18 Comments
  • Wolseley
    März 15, 2012

    Lieber Bruder N.D.
    Ich bin jahrzente getauft, habe immer an dem TüvS. aufgeschaut, seit ei par Jahren habe ich mit einem Bruder gesprochen, er aber gabz vorsichtig, denn wir werden als Denunzianten erzogen, denke nur an das Lied „wenn wir die Versammlung gefärdet sehen schlagen wir sofort alarm“, habe das angehört was er sagte und gedanken darüber gemacht und die sache Jehova im Gebet vorgelegt. Dann habe ich mich mit dem Br. weiter unterhalten, meine erkänntnis wuchs rapide an und das Bibelstuium mithilfe des heiligen Geistes war ab dann meine tägliche arbeit. Heute bin ich zu der erkänntnis gekommen, wenn ich die ganze sache durchleuchte, komme ich zu diesem ergebnis. Der ganze aufbau dieser Org. ist nur eines, F I N A N Z I M P E R I U M !!! Wenn zum Predigtdienst aufgefordert wird, ist das der Aufruf „Zahlende Mitglieder zu suchen“, denn das Finanzimperium ist U N E R S E T T L I C H nach Geld !!! die LK und der TuV sind wie die Zuh————— für sich abreiten. Genau so ist jeder der im Predicgtdienst geht, der arbeitet für den TuV un der LK, die machen sich ein schönes Leben wie ein Zuh–r.
    Darum Bete ich immer wieder, das die Augen von fielen Br. u. Schw. aufgehen.
    Entschuldige bitte, das ich so knallhart über dieses Thema schreibe.

    Bitte entschuldige, wenn ich den einen oder den anderen auf die Füße getreten habe, jeder sollte mal in sich gehen und darüber nachden ken.

    In Brüderlicher Verbubdenheit

    Euer Bruder Wolsley

  • armes Schaf 2012
    März 15, 2012

    Das ist Balsam für Christen, die Jehova und unseren Erlöser lobpreisen! Wann gibt es denn endlich einmal eine richtige Christliche Versammlung wo der Glaube der hier beschrieben wird,dann auch praktiziert wird ?Wir kommen dort hin,und ihr?
    Danke liebe Brüder der Info! Jehova hat für Augensalbe gesorgt.

  • Dennis
    März 15, 2012

    Liebes armes schaf,

    also ich glaub in gewisser weise sind wir das doch schon, oder? Wir sind eben eine virtuelle Gemeinde und das ist ein guter Anfang wie ich finde. Außerdem tauschen sich viele hier auch über e-Mail und Telefon aus oder treffen sich einfach mal an einem Wochenende völlig ungezwungen und frei.

    Es war bzw. ist ein langsamer Prozess die WT-Brille und die Organisationsloyalität abzubauen. Genauso langsam aber ist auch der Prozess sich etwas neuem, etwas authetischem zuzuwenden.

    Manche von uns stehen am Anfang dieses Prozesses, manche sind allerdings schon viel weiter und haben sich bereits völlig von der Orga. distanziert, geistig und physisch.

    LG
    Dennis

  • Caleb
    März 15, 2012

    Lieber Dennis,

    genauso sehe ich es auch. Sobald ein Bibelkreis, eine Zusammenkunft, stattfindet, muss ORGANISIERT werden, wann, wo, wie, wie oft, mit wem, was, usw. usw.

    Hier kann ICH mir aussuchen, was ich für mich herausnehme, wann ich das tue und wie ich es mache.

    Deshalb schätze ich BI sehr, wenn ich auch nicht mit allen Vorträgen oder Kommentare übereinstimme, aber genau das macht es aus.

    Wir können es sehr schätzen in dieser Zeit zu leben, weil soetwas hat es noch nie gegeben.

    Außerdem kommunizieren wir hier mit Menschen, mit denen wir im realen Leben vielleicht gar nicht reden würden.

  • Martin
    März 15, 2012

    Liebes „seufzendes Schaf“,

    diese Versammlung, die du dir wünschst, gibt es leider hier nicht und sie wird auch wohl nie zustande kommen. Trotzdem freuen wir uns, dass wir hier eine Art „Kummerkasten“ haben und in nicht wenigen Punkten Einheit herrscht. Vor allen Dingen möchte hier kaum jemand sich wieder einer „Versammlung“ anschließen, denn die müsste ja auch wieder organisiert werden. Es wäre auch notwendig, zur Kritik die wir gegenüber der WTG üben, mehr den Weg aufzuzeichnen, den wir als „neue Gemeinde“ miteinander gehen müssten. Aber du wirst natürlich feststellen, dass ist nicht die Linie diese Web-Site.

    Gleichwohl ist es so, dass Spaltungen nicht immer schlecht sind.

    Wenn man zeigen könnte, dass Gott immer vereint und der Teufel immer trennt, dann wäre es einfach, unseren Weg in dieser verwirrten Welt zu finden. Aber so ist es leider nicht. Zu scheiden, was geschieden werden muss, und vereinen, was geeint werden muss, ist Teil der göttlichen Weisheit. Licht und Finsternis haben nichts gemeinsam. Der Versuch, beides an einem Ort zu vereinen, würde bedeuten, das Unmögliche zu erreichen, und am Ende hätte man weder das eine noch das andere, sondern etwas Zwielichtiges und Obskures.

    Die Wahrheit wird geopfert, um Hochzeit zu halten zwischen „Himmel und Hölle“ und um eine Vorstellung von Einheit aufrechtzuerhalten, die keine Grundlage in Gottes Wort hat. »Spalte und erobere« lautet der zynische Slogan der machiavellischen Führer in der Politik, aber auch Satan weiß, wie er »vereinen und erobern« kann. Wenn verirrte Schafe einen Abgrund hinunterstürzen, dann kann sich das einzelne Schaf nur dadurch retten, dass es sich von der Herde entfernt. Die „große Einheit in dieser Zeit“, die so groß propagiert wird, kann nur den Fall aller bedeuten. Das weise Schaf, das sein Fell retten will, sondert sich ab. Kraft liegt in der Vereinigung gleichartiger Dinge und in der Trennung von ungleichartigen Dingen.

    Wahrscheinlich brauchen wir nicht noch mehr Einheit, sondern eine weise und mutige Trennung.

    Nur eines steht fest: Römer 8,35-39 – Gute Nachricht:
    Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes
    31 Was bleibt zu alldem noch zu sagen? Gott selbst ist für uns, wer will sich dann gegen uns stellen?
    32 Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle in den Tod gegeben. Wenn er uns aber den Sohn geschenkt hat, wird er uns dann noch irgendetwas vorenthalten?
    33 Wer kann die Menschen anklagen, die Gott erwählt hat? Gott selbst spricht sie frei.
    34 Wer kann sie verurteilen? Christus ist für sie gestorben, ja noch mehr: Er ist vom Tod erweckt worden. Er hat seinen Platz an Gottes rechter Seite. Dort tritt er für uns ein.
    35 Kann uns noch irgendetwas von Christus und seiner Liebe trennen? Etwa Leiden, Angst und Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahren für Leib und Leben oder gar die Hinrichtung?
    36 Es ergeht uns wirklich so, wie es in den Heiligen Schriften steht: »Weil wir zu dir, Herr, gehören, sind wir ständig in Todesgefahr. Wir werden angesehen wie Schafe, die zum Schlachten bestimmt sind.«
    37 Aber mitten in alldem triumphieren wir als Sieger mit Hilfe dessen, der uns so sehr geliebt hat.
    38 Ich bin ganz sicher, dass nichts uns von seiner Liebe trennen kann: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen17 noch andere gottfeindliche Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
    39 weder Himmel noch Hölle.18 Nichts in der ganzen Welt19 kann uns jemals trennen von der Liebe Gottes, die uns verbürgt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Frank&Frei
    März 15, 2012

    lieber Bob, die da oben setzen die ERkenntnis um, die im Voksmund da lautet: „Gott erhalte mir die Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau“
    Die da einen auf Herren über unseren Glauben machen, schurigeln das Fußvolk und sitzen schon auf Thronen. Wenn einer von denen da ganz oben erschient, ist es für manche so als ob ein Guru antritt.
    ERinert mich irgendwie an Herodes, der wohl ein begabter Redner war, den aber der Engel schlug, so daß ihn die Würmer fraßen.

    Wenn manhinter die Wolgadörfer Fassade guckt sieht man in der Tat eine gut organisierte Verriebs Org, die für den Verlag kostenlos die Druckschriften unters volk bringt und dafür auch Geld eintreibt.
    Treffend hast du es dargelegt, wer das alles finanziert, diejenigen, die NOCH Geld haben. aber sie machen den natürlichen Abgang und was bleibt sind Hartzer und Niedriglöhner und die müssen 2 bis 3 Jobs annehmen um über die Runden zu kommen und müssen dann noch die unerhörte ERmunterung hören, doch ein mehr bescheidenes Leben zu führen um merh zu predigen.
    Was ist das denn für ein PD in dem 2 VK 2 Stunden unterwegs sind um 4STunden aufzuschreiben, Reisedienst machen, auch Fahrdienst genannt, nicht mals über die Kosten und Umweltbelastung nachdenken, denn nur ihr Bericht macht sie zu angesehenen Zeugen.
    ist doch nicht anders bei der Scientologen wo alle gehalten sind Umsatz zu bringen.
    Hier bei den Zeugen kleidet man das in „Dienst am Nächsten“, so als würden wir Menschenleben direkt retten.
    Das ist Trugschluss. Am Ende der Zeit holen die Engel den Weizen ein.
    die Höhepunkte bei Jeremia von heute sind eindeutig: Warnung der selbstherrlichen Israeliten, die zwischen sich und Jehovah den baal setzten und sich oin sicherheit sahen, der Tempel Jehovahs sind wir…
    Tja erinnert mich an den Zustand der VErsammlung. Ein wenig arrogant und selbstherrlich wie man die Welt schlechtredet.
    so ne ältere Schwester in die 70 äußert sich derart übe eine 18 jährieg ungetaufte die nun einen nicht Zeugen ‚Freund hat:
    Hoffentlich hat sie bald ein Kind am Balg.
    Was lernen die Leute eigentlich?
    Wie sagte Liebermann: man kann gar nicht soviel essen wie man erbrechen möchte.
    ich habe den Satz hier in gutem Deutsch geschrieben um niemandem Anstoss zu geben.
    Diese Arroganz, diese Selbstherrlichkeit wird oben vorgelebt und dort oben wird eiskalt das konterkariert, was man dem Fußvolk verbietet. Das geht soweit, dass, wenn einer von den oberen eine neue Blutmethode bei einer OP genommen hat, dann im WT ein ARtikel steht wo es heißt: REife Christen haben entschieden….

    So wurde Epo marktfähig, IMpfungen und weiß der Kukuck was. Nur die armen, die zu Lebzeiten sich an die Direktive hielten, die gaben in Treue ihr Leben einer Org, die so wechselhaft ist wie das Wetter – aber in einer Hinsicht immer gleich: unberechenbar

  • armes Schaf 2012
    März 15, 2012

    Guten Abend,tja so ist das!
    100% real!Also liebe Selters Mitleser..gebt fein acht…Wir haben etwas mitgebracht! Eine Bibel..schön und fein..

  • armes Schaf 2012
    März 15, 2012

    Dieses Zentralkommitee der WtG,so nenne ich es einmal ist schändlich,einfach unglaubwürdig!Sie sollten sich Schämen und verschwinden.Wie viele Brüder Spenden ihr sogenanntes letztes Hemd um unseren so liebevollen Vorbildern so ein Leben zu finanzieren!Also ein Präsidentenamt wie in vielen Ländern bekämen diese nicht.Das will sogar der Cäsar nicht.Ich bin zutiefst erschüttert und schäme mich für unsere sogenannte geistige menschliche Elite!!!Pfui,moralisch bis ins Mark verdorben! Vielen Dank für den Beitrag Br.N.D.

  • Matthäus
    März 15, 2012

    Liebe Ulli, ich mußte die Antwort über deinen Kommentar setzen weil der Antwortbutton „Wie sehr oft nicht funktioniert“ … nicht nur du sondern nahezu ALLE ZJ fallen diesem Gedanken zum Opfer: Zitat von dir:

    >>Wer dieses Königreich wirklich sucht, der findet neben der Gerechtigkeit auch Friede und Freude mit heiligem Geist, denn das ist es, was das Königreich ausmacht.<<

    Darf ich dir eine kurze Begebenheit erzählen – vor einigen Jahren wurde im VBST daß Buch "Komme Jehova doch näher" – ich kann gerade durch meinen KH – Aufenthalt nicht nachsehen – ob es daß Buch war, auf alle Fälle trägt es das Thema aus Matth. 6:33.

    Gleich im ersten oder 2 Abschn. wird auf diese Gerchtigkeit eingegangen. Ich kann mich deshalb so gut erinnern weil der damalige VBST Leiter mein Geschäftpartner war und ich ihn frug warum er den wichtigsten Vers (wie angegeben im besonderen Vers 11) NICHT vorlesen ließ.

    Der Vers war: Phil. 1: 9 Und um das bete ich weiterhin, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen, 10 damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tag Christi lauter zu sein und nicht andere zum Straucheln zu bringen, 11 und erfüllt seid mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus kommt, zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes.

    Aber stolz wie viele Älteste sind, bekam ich nie eine Antwort. Für ihn ist und war die Organisation "immer seine Mutter" der er mehr glaubt als dem Herrn Jesus oder irgendeinem Bibelschreiber.

    Und wie oft macht sich die LK genau dem schuldig was sie großspurig in ihren Leserfragen erklärt:

    Fragen von Lesern im WT 15.6.72

    ● In 2. Timotheus 3:6, 7 heißt es: „Aus ihrer Mitte stehen die Männer auf, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangennehmen, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.“ Wer sind die in diesem Text erwähnten Männer und Frauen? — USA.

    Aus dem vorangehenden Vers (2. Tim. 3:5) geht hervor, daß diese verderbten Männer aus einem Kreis von Personen hervorgehen, „die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen“. Sie gleichen den Menschen, die der Apostel Paulus als „falsche Apostel“ beschreibt, als „betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen“, und als „Diener Satans“, die „immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen“. (2. Kor. 11:13-15)
    (nur der erste absatz!)

    Und was will uns der "trvSk" – wie bereits dutzendfach hier auf BI der Beleg erbracht wurde – das diese Gerchtigkeit nur für die Gesalbten zählt – die große Volksmenge muß sich diese Gerchtigkeit VERDIENEN oder ERARBEITEN und damit schließt sich der Kreis von deinem, lieber N.D sehr gut ausgearbeiteten Aufsatz.

    Wie erklärt der trvSk an anderer Stelle diese Gerechtigkeit?
    Zuerst Gerechtigkeit zu suchen schützt uns: aus WT 1.1.2006

    „So fahrt denn fort, zuerst . . . [Gottes] Gerechtigkeit zu suchen“ (MATTHÄUS 6:33).

    EINE junge Christin in Asien arbeitete als Sekretärin in einer Behörde. Sie war gewissenhaft, kam immer pünktlich und trödelte nicht. Ihr Arbeitsverhältnis war allerdings befristet. Als es um eine Verlängerung ging, sagte ihr der Abteilungsleiter, er würde sie fest einstellen und sie sogar befördern, wenn sie sich auf eine Affäre mit ihm einließe. Das lehnte die junge Frau rundweg ab, obwohl sie damit rechnen musste, ihren Job zu verlieren.
    2 War das weltfremd von dieser jungen Christin? Nein, sie befolgte gewissenhaft Jesu Rat: „So fahrt denn fort, zuerst . . . [Gottes] Gerechtigkeit zu suchen“ (Matthäus 6:33). Ihr war es viel wichtiger, sich an gerechte Grundsätze zu halten, als sich einen Vorteil zu verschaffen und dafür unsittlich zu handeln (1. Korinther 6:18).

    Warum Gerechtigkeit so wichtig ist

    3 Gerechtigkeit erfordert, an moralischen Grundsätzen festzuhalten. Die in der Bibel verwendeten griechischen und hebräischen Wörter für „Gerechtigkeit“ vermitteln den Gedanken von Redlichkeit oder Rechtschaffenheit. Das ist keine Selbstgerechtigkeit, kein Beurteilen seiner selbst nach eigenen Maßstäben (Lukas 16:15). Vielmehr ist es Rechtschaffenheit, gemessen an den Maßstäben Jehovas. Es ist Gottes Gerechtigkeit (Römer 1:17; 3:21).

    4 Warum ist Gerechtigkeit wichtig? Weil das Wohlwollen Jehovas, des ‘gerechten Gottes’, davon abhängt, dass seine Diener Gerechtigkeit praktizieren.

    Und was erfahren wir aus G.W.: Röm.1:
    17 denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«. (der Zusammenhang spricht ausschließlich in Verbindung mit Gerechtigkeit VON UND DURCH unseren HERRN JESUS)

    lg. Matthäus

  • Ulrike P.
    März 15, 2012

    Hallo Matthäus,
    ZITAT:
    „Liebe Ulli, ich mußte die Antwort über deinen Kommentar setzen weil der Antwortbutton “Wie sehr oft nicht funktioniert” … nicht nur du sondern nahezu ALLE ZJ fallen diesem Gedanken zum Opfer: Zitat von dir:
    >>Wer dieses Königreich wirklich sucht, der findet neben der Gerechtigkeit auch Friede und Freude mit heiligem Geist, denn das ist es, was das Königreich ausmacht.<<"

    Nicht das du mich falsch verstehst…auch ich ziehe meine Vorstellung über Gerechtigkeit aus Röm 1:16, wo es ja heißt das sie sich im Evangelium von Christus offenbart.

    ZITAT:
    "Wie erklärt der trvSk an anderer Stelle diese Gerechtigkeit?
    Zuerst Gerechtigkeit zu suchen schützt uns: aus WT 1.1.2006"
    …4 Warum ist Gerechtigkeit wichtig? Weil das Wohlwollen Jehovas, des ‘gerechten Gottes’, davon abhängt, dass seine Diener Gerechtigkeit praktizieren.

    Hier haben sie etwas ganz Selbstverständliches – in diesem Fall das Unterlassen von Prostitution – wieder ganz subtil mit der erdrückenden Aussage kombiniert, dass Gottes Wohlwollen von unserem gerechten Einsatz abhängig ist. Der (oft unbewusste) Umkehrschluss ist: Schaffe ich das nicht permanent, verliere ich sein Wohlwollen und damit auch die Rettung.

    Friede und Freude ergibt sich daraus mit Sicherheit nicht. – Wie man an all den verkniffenen Gesichtern in den Königreichsälen und anderen christlichen Gemeinden – die sich unter denselben Druck stellen – sehen kann.

    LG Ulli

  • Alois
    März 15, 2012

    Danke Bruder N.D.

    für den ausgesprochen guten Vortrag. Offen und klar hast Du die Falschheit des Vertriebssystems Wachtturm aufgezeigt. Das System hat nichts mit Jesus oder Jehova zu tun. Jede Firma bezahlt ihre Arbeiter, außer die WT-Organisation. Obendrein verspricht sie auch noch eine Rettung, die sie gar nicht geben kann. Sie kann sich nicht einmal selbst vor der kommenden Vernichtung retten. An den Früchten werdet ihr sie erkennen, die Früchte sind faul und wurmstichig.

    “So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.”

    Das was jedes ZJ Kind schon kennt sollte man auch richtig lesen.

    Wer ist der König dieses Königreiches? Klar es ist Jesus, somit sollen wir auch das Königreich des Jesus und seine Gerechtigkeit suchen und nicht den selbsternannten menschlichen Königen hinterherlaufen. Die anderen Dinge, wie die geistige Speise, der Heilige Geist und der Glaube wird uns dann hinzugefügt.

    Noch ein Wort zum Predigtdienst:
    Die Bibel geht davon aus dass in der Endzeit gepredigt werden wird. Sie fordert jedoch nicht dass jeder predigen muss, im Gegenteil, mehrmals wird darauf hingewiesen dass wir verschiedene Gnadengaben erhalten haben. Der eine kann dies besser, der andere was anderes. In der christlichen Freiheit gibt es kein Muss, sondern nur der Glaube an das Kommen Jesu uns seines Königreiches. Der Glaubensbau wird mit einem Haus verglichen, das aus unbrennbarem Material gebaut sein sollte, gebaut auf einem Felsen, sturm und wetterfest.

    Paulus hatte die Aufgabe von Gott erhalten dass er predigen soll, so wie Jona oder Jeremia auch. Einen Predigtdienstzwang daraus abzuleiten, oder gar die Errettung davon abhängig zu machen ist ein reines Menschengebot.

    Wie schon oft hier erwähnt, wir können nichts tun um errettet zu werden, nur auf die Gnade unseres Vaters hoffen.

    Liebe Güße
    Alois

  • Bob
    März 15, 2012

    Lieber Bruder N.D.,liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für Deine Ausführungen und die deutlichen Worte. Ein Tabuthema für die Oragnisationsloyalen. Eine Offenkundigkeit für den christlich freien Menschen.

    Selbstverständlichkeiten werden in der Tat nicht mehr hinterfragt wenn sie zu Natur geworden sind. Natur kritisiere ich nicht, das Natürliche ist gegeben. Die Bethelherberge für die WTG Funktionäre ist bei den Brüdern geistig gesetzt. Überhaupt haben sich viele Brüder so sehr in Rede- und Floskelroutinen verstrickt, dass schon die ganz naheliegenden Dinge sehr verschwommen erscheinen und endgültig für wahr genommen werden.

    Es ist schon eine Ironie, wenn Menschen sich in ihrer anmaßenden Führungsrolle auf Kosten der Brüder einrichten und dann jene, die sie aushalten auch noch mit grossen Tönen gängeln und in den blinden Aktionismus treiben. Und schon hier ist Unehrlichkeit zu vermuten. Denn es braucht die Gutverdienenden und die vererbenden älteren Brüder und Schwester, um den ganzen Laden poliert und auf Trab zu halten. Die ganze Rede vom vollzeitdienstlichen Stundenfischen dient nur dazu, der ganzen Gemeinschaft das Gefühl zu geben, in einem „besonderen“ Werk involviert zu sein, dass aber in seiner Glaubwürdigkeit und Ineffektivität kaum zu überbieten ist. Der ganze Aktionismus lenkt nur ab von dem was zu tun ist: sich auf das zu besinnen worauf es aus biblischer Sicht wirklich ankommt. Denn im sogenannten „weltweiten Werk“ wird nicht das Erkennen des Herrn vermittelt, sondern das Ergebnis eines so erklärten menschlich gesetzten Leistungsgedankens. Allein das Gefühl, in diesem so vertriebsorientiert stilisierten Werk überaktiv zu sein, ersetzt das Gefühl und das Befinden, dass es auch noch vieles Mehr gibt, was in christlicher Liebe getan werden kann und könnte.

    Die so grosse Eindimensionalität einer von oben aufgedrückten formalen Leistungsaufgabe verkürzt die Wahrnehmung für Notwendigkeiten und ureigenst menschlichen Bedürfnissen, die in wahrer christlicher Freiheit möglich sein sollten. Die Verkümmerung der Seele ist das Ergebnis eines blinden Gehorsams , der darauf hinausläuft eine zu lösende Aufgabe zu bewältigen, die von aussen auf das Individuum Woche für Woche, von Vortrag zu Vortrag, von Wachtturm zu Wachtturm in die Brüder eingeimpft nahezu eingedroschen wird. Ohne Rücksicht auf emotionale, physische und soziale Verluste. Und wie Ulrike gut dargelgt hat, die eigentliche Wertebedeutung im sozialen- emotionalen Gefüge einer Familie entkräften und verschieben. Etwas ganz anderes lesen wir in Galater 5, 5-10

    „Wir aber vertrauen darauf, dass wir durch den Glauben an Jesus Christus von Gott angenommen werden. Er hat uns ja durch seinen Geist diese Hoffnung geschenkt.
    6 Wenn wir mit Jesus Christus verbunden sind, ist es völlig gleich, ob wir beschnitten oder unbeschnitten sind. Bei ihm gilt allein der Glaube, der sich in Taten der Liebe zeigt.
    7 Es hat so gut mit euch angefangen! Wer konnte euch nur so beeinflussen, dass ihr der Wahrheit nicht mehr folgen wollt?
    8 Gott bestimmt nicht! Er hat euch ja auf diesen Weg des Glaubens geführt!
    9 Wie ihr wisst, genügt schon ein wenig Sauerteig, um den ganzen Teig zu durchsäuern.
    10 Aber ich verlasse mich auf den Herrn; und ich vertraue euch, dass ihr in dieser Frage mit mir übereinstimmen werdet. Wer euch aber im Glauben durcheinander bringt, wird seiner Strafe nicht entgehen, wer er auch sein mag.“

    Die neuzeitlichen Pharisäer in Selters und Brooklyn, aus den unterschiedlichsten Motiven handelnd (Anmaßung, Illusion, falsche Erkenntnis, Macht, Selbstüberhöhung u.v.m. bringen mit ihrem Gerede so viele Brüder durcheinander, dass diese nicht mehr wissen, was hinten und vorne ist. Sie rauben mit ihrem eindimensionalen formalistischen Gerede den Brüdern jede Form von Gestaltungsfreiheit, wie sie ihr Leben in christlicher Liebe führen.Sie durchsäuern das Leben der Brüder mit einem Geist des Buchstabens-/Stundenglaubens.Reduzieren das christliche Leben auf eine Pioniergleichung.

    Der sogenannte „t.u.v. Sklave“ verkündet mit seinen formalistischen Vorgaben eine ganz neue Art des Buchstabenglaubens, den Paulus in Römer 2, 2. Korinther
    3,6, Galater 4 und 5 und in Römer 3 und 6 so sehr bekämpft, weil er eine Umkehrung der Gnade in Christus darstellt.

    Wir alle wissen, es ist der Freiheitsaspekt praktischer und geistiger Art, der das Erlösungsgeschehen in Christus durchzieht. Dieses Erlösungsgeschehen ist als Befreiung gekennzeichnet, und dieses vor allem als Befreiung aus einem Zustand der Verfehlung. Diese Befreiung führt dazu, dass der christliche Mensch nicht damit beschäftigt ist, sich über formale Taten ständig von seiner Schuld gegenüber Gott reinzuwaschen. Diese Reinigung kann er Gott überlassen, er ist nun offen und frei mit christlicher Liebe sein Leben und die Welt um sich herum kreativ zu gestalten. Gott selbst hat seine Geschöpfe mit einer gewissen schöpferischen gestaltenden Kraft ausgestattet. Wer um das Wirken des göttlichen und jesuanischen Geistes weiss und persönliche Erfahrungen damit verbinden kann, kann diese als gestaltenden Antrieb für ein vielseitiges christliches Leben nutzen.

    Der Lebenszeitdiebstahl, der andauernd von der WTG Führungselite organisatorisch und in gottverklärender Weise betrieben wird, ist ein Zeichen dafür, wie einseitig ein Leben in einem Druckereigebäude verlaufen kann und was es bedeutet mit einer Illusion bzw. einem Mythos aufzusitzen. In polierten grauen Gemäuern masst man sich an, Millionen die Geschichte vom richtigen Glaubensleben zu erzählen. Massen in Fremdbestimmung zu halten und mit einem formalisierten Gerede Menschen den letzten Gestaltungswillen für IHR EIGENES LEBEN zu entziehen. Der ganze Formalismus zerstört die unendliche Gestaltbarkeit eines christlichen Lebens in Liebe. Keine alternativen christlichen Lebensentwürfe, keine sozialen Aktionen, kein freies nicht von oben reguliertes Gemeinschaftserlebnis. Das Leben der sogenannten „leitenden Körperschaft“ ist ein gott- und weltfremdes Leben. Ein Leben im Dienst einer kalten Organisation, die das göttliche Wort dazu nutzt, die eigene Illusion der Wahrhaftigkeit auf Biegen und Brechen jenseits allen Realitäts- und Gottverständnisses aufrecht zu erhalten. Ein Jammer – und wieviele waren und sind darauf reingefallen. Wie Pharisäer in feine Gewänder gehüllt und in getäfelten Wohnungen lebend sprechen sie, vielleicht sogar aus guten Willen das angebliche Wort Gottes und merken gar nicht, wie sie Körper und Geist der Organisationsloyalen in menschenverachtender Weise zugunsten eines formlisierten Buchstabensglaubens durcheinander bringen. Christen sind hier keine Gestalter mehr sondern nur noch Produkt.

    Aus diesem Grund müssen wir uns gar nicht darüber wundern, das Leben und Lehren der LK nicht nur nicht zusammenpassen sondern auch auf ganz verkehrten Voraussetzungen beruht.

    In Galater 1, 1-2 lesen wir:

    „Durch Christus sind wir frei geworden, damit wir als Befreite leben. Jetzt kommt es darauf an, dass ihr euch nicht wieder vom Gesetz versklaven lasst.
    2 Ich, Paulus, sage euch deshalb in aller Deutlichkeit: Wenn ihr euch beschneiden lasst, ist alles nutzlos, was Christus für euch getan hat.“

    Heute geht es noch um viel mehr: Die Massen der Zeugen werden an ihrem Leben beschnitten, ihr Leben wird in Zeiteinheiten und zu „theokratischen“ Stundengleichungen reduziert, bis dass der noch letzte Funken an eigenem Gestaltungswillen verglimmt. Das natürliche, familiäre Umfeld ist das erste was darunter leidet, wenn Menschen von Führungskasten zu Formalisten umgeformt werden. Menschen, die fremdbestimmt ihr Dasein fristen und das falsche Leben ihrer angeblichen Vorbilder noch als gottgewollt idealisieren.

    Danken wir dem Vater und dem Christus, dass wir heute mit gottzugewandeter Offenheit staunen dürfen. Christliche Liebe markiert eine Freiheit des Gefühls und bedeutet gestaltbare Lebensfülle.

    Liebe Grüsse an Euch alle da draussen und geniesst die neu zu erkundenden vielseitigen Wege der christlichen Liebe jenseits von Formalismus und blindem Aktionismus.

    Euer Bruder Bob

  • Ulrike P.
    März 15, 2012

    Hallo N.D.,
    autsch, da hast du ja wirklich die geballte Ladung Wahrheiten auf den Tisch gebracht.

    Das die lK schon seit jeher alles deligiert – ob´s das predigen, das Vortragschreiben oder das arbeiten ist – weiß wahrscheinlich eh´ jeder…was sie stattdessen machen, weiß allerdings keiner zu sagen. – Aber irgendwie geht jeder treudoof davon aus, dass sie schwer beschäftigt sind und DESHALB das alles nicht selbst erledigen können.

    Dass sie damit ihrem selbsternannten Vorbild Paulus in keinester Weise entsprechen, nimmt jeder als gegeben hin. – Da regt sich keiner drüber auf.

    Auch ich will in dieser Wunde garnicht weiter rumprockeln…denn es gibt etwas, das ich schlimmer finde als alles andere:

    ZITAT:
    „Es wird keine Gelegenheit ausgelassen, von uns mal direkt mal indirekt die Erwartung zu äußern, den Pionierdienst mindestens Auge zu fassen und es “gebetsvoll zu prüfen”. Jeder Wachtturm, der das Predigen zum Thema hat und das sind die meisten, enthält sehr oft eine Geschichte z.B. von einem Familienvater mit fünf Kinder, einer alleinerziehenden Mutter mit noch mehr Kindern oder neuerdings einem körperlich behinderten oder chronisch kranken Bruder oder einer Schwester die 90 Jahre alt ist und noch den Hilfspionierdienst durchführt.
    Alle genannten Personengruppen lassen sich selbstverständlich in keiner Weise vom vermehrten Predigtdienst abhalten und überwinden angeblich jedes HINDERNIS, das sich ihnen in den Weg stellt um den “wichtigsten Auftrag, den es gibt” zu erfüllen.“

    Was hier unbemerkt stattfindet, ist eine Wertezerstörung im familiären Bereich.
    Alles was ein normaler Menschen als wertvoll erachtet, gilt dem Vorzeige-Zeugen als Hindernis in seinem Predigtauftrag.

    Wer muss die Quittung begleichen? – Die schwächsten Glieder der Kette.
    Die Kinder sind so kein Segen mehr, sondern ein Klotz am Bein.
    Statt nach getaner Arbeit Zeit für sie zu haben, ist man „im Werk des Herr beschäftigt“.
    Da kein Freiraum für Entspannung bleibt – denn man routiert ja nur noch – liegen die Nerven irgendwann blank…wer kriegt´s ab? – Genau…die Kinder.

    Und da soll´s einen noch wundern, wenn die bei der ersten Gelegenheit weg sind und sich lieber der „bösen, bösen Welt“ zuwenden?
    Wer sich seine ganze Kindheit und Jugend nur als zu überwindendes Hindernis fühlt, der räumt sich irgendwann lieber selbst aus dem Weg…auf welche Weise auch immer…

    Auch die Alten und/oder Kranken, die sich 30 Stunden monatlich im Dienst abquälen, damit sie sich überhaupt noch als wertvolles Mitglied der Versammlung betrachten können, tun mir leid.
    Eine chronische Krankheit kostet Zeit, wenn man medizinisch alles ausschöpfen möchte. – Die hat ein Hipi wohl eher nicht…

    Wem der PD eine Quelle der Kraft ist, schön!
    Aber ich möchte nicht wissen, wie Viele ihre Krankheiten lieber mit zusammengebissenen Zähnen still ertragen, als dass sie ihre Zeit für eine Verbesserung ihrer Situation einsetzen.

    Von denen, die für ihre alten und kranken Eltern keine Zeit abknappsen können, weil sie ja einen vollen PD-Kalender haben, garnicht erst zu reden…

    Und das nur, weil alles was einem im Leben eigentlich das Wichtigste sein sollte, als Hinderniss dargestellt wird welches es zu überwinden gilt…und wer das halt nicht schafft, sieht meist zu, dass er es mit Spendengeldern ausgleicht.

    Mag sein, dass sich immer mehr dem entziehen…aber wer meint ich übertreibe, der irrt…es gibt leider allzu Viele bei denen es genau so abgelaufen ist, oder noch läuft.
    Dabei geht das völlig an dem vorbei, was Jesus meinte wenn er sagte, dass wir das Königreich und SEINE Gerechtigeit suchen sollten.

    Wer dieses Königreich wirklich sucht, der findet neben der Gerechtigkeit auch Friede und Freude mit heiligem Geist, denn das ist es, was das Königreich ausmacht. – Und wer das gefunden hat, hat einen reichen Schatz, den er mit allen teilen kann. Allem voran mit seinen Kindern oder seinen betagten Eltern, aber auch mit seinen Glaubensbrüdern, ja…überhaupt mit jedem dem er begegnet. 🙂

    LG Ulli

  • Eddi
    März 15, 2012

    Liebe Uli,

    man traut sich ja gar nicht, Zeit für sich selbst einzufordern. Mir ging es so, dass ich – chronisch krank und depressiv – einfach mal nur Zeit für mich haben wollte. Kleine Karten gebastelt für Schwestern und Brüder, die die Versammlung nicht besuchen konnten, eine „Ehrenurkunde für treue Älteste“ entworfen, Rezepte für schwer Diabeteskranke herausgesucht. Aber eben nichts „außer Haus“ wie Predigtdienst. Und da wurde mir von Ältesten gesagt, ich solle mich nicht so anstellen, schließlich gäbe es viele, denen es viel schlechter ginge als mir. Es würde mir sicher helfen, einige Lebensberichte aus dem Wachtturm zu lesen, die dieses Thema beinhalten. Diese Brüder und Schwestern würden alles daransetzen, Jehova so viel wie möglich zu dienen.

    Warum muss ich über mein Befinden einem Ältesten Rechenschaft ablegen, der sich dann erlaubt, „festzustellen“ ob mir meine Knochen genügend Beschwerden verursachen, dass ich zuhause bleiben kann?

    Ich habe den Hinweis befolgt, dass frische Luft gesund ist – hab mir einen Hund geliehen und hab mich an Gottes Schöpfung erfreut. Da hatte ich zwar wieder was völlig falsch verstanden, aber das war doch sowieso mein zweiter Vorname. Der Hund hat mir jedenfalls keine Vorwürfe gemacht, dass ich so langsam war, dem brauchte ich nix zu beweisen wie tief gläubig ich bin.

    Was mich am meisten erstaunt: Ich war sooo unendlich traurig, als ich keinen anderen Ausweg gesehen habe, als diese Organisation zu verlassen. Trauer, Scham, Schuldgefühle, die mich über viele Jahre begleiteten und stetig wuchsen (sogar über mich hinaus!), die mir besser anhafteten als meine Kleidung, die jede Art Freude von vornherein verbieten.
    Eine chronische Erkrankung fordert ohnehin schon viel Nervenkraft, dann die Schuldgefühle, wenn man nicht mehr so kann oder wenn man etwas tut, was einem selbst Freude macht und anderen Freude bereitet, das ist der Nährboden für Krankheiten, Selbsterniedrigung, Wertlosigkeit.

    Wie anders doch die Worte Jesu klingen: Ihr seid das Salz der Erde, Ihr seid das Licht der Welt, Ihr seid meine Freunde, fasst Mut, ich habe die Welt besiegt….Der vollkommene Sohn Gottes hielt es für richtig, Menschen zu ermuntern, positives in ihnen zu sehen und dies zum Ausdruck zu bringen, Ihnen um ihrer eigenen Persönlichkeit willen positive Eigenschaften zuzusprechen. Denn er sagte ja nicht: Hilfspioniere oder Pioniere sind das Salz der Erde oder das Licht der Welt. Seine Zuhörer hatten niemals gepredigt, sie waren – wie wir heute – an der reinen Wahrheit interessiert. Das hat sie wertvoll gemacht.

    Mit der Wahrheit kann man aber nichts verdienen.
    Liebe Grüße an meine Schwester
    Eddi

  • Ulrike P.
    März 15, 2012

    Hallo Eddi,
    ZITAT:
    „Was mich am meisten erstaunt: Ich war sooo unendlich traurig, als ich keinen anderen Ausweg gesehen habe, als diese Organisation zu verlassen. Trauer, Scham, Schuldgefühle, die mich über viele Jahre begleiteten und stetig wuchsen (sogar über mich hinaus!), die mir besser anhafteten als meine Kleidung, die jede Art Freude von vornherein verbieten.“

    Wenn man über Jahre, oft sogar Jahrzehnte und Viele sogar schon mit der Muttermilich, nichts anderes zu hören bekommt, als das man es nirgendwo auf dieser Welt besser haben könnte…dass wir so unendlich viel Grund zur Dankbarkeit dem Sklaven gegenüber haben, der ja so liebevoll für unser geistiges Wohlbefinden sorgt…dann ist es schon fast vorprogrammiert, dass der Loslösungsprozess nicht ohne Schuldgefühle abgeht.

    Und genau darauf setzen sie auch…das ist einer der Gründe, für ihre Selbstverherrlichung.
    Denn wer sich in ihrer Schuld fühlt, wird sie so schnell nicht verlassen und lieber über so Manches hinwegsehen. – Weil sie ja trotz allem die „Wahrheit“ lehren und man ohne die WTG ja nie die Chance gehabt hätte, sie kennenzulernen.

    Das ihre Wahrheit, mit der Wahrheit des Wortes aber überhaupt nichts zu tun hat, das zu erkennen braucht es oft Jahre.

    LG Ulli

  • Eddi
    März 15, 2012

    Hallo Uli,
    man bekommt auch deshalb immer Schuldgefühle, weil man vermittelt bekommt, wenn man die Organisation verlässt, verlässt man Jehova. Auch im WT vom Mai 2012 wird im 2. oder 3. Studienartikel (entschuldige, hab´s gerade nicht im Kopf) in Abs. 11 gleich im 1. Satz angemerkt, dass Jehova seine treuen Schafe dem treuen und verständigen Sklaven anvertraut. Abgesehen von der Frage: wo bleibt Jesus in dieser Geschichte? wird doch für jeden Zuhörer die Assoziation erstellt, dass Jehova und der tuvS eine identisches Denk – und Handlungsmuster haben. Also ist jemand, der die Organisation verlässt, lebensunwert. Für jemand, der sein Gewissen vergewaltigt, indem er über die Missstände täglich hinweg sieht ist das Leben aber auch nicht erstrebenswert, denn er/sie bezeugt ja einen Gott der Ungerechtigkeit. Und mir ging es auch um die zugesicherten Freundschaften, die ich nie erhielt, andererseits wurde es mir sehr schwer gemacht, Besuche bei älteren Schwestern durchzuführen. Tatsächlich denke ich, dass Zeugen Jehovas so viel zum Predigtdienst ermuntert werden, damit keine Zeit bleibt, wirklich persönliche Beziehungen aufzubauen. Man hetzt die Leute buchstäblich zu Tode, manchmal über einen Burn-out oder einen Infarkt, aber das finde ich persönlich auch nicht prickelnd. Lese ich auch nicht in der Bibel. Im Gegenteil, Jesu Zuhörer haben immer erst mal Platz genommen und auch ihre physischen Bedürfnisse wurden berücksichtigt. Hier bei BI habe ich die Ruhe, mir ein Thema auszusuchen, kann mir den Stoff einteilen, aus den Kommentaren abwägen, was mir gut und hilfreich ist. Es geht ja nicht darum, wer recht hat, sondern dass es ganz viele gute Wege gibt, unserem Schöpfer näher zu kommen. Es ist genau diese Gewissheit, die mich sprießen lässt wie Unkraut und mich in die Lage versetzt, anderen von Herzen kommende Barmherzigkeit entgegen zu bringen, Freude zu empfinden, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen, einzuladen, an dieser Freude teilzuhaben. Eigentlich müsste ich einigen Personen dankbar sein, dass sie mich so besch… behandelt haben, weil ich sonst nie bei BI gelandet wäre. Und damit wäre viel Wahrheit an mir vorbei gegangen.

    Ganz liebe Grüße
    Eddi

  • Ulrike P.
    März 15, 2012

    Hallo Eddi,
    Jap…das jemand mit dem Weggang aus der Organisation auch gleichzeitig Gott verlässt, ist ein ganz übler Gedankenfehler..dem ich selbst aufgesesen bin. – Da man das über viele Jahre von denen die fortgingen dachte, möchte man selber das natürlich auf garkeinen Fall tun.

    Also bleibt man…zumindest so lange, bis man es einfach nicht mehr erträgt und im besten Falle bemerkt, dass man GERADE wenn man Gott treu sein will aufhören muss, Menschen nachzulaufen die sich selbst erhöhen.

    So war es bei mir…mein Gewissen vor Gott ließ mir keine Ruhe. Ich konnte mich nicht mehr weiter dazwischen setzen und so tun als ob…nur um meine Freunde nicht zu verlieren. – Irgendwann ging mir auf, dass mein himmlischer Vater mir wichtiger ist, als Menschen die mir für ihre Freundschaft die Bedingung stellen, der WTG die Treue halten zu müssen.

    Es tut mir zwar immer noch leid darum…aber ICH bin es nicht, die Bedingungen stellt…meine Tür ist auf, für jeden von ihnen.

    LG Ulli

  • Manfred
    März 15, 2012

    Lieber Brd. N.D.,
    vielen Dank für diesen Vortrag. Besonders das Du heraus gearbeitet hast, dass sich Paulus immer bemüht hatte niemandem zu Last zu fallen. Von ihm war ja sozusagen belegt, dass er ein Apostel war und trotzdem ist er für seinen Lebensunterhalt selbst aufgekommen.

    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Leitende Körperschaft ja die Situation im ersten Jahrhundert als Beleg dafür nimmt, dass es eine leitende Körperschaft geben muss, dann muss man sich unweigerlich fragen, warum sie dann auch nicht ebenso für Ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen. Zumal das in der heutigen Zeit leichter fallen sollte.

    Ein Tagelöhner, hatte damals genau soviel Geld verdient, wie er zum Leben für einen Tag benötigte. Dafür musste er aber ganze 12 Stunden pro Tag arbeiten. Heute können wir teilzeit arbeiten und wenn man sparsam ist, reicht es zum Leben für einen Monat.

    Somit sollte doch gerade hier die LK führend als Beispiel vorangehen und sich selbst versorgen, so wie es die Pioniere auch tun müssen.

    Vielen Dank für diese Gegenüberstellung von Damals zu Heute.

    Liebe Grüße Manfred

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