliert wurde. Zuerst die Behauptung ist alles unwahr, dann in einem Nebensatz seit 1975 gibt es keine neuen Endzeitdaten.
        Das war schon immer so. Wenn man Lügen verbreitet, ist es immer ratsam, in einem Nebensatz ein kleines Körnchen Wahrheit zu verstecken. Damit ist man rechtlich nicht angreifbar.

        Aber genauso wie die Italiener bei der letzten Wahl nicht reflektiert haben, was sie da wählen oder unterstützen, denken die Zeugen Jehovas bei zweifelhaften Aussagen, die der alten Lehre widersprechen gar nicht mehr nach. Auch die nicht, die damals durch die Befolgung heute ungültiger, ja falscher Vorschriften, viele Nachteile in Kauf nehmen mußten.

        Wir können uns alle glücklich schätzen da rausgekommen zu sein und uns endlich auf die Grundlage unseres Glaubens, nämlich der Bibel auseinandersetzen zu können.

        Liebe Grüße
        Thomas

    2. Andre says:

      Hallo Anna,
      jetzt muss ich noch was zu dem Text der off. Webseite der Z.J.
      sagen, „Brechen Sie den Kontakt zu ehemaligen Mitgliedern Ihrer Gemeinde ab“: Da heißt es im ersten Abschnitt:
      „… wir gehen auf sie zu… damit sie ihre Freundschaft zu Gott wiederbeleben können“

      Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn man die Gemeinschaft der Z.J. verlässt, gibt man automatisch seine Freundschaft zu Gott auf. Ist das nicht eine derart unverschämte
      Anmaßung ?
      Es gibt außerhalb der Z.J. niemand, der Freundschaft zu Gott hat.

      —ohne Worte—

      1. Anna says:

        Hallo lieber Andre, liebe Brüder und Schwestern,

        das ist gut, dass du noch auf die Freundschaft zu Jehova eingehst. Vor einigen Jahen erhielten wir die Broschüre „Werde ein Freund Gottes“. Brav wie ich war habe ich diese im Dienst angeboten und eine Frau erklärte mir, sie braucht weder mich noch diese Broschüre um ein Freund Gottes zu sein.

        Inzwischen weiß ich nun ja auch, dass wir nicht Freunde sondern doch sogar Kinder unseres himmlischen Vaters sind. Und das erfüllt mich mit Freude.

        Herzliche Grüße Anna

        1. Zadok/Achim says:

          Liebe Anna, liebe Geschwister!
          Ich möchte deinen Gedanken aufgreifen. Ein Freund Gottes zu sein…klingt erstmal sehr wünschenswert..und so werden aktuell ja auch die Interessierten geködert.
          Aber bedenken wir folgendes:
          Freunde begegnen sich auf Augenhöhe(denken wir an die,die wir selbst haben)Sie schauen sich in die Augen und können sich alles sagen, können sich auch mal Rat geben..In diesem Sinne können wir keine Freunde Gottes sein.
          Es gibt nur einen einzigen Menschen, der sich dieses Prädikat „Freund Gottes“ verdient hat: Abraham! Er wurde genau so genannt.Welch ein Vorrecht! Keinem Moses, keinem David oder sonstjemandem,der sehr gottgefällig war,wurde dieses Vorrecht zu teil.
          Es ist sehr angenehm, Kinder Gottes zu sein,die zu ihrem Vater aufschauen und sich zusätzlich auf ihren großen Bruder, unseren Herrn Jesus Christus, verlassen können. Mir reicht das vollkommen aus. Und weil er mich mag, hat er mich aus dem Hamsterrad der LK herausgeholt.
          Lieber Gruß
          Achim

  10. Gerrit says:

    Hallo Manfred, Martin, Fuchs, Thomas, Hope, Dennis und Matthäus,
    und die vielen anderen Leser seid gegrüßt!

    So nun habe ich Eure Beiträge aufmerksam gelesen und muss sagen, daß es sehr gut tut nicht nur als „verurteilter schwerer Sünder“ dazu zu stehen… sondern zahlreiche sehr ermunternde Kommentare mit vielen Bibelstellen zu lesen. Da ich Euch bzw. Eure theokratische Laufbahn im einzelnen nicht kenne und mir noch nicht bekannt ist ob ich hier der einzigste Ausgeschlossene bin, oder ob die oder der ein oder andere von Euch ein „gleiches“ Schicksal erfahren hat wie ich, möchte ich Euch sagen daß ich seit Jahren mich nun verstanden fühle…
    Ich möchte mich keineswegs rechtfertigen für meinen Ehebruch, oder gar die Sünde „schön“ reden, doch habe ich keinerlei Möglichkeiten -außer im Rahmen des RK- mich mit JZ zu unterhalten oder auszutauschen. Das tat bisher enorm weh! War ich doch über 20 Jahre ein treuer Bruder… aber das zählt ja nicht mehr.
    Nun ich war noch nie ein „normaler“ mitlaufender ZJ, sondern schon immer ein Querdenker und Gegen-denStrom-Schwimmer. Wie Eingangs im ersten Beitrag beschrieben, kam ich aus der „Welt“ und kam mit Vollbart und Lederhose mit Bike in die VS. Nicht ungepflegt aber wie die Brd. sagten als Rocker, den Bart habe ich bald darauf abgeleget den Rest nie… sie verwechselten Rocker mit Biker aber egal – bin die ganzen Jahre übrigens dem Motorradfahren treu geblieben. Und fahr im Sommer mit dem Bike zu Kongressen und VS. Das erzähl ich Euch weil genau auch das mir vorgworfen wurde! „Da ich mich wohl nie richtig assimiliert habe“ – so das RK- und „ich nie rein war im Herzen(!) war es nur eine Frage der Zeit bis du unmoral treibst“, so das Zitat des letzten RK-Tenors. Zum Glück kann mein wahrer Herzenszustand nur Jehova Gott beurteilen.
    Doch es tut wahnsinnig weh, seit 3 1/2 Jahre um Wiederaufnahme zu bitten und dann wird alles was ich vorher in rund 20 Jahren für die WTG als Pionier und Aufseher auch auf KKG/BZK vor und hinter den Kulissen leistete mit keinem Wort als anerkennenswert und loyal erwähnt…
    Ich vertraute stets auf Spr. 3:4-5 und hab wie viele denke ich hier unter Euch, Tausenden an den Haustüren und auf der Straße von Gottes wunderbarem Kö-R erzählt…
    Nein ich habe an dem einen Abend versagt und meine geliebte Ehefrau, meine Heimat-VS., und letzten Endes auch Jehova verraten. Doch das dies immer wieder Tenor ist, kann und will ich nicht mehr hören… In der Welt bekommt jeder Verbrecher einen Verteidiger und Anwalt und kann seine Reue unter Beweis stellen, anders im RK hier bei mir…
    Da ich nicht mehr in meiner Heimat VS sein kann, wechselte ich nach dem Vorfall die VS, dort wurde ein 2. RK eingesetzt, liebe BRüder, welche sich jedoch gegen das aufnehmende RK meiner Heimat VS nicht durchsetzen bzw. nur eine „Empfehlung“ geben können.
    Meine geliebte „Interessierte“ war mehrere Monate mit mir ebenfalls in der Nachbar VS, musste aber in eine weitere neue VS wechseln, damit wir uns nicht mehr sehen…. usw. usw.
    Das alles ist eine fast unerträglche Last, wollte nicht mehr Leben, auch weil die Beziehung zu meiner neuen Liebe wegen starker Gewissensbisse beidseits ein ruhiges Zusammenleben geschürt durch die nun volle Wut des Teufels auf mich einschlug, nach dem Motto „so und dich mach ich vollends fertig, dafür daß Du 20 Jahre Jehova gedienst hast“, scheiterte… Seid fast 2 Jahre lebe ich alleine in einer kleinen WHG ohne Kontakt zu irgend jemand – sorry ist gelogen – meinen Arbeitskollegen, meinem behinderten leiblichen Bruder und meinen Vater der ZJ stets hasste… und an und ab zu meiner Freundin, welche wieder studiert aber auch nicht vorwärts kommt. Obwohl sie so ein toller Geistesmensch ist und ihr Leben nach der Bibel ausrichtet und so kämpft! Aber sie ist eben die Übeltäterin welche meine Ehe mit zerstörete – so mein RK… Tja wenn ich sehe welche Leute zur Taufe gelangen und sie welche so kämpft und nach vielen Jahren noch nicht mal „ungetaufte Verkündigerin“ wird blutet mir das Herz…
    Ihr habt recht, ich habe nie gegen die WTG geredet, doch was hier mittlerweile „abgeht“ hat nix mehr mit der Bibel und Jehova oder dem Christus zu tun….
    War letztes Jahr in einer Akutklinik, da auch mein Chef „aus heiterem Himmel“ anfing mich zu mobben und mir das Berufsleben schwer machte, all diese Sachen liesen mir keine Luft mehr zum atmen und ich brach im Büro zusammen…
    Die Last total versagt zu haben war enorm und keinerlei positive Aussicht auf eine harmonsiches Leben, brachte mich an diesen Punkt.
    Tschuldigung ich habe zu Jehova gefleht- er möchte mich hinweg nehmen wie den treuen Henoch! Nur durch sehr gute Ärzte und einer vorzüglichen (weltlichen) Therapie lest ihr Lieben heute diese Zeilen…
    Die Welt Satans wird jeden Tag schlimmer 2. Tim. 3:13.
    Und ich liebe Jehova unseren Schöpfer nach wie vor sehr…
    Ich hoffe ich werde Harmagedon sehr bald überleben dürfen mit Euch und erleben wovon das Buch der Bücher handelt – dem KöR!
    Herzliche Grüße!
    Gerrit

    1. Alois says:

      Lieber Gerrit

      Wie Jehova und Jesus zu dem steht was Du an Sünden gemacht hast, sieht man ganz einfach an der Reaktion Jesu als neben ihm ein weiterer Verurteilter am Pfahl hing und geglaubt hat. Im Gegensatz zu Jesus war er sicherlich ein Verbrecher. Von den Taten des Verbrechers bist Du sicherlich ganz weit weg und trotz seine Taten wurde ihm von Jesus das Paradies versprochen.

      Niemand wird gerettet weil er keine schwere Sünden gemacht hat, sondern nur der wird gerettet der glaubt dass Jesus uns am Ende retten wird. Wer im Glauben ausharrt und die beiden größten Gebote einhält wird gerettet werden.

      Anders gesagt, wenn Du glaubst dass Jehova Dich retten wird, dann wird er Dich auch durch Gnade retten. Wenn jemand gar nicht an eine Rettung glaubt, weil er glaubt dass er vor gar nichts gerettet werden muss, dann wird es erst schwierig.

      Rettung durch Gnade, das heißt nichts anderes als dass der Richter Jehova Gnade vor Recht ergehen lässt. So wie Jesus es am Pfahl getan hat. Wir alle sündigen mehr oder weniger, nicht die Menge der Sünden sind entscheidend, sondern ob wir überhaupt gesündigt haben. Oder anders ausgedrückt, es spielt keine Rolle ob wir im Leben einmal gesündigt haben oder eine Million mal. In beiden Fällen sind wir auf die Gnade angewiesen.

      Ich sehe die Bibel auch von der prophetischen Warte aus. Gerade der Begriff Hurerei hat in der Bibel eine Tiefe prophetische Bedeutung. Natürlich hat man bei einem Seitensprung gegen das Gesetz der Nächstenliebe verstoßen, aber ich glaube die extreme Hervorhebung dieser Sache durch die Organisation, soll uns nur von der wahren Bedeutung dieses Begriffes der Bibel ablenken.

      Denn mit dem Wort Hurerei und Ehebruch ist im prophetischen Wort nicht die körperliche Huerei gemeint sondern die geistige Hurerei. Geistige Hurerei ist das Huren mit anderen Religionen, der Uno, das Annehmen falscher Lehren usw. Die größte Hurerei ist, dass sich die Organisation wie ein moderner Konzern aufstellt und nicht nur ein Werkzeug in der Hand Jesu sein will. Man muss nur schauen wie es Salomo ergangen ist, er hatte sich Hunderte von Frauen aus zig Ländern und Religionen genommen. Dadurch hat er es nicht mehr geschafft sein Herz von falschen Göttern fernzuhalten.

      Ich glaube der Salomo schattet die Organisation vor, anfänglich noch relativ auf Jehova und Jesus fixiert und am Ende soweit von der wahren Anbetung abgerückt, dass er von Jehova aus abgelehnt wurde. Er war das Vorbild für geistige Hurerei.

      Bitte mache Dir keine Sorgen und bete zu Jehova dass er Dir vergibt, er wird oder hat Dir vergeben. Menschen vergeben oft nicht, aber unser Vater vergibt wenn ein Kind von ihm darum bittet.

      Die Organisation hat uns eine Menge von Menschengebote gelehrt, wir müssen uns davon befreien, egal ob es sich um Bluttransfusion oder Gebutstage feiern geht. Es gibt genügend Vorträge zu diesen Themen in Bruderinfo und Bruderinfo-Prophetie.

      Übrigens gibt es hier sehr viele Brüder und Schwestern die von Menschen ausgeschlossen wurden. Jesus schließt niemanden aus seiner Herde aus. Im Gegenteil, er sucht die ganze Erde ab um auch noch das letzte zerstreute Schaf zu finden. Hat er es dann gefunden, so freut sich der Himmel. Also Kopf hoch und schaue Dich um, hier siehst Du fast nur Schafsköpfe. 😉

      Liebe Grüße
      Alois

      1. Alois says:

        Hierzu noch die Worte Jesu:

        Johannes 16:1-3
        Dieses habe ich zu euch geredet, auf daß ihr euch nicht ärgert.
        Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen.
        Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.

    2. Manfred says:

      Lieber Gerrit,

      hier bist Du in guter Gesellschaft. Es sind zwar nicht alle ausgeschlossen, aber einige. Ich gehöre seit letztem Jahr Juli zu dem glücklichen Kreis derjenigen, die um des Namens Jesu Christi willen ausgeschlossen wurde. Also sei nicht traurig, sondern froh das Du da nicht mehr willkommen bist. Wie ich im vorherigen Kommentar schon geschrieben hatte, kann das niemals Gottes Wille sein, dass seine geschundenen Diener von allen gemieden werden. Wenn das nicht Gottes Wille ist, dann ist das auch nicht mehr Gottes Organisation, denn Gottes Diener würden sich so nie aufführen. Eigentlich ist es ganz einfach. Jesus hat gesagt, dass man seine Jünger an der Liebe untereinander erkennt. Wenn man diese Liebe somit unter den Zeugen Jehovas nicht mehr erkennt, sind sie nicht mehr seine Jünger. Das ist der Umkehrschluss. Da können Sie noch so viele Vorträge drüber halten warum das nicht so ist, aber man kann Gottes Wort nicht ungültig machen. Diese Praktik wird sie böse einholen am Gerichtstag. Da möchte ich nicht in deren Haut stecken.

      Ich habe auch den Motorradführerschein und mal einige Jahre Motorrad gefahren. Das ist schön, das macht Freude. Würde ich auch heute noch machen, wenn ich dann nicht noch ein Fahrzeug rumstehen hätte. Das Du deshalb gemieden wirst ist absurd. Ich war mal im Bethel in der Versandabteilung, da stand eine 500 er Enduro im Lager. Da habe ich gefragt, was denn diese Maschine hier zu suchen hätte. Man sagte mir voller Stolz, dass diese Maschine nach Afrika geht und dort einem Missionar als Gefährt zur Verfügung gestellt wird. Das ist dann sozusagen ein „Dienstfahrzeug“. Du hättest halt eine Predigdiensttasche mitnehmen sollen, dann gäbe es nichts dagegen einzuwenden. Wie Du siehst, es sind alles Menschengebote, oder gibt es einen Bibeltext, der das Motorradfahren verbietet? Ich behaupte mal nein, denn damals kannten sie sowas ja noch gar nicht.

      Lieber Gerrit, Du hast vieles durchgemacht, aber das Du diese Seite hier gefunden hast, statt Dir das Leben zu nehmen, zeigt das Deine Gebete erhört wurden. Unsere Gebet werden nicht immer so erhört wie wir uns das vorstellen, sondern so wie Jehova meint das es für uns zum Besten ist. Das merke ich auch immer wieder, wenn es dann doch anders kommt als ich es mir gewünscht hätte. Doch Jehova hat sicher das bessere Urteilsvermögen als wir Menschen, von daher vertraue Dich seiner Führung an und folge seinem Sohn nach. Dann kannst Du gar nicht falsch liegen. Wenn Du möchtest können wir uns auch gerne privat austauschen, sofern Du Dich mit einem anderen Ausgeschlossenen schreiben möchtest. 😉
      Brd. Alois kann Dir gerne meine email geben wenn Du magst.

      Liebe Grüße Manfred

    3. Winston@Gerrit says:

      Lieber Gerrit,

      aus Deinem letzten Kommentar entnehme ich, dass es den JZ gelungen ist, Dich auf immer und ewig mit ihrer Unbarmherzigkeit zu verfolgen. Mach Dich frei von diesen Gedanken. Gott, wie auch immer Du ihn ansprichst sieht Deine Bemühungen und auch Deine Selbstzweifel, ob Du es hättest besser machen können. Mit diesen Gedanken bist Du ein wertvolles Geschöpf Gottes und auch ein christlich denkender Mensch, der Jesu Ratschlägen folgt. Die Bibel ist voll mit Geschichten von Menschen, die einen Fehltritt begangen haben und von Jesus und Gott trotzdem, oder sogar noch inniger geliebt wurden, weil sie Fehler eingestehen konnten. Nimm das Gleichnis des verlorenen Sohns. Fange an Dich selbst zu lieben, dann bist Du in der Lage Deine Nächsten wie Dich selbst wertzuschätzen.
      Ein verzweifelter Wiederaufnahmeantrag oder Versammlungsbesuche bringen Dich da keinen Schritt weiter. Wenn Du erkannt hast, daß die WTG nicht biblisch agiert, dann suche die Gemeinschaft von christlich denkenden Menschen, die die Bibel ernst nehmen. Du hast die einmalige Chance neu anzufangen. Aus meiner Erfahrung war das damals eine Befreiung, obwohl ich seit ich denken kann bis zu meinem 25. Lebensjahr aktives Mitglied der ZJ war. Ich habe mir damals die Haare und den Bart wachsen lassen, mir ein Motorrad gekauft und kurz nach meinem Austritt (mit anschließendem Ausschluß) meine Freiheit bis heute genossen. Dabei habe ich viele, in der Mehrzahl christlich denkende Menschen kennengelernt, die heute noch die Basis für mein soziales Umfeld sind. Auch konnte ich meiner ungetauften jüngeren Schwester helfen sich von den ZJ zu verabschieden, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie ist glücklich verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Ich freue mich immer wenn ich Sie und ihre Familie treffe und fühle mich von Ihnen allen geliebt.
      Sicher war das erste Jahr schwierig. Ich habe das nur geschafft, weil auch ich den ZJ aus dem Weg gegangen bin. Nie wäre es mir in den Sinn gekommen einen Kongress zu besuchen oder um Wiederaufnahme zu betteln.
      Gott ist der Schöpfer von 1,2 Mrd Christen und über 7 Mrd. Menschen. Die ZJ haben einen Anteil an der Weltbevölkerung von nicht einmal einem Promill. Glauben die wirklich, dass Gott
      99,9 % der Nicht Zeugen vernichten wird und mit nur 0,001 % seiner Geschöpfe ein Königreich errichten will ?
      Das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist nicht der Gott, der sich uns in der Bibel und durch die Lehren Jesu Christi offenbart hat. Wenn Du nur ein wenig suchst, so können Dir hunderte Millionen aufrechter Christen viel mehr an biblischer Weisheit und Erkenntnis über unser Verhältnis zu Jesus und Gott vermitteln, als die paar leitenden selbsternannten geistigen Führer, die es geschafft haben Jesus als Mittler zu Gott auszuschalten und sich an seine Stelle gesetzt haben. „Keiner kommt zum Vater, außer durch mich“. Laß Dich nicht fallen, Du bist ein wertvoller Mensch, jeder von uns hat in seinem Leben Dinge getan, die er bereut, aber das hindert uns nicht es heute und morgen besser zu machen. Die Kernaussage der Bibel ist Barmherzigkeit und Vergebung. Wer dazu nicht fähig ist kein Christ oder er hatte nicht die Möglichkeit die Bibel zu studieren oder mangels Unterscheidungsvermögung und elementarer Bildung zu verstehen.
      Das Dilemma ist, dass die Klugen so voller Zweifel sind, die Dummen aber sind sich ihrer Sache und Meinungen ganz sicher.
      Ich wünsche Dir Frieden und Optimismus, um Dein Leben als Geschenk Gottes annehmen zu können. Laß Dich nicht von negativ eingestellten Menschen anstecken. Bewahre Deinen von Gott gewollten freien Willen und erfreue Dich an Deiner wiedergewonnenen Freiheit die Bibel selbst zu interpretieren.
      Alles Gute
      Thomas

  11. Martin@in Sache Gerrit says:

    In Sache Gerrit…an Alle!
    Liebe Schwestern, liebe Brüder!

    Durch den Kommentar von Gerrit und Kommentare zu seinem Kommentar schließt sich eine weitere Überlegung von mir an, die sehr einfach und primitiv zu sein scheint, für mich aber höchst bedenkenswert. Da entsteht unter die bis 2013 wachsende Zahl von 7-8 Millionen ZJ weltweit eine Armada von Ältestenschaften (angeblich befähigt als Hirten und Richter zu fungieren), die darauf ausgerichtet wurden, einst missionierte Schäfchen in entsprechenden „Sündenfällen“ auszuschließen und die Masse der ZJ ist darauf eingeschworen, mit ihnen nicht mehr zu sprechen, sie nicht mehr zu grüßen, sie als Geächtete zu betrachten und das unter erpresserischen Druck, dass ihnen ansonsten auch die Gemeinschaft entzogen wird.

    Gleichzeitig erwarten sie im Falle einer Rückkehr des WTG-Scharia-Sünders, dass diese Personen ihr Verhältnis zu Jehova wieder bereinigt haben. Das setzt voraus, dass unser himmlischer Vater die Anliegen dieser Personen, ganz gleich in welcher Form jemand gesündigt hat, „hört, Bitten und Danken zur Kenntnis nimmt, und wir wissen auch, dass unser himmlischer Vater und unser Herr Jesus Gebete erwidert. Sie lassen sich also gerne anreden, hören zu, reagieren, segnen, stärken und sind zugänglich für all unsere Sorgen und Nöte und auch für schwere Sünder-siehe David, Manasse,Petrus, Paulus,usw. Mit ihnen dürfen alle Sünder frei und offen sprechen und Kommunizieren.

    Doch die WTG untersagt den Gliedern der Versammlung den von ihnen Ausgeschlossenen jegliches Gespräch, jegliches freundliches Lächeln, jeglichen Gruß sowie viele zu den menschenrechtlich eigentlich zu erwartenden Handlungen, bis hinein in die engsten Familienbande.

    Die WTG muss sich ernsthaft Gedanken darüber machen, weshalb sich unser himmlischer Vater und unser Herr Jesus Sündern gegenüber anders verhalten, als die gesamte Weltgemeinschaft JZ. Ich vermeide in diesem Kommentar bewußt Bibelkommentare, um einfach einmal dazu anzuregen, darüber nachzudenken, was für ein gewaltiger Unterschied zwischen Jehova und Christus und demgegenüber der Bewegung besteht, die behaupten, den höchsten Gott des Universums hier auf Erden zu vertreten.

    Das nächste Gedächtnismahl kommt näher. Hoffentlich besinnen sich viele ZJ, an was sie sich da beteiligen. Denken alle nur noch ans regieren? Jesus regiert, der tuvS will regieren, schon hier auf Erden…sie sollten nicht „die Herrscher spielen“…sondern DIENEN! Fälle wie „Gerrit“ zeigen, dass in diesem System gewaltig etwas nicht stimmt und der eigentliche Grund für Gemeinschaftsentzüge ein ganz anderer ist, als man vordergründig vorgibt.

    Ein schönes Wochenende Euch allen.
    Martin

    1. Matthäus says:

      Dazu fällt mir die sehr gute Abhandlung vom „Verlorenen Sohn“ ein. Unser Br. E.F. hatte sehr gute Gedanken zusammengetragen ich zitiere eine Auszug:

      > Gott gewährt dem Menschen Entscheidungs- und Handlungsfreiheit. Er zwingt nicht! Er hofft auf Rückkehr, hält Ausschau, lädt ein durch Christus und sein Wort, aber der Mensch ist frei zu wählen; zu jedem Zeitpunkt im Ablauf des Geschehens kann der Mensch neu entscheiden; allerdings ist er auch für die Folgen seines Handelns verantwortlich. Gott wartet; man kann sich von ihm lossagen, man kann seine Gebote übertreten, man kann ohne ihn leben; doch Jeremia 2:19 gilt: ‘also mußt du innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den Herrn, deinen Gott verlassen …’ (Luther).

      Im Gleichnis hat der Sohn nicht nur den Entschluß zur Umkehr – was eigentlich auch die genaue Bedeutung des Wortes ‘Buße’ ist – gefaßt, er verwirklicht ihn auch! Er kehrt zurück, sofort, so wie er ist, von den Schweinen her, verhungert, schmutzig, zerlumpt! Und er hat schon vor sich selbst bekannt: ‘ich habe gesündigt’! Viele geben zu, daß sie Fehler gemacht oder sich geirrt hätten; doch solche Bekenntnisse bedeuten im Leben nicht viel, sind auch vor Gott nichts wert. Der Sohn sagt auch nicht: ‘wir sind ja alle Sünder’; nein, er bekennt, daß er, er selbst gesündigt hat, Sünder ist! Das ist sehr wichtig, denn echte Buße setzt ein Urteil über sich selbst voraus! Er muß dazu die Mauern seiner Selbstliebe, seines Eigendünkels niederreißen; um das Wohlgefallen an sich selbst so umzustürzen, dazu bedarf es wahrlich der Hilfe des Geistes Gottes. Doch ohne diese Bekehrung zum Herrn, zu Jesus Christus, ohne diese Umkehr geht es nicht! Der Sohn hätte auch in der Ferne religiös bleiben, Zusammenkünfte besuchen und Andachten bei den Schweinen halten können: ohne Umkehr zum Herrn, zum Vater, hätte das nichts genützt.

      Darum ist es auch wichtig zu sehen, wie uns Gottes Wort durch den Heiligen Geist anspricht;  viele Leute haben Erkenntnis; Erkenntnis ist gut, aber wenn das alles ist, führt sie nur zu einem Verstandeschristentum; andere betonen das Gefühl; sie fühlen sich ‘erhoben’ von eindrucksvollen Predigten und Ritualen; aber im Alltag bewirkt das Gefühl nichts; dann gibt es Christen, die auf ihren Willen bauen, die Gott dienen wollen, Leistungschristen. Aber am Ende resignieren sie, müde, erschöpft, ausgebrannt. Gottes Wort aber wendet sich nicht zuerst an Verstand, Gemüt oder Wille, sondern es geht in die Tiefe, zielt auf unser Gewissen. Dann lernt man sich sehen, wie Gott uns sieht. Das widerfuhr auch dem ‘verlorenen’ Sohn.

      Rückkehr

      Und so machte er sich auf zur Rückkehr, eine Rückkehr ‘auf Gnade hin’.  Er konnte nur als Bittender zu Gott durch Christus zurückkehren! Ansprüche hatte er nicht! Er hatte die Liebe des Vaters mit Füßen getreten, seine Worte mißachtet, sie als Zwang empfunden und deshalb hinter sich geworfen. Er hatte sein Leben ohne den Vater gestaltet; er hatte keine Rechte mehr an ihn; der Vater mußte sich nicht freuen über seine Rückkehr! 
Und er kehrte zurück so wie er war: seine Lumpen nahm er mit; er wurde nicht erst schön gemacht, ‘hergerichtet’! Doch das durfte er tun, denn wer es auf Gottes Gnade hin wagt, der darf es ganz wagen, mit allen Fehlern, Gebrechen, Zweifeln, Sünden! Er darf sich dem Sünderheiland und dem Vater in die Arme werfen! Und so ist es bei uns allen; es ist eine Rückkehr auf Gnade hin! Wir dürfen heimkehren als Gottes Geschöpfe.
      Indessen wartete der Vater schon und sah ihn von weitem kommen. Schon in Bezug auf das Volk Israel hatte Gott gewartet: ‘den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt…’ (Röm. 10:21); Gott wünscht die Rückkehr der Menschen zu ihm; darum hat er seinen Sohn als Lösegeld gegeben: ‘…ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist’ (Röm. 4:25). Und der Herr sieht den Sohn kommen. Wie geht die Sache mit der Rückkehr nun weiter?

      Theokratische Fassung

      Es sei erlaubt, hier eine an der Praxis der Wiederaufnahmeverfahren unter Jehovas Zeugen ausgerichtete ‘theokratische’ Fassung vorzustellen:
      Man sah ihn kommen und wartete, bis er da war; nachdem er seinen Wunsch um Rückkehr ins Elternhaus geäußert hatte, wurde ihm erklärt: so wie du bist, verdreckt, zerlumpt, stinkig, noch von den Schweinen beschmutzt, kannst du hier nicht herein; säubere dich erst einmal durch Werke der Reue und ziehe andere Kleidung aus guten Taten an, und dann komm wieder. Dann werden wir darüber sprechen, eine Besprechung abhalten; dann kannst du ins Haus kommen; aber setze dich bitte unauffällig in die Ecke und rede nicht mit den Hausbewohnern, damit wir deine Demut sehen. Es ist auch ihnen übrigens verboten, dich zu grüßen oder mit dir zu sprechen. Bringe sie also nicht in Verlegenheit! Und nach einer gewissen Zeit werden wir dir bei einer entsprechenden Beurteilung unsererseits erlauben, dich wieder zur Familie zu zählen; aber deine frühere Stellung kannst du nicht wieder erhalten; vor allem erwarten wir, daß du dich dem Verwalter und seinen Beauftragten wie auch allen Regeln genauestens unterwirfst; deine Taten werden auch nicht vergessen; vielmehr werden wir die Unterlagen darüber noch jahrelang aufbewahren. Wir freuen uns natürlich, wenn du zurückkommen willst, aber zuerst einmal strenge dich an und erfülle die Voraussetzungen; so einfach, wie du dir das vorgestellt hast, geht es nicht, denn schließlich müssen wir unser Haus rein erhalten!
      (So ist mir die theokratische Verfahrensweise seit vielen Jahren bekannt; sollte jemand eine andere Weise kennen, wäre ich für eine Information dankbar).

      Biblische Fassung

      Fahren wir nun in der biblischen Fassung fort, die ein wenig verschieden davon ist. Der Vater sah den Sohn von Ferne und es jammerte ihn!!! Ja, wir brauchen uns als Sünder nicht zu scheuen, vor Gott zu erscheinen und die Wahrheit zu bekennen; Jesus starb für Sünder, nicht für (Selbst)gerechte! ‘Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind’ (Psalm 34:19).

      Der Vater lief dem Sohn entgegen; er verlangte nicht zuerst Taten der Reue, Reinigung, Isolation aus Demut, Bewährung oder gar Rückkehr zu einer Organisation, verbunden mit aktenmäßiger Erfassung aller Umstände und deren Aufbewahrung, wie es in totalitären Systemen üblich ist; nein,  die Gnade kam zuerst, war schon da! Der Vater wie auch die Gnade ließen sich nicht abschrecken vom Äußeren und Inneren; Jesus hat nie etwas anderes verlangt als Umkehr zu ihm! Manche sagen: erst mußt du dein Leben in Ordnung bringen, es ‘heiligen’. Nein, erst kommt die Umkehr zu Jesus, die Rechtfertigung aus Gnade, die Sohnschaft in der Familie Gottes, dann bewirkt dieselbe Gnade auch unsere Heiligung.

      Der Vater umarmte und küßte den Sohn: am Anfang stand die Gnade! Dann legte der Sohn sein Bekenntnis ab. Das war wichtig! Er hätte ja auch denken können: ‘der Vater ist gnädig, also schweige ich, und alles ist in Ordnung! So schlimm war es ja wohl nicht mit dem bißchen Sünde! Ich habe doch auch noch etwas Stolz, etwas Eigenliebe!’ Doch das hätte einen ganz verkehrten Herzenszustand geoffenbart! Seine Schuld wäre immer noch zwischen ihm und dem Vater verblieben; es wäre kein wirklicher Friede zwischen ihnen gewesen. Man kann auch auf diese Weise ‘umkehren’, und manche tun es; aber es ist keine echte Umkehr in das ‘Vaterhaus’! Das Sündenbekenntnis des Sohnes war notwendig!  Es war das Zeichen einer rechten Herzensumwandlung! Wenn unser Leben wirklich neu werden soll, dann müssen wir erkennen und bekennen, daß wir vor Gott gesündigt haben!

      Interessant ist jedoch, daß der Sohn einen Satz seines Bekenntnisses, das er vortragen wollte, nun wegläßt; er wollte ursprünglich sagen: ‘mache mich zu einem deiner Tagelöhner’. In diesem Satz schwang immer noch die Sorge um sein Geschick mit; doch nun, beim Vater, läßt er diesen Satz weg; er vertraut völlig dem Vater, überläßt es völlig ihm, was mit ihm selbst geschehen soll. Hier kommt Glaube und Vertrauen in die Gnade des Vaters zum Ausdruck.

    2. Manfred says:

      Lieber Martin,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, den ich aber doch gerne mit zwei Bibeltexten unterstützen möchte. Du hast ja geschrieben: Die WTG muss sich ernsthaft Gedanken darüber machen, weshalb sich unser himmlischer Vater und unser Herr Jesus Sündern gegenüber anders verhalten, als die gesamte Weltgemeinschaft JZ. – Zitat Ende.

      Es gibt einen Text in der Bibel indem genau diese Handlungsweise beschrieben wird, allerdings spielt sie sich im Himmel ab. Wir lesen:

      Off. 12:7-12
      7 Und Krieg brach aus im Himmel: Mịchael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften, 8 doch gewann er nicht die Oberhand, auch wurde für sie keine Stätte mehr im Himmel gefunden. 9 Und hinabgeschleudert wurde der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird, der die ganze bewohnte Erde irreführt; er wurde zur Erde hinabgeschleudert, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeschleudert. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen:
      „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagt! 11 Und sie haben ihn wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt. 12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.“

      Dazu ergänzend noch diesen Bibeltext:

      Joh. 8:44
      44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge].

      Wie Du richtigerweise geschrieben hast, handeln Jehova und Jesus ganz anders wie es die LK von Ihren Ältesten fordert. Statt sanftmütig zu sein, werden Brüder mit Problemen alleine gelassen und in diesem Fall ist es sogar buchstäblich zu verstehen, denn wenn in den Augen der Ältesten keine Reue ersichtlich ist, wird man erbarmungslos ausgeschlossen. Dann redet keiner mehr mit einem. Alle vermeintlichen Freunde sind auf einmal weg. Ich schreibe deshalb vermeintliche Freunde, weil kein wahrer Freund einen in einer Notsituation im Stich lassen würde. Doch jeder Zeuge Jehovas der Menschen, sprich der LK und Ihren Ältesten folgt, kann das. Warum ist das so?

      Joh. 5:39-43
      39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr denkt, daß ihr durch sie ewiges Leben haben werdet; und gerade diese sind es, die über mich Zeugnis ablegen. 40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen.

      Warum gibt es also diese unbarmherzige Ausschlusspraxis unter Jehovas Zeugen? 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt.

      Und erforschen nicht gerade die Zeugen die Schriften und meinen dadurch ewiges Leben zu haben und doch folgen Sie nicht Jesus nach, der im Namen seines Vaters kommt, sondern sie nehmen jemanden auf der in seinem eigenen Namen kommt. Dieser jemand ist heute die Organisation. Sie kommen in Ihrem eigenen Namen mit Ihren eigenen Druckschriften und diese werden aufgenommen. Der WT steht heute über der Bibel, dass haben mir zumindest alle Ältesten aus meiner Versammlung bestätigt. Denn ich habe sie gefragt: Was würdet Ihr machen, wenn im WT was anderes steht als der Bibel? Ausnahmslos alle haben geantwortet, dass sie nach dem WT handeln würden, da dieser ja von der Gott geleiteten Organisation stammt und aktueller ist als das Buch die Bibel.

      Nicht zu fassen, aber trotzdem wahr. Wer das nicht glauben mag, kann gerne mal seine eigenen Ältesten befragen wie sie das sehen. Oder noch besser, jeder Zeuge Jehovas fragt sich selber, was für ihn wichtiger ist: Der WT oder die Bibel. Das ist eine sehr gute Selbstprüfung um zu sehen wo man steht.

      Liebe Grüße Manfred

      1. Martin says:

        Lieber Manfred, lieber Matthäus,

        vielen Dank für eure Kommentare. Ich wusste, mein lieber Manfred, das die Bibeltexte von dir folgen und von dir lieber Matthäus die historische gut Einblendung.

        Noch einige Hinweise, wie es zu diesem System „WELTWEIT ORGANISIERTER GEMEINSCHAFTSENTZUG UNTER JEHOVAS ZEUGEN“ kommen konnte. Ich möchte hier auch auf die verschiedenen Stellungnahmen von Alois eingehen, der ja nach wie vor davon ausgeht, dass Jehovas Zeugen das Volk Gottes sind, aber die LK in gewisse Formen von Abtrünnigkeit verfallen ist.

        Eine Organisationsführung, die so radikal gegen Menschen vorgeht, hat vor etwas Angst. Die LK behauptet zwar, die gerechten Maßstäbe Jehovas in ihren Reihen durchzusetzen, Maßnahmen für die Erhaltung geistiger Reinheit, stützt sich dabei in erster Linie auf Vorgänge des mosaischen Gesetzes, würde es am liebsten auch in „letzter Konsequenz“ durchsetzen, lediglich Römer 13 hält sie davon zurück. Die gesamte Motivation innerhalb der Organisation setzt sich vorwiegend aus biblischen Berichten der hebräischen Schriften, bezw. des Alten Testamentes zusammen.

        Wir wissen, dass es diese Strömung bereits im ersten Jahrhundert schon zu Beginn der christlichen Ära gab. Wir wissen, welche Probleme unsere urchristlichen Brüder mit der Beschneidung hatten. 1500 Jahre Bundeszeichen des Volkes Jehovas. Nun kam der Retter und Erlöser und wurde zum Segen für Menschen aller Nationen. Petrus erlebte in Träumen und in der Realität, dass Menschen nicht mehr Beschnitten sein müssen, um den Geist Gottes zu empfangen. Selbst er, der Fels, der wie ein Felsen für die Urchristengemeinde in der Brandung stehen sollte und gewissermaßen auch stand, bricht wieder ein und lässt sich durch prominente Personen Jahre später wieder dazu hinreißen, Unterstützer der mosaischen Kultur eine Plattform zu geben und zog sich von den Unbeschnittenen zurück, als die Prominenz eintraf .

        Welch ein Segen war nun der Apostel Paulus, der sich gegen diesen Trend wandte. Der Römerbrief sowie der Galaterbrief , sowie der Hebräerbrief bezeugen seine Argumentation bezüglich der Anwendung des mosaischen Gesetzes und des Gesetzes des Christus, die wahre Anwendung der Liebe und Gnade Gottes durch Jesus Christus. Natürlich folgte daraus das unbeirrbare Bedürfnis für alle, die Jehovas Gott und Christus lieben, das Bedürfnis, sein Leben schnellstens wieder nach den gerechten Maßstäben Gottes auszurichten. Paulus drängte also bereits auch die damaligen „Gerechtigkeitsverfechter durch Werke“ zurück und wir wissen, völlig konnte er diese Kultur nicht verdrängen, Gerechtigkeit durch Werke jüdischer Regeln zu erlangen.

        Nun leben wir annähernd 2000 Jahre später. Weshalb sollten nicht beide Kulturen im Aufleben eines neuzeitlichen Christentums wieder auftauchen?

        1. Die religiöse Kultur: Gerechtigkeit durch Leistungsevangelium… die allerdings im Sündenfall eines Einzelnen für ihn gewaltige Härten mit sich bringt, durch Sanktionen, die so nie weltweit in bekannten Ausmaß organisiert werden sollten, sonst würden wir viel mehr Einzelheiten im Neuen Testament nachlesen können, wer da alles weshalb ausgeschlossen wurde. Vor allem fehlte auch das System der Archivierung, wie wir es heute mit Papier und Schreiber, später Schreibmaschine und heute PC’s haben. Die ganzen Aktenordner in den Dienstabteilungen… über Fälle von Sünden, die hier aufbewahrt werden… also nicht nur die ca. 23.000 Missbrauchs-Fälle in USA. Die Zahl der gesamten „Sündenfälle“ geht in die Millionen, die erdenweit in allen Zweigbüros gesammelt werden.

        2.Gerechtigkeit durch Gottes Gnade oder Barmherzigkeit, aufgrund des Erlösers unseren Herrn Jesus Christus, die Menschen motiviert, ihr Leben nach seinen Maßstäben auszurichten. Aber wie es Matthäus in seiner Dokumentation schon zeigte, das Erweisen von Gnade und Barmherzigkeit wäre mit viel Liebe und Einsatz und geduldiger Hilfe in den Versammlungen verbunden. Die Administrationsverwalter der WTG – genannt Älteste, haben so viel mit organisatorischer Administration zu tun, deshalb kommen sie nicht selten mit großen Aktenkoffern in die Zusammenkünfte. Pläne werden erstellt für ALLES…. Da bleibt keine Zeit für Menschen, die plötzlich innerhalb der Versammlung Problembeladen sind. Diese drosseln oftmals ihre Aktivität, predigen nicht mehr eifrig oder werden plötzlich zu einem Infizierungsproblem erklärt. Sie gefährden die Mehrung der Organisation. Also erst mal raus damit. Die verunreinigen die Organisation…und darauf sind sie noch stolz. Nein nicht Jehova und Jesus Christus….so…nicht!!!

        Die Bewegung der Zeugen Jehovas ist also eher mit jener Bewegung zu identifizieren, die es bereits schon zur Urchristenzeit gab. Man glaubte zwar an den Messias, und als König ist er ja willkommen, möge er bald regieren, wir fangen schon mal an, in seinem Sinn zu regieren. Daraus entstand schon mal eine Staatskirche um 300 u.Z. Aber als Erlöser mit allen Konsequenzen der Umsetzung, dafür sind scheinbar die anderen zuständig. Ich halte diese Entwicklung also für sehr bemerkenswert. Man wollte es nach 1914 nur mal wieder besser machen, als die veraltete, zum Teil eingerostete Dampflok Christenheit.

        Christus wird zu seiner Zeit erscheinen und dafür sorgen, dass die Posaunen erschallen werden. Die Botschaft, die von den jeweils auf Erden lebenden Dienern Gottes ausgehen muss, ist zweifellos die: „Dies ist mein geliebter Sohn, hört auf ihn“. Das Sagt der Vater. Sein erstes Wunder in seiner Dienstzeit war auf der Hochzeit zu Kana: Wein aus Wasser…, also es begann mit Lebensfreude… Dann wirkte er weitere Wunder der Heilungen, tat viel Gutes und verkündigte das Evangelium vom Reich oder Königreich Gottes. Alles kam zum Höhepunkt mit seinem Tod am Marterpfahl. Am dritten Tag ist er auferstanden und brachte nach 40 Tagen den Wert seines Opfers zu seinem Vater um Viele zu erlösen,…jeder der will, komme und nehme das Wasser des Lebens umsonst…

        Eine „christliche Organisation“, die also eine solche brutale Abwehr durch Ausschlüße in einem nicht unerheblichen Ausmaß weltweit organisiert, wie es ja die Einzelnen nie erfahren, weil die Gesamtzahl nur in den Zweigbüros vertraulich erfasst werden, muß sich gefallen lassen, dass die Frage gestellt wird, wer hinter „diesem Ausschlußgeist“ in Wirklichkeit steckt. Eine Struktur aufzubauen, in der die Sündhaftigkeit der Einzelnen benutzt wird, um die Gesamtheit zu dressieren, gegen sündige Neigungen Abwehrkräfte aufzubauen, indem man ehemalige Schafe des Herrn verachtend behandelt, damit mögen sie ein gewisses Ziel erreichen, aber „sie gehen in Wahrheit über Leichen“, um Ihr Mehrungs-und Lehrmeinungsziel zu erreichen.

        Sie gehen in Wahrheit nicht den Weg der göttlichen Liebe. Das ist auch der Grund, weshalb so viele Zeugen Jehovas depressiv sind, zwischenzeitlich auch sich mit Antidepressiva vollstopfen müssen und irgendwann so auffällig in der Versammlung werden, dass man gesellschaftlich interessanter Weise von ihnen Abstand nimmt und sie „als Gefahr betrachtet“ und schließlich als ungehorsam, nicht weise und sogar als abtrünnig stempelt, weil sie mit dieser „Gerechtigkeitskultur“ seelisch zu Grunde gehen.

        „Dies aber erkenne, das in den letzten Tagen kritische Zeiten sein werden, mit denen man schwer fertig wird… denn die Liebe der Meisten zueinander wird erkalten…“. Der Text ist uns allen bekannt. Er trifft nicht auf die Welt im Allgemeinen nur zu. Insbesondere trifft er auch auf Jehovas Zeugen zu.

        Einen schönen Wochenanfang wünscht Euch allen
        Martin

        1. Alois says:

          Lieber Martin

          Ich sehe es tatsächlich so wie Du es oben beschrieben hast. Trotzdem werden nach meiner Ansicht auch Menschen gerettet die nicht aus den Zeugen Jehovas stammen. Es wäre auch vermessen das zu quantifizieren.

          Zu Petrus dem Fels gibt es einen intessanten Vortrag in Bi Prophetie:

          http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=693

          Les ihn mal bitte, dann sieht man wie wir beeinflusstvwurden.

          Liebe Grüße
          Alois

          1. Martin says:

            Lieber Alois,
            lieben Dank für deinen Hinweis. Es war ein Aufbaufehler den ich machte. Ich schrieb im Absatz 4 meines Kommentares http://www.bruderinfo.de/?p=109&cpage=2#comment-55345 :

            Selbst er, der Fels, der wie ein Felsen für die Urchristengemeinde in der Brandung stehen sollte und gewissermaßen auch stand, bricht wieder ein und lässt sich durch prominente Personen Jahre später wieder dazu hinreißen, Unterstützer der mosaischen Kultur eine Plattform zu geben und zog sich von den Unbeschnittenen zurück, als die Prominenz eintraf .
            Es sollte heißen:
            Selbst er, der wie ein Felsen für die Urchristengemeinde in der Brandung stehen sollte und gewissermaßen auch stand, bricht wieder ein und lässt sich durch prominente Personen Jahre später wieder dazu hinreißen, Unterstützer der mosaischen Kultur eine Plattform zu geben und zog sich von den Unbeschnittenen zurück, als die Prominenz eintraf .
            Ja, was so zwei kleine Wörter bewirken.
            Liebe Grüße
            Martin

        2. Matthäus says:

          Lieber Martin du hast einen Satz in deinem Kommentar geschrieben zu dem ich etwas anmerken möchte!

          >Die gesamte Motivation innerhalb der Organisation setzt sich vorwiegend aus biblischen Berichten der hebräischen Schriften, bezw. des Alten Testamentes zusammen.<

          Vor ca. 30-40 Jahren war das tragen von Bart, selbst nur ein Schnurrbart oft nicht nur verpönnt sondern für Diener verboten. Sonst hat man immer die "Denkweise Jehovas" mit den Gesetzen des alten Bundes versucht zu erklären. Manche Gesetze die zwar keine bindende Gültigkeit mehr hatten wurden aber dennoch wenn es in den Kram passte hingebogen.

          Aber beim tragen von Bart, obwohl es für die Juden ein Gesetz war, da gilt dann die "Denkweise Gottes" plötzlich nicht, da erfindet man genau das Gegenteil der Denkweise Gottes.

          Das ist zwar nur eine Kleinigkeit aber belegt wie sich die WTG anmasst sich über Gottes Gesetze hinwegsetzt!
          Lg. Matthäus

      2. Manfred says:

        Lieber Martin,

        vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich musste unweigerlich an die Zeit denken, bevor ich Bruderinfo kennen lernte und da hat niemand zu mir das gesagt: Ich wusste, mein lieber Manfred, das die Bibeltexte von dir folgen. – Zitat Ende.

        Ist das nicht seltsam, als aktiver Zeuge war ich nicht dafür bekannt, dass ich etwas mit Bibeltexten kommentiere und jetzt hier als Ausgeschlossener kennt man mich so. Ist doch eine verkehrte Welt, oder? Laut den Aussagen der Organisation ist es ja so, dass sobald man ausgeschlossen ist vom ewigen Leben getrennt wird und keinen Segen Jehovas mehr hat. Das hat ja eigentlich jeder Kommentar von Brüdern hier gezeigt, die ebenfalls ausgeschlossen wurden.

        Vielleicht liegt es daran, dass wir, die wir auf Bruderinfo mitschreiben uns nach dem Wort Gottes ausgerichtet haben, statt nach den leeren WT-Lehren. Zum Beispiel diesen Text hier finde ich sehr schön:

        Eph. 6-10-20 Elberfelder
        Die Waffenrüstung Gottes
        10 Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!
        11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt!
        12 Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut4, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.
        13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben könnt!
        14 So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit
        15 und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens!
        16 Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt!
        17 Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!
        18 Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen
        19 und auch für mich!, damit mir Rede verliehen werde, wenn ich den Mund öffne, mit Freimütigkeit das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen
        20 – für das ich ein Gesandter in Ketten bin -, damit ich in ihm freimütig rede, wie ich reden soll.

        Als aktiver Zeuge Jehovas schaut man ja immer nur auf den Vers 15. Verkündigen, verkündigen, verkündigen. Aber was ist mit der restlichen Rüstung? Die Lenden sollten mit der Wahrheit umgürtet sein, welche Wahrheit? Doch die aus Gottes Wort und nicht von Menschen Lehren. Oder legt den Brustpanzer der Gerechtigkeit an. Ist es gerecht seine Brüder auszuschliessen wegen kleiner Vergehen und die oberen führen eine ganze Nation in die Irre und werden nicht ausgeschlossen? Wer misst hier mit zweierlei Maß? Oder wo ergreift ein Zeuge Jehovas den Schild des Glaubens? Das ist der biblische Schild des Glaubens und nicht der Schild aufgrund des Glaubens an den WT. Der Helm des Heils, kommt von unserem Herrn Jesus Christus und nicht von einer menschlichen Führerschaft die sagt, nur wer uns nachfolgt wird gerettet. Das ist eine glatte Lüge weil sie direkt Jesus Christus widerspricht, der sagte:

        Joh 14,6
        Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

        Wenn man nur durch Christus zum Vater kommt, wohin kommt man dann wenn man jemand anderem folgt?
        Oder wie sieht es mit dem Schwert des Geistes aus, Gottes Wort? Hebräer ergänzt folgendes:

        Hebr 4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;

        Man hat den Eindruck, dass ein Zeuge Jehovas Angst hat sich an dem scharfen zweischneidigen Schwert zu verletzen, daher nehmen sie lieber eine stumpfe Waffe in die Hand, wie den WT und EW.

        Ja, sie lehnen die vollständige Waffenrüstung Gottes ab, bis auf die Schuhe. Was meint ihr wohl wenn ein Soldat damals nur mit Schuhen in die Schlacht gezogen wäre? Wie weit wäre er wohl gekommen?

        Ihr Zeugen aus Selters, die Ihr jetzt hier mitlest, wie kann es sein, dass ein Ausgeschlossener dafür bekannt ist Bibeltexte zu gebrauchen und ein Zeuge Jehovas dafür, dass er sich gut in den Publikationen der Gesellschaft auskennt? Und ich bin ja nicht der einzige, eigentlich jeder der hier auf Bruderinfo mitschreibt und kommentiert, benutzt Bibeltexte. Ist das nicht ein Armuts Zeugnis für Euch, vor allem im Hinblick darauf, dass Ihr behauptet, dass wir Abtrünnige nun vom Geiste Gottes abgeschnitten sind? Eigentlich dürften wir überhaupt nichts auf die Reihe kriegen, aber das Gegenteil ist der Fall.

        Ich wünsche Euch, dass Ihr auch noch rechtzeitig die Einsicht bekommt und zu Jehova und seinem Sohn umkehrt. Wenn ein Mensch über einen Menschen geherrscht hat, dann immer zu seinem Schaden. Wer herrscht denn in Selters und Brooklyn?

        Liebe Grüße Manfred

  12. Gerrit says:

    Liebe Brüder,

    vielen herzlichen Dank für die freundlichen Willkommensworte und Erfahrungen bzw. Antworten auf meine „Geschichte“.

    Ich werde am Wochenende in Ruhe und aufmerksam Eure aufgezeigten Gedanken und Bibelstellen lesen.

    Weiter freue ich mich über Eure Gedanken und wünsche Euch ein schönes ruhiges Wochenende!

    Viele Grüße
    Gerrit

  13. Gerrit says:

    Ich grüße Euch!
    Hier schreibe ich zum ersten Mal über meinen Ausschluß welcher im Dezember 2009 durch mich selber erfolgte. Durch einen furchtbaren Fehltritt begann ich Ehebruch mit einer Interessierten. Wie es dazu kam ist eine lange Geschichte, welche ich hier so nicht erzählen kann. Durch meine „Dienstämter“ als Ältester und Pionier hätte mir DAS eigentlich nicht passieren dürfen, was mein Leben von heute auf morgen TOTAL veränderte…
    Seit meinem 18 Lebensjahr bin ich ein ZJ und habe viel als Einzelkämpfer in einer evang. Familie durchgemacht.
    Doch was ich Euch erzählen möchte, ist die Art und Weise wie mit mir und ich denke auch anderen „Sündern“, welche durch Gemeinschaftsentzug strengstens bestraft werden durch machen.
    Sehr schwer zu schaffen macht mir wie meine ehemaligen Mitältesten und auch andere bislang über Jahre befreundete Brüder und Schwestern mit mir seit meinem Ausschluß umgehen. Ignoranz und Nichtexistenz mir gegenüber in Höchstform.
    Ich selber fungierte als Aufseher damals auch in Rechtskomiteefällen (RK) -habe aber immer- mein Herz und Menschenverstand eingesetzt und auch das WOHLWOLLEN dem anderen ERNSTHAFT zu helfen in den Vordergrund meiner Entscheidungen gestellt. Mit Erlaub das vermisse ich bei den meisten Ältesten.
    Und habe die „fehlgeleitete“ Person vor allem stets als MENSCH und CHRIST angesehen und mich nicht über diese gestellt.
    Ich gehe seit meinem Ausschluß regelmäßig in die VS, zu Kongressen und zum Gedächtnismahl. Auch drastische persönliche Veränderungen (eigene WHG), Abstand zur geliebten „Interessierten“ aufgebaut und und und…
    Doch all das reicht nicht aus – im letzten RK Treffen unlängst wird mir vorgeworfen was für ein verdorbener und böswilliger Mensch ich bin…
    Mir wurde systhematisch die letzten 10 Jahre um die Ohren gehauen, wie ich versagt habe und wie schlecht ich sei…
    Nicht nur das 4 zeitweise 5 Aufseher teilnahmen, nein auch das einzelne Älteste vom RK mich nicht begrüßten etc. und Ihre perönliche Meinung (schwerer Straftäter) mir mehrmals ins Gesicht sagten, spricht denke ich Bände.
    In den rund 2,5 Stunden der 3. Wiederaufnahmeanhörung ging ich weinend und wieder einmal total geknickt aus dem Saal. Nein ich zweifele niemals an der biblischen Wahrheit und an Jehova Gott das möchte ich unterstreichen und ans Loskaufsopfer bzw. Königreich glaube ich ganz stark – aber an der Art und Weise wie mit uns Ausgeschlossenen umgegangen wird, ist eine ungeheuerliche Sache, welche SO nirgendwo in der Bibel verankert ist!
    Es gibt genug biblische Beipiele wie Jehova die Sache sieht und wünscht wie es geregelt werden sollte (Rückkehr verlorene Sohn, wie aus einem Mörder ein Apostel oder Saulus zum Paulus wurde, wie Jesus trotz 3 maliger Leugnungen Petrus vergab usw.)
    Die Vorgehensweise meines aber auch andere RK`s hat nichts aber auch gar nichts mit christlicher Nächstenliebe zu tun – sondern mit Aburteilen und vernichten.
    Aber all dies sieht Jehova und ich denke das Leid was meine Mitältesten und andere „loyale“ Brüder hier uns gegenüber – übrigens auch Untätigen(!) an tun – werden sie vor dem Schöpfer sehr bald verantworten müssen. Dann wird sich zeigen wer Blutschuld auf sich geladen hat…

    Es grüßt Euch
    Gerrit

    1. Martin@Gerrit says:

      Lieber Bruder Gerrit,

      Zunächst willkommen hier auf BI, ermöglicht durch liebe Brüder, die seit Jahren erkannt haben, dass etliches in der Organisation der WTG schief läuft und in Sorge sind um viele ihrer Brüder und sich deshalb sehr verausgabt haben. Ich sage bewusst nicht, in der Organisation Jehova, denn es gibt nicht wenige Vorgänge, mit denen ich eigentlich unseren himmlischen Vater und unseren Herrn Jesus nicht in Verbindung bringen möchte. Die von dir geschilderte Sachlage scheint mit zu diesen bekannt gewordenen ominösen Vorgängen zu gehören.

      Zunächst möchte ich dir für Deine offene Schilderung deiner Lage danken, auch für deine Demut, dich zu den Menschen zu bekennen, denen eine schwerere Sünde unterlaufen ist. Damit reihst du dich in die Linie Davids ein, dem ebenfalls so etwas Ähnliches passiert ist. Natürlich sind die Umstände in jeden Fall anders. Immer wieder finden wir auch in Beschreibungen des Wachtturms Abhandlungen darüber, wie demütig David war, seine Sünde sogar erst nach dem Vorsprechen Nathans richtig bekannte und wie Jehova ihm seine schwere Sünde vergeben hat.

      Leider gibt es mindestens in diesem Bereich zwei Kategorien von Älteste. Überhebliche und selbstgerechte Typen und solche, die verständnisvoll, gerecht und barmherzig wie Jehova urteilen wollen. Du scheinst zu den letzteren gehört zu haben, weil du selber von dir schreibst:
      „Ich selber fungierte als Aufseher damals auch in Rechtskomiteefällen (RK) -habe aber immer- mein Herz und Menschenverstand eingesetzt und auch das WOHLWOLLEN dem anderen ERNSTHAFT zu helfen in den Vordergrund meiner Entscheidungen gestellt. Mit Erlaub das vermisse ich bei den meisten Ältesten“.

      An dieser Stelle möchte ich dir eine Ermunterung zukommen lassen, denn ich bin sicher, du hast längst unseren himmlischen Vater inbrünstig um Vergebung gebeten und er hat dir längst vergeben.

      „Wen spricht Gott von seiner Schuld frei?
      Röm. 3:21 Jetzt aber hat Gott uns gezeigt, wie wir vor ihm bestehen können, nämlich unabhängig vom Gesetz. … 22 Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich: 23 Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. 24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. 25 Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz Pfahl) für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. Bisher hat Gott die Sünden der Menschen ertragen; 26 er hatte Geduld mit ihnen. Jetzt aber vergibt er ihnen ihre Schuld und erweist damit seine Gerechtigkeit. Gott allein ist gerecht und spricht den von seiner Schuld frei, der an Jesus Christus glaubt. 27 Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott rühmen können? – Nein, gar nichts! Woher wissen wir das? Etwa durch das Gesetz, das unsere eigene Leistung verlangt? Nein! Nur durch den Glauben, der uns geschenkt ist.“

      Eine der größten Lügen der WTG ist, dass nur Brüder ausgeschlossen werden, die „nicht bereuen“. Der Gemeinschaftsentzug sei keine Strafe, sondern eine Zuchtmaßnahme, die denjenigen zur Reue führen soll. Natürlich mag es für die behandelnden Ältesten zunächst abstoßend gewesen sein, denn sie haben sicherlich auch die andere Seite hören müssen. Doch ihre Gefühle werden gleichzeitig unterschwellig in den Ältestenschulungen so gesteuert, dass sie die „Sünde hassen sollen“… und bei vielen überträgt sich das auf den Menschen und so sind sie dann gar nicht fähig, zu beurteilen, oder sie nehmen die Werke der Reue gar nicht wahr, weil sie etwas beurteilen müssen, was ihnen in dieser Form gar nicht zusteht. Darunter scheint deine Sachlage zu leiden. Nun schreibst du einerseits von 10 Jahren, dann wiederum dass du dich 2009 selber ausgeschlossen hast, das wären nur 4 Jahre. Wir dem auch sei. Kämpfe darum, dass du dir deine Liebe zu JHWH und zu unserem Herrn Jesus bewahrst.

      Noch einen Hinweis. Du kannst auch nochmals einen Wiederaufnahmeantrag stellen, wenn du unbedingt gerne wieder ein Glied der Versammlung werden möchtest. Bewahre die Ruhe. Sollten dir die Ältesten die Wiederaufnahme wieder verweigern, kannst du auch Berufung einlegen in einem Brief an die WTG in Selters senden und um eine Berufung bitten, während du die Situation so schilderst, ohne die Ältesten anzugreifen.

      Wir freuen uns auf deine weiteren Kommentare. Bei uns bist du BRUDER und kein Ausgeschlossener.

      Liebe Grüße
      Martin

    2. Matthäus says:

      Lieber Gerrit,
      bei deinem Namen kommt unweigerlich ein Name (Gerrit Lösch) ins Gedächnis, ich kenne ihn als er bei uns als Kreisaufseher tätig war und später dann im Bethel Wien arbeitet bevor nach Brooklyn gerufen wurde. Ich habe ihn als sehr sympathischen auch tlw. für die Jungen Brüder Parteiergreifenden in Erinnerung. Als ich jedoch einen Brief einer Schwester aus der Schweiz die sich direkt an ihn wandte gelesen habe und auch seine erhabene Antwort wegen eine „ungerechtfertigten“ Gemeinschaftsentzug, war ich von seinen Eigenschaften als Hirte der im Auftrag Jesus handelt sollte (siehe Matt. 18) mehr als enttäuscht. Und die meisten der Ältesten wie es ja auch deine Erfahrung zeigte, handeln genauso wie er.

      Dabei hätten sie ein vorbildliches Beispiel wie Jesus Sünder behandelte, er hat sie mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn auch entsprechend belehrt, doch die meisten haben diese Belehrung noch dazu wenn sie jahrelang als Aufseher wirken, noch immer nicht begriffen.

      Ich habe einen tollen Aufsatz von einem Bruder der über 50 Jahre ZJ war (leider schon gestorben) er war auch viele Jahre Ältester und hat über dieses Gleichnis eine Abhandlung verfasst. Eine sehr schöne Gegenüberstellung von der Lehre Christi und der sogenannten „theokratischen Fassung“ die sogar nicht mit Jesu Belehrung zusammenpasst. Alleine diese Gegenüberstellung belegt das solche Älteste NIEMALS die Interessen Jesu vertreten. Das gleich trifft auf den Brief zu den Gerrit Lösch an die Schweizer Schwester schrieb. Ich kann dir gerne beides zukommen lassen. Auch mein eigenes Wiederaufnahmegesuch und du wirst staunen welche Reaktion es darauf gab.

      zeugejesus@gmail.com
      lg. Matthäus

    3. Dennis says:

      Lieber Gerrit,

      ich grüße Dich recht herzlich!

      Man kann immer wieder feststellen, dass sich die Erfahrungen mit Rechtskomitees sehr ähneln, wenn ich so an die Kommentare mancher hier auf BI denke.

      Es ist wirklich beschämend und Christus-entehrend wie mit Dir verfahren wurde und noch wird. Du hast völlig richtig erkannt, dass diese von Menschen entworfenen Bedingungen und Gerichtsbarkeiten nichts mit dem Evangelium des Christus zu tun haben.

      Sie wollen beurteilen wer, wann, in welchem Maß Reue zeigt und ob das ausreichend für einen „wahren“ Christen ist. Hier zeigt sich doch, dass was eine von menschen erdachte und geführte Organisation in der Glaubenspraxis bewirkt:

      1. Petr. 5:3 (NGÜ)

      „Spielt euch nicht als Herren der ´Gemeinden` auf, die Gott euch zugewiesen hat, sondern seid ein Vorbild für die Herde.“

      Wo Menschen Macht haben über andere zu „herrschen“ egal in welcher Form kann der Geist des Evangeliums nicht sein. Die Macht, die ein Rechtskomitee über die Psyche und den Werdegang eines Menschen hat, ist unbestreitbar unbiblisch und nicht von Gott gewollt.

      Wenn Du das auch so siehst, solltest Du vielleicht grundsätzliche Überlegungen anstellen:

      – Muss ich unbedingt in eine Gemeinscht wieder aufgenommen werden, die in dieser Weise mit ihren „Schäfchen“ verfährt?

      – Hätten die Männer, die über mich „urteilen“ überhaupt die innere Größe und Persönlichkeit, nach meiner Wiederaufnahme ein aufrichtiges und von brüderlicher Liebe geprägtes Verhältnis mit mir zu pflegen?

      – Könnte ich diesen Männern überhaupt wieder auf Augenhöhe begegnen, wenn ich mich soweit vor ihnen „erniedrigen“ musste? Könnte ich in irgendeiner Situation andere Meinung sein wie sie oder ihren „Rat“ dankend ablehnen?

      Das sind die Fragen, die mir durch den Kopf gehen, da ich wie Du ein „Aussätziger“ bin, allerdings noch nicht so lange wie Du.

      Kopf hoch lieber Gerrit! Ich freue mich über Deine weiteren Kommentare.

      LG
      Dennis

      1. Manfred says:

        Lieber Dennis,

        Du hast ja die folgenden Fragen aufgeworfen:
        – Muss ich unbedingt in eine Gemeinscht wieder aufgenommen werden, die in dieser Weise mit ihren “Schäfchen” verfährt?

        – Hätten die Männer, die über mich “urteilen” überhaupt die innere Größe und Persönlichkeit, nach meiner Wiederaufnahme ein aufrichtiges und von brüderlicher Liebe geprägtes Verhältnis mit mir zu pflegen?

        – Könnte ich diesen Männern überhaupt wieder auf Augenhöhe begegnen, wenn ich mich soweit vor ihnen “erniedrigen” musste? Könnte ich in irgendeiner Situation andere Meinung sein wie sie oder ihren “Rat” dankend ablehnen? – Zitat Ende.

        Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen mich nie wieder in die Hände von Menschen zu begeben und schon gar nicht in die solchen, die andere nur unterdrücken. Das hat nie was mit christlicher Liebe zu tun.
        Dadurch werde ich zwar nie wieder mit meinen ehemaligen Freunden zusammen sein können, nicht weil ich es nicht will, sondern weil sie es nicht dürfen. Aber wahre Freunde würden sich nicht so verhalten wie sie es tun. Also warum zurückgehen?

        Gebt nicht anderen Menschen Macht über Euer Leben, sondern lebt es selbst innerhalb der Grenzen, die uns Christus genannt hat und es sind nur zwei Gebote:

        Liebe Jehova mit ganzem Herzen und ganzem Sinn und Deinen Nächsten wie Dich selbst. Alle anderen REgeln bez. des Bart tragens, Kleidervorschriften und was Du glauben und Denken darfst, stammen von Menschen und haben nichts mit Gott zu tun.

        Mein Ratschlag wäre, sich nicht mehr soviel damit auseinander zu setzen wie es wäre wenn man zurück geht, sondern stattdessn sollte man sein Leben so gestalten, dass man ohne diese Religionsgemeinschaft auskommt. Denn dann baut man für die Zukunft. Man muss diesen Lebensabschnitt einfach mal abhaken können, dann geht es einem gleich viel besser. Das wünsche ich jedem von ganzem Herzen.

        Liebe Grüße Manfred

        1. Dennis says:

          Lieber Manfred,

          vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich glaube ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt, weil ich die Fragen in diesem Kommentar an Gerrit in der „Ich“-Form geschrieben habe.

          Sei unbesorgt, diese Fragen sind für mich schon längst beantwortet!

          Es ging mir darum für Gerrit einige Fragen zum Nachdenken an die Hand zu geben.

          LG
          Dennis

    4. Hopefull says:

      Lieber Bruder Gerrit

      sich von mir ein herzliches Willkommen auf dieser Seite und vielen dank für Deinen so offenen Kommentar.
      Deine Erfahrung erinnert mich an eine kleine Geschichte, die ich vor kurzem in einem anderen Forum gefunden habe. Die Geschichte heißt Eine exklusive Kirche? und lautet so:

      Ein Farbiger wünschte in eine New Yorker Gemeinde aufgenommen zu werden.
      Der Pfarrer war reserviert.
      „Ja,“ sagte er, „da bin ich nicht sicher, ob es unseren Gemeindemitgliedern recht sein würde. Ich schlage vor, sie gehen erst mal nach Hause und beten darüber und warten ab, was ihnen der Allmächtige dazu zu sagen hat.“
      Einige Tage später kam der Farbige wieder. Er sagte:
      „Herr Pfarrer, ich habe ihren Rat befolgt. Ich sprach mit dem Allmächtigen über die Sache und er sagte: „Bedenke, das es sich um eine sehr exklusive Kirche handelt. Du wirst wahrscheinlich nicht hinein kommen. Ich selbst versuche das schon seit vielen Jahren, aber bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen“.

      Johann. 6: 66-69:
      Da sprach Jesus zu den Zwölften: Wollt ihr etwa auch weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? DU hast Worte des ewigen Lebens;, und wir haben geglaubt und erkannt, dass DU der Heilige Gottes bist.

      1. Kor.6: 15,16:
      Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Oder wisst ihr nicht, dass wer der Hure anhängt, EIN Leib mit ihr ist? „Denn es werden,“ heißt es, „die zwei EIN Fleisch sein“. Wer aber dem Herrn anhängt, ist EIN Geist mit ihm.

      Wer die Hure ist, wissen wir aus der Offenbarung.

      Mat. 11:28-30:
      Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

      Lieber Gerrit, es tut mir von Herzen weh, wie Du Dich mit Schmerzen durchbohren lässt, wenn Du immer wieder einen neuen Versuch zur Aufnahme startest.
      Jesus ist es, der Dich liebt und Du musst nichts weiter tun, als nur zu ihm zu gehen. ER ist von Herzen demütig und sanftmütig und sein Joch ist sowas von leicht.! er wird Dich nicht geknickt und weinend nach Hause schicken. Man braucht keine Organisation um zu Jesus zu kommen und schon drei mal nicht eine, die sich selbst auf seinen Thron gesetzt hat und Jesus ausgeschlossen hat. Auch ihn würden sie nicht mehr aufnehmen, wie in der kleinen Geschichte oben. Sie würden ihn, wie Dich, weg schicken.

      Natürlich musst Du Deine Entscheidung selbst treffen und sollst nicht zu etwas gedrängt werden. Deswegen habe ich einfach ein paar Bibelstellen aufgeschrieben, die Dir vielleicht helfen können.

      Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Gottes Segen und die unendliche Liebe unseres Herrn Jesus Christus und natürlich die kostbare christlich Freiheit.
      Du wirst es spüren was das bedeutet und wie wertvoll die christl. Freiheit ist!

      Liebe Grüße Hope

    5. Winston@Gerrit says:

      Lieber Gerrit,

      ich hab es zwar zum Glück nicht zum Ältesten gebracht und bin mit 25 Jahren relativ schnell draußen gewesen. Das war die Beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe vier Kinder und zwei Enkel, die alle nicht ZJ sind und pflege zu ihnen einen herzlichen Kontakt.
      Dazu kommt, dass ich einen interessanten guten Beruf ergreifen konnte und deshalb nie finanziellen Sorgen hatte. Wenn ich mir vorstelle, ich wäre noch heute ZJ, so würde ich irgendwie das Gefühl haben nichts aus meinem Leben gemacht zu haben.
      Ein Wiederaufnahmeverfahren, das darauf beruht Busse zu tun, sich selbst zu isolieren von allen echten Freunden, Kollegen und auch Verwandten ist für mich unvorstellbar. Wie sehr muß man sich selbst verachten, um eine derartige Prozedur auf sich zu nehmen. Wir sind nicht mehr im Mittelalter, wo Selbstgeisselung ein Ausdruck christlicher Gesinnung war. Bleibe weiterhin ein bekennender Christ, und vergib denen, die unchristlich handeln. Es gibt so viel mehr Brüder im Geiste, die Dich unterstützen können und das auch tun. Viele davon sind hier zu finden. Sicherlich ist es am Anfang schmerzhaft die Reaktionen vermeintlich guter ZJ-Freunde ertragen zu müssen, aber die sind „schlechte Gesellschaft“ und Du kannst froh sein, nicht mehr in die Verlegenheit zu kommen ihre abstrusen Gedanken und Vorurteile verbunden mit Befehlen wie das Böse hassen, jemanden zur Besinnung bringen, Familienbande aufzulösen usw. auf Deine Person wirken zu lassen. Wir sind nicht die Hunde, die zu ihrem eigenen Gespei zurückkehren.
      Kopf hoch es gibt viele wahre Christen, die Dich gerne unterstützen und als Geschöpf Gottes achten.
      liebe Grüße
      Thomas

    6. Fuchs says:

      Lieber Gerrit

      Auch von mir erstmal ein herzliches willkommen.
      Deine Beschreibung der Dinge die dir widerfahren zeigt mir wieder einmal mehr welcher Geist in den Versammlungen herrscht.
      Dir ist ein Fehltritt passiert und du selbst schreibst das das nicht hätte passieren dürfen, du hast also diesen Fehler bereut so wie uns Apg. 3:19 rät.
      So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen (Genfer).
      Aber anstatt dir zu zeigen was Nächstenliebe bedeutet, richten sie weiterhin über dich und vergessen dabei die Worte unseres Herr Jesus aus Lukas 6:37: Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprecht los, so werdet ihr losgesprochen werden (Genfer).
      Natürlich ist es schwer die Gemeinschaft der Brüder zu verlieren, aber auch darauf wies Jesus schon hin. Markus 13:12-13. Gleichzeitig zeigt aber die Art und Weise wie mit dir umgegangen wird um welchen Sklaven es sich in Wirklichkeit handelt. Treffend wird er in Matthäus 24:48-51 beschrieben. Dort heisst es: Wenn aber jener böse Knecht (Sklave) in seinem Herzen spricht: mein Herr säumt zu kommen und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
      Deshalb lieber Gerrit halte an unserem Herrn Jesus fest, denn nur er hat die Befugnis zu richten und zu vergeben und uns zum ewigen Leben zu führen.
      So lass dich auch von mir digital umarmen und willkommen heißen.
      Gruß vom Fuchs 🙂

  14. Mamre says:

    Guten Abend,

    wahrscheinlich steht das schon irgendwo. Aber ich finde es schon arg, wenn es inzwischen in allen Fällen nur noch heißt „… ist kein Zeuge Jehovas mehr.“ Wenn das aber oft einfach nicht stimmt?

    Lieben Gruß,

    Mamre

  15. Hans says:

    Hi Uwe,

    ZITAT „Mit welchem Argument könnten die Ältesten auf so ein schmales Brett kommen? Die totale Isolation? Versteht die lK bzw der tuvS das unter liebervoller Zurechtweisung und Zucht? “

    Ja, so schaut die liebevolle Hilfe aus, die ein Komitee bzw. die Ältesten leisten. Das erklärte Ziel eines Komitees ist zu helfen. So wird das verkauft.

    Vielen Dank für dein trauriges Praxisbeispiel.

    Woher wissen eigentlich die Ältesten von dem Ausmaß des Kontakts? Bei solchen Angelegenheiten kenne ich einige, welche die Kontaktsperre im Prinzip missachten. Nur was ein Ältester nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

    Aber alleine, dass man so denkt (oder gar denken muss), zeigt, dass irgendwas an dem ganzen Verfahren im Allgemeinen nicht passt.


    Mat 18:10-14
    10 „Hütet euch davor, hochmütig auf die herabzusehen, die euch gering erscheinen. Denn ich sage euch: Ihre Engel haben immer Zugang zu meinem Vater im Himmel.1
    12 Was meint ihr: Wenn ein Mann hundert Schafe hat und eins läuft ihm davon, was wird er tun? Lässt er nicht die neunundneunzig in den Bergen zurück, um das verirrte Schaf zu suchen?
    13 Und ich versichere euch: Wenn er es endlich gefunden hat, freut er sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verlaufen hatten.
    14 Ebenso will mein Vater nicht, dass auch nur einer, und sei es der Geringste, verloren geht.“

    LG
    Hans

  16. Uwe Schöning says:

    Wusste nicht, wo das anders hinpasst.
    Folgende Situation:
    Meine Cousine (20/21) hat sich 2011 freiwillig der Gemeinschaft entzogen. Aus Gesprächen mit ihr weiß ich, dass der Glaube an Jehova und an das Opfer Jesu immer noch vorhanden ist.

    Dieses Jahr im Mai hat sie ihre Rückkehr bgeschlossen – trotz Heulkrämpfen und ähnlichen.
    Heute berichtet mir ihr Exfreund (mit dem sie sich weiterhin freundschaftlich trifft), dass sie nach der Zusammenkunft von den Ältesten (ihr Vater war NICHT dabei) in ein Privatgespräch gebeten wurde. Mit einer mir unbekannten Stelle wollten sie sie darauf hinweisen, dass sie, da sie in einer eigenen WOhnung wohnt, den Kontakt mit ihrer Familie (ihren getauften und aktiven!) Eltern eher einschränken/ vermeidne soll, damit sie „die Sache beschleunigen“ könne. Mit der Sache wird zweifelsohne ihre Wiederaufnahme gemeint.

    Da meine Cousine dazu angehalten wird, keine Freunde in „der Welt“ zu haben, die Glaubensbrüder und schwestern keinen Kontakt mit ihr haben dürfenwollensollen, hätte sie nur noch ihre Familie. Mit welchem Argument könnten die Ältesten auf so ein schmales Brett kommen? Die totale Isolation? Versteht die lK bzw der tuvS das unter liebervoller Zurechtweisung und Zucht?

    Ich hoffe sehr, dass ihre Verunsicherung dazu führt, dass sie ihr Herz weiter für Jehova und für seinen Mittelsmann Jesus öffnet, damit sie sie aus diesem Babylon herausziehen können.

    1. Matthäus says:

      Dieses isolieren von „reuigen Sündern“ ist eine große Menschenverachtung. Die Auswüchse auf diesem Gebiet sind vielfältig und teils verrückt. In der Versammlung meiner Jugendzeit war eine Sr. ausgeschlossen, auch sie wollte zurück. Nachdem sie eine Frage der Ältesten ehrlich beantwortete wurde ihr die Wiederaufnahme versagt!

      Die Frage lautete: liest du auch die Zeitschriften regelmäßig? – nein nicht immer – allein das war ein Grund auch NEIN zu sagen. Haben solche Hirten je begriffen was Jesus in Matthäus 18 über verlorene Schafe sagte?

      Diese Ältesten sollten einmal darüber nachdenken wie Paulus im 2. Brief an die Korinther die Angelegenheit mit dem Ausgeschlossenen regelte bzw. anordnete!

      Lg. Matthäus

      1. Frank&Frei says:

        lieber Matthäus, wir erkennen, wie sehr der Sklave seine Capos instruiért die Schafe zu schlagen.
        Es ist einfachnur traurig, wie unvollkommene, oftmals verlogene Männer sich als Richter aufspielen.
        sie vergessen, dass mit dem Maß, mit dem sie messen sie selbst gerichtet werden.
        Ich kann,will und werde da keinesfalls jemals wieder mitarbeiten.
        Wir tragen als einzelne für uns vERantwortung. Aber wenn wir Diener sind, so haben wir ein Bürde zu tragen, die von uns mehr fordert als nur mit geschwollener Brust auf der Bühne Phrasen einer selbstgefälligen Organisation nachzuplappern oder gar in Orwell Manier für den imaginären Sklaven zu beten.
        Nicht uns gebührt die Ehre Herr, sondern dir
        Allen Lesern einen lieben Gruss. auch wenn auf mir großer Druck lastet – innerlich fühle ich mich frei und glücklich

    2. Dennis says:

      Lieber Uwe,

      die kranke, menschenverachtende Logik ist ganz einfach:

      Treibe Menschen in die totale Isolation, damit sie nur noch die WTG als Rettungsanker haben. Damit wird die Wiederaufnahme zum seelischen Überlebenskampf. Deine Cousine würde wahrscheinlich sehr, sehr weit gehen um dieses Ziel zu erreichen. Deshalb wird sie vermutlich auch 100%ig gehorsam sein, egal was die Ä. ihr anordnen.

      Wie gesagt funktioniert dieser Psychoterror nur, wenn die betreffende Person keine sozialen Kontakte außerhalb der WTG hat.

      Ich wünsche Deiner Cousine von Herzen, dass sie noch rechtzeitig den Absprung schafft und diesen Weg zurück nicht geht. Wenn sie erst wieder „integriert“ ist, wird die Abhängigkeit von der WTG noch größer. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein „Rückkehrer“ nochmals irgendetwas hinterfragen wird.

      LG
      Dennis

  17. Anna says:

    Liebe Brüder und Schwestern,

    allein das Wort „Gemeinschaftsentzug“, welche Grausamkeit steckt dahinter. Eine der schlimmsten Formen von Diskriminierung.

    Bei Wikepedia kann man unter einiges „Exkommunikation“ nachlesen. Bei den großen Kirchen bedeutet dies in unserer Zeit, dass man nicht mehr kirchlich heiraten kann, keine Kinder taufen lassen darf, keine Sterbesakramente erhält und keine kirchliche Bestattung. Mit keinem Wort wird jedoch erwähnt, dass jemand Freunde und Familienangehörige verliert.

    Es gibt auch „Parteiausschlussverfahren“. Was aber nicht anderes bedeutet, dass jemand, der nicht mehr die Ziele der Partei vertritt, eben nicht unter dem Namen der Partei auftreten darf. Auch hier gibt es selbstverständlich kein Kontaktverbot.

    Was mir besonders weh tut ist die Lüge mit der öffentlich davon gesprochen wird, dass es kein Kontaktverbot gäbe (z.B. Interview Brd. Rudke). Jeder von uns weiß, wer der Vater der Lüge ist!

    Die Brüder und Schwestern die freiwillig gehen oder gegangen wurden leiden, wie auch von Brd. Mave beschrieben, seelisch und körperlich darunter. Jehova verursacht keine Leiden. Wohl aber der Satan der sich daran ergötzt.

    Daher darf sich jeder Zeuge Jehovas fragen, der sich an dieses Kontaktverbot hält, wem er hier in Wirklichkeit dient.

    Niemals wollte unser Herr Jehova eine solche Verfahrensweise bis hin in die Familie. Allen verstoßenen Schafen wünsche ich Herzensfrieden.

    Ein schöner Text, der mir dazu einfällt:

    Hebräer 3:11 Hfa)

    „Jetzt haben sie alle den einen Vater: sowohl Jesus, der die Menschen in die Gemeinschaft mit Gott führt, als auch die Menschen, die durch Jesus zu Gott geführt werden. Darum schämt sich Jesus auch nicht, sie seine Brüder und Schwestern zu nennen“

    Liebe Grüße aus dem Dauerregen wünscht Anna

  18. Maverick says:

    Hallo ihr alle….
    Ich bin vor gut zehn jahren exkommuniziert worden, nachdem ich über einen zeitraum von ca. 5 jahren etliche komitees + berufungskomitees habe über mich ergehen lassen (müssen).
    Seither ist mein leben ein eiziges wirrwar. Beziehungen scheitern alle nase lang, meine innere u äussere struktur bricht regelmässig in sich zusammen, hin und wieder gehen die pferde mit mir durch, dann bin ich im nächsten moment der grösste denkbare jammerkloß…. Etc pp. Völlig sinnentleert und orientierungslos, teils manisch bis hin zu ansatzweise suizidär, berg und tal.
    Zig umzüge, jobwechsel…., verlust der familieren bindungen, da zj, sprich entwurzelung….

    Endlich habe ich mich getraut, meinen eltern zu schreiben:

    Hallo mama + papa,

    Zurückkommend auf eure letzte mail.

    Zu schlagen mit kleiderbügeln ist NICHT gewaltfrei.

    Zu schlagen mit kochlöffeln ist NICHT gewaltfrei.

    Zu schlagen mit ledergurten ist NICHT gewaltfrei.

    Zu schlagen mit händen und fäusten ist NICHT gewaltfrei.

    Ob man in der kirche schlägt oder zuhause, es ist NICHT gewaltfrei.

    Ob man es heute noch wahrhaben will oder nicht, es war NICHT gewaltfrei.

    Die sekte der zeugen jehovas beherrscht durch angst und gewalt.

    Ein normales elterliches gewissen hätte das sehen müssen.

    Die sekte der zeugen jehovas pervertiert sexuell. Eine grundnormale jugendreife wird versagt. Jugendliche in ihrer reife entwürdigt.

    Wie kann man so etwas mitleben und weitergeben???

    Hinterfragt ihr eigendlich nicht mehr? Wann habt ihr aufgehört selber zu denken und zu fühlen?

    Kuss, xxx

    Ich empfinde diese seite hier als sehr erfrischend.
    Ich dachte immer, gott hätte mich verworfen und ich damit keine existenzberechtigung mehr, eigendlich müsse ich mich selber strafen, immer mehr und mehr. Bis hin zum eigenen lebensboykott…. Um wieder zu gott gelangen zu können.
    Oder aber alles verachten, gott, das leben, einschliesslich meiner selbst.
    Gut gehen dürfe es mir nicht und glück stünde mir nicht mehr zu, wenn erlebt muss es irgendwie wieder zerstört werden, damit ich mich weiter demütigen und strafen kann.
    Trotzdem immer diese sehnsucht nach erlösung, annahme, liebe….

    Ein ziemliches dilemma, aber ich bin – auch dank diesen seiten hier – zuversichtlicher geworden….

    Danke + grüße,
    Mave

    1. Aaron says:

      Hallo Mave,
      danke für deine Offenheit. Ich kann dies alles was du schreibst sehr gut nachempfinden. Mir ging es ähnlich und vielen anderen Lesern und Schreibern wahrscheinlich auch, wenn vielleicht nicht in diesem extrem Ausmaß. Das schlimme daran ist, dass sich die ZJ bestätigt sehen, weil viele Aussteiger seelische Schmerzen erleiden. Ein Beweis dass Gott sie verlassen hat?? Mitnichten. Das sind Auswirkungen ihrer Erziehung, ihres Umgangs mit ihren Anhängern. Sie fesseln dich an einen Rollstuhl und bringen dich überall hin, aber wenn du nach vielen Jahren mal auf eigenen Beinen stehen, bzw. laufen willst, hast du Probleme. Das hast du nie gelernt, wurde dir nie beigebracht. Dass es dir dann schlecht geht ist eine Folge ihrer Politik, nicht ein Zeichen dass Gott dich verlassen hat.
      Die andere Seite: wir haben dies jahrelang mit uns machen lassen!!
      Du hast bereits wichtige Schritte unternommen und scheinst auf einem guten Weg zu sein.
      Wünsche dir viel Kraft dabei. Ich denke du bist hier richtig um wieder Mut zu fassen für das Leben, die Liebe, für eine Beziehung mit Gott ohne religiöses Getue.
      Gruss
      Aaron

    2. Shannon says:

      Hallo Maverick,

      erst mal herzlich willkommen bei uns. Ich kann dir zustimmen, diese Seiten geben vielen Hoffnung.

      Es erfordert viel Mut, deinen Eltern so eine Mail zu schreiben. Ich finde es aber gut, dass du das gemacht hast.

      Zitat:
      [quote]Ich dachte immer, gott hätte mich verworfen und ich damit keine existenzberechtigung mehr, eigendlich müsse ich mich selber strafen, immer mehr und mehr. [/quote]

      Wie du siehst, hast du dir mit deinen Gedanken dein Leid selber geschaffen. Das ist keine Spezialität von Kindern von Zeugen, das geht quer durch alle Schichten der Bevölkerung, wobei das von den Kindern von Zeugen noch getoppt wird.

      Aber du hast es erkannt und bist auf einem guten Weg. Die Mail an deine Eltern ist schon mal der erste Schritt.
      Wenn du jetzt noch deinen Eltern vergeben kannst, so wie Jehova uns vergibt, wenn du dann auch noch dir selber vergeben kannst, dann wird Friede in dein Herz einkehren.

      Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass auch du unserem Hirten Jesus Christus nachfolgst. Du wirst sehen, seine Last ist leicht und seine Weide satt und saftig.

    3. Ulrike P. says:

      Hallo Maverik,
      prima das du da bist! 😀

      Das liest sich, als wärest du zwar körperlich er Hölle entronnen, aber der Rest von dir sich noch mittendrin befindet.

      Es ist sehr erschütternd deine Zeilen zu lesen…du hast ja die volle Breitseite abbekommen. :-/

      Ich wünsche mir für dich, dass du hier weitere geistige und auch seelische Unterstüzung findest, damit du dich von all dem was du erleben musstest, ganz befreien kannst.

      Vor allem von dem Gedanken, du seiest von Gott verworfen…denn das Gegenteil ist der Fall: Er ist gerade dabei, dich zu seinem Sohn zu führen. – Dem Einzigen, bei dem wir Menschen schon jetzt Erlösung finden können.

      Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen.

      LG Ulli

    4. Matthäus says:

      Hallo Mave,

      auch von mir ein herzliches Willkommen.
      Deine Erzählungen lassen nichts gutes rückschließen was du erlebt hast. Sei dir jedoch gewiss du bist nicht alleine. Deine Ängste
      der Unwürdigkeit oder Sorge und Angst möchte ich dir gerne nehmen.

      Wie dir bereits andere Trost zugesprochen haben – bitte denke immer daran wie Jehova mit Menschen gehandelt hat – NIEMALS hart oder gar grausam – denke an das Volk Israel, vielleicht ließt du dir einmal das 9. Kapitel von Nehemia besonders ab dem Vers 16 durch! Welch störrisches Volk und wie ihr Gott sie dennoch behandelte. Oder auch Ps. 78 beschreibt dies mit ähnlichen Worten:

      33 Da ließ er ihr Leben ohne jeden Sinn verstreichen, von Angst erfüllt gingen ihre Jahre dahin. 34 Immer wenn Gott einige von ihnen tötete, fragten sie wieder nach ihm, von Reue ergriffen suchten sie Gott. 35 Dann erinnerten sie sich, dass er ihr Beschützer war, dass er, der Höchste, sie befreit hatte. 36 Aber ihre Reue war nicht echt: Jedes ihrer Worte war eine Lüge, nichts von dem, was sie sagten, war ehrlich. 37 Ihr Vertrauen auf Gott war schwach und unbeständig; sie standen nicht treu zu dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte. 38 Trotzdem blieb er barmherzig, vergab ihre Schuld und tötete sie nicht. Immer wieder hielt er seinen Zorn zurück, anstatt ihm freien Lauf zu lassen. 39 Er wusste ja, wie vergänglich sie waren – flüchtig wie ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt. 40 Wie oft boten sie Gott die Stirn, wie oft verletzten sie ihn tief, dort in der Wüste! 41 Immer wieder forderten sie ihn heraus, sie beleidigten den heiligen Gott Israels. 42 Sie vergaßen seine Macht und den Tag, an dem er sie von ihren Feinden befreit hatte.

      Sind das nicht tröstliche Worte?
      Oder ließ Dir den ersten Artikel hier in Bruderinfo vom Juni 2010
      durch: Bleib in der Liebe Jehovas – dort sind hervorragende Gedanken des Trostes und der Ermunterung enthalten.

      Liebe Grüße
      Matthäus

    5. Alois says:

      Lieber Mave

      Auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns.

      Wenn man die Bibel nicht mit einer Religionsorganisationsbrille liest, dann kommt man zum Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit von Jesus aufgenommen und gerettet zu werden, dann am Höchsten ist, wenn man von den Mitbrüdern in den Versammlungen verachtet wird.

      Deswegen fasse Mut und vertraue unserem Retter Jesu und unserem Vater Jehova. Beide können nichts für die vielen Verfehlungen der Organisation und ihrer Helfern und Helfershelfer.

      Eben habe ich einen andern Kommentar zu diesem Thema geschrieben:

      http://www.digidatanet.de/?p=761&cpage=6#comment-10630

      Liebe Grüße
      Alois

    6. Uwe says:

      Hallo Maverick,
      ich habe diese Seite erst selbst an diesem Tage entdeckt. Glücklicherweise wuchs ich in einem Haus auf, in dem der „Wahn“ nicht überhandnahm. Vielleicht verdanke ich das sogar dem Umstand, dass es ein religiös geteiltes Haus war. Deshalb sind „Züchtigungen“ dieser Art, wie du sie offensichtlich erlebt hast von mir nicht nachvollziehbar. Es ist kaum realisierbar, wieviel Vertrauen an die Eltern hierbei verloren geht. Dass du immer noch ein „Kuss“ hinten dran steht, zeigt mir, dass du deine Eltern nicht aufgegeben hast. Ich bin beeindruckt von deiner Geduld.

      Deine Zweifel an dir selbst… deiner Strafe, die sogar zum Lebensboykott hätte führen können, sind ein mindestens fahrlässig herbeigeführter, wenn nicht sogar gewollter Effekt dieser von der WTG auferlegten Zuchtmaßnahme. Doch einsehen wird es natürlich niemand. Erst vor kurzem eröffnete meine Cousine mir auf meiner Nachfrage hin, dass sie wieder in den Schoss der Versammlung zurückkehren wird. Sie ist in die Organisation hineingeboren und hat bald 20 Jahre lang eine Abhängigkkeit von dieser Organisation entwickelt. Sie zeigte sich dankbar für die Züchtigung, das Ignorieren… dabei hatte sie anfangs selbst versucht ihren Horizont zu erweitern. Falsche Freunde hielten sie leider zu sehr am Boden fest. #

      Erst heute aufgrund jüngerer Ereignisse musste ich meiner Frau eröffnen, dass ich über meine eigene Vergagngenheit und Erfahrungen noch nicht hinweggekommen bin und noch einiges aufarbeiten muss. Ich wünsche dir viel Glück und Stärke auf deinem eigenem Weg!

      1. Maverick says:

        Ich danke euch allen für euer „willkommen“!

        Es fällt mir sehr schwer, übeehaupt noch zu glauben. Worte wie „versammlung“ ersetze ich gerne durch „kirche“. Verweltliche wo es nur geht die sprache der wtg….

        Ich habe ein komplexes ptbs. Nicht von ungefähr. Nach icd 10 auf traumastufe ii diagnostiziert. Falls das jemandem was sagt. Die gleiche stufe haben kz- häftlinge. Und ich lebe auch noch. Ja.

        Gott hat mir zumindest mitgegeben, den überlebenswillen und ein hübsches gesicht…..

        Habe am we einen zeugen-jehovas stand in der stadt gesehen (münster, westf.) Neben den salafisten….. Nur das letztere noch rosen verteilen…..

        Wie kann man überhaubt wieder an irgenwas glauben? Über prophetien sprechen? Sowas?

        Wünsche frohe phingsten!

        Mave

        1. Ulrike P. says:

          Hallo Mave,
          ZITAT:
          „Wie kann man überhaubt wieder an irgenwas glauben?“

          Der Glaube wurde durch die WTG auf Worte beschränkt. Auf das Gehirn, welches von ihnen erst gewaschen und dann vermüllt wird.

          Aber der Glaube an den Christus kommt ohne viele Worte aus. Wir brauchen ihm nur unser Herz zu öffnen und ihn einzulassen.

          Das ist alles.

          Dann kommt sein Frieden und dann finden wir auch wieder Worte mit denen wir anderen das nahe bringen können, woran wir voller Zuversicht glauben.

          LG Ulli

        2. Sascha says:

          Hallo Mave,

          danke für deine Offenheit. Ich dachte bei deiner Beschreibung spontan daran, dass es bestimmt kein Zufall ist, dass du den Weg hierher gefunden hast.

          Denk doch mal darüber nach: Jehova und Jesus haben es bis heute nicht zugelassen, dass du völlig aufgibst. Ich kann mich noch sehr gut an eine Zeit erinnern, in der ich genauso gedacht habe, wie du. Dann zu erleben, wie ich Stück für Stück aus diesem Tal herauskam, ist mit das Schönste, was ich in meinem Leben erfahren habe. Du bist bis heute trotz deiner schlimmen Krankheit am Leben, jetzt hast du hier Geschwister gefunden, die deine Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden können. Gib also nicht auf, auch wenn es nicht von heute auf morgen geht, aber sei dir sicher, dass es einen Grund dafür gibt, warum du es bis hierher geschafft hast.

          Wir sind hier mit Sicherheit jederzeit für dich da. 🙂

          Schöne Grüße

          Sascha

    7. Eddi says:

      Welch eine Kraft von dir ausgeht, Mave: Dass du diese deine Eltern trotz solcher Verfahren an dir noch küssen kannst! DAS ist gottgleiche Liebe, denn sie selbst haben dies als richtige Handlungsweise indoktriniert bekommen. Vielleicht haben Sie jetzt die Chance zu begreifen, dass gut gemeint nicht immer gut gemacht bedeutet.

      Mit jeder Faser meines Herzens empfinde ich mit dir! Aus eigener Erfahrung. Und ich weiß auch, es wird noch lange dauern, bis die Wunden vernarben.

      Bitte lach mich nicht aus, aber gerade das Thema des anstehenden Bezirkskongresses ist durchaus eine Hilfe bei der Verarbeitung. „Behüte dein Herz“! O ja! Halte es fest, denn Älteste und andere versuchen es dir zu stehlen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Als ich auf diese Seite kam, war ich auch mehr tot als lebendig und hatte auch nur den Gedanken: Warum soll ich weiterleben, wenn ich diesem Jehova doch sowieso nie gut genug sein kann? Obwohl ich „vom Kopf her“ mittlerweile weiß, dass es nicht an Gott liegt, jedenfalls nicht an dem Wahren und Allmächtigen, sondern an einem nachgebauten, pervertierten Organisationsgott, lassen sich die jahrelangen und sorgsam eingeprügelten Schuldgefühle nicht einfach auslöschen. Immer wieder schleichen sie sich ein. Nach ersten auferbauenden „Mahlzeiten“ von BI las ich das Ältestenlehrbuch und wusste, die ganzen Diskriminierungen waren nicht etwa nur menschliche Verfehlungen wie ich immer dachte, sondern tatsächlich Vorschriften Made USA! Ich habe diese Täter mehr entschuldigt als die selbst umgekehrt es jemals tun würden.

      Aber das ist keineswegs schlimm oder verkehrt: Gott selbst kennt unser Herz und wir können unser Herz IHM gegenüber tatsächlich versichern. Eine Versicherung ist ein Vertrauensschutz, eine Garantie, aufgefangen zu werden im Notfall. Die Prämie wurde vor fast 2000 Jahren gezahlt: Durch das Opfer Jesu Christi, damit wir von dieser unverdienten und doch so dringend benötigten Gnade ohne schlechtes Gewissen Gebrauch machen dürfen.

      Du bist ein herrlicher Krümel auf Gottes Kuchen, bleib so – und sei ganz herzlich willkommen in der Gemeinschaft derer, die sich nicht über einen anderen mit dem Blut Jesu Erkauften erheben.

      Ganz herzliche Grüße
      Eddi

  19. armes Schaf 2012 says:

    Ihr lieben alle!die zeit der hobbyrichter ist vorbei!es wird schon längst beurteilt, und bewertet, wie diese schmach und das vor allem familiere leid, nur durch die neue ordnung, und den richterspruch unseres herrn gesühnt werden kann!deshalb gibt es bruderinfo!hier wird durch alle irgendwie aufgeklärt,und informiert.natürlich auch klargestellt wenn es so sein soll!die brüder der info sind immer taktvoll und höflich,niemand wird so behandelt so wie in 90%unserer versammlungen!es wird hier versucht christliche brüderliche liebe zu fördern.einer steht für den anderen ein! jedenfalls bemühen wir uns alle hier dieses zu verbessern?bis denne..das schaf vom rheindeich.

  20. Silke says:

    Liebe Brueder hier auf BI. Ich bin so froh das ich durch Zufall hier gelandet bin. Ich lese und hoere hier seit Wochen die vortraege und Kommentare. Als Ausgeschlossene und jemand der doch nie die Liebe zu Jehova und Christus verloren hat fuehlt man sich Glaubenstechnisch wie i. Einem Vakuum. Das Lesen der augenoffnenden Artikel und Kommentare hat mir sehr geholfen u.d so langsam traue ich mich auch wieder zu beten. Ich habe so viel „Schmutz“ in der Organisation gesehen und so viel Haerte erlebt und doch war ich immer noch der Meinung ohne die „Organisation“ kann ich mich Jehova nicht naehern. Ihr habt mir sehr geholfen und ich kenne wieder meinen Weg. Ich war ueber 30 Jahre eine treue Zeugin und es ist eine schmerzliche Erfahrung und ein bitteres Eingestaendnis einer Art Hirnwaesche erlegen zu sein.

    1. Alois says:

      Liebe Solke

      Herzlich willkommen bei uns hier in Bruderinfo.
      Das Du ausgeschlossen wurdest ist schlimm, abe rbei uns bis Du nicht ausgeschlossen, egal ob wir selbst ausgeschlossen sind oder nicht.
      Bei unserem Vater Jehova und seinem Sohn Jesus bist Du auch nicht ausgeschlossen, denn für ihn gelten die strengen Menschengebote nicht. Im Gegenteil, genau die Schwachen und geschlagenen Schafe sucht Jesus zusammen zu seiner Herde. Die Böcke die lieber die Organisation als ihren Hirten betrachten lässt er zurück, weil sie nicht in Jesu Herde sein wollen.
      Wer sich für die Organisation entscheidet, entscheidet sich atomatisch gegen Jesus!

      Bleibe im Glauben an unseren Hirten Jesus, der uns am Ende retten wird wenn wir ihm vertrauen und ausharren.

      Liebe Grüße
      Alois

      1. Silke says:

        Lieber Alois
        Vielen Dank für den Willkommensgruß. Ich habe mich sehr gefreut. Deine Artikel und Kommentare lese ich sehr gerne weil sie aufbauen und nicht niederreißen weil sie Hoffnung geben und nicht Hoffnungslosigkeit aufzeigen. Genau das Gegenteil was man in der Organisation erlebt und vermittelt bekommt – das Gefühl nicht genügend zu leisten und mehr und mehr tun zu müssen ohne jemals den Ansprüchen genügen zu können.

        1. Matthäus says:

          Liebe Silke!

          Auch von mir einem Leidensgenossen ein herzliches Willkommen!
          Wenn Du gestattest schreibe ich Dir auf Deine eMail eine PN.
          Derzeit bin ich immer noch gesundheitlich angeschlagen – nach über 3 Monaten KH Aufenthalt,
          Aber langsam, so hoffe ich werde ich meine Krankheit besiegen!

          Lg. Matthäus

          1. Silke says:

            Lieber Matthäus
            Danke für deine Nachricht. Ich habe schon beim lesen hier gemerkt das es dir nicht gut geht und du im Krankenhaus liegst – wusste aber nicht das du immer noch dort bist. Kannst mir gerne an meine Mailadresse schreiben. Ich freue mich über Nachricht.
            Alles Liebe und Gute Besserung und alles was man in diesem Zusammenhang wünschen kann.
            Silke

      2. derleser says:

        guten morgen lieber alois,

        zitat: Wer sich für die Organisation entscheidet, entscheidet sich atomatisch gegen Jesus! zitat ende

        diesen satz solltest du anhand der schrift nochmal für dich überprüfen. ich bin schockiert und ringe nach lieben worten …

        ich bete für dich um einsicht

        Die Liebe Jahwes, unseres Vaters und Jaschua’s, unseres Herrn und Königs sei mit Uns jetzt und in alle Ewigkeit

        1. Manfred says:

          Lieber derLeser,

          Hast Du einen bestimmten Bibeltext im Auge, der belegt, dass wir der Organisation folgen sollten?
          Wenn es diesen gibt, könntest Du ihn für alle hier einstellen, das wäre sehr hilfreich.

          Vielen Dank im Voraus und allen ein wunderschönes Wochenende

          Liebe Grüsse Manfred

        2. Micha says:

          Lieber Bruder „derleser“!

          Warum werden viele Brüder die auf unseren Schöpfer vertrauen und ihr Glauben auf unseren Herrn Jesus setzen und mit der HEILIGEN SCHRIFT antworten und argumentieren eben von dieser ORGANISATION rausgeworfen oder “ AUSGEBÜRGERT“?
          Prüfe doch bitte mal die DASEINSBERECHTIGUNG dieser Organisation oder des angeblich so0 „treuen“ Sklaven!

          Liebe Grüße Micha

        3. Dennis says:

          Lieber leser,

          in bin mir nicht ganz sicher wie Deine Worte zu verstehen sind. Wolltest Du damit sagen, dass der Glaube an „die Organisation“ essentiell wichtig ist?

          Du benutzt auch nicht „Jehova“ und „Jesus“ als Anrede sondern „Jahwe“ und „Jaschua“, was innerhalb der WTG doch garnicht geläufig ist.

          Vielen Dank vorab für die Aufklärung.

          LG
          Dennis

        4. Sascha says:

          Lieber Bruder DerLeser,

          was Bruder Alois geschrieben hat, ist aus meiner Sicht absolut richtig. Denn aus der Bibel geht klar hervor, dass man keine zwei Herren über sich haben kann. Er meinte sicher nicht damit, dass jeder, der sich noch in der Versammlung befindet, Jesus ablehnt.

          Es ging in seiner Aussage um eine Entscheidung. Wer sich für die WTG entscheidet, folgt Menschen, und damit dürfte klar sein, dass er sich nicht für Jesus entschieden hat. Die Israeliten glaubten damals auch, dass sie neben der wahren Anbetung auch den Baal anbeten könnten. Für diese falsche Einstellung findet das alte Testament deutliche Worte. Die Zukunft wird den Unterschied zwischen dem Folgen von Menschen und dem Folgen Jesu aber noch deutlicher zum Ausdruck bringen, damit auch wirklich alle wahren Schafe die WTG von sich aus verlassen können.

          Deswegen kann ich dem Kommentar von Alois zu 100 Prozent zustimmen.

          Schöne Grüße

          Sascha

          1. derleser says:

            guten abend ihr lieben,

            danke für eure antworten. organisation hin oder her, darum ging es mir nicht. ich bin da seit 1992 raus auf eigenen wunsch. einzig und allein ging es mir um verurteilung. und nichts anderes ist der satz.

            beispielhaft:

            jakobus 4 vers 11 Redet nicht schlecht übereinander, liebe Brüder und Schwestern! Denn wer jemandem Schlechtes nachsagt oder ihn verurteilt, der verstößt gegen Gottes Gesetz. Anstatt es zu befolgen, spielt er sich als Richter auf. 12 Gott allein ist beides: Gesetzgeber und Richter. Nur er kann verurteilen oder von Schuld freisprechen. Woher nimmst du dir also das Recht, deine Mitmenschen zu verurteilen?

            ich folge euch in allem was ihr über die org sagt. meine erfahrungen sind ähnlich. allerdings steht es uns nicht zu über die einzelnen menschen in der org zu urteilen. wir können nicht in die herzen sehen. und ich denke auch in der org gibt es liebevolle und ehrliche menschen wie hier auch. ausserdem ist es vor dem gerichtstag für jeden noch möglich den wahren weg zu finden und zu gehen. und sei es über diese seite oder über zeugnis einzelner. egal wie schwer es ist, wir ex können das am besten weil wir alles von der org aus eigenem erleben kennen.

            liebe grüsse derleser

          2. Alois says:

            Lieber Leser

            OK jetzt habe ich Dich verstanden.
            Mir geht es nicht um einzelne Personen, sondern um eine Grundhaltung im Glauben.
            Das hat nichts mit Verurteilen zu tun, das steht uns wirklich nicht zu. Aber vor falschen Lehrern und falschen Propheten warnen welche die Schafe dem Christus wegstehlen, das dürfen und sollten wir tun. Mehr sollten meine Worte auch nicht bewirken oder aussagen.

            Liebe Grüße
            Alois

        5. Alois says:

          Lieber Leser

          Entschuldige dass ich mich so hart ausgedrückt habe. Möglicherweise empfindest Du aber folgende Worte genauso hart.
          So wie Eva und Adam vor die Wahl gestellt wurden, ob sie die verbotene Frucht essen oder nicht, so war es viele Mal in der biblischen Geschichte.
          Noah musste entscheiden, ob er die Arche baut und hineingeht oder nicht.
          Lot und seine Frau musste entscheiden ob sie sich nach Sodom umdrehen oder nicht.
          Am Berg Sinai, ob sie das von Menschen gemachte Goldene Kalb anbeten oder nicht.
          Im Jahre 66, ob sie aus Jerusalem fliehen oder nicht.

          So gibt es noch sehr viele weitere Begebenheiten in der Bibel. Auffallend ist, dass man sich immer zwischen ZWEI Alternativen entscheiden musste! Nie gab es gleichzeitig mehrere Alternativen, eben wie der schmale Weg den wenige finden und der breite Weg den die Meisten gehen.

          Der aktuelle Votrag hat folgenden Bibelvers benutzt:

          1. Johannes 2: 26 Das müßt ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen. 27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus.

          Auch an vielen andren Bibelversen steht, dass man nicht Menschen folgen soll, ich kenne keine Bibelstellen die sagen man solle unbedingt und ungeprüft Menschen folgen. Und wenn wir keinen anderen Lehrer brauchen als der Heilige Geist, wieso sagt dann die Organisation nur sie sei der Lehrer? Weil sie uns, wie im Vers 26 steht, vom richtigen Weg abbringen wollen.

          Ich kann Dir nur dringend raten, nur Jesus zu folgen und nicht zu versuchen Jesus und gleichzeitig der Organisation, also Menschen zu folgen.
          Denn Heute stehen wir an der gleichen Stelle wie Adam und Eva, gehorchen wir Jehova und Jesus und benutzen die Bibel und den Geist unseres Vaters als unseren Lehrer, oder folgen wo Menschen als unseren Lehrer.
          Wieder ist die Entscheidung klar auf zwei Alternativen beschränkt. Entscheide Dich bitte richtig, beiden Herren kannst Du nicht dienen.
          Das bedeutet nicht dass man nicht in die Versammlungen gehen darf, sondern nur von wem bekomme ich das geistige Manna dem ich vertraue. .

          Liebe Grüße
          Alois

          1. Sascha says:

            Lieber „derleser“,

            Zitat: …allerdings steht es uns nicht zu über die einzelnen menschen in der org zu urteilen. wir können nicht in die herzen sehen. und ich denke auch in der org gibt es liebevolle und ehrliche menschen wie hier auch. ausserdem ist es vor dem gerichtstag für jeden noch möglich den wahren weg zu finden und zu gehen. Zitat Ende

            Da stimme ich dir voll zu, aber so habe ich die Worte von Bruder Alois auch gar nicht verstanden. Es war doch eine allgemeine Feststellung, dass man nicht zwei Herren dienen kann. Er hat aus meiner Sicht doch keine Einzelpersonen angegriffen oder verurteilt. Wenn der Kommentar so bei dir ankam, bin ich mir sicher, dass es ein Missverständnis ist, denn durch BI kenne ich Bruder Alois jetzt ein knappes Jahr, und weiß, dass er niemanden verurteilt und das er jedem Menschen wünscht, sich noch für Jesus zu entscheiden.

            Schöne Grüße

            Sascha

          2. derleser says:

            lieber alois,

            deinen worten kann ich mich uneingeschränkt anschliessen.

            du hast sicherlich aus meinem neuen kommentar herausgelesen worauf ich hinaus wollte. ich bin damals auch trotz prüfung meinerseits in die org gegangen und habe mich taufen lassen. gut, ich bin dann aus eigenem wunsch wieder raus, aber nicht weil ich damals das flasche erkannte. dazu bedurfte es noch viele jahre.

            glaubst du nicht auch, dass es viele liebe und aufrichtige menschen in der org gibt, die nur durch die gehirnwäsche die falsche speise des sklaven nicht erkennen? weisst du wie jehova über diese menschen urteilt? oder wie er über die menschen, die raus sind aus verschiedenen gründen und wo ihr glaube daran zerbrochen ist, urteilt? wahrlich, es steht uns nicht zu ein urteil zu fällen.
            leider war dieser satz ein pauschalurteil. und nur das möchte ich dir aufzeigen.

            ich kann mir vorstellen warum du so etwas geschrieben hast und das du es vielleicht anders gemient hast. aber dein satz kann so und so verstanden werden. ich habe ihn einigen anderen vorgelesen und dadurch auch gesehen wie unterschiedlich dein satz verstanden wird. ich habe ihn oder sollte ihn so verstehen wie ich und einige andere auch. und dadurch kam ich dazu dich, hoffentlich liebevoll beim zweiten versuch, darauf hinzuweisen.

            in den neunzigern war es schwerer zu prüfen und über den tellerrand zu schauen. durch das netz und seiten wie diesen hier ist es für menschen, die dinge prüfen wollen leichter. entscheiden muss jeder selber. es gibt nur zwei seiten wie du auch sehr schön ausgearbeitet hast. nur ist es nicht immer einfach all das zu erkennen. schon garnicht, wenn man dauerberieselt wird. aber da sollten wir auch jehova vertrauen, dass er uns die falschheit der org am ende in aller deutlichkeit aufzeigt.

            Die Liebe Jahwes, unseres Vaters und Jaschua’s, unseres Herrn und Königs sei mit Uns jetzt und in alle Ewigkeit der leser

            Erkenne die Listen des Teufels! Rüste dich zum Glaubenskampf gegen die Verführungen der Mächte der Finsternis, die hinter allem stehen! Vgl. Epheser 6:11

          3. Alois says:

            Lieber derleser

            Natürlich prüft Jehova die Herzen und rettet diejenigen, welche ein Funke Glaube an ihn, seinen Sohn und die Verheißung haben.
            Ich möchte ein Beispiel nennen:
            Wenn man einen klaren Widerspruch zwischen der Bibel und der Wachtturmlehre erkennt und legt diesen Widerspruch einem mündigen Zeugen, oder gar Ältesten vor und fragt, was stimmt jetzt, das was im Wachtturm steht oder das was die Bibel sagt?
            Dann werden einige Zeugen antworten, sie glauben das was der Wachtturm sagt, denn Jehova wird schon wissen warum er seinem irdischen Vertreter „LK“ es so gesagt hat.
            Damit haben sie klar Stellung für den falschen „t.u.v. Sklaven“ bezogen und geben sogar noch Jehova für die falschen Lehren des Wachtturm schuld.
            Bis zum Gericht können sie noch von ihrem falschen Glauben umkehren und alles ist vergeben. Aber wenn sie bis zum Gericht dabei bleiben, dass sie Menschen mehr gehorchen als Gott, was dann?
            Die Bibel nimmt da eindeutig Stellung.
            Deswegen muss man schon seine Brüder und Schwestern warnen, nicht der Organisation zu folgen weil das im Umkehrschluss bedeutet sich gegen Jesus zu stellen. Noch ist Zeit der Umkehr, deswegen ist Jehova mit seinem Gericht so geduldigt und wartet damit vielleicht doch noch der eine oder andere umkehrt.

            Es gibt keine Alternative zum freien konfessionslosen Christsein mit Jesus als unseren Hirten.

            Liebe Grüße
            Alois

        6. Eddi says:

          Ich grüße dich ganz herzlich.

          Der Antwortbutton bei deinem „zweitkommentar“ fehlt leider, aber wir kriegen das hin, oder?

          Ganz lieb, dass du für diejenigen betest, die andere verurteilen. Das ist auch nicht ironisch gemeint. Doch bitte prüfe einmal ganz genau, wer hier wen verurteilt. Wer die Bibel genau liest, der weiß, dass keine Organisation als solche Harmagedon überleben wird, sondern dass ALLE Menschen als Einzelne sich durch Jesus Christus vor Gott verantworten werden und diejenigen, die trotz aller Widrigkeiten im Leben an die Gnade und das Recht Gottes geglaubt haben (etwas, das sich ergänzt) können dies auch mit Fug und Recht und mit allem Trost unseres Gottes.

          Die Warnung vor der Organisation richtet sich nicht gegen die Einzelnen, Aufrichtigen, diejenigen, die in Demut und voller Eifer anbeten, sondern gegen die, die diesen Eifer und die Demut ausnutzen um über das hinauszugehen, was die Heilige Schrift sagt. Und dieses Urteil wurde von niemandem in unserer Zeit ausgesprochen: Offb. 22:18. Du hast wirklich Recht, niemand sollte eine andere Person verurteilen, dennoch besteht für mich persönlich ein großer Unterschied darin, ob ich jemanden verurteile oder sein (ihr) Verhalten b e u r t e i l e! Wie sonst könnte man zwischen Gut und Böse unterscheiden, zwischen jemand, der um mein Wohl besorgt ist, auch wenn er nicht meiner Meinung ist (oder deswegen) und jemand, der mich emotional ausplündern möchte?

          Wie könnten wir prüfen, ohne die Option zu haben, etwas als falsch zu verwerfen?

          Vielen Dank für deinen Beitrag, der mich zum nochmals überprüfen meiner Einstellung veranlasste.

    2. armes Schaf 2012 says:

      Wir,also Ruth und ich stehen zu Dir!!Lobet Jehova.Du bist hier nicht allein.

      1. Silke says:

        Danke auch euch Beiden für die angebotene Hilfe. Ich freue mich für euch das ihr gemeinsam diese „neue Erkenntnis“ genießen dürft. Ich werde versuchen sie meiner Tochter zu vermitteln der ich schon viel von Bruder-Info erzählt habe.

    3. Markus says:

      Hallo Silke,

      auch ich möchte dich hier herzlich willkommen heissen.
      Leider ist es mir ähnlich ergangen wie dir, so dass ich nach fast 20-jähriger Zugehörigkeit von der Versammlung ausgeschlossen wurde. Daher kann ich deine Situation sehr gut nachempfinden und weiss, dass fast jeder danach erstmal in ein tiefes Loch fällt, da niemand mehr für einem da ist. Die Lieblosigkeit dieser Organisation kennt keine Grenzen – wo der einzelne bleibt und was aus ihm wird interessiert überhaupt nicht.
      Aus welcher Gegend kommst du? Wenn du möchtest, dann darfst du mir auch gerne mal eine Mail schreiben unter: strauch12@freenet.de

      LG Markus

      1. Silke says:

        Lieber Markus
        Auch dir vielen Dankf für deinen Kommentar und die angebotene Hilfe. Gerne nehme ich dein Angebot an und schreibe dir auf deine Mailadresse. Meine ist übrigens silkwood123@aol.com. Ich habe das tiefe Loch schon hinter mir gelassen. Es geht mir sehr gut. Was mir gefehlt hat ist einfach der Ausdruck meines Glaubens an Jehova und Christus. Durch den Ausschluss war ich wirklich der Meinung das ich auch für Jehova nichts mehr wert bin. BruderInfo hat mir hier sehr geholfen alles in einem anderen, neuen Licht zu sehen, meinen Glauben zurückzugewinnen, auch meinen Selbstwert um mich Jehova unserem himmlischen Vater wieder nähern zu können. Meine eigene kleine Geschichte erzähle ich dir gerne in meiner Mail.

      2. Silke says:

        PS: ich komme aus der Gegend bei Schwäbisch Hall

    4. Zadok says:

      Hallo Silke,
      ich weiss auch wie es sich anfühlt, wenn man als Ausgeschlossener
      seine Angelegenheiten wieder in Ordnung gebracht hat und mit seiner Umwelt in Frieden lebt und mit Jehova auch. Wenn nur diese
      superfeine Organisation und ihre Ältesten noch etwas ihren Spaß mit den Rückkehrwilligen haben wollen und sich an einem austoben.
      Aber…mit den Jahren kommt der Abstand und der Ausschluss wird zum Besten was einem passieren konnte. Denn Jehova und Jesus bleiben nach wie vor der Mittelpunkt im Leben. Nur viel schöner als vorher…find ich.

      1. Silke says:

        Lieber Zadok
        Dir auch vielen Dank für deinen Kommentar. Ich höre da noch sehr viel Verletztheit heraus. Mir geht es eher so das mir die Brüder sehr leid tun. Vor allem auch die Ältesten in den Versammlungen. Die meisten von ihnen machen ihre Arbeit in der absoluten Überzeugung damit Jehova zu dienen. Ihnen ist nicht bewußt das sie eigentlich nur einer Organisation dienen. Ich glaube das es für die Brüder viel schlimmer ist wenn sie an mir vorbeilaufen und mich nicht begrüßen dürfen obwohl sie es wahrscheinlich gerne würden. Sie unterliegen noch Zwängen – wir nicht mehr. Insofern ist der Ausschluss wirklich das Beste was einem passieren konnte. Wir dürfen das marode Haus nun von außen betrachten.

        1. Ulrike P. says:

          Hallo Silke,
          schön das du hergefunden hast. 🙂

          ZITAT:
          „Wir dürfen das marode Haus nun von außen betrachten.“

          Selbst das würde ich nicht mehr tun, hätte ich nicht noch Menschen die mir lieb´ sind, in diesem maroden Haus.

          LG Ulli

          1. Silke says:

            Hallo Ulrike
            Auch dir vielen Dank für deinen Kommentar. Mein Sohn sitzt noch in diesem Haus – deshalb habe ich ein Auge drauf und mir bleibt nur die Hoffnung das ihm die Erkenntnis kommt die ich auch jetzt haben darf. Ich wünsche dir alles Liebe
            Silke

    5. Martin says:

      Liebe Silke,

      Willkommen in einem Forum, wo sich Menschen „versammeln“, die alle den himmlischen Vater lieben und unseren Herrn Jesus ehren. Wenn du seit Wochen hier liest, dann ist es Dir nicht entgangen, dass das aufmerksame lesen dieser Web-site viel glaubensstärkendes enthält und zeigt, dass es auch ein Leben nach dem Gemeinschaftsentzug gibt, in dem alle die Liebe unseres Vaters Jehovas und unseres Hirten Jesus Christus spüren dürfen. Leider haben noch zu wenige Brüder diese Seite gefunden, um wieder neuen Mut und Freude zu empfinden, auch wenn nicht wenige von der WTG-Organisation auf die „Entsorgungshalde“ transportiert wurden. Du schreibst in deinen Kommentar:
      „Als Ausgeschlossene und jemand der doch nie die Liebe zu Jehova und Christus verloren hat fuehlt man sich Glaubenstechnisch wie i. Einem Vakuum“. Hierbei sprichst du von DEINER LIEBE. Es gibt noch eine andere Liebe. Paulus spricht davon in Römer 8:35-39:

      Wer wird uns von der Liebe des Christus trennen? Etwa Drangsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder das Schwert? 36 So wie geschrieben steht: „Um deinetwillen werden wir den ganzen Tag zu Tode gebracht, wie Schlachtschafe sind wir geachtet worden.“ 37 Im Gegenteil, aus allen diesen Dingen gehen wir vollständig siegreich hervor durch ihn, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, 39 noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

      Fällt dir hier etwas auf? Wer wird uns von der Liebe DES CHRISTUS trennen? Er hat also nie aufgehört, DICH ZU LIEBEN! An dieser Stelle könnten wir einfügen: “Etwa die WTG oder die Machenschaften von irgendwelchen WTG-gesteuerten Ältesten oder anderenen ZJ“? NIEMAND!

      Du musst in Deinen 30 Jahren viel erlebt haben in deiner Zeugen-Zeit, wenn du schreibst: „Ich habe so viel “Schmutz” in der Organisation gesehen und so viel Haerte erlebt…“ Damit triffst du den Nagel auf den Kopf! Du bist nicht die Ein zigste. Jetzt kannst du weiter daran arbeiten, deinen „Schwamm von all diesem Schmutz zu reinigen“. Wasche ihn in „göttlichen Wasser“ wieder aus und tränke ihn weiter mit der „Liebe des Christus“, die die Herrlichkeit unseres Vaters widerspiegelt. Wir freuen uns, mehr von dir zu hören. Atme auf in der Liebe Jehovas und des Christus!
      Liebe Grüße
      Martin
      e-mail: Martin.Joh@gmx.de

      1. Silke says:

        Lieber Martin
        Vielen lieben Dank für deinen wirklich erbauenden Kommentar. Das Jehova und Jesus mich noch lieben könnten – das war mir lange nicht bewußt. Ich werde nun nicht mehr zulassen das mich irgendjemand oder irgendetwas von der Liebe Jehovas trennt. Als meine Tochter sich taufen ließ habe ich ihr eine schöne Bibel fertigen lassen und als persönliche Widmung: „Ich aber und meine Hausgenossen – wir werden Jehova dienen“ hineingeschrieben. So soll es auch wieder sein.

    6. Joshua says:

      Liebe Silke, auch von mir ein herzliches Willkommen bei BI ! Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und Einsichten beim Lesen der Artikel und Kommentare. Frieden zu finden möglich und diese Seite ist eine wertvolle Hilfe auf dem Weg in die christliche Freiheit.

      Dein Bruder aus Frankfurt am Main
      Joshua

      1. Silke says:

        Hallo Joshua
        Ich war gedanklich noch lange ein Sklave aber ich bin auf dem besten Weg von dieser Sklaverei frei zu werden,zu erkennen was sich wirklich hinter allem verbirgt und aber auch das ich trotzdem Hoffnung haben kann.
        Liebe Grüsse
        Silke

  21. armes Schaf 2012 says:

    Jemand der im Kern unrein im Lichte der Bibel ist,also zb, eine Organistion die nie in der Lage war, rein zu sein hat vor Jehova keinen Stand!Die Züchtung perfekter sich von anderen Gruppen durch REINHEIT abgrenzen zu wollen ist GESCHEITERT. Alice im Wunderland ist Tod.Alice hat nie gelebt.So einfach ist das.Da braucht man keine Kommentare, die sich selber platt reden,denn die Bibel braucht keine Analysen die einem grossen Blutbild gleichen.Aber schön das es hier Demo und Theo gibt.Und einen Doktor in Auslegung zu bekommen das wäre was. Gruss von der Wiese..

  22. Eddi says:

    Liebe Shannon,
    lieber Dennis,

    danke für eure mahnenden Worte, die ich sehr zu schätzen weiß. Es ist ja auch am Wichtigsten, das eigene Tun zu reflektieren.

    Meine Hoffnung, dass sich jemand aus der WTG-treuen Klasse doch mal die Mühe macht, die Geschehnisse im Licht der Bibel zu betrachten und einen Konsens zu suchen war über viele Jahre hin mein größter Wunsch. Es wäre mir im Traum nicht eingefallen, zu denken, dass die Organisation bereits unbiblisch denkt und handelt. Tatsächlich habe ich immer geglaubt, dass der Fehler bei mir liegen m u s s, denn sonst würde es mir ja besser gehen.

    Das waren für die Ältesten – bis nach Selters hin – so etwas wie „selbsterfüllende Prophezeiungen“: Es geht ihr schlecht, weil wir ihr nicht helfen dürfen und wir dürfen ihr nicht helfen, weil sie psychisch labil ist.

    Mit all dem kann man irgendwann abschließen. Aber ehrlich, dieses Partisanengehabe, das ist für mich das allerschlimmste! Und ich weiß, dass mir da die Ruhe fehlt. Voller Selbstherrlichkeit feststellen: „Die Gerichte haben uns immer recht gegeben“ und gleichzeitig Wesentliches den Gerichten vorenthalten!

    Liebe Shannon, ich habe schon sehr viel hinter mich gebracht. Aber was mich fast noch mehr krank macht als meine Erfahrungen, ist die Sorge für die Vielen, die unsere Erfahrungen teilen müssen und vielleicht sogar noch mehr Gesundheit einbüßen dabei. Ja, ich denke, es wäre für manch einen humaner, die WTG würde nicht durch staatliche Gesetze am Morden gehindert.

    Und dann ist er wieder da: Der Wunsch, dass die Ältesten doch endlich wie Nikodemus die Erkenntnis bekommen, dass das WTG-System so nicht richtig sein kann. Nikodemus hat auch während der Nacht die Erkenntnis Christi gesucht.

    Trotz aller negativen Erfahrungen – vielleicht sogar w e g e n dieser Erfahrungen – habe ich mir geschworen, mir niemals so ein „dickes Fell“ zuzulegen, dass ich für die Empfindungen anderer nicht mehr zugänglich bin. Das möchte ich auch unbedingt behalten.

    Aber ich habe hier gelernt, dass es irreparable Systeme gibt, auch die, die sich selbst als von Gott ernannt sehen. Und an diesem Gedanken intensiver zu arbeiten habe ich mir die letzten Tage vermehrt vorgenommen, weil mir das hoffentlich die Ruhe gibt, die weder andere noch ich mir selbst jemals gegönnt habe. Der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft.

    Hilfe face to face: Habe ich in Angriff genommen mit einer für meine Verhältnisse mich selbst überholenden Offensive, denn ich muss ja eben mein ganzes Leben wieder neu koordinieren, so von Grund auf. Und auch das hätte ich sicher nicht so konsequent begonnen, wenn nicht BI gleich am ersten Tag meines Besuches nicht diesen deutlichen Hinweis gegeben hätte, denn bisher war die Devise ja immer: Ein wenig Hilfe annehmen ist sicher nützlich, aber nur nicht sagen, was dich bewegt.

    Shannon, Dennis und all ihr andern lieben Brüder und Schwestern:
    Ich habe noch keine 180 Grad Wende geschafft, so wie es nötig wäre. Mein Drehgestell ist schon ziemlich rostig, es dauert, diese eingefahrenen Gedanken nicht nur beiseite zu legen, sondern gänzlich abzulegen. Das habe ich mir für mich selbst viel einfacher vorgestellt. Besonders, wenn ich wieder mal einen nächtlichen „anonymen“ Anruf bekomme, ob ich nicht gerade Bahn für meine Füße machen wolle oder so, bricht ganz schnell vieles auf. Man weiß ja auch, wie man am besten treffen kann.

    Nicht umsonst habe ich mir die letzten beiden Wochen mehr als das normale Maß an Zeit auf BI gegönnt. Vorträge habe ich teilweise auswendig gelernt, Bibelstellen in den Kommentaren herausgeschrieben, etc. Gerade der Gedanke, was es vom biblischen Standpunkt aus bedeutet, wenn jemand betrachtet werden soll „wie ein Mensch von den Nationen“ habe ich zwischenzeitlich mehrfach mit unserer sehr betagten Mutter besprochen, denn es wird ihr ja auch sehr zugesetzt in dieser „Loyalitätsfrage“.

    Durch eure liebevollen Kommentare, die ich alle gar nicht beantworten kann, habe ich die Gnade unseres Herrn erfahren, Kraft, die über dem Normalen liegt, zu erhalten. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

    In Liebe
    Eddi

  23. armes Schaf_2012 says:

    Ihr lieben,ich wollte euch ja auf dem laufenden halten was die Sache mit einem Einschreibebrief von einem Rechtskommitee auf sich hat!Wieder habe ich einen solchen Brief per Einschreiben zugestellt bekommen!Diesmal mit der Anrede Herr, und ganz kleingeschriebenem Absender meiner EX-Vers.die ich schon seit Jahren nicht mehr aus gutem Grund besuche.Nachbarn hatten den Brief entgegengenommen,weil der Briefträger uns alle hier im Hause kennt.Das muss wohl eine neue Methode der Mitteilung bei JZ sein.Dieses wiederwärtige lieblose Verhalten dieser Häuptlinge habe ich mit Verachtung beantwortet in dem ich diesen Wisch ungeöffnet zur zurücksendung mit Aufschrift in den Postkasten geworfen habe.Mal sehen was nun wieder kommt.Mehrmals habe ich denen mitgeteilt mich in Ruhe zu lassen.Bis bald euer Schaf

    1. Martin says:

      Liebes „armes Schaf – lieber Diener 2000“

      Schön, dass du uns etwas „auf dem Laufenden“ hältst. Damit haben ungewollt „Deine Nachbarn entschieden“. Wahrscheinlich wurde ein eingeschriebener Brief von ihnen angenommen und die Annahmemeldung geht als Rück-Bestätigung zurück zum Absender. Das Du dann noch dir die Mühe gemacht hast, selber Postbote zu spielen und den Brief zurückgebracht hast, zeigt diesem Rechtskomitee, dass du vorsätzlich Ihre Vorladung missachtest und deshalb werden sie in deiner Abwesenheit eine Entscheidung treffen. Wie sie denken? Nun sie haben dir „eine liebgemeinte Chance“ gegeben, dich zu äussern und zu bereuen… und du hast sie nicht genutzt. Das gehört aus ihrer Sicht zur „göttlichen Gerechtigkeit“. Sie haben dir noch die gütige Hand geboten. Das ist Ihr Denken. Jetzt fungieren sie in der Loge als Richter in deiner Abwesenheit und sie fällen wahrscheinlich „dein geistiges Todesurteil“ bis zu deiner Wiederauferstehung (Wiederaufnahme, sofern du irgendwann reuemütig darum bittest). Dann schlagen sie sich innerlich auf die Brust und es erfasst sie das befriedigende Gefühl, sie haben den wahren Gott einen heiligen Dienst erwiesen und die Versammlung rein erhalten.

      Nach 7 Tagen wird ihr Beschluss rechtskräftig, falls du bis dahin keine Berufung einlegst und nun dürfen sie einen Gemeinschaftsentzug öffentlich bekanntgeben. Das stärkt ihre Autorität in der Gemeinde. Das braucht das System. Alle bekommen wieder einen kleinen „geistigen, inneren Elektroschock“ und entwickeln eine heilsame Furcht, in diese Mühlen zu kommen und predigen fleissig weiter, um ja das Ziel der Rettung zu erreichen und vorher „nicht gesteinigt zu werden“. (Entschuldige bitte für meine zynische Anmerkung). Aber es geht bei den Gemeinschaftsentzügen am wenigsten um Jehova und Jesus. Es geht entweder um den angeblichen Ruf der Organisation nach aussen oder um das Bedürfniss, solche Vorgänge zu nutzen, um die Autorität der Bevollmächtigten der Organisation zu heben.Wie auch immer diese Sache weitergeht, sie werden dich auf keinen Fall aus den Augen verlieren, es sei denn, Du erklärst freiwillig deinen Austritt, das du „kein Zeuge Jehovas mehr sein möchtest“.

      Bleib stark und mutig und fühle dich geborgen in der liebenden Güte unseres himmlischen Vaters und der Gnade unseres Herrn Jesus.

      Liebe Grüße
      Martin

    2. Christof says:

      Kann dir aus eigener Erfahrung nur raten, schreiben diesen Häuptlinge einen knappen Brief, dich in Ruhe zu lassen, ansonsten bekommen die eine Unterlassungserklärung eines Rechtsanwaltes (der macht das gerne) und schreib, dich ggf. auch an die Öffentlichkeit zu wenden (lt. Ältestenbuch müsste dann auch Selters eingeschaltet werden). Bist du denn noch ein aktiver Z.J. ? LG Christof.
      PS: Kannst mir auch gerne so schreiben: zeugenbuch@hotmail.de

  24. armes Schaf_2012 says:

    Ihr lieben Brüder und Schwestern!
    Erst einmal vielen vielen Dank für eure glaubensstärkenden Kommentare wahrer christlicher Ermunterung!Ich htte euch ja angekündigt, das ich euch auf dem laufenden halten werde.Gerade komme ich von unserer Poststelle.Dort wollte ich ersteinmal wissen wer der Absender dieses Briefes den sei.Die Postbeamtin sagte mir das es nicht ersichtlich sei wer der Absender dieses Einschreibebriefes ist,denn er hat keinen Absender!Anhand des Briefformates und des gedruckten Briefkopfes im Sichtfenster konnte ich erkennen,das dieses Schreiben nur vom Kommitee kommen kann,da ich ja schon einige Schreiben erhalten hatte,allerdings mit Absender.Ich habe diesen Wisch nicht angenommen.Das hatte mir die Postbeamtin empfohlen,wenn kein Absender ersichtlich ist.Dieser Rachefeldzug der ehrenwerten Richterschaft ist wiederum fehlgeschlagen!Ich frage mich auch , woraus die mich eigentlich ausschliessen wollen, da ich ja seit 7 Jahren überhaupt keinen Kontakt zu dieser versammlung mehr habe!In diesen Jahren hat kein Ältester versucht mich zu kontaktieren!Ich war , oder bin seit 7 Jahren in keiner Gemeinschaft, aus der man mich ausschliessen könnte!Ich habe mehrfach Schreiben an dieses Rechtskomitee gesendet. Ich habe Diese Schreiben biblisch begründet , ich habe gar nix gemacht!Meine erste Ehe war die Hölle !ich bin erst nachdem mir meine damalige Frau ins Gesicht sagte, das sie mich nicht mehr liebte und einen anderen liebe, ausgezogen!Diese Ehe war zerrüttet!In den 7 Jahre habe ich allein gelebt ohne irgendeinen Kontakt zu Ältesten.meinerseits hatte ich es ja versucht leider ohne Resonanz und jetzt nach so vielen Jahren mag ich einfach nicht mehr und soll mich jetzt für irgendetwas rechtfertigen?Nein mach ich nicht!Ich lebe zum Glück noch und habe eine liebe Frau die mich versteht!Wir werden weiterhin Jesus als unseren König verherrlichen denn wir sind ein gutes Team!Liebe Grüße von 2 armen Schafen

    1. Matthäus says:

      Also eines darf ich hier anmerken:

      Ein eingeschriebener Brief als Mitteilung zu einem Ausschluß kommt NICHT von einem Komitee! Die wollen weder Anklagen schriftlich mitteilen und genauso eine Begründung für einen Gemeinschaftsentzug – alleine hier ist der große Unterschied zu einem „bösen weltlichem Gericht“ – hier bekommst Du alle Anklagen, Beweise, Begründungen usw. SCHRIFTLICH.

      ZJ-Älteste werden NIE eine Anklage und ebenso einen Ausschluß schriftlich aus der Hand geben. Da folgt ein Anruf und das wars!

      lg. Matthäus

      1. armes Schaf_2012 says:

        Hallo Matthäus,da ich psychische Probleme wegen all diesen Dingen habe,und Medikamente einnehme,hatte ich diesen „liebevollen christlichen Hirten“weitere Anschreiben,Anrufe besonders mit verdeckter Handynummer,was sie hier besonders gerne machen untersagt.Besonders mutig sind sie hier nicht,eher feige und falsch.

    2. Martin says:

      Meine lieber Bruder „armes Schaf“.

      Lieben Dank für Deinen Kommentar, indem du beschreibst, was in deinem Leben zurzeit abläuft. Es war natürlich richtig, diesen Brief ohne Absender zurückgehen zu lassen. Allerdings berichtest du, dass du bereits einige erhalten hast, die du offensichtlich angenommen hast. Dann musst du ja eigentlich wissen, was die Ältesten von dir wollen, weshalb sie als Rechtskomitee mit dir sprechen wollen. Zum weiteren ist die Frage, weshalb du es als „Rachefeldzug“ bezeichnest. Dafür muss es ja Gründe geben, wenn sie sich an deine Person rächen wollen. In diesem Fall müsstest du ihnen ja „etwas angetan haben“. Bist du grob und unnahbar mit ihnen umgegangen? Aber selbst dann dürften sie sich nicht rächen.

      Nun fragst du dich natürlich, warum sie dich ausschließen wollen. Ich versuche aus deiner Darstellung dir die Gründe zu nennen aus der Sicht der WTG. Falls ich etwas falsch sehe, korrigiere mich bitte.

      Du wurdest irgendwann ein aktiver Zeuge Jehovas, indem du dich Jehova und Jesus hingegeben hast. Dann vor ca. 7 Jahren hast du lediglich nicht mehr die Zusammenkünfte besucht. Du hast also den Ältesten nicht schriftlich mitgeteilt, dass du kein Zeuge Jehovas mehr sein möchtest, sonst wärst du auch von dieser Zeit an wie jemand behandelt worden, der ausgeschlossen ist. So betrachtet man dich also, wenn du nicht mehr predigen gehst sozusagen als „Untätig“ aber immer noch als ein Zeuge Jehovas.

      Zwischenzeitlich scheint deine Ehe in die Brüche gegangen zu sein. Du schreibst, sie „war die Hölle“. Soweit so gut oder nicht gut. Sie war zerrüttet. Wahrscheinlich folgte die Scheidung. Die Frage ist, war deine Exfrau auch eine Schwester. Wenn sie einen anderen Mann liebte, hattest du Beweise, dass sie die Ehe gebrochen hat? Wurden diese Beweise der Ältestenschaft vorgelegt. Als Zeuge Jehovas stehst du in der Informationspflicht gegenüber den Ältesten. Sie müssen sich vergewissern, ob deine Frau oder du, ob ihr wieder frei seid, euch wieder zu verheiraten. Dazu verhilft nur ein Selbstgeständnis deiner ersten Ehefrau oder zwei Zeugen, die den Ehebruch gesehen haben im System der WTG. Es kann sich also nur um diese Angelegenheit handeln. Du sprichst von einer jetzigen lieben Frau, die dich versteht. Wahrscheinlich wollen die Ältesten prüfen, ob ihr rechtmäßig verheiratet seid und du auch frei warst, diese neue Beziehung einzugehen. Irgendjemand hat sich an dich wieder erinnert und man will ja die Versammlung rein erhalten.

      Es ist schon überraschend, dass sie nicht mal zu zweit dich besuchen und das herzliche Gespräch mit dir suchen, um zu klären, was sie bewegt überhaupt wenn jemand so lange nicht mehr mit der Gemeinde oder Versammlung verbunden ist. Hier kommt das zum Tragen, was die einzelnen Brüder hier bereits dargestellt haben, wie die Ältesten im Auftrag des „Hüte-Buches“ laut WTG zu verfahren haben.

      Nun wie kannst du dir Ruhe verschaffen?
      1. Du kannst deinen Austritt erklären, dass du kein Zeuge Jehovas mehr sein möchtest.
      2. Alternativ kannst du eine Zusammenkunft mit den Ältesten verweigern. Wenn sie dich bereits offiziell zur Verhandlung mit dem Rechtskomitee geladen haben, müssen sie ja Beweise für irgendwelche Verfehlungen haben in ihrem Sinn. Dann werden sie dir auch in deiner Abwesenheit die Gemeinschaft entziehen.
      Sie können dich und deine jetzige Frau nicht von der Liebe des Christus trennen. In diesem Fall ist es deine Einstellung: „Wir werden weiterhin Jesus als unseren König verherrlichen“. Ich persönlich empfehle dir, ihn auch als Erlöser und Retter noch mehr zu verinnerlichen, so wie dies in vielen Kommentaren hier zum Ausdruck gebracht wird. Sollte ich nicht richtig liegen, korrigiere mich bitte. Wir sind gespannt auf den weiteren Verlauf. Sei stark und mutig. Du bist kein armes Schaf, sondern ein von Christus geliebtes Schaf. Etwas besseres kann es nicht geben.

      Liebe Grüße Martin

  25. Martin says:

    15.01.2012
    Lieber Bruder „Armes Schaf 2012“

    Ich habe zuerst einen Kommentar an Anna gesendet, der dir galt. Nun wiederhole ich diesen Kommentar, weil ich ihn nicht mehr vorfinde in der Freischaltungsankündigung.

    Herzlich willkommen bei Bruderinfo, das Forum auch für “ arme andere Schafe 2012“. Offensichtlich erlebst du bewegte Zeiten. Jesus sagte: “Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen MIR“. Es ist tröstlich und ermutigend, zu sehen, dass du dich als Schaf betrachtest und weiterhin der Stimme unseres Herrn folgen möchtest. Er schlägt seine Schafe nicht, sondern tröstet sie. Wenn du dich derzeit also in der Lage eines „armen geschlagenen Schafes“ siehst, so bedenke, dass du durch die Instrumente der WTG geschlagen und geschunden wirst und nicht durch unseren Herrn Jesus, dem Haupt seiner Schäflein.

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, gehe ich davon aus, dass du bereits mit deiner Frau schon länger einer Versammlung angehörst. Dir wurde aber noch nicht die Gemeinschaft entzogen, oder? Wahrscheinlich hast du einige Gespräche mit mindestens zwei Ältesten hinter dir, aufgrund dessen sie bei dir sogenannte Abweichungen von der Lehre der Gesellschaft der Zeugen Jehovas vernommen haben. Du hast womöglich ihnen dies durch biblische Argumente belegt, aber das ist leider nicht die Lehrmeinung des tuvSk. Vielleicht hast du bereits mit anderen Zeugen über deine abweichende Meinung gesprochen, sodass du „dafür bekannt wurdest, in der Versammlung Spaltungen herbeizuführen“. Die Tatsache, dass auch deine liebe Frau bereits keine Literatur mehr von der Versammlung bekommt, lässt den Schluss zu, dass ihr als Abtrünnig angesehen werdet und der Literatur nicht mehr würdig seid. Das vermute ich hier nur mal. Nun hast du per Einschreiben eine Vorladung vor das „Versammlungsgericht“, bezw. dem Anklage-und Richterstab, dem Rechtskomitee bekommen. Die Tatsache, dass du diesen Brief per Post angenommen hast, reicht bereits als Bestätigung für das Rechtskomitee. Spare es dir, diesen Brief zurückzusenden. Es nützt dir nichts. Die Verhandlung wird auch ohne dich stattfinden und es wird der Entschluss des Gemeinschaftsentzuges gefasst. Die Tatsache, dass du nicht erschienen bist, rechtfertigt auch keine Berufung mehr, denn ein Berufungskomitee würde dir deine Haltung des Nichterscheinens als Illoyalität zu Jehovas Einrichtung auslegen und damit bleibt der Gemeinschaftsentzug bestehen. Ab dann kannst du nur noch bereuen und als reuiger Sünder zurückkehren und um Wiederaufnahme bitten und das wird nicht so schnell geschehen, wenn es sich um sogenannte Abtrünnigkeit von der WTG handelt.

    Ich entnehme Deinem Kommentar, dass deine Frau zu dir steht und auch entsetzt ist über diese „liebevolle Bruderschaft“. Das ist ein wertvolles Gut. Bitte achtet auf eure Ehegemeinschaft und lasst keinen Keil in Eure Liebe zueinander treiben. Alle diese Umstände bewirken nicht selten auch zunächst eine Kluft in der Ehegemeinschaft und sollen euch auseinanderdividieren. Solltest du als Bruder entsprechend wie beschrieben aufgefallen sein und die Brüder merken, dass deine Frau sich nicht von dir wegdriften lässt, behandeln sie deine Frau so wie dich, auch wenn sie nicht ausgeschlossen wird. Das ist ein „ungeschriebenes Gesetzt“. Die Bruderschaft allgemein ist gefühlsmäßig kaum in der Lage, hier Unterschiede zu machen. Sie ist ergriffen von der Gemeinschaftsentzugslehre der WTG. Also eure Ehegemeinschaft steht jetzt auf dem Prüfstand. Haltet bitte weiterhin fest zueinander und vertraut euch der liebevollen Fürsorge unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes und unseres Herrn an. Gerne ermuntern wir euch weiter und freuen uns, wenn du uns auf dem Laufenden hältst.

    In brüderlicher Liebe
    Martin.

  26. Martin an Anna says:

    Liebe Anna,
    Ich konnte leider nicht unter Deinem Kommentar vom vom 13.01.12 mich einklinken.

    Ich möchte Deinen Kommentar auch einmal von einer anderen Seite aus beleuchten. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Ältesten gegenwärtig gewaltiger denn je getrimmt werden, „die Versammlungen rein zu erhalten“. Das „Hüte-Buch“ ist ein einziges Regelwerk zum Ausschluss, wenngleich dies alles deklariert wird mit „liebevoller Fürsorge. Wir sind nicht nur eine Bewegung, die Jünger macht, sondern auch eine Bewegung, die Menschen zu „Ausgeschlossenen“ macht. Wer das Regelwerk genau betrachtet, erkennt, dass es völlig im Ermessen von unvollkommenen Menschen liegt, jemand, nachdem er biblische Grundsätze übertreten hat, in der Versammlung zu belassen. Er besteht die klare Tendenz, ihn schnellst möglichst rauszuwerfen. DAS GIBT NATÜRLICH NIEMAND ZU.

    Ich möchte auszugsweise nur wie wenige Sätze aus dem neuen Regelwerk für Älteste zitieren:

    „Niemand wird automatisch ausgeschlossen, doch könnte er so tief in der Sünde versunken sein, dass er bei der Rechtskomiteeverhandlung nicht erkennen lassen kann, dass er ausreichend bereut. Dann muss ihm die Gemeinschaft entzogen werden; so wird ihm die Zeit eingeräumt, seine Reue zu beweisen“.

    Danach folgen 10 Aspekte, woran man aufrichtige Reue erkennen und beurteilen kann. Da gibt es immer einen Punkt oder mehrere, der zur Belastung des Angeklagten führen kann und wie Gummibänder gezogen werden kann. Dann folgt das Unterthema: Feststellen, ob echte Reue vorliegt…. Reue nicht klar zu erkennen:

    Ließ der Missetäter vor der Verhandlung wenig oder keine Werke erkennen, die der Reue entsprechen, ist es vielleicht auch in der Verhandlung nicht möglich, ihn ausreichender Reue zu bewegen, sodass ihm Barmherzigkeit erwiesen werden könnte. Selbst wenn feststeht, dass er ausgeschlossen werden muss, kann das Bemühen, ihn zur Reue zu bewegen, ihm helfen, „gerade Bahn für seine Füße“ zu schaffen, und die Wiederaufnahme anzustreben.

    Diese Worte allein schon zeigen, dass selbst wenn jemand noch nicht die Tragweite seiner Handlung erkannt hat bis zur der sogenannten Rechtskommitee-Verhandlung, er überhaupt so gut wie keine Chance hat, sein Leben, seine Einstellung und seine Werke zu verändern. Er muss erst mal ausgeschlossen werden. Der Ruf der Zeugen-Organisation muss gewahrt werden. Selten kommt es zu einer zweiten Verhandlung oder Bemühungsrunde, jemanden zu helfen, die rechte Einstellung zu seinen Handlungen zu bekunden. Der „Reinheitswahn“ hat so brutale Formen angenommen und die „Fürsten Israels“ sind stolz auf diese Errungenschaft. Da setzt ein formales Regelwerk ein, ein organisatorischer Apparat wird in Gang gesetzt, Akten angelegt, abgelegt, Mitteilungen zum Zweigbüro gesandt, Protokolle geschrieben..und… und… und… aber es bleibt keine Zeit, um Menschen liebevoll, mit anhaltenden Bemühungen „ohne Pistole auf die Brust zu setzen….mit der Drohung eines Gemeinschaftsentzuges…usw. zu helfen, wieder tiefe Achtung vor biblische Maßstäbe zu erneuern, sofern sie diese kurzzeitig verloren haben. Nein, das wäre eine Missachtung Jehovas, wenn die Ältesten nicht „unverzüglich handeln=Rausschmiss=Gemeinschaftsentzug. Wichtig ist, die Unterlagen und Protokolle stimmen.

    Was jemanden dann noch passieren kann: Der Angeklagte ist gewissermaßen Freiwild der im Rechtskomitee dienenden Ältesten und nicht selten spielen auch ihre eigenen Emotionen bei der Behandlung eine nicht unbedeutende Rolle. Wehe, da ist einem Ältesten oder zwei jemand sowieso nicht so sympathisch oder es ist noch eine „alte Rechnung“ offen – manchmal ist es auch nur eine Kleinigkeit- dann hat derjenige kaum eine Chance. Da findet man immer einen Grund, die „echte Reue“ nicht zu erkennen, und wenn nur die „Sünde öffentlich bekannt wurde“… „Jehovas Zeugen sind ja keine Sünder…“

    Und nun zu Deiner Anmerkung. Jetzt ist das Volk dran! Loyalität ist gefragt. Drei Fürsten haben jemand entsorgt und das Volk muss demjenigen die „eiskalte Schulter zeigen“, und wehe sie haben unnötigen Kontakt mit dem Ausgeschlossenen, dann fliegen auch sie aus der „Elite-Organisation raus. Das ist Loyalität gegenüber Jehova!!! Wie kann denn da das „Bemühen, ihn zur Reue zu bewegen, in einer christlichen Ära einer Organisation greifen? Das ist in wenigen Fällen nur Realität und nicht selten sind es aussichtslose Lebensumstände bei Ausgeschlossenen, die sie wieder bewegen, zurückzukommen.

    Liebe Anna, diese ganze Prozedur ist nicht nur Menschenverachtend, sondern diese Akteure verachten Jehova und seinen Sohn. Weshalb? Darüber später mehr.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag.
    Liebe Grüße
    Martin

    1. Frank&Frei says:

      lieber Martin, deine Gedanken zum Thema Ältestenschulung empfinde ich ebenso.
      Es ist beinahe wie ein Finale, der Druck der da kommt, eine Organisation zu trimmen mit wiederkehrenden schulungen so auch in 2012 beweist, dass die Organisation erkennt, dass ihre Werk aufgrund des Erwachens der Brüder infrage gestellt wird.
      Ob das Volk wirklich mal so aufsteht wie 1813 gegen Napoleon, im Nationalsozialistischem Film „Kolberg“ in Epos gesetzt mit Blick auf Breslau, wo die Massen Arm in Arm durch die STRaßen ziehen und gesungen wird. „Das Volk steht auf, der STurm bricht los“ wage ich zu bezweifeln, da die Masse der Zeugen irgendwie doch wie hynotisiert ziemlich gleichgültig ist, eher alles Kritische ablehnt, weil man eben akzeptiert, das der Sklave die Autorität hat. Kaum jemand wagt das infrage zu stellen. aber der, der es tut, erkennt, dass in diesem Falle es durchaus sein kann, dass man einem Götzen dient. Und wenn man die Aussagen des Rpachrohrs Gottes über die Zeiten beobachte, so sieht man, wie chamäleonhaft sie von Mienung zu Mienung springen.
      Hier mal ein Satz zu Organtransplantationen, die heuer erlabut sind:
      Es gibt Personen, wie die christlichen Zeugen Jehovas, die alle Transplantationen
      von Mensch zu Mensch als Kannibalismus betrachten. Ist es nicht Kannibalismus, das Fleisch eines anderen Menschen zu verwenden, um das eigene Leben zu
      erhalten?
      Erwachet!, 8. September 1968, S. 22
      Also starben 1968 unsere lieben Brüder lieber, als dass sie sich als Kannibalen outeten! Gruppenzwang par Excellence!

      oder hier was zum Blut:

      Gifte, die jenen Trieb zur Folge haben, der zu Selbstmord, Mord oder Diebstahl drängt,liegen im Blute. … Ein moralischer Defekt, sexuelle Perversität,Hemmungen,Minderwertigkeitskomplexe, kleinere Vergehen sind oft die Folge einerBluttransfusion.
      Der Wachtturm, 1. Dezember 1961, S. 724, 725
      Schaden Götzendienst und Hurerei der christlichen Persönlichkeit?
      Sogar sehr! Genauso schädlich ist auch die Aufnahme von Blut, sei es nun durchbluthaltige Speisen, sei es durch Bluttransfusionen … Somit können durch Blutübertragungen schlechte Charaktereigenschaften übertragen werden.
      Der Wachtturm, 1. Juli 1962, S. 430, 431
      Man stelle sich das vor: einerseits Anspruch geistgeleitet zu sein, andereseits so ein Fachchinesisch, dass einem die Galle hochkommt, weil man es als hahnebüchen erkennt.

      1. Eddi says:

        Hallo Frank,
        hurra!!! Wenn sich schlechte Charaktereigenschaften durch Blut übertragen lassen – so die Argumentation – dann müsste ich als ausgeschlossene ZJ doch geheilt werden können, wenn ich eine Bluttransfusion bekomme, oder?
        Ich meine, durch den Ausschluss behaupten die WTG-Vertreter doch, ich sei hoffnungslos schlecht. Da kann so ein Blutwechsel doch nur Besserung bringen, oder?

        Jetzt wird es kompliziert: Werde ich nach einer Bluttransfusion wieder aufgenommen, weil ja meine schlechten Eigenschaften abgeflossen sind? Ich meine mal gelernt zu haben: „Enthaltet euch von Blut…“. Ein Verstoß dagegen sei eine Sünde gegen den Heiligen Geist.

        Was denn nun? Da bemüht man sich als aufrichtiges Schaf, seine Boshaftigkeit dem Abfluss zu überlassen, weil dies den Ältesten und ihrer Organisation so wohlgefällig ist und dann stehe ich mit Gott im Krieg?!

        So zeigt sich, dass die Organisation mit den übertreuen Ältesten in Wirklichkeit gegen Gott sind.

        Danke für eure Abhandlungen. Gibt es bei Euch irgendwo eine Ecke, wo ihr Literatur wie z. B. das Ältestenbuch, zum Nachlesen habt? Irgendwie fehlt mir das.

        Ganz liebe Grüße der Erbauung und des Mitgefühls
        Eddi

        1. Matthäus says:

          Zum Thema Blutransfusion eine Auszug aus der Litertur:

          Gefahr von Bluttransfusionen
          „Das Blut irgendeiner Person ist in Wirklichkeit die Person selbst. Es enthält alle Eigenarten der Person, von der es stammt. Das schließt erbliche Belastung, Anfälligkeit für gewisse Krankheiten, Vergiftung durch die persönliche Lebensweise, durch Eß- und Trinkgewohnheiten ein … Gifte, die jenen Trieb zur Folge haben, der zu Selbstmord, Mord oder Diebstahl drängt, liegen im Blute.Ein moralischer Defekt, sexuelle Perversität, Hemmungen, Minderwertigkeitskomplexe, kleinere Vergehen sind oft die Folge einer Bluttransfusion.“
          Wachtturm 1. Dezember 1961 Seiten 724, 725

          Seit 3 Monaten bin ich durch meine Kranheit jetzt tlw. direkt oder 2-3 mal pro Woche in einer UNIV. KLinik (Onkologie – vorrangig alles Blutktanheiten) Dutzende von Transfusionen
          gesehen – mein Bettnachbar kämpft seit 7 Jahren gegen Leukemie wieviele Transfusionen er bekommen hat läßt sich nicht mehr ermitteln – Tatsache ist was obides im WT stand ist der größte Schwachsinn der fundierten Medizin.

          Auch die vielen „Wundermittel wie Epo“ die ZJ glauben machen sind ein „guter Ersatz“ ist ebenfalls ein Märchen um „treue ZJ“ zur Handlungsweise der Orgaisation zu bewegen. Man darf in diesem Thema geteilter Meinung sein – jeder soll sein Gewissen mit einbeziehen – diese kann aber auch fehlgeleitet werden.

          Ein sehr vernüftiger und ausgeglichener Standpunkt ist hier bei BI zu finden:

          …oben recht im Kasten SCHLAGWÖRTER – Bluttransfusion!

          Nach dem guten Rat Gottes: PRÜFE ALLES – und das gute behalte!

          lg. Matthäus

    2. Matthäus says:

      Lieber Martin zu Deinem Kommentar an Anna darf ich noch etwas hinzufügen!

      Zum Dilemma wird die Sache mit den „notwendigem Ausschluß“ eines Jüngers Jesu der die Lehre Jesus ernst nimmt – was er in Matth.15:9 äußerte – den möchte dieser Jünger Jesus nicht das seine Anbetung vergeblich ist, dann darf er KEINE Menschenlehre vertreten – er ist sich aber bewußt daß Die LK nicht nur eine menschliche Lehre vertritt UND EINFORDERT !!!

      Will er auf Jesus hören, z.B. KEINE Zeitangaben zur Errichtung des Königreiches (1914 – die ganze Berechnung dazu ist ein einziges Kartenhaus was schon längst zusammengebrochen ist) zu akzeptieren, DANN IST ER ABTRÜNNIG.

      Man bednke diese Situation: Da will man Jesus gehorchen und wird von „Seinem Sklaven“ ausgestoßen und zu einem Objekt des Hasses herabgewürdigt – geht es noch verrückter?

      lg. Matthäus

    3. armes Schaf_2012 says:

      Lieber Martin,ich bin gerade deren Beute!Ich stecke mitten in dieser Brudermühle,einer Art Ausschlussmaschinerie deren Betriebsanleitung das sogenannte Hirtenbuch ist.Du hast es treffend und 100% richtig beschrieben.Älteste die ein fragwürdiges Leben führen,und alte Rechnungen begleichen wollen, und selber Gräbern gleichen die voller Gebeine sind,spielen sich als Richter Israels auf,als Fürsten die dazu ermächtigt sein wollen,zumindest glauben sie das.Keine Spur von Christlicher Nächstenliebe in ihrem gestörten Wahn.Da regiert die Axt im Walde,da wird zertört was kaum später wieder aufzubauen ist.Ich habe es gewagt, mich zu wehren und zu kritisieren und Biblische Beweise angeführt.Doch das nützt wenig da muss die Quote der Zurechtweisungen und Ausschlüsse stimmen,nach dem Motto dem haben wir es gezeigt!Meine Frau sitzt neben mir und sagt, sie schämt sich solche Brüder zu haben!Sie ist eine Schwester und bekommt nicht einmal Zeitschriften!Man müsste einmal dieses Komitee fragen, ob die sich jetzt so richtig gut fühlen nach einem Einschreibebrief , den sie mir haben zukommen lassen ich werde den ungeöffnet an den Absender zurückschicken.Ich halte Euch auf dem laufenden!Liebe Brüderliche Grüße von einem armen christlichen , geschundenen Schaf !

      1. Barbara says:

        Lieber Bruder,

        ganz herzlich Willkommen hier bei uns!
        Jetzt bist Du in der Obhut unseres Herrn und liebevollen Hirten Jesus Christus. Ich wünsche Dir und Deiner Frau viel Kraft und Christi Segen in dieser für Euch so schwierigen und bedrückenden Situation.

        Liebe Grüsse, Barbara

      2. Martin an Anna says:

        Lieber Bruder „Armes Schaf 2012“

        Herzlich willkommen bei Bruderinfo, das Forum auch für “ arme andere Schafe 2012“. Offensichtlich erlebst du bewegte Zeiten. Jesus sagte: “Meine Schafe hören meine Stimme und sie folgen MIR“. Es ist tröstlich und ermutigend, zu sehen, dass du dich als Schaf betrachtest und weiterhin der Stimme unseres Herrn folgen möchtest. Er schlägt seine Schafe nicht, sondern tröstet sie. Wenn du dich derzeit also in der Lage eines „armen geschlagenen Schafes“ siehst, so bedenke, dass du durch die Instrumente der WTG geschlagen und geschunden wirst und nicht durch unseren Herrn Jesus, dem Haupt seiner Schäflein.

        Ohne dir zu nahe treten zu wollen, gehe ich davon aus, dass du bereits mit deiner Frau schon länger einer Versammlung angehörst. Dir wurde aber noch nicht die Gemeinschaft entzogen, oder? Wahrscheinlich hast du einige Gespräche mit mindestens zwei Ältesten hinter dir, aufgrund dessen sie bei dir sogenannte Abweichungen von der Lehre der Gesellschaft der Zeugen Jehovas vernommen haben. Du hast womöglich ihnen dies durch biblische Argumente belegt, aber das ist leider nicht die Lehrmeinung des tuvSk. Vielleicht hast du bereits mit anderen Zeugen über deine abweichende Meinung gesprochen, sodass du „dafür bekannt wurdest, in der Versammlung Spaltungen herbeizuführen“. Die Tatsache, dass auch deine liebe Frau bereits keine Literatur mehr von der Versammlung bekommt, lässt den Schluss zu, dass ihr als Abtrünnig angesehen werdet und der Literatur nicht mehr würdig seid. Das vermute ich hier nur mal. Nun hast du per Einschreiben eine Vorladung vor das „Versammlungsgericht“, bezw. dem Anklage-und Richterstab, dem Rechtskomitee bekommen. Die Tatsache, dass du diesen Brief per Post angenommen hast, reicht bereits als Bestätigung für das Rechtskomitee. Spare es dir, diesen Brief zurückzusenden. Es nützt dir nichts. Die Verhandlung wird auch ohne dich stattfinden und es wird der Entschluss des Gemeinschaftsentzuges gefasst. Die Tatsache, dass du nicht erschienen bist, rechtfertigt auch keine Berufung mehr, denn ein Berufungskomitee würde dir deine Haltung des Nichterscheinens als Illoyalität zu Jehovas Einrichtung auslegen und damit bleibt der Gemeinschaftsentzug bestehen. Ab dann kannst du nur noch bereuen und als reuiger Sünder zurückkehren und um Wiederaufnahme bitten und das wird nicht so schnell geschehen, wenn es sich um sogenannte Abtrünnigkeit von der WTG handelt.

        Ich entnehme Deinem Kommentar, dass deine Frau zu dir steht und auch entsetzt ist über diese „liebevolle Bruderschaft“. Das ist ein wertvolles Gut. Bitte achtet auf eure Ehegemeinschaft und lasst keinen Keil in Eure Liebe zueinander treiben. Alle diese Umstände bewirken nicht selten auch zunächst eine Kluft in der Ehegemeinschaft und sollen euch auseinanderdividieren. Solltest du als Bruder entsprechend wie beschrieben aufgefallen sein und die Brüder merken, dass deine Frau sich nicht von dir wegdriften lässt, behandeln sie deine Frau so wie dich, auch wenn sie nicht ausgeschlossen wird. Das ist ein „ungeschriebenes Gesetzt“. Die Bruderschaft allgemein ist gefühlsmäßig kaum in der Lage, hier Unterschiede zu machen. Sie ist ergriffen von der Gemeinschaftsentzugslehre der WTG. Also eure Ehegemeinschaft steht jetzt auf dem Prüfstand. Haltet bitte fest zueinander und vertraut euch der liebevollen Fürsorge unseres himmlischen Vaters und seines Sohnes und unseres Herrn an. Gerne ermuntern wir euch weiter und freuen uns, wenn du uns auf dem Laufenden hältst.

        In brüderlicher Liebe
        Martin.

      3. Martin says:

        Lieber Bruder „armes Schaf 2012“
        Mein Kommentar ist versehentlich an Anna gerichtet worden, er gilt aber DIR. Liebe Grüße Martin

      4. Dennis says:

        Hallo „armes Schaf“,

        herzlich willkommen und danke für deine offenen Worte über die Situation, die dich momentan belastet. Musst du dich derzeit vor einem Rechtskomitee „verantworten“ oder das Urteil über dich bereits gefallen? Ich hoffe ich trete dir nicht zu nahe mit dieser Frage.

        Dieser Mechanismus, der hier abläuft, hat mit Sicherheit nichts mit der Bibel zu tun. Wenn man das geheime Ä.-Buch „Hütet die Herde“ liest, läuft einem aufrichtigen, liebevollen Christen der Schauer über den Rücken. Von 140 Seiten sind mehr als 100 Seiten pure Bürokratie und Formalismus in Bezug auf „Ausschluss, Rechtskomitee, Berufungskomitee, Wiederaufname“. Entsprechend fehlen die Quellenverweise zur Bibel, dafür sind sie aber zu WT-Publikationen um so zahlreicher. Da die Mehrheit der heutigen Ä. die WT-Struktur und deren Doktrin vollständig verinnerlicht hat, kann demnach oft nur Hartherzigkeit und Fehlentscheidung dabei herauskommen. Wie soll hier der Geist Gottes wirken?

        Man fragt sich auch unweigerlich welcher Geist dahinter steht, wenn nun schon wieder im WT v. 15.04.12 davon gesprochen wird wie wichtig es ist, dass die gesamte Familie incl. Eltern KEINEN KONTAKT zu einem ausgeschlossenen Familienmitglied haben dürfen. Es wird ganz perfide mit der Treue gegenüber Gott in Verbindung gebracht um einen möglichst hohen psychischen Druck aufzubauen, wie schon im WT 15.07.11, der in die selbe Richtung ging.

        Ich bin sehr gespannt wie lange diese Hartherzigkeit und unbiblischen Lehren von dem einfachen „Volk“ noch hingenommen wird. In der Praxis weiß ich allerdings, dass viele Eltern hier ihren eigenen Weg gehen und sich nicht darum kümmern was der WT hierzu sagt. Das ist dann doch ein ermutigendes Zeichen.

        Du hast dich als „armes Schaf“ bezeichnet und du kannst sicher sein, dass es einige hier gibt die schon ähnliches durch gemacht haben. Vielleicht hilft dir die virtuelle Gemeinschaft hier etwas um deine seelischen Schmerzen zu lindern. Das wichtigste aber ist ja das pers. Verhältnis zu Jehova und zu seinem Sohn zu bewahren und zu stärken, besonders in solch einer Situation. Der große „Hirte“ ist immer da, wenn man ihn braucht und er kommt ganz ohne Rechtskomitee, Berufungskomitee und Gemeinschaftsenzug aus (Phil. 4:6,7; Joh. 10:16)

        LG
        Dennis

        1. Micha says:

          Liebe Brüder !
          Darf eine Religionsgemeinschaft in einem demokratischen Land die den Status “ Körperschaft des öffentlichen Rechts“(nach Jahrelangen Rechtsstreit ERSTRITTEN ) zugesprochen bekommen hat denn so handeln?
          Diese Handlungsweise ist Menschenverachtend !
          Der Internationale Menschengerichtshof würde diese Handlungsweise VERURTEILEN.
          Aufgrund dieser familienfeindlichen und zerstörerischen Handlungsweise müsste man den Körperschaftsstatus Aberkennen.

          Normalerweise müsste man im Predigtdienst an den Türen die Menschen nicht im UNKLAREN lassen.
          Das bedeutet den (vielleicht) neuen Bruder auch auf die Konsequenzen dieser Organisation aufmerksam zu machen.
          Wenn man also mit Verfahrensweisen der (Regierung, Organisation, Führungsgremium,Pabst , Kardinäle in diesem Fall ltd.Körpersch. od. Sklaven oder sonst irgend eine Leitung nicht mehr einverstanden ist WIRD man im Fall der Zeugen Jehovas LIQUIDIERT!
          Abgeschnitten von der Familie und vielen lieben Brüdern also auch Freunden.Das ganze soziale Umfeld bricht Auseinander.
          Ist das die LIEBE von der Jesus sprach?

          Was hat dies unbiblische Handlungsweise mit einer liebevollen Vorkehrung Gottes durch unseren Herrn Jesus zu tun?
          Man darf nicht vergessen das die Brüder welche hier bestraft werden weiterhin TREU zu Gott halten und auf Jesus Christus vertrauen und die Gebote Gottes gehalten haben gemäß Prediger 12V13!
          Sie haben nur eins nicht: Auf Menschengeboten vertraut.

          Sie haben biblischen Rat befolgt ! Sie stzen Ihr vertrauen auf den Allmächtigen.Psalm 146 V3-7

          1. Eddi says:

            Hallo Micha,
            danke für den Kommentar. Er zeigt, dass du erkannt hast, einen Neuling nicht ins offene Messer laufen zu lassen. Aber bitte, warum erst „einem neuen Bruder“? Ehrlicherweise müsste er doch schon zuvor auf diese Art des Umgangs hingewiesen werden.

            Wenn man wirklich ehrlich sein will, dann muss man jedem Interessierten sagen, dass er nicht selbständig denken darf, niemals in Konflikte mit einem Ältesten geraten sollte, jetztige und zukünftige Lehrpunkte der WTG nie anzweifeln darf und trotzdem in der Gefahr steht, rausgeworfen zu werden, was den Abbruch aller Sozialkontakte, einschließlich familiärer Kontakte zur Folge hat.

            Angesichts dieser Behandlung steht es einem Menschen echt gut, keine Verwandten in der Organisation zu haben und schon am Klingelschild jedes Predigen zu verbieten, damit im Bedarfsfall wenigstens die familiären Kontakte noch vorhanden sind.

            Wie pervers ist das denn?

            Liebe Grüße
            Eddi

        2. Eddi says:

          Grüße an dich Dennis,
          deine Schlussworte sind Balsam für offene Wunden. Jehova und Jesus kommen ohne Rechtskomitee etc. aus. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich – zumindest anfangs – noch oft fragt, ob man von Jehova verworfen wurde.

          Es scheint das Ziel dieser Organisation zu sein, Ausgeschlossene und solche, die die Organisation verlassen haben, zu Mord und Selbstmord zwingen zu wollen. Dann kann man der Versammlung sagen: Seht her, das kommt davon, wenn man sich von der Organisation mit ihren Grundsätzen abwendet.

          Im vergangenen Jahr gab es die Presseberichte, wonach ein junger Mann zu einem fröhlichen Beisammensein in einer Frankfurter Versammlung ging und dort bei einem Bruder Hilfe suchte. Sie gerieten in Streit und der junge Mann nahm ein Messer und tötete den Bruder, flüchtete dann und tötete sich selbst. Die Erklärung aus Selters dazu: der junge Mann hatte psychische Probleme.
          Ich sagte einem Herrn von dort: Na klar hatte er psychische Probleme, sonst wäre er nie auf die Idee gekommen, sich dort Hilfe zu suchen. Darüber war er sehr erbost. Aber ist denn wirklich nur mir aufgefallen, dass die Polizei ermittelte
          a) die Zeugen saßen beim fröhlichen Kaffeekränzchen ohne den jungen Mann eingeladen zu haben. Warum nicht? War er es nicht wert? Es handelte sich offensichtlich nicht um eine Familienfeier.
          b) er suchte Hilfe, deshalb gab es Streit. Nochmal: Es gab Streit, weil er Hilfe suchte, bei einem Ältesten!

          Und jetzt die Aussage des Herrn Rudtke in dieser Sache, dass Menschen zur Organisation kommen, weil sie Halt und Hilfe suchen. Wie wäre es, in Selters einen Galgenbaum aufzustellen? Das spart den Umweg über Psychopharmaka und Gemeinschaftsentzug.

          Kann mir jemand sagen, in welchem WT das Zitat von Br. MHP steht, dass Ausgeschlossene wie Hingerichtete zu betrachten sind? Danke!!

          Angesichts dieser Verhältnisse bin ich Jehova unendlich dankbar, Brüder und Schwestern zu haben, die den Mut aufbringen, über die Organisation hinaus den guten und gerechten Willen unseres Herrn Jesu auszuführen wie es von Gott vorgesehen ist. Auch den, ihre Mitbrüder zu trösten, sie von der Organisation zu Christus zu leiten und teilhaben zu lassen an der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

          Bitte bleibt so mutig und stark.

          Eddi

          1. Hans says:

            Hallo Eddi,

            diesen traurigen Vorfall fand ich auch insofern interessant, als es relativ schnell einen offiziellen Brief der WTG an alle Versammlungen gab, um kein „Feuer“ entstehen zu lassen.

            Seitdem habe ich aber nie wieder etwas davon gehört. Und ich möchte nicht wissen, was vielleicht an Provokation bzw. Streitauslösern gelaufen ist, was aber nicht an die Öffentlichkeit geraten soll.

            Gruß,
            Hans

      5. Alois says:

        Lieber Bruder, der sich als armes Schaf fühlt.

        Ich möchte Dich auch recht herzlich bei uns willkommen heißen. Den Kommentaren von Martin und Dennis kann ich mich nur voll anschließen. Sehr treffend haben sie beschrieben wie es normalerweise abläuft, ohne Liebe, nur der Organisation verpflichtet.

        Aber mache Dir keine Sorgen, denn Jesus unser Hirte ist gerade damit beschäftigt seine Schafe zu rufen um sie zu seiner Herde zu sammeln. Du kannst Jesus und unserem Vater dankbar sein, dass er Dich gerufen hat. Denn man kann nicht zwei Herren dienen, etweder Du dienst der Organisation oder Jesus. Du hast Dich für Jesus entschieden und er für Dich. Die Konsequenz Deiner Parteiname für Jesus als unseren Hirten ist klar, Du wirst wahrscheinlich ausgeschlossen werden.

        Joh. 9
        22. Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte.

        Wenn man sich Heute bei den Zeugen Jehovas zu Christus bekennt, wird man auch aus der neuzeitlichen Synagoge ausgeschlossen. Wie sich doch die Bibel vor unseren Augen erfüllt. Für die Betroffenen, wie Du einer bist, ist es eine wirklich harte Zeit.

        Liebe Grüße
        Alois

        1. Matthäus says:

          Lieber Bruder (armes Schaf)!

          Auch von mir ein herzliches Willkommen!
          Deine Erfahrungen bestätigen nur was hunderte und tausende andere vor Dir erlebt haben. Bedenke auch eines, warum sollte es heute anders sein als zur Zeit jener Hirten – ob diese Richter, Propheten oder Könige waren – da gab es genausolche Hirten die die Verachtung Jehovas erfahren haben – ich zitiere nur ein paar aus Gottes Wort:

          Jer 23:1 Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umkommen lasst und zerstreut!, spricht der HERR.

          Hesekiel 34:
          Die schlechten Hirten Israels
          1 Der Herr sprach zu mir: 2 „Sterblicher Mensch, richte den führenden Männern Israels diese Botschaft aus! So spricht Gott, der Herr: Lasst euch warnen, ihr Führer Israels! Ihr solltet für mein Volk wie Hirten sein, die ihre Herde auf eine gute Weide führen. Aber ihr sorgt nur für euch selbst. 3 Ihr trinkt die Milch der Schafe, aus ihrer Wolle webt ihr euch Kleidung, und die fetten Tiere schlachtet ihr. Aber um eure Herde kümmert ihr euch nicht! 4 Die schwachen Tiere füttert ihr nicht, die kranken pflegt ihr nicht gesund; wenn sich ein Tier ein Bein bricht, verbindet ihr es nicht. Hat sich ein Schaf von der Herde entfernt, holt ihr es nicht zurück; und wenn eines verloren gegangen ist, macht ihr euch nicht auf die Suche. Stattdessen herrscht ihr mit Härte und Gewalt. 5 Weil die Schafe keinen Hirten hatten, liefen sie auseinander und wurden von wilden Tieren zerrissen.

          7 Darum, ihr Hirten, hört meine Botschaft: 8 Ich, der Herr, schwöre, so wahr ich lebe: Ihr hättet besser auf mich gehört!

          Anstatt euch um die Herde zu kümmern, habt ihr nur an euch selbst gedacht. 9 Darum hört meine Worte, ihr Hirten! 10 Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft, denn ihr tragt die Schuld, dass meine Schafe leiden. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!“

          Diese Zusicherung haben wir:

          Gott, der gute Hirte
          11 So spricht Gott, der Herr: „Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen. 12 Wie ein Hirte seine Herde zusammenbringt, die sich in alle Richtungen zerstreut hat, so werde auch ich meine Schafe wieder sammeln. Von überall her hole ich sie zurück, von allen Orten, wohin sie an jenem dunklen, schrecklichen Tag vertrieben wurden.

          lg. Matthäus

      6. Akazienholz says:

        Lieber Bruder und liebe Schwester, die gerade sich fühlen wie ein geschundenes Schaf,

        ich möchte Euch gleich zu Beginn einen Bibeltext der Ermunterung vermitteln:

        Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht. Judas: 21-23

        Wie oft wird in der heiligen Schrift auf die -Barmherzigkeit-, verwiesen für Jesus war diese Eigenschaft enorm wichtig, gehört sie doch zu der Einleitung seiner Bergpredigt.

        Wenn ich die vielen Berichte so lese wie teilweise umgegangen wird, so ist von Barmherzigkeit nicht viel zu spüren.

        Natürlich können alle Leser hier die einzelnen Erlebnisse von Mitteilungen dieser Art nur subjektiv betrachten und beurteilen, alle Aspekte der Wirklichkeit wie sich die einzelnen Fälle ereignet haben kann man hier nicht vollständig erwähnen, denn wir können jeweils nur das beurteilen was geschrieben wurde.

        Doch das Klagen geht in den Himmel, das fehlen von gottgewollten Eigenschaften, die wir Menschen ausleben sollten, wird im Himmel beachtet, es wird registriert und auch dementsprechend reagiert werden.

        Barmherzigkeit ist kein einseitiger Begriff der in solchen Fällen nur für den Richter gelten, sondern auch für den der klagt und den der angeklagt wurde.

        Wir Menschen neigen oft dazu bei einem Angriff uns nun auf unsere Art zu verteidigen, erkennen im gegenüber sofort seine menschlichen Schwächen und Fehler und erinnern uns in solchen Fällen nur zu gern daran, was so alles in der Vergangenheit passiert ist und dann wird abgeurteilt.

        Doch halten wir einmal ganz kurz inne, sind wir in solchen Momenten Gott nah oder Gott fern. Dieses gilt für ALLE Seiten, für den der klagt, für den der beglagt ist und für den der in der schweren Verantwortung steht, zu einem Urteil zu kommen.

        Wenn es einen Sünder gibt der willentlich und ohne Reue ist, MUSS gehandelt werden darin sind wir uns einig. Doch die Frucht des Geistes ist gerade in solchen Momenten mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und der Weissheit in einem besonderen Maße gefragt.

        Es geht darum Menschenherzen zu gewinnen und diese –nicht– zu verletzen und somit Narben zu hinterlassen, die einem ständig an solche Ereignisse erinnert.

        Wird nicht so vorgegangen und nur mit Härte und dem fehlen von Gnade geurteilt, nach den Worten eines Buches mit Regeln was herausgegeben wurde von Menschen die mit der selben sündigen Neigung behaftet sind wie jeder von uns, kann dieses Buch allenfalls einen –Krückstock– bilden, doch niemals die Verlässlichkeit die man auf den beiden Beinen Jehova und Christus hat.

        Wenn Ihr gerade in einer solchen Phase seit, das Ihr Schläge empfindet, dann denkt bitte daran, stellt Euch auf diese beiden Beine, Ihr werdet merken das Ihr Euch kaum –wenn im Recht– verdeidigen oder gar kämpfen müßt. Das einzige was wir tun müssen ist uns zu schützen, diese Forum hier bildet einen gewissen Schutz nicht absolut, weil es eben auch nur ein –Krückstock– ist.

        Ich wünsche Euch viel Kraft, Einsicht, Frieden, und vergesst bitte nicht die Barmherzigkeit

        AKAZIE

        1. Anna says:

          Liebe Akazie, liebe Brüder und Schwestern,

          du hast schön formuliert, dass es darum geht Menschenherzen zu gewinnen und nicht zu verletzten. Weil Narben dann immer blieben selbst wenn die Verletzung heilen sollte. Wir alle machen Fehler und wollen ja mit Jehova wandeln. Es wäre wesentlich einfacher die Brüder zu einem engeren Verhältnis zu Jehova und Christus und NICHT zur Organisation zu führen. Dann macht man viel weniger Fehler.

          Weil ein enges Verhältnis zu Jehova und Jesus führt zu Verantwortung in dem Bewusstsein, dass vor deren Augen alles offenbar ist. Dann bin ich mir bewusst, Jehova sieht alles und mache lieber nichts, was ihn traurig macht.

          Anders ein enges Verhältnis zur Organisation mit Regeln führt bei Menschen zwangsläufig dazu, dass diese automatisch nach „Hintertürchen“ suchen.

          Man denke an die Dehnbarkeit des Einsatzes im Predigtdienst im Sinne, wann fange ich zu zählen an usw. Für Jehova muss das doch wirklich lächerlich wirken wenn Zahlen so geschönt werden.

          Was sagt wohl Jesus, der das Leben für die Schafe hingegeben hat, über dieses „Hütebuch“. Mit einer Vielzahl von Regeln, die, wenn sie ein Ältester einhalten will, den Blick für die Liebe mit der er die Schafe hüten sollte trüben.
          Liebe braucht kein Regelwerk.

          Das, was uns Jehova im 1. Petrus Kapitel 5:1-11 als Anweisung gibt, dies genügt doch.
          Und solle man eine KURZE Zusammenstellung geben müssen nach welchen „internen Versammlungsregeln“ bei der Ernennung von Aufsehern usw. vorgegangen wird, dann sollte JEDER Verkündiger diese Regeln kennen.

          Wenn ich heute einen Arbeitsvertrag abschließe, so enthält dieser meist auch eine Betriebsvereinbarung. Durch meine Unterschrift erkenne ich diese an und weiß ganz was bei einer Nichtbeachtung von Regelungen dieser Betriebsvereinbarung auf mich zukommen könnte.

          Die Regelungen aus dem Hütebuch sind streng geheim und können vom Verkündiger nicht eingesehen für in Ordnung oder eben nicht befunden werden. Wie viele würden sich wohl taufen lassen wenn sie vorher das „Hütebuch“ anerkennen müssten und dies mit ihrer Unterschrift bestätigen sollten???

          Mir scheint wir überholen hier inzwischen die Pharisäer die Christus kritisiert hatte.

          Ich habe die vorher erwähnten nachstehenden Verse aus 1. Petrus noch nie so zusammenhängend verstanden. Meiner Ansicht besteht ein Zusammenhang zwischen dem Hüten der Herde Gottes, der zwingenden Demut dabei und dem Vers 8, in dem gezeigt wird, dass der Teufel uns verschlingen will.

          Übersetzung neues Leben 1. Petraus 5: 1-11
          Ratschläge für die Ältesten der Gemeinde und für die jungen Männer
          1 Und nun ein Wort an euch, die ihr Älteste in den Gemeinden seid. Auch ich bin ein Ältester und ein Zeuge der Leiden, die Christus ertragen hat. Und auch ich werde an seiner Herrlichkeit und Ehre teilhaben, wenn er wiederkommt.
          2 Sorgt gut für die Herde Gottes, die euch anvertraut ist. Hütet sie gern und nicht widerwillig, sondern wie Gott es will. Kümmert euch nicht um sie, um euch Vorteile zu verschaffen, sondern weil ihr Gott gerne dienen wollt.
          3 Dabei sollt ihr die Menschen, die eurer Leitung unterstellt sind, nicht bevormunden, sondern sie durch euer gutes Beispiel leiten.
          4 Und wenn der oberste Hirte wiederkommt, werdet ihr mit seiner unbegrenzten Herrlichkeit1 belohnt werden.
          5 Ihr jüngeren Männer, ordnet euch den Ältesten unter! Ihr alle sollt einander demütig dienen, denn »Gott stellt sich den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er Gnade«2!
          6 Deshalb beugt euch demütig unter die Hand Gottes, dann wird er euch ehren, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
          7 Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!
          8 Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann.
          9 Ihm sollt ihr durch euren festen Glauben widerstehen. Macht euch bewusst, dass alle Gläubigen3 in der Welt diese Leiden durchmachen.
          10 Gott hat euch in seiner Gnade durch Jesus Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen. Nachdem ihr eine Weile gelitten habt, wird er euch aufbauen, stärken und kräftigen; und er wird euch auf festen Grund stellen.
          11 Ihm gehört alle Macht für immer und ewig. Amen.“

          Der Teufel möchte die Herde Gottes verschlingen. Und die Ältesten müssen sich vor Jehova darüber sie sie seine Schafe behandeln verantworten.
          Ihr lieben Brüder und Schwestern die mit diesem Regelwerk geschunden werden, seid sicher, dass es Jehova sieht, dass manche Älteste nicht berücksichtigen, dass die Herde ihm gehört.

          Manchmal mag das darin liegen, dass ein Bruder das Amt nur übernimmt, weil er der einzige Mann war, der in Frage kommt, oder er vom von anderen Menschen irgendwie überredet wurde im Sinne nach Vorrechten streben oder sogar, weil die eigene Ehefrau gedrängt hat.

          Der Wunsch Hirte zu sein muss völlig frei von selbstsüchtigen Interessen sein.
          Den Hirten muss es immer um das Wohl der Schafe gehen – niemals um ihre Wolle.
          Die Sucht nach Popularität, Ehre, Ruhm, oder Geltung ist, so finde ich, eine ganz heimtückische Versuchung (siehe nochmals Vers 8 was der Teufel möchte). Im Vers 6 wird auf die Demut verwiesen. Und diese zeigt sich nie deutlicher als in der Art, wie man Kritik annimmt und darauf reagiert. Dann sorgt man sich um die Schafe OHNE ihnen Regeln aufzuzwingen und zur Bespitzelung aufzurufen.

          Deswegen sagt die Bibel auch nicht viele sollten Lehrer werden weil man unter dem Amt auch zusammenbrechen könnte.

          Es gibt auch wirklich treue und aufopfernde Älteste, die ihr Amt gemäß der Bibel und nicht nach dem „Hütebuch“ ausüben. Ich meine wir Verkündiger sollten auch für diese Brüder beten, dass sie weiterhin die Kraft erhalten gegen den Strom zu schwimmen.

          Jehova hat uns sein Bestes gegeben, daraus können wir Trost erhalten.
          Zum Gebet, finde ich den Text in 2.Thess. 3:2 und 3 auch noch schön:

          „2 Bittet Gott auch darum, er möge uns vor den Angriffen niederträchtiger und boshafter Menschen schützen; denn nicht jeder will dem Herrn vertrauen.
          3 Gott aber ist treu. Er wird euch Mut und Kraft geben und euch vor allem Bösen bewahren.“

          Und noch ein schöner Text in Römer 11:6 der uns zeigt wie Jehova und Christus denken:
          „Wenn das nun aber aus Gnade geschah, dann geschah es nicht aufgrund von irgendwelchen Leistungen; sonst wäre ja Gnade keine Gnade mehr.“

          Und froh über diese unverdiente Güte oder Gnade reden wir doch dann automatisch über Jehova und das Königreich des Christus. Da muss uns niemand dazu zwingen.

          Ein Hirte im Orient trieb die Schafe nicht vor sich her sondern ging ihnen voran. Und die Schafe sind gerne gefolgt weil sie Vertrauen hatten und wussten, der Hirte meint es nur gut.

          Weiterhin einen schönen Tag wünscht ganz herzlich Anna aus der Sonne 🙂

          1. Akazienholz says:

            Liebe Schwester Anna,

            melde Dich bitte doch mal, habe Deine e-mail adresse hier gesucht aber nicht gefunden.

            akazienholz@gmx.de

          2. Matthäus says:

            Zu diesem Satz von Dir liebe Anna:

            “ seid sicher, dass es Jehova sieht,“

            möchte ich den biblischen Beleg anhängen:

            Jes. 59: 14 Und das Recht ist zurückgewichen, und die Gerechtigkeit hat sich entfernt; denn die Wahrheit ist auf der Gasse zu Fall gekommen, und die Aufrichtigkeit findet keinen Eingang. 15 Und die Wahrheit ist dahin, und wer vom Bösen weicht, muss sich ausplündern lassen. Das alles sieht der HERR und es missfällt ihm sehr, dass kein Recht ist.

            16 Und er sieht, dass niemand auf dem Plan ist, und verwundert sich, dass niemand ins Mittel tritt. Da hilft er sich selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit steht ihm bei.

            17 Er zieht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt den Helm des Heils auf sein Haupt und zieht an das Gewand der Rache und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Mantel.

        2. Ulrike P. says:

          Zuerst einmal ein herzliches Hallo und Willkommen an Barnabas und armes Schaf, das sich hoffentlich bald nicht mehr so fühlt. 🙂

          Hallo Akazienholz,
          das sogenannte „Hüte“-Buch ist wohl eher ein Schlagstock, als sonst irgendwas.

          Wer fest auf Jah und Jesus vertraut, der kann sich getrost aus der Reichweite dieses Schlagstockes entfernen.
          Er braucht sich den Schlägen dieser „Hirten“ nicht aussetzen. – Wozu auch? – Es reißt doch nur immer mehr Wunden auf.

          Wir haben alle die Wahl: Hier die schützende Hand Gottes, da die Schlagstöcke der selbsternannten geistigen Führer.

          Der Herrscher dieser Welt hat auch ohne diese seine Werkzeuge noch genug Spielraum, um uns das Leben schwer zu machen. Es gibt Vieles das wir einfach aushalten müssen, weil wir´s nicht ändern können…doch uns von Menschen geistig quälen und unser Leben aus der Hand nehmen zu lassen, gehört nicht dazu.

          Wir brauchen keine Angst zu haben, sie haben nur soviel Macht über uns, wie WIR ihnen geben.

          Wer sich unter Gottes Hand flüchtet, wird von ihm zu Jesus gezogen und gehört fortan zu SEINEM Volk. (Tit 2, 14)
          Was uns hier in dieser Welt auch körperlich angetan werden kann, geistig sind wir von da an in absoluter Sicherheit.

          Vorausgesetzt natürlich, wir bleiben dort und erlauben keinem Menschen mehr, Herr über unseren Glauben zu spielen.
          Ihre Macht über uns ist erst gebrochen, wenn uns ihr Denken und Reden über uns, völlig gleichgültig ist.

          Erst wenn man sich zu hundert Prozent für Gott und seinen Christus entschieden hat, kommt man wirklich zur Ruhe und bekommt die Geborgenheit zu spüren, die man bei menschlichen Führern vergeblich sucht.

          Aber denken wir doch bei all dem nicht nur an uns und das was WIR empfinden. Halten wir doch mal inne und überlegen, wie Gott und Jesus sich wohl fühlen, wenn wir uns hin- und hergerissen fühlen, statt mit wehenden Fahnen zu IHNEN überzulaufen.

          LG Ulli

          1. Matthäus says:

            Liebe Ulli,
            zu Deinem sehr gujten Kommentar und dem AUFRUF mit guten Beweggrund möchte ich ein Zitat wiedergeben welches jeden Betroffenen eine Hilfe sein kann:

            Verhaltenskontrolle, Gedankenkontrolle, Gefühlskontrolle und Informationskontrolle – schon jede Form der Kontrolle für sich hat einen starken Einfluss auf den menschlichen Geist.

            Zusammen sind sie ein totalitäres Netz, das selbst die willenstärksten Menschen manipulieren kann. Tatsächlich sind
            es gerade solche Menschen, die die engagiertesten und enthusiastischsten Sektenmitglieder abgeben.

            Ich trete uneingeschränkt für das Recht der Leute ein, zu glauben, woran immer sie wollen, egal wie abwegig oder orthodox ihre Vorstellungen sein mögen. Wenn jemand glauben will, dass Mun der Messias ist, so ist das sein Recht. Aber – und das ist ein ganz wesentlicher Punkt – die Menschen sollten vor Einfl üssen geschützt werden, mit denen man sie zwingt zu glauben, dass Mun der Messias ist.

            ZITAT AUS:: Ausbruch aus dem Bann der Sekten – von Steven Hassan

            Und nun vergleiche die lügenhaften Worte eines Pressesprechers Br. Rudtke aus Selters: Ein Interview von 2007

            Frage der Zeitung: Wie freiwillig ist dieser Dienst?

            Rudtke: Völlig freiwillig. Auch der Predigtdienst an den Haustüren ist absolut freiwillig. In Glaubensfragen
            kann man niemanden zwingen.

            Frage: Da wird auch keine Statistik geführt?

            Rudtke: Es gibt keine Kontrollen.

            Den Original Zeitungbericht habe ich kürzlich einem Dienstamtgehilfen vorgelegt – er konnte es nicht glauben daß „hochangesehene Brüder“ aus Selters in aller Öffentlichkeit ohne mit der Wimper zu zucken LÜGEN.

            In diesem Zeitungsbericht hat Br. Rudtke mehrfach gelogen !!! u.a. es gäbe KEIN Kontaktverbot zu Ausgeschlossenen !

            Jeder der den Artikel haben möchte – ein kurzes eMail an: zeugejesus@gmail.com und ich schicke eine Kopie!

            lg. Matthäus

          2. Matthäus says:

            Das Interview mit Rudtke in Textform: (Orig. bei mir)

            Erschien am 13. 1. 07 in der HN – Zeitung.

            Die Gerichte haben uns am Ende immer Recht gegeben

            Interview Zeugen Jehovas über ihr Verhältnis zum Staat, das Selbstverständnis, richtige und falsche Behauptungen und eigene Fehler

            Sie stehen mit den Zeitschriften „Erwachet“ und „Wachtturm“ an einer Straßenecke oder klingeln zu zweit an der Haustür: Zeugen Jehovas. Wer sind sie? Sektenbeauftragte der Bundesländer und Kirchen haben sie lange Jahre stark kritisiert. Dabei wurde auch Falsches behauptet, wie Gerichte den Zeugen Jehovas bescheinigt haben. Bundesrichter wie auch etliche Religions- und Politikwissenschaftler sehen im Umgang mit so genannten Sondergruppen einen Prüfstein für die Religionsfreiheit in Deutschland. Die Verleihung der Körperschaftsrechte im Juni hat über den Einzelfall hinaus Bedeutung für die deutsche Religionslandschaft. Im Gespräch mit Gernot Stegert hat Werner Rudtke – Vorstandssprecher der Zeugen Jehovas in Deutschland, in der Zentrale im hessischen Selters Rede und Antwort gestanden.

            Im Sommer wurde Ihnen in Berlin die Urkunde zur Verleihung der Körperschaftsrechte überreicht. Was bedeutet Ihnen das?

            R.: Vordergründig haben wir erreicht, was wir in einem 15 Jahre andauernden Streit angestrebt haben: Körperschaft des öffentlichen Rechts zu werden. Eigentlich wir ja, wir wären bereits Körperschaft, aus dem Überleitungsgesetzt der DDR heraus. So hatte uns das die DDR-Regierung bestätigt. Doch der Berliner Senat hat diese Auffassung nicht geteilt. Nun aber sind wir froh, die Bestätigung zu haben, dass wir von unserer Größe, der Gewähr der Dauer und der Rechtstreue von der Möglichkeit des Grundgesetzes Gebrauch machen können.

            Als Körperschaft haben sie etliche Rechte. Welche wollen Sie nutzen? Den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen?

            R.: Den werden wir ziemlich sicher nicht geben wollen. Denn Kinder sollten ihr religiöse Erziehung in erster Linie durch ihre Eltern erhalten.

            Kirchensteuer?

            R.: Auch davon werden wir keinen Gebrauch machen. Die ersten Christen haben die Evangelisierungsarbeit Jesu und später der Apostel stets freiwillig unterstützt.

            Befreiung von Steuern?

            R.: Das werden wir prüfen. Die Körperschaft ist ja unsere geistlich-religiöse Struktur zuständig. Unsere Druckprodukte werden von der Wachtturm-Gesellschaft hergestellt. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und daher nur teilweise steuerpflichtig, was zum Beispiel die Mehrwertsteuer betrifft.

            Müssen Sie gewerbliche Zweige organisatorisch ausgliedern?

            R. der Apostel Paulus das im Brief an die Römer formuliert hat: Jede Seele sei dem Staat untertan. Mit einer Klammer: Wenn etwas verlangt würde, was im Gegensatz zu Gottes Gesetzen steht. Dann muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen. Das ist aber in der Bundesrepublik nicht der Fall. Das war jedoch untere Hitler und Stalin so.

            Nehmen wir ein paar Beispiele. Zeugen Jehovas leisten keinen Wehrdienst. Das ist immer noch so?

            R.: Das ist nach wie vor auf der ganzen Erde so. Beim Zivildienst ist es jedem einzelnen überlassen.

            Dürfen Zeugen Jehovas Beamte sein?
            R.: Ja, schon immer.

            Zeugen gehen nicht zur Wahl und dürfen nicht Mitglied einer Partei sein. Warum nicht?

            R.: Weil sie sich neutral verhalten möchten. Jesus hat seine Jünger gelehrt, sie sollten kein Teil der Welt sein.

            Auf der anderen Seite zahlen Zeugen Jehovas Steuern und nehmen die Schulpflicht wahr. Richtig?

            R.: Ja, da gibt es auch keine Ausnahmen.

            Insgesamt sind Sie auf Distanz zum Staat. Müssen Sie neben den Rechten nicht mehr Pflichten wahrnehmen?

            R.: Wir sind nicht auf Distanz, wir wollen neutral bleiben. Wir engagieren uns auf andere Weise für die Allgemeinheit – indem wir von Haus zu Haus gehen und biblische Lebensgrundsätze erklären.

            Wie sehen Sie die Sektenbeauftragten der Bundesländer und Kirchen?

            R.: Mit einigen kann man sich sehr sachlich unterhalten. Bei anderen merkt man, dass sie mit sehr vielen Vorurteilen und gewissen Unkenntnissen beladen sind. Während unseres Körperschaftsprozesses waren einige Sektenbeauftragte sehr aktiv. Doch die Gerichte haben uns am Ende immer Recht gegeben.

            Was sind denn die wichtigsten Punkte, die Ihrer Meinung nach gerade gerückt worden sind?

            R.: Vor allem, dass uns bescheinigt wurde, dass wir rechtstreu sind. Uns hat es auch gefreut, dass eine Diskussion darüber ausgelöst worden ist, ob Mitglieder einer Religionsgemeinschaft staatsloyal sein müssen. Dies kann laut Bundesverfassungsgericht nicht erwartet werden. Auch ist gerichtlich geklärt, dass Eltern von Zeugen Jehovas ihren Kindern die beste medizinische Behandlung ermöglichen. Wir nutzen alle Behandlungsmethoden aus, die ohne Bluttransfusion machbar sind, und haben weltweit ein Netz von Medizinern aufgebaut, die in der Anwendung von medizinischen Alternativen zur Bluttransfusion erfahren sind. Im gegenwärtigen gesetzlichen Rahmen wird kein Kind von Zeugen Jehovas sterben, weil dessen Eltern eine Bluttransfusion ablehnen.

            Kann man denn Operationen ohne Transfusionen durchführen?

            R.: Ja, ziemlich alle.

            Gibt es sonst etwas Medizinisches, das Zeugen Jehovas nicht machen?

            R.: Nein, auch Transplantationen und Spenden von Organen unterliegen der persönlichen Entscheidung eines jeden Einzelnen.

            Welche Vorstellungen von Mann und Frau leiten Sie?

            R.: Wie es die Bibel vorgibt: Der Mann ist das Haupt. Auch im Flugzeug oder auf dem Schiff ist ja nur einer Kapitän. Beide sind von Gott geschaffen und gleichwertig.

            Zeugen Jehovas feiern weder Geburtstag noch Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Warum nicht?

            R.: Von diesen Festen steht nichts in der Bibel. Tannenbaum, Ostereier usw. sind später eingeführte heidnische Bräuche. Auch Geburtstagsfeste kannten die ersten Christen nicht.

            Warum kommen Leute zu Ihnen?

            R.: Die einen suchen Halt und Hoffnung. Das Verbindliche im zwischenmenschlichen Bereich und die klaren Aussagen kommen gerade bei jungen Menschen sehr gut an. Andere kommen aus den eigenen Reihen der Familien, die Kinder.

            In der Öffentlichkeit herrscht das Bild, dass eher untere soziale Schichten dabei sind. Tragen dazu nicht die Menschen in Fußgängerzonen bei?

            R.: Zeugen Jehovas sind in allen gesellschaftlichen Schichten vertreten. Wir schämen uns für keinen unserer Brüder. Aber wir haben unseren Brüdern und Schwestern empfohlen, nicht nur die Zeitschriften stumm hochzuhalten sondern Gespräche zu suchen.

            Wie freiwillig ist dieser Dienst?

            R.: Völlig freiwillig. Auch der Predigtdienst an den Haustüren ist absolut freiwillig. In Glaubensfragen kann man niemanden zwingen.

            Da wird auch keine Statistik geführt?

            R.: Es gibt keine Kontrollen.

            Sie leben hier in Selters als Orden und autonom. Warum?

            R.: Das ist nur teilweise so. Was wir in Eigenregie machen, ist wirtschaftlicher. Unser Fuhrpark etwa ist günstiger als eine Spedition. Hier in unserem Zweigbüro sind 1000 Leute. Davon ist keiner Angestellter, jeder bekommt 130 Euro Taschengeld, vom Servierer im Speisesaal bis zum Vorstandsmitglied. Dafür ist für Wohnen, Essen und alles Weitere gesorgt.

            Wie sieht die Altersversorgung aus?

            R.: Wenn ich hier bleibe, bin ich versorgt. Wir haben eine Pflegestation. Wenn jemand den Orden verlässt, dann zahlen wir alles in die staatliche Rentenversorgung nach.

            Wie finanzieren Sie sich?

            R.: Ausschließlich über Spenden und Nachlässe.

            Wie ist die Mitgliederentwicklung?

            R.: In Deutschland zur Zeit gleich bleibend.

            Sie schließen Mitglieder aus. Wann und warum?

            R.: Wenn jemand willentlich biblische Gesetze übertritt und diese Tat nicht bereut. Die Übertretung selbst führt noch nicht zum Gemeinschaftsentzug.

            Welche Verfehlungen sind das?

            R.: Beispiele sind Töten, Stehlen, Verleumden, Alkoholismus und grobe sittliche Verfehlungen.

            Gibt es Kontaktverbote zu Ausgeschlossenen oder Ausgetretenen?

            R.: Das kann man so generell nicht ausdrücken. Wenn es Ehepartner, Kinder oder Eltern sind, dann wird der Kontakt bestehen bleiben. Wenn keine Beziehungen da sind, respektieren wir seine Einstellung und meiden den Kontakt. Aber da gibt es keinen Zank und kein Verbot.

            Pflegen Sie Kontakte zu christlichen Kirchen, zu Juden oder Muslimen?

            R.: Über die Eins-zu-eins-Beziehung an der Haustür.

            Was sind die Kernaussagen des Glaubens der Zeugen Jehovas?

            R.: Gott hat einen Namen, das ist persönlicher. Und Jehova ist die älteste Form. Eine andere wichtige Lehre ist, dass wir an das ewige Leben auf der Erde glauben. Wir glauben, dass wir seit 1914 in der Zeit des Endes leben.

            Sie haben mehrfach Daten genannt – zuletzt 1975. Doch es kam immer anders. Wie gehen Sie damit um`

            R.: Das war der Eifer unserer Erwartung. Jehova rechnet offenbar anders. Dazu stehen wir auch.

            Nur 144 000 Menschen werden in Himmel mit Christus herrscht? Das sind weniger als es Zeugen Jehovas gibt. Was ist mit den anderen?

            R.: Die 144 000 regieren mit Jesus Christus in seinem himmlischen Königreich. Die Übrigen, die Gottes Willen tun, leben dann paradiesähnlich auf der Erde.

          3. Akazienholz says:

            Liebe Ulrike,

            ob wir es nun Schlagstock, Krückstock oder Hirtenstab taufen, es bleibt ein von Menschen verfasstes Regelwerk mag sein das es sich auf die Bibel stützt, doch eben nicht die Bibel ist.

            An und für sich schon ein Beweis das die Fähigkeit abhanden gekommen ist, nur an Hand der Heiligen Schrift Sachlagen was das hüten der Schafe anbelangt richtigzustellen.

            Normalerweis müßte jeder Älteste der im Besitz dieses Buches ist sich fragen, wie denn das mit dem Grundsatz aus 2.Tim.3:16,17
            zu vereinbaren ist:

            Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

            Doch sehr wahrscheinlich reicht die Heilige Schrift nicht aus, das man den Hirten der vielen Versammlungen noch ein zusätzliches Werkzeug in die Hände legt. Dieses zusätzliche Hilfsmittel ist im Grunde genommen tot und behindert nur bei der echten Wirklichkeitsfindung.

            Es heißt doch in Heb. 4:12,13

            Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten [des] Herzens zu beurteilen. Und es gibt keine Schöpfung, die vor seinen Augen nicht offenbar ist, sondern alle Dinge sind nackt und bloßgelegt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.

            Deshalb ist die Frage an älle Älteste, doch schon berechtigt:
            Wozu braucht Ihr ein verkümmertes von Menschenhand gefertigtes Ersatzschwert, wenn Ihr eines in den Händen haltet welches von göttlicher Güte ist?

            AKAZIE

          4. Matthäus says:

            Zu meinem Zitat aus dem Zeitungsinterview mit Br. Rudtke das es kein Kontaktverbot mit Ausgeschlossenen gibt, ja sagte sogar auf die Frage:

            Gibt es Kontaktverbote zu Ausgeschlossenen oder Ausgetretenen?

            R.: Das kann man so generell nicht ausdrücken. Wenn es Ehepartner, Kinder oder Eltern sind, dann wird der Kontakt bestehen bleiben. Wenn keine Beziehungen da sind, respektieren wir seine Einstellung und meiden den Kontakt. Aber da gibt es keinen Zank und kein Verbot.

            Dann möge uns doch Br. Rudtke folgende aktuelle Belehrung im neusten WT erklären:

            WT. 15.4.2012 Seite 12

            17 Hält sich eine Familie treu an Jehovas Anweisung, nicht mit ausgeschlossenen Verwandten zu verkehren, kann das viel Gutes bewirken, wie folgendes Beispiel zeigt.

            Ein junger Mann war uber 10 Jahre lang ausgeschlossen. In dieser Zeit hatten sein Vater, seine Mutter und seine vier Bruder „keinen Umgang mehr“ mit ihm.

            Manchmal versuchte er, sich ihnen anzuschließen, wenn sie etwas unternahmen, aber jeder in der Familie vermied lobenswerterweise konsequent jeden Kontakt mit ihm.

            Wie Bewußtseinsgespalten muß ein intelegenter ZJ sein der diese Heuchelei nicht erkennt. Aber diese Widersprüche gibt es ja am laufenden Band. Im VBST hat man die Brüder geschult „Jehovabuch“ wie man sich Ausgeschlossenen zu verhalten hat. Im EW zur gleichen Zeit (also nach AUSSEN) wird davon geschrieben: Niemand darf wegen seiner persönlichen Entscheidung z.B. seine Religion zu wechseln, ausgegrenzt werden.

            lg. mit einem weiteren Anstoß zum NACHDENKEN!
            Matthäus

          5. Matthäus says:

            Noch das genaue Zitat:

            Das schlimme daran wie Familienbande durch die Doktrin von Menschen die noch dazu alle paar Jahre ihre Lehransichten, bis ins 100% Widersprüchliche ändern, zerstört wird?

            Oder stimmt das nicht?

            Das Gute das sich immer mehr Gedanken darüber machen und erkennen wie sehr sich solche Anweisungen in Wahrheit von der Lehre Christi abwenden.

            Seine einfache Lehre war:

            …ich will Barmherzigkeit, …wenn ihr es nur verstehen wollt!

            Meine wahren Jünger sind an der Liebe erkennbar. Wie sehr werden doch die guten Früchte der Liebe (Kol.3:12-14) in den Schmutz gezogen. Die Frage die sich jeder selbst beantworten musss:

            Was nun gilt – der Rat im Erwachet – also nach AUSSEN – oder die Anweisung im VBST – nach INNEN – siehe nachfolgende 2 Zitate:

            „Die Bibel macht einen deutlichen Unterschied zwischen wahren und unwahren Glaubenslehren. Dennoch lässt Gott jedem Menschen Entscheidungsfreiheit. Niemand sollte zu religiösen Handlungen ge-zwungen werden die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden sich zwischen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden.“ (Erwachet! Juli 2009)

            Wie paßt diese Lehrmeinung mit der die damals im VBST studiert wurde?

            „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen. … Durch den Verlust lieb gewonnener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er womöglich „zur Besinnung“, sieht den Ernst seines Fehlers ein und kehrt zu Jehova zurück.“
            („Bewahrt euch in Gottes Liebe“ S. 207, 208)

          6. Matthäus says:

            Interessante Paralellen:
            (http://)tvthek.orf.at/program/Kreuz-Quer/8598576/kreuz-und-quer/9635611

            Ausschlusspraxis bei den Armisch!
            Ist heute im ORF gelaufen!

          7. Caleb says:

            @Matthäus

            dieses Interview ist schockierend und eine Bankrotterklärung der ZJ.

            Zitat: „Was sind die Kernaussagen des Glaubens der Zeugen Jehovas? R.: Gott hat einen Namen, das ist persönlicher. Und Jehova ist die älteste Form. Eine andere wichtige Lehre ist, dass wir an das ewige Leben auf der Erde glauben. Wir glauben, dass wir seit 1914 in der Zeit des Endes leben.“

            Wäre das eure Antwort, wenn ihr von einem Reporter gefragt worden wäret? Wo bleibt Jesus, sein Loskaufopfer, das Königreich?

            Zitat: „Wie freiwillig ist dieser Dienst? R.: Völlig freiwillig. Auch der Predigtdienst an den Haustüren ist absolut freiwillig. In Glaubensfragen kann man niemanden zwingen.“

            Kann man sich ohne ein VK geworden zu sein, taufen lassen? Meines Wissens nach nicht – somit LÜGE

            Zitat: „Sie schließen Mitglieder aus. Wann und warum? R.: Wenn jemand willentlich biblische Gesetze übertritt und diese Tat nicht bereut. Die Übertretung selbst führt noch nicht zum Gemeinschaftsentzug. Welche Verfehlungen sind das? R.: Beispiele sind Töten, Stehlen, Verleumden, Alkoholismus und grobe sittliche Verfehlungen.“

            Meines wissens nach werden Mörder automatisch ausgeschlossen, ohne Komitee. Selbst wenn die Tat im Affekt erfolgte und der Mörder sie viell. in der Sekunde danach bereut. Keine Chance. Warum schließt man eigentlich nicht Kinderschänder automatisch aus sondern deckt bzw. hat sie gedeckt?

            Zitat: „Gibt es Kontaktverbote zu Ausgeschlossenen oder Ausgetretenen? R.: Das kann man so generell nicht ausdrücken. Wenn es Ehepartner, Kinder oder Eltern sind, dann wird der Kontakt bestehen bleiben. Wenn keine Beziehungen da sind, respektieren wir seine Einstellung und meiden den Kontakt. Aber da gibt es keinen Zank und kein Verbot.“

            Ist aber lieb, das ihre Einstellung respektiert wird. Wegen Bluttransfusion wird ja auch keiner ausgeschlossen, aber durch seine Handlungsweise zeigt er, daß er kein ZJ mehr sein will und deshalb respektieren wir seine Einstellung. Nett. einfach nur zum kotzen

            Zitat: „Warum kommen Leute zu Ihnen? R.: Die einen suchen Halt und Hoffnung. Das Verbindliche im zwischenmenschlichen Bereich und die klaren Aussagen kommen gerade bei jungen Menschen sehr gut an. Andere kommen aus den eigenen Reihen der Familien, die Kinder.“

            vor allem bei jungen Menschen???? Wo lebt der? Lt. einer Statistik bleiben nur 38 % der Zeugenkinder bei den ZJ, das ist mit Abstand der niedrigste Wert von allen erfassten Religionen in den USA. Meine Meinung nach haben die ZJ ein massives Nachwuchsproblem weil gerade die Jungen u. A. wg. des Internets wesentlich mehr nachprüfen können (Bsp. wo hätte man sich in den 70ern über 607 vuZ informieren können).

            C.

          8. Hans says:

            @Caleb

            Hast du eine Quelle für die Statistik der „nur 38% ZJ-Kinder, die dabei bleiben“?

  27. Jurek says:

    Im WT-Tagestext-Kommentar vom 14.09.11., heißt es auszugsweise:

    [ZITAT ANFANG]: „So tragisch es ist, dass einige nicht bereuen und ausgeschlossen werden müssen, so warm wird einem doch ums Herz, wenn man bedenkt, dass eine große Zahl von ihnen später wieder zu Jehova und zur Versammlung zurückkehren.“ [ZITAT ENDE]
    „EINIGE“… Und was ist mit den anderen, die ausgeschlossen wurden, WEIL sie zur JEHOVA umkehrten? Oder ist das aus dem Aprilscherz-WT (1.4.86, Fragen von Lesern) unumstößliches Dogma und Ausschlussgrund genug? – Oder verstehe ich da was falsch?

    [ZITAT ANFANG]: „Orientieren sich Älteste an der Gesinnung Christi, ebnen sie ihnen den Weg dafür, sich zu ändern und irgendwann wiederzukommen.“ [ZITAT ENDE]
    Ist das Wahrheit oder nicht?
    Wann und wie tun das diese Ältesten, die so sehr von der Einheit sprechen, also überall in der Welt Gleicherweisen?
    Ich kenne sehr gut einen Ausgeschlossenen, zu dem kein Ältester aus echter Liebe (nicht wegen Protokoll!) vorbeischaut, um das obige zu tun! Nicht einmal ganz nach Protokoll 2 Ältesten nur 1x im Jahr!!! Obwohl dieser Ausgeschlossener sich den Besuch wünschen würde!
    Und diese „Superfeinen Apostel“ wollen oder können nicht einmal demjenigen anhand der BIBEL erklären, was dieser falsch getan hat! – Ist das nicht sonderbar? (Zumindest mir erscheint das so).
    Wie kann man unter solchen Bedingungen jemals irgendwas (was AUS DER BIBEL nicht bekannt ist) bereuen und umkehren?
    Sollte da nicht erstmal eine Möglichkeit dazu geschaffen werden?

    Und nochmals die Frage zu dem Kommentar, ob das Wahr ist oder nicht?:
    [ZITAT ANFANG]: „Was die Ältesten alles mit ihnen aus der Bibel besprochen haben, …“ [ZITAT ENDE]
    Ist es nicht vielmehr und richtiger gewesen: „Was die Ältesten alles mit ihnen aus der WT-Publikationen besprochen haben, …“? = Trifft das nicht eher diesen Kern der Sache?

    Und zum Schluss wieder die Frage zu dem Kommentar, ob das Wahr ist oder nicht?:
    [ZITAT ANFANG]: „Wenn sie liebevoll und mit Würde behandelt wurden!“ [ZITAT ENDE]
    Mir kommt vor, dass da von Seiten der Theoretiker von einer Fiktion die Rede ist?
    Da werden doch oft Menschenrechte und -Würde massiv mit Füßen getreten, wie es mir aus den zahlreichen Berichten dazu erscheint. …
    Oder irre ich mich da?
    Bitte um Korrekturen, wenn ich mich wo irre, weil mir geht es wirklich um das, dass wer
    „sich verirrt hat, wieder zu Jehova zurückfindet.“!

    Liebe Grüße! 😉

    1. Thomas U. says:

      Lieber Jurek,

      ich würde gern mal mit Dir per Mail korrespondieren. Könntest Du Dich bitte über biblereader@gmx.de melden?

      Liebe Grüße
      Thomas U.

    2. Matthäus says:

      Lieber Jurek, Du hast immer wieder sehr tiefsinnige Überlegungen und verstehst es diese in richtige Fragen zu verpacken. Es wäre schön wenn somancher Ältester auch darüber nachdenken würde im besonderen darüber:

      >>>ZITAT ANFANG]: „Orientieren sich Älteste an der Gesinnung Christi, ebnen sie ihnen den Weg dafür, sich zu ändern und irgendwann wiederzukommen.“ [ZITAT ENDE]
      Ist das Wahrheit oder nicht?<<<

      Der Umkehrschluß ist welcher? Aufgrund der Tatsache DASS sich viele Älteste NICHT an Christi Gesinnung orientieren, führt dazu daß viele nicht mehr "zurückkommen" – das habe ich deshalb unter Anführungszeichen gesetzt, weil viele Jesus nie verlassen haben.

      Alleine die Tatsache wie auch von Dir angeführt das ein sogenannter Abtrünnige (Maßstabe der WTG – Aprilscherz WT 86) von den Hirten NIEMALS besiucht werden. Aber selbst solche die aus den "gewöhnlichen Gründen" wie Ehebruch oder dergleichen ausgeschlossen wurden – hier kenne ich einige die auch nach 5 Jahren noch nie besucht wurden. Doch was soll man auch von diesen Aufsehern erwarten, die meisten handeln auf Anordnung der LK und nicht auf Anordnung ihres einzigen Herrn und Führer:

      Matth.18: Vom verlorenen Schaf
      10-11 Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. 12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte? 13 Und wenn es geschieht, dass er's findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. 14 So ist's auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde.

      Der Vater freut sich – die Ältesten kümmerts nicht, folglich trifft bei vielen geanu das zu was in hes. 34:

      4 Das Schwache stärkt ihr nicht und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt. 5 Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.

      6 Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind über das ganze Land zerstreut und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder auf sie achtet. 7 Darum hört, ihr Hirten, des HERRN Wort! 8 So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: Weil meine Schafe zum Raub geworden sind und meine Herde zum Fraß für alle wilden Tiere, weil sie keinen Hirten hatten und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragten, sondern die Hirten sich selbst weideten, aber meine Schafe nicht weideten, 9 darum, ihr Hirten, hört des HERRN Wort! 10 So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, dass sie sie nicht mehr fressen sollen. 11 Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.

      Und nun liebe Hirten, wann erkennt ihr die Folgen dessen wie ihr mit den Schafen Jesu umgeht?

      lg. Matthäus

      1. Matthäus says:

        Ich muß mich korrigieren für diese Aussage:

        >>>Doch was soll man auch von diesen Aufsehern erwarten, die meisten handeln auf Anordnung der LK und nicht auf Anordnung ihres einzigen Herrn und Führer<<<

        Die Anordnung wäre ja da nach dem alten Prinzip "Alles was sie euch sagen – tut und haltet – sie sagen es wohl, handeln aber nicht entsprechend"

        w01 15. 12. S. 19-20 „Lernt von mir“ –
        Jesu Beispiel der Barmherzigkeit

        …sie hätten „die gewichtigeren Dinge des GESETZES außer acht gelassen, nämlich das Recht und die Barmherzigkeit und die Treue“. Wer würde sich wünschen, von Jesus für einen Pharisäer gehalten zu werden? (Matthäus 23:1-4, 16, 17, 23). 22 Alle, die auf Jesus hörten und seine Jünger wurden, erlebten, wie zutreffend seine Aussage war: „Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Matthäus 11:30). Nie fühlten sie sich von ihm niedergedrückt, schikaniert oder durch Vorhaltungen gepeinigt. Sie waren freier, glücklicher und in ihrem Verhältnis zu Gott und zueinander sicherer (Matthäus 7:1-5; Lukas 9:49, 50). Von Jesus lernten sie, daß geistige Führerschaft erfordert, andere zu erquicken und in Sinn und Herz demütig zu sein.

        w94 1. 8. 9-14 Jehova ist vernünftig – Zum Vergeben bereit

        David schrieb: „Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen“ (Psalm 86:5). Als die griechische Übersetzung der Hebräischen Schriften entstand, wurde das Wort für „zum Vergeben bereit“ mit epieikés oder „vernünftig“ wiedergegeben. Ja, zum Vergeben bereit zu sein und Barmherzigkeit zu erweisen ist vielleicht das wichtigste Gebiet, auf dem Vernünftigkeit bewiesen werden kann.

        w94 1. 9. S. 14 Freut euch in Jehova

        Vor allem dürfen wir niemandem Bürden aufladen, die über die Forderungen des Wortes Gottes hinausgehen. Der Apostel Paulus sagte: „Nicht, daß wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude“ (2. Korinther 1:24). Als ehemaliger Pharisäer wußte Paulus genau, daß strenge Regeln, die von Autoritätspersonen festgelegt und durchgesetzt werden, die Freude unterdrücken, wogegen hilfreiche Empfehlungen von denjenigen, mit denen man zusammenarbeitet, die Freude vergrößern

        w98 15.3. S. 10 Menschen nachzufolgen ist gefährlich

        … eigentlich stehen die Mitglieder jeder Religion, die stark an menschlichen Führern und ihren Ideen festhalten, in der Gefahr, Sklaven von Menschen zu werden. Ein stark auf einen Führer ausgerichtetes Verhältnis kann dazu führen, in emotioneller und religiöser Hinsicht völlig abhängig zu werden.

        w98 15.3. S. 15 Wessen Sklave möchte man sein?
        15 Die Vorstellung, jemandes Sklave zu sein, wird die meisten Menschen unangenehm berühren. Doch in der heutigen Welt ist es eine Realität, daß sich Menschen häufig auf so subtile Weise manipulieren und beeinflussen lassen, daß sie schließlich unabsichtlich das tun, was andere wollen.

        … die Menschen in eine bestimmte Form zu pressen, indem sie Maßstäbe festlegen, an die man sich halten soll. …. Organisationen veranlassen Menschen dazu, ihre Ideale und Ziele zu unterstützen, und das nicht immer durch überzeugende Argumente, sondern oft dadurch, daß sie an einen Geist der Solidarität oder Loyalität appellieren. Da wir, wie Paulus feststellte, ‘Sklaven derer sind, denen wir gehorchen’, tut jeder von uns gut, sich folgendes zu fragen: „Wessen Sklave bin ich? Wer übt den größten Einfluß auf meine Entscheidungen und meine Lebensweise aus? …… Wem gehorche ich — Gott oder Menschen?“
        16 Christen betrachten den Gehorsam gegenüber Gott nicht als unberechtigten Eingriff in ihre persönliche Freiheit. Sie nutzen ihre Freiheit bereitwillig in der gleichen Weise wie ihr Vorbild, Jesus Christus, indem sie persönliche Wünsche und das, was für sie Priorität hat, mit Gottes Willen in Einklang bringen (Johannes 5:30; 6:38). Sie entwickeln „Christi Sinn“ und unterwerfen sich Christus als Haupt der Versammlung (1. Korinther 2:14-16; Kolosser 1:15-18

        Für jeden Zeugen Jehovas bedeutet die Hingabe die persönliche Wahl, ein Sklave Gottes zu werden, statt ein Sklave von Menschen zu bleiben. Das ist im Einklang mit dem Rat des Apostels Paulus: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen“ (1. Korinther 7:23).

        Schöne Worte – doch wie sieht die Realität aus – so wie es Anna in ihrem Kommentar sehr schön beschrieben hat.

        lg. Matthäus

        1. Matthäus says:

          Ach ja, die nachfolgenden Kommentare – habe sie gerade wieder einmal gelesen – bestätigen nur jenes was Jurek und mein Kommentar dazu aussagen!

          Erfahrungen dieser Art gibt es zu tausend – vielleicht möchten auch andere uns an ihrem Leid teilhaben lassen? In der Regel folgen schöne Worte des Trostes, wie es die Kommentare zu Christof und seiner Erfahrung zeigt.

          lg. Matthäus

          1. Anna says:

            Liebe Brüder und Schwstern,

            das Neueste aus dem Studien-WT April auf jw.org, Seite 12, Abschnitt 18:

            ZITAT ANFANG
            HALTE TREU UND LOYAL ZU JEHOVA
            16 Es kommt vor, dass Personen eine schwere Sünde begehen und die Versammlung gezwungen ist, „sie mit Strenge zurechtzuweisen,
            damit sie im Glauben gesund seien“ (Tit. 1:13). Einigen muss sogar
            die Gemeinschaft entzogen werden. Denen, die sich durch diese Erziehungsmaßnahme haben korrigieren lassen, konnte so geholfen werden, wieder ein gutes Verhältnis zu Jehova aufzubauen (Heb. 12:11).
            Was aber, wenn wir mit jemand, der ausgeschlossen werden musste, verwandt oder eng befreundet sind? Dann steht jetzt unsere
            Treue auf dem Prüfstand, und zwar nicht gegenüber dieser Person, sondern gegenüber unserem Gott. Jehova schaut nun darauf, ob wir uns an sein Gebot halten, keinen Kontakt mehr mit jemandem zu haben, der ausgeschlossen ist. (Lies 1. Korinther 5:11-13.)ZITAT ENDE

            Unsere Treue zu Jehova ist daran zu erkennen ob wir seinem geliebten Sohn Achtung zeigen und sein Gebot der Nächstenliebe ausüben. Jehova möchte nicht solch menschenverachtende Regelungen.
            Welcher Christ möchte schon dass der Text aus 2. Timotheus 3:3 (NWÜ)auf ihn ganz persönlich zutrifft:

            3 ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten…

            und aus der Neuen Genfer:
            3 noch Mitgefühl kennen. Sie werden unversöhnlich sein, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, voll Hass auf alles Gute

            Die NWÜ übersetzt hier „ohne natürliche Zuneigung“. Die meisten anderen Übersetzungen ähnlich wie die Neue Genfer mit Mitgefühl.

            Nur, zu wem hat man „natürliche Zuneigung“. Zu seinen Blutsverwandten und zu seinen Freunden.

            Daher nochmal liebe organisationstreuen Mitleser: Wollt ihr den Menschen in 2. Timotheus 3:3 wirklich gleichen. Weil das leider so wäre, wenn man sich an diese unchristlichen Anweisungen hält und Leid über seine Angehörigen, Freunde und auch über sich selbst bringt.

            Wenn ich überdenke, dass derzeit in Deutschland auf politischer Ebene versucht wird gegen islamistische Hassprediger vorzugehen. Sie auszuweisen usw.

            Nur wer bitte geht gegen solche Hasspredigten in dieser Zeitschrift und anderen, millionenfach verteilt, vor???

            Jetzt werde ich mich den erbaulichen Dingen widmen. Das Querlesen dieser Studienausgabe hat mich doch wiedermal traurig gemacht. Am Wochenende werde ich liebe Freunde treffen und mich – soweit es von mir abhängt – den schönen Dingen des Lebens widmen.

            Liebe Grüße – jetzt wieder aus der Sonne 🙂

            Anna

      2. Sascha says:

        Lieber Matthäus,

        zu den Hirten habe ich noch folgenden Text aus Sach. 10:3-12 gefunden. Eine klare Sprache, die durch die ganzen Propheten gesprochen wird. Das Beste ist, dass sich diese Dinge vor unseren Augen erfüllen, und sie merken es nicht. Obwohl nur SIE damit sein können, wenn Sacharja schreibt:

        „Über die Hirten ist mein Zorn entflammt, über die Leitböcke will ich Musterung halten!“ Denn Jahwe, der allmächtige Gott, mustert seine Herde aus Juda und macht ein prächtiges Streitross daraus. Aus Juda kommen Eckstein und Zeltpflock, Kriegsbogen und Anführer. Sie werden wie Helden kämpfen und die Feinde wie Straßendreck zertreten. Ja, sie können kämpfen, denn Jahwe steht ihnen bei. Selbst die Reiter hoch zu Ross werden an ihnen zuschanden.
        „Ich werde Judas Nachkommen stärken und Josefs Nachkommen retten. Ich habe Erbarmen mit ihnen und lasse sie heimkehren. Es wird so sein, als hätte ich sie nie verstoßen. Denn ich bin Jahwe, ihr Gott, ich erhöre ihre Gebete! Efraïms Männer werden wie Helden kämpfen und fröhlich sein, als ob sie Wein getrunken hätten. Ihre Kinder werden jubeln, wenn sie es sehen, und von Herzen Jahwe preisen.“

        Un dann sagt Sacharja weiter als Hoffnung für uns:

        „Ich will ihnen pfeifen und sie zusammenholen, denn ich habe sie erlöst. Und sie werden so zahlreich sein wie einst. Habe ich sie auch unter die Völker gesät – wenn sie in der Ferne an mich denken, werden sie am Leben bleiben und mit ihren Kindern heimkehren.“

        Wir wurden und werden tatsächlich unter „die Völker gesät“, wir „denken aus der Ferne an ihn“. Aber wir werden geistig zu Leben kommen, und buchstäblich am Leben bleiben, auch wenn es viele von den WTG Zeugen dann nicht wahr haben wollen. Ausgerechnet DIE? werden sie dann fragen. Und dann trifft auf sie das zu, was in Amo 5:18-23 gesagt wird:

        „Ihr wünscht euch den Tag Jahwes herbei, / doch ihr seid zu bedauern. / Was bringt euch der Tag Jahwes? / Er wird Finsternis sein und nicht Licht. Es wird euch wie dem Mann ergehen, / der vor dem Löwen flieht / und einem Bären in die Quere kommt. / Hat er dann glücklich sein Haus erreicht / und lehnt sich an die Wand, / so beißt ihn eine Schlange. So wird der Tag Jahwes Finsternis sein und nicht Licht, / schwarz wie die Nacht, ohne hellen Schimmer. „Ich hasse und verwerfe eure Feste, / eure Feiern kann ich nicht riechen! Eure Brandopfer sind mir zuwider, / eure Speisopfer gefallen mir nicht. / Eure fetten Freudenopfer mag ich nicht sehen! Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder! / Euer Harfengeklimper ist nicht zu ertragen!“

        Die einfache Frage kann sich jeder stellen. Wer ist heute die einzige Organisation, die konkret den Tag Jahwes oder Jehovas erwartet? Wer „wünscht ihn sich herbei“? Darauf gibt es nicht viele Antworten. Deswegen freuen wir uns darüber, dass sich diese Dinge nicht nur mehr vor unserem geistigen Auge abspielen, sondern jetzt auch im Buchstäblichen. Wie viel mehr sollte uns das bewusst machen, wie weit wir in der Zeit eigentlich schon fortgeschritten sind…

        Als große Ermunterung sehe ich das, was in Habakuk 3:17-19 gesagt wird:

        „Zwar blüht der Feigenbaum nicht, / der Weinstock bringt keinen Ertrag, / der Ölbaum hat keine Oliven, / die Kornfelder keine Frucht, / aus dem Pferch sind die Schafe verschwunden, / kein Rind steht mehr in den Ställen, dennoch will ich jubeln über Jahwe, / will mich freuen über den Gott meines Heils. Denn Jahwe, der Herr, ist meine Kraft. / Er macht meine Füße schnell wie Gazellen, / lässt mich sicher die Berge beschreiten.“

        Aber es ist nicht nur eine Ermunterung, sondern auch ein wichtiges Indiz, dass die Propheten voller wichtiger Hinweise für uns sind.

        Schöne Grüße

        Sascha

    3. Frank&Frei says:

      hallo Jurek,
      Deine Feststellungen stellen nichts Neues unter der Sonne dar. Das, was im WT geschrieben wird, dient als Legitimation nach aussen, als Bestätigung, dass sich die Hirten auch um Ausgeschlossene sorgen.

      ja, da gibt es eine Liste aller ausgeschlossenen und auch ferngebliebenen, die sich absonderten.

      Die besuchen? mag schon sein, wenn es ein typischer Fehler war, zB sexuelle Verfehlungen.

      Aber du glaubts doch nicht , dass die eine besuchen, der offenkundig den Sklaven infrage stellt?
      Da haben die Ältesten eine Heidenangst vor auch untereinander, denn sie könnten sich ja infizieren – in den Augen ihrer Brüder.

      Im übrigen ist ein Ausgeschlossener in den Augen der Ältesten in der Regel eine Person, die sehr, sehr kritisch gesehen wird, für die man kaum Mitgefühl hat und wo man auch nicht unbedingt alles dransetzt, ihn zurückzugewinnen. Wenn der Ausgeschlossene das nicht von sich aus tut, ist er passe.

      Mache dir da nihcht zuviel gedanken drüber. Die Gesellschaft lehrt durch das Wort der REdner auf Kongressen – das ist oft sehr hart.
      Sie lehrt durch Publikationen – und die sind ja Zeitzeugen und bleiben langfristig konserviert. Somit ist man da besonders bedacht.
      Aber auch da macht man sich lächerlich – bedenke man nur, wie oft die WT schriften der letzten 60 Jahre die Sodomiten Perspektive für die Auferstehung gaben im Widerspruch zu immer wiederkehrenden Äusserungen, dass sie den zweiten Tod gestorben seien.
      Was radebrechten wir kleien Menschen über diese Dinge, die allein in der hand unseres Gottes und seines Christus liegen?
      Wir haben nicht für alles eine Antwort.
      Und das ist das Schöne an BI, dass man mit diesem Argument darauf hinweist, dass keiner von uns die absolute Wahrheit hat. Die ist allen beim Höchsten, der sie zu Seiner Zeit offenbaren wird.

      1. Jurek says:

        Vielen Dank für eure Kommentare!

        Ich selber bin nicht derjenige, der mit Steinen auf andere schmeißen würde, aber mir stören vor allem ziemlich sehr zwei Sachen:

        -) Wenn man behauptet, dass das, was NUR WIR sagen, kommt IMMER von JEHOVA! =(GOTTES-Lästerung!) – auch wenn nur rein THEORETISCH was anderes gemeint wäre…;

        -) Wenn man erwachsene Gläubige entmündigt und ein Schema von „Wahrheiten“ (Pl.) aufpresst, die aber oft geändert werden! Da nützen nachher auch keine Bezüge mit erhobenem Zeigefinger auf 1.Korinther 1:10 u. ä., wenn es nicht die Wahrheit ist!?

        Irren kann sich jeder und auch jede Organisation (wir sind nun mal Menschen). Aber kommt darauf an, was man daraus macht und was man daraus lernen will (oder auch nicht)…

        WAS ist wichtiger hierbei? = (künstliche, dogmatische) EINHEIT um jeden Preis oder (scheinbar etwas weniger davon, aber) WAHRHEIT? –(wo nicht jeder gleichschnell sein kann… – Philipper 3:15).
        WER ist auch „JEHOVA“?? <= Diese Frage stelle ich bewusst hier, denn manchmal bei den „ZJ“ da bin ich mir dessen nicht so ganz sicher…

        Und meine Gedanken und Fragen (wie ich immer wieder betonen möchte) sind KONSTRUKTIV gemeint! –(da die „ZJ“ immer von „niederreißen“ schreiben…). Ich würde mir nur das Beste FÜR die „ZJ“ und auch andere Kirchen und (derzeit) Sekten wünschen, dass alle auf dem Weg JESU (Joh 14:6) kommen, keiner Organisation! Denn am Ende rettet nicht, dass man alles genau und brav immer befolgte, was eine Organisation sagte! Oder stimmt das nicht? (Erwarte immer gerne Korrekturen!).
        Ich behaupte nicht immer im Recht zu sein, aber (wie @Matthäus schrieb), dass die „ZJ“ sich auch an ihre eigenen Worte halten! …
        Ist das zuviel erwartet?

        Schade, dass wohl hier keine Linientreue „ZJ“ schreiben, die bereit wären darauf auch zu antworten, weil mein Anliegen ist konstruktiv und ehrlich!

        Liebe Grüße!

  28. Frank&Frei says:

    so ist es Dennis. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein Bruder öffentlich Kritik daran äußerte, dass die WTG sich hurerisch mit der UN eingelassen hatte.
    Da kamen Älteste aus der Versammlung zu ihm um ihn zu befragen. ER legte mit Akribie ihnen die Fakten vor, so dass es nur ä und ö als Feedback gab.

    ER wurde vor kein Kommittee geladen sondern es wurde von der Bühne her bekannt gegeben, dass er kein ZJ mehr ist.
    Ein Verwandter von ihm bemerkte noch – die haben ihm den Weg der Reue nicht aufgezeigt.

    Was soll man da noch sagen? Das entspricht dem Procedere, Leute auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Die WTG lädt mehr und mehr Blutschuld auf sich und trinkt gleichzeitig vom Becher der Nationen. Die Anbiederei an die Politik liegt klar da und war hier auf dieser Website, wo ich das Bild der Ösi-Kirchen sah. mit den Zeugen mittendrin beim ÖsiKanzler.

    Da bedarf es schon der Geistesfrucht 9, nicht eins auf HB Männchen zu machen und gleich an die Decke gehen.

    Würde ich kein Verhältnis zu meinem Gott und seinen Erlöser haben – der Uhrenturm wird zu gegebener Zeit fallen, dieQWahrheit bleibt lebendig und die, die ihr folgen werden Unterscheidungsvermögen erlernen.

    Das ist die Herausforderung der Zeit: Unterscheidungsvermögen in den Sinn derjenigen zu bringen, die mit der WT Doktrin langjährig „brainwashed“ wurden

    Der weise Gebrauch des WEltnetzes hilft dabei.

    1. Eddi says:

      Hallo Frank,
      das mit dem Unterscheidungsvermögen ist genau richtig und trotzdem so wahnsinnig schwer. Und es ist dann umso schwerer, wenn man immer und immer wieder gesagt bekommt, nur im eigenen Tunnel zu graben. Wo soll denn das Licht der Wahrheit herkommen?
      Habe heute in einem der Vorträge von BI einen Bibeltext gehört, der nicht nur einen Funken gezündet hat, sondern ein wärmend Feuer gebracht hat: 2. Kor. 10:12: Wer sich nur mit sich selbst vergleicht, hat kein Verständnis. Wie treffend!

      Die WTG kann es sich nicht leisten, sich zu vergleichen, damit nehmen sie sich aber die Möglichkeit, geistig zu wachsen, sich den Fragen und möglicher Kritik zu stellen und vergessen dabei, dass, wie die Bibel sagt, ein lebender Hund besser dran ist als ein toter Löwe.

      Liebe Grüße und herzlichen Dank für euren Eifer.
      Eddi

  29. Matthäus says:

    Als weiser Mann und selbst Betroffener hat Br. Ray Franz in seinem Buch „DER GEWISSENSKONFLIKT“ zur Grausamkeit des Gemeinschaftsentzug dutzende Beispiele genannt wie dabei die Leitung der WTG auch vor Familienzerstörung nicht zurückschreckt um die eigene Macht und Stellung zu behaupten. Im Kap. 12 hat er unter „Ausblick“ einige sehr treffende Aussagen gemacht die für jeden sehr wertvoll sind: ab Seite 316

    Auf Gottes festehendes Versprechen bauen, statt auf Menschen zu vertrauen!

    Das Leben des Einzelnen mag unbedeutend erscheinen, für Gott aber zählt jeder Gerechte tausendfach (Ps 91:7; Jes 66:22)

    „Darum verliere ich nicht den Mut. Die Lebenskräfte, die ich von Natur aus habe, werden aufgerieben; aber das Leben, das Gott mir schenkt, erneuert sich jeden Tag. Die Leiden, die ich jetzt ertragen muß, wiegen nicht schwer und gehen vorüber. Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat. Ich baue nicht auf das, was man sieht, sondern auf das, was jetzt noch keiner sehen kann. Denn was wir jetzt sehen, besteht nur eine gewisse Zeit. Das Unsicht­bare aber besteht ewig“ (2. Korinther 4:16-18, Die Bibel in heutigem Deutsch).

    Das also war mein Bericht. Ich habe dargelegt, welche Grundsatzfragen den Gewissenskonflikt in mir hervorriefen, und zu welchen Gefühlen, Reaktio­nen und Schlußfolgerungen das bei mir geführt hat. Jeder muß selbst abschätzen, was das für ihn bedeutet und zu welchen Entscheidungen ihn sein eigenes Gewissen geführt hätte.

    Angesichts der mehr als fünf Milliarden Menschen auf der Erde und der endlosen Zahl vergangener Generationen erscheint das Leben des einzelnen höchst unbedeutend. Wir sind verschwindend kleine Tröpfchen in einem gewaltigen Strom. Und doch zeigt uns die christliche Lehre, daß jeder von uns, so klein und unbedeutend wir sein mögen, anderen in einem Maße Gutes tun kann, das unsere Kleinheit weit übersteigt.[1] Möglich wird das durch den Glauben und, wie der Apostel Paulus sagt, „die Liebe, die der Christus hat, drängt uns“.[2]

    Brauchen wir um gottgefällig zu leben und Christ zu sein wirklich eine Organisation, eine Religion?

    Wir brauchen dafür keine imposante Organisation, die uns dabei hilft, auch nicht ihre Leitung und Kontrolle, ihr Antreiben und ihren Druck. Die tiefe Wertschätzung für die unverdiente Güte Gottes, daß uns das Leben als „freie Gabe“ geschenkt wird, ohne daß dafür Werke nötig sind, sondern nur der Glaube, diese Wertschätzung genügt voll und ganz, um uns zu beflügeln. „Wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.“[3] Wenn wir unsere Freiheit als Christen achten und lieben, werden wir auf andere Formen des Drängens gar nicht mehr ansprechen. Wir werden [316] uns auch keinem anderen Joch unterwerfen als dem, das uns in folgenden Worten angeboten wird:

    „Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“[4]

    Wenn man am Ende seines Lebens Rückschau hält, dann wird man Befriedigung nur darin finden, daß man sein Leben zum Wohlergehen anderer eingesetzt hat, vor allem auf geistigem Gebiet, aber auch im seelischen, körperlichen und materiellen Bereich.

    Ich kann nicht glauben, daß es besser ist, lieber nicht so genau Bescheid zu wissen, oder daß man anderen einen Gefallen tut, wenn man ihnen ihre Illusionen läßt. Früher oder später müssen die Illusionen sich der Wirklich­keit stellen, Je länger das hinausgezögert wird, desto größer kann der Schmerz sein, der mit der Ernüchterung einhergeht. Ich bin froh, daß es bei mir nicht noch länger gedauert hat.

    Deswegen habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu schreiben. Ich habe mich aufrichtig bemüht, in allem genau zu sein. In Anbetracht dessen, was sich bereits abgespielt hat und was zu diesem Thema veröffentlicht und in Form von Gerüchten und übler Nachrede verbreitet worden ist, gehe ich davon aus, daß man versuchen wird, mich zu verunglimpfen und die Bedeutung des hier Gesagten herabzusetzen. Sobald man irgend etwas entdeckt, das als Fehler bezeichnet werden könnte, und sei es auch nur die Abweichung um einen einzigen Tag bei einem Datum, eine Differenz um eins bei einer Zahl, ein falsches Komma in einem Zitat, ein falsch geschrie­bener Name oder etwas ähnliches, so wird man mit Sicherheit darauf deuten und sagen: „Das Buch steckt voller Fehler!“ Doch ganz gleich, was man sagen wird, ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe. Sollten Irrtümer enthalten sein, so wäre ich jedem dankbar, der mich darauf hinweist, und ich will alles in meiner Kraft stehende tun, um sie zu berichtigen.

    Nur wenige Zeugen Jehovas kennen die Praxis des Herrschaftsapparates

    Was wird die Zukunft den Zeugen Jehovas, ihrer Organisation und ihrer leitenden Körperschaft bringen? Diese Frage wird mir oft gestellt, doch eine Antwort darauf kann ich nicht geben. Man muß die Entwicklung abwarten. Nur bei einigen wenigen Dingen bin ich mir ziemlich sicher. So glaube ich nicht, daß die Menschen scharenweise die Organisation verlassen werden. In einer ganzen Anzahl Ländern gibt es derzeit einen deutlichen Zuwachs. Die meisten Zeugen Jehovas wissen einfach nicht, wie die Praxis des Herrschaftsapparats aussieht. Nach meinen Erfahrungen mit ihnen wäh­rend vieler Jahre und in vielen Ländern weiß ich, daß die Organisation für einen hohen Prozentsatz unter ihnen mit einer gewissen Aura umgeben ist, einem strahlenden Schein, der deren Verlautbarungen mehr Bedeutung verleiht, als man den Worten unvollkommener Menschen üblicherweise zubilligt. Die Lehren bekommen etwas Esoterisches, wobei mit esoterisch [317] etwas gemeint ist, das „nur Eingeweihten einsichtig und geistig zugänglich ist“, meistens einer kleinen, exklusiven Schar. Die meisten Zeugen denken, die Sitzungen der leitenden Körperschaft finden auf einer anderen Ebene statt und dort offenbare sich mehr als das normale Mag an Bibelverständnis und Weisheit. Schließlich hat man ihnen ja auch eingeimpft:

    Nachdem wir Nah­rung empfingen, bis wir die gegenwärtige geistige Kraft und Reife hatten, werden wir da plötzlich gescheiter als unsere früheren Fürsorger und verlassen das Lieht und die Leitung der Organisation, die uns bemutterte?[5]

    Es gibt ständig Ermahnungen zur Demut, was heißen soll, daß man alles anzunehmen hat, was die Organisation einem sagt, so als stamme es von einer Quelle höherer Weisheit. Daß der Durchschnittszeuge nur eine sehr schwammige Vorstellung davon hat, wie die Leitung zu ihren Beschlüssen kommt, verstärkt die Aura esoterischer Weisheit nur, Man sagt ihm, er sei „mit der einzigen Organisation auf der Erde verbunden, … die die, tiefen Dinge Gottes‘ versteht“.[6]

    Freundschaftsbande innerhalb der Organisation als Hemmschuh, um dem Gewissen Vorrang zu geben!

    Nur wenige haben bisher vor den Problemen gestanden, die in diesem Buch behandelt werden, und damit auch vor dem Gewissenskonflikt. Ich ver­mute, viele würden sich dem lieber nicht aussetzen. Manche sagten mir, sie hätten so viele freundschaftliche Beziehungen innerhalb der Organisation und diese wollten sie nicht aufs Spiel setzen. Auch ich hatte viele gute Freunde und wollte sie nicht verlieren. Noch heute fühle ich mich den Menschen nahe, mit denen ich den größten Teil meines Lebens verbracht habe. Doch für mich gab es grundsätzliche Fragen, die wichtiger waren als diese Freundschaften, Fragen zu Wahrheit und Ehrlichkeit, Anständigkeit und Gerechtigkeit, Liebe und Barmherzigkeit.

    Damit will ich nicht sagen, man solle auf Konfrontationskurs gehen und die Auseinandersetzung bewußt herbeiführen, wo es nicht nötig ist. Ich habe volles Verständnis für alle, deren Verwandtschaft praktisch nur aus Zeugen Jehovas besteht und die ganz genau wissen, wie verheerend es sich auf die Beziehungen in der Familie auswirken könnte, wenn Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester, Vater oder Mutter jetzt als „abtrünnig“ behandelt werden müßte, als jemand, der von Gott verworfen wurde und geistig unrein ist. Noch nie habe ich empfohlen, eine solche Situation mutwillig herbeizu­führen; auch in meinem eigenen Fall habe ich das zu vermeiden gesucht. Bleibt die derzeitige Atmosphäre in der Organisation aber bestehen, so wird es zunehmend schwerer werden, sich dem Konflikt zu entziehen, wenn man keine Kompromisse mit seinem Gewissen eingehen und anderen etwas vormachen will. Sonst muß man vielleicht so tun, als glaube man etwas, an das man gar nicht glauben kann, weil man es in Wahrheit für eine Verdrehung des Wortes Gottes hält, die unchristliche Frucht hervorbringt, indem sie Menschen schädigt.

    Untergetauchte werden verfolgt, um von ihnen zu hören, wie sie zur Organisation stehen: Keine Frage nach ihrem Verhältnis zu Jesus und mit Gott!

    Ich kenne eine Reihe von Zeugen, die versucht haben, sich still zurückzu­ziehen, und einige, die „untergetaucht“ sind, indem sie in eine andere Gegend umzogen und niemand aus der Organisation etwas von ihrer neuen Anschrift sagten, in der Meinung, dadurch den Nachstellungen zu entge­hen. Ich könnte viele Fälle nennen, in denen alle diese Bemühungen nichts gefruchtet haben, da die Ältesten die Zeugen unerbittlich aufgespürt haben, einzig um von ihnen zu hören, wie sie zur „Organisation“ standen (nicht etwa zu Gott, Christus und der Bibel), Wer diesen Loyalitätstest, der in Form einer ultimativen Frage vorgelegt wird, nicht besteht, wird so gut wie immer aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und damit von seiner Familie und seinen Freunden, soweit sie der Organisation angehören, abgeschnitten. Charakteristisch dafür ist die Erfahrung einer jungen Frau aus dem Süden Michigans, die verheiratet ist und Kinder hat. Sie war von den Ältesten verhört worden, weil sie an einigen Lehren Zweifel hatte. Das hat sie so mitgenommen, daß sie keine Zusammenkünfte mehr besuchte. Monate später riefen die Ältesten an und forderten sie auf, noch einmal zu einer Sitzung zu kommen. Sie sagte, sie wolle das nicht noch einmal durchma­chen. Man drängte sie, doch zu kommen; es solle ihr wegen ihrer Zweifel beigestanden werden und das sei auch das letzte Mal. Ihr Ehemann, der kein Zeuge Jehovas war, riet ihr, zu gehen und es hinter sich zu bringen. So ging sie hin.

    Sie berichtet: „Schon nach kaum zehn Minuten war mir klar, welches Ziel sie verfolgten.“ Eine halbe Stunde nach Eröffnung der Verhandlung war sie bereits ausgeschlossen. Allein schon die Schnelligkeit hat sie total verblüfft. „Ich konnte gar nicht fassen, was sie da taten. Ich saß die ganze Zeit heulend da und innerhalb einer halben Stunde hatten sie mich aus dem Königreich rausgeschmissen. Ich hätte erwartet, daß sie mit Tränen in den Augen mir zu Füßen fallen und mich stundenlang anflehen würden, damit das vermie­den werden könnte.“ Einer der fünf Ältesten, der während der Verhandlung eingenickt war, sagte nachher: „Die hat vielleicht Nerven! Zu sagen, sie wüßte nicht, ob das nun die Organisation Gottes sei oder nicht!“

    Große Schuld lastet auf denen, die durch falsche Führung Familien und Einzelpersonen zerstören

    Beim Ausschluss aus Gewissensgründen sind Zerrüttung der Familie und Seelenschmerzen sind allein der Organisation zuzuschreiben!

    Kann man der Konfrontation nicht mehr ausweichen, so hilft es, sich zu vergegenwärtigen, daß die Zerrüttung der Familie und die seelischen Schmerzen allein der anderen Seite zuzuschreiben sind. Das geht einzig und allein auf das Konto einer Organisationspolitik, die jedem mit dem Hinaus­wurf droht, der sich ihr nicht fügt und Ausgeschlossene und solche, die die Gemeinschaft verlassen haben, nicht so behandelt, als habe Gott sie verstoßen, wobei es egal zu sein hat, ob man sie sonst als aufrecht und gottergeben kannte. Die religiöse Intoleranz, die die Spaltung hervorruft und enge Familienbande zerreißt, geht nur von einer Seite aus. Sie hat wie in den Tagen Jesu ihren Ursprung nur dort, wo man das Abweichen aus Gewissensgründen mit Untreue gleichsetzt.[7] Dort auch hat man letztlich die eigentliche Verantwortung für den Kummer und das Leid zu tragen. [319]

    Wachstum und Prosperität der Organisation nicht mit Segen Gottes verwechseln!

    Viele Zeugen sind zwar sehr besorgt über das, was vorgeht, können sich aber nicht vorstellen, Gott ohne die Organisation zu dienen; sie brauchen das Gefühl der Geborgenheit und Stärke, das durch die große Zahl der Mitglie­der entsteht. Im Vergleich zu anderen religiösen Organisationen mögen Jehovas Zeugen nicht sehr zahlreich sein, dafür sind sie aber weit verbreitet. Ihre Gebäude; sind nicht so eindrucksvoll wie die des Vatikan oder anderer großer Religionen; doch die sich ausdehnende Weltzentrale, der mittler­weile ein ziemliches Stück Brooklyn gehört, die vielen Zweigbüros, denen vielfach große Druckereien angeschlossen sind, die alle für Millionen Dollar gekauft oder gebaut wurden und in denen Hunderte von Mitarbeitern tätig sind (in Brooklyn sind es etwa 2000), die großen Kongreßsäle und die vielen tausend Königreichssäle, von denen nicht wenige einen Wert von einer viertel Million Dollar haben, genügen, um einen Normalbürger zu beein­drucken. Jeder neue Ankauf und jede Erweiterung der Anlagen wird als Zeichen des Segens Gottes und als Beweis des geistigen Wohlergehens und des Erfolgs der Organisation gepriesen. Was allen aber das Gefühl der Zusammengehörigkeit in besonderem Maße gibt, das ist die Lehre, Gott handle mit ihnen als einzigem Volk auf Erden, und die Leitung, die sie durch die leitende Körperschaft erfahren, sei die eines göttlichen „Kanals“. Verstärkt wird das Gefühl der engen Gemeinschaft noch dadurch, daß man alle Außenstehenden als „Weltmenschen“ ansieht.

    In jeder Nation ist Gott der Mensch annehmbar, der ihn fürchtet! Dazu braucht es keine Organisation!

    Darum ist es meines Erachtens für den normalen Zeugen Jehovas genauso schwer, sich vorzustellen, er könne Gott ohne all das dienen, wie es das für den Juden des 1. Jahrhunderts war, der an seine damaligen Einrichtungen gewöhnt war. Die eindrucksvollen Gebäude des Tempels und seine Vorhöfe in Jerusalem, die Gott hingegebenen Leviten und Priester, die dort zu Hunderten und Tausenden Dienst taten, ihr Anspruch, das allein auser­wählte Volk Gottes zu sein, wogegen alle anderen als unrein angesehen wurden, all das stand in krassem Gegensatz zu den Christen jener Tage, die keine großen Gebäude kannten, sich in einfachen Häusern trafen, keine abgesonderte Klasse von Priestern und Leviten hatten, und die demütig anerkannten, daß „in jeder Nation der Mensch, der (Gott) fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, (ihm) annehmbar ist“.[8]

    Recht häufig hört man – insbesondere aus den Reihen der Ältesten der Zeugen Jehovas – die Hoffnung, es werde irgendeine Art von Reform geben, durch die alle Mißstände in Lehre und Praxis beseitigt werden. Manche vertreten die Ansicht, dazu werde es nach einem Wechsel in der Führungs­spitze kommen. Ein Angehöriger des Zweigkomitees eines großen Landes, der bereits vor Antritt meines Erholungsurlaubs im Frühjahr 1980 erkannt hatte, wie sehr ich unter der vorherrschenden Einstellung und der gesamten Situation in der Weltzentrale litt, sagte zu mir: „Gib nicht auf, Ray! Das sind alte Männer, die werden nicht ewig leben.“ Das war keineswegs hart und gefühllos oder zynisch gemeint, denn der, der das sagte, war ein sehr [320] warmherziger Mensch. Solche Äußerungen entspringen dem Glauben, daß irgendein Wechsel einfach kommen muß und daß auf einen Trend zu einer immer härteren Linie und einer immer dogmatischeren Haltung zwangs­läufig ein christlicheres Vorgehen und eine bescheidenere Präsentation der Glaubensinhalte folgen muß.

    Wer auf Veränderungen hofft und darum ausharrt baut weiterhin auf Sand!

    Ich glaube nicht, daß grundlegende Änderungen einfach deswegen kommen werden, weil die Männer an der Spitze der Organisation sterben. Dabei spreche ich von grundlegenden Änderungen, denn kleinere und größere Änderungen hat es gegeben, solange die Bewegung existiert, zum Teil als Folge des Todes Russells beziehungsweise Rutherfords. Der Grundrahmen blieb dabei aber unangetastet. Die Veränderungen in der Machtstruktur von 1975-76 stellen die größte Korrektur dar, die die Organisation in ihrer gesamten Geschichte erlebt hat. Die Macht wurde nun auf ein ganzes Kollegium verteilt. Viele neue Gesichter tauchten in der obersten Führung auf. Aber die traditionellen Glaubenssätze und die bisher geübten Praktiken haben sich noch stets als mächtig genug erwiesen, jeden Ansatz zu erstik­ken, der weggeführt hätte von spekulativer Bibelauslegung. Dogmatismus, talmudischer Gesetzlichkeit, Herrschaft durch eine Elite und Repressalien, hin zu einer schlichten Bruderschaft, die sich in den wesentlichen Dingen einig ist, im Nebensächlichen sich aber tolerant und nachgiebig verhält, und das sowohl im Glauben wie in der Lebenspraxis.

    1. Christof says:

      Hallo liebe Mitleser, mich würden eure Meinungen/Erfahrungen interessieren und bin dankbar für Ratschläge. Seit April d.J. bin ich offiziel kein Z.J. mehr, freiwillig gegangen. Ich persönlich hab mich eingehend damit beschäftigt und auch dank Bruderinfo fühle ich mich in meiner Entscheidung bestärkt. Nur, mittlerweile baut sich in mir direkt Haß auf (es gibt leider kein anderes Wort dafür, zumal ich eigentlich einen gutmütigen Charakter habe) wenn ich fast tagtäglich mit den Z.J. konfrontiert werde. Die eigene Mutter spricht kein Wort mit mir, legt das Telefon auf, (die Arme, sie darf das nicht) und zerreißt Briefe von mir; Kunden von mir, die Z.J. sind kommen und sind – so empfinde ich das – überheblich. Sogar Kollegen von mir sagen, was ist denn mit denen los – gerade noch, dass sie ein „Guten Tag“ rausbekommen aber sonst kein Ton. Und letzten Samstag beim Einkaufen: Kommen 2 Älteste (die mal wirklich gute Freunde waren) aus dem Supermarkt, sehen mich, drehen den Kopf weg und schlagen offentsichtlich eine andere Richtung ein. Dieses Getue, „wir sind die Guten, du der schlechte, der Böse“. Am liebsten würde ich mich mit denen anlegen, streiten und vermöbeln… Oder wenn ich dann meine Mutter im Straßendienst sehe.. laut den ganzen Passanten sagen, was das für eine Mutter ist. Ich weiß, was die Vorgabe der WTG ist, ich will auch keine Gemeinschaft mit diesen Leuten, aber geht`s bitte nicht „normal“ ?! Was sind da eure Erfahrungen, wie man damit umgeht. LG Christof

      1. Jurek says:

        Hallo Christof,

        du schreibst in Bezug auf die „ZJ“ was du also warst und was du nun nicht mehr bist.
        Aber was bist du dann heute, wenn ich dich so direkt zuvor fragen darf?
        Denn auch davon abhängt m. E. die Beantwortung deiner Aussagen.
        Hast du (nur) erkannt, dass die WTG (wie viele andere Gruppen und Menschen mehr oder weniger auch) nicht immer die Wahrheit lehrt, oder hast du den HERRN CHRISTUS in deinem Leben angenommen und sich Ihn völlig hingegeben? … (Gal 2:20 u.ä.).
        Ich denke nicht, dass das nicht allzu persönliche Frage wäre, die aber verändert den Betrachtungsvinkel.
        Viele verschiedene Menschen erleben unterschiedlich solche Situationen, wie du es beschreibst.
        Und es wäre für mich interessant auch zu fragen: Wie haben es Urchristen sich in ähnlichen Situationen verhalten? Wärst du daran interessiert, mit mir darüber auch zu schreiben?

        Liebe Grüße von Jurek 😉

      2. Ulrike P. says:

        Hallo Christoph,
        da hast du einen schweren, aber gemäß der Bibel, richtigen Weg eingeschlagen.
        Gott und Jesus haben dir dabei geholfen und das werden sie auch weiterhin tun.

        Zu deiner Geschichte möchte ich sagen: Du bist einer von Vielen, der diese menschenverachtende Behandlung ehemaliger „Brüder“ und Familienmitgliedern ertragen muss.

        Ich kenne Viele und habe es auch selbst so in der angeheirateten Familie und mit meinem „Freundeskreis“ erlebt.

        Hass ist allerdings ein Gefühl das zwar verständlich ist, mit dem du dir aber nur selbst zusätzlichen Schmerz bereitest.

        Bei mir ist es jetzt ca 6 Jahre her…mittlerweile empfinde ich gegenüber Manchen von ihnen zwar immernoch Empörung, wenn ich wieder mal von neuen verletzenden Gemeinheiten höre, durch die sie sich einmal mehr mit einer geradezu widerwärtigen Arroganz und Borniertheit auszeichnen. – Aber die Meisten tun mir im Grunde nur noch leid…

        Lieben Gruß und den Segen Gottes für dich auch weiterhin, wünscht dir – Ulli

      3. Barbara says:

        Lieber Christof,

        das solche Gefühle in Dir hochkommen ist verständlich. Nur, es mit gleicher Münze heimzuzahlen wird weder dich glücklich machen noch irgendeinen WTG-treuen Zeugen zum Nachdenken bringen. Im Gegenteil,
        man wird das als Akt der „Verfolgung“ wahrnehmen. Auch Deinen Verbindung zum Vater Jehova wird gefährdet, der Geist Gottes wird behindert.
        Mir hat es sehr geholfen, diese schmerzlichen Erfahrungen von ehemaligen Freunden und Bekannten vollständig ignoriert zu werden,
        im Gebet dem Vater und dem Herrn Jesus anzuvertrauen. Auch habe ich darum gebetet von Wut und Ablehnung gegenüber diesen Menschen frei zu werden. Das schwerste, zumindest anfänglich war für mich FÜR diese Brüder zu beten, daß sie doch die Wahrheit über den Christus, das wirkliche Evangelium, erkennen können. Math.5,44-48 und Lu 6,27 und 28
        Auch die Worte des Paulus in Römer 12,17-21 waren mir eine Hilfe.
        Zugegeben, es ist kein schneller und einfacher Weg. Aber der beste Weg. Ich kann keinen Menschen verändern – aber unser Vater Jehova kann das tun was uns unmöglich ist, durch Christus. Deshalb versuche doch Deine ganze jetzige Situation in die Hände des Vaters zu legen und lass seinen Geist in Dir und für Dich wirken. Du wirst innere Ruhe und Frieden finden.
        Lieber Christof, Du bist in meinene Gebeten.

        Liebe Grüße, Barbara

      4. Anna says:

        Hallo Christof,

        wer versteht das schon, das ist so absurd. Deine eigene Mutter redet nicht mehr mit Dir?! Das tut mir leid. Eine meiner Töchter ist auch traurig darüber, dass, obwohl sie eben einfach gegangen ist, d.h. nicht offiziell, fast alle keinen Kontakt mehr zu ihr haben wollen. Zwei Ausnahmen gibt es jedoch, immerhin!

        In Deinem Fall, was einfach gesagt ist, nur dringend notwendig damit Du nicht zerbrichst: Ggf. solltest Du Dich einer Selbsthilfegruppe anschließen. Weil, wenn Du so behandelt wirst und schon logischerweise Hass bei Dir aufkommt, könntest Du ernste Schäden an Deiner Seele davontragen.
        Jesus Worte: NW Math. 18:17
        „17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.“

        Also, wenn er nicht hört, dann soll er wie ein Mensch von den Nationen behandelt werden. Ich grüße meine Mitmenschen, verhalte mich ihnen gegenüber normal. Rede auch mit ihnen, helfe wenn nötig. Zu den Texten in 1. Korinther 5:ab Vers 11 ist schon genug kommentiert worden.
        Als ob alle „Ausgeschlossenen“ Schwerverbrecher wären. Und im Predigtdienst würden wir niemals einem zusammenlebenden Paar sagen, dass sie „Hurer“ sind. Jeder muss doch für sich selber Rechenschaft ablegen. Das was die Organisation hier den Brüdern vermittelt ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!

        Kannst Du denn mit Deiner Mutter nicht mal bei einem Spaziergang oder was auch immer reden? Ggf. mit Hilfe von Verwandten, die keine Zeugen Jehovas sind? Ich bewundere Deine Selbstbeherrschung wenn Du sie im Straßendienst siehst. Was für eine menschliche Tragödie. Was hat man mit Deiner Mutter gemacht, dass sie so handelt, gegen jegliches Gefühl wie es jede Mama doch hat.
        Als ob es nicht genug Leid auf dieser Welt gäbe macht man sich und anderen mit solchen unsinnigen Auflagen das Leben schwer. Das Leben kann so schnell zu Ende sein und dann… Ja dann hadern viele in der Vergangenheit mit dem Satz: „Hätte ich doch damals nur anders gehandelt…“. Statt jetzt wie ein Mensch zu handeln. Das heißt die Entscheidung zu akzeptieren wenn jemand kein Zeuge Jehovas mehr sein möchte. Sonst nichts.
        Ich denke als „Mensch“ unter Menschen zu sein, bedeutet aufeinander zu achten, sich zu respektieren.Und sich durch Menschlichkeit hervortun, d.h. den Mitmenschen helfen wo notwendig. Und wie ich meine haben wir von Jehova die Fähigkeit aus Gewohnheiten auszubrechen, uns weiter zu entwickeln. Dies ein Rat an alle organisationsgetreuen Brüder.

        Ich wünsche Dir viel Kraft und weise Entscheidungen.
        Liebe Grüße an alle wackeren Zeitgenosssen sendet Anna

      5. Alois says:

        Lieber Christof

        Es tut uns allen sehr leid dass Du diese schlimmen Verhaltensweisen auch erleben musst. Viele Brüder und Schwestern die hier schreiben haben das schon vor vielen Jahren durchgemacht. Es sind wahrlich große Drangsalen, es ist die Große Drangsal!

        Wenn jemand Jehova verlässt, oder nicht mehr an die Verheißung glaubt, aber in der Organisation bleibt, so lässt man ihn gewähren, er wird weiterhin von den Menschen gut behandelt.

        Wenn jemand die Organisation verlässt, dann lernt man die Macht und die Rache eines „wilden Tieres“ kennen. Dann gibt es keinerlei Gnade und selbst die engsten Verwandten kennen das Gebot wie es Schwester Barbara geschrieben hat, „Du sollst deine Feinde“ lieben, oder „liebe deinen Nächsten“ nicht mehr. Sie verhalten sich wie es in Offenbarung steht:

        Offbg. 13
        11. Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamme, und es redete wie ein Drache.

        Würde in diesem Vers nicht das Wort LAMM stehen, so käme man gar nicht auf die Idee dass damit die Organisation gemeint sein könnte. Aber wir sind uns einig, dass Jesus das LAMM vom Stamme Juda ist. Da sich die Organisation an die Stelle Jesus gesetzt hat, ist es gleich einem LAMME, aber in Wirklichkeit ein wildes Tier.

        Die Angriffe des wilden Tieres bekommst Du jetzt mit aller Macht zu spüren. Damit bist Du noch gut dran, jetzt gibt es Bruderinfo. Viele Brüder und Schwestern mussten das in früheren Jahren wirklich ganz auf sich selbst gestellt durchmachen. Manche haben das nicht geschafft und sich möglicherweise deswegen umgebracht.

        Bedenke bitte auch was Jesus gesagt hat. Denn das was Du jetzt erlebst hat Jesus vorhergesagt:

        Matth. 10

        32. Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
        33. Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
        34. Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

        Jetzt kommt das was Du gerade erlebst:

        35. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
        36. und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
        37. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;
        38. und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
        39. Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

        Kann gut sein, dass Du von allen die Du um Dich herum kennst der Einzige bist, der Jesus als unseren Retter bekennt und nicht daran glaubt, dass eine Organisation irgendeinen Menschen retten kann. Die Brüder und Schwestern welche der Organisation folgen tun uns alle sehr leid, wir können aber kaum etwas tun.

        Freue Dich darüber dass Jesus Dich gefunden hat und Du nicht als Blinder den Blinden folgst die dann zusammen in eine Grube fallen.
        Du hast viele Brüder und Schwestern verloren, aber hier hast Du viele wieder dazugewonnen. Deswegen rate ich Dir, schaue nach vorne und nicht zurück!

        http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=579

        Liebe Grüße
        Alois

        1. Matthäus says:

          Lieber Christof!

          Auch von mir meine ehrliche Anteilnahme und Erschütterung wie eine Mutter und auch andere die vorgeben dem Beispiel Jesu zu folgen, das genaue Gegenteil davon tun was Jesus sie lehrte.

          Am Kongress gab es vor 2 oder 3 Jahren einen eigenen Programmpunkt: NUR DIE LIEBEN DIE GOTT LIEBEN ! – Alleine das Thema zeigt an daß man sich gegen Jesu Lehre: „LIEBET EURE FEINDE!“ stellt und ein anderes Maß einfordert.

          Vor einiger Zeit hat mir ein ebenso betroffener Bruder folgenden Aufsatz geschrieben – vielleicht ist das eine oder andere als Hilfe enthalten !

          Ich wünsche Dir die nötige Weisheit und Kraft im besonderen was die Behandlung durch Deine Mutter betrifft – darüber kann man nur mehr den Kopf schütteln und es wird in Wahrheit Schande auf das wahre Christentum gebracht und damit wird über den Weg der Wahrheit lästerlich geredet – doch auch dies steht genauso in Gottes Wort. … siehe 1. Petr. 3:16 und 4:5
          lg. Matthäus – es folgt der Aufsatz zum Thema Ausgeschlossene

          Was sagt Gott im Himmel, der voller Mitgefühl, Barmherzigkeit und Liebe ist?

          Warum entscheidet der Status „Ausgeschlossener“ darüber, wie eine Person behandelt wird? Ist es nicht wichtiger, den Grund zu kennen und daraufhin eine persönliche Entscheidung, anhand der Bibel und des eigenen Gewissens zu treffen?

          Beispiel:

          Eine junge Schwester begeht Hurerei und wird ausgeschlossen. Sie unternimmt nicht die nötigen Schritte, um wieder aufgenommen zu werden. Doch sie hat die Tat aufgegeben, heiratet, hat Kinder und bemüht sich, nach christlichen Grundsätzen zu leben. Sie ist treu und ehrlich und hält ihre Familie zusammen.

          Aber: Egal, wie lange der Ausschluss nun her ist und wie gut das Leben ist, das sie nun führt: Sie wird so behandelt, als ob sie eine schlechte Lebensweise an den Tag legt, als eine Person, die auf die Versammlung schlechten Einfluss ausüben mag. Und warum? Lediglich deswegen, weil sie nicht die per Wachtturm-Gesetz definierten Schritte unternommen hat, wieder aufgenommen zu werden.

          Demgemäß muss der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn einen Fehler gemacht haben. Er hätte seinen Sohn erst prüfen lassen müssen, bspw. von Synagogen-Vorstehern. Diese hätten zu entscheiden, ob er ihn in sein Haus aufnehmen darf und sogar ein Fest – ihm zu Ehren – veranstalten dürfe.

          Aufgrund dieser Vorgehensweise der Wachtturm-Gesellschaft wird es den einzelnen Brüdern und Schwestern nicht ermöglicht, selber eine Entscheidung zu treffen. Für sie wird gedacht, sie haben kein eigenes Gewissen. Ihr Gewissen ist per Definition eingestellt.

          Wie kommt es aber überhaupt zu dem Status „ausgeschlossen“?

          In 5.Mose 16:18-20 gibt Jehova dem Volk Israel die Aufforderung, Richter einzusetzen, die ohne Parteilichkeit, Bestechung stattdessen mit Gerechtigkeit in den Toren der Stadt das Volk richten.

          Im Erwachet vom 22.04.1981 heißt es auf Seite 17:

          Zweifellos beeinflußten die öffentlichen Verfahren die Richter im Sinne der Sorgfalt und Gerechtigkeit — Merkmale, die bei Sitzungen unter Ausschluß der Öffentlichkeit manchmal fehlen. Wie stand es mit den Zeugen?

          In biblischen Zeiten mußten die Zeugen öffentlich aussagen. Aus diesem Grund wurden sie davor gewarnt, sich in ihrer Aussage durch den Druck der öffentlichen Meinung beeinflussen zu lassen, damit sie nicht „der Menge zu üblen Zwecken nachfolgen“. Meineid wurde nicht mit Gefängnis bestraft, sondern mit der Strafe, die der falsche Zeuge über den Angeklagten bringen wollte — sogar mit dem Tod!

          Wie aber sehen die Gerichtsverhandlungen (Rechtskomitee-Sitzungen) heute aus?

          Anstatt sich an das biblische Muster gemäß 5.Mose 16:18-20 zu halten, werden Verhandlungen heute im Geheimen abgehalten. Sie erinnern eher an Szenen aus Spionagefilmen, die in abhörsicheren Räumen, weit weg von der Zivilisation, abgehalten werden.

          Daraus resultiert, dass die anwesenden „Richter“ (Älteste) nur sich selbst gegenüber verantwortlich sind. Die Versammlung, die bspw. von einem Ausschluss erfährt, muss blind auf die Entscheidung vertrauen.

          Anders war es bei den Israeliten, die den Fall und die Verhandlung sowie Zeugenaussagen live mitbekamen. Auch in der Versammlung Korinth lag der Fall, der oft als Referenz für Gemeinschaftsentzüge angeführt wird, anders. Die Brüder wurden auf die Tat – Hurerei – in dem Brief des Apostels Paulus hingewiesen. Später wies er sie an, diesem zu verzeihen und ihn zu trösten (2. Korinther 2:6-8).

          Durch das bloße Vertrauen in ein paar Älteste, die im Geheimen schalten und walten dürfen, werden Gerüchte und Verleumdung gefördert. Viele in der Versammlung denken sich etwas und reimen sich etwas auf den Ausschluss zusammen. Dieses Getratsche wird in Gesprächen untereinander weiter getragen. Vor diesem Hintergrund wird es dem Sünder schwer gemacht, zurückzukommen, denn die Wahrheit erfährt niemand.

          Denn ist er erstmal ausgeschlossen, so darf seine Meinung gar nicht gehört werden. Er ist von der Versammlung abgetrennt, Umgang und Kontakt sind beiden Seiten untersagt. So erfährt jeder in der Versammlung nur den neuen Status aber nicht den Hintergrund. Womöglich gäbe es aber etwas zu berichtigen. Das wird dem Ausgeschlossenen aber gar nicht ermöglicht.
          Und wer sich auf die Seite des entfernten Sünders begibt, riskiert ebenfalls, aus der Gemeinde entfernt zu werden. Wahrlich kein christliches Verhaltensmuster.

          Interessant ist, dass Paulus von einem „Verweis der Mehrheit“ sprach. Der Rat des Paulus war eindringlich und gut gemeint. Doch diese Aussage lässt darauf schließen, dass es einige gab, die ihn nicht befolgten. Es war eine Mehrheit aber nicht alle.

          Im Gegensatz dazu steht die Verfahrensweise der Wachtturm-Gesellschaft. Hier wird es jedem verboten, mit einem Ausgeschlossenen Kontakt zu haben. Paulus schreibt aber nicht davon, dass die kleine Gruppe, die anscheinend den Kontakt nicht aufgab, Auflagen oder Bestrafungen erhielt.

          Ein oft angeführter Text ist Matthäus 18:15-17.

          Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

          Die Frage, die sich hier stellt:
          Wie und warum behandelte Jesus die Menschen der Nationen (bspw. Heiden) und Steuereinnehmer?

          Für viele Jahrhunderte galt das Gesetz, den Ausländer zu lieben. Die Israeliten waren ja selbst einmal Ausländer gewesen. Heiden bekamen sogar Asylrecht.

          Diese Haltung veränderte sich. Grund war bestimmt, die grauenvolle Behandlung, die sie von Ihren heidnischen Eroberern in der Zeit des Exils erlebten.

          Somit wurden Heiden, zur Zeit des Neuen Testaments, mit Abscheu betrachtet. Man kann es sogar als Hass bezeichnen (Johannes 18:28, Apostelgeschichte 10:28; 11:3 und Galater 2:12).

          In Matthäus 9:11-13 sagt Jesus, er sei gekommen, nicht um Gerechte zu rufen sondern die Sünder.

          Warum wurden diese Menschen so gekennzeichnet? Die damaligen Aufseher (Rabbis) gaben Ihnen diesen Stempel aufgrund ihrer Lebensweise.

          Was wenn ein Zeuge Jehovas heute mit bspw. Sündern Kontakt hat, um sie geistig zu stärken? Er würde Jesus imitieren und dafür einen Gemeinschaftsentzug riskieren.

          Man beachte aber, dass Jesus mit Menschen wie Prostituieren oder Steuereinnehmern Umgang hatte. Er lag mit ihnen sogar zu Tisch. Sicherlich sprach er über geistige Dinge. Bei Zachäus bewirkte das, dass er von seinem schlechten Tun als Steuereinnehmer, der die Menschen abkassierte, abließ und den Schaden wieder gut machte.

          Ein wahrlich positives Ergebnis. Dies ist aber jedem einzelnen Zeugen verboten. Warum?

          Gespräche mit Ausgeschlossenen sind nur den Ältesten vorbehalten. Dabei lässt sich in der Bibel keinerlei Anhaltspunkt finden, der das rechtfertigt. Ermunterung und aufbauende Gespräche wird jedem Christen „befohlen“. Älteste sollen sogar einmal im Jahr nach diesen „verlorenen Schafen“ suchen. Wie passt das in das Bild eines echten Schafhirten, der einige Schafe verloren hat. Wird er sich einmal im Jahr überlegen, ob er diese Schafe sucht oder wird er nicht – aus Interesse und Fürsorge – bei jeder Gelegenheit schauen, diese wieder zu finden? Ist Barmherzigkeit berechnend oder spontan, ausgelöst von und durch Liebe?

          Anders ist hier Jehova, der in Jeremia 35:15 sagt:

          Und ich sandte ständig all meine Knechte, die Propheten, zu euch, früh mich aufmachend und [sie] sendend, und sprach: ‚Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Handlungen gut, und wandelt nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen. Und bleibt auf dem Erdboden wohnen, den ich euch und euren Vorvätern gegeben habe.‘ Doch ihr neigtet euer Ohr nicht, noch hörtet ihr auf mich.

          Jehova unternahm viele Versuche, sogar Götzendienern, seine Langmut und Barmherzigkeit zu erweisen.

          Und woher kommt eigentlich der Standpunkt, einen Ausgeschlossenen nicht zu grüßen?

          Hierzu muss 2. Johannes 9-11 gelesen werden:

          Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

          Hier geht es um die Lehre Jesu und nicht um bspw. Wachtturm-Ideologie. Was ist die Lehre Jesu? Sie sagt aus, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, der sein Leben für die Menschheit hingab. Weitere Bibelstellen sind hier von Interesse:

          (Römer 10:6-9) Die Gerechtigkeit aber, die aus Glauben kommt, redet so: „Sag nicht in deinem Herzen: ‚Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?‘, nämlich um Christus herabzuholen, 7 oder: ‚Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?‘, nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen.“ 8 Sondern was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem eigenen Mund und in deinem eigenen Herzen“, das heißt das „Wort“ des Glaubens, das wir predigen. 9 Denn wenn du dieses ‘Wort in deinem eigenen Mund’, daß Jesus Herr ist, öffentlich verkündigst und in deinem Herzen Glauben übst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.

          (1. Korinther 1:2) an die Versammlung Gottes, die in Korinth ist, an euch, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus Geheiligten, zu Heiligen Berufenen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus, ihres Herrn und des unseren, überall anrufen.

          Wichtig war, ob ein Mensch daran glaubte, dass Jesus wirklich der Christus war, dass er sein Leben dahingab und auferweckt worden war und dass Lehre sowie Maßstäbe in die Tat umgesetzt wurde.

          Der Prüfstein war nicht der Glaube an eine komplexe Sammlung von Lehren oder das Befolgen dieser.

          Paulus schrieb deswegen in Römer 14:1:

          Heißt den [Menschen] willkommen, der in [seinem] Glauben Schwächen hat, doch nicht zu Entscheidungen in bezug auf Zweifelsfragen.

          Die Worldwide Übersetzung gibt den Text wie folgt wieder:

          Be ready to take a person into the church even if he does not know and believe all you believe. Do not judge what he thinks about things.

          Und die Übersetzung von Menge schreibt:

          Auf den im Glauben Schwachen nehmet (liebevolle) Rücksicht, ohne über Gewissensbedenken (mit ihm) zu streiten.

          Dieser Rat war vor allem in der damaligen Zeit wichtig, in der Andersgläubige sich der Versammlung anschließen wollten. Es wurde eindeutig gesagt, diese Menschen nicht zu richten, sondern stets willkommen zu heißen.

          Leider wird bei Zeugen Jehovas genau das Gegenteil getan. Deswegen kann jemand, der nicht in der Wachtturmlehre ist/bleibt, kein Zeuge Jehovas sein/bleiben und wird verächtlich behandelt.

          Zurück zur Frage des Grußes:

          Hierauf gibt der Wachtturm vom 15.07.1985 Antwort.
          Seite 31:

          Johannes fügte hinzu: „Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil“ (2. Johannes 11). Das griechische Wort, das Johannes hier für Gruß verwendete, war cháirō, nicht das in Vers 13 vorkommende Wort aspázomai.

          cháirō bedeutet „sich freuen“ (Lukas 10:20; Philipper 3:1; 4:4). Es wurde auch als Gruß gebraucht, in mündlicher wie schriftlicher Form (Matthäus 28:9; Apostelgeschichte 15:23; 23:26). aspázomai bedeutet „in den Arm nehmen, begrüßen, willkommen heißen“ (Lukas 11:43; Apostelgeschichte 20:1, 37; 21:7, 19). Beide Wörter konnten als Gruß verwendet werden, aber aspázomai kann mehr als ein höfliches „Guten Tag“ bedeutet haben. Jesus wies die 70 Jünger an, niemanden zu grüßen (aspásesthe). Auf diese Weise zeigte er, daß ihnen ihr dringendes Werk keine Zeit für die orientalische Art der Begrüßung mit Küssen, Umarmungen und langer Unterhaltung ließ (Lukas 10:4). Petrus und Paulus rieten: ‘Grüßt [aspásasthe] einander mit einem Kuß der Liebe, einem heiligen Kuß’ (1. Petrus 5:14; 2. Korinther 13:12, 13; 1. Thessalonicher 5:26).

          Johannes hat also wahrscheinlich mit Absicht in 2. Johannes 10, 11 cháirō statt aspázomai (Vers 13) verwendet. Wenn ja, dann ermahnte er die Christen damit nicht, lediglich die herzliche Begrüßung (mit einer Umarmung, einem Kuß und einer Unterhaltung) einer Person zu meiden, die Irrlehren lehrte oder die Versammlung verwarf (abtrünnig war). Vielmehr wollte Johannes sagen, daß sie eine solche Person nicht einmal mit cháirō, einem üblichen „Guten Tag“, grüßen sollten.

          Durchsucht man bspw. über die WT-Lib die Bibel nach dem Wort „Gruß“ so kommt man auf Lukas 1:28, 29.

          Hier steht:

          Und als er bei ihr eintrat, sprach er: „Guten Tag (griechisch: chaire), du Hochbegünstigte, Jehova ist mit dir.“ 29 Sie aber wurde bei dem Wort tief beunruhigt und begann zu überlegen, was das für ein Gruß (griechisch: aspasmos) sei.

          Es scheint, dass diese beiden griechischen Worte synonym verwendet werden. Maria bezieht sich mit aspasmos auf das Wort chaire, das der Engel sagte. Und das tut sie nicht, weil der Engel sie in den Arm nahm oder ihr gar einen Kuss gab. Sie denkt lediglich an den Gruß; seine Worte.

          Und geht man weiter in den Vers 40, so kann man bspw. in der Interlinear-Übersetzung das Wort aspázomai finden. Dieses wird für den Gruß benutzt, den Maria der Elisabeth entrichtet. Auch hier wird der Gruß einfach ausgesprochen, denn Vers 41 berichtet, dass Elisabeth den Gruß hörte. Es gab also in diesem Moment keine Umarmung oder Küsse.

          Hier wird übersehen, dass das griechische Verb chairen nicht nur einen einfachen Gruß meint und auch nicht weniger Wärme ausdrückt. Wörtlich übersetzt heißt chairen „sich freuen“ und das entspricht dem hebräischen Wort schalóm. Deswegen geben einige Übersetzungen die Worte von Johannes mit „willkommen heißen“ wieder.

          Zink schreibt sehr treffend:

          Nehmt ihn nicht ins Haus und schließt keine Gastfreundschaft mit ihm. Wer ihm nämlich Freude und Frieden wünscht, beteiligt sich an seinem gottfeindlichen Tun.

          Außerdem stellt sich die Frage, ob sich die Wachtturm-Gesellschaft bei ihrer Erklärung ganz sicher ist. Sie schreibt im oben angeführten Wachtturm „Johannes hat also wahrscheinlich…“ .
          Es kann also durchaus auch anders möglich sein.

          Nach all diesen Erläuterungen ist es klar, dass ein wirklicher Christ einem Gegner Jesus nicht einen einfachen Gruß verweigert, sondern eine Anrede, die Anerkennung und Übereinstimmung mit ihm oder seiner Sache ausdrückt. Er würde ihm auch nicht „alles Gute“ oder „viel Erfolg“ wünschen.

          1. Ulrike P. says:

            Hallo Matthäus,
            danke das du diesen Aufsatz hier eingestellt hast.

            ZITAT:
            „Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.
            2. Joh 9-11
            Hier geht es um die Lehre Jesu und nicht um bspw. Wachtturm-Ideologie. Was ist die Lehre Jesu? Sie sagt aus, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, der sein Leben für die Menschheit hingab.“

            Vor allem dieser Punkt ist so immens wichtig, dass mit ihm eigentlich alles steht und fällt.

            Die WTG hat allen Verkündigern in ihre Köpfe gehämmert, dass SIE die Lehre des Christus haben und wer etwas als Falsch erkennt, soll demütig warten bis Gott der WTG-Leitung das hellere Licht dazu gibt.
            Darum wird jeder der sich eigenständige Gedanken macht, als kritisch und gefährlich betrachtet. Er bekommt obigen Vers unter die Nase gerieben und wenn er sich nicht danach ausrichtet, werden Konsequenzen gezogen.

            Das Schlimme ist, es fällt leider nur allzuwenigen auf, weil sie schon von Anfang an auf diese Denkschiene gebracht werden.

            Darum bemerkt auch niemand, dass diese Verse in Wirklichkeit alle bloßstellt, die über die Lehre des Christus hinausgehen. – Ja, indem sie Gebote, Regeln und Verbote erfinden, setzen sie sogar das einzige Gebot außer Kraft, das Jesus jemals gegeben hat – nämlich Gott und seinen Mitmenschen zu lieben

            Es ist ein Gebot, das im Menschen wirkt und sich in seinem Charakter äußert. – Geld lässt sich damit nicht machen und Macht über andere verleiht es einem auch nicht…vielleicht ist das der Grund, warum die Liebe für so viele geistige Führer so schrecklich unwichtig ist, dass sie es unter tausenden anderer Regeln begraben.
            Denn mit diesem Gebot lassen sich ja keine Vorträge halten und keine Bücher füllen.

            Ich wünschte mir wirklich, es würden allen denen es um Gott und Jesus geht – statt um Menschendienerei – die Augen aufgehen, so dass sie die Verse aus 2. Joh 9-11 richtig einorden.

            Nochmal diese Verse aus „Neues Leben“:
            9 Denn wer ÜBER die Lehre von Christus hinausgeht, wird keine Gemeinschaft mit Gott haben. Aber wer der Lehre von Christus treu bleibt, wird sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden sein.
            10 Wenn jemand zu euch kommt und nicht die Wahrheit ÜBER DEN CHRISTUS lehrt, dann ladet ihn nicht in euer Haus ein und ermutigt ihn auch sonst in keiner Weise.
            11 Wer ihn ermutigt, macht sich mitschuldig an seinem schlechten Tun.

            Geht die WTG über die Lehre des Christus hinaus? – Ja oder nein?

            Und was sagt die Bibel ganz generell über Menschen die über das geschriebene Wort hinausgehen?
            Haben sie Gemeinschaft mit Gott?

            Lehren sie die Wahrheit über den Christus? – Machen sie beständig darauf aufmerksam, das ER unser Erlöser ist und wir durch seinen Opfertod die Gnade erfahren dürfen, TROTZ unserer Sünden und Schwächen ALLEIN durch unseren Glauben an ihn, jetzt schon ewiges Leben zu haben und Gott darüber hinaus der Retter ALLER Menschen ist, wie es 1. Tim 4, 10 sagt?

            10 Es weist auf das Ziel hin, für das wir uns abmühen und für das wir kämpfen; denn wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, und er ist der Helfer und Retter ALLER Menschen – in BESONDERER Weise derer, die an ihn glauben.

            Schaut euch doch, nur mal so nebenher an, was die NWÜ aus diesem Vers gemacht hat:

            Denn dafür arbeiten wir hart und strengen uns an, weil wir unsere Hoffnung auf einen lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller ARTEN von Menschen ist, besonders von treuen.

            Wenn wir aber feststellen, dass ihre Lehre aus anderen Aussagen besteht, sollen wir uns dann noch mit ihnen abgeben und sie auch noch in ihrer falschen Lehre ermutigen, indem wir ihnen weiter hinterherstiefeln…wenn auch nur noch widerwillig und mit knirschenden Zähnen?

            Jeder möge sich diese Frage selbst beantworten…

            LG Ulli

      6. Glocknerkönig says:

        Christoph, wennst Lust hast können wir gerne auf privater Ebene Erfahrungen austauschen. Ich war 25 Jahre dabei und wurde „um das System „zu schützen, in der Zeugensprache sagt man das…die Versammlung rein zu erhalten… in einem Schauprozess hingerichtet.
        Ja, keine Übertreibung, es war kein Kommitee sondern eine Hexenjagt mit anschliessender Hinrichtung zur Abschreckung für die anderen.
        Mail mich bitte an,
        liebe Grüsse, Glocknerkönig
        trial@gmx.at

      7. Joshua Gross says:

        Lieber Christof,
        ich erlebe die gleiche Behandlung und kann deine Gefühle, wie Bitterkeit, Wut und Hass gut nachvollziehen. Wut ist meiner nach berechtigt weil sie zur Palette der menschlichen Gefühle gehört. Jehova selbst und auch Jesus ist dieses Gefühl zu eigen und beide haben es zum Ausdruck gebracht. Bitterkeit und Hass empfinde ich als nicht-lebensbejahend, sondern zersetzend. Es ist für mich ein Prozess des Loslassens mich nicht mehr an der WTG und deren Nachfolger auf oder abzureiben. Wenn Bitterkeit und Groll hochkommen, denke ich daran, das diejenigen, denen ich grolle, mich immer noch in der Hand haben und ich ihr Slave bin. Das möchte ich nicht und der Groll verschwindet dann recht schnell. Das ist natürlich ein Prozess und er dauert seine Zeit. Oft bete ich Jehova darum mir seinen Frieden zu geben. Auch für die Personen zu beten, denen ich grolle, hilft mir sehr. Daran zu denken, das diese Personen gemäß ihrem Bibel -und Gottesverständenisses nicht anders können und aufgrund jahrelanger WT-Doktrination fremdbestimmt und entmenschlicht sind, kann auch hilfreich sein. Und doch gibt es berechtigte Wut.
        Wut angemessen auszudrücken ist nicht so einfach. Hört sich vielleicht komisch an, aber mir hat es geholfen, mal allein in den Wald oder aufs Feld zu gehen und zu schreien. Wenn Gefühle nicht ausgedrückt werden, bleiben sie irgendwie im Körper gespeichert und führen zu Erkrankungen. Also besser ausdrücken als unterdrücken.

        Liebe Grüße!
        Joshua

        1. Christof says:

          Danke euch allen und Bruderinfo für die aufbauenden Worte. Ja, ihr habt recht, sich nicht davon runter ziehen zu lassen. Auch wenn es nicht leicht ist, so emotionale Gefühle zu beherrschen. Aber sicher, Jehovas kann nichts dafür, es ist das menschliche in dieser Organisation. Danke nochmals !!!! LG Christof

          1. schneerose says:

            servus christoph

            bevor wir uns dieser organisation hingegeben haben wurde uns in ansprachen auf kongressen und tauf-fragen diese thematik vor augen geführt..wie bei vielen anderen verträgen auch.. lesen nur die wenigsten das „kleingedruckte“..

            ein rücktritt oder wie in deinem fall ein austritt hat immer einen bitteren nachgeschmack..sehr bitter wird die sache ..wenn familienmitglieder in dieses dogma hineingezogen werden..

            dir steht es frei zu güssen oder nicht..den WTG anhängern nicht.. für die zurückgebliebenen ist es schmerzhafter als für dich ..sie haben nur eine option.. hingegen du bist frei.. du brauchst deinen kopf nicht zur seite drehen..

            warum diese einschränkung

            die vielen falschen lehren der WTG (siehe kommentare matt.) hat es notwendig gemacht.. menschen.. die diese unchristliche organisation durchschaut oder aufgedeckt haben (UNO ANERKENNUNG GENERATION) mundtot zu machen..in der westlichen welt haben wir rede und meinungsfreiheit.. so verbleibt der WTG nur eine option..absolutes kontaktverbot ihrerseits..

            wie in der alten DDR muss eine mauer gebaut werden..minen ..stacheldraht.. schießbefehl verhinderten den überlauf von DDR bürgern..diese dinge dienten der abschreckung für das eigene volk..bürger der BRD waren davon nicht betroffen..
            Die unchristlichen verordnungen sind nicht für uns geschrieben.. sondern dienen der abschreckung der WTG jünger..sie sind die einzigen die das auch glauben ..durch wachtturm..ansprachen..Vorträge.. kommentare von aufsehern werden den WTG jüngern die folterwerkzeuge immer vor augen geführt..sie sind es .. die besonders unter geistigen folter und drohungen leiden..
            du christoph.. freue dich über deine christliche freiheit..

            schneerose

      8. Eddi says:

        Lieber Christof,
        nee, es geht leider nicht normal. Wenn es normal zugehen würde, wärst du nicht in der Situation gewesen, auszusteigen. Das blöde Getue ist wirklich nervig, ich habe das auch hinter mir. Da haben sie meinen damals 7jährigen Sohn gegrüßt und mich nicht, obwohl ich neben ihm lief. Bis mein Junior anrief und darum bat, ihn auch nicht mehr zu grüßen, weil er seine Mutter ehren will. Da haben sie gleich gefragt, ob ich ihn beeinflusst hätte, aber mein kleiner Pfiffikus fragte gleich zurück, von wem sie beeinflusst worden wären.
        Wenn du auf normalem Weg nicht an deine Mutter drankommst: Gibt es vielleicht eine Nachbarin oder Arbeitskollegin oder so, der du ein Brief schicken kannst, möglichst mit dem Interview von W. Rudke (ist oben auch wiedergegeben), so dass sie selbst sieht, dass ihre geistigen Führer so gar kein Problem mit den Kontakten innerhalb der Familie haben. Du kannst ja ganz wahrheitsgemäß erklären, dass es leider keine andere Möglichkeit der Kommunikation gibt.
        Oft sind solche Peinlichkeiten dann schon Anlass, das Verhalten zu ändern. Der gute Ruf ist viel wichtiger als alles andere.

        Am allerbesten funktioniert aber die Einstellung, dass es sich bei dieser Gesellschaft um sehr bemitleidenswerte Menschen handelt. Sie brauchen unsere Fürbitte und unser ganzes Herz sollte danach ausgerichtet sein, sie aufzufangen, wenn Jehova eingreift und die Dinge richtig stellt.

        Hoffen wir, beten wir, dass spätestens dann viele Aufrichtige begreifen, dass der einzige Maßstab das Vertrauen zu Gott ist und nicht das Wegschauen und anderer Schwachsinn. Denke an Jesus: Als er die Volksmenge sah, die sich so sehr an alle möglichen und unmöglichen Gesetze hielt, sogar vor lauter Glauben Steine auf Aussätzige warfen – da bekam Jesus Mitleid, weil sie Schafe ohne Hirten waren.

        Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dir Jesu Einstellung anzueignen, dich bereit zu halten um diese Menschen bei Bedarf zu stützen und deinen Glauben zu bewahren.

        Alles Liebe und Gute
        Eddi

        1. Ulrike P. says:

          Hllo Eddi,
          ZITAT:
          „Sie brauchen unsere Fürbitte und unser ganzes Herz sollte danach ausgerichtet sein, sie aufzufangen, wenn Jehova eingreift und die Dinge richtig stellt.“

          Ich unterschiede zwar zwischen denen die voll boshafter Selbstherrlichkeit mit voller Absicht ihren Schafen die Wahrheit vorenthalten und denen die sich danach sehnen, sie aber eben wegen Jenen nicht erreichen. – Aber den Verführten gehört mein Mitgefühl, denn ich gehörte selbst über 20 Jahre zu ihnen. – Und ja, ich bin bereit falls es einmal soweit sein sollte, dass alles vor ihren Augen zusammenkracht.

          LG Ulli

          1. Eddi says:

            Liebe Uli,
            guten Abend dir.
            Ja, es gibt ihn diesen Unterschied. Allerdings kann ich nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens meines Bruders/meiner Schwester beurteilen und ich weiß nicht, ob so manche Selbstherrlichkeit und Gewaltherrschaft nicht aus einer Schwäche heraus kommt, die dem Betreffenden selbst Trauer und Schmerz bereitet.
            Denk an Nikodemus. Der arme Kerl hat sich nachts zu Jesus geschlichen, das hätte der sich ein paar Jahre vorher wohl auch nicht träumen lassen. Und Matthäus musste als Steuereinnehmer garantiert ein „dickes Fell“ haben um dem Spott und den Beschimpfungen der Juden standhalten zu können.

            Aber als Jesus kam, da wurde das gute Herz von Nikodemus und Matthäus offenbar. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, das war eine Bitte über Mörder, die zu diesem Zeitpunkt garantiert sehr überheblich waren.

            Aber sie kommen, Uli. Mit Sicherheit nicht alle. Aber an mir soll es nicht scheitern, ich würde mich für jeden Einzelnen verwenden. Wenn Jehova sie ruft, dann werde auch ich sie nicht wegsenden.

            Und für den Rest ist sowieso Jesu Gericht dran.

            Ich hab dich lieb.
            Eddi

          2. Ulrike P. says:

            Hallo Eddi,
            ZITAT:
            „Aber sie kommen, Uli. Mit Sicherheit nicht alle. Aber an mir soll es nicht scheitern, ich würde mich für jeden Einzelnen verwenden. Wenn Jehova sie ruft, dann werde auch ich sie nicht wegsenden.“

            Das werde auch ich ganz bestimmt nicht tun.
            Und du hast recht…man kennt oft den Backround des Einzelnen einfach nicht und weiß deshalb auch nicht, warum er so geworden ist.

            Den Nasenstüber braucht´ich jetzt…danke dir dafür. 🙂

            LG Ulli *dich auch lieb´hab´*

          3. Eddi says:

            Guten Abend Uli,

            bei deiner Antwort Nr. 2 fehlt der Antwortbutton, aber ich möchte dir gern sagen: Das war kein Nasenstüber. Wir vertiefen uns und so ergänzen wir uns. Sieh es als Umarmung, meine Schwester.

            Liebe Grüße
            Eddi

  30. Matthäus says:

    Hallo Dennis!

    Zu Deiner Anfrage wegen dem Link:

    Jetzt werden Abtrünnige bereits als
    G E I S T E S K R A N K bezeichnet.

    So zu lesen in:

    http://www.independent.co.uk/news/uk…s-2361448.html

    Der englische LINK funktioniert schon – nur der Übersetzungslink nicht!

    lg. Matthäus

    1. Dennis says:

      Sorry Matthäus,

      als ich 3mal geklickt habe ist es dann gekommen. Sehr zu begrüßen diese Anklage von ehem. Zeugen in Portsmoth. Die trauen sich wenigstens was.

      Bin gespannt wie der ganze WT 15.07.11 sich auf die K.d.ö.R.-Sache in Deutschland auswirken wird.

      Die Aussage vom Sprecher der WTG ist auch wieder typisch:

      „Rick Fenton, a spokesperson for the Watchtower Society, insisted last night that ostracisation was „a personal matter for each individual to decide for himself“. „Any one of Jehovah’s Witnesses is free to express their feelings and to ask questions,“ he said. „If a person changes their mind about Bible-based teachings they once held dear, we recognise their right to leave.“

      Heißt so viel wie:

      Rick Fenton, ein Sprecher der Wachtturm-Gesellschaft, betonte gestern Abend, dass „ostracisation“(?) (Austritt ?) sei „eine persönliche Angelegenheit, die jeder einzelne für sich selbst entscheidet.“ „Jedem Zeugen Jehovas steht es frei, seine Gefühle auszudrücken und Fragen zu stellen“, sagte er. „Wenn eine Person seine Meinung über Bibel-basierte Lehren, die sie einst lieb hatten, ändert, erkennen wir das Recht an zu gehen.“

      Ja natürlich! Juristisch ist das völlig logisch, denn es ist in jedem westl. Land der Welt ein Grundrecht seine Religion ohne Zwang auszüben oder aufzugeben bwz. zu wechseln. Hier spricht der „schlaue“ Brd. Fenton eine absolute Selbstverständlichkeit aus, die nur von Länder wie Iran, Saudi-Arabien, Jemen, Somalia usw. nicht „anerkannt“ wird.

      Auch der Hinweis, dass man „Fragen stellen und Gefühle“ ausdrücken „DARF“ ist der Gipfel der Unverschämtheit. Als ob das in irgendeinem zivilisierten Land der Welt unterdrückt werden würde.

      Eine häufig gebrauchte Taktik der WTG:

      Normalste Dinge der Welt, als ein besonderes Attribut der „Zeugen Jehovas“ darzustellen!

      Doch in Bezug auf den WT 15.07.11 geht es mehr darum, dass psychischer Druck auf die „Eingeschlossenen“ ausgeübt wird die „Ausgeschlossenen“ konsequent zu meiden und sie als „geistig krank“ zu betrachten.

      Darauf hatte wohl Fenton keine Antwort, deshalb hat er eine typische Politikerphrase von sich gegeben.

      Im Grunde bemitleidenswert!

      LG
      Dennis

    2. Jurek says:

      Wie soll man gegenüber Ausgeschlossenen eingestellt sein?

      Die WTG macht in ihrem Tagestext vom 11. Okt. 11 (den ich hier Auszugsweise wiedergeben möchte) im Grunde zwei wesentliche Andeutungen:

      [ZITAT ANFANG]
      Er ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank (1. Tim. 6:4).

      Durfte Timotheus es riskieren, den gefährlichen Vorstellungen, die in die Versammlung getragen wurden, Gehör zu schenken? Auf keinen Fall, denn Paulus legte ihm ans Herz, den „vortrefflichen Kampf des Glaubens“ zu kämpfen und sich von den „leeren Reden“ abzuwenden, „die verletzen, was heilig ist“, und von den „Widersprüchen der fälschlich so genannten ,Erkenntnis‘ “ (1. Tim. 6:12, 20, 21). Wir können davon ausgehen, dass Timotheus diesen weisen Rat befolgte (1. Kor. 10:12). […]
      Abtrünnigkeit müssen wir uns entschieden entgegenstellen. Auch daran können andere unseren Fortschritt erkennen und sie können sich an unserem Glauben ein Beispiel nehmen. w09 15. 12. 1:16, 17
      [ZITAT ENDE]

      Hier wird m. E. gesagt, dass nach dem Beispiel von Timotheus, man sollte überhaupt kein Gehör dem schenken, was gefährlichen Vorstellungen entspricht. – Aber woher soll man das dann wissen? Nur weil anderer (Paulus) das einem (Timotheus) das so über wem sagte?
      Die Sache wird m. E. einen Hacken haben, da Timotheus auch ein Ältester einer Versammlung war. Er musste sich zuerst darüber informieren, was diesen Worten Pauli entsprach, um dann dem zu folgen. Oder verstehe ich da was falsch?
      Bei den „ZJ“ ist es jedenfalls so, dass da von wem „Oberen“ wird gesagt, dass man den und den zu meiden hat, aber der Empfänger solcher Instruktion weiß oft dann nicht wirklich, aus welchem konkreten Grund.

      Andererseits kommt mir vor, dass der Eindruck vermittelt wird, dass man einer Abtrünnigkeit sich entgegen stellen muss (wobei da nicht immer definiert wird, ob Abtrünnigkeit wirklich gegen JEHOVA oder gegenüber der WT-Organisation – was doch nicht ein und dasselbe ist) und nur dann dadurch wird man den richtigen Glauben erkennen, wenn man sich distanziert, ohne was davon zu verstehen… (?)
      Was wäre aber diese Abtrünnigkeit, wenn nicht das, dass man sich vom Wort GOTTES entfernt und meint, dass das was „wir als KANAL J.“, die Wahrheit lehren, und wer dem nicht glaubt, automatisch nicht die richtige Einstellung hat?
      Trifft das also auch dann zu, wenn später wieder ein „Helle(re)s Licht“ von dem sich widersprechendem „Jehova“ kommt?

      Ist es verkehrt, wenn man solche Dinge hinterfragt, oder sind das gleich „Streitfragen und Debatten über Worte“?

      Oder WAS konkret habe ich dabei falsch verstanden? Würde ich mal gerne erfahren.

      1. Anna says:

        Lieber Bruder Jurek,

        vielen Dank für Deine Denkanregung. Du verstehst alles ganz richtig. Die „gefährlichen Vorstellungen“, die in die Versammlungen getragen werden kommen leider vom Sklaven selbst. Diese sind es die geistig krank sind weil sie ja eine „sogenannte“ Erkenntnis haben. Wir sind doch nicht abtrünnig wenn wir uns an die Gottes Wort halten, Jehova und Jesus gehorchen und nicht Menschen. Viele von uns hinterfragen ja noch nicht so lange das was uns vermittelt wurde und wird. Und jetzt ist uns endlich ein Licht aufgegangen, heller braucht es nicht mehr zu werden. Alois hat es schön formuliert dass es eine große Drangsal ist seinem Glauben und Gewissen entsprechend zu leben.
        In dem Tagestext ist noch folgender Satz bemerkenswert:

        ZITAT“ … Wir können davon ausgehen, dass Timotheus diesen weisen Rat befolgte (1. Kor. 10:12)….“ENDE

        Der Text, hier aus der Übersetzung Menge:
        „12 Wer daher festzustehen meint, der sehe wohl zu, daß er nicht falle!“

        Was dieser Bibeltext damit zu tun hat ob Timotheus diesen Rat befolgte ist schwer nachzuvollziehen.
        Andererseits, für mich ein Zeichen seitens des Geistes unseres Vaters. Weil es ist eine WARNUNG AN DEN SKLAVEN, der ja meint festzustehen. Leider ist es ja so, dass viele in ihrem Glauben durch das ständig hellere Licht erschüttert werden.

        Ich für meinen Teil bin nicht so selbstbewußt wie die Organisation. Ich weiß ich bin sündig ohne es zu wollen, und bedarf der Barmherzigkeit. Und ich bin ganz sicher dass Jehova und Christus für die Schafe sorgen. Und diejenigen die er liebt notfalls an die Hand nimmt.

        Einen segensreichen Tag und lieben Gruß an alle wünscht herzlichst Anna

        1. Jurek says:

          Danke liebe Anna für deine Gedanken dazu, die ich auch so einordnen kann.

          Ich würde mir nie erlauben „den ersten Stein auf andere zu werfen“, wenn es nicht das wäre, dass alles als praktisches (denn Theorie schaut oft anders aus) Dogma VON JEHOVA kommend dargestellt wäre, was später dann oft geändert wurde.
          Irren kann sich jeder und da ist niemand von uns davon ausgenommen! Aber dogmatisch zu werden und in Namen GOTTES so zu tun, als ob der „KANAL“ immer die Botschaften GOTTES bringt (was aus zahlreichen Erfahrungen doch selbst seitens der WTG – nicht der von „Abtrünnigen“!), und man muss dann auf den „Sklaven“ (vorgeschoben JEHOVA) warten (oft vergebens), trotz eigener Erkenntnis und eigenen Gewissens von JEHOVA!?
          WARUM darf sich z.B. ein Katholik, der ein „ZJ“ werden möchte (und am Anfang auch noch wenig Erkenntnis hat), sehr wohl selber hinweg über die studierten Köpfe der Kirche entscheiden, aber bei den „ZJ“ wird der auf einmal zu einem Unmündigen degradiert?
          Kapiert hatte ich bis jetzt das noch nicht, aber ich bin wohl auch nicht der klügste. Aber gegen eigenen Gewissen aus reinster Überzeugung GOTT gegenüber zu handeln, betrachte ich es als verkehrt…

          Liebe Grüße! 😉
          Jurek

          1. Eddi says:

            Lieber Jurek,

            entschuldige Bitte, dass ich deinen Antwortbutton benutze, aber ich hab es noch nicht raus, einen Beitrag zu senden ohne Button.

            So, ich habe eine Kampfansage der WTG. Vorletzte Nacht habe ich mich etwas intensiver mit dem Hüte-Buch beschäftigt und meine Hämoglobine sind im Rückwärtsgang schneller als Ferrari vorwärts. Also hab ich denen ein Fax gesendet, dass es die höchste Zeit wird, das Buch mal öffentlich zu machen. (Sie haben doch auch ganz öffentlich Körperschaftsrechte beantragt und bekommen!)
            Und ich schrieb ihnen, dass auf S. 109 des Buches zum unbefleckten Morden steht, die Ältesten würden Hilfe leisten, wenn jemand die Absicht zu gehen zeigt. Aber wie oft habe ich denn um Hilfe gebeten? Hat es denn irgendeinen der Herren interessiert, dass ich vielfach um klärende Gespräche ersucht habe und dies nie geschehen ist? Dass ich einen Haufen Versprechen erhielt, die nie eingehalten wurden? Dass ich diskriminiert wurde ohne Ende? Mitnichten! Um ihnen einen guten Grund zu geben, das Versäumte nachzuholen hatte ich noch vor Kurzem einen Wiederaufnahmeantrag gestellt, aber bitte schön, man wollte meinen Brief nicht mal annehmen. Dafür bin ich 12 km gelaufen, meine Füße waren wie Weinschaumcreme, schaumig weich mit vielen Blasen und echt vergoren. Was soll´s. Jetzt sind sie ziemlich angesäuert, aber ich vergesse nicht, wie viel Leid diese gottlosen Praktiken schon verursacht haben. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass sich – nicht alle – Ältesten darin überholen wollen, die Brüder und Schwestern nur ordentlich unter der Knute zu halten.

            Ich lege Wert darauf, mich nicht auf das gleiche Niveau zu begeben, deshalb frage ich immer vor jedem Schritt von mir wieder nach, wie sie es denn nun halten wollen. Ob Datenschutz oder Umgang oder was weiß ich. Ich schreib auch wenn es sein muss. Viel auch, wenn´s denn sein muss. Aber es sind genau diese Reaktionen wie gestern und heute, wo ich denn gesagt bekomme: „Was wollen Sie denn, kein ZJ möchte doch was mit Ihnen zu tun haben, Sie wollen doch nicht auf den rechten Weg zurück…“ Manch einer von denen weiß gar nicht was recht und rechts ist.

            Nun, angesichts dieser Ansage, man würde etwas gegen mich unternehmen – was das ist unterliegt natürlich wieder der Verschwiegenheit – habe ich das Bundesverfassungsgericht gebeten, in den noch ausstehenden Verfahren (Bremen und Baden-Württemberg, das Verfahren in BW ruht nämlich nur vorläufig weil man sich auf Bremen einschießt)sich dieses Buch geben zu lassen und dann würde das ehrenwerte Gericht bestimmt selbst erkennen, dass die WTG nicht die Reife besitzt, mit Körperschaftsrechten umzugehen. Ferner bitte ich um Mitteilung, ob ich Privat mich in dieses Verfahren einklinken kann, da ich mich durch die Verleihung der KR besonderen Diskriminierungen ausgesetzt sehe.

            Ich rechne damit, dass die meinen PC beschlagnahmen lassen und wegen Kopierrechten was anzetteln. Nun, ich habe ihnen ehrlich geschrieben, ich habe nicht das Buch, nur das Wissen über den Inhalt. Aber ist es nicht ein Trauerspiel für sich, dass man großen Bahnhof machen muss, weil die Geheimniskrämerei nicht mehr funktioniert? Sie haben es doch in der Bibel gelesen, oder? Was versucht wird zu verschweigen, pfeifen die Vögel von den Dächern. Es sind doch ihre Richtwerte von Wahrheit und Gerechtigkeit, die würde ihnen doch freiwillig niemand klauen! Warum wollen sie sich dann nicht auch an diesen Maßstäben messen lassen!

            Jetzt können sie wieder Ansprachen halten über Gegner und den Schaden, der davon kommt. Ich bin auch ein Gegner, aber nicht von Jehova und auch nicht von den vielen lieben Brüdern und Schwestern, sondern von der Art des Umgangs von oben.

            Ich war wirklich sooo traurig, als es tatsächlich bekannt gegeben wurde und ich sah mich tatsächlich als von Jehova verworfen an. Und ohne euch wäre ich nicht mehr hier, das ist einfach so. Wenn mir irgend etwas wirklich eine Therapie war, dann dieses Hüte-Buch.

            Und trotzdem wünsche ich mir nichts mehr, als dass sie sich endlich öffnen und verstehen, dass wir geistig wachsen wollen, Barmherzigkeit zeigen wollen, wo immer sie angebracht ist, dass wir selbst urteilsfähig sind – schlicht all die Illusionen, die erst eintreten, wenn der Kürbis platzt. Na da bin ich noch zu ungeduldig.

            Falls wir uns die nächste Zeit nicht mehr „sehen“ wünsche ich allen lieben Brüdern und Schwestern das Beste, was man in dieser Zeit noch haben kann: den Segen Gottes.

            Euch liebevoll umarmend
            Eddi

            Danke Jurek, ich denke, du kannst mir die Benutzung deines Antwortbuttons nachsehen.

          2. Shannon says:

            Ach Eddi,
            wegen dem Hüte-Buch beschlagnahmt man nicht deinen PC. Ich habe es auch. Und warum zermürbst du dich in einem Kampf, den du nicht gewinnen kannst? Was willst du erreichen? Denen eine „reinwirken?“ Welche Verschwendung von Energie und Zeit.

            Warum sorgst du nicht gut für dich selber und kümmerst dich um Dein Verhältnis zu Jesus unserem Erretter? Willst du „recht“ bekommen? Was ändert das? Oder bist du so masochistisch, dass du dir noch mehr Schmerzen bereiten möchtest, in dem Fall, dass sie vor dem Verfassungsgericht möglicherweise doch siegen? Ich kann deinen Schmerz verstehen, aber solange du einen Kampf kämpfst, kann deine Seele nicht heilen.

          3. Dennis says:

            Liebe Eddi,

            möchte mich Shannons Antwort anschließen und an dich DRINGEND appellieren:

            Bitte fange NOCH HEUTE damit an, deine seelischen Wunden zu heilen!

            d.h. nach meiner Einschätzung, dass du konkret folgendes NICHT mehr tun solltest:

            KEINE Diskussionen mit Ältesten aus irgendeiner VS

            KEINE Briefe oder Faxe an´s Bethel (völlig sinnlos und eher verschlimmernd)

            KEIN bohrendes, endloses Nachdenken mehr über Hartherzigkeit und Boshaftigkeit früherer Weggefährten (ich weiß, dass sich das leicht sagen lässt!)

            KEIN Abarbeiten und Bekämpfen der Ideologischen Verirrungen der WTG, schon gar nicht bis an´s BVerfG

            KEINE detailgetreuen Erzählungen (auch hier nicht) mit Namen und genauen Abläufen von früheren negativen Begebenheiten, die vielleicht Persönlichkeitsrechte Dritter verletzen und als Verleumdung gewertet werden könnten

            Ich möchte dir wirklich helfen, aber ich glaube du brauchst direkte, persönliche Hilfe „face-to-face“ oder am Anfang über e-Mail oder Telefon. Das kann BI leider nicht leisten. Sicher ist es aber möglich mit einem Kommentator hier in Kontakt zu kommen und ich glaube einige haben das auch angeboten (Meine e-mail-Adresse lautet: mentalist1981@web.de).

            Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und Jehovas Kraft … du weißt ja Phil. 4:7,13

            LG
            Dennis

      2. Dennis says:

        Hallo Jurek,

        (Zitat)
        „(wobei da nicht immer definiert wird, ob Abtrünnigkeit wirklich gegen JEHOVA oder gegenüber der WT-Organisation – was doch nicht ein und dasselbe ist)“

        Mir ist überhaupt nur ein Fall bekannt, indem ein Brd. wg. „Abtrünnigkeit“ ausgeschlossen wurde und die betreffende Person Jehova bzw. Jesus geleugnet/verspottet hat.

        Alle anderen Fälle sind das genaue Gegenteil.

        Man kann m.E. mit Fug und Recht sagen, dass 99% der Auschlüsse wg. „Abtrünnigkeit“ einzig und allein darauf zurück zu führen sind, dass sich jemand eng an Gottes Wort halten wollte und versch. Lehren und Anweisungen der WTG nicht mehr mittragen konnte, aus Liebe und Achtung vor Jehova und seinem Sohn.

        LG
        Dennis

        1. Jurek says:

          Hallo Dennis und alle Mitleser,

          ja, wenn jemand wirklich dann JEHOVA und/oder JESUS leugnet/verspottet, dann ist diese Person nach der Bibel ein Abtrünniger. Das kann auch kein Christ (mehr) sein.

          Aber ich weiß zwar nicht, wer du bist oder warst (ein Ältester oder mehr?), dass du genau weißt oder meinst, dass 99% der Ausschlüsse ungerechtfertigt sind…?
          Ich hatte mal bei einem Kongress (wo wiederholt auch Vorträge über Ehe u.ä. liefen) einen KA gehört, der gesagt hat, dass wohl über 40.000 (?) – (sorry, aber ich habe jetzt die genannte Zahl vergessen) der „ZJ“ werden jährlich, allein nur wegen Hurerei ausgeschlossen. (1.Kor 6:9 o.ä.).
          Ob das damit 99% so passt, weiß ich nicht, aber was ich meine zu wissen, ist es wirklich jammerschade, dass oft aufrichtige Christen werden nur deswegen ausgeschlossen, weil sie nicht in ALLEN Punkten/Lehren mit der WT-Führung übereinstimmen wollen!
          Was anderes, wenn die WTG immer Recht behalten hätte!

          Das ist für mich sehr sonderbar, denn das ruft bei mir den Gedanken auf, dass die „ZJ“ lügen(?), wenn sie behaupten, dass solche Bibelstellen wie Apg 17:11; Eph 5:10; 1.Thes 5:21 u.d.g. wirklich eine Bedeutung für sie hätten!?!?
          Denn was prüfen die denn? Den Wachtturm, um den DANN mit der Bibel (im Sinne der WT-Auslegung) zu vergleichen?
          Was wurde aus den einst Bibelfoschern? Wachtturmforscher?
          Ich verstehe immer noch nicht (weil ich vielleicht dazu zu dumm bin?), dass die WTG alle auffordert in der Bibel zu forschen, aber jeder, der mal was richtiges daraus erforscht (wie die Vergangenheit doch praktisch beweist!), muss schweigen und das für sich behalten und „Schritt mit der Organisation [nicht JESUS?] halten“? Dann warum einst als Katholik z.B. haben die nicht geschwiegen (oder auf die Kirchenführung gewartet), sondern soo vieel Unruhe in Reihen der Katholiken haben sie mit ihrer Erkenntnis veranstaltet? Oder soll das dann keine „Unruhe in Reihen der Katholiken“ gewesen sein?

          Müssen danach die armen Ältesten dann was in der Versammlung wegen so einem (Gottesfürchtigen) „Rebellen“ was „reparieren“, weil eben die Glieder nicht zur Eigenständigkeit erzogen wurden? Oder habe ich das schonwieder alles falsch verstanden? … Dann BITTE um Korrekturen!!

          Wie auch immer, aber ich würde mir wünschen, dass auch mal bei den „ZJ“ der Spruch wie bei Luther PRAKTISCH bindend wäre: „SOLA SCRIPTURA“! =(„allein die [Hl.] Schrift“).

          Liebe Grüße! 😉

  31. Matthäus says:

    Die Doktrin der ZJ in Verbindung mit dem Gemeinschaftsentzug und jener die einfach „nur gehen“ wollen und damit als Abtrünnige gebrandmarkt werden, wird immer verrückter:

    Jetzt werden Abtrünnige bereits als G E I S T E S K R A N K bezeichnet. So zu lesen in:

    http://www.independent.co.uk/news/uk…s-2361448.html

    Als Übersetzung von Google die nicht sehr gut rüber kommt – vielleicht kann jemand das BESSER:

    http://translate.google.de/translate…8.html&act=url

    Man überlegt schon eine Klage wegen dieser Unverschämtheit !!!

    1. Matthäus says:

      Der Übersetzungslink funktioniert nicht – ich versuche es nocheinmal:

      http://translate.google.de/translate…8.html&act=url

      Dazu vielleicht noch eine Erfahrung – persönlich gemacht:

      Ein Bruder DAG hat 2 Söhne – die kommen ins Alter wo der Präsenzdienst (Militär) eine notwendige Entscheidung fordert.

      Das war vor über 15 oder mehr Jahren als in Österreich die Ersatzmöglichkeit erst in Ausarbeitung war. Die beiden Söhne wollen aufgrund der Erziehung KEINEN Militärdienst ableisten.

      Der Vater ein Staatsbeamter hat aber Probleme seine Söhne als Wehrdienstverweigerer ins Gefängnis gehen zu sehen. Folglich entscheidet er und seine Söhne – Zivilersatzdienst ist die Lösung. Jedoch zu einer Zeit als es von seiten der Organisation noch nicht offiziell „GESTATTET“ war. Die Folgen:

      Beide Söhne werden vom Status der ungetauften Verkündiger (irgenwie hies es damals noch etwas anders) umgehend ENTBUNDEN. Also mit VERÖFFENTLICHUNG und damit BLOSSTELLUNG !!!

      Die weitere Folge, die ganze Familie 4 Personen (Vater und Mutter getauft) treten aus. Damit sind sie böse Abtrünnige die man zu hassen hat! Ist das nicht verrückt? Noch verrückter ist das ein paar Monate (vielleicht war es ein Jahr) später es offiziel „ERLAUBT“ wurde das ein ZJ auch den Ersatz oder Zivildienst durchführen durfte – heute selbstverständlich !

      Das ist nun mehr als 15 Jahre her – eine Entschuldigung oder ein Versuch den Schaden und den Trümmerhaufen wegzuräumen gab es NIE!

      Warum auch? Der Kreisaufseher Br. Lutz sagte vollmundig, in Bezug auf jene die vielleicht sogar eingesperrt waren, am Kongress: „Es hat ihnen nicht geschadet“! Eine weitere Aussage von ihm: „Die Organisation braucht sich nicht zu entschuldigen!“

      Damit braucht es uns nicht zu wundern das man Abtrünnige als Geisteskrank bezeichnet. Und es wird klar wessen Interessen solche AUFSEHER (das sind keine Hirten) wirklich vertreten.

      1. Matthäus says:

        Der Übersetzungslink funktioniert nicht – hier die Überschrift und der erste Absatz in einer tlw. Übersetzung – vielleicht kann jemand das ausführlicher übersetzen?

        Krieg der Worte ausbricht unter Zeugen Jehovas

        Angriff auf „geisteskrank“ Gläubigen, die Kirche zu verlassen provoziert Aufschrei

        By Jerome Taylor, Religious Affairs Correspondent Mit Jerome Taylor, religiöse Angelegenheiten Correspondent

        Tuesday, 27 September 2011 Dienstag, 27. September, 2011

        Die Zeitschrift, die auf der ganzen Welt verteilt wird

        Das offizielle Magazin der Zeugen Jehovas hat diejenigen, die die Kirche verlassen, als „geisteskrank“ bezeichnet, woraufhin ein Aufschrei aus den ehemaligen Mitgliedern und Insidern über die zu meiden von denen, die offizielle Doktrin betraf.

        Kritiker prüfen, ob die Charity Commission zu klagen sei. The Watchtower Bible and Tract Society of Britain, druckt in Großbritannien, ist ein eingetragener Verein.

        1. Matthäus says:

          Abgeshen davon kommen JZ deswegen mit dem Gesetz in Konflikt:

          IV. Spezialprobleme des § 185 StGB
          Beleidigung: Kundgabe der Nichtachtung, Missachtung oder Geringschätzung einer Person, die geeignet ist, den Betroffenen verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen. – Möglich durch Werturteile, Tatsachenbehauptungen, symbolische Gesten; auch wahre Behauptungen können tatbestandsmäßig sein (Formalbeleidigung).

          V. Spezialprobleme des § 186 StGB

          1. Behaupten: eine Tatsache als nach eigener Überzeugung wahr hinstellen, unabhängig davon, ob man die Tatsache selbst
          wahrgenommen hat.

          2. Verbreiten: eine Tatsache als Gegenstand fremden Wissens weitergeben, ohne sich diese Tatsache zu eigen zu machen.

          Entnommen aus: Strafrecht – Besonderer Teil – Arbeitsblatt Nr. 14
          Beleidigungsdelikte, §§ 185 ff. StGB

    2. Dennis says:

      Lieber Matthäus,

      die Sache würde mich sehr interessieren, zumal ich nur den Kopf darüber schütteln kann, dass eine „liebevolle“ „göttliche“ Organisation ungestraft Menschen als „geistig krank“ bleidigen darf ohne, dass daraus auch rechtliche Konsequenzen was den K.d.ö.R.-Status betrifft erwachsen. Von der gleichgültigen Reaktion der meisten Brüder in den VS zu dieser Sache will ich hier gar nicht sprechen.

      Leider funktionert der Link bei diesem „independent“-Artikel nicht, kannst du da Abhilfe schaffen?

      Danke!

      LG
      Dennis

      1. Frank&Frei says:

        langsam aber sicher treiben die es auf die Spitze.
        Die bilden sich ein, schon heute wie Herrscher zu agieren.
        Von solchen Typen möchte ich nicht regiert werden, Menschen, die meinen Gott einen „heiligen“ Dienst darzubringen und doch nichts weiter tun als eine auf Napoleon machen.
        Nur mit dem Unterschied, das der code Napoleon als Gesetzegrundlage die Gesetze römischer Herkunft verbessert und ergänzt hat.

        Watt kütt vom Tower? Druckwerk, das regelmäßig in den Reißwolf wandert, weil es nicht beständig ist.

        Die einstige „blaue Bombe“ das Buch „Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt“ wovon ich in jungen Jahren hunderte abgegeben hatte hat heute NULL Stellenwert, selbst nicht das neue Paradiesbuch.
        Und die Lieder? Die werden auch verhohnepäppelt, mit neuen TExten und abgewandelten Melodien ausgestattet.
        Da murren selbst die älteren Zeugen.

        Werft mal nen Blick in die Kirchen. Die singen ihre Lieder seit Jahrhunderten. Da gab es nur Wandel beim Namen Jehova – statt „Dir, Dir Jehova will ich singen“ heißt es heute: Dir, Dir o Höchster will ich singen“.
        ich bin gespannt, wann in den USA der Kindsmißbrauch so richtig in dei Vollen geht. Das da was kommt, liegt auf der Hand. es wird richtig was kommen und dann nicht von einem materiell nicht ausgestattetem Unternehmen des WT Konzerns beglichen werden, das dann über die Wupper geht.
        Ein Judge machte schon deutlich, dass er den Watchtower KOnzern als Ganzes sieht.
        Das wird den Laden in die Knie zwingen und offenbar werden lassen, dass der Geist des Höchsten nicht korrupt ist.
        ich warte nur darauf, dass in Deutschland alle Königreichssäle verkauft werden, um der Muttergesellschaft die finanziellen Mittel zu beschaffen.
        Dann werden hier viele zu dem Schluß kommen, einer Lebenslüge gefolgt zu sein – genau diejenigen, die heute einen auf Hardliner machen.
        Mich überrascht bei den Zeugen NIX mehr. Geld, Ansehen und mitmischen im Verbund der Kirchen bei der Politik – das alles streben sie an und werden im Umkehrschluss das ernten, was sie säen.

        1. Caleb says:

          Lieber freier Frank,

          Gibts dafür handfeste Beweise (ausser Silent Lamb), wie Anzeigen, laufende Verfahren, Prozesse, konkrete Zahlen und Fakten, etc. von offiziellen Stellen?

          1. Matthäus says:

            Vielleicht kennst Du diese Schlagzeile:

            Interne Quellen enthüllen 23.720 gemeldete/nicht gemeldete Kinderschänder in den Akten der Weltzentrale der Zeugen Jehovas New York

            Im Frühjahr 2002 traten drei verschiedene Quellen an mich heran, die behaupteten, Verbindung zu Leuten in der Weltzentrale der Watchtower Bible & Tract Society of New York mit Sitz in Patterson, New York, zu haben. Diese Insider lieferten meinen Kontakten eine dortige Computerdatenbank mit 23.720 gespeicherten Kinderschändern. Die Unterlagen,. etikettiert als „gesonderte Hirtenvorkehrung“, sind eine Fassade für die Meldung von Kinderschändern an das Hauptbüro. Patterson ist der Sitz der Dienst- und der Rechtsabteilung der Watchtower Bible and Tract Society of New York, die sich heute „Christenversammlung der Zeugen Jehovas von New York“ nennt, und in diesen beiden Abteilungen werden diese hochgeheimen Unterlagen aufbewahrt. Die Verästelungen dieser außerordentlich hohen Zahl sind interessant.

            Wenn in einer Versammlung der Zeugen Jehovas ein Pädophiler enttarnt wird, ernennt die Ältestenschaft zwei Männer aus ihren Reihen, um die Beschuldigung zu untersuchen und zu sehen, ob an der Anschuldigung etwas dran ist. Wenn die Behauptung bei der Untersuchung erhärtet wird, bestimmt die örtliche Ältestenschaft zwei aus ihren Reihen, um bei der Wachtturm-Rechtsabteilung anzurufen und die Sache zu melden. Darauf füllt der Vertreter der Rechtsabteilung über das Telefon ein computerisiertes Formular aus, das Fragen und Felder für Antworten vorsieht.

            Alle Einzelheiten der Sache werden aufgezeichnet, auch das Geburtsdatum des Pädophilen; was geschah; das Alter des Opfers; wo, wann und wie oft das Opfer angefasst wurde usw. Diese Einzelheiten kommen dann in einen Computer im Hauptbüro und verbleiben dort für immer und können von dazu Autorisierten jederzeit abgerufen werden, wenn es künftige Übertretungen gibt. Gegen Ende der ein- oder zweistündigen Befragung holt der Sprecher der Rechtsabteilung einen Wachtturm-Anwalt aus dem Hause ans Telefon, der befindet, ob der Bundesstaat, in dem die Versammlung liegt, eine Anzeige zur Pflicht macht. Wenn ja, bittet der Anwalt die Ältesten, von den Eltern oder Sorgeberechtigten des Opfers zu fordern, Anzeige zu erstatten. Wenn diese es nicht tun wollen, müssen die Ältesten es tun. Was, wenn der Missbrauch in einem der 36 Bundesstaaten stattfand, in dem eine Anzeige keine Pflicht ist? Dann wird der Anwalt sagen: „Brüder, ihr seid eurer Pflicht nachgekommen; ihr müsst euch zu einer Anzeige bei den Justizbehörden neutral verhalten.“ Dann wird in den meisten Fällen keine Anzeige erstattet.

            Der erste Bruder wird dann Briefe an die Ältestenschaften anführen, die sich die Ältesten durchlesen müssen und in denen von Kindesmissbrauch die Rede ist. Er gibt auch Anweisungen, falls sich um den Beschuldigten etwas Neues ergibt, das heißt, wenn er weitere Kinder missbraucht, dann müssen die Ältesten das Datum des ersten Berichts oder das Geburtsdatum des Kinderschänders als Referenz angeben. Das bedeutet, die Wachtturm-Rechtsabteilung kann sich den Fall leicht aus dem Computer herausziehen und der Datenbank die Einzelheiten der neuen Missbräuche hinzufügen.

            Die Zahl 23.720 ist gelinde gesagt erheblich. Wenn wir sie auf die ganze weltweite Organisation beziehen, jeder zweihundertsechzigste Zeuge Jehovas ist als Kinderschänder in den Unterlagen. Meinen Sie, die Katholiken hätten solch einen hohen Prozentsatz an pädophilen Priestern? Würden wir einen ähnlichen Prozentsatz auf die Katholiken in den USA, 60 Millionen, anwenden, hieße das, dass es 1.428.571 katholische Kinderschänder in diesem Land gäbe. Der Glaube, es gäbe einen solchen Prozentsatz in der katholischen Kirche, ist unrealistisch. Doch der Prozentsatz bei den Zeugen Jehovas könnte noch schlimmer sein, wenn man bedenkt, dass viele Zeugen, die Kinderschänder sind, der Wachtturm-Rechtsabteilung vielleicht gar nicht gemeldet werden. Wenn die Ältesten, die die Sache untersuchen, nicht in der Lage sind, sie aus dem Munde „zweier Augenzeugen“ zu bestätigen, wird dann etwas in der „gesonderten Hirtenvorkehrung“ in Patterson, New York, aufgezeichnet? Man beachte folgende Bemerkung im Brief an die Ältestenschaften in England vom 1. Juni 2001:

            „Es gibt jedoch viele weitere Situationen, die im Zusammenhang mit dem Missbrauch eines Kindes stehen. Beispielsweise mag es nur einen Augenzeugen geben, und der Bruder bestreitet die Anschuldigung. (5. Mose 19:15; Johannes 8:17) Dann mag ein Kind von jemandem missbraucht worden sein, der selbst noch minderjährig ist, Teenager oder noch jünger. In diesen und ähnlichen Fällen wird kein Eintrag in der Kinderschutzliste vorgenommen. Stattdessen sollte der Vorgang in einem versiegelten Umschlag, wie unten, bei den vertraulichen Unterlagen der Versammlung aufbewahrt werden. Wenn solche Personen umziehen, sollte das Dienstkomitee der Versammlung einen Brief an die Rechtsabteilung der Gesellschaft schreiben und um Rat ersuchen, ob der neuen Versammlung die Einzelheiten mitgeteilt werden sollten.“

            Dies scheint anzuzeigen, dass die Ortsversammlungen die Informationen aufbewahren, und nur, wenn der beschuldigte Missbraucher umzieht, wird erwogen, sich mit der Wachtturm-Rechtsabteilung abzuklären oder die neue Versammlung aufmerksam zu machen. Betrachtet man diese Personen als zu den 23.720 Schändern in der Datenbank gehörig?

            Wenn nicht, dann wäre der logische Schluss der, dass es weitaus mehr als Kinderschänder Beschuldigte gibt, als die 23.720 in den Unterlagen, die entweder gestanden haben oder aus dem Mund „zweier Augenzeugen“ überführt wurden. Wenn man bedenkt, dass es weltweit mehr als 93.000 Versammlungen gibt, wäre eine konservative Schätzung, dass es, basierend auf der Zahl 23.720, in jeder vierten Versammlung einen Kinderschänder gibt.

            Glauben Sie, die Zeugen Jehovas haben ein Problem mit Kinderschändern? Wie viele nicht gemeldete Kinderschänder wirken in der Organisation und müssen noch entlarvt werden? Diese Zahl wird nur zunehmen, und damit werden Kinder einer zunehmenden Gefahr ausgesetzt, da die Wachtturmpolitik, die Namen von Schändern vertraulich zu behandeln, ein „Pädophilenparadies“ geschaffen hat. Warum führen Jehovas Zeugen eine Datenbank mit Kinderschändern, die großenteils nie bei der Polizei angezeigt wurden? Der eigentliche Grund ist nicht der Schutz der Kinder, sondern des Geldes. Der Zweck der Datenbank ist, Personen, von denen Jehovas Zeugen entschieden haben, dass sie Kinderschänder sind, zu überwachen und zu verhindern, dass sie in offizieller Stellung in einer Versammlung dienen. Das wiederum bewahrt die Watchtower Inc. davor, wegen Fahrlässigkeit verklagt zu werden, weil sie Kinderschänder in Führungspositionen gesetzt hat, was die Organisation vor Gericht Geld kosten könnte. Der Schutz der Kinder bleibt ihre geringste Sorge, denn niemand in der Versammlung erfährt etwas von dieser Datenbank, und viele, die dort gespeichert sind, missbrauchen weiter Kinder unter dem Schutz des „Kirchengeheimnisses“.

            Man muss sich wirklich fragen, wie das FBI reagieren würde, wüsste es, dass es solche Unterlagen über kriminelle Taten gibt und die Mehrzahl der Missbrauchsanschuldigungen nicht den Behörden gemeldet wird, damit diese ermitteln können. Und schließlich, wie leicht könnte das amerikanische Justizsystem die Strafverfolgung mehrerer tausend pädophiler Zeugen Jehovas handhaben? Diese und andere Fragen fallen ins Gewicht, wenn die „Christenversammlung der Zeugen Jehovas“ zu offenbaren gezwungen wird, wie viele der mutmaßlichen 23.720 Verbrecher durch Wachtturm-Vorschriften geschützt werden.

          2. Matthäus says:

            Oder ist „Spiegelonline“ eine seriöse Quelle?

            http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,198436,00.html

            oder das hier:

            http://www.watchtowerdocuments.com/docs/jw-secrets.html

            Hier gibt es ebenso jede Menge Inforamtionen:
            http://www.sektenausstieg.net/read/5266

            Ich habe eine PDF Datei mit dem Thema:

            Die Wachtturm-Gesellschaft und ihr Umgang mit Kindesmißbrauch

            Hier wird auf 30 Seiten eine Unmenge an Berichten aus aller Welt zu diesem traurigen Thema der Nachweis erbracht wie bei ZJ dieses schreckliche Thema totgeschwiegen teils geleugnet wird.
            Ich kann es jedem zur Verfügung stellen!

          3. Caleb says:

            @Matthäus

            Da bei Dir ein Antwortbutton fehlt, schreibe ich hier.

            Ich hab die von Dir genannten Quellen schon gekannt, auch die Homepage über die Datenbank.

            Ich bin nur von Natur aus sehr misstrauisch gegenüber Informationen die nur aus dem Internet stammen bzw. von irgendwelchen Medien, weil auch die stimmen nicht immer, deshalb meine Frage nach anderen Quellen. Bsp. Prozesse gegen die WTG, etc.

            Aber es kann ja sein, daß es auch aussergerichtliche Einigungen mit den Opfern gegeben hat, oder wie man es ja bei der kath. kirche in Österreich bei der Klasnic-Kommission gesehen hat, dauern diese Sachen oft Jahrzehnte und deshalb könnte es ja sein, daß wirklich noch einiges aufndie WTG zukommt, wie Frank es geschrieben hat.

          4. Frank&Frei says:

            Caleb, matthäus hat seriöse Quellen angeführt. Barbara Anderson hatte ja viele Jahre in Brooklyn gearbeitet und die Fälle mitbekommen.

            Dass der Tower die Anzeigen nicht macht, wo sie gesetzlich nicht vergeschrieben sind ist wiederum ein eindeutiges Indiz dafür, dass denen Gerechtigkeit völlig fremd ist.
            Es geht nur um Schein beim Sein.
            Diese Fälle werden zweifellos noch viele Kosten verursachen. Bil Bowen von Silent Lambs wird dazu seinen Teil beitragen.

            Gut, dass es immer wieder Brüder mit Gewissen gibt, die in Führungsverantwortung haben Ihres dem Moloch „Tower“ geopfert.

            Das Echo wird nicht ausbleiben.

      2. Sonnenkind says:

        Was die Körperschaft des öffentlichen Rechts betrifft, so wird ja so oft vergessen, daß man nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat. So anerkennt unser Staat eingetragene Lebensgemeinschaften, bei den Zeugen gilt nur die Ehe….

        Gerade am Sonntag im Wachturmstudium ging es wieder einmal um die Ausgeschlossenen. Mit ein wenig Abstand wird einem erst mal klar, wie lieblos und unmenschlich diese Verfahrensweise ist. In unserer Versammlung sind sehr viele Familien davon betroffen, viele haben bitterlich geweint. Es werden Familien zerstört, ohne Rücksicht auf auf die Schicksale. Ich weiß, das mindestens 50% der Brüder diese Art der Ausgrenzung nicht unterstützen kann. Ein Mitglied meiner Familie ist psychisch krank daran geworden, weil in einer schrecklichen Lebenssituation ihre Familie nur bedingt Unterstützung leisten konnte. Ständig wird diese Loyalität von den Ältesten kontrolliert, Stunden mit Gesprächen vergeudet, um den „richtigen“ Weg aufzuzeigen.
        Das alles kann nicht der Wille eines liebevollen Gottes sein-mich widert das mittlerweile nur noch an.

        1. Walter says:

          Noch ein anderes Beispiel :

          Wenn die Mutter alt und pfegebedürftig geworden ist, wird sie von den Ältesten eigenhändig zu ihrer ausgeschlossenen Tochter gekarrt, damit sie betreut und gepflegt wird.

          Auf einmal spielt es keine so große Rolle mehr, ob die Mutter Umgang mit Ausgeschlossenen hat.
          Man ist einfach nur froh, daß die Pflege jemand anderes übernimmt. Selbst, wenn es Ausgeschlossene sind.

          Walter

          1. Dennis says:

            Lieber Walter,

            du hast 100%ig Recht. Mein Vater sieht das ganz genau so. Da kommt eine ganz schlimme Verlogenheit zum Vorschein. Er ist seit 60 Jahren in der „Wahrheit“ und bezeichnet vieles schon als „Gehirnwäsche“.

            Jehova kann und wird eine Organisation niemals segnen, die solche Praktiken hat.

            LG
            Dennis

          2. Matthäus says:

            Wie wahr und bitter eure Kommentare Walter, Sonnenkind und Frank&Frei zu obiger Sache sind. Diese Bitterkeit und Anmassung wie man über anders (frei) Denkende immer wieder ins Gericht zieht, kommt im letzten EW Artikel über:

            John Foxe ZEUGE einer turbulenten Zeit EW 11/2011

            …erneut sehr krass zu Tage! Das alte Prinzip und die Wahrheit von Ap. Paulus der schrieb:

            DU DER DU ANDERE LEHRST LEHRST DICH SELBST NICHT ?

            Einige Zitate* wozu ich nur EINE FRAGE stelle:
            Warum liebe Verfasser des „Erwachet“ nehmt ihr euch nicht selbst an der Nase und bereut in Sacktuch und Asche – vielleicht könnt auch ihr das Erbarmen des Höchsten oder seines Sohnes erwirken?

            *Zitate: LERNT der Mensch aus der Geschichte, oder macht er doch immer wieder dieselben Fehler? Diese Frage drängt sich förmlich auf, wenn man sich mit dem Leben von John Foxe befasst.

            Der Engländer lebte in einer Zeit unvorstellbarer Grausamkeiten und griff zur Feder, um seine Leser aufzurütteln, denn so etwas durfte sich niemals wiederholen.

            … unter anderem Griechisch und Hebräisch studierte. Jetzt, da er die Bibel in den Originalsprachen lesen konnte, geriet sein katholischer Glaube ins Wanken. Seine Kommilitonen verdächtigten ihn sogar, mit protestantischem Gedankengut zu liebäugeln, und informierten die Universitätsleitung. Danach behielt man Foxe genau im Auge.

            1543 beendete er erfolgreich sein Studium und stand kurz vor der Priesterweihe. Allerdings war er mit dem Zwangszölibat überhaupt nicht einverstanden und lehnte die Ordination ab. Das ging manchen zu weit. Er geriet in den Verdacht der Häresie — was sein Todesurteil hätte bedeuten können —

            …die Zehn Gebote und das Vaterunser gelehrt hatte — allerdings auf Englisch und nicht wie vorgeschrieben auf Lateinisch. Für dieses „Verbrechen“ wurde sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt, zusammen mit sechs Männern, denen man ähnliche Vergehen vorwarf. Da das Volk über dieses himmelschreiende Unrecht entsetzt
            war, ließ der Ortsbischof verbreiten, die Opfer seien für ein „größeres Verbrechen“ verbrannt worden: Sie hätten an Freitagen und anderen Fastentagen Fleisch gegessen!

            DIE TÖDLICHE SAAT DER INTOLERANZ

            Während der Reformation verloren Tausende von Männern, Frauen und Kindern auf grausamste Weise ihr Leben. 1553 wurde in England
            eine glühende Katholikin gekrönt — Maria Tudor, auch als „Bloody Mary“ bekannt. Da das englische Parlament 1534 völlig mit Rom gebrochen hatte, setzte sie nun alles daran, England erneut der päpstlichen Gewalt zu unterstellen.

            In den fünf Jahren ihrer Herrschaft wurden etwa 300 Männer und Frauen, darunter auch protestantische Kirchenführer, als Häretiker
            verbrannt. Viele andere starben im Gefängnis. Ende der Zitate!

            WER setzt heute alles daran – mit allen Mitteln – nicht die päpstliche Autorität sondern die Autorität der Leitenden Körperschaft durch- und um zu setzen. Wieviele Handlanger von Ältesten die sich damit mitschuldig machen wurde von Dir lieber Walter mit einem kleinen Beispiel sehr gut ans Licht gebracht. Auch Ulli hat im Zusammenhang mit dem Papstbesuch einen Kommentar geäußert. Benedikt fordert von den Katholiken die Papst Treue und die Älteste, Kreisaufseher, Bezirksaufseher fordern bei den ZJ die Treue zur LK – sowie sie dies selbst am laufenden Band tun. Eine Treue und Hingabe die nur Gott und seinem Sohn zusteht.

            lg. Matthäus

        2. Anna says:

          Hallo Sonnenkind!
          Schön dass auch Du Deine Meinung hier schreibst. Herzlich willkommen. Lass uns doch bitte weiterhin an Deinen Erlebnissen teilhaben.
          Das alles ist nicht der Wille unseres liebevollen Gottes. Denke doch mal an Esau und Jakob. Esau ist ein biblisches Beispiel gegen ein Kontaktverbot. Er hat sein Erstgeburtsrecht verkauft, „nicht im Herrn“ geheiratet und dann die Begegnung zwischen Jakob und ihm, hier aus der Guten Nachricht 1. Mose 33 ab Vers 3:

          3 Jakob selbst ging an der Spitze des Zuges und warf sich siebenmal auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam.4 Esau aber lief ihm entgegen, umarmte und küsste ihn. Beide weinten vor Freude. 5 Als Esau die Frauen mit ihren Kindern sah, fragte er seinen Bruder: »Wen hast du da bei dir?«»Das sind die Kinder, die Gott mir geschenkt hat«, sagte Jakob. 6 Die Nebenfrauen mit ihren Kindern traten herzu und warfen sich vor Esau nieder, 7 ebenso Lea mit ihren Kindern, und zuletzt Rahel mit Josef.8 »Was wolltest du denn mit den Herden, die du mir entgegenschicktest?«, fragte Esau seinen Bruder.»Ich wollte dir, meinem Herrn, ein Geschenk machen, damit du mich freundlich aufnimmst«, erwiderte Jakob.9 »Lieber Bruder«, sagte Esau, »ich habe selbst genug. Behalte es nur!«10 »Nein, nein!«, sagte Jakob. »Wenn du mir wieder gut bist, musst du mein Geschenk annehmen. Wie man vor Gott tritt, um Gnade zu finden, so bin ich vor dich getreten, und du hast mich freundlich angesehen. 11 Darum nimm mein Geschenk an! Gott hat mir Glück gegeben, ich bin sehr reich geworden.«“

          So denkt Jehova.
          Ein Kontaktverbot ist in unserem Land davon abgesehen zeitlich begrenzt und darf NUR bei Gefahr angewendet werden. Hier ein Auszug aus Wikepedia:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Kontaktverbot_(Zivilrecht)

          Bitte Bruder/Schwester Sonnenschein: Lass weiterhin die Sonne in Dein Herz, Jehova sieht wie wir leiden müssen und ich bin zuversichtlich, dass sich etwas ändert. Wir müssen nur unser Herz und unseren Sinn freimachen.

          Liebe Grüße auch an alle und schönen Herbsttag wünscht Anna

          1. Sonnenkind says:

            Hallo Anna,
            vielen Dank für die freundliche Begrüßung.
            Ich sprech leider aus bitterer Erfahrung, war selbst ein paar Jahre ausgeschlossen. Meine Großfamilie ist ein Teil meiner Ortsversammlung und ich glaube, das war die schlimmste Zeit meines Lebens, da sich fast alle an die Vorgaben gehalten haben.
            Ich fand es damals schon total befremdend, daß Menschen, die einen ein Leben lang gekannt haben, nicht mehr grüßten. Ich habe in dieser Zeit einen Großteil meiner Freunde verloren. Nach 3 Jahren wurde ich wieder aufgenommen und ich dachte, alles wäre wie zuvor. Gut, bei meiner Familie war das auch so.
            Meine Freunde habe ich jedoch wirklich fast alle verloren.
            „Jehova vergibt, die Brüder nie“- ein Schluss zu dem ich irgendwann gekommen bin. Ich habe in der Versammlung nie wieder einen Fuss auf die Erde bekommen, es gibt nur eine Handvoll Menschen außerhalb meiner Familie, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind und die mir etwas bedeuten. In dieser Zeit habe ich meine wahren Freunde kennengelernt und die Freundschaften vertieften sich nur noch. Ich hoffe, daß ich ihnen irgendwann das wiedergeben kann, was sie mir gegeben haben. Ich kann nur nachvollziehen, daß manch einer depressiv in so einer Zeit wird. Wie kann das diese Organisation verantworten und im letzten Wachturmartikel behaupten, daß ein Ausgeschlossener sich die Situation selbst aussucht?
            Vielleicht kommt jemand einfach im Laufe der Jahre zu dem Schluss, daß er manche Lehren nicht unterstützen kann. Von einem Mitglied der „Christenheit“ wird in einem solchen Fall der Austritt verlangt. Wir sollen wir Gehirnamputierte weiter einer Organisation folgen, von dessen Rechtmäßigkeit man nicht mehr überzeugt ist?
            Das ist nicht logisch und kann einfach nicht sein.

          2. Matthäus says:

            Liebes Sonnenkind , ich darf das so sagen?
            Ich kann mit Dir fühlen, auch mich erschüttert es jedesmal aufs neue von solchen Vorkommnissen zu hören!!!
            Damit wird eines klar warum Johannes in seinem 1.Brief Kap. 2-4 von einerseits Kindern Gottes spricht aber auch klar macht das sich viele als Kinder des Teufels bezeichnen lassen müssen Ein Erkennungsmwrkmal ist und bleibt die Liebe – ein fehlen dieser notwendigen Eigenschaft führt dazu letztlich auch als Lügner dazu stehen. Darüber sollte jeder der ein echter Christ sein möchte ernsthaft nachdenken!!!
            Ohne dem hervorbringen dieser Liebe geht JEDER der Anerkennung Gottes und damit des ewigen Lebens verlustig. Durch die grausame Menschenverachtende Doktrin der ZJ wird klar wessen Interessen vertreten werden.
            Liebe Grüße
            Matthäus

        3. Ulrike P. says:

          Hallo Sonnenkind,
          wie schön das du da bist. 🙂

          Anna hat mit ihrem tollen Beispiel über Jakob und Esau aufgezeigt, dass die grausame Verfahrensweise die du ertragen musstest, biblisch nicht zu rechtfertigen ist.

          Zwischen dem was Jesus sagt und dem was die WTG sagt, liegen wahrhaftig Lichtjahre.

          Jesus spricht von Erlösung und Gnade, er schenkt uns seine Liebe. Alles was er und Jah dafür haben möchten, ist dass wir diese Liebe erwiedern und an andere weitergeben.

          Die WTG spricht dagegen von Werksgerechtigkeit und Furcht, sie schenkt uns falsche Wegweiser, die nicht nur uns, sondern auch alle die auf uns hören in die Irre führen.
          Und erwartet dafür von uns Gehorsam und Dankbarkeit.

          Aber mit Jesu einfachen Wahrheit, lassen sich eben keine Bücher füllen und monatliche Zeitschriften drucken…
          Es lässt sich damit kein Druck aufbauen der soviel Kohle reinbringt, dass man sich ein Milliarden-Imperium aufbauen kann.

          Die WTG hatte die Wahl…sie hat sich für das Falsche entschieden…

          LG Ulli

          1. Sonnenkind says:

            Hallo Ulli, hallo Matthäus,

            menschenverachtend ist das richtige Wort. Eigentlich müsste doch nach einer Aufnahme-egal aus welchem Grund derjenige ausgeschlossen wurde, ihn doch jeder herzlich willkommen heißen. (Gut für mich gibt es auch eine Ausnahme: Kindesmissbrauch-aber das ist eine andere Liga).
            Niemand kann das Leben eines solchen Missetäters beurteilen, niemand weíß warum er aus bestimmten Gründen gehandelt hat oder eben nicht gehandelt hat. Parteilichkeit ist hier völlig falsch, genau wie Sym- oder Antipathie. Wenn man sich die Liebe auf die Fahnen schreibt, müsste man einem solchen reuigen Sünder die Rückkehr doch umso leichter machen, ja eine Wiedereingliederung angenehm gestalten.
            Leider habe ich genau das Gegenteil erfahren, seit dem sehe ich viele Dinge einfach anders…..
            Schön, daß wir uns hier austauschen können.
            LG

          2. Eddi says:

            Liebe Uli,
            deine Worte sind so wahr und ich kann mich dem aus vollen Herzen anschließen und hoffe, dass für Sonnenkind ganz bald wieder die Sonne aufgeht.

            Ich war soooo traurig, als mein Austritt bekannt gegeben wurde, obwohl ich ja schon lang vorher aufs Übelste diskriminiert wurde. Und als ich hier auf BI gelandet bin war ich erstaunt, neugierig, aber auch sehr sehr mit Vorbehalten beladen. Und immer wieder kam die Frage auf, ob ich nicht doch die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen habe, indem ich die Organisation aufgegeben habe. Und ob ich jemals gut genug sein werde für Gott.

            Die zahlreichen lieben Kommentare sind sehr wohltuend. Und weißt du, was die beste Therapie für mich war? Das Abschreckungsbuch – in gewissen Kreisen auch Hüte-Buch genannt.

            Ja, hüten wir uns davor, diesem Kontrollzwang zum Opfer zu fallen.

            Ganz liebe Grüße
            Eddi

          3. Ulrike P. says:

            Hallo Eddi,
            ZITAT:
            „Und weißt du, was die beste Therapie für mich war? Das Abschreckungsbuch – in gewissen Kreisen auch Hüte-Buch genannt.“

            Was ich bisher häppchenweise über den Inhalt dieses Buches mitbekommen habe, schreckt mich auch ab.
            Diese Häppchen reichen mir voll und ganz, würde ich mehr davon zu mir nehmen, schlüge es mir übelst auf den Magen. Ich weiß das es mir den Frieden rauben würde, mich näher damit zu beschäftigen.
            Die Einladung Gottes unter seine Hand zu kommen anzunehmen, hat mir den versprochenen Frieden gebracht. Und sein Frieden ist mir kostbar…ihn wieder aufzugeben, um mich mit den Flausen korrupter Geschäftsmänner abzugeben die aus Hirten reißende Wölfe machen, fällt mir im Traume nicht ein.

            Denn ich merke an mir, dass sogar nur kleine Ausschnitte daraus Zorn in mir aufkommen lässt. Es ist zwar durchaus gerechter Zorn…aber da man schlecht Zorn und Frieden gleichzeitig empfinden kann und ich mich nicht von diesen Puppenspielern weiter manipulieren lassen möchte, entscheide ich mich einmal mehr für den Frieden Gottes.

            Hätten Gott und Jesus dazu aufgefordert sich diesen machtbesessenen Männern entgegenzustellen, würde ich das tun…aber die beiden sagen ja, dass unser Ringen NICHT gegen Fleisch und Blut geht. Jesus sagte NICHT, wir sollen uns in die hungrigen Mäulern der Wölfe werfen. Im Gegenteil, er nimmt uns an seine Brust und in seiner Liebe brauchen wir uns nicht mehr nach den Wölfen umzudrehen.

            LG Ulli

        4. Eddi says:

          Liebes Sonnenkind,
          schön, dass wir dich haben!

          Jesus sagt: Wer in meiner Liebe bleibt, bekommt ewiges Leben. Und er meint wirklich seine Liebe,nicht die Zugehörigkeit zu einer Organisation, in der man ständig Seelenstriptease hinzulegen hat, damit man nicht nicht gleich die Luft abgedrückt bekommt.

          Du hast trotz dieser schweren Zeit einige wenige Freunde! Keine Angst, es werden mehr, jetzt bist du hier! Du hast Glück, dass sich die Unechten freiwillig verzogen haben, das ist nicht immer so.

          Und ja, die Verhältnismäßigkeit von Rechten und Pflichten, damit hapert es. Denke doch nur mal an das Grundgesetz: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu veröffentlichen. Und in der WTG? Sag doch mal einer, er/sie sei mit einem Ausschluss nicht einverstanden, dann darf er gehen.
          Oder: Männer und Frauen sind gleichgestellt. Und bei der WTG? Verstehe mich bitte nicht falsch, ich finde es völlig in Ordnung, dass es unterschiedliche Aufgabenbereiche gibt und der Mann das Haupt einer Frau. Aber genau darin liegt doch das Problem mit der Anbiederung an den Staat durch die Körperschaftsrechte. Wem will denn die WTG jetzt gehorchen?

          Und bei diesem Wirrwarr kann natürlich auch keine geordnete geistige Führung für die Schafe bereit gestellt werden. Ich hab ja jetzt nur kleine Beispiele genannt, das geht ja sehr tief.

          Deshalb, liebes Sonnenkind, menschliche Organisationen, egal wie homolog sie sich geben, sind nichts, was das Gericht Christi überlebt. Denke bitte an 2. Petr. 3 (NWÜ), wo Petrus das Gericht schildert und dann in V. 11 fragt: Da a l l e diese Dinge so aufgelöst werden, was für Menschen solltet ihr da sein, in heiligen Handlungen des Wandels und Taten der Gottergebenheit? Petrus zeigt hier ganz klar, dass ALLES von Christus durch Gott aufgelöst wird und dann nur noch der einzelne Mensch, jeder für sich, vor Gott Rechenschaft ablegt.

          Aber Millionen von Predigtdienststunden ersetzen nicht die Liebe. Eigentlich müsste jeder Älteste einen hippokratischen Eid leisten. Aber wahrscheinlich würden sie das auch noch falsch verstehen. Sie versäumen es, Jehovas Schafe darauf hinzuweisen, dass es einmal keine Organisation mehr gibt, hinter deren Anordnung man sich verstecken kann, sie verbieten jeden eigenständigen Gedanken mit der Drohung, man eile Voraus (was bleibt auch anderes übrig?)und bleibe nicht in der Lehre Christi.
          Sie haben Augen, aber sie sehe nicht, sie haben Ohren, aber sie hören nicht.

          Die Organisation hat dir nichts zu vergeben und die Menschen, die es nicht tun – sie brauchen es auch nicht. Eines ist sicher: Solange du weißt, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, darfst du IHN, der die einzige Messlatte ist, als deinen Retter bezeichnen. Und er vergibt dir sooft du möchtest, ob du das einmal am Tag erbittest oder fünf mal – er lacht nicht, er verlangt weder Hirnakrobatik noch besondere Werke. Wenn du Jesus den kleinen Finger reichst nimmt er deine ganze Hand – um dich zu unserem Vater zu führen.

          Bedaure das arme Volk um dich herum. Lass deine Sonne wieder scheinen.

          Ganz liebe Grüße für dich
          Eddi

  32. Frank&Frei says:

    dieser Unterweiser erweist sich als ein unverschämter Mensch, der Götzendienst frönt. Wie kann man nur einem „Sklaven“ gehorsam sein, der nachweislich seine Vorhersagen, Doktrien und Gesetze an die Bruderschaft geändert hat? Als wenn Jehovah, dessen Wort sich nicht ändert, auf so einen feuchten Kehricht angewiesen ist.
    Solche Verhaltensweisen fordern den Zorn Jehovahs hervor. Mir wird immer deutlicher, mit was für einer Organisation wir verbunden sind. Wenn ich sehe, wie die, die die Führung innehaben, ihre Brüder behandeln und manchmal noch geschäftlich abzocken, wo sie doch Vorbild sein sollten, da geht einem die Galle über. Das Durchschnittsbild eines Ältesten ergibt sich aus seinem Verhalten und ich möchte nicht wissen, wie viele von ihnen bei ihrer Frau sich in gewissen Dingen ausquatschen, was normaler WEise reine Ältestensache wäre. Und dann das Doppelleben von „reifen“ Männern, die jungen Frauen, deren Großvater sie sein könnten, bei Facebook Komplimente machen, was sich nicht gehört.
    es jibt nix, watt et nich jibt – gerade bei den Zeugen

  33. Caleb says:

    Lieber Robin,

    Zitat: „gute Frage. Wie hättest du darauf geantwortet?“

    für mich war die Antwort darauf, dass ein Ältestenamt genau aus diesem Grund nicht anzustreben ist.

    Ganz schlau werde ich aus Dir nicht.

    Einmal argumentierst Du gegen ein RK in bestimmten Fällen bzw. in dem von Dir gebrachten Zitat durch die Blume gleich gegen alle RK, in anderen Kommentaren verteidigst Du die RK mit dem Hütet die Herde Buch.

    Fühlst Du in diesem Punkt eine innere Zerissenheit oder befürwortest Du ev. schon die Regelung der RK, verurteilst nur wie die RK in vielen Versammlungen ablaufen?

    1. Frank&Frei says:

      lieber Caleb, als Ältester ist man hin und her gerissen, zwischen Idealismus und Realität. Da möchte man das Beste aus der Situation herausholen, wird aber immer wieder von Mitältesten ausgebremst. Manche sind so „scharf“ darauf im RK mitzuwirken um ihre Mnderwertigkeitskomplexe zu tünchen. Sie haben nichts im Job zu sagen, zu Hause regiert Muttern und da gibt es nur noch ein ventil, wo sie Druck ablassen können.
      Ich werde zukünftig Kommitteearbeit ablehnen. Wir können allen nur vor den Kopf gucken und wir sind in Kommittess wiederholt vorgeführt worden mit Lug und Trug und Krokofanten TRänen.
      Ich tue mir das nicht mehr an, da den richter zu spielen, weil ich weiß, wie wenig perfekt selbst die Mitältesten sind, die in prsönlichen Dingen Fünfe gerade sein lassen um sich zu bereichern.
      Mein Idealismus, selbstlos zu wirken, sit gänzlich aauf den Kopf gestellt, weil es unter den Ältesten solche gibt, die sich ALLES herausnehmen können und sogar ganz entwschieen gegen Weisungen für Aläteste handeln. Aber weil sie unentbehrlich sind als Handwerker haben sie den Jaagdschein, freie Fahrt für alle Fälle und der KA weist die Ältesten an, den Ball flach zu halten. so schafft man Eigentore und von 100 % der Verkündiger sind nur 58 % im Saal. ist fast wie in de DDR – da bracuhte der wagen keinen Motor, weil es eh immmer nur abwärts ging

    2. Robin says:

      Lieber Caleb,

      da hab ich jetzt was angerichtet, dass du aufgrund meiner Antwort nicht ein Ältestenamt anstrebst, oder hab ich dich nur falsch verstanden? Aber ich habe auch nicht danach gestrebt, da wüsste ich mit meiner Freizeit was Besseres anzufangen.

      Mein Problem ist, dass ich mich überall engagiere und nicht nein sagen kann, wenn man mich braucht. Egal ob im Verein, im Beruf oder früher in der Kirche, ich habe immer mitgemacht, damit aber auch akzeptiert, dass es überall Regeln gibt. Das „Hüte“-Buch enthält auch Regeln und ich habe nicht daraus zitiert, um damit die RK zu verteidigen, sondern, weil ich der Meinung bin, dass jeder, der vor ein „Gericht“ zitiert wird, auch wissen sollte, was ihn dort erwartet und, was noch wichtiger ist, welche Rechte er hat.

      „Durch die Blume“ habe ich mich keinesfalls gegen alle RKs ausgesprochen, das Thema war doch „Schutz der Brüder und Schwestern vor peinlichen und intimen Fragen“!?

      Lieber Caleb, vielen Dank, dass du dir Sorgen um mich machst, aber ich fühle (noch) keine innere Zerrissenheit. Aus Schutz davor erwische ich mich immer öfter dabei NEIN zu sagen. Das ist nicht einfach, weil das Mitgefühl gegenüber meinen Mitbrüdern- und Schwestern in der Versammlung mich doch wieder dazu bewegt Verantwortung zu übernehmen.

      RKs anderer Versammlungen zu verurteilen steht mir nicht zu, aber hier im Bruderinfo zu lesen, wie viele Brüder ihrer Würde beraubt werden, tut schon weh, vor allem weil hierbei zu spüren ist, wie sich in vielen Versammlungen heute Jesu Worte über die Drangsal erfüllen:

      Matthäus 24:10-12
      10 Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen. 11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten.

      Am meisten tut`s, weh, weil einem die Hände gebunden sind. Deshalb finde ich Aufklärungsarbeit wie sie hier betrieben wird gut. Dazu wollte ich auch mit meinen Kommentaren beitragen.

      Liebe Grüße
      Robin

  34. Michael 2 says:

    Hallo Ulrike, lieber Walter

    deine Überlegungen zu meinem Verhalten sind in sich sicherlich richtig und logisch . Aber das ich durch meine Handlung, oder auch andere Älteste in ähnlicher Lage das System festige glaube ich nicht. Viele unserer Brüder sind schon in der Lage zuerkennen, das sich hier ein Bruder gegen die Anweisungen der Organisation verhält, und ich habe einige Dankesbriefe oder auch nur einen stummen Händedruck von dankbaren Brüdern erhalten.

    Es ist eben ein langer Weg, aber er wird zum Erfolg führen. Zum Schluss liebe Ulrike noch eine Richtigstellung von mir. Ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, das die Brüder, die die Versammlung verlassen haben als feige sind oder als solche die den einfachen Weg gewählt haben. Da habe ich mich wohl unglücklich Ausgedrückt. Ich weiß zu gut wie schwer es für viele ist diesen Schlussstrich zu ziehen. Dies Aussage galt für mich, es ist für mich leichter zu gehen als in der Versammlung gegen falsche Vorgehensweisen Stellung zu beziehen. Wie es weiter geht weiss ich im Moment auch nicht, aber die Zeit wird es zeigen.
    l.G.
    li.Michael2

    Lieber WALTER,
    im Moment bin ich noch nicht so weit, mich mit anderen Brüder zu treffen, sei mit nicht böse.
    Ich freue mich aber, das wir hier über Bruderinfo Gedankenaustausch pflegen können.

    l.G.
    Michael 2

    1. Paulini says:

      Hallo Michael 2!

      Ich habe weiter unten Link hineingestellt. Hier geht es diese sagenumwobene neue Schule für Älteste.

      Kannst du diesen Bericht bestätigen oder wird wirklich nur mehr die Organisation gehuldigt?

    2. Ulrike P. says:

      Hallo Michael,
      ZITAT:
      „Viele unserer Brüder sind schon in der Lage zuerkennen, das sich hier ein Bruder gegen die Anweisungen der Organisation verhält, und ich habe einige Dankesbriefe oder auch nur einen stummen Händedruck von dankbaren Brüdern erhalten.“

      Das gibt mir Hoffnung. Dadurch dass sie dir danken, statt dich beim KA oder einem Mitältesten zu verraten – wie es manche andere tun – zeigen sie ja, dass auch sie nicht blind der WTG folgen.
      Sollte eines Tages eine Anweisung von ihr kommen, die das Weggehen unumgänglich macht, dann könnt ihr euch dabei gegenseitig helfen. – Und habt hoffentlich sogar noch die Möglichkeit, auch noch vielen anderen die Augen zu öffnen.

      Doch eines ist klar…solange DU da bleibst, werden höchstwahrscheinlich auch die anderen dableiben. – Sie orientieren sich an dem was du tust und verlassen sich darauf, dass es ok ist dazubleiben, solange DU auch noch bleibst. – Du bist ihr Gratmesser.
      Du trägst also eine Wahnsinnsverantwortung. Hältst DU zu lange an der Organisation fest, werden die anderen wahrscheinlich auch zu lange an ihr festhalten…was wirklich tragisch wäre.

      So wünsche ich dir das du erkennst, wann am Verlassen der WTG kein vorbeikommen mehr ist, um nicht doch noch vor Gott und Christus als Untreu dazustehen.
      Denn sehenden Auges in die „Grube“ zu stürzen – weil man nicht rechtzeitig die Kurve gekriegt hat – ist auch nicht besser, als blind hineinzustürzen.
      Also…pass´ gut auf dich auf.

      ZITAT:
      „Es ist eben ein langer Weg, aber er wird zum Erfolg führen.“

      Je mehr du noch erreichen kannst, um so besser.

      Nur darf die letzte bittere aber nötige Konsequenz, nicht allzu spät gezogen werden. Damit die Brüder die bisher nichts bemerkten, noch die Möglichkeit zum Nachdenken haben und auch sie noch zeitig genug die Reißleine ziehen können.

      Denn eines habe ich festgestellt…nicht nur wer da bleibt, sondern auch jeder der die Versammlung aus Treue zum Christus verlässt, regt die Brüder dazu an seine Position zu überdenken.

      Es kommen halt nur alle zu unterschiedlichen Schlüssen…
      Die einen entscheiden sich irgendwann auch dafür, nicht mehr dem Falschen zu vertrauen.
      Die anderen bleiben aus reinem Trotz, nach dem Motto: Jetzt erst recht.
      Und wieder andere halten ihre Augen gaaaanz feste zu, weil nicht sein KANN, was nicht sein DARF.

      Wer sich vom Falschen wegwendet, dem bleibt der Sturz in die Tiefe erspart.

      Wer trotzig oder bequem lieber den blinden Führern hinterherstiefelt, dem wird auch dasselbe geschehen wie ihnen.

      Aber das ist ja dann ihre eigene Entscheidung…

      LG Ulli

      1. Anna says:

        Liebe Ulli sowie alle anderen,

        bezüglich dem was Du Michael 2 schreibst möchte ich meine Ansicht darüber kurz einbringen. Ich glaube nicht, dass solange Michael bleibt, auch die anderen bleiben. Würde Michael jetzt gehen, dann wären die Brüder darin bestärkt, dass der Satan in ihn gefahren ist und dass dieser alles tut um jemanden von Jehova wegzubringen.

        Das selbe Argement würde ja auch für mich gelten. Ich gehe in alle Zusammenkünfte, in den Predigtdienst, gebe Kommentare. Nur meine Kommentare sind niemals WT-konform. Und ich führe keine Interessierten zur Organisation. Ginge ich als „Abtrünnige“ weg, kein Mensch würde mir folgen. Nicht weil sie mich nicht gerne haben sondern aus Angst. Mein Argument ich ginge aus Treue zu Christus weg, die wenigsten würden es verstehen. Sicher gibt es einen Zeitpunkt wo es nicht mehr anders geht, noch sehe ich diesen für mich nicht. Wenn ich mir zum jetztigen Zeitpunkt darüber allzuviele Gedanken machte, ich würde verzweifeln. Jesus wußte schon was er sagte bei dem Rat sind nicht unnötige Sorgen um den nächsten Tag zu machen.

        Und sind schon sehr viele Brüder in den Versammlungen die wie Du formulierst sich selbst beruhigen mit der Überlegung:
        „es kann nicht sein was nicht sein darf“.

        Allen ist jahre- oder jahrzehntelang eingebläut worden sie sind etwas ganz besonderes. Wie kann man ihnen da sagen sie sind WT-hörig und dienen nicht Jehova sondern dem Baal? Viele Zeugen Jehovas haben doch eine gespaltene Persönlichkeit welche sie sich selber nicht eingestehen. Hier Treue zur Organisation, dort Freiräume suchen. Ansonsten kommt es zum burn-out.

        Tröstlich ist doch auch noch die Aussage in Römer 11:1 bis 6 von Paulus (Hfa):

        1 [a]Ich frage jetzt: Will Gott von seinem Volk nichts mehr wissen? Davon kann keine Rede sein! Auch ich bin ja ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams aus dem Stamm Benjamin. 2 [b]Wie könnte Gott sein Volk, das er sich einmal erwählt hat, einfach aufgeben? Oder habt ihr vergessen, was in der Heiligen Schrift berichtet wird? Elia beklagte sich bei Gott über Israel: 3 »Herr, alle deine Propheten haben sie ermordet, und deine Altäre haben sie niedergerissen. Nur ich bin übrig geblieben, ich allein, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.
        4 Und was antwortete Gott damals? »Mit dir lasse ich noch 7 000 Menschen in Israel am Leben, die nicht vor dem Götzen Baal auf die Knie gefallen sind. 5 So war es damals, und so ist es auch noch heute. In seiner Barmherzigkeit hat Gott einen Teil des Volkes Israel auserwählt und gerettet. 6 [f]Wenn das aber ein unverdientes Geschenk war, dann hatte es nichts mit eigenen Leistungen zu tun. Sonst wäre ja sein Geschenk nicht mehr unverdient.

        So haben zwar diese nicht WT-konformen Ältesten eine große Verantwortung, ich spüre diese auch und manchmal scheint sie micht schon zu erdrücken. Dann komme ich im Gebet zu Jehova, löse so mein Hingabeversprechen ein, dass ich mich von ihm benutzen lasse und verspüre seinen Segen, manchmal in Kleinigkeiten.

        Nur es ist keine einfacher Balanceakt. Auch für die Brüder von Bruderinfo. Sie müssen stets aufpassen sich nicht zu verplappern, heimlich miteinander kommunizieren, die Web-Seite pflegen, die Artikel verfassen, zusammenstellen, Kommentare freischalten und nach außen hin sich nichts anmerken lassen.

        Ich selber merke schon mehr und mehr wie schwierig das zuweilen ist. Zum Beispiel im Predigtdienst. Und wenn man von den Zusammenkünften mal abgesehen einen ganzen Tag in Gemeinschaft mit Brüdern in Sachen Freizeit usw. hat. Ja kein falsches Wort… Und einem Partner oder guten Freund: Nicht in jedem Fall kann man hier ganz offen sein.

        Elia dachte damals fälschlicherweise er ist der einzige der Jehova noch treu ist. Doch gab es 7.000 in heimlicher Opposition.

        Und auch in der Organisation gibt es wie man an Michael 2, Robin und anderen bemerken darf Brüder die im Hintergrund arbeiten müssen. Sagt man was man denkt wird man eben ausgeschlossen. Beispiele treuer Brüder die öffentlich gesagt haben was sie denken haben wir doch hier genug. Und diese sind jetzt ausgeschlossen und werden geächtet. Ist wegen des Ausschlusses dieser Brüder jemand zum Nachdenken gekommen. Ich finde eher nicht, wenn noch Freunde in der Organisation zu ihnen halten so sind es solche, die schon vorher nachgedacht haben. Und eben still waren.

        Auch die Initiatoren von @bruderinfo sind doch zum Teil Älteste oder waren es und sind in Versammlungen eingebunden. Diese Seite gäbe es ja gar nicht würden diese Brüder nich nach außen in den Versammlungen „brav“ sein und dann im Untergrund versuchen uns hier alle zu ermuntern.

        Glaube mir, oftmals möchte ich laut meinen Emotionen freien Lauf lassen. Es ist so unendlich viel Selbstbeherrschung notwendig nicht alles zu sagen was man denkt.
        Vorbild darf uns doch auch unser Herr Jesus sein in Johannes 16:12:
        „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.“
        Und wie dann der Vers 13 zeigt ist es wichtig auf den Geist der Wahrheit zu WARTEN. Ich verstehe jetzt diese Bibelpassage so wenn es darum geht eine wartende Haltung Jehova gegenüber einzunehmen.
        Wort können so vieles zerstören. Dazu noch ein Zitat aus China:

        „Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören.“
        Ich finde mein Leben und auch das Leben vieler anderer. Ich seh‘ schon eine Verantwortung, wird schon werden.

        Ich möchte alle geschundenen Schafe in meine Gebete einschließen und erst mal still weitermachen.
        Einen schönen Wochenanfang allen wünscht Anna

        1. Ulrike P. says:

          Hallo Anna,
          was ich bezüglich des Gehen´s oder Bleiben´s geschrieben habe, beruht auf den jahrelangen Erfahrungen in meinem Umfeld, die mehrere Versammlungen umfasst.

          Das nicht überall alles gleich läuft weiß ich, darum hatte ich ja geschrieben das jeder andere Schlüsse zieht.

          Manche Menschen werden zum selber Denken angeregt durch Brüder die sie sachte und vorsichtig auf gewissen Dinge hinweisen, so wie du es tust. – Andere sind dafür aber blind und taub.
          Und manche machen sich dann eigene Gedanken, wenn geschätzte Brüder nicht mehr die Versammlung besuchen und plötzlich als Abtrünnige angesehen werden sollen. Ihnen gehen erst dadurch die Augen auf.
          Wie schon gesagt…nicht alle…andere entscheiden sich dafür, stur weiterhin dem Sklaven zu dienen oder dazu, all die Unmenschlichkeit vor sich selbst zu leugnen.

          Was man bei wem erreicht bzw auslöst, weiß man natürlich im Vorhinein nicht. – Aber letztlich muss man sich nach seinem eigenem Gewissen ausrichten.

          Ich denke, es hat einen höheren Sinn, das einige gehen, während andere noch bleiben.
          Deshalb will ich da auch niemandem reinreden, so wie mir hier ja auch niemand reinredet.
          Ich möchte nur die verschiedensten Reaktionen die möglich sind, aufzeigen.

          Lass´es mich noch deutlicher sagen: Wer sich dazu gedrängt fühlt in die Versammlung zu gehen, obwohl er kaum noch ertragen kann was er dort hört, der soll es tun – denn er hat vielleicht die Chance etwas Gutes zu bewirken.

          Wer sich gedrängt fühlt offen Stellung gegen die WTG zu beziehen indem er die Konsequenz zieht und weggeht, der soll es tun – denn auch er wird damit vielleicht etwas Gutes bewirken.

          Am Ende ist es eh´ Gott der die Menschen zu Christus hinzieht.

          Wir dürfen nur bei all der Sorge um unsere Brüder nicht vergessen, auch auf uns selbst zu achten. Dass wir uns auch wirklich von ihm Führen lassen und nicht doch ungewollt und unbemerkt in eine ganz falsche Richtung abdriften.
          Das gilt für die „drinnen“ genauso, wie für die „draußen“.

          LG Ulli

        2. Matthäus says:

          Deine Worte und Erklärungen liebe Anna sind sehr mitfühlend, es spricht aus Dir eine Schwester mit einem großen Herzen!

          Zu diesen Worten: >Sagt man was man denkt wird man eben ausgeschlossen. Beispiele treuer Brüder die öffentlich gesagt haben was sie denken haben wir doch hier genug. Und diese sind jetzt ausgeschlossen und werden geächtet.< …möchte ich noch etwas anmerken:

          Du hast leider recht mit diesen Worten, wenn man es auch nicht generell so darstllen kann daß jede Handlung oder Entscheidung in diese oder jene Richtung richtig oder falsch ist. Jeder Fall für sich muß eigenständig beurteilt werden. In vielen Fällen geht es darum "Farbe zu bekennen" – will ich Menschengebote höher achten als Gottes Gebote? Sagte Jesus nicht in Matth. 15:9 daß derjenige der als Lehren Menschengebote vertritt, daß dessen Anbetung vergeblich wäre? Natürlich kann man schlau sein und muß nicht immer klare Stellung beziehen. Doch bevor ich mich diesem Vorwurf Jesu ausgeliefert sehe, MUSS ich Stellung beziehen.

          Das verrückte daran ist daß die Wahrheit FREI machen sollte, von Ängsten, von Druck, sie sollte Liebe und Geborgenheit als notwendige Eigenschaft hervorbringen. Wir können sicher von Jesus lernen der manchesmal einfach nur schwieg und ein anderesmal mit deutlichen Worten – siehe Matth. 23 – gegen die religiösen Führer (mit heutigen Ältesten vergleichbar) vorging.

          Es gibt Situationen da muß ich wenn ich für die wahre Anbetung Stellung beziehen möchte, auch persönliche Konsequenzen (Jesus sagte: …haben sie mich verfolgt werden sie auch euch verfolgen) mit in Betracht ziehen.

          Oder wie hat es Paulus einmal beschrieben: 2.Kor. 10:

          Auf jeden Fall werde ich entschieden gegen alle vorgehen, die mir allzu menschliche Absichten unterstellen. 3 Natürlich bin auch ich nur ein Mensch, aber ich kämpfe nicht mit menschlichen Mitteln. 4 Ich setze nicht die Waffen dieser Welt ein, sondern die Waffen Gottes. Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen,
          5 einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt. Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, weil wir ihm gehorchen wollen.

          Und hat nicht auch Paulus damals gegen falsche Brüder kämpfen müssen?

          In Gal. 2 steht:

          4 Die Frage der Beschneidung wäre überhaupt nicht zum Problem geworden, hätten sich da nicht einige so genannte Christen hinter meinem Rücken in die Gemeinde eingeschlichen. Sie hegten ein tiefes Misstrauen gegenüber der Freiheit, die uns Christus schenkt, und wollten uns wieder dem jüdischen Gesetz unterwerfen.
          (wollen uns heute nicht manche Älteste der LK unterwerfen) 5 Aber wir haben ihnen keinen Augenblick nachgegeben und ihnen in keinem einzigen Punkt zugestimmt. Denn für uns ist nur eins wichtig: dass euch die Wahrheit der rettenden Botschaft erhalten bleibt.

          Und sollte nicht die Haltung eines Paulus uns Mut machen wie er in Verbindung mit Petrus der in einer Sache falsch gehandelt hat, dies nicht einfach so übersah oder übergang?

          Vers 11 im gleichen Kap. an die Galater:

          Als aber Petrus später nach Antiochia kam, musste ich ihm VOR ALLEM widersprechen, denn er hatte sich eindeutig falsch verhalten.

          Aber wie schon gesagt, jeder Fall ist anders und jeder soll/muss die eigene Entscheidung treffen die er/sie vor Gott verantworten kann.

          Traurig ist nur eins und darüber sollte jeder Verantwortliche Bruder nachdenken und sich bewußt machen daß er von seinem HERRN zur Rechenschaft gezogen wird. Wieviele gibt es die es mit ihrem Gewissen nicht länger verantworten konnten, die solange drangsaliert wurden dass sie aus dem Leben schieden oder noch schlimmer den Glauben über Bord geworfen haben. Diese Worte hat Jesus mit Sicherheit mit gutem Grund geäußert: Luk. 17

          1 "Es wird immer wieder Versuchungen geben, die euch vom Glauben abbringen wollen", warnte Jesus seine Jünger. "Aber wehe dem, der daran schuld ist! 2 Denn wer in einem Menschen den Glauben, wie ihn ein Kind hat, zerstört, für den wäre es noch das Beste, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden.

          Das wollte ich auch als Betroffener hier mit einbringen!
          lg. Matthäus

          1. Matthäus says:

            Ein Beispiel aus der Realität soll obiges noch unterstreichen – eine Erfahrung die eine Schwester die über 60 Jahre (!!!) eine treue ZJ war, machen mußte:

            Gestern hatten wir Besuch. Ein Ex-Zeuge Jehovas aus einer oberbayerischen Stadt in der wir vor einigen Jahrzehnten auch tätig waren. Durch die Schwester einer Freundin aus unserer damaligen Versammlung kam er mit der Religion in Verbindung. Er verliebte sich, wurde 1959 in Augsburg getauft, heiratete und lebte mehr als 40 Jahre ein engagiertes Glaubensleben mit ihr zusammen.

            Der Höhepunkt war ihr gemeinsamer Einsatz in Paraguay. Sie wurden von Freunden gebeten beim Bau eines Flussschiffes zu helfen, das die Wachtturm-Gesellschaft entlang des Rio Paraná einsetzen wollte. Die Pioneer 2, war zu klein und zu marode geworden. Unser neuer Freund erzählte uns, dass seine Frau zustimmte ihn zu begleiten, obwohl sie Herzprobleme hatte und die Hitze in dem südamerikanischen Land ein Risiko werden könnte.

            Zunächst wurde auf dem riesigen Gelände des Bethels in Asunción eine Montagehalle gebaut in der die Arbeit geschützt von Sonne, Regen und Wind gemacht werden konnte.

            Wir betrachteten gestern hunderte Fotos von allen Bauabschnitten. Unser Besucher flog dafür jeweils für mehrere Monate nach Paraguay. Da er in Rente war, konnte er das einrichten. Den Flug bezahlte unser Gast aus eigenen Mitteln. Das Material für den Bau und Kost und Logis wurde von der Wachtturm Gesellschaft bezahlt. Die Ehefrau hat, während ihr Mann an dem Schiff die Schweißarbeiten erledigte und mit vielen genialen Einfällen zum Gelingen des Projektes beitrug, durch Näharbeiten zur Förderung des „Königreichswerkes“ beigetragen. Sie bekam eine Nähmaschine und konnte in ihrem klimatisierten Zimmer bleiben und die Gardinen für Königreichssäle und anderes nähen.

            In der Werkshalle arbeiteten eine Handvoll freiwilliger Mitarbeiter mit primitivsten Mitteln. Sie hatten Konstruktionspläne von einer Werft zur Verfügung. An diese hielten sie sich ungefähr. Weil zum Beispiel keine Biegevorrichtung zur Verfügung stand, haben sie die Stahlplatten für den Schiffsrumpf mit Hilfe von Seilwinden gebogen. Unser Gast löste das Problem des Stapellaufs indem er mit Hilfe eine maßstabgetreuen Modells im Swimmingpool des Bethels demonstrierte, dass das Schiff nicht über die vorgesehene Schiene zu Wasser gelassen werden konnte. Es wäre untergetaucht.

            Er konstruierte einen Transportwagen mit Flugzeugrädern und Eisenträgern und sie brachten die Pioneer 3 zum Hafen. Das Ereignis wurde auch im Fernsehen übertragen. Ein Kran hob den Bug soweit an, dass das Boot immer waagerecht stand und so konnte es sicher auf das Wasser gesetzt werden. Das Ereignis war ein Volksfest für die Bevölkerung und es kamen Nachrichten, dass die Bewohner entlang des Flusses bereits gespannt die Besucher erwarteten.

            Die Fotos von dem fertigen Flussschiff haben uns sehr beeindruckt. Es ist wirklich ein schmucker Kahn, mit Platz für 6 Personen. Es hat zwei Motoren mit je 200 PS Stärke und eine liebevoll und gediegen gestaltete Ausstattung. Sehr betroffen hat uns das Foto von der Platte gemacht, zu der unser Besucher sagte: „Als ich das geschweißt habe ist meine Frau gestorben“. Sie hatte einen Herzstillstand während sie an ihrer Nähmaschine saß. Ihr Mann fand sie nach Feierabend tot auf dem Fußboden ihres Zimmers.

            Es braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, wie nahe sich die Menschen während dieser gemeinsamen Zeit gekommen sind. Ein Ehepaar hat unseren Besucher sogar nach Deutschland begleitet und ihm beigestanden bis die Formalitäten und die Bestattung bewältigt waren.

            Trotz der hohen finanziellen Belastung, flogen sie wieder zurück um die Arbeit zu Ende zu bringen.

            Wir haben gestern einen sehr ungewöhnlichen, starken Mann kennen gelernt, der so unglaublich viel für diesen Wachtturm Konzern geleistet hat und er hat immer wieder betont, dass er es ausschließlich wegen seiner absoluten Überzeugung getan hat, dass es die Organisation ist, die von Gott gebraucht wurde und die als einzige die Wahrheit vertritt.

            Zufällig fielen ihm eines Tages Ungereimtheiten in den historischen Angaben zu Geschichtsdaten auf. Er recherchierte und fand heraus, dass die Wachtturm Gesellschaft in ihrer Literatur unrichtige Daten zu historischen Ereignissen veröffentlicht. Er begann zu zweifeln. Er äußerte diese Zweifel einmal Besuchern gegenüber. Es dauerte nicht lange, dann wurde er von Ältesten darüber befragt.

            Als er über diese Tatsachen und noch einigen Fragen, die ihm inzwischen in den Sinn gekommen sind offen sprach, wurde ihm nach kurzer Zeit erklärt, dass ihm als „Abtrünnigen“ die Gemeinschaft entzogen wurde.

            Während ich nun diese Zeilen schreibe laufen mir ständig Schauer über den ganzen Körper. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie man sich fühlt, wenn plötzlich aus „besten Freunden“ eiskalten Gegner werden. Von einer Stunde zur anderen. Er hat sich dann mal die Mühe gemacht und berechnet, was ihm ein Arbeitgeber für seine geleistete Arbeit an Lohn bezahlt hätte. Allein für seine Arbeit kam er auf einen Betrag von mehr als 100 000,– € Niemand berechnet den geldwerten Vorteil, den der Wachtturm-Konzern durch die Arbeit der gesamten freiwilligen Helfer an diesem Projekt erwirtschaftet hat.

            Unser Besucher bereut auch seinen Einsatz nicht, denn an die 5 Jahre seiner Mitarbeit für das Zweigbüro in Paraguay hat er auch schöne Erinnerungen. Vor allem an wunderbare gemeinsame Stunden mit Menschen, die zu außergewöhnlichen Leistungen bereit und fähig sind.

            Aber zu erkennen wie menschenverachtend dieser Wachtturm Konzern mit solchen Menschen handelt, sobald sie ihre „Göttlichkeit“ zu hinterfragen wagen, macht sehr traurig, wehmütig, wütend und noch eine ganze Reihe von anderen Emotionen, die auszusprechen mir der Anstand verbietet.

            Erzählt von Barbra K.

          2. Anna says:

            Lieber Matthäus,

            Paulus hatte bei dem was er richtigstellen konnte einen riesigen Vorteil: Er hatte keine Organisation im Rücken. Das gab es damals noch nicht. Ich denke das was mit Menschen geschieht die eine eigene Meinung nicht nur haben sondern auch sagen ist klassisches Mobbing.
            Zumindest hat Dein Status jetzt den Vorteil dass Du zu unserem Nutzen einiges aufdecken kannst. Sieh’s mal von der Warte dass Jehova Dich gebraucht.
            Und natürlich @Ulli kann man auch etwas bewirken wenn man eben geht und sich von allem distanziert. Und wie Du schon sagst manche denken so oder so nicht. Jedenfalls auch nochmal Dank an Dich Matthäus, Martin und Bruderinfo für die Zusammenstellung dafür, dass es kein Rechtskomitee braucht. Davon steht kein einziges Wort in der Bibel. Und auch nicht darüber, man solle seine Brüder „bespitzeln“ und tatsächliches oder auch nur vom Betrachter eingebildetes Fehlverhalten melden. Denn sonst käme es ja gar nicht zu manchen Komiteeangelegen, außer bei Selbstanzeige.

            Übrigens häufen sich in meiner Umgebung die Fälle von Ältesten mit burn-out weil manche einfach nicht mehr können. Und wenn man in der Freizeit mit Brüdern zusammen ist wird wenig über erbauliche geistige Dinge geredet. Und nur wenige sind noch in der Lage mit allen Sinnen z.B. die Schöpfung in sich aufzunehmen, das Rauschen der Bäume, das Glitzern eines Sees usw. Man geht oft achtlos daran vorbei. Dabei wäre dies zur Heilung von Körper und Seele sehr nützlich.
            Da haben wir hier wesentlich mehr Ermunterung.
            Liebe Grüße Anna

        3. Caleb says:

          Ja liebe Anna,

          ich habe es nie bis zum Ä geschafft, war aber lange Jahre DAG und nach eigener Einschätzung nicht unbedingt WT-Konform.

          Aufgrund gewisser Veränderungen in der Versammlung war es mir aber ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr möglich, mit gutem Gewissen mein Dienstamt ausführen. Es hätte mich innerlich zerrissen. Jetzt erst merke ich, wieviel Zeit und Nerven das gekostet hat.

          Zur Zeit hab ich das Dilemma, dass mir der Umgang mit den Brüdern zwar Freude bereitet, ich die Zusammenkünfte aber einfach nicht mehr aushalte. Sind die Zusammenkünfte „schlechter“ geworden oder hat das mit der neu gewonnen Sichtweise und einer gewissen Distanz zu „geistigen Speise“ zu tun? Nach den meisten Zusammenkünfte denke ich mir, das es 2 Stunden vergeudete Lebenszeit waren.

          1. Manfred says:

            Lieber Brd. Caleb,
            Dein Zitat: Zur Zeit hab ich das Dilemma, dass mir der Umgang mit den Brüdern zwar Freude bereitet, ich die Zusammenkünfte aber einfach nicht mehr aushalte. Sind die Zusammenkünfte “schlechter” geworden oder hat das mit der neu gewonnen Sichtweise und einer gewissen Distanz zu “geistigen Speise” zu tun? Nach den meisten Zusammenkünfte denke ich mir, das es 2 Stunden vergeudete Lebenszeit waren. Zitat Ende.

            Die Zusammenkünfte sind nicht schlechter als sie vorher waren, doch durch Bruderinfo siehst Du es mit anderen Augen. Mir geht es genauso wie Dir. Zur Zeit gehe ich zwar nicht selbst hin, höre mir aber ab und zu Aufnahmen aus der Zusammenkunft an. Oft schalte ich dann schon vorher ab und frage mich, warum höre ich mir das überhaupt noch an. Jetzt wo ich weiß, dass dort nicht die „reine Wahrheit“ sondern nur die „Organisationswahrheit“ gepredigt wird. Manchmal denke ich, ich sollte nochmal ab und zu hingehen und dann frage ich mich gleichzeite: Warum eigentlich? Erfahre ich dort etwas neues über Jesus oder Jehova? Nein, in der Regel sind es doch die gleichen Themen, die da wären Predigdienst, Predigdienst, Predigdienst und ach fast hätte ich es vergessen Predigdientst. Es geht doch nur darum soviele Stunden wie möglich zu machen um damit angeblich Jehova zu zeigen, dass wir es verdienen gerettet zu werden. Dabei macht er das sowieso, wenn wir an seinen Sohn Jesus glauben und nicht den falschen Hirten hinterher laufen.
            Wenn man heute also noch einen Nutzen darin sehen kann, die Zusammenkünfte zu besuchen, dann nur darin dass man Umgang mit Brüdern pflegen kann, die evt. auch schon anders denken und vielleicht eine kleine Starthilfe zum eigenverantwortlichen Denken brauchen.
            Vom geistigen Aspekt gibt es keinen Grund mehr hinzugehen, denn dort wird nicht das Evangelium von Jesus Christus gepredigt, sondern nur Lehren der Organisation.
            Von daher kann ich die voll verstehen, dass Du Dir solche Gedanken machst.
            Liebe Grüße Manfred

          2. Alois says:

            Lieber Caleb

            Mir geht es wie Dir, ich glaube es liegt an der veränderten Sichtweise.
            Als wir uns alle nicht kannten, da waren wir alleine. Das Besuchen der Versammlung war immer noch besser als gar kein Bruder u sehen.
            Jetzt sind wir plötzlich nicht mehr alleine, somit brauchen wir diesen Strohhalm Versammlung nicht mehr.

            Uns geht es wie es Elia gegangen ist.

            Liebe Grüße
            Alois

          3. Berndt says:

            Hallo Manfred,
            möchte dir voll zustimmen. Mir geht es genau so, und ich weiss, vielen Brüdern aus unserer Versammlung auch. Nur die Gemeinschaft mit den Brüdern bewegt eigentlich die meisten noch in die Versammlung zu gehen. Bestimmt nicht wegen des Programms, dieser immer wieder durchgerührte Einheitsbrei ist fast nicht mehr zu ertragen. Und wenn ich daran denke, mit welcher traurigen Begeisterung unser Bruder Lösch seinen Vortrag servierte, so habe ich das Gefühl das die l.K. ihre eigene Speise selbst nicht mehr mag.

            PS. Habe meine Antwort auf deinen Kommentar unter Caleb gesetzt, bei dir fand ich keinen Antwort-Button

            l.G.
            Berndt

          4. Anna says:

            Einen schönen Guten Tag!
            Jetzt freue ich mich wirklich über die vielen positiven Reaktionen und die offenen Äußerungen hier in Sachen Rechtskomitee und Empfindungen bei den Zusammenkünften und bei den Tauffragen.

            Bezüglich des Besuches der Zusammenkünfte oder der Ermunterung die wir erhalten geht es mir nicht erst seit ich Bruderinfo kenne so, dass ich mich nicht ermuntert fühle.
            Eher seit ich jetzt allein lebe bzw. schon in der Zeit als ich ca. 1 Jahr nur per Telefon die Zusammenkünfte angehört habe.
            So in meiner Wohnung habe ich dann erst gemerkt wie oberflächlich die Belehrung eigentlich ist. Und dass ich mich danach keineswegs besser gefühlt habe als vorher, eher im Gegenteil. Und damals ist mir aufgefallen wie wenig Jehova und Jesus erwähnt werden. Und die viel beschworene Einheit nicht mehr vorhanden ist.

            Und nun bin ich ja nicht die einzige die das früher nicht bemerkt hat. Auch in meinem Fall liegt es an meiner veränderten Einstellung. Obwohl, das Programm hat sich in den letzten Jahren finde ich schon ein wenig geändert. Es gab es z.B. öfter Tischgespräche, mehr Freiräume bei der Gestaltung vor allem in der Dienstzusammenkunft. Wobei natürlich Predigen, Predigen, Predigen… nach wie vor im Vordergrund steht. Bei uns werden die Demonstrationen kaum ausgeführt, es findet sich keiner der Lust darauf hat. Und wenn, dann sind diese so unrealistisch wie es im wirklichen Predigtdienst niemals der Fall ist.
            Man braucht sich ja nur mal die kleine Mühe machen in der WT-Library die Königreichsdienste der letzten Jahre durchzusehen.
            Wenn ich mich mit älteren Brüdern über die 50er und 60er Jahre unterhalte haben diese manchmal Tränen in den Augen. Es sei so schön gewesen, man ist mit dem Rad auf Predigttour gegangen, hat zusammen Brotzeit gemacht. Sich nach der Versammlung noch zusammengesetzt. Oder die Treffpunkte für den Predigtdienst und der sogenannte Bibelstudienangebots-Samstag: Keine wirkliche Ermunterung, selten ein fröhliches unbeschwertes Lachen. Das ist es auch was jetzt fehlt. Jeder ist froh wenn es vorbei ist. Bei etwas wirklich schönem hofft man doch normalerweise, dass die Zeit sozusagen stehenbleibt. Wenn dem nicht so ist läuft etwas falsch. So gibt es nur noch Leistungsdruck wie eben überall. Wobei in der Arbeit haben die Mitarbeiter ja eine gewisse Gestaltungsfreiheit und Mitbestimmung.
            Ich versuche wenigstens mein Bestes zu tun auf meine Brüder vor und nach den Zusammenkünften zuzugehen. Und geh‘ mit vielen in den Dienst um sie ein wenig aufzumuntern. Das geht mit Kleinigkeiten. Man glaubt gar nicht wie sich ein geschundenes Schaf über ein paar Streicheleinheiten freut. Für mich fast schon beängstigens wie wenig Zuneigung es bräuchte. Und warum machen das so wenige? Es wäre doch so einfach. Kostet doch nichts. Es scheint so als hätten manche Brüder durch diese ständige Hörigkeit das Forschen in sich selber nie gelernt, da hineingeboren oder verlernt. Weil wir ja immer gewarnt werden mit die Dinge mit dem Herzen zu sehen. Das blockiert dann unsere Emotionen. Ein schönes Zitat von Ricarda Huch:
            „Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.“

            In diesem Licht betrachtet hat der vielzitierte Text in Hebräer 10:23ff eine völlig andere Bedeutung (neue Genfer).
            Wobei man unbedingt auch die Verse danach lesen muss über die Mißachtung des Loskaufsopfers.

            „23 Ferner wollen wir unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen; denn Gott ist treu und hält, was er zugesagt hat. 24 Und weil wir auch füreinander verantwortlich sind, wollen wir uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun (Anmerkung von mir: nicht nur zum Dauerpredigen und Denunzieren oder Ausgeschlossene zu hassen auffordern). 25 Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Zusammenkünften nicht fernbleiben, wie einige sich das angewöhnt haben, sondern dass wir einander ermutigen, und das umso mehr, als – wie ihr selbst feststellen könnt – der Tag näherrückt, ´an dem der Herr wiederkommt`.
            Die Missachtung von Jesu Opfer und ihre Konsequenzen

            26 Wenn wir nämlich, nachdem Gott uns die Wahrheit hat erkennen lassen, vorsätzlich und fortgesetzt sündigen, verwerfen wir damit das Opfer Jesu – das einzige Opfer, das Sünden wegnehmen kann. 27 Alles, was uns dann noch bleibt, ist die schreckliche Erwartung des Gerichts, die Aussicht auf jenes verzehrende Feuer, dem Gott alle übergeben wird, die sich gegen ihn stellen. 28 Es gab ja schon für den keine Nachsicht, der sich über das Gesetz des Mose hinwegsetzte: Auf die Aussagen von zwei oder drei Zeugen hin musste er sterben. 29 Wenn nun aber jemand die Ehre des Sohnes Gottes mit Füßen tritt, wenn er das Blut des Bundes entweiht, durch das er geheiligt worden ist, und damit den Heiligen Geist verhöhnt, durch den er Gottes Gnade erkannt hat – meint ihr nicht auch, dass so jemand eine noch viel härtere Strafe verdient?“

            Ich finde das sind sehr ernste Worte. Deswegen dürfen wir nie oder nie mehr die Ehre von Jesus mit Füßen treten. Obwohl wir leider in den Zusammenkünften dazu indirekt ermuntert werden wenn Menschengebote einer Organisation höher bewertet werden als die unseres Christus. Für viele ist es nur eine Floskel die Gebete „im Namen Jesu“ abzuschließen. Als ob es darauf ankäme wenn wir mit unserem Schöpfer sprechen. An Euch Älteste würde ich gerne die Frage stellen ob seitens der Organisation eine „Empfehlung“ herausgegeben wurde ständig in öffentlichen Gebeten für die Organisation zu beten? Oder ist mir auch das früher nicht aufgefallen? Meinem verstorbenen Mann muss ich posthum zugute halten dass auch seine öffentlichen Gebete immer sehr persönlich waren und er nie solche Äußerungen von sich gegeben hat. Und Brüder sich oft danach bedankt haben.

            Vielen Dank für die vielen schönen ermunternden Kommentare und schönen Tag wünscht Anna

  35. Barbara says:

    Ich habe auf youtube einen Film gefunden der sich mit der Problematik Rechtskomitee, Gemeinschaftsentzug, Loyalität gegenüber der Org auseinandersetzt und die Folgen für alle Beteiligten am Beispiel einer Familie aufzeigt.
    Der Film heißt To Verdener (Worlds Apart) ist in dänisch mit englischen Untertiteln.
    Liebe Grüße,
    Barbara

    1. Barbara says:

      Hallo Paulini!
      Danke für den Link!
      Die „Zeugen-Hackordnung“ macht schnell klar das es nur um Gehorsam und Loyalität der Org gegenüber geht.
      Jehova
      Jesus
      tuvS
      juristische Personen(Gesellschaften)
      Zweig
      Bezirk
      Kreis
      Älteste
      Verkündiger
      Aber folgende Äußerungen des Unterweisers machen mich echt sprachlos: BROTHERS , IF THE SLAVE ASKS YOU TO DO SOMETHING THAT SEEMS WRONG IN JEHOVAHS EYES AND YOU OBEY, HOW DOES THAT LEAVE YOU WITH JEHOVAH?
      THATS RIGHT, YOUR GOOD WITH JEHOVAH. THE SLAVE WILL ACCOUNT TO JEHOVAH FOR THEIR DECISIONS.
      YOU SEE, JEHOVAH CAN BLESS ANY DECISION MADE BY THE SLAVE, EVEN IT IS A BAD ONE, BUT HE WILL NEVER BLESS YOUR DISOBEDIENCE TO HIS ORGANISATION !!!!!!!??????!!!!!!
      Liebe Grüße,
      Barbara

      1. Ulrike P. says:

        Hallo Barbara,
        schade das es diese Seite nicht in deutscher Ausführung gibt, denn „my english is not so gut.“ 😉

        Was ich, mit Hilfe des Wörterbuches, aus deinem Auszug herauslese ist:
        „Brüder, wenn der Sklave dich um etwas bittet, das in Gottes Augen falsch ist und du dich dem fügst, wie könnte dich das von Jehova trennen? Es stimmt, zwischen dir und Jehova ist alles gut. Der Sklave wird für seine Entscheidung selbst Rechenschaft ablegen.
        Du siehst, Jehova kann jede Entscheidung des Sklaven segnen – auch dann wenn es die Falsche ist. – Aber Ungehrsam gegen den Sklaven er wird niemals segnen.“

        Ist das so einigermaßen richtig übersetzt? – Wenn ja, wäre das kaum noch zu toppen. Es grenzt, für mein Empfinden, schon an Gotteslästerung…weil sie ihm etwas in den Mund legen, das er nie gesagt hat…aber das wäre ja nicht das erste mal.

        LG Ulli

        1. Barbara says:

          Liebe Ulli!
          Du hast es genau getroffen ( übrigens mein Englisch ist auch nicht besonders, ging auch bei mir nicht ohne Wörterbuch).
          Liebe Grüße,
          Barbara

        2. Alois says:

          Liebe Ulli
          Liebe Barbara und alle Anderen

          Jesus hatte dazu eine ganz andere Meinung:

          Matth. 15
          14. Laßt sie; sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.

          Ich glaube das ist eine eindeutige Aussage.

          Im Vers davor sagte Jesus:

          13. Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet werden.

          Wen er Heute wohl damit gemeint hat?

          Damals meinte Jesus noch einen Vers zuvor:
          12. Dann traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm: Weißt du, daß die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort hörten?

          Liebe Grüße
          Alois

      2. Caleb says:

        Wenn schon eine „Rangordnung“ notwendig ist, sollte die wie folgt ausschauen:
        Jehova
        Jesus
        Versammlung
        verlorene Schafe / Witwen / Waise
        Verkündiger
        Älteste (als Diener)
        Kreisaufseher, Orga, LK, etc. den lt. Jesus sollte der Höchste unter ihnen ihr Diener sein, aber diesen Text bezieht man ja lieber auf andere als auf sich selbst.

        Wg. der Aussage, so sie stimmt, daß Älteste und in weiterer Folge alle ZJ zuerst dem Sklaven gehorchen sollten und der Sklave für ev. Fehler vor Jehova geradesteht, möchte ich auf die Kriegsverbrecherprozesse in Nürnberg hinweisen, wo einige der Beschuldigten auch gerne die Verantwortung der nächst höheren Ebene mit den Hinweis auf Gehorsam zuschieben wollten.

        Wir müssen in erster Linie auf unser Gewissen horchen und mit Hinweis auf den heutigen Kommentar von Anna, Gott mehr als den Menschen(truvS).

      3. Dennis says:

        Liebe Brd. u. Schwestern,

        bei aller Empörung, bitte seit vorsichtig mit solchen Postings von anderen Websites, die Quelle kann niemand überprüfen. Das kann jeder reingeschrieben haben.

        Außerdem sagt der Verfasser am Anfang:

        „These are a nearly verbatim recollection of his statements“

        Übersetzung:

        „Nachfolgend eine FAST wörtliche Erinnerung seiner Aussagen“

        LG
        Dennis

        1. Caleb says:

          Lieber Dennis,

          ich bin ganz bei Dir, nur auf dem Untergrund (anonymisiert im Internet) auf dem wir uns bewegen, müssen wir bei allem, was (auch hier) geschrieben wird, größte Vorsicht walten lassen und nicht gleich alles für bare Münze nehmen.

          Außerdem trägt die Organisation mit ihrer Heimlichtuerei dazu bei, daß solche Postings auftauchen können und darüber spekuliert wird.

          Was sagst Du eigentlich zum 2. Teil im WT 607.

          Caleb

          1. Dennis says:

            Lieber Caleb,

            schön dass du das auch so siehst 😉

            Was das Thema WT-Artikel 587 / 607 betrifft, kann ich dir gerne detailierte Informationen zukommen lassen, die zeigen auf welche Art und Weise die WTG ihre Leser hinters Licht führt.

            Auch andere können mir gerne schreiben, sie bekommen dann auch diese „Analyse“ der WT-Argumentationen, die anhand der Bibel und der Fakten erstellt ist.

            Um es in der bekannten WT-Manier zu sagen: „Was sagt diese Artikel-Reihe WIRKLICH über die WTG aus?“:

            mentalist1981@web.de

            LG
            Dennis

    2. Dieter says:

      Hallo, den Link habe ich mir angeschaut. Leider bin ich nicht so fit in Englisch,dass ich alles verstehe. Wäre eine Übersetzung möglich?

  36. Ulrike P. says:

    Hallo alle miteinander,
    nachdem ich mir nun sämtliche Beiträge unter diesem Thema angesehen habe, drängen sich mir einige Zeilen eines Liedes auf, von dem sich ruhig alle angesprochen fühlen dürfen, die in aller ihnen zur Verfügung stehenden Hartherzigkeit, die WTG-Doktrin umsetzen:

    Wie gesagt, nur ein Auszug:

    „…Was sich menschlich nennt,
    ist dir fremd…

    Du lügst dir in die Tasche mit ´nem guten Grund
    und machst dir völlig logisch, alle Ecken rund.
    Wer hat Probleme? – Du bist gesund;
    Wenn überhaupt – dann bist du innen wund.

    Unantastbar…im Dunkeln allein,
    ist deine Hand noch warm?
    Denn wenn sie keiner mehr halten will,
    dann schlägt auch keiner mehr Alarm.
    Wie sendest du dann Lebenszeichen?“

    Letzteres ist eine Frage, die ich sich jeder von ihnen mal stellen sollte.
    Denn wer sich von der eigenen Menschlichkeit so weit entfernt, wie es von der WTG vorgeschrieben ist, dessen Hand und Herz wird irgendwann einmal an der eigenen Kälte sterben. – Selbst wer in dieser Welt trotz all seiner Schlchtigkeit noch in Frieden einschlafen darf, wird an dem – schon anberaumten Gerichtstag, welcher sich an seiner eigenen Unbarmherzigkeit orientieren wird – nicht vorbei kommen: Keine Gnade dem, der selbst ohne Gnade war.

    Außerdem komme ich zu einem Schluss, nämlich zu dem, dass die WTG sich durch ihren Umgang mit den sogenannten Abtrünnigen, als Wurmfortsatz der katholischen Kirche erweist.

    Die katholische Kirche hat – ohne auch nur mit der Wimper zu zucken – alle diejenigen, die das Wort Gottes für wichtiger erachteten als das Kirchen-Wort, mit der Bibel um den Hals auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

    Die Organsiation tut dasselbe – auch ohne mit der Wimper zu zucken – mit allen, denen die Bibel wichtiger ist als das Wachtturm-Wort.
    Sie werfen sie nicht mehr auf den Scheiterhaufen…das stimmt wohl…aber WARUM tun sie das nicht? – Doch nur deshalb, weil der Staat es verbietet! – NUR darum sind die Sanktionen gegen Abtrünnige auf grausamestes Mobbing begrenzt. – Denn diese Waffe kann man so wunderbar subtil einsetzen, dass dem Staat garnichts weiter auffällt.

    Wo ist nun der Unterschied? – Es gibt keinen!
    Denn dadurch, dass sie schon so viele Menschen in den Selbstmord getrieben haben, sind IHRE Hände genauso buchstäblich mit Blut besudelt, wie die der katholischen Kirche.

    Auf die Zahl kommt es dabei nicht an…Blutschuld ist Blutschuld und JEDES Leben ist Gott wichtig.

    Wir können froh sein, das ER es ist, der einmal durch seinen Sohn das letzte Wort über alle Menschen hat.
    Egal ob sich einer selbst das Leben nimmt, weil er die Ausgrenzung nicht mehr erträgt…oder ob er zum Atheisten wird, weil er über die Bibel nur belogen und betrogen wurde und darum jegliches Vertrauen in sie zerstört wurde…dann werden sie DIE Gerechtigkeit erfahren, die ihnen im Hier und Jetzt von Menschen verwehrt bleibt.

    Sich mit all dieser Schlechtigkeit zu beschäftigen, bingt einen förmlich zu Raserei…was nicht gut für´s Herz und Gemüt ist…darum möchte ich alle ermutigen, in die Zukunft zu schauen…denn SIE bringt Gerechtigkeit und der Gedanke daran, kann einem schon heute Frieden bringen.

    LG Ulli

  37. Caleb says:

    Entschuldige, aber wäre es dann nicht besonders in diesen speziellen Fällen die Aufgabe, Brüder und vor allem Schwestern vor peinlichen, intimen Verhören zu schützen????

    1. Robin says:

      Lieber Caleb,

      gute Frage. Wie hättest du darauf geantwortet?

      Ich bin immer bereit Brüder und Schwestern zu schützen. Das kann ich zum Beispiel tun, indem ich Betroffene darauf aufmerksam mache, was sie bei solchen Verfahren erwartet. In Gesprächen mit Brüdern spreche ich oft solche Themen an und weise daraufhin, dass ich (als Haupt der Familie) meinen Kindern und auch meiner Frau nicht erlauben würde, sich vor drei Männern „auszuziehen“!

      Wie ich schon erwähnt habe, mache ich bei solchen Verfahren nicht mit und Brüder, die früher mal Älteste waren, haben mir bestätigt, dass sie ihr Dienstamt abgegeben haben, weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, an derartigen Komitees teilzunehmen.

      Frei nach Carl Sandburg: „Stell dir vor es ist Rechtskomitee und keiner geht hin!“ 😉

      Liebe Grüße
      Robin

      1. Matthäus says:

        Deine Antwort lieber Robin an Christof und meine Meinung will ich hier einstellen weil es dort keinen Button gibt. Es ist sicher lobenswert wenn DU diese ansich guten und richtigen (nicht immer) Empfehlungen im Hüttebuch, wie von Dir zitiert, auch umsetzt. Doch die breite Realität spricht eine andere Sprache. Ich habe in den letzten Jahren soviele Brüder und Schwestern kennengelernt die „geschlagen“ wurden, denen man seelischen Schmerz zugefügt hat, wofür es kein Verständnis und keine Entschuldigung gibt.

        Ganz abgesehen vom Sytem eines Rechtskomitees welches erstens mit dem der Bibel in keinster Weise im Einklang ist, stellt man oft die grausame Tatsache fest daß die Vorgehensweise von Anklage – Beweise – Zeugen und Gericht dem eines diktatorischem Land alle Ehre macht. Auch dort werden viele Menschen ohne jede Hilfe (im Verborgenen – wie ein Rechtskomitee – ohne schriftliche Mittel) angeklagt, verurteilt und oft grausam bestraft – nur weil sie es wagten gegen einen Vorgesetzten aufzumucken oder nur anderer Meinung zu sein. Ich kenne Fälle da waren die Ältesten (habe schon berichtet) Ankläger, Zeugen und Richter in einer Person – was soll hierbei ein Berufungskomitee oder das Bethel – alles nur mehr eine Farce wenn die Zeugen die im Verfahren als Begründung für den Gemeinschaftsentzug genannt werden diese „Bezeugung“ bei Nachfrage gar nicht bestätigen.

        Ich kann Dir eine Reihe von Brüdern ihre Briefwechsel zur Verfügung stellen bei denen es im Wesentlichen um die gleich Praktik geht. Ein Bruder/Schwester will z.B. die vielen falschen Zeitberechnungen und Zeitangaben nicht mehr mitverantworten aber dafür eintreten was Jesu lehrte: „Es ist nicht eure Sache über Zeit und Zeitabschnitte Kenntnis zu haben!“! – und deswegen eiskalt ausgeschlossen wird. Und hierbei schreckt man auch vor „falschen“ Zeugen oder „konstruierten Anklagen“ nicht zurück.

        Siehe Jes. 59:14,15 !

        Als kleines Beispiel Carl Olaf Jonsson der ehemals schwedische Sonderpionier der Hieb und Stichfest Belege nach Brooklyn schickte, daß Jerusalem nicht 607 somdern 587 zerstört wurde.
        Wie ein Diktator der unbequeme Zeitgenossen verschwinden läßt, schließt die Organisation Menschen und auch ihn aus, um sie Mundtod zu machen. Sein Buch „Die Zeiten der Nationen“ stehen jedem zum prüfen zur Verfügung. Wie auch die sehr korrekte Aufarbeitung von Raymond Franz dem ehemaligen Glied der LK. Sein tiefe Liebe zu Jehova seinem Herrn Jesus und auch zur Bibel die in 2 Büchern auf über 1000 Seiten eine unzweifelhaft Bestätigung finden, sprechen eine klare Sprache. Jeder der diese Bücher ließt sieht sich mit einem Gemeinschaftsentzug konfrontiert.

        Die „gleiche“ Praktik wie im finsteren Mittelalter – Menschen die eine Bibel oder Kirchenkritisches lesen oder nur besitzen werden am Scheiterhaufen verbrannt. Auch dort wenns nötig war mit Scheinzeugen.

        Wieviel treue und ergebene Diener selbst in leitender Position in Brooklyn – die ihr ganzes Leben für die Organisation geopfert haben (siehe die Bücher von Franz), wurden auch wenn sie 60 oder mehr Jahre alt waren – vor die Tür gesetzt, nur weil sie Themen mit anderen diskutiert haben.

        Viele habe sich dann auch das Leben genommen weil sie mit der Situation nicht mehr fertig wurden. Ich kenne seit meinen Kindertagen das ist nun 50 Jahre her – eine ehemaligen Sonderpionier (aus den 60er Jahre) und ab 70 Jahre Kreis- und BZ Aufseher, der bereits in den 70er Jahren Ungereimtheiten und Falschheiten erkannte – er ist dann mit über 50 Jahren ausgeschieden und mußte sich mit verschiedenen Jobs über Wasser halten – wäre heute mit 70 ein Fall (sah sich bereits so) unter der Brücke zu wohnen.

        Diese Unmenschlichkeit und Menschenverachtung von Personen die sich als die einzig wahren Jünger Jesu sehen – die sich von Liebe, Vergebung und Barmherzigkeit auszeichnen sollen – DAS KLAGE ICH AN – weil es nicht so ist !!! Nur die meisten Fälle – gäbe es nicht das Internet – sind verschwiegen und verborgen und nur deshalb wird von seiten der Organisation gegen das Internet gewettert. Ich räume ein daß manches vielleicht nicht völlig korrekt wiedergegeben wird – doch die Fülle von Fällen und eigene Erfahrungen bestätigen die grundsätzlich Vorgehensweise.

        Doch auch hier trifft zu was die Bibel sagt: Was sie säen werden sie ernten – die Ernte wird heute und jetzt eingefahren – in den nächsten Jahren wird es sich weisen ob die LK zur Gänze das Vertrauen und den Satus verliert – oder ob sie die nötige Demut aufbringen und dem Herrn Jesu folgen der sagte: „Wer unter euch groß sein will – DER SOLL EUER DIENER SEIN“ !!!

        1. Matthäus says:

          Zu meinen obigen Argumenten ist mir das noch eingefallen:

          Was wenn sich Bibel und Wachtturm-Lehre widersprechen?
          w97 1. 10. S. 22 Dankbar für ein langes Leben im
          Dienst Jehovas

          „Manche sind zum Straucheln gekommen und haben
          sich von Gottes Volk zurückgezogen, als sich unser
          Verständnis gewisser biblischer Themen änderte. Aber
          wenn für mich eine Änderung schwer zu begreifen war,
          habe ich den Stoff immer wieder durchgelesen und
          versucht, die Begründung zu verstehen. Wenn ich die
          neue Erklärung dann immer noch nicht begriffen hatte,
          wartete ich einfach so lange, bis eine Klärung erfolgte.
          Mehr als einmal bin ich für meine Geduld belohnt worden.“

          Das heißt nichts anderes als:
          Wenn ich was nicht kapiere, oder ich einen
          eklatanten Widerspruch entdecke, habe ich solange
          die Klappe zu halten, bis vielleicht irgendwann auch
          mir die Wachtturm-Lampe aufgeht.

  38. Caleb says:

    Lieber Robin,

    ohne Dir nahetreten zu wollen würde mich schon interessieren, warum Du dann, sofern ich deinen Kommentar richtig verstanden habe, bei anderen Rechtskommitees mitwirkst?

    Der Ablauf wird bei „anderen Themen“ doch nicht viel anders sein.

    Die Kommittees sind weder biblisch bzw. kann man bei dem dzt. Ablauf kaum von einer liebevollen Vorkehrung sprechen?

    Caleb

    1. Michael 2 says:

      Lieber Caleb,
      lass mich auch auf deine Frage antworten, die du an Robin gestellt hast. Auch ich fühle mich hier angesprochen, da ich auch als Ältester in Komiteeverhandlungen mitwirke., obwohl ich diese Art der Vorgehensweise mit „Sünder“ ablehne.
      Der Grund ist, das ich nur so die Möglichkeit habe den Ungerechtigkeiten die in diesen Verfahren auftreten verhindern oder zu wenigstens abmildern kann. Das geht allerdings nur, wenn du als Ältester doch einen gewissen Einfluss ausüben kannst. Ich finde die Art wie Robin es handhabt sehr Bemerkenswert und Nachahmungswürdig.
      Aber nicht jeder Älteste hat dem Mut und die Möglichkeiten dazu, leider.
      l.G.
      Michael

      1. Robin says:

        Lieber Michael 2, lieber Caleb,

        danke Michael2, besser hätte ich es nicht ausdrücken können, warum ich in Rechtskomitees mitwirke.

        Lieber Caleb, bei der Auswahl der RK-Mitglieder findet man kaum drei Brüder die Hurra schreien, um sich intensiv mit den Problemen von Brüdern und Schwestern zu beschäftigen. Es geht dabei immer darum, einem „Sünder“ (es geht nicht immer nur um Sex), aber auch der Versammlung zu helfen. Die Brüder des RK-Komitees müssen sich sehr gut vorbereiten, weil ihnen bewusst sein sollte, welche Tragweite bestimmte Entscheideungen für alle Betroffenen haben können.

        Ich zitiere hier zwei Sätze aus dem „Hüte“-Buch Seite 82:
        3. In einem Rechtskomitee tätig zu sein ist eine schwere Verantwortung. Älteste richten für Jehova und sind ihm für das Urteil, das sie fällen, rechenschaftspflichtig (2 Chr. 19:6, 7).
        ZITATENDE

        Glaube mir, dass ich manche Nächte nicht schlafen kann, weil ich mir meiner Verantwortung gegenüber Jehova, Jesus und vor allem der betroffenen Brüder bewusst bin. Deshalb versuche ich auch mit allen Mitteln auf meine Mitdiener einzuwirken. Dabei hilft oft das Gebet und sicher auch der Geist Gottes, wenn ich in meinen Gesprächen zum Beispiel Jesu Worte aus Matthäus 9:12 und 13 zitiere:
        12 Als er sie hörte, sprach er: „Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. 13 Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

        Wir haben hier viele Kommentare gelesen, die zeigen dass manche Älteste sich anscheinend nicht dessen bewusst sind, dass sie auch eines Tages nach dem gerichtet werden, wie sie gerichtet haben. Ich habe das Glück, zu einer Versammlung zu gehören, wo in den Kommentaren oft Worte wie „Liebe“ un „Demut“ gebraucht werden, auch das kann positiv beeinflussen.

        Solange ich Einfluss auf Entscheidungen nehmen kann in dem Sinne, „wie hätte Jesus gehandelt“, werde ich für meine Brüder und Schwestern dasein.

        Liebe Grüße
        Robin

        1. Christof says:

          Hallo Robin,
          mit deinen Ausführungen über die Verantwortung der Ältesten eines RK hast du sicher recht, was die Auswahl der Ältesten angeht hab ich eigene Erfahrungen gemacht. Ich wandte mich an einen Ältesten, der wie ein Freund bis dato war; der über mich, über die Angelegenheit informiert war. Als beschlossen wurde, ein RK zu bilden, wurden 3 ältere Älteste, die in Rente waren bzw. grad Zeit hatten, ausgewählt, meiner Meinung nach aber zum Thema ungeeignet waren. Ist das der Sinn ?
          LG Chr.

          1. Robin says:

            Hallo Christof,

            es tut mir leid, wenn dir bei deinem Verfahren Unrecht geschehen ist. Früher hieß es im „Gebt acht“-Buch zur Auswahl des Rechtskomitees (S. 109):
            ZITAT
            Wird ein Rechtskomitee benötigt, sollten die im Königreichssaal anwesenden Ältesten bestimmen, welche Ältesten im Komitee dienen sollen und wer den Vorsitz übernimmt.
            Die Ältesten werden dabei in Betracht ziehen, welche Ältesten sich für die Behandlung eines Falles dieser Art am besten eignen (km 9/77 S. 5,6)
            ZITATENDE

            In unserer Dienerschaft wäre ein Ältester, der von der zu behandelnden Angelegenheit bereits ins Vertrauen gezogen wurde sicher in das RK benannt worden, außer, er hätte es, aus welchen Gründen auch immer abgelehnt, oder er würde eventuell als Zeuge gebraucht werden.

            Im „Hüte“-Buch (S. 81, Absatz 2) ist die Formulierung zur Auswahl des RK ähnlich den „Gebt acht“-Anweisungen, einschließlich des Hinweises auf km9/77. Der 2. Absatz (S. 81-82) ergänzt:
            ZITAT
            2. Ist den Ältesten bekannt, dass der Beschuldigte eine starke Abneigung gegenüber einem bestimmten Ältesten hat, wäre es besser, diesen nicht ins Komitee zu berufen. Ein Ältester, der mit dem Beschuldigten nah verwandt oder eng befreundet ist oder geschäftlich mit ihm zu tun hat, sollte normalerweise nicht dem Komitee angehören (km 9/77 S. 6). . . ..
            ZITATENDE

            Konntest du mit deinem Ältesten des Vetrauens nach der Verhandlung nochmal darüber reden?

            Liebe Grüße
            Robin

      2. schneerose says:

        hallo robin.. servus michael 2
        sowie an alle die jah. lieben und jesus als führer anerkennen..

        vermutlich gehen zumindest einige brüder die hier bei bruderinfo kommentare schreiben in den predigdienst. sie geben dann sicher einen monatlichen bericht ab..
        sie werden angehalten interessierte zur organisation der zeugen jehovas zu führen..

        das heißt..
        anerkennung der TVSK.. vertretung aller lehren die verkündigt werden..aktive teilnahme am versammungsgeschehen usw..

        aber hier bei bruder bruder-info haben sie ein ganz anderes verhalten.. hier stellen sie genau diese dinge in frage..
        obwohl euer mund selber bezeugt ( robin michaen2 )..dass ihr ein verantwortungsvolles dienstamt habt..

        dieses verhalten mag aus der not geboren sein.. sich innerhalb der versammlung nicht schriftgemäss äußern zu können..weil sofort sanktionen zu erwarten sind..(frage matthäus..)

        wenn man es aber mit der einstellung von jesus und anderer glaubensmänner vergleicht..wird eine andere verhaltensweise sichtbar..
        das biblische zeugnis dieser diener des höchsten zeigt immer wieder ..dass sie mutig und offen im volk jahs.für die REINE ANBETUNG eintraten..nie hätte sich jesus hinreisen lassen..für die pharisäer einen proselyten zu machen oder eine ansprache für sie im tempel oder synagoge zu halten..

        was hätten sich die menschen über jesus gedacht..WENN ER…..
        was denkt wohl das fussvolk jahs.. wenn ihr auf der bühne steht..den bericht abgebt..an den austüren literatur verbreitet
        welche vertreter seid ihr dann..?

        das biblische zeugniss der diener jahs war immer eindeutig ..nicht zweideutig..ihr zeugniss war WAHR und sie haben es jeden offen gesagt..UND AUCH DANACH GEHANDELT..

        die themen die hier im bruder-info behandelt werden sind wahr und tragen das zeugnis das viele nicht den mut aufbringen.. wie jesus.. mutig und offen innerhalb der gemeinschaft ..ohne ansehen oder stellung einer person.. für den himmlischen vater gerade zu stehen..

        einige aussagen der hl. schrift die das gesagte untermauern..

        Matt. 5:37 euer ja sei ein ja, euer nein (es gibt kein naja..jein)
        Matt. 6:24 ihr könnt nicht zwei herren dienen (zwei verhaltensweisen an den tag legen)

        off. 3:14-16 weil ihr weder warm noch kalt seid (jesus verachtet menschen die sich nicht eindeutig positionieren..

        1. könige. 18:21 wie lange werdet ihr noch auf zwei verschiedenen meinungen hinken..(man sollte sich mutig und offen zu seiner überzeugung bekennen)

        bitte seit nicht vergrämt..mein herz drängte mich dazu

        „boss“ schneerose

        1. Alois says:

          Lieber Schneerose

          Es wird ein Zeitpunkt kommen, da werden sich auch die guten Ältesten endgültig für die eine oder andere Seite entscheiden müssen.
          Das ganze Drama ist in der Geschichte des Jehu in 2. Kön. 10 ab Vers 18 geschildert.

          Jehu hat sogar ganz genau aufgepasst, dass 1. alle Baalspropheten anwesend waren, und 2. dass kein Prophet Jehovas unter ihnen war bevor sie vernichtet wurden.

          Wie das in der Zukunft noch geschehen wird, werden wir sehen. Zu beneiden sind unsere guten Ältesten die noch in den Versammlungen sind sicher nicht. Sie haben noch große Drangsalen und Herzeleid vor sich.

          Liebe Grüße
          Alois

        2. Michael 2 says:

          Hallo Schneerose,

          deine leise Kritik am Verhalten von mir und Robin, und sicherlich auch an dem vieler anderer verantwortlicher Brüder mag aus deiner Sicht richtig erscheinen.
          Doch ich zu mindestens sehe es ganz anders. Es gehört nicht viel Mut dazu die Versammlung zu verlassen und seinen Standpunkt dann zu vertreten. Es gehört aber viel Mut dazu dies in der Versammlung zu tun, mit dem Ziel den Brüdern zu helfen und ihnen das Joch zu erleichtern. Es geht nicht um unser Ego oder darum uns voller Selbstgerechtigkeit auf die Schulter zu klopfen, weil wir den Sklaven durchschaut haben.
          Du sprichst die Einstellung Jesu an. Welche Einstellung können wir den in seinem Wirken beobachten? Er hat die Pharisäer verurteilt und bloß gestellt, das Volk aber weiter aufgefordert Jehova zu vertrauen und Jehovas Persönlichkeit durch Jesus kennen zu lernen. Ich kann mich nicht erinnern, das er an irgend einer Stelle die Juden aufgefordert hat, das jüdische System zu verlassen, nur weil die geistigen Führer versagt haben. Er hat die Menschen zu sich gezogen, aber er selbst blieb als Jude ein Teil des jüdischen Volkes oder Systems.
          Jesus ging es ebenfalls mit darum, die Lasten der Menschen zu erleichtern.
          Auch Paulus hat das jüdische System nicht verlassen, im Gegenteil, er verwies, je nach Umstand darauf das auch er ein Jude ist, ja er hat sogar viele Dinge (z.B. die Haare scheren) gemacht, ob wohl er wußte, das dies nicht mehr erforderlich war, nur um den Juden zu Helfen den Christus zu erkennen. Er ist den Juden ein Jude und den Heiden ein Heide geworden. Mansche mögen dies als Heuchelei abtun.
          Und er hat es auch verstanden Menschen, die er bekehrte, nicht in das jüdische System zu führen sondern zu Christus.
          Wenn ich die Tauffragen mit Taufanwärtern bespreche, habe ich die Möglichkeit die Dinge so zu führen, das der Täufling weis wem er die Rettung verdankt, nicht der Organisation sondern dem Christus, darauf kommt es an, den nicht alles ist unbiblisch, was vom „Sklaven“ gelehrt wird. Auch das was die jüdischen Führer lehrten war ja nicht alles zu verwerfen, den Jesus sagte „tut was sie sagen, aber handelt nicht nach dem was sie tun“.
          Was das lehren auf der Bühne angeht, sei versichert, das ich nichts sage oder lehre, von dem ich nicht überzeugt bin wenn es auch nicht leicht und einer Gradwanderung gleich kommt.
          Und was das Predigen anbelangt ist es das leichteste, nur das zu predigen was die Bibel lehrt, und die Literatur ist da schon zu 90% zu gebrachen. Die Vorgabe der Organisation, Menschen zur Organisation zu führen, kommt für mich nicht in Frage. Erfahrungsgemäss stellt sich diese Frage in unseren Breiten so gut wie nicht. Von den 12 Ältesten in unserer Versammlung hat schon seit jahrzehnten keiner mehr Interessierte Menschen „in die Wahrheit“ gebracht worden.
          Der Vorwurf der Heuchelei, liebe Schneerose mag zwar gefühlsmäßig entstehen, aber man kann es auch anders sehen.

          l.G.
          Michael 2

          1. Alois says:

            Lieber Michael

            Wenn Du kompromisslos das durchziehst was Du schreibst, dann Hut ab. Ich habe solchen Mut nicht.
            Beachte bitte in welcher Zeit wir jetzt leben, wir leben im übertragenen Sinne nicht in den Tagen Jesu, sondern in den 60er Jahren des 1. Jahrhunderts. Wie wir alle wissen sollten die Christen spätestens dann auf die rettenden Berge fliehen, wenn Jerusalem von Heeren umlagert ist. Dies geschah dann knapp 4 Jahre vor ihrer Zerstörung.

            Du kannst bis auf den letzten Drücker in der Organisation bleiben, aber verpasse bitte den rettenden Absprung nicht, sonst kommst Du nicht mehr raus. Viele von uns sind halt schon viele Jahre früher aus „Jerusalem“ ausgezogen. In aller Ruhe, ohne Stress. Viele Gleichnisse beschreiben dieses Szenario, so auch das Gleichnis der 10 Jungfrauen. Die 5 kamen zu spät, die Tür war zu obwohl sie auch geglaubt haben. Denn hätten sie nicht geglaubt, wären sie gar nicht gekommen.

            Ich wünsche Dir und den anderen guten Ältesten viel Kraft und die Hilfe unseres Vaters keine Kompromisse mit dem „Sklaven“ zu schließen.

            Liebe Grüße
            Alois

          2. Ulrike P. says:

            Hallo Michael 2 und alle anderen die noch als Älteste dienen,
            ich verstehe euer Anliegen…ihr wollt aus Fürsorge gegenüber den Brüdern in der Versammlung eure Ämter nicht aufgeben. Ihr wollt – sei es bei Rechtskommitee´s oder sonstwo – Schadensbegrenzung betreiben, indem ihr so manches Unerträgliche was von der Gesellschaft kommt, abschwächt…bzw das Gute besonders hervorhebt. Ihr wollt sie schützen…

            Das Problem dabei ist nur, dass die Brüder euren geistigen Spagat garnicht bemerken.

            Schließlich wurde ja liebevolle Älteste von der Gesellschaft eingesetzt und alles was sie von der Bühne an Vorträgen hören, kommt nicht von dem Ältesten der da spricht, sondern er hat ja seine WTG-Vorgaben an die er sich hält. – Ergo ist für sie alles was sie hören „geistge Speise vom Sklaven“, die sie denn auch mit der gebührenden Dankbarkeit annehmen.

            Ich habe mir das übrigens nicht aus dem Fingern gesaugt – ich habe genau dieses Reden schon damals gehört und höre es immer noch von einer Freundin aus alten Tagen, die mir noch geblieben ist.
            Sie ist in einer Versammlung zuhause, deren Älteste keinen unmenschlichen Druck auf ihre Brüder ausüben, weil sie nämlich alle selber die verschiedensten körperlichen Leiden haben und darum am eigenen Leibe verspüren, dass es nicht immer so geht wie man will.
            Als in dieser Versammlung zb Einige mit einer Ausgeschlossenen gesprochen haben, wurde ledigleich ein Programmpunkt für örtliche Bedürfnisse abgehalten, indem alle wieder auf WTG-Spur gebracht werden sollten.
            Eine Schwester die nicht darauf hörte, sprachen sie dann persönlich darauf an, doch die ließ sich davon nicht beirren.

            Passiert ist danach nichts…was eben zeigt, das diese Ältesten noch nicht erbarmungslos das WTG-Recht durchboxen.
            Aber wie in den meisten anderen Versammlungen mit diesen störrischen Schafen umgegangen wäre, brauchen ich hier ja nicht näher zu erläutern…

            Diese Ältesten sind nicht so WTG-Konform wie sie es „von Rechtswegen“ eigentlich sein müssten. – Warum nicht? – Wahrscheinlich sind sie genauso eingestellt wir ihr…sie sehen was nicht in Ordnung ist und wehren sich bisher noch erfolgreich dagegen, daran einen allzugroßen Anteil zu haben.

            Was allerdings zu Folge hat, dass für die Brüder dieser Versammlung die Wachtturmwelt in schönster Ordnung ist. – Das sich die Ältesten wie ein Puffer schützend zwischen die hartherzige WTG-Doktrin und ihre Brüder stellen, ahnen Diese nicht im Entferntesten.

            Gut…da gibt es diverse Wachturmartikel, die eigentlich deutlich genug wären…siehe diese Jehu-Geschichte…aber auch das nehmen sie im Schutze ihrer wohlig/warmen Versammlung garnicht wahr: „Nein…das KANN ja garnicht so gemeint sein, wie es da steht…“

            Ihr mentales Schutzschild, mit dem sie alles Schlechte ausfiltern bevor es ihnen überhaupt bewusst wird, funktioniert Bestens. – Und das wird durch die Ältesten – die sich natürlich jeder offenen Kritik über die WTG enthalten – noch unterstützt.

            Was ich mit damit sagen will ist: So gut es auch von euch gemeint ist…solange ihr nicht den Brüdern und Schwestern in euren Versammlungen offen darlegt was alles falsch ist, sondern es nur in abgeschwächter Form weiterreicht, werden sie auch weiterhin ihr Vertrauen auf die WTG setzen, bei der es keine Rettung gibt…was ihnen aber auch weiterhin verborgen bleiben wird. – Für sie ist und bleibt die WTG das Sprachrohr Gottes. – Da gibt es kein auseinanderdividieren.

            Das ihr statt dessen auf Jesus hinweist und in euren Gebeten nicht für den Sklaven dankt, wird darum auch keinem von ihnen weiter auffallen.

            Aber nichts desto trotz müsst auch ihr euren Weg so gehen, wie IHR es für richtig haltet.

            Ach ja…nochwas…: wir selbst und auch die meisten die ich kenne, sind nicht einfach so ohne ein Wort gegangen. – Solange es uns möglich war, haben wir unsere ehrlichen Ansichten geäußert, weshalb auch alle Ältesten, sowie viele Brüder, sehr wohl wissen was uns zum Weggehen bewegte. – Doch stellen sie die Treue zur WTG eben über die Treue zu Gott.

            Ich weiß, das halten nicht alle so…manche verlassen die Versammlung klammheimlich, ohne viel Trara…aber deshalb zu sagen, dass sie es sich „einfach“ gemacht haben, ist unfair. – Das darf man genauso wenig pauschalisieren, wie man alle die wider besseren Wissens weiterhin die WTG unterstützen, zusammen über einen Kamm scheren kann.
            Denn die einen tun es aus reiner Gleichgültigkeit oder geistiger Trägheit, die anderen – so wie ihr – aus Liebe zu ihren Brüdern.

            LG Ulli

          3. schneerose says:

            lieber bruder michael 2
            und alle die christus als ihren herrn sehen..

            dein eigener mund bezeugt..dass christus anders war..

            „“ Er hat die Pharisäer verurteilt und bloß gestellt,““

            geh.. und handle nach den dingen die du uns in deinen kommentar
            geschrieben hast..

            kein bruder hat sein amt durch christus bekommen.. vielmehr dadurch.. weil er den TVSK nach dem mund redet..es ist daher nichts grosses ..wenn du dein dienstamt noch hast..

            die biblische grudlage für meinen kommentar sind aus:

            joh. 3:2. angst vor den mit ältesten aufgedeck zu werden
            joh. 3:19-20. frage dich, ob du angst vor dem licht hast

            Joh: 3:21. diesen grundsatz versuchen wir zu leben

            dein mitstreiter im herrn
            „boss“schneerose

          4. Robin says:

            Lieber Michael 2,

            herzlichen Dank, für deine Erklärungen, warum du, warum viele Älteste immer noch dabei sind und Verantwortung übernehmen, trotz Mistrauen und Kritik aus verschiedenen Richtungen. Allein, dass wir hier bei Bruderinfo lesen und schreiben, zeigt, dass wir keine „TuvS“-Sklaven sind. Ich bin deshalb auch dankbar für jede Kritik, auch wenn sie nicht immer konstruktiv ist.

            Liebe Schneerose, du schreibst:
            „kein bruder hat sein amt durch christus bekommen.. vielmehr dadurch.. weil er den TVSK nach dem mund redet..es ist daher nichts grosses ..wenn du dein dienstamt noch hast..“

            Dazu möchte ich sagen, dass
            1. du nicht weißt, wen und in welcher Art und Weise Jesus Menschen gebraucht. Sicher bist so ein Mensch, indem du deine Erfahrungen weitergibst. Bitte glaubt mir, wäre das was ihr alles mitgemacht habt in unserer Versammlung geschehen, ich hätte mich vor euch gestellt!
            2. ich nicht Dienstamtgehilfe und recht schnell (für mich zu schnell) Ältester geworden bin, weil ich irgendjemandem nach dem Mund geredet habe, sondern weil ich mich überall und gerne eingesetzt habe. Ich gebe zu, dass ich auch gerne in den Predigtdienst gehe, das mag bei meiner Ernennung auch eine Rolle gespielt haben. Aber ich denke auch, dass Jehova und Jesus meine Frau und mich gebrauchen, denn uns ist immer wieder bestätigt worden, dass mit uns Liebe und Freundlichkeit in die Versammlung gekommen ist. Das liegt jedoch daran, dass wir schon Christen waren, bevor wir uns den Zeugen Jehovas angeschlossen hatten!

            Ich sehe meine Möglichkeiten in der Versammlung vor allem dadurch, dass ich meine Kommentare auf Gottes Wort stütze. In den Publikationen werden immer wieder in Klammern Bibelverse genannt, die erklärt werden müssen und beweisen, dass die inspirierten Worte oft was anderes aussagen, als das, was der Artikel-Schreiber behauptet. Und immer wieder wird, wie letzte Woche beim VersBibelStudium darauf hingewiesen, dass an erster Stelle für uns Gottes Wort gelten sollte – darauf weise auch ich immer wieder hin, betreibe somit eine positive Gehirnwäsche 😉 .

            Liebe Grüße
            Robin

  39. Manfred says:

    Lieber Walter,
    ich freue mich, dass Du nun sorgfältig prüfst wie sich etwas verhält. Allerdings wäre ich vorsichtig, wenn Du Deine alten Querverweise nimmst, da die ja in der Regel vom WT Denken geprägt sind. Nimm lieber eine neue Bibel und lege Dir neue Querverweise an, die Du Dir selbst ohne WT-Brille erarbeitet hast. Aber nun zum Thema.

    Du hast Recht, dass in den anderen Bibeltexten der Einzelne angesprochen wird. Das steht aber nicht im Widerspruch zu dem angeführten Text aus Mat. Ich möchte das mit einer großen Firma vergleichen, dort gibt es folgende Gruppierungen:

    1. Mitarbeiter, die an Ihrer Stelle stehen und das tun was Ihnen aufgetragen wird
    2. Mitarbeiter die über die anderen Mitarbeiter gesetzt sind, die da wären: Lagerverwalter, Fuhrparkverwalter, Finanzverwalter, Innendienstleiter, Außendienstleiter, Abteilungsleiter für dies und jenes, Produktionsleiter, usw, usw.
    3. Dann gibt es da noch den Geschäftsführer, der schaut, dass alle Abteilungen optimal zusammen arbeiten und das bestmögliche Betriebsergebnis einfahren, denn das sichert die Arbeitsplätze aller Mitarbeiter.
    4. Dann ist da noch der Big Boss, der dem alles gehört, der den Geschäftsführer eingesetzt hat, damit er sich nicht persönlich ums Tagesgeschäft kümmern muss. Er kommt ab und zu mal vorbei und lässt sich von seinem Geschäftsführer die Zahlen vorlegen um zu sehen, dass das Unternehmen noch gesund ist.

    Jetzt übertragen wir das mal auf unser Gleichnis: Der Herr der kommt um nachzusehen, ob der Sklave (Knecht oder Verwalter) gut arbeitet, ist Jehova. Der gute Sklave (Knecht oder Verwalter) ist Jesus, der wie es in Vers 45 heißt:
    45 „Wie verhält sich denn ein kluger und zuverlässiger Verwalter?“, fragte Jesus die Jünger. „SEIN HERR HAT IHM DIE VERANTWORTUNG FÜR ALLE MITARBEITER ÜBERTRAGEN; er soll sie zu jeder Zeit mit allem Nötigen versorgen.
    Alle Vorgesetzte, die ich unter Punkt 2 genannt habe, sind die einzelnen Brüder in den Versammlungen, die Aufgaben als Älteste und Dienstamtgehilfen oder ähnliches übernommen haben. Sie verwalten somit auch etwas, aber nicht alles, sondern nur Ihren Bereich. Wenn Du Ältester in Versammlung A bist, hast Du in Versammlung B nichts zu sagen und umgekehrt. Somit verwalten diese nur ihre eigene Versammlung. Doch im Vers 45 haben wir gelesen, dass der Herr im die Verantwortung für ALLE MITARBEITER übertragen hat. (In unserem Falle die Verantwortung für alle Versammlungen).
    Somit können das nicht wir einzelne sein, es muss jemand sein, der die Autorität für alle bekommen hat und ZWAR VON DEM DEM ALLES GEHÖRT. NUR JEHOVA GEHÖRT ALLES und dass er es seinem Sohn gibt, der hier so treu auf der Erde für ihn eingestanden ist, ist ja auch logisch. Ich als Vater würde meine Firma ja auch lieber meinen Sohn leiten lassen, als irgendeinen Fremden.

    Die Mitarbeiter, die ich unter Punkt 1 genannt hatte sind dann alle Brüder und Schwestern in den Versammlungen.
    Selbst die Organisation würde Dir sagen, dass der Treue und verständige Sklave ein anderer ist, als in den anderen von Dir genannten Bibeltexten, sonst würden sie ja Ihre eigene Stellung untergraben.

    Um jetzt noch mal beim Beispiel der Firma zu bleiben, der böse Sklave wäre dann eine Person, die sich die lange Abwesenheit des Geschäftsführers zu Nutze macht und sich selbst an seine Stelle setzt. Vielleicht einfach nur, weil die anderen Mitarbeiter nicht genügend Gegenwehr aufbringen, oder einfach nur froh sind, dass jemand für sie den Kopf hinhält wenn was schief läuft. Doch diese Person würde recht schnell Änderungen im Betrieb vornehmen, z.Bsp. die Mittagspause kürzen, Überstunden nicht mehr bezahlen, da sonst der Betrieb nicht mehr zu halten wäre, keine Übertariflichen Zuschläge mehr ausbezahlen, die Firmenwagen einziehen usw. Er selbst würde sich ein fürstliches Gehalt zahlen und alle Annehmlichkeiten des Postens voll auskosten. Doch dann kommt der Big Boss und fragt, wieso sich denn im Betrieb alles zum schlimmeren verändert und wieso er sich selbst über die anderen Mitarbeiter erhöht hat. Warum hat er alle Mitarbeiter so geknechtet, dass viele krank geworden sind und nicht mehr froh zur Arbeit kommen können. Denn eins hat der böse Knecht oder Verwalter vergessen, der Big Boss ist gar nicht an den Gewinnen der Firma interessiert, denn er hat genug Geld. Die Firma sollte einzig und allein sich selbst tragen können, damit die Mitarbeiter Ihren Lebensunterhalt verdienen können und dies unter lebenswerten Bedingungen. Er möchte, dass seine Mitarbeiter glücklich sind. Dieses Ziel hat der böse Verwalter verfehlt, was auch kein Wunder ist, da er nie mit dem Big Boss geredet hat und von ihm eingesetzt wurde, sondern sich selbst erhöht hat. Er konnte gar nicht wissen, welche Ziele der Big Boss tatsächlich mit der Firma verfolgte, denn er kennt ihn nicht.
    Der letzte Absatz von mir ist vielleicht ein bischen weit hergeholt, trifft aber vielleicht ganz gut die Situation, die wir heute auf der Erde haben.
    Liebe Grüsse Manfred

    1. Walter says:

      Hallo Manfred,

      vielen Dank für Deine Mühe. Ich finde den Austausch toll.
      Möchte betonen, daß ich sehr wohl auch mit einer anderen Meinung
      Meinung leben kann. Ich erhebe keinen Absolutheitsansruch und bin für andere Sichtweisen sehr dankbar.
      Die Gedanken, die ich Dir gestern abend noch in Kurzform geschrieben habe,sind absolut nicht organisationsgeprägt, weil ich die Erklärung und Lehre der Organisation zu diesem Thema überhaupt nicht nachvollziehen kann.
      Daß ich aus der NWÜ zitiert habe, liegt daran, daß diese Übersetzung
      gerade beim Rechner lag.

      Wenn wir davon ausgehen, daß Jesus der TuvS wäre, dann hätte Jesus
      seinen Jüngern ein rein rhetorische Frage getellt.
      Wenn man die Verse vorher liest, ab V37, bereitet Jesus aber seine Jünger auf sein Wiederkunft vor. Und sagt eine Scheidung voraus.

      V40: „Dann werden zwei auf dem Felde sein:Einer wird mitgenommen,der andere wird verworfen werden. Zwei werden an der Mühle mahlen:Eine wird
      mitgenommen,die andere zurückgelassen.Darum bleibt wach !……“
      V44:“ Darum seit bereit !“

      Und jetzt die Frage: V45 “ Wer ist der kluge und treue Knecht…..“

      So will Jesus seine Jünger haben und vorfinden, wenn er kommt. Treu und besonnen.

      Dann folgt das 2. Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen.
      Auch da will Jesus, mit anderen Worten, das gleiche sagen.
      So will Jesus seine Jünger vorfinden.Mit heiligem Geist erfüllt und auf ihn wartend.

      Das 3. Gleichnis vom fleißigen und faulen Verwalter zeigt das Gleiche.
      So will er die Menschen haben.

      Ich bin überzeugt, daß Jesus vom Himmel aus, jeden Einzelnen sieht und mit seinem heiligen Geist lenken und leiten und bei ihm sein kann.
      Er braucht dazu keine „Vertreter“ oder Organisationen.Er braucht dazu
      keine Zwischenebenen.
      Wenn man Brd. und Versammlungen hat, die einem in diesem Ziel,im Glauben, helfen und unterstützen, ist das natürlich das Beste, was einem passieren kann.
      Das hast Du auch schön beschrieben.

      In diesem Gleichnis wird auch gezeigt, daß der gute Sklave auch böse werden kann :
      V48 : „Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen denkt… “ Bruns
      V48 : “ Doch wenn der Diener böse ist und glaubt……“ Neues Leben

      Wenn Jesus der TuvS oder gute Sklave sein soll, kann ich mir nicht vorstellen, wie er sich zum bösen Sklaven wandeln soll.

      Davon abgesehen, zu welche Ansicht wir in dieser Frage kommen,
      sollten wir uns alle bemühen, unser Leben und Glauben so zu gestalten.
      daß wir von Jesus als treu und verständig beurteilt werden.

      Liebe Grüße

      Walter

  40. Frank&Frei says:

    liebe Anna, deine Gedanken haben Hand und Fuß. Im Gegensatz zum alten Israel/JUda wo die Verhandlungen öffentlich im Tor, also für jedermann sichtbar geführt wurden, sitzt das REchtskommitteee mit dem Übeltäter im Verborgenen. Und ich möchte nicht wissen, wieviel Männer da sich sexuell stimulieren, wenn sie „herausarbeiten“ wie die Schwester, der Bruder es getrieben haben.
    Ich sage nur kotz.
    Allerdings kenne ich solche Fälle auch, wo die Ä Porneia als Geständnis zur Kenntnis nahmen und nicht hochnotpeinlich ins DEtail gingen. Allerdings weiß ich, dass es solche Fälle gab.
    Ich finde das alles ekelhaft und denke, dass niemand verpflichtet ist, sich zu offenbaren. Wenn jemand gesündigt hat, ist er eh mit Schuld beladen. Und wenn er sein Gewissen erleichtern will mag er sich einer Person gegenüber offenbaren.
    Ich würde mich niemals Ältesten ggü offenbaren, weil ich weiß, was da für Leute bei sind, die ihren Frauen alles erzählen und irgendwann ist es rum.
    Die reden zwar von Liebe und Sorge – doch die Realität sieht anders aus. Kalte Welt der toten Herzen. Die liebe ist erkaltet.
    Das war vor 50 Jahren noch ein bischen anders.
    Andere Zeiten, andere Sitten, andere Menschen, andere Riten.
    Die Bibel verändert sich nie, wohl aber die Lehre der zeugen, die von anfang an immer in der Wahrheit sind. Das ist ein in sich geschlossener Widerspruch. Mit all dem Gedöns, dass Russell und Rutherford lehrten sind die ganz weit von heute entfrent.
    ich frage mich aufgrund dieser Differenzen: Womit haben die sich ihren himmlsichen Platz verdient?
    das sollte mal Brooklyn logisch darlegen, die können doch alles – ganz besonders die Kuh am STall am Schwanz am raus am ziehen.
    Grüße von der Hohenleite

    1. Barbara says:

      Lieber Frank & Frei,
      Du hast recht es ist einfach ekelhaft. Man wird gezwungen sein innerstes nach aussen zu stülpen. Was mich allerdings mehr verletzt hat als die demütigenden, stundenlangen Verhöre, war das in Frage stellen meiner Reue. Ich bin immer von mir aus zu den Ältesten gegangen, Mitwisser gab es keine in der Versammlung. Das Schlimmste aber war: man interessierte sich genauestens für das Vergehen, aber niemand wollte wissen, warum es soweit gekommen ist. Auch Ermunterung gab es nicht, dabei hätte man die grade dann bitter nötig. Ist man doch selbst so enttäuscht von sich selbst und betrübt darüber gegen Jehova gesündigt zu haben. Im Gegenteil da wird noch „draufgehauen“. Und dann die Einschränkungen, damit auch ja jeder mitbekommt das du was verbrochen hast, wenns nicht ohnehin eine Öffentliche Zurechtweisung gibt. Nach solch „liebevoller“ Behandlung fühlt man sich noch weniger Wert als Dreck. Und so gings bei jeder Komiteeverhandlung (ich hatte 5, war aber nur bei 4 Anwesend)

      Liebe Grüße,
      Barbara

      1. Martin says:

        Liebe Barbara,
        Vielen Dank dass du dies so offen ausgesprochen hast. Du bist nur eine von vielen, die das erleben. Das veranlasst mich, diesem Thema auch weiterhin mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit zu schenken.Du sprichst
        +von stundenlangen demütigenden Verhören
        +von in Frage stellen deiner Reue
        +Ermunterung gab es nicht
        +im Gegenteil, es wurde noch drauf gehauen
        +Einschränkungen, öffentliche Zurechtweisung
        +man fühlt sich weniger wert wie Dreck
        +5 Komitee-Verhandlungen… und die letzte hat Dir wahrscheinlich den Gemeinschaftsentzug eingebracht, weil du diese Methoden nicht mehr ertragen wolltest… du hast die “ liebevolle Einrichtung Jehovas missachtet“… das ist natürlich kein Zeichen von Reue…

        Liebe Barbara, sei dessen sicher, diese Art des theokratischen Rechtssystems ist keine Vorkehrung Jehovas und seines Sohnes, unserem Hirten. Seine Art, seine Schafe „zurechtzubringen“ war eine andere. Es gab hier einige Kommentare von Robin, die zeigen, dass es auch anders geht. Alleine die Tasache, dass Du von alleine auf diese Ältesten zugegangen bist, spricht für dich. Ohne jetzt ins in diesem Thema ins Detail zu gehen – dass wird demnächst noch erfolgen – sei dessen sicher, schon dein kurzer Kommentar zeigt, dass Jehova dein aufrichtiges Herz sieht und eh durch das Opfer seines lieben Sohnes alles gelöscht hat, so wie auch bei uns allen, die um Vergebung bitten.

        Aber Deine Beschreibung ist stellvertretend für UNZÄHLIG VIELE sogenannte Rechtsfälle, die von unfähigen WTG-Hirten durchgeführt werden, die nur eins im Hinterkopf haben „Man muss die Versammlung rein erhalten“…. bestrafen… zurechtweisen…durch Auflagen zeigen, was man für Autorität hat… Die Versammlung muss ja wissen, dass die Ältesten aktiv waren und bestraft haben… zur Warnung anderer… das ist bei nicht wenigen „SICH AN DIE BRUST SCHLAGEN…Ausübung von Autorität“… die ihnen die WTG übertragen hat.

        Deshalb bedarf dieses Thema mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit und es wird Aufmerksamkeit bekommen. Sei herzlich gegrüsst und lieben Dank noch mal für Deine Offenheit. Es wäre zu wünschen, das noch mehr Betroffene ihre Erfahrungen schildern.
        Martin

        1. Anna says:

          Lieber Bruder Martin, liebe Barbara, liebe Schneerosen, lieber Joshua und @alle,
          das was nun hier an Reaktionen eingeht, auch direkt auf meiner e-mail, macht mich sehr betroffen. Wie Christin tue ich mich schwer dies in Worte zu fassen. Andererseits ist es auch schön zu merken, dass einige Älteste hier ihre Verantwortung sehen Christus nachzufolgen. Ich wäre auch dankbar wenn mehr hier ihre Leidensgeschichte, soweit natürlich im Rahmen der Vertraulichkeit möglich, erzählen. Denn erst wenn man über selbst erlebtes Leid spricht kann man dies auch verarbeiten. Es ist wohl auch von Versammlung zu Versammlung völlig verschieden wie „Rechtsfälle“ gehandhabt werden, je nachdem welcher Geist vorherrschend ist.
          Was mich beruhigt ist, dass Jehova unser Herz sieht. Er kennt uns besser als wir uns selber kennen. Und wenn wir Fehler machen, was nicht ausbleibt, wertet er es wenn es nicht Vorsatz war nie zu unserem Nachteil, siehe David. Gefordert unsererseits ist jetzt unabdingbares Vertrauen und ein intensives Gebetsleben mit unserem besten Freund Jehova.
          In diesem Sinne einen schönen Sonntag wünscht herzlich Anna

        2. Barbara says:

          Lieber Martin,
          danke für Deine Mitgefühl und lieben Worte. Mein 5 Rechtskomitee hatte ich wegen Abtrünnigkeit ( ich hatte öffentlich bei mehreren Schwestern meine Zweifel am tuvS geäußert). Auch andere Dinge waren mir aufgefallen und die habe ich auch in einem Brief an die Ältesten erwähnt und mein Verlassen der Gemeinschaft erklärt.
          Z.B. das die Glaubenswerke die jeder wahre Christ vorweisen kann und muß eben nicht der Predigtdienst, Besuch der Zusammenkünfte sind wie aus Jak. 1 : 27, 2 : 14-16 hervorgeht. Im Gleichnis von den Schafen und Böcken lobte Jesus die Schafe auch nicht für ihren Zeiteinsatz im Predigtdienst sondern für ihre Taten der Nächstenliebe.
          Außerdem hatte ich erwähnt das wir eben nicht durch unsere Werke gerettet werden wie der Sklave lehrt, sondern durch Gnade Röm 11: 6 , Tit 3 : 4,5.
          Aus diesen Gründen habe ich es auch Abgelehnt, zur Komiteeverhandlung zu erscheinen, denn gemäß der Bibel habe ich nicht falsch gehandelt und diese Gerichtsbarkeit war nicht mit Gottes Wort in Einklang.
          Liebe Grüße,
          Barbara

          1. Alois says:

            Liebe Barbara

            Eigentlich ist es doch ganz einfach, viele von uns haben es am eigenen Leib verspürt, man sei abtrünnig weil wir nur das glauben was Paulus in den ersten Römer Kapiteln geschrieben hat.

            Da steht alles klar da, wenn man lesen kann, nur wer glaubt wird durch Gnade errettet. Mit Werke sind ausschliesslich Glaubenswerke gemeint.

            Wundern sollten wir uns trotzdem nicht über die Blindheit eines großen Teils unserer Brüder und Schwestern, ist dies doch alles in den Propheten vorhergesagt.

            Wir durchlebten und durchleben jetzt eben die Große Drangsal, dass sie sehr schwer sein wird, das wussten wir doch alle. Nur hat man uns jahrzehntelang erzählt sie käme von außen, auch so eine falsche Lehre um uns blind und schläfrig zu machen. Alle die an Jehova, Jesus und die Verheißung tief im Herzen glauben, ohne zu zweifeln und die Organisation im Herzen verlassen haben, haben die Große Drangsal zum trösten Teil überstanden. Danach gilt nur noch das warten auf den Herrn Jesus bis er kommt.

            Liebe Grüße
            Alois

  41. Matthäus says:

    Zu diesem Thema was unsägliches Leid – Zerrüttung (Auseinanderbrechen) von Familien – Depression bis hin zu Suizid, als Folgen aufweist, möchte ich eine Gegenüberstellung von Jesus zu Paulus zur Diskussion stellen – wessen Handlungsweise soll von uns nachgeahmt werden:

    In der Versammlung der Korinther kommt ein Ehebruch vor.

    Paulus fordert die Versammlung auf: 1. Kor.5:2 „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte!“ … wir sollten hierbei jedoch nicht vergessen daß der gleiche Paulus bereits 2 oder 3 Monate später den 2. Brief an die Korinther schreibt 2. Kor. 2:

    6 Die meisten von euch haben sein Verhalten bestraft, damit soll es gut sein. 7 Jetzt müsst ihr ihm vergeben und ihn ermutigen, denn er soll nicht verzweifeln. 8 Zeigt ihm deshalb eure Liebe.

    Interessant ist daß nicht der Sünder um Vergebung gebeten hat, sondern daß Paulus die Versammlung auffordert: „Ihr MÜSST ihm vergeben!“

    Diese Vorgehensweise ist weit entfernt von der gängigen Praxis bei der WTG heute. Vom Ausschluß weg, vergehen oft viele Monate wenn nicht Jahre, bis eine Wiederaufnahme erfolgt – selbst jene die einen Antrag stellen, werden nicht selten mehrfach abgewiesen.
    (Ich erinnere mich an einen Fall als eine Schwester die wieder aufgenommen werden wollte gefragt wurde ob sie den auch die Zeitschriften WT & EW regelmäßig lese – weil sie dies ehrlich verneinte, wurde sie nicht aufgenommen)

    Und nun die Reaktion und Vorgehensweise von unserem Herrn Jesus der ja unser Vorbild und einzige Lehrer sein soll. Er wird mit einem „frischen Fall“ von Ehebruch konfrontiert. Zu seiner Zeit galt noch das mosaische Gesetz, das Jesus grundsätzlich vertrat.

    Wie handhabte er es?

    Oder will uns Jesus mit dieser Tatsache etwas sagen:
    Joh 3:17 „Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten.“

    Aber lesen wir kurz den Bericht in Johannes 8: 1 Jesus verließ die Stadt und ging zum Ölberg. 2 … er war wieder im Tempel. Viele Menschen drängten sich um ihn. Er setzte sich und lehrte sie. 3 Da schleppten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau heran, die beim Ehebruch überrascht worden war, stießen sie in die Mitte 4 und sagten zu Jesus: „Lehrer, diese Frau wurde auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt. 5 Im Gesetz hat Mose uns befohlen, eine solche Frau zu steinigen. Was meinst du dazu?“
    6 Sie fragten dies, um Jesus auf die Probe zu stellen und ihn dann anklagen zu können. Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie nicht locker ließen, richtete er sich auf und sagte: „Wer von euch noch nie gesündigt hat, soll den ersten Stein auf sie werfen!“

    9 Als die Menschen das hörten, gingen sie einer nach dem anderen davon – die älteren zuerst. Schließlich war Jesus mit der Frau allein. 10 Da stand er auf und fragte sie: „Wo sind jetzt deine Ankläger? Hat dich denn keiner verurteilt?“ 11 „Nein, Herr“, antwortete sie. „Dann verurteile ich dich auch nicht“, entgegnete ihr Jesus. „Geh, aber sündige nun nicht mehr!“

    (Eine kurze Anmerkung am Rande – in der NWÜ werden diese Verse 1-11 nur in der Fußnote aufgeführt – das Kap. 8 beginnt erst beim Vers 12) Will man hier den Wert dieser Belehrung schmälern?

    Warum hat Jesus nicht zugelassen oder zugestimmt daß die Frau gesteinigt wird? Er war doch dem Gesetz verpflichtet – er sollte doch Vorbildwirkung haben – wenn schon Jesus das Gesetz umgeht wie soll da vom sündigen Menschen erwatet werden das sie das Gesetz einhalten.

    Warum hat Jesus nicht zumindest die Frau verbal verstossen: „Habt keinen Umgang mehr mit dieser Ehebrecherin – grüßt sie auf keinen Fall, den sonst seid ihr genauso Ehebrecher!“

    Wird nicht genau das heute von der LK und den meisten Ältesten so angewandt? Wo entsprechen diese dem Vorbild ihres einzigen HERRN der sagte: „Ich verurteile dich nicht – geh und sündige nicht mehr“!

    Hat ein Betroffener heute in einm Fall des Ehebruchs je solche Worte gehört? Hat auch nur ein Ältester als Richter jemals solche Worte seines Herrn verwendet? Diese Fragestellung soll keinesfalls als Entschuldigung für diese schwere Sünde gesehen werden!

    Hier lesen doch eine Reihe von Ältesten mit – auch Selters ist aufgerufen sich zu melden und die gängige Praxis (Anordnung – Hüttebuch) in der WTG/Organisation im Vergleich besser Gegensatz, zur Lehre Christi doch zu rechtfertigen !!!

    Als Abrundung und Bitte der wohlüberlegten Erwiderung
    sei jedem auch das mitgegeben:

    Ps. 103: 8 Barmherzig und gnädig ist der Herr, groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe! 9 Er beschuldigt uns nicht endlos … 10 Er bestraft uns nicht, wie wir es verdienen; unsere Sünden und Verfehlungen zahlt er uns nicht heim. 11 Denn so hoch, wie der Himmel über der Erde ist, so groß ist seine Liebe zu allen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen.

    Um vielfälltige Wortmeldungen würde ich ersuchen!

    LG Matthäus

    1. Joshua Gross says:

      Meine Wiederaufnahme liegt nun schon fast 10 Jahre zurück. Als ich ausgeschlossen war, kam ich gerade, auf eigenen Wunsch, aus der psychatrischen Klinik. Nun war ich allein und noch suizidgefährdet. Ich hätte mir das Leben können oder sonst wie sterben können, keiner hätte es gemerkt, nicht mal meine Eltern und Geschwister. Meine damals von mir getrenntlebende Frau hat, Jehova sei Dank, den ernst der Lage erkannt und die Verbindung nicht abgebrochen.
      Das 9monatige Wiederaufnahmeverfahren war eine emotionale Tortour, schmerzlicher noch als der Ausschluss. Nie wieder in meinem Leben werde ich so etwas über mich ergehen lassen. Bis heute habe ich mich nicht davon erholt und bin ein gebrochener Mensch, der nur langsam seinen Frieden mit Gott wiederfindet. Dabei waren mir allerdings die ZJ keine Hilfe, obwohl ich um Hilfe gebeten habe, sondern andere Christen. Für mich ist durch das erlebte Leid zumindest das klar geworden : die Ältesten befinden sich nicht in der Hand Jesu ( Sterne in seiner Hand, Offenbarung ), sondern in der Hand einer Organisation, die von unvollkommenen Menschen geleitet wird.

      Brüderliche Grüße!
      Joshua

      1. schneerose says:

        servus joshua

        nur wenige brüder können sich das leid und die drangsalierung ..eines über viele monate dauernden wiederaufnahme verfahren vorstellen..

        hätte ich nicht in meiner familie den selben fall.. würde ich deinen kommentar als eine übertreibung und unsachlich ansehen..

        unvorstellbar.. zu was menschen (älteste) die vor ihren arbeitskollegen.. nachbarn.. gelobt und angesehen sind ..in ihrer WTG funktion fähig sind..
        diese seelische folter hat diesen bruder so verändert ..dass nicht einmal seine geschwister ihn kennen .. nur die äußere hülle ist geblieben..

        er ist zu einer lebenden wachtturmleiche geworden.. unfähig ..irgend eine vernünftige entscheidung zu treffen..

        du lieber bruder joshua hast glück ..du kennst bruder-info und die grausamkeit deiner seelischen folter..schritt für schritt musst du das „gehen“ wieder lernen ..
        was für andere menschen normal ist.. wie freude .. glück ..vertrauen.. geselliges beisammensein.. herumalbern ..musst du in kleinen schritten wieder lernen..

        du wirst denken..da redet wieder einer ..

        zurück zum fall in meiner familie

        unser lieber angehöhriger sagte eines abens zu meiner frau.. dass sein leben keinen sinn mehr habe..niemand sage ihm.. wie lange die wiederaufnahme noch dauert ..er kann es nicht mehr ertragen..in jede zusammenkunft zu gehen um dort wie ein stück abfall angesehen zu werden..
        uns hat eine sehr grosse innere unruhe befallen..immer mussten wir an diese worte denken..

        und so kam es .. dass an einem winter abend gegen 21 uhr das tel. klingelt..die polizei befragte mich nach einem auto und dessen kennzeichen..das ich bejahte.. es sei ein familienmitglied..mitfühlend gaben sie mir zu verstehen.. dass der besitzer dieses fahrzeuges sich vermutlich das leben genommen habe..
        15 min später der nächste anruf.. ein anderer polizeiposten der ca.38km von der fundstelle des autos entfernt liegt.. teilte mir folgendes mit..passanten haben ihrer dienststelle gemeldet..das sich der besitzer dieses fahrzeuges vermutlich das leben genommen habe..

        meine frau und ich hatten ..als wir die vermeintliche suizid nachricht bekamen .. einen nervlichen ausnahmezustand..

        bei mir versagte die ganze motorig..konnte nicht mehr gehen kroch auf allen vieren planlos auf dem boden ..in dieser zeit war ich wie entrückt..mir war.. als hätte mein verstand den körper verlassen..und ein gefühl als würde ich ersticken..

        meine frau hat sich aus diesem ausnahmezustand nie mehr erhohlt.. es sind nur wenige tage im jahr wo sie richtig lachen kann.. Psychiater und tabletten..machen den altag erträglich..

        mein bruder joshua..eines was ich in meinem leben wirklich bereue
        ist.. als ich meinen fuss zum ersten mal in den königreichsaal gesetzt habe..ich würde es nie wieder tun..

        unser lieber angehöriger lebt..gott sei dank..aber wir haben immer noch angst es könnte geschenen..sein verhalten ist wie ferngesteuert..wie ein irrer..verursacht durch die unmenschliche drangsalierung der wiederaufnahme bestimmungen..

        wenn du mal in meiner nähe bist schau vorbei ..anna und bruder -info haben meine mai adresse und tel..

        wir wünschen dir viel kraft
        die schneerosen

        1. Svenja says:

          Liebe Schneerosen,

          ich kann euch gar nicht sagen, wie mich dieser Beitrag und eure Geschichte erschüttert und berührt hat.
          Wenn man so etwas hört, fehlen einem die Worte und man fragt sich, wo da die angebliche Liebe ist, die die Zeugen doch immer wieder so gerne unter sich benennen.
          Ich bete für euch und den genannten Bruder. Bei Gott sind alle Dinge möglich und er kann alles heil machen!

          Liebe Grüße!
          Svenja

          1. Ulrike P. says:

            Hallo liebe Schneerosen,
            möchte mich Svenja anschließen. Auch mir tat beim lesen deines Beitrags das Herz weh und mir gingen die Worte aus…

            Darf ich fragen wie es ihm mittlerweile geht? – Ich wünsche ihm so sehr, dass er nicht mehr nach dem schaut was hinter ihm liegt, sondern neben dem Vater nur noch den wahren Herrn und EINZIGEN Erlöser Jesus Christus im Blick hat.

            @ Joshua
            ZITAT:
            Nie wieder in meinem Leben werde ich so etwas über mich ergehen lassen. Bis heute habe ich mich nicht davon erholt und bin ein gebrochener Mensch, der nur langsam seinen Frieden mit Gott wiederfindet.

            Das ist ein sehr guter Vorsatz. Es ist einfach nur furchtbar was sich Menschen gegenseitig antun – ohne Rücksicht auf Verluste.
            Aber für alle Zeiten können sie dir deinen Frieden nicht rauben, du bist auf einem guten Weg. – Ich freue mich für dich, dass du Mit-Christen gefunden hast, die dir dabei eine Stütze sind.

            LG Ulli

          2. schneerose says:

            servus svenja

            es ist eine kurzform der ganzen geschichte.. würde ich alle einzelheiten erzählen ..was sich in den ca.8 monaten zugetragen hat hätte das ein taschenbuchformat..

            ein wichtiger punkt den alle wissen sollten

            nach seine ankündigung.. nicht mehr leben zu wollen habe ich ..habe ich sofort die zuständige ältestenschaft informiert..
            ich habe nicht nur bittend.. sonder bettelnd und flehend um eine begnadigung oder änderung der sanktionen gerungen..

            ihre antwort..
            was die auflagen für eine wiederaufnahme von XXX betrifft so ist dies eine beschlossene sache des komitees …usw..durch diese massnahmen ahmen wir die liebe jehovas nach..

            durch diese massnahmen ahmen wir die liebe jehovas nach..
            das war der schlußsatz ..

            er hat es zwar geschaft wieder ein WTG bruder zu werden..aber seinen verstand er bis zu heutigen tag verloren..

            einige seiner auflagen waren..
            keinen umgang mit weltlichen personen
            absoluten gruss und kontaktverbot zu den brüdern..
            besuch aller zusammenkünfte..

            es war eine geistige isolierhaft..

            wenn er vor einsamkeit in seiner wohnug fast zusammengebrochen ist kam er im schutze der dunkelheit.. um 22 uhr herum und saß stundenlang bei uns auf der bettkannte.. nur um ein bischen reden zu können..(was verboten war)..
            die angst gegen die auflage des komitees verstossen ..das schlechte gewissen wieder falsch gehandelt zu haben..brauchten ihn an die grenzen seiner lebensfreude..

            sie haben ihn als mensch völlig gebrochen ..

        2. Christin says:

          Liebe Schneerosen,
          auch Euch möchte ich mein tiefes Mitgefühl ausprechen.
          Es ist schrecklich was ihr erleben musstet. Ich bin sehr traurig und wütend zugleich was im Namen der Liebe Jehovas an Eiseskälte Eurem Angehörigen angetan wurde.
          Ich wünsche Euch von ganzem Herzen den Frieden Gottes und die Gnade unseres Herrn Jesus.
          Liebe Grüße
          Christin

          1. schneerose says:

            servus christin

            ich habe manches schon vergessen..meine frau sagte mir heute.. ob ich mich noch erinnere ..es war eine winternacht mit viel neuschnee.. wir hatten unser schlafzimmer hofseitig im ersten stock.. gegen 23 uhr war auf den fenstern ein dumpfes nacheinander folgendes bum ..bum zu hören.. als ob ein vogel gegen die scheiben fliegt..nach einer kurzen pause wieder ein bum..bum..

            das ging einige zeit so..wie gesagt.. ich kann nur das schreiben was meine frau sagt..ich kann mich nicht richtig erinnern..

            nach einiger zeit kam einer unserer söhne von der arbeit nach nachhause.. mit ihm konnte er das haus betreten..er getraute sich bei der haustür nicht zu klingeln..aus angst.. sie könnten den ältesten davon erzählen.. deshalb warf er schneebälle an das fenster.. in der hoffnung auf einlass..

            jemand hat gefragt wies ihm heute geht..

            er kann sich an diese dinge nicht richtig erinnern..er verneint.. bestreiten oder verdrehet die sachen..

            seine angehörigen die ihn in der schwersten stunden seines lebens beigestanden sind ..verachtet er (außer mir.. sind sie jetzt wegen des selben vergehen wie er ausgeschossen)..weder grüsst er.. noch redet er mit ihnen.. er würde sich für die WTG sofort in die luft sprengen wenn das der WT fordert..

            sogar die versammlung erkennt.. dass er nicht richtig im kopf ist..
            verursacht wurde dies..(wir konnten es über die monate genau beobachten.).durch die geistige vollisolierung..

            was in jener winternacht geschah.. wo die polizei uns verständigte wissen wir nicht ..er hat es nie erzählt.. wir konnten ihn eineinhalb tage nicht erreichen..also erst am übernächsten tag..

            was wir von seiner ex freundin wissen.. er hat von seiner arbeitsstelle unbefugt starke tapetten entwendet.die man alten menschen gibt die überaktiv sind oder nicht schlafen können..

            ob er sie genommen hat oder nicht..wir haben keine ahnung..wir sehen nur ..dass er seinen verstand verloren hat .. meine frau leidet sehr darunter..

            euch allen da drausen
            grüsse von uns schneerosen

          2. Ulrike P. says:

            Hallo liebe Schneerosen,
            ZITAT:
            „…jemand hat gefragt wies ihm heute geht..

            er kann sich an diese dinge nicht richtig erinnern..er verneint.. bestreiten oder verdrehet die sachen…“

            Dieser Jemand war ich. 🙂
            Eure Geschichte liest sich so furchtbar grausam…da tut sich ja wirklich ein menschlicher Abgrund nach dem anderen auf…

            So…hat er nun nach der Vollisolierung „Kontaktverbot zu Weltmenschen, plus Kontaktverbot zu Glaubensbrüdern-inclusive Familie“, letztlich seinen Verstand verloren…wundert mich kein bisschen…
            Aber es ist traurig und zerreißt mir das Herz – wie viel besser für ihn und euch alle wäre es gewesen, wenn er sofort der WTG den Rücken gekehrt hätte, ohne sich ihrer Unbarmherzigkeit und Lieblosigkeit auszuliefern. – Denn erst dann ist der Blick frei auf den einzigen Erlöser, Jesus Christus.

            Doch die WTG hat ihn nachhaltig krank gemacht, hat ihn Jahr um Jahr mit ihrem Gift innerlich zerstört – und darum ist er nicht normalen Maßstäben zu messen.
            Darum gilt für ihn: „Niemand fällt tiefer, als in Gottes Hand.“

            Eines Tages, werdet ihr wieder mit ihm vereint sein und diese grauenvolle Zeit wird der Vergangenheit angehören, an die nicht mehr gedacht wird.
            Haltet euch daran fest.

            LG Ulli

          3. schneerose says:

            meine schwestern ulrike p & christin

            warum hat er diese ganze unterdrückung mitgemacht..
            zu dieser zeit war die familie noch aktiv..ich selber habe ihm wieder und wieder gut zugeredet durchzuhalten..das die wiederaufnahme so lange dauert hatte einen grund.

            die verhaltens regel sind für alle zurück kommenden gleich..
            besuch der zusammenkünfte
            kontaktverbot und grussverbot zu den brüdern
            vorbereitung, bunt bemalter wachtturm
            stark eingechränkter kontakt mit der welt..

            der grund für das letztere

            innerhalb 8 jahren hatte er 2 mal eine welt. freundin ..natürlich die damit verbundenen regel was bei uns als hurerei bezeichnet wird kamen zum tragen..( 2 mal ausgeschossen wegen hurerei..)

            die wiederaufnahme sollte für ihn ein denkzettel sein..in ihrer gerechtigkeit haben die ältesten eines vergessen .es ist ein mensch mit gefühen und bedürfnisen..( nicht einmal tiere dürfen in unseren land so behandelt werden)

            glück hoffnung zuversicht so würde ich die ersten monate beschreiben..wir freuten uns mit ihm bald wieder bruder genant zu werden..

            die wochen und monate vergingen..seinen inneren zusammenbruch bemerkten wir ..konnten nicht helfen.. hoffnungslos und aussichtslos von der einsamkeit erdrückt.. alleine in der wohnung.. und dann seine ankündigung ..wörtlich..ICH MÖCHTE NICHT MEHR SEIN..

            nur meiner frau vertraute er dieses geheimnis an..mir gegenüber so denke ich ..schämte er sich..

            viel habe ich nachgedacht wie er seinen weggang wohl geplant hatte..eines was ich sicher sagen kann ..es sollte wie ein unfall oder oder unglück aussehen..

            nie hätte er es übers herz gebracht seiner familie und der warheit wegen.. einen für die öffentlichkeit sichtbaren weggang zu planen..

            jahrelange überlegungen und in anbetracht aller dinge und fakten die ich kenne.. ist ein erfrierungs und erschöpfungstod das wahrscheinlichste ..

            die starken beruhigungs medikamente sollten ihn schmerzfrei in den kälteschlaf bringen ..
            nur seine familie und die ältesten hätten gewußt was der grund seiner erfrierung ist..

            winter.. schneefall .. nachts.. auf einen berg..keine nachricht wo.. starke beruhigungs medikamente.. handy ausgeschaltet..keine ausrüstung zum übernachten im freien..(möglicherweise war der scheefall seine rettung..es ist nicht so kalt)

            nach diesem vorfall ist eine andere person vor uns gestanden..
            begebenheiten wo er sich einbildet ..das der teufel durch welt.personen zu ihm spricht..oder ständig sieht er zeichen von jehova.. brüder die eine eigene meinung haben sind vom teufel inspiriert..es gibt nur zwei farben.. schwarz oder weis..
            die WTG hat ihn um seinen verstand gebracht..

            grüsse an euch und euren familien
            von den schneerosen

          4. Ulrike P. says:

            Hallo liebe Schneerosen,
            du hast vollkommen recht. – Er ist von der unmenschlichen WTG-Doktrin seelisch gebrochen worden.
            Sich gedanklich schon dem Leben entzogen, sieht er es nun vielleicht als göttliche Fügung an, dass er es überlebt hat und hat sich ganz der Wachtturm-Wahrheit ergeben. – Vermutlich würde er alles andere nicht ertragen, denn dann wäre ja die Zeit der Selbstzerfleischung als völlig sinnlos offenbart. Aber nicht das ihm das bewusst wäre…

            Das ist natürlich nur ein kümmerlicher Versuch, seinen seelischen Zusammenbruch zu erklären…

            Wie traurig das sich alles so entwickelt hat…aber lass´es mich noch einmal sagen: Der Schaden den diese hartherzigen und völlig unbiblischen Maßnahmen anrichten, wird nicht für alle Zeiten währen.

            LG Ulli

        3. Barbara says:

          Liebe Schneerosen,
          Eure 2 Kommentare über Euren Familienangehörigen, der von den Ältesten so menschenverachtend behandelt und daran zerbrochen ist haben mich sehr erschüttert. Auch das es Deiner Frau so schlecht geht, macht mich sehr betroffen. Ich bete für Euch.
          Liebe Grüße,
          Barbara

      2. Christin says:

        Lieber Joshua,
        ich möchte Dir mein Mitgefühl ausprechen. Mir steckt richtig ein Kloß im Hals.
        Es tut mir sehr sehr leid wie mit Dir Verfahren wurde. Leider ist das kein Einzelfall. Die Herzlosigkeit schreit zum Himmel.
        Du bist nicht allein – hier sind Deine wirklichen Brüder und Schwestern.
        Ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute und die Gnade unseres Herrn Jesus.
        Lg Christin

      3. Esther says:

        Hallo Joshua,
        bin leider erst jetzt auf die BI gestoßen. Wenn ich mal nicht so linientreu gewesen wäre und mal hier eher geschaut hätte, wäre uns wahrscheinlich einiges an Leid erspart geblieben. Aber ich kann es nur zu gut nachvollziehen, wie es Dir damals gegangen ist. Wir (mein Mann und ich) sind seit Oktober 13 ausgeschlossen und es dauert lange, bis man wirklich verstehen kann, was mit einem gemacht bzw. angetan wurde von dieser Organisation.
        Unsere Tochter wurde vor fast 3 Jahren ausgeschlossen und wir haben uns geweigert, den Kontakt mit ihr abzubrechen.
        Irgendwann dann ein Gespräch der Ä – wenn ihr das nicht lasst, müssen wir euch als „bezeichnet “ gelten lassen, schon der Ausdruck allein ist …

        Dann die Hochzeit der „ausgeschlossenen“ Tochter, eine Woche zuvor wollte der KA einen Hirtenbesuch bei uns machen, den wir aber abgelehnt haben. Hatte ziemliche Depressionen und gesagt, ich bin krank. 2 Wochen danach ein Anruf, „Einladung“ zu einem Rechtskommitee – wir wussten gar nicht genau wieso. Der Ä am Tel. sagte wir hätten mit „Hurern“ Kontakt (eigene Tochter und Schwiegersohn) – hätten eine Hochzeit ausgerichtet, was gar nicht stimmt.

        Außerdem pflege ich meine Demenzkranke Mutter seit 4 Jahren. Auch eine Schwester. Sie war ihr halbes Leben Pionier und hat gespendet ohne Ende. Bis jetzt war ein einziges Mal in der ganzen Zeit jemand da, um mal nach ihr zu schauen. Wenn sie tot wäre würde das die liebende und sich um die älteren und kranken kümmernde Versammlung gar nicht merken.

        Wir gaben ihm zu verstehen, das ich das im Moment nicht könne, da die Depressionen sehr stark seien und ich nur am heulen bin. Seine Antwort darauf „Wir wollen hier echte Reue sehen und keinen Nervenzusammenbruch“.

        Mein Mann ging allein hin, an einem Tag und um eine Uhrzeit an dem die Nachbarversammlung gerade da war. Man kennt ja viele. (Wir sind beide in der „Wahrheit“ groß geworden.

        Der Vorsitzführende verleierte die Augen als mein Mann begann aus seinem Leben zu erzählen,(mit 12 Vater verloren, von da an immer schwer wegen des großen Grundstücks gearbeitet, mit 23 Mutter ebenfalls gestorben). Dann fing er noch an ihm die Worte im Mund rumzudrehen, er würde Gott lästern usw. Danach wartete mein Mann auf sein – nein unser „Urteil“. Er wollte sich ins Auto setzen, das aber auf der Straße stand, die Eingangstür fiel hinter ihm zu, mit Sperre drin, ging also auch nicht wieder auf und das Tor war abgeschlossen, klingeln hätte bedeutet, die Leute der anderen Versammlung rauszurufen, so stand er da 1 1/2 Stunden bei eisiger Kälte im Freien um dann das Urteil zu erfahren.

        Wir haben ja mit allem gerechnet, aber nicht mit sowas!!

        Wir sind in Berufung gegangen, aber ohne Erfolg. Bei der Berufungsverhandlung war ich dann auch mit, habe natürlich die ganze Zeit geheult. Das Ä böse sein können war mir ja klar, aber solche eisigen versteinerten Miene habe ich noch nie gesehen. Der blanke Hass stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Uns wurde von einem Tag auf den anderen der Boden unter den Füßen weggezogen. Aber mittleiweile geht es langsam wieder, Jehova sei dank, und BI sei dank, denn erst hier habe ich erfahren, das das kein Einzelfall ist.

        Auch wurde uns später berichtet, das der Ä, der den Ausschluss von uns bekanntgegeben hat ein leichtes Lächeln auf den Lippen hatte.
        Es war übrigens der gleiche, der den Vorsitz bei der Verhandlung geführt hat.

        Wiederaufnahmeantrag der Tochter wurde natürlich abgelehnt, mit den üblichen Argumenten wie ihr lest zu wenig in der Bibel.

        Da kommen dir doch echt Gedanken wie, Barmherzigkeit, Güte, liebende Ä … überall, nur nicht bei ZJ. So behandelt man seinen ärgsten Feind nicht, und wir sollten ja unsere Feinde sogar lieben und die Schafe erst recht —
        Liebe Grüße Esther

        1. Nachdenker an Esther says:

          Hallo Esther,
          warum nur lässt man sich so eine menschenverachtende, beleidigende und absolut nicht biblische Handlungsweise gefallen. Von keiner anderen Institution oder von keinem anderen Verein wuerde man sich sowas gefallen lassen. Euer Fall ist ja leider kein Einzelfall. Aber versucht das Erlittene zu hinter euch zu lassen und eure Familie zu festigen und vertraut dabei auf Gottes Wort und nicht auf das was man euch lange vermittelt hat.
          Grüße
          Nachdenker

          1. Esther says:

            Lieber Nachdenker!
            Zu deiner Frage, warum man sich das gefallen lässt, hat man denn eine andere Wahl? Du hast so recht. Aber solange man nicht mit der Maschinerie in Berührung kommt, weiss man doch garnicht, wie brutal es wirklich ist. Wenn früher jemand ausgeschlossen wurde, dachte man immer, es wird schon einen Grund haben, die Wahrheit hat man doch eh nicht erfahren. Und so geht es den anderen in der Versammlung noch heute. aber dank Jehovas Hilfe ist unsere Familie daran nicht zerbrochen sondern gestärkt worden und einer ist für den anderen da. Und ich bin wirklich so froh, BI gefunden zu haben. Es ist ein anderer Geist zu spüren.
            Liebe Grüße Esther

          2. Nachdenker an Esther says:

            Hallo Esther,
            Recht hast du. Ein glueckliches Familienleben funktioniert in dem Club nur, wenn sich alle an die Regeln halten, egal obs ihnen passt oder nicht. So gibts meiner Meinung nach unendlich viele, die gute Miene zim bösen Spiel machen und sich lieber anpassen als den konsequenten und harten Weg zu gehen. Darum auch die vielen psychischen Probleme in den Versammlungen. Diese Spagat hält auf Dauer niemand aus ohne zu zerbrechen oder wenigstens einen Schaden davon zu tragen. Da gaebe es bei vielen „treuen “ Zeugen ne Menge aufzuarbeiten, glaub mir.
            Grüße
            Nachdenker

    2. Anna says:

      Lieber Matthäus,
      da bin ich aber gespannt ob Reaktionen seitens mitlesender Ältester kommen. Schön wäre es ja!
      Um auf Christus und wie er die Ehebrecherin behandelte zurückzukommen:
      Jesus hat die Frau nicht ausgefragt im Sinne von wie oft, mit wem, wie usw. Bei einem Rechtskommitee wäre die Frau mindestens 3 Männern! gegenüber. Sie müsste den genauen Hergang usw. schildern. Was empfinden dann diese Männer bei der genauen Schilderung der sexuellen Erlebnisse dieser angeklagten Frau??? Wäre es ein Zeichen von Reue, d.h. nur eine Verwarnung statt Gemeinschaftsentzug wenn die Frau sagt es hätte ihr keinen Spass gemacht?
      Es gibt ein Sprichwort welches hier zutreffend ist: „Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen“.

      Dieses Fallbeispiel soll nur die Unsinnigkeit eines Rechtskomitees aufzeigen. In keinem Gericht der zivilisierten Welt ist eine Frau mindestens 3!!! Männern schutzlos ausgeliefert.
      Gemäß Hütebuch darf bei einer Verhandlung wg. Ehebruchs zwar der Ehemann der ganzen Verhandlung beiwohnen. Im umgekehrten Fall jedoch, falls der Mann Ehebruch begangen hat darf die Frau nur kurz zur Befragung hinzugezogen werden… Und das ist dann Gerechtigkeit so wie Jehova es möchte?

      Wie Du bin ich jetzt gespannt ob es Antworten von organisationstreuen Brüdern gibt.

      Viele liebe Grüße vom Restsommer sendet herzlich Anna

      1. Robin says:

        Liebe Anna,

        deine Kritik ist angebracht, nur leider wissen viel zuwenige, vor allem zuwenige der „treuen und vielgelobten Verkündigerinnen“ von dieser Art Rechtsprechung. Ich bin kein „organisationstreuer“ Bruder, aber ich bin ein Ältester, oder auch Aufseher – gefällt mir zwar auch nicht, aber bei „Bischof“ hätte ich noch mehr Probleme 😉 – und ich will hier kurz erzählen, wie ich damit umgehe:

        Seit dem Wt vom 15. Juli 2006, Fragen von Lesern ab Seite 29, habe ich meine Mitältesten damit konfrontiert, dass ich bei keinem Rechtskommitee mitmache, in dem es um intime Fragen geht.
        1. Weil ich diese nicht biblisch begründen kann.
        2. Weil die Art der Fragen sich mit der im Grundgesetz verankerten Menschenwürde (ist unantastbar!) nicht vereinbaren lassen.
        3. Weil mich solche Dinge nichts angehen (beim TV müsste ich bei Sexszenen abschalten, im Rechtskomitee müsste ich nach Details fragen?!).

        Ich weiß, dass vor allem Brüder und Schwestern, die in der „Wahrheit“ geboren oder aufgewachsen sind, sich schwer tun, Rat vom „Sklaven“ zu hinterfragen. Die Watchtower-CD bietet manchmal die Möglichkeit Rat zu geben, weil es „der Sklave so gesagt hat“ und zu vielen Themen gibt es in Wt-Literatur widersprüchliche Aussagen. Als Ältester, der seinen Rat auf Gottes Wort begründet, greife ich auch manchmal zu Wt-Artikeln, wie zum Beispiel einem zum Thema LÜGEN, hier zitiert aus dem Einsichtenbuch 2, Seite 237:

        ZITAT:
        Bösartiges Lügen wird zwar in der Bibel deutlich verurteilt, aber das bedeutet nicht, daß man verpflichtet ist, jemandem wahrheitsgemäß irgendwelche Informationen zu geben, die zu erhalten er kein Recht hat. Jesus Christus gab den Rat: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen“ (Mat 7:6). Deshalb hielt sich Jesus bei gewissen Gelegenheiten zurück, eine vollständige Auskunft zu geben oder gewisse Fragen direkt zu beantworten, wenn er dadurch unnötigen Schaden angerichtet hätte (Mat 15:1-6; 21:23-27; Joh 7:3-10).
        ZITATENDE

        Sicher soll dieser Rat angewendet werden, wenn es darum geht, dass „Weltmenschen“ von uns was wissen wollen, was uns schaden könnte, aber auch ein Ältester hat kein Recht eine Schwester über intime Dinge auszufragen.
        Am Beispiel Jesu in diesem Einsichtenbuch-Zitat wird der Rat gegeben, lieber zu schweigen, als unnötigen Schaden anzurichten. Es könnte ja jemand (evtl. ein Bruder des Rechtskomitees) zum Straucheln gebracht werden (2. Korinther 6:3 In keiner Weise geben wir irgendeine Ursache zum Straucheln, . . .) – will doch keiner von uns, oder?

        Wie sagte doch Jesus, nach Matthäus 10:16 „Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben.“

        Ein Trost, dass er bei uns ist, auch wenn andere uns verlassen sollten.

        Lieb Grüße
        Robin

        1. Matthäus says:

          Lieber Robin,
          meinen größten Respekt und meine Hochachtung vor Deiner Haltung und Entscheidung!
          Gäbe es mehr solcher Ältester dann würden die Versammlungen aufblühen. Wie schon Salomo sagte: Herrscht ein guter König oder Stadthalter dann frohlockt das Volk und liebt ihren König.
          Das heute viele Älteste keine Achtung mehr bekommen das haben sie sich selbst zuzuschreiben. Wie machtgierige Despoten werden sie vom Volk verachtet.
          Das Problem liegt nur in einer Sache: diese Aufseher bis hinauf zu LK haben Jesu Worte noch nie begriffen: Der größte soll euer Diener sein – nur einer ist euer Führer ihr ALLE seid Brüder
          Bitte mach weiter so und gibt Deinen Mitältesten ein gutes Beispiel, mach ihnen klar nur so ernten sie Respekt und Liebe wie Achtung von den Brüdern !!!

          LG von einem ehemaligem Ältesten

        2. Radulf says:

          Lieber Robin!

          Ich kann dir nur sagen, dass du nicht der einzige bist! Immer mehr Älteste erkennen, was es heißt Christus nachzufolgen.

          Wenn du aus Österreich bist, hast du es umso schwerer, weil viele Versammlungen miteinander verwickelt und die Hardliner sich noch gegenseitig stützen.

          Wie es in Deutschland ist weiß ich nicht genau. Aber wenn ich mit Brüder aus Deutschland spreche, habe ich das Gefühl, dass doch ein anderer Geist herrscht.

          Einmal hatten wir einen Bruder aus Deutschland der eine Ansprahce bei uns hielt.

          Das war einer der besten Ansprachen die ich jemals gehört habe. Er hat nur die Bibel sprechen lassen. Dies war ja schon „ketzerisch“ für die Hardliner, aber eine Erfrischung für wahre Christen.

          Mir kommt es auch vor, dass im Verhältniss betrachtet, mehr Brüder aus Österreich schreiben als aus Deutschland.(vielleicht irre ich mich auch)

          Auf alle Fälle Robin wünsche ich die Jehovas Segen!

        3. Anna says:

          Lieber Robin,
          herzlichen Dank für Deine offenen Worte. Das gibt doch Mut dahingehend, dass es noch Älteste gibt die sich Jehova gegenüber wirklich verantwortlich fühlen. Herzlichen Dank für Deinen mutigen Entschluss bei Rechtskomiteefällen die sich mit sexuellen Verfehlungen beschäftigen nicht mehr mitzumachen. Ich wünsche Dir den Segen Jehovas und die Kraft Deinen Weg weiterzugehen. Um mit dem WT-Studium für diese Woche zu antworten: Folge nicht der Menge… und halte unter Druck seitens der Organisation stand das Gebot des Christus zu erfüllen.
          Alles Gute weiterhin und nochmals Danke
          Anna

        4. Hans says:

          Hi Robin,

          sehe ich ähnlich wie du! Die gesamte Ausschlusspraxis hat auch Ray Franz sehr gut analysiert. Glaube im vor allem im zweiten Buch.

          Mich interessiert:
          Hast du deine Begründungen, also die Punkte 1-3, deine Mitältesten auch gesagt?
          Musste nur an meine Mitältesten denken. Wenn ich die Gründe so äußern würde, wäre ich wohl gegrillt worden 🙂

          Deinen Hinweis auf die Möglichkeit zu schweigen finde ich SEHR WICHTIG!! Leider wird das Verweigern von Antworten nur von wenigen in Anspruch genommen. Auch Jesus gab oft „keine Antwort“!

          Man denke auch an die weltliche Rechtssprechung: Niemand muss aussagen, wenn er sich selbst belastet. Hab auch selbst erlebt, wie einem auch Dinge in den Mund gelegt werden. Oder einfach die eigenen Aussagen völlig verdreht wurden, um sie gegen einen zu verwenden. In solchen Situationen wünscht man sich einen Anwalt, der für einen spricht und auf Gerechtigkeit ohne eigene hochkochende Emotionen in den Gesprächen achten kann. Leider gibt es auch diese Möglichkeit nicht, im Gegensatz zur weltlichen Rechtssprechung.

          LG
          Hans

          1. Robin says:

            Hallo Hans,

            gut, dass andere Älteste auch so denken.

            Ja, ich habe meinen Mitältesten und inzwischen auch dem dritten KA meine Bedenken dargelegt, unter anderem auch mit der Begründung, dass sich eine betroffene Schwester an die Öffentlichkeit wenden könnte. Welche Schmach würde hierbei auf Jehovas Namen gebracht werden.

            Glücklicherweise gab es in unserer Versammlung in den letzten Jahren zum Thema „Hurerei“ weniger Probleme, als uns die Wt-Publikationen einzureden versuchen. Einen Fall haben meine RK-Brüder, trotz Bedenken von mir und die von zwei weiteren Ältesten übereilt entschieden. Die Schwester hatte daraufhin ein Berufungskomitee eingeschaltet – und gewonnen!

            In meiner Versammlung habe ich in der Ältestenschaft eigentlich nur einen, mit dem ich über Zweifel und falsche Lehren reden kann. Trotzdem hängt der Bruder sehr an seinem Amt, deshalb bin ich jeden Tag aufs Neue darüber glücklich, dass Gott mir eine Frau geschenkt hat, mit der ich über ALLE Zweifel und ALLE falschen Lehren reden kann. Es ist zwar schade, aber letztendlich können wir in der „Wahrheit“ leider nicht mit jedem die Wahrheit reden, sondern müssen eben manchmal, wie drückte es Jesus aus?

            (Matthäus 10:16, 17) 16 Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen geißeln.

            Manches, was vom truvS kommt, ist auch gut. Z. B. zum Thema Vertrauen, hier aus dem Wt vom 15.8.1998:

            „In Psalm 146:3 wird uns geraten: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“
            Und in Jeremia 17:5-7 lesen wir: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet.“

            Zitatende

            Danke fürs Zuhören und
            möge dir Jehova die richtigen Worte in den Sinn geben, wenn du mit deinen Mitdienern redest.

            LG
            Robin

          2. Alois says:

            Lieber Robin

            Du hast geschrieben:
            Manches, was vom truvS kommt, ist auch gut. Z. B. zum Thema Vertrauen, hier aus dem Wt vom 15.8.1998:

            „In Psalm 146:3 wird uns geraten: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“
            Und in Jeremia 17:5-7 lesen wir: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet.“
            Zitat Ende

            Ich glaube dass unser Vater Jehova auch manchmal die Organisation benutzt um uns eine Nachricht zu übermitteln. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass manchmal ganz gute Hinweise von der Organisation kommen.

            Nur sind die Meisten Zeugen blind und taub und erkennen die Hinweise nicht. Aber auch dieses Verhalten hat Jesus gepredigt.

            Liebe Grüße
            Alois

      2. Barbara says:

        Liebe Anna,
        dazu eine für mich doppelbödige Passage aus „Hütet die Herde Gottes“ S.90, Abs. 5 : Das Komitee sollte zunächst ermitteln, was geschah und wie der Beschuldigte eingestellt ist. Dazu muss man taktvoll geschickte Fragen stellen. Das Rechtskomitee sollte sorgfältig vorgehen aber – BESONDERS BEI SEXUELLEM FEHLVERHALTEN – NICHT NACH UNNÖTIGEN EINZELHEITEN FRAGEN. DOCH MITUNTER MÜSSEN BESTIMMTE EINZELHEITEN GEKLÄRT WERDEN, WENN ES DARUM GEHT, OB JEMAND VOM BIBLISCHEN STANDPUNKT AUS FREI IST, SICH SCHEIDEN ZU LASSEN UND WIEDER ZU HEIRATEN. Zitatende
        Um das zu klären ist es sicher nicht notwendig, bis ins einzelne auszuloten welche Sexualpraktiken wie oft stattgefunden haben.

        Liebe Grüße,
        Barbara

        1. Matthäus says:

          Meine Beobachtung zu dieser Thematik ist diese:

          Sehr oft kann man feststellen dass Älteste die entweder eine übertriebene Organisationloyalität aufweisen oder die es „sonst im Leben es zu nichts gebracht haben“, in Verbindung mit ihrem Amt stolz sind und als Handlanger sich als etwas Besonderes vor kommen. Die Autorität die sie zu glauben haben, wird dann nicht selten missbraucht. Wieviele Tränen der Verbitterung habe ich hier schon erlebt. Eine Fam. aus 5 Personen bestehend von denen heute keiner mehr ein ZJ ist, nur weil Älteste im besonderen war es einer, unangebrachte Härte durchgesetz haben. Barmherzigkeit und Liebe ist ein Fremdwort – doch jeder muss sich Bewust sein – wer im Gericht ohne Barmherzigkeit amtet bei dem wird das Gericht bei ihm ohne Barmherzigkeit sein. Oder wie Jesus einmal sagte: Der die Schuld trägt das einer nur verloren geht, für den wird ein „Mühlstein bereitstehen und er wird in den Tiefen der Meere versenkt“ !!!

          1. Hans says:

            So isses Matthäus!

            Einige holen Anerkennung, Macht und das Gefühl, „etwas zu melden zu haben“ in der Versammlung nach. Oder können hier ihre narzistischen Züge ausleben.

            Oft sind die Ältesten die übelsten, die zu Hause und/oder in der Arbeit nichts zu melden haben. So nach dem Motto: Wenn mir schon Frau, Kinder und Chef auf dem Kopf rumturnen, nicht „meine“ Verkündiger – denen zeig ich schon, wo’s langgeht.

            Traurig und schlimm für die Opfer, die unter den Persönlichkeitsstörungen der anderen zu leiden haben, weil das WTG-Regelwerk vorgeschoben wird, um sich auszuleben.

            Allerdings ist das ingesamt gesehen wohl einfach nur ein menschliches Verhalten, was es in anderen Gruppen oder Firmen auch gibt. Die Frage ist nur, wie damit umgegangen wird und ob der Rahmen bzw. das Regelwerk dies auch noch fördert oder unterbindet.

            LG
            Hans

    3. Frank&Frei says:

      da hat jemand in meinem Bekanntenkreis Ehebruch begangen, ht sich gestellt, wurde ausgeschlossen. Das ist nun schon fast 2 Jahr eher.
      Betreffende Person hat sich besonnen, lebt wieder in der Ehe, dass heißt Ehepartner hat vergeben.
      INzwischen wurde der wohl dritte oder vierte Wiederaufnahme-antrag gestellt. Es sollte eine Antwort geben, schon vor etewa 4 Wochen.
      Aber – nichts kommt. Verwandte fragten nach, weil ein Familienfest anstand, wo alle gern geschlossen bei sein wollten. Die Antwort war nur: es dauert, die Ältesten sind alle beschäftigt oder im Urlaub.

      Fazit: Wie können die Ernsthaftigkeit zeigen, wo ein reuiger Sünder schon merhmals „nach Canossa“ ging?
      Soviel Hochmut, Gleichgültigkeit und Arroganz von den „führern“ der Versammlung? das ist 3 Packen minus 2 Packen = einpacken.

      Die nehmen ganz bewußt in Kauf, dass Menschen innerlich verelenden. Und die Selteraner stützen solche Maßlosigkeiten noch.
      Da war unser Herr Jesus doch ein ganz anderer als diese selbstverliebten „Richter“, die allesamt das richteramt nicht studiert haben sondern nur nach dem WT Talmud leben

      1. Matthäus says:

        Damit ist noch lange nicht das Maß überschritten lieber Frank!

        Ich kenne jemand der ich weiß gar nicht mehr wie oft der schon um Wiederaufnahme angesucht hat und immer wieder abgelehnt wurde.
        Barmherzigkeit ist ein Fremdwort. Jene werden die gleiche Härte des Gerichts erfahren wenn es um ihre Haut geht, dann gibt es das große Heulen und Zähneknirschen, dann möchte ich nicht in der Haut jener Verantwortlichen stecken, wobei allem voran jene betroffen sein werden die solche Weisungen herausgeben – von Christus haben wir etwas anderes gelernt. Seine mehrfachen Worte waren: „ICH WILL BARMHERZIGKEIT, …wenn ihr es nur verstehn würdet!“

        Es sei erlaubt, hier wieder einmal an der Praxis der Wiederaufnahmeverfahren unter Jehovas Zeugen ausgerichtete ‘theokratische’ Fassung vorzustellen:

        Man sah ihn kommen und wartete, bis er da war; nachdem er seinen Wunsch um Rückkehr ins Elternhaus geäußert hatte, wurde ihm erklärt: so wie du bist, verdreckt, zerlumpt, stinkig, noch von den Schweinen beschmutzt, kannst du hier nicht herein; säubere dich erst einmal durch Werke der Reue und ziehe andere Kleidung aus guten Taten an, und dann komm wieder. Dann werden wir darüber sprechen, eine Besprechung abhalten; dann kannst du ins Haus kommen; aber setze dich bitte unauffällig in die Ecke und rede nicht mit den Hausbewohnern, damit wir deine Demut sehen. Es ist auch ihnen übrigens verboten, dich zu grüßen oder mit dir zu sprechen. Bringe sie also nicht in Verlegenheit! Und nach einer gewissen Zeit werden wir dir bei einer entsprechenden Beurteilung unsererseits erlauben, dich wieder zur Familie zu zählen; aber deine frühere Stellung kannst du nicht wieder erhalten; vor allem erwarten wir, daß du dich dem Verwalter und seinen Beauftragten wie auch allen Regeln genauestens unterwirfst; deine Taten werden auch nicht vergessen; vielmehr werden wir die Unterlagen darüber noch jahrelang aufbewahren.

        Wir freuen uns natürlich, wenn du zurückkommen willst, aber zuerst einmal strenge dich an und erfülle die Voraussetzungen; so einfach, wie du dir das vorgestellt hast, geht es nicht, denn schließlich müssen wir unser Haus rein erhalten!

        (So ist mir die theokratische Verfahrensweise seit vielen Jahren bekannt; sollte jemand eine andere Weise kennen, möge er es hier kundtun).

        Biblische Fassung

        Fahren wir nun in der biblischen Fassung fort, die ein wenig verschieden davon ist. Der Vater sah den Sohn von Ferne und er sichtlich bewegt!!! Ja, wir brauchen uns als Sünder nicht zu scheuen, vor Gott zu erscheinen und die Wahrheit zu bekennen; Jesus starb für Sünder, nicht für (Selbst)gerechte! ‘Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und er hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind’ (Psalm 34:19).

        Der Vater lief dem Sohn entgegen; er verlangte nicht zuerst Taten der Reue, Reinigung, Isolation aus Demut, Bewährung oder gar Rückkehr zu einer Organisation, verbunden mit aktenmäßiger Erfassung aller Umstände und deren Aufbewahrung, wie es in totalitären Systemen üblich ist; nein, die Gnade kam zuerst, war schon da! Der Vater wie auch die Gnade ließen sich nicht abschrecken vom Äußeren und Inneren; Jesus hat nie etwas anderes verlangt als Umkehr zu ihm! Manche sagen: erst mußt du dein Leben in Ordnung bringen, es ‘heiligen’. Nein, erst kommt die Umkehr zu Jesus, die Rechtfertigung aus Gnade, die Sohnschaft in der Familie Gottes, dann bewirkt dieselbe Gnade auch unsere Heiligung.

        Der Vater umarmte und küßte den Sohn: am Anfang stand die Gnade!

        Dann legte der Sohn sein Bekenntnis ab. Das war wichtig! Er hätte ja auch denken können: ‘der Vater ist gnädig, also schweige ich, und alles ist in Ordnung! So schlimm war es ja wohl nicht mit dem bißchen Sünde! Ich habe doch auch noch etwas Stolz, etwas Eigenliebe!’ Doch das hätte einen ganz verkehrten Herzenszustand geoffenbart! Seine Schuld wäre immer noch zwischen ihm und dem Vater verblieben; es wäre kein wirklicher Friede zwischen ihnen gewesen. Man kann auch auf diese Weise ‘umkehren’, und manche tun es; aber es ist keine echte Umkehr in das ‘Vaterhaus’!

        Das Sündenbekenntnis des Sohnes war notwendig! Es war das Zeichen einer rechten Herzensumwandlung! Wenn unser Leben wirklich neu werden soll, dann müssen wir erkennen und bekennen, daß wir vor Gott gesündigt haben!

        Interessant ist jedoch, daß der Sohn einen Satz seines Bekenntnisses, das er vortragen wollte, nun wegläßt; er wollte ursprünglich sagen: ‘mache mich zu einem deiner Tagelöhner’. In diesem Satz schwang immer noch die Sorge um sein Geschick mit; doch nun, beim Vater, läßt er diesen Satz weg; er vertraut völlig dem Vater, überläßt es völlig ihm, was mit ihm selbst geschehen soll. Hier kommt Glaube und Vertrauen in die Gnade des Vaters zum Ausdruck.

        Der Vater nimmt den Sohn ins Haus, ruft die Knechte – manche deuten sie als die Engel – und läßt dem Sohn drei Dinge bringen:
        1. ein Festgewand – nicht ein Flickengewand eigener Leistungen, sondern das Festgewand der Gerechtigkeit Christi, mit dem alle Kinder Gottes bekleidet werden, das Gewand der Gerechtigkeit, die Jesus für uns durch seinen Tod erworben hat
        2. den Ring der Sohnschaft als freies Kind der Familie Gottes
        3. Schuhe als Zeichen seiner Stellung, denn Sklaven trugen keine Schuhe, Schuhe für einen neuen Wandel als Glied der Familie Gottes

        Anschließend wird noch ein Festmahl gehalten mit Musik und Tanz, und alle – auch die Knechte – freuen sich, so wie Jesus dies auch in Lukas 15:7+10 gesagt hat. Festfreude statt Probezeit, Gnade statt Bewährung. Und dieses Festmahl, das ist die Verheißung des Wortes Gottes, wird sich im Reich Christi noch fortsetzen. Wenn dem nicht so wäre, dann wären wir die Elendsten unter allen Geschöpfen (1.Kor. 15:19). Aber Gott sei Dank für sein zuverlässiges Wort und wie er uns durch seinen lieben und ebenso barmherzigen Sohn belehren läßt!

        Die Belehrung ist demnach bei den meisten ZJ noch nicht angekommen. Schämen sich jene nicht die so mit den Brüdern Christi, oder Kindern Gottes verfahren? Siehe 1.Joh. 2:1,2 !!!

        Joh 1:29 Als Johannes am nächsten Tag bemerkte, dass Jesus zu ihm kam, rief er: „Seht, das ist Gottes Opferlamm, das die Sünde aller Menschen wegnimmt.

        In Wahrheit glauben solche Älteste an obige Aussage des Johannes nicht ihrer Meinung muß sich jemand die Gerechtigkeit verdienen und damit wird das Opfer Jesu mit Füssen getreten und als „Wertlos abgestempelt“!

        lg. Matthäus

        1. Andre says:

          Lieber Matthäus, oh wie wahr sind deine Worte !!!! Ja, so läuft die Praxis ab.
          Selbst das Argument, dass Jesus in die Herzen schauen konnte zählt nicht, denn der Vater aus dem bibl.Bsp. vom verlorenen Sohn hat sofort seinem Sohn vergeben.
          Ich kenne genau diese Praxis, diese entwürdige Verhalten den 3 Typen gegenüberzusitzen: „Wir sind hier, um rauszufinden, ob du echte Reue zeigst. War es eine einmalige Handlung ? Habt ihr öfters ? Waren es nur Spielchen oder habt ihr „echt“ ? Haben euch Brüder gesehen ? Und dann sitzen sie da, sowas von hochmütig, überheblich.. Was ich für Reue gezeugt haben.. Ob ich, wie König David, sinnbildlich mein Gewand zerissen habe.. Bin dagessen wir ein Vollidiot. Und dann die Warterei: 30 Minuten für diese Entscheidung. Ich hab es sowas von bereut, diesen Schritt zu tun und kann allen Z.J. hier nur sagen: Entwürdigend ist ein Dreck dagegen. Und selbst danach, als „es mir vergeben wurde“. Du wirst in der VS angeschaut wie der größte Verbrecher. Manche Älteste hatten mich sowie gemieden, nicht gegrüßt, die „Auflagen“ waren der größte Witz, da musste erst ein KA kommen und dies revidieren. Das ich aber 3 Monate schon gar nicht mehr in der VS war und es trotzdem keinen interessierte, warum und wieso, war allen egal. Es kam der sachliche Anruf des Ältesten: „Lt. KA werden deinen Auflagen geändert.. blabla..“ Das war das ganze Telefonat. Nicht mal ein „wie geht es dir“. Ich hoffe, der Mühlstein ist groß und schwer genug…

          Aber Jehova sieht alles und schenkt, so wie vorhergesagt, neue Freunde, neues Glück.
          LG Andre

          1. Manfred says:

            Lieber Andre,

            Zu Deinem letzten Satz: Aber Jehova sieht alles und schenkt, so wie vorhergesagt, neue Freunde, neues Glück. Zitat Ende,
            Kann ich nur antworten:

            Hier in diesem Forum findest Du neue Freunde, denen Du nicht egal bist und die nicht danach schauen, ob Du ausgeschlossen bist oder nicht. Als ich hier angfing mitzuschreiben, war ich noch ein Zeuge Jehovas, mittlerweile bin auch ich ausgeschlossen, doch die Brüder hier im Forum behandeln mich trotzdem genauso gut, wofür ich auch sehr dankbar bin.

            Weisst Du warum das so ist? Weil es hier nicht um Menschengebote geht, sondern weil man sich bemüht dem Christus genau nachzufolgen. Jesus hat die schwachen und unterdrückten Menschen ermuntert und aufgebaut und nicht niedergetreten, so wie es die Wachturm Zeugen tun.

            Und wenn Du Dich mal mit jemandem austauschen möchtest, dem es genauso geht wie Dir, dann kannst Du gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Schw. Anna oder Brd. Alois können Dir dann gerne meine emailadresse weiterleiten.

            Herzliche Grüsse Manfred

          2. Martin an Walter says:

            Lieber Andre,

            ich verstehe deinen Abscheu vor dieses infarme Verfahren. Vor kurzem wurde aus einer Versammlung berichtet, das ein Ältester in den sogenannten „örtlichen Bedürfnissen“ die Brüder der Versammlung gemäß Jak.5:13-16 aufforderte, rechtzeitig die Hilfe der Ältesten zu suchen… auch Sünden zu bekennen…usw. ist ja bekannt. Sie wollen helfen.. mit „Öl einreiben“… aber dann kam der entscheidende Satzteil…“selbst wenn harte Maßnahmen nötig sind…“!
            Genau das ist das fatale an der Ausbildung der Ältesten durch die WTG-Belehrung. Sie fordern die Brüder auf, Ihnen zu vertrauen, dass ihnen liebevoll geholfen wird. So zum Beispiel der Tagestext von heute, 17.09.2012: Zitat

            Sollte der Gerechte mich zurechtweisen, es wäre Öl auf das Haupt, das mein Haupt nicht zurückweisen möchte (Ps. 141:5).

            Was sollten wir tun, wenn wir beobachten, dass ein Christ Gefahr läuft, gegen biblische Grundsätze zu verstoßen? Würde liebende Güte uns nicht veranlassen, ihn anzusprechen, um ihn davor zu bewahren? Oder wir erfahren, dass ein Mitchrist eine schwere Sünde begangen hat. Veranlasst uns dann loyale Liebe, den Betreffenden aufzufordern, „die älteren Männer der Versammlung“ zu rufen, damit sie „über ihm beten und ihn im Namen Jehovas mit Öl einreiben“? (Jak. 5:14). Sollte er sich den Ältesten nicht anvertrauen, wäre es weder liebevoll noch gütig, die Sache für sich zu behalten. Vielleicht sind auch einige unserer Brüder oder Schwestern entmutigt oder einsam, fühlen sich unwürdig oder sind tief enttäuscht. Wenn wir solchen „bekümmerten Seelen tröstend zureden“, zeigen wir deutlich, dass das Gesetz liebender Güte auf unserer Zunge ist (1. Thes. 5:14). w10 15. 8. 3:16 Zitatende

            In Wahrheit schlummert in vielen Ältesten innerlich bereits das Schwert zur Hinrichtung des sogenannten Sünders. Das ist daran erkennbar, dass nach dem bekennen einer Sünde sofort eine Mechanik ausgelöst wird. Die zwei Ältesten sind sofort verpflichet, die gesamte Ältestenschaft zusammen zu rufen, denn es handelt sich um eine Sünde, die den Gemeinschaftsentzug nach sich ziehen kann. Das steht also bereits fest. Der Glücksfall besteht nur darin, ob ein Rechtskomitee zusammengestellt wird, das wirklich die Barmherzigkeit unseres himmlischen Vaters und unseres Herrn Jesus im Herzen trägt.

            Hier zeigen deine Erlebnisse und die vieler anderer, das Menschen überhaupt nicht fähig sind, diese Aufgabe stellvertretend für Jesus auf der Erde wahrzunehmen.

            „Jeder muss also, wenn er sich den Ältesten gegenüber offenbart, mit „harten Maßnahmen“ rechnen, wenn es die Ältesten für nötig halten. Die WTG hat hier eine Gesetzesvollstreckung in den Versammlungen geschaffen, die sie leider nicht kontrollieren kann, denn die Berichte, die an die Dienstabteilung gehen, können meistens nicht den wahren Herzenszustand eines Menschen darstellen und sind nicht selten manipuliert.

            Unserem himmlischen Vater sei Dank, das wir wissen, dass dieses System nicht seiner Verfahrensweise in dieser von der WTG praktizierten Form entspricht.

            Liebe Grüße
            Martin

          3. Alois says:

            Lieber Andre

            Zitat:
            Ich hoffe, der Mühlstein ist groß und schwer genug…

            Wenn die betreffenden Ältesten nicht noch breuen und den Weg zu Jesus finden, dann wird er schwer genug sein.
            Aber ich bitte Dich alles hinter Dir zu lassen und nach vorne zu schauen. Hier interessiert es niemanden ob Du ausgeschlossen bist. Kannst ja mal einen Vortrag aus dem Archiv Bruderinfo-Prophetie lesen:

            http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=579

            Liebe Grüße
            Alois

          4. Andre says:

            Hallo Alois,
            danke für den Link, werde ich mir in Ruhe mal Anschauen und deinem lieben Kommentar. Das von mir erlebte passte grad gut zu einigen Kommentaren; ich selbst habe damit abgeschlossen, als Erfahrung abgehakt. Mir ging es eigentlich nur darum, dass die aktiven Z.J. es mitbekommen, um was es bei dem Rechtskommite eigentlich geht. Es hat nichts mit liebevoller Zuchtmaßnahme Jehovas zu tun. Selbst beim „bereuen“ meiden die Ältesten und Brüder einen wie einen Schwerverbrecher. Da wieder 100% zurückzufinden – m.E. geht das nicht. Du stehst nach der VS an der Seite und Brüder machen einen großen Bogen um dich…

            Und für alle, die jetzt sagen mögen, da macht er Fehler und wundert sich, wenn Älteste sich mit ihm beschäftigen müssen:
            Ich hatte meine Ehe beendet und war auf der Suche nach einer neuen Beziehung (nicht voher). Aber auch hier geht es den Ältesten nicht darum, die Gründe für ein Handeln zu erforschen,
            warum, wieso macht evtl. jemand etwas.. nein, es ging um das urteilen. Allein die Tatsache, dass willkürlich 3 Älteste ausgesucht wurden, weil sie grad Zeit hatten (u.a.Rentner), der aber, mit dem ich ein gutes persönliches Verhältnis hatte, keine Chance hatte. Es war nicht der Grund der Hilfestellung, nein, es ging ums urteilen. Man könnte direkt den Eindruck haben, es hat sie aufgeg…. (böses Wort)…
            Liebe Grüße
            Andre

      2. Alois says:

        Johannes 8
        3. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen ein Weib [zu ihm], im Ehebruch ergriffen, und stellen sie in die Mitte
        4. und sagen zu ihm: Lehrer, dieses Weib ist im Ehebruch, auf er Tat selbst, ergriffen worden.
        5. In dem Gesetz aber hat uns Moses geboten, solche zu steinigen; du nun, was sagst du?
        6. Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, auf daß sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
        7. Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.
        8. Und wiederum bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.
        9. Als sie aber dies hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, anfangend von den Ältesten bis zu den Letzten; und Jesus wurde allein gelassen mit dem Weibe in der Mitte.
        10. Als aber Jesus sich aufrichtete [und außer dem Weibe niemand sah], sprach er zu ihr: Weib, wo sind jene, [deine Verkläger]? Hat niemand dich verurteilt?
        11. Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: So verurteile auch ich dich nicht; gehe hin und sündige nicht mehr.]

        Wieso können sich Ältesten nicht an Jesus ein Beispiel nehmen?
        Wieso lesen sie diese Worte im Bibelleseprogramm und wenden es aber nicht an?

        Weil sie keine Nachfolger Jesu sind, sie sind zu Scheinchristen geworden.

        Liebe Grüße
        Alois

  42. Berndt says:

    Hallo Walter, hallo Alois,

    die Frage wer wohl der treue und verständige Sklave ist, oder der kluge Knecht oder auch Hausverwalter, wie es die anderen Übersetzungen sagen, ist überflüssig, weil es sich in
    Matth. 24:45 eindeutig um ein Gleichnis Jesu handelt, das jeden Nachfolger Christi in die Pflicht nimmt.
    Walter hat sicherlich recht, wenn er darauf verweist, uns persönlich zu Fragen wie wir uns verhalten.
    Es ist schon erschreckend, wenn man beobachtet wie sich die Brüder in den Versammlungen hinter den t. u. v. Sklaven verstecken und sich damit der Eigenverantwortung entziehen. „Wir folgen ja dem Sklaven, er wird es richten, er trägt die Verantwortung für uns, und wenn wir ihm folgen und vertrauen kann uns nichts passieren“, das mögen ihre Überlegungen sein. Doch das ist ein Trugschluß.
    Deshalb sollten wir hier darauf verzichten zu spekulieren wer wohl der Sklave sein könnte.
    Es gibt nirgends in der Bibel einen Hinweis, das Jesus irgend welchen menschlichen Organisationen über seine „Habe“ setzt.
    Die Immobilien der Gesellschaft als die Habe Jesu zu bezeichnen , wie es neulich im WT stand, ist schon mehr als naiv. Diese „Habe“ hat weder Jehova noch Jesus nötig, um sein Werk für die Menschen zu vollenden.

    l.G.
    Berndt

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