67 Comments
  • Ulrike P.
    Dezember 29, 2010

    Liebe Brüder,
    vielen Dank für diesen Artikel und meinen Dank auch an alle Kommentatoren.

    ZITAT:
    >>>Auch wenn in unserem Buch “Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes”, S.386-396, deutlich erklärt wird, wie sich die anderen Schafe, also die meisten von uns, Gerechtigkeit auf Grund eigener Verdienste erwerben könnten, weil ja Christus nur der Mittler für die 144000 sei,
    wird uns dies nicht gelingen.<<<

    Die Quintessenz dieser Aussage ist ja eigentlich dann auch, dass wir garnicht durch Jesus zu Jehova beten brauchen, denn er ist ja schließlich nur der Mittler zwischen den 144000. Das Gebet hätte sich – konsequent zuende gedacht – damit erledigt

    Darüber bin ich immer schon gestolpert – das Jesus zwar mein Gebet dem Vater übermittelt, aber umgekehrt die Worte Gottes nur den Gesalbten übermittelt werden. – Logisch ist das nicht…

    @ Br. Russell
    Mit seinem Namen schmückt man sich gerne, aber seine Äußerungen über Sektierer usw kehrt man lieber unter den Teppich, denn dann würden die Brüder ja merken, dass eigentlich 1:1 die Wirkungsweise der Organisation beschrieben wird. Man könnte auch sagen, Br. Russell wurde weggelobt.

    @ "Anti-Jehovas Zeugen" Seiten
    Die habe ich nie gezielt besucht, bin nur aufgrund von bestimmten Nachforschungen mal auf eine gestoßen. Und solange es da nur um Fakten geht, ist es auch in Ordnung. Aber als Abtrünnigenseite wird schließlich auch alles dargestellt, was einfach die "Wahrheit" ausspricht…sie werden alle über einen Kamm geschert.

    Es gibt aber tatsächlich auch Seiten, die sind nicht mehr feierlich, da wird so ein Humbug erzählt und die Seiten triefen wirklich nur vor Geifer und Hass, das einem selbst dann schlcht wird, wenn man die Organisation schon lange verlassen hat. – Stelle ich soetwas fest, bin ich gleich wieder weg. Denn sie schießen nicht nur weit über´s Ziel hinaus, sie haben – auf ihre Weise – genauso das Ziel verfehlt, wie die Organisation.

    Ich habe vor Monaten Jehova im Gebet gefragt, ob es denn niemanden gibt, der sein Wort so weitergibt wie er es niedergeschrieben hat. Denn immer wieder habe ich auf bestimmten HP´s zwar gewisse Übereinstimmungen gefunden, wie zb die Ablehnung der Dreieinigkeit, oder die Benutzung des Namens Jehova…aber früher oder später bin ich immer auf Lehrmeinungen gestoßen, die sich mit nicht mit der Bibel decken, ja sogar im krassen Widrspruch zu ihr stehen. Was wahrscheinlich – bei allem guten Willen – daran liegt, dass sie doch niemals ALLEN Themenrelevanten Bibelversen die gleiche Aufmerksamkeit und Daseinsberechtigung geben.

    Dann wurde mir von Bruder-Info erzählt…und über diese Seite fand ich Glaubensbrüder, die entweder nur hier oder auch mittels einer anderen HP, die Wahrheit wie Jesus sie lehrte vermitteln.
    Aber nur bei euch kann ich mich auch selbst mit einbringen, weil ihr dem Leser die Möglichkeit des Kommentierens gegeben habt.
    Und durch diese Funktion habe ich schon viele interessante Sichtweisen kennengelernt. Auch die Diskussionen mitzuverfolgen oder sich miteinzubringen ist auferbauend, weil der Ton im Gegensatz zu anderen Foren immer freundlich bleibt.

    Ich habe noch lange nicht alles durchforstet, aber ich freue mich darauf, mich so nach und nach durchzuarbeiten.

    Bezüglich der Oragnisation möchte ich nicht großartig etwas sagen, da ich mich schon vor 6 Jahren von ihr gelöst habe. Ich bin aber froh, das es hier nie zu einer "Hau blind drauf" Stimmung verkam, sondern nur wirklich relevante Dinge angesprochen wurden.

    Über ein soziales Netzwerk habe ich einen Bruder kennengelernt, der auch zwiegespalten ist…sein Kummer ist groß…
    Seine Frau läuft hingegen blind den blinden Leitern hinterher und um des lieben Friedens willen, schließt er die Augen und läuft mit.

    Ich hatte schon mal überlegt, ob ich im den Link eurer Seite schicke, aber er hat so nach und nach den Kontakt einschlafen lassen, wahrscheinlich weil es ihm doch nicht mehr so geheuer war mit mir zu sprechen…und wenn ich so manchen Ausschnit aus der Organisationslektüre lese, dann ahne ich den Grund für seinen Rückzug.
    Obwohl ich ihm nie auch nur Ansatzweise nahegelegt habe, der O. den Rücken zu kehren. – Aber auf meiner Stirn steht halt "Abtrünniger"…und deshalb weiß ich nicht, in welchen "Hals" er den Link bekäme.

    Liebe Brüder, es hat mich überrascht und erfreut bei der Umfrage zu sehen, wie viele aktive Zeugen hier mitlesen. – Das gibt mir die Hoffnung, dass es vielleicht tatsächlich mal eine Wende von innen heraus gibt.

    Aber was die Organisation selbst angeht, brauchen wir uns nichts vor zu machen – in deren Augen, seit IHR die Männer die aufstehen um verkehrte Dinge zu reden und IHR seid die Wölfe im Schafspelz.

    Doch davon werdet ihr euch – hoffe ich – niemals entmutigen lassen!

    Nochmals vielen Dank für eure Mühe und euren Mut die Wahrheit zu sagen.

    LG Ulli

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Zu dieser Feststellung:

    >>> denn dann würden die Brüder ja merken, dass eigentlich 1:1 die Wirkungsweise der Organisation beschrieben wird.<<<

    …kenne ich eine andere Aussage von Br. Russel – würde man die anwenden würde es heute in der Organisation anders vor allem liebevoller aussehen:

    Charles Taze Russell, Gründer der Watch Tower Society und Herausgeber des Wacht-Turms, erörterte 1891 im 3. Band seiner Schriftstudien „Dein Königreich komme“ ausführlich den Einfl uß religiöser Organisationen. Seine Überlegungen,besonders aber seine Empfehlungen, sind bemerkenswert:

    Es gibt unter den verschiedenen Sekten Babylons – des „Christentums“ – verschiedene Grade der Knechtschaft. Manche, die totale und absolute Sklaverei des persönlichen Gewissens und
    Urteils, wie es der Romanismus erfordert, mit Unwillen von sich weisen, sind dennoch ganz zufrieden, durch die Glaubenssätze und Dogmen der einen oder anderen der protestantischen Sekten gebunden zu sein, und begierig, andere zu binden. Es ist wahr, ihre Ketten sind leichter und länger als die Roms und des dunklen Zeitalters. Soweit dieses reicht, ist es in der Tat gut;
    in Wirklichkeit eine Reformation; ein Schritt in der rechten Richtung; voller Freiheit dem Zustande der apostolischen Kirche
    e n t g e g e n. Doch warum will man überhaupt menschliche
    Fesseln tragen? Warum überhaupt unser Gewissen knechten? Warum nicht in der Freiheit, mit der Christus uns befreit hat, fest stehen? Warum nicht alle Versuche fehlbarer Mitmenschen, unser
    Gewissen zu knechten und Untersuchung zu verhindern, verwerfen? – nicht nur die Versuche ferner Vergangenheit, des dunklen Zeitalters, sondern auch solche Versuche der verschiedenen
    Reformatoren der jüngeren Vergangenheit? Warum nicht beschließen, so frei zu sein, wie die apostolische Kirche war? – frei, sowohl in Erkenntnis, als auch an Gnade und Liebe z u w a c h s e n, je nachdem der Herr zu „seiner Zeit“ seinen köstlichen Plan immer völliger und völliger offenbart?

    Gewiß, jedermann, der sich irgendeiner dieser menschlichen Organisationen anschließt und ihr
    G l a u b e n s b e k e n n t n i s als das seine annimmt, weiß, daß er sich damit verpflichtet, weder mehr noch weniger zu glauben, als jenes Glaubensbekenntnis über diese Sache ausspricht. Wenn sie trotz solcher freiwillig eingegangenen Knechtschaft für sich selbst denken und aus anderen
    Quellen Licht empfangen, über das Licht hinaus, das die Sekte genoß, als sie sich ihr anschlossen, so müssen sie entweder der Sekte und ihrem Versprechen derselben gegenüber, nichts ihrem
    Glaubensbekenntnis Widersprechendes zu glauben, untreu sein, oder das Bekenntnis, dem sie entwachsen sind, ehrlich beiseite werfen, ihm entsagen und aus dieser Sekte austreten. Das zu
    tun, erfordert Gnade und erfordert einige Anstrengungen, zerreißt oft angenehme Verhältnisse und setzt den ehrlichen Wahrheitssucher den einfältigen Beschuldigungen aus, daß er ein „Verräter“ an seiner Sekte, ein „Wetterwendischer“, ein „Unbeständiger“ sei usw. Wenn man sich einer Sekte anschließt, so wird erwartet, daß man sich der Sekte gänzlich ergibt und nicht mehr sich selbst gehört. Die Sekte entscheidet nun für ihn, was Wahrheit und was Irrtum sei; und er muß, um ein wahres, zuverlässiges, treues Glied der Sekte zu sein, deren
    spätere wie frühere Entscheidungen über alle religiösen Fragen annehmen, seine eigene Meinung übersehen und persönliche
    Nachforschungen vermeiden, da er sonst an Erkenntnis wachsen und als Glied solcher Sekte verloren gehen könnte.

    Diese Sklaverei einer Sekte und einem Glaubensbekenntnis gegenüber wird oft mit soundsovielen Worten bezeichnet,
    wenn man sagt, daß ein solcher zu einer Sekte „g e h ö r t“.
    Diese Bande des Sektentums, weit davon entfernt, als das, was sie sind, als Fesseln und Ketten, angesehen zu werden,
    werden als ein Schmuck, als Ehrenzeichen und Ausweis von Charakterstärke betrachtet und getragen. So weit ist der
    Selbstbetrug gegangen, daß viele Kinder Gottes sich schämen würden, als solche bekannt zu sein, die ohne solche Ketten
    wären, seien dieselben nun leicht oder schwer an Gewicht, lang oder kurz bezüglich der gebilligten, persönlichen Freiheit.
    Sie schämen sich zu sagen, daß sie in keiner Sekte oder Glaubenssatzung in Knechtschaft seien, sondern Christo allein
    „a n g e h ö r e n.“

    Daher kommt es, daß wir manchmal ein ehrliches, wahrheitshungriges, allmählich voranschreitendes
    Kind Gottes von einer Benennung zur anderen fortschreiten sehen, gleichwie ein Kind in der Schule von einer Klasse zur anderen übergeht. Wenn es in der Kirche Roms ist, und seine
    Augen öffnen sich, so geht es heraus und fällt wahrscheinlich einem Zweige der methodistischen oder presbyterianischen Systeme zu. Wenn sein Verlangen nach Wahrheit hier nicht gänzlich
    unterdrückt und sein geistiges Gefühl betäubt wird vom Geiste der Welt, so kann man es ein paar Jahre später in einer der Verzweigungen des baptistischen Systems fi nden; und wenn es noch fortfährt, an Gnade und Erkenntnis und Liebe zur Wahrheit zu wachsen und in ein Verständnis der Freiheit, für die uns Christus befreit, so mag man es nach einiger Zeit außerhalb aller menschlichen Organisationen fi nden, nur noch mit dem Herrn verbunden, nur durch die zarten aber festen Seile der Liebe und Wahrheit gefesselt, wie es mit der ersten Kirche der Fall war.

  • Ulrike P.
    Dezember 29, 2010

    Hallo Matthäus,
    diese Schriften sind mir total unbekannt, danke für die Auszüge daraus.
    ZITAT:
    Das zu tun, erfordert Gnade und erfordert einige Anstrengungen, zerreißt oft angenehme Verhältnisse und setzt den ehrlichen Wahrheitssucher den einfältigen Beschuldigungen aus, daß er ein „Verräter“ an seiner Sekte, ein „Wetterwendischer“, ein „Unbeständiger“ sei usw.

    Wären diese Worte den Zeugen bekannt, dann hätten die „Herrschaften von ganz oben“ nicht solch ein leichtes Spiel. – Sie würden sich nicht wie Marionetten von ihnen benutzen lassen, denn sind wir mal ehrlich…wenn die Brüder in den Versammlungen sich weigern würden, diese Lieblosigkeit mitzumachen, dann würde ihre Aufhetzerei wirkungslos verpuffen.

    Aber anscheinend liest diese Schriften ja niemand mehr (ich ja auch nicht) und schon garnicht die Strippenzieher…wenn doch, dann zeigt es nur einmal mehr ihren Unglauben.

    „Nur durch die zarten aber festen Seile der Liebe und Wahrheit gefesselt“ – davon können doch die meisten Christen nur träumen…dieses Gefühl lernen nur diejenigen kennen, die alle menschlichen Fesseln abstreifen. – Aber wenn man lange Zeit gefesselt war und sich dann befreit, ist es sehr, sehr schmerzhaft – erst wenn dieser Schmerz verklungen ist, kommt das Gefühl der Befreiung und erst dann weiß man, was mit der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes wirklich gemeint ist.

    Ich hoffe sehr, dass noch viele christliche „Gefangene“ den Mut aufbringen sich von ihren Fesseln zu befreien, um statt zu einer Religionsgemeinschaft, zum Christus zu gehören.

    LG Ulli

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Liebe Uli, Du dürftest ja sehr wissbegierig sein, laß Dir von Bruderinfo meine eMail Adresse geben, dann kann ich Dir noch mehr solcher „Schmankerl“ per eMail zukommen lassen!
    lg. Metthäus

  • Ulrike P.
    Dezember 29, 2010

    Lieber Matthäus,
    endlich habe ich deinen Beitrag wiedergefunden…wenn man mal nicht sofort antwortet und dann nicht mehr weiß, unter welchem Artikel man sich unterhalten hat…
    Darum habe ich mich in der Zwischenzeit selber auf die Suche begeben und die Schriftstudien von Br Russell auch tatsächlich im Netz gefunden. So werde ich mich da mal in Ruhe durchwuseln.
    Trotzdem wollte ich dir doch wenigstens noch für dein Angebot danken. 🙂

    LG Ulli

  • Brosi
    Dezember 29, 2010

    Hallo Bruder Dennis

    Hier bin ich wieder Dein Bruder Brosi. Lange habe ich gezögert ob ich Dir überhaupt antworten soll. Aber Dein eigenes Bekenntnis in Deinem Kommentar vom 18.01.11 23:29 Uhr (steht weiter unten in diesem Vortrag) hat mich bewogen Dir meine Ansicht kundzutun. Ich kenne Dich ja nicht und hoffe dass Du fähig bist im Worte Gottes hinzuzulernen. Meine Erfahrung ist, dass es sehr schwer ist Brüdern zu helfen, die sich in einem bestimmten Denkschema, sprich Denkschablone befinden, die sie jahrelang aufgebaut haben durch die Lehrmethode der Organisation.

    Vor etwa 40 Jahren wollte ein Kreisdiener mich einmal zwingen mit einem bestimmten Bruder ein Nachhilfebibelstudium durchzuführen. Ich gab ihm zur Antwort, dass dies unmöglich sei, denn spätestens beim 3. Mal kommt es zu Krach. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man mit Hilfe der Bibel den Wachtturm studiert, oder mit Hilfe des Wachtturms die Bibel. Von dem bestimmten Bruder wusste ich, dass er ein typischer Wachtturm- Zögling war und somit keine Grundlage für mich mitbrachte in brüderlicher Gemeinschaft dem Bibelstudium zu dienen.

    Was Dich lieber Bruder Dennis betrifft musst Du selbst mit Dir ins Reine kommen. Ich meine Du musst selbst erkennen wo Du stehst. Du hast Dein Glaubensbau begonnen, aber noch nicht vollendet, oder doch? Der Apostel Paulus schreibt in 1. Kor. 3:10-15 vom Glaubensbau den man nur auf Christus aufbauen kann. Nun kommt das entscheidende Wort des Paulus: Ein jeder aber sehe zu wie er weiter baut. Hier spricht Paulus von der Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen hinsichtlich seiner Bausteine. Diese Verantwortung muss jeder selber tragen und kann nicht warten bis Andere ihm die Steine bringen ohne zu prüfen ob sie aus Heu und Stroh oder aus Gold und Silber sind.

    Wenn Du in der Vergangenheit mit Heu und Stroh im Glauben an die Organisation gebaut haben solltest, dann mache Dich frei. Wenn Paulus in dieser Rede das Wort Feuer einfügt, dann deutet dies darauf hin, dass wir in einer feurigen Drangsal in der jetzigen Endperiode leben. Diese feurige Drangsal sind die Machenschaften der Lüge, welche von Seiten der falschen Religionen auf das Volk der Zeugen Jehovas hinströmen. Wie will man das Feuer abwehren, oder beständig durchhalten, wenn man sich unsicher im Bibelstudium und im Glauben benimmt? Viele Brüder und Schwestern haben zwar einen jungfräulichen Glauben auf der Grundlage des Jesus Christus aufgebaut, vollenden aber den Bau mit Verleugnung. Auch diese meine Feststellung entspricht genauer Bibelerkenntnis aus den Propheten.

    Die Organisation die so oft kritisiert wird, ist zwar mit Recht zu kritisieren, aber sie ist nur ein Werkzeug in der Hand Jehovas. Sie lehrt aber nicht durch Ausgießung des Heiligen Geistes, sondern nur Kraft des Heiligen Geistes. Diesem Heiligen Geist steht aber die Kraft der Lüge kontrovers gegenüber. Dazwischen steht der Irrtum der sich entschuldigen lässt. Beide Kräfte laufen auch in der Wachtturm Lehrmethode nebeneinander her. Hat aber das Werkzeug, also die Organisation, sein Werk vollendet, dann wird es weggelegt. Wird aber das Werkzeug frech und erhebt Eigentumsanspruch auf das Werkstück, also auf das Volk Jehovas und verbindet sich das Werkzeug noch mit der Isebel, sprich Hure Babylon, dann wird es verflucht und weggeworfen. Ein geschichtliches Schattenbild findest Du in 1. Kön. 21: 1-16 und im Gleichnis Jesu in Matth. 21:33-46 Denn es ist hier von einem Weinberg die Rede und nach Jes. 5:7 sind die Männer von Juda der Weinberg Jehovas.

    Lieber Bruder Dennis nun noch ein Wort wegen der Jahreszahl Spielerei, die der Organisation angekreidet wird. Man kann sagen zu Recht aber auch zu Unrecht. Nach 1. Petr. 1:10-12 forschten schon die Engel auf welche Zeit und Zeitpunkte die Heilsbotschaft und somit die Weissagungen der Bibel hindeuten. Paulus selbst schreibt irgendwo, dass der Geist die tiefsten Dinge erforscht. So sind in der Heilsbotschaft für die 2. Gegenwart Jesu nach den Gleichnissen der Schrift eindeutig die Zeitspannen 1874 bis 1914 und 1914 bis Harmagedon zu finden. Schon Habakuk in Kapitel 2:2-4 macht auf unsere Zeit und deren Ereignisse aufmerksam. Maleachi 4:2 schreibt: „Euch aber die ihr meinen Namen fürchtet wird aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit“. Aber die Sonne der Gerechtigkeit offenbart sich erst bei der Rettung des treuen Restes unmittelbar mit Harmagedon.

    Zum Schluss lieber Bruder Dennis möchte ich ein AMEN sagen, das Wort bedeutet, so sei es, so soll es geschehen, hier kommt Gegenwart und Zukunft zum Ausdruck.

    Dein Bruder Brosi

  • Dennis
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruder Brosi,

    ich danke dir für deine warmen Worte, die Sache mit dem „Glaubensbau“ ist wirklich nachdenkenswert und du hast Recht ich bin vielleicht noch nicht ganz fertig mit diesem Bau. Du hast mir da natürlich auch einige Jahre voraus, aber ich spüre wie mein „geistiges Haus“ Tag für Tag größer und größer wird und ich nicht mehr von „jedem Wind der Lehre“ des selbsternannten Sklaven „hin und her geworfen“ werde, weil ich einen eigenen Glauben entwickelt habe.

    Freut mich wieder von dir gelesen zu haben,

    dein Bruder
    Dennis

  • Shannon
    Dezember 29, 2010

    Würden sich alle an das Gebot „Liebe Deinen Nächsten, wie dich selbst“ hälten, dann hätten wir solche Diskussionen überhaupt nicht. Dann könnten wir den Brüdern vergeben und ohne inneren Groll auf Jehova und seinen Sohn Jesus Christus vertrauen, auf dessen Gnade wir ja auch hoffen.

    Hass, Zwietracht, Wut, Frust und Zorn mag ja legitim sein, aber es schadet der betroffenen Person selber mehr, wie jedem anderen. Der andere merkt nichts davon und wenn er es merkt, kommt es immer noch darauf an, wie er mit diesen Dingen umgeht und wie seine Einstellung zu dem Thema ist.

  • Thomas
    Dezember 29, 2010

    Liebe geistige Brüder,
    leider kann ich nicht auf den letzten Kommentar von Glocknerkönig antworten, da der Link „antworten“ fehlt.
    So möchte ich gerne ergänzend ein Zitat aus dem w99 15. 10. S. 22 Abs. 21, der heuchlerisch mit „Vielleicht kannst du deinen Bruder gewinnen“ überschrieben ist, hinzufügen:
    Dort steht jedoch am Ende das:
    Wir hoffen bestimmt, daß alle, die aus der Versammlung ausgeschlossen werden müssen, weil sie sündigen und nicht bereuen, den Verlust spüren werden — sowohl das fehlende Wohlgefallen Gottes als auch die fehlende herzliche Gemeinschaft und den fehlenden gesellschaftlichen Kontakt mit loyalen Christen — und dann zur Besinnung kommen.

    Da es nur Abtrünnigkeit gegenüber Gott geben kann, gibt es auch nur Reue gegenüber IHM. Kein Mensch kann oder ist befugt das beurteilen!
    Dieser WT ist noch nicht einmal ein Dutzend Jahre alt, doch er belegt die herzlose und unchristliche Entwicklung der WTG in den letzten Jahrzehnten.
    Ich kann nur jedem ernsten Christen erneut empfehlen sich NUR dem EINEN Christus hinzugeben, denn viele falsche Christusse sind in der Welt!

  • matthäus
    Dezember 29, 2010

    Zu Deinem Hinweis Thomas: „die fehlende herzliche Gemeinschaft“
    die sollte wörtlich genommen werden!

    Aber nicht wie die LK dies vermitteln möchte sondern WEIL dem Ausgeschlossenen diese „herzliche“ Gemeinschaft fehlt, bleiben sie weg.

    Ich weiß von einem Ehepaar wo der Ehemann – wegen vermeintlicher Abtrünnigkeit (so wie die LK dies versteht) – ausgeschlossen wurde – und durch DIESE HERZLOSIGKEIT nicht nur der Bruder nach über 50 Jahren Zugehörigkeit nicht mehr die Versammlung besucht, sondern WEGEN der KALTHERZIGKEIT die insbesondere für die Ehefrau unerträglich ist, auch sie nicht mehr geht!

    Fälle dieser Art gibt es zu Hundert, besser zu tausenden und damit wird klar welches Interesse diese LK vertritt, nämlich:

    „Akzeptierst Du uns nicht mehr – oder ist für dich Jesus wichtiger – dann kannst du fern bleiben – dann ist kein Platz in unseren Reihen“ !!!

    Einmal mehr wird damit belegt wie sich erfüllt was Paulus warnend in Apg. 20:29,30 sagte.

  • Thomas
    Dezember 29, 2010

    Vielen Dank lieber Matthäus,
    Du schreibst mir aus der Seele.
    Ich habe etwa 10 Monate als erpresster „Ganz-hinten-herum-Sitzer“ ausgehalten und das sicher nur weil ich auch liebe Freunde im wahren Leben habe.
    Mir ist es glücklicher Weise nie gelungen jemanden aus meiner Familie zu einem Nachfolger der Verleitenden Körperschaft zu machen, so erfreue ich mich heute an einem reinen Gewissen was diese Form der Verführung betrifft.
    Du hast treffend Apg. 20:29,30 angeführt und Paulus gibt uns in den Versen 35-36 ein grandioses christliches Beispiel.

    35″Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeitend sich der Schwachen annehmen und an die Worte des Herrn Jesus denken müsse, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen.
    36 Und als er dies gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.“

    Genau das werde ich jetzt auch tun und für alle diejenigen Betten die solchen grausamen Wölfen zum Opfer gefallen sind.
    Es grüßt Dich herzlich Dein Bruder im Herrn
    Thomas

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Auch Dir lieben Dank Thomas, für Deine Anteilnahme – ja es ist traurig und erschütternd wie man sprichwörtlich buchstäblich über Leichen geht.

    Für mich gibt es jedoch einen Trost den ich mir in der Bibel ROT unterstrichen habe: Klagelieder 3:

    21 Aber eine Hoffnung bleibt mir noch, an ihr halte ich fest:

    22 Die Güte des Herrn hat kein Ende1, sein Erbarmen hört niemals auf,

    23 es ist jeden Morgen neu! Groß ist deine Treue, o Herr!

    24 Darum sage ich: Herr, ich brauche nur dich! Auf dich will ich hoffen. 25 Denn der Herr ist gut zu dem, der ihm vertraut und ihn von ganzem Herzen sucht.

    26 Darum ist es das Beste, geduldig zu sein und auf die Hilfe des Herrn zu warten. 27 Und es ist gut für einen Menschen, wenn er schon früh lernt, Schweres zu tragen. 28 Wenn Gott ihm die Last auferlegt, soll er sich darunter beugen und ruhig bleiben.

    29 Geduldig ertrage er sein Leid, vielleicht gibt es noch Hoffnung. 30 Wenn er geschlagen wird, soll er die Wange hinhalten und die Demütigung ertragen. 31 Denn der Herr verstößt uns nicht für immer. 32 Er lässt uns leiden, aber dann erbarmt er sich wieder, denn seine Gnade ist groß.

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Da ich mein Image wieder etwas „aufpolieren“ muß, möchte ich noch weitere tröstende Worte für so manch „Geschlagenen“ hier einstellen:

    Ps 30,6 Nur einen Augenblick streift uns sein Zorn, aber ein Leben lang währt seine Güte. Wenn wir am Abend noch weinen und traurig sind, so können wir am Morgen doch vor Freude wieder jubeln.

    Ps 31,20 Doch groß ist deine Güte, Herr! Du hältst sie bereit für die Menschen, die dich ernst nehmen. Vor aller Augen zeigst du sie denen, die bei dir Zuflucht suchen.

    Ps 62,2 Nur bei Gott komme ich zur Ruhe; geduldig warte ich auf seine Hilfe.

    Ps 103,17 Die Güte des Herrn aber bleibt für immer und ewig; sie gilt allen, die ihm gehorchen. Auf seine Zusagen können sich auch alle kommenden Generationen berufen,

  • Thomas
    Dezember 29, 2010

    Liebe Brüder von Bruderinfo,
    vielen Dank für Eure schnelle Reaktion.
    Für mich ist es heute egal, ob jemand in einer Kirche oder religiösen Gemeinschaft lebt und mitwirkt, denn nur das einzig wichtige ist es das jeder von uns echte christliche Identität anstrebt und auslebt, dann erst werden wir zu Nachfolgern Jesu Christi und gelangen in die Gunst SEINER Fürsorge.
    Ich werde Euren Rat jedoch gerne beherzigen und besser von Nachfolgern bzw. Mitgliedern der WT-Gesellschaft schreiben, denn (und da habt ihr absolut Recht) es ist falsch in der gleichen negativen Weise, wie es leider viele Mitglieder der WTG tun, von Ausgeschlossenen (und im gleichen Zusammenhang von Abtrünnigen) zu sprechen, denn es gibt nur eine Abtrünnigkeit, nämlich die von Gott.
    ER ist deshalb nur berechtigt und auch allein fähig dies zu beurteilen.
    Viele Grüße Thomas

  • Thomas
    Dezember 29, 2010

    Liebe eingeschlossene Brüder, liebe ausgeschlossene Brüder, liebe Mitleser (Schreiber), liebe freie Christen,
    durch die unverdiente Güte unseres gemeinsamen Herrn sind wir ALLE im Geiste und durch den Geist miteinander verbunden.
    Eine Trennung voneinander wird immer dann eintreten, wenn der Geist (Gedanke) der Liebe NICHT länger als Grundlage unser Handeln bestimmt.
    Die Interpretationen von geistlichen Führern hören sich oft gut an und man ist geneigt ihnen zu glauben (an Ihre Gott-Verbundenheit), jedoch ist jede Auslegung die eine Spaltung unter Menschen (besonders unter Gläubigen) hervorbringt ein pharisäerhaftes Indiz für die Nicht-Existenz des positiven Geistes Gottes, des Helfers den der Christus UNS ALLEN an die Seite gestellt hat.
    ER ist die Grundlage für die guten Früchte oder die faulen Früchte die wir uns ernsthaft ansehen müssen und uns ehrlich fragen an welchen wir (ich) selbst meinen Anteil habe?
    Wenn es nicht die LIEBE ist die mein Handeln bestimmt, sondern ich durch heuchlerische Auslegung geneigt bin meine christlichen Aufgaben eben nicht im wahren christlichen Sinne auch Wahr-Zu-Nehmen, habe ich an ihren BÖSEN Werken Teil und laufe Gefahr immer und immer wieder durch neue Formen der Illusion einer Religion oder Organisation zu verfallen und dadurch das eigentliche Ziel weit zu verfehlen.
    Liebe Brüder, ich möchte Euch deshalb an Eure (unsere) ERSTE Liebe erinnern und dies mit drei Fragen verdeutlichen:
    1. Ist es DER Christus dem ich wirklich folge und auf den ich höre?
    2. Ist es SEINE Liebe die mich (mein Herz) erreicht und motiviert IHM zu folgen?
    3. Ist es DIESE SEINE reine und unverfälschte Wahrheit die meinen Sinn & damit mein Leben bestimmt?
    Diese drei Fragen mit einem ehrlichen JA beantworten zu können, hat mir bis heute sehr geholfen mich NUR vom Helfer leiten zu lassen und die vortreffliche Frucht und Quelle zu erkennen.
    Sie macht uns frei von aller Falschheit und Verführung und hilft uns unseren ganz persönlichen Weg mit Christus und seinem Vater zu gehen.
    Ein wahrhaft treuer & verständiger Sklave muss diesen Weg unterstützen und fördern um die Menschen für das Leben in dieser Endzeit tauglich zu machen. Er wird dafür gute und gesunde Speise austeilen und sich dabei NUR als ein Diener, aber niemals als ein Herrscher (Richter) erweisen.
    Erkennen wir also immer wieder DIESE (SEINE) Wahrheit, denn NUR sie kann uns wirklich FREI machen.
    Euch allen eine gesegnete Woche. Es grüßt Euch Euer Bruder im Herrn
    Thomas

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Thomas,
    vielen Dank für die drei sehr guten Fragen. Diese Fragen können einem wirklich helfen seine eigene Position zu überprüfen und wenn nötig zu korrigieren. Wenn wir dürfen, dann möchten wir dich dennoch auf eine „Unart“ aufmerksam machen. Brüder wie uns, die wir in die Versammlung gehen als „Eingeschlossene“ zu bezeichnen empfinden wir nicht als christlich und höflich. Warum? Weil dies auch wieder ein „Schubladendenken“ fördert und Menschen in Kategorien einteilt. ALso wieder mal das „Denken“ : „wir haben es geschafft und sind etwas besseres als IHR „Eingeschlossenen“. Das ist im biblischen Sinne auch ein „richten“. Denke bitte das nächste mal daran, deine Brüder nicht mehr in Kategorien einzuteilen. Das wäre sehr lieb von Dir. In diesem Sinne eine schöne Woche.

  • Bernhard
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruder Bob durch die sehr große Informationsflut in der Vers. Bücher Zeitschriften usw. usw. usw. ist diese Broschüre wohl untergegangen. Wir versuchen in der Vers. ein Exemplar zu bekommen und mit dem Original sofern wir eines bekommen zu vergleichen. Jehova gibt uns Kraft, das über das normale hinaus geht. Brüderliche Grüße Bernhard

  • Dennis
    Dezember 29, 2010

    Nachfolgender Link wirft die Frage auf, ob Jehova vielleicht auch andere „Glaubensgemeinschaften“ segnet, denn anders kann man dies nicht erkären!

    Wer nicht alles schauen möchte (vielleicht aus Gewissensgründen, Babylon d. Große-Religion) bitte einfach in Zeitleiste auf ca. 4:00 vorspulen und ganz genau zuhören!!!

    http://www.mormonen.de/ueber-die-kirche/informationsfilme/organisation/

    …und nun stellst du wie ich die Frage, wer hier von wem „abgekupfert“ hat?

    Die Antwort können sich die meisten denken, die „Mormonen“ haben diese „segensreiche Einrichtung“ schon seit 1920!!!

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Lieber Dennis,

    vielen Dank für Deine Info. Wenn wir uns einmal die Arbeit machen würden Sprache, Aussagen, Emotionsvermittlung und Präsentationsvideos zahlreicher Glaubensgemeinschaften zu analysieren, würden wir feststellen, dass sie sich, die Glaubenslehren ausgenommen, in ihrer erklärten Aussendarstellung nicht sehr unterscheiden. Viele Gemeinschaften mit menschlichen Organisationen und Führungspersonen haben eines gemeinsam, „sie sehen sich als einzig wahre Kirche“

    Und mit dieser Aussage teilen sie alle folgenden Praxen:

    1.“Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften behaupten die Einzige zu sein
    2.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaftenbehaupten die Wiederherstellung der „gefallenen“ Kirche Jesu zu sein
    3.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften behaupten die EINZIGE Wahrheit und Ausführung zu haben
    4.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften behaupten wegen ihrer EINHEIT die wahre Gemeinschaft zu sein
    5.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften lehren, dass entweder Errettung oder ein rundum christliches Leben außerhalb ihrer Gruppe nicht möglich ist
    6.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften behaupten jeder, der ihre Gruppe verlässt sei verloren
    7.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften behaupten, die Bibel könne nur durch ihre Gruppe ausgelegt werden
    8.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften führen Lehren von Menschen ein und lehren Rechtfertigung durch Werke
    9.„Einzig wahre“ Glaubensgemeinschaften fördern Unterwerfung und unterbinden Hinterfragen

    Zu diesen 9 Punkten wirst Du bei allen Gemeinschaften des o.g. Typus ähnliche Aussagen finden.

    Die Machart der Mormonevideos ähneln in ihrem Stil, von den Glaubenslehren einmal abgesehen, was Bauprojekte, Familiestudien, Emotionsvermittlung, Kameraführung, Bildauswahl etc. betrifft auch sehr den WTG Videos.

    Alles ist so schön und harmonisch. Doch nichts ist wie es scheint!

    Dir noch ein schönes Wochenende

    Liebe Grüsse

    Bob

  • Max
    Dezember 29, 2010

    Hallo Bob,
    ich kann deinen Ausführungen zu der Frage ob hier im Forum zu viel Kritik an der Organisation geübt wird und zu wenig glaubensstärkendes gesagt wird nur zustimmen.
    Ich selbst lese sehr gerne die Artikel und auch die Gedanken der Brüder hier in den Kommentaren, und kann nur sagen das ich in den Artikeln die hier veröffentlicht werden mehr glaubensstärkende Gedanken gelesen habe wie in den vergangenen Jahren im Wachtturm.

    Artikel wie zum Beispiel: Bewahrt euch in Gottes Liebe-wie? Mache ich genug? oder „Wie uns das Lösegeld rettet“ haben mir sehr geholfen mein Verhältnis zu Jehova neu zu definieren.

    Wenn ich diese Gedanken die hier in den Artikeln und auch teilweise in den Kommentaren mit dem vergleiche was uns erst letzten Sonntag wieder im WT-Studium geboten wurde, dann bin ich froh diese Seite gefunden zu haben. „Junge Leute, was macht ihr aus eurem Leben?“ wird großartig in dem Haupartikel gefragt.

    Als Hauptziel wird – man höre und staune – gesagt „kannst du dir vornehmen, dir selbst zu beweisen, dass das was in der Bibel steht wirklich stimmt. … Du solltest nicht damit zufrieden sein, etwas zu glauben, nur weil es jemand zu dir sagt“.

    Wie wahr wie wahr kann ich da nur sagen. Doch dann kommen wieder die altbekannten Ziele für unsere Jugendlichen, Kommentare geben aus dem WT, und natürlich nur das sagen was man hören will, sich vermehrt im Predigtdienst einsetzen, Pionierdienst anstreben u. s. w. Das Endziel sollte dann wohl sein ein brauchbarer Diener der Organisation zu werden.

    Es ist schon erschreckend wie die Taufe missbraucht wird, um Menschen auf die Organisation einzuschwören. Die biblische Bedeutung der Taufe wird umgedeutet oder reduziert auf ein Gelübde der Organisation gegenüber, eingepackt in die vermeintliche Hingabe an Jehova, denn man lässt sich ja taufen, weil man Jehova von nun an mit aller Kraft dienen möchte, so die Aussage des WT, und das ist ein ernster Schritt, und du solltest alles tun um dann deiner Hingabe gemäss zu leben, das bedeutet im Sinne der organisation.

    Um diese Verdrehung der eigentlichen Bedeutung der Taufe zu bekräftigen scheut man sich nicht 1. Petr. 3:20,21 nur verzerrt wieder zu geben, obwohl Petrus hier sehr deutlich sagt, das man sich taufen lässt um Gott um ein gutes Gewissen zu bitten und von der Sündenschuld befreit werden möchte.
    Petrus sagt hier: „Denn der Sinn der Taufe ist …. Wer sich taufen lässt, bittet damit Gott, sein Gewissen von aller Schuld zu reinigen. Das ist möglich, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden“
    Es geht also um das Erkennen und Bekennen das wir Sünder sind und so durch Christus erlöst werden können, und nicht um ein soganntes Hingabegelübde.

    Doch jetzt bin ich etwas abgeschweift von dem was ich eigentlich sagen wollte, aber das fiel mir spontan ein zu der Frage; Erbauung hier im Forum aj oder nein. Was uns an sogenannter geistiger Speise in letzter Zeit serviert wird hat nur ein Ziel, die Brüder moralisch an die Organisation zu binden. Kein Wunder also, das hier Gedanken der Erbauung und Kritik an die Organisation oft nicht zu trennen sind.
    Ich jedenfalls bin froh hier gelandet zu sein und freue mich schon auf weitere Artikel und Kommentaren der Brüder.
    Liebe Grüße
    Max

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Lieber Max,

    für Deinen Kommentar möchte ich Dir herzlich danken. Du sprichst mit dem Begriff „moralische Bindung“ an die Organisation ein sehr wichtiges Thema an. Diese moralische Bindung ist in der Tat schon in den Tauffragen angelegt. Eine Emanzipation von dieser inneren psychologischen sogar das Gewissen berührende Bindung hin zu einem selbstdenkenden, freien Christen, der selbstbestimmt seinen Weg für JHWH und Jesus wählt, ist eine enorme geistige Aufgabe. Vor allem dann, wenn man Jahre das Gehörte im Aussen mit dem „Geglaubten“ im Inneren unhinterfragt verschmelzen ließ.

    Die Loslösung von dieser Bindung zu Menschen stellt die unbedingte Voraussetzung dar, auch die verschiedenen Meinungen, Rollen und individuellen Situationen von Brüdern hier im Forum ohne Schubladen, Vorurteilen und unzulässigen Einordnungen, von Mensch zu Mensch ernsthaft, ehrlich und authentisch zu begegnen.

    Deswegen ist es ganz richtig was Du sagst, das Kritk und Erbauung in einer Verhältnisbeziehung zueinander stehen. Loslösen braucht Kritik, klare Worte und Neuverortung. Dann freut man sich auf die Erbauung, weil man die Bibel plötzlich mit ganz anderen Augen liest. Man versprürt eine neue Lust am Studium des Wortes Gottes.

    Das tut gut. Geist und Körper benötigen zunächst Entlastung von fremdbestimmten Verspannungen.

    Über das Gewissen könnte ich wohl auch noch viele Seiten schreiben, es gibt wohl kein Begriff, über den so viel unklares in den WTG Veröffentlichungen geschrieben wurde, wie über das Gewissen. Die innere Stimme, die eigentlich eine äußere war. Aber dazu vielleicht mal zu einem anderen Zeitpunkt.

    Dir Max wünsche ich noch viele erbauende Erlebnisse.

    Liebe Grüsse
    Bob

  • Walter
    Dezember 29, 2010

    Hallo Max,

    du sprichst mir aus der Seele.
    Seit ich Bruderinfo vor einem Monat kennengelernt habe, freue ich mich jedesmal, wenn neue Beiträge eingestellt sind.
    Das ist der Geist und sind im Gr.u.Ga.die Gedanken, die ich in meiner Versammlung ursprünglich kennengelernt habe.

    Ich bin in einer Versammlung aufgewachsen, wo großer Wert auf die Botschaft der Bibel gelegt worden ist.
    Mir wurde kein strafender und harter Gott vermittelt, auch kein Organisationsglaube, sondern in Jesus Christus gezeigt,
    wie ich Gott gefallen kann.
    Ich konnte Zweifel äußern,Fragen stellen und offen reden..über Jesus/1914/Abendmahl…..
    Und ich bekam ehrliche Antworten.
    Die „taten zwar manchmal weh“, denn einerseits kam ich in „Konflikte“, aber gut daran war, ich mußte/durfte mich mit der Bibel damit auseinandersetzen.
    Im Nachhinein bin ich unendlich dankbar für die Offenheit und Ehrlichkeit der damaligen Ältesten.

    Die Situation in der Versammlung hat sich aber im Lauf der Jahre verändert.
    Inzwischen ist es recht schwer, fast unmöglich, sich mit jemandem auszutauschen.
    Viele möchten das gar nicht und andere reagieren mit Ablehnung.

    Deshalb bin ich froh, Bruderinfo gefunden zu haben und bin für den ehrlichen und offenen Austausch dankbar.

    Ich bin begeistert, wie umsichtig und mit welch heilendem Geist der Artikel über 1914 verfaßt wurde.
    Nehmen wir doch die Anregung aus dem Artikel auf, uns selbst als „treu und verständig“ zu erweisen, unsere „Talente“ zu vermehren…

    Nutzen wir doch dieses Forum, um uns dazu anzuregen.

    Regen wir uns doch gegenseitig an, wie wir dies in unserem Leben umsetzen können.
    Das ist eine große Chance und gleichzeitig eine riesen Verpflichtung.

    Liebe Grüße

  • Dennis
    Dezember 29, 2010

    Lieber Max, Lieber Bob,

    ich kann Euren Ausführungen nur zustimmen!

    Vor allem bin ich genauso froh wie Ihr dieses „Forum“ gefunden zu haben. Bei mir hat, seit ich mich intensiv mit den zahlreichen Irrlehren des „Sklaven“ und der eindeutig falschen Chronologie beschäftigt habe, ein sehr bedenklicher innerer Prozess stattgefunden. Dieser innere Prozess hat mich nicht nur weg von der geistigen „Zwangsernährung“ des „Sklaven“ weggeführt sondern auch ein Stück weit von Jehova und seinem Sohn. Das hat mich eine Zeit lang sehr traurig und mutlos gemacht.

    Das allein zeigt, welch großer psychische Einfluss diese de facto „Zweieinigkeit“ (Jehova-Sklave) bei einem getauften ZJ haben kann und haben will. Aber wie schon von einem anderen Kommentator hier erwähnt (sinngemäß): „Sie haben bloß die geistige Macht, die man ihnen läßt“

    Vor 3 Jahren hätte ich noch ernsthaft in Erwägung gezogen dem zu glauben was im WT v. 15.12.10 S19 Abs. 18 zu lesen ist: „Hören (auf Jehovas Stimme) schließt AUF JEDEN FALL ein, Gottes Wort und die GEISTIGE SPEISE (Sklave) zu verinnerlichen.“

    Das Lesen und verinnerlichen der Schriften der Leitenden Körperschaft (Sklave) ist also nun gleichgestellt mit dem Wort Gottes. Sie behaupten keine Propheten und nicht inspiriert zu sein und doch tun sie es.

    Abs. 19 im selben Artikel geht noch weiter: „Unser Haltung gegenüber Christi Brüdern ist ausschlaggebend dafür, wie wir in der große Drangsal beurteilt werden.“

    Diese unerhörte Verdrehung der Aussage Jesu braucht nicht weiter kommentiert zu werden.

    Da meine ganze Familie nun schon in 3. Generation ZJ sind und außer meinem Vater, niemand ernsthaft den „Sklaven“ und seine Selbstdarstellung und vor allem Selbsterhöhung hinterfragt, mache ich mir ernsthaft Gedanken wie das weiter gehen soll. Von der oberflächlichen Liebe der meisten in der Versammlung ganz zu schweigen. Sie ist bei den meisten eine Liebe unter Vorbehalt, unter Vorbehalt der Linientreu zum „Sklaven“ und seiner Interpretation der Wahrheit.

    Ich erkenne eine gewisse Zuspitzung hin zu einer Entscheidung für WAHRE Anbeter Jehovas und Nachfolger Jesu Christi.

    Die allgegenwärtige Betonung in jedem Studien-WT (min. 1 Artikel) nur der „Organisation“ und dem „Sklaven“ zu folgen zeigt in welcher geistigen Verfassung die vermeintlichen „Herren unseres Glaubens“ (Leitende Körperschaft) sind.

    Sie haben Angst! Angst vor dem unvermeidlichen! Sie müssen bald erkennen, dass nur „Jehova“ der allein wahre Gott ist und sein Sohn Jesus der „Mittler“. Jehova duldet keinen zweiten „Mittler“ oder selbsternannten Kanal für alle Zeiten.

    Sie haben längst die „Fußstapfen Jesu“ verlassen und folgen lieber den Fußstapfen Ihrer Vorgänger im Amt (Rutherford, Knorr, Hentschel usw.), die den Begriff „sichtbare Organisation Jehovas“ überhaupt erst erfunden und geprägt haben.

    „Uns damit beschäftigen, was Jehova bereits für uns getan hat“ lautet die Aufforderung des WT v. 15.01.2011 S. 31,32. Im ganzen Artikel werden Jesu Opfertod und die Bibel als „Worte der Wahrheit“ mit keiner Silbe erwähnt.

    Wie kann man dauerhaft in diesem inneren Zwiespalt leben, ohne sich irgendwann entscheiden zu müssen? Ganz einfach ausgedrückt: „Dabei bleiben oder raus gehen?“ Seit ungefähr 3 Jahren mache ich irgendwie beides: formell körperlich bin ich „dabei“ aber geistig habe ich schon die „Tür nach draußen zu Christus“ durchschritten.

    Doch wenn ich die „Tür“ hinter mir zu mache, also nicht mehr im Sklaven-Neusprech „aktiv dabei“ bin, wird auch das Verhältnis zu meiner Familie darunter leiden.

    Dies war ein kurzer Einblick in meinen momentanen Seelenzustand und meiner inneren Zerissenheit.

    Es grüßt Euer Bruder!

  • matthäus
    Dezember 29, 2010

    Meine lieben Mitbrüder – Bob, Max, Walter, Dennis usw.
    ich möchte meine Formulierung um nicht die gleichen Worte zu gebrauchen nur anschließen, eure Worte unterstreichen und vielleicht nur noch eines hinzufügen.

    Etwas was mir am meisten Schmerz bereitet, was für mich nicht nur ein Mangel an Liebe, Barmherzigkeit, Güte darstellt ist die grausame Menschenverachtende Behandlung wie dieser Sklave sich über den Herrn erhebt und Brüder oder Schwestern die ihr Gewissen gebrauchen und dazu auch ihr Hirn – solche liebenswerte Menschen als böse Abtrünnige bezeichnet.

    Nicht genug damit, werden 7 Millionen ZJ angewiesen solche – die auch mal eine eigene Meinung vertreten oder auch nur äußern – zu verurteilen, zu hassen !!! (ja viele haben es vergessen – genauso stand es im WT – mit dem Zusatz Ekel vor diesen zu haben)

    Und wenn sich dieses Denken (per Anweisung und Umsetzung vieler Ältester) nicht in das Vorbild und Handlungsweise Jesu wandelt, wird in Zukunft ein noch größerer Abgang (ausbleiben) zu beklagen sein.

  • Glocknerkönig
    Dezember 29, 2010

    Danke mein liebeer Mattäus, mit dem nachfolgenden Zitat von deinem Kommentar beschreibst du sehr treffend wie die Mehrzahl aller Zeugen per Anweisung von Wachturm zu :::wurde vom System gelöscht, bitte keine „schlimmen Worte benutzen“ dies ist die letzte Warnung bevor dein Account gelöscht wird:::: gemacht werden .
    ………………..
    Zitat:
    Nicht genug damit, werden 7 Millionen ZJ angewiesen solche – die auch mal eine eigene Meinung vertreten oder auch nur äußern – zu verurteilen, zu hassen !!! (ja viele haben es vergessen – genauso stand es im WT – mit dem Zusatz Ekel vor diesen zu haben)
    …………………….
    Genau diesen Umstand wollte „Schneerose“ vor kurzem zum Ausdruck bringen. Schneerose umschrieb dieses mit :::vom System gelöscht:::.
    Du, mein lieber Mattäus ,hast da ein glücklicheres Händchen die Sache besser zu kommentieren.

    Gruß
    Glocknerkönig

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Glöcknerkönig,
    es werden bei uns alle gleich behandelt. Das System entdeckte bei Dir diskreminierende Worte und falsche Aussagen, die wir so nicht stehenlassen können. Dies ist und soll eine moralisch gute Webseite bleiben, ohne falsche Anschuldigungen und diskreminierenden Worten. Wenn du dich nicht an diese Vorgaben halten kannst, dann sage uns bitte bescheid, dann werden wir deinen Account sofort löschen. Wir werden ab sofort keinen Kommentar mehr veröffentlichen der 1. diskreminierende Worte und 2. falsche, böse Aussagen beinhaltet. Man kann auch falsche Handlungsweisen des tuvS anderst umschreiben….oder echte Zitate verwenden. Hier hast du richtig erkannt, dass Matthäus dies richtig macht. Vielleicht an Ihm ein Beispiel nehmen. Dies ist in dieser Hinsicht die letzte Mail die wir für solche Zwecke veröffentlichen. In diesem Sinne einen schönen Abend.

  • Arweena
    Dezember 29, 2010

    Zitat: Nicht genug damit, werden 7 Millionen ZJ angewiesen solche – die auch mal eine eigene Meinung vertreten oder auch nur äußern – zu verurteilen, zu hassen !!! (ja viele haben es vergessen – genauso stand es im WT – mit dem Zusatz Ekel vor diesen zu haben)

    Liebe Brüder! Also man kann diese Aussagen auch in noch so engelsgleichen Worte kleiden….es ändert sich nichts am Wahrheitsgehalt.
    Es ist unumstritten, dass manche Brüder einfach sprachlich gewandter sind…ich vermute mal, das sollte mit der Aussage „glücklicheres Händchen“ zum Ausdruck gebracht werden.

    Auch ich konnte am eigenen Leib solch liebloses und menschenverachtendes Verhalten beobachten. Ich bin seit ca. 34 Jahren mit Jehovas Volk verbunden….vor ca. 7 Jahren hörte ich auf, die Zusammenkünfte zu besuchen…anfangs war es, weil ich mich ungerecht behandelt fühlte. Was glaubt ihr, wievielen Brüdern oder Schwestern ich abgegangen bin? Ich brauche dazu nicht mal 4 Finger, um sie abzuzählen. Da ich aber Jehovas Grundsätze nie aus den Augen verloren habe, habe ich mich auch weiter mit geistigem Gedankengut beschäftigt.
    Ergebnis: Wenn mich heute jemand aus meiner ehemaligen Versammlung auf der Straße sieht, werde ich nicht mal gegrüßt! (ich bin aber nicht ausgeschlossen!!!!) Und nun frage ich mich, WER veranlaßt meine ehemaligen vermeintlichen Freunde zu so einem Verhalten?
    Matthäus hat das sehr treffend zum Ausdruck gebracht, WER daran schuld ist.

    LG Arweena

  • Alois
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruder Glocknerkönig

    und liebe andere Brüder welche schwer von den Mitbrüdern geschlagen wurden.

    Lese mal bitte aufmerksam das erste Kapitel von Jesaja und stelle Dir vor, es sind damit ausschließlich die heutigen Zeugen Jehovas als Ganzes gemeint:

    Jesaja 1
    1. Das Gesicht Jesajas, des Sohnes Amoz‘, welches er über Juda und Jerusalem geschaut hat in den Tagen Ussijas, Jothams, Ahas‘, Jehiskias, der Könige von Juda.
    2. Höret, ihr Himmel, und horche auf, du Erde! Denn Jehova hat geredet: Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, und sie sind von mir abgefallen.
    3. Ein Ochse kennt seinen Besitzer, und ein Esel die Krippe seines Herrn; Israel hat keine Erkenntnis, mein Volk hat kein Verständnis.
    4. Wehe der sündigen Nation, dem Volke, belastet mit Ungerechtigkeit, dem Samen der Übeltäter, den verderbt handelnden Kindern! Sie haben Jehova verlassen, haben den Heiligen Israels verschmäht, sind rückwärts gewichen. –
    5. Warum solltet ihr weiter geschlagen werden, da ihr nur den Abfall mehren würdet? Das ganze Haupt ist krank, und das ganze Herz ist siech.
    6. Von der Fußsohle bis zum Haupte ist nichts Gesundes an ihm: Wunden und Striemen und frische Schläge; sie sind nicht ausgedrückt und nicht verbunden, und nicht erweicht worden mit Öl.
    7. Euer Land ist eine Wüste, eure Städte sind mit Feuer verbrannt; eure Flur-Fremde verzehren sie vor euren Augen; und eine Wüste ist es, gleich einer Umkehrung durch Fremde.
    8. Und die Tochter Zion ist übriggeblieben wie eine Hütte im Weinberge, wie eine Nachthütte im Gurkenfelde, wie eine belagerte Stadt.
    9. Wenn Jehova der Heerscharen uns nicht einen gar kleinen Überrest gelassen hätte, wie Sodom wären wir, Gomorra gleich geworden.
    10. Höret das Wort Jehovas, Vorsteher von Sodom; horchet auf das Gesetz unseres Gottes, Volk von Gomorra!
    11. Wozu soll mir die Menge eurer Schlachtopfer? -spricht Jehova; ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber, und am Blute von Farren und Lämmern und jungen Böcken habe ich kein Gefallen.
    12. Wenn ihr kommet, um vor meinem Angesicht zu erscheinen, wer hat dieses von eurer Hand gefordert, meine Vorhöfe zu zertreten?
    13. Bringet keine eitle Opfergabe mehr! Räucherwerk ist mir ein Greuel. Neumond und Sabbath, das Berufen von Versammlungen: Frevel und Festversammlung mag ich nicht.
    14. Eure Neumonde und eure Festzeiten haßt meine Seele; sie sind mir zur Last geworden, ich bin des Tragens müde.
    15. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch; selbst wenn ihr des Betens viel machet, höre ich nicht: eure Hände sind voll Blutes.
    16. Waschet euch, reiniget euch; schaffet die Schlechtigkeit eurer Handlungen mir aus den Augen, lasset ab vom Übeltun!
    17. Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, leitet den Bedrückten; schaffet Recht der Waise, führet der Witwe Sache!

    20. Wenn ihr euch aber weigert und widerspenstig seid, so sollt ihr vom Schwerte verzehrt werden. Denn der Mund Jehovas hat geredet.
    21. Wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voll Recht, Gerechtigkeit weilte darin, und jetzt Mörder!

    23. Deine Fürsten sind Widerspenstige und Diebsgesellen, ein jeder von ihnen liebt Geschenke und jagt nach Belohnungen; der Waise schaffen sie nicht Recht, und der Witwe Sache kommt nicht vor sie.

    Ich denke man muss Jesaja 1 nicht groß kommentieren, denn die Verse sind unmissverständlich geschrieben. Jetzt könnte ein treuer Organisations Zeuge Jehovas einwenden es seinen die Christenheit gemeint. Gut, aber in Vers 9 steht, dass Jehova einen ganz kleinen Überrest übrig gelassen hat. Ein Überrest aus der Christenheit? Dann wären wir alle ganz schön angeschmiert.

    Ich kenne zu einem geringen Teil das was Du bereits durchgemacht hast. Aber nicht der wird am Ende von unserem Vater und seinem Sohn gerettet, der viel durchgemacht hat, sondern derjenige welcher ausharrt bis zum Ende im Glauben.

    Nicht nur Jesaja sondern auch Jesus hat das in Matth.10 vorhergesagt:
    21. Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen.
    22. Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.

    Vers 22 meint nicht dass dies von der Welt ausgeht, sondern das bedeutet dass dies wie in Vers 21 steht, von unserem Bruder, somit vom eigenen Volk ausgeht. Zum Tode bringen sind Gemeinschaftsentzüge, welche den Ausgeschlossenen vom Glauben abfallen lassen. Wer es schafft trotz einem Ausschluss Jehova treu zu bleiben, ist schwer verletzt aber lebt noch.

    Deine Erlebnisse müssten Dich im Glauben an Jehova stärken und nicht schwächen, denn Jesus hat doch gesagt dass es so kommt. Würde es nicht so gekommen sein, dann würde ich mir wirklich Gedanken machen, ob die Zeugen Jehovas das Volk Jehovas sind. Aber so kann ich mich ruhig zurücklehnen und auf die Rettung warten.

    Eine Glaubensgemeinschaft welche solche massiven Probleme nicht hat, kann ganz sicher nicht das Volk Jehovas sein! Denn sonst hätte die Bibel gelogen.

    Deswegen gebe Dir bitte bitte einen kräftigen Schubs, starte einen Neubeginn und glaube an unseren Vater, seinen Sohn und die Verheißung.

    Dein Bruder Alois

  • Glocknerkönig
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruderinfo, danke für die klaren Worte.

    Ihr schreibt:
    Zitat…Wir werden ab sofort keinen Kommentar mehr veröffentlichen der 1. diskreminierende Worte und 2. falsche, böse Aussagen beinhaltet. Man kann auch falsche Handlungsweisen des tuvS anderst umschreiben….oder echte Zitate verwenden…..

    Ich möchte daher ein echtes Zitat aus dem Wachtturm vom w93 1. 10. S. 19 Abs. 15 „Durchforsche mich, o Gott“ anführen und fragen ob nicht da zum Hass aufgefordert wird.
    Zitat Wachtturm:
    15 Sie betreffend sagte der Psalmist: „Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen, und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen? Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß. Sie sind mir zu wirklichen Feinden geworden“ (Psalm 139:21, 22). David betrachtete sie deshalb mit Abscheu, weil sie Jehova aufs tiefste haßten. Die Abtrünnigen zeigen zum Beispiel ihren Haß auf Jehova dadurch, daß sie sich gegen ihn auflehnen. Abtrünnigkeit ist in Wahrheit Rebellion gegen Jehova. Manche Abtrünnige behaupten zwar, Gott zu kennen und ihm zu dienen, aber sie lehnen Lehren oder Anforderungen ab, die in seinem Wort dargelegt werden. Andere behaupten, an die Bibel zu glauben, verwerfen jedoch Jehovas Organisation und setzen alles daran, deren Werk zu behindern. Wenn sie bewußt solche Schlechtigkeit wählen, obwohl sie wissen, was recht ist, und wenn ihnen das Schlechte so in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß es einen untrennbaren Bestandteil ihres Wesens bildet, dann muß ein Christ sie als solche hassen (im biblischen Sinn des Wortes), die sich mit der Schlechtigkeit unlösbar verbunden haben. Wahre Christen teilen Jehovas Empfindungen gegenüber Abtrünnigen; sie möchten gar nicht wissen, was für Vorstellungen diese vertreten. Im Gegenteil, sie ‘empfinden Ekel’ gegenüber denjenigen, die sich zu Gottes Feinden gemacht haben, aber sie überlassen es Jehova, Rache zu üben (Hiob 13:16; Römer 12:19; 2. Johannes 9, 10).

    Seid ihr bereit dieses Zitat, das Schneerose bestätigt,online zu stellen?

    liebe Grüsse Glocknerkönig

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Glöcknerkönig,
    merkst du nun den Unterschied? Es geht nicht nur darum den tuvS korrekt wiederzugeben sondern auch um rechtliche Dinge. Der kleine aber feine Unterschied besteht darin, das bei der ersten „Darstellung“ von Dir und „Schneerose“ behauptet wurde das alle Brüder Hass predigen würden. Das hiesse das Brüder von Haus zu Haus gehen und Hass den Menschen predigen würden. Das stimmt einfach nicht. Zum zweiten hätte der tuvS das Recht gehabt uns wegen „Falschdarstellung“ zu verklagen, da wir diese Falschdarstellung zugelassen hätten. Du und Schneerose hätten fein euren Frust abgelassen und Bruderinfo hätte schön die Anwalts und Gerichtskosten zahlen dürfen. Deshalb sind Zitate wichtig. Verstehst du nun? So wie jetzt war deine Darstellung zwar richtig, doch wenig förderlich um den Glauben zu stärken. Jeder Bruder weis aus dem WT und den Büchern wie er mit Abtrünnigen umzugehen hat. Was hattest du davon dies nochmals zu erwähnen? Um den Glauben und die Liebe zu stärken wäre schön wenn du dargestellt hättest, mit biblischen Texten, wie ein wahrer Christ sich zu verhalten hat. Wir möchten einfach nicht, dass Ihr „Wiederholungstäter“ eures eigenen Frustes werdet, indem Ihr Böses mit bösem vergeltet. Wie sollte man Böses vergelten? Mit Gutem. Ist es nicht so? Oder haben wir hier nicht auch die, die nach dem tuvS „Abtrünnige“ sind aufgenommen und mit Brüder angesprochen, weil sie der Bibel nach Brüder sind? Glöcknerkönig und Schneerosen, es ist uns klar das nach den vielen schlimmen Erfahrungen die Ihr gemacht habt, das Vertrauen in andere Brüder sehr schwer fällt. Aber neues Vertrauen zu verschenken bedeutet auch das der innere Hass langsam wieder verschwindet und Heilung einsetzen kann. Im Grunde schaden Hassgefühle einem nur selbst und misstrauen verletzt euer Herz. Habt deshalb ein wenig mehr Vertrauen in unsere Entscheidungen und fühlt euch deshalb nicht verletzt oder angegriffen. Wir sind Brüder wie Ihr. In diesem Sinne einen erbauenden Tag, eure Brüder von Bruderinfo.

  • matthäus
    Dezember 29, 2010

    Zu dieser Anmerkung:
    „Sie haben längst die „Fußstapfen Jesu“ verlassen und folgen lieber den Fußstapfen Ihrer Vorgänger im Amt (Rutherford, Knorr, Hentschel usw.), die den Begriff „sichtbare Organisation Jehovas“ überhaupt erst erfunden und geprägt haben.“

    …möchte ich noch eine interessante Aussage von Russel hinzufügen:

    Charles Taze Russell, Gründer der Watch Tower Society und Herausgeber des Wacht-Turms, erörterte 1891 im 3. Band seiner Schriftstudien „Dein Königreich komme“ ausführlich den Einfluß religiöser Organisationen. Seine Überlegungen, besonders aber seine Empfehlungen, sind bemerkenswert:

    Es gibt unter den verschiedenen Sekten Babylons -des „Christentums“ – verschiedene Grade der Knechtschaft. Manche, die totale und absolute Sklaverei des persönlichen Gewissens und
    Urteils, wie es der Romanismus erfordert, mit Unwillen von sich weisen, sind dennoch ganz zufrieden, durch die Glaubenssätze und Dogmen der einen oder anderen der protestantischen Sekten gebunden zu sein, und begierig, andere zu binden.

    Es ist wahr, ihre Ketten sind leichter und länger als die Roms und des dunklen Zeitalters. Soweit dieses reicht, ist es in der Tat gut; in Wirklichkeit eine Reformation; ein Schritt in der rechten Richtung; voller Freiheit dem Zustande der apostolischen Kirche e n t g e g e n.

    Doch warum will man überhaupt menschliche Fesseln tragen?

    Warum überhaupt unser Gewissen knechten? Warum nicht in der Freiheit, mit der Christus uns befreit hat, fest stehen?

    Warum nicht alle Versuche fehlbarer Mitmenschen, unser
    Gewissen zu knechten und Untersuchung zu verhindern, verwerfen? – nicht nur die Versuche ferner Vergangenheit, des dunklen Zeitalters, sondern auch solche Versuche der verschiedenen
    Reformatoren der jüngeren Vergangenheit?

    Warum nicht beschließen, so frei zu sein, wie die
    apostolische Kirche war? – frei, sowohl in Erkenntnis, als auch an Gnade und Liebe z u w a c h s e n, je nachdem der Herr zu „seiner Zeit“ seinen köstlichen Plan immer völliger und völliger offenbart?

    Wenn sie trotz solcher freiwillig eingegangenen Knechtschaft für sich selbst denken und aus anderen Quellen Licht empfangen, über das Licht hinaus, das die Sekte genoß, als sie sich ihr anschlossen, so müssen sie entweder der Sekte und ihrem Versprechen derselben gegenüber, nichts ihrem Glaubensbekenntnis Widersprechendes zu glauben, untreu sein, oder das Bekenntnis, dem sie entwachsen sind, ehrlich beiseite werfen, ihm entsagen und aus dieser Sekte austreten.

    Das zu tun, erfordert Gnade und erfordert einige Anstrengungen, zerreißt oft angenehme Verhältnisse und setzt den ehrlichen Wahrheitssucher den einfältigen Beschuldigungen aus, daß er ein „Verräter“ an seiner Sekte, ein „Wetterwendischer“, ein „Unbeständiger“ sei usw. Wenn man sich einer Sekte anschließt, so wird erwartet, daß man sich der Sekte gänzlich ergibt und nicht mehr sich selbst gehört.

    Die Sekte entscheidet nun für ihn, was Wahrheit und was Irrtum sei; und er muß, um ein wahres, zuverlässiges, treues Glied der Sekte zu sein, deren spätere wie frühere Entscheidungen über alle religiösen Fragen annehmen, seine eigene Meinung übersehen und persönliche Nachforschungen vermeiden, da er sonst an Erkenntnis wachsen und als Glied solcher Sekte verloren gehen könnte.
    Diese Sklaverei einer Sekte und einem Glaubensbekenntnis gegenüber wird oft mit soundsovielen Worten bezeichnet,
    wenn man sagt, daß ein solcher zu einer Sekte „g e h ö r t“.
    Diese Bande des Sektentums, weit davon entfernt, als das, was sie sind, als Fesseln und Ketten, angesehen zu werden,
    werden als ein Schmuck, als Ehrenzeichen und Ausweis von Charakterstärke betrachtet und getragen. So weit ist der
    Selbstbetrug gegangen, daß viele Kinder Gottes sich schämen würden, als solche bekannt zu sein, die ohne solche Ketten
    wären, seien dieselben nun leicht oder schwer an Gewicht, lang oder kurz bezüglich der gebilligten, persönlichen Freiheit.
    Sie schämen sich zu sagen, daß sie in keiner Sekte oder Glaubenssatzung in Knechtschaft seien, sondern Christo allein
    „a n g e h ö r e n.“

  • matthäus
    Dezember 29, 2010

    Auch das stammte von der Feder Russels – wenn er vom Geist Gottest geleitet war, von ihm immer noch in höchsten Tönen geschrieben wird, warum beherzigen seine Nachfolger die heutige LK nicht seine guten Ratschläge?

    „Daher kommt es, daß wir manchmal ein ehrliches, wahrheitshungriges, allmählich voranschreitendes Kind Gottes von einer Benennung zur anderen fortschreiten sehen, gleichwie ein Kind in der Schule von einer Klasse zur anderen übergeht. Wenn es in der Kirche Roms ist, und seine Augen öffnen sich, so geht es heraus und fällt wahrscheinlich einem Zweige der methodistischen
    oder presbyterianischen Systeme zu.

    Wenn sein Verlangen nach Wahrheit hier nicht gänzlich unterdrückt und sein geistiges Gefühl betäubt wird vom Geiste der Welt, so kann man es ein paar Jahre später in einer der Verzweigungen des baptistischen Systems finden; und wenn es noch fortfährt, an Gnade und Erkenntnis und Liebe zur Wahrheit zu wachsen und in ein Verständnis der Freiheit, für die uns Christus befreit, so mag man es nach einiger Zeit außerhalb aller menschlichen Organisationen finden, nur noch mit dem Herrn verbunden, nur durch die zarten aber festen Seile der Liebe und Wahrheit gefesselt, wie es mit der ersten Kirche der Fall war. – 1. Korinther 6:15, 17; Epheser 4:15, 16.

    Das Gefühl der Unbehaglichkeit und Unsicherheit, wenn manche nicht durch die Ketten irgendeiner Sekte gebunden sind, ist ziemlich allgemein. Es wird durch die verkehrte Idee erzeugt, die vom Papsttum zuerst verkündigt wurde, daß Gliedschaft in einer menschlichen Organisation wesentlich, dem Herrn wohlgefällig und zum ewigen Leben nötig sei.

    Diese irdischen, menschlich organisierten Systeme, die so verschieden sind von den einfachen, ungebundenen
    V e r e i n i g u n g e n zur Apostelzeit, werden von christlichen Leuten unwillkürlich, ja fast unbewußt, als soundsoviele Versicherungsgesellschaften für den Himmel gehalten, an d e r e n e i n e Geld, Zeit, Ehrfurcht usw. regelmäßig entrichtet werden müsse, um himmlische Ruhe und Frieden nach dem Tode zu sichern. Nach dieser falschen Meinung handelnd, sind diese
    Leute fast gerade so nervös ängstlich, durch eine andere Sekte gebunden zu werden, wenn sie aus einer austreten, wie sie
    es sind, wenn ihr Versicherungsschein abgelaufen ist, denselben in irgendeiner angesehenen und sicheren Gesellschaft erneuert zu haben.

    Allein keine irdische Organisation kann einen Paß zur himmlischen Herrlichkeit ausstellen. Selbst der engherzigste Anhänger einer Sekte (ausgenommen Romanisten) wird nicht behaupten, daß
    Gliedschaft in einer Sekte himmlische Herrlichkeit sichert. Alle sind gezwungen zuzugeben, daß die wahre die ist, deren Eintragungen im Himmel und nicht auf Erden geschehen. Man betrügt
    das Volk durch die Behauptung, daß es nötig sei, ein Glied irgendeines Sektenkörpers zu werden, um ein Glied des „Leibes Christi“, der wahren Kirche, zu sein. Im Gegenteil, obwohl der Herr niemand die Aufnahme verweigert hat, wenn er auch durch das Sektenwesen zu ihm kam, und einen aufrichtigen Wahrheits Sucher nie leer abgewiesen hat, so sagt er uns doch, daß wir solcher
    Hindernisse nicht bedürfen, sondern viel besser direkt zu ihm kommen können.

    Er ruft: „Kommt her zu mir“; „nehmet auf mein Joch und lernet von mir“; „mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“ Hätten wir doch schon früher auf diese Stimme gehört; gar mancher schweren Last des Sektentums, gar mancher Verlockung zur Eitelkeit und zu weltlichem
    Sinnen wären wir entgangen.

    Viele jedoch, die in den verschiedenen Sekten geboren oder in ihrer Kindheit, ohne die Systeme zu untersuchen, hineingepfl
    anzt wurden, sind im Herzen frei geworden und, ohne es sich bewußt geworden zu sein, den Grenzen und Banden
    der Glaubensbekenntnisse, die sie durch ihr Bekenntnis und ihre Unterstützung durch Mittel und Einfluß als die ihrigen
    anerkannten, entzogen.

    Wenige davon haben den Vorteil voller Freiheit oder den Schaden der Sektenknechtschaft empfunden. Noch war auch bis jetzt, in der Erntezeit, völlige Trennung geboten. Jetzt erst vernimmt man das Wort des Herrn: „Gehet aus von ihnen: Seid rein [frei, sowohl von verkehrter Praxis als auch von falschen Lehren] ihr, die ihr Jehovas Geräte [Wahrheiten – Lehren] traget.“ – Jesaja 52:11

    Schriftstudien Bd. 3 Dein Königreich komme, deutsche Ausg. 1926, S. 172-175

  • Dennis
    Dezember 29, 2010

    Hallo Liebes Bruderinfo-Team, liebe „Mitleser“,

    seit einiger Zeit grüble ich schon über 2 Bibeltexte, die ich nicht miteinander in Übereinstimmung bringen kann. Ich bin zwar überzeugt, dass sich Gottes Wort in der Gesamtheit nicht widerspricht, aber in diesem Fall ist eine Gegensätzlichkeit der Aussagen einfach zu offensichtlich.

    Es handelt sich um Römer 4:1-8 und Jakobus 2:23-25. Da die meisten hier ja erfahren Bibelforscher sind brauch ich, so denke ich, die Passagen hier nicht zu posten.

    Kann mir jemand erklären, warum Paulus „Abraham“ als Beweis für „Gerechtigkeit vor Gott…OHNE WERKE“ anführt, aber Jakobus mit dem selben Beispiel das Gegenteil ausdrückt, nämlich „Glauben OHNE WERKE IST TOT“.

    Was ist nun richtig?

    Wäre um ein paar Kommentierungen sehr dankbar!

    Es grüßt euch
    Bruder Dennis!

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Ich erlaube mir einige sehr gute Gedanken von unserem Bruder E.F. zu´deiner Frage lieber Dennis hier einzufügen:

    Wie steht Paulus zu Werken?

    Paulus, ein aktiver Mann, als Jude ein Eiferer, wurde als Christ ein sehr toleranter Mensch (Röm. 14; 1.Kor. 8; 1.Kor. 10:23-33), aber wenn es um die Frage der Rettung, um die Stellung Christi ging, war er unnachgiebig, denn hier ging es um das Heil, um die Kernfrage der guten Botschaft, des Evangeliums (1.Kor. 2:2; Gal. 2:5); ein verfälschtes, ein anderes Evangelium konnte er nicht hinnehmen (Gal. 1:6-9).

    Das Evangelium der Rettung aus Glauben an den Sohn Gottes, der für Sünder starb, das war sein Evangelium, das Evangelium der Bibel!

    Aber ist nicht Glaube ohne Werke tot? Gewiß! Lass uns den Gedanken betrachten, biblisch prüfen! Es gibt Menschen ohne religiösen Glauben, die jedoch viele gute, humane, soziale oder auch idealistische Werke verrichten, ja die sogar große Opfer für andere bringen. Aber Werke ohne Glauben heben die Sünde nicht auf, ersetzen nicht das Sühnopfer. Und Werke können auch nicht zum Sühnopfer und damit zur Gerechtigkeit vor Gott und zu Deiner Rettung beitragen; Christi Opfer dagegen ist vollkommen ausreichend, weder wiederholungs- noch ergänzungsbedürftig; nur Glaube ist erforderlich! Aber echter Glaube ist nicht tot; darum folgert Paulus unmittelbar, nachdem er erklärte, dass wir nicht aus Werken gerettet seien, sondern aus Gnade, wir seien erschaffen in Christus Jesus ‘zu guten Werken’ (Eph. 2:8-10). Er erklärte, dass Glaube in Liebe wirksam wird (Gal. 5:6; 6:10).

    ‘Wirkt’ hat die gleiche sprachliche Wurzel wie ‘Werk’. Zahlreiche weitere Äußerungen bestätigen diese Haltung von Paulus. Dasselbe können wir aus den Worten Jesu entnehmen, der uns einerseits deutlich sagt ‘wer an den Sohn glaubt, wird leben’, andererseits aber gute Werke als ein Merkmal seiner Nachfolger bezeichnet. An ihren Früchten sind seine Jünger zu erkennen (Matth. 7:16,20).

    Allerdings bestehen diese Früchte nicht nur aus Predigtdienst, sondern aus guten Werken in Liebe im ganzen christlichen Leben, auch im Alltag, aus Werken gemäß dem Willen Gottes (Matth. 7:21-23). Was ist der Wille Gottes? Er gibt uns da keinen Katalog von Tätigkeiten, so wenig wie er einst einem Fragesteller genau sagte, wer sein Nächster sei (Luk. 10:30-37)!

    Aber wir haben sein Wort und das Beispiel seines Sohnes, wir haben die Leitung des Heiligen Geistes und grundsätzliche Aussagen, die wir dann auf unsere Lebenssituation anwenden dürfen, wie z.B. 2.Korinther 7:1. Und wir haben die gnadenvolle Zusicherung, die allen gilt, die in Christus Jesus sind: keine Verurteilung jetzt (Röm. 8:1). Aber was immer wir tun: alle diese guten und christlichen Werke tragen nicht zu unserer Rettung bei, denn wir sind gerettet aus Gnade im Glauben an und durch das Opfer Christi; die Werke sind – notwendigerweise – die Früchte dieses Glaubens. Er bringt sie hervor so wie ein übervolles Herz Worte hervorströmen läßt (Luk. 6:45). Dazu bedarf es keinen wie auch immer gearteten Drucks, und es gibt auch keinen Druck unter der Leitung Jesu (Matth. 11:28-29).

    Aber Jakobus?

    Steht aber nicht Jakobus einem solchen Verständnis des Paulus entgegen (Jak. 2:14-26)? Jakobus und Paulus betrachten den gleichen Gegenstand, nämlich den Glauben, von verschiedenen Gesichtspunkten aus.

    Paulus macht deutlich, dass wir uns nicht durch Werke (selbst) erretten, sondern dass Gerechtsprechung aus Glauben kommt; dies zeigt er auch am Leben Abrahams (Röm. 1:17; 4:3,18-22). Jakobus spricht auch vom Glauben, von dem gleichen Glauben; er spricht auch von Werken; aber er stellt die Werke nicht neben den Glauben als zusätzliches Erfordernis, sondern zeigt, dass Glaubenswerke Bestandteil des Glaubens sind. Auch für Jakobus genügt Glaube allein! Um den Glauben geht es ihm von Anfang an (Jak. 1:3); sein Anliegen ist der lebendige Glaube, der in der Bewährung steht, und der bewährte Glaube empfängt die Krone des Lebens (Jak. 1:12). Jakobus kommt es darauf an, dass sich der Glaube in den Alltagssituationen, in Versuchungen und Herausforderungen der Zeit bewährt.

    Das Tun ist ein Kriterium für das Vorhandensein lebendigen Glaubens. Dabei dürfen Baum und Früchte, Glauben und Werke nicht verwechselt werden. Früchte existieren nicht zusätzlich zum Baum, sondern sind Teil des Baumes, Werke Teil des Glaubens. Nicht die Werke machen den Glauben, und gute Werke machen nicht den Glauben gut! Das ist wie beim Barometer: es gibt nicht gutes Wetter, weil das Barometer steigt, sondern umgekehrt; wir sehen an dem steigenden Barometer, dass es gutes Wetter gibt. So sehen wir auch an den Werken, ob Glauben vorhanden ist. Der Glauben ist das Erste und Entscheidende, die Werke folgen daraus.

    Lippenbekenntnisse sind kein lebendiger Glaube, obwohl das Bekennen unseres Herrn durchaus wesentlich ist (Röm. 10:9-10). Aber Bekenntnisse müssen sich im Tun verwirklichen (Jak. 2:15-17).

    Für Jakobus ist der Glaube zur Rettung nicht ergänzungsbedürftig; für ihn ist dieser Glaube eine Ganzheit; ohne Glaubenswerke fehlt dem Glauben ein Teil seiner selbst. Glaube, der nicht zum Gehorsam gegen Gott führt, bleibt wirkungslos. Darum zeigt Jakobus einen anderen Gesichtspunkt aus dem Leben Abrahams; Abrahams Glaube genügte; aber er bewährte sich dann in der Prüfung, im Tun, ebenso wie der Glaube Rahabs wirksam wurde in der Prüfung, bei ihr noch verbunden mit Barmherzigkeit (Jak. 2:21-26; Josua 2:12; Jak. 2:13).

    Jakobus sagt nicht, dass ein Glaube ohne Werke kein Glaube sei, sondern dass er ein toter Glaube sei. Glaube bildet mit seinen Werken eine Einheit. Der Glaube zielt auf Gottes Werk, kommt im Wirken zur Erfüllung, und damit wird der Glaube vollendet. So hat Jakobus keine andere Einstellung als Paulus. Der Glaube ist – allein – entscheidend für die Rettung aus Gnade. Doch ein lebendiger Glaube wird Frucht tragen, so wie Samen, dem Gott Wachstum gibt, Frucht trägt. Nicht dem Samen gebührt die Ehre, sondern dem, der Wachstum gibt, nicht dem Glaubenden, sondern dem schenkenden Gott und gnädigen Vater wie auch dem Sohn, unserem Herrn (Joh. 5:23).

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Dennis,
    wenn du Jakobus von Anfang an liest dann stellst du fest das kein Widerspruch besteht. Die Freiheit von der Jesus spricht birgt auch eine gewisse Verantwortung. Jakobus sagte das der Glaube eben diese Verantwortung mit sich bringt gutes zu tun. Gutes im Sinne von Werken in Form, Witwen und Waisen zu helfen. siehe hierzu die Verse vorher Jakobus 1:27. Auch sagt Jakobus deshalb in Jakobus 1: 25 „Wer dagegen in das vollkommene Gesetz der FREIHEIT hineingeschaut hat und bei ihm verbleibt, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, der wird in seinem TUN selig sein“ (Menge) Du siehst das es bei einem wirklichen freien Christen aus LIEBE nicht nur beim Hören oder reden bleibt, sondern beim TUN endet. Als Vergleich folgende Veranschaulichung:
    Wenn ein Mann zu Hause mit Macht und strenge herrscht und dann sagt: „Ha ich habe meine Frau im Griff, immer wenn ich nach Hause komme steht das Essen auf dem Tisch und meine Frau rennt sofort, sobald ich einen Ton sage.“ Ein anderer Mann der mit Liebe und Vertrauen der Familie vorsteht sagt: Meine Frau zaubert manchmal auch wunderbare Gerichte auf den Teller, aber oftmals Koche ich auch gerne aus Liebe“. Was denkst du Dennis welches Werk ist besser und welche Art ist besser? Genauso ist es bei Gott. In Freiheit und Vertrauen werden Gute Werke zu Diamanten der Liebe und stärken den Glauben. Werke in Verbindung mit Predigtdienst zu koppeln und Brüder zu sagen…wenn Ihr dies nicht tut dann…… Epheser 2:8,9 unterstützt dies mit folgendem Gedanken: Durch diese unverdiente Güte seid Ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist gottes Gabe. NEIN ES IST NICHT WERKEN zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe….

  • Dennis
    Dezember 29, 2010

    Vielen Dank Bruderinfo und Matthäus!

    Habe mir eure Kommentare kopiert und gespeichert, damit ich von Zeit zu Zeit darüber „nachsinnen“ kann, wenn sich wieder einmal das schlechte Gewissen meldet, dass ich durch jahrzehntelange Indoktrination des „Sklaven“ erst Stück für Stück in den Griff bekommen muß.

    Ich dachte eigentlich, ich hätte in den letzten Jahren schon soviel selbst nachgeforscht, dass ich davon frei bin, aber der Mechanismus funktioniert doch immer wieder, irgendwie erschreckend!!!

    Die Bedeutung des Wortes „Indoktrination“ trifft im übrigen den Nagel auf den Kopf: http://de.wikipedia.org/wiki/Indoktrination

    „INDOKTRINATION (von lateinisch: doctrina – „Belehrung“) ist eine besonders VEHEMENTE, KEINEN WIDERSPRUCH und KEINE DISKUSSION zulassende BELEHRUNG. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder KRITIK AUSZUSCHALTEN……“

    Brüderliche Grüße
    Dennis

  • Andrea
    Dezember 29, 2010

    lieber dennis,

    es kommt Jakobus darauf ankommt zu zeigen, was vor Menschen gültig ist, wie Vers 18 erkennen läßt. Ein Mensch hat das Recht zu verlangen, daß wir unseren Glauben aus unseren Werken zeigen und so uns selbst und unseren Glauben vor ihm rechtfertigen.

    Im Römerbrief liegt der Schwerpunkt auf dem, was vor Gott
    gültig ist. Eben diese Worte „vor Gott“ kommen in Römer 4,2 vor.
    Unser Glaube ist vor Seinem alles durchdringenden Auge völlig offenbar. Er braucht nicht darauf zu warten, daß sich als Frucht unseres Glaubens Werke zeigen, um über die wirkliche
    Existenz unseres Glaubens Gewißheit zu haben.

    Wir mögen Glauben an Gottes Fürsorge für Sein Volk bekennen, aber wenn dieser Glaube uns nicht willig macht, selbst ein Kanal zu sein, durch den sie strömt, dann haben bedürftige Brüder oder Schwestern keinen Nutzen davon, und wir selbst auch nicht.
    Unser Glaube ist in diesem besonderen Punkt tot und folglich unwirksam, wie uns Vers 17 sagt, und wir dürfen nicht überrascht sein, wenn andere ihn anzweifeln.

    Widersprechen sich nun diese beiden Aussagen? Keineswegs. Tatsächlich ergänzen sie einander:
    Werke, die um der Rechtfertigung willen geschehen, werden streng ausgeschlossen.
    aber
    Werke, die aus dem Glauben, der rechtfertigt, hervorgehen, werden mit Nachdruck betont,
    und das nicht nur bei Jakobus, sondern auch bei Paulus; denn an Titus schreibt er: „Ich will,daß du auf diesen Dingen fest bestehst, auf daß die, die Gott geglaubt haben, Sorge tragen,
    gute Werke zu betreiben“ (3,8). Die Werke, auf denen beide Apostel fest bestehen, werden von denen getan, „die geglaubt haben“; es sind somit Werke des Glaubens

    liebe grüsse

    andrea

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Liebe Brüder,

    ich habe in einem früheren Kommentar schon einmal bemerkt, dass totalitäre Gesellschaften ihre Macht u.a. dadurch stabilisieren, dass sie eine ausgeklügelte Informationspolitik betreiben. Denken wir nur an die Online-Portale der WTG für Älteste, die Briefe oder mündlichen Infos der KA an die Ältesten. Abgestuft nach Hierarchien wird die notwendige Information unter die Leute gebracht. Im Glauben an die Rechtmässigkeit der WTG-Auslegungs- und Sanktionsmacht stärkt der Informationsvorsprung die gefühlte Position des Einzelnen.

    Spannend ist auch die Betrachtung der Informationspolitik der WTG vor dem Hintergrund der angestrebten Körperschaftsrechte. Da werden Broschüren landesweit an verantwortliche MA von Jugendämtern, Justizbehörden und Kinderschutzbeauftragten verteilt, von deren Existenz nicht einmal die Ältesten vieler Versammlungen einen Plan haben.

    Die inzwischen von der WTG Gesellschaft in zweiter Auflage (2001) herausgegebene Schrift „Kindeswohl und Elternverantwortung“ zeigt sich von einer weltoffenen und toleranten Seite, wovon wir in zeugeninternen Schriften nur träumen können. Was soll man auch erwarten von einem Machtzentrum, das ist ja hier im Forum hinreichend diskutiert worden, aber einige Zeilen sind doch sehr bemerkenswert, wenn ich hier an die Kommentare von Menschen denke, die in sogenannten „geteilten Häusern“ wohnen (z.B. der Kommentar von Viktor):
    Wir lesen unter dem Kapitel: Religiös gemischte Familien – Besonderheiten? auf S.37-38
    ich zitiere: „Europa ist durch kulturelle, religiöse und sprachliche Vielfalt gekennzeichnet. Infolgedessen wachsen Kinder zunehmend in einem religiös und kulturell gemischten Umfeld auf. EINE RELIGIÖS GEMISCHTE ERZIEHUNG KANN SICH POSITIV AUF DAS KIND AUSWIRKEN; SOLANGE SICH DIE ELTERN GEGENSEITIG DIE NÖTIGE TOLERANZ UND DIE GEBÜHRENDE ACHTUNG NICHT VERSAGEN“(…) Das gilt für alle Kinder UNGEACHTET DER RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT ihrer Eltern. KINDER; DIE IN RELIGIÖS GEMISCHTEN FAMILIEN AUFWACHSEN, werden aufgefordert, IHRE ELTERN SOWIE DEREN RELIGIÖSE ÜBERZEUGUNG ZU RESPEKTIEREN. Auf diese Weise werden Eltern und Kinder ermuntert, nicht darauf zu bestehen, dass sich die anderen nach ihren RELIGIÖSEN VORSTELLUNGEN RICHTEN, sondern den rat des Apostels Paulus zu befolgen:“Lasst eure Vernünftigkeit allen Menschen bekannt werden.“
    DADURCH WIRD DEM KIND DIE FREIHEIT EINGERÄUMT; AN DEN RELIGIÖSEN HANDLUNGEN BEIDER ELTERN TEILZUNEHMEN; OHNE DASS DIE GEFAHR BESTEHT; SCHULDGEFÜHLE GEGENÜBER DEN ELTERN ZU ENTWICKELN ODER IN EINEN LOYALITÄTSKONFLIKT ZU GERATEN:

    Auf der Seite 39 heißt es:

    „Auch in religiös gemischten Familien SOLLTE DAS RECHT JEDEN ELTERNTEILS; DEN KINDERN SEINE RELIGIÖSEN UND ETHISCHEN ANSCHAUUNGEN ZU VERMITTELN; GEWAHRT BLEIBEN. Dabei sollte jeder Elternteil dem anderen gegenüber RÜCKSICHT UND TOLERANZ ÜBEN und sich nicht abschätzig über die Ansichten des Anderen äußern, damit Kinder nicht aufgrund von unterschiedlichen Vorbehalten zu religiösen Ansichten des anderen Elternteils unnötigen Konflikten ausgesetzt werden.“

    Der weitere Text integriert noch Aussagen von R.Tausch, Erziehungspsychologie:

    „‚Nicht diktatorische Lebensformen im menschlichen Zusammenleben‘ sehen ’nicht die Machtausübung, Kontrolle und das ‚Regieren‘ über andere‘ als ihre Hauptaufgabe an, ’sondern die FÖRDERUNG DER SELBSTBESTIMMUNG“ des Einzelnen.

    KINDER; DIE SOLCHE ELTERN HABEN; ERHALTEN DIE ECHTE CHANCE; EIGENE ENTSCHEIDUNGEN ZU TREFFEN UND IHREN LEBENSWEG SELBST ZU WÄHLEN:“

    Das ist nur ein Auszug eines Kapitels, schaut man sich die Texte zu Bildung, Freizeit, ausserschulische Aktivitäten, Meinungsfreiheit und Gottesdienste an, meint man seinen Augen nicht zu trauen.

    Die ZJ sind ein wirklich „freies“ Volk. Tolerant, diskussionsfreudig, weltoffen, die Würde des einzelnen achtend. Wir wissen, dass dieses Bild mit der gefühlten Realität nicht übereinstimmt.

    Dennoch versucht die WTG genau dieses Bild nach aussen zu zeigen, sollte etwas durchsickern wird das als „theokratische Kriegslist“ ausgelegt. Im Vertrauen der meisten ZJ an die WTG wird die intern gefühlte Bedrückung der Diktate von Oben als Gottes Willen umgedeutet.

    Auf diesem Weg werden zwei Informationspolitiken betrieben, zwei Realitäten konstruiert.

    Mir fällt hierzu folgender Text ein: Matth. 23,27.
    Schön scheinen, aber innen….

    Liebe Grüsse
    Bon

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bob,

    wir haben versucht dich per Mail zu erreichen. Die Mail ist anscheinend defekt. Könntest du uns bitte unter info@bruderinfo.de kontaktieren. Das wäre sehr liebe von Dir. Bruderinfo.

  • Arweena
    Dezember 29, 2010

    Hallo Bob,
    ich bin eine stille Mitleserin und verfolge nun schon einige Zeit die Beiträge auf dieser Seite. Es ist sehr erfreuend und erfrischend biblische Themen offen und frei aus jedem Blickwinkel betrachten zu können. Und das auf einem hohen Niveau. Danke dafür!
    auch an Matthäus…. und andere
    Diese Broschüre, die du hier anführst interessiert mich besonders. Gibt es diese auch im Internet zum Nachlesen? Für Infos wäre ich sehr dankbar.
    Schwesterliche Grüße!
    Arweena

  • Alois
    Dezember 29, 2010

    Liebe Schwester Arweena

    Rufe im Internet folgenden Link auf:

    http://www.kids-lev.com/sorgerecht/001.html

    Da steht das alles

    Grüße
    Bruder Alois

  • Bernhard
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruder Bob, zu deinen Kommentar in Bezug auf die Broschüre „Kindeswohl und Elternverantwortung schreibst du: …Spannend ist auch die Betrachtung der Informationspolitik der WTG vor dem Hintergrund der angestrebten Körperschaftsrechte. Da werden Broschüren landesweit an verantwortliche MA von Jugendämtern, Justizbehörden und Kinderschutzbeauftragten verteilt, von deren Existenz nicht einmal die Ältesten vieler Versammlungen einen Plan haben.
    Bitte kannst du kurz mitteilen WER diese Broschüren verteilt hat,in der Versammlung haben wir sie nicht gesehen und kann man sie im Internet lesen. Wir sind entsetzt wie zweigleisig die WTG fährt,denn von uns kennt diese Broschüre niemand. Liebe Grüße von uns Bernhard

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Liebe Arweena, lieber Bernhard,

    die Broschüre ist im Netz unter kids-ev nur unvollständig wiedergegeben. Kids-ev wollte diese Broschüre haben, hat sie aber wegen ihrer Rolle als „Beratungsinstitution für „Sektenkinder““ wohl nicht erhalten. Zitate aus dem Ablehnungsschreiben der WTG findet sich auf deren Website.

    Die Broschüre hat nicht den Weg über die Versammlungen beschritten, sondern wurde vom Informationsbüro der WTG in Selters stillschweigend an einschlägige Stellen weitergegeben. Man muss diese Vorgehensweise im Zusammenhang mit dem Anerkennungsverfahren sehen, wo die Kindererziehung oft thematisiert und kritisiert wurde.

    Über Bethelkontakte habe ich damals von deren Existenz erfahren.
    An die Broschüre ist schwer heranzukommen. Sie ist von ihrer Aufmachung und ihrem Layout völlig von anderen Publikationen
    der WTG zu unterscheiden.

    Der ungewöhnliche Sprachstil der Veröffentlichung und die geschickte Kombination von wissenschaftlichen Zitaten, ausgewählten Erwachet-Zitaten und Zitaten aus Sorgerechtsbeschlüssen (Gerichtsurteile) suggerieren ein wachsweiches Bild von Weltoffenheit und Toleranz.Bei Kids-ev fehlt beispielsweise das Zitat von der „Förderung der Selbstbestimmung“ und „nicht-diktatorischen Lebensformen ….nicht die Machtausübung, Kontrolle etc.“

    Der ungewöhnliche Stil würde die Versammlungen wohl nur verwirren, so dachte man vermutlich in den Chefetagen. Sie ist ja auch nicht für den Predigtdienst bestimmt.Also geht das die Versammlungen und Ältesten auch nichts an, so denken wohl Menschen mit Informationshoheit.Ich denke, dass noch viele Sonderschreiben unterwegs sind, das ist aber nur eine Vermutung.

    Wenn Ihr Euch die Broschüre im Original anschauen wollt, dann empfehle ich das Aufsuchen einer nächstgelegenen wissenschaftlichen Bibliothek mit Möglichkeit der Fernleihe.

    Einige dieser Broschüren sind nämlich im Bibliotheksbestand einiger Verwaltungshochschulen und Rechtsbibliotheken gelandet.

    So konnte ich über die Fernleihe eine Broschüre einsehen, habe mir aber nur einige Kopien gezogen.

    Die Broschüre ist aus copyright-Gründen im Internet nur unvollständig wiedergegeben.

    Ich hoffe, dass Euch die Infos weiterhelfen.

    Dir Arweena möchte ich auch noch ganz herzlich für Deine wohlwollenden Zeilen danken.

    Euch alles Gute und liebe Grüsse

    Bob

  • Robin
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bernhard,

    du sprichst Bob mit „Lieber Bruder“ an. Ist er dein Bruder? Was er schreibt kannst du so auf jeder „Anti-Zeugen-Jehovas“-Seite finden. Schade, dass Bruderinfo inzwischen auch infiziert ist.

    Bist du ein Bruder? Ein Zeuge Jehovas?
    In den Bekanntmachungen von „Unser Königreichsdienst“ wurde in den Ausgaben von 3/2004, 4/2006, 3/2007 und zuletzt 3/2010 zu den Themen Sorgerecht und Umgangsrecht unter anderem auf die Broschüre

    Zitat: „Kindeswohl und Elternverantwortung – wenn ein Elternteil Zeuge Jehovas ist (2000), die in allen Versammlungen für ihre Bibliothek bereitgestellt wurde.“ Zitatende
    aufmerksam gemacht.

    Mindestens einmal (das war ich) wurde die Broschüre bei den Bekanntmachungen gezeigt. Auch haben Schwestern und Brüder schon darin geblättert, aber bisher hat keiner den Wunsch geäussert, dass er das Heft, bzw. Auszüge daraus benötigen würde.
    Wenn du die Broschüre unbedingt brauchst, dann frage den Bruder, der in eurer Versammlung für die Bibliothek zuständig ist.

    Viel Freude beim Studieren
    Robin

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Robin,
    der ist uns Bruder, der den Willen unseres himmlischen Vaters ausübt. Es ist von Dir sehr pharisäerhaft, Brüdern vorzuschreiben wie sie andere Brüder ansprechen dürfen. Damit richtest du und verstehst nicht einmal im Ansatz, dass du dich dadurch selber richtest. Dieses erhebliche Auftreten ist genau die Art, die Jesus verurteilt. Sind wir nicht alle Brüder eines Geschlechtes? Stammen wir nicht alle aus einer Urlinie ab? Solange Menschen weiterhin so überheblich und untollerant gegenüber ihren Mitbrüdern sind wie du, liegt noch eine grosse Aufgabe vor uns. Der grösste unter uns sollte unser Diener sein. Infiziert, wie du es ausdrückst, sind wir gerne, und zwar mit dem freiheitlichen Denken unseres Herrn Jesus Christus. Wir beten für dich, dass du dieses arrogante Gehabe „Nur wir sind die Besten“ ablegst und endlich das Gebot, deinen Nächsten zu lieben anwendest. Es ist wirklich schön mit dem Wahrheitsvirus infiziert zu sein. In diesem Sinne einen schönen Tag, allen Brüdern da draussen.

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Lieber Robin, lieber Alois,

    in virtuellen Welten ist man natürlich hin- und hergeworfen, welche Motive wohl hinter dem einen oder anderen Kommentar zu vermuten sind. Und je nach Stimmung fallen die Kommentare auch
    unterschiedlich aus.

    Das Forum Bruderinfo besteht nicht mal ein Jahr, ich denke, dass die massive Kritik an der Organisation in den letzten Monaten Ergebnis einer Ventilfunktion war. Was jahrelang an Frust, negativen Erfahrungen, uneingeordneten Beobachtungen, eigenen emotionalen Unsicherheiten aufgestaut wurde, musste erst einmal auf den Tisch. Das ist auch notwendig, um den Kopf wieder freizukriegen. Das habe ich bei vielen Kommentaren zwischen den Zeilen lesen können. Menschen mit böswilliger Absicht geben sich nicht soviel Mühe ihre Gefühle und Eindrücke beschreiben zu wollen.

    Ich denke, dass es normal ist, dass ein Forum wie dieses, was ein so grosses Kommunikationsvakuum in unserer Religionsgemeinschaft in seriöser Weise auffüllen möchte, eine Phase wie die letzten Monate aushalten muss.

    Die offene Aussprache zur Organisationskritik ist auch der Beweis,dass man im Forum ernsthaft miteinander umgeht. Sozusagen die Nagelprobe, sie ist die Voraussetzung für die Einsicht und das Vertrauen, dass auch bisherige Tabuthemen angesprochen werden dürfen.Im weiteren Verlauf werden die biblischen Themen dann wieder an Bedeutung gewinnen, weil man ja nach Vorne schauen will.

    Neu Hinzukommende können die Kritiken zwar im Archiv nachlesen, werden aber auch diese Phase des „Ventils“ durchleben, den älteren Forummitgliedern erscheint das zwar dann wieder als Dopplung des Gesagten, man sollte dann aber auch wieder anteilnehmend in die Perspektive des Neuen schlüpfen können.

    Ich bin auch fest davon überzeugt, das man sich jetzt wieder mehr den erbauenden Themen widmen kann. Wobei Erbauung auch wieder subjektiv ist, für die einen ist die Verabeitung von negativen Erfahrungen zunächst im Vordergrund, für die anderen die Diskussionen um die Zeiten und Zeitabschnitte.

    Ich denke, dass dieses Forum, betrachtet man die Funktion und Rolle, die Kurve ganz gut hinbekommt. Das ist keineswegs selbstverständlich. Es ist alles andere als frustrierend, weil es eben ein grosses Bedürfnis einlöst: Offenheit und der Wunsch nach authentischer Kommunkation. Das war und ist in der Gemeinde der ZJ nie wirklich möglich gewesen.

    Das nicht alle Kommentare die Riesenerbauung darstellen ist normal und zu erwarten.

    Ich bin mir aber sicher, dass dieses Forum sich in Zukunft noch viel stärker als Bibelstudienaustauschforum und Erfahrungsquelle erweisen wird, weil die Kritiken zur Organisation automatisch irgendwann mal alle gesagt sind. So ist der Kopf frei und das Herz kann sich von nun an um die tiefen Dinge Gottes kümmern.

    Es braucht nur Geduld. Nicht alle sitzen in aufgeräumten Königreichsälen und leben ihre zwei Leben, real und virtuell, für viele steht mehr auf dem Spiel.

    Die Menschen sind unterschiedlich, da geht es weniger um Zeitabschnitte als mehr um den Glauben an sich nicht zu verlieren. Dazu braucht es die Kritik, sie ist esentiell wichtig als Basis für die darauffolgenden erbauenden Themen

    Ich finde, das Bruderinfo für die kurze Zeit des Bestehens vieles integrieren konnte ohne die Hauptaufgabe aus dem Auge zu verlieren.
    DAS IST NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH.

    Dir Robin möchte ich noch für Deine brüderliche Rückmeldung danken. Ich habe Dein Anliegen verstanden. Bis zum nächsten Kommentar.

    Liebe Grüsse

    Bob

  • Alois
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bob

    Ich verstehe Deine Argumente und ich / wir müssen mehr Geduld aufbringen für unsere Brüder, welche erst vor Monaten oder wenigen Jahren dem neuzeitlichen Verführer des Volkes Jehovas entronnen sind.

    Bei mir ist das schon Jahrzehnte her und denke gar nicht mehr groß darüber nach, was alles falsch gelehrt wird. Schon seit Jahrzehnten zählt für mich nur die Bibel als einziges Buch und Puplikationen interessieren mich nur am Rande.

    Somit habe ich die von Dir genannten Probleme nicht und deswegen in der Vergangenheit zu wenig Verständnis für die Betroffenen aufgebracht.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois
    Dezember 29, 2010

    Lieber Robin

    Ich finde es sehr gut dass Du diese Problematik angesprochen hast. Bisher habe ich Bruderinfo nicht als “Anti-Zeugen-Jehovas” Seite gesehen. Es ist sicher auch nicht der Wille der Redaktion als “Anti-Zeugen-Jehovas”- Seite wahrgenommen zu werden.

    Leider kommt es mir auch so vor als würden immer mehr Kommentatoren nur gegen die Organisation wettern, was sie auch dürfen, ohne jedoch darauf aufmerksam zu machen, dass wir trotzdem zum Volke Jehovas gehören. Langsam habe ich den Eindruck, dass selbst Vorträge nur sagen was alles falsch ist ohne auch zu sagen, dass wir trotzdem Jehovas Volk sind und ausharren müssen um gerettet zu werden. Mit genug Öl in den Lampen und in den Voratsbehältern, wie die 5 klugen Jungfrauen.

    Vor 2 Tagen war ich über den langsamen Zerfall dieser Seite so frustriert, dass ich mir überlegt habe ob ich überhaupt hier richtig bin.

    Aber wie wenn es unser Vater im Himmel gehört hätte, hat Manfred, Cheyenne und Du Beiträge eingestellt welche mir Mut geben weiter gemäß meinem Verstaändnis die Bibel sprechen zu lassen.

    Danke an alle dafür.

    Liebe Grüße

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Alois,
    danke für die andere Sichtweise. Wir sind wie du richtig vermutest hast keine „Anti Zeugen Jehovas“ Seite. Natürlich ist uns aufgefallen das es Phasen bei den Kommentatoren gibt, wo nur auf das „Schlechte“ und „Falsche“ hingewiesen wird und der Eindruck entsteht die Organisation mache alles falsch und alles wäre schlecht. Wir müssen uns auch selber an die Nase fassen und unsere Endtäuschung die manchmal überwiegt zurückhalten und uns mehr auf die Auferbauung konzentrieren und was auch sehr wichtig ist, die Prophetie der Schriften mehr hervorheben. Wir möchten nicht das Brüder über diese Seite frustriert sind, sondern Kraft schöpfen. Wenn dies manchmal der Fall sein sollte, dann möchten wir uns hier dafür entschuldigen. Wir werden versuchen in Zukunft mehr darauf zu achten. Danke an alle.

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Lieber Alois,

    Deine ehrliche und aufrichtige Rückmeldung ehrt Dich.
    Du hast eine sehr schöne Art, Deine biblischen Kenntnisse,Deine Standpunkte, Deine Zweifel und Deine Grenzen unvoreingenommen, selbstkritisch und klar zum Ausdruck zu bringen.

    Das schätze ich sehr. Ich denke, das muss mal gesagt werden:-)

    Liebe Grüsse
    Bob

  • Bob
    Dezember 29, 2010

    Lieber Robin,

    aufgeklärte und freiheitlich denkende Menschen sind in der Lage, gute und schlechte
    Informationen zu unterscheiden. Anti-Zeugen-Jehovas Seiten gibt es nicht wirklich, denn ich verstehe keine dieser
    Seiten gegen Brüder gerichtet, sondern wenn überhaupt gegen Machtsysteme gerichtet.

    Ich bin seit fast 30 Jahren getauft und war in den verschiedensten Dienstzweigen tätig, und eines habe ich gelernt:
    ich werde niemehr in meinem Leben in Oragnisationsgrenzen denken und ich werde niemals mehr Menschen nach ihrer
    Loyalität zu menschlichen Organisationen beurteilen. Und ich habe sehr viele Ereignisse beobachten können, wo Menschen
    mit der Bibel in der Hand verkommen sind. Ich habe auch beobachtet, wie mit zwei Zungen gesprochen wurde. Ich habe auch beobachtet,
    wie tief Menschen fallen können, die meinen die Guten zu sein. Hättest Du meine Kommentare alle gelesen, würdest Du feststellen,
    dass ich wie viele andere hier unterschiedliche Phasen durchlebe: Verarbeitungsphasen dessen, was man an Unrecht in organisatorischer und brüderlicher
    Sicht mitansehen musste. Studienphasen, um sich des Wortes wieder gewiss zu werden. Distanzierungsphasen, um gedanklich wieder frei sein zu können,
    um die Nähe Gottes wieder zu finden. Leider hat es sich herausgestellt, das viele sogenannte Anti-Zeugen-Seiten in Auszügen auf destruktive Entwicklungen
    hingewiesen haben, welche auch tatsächlich stimmen. Einiges hätte man sogar viel früher ernst nehmen müssen. Sogar die WTG hat das erkannt, und es ist vielen dieser Seiten zu verdanken, dass es überhaupt ein Informationsbüro gibt, so sickert wenigstens etwas Transparenz durch.
    Vergessen wir nicht, dass hinter einigen dieser Seiten viel Leid von Menschen steckt, die eben auf ihre Art Dinge
    verarbeiten. Es liegt an uns zu unterscheiden, was mehr oder weniger seriös daherkommt. Bruderinfo gründet auf dem Weg der christlichen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, ehrliches Bibelstudium und
    Austausch, auch eine Form der Verarbeitung und des neuen Zurechtfindens im eigenen Glauben.

    Offene Kommunikation braucht keine falschen Anwürfe zu fürchten.
    In aller Aufrichtigkeit vertraue ich auf die Selbstreinigungskräfte, welche ich hier auch im Forum schon gut beobachten konnte.
    Informationen, die nicht weiterbringen, versanden. Das ist auch o.k. so.

    Bemühe Dich um etwas mehr freies und selbstbestimmtes Denken und Du wirst mehr Respekt für andere Menschen entwickeln können. Dir wird es leichter fallen, die Wahrnehmungen Deiner Brüder
    in Kategorien ordnen zu können, die nicht im stählernen Gehäuse einer menschlichen Organisation ihre unverrückbaren Grenzen finden.
    Wer fremdbestimmt ist, erhebt sich häufig im Namen dessen, von wem er bestimmt ist. Lass es einfach, ein kleiner Rat von mir. Du bist natürlich frei, ihn ernst zu nehmen oder nicht.

    Ich schließe mit den Worten: Nur einer ist unser Mittler und JHWH weiss und kennt alle Brüder.

    Und übrigens: die meisten Brüder kennen diese Broschüre nicht. Das ist einfach so. Darum ging es aber auch nicht, sondern darum, dass man nach aussen anders auftritt als in den eigenen Reihen.
    Wer redet von den ZJ denn schon offen über Missstände und negative soziale Erlebnisse. Würde man es tun, würde es viel weniger „Anti-Zeugen Seiten“ geben. Wer die Wahrheit meint zu sagen, braucht
    die Kritik nicht zu fürchten. Ich glaube aber, dass die WTG so einiges fürchtet und eins davon ist: selber denken.

    In diesem Sinne brüderliche Grüsse

    Bob

  • Robin
    Dezember 29, 2010

    Liebe Brüder,

    lieber Bob,

    vielen Dank für deine aufklärenden Worte und entschuldige bitte, wenn ich dich durch meinen Beitrag beleidigt haben sollte.
    Du hast recht, das ich nicht alle Beiträge von dir gelesen habe. Der Beitrag über die Broschüre war jedoch falsch, in dem Sinne, dass es so dargestellt wurde, als würde den Ältesten, bzw. den einfachen Verküdigern etwas vorenthalten.
    Mein Fehler war, dass ich dann nach dieser Broschüre gegoogelt hatte und auf gegnerische Seiten stieß, auf denen in etwa die Problematik so formuliert wurde, wie du sie beschrieben hast. Danach stellte sich mir die Frage ob du überhaupt ein Bruder bist, denn was ich dort (ich nenne sie Anti-Zeugen-Jehovas Seiten) noch zu lesen bekam, war mehr, als nur Information, sondern auch spürbarer Hass auf Jehovas Zeugen.

    Erst dann forschte ich auf der Watchtower-CD und dann fiel mir auch ein, dass ich selbst schon diese Broschüre in den Händen hielt.

    Vielen Dank für deine Ehrlichkeit und deinen Rat. Trotzdem erlaube ich mir weiterhin zu fragen und zu hinterfragen und auch meine Meinung zu sagen, so wie ich es in meiner Versammlung meinen Mitbrüdern und auch dem Kreisaufseher gegenüber tue.

    Liebe Brüder vom Bruderinfo,

    ihr wisst schon gut, wie man einem Menschen weh tun kann, indem man ihm vorwirft pharisäerhaft zu sein.
    Ich habe weder gerichtet noch Brüdern vorgeschrieben wie sie andere Brüder ansprechen dürfen. Ich habe Fragen gestellt. Im Sinne von Apolstelgeschichte 17:11 habe ich einen Bruder warnen wollen, dass nicht alle, die sich als solche ausgeben auch wirklich Brüder sind und ich habe Beweise für die, teilweise, Falschdarstellung geliefert. Da ihr selbst nicht zur Klärung des Sachverhalts über die Broschüre beigetragen habt, werde ich in Zukunft auch eure Beitäge kritischer betrachten.

    Ich muss zugeben, dass mir eure Beiträge und viele Kommentare von Brüdern sehr gut getan haben, weil Vieles von dem bestätigt wurde, was ich schon seit langem gedacht und gefühlt habe. Aber Beiträge die einem nicht weiterhelfen sondern nur niederreissen,
    muss ich mir in meiner begrensten Freizeit nicht antun.

    Bitte entschuldigt, wenn ich überheblich und intollerant geklungen habe (so liebevoll wurde mir bisher noch kein Rat erteilt) und dass ich der Meinung war, dass man unter Brüdern die Wahrheit reden sollte.

    Vielen Dank für eure Arbeit
    Robin

    Lieber Alois,

    danke für deine Bestätigung, dass es in diesem Forum ein Problem gibt. Auch ich sehe dass so, deshalb meine Ängste, dass diese Seite infiziert ist.
    Ich denke, dass hier viele Brüder aus ehrlicher Überzeugung schreiben, um anderen zu helfen und auch, um durch Aufklärungsarbeit Änderungen herbeizuführen.

    Sei nicht frustriert. Im diesem Forum gibt es gute und weniger gute Beiträge, genauso wie in den Puplikationen der Wachtturmgesellschaft oder in Artikeln von anderen Religionsgemeinschaften. Nehm dir das, was dir gut tut heraus und das andere lass liegen. Du machst es schon richtig, dass der Maßstab für alles das Wort Gottes ist.

    Liebe Grüße
    Robin

  • Bruderinfo
    Dezember 29, 2010

    Lieber Robin,
    wir wollten dir mit unserer Aussage nicht wehtun. Wenn dies der Fall war, dann war es vielleicht dein verletzter Stolz. Uns hier gleich als infiziert zu betrachten und zu richten und gleich anderen Vorschriften zu erteilen, das ist nicht die feine Art. Was dachtest du denn wie wir reagieren sollten? Natürlich darfst du hier fragen und hinterfragen aber verstehe auch das wir tagtäglich mit sogenannten falschen Brüdern konfrontiert werden, die versuchen diese Seiten zu untergraben. Es ist für uns nicht leicht die „schwarzen Schafe“ rauszufiltern. Wir hoffen das du dies verstehst. Wir freuen uns das du unsere Beiträge weiterhin kritisch betrachtest und hoffen von Dir konstruktive Kritik und biblische Argumentation zu bekommen. Dazu sind wir da.

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Das Kap. 14 an die Römer sollte in solchen unterschiedlichen Sichtweisen als Leitfaden dienen !

    Im Besonderen:

    22 Wovon du persönlich überzeugt bist, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich ist, wer mit seiner Überzeugung vor dem eigenen Gewissen bestehen kann und sich nicht selbst verurteilen muss.

  • Bernhard
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bruder Robin, zu deiner Information bin ich seit 40 Jahren ein Anbeter Jehovas ein Teil meiner Familie ist sehr Organisationstreu und alles was vom tuvsk kommt wird 1 zu 1 übernommen. ABER MEIN GOTT IST JEHOVA und ich will ihn mit Geist und Wahrheit anbeten.
    Bruder- Info kennen wir seit Juni 2010 also von ersten Artikel an und wir finden diese Seiten haben uns durch die Artikel und Kommentare wissen lassen das wir nicht allein sind. Wenn hier im Forum Kommentare negatives berichten so möchten wir allen unseren Brüdern und Schwestern Römer 8:35-39 ganz besonders ans Herz legen, diese Bibelstelle hat uns als Ehepaar 15 Jahre alles ertragen lassen.
    35 Was also könnte uns von Christus und seiner Liebe trennen? Leiden und Angst vielleicht? Verfolgung? Hunger? Armut? Gefahr oder gewaltsamer Tod? 36 Man geht wirklich mit uns um, wie es schon in der Heiligen Schrift beschrieben wird: »Weil wir zu dir, Herr, gehören, werden wir überall verfolgt und getötet — wie Schafe werden wir geschlachtet!«[v]
    37 Aber dennoch: Mitten im Leid triumphieren wir über alles durch die Verbindung mit Christus, der uns so geliebt hat. 38 [w]Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen[x], weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, 39 weder Hohes noch Tiefes[y] oder sonst irgendetwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt. Lieber Bruder Robin wir haben Lust am Gesetz Jehovas und lesen darum die heilige Schrift Ps. 1:2 Alles Gute dein Bruder Bernhard

  • Arweena
    Dezember 29, 2010

    Liebe Brüder,

    ich habe nun in der WT-Library 2008 nachgesehen, die Broschüre „Sorgerecht und Elternverantwortung“ ist nicht zum Nachschlagen darin enthalten. Ich habe aber bei den Königsreichsdiensten unter Bekanntmachungen gelesen, dass sie in den Versammlungsbibliotheken aufgelegt wurde.
    Das war noch zu einer Zeit, wo ich noch regelmäßig als „aktive“ die Versammlungszusammenkünfte besucht habe. Diese Bekanntmachung ist aber an mir vorbeigegangen. Vielleicht war auch ein Grund darin, dass ich mit „Sorgerecht“ keine Probleme zu erwarten hatte und es daher geistig „abgelegt“ habe. Vermutlich war das auch so gewollt.
    Danke jedenfalls für die Info.

    LG Arweena

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Lieber Bob, ein tolles Zitat – du schließt auch mit dem richtigen Bibelvers aus Matth.23:27 ab. Der Vers 28 bringt es dann noch auf die Spitze !

    Oder die Parallstelle von Lk 16,15:

    Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Ihr legt großen Wert darauf, dass alle Menschen euch für untadelig halten. Aber Gott kennt euer Herz. Er verabscheut, womit ihr die Menschen beeindrucken wollt.“

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    zu Deinem Zitat, Bob:

    Kindeswohl und Elternverantwortung, 2.Auflage 2000, S. 37f.:

    „Eine religiös gemischte Erziehung kann sich
    positiv auf das Kind auswirken, solange sich
    die Eltern gegenseitig die nötige Toleranz und
    die gebührende Achtung nicht versagen…
    Herrscht dieser Geist der Offenheit und des
    gegenseitigen Respekts vor, kann das Kind
    Nutzen aus der sittlichen und religiösen
    Erziehung beider Eltern ziehen… Kinder, die in
    religiös gemischten Familien aufwachsen,
    werden aufgefordert, ihre Eltern sowie deren
    religiöse Überzeugung zu respektieren…
    Dadurch wird dem Kind die Freiheit
    eingeräumt, an den religiösen Handlungen
    beider Eltern teilzunehmen, ohne … in einen
    Loyalitätskonflikt zu geraten.“

    …und dazu das genaue Gegenteil vom „Sklaven“ der so gerne sich als Herr aufspielt – jeder denkende Christ möge die nötige Konsequenz ziehen.

    km 8/02 S. 3 Abs. 3-7 Christliche Loyalität
    bekunden, wenn ein Verwandter ausgeschlossen ist

    Das heißt, dass loyale Christen keine religiöse
    Gemeinschaft mit jemandem haben, der aus der
    Versammlung ausgeschlossen wurde. … Die
    früheren geistigen Bande sind völlig aufgelöst
    worden. Das trifft selbst auf seine Angehörigen zu,
    auch auf die im engsten Familienkreis. … Wenn zum
    Beispiel dem Mann die Gemeinschaft entzogen
    worden ist, wird es seiner Frau und den Kindern
    nicht recht sein, dass er ein Familienstudium
    durchführt oder die Familie beim Bibellesen oder im
    Gebet leitet.“

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Meine Frau hat mich gerade an einen weiteren Widerspruch der Heuchelei erinnert die bei ZJ gängige Praxis ist. Die Belehrung nach „Aussen“:

    „Die Bibel macht einen deutlichen Unterschied zwischen wahren und unwahren Glaubenslehren. Dennoch lässt Gott jedem Menschen Entscheidungsfreiheit. Niemand sollte zu religiösen Handlungen ge-zwungen werden die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden sich zwischen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden.“ (Erwachet! Juli 2009)

    „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen.
    ….. Durch den Verlust lieb gewonnener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er wo-möglich „zur Besinnung“, sieht den Ernst seines Fehlers ein und kehrt zu Jehova zurück (Lukas 15:13)“ („Bewahrt euch in Gottes Liebe“ S. 207, 208)

    „Die Bibel macht einen deutlichen Unterschied zwischen wahren und unwahren Glaubenslehren. Den-noch lässt Gott jedem Menschen Entscheidungsfreiheit. Niemand sollte zu religiösen Handlungen ge-zwungen werden die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden sich zwi-schen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden.“ (Erwachet! Juli 2009)

    Die Frage die sich jeder selbst beantworten muss was nun gilt – der Rat im Erwachet – also nach AUSSEN – oder die Anweisung im VBST – nach INNEN ???

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Meine Frau hat mich gerade an einen weiteren Widerspruch der Heuchelei erinnert die bei ZJ gängige Praxis ist. Die Belehrung nach “Aussen”:

    “Die Bibel macht einen deutlichen Unterschied zwischen wahren und unwahren Glaubenslehren. Dennoch lässt Gott jedem Menschen Entscheidungsfreiheit. Niemand sollte zu religiösen Handlungen ge-zwungen werden die er für unvertretbar hält. Und niemand sollte gezwungen werden sich zwischen seiner Familie und seinem Glauben zu entscheiden.” (Erwachet! Juli 2009)

    …und dann die Belehrung nach „INNEN“:

    “Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen. ….. Durch den Verlust lieb gewonnener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er womöglich “zur Besinnung”, sieht den Ernst seines Fehlers ein und kehrt zu Jehova zurück (Lukas 15:13)” (“Bewahrt euch in Gottes Liebe” S. 207, 208)

    Die Frage die sich jeder selbst beantworten muss was nun gilt – der Rat im Erwachet – also nach AUSSEN – oder die Anweisung im VBST – nach INNEN ???

  • Christof
    Dezember 29, 2010

    Je mehr ich über das Thema „Willensfreiheit“ nachdenke, desto mehr Fragen kommen in mir hoch. Hier noch von Willensfreiheit zu sprechen ist doch ein Hohn ! In dem Moment, wo ich einen Punkt anspreche und nicht sofort „Ja und Amen“ sage, gehen rote Lampen an und Begriffe wie „Abtrünniger“ fallen. Wenn es die Wahrheit ist kann nichts anderes die Wahrheit sein und kein Mensch, kein Ältester, keine WTG müsste sich fürchten. Sind wir es nicht, die im Dienst von Tür zu Tür den Menschen sagen: „Glaubt nicht alles sondern prüft es selbst durch die Bibel“ ?! Sprechen wir nicht die falschen Lehren der Christenheit an und merken aber nicht, wie vieles sich im Laufe der Zeit bei UNS geändert hat ? Aber nicht ein einziges Mal wurde ein Fehler zugegeben – und wieviel Schwierigkeiten, Leid, ja auch Verfolgung wurde durch starre Äußerungen der WTG erzeugt…. Als ich meine Lehre begonnen hatte, wurde mir eine Versicherung verkauft; Laufzeit paar Jahre – weil ja bald das Ende kommt – heute ist sie ausgelaufen und wird nicht verlängert – wo ich sie bräuchte.. Statt dessen heißt es im WT, das das Wunschdenken (baldiges Ende) einiger Brüder zu solchen Meinungen und Denken geführt hat. Hä ? Und der Balance-Akt, ständig die Brüder in dem Bild des baldigen Endes festzuhalten und dabei die Begriffe von Generation mehrmals zu ändern – werden die Leute zu alt, muss man das ändern…ach ja.. das ist helleres Licht – aber wie beeinflusst das unser Leben ?! Sind wir nicht manchmal wie Hunde, die die Wurst vor Augen haben aber nie erreichen ? Geschweige, dogmatische Meinungen, wie z.B. Zivildienst.. Wieviele Brüder hatten damit Probleme, Einschränkungen, Verluste, Schwierigkeiten. AUF EINMAL geht das..
    Warum fragt niemand nach ?! Ach ja.. helleres Licht.. Wieviele sonstige Themen gibt es.. die überhaupt nicht biblisch zu belegen sind (Einmischung in eheliche Rechte und Pflichten, Rechtskomitee-Angelegenheiten..) – man kann viel schreiben.. Und was passiert, wenn ein Ältester ernannt wird.. Kann man plötzlich aus freien Stücken heraus alles so akzeptieren ? Macht das das Wort „Ältester“ aus, das man dann nicht mehr nachdenkt ?! Ich habe an mir selbst erleben müssen, was in einem Rechtskomitee abgeht – wie ihr geschrieben habt, Hauptsache, man kann urteilen, helfen ist nicht wichtig.. Und nachdem ich als „bezeichnet“ bekanntgegeben wurde und sich die Ältesten bei mir zu Hause verabschiedet haben, waren ihre Abschiedsgrüße: „Und sollten wir wieder was zu Ohren bekommen, dass dein Lebenswandel nicht in der Ordnung ist, kommen wir wieder“. Toll.. Das ist Willensfreiheit… Macht weiter so…

  • Mäusle
    Dezember 29, 2010

    Hallo zusammen,

    offenbar merkt die WTG, dass so langsam die Brüder
    viele Fragen stellen.

    Nun hat die LK 2 Varianten, um dem zu begegnen:

    1. Der OFFENE Dialog um Versäumnisse zu klären.

    2. Noch dogmatischer zu werden.

    Der Stolz und die Voreingenommenheit der Gesellschaft allerdings schließt Punkt 1 aus, so dass Punkt 2 gewählt werden muss.

    Dies wird auch durch einen Artikel aus dem WT bestädigt:

    WT 15.05.2010

    ZITAT:

    Jehova hat unter seinen intelligenten Geschöpfen für ein klares Ordnungsgefüge gesorgt.

    Das Leitungsprinzip und die Autoritätsstrukturen, die er geschaffen hat, sind sowohl für Geistgeschöpfe als auch für Menschen zum Guten.

    Sie können so zeigen, wie sie ihre Willensfreiheit gebrauchen möchten, und können Gott dadurch ehren, dass sie ihm auf vereinte, harmonische Weise dienen (Ps. 133:1).

    Die Versammlung gesalbter Christen erkennt Jesus Christus als Haupt an und achtet seine Autorität (Eph. 1:22, 23).

    Zur bestimmten Zeit wird sich „auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat“, und wird damit Jehovas Autorität anerkennen, „sodass Gott allen alles sei“ (1. Kor. 15:27, 28).

    Ist es da nicht angebracht, dass sich alle, die sich Gott hingegeben haben, in der Versammlung und in der Familie in diese Autoritätsstrukturen einordnen?

    (1. Kor. 11:3; Heb. 13:17)

    Das wirkt sich für uns zum Guten aus, da sich Jehova über uns freuen kann und uns segnen wird (Jes. 48:17).

    ZITAT ENDE

    Mir ist hier aufgefallen, dass davon gesprochen wirdn dass NUR die gesalbten Jesus als Haupt anerkennen.

    Offenbar soll der Eindruck vermittelt werden, dass für die grosse Volksmenge die LK das Haupt bildet, was wiederumg konträr zu der Anweisung Jehovas steht, der ausdrücklich darauf hinwies, dass nur Jesus und er selbst das die Führung inne haben wie die angeführten Kommentare dies ja schon aussagen.

    Dann noch von „Willensfreiheit“ zu reden ist eine Beleidigung an die gesammte Versammlungen.

    Aber leider ist es so, dass noch zu viele Brüder diese Texte einfach lesen ohne sich Gedanken darüber zu machen nach dem Motto:“ Was von der Gesellschaft kommt ist die „Wahrheit“.

    Nun, zum Glück ist es so, dass immer mehr Brüder hinterfragen und die so gewollte „Autoritätsstruktur“ der WTG bröckelt.

    Ich glaube, dass dieser Vorgang nicht mehr aufzuhalten ist und die LK in Kürze große Probleme in ihrer „Struktur“ hat.

    Da ja jetzt wieder neue schulungen für Älteste anstehen, wird natürlich das Hauptaugenmerk auf den „Zusammenhalt“ der Versammlung gelegt werden, was nichts anderes heißt, den Brüdern ein schlechtes Gewissen einzureden um sie an der kurzen Leine zu halten.

    Aber ab März wissen wir ja mehr.

    LG

    Mäusle

  • Jerome
    Dezember 29, 2010

    bei uns hing im Büro ein Schild:

    § 1 Der Chef hat immer Recht
    § 2 Ist der Chef im Unrecht, trit automatisch §1 in Kraft

    Und so ist es mit der WTG. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die Gentlemen in den Führungsstrukturen öffentlich ihre Fehler eingestehen!
    Die erwarten das zwar vom Fußvolk – aber selbst verkörpern sie den „Herrn“ über den Glauben vieler.

    Demut fehlt, denn die würde die leidende Körperschft auf die Sprünge helfen.
    Also müssen wir warten, bis der HERR sagt, „es ist genug“. Und das sagte er im Falle vom 10 Stämme Reich, vom 2 Stämme Reich und im Falle der Juden der Tage der Apostel.
    Tabula rasa folgte jeweils und was übrig blieb sind ein paar Steinbrocken.

    Wenn der Christus manifestiert ist, und der falsche Sklave beseitigt – der Lehre nach sollte das ja schon seit 1919 soweit sein, was sich als nicht logisch darstellt – wird der Geist Jehovas für gesundes Wachstum sorgen. Dann werden wenige die vielen zur Wahrheit führen.

    Also, achten wir auf die kommenden Dinge. Die Versammlungen reinigen sich ja jetzt auch schon, weil es immer weniger Versammlungen in D werden und auch immer weniger die sich dort regelmäßig einfinden.

    Das, was mir treue alte Zeugen, die im Dritten Reich verfolgt wurden, als die reine Lehre verkauften: Wir werden NIEMALS Kirche, denn die Kirchen zahlen dem Cäsar die Dinge zurück die sie Gott schulden. Und: Religion ist ein Begriff aus Satans Welt.

    Das ist alles Schnee von gestern. Wie ein Chamäleon seine Farbe verändert so verändert der WT seine Hauptlehren. Opportunismus par Excellence.

    Eigentlich müßig, darüber zu schreiben. aber es wird diejenigen erinnern, die diese Dinge auch einst als „wahrheit“ annahmen.

    Ob die treuen Kämpen sich für diese wahrheit auch ins KZ bringen lassen würden?
    Das urteile jeder selbst.

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Zur Willensfreiheit habe ich soeben ein interessantes Zitat gefunden – würde die Organisation danach handeln (IHRE eigenen Worte – die waren ja auch vom Geist geleitet – oder nicht?)
    dann würde die LK sich nicht mit sovielen Kritikern
    herumschlagen müssen:

    Wie 1920 mit Menschen umgegangen wurde, die die Gesellschaft nicht akzeptierten:

    Watchtower April 1, 1920, pp.100, 101

    „We would not refuse to treat one as a brother because he did not believe the Society is the Lord's channel. If others see it in a different way, that is their privilege. There should be full liberty of conscience.“

    frei übersetzt:

    „Wir würden uns niemals weigern, jemand als unseren Bruder zu behandeln, nur weil er nicht glaubt, die Gesellschaft sei der Kanal Gott. Wenn andere ihn in einer anderen Art und Weise sehen, so ist es ihr Privileg. Es sollte eine volle Freiheit des Gewissens geben.“

    Das sollte sich die heutige LK auf die Fahnen heften, damit würden sie ihre Demut und Bescheidenheit unter Beweis stellen.

    Da es jedoch nicht so ist, werden sie weiterhin an der Unbarmherzigkeit und Härte festhalten und belegen das sie die Interessen Jesu nach Matth.18:14 nicht erfüllen!

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    Matth. 18: 14 Ebenso will mein Vater nicht, dass auch nur einer, und sei es der Geringste, verloren geht.“

    Joh.6:

    37 Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen, und keinen von ihnen werde ich zurückstoßen.

    38 Denn ich bin nicht vom Himmel gekommen, um zu tun, was ich will, sondern um den Willen des Vaters zu erfüllen, der mich gesandt hat.

    39 Und das ist Gottes Wille: Kein Einziger von denen, die er mir anvertraut hat, soll verloren gehen. Ich werde sie alle am letzten Tag zum Leben erwecken. 40 Denn nach dem Willen meines Vaters wird jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, für immer leben. Ich werde ihn am letzten Tag vom Tod auferwecken.“

  • Matthäus
    Dezember 29, 2010

    zu eurem Zitat:

    “Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner (Gottes) Gerechtigkeit” Matth. 6:33
    Diese uns allen geläufige Aussage Jesu ist uns nur al zu bekannt, wird sie doch immer gebraucht, um unseren Eifer für den Predigtdienst zu fördern. Wie kann ich aber nach der Gerechtigkeit Gottes trachten?“

    …gibt es nur eine Antwort wodurch die Gerechtigkeit erlangt wird:

    Phill. 1:

    9 Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überreich werde in Erkenntnis und aller Einsicht, 10 damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi,

    11 erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird, zur Herrlichkeit und zum Lobpreis Gottes.

  • Thomas
    Dezember 29, 2010

    Zu Euren guten Zitaten möchte ich gerne noch dieses eine hinzufügen:
    Matth. 7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

    Jegliche von Menschen definierte Form oder Interpretation zur Gerechtigkeit ist im Grunde irrelevant, da es letztendlich nur um SEINE (die göttliche) Gerechtigkeit geht. ER der HÖCHSTE und auch nur ER ist in der Lage vollkommenes Gericht zu üben.
    Unsere persönliche Freiheit (die buchstäbliche und die gedankliche) können wir somit auch NUR vor IHM verantworten. Kein Mensch und keine aus Menschen bestehende Organisation könnten diese Aufgabe erfüllen egal wie gut sie ihre „Richter“ schulen würde.
    Wir leben heute NUR durch die Gnade des Herrn und das ist auch gut so.

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