203 Comments
  • Josef Moosbrugger
    Oktober 21, 2010

    Josef, August 2019

    Meine Recherche über Blut und deren Bestandteile ( Fraktionen ) :

    „Der HEILIGE GEIST SELBST und ‘unter seiner Führung’ auch wir haben nämlich beschlossen, euch nur die folgenden unbedingt nötigen Anweisungen zu geben und euch darüber hinaus keine weitere Last aufzuerlegen: Esst kein ‘Fleisch’, das den Götzen geopfert wurde, unterlasst den Genuss von Blut und von nicht ausgeblutetem Fleischund haltet euch fern von jeder Unmoral! Wenn ihr euch vor diesen Dingen in Acht nehmt, verhaltet ihr euch richtig. Und nun lebt wohl!“ 
    (Apostelgeschichte 15:28-29; Neue Genfer Übersetzung)
    Im griechischen Urtext von Apostelgeschichte 15:29 steht das Tätigkeitswort „απέχεσθαι“ (apechesthai). Es bedeutet „zurückhalten, weghalten, weg sein, weit entfernt sein“.
    Kann ich behaupten, von Fremdblut und seinen Bestandteilen WEIT ENTFERNT zu sein, wenn ich es auch nur in geringen Mengen( Fraktionen ) in meinen eigenen Blutkreislauf aufnehme?
    Kann ich auch behaupten, nur ein bisschen Götzendienst oder ein bisschen Hurerei ist erlaubt?
    Welche Strafe stand im AT auf Vergehen in Bezug auf Blut, Götzendienst und Hurerei?
    Wenn die Frage gestellt wird, warum wir nicht die Verwendung aller Blutbestandteile verbieten, mit dem Argument abzutun, diese würden ja nur in sehr „geringen Mengen“ verwendet werden und sei eine Frage der persönlichen Gewissensentscheidung. Das Essen von Fleisch weist ja auch geringe Mengen an Blut auf.

    Man denke dabei an folgendes:

    Fleisch wird nicht roh gegessen

    Organtransplantationen sind auch Bluttransfusionen mit einem hohen Anteil Leukozyten, werden jedoch erlaubt

    Die meisten Leukozyten im Körper eines Menschen befinden sich außerhalb des Blutkreislaufs. Der menschliche Körper enthält an die 2 bis 3 kg Leukozyten, und nur etwa 2 – 3 % davon sind im Blutkreislauf. Die übrigen 97 – 98 % sind im Körpergewebe verteilt und bilden das Abwehr- oder Immunsystem. Das bedeutet, daß jemand, der ein Organtransplantat empfängt, damit zusammen mehr körperfremde Leukozyten in seinen Körper aufnimmt, als wenn er eine Bluttransfusion erhalten hätte. Somit sind Organtransplantationen zu erlauben, sinnlos.

    Damit bleiben noch Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und Blutplättchen auf der Verbotsliste übrig. Wie steht es nun um die zulässigen Bestandteile?
    Albumine werden in erster Linie bei Verbrennungen und schweren Blutungen eingesetzt. Jemand mit Verbrennungen dritten Grades über 30 bis 50 Prozent seiner Körperoberfläche müßte etwa 600 Gramm Albumin erhalten. Wieviel Blut benötigt man, um diese Menge zu extrahieren? Es wären 10 bis 15 Liter erforderlich, um diese Menge an Albumin herzustellen. Das ist wohl kaum eine „geringe Menge.“ Außerdem ist klar, daß die vielen Liter Blut, denen das Albumin entzogen wird, gelagert und nicht „ausgegossen“ wurden und zudem von mehreren Spendern stammt.

    Ähnlich verhält es sich mit den Immunglobulinen (Gammaglobulinen). Um genügend Gammaglobulin zur Injektion herzustellen (Personen, die in gewisse südliche Länder reisen, unterziehen sich einer solchen Impfung zum Schutz gegen Cholera), sind an die 3 Liter Blut als Grundlage nötig. Und nochmals: Das Gammaglobulin wird aus gelagertem Blut gewonnen und ebenfalls von mehreren Spendern.

    Bleiben noch die Hämophiliepräparate (Faktor VIII und IX). Um die Menge an Präparaten herzustellen, die einen Bluter über eine solche Zeitspanne am Leben erhalten kann, sind Auszüge aus schätzungsweise 10.000 Litern Blut erforderlich. Wieviele Spender werden dafür benötigt?

    Die Verwendung eines jeden dieser Blutbestandteile bringt offensichtlich mit sich, daß große, ja enorme Mengen von Blut gelagert werden.
    Das mit der Übertragung von Blut und Blutbestandteilen oder -fraktionen verbundene Risiko besteht also weiterhin.
    Ist dies mit dem Gebot ,, Enthalte dich des Blutes´´ vereinbar?
    Ich denke nicht, dass, genauso wenig wie Götzendienst und Hurerei, die Blutfrage, dem Gewissen eines Jeden überlassen bleibt.

    Mit freundlichen Grüßen, Josef

  • Brigitte
    Oktober 21, 2010

    Lieber Manfred,
    auch mein Mann und ich wünschen Deinem Sohn recht gute Besserung und den Segen unseres himmlischen Vaters.
    Liebe Grüße
    Brigitte

  • Manfred
    Oktober 21, 2010

    Liebe Geschwister,

    Mein Sohn wurde diese Woche operiert und obwohl er nur einen HB Wert von 7 hatte, wurde ihm kein Blut verabreicht. Allerdings hat die Ärztin, die mit meinem Sohn das Aufklärungsgespräch geführt hat gesagt:
    Wenn Du hier als Zeuge Jehovas behandelt werden willst, dann lehne sie die Behandlung ab und er müsste sich ein anderes Krankenhaus suchen. Sie hat mit Zeugen zu schlechte Erfahrungen gemacht, womit sie viel Ärger hatte und das würde sie nicht mehr in Kauf nehmen. Dann müssten die Patienten eben in ein anderes Krankenhaus gehen.

    Soviel dazu, dass Zeugen Jehovas gern gesehene Patienten in Krankenhäusern sind. Ausserdem zeigt sich, dass sie nicht ihne Grund Blut geben, denn sonst hätte mein Sohn welches bekommen müssen, so war er nur noch zwei Tage auf der Intensivstation zur Überwachung.

    Das schöne daran ist, da wir nun die Wahrheit kennen und die uns frei macht, hatten wir kein schlechtes Gewissen, sondern konnten uns ganz auf den positiven Aspekt der OP konzentrieren. Jetzt ist hoffentlich alles gut und vielleicht kann er nächste Woche schon nach Hause. Ich bin da sehr zuversichtlich.

    Ich wollte Euch nur mal mitteilen, wie Ärzte tatsächlich über die Zeugen denken, die bei Ihnen zur Behandlung kommen. Wie immer wird dies nicht für alle gelten, aber einige Ärzte werden wohl sicherlich genauso eingestellt sein.

    Liebe Grüsse Manfred

  • pit an manfred
    Oktober 21, 2010

    da wüsch ich deinem sohn eine gute besserung, manfred.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Lieber Manfred

    Das ist eine interessante Erfahrung, ich würde inzwischen im Notfall auch Blut annehmen, bei planbaren OP’s jedoch lieber Eigenblut ansammeln lassen, damit man sich nichts einfangen kann.

    Ich hoffe für Dich und Deinen Sohn dass sich alles den Umständen entsprechend zum Guten wendet.

    Liebe Grüße und den Segen unseres Vaters
    Alois

  • Nachdenker
    Oktober 21, 2010

    Hallo Manfred,
    wuensche deinem Sohn gute Vesserung und dir und deiner Familie viel Kraft von Jehova. Moeget ihr wieder zur Ruhe kommen und alles Gut werden.
    Liebe Gruesse
    Nachdenker

  • Hubert
    Oktober 21, 2010

    Danke lieber Manfred vom 24.08.2013

    für Deine erfreuliche Mitteilung,

    mit meiner Frau Maria wünschen wir Deinem tapferen Sohn und Dir und Deiner Frau als sehr besorgte Eltern im Herrn Jesus JHWH’s reichsten und wunderbarsten Segen, Schutz und Stärke und Trost und gute Besserung und Gesundheit.

    Wie Alois so habe auch ich mich schon mit der Option Eigenblutvorsorge befasst und dies schriftlich u.a. auch vor meine örtlichen „Ältesten“ gebracht,

    ohne eine besondere Hilfe oder Antwort von ihnen zu bekommen,
    doch von einem lieben Ältesten und Freund aus Norddeutschland,
    der auch im KVK dient, habe ich dazu schon Informationen bekommen.

    Doch bin ich bisher wie in der Blutfrage noch nicht zu einer eigenen möglichst punktgenauen bibelrechtlichen Abklärung gekommen und hoffe, dass mir dies bis 2014 einmal u.a. mit den bisherigen Infos auf BI zur Blutfrage und zum Thema Eigenblut gelingt, um vor unserem Schöpfer und Lebengeber rechtlich sicheren Boden zu gewinnen,

    mit lieben Grüßen an Dich und Deine Familie
    Hubert und Maria am 25.08.2013

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Lieber Manfred,

    alles Gute für deinen Sohn und danke für den Bericht aus dem Krankenhaus.

    Herzliche Grüße Anna

  • Frank&Frei
    Oktober 21, 2010

    lieber Männe, beste Grüße und Wünsche für Deinen Sohn und Dich.
    und allen einen schönen Sonntag.

  • Manfred an Alle
    Oktober 21, 2010

    Liebe Schwestern, Liebe Brüder,

    vielen Dank Euch Allen für die lieben Genesungswünsche für meinen Sohn. Ich werde sie gerne weiterleiten. Es sieht wirklich sehr gut für ihn aus, dass wir uns für die richtige Therapie entschieden haben. Es geht ihm sehr gut und die Krankenschwester hat gestern gesagt, dass er ein Paradebeispiel dafür wäre, wie gut man diese schwere Operation verdauen kann. Außerdem wurden gestern alle Schläuche entfernt und ab Morgen darf er wieder normal essen und sogar das doppelte bestellen. 😉
    Dies nutzt er auch weidlich aus. Wenn es so weiter geht, bin ich sehr zuversichtlich, dass er bis Ende nächster Woche das Krankenhaus verlassen kann.

    Im übrigen hat er dort auch praktizierte Nächstenliebe von anderen Menschen erfahren. Er war nur einen Tag mit einem älteren Herrn auf einem Zimmer und dann wurde er verlegt. Doch dieser Mann und seine Frau besuchen meinen Sohn immer noch regelmäßig und rufen ihn auch an und kümmern sich um ihn wie um ein eigenes Kind. Dafür war ich sehr dankbar, denn aufgrund der Entfernung zum Krankenhaus kann ich nicht immer kommen und so waren sie für ihn da. Dieser Mann wurde letzte Woche bereits entlassen und er war schon zweimal wieder auf Besuch da. Was wieder eine Bestätigung dafür ist, dass sich Christsein nicht nur auf das predigen bezieht.
    Der eine Arzt hat meinem Sohn sogar Spiele für seine Konsole ausgliehen, damit ihm nicht so langweilig ist. Ja, ja, die bösen Weltmenschen…, die können ja so gemein sein (Ironie aus).

    Schade dass das ein Zeuge nicht sehen kann, da er sich ja von ihnen strikt getrennt hält.

    Also Kopf hoch, das Leben geht weiter. Herzlichen Dank noch mal an Alle und einen
    Schönen Sonntag, allerdings mit Regen. Dafür gibt es jetzt aber ein Smilie: 🙂

    Liebe Grüße Manfred

  • Alfredo
    Oktober 21, 2010

    ALFREDO Eingereicht am 25.08.2013 um 10:10

    Hallo ihr Lieben

    ich habe auch lange bei denn zeugen Jehovas studiert aber nie taufen lassen.zu viele zweifeln.
Jetzt hab ich Kontakt mit den freien Bibelforschern und ich muss sagen ich bin froh sie gefunden zu haben ich lese jedenaben die Bibel und bete zu jesus .die Bibel verstehe ich jetzt and erst als die zeugen Jehovas sie auslegen.
Das mit Armageddon ihr musst euch die Offenbarung besser durchlesen und verstehen
In Armageddon werden keine Menschen vernichtet wie die zj sagen
Es wird nur die falschen Propheten die Könige der Welt die hurre Babylon vernichtet
Und Satan wird für tausend Jahre in ketten gelegt damit die Völker und Menschen nicht mehr verführt werden und Buße tun.nach den tausend Jahren wird Satan entlassen für eine kurze Zeit
Um die Menschen zu verführen und da werden dan diese Menschen vernichtet mit Satan die nicht Buße getan haben und der adamische Tod wird vernichtet für immer und ewig.

    Liebe Grüße
    Alfredo

  • edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Hallo Alfredo

    Ein neuer Name? Herzlich Willkommen bei BI!

    Es freut mich/uns, dass du deinen Weg zu Gott gefunden hast. Offenbar hast du die Ernsten Bibelforscher und ihre Lehren noch nicht vollständig kennen gelernt und geprüft. Gerne bin ich bereit dir ihre (Irr-)Lehren anhand der Bibel zu erklären. Verwundert? Nein, denn Zeugen Jehovas gingen einst aus den Ernsten Bibelforschern aufgrund von deren unvertretbaren Irrlehren hervor, wie BI aus den Zeugen Jehovas hervor ging.

    Ede

  • pit an ede
    Oktober 21, 2010

    hallo ede,
    ich hab eine andere info dazu. weiss aber nicht, ob sie stimmt, da geschichtlich nichts überliefert ist und die wtg sich, wie immer, in schweigen hüllt.

    soviel ich weiss, sind die ernsten bibelforscher immer die ernsten bibelforscher geblieben und sind rutherford nicht gefolgt. somit wäre rutherford der spalter und nicht die ernsten bibelforscher. die haben treu an ihrem glauben festgehalten und sind dem neuen licht nicht erlegen.

  • edelmuth an pit
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend pit

    Es war Rutherford, der gespaltet hat. Deshalb sind die Ernsten Bibelforscher auch nicht gut auf ihn zu sprechen. Sie vertreten immer noch die Lehren Russells einschließlich seiner Studienschriften und der Wiederherstellung Israels als Gottes Volk. Außerdem kommen sie alle in den Himmel und lehnen jede Art organisierter Anbetung (Religion) ab. Da wir gemeinsame Wurzeln haben und daher ähnliche biblische Grundsätze vertreten, sind sie sehr schwer von ZJ zu unterscheiden. Sie sind daran zu erkennen, das sie die NWÜ ablehnen und statt dessen wie früher die Elberfelder Übersetzung gebrauchen. Gelegentlich kommt es zwischen einigen von ihnen und mir über die Wiederherstellung Israels als Gottes Volk zu sehr heftigen Diskussionen, die aber stets respektvoll und nach christlichen Grundsätzen geführt werden.

    Ede

  • Hopefull
    Oktober 21, 2010

    Lieber Pit

    genauso ist es.
    Der Betrüger war der Rutherford. Er hat sich mit in lauteren Mitteln mit einem Trick die WTG an sich gerissen und von da ab ging es den Bach runter. Wie sich die anderen Bibelforscher entwickelt haben weiß ich nicht. Da kann ich nichts dazu sagen.

    Lieber Alfredo,

    es ist absolut nicht verkehrt sich mit Christen auszutauschen. Ganz im Gegenteil, das begrüßt Jesus sogar indem er sagte, wo sich zwei oder drei in meinem Namen versammeln, da bin auch ich. Mat. 18: 20
    Allerdings sollten wir nie vergessen dass nur Jesus der Weg ist. Er schaut in die Herzen JEDEN Menschen und klappert nicht die Religionen ab welche seiner Lehren wohl am nächsten wäre. Das würde der Unparteilichkeit Gottes widersprechen und dem Text aus Apg. 10: 34,35:

    Da begann Petrus zu sprechen: „Jetzt erst habe ich richtig verstanden, dass Gott niemanden wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt. Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt.“ (HfA)

    Es ist wirklich gut sich mit anderen Christen auszutauschen, man kann nur gewinnen. Jesus sagte aber wir sollen ZU IHM kommen. Niemand kommt zum Vater nur durch ihn.
    Wir müssen nicht in einer Religion sein um ein Christ zu sein. Unsere Gemeinde ist der Leib Christi. Das ist das, was Christen verbindet.

    Ich wünsche Dir von ganzen Herzen den Segen Gottes, die Erkenntnis über seinen Sohn damit Du den Weg findest und frei bist. Nur das Joch Jesu ist leicht, nicht das der Menschen. Fühl Dich hier herzlich willkommen

    Liebe Grüße Hope

  • pit an hope
    Oktober 21, 2010

    liebe/r hope,
    danke für das willkommen. den anderen übrigens auch. ich will doch keinen vergessen.
    du hast joh. 20:22 und apg. 10:34 angeführt.

    und ich frag mich dabei, wie der heilige geist wirkt?
    petrus hat ihn ja schon zu der zeit empfangen, bevor jesus in den himmel gefahren ist. (joh. 20:22). ich nehm mal an, dass er dabei war. er war damals eigentlich immer dabei, wenn etwas wichtiges passiert ist.

    agp. 10:34 muss daher reichlich später gewesen sein.
    „nun erfahre ich die wahrheit“, sagt petrus hier.

    also war ihm die bedeutung vorher nicht bewusst.

    der mensch kann somit, auch wenn er den geist hat, im irrtum sein.

    dann bekäme auch das licht aus sprüche wieder seine ursprüngliche bedeutung.
    denn da geht es um den lebensweg eines EINZELNEN gerechten.
    denn der nachsatz spricht auch vom ungerechten.
    das hat absolut nichts mit einer organisation zu tun.

    der einzelne erkennt immer besser, was der weg ist.

    berichtigt mich, falls ich falsch liege.

  • Hopefull
    Oktober 21, 2010

    Lieber Pit

    Ich danke Dir für Deinen interessanten Kommentar. Eigentlich sollte ich ja putzen, aber ich finde das hier viel spannender und interessanter, so muss das Putzen halt noch warten 🙂

    In Johann. 20 : 24 wird nur der Thomas erwähnt, dass dieser nicht anwesend war als Jesus den Heiligen Geist austeilte. Somit kann man davon ausgehen, dass alle anderen Jünger, auch der Petrus, anwesend gewesen sind, denn sonst würde Johannes doch auch ihn in V. 24 erwähnen. Ja, das klingt logisch.
    Man müsste mal den Kontext aus den anderen Evangelien anschauen, vielleicht kommt man dann der Frage auf die Spur. Mich hat nämlich diese Frage auch interessiert, wer denn von den Jüngern alles bei der ersten Geisttaufe zugegen war. Da dachte ich mir, das müsste man doch evtl. aus den anderen Evangelien rauslesen können.
    Luk. 24: 45:

    Dann öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen aus den Toten und in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.

    Markus erwähnt nichts zur ersten Ausschüttung des Heiligen Geistes. Er fasst alles kurz zusammen. Das Erscheinen Jesu erst der Maria, die Jesus von 7 Dämonen befreit hatte, dann zweien seiner Jünger, dann den Elfen selbst und dann den Auftrag Jünger zu machen und dann kam sogleich die Auferstehung.
    Auch Matthäus hält sich nur kurz damit auf. Der einzigste der noch etwas mehr Aufschluss bringt ist Lukas.
    Laut Lukas eröffnete Jesus seinen Jüngern das Verständnis der Schriften. Aus Johannes wissen wir, dass er ihnen den Heilogen Geist gab. Wir dürfen nun nicht vergessen, dass es zu diesem Zeitpunkt das NT noch nicht gab. Es gab nur das AT. Jesus sah es nun als den richtigen Zeitpunkt an ihnen das Verständnis zu geben warum er gestorben ist, und was die Prophezeiungen der alten Schriften über ihn bedeuteten. Auch was er zu ihnen sagte bezüglich seines Todes. Er sagte ja mal zu ihnen, „ich könnte noch viel mehr sagen, aber ihr könnt es nicht fassen“. (Bibelstelle hab ich vergessen)

    Laut Lukas haben seine Jünger nun verstanden was es mit seinem Tod auf sich hat und dies sollten sie den Menschen verkünden. Der Rest ist alles Stückwerk, wie Paulus es sogar von sich selbst erwähnte obwohl er ja eine unglaubliche Erkenntnis von Jesus Christus selbst erhalten hatte. (Ich empfehle da wärmsten den Vortrag von M.Mössinger, den Br. Gerd, in einen lieben Kommentar an mich verlinkt hat). (auch diese Bibelstelle habe ich vergessen, aber dazu ist bestimmt 1. Kor. 13: 12 interessant)

    Das bedeutet für mich, dass auch die Apostel sicherlich nicht alles wussten aber dafür einen unglaublich starken Glauben hatten. Und letztendlich zählt der Glaube.

    Jesus hat nicht umsonst in Gleichnissen geredet. Mat. 13: 10-14; Mark. 4: 10-12
    Nicht jeder sollten die Geheimnisse Gottes erfahren, weil nicht jeder sich wirklich dafür interessierte. Vielen hat es gereicht schöne Worte zu hören und nebenbei durch ein Wunder gespeist zu werden. Aber dann sind sie nach Hause gegangen und sind ihrem Tagwerk nachgegengen ohne sich zu fragen, was hat Jesus eigentlich damit gemeint.
    Wenn wir uns aber mit dem Wort Gottes beschäftigen dann wird uns der Heilige Geist helfen unser Stückwerk auszubauen und dann passiert das was in Spr. 4: 18 gesagt wird, dass der Weg Gottes immer heller wird.
    Und ich denke, die Apostel mussten diesen Weg auch gehen. Auch wenn sie gesalbt wurden und den Heiligen Geist empfingen, mussten sie ihren Teil dazu tun und wachsen.

    So bin ich ganz Deiner Meinung, lieber Pit und danke Dir recht herzlich für diesen schönen Denkanstoß

    Liebe Grüße Hope

  • PINEHAS an Alfredo/ edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Hallo Alfredo,
    auch von mir ein herzliches Willkommen im geistigen Leib Jesu.
    Die beiden Tätigkeiten, die du beschrieben hast, Bibel lesen und der Kontakt mit unserem Herrn Jesu sind genau richtig. Danke für deinen Kommentar
    Hallo Edelmuth,
    Kommentare sollte man nicht übereilt schreiben, da sich so gravierende Fehler einschleichen können.
    Alfredo sprach nicht davon, das er zu den „Ernsten Bibelforschern“ gegangen ist,so wie du es aufgefasst hast, sondern zu den „Freien Bibelforschern“
    Die „Freien“ lösten sich 1909 wegen einige grundlegende Änderungen bezüglich der Ansichten über den Neuen Bund und das Verständnis über das Erlösungswerk Jesu und sein Lösegeld, von den „Ernsten“ Bibelforschern.
    Aus den „Ernsten Bibelforschern“ wurden später die Zeugen Jehovas.
    Also anders ausgedrückt,lieber Ede, du bist ein solcher „Ernster Bibelforscher“, nur unter neueren Namen Zeuge Jehovas.
    Auch BI löst sich gerade von den ZJ gerade auch wegen der selben falschen Ansichten über Jesu, wie einst die Freien Bibelforscher es getan haben.

    VLG PINEHAS

  • Sascha
    Oktober 21, 2010

    Lieber Alfredo,

    herzlich Willkommen. Deiner Erklärung stimme ich nach meinem momentanen Verständnis zu. Vielleicht darf ich einige Gedanken hinzufügen und mit Bibeltexten untermauern.

    Zu Harmagedon: Es heißt ja, dass die Könige der Erde zur Schlacht von Harmagedon geführt werden. Mehr nicht, es geht nicht daraus hervor, dass hier alle Menschen gemeint sind, sondern eben nur die Könige des Erdkreises, wer immer auch damit gemeint ist.

    Off 16:13 „Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister kommen, wie Frösche; Off 16:14 denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun, welche zu den Königen des ganzen Erdkreises ausgehen, sie zu versammeln zu dem Kriege [jenes] großen Tages Gottes, des Allmächtigen. Off 16:15 (Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der da wacht und seine Kleider bewahrt, auf daß er nicht nackt wandle und man seine Schande sehe!) Off 16:16 Und er versammelte sie an den Ort, der auf hebräisch Armagedon heißt.“

    Und auch in Kapitel 17 wird gesagt, dass die 10 Könige gegen das Lamm kämpfen, nicht aber alle Menschen.

    Off 17:12 „Und die zehn Hörner, die du sahst, sind zehn Könige, welche noch kein Königreich empfangen haben, aber Gewalt wie Könige empfangen eine Stunde mit dem Tiere. Off 17:13 Diese haben einen Sinn und geben ihre Macht und Gewalt dem Tiere. Off 17:14 Diese werden mit dem Lamme Krieg führen, und das Lamm wird sie überwinden; denn er ist Herr der Herren und König der Könige, und die mit ihm sind Berufene und Auserwählte und Treue.“

    Danach geht es nach dem Ausgießen der siebten Schale um die Zerstörung Babylons, und es heißt dann noch:

    Off 16:21 „Und große Hagelsteine, wie ein Talent schwer, fallen aus dem Himmel auf die Menschen hernieder; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß.“

    Also hier wurden die Menschen nicht „vernichtet“, sonst könnten sie ja nicht gegen Gott lästern.

    Die Reihenfolge wird dann in Kapitel 19 weiterbeschrieben:

    Off 19:2 „Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte gerächt an ihrer Hand.“

    Die Hure ist also GERICHTET, so wie es auch in den Kapiteln 17 und 18 beschrieben wird. Danach wird eine große Volksmenge erwähnt, die ein Lied singt:

    Off 19:6 „Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, welche sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“

    In den nächsten Versen erwähnt Johannes dann folgendes:

    Off 19:14 „Und die Kriegsheere, die in dem Himmel sind, folgten ihm auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Leinwand. Off 19:15 Und aus seinem Munde geht hervor ein scharfes, [zweischneidiges] Schwert, auf daß er damit die Nationen schlage; und er wird sie weiden mit eiserner Rute, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächtigen.“

    Hier ist vom SCHLAGEN der Nationen die Rede, nicht vom TÖTEN.

    Off 19:16 „Und er trägt auf seinem Gewande und auf seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.
    Off 19:17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit lauter Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommet her, versammelt euch zu dem großen Mahle Gottes!Off 19:18 Auf daß ihr Fleisch von Königen fresset und Fleisch von Obersten und Fleisch von Starken und Fleisch von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und Fleisch von allen, sowohl von Freien als Sklaven, sowohl von Kleinen als Großen.
    Off 19:19 Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferde saß und mit seinem Heere.“

    Hier heißt es wieder, dass das Tier und die Könige diesen Krieg führen. Diese werden dann „lebendig in den Feuersee“ geworfen.

    Off 19:20 „Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verführte, welche das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten-lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.Off 19:21 Und die übrigen wurden getötet mit dem Schwerte dessen, der auf dem Pferde saß, welches Schwert aus seinem Munde hervorging; und alle Vögel wurden von ihrem Fleische gesättigt.“

    In Vers 21 heißt es jetzt, dass die „Übrigen“ mit dem selben Schwert, dass die Nationen SCHLÄGT, GETÖTET werden. Wer sind die Übrigen? Vermutlich die, die das Bild angebetet haben und das Kennzeichen des Tieres angenommen haben. Diese werden getötet, (ob es buchstäblich oder symbolisch ist, weiß ich nicht), und die Nationen werden durch das Schwert zwar GESCHLAGEN, aber eben nicht GETÖTET. Dazu passt, dass der Teufel für 1000 Jahre gebunden wird, damit er die NATIONEN nicht mehr verführen kann, und wer ihm dann nach dieser Zeit trotzdem folgt, der wird dann durch das Feuer vom Himmel verzehrt.

    Off 20:3 „…und warf ihn in den Abgrund und schloß zu und versiegelte über ihm, auf daß er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet wären. Nach diesem muß er eine kleine Zeit gelöst werden.“

    Also kann ich hier auch in Verbindung mit dem Begriff „Harmagedon“ keine Weltzerstörung und umfassende Menschenvernichtung erkennen. Es gibt noch viele weitere Texte, die diese Ansicht unterstützen, einen hatte Pit vor ein paar Tagen zitiert, und dann gibt es noch Jesaja 66:

    Jes 66:18 „Und ich-ihre Werke und ihre Gedanken sind vor mir. Es kommt die Zeit, alle Nationen und Sprachen zu versammeln; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen. Jes 66:19 Und ich werde ein Wunderzeichen an ihnen tun, und werde von ihnen Entronnene an die Nationen senden, nach Tarsis, Pul und Lud, die den Bogen spannen, nach Tubal und Jawan, nach den fernen Inseln, die von mir nicht gehört und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie werden meine Herrlichkeit unter den Nationen verkündigen.“

    Hier ist sowohl von „Entronnenen“ als auch von „Nationen“ die Rede, die noch nichts von Jahwe gehört haben, und seine Herrlichkeit noch nicht gesehen haben. Dazu passt auch eine Aussage von Paulus aus dem Römerbrief.Ich denke besonders an die Verse 14-16, aber um den Gedanken auszuführen, ist es sinnvoll, auch den Kontext zu lesen.

    Röm 2:5 Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf am Tage des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, Röm 2:6 welcher einem jeden vergelten wird nach seinen Werken: Röm 2:7 denen, die mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, ewiges Leben; Röm 2:8 denen aber, die streitsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm. Röm 2:9 Drangsal und Angst über jede Seele eines Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen; Röm 2:10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen; Röm 2:11 denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott. Röm 2:12 Denn so viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und so viele unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden, Röm 2:13 (denn nicht die Hörer des Gesetzes sind gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden. Röm 2:14 Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes ausüben, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz, Röm 2:15 welche das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, indem ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen) Röm 2:16 an dem Tage, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird, nach meinem Evangelium, durch Jesum Christum.“

    Auch hier ist von Nationen die Rede, die kein Gesetz haben. Wenn Menschen von sich aus, unbewusst nach dem „Gesetz“ gelebt haben, wird es ihnen zum Positiven angerechnet. Und in Matt. 25 sagt Jesus selbst, dass es bei seinem Wiederkommen und der Trennung der Schafe und Böcke, Menschen geben wird, die belohnt werden, obwohl sie sich gar nicht im Klaren darüber waren, dass sie ihm etwas Gutes getan haben:

    Mat 25:37 „Alsdann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und tränkten dich? Mat 25:38 Wann aber sahen wir dich als Fremdling, und nahmen dich auf? Oder nackt und bekleideten dich? Mat 25:39 Wann aber sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir? Mat 25:40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.“

    Ich gehe also davon aus, dass den Nationen in dem Moment des Wiederkommens Jesu der „Schleier“ genommen wird:

    Jes 25:7 „Und er wird auf diesem Berge den Schleier vernichten, der alle Völker verschleiert, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist.“

    Soweit meine Gedanken dazu. 🙂

    Liebe Grüße
    Sascha

  • pit an sascha
    Oktober 21, 2010

    so seh ich das auch.
    daher auch das gebot: alle menschen lieben.
    nicht urteilen.
    denn, wer will schon wissen, wer der bruder ist. wer kann das herz ergründen?

  • Manfred
    Oktober 21, 2010

    Lieber Brd. Sascha,

    Das hast Du ganz hervorragend zusammen gefasst und so leicht verständlich. Von Dir kann ich noch viel lernen und inhaltlich stimme ich Dir auch voll zu. Genauso sehe ich das auch.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Jamie
    Oktober 21, 2010

    Hervorragend zusammengefasst, lieber Sascha!
    Ich hatte ähnliche Gefanken bezüglich Harmaggedon gehabt, aber mich nicht wirklich getraut sie zu äußern.
    Das liest sich sehr schön, danke!

  • Jamie
    Oktober 21, 2010

    Ciao Alfredo ;-),

    ich habe mich bezüglich der Gemeinde der Freien Bibelforscher auf Wikipedia informiert und finde es eigentlich ganz interessant was gelehrt wird. Deckt sich alles auch mit meinen Erkenntnisse.
    Das einzige was mich etwas verwirrt ist das Logo dieser Gemeinde. Das Kreuz in der Krone. Ist das nicht ein freimaurerisches Symbol welche auf den ersten Wachttürmen (Sion’s) oben links gedruckt waren???

    Liebe Grüße und herzlich Willkommen

  • Jamie
    Oktober 21, 2010

    Lieber Alois,

    mich würde interessieren was du dir dabei erhoffst! ich persönlich halte nichts davon!
    Meiner bescheidenen Meinung nach ist das alles ein abgekartetes Spiel mit der Politik. Ich glaube nicht daran, dass es da ehrlich zugeht. Die Welt gehört dem Widersacher und er benutzt die mächtigen Menschen für seinen langersehnten Plan, eine Weltregierung herbeizuführen und als Weltherrscher angebetet zu werden. Die meisten Politiker gehören Geheimbünde an wie z.B. Skull & Bones, Freimaurerei, Bilderberger Club etc., das sind im Prinzip illuminierte Personen die ihre Erleuchtung ganz bestimmt nicht von Gott bekommen. Diese Menschen werden, wenn sie in die Politik einsteigen, zum Werkzeug Satans!
    Ich finde es äußerst interessant was ein gewisser Hochgradsfreimaurer namens Albert Pike an seinen Freund und Hochgradsfreimaurer Giuseppe Mazzini im Jahr 1871 geschrieben hat.

    Da hat Albert Pike von der Vorbereitung dreier großer Kriege gewusst, die er sogar als „Weltkriege“ bezeichnete.
    Die Internet-Veröffentlichungen sind zwar deutlich länger, ich fasse jedoch erst einmal kurz zusammen:

    Der erste Weltkrieg soll dazu dienen, das zaristische Russland zu Fall zu bringen.
    Der zweite Weltkrieg wird auf nationalistischen Bestrebungen basieren, soll der Gründung des Staates Israel dienen und den Kommunismus stärken.
    Der dritte Weltkrieg wird durch Kontroversen zwischen muslimen Führern um dem politischen Zionismus seinen Anfang finden. Der Rest der Welt soll jedoch, bis zur restlosen Erschöpfung auf allen Ebenen, in diesen Konflikt hineingezogen werden.

    Ganz unwahrscheinlich scheint mir das mit dem Dritten Weltkrieg nicht zu sein wenn man die derzeitige Lage im Nahen Osten beobachtet.

    That’s my 50 cent!

  • Frank und Frei
    Oktober 21, 2010

    Jamie, das ist bekannter SToff, den allerdibngs hier etliche ablehnen, weil sie der Verschwörung nicht glauben können.
    ERstaunlich ist, dass mir als 15 jährigen Knaben ein AltZeuge, der nun schon über 40 Jahre tot ist voraussagte, dass es am Ende so wie bei Nimrod sein wir: 1 Welt einelich Regierung eone Religion – ein Abklatsch des Königreiches Gottes.
    Und Baron Rothschild ackert daran mit. Er kaufte um 1870 vom türk. Sultan Land in Palöstina, sandte dort schließlich Theodor Herzel hin um die Grundlage zu legen für den Staat Juda.
    Da die Türken eine Loslösung aus ihrem Imperium niemals zugestimmt hätten, mußte WK 1 stattfinden, wo 1916 Lord Balfour für den Eintritt der USA schließlich die Zusage machte, dass der STaat Juda erstehen wird. Mit anderen Worten, ein Raubstaat England verspricht Land, was ihm nicht gehört.
    Den Rest kann man sich denken.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo Jamie

    Es ging mir nicht darum ob ich mir was erhoffe, sondern das quasi Wahlverbot ist für mich auch so ein Menschengesetz das sich in unser Handeln eingebrannt hat. Da ich frei von allen Menschengeboten werden möchte, wollte ich nur Eure Ansicht erfahren.

    Ob ich tatsächlich zum ersten Mal wählen gehe, das habe ich noch nicht entschieden. Vielleicht erhalte ich noch weitere Anregungen und Ansichten von meinen Brüdern. Oder klare Bibelstellen die mich davon abhalten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend Alois

    Ich habe gewählt und mich für Jehova und seinen König mit seinem Königreich entscheiden. Diese habe ich gewählt, weil ich sie für die Einzigen halte, die die Erde gerecht und liebevoll durch eine vollkommen Regierung regieren können, ohne dass wieder Menschen über Menschen zu ihrem Schaden herrschen. Zugegeben, Jesu Name steht nicht auf dem Wahlzettel, aber das ist eher ein Fehler dieses Systems.

    Ede

  • Zadok/Achim
    Oktober 21, 2010

    lieber Alois, lieber Jamie,

    seit ich verstanden habe, was mit dem Begriff „die Welt“ gemeint ist, – siehe http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=879 – und mir klar ist, dass die Lehre von der Neutralität so nicht biblisch ist, habe ich auch kein Problem damit, wählen zu gehen. Ob ich es in diesem Jahr letztlich machen werde, habe ich noch nicht entschieden. Es ist wieder ein Stück mehr an christlicher Freiheit.
    Liebe Grüße
    Achim

  • Br. Bird
    Oktober 21, 2010

    Hallo Alois,

    Auch ich habe nachgedacht, über dieses Thema das du aufgeworfen hast.
    Ich bin zum Schluss gekommen, das es schwierig ist dieses mit ja oder nein zu beantworten. Warum?
    Wenn ich mir folgenden Rat von Paulus zu Herzen nehme, du sollst Gott mehr gehorchen als Menschen, wurde mir bewusst, das wenn ich eine Partei wähle, sollte man dann aber bis ins Detail. Deren Meinung kennen. Sonst könnte es sein, das wir wieder zu etwas Ja sagen, mit dem wir eigentlich nicht konform gehen. Beispiel Organisation der ZJ. Ist jetzt zwar krass, dieses Beispiel, aber ich hoffe du weist was ich meine.
    Da denke ich mir Neutral zu bleiben, ist besser als für etwas stimmen was wir noch nicht genau kennen.

    Wird sein, das andere zu einem anderen Ergebnisse kommmen.

    LG
    Bird

  • edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Hallo Bird

    Werdet kein Teil dieser Welt, so wie ich kein Teil dieser Welt geworden bin oder mein Königreich ist nicht von dieser Welt. So klingen die Worte unseres Königs und Herrn. Die Parteien sind ein Instrument Satans, mit dem er die Menschen irre führt. Wählen wir eine dieser weltlichen Parteien, geben wir ihr damit den Auftrag unsere Geschicke zu leiten und erklären, dass wir uns ihnen bereitwillig unterordnen.

    Was meinst du, Bird, wie würde unser Herr empfingen, wenn er sieht, dass wir eine von Satans Parteien statt sein Königreich wählen? Wir sollten wirklich treu an seiner Seite stehen.

    Ede

  • Br. Bird
    Oktober 21, 2010

    Hi Edelmuth,

    Ich bin da auch noch eher vorsichtig, aber wie gesagt, verurteile niemand der es macht. 🙂

    LG euch allen und noch einen schönen Sonntag. Morgen beginnt wieder die Arbeitswoche.

    Bird

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo Ede,

    leider ist das einfach nur undifferenziert und fast schon polemisch.

    Wäre schön, wenn man mal aufhören könnte ständig Satan für alles und jeden zu bemühen, nur weil man eine Rechtfertigung für eigene Handlungsweisen sucht.

    Wenn die CDU, SPD, FDP und alle politischen Parteien ein Werkzeug Satans sind, dann ist es mein Arbeitgeber auch, oder nicht? Wenn ich Beamter bin oder im öffentlichen Dienst arbeite, sowieso!

    Toll auch die manipulative Frage, wie wohl Jesus reagieren würde, wenn wir eine Partei wählen.

    Kann nur hoffen, dass die meisten Leser selbstbewusst genug sind um sich ihre eigene Meinung zu bilden und guten Gewissens danach zu handeln.

    Gruss
    Dennis

  • Jamie
    Oktober 21, 2010

    Hallo Dennis!

    Mein Arbeitgeber ist ebenfalls von satanischen Gedankengut geprägt.
    Ich arbeite bei einem Premium Automobilhersteller. Man hat sich das Ziel gesetzt, man möchte bis 2020 die Nr. 1 sein auf der Welt und Toyota hinter sich lassen. Offenbar reicht es nicht aus Gewinn zu machen, nein, man muss die Nr. 1 werden und somit schneller immer schneller arbeiten und das mit immer weniger Personal und mit dem Motto: jeder ist ersetzbar! Wer nicht hinterher kommt, kann sich einen neuen Arbeitgeber suchen! Bei einem Arbeitsunfall hat man trotzdem zu kommen. Man bekommt zwar ein Schonplatz aber man muss eben trotzdem anstupfen kommen um nicht die Statistik zu verschlechtern (weil man sich ruhmen möchte, dass es kaum Arbeitsunfälle bei uns gibt weil vorher schon hervorragende Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden). Fast jeden Samstag arbeiten, da Pflichtsamstage, zwei Klassengesellschaft innerhalb des Konzerns usw…
    Also, einen göttlichen Geist kann ich darin nicht erkennen. Meine Arbeitswelt wird durch enormen Leistungsdruck und Egoismus gepaart mit Arroganz und selbstverherrlichung gekennzeichnet. Also, alles Dinge mit dem unser Gott YHWH/Yeshua nichts zu tun hat.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Lieber Ede

    Genau von diesem Menschengebot, das Du in Worte gekleidet hast möchte ich mich trennen. Es ist nur eines von vielen Menschengebote, deshalb habe ich die Frage auch unter das obige Vortragsthema gestellt.
    Ich glaube nicht dass wenn ich zu einer Wahl gehe gleichzeitig Jesus ablehne. Das zu urteilen steht weder Dir noch mir zu. Wir alle nutzen dieses jetzige weltliche System, sei es Auto, Telefon, Fernsehen, Urlaub usw. Da scheint mir das wählen gehen eher eine Kleinigkeit zu sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • edelmuth an Dennis und Alois
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend Dennis,
    Guten Abend Alois

    Jeder Mensch kann entscheiden, wie er will. Jehova hat ihm die Entscheidungsfreiheit ausdrücklich zugesprochen. Jehova prüft allerdings die Herzen. Wenn man sich unter dem mosaischen Gesetz drauf berufen konnte, bestimmte Vorschriften eingehalten zu haben, zählt heute das persönliche Herz. Alles Weiter ist eine Sache zwischen euch und Jehova.

    Wie steht es um den Frieden unter euch, wenn sich einer für die eine Partei und der andere für die andere Partei entschieden hat?

    Ede

  • Jamie
    Oktober 21, 2010

    Hallo Alois,

    es ist in der Tat jedem selber überlassen. Aber man sollte niemanden dafür urteilen. Ich persönlich gehe nicht wählen und werde es auch nie tun. Aber verurteilen möchte ich keinen der Wählen geht.

  • Frank&Frei
    Oktober 21, 2010

    der Nichtwähler stützt doch in diesem System denjenigen, der die oft hauchdünne Mehrheit hat. Die Wahl gibt uns Möglichkeiten, das Jetztsein zu beeinflussen. Damit wird man nicht automatisch ein Teil des Systems. Das wären wir ja schon durch Zahlung der Steuer.
    Ausländische Botschafter und deren Personal zahlen keine Steuern.
    Und denken wir an den römischen Hauptmann Cornelius. Nirgendwo sagt der Bibelbericht, dass er Cäsar die Arbeit aufkündigte. Das wäre auch kaum möglich gewesen. Und wenn der Tower in der OSZE mitmacht, so wie in der UNO – die zeigen doch, was sie von ihrer eigenen Leere halten, es ist keine Lehre, sondern ein rumgehoppel auf jedem Stoppelacker um stoppeln zu gehen.
    Deutschland wird als Firmenholding verwaltet. Seit Juli 1990 ist § 23 des Grundgesetzes gestrichen – der regelte die Länder wo es galt. man höre sich mal an, was der von den Alliierten bestallte Kanzler des DR zu sagen hat: http://www.youtube.com/watch?v=B2tGJSg2jAM
    wäre das Lüge – Frau Merkel hätte das schon längst dicht gemacht.
    man gebe bei youtube „Aufruf an alle Finanzbeamten“ ein.
    kaum zu glauben, aber erste Prozess laufen da schon. Es muss und wird sich was tun. Vielleicht haut BO jetzt in Syrien rein und Putin gibt sein Echo. Alle Fäden sind gespannt für den ultimativen Krieg. Mal sehen, wer sie reißt.

  • edelmuth an F&F, Dennis und Alois
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend F&F, Dennis und Alois

    Keine politische Partei wünscht sich das Königreich Gottes mit Jesus als König. Keine politische Partei unterwirft sich Gott und Jesus. Keine politische Partei erkennt Gottes Wort als übergeordnete Autorität an. Würde sie an Jesus glauben und Jehova mit seinem Wort, die Bibel, ernst nehmen, wüssten sie, dass ihre mögliche Regierung nur von kurzer Dauer sein kann (Dan. 2:44), weil sie die Regierung der Menschen ohne Gott statt mit Jehova als höchste Autorität anstreben.

    Jemand, der Jehova, gleich wie, bekämpft, kann ich nicht wählen. Ich entscheide mich weiterhin für Gott und sein Königreich mit Jesus als König.

    Ede

  • Br. Bird
    Oktober 21, 2010

    Geschwister,

    Ich weis nicht ob wir da nicht einen Gedankenfehler machen. Wie meine Frau grad zu mir sagte, Wahl, heißt, das wir eine Wahl haben. 🙂

    Zu dem Beispiel das Paulus nannte, den Obrigkeiten zu gehorchen, kann ich nicht feststellen, ob so etwas gemeint sein hätte können. Die Juden hatten zwar den Römern gehorcht, aber sie konnten nicht wählen zwischen Römischer oder einer anderen Herrschaft.
    Würde für uns heißen, das wir der regierenden Partei gehorchen, aber ob wir zwischen A B oder C entscheiden sollen, das ist die Frage.
    Des weiteren denke ich, man sollte bis ins Detail dann wissen was diese Partei treibt.
    Frank und Frei sagt, das eine NICHTWAHL, auch eine Wahl ist. Da hat er recht, aber trotzdem, war der Nichtwähler neutral.
    Ob da nicht Vorsicht eher angebracht ist, als zu voreilig was zu machen.
    Schwierig die Gedanken nieder zuschreiben, die einen durch den Kopf gehen.

    Viel Segen
    Bird

  • Frank und Frei
    Oktober 21, 2010

    Gesandte in einem fremden Land sind steuerfrei. Wir sehen uns als Gesandte an Christi Statt. Und – sind wir steuerfrei? Wenn wir Steuern zahlen – Jesus hiess das gut – stützen wir den Cäsar ohne in allem mit ihm übereinzustimmen. Der, der wählen geht, wählt nicht das Königreich ab aber bekundet Zuneigung oder Ablehnung ggü gewissen Tendenzen.
    Und eine Tendenz steht: Die zunehmende PARTEI der Nichtwähler „wählt“ am Ende die Partei mit der einfachen Mehrheit.
    Und Frau Merkel plündert uns alle gnadenlos aus für ihr Ziel: den nächsten Schritt zur Neuen WElt Ordnung, den sie alle mittelbar oder unmittelbar verfolgen.Auch so die Sozen und wie sie alle heißen.
    Ich war noch nie wählen, weil es eh alles eine Chose ist. Aber wenn ich zwischen erschießen und erhängen wählen kann, dann lieber erschießen.
    Übrigens lese ich gerade das Buch von Fritz Sprngmeieer in English. ER fokussiert den Watchtower und beginnt bei Russell. Es ist erstaunlich, welche Parallelen Springmeier zieht zu den Freimaurern. Russell war darin total zuhause. Wer des Englischen mächtig ist kann mir mailen ostfalen@gmail.com. Die Datei hat ca 6 MB ich habe bisher 20 % gelesen.
    Achten wir auf Obama und Syrien. Da wird Kriegstreiberei forciert. Ich habe den Eindruck, dass da nicht Assad die Chemiebomben warf sondern die Opposition oder Dritte um Uncle Sam zu bewegen.
    Übrigens, wann hat der eigentlich zuletzt einen Krieg gewonnen?
    1947 gegen das Deutsche Reich in Neu Schwabenland haben sie einen drauf bekommen und Evelyn Bird gab Fersengeld nachdem er 10 % seiner Truppen binnen Stunden verlor- Google: Operation Highjump

    wie sagte Einstein: je mehr ich weiß, um so mehr weiß ich dass ich gar nichts weiß.
    Ein Albert Pike, führender Masonist, sagte um 1870 3 WEltkriege voraus um Lucifer an die Macht zu bringen.Offenbarung 14 harrt der Erfüllung

  • @Wähler
    Oktober 21, 2010

    Das versteh mal einer.

    Sich aufregen, wenn die WTG als N(!)GO bei der UNO gemeldet ist oder war, aber selber sogar wählen gehen wollen?

    = zweierlei Maß

  • Matthäus an Wähler
    Oktober 21, 2010

    Und was für Ämter hatten Daniel und seine Gefährten inne?
    Waren das politsche Ämter – ja oder nein? …siehe Daniel Kap 1
    Ein ZJ der als Gemeinderat sich engagiert wird ausgeschlossen warum hier mit zweierlei Mass?
    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Und wie erklärst du das lieber Wähler?

    w99 1. 5. S. 15 Abs. 8 „Der Leser wende Unterscheidungsvermögen an“ ***
    „Die ganze Tendenz des Völkerbundes zielt darauf hin, das Volk von Gott und von Christus wegzuwenden, und deshalb ist er ein verwüstendes Ding, das Produkt Satans und ein Gräuel in den Augen Gottes.“ … Im Laufe der Zeit wich der Völkerbund den Vereinten Nationen. Jehovas Zeugen haben schon früh aufgedeckt, dass jene von Menschen geschaffenen Friedensorganisationen in Gottes Augen abscheulich sind.

    Brief der Wachtturmgesellschaft an alle Ältestenschaften und Zweigkomitees vom
    28. Januar 2002:

    „… Im Jahr 1991 haben wir uns zu dem Zweck beim Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen (DPI) als Nichtregierungsorganisation (NGO) registrieren lassen, um in den Bibliothekseinrichtungen der Vereinten Nationen zu sozialen und wirtschaftlichen Problemen sowie zum Thema Gesundheit Nachforschungen anstellen zu können. Die Bibliothek ist schon vor 1991 viele Jahre genutzt worden, doch in diesem Jahr wurde es erforderlich, sich als NGO registrieren zu lassen. Der Registrierungantrag, so wie er eingereicht wurde und bei uns in den Akten liegt, enthielt keine Aussagen, die zu unserem christlichen Glauben im Widerspruch waren. … Dennoch enthalten die Kriterien für die Registrierung als NGO – zumindest in ihrer jüngsten Version – Formulierungen, denen wir uns nicht anschließen können. Als wir darauf aufmerksam gemacht wurden, haben wir die Registrierung sofort zurückgezogen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Ausführungen dazu beitragen, irreführende Äußerungen von Gegnern zu begegnen. …“

    UN DPI, 4. März 2004, http://www.un.org/dpi/ngosection/doc.htm (Übersetzung ins Deutsche):

    In letzter Zeit erhielt die NGO-Sektion [d. h. die Sektion der Nicht-Regierungs- Organisationen der Vereinten Nationen] zahlreiche Anfragen über die Assoziierung der Watchtower Bible and Tract Society of New York mit der Hauptabteilung Presse und Information (DPI). Diese Organisation ersuchte 1991 um Assoziierung mit dem DPI, was ihr 1992 gewährt wurde. Mit Annahme der Assoziierung erklärte sich die Organisation einverstanden, einschließlich mit der Unterstützung und
    Achtung der Grundsätze der
    Charta der Vereinten Nationen sowie der Verpflichtung und dem Einsatz der Mittel um ihren Unterstützern und einem breiteren Publikum wirkungsvolle Informationsprogramme über UN-Tätigkeiten zugänglich zu machen.“

    UN Library, Schreiben vom 1. März 2002 Übersetzung ins Deutsche:
    „Die Ausgabe eines Bibliotheksausweises ist unabhängig vom NGO-Status oder irgendeinem anderen Status. Es hat keine allgemeine Änderung der Bibliotheksausweisrichtlinien gegeben.“

  • edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend Matthäus

    Es war und ist falsch sich der UN in irgendeiner Form anzuschließen und ihre Interessen in irgend einer Form zu vertreten. Aus meiner Sicht ist es auch falsch eine politische Partei zu wählen, denn wir beten im Mustergebet um das Kommen des Königreiches Gottes. Durch seine Wahl bringt jeder vor Jehova sein Herzenswunsch zum Ausdruck, den er vor Jehova selber vertreten muss.

    Aus der Tatsache, dass Kornelius beim Militär war, zu schließen, dass wir alle zum Militär gehen sollten, wiederspräche der Liebe Gottes. Zur Liebe zu unseren Mitmenschen gehört auch die Neutralität in politischen Dingen.

    Dass damals hochgestellte Persönlichkeiten mit bedeutenden Ämtern betraut wurden, war den damaligen Umständen geschuldet. Als König, dem alle gehorchen mussten, war David tief in die Politik eingebunden aber auch für die Anbetung Jehovas verantwortlich. Eine deutliche Trennung von Religion und Politik, wie wir es heute in Europa kennen, gab es damals nicht

    Ede

  • Frank&Frei
    Oktober 21, 2010

    das rechte Maß gibt’s nur auf der Wies’n.
    Egal ob man wählt oder nicht – die Stimme zählt so oder so. Warum sollte man nicht in der Lage sein, seine eigene Situation, momentan gesehen, irgendwie zu verbessern? Es geht um administrative Dinge für den Einzelnen. Selbst der Tower hat da Janusköpfigkeit. einerseits heißt es: wir sind kein Teil der Welt. andererseits watschelten sie nach der UN, kohabitieren mit der OSZE und buhlen um Körperschaftsrechte = Recht auf Steuern.

    Man strebt ja nicht nach REgierungsgewalt, gleichwohl ich kein schlechtes Gewissen hätte, würde ich als Bürgermeister meiner Gemeinde das Leben gestalten helfen. Die weltlichen Regierungen sind gottgebilligt, sie dienen allen und allem und wenn es um Dienst am Nächsten geht muss man seine Königreichshoffnung nicht opfern. Das würde der Fall sein, wenn man Dinge forciert, die im Widerspruch zur Hoffnung stehen: Krieg, Vertreibung usw.

    Kornelius, der römische Hauptmann blieb im Amt. der Bericht sagt nirgendwo, dass er dem Cäsar seinen Dienst aufkündigte. Und in der Funktion übte er druck auf die Juden aus.

    Egal, wie man das Kind dreht und wendet. Es sprechen Dinge dafür und Dinge dagegen. Wer hier den Scheitelpunkt zieht, schneiet dem anderen ins Gewissen. ein Meister dieser Technik ist der WT, der es Gewissensentscheidung nannte, wenn ein junger Mann in D den Erstatzdienst bei der Feuerwehr verweigerte und schließlich wurde es doch erlaubt. Chamäleonsprünge des Lebens.
    Es sollte Dinge geben, in die man sich nicht einzumischen hat. Der Tower forderte von den Malawi Brüdern, zu verweigern für 2 Dollar eine Parteikarte zu kaufen, wo das ganze Land eh eine Diktatur war und jeder Cent Steuern das System stützte.
    Und die Mexikanischen Brüder durften dem Bürgermeister Bakschisch geben, bekamen einen Reisepass und wurden als Reservesoldaten in die Liste gesetzt. Und da drückte Brooklyn beide Augen zu.
    was für ein Unterschied besteht denn da?
    Die 2 Dollar in Malawi hätten nichts verändert, die Brüder wären am Leben geblieben, die Frauen und Mädels nicht vergewaltigt und geschändet worden. Man sollte man die Maßgeblichkeiten betrachten.
    mit den 2 Dollars wäre kein Mugawe oder wie immer der Chief auch hiess „angebetet“ worden. Dann hätten im III Reich die Zeugen aquch nicht HImmlers Wewelburg restaurieren dürfen, was sie taten.

    Man sollte hier jedem sein Gewissen lassen. Keiner von uns will auf diesem Schiff Kapitän werden. Aber nen Platz am Rettungsboot ist sicher nicht verkehrt statt im Tiefdeck an den Heizkessseln zu stheen. Die auf der titanic dort standen, ersoffen zuerst.

  • Shannon
    Oktober 21, 2010

    Wer sagt, dass wir wählen gehen wollen? Trotzdem darf eine Diskussion wertfrei erlaubt sein.
    Für mich kommt wählen nicht in Frage und wenn, dann nur als ungültigen Zettel. Weil ich denke, man hat die Wahl zwischen dem Bilderberger auf der einen Seite und den Bilderbergern auf der anderen Seite.
    Ich kann wählen gehen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, denn für mich bedeutet das einverstanden sein, im Kollektiv, mit ihren Taten. Immerhin wurden in der Zeit vor Jesus ganze Völker von Jehova für die Verfehlungen ihrer Führer verurteilt und bezahlten den Preis mit.
    Ich fühle mich wohler bei dem Gedanken, außen vor zu sein.

  • Jamie an Wähler und Shannon
    Oktober 21, 2010

    Hallo Wähler,
    das hast du sehr gut erkannt.

    Shannon,
    ich stimme dir uneingeschränkt zu. Bilderberger auf der einen Seite und Bilderberger auf der anderen Seite. So sieht’s nämlich wirklich aus.

    Dennoch möchte ich niemande verurteilen! Ich aber würde nie wählen gehen!

  • Hubert
    Oktober 21, 2010

    Schönen guten Morgen Alois vom 24.08.2013,

    wünsche Dir und uns viel Durchblick bei der Frage, ob wir als bibeltreue Christen und Christinnen mit biebelbestimmten Rechten und Pflichten,

    zusätzlich sind wir auch oft schon seit Jahrzehnten Staatsbürger (u.a. Nutznießer) und Staatsbürgerinnen (u.a. Nutznießerinnen) mit staatlichbestimmten Rechten und Pflichten,

    eine Wahlteilnahme VERMEIDEN und als ein Wähler oder eine Wählerin unser Stimmrecht NICHT ausüben sollen?

    Für mich existieren u.a. folgende Anhaltspunkte und Grundsätze zur Beantwortung der Fragestellung, die Dir und sicher allen MilesernInnen auch schon gut bekannt sind:

    01.) Gemäß Matth. 22:36-40 lieben wir als Christen nicht nur Gott und uns selbst sondern auch unseren Nächsten, unsere Mitmenschen,
    und gemäß Matth. 5:44 beten wir auch für unsere Verfolger und vermeiden es nicht, auch unsere Feinde zu lieben. Ihnen allen gegenüber tun wir gemäß Luk. 6:32-36 Gutes und erweisen Barmherzigkeit auch gegenüber Undankbaren und Bösen. Würden wir anders denken oder handeln, wären wir keine Söhne des Höchsten, nur solche bemühen sich gemäß Röm. 12:18 mit allen Menschen Frieden zu halten und gemäß Röm 12:17 für die Dinge zu sorgen, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind – sei es für eine Familie, eine Hausgemeinschaft, eine Nachbarschaft, eine Gesellschaft eine Gemeinde, eine Stadt, ein Land oder einen Staat, ergänze ich nun die universelle positive christliche Grundhaltung.

    Auch juristische Personen und Körperschaften können unsere wie immer gearteten Nächsten sein mit einem Willen, Gesetzen, Verordnungen, Ratschlägen und Vorkehrungen.

    02.) In den Tagen des Paulus ging es in den Mittelmeerländern in Verbindung mit religiösen und politischen Staatskulten und Götzen- und Dämonenanbetung noch ganz anders zu – vgl. die diesbezüglichen Warnungen von Jesus in Offb. 2 und 3.

    Trotzdem schrieb Paulus gemäß 1. Tim. 2:1-3 (NWÜ):

    „Ich ERMAHNE daher vor allem, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, DANKSAGUNGEN in bezug auf Menschen von allen Arten dargebracht werden, in bezug auf Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir weiterhin ein ruhiges und stilles Leben führen können in völliger Gottergebenheit und Ernsthaftigkeit. DAS IST VORTREFFLICH UND ANNEHMBAR IN DEN AUGEN GOTTES, UNSERES RETTERS …“

    Ist die LK von JZ und sind ihre „Ältesten“ in ihrer wöchentlichen Anführerschaft vor ihren Millionen Mitgliedern in den Ortsversammlungen seit 1919 beständig dieser apostolischen Ermahnung gefolgt?

    Von 1980 bis 2013 habe ich persönlich leider nie eine diesbezügliche Tendenz erlebt, was erneut zeigt, dass Zeugen Jehovas und ihre Anführer im Vergleich zu den Aposteln bedenkliche „Randchristen“ sind und kein rechtes Bewußtsein dafür haben, dass sie sich auch gegenüber dem „Cäsar“ nicht irgendwie versündigen dürfen, doch dazu weiter unten.

    02.) Und wie riesig und enorm waren die bisherigen Opfer und Leistungen rechtschaffender und gerechtigkeitsliebender und wahrheitsliebender und humanistisch und politisch und christlich denkender Männer und Frauen auch im (z.B. Luther) und nach dem „Heiligen Römischen Reich deutscher Nation“ bis 1914 und bis heute ins Jahr 2013, wo es in Europa viele „soziale und demokratische Rechtsstaaten“ und für alle Bürger grundsätzlich einmal klare Rechte und Pflichten und eine historisch gewachsene Rechtssprechung gibt?

    03.) Von allem Anfang an, bis hinter zu Adam und Eva, waren die Menschen religiös und politisch, beides gehört neben unserem Mitwissen mit uns selbst, unserem Gewissen, zu unserem Wesen
    und zu unserem Verantwortungsbewußtsein, weil es auch zum Wesen unseres Lebengebers und Schöpfer gehört,

    auch wenn wir nicht wie Adam in einem direkten „Abbild“ Gottes leben, sondern in den Abbildern unserer Vorväter seither. Denn über Seth wurde gesagt gemäß 1. Mose 5:3 und Adam „… wurde dann der Vater eines Sohnes in seinem Gleichnis, in seinem Bilde, und gab ihm den Namen Seth.“

    04.) Jedenfalls finden wir beide Wesenszüge schon weit zurück in der Geschichte in der Person von Melchisedek in ausgeprägter Weise vorhanden, gemäß 1. Mose 14:18 wird berichtet (NWÜ):

    „Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus, und er war Priester Gottes, des Höchsten.“

    Gemäß Psalm 110:4 schwor JHWH, dass diese Weise oder dieses Wesen auch seinen Sohn Jesus auszeichnen sollte, gemäß Hebr. 7:1-2 als „König der Gerechtigkeit“ und als „König des Friedens“ und gemäß Hebr. 5:5 und 7:26 als „Hoherpriester“.

    Als solcher ist er für uns Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen. Logischerweise spricht daher alles dafür, dass Jesus auch der treue und verständige und fürsorgliche Verwalter ist, den der „Herr des Himmels und der Erde“ (vgl. 11:25) über seine ganze Habe setzen wird und nicht etwa die leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen, wie sie es im neuen WT von 15.07.2013 nun weltweit verbreitet hat und bis zum 29.09.2013 in den weltweiten Versammlungen durch ihre „Ältesten“ vorlesen lassen wird vor der nächsten WT- und LK-Jahreshauptversammlung in den USA.

    05.) Gemäß Matth. 22:21 ist uns gut bekannt, dass Jesus sagte, „wir sollen Gottes Dinge Gott zahlen und Cäsars Dinge (Anmerkung: z.B. Kopfstuermünzen) Cäsar zurückzahlen.“

    06.) Und gemäß Röm. 13:1-8 ist uns gut bekannt, dass Paulus den verfolgten Christen in der römischen und mit Götzen und Gottlosigekit verseuchten Hauptstadt Rom damals folgendes geraten hat (NWÜ):

    „Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet.
    Wer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen. Denn die HERRSCHENDEN sind nicht für die gute Tat ein Gegenstand der Furcht, sondern für die schlechte. Willst du also ohne Furcht vor der (obrigkeitlichen) Gewalt sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben, denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Schlechtes tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht ohne Zweck; denn sie ist Gottes Dienerin, eine RÄCHERIN ZUR KUNDGABE DES ZORNS AN DEM, DER SCHLECHTES TREIBT. Daher besteht zwingender Grund, daß ihr untertan seid, nicht nur jenes Zorns wegen, sondern auch EURES GEWISSENS WEGEN. Denn darum zahlt ihr auch Steuern; denn sie sind GOTTES ÖFFENTLICHE DIENER, die für ebendiesen Zweck beständig dienen. Erstatt allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer verlangt, die Steuer; dem, der den Tribut (verlangt), den Tribut; dem, der Furcht (verlangt), die Furcht; dem, der EHRE (verlangt), die EHRE. Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt…“

    1. Fazit für mich nach diesem 1. Teil von Grundsätzen und Anhaltspunkten, die andere Mitschreiber und Mitschreiberinnen bitte noch ergänzen mögen:

    JHWH als großer Löwe und König der Gerechtigkeit und sein geliebter Sohn Jesus als „kleiner Löwe und König der Gerechtigkeit“ bringen die Menscheit und die Welt und Einrichtungen Satans und der Dämonen offensichtlich nicht nur über das weltweite Bibel- und Evangeliumswerk in die Klemme und in die Bedrängnis und in die Auflösung,

    sondern auch über die weltweiten politische Amtsträger und die vielen politischen Idealisten und Medien und Sozialwissenschaftler und unabhängige Gerichtshöfe, die für Wahrheit, Lebens- und Wirtschafts- und Arbeitsrealismus und Gerechtigkeit in der Gesellschaft eifern.

    Und Politiker und Politikerinnen lassen sich dabei wie es sich für ausgebildete Humanisten und Demokraten in einer historisch und rechtlich gewachsenen politischen Kultur gehört,

    seit etwa 100 Jahren in Europa für ihre Ämter in Wahlvorgängen von der Bevölkerung (zuerst Wahlrecht nur für Männer, dann das Wahrrecht auch für Frauen)auch LEGITIMIEREN, was nicht pauschal mit einem Götzenkult und Götzendienst verwechselt werden sollte.

    Denn der enthält andersartige Merkmale.

    Viele betreiben ihre Politik in Deutschland und Österreich aus guten Beweggrüden und leisten für die gesamte Bevölkerung viel Gutes und dass bereits seit Jahrzehnten.

    Jesus konnte als treuer und verständiger Herr und König und Hohepriester und Verwalter über diese Vorkehrungen auch sein Volk in Europa bis heute gut versorgen,

    und dadurch ganz im Sinne des Paulus gemäß 1. Tim. 2:1-3 gute Rahmenbedingungen auch für die neue und richtige Weiterentwicklung des christlichen Lehr- und Zeugniswerkes schaffen,

    wahrscheinlich gehören auch viele der neuen technischen Erfindungen dazu.

    Wenn die Situation also dzt. so ist in Europa, warum sollten wir nicht denen, die die Ehre verlangen, und denen, die als Politiker für uns Gutes tun, wofür wir uns auch angemessen bedanken sollten,

    all dies nicht u.a. auch bei Wahlvorgängen geben,
    durch unsere Teilnahme bei allen möglichen Wahlen und geheimen und offenen Abstimmungen z.B. auch im Bildungswesen?

    Wie wir dann im einzelnen unser Stimmrecht ausüben, bleibt jedem einzelnen und unserem Gewissen überlassen. man kann sich der Stimme jederzeit enthalten oder ungültig wählen, wenn man nicht „parteiisch“ sein möchte.

    Auch Jehovas Zeugen blieb in Österreich nach 2007 nichts anderes übrig, als den WILLEN GOTTES in der Bibel ENDLICH besser anzuerkennen und in die VERFASSUNG VON JEHOVAS ZEUGEN IN ÖSTERREICH per 12.09.2008 Folgendes hineinzuschreiben in den Punkt 12 der Präambel:

    „Jehovas Zeugen haben eine positive Grundeinstellung gegenüber Gesellschaft und Staat. Sie anerkennen den Rechtsstaat und auch das Demokratieprinzip in vollem Umfang.
    Sie sehen demokratisch gewählte Staatsorgane als legitimiert an, als von Gott geordnete Gewalten (Römer 13:1-7). Deswegen werden politische Wahlen von ihnen als Legitimationsgrundlage für die Ausübung politischer Macht anerkannt. In Übereinstimmung damit sind Jehovas Zeugen als gesetzestreue Bürger bekannt, die ihre Staatsbürgerpflichten ernst nehmen und bereitwillig mit Behörden und Staatsorganen zusammenarbeiten…“

    Fällt Dir auf, dass hier im VERFASSUNGSTEXT beim Thema Pflichten (vgl. Luk. 2:1) etwas weggelassen wurde, was rechtlich sehr wichtig ist:

    dass wir eigentlich auch wie Paulus unsere politischen RECHTE
    ERNST NEHMEN SOLLTEN und dazu gehört auch das Wahlrecht.

    Gemäß Apg. 25:8- 21 nützte Paulus ja als römischer Staatsbürger sein Recht, sich auf Cäsar und seine Gerichtsbarkeit zu berufen und vor ihn zu treten.

    Gemäß Apg. 25:8 war ihm klar, wie gegenüber Jesus und JHWH oder gegenüber dem Gestz der Juden und des Tempels durfte er sich auch

    gegenüber dem CÄSAR niemals irgendwie VERSÜNDIGEN!

    Durch die biblischen Wahrheiten und die wahre göttliche Lehre
    vermeiden wir als Christen und Christinnen, dass uns solche „Sünden“ oder Zielverfehlungen passieren und abgesehen von umsichtigen und aufgeklärten Politikerinnen und Politikern „Otto Normalverbraucher“ uns zu Recht als Sektierer bzw. als „Idioten = Unvernünftige“ ansieht.

    Auch dies sei allen eingeschlosssenen und jahrzehntelang nur durch die leitende Körperschaft über die hunderten jährlichen Publikationen indoktrinierten Zeugen und Zeuginnen Jehovas ins Stammbuch geschrieben zur Hilfestellung.

    Intern hat ja nur die LK und die örtliche Ältestenschaft
    das bisher mit viel Aufwand eingerichtete und verteidigte und nie wirklich erreichte geistliche Versorgungsmonopol.

    Soweit einige Anhaltspunkte für Dich aus meiner Sicht.

    In lieber christlicher Verbundenheit
    und mit lieben Grüßen

    Hubert und Familie am 25.08.2013

  • Tommy
    Oktober 21, 2010

    Weiss nicht Hubert,
    wenn die Staatsgewalten von Gott eingesetzt werden, wegen Recht und Ordnung, wozu sollten wir uns bemuehen? Ich denke, dass die Zeugen in diesem Punkt (anhand ihrer Aussagen) nicht falsch liegen. Wir sollten uns nicht zu weit in die Welt hinein begeben.
    Tommy

  • Br. Bird
    Oktober 21, 2010

    Lieber Tommy,

    Da bin ich im Moment auch noch vorsichtig, aber Hubert hat das sehr gut herausgearbeitet.
    Es ist sicher nicht einfach. Aber ich würde keinen verurteilen der es macht.. Alois hat recht, man entscheidet ja oft im Herzen.
    Mich persöhnlich interessiert jetzt Politik nicht so, drum bin ich auf dieses Thema noch gar nicht gestoßen.

    LG
    Birs

  • Tommy
    Oktober 21, 2010

    Nein, ich will nicht Richter sein, gebe nur zu bedenken.
    Tommy

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Herzlichen Dank lieber Hubert,

    Du hast mir wirklich einige Anregungen geschrieben, besonders dass sich Paulus auf den Cäsar berufen hat bedeutet, dass er das damalige Rechtssystem voll anerkannt und auch genutzt hat.
    Niemand würde auf die Idee kommen, dass Paulus deswegen den Christus verworfen hätte, denn Christus hätte ihn auch befreien können.

    Ich denke dass die vielen Zeugen, die in ihren Gedanken sowieso eine „Lieblingspartei“ ausgewählt haben, damit auch gleich wählen gehen könnten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • edelmuth an Hubert
    Oktober 21, 2010

    Guten Abend Hubert

    » Wenn die Situation also dzt. so ist in Europa, warum sollten wir nicht denen, die die Ehre verlangen, und denen, die als Politiker für uns Gutes tun, wofür wir uns auch angemessen bedanken sollten, all dies nicht u.a. auch bei Wahlvorgängen geben, durch unsere Teilnahme bei allen möglichen Wahlen und geheimen und offenen Abstimmungen z.B. auch im Bildungswesen?
    Wie wir dann im einzelnen unser Stimmrecht ausüben, bleibt jedem einzelnen und unserem Gewissen überlassen…..dass wir eigentlich auch wie Paulus unsere politischen RECHTE ERNST NEHMEN SOLLTEN und dazu gehört auch das Wahlrecht. «

    Hast du gelesen was in…

    (Johannes 17:14) 14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehaßt, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin.

    (Johannes 18:36) . . .Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“

    …steht? Die ganze Welt ist in den Händen dessen, der böse ist. Christen haben sich für Gottes Königreich entscheiden (Matthäus 6:10) und lehnen deshalb jede menschliche Regierung aus dem Spektrum Satans ab.

    (1. Timotheus 5:22) 22 Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht teil an den Sünden anderer; bewahre dich selbst keusch.

    Allen Menschen präsentieren sie sich als Gesandte an Christi statt und verhalten sich deshalb politisch neutral.

    (2. Korinther 5:20) 20 Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns inständig bitte. An Christi Statt bitten wir: „Werdet versöhnt mit Gott.“

    Beachte bitte bei der Verfassung der Zeugen Jehovas in Österreich den genauen Wortlaut und das, was sie nicht sagen.

    » “Jehovas Zeugen haben eine positive Grundeinstellung gegenüber Gesellschaft und Staat. Sie anerkennen den Rechtsstaat und auch das Demokratieprinzip in vollem Umfang.
    Sie sehen demokratisch gewählte Staatsorgane als legitimiert an, als von Gott geordnete Gewalten (Römer 13:1-7). Deswegen werden politische Wahlen von ihnen als Legitimationsgrundlage für die Ausübung politischer Macht anerkannt. In Übereinstimmung damit sind Jehovas Zeugen als gesetzestreue Bürger bekannt, die ihre Staatsbürgerpflichten ernst nehmen und bereitwillig mit Behörden und Staatsorganen zusammenarbeiten…” «

    Ede

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Lieber Ede

    Die Frage ist, was ist mit dem Begriff „Welt“ gemeint.

    Zu hast zitiert:
    Johannes 18:36) . . .Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“

    Aus dem Vers geht klar hervor, dass Jesus mit „Welt“ das jüdische Volk gemeint hat. Man muss den Vers aber genau lesen damit man das merkt. Das jüdische Volk war damals das verworfene Volk Jehovas nachdem sie Jesus nicht angenommen haben.

    Kein Teil der Welt zu sein, bedeutet für mich deshalb, kein Teil der Organisation der Zeugen Jehovas zu sein. Heute kämpfen die Diener Jesu auch nicht dafür dass Jesus ein Teil dieser Welt, sprich Organisation der Zeugen Jehovas wird.

    Wer dafür kämft, dass sich die Organisation reformiert damit viele die hier schreiben und lesen wieder zu ihr zurück gehen können, sind sich nicht bewusst, dass sie damit nicht Jesu Diener sind. Aber das ist ein anderes Thema und sowieso nur meine Meinung.

    Jedenfalls glaube ich nicht dass mit der „Welt“ das politische System der Staaten gemeint ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    Oktober 21, 2010

    Lieber Brd. Alois,

    Die Organisation zu reformieren bringt nichts. Das wäre genauso als würde man an einem Schrottauto noch eine Inspektion durchführen lassen. Sie haben sich gegen den Höchsten erhoben und werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Es kann sie nur noch retten, wenn sie Ihre Ämter niederlegen würden und aufrichtig bereuen. Da alles was in der Bibel steht auch eintrifft, werden sie das aber nicht tun.

    Wer in diese Organisation noch Zeit und oder Geld investiert, wird alles verlieren, nicht umsonst steht in der Bibel das es bei Menschen keine Rettung gibt und genau das versprechen sie ja ihren Anhängern. Nur wer treu dem Kanal Gottes folgt wird gerettet werden. Doch wie wollen sie dieses Versprechen jemals einlösen?
    Sie können es nicht, weil nur Jesus es kann und genau den haben sie verworfen und sich mit dem Studien WT vom 15.07.13 wieder einmal an seine Stelle gesetzt, weil sie auch noch die himmlische Habe unseres Herrn abstauben wollen.

    Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Erhöht haben sie sich schon, somit geht es jetzt nur noch in eine Richtung und zwar nach unten, ganz weit unten.

    Liebe Grüsse Manfred

  • pit an alois
    Oktober 21, 2010

    um den umstand zu vermeiden, dass ich für ihre taten mit verantwortlich bin, wähle ich eine partei, die eh nichts zu sagen hat.
    ich mach das aber nur als gegengewicht für die grossen, damit sie sich nicht noch mehr über das volk hinwegsetzen können.
    es muss ja auch nicht unbedingt die rechte sein. die würde ich nicht mal wählen, wenn es die einzige partei deutschlands wäre.
    damit kann ich dann auch guten gewissens leben.
    aber das muss im endeffekt jeder für sich selbst entscheiden. und das sag ich als christ, nicht als zeuge.

    zur org kann ich nur sagen: sie sind verstrickt in die welt. sie haben aktien und unterstützen somit das system.
    abgesehen mal von anderen dingen, die ich hier jetzt nicht erwähnen möchte.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Liebe Brüder uns Schwestern

    Bald ist Bundestagswahl. Bisher habe ich gemäß den Lehren des „Sklaven“ nie an einer Wahl teilgenommen. Aber bisher habe viele Dinge nicht gemacht, weil es bei den Zeugen so üblich war.

    Mir scheint dass auch das defacto Wahlverbot nur ein Menschengebot wie das oben im Vortrag genannte Thema ist. Denn wir leben in dieser Welt und nehmen an allem Teil was wir uns leisten können. Wir nutzen alles was die heutige Zeit bietet, wir regen uns über Politiker auf die nach unserer Ansicht einen schlechten Job machen.

    Wäre es da nicht konsequent sich nicht mehr an das Wahlverbot zu halten? Mein Verhältnis zu Jesus und Jehova ist eine Sache, unser weltliches Leben mit Beruf und Handel eine Andere.

    Was meint Ihr liebe Brüder und Schwestern dazu?

    Liebe Grüße
    Alois

  • pit an alois
    Oktober 21, 2010

    hallo alois,
    ich kann nur für mich selbst sprechen. ich kann in der bibel disbezüglich nichts herauslesen, was sich auch nur annähernd eignet.
    kein teil der welt zu sein, setzte ich in bezug auf:
    mein reich ist nicht von dieser welt.
    hat etwas mit geistiggesinnt sein zu tun.

    wenn man steuern zahlen darf, darf man auch dafür sorge tragen, das sie richtig verwendet werden. und das kann man nur, wenn man wählt.

    allerding beteiligt man sich mit der stimme dann auch an den taten der gewählten partei.
    das ist natürlich eine gewissensfrage.

    es ist schwierig da einen tipp zu geben, aber ich habe kein problem mehr damit zu wählen.

  • Martin@Alois
    Oktober 21, 2010

    Lieber Alois,
    hast du bei deinen Überlegungen Jesus Aussage in Joh.6,15 und Joh.18,36 berücksichtigt? Hat nicht Jesus eine Volkswahl abgelehnt und sich schleunigst aus der Affäre gezogen? LG Martin

  • Mel
    Oktober 21, 2010

    Hallo ihr Lieben,

    in Bezug auf Bluttransfusionen habe ich eine Frage: Kann mir jemand sagen, wie die ganz aktuelle Lehrmeinung der WTG dazu ist? (also April 2013)

    Mein Freund, der ein ZJ ist, hat mir erst vor einigen Tagen in einem Gespräch gesagt, dass die Annahme einer Bluttransfusion eine Gewissenentscheidung sei und niemand, der sie in Anspruch nehme, deswegen ausgeschlossen werde.

    Ist das wirklich so oder vielleicht eher sein „Wunschdenken“?

    Hier auf der Seite liest es sich wie ein zum Ausschluss führendes „Vergehen.“ Offenbar sind inzwischen auch mehrere Einzelbestandteile des Blutes zur Behandlung von ZJ „freigegeben“ worden, aber in diesem kleinen gelben Büchlein „Was lehrt die Bibel wirklich?“ liest sich das – selbst in der Auflage von Januar 2013 – so:

    S. 130-131: „Schließt das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, Bluttransfusionen ein? Ja. Dazu ein Vergleich: Angenommen, ein Arzt würde uns sagen, dass wir auf Alkohol verzichten müssen. Würde das bedeuten, dass wir lediglich keinen Alkohol trinken dürften, das Zuführen von Alkohol über die Adern aber erlaubt wäre? Natürlich nicht! Ebenso enthalten wir uns des Blutes nur dann, wenn wir Blut überhaupt nicht in unseren Körper aufnehmen. Das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, bedeutet also, dass wir niemandem erlauben würden, uns Blut zu übertragen.
    […] Würde ein Christ das Gesetz Gottes übertreten, nur um in dem heutigen System der Dinge ein wenig länger zu leben? Jesus sagte: „Wer immer seine Seele [sein Leben] retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, wird sie finden“ (Matthäus 16:25). Keiner von uns möchte sterben. Würden wir jedoch Gottes Gesetz übertreten, um unser gegenwärtiges Leben zu retten, dann würden wir unser ewiges Leben aufs Spiel setzen. Es ist viel vernünftiger, darauf zu vertrauen, dass Gottes Gesetze richtig sind und dass unser Lebengeber — falls wir aus irgendeinem Grund sterben — in der Auferstehung an uns denken und uns unser kostbares Leben wiederschenken wird (Johannes 5:28, 29; Hebräer 11:6).
    Treue Diener Gottes sind heute fest entschlossen, Gottes Anweisungen über die Verwendung von Blut zu befolgen. Sie essen kein Blut — egal in welcher Form. Und sie lassen sich auch zu medizini-schen Zwecken kein Blut geben. Sie sind sicher, dass der Erschaffer des Blutes weiß, was das Beste für sie ist. Glauben wir persönlich das auch?“

    Abgesehen von der suggestiven Psychologie finde ich das Schlimmste an diesem Auszug, dass eine Bluttransfusion mit dem intravenösen Zuführen von Alkohol verglichen wird. „Der Saft des Lebens“ auf einer Stufe mit einer berauschenden, in zu hoher Dosierung tödlichen Droge.
    Und es wird dem Leser impliziert: Annahme einer Bluttransfusion = Handeln gegen Gottes Gesetz = Gefährdung des ewigen Lebens.
    Ich möchte definitiv nicht für einen leichtfertigen Umgang mit diesem Thema plädieren; sicherlich birgt eine Bluttransfusion auch Risiken, z. B. haben sich ja vor Jahren auch Menschen darüber mit HIV infiziert, aber dennoch konnten auch viele Menschen dank einer Bluttransfusion weiterleben.
    Ich kann die Argumente für eine sehr strikte Auslegung der Bibelstellen, auf die sich das Verbot von Bluttransfusionen bezieht, zwar nachvollziehen, und sehe es als eine Interpretationsmöglichkeit, aber als biblisches Gebot – dessen Nichteinhaltung sogar das ewige Leben gefährden soll – stellt es sich mir nicht da.
    Wenn jemand für sich persönlich eine Bluttransfusion ablehnt und stirbt, traurig aber okay, ist seine Entscheidung. Aber wenn Eltern ihren (minderjährigen) Kindern in einer lebensbedrohlichen Notsituation eine Bluttransfusion verweigern, das kann ich in keinster Weise gutheißen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Jehova so etwas im Sinn hatte, als er vor über 2000 Jahren den Menschen gebot „sich des Blutes zu enthalten“.

    Die Argumente des Schreibers von „Die Blutfrage, Bluttransfusion ja oder nein?“ sowie die der Kommentatoren, die für eine Gewissensentscheidung in dieser Hinsicht eintreten, teile ich. Es werden Gedankengänge aufgegriffen, die ich auch hatte, als ich mich vor ein paar Monaten mit dem Thema befasst habe. Und ihr habt mir gezeigt, dass ich nicht nur deshalb das Verbot kritisch sehe, weil ich keine ZJ bin und es deswegen falsch verstehe oder weil es mir in der Hinsicht an dem „richtigen Verständnis“ der biblischen Lehre mangelt, sondern dass mein kritischer Ansatz durchaus auch von ZJ geteilt wird, die die Bibel genau und richtig verstehen wollen. Ein erbauendes Gefühl : )

    Herzliche Grüße

    Mel

  • Kyp an Mel
    Oktober 21, 2010

    Hallo Mel,

    das Empfangen einer Bluttransfusion führt zu einem Rechtskomitee (sofern es ein Ältester mitbekommt, was durch die gängigen Krankenbesuche unter den ZJ der Normalfall sein dürfte). Bereut derjenige im Rechtkomitee nicht, bspw. indem er darlegt, dass es seine persönliche Überzeugung ist, dass das Empfangen einer Bluttransfusion nicht unbiblisch wäre, wird er ausgeschlossen.

    Hoffe, das beantwortet deine Frage.

    Grüße

    Kyp

  • Edelmuth
    Oktober 21, 2010

    » was durch die gängigen Krankenbesuche unter den ZJ der Normalfall sein dürfte «

    Guten Abend Kyp

    Bei einer schwierigen Operation wird dem Bruder vom Krankenhausverbindungskomitee zu einem Krankenhaus geraten, dass sich durch vorherige Absprache bereit erklärt hat, mit Zeugen Jehovas zusammen zu arbeiten, d.h. es hält sich an das Brutverbot der Zeugen Jehovas und lässt den Patienten ohne Rückfrage eher sterben.

    Bei Krankenhäusern, die dieser Absprache nicht zustimmen, besteht immer noch die ärztliche Schweigepflicht. Ungeachtet, ob Blut übertragen wurde oder nicht, dürfen die Ärzte anderen Menschen keine Auskunft erteilen. Kein Zeuge Jehovas ist verpflichtet, ob er ein gutes oder ein schlechtes Gewissen hat, sich bei den Ältesten zu melden, um Auskunft zu erteilen, denn Älteste können keine Sünden vergeben. Er kann sich aber bei den Ältesten Hilfe holen, wenn er ein schlechtes Gewissen hat, und wenn die Ursache für sein Unwohlsein eine Sünde war, dürfen Älteste ihn nicht ausschließen, denn Jehova hat ihm vergeben.

    (Jakobus 5:14-15) . . .Ist jemand unter euch krank? Er rufe die älteren Männer der Versammlung zu [sich], und sie mögen über ihm beten und [ihn] im Namen Jehovas mit Öl einreiben. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. . .

    Aber du hast Recht, die Bluttransfusion ist eine Gewissensfrage, und wer ein Gewissen hat, das eine Bluttransfusion zulässt, gehört nicht zu den Zeugen Jehovas und wird auf Veranlassung des Sklaven ausgeschlossen.

    Ede

  • hansi
    Oktober 21, 2010

    hallo edelmuth zitat von dir.bei krankenhäusern die dieser absprache nicht zustimmen,besteht immer noch die ärztliche schweigepflicht,ungeachtet,ob blut übertragen wurde oder nicht,dürfen die ärzte andere menschen keine auskunft erteilen.kein zeuge jehovas ist verpflichtet,ob er ein gutes oder schlechtes gewissen hat sich bei den ältesten zu melden um auskunft zu erteilen denn älteste können keine sünden vergeben zitat ende.ich geb dir recht edelmuth älteste können wirklich keine sünden vergeben, ja und wir können den ältesten und den menschen im allgemeinen gehörig etwas vormachen ,nicht aber dem almächtigen und schöpfer des menschen jehova gott ,in der bibel steht geschrieben,das er alles sieht,und sich stark erweist gegenüber denen die sich ihm loyal erweisen.lg hansi

  • Edelmuth
    Oktober 21, 2010

    Ja, hansi, Jehova sieht alles. Er sieht auch die Ältesten und schaut ihnen tief ins Herz hinein.

    Bis du oder warst du einmal jung, hast eine liebe Schwester in den Armen gehalten und dich mit letzter Kraft vor einer schwerwiegenden Sünde bewahren können? Die Meisten von uns haben in der einen oder anderen Situation diese Erfahrung machen müssen. Wenn es zum Sündenfall gekommen wäre, hättet ihr euch bei den Ältesten gemeldet und wenn sie von eurer Reue überzeugt gewesen wären, hätte man euch vergeben(was sie eigentlich nicht können)

    Weitaus schwieriger ist es, wenn du vom Tode bedroht wirst und du genau weist, dass es mit dir in Kürze zu Ende ist und du als nächstes vor dem Vater stehen wirst, von dem du nicht weist, wie er dich beurteilt. Es ist die Hölle. Sogar Jesus hatte Blut und Wasser geschwitzt.

    (Matthäus 12:3-4) . . .Er sprach zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die Brote der Darbringung aßen, etwas, was zu essen ihm nicht erlaubt war noch denen, die bei ihm waren, sondern nur den Priestern?

    David war in einer ähnlichen Situation. Jehova hat Davids Notlage erkannt und aus Liebe und Mitgefühl zugelassen, dass er von den Schaubroten aß.

    Ede

  • hansi
    Oktober 21, 2010

    lieber edelmuth ,danke für deine antwort ,du hast völlig recht das es ein gewaltiger unterschied bedeutet ,wie du das geschildert hast und der vergleich deinerseitz ist völlig passend.zum glück stand ich noch nicht vor einer solch schweren entscheidung,ob blut oder nicht ,und bevohr ich weiterschreibe ist es mir sehr wichtig zu betonen das ich nicht als richter funkieren möchte,ich versuche im leben jesu worte zu beherzigen ,überhaupt nicht zu richten matthäus7,und auch möchte ich sagen ich weis es wirklich nicht wenn ich in einer solchen lage wäre, wie ich mich letztendlich endscheiden würde ,mann kann leicht darüber reden oder auch in foren darüber schreiben ,aber dann wirklich in einer solchen situation zu sein ich weiss nicht ist ganz sicher etwas anderes.aber fakt ist es nun mal aber auch,das was in apostelgeschichte geschrieben steht und ich nehme an der grossteil in bruderinfo die hier lesen und kommentare schreiben betrachten gottes wort als das was es wirklich ist als wahrheit johannes 17 .17 sicherlich auch du lieber edelmuth.in apostelgeschichte 15 sagen uns die älteren menschen und die apostel die vom heiligen geist geleidet wurden ich denke niemand will dies in abrede stellen unteranderem sich vom blut zu enthalten.,speziel steht nichts über bluttransfusion oder über die nahrung aufzunehmen,nach meinem jetzigen bibelverständnis schliest das aber eindeutig ein ,ich betone das ist meine ansicht .ich weis jetzt werden sich viele zu wort melden und zu den artikeln verweisen die hier in bruderinfo zu verfügung stehen,das ist auch lobenswert die ich kenne ,aber für mich im moment jedenfalls nicht bindent und nach meinem gewissen nicht nachvollziehbar,nochmal für mich persönlich heisst es vom blut fernzuhalten auch keine bluttransfusion .aber ich möchte auch noch unbedingt erwähnen das mann bei sehr vielen operationen vollständig auf blut verzichten kann selbst operationen am offenen herzen,jehovas zeugen sind sehr dankbar für ärzte die unseren glaubensstand achten ,und uns behandeln auch ohne blut.noch zum schluss lieber edelmut und das ist persöhnlich,vergleiche ich die brüder die gestorben sind weil sie gottes wort,oder jehovas gesetz höher betrachteten ,als ihr leben in diesem system zu retten und blut zu nemen ,mit denen die im kz ihr leben verloren haben ich habe eine paralele festgestellt wie ruhig und gelassen sie waren ja sie hatten den frieden von gott erhalten den die welt nicht kennt . lg hansi

  • Edelmuth an hansi
    Oktober 21, 2010

    » zum schluss lieber edelmut und das ist persöhnlich,vergleiche ich die brüder die gestorben sind weil sie gottes wort,oder jehovas gesetz höher betrachteten ,als ihr leben in diesem system zu retten und blut zu nehmen «

    Deine Einstellung ehrt dich, hansi. Du stehst ohne Rücksicht auf persönliche Verluste zu deinem Wort.

    Viele Leser auf BruderInfo stellen Gottes Wort ebenso allem voran und wurden dafür ausgeschlossen. Sich für seine Überzeugung ausschließen zu lassen oder zu sterben, erfordert einen starken Glauben und eine tiefe Überzeugung.

    Aufgrund des Jerusalemer Beschlusses sollen wir uns u.a. des Blutes enthalten (Apg. 15:20, 29) Du wirst vielleicht überrascht sein, wann ich dir sage, dass sich kein Mensch daran halten kann. Sich des Blutes zu enthalten heißt, vollständig darauf zu verzichten, und kein Mensch kann auf sein Blut verzichten. Der Mensch wurde von Jehova so erschaffen, dass ca. 3,5 Liter Blut den menschlichen Körper durchströmen und ihn am Leben erhalten

    Ist doch klar, wirst du vielleicht sagen, eigenes Blut ist damit nicht gemeint. Gut, dann lass uns im Bedarfsfall Eigenblut transfundieren. Das aber stößt bei der Gesellschaft mit der Begründung auf Widerspruch, dass kein zwischengelagertes Blut transfundiert werden darf. Für diese Behauptung zum Schaden der Brüder ist der Sklave jeglichen biblischen Beweis schuldig geblieben.

    Nun kommen wir zu dem eigentlichen Punkt des Widerspruches, denn bei den von dir erwähnten Herzoperationen wird das ausgeflossenen Blut nicht ausgekippt, sondern aufgefangen, gereinigt und dem menschlichen Körper wieder zugeführt, ähnlich wie bei der Dialyse.

    Die Gesellschaft begründet ihren Widerspruch damit, dass sie den kranken Brüdern entgegen kommen und ihnen die lebenserhaltenden Maßnahmen nicht all zu schwer machen wollten. Das ist zwar sehr löblich, aber kann sie das? Ist sie bereits Jehova, der Gesetzgeber? Kann sie über die Durchführung der Gesetze Jehovas entscheiden? Nein!

    Das ändert aber nichts daran, dass der Jerusalemer Beschluss kein Gebot Gottes ist, das auf jeden Fall auch unter Verlust des eigenen Lebens einzuhalten ist.

    Ede

  • Matthäus an Hansi
    Oktober 21, 2010

    Lieber Hansi, vielleicht magst du einmal über diese Sichtweise nachdenken!

    Das verwendet griechische Wort für Blut und enthalten = Haima und die tiefere Bedeutung

    Erlaube mir auf Apg. 15:29 einzugehen.

    Du bist davon überzeugt, dass diese Anweisung in Gottes Wort für uns als Christen eine zu beachtende Verordnung ist. Niemals würde ich als überzeugter Christ eine Anordnung noch dazu wenn sie vom Heiligen Geist hervorgerufen wurde, in Frage stellen oder mich dagegen aussprechen!

    Das gleiche sollte auch die LK die diesen Vers 100fach in ihren Belehrungen zur Anwendung bringt zutreffen. Wenn es eine Anordnung Gottes ist dass ein Christ sich von Blut zu enthalten hat, wer hat das Recht diese Anordnung in Frage zu stellen oder tlw. zu verändern?

    Auch keine LK oder trvSk. oder wer auch immer sich ein Lehrer sein möchte, darf ein Gesetz Gottes abändern. Im Besonderen auch wegen der Konsequenz von Jak. 3:1. Die Frage muss erlaubt sein, wenn diese Anweisung in Apg. 15:29 so zu verstehen ist wie es die LK seit Jahrzehnten erklärt, warum geht sie in den letzten Jahren selbst davon immer mehr ab. Tatsache ist dass vor 30, 40 Jahren, jeder Blutbestandteil verboten war, was ja auch Sinn macht – wenn es ein Gesetz Gottes ist darf niemand einen Teil davon für ungültig erklären – doch genau das macht die LK. Wenn das Blut auszugießen und mit Erde zu bedecken ist, wer darf dann Teile herausfiltern und behaupten diesen oder jenen Teil erlauben wir? Wobei noch früher in den 30, 40er Jahren war dies kein Thema, niemand wurde deswegen – bei Nichtbeachtung – ausgeschlossen.

    Interessant in diesem Zusammenhang ist die Handlungsweise von den Lehrern der jüdischen Gemeinde. Ein Jude, selbst solche die als Hardliner gelten, bei dem jedes Fleisch koscher sein muss, also 100% sauber (von Blut) hat aber kein Problem wenn es um eine Blutübertragung geht. Warum?

    Die Frage die es demnach zu klären gilt: IST DIESES ANORDNUNG VON Apg. 15 so zu verstehen wie es ZJ heute erklären?

    Beachten wir doch einmal den Zusammenhang! Es ging um eine vergleichsweise “belanglose Sache der Beschneidung”, ist sie notwendig oder nicht? Da diese Frage zu hitzigen Diskussionen führte wurde sie von den Aposteln unter hl. Geist geklärt. Herausgekommen ist die Anordnung nach der HFA der Vers
    29 Ihr sollt kein Fleisch von Tieren essen, die den Götzen geopfert wurden, außerdem kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausbluteten, und ihr sollt auch kein Blut verzehren. Hütet euch vor verbotenen sexuellen Beziehungen. Wenn ihr danach handelt, verhaltet ihr euch richtig. Herzliche Grüße an euch alle.”

    Ist dir aufgefallen wie die HfA diesen Vers übersetzt? (völlig ausgeblutet UND kein Blut verzehren – ist das nicht dasselbe?

    Interessant wäre auch zu klären warum Paulus an die Korinther im 1. Brief Kap 8 dieses Götzen geopferte Fleisch NICHT mehr als “verboten” bezeichnet sondern dem eigenen Gewissen unterstellt und dazu ermuntert das Gewissen anderer zu berücksichtigen ? Widerspricht er demnach nicht der Anweisung von Apg. 15:29?

    Aber kehren wir zu Apg. 15:29 zurück, nochmals möchte ich betonen daß ich viele Jahrzehnte “dieses Gesetz” nahezu fanatisch befolgte. Ich habe nie ein Hähnchen gegessen wo ich nicht 100% sicher war das es ausgeblutet war. Bei Wurstwaren habe ich akribisch Nachfrage gehalten. Auch eine Blutübertragung ob eigenes oder fremdes wäre NIEMALS von mir gebilligt worden.

    In einem sind wir uns doch einig: Zu dieser Zeit im 1. Jhdt. gab es medizinisch keine Blutübertragung, jedoch sehr wohl wurde Blut ob direkt oder durch nicht ausgeblutet wie z.B. bei einem ersticktem Tier, gegessen. Warum wurde dann die Anweisung einmal auf Ersticktes und dann auf Blut extra
gegeben – siehe nach Schlachter: …euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, 29 daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl!

    Warum wird hier das Blutverbot doppelt formuliert, jeder wußte warum Ersticktes nicht gestattet war – wegen dem Blut darin – warum “vom Blut enthalten” nochmals extra? Hat es vielleicht eine andere Bedeutung? Ich habe mithilfe der Elberfelder Studienbibel (mit Sprachschlüssel – als Anhang und Erklärung der griechischen Begriffe) mir die Sache genauer angesehen.

    Beim Begriff “BLUT” steht im griechischen das Wort “HAIMA” und dieses Wort wird wie folgt erklärt:
    Bedeutungen:

    a.) Blut als wesentliche Grundlage individuellem Leben – Bibelverweis auf Joh. 1:13 und Apg. 17:26

    b.) HAIMA selbst dient dazu das durch BLUTVERGIESSEN schwindende Leben und auslöschen von Leben durch Gewalt zu benennen. Bibelverweis auf Luk. 11:50 und Apg. 22:20. In beiden Versen steht die gewaltsame Tötung von treuen Zeugen und es wird jeweils der gleiche griechische Begriff haima verwendet.

    Nun welchen Schluss ziehst du daraus? Sich von Blut enthalten KANN oder besser gesagt bedeutet in diesem Fall “du sollst nicht morden”. Ein Gesetz der 10 Gebote das wenn auch das alte Gesetz erfüllt wurde, immer noch eine Bedeutung hat, ebenso wie Unzucht. Damit haben die Apostel mit Hilfe des Geistes nur jenes was relevant ist hervorgehoben. Warum hört oder liest man solche Erklärungen in der Literatur der ZJ nie?

    Nochmals wie hat Jesus gehandelt als es um das Leben eines Tieres ging das am Sabbat in die Grube viel. Hat er gesagt: Heute ist Sabbat auf keinen Fall dürft ihr das Gebot Gottes auf dem ja die Todesstrafe stand, dem Tier aus der Grube helfen um es zu retten. In Luk. 14 Vers 5 erweitert er die Anordnung auf ein Kind welches in den Brunnen viel. Er fragt: Zieht ihr es NICHT SOFORT aus dem Brunnen heraus oder wartet ihr bis der Sabbat vorbei ist?

    Jesus sagte mein Joch ist sanft und leicht, nehmt es auf euch! Wäre es leicht ein Kind im Brunnen ertrinken zu lassen nur weil Sabbat ist? Oder hätte es seine Billigung ein Kind sterben zu lassen wenn NUR EINE Bluttransfusion das Leben retten kann?
Jeder soll sehr gut überlegen welche Antwort er letztlich vor Jesus seinem Herrn und Richter zu verantworten haben wird.

    Dazu folgt noch eine Erfahrung die sich in Neuseeland zugetragen hat, die erschütternd und tragisch zugleich ist – die Frage wird aufgeworfen: Hat Gott oder Jesus je so etwas verlangt oder geboten?
    Erfahrung folgt im nächsten Kommentar!
    Liebe Grüße Matthäus

  • Mel an Kyp
    Oktober 21, 2010

    Ja, vielen Dank. Das ist eine klare Aussage.

    Liebe Grüße

    Mel

  • Matthäus an Hansi
    Oktober 21, 2010

    So hier noch die Erfahrung aus Neuseeland:

    Begebenheit trug sich vor ca. 10 Jahren zu:

    Betrachte diese bittere Erfahrung welche eine junge glückliche Familie machen mußte und frage dich ob dies von Gott so gewollt sein kann – ja wo ist eine solche Sache noch leicht zu ertragen – es heißt niemals würde Gott uns über unser Vermögen hin prüfen – wenn es diese Blutverbot mit allen Konsequenzen von Gott angeordnet so gäbe, kann man das noch von einem leichten oder sanftem Joch sprechen?
Ein junger Bruder wird Dienstamtgehilfe, er heiratet eine treue Schwester das Eheglück wird “vollkommen” als sie eine süße Tochter bekommen die er über alles liebt. Das süsse Mädchen ist gerade einmal 3 Jahre geworden, die Mutter ist mit ihr im Auto unterwegs, ein Transporter rammt sie von hinten, das Mädchen ist schwer verletzt, innere Blutungen. Es beginnt der Wettlauf um das Leben des Kindes.
Die Ärzte erklären das Kind hat aufgrund innerer Verletzungen viel Blut verloren es ist bereits an einem kritischen Punkt angelangt. Das Kind braucht Blut um zu überleben.

    Der Vater – in Neuseeland wird die Entscheidung der Eltern respektiert, seht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. Die Ältesten “unterstützen” ihn und drängen KEIN BLUT!
Die Ärzte machen klar – das Kind wird die Nacht OHNE BLUT nicht überleben !
Und genauso kam es, am nächsten morgen ist das Kind tot !!!
Wie würdest du dich als Vater oder Mutter nun fühlen? Hätte er es verhindern können, waren seine quälenden Fragen? Gewissensbisse und Fragen über Fragen gehen ihm durch den Kopf. Habe ich richtig gehandelt? Er geht im Internet auf die Suche und findet Gedanken und Argumente die noch mehr Gewissensbisse hervorrufen. Habe ich falsch gehandelt, bin ich schuld am Tod meines geliebten Kindes? 
Er spricht mit einem guten Freund in der Versammlung über seine Bedenken und was er als Argumente im Internet fand. Der Bruder meint es gut (?) und informiert die Ältesten. Der Vater muß sich vor einem Komitee verantworten – Ausschluss – seine Ehefrau fällt in “ein tiefes Loch der Gefühle”.

    
Jetzt hat sie schon die Tochter verloren und hat auch die Überlegungen ihres Mann zumindest nachvollziehen können, sie kommt nicht mehr klar und nimmt sich das Leben.


    Wieviele tausende von grausamen Fällen dieser Art sind in den letzten Jahrzehnten im Volk der ZJ so oder ähnlich abgelaufen? Da sind Mütter dabei gewesen die 1, 2 oder 3 Kinder schon hatten, die dann bei der Geburt eines neuen Kindes Blut gebraucht hätte, aber wegen der Doktrin es ablehnten und dann starben. Die Kinder und der Ehemann mußten dann ohne Mutter klar kommen. Das liest sich so leicht!
Ist ein solches Joch noch als LEICHT oder SANFT zu bezeichnen?
Erfahrungen dieser Art gibt es zu Hunderten ja zu Tausenden die Weltweit irgendwo für uns “im Verborgenen” ablaufen. Und das erwartet Gott von uns?
 Deine Meinung würde mich sehr interessieren lieber Hansi!

    
lg. Matthäus

  • hansi
    Oktober 21, 2010

    lieber matthäus,danke für deinen kommentar an mich,und gerne möchte ich dir mitteilen was meine meinung diesbezüglich ist.das macht mich unfassbar trauig und berührt mich sehr,von solchen leidvollen erfahrungen zu hören und mir fehlen ein wennig die worte ,es ist überhaupt ein sehr sensibeles thema,das mit dem blut,und mir fällt es nicht leicht darüber zu sprechen .ich gehe davon aus das du mein kommentar an edelmuth gelessen hast ,das ist meine persönliche haltung,dasistauch mein bibliches verständnis zur zeit was apostelgeschichte 15.29 anbelangt, obwohl und das will ich ehrlicher weise zugeben ,das dein kommentar lieber matthäus,an mich ,michsehr nachdenklich macht .und deine aspekte mich berührt haben ,ich bin wie gesagt mit der blutfrage sehr hin und hergerissen und zwiespältig was dieses thema anbelangt,und ich weiss wirklich nicht wenn ich vor so einer entscheidung stünde wie ich mich dann verhalten werde,aber was mann tun kann warum nicht unserem liebevollen vater sagen das mann einer solchen herausvorderung nicht gewachsen ist?und sein wort gibt uns die zusicherung das jehova nichts an uns herantreten lässt ,wenn wir dies nicht ertragen können,ja ihm sagen das wir nicht dieser herausforderung betreff des blutes bestehen könnten.lg hansi

  • Matthi
    Oktober 21, 2010

    Liebe Brüder!

    Habe kürzlich 2 interessante Ausarbeitungen zu diesem Thema entdeckt:

    http://hgp.blogger.de/stories/1850238/

    http://hgp.blogger.de/stories/1937061/

    Diese beziehen Stellung FÜR das Verbot einer Bluttransfusion.
    Ich persönlich Stimme diesen Artikeln zwar nicht zu, weil sie viele Aspekte nicht berücksichtigen, aber wäre interessant darüber nachzudenken falls jemand mit dieser Argumentation kommen sollte.
    Finde die herangehensweise des Autors jedoch sehr interessant und fair.

    Lg

  • Heike
    Oktober 21, 2010

    Hallo!!
    ich würde auch sehr gerne meinen Senf dazu abgeben, vielleicht vorab dazu, ich bin eine Zeugin Jehovas, allerdings derzeit inaktiv wegen grundlegender Zweifel..

    Was ist heiliger, das Blut oder das Leben, welches das Blut symbolisiert? Ist der Ehering heiliger als die Ehe selbst? Ich empfinde es als Widerspruch in sich zu sagen, das Blut symbolisiert das Leben und die Persönlichkeit eines Menschen (völliger Quatsch) und darf deshalb nicht für den Erhalt des Lebens verwendet werden.

    Noch ein Kommentar zu den Blutbestandteilen: Stillt eine Mutter ihr Kind wird durch die Muttermilch das gesamte Immunsystem der Mutter auf das Kind übertragen. In der Muttermilch ist wie nirgends sonst eine sehr hohe Konzentration an Leukozyten (weißen Blutkörperchen) der Mutter enthalten. Ich habe mir das von mehreren Ärzten bestätigen lassen, das war für mich die sinnbildliche „Schuppe“ die mir von den Augen fiel und das gesamte Argumentations-Karten-Haus der Blutfrage in sich zusammenfallen ließ.

    Viele Grüße

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Das hast du gut auf dem Punkt gebracht. Lg. Anna

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Liebe Heike,

    Danke für deinen Kommentar bzgl. Blut. Das Transfusionsverbot der WTG ist, wie fast alles beim Sklaven, völlig unhaltbar, wenn es darum geht das Leben in einer medizinischen notsituation zu erhalten.

    Leider schafft es die WTG auch hier eine Verzerrung der biblischen Aussagen zu erreichen. Wörtliche Auslegung von angeblichen „Geboten“ Jehovas, ohne den Sinn und den Kontext des bezogenen bibeltextes zu beachten.

    LG
    Dennis

  • Mark
    Oktober 21, 2010

    Sei gegrüsst liebe Heike

    Zweifel sind gut, sie führen zu Fragen und diese muss man sich irgendwann mal beantworten. Auch bei mir war die Blutfrage ein wichtiger Auslöser, meinen Glauben zu überprüfen. Ich habe alle Bibeltext die irgendwas zum Blut aussagen im Kontext gelesen und nach ein paar Stunden war für mich diese Frage definitiv geklärt – zu Ungunsten der WT-Erklärungen.
    Diese Vorgehensweise habe ich bei vielen weiteren Punkten angewandt; nicht immer mit eindeutigen Antworten, aber es sind Antworten, die man frei mit Anderen diskutieren möchte, was innerhalb der WT-Gemeinschaft so gut wie nicht möglich ist, da man sehr bald den Stempel ‚unabhängiger Denker‘ bekommt. Dabei kann man doch erst durch unabhängiges Überprüfen unterschiedlicher Ansichten zu einer ausgewogenen Sicht der Dinge kommen – dies ist aber leider innerhalb der WTG gar nicht erwünscht!
    Ich habe heute auch den Status ‚inaktiv‘, d.h. keine Berichte und auch fast keinen VS-Besuch mehr seit gut einem Jahr und ich bin heute viel entspannter und habe mehr Zeit und Geduld für meine Kinder.
    In diesem Sinne, ein herzliches Willkommen in der Freiheit der Söhne und Töchter YHWH’s.

    Herliche Grüsse, Mark

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Hallo Mark, wenn es so wäre wie du es beschreibst „unabhängiger Denker“, dann könnte man ja noch damit leben. Doch in den meisten Fällen werden Aufseher die sich diesen Gedanken, Gesprächen von ernsthaft prüfenden gegenübersehen, den Auftrag von „oberer Stelle“ bekommen hier Abtrünnigkeit zu verfolgen.

    In vielen Fällen reicht es nicht Organisationskonform IHRE Lehre zu verbreiten, erst kürzlich musste ich wieder diese Erfahrung machen, ich habe mich auf einer Facebookseite die von ZJ unterhalten wird in eine Diskussion eingemischt. Ich habe es NUR GEWAGT Jesu Aussage aus Apg. 1:6,7 als Argument anzubringen, ER HÄTTE Zeitberechnungen und Zeitangaben UNTERSAGT! Prompt kam die sehr unfreundliche Erwiderung:
    DAS SIND ABTRÜNNIGE SPITZFINDIGKEITEN! Und man „warf mich hinaus“.

    Lg. Matthäus

  • Andre
    Oktober 21, 2010

    Hallo Heike,
    genau dieses Thema hab ich mir letzte Woche im 2. Buch von R.Franz
    durchgelesen. „Blut“ wird da in allen Facetten beleuchtet und auch bei diesem Thema konnte ich wieder seine liebevolle Art rauslesen. Er zeigt so schön, was mit der Heiligkeit des Blutes gemeint ist. Wie Dennis schreibt sind die Gebote bzgl. Transufsion der WTG nicht mehr haltbar !!
    LG
    Andre

  • Sternchen
    Oktober 21, 2010

    Lieber Andre,

    habe es mir auch durchgelesen und es scheint einem dann alles viel logischer . Seine Art zu schreiben hat mich auch sehr beeindruckt.
    Liebe Grüße Sternchen

  • armes Schaf 2012
    Oktober 21, 2010

    na was denn nun?zb bei so einfachen sachen…ein hl oder nierenstein was dann?einfache sachen für die blutexperten der versi oder den spezialisten vom verbindungskommitee die gerade in anderer funktion in der versi chef sind und richten!dann redet der urologe tacheles,so etwas kapieren sie nicht was er sagt und sein team operieren muss und will!welch ein klassen unterschied…zwischen wissen und dummheit religiöser fasson

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Wenn du solche Aussagen deinem Arzt vorlegen würdest, was würde er wohl dazu sagen?

    Gefahr von Bluttransfusionen

    „Das Blut irgendeiner Person ist in Wirklichkeit die Person selbst. Es enthält alle Eigenarten der Person, von der es stammt. Das schließt erbliche Belastung, Anfälligkeit für gewisse Krankheiten, Vergiftung durch die persönliche Lebensweise, durch Eß- und Trinkgewohnheiten ein … Gifte, die jenen Trieb zur Folge haben, der zu Selbstmord, Mord oder Diebstahl drängt, liegen im Blute.

    Ein moralischer Defekt, sexuelle Perversität, Hemmungen, Minderwertigkeitskomplexe, kleinere Vergehen sind oft die Folge einer Bluttransfusion.“

    Wachtturm 1. Dezember 1961 Seiten 724, 725

    Was man nicht alles erfindet um eine lebensnotwendige Funktion oder körperliche Eigenheit ins schlechte Licht zu rücken.

    lg. Matthäus

  • Salomo
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E.
    (Hallo an alle)

    Auch ich bin ein selbstständiger Denker, der nicht alles glaubt was im Wachtturm steht.
    Mit Interesse habe ich die Diskussion hier verfolgt und denke ich muss mich hier mal einschalten.

    Deine Argumentation E.E. ist wirklich logisch. Das Blutverbot ist biblisch gut begründet. Ich denke auch, dass es Werte gibt, für die man bereit sein sollte zu sterben. Ich verstehe, dass du eine juristisch saubere Begründung für eine Ausnahme vom Blutverbot brauchst. Eine eher emotionale Begründung ist für einen so nüchternen Menschen wie dich wohl nicht ausreichend.

    Das Argument, dass David noch nicht einmal das symbolische Blut seiner Männer trinken wollte ist an sich sehr gut. Aber dies gilt nicht mehr, weil Jesus im Gegenteil sogar gebot symbolisches Blut zu trinken:

    Matthäus 26:27-29 Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird. 29 Ich sage euch aber: Ich werde von nun an bestimmt nicht mehr von diesem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich es neu mit euch trinke im Königreich meines Vaters.“

    Im Gegensatz zu David, ist es uns erlaubt unser Leben auf Kosten eines anderen Lebens zu erhalten. Dafür müssen wir aber auch bereit sein unser Leben für andere zu opfern. (Johannes 15:12-13; 1. Johannes 3:16; 1. Thessalonicher 2:8).

    Durch das symbolische Trinken des Blutes Jesu und das Essen seines Fleisches, werden wir symbolisch ein Leib oder ein Fleisch mit Christus.
    1. Korinther 10:16-17 Ist der Becher der Segnung, den wir segnen, nicht Teilhaberschaft am Blut des Christus? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhaberschaft am Leib des Christus? 17 Weil es e i n Brot ist, sind wir, obwohl viele, e i n Leib, denn wir alle haben an diesem e i n e n Brot teil.

    Dies ist besonders passend für die 144000, die ja als Braut Christi bezeichnet werden.
    1. Mose 2:24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen e i n Fleisch werden.
    Offenbarung 21:9-10 „Komm hierher, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen.“ 10 Und er trug mich in [der Kraft des] Geistes weg zu einem großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herniederkam
    Offenbarung 21:12 Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel, und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind.
    Offenbarung 21:16-17 Und er maß die Stadt mit dem Rohr, zwölftausend Stadien; ihre Länge und Breite und Höhe sind gleich. 17 Auch maß er ihre Mauer, hundertvierundvierzig Ellen, nach Menschenmaß, das zugleich Engels[maß] ist.
    Offenbarung 7:4-5 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels: 5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt;. . .

    Ich sehe deshalb bei der Bluttransfusion auch eine Parallele zur buchstäblichen Ehe, wo die beiden Partner ein Fleisch werden. Wenn schon das symbolische Aufnehmen von Blut bedeutet zu einem Fleisch zu werden, bedeutet das buchstäbliche Aufnehmen von Blut dies erst recht. Eine Bluttransfusion kann man tatsächlich als eine Vereinigung zweier Leben zu einem Fleisch betrachten. Man könnte dies tatsächlich als eine Art von Hurerei ansehen. Bei Blut von Tieren wäre dies auf jeden Fall verkehrt.

    Da aber ein Ehepaar sowieso ein Fleisch ist, würde eine gegenseitige Blutspende nichts verändern. Sie dürfen sich also gegenseitig ihr Blut geben.
    Ihre Kinder könnte man ähnlich betrachten, so dass sie ihren Kindern ihr Blut geben dürften.

    Da aber auch die Christen einen Leib bilden und ihr Leben füreinander hingeben dürfen, würde auch eine gegenseitige Blutspende dazu passen. Sie sind sowieso Blutsbrüder. Der Gedanke hat sogar etwas edles.

    Blut von Andersgläubigen dagegen fände ich unpassend. Da ist auch die Qualität nicht so gegeben. Man weiß nie was für einen Lebenswandel sie führen und welche Krankheiten sie dadurch haben.

    Angesichts dessen sollte man, unter Darlegung dieser biblischen Prinzipien, Bluttransfusionen dem Gewissen des Einzelnen überlassen.
    Ich denke du solltest deine Ansicht mal nicht so absolut sehen.

    Man könnte jetzt noch überlegen, warum Jehova es zugelassen hat, dass seinem Volk Bluttransfusionen von Fremdblut von der L.K. generell verboten wurde.

    Ich vermute mal, dass die Rettung von Leben durch Blut ein Mythos ist. Der Nutzen von Blut ist wahrscheinlich negativ. Es sind wahrscheinlich mehr Menschen an den Folgen von nicht notwendigen Bluttransfusionen gestorben, als Menschen, die wirklich nicht anders hätten überleben können.

    Früher dachte man bräuchte einen HB-Wert von 10, während „Selbstversuche“ von Zeugen Jehovas zeigten, dass man auch mit einem HB-Wert von 2 noch gut überleben kann. Die meisten Bluttransfusionen waren deshalb unnötig. Die Weigerung der Zeugen Jehovas hat den Ärzten auch geholfen bessere Alternativen zu entwickeln, die jetzt allen Patienten zugute kommen.

    Liebe Grüße

    Salomo

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Salomo,

    das klingt irgendwie logisch. Ist eine Art Synthese der gegensätzlichen Standpunkte. Da muss ich nochmal genauer darüber nachdenken. Man denkt man hätte schon alle Aspekte berücksichtigt und dann hat man doch etwas übersehen. Mir scheint, es ist wieder mal Zeit für eine neue Leserfrage.

    Vielen Dank für deinen Beitrag

    LG

    Eli

  • Manfred
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E.,
    was Du hier schreibst ist nicht mehr feierlich.
    Dein Zitat: „Mir ist noch ein Gedanke zum dem Mann mit der kranken Tochter gekommen.
    Er könnte seine Tochter auch als Prostituierte verkaufen, bis das Geld für ihre Rettung zusammen ist. Würde man das machen?
    Bluttransfusionen kann man als eine Art von Hurerei betrachten. Eine unerlaubte Vermischung zweier Leben. Dabei dringt man gewaltsam in den Körper ein und spritzt Fremdeiweiß hinein.
    Also ich finde das abscheulich. Zitat Ende“
    Deine Vergleiche seine Tochter als Prostituierte zu verkaufen sind unter der Gürtellinie. Außerdem scheinst Du noch nie in Deinem Leben eine ernsthafte Krankheit gehabt zu haben. Denn Du glaubst gar nicht, was die Doktoren so alles in einen reinspritzen wenn es erforderlich ist. Da ist Fremdeiweiß ein Pappenstiel dagegen. Wobei wir wieder beim Eiweiß sind, isst Du eigentlich Hühnereier?
    Aber weißt Du was ich an Deiner Argumentation wirklich schade finde? Du kennst Dich in der Bibel sehr gut aus, viel besser als ich aber dadurch hast Du nur Kopfwissen. Den eigentlichen Sinn der Bibel hast Du nicht erfasst, weil Du Dich an jeden Buchstaben klammerst. Du würdest bei einer Autobahn mit Tempolimit 100 permanent auf der linken Spur fahren obwohl rechts frei ist, nur dass kein anderer schneller fahren kann. Während Deiner ganzen vielen Kommentaren hast Du nicht einmal darüber nachgedacht und zugegeben, dass ein anderer hier vielleicht auch Recht haben könnte. Du bist so von Dir überzeugt, dass ich mich schon wundere, dass Du überhaupt mit uns kommunizierst, wo wir doch alle falsch liegen.
    Es gibt einen schmalen Weg der zum Leben und einen breiten Weg der in die Vernichtung führt. Für Dich gibt es sogar einen dritten Weg, das ist der Holzweg auf dem Du Dich befindest, der läuft parallel zum breiten Weg.
    Ich wünsche Dir wirklich, dass Du mal ein bischen mehr auf die anderen Argumente hörst und prüfst ob da nicht doch was dran sein könnte. Jehova sagte durch Glauben könnt Ihr gerettet werden. Wo musst Du denn noch glauben? Du weißt doch schon alles. Da würde ich mir mal Gedanken drüber machen.
    Liebe Grüße Manfred

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.
    Deinen obigen Satz, dass Gefühle keine gerechten Grundsätze ersetzen können und der Ableitung, dass deswegen nur Männer Älteste werden können, weil sie eher nach Recht als Gefühl urteilen möchte ich ein Zitat von einem Mann = Albert Einstein entgegenhalten:
    „Das einzig Wichtige im Leben sind Spuren von Liebe die wir hinterlassen“.
    Hast Du Kinder? Lieben diese Dich? Liebt Dich Deine Frau? Nicht weil sie per Trauschein an Dich gebunden ist sondern Dich mit Deinen Fehlern?
    Wir sollten Jesus Christus nachahmen. Er hat uns vorgelebt dass Gefühle über dem Gesetz stehen.
    Die Übersetzung neues Leben bringt die Worte des Paulus schön auf einen Punkt, Römer 3:20ff:
    „20 Denn niemand wird in Gottes Augen gerecht gesprochen, indem er versucht, das Gesetz zu halten. Im Gegenteil, je besser wir Gottes Gesetz kennen, desto deutlicher erkennen wir, dass wir schuldig sind.Christus nahm unsere Strafe auf sich

    21 Doch nun hat Gott uns unabhängig vom Gesetz einen anderen Weg gezeigt, wie wir in seinen Augen gerecht werden können – einen Weg in Übereinstimmung mit dem Gesetz und den Propheten. 22 Wir werden von Gott gerecht gesprochen, indem wir an Jesus Christus glauben. Dadurch können alle ohne Unterschied gerettet werden. 23 Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. 24 Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat. 25 Denn Gott sandte Jesus, damit er die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt und unsere Schuld gesühnt wird. Wir sind gerecht vor Gott, wenn wir glauben, dass Jesus sein Blut für uns vergossen und sein Leben für uns geopfert hat. Gott bewies seine Gerechtigkeit, als er die Menschen nicht bestrafte, 26 die in früheren Zeiten gesündigt haben. Er handelte so, weil er Geduld mit ihnen hatte. Und er ist auch jetzt, in dieser Zeit, vollkommen gerecht, in dem er die für gerecht erklärt, die an Jesus glauben. 27 Können wir nun stolz darauf sein, dass wir irgendetwas dazu getan haben, von Gott angenommen zu werden? Nein, denn das geschah nicht aufgrund unserer guten Taten, sondern allein aufgrund unseres Glaubens. 28 Wir werden durch den Glauben vor Gott gerechtfertigt und nicht durch das Befolgen des Gesetzes.
    Homosexualität und Blutübertragung haben beim besten Willen nichts miteinander zu tun.
    Und nochmal: Stelle Dir doch endlich mal ein verblutendes Kind vor und entscheide: „Ja dieses Kind soll sterben…“ Gefühle hast Du ja offenbar nicht also kannst du ein Todesurteil fällen. Könntest Du damit weiter leben. Und Jahre vergehen. Dein Kind ist tot, jemand mit Gefühlen würde sich vorstellen: So, jetzt wäre mein Kind 18 Jahre als und volljährig, oder im heiratsfähigen Alter usw. Und ein normaler Mensch kann an solchen Gedanken verzweifeln.
    Und die Tatsache, dass das Kind mal eine Auferstehung haben wird tröstet nicht.
    Übrigens hast Du mir glaube ich bei einem anderen Kommentar nicht geantwortet ob Du mir eine einzige Erfüllung der Weissagungen der Leitenden Körperschaft nennen kannst.
    Und gib doch diesem Forum mal den Inhalt eines Briefes bekannt, welchen Du nach Selters geschrieben hast. Und gehe mal in Dich ünd überlege, ob Du jetzt im Frühling irgendwas fühlst. Oder nur wahrnimmst, dass sich das Gesetz der Jahreszeiten erfüllt.
    Alles Gute Anna

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    So ich habe mal die bisher hier verwendeten relevanten Bibelstellen und weitere Bibelstellen zusammengesucht und kommentiert.

    Wichtige Stellen zum Blut an sich

    1. Mose 9:3-7 Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Fall der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles. 4 Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen. 5 Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, der sein Bruder ist, werde ich die Seele des Menschen zurückfordern. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht. 7 Und ihr, seid fruchtbar, und werdet viele, laßt die Erde von euch wimmeln, und werdet viele auf ihr.“
    ** Wie die Speiseverordnung an Adam und Eva gilt diese Verordnung an Noah und seine Familie für die gesamte Menschheit. Sie wird im mosaischen Gesetz und durch das Apostelkonzil wiederholt.

    Apostelgeschichte 15:19-20 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut.
    ** Hier wird die Verordnung aus 1. Mose 9:3-7 wiederholt. Man sollte sich von Fleisch mit Blut (Erwürgtes) und dem ausgeflossenen Blut fernhalten (apechomai: seine Hände von etwas fernhalten, sich weghalten bzw. fernhalten von, sich hüten vor … ; etwas meiden). Das schließt natürlich auch Menschenblut ein, dass wir weder vergießen noch in uns aufnehmen sollten.

    Apostelgeschichte 15:28-29 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“
    ** Der Heilige Geist fand diese Entscheidung gut und der Bericht darüber steht in Gottes inspiriertem Wort. Dies mit Sicherheit als Kompromiss deuten zu wollen ist unzulässig. Ist denn das mit der Hurerei auch ein Kompromiss? Sicher nicht, denn es wir mehrfach bestätigt. Wieso sollte dann Blut und Erwürgtes ein Kompromiss sein? Das Gebot galt doch schon lange vor dem mosaischen Gesetz und wurde durch das Gesetz bestätigt und es gibt keine Bibelstelle, wo es aufgehoben wird. Zum Götzengeopferten komme ich später.

    Apostelgeschichte 21:25 Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei.“
    ** Die Entscheidung wird hier nochmals wiederholt und bestätigt.

    Matthäus 26:28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.
    Hebräer 10:1 Denn da das GESETZ einen Schatten der künftigen guten Dinge, nicht aber das Wesen der Dinge selbst hat, können [die Menschen] niemals mit den gleichen Schlachtopfern, die sie fortgesetzt Jahr für Jahr darbringen, die Hinzutretenden vollkommen machen.
    Hebräer 9:22-28 Ja, fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. 23 Deshalb war es notwendig, daß die sinnbildlichen Darstellungen der Dinge in den Himmeln durch diese Mittel gereinigt würden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 24 Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen. 25 Auch sollte er sich nicht oftmals selbst darbringen, wie der Hohepriester tatsächlich Jahr für Jahr mit Blut, das nicht sein eigenes ist, in die heilige Stätte hineingeht. 26 Sonst hätte er von Grundlegung der Welt an oftmals leiden müssen. Nun aber hat er sich beim Abschluß der Systeme der Dinge ein für allemal offenbar gemacht zur Beseitigung der Sünde durch das Opfer seiner selbst. 27 Und wie es Menschen aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht, 28 so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.
    Matthäus 20:28 geradeso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben.“
    **Die Bibelstellen zeigen, dass das Blut der Tieropfer das Blut Christi vorschatten.

    Nebenstellen zum Blut

    3. Mose 17:10-16 10 Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden. 11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin]. 12 Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: „Keine Seele von euch soll Blut essen, und kein ansässiger Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, soll Blut essen.“ 13 Was irgendeinen Mann von den Söhnen Israels betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher ein wildlebendes Tier oder einen Vogel auf der Jagd fängt, der gegessen werden darf, er soll in diesem Fall sein Blut ausgießen und es mit Staub bedecken. 14 Denn die Seele von jeder Art Fleisch ist sein Blut durch die Seele darin. Demzufolge sprach ich zu den Söhnen Israels: „Ihr sollt nicht das Blut von irgendeiner Art Fleisch essen, weil die Seele von jeder Art Fleisch sein Blut ist. Jeder, der es ißt, wird [vom Leben] abgeschnitten werden.“
    5. Mose 12:15-16 Doch immer, wenn deine Seele danach verlangt, darfst du schlachten, und du sollst Fleisch essen gemäß dem Segen Jehovas, deines Gottes, den er dir gegeben hat, innerhalb aller deiner Tore. Der Unreine und der Reine dürfen es essen, wie die Gazelle und wie den Hirsch. 16 Nur das Blut sollt ihr nicht essen. Auf die Erde solltest du es ausgießen wie Wasser.
    5. Mose 12:23 Sei nur fest entschlossen, nicht das Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen. Nur das Blut sollt ihr nicht essen. Auf die Erde solltest du es ausgießen wie Wasser.
    Jesaja 66:1 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Die Himmel sind mein Thron, und die Erde ist der Schemel meiner Füße.
    2. Mose 21:12 Wer einen Menschen schlägt, so daß er tatsächlich stirbt, soll unweigerlich zu Tode gebracht werden.
    **In diesen Stellen wird das Blutverbot an Noah wiederholt und seine Anwendung und Bestrafung geregelt. Da das Blut nicht mitgegessen werden sollte, musste man es logischerweise aus dem Tier zur Erde fließen lassen, um es so bei Jehova zu lassen.

    3. Mose 24:17-18 Und falls ein Mann irgendeine Menschenseele totschlägt, sollte er unweigerlich zu Tode gebracht werden. 18 Und wer die Seele eines Haustiers totschlägt, sollte Ersatz dafür leisten, Seele für Seele.
    4. Mose 35:31 Und ihr sollt für die Seele eines Mörders, der zu sterben verdient, kein Lösegeld annehmen, denn er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden.
    2. Mose 21:20 Und falls ein Mann seinen Sklaven oder seine Sklavin mit einem Stock schlägt und dieser unter seiner Hand tatsächlich stirbt, so soll er unbedingt gerächt werden.
    **In diesen Stellen wird das Verbot des Mordens an Noah wiederholt und seine Bestrafung geregelt

    2. Samuel 23:16-17 Darauf erzwangen sich die drei starken Männer ihren Weg in das Lager der Philịster und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bẹthlehem, die am Tor ist, und trugen es dann und brachten es zu David; und er wollte es nicht trinken, sondern goß es für Jehova aus. 17 Und er sagte dann: „Es ist für mich undenkbar, o Jehova, daß ich dies tun sollte! [Soll ich] das Blut der Männer [trinken], die unter Einsatz ihrer Seele hingegangen sind?“ Und er wollte es nicht trinken. Das sind die Dinge, die die drei starken Männer taten.
    **Davids Gewissen urteilte, dass er eine Flüssigkeit, die das Leben symbolisiert nicht trinken kann, sondern für Jehova ausgießen muss. Man beachte, dass die drei Männer, deren Leben durch das Wasser symbolisiert wurde, noch am Leben waren. Blut symbolisiert das Leben. Diese Stelle steht sicher nicht umsonst im inspirierten Wort Gottes. Sie ist auch kein Teil, des mosaischen Gesetzes. Sie hilft uns zu verstehen, wie Gott das Blut ansieht. Wenn wir kein Blut essen trinken dürfen, dann dürfen wir uns das auch nicht intravenös verabreichen.
    Prinzipiell sind Bluttransfusionen von Fremdblut also unzulässig, aber wie bei allen Grundsätzen muss je nach den Umständen noch eine Güterabwägung getroffen werden, ob nicht ein höheres Rechtsgut verletzt wird. Dazu später mehr.

    Nebenstellen zu Apostelgeschichte 15:28-29
    Apostelgeschichte 15:8-11 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“
    Kolosser 2:13-14 Überdies hat [Gott] euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, zusammen mit ihm lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen 14 und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde.
    Apostelgeschichte 10:9-16 Als sie am nächsten Tag ihre Reise fortsetzten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach des Hauses, um zu beten. 10 Er wurde aber sehr hungrig und wollte essen. Während man etwas herrichtete, fiel er in einen Trancezustand 11 und sah den Himmel geöffnet und eine Art Gefäß herabkommen gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen wurde; 12 und es waren alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels darin. 13 Und eine Stimme erging an ihn: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß!“ 14 Petrus aber sagte: „Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.
    ** Das mosaische Gesetz ist aufgehoben. Christen treffen auf Grund von biblischen Grundsätzen Entscheidungen, wobei ihnen ihr Gewissen die richtige Richtung anzeigt.

    Römer 14:14 Ich weiß und bin in dem Herrn Jesus überzeugt, daß nichts an sich verunreinigt ist; nur für den, der etwas als verunreinigt betrachtet, ist es verunreinigt.
    1. Korinther 8:13 Wenn daher Speise meinen Bruder zum Straucheln bringt, will ich überhaupt nie wieder Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Straucheln bringe.
    1. Korinther 10:23-28 Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil. Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen. 24 Jeder suche fortwährend nicht seinen eigenen [Vorteil], sondern den des anderen. 25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt weiterhin, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen; 26 denn „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt“. 27 Wenn euch jemand von den Ungläubigen einlädt und ihr hingehen möchtet, dann eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen. 28 Wenn aber jemand zu euch sagen sollte: „Dies ist etwas, was als Opfer dargebracht worden ist“, so eßt nicht um dessentwillen, der es enthüllt hat, und um des Gewissens willen.
    ** Ich darf nicht einfach nach meinem Gewissen vorgehen, sondern muss das Gewissen meines Bruders beachten, egal aus welchem Grund es so urteilt.

    Diese Stelle erhellt die Bedeutung, was es bedeutet sich von Götzenopfern zu enthalten.
    (Götzenopfer, wörtlich den Götzen geopfert, Götzenopferfleisch)
    Entscheidend ist nicht, woher das Fleisch stammt, sondern was im Kopf vorgeht, wenn man es isst. Das Sprechen mit Gott ist nicht automatische eine Anbetung Gottes. Satan spricht auch mit Gott. Eine Frau anzusehen ist an sich nicht verkehrt. Aber eine Frau anzusehen mit entsprechender Begierde im Kopf ist Hurerei. So ist das Essen von Götzenfleisch kein Götzendienst, wenn man dabei nicht am Ritual teilnimmt oder die Gedanken oder Gefühle beim Essen als Götzendienst gewertet werden können. In welchem Sinne wird Götzenfleisch in Apg 15:29 verwendet?

    Offenbarung 2:14 Dessenungeachtet habe ich einige wenige Dinge gegen dich, daß du dort solche hast, die an der Lehre Bịleams festhalten, der hinging, Bạlak zu lehren, den Söhnen Israels eine Ursache zum Straucheln zu geben, so daß sie Dinge essen würden, die Götzen geopfert sind, und Hurerei begingen.
    Offenbarung 2:20 Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Ịsebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind.
    4. Mose 25:2 Und die Frauen riefen dann das Volk zu den Schlachtopfern ihrer Götter, und das Volk begann zu essen und sich vor ihren Göttern niederzubeugen.
    ** In der Offenbarung finden wir wieder das Wort Götzenopfer aus Apg 15:29 und es bezieht sich auf ein Essen von Götzenfleisch in Verbindung mit der tatsächlichen Anbetung eines Götzen. Dies wird von Jesus verurteilt. Da in Apg 15:29 ansonsten nur grundlegende Dinge genannt werden, die eindeutig unabhängig vom mosaischen Gesetz gültig sind, ist dort mit Götzenopfer ein tatsächlicher Götzendienst gemeint.
    Es kann sich nicht lediglich auf ein Essen von Fleisch beziehen, das aus einer Schlachtung in Verbindung mit einem Götzendienst stammt, ohne das eine rituelle, gedankliche oder emotionale Verbindung mit dem Götzen entsteht. Dass Jakobus einen solchen Gedanken im Sinn hatte, als er die Entscheidung so formulierte, kann man ausschließen.

    Apostelgeschichte 22:20 und als das Blut deines Zeugen Stẹphanus vergossen wurde, stand ich selbst auch dabei und gab meine Zustimmung und bewachte die äußeren Kleider derer, die ihn umbrachten.‘
    **Das Gebot sich des Blutes zu enthalten, schließt auch ein kein Menschenblut zu vergießen

    Apostelgeschichte 16:3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war.
    **Das war kein Kompromiss, sondern Timotheus sollte unter nichtchristlichen Juden missionieren. Die hätten keinen Unbeschnittenen ins Haus gelassen oder sich in ein Haus mit einem Unbeschnittenen begeben. Timotheus hätte keine Synagoge betreten können. Er hätte Paulus also als Unbeschnittener kaum eine Hilfe sein können. Um der Verkündigung der guten Botschaft willen, hat Timotheus die Beschneidung auf sich genommen. Ein gutes Vorbild für uns. Lassen auch wir uns „beschneiden“, um die Botschaft besser verkünden zu können.

    Im Zweifelsfall gibt auch ein Blick in die Geschichte der ersten Christen, einen Hinweis, wie der Text aus Apg 15:29 verstanden wurde:
    Tertullian schrieb (ca. 160—230 u. Z.) in seinem Werk Apologeticum (herausgegeben von Carl Becker, 1961, S. 91, 92): „Vor Scham erröten sollte eure Verblendung vor uns Christen, da wir nicht einmal Tierblut unter die zum Genuß erlaubten Speisen rechnen und da wir von dem Fleisch auch erstickter und verendeter Tiere deshalb nichts wissen wollen, damit wir mit keinerlei Blut besudelt werden, auch nicht wenn es in ihren Eingeweiden begraben ist. Deshalb legt ihr ja, wenn ihr die Christen auf die Probe stellen wollt, ihnen auch Würste vor, die mit Tierblut gefüllt sind — offenbar in der festen Gewißheit, daß deren Genuß bei ihnen verboten ist —, und wollt sie damit von ihrem Glauben abtrünnig machen.“ Minucius Felix, ein römischer Rechtsgelehrter, der um das Jahr 250 u. Z. starb, äußerte einen ähnlichen Gedanken, indem er schrieb: „Uns hingegen ist es nicht einmal gestattet, ein Menschenmorden anzusehen oder anzuhören; ja so sehr haben wir Scheu vor Menschenblut, daß wir nicht einmal das Blut eßbarer Tiere unter unseren Speisen kennen“ (Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 14, 1913, Dialog Octavius, XXX, 6, S. 190).( it-1 S. 423)
    **Selbst unter Todesdrohung kam für Christen der Blutgenuss nicht infrage

    Weitere Stellen

    2. Mose 20:13 Du sollst nicht morden.
    ** Dadurch, dass ich Blut ablehne bringe ich mich nicht aktiv um. Ich lehne nur eine Behandlung ab, die vielleicht den Tod verhindert hätte. So genau kann man dies nicht wissen. Nicht jede Transfusion ist wirklich notwendig und eine Transfusion kann auch umgekehrt einen Tod bewirken, der sonst nicht eingetreten wäre. Auch gibt es in fast allen Fällen alternative Behandlungen. Es haben genug Zeugen Jehovas überlebt, denen die Ärzte ohne Blut keine Überlebenschance gaben.

    Die Stelle soll auch das Argument stützen: „Wäre das Blutgesetz gegenüber dem Gesetz „Du sollst nicht töten“ höher, so wäre es auch eines der 10 Gebote gewesen.
    Die beiden größten Gebote sind aber auch nicht Teil der 10 Gebote. Ob ein Gebot Teil der 10 Gebote ist, sagt also nichts über die Gewichtigkeit des Gebots aus.

    Markus 8:35-37 Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen und um der guten Botschaft willen verliert, wird sie retten. 36 In der Tat, welchen Nutzen hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt und seine Seele einbüßt? 37 Was würde ein Mensch wirklich zum Tausch für seine Seele geben?
    Johannes 12:25 Wer seine Seele liebhat, vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zum ewigen Leben bewahren.
    1. Thessalonicher 4:14 Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen.
    **Offensichtlich gibt es Werte, die noch höher sind als das jetzige Leben und für die wir bereit sein sollten zu sterben. Es ist ja dann auch nicht für immer.

    Matthäus 11:28-30 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
    **hat uns Jesus dadurch ein unbeschwertes Wohlfühl-Christentum versprochen?

    Matthäus 10:38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
    Matthäus 24:9 Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein.
    Apostelgeschichte 14:22 „Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen.“
    1. Thessalonicher 3:4 In der Tat, auch als wir bei euch waren, sagten wir euch wiederholt vorher, daß wir Drangsal erleiden müßten, so wie es auch geschehen ist und wie ihr wißt.
    Offenbarung 2:13 und du hast deinen Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen des Ạntipas, meines Zeugen, des treuen, der an eurer Seite, dort, wo der Satan wohnt, getötet wurde.
    Offenbarung 13:15 Und es wurde ihm gewährt, dem Bild des wilden Tieres Odem zu geben, damit das Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.
    Offenbarung 12:11 Und sie haben ihn wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses besiegt, und sie haben ihre Seele selbst angesichts des Todes nicht geliebt.
    Matthäus 5:11-12 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.
    Apostelgeschichte 5:40-41 Da hörten sie auf ihn, und sie riefen die Apostel herein, peitschten sie aus und befahlen ihnen, nicht mehr aufgrund des Namens Jesu zu reden, und ließen sie gehen. 41 Diese nun gingen aus dem Sanhedrịn hinweg, voll Freude, weil sie für würdig erachtet worden waren, um seines Namens willen in Unehre zu kommen.
    Apostelgeschichte 13:50-52 Die Juden aber hetzten die angesehenen Frauen auf, die [Gott] anbeteten, und die prominenten Männer der Stadt, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Bạrnabas und trieben sie aus ihren Grenzen hinaus. 51 Diese schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie ab und begaben sich nach Ikọnion. 52 Und die Jünger wurden fortgesetzt mit Freude und heiligem Geist erfüllt.
    1. Thessalonicher 1:6 und ihr seid unsere und des Herrn Nachahmer geworden, da ihr das Wort unter viel Drangsal mit [der] Freude des heiligen Geistes angenommen habt,
    Römer 15:13 Möge der Gott, der Hoffnung gibt, euch dadurch, daß ihr glaubt, mit aller Freude und mit Frieden erfüllen, damit ihr mit der Kraft [des] heiligen Geistes an Hoffnung überströmt.
    **Ein Christ muss also mit Härten und sogar dem Tod rechnen, weil er die Gebote Gottes hält.
    Aber dennoch kann er seine Freude bewahren oder sogar durch den heiligen Geist mit übernatürlicher Freude erfüllt werden. Ein solches Paradox können allerdings nur geistig gesinnte Menschen verstehen und erfahren.

    Matthäus 23:1-39 Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 „Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.
    **Man sollte den Menschen nicht zusätzliche Lasten aufbinden, außer dem unbedingt nötigen. Genau das hat das Apostelkonzil getan und hat ihnen geboten sich von folgenden notwendigen Dingen zu enthalten: Götzendienst, Blut und Hurerei. Das ist alles!

    Bitte lasst euch jetzt hier nicht wieder darüber aus, was ihr von den detaillierten WT-Regeln haltet. Das ist ein anderes Thema. Bitte nicht vermischen.

    Markus 3:2-5 Daher gab man genau acht, um zu sehen, ob er den Menschen am Sabbat heilen würde, damit man ihn anklagen könnte. 3 Da sprach er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf [und komm] in die Mitte.“ 4 Darauf sagte er zu ihnen: „Ist es erlaubt, am Sabbat eine gute Tat oder eine schlechte Tat zu vollbringen, eine Seele zu retten oder zu töten?“ Sie aber schwiegen. 5 Und nachdem er sie ringsum mit Zorn angeblickt hatte, tief betrübt wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens, sprach er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt.
    Lukas 6:1-5 Nun geschah es an einem Sabbat, daß er durch Getreidefelder ging, und seine Jünger pflückten Ähren ab und aßen sie, indem sie sie mit den Händen zerrieben. 2 Daraufhin sagten einige von den Pharisäern: „Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?“ 3 Jesus aber gab ihnen zur Antwort: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und die Brote der Darbringung entgegennahm und aß und auch den Männern gab, die bei ihm waren, welche niemandem außer den Priestern allein zu essen erlaubt ist?“ 5 Und er sagte weiter zu ihnen: „Der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“
    Römer 14:12 So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.
    **In einem Konfliktfall ist eine Güterabwägung durchzuführen, für die man vor Gott die Verantwortung trägt. Das Sabbatgebot war das Geringste unter den 10 Geboten. In Gegensatz zu den 9 anderen gilt es nicht mehr.

    Jetzt fehlt irgendwie noch die Güterabwägung:

    Was wiegt schwerer Leben oder Götzendienst?
    Darf ich um meine Leben zu retten Götzendienst begehen?

    Was wiegt schwerer Leben oder Hurerei?
    Darf ich um mein Leben zu retten Hurerei begehen?

    Was wiegt schwerer Leben oder Blutmissbrauch?
    Darf ich, um Leben zu retten, das Blutverbot verletzen und mich am Eigentum Gottes vergreifen?

    Wenn in den Fällen von Hurerei und Götzendienst der Tod leichter wiegt, warum sollte es dann beim dritten Basic aus Apg 15:29, dem Blut, anders sein?

    Vielleicht mal ein Beispiel. Ein Mann in einem Entwicklungsland benötigt 100.000 Dollar für die lebensrettende Operation seiner Tochter. Er kann das Geld nicht legal auftreiben.

    – Darf er jetzt eine Bank überfallen, um sich das Geld zu besorgen?
    – Bringt er seine Tochter um, wenn er keine Bank überfällt?
    – Gibt es eine Garantie, dass der Banküberfall überhaupt gelingt?
    – Gibt es eine Garantie, dass die Operation überhaupt gelingt?
    – Könnte nicht vielleicht ein anderer Arzt gefunden werden, der eine billige Alternative hat?
    – Könnte nicht auch eine unerklärliche Spontanheilung einsetzen?
    – Wenn sie stirbt, ist sie dann für immer tot?

    Natürlich wird es Väter geben, die dann in ihre Verzweiflung tatsächlich eine Bank überfallen. Ich denke, dass ein Richter dann mildernde Umstände anerkennen wird. Dennoch wird er sein Verhalten nicht für rechtmäßig erklären. Er hatte kein Recht auf dieses Geld. Genauso haben wir kein Recht auf Fremdblut.

    Es ist tatsächlich eine geradezu übermenschliche Leistung, die Gebote Gottes auch im Falle von Leben und Tod einzuhalten. Doch wenn wir fest dazu entschlossen sind, wird Jehova uns auch die Kraft dafür geben. Oder wenn es unsere Kräfte tatsächlich übersteigen würde, dann werden wir nicht in so eine Situation kommen. Wenn Jehova etwas zulässt, dann ist es uns auch möglich es zu ertragen. Und wenn wir aus einer Schwäche heraus wider unseren Willen falsch handeln, dann wird Jehova uns vergeben.
    1. Korinther 10:13 er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung wird er auch den Ausweg schaffen, damit ihr sie ertragen könnt.

    Früher gab es überhaupt keine Bluttransfusionen. Da mussten die Menschen sowieso sterben.
    Und warum konnten in der Neuzeit Bluttransfusionen entwickelt werden? Weil die Menschen das Blutverbot von Anfang an missachteten. Ansonsten hätten sie sich von Anfang ihre Energie auf die Entwicklung von Alternativen richten müssen und wir wären heute schon viel weiter. Wahrscheinlich hätten wir schon längst Blutersatz, der auch Sauerstoff transportieren kann. Die ganzen Toten auf Grund von Komplikationen bei der Bluttransfusion hätte man sich sparen können.

    Da mit Blut ein riesiges Geschäft gemacht wird, könnte auch hier wie anderswo die Entwicklung von besseren Alternativen unterdrückt worden sein. Zumindest waren diese Geldmittel für die Entwicklung von Alternativen nicht mehr verfügbar.

    Außerdem wird die Welt von Satan regiert, der sich immer freut, wenn die Menschen Gottes Gebote nicht halten und deshalb gottloses Verhalten fördert, das wahre Christen unter Druck setzt.

    Das Problem mit dem biblischen Blutverbot gäbe es gar nicht ohne die religiösen, politischen, kommerziellen und wissenschaftlichen Fehlentwicklungen in der Welt.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.

    Ein wirklich sehr gut ausgearbeiteter Kommentar mit vielen biblischen Beweisen. Zu diesem Ergebnis muss man zwangsläufig kommen wenn man die Bibel nur mit dem Verstand liest und studiert. Um zu diesem Ergebnis zu kommen braucht man auch keinen Heiligen Geist, eine gute Schulausbildung reicht aus.

    Benutzt man jedoch sein Herz und hört man auf die innere Stimme, dann kommt man durchaus zu einem ganz anderen Verständnis und Ergebnis. So wie die meisten Brüder hier, aber scheinbar niemand bei der L.K.

    Nur sei gewarnt, wenn man ausschließlich den Verstand benutzt kommt man sehr schnell an seine Grenzen. Man findet verstandesgemäß betrachtet Widersprüche und Ungereimtheiten.

    Du hast in Deinem Kommentar die Frage aufgeworfen:

    Darf ich um mein Leben zu retten Hurerei begehen?

    Du hast nicht begriffen, dass die Bibel ein prophetisches Buch ist und nur wenige Promille der Bibel eine Anleitung sind wie wir uns verhalten sollen. Gerade der Begriff Hurerei ist in der Bibel fast immer mit „geistiger Hurerei“ zu übersetzen. Bei dem Wort Blut, ist es ähnlich, man muss verstehen was das Ziel dieses Blutverbotes ist. Dieses Ziel wurde in den verschiedenen Vorträgen in Bruderinfo gut und ausreichend erklärt.

    Zum besseren Verständnis eine Geschichte:
    Angenommen Du wärst ein Ältester und Dir würde angezeigt dass ein ganz hochstehender Bruder einen anderen Bruder auffordert zu einer Hure zu gehen. Der Bruder ist dann tatsächlich mehrfach bei der Hure gewesen und die Hure bekam sogar Kinder von dem Bruder!

    Was würdest Du tun?
    – Ältestenbuch nachschlagen,
    – falls Du da nichts findest einen Brief nach Bethel schreiben,
    – Kommitee einberufen,
    – Schauen ob er bereut,
    – Er hat nicht bereut weil schließlich ein hochstehender Bruder in dazu aufgefordert hat,
    – Bleibt nur streng nach Ältestenbuch die Gemeinschaft zu entziehen, das würdest Du dann auch tun.

    Der Bruder der bei der Hure war, verlässt die Zeugen Jehovas und auch Jehova, weil er sich ungerecht behandelt fühlt.
    Aber damit verbaut er sich seine Rettung!
    Wäre also der Gemeinschaftsentzug tatsächlich zu Unrecht geschehen, wärst Du jetzt zumindest ein Todschläger.

    Jetzt sage ich Dir wer der Bruder war in meiner Geschichte, lese mal aufmerksam:

    Hosea 1
    2. Als Jehova anfing mit Hosea zu reden, da sprach Jehova zu Hosea: Gehe hin, nimm dir ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land treibt beständig Hurerei, von Jehova hinweg.
    3. Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims; und sie ward schwanger und gebar ihm einen Sohn.

    Jetzt nochmal die Frage welche Du geschrieben hast:

    Darf ich um mein Leben zu retten Hurerei begehen?

    Für Hosea musste die Frage mit JA beantwortet werden. Oder was denkst Du was mit Hosea passiert wäre wenn er sich der Stimme Jehovas widersetzt hätte?
    Wieso soll es dann beim Blut keine Situationen geben in denen man guten Gewissens zur Bluttransfussion JA sagen darf?

    Deine Frage:

    Was wiegt schwerer Leben oder Blutmissbrauch?

    Diese Frage ist polemisch gestellt, denn das Wort Missbrauch steht nicht in der Bibel und Blut nehmen ist in Deiner Frage schon Missbrauch, das geht nicht. Die Frage hätte ehrlich und unvoreingenommen gestellt heißen müssen:

    Was wiegt schwerer, das Leben verlieren oder Blut im äußersten Notfall anzunehmen?

    Die Wand ist nicht immer rot, nur weil die letzten 10 Wände die Du gesehen hast auch rot waren. Man muss schon immer genau hinschauen und den speziellen Sachverhalt erörtern.

    Grüße
    Alois

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Alois,
    das war eine sehr gute Argumentation. Wunderbar herausgearbeitet und dann liebevoll darauf hingewiesen wie es in Wahrheit ist. Danke. LG Bruderinfo

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.,

    liebend gerne würde ich hier deine unbiblische Argumentationskette Stück für Stück zerpflücken, aber man kann an deiner Art zu schreiben und an deinem Forum sehr gut sehen, wie verblendet du von der WT-Doktrin bist, deshalb halte ich das für verschwendete Zeit und Mühe. Will man denn wirklich jemand ernst nehmen, der z.B. in der Frage der Chronologie (587 v.u.Z) 1:1 die längst widerlegten Behauptungen des Sklaven aus einem Buch von 1981 (Anhang) wiedergibt?

    Du kannst es scheinbar einfach nicht begreifen und willst es auch nicht, Schade!

    (1. Korinther 4:6) . . .so daß ihr an unserem Fall die [Regel] kennenlernt: „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht“, damit ihr nicht persönlich aufgeblasen werdet zugunsten des einen gegen den anderen.

    Du mißachtest vom ersten bis zum letzten Satz diese Worte des Ap. Paulus in deiner ganzen Argumentation. Du hast die WT-Methodik i.S. bibl. Argumentation völlig verinnerlicht, die da lautet:

    Einen Bibelvers aus dem Kontext reißen und andere Verse aus der Bibel in Zusammnehang stellen, wo es kein Zusammenhang gibt. Dann daraus eine Beweislinie erarbeiten, die in sich schlüssig erscheint aber in Wahrheit nur „kunstvoll ersonnene unwahre Geschichten“ sind (2. Petr. 1:16).
    Dann das wichtigste, als Fazit ein Gebot, Verbot oder Anweisung als von Gott kommend und damit als unangreifbar darstellen, obwohl es in Wahrheit Hirngespinnste von Menschen sind, die sich über andere erheben wollen.

    Nur ein Beispiel für deine Methodik, die dies eindrucksvoll belegt:

    (Zitat E.E.)
    Apostelgeschichte 16:3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war.
    **Das war kein Kompromiss, sondern Timotheus sollte unter nichtchristlichen Juden missionieren. Die hätten keinen Unbeschnittenen ins Haus gelassen oder sich in ein Haus mit einem Unbeschnittenen begeben. Timotheus hätte keine Synagoge betreten können. Er hätte Paulus also als Unbeschnittener kaum eine Hilfe sein können. Um der Verkündigung der guten Botschaft willen, hat Timotheus die Beschneidung auf sich genommen. Ein gutes Vorbild für uns. Lassen auch wir uns „beschneiden“, um die Botschaft besser verkünden zu können.
    (Zitat Ende)

    Alles völliger Nonsens! Ich selbst bin schon immer ein ZJ und nicht beschnitten und war schon in einer Synagoge und mit mir auch alles Nichtjuden. Auch habe ich mich schon mit Juden in ihrem Haus unterhalten.

    (1. Timotheus 1:6-7) 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

    Paulus drückt es so schön aus, was genau auf dich zutrifft, du willst ein „Gesetzeslehrer sein, begreiffst aber weder die Dinge, die du sagst, noch die Dinge, über die du feste Behauptungen aufstellst.“

    Dir scheint es in deinem Forum, wo du ja alleine dein Dasein fristest, ziemlich langweilig zu sein, darum versuchst du auch deine „Gesetze und Verordnungen“ hier zu veröffentlichen, um wenigstens ein paar Zuhörer zu haben. Viel Glück dabei weiterhin!

    Gruß
    Dennis

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Mir ist noch ein Gedanke zum dem Mann mit der kranken Tochter gekommen.
    Er könnte seine Tochter auch als Prostituierte verkaufen, bis das Geld für ihre Rettung zusammen ist. Würde man das machen?

    Bluttransfusionen kann man als eine Art von Hurerei betrachten. Eine unerlaubte Vermischung zweier Leben. Dabei dringt man gewaltsam in den Körper ein und spritzt Fremdeiweiß hinein.
    Also ich finde das abscheulich.
    Anstatt dem Kind der Hurerei zu übergeben, würde ich es lieber dem Gedächtnis Jehovas übergeben. Da ist es absolut sicher aufgehoben und es geht sicher nicht verloren. Jehova wird es sicher bald zurückgeben.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Du hast offensichtlich noch nicht verstanden dass es bei Jehova um den Geist geht und nicht um das Fleisch.

    Denn Petrus hat seinen Körper mit einer Hütte verglichen in welcher sein Geist wohnt. Der Körper ist somit salopp gesagt nur dazu da unseren Geist spazieren zu tragen.

    2.Petr. 1
    13. Ich halte es aber für recht, solange ich in dieser Hütte bin, euch durch Erinnerung aufzuwecken,
    14. da ich weiß, daß das Ablegen meiner Hütte bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir kundgetan hat.

    Und Jesus selbst sagte in Matth. 15:

    16. Er aber sprach: Seid auch ihr noch unverständig?
    17. Begreifet ihr noch nicht, daß alles, was in den Mund eingeht, in den Bauch geht und in den Abort ausgeworfen wird?
    18. Was aber aus dem Munde ausgeht, kommt aus dem Herzen hervor, und das verunreinigt den Menschen.
    19. Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, {Im Griechischen stehen die Wörter von „Mord“ bis „Dieberei“ in der Mehrzahl.} falsche Zeugnisse, Lästerungen;
    20. diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen, aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht.

    Jesus macht also deutlich dass das was aus unserem Geist kommt uns verunreinigt und nicht das Fleischliche. Das fleischliche wird durch den Abort oder Urin wieder ausgeschieden.

    Somit muss die Frage erlaubt sein:

    Wird mein Geist verunreinigt wenn ich im Notfall die Bluttransfusion erlaube?

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Die Anwort ist ganz einfach: Nicht was hineingeht – Blut, falsche
    Handlungen, die man beobachtet ob es ein Ehebruch ist oder Diebstahl, sondern wenn ich solche Handlungen begehe, oder was das Herz begehrt, wie es ja Jesus aufzählt!

    Man könnte ja noch die Worte von Paulus anfügen: Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist von Vorteil – auch Blutübertragung ist nicht immer von Vorteil, aber vereinzelt entscheidet sie über Leben und Tod.

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.!
    Oh Mann…so langsam bekomme ich echt Mitleid mit dir…ich wünsche dir von Herzen, dass du irgendwann einmal deine Augen und dein Herz öffnest für das was WIRKLICH im Wort steht.

    LG Ulli

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Eure gefühlsmäßige Argumentation könnte man genauso gut auch auf die Hurerei anwenden.

    Ich habe mal einen christlich engagierten Homosexuellen gefragt, wie er seine sexuellen Praktiken mit der Aussage der Bibel in Übereinstimmung bringen kann.
    Er meinte die Aussagen würden heute nicht mehr gelten, weil wir uns heute nicht mehr vermehren müssen. Wenn er seine sexuellen Neigungen nicht ausleben dürfte, würde ihn das zu sehr die Lebensfreude rauben. Er kann sich nicht vorstellen, dass ein liebevoller Gott so etwas von ihm verlangen würde.

    Gefühle können keine gerechten Grundsätze ersetzen. Deshalb dürfen auch nur Männer Älteste werden, weil diese im Durchschnitt eher nach dem Recht, als nach dem Gefühl urteilen.

    Aber in unserer verschwuchtelten Gesellschaft gilt ein Denken und Handeln gemäß göttlichen Maßstäben schon als Unrecht.
    „Das kann Gott mir doch nicht zumuten“, ist doch kein Argument.

    In Wirklichkeit werden wir in der Blutfrage, durch ein illegales Verfahren, das es eigentlich gar nicht geben dürfte, unter Druck gesetzt. Bei den ersten Christen waren es die illegalen Blutwürste, bei uns sind es illegale Bluttransfusionen. Satans Welt produziert unerlaubte Dinge, die gegen uns als Druckmittel gebraucht werden, um uns zum Straucheln zu bringen.

  • Karl
    Oktober 21, 2010

    Lieber E. E.,

    was sollte denn der Homosexuelle deiner Meinung nach tun?

    Ich hoffe du bedenkst dass man durch Gottes Wort zur Nächstenliebe aufgefordert wird …

    In deinem Kommentar merkt man davon leider nichts, nur Dinge wie Hass und Intoleranz und Selbstgefälligkeit … !

    Liebe Grüße nach Selters
    Karl

  • Der Skeptiker
    Oktober 21, 2010

    @Bruderinfo

    Warum tut ihr uns so was an?

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Skeptiker,Karl Schwestern und Brüder,
    wir denken das E.E. uns lange genug zugemüllt hat. Das größte Gebot das Jehova über alle anderen Gebote gesetzt hat ist Liebe. Die Liebe wurde sogar über Gebote gesetzt. Da E.E. nicht auf die Argumentation unserer Brüder hier eingeht und eingehen möchte und es öffensichtlich so ist, dass er nur Unruhe stiften möchte, wird E.E. hiermit offiziell „Ausgeschlossen“ :-). Da er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bruder im Bethel ist, möchten wir ihm hier einmal zeigen wie es so ist wenn man Brüder ausschließt.(der Gag war gut :-). Ein bisschen Spaß muß sein…. Es ist uns dennoch sehr ernst. Wenn man zudem auf lieblose Weise Randgruppen wie homosexuelle Menschen verachtet oder gar sich erlaubt anhand der Schriften diese zu richten, der hat hier nichts zu suchen. In der Urschrift steht nirgends etwas von Homosexualität. Es steht hier in Wahrheit: …die welche Knaben schänden….also Kindesmissbrauch. Die Bibel wurde in manchen Teilen von religiösen Gruppen verfälscht und angepasst. Das wissen aber auch die Brüder im Bethel. Im Grunde ist das schon seit jahrzenten bekannt. Da sich jedoch E.E. anmaßt die Bibel zu entstellen und kuriose, lieblose Argumentationen vorbringt, werden seine Kommentare nicht mehr zugelassen. Lieblose, menschenverachtende Kommentare werden nicht mehr freigeschaltet. Liebe Brüder, wir denken das Ihr ebenso denkt. Wir wünschen Euch einen schönen und liebevollen Tag, eure Brüder vom Bruderinfo-Team.

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Vielen Dank liebe Brüder. Das mit E.E. war doch ein bisserl viel. Was mich ein wenig verwundert ist, dass das Auftreten von E.E. mit dem letzten Serverausfall zeitgleich ist… Jetzt muss er mir leider die Antwort schuldig bleiben ob ihn jemand um seiner selbst willen liebt oder wenigstens einfach nur sich in seiner Gegenwart wohl fühlt.
    Euch alles Gute und einen schönen besinnlichen Abend
    Liebe Grüße Anna

  • Martin
    Oktober 21, 2010

    Liebe Koordinatoren des Bruderinfoteams!
    Reaktion im Fall E.E.

    Diese Reaktion erstaunt mich schon. Ich erinnere mich daran, wie Ihr vor einiger Zeit auch mich ermutigt habt, biblische Argumente aus meiner Sicht vorzutragen. Nun nehmen alle zur Kenntnis, das E.E. dies eigentlich erfüllt und offensichtlich fehlt hier die wirkliche Bereitschaft, über alle Aspekte zu diskutieren. E.E. ist auch ein Bruder und egal, ober er im Bethel sitzt oder nicht (mit Sicherheit nicht, schließlich hat er es auch dementiert – und die Liebe glaubt doch alles…) Aber diese abfälligen Äusserungen von dem einen oder anderen ihn gegenüber, die halte ich doch sehr bedenklich und Eueren Beschluss, der zunächst mit Humor vorgetragen, wird aber dann doch im Ernst ausgeführt wird, also doch „schneller Ausschluss“. Man muss es doch ertragen, wenn es andere Meinungen gibt, das war doch die Stärke von Bruderinfo, auch wenn es einigen etwas provokativ erscheinen mag. Aber gerade hier erfolgt doch dann tiefgründige Argumentation, wie z.B. von Matthäus, was ja dann wieder zum Nutzen der allgemeinen Leser dient. So möchte ich Euch ermuntern, Eueren Grundsätzen treu zu bleiben, wenn es auch nicht dem Geist Eurer Leitartikel entspricht. Der Geist Jehovas macht uns doch stark und hilft uns alles zu ertragen und in der Reaktion den Geist unseres Herrn zu bekunden, zumal ja E.E. niemand beschimpft oder verunglimpft, sondern die Ergebnisse seines Bibelwissens hier kommentiert. Also bitte Größe und christliche Reife zeigen.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Andreas
    Oktober 21, 2010

    Danke!

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Meine Zustimmung habt ihr, man darf auch mal anderer Meinung sein doch wenn man Brüder entzweien will ist daß ein Vergehen das auch bei Jehova als Hassenswert gilt:

    Spr.6: 12 Einen nichtswürdigen und gemeinen Menschen erkennt man an seinem Verhalten: Er verbreitet Lügen 13 und will dich mit seinen Gesten und Gebärden täuschen.1 14 Sein Wesen ist falsch und heimtückisch, er hat ständig Böses im Sinn und legt es immer auf einen Streit an. 15 Darum wird ihn das Unglück plötzlich treffen; so unerwartet kommt sein Ende, dass er nicht mehr entrinnen kann. 16-19 Sechs Dinge sind dem Herrn verhasst, und auch das siebte verabscheut er:…., die überheblich blicken; eine Zunge, die Lügen verbreitet; …., der heimtückische Pläne ausheckt; … ein Zeuge, der falsche Aussagen macht; ein Mensch, der Freunde gegeneinander aufhetzt.

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Martin,
    nicht die biblische Argumentation von E.E. ist das womit wir hier ein Problem haben, sondern das er versucht uns zum aufgeben unseres Gewissens vor Gott zu bringen und wieder stumpfsinnig dem Sklaven hinterherzulaufen.

    LG Ulli

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Liebe Anna

    Das Auftreten von E.E. nach dem Serverausfall hat mich ebenfalls verwundert. Es kam mir so vor, als hätte man Plan B Inkraft gesetzt, nachdem Plan A (die Seite dauerhaft lahmlegen) gescheitert ist.
    Mal sehen was als nächstes kommt.

    Lieber Martin

    Ich hatte kein Problem damit dem Bruder E.E. zu widersprechen. Aber hätte Bruderinfo nicht den Riegel vorgeschoben, so gäbe es nur noch Kommentare von E.E. und Gegenkommentare von den Anderen. Eine Zeitlang war das auch interessant und lehrreich. Jedoch wäre das Forum zum Streitforum verkommen. Das Ziel der Organisation wäre dann erreicht gewesen. Aber die Ansicht des Sklaven kennen wir doch zur Genüge, das muss man nicht alles hier wiederholen.

    Wir sind uns doch auch nicht alle einig und trotzdem akzeptieren wir uns gegenseitig. Demut und Toleranz war bei E.E. überhaupt nicht vorhanden.

    Grüße
    Alois

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo Martin,

    dein Unbehagen was die Sache E.E. betrifft, kann ich zwar verstehen, aber in diesem Fall halte ich das Vorgehen für angebracht und richtig.

    Der User E.E. war nicht bereit auch nur „in Erwägung zu ziehen“, dass jemand anderes hier auch Recht haben könnte, wie er selbst geschrieben hat. Welche Arroganz das doch zeigt!

    Allerdings muss ich auch sagen, dass der Kommentar von Bruderinfo mit dem „Scherz-Ausschluss“ und den Smiles auch nicht gerade sonderlich angebracht war. Dafür war mir das einfach zu ernst.

    Besonders die Abhandlung von E.E. zum Thema Blut, die länger war als jeder Bruderinfo-Artikel, war des Guten zu viel. Außerdem hat er von „verschwuchtelter Gesellschaft“ gesprochen, was eine tiefe Verachtung und Hass auf Menschen offenbart. Ich wundere mich, dass hier nicht ein Admin eingeschritten ist wie bei den „Schneerosen“ damals.

    Er muss warscheinlich erst noch erwachsen werden und mit sich selbst in´s Reine kommen. Dann ist er irgendwann vielelicht auch reif und zeigt menschl. Größe, wie du gesagt hast, damit er sich hier in ermunternder Weise in absehbarer Zukunft beteiligen kann.

    Ich hoffe es für ihn und hege auf jedenfall keinen Hass oder Verachtung, sondern eher Mitleid, weil er in seiner „Gesetzesgerechtigkeit“ und seiner Selbstüberschätzung quasi gefangen zu sein scheint.

    Viele Grüße
    Dennis

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Da muss ich Denis Recht geben. Ich bin ein aroganter Besserwisser. Mein Auftreten war euphemistisch gesagt suboptimal.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Dein Zitat:

    „Satans Welt produziert unerlaubte Dinge, die gegen uns als Druckmittel gebraucht werden, um uns zum Straucheln zu bringen.“

    Wie wahr wie wahr!
    Das größte Superding das der Satan gedreht hat ist, dass er sich in den Tempel Gottes gesetzt hat und sich als der Engel des Lichts ausgibt.
    Während Du Dich mit dem Klein- Klein der fleischlichen Blutransfusion beschäftigst, hat Satan die meisten der Millionen Zeugen Jehovas längst hinter sich geschart. Wie Lemmlinge folgen sie der L.K. zur Schlachtbank.

    Nur wenige Brüder und Schwestern haben mit Hilfe des Geistes Jehovas die Masche des Satans durchschaut und flohen, fliehen und werden noch aus der Organisation auf die (Berge Jehovas)fliehen.

    Denn nur auf den „Bergen Jehovas“ bei unserem Oberhirten Jesus ist Rettung!

  • Martin
    Oktober 21, 2010

    An alle zur Erklärung von E.E.
    Suboptimal [
    Resultate, welche die Vorgaben oder Erwartungen des Optimums nicht erreichen, jedoch durchaus noch nicht als richtige Misserfolge bewertet werden sollen, werden als suboptimal (von lat. sub ‚unter‘) bezeichnet. Häufig wird der Begriff jedoch mit ironischem Unterton oder als Euphemismus gebraucht, wenn ein eigentlich katastrophales Ergebnis beschrieben werden soll.

    Ein Euphemismus (latinisierte Form von altgriechisch εὐφημία euphēmía „Worte von guter Vorbedeutung“; letztlich zurückgehend auf εὖ eu „gut“ und φημί phēmí „ich sage“)[1], auch: Glimpfwort, Beschönigung, Hehlwort, Hüllwort oder Verbrämung, ist ein sprachlicher Ausdruck, der eine Person, eine Personengruppe, einen Gegenstand oder einen Sachverhalt beschönigend, mildernd oder in verschleiernder Absicht benennt.
    Das semantische Gegenstück zum Euphemismus ist der Dysphemismus (Kakophemismus). Dieser wertet das Bezeichnete ab und versieht es mit negativen Konnotationen. Beide, Euphemismus und Dysphemismus, gelten als rhetorische Figuren.
    Aufwertende, mäßigende oder vertuschende Formulierungen kann man – auch unbewusst – aus verschiedenen Motiven verwenden, wobei auch mehrere gleichzeitig zum Tragen kommen können: In erster Linie will man bestehende Tabus und soziale Normen nicht brechen, Anstößiges umgehen, Gefühle von Sprecher und angesprochener Person schonen oder aus Eigennutz täuschen, tarnen oder Aufmerksamkeit wecken.
    Beschönigendes Sprechen ist nicht auf eine bestimmte Sprache oder auf einen einzelnen Themenkreis beschränkt, sondern findet sich überall. Euphemistische Ausdrücke werden im öffentlichen Bereich hauptsächlich in der Politik und in der Wirtschaft angewendet. Im Alltag kommen sie besonders häufig im sexuellen und im Fäkalbereich sowie mit den damit zusammenhängenden Örtlichkeiten, Gegenständen und Körperteilen vor. Auch in den Sinnbezirken von Krankheit und Tod empfindet man oftmals eine schonende Ausdrucksweise als angebracht. Des Weiteren finden sich zahlreiche Euphemismen beispielsweise auf religiösen sowie bestimmten sozialen und kulturellen Gebieten.
    Der Bestand an Euphemismen ist im Wortschatz einer Sprache nur zu einem geringen Teil konventionalisiert. Mehrheitlich bestimmen die konkreten Sprechumstände (Redeanlass, Ort, soziale Gruppe und Redeabsicht), was als Euphemismus gilt und wann dieses sprachliche Mittel zum Einsatz kommt.

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Martin,
    wir wollten keine Begriffserklärung sondern deine Meinung. Wäre schön wenn du das tun könntest. LG. Bruderinfo

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.!
    ZITAT:
    >Aber in unserer verschwuchtelten Gesellschaft gilt ein Denken und Handeln gemäß göttlichen Maßstäben schon als Unrecht.<

    Schon mal mit dem Gedanken gespielt nach Amerika auszuwandern? – Dort würdest du wahrscheinlich eher Gleichgesinnte antreffen…

    Ich mag nicht auf all deine tollen Vergleiche eingehen, die sind einfach so sehr an den Haaren herbeigezogen, dass man da wohl niemanden mehr drauf aufmerksam machen muss.

    Aber ich frage mich schon die ganze Zeit, was du hier eigentlich willst…denn zu den geschlagenen und geschundenen Schafen, für die diese Seite eingerichtet wurde um sie zu trösten, geistig zu stärken und aufzuerbauen, gehörst du ja nicht.

    Und zu denen die froh sind, sich hier ohne Angst vor Reppressalien ihre eigenen Gedanken über die Bibel mit anderen austauschen zu können, um sich gegenseitig zu ermuntern Jehova und Jesus treu zu bleiben, gehörst du augenscheinlich ja genausowenig.
    Du gehört zu denen, die nicht nur die Mücke aussieben, sondern auch mikroskopische Kleinstlebewesen. – Drum sind die die Gestze des "Sklaven" ja auch noch nicht hart genug.

    Ich gehe nicht gezielt auf Abtrünnigen-Seiten, weil dort wirklich oft nur ohne Sinn und Verstand auf die WTG und alle Zeugen eingeprügelt wird. – Aber das Gegenteil davon, nämlich der WTG blind hinterherzulaufen und mich um der Brüder willen – wie du es hier schon mal ausgedrückt hast – "beschneiden" zu lassen, kommt für mich überhaupt nicht in Frage, denn damit würde ich meinem Gott untreu werden.
    Der Vergleich zur apostolischen Zeit lässt sich nämlich nicht ziehen, da es bei ihnen um das mosaische Gesetz ging, das manchen einfach noch zu sehr am Herzen lag um davon lassen zu können.
    Heute jedoch geht es um MENSCHENGEBOTE, die uns aufgebürdet werden und die oft genug nicht nur über das hinausgehen was das Wort sagt, sondern ihm sogar wiedersprechen!

    Du meinst, wir wären hier alle viel zu Gefühlsduselig…ja von wem haben wir denn die Fähigkeit nicht nur alles auf der Verstandesebene, sondern auch auf der Gefühlsebene zu betrachten, bekommen?
    Indem du die Brüder hier zu einem gefühllosem Duckmäuserverhalten aufrufst, wie ihn eh´schon Millionen von Glaubensbrüdern praktizieren, zeigst du, dass dir der Wille Gottes im Grunde genommen piepegal ist.

    Denn sonst würdest du dich nicht an angebliche Rechtsnormen klammern, sondern die Liebe Gottes empfangen und weitergeben.

    Ich wünsche dir, das du irgendwann doch noch dazu findest, die Bibel nicht nur Verstandesgemäß zu erfassen, sondern auch mit deinem Herzen.

    LG Ulli

  • Martin
    Oktober 21, 2010

    Hallo Ulli,
    E.E. ist „ausgeschlossen“ – mundtot – er kann nicht mehr antworten. Berufungskomitee gibts nicht – Er sitzt jetzt geistig „hinter Gitter“ und muss nachdenken, bereuen und um Wiederaufnahme bitten, damit er wieder ein „anerkannter Bruderinfo-Kommentator“ wird. Er kommuniziert gerade mit seinem Herzen…Schreib ihm doch was liebes, ermunterndes… Herz erwärmendes…, damit er versteht: „Erkenntnis bläht auf, Liebe erbaut“
    Gruß Martin

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Martin und Dennis und alle anderen Brüder und Schwestern,
    wir möchten natürlich nicht hartherzig erscheinen und Mitlesern und Brüdern keine 2.Chance geben. Lieber Dennis, bei den Schneerosen war dies ein bisschen merkwürdig. Sie wurden nicht in dem Sinne „Ausgeschlossen“ sondern sie haben Ihr Fehlverhalten nicht eingesehen und dennoch gaben wir Ihnen die Chance sich trotzdem weiter bei uns zu beteiligen. Dies wollten sie aber leider nicht mehr tun. Sie fühlten sich zu Unrecht behandelt und nahmen unsere Bitte leider nicht an. Sie wollten oder waren leider nicht mehr zu einer Übereinkunft fähig. Aber gerade Christen sollten doch gegenseitig vergeben können. Einige Mails erreichten uns, mit der Bitte, …wenn sich E.E. entschuldigt oder einsichtig ist Ihm doch nochmals eine Chance zu geben.
    E.E. hat anscheinend seinen Fehler eingesehen und deshalb möchten wir Ihm diese Chance geben. Vielleicht denken manche Brüder im Bethel dann ein wenig biblischer. Wir möchten aber „Euch liebe Brüder“ mit in diese Entscheidung einbeziehen. Es wäre doch einmal sehr spannend wie Ihr Brüder da drausen darüber denkt und entscheidet. Jeder sollte hierzu seine Meinung kundtun. Seid Ihr da drausen damit einverstanden? LG das Bruderinfo Team. Sieht: http://www.digidatanet.de/?p=178&cpage=3#comment-2697

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Wir sollen und wollen doch nicht 7 mal, sondern 77 mal vergeben.
    Somit sollten wir es versuchen. Vielleicht wird aus dem Kämpfer für das Gesetzsystem Saulus ein Paulus, man kann nie wissen ob unser Bruder E.E. nicht doch noch den Geist Jehovas erhält. (Ohne den lästigen Umweg über die L.K. der gar nicht wirklich existiert)

    Nur wäre es sehr schön wenn es nicht wieder so kommt, dass man als nebenbei Berufstätiger gar nicht mehr mit dem Lesen hinterherkommt, wie es letzten Freitag der Fall war. Oder Bruderinfo verlängert die Leiste der letzten Kommentare um das Doppelte.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Alois,
    die Leiste wurde verlängert. Gute Idee. Ja vielleicht wird aus Saulus ein Paulus. Natürlich sollte man immer zur Vergebung bereit sein. Dennoch ändern sich Charactere sehr langsam und wir sollten alle trotzdem immer ein wachsames Auge auf unser gemeinsames Bruderinfo-Portal haben. Man weiss nie genau wer sich hinter einem „Synonym“ befindet. Oft sind die Absichten eines Menschen von ganz anderer „Art“. Aber wir vertrauen da immer mehr Euren „gemeinsamen“ Beobachtungen. In diesem Sinne eine gute Nacht und bis morgen. Euer bruderinfo-Team.

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Martin,
    wie du vielleicht schon gesehen hast, hat E.E. heute wieder etwas geschrieben, von Ausschluss kann also keine Rede sein.

    Ich zitiere ihn mal:
    >Da muss ich Denis Recht geben. Ich bin ein aroganter Besserwisser. Mein Auftreten war euphemistisch gesagt suboptimal.<

    Lieber E.E.
    Mein Vater sagte immer: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Ein altes Sprichwort das an Wahrheitsgehalt noch nichts eingebüßt hat. 🙂

    Wenn du nun von deiner arroganten Art Abschied nehmen könntest und so wie es hier üblich ist, nicht weiter versuchst alle hier zu belehren sondern Gedankenaustausch über biblische Themen zu pflegen, bist du hier genauso willkommen wie jeder andere auch.

    Fang doch einfach nochmal neu an, dazu ist es nie zu spät.
    Wenn du weißt das dein bisheriges Auftreten suboptimal war, dann dürfte es dir jetzt ja ein Leichtes sein, dich optimal zu verhalten. 😉

    LG Ulli

  • Manfred
    Oktober 21, 2010

    Liebe Brüder von Bruderinfo,
    Ich finde es gut, dass Ihr auch uns fragt, ob E.E wieder eine Chance bekommen soll.
    Ihr habt hier das Hausrecht, aber mit dieser Geste zeigt ihr, dass Euch unsere Meinung sehr wichtig ist und dass Ihr nicht für uns Entscheidungen treffen wollt, wie es sonst immer die Gesellschaft gemacht hat. Dadurch wird diese Seite wirklich auch zu „Unserem“ Forum, oder zu unserer Versammlung. Vielen Dank dafür.
    Und ja, er soll seine zweite Chance bekommen. Denn wir sind keine Richter und wollen uns auch nicht wie welche aufführen. Allerdings, sollte man die Kommentare doch ein bisschen in der Länge beschränken, Die Kommentare von E.E waren ja schon ausgearbeitet Stundenvorträge.
    Trotzdem war es gut, dass Ihr einen Riegel vorgeschoben hattet, sonst wäre das ganz schön Ausgeufert. Ich hatte auch ganz schöne Probleme mit dem Lesen hinterher zu kommen.
    Also wenn sich alle hier in dem Forum an die Regeln von Bruderinfo halten und weiterhin liebevoll miteinander umgehen, dann sollten wir hier noch viel ermunterndes erfahren und uns durch die Kommentare gegenseitig stärken. Denn eins ist mal klar, die Gelegenheit sich hier in Anstand und Würde auszutauschen, gab es so vorher noch nicht und man hätte es auch gar nicht glauben wollen, das es das gibt. Wir sollten dafür wirklich dankbar sein und deshalb alles dafür tun, dass Bruderinfo in dieser Form erhalten bleibt.
    Vor allem möchten wir Euch für die viele Gute Arbeit danken, die Ihr Euch mit dieser Seite gemacht habt um uns zu dienen. Vielleicht könntet Ihr mal schreiben, wieviele Brüder bei Bruderinfo Ihren Dienst tuen.
    So jetzt aber Ende, ich gehe auch ins Bett.
    Liebe Grüße Manfred

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Liebe Brüder,

    er soll ruhig weiter seine geistigen Ergüsse hier ablassen, wenn ihm sein eigenes Forum nicht ausreicht. Ich frage mich aber wieso er selbst das überhaupt möchte, denn er hat ja schon sein Selbstdarstellungsforum, warum braucht er noch eins?

    Seine letzter Kommentar mit diesem verklausulierten Eingeständnis ist für mich höchst unglaubwürdig. Er zeigt weder Anstand noch Respekt vor den anderen Brüdern und Schwestern hier.

    Glaube nicht das er die Art und Weise wie wir hier bibl. Themen untersuchen ernst nimmt und sich daran ehrlichen Herzens beteiligen will und kann.

    Aber diesen Eindruck kann er ja jetzt widerlegen.

    Brüderliche Grüße
    Dennis

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Also ich würde E.E. auch noch eine Chance geben.
    Wenn man irgendwo neu ist, macht man leicht Fehler, bis man dann merkt, wie die (ungeschriebenen) Regeln sind.

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.!
    ZITAT:
    >Also ich würde E.E. auch noch eine Chance geben.<

    Gut, dann sagen wir doch mal, ab jetzt gilt´s.

    1, 2, 3…uuuuund los!

    LG Ulli

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    @ E.E.,

    schon mal drüber nachgedacht wenigstens ein Wort des Bedauerns zu äußern?

    Keinen virtuellen Kniefall oder geschwollene Entschuldigung einfach nur Bedauern für die geistigen „Bomben“, die du hier hast platzen lassen in den letzten Tagen!

    Stattdessen schreibst du sogar für dich selbst eine Empfehlung für eine sog. „2. Chance“, ein komischen Stil hast du, solltest mal über deine „Social-Skills“ nachdenken!!!

    Gruß
    Dennis

  • Frank&Frei
    Oktober 21, 2010

    wer Blutwurst isst, der nimmt das Leben eines zu Tode gebrachten Tieres in sich auf.
    WEr eine TRansfusion bekommt, erhält Spenderblut. Der feine Unterschied liegt darn, dass der Spender noch lebt, also sein Blut nicht gleichbedeutend ist mit ausgehauchtem Leben.
    Unter diesem Aspekt gilt die Frage zu beantworten ob jemand sein Blut zur Rettung von Menschenleben hingeben darf – ohne dabei selbst eines Opfertodes zu sterben.
    Das Leben ist für Jehova heilig, es zu erhalten ebenso.
    Wäre Gottes Gesetz konsequent bei König Saul und seinen Soldaten angewndt worden, die da gierig Fleisch aßen, wohl ohne es lange ausbluten zu lassen – da htte es wohl zig göttliche Todesurteile gegeben.
    Jehova war großzügig und gnädig.
    Nur die 150%igen Zeugen, die mit dem zeigefinger auf andere zeigen und mit den übrigen 3 Fingern auf sich selbst – die machen eins auf extrem. Und der WT hat über die jahre hinweg das Bltuthema aufgeweicht.
    Als ich ein Twen war, kam alle 2 Jahre auf Kongressen die Zucht auf mit Hähnchen ausgeblutet und Würsten ohne Blut. Das kannte man in und auswendig, das war Status.
    Auf einem Bez Kongress wurde ich ZZeuge, wie junge Leute Würtchen aßen, so ganz ungezwungen und ein älteres Ehepaar sich dann, als die Halbstarken weg waren lautstark darüber mokierte.
    Einen KA auf diese dnge angesprochen kam dann die Super ERklärung: Warum das noch lehren, das wissen wir doch alle.

    Nein, dieses ganze Thema ist in der jüngeren Literatur ausgeklammert es wird unter jungen Leuten nicht diskutiert. So ist es und die Alten sterben weg. Fazit: So ändert man über Generationen die Lehre und bleibt doch immer in der „Wahrheit“
    Eine Wahrheit, die dazu führt, dass alte Literatur vom KA als sich im „Giftschrank“ befindend bezeichnet wird. Wenn eine Doktrin sich in 80 Jahren permanent verändert – wie kann man dann behaupten solange in der Wahrheit zu sein?

    Da fehlt doch das Bekenntnis, dass man Suchender ist und es fehlt die ERwartungshaltung, andere nicht von vornherein als „verloren“ zu sehen.
    Ganz schön von sich eingenommen, die WT Apologeten. Die werden noch Demut lernen müssen!

  • Berndt
    Oktober 21, 2010

    Lieber Bruder E.E.

    deine Ansicht zur Blutfrage und deine Einstellung zur absoluten verweigerung Blut auch als
    Bluttransfusion anzunehmen ist dir natürlich überlassen. Wenn es dein Gewissen nicht zu lässt, so solltest du es auch nicht übergehen.
    Doch denke daran, das in dieser Frage viele Brüder auch zu einer ganz anderen Ansicht gelangen können. Und genau das sollte auch die Organisation berücksichtigen.

    Mit welchem recht hat die Organisation Grenzen zu ziehen oder zu erweitern, wie du es versucht hast zu erklären? Wieso haben sie etwas zu erlauben? Das sind alles allzu menschliche Überlegungen. Die Brüder, ja wir alle, du und ich haben sich nicht an der Organisation zu orientieren, sondern an Gottes Wort und an unserem eigenen Gewissen.

    Es gibt viele Anhaltspunkte, dass das Blutverbot differenziert zu beurteilen ist, wie es ja auch in dem Artikel v. Bruderinfo dargelegt wurde.
    Als die Apostel in Apg. 15 das essen von Blut noch einmal als Erfordernis feststellten, wurde auch das essen von Fleisch, das Götzen geopfert war erwähnt. “ Ihr sollt kein Fleisch von Tieren essen, die den Götzen geopfert wurden, außerdem kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausbluteten, und ihr sollt auch kein Blut verzehren.“ Apg 15:29
    Und dennoch lässt der Apotel Paulus in 1. Kor. 10:23-28 in Verbindung mit dem Götzen geopferten Fleisch erkennen, das es hier nicht auf einen absoluten Gehorsam ankommt. Es geht um das Gewissen des einzelnen.

    „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil. Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen. …. 25 Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt weiterhin, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen; 26 denn „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt“. 27 Wenn euch jemand von den Ungläubigen einlädt und ihr hingehen möchtet, dann eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen. 28 Wenn aber jemand zu euch sagen sollte: „Dies ist etwas, was als Opfer dargebracht worden ist“, so eßt nicht um dessentwillen,….“

    Ich denke hier erkennen wir, das wir auch in der Blutfrage Spielräume haben um nach unserem Gewissen zu Handeln. Es gibt keinen Hinwies, das die Apostel einen Bruder, der in der Blutfrage so gehandelt hat wie in der Frage von götzengeopferten Fleisch mit einem Ausschluss zu rechnen hatte, oder sich selbst aus der christlichen Gemeinde Ausgeschlossen hat.
    Auch dein Vergleich mit der Zulassung einer Vergewaltigung, um das Leben deiner Tochter zu retten ist sehr fragwürdig und sicherlich eine Situation wo jeder anders Entscheiden würde. Ich möchte nur auf Loth verweisen, der seine Töchter für unmoralische Handlungen anbot, um das Leben seiner Gäste zu retten. Also, mein lieber Bruder, so einfach ist das alles nicht zu beurteilen.

    Liebe Grüße
    Berndt

  • Der Skeptiker
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E.

    net bös sein, aber „deine Abhandlung“ erinnert sehr stark an die Dispositon „Die Heiligkeit von Leben und Blut“.

    Eine Frage dazu hätte ich schon seit längerer Zeit und zwar: Wir beziehen uns immer auf den Kreislauf des Blutes und wenn der Kreislauf unterbrochen wird, darf das Blut nicht mehr zurück.

    1. Wo steht dies dezidiert in der Bibel?

    2. Wenn ich in der Natur den Wasserkreislauf hernehme: Wasser – Verdampfen – Wolken – Regen, usw., und dann an das Wasser denke, welches in Form von Schnee auf Gletscher oder auf den Polkappen herunterkommt und dort für viell. Millionen von Jahren liegen bleibt, ist dann dieses Wasser/Eis/Schnee nicht mehr im Wasserkreislauf???

    Und bei Eigenblut, dass viell. für ein paar Tage/Wochen/Monate im Kühlschrank hängt, sprechen wir von einer Unterbrechung des Kreislaufs?

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Skeptiker

    Unterbrochener Blutkreislauf ist „altes Licht“. 1 Jahr nachdem ich mehrmals deswegen an die Leitende Körperschaft geschrieben habe wurde das Verständnis geändert. Die Verwendung des Eigenblutes ist jetzt dem Gewissen freigestellt, solange es nicht längere Zeit gelagert wird. Die Regel lautet jetzt: „Kann ich das Blut noch als ein Teil von mir betrachten?“ Mir ist dazu das Beispiel mit einer abgetrennten Hand eingefallen. Die betrachte ich auch noch als Teil von mir und wird wenn möglich wieder angenäht. Wenn die Hand aber inzwischen von selbst nachgewachsen wäre, würde ich die überflüssige Hand begraben.

  • karl
    Oktober 21, 2010

    Lieber E. E.,

    1. schön wenn du dich für den Freitod entscheidest wenn es drauf ankommt!

    2. das mit dem „älteren Licht“ kauf ich weder dir noch dem Sklaven ab, wenn jemand von Gott geleitet ist, wird dieser jemand nicht alle paar Jahre die Lehren ändern !

    3. wird das Blut ja auch erneuert! Man ersetzt es ja durch das eigene nur weil zum Zeitpunkt an dem die Transfusion benötigt wird keines vorhanden ist!

    4. Woher kommst du eigentlich?
    Bist du in der Hackerabteilung im Bethel oder in der Propagandaabteilung?

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E. (Elihu&Elia),
    erlaube uns das wir deinen Äußerungen etwas direkter und offener begegnen. Wir denken das dies dir helfen könnte die Dinge in einem „neueren Licht“ zu sehen. Ein Gebot bleibt bei Jehova ein Gebot. Sich des Blutes zu enthalten (Apg. 15:28,29) bedeudet sich des Blutes zu enthalten. Hier bedarf es nicht ein „neues Licht“ durch ein Altes zu ersetzen. Entweder ich enthalte mich des Blutes oder ich verfälsche dieses Gebot bezüglich meiner „menschlichen Machtbesessenheit“ den eigentlichen „obrigkeitlichen Gewalten“ zu schmeicheln um bestimmte weltliche Rechte zu erhalten. Dennoch muß das Gebot „sich des Blutes zu enthalten“ (das die Bedeutung von LEBEN hat) sich dem Gebot „das Leben zu schützen“ beugen, wenn es um LEBEN geht. Darin ist auch das Gebot „du sollst nicht töten“ mit enthalten. Es geht in Wirklichkeit um Leben und der Schutz des LEBENS. Wer dies nicht begreift der besitzt nicht den „Geist der Wahrheit“. Der Mensch, der Christus nachfolgt ist ein freier Mensch. Denn nur die Wahrheit über diese Dinge macht Christen frei. So skuriele Vergleiche wie das mit der abgetrennten Hand usw. sind geistige Verrenkungen die mit der Wahrheit nichts gemeinsam haben. Warte du ruhig bis deine Hand nachwächst und denke dir ruhig noch andere Merkwürdigkeiten aus um dein Gewissen zu beruhigen. Wir als Christen gehorchen auf jedenfall Jehova dem Herrscher mehr als Menschen. Das heisst nicht das wir gegen Organisation sind. Wo das organisieren gut ist und biblisch Brüdern zur Auferbauung gereicht da ist es lobenswert. Wo werden Brüder noch in unserer Organisation auferbaut? Die Wahrheit ist das die Organisation leider immer mehr den damaligen Pharisäern gleicht. Sie bürden schwere Lasten den Brüdern auf und rühmen sich die absolute Wahrheit zu besitzen…so wie es Jesus in Matthäus 23 sagt:….Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern
    2 und sprach: Auf Moses Lehrstuhl haben sich die Schriftgelehrten und die Pharisäer gesetzt.
    3 Alles nun, was sie euch sagen, tut und haltet; aber handelt nicht nach ihren Werken! Denn sie sagen es und tun es nicht.
    4 Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.
    5 Alle ihre Werke aber tun sie, um sich vor den Menschen sehen zu lassen; denn sie machen ihre Gebetsriemen1 breit und die Quasten2 groß.
    6 Sie lieben aber den ersten Platz bei den Gastmählern3 und die ersten Sitze in den Synagogen
    7 und die Begrüßungen auf den Märkten und von den Menschen Rabbi4 genannt zu werden.
    8 Ihr aber, lasst ihr euch nicht Rabbi nennen! Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.
    9 Ihr sollt auch nicht jemanden auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, nämlich der im Himmel5.
    10 Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus.
    11 Der Größte6 aber unter euch soll7 euer Diener sein.
    12 Wer sich aber selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden.
    Weherufe gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer
    13-14 Wehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verschließt das Reich8 der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, und die, die hineingehen wollen, lasst ihr auch nicht hineingehen.9
    15 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten10 zu machen; und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.
    16 Wehe euch, ihr blinden Führer! Die ihr sagt: Wenn jemand bei dem Tempel schwören wird, ist das nichts; wenn aber jemand bei dem Gold des Tempels schwören wird, ist er gebunden11.
    17 Narren und Blinde! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?
    18 Und: Wenn jemand bei dem Altar schwören wird, ist das nichts; wenn aber jemand bei der Gabe schwören wird, die auf ihm ist, so ist er gebunden.
    19 Blinde! Was ist denn größer, die Gabe oder der Altar, der die Gabe heiligt?
    20 Wer nun bei dem Altar schwört, schwört bei ihm und bei allem, was auf ihm ist.
    21 Und wer bei dem Tempel schwört, schwört bei ihm und bei dem, der ihn bewohnt.
    22 Und wer bei dem Himmel schwört, schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.
    23 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verzehntet die Minze12 und den Dill und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen: das Recht13 und die Barmherzigkeit und den Glauben; diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen.
    24 Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke seiht, das Kamel aber verschluckt!
    25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, inwendig aber sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit.
    26 Blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers, damit auch sein Auswendiges rein werde.
    27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr gleicht übertünchten Gräbern14, die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll von Totengebeinen und aller Unreinheit sind.
    28 So scheint auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.
    29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr baut die Gräber der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten
    30 und sagt: Wären wir in den Tagen unserer Väter gewesen, so würden wir uns nicht an dem Blut der Propheten schuldig gemacht haben15.
    31 So gebt ihr euch selbst Zeugnis, dass ihr Söhne derer seid, welche die Propheten ermordet haben.
    32 Und ihr, macht nur das Maß eurer Väter voll!
    33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?
    34 Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; einige von ihnen werdet ihr töten und pfählen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln16 und werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt,
    35 damit über euch komme alles gerechte Blut, das auf der Erde vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Secharjas, des Sohnes Berechjas, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar ermordet habt.
    36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen.

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Ich bin nicht der Meinung, dass man das Leben um jeden Preis erhalten darf. Es gibt höhere Werte als das Leben. Sonst wären ja die Märtyrer alle umsonst gestorben.

    Für mich ist nicht entscheidend, was die WT-Gesellschaft sagt, tut oder läßt oder wie konsequent sie ist, sondern was mir die Bibel sagt. Hier die Argumentation über die Blutfrage mit den angeblichen oder tatsächlichen Fehlern der Organisation zu vermischen ist nicht korrekt. Bitte beim Thema bleiben.

    Wenn du meine Ansichten nicht teilen kannst, dann akzeptiere ich das. Aber ich finde es nicht gut, wenn jemand als tuvS-2.0 auftritt und dogmatisch behauptet meine Ansichten wären falsch, obwohl ich gute biblische Gründe dafür angeführt habe. Du solltest meine Überzeugung zumindest als mögliche alternative Sichtweise akzeptieren.

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E.,
    wir treten nich als tuvS 2.0 auf. Das wäre nicht richtig. Wir alle hier sind Brüder. Keiner soll dies was wir sagen als DOGMA akzeptieren. Wir respektieren den selbsternannten treuen und verständigen Sklaven. Dies wird uns ja sehr gut im WT -Studium eingebleut. Wir sind IHM nur nicht hörig. Wir vernehmen sehr genau als „Schafe“ die Stimme unseres Hirten. Es ist nur falsch die Organisation als Hirte anzusehen. Dies ist nämlich das was die Organisation gemacht hat. Die Verschiebung der Prioritäten bezüglich der Rettungsvorkehrung. Einige von uns „Ältesten“ stehen Woche für Woche vor dem Pult und können die Selbsterhöhung des „Sklaven“ nicht mehr ertragen. Was sagte Jesus:…der sich selbst erhöht wird..? Du kennst das. Viele von uns sind schon mehr als 40 oder 50 Jahre in der Wahrheit. Wären wir gute Älteste wenn wir alles einfach so annehmen was der „tuvS“ uns als Speise vorsetzt? Sollten wir nicht vielmehr wie die Beröer handeln und prüfen? Ist es denn falsch seine Meinung äußern zu dürfen?. Ja selbst wir Älteste werden schon schief angeschaut wenn wir etwas sagen was nicht ganz genau mit den Worten des Sklaven übereinstimmt. Es geht uns um freie, liebevolle Gemeinschaft mit unseren Brüdern. Ganz ehrlich, seit wir Bruderinfo gestartet haben, haben wir mehr über die Bibel erfahren und mehr über die Sorgen unserer Brüder gelernt als je zuvor. Pro Tag erreichen uns Dankesbriefe von Brüdern die die Last nicht mehr tragen können. Wenn wir nur ein bisschen die Last erleichtert haben, dann sind wir glücklich. Wenn wir zudem noch die Brüder zum Vater und zum Sohn führen können dann sind wir super glücklich. Es geht uns hier nicht um Streitgespräche, sondern um den Kontakt zu unseren Brüdern und die Auferbauung. Lieber E.E. wir wünschen Dir ein schönes Wochenende und hoffen das du unseren wahren Beweggründe verstehst und auch akzeptierst. P.S…. natürlich akzeptieren wir deine Überzeugung als mögliche Alternative–wenn sie denn auch so gemeint ist 🙂

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.

    Es ist schon erstaunlich mit welcher —- Du Deine Kommentare schreibst. Unsere Argumente finden kein Gehör und dann behauptest Du auch noch:
    Zitat: „Für mich ist nicht entscheidend, was die WT-Gesellschaft sagt, tut oder läßt oder wie konsequent sie ist, sondern was mir die Bibel sagt.“

    Ich glaube Dir nicht dass Du es wagst irgend eine aktuelle Aussage der WT-Gesellschaft öffentlich in Frage stellst. Versuche es doch mal, dann wirst Du sehen wie schnell Du kalt gestellt bist wie viele andere Brüder bereits kalt gestellt wurden.

    Ich finde es auch nicht gut dass Menschen sich als tuvS-2.0 aufspielen. Denn der tuvS-1.0 ist für mich Jesus Christus selbst und die LK ist der Plagiator.

    Denn der tuvS wird vom Herrn über seine ganze Habe gesetzt. Selbst wenn Jesus der Herr wäre, wie kann er die LK über seine ganze Habe setzten? Die Habe auf Erden, wäre möglich, aber Jesus hat auch eine himmlische Habe. Somit können Menschen gar nicht über die gesammte Habe gesetzt werden.

    Matth. 24:47. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über seine GANZE Habe setzen.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Über die ganze Habe, sei es die Habe des Christus oder die Habe Jehovas kann unmöglich ein Mensch gesetzt werden weil er kein Weisungsbefugnis auf den Himmel hat.

    Aber Du hast das Recht Deine Sichtweise welche auch die Sichtweise der meisten Zeugen Jehovas ist zu vertreten. Schließlich musste der Zeitpunkt im Verlauf der Zeit des Endes kommen zu dem sich jeder Gläubige entscheiden muss ob er nur Jesus als unseren Retter folgt oder Menschen. Du hast Dich offensichtlich entschieden, ich und wir auch.

    Grüße Alois

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.!
    Ich habe deine Bibelstellen auf die du deine Ansichten begründest, als erfrischend anders empfunden, als den stupiden Einheitsbrei den die WTG uns zu diesem Thema immer vorsetzt.

    Teilen kann ich deine Schlussfolgerungen zwar nicht, aber nachvollziehen kann ich sie mit deinen angeführten Bibelversen auf jeden Fall.

    Wenn dein Gewissen dich so anleitet aufgrund dieser Verse, dann ist es in Ordnung. Wenn du hier den Artikel und die Kommentare alle gelesen hast, dann siehst du, dass auch wir Bibelstellen haben auf die wir uns stützen.

    Ich respektiere deine Ansicht zu diesem Thema, solange sie dir nicht von anderen eingepfropft, sondern wirklich DEINEM Verständnis der Bibel entspricht…und solange du die biblisch begründete Ansicht der anderen auch akzeptierst.

    LG Ulli

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Wie bitte?

    (Zitat)

    „Es gibt höre Werte als das Leben.“

    Ist der bereitwillige Tod ein höherer Wert? Märtyrertum statt Leben im Zweifel immer richtig?

    Es ist also in Jehovas Augen besser zu sterben, als sich darum gedanken zu machen das kostbare Leben, des er uns erst geschenkt hat, zu erhalten?

    Ich glaub mit solchen Sätzen disqualifizierst du dich für eine bibl. begründete, sachliche Diskussion zu diesem Thema.

    Solche Sätze dürfen meines Erachtens nicht unwidersprochen im Raum stehen bleiben.

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    @Ulrike

    dass ich die Sache anders begründe, zeigt doch dass ich selber nachgedacht habe. Wegen dieser Begründung, wurde mir auch klar, dass man Eigenblut anders betrachten muss als Fremdblut.

    Eure Argumente bezüglich der Blutfrage sind emotional verständlich, aber entsprechen nicht den Prinzipien Gottes, die ich aus der Bibel ersehe.
    Ich möchte mein Leben nicht mit Mitteln erhalten, die ich für illegal halte.

    Wenn mich etwas wirklich stört wende ich mich an diejenigen, die tatsächlich etwas entscheiden könnten. Ich schreibe dann Briefe an die leitenden Körperschaft.
    Ich verbreite meine Ansichten nicht in der Versammlung. Das bringt aus eingener Erfahrung nichts als Ärger.

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Liebe Brüder,
    ich finde keine Möglichkeit auf Eure gestrige mail in Sachen E.E. zu antworten. Daher hänge ich mich an diesen Kommentar an.
    Es wäre schön, wenn E.E. ein wenig einsichtiger wird. In dem Sinne, dafür gibt es ja ein Forum. Er sollte in Zukunft an ihn gestellte Fragen bestmöglich beantworten und erst dann, falls erforderlich auf etwas anderes übergehen. Nich mit aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelversen. Das baut doch keinen auf. Die Seite Bruderinfo gibt es wohl ja nur deswegen, weil in den Versammlungen ein liebevoller, freundlicher und ehrlicher Gedankenaustausch nicht möglich ist. Gedankenaustauschen bedeutet nicht dem anderen zum Mund reden. Sondern offen seine eigene Meinung sagen dürfen. Ohne Anspruch darauf, alles zu wissen und immer recht zu haben. Sondern mit dem Wunsch vom anderen zu lernen. Auch wenn man am Ende einen anderen Weg für sich persönlich findet. Das es an Freundlichkeit in den Versammlungen fehlt merkt man ja auch auf höherer Ebene. Wer in die Versammlung geht kennt den Artikel diese Woche im Königreichsdienst darüber Gäste, die das Gedächtnismahl besuchen, willkommen zu heißen. So weit ist es gekommen, dass man dafür seit einigen Jahren einen extra Programmpunkt braucht. Leider wieder mal nur auf das Gedächtnismahl beschränkt. Wir sollten das ganze Jahr Christen sein und unser Hauptmerkmal sollte gemäß Johannes 13:35 nicht der Predigtdienst sein sondern die Liebe untereinander sein. In diesem Sinne hat nach meiner Einschätzung E.E., woher auch immer er kommt, vielleicht erfahren wir ja mehr von ihm, eine 2. Chance verdient.
    Lieben Gruß und schönen Tag
    Anna

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo Anna,

    stimmt, wenn man sogar bei uns der „Organisation-Jehovas“, die ja einzigartige Liebe zeigt wie sonst keine, darauf hinweisen muss freundlich zu Gästen zu sein, dann läuft was falsch.

    Was mich aber viel mehr stört ist die Selbstbweihräucherung des Sklaven, wo es ins lächerliche geht.

    Mann nehme das Jahrbuch 2011 und schaue sich die ausführliche Darlegung ab S. 9 an wo der Sklave betont wie sorgfältig er ja ALLES recherchiert, nur um dann ab S. 12 kleinlaut zuzugeben, dass sie genau das jahrelang nicht gemacht haben und ja auch bis heute nicht machen, wenn man sich nur mal das Chronologie-Thema anschaut.

    Das ist einfach nur noch peinlich, dass man etwas erwähnen muss (gründliche Recherche) was jeder Dorfjournalist eines Käseblatts als selbstverständlich ansieht.

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.,

    wenn ich das richtig verstanden habe müssen wir dir dankbar sein, dass du bei der leitenden Körperschaft eine Änderung des Verständnisse erreicht hast und nun Brüder leben dürfen, aufgrund der neuen Gewissenentscheidung zum Eigenblut während einer OP?

    Ich frage mich aber, warum du nicht selbst ein Glied der l.K. bist, wenn sie aufgrund deiner Ausführunge ihre Lehren ändern.

    Gruß
    Denni

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Dennis

    Das liegt wahrscheinlich nur daran, dass sie nur Gesalbte aufnehmen 😉

    Aber zurück in die Realtät.
    Ein Ältester, der meine Briefe kannte, sagte mir, dass dies bestimmt nicht an mir lag, dass sie das geändert haben.

    Wahrscheinlich habe auch noch 100 andere ähnliches geschrieben. Aber man weiß ja nie. Die Wege des Herrn sind unerforschlich.

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.,

    du schreibst, dass du dein Leben „nicht mit Mitteln erhalten willst, die du für illegal hälst.“

    Bitte nur zu, niemand kann dich davon abhalten, weder zur Dialyse zu gehen, jede Art Fleisch zu essen, denn in jedem Fleisch sind noch Restblutbestandteile, oder eines von Hunderten Medikamenten nicht zu nehmen, weil sie aus Blutextrakten gewonnen werden. Wenn dir dein Leben so wenig Wert ist tust du mir zwar leid, aber es ist dein Leben.

    (Zitat) „Wenn mich etwas wirklich stört wende ich mich an diejenigen, die tatsächlich etwas entscheiden könnten. Ich schreibe dann Briefe an die leitenden Körperschaft.
    Ich verbreite meine Ansichten nicht in der Versammlung. Das bringt aus eingener Erfahrung nichts als Ärger.“

    Du scheinst ja wirklich einen hervorragenden Draht zur l.K. zu haben, wenn sie dir auf deine 100 Briefe alle geantwortet haben. Nur machst du dich mit so einer Aussage extrem unglaubwürdig, denn ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich einmal einen Brief wegen eines relativ einfachen Sachverhalts „nur“ an Selters geschrieben habe und die Antwort dauerte 3 Monate und war sehr dürftig!!!

    Wenn du dir noch einen Funken Respekt und Glaubwürdigkeit hier auf Bruderinfo bewahren willst, solltest du mal mind. 50% deiner Märchenerzählungen einfach weg lassen.

    Gruß
    Dennis

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Die Brüder antworten immer nur das, was im Wachtturm steht. Mich hat mal ein Bruder zurück gerufen und mir das erklärt. Wenn es etwas neues gibt, dann nur für alle im Wachtturm.

    Nachdem ich das verstanden hatte, habe ich denen gleich geschrieben, dass sie sich die Mühe zu antworten sparen können. Wen meine Frage im Wachtturm schon ausreichend beantwortet worden wäre, hätte ich ja gar nicht erst geschrieben.

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E. mit großer Aufmeksamkeit habe ich deine Erklärungen zur Blutfrage gelesen. In vielem kann ich dir zustimmen!

    Du hast einen interessanten Aspekt zum Blutvergießen geäußert. Doch bevor ich darauf eingehe möchte ich eine Begebenheit erzählen die mir ein großes Nachdenken abverlangte.

    Ich möchte davor anmerken dass ich vor mehr als 30 Jahren ich war ein junger Ältester durch ein „großes Vorbild“ einem KA den ich seit Kindertagen kannte, nacheiferte. Er war bekannt dass er die Blutfrage mit Leidenschaft ja nahezu Fanatismus vertrat. Wenn er einer Familie zum Essen eingeladen war und die Sr. nicht überzeugend belegen konnte das ein Hänchen richtig geschlachtet und ausgeblutet war, diese vor den „Kopf gestoßen“ hatte.

    Er hat dann jeweils mit Stolz erzählt wie sie das gebratene Huhn in den Mülleimer warfen.

    Auch ich eiferte dem nach und handelte ähnlich. Dies nur um zu zeigen wie extrem ich der Blutfrage nachkommen wollte.

    Vor ein paar Jahren, wie du auch richtig angemerkt hast wurde von seiten der Organisation die Blutfrage immer mehr gelockert. Immer mehr Bestandteile wurden erlaubt. Ich kann dir gerne eine hervorragende Abhandlung mit allen Lehransichten des Sklaven – wie in vielen Leserfragen völlig widersprüchliche Ansichten gelehrt wurden. Ich hatte einen ähnlichen Standpunkt wie deine Worte es äußerten, der Sklave geht mir zu weit.

    Wenn es ein GESETZ GOTTES ist, hat kein Mensch auch nicht der „trvSK“ das Recht dieses Gesetz zu ändern oder auch nur aufzuweichen. Wenn das Blut ausgießen soll, dann darf NIEMAND Teile davon herausfiltern und zu Medikamenten (Faktor 8 für Bluter) verarbeiten.

    Ich habe mich intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt – auch aus persönlicher Gewissensnot um ja dem Maßstab Gottes gerecht zu werden. NIEMALS hätte ich Blutbestandteile gegessen (auch heute nicht) oder einer Blutübertragung zugestimmt.

    Auch R.Franz dem Glied der LK hat in seinen Büchern mir viele Aspekte vor Augen geführt die ich nicht Grundweg ablehnen konnte. Doch im forschen bin ich auf eine Geschichte gestossen die mich sehr bewegt hat. Durch einen schweren Autounfall wird ein 3 jähriges Kind schwer verletzt. Es braucht unbedingt bei der Operation Blut, die Ärzte sagen klipp und klar – ohne Blut wird das Kind sterben. Noch in der gleichen Nacht, weil es kein Blut bekam starb das Kind. Das Ehepaar fiel in eine tiefe Krise. Der Vater machte sich große Vorwürfe hätte er doch zustimmen sollen? Seine Recherchen führten zur Überzeugung er hat Unrecht
    am Leben seines Kindes gehandelt. Durch sein offenes Auftreten wurde ihm die Gemeinschaft entzogen. Seine Frau und Mutter des Kindes viel in eine große Depression und nahm sich das Leben.

    Ähnliche Erlebnisse gibt es zu Tausenden mit ähnlich tragischen Ausgängen.

    Und jetzt frage ich Dich lieber Br. E.E. : Kann das Jehova gewollt haben? Warum hat er nicht die Kraft gegeben damit fertig zu werden, um das zu ertragen? Oder was hätte Jesus in dieser Situation geraten? Hätte er zu den Eltern gesagt: „Ihr müsst das Kind sterben lassen, bevor ihr Blut geben läßt!“ ???

    Ich habe mittlerweile Jesus anders kennengelernt, er sagte:
    Mark. 3: 2 Seine Gegner warteten gespannt darauf, wie Jesus sich verhalten würde. Sollte er es nämlich wagen, auch am Sabbat zu heilen, so könnten sie Anklage gegen ihn erheben. 3 Jesus rief den Mann mit der verkrüppelten Hand zu sich: „Steh auf und komm hierher, damit alle dich sehen können!“

    4 Dann fragte er die Anwesenden: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man das Leben eines Menschen retten, oder soll man ihn zugrunde gehen lassen?“ Doch er bekam keine Antwort.

    5 Zornig sah Jesus einen nach dem anderen an, traurig über ihre Hartherzigkeit.

    Ich glaube nicht dass diese Aussage eines weiteren Kommentars bedarf! Ausser auf den dass es hierbei auch um die Übertretung des Sabbatgesetzes ging, was Jesus für die Rettung eines Menschen ausdrücklich erlaubte.

    Zusätzlich möchte ich auf ein Faktum verweisen, was ich im Laufe meiner Recherchen herausgefunden habe. In einem Liter Blut sind ca. 5.000 Leukozyten – also für den Menschen untersagt. In einem Liter Muttermilch sind ca. 50.000 Leukozyten. Warum sind die nicht verboten – nein sie sind empfehlenswert und ein liebevolle Gabe Jehovas zum Wohle der Gesundheit de Neugeborenen. Kannst Du mir das erklären ?

    Ich habe noch von keinem eine befriedigende Erklärung bekommen, vielleicht hast ja du eine?

    lg. Mattäus

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Ach ja noch etwas wollte ich zu Deiner Bemerkung „zum Blutvergießen“ anfügen. Im Zuge meines Forschens habe ich die Eberfelder Studienbibel benützt – hier gibt es eine Ausgabe „mit Sprachschlüssel“ – die griechischen Begriffe werden im Anhang zerlegt und einer genauen Analyse unterzogen. So suchte ich auch zu Apg. 15:28,29 Erklärungen und bin auf eine interessante Feststellung gestoßen.

    Im Anhang steht erklärend:

    Das griechische Wort Blut „haima“ wird auch im Zusammenhang mit Blutvergießen oder schwindendes Leben oder auslöschen von Leben durch Gewalt verwendet. Als Parallelstelle verweißt der Anhang auf Apg. 22:20 wo das gleiche griechische Wort im Zusammenhang mit Stephanus verwendet wird. Sein Blut wurde gewaltsam vergossen.

    Und nun schau Dir nochmals den Vers 29 im Kap. 15 an – hier steht sich von Blut enthalten was genauso viel bedeuten kann wie „KEIN BLUT VERGIESSEN“! Also sich nicht schuldig zu machen durch einen Mord oder durch Unzucht (Hurerei)Götzendienst – interessant ist das EXTRA das Erstickte erwähnt wird, das wäre ja eh schon im „Sich dem Blut enthalten“ festgestellt worden.

    Wenn aber damit gemeint ist kein Blut zu vergießen, dann macht die Sache Sinn. Also sich des Blutes enthalten kann auch bedeuten – keine Blutschuld auf sich zu laden.

    Oder wie seht ihr das ? lg. Matthäus

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Matthäus,

    wie aus meiner Erklärung hervorgeht, ist das Blut das Leben, durch den Atem darin. Dieser wird hauptsächlich durch die Roten Blutkörperchen transportiert. Die Leukozyten sind daran nicht beteiligt.

    Das sich Leukozyten auch in der Milch befinden, könnte man zu dem Schluss kommen, dass Leukozyten eigentlich kein Bestandteil des Blutes sondern des gesamten Körpers sind, und sich davon ein Teil in den Blutgefäßen aufhält und ein anderer Teil anderswo seinen Aufgaben nachgeht.

    Ich würde sagen die Verwendung von fremden Leukozyten ist nicht unbedingt gegen Gottes Gebot verstößt. Dafür kann ich aber keine Garantie geben. Das sollte jeder nach seinem Gewissen entscheiden und vor Gott verantworten. Hast du deswegen schon mal an die Gesellschaft geschrieben?

    Da sich die meisten Brüder bei der Blutfrage an der L.K. orientieren, hat diese eine große Verantwortung. Wenn sie etwas erlauben würde, was eine schwere Sünde wäre, dann würde ihr die Schuld angelastet. Deshalb hat sie früher die Schutzzäune recht weit vom Abgrund aufgestellt. Da sie aber auf der anderen Seite nicht Schuld sein will, wenn Brüder unnötig sterben, hat sie in Fällen, wo es um Leben und Tod geht die Schutzzäune, wie beim Blut, bis an den Rand gerückt, oder, wie beim Zivildienst, durch eine Schild „Weitergehen auf eigene Gefahr“ ersetzt. Ich würde heute noch keinen Zivildienst leisten, weil die Gründe, die ich damals hatte, als es generell verboten war, auch heute noch bestehen. Zeugen Jehovas sind ja auch nicht die einzigen Totalverweigerer gewesen. Ich verstehe eigentlich nicht warum so viele Brüder so bedenkenlos Zivildienst leisten. Nur weil es die L.K. dem Gewissen freistellt, ist es doch nicht automatisch richtig. Ich habe da so meine Zweifel, ob da alle damit richtig mit umgehen können.

    Beim Blut ist es ähnlich. An manchen Stellen könnte man noch über den Zaun klettern, weil da noch ein kleiner Sims zum Stehen ist, aber an anderen Stellen kann man schon unter dem Zaun durch in den Abgrund rutschen, wenn man nicht genau auf seine Schritte achtet.
    Wenn die L.K. die Blutfrage ganz dem Gewissen überlassen würde, würden viele Brüder ohne nachzudenken weiter gehen, als es Jehova womöglich recht ist.

    Größere Freiheit bringt auch größere Gefahren mit sich und erfordert größere persönliche Reife und Verantwortungsgefühl. Wenn die Gesellschaft etwas dem Gewissen des Einzelnen überlässt, sollte man sich deshalb schon genau überlegen, wie weit man gehen kann. Manche sind da etwas vorsichtiger und andere gehen bis zum Äußersten. Aber am Rand kann man auch leicht abstürzen, wenn man nicht geübt und ständig aufmerksam ist.

    Ich halte es für verkehrt, wenn ich meine Leben dadurch retten würde, dass ich Götzendienst ausübe oder Hurerei begehe. Die Aufnahme von Fremdblut, steht für mich auf einer Stufe mit Götzendienst und Hurerei. Deshalb halte ich es für verkehrt mein Leben durch eine Bluttransfusion zu retten. Die ersten Christen aßen auch keine Blutwürste um ihr Leben zu retten. Ich find die Argumentation zwingend logisch: „Wenn wir kein Blut essen, um unser leben zu retten, dann werden wir uns auch nicht intravenös davon ernähren, um unser Leben zu retten.“

    Ich würde nicht versuchen das Leben meines Kindes dadurch zu retten, dass ich seiner Vergewaltigung zustimmen würde. Deshalb würde ich auch keiner Bluttransfusion zustimmen. Der Bruder ist meiner Meinung nach zu dem falschen Schluss gekommen und hat falsches Verhalten auch noch öffentlich als richtig vertreten und ist dadurch eine mögliche Ursache zum Straucheln anderer geworden. Vielleicht wurde er deshalb nicht mehr von Jehova gestützt.

    Wer glaubt er könne weiter gehen, als die L.K. es erlaubt, der sollte andere nicht zum Straucheln bringen, sondern auf das Gewissen des Bruders Rücksicht nehmen und seine Ansicht nicht auch noch als richtig propagieren. Was ist denn, wenn man sich getäuscht hat? Kann man das wirklich ausschließen?

    Wenn jemand unnötigerweise stirbt, weil er denkt nicht anders handeln zu können, wird er wieder auferweckt. Was wird aber mit dem sein, der glaubt es besser zu wissen und den Rat reifer Christen missachtet und deshalb schwer sündigt?

  • tobi
    Oktober 21, 2010

    Zitat von E.E.
    „Wenn jemand unnötigerweise stirbt..“

    Auch eine Variante Humbug vom Stapel laufen zu lassen.
    Bekenntnisse aus der sicheren „W E N N“- Distanz.

    Man stelle sich vor, es gibt „unverschämterweise“ ZJ, die nach ihrem eigenen Gewissen handeln und nicht nach den Ideen des Repräsentanten des Treuen und verständigen Sklaven.

    Es ist doch einmal ein Versuch wert, eine gedankliche Harmonie herzustellen, zwischen dem Blutdogma und Jesu Worten aus
    Matthäus 11: 28-30
    28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken.
    29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele.
    30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

  • Karl
    Oktober 21, 2010

    Lieber E. E.,

    sag mal hast du dir den Artikel zum Thema „Blut“ überhaupt durchgelesen?

    Es ist die LK die das Gewissen von uns beeinflusst!
    Nicht wir beeinflussen, das Gewissen unserer Brüder!

    Ausserdem ist die Last die uns Gott auferlegt leicht zu tragen, was im Sinne von einem verordneten Selbstmord mit Sicherheit nicht der Fall ist!

    Gruß
    Karl

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    (Zitat E.E.)

    „… Die ersten Christen aßen auch keine Blutwürste um ihr Leben zu retten. Ich find die Argumentation zwingend logisch: „Wenn wir kein Blut essen, um unser leben zu retten, dann werden wir uns auch nicht intravenös davon ernähren, um unser Leben zu retten…“

    Ich bin mir noch nicht sicher ob deine Ausführungen hier auf Bruderinfo ernst oder als Provokation gemeint sind, aber das die Christen vor 2000 Jahren das Essen von Blutwurst für die „Lebensrettung“ abgelehnt hätten, ist so ziemlich das ……. was ich bisher zu diesem Thema gehört oder gelesen habe.

    Gruß
    Dennis

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.!
    ZITAT:
    >Wer glaubt er könne weiter gehen, als die L.K. es erlaubt, der sollte andere nicht zum Straucheln bringen, sondern auf das Gewissen des Bruders Rücksicht nehmen und seine Ansicht nicht auch noch als richtig propagieren.<

    Deine Worte zeigen mir, dass für dich die L.K. gleichbedeutend mit Jehova ist.
    Das ist etwas das ich nicht akzeptieren kann.
    Kein Mensch hat mir in geistiger Hinsicht etwas zu erlauben oder zu verbieten.
    Mein Maß aller Dinge ist das was in der Bibel geschrieben steht und nicht das was andere Menschen an Sinn hineinlegen.

    Es heißt, Gottes Gebote zu halten ist nicht schwer, kein Blut zu essen ist wirklich nicht schwer…aber zu sterben, weil man es nicht medizinisch anwenden darf, ist eine Last an der Menschen zerbrechen können. – Jesus hat aber versprochen das seine Last leicht ist.

    Du hast in deinem ersten Kommentar einige Bibelverse angeführt, wo darüber gesprochen wird, das wir bereit sein sollten um Jesu Namens Willen sogar unser Leben zu lassen.
    Damit spielte Jesus aber darauf an, dass seine Jünger denselben Hass zu spüren bekommen können, wie er – einfach nur weil sie ihm nachfolgen. Wer weiß schon, ob nicht auch wir eines Tages Verfolgung bis auf´s Blut erleiden müssen. DANN ist es wichtig bis in den Tod unserem Vater und unserem König treu zu bleiben.

    LG Ulli

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Ich bin unabhängig vom Sklaven zu dem Schluss gekommen, dass Bluttransfusionen von Jehova nicht erlaubt sind. Der Sklave erlaubt mittlerweile mehr, als es mein Verständnis der Bibel erlaubt. Hier ein Auszug aus einer Abhandlung von mir, die zeigt wie ich zu dem Schluss kam:

    In der Bibel Blut als Synonym für Leben verwendet.

    Das Blut wird sogar als das Leben selbst betrachtet. Dies hängt mit der besonderen Funktion des Blutes zusammen. Die Bibel beschreibt die Erschaffung des Menschen folgendermaßen:
    „Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele.“ (1. Mose 2:7; 1. Korinther 15:45).
    Es wird hier von zwei Komponenten gesprochen, den Leib, der aus den Elementen der Erde gebildet wurde und der Atem. Zusammen bilden sie eine lebende Seele.
    Das Wort Seele (néphesch) bedeutet im hebräischen buchstäblich „Atmender“ und wird auch auf Tiere angewendet, weil beide atmen (1. Mose 1:21; 2:19). „Atmender“ (neschamáh) wird deshalb auch als Synonym für Seele benutzt (Josua 10:39-40; Josua 11:11). Das Leben ist eng mit dem Atem verknüpft (Hiob 33:4). Ohne Atem kein Leben. Der Atem, und damit auch das Leben, kommt durch das Blut in alle Körperzellen (Sprüche 20:27; Johannes 1:3-5). Das Blut nimmt Sauerstoff in der Lunge auf und gibt sie an die Körperzellen ab. Dort nimmt es Kohlendioxid auf und gibt es an die Lunge ab. Ohne diese Funktion stirbt der Mensch in kürzester Zeit. Die biblische Aussage „die Seele des Fleisches ist im Blut“ wird durch dieses Wissen verständlich (3. Mose 17:11). Das Atmende ist im Blut oder das Leben ist im Blut.
    Auch wird das Wort Seele synonym für Leben benutzt (Hiob 33:18, 20, 22; Psalm 7:5; 30:3) Auch das entsprechende griechische Wort „psyche“ wird ähnlich gebraucht (Römer 11:3; Philipper 2:30; Offenbarung 16:3). Das Wort Seele bezeichnet deshalb in der Bibel normalerweise die ganze Person oder auch das Leben, das man als Person hat.
    Darüber hinaus wird das Blut sogar mit der Seele gleichgesetzt (3. Mose 17:14; 5. Mose 12:23; Sprüche 1:18). Das Blut ist sozusagen das Leben des Menschen durch das Atmende darin. Vielleicht steckt im Blut sogar noch mehr, wie wir bisher wissen. Bei der Homöopathie, steckt in dem Wasser ja auch mehr als der Wirkstoff, der durch die vielfache Verdünnung schon gar nicht mehr nachweisbar ist. So könnte mit dem Blut auch eine individuelle Lebens-Energie oder Lebens-Information verbunden sein.

    Das Leben an sich gehört dem Lebengeber, denn er gibt den Menschen das Leben und den Atem (Hesekiel 18:4; Jesaja 42:5; Apostelgeschichte 17:24-28). Keiner darf sich ungestraft daran vergreifen (3. Mose 24:17-18; 2. Mose 21:12).

    Über den Leib hat Gott den Menschen ein weit reichendes Verfügungsrecht gewährt, aber das Leben selbst gehört Gott. Doch er muss sich vor Gott auch für die Verwendung seines Lebens verantworten (Römer 14:8, 12). Gott ließ es sogar zu, dass Menschen über den Leib eines anderen verfügten, aber das Leben des anderen besaßen sie dennoch nicht (2. Mose 21:20; Epheser 6:5-7;).

    Ursprünglich sollten die Menschen nur pflanzliche Kost essen (1. Mose 1:29).
    Doch nach der Flut, als viele Pflanzen zerstört oder im neuen Klima nicht wachsen konnten, erlaubte es Jehova das Fleisch von Tieren zu essen. (1. Mose 8:22, 9:3) Tiere können von Pflanzen leben, von denen der Mensch sich nicht ernähren kann, wie zum Beispiel Gras. Im Winter oder bei großer Trockenheit ist oft ein Tier das einzige, was man zu essen finden kann. Hier zeigt sich die große Güte Jehovas. Doch nun entstand ein rechtliches Problem, wie konnte der Mensch nun das Tier essen, ohne das Leben wegzunehmen, dass ja Gott gehört. Mit einem juristischen Vorgang, ähnlich genial wie das Rechtsgeschäft beim Lösegeld Christi, fand Jehova eine Lösung.
    Das Fleisch durfte genommen werden, aber das Leben, das Blut, behielt Jehova. Es wurde sozusagen auf seinen Fußschemel ausgegossen (1. Mose 9:4; 3. Mose 17:12-13; 5. Mose 12:15-16; Jesaja 66:1).
    Interessanterweise sprechen die Texte, wo es um das Essen des Fleisches geht, nicht davon, dass das Tier getötet wird. In 1. Mose Kap. 9, 3. Mose Kap. 17 und 5. Mose Kap. 12 kommt das Wort töten nicht vor. Nur in 5. Mose Kap. 12 wird gesagt, dass das Tier geschlachtet wird. Jehova betrachtet es nicht so, als ob der Mensch das Leben wegnimmt, sondern das Leben bleibt bei Gott.
    Wenn er aber das Blut nehmen würde, würde er das Eigentum Gottes antasten. Deshalb legte das Gesetz, das Moses den Israeliten gab, die Todesstrafe für Blutgenuss fest (3. Mose 7:26-27; 3. Mose 17:10, 14).
    Auch bei den ersten Christen war Blut heilig. Sie stellten den Blutgenuss auf eine Stufe mit Götzendienst und Hurerei (Apostelgeschichte 15:28-29). Berichte über die ersten Christen zeigen, dass sie lieber gestorben wären, als Blut zu essen. Götzendienst wird in der Bibel mit Hurerei verglichen, weil dies eine unerlaubte Beziehung zu anderen Göttern ist (Hosea 4:12-13; Hesekiel 16:16-19). Dementsprechend könnte man den Genuss von Blut auch als eine Art Hurerei betrachten, eine unerlaubte Beziehung oder Vermischung zweier Leben.
    Das Gebot sich des Blutes zu enthalten gilt nicht nur für Tierblut, sondern erst recht für Menschenblut, dass im Gegensatz zu Tierblut nicht ausgegossen werden darf. Das Wort „Blutvergießen“ wird als Synonym für einen gewaltsamen Tod benutzt (1. Mose 37:21-22; Lukas 11:50-51; Apostelgeschichte 22:20). Menschenblut ist von höherem Wert als Tierblut, weil der Mensch im Gegensatz zu den Tieren im Bilde Gottes geschaffen wurde (1. Mose 1:27; 1. Mose 9:6).

    Aus Respekt davor, dass das Leben Jehova gehört, werden wir nicht das Blut eines anderen Lebewesens in uns aufnehmen. Das gilt auch, wenn das Lebewesen dabei nicht stirbt. Einmal erkämpften drei starke Männer Davids etwas Wasser für ihn. Er bezeichnete das Wasser als das „Blut der Männer“ weil sie „unter Einsatz ihrer Seele hingegangen sind“. Das Wasser symbolisierte hier, genauso wie sonst nur das Blut, das Leben der Männer, und das Leben gehört Jehova. Deshalb goss David es trotz seines Durstes für Jehova aus (2. Samuel 23:16-17). Obwohl die Männer überlebten, weigerte sich David ihr symbolisches Blut zu trinken. Deshalb kann man buchstäbliches Blut erst recht nicht für sich verwenden, sondern auch dieses muss für Jehova ausgegossen werden, auch wenn der Blutspender es freiwillig gegeben hat und dabei am Leben geblieben ist. Selbst in Lebensgefahr, dürfen wir kein Blut zu uns nehmen (Markus 8:35-37; Lukas 9:24-25; Johannes 12:25). Das Recht Gottes steht hier höher als das Recht des Menschen. Wer allerdings nicht an eine Auferstehung und ewiges Leben glaubt, wird hierin kaum einen Sinn sehen (1. Thessalonicher 4:14; Philipper 1:21-23).

    Da Blut generell für Gott reserviert ist, darf es nur für von ihm ausdrücklich erlaubte Zwecke benutzt werden.
    Die einzige in der Bibel explizit erlaubte Verwendung von Blut ist für Opferzwecke. Da das Blut eines Tieres sein Leben darstellt, durfte es geopfert werden, um Sühne zu leisten (3. Mose 17:11). Doch konnte es die Sünde nicht beseitigen, weil sein Wert nicht hoch genug war. Außerdem gehörte das Blut sowieso schon Gott. Deshalb konnte man das Leben des Tieres gar nicht wirklich opfern, sondern nur sein Recht das Leben des Tieres zu nutzen (1. Mose 1:28). Deshalb konnte Tierblut auch keine schweren Vergehen wie Mord sühnen (4. Mose 35:31; Psalm 49:7-9). Anstatt das endliche Leben des Tieres zu nutzen, durften sie selbst eine endliche Zeit ihr eigenes Leben weiter nutzen. Darüber hinaus hatten die Opfer einen symbolischen Wert. Die Tieropfer waren nur ein Vorbild für das Opfer Christi, dessen Blut den nötigen Wert hat, um die Menschen von Sünden endgültig zu befreien (Matthäus 26:28; Hebräer 10:1,11; 9:22-28). Auch das Blut Christi steht wieder für seine Seele oder sein menschliches Leben (Matthäus 20:28; Apostelgeschichte 5:30; 1. Petrus 2:24). In der Prophetischen Beschreibung seines Todes, heißt es, „dass er in den Tod seine Seele ausschüttete“, was wohl indirekt das Vergießen seines Blutes andeutet (Jesaja 53:12). Weil Tierblut als ein Sinnbild des Blutes Christi verwendet wird, ist dies ein weiterer Grund sich dessen zu enthalten. Im Gegensatz zu Tierblut, kann das Blut Christi auch einen Mord sühnen (1. Korinther 6:9-11; 1.Timotheus 1:13, Apostelgeschichte 9:1).
    Das Opfer Jesus wurde auch schon im Voraus angewendet (Römer 3:25). Römer 3:25 könnte eine allgemeine Aussage für die Sünden aller Menschen sein (Apostelgeschichte 17:30-31). Aber es könnte auch eine Anwendung auf die Vergebung durch Tieropfer haben, die ja das Blut Christi vorschatten.

    Da das Blut den natürlichen Zweck hat in unserem Körper zu kreisen, kann Blut, das unseren Körper verlassen hat, natürlich wieder zurückgegeben werden, solange der Körper es noch nicht ersetzt hat. Sein Leben, sein Blut, längere Zeit in einem fremden Kühlschrank einzulagern, um es eventuell später zurückzuführen, birgt Gefahren der Verwechslung, des Missbrauchs, des Verschwendens und des Verderbens und scheint deshalb mit der Heiligkeit des Blutes unvereinbar zu sein.

    Sogar im Mutterleib ist der Blutkreislauf von Mutter und Kind getrennt. Doch Gott hat es so eingerichtet, dass in der Plazenta gewisse Stoffe für den Embryo aus dem Blut der Mutter herausgefiltert werden. Dies ist also von Gott erlaubt. Man könnte deshalb zu dem Schluss kommen, dass man ausnahmsweise diese Stoffe auch für medizinische Zwecke aus Fremdblut herausfiltern darf.

    Keinesfalls sollte man sich in dieser Frage selbst etwas vormachen und sich auf faule Kompromisse einlassen. Gerade Angesichts des Todes zeigt es sich, ob der Glaube echt ist (Offenbarung 12:11).
    Eltern hat Gott die Verantwortung für ihre Kinder gegeben und müssen sich letztendlich für ihre Entscheidungen, die sie für ihre Kinder treffen, vor Gott verantworten (2. Korinther 5:8-10). Würde man seine Kinder im Notfall für einen Götzendienst oder Hurerei zur Verfügung stellen, dann könnte man ihnen auch Fremdblut geben.

    In dem geschilderten Fall, wo das eine Kind dem andernen Kind im Mutterleib das Blut „geklaut“ hat, würde ich allerding eine Rückführung des Blutes für erlaubt oder sogar für geboten halten, denn Gott sagt: „Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern;(1. Mose 9:5)“

  • Dorkas
    Oktober 21, 2010

    Lieber E.E.

    Für Deine Kommentare wurde es aber höchste Zeit. Danke für Deine tiefgründigen biblischen Argumentationen. Mach weiter so mit Deinen wunderbaren biblischen Darstellungen, einfach und präzise, denn wir möchten uns ja nach Gottes Wort ausrichten.

    Grüße der Verbundenheit
    Dorkas

  • Der Skeptiker
    Oktober 21, 2010

    Wenn Blut für das Leben steht, verstehe ich, daß Jehova nicht will, daß wir es als Genuß- und/oder Nahrungsmittel zu uns nehmen.

    Was kann er aber dagegen haben, daß dieser Lebenssaft im Notfall einem anderen Leben helfen kann, dieses aufrechtzuerhalten.

    Wer kann mit Bestimmtheit das aus der Bibel herauslesen und festmachen!

    Wenn jemand kein Blut will, ist das seine Sache, die er auch mit Jehova ausmachen muss, wenn jemand im Notfall Blut annimmt, wer will ihn verurteilen?

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E.,

    gleich vorweg, wenn man dein Ausführungen zum Thema Blut liest läuft es einem als mitfühlenden Christen, eiskalt den Rücken herunter.

    Du schreibst über das angebliche Blutverbot in einer technischen Art, als ginge es hier nicht um Leben und Tod, sondern um die korrekte Anwendung einer Bedienungsanleitung für ein Fax.

    Auch du machst leider den alles entscheidenden Fehler, den auch die WTG macht, indem sie das Mosaische Gesetz als für uns gültig erkärt.

    Alle Argumente für oder gegen Blut, die aus dem mosaischen Gesetz stammen sind für ALLE CHRISTEN unbedeutend!!!

    (Kolosser 2:13-14) . . .“Überdies hat [Gott] euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, zusammen mit ihm lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen 14 und die gegen uns [lautende] handschriftliche URKUNDE (mos. Gesetz), die aus Verordnungen bestand und gegen uns war, AUSGELÖSCHT; und ER hat sie AUS DEM WEG GERÄUMT, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde.“ 

    Es gibt kein „Aber“ und kein „Vielleicht“ in dieser Frage, das gesamte Mosaische Gesetz ist UNGÜLTIG! Oder hällt hier vielleicht irgendjemand den Sabbat?

    Die einzigste Bibelstelle überhaupt in Sachen Blut aus dem NT, ist Apg. 15:29 wo jeder aufmerksame Leser im Zusammenhang des Textes erkennt, dass es hier um Tierfleisch geht, das unter den 3 Umständen nicht gegessen werden darf.

    Auch hier muss man den Kontext und den historischen Zusammenhang sehen. Ich glaube die meisten vergessen, dass diese Worte aus Apg. 15 aus der Streitfrage der Beschneidung heraus entstanden sind. Was war passiert? Einige Männer aus Judäa (Judenchristen) wollten die „handschriftliche Urkunde“ wieder einführen und über die Heidenchristen Macht ausüben, indem sie eine von Jesus „ungültig gemachte“ Vorschrift als absolut notwendig hinstellten, um gerettet zu werden.

    Es wurde so sehr darüber gestritten, dass es nur noch half von Judenchristen akzeptierte Personen mit dieser Frage zu befassen, nämlich die Apostel. Diese Männer haben „viel disputiert“ und sind zu einem Kompromiss gelangt. Denn was sagt Petrus, selbst Jude und Apostel, zum Mosaischen Gesetz?:

    (Apostelgeschichte 15:8-11) “8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

    Was er nötig irgendetwas aus dem Mosaischen Gesetz zu halten was für Juden damals ein „Joch auf dem Nacken war“, dass niemand tragen konnnte? NEIN, es war nicht mehr nötig und doch wurde dies nicht so an die Versammlungen geschrieben um keinen Aufruhr heraufzubeschwören, denn „einge der Pharisäer, die gläubig geworden waren“ hätten sich in ihren Gefühlen verletzt gesehen und wären bestimmt nicht mehr „im Glauben geblieben“.

    Also wurden die religiös-rituellen besonders sensiblen Dinge „Götzenopfer, Erwürgtes, Blut“ in diesem Brief erwähnt, es war ein Entgegenkommen an die Judenchristen. Hat nun die gesamte damalige Christenversammlung davon erfahren, was die Apostel dort in Jerusalem beschlossen hatten? Nicht einmal ansatzweise! Wenn man Apg 16 weiter liest, wurde sogar durch den Geist Jesu die Weiterreise in andere Gegenden verhindert. Übrigens hat Paulus gegen den eigenen Beschluss, den er in der Beschneidungsfrage mitgetragen hatte, gehandelt, indem er kurz darauf in Lystra Timotheus mitnahm und ihn beschnitt! Warum? Aus Rücksicht gegenüber den Juden (Apg. 16:3)

    Er hat also die Beschlüsse des Apostelkonzils flexibel ausgelegt, je nach Situation, nicht dogmatisch.

    Genauso hat er auch an die Brüder in Korinth etwas völlig anderes geschrieben, als schließlich im Apostelkonzil zum Götzenopferfleisch beschlossen.

    (1. Korinther 10:25-27) . . .“Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt weiterhin, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen; 26 denn „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt“. 27 Wenn euch jemand von den Ungläubigen einlädt und ihr hingehen möchtet, dann eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen.“

    Ebenso an die Brüder in Rom.

    (Römer 14:14) „14 Ich weiß und bin in dem Herrn Jesus überzeugt, daß nichts an sich verunreinigt ist; nur für den, der etwas als verunreinigt betrachtet, ist es verunreinigt.“ 

    Es war also keine starre Regel, sondern es ging um Befindlichkeiten und das Gewissen von einer bestimmten Gruppe von Christen (Judenchristen), in der Beschneidungsfrage genauso wie in Sachen Götzenopferfleisch und Blut, dass ist der größere Zusammenhang.

    Es ist völliger Irrsinn zu behaupten menschliches Blut in der medizinischen Anwendung, hätte was mit einem Verbot oder Gebot Gottes zu tun. Es ist genauso wie mit der Beschneidungsfrage damals, einige Pharisäer gefiel es nicht, dass Jehova durch Jesu „Opfertod ein für alle mal“, so offen und frei handeln würde, sie wollten Macht über andere ausüben, denn jeder der etwas gebietet oder verbietet und Menschen findet, die sich diesen Dingen unterwerfen, ist ein „Pharisäer“, der Menschen versklavt.

    (Galater 2:4-5) . . .“Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.“

    Deine Behauptung Eigenbluttransfusion sei auch abzulehnen, ist von dir weder biblisch noch medizinisch belegt. Blut ist ein Organ, das kann man in jeder mediz. Fachzeitschrift nachlesen und wenn ich dieses Organ freiwillig abgebe, dann darf ich mir dieses auch wieder „implantieren“ (transfundieren) lassen, das ist eine völlig logische Schlussfolgerung.

    Auch hier muss die WTG zum mosaischen Gesetz greifen (3.Mose 17:13), um zu belegen, dass ich mein eigenes Organ ohne Not verabscheuen muss, weil es jetzt angeblich Jehova gehört.

    Es ist einfach unglaublich, dass man die Eigenbluttransfusion während einer Operation (Cell Savage usw.) als Gewissensentscheidung betrachtet, aber die „Lagerung“ über einen Zeitraum hinweg als Übertretung göttlicher Gesetze. Geistlicher Fanatismus in seiner reinsten Form!

    Dein letzer Absatz in dem Fall der Zwillinge, deren Körper im Mutterleib einen Bluttausch durchführten, stellst du einen Zusammenhang mit 1. Mose 9:5 her, den man als unanständig bezeichnen kann. Soll Gott das eine Kind bestrafen, weil sein Körper ohne eigenes zutun das Blut des anderen Kindes abgezapft hat? Ist diese Kind dann auch unrein und muss für seine Sünde sterben?

    Übrigens wurde hier schon erwähnt, das gemäß deiner radikalen Position, keine Frau ihr Kind stillen dürfte, denn durch das Stillen werden hohe Mengen an weißen Blutkörperchen dem Kind zugeführt, das wäre ein eindeutiger Verstoss gegen Gottes Gesetze.

    In deiner ganzen Argumentation kommt eine große Unbarmherzigkeit und Kälte zum Vorschein, die ich mir nicht erklären kann. Denkst du Jesus würde so argumentieren, wenn es darum geht Leben zu retten?

    Märtyrertum ist nicht das Kennzeichen eines wahren Christen, Liebe und Gerechtigkeit und Achtung vor dem Leben sind das Kennzeichen. Immer wieder wird auch von der WTG wiederholt, dass Blut „heilig“ sei und deshalb diese Verbote greifen, aber was ist mit dem Menschenleben, ist das weniger Wert als das Blut im Körper?

    Einen schönen Abend!
    Dennis

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo E.E

    Und wie verträgt sich Deine harte unbarmherzige Ansicht mit der Gnade Jehovas?
    Oder den Worten Jesu in Matth. 12
    31. Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden.
    32. Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.

    Hat jetzt Jesu Recht dass jede Sünde vergeben wird, außer die Sünde wider den heiligen Geist, oder hast Du ode rder „Sklave“ recht dass auch noch andere Sünden nicht vergeben werden?

    Wir sind uns doch sicher einig dass Selbstmord auch Mord ist. Was ist schlimmer, sich im Notfall Blut geben zu lassen oder wenn man dies ablehnt sich umzubringen?
    Das muss natürlich jeder selbst entscheiden welches Gesetz für ihn höher steht. In den 10 Geboten steht das Blutgesetz nicht, aber „du sollst nicht töten“ steht drin. Somit ist für mich klar welches Gesetz höher steht.

    Jesus sagte treffend zu den Leitern des damaligen Volkes Jehova:

    Matth. 23
    24. Blinde Leiter, die ihr die Mücke seihet, das Kamel aber verschlucket!

    Wegen dem Blutgesetz haben die damaligen religiösen Leiter des Volkes Jehovas die Fliegen aus dem Wein gesiebt. Aber diese Sünde, also das Blut der Fliegen zu essen, war für Jesus nichts im Gegensatz zu dem, was sie sonst so alles falsch gemacht haben. Er verglich ihre anderen Sünden mit der Blutmenge eines Kamels. Jesus hat sie als blind bezeichnet weil sie nicht erkannt haben was wirklich wichtig ist um Gotte Gunst zu erwerben.

    Natürlich hat er diese Worte auch für die 2. Erfüllung in unserer Zeit gesagt. Auch Heute sind die Leiter des Volkes Jehovas blind, weil sie nicht erkennen was wirklich wichtig ist und Menschengebot auf Menschengebot häufen.

    Wir leben unter Gnade, nicht unter Gesetz. Das ist ein Umstand den Du offensichtlich noch nicht in Erwägung gezogen hast.
    Selbst David hat gewiss schlimme Dinge verübt. Und obwohl er damals unter Gesetz stand und seine Taten vom Gesetz her der Todesstrafe würdig gewesen wären, hat im Jehova ihm mit viel Gnade vergeben. Nicht nur vergeben, er hat ihm sogar versprochen dass einer seiner Nachkommen der Messias sein wird.

    Du musst Dich schon entscheiden, ob Du durch Einhaltung von Gesetzen Jehova wohlgefällig sein willst, oder ob Du sagst, ich schaffe das sowieso nicht und kümmere mich um meinen Glaubensabau, der Nächstenliebe und hoffe auf die nicht verdiente Gnade Jehovas. Diese Gnade vor Recht, ist erst durch das Loskaufsopfer Jesu möglich geworden.

    Mit Deiner Einstellung lehnst Du diese Gnade ab, Du willst es selbst schaffen vor Jehova als Gerechter dazustehen. Ein Gerechter der möglichst viele biblische Gesetze oder Gesetze des „Sklaven“ einhält. Aber sei versichert, Du wirst das nicht schaffen, keiner hat das je geschafft außer Jesus Christus.
    Wenn Du Dich aber für die Einhaltung der Gesetze entscheidest, dann musst Du auch ALLE Gesetze zu 100% einhalten. Ein Zwischenweg gibt es nicht.

    Ich kann das nicht, deswegen harre und hoffe ich auf die Vergebung meiner Sünden durch das liebevolle Loskausopfer Jesu. Ich bin ein elender armer Sünder, in Sünde geboren vom Mutterleib an, ich habe keine andere Wahl als der Gnade Jehovas zu vertrauen.

    Zeph. 3
    12. Und ich werde in deiner Mitte ein elendes und armes Volk übriglassen, und sie werden auf den Namen Jehovas vertrauen.

    Grüße
    Alois

  • E.E.
    Oktober 21, 2010

    Hallo,

    ich fange mal hier unten an zu antworten.

    @Dorkas

    Vielen Dank, wenigstens eine, die nicht voller Vorurteile ist

    @Skeptiker

    Wir müssen alle Jesus Christus Rechenschaft ablegen. Wenn aber ein Bruder etwas tut, was ich für eine schwere Sünde halte, dann halte ich es für liebevoll ihn anhand der Bibel darauf hinzuweisen (auch wenn er zur L.K. gehört). Ansonsten würde ich mich womöglich mitschuldig machen.

    Eure Argumente werde ich nochmals getrennt untersuchen. Auf den ersten Blick erscheinen sie mir nicht stichhaltig.

    @Dennis
    Tut mir leid, wenn ich etwas zu sachlich rüberkomme. Ich hab ein sehr großes Distanzierungsvermögen, das schon manchen zumindest irritiert, wenn nicht gar geschockt hat. Ist eine Überlebensstrategie aus frühester Kindheit, die ich nur schwer beherrschen kann.

    Auf der andern Seite können Emotionen auch den Blick für die Wahrheit trüben. Gerade beim Erfassen biblischer Grundsätze sind Emotionen eher hinderlich. Bei Anwenden dieser Grundsätze sind sie aber unverzichtbar.

    Apg. 15:29 halte ich nicht für einen Kompromiss, sondern für den durch den Geist Jehovas offenbarten Willen Gottes. Sowohl die Entscheidung selbst, als auch die Niederschrift ist durch Gottes Geist inspiriert. Eure Argumentation dazu werde ich später noch genauer untersuchen. Erscheint mir auf den ersten Blick nicht zwingend zu sein. Das Argument mit Paulus ist aber nicht schlecht. Das müsste zumindest entkräftet werden.
    Die Retransfusion von Eigenblut ist ja im Allgemeinen dem Gewissen des einzelnen überlassen. Ich sehe du meinst die Retransfusion nach Wochen der Lagerung. Dazu habe ich mich in meinem ersten Artikel auch nicht definitiv geäußert, weil ich gerade nicht auf das mosaische Gesetz zurückgreife. Das es dafür aber auch gute Alternativen gibt, erscheint mit die Entscheidung der L.K. nicht als besondere Härte, falls das persönliche Gewissen es anders sehen sollte. Man könnte natürlich überlegen, ob die L.K. überhaupt das Recht hat solche allgemeingültigen Maßstäbe aufzustellen. Das ist aber ein anderes Thema, zu dem ich mich hier nicht äußern will. Immer eins nach dem anderen.
    Manchmal entsteht zwischen zwei Grundsätzen Gottes ein Konflikt, weil nicht beide gleichzeitig realisiert werden können. Das muss eine Güterabwägung stattfinden. Ich kann durchaus verstehen, dass manche dabei das „Recht auf Leben“ höher bewerten, als andere biblische Grundsätze. Manchmal gibt es dazu biblische oder historische Beispiele, die uns dabei helfen können, die Grundsätze zu gewichten. Ausschlaggebend ist allerdings das eigene Gewissen. Dagegen sollte man niemals handeln und auch andere nicht dazu drängen. Doch das Gewissen kann unterschiedlich werten. Bei mir sieht die Gewichtung anders aus, als bei vielen von euch.
    Andererseits ist auch auf das Gewissen der anderen Rücksicht zu nehmen. Obwohl Paulus keine Probleme mit dem Götzenfleisch hatte, hätte er nie mehr Fleisch gegessen, wenn er dadurch einen Bruder zum Straucheln gebracht hätte (1 Kor 8:13). Da das Gewissen der meisten meiner Brüder, durch die Entscheidungen der L.K. geprägt sind, werde ich auf ihr Gewissen Rücksicht nehmen, solange mein Gewissen nicht zwingend etwas anderes verlangt.
    Ob das jetzt ok ist, dass die L.K. das Gewissen meiner Brüder so geprägt hat, ist eine andere Frage. Dafür muss sie sich vor Gott verantworten. Die Ursache des Gewissens meiner Brüder ist nicht entscheidend dafür, ob ich darauf Rücksicht nehme oder nicht, sondern lediglich, ob die Gefahr besteht, dass sie es mitbekommen oder nicht. Wenn sie es nicht mitbekommen, dann kann ich sie auch nicht zum Straucheln bringen und dann brauche ich auch nicht darauf Rücksicht nehmen.
    Zum Beispiel würde ich anders mit Alkohol umgehen, wenn ich einen trockenen Alkoholiker eingeladen habe, als sonst. Ich würde auch kein Schweinfleisch auf den Tisch stellen, wenn ein Muslim zu Gast wäre, auch wenn ich für ihn etwas anderes gekocht hätte. Das Schweinefleisch kann ich ja dann essen, wenn er nicht da ist.
    Solange Eiferer für das WT-Gesetz da sind, werde ich ihnen wie einer der unter Gesetz ist, so wie dies Paulus auch in Jerusalem tat, wo es eine Menge Eiferer für das mosaische Gesetz gab (Apg 21:20-24; 1 Kor 9:20). Ich kann an einer solchen Rücksichtsnahme nicht verkehrtes entdecken. Ich kann mich auch selbst zurück nehmen und muss nicht auf meinen Rechten bestehen.

    @Alois
    Wie gesagt werde ich mich noch eingehend mit euren biblischen und emotionalen Argumenten beschäftigen. Das ist aber etwas Arbeit. Es soll ja nicht oberflächlich werden.

    Wir stehen unter Gnade, aber auch unter dem Gesetz des Christus (1. Kor 9:21; Gal 6:2).
    Auch wenn wir die Gebote Gottes nicht völlig einhalten können, sollte wir doch auch nicht einfach unbesorgt weiter sündigen (Röm 6:15). Aus Dankbarkeit für unsere Rettung sollten wir doch zumindest versuchen, die Gebote unseres Herrn zu halten. Sonst würden wir ja auch gar nicht an den Herrn Jesus glauben. Ein Herr ist jemand, der dir was zu sagen hat. Deshalb versuche ich den Willen meines Meisters genau zu verstehen.

    Wenn Jehova einem König, der sogar ein Mörder und Hurer war vergeben hat, wie willst du wissen, wie Jesus über die einzelnen Brüder der L.K. urteilt. Also ich möchte dem Urteil meines Herrn da nicht vorgreifen (1. Korinther 4:5, Mat 7:1-5). Über das Thema können wir ein anderes Mal reden. Ich möchte jetzt erst mal die Blutfrage behandeln.

    Bitte jetzt hier unten nicht mehr antworten, sondern wartet bitte, bis ich die ausführliche Stellungsnahme fertig habe.

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Dem Vortrag und den Kommentaren kann ich nur voll zustimmen. Es sind viele wertvolle Gedanken dabei.

    Das höhere Gesetz: „Du sollst nicht töten“ wird von Seiten der Organisation dem nicht einmal biblisch eindeutig beweisbaren Gesetz der ausnahmslosen Enthaltung von Blut untergeordnet. Dass man es nicht essen darf ist jedoch klar. „Du sollst nicht töten“ bedeutet auch, dass man Hilfe leisten muss das Leben zu erhalten, sonst gäbe es keinen Sinn. Sich selbst töten weil man dem Gebot des „Sklaven“ folgt ist auch töten! Wäre das Blutgesetz gegenüber dem Gesetz „Du sollst nicht töten“ höher, so wäre es auch eines der 10 Gebote gewesen.

    In den 10 Geboten stehen noch andere Gesetze welche auch Heute direkt oder im übertragenen Sinne gelten. Die Organisation hat es geschafft die meisten Brüder mit Vorschriften, Gesetzen und Lasten so zuzuschütten dass sie die einfachen Anweisungen der Bibel gar nicht mehr sehen.

    Beispiel, die ersten drei Gebote in 2.Mose 20:

    3. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. –

    Da die Gebote des „Sklaven“ wichtiger erachtet werden als die Gebote unseres Vaters Jehova haben wir Zeugen Jehovas im Allgemeinen gegen dieses 1. Gebot verstoßen. Beispiel Geburtstagsfeier, Predigtdienst, Nichtbeachtung von Ausgeschlossenen usw.

    4. Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.

    Die vielen Publikationen mit den Bildern kennen wir ja alle…

    5. Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich hassen;

    Gegen dieses Gebot verstoßen schon mal alle die einen Berichtszettel abgeben, aber auch alle die etwas tun weil der „Sklave“ das wünscht. Zum Beispiel die vermehrte Pioniertätigkeit diesen Monat.

    Auch die weiteren Gebote haben eine Bedeutung in unserer Zeit.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Maggi
    Oktober 21, 2010

    Ich bin keine Zeugin Jehovas mir wurde die Lehre nur durch mein Freund bekannt!! Und ich muss sagen das diese Seite einfach klasse ist, Sie hat mir auch sehr geholfen weil ich nie wusste was ich zu dieser Blutfrage halten sollte. Ich konnte mir kein Gott vorstellen der so handelt und so ein hartes Joch aufbinden würde. Ich hätte auch nie gedacht das so viele Zeugen Jehovas so denken weil ich leider immer nur die andere Seite kennen gelernt hatte. Ich danke dieser Seite weil ich selber nicht mehr wusste was ich Glauben sollte !!!

  • Christof
    Oktober 21, 2010

    Es ist ja unglaublich, was bzgl. Thema Blut in der WTG abgeht. Wenn ich die Kommentare lese, steigt direkt Wut in mir hoch. Wie
    „streng“ es damals war (bei jeder Wurstsemmel musste man fragen, Impfungen etc.) bis heute, wo sich eine Pionierschwester nach Rücksprache mit den Ältesten aus ihrem Blut ein Medikament machen lassen darf. Gehts noch ?! Mich würde interessieren, ob es echt so im Hirtenbuch auf Seite 111 steht. Kann mir jemand bitte diese
    Seite per Mail zukommen lassen ? Wäre euch sehr dankbar. E-Mail: baldini69@gmx.de. Danke euch und weiter so…. LG

  • Karl
    Oktober 21, 2010

    Hallo,

    ich bin auch fassungslos und hätte gerne diese Seite als Kopie, wenn es möglich ist!

    E-Mail wäre Karlliewald@yahoo.de

    Liebe Grüße
    Karl

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Meine Frau sagte gerade noch. als ich ihr dieser Postings vorgelesen habe – sie schockierte am Meisten als sie erfuhr das die WTG mit der Bulgarischen Regierung einen „faulen Kompromiss“ schloss um die staatliche Anerkennung zu bekommen.

    Man hat sich per Vertrag verpflichtet einen ZJ wegen der Annahme von Blut diesen nicht mit Konsequenzen zu drohen. Dafür hat man sich die „staatliche Anerkennung“ erkauft.

    Brüder dürfen keine Kompromisse schließen, aber wenn es ums Geld geht erlaubt sich die LK auch solche Maßnahmen – aber andere anklagen und bei uns die Gemeinschaft verwehren!

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Unter „Zeugen Jehovas Blut und Bulgarien“ in Google kann jeder den gesamten Schriftverkehr nachlesen!

    nur ein kleiner Auszug:

    EUROPÄISCHE MENSCHENRECHTSKOMMISSION
    Antrag Nr. 28626/95
    Khristiansko Sdruzhenie „Svideteli na Iehova“
    (Christliche Gemeinschaft der Zeugen Jehovas)
    gegen Bulgarien

    BERICHT DER KOMMISSION (angenommen am 9. März 1998)

    17. In Briefen vom 10. und 11. Februar 1998 setzten die Parteien die Kommission über einen Schlußtext für eine gütliche Regelung in Kenntnis. Dieser Text, zusammengestellt auf der Grundlage des von den Parteien erhaltenen Briefwechsels, lautet wie folgt:
    I. Bezüglich des Ersatzes der Wehrdienstes durch einen Ersatzdienst wird die Regierung Bulgariens sich verpflichten, im Parlament einen Gesetzentwurf einzubringen, mit dem ein Zivildienst als Alternative zum Wehrdienst eingerichtet wird.

    1.1. Nach dem Dafürhalten der Antragstellerin kommt der Entwurf der Forderung von Verweigerern aus Gewissensgründen, Angehörigen der Zeugen Jehovas, nach, die an einem zivilen Ersatzdienst anstelle des Wehrdienstes teilnehmen wollen.

    1.2. Der abschließende Gesetzesentwurf, eingebracht vom parlamentarischen Ministerrat, wird sofort der Europäischen Kommission für Menschenrechte unterbreitet.

    II. Bezüglich der Haltung der Zeugen Jehovas zur Blutfrage verpflichtet sich die Antragstellerin, eine Erklärung zu verfassen, die den Statuten der Zeugen Jehovas in Bulgarien im Hinblick auf ihre Registrierung als wesentlicher Bestandteil beigefügt wird, und die besagt:

    2.1. Jehovas Zeugen als Patienten nehmen für sich selbst und für ihre Kinder das medizinische System in Anspruch; jedes Mitglied hat das Recht, dieses [medizinische System] aus freiem Willen in Anspruch zu nehmen, und zwar ohne Kontrollen und Sanktionen seitens der Antragstellerin.

    2.2. In Übereinstimmung mit dem bulgarischen Gesundheitsrecht verpflichtet sich die Christliche Gemeinschaft der Zeugen Jehovas in Bulgarien, die Anwendung des besagten Gesetzes zu respektieren, worin es heißt:

    .2.1. – keine medizinische Voraberklärung abzugeben, daß Minderjährige keine Bluttransfusion erhalten dürfen [d.h. daß ungetauften oder getauften Minderjährige verboten wird, eine Karte gegen Transfusionen mit sich zu führen].

    2.2.2. – und was Erwachsene betrifft, wird in Beachtung des genannten Rechts anerkannt, daß jeder einzelne die Freiheit der Wahl behält.

    18. Auf ihrer Sitzung am 9. März 1998 stellte die Kommission fest, {daß die Parteien über die Bedingungen für eine Regelung Einigkeit erzielt hatten. Mit Bezug auf Artikel 28, Absatz 1 (b) der Konvention wurde weiter in Betracht gezogen, daß die gütliche Regelung des Falles auf der Basis der Achtung vor den Menschenrechten, wie sie in der Konvention niedergelegt sind, erreicht wurde.

    Aus diesen Gründen nahm die Kommission den vorliegenden Bericht an.

    M. De SALVIA S. TRECHSEL
    Secretary President to the Commission of the Commission

  • Christof
    Oktober 21, 2010

    Hallo entmutigter Bruder, Hallo Bruderinfo. Du schreibst, im neuen „Hirtenbuch“ auf Seite 111 würde das stehen. Kannst du mir bitte diese Seite per Mail zukommen lassen ? Oder jemand von Bruderinfo ? Es ist unglaublich, was die WTG hier abliefert, wie sie die „Gesetze Gottes“ verändern und sich mit ihren Ansichten ändern, damit alles in ihrem Kram paßt. Wäre euch sehr dankbar.
    E-Mail: baldini69@gmx.de. Danke für die interessanten Themen.
    LG

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Habe Dir Cristof und Karl das Neue Herdebuch per eMail gesendet!
    Jeder der es haben möchte kann ich es gerne zur Verfügung stellen!

    Ja es ist schon SEHR verwegen was die LK sich in diesem Lehrbuch was alles andere als sich nach biblischen Richtlinien hält. Hier meine ich nicht klare biblische Grundsätz sonder wie oft und in welchem Umfang über da hinaus geht was geschrieben steht.

    Dieser „Sklave“ soll treu sein ??? Treu ist ein Sklave wenn er sich an Vorgaben seines Herrn und des Höchsten hält oder zumindest bemüht sich danach zu richten. Doch dieser Sklave ist vermessen und verwegen der selbst der Herr sein will und sein Mitsklaven beherrscht, was ihm ebenfall lt. Gottes Wort untersagt ist !!! …sieh WT Zitat unten!

    1.Kor.4: 6 Das aber, meine Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen, damit ihr an uns lernt, in eurem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des anderen aufbläht.

    und:

    w94 1.10. S. 20 Den Gebrauch der Willensfreiheit respektieren

    20 Jehova erschuf die Menschen mit Willensfreiheit, damit sie eigene Entscheidungen treffen können. Älteste sollen zwar Rat geben und sogar in Zucht nehmen, aber sie dürfen nicht über das Leben oder über den Glauben anderer bestimmen. Paulus sagte: „Nicht, daß wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude, denn ihr steht durch euren Glauben“

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Lieber Matthäus,
    erst mal schönen Dank für Deine biblischen und gut durchdachten Kommentare.

    Christus hat ja auch noch auf David in Bezug auf den Sabbat geantwortet, hier die Menge Übersetzung aus Lukas 6 ab Vers 1:

    „6 1 Es begab sich aber an einem Sabbat, daß er durch die Kornfelder wanderte; dabei pflückten seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie in den Händen und aßen sie (d.h. die Körner). 2 Da sagten einige von den Pharisäern zu ihnen: »Warum tut ihr da etwas, das man am Sabbat nicht tun darf?« 3 Jesus antwortete ihnen: »Habt ihr auch davon nichts gelesen (1.Sam 21,2-7), was David getan hat, als ihn samt seinen Begleitern hungerte? 4 Wie er da ins Gotteshaus hineinging, dort die Schaubrote nahm und sie aß und auch seinen Begleitern davon gab, obgleich doch niemand außer den Priestern sie essen darf?« 5 Er schloß mit den Worten: »Der Menschensohn ist Herr (auch) über den Sabbat.«“

    Mit anderen Worten: Im Zweifelsfall gilt der Grundsatz, dass Leben heilig ist!!!

    Und wer hat Mitleid mit den Ärzten und dem Krankenhauspersonal die – oft ja wirklich bei Kindern, Schwangeren, Entbindenden, die zusehen müssen, den Willen des Patienten respektieren und von ihrem Gewissen geplagt werden? Mir hat eine Ärztin gesagt, dass sie völlig fertig ist wenn ihr ein Patient am OP-Tisch stirbt.
    Ist diese nicht auch mein Nächster.
    Warum bespricht man nicht auf den Ältestenschulungen statt des neuen Herdebuches nicht Mathäus 5 bis 7. Damit erlangt man Herzensbildung und das zählt.
    Falls es nicht zu viel Mühe macht und Du es mir auch schicken könntest. e-mail: vierzonfrie@aol.com
    Das alte hab‘ ich eh aus dem Nachlass meines Mannes. Und bin ihm nachträglich dankbar und stolz auf ihn, dass er dort einige sehr persönliche und nachdenkenswerte Kommentare und Fragezeichen hinterlassen hat.
    Liebe Grüße – auch an alle Beröer
    Anna

  • Stefan
    Oktober 21, 2010

    Hallo Dennis,
    das mit den KVK’s kann ich nur bestätigen. Wenn die auf der Matte stehen bei jemandem, wo es um die Blutfrage geht, wird der Gewissensentscheidung der/des Betroffenen keinerlei Beachtung geschenkt.
    Mir ist kein Fall bekannt in der erst einmal in Ruhe die Ansicht und Meinung des Patienten angehört wurde.
    Da wird unterschwellig ein enormer Druck erzeugt, ja kein Blut zu nehmen, das ganze bis hin zu „Wachen“, die aufpassen, daß sich die Ärzte an das Blutverbot halten.
    Ich finde die ganze Praxis sehr Menschenverachtend un hat rein garnichts mit einer Gewissensentscheidung zu tun, sondern durch die KVK’s wird einfach versucht die Dogmen der ZJ auf Biegen und Brechen durchzusetzen.
    Echt traurig, da es hier um Menschenleben geht und das Leben ist heilig.

  • Mäusle
    Oktober 21, 2010

    Michael und Christof,

    Eure Reaktionen, davon bin ich überzeugt, wären
    auch die Reaktionen vieler Brüder.

    Wenn wir im PD sind, so wird oft unter den Brüdern über gewisse Themen um den „heißen Brei geredet“ und zwar weil die Brüder sich fürchten, ihre Ansicht wäre ein Zeichen von Abdrünnigkeit.

    Ihre Sorgen um der Wahrheitwillen wird somit auch zur schweren Last und oft werden diese Jahre oder Jahrzehnte lang herumgetragen.

    Das diese Last neben all dem Druck dieses Systems nicht einfach ist führt leider heufig dazu, dass Brüder an Depressionen leiden ohne zu wissen, dass ihr Gewissenskonflikt dabei eine große Rolle spielt.

    Es ist traurig und schade dass die Verantwortlichen in der LK von ihrer hatnäckigen Haltung und ihrer Sturheit nicht locker lassen.

    Wir können daher nur beten, dass Jehova dieser Körperschaft den rechten Geist ins Herz legt oder als falsche Lehrer entlarft.

    Letztendlich geht es ja nicht nur darum, wie wir biblische Grundwahrheiten verstehen und hier diskutieren, wir dürfen bei all dem nicht vergessen, wie der Name Jehovas durch Entstellung der „Wahrheiten“ entehrt wird.

    Es ist auf jeden Fall schön, dass uns @Bruderinfo die Möglichkeit geboten hat endlich über unsere Sorgen zu reden und ich freue mich auf die hoffentlich interessanten Themen und Meinungen, die hier noch besprochen werden.

  • Christof
    Oktober 21, 2010

    Interessante Ausführungen.. mir kam es schon immer „komisch“ vor,
    wenn es in Beilagen um die Blutfrage ging. Da wurden Begriffe gebraucht, die kaum jemand richtig aussprechen kann, wir aber
    „geschult“ werden, dies im Fall der Fälle mit Ärzten zu besprechen. Was denkt sich ein Arzt, wenn wir laienhaft anfangen, von „Blutbestandteilen“ zu sprechen (ich vermeide bewußt die Fachwörter), wir aber über die normale Nahrung zu Hauf Blut in uns aufnehmen…Da stellt sich doch die Frage, ob das der Sinn des Gebotes war..

  • Hans
    Oktober 21, 2010

    Hi Christof,

    interessant ist auch die Tatsache, dass Ärzte mit dem Begriff „Fraktionen“ nichts anfangen können. Der scheint nicht zur medizinischen Terminologie zu gehören.

    Sehr seltsam …

    LG
    Hans

  • Mäusle
    Oktober 21, 2010

    Lieber Mike,

    deine Reaktion, wie Du auf das Thema Geburtstag
    eingehst zeigt, dass Dir viel daran liegt, Jehova
    treu zu dienen.

    Nach Deinem Verständnis, und das möchte Dir sicher niemand
    streitig machen, möchtest Du Jehova aufrichtig dienen.

    Jehova sieht Dein Herz und Deine Aufrichtigkeit.

    Dass Du hier mit einigen Anschauungen nicht zurecht kommst
    ist ganz normal. Mir geht es genau so.

    Deshalb ist es wichtig und gut, dass wir uns hier austauschen
    können.

    Ich glaube das hier niemand von sich behaupten wird, dass er jetzt die absolute Erkenntnis erhalten hat.

    Dennoch sind wir, was auch unser heutiges Wachtturmstudium zum Ausdruck gebracht hat verpflichtet, zu prüfen was richtig oder falsch ist.

    Richtigerweise wurde im WT 1. Könige 3 angeführt wo gezeigt wird, dass Salomo Jehova darum gebeten hat, entscheiden zu können was recht oder was unrecht ist.

    Und dieses Recht, ja sogar die biblische Verpflichtung haben auch wir.

    Allerdings haben wir das Problem, dass wir, verstehen wir etwas anders, nicht die Möglichkeiten haben, uns ohne zu erwartende Sanktionen, auszutauschen.

    Aber kommen wir nochmals zum Geburtstag:

    Du hast vollkommen recht wenn Du sagst, dass die Bibel nicht erwähnt, dass Geburtstag gefeiert wurde.

    Die Bibel erwähnt aber auch nichts von Hochzeitstagen, obwohl einige Hochzeiten beschrieben werden.

    Schließt die LK jetzt daraus, dass wir auch keine Hochzeitstage feiern dürfen? Nein. Warum dann bei Geburtstagen?

    Du magst jetzt einwenden, bei diesen 2 Geburtstagen wurde jemand getötet.

    Auch da stimme ich mit Dir überein.

    Doch wie Du sicher weißt, hatte in dem einen Fall der Bäcker
    gegen Pharao gesündigt. Diesen Tot hatte der Bäcker selbst zu verantworten.

    Nahezu leichtfertig heißt es im Wachtturm vom 15.07.1994 auf der Seite 25:
    „Im ersten Fall ließ Pharao, der König von Ägypten, den Obersten seiner Bäcker hinrichten. Der ägyptische Herrscher tat dies während der Feier, weil er sich über seinen Diener geärgert hatte.

    Pharao hatte sich nicht nur über den Bäcker geärgert.

    In 1. Mose 40:1 NÜ heißt es: Der Mundschenk und der Bäcker haben gegen Pharao gesündigt.“

    Es ist wohl ein Unterschied, ob ich mich über jemanden ärgere oder ob jemand gegen mich sündigt.

    Im Umkehrschluss könnte man jetzt ja auch argumentieren, Geburtstagsfeiern haben etwas positives, weil der Mundschenk ja offenbar Amnestie erhielt und begnadigt wurde und sogar eine bessere Stellung bekam.

    Wie lege ich den Text jetzt aus?

    Im Fall des Johannes war es glatter Mord. Darüber gibt es keine Zweifel und Jehova und Jesus muss diese Abschäuliche Tat sehr weh getan haben.

    Wenn Du deshalb keinen Geburtstag feiern möchtest, so spricht das nur für Dein empfindliches Gewissen.

    Darf ich aber daraus ein Gesetz machen?

    Bei Herodes auf der Hochzeit wurde auch getanzt.

    Im antiken Ägypten gab es rituelle Tänze, die Tod und Wiedergeburt des Gottes Osiris darstellten und die technisch so anspruchsvoll waren, dass sie nur von professionellen Tänzern ausgeführt werden konnten.

    Die alten Griechen systematisierten den Tanz nach Gottheiten und den mit ihnen verbundenen Gefühlsausdrücken.

    Tanzen war zuerst bei Heiden zu beobachten und dies immer in Verbindung mit Gottheiten oder Göttern.

    Warum also wird aufgrund dieser Erkenntnis nicht auch das Tanzen als nicht annehmbar eingestuft?

    Heidnischer Ursprung, Götzendienst und Geburtstag!!

    Somit bleibt doch die Frage offen, mit welchem recht die LK einige Dinge untersagt, andere aber duldet?

    Findest Du nicht auch, dass wir zuerst die Bibel aufrichtig studieren müssen und dann selbst entscheiden müssen was richtig oder falsch ist wie im Fall des König Salomos.

    Wir müssen vorsichtig sein uns VORSCHRIFTEN machen zu lassen, vor allem wenn sie so willkürlich, wie beschrieben, sind.

    Natürlich hat derjenige, der Führung in irgend einer Form übernimmt das Recht Rat und Hinweise zu geben, er darf aber niemals starre Regeln auferlegen, vor allem nicht wenn sie nicht eindeutig biblisch belegbar sind.

    Wenn wir aufrichtig die Bibel studieren und gebetsvoll Jehova um Hilfe bitten werden wir alles was wir tun, mit reinem Gewissen tun können und werden automatisch das böse meiden.

    Wir brauchen keine Vorschriften und Normen mit der Angst, dass wenn wir diese nicht teilen können, als Todeskandidaten und ausgeschlossen in Harmagedon umzukommen.

    Was wir brauchen und was Jehova von uns möchte ist LIEBE.

    Bitte nimm Dir etwas Zeit und denke darüber nach.

    Und zum Schluss:

    Ich glaube nicht, dass hier irgend jemand DEIN GEWISSEN
    beeinflussen oder formen möchte.

    Ganz liebe Grüsse Dir Mike

    Mäuslein

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Danke „Mäusle“,
    sehr gut geschrieben. Danke auch an Mike für den berechtigten Einwand. Eure Brüder.

  • Michael
    Oktober 21, 2010

    Hallo ihr Lieben, seit Tagen verfolge ich Eure Argumentation bezüglich Blut und jetzt Geburtstag. Der SKL. weisst uns immmer an, uns von unserem christlich geschulten Gewissen leiten zu lassen, und macht dennoch
    Normen und Regeln, wie in der einen oder anderen Situation gehandelt werden soll.
    Er möchte ,das wir nach SEINEM Gewissen handeln, nicht nach unserem, er möchte, glaube ich , schon heute ein Volk ausbilden, das so gut wie keine Fehler mehr macht und untergräbt dadurch die Rolle Jesu , der selber sagte, er sei zu den Sündern gekommen, da Gesunde keinen Arzt benötigen.Von den Eltern Johannes dem Täufer wird gesagt, sie hielten das Gesetz Jehovas untadelig, ist das buchstäblich zu sehen? Sicher hatten auch diese treuen Menschen Fehler, was ja das Zweifeln des Sacharia zeigt.
    Aber wurde er deshalb verurteilt und ihm gar das Vorrecht entzogen, der Vater des Vorläufers Jesu zu werden?
    Jehova hat schon immer mit Sündern „gearbeitet“, oder waren Moses, Aaron,Abraham, David, Salomo, Eli der Hohepriester usw. Fehlerfrei oder hatten immer ein gutes Gewissen?
    Auch ich kann nicht alles was hier geschrieben steht nachvollziehen oder unterschreiben, aber das Schöne hier ist ja ,das wir verschiedene offene Meinungen lesen können und nicht den sich ständig wiederholenden Einheitsbrei in den Versammlungen, und uns dann selber unserer Meinung bilden können.
    Was das Ausbluten von Tieren betrifft, so weiss Jehova, als Schöpfer dieser Tiere, wohl selber am besten wie weit ein geschlachtetes oder geschächtetes Tier blutfrei ist, ihm ging es um den Gehorsam, und nicht um den letzten Tropfen Blut, der im Fleisch verbleibt.Natürlich kann man das Ablehnen einer Bluttransfusion mit Selbstmord auf eine Stufe stellen, jedoch sind die Situationen verschieden, Angst VOR dem Tod oder Ausweg IM Tod ist doch etwas anderes.
    Auch hier steht der Gehorsam in Verbindung mit unserem Gewissen im Vordergrund, letztendlich aber jedem seine Entscheidung, jedes Gewissen entscheidet anders.
    Ich könnte mir nicht vorstellen mir Fremdblut geben zu lassen und möge Jehova mir und meiner Familie helfen, nie in eine solche Situation zu kommen.
    Ich kenne Brüder die besuchen keine „Kirchweih“ weil es mit Babylon in Verbindung gebracht wird, ich gehe da schon mal hin, ich kenne Brüder die kaufen kein Mineralwasser einer bestimmten Marke, weil auf dem Etikett ein Kreuz ist und dieses Wasser von einem Kloster hergestellt wird, eine Gewissensentscheidung .
    Manche wohnen aber in Strassen, die nach Pfarrern ober sog. Heiligen benannt sind, warum ziehen sie nicht um?
    Ihr Gewissen gestattet es ihne zu bleiben.
    Ob man nun Geburtstag feiert oder nicht, wenn jemand nießt und man sagt Gesundheit
    ( ist es verkehrt ,jemandem Gesundheit zu wünschen?)oder man wünscht jemandem ein „gesundes neues Jahr“ sollte wohl jedem überlassen sein. Wenn jemand von uns ,unseren Nachbarn, oder Arbeitskollegen krank ist, wünschen wir da nicht auch „gute Besserung“?
    Wir sehen, uns wurden viele sog. Lasten aufgebürdet,deren Tragen uns nicht leicht gemacht wurde, und wenn wir sie in der einen o. anderen Situation nicht tragen konnten o. wollten, dann erdrückt uns unser Gewissen, ist das so von Jehova gewollt?
    Das Tragen von Krawatten wurde schon angesprochen, es hat sich so international eingebürgert, das es heute niemanden interessiert woher dieser „Kriegsschmuck “ kommt,aber versucht einmal ohne auf die Bühne zu gehen!
    Mir wurde Monatelang versagt den WT auf der Bühne vorzulesen, weil ich einen Schnurbart trug, als ich mir einen Trachtenanzug kaufte und ihn in der Versammlung trug,wurde ich dafür scharf kritisiert, alles unbiblisch, ich fügte mich damals, weil ich Jehova dienen wollte, heute sehe ich vieles anders.
    Der Ehering, ebenfalls etwas aus dem Heidnischen / Babylonischen Kulturkreis.
    Heute aber Gang ung Gäbe.
    Der Sklave vergisst was Jesus als die wichtigste Eigenschaft, neben seinen 2 grössten Geboten,seinen Nachfolgern gebot:
    SEIT WACHSAM, damit ist eigentlich alles gemeint und gesagt.
    In Liebe eure Bruder Michael

  • MIKE
    Oktober 21, 2010

    Jetzt platzt mir gleich der Kragen! Die Geburtstagsfeiern haben keine Christen gemacht, sondern es waren keine Christen, die jeweils einen Toten hatten. Johannes der Täufer wurde sogar enthauptet. Lese mal die Bibel genauer Alois. Oder lest du dort irgendetwas das Christen Geburtstagsfeiern durchgeführt haben?
    Wieso sollten wir es denn nicht feiern? An diesem bestimmten Tag wird ein Name von einer bestimmten Person hervorgehoben, also geehrt! Wem gebührt Ehre allein? Jehova und sonst gar keinem!!
    Ausserdem können wir uns das ganze Jahr schenken. Genauso ist das mit Weihnachten. Das ganue Jahr Geschenke hergen ohne Druck und Kostenfaktor wie die Übrigen.

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Mike,
    es soll dir wirklich nicht der Kragen platzen. Das wäre nicht so schön. Aber es zeigt das du ein Gerechtigkeitssinn hast und glaubst, dass Gesetz verteitigen zu müssen. Lebst Du noch unter Gesetz? Wenn ja dann wirst du durch das Gesetz gerichtet. Jesu Nachfolger stehen nicht mehr unter Gesetz und sind laut 1Korinther 7:23 teuer erkauft worden. Durch Jesu Blut. Dort steht: „werdet nicht der Menschen Knechte“. Wenn eine Organisation sagt: Mike, du darfst kein Geburtstag feiern, weil wir das sagen und diesen Schluß aus der Bibel schliessen. Unter welchem Gebot bzw. Gesetz befindest du dich dann? 1Korinther 6:12q (Luther Bibel) „Alles ist mir erlaubt (da steht nicht, das feiern deines Geburtstages nicht), aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. (vor allem Nicht Menschengebote). Mike ich kenne unseren Bruder Alois. Es steht Ihm fern etwas falsch aus der Bibel zu zitieren. Ich denke unser Bruder kennt die Bibel sehr viel besser als du und ich.-ohne dir näher treten zu wollen. Wenn unser Bruder Alois etwas schreibt, dann hat es immer einen biblisch fundierten Grund. Auch hier wieder. Jeder kann etwas tun, muss aber nicht. Historische Belege beweisen das Christen sehr wohl Geburtstage gefeiert haben, natürlich nicht in diesem Prunk wie es die Obrigkeiten taten. Es gibt einen enormen Unterschied, ob man einfach nur das fortschreitende Alter einer Person anerkennt, oder ob man an grandiosen Geburtstagsfeierlichkeiten teilnimmt .Hiobs Söhne feierten auch „an Ihrem Tag“ (hebräisch yowm..an seiner Geburt erinnernd) siehe hierzu Hiob 1:4 usw. Wichtig ist doch, dass jeder nach seinem geschulten Gewissen als freier Christ und Bruder auch frei entscheiden kann. Niemand sollte die Entscheidung eines anderen Bruder `s verurteilen und richten. Siehe Galater 5:1. Meine Frau und ich gehen z.B. in ein Restaurant und lassen uns kullinarisch verwöhnen. Mike, sollte man einen Bruder der die Geburt seines behinderten Kindes feiert ausschliessen? Hmmm sowas gibts nicht, denkst Du. Doch. Hartherzig. Ja. Liebe? Nein.

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Kannst Du mir erklären warum ZJ bei einer Geburt eines Kindes jede Menge Geschenke und Glückwünsche übermitteln – dies ist also offensichtlich erlaubt – doch wenn der Mensch 10, 20 oder 30 Jahre geworden ist, ist es plötzlich eine Sünde?
    Mit welcher Logik wird hier vorgegangen?

    Auch Jesus hat Geschenke bekommen – was soll daran verkehrt sein. Dieses Regelwerk ist doch nur eins von 100erten die von der LK auferlegt werden. Gilt für sie nicht: GEHT NICHT ÜBER DAS HINAUS WAS GESCHRIEBEN STEHT !!! ?

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Mike, (falls du nochmal reinschaust)
    diese Auslegung, dass man ja damit einem Menschen Ehre erweist die nur Gott zusteht, gehört zu den Dingen die mir immer schon suspekt waren.
    Denn soweit ich weiß, besuchen auch ZJ´s Beerdigungen…und wie heißt es doch so schön über den Sinn von Beerdigungen? – Man erweist dem Verstorbenen die letzte Ehre!

    Ich kenne übrigens viele Zeugen, die auf nähere Frage danach warum sie kein Geburtstag feiern, nur mit den Schultern zucken. Klar, erst wird von der blutigen Geburtstagsfeier erzählt und auch von der „ungebührlichen Ehrerbietung“, aber wenn sie dann merken, dass sowas keiner als Argument gelten lässt, fällt ihnen darüber hinaus nichts mehr weiter ein. – Denn auf eine wirklich Grundsatzweisende Bibelstelle kann man ja auch nicht verweisen.
    Das allerschönste ist aber, wenn man im vertrauten Kreis darüber spricht dann stellt man erst mal fest, dass kaum einer kapiert was das soll. Man hält sich einfach nur dran, weil man im Falle der Zuwiderhandlung Ärger kriegen würde. Und das wäre das Ganze dann doch nicht wert.
    Von den Brüdern die heimlich, still und leise im Familienkreis trotzdem Geburtstag feiern, will ich garnicht anfangen. 🙂
    Genauso wie ja kein Zeuge Silvester feiert…nur finden sich viele von ihnen seltsamerweise gerade an diesem Tag besonders gerne zu einer Party zusammen – und anstoßen zu Mitternacht wird dann auch nicht als anstößig empfunden. Na sowas…

    Übrigens, ich feiere heute wieder Geburtstage…manchmal im größeren, manchmal im kleinen Kreis, ganz nach Gusto. Aber IMMER mit Herzensfreude.
    Naja…und wo ich jetzt hier bei Bruderinfo mit der Nase drauf gestoßen wurde, dass ja selbst Hiobs Kinder ihre Geburtstage feierten…;-)

    Sich des Blutes zu enthalten, ist ein Gebot welches ich auf jeden Fall ernst nehme. – Unter garkeinen Umständen würde ich Blutwurst oder dergleichen essen. Und wenn mich einer fragt warum, dann sage ich, das es aus Glaubensgründen ist. Wer dann noch nachfragt, dem sage ich, dass gemäß der Bibel das Blut für Gott Heilig also etwas Besonderes ist und er deshalb möchte, dass wir die Tiere ausbluten lassen.
    Bisher hat das noch jeder verstanden und keiner hat versucht mich zu überreden, doch mal wenigstens zu probieren…

    So lehne ich zb auch Drogengenuss ab und möchte Menschen die Drogen zu sich nehmen auch nicht in meinem Freundeskreis haben. – Aber wenn einer als Schmerzmedikation Morphium bekommt weil ihm nichts anderes mehr hilft, werde ich ihn sicherlich nicht mit mit einem Junkie gleichsetzen.

    Wie das nun der „Sklave“ sieht, weiß ich garnicht…und ganz ehrlich…es interessiert mich auch überhaupt nicht.

    L Ulli

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Liebe Uli jetzt bin ich noch über eine Aussage von Dir gestolpert:

    >Wer dann noch nachfragt, dem sage ich, dass gemäß der Bibel das Blut für Gott Heilig<

    …auch ich habe diese Formulierung oft gebraucht bis mich ein Bruder aufforderte ihm zu zeigen wo das in der Bibel steht.
    Bis heute habe ich das nicht gefunden!

    Wenn etwas heilig ist dann ist es daß Leben umsomehr dürfen wir es nicht leichtfertig aufs Spiel setzten. Und was ist wichtiger oder Wertvoller: Das Symbol oder die Wirklichkeit? Ganz einfach mit den Symbolen beim Abendmahl zu beantworten. Niemand käme auf die Idee den Wein oder das gereichte Brot als heilig anzusehen, jedoch der Körper Jesu und das was er durch sein Opfer damit für uns alle bewirkt – das als heilig und rein anzusehen ist richtig und korrekt.

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Lieber Matthäus,
    danke für deinen schönen Hinweis auf das Sabbatgesetz in Verbindung mit der Blutfrage.
    Diesen Gesichtspunkt haben ich so noch nicht gesehen, ist aber sehr logisch. Auch das Sabbatgesetz war heilig und durfte nicht verletzt werden, aber das Leben von Tieren und Menschen ist über ein Gesetz zu stellen.
    Jesus Christus würde nie erwarten, das eine Mutter ihr Kind sterben lassen sollte, um das „Blutgesetz“ zu erfüllen. Von daher ist es auch nicht im Sinne unseres Schöpfers. Es ging hier bei diesem Gesetz um eine Speisevorschrift bezogen auf das Blut von geschlachtetetn Tieren.
    In einem der nächsten Aretikel geht es wieder um die Blutfrage und um die wärend der Ältestenschule vom Sklaven geforderten Bemühungen der Ältesten, die die Eltern dahingehend ermuntern sollen, ihre Kinder so zu erziehen(Beeinflussen), das sie mit Überzeugung den Standpunkt d. Sklv. in der Blutfrage vertreten können, damit der Staatsanwalt die Entscheidung der jugendlichen Kinder anerkennt.

    L.G.
    Bruderinfo

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Matthias,
    Stimmt, wortwörtlich findet man das in der Bibel garnicht.
    Und wieder etwas, das man einfach so übernommen hat und immernoch in den Gehirnwindungen hängt.

    Aber das es nicht einfach nur einen gesundheitlichen Aspekt hat, merkt man an solchen Bibelsversen:
    Sei nur fest entschlossen, nicht das Blut zu essen, denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen.
    5. Mose 12:23

    Ob es ihm nun tatsächlich heilig ist, weil es für ihn die Seele symbolisiert, oder nicht…mehr als ein Symbol ist es trotzdem nicht.
    Das was die WTG daraus gemacht hat, ist im Grunde genommen Götzendienst. Denn sie erachten das Blut als ein Sybmol der Seele, für wichtiger als die Seele selbst.

    Und das kann man nun wahrhaftig nicht aus den Geboten über das Blut herauslesen.

    LG Ulli

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Liebe Ulrike, Lieber Matthäus,

    eure Kommentare waren auch zu diesem Thema für mich sehr aufschlussreich und haben mir jetzt noch besser die Augen geöffnet zu diesem unglaublichen Dogma der WTG. Ein „Anweisung“ aus der Bibel, die sich NUR auf den Verzehr von Tieren bezog, wird als „göttliches Gesetz“ hochstillisiert um 7 Millionen Menschen unter ein völlig widersinniges Gebot zu versklaven, was Bluttransfusionen anbelangt.

    Ich frage mich immer mehr wieso unsere vielen Brüder weltweit sich diese Dogmen gefallen lassen. Ist es falsch verstandene Demut? Ist es Unwissenheit?

    Ich kann nur beten, dass immer mehr unserer Brüder aufwachen und eine selbstbestimmte vom hl. Geist geleitete Entscheidung treffen. Die Verse aus Matth. 12:9-12 haben mich wirklich berührt, obwohl schon unzählige male gelesen, aber eben nie in DIESEM Zusammenhang.

    Ja, es ist so, ein Menschenleben ist bei Jehova unendlich mehr Wert als ein Dogma einer anmaßenden Organistion!

    Viele Grüße
    Dennis

  • Mäusle
    Oktober 21, 2010

    @ schneerose

    Sind es nicht oft die erdrückende Vorschriften
    des „Sklaven“ die uns die Kraft rauben?

    Sind es nicht oft diese starren Regeln, die viele leider dazu
    veranlasst, nicht nur der „Organisation“ den Rücken zu
    kehren sondern auch Jehova?

    Man kann gar nicht beschreiben, wie gleichgültig
    der „Sklave“ mit Gottes Geschöpfen umgeht.

    ETERNELY TRUTH sagte richtig, dass Blut heilig ist und
    was das essen von Blut angeht, die heilige Schrift
    hierzu eine klare Aussage macht.

    Aber dabei sollte es auch bleiben. Alles andere sind
    persönliche Meinungen die leider von einer Hand voll
    Männer uns allen als LAST aufgebürdet werden.

    Dieser „Sklave“ als Gesammtheit, also wie uns die LK
    zu verstehen gibt der Überrest als Gesammtheit, hat
    ohnehin kein Mitspracherecht.

    Ich frage mich manchmal, wenn Jesus heute kommen würde,
    wie lange wäre er in der „Organisation“ bis er entweder
    eine Zurechtweisung oder gar einen Gemeinschaftsentzug
    bekäme.

    Wenn Jesus so leben und lehren würde wie zu seiner irdischen
    Zeit, wäre es bald aus für ihn in „Jehovas Organisation“.

    ein Beispiel die Krawatte:

    Die Krawatte war im Mittelalter Teil der Uniform von kroatischen Soldaten. Sie hat somit einen deutlichen militärischen Hintergrund. (Das Wort „Krawatte“ selbst kommt über einige Umwege aus dem Wort „Kroate“.) Heißt das, ein Krawatte tragender Zeuge Jehovas identifiziert sich dadurch mit militärischen Handlungen, die ihm durch seinen Glauben eigentlich verboten sind? Eigentlich müssten sie dann doch auf Krawatten verzichten…

    Eine weitere Beschreibung findet man auf WIKI.

    Würde sich Jesus (oder auch wir) uns weigern, eine Krawatte
    zu tragen, weil uns das unser bibl. geschultes Gewissen
    nicht zulassen würde…. Jesus und wir hätten keinerlei
    Chance, eine Ansprache in der VS zu halten.

    Ganz im Gegenteil, wenn ich heute eine Ansprache hätte, dies aber mit einem Rollkragen Pullover täte, hätte dies sicher
    Konzequenzen.

    Ginge ich ohne Kravatte einen Vortrag halten, käme ich schon gar nicht auf die Bühne.

    Weiteres Beispiel Ehering.

    Die Tradition der Eheringe hat ihren Ursprung im römischen Reich. Damals schenkte der Mann seiner Verlobten einen Ring und war somit an das Eheversprechen gebunden.

    Der Ring wurde als Vertrag zwischen den Familien verstanden, in dem der Bräutigam versprach, für Frau und Kinder zu sorgen.Heute haben sich die Bedeutungen etwas geändert.

    Der Ehering symbolisiert durch seine Form die Endlosigkeit und Verbundenheit der Verlobten miteinander.

    Aus diesem Grund werden auch die Ringe untereinander getauscht. So steht immer der Name des Partners im Ring.

    Mit der laxen Argumentation des „Sklaven“ könnte man doch
    jetzt auch schlussfolgern, dass Junge Paare mit dem Austausch der Ringe IHREN Bund geschlossen haben. Damit wäre es völlig unbedenklich, dass sie vor der standesamtlichen Trauung
    Verkehr miteinander haben.

    Der „Sklave“ duldet zwar den Ehering und sieht in der Verlobung
    einen Bund zur Ehe (Diener z.B. die eine Verlobung aufheben, werden von ihrem Dienstamt entbunden)verurteilen aber wehement, wenn junge Menschen, die die Verlobung ernst nehmen, Sex haben, bevor sie vom Standesbeamten getraut sind, obwohl das Paar vor Jehova und sich gegenüber das Versprechen der EHE gegeben haben.

    Und viele junge Paare hatte vor ihrer Hochzeit Verkehr miteinander und leiden noch Jahre danach darunter, weil sie laut LK eine schwere Sünde getan haben.

    Es ist wirklich so, dass der „Sklave“ uns zur Zeit SCHWERE LASTEN
    aufbürdet.

    Und wie ist es mit der Taufe?

    Jesus sagte ………und tauft sie im Namen des Vater,…..u.s.w..

    Wher hat die LK die Erkenntnis, dass zuerst Fragen gleich einer Prüfung zu beantworten sind und dann auch noch vor der Taufe 2 mal eine „Erklärung“ zu dem Entschluss notwendig sind?

    Und da wird man noch genötigt, die „Organisation“ so anzuerkennen, dass sie auf der gleichen Stufe steht wie Jesus und Jehova.

    Das sind Punkte, über die wir Anbeter Jehovas uns wirklich ernsthafte Gedanken und Sorgen machen müssen.

    Liebe Grüsse

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo Mäusle

    steht in Jesaja dass die Organisation für die meisten Zeugen auf der gleichen Stufe steht wie Jesus oder Jehova. Besonders Vers 17
    In diesen Versen wird der momentane Zustand des Volkes Gottes beschrieben. Es gibt noch sehr viele weitere Stellen die das selbe aussagen. (Knecht = Sklave)

    Jesaja 42 ab Vers 17

    17.Die auf das geschnitzte Bild vertrauen, die zu dem gegossenen Bilde sagen: Du bist unser Gott! werden zurückweichen, werden gänzlich beschämt werden.
    18.Höret, ihr Tauben! Und ihr Blinden, schauet her, um zu sehen!
    19.Wer ist blind, als nur mein Knecht? Und taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie der Vertraute, und blind wie der Knecht Jehovas?
    20.Du hast vieles gesehen, aber du beachtest es nicht; bei offenen Ohren hört er nicht.
    21.Jehova gefiel es um seiner Gerechtigkeit willen, das Gesetz groß und herrlich zu machen.
    22.Und doch ist es ein beraubtes und ausgeplündertes Volk; sie sind in Löchern gefesselt und allesamt in Kerkern versteckt; sie sind zur Beute geworden, und kein Erretter ist da, zur Plünderung, und niemand spricht: Gib wieder heraus!
    23.Wer unter euch will dieses zu Ohren nehmen, will aufmerken und in Zukunft hören?
    24.Wer hat Jakob der Plünderung hingegeben und Israel den Räubern? Nicht Jehova, gegen den wir gesündigt haben? Und sie wollten nicht auf seinen Wegen wandeln, und hörten nicht auf sein Gesetz.

    In Vers 19 steht dass Jehova den Boten, oder den Knecht gesandt hat. Die Organisation ist von Jehova eingesetzt worden.
    Vers 22, die in der Organisation gefangenen Brüder.

  • Mäusle
    Oktober 21, 2010

    Zuerst danke für Eure o.a. Gedanken und Mühe.

    Nicht einmal beim Schächten ist es möglich,
    vollständig das Blut des Tieres zu entfernen.

    Bei normal geschlachteten Tieren ist der Blutanteil
    ca. 50% höher als bei geschächteten Tieren.

    Ist demnach überhaupt, im Sinne des t.u.v.S. das
    absolute Meiden von Blut möglich, wenn wir Fleisch
    Wurst oder Innereien essen?

    Wenn ein Tier auch ausgeblutet wird, das arterielle
    Blut mag zwar gut aus dem Tier entweichen, aber
    das venöse Blut wird doch sicher zum grossen Teil
    im Körper bleiben.

    Ich persönlich habe noch einen weiteren Gedanken, der
    mir schon seit Jahren Kopfzerbrechen macht.

    Wenn ich Innereien zubereite, so ist der Blutanteil darin
    sehr hoch.

    Ich konnte allerdings ausser in einem Erwachet von 78
    keinen Hinweis finden, dass auf dieses Blut Bezug genommen
    wird, vielmehr wird ohne Hinweis auf den hohen Blutgehalt
    eben dieser Innereien die Empfehlung gegeben, Innereien zu
    kochen, weil damit dem Haushalt Geld gespart wird.

    Somit haben wir alle, die wir Fleisch zu uns nehmen, kiloweise
    Blut verspeist.

    In welcher Relation steht nun dieses Blut zu vieleicht ein
    paar ml Blut, welches das Leben retten kann, welches Jehova ja geheiligt hat?

    Diese Frage ist der „Sklave“ bis heute schuldig geblieben.

    Und noch eines:

    Im Erwachet vom 22.Juni 1985 lesen wir zum Beispiel:

    In der Bibel wird jedoch nicht gesagt, wie Tiere geschlachtet werden sollten, sondern es wird lediglich die Auflage gemacht, daß das Blut ausfließen und mit Erde bedeckt werden sollte (3. Mose 17:13). Christen, für die gemäß Apostelgeschichte 15:29 das von Gott angeordnete Blutverbot noch Gültigkeit hat, brauchen somit auf keine Methoden, die auf der rabbinischen Tradition beruhen, zurückzugreifen, um richtig ausgeblutetes Fleisch zu erhalten.

    Hier beruft sich der „Sklave“ darauf, dass die Bibel bzgl.
    des Schlachtens nichts sagt. WIE EINFACH, ISST MAN IN DEN
    BETHELN DOCH MIT VORLIEBE FLEISCH UND WURST!!!

    Was sagt die Bibel über Drogen aus? Auch Nichts, dennoch wird deren Gebrauch, was auch durchaus richtig ist, vom „Sklaven“ verurteilt, obwohl in Europa schon 1500 Jahre v.Ch. bewusstseinsverändernde Substanzen üblich waren.

    Was sagt die Bibel über Geburtstage?

    Genau so wenig!

    Hier müsste der t.u.v.S auch schreiben: „In der Bibel wird jedoch nicht gesagt, dass wir kein Geburtstag feiern dürfen……….. .

    Tut er das aber, nein, hier wird ein Gesetz aus etwas gemacht,
    aus dem es meines Erachtens nach keinerlei bibl. Grundlage
    gibt.

    Ist denn die Geburt eines Kindes so schlimm, dass man dessen Jahrestag nicht gedenken darf.

    Natürlich war es schlimm, dass in der Bibel 2 Geburtstage mit Mord in Verbindung gebracht werden, aber wenn wir alles mit etwas negativem in Verbindung bringen müssten, könnten wir unmittelbar nach der Geburt uns einen Strick kaufen, uns damit erschießen und uns dann hinter einen Zug werfen.

    Aber wie erwähnt, das ist meine persönliche Ansicht und
    ich finde das sind auch Punkte, wo unser Gewissen uns leiten sollte und nicht die Vorgaben eines Menschen oder einer Organisation.

    In diesem Sinne alles Liebe!

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Hallo Mäusle

    Interesant was Du über das Restblut im Fleisch schreibst. Dann habe ich auch schon Zentnerweise Blut gegessen. Man müsste Vegetarier werden um das Blutgesetz zu beachten, aber genau das muss man gemäß dem Gebot Gottes zur Zeit Noahs nicht.

    Es ist schon eine seltsame Denke, nur weil 2 Geburtstage negativ in der Bibel genannt sind das Feiern der Gebutstage generell zu verbieten. Diese beiden Fälle sind eher ein Beweis dass es nicht verboten ist. Denn bei einer Bluttransfusion kann man ja noch argumentieren: Die hat es vor 2000 Jahren noch nicht gegeben. Aber Geburtstage feiern war üblich und trotzdem steht nichts von einem Verbot in der Bibel.

    Jesus sagt in Matthäus 15 Vers zum Volk Jehovas:
    7.Heuchler! Trefflich hat Jesaias über euch geweissagt, indem er spricht:
    8.”Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.
    9.Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren.”

    Solche Menschengebote gibt es zuhauf, sie werden besser beachtet wie die Gebote unseres Vaters Jehova und unseres Königs Jesus Christus. Beispielsweise dem Gebot man soll sich keine Götter machen neben Jehova. Dieses Gebot wird von den meisten Zeugen Jehovas missachtet, denn wer Menschengebote beachtet oder sogar durchsetzt, der sieht denjenigen der die Menschengebote aufgestellt hat, bereits als Gott neben Jehova an. Anders kann ich das Gebot man solle sich keine Götter neben Jehova machen nicht verstehen.

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Alois,
    ZITAT:
    >Solche Menschengebote gibt es zuhauf, sie werden besser beachtet wie die Gebote unseres Vaters Jehova und unseres Königs Jesus Christus. Beispielsweise dem Gebot man soll sich keine Götter machen neben Jehova. Dieses Gebot wird von den meisten Zeugen Jehovas missachtet, denn wer Menschengebote beachtet oder sogar durchsetzt, der sieht denjenigen der die Menschengebote aufgestellt hat, bereits als Gott neben Jehova an. Anders kann ich das Gebot man solle sich keine Götter neben Jehova machen nicht verstehen.<

    Ich bin gerade durch einen Querverweis auf deinen Beitrag gestoßen und habe das Bedürfnis dir für diese klaren Worte zu danken…denn du zeigst damit auf, worum es Jehova bei diesem Gebot ging.
    Leider lassen sich die Menschen seit Konstantin im großen Stil dazu verführen Menschengeboten mehr Beachtung zu schenken als Gottes Geboten und mit der Einführung der heidnischen Dreieinigkeit hat er noch mehr von der Kernaussage abgelenkt. Aber selbst diejenigen die es schafften sich von einigen Fesseln zu lösen, verfielen früher oder später selbst darin, ihren Mitbrüdern zusätzliche Gebote aufzuerlegen.

    Das zieht sich durch die ganze christliche Geschichte und liegt wohl häufig darin begründet, dass die meisten Menschen sich lieber menschlichen Vorgaben unterwerfen, als eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. – Je kleiner die Gemeinschaft ist, um so eifriger achten die Brüder auch untereinander darauf, dass sich schön brav an diese Richtlinien gehalten wird. Das sie aber damit dem "Erfinder" dieser Gebote die gleiche Bedeutung geben wie Gott, fällt leider keinem auf.

    Es ist ja nicht nur bei den Zeugen so…aber der "Sklave" hat sich doch noch so einiges mehr an Geboten und Verboten aus dem Hemd geleiert, als andere christliche Gemeinschaften.

    Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass gerade solche Dinge wie das Geburtstagsfeierverbot und das Bluttransfusionsverbot nur dazu erfunden wurden, um die Glaubensbrüder von ihren "ungläubigen" Verwandten, Nachbarn und Arbeitskollegen abzugrenzen. Aus der Abgrenzung folgt die Entfremdung, daraus entsteht die Isolation. Diese kompensiert man dann damit, dass man mit den Gleichgesinnten enger zusammenrückt und sich wie eine "Eliteeinheit" fühlt. Sich als Gottes Eliteeinheit über die bösen "Weltmenschen" erhaben zu fühlen, ist wiederum ein Nebeneffekt den man doch gerne in Kauf nimmt.
    Über Sinn und Unsinn der menschlichen Verbote und Gebote macht man sich dann lieber keine Gedanken mehr. Die Literatur des "Sklaven" wird mit dem Wort Gottes kurzerhand gleichgesetzt, das merkt man an solchen Sprüchen wie: "Wollen wir doch mal sehen was der Sklave dazu sagt." Das hört man traurigerweise sogar innerhalb der Familien, wenn man irgendetwas bespricht…ja….und wenn man nichts findet, dann schreibt man sogar einen Frage-Brief an die Gesellschaft. – Ich würde sagen, die Gehirnwäsche hat hervorragend funktioniert.
    Leider geht sie sogar soweit, dass die eigenständig denkenden Brüder mit Misstrauen betrachtet werden…und ich befürchte, dein Argument das sie mit ihrem blinden Gehorsam Menschengeboten gegenüber, quasi aus Menschen Götter machen die sie neben Jehova setzen, würden die wenigsten begreifen. – Denn schließlich ist der Sklave doch der KANAL Gottes! – Womit wir wieder bei der Gehirnwäsche wären – der Kreis hat sich geschlossen.

    Bei sowas wie Geburtstagsfeiern ja oder nein, ist es ja nicht so schlimm, macht man halt Grillparty´s oder Fondueabende,was solls´….aber wieviel Menschen wegen der Blutfrage schon unnütz sterben mussten, darüber mag ich garnicht nachdenken.
    Aus einer biblsichen Speisevorschrift ein Dogma zu machen, dass Menschleben kostet…dazu gehört schon was…und da wundert man sich ernsthaft, wenn die Zeugen Jehovas auch noch nach sovielen Jahren Tätigkeit in Europa, hartnäckig als amerikanische Sekte betrachtet werden.
    Schlimm ist für mich einfach, dass durch all das Gottes heiliger Name durch den Schmutz gezogen wird.
    Und ich sehne den Tag herbei, wo dem endlich eine Ende gesetzt wird.

    LG Ulli

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Liebe Ulli

    Es lohnt sich auch die älteren Vorträge und Kommentare zu lesen. Denn Themen welche schon abgehandelt wurden werden nicht gleich noch einmal veröffentlicht und angesprochen.

    Der „Sklave“ ist wirklich ein Gott geworden, neben Jehova. Bei den Israeliten war es der Baal, heute die Organisation.

    Grüß
    Alois

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Ja, Alois – bin schon dabei.
    Und du hast recht, es lohnt sich.

    LG Ulli

  • EternelyTruth
    Oktober 21, 2010

    Ihr Lieben,

    den in dem ausführlichen Artikel ausgeführten Standpunkt vertrete ich schon lange, allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nicht allzu lautstark.

    Ich bin aber der Meinung, dass das Blutverbot nach Apostelgeschichte 15:28,29 für alle Menschen gilt und zwar deswegen, weil es letztendlich auf dem Gebot Gottes gegenüber Noah in 1. Mose 9 und damit gegenüber allen Menschen gilt. Hier soll den Menschen immer wieder die Heiligkeit des Lebens vor Augen gehalten werden. Also, ich werde nach wie vor keine Blutwurst essen und wenn ich selber Heimschlachtung machen würde, sollte das Blut zur Erde fliessen, auf jeden Fall aber nicht zur Nahrung oder anderen Zwecken dienen. Ich betone dies deshalb, weil auch Ansichten verbreitet werden, die 1. Mose 9 und auch Apostelgeschichte 15:28,29 so deuten, dass es nicht für die Menschen im allgemeinen gelten würde.

    Aber ob Bluttransfusionen, die damals ja noch nicht relevant waren, darunter einzuordnen sind, sollte jeder nach seinem Gewissen entscheiden. Nach meinem Gewissen ist es nicht unter das Blutverbot einzuordnen, wenn auch diese neuzeitliche Methode medizinisch meistens bedenklich ist.

    Was die gut angesprochene Seite der ständigen Ausweitung der erlaubten Blutbestandteile anbelangt: Ich habe es erlebt, wie ein Bluter, der auf Blutgerinnungsfaktoren angewiesen ist, im Predigtdienst angesprochen wurde. Nach der damaligen Lehre, hätte er, sobald er Zeuge Jehovas geworden wäre, sterben müssen.

  • Shannon
    Oktober 21, 2010

    Nach meinem Verständnis werde ich selbstverständlich keine Blutwurst essen und keine Produkte, von denen ich weiss, dass Blut enthalten ist. Aber Blutbestandteile verstecken sich oft hinter dem Namen Eiweiss auf der Zutatenliste. Wer da sicher gehen möchte, kann nur eines tun, versuchen „koschere“ Lebensmittel zu bekommen. Die jüdischen Rabbiner kontrolllieren sehr genau, was das Zertifikat koscher bekommt.
    Es gab aber in der Vergangenheit schon Fälle, in denen Kindern mit Genehmigung des Vormundschaftsrichters und gegen den Willen der Eltern eine Blutübertragung gegeben wurde. Die Aussage der Eltern danach war, dass sie jetzt nie mehr glücklich werden könnten. Da denke ich, wäre es Aufgabe der Ältesten gewesen, diesen Eltern Trost zu spenden, denn in dem Fall tragen nicht die Eltern die Verantwortung für diese Handlung, selbst nach den alten Regeln der leitenden Körperwschaft nicht.

  • Karl
    Oktober 21, 2010

    Die LK sagt zwar, dass es offiziell eine Gewissensentscheidung sei, aber bis zu dem Zeitpunkt, an dem eine Entscheidung notwendig ist, ist das Gewissen eines „Zeugen Wachtturmgesellschaft“ schon so beeinflusst, dass sich dieser jemand gegen das Blut entscheiden wird!

    Mir fällt auch auf wie die WTG gegen Bluttransfusionen wettert und dass alles so gefährlich sei!

    Aber wenn ich nur die Wahl zwischen dem Freitod und einer Bluttransfusion habe, werde ich mich persönlich mit Sicherheit für die Bluttransfusion entscheiden!

    Meiner Meinung trage ich aktiv zu meinem Tod bei, wenn ich das Blut ablehne und töte mich so selbst, was eindeutig gegen das Gesetz Jehovas verstößt!

    LG
    Karl

  • Dennis
    Oktober 21, 2010

    Hallo Karl,

    dein Argument, dass es einem Selbstmord gleicht, wenn mann eine Vollbluttransfusion oder eine Transfusion eines Blutpräparats mit einem Hauptbestandteil (z.B. Thrombozytenkonzentrat = Blutblättchen) im äußersten Notfall verweigert, ist nich von der Hand zu weisen. Aus dieser Sichtweise habe ich es noch nie betrachtet. Eine Sache über die man sicher auch gebetsvoll nachdenken sollte.

    Für mich ist diese Blutablehnungspraxis der WTG schon seit je her völlig unverständlich. Auch hier wird eine bibl. Aussage (Apg. 15) völlig aus den theologischen und historischen Zusammenhang gerissen und als Gesetz erhoben. Aber regelrecht abstoßend und menschenverachtend ist die selbsherrliche Definition des „Sklaven“, der einfach mal eben so ohne irgend eine Begründung festlegt, dass nicht nur Vollblut sondern eben auch die die sog. „4 Hauptbestandteile“ für einen „Christen“ verboten sind.

    Diese Definition ist sowohl medizinisch fachlich, also auch biblisch unhaltbar.

    Blut hat keine 4 Hauptbestandteile, wie ein Chemiebaukasten, Blut ist ein flüssiges Organ das zum überwiegenden Teil aus Wasser besteht (ca. 51%), der Rest sind Proteine, Salze, Hormone, gelöste Gase, Zucker, Vitamine usw..

    Aber erst als ich in meiner engsten Familie durch einen medizinischen Notfall vor dieser „Blutfrage“ stand, wurde mir erst der geistige Fanatismus des „Sklaven“, der dahinter steckt, so richtig bewusst.

    Am Konferenztisch in Brooklyn wird mit 2/3-Mehrheit über Menschenleben entschieden!

    Ich möchte hier gar nicht von dem passiven und völlig inkompetenten KVK sprechen, dass unserer Familie das Gegenteil einer echten Hilfe war.

    Noch unfassbarer ist eigentlich, dass die Verabreichung von Blut in einer medizinischen Notfallsituation zu einem Rechtskomitee mit Ausschluß führen kann. Es ist ein wahrer „Segen“, dass wir hier in Deutschland mit den besten Krankenhäusern der Welt und hervorragenden Ärzten ausgestattet sind, die allesamt an die ärztliche Schweigepflicht gebunden sind.

    Ich habe mich auch schon oft mit Brüdern über „Regelung“ der Eigenbluttransfusion unterhalten. Da gibt es doch tatsächlich die Aussage des „Sklaven“, dass eine Eigenbluttransfusion während einer Operation, bei der das Blut „kurzzeitig“ abgeleitet wird und noch während der OP wieder transfundiert wird, eine Gewissensentscheidung ist, aber die pre-operative Eigenblutspende mit anschießender Transfusion eine schwere Sünde gem. Apg. 15 ist.

    Man schaue sich nur an, welche Bibelstelle der „Sklave“ für diese unsägliche Aussage heranziehen muss. Eine Passage aus dem mosaischen Gesetz (3. Mose 17:13), das schon vor 2000 Jahren durch Christus ungültig gemacht wurde und von dem wir durch mehrere Paulusbriefe regelrecht gewarnt werden.

    Bürderliche Grüße
    Dennis

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Zu diesem „leidigen Thema“ – ich war früher ein leidenschaftlicher Verfechter der Blutdoktrin – kann ich mich heute nur mehr schämen daß ich (auch als Ältester) diese ungeprüfte Doktrin der LK zu 100% übernahm.

    Als immer mehr Bestandteile vom trvSk „genehmigt“ wurden – was bilden sich diese überhaupt ein – sie spielen wahrlich Gott und erheben sich über Gottes Standpunkt oder Gesetze – kamen mir allmählich Zweifel. Ein weiteres Beispiel daß die LK über das hinaus ging was geschrieben steht.

    Die von Dir lieber Dennis angesprochenen Hauptbestandteile, auch mir kamen hierbei große Zweifel. Ganz abgesehen wer hat daß Recht ein Gesetz vom HÖCHSTEN (wenn es den eines ist – wie man es zu erklären versucht) zu zerlegen, zu sagen die und ie Bestandteile erlauben wir euch und die und die sind nicht erlaubt !???

    Ich habe es sich schon einmal gepostet – noch nimand konnte mir die Frage die in mir aufkam, beantworten. Leukozyten (weisse Blutkörperchen) sind sogenannte Hauptbestandteile – also VERBOTEN!

    In einem Liter Muttermilch begfinden sich ca. 10mal soviele Leukozyten als in einem Liter Blut. Warum wird jeder Mutter geraten ihrem Kind Muttermilch zu geben (wertvoll für das Immunsystem) und beim Blut sei dies VERBOTEN ???

    Alleine an diesem FAKTUM wird deutlich welcher Schwachsinn diese Blutdoktrin von der LK verlangt wird. Es entbehrt JEDER Grundlage!

    Das Blut Gefahren birgt braucht hier nicht erwähnt zu werden, in wahrscheinlich 98% aller Fälle kann man heute OHNE BLUT auskommen. Unter normalen Umständen – bei nahezu jeder Operation braucht es kein Blut, daß wissen auch die Experten, aber es ist halt ein GUTES Milliarden-Geschäft.

    Doch diese 1 oder 2% bedeuten – wenn Blut verweigert wird – wahrscheinlich den sicher Tod für den Betreffenden. Und diese Verantwortung möchte ich weder mich noch viel weniger für Angehörige tragen. Die LK hat eine GROSSE Blutschuld auf sich geladen. Sie weiß das genau und hat in den letzten Jahren, nur um das Gesicht nicht zu verlieren, vieles gelockert aber dennoch „MUSS“ sie an ihrer Lehre festhalten.

    Stell dir vor, sie würden zugeben daß die Doktrin doch falsch ist, es würde ihre Autorität und Glaubwürdigkeit so sehr in Frage ziehen daß dies einem Zusammenbruch gleich käme. Da nimmt man lieber in Kauf das weiter Brüder und Schwestern sterben. Diese Haltung ist eine schwere Sünde – ich möchte nicht in deren Haut stecken.

    Auch Ray Franz hat in seinem Buch: Auf der Suche nach christlicher Freiheit, sehr gute Erklärungen und Fallbeispiele aufgezeigt. Ein besonders tragischer Fall von einem über 90 jährigen Bruder der kurz vor seinem Tod (er war sein ganzes Leben ein treuer Zeuge) sich Blut geben lies und er wurde eiskalt ausgeschlossen. Das zeigt welche Härte und Grausamkeit hier vorherrscht.

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Zur widersprüchlichen Lehre 2 WT Zitate: Fragen von Lesern!

    „Der Wachtturm“, 01. Oktober 1958, Seite 606

    „Eine Zeugin Jehovas, die beansprucht, zum gesalbten Überrest zu gehören, begab sich kürzlich ins Krankenhaus und ließ sich freiwillig eine Bluttransfusion machen… Indes sind die Versammlungen nie angewiesen worden, Personen, die sich freiwillig Bluttransfusionen machen lassen oder sie gutheißen, die Gemeinschaft zu entziehen… Einer solchen Person wird die Gemeinschaft nicht entzogen…“

    Drei Jahre später…

    „Der Wachtturm“, 15. März 1961, Seite 190

    Darf man Bluttransfusionen mit einem Gemeinschaftsentzug ahnden?

    „Die inspirierte Heilige Schrift antwortet darauf mit einem Ja…“

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo entmutigter Bruder und Bruderinfo,
    danke für eure ehrliche Antwort.
    Sie zeigt mir, dass in Wirklichkeit alles noch schlimmer geworden ist.
    Denn früher standen sie wenigstens zu ihrer Bibelauslegung, während sie heutzutage um der Anerkennung willen Lug und Trug begehen. Und zwar in beide Richtungen, sie lügen sowohl den Staat an um finanziellen Vorteile abgreifen zu können und belügen obendrein auch noch ihre Schäfchen.
    Und diese sogar zweifach. Wer noch nicht vor der Blutfrage steht, bekommt gesagt es ist eine Gewissensentscheidung. – Man liest ja schließlich die Zeitschriften und die Blutbroschüre und bildet sich ein, es wäre ernst gemeint und nicht nur eine verlogene Außendarstellung…
    Das es einem Verlassen der Gemeinschaft gleichkommt wenn man dann tatsächlich gemäß seinem Gewissen entscheidet und Blut nimmt, ist sicher ein Geheimnis welches die Hirten besser hüten als ihre Schafe.
    Sich auf die Bühne zu stellen und die Brüder mit wehmütig säuselnder Stimme vom „verlassen der Gemeinde“ des Bruders zu unterrichten, ist eine Verleumdung die an Boshaftigkeit und Gemeinheit kaum noch zu überbieten ist. – Ja, getoppt wird es allerhöchstens noch von ihrer schützenden Hand die sie über Kinderschänder halten.

    Mir drängt sich dazu Joh 8, 44 auf:
    44 Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb handelt ihr so, wie es eurem Vater gefällt. Der war schon von Anfang an ein Mörder, wollte mit der Wahrheit nichts zu tun haben und war ihr schlimmster Feind. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.

    Das was Jesus über die Pharisäer sagte, wendet der Sklave ja gerne auf die Kirchenführer an.
    Übrigens ein sehr cleverer Schachzug, alles Positive und jede großartige Verheißung aus der Bibel auf sich selbst anzuwenden, und alles Negative auf die anderen.
    Lange Zeit bin ich auf dieses abscheuliche Blendwerk hereingefallen, aber jetzt sehe ich – auch durch solche Dinge – immer klarer, dass es zwischen dem Sklaven und sämtlichen anderen geistigen Würdenträgern keinen Unterschied gibt…aber auch nicht EINEN!
    Das Verderben der Hure wird auch ihr eigenes Verderben sein…

    Das sie damals bei der Abwendung von ihren Brüdern, den „ernsten Bibelforschern“, den Namen Gottes mitgenommen, ihn zu ihrem persönlichem Kultobjekt herniedergezogen und seither viel Schmach und Schande auf diesen Namen gebracht haben, macht alles nur noch offensichtlicher:
    Sie sind fest in ihres Vaters Hand. Und dessen Name lautet nicht Jehova.

    LG Ulli

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Lieber Matthäus, liebe Ulli, lieber Entmutigter (mutiger) Bruder, lieber Dennis und andere Brüder oder Mitverbundenen!
    Allem vorausgeschickt bin und war ich schon als sozusagen „Weltmensch“ prinzipiell gegen Bluttrasfusionen, allein wg. der medizinischen Risiken.
    Vor der Geburt meines zweiten Kindes = als „Weltmensch“ hat mir der behandelnde Arzt erklärt, da ich eine Risikogeburt sei (das erste Kind war ein Notkauserschnitt), er würde mir zu einem Kaiserschnitt, wie beim ersten Kind raten, da ggf. bei einer normalen Geburt die alte Narbe brechen könnte, was zu einem hohen Blutverlust führen würde und er würde mir keine Transfusion empfehlen wg. der damit verbundenen Risiken.
    Ich hab mich trotzdem für die normale Geburt entschieden und es ging dann doch alles gut, aber das hab‘ ich nicht vergessen. Vor allem, da aufgrund der ärztlichen Verantwortung zusätzlich zur Hebamme doch immerhin 4 Ärzte! anwesend waren um zu überwachen, dass ja alles gutgeht (trotz Kassenpatientin). Auch „Weltmenschen“, siehe neuester Artikel nehmen ihre Verantwortung für das Leben anderer Menschen sehr ernst.

    Unter diesem Hintergrund, mit diesen langsamen Freigaben der Fraktionen, ist es schon tragisch.
    Und, dem muss ich mich Dir anschließen lieber Matthäus, siehe meine vorherige Anmerkung, ich habe das genauso, vor allem auch gegenüber Verwandten, fast alle sind keine Zeugen Jehovas, alledings sehr tolerant, medizinisch gebildet, so argumentiert. Offenbar ist jeder Mensch manipulierbar, auch ich.
    Und scheinbar funtioniert diese Methode zwischen dem Gefühl auserwählt zu sein und deswegen gewissen Regeln unterworfen zu sein tatsächlich. Sehr nachdenkenswert!
    Als wir damals das Buch, war schon im Versammlungsbibelstudium „Bewahrt Euch in Gottes Liebe“ betrachtet haben, hier insbesondere der Anhang (für alle, die das Buch nicht haben nachfolgend ein Auszug:

    Achtung urheberrechtlich geschützt: Auszug aus obigem Buch Anhang

    „Blutfraktionen und bei Operationen verwendete Verfahren
    Blutfraktionen. Fraktionen werden aus den vier Hauptbestandteilen (Komponenten) des Blutes gewonnen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) und Blutplasma. Erythrozyten zum Beispiel enthalten das Protein Hämoglobin. Produkte aus menschlichem oder tierischem Hämoglobin sind zur Behandlung von akuter Anämie oder bei massivem Blutverlust eingesetzt worden.
    Plasma enthält neben 90 Prozent Wasser zahlreiche Hormone, anorganische Salze, Enzyme und Nährstoffe, darunter Mineralien und Zucker. Im Plasma sind auch Gerinnungsfaktoren, Antikörper und andere Proteine wie Albumin enthalten. Bei bestimmten Infektionskrankheiten könnten Ärzte Injektionen von Gammaglobulin geben, das aus dem Plasma von Personen stammt, die bereits dagegen immun sind. Aus Leukozyten können auch Interferone und Interleukine isoliert werden, die bei bestimmten Virusinfektionen und Krebsarten eingesetzt werden.
    Christen lehnen Transfusionen von Vollblut oder dessen Hauptbestandteilen ab. Sollten sie in Behandlungsmethoden einwilligen, bei denen Blutfraktionen (Derivate) verwendet werden? Die Bibel geht auf diese Einzelheiten nicht ein, daher muss jeder vor Gott nach seinem eigenen Gewissen entscheiden. Manche lehnen alle Fraktionen ab mit der Begründung, dass man gemäß Gottes Gesetz für Israel Blut, das aus dem Körper eines Geschöpfes ausfloss, „auf die Erde ausgießen“ musste (5. Mose 12:22-24). Andere haben nichts gegen die Behandlung mit Fraktionen und begründen dies eventuell damit, dass Fraktionen, die aus Blut gewonnen werden, nicht mehr das Leben des Geschöpfes darstellen, von dem das Blut stammt.
    Bevor man Entscheidungen über Blutfraktionen trifft, wäre es gut, sich mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen: Ist mir klar, dass ich mit der Ablehnung sämtlicher Blutfraktionen auch einige Medikamente ablehne, die gegen gewisse Krankheiten eingesetzt werden oder die zur Blutgerinnung beitragen, um eine Blutung zu stillen? Könnte ich einem Arzt erklären, warum ich die Anwendung einer oder mehrerer Blutfraktionen ablehne oder akzeptiere?
    Bei Operationen verwendete Verfahren. Dazu gehören die Blutverdünnung (Hämodilution) und die Blutrückgewinnung (Cell Salvage). Bei der Blutverdünnung wird Blut aus dem Körper ausgeleitet, durch ein Volumenersatzmittel ersetzt und später dem Körper wieder zugeführt. Bei der Blutrückgewinnung wird Blut, das bei der Operation verloren geht, aufgefangen und zurückgeführt. Es wird aus einer Wunde oder aus einer Körperhöhle abgesaugt, gewaschen oder gefiltert und danach wieder zugeführt. Weil diese Methoden unterschiedlich angewendet werden, sollte man sich vergewissern, wie der behandelnde Arzt vorgehen möchte.
    Vor Entscheidungen über diese Verfahrensweisen sollte man sich fragen: Würde ich Blut, das aus meinem Körper ausgeleitet wird und dessen Fluss womöglich sogar vorübergehend unterbrochen wird, mit gutem Gewissen immer noch als Teil von mir betrachten, sodass es nicht auf die Erde ausgegossen werden müsste? (5. Mose 12:23, 24). Wäre mein biblisch geschultes Gewissen beunruhigt, wenn bei einem Therapieverfahren etwas von meinem Blut entnommen, modifiziert und in meinen Körper zurückgeleitet würde? Bin ich mir bewusst, dass eine Ablehnung aller Eigenblutverfahren auch bedeutet, dass ich eine Blutuntersuchung, eine Hämodialyse oder den Gebrauch einer Herz-Lungen-Maschine ablehne?
    Ein Christ muss selbst entscheiden, wie sein Blut im Rahmen einer Operation verwendet werden darf. Das Gleiche gilt für medizinische Untersuchungen und übliche Therapien, bei denen eine kleine Menge Blut abgenommen, vielleicht irgendwie verändert und dann wieder injiziert wird.
    [Kasten auf Seite 217]
    EMPFOHLENE FRAGEN AN DEN ARZT
    Überprüfe vor einer Operation oder einer Behandlung, bei der ein Blutprodukt verwendet werden könnte, ob die entsprechenden rechtswirksamen Dokumente ausgefüllt sind, wie das „Dokument zur ärztlichen Versorgung“ und die „Ergänzende Patientenverfügung und Vollmacht mit Betreuungsverfügung“, die dich vor Bluttransfusionen schützen sollen. Außerdem könntest du den Arzt Folgendes fragen:
    ▪ Weiß jeder vom Krankenhauspersonal, der mit meinem Fall zu tun hat, was ich als Zeuge Jehovas verfügt habe, nämlich, dass mir auf keinen Fall eine Bluttransfusion (Vollblut, Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten oder Blutplasma) gegeben wird?
    ▪ Falls ein Medikament mit Blutfraktionen empfohlen wird, woraus setzt es sich genau zusammen? In welcher Dosis würde das Medikament verabreicht werden, und auf welche Weise?
    ▪ Welche medizinischen Risiken bestehen, wenn mir mein Gewissen erlaubt, eine Blutfraktion zu akzeptieren? Welche Behandlungsalternativen gibt es?
    Sprich vor jeder Entscheidung auf diesem Gebiet mit Jehova im Gebet. Er verspricht allen, die ihn „unablässig im Glauben“ bitten, die nötige Weisheit (Jakobus 1:5, 6).“
    Ende des Zitats

    Wie soll ich denn Jehova um weise eine Entscheidung bitten, wenn das an den Haaren herbeigezogen ist.
    Zum besseren Verständnis gebe ich jetzt nochmals einen Satz aus dem vorher erwähnten Buch wieder:
    „Andere haben nichts gegen die Behandlung mit Fraktionen und begründen dies eventuell damit, dass Fraktionen, die aus Blut gewonnen werden, nicht mehr das Leben des Geschöpfes darstellen, von dem das Blut stammt.“

    Es spenden nur Blut Menschen die AM LEBEN SIND, d.h. diese sterben ja nicht, weil sie Blut spenden!!! Und die Fraktionen werden aus dem Blut der lebenden Menschen gewonnen.
    Ob ich nun Fraktionen annehme (längst herausgearbeitet, dass man dafür unendlich mehr Blut braucht) oder mir Vollblut transfundieren lassen würde, KEIN MENSCH MÜSSTE MEINETWEGEN STERBEN.

    Was hier auch noch nach meinem Verständnis der Bibel wichtig wäre ist, das 2. Gebot, der Nächstenliebe. Als obiges Buch in unserer Versammlung behandelt wurde, habe ich mir erlaubt, in einen einfältigen Kommentar einfließen zu lassen, dass in dem Moment, wo ich Fraktionen zulasse, auch dankbar dafür sein muss, dass Menschen Blut spenden gehen. Der Leiter es Programmpunkts ging dann sehr schnell zum nächsten Abschnitt weiter und mich hat auch niemand angesprochen.

    Ich bin froh, dass meine Kinder erwachsen sind, weil ich nicht mehr vor diesem Dilemma stehe. Für alle, die noch minderjährige Kinder haben:
    Abtreibung = Mord. Mein Kind, dass sich wie ungeborenes Leben nicht selbst entscheiden kann wg. eines Gebots, welches so zumindest wie jeder vernünftige Mensch nachfollziehen kann nicht so von Jehova gedacht ist sterben zu lassen = nach meinem derzeigen Verständnis = auch MORD.
    Und ich denke, kein Zeuge Jehovas ißt Blutwurst oder ähnliches. Aber das ist auch kein Problem, weil, auf dieser Welt ist, so denke ich, kein einziger Mensch verhungert, weil er sich geweigert hat Blutwurst oder ähnliches zu verspeisen.

    Und wenn ich in einen Krankenhaus müsste, würde ich trotzdem bei Bluttransfusion mein NEIN ankreuzen.Ob ich allerdings noch sagen würde, ich wäre ein Zeuge Jehovas weiß ich zum derzeigen Zeitpunkt nicht.

    Weil, so finde ich auch, und ich habe unter meinen Verwandten Ärzte, wie sollte ich das plausibel erklären, warum das eine ja ud das andere nicht.

    Das war Bruderinfo in seinem Artikel am Ende geschrieben hat erscheint mir schlüssig: „Immer wenn die Last schwer ist, müssen wir davon ausgehen, dass die Lehre von einem Menschen ist“.

    Für alle Inhaber des neuen „Hirten-Buches“:
    Was wären meine Sanktionen, wenn ich – was ich nicht tue – Blutspenden gehen würde?

    Damit alles Liebe und Gute und Freude an Jehova
    Anna

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Anna,
    der Gedanke das die Spender ja noch am Leben sind und man es deshalb sowieso nicht miteinander vergleichen kann, ist mir damals nie gekommen, aber du hast völlig recht.

    Danke auch für deine hochinteressanten Auszüge aus der WTG-Literatur. Sie zeigen mir einmal mehr, wie manipulativ die Schreibweise ist.

    Um vor einer OP allem so nachgehen zu können und dabei zu wissen wovon man eigentlich redet, müsste man schon ein Medizinstudium abgeschlossen haben. Da wundert es mich nicht, dass viele Brüder der Einfachheithalber lieber gleich alle Maßnahmen rigoros ablehnen – Punkt und aus. – Wer hätte denn zu sowas die Nerven wenn er unter großer nervlicher Belastung und köperlichen Schmerzen steht?
    Tja…und sich schon mal vorher Gedanken machen, das tun wahrscheinlich nur die wenigsten…wer hat neben Beruf, Familie Versammlung, Vorbereitung und Predigtdienst auch schon di eZeit dazu.

    Erschwerend kommt hinzu: Wer Jahrzehntelang eingehämmert bekommen hat: KEIN BLUT, KEIN BLUT, KEIN BLUT – der schwenkt nicht so schnell um, es sei denn er hat dieses Gebot eh´ nie so gesehen wie es vom Sklaven vorgegeben wird.

    Deshalb ist all dieses verwässern der WTG-Auslegung und auf´s eigene Gewissen verweisen, eine einzige Farce.
    Was auch immer nach einer OP mit dem Bruder geschieht, sie haben damit nicht zu tun – ihnen kann keiner was.

    Bei OP´s die vorbereitet werden können, würde ich eine Fremdblutbehandlung ablehnen, allerdings auch aus dem Gesundheitsaspekt heraus. – Damit haben die Ärtze absolut kein Problem, es stellt nichts besonderes mehr da. Ich kenne so einige die niemals Zeugen waren und auch kein fremdes Blut möchten.

    Aber falls ich mich durch einen Unfall oder sonstigem einer Not-OP unterziehen muss, bei der die Ärzte vor der Wahl stehen entweder Blut zu geben oder mich sterben zu lassen, würde ich das gesundheitliche Restrisiko in Kauf nehmen.

    Und das ist eben ein Punkt, der bei aller Verwässerung ihrer Blutdoktrin Fakt bleibt: Durch das mitführen der Blutkarte hast du dir dein eigens Todesurteil ausgestellt.

    Das Blut dieser ungezählten, sinnlosen Opfer klebt an den Händen der Wachturmgesellschaft.——–

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo nochmal!
    >Das Blut dieser ungezählten, sinnlosen Opfer klebt an den Händen der Wachturmgesellschaft.——–<

    Ich hatte hier ein Wort benutzt, welches wohl ein wenig arg krass gewählt war. Wollte damit niemanden verletzen, schon garnicht die Brüder von Bruderinfo, deshalb Sorry dafür…

    Nun, dann will ich es etwas anders umschreiben, denn der Gedanke ist mir wichtig:
    Das Blut klebt nicht nur an der WTG selbst, sondern auch an den Händen all jener die unnachgibig und hartherzig dafür sorgen, dass die Blutdoktrin gegenüber den vertrauensvollen Glaubensbrüdern durchgedrückt wird.
    Ich glaube, darüber ist sich kaum einer von ihnen im Klaren.
    Sie tun es einfach, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass sie sich einmal selbst dafür verantworten müssen. Mit einem…: "Der Sklave hat´s gesagt – ich hab´s nur von ihm übernommen und für die Umsetzung gesorgt." …wird´s dann nicht abgetan sein.
    Denn ohne ihre Helfer vor Ort, könnte die WTG viel schreiben…Papier ist schließlich geduldig.

    Wobei ich mir vorstellen könnte, das vielleicht schon so manch ein liebevoller Ältester seine kranken Brüder davor geschützt hat. Heimlich natürlich…

    LG Ulli (die ganz sicher nicht alle Ältesten in einen Sack packen und drauf hauen möchte)

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Anna,
    danke für deine lieben Worte.

    Weißt du, seit ich die Bibel ohne WTG-Brille lese, habe ich etwas an mir festgestellt: Mein Vertrauen und meine Liebe zu Jehova und Jesus wird immer größer.
    Ich erkenne in seinem Wort so viel, was mir vorher verborgen geblieben ist.
    Und seit ich mit anderen nur noch als Ulli über meinen Glauben spreche oder einfach nur mal so etwas aus der Bibel erzähle, weil´s grade passt, habe ich viel mehr tiefgreifende Gespräche führen können, als noch zu der Zeit wo ich einen Stundenzettel abgegeben habe.

    Bei meinen Glaubensbrüdern wäre ich wohl gerne geblieben. Um ihretwillen habe ich auch einige Jahre lang den Spagat versucht, Jehova treu zu sein und gleichzeitig eine Organisation zu unterstützen die genau entgegen dem handelt, wie es Jehovas Wille ist.
    Denn man kann es drehen und wenden wie man will – schweigt man zu dem falschen Handeln der WTG und hält man sich an ihre Vorgaben obwohl sie unsinnig sind, dann unterstützt man sie auch.
    Schweigt man nicht mehr und macht man nicht mehr alles mit, ist man ganz schnell außen vor.

    Ich habe die katholische Kirche verlassen, weil mir damals glaubhaft anhand des Wortes dargelegt wurde, dass ich mich mit verantwortlich an ihren Werken mache, wenn ich wider besseren Wissens drin bleibe. Genau nach diesem biblischen Grundsatz habe ich dann 23 Jahre später auch gegenüber der WTG gehandelt, genauswenig wie ich an den Sünden der katholischen Kirche teilhaben wollte, so will ich auch nicht an den Sünden der WTG Anteil haben.

    Das ich deshalb von meinen Brüdern gemieden werde – obwohl sie wissen das ich weiter an Jehova gaube und nur das Menschenwerk missbillige – ist etwas, das ich um meines Gewissens Willen in Kauf nehmen muss. – Aber da mein Mann und ich den Weg gemeinsam gehen, ist es auszuhalten. 😉

    Bruderinfo ist für mich eine Art geistige Oase, ich bin froh sie gefunden zu haben.

    Ich wünsche dir viel Kraft, dich weiter ganz an Jehova zu halten.

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    Oktober 21, 2010

    Hallo Dennis und alle anderen,
    die „Fürsorge“ des KVK kommt einem schon ein bisschen komisch vor, vor allem wenn man merkt, das dieses Interesse am Glaubensbruder nur dann besteht, wenn eventuell die Gefahr einer Bluttransfusion im Raum steht.
    Bei allem anderen kann´s dem Bruder (sogar wenn er selbst Ältester ist) so schlecht wie nur was gehen, inclusive Todesgefahr…hat er in der Versammlung keine Hirten oder Mitbrüder die aus sich heraus liebevolle Anteilnahme zeigen (die gibt´s hie und da auch), dann kann er mal ganz schnell 12 Wochen im KH liegen und in dieser Zeit grade mal eine Handvoll Mitältester zu sehen bekommen.
    Auf den Punkt gebracht läuft es oft so: Ist die Blutfrage kein Thema, ist auch der Glaubensbruder/Schwester kein Thema.
    Traurig aber wahr.

    Wäre ich noch Teil einer Versammlung und käme in eine Situation die zur Blutfrage führt, dann würde ich mich damit lieber garnicht erst an einen Ältesten wenden – was keiner weiß, macht auch keinen heiß.
    Hätte ich sie trotzdem ungebeten auf der Matte stehen, dann würde ich auf meine Gewissensfreiheit verweisen.
    Für lange Grundsatz-Diskussionen hätte ich jedenfalls weder die Kraft noch die Nerven.

    Das Schlimme ist ja, dass man in so einem Fall körperlich und emotional am Ende ist, ob es nun um einen selbst oder ein Familienmitglied geht spielt dabei keine Rolle, man ist einfach fertig. – Im Grunde wäre man ja gerade dann für allen Beistand dankbar…was man bräuchte wäre ein liebevolles „da sein“ der Hirten, zur emotionalen Unterstützung. Die Frage ist, blieben die auch dann, wenn man bzgl der Blutfrage auf sein eigenes Gewissen verweisen würde?
    Ich mag da nicht verallgemeinern, diese Frage kann jeder Hirte nur für sich beantworten.

    Ach, etwas würde mich noch interresieren, jetzt wo es – zumindest nach außen hin – eine Gewissensentscheidung ist, wie wird dann mit einem Bruder verfahren der sich Blut hat geben lassen? – Darf er trotzdem Bruder bleiben oder bekommt er, wie gehabt, einen Gemeinschaftsentzug? – Dürfte es ja eigentlich nach den neuen Richtlinien nicht mehr geben, oder?
    Wisst ihr da was?

    LG Ulli

  • Entmutigter Bruder
    Oktober 21, 2010

    Hallo liebe Ulli,

    das neue (aktuelle) „Hirtenbuch“ für Älteste sagt auf S. 111, dass es einem Verlassen der Gemeinschaft gleichkommt, wenn er sich bereitwillig Blut transfundieren lässt und „nicht bereut“!

    Also alles leider noch wie gehabt! Ich kann mich der Verfahrensweise auch nicht anschließen, wie auch Matthäus heute in seinen Kommentaren schön gezeigt hat.

    Liebe Grüße

    Ein entmutigter Bruder

  • Bruderinfo
    Oktober 21, 2010

    Liebe Ulrike P.

    Wenn heute ein Bruder eine Bluttransfusion annimmt, gibt es keine Komiteeverhandlung
    und keinen offiziellen Gemeinschaftsentzug.
    Man argumentiert, das derjenige, der sich Blut geben lässt die Gemeinschaft selbst verlassen hat, und wird wie ein Ausgeschlossener behandelt.
    Aber immerhin kann man sagen, man schließe Bluttransfusion keinen aus. Das ist die verbogenen Argumentation einer menschlichen Organisationsführung. Nach aussen die Hände in Unschuld waschen, nach innen hart mit den Brüdern ins Gericht gehen.
    L.G.
    Bruderinfo

  • Matthäus
    Oktober 21, 2010

    Liebe Uli deshalb habe ich meine Blutkarte schon vor Jahren weggeworfen. Wobei auch ich kein Blut haben möchte, doch hierbei brauche ich nicht das KVK oder sonstige Hilfen der LK hier reicht meine persönliche Darlegung vor einem Arzt oder Krankenhaus.

    Ich kann auch bestätigen dass mein Hausarzt selbst einmal sagte wenn es irgenwie möglich ist, er würde kein Blut nehmen.
    Doch wenn tatsächlich ums Leben geht habe ich eine Verantwortung meinem Schöpfer gegenüber.

    Und hat nicht Jesus sogar erlaubt das Sabbatgesetz zu übertreten wenn es um das Leben eines Tieres ging. Sagte er nicht wer wird (so herzlos sein) ein Tier in der Grube verenden lassen nur weil Sabbat ist? Ist ein Mensch nicht viel mehr Wert als ein Tier? Zum gleichen Schluß kommt auch Jesus! Wohlgemerkt auf die Übertretung des Sabbats stand die Todesstrafe !!!

    Matth. 12: …. zu entscheiden, was am Sabbat erlaubt ist und was nicht.“ 9 Nach diesen Worten ging er weiter und kam in ihre Synagoge. 10 Dort war ein Mann mit einer verkrüppelten Hand. Die Pharisäer fragten ihn: „Erlaubt das Gesetz Gottes, am Sabbat zu heilen?“ Sie suchten damit einen Vorwand, um Anklage gegen ihn zu erheben.

    11 Jesus antwortete: „Wenn jemand von euch nur ein einziges Schaf besitzt, und das fällt am Sabbat in den Brunnen, wird er es nicht sofort herausholen? 12 Und ein Mensch ist doch viel mehr wert als ein Schaf!

  • Anna
    Oktober 21, 2010

    Liebe Ulli,
    erstmal Danke für Deine Antwort. Dir muss Böses angetan worden sein und das tut mir sehr leid. Nur, Gottes Wort bleibt halt immer noch die Wahrheit, nicht das, was die WTG uns lehrt sondern die Grundwahrheiten. Jehova möchte das Paradies für uns, Christus ist für uns gestorben. Und das ist das Blut das Leben rettet!!!

    Und ich finde schon, dass unsere Mitmenschen das wissen müssen. Man kann auch so ganz einfach mal auf die Bibel hinweisen, das man gerne darin liest. In einem ganz einfachen Gespräch, d.h. nicht Predigdienst. Und es ist für mich auch überhaupt nicht wichtig, ob man das berichten kann oder nicht. Kürzlich hat mir ein mir völlig fremder Mann an einem Flussufer ein Gedicht vorgetragen wie Gott den Bayern aus einem Holzklotz erschaffen hat. Dieser Mann hat sich allein geglaubt und geübt, weil er Reden für Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage usw. hält. War irgendwie nett, weil, wenn ich mich unterhalte sag ich durchaus, dass ich gerne in der Bibel lese. Und ich habe ihm dann empfohlen er soll doch trotzdem netten Gedichtes (Michael Ehbauer, wer’s nachlesen will) mal in die Bibel schauen wie das sich unser Schöpfer ausgedacht hat. Weil ich meine ein Christ muss seinen Glauben mit anderen Teilen, d.h. darüber reden weil sonst irgendwie der Glaube stirbt wie das Tote Meer, will heißen ohne Abfluss.
    Deswegen ist dieses Forum auch für mich jedenfalls etwas, was mich Jehova unendlich nahe bringt.
    Alles Gute für Dich und bleib Jehova nahe.
    Anna

  • Hans
    Oktober 21, 2010

    Hallo Bruderinfo,

    euren Satz ZTIAT „Wenn heute ein Bruder eine Bluttransfusion annimmt, gibt es keine Komiteeverhandlung
    und keinen offiziellen Gemeinschaftsentzug.“ ZITAT ENDE kapier ich nicht ganz.

    Laut Hütet-Buch S. 110 wird natürlich schon ein Komitee gebildet, auch im Falle eine Bluttransfusion. Dieses soll den „Tatbestand“ (S. 111) ermitteln. Liegt keine Reue vor, wird auch die Standardbekanntmachung „XY ist kein Zeuge Jehovas mehr“ offiziell bekanntgegeben, S. 112. Dies ist übrigens die gleiche Bekanntmachung vom Wortlaut her wie im Falle eines Gemeinschaftsentzugs. Nach außen, offiziell wenn man so will, ist somit für den nicht näher informierten Verkündiger kein Unterschied erkennbar.

    Interessant dagegen ist schon, dass der Fall Bluttransfusion in diesem Kapitel 9 „Verlassen der Gemeinschaft“ aufgeführt ist. Das schließt z.B. im Falle eine reuelosen, freiwilligen Transufsion eine Berufung aus.

    LG
    Hans

  • schneerose
    Oktober 21, 2010

    hallo brüder.. fenda und stefan

    wohl wir uns nicht kennen denken wir alle gleich…es sind die selben bibelstellen und gedanken.. die bruder info anführt..die wir seit jahren in der familie diskutieren…

    die organisation steckt mit dem kopf in einer mausefalle… krampfhaft geben sie vor ..von jehova aufs neue erleuchtet worden zu sein..“diese bestanteile darfst du verwenden.. diese hat jah, verboten“…egal wieviel sie auch strampeln die feder drückt ihren hals fest ans holz..sie können sich nicht mehr aus der verantwortung ziehen…….(die totenbrüder sind ihr werk)

    obwohl sie ihren jämerlichen zustand erkannt haben ..verlangen sie von uns.. daß wir den selben „käse fressen“…

    des weiteren stehen sie vor dem dilemma..“wie sage ich es den brüdern die ihre kinder oder angehörigen geopfert haben“… bis jetzt reden sie den BR. ein.. JAH.“wünsche“ diese opfer es ist „SEIN“ gebot…
    ist unser gott zum molech mutiert?

    es ist die „organisation“ die unseren himmlischen vater zu molech macht…das ist ein sehr großes vergehen…

    dank unserer brüder vom info wurde die blutfrage in einfachen sätzen beantwortet..dass sogar menschen die in der hl. schrift nicht bewandert sind dieses gebot sich des blutes zu enthalten verstehen…

    durch diese mutige klarstellung wird der name unseres him. vaters geheiligt…

  • Shannon
    Oktober 21, 2010

    Es ist schon eine seltsame Zweideutigkeit, die im Zusammenhang des Blutes gehandhabt wurde. Die meisten Impfungen hatten zum damaligen Zeitpunkt Humanalbumin als Trägergrundlage. Inzwischen werden Impfstoffe auf Hühnerembryonen gezüchtet. Von daher dürfte es sehr schwer, wenn nicht unmöglich sein, sich wirklich so des Blutes zu enthalten, wie es vor von der Gesellschaft übermittelt wurde. Dass die einzelnen Bestandteile inzwischen Absolution erhalten haben, wusste ich nicht. Aber an die Hysterie um Wurst und Blutplasma erinnere ich mich noch. Und nun zum Tierblut: In der Lebensmittelidustrie wird alles, aber auch alles verwertet, auch das Blut. Eiweiss ist in der heutigen Nahrungsmittelindustrie ein wertvoller Grundstoff, der in der Regel von der Kostenseite sparsam eigesetzt wird.
    Egal wie man sich in dieser Frage entscheidet, ist ist geradezu unmöglich, Blutbestandteilen in der Nahrung oder in Medikamenten zu entkommen.

  • Hans
    Oktober 21, 2010

    Hi Shannon,

    da denke ich auch immer an die Israeliten: Wieviel Restblut bzw. Blutbestandteile sind noch im Tier NACH ausreichendem Ausbluten?

    Irgendwas war auch damals immer noch drin, für Jehova aber war’s ok … insofern kann man allen Fanatikern nur raten: Don’t panic 🙂

    LG
    Hans

  • Alois
    Oktober 21, 2010

    Lieber Hans

    Dazu fällt mir spontan Matth. 23 ein, Jesus sagte da:
    24. Blinde Leiter, die ihr die Mücke seihet, das Kamel aber verschlucket!
    25. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reiniget das Äußere des Bechers und der Schüssel, inwendig aber sind sie voll von Raub und Unenthaltsamkeit.

    In Vers 24 geht es genau um den Vergleich der kleinen Menge Blut in einer Fliege. Diese Fliegen haben die blinde Leiter des Volkes Jehovas wegen dem Blutgesetz rausgesiebt.
    Aber Jesus sagte, dass die Sünden dieser blinden Leiter so groß sind, als würden sie das Blut eines Kamels verschlucken.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Stefan
    Oktober 21, 2010

    Ich kann mich den Ausführungen nur anschliessen. Natürlich sollte die Entscheidung ob man einer Bluttransfusion zustimmt oder nicht jeder nach seinem eigenen Gewissen entscheiden.
    Schlimm dabei finde ich die Entwicklung zu dieser Frage, die es in den letzten Jahren gab.
    Wer blickt denn da noch durch, welche Bestandteile des Blutes nun, nach Meinung des TuvS, verabreicht werden dürfen und welche nicht?!
    Das hat m.E. rein garnichts mehr mit irgendwelchen biblischen Erkenntnissen oder Begründungen zu tun, das ist reine willkür und das bei einem Thema, wo man mit einer Entscheidung über Leben oder Tod entscheidet.
    Ich denke man hat einfach nicht den Mumm das Blutfragenthema einfach unter die freie Gewissensentscheidung von jedem zu stellen.

  • Fenda
    Oktober 21, 2010

    Sehr guter Artikel. Genauso hatte ich es auch in meinem innersten gedacht.Jeder muß selbst die Entscheidung treffen. Bin gespannt was die anderen Brüder sagen. Kein leichtes Thema. Sorgt bestimmt für Diskussion. Danke für euren Mut.

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