171 Comments
  • Sascha
    September 9, 2011

    Liebe Geschwister,

    ich habe zu der Frage, ob alle Religionen irgendwie zu Gott führen, einen interessanten Artikel von Jörgen Bauer gefunden, Einen Auszug möchte ich gerne zitieren(Quelle auftanken.de).

    Zitat:

    Jesus Christus spricht:

    Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

    Johannes 14, Vers 6

    Auch diese Aussage Jesus ist und bleibt bis heute ein Ärgernis, an dem sich die Geister scheiden. Denn was Jesus hier ausspricht, beinhaltet einen Absolutheitsanspruch, der überhaupt nicht in unsere Zeit passt, in der alles beliebig geworden ist.

    Kirchliche Vertreter betonen die Gleichwertigkeit und -gültigkeit von Islam und Christentum. Es wird von einer „abrahamitischen Ökumene“ fabuliert, weil beide Religionen auf den gleichen Ursprung zurückgeführt werden könnten. Beide seien auf je andere Weise unterwegs zu demselben Gott.

    Der Ratspräsident der EKD meinte bei einem interreligiösen Gespräch, dass sich die Religionen von dem Gedanken verabschieden müssen, die Wahrheit allein zu besitzen.

    Damit hat der Ratspräsident sogar Recht: Weder eine christliche Religion noch eine islamische Religion können die Wahrheit haben, weil das Christentum keine Religion, sondern Jesus Christus selbst ist, dem wir als Christen angehören – und der ist nun mal der einzige Weg zu Gott und keine von Menschen gemachte Religion!

    „Religion“ ist, im Gegensatz zum Christentum, ein System aus frommen menschlichen Vorstellungen, wobei, im Falle einer christlichen Religion, Jesus ein guter Mensch und Religionsstifter und kein Gottessohn, Retter und Erlöser ist.

    Auch der derzeitige Papst drückt sich missverständlich aus, wenn er sagt, „es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.“ Richtig sollte es heißen: Gott führt jeden auf einem anderen Weg zu Christus, welcher der eigentliche und einzige Weg zu Gott ist.

    Wenn wir das Ewigkeitsziel nicht verfehlen wollen, dann dürfen wir uns durch solche Irrlehren, wie sie von Kirchenvertretern verbreitet werden, nicht verführen lassen. Die biblischen Aussagen sind, was das nur in Christus zu findene Heil anbelangt, ebenso eindeutig wie das Urteil über die Irrlehrer, die etwas anderes behaupten.

    Lassen wir uns deshalb nicht betrügen!

    Christentum und Islam sind nicht miteinander vereinbar. Der Allah des Koran ist ein völlig Anderer und damit das gerade Gegenteil zum lebendigen Gott, der sich in seinem Wort und in Jesus Christus offenbart hat.

    Interreligiöse Gottesdienst sind Zeichen einer schrecklichen Verblendung, denen die Christen, unter Berufung auf die Heilige Schrift, widersprechen müssen…

    Liebe Grüße
    Sascha

  • cheyenne
    September 9, 2011

    Liebe Diener Jehovas,

    Zu diesem guten und zutreffenden Vortrag möchte ich hier noch einiges ergänzen:
    Das „Straßenschild“ wurde absichtlich und aus reiner Bosheit vom Widersacher langsam und unauffällig in die falsche Richtung verdreht. Der Sklave in Brooklyn folgt diesem Schild in völliger Blindheit und weist so dem Volke Jehovas den Weg in die offene Fallgrube. Satan ist der Vater der Lüge, ein Meister der Täuschung und so perfekt, dass es keiner der LK merkt, wo sie wirklich hinströmen. Mit der falschen Belehrung, dass man diesem Sklaven auf Schritt und Tritt folgen muss, ihn nicht kritisieren und ihm nicht vorauseilen darf wird erreicht, dass ein Millionenvolk Blindgeborener in dieselbe Grube stürzt. Man ist es als Schäfchen gewohnt, den Leithammeln zu folgen und wenn man mal zögert oder das berühmte Fähnchen nicht in den Wind hängt, bekommt man den berühmten Tritt- entweder in die Mitte der Herde hinein oder hinaus. Die Bibel enthält genügend Warnungen, die uns vor diesem Weg schützen sollen.
    1.Kor.7:23Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen.

    Joh.8:44 IHR seid aus EUREM Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]

    Ofb.2:20 Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Ịsebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt MEINE Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind.

    Hebr.3:10 Darum wurde mir diese Generation zum Abscheu, und ich sprach: ‚Immer gehen sie in ihrem Herzen irre, und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt.‘ 11 Da schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.

    Jes.29.10 Denn über euch hat Jehova einen Geist tiefen Schlafes ausgegossen, und er verschließt eure Augen, die Propheten, und er hat sogar eure Häupter, die Visionenseher, verhüllt
    32:6 denn der Unverständige, er wird bloß Unverständiges reden, und sein eigenes Herz wird an Schädlichem arbeiten, um Abfall zu bewirken und gegen Jehova Irriges zu reden, um die Seele des Hungrigen leer ausgehen zu lassen, und er läßt sogar den Durstigen ohne Getränk ausgehen. 7 Was den Grundsatzlosen betrifft, seine Werkzeuge sind schlecht; er selbst hat Rat erteilt für Taten der Zügellosigkeit, um die Niedergedrückten mit falschen Reden zugrunde zu richten, auch wenn ein Armer redet, was recht ist.

    2.Petr.2:1 Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen. 2 Ferner werden viele ihren Zügellosigkeiten folgen, und ihretwegen wird vom Weg der Wahrheit lästerlich geredet werden. 3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.

    Jer.22:13 Wehe dem, der sein Haus baut, doch nicht mit Gerechtigkeit, und seine Obergemächer, doch nicht mit Recht, durch Ausnutzung seines Mitmenschen, der ohne Entgelt dient und dessen Lohn er ihm nicht gibt;

    2.Ti.2:18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.
    Wer lehrt denn, dass die Auferstehung 1919 gewesen ist?

    Jes.30:21 Und deine Ohren, sie werden ein Wort hinter dir sagen hören: „Dies ist der Weg. Wandelt darauf“, falls ihr zur Rechten gehen solltet oder falls ihr zur Linken gehen solltet.

    Nun, folgen wir der Stimme der Bibel oder der der LK in Richtung Ägypten, Menschenverherrlichung, NGO, OSZE, Anerkennungsprozesse usw. und die dazugehörigen Kompromisse?

    Jer.42:17 Und es wird geschehen, daß alle Männer, die ihr Angesicht darauf gerichtet haben, nach Ägypten zu ziehen, um dort als Fremdlinge zu weilen, die sein werden, die durch das Schwert, durch den Hunger und durch die Pest sterben; und sie werden schließlich weder einen Überlebenden noch einen Entronnenen haben wegen des Unglücks, das ich über sie bringe.“ 

    Die LK wird immer darauf bestehen, dass wir ihr genau nachfolgen und wer ihr nicht blind folgt, wird als Abtrünniger diffamiert. Niemand kann dieses Schild wieder in die richtige Richtung drehen, denn der Widersacher lässt es nicht mehr aus seinen Händen und sorgt dafür, dass es bis zu seinem letzten Herrschaftstag verdreht bleibt.

    Ofb.7:9 Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. 10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] UNSEREM GOTT, der auf dem Thron sitzt, UND DEM LAMM.
    Kein Wort von einem Sklaven, LK, Organisation oder WTG, der man die Rettung zu verdanken hätte.

    Deshalb: Röm.16:17 Nun ermahne ich euch, Brüder, die im Auge zu behalten, die Spaltungen hervorrufen und Ursachen zum Straucheln geben entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und MEIDET SIE. 18 Denn Menschen von dieser Art sind Sklaven, nicht unseres Herrn Christus, sondern ihres eigenen Bauches; und durch glatte Worte und schmeichelhafte Reden verführen sie das Herz der Arglosen.

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Wie wahr Deine Worte/Zitate aus der Schrift sind, liebe Cheyenne!

    Ich erlaube mir noch 2 weitere Verse hinzuzufügen die einerseits zeigen daß wir keine Lehrer brauchen und daß es dennoch viele gibt die diesen Lehreren nachlaufen und so tun ob ihre Worte direkt vom Himmel kämen.

    1. Joh. 2: 27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus.

    Ps. 73: 9 Sie reden, als käme es vom Himmel; was sie sagen, muß gelten auf Erden. 10 Darum wendet sich auch sein Volk ihnen zu, und es wird von ihnen viel Wasser aufgesogen.

    oder nach der HFA: 9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig. 10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, es hängt an ihren Lippen und glaubt alles, was man ihm vorsetzt.

  • Christof
    September 9, 2011

    Hallo liebe Mitleser, gestern haben wir uns einen tiefsinnigen Film angeschaut, „Der letzte Zug“. Es ging um einen Zug-Transport Juden in ein KZ, mit den verzweifelten Versuchen, auszubrechen, um Qualen, Leid, Tod. Man versuchte, mit einfachen Werkzeugen aus dem wie ein „Viehtransportwagon“ rauszukommen. Man sägte an den Eisenstäben und schlug Löcher in den Boden. Einige glaubten tatsächlich, sie kämen in ein „besseres Land“, wo sie Arbeit und Nahrung hätten und wollten gar nicht weg. Andere sahen sofort, dass dieser Zug ihr sicherer Tod war. Mich erinnerten diese Szenen an viele früher gelesenen Lebensberichte von Z.J und ich dachte an Kommentare von lieben Brüdern wie Mäuschen oder den Schneerosen, was sie alles erlebt hatten. Auch wenn jedes einzelne Schicksal immer anders ist, das war sehr traurig. Andererseits musste ich aber auch viel an „Bruderinfo“ denken. Irgendwie gab es da eine Verbindung für mich. Alle, die hier auf dieser Seite schreiben, fühlen, das die Richtung der WTG nicht mehr die richtige Richtung geht, das Ziel kann nicht mehr ein „besseres Land“ sein. Einige wollen aber nicht weg, vielleicht ist ja doch was wahres dran, die ganzen schönen Verheißungen. Oder die Schmerzen, den Absprung zu wagen sind vielleicht (noch) zu groß. Andere sehen das deutlicher und sagen ganz klar: Sorry, es geht nicht mehr, ich MUSS mich von den Z.J. trennen. Für meine Gesundheit, für mein inneren Seelenfrieden und riskieren einen Sprung in die Ungewissheit. Aber in die Freiheit. Je weiter der Zug fuhr, je größer die Qualen waren, je sicherer war man sich, dass der Zug in den Untergang fuhr. Und hier wird immer wieder auf die Fehler der WTG hingewiesen, es wir immer deutlicher…. ABER WAS MACHT JEDER EINZELE DARAUS ? Ich muss mich ärgern, wenn ich Kommentare lese wie „Habt ihr den Studienartikel für kommenden Sonntag gelesen“… Aber brav in die Versammlung rennen….. Wie lange fährt der Zug noch ? LG Christof

    ————————————————————————————–

    Hallo Christof,
    danke für deinen Kommentar. Das mit dem letzten Zug ist sicherlich übertragbar auf die Situation vieler Brüder.
    Aber wie jede Veranschaulichung, ist auch diese nicht Einz zu Einz anzuwenden. Denke bitte daran, das viele Brüder z.Z. keine seelischen Schmerzen ertragen müssen, und sich noch wohlfühlen. Erst wenn sie das alles durchschaut haben mag sich etwas in ihnen regen. Doch man kann die Organisation auch geistig verlassen, was auch immer mehr tun. Die Organisation verliert dann die Macht über sie, wenn sie sich nur nachdem ausrichten, was sie persönlich aus der Bible erkannt haben und verantworten können.
    L.G.
    Bruderinfo

  • Wolseley
    September 9, 2011

    Lieber Bruder cheyenne !

    Du sprichst mir aus der Seele, ich bin 42 Jahre getauft und erst seit 2 Jahren hinter die Schliche dieser Organisation gekommen durch einen liebevollen Bruder.

    Den verfall der Geistigen Werte kann man am besten mit den 3 Epochen der Tauffragen bemerken oder nachlesen zB. bei der Taufansprache hören. Kennst Du die ? Ich gebe sie Dir dazu.

    ***Im Jahre 1942 wurden den Taufbewerbern die folgenden beiden Fragen gestellt:
    (1) Glaubst du an Jehova Gott den Vater, daß „bei Jehova Rettung ist“ und daß Jesus Christus sein Sohn ist, durch dessen Blut deine Sünden hinweg gewaschen sind und durch den dir Rettung von Gott zuteil wird?
    (2) Hast du daher deine Sünden vor Gott bekannt und gebeten, durch Jesus Christus rein gewaschen zu werden, und dich daher von der Sünde und der Welt abgewandt und dich vorbehaltlos Gott geweiht, um seinen Willen zu tun?

    *** w73 1. 8. S. 472 Die Taufe erfolgt nach dem Jüngermachen ***
    1. Hast du deine Sünden bereut, und bist du umgekehrt, da du erkannt hast, daß du vor Jehova Gott als verurteilter Sünder dastehst, der der Rettung bedarf, und hast du vor ihm anerkannt, daß diese Rettung von ihm, dem Vater, kommt, und zwar durch seinen Sohn Jesus Christus?
    2. Hast du dich aufgrund dieses Glaubens an Gott und an seine
    Rettungsvorkehrung Gott rückhaltlos hingegeben, um fortan seinen Willen zu tun, wie er ihn dir durch Jesus Christus und durch die Bibel unter der erleuchtenden Kraft des heiligen Geistes offenbart?
    .
    *** w85 1. 6. S. 30 Sich Jehova durch die Hingabe unterwerfen ***
    Die erste Frage lautet:
    1.Hast du auf der Grundlage des Opfers Jesu Christi deine Sünden bereut und dich Jehova hingegeben, um seinen Willen zu tun?
    2. Die zweite lautet:
    Bist du dir darüber im klaren, daß du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?

    Seit 1985 werden die Täuflinge nur noch in einer Organisation hineingetauft, den Christus haben sie über Bord geworfen, daran sieht man den Geistigen Verfall.

    Denk daran, was Paulus sagt in Galater 1: 8, 9, wer eine andere Gute Nachricht bringt, als die, die ich durch Christus empfangen habe er sei Verflucht. Harte Worte, aber war.

    Ich verwende gern 2 Kor. 3:15, da heißt es – Auch über ihren Verstand liegt bis heute eine Decke, wenn sie die Schriften Moses lesen, aber ich nehme den Namen Moses weg und ersetze es mit „Wachtturm“

    Auch Joh 15:15, da heißt es, Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weis nicht was sein Herr tut, vielmehr nenne ich euch Freunde, denn ein Freund weis, was sein Herr tut. Und da der Sklave nicht weis was der Herr tut, kann man von dem TuV nichts erwarten.

    Gruß in Theokratischer Verbundenheit.

    Dein Bruder Wolseley

  • Dennis
    September 9, 2011

    Lieber Brüder,

    als ich mir vorhin den WT 15.12.11 durchlas und dann mit dem aktuellen WT 15.07.11 verglich, fiel mir sofort der unterschiedliche Schreibstil auf.

    Im jetzigen WT wird sehr viel von „Abtrünnigkeit“, „Tod“, „Satans Weg“ usw. gesprochen und natürlich vom „Sklaven“ und der „leitenden Körperschaft“ und der „Organisation“.

    Im WT 15.12.11 kommt das Wort „Organisation“ nur einmal vor und auch eher in einem Nebensatz. „Sklave“ usw. kommt überhaupt nicht vor.

    Aber auch in den versch. Artikeln wird sehr stark auf „Vertrauen zu Jehova“ und das „Bitten um den Geist“ und das persönliche Verhältnis zu Jehova abgeziehlt.

    Wenn ich die beiden WTs so vergleiche kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass beide von dem selben Schreiber bzw. Schreibern kommt, dafür sind sie zu unterschiedlich.

    Was meint ihr, gibt es eine „Abteilung“ oder Brüder in Brooklyn, die eher für die „Scharfmacher“-Artikel zuständig sind und andere für die „weichen2 Themen?

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Wenn man die Bücher von Ray Franz gelesen hat, wird einem Deine Schlußfolgerung lieber Dennis sehr wohl bestätigt. Sein Onkel F.Franz war eher ein Hardliner, unangenehme Fälle wurde stets ihm übertragen. F.Franz schreckte auch vor Aussagen nicht zurück die eigentlich eine Rebellion gegen Jehova bedeuten. Denn wenn man IHRE Vorgehensweise in dieser Sache mit dem gleichen Maß beurteilt dann sind zumindest einige Glieder der LK Rebellen gegen Jehova – ihre Auslegung und Lehre ist „wichtiger“ als das was Jesus lehrte.

    Ein Beispiel war ein Gerichtsfall bei dem F.Franz einige sehr bedenkliche Aussagen machte: (Gerichtsprotokoll aus dem Buch von R.Franz)

    Gerichtsprotokolle mit dem ehemaligen Präsidenten Fred Franz und weiteren Brüdern aus der leitenden Körperschaft während der Gerichtsverhandlung im Fall Walsh in Schottland, 1954 – hier ging es um den Anspruch auf den Status als geistlicher Diener für einen Zeugen Jehovas, ein Aufseher einer Versammlung in Schottland war.

    Mit Genehmigung des Keeper of the Records of Scotland sind hier einige Teile des offiziellen Gerichtsprotokolls der Zeugenaussagen wiedergegeben (Es wurde aus dem Englischen
    übersetzt). Zu jener Zeit war Fred Franz Vizepräsident der Organisation und der erste im Zeugenstand:

    „F“: steht für Frage, „A“ steht für die Antwort – „R“: für Richter

    F: Arbeiten Sie zusätzlich zu diesen regulären Veröffentlichungen von Zeit zu Zeit eine Anzahl theologischer Broschüren und Bücher aus und geben sie heraus?

    A. Ja.

    F: Können Sie mir folgendes sagen: Werden diese theologischen Veröffentlichungen und die Halbmonatsschriften benutzt, um Lehraussagen zu besprechen?

    A: Ja.

    F: Sieht man diese Lehraussagen innerhalb der Gesellschaft als maßgebend an?

    A: Ja.

    F: Steht es frei, sie zu akzeptieren, oder sind sie verpflichtend für alle, die Mitglieder der Gesellschaft sind und bleiben wollen?

    A: Sie sind verpflichtend.

    Nach dieser Aussage besteht für jeden Zeugen Jehovas, der dies auch bleiben möchte, keine andere Wahl als die publizierten Aussagen der Wachtturmorganisation zu akzeptieren. Das ist „verpflichtend“.

    Die Konsequenzen werden in der weiteren Aussage von Fred Franz gezeigt:

    F: So, dass es praktisch als Ergebnis eine neue menschliche Gesellschaft geben wird?

    A: Ja. Es wird eine Neue-Welt-Gesellschaft unter neuen Himmeln geben, denn die früheren Himmel und die frühere Erde werden in der Schlacht von Harmagedon vergangen sein.

    F: Nun, zur Bevölkerung dieser neuen Erde: Wird sie nur aus Zeugen Jehovas bestehen?

    A: Am Anfang wird sie nur aus Zeugen Jehovas bestehen. Die Glieder des Überrests erwarten, diese Schlacht von Harmagedon zu überleben wie eine große Schar dieser anderen Schafe. Der
    Verbleib des Überrests auf der Erde nach der Schlacht von Harmagedon wird aber nur zeitweilig sein, da er seinen irdischen Lauf treu bis zum Tod vollenden muß, aber die anderen Schafe
    dürfen, well sie ständig Gottes Willen gehorchen, für immer auf der Erde leben.

    Was nun, wenn ein Mitglied der Versammlung eine bestimmte Lehre der Organisation verwirft, weil ihm sein Gewissen sagt, es gebe dafür keine Stütze in der Schrift, und ihm würde daraufhin die Gemeinschaft entzogen? Wie sieht der offizielle Standpunkt gegenüber denjenigen Ausgeschlossenen aus, die um keine Wiederaufnahme ersuchen? Der Standpunkt dazu wird in der Zeugenaussage wie folgt genau erklärt:

    F: Und werden diese disziplinarischen Maßnahmen tatsächlich vollzogen, wenn sich die Situation ergibt?

    A: Ja.

    F: Nun, ich will Sie nicht noch mehr über diese Seite der Angelegenheit fragen, aber gibt es Verstöße, die als so schwerwiegend angesehen werden, daß sie einen Ausschluß ohne Hoffnung auf Wiederaufnahme rechtfertigen?

    A: Ja. Tatsache ist, dass der Auschluß als solcher für den
    Ausgeschlossenen zur Vernichtung führen kann, wenn dieser niemals bereut und seinen Lauf ändert und wenn er außerhalb der Organisation bleibt. Für ihn gäbe es keine Hoffnung auf
    Leben in der neuen Welt. Es gibt jedoch eine zum Ausschluß führende Handlungskette, aus der derjenige mit Sicherheit nie zurückkönnte, und das ist die sogenannte Sünde gegen den
    Heiligen Geist.

    Der Anwalt der britischen Krone lenkte später die Aufmerksamkeit auf gewisse Lehren, die die Wachtturm Gesellschaft im Laufe der Zeit verworfen hatte, einschließlich einiger, mit denen gewisse deutlich genannte Daten verbunden waren. Was, wenn jemand zu der Zeit, als die Lehren verbreitet wurden, den Irrtum erkannt und sie daher nicht akzeptiert hatte? Welche Haltung würde die Organisation einer solchen Person gegenüber einnehmen?

    Als Erklärung die Zeugenaussage:

    F: Stimmt es nicht, dass Pastor Russell den Zeitpunkt 1874 festsetzte?

    A: Nein.

    F: Es stimmt doch aber, dass er die Festsetzung des Zeitpunktes vor 1914 vornahm?

    A: Ja.

    F: Welchen Zeitpunkt setzte er an?

    A: Das Ende der Zeit der Heiden setzte er mit 1914 an.

    F: Hat er nicht 1874 als irgendein anderes entscheidendes Datum angesetzt?

    A: 1874 verstand man allgemein als den Zeitpunkt des Zweiten Kommens Jesu im Geiste.

    F: Sagen Sie: Verstand man allgemein?

    A: Das ist richtig.

    F: Und wurde das als Tatsache herausgebracht, die von allen, die Zeugen Jehovas waren, akzeptiert werden musste?

    A: Ja.

    F: Jetzt wird das nicht mehr angenommen, nicht wahr? A: Nein.

    F: Als Pastor Russell zu diesem Schluß kam, da gründete er diese Ansicht doch auf eine Auslegung des Buches Daniel, nicht wahr?

    A: Zum Teil.

    F: Und insbesondere auf Daniel, Kapitel 7, Vers 7 und Daniel, Kapitel 12, Vers 12?

    A: Daniel 7:7 und 12:12. Was, sagten Sie, gründete er auf diese Schriftstellen?

    F: Seinen Zeitpunkt 1874 als entscheidenden Zeitpunkt und das Datum des Zweiten Kommens Christi?

    A: Nein.

    F: Als was, sagten Sie, setzte er es an? Ich habe das so dem von Ihnen Gesagtem entnommen. Da muß ich Sie wohl falsch verstanden habe.

    A: Er gründete nicht 1874 auf diese Schriftstellen.

    F: Er gründete es auf diese Schriftstellen in Verbindung mit der Ansicht, dass im Jahre 539 das Königreich der Ostgoten auf den Plan trat?

    A: Ja. 539 war ein Datum, das er bei der Berechnung benutzte. Aber 1874 gründete sich nicht darauf.

    F: Aber es handelte sich um eine Berechnung, die nun nicht mehr vom Direktorium der Gesellschaft angenommen wird?

    A: Das ist richtig.

    R: So habe ich also doch recht; ich bin nur bemüht, die Einstellung herauszufinden. Es wurde also die Pflicht und Schuldigkeit des Zeugen, diese Fehlberechnung zu akzeptieren?

    A: Ja.

    R: So muß die Gesellschaft also vielleicht in ein paar Jahren einräumen, dass das, was sie heute als Wahrheit herausgibt, dann falsch ist?

    A: Wir müssen eben abwarten.

    R: Und in der Zwischenzeit ist die Gesamtheit der Zeugen Jehovas weiter einem Irrtum gefolgt?

    A: Sie sind Missverständnissen in bezug auf die Schrift gefolgt.

    R: Irrtum?

    A: Nun ja, Irrtum.

    Wieder kam die Frage auf, wie groß die den Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft zugestandene Autorität sei. Obwohl der Vizepräsident an einer Stelle geäußert hatte, „dass man nicht unter Zwang akzeptiere“, greift er in seiner Zeugenaussage später wieder die vorherige Position auf, wie man sehen kann:

    A: Um ein ordinierter Diener zu werden, muß er ein Verständnis der in diesen Büchern enthaltenen Dingen erlangen.

    F: Aber wird man nicht durch die Taufe zu einem Diener ordiniert?

    A: Doch.

    F: Er muß daher also bei der Taufe diese Bücher kennen?

    A: Er muß die Vorhaben Gottes verstehen, die in diesen Büchern dargelegt sind.

    F: In diesen Büchern dargelegt; und dargelegt aus Auslegung der Bibel?

    A: Diese Bücher geben eine Darlegung der gesamten Schrift.

    F: Aber eine maßgebende Darlegung?

    A: Sie legen die Bibel oder die darin gemachten
    Aussagen dar, und der einzelne untersucht die Aussage und dann die Schrift und stellt fest, daß die Aussage von der Schrift gestützt wird.

    F: Er – Wie bitte?

    A: Er untersucht die Schrift, um festzustellen, ob die Aussage von der Schrift gestützt wird. Der Apostel sagt: „Vergewissert euch aller Dinge; haltet an dem fest, was vortrefflich ist.“

    F: Ich habe Ihre Haltung so verstanden – bitte korrigieren Sie mich, wenn ich unrecht habe – ,daß ein Mitglied der Zeugen Jehovas das, was in den Büchern steht, auf die ich Sie hinwies, als eine Art Bibel und als wahre Auslegung annehmen muss.

    A: Aber er tut das nicht unter Zwang; man gibt ihm das Recht als Christ, die Schriftstellen zu untersuchen, damit er die Bestätigung erhält, daß man von der Bibel gestützt wird.

    F: Und wenn er nun sieht, dass die Schriftstelle nicht von den Büchern gestützt wird oder auch umgekehrt, was wird er dann tun?

    A: Die Schriftstelle steht da als Stütze der Aussage, darum
    wird sie dort angeführt.

    F: Was tut jemand, wenn er sieht, dass zwischen der Schriftstelle und diesen Büchern eine Diskrepanz besteht?

    A: Sie müssen mir schon jemanden beibringen, der das findet, dann kann ich antworten oder er wird es tun.

    F: Haben Sie damit auch sagen wollen, daß das einzelne Mitglied das Recht hat, die Bücher und die Bibel zu lesen und sich dann seine eigene Meinung zu bilden, was die richtige Auslegung der
    Heiligen Schrift ist?

    A: Er kommt — F: Würden Sie ja oder nein sagen und es dann näher ausführen?

    A: Nein.

    F: Möchten Sie, daß ich das jetzt begründe?

    R: Ja, wenn Sie wollen.

    A: Die Schriftstelle ist dort als Stütze für die Aussage angegeben. Wenn daher jemand die Schriftstelle nachschlägt und sich so die Aussage bestätigen läßt, dann gelangt er zu der schriftgemäßen Ansicht über den Stoff, zu dem schriftgemäßen Verständnis wie in Apostelgeschichte, Kaptel 17, Vers 11, wo es heißt, daß der Beröer edler gesinnt waren als die Thessalonicher, weil sie das Wort mit der größten Bereitwilligkeit aufnahmen, indem sie in der Schrift forschten, ob sich die Dinge so verhielten. Und wir erteilen Anweisung, diesen edlen Lauf der Beröer nachzufolgen und in der Schrift zu forschen, ob sich die Dinge so verhalten.

    F: Ein Zeuge hat dann doch wohl keine Alternative, als die im „Wachtturm“, dem „Informator“ oder in „Erwachtet!“ herausgegebenen Anweisungen als maßgebend anzunehmen und zu
    befolgen?

    A: Er muß sie akzeptieren.

    F: Gibt es für jemanden Hoffnung auf Rettung, der sich einer Situation in der Welt , wo er die Traktate und Veröffentlichungen Ihrer Vereinigung nicht erhalten kann, allein auf die Bibel stützt?

    A: Er stützt sich ja auf die Bibel.

    F: Kann er sie dann richtig auslegen? A: Nein.

    F: Ich möchte nicht, dass wir uns gegenseitig Texte vorhalten, aber sagte Jesus nicht: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stürbe, und wer lebt und an mich glaubt, wird niemals
    sterben“?

    A: Ja.

    Die Aussage dieses Zeugen heißt also soviel wie: Die Botschaft, die die Wachtturm-Gesellschaft als Gottes Kanal verbreitet, ist das alleinige Mittel, durch das die Menschen in der Welt im zwanzigsten Jahrhundert ein Verständnis der heiligen Schrift erlangen können. Wenn man den Inhalt der Wachtturm-Veröffentlichungen nicht akzeptiert, bedeutet das, sich Gottes Unwillen, ja sogar den Tod zuzuziehen.

    Der nächste im Zeugenstand war der Rechtsberater der Gesellschaft, Hayden C. Covington:

    F: Ist es nicht unbedingt notwendig, wahrheitsgemäß in religiösen Dingen zu reden?

    A: Ja, sicher.

    F: Gibt es Ihrer Ansicht nach in einer Religion Raum für eine Änderung der Auslegung der Heiligen Schrift von Zeit zu Zeit?

    A: Es gibt allen Grund für eine Änderung der Auslegung der
    Heiligen Schrift , wie wir sie sehen. Unser Blick wird klarer, weil wir sehen, wie sich mit der Zeit die Prophetie erfüllt.

    F: Sie haben – entschuldigen Sie das Wort – falsche Prophetie verbreitet?

    A: Wir haben – ich glaube nicht, dass wir falsche Prophetie verbreitet haben; es hat da Aussagen gegeben, die
    waren irrig, so würde ich es ausdrücken, und unangebracht.

    F: Ist es bei der heutigen Weltlage ein höchst wichtiger Aspekt, zu wissen, ob der Prophetie eine konkrete Bedeutung gegeben werden kann, wann Christ zweites Kommen stattfand?

    A: Das ist es, und wir sind immer bestrebt gewesen zu sehen, daß wir die Wahrheit haben, ehe wir uns äußern. Wir stützen uns auf das bestmögliche uns zur Verfügung stehende Material,
    können aber nicht warten, bis wir vollkommenes Wissen haben. Wenn wir das nämlich täten, dann könnten wir nie etwas sagen.

    F: Lassen Sie uns den Faden etwas weiterspinnen. Daß das zweite Kommen des Herrn im Jahr 1874 stattfand, war als etwas verbreitet worden, dem alle Mitglieder der Zeugen Jehovas zu glauben hatten? A: Damit kenne ich mich nicht aus. Sie sprechen da über etwas, von dem ich nichts weiß.

    F: Sie haben Mr. Franz’ Aussage mitbekommen?

    A: Ich habe Mr. Franz’ Aussage gehört, aber ich kenne mich mit dem, was er darüber sagte, nicht aus. Deshalb kann ich nicht mehr darauf erwidern als Sie, der Sie gehört haben, was er gesagt hat.

    F: Lassen Sie mich bitte aus dem Spiel.

    A: Was ich im Gerichtssaal gehört habe, ist die Quelle
    meiner Kenntnis.

    F: Sie haben die Literatur Ihrer Bewegung studiert? A: Ja, aber nicht die gesamte. Ich habe nicht die sieben Bände der „Schriftstudien“ studiert und auch nicht das, was Sie jetzt über 1874 erwähnen. Ich kenne mich da ganz und gar nicht aus.

    F: Nehmen Sie als von mir gegeben an, es sei von der Gesellschaft verbreitet worden, Christi zweites Kommen fände 1874 statt.

    A: Unterstellt, es sei so, dann ist das eine hypothetische
    Feststellung.

    F: War das Veröffentlichung falscher Prophetie?

    A: Es war Veröffentlichen falscher Prophetie,
    es war eine falsche Aussage oder eine irrige Aussage über die Erfüllung von Prophetie, die falsch oder irrig war.

    F: Und das hatte von der Gesamtheit der Zeugen Jehovas geglaubt zu werden?

    A: Ja, Sie müssen nämlich verstehen, daß wir in Einheit sein müssen; wir können keine Uneinigkeit haben, wo eine Menge Leute alle möglichen Wege gehen. Von einer Armee wird erwartet, daß sie im Gleichschritt marschiert.

    F: Sie glauben doch aber nicht an die Berechtigung weltlicher Armeen?

    A: Wir glauben an die christliche Armee Gottes.

    R: Glauben Sie nun an die Berechtigung weltlicher Armeen?

    A. Darüber erlauben wir uns keine Feststellungen. Wir predigen nicht gegen sie, wir sagen bloß, daß die Armeen der Welt, wie die
    Nationen der heutigen Welt, ein Teil der Organisation Satans sind, und wir haben nicht an ihnen teil. Wir predigen nicht gegen den Krieg, wir nehmen nur in Anspruch, davon befreit zu werden.
    Das ist alles.

    F: Kommen wir jetzt auf den Kern zurück. Es wurde falsche Prophetie verbreitet?

    A: Ich stimme zu.

    F: Sie musste von Zeugen Jehovas akzeptiert werden?

    A: Das ist korrekt.

    F: Wenn ein Glied der Zeugen Jehovas zu dem eigenen Schluß kam, die Prophetie sei falsch,
    und das auch sagte, wurde er dann üblicherweise ausgeschlossen?

    A: Ja, wenn er das sagte und weiterhin Unruhe verursachte. Wenn nämlich die gesamte Organisation etwas glaubt, auch
    wenn es falsch ist, und jemand kommt daher und versucht, seine Ideen unter die Leute zu bringen, dann gibt es Uneinigkeit und Unruhe, kein Marschieren im Gleichklang. Wenn eine
    Änderung kommt, sollte sie aus der richtigen Quelle kommen, von der Leitung der Organisation, der leitenden Körperschaft, nicht von unten nach oben. Sonst hätte nämlich jeder so seine
    Vorstellungen, und die Organisation würde zerfallen und in Tausende verschiedener Richtungen gehen. Unsere Absicht ist es, Einheit zu haben.

    F: Einheit um jeden Preis? A: Einheit um jeden Preis, weil wir glauben und dessen gewiß sind, dass Jehova Gott unsere Organisation benutzt und ihre leitende Körperschaft zu ihrer Führung,auch wenn von Zeit zu Zeit Fehler gemacht werden.

    F: Und Einheit aufgrund zwangsweisen Annehmens falscher Prophetie?

    A: Das räume ich ein.

    F: Und derjenige, der seine Ansicht äußerte, daß sie, wie Sie sagen, falsch sei, und der dann ausgeschlossen wurde, würde gegen den Bund verstoßen, wenn er getauft war?

    A: Das ist richtig.

    F: Und wäre, wie Sie gestern ausdrücklich sagten, des Todes würdig?

    A: Ich glaube —

    F: Würden Sie nun ja oder nein sagen?

    A: Ich antworte unbedingt mit ja. Ohne Zögern.

    F: Bezeichnen Sie das als Religion?

    A.: Das ist es sicher.

    F: Nennen Sie das Christentum?

    A: Ganz bestimmt.

    F: Im Zusammenhang mit Irrtümern standen Sie in einem ziemlich ausführlichen Kreuzverhör über Ansichtsunterschiede, die es vielleicht in der maßgebenden Darstellung der Schrift die Jahre hindurch seit Gründung der Gesellschaft gegeben hat, und ich meine, Sie haben zugestimmt, dass es da Unterschiede gegeben hat.

    A: Ja.

    F: Sie haben auch ganz freimütig beigepflichtet, daß Personen, die zu irgendeiner Zeit die maßgebende Darstellung nicht akzeptieren wollen, mit ihrem Ausschluß aus der Gesellschaft
    rechnen müssen, mit den geistigen Folgen, die das vielleicht mit sich bringt.

    A: Ja, das habe ich gesagt, und das stelle ich nochmals fest.

    Dem Christ ist vielleicht Gottes Wort klar, das genügt jedoch nicht. Er hat zu warten, bis die Änderung „aus der richtigen Quelle kommt, von der Leitung der Organisation, der leitenden Körperschaft nicht von unten nach oben“. Ungeachtet dessen, was er in der Bibel liest, hat er auf die „richtige Quelle“ zu warten, die leitende Körperschaft, die ihm sagt, was zu glauben und zu erörtern genehm ist. Und die Rechtfertigung für einen derartig außergewöhnlichen Anspruch? Es muß „Einheit um jeden Preis“ geben, auch wenn sie sich auf „zwangsweises Annehmen falscher Prophetie“ gründet. Dies nicht zu tun heißt den Gemeinschaftsentzug verdienen und „des Todes würdig“ sein. Praktisch bedeutet das: Jemand mag die eigenen Worte des Herrn geschriebenen lesen, er kann sie trotzdem nicht annehmen oder danach handeln, wenn der angebliche „Sklave“ des Herrn ihm etwas anderes sagt. Oder anders ausgedrückt: Der „Skalve“ setzt sich über seinen Herrn und Gott.

    Es trat dann noch ein dritter Zeuge Jehovas in den Zeugenstand. Dieser Vertreter des Hauptbüros, der abschließend aussagte, war der Sekretär-Kassierer, Grant Suiter, und seine Aussage schloß folgende Erklärung über ein Dienstamt mit ein:

    F: Wie sieht die Stellung eines Dieners der Gesellschaft in dieser Hinsicht aus?

    A: Er muß die Voraussetzungen erfüllt haben, von denen zuvor gesprochen wurde, er muß Reife und Verstand und geistiges Verständnis besitzen, um die Versammlung zu leiten. Er muß die eben erwähnte Schulung in der Theokratischen Dienstschule haben, im Felddienst selbst führend vorangehen, lehrfähig sein, und sonst noch Fähigkeiten haben, die die Schrift festgelegt hat. Wissen Sie, der Mensch kann keine Fähigkeit bestimmen., die die Schrift selbst nicht festlegt.

    F: Das ist allgemein gesagt. Aber um auf die eigentliche Praxis zu kommen, er muß nun also die Theokratische Dienstschule besuchen, nicht wahr?

    A: Ja.

    F: Und dort findet er die Bibliothek vor?

    A: Ja.

    F: Erwartet man von ihm nicht, dass er sich mit den Publikationen der Gesellschaft vertraut macht?

    A: Ja, sicher.

    F: Kann er nun eigentlich nach Ansicht der Zeugen Jehovas ein Verständnis der Schrift ohne die Publikationen der Gesellschaft haben?

    A: Nein.

    F: Er kann nur durch die Publikationen ein richtiges Verständnis der Schrift haben?

    A: Ja.

    F: Ist das keine Anmaßung?

    A: Nein.

    F: Sie haben die Aussage darüber gehört, dass man 1874 als wesentliches und entscheidendes Datum schließlich für falsch gehalten hat und dass 1925 ein falscher Zeitpunkt war? Was diese
    zwei Punkte angeht: Allen Zeugen Jehovas zu dieser Zeit wurde auferlegt, sie als die Wahrheit zu akzeptieren, und zwar uneingeschränkt?

    A: Das ist richtig.

    F: Stimmen Sie zu, dass das Falsches zu akzeptieren hieß?

    A: Nein, nicht ganz. Die Punkte, die verkehrt waren, waren es deshalb, weil wir uns irrten, aber wichtig ist das, was insgesamt dabei herauskam. All die Jahre des Dienstes von Zeugen Jehovas, seit der Gründung der Gesellschaft, der Pennsylvania Corporation, hat es ein ständiges Hinwenden der Menschen mit Herz und Sinn
    zu Gottes Wort und seinen gerechten Grundsätzen gegeben, und es wurde ihnen die geistige Kraft gegeben, für das einzutreten, was nach ihrem Wissen richtig ist, Jehovas Namen hochzuhalten und sein Königreich zu verkündigen. Man kann die nebensächlichen Punkte, die berichtigt worden sind, einfach nicht mit der Bedeutung der Hauptsache vergleichen, der Anbetung Jehovas Gottes. Die ist all die Jahre hindurch im Sinn von Jehovas Zeugen und anderen Personen verankert worden.

    Die Wachtturm-Organisation verlangt wohl Toleranz sich selbst gegenüber, gesteht sie aber keinem einzigen Mitglied zu, das gegen Irrlehren Einwände erhebt und sie nicht annehmen kann; und sie bagatellisiert die Irrtümer, die sie publiziert, als „nebensächlich“.

    Nicht nur bei diesem Gerichtsverfahren, sondern auch bei weiteren Gelegenheiten appelliert die WTG häufig an Jehovas Zeugen, die Irrtümer sogar zu übersehen, und sie macht geltend, diese
    würden durch andere, günstigere Punkte ausgeglichen und ausgewogen. Sie wendet diesen Maßstab allerdings nicht darauf an, wie sie mit ihren Untergebenen verfährt.

    Die Worte Christi jedoch besagen ganz klar, dass er ein solch ungleiches Anwenden von Maßstäben nicht gutheißt: „Denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch messen.“ – Matthäus 7, Vers 2 Falsches als „göttliche Prophetie“ hinzustellen, Akzeptanz dieser Daten unter Drohung von Ausschluß zu verlangen: Würde uns unser himmlischer Vater dermaßen verwirrend behandeln, mal hüh, mal hott, mal stimmt die prophetische Jahreszahl, dann wieder – ach nein, stimmt doch nicht! Unser Schöpfer hätte sich doch geirrt. ‚Das Erwartete wird doch ein paar Jahre später eintreffen, er wollte nur mal rasch unsere Treue prüfen – ein wenig Verstecken spielen!’

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus

    Mir ist schon lange klar, dass die Organisation, die LK und der „Sklave“ der böse Sklave ist. Aber so deutlich habe ich das bisher selten gelesen.
    Es ist so deutlich dass sie böse und falsch sind, dass eigentlich jeder denkende Zeuge merken müsste dass da was nicht stimmen kann.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    September 9, 2011

    In Österreich liegt ein neuer „Verhetzungsparagraph“ in Begutachtung – siehe:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/692684/Terrorpaket_Delikte-fix-Verhetzung-ausgeweitet

    Darum geht es u.a. – ein Auszug:

    Ausgeweitet wird trotz Protesten der Verhetzungsparagraf: So soll es künftig auch strafbar sein, gegen Leute wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Behinderung, Weltanschauung oder sexuellen Neigung zu hetzen. Bisher hatte der Paragraf vor allem Religionen und Völker vor Verhetzung geschützt. Zudem war es bisher nur verboten, gegen die gesamte Gruppe zu hetzen. Nun soll es strafbar werden, auch gegen ein einzelnes Gruppenmitglied „aufzureizen“. Die von der Regierung geplante Ausweitung des Paragrafen ist umstritten, zumal es für eine Verurteilung ausreicht, wenn man eine Gruppierung „verächtlich macht“. Kritiker sehen in dem Paragrafen eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, die auch Kabarettisten treffen könnte. Befürworter verweisen darauf, dass es auch beim alten Paragrafen keine Verurteilungen von Komikern gab.

    …mit anderen Worten geht es auch solchen* Formulierungen „an den Kragen“ – oder wie seht ihr das?

    *aus obigem Leitartikel entnommen:

    Wer sich seiner Argumente oder Auslegungen und Lehren nicht sicher ist, neigt dazu, die Argumente des Andersdenkenden nicht zu parieren, sondern richtet seinen Angriff auf die Person selbst.

    Zitat aus dem WT Abs. 5:

    “Wie gehen falsche Lehrer vor? Auf sehr hinterlistige Weise. Abtrünnige schleusen “unauffällig” schädliches Gedankengut ein, “schmuggeln” ihre verkehrten Ansichten also heimlich, still und leise in die Versammlung. Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen “verfälschte Worte”, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichten als “echt” zu verkaufen. Sie verbreiten “trügerische Lehren” und “verdrehen” die Schriften zu ihren Gunsten (2. Pet. 2:1, 3, 13; 3:16). Abtrünnige haben nicht das geringste Interesse daran, dass es uns gut geht. Ihnen zu folgen würde uns nur vom Weg zum ewigen Leben abbringen”.

    Man beachte die Wortwahl, eine Wortwahl, die der “heilige Inquisition der katholischen Kirche” in nichts nachsteht. “Hinterlistig”, “unauffällig”, “schädlich”, “Betrüger”, ‘Dokumenten-Fälscher’, “trügerisch”, “verdrehen”, ‘übelwollend’, solche und ähnlich verunglimpfende Begriffe sind nicht dazu geeignet, sich mit den Argumenten von Menschen auseinanderzusetzen, die Lehren hinterfragen die man ihnen beigebracht hat. Man unterstellt ihnen alles Schlechte, Hinterlistige, Gemeine und Verlogene und erspart es sich auf diese Weise, sich selbst und die eigenen Überzeugungen einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

    Nach dieser Ansicht sind also alle Reformer der Vergangenheit wie Luther, Kalvin u.s.w. verlogene Abtrünnige gewesen, da sie die Lehren der katholischen Kirsche in Frage stellten.

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Zu den Schußzeilen oben wollte ich noch das dazu einstellen:

    w00 15. 2. S. 29 Kyrillos Lukaris — Ein Mann, dem die
    Bibel lieb und teuer war

    Sie brachten mit aller Gewalt eine Stimme zum Schweigen, die auf verschiedene Irrtümer ihrer unbiblischen Glaubensansichten aufmerksam gemacht hatte. … Leider tritt eine solche Haltung noch heute in verschiedenen Formen zutage. Dies ist ein
    ernüchterndes Beispiel dafür, was geschieht, wenn Geistliche Intrigen spinnen, die die Gedankenfreiheit und die freie Meinungsäußerung behindern.

    w96 15. 6. S. 21 Abs. 14 Segnungen oder Flüche — Vorbilder für uns heute

    Heute werden einige Personen zu Murrenden, weil sie zulassen, dass sich in ihrem Herzen eine geistig zersetzende Einstellung entwickelt. … Das Murren und Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen, dass sie Veröffentlichungen des ‘treuen Sklaven’ kritisieren.

    w81 1. 11. S. 15 Die Waldenser — Ketzer oder
    Wahrheitssucher?

    Die ersten Waldenser meinten, es sei nicht notwendig,
    zur Anbetung Gottes in ein Kirchengebäude zu gehen. Sie
    versammelten sich heimlich in Scheunen, Privatwohnungen oder wo immer sie konnten. Dort studierten sie die Bibel ….
    … Die ersten Waldenser aber, obwohl sie angeklagt wurden, „Ketzer“ zu sein, suchten in Wirklichkeit aufrichtig
    nach der Wahrheit und waren Pioniere im Übersetzen
    und im Lehren der Bibel … . … Sie lebten … offensichtlich
    gemäß der Erkenntnis, die sie aus Gottes Wort gewonnen
    hatten. … Natürlich kennt nur „Jehova . . . die, die ihm
    gehören“.

  • Mike
    September 9, 2011

    hallo.
    interessant war auch bei diesem wt studium wie viele sich nicht beteiligt haben.
    auch die ältesten haben sich kaum daran beteiligt. (wie immer)

  • Dennis
    September 9, 2011

    Liebe Brüder,

    dieser BI-Artikel ist wirklich Balsam und lässt einen auch wieder etwas gelassener werden.

    Ich habe mir zwar schon mehrfach diesen WT-Artikel durchgelesen, bin aber jedes mal wieder geschockt über das Ausmaß der geistigen Verkommenheit, die durch solche abstoßenden Formulierungen zum Ausdruck kommt, wie z.B. die „geistig kranken“ Abtrünnigen, die man wie man wg. der „todbringenden Krankheit“ meiden muss. Der Gipfel ist der „Arzt Jehova“ der uns das rät (Abs. 6).

    Es ist wirklich so, wie ihr geschrieben habt, die „geistig kranken“ sind diejenigen, die es fertig bringen solche Dinge zu Papier zu bringen.

    Der Kern des WT-Artikels habt ihr natürlich auch schnell identifiziert, auf S. 18 Abs 15, wo uns gezeigt wird, dass nicht nur alle 7 Millarden Nicht-Zeugen sterben müssen, weil sie dem Satan folgen.

    Nein, auch diejenigen Brüder, die zu viele E-Mails schreiben oder vielleicht auch zu oft Wäsche waschen und dadurch vom Lebensrettungswerk abgelenkt sind, folgen letztlich „dem Satan“, weil sie ja während dieser Tätigkeit nicht „unserem wichtigen Auftrag“ nachgehen.

    Bruder B.B. hat es wirklich treffen formuliert, man weiß nicht ob man über derartigen geistigen Schund „lachen oder weinen“ soll. Es offenbart für mich aber auch ein hohen Grad der Verzweiflung des „Sklaven“, wenn er es nötig hat im Jahre 2011 an mehrheitlich aufgeklärte, gebildete Zeugen in Europa und Nordamerika solche stumpfsinnigen Appelle zu richten.

    Werde mit Sicherheit diesem WT-Studium nicht beiwohnen.

    LG
    Dennis

  • Anna
    September 9, 2011

    Lieber Dennis,
    das hast Du treffend formuliert. Zum Absatz 7 muss ich dann noch sagen wie man nur eine Organsiation lieben kann. Das geht doch gar nicht. Organisation sollte den Menschen dienen soweit erforderlich. Nicht mehr und nicht weniger. Ich werde schon hingehen und meine Geistesfrucht der Selbstbeherrschung weiter trainieren. Ich versuche herauszufinden was meine Brüder so über den Artikel meinen. Die nächsten 2 Wochen werden ja mindestens genauso schlimm mit den Studienartikeln. Ich hab mir jetzt vorgenommen: Das steh ich durch! Was uns nicht umbringt macht uns doch stark.

    Im Abschnitt 11 wird dann noch die falsche Relegion der Christenheit angeführt. Dann dürften wir ja auch nicht mehr predigen gehen. Da werden wir doch ständig mit Dreieinigkeit, Unsterblichkeit usw. konfroniert. Und die Hölle ist doch aus dem Kathechismus gestrichen. Da gibt es ja jetzt auch ein neues Licht in der Christenheit insofern dies eben ein Zustand der Gottentfremdung ist.

    Abtrünnig ist doch jeder der gemäß 2. Johannes 9-11 nicht in der Lehre des Christus bleibt, d.h. Gebot der Nächstenliebe und nicht Werke, z.B. NUR predigen. Noch zu Seite 17, Absatz 9: Hier ist der Text 1. Timotheus 1:3 und 4 angeführt.
    Und im Vers 4 wird gezeigt sich nicht durch unwahre Geschichten ablenken zu lassen. Völlig übersehen wird jedoch der Vers 5 NW:

    „Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheuchteltem Glauben“

    Das ist die Botschaft des Christus. Und „ABTRÜNNIG“ ist jemand der dies nicht auslebt sondern Mitmenschen an den Pranger stellt, ausschließt usw.

    An alle ein schönes Spätsommerwochenende wünscht herzlich Anna

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Gestern gab es in den österreichischen Nachrichten ORF ZIB II eine interessante Meldung:

    Kath. Pfarrer rufen zum Ungehorsam gegenüber dem Vatikan auf!

    Der Hintergrund liegt in der NICHT Reformbereitschaft des Vatian. Die Kirche jammert daß ihr die Hirten fehlen, Pfarrer müssen immer mehr Aufgaben übernehmen und kommen immer weniger dazu sich der notwendigen „Seelsorge“ anzunehmen.

    Ein Österreichweit bekannter Prister ist Hauptinitiator und übt offene Kritik an der Kirchenführung – wo wird das enden?

    Gibt es Parallelen?

    Mir ist dabei zwangsläufig auch die Führung der ZJ eingefallen. In vielen Versammlungen haben sie oft nicht einmal mehr Brüder die das berühmte Stangerl (Mikrophon) tragen (dürfen – weil unwürdig oder diese und jene Regel nicht erfüllt).

    Die Ältesten müssen sich um alles mögliche kümmern, durch die vielen Regelwerke der LK. Das wofür sie da sein sollten – wie in der Kirche – bleibt dann oft keine Zeit mehr.

    Je mehr die LK glaubt (durch menschliches Regelwerk) ihre Schäfchen zusammenzuhalten, destomehr gehen ihnen die Gläubigen verloren. Das Volk oder wie es in Österreich heißt „Wir sind Kirche“ läßt sich in vielen Fällen nicht mehr länger am Gängelband führen. Und das ist gut so, wie euer Thema so schön heißt: Folget nicht falschen Lehrern!

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo,

    nein, ich bin keine ZJ mehr, aber ich WAR es. Natürlich lässt sich so einfach sagen „Irrtümer anderer Religionen“, aber solche Vorurteile machen eben leider auch manchmal blind. Immerhin ist es eine Auseinandersetzung meinerseits mit der Bibel und nichts anderes. Mir hat bisher noch niemand etwas von der Dreieinigkeit erzählt, es war allein meine Erkenntnis. Vorwürfe, ich würde nur das sagen, was andere Religionen sagen, sind daher nicht haltbar, kommen aber auch nicht unerwartet.
    Wenn andere Meinungen nicht erwünscht sind, dann bin ich hier tatsächlich im falschen Forum. Ich hätte gerne anderen ZJ geholfen. Aber wenn man stur keine Argumente hören möchte, ist die Frage, wer Irrtümern folgt. Wenn man natürlich lieber an zwei Götter glauben möchte, obwohl das sogar schon die Zehn Gebote verbieten, der kann das gerne tun.
    Ich möchte hier ja niemandem etwas aufzwingen. Aber Respekt verdient eigentlich jeder Mensch. Dachte ich zumindest.

    Allerdings verstehe auch ich Hinweise, daher werd ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern.

    Liebe Grüße!

  • Jurek
    September 9, 2011

    (Falls das noch gelesen wird..):

    Hallo Svenja!

    Ich habe aus der Bibel noch nicht erkennen können, dass es eine Trinität gebe, von der die Bibel spräche, quasi im Sinne: Drei gleichgroße, gleichallmächtige und gleichewige Göttliche Personen in einem Gott.
    Wenn du selber aus der Bibel zu der Erkenntnis gekommen bist, würdest du mir dann bitte dies aus der Bibel erklären?

    Danke im Voraus!

    Gruß – Jurek

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Jurek,

    nach meinem ellenlangen Kommentar eben, bin ich jetzt ein wenig zu müde für einen weiteren Kommentar. Außerdem war es mal der Wunsch gewesen, das Thema lieber liegen zu lassen. Wenn es für alle in Ordnung ist, werde ich noch (wenn ich wieder ausgeschlafener bin), einen einzigen Kommentar schreiben. Wenn du noch ein wenig suchst, findest du vielleicht auch noch meine damaligen Beiträge dazu. Dann müsste ich auch nicht alles noch einmal schreiben.
    Ansonsten wie gesagt, demnächst ein letzter Kommentar zu dem Thema.

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Jurek
    September 9, 2011

    Hallo Svenja, Hallo Denis,

    Als ich meinen vorherigen Beitrag reinstellte, war da sicher (wie von mir beabsichtigt) auch meine Forenseite Angeführt: http://197610.homepagemodules.de/t5f2-Trinitaet.html
    Die ist aber da nicht (mehr) dabei. Wie auch immer, wohl diesmal?
    Denn ich wollte auch nicht lang und breit das hier diskutieren, weil das auch (wie schon angenommen) hier wohl weiter nicht mehr wem besonders interessieren wird, sondern ich beabsichtigte Antworten auf MEINE Fragen ganz wo anders zu bekommen. Deswegen hatte ich mein Link angegeben (und nicht zwecks Werbung).
    Andererseits ich möchte auch keine Monologe erhalten oder welche Beiträge zur Trinität, womit Internet und Bücher voll davon sind.
    Ich wollte ein DIALOG zu dem Thema mit der Bibel, da ich SELBER noch nichts dazu in der Bibel finden konnte…

    Liebe Grüße!

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo Jurek,

    wenn ich mich kurz einmischen darf. Die Trinität haben wir hier intensiv und kontrovers diskutiert, da dies allerdings eine Seite „Von Zeugen für Zeugen“ ist, kommt für uns diese Lehre nicht in Frage, aus bekannten bibl. Gründen.

    Falls Svenja und du das vielleicht privat diskutieren könntet, wäre ich euch sehr dankbar und ich glaube, die anderen hier verspüren auch nicht gerade eine große Lust nochmal darauf einzugehen.

    LG
    Dennis

  • Micha
    September 9, 2011

    @Matthäus
    Zitat:Damit wird eines klar: SIE stellen sich VOR Jesus, nehmen sich wichtiger als Jesus – sie wollen der Mittler zwischen Gott und den Menschen sein und jeder der diese zuläßt ist ein Götzendiener!

    Ich stimme dir völlig zu. Es ist so anmaßend und unverforen zu glauben, von Jehova gebraucht zu werden und dies mit einem Gleichnis zu belegen. Was soll Jehova mit einem Sklaven, wenn er seinen Sohn hat um seine Interessen zu wahren und durchzusetzen!

    Jeder Hipi, der 30 Stunden Predigtdienst macht, wird von der Bühne herab bekanntgegeben und beklascht. Jede Einsetzung als Ältester wird bekanntgegeben. Und ausgerechnet der Sklave kann sich auf nichts berufen..muss ein Gleichnis bemühen…erbärmlich..
    Und merkt erst 1927, dass er seit 1919 der Sklave ist…tztztz

  • Akazienholz
    September 9, 2011

    Finde ich schade das eine etwas hitzige und zum Teil, wahrscheinlich auf Missverständnissen basierende Debatte aus der Taufe gehoben wird oder wurde.

    Ich komme nicht umhin nochmals darauf aufmerksam zumachen, das nur die ADLER erhaben in den Lüften schweben und die Spatzen es sind die sich um die Kirschen streiten und sich wundern warum die Adler so hochfliegen.

    Ich will damit sagen das Themen wie Dreieinigkeitslehre nun mal da sind und für den einen oder anderen von Wichtigkeit sind.

    Doch den absoluten Anspruch auf absolute Richtigkeit der Beurteilungen sollte jeder aus Respekt dem Nächsten gegenüber,
    keinesfalls erheben.

    Das gilt für die, welche das eine verfechten, genauso für die welche das selbe befürworten.

    Wir sind Menschen auf ein den selben Planeten, mit ein- und derselben Herkunft.

    Jesus sagte in der Bergpredigt Mat. 7: 1-5, das urteilen vorallendingen zu hartes urteilen, Folgen nach sich zieht.

    Jeder der hier schreibt, schreibt nicht nur, sondern er sät auch aus, richtigerweise muß er selbst die auggegangenen Früchte seiner Saat auch ernten.

    Bleibt bitte besonnen Brüder!!!

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Akazie,
    schön, dass Du das so formuliert hast. Es bring doch nichts sich wie Spatzen um Brosamen zu streiten. Dies entspricht jedlicher Menschenwürde. Und jeder der hier seine Meinung vertritt trägt schon auch meines Erachtens eine Verantwortung. Man muss doch zu dem Stehen was man vertritt und nicht nur, damit man halt auch etwas sagt kommentieren.
    Rin Bruder hat dies mal in einem Vortrag formuliert: Wer immer seinen Senf zu etwas geben muss könnte auch ein armes Würstchen sein.

    Jehova und Christus haben das auch nie so gehandhabt.
    Liebe Grüße und falls Du wieder mal ein Gedicht hast, von mir aus, sehr gerne.
    Liebe Grüße und Gute Nacht
    Anna

  • Akazienholz
    September 9, 2011

    Liebe Anna,

    ich habe da noch ein paar Gedichte, die das gesamte Thema zu Mensch, Glaube, Dasein, Empfindung, Gefühl usw. ansprechen.

    Wie schon einmal erwähnt, sind all diese Verse entstanden als ich in ein enorm tiefes Loch gefallen war, als mein Glaube zur –ORGANISATION–, mächtig strapaziert wurde. Dafür ist aber mein Glaube so spüre ich, die persönlichen Beziehungen zu Jehova und Jesus intensiver geworden. Wenn diese Gedichte die bisher nur in der Schublade lagen ein wenig mithelfen, zu unseren besseren Verständnis als Menschen untereinander beizutragen und ich sie auf diesem Weg veröffentlichen darf, dann hat es sich gelohnt eine gewisse Zeit im Geist und am Körper zuleiden. Ich bin dafür dem dankbar der mir diese Gedanken gegeben hat und dankbar das ich es schreiben durfte. Dann kann ich nur jedem der in irgendeiner Weise mit bestimmten ORGANISATIONS–GEBAREN nicht klar kommt oder in irgendeiner anderen Weise niedergedrückt ist, tue etwas konstruktives, schöpferisches, positives, harmonisches. Male ein Bild, schreibe ein Gedicht oder meissel Deine Gedanken in Holz, Metall oder Stein. Es muss nicht etwas großartiges daraus entstehen, doch tue es für Dich, als Mahnmal das Dir hilft niemals wieder in solch ein tiefes Loch zu fallen.

    So und jetzt habe ich noch zwei Gedichte und ich denke das Sie insgesamt unser aller Thema streifen. Natürlich dürfen alle Gedichte auch weiterverwendet werden. Wenn jemand wissen will von wem es ist, so sagt –Akazienholz–

    Liebe Grüße an Dich Anna und Deine Tochter und alle die sich Mühe geben, trotz so mancher Auseinandersetzung hier in Bruderinfo sich zu besinnen das wir dem Christus nachfolgen möchten.

    Unter einem Dach

    Ich habe keinen Heiligenschein,
    der da bestimmt mein Sein.
    Ich habe keinen Heiligenschein, der meinen Weg erhellt.
    Hätte ich ihn, könnte ich Besseres tun was Gott gefällt.

    Leider bin ich, genauso wie Du, so schwach
    deshalb fliehen wir unter dasselbe schützende Dach,
    dieses gibt uns Stärke und die Sicherheit,
    recht zu denken, reden und handeln zu jederzeit.

    Manchmal vergesse ich dieses schützende Dach,
    schau eher zurück und auf den Boden,
    statt nach vorn und nach oben,
    und schon wieder werde ich schwach.

    Doch steht neben mir der Mensch, der ist da wach,
    und er sieht wie ich schau auf den Boden,
    gibt mir liebevoll’ nen Schubs und weist mit der Hand nach droben,
    ich erhebe den Blick und sehe dieses herrliche Dach.

    Im Gebet dann ich dankbar bin für dieses Dach
    und daß neben mir steht ein Mensch der ist noch wach.
    —————————————————-

    Der Weg

    Ich weiß, das ich anders bin
    und bewege mich nicht auf den breiten und schnellen Strassen,
    denn dort fahren die Faulen, Lahmen, Bequemen und die auch rasen,
    meine Wege sind nicht die Geraden,
    sondern ich wandle gern
    auf den engen, versteckten und verschlungen Pfaden.

    Auch schlage ich mit der Machete,
    im hohen Wald ins dichte Unterholz,
    ich such die engen, versteckten beschwerlichen Wege.
    Manch einer auf der Autobahn sagt:
    „Der ist verrückt, was soll’s !“,
    ich verzeih ihm dann,
    denn er weiß es noch nicht,
    warum ich mich diesen Mühen hingebe.

    Und stehe ich mit der Machete
    dann vor der tiefen Schlucht,
    dann höre ich die Spötter rufen:
    „Ha, das haben wir doch gleich gewusst,!“
    Doch ich musste es versuchen
    und habe was dazu gelernt,
    daß in der rechten Hand zwar die Machete
    und trotzdem dort das Ende dieser Wege.

    Ich lass nicht mutlos die Machete fallen,
    sondern sage es dann allen,
    die den Mut hatten und folgten auf diesem Wege:
    „Kommt und nehmt fest die Machete
    um im hohen Wald Bäume umzuhauen,
    habt weiterhin, das feste Vertrauen,
    denn wir müssen aus den Bäumen, Brücken bauen
    um die Schlucht zu überwinden.
    denn wir müssen Brücken bauen,
    damit wir denen auf der Autobahn,
    auch den Lahmen und den Faulen,
    zeigen können wie fest wir uns verbinden.

    Drum laufe ich, nicht mit denen
    die, die Raser sind, den Faulen und Bequemen
    Sie wechseln selten Ihre Spur,
    und bleiben stur
    auf der Geraden.
    Sehen weder Schöpfung noch die Natur,
    denn mit vielen Problemen haben sie sich beladen.

    Ich weiss, daß ich anders bin,
    und gehe nicht auf der breiten, geräumigen Strasse hin,
    ich gehe nicht mit denen
    die da fahren, rasen, die Faulen und Bequemen.

    Darum laufe ich immer und nicht gelegen,
    mit denen die Mut, Einsicht und die Erkenntnis hegen
    und mit mir auf verschlungenen Wegen,
    die Brücken über Schluchten bauen,
    dabei immer auf Gottes Geist vertrauen.
    um weiterhin so zu leben.

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Akazie,
    vielen herzlichen Dank für die schönen Gedichte! Werd sie mir ausdrucken und in Ruhe genießen.

    Liebe Grüße Annas

  • cheyenne
    September 9, 2011

    Hallo Karl,
    Du schreibst am 24.5. An Shannon u. A.:
    Jesus hat nie den Namen ausgesprochen, weil er ja Jude war!
    Logisch oder?
    ________
    (Da dort kein Antwortbutton ist, antworte ich Dir hier.)
    Diese Logik hast Du Dir selbst an Deinen eigenen Haaren herbeigezogen! Wenn Du die Bibel kennen und respektieren würdest, dann wüsstest Du, was Jesus selbst gesagt hat. (alles aus EB unrevidiert)
    Mat.6:9Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme;
    28:19Gehet [nun] hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
    Joh.5:40.und ihr wollt nicht zu mir kommen, auf daß ihr Leben habet. 41. Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 42.sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43.Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen.
    10:25. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; 26.aber ihr glaubet nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27.Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28.und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 29.Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, {O. alle} und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. 30.Ich und der Vater sind eins.

    Diese und viele andere Aussagen passen nicht in Deine Vorstellung, schon gar nicht Jesu letztes Gebet vor seinem Opfertod in Joh.17:1-26
    3.Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen. 4.Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, welches du mir gegeben hast, daß ich es tun sollte. 5.Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
    6.Ich habe deinen Namen geoffenbart den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. {O. gehalten}
    11.Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir {O. viell.: in welchem du sie mir} gegeben hast, auf daß sie eins seien, gleichwie wir. 12.Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, {O. nach and. Les.: …Namen. Die du mir gegeben hast, habe ich behütet} und keiner von ihnen ist verloren, {O. verdorben} als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt werde.
    20.Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben; 21.auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, auf daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. 22.Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind; 23.ich in ihnen und du in mir, auf daß sie in eins vollendet seien, [und] auf daß die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, gleichwie du mich geliebt hast. 24.Vater, ich will, daß die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, {W. Vater, die (nach and. Les.: was) du mir gegeben hast- ich will, wo ich bin, auch jene bei mir seien} auf daß sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. 25.Gerechter Vater! -Und die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, daß du mich gesandt hast. 26.Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, auf daß die Liebe, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.

    In Deinen anderen Kommentaren hast Du noch anderes unbiblisches Zeug geschrieben. Mir ist es nicht wert, auf all das einzugehen, was Du Dir ausgedacht hast. Mach erst mal Deine „Hausaufgaben“ und lies mal in der Bibel, was da überhaupt drinsteht, bevor Du solche verächtlichen Behauptungen aufstellst. Hast als ZJ wohl nur die Publikationen der LK gelesen. Wenn Du das vorschriftsmäßig gemacht hast, war keine Zeit mehr für die Bibel.
    Aber ich gehe davon aus, dass Du die Bibel gar nicht kennenlernen willst. Es geht Dir wohl nur darum, die Kommentatoren, die an Jehova und Jesus glauben herunterzuputzen und als Wichtigtuer für den göttlichen Namen zu diffamieren. Wenn Du die Beiträge von Shannon gelesen hättest, wüsstest du, dass sie mit der Sklavenlehre gar nichts am Hut hat. Du missbrauchst dieses Forum um Deine eigenen Theorien zu verbreiten und alle, die Dir „nichts ins Maul geben“ abzukanzeln und verächtlich zu machen. Ganz besonders hast Du die im Visier, die ein viel besseres Bibelwissen haben als Du selbst.
    Wenn Du eine Ahnung hättest was alles als „Wissenschaften“ gelehrt wird und vor allem WIE sie zustande kommen und wer da bestimmt was gelehrt werden darf und was nicht, würdest Du deren Theorien nicht so euphorisch in den Himmel heben. Aber das ist ein anderes Thema, das nicht in dieses Forum gehört.

    2.Kor.4:2.sondern wir haben den geheimen Dingen der Scham {d. h. allem, dessen man sich schämt und das man deshalb verborgen hält. And. üb.: verschämter Heimlichkeit, Verheimlichung aus Scham.} entsagt, indem wir nicht Arglist wandeln, noch das Wort Gottes verfälschen, {O. betrügerisch gebrauchen} sondern durch die Offenbarung der Wahrheit uns selbst jedem Gewissen der Menschen empfehlen vor Gott. 3.Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, 4.in welchen der Gott dieser Welt {O. dieses Zeitlaufs} den Sinn {Eig. die Gedanken} der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, welcher das Bild Gottes ist. 5.Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christum Jesum als Herrn, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.
    6.Denn der Gott, der aus Finsternis Licht leuchten hieß, ist es, der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi.

    Satan selbst ist der Gott dieser Welt und er herrscht auf ALLEN Ebenen. Er versucht unermüdlich, sein Unkraut auch hier bei Bruderinfo einzusäen. Anfang des Jahres hat er das mit seinem Trinity- Unkraut gemacht. Jetzt hat er zur Joanna auch noch Dich und Svenja ins Schlepptau genommen. Zu dritt sät man dieses Unkraut besser als alleine. Die sehr guten biblischen Argumente von Dennis, Ulli und Alois interessieren dich offensichtlich einen D….
    Dann hast Du noch die Zweieinigkeit erfunden. Ich glaube, wenn Du noch einige Bibeltexte zurechtbiegst, dann ist bestimmt noch Raum in deinem Hirn für eine Quattrinität oder noch mehr.
    Joh.17:10,20-23 gibt Dir dazu unendlich viele Möglichkeiten.

  • Svenja
    September 9, 2011

    Liebe cheyenne,

    ich finde deinen Ton wirklich schade. Ich wurde hier von niemandem „ins Schlepptau“ genommen, sondern befasse mich selbst ernsthaft und mit Gottes Geist mit der Bibel.
    Ich gehe immer auf die Argumente von Ulli, Alois und allen anderen ein und das mit Geduld und mit dem Bemühen um eine sinnvolle und ernsthafte Diskussion.
    Natürlich ist es einfach zu sagen, alles, was ich schreibe, sei unbiblisch, aber wenn das jeder macht, dann beleidigen wir uns nur gegenseitig, wie unbiblisch wir doch alle sind.
    Ich denke, wir bewegen uns hier alle auf Augenhöhe und haben alle dasselbe Ziel: Wir wollen Gott preisen, ihn anbeten, ihm näher kommen, eine gute und liebevolle Beziehung zu ihm haben usw.

    Mir also (ich bezieh das jetzt mal nur auf mich, denn ich bin ja angelblich in Karls Schlepptau) zu unterstellen, ich würde mich hier nur wichtig machen wollen, die anderen beleidigen wollen und Satans Unkraut säen, ist also wirklich eine traurige Aussage. Es wird hier immer wieder betont, dass man sich über ALLE Themen austauschen kann und biblisch begründet aufeinander eingehen kann. Genau das tue ich und ich habe nicht die Absicht (und es auch noch nicht getan) irgendwen zu beleidigen. Schade, dass hier nicht unterschieden wird.
    Im Übrigen lese ich die Bibel genau so wie du, also was sollen solche Unterstellungen? Wir kennen uns hier doch alle gar nicht, woher willst du wissen, wie ich die Bibel lese und wie meine Beziehung zu Gott ist?

    Ich wurde sogar gebeten, zu den Themen Stellung zu nehmen und ich habe meine Aussagen immer biblisch begründet.

    Ich würde dich also in Zukunft bitten, nicht solche beleidigenden Kommentare zu schreiben. Jeder darf hier anderer Meinung sein, denk bitte einmal darüber nach!

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo cheyenne,

    bei allem Respekt vor deinem Eifer und deinem Bibelwissen, aber auch wenn ich dir in der Sache (Dreieinigkeit) zustimme, ist deine Wortwahl absolut unangebracht und diffamierend.

    Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die gleichen Mechanismen wie die WTG anwenden und jeden, der eine eigene Überzeugung hat, die der unseren widerspricht, sofort als „satanisch“ abstempeln. Svenja, Joana, Karl sind von ihrer Sicht der Dinge überzeugt, weil sie es m.E. glauben WOLLEN, nicht weil es die Bibel lehrt. Aber das ist deren Sache nicht unsere. Sie müssen vor Gott diese Ansichten vertreten können, das sollte unser Gewissen nicht belasten.

    Ich verspüre auch keine Lust mehr an dieser Diskussion noch länger teilzunehmen, weil ich denke, dass dazu alles gesagt ist.

    Die Dreieinigkeits-, Wesensgleichheits-, Jesus-ist-teil-von-Gott- Lehre usw. führt nach meiner Überzeugung zu garnichts, weder zu einem engeren Verhältnis zu Gott noch zu einem größeren Vertrauen in seine Verheißungen und schon garnicht zu mehr innerer Stabilität und Ruhe.

    Wo soll hier der Erkenntnisgewinn sein oder der geistige Fortschritt, wenn ich jetzt erkennen sollte, dass Jesus wesensgleich oder zwei- bzw. dreieinig mit Gott ist??? Das erschließt sich mir nicht.

    Man sollte aber diese Kommentare auch so stehen lassen und nicht diffamieren oder herabsetzen, auch wenn das vielleicht schwer fällt, aber dies entspricht nunmal nicht dem Geist hier auf Bruderinfo.

    LG
    Dennis

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Dennis,
    du schreibst: Man sollte aber diese Kommentare auch so stehen lassen und nicht diffamieren oder herabsetzen, auch wenn das vielleicht schwer fällt, aber dies entspricht nunmal nicht dem Geist hier auf Bruderinfo. Bruderinfo läßt die Kommentare immer so stehen. Was soll das? Du diffamierst uns mit dieser Aussage. Meinst du damit das bruderinfo sich nicht selbst an Kommentare durch eigene Kommentare beteiligen darf? Auch wenn es dir nicht recht ist werden wir unsere Meinung jederzeit wenn es nötig ist öffentlich kundtun. Dazu wurde diese Seite gegründet. Bist du wirklich anderer Meinung Dennis?. LG Bruderinfo. 🙂

  • Dennis
    September 9, 2011

    Liebes Bruderinofteam,

    ich glaube hier findet gerade eine sehr überhitzte Diskussion statt. Ich seht doch am Anfang meines von euch beantworteten Kommentars, dass ich das an CHEYENNE schreibe und nicht an EUCH! Cheyenne soll die Kommentare so stehen lassen in dem Sinne, dass sie nicht herabgewürdigt werden.

    Warum antwortet ihr so gereizt, was ist passiert?

    LG
    Dennis

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Dennis,
    die Zuordnung im Moderatortool war falsch. Sorry das war ein Missverständnis. Wegen dem Kommentar von Cheyenne. Das mit der Aussage über Svenja ist natürlich nicht schön, aber dies war nunmal Cheyennes Empfindung. Deshalb haben wir als Antwort darauf hingwiesen das der liebevolle Umgang besser ist. Wir machen hier keine Unterschiede, sondern wir geben zu verschiedenen Kommentaren auch unsere Meinung ab. Wenn es manchmal den Anschein hat das wir polarisieren, so ist dies nicht unsere Absicht. Es wird lediglich ein Kommentar, kommentiert. Natürlich wollen wir nicht zu oft eingreifen, sondern nur wenn es ein Ältester für absolut nötig findet. Für deine Nachsicht vielen Dank. Das Bruderinfo Team

  • Svenja
    September 9, 2011

    Lieber Dennis,

    erst mal Danke! Dann noch ein kleiner Zusatz: Ich WOLLTE anfangs die Dreieinigkeit überhaupt gar nicht glauben. Ich habe fast Angst gehabt, mich damit zu befassen, weil ich dachte, ich darf das nicht denken.
    Also war die Auseinandersetzung mit dem Thema ein echt langer Prozess und nicht, weil mir grad danach war und daran glauben wollte. Immer mal wieder auch mit Zweifeln verbunden.

    Dann, was vielleicht zu kurz kam, da hast du recht, bringt mir diese neue Erkenntnis sehr sehr viel, denn meine Ansicht und meine Wertschätzung über und für Jesus ist enorm gestiegen. Mein Verhältnis zu Gott und Jesus ist besser und enger geworden und der Glaube an Jesus als denjenigen, der Mensch geworden ist und sich so für uns erniedrigt hat, ist immer echter und schöner geworden.

    Letztendlich bin ich aber der Meinung, dass diese Meinungen und Interpretationen der Bibel (denn das sind beide und man kann eben auch manchmal unterschiedlich interpretieren) sind vermutlich letztendlich nicht so wichtig, wie die Erkenntnis, dass Jesus unser Erlöser ist und wir durch ihn gerettet sind, wenn wir an ihn glauben. Das ist das Wichtigste und solange man sich darüber einig ist, kann man über alles diskutieren, denke ich.

    So, ich hoffe, ich konnte damit dem „satanischen“ Vorwurf begegnen und wenn es nicht mehr gewünscht ist, werde ich mich zu dem Thema auch nicht mehr äußern. Wenn ich euch nicht überzeugen konnte, dann macht mir das auch nichts. Man darf ja unterschiedlicher Meinung sein und es ist auch gar nicht meine Aufgabe, euch von irgendwas zu überzeugen, was ihr nicht glauben wollt.
    Vieles braucht auch Zeit, Gebet und Erkenntnis, vielleicht ändern wir alle unsere Meinungen ja auch noch, wenn Gott es für richtig hält. Solange wir ein gutes Gewissen haben und uns immer so objektiv wie möglich prüfen, wird Gott niemanden von uns dafür verurteilen.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Shannon
    September 9, 2011

    Liebe Svenja,

    vielleicht bist du einfach im falschen Forum gelandet. Die einen sagen auf eine nette Art und Weise, dass sie anderer Meinung sind, und die nächsten ärgern sich darüber, dass sie sich mit dir über Lehren anderer Glaubensgemeinschaften auseinander setzen müssen.
    Ich habe genug damit zu tun, mit der Differenzierung dessen, was die Organisation lehrt und dessen, was die Bibel lehrt. Ich mag mich nicht mit Irrtümern anderer Religionen beschäfigen. Nur, anstatt mich zu ärgern, lese ich die Kommentare in der Regel nicht mehr. Deswegen auch meine Frage ganz am Anfang, zu welcher Gemeinde zu gehörst.
    Dummerweise oder glücklicherweise „rieche“ ich recht schnell, wenn ein Kommentar von jemandem kommt, der kein Zeuge Jehovas ist. Und mit dem mag ich mich nicht auseinandersetztn, ob es einen Gott gibt oder mehrere, ob er einen Namen hat und wecher der Richtige ist, ob dreieinig oder zweieinig. Diese Menschen, sind sicherlich ganz nette Menschen, aber für mich nicht hilfreich und die Kommentare nicht das Mass der Dinge.
    Ich möchte mir meine Glauben bewahren und bin hier, um zu lernen. Aber bitte von Brüdern und nicht von Andersgläubigen.

    Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will.

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Hallo und Guten Tag,

    nachdem nun in verschiedenen Threads und Kommentaren mannigfaltig über den Namen „Jehova“ gestritten wurde, möchte ich mir die Freiheit nehmen und um eure geschätzte Meinung bitten:

    Wie kamen der Name „Jehova“ und die „Zeugen Jehovas“ zusammen.

    Soweit mich meine Erinnerung trägt hießen sie von Beginn an nicht so.

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo,
    Stimmt – der Name kam erst später auf und stützte sich auf Jesaja 43, 10:
    10 „Ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, daß ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner. 11 Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter.“

    Voraussetzend das sie das geistige Israel darstellen, nahmen sie diese Verse für sich in Anspruch.
    Wobei sie allerdings vergaßen, dass sie im Gegensatz zu den Israeliten der damaligen Zeit, nichts bezeugen können, weil sie nichts gesehen haben.
    Während die Israeliten viele sichtbare Zeugnisse von Gott bekamen, wandeln die Christen seit Jesu Himmelfahrt gemäß 2. Kor 5, 7 „durch glauben, nicht durch schauen.“

    Darum ist es auch angebrachter, vom bekennen seines Glaubens zu sprechen, statt vom Zeugnis geben.
    Ein Glaubensbekenntnis ist ein öffentlicher Ausdruck des persönlichen und/oder kollektiven Glaubens, zu dem der oder die Sprecher sich bekennen.

    Aus Röm 10, 9+10 hat die NWÜ zwar, damit es schön mit Jesaja 43, 10 zusammenpasst „Zeugnis geben“ gemacht, was aber nur in dieser Übersetzung so ausgedrückt wird.
    In allen anderen Übersetzungen wird vom bekennen gesprochen:

    9 Denn wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr!“, und wenn du von ganzem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden.
    10 Wer also von Herzen glaubt, wird von Gott angenommen; und wer seinen Glauben auch bekennt, der findet Rettung.

    Bei anderen Versen haben sie aber auch mit Bekenntnis übersetzt:

    2. Kor 9, 13 NWÜ:
    Durch den Beweis, den dieser Dienst liefert, verherrlichen sie Gott, weil ihr euch der guten Botschaft über den Christus unterwerft, wie ihr dies öffentlich bekennt, und weil ihr in eurem Beitrag für sie und für alle freigebig seid.

    Heb 4, 14 NWÜ:
    14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten.

    LG Ulli

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Hallo Ulli,

    besten Dank für deine Erläuterung.
    Ich habe mir erlaubt in verschiedenen Bibel den Vers Jesaia 43.10 nachzuschlagen.
    Dort steht jedoch überall „HERR“, nicht Jehova.

    Wie also kommt die Glaubensgemeinschaft der JZ zu dem Namen Jehova.

    LG Quasimodo

  • Alois
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo

    In meiner alten unrevidieren Elberfelder vom Jahre 1871, also sogar bevor Russel begonnen hat eine neue Glaubensgemeinschaft zu gründen, steht:

    Jes.43
    10. Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Knecht, den ich erwählt habe: damit ihr erkennet und mir glaubet und einsehet, daß ich derselbe bin. Vor mir ward kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.

    Der Name Jehova ist somit keinesfalls eine Erfindung der Zeugen Jehovas.
    Als erster hatte Luther hatte den Namen JHWH mit HERR ins Deutsche übersetzt. In meiner alten Luther Bibel, gedruckt im Jahre 1906 steht im Anhang zum Wort HERR buchstabengetreu zitiert:

    Herr ist im A.T. überall gedruckt, wo im Hebräischen der Eigenname Gottes J e h o v a (Jahwe)steht.

    Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo,
    das liegt daran, dass im Urtext JHWH dort steht wo heutzutage meistens HERR geschrieben wird.

    Da man aber garnicht mehr weiß wie der Name richtig ausgesprochen wird, wäre es das Beste, wenn man in den Übersetzungen weder Herr, noch Gott, noch Jehova oder Jawe schriebe, sondern es einfach bei JHWH oder der Kurzform „Jah“ belassen würde.

    LG Ulli

  • Shannon
    September 9, 2011

    Hallo Ulli,

    Jehova hat einst die Sprachen verwirrt. Ich bin immer noch der Überzeugung, dass er weiß, dass er gemeint ist, mit JHWH, Jahwe oder Jehova. Ich glaube, dass selbst Jehova in englich oder griechisch schon anders ausgesprochen wird, als in deutsch. Und selbst wenn man JHWH sagt, klingt das in jeder Sprache anders.

    Liebe Grüße
    Shannon

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Shannon,
    ZITAT:
    Ich bin immer noch der Überzeugung, dass er weiß, dass er gemeint ist, mit JHWH, Jahwe oder Jehova.

    Da bin ich ganz mit dir einer Meinung, das kriegt er hin. ;-).
    Nur für mich persönlich ist es halt nichts, ihn auf eine Weise anzusprechen, von der ich nicht weiß ob sie nicht total daneben ist, aber das ist mein ganz eigener Umgang damit.
    Was die Bibel selbst betrifft, fände ich persönlich es halt am Besten wenn man beim Tetragrammaton bliebe, vielleicht plus Sternchen, mit der Erklärung am unteren Rand. Statt den Namen einfach so stinkelingpief mit Gott oder HERR zu ersetzen…

    Ich sagte ja schon mal, dsas ich hier niemandem seine Ausdrucksform madig machen will, Jehova könnte ebenso wie alle anderen Formen, genauso falsch wie richtig sein.
    Nur ich für mich fühle mich am besten, wenn ich ihn mit Vater, Jah oder der Übersetzung seines Namens ins Deutsche, „Ewiger Schöpfer der immer nah ist“, anspreche.

    LG Ulli

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo,

    ich weiß nicht welche Ü. du hast, aber der Name JHWH ist in unterschiedlichen Schreibweisen in sehr vielen Bibeln zu finden:

    -Einheitsübersetzung-

    10 Ihr seid meine Zeugen – Spruch des Herrn – / und auch mein Knecht, den ich erwählte, damit ihr erkennt und mir glaubt / und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Gott erschaffen / und auch nach mir wird es keinen geben. Pfeil nach unten

    11 Ich bin Jahwe, ich, / und außer mir gibt es keinen Retter.

    -Elberfelder-

    „Ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova, und mein Knecht, den ich erwählt habe: damit ihr erkennet und mir glaubet und einsehet, daß ich derselbe bin. Vor mir ward kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.“

    Dass der bibl. Gott einen Namen hat (JHWH, Jahwe, Ieovah, Jehova o.ä.) ist unter allen Theologen, die mir bekannt sind, unstrittig.

    LG
    Dennis

  • Joanna
    September 9, 2011

    Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, Jes.43,10

    Habt Ihr auch das gelesen?

    Und die Nationen werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, den der Mund des HERRN bestimmen wird. Jes.62,2

    Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwählten zum Fluchwort hinterlassen: „Der Herr, HERR, wird dich töten.“ Meine Knechte aber wird man mit einem andern Namen nennen. Jes.65,15

    Grüße
    Joanna

  • Alois
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo

    Für mich ist es unwichtig wie es zustandekam dass diese unsere Glaubensbewegung den Namen „Zeuge Jehovas“ angenommen hat. Es ist mir auch nicht wichtig ob es richtig oder falsch war diesen Namen anzunehmen.

    Wichtig ist für mich dass sie ihn angenommen hat!

    Denn dass sie den Namen angenommen haben, hat nichts damit zu tun ob diese Glaubensbewegung von Gott und Jesus aus gesehen gut oder schlecht handelt.

    Die Prophezeiungen des alten Testaments, viele Psalmen und Sprüche, aber auch viele Gleichnisse und Offenbarung sind für unsere Zeit geschrieben.
    Der Widersacher hat es geschafft durch die Schaffung tausender verschiedener Religionen uns Menschen derart zu verwirren dass wir praktisch keine Chance hätten die richtige Religion zu finden.

    Aber unser Vater Jehova wusste das, deswegen hat er ein paar Aussagen in der Bibel niederschreiben lassen damit wir uns zurechtfinden können, wenn wir wollen wenn wir stets die Bibel lesen und um Verständnis bitten.

    Ein paar Beispiele:

    Jeremia 14
    9. Warum willst du sein wie ein bestürzter Mann, wie ein Held, der nicht zu retten vermag? Du bist doch in unserer Mitte, Jehova, und wir sind nach deinem NAMEN genannt; verlaß uns nicht!
    10. So spricht Jehova zu diesem Volke: Also haben sie geliebt umherzuschweifen, sie hielten ihre Füße nicht zurück; und Jehova hat kein Wohlgefallen an ihnen: Nun wird er ihrer Missetaten gedenken und ihre Sünden heimsuchen. –

    Dan. 9
    18. Neige, mein Gott, dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf und sieh unsere Verwüstungen und die Stadt, welche nach deinem NAMEN genannt ist! Denn nicht um unserer Gerechtigkeiten willen legen wir unser Flehen vor dir nieder, sondern um deiner vielen Erbarmungen willen.
    19. Herr, höre! Herr, vergib! Herr, merke auf und handle; zögere nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn deine Stadt und dein Volk sind nach deinem NAMEN genannt

    2. Chr. 7
    13. Wenn ich den Himmel verschließe, und kein Regen sein wird, und wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn ich eine Pest unter mein Volk sende;
    14. und mein Volk, welches nach meinem NAMEN genannt wird, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht, und kehren um von ihren bösen Wegen: so werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.

    Wenn das alte vergangene Israel nach dem Namen Jehovas genannt wurde, dann auch das neuzeitliche. Das hat nichts damit zu tun ob das neuzeitliche Volk das nach dem Namen Gottes genannt ist gut, schlecht oder wie Sodom ganz schlecht ist. (Letzteres ist es prophetisch gesehen auch.)

    Wie man an diesen 3 Bibelstellen leicht erkennen kann, sündigt das Volk das nach dem Namen Gottes genannt ist schwer.
    Die Propheten bitten zwar Jehova sein Volk zu retten, Gott würde das Volk auch retten wenn es von ihren Sünden umkehren würde. Das tut es aber nicht, so wie es auch die Organisation nie gemacht hat und nie machen wird.

    Aber nicht alle aus dem Volk mit dem Namen Jehovas waren verdorben. Es gab auch welche die aus der Mitte dieses Volkes hinaus gegangen sind.

    Mal. 3
    16. Da unterredeten sich miteinander, die Jehova fürchten, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten.
    17. Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient.
    18. Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

    Deswegen meine Bitte an Euch:
    Achten wir den Namen Jehovas, unterreden wir uns weiter, da wir doch unseren Schöpfer Jehova fürchten, damit wir von ihm, oder seinem Sohn in das Gedenkbuch Gottes zur Rettung eingetragen werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    ich rekapituliere mal.
    Wenn ich dich richtig verstehe, dann gab es bis zu dem Zeitpunkt der Namensannahme „Zeugen Jehovas“, kein Volk für Gottes Namen auf Erden.
    Da es aber gleichzeitig mit schlechten Taten glänzt, die für Gott abscheulich sind, weist er einerseits zwar darauf hin das dies, im Gegensatz zu den vielen anderen christlichen Gemeinschaften – die man meiden soll, weil sie babylonische Lehren verbreiten – sein Volk ist, weil es ja seinen Namen trägt – aber andererseits warnt er auch vor ihnen, weil sie voller Missetaten sind, deretwegen er sie einmal heimsuchen wird.

    Man hält also besser einen großen Sicherheitsabstand zu diesem Namensvolk ein. – Was du und viele andere hier – zumindest innerlich – ja schon tun, damit man nicht an den Missetaten teil hat und somit auch an der Heimsuchung.
    Man lebt nach dem Motto: Jederzeit zur Flucht bereit. – Genau wie die Christen in Jerusalem vor der Zerstörung.

    Wenn das also nun tatsächlich so ist…und die Bibelstellen die du immer anführst passen ja nun mal wirklich 1a…dann ist das neuzeitliche Israel, „das Volk über dem sein Name genannt wird“, nicht zu verwecheln mit dem „geistigen Israel“ von dem Paulus sprach.
    Das muss an dieser Stelle mal besonders hervorgehoben werden, weil Vielen das, glaube ich, nicht bewusst ist.
    So mögen Zeugen Jehovas zwar sein Namensvolk sein, zum geistigen Israel gehören sie aber definitiv nicht. Auch nicht die paar Menneken die von den Symbolen nehmen, weil sie sich Geistgesalbt wähnen…und die Führungsebene schon gleich garnicht…
    Allenfalls wird ein kleiner Teil aus dem Volk als Treu erachtet und gerettet, wie du ja auch immer wieder betonst…aber auch nur, wenn diese sich eines Tages zu erkennen geben, indem sie sich weigern vor dem „Baal“ zu knien.

    In Röm 2, 28 erklärt Paulus, dass es einen Unterschied gibt zwischen äußerlicher (man könnte auch sagen: nur nach außen hin) und innerlicher (geistiger) Kennzeichnung.
    28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch ist die äußerliche Beschneidung im Fleisch Beschneidung;
    29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und Beschneidung ist die des Herzens, im Geist, nicht im Buchstaben. Sein Lob kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

    Die Zeugen mögen vielleicht nach außen hin Jesus als den Sohn Gottes anerkennen, aber sie haben sich wie die Juden damals, lieber für das Gesetz entschieden, denn sie wollen sich durch eigenen Werke vor Gott als Gerecht darstellen.
    Das will zwar keiner von ihnen wahr haben, aber es ist Fakt.
    Wer sich noch obendrein zwischen Christus den Erlöser und die Menschen stellt und damit verhindert das diese zu ihm finden, der ist in Wirklichkeit sogar ganz gegen den Christus. Diejenigen die das erkennen und dennoch zulassen, weil es ihnen egal ist, die haben sich selbst auch gegen Christus entschieden. – Und das ist keine unmaßgebliche Kleinigkeit…

    So schließt sich der Kreis also dahingehend, dass das heutige Namensvolk Gottes als Gesamtheit, seinen Sohn im Grunde genauso ablehnt wie ihre Vorgänger, die Israeliten.

    Aber nichts desto trotz gibt es daneben ein geistiges Israel, dass Gott wohlgefällig ist. Im Gegensatz zu seinem Namensvolk, welches seine Anerkennung nicht hat.
    In Römer 9, 25, 26+30 sagt Paulus über sie:

    25 Schon im Buch des Propheten Hosea sagt Gott: „Einmal werde ich die mein Volk nennen, die bisher nicht dazugehörten; und ich werde die auserwählen, die bisher nicht meine Auserwählten waren.“
    26 Und wo ihnen gesagt wurde: „‚Ihr seid nicht mein Volk‘, da werden sie ‚Kinder des lebendigen Gottes‘ heißen.“
    30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus.

    Also ist heute genauso wie zu Paulus Zeit, der Glaube an Jesus das Einzige, wodurch wir wirklich bei Gott Anerkennung finden werden.
    Das eine zu tun heißt aber nicht, das andere sein lassen zu können.
    Weshalb ich dir vollkommen recht gebe, wenn du sagst, dass wir auch heute noch Gottes Namen achten sollen – wozu auch gehört, das wir seinen Namen in ehrenvoller Weise gebrauchen und das wir alles was Gott verachtet, selber auch meiden wie die Pest.

    Ob einer zu dem geistigen Volk Gottes gehört, die seine Kinder genannt werden – oder ob er zu seinem Namensvolk gehört, dass bis auf wenige Ausnahmen von ihm verworfen ist – zeigt sich einzig darin, ob er außer Jesus noch einen anderen Mittler zwischen sich und Gott duldet. – Diese Entscheidung trifft jeder für sich ganz allein.

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Uli

    Einen Punkt mochte ich korrigieren, Du schreibst:

    „Wenn ich dich richtig verstehe, dann gab es bis zu dem Zeitpunkt der Namensannahme “Zeugen Jehovas”, kein Volk für Gottes Namen auf Erden.“

    Doch das Volk Gottes gab es schon vor der Namensänderung zu Zeugen Jehova nur hat es seinen Namen nicht getragen.

    Gottes geistiges Israel, im Gegensatz zum fleischlichen, gibt es seit dem Beginn der Predigttätigkeit Jesu. Aber die Bibel ist in den Prophezeiungen zum großen Teil für die Zeit des Endes geschrieben. Und in dieser Zeit des Endes wird sein Volk eben den Namen Gottes tragen. Innerhalb dieses geistigen Volkes Israel gibt es wiederum viele Völker.

    Wie schon oft geschrieben, kann kein Mensch wissen wie Gott in der Zukunft urteilen wird. Ich meine damit wie weit die Grenzen des geistigen Israels sind. Aber ich halte mich lieber in der Mitte des geistigen Israels auf, da fühle ich mich sicherer.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Der Skeptiker
    September 9, 2011

    Wie darf man das verstehen, sich in der Mitte des geistigen Israels auzuhalten (ev. mit praktischen Beispielen).

    LG

  • Alois
    September 9, 2011

    Hallo Skeptiker

    Mit der Mitte meinte ich dass ich mich als Zeuge Jehovas fühle und nicht mit anderen Freikirchen, Bibelforschergruppen etc. experimentiere.

    LG
    Alois

  • Sascha
    September 9, 2011

    Hallo Ulrike,

    ich bin beim Stöbern auf deinen Kommmentar gestoßen und muss dir wirklich sagen, dass das ein sehr durchdachter und biblisch belegter Kommentare ist. Wirklich treffend und verständlich, und es zeugt von einem guten Studium und Bibelverständnis. Vielen Dank dafür.

    Gruß
    Sascha

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Hallo Alois,

    auch dir besten Dank für deine Erläuterung.

    Es ist freilich unwichtig wie der Name „Jehova“ entstanden ist.
    Es ist freilich unwichtig ob die Glaubensgemeinschaft diesen Namen trägt.

    Du schreibst:

    „Für mich ist es unwichtig wie es zustandekam dass diese unsere Glaubensbewegung den Namen “Zeuge Jehovas” angenommen hat. Es ist mir auch nicht wichtig ob es richtig oder falsch war diesen Namen anzunehmen.

    Ich meine jedoch aus verschiedenen Kommentaren ersehen zu können,daß es für andere gläubige Menschen keineswegs unwichtig ist.

    Von daher mein Interesse an der Entstehung des Namens und die Ursache der Namensannahme.

    Wie ich bereits erwähnte habe ich in verschiedenen Online-Bibeln den Name „Jehova“ nicht gefunden.

    Ist dieser Name biblischen Ursprungs?
    Wer hat den Namen für die Glaubensgemeinschaft ausgewählt?
    Wer hat entschieden den Namen anzunehmen?

    LG
    Quasimodo

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Quasimodo

    Du hast Recht, in allen Online Bibeln (die ich bisher gefunden habe) ist der Name JHWH in seinen verschiedenen Ausführungen nicht zu finden.
    Aber in vielen gedruckten älteren Bibeln bis weit ins 20 Jahrhundert hinein ist der Name Gottes Jehova oder Jahwe angegeben. In manchen nur im Vorwort oder in einer angehängten Worterklärung. Aber Beispiele hatte ich schon geschrieben.

    LG
    Alois

  • Thomas U.
    September 9, 2011

    Ihr Lieben,

    ich hätte mal eine Frage, wie Ihr das handhaben würdet: Lest Euch bitte mal 2. Kor 6:14-18 durch.

    Auf wen beziehen sich Eurer Meinung nach die Ausdrücke „Ungläubiger“, „Gläubiger“ (diese beiden Begriffe in Abgrenzung zueinander), der „Tempel des lebendigen Gottes“? Aus wessen „Mitte“ sollte Gottes Volk hinausgehen? Damit in Verbindung: Was ist das ‚Unreine‘, das man aufhören sollte anzurühren?

    Ich meine, die Antworten auf diese Fragen sind nicht unerheblich, da davon abhängt, ob Gott uns „Vater“ ist und ob wir seine „Söhne und Töchter“ sind.

    Liebe Grüße
    Thomas

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Thomas

    2. Korinther 7
    14. Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
    15. und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?
    16. Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein“.
    17. Darum gehet aus ihrer Mitte aus und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret Unreines nicht an, und ich werde euch aufnehmen;
    18. und ich werde euch zum Vater sein, und ihr werdet mir zu Söhnen und Töchtern sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

    In der Organisation würde man sagen man solle keinen Weltmenschen heiraten. Aber das ist wieder mal eine Ansicht um die wahre Bedeutung zu verschleiern.

    Klar, diese Verse fordern uns auf die Organisation zu verlassen, also nicht mitzumachen mit allem was die Organisation möchte. Ein Götzenbild kann schon ein Berichtszettel oder der Tagestext sein, zumindest ist es etwas Unreines. Diese Verse hängen mit der Geschichte von Elia zusammen, bei dem Elia das Volk aufforderte nicht weiter auf zwei Seiten (dem Baal und Jehova) hin und her zu hinken sondern nur Jehova anzubeten.
    Oder wer meint er könne weiter Ältester sein oder Dienstamtsgehilfe, das geht einfach nicht mehr oder bald nicht mehr.

    Aber zurückgezogen die örtliche Versammlung nicht mehr zu besuchen, das deckt dieser Vers nach meiner Meinung nicht ab. Denn auch Jesus und später Paulus ging in die Synagogen hat sich aber niemals mit den falschen Lehrern der Pharisäer befleckt.
    Ich glaube dass diese Verse sich jetzt und die nächsten wenigen Jahre erfüllen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Thomas,
    ZITAT:
    Auf wen beziehen sich Eurer Meinung nach die Ausdrücke “Ungläubiger”, “Gläubiger” (diese beiden Begriffe in Abgrenzung zueinander), der “Tempel des lebendigen Gottes”? Aus wessen “Mitte” sollte Gottes Volk hinausgehen? Damit in Verbindung: Was ist das ‘Unreine’, das man aufhören sollte anzurühren?
    Ich meine, die Antworten auf diese Fragen sind nicht unerheblich, da davon abhängt, ob Gott uns “Vater” ist und ob wir seine “Söhne und Töchter” sind.

    Das ist tatsächlich wichtig für jeden, der in diesem Vater/Kind-Verhältnis bleiben möchte.

    Hier erst mal die Verse im Ganzen:
    2. Kor 6, 14-18
    14 Zieht nicht an einem Strang mit Leuten, die nicht an Christus glauben. Was haben denn Gottes Gerechtigkeit und die Gesetzlosigkeit dieser Welt miteinander zu tun? Wie passen Licht und Finsternis zusammen?
    15 Was hat Christus mit dem Teufel gemeinsam? Oder was verbindet einen Glaubenden mit einem Ungläubigen?
    16 Was haben die Götzenfiguren mit dem Tempel Gottes zu tun? Vergesst nicht: Wir selbst sind der Tempel des lebendigen Gottes. So hat Gott gesagt: „Ich will mitten unter ihnen leben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein!“
    17 Darum befiehlt Gott: „Verlasst sie, und trennt euch von ihnen! Rührt nichts Unreines an! Dann will ich euch annehmen.
    18 Ich werde euer Vater sein, und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein. So spricht der Herr, der allmächtige Gott.“

    Korinth war damals ja schon eine Stadt, die sowohl Multikulturell, als auch Multireligiös war. Paulus lebte 1 1/2 Jahre dort, er wusste also genau womit die Christen in Korinth jeden Tag zu tun hatten. Sie lebten als Glaubende (sich zu Christus bekennende) unter Ungläubigen…Ungläubig in dem Sinne, dass sie nicht an den Gott der heiligen Schriften und Jesus Christus glaubten. Diese hatten ihre eigenen Götter und ihre eigenen Feste und Riten, mit denen sie ihnen Verehrung darbrachten. Deren Feste und Riten sollten die Christen dort auf gar keinen Fall begehen.
    Während man die politischen Herrscher zwar anerkannte, aber nicht so weit ging, sich vertrauend auf sie zu stützen, statt auf Gott.

    Paulus bekräftigte es damit, dass er aus Jesaja und Jeremia zitiert, wo Gott sein Volk dazu aufforderte, sich von Ägypten und auch von Babylon zu trennen.
    Damit sagt er ihnen, dass sie auf geistiger Ebene eine ganz klare Trennungslinie zwischen sich und ihren Mitbewohnern ziehen sollten. Das Gebot der Nächstenliebe galt es natürlich trotzdem einzuhalten, deshalb war es war keine buchstäbliche, sondern eine sinnbildliche Aufforderung.
    Denn wer sich buchstäblich von allen Menschen die nicht an Gott glauben zurückzieht, kann ihnen keine Liebe erweisen. Das war damals nicht anders als heute.

    Er nannte sie den „Tempel Gottes in dessen Mitte er weilt“ – was die geistige Dimension anzeigt . – Deshalb sollten sie alles was Gott verabscheut, in ihrem Leben meiden, auch wenn sie jeden Tag damit konfrontiert waren.
    Wovon man umgeben ist, kann einen erst dann verunreinigen, wenn man es anrührt, sprich: sich daran beteiligt, darum war es so wichtig sich auf nichts einzulassen, was für Gott unrein war.

    Für mich heißt das heute, dass ich genau darauf achte, mit wem ich geistige Gemeinschaft habe. Wer sich mit unreinen Dingen einlässt, die Gott verabscheut, von denen halte ich mich fern.

    So habe ich damals die katholische Kirche ua wegen ihren babylonischen Riten verlassen und die WTG ua wegen ihrer Anbiederung an den Staat. Die sogar soweit geht, dass sie sich um der NGO-Mitgliedschaft Willen, mit Vertretern anderer Glaubensgemeinschaften an einen Tisch setzt…sich damit also in ein Joch mit Ungläubigen spannen lässt. – Von beidem glaube ich, dass es in Gottes Augen unrein ist.

    Was die Politiker betrifft, halte ich mich natürlich an ihre Gesetze…aber mein Vertrauen bekommen sie nicht.

    Bei Kontakt mit christlichen Gemeinschaften die Gott untreu sind und wenn ich zu politischen Wahlen ginge, würde ich mich Mitverantwortlich fühlen für alles was sie tun. Ich könnte nicht mehr guten Gewissens zu JHWH beten…mein Vater/Kind-Verhältnis wäre getrübt.

    Meinen Mitmenschen gegenüber will ich liebevoll und freundlich sein – egal woran sie glauben. Wäre ich das nicht, weil ich stattdssen damit beschäftigt bin von oben auf sie herabzublicken, würde das mein Verhältnis zu Gott genauso negativ beeinflussen, wie all das Unreine von dem Paulus sprach.

    LG Ulli

  • cheyenne
    September 9, 2011

    Lieber Bruder Thomas U.
    Möchte Dir zu 2. Kor. 6:14-18 antworten, so wie ich diesen Text verstehe. Im Einsichtenbuch ist eine gute Erklärung zu Belial. Er ist ein Nichtsnutz, oder jemand /etwas das für uns ohne Nutzen ist.
    Es handelt sich um eine Gegenüberstellung.
    Auf der einen Seite sind Gläubige, Gerechtigkeit, Licht, Christus, Gottes Tempel, der des lebendigen Gottes.
    Auf der anderen Seite sind Ungläubige, Gesetzlosigkeit, Finsternis, Belial, Götzen, Unreines.
    Das ist Satans Welt und seine Weisheit. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als seien damit nur seine Religionen und deren Anhänger gemeint. Aber wenn man in der Bibel weiterforscht erkennt man, dass Jehova hier von der Finsternis und Gesetzlosigkeit im eigenen Volk spricht.
    Nahum 1:7-15
    7 Jehova ist gut, eine Feste am Tag der Bedrängnis. Und er weiß um die, die Zuflucht bei IHM suchen.
    8 Und durch die daherfahrende Flut wird er eine vollständige Ausrottung ihrer Stätte herbeiführen, und Finsternis wird seinen Feinden nachjagen.
    11 Aus dir wird tatsächlich einer hervorgehen, der Böses gegen Jehova ausdenkt, der Nichtswürdiges beschließt.
    15 Siehe! Auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, dessen, der Frieden verkündigt. O Juda, feiere deine Feste. Bezahle deine Gelübde; denn nicht mehr wird irgendein NICHTSNUTZ wieder durch dich ziehen. In seiner GESAMTHEIT wird er bestimmt weggetilgt werden.
    Diese Gegenüberstellung finden wir immer wieder in der Bibel, z.B. die 10 Jungfrauen aus Mat.25:1-12
    9 Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu DENEN, die es verkaufen, und kauft für euch selbst.‘ 10 Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die BEREIT waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde VERSCHLOSSEN. 11 Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ 12 Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne EUCH nicht.‘

    Jesaja 65:13-15
    13 Darum hat der Souveräne Herr Jehova dies gesprochen: „Siehe! MEINE eigenen Knechte werden essen, IHR selbst aber werdet hungern. Siehe! MEINE eigenen Knechte werden trinken, IHR selbst aber werdet dürsten. Siehe! MEINE eigenen Knechte werden sich freuen, IHR selbst aber werdet Schande erleiden. 14 Siehe! MEINE eigenen Knechte werden jubeln zufolge des guten Herzenszustandes, IHR selbst aber werdet schreien vor Herzensschmerz, und IHR werdet heulen wegen des VÖLLIGEN Zusammenbruchs des Geistes. 15 Und IHR werdet gewiß euren Namen bei meinen Auserwählten zum Eid[schwur] hinterlassen, und der Souveräne Herr Jehova wird [euch] tatsächlich EINZELN zu Tode bringen, aber SEINE eigenen Knechte wird er mit einem anderen Namen nennen,
    Es zeigt sich ein deutlicher Unterschied, ob man ein Knecht Jehovas ist, oder ob man sich zu einem Knecht der Organisation macht.
    Jeremia 14:13-17
    13 Darauf sagte ich: „Ach, o Souveräner Herr Jehova! Siehe, die Propheten sprechen zu ihnen: ‚Ihr werdet kein Schwert sehen, und es wird euch keine Hungersnot widerfahren, sondern wahren Frieden werde ich euch an diesem Ort geben.‘ “
    14 Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in MEINEM Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch. 15 Dies ist daher, was Jehova hinsichtlich der Propheten gesagt hat, die in MEINEM Namen prophezeien und die ich selbst nicht sandte und die sprechen, daß sich weder Schwert noch Hunger in diesem Land einstellen werden: ‚Durch Schwert und durch Hunger werden jene Propheten ihr Ende finden. 16 Und das Volk selbst, dem sie prophezeien, wird zu Menschen werden, die HINAUSGEWORFEN sind auf die Straßen Jerusalems wegen der Hungersnot und des Schwertes, ohne daß jemand sie begräbt — sie, ihre Frauen und ihre Söhne und ihre Töchter. Und ich will ihr Unglück über sie ausschütten.‘17 Und du sollst zu ihnen dieses Wort sprechen: ‚Mögen meine Augen in Tränen zerfließen Nacht und Tag, und mögen sie nicht gestillt werden, denn mit großem Zusammenbruch ist die Jungfrau, Tochter MEINES Volkes, zerbrochen worden, mit einem ganz heillosen Schlag.
    Matthäus 8:12 12 während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.
    24:48-51
    48 Wenn aber jener übelgesinnte Sklave je in seinem Herzen sagen sollte: ‚Mein Herr bleibt noch aus‘ 49 und anfangen sollte, seine Mitsklaven zu schlagen, und mit den Gewohnheitstrinkern essen und trinken sollte, 50 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und wird ihm sein Teil mit den Heuchlern zuweisen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein
    25:29 Denn jedem, der hat, wird mehr gegeben werden, und er wird in Fülle haben; dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 30 Und den UNNÜTZEN Sklaven werft hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.
    13:40-42
    40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.

    Hosea 2:2,4
    2 Führt einen Rechtsfall mit eurer Mutter; führt einen Rechtsfall, denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann. Und sie sollte ihre Hurerei von sich entfernen und ihre Taten des Ehebruchs zwischen ihren Brüsten hinweg,
    4 Und ihren Söhnen werde ich nicht Barmherzigkeit erweisen, denn sie sind die Söhne der Hurerei
    4.5-8,14b
     Und du wirst bestimmt bei Tag straucheln, und auch ein Prophet soll mit dir straucheln wie bei Nacht. Und ich will DEINE Mutter zum Schweigen bringen. 6 MEIN Volk wird gewiß zum Schweigen gebracht werden, weil keine Erkenntnis da ist. Weil du selbst sogar die Erkenntnis verworfen hast, werde ich auch dich verwerfen, so daß du mir nicht als Priester dienst; und [weil] du ständig das Gesetz deines Gottes vergißt, werde ich deine Söhne vergessen, ja ich. 7 Entsprechend ihrer Menge, so haben sie gegen mich gesündigt. Meine eigene Herrlichkeit haben sie für bloße Unehre vertauscht. 8 Die Sünde meines Volkes verzehren sie ständig, und zu ihrer Vergehung erheben sie unablässig ihre Seele
    14b …und ein Volk, [das] unverständig ist, wird niedergetreten werden.
    Das ist das Urteil für unsere irdische Mutter (Organisation). Im Gegensatz dazu die himmlische Mutter aus Gal.4.26 Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter

    Die Bibel enthält genügend Warnungen, was mit dem unnützen Sklaven passiert. Das ist nicht die Christenheit, das spielt sich innerhalb Jehovas Volk ab.
    Wir mussten nicht nur Babylon die Große verlassen, sondern müssen auch noch aus dem heutigen geistigen Jerusalem flüchten. Das ist dort, wo Jehovas geistiger Tempel steht, also Organisation, LK, Brooklyn .Genauso, wie die ersten Christen 66u.Z. aus Jerusalem fliehen mussten. Der Schutz, der uns von der Organisation versprochen wird, ist genauso wertlos wie die Mauern Jerusalems 70u.Z.
    Die Juden konnten es sich nicht vorstellen, dass Jehova seinen Tempel aufgibt. Genauso können es sich ZJ nicht vorstellen, dass er seinen “Sklaven” verlässt und vernichtet. So, wie die Juden zur Zeit Elias um die heiligen Pfähle und den Baal hüpften, so hüpfen ZJ heute um die Organisation. Ihr Wort ist in allen Entscheidungen wichtiger. Zuallererst wird sie befragt und erst an 2. Stelle kommt die Bibel und Jehova.

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo cheyenne,

    vor dieser bibl. Betrachtung kann ich nur den Hut ziehen. Du hast klar und deutlich an vielen Bibelstellen herausgestellt wer der neuzeitliche Baal ist. Den Vergleich mit Jerusalems Mauern = Organisation ist sehr passend. Das Gefühl der Sicherheit innerhalb der neuzeitlichen „Mauern Jerusalems“ wird ja überaus deutlich in den schon mehrfach hier erwähnten WT-Artikeln sowohl Öffentlichkeit als auch Studien-WT befeuert (s. z.B. WT 01.06.11)

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Hallo Micha!

    Leider hast Du völlig recht! Doch in Wahrheit ist es noch viel schlimmer. Ein Abtrünniger ist auch der der sich nur zurückgezogen hat. Oder der die Lehre wie sie Jesus der Herr formuliert und äußerte für wichtiger ansieht – JA AUCH der ist ein Abtrünniger !!!

    Damit wird eines klar: SIE stellen sich VOR Jesus, nehmen sich wichtiger als Jesus – sie wollen der Mittler zwischen Gott und den Menschen sein und jeder der diese zuläßt ist ein Götzendiener!

  • Salomo
    September 9, 2011

    Liebe Brüder,

    es ist schon richtig, die Rettung und die Gnade durch Jesus Christus zu betonen.
    Dennoch sind mit der Rettung auch Bedingungen verbunden.
    Man darf sich nicht nur auf einen Aspekt beschränken oder nur die Bibelstellen betrachten, die einem persönlich angenehm sind. Obwohl wir natürlich zu Freiheit berufen sind, sind wir auf der anderen Seite auch Sklaven. Ich habe mal ein paar Bibelstellen dazu zusammengestellt, damit auch andere Sichtweisen hier nicht zu kurz kommen.

    Christen sind Sklaven Gottes
    Römer 12:11 Dient als Sklaven für Jehova.
    1. Thessalonicher 1:9 um wie Sklaven einem lebendigen und wahren Gott zu dienen

    Christen sind Sklaven Jesu
    Titus 1:1 Paulus, ein Sklave Gottes und ein Apostel Jesu Christi . . .
    2. Petrus 1:1 Sịmon Petrus, ein Sklave und Apostel Jesu Christi,. . .
    Jakobus 1:1 Jakobus, ein Sklave Gottes und [des] Herrn Jesus Christus. . .
    Judas 1 Judas, ein Sklave Jesu Christi, . . .
    2. Korinther 5:15 und er ist für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt worden ist.
    Offenbarung 1:1 Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen,

    Christen sind gehorsam gegenüber dem Gesetz des Christus
    Johannes 3:36 Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
    2. Thessalonicher 1:7-9 bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln 8 in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen. 9 Gerade diese werden die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden, hinweg von dem Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke,
    1. Korinther 9:21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz gegenüber Gott, sondern unter Gesetz gegenüber Christus bin,. . .

    Christen sind Sklaven der Gerechtigkeit
    Römer 6:19-20 denn ebenso, wie ihr eure Glieder als Sklaven der Unreinheit und Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit dargestellt habt, so stellt jetzt eure Glieder als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit dar. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, wart ihr frei hinsichtlich der Gerechtigkeit.

    Christen sollten einander als Sklaven Dienen.
    Galater 5:13 Ihr seid natürlich zur Freiheit berufen worden, Brüder; nur benutzt diese Freiheit nicht als einen Anlaß für das Fleisch, sondern durch Liebe dient einander wie Sklaven.
    Johannes 13:14 Wenn nun ich euch, obwohl Herr und Lehrer, die Füße gewaschen habe, so seid auch ihr verpflichtet, einander die Füße zu waschen.
    1. Korinther 9:19 Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne.

    Christen gehorchen den obrigkeitlichen Gewalten
    Römer 13:1 Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet.
    1. Petrus 2:13-14 Unterwerft euch um des Herrn willen jeder menschlichen Schöpfung: es sei einem König als einem Höherstehenden, 14 es sei Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden, um Übeltäter zu strafen, aber die zu loben, welche Gutes tun.
    Titus 3:1 Erinnere sie weiterhin daran, Regierungen und Gewalten als Herrschern untertan und gehorsam zu sein, bereit zu sein für jedes gute Werk,

    Christen sollten sich nicht gegen die Gesellschaftsordnung auflehnen und weiterhin menschlichen Herren als Sklaven dienen.
    Epheser 6:5-7 Ihr Sklaven, gehorcht denen, die [eure] Herren nach dem Fleische sind, mit Furcht und Zittern, in der Aufrichtigkeit eures Herzens, als dem Christus, 6 nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes mit ganzer Seele tun. 7 Dient als Sklaven mit guten Neigungen als für Jehova und nicht für Menschen,
    1. Timotheus 6:1 So viele, die als Sklaven unter einem Joch sind, sollen ihre Besitzer weiterhin aller Ehre würdig achten, damit von dem Namen Gottes und der Lehre nie nachteilig geredet werde.
    1. Petrus 2:18 Hausknechte seien [ihren] Besitzern mit aller [gebührenden] Furcht untertan, nicht nur den guten und vernünftigen, sondern auch denen, die schwer zufriedenzustellen sind.

    Christen gehorchen den Ältesten in der Versammlung, welche der Leib Christi ist.
    Epheser 1:22-23 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.
    Matthäus 16:18-19 Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“
    Matthäus 18:17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.
    Hebräer 13:17 Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig,
    1. Thessalonicher 5:12 Wir bitten euch nun, Brüder, die zu respektieren, die unter euch hart arbeiten und die euch vorstehen im Herrn und euch ernstlich ermahnen,
    1. Korinther 14:40 Laßt aber alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen.

    Die Ältesten gehorchen einer übergeordneten Autorität
    Apostelgeschichte 16:4 Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren.
    2. Korinther 13:10 Darum schreibe ich diese Dinge, während ich abwesend bin, damit ich, wenn ich anwesend bin, nicht mit Strenge handeln muß gemäß der Befugnis, die der Herr mir gegeben hat zum Erbauen und nicht zum Niederreißen.
    1. Timotheus 1:3-4 So, wie ich dich ermuntert habe, in Ephesus zu bleiben, als ich im Begriff war, meines Weges nach Mazedonien zu gehen, so tue ich es jetzt, damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, . . .
    Titus 1:5 Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer vornehmest, wie ich dir Weisung gab;
    Offenbarung 1:11 „Was du siehst, schreibe in eine Buchrolle, und sende es den sieben Versammlungen. . .
    Offenbarung 2:7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt. . .
    3. Johannes 9-10 Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt.

    Es spricht also nichts dagegen, sich freiwillig menschlichen Autoritäten unterzuordnen, solange diese von Gott geduldet werden, auch wenn diese sogar illegal zu Macht gekommen sind.
    Matthäus 5:41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen.
    Philipper 2:5-8 Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl.
    Lukas 2:51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er blieb ihnen untertan.

    Die wahre Freiheit kommt erst noch
    Römer 8:18-21 Demzufolge halte ich dafür, daß die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden wird. 19 Denn die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 20 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden, nicht durch ihren eigenen Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat aufgrund der Hoffnung, 21 daß die Schöpfung selbst auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

    Die Unterwerfung unter eine Gemeindeordnung ist also nicht im Widerspruch zur Bibel.
    Und wenn die Ältestenschaft eine Ältestenschaft der Ältestenschaften anerkennt, ist dies auch nicht falsch.
    Deshalb ist es gut das Bruderinfo nicht dazu aufruft die Organisation zu verlassen, aber auch davor warnt der Organisation blind alles zu glauben und auf persönliche Verbesserungsmöglichkeiten hinweist.

    Doch ich werde in Zukunft meine Aufmerksamkeit auf solche Artikel von euch beschränken, wo die Lehre konstruktiv weiterentwickelt wird, ohne dass dabei die Organisation angegriffen wird.

    Ich habe hier einige Zeit nicht reingeschaut. Wenn jemand noch auf eine Antwort von mir wartet, dann stellt noch mal einen Link zur Frage rein.

    Liebe Grüße

    Salomo

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Salomo,
    danke für deine Erläuterungen. Deine Bibelstellen sind sehr Interessant. Wir wollen an dieser Stelle dennoch darauf hinweisen, dass die Gesellschaft gerne Brüdern und Schwestern durch das Wort „Sklave“ und „Sklaven“ an sich und an das Gesetz binden möchte. Entweder die Brüder sind „FREI“ und zur Freiheit berufen oder sie sind Sklaven und zur Knechtschaft berufen. Kinder Gottes wurden wir durch das Loskaufsopfer Jesu und sind somit frei und nicht mehr Sklaven. Das „Sklavengeld“ die „Ablösung“ wurde bezahlt. Deshalb sagte Jesus, daß wir keine Sklaven mehr sind. DAS IST DIE GROSSE VERFINSTERUNG DER WAHRHEIT. Satan möchte uns eintrichtern das Jesus umsonst gestorben ist und wir alle immernoch Sklaven sind. Damit wird erreicht, daß wir ein DAUERSCHLECHTES GEWISSEN haben. DAS IST DIE GROSSE LÜGE SATANS. Er möchte uns einreden, keine Kinder Gottes zu sein. Wenn wir Kinder sind dann sind aber wir Erben, Miterben Christi. Somit keine Sklaven. Das sind eindeutige Aussagen. Daran gibt es nicht zu rütteln. Warum nun kommt dieses Zwiespältige zum Ausdruck? Es ist wichtig das man öfters einmal die Urschriften sprechen läßt und tiefer gräbt um Dinge im richtigen Licht erkennen zu können. Lieber Salomo, das Wort Sklave, dass in der NWÜ (NT) falsch übersetzt wird bedeutet : Diener. In Galater 5:13-14 heißt es dann: Ihr aber zur Freiheit seid berufen worden, Brüder macht nur nicht die Freiheit zur Gelegenheit für das Fleisch, sondern durch die Liebe dient einander. Das dienen aus Liebe zum Nächsten ergibt dann plötzlich ein anderes Bild. Natürlich ist es jedem frei gestellt wieder unter Gesetz(Mosaisches) als Sklave des Gesetzes zu leben. Nur dann hat er das Loskaufsopfer Christi nicht anerkannt und wird nicht gemäß Glauben freigesprochen, sondern gemäß Gesetzestaten gerichtet werden. Lieber Salomo du schreibst: …Doch ich werde in Zukunft meine Aufmerksamkeit auf solche Artikel von euch beschränken, wo die Lehre konstruktiv weiterentwickelt wird, ohne dass dabei die Organisation angegriffen wird. Wir entwickeln keine Lehre weiter noch erheben wir uns über die Lehre Christi, auch greifen wir keine Organisation an. Wir versuchen die Bibel sprechen zu lassen und zwar mit all Ihren Facetten und freien Aüßerungen, damit es nicht in naher Zukunft heißen mag: -warum habt Ihr nicht gesprochen, -wieso habt Ihr alles akzeptiert, -hatte denn keiner den Mut, -warum habt ihr geschwiegen? Damit keiner sagen kann: .…die Frau die Du mir gegeben hast, hat mich verführt. Sorry aber mich trifft keine Schuld Gott. Jeder bei uns kann die Dinge anhand der Bibel wie die Beröer überprüfen. Es wird die Zeit kommen da sie sagen werden:….haben wir denn nicht in deinem Namen…..!!!!? Wir wissen was dann geschah. Lieber Salomo, lass nicht zu das du wie der richtige Salomo am Ende einknickst und ein Sklave deines eigenen SELBST wirst. Liebe Grüße Bruderinfo 🙂

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Salomo,
    du sagst, ich zitiere: Es spricht also nichts dagegen, sich freiwillig menschlichen Autoritäten unterzuordnen, solange diese von Gott geduldet werden, auch wenn diese sogar illegal zu Macht gekommen sind.

    Und dann ziehst du, ohne es selbst zu bemerken, Bibelstellen zu Felde, die genau das Gegenteil aussagen:

    3. Johannes 9-10 Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt.

    Was sagt Johannes hier über Diotrephes, der sich ungebührlich nach vorne drängt, augenscheinlich die gesunde Lehre der Apostel über den Chrsitus nicht annahm und obendrein noch böses Geschwätz über sie verbreitete? – Was hat Johannes mit ihm vor, will er den Brüdern sagen, dass sie sich Diotrephes unterordnen sollen, auch wenn er sich illegal an die Macht drängt? – Nein, im Gegentum – bloßstellen wird er ihn, indem er bei seinem Besuch an dessen böses Geschwätz erinnert.

    Matthäus 5:41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen.

    Hier spricht Jesus ganz offensichtlich von Menschen mit der Befugnis, etwas Bestimmtes einzufordern. – Und nicht etwa von Menschen, die sich eine Stellung anmaßen die ihnen garnicht zusteht…zu der sie also KEINE Befugnis haben.

    Philipper 2:5-8 Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl.

    In diesen Versen wird uns vor Augen geführt, dass die Gesinnung des Christus eine demütigen Einstellung offenbarte, da er lieber Sklavengestalt annahm, statt alles Gewaltsam in Besitz zunehmen.
    Genau diese Gesinnung sollen sich alle zu eigen machen, die die Wahl haben zwischen demütigem Dienen oder knallharter Machtausübung.

    Lukas 2:51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er blieb ihnen untertan.

    Ja, Jesus gehorchte als Kind seinen Eltern, das war absolut folgerichtig, denn sie waren ja von Gott dazu auserkoren ihn zu umsorgen und ihn zu belehren.

    LG Ulli

  • Salomo
    September 9, 2011

    Hallo Ulrike,
    natürlich ist die Selbstverherrlichung und absolute Machtausübung der L.K. nicht in Ordnung.
    Das entbindet mich aber nicht unbedingt von der relativen Unterordnung. Auch wenn ein Mann seine Stellung als Haupt nicht korrekt erfüllt, entbindet das eine Frau nicht davon ihm untertan zu sein. In Extremfällen darf sie sich von ihm trennen. Das sehe ich bei der durch die L.K. geleiteten Versammlungen aber noch nicht als gegeben. Und auch wenn dies der Fall wäre, würde ich dennoch nicht meinen Austritt erklären, sondern nur einfach nicht mehr hingehen. Das würde mir weiterhin selektiven Kontakt mit Brüdern erlauben. Die hier angeregte geistige Trennung von Versammlung und Organisation finde ich eine gute Möglichkeit um mit dem Konflikt klarzukommen.
    Liebe Grüße Salomo

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Salomo,
    ZITAT:
    Das entbindet mich aber nicht unbedingt von der relativen Unterordnung. Auch wenn ein Mann seine Stellung als Haupt nicht korrekt erfüllt, entbindet das eine Frau nicht davon ihm untertan zu sein. In Extremfällen darf sie sich von ihm trennen. Das sehe ich bei der durch die L.K. geleiteten Versammlungen aber noch nicht als gegeben.

    Das kommt auf das Gewissen des Einzelnen an. Ich kann all diese Dinge nicht mit tragen, sie sind mir extrem genug. Die WTG sagt ja immer so schön, dass sie keine „Anhänger“ sondern nur „Lok´s“ haben, also die Brüder aus eigenem Antrieb heraus hinter dem stehen was die WTG tut und sagt, darum ist jeder der von dem untreuem Verhalten gegenüber Gott und Jesus weiß, auch mit dafür verantwortlich.

    Mat 12, 32b sagt:
    Wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.

    Wer genau das Gegenteil von dem sagt, was in der Bibel steht – die ja vom heiligen Geist inspiriert ist – der begeht eine Sünde die ihm nicht vergeben wird.
    Eine menschliche Organisation auf die das ganz offensichtlich zutrifft, werde ich mich ganz sicher nicht unterordnen, geschweige denn, ihr aus eigenem Antrieb hinterherlaufen.

    Das ist aber etwas, was jeder mit seinem eigenem Gewissen ausmachen muss. Letztlich zählt für Gott der Herzensantrieb, der Grund warum man etwas tut oder lässt.

    LG Ulli

  • Salomo
    September 9, 2011

    Hallo Bruderinfo,

    euer Einwand hat mich veranlasst im Urtext zu forschen. Im Griechischen gibt es verschiedene Wörter für Diener (gemäß einem Griechisch Wörterbuch):

    Diakonos – Diener, er kann ein freier Bürger oder ein Sklave sein, er wird gesehen in Beziehung zu seiner Arbeit und nicht in Beziehung zu seinem Stand
    Doulos – Sklave, er ist als Sklave ständig unter der Obrigkeit seines Herrn und besitzt keine eigenen Rechte, er wird gesehen in Beziehung zu seinem Stand, d.h. er ist kein freier Bürger sondern ein Sklave.
    Therapon – Betreuer (Heb 3:5); jemand der für eine bestimmte Zeit Dienste leistet (manchmal als Sklave, meistens jedoch als freier Mann). Er dient freiwillig aus Liebe oder aus Pflichterfüllung. Sein Dienst steht in Beziehung zu der Person welcher er dient.
    Oiketes – Hausdiener (1Pe 2:18); (zwar seinem Stand nach ein Sklave), jedoch wird dieser Stand nicht sosehr betont. Er gehört sozusagen zum Haushalt und hat damit eine relativ gute Stellung die ihm seinen Sklavenstand erleichtert.
    Hyperetes – Gehilfe (Apg 13:5); ganz allgemein jemand der einen Dienst tut in Unterordnung unter einem Aufseher (manchmal als sein Helfer). Dieser Ausdruck betont mehr die Stellung der (freiwilligen) Unterordnung.
    Leitourgos – Amtsdiener (Röm 13:6; 15:16); ein Staatsdiener; betont mehr den
    freiwilligen Dienst an der Allgemeinheit. Auch jemand der priesterlich
    dient (Heb 8:2).

    Es gibt also eine Menge Wörter um einen Diener genau zu klassifizieren. Paulus, Petrus, Jakobus und Judas bezeichnen sich selbst als Doulos und nicht als Diakonos oder als Söhne Gottes oder als Brüder Jesu, wozu Jakobus und Judas als leibliche und geistige Brüder Jesu doppelten Grund gehabt hätten.

    Sie zeigten dadurch, dass sie sich bewusst waren, dass sie nicht sich selbst gehörten.
    1. Korinther 6:19-20 Auch gehört ihr nicht euch selbst, denn ihr seid um einen Preis erkauft worden.

    In Gal 5:13 wird das Wort douleuo benutzt, welches ein Verhältnis der Unterordnung oder des „Sklave sein“ anzeigt, wie dies bei Hagar der Fall war, wo Paulus das gleiche Wort benutzt (Gal 5:24). Und in Gal 3:28 ist ein Doulos das Gegenteil von einem Freien.

    Zugeben, ich sehe mich selbst auch nicht gerne als Sklave. Aber Freiheit ist relativ. Wenn man von der einen Seite frei ist, ist man dem Gegenteil versklavt (Röm 6:16).

    Wir sind dann frei, wenn wir die Wahl freiwillig und bewusst treffen können, von was wir frei sein wollen und unter was wir uns unterordnen. Wir sind auch dann noch frei, wenn wir uns freiwillig unterordnen. Wir könnten ja die Unterordnung jederzeit beenden, wenn wir das wollten.

    Also ich bin lieber ein Sklave der Wahrheit und Gerechtigkeit, als ein Sklave der Lüge und des Verderbens; lieber ein Sklave Gottes, als ein Sklave dieser Welt. Es gibt keine neutrale Zwischenposition. Ein Sklave Jesu Christi zu sein und seinem Wort zu gehorchen, gibt mir (letztendlich) größtmöglichste Freiheit von Dingen, denen ich nicht versklavt sein möchte.
    Johannes 8:31-32 „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

    Sklaven Christi sind aber auch gleichzeitig Söhne und Erben Gottes (Gal 4:7).
    Doch nach Galater 4:1 unterscheidet sich der Erbe, überhaupt nicht von einem Sklaven solange er unmündig ist. Solange wir das Erbe noch nicht erhalten haben, sollten wir uns deshalb demütig als Sklaven betrachten, wie Paulus und Petrus.
    Das ist wahrscheinlich auch eine Frage des Standpunktes. Wir betrachten uns als Sklaven Gottes und Gott betrachtet uns als seine Kinder. Wir betrachten uns als Sklaven Jesu und Jesus betrachtet uns seine Brüder und Freunde. Für uns steht die Heiligung des Namens Gottes an erster Stelle. Für Gott steht unsere Rettung an erster Stelle.

    Ich habe meinen Namen übrigens ganz bewusst gewählt, weil ich mir der Gefahr bewusst bin, dass mein Herz durch Menschen von Gott abgeneigt werden könnte.

    Liebe Grüße Salomo

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Salomo,
    danke für die schöne Ausarbeitung der verschiedenen griechischen Namensbedeutungen. Dies zeigt, dass du dir Gedanken machst und nicht einfach etwas ohne zu prüfen annimmst. Wir wären sehr froh wenn dies mehr Brüder in dieser Weise täten. Wie du richtig erkannt hast ist es besser ein Sklave der Gerechtigkeit zu sein bzw. ein Sklave Christi oder Jehova als ein Sklave einer menschlichen Gesellschaft. Uns lag am Herzen das du erkennst das dass Wort Sklave missbraucht werden kann in Bezug auf „Menschenversklavung“. Dies bedeudet das Brüder und Schwestern nicht mehr Sklaven der Gerechtigkeit sind oder Sklaven Christi oder Sklaven Jehovas, sondern Sklaven einer Organisation. Hier besteht ein sehr grosser Unterschied. Man kann Brüder dadurch zum selbstdenken anregen oder man kann diesen Freiheitsanspruch durch Missbrauch des Wortes, unterdrücken. Das letztere ist meistens vorhanden. Die Brüder müssen erkennen, das sie Ihren Glauben auf unseren himmlischen Vater und seinen Sohn aufbauen und erarbeiten müssen und nicht auf eine Organisation. Was ist wenn diese Organisation d.h. der tuvS plötzlich nicht mehr treu ist. Was geschieht dann mit den Brüdern, deren Glaube allein auf diese Organisation aufgebaut wurde? Er bricht zusammen. Jesus meinte gerade unsere Zeit. Wir müssen unseren Glauben mit festen Baumaterial bauen nicht aus Stroh. Unser Glaubensgebäude sollte auf Fels gebaut sein und nicht auf Sand. Menschen kommen ins Wanken, Gott nie. Deshalb ist es wichtig die Bibel und Prophetie der Bibel mit Unterscheidungsvermögen zu lesen. LG bruderinfo 🙂

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Salomon,
    ZITAT:
    Also ich bin lieber ein Sklave der Wahrheit und Gerechtigkeit, als ein Sklave der Lüge und des Verderbens; lieber ein Sklave Gottes, als ein Sklave dieser Welt. Es gibt keine neutrale Zwischenposition.

    Ja genau, und für mich heißt das auch, lieber ein Sklave Gottes als Sklave einer Organisation zu sein, die nicht das Merkmal der Liebe trägt, an dem man ja als Jünger Jesu erkannt wird.

    Die Apostel sahen sich als Sklaven, obwohl Jesus sie seine Freunde nannte.
    Das ist der springende Punkt…das hüpfende Komma.
    Wer sich selbst als Sklave Gottes betrachtet, also eine demütige Grundhaltung hat, der wird seine Mitsklaven nicht unterdrücken und Gehorsam von ihnen einfordern. Wer das tut, der umgibt sich lediglich mit einer Scheindemut, die mit der echten Demut wie sie die Apostel auszeichnete, rein garnichts zu tun hat.

    Die WTG hat aus einem Begriff der eigentlich Untertänigkeit und Ergebenheit bedeutet, für sich selbst einen alles überstrahlenden Titel gemacht, mit dem sie sich voller Stolz schmücken und dem sich alle Unter-Sklaven beugen sollen.

    Aber wer sich ihnen beugt, kann sich nicht gleichzeitig vor Gott beugen, denn man kann nicht zwei Herren dienen.

    LG Ulli

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Ich erlaube mir zu den tiefen Gedanken und Äußerungen von Salomo etwas hinzuzufügen. Ich begrüße es sehr wenn ein Br. oder eine Sr.
    durch nachforschen und prüfen zu einer EIGENEN Überszeugung kommt und dafür einsteht – es steht niemand zu über den anderen zu richten weil er vielleicht einmal einen anderen Standpunkt einnimmt – doch das geanu tut die Organisation – JEDER der nicht ihre Erklärungen und wenn sie noch so widersprüchlich sind – annimmt der wird als Abtrünniger bezeichnet und die Folgen sind uns alle bekannt.

    Zu 2 Zitate von Dir Salomo – einen Denkanstoß:

    1. Die ersten Christen waren keine Einzelkämpfer, sondern bildeten christliche Gemeinden, die sich regelmäßig trafen und in Liebe vereint waren.

    Wenn dem nur so wäre, lieber Salomo ich stimme zu 100% zu!
    Doch wie sieht die Realität aus?

    …darauf möchte ich mit dem Ziat von Bob anworten:

    KEINER IST HERR ÜBER DEN GLAUEBN ANDERER. Jeder steht und fällt mit seinem Herrn allein. Wir alle sind ihm gegenüber für unser Denken und Tun verantwortlich. Diese Beziehung zu Jesus und Jehova gilt es im Umgang mitteinander immer wieder zu berücksichtigen. Wenn wir es zulassen, dass vermeintliche WTG-Herren sich über den Glauben der Brüder aufspielen, beobachten wir die zerstörerische Wirkung auf die Liebe und den wirklichen Zusammenhalt einer Gemeinde.

    Oder:
    2. absolute Machtausübung der L.K. nicht in Ordnung.
    Das entbindet mich aber nicht unbedingt von der relativen Unterordnung.

    Eine sehr gute Antwort von Uli:
    Wer genau das Gegenteil* von dem sagt, was in der Bibel steht – die ja vom heiligen Geist inspiriert ist – der begeht eine Sünde die ihm nicht vergeben wird. Eine menschliche Organisation auf die das ganz offensichtlich zutrifft, werde ich mich ganz sicher nicht unterordnen, geschweige denn, ihr aus eigenem Antrieb hinterherlaufen.

    * solche Gegenteile wurden schon so vielfältige hier gepostet – siehe „warum wir dem Sklaven nicht mehr vertrauen“

    Für mich gilt was Paulus an die Korinther schrieb:

    1. Kor. 15: 1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich möchte euch an die rettende Botschaft erinnern, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen und darauf euer Leben gegründet.
    2 Ganz gewiss werdet ihr durch diese Botschaft gerettet werden, vorausgesetzt, ihr bewahrt sie genau so, wie ich sie euch überliefert habe. Sonst glaubt ihr vergeblich und erreicht das Ziel nicht.
    3 Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift.

    ….und was schreibt die Organisation über die Gerechtigkeit wie wir sie erlangen – NICHT durch Jesus sondern durch eigene Leistungen – siehe den Artikel !

    http://www.digidatanet.de/?p=495

    nur ein Auszug:
    Wir haben gesehen, dass das Gerechtgesprochenwerden durch Glauben nur ein Mittel ist, das dem Zwecke dient, gewisse Personen zur Mitgliedsschaft im Leibe Christi auszuerwählen, damit sie die himmlische Herrlichkeit mit ihm teilen können. Daraus folgt, dass keine Notwendigkeit besteht, allen jenen, deren Bestimmung die Erde ist, also den vorhin Erwähnten, Gerechtigkeit zuzurechnen.

    Zu jenen, die zu den “anderen Schafen” gehören, kann heute gesagt werden, dass sie ein Zeichen der Vergebung empfangen … Zusammenfassend sehen wir also, dass von Pfingsten an bis in die Gegenwart hinein nur die Glieder des “Leibes Christi” durch Glauben gerecht gesprochen werden’.

    Welch eine anmaßende Verdrehung der von Gott gewährten Vergebung der Sünden, und damit die Möglichkeit vor Gott als gerecht dazustehen. Nur die Klasse der 144000 sollen demnach durch Glauben gerecht gesprochen werden, und damit auch nur der t.u.v. Sklave?

    Noch deutlicher wird diese Ansicht in dem Buch der „Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes“ vertreten. In Bezug auf die ‘irdische Klasse’ wird gesagt: (Zitat S.396 )„Aufgrund ihres eigenen Verdienstes wird Jehova Gott alle vollkommengemachten Menschen…. rechtfertigen und als gerecht erklären“. Die Glieder der großen Volksmenge werden demnach aufgrund ihrer eigenen Verdienste gerechtgesprochen und nicht aufgrund der Gnade Gottes, so wie die 144000 himmlischen Miterben’ … sie ‘benötigt daher keine Rechtfertigung durch den Glauben, auch nicht für die zugeschriebene Gerechtigkeit’ (S.387)

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Matthäus,
    ZITAT:
    Welch eine anmaßende Verdrehung der von Gott gewährten Vergebung der Sünden, und damit die Möglichkeit vor Gott als gerecht dazustehen. Nur die Klasse der 144000 sollen demnach durch Glauben gerecht gesprochen werden, und damit auch nur der t.u.v. Sklave?

    Da sagst du wohl was…
    Es ist tatsächlich nicht so in der Bibel zu finden, selbst dann nicht, wenn man mit der Lupe danach sucht. Einzig wenn man Bibelstellen aus dem Zusammehang reißt und völlig falsch wieder zusammenfügt, kann man eine 2-Klassengesellschaft da herauslesen.

    In Joh 5, 24 machte Jesus jedenfalls keinen Unterschied innerhalb seiner Jüngerschar:

    24 Ich sage euch die Wahrheit: Wer meine Botschaft hört und an den glaubt, der mich gesandt hat, der wird ewig leben. Ihn wird das Urteil Gottes nicht treffen, denn er hat die Grenze vom Tod zum Leben schon überschritten.

    Wer hört und glaubt wird also einmal ewig leben, die Grenze vom Tod zum Leben wurde mit dem Bekenntnis zu ihm und der Annahme seiner Erlösungstat, schon überschritten. So lautet das Versprechen Jesu und er bekräftigt es nochmal in Joh 6, 47:

    47 Ich sage euch die Wahrheit: Wer an mich glaubt, der hat jetzt schon das ewige Leben!

    Und in Joh 8, 51:
    51 Ich sage euch die Wahrheit: Wer meine Botschaft annimmt und danach lebt, wird niemals sterben.“

    Jesus sprach in Joh 10,16 zwar von zwei Herden…:
    16 Zu meiner Herde gehören auch Schafe, die jetzt noch in anderen Ställen sind. Auch sie muss ich herführen, und sie werden wie die übrigen meiner Stimme folgen. Dann wird es nur noch eine Herde und einen Hirten geben.

    …aber wie man hier sieht, ist es trotzdem EINE Herde unter EINEM Hirten.

    Der spätere Auftrag auch zu den Nationen zu gehen um ihnen die Versöhnung mit Gott zu verkünden, zeigt das die kleine Herde Israel ist und die große Herde die volle Zahl aus den Nationen darstellt.

    Doch die WTG hat daraus zwei Gruppen gemacht, eine mit himmlischer und eine mit irdischer Hoffnung.
    Dort die 144000, hier die große Volksmenge.
    Doch stimmt das so?

    In der Offenbarung ist auch die große Volksmenge Teil einer himmlischen Vision, nicht einer Irdischen.
    Der Unterschied liegt darin, dass ein kleinerer Teil als Könige und Priester mit ihm herrschen werden und ein ungleich größerer Teil aus aus allen Völkern und Nationen, vor dem Thron Lobpreis und Ehre darbringt.
    Eben jene volle Zahl aus den Nationen, von denen Paulus in Römer 11, 25 spricht:
    Damit ihr nicht auf die Juden herabseht, liebe Brüder und Schwestern, möchte ich euch ein Geheimnis anvertrauen: Ein Teil des jüdischen Volkes ist verhärtet und verschlossen für die rettende Botschaft. Aber das wird nur so lange dauern, bis die volle Zahl von Menschen aus den anderen Völkern den Weg zu Christus gefunden hat.

    Aber was ist dann mit der Seligpreisung in der Bergpredigt?
    Da wird doch von irdischer Hoffnung gesprochen!
    Richtig..aber wer wird da angesprochen?

    Mat 5, 3-12:
    3 „Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind, denn ihnen gehört die neue Welt Gottes.
    4 Glücklich sind die Trauernden, denn sie werden Trost finden.
    5 Glücklich sind die Friedfertigen, denn sie werden die ganze Erde besitzen.
    6 Glücklich sind, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt werden.
    7 Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
    8 Glücklich sind, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.
    9 Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen.

    Im Vers 3 verspricht Jesus denen die erkennen wie arm sie vor Gott sind, dass ihnen einmal die neue Welt Gottes gehören wird.
    Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man Gott kennt, logisch.

    Dann wird er – so ist mein Empfinden – allgemeiner, er verspricht den Trauernden Trost, denen die nach Gerechtigkeit dürsten das sie satt werden, den Barmherzigen das sie auch selbst einmal Barmerzigkeit erfahren werden, den Friedfertigen die Erde und denen die reinen Herzens sind, dass sie einmal Gott sehen werden.
    Gibt es trauernde Menschen nur in Gottes Volk?
    Oder trifft es nicht auch auf andere zu, weil es auch in anderen Nationen gerechtigkeitshungrige, barmherzige und friedfertige Menschen reinen Herzens und Friedensstifter auch außerhalb seines Volkes gibt?

    Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Versprechen unter Gottes Herrschaft auf Erden leben zu dürfen, für die Menschen gilt, auf die all das oben genannte zutrifft.
    Denn ab dem Vers 10 gibt es einen Schnitt, er wird konkreter:

    10 Glücklich sind, die verfolgt werden, weil sie nach Gottes Willen leben. Denn ihnen gehört Gottes neue Welt.
    11 Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt.
    12 Ja, freut euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt werden! Genauso haben sie die Propheten früher auch verfolgt.“

    In diesen Versen spricht Jesus ganz präzise alle an, die verfolgt, verachtet und verleumdet werden, weil sie IHM nachfolgen.
    Ihnen verspricht er, im Gegensatz zu den Versen vorher, dass sie im Himmel reich dafür belohnt werden.
    Selbst die NW-Übersetzung drückt es so aus: „…da euer Lohn groß ist IN den Himmeln.“

    Beide Versprechen passen zum Rest der Bibel, weil sie zum einen davon spricht, dass einmal alle Menschen (außer denen die davon explitzit ausgenommen werden) die Segnungen der neuen Welt erlangen werden. Und zum anderen von denen die Jesus zu den Seinen zählt und ihnen versprochen hat sie zu sich zu holen, damit wo er ist, auch sie sind. – Paulus sprach von einer Vision in der der 3. Himmel zu sehen war:
    2 Ich kenne einen mit Christus verbundenen Menschen, der vor vierzehn Jahren in den dritten Himmel versetzt wurde. Ich bin nicht sicher, ob er körperlich dort war oder nur im Geist; das weiß nur Gott.
    3-4 Jedenfalls weiß ich, dass diese Person ins Paradies versetzt wurde, ob körperlich oder nur im Geist, das weiß nur Gott. Dort hörte sie geheimnisvolle Worte, die kein Mensch aussprechen kann.

    Ein Ort also, zu wunderbar, als das wir heute schon Worte dafür finden könnten.

    Den meisten hier ist diese Vorstellung fremd, denn uns wurde schließlich eingebleut, dass alle Verse in denen die Apostel über die himmlische Heimat sprechen, nur eine eine kleine begrenzte Zahl zutrifft und auch mir ist dieser Gedanke irgendwie noch seltsam.
    Andererseits habe ich mich immer schon gefragt, warum das neue Testament eigentlich so wichtig für ALLE Christen sein soll, wenn sich im Grunde nur ein kleiner Bruchteil aller Gläubigen angesprochen fühlen darf.

    Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich mich in die Vorstellung versteige, einmal als ein König oder Priester zu dienen. – Das käme mir anmaßend vor…aber – in welcher Form auch immer – Lob und Dank vor den Thron zu bringen und dann vielleicht im 3. Himmel leben zu dürfen…das ist nun kein sooo ein abwegiger Gedanke für mich.
    Und wer weiß wie abwegig finde ich ihn auch nicht, nur eben noch gewöhnungsbedürftig…

    Nun, wie es genau sein wird, das weiß ich nicht…bitte seht meine Gedanken nicht als „gesetzt“ an…ich überlege nur laut.
    Aber Fakt ist – Jesus macht keinen Unterschied zwischen seinen Jüngern, es gibt NUR einen gewichtigen Maßstab den er anlegt, diesen findet man in Joh 5, 23:

    23 Wer aber den Sohn nicht als Herrn anerkennen will, der verachtet auch die Herrschaft des Vaters, der ja den Sohn gesandt hat.

    Noch einen anderen Herrn als Jesus über mir, der mir sagt was ich glauben und wie ich meinen Glauben leben soll, ist mir deshalb zu gefährlich.

    LG Ulli

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    (Wachtturm 15.08.2011):

    Wer von den Gedächtnismahlsymbolen nimmt:

    Diese Angabe bezieht sich auf die Zahl der getauften Zeugen Jehovas weltweit, die von den Gedächtnismahlsymbolen genommen haben.

    Repräsentiert sie die Gesamtzahl der Gesalbten auf der Erde? Nicht unbedingt.

    Es gibt eine Reihe von Faktoren, z. B. frühere Glaubensansichten oder psychische und emotionale Schwankungen, die jemand zu dem falschen Schluss führen könnten, er sei zum Leben im Himmel berufen.

    Wir haben keine Möglichkeit, die genaue Anzahl der Gesalbten auf der Erde festzustellen, und das ist auch nicht notwendig. *

    Die Leitende Körperschaft führt keine Liste derer, die von den Symbolen nehmen, denn die Gesalbten sind nicht weltweit miteinander vernetzt.

    Fest steht jedoch, dass noch einige gesalbte Sklaven unseres Gottes auf der Erde sind, wenn die Winde der Erde losgelassen werden und die große Drangsal beginnt (Off. 7:1-3). Bis dahin übernehmen die Gesalbten die Führung in dem größten Predigt- und Lehrwerk aller Zeiten, das durch unseren Dienstjahresbericht gut dokumentiert wird.

    *Unzählige „Jahrbücher“ zeigen eine andere Information.

    Ich dachte immer die „Gesamtheit“ der Gesalbten sei der TuvS.
    Jetzt scheint es, dass der TuvS seinen eigenen Körper nicht kennt.

    Wie sagte doch Paulus:
    Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind.

    Es wird immer deutlicher wie da jemand versucht den Hals aus einer Schlinge zu ziehen, die er sich selbst angelegt hat.

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Quasimodo,
    danke für dein erhellendes Zitat aus dem Wachtturm über die Teilnehmer des Gedächtnismahls, vor allem dieser Satz lässt tief blicken:
    Es gibt eine Reihe von Faktoren, z. B. frühere Glaubensansichten oder psychische und emotionale Schwankungen, die jemand zu dem falschen Schluss führen könnten, er sei zum Leben im Himmel berufen.

    Womit im Grunde genommen nichts anderes gesagt wird, als das neue Brüder – oder Brüder die auf einmal nach Jahren anfangen die Symbole zu nehmen – derbe einen an der Waffel haben und man sie nicht als Geistgesalbte zu betrachten braucht – nur als Menschen, die das WTG-System nicht begriffen haben.

    Ich brauchen nicht viel Phantasie um mir vorzustellen, was dieser Wachtturmartikel innerhalb der Versammlungen bewirkt. Zur Lieblosigkeit gesellt sich dann auch noch Verachtung für die Teilnehmer am Abendmahl…wie schrecklich…

    Diese Brüder tun mir jetzt schon von Herzen leid und ich hoffe sie erkennen dadurch sehr schnell, welchen Geistes Kinder ihre „Mitbrüder“ in Wirklichkeit sind.

    Es ist schon Komisch…immer wenn ich glaube schlimmer kann´s nicht mehr kommen, werde ich aufs Neue eines Besseren belehrt, frei nach dem Motto: Schlimmer geht IMMER!

    LG Ulli

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Eine sehr gute Frage von Quasimodo:

    Ich dachte immer die „Gesamtheit“ der Gesalbten sei der TuvS.
    Jetzt scheint es, dass der TuvS seinen eigenen Körper nicht kennt.

    Ich rufe alle die sich zum trvSk bekennen es sind – doch darauf eine Antwort zu geben!

  • Micha
    September 9, 2011

    Hallo an alle Mitleser hier und in den Versammlungen,

    ich habe keine Probleme mit dem Wort “ Abtrünniger „.
    Jehova selbst spricht von seinem Volk Israel als von einem
    “ abtrünnigen Volk “ und sandte doch Jeremia jahrtehntelang zu
    ihnen und forderte sie inständig auf umzukehren und die Dinge richtig zu stellen zw. ihm und ihnen.
    Jehova hat sogar – siehe Hiob Kap.1 – mit dem Teufel gesprochen und sich auf seine Vorschläge eingelassen…und der war definitiv ein Abtrünniger…
    Aber…seit wann interessiert das einen der Wachtturm-Verfasser…

  • Dennis
    September 9, 2011

    Liebe Bruderinfo-Leser,

    es ist immer wieder interessant wie doch jede neue WT-Studi-Ausgabe mind. eine „Neuerung“, „helleres Licht“, „Erklärung“ o.a. enthält.

    Die stark steigende Zahl derjenigen, die beim Gedächtnismahl von den Symbolen nehmen ist den einfachen Verkündigern weltweit nicht verborgen geblieben (die Anfragen u. Briefe in den Zweigbüros häufen sich) und bringt den „Sklaven“ in Erklärungsnot, denn jahrzehntelang wurde es von Seiten des Sklaven deutlich betont, dass die Zahl der Gesalbten (die Zahl, die im Jahrbuch veröffentlicht wird) immer weiter abnimmt (eine kl. Auswahl):

    *** w01 15. 2. S. 27 Abs. 19 Jehova wird von seinem wiederhergestellten Volk weltweit gepriesen ***
    Die Zahl der Gesalbten ist zwar auf unter 8 700 gesunken

    *** w00 1. 1. S. 13 Abs. 10 „Der Kleine“ ist zu „einem Tausend“ geworden ***
    Deshalb wird, obwohl die Zahl der Gesalbten zurückgeht, Jehovas Name rund um den Erdball verkündet wie niemals zuvor.

    *** w00 15. 1. S. 13 Abs. 18 „Wacht . . . beharrlich“ ***
    Die meisten Glieder des Überrests sind inzwischen recht alt geworden, und im Lauf der Jahre hat die Zahl der wahren Gesalbten stark abgenommen.

    *** w99 1. 2. S. 18 Abs. 19 Unser Schatz in irdenen Gefäßen ***
    Im Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1939 wurde erklärt: „Die jetzt auf der Erde lebenden gesalbten Nachfolger Christi Jesu sind gering an Zahl und WERDEN NIEMALS MEHR WERDEN. In der Heiligen Schrift werden sie als der ‚Überrest‘ der Nachkommenschaft oder Kinder Zions, d. h. der Organisation Gottes, bezeichnet

    *** w99 1. 2. S. 19 Abs. 22 Unser Schatz in irdenen Gefäßen ***
    Während sich die Zahl der geistgesalbten Überrestglieder auf der Erde verminderte, wurde in beinahe allen Versammlungen weltweit reifen Brüdern aus der großen Volksmenge die geistige Auf

    *** w00 15. 4. S. 30 Kannst du dich noch erinnern? ***
    An Hand welcher Beweisführungen kann gezeigt werden, daß wir in den letzten Tagen leben?
    Die Zahl der wahren gesalbten Christen nimmt ab, doch wie es scheint, werden sich einige von ihnen noch auf der Erde befinden, wenn die große Drangsal beginnt (15. 1., Seite 12, 13).

    Die eigenen vollmundigen Aussagen kommen jetzt als Bummerang zurück. War doch genau die Zahl, die jedes Jahr im Jahrbuch veröffentlicht wird, ein klares Indiz für jeden Zeugen weltweit, dass die „letzten Tage“ angebrochen und schon sehr weit fortgeschritten sind, will man heute im Jahre 2011 nichts mehr davon wissen. Diese Zahl wird jetzt als de facto bedeutungslos eingestuft, WT 15.08.11 (Fragen von Lesern)

    (Zitat)
    „Wie sind die Zahlen des Dienstjahresberichts zu verstehen?

    Doch damit wir möglichst viel von dem Bericht haben, müssen wir verstehen wie die Zahlen zustande kommen und dürfen nicht ZU VIEL HINEINLESEN

    Wer von den Gedächtnismahlsymbolen nimmt: Diese Angabe bezieht sich auf die Zahl der getauften Zeugen Jehovas, die von den Gedächtnismahlsymbolen genommen haben. Repräsentiert sie die Gesamtzahl der Gesalbten auf der Erde? NICHT UNBEDINGT. Es gibt eine Reihe von Faktoren, z.B. frühere Glaubensansichten oder psychische und emotionale Schwankungen, die jemand zu FALSCHEN SCHLUSS FÜHREN KÖNNTEN ER SEI ZUM LEBEN IM HIMMEL berufen. Wir haben KEINE MÖGLICHKEIT, DIE GENAUE ANZAHL DER GESALBTEN AUF DER ERDE FESTZUSTELLEN und das ist auch NICHT NOTWENDIG.“
    (Zitat Ende)

    Ich bin gespannt wieviel Verkündiger dieses „hellere Licht“ als Erleuchtung empfinden werden, obwohl sie bis vor kurzem von der selben Quelle „göttlicher Belehrung“ etwas anderes gesagt bekommen haben.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende an alle!
    Dennis

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Hallo Dennis!

    Dieses neue „hellere Licht“ …das ist der Hammer schlechthin, noch jedem dem ich diese Zitate vorgelesen habe, schüttelt den Kopf und fragt sich: …sind wir alle blöd?

    In Wahrheit ist das eine Vera……ung – entschuldigt diesen Ausdruck – der an Inperdinenz nicht mehr zu überbieten ist. Jeder der solche widersprüchliche Erklärungen als von Gott kommend betrachtet der beleidigt den hl. Geist und damit Jehova auf gröbste.

    Aber wie drückt es Paulus einmal aus:

    18 Wie die anderen dauernd ihre guten Seiten herausstellen, …. 19 Ihr seid ja so klug, dass ihr bereitwillig hinter jedem Narren herlauft. 20 Und ihr habt ja nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch einfängt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt.

    Oder Ps. 73: ….mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck. 9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig. 10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, es hängt an ihren Lippen und glaubt alles, was man ihm vorsetzt.

  • Doka
    September 9, 2011

    Hallo Anna,
    ich bin gerade im Biebelstudium mit einem Ältesten. Ich war auch schon beim Gedächtnismahl und auch in den Versammlungen. Ich stehe nun vor dem Problem soll ich ihn aufklären und ihm gewisse Stellen in der Biebel zeigen oder soll ich eher alles abnicken. Er ist immerhin Familienvater und ich kann ihn vielleicht in Konflikte führen aber dazu ist er mit Leib und Seele im Predigtdienst. Ich habe mich eben beim vorletzten Mal über das Kreuz gestritten. Ich habe ihm gesagt, dass es für mich nicht die Bedeutung hat, dass ich es im Zimmer oder sonst in irgend einen Raum habe. Es kommt mir eher darauf an was Christus für meine Sünden getan hat. Er ist am Kreuz gestorben und hat meine Sünden auf sich geladen. Heute habe ich das Studium weitergemacht. Habe aber nichts mehr gesagt als er noch mal das Kreuz erwähnt hat sondern nur noch ja gesagt, dass es so wohl ist. Aber wie gesagt jetzt kommt eben das Kapitel Tod und Seele Auferstehung und Hamagedon (Endzeit, 1914). Ich habe eben auch meine Zweifel darüber geäusert, wer vom Brot und vom Wein nehmen soll und dies eben gerade die 144.000 sind.
    Es ist für mich schwer mich in so fällen zurück zu ziehen und nicht einfach die Stellen zu präsentieren und wie ein gerechter dann zu sagen ihr irrt alle und dort müßt ihr euch revidieren weil es so in der Biebel steht. Weil manchmal sage ich mir: ich sehe dienen Dorn im Auge aber meinen eigenen Balken sehe ich nicht. Dann sage ich mir immer wieder du sollst dir diesen Satz verkneifen.

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Doka,
    herzlich willkommen, schön das du von dir erzählst.:-)
    Wenn ich dich richtig verstehe, dann möchtest du schon weiter studieren, aber dabei nichts annehmen was du als offensichtlich falsch erkannt hast.
    Machst du sie allerdings auf diese Dinge aufmerksam, werden sie dich mit – leider nur vermeintlich – biblischen Argumenten, wieder auf ihre Wachturmtreue Gedankenschiene bringen wollen. Sie haben auf alles eine Antwort, darauf sind sie schließlich trainiert. Und wenn man dann kein Gegenargument mehr hat, dann ist man allzu leicht gewillt ihnen zu glauben.

    Nickst du aber alles ab ohne zu widersprechen nur um nicht anzuecken, dann wird alles seinen Gang gehen.
    Es wird von dir erwartet regelmäßig die Versammlungzeiten einzuhalten, den „weltlichen“ Kontakt von zunächst wenig, bis schließlich garnicht mehr zu reduzieren, unbesehen der Tatsache ob es alte Freundschaftsbande oder die Familie betrifft…vor allem dann, wenn diese sich negativ gegenüber den Zeugen äußern. Man wird dich zur gegebenen Zeit natürlich auch zu privaten Anlässen einladen, als Ersatz für die alten sozialen Kontakte, Schließlich kommt der Schritt ein ungetaufter Verkündiger zu werden, um dann natürlich noch die Hingabe an Gott und die Organisation, durch die Taufe zu symbolisieren.
    An welchem Punkt du gerade stehtst, weiß ich ja nicht. – Aber so ist der Ablauf.

    Diese Schritte sind in den Büchern die man studiert einfach vorgegebenen.
    Vor der Taufe kommen noch Fragen die speziell darauf abzielen, deine Loyalität und dein blindes Vertrauen der WTG gegenüber abzuchecken.
    Das Dilemma was ich bei deiner Situation sehe, ist das du früher oder später um eine klare Stellungnahme nicht herum kommst.

    Vielleicht wäre es auch eine gute Idee, mal ganz in Ruhe in dir selbst nachzuforschen warum du überhaupt weiter studieren willst, obwohl du ja jetzt schon falsche Lehren feststellst, übrigens alle Achtung…da hast du mir viel voraus, mir ist rein garnichts aufgefallen… – Ist es aus reiner Sympathie zu diesen netten Menschen die einen regelmäßig besuchen oder weil du denkst, dass sie von einige Ausnahmen einmal abgesehen, zum größten Teil die Bibel richtig auslegen und du viel von ihnen lernen kannst, ja, dich ihnen sogar einmal richtig anschließen willst?

    Ist Symphatie der Grund, dann kann ich dir jetzt schon sagen: sobald sie merken das du nicht jeden ihrer Schritte mitgehst, wird auch ihr freundliches Interesse an dir nachlassen. Denn an dir als Person ist ihnen nur solange etwas gelegen, bis du getauft bist.
    Es sei denn, sie wären die Ausnahme von der Regel, dass kann ich natürlich von hier aus nicht beurteilen…

    Ist es aber das Bibelstudium selbst, das dich vor allem fasziniert, dann wäre es gut wenn du parallel dazu die Artikel von Bruderinfo liest.
    Egal welche, geh´einfach nach dem was dich gerade am meisten interessiert. Sie sind alle hervorragend und werden dir helfen dein Vertrauen nicht den Menschen zu schenken, sondern ganz alleine Gott und seinem Sohn, Jesus Christus.

    LG Ulli

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe(r)Doka,
    schön, dass Du dich hier äußerst. Ich meine über einen Lehrpunkt streiten hilft nichts. Das würden den Bruder nur noch mehr überzeugen, dass er recht hat.
    Drucke doch die Thesen von @bruderinfo aus und gib sie ihm das nächste Mal. Wenn Du nicht willst, dann eben nur die Thesen allein ohne Hinweis darauf, woher Du diese erhalten hast.
    Der Bruder hat dann 2 Möglichkeiten, entweder als Teufelswerk sofort ablehnen oder Dir beantworten, dass die Thesen alle falsch sind.
    Du würdest den Bruder zum Nachdenken anregen ohne als „abtrünnig“ bezeichnet zu werden.
    Und wenn er Familienvater ist wird ihm ja das Wohl seiner Familie am Herzen liegen. So könntest Du ihm und Dir helfen.
    Liest er es nicht durch hast du getan was Du konntest und mußt für Dich selber entscheiden wie du weiter verfahren wirst.
    Alles Gute wünscht Anna

  • Akazienholz
    September 9, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    Die Versammlung zu verlassen, ist keine echt richtige Lösung.
    Wohlgemerkt ist das eine persönliche Ansicht von mir. Ich möchte auch kundtun warum ich das so sehe.
    Hier treffen sich virtuell gotthingegebene Christen und tauschen all Ihre Erfahrungen, Ansichten, Hintergründe, und was noch so alles dazu gehört aus. Doch auf Grund der vielen Hintergrundinfos die wir hier erhalten, bekommen wir doch alle einen noch besseren Überblick über die Dinge die im gesamten Werk geschehen und geschehen sind. Die Wahrheit über diese Dinge ist es die uns tatsächlich FREI macht. Es ist wie ein gutes Serum welches hier extraiert wird. Ein Serum was sich aber außerhalb des Körpers befindet kann noch so gut sein, es wird niemals die Wirkung haben, als wenn es sich im Körper befindet. -Weglaufen- ist deshalb für mich keine Lösung, es sei denn es kommen tatsächlich Dinge auf die sich in einer Weise gegen die Heilige Schrift stellen, die derart verwerflich sind, das aus der reinen Vernunft heraus es sich ergibt, das der Segen Gottes überhaupt nicht mehr erkennbar ist.

    Viele Grüße an Euch

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Ich wäre auch Deiner Meinung lieber Akazienholz, Gemeinschaft unter Gleichgesinnten tut gut – erbaut – regt an zu Liebe – zu guten Werken – doch in Deinem richtigen Schlußgedanken, wie gehst Du mit solchen Aussagen um die in Hes. 13:1-9 beschrieben werden?

    Oder dazu passend die Aussage aus 5.Mo. 18:21,22 – du sollst einen solchen Propheten wie es in der HFA steht NICHT ernst nehmen.

    Auch das genaue Gegenteil wie Jesu die Taufe einführte und wie dieser selbsternannten Sklaven etwas anderes fordert (bei der Taufe).

    Kann man jemand ehrlich raten sich von ZJ taufen zu lassen – wird diese Taufe von Jesus angenommen, der eine klare Taufformel in Matth. 28 nannte. Was hat in der „Taufformel“ die Organisation verloren – SIE SOLL ja MUSS anerkannt werden, egal welche falschen (mehrfach belegt) sie verbreitet. Anna hat in ihrem hervorragenden Kommentar der ja große Zustimmung fand den vers an die Galater Kap. 6 geschrieben.

    Ich zitiere ihn nochmals:
    2 Jeder soll dem anderen helfen, seine Last zu tragen. Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gegeben hat. 3 Wer sich einbildet, besser zu sein als die anderen, der betrügt sich selbst. … 5 Denn jeder ist für sein eigenes Tun vor Gott verantwortlich. Das ist schon schwer genug!

    … Ihr werdet genau das ernten, was ihr gesät habt. 8 Wer sich nur auf sich selbst verlässt, den erwartet der ewige Tod. Wer sich aber durch den Geist Gottes führen lässt, dem wird Gott das ewige Leben schenken.

    Die tragische Folge wird von Paulus auch an die Römer geäußert:
    10: 3 Sie haben nämlich nicht erkannt, wie sie Gottes Anerkennung finden können, und versuchen immer noch, durch eigene Leistungen vor ihm zu bestehen. Deshalb lehnen sie ab, was Gott ihnen schenken will.

    Und was lehrt der „Sklave“ (Zitat: siehe Artikel von Bruderinfo)

    Noch deutlicher wird diese Ansicht in dem Buch der „Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes“ vertreten. In Bezug auf die ‘irdische Klasse’ wird gesagt: (Zitat S.396 )„Aufgrund ihres eigenen Verdienstes wird Jehova Gott alle vollkommengemachten Menschen…. rechtfertigen und als gerecht erklären“. Die Glieder der großen Volksmenge werden demnach aufgrund ihrer eigenen Verdienste gerechtgesprochen und nicht aufgrund der Gnade Gottes, so wie die 144000 himmlischen Miterben’ … sie ‘benötigt daher keine Rechtfertigung durch den Glauben, auch nicht für die zugeschriebene Gerechtigkeit’ (S.387)

    Zitat WT 15. Juni, Abs. 20: „ Sie (die Glieder der großen Volksmenge) haben nicht die „freie Gabe der Gerechtigkeit“ erhalten, …. aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus bezahlte Lösegeld.

    Ist das nicht genau das GEGENTEIL was in Gottes Wort steht?

    Galater 3:6,7 (H.f.a)„Erinnert euch einmal daran, was von Abraham gesagt wird: “Abraham glaubte Gott, und so fand er bei ihm Anerkennung.” Das bedeutet doch: Die wirklichen Nachkommen Abrahams sind alle, die glauben. Die Heilige Schrift selbst hat schon längst darauf hingewiesen, dass Gott auch die anderen Völker durch den Glauben retten wird. Gott verkündete schon Abraham die gute Botschaft: “Durch dich sollen alle Völker gesegnet werden.” Mit Abraham, der unerschütterlich Gott vertraute, werden alle gesegnet, die ebenso glauben wie er.“

    Hier steht ALLE Völker !
    Wie siehst Du das?

  • Akazienholz
    September 9, 2011

    Hallo MATTHÄUS,

    SORRY JETZT KOMME ICH NICHT GANZ MIT !!!
    Sei doch so gut und schreibe doch nochmal, was für Sachverhalt gemeint ist. Doch ich versuch jetzt nochmal meinen Standpunkt bezüglich des Nichtverlassens der Versammlung zu erlären.

    Gideon hatte 300 Männer zur Verfügung. Die hat er durch eine Bestimmte Maßnahme erhalten. Diese 300 haben ein vollkommen einfaches menschliches Bedürfnis befriedigt,–sie haben Wasser getrunken—, nur es war die Art und Weise wie Sie es taten, mit Umsicht, ohne Hast. Die vielen Anderen aus dem Bericht haben ebenfalls den Durst gestillt doch eben nicht mit Umsicht sondern eben das menschliche Bedürfnis lag an erster Stelle, dementsprechen auch Ihr Verhalten, doch gleichzeitig auch die Disqualifizierung für eine wichtigere Aufgabe.

    Die 300 konnten nicht wissen das sie lebend aus der Geschichte herauskommen, gegen diese mächtige Überzahl der Medianiter es war lediglich der Sieg zugesichert. Im Bericht hört man nicht das die 300 auf die Anderen in irgendeinerweide sauer waren, weil ein Teil gleich nach Hause gegangen war, oder die anderen nicht mit der erforderlichen Umsicht Wasser getrunken haben.

    Umgekehrt hört man auch nicht das die vielen anderen die 300 nun besonders in den Himmel gehoben haben.
    300 Männer umstellen ein Lager mit weitaus über 100000 Kriegern.
    Rechnet da mal ein bischen nach so kann dieses Lager leicht 4 qmkm umfasst haben. Dieses Lager zu umstellen bedeutet auf einer Fläche eines Quatrates oder Dreieckes mintestens 8 km. So ungefähr alle 25 m ein Mann von den 300 die das Lager umstellen. Dazu stockdunkle Nacht und Wildnis. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, ein jeder war im Prinzip aus menschlicher Sicht gesehen dieser Übermacht schutzlos ausgeliefert. Doch wir wissen das dies nicht der Fall war. Jehova war der Retter und immer bei Ihnen.

    Wir hier im Forum vertrauen auf Jehova und dem Sohn, wir sind wenige doch wir tun aus vollster Überzeugung das Richtige so wie die 300 damals, die nicht wissen konnten wie die Schlacht ausgeht.
    Wir müssen nicht kämpfen auch nicht hassen, doch wir müssen stehen
    bleiben in stockdunkler Nacht, allein, doch wir sollten nicht das Volk verlassen, genausoweinig wie die 300 das Volk verlassen haben.
    Jehova wird den Sieg erringen. Ich sehe keinen von Euch die hier mitschreiben weil Sie alle in einiger Entfernung stehen, doch ich weiß das Ihr da seit, so gewiss wie einer von den 300 damals gewußt hat, mein Freund, mein Bruder steht neben mir, einige Meter weg, ich sehe ihn nicht, doch er steht neben mir und ich weiß das, dass was ich hier tue für mein ganzes Volk ist.

    Ein weiteres Beispiel ist Kaleb und Josua, sie haben niemals Ihre Grundhaltung aufgegeben trotz anderer Meinung die Ihnen als kalter Wind entgegngebracht wurde, doch Sie haben nie die Gemeinschaft verlassen.

    Mein Standpunkt zur Zeit.

    Viele liebe Grüße an Euch alle und Jehovas Segen

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Akazienholz,
    ich verstehe dich, du möchtest dieses gute „Serum“ in die Versammlung injezieren und das kannst du ja nur, wenn du auch hingehst. – Nur habe ich die Befürchtung, dass dieser „Körper“ das Serum ablent, weil es die Notwendigkeit nicht erkennt.
    Schließlich lässt man sich ein Serum nur dann injezieren, wenn man weiß das man krank ist. Die meisten Brüder in der Versammlung sind sich aber völlig sicher, mit guter und gesunder „Speise zur rechten Zeit“ versorgt zu werden – wozu also ein „Serum“ das nicht von der WTG kommt?
    Aber wer weiß, vielleicht findest du – sowie alle die deine Ansicht teilen – ein paar Brüder die auch erkannt haben, dass der „Körper“ krank ist und Hilfe braucht.
    Das würde euerem Bleiben einen Sinn geben.

    Ich kann nicht voraussehen was noch geschehen wird, mit was für Ideen die WTG aufwarten wird, vor denen ihr die Brüder dann offen warnen werdet bevor ihr geht. – Deshalb will ich auch niemanden davon abhalten. Wer noch einen Sinn darin sieht, sich um der Brüder Willen all die WTG-Lügen anzuhören, dem wünsche ich alle Kraft die er dazu braucht.

    Aber mir persönlich ist die Anbiederei an den Staat, das Lügen und Betrügen, der Täterschutz des Vergewaltigers und Kinderschänders (auch wenn es jetzt im Ermessen des damit betrauten Ältesten liegt) und die vielen Menschen die durch die soziale Ächtung in den Selbstmord getrieben wurden, verwerflich genug um nichts mehr mit ihnen gemein haben zu wollen. – Aber das ist halt mein eigenes Empfinden, meine Schmerzgrenze…die zieht halt jeder anders…

    Du hast ein Beispiel aus dem Volk Gottes der alten Zeit herangezogen, um deine Meinung zu untermauern. – Wenn man die WTG als Führer des Volkes Gottes der Neuzeit betrachtet, dann ergibt es auch einen Sinn.
    Doch für mich stellt sich die Frage, ob sich heute überhaupt irgendeine christliche Religionsgruppierung als neuzeitliches Volk Gottes betrachten darf. Denn letztlich gibt es keine Einzige, die völlig frei ist von falschen Lehren und Handlungsweisen. Diese haben mit dem „Muster gesunder Worte“ die man in der Bibel findet, absolut nichts gemein…ganz im Gegenteil, sie stehen dazu sogar im krassen Widerspruch.

    Nun könnte man natürlich sagen, dass auch die religiösen Führer der alten Zeit falsche Lehren verbreiteten und Gott dies zuließ. – Aber das ist mir zu billig…wenn ich das mache, dann hätte ich in der katholischen Kirche bleiben können.
    Der tatsächlich ALLES entscheidende Unterschied zwischen Damals und Heute, wird dabei nämlich ganz außer acht gelassen: Jesus Christus, der Sohn Gottes und unser Erlöser!
    Er befreite uns durch seinen Tod von dem Gesetz, machte dadurch den Weg frei für Gottes Gnade und gab das Erkennungsmerkmal seiner Jünger vor: LIEBE

    Wenn die Apostel von der gesunden Lehre sprechen, dann meinen sie die Worte Jesus, ihres Lehrers.
    Danach kann und SOLL sich – auch heute noch – jeder seiner Jünger orientieren.

    Er kitzelte nicht die Ohren seiner Zuhörer indem er ihnen die Verantwortung für ihr Handeln abnahm. Er versprach ihnen auch nicht, dass sie von ihren Mitbrüdern ungebührliche Ehre, Huld und Dankbarkeit einfordern dürften. Ganz im Gegenteil, er sprach von Demut, vom Dienen, von Liebe und von GOTTvertrauen.

    Heute wissen wir, Paulus hat nicht umsonst vor den falschen Lehrern gewarnt, als er sagte:
    3 Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen von der gesunden Lehre nichts mehr wissen wollen. Sie werden sich nach ihrem eigenen Geschmack Lehrer aussuchen, die ihnen nur nach dem Munde reden.
    2. Tim 4, 3

    Die meisten Menschen lieben es allerings zu sehr, nicht selber denken zu müssen, sondern alles schön vorgekaut serviert zu bekommen und damit anderen die Verantwortung zu überlassen. Sie lieben es auch, sich als etwas Besonderes zu fühlen…und wenn sie sogar noch über ihren Brüdern stehen und Macht über sie ausüben können, um so besser!

    Aber Paulus wird noch deutlicher:
    3 Wer aber etwas anderes behauptet, wer sich nicht an die heilsamen Worte unseres Herrn Jesus Christus hält und die Lehre unseres Glaubens in den Wind schlägt,
    4 der nimmt nur sich selbst wichtig, weiß aber überhaupt nichts. Solche Leute sind aufgeblasen und zetteln fruchtlose Streitgespräche an. So entstehen Neid, Zank, böses Gerede und gemeine Verdächtigungen. Ja, diese Leute sind wie von einer Seuche befallen.
    5 Ständig sind sie in Streitereien verwickelt. Man könnte meinen, sie hätten den Verstand verloren und die Wahrheit nie gehört; sie versuchen sogar, mit dem Glauben an Jesus Christus Geschäfte zu machen.
    1. Tim 6, 3-5

    Kommt einem diese Beschreibung nicht fürchterlich bekannt vor?
    Die WTG wendet sie schon seit Jahrzehnten voll Inbrunst auf die Kirchen an…und sie hat sogar recht, denn es passt natürlich wie die Faust aufs Auge.
    Dumm nur, das es auf sie selbst ebenso genau passt:
    Von aufgeblasenen Menschen über fruchtlose Streitgespräche, bishin zu gemeinen Verdächtigungen ist alles drin.
    Und nun kommen wir zum Geschäfte machen…ach nö…das lasse ich…darüber ist hier schon oft genug gesprochen worden…und auch noch dem Letzten dürfte mittlerweile klar sein, das die WTG nichts weiter ist, als ein gigantisches Wirtschaftsimperium, das mit dem Glauben an Jeus Christus Geschäfte macht.

    Eine Gemeinschaft in der sich diese Merkmale finden, kann nicht gleichzeitig die gesunde Lehre des Christus haben. Weshalb man ja auch das „Erkennungsmerkmal Liebe“ größtenteils vergeblich sucht.

    Ich hoffe sehr, dass du und alle anderen, mit eurem Bleiben wirklich noch Brüder und Schwestern mit reinem Herzen, in den Versammlungen findet und ihnen helfen könnt ihr Vertrauen nicht mehr Menschen, sondern Gott und seinem Sohn zu schenken.

    LG Ulli

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Harte Worte – toll formuliert – wenn es nicht so traurige Wahrheit wäre liebe Ulli, dann müßten alle ZJ auf dich jetzt bitter böse sein. Doch weil es bittere Worte der Wahrheit sind hoffe auch ich daß noch so manchen hierbei ein Licht aufgeht.

    Diese bittere Wahrheit wie von Dir sehr gut erklärt, möchte ich mit 2 Zitaten bestätigen:

    Sie brachten mit aller Gewalt eine Stimme zum Schweigen, die auf verschiedene Irrtümer ihrer unbiblischen Glaubensansichten aufmerksam gemacht hatte. … Dies ist ein ernüchterndes Beispiel dafür, was geschieht, …., die die Gedankenfreiheit und die freie Meinungs-äußerung behindern. WT 15. Februar 2000, S. 29

    …sie schreiben über die schlechten Geistlichen und merken nicht daß sie von sich selbst schreiben !

    Warum haben Jehovas Zeugen einige Personen, die sich immer noch zum Glauben an Gott, die Bibel und Jesus Christus bekennen, wegen Abtrünnigkeit ausgeschlossen ?

    „Eine anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas Zeugen erfordert, daß man die Gesamtheit … der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten.“ WT, 1. April 1986, S. 30, 31

    Also ein ZJ der klar zum Ausdruck bringt an Jesus, Jehova, an die Hl. Schrift ohne jeden Vorbehalt glaubt, wird dennoch ausgeschlossen wenn er nicht der Organisation den Vorrang einräumt, also ihnen mehr gehorcht als Gott !!!

    Er ist ein böser Abtrünniger den es zu HASSEN gilt!

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Hallo Akazienholz, mein Kommentar war auf eine Aussage von Dir begründet, nämlich:

    >…es sei denn es kommen tatsächlich Dinge auf die sich in einer Weise gegen die Heilige Schrift stellen, die derart verwerflich sind, das aus der reinen Vernunft heraus es sich ergibt, das der Segen Gottes überhaupt nicht mehr erkennbar ist.>> in jeder Erwachet -Ausgabe, bis einschließlich der Ausgabe vom 22.10.1995, auf Seite 4, unter der Rubrik „Warum Erwachet herausgegeben wird“, im letzten Satz abgedruckt wurde:

    „ Vor allem aber stärkt diese Zeitschrift das Vertrauen zum Schöpfer, DER VERHEISSEN HAT, noch zu Lebzeiten der Generation, die die Ereignisse des Jahres 1914 erlebt hat, eine neue Welt zu schaffen, in der Frieden und Sicherheit herrschen werden

    >>> Hat der Schöpfer es letztendlich für diesen Zeitpunkt verheißen? Nein, das hat er eindeutig nicht! Heute haben wir die absolute Gewissheit, dass ER es keineswegs verheißen hat. Nichts dergleichen ist eingetroffen. In keiner Hinsicht. Auch diese Interpretation des Sklaven hat sich als falsch erwiesen, als ein weiterer Irrtum seinerseits. Auch diese Vorhersage (Prophezeiung) ist bestimmt nicht durch Gott oder mittels seines heiligen Geistes entstanden, deshalb die Frage zu Hes. 13:6

    Tja, und was sagt uns die Bibel über falsche Propheten – wie lassen sich jene letztendlich aussieben? Siehe 5. Mose 18:21-22

    Oder nimm doch die Studienausgabe des Wachtturms vom 15. April 2008 zur Hand, so kannst Du dort im Studienartikel mit der Überschrift „Wertloses entschieden von uns weisen“ – auf der Seite 5 im Absatz 14 – „Wertlose Worte erkennen“ folgendes lesen:

    Auch Worte können wertlos sein. Jehova sagte zum Beispiel zu Jeremia: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. (siehe oben) Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch“ (Jer. 14:14). Jene falschen Propheten behaupteten, im Namen Jehovas zu reden. Sie vertraten jedoch lediglich eigene Ideen, ihre eigene Weisheit. Deshalb waren ihre Worte etwas Wertloses. Aber nicht nur das; sie stellten eine Gefahr für die wahre Anbetung dar.

    Sind diese Erklärungen noch logisch, vernünftig, oder weise wenn man diese Aussagen miteinander vergleicht?

    siehe auch 1. Tim. 6:20,21, Matth. 23:8 … hat Jesus widersprüchliche Lehren von sich geben?

    Kann eine Lehre wie „die NEUE“ der Generation noch widersprüchlicher sein – was sagte Paulus dem jungen Timotheus im Kap. 6:20?

    Die immer wieder neuen Erklärungen (siehe auch eines der letzten Zitate von Dennis aus dem neuesten WT Leserfrage 8/2011 sind eigentlich mehr als deutlich – solche Erklärungen versteht man auch als: „DIE WOLLEN UNS FÜR DUMM VERKAUFEN“!

    Hast Du je über diese Erklärung nachgedacht:

    Wachtturm vom 1. 5. 99 Seite 11 Abs. 13
    „Was meinte Jesus, als er sagte: ‘Diese Generation [griechisch: geneá] wird nicht vergehen.’? Jesus hatte die Masse zeitgenössischer GEGNERISCHEN Juden, darunter die geistlichen Führer, oft als „eine BÖSE und ehebrecherische Generation“ bezeichnet (Matthäus 11:16; 12:39, 45; 16:4; 17:17; 23:36).
    Wenn er also auf dem Ölberg erneut von ‘dieser Generation’ sprach, dann meinte er wohl kaum das gesamte Geschlecht der Juden im Verlauf der Geschichte, NOCH meinte er SEINE Nachfolger, wenngleich sie ein „auserwähltes Geschlecht“ waren (1. Petrus 2:9). Jesus sprach auch nicht von ‘dieser Generation’ als von einem Zeitabschnitt.

    13 Jesus hatte vielmehr die damaligen gegnerischen Juden im Sinn, die das Eintreffen des Zeichens, das er nannte, erleben sollten. Hinsichtlich der Erwähnung ‘dieser Generation’ in Lukas 21:32 bemerkt Professor Joel B. Green: „In dem Dritten Evangelium bezeichnet ‚diese Generation‘ (und verwandte Wendungen) regelmäßig eine … „Kategorie von Menschen, die dem Vorsatz Gottes WIDERSTANDEN.

    Nach neuester Lehre (WT 15.2.08) ist „diese Generation“ nun eine Bezeichnung für die Gesalbten… . Also eine 100% Umkehr der Lehre !

    Und wenn ein ZJ solche Verrücktheiten und widersprüchlichen Erklärungen nicht mehr glaubt ist er ABTRÜNNIG – folglich beschreiben SIE SICH SELBT im:

    „Königreichsbuch“ Kapitel 18 mit dem Thema: „Die Vernichtung des „Menschen der Gesetzlosigkeit“, auf den Seiten 393-394
    Jahrhundertelang hat die Klasse des

    „Menschen der Gesetzlosigkeit“, … und sie hat diese … Lehren und die Überlieferungen von Menschen höher geachtet als die inspirierte Heilige Schrift. Die Geistlichkeit der Christenheit hat Personen, die der biblischen Wahrheit zugetan waren und diese Wahrheit anderen verkündigten sowie in Übereinstimmung damit lebten, bekämpft und verfolgt.

    Wer verfolgt und bekämpft heute jene die der Bibel den Vorzug geben, wenn Du die Lehre von Menschen („der Sklave“) und ihre selbst auferlegte Autorität in Frage ziehst bist Du ein Abtrünniger – Du musst ihnen mehr gehorchen als Gott – und das ist Götzendienst!

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Noch etwas geistige Speise (zur rechten Zeit?) vom treuen und „verständigen“ Sklaven.

    Beröer Handbuch zum Bibelunterricht, (herausgegeben von der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft im Jahre 1908, deutsch: 1912)

    Zwanzig Zeitbeweise dafür, daß im Jahre 1914-1915 die Herrschaft des Bösen aufhören und die irdische Phase des Reiches Gottes aufgerichtet werden wird.

    1. Mose 15,9 Das Gesamtalter der von Abraham geopferten Tiere betrug elf Jahre, welche, prophetischerweise nach dem Maßstabe von einem Jahr für einen Tag angewandt, 3960 Jahren entsprechen, oder der Länge der Zeit von dem Datum der Aufrichtung des Abrahamitischen Bundes im Jahre 2045 vor Christo bis zum Jahre 1915 nach Christo.

    Jes.40,2 Eine der Prophezeiungen, welche dartun, daß das Jüdische Zeitalter und das Evangeliums-Zeitalter von gleicher Länge sein würden, und daß daher das Evangeliums-Zeitalter im Jahre 1914 enden wird.

    Jer.16,18 Eine weitere Prophezeiung welche dartut, daß das Jüdische und das Evangeliums-Zeitalter von gleicher Länge sein würden, und daß das letztere im Jahre 1914 enden wird.

    Sach.9,12. Eine weitere Prophezeiung welche dartut, daß das Jüdische und das Evangeliums-Zeitalter von gleicher Länge sein würden, und daß das letztere im Jahre 1914 enden wird.

    4. Mose 9,11. Die Tatsache, daß Christus zur Zeit des Vollmondes (ein Symbol von Israel unter dem Gesetzesbunde) getötet wurde, versinnbildete, daß dies der Wendepunkt war zwischen zwei gleichen Zeitperioden der jüdischen Geschichte. Dies schattet Israels Wiederherstellung im Jahre 1914 vor.

    1. Mose 25,24. Die Tatsache, daß Esau, ein Vorbild des Fleischlichen Israel und Jakob, ein Vorbild des Geistlichen Israel, Zwillinge waren, schattete vor, daß die Länge des Jüdischen und die Länge des Evangelium-Zeitalters gleich sein würden. Hiernach würde das volle Ende des Evangelium-Zeitalters in das Jahr 1914 n. Chr. fallen.

    3. Mose 26,18. Dem Jüdischen Volke wurde unter gewissen Voraussetzungen eine besondere Züchtigung von „Sieben Zeiten“ angesagt, die sonstwo mit den „Zeiten der Nationen“ bezeichnet werden. Diese „Sieben Zeiten“ oder 2520 buchstäblichen Jahre fingen an mit dem Sturz des vorbildlichen Königreiches Israel in den Tagen Zedekias, im Jahre 606 v. Chr., und werden daher enden im Jahre 1914 n. Chr..

    Dan.4,16. Nebukadnezars sieben Jahre des Verlustes des Verstandes schatteten die Zeiten der Nationen vor, 2520 Jahre, endend im Jahre 1914.

    2. Chron.36,22. Der Erlaß des Cyrus im Jahre 536 v. Chr., 605 Jahre vor dem völligen Sturz Israels als ein Volk, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 605 Jahre nach der Verlegung der päpstlichen Residenz von Rom nach Avignon.

    Esra 4,24. Esras Wiederaufnahme der Arbeit am Tempel im Jahre 521 v.Chr., 590 Jahre vor dem völligen Sturz Israels, schattete den völligen Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 590 Jahre nach der Veröffentlichung von Marsilios Defensor Pacis.

    Esra 6,15. Die Vollendung der Wiederherstellung des Tempels i. J. 517 v. Chr., 586 Jahre vor dem Sturze Israels, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 586 Jahre nach dem Tode Marsiglios.

    Esra 7,7. Die Weihung des Tempels im Jahre 467 v. Chr., 536 Jahre vor dem Sturze Israels, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 536 Jahre nach dem Zwiespalt im Papsttum, als zwei Päpste zu gleicher Zeit auf dem Thron saßen – Wycliffes Wendepunkt.

    Neh.2.8. Nehemias Auftrag im Jahre 454 v. Chr., 523 Jahre vor dem Sturze Israels, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 523 Jahre nachdem Huß mit Wycliffes Schriften bekannt wurde und die Reformation fortsetzte.

    Dan.9,25. Der Zeitpunkt 405 v. Chr., 474 Jahre vor dem Sturze Israels, durch Daniel gekennzeichnet in der Sonderstellung der „sieben Wochen“ gegenüber den „zweiundsechzig Wochen“, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 474 Jahre nach der Erfindung der Buchdruckerkunst.

    1.Kön.12,16. Die Teilung des Königreiches Israel in das Zehn-Stämme- und das Zwei-Stämme-Reich, 393 Jahre vor dem Sturze Zedekias, schattet den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 393 Jahre nach der Exkommunikation Luthers.

    2.Kön.20,1. Die Krankheit Hiskias, 125 Jahre vor dem Sturze Zedekias, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 125 Jahre nach der französischen Revolution.

    2.Chron.33,15. Manasses Reformation, 68 Jahre vor dem Sturze Zedekias, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 68 Jahre nach der Bildung der Evangelischen Allianz.

    2.Chron.34,3. Der Anfang des Suchens Josias nach Gott, 45 Jahre vor dem Sturze Zedekias, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 45 Jahre nach dem Zeitpunkt, an welchem der Herausgeber des Zions Wacht-Turm hinsichtlich dessen zu forschen anfing, was jetzt „gegenwärtige Wahrheit“ ist.

    2.Kön 22,3. Das Auffinden des Buches des Gesetzes durch Josia, 35 Jahre vor dem Sturze Zedekias, schattete den Sturz der Christenheit im Jahre 1914 vor, 35 Jahre nach der Gründung des Zions Wacht-Turm.

    Hes-21,25. Der Sturz Zedekias, 3520 Jahre nach dem Sündenfall im Garten Eden, schattete die völlige Austilgung des Falles 3520 Jahre später, im Jahre 2914 n. Chr, vor; und da das Tausendjährige Reich eine Zeitperiode von tausendjähriger Dauer darstellt, so beweist dies, daß das eigentliche Tausendjährige Reich mit dem Schluss des Jahre 1914 beginnt.

  • Dennis
    September 9, 2011

    Danke Quasimodo,

    obwohl ich große Sympathien für Russell und seinen Eifer im Suchen der Wahrheit habe, ist dies doch nur einer von vielen „Beweisen“, dass er sich im Endeffekt nicht von den Endzeitproheten der letzten Jahrhunderte und der Neuzeit abhebt und eindeutig belegt wird das weder er noch Rutherford noch seine Nachfolger heute (l.K., Sklave) irgendwie von Gottes Geist geleitet wurden oder werden.

    Es ist der ultimative Fehler eines jeden noch so aufrichtigen Christen, dass er nicht in der Lage ist seine angebliche „Erkenntnis“ unter dem Vorbehalt des Irrtums und der Unvollkommenheit zu stellen, sondern sofort dabei ist alles was er irgendwie aus der Bibel herausliest (d.h. was nicht eindeutig dort steht) als „göttlich“, „Tatsachen“, „Beweise“ usw. darzulegen und nicht als das was es letztlich ist:

    Bibel-Spekulation!

    Liebe Grüße
    Dennis

    P.S.: Ein Beispiel für die Neuzeit und nur noch zum Kopfschütteln http://www.ebiblefellowship.com/de/may21_de.html

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Dennis

    das ist nicht nur eine Spekulation, sondern schon eine Verhöhnung des prophetischen Wortes. Wir werden niemals genau wissen wann etwas in der Zukunft passiert, egal wie gut wir die Bibel kennen.

    Matth. 24:23-26

    Ich vermute mal, dass der Teufel mit allen Mitteln die Rettungsvorkehrung unseres Retters Jesus duch die vielen falsch prophezeiten Jahreszahlen, Ankündigungen, Irrtümer und Nachäffungen so in Misskredit bringt, dass am Ende sich kaum noch jemand traut an die Verheißung zu glauben.

    Ich glaube wir brauchen uns noch keine Sorgen machen dass es jetzt schon soweit ist, es muss noch Einiges vorher geschehen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Danke Dennis für deine Stellungnahme,

    ich möchte mit diesen „Beweisen“ zum Nachdenken anregen.

    Wenn ein „Glaubensgebäude“ ein derart löcheriges Fundament hat, sollte man darüber Nachdenken ob die übrigen „Glaubensaussagen“ nicht ebenfalls auf „tönernen Füßen“ stehen.

    LG Quasimodo

  • Edel
    September 9, 2011

    Lieber Bruderinfo!
    Ein super Artikel, ganz nach meinem Herzen! Eine Frage:wie kann man um Gottes Willen in dieser Organisation bleiben????
    1.Kor.7:23
    Edel

  • Karl
    September 9, 2011

    Liebe(r) Edel,

    das frage ich mich auch!

    LG
    Karl

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Edel,

    zu deiner Frage, wie man angesichts der Zustände und Vorgehensweisen der Organisation in derselben noch bleiben, sollte man vielleicht folgendes bedenken.
    Die Versammlung, in der man sich befindet besteht in der Regel aus lieben Brüdern, die Jehova dienen möchten.
    Doch man muß diese Gemeinschaft innerhalb der Versammlung nicht mit dem Verbleib in der Organisation gleichsetzen. Die Versammlung und die Organisation kann man für sich trennen.
    Dies gelingt nicht jedem gleich gut, ist aber eine Möglichkeit sich zu arrangieren ohne seine sozialen Kontakte zu seinen liebgewonnen Brüdern aufzugeben. Genau das ist es ja, was die Organisation in ihrem jetzigen Zustand anstrebt, das alle freiwillig gehen oder aus der Versammlung entfernt werden, die mit den Zuständen nicht zufrieden sind.
    Diesen Gefallen sollten wir ihr nach Möglichkeit nicht tun.

    Liebe Grüße
    Bruderinfo

  • Karl
    September 9, 2011

    Liebe Bruderinfo,

    ich denke, dass es auch die Brüder in den Versammlungen nachdenklich stimmt, wenn auf einmal mehrere Brüder die Versammlung verlassen!

    Was die Organisation will, ist meiner Meinung nach der blinde Gehorsam! Und dass man der Organisation dient, egal was man dafür tun muss! Das ist der selbe Götzendienst den die Katholiken mit dem Papst betreiben! Nur dass der Papst seine Ansichten nicht alle Paar Jahre ändert und niemanden dazu zwingt ihn zu „lieben“ und andere zu hassen und zu meiden!
    Und es ist an sich schon arm, wenn Menschen aufgrund der diktatorischen Studienartikel nicht stutzig werden!

    Mein Rat wäre so schnell wie möglich die Verammlung zu verlassen und einen Brief an die Ältestenschaft und an Selters zu schreiben!

    LG
    Karl

  • Dennis
    September 9, 2011

    Lieber Karl,

    das mag für dich die richtige Entscheidung gewesen sein, aber du kannst diese nicht einfach auf alle anderen übertragen und so mir nichts dir nichts einfach mal den Austritt mit großem Getöse (Brief Selters+Ältestenschaft) raten. Das ist nicht besonders taktvoll von dir, jede Lebenssituation und innere Überzeugung eines Bruders oder einer Schwester ist anders, hier gibt es kein Allheilrezept oder dieses Schwarz/Weiß wie es uns ja auch die WTG immer vormachen will. (z.B. WT 15..07.11 S.32 Abs.19 „Was ist also der einzig richtige Schluss?“)

    Für manche wäre es eine absolute Katastrophe, wenn sie die sozialen Kontakte der Versammlung verlieren würden nur weil sich die WTG immer mehr in den Mittelpunkt rückt und selbst verherrlicht.

    Wie gesagt, jeder muss seine Entscheidung, mit der er vor JHWH mit gutem Gewissen bestehen kann, treffen.

    Viele grüße
    Dennis

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Karl

    wie Bruder Dennis schon geschrieben hat soll jeder das tun was sein Gewissen sagt. Das Gewissen ist eine persönliche Sache und wenn jemand dem Rat eines Anderen folgt, ohne von der Richtigkeit überzeugt zu sein, dann ist er nicht weitergekommen wie bisher auch schon.
    Für mich ist die Versammlung nicht gleich der Organisation. Wenn ich, wie in dem Gleichnis Jesu zur Hochzeit, den letzten Platz einnehme, dann kann es nicht falsch sein. Dann lebe ich in der Hoffnung dass mein Freund, der Bräutigam, welcher Jesus heißt, mich auffordert weiter vorne Platz zu nehmen. Nicht jetzt, aber später.

    Sollte mal in den Versammlungen was eingeführt werden das ich mit dem Gewissen nicht vereinbaren kann, dann ist noch Zeit genug nicht mehr hinzugehen. So ein Beispiel wäre ein Mitgliedsausweis den man nur erhält, wenn man unterschreibt dass man den „Sklaven“ als den guten Sklaven anerkennt.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo ihr alle!
    Ich stimme Karl im Prinzip zu. Es ist an der Zeit die Konsequenzen aus den falschen Lehren zu ziehen und aus der Organisation auszutreten.
    Klar, man verliert viele soziale Kontakte und evtl. liebe Menschen, die Gott wirklich ehrlich lieben.
    Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Gott einem helfen und segnen wird, wenn man diesen Schritt geht. Ihr würdet staunen, wieviele Menschen es auf dieser Welt gibt, die ebenfalls Gott ehrlich lieben und in richtiger und ehrlicher Weise ihn anbeten und ihm die Ehre geben. Man findet in kürzester Zeit neue Freunde, die nicht einer falschen Organisation dienen.
    Vielleicht kann man sich das momentan nicht so gut vorstellen, weil man evtl. nichts anderes als die Versammlung kennt. Aber darüber hinaus gibt es so viel mehr. So viele ehrliche Christen, die sogar ebenfalls missionieren. Das ist kein Ding, dass die ZJ für sich allein gepachtet haben. Anderswo ist man sogar viel erfolgreicher als die ZJ.
    Nur ein paar Gedanken zum Nachdenken. Natürlich kann ich verstehen, wenn man aus familiären Gründen die Versammlung nicht verlassen will. Aber „Freunde“, die dann nichts mehr mit einem zu tun haben wollen, sollten kein Grund sein, nicht auf Gott zu hören!

  • Alois
    September 9, 2011

    Hallo Svenja

    In unserer Versammlung gibt es ein paar wenige Brüder und Schwestern denen man vielleicht die nächsten Monate oder Jahre noch helfen könnte. Sie sind im Moment noch nicht soweit zu erkennen, wer in Wirklichkeit unser Retter ist.

    Wenn ich als nicht Ausgeschlossener die Möglichkeit habe, diese Brüder oder Schwestern zu beobachten und die eine oder andere Bemerkung mache, um sie zum Nachdenken anzuregen, dann ist es nach meiner Ansicht besser als einfach wegzubleiben. Ich würde mich selbst dann als Egoist sehen.

    Wenn ich ausgeschlossen wäre, dann würde ich ganz bestimmt auch wegbleiben, weil dann redet sowieso keiner mehr mit einem.
    Ich vertraue auf unseren Vater und seinen Sohn, dass er mir sagt wann ich gar nicht mehr in die Versammlung gehen soll. Das ist erst dann wenn der Bräutigam die Türe verschließt weil die Trennung der Schafe und Böcke, oder der 10 Jungfrauen abgeschlossen ist. Ich fühle dass es noch nicht soweit ist und ich noch hingehen kann. Dass ich mit einigen wenigen Brüdern reden kann, dass ich da bin wenn jemand Hilfe im geistigen Sinne braucht.

    Wer weiß wofür uns der Herr als sein Werkzeug noch benutzen wird.
    Auf sein Inneres zu hören ist allemal besser als das zu tun was Andere vorschlagen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Alois,

    ich weiß genau, was du meinst. Ich kenne das Gefühl, dass man anderen Brüdern helfen will. Ich weiß aber leider auch, dass das eine Illusion ist. Vielleicht kann man einige zum Nachdenken bringen, aber wer nicht wirklich aussteigen WILL, der wird es auch nicht tun. Zu groß ist oft die Angst. Man sitzt also in einer falschen Organisation, nur, um anderen Hinweise zu geben? Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass sich Brüder, die Zweifel haben und einige Dinge kritisch sehen, sich dann an dich zurück erinnern und mit dir Kontakt aufnehmen werden. Auch, wenn du nicht mehr zur Versammlung gehst. Du kannst also auch außerhalb etwas erreichen. Es ist effektiver, wenn du Leute auf DICH zukommen als umgekehrt. Ich weiß, dass es schwierig ist, sich das vorzustellen, aber ich habe es selbst erlebt. Du kannst also diesem Gefühl deines Gewissens dennoch nachkommen.
    Gleichzeitig kannst du dich aber auch effektiv um dein eigenes Glaubensleben kümmern und die Erfahrung machen, ECHTE Wahrheiten zu erfahren. So vieles, was die Zeugen lehren, ist falsch. So falsch, dass es bei besserem Wissen eigentlich nicht mehr mit dem Gewissen zu vereinbaren ist, weiter Mitglied zu bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus das von uns wünscht.
    Außerdem kannst du dich neuen Aufgaben stellen und Leuten von deinem Glauben erzählen und missionieren, wenn du kein Mitgleid mehr bist. Frei von jeglichen Zwängen der Organisation.
    Wie gesagt, ich kein dein Bedürfnis und dein Gewissen gut verstehen, aber ich weiß auch, dass man um seiner selbst Willen auch nach vorne blicken muss.
    Für Fragen in diese Richtung stehe ich auch gerne zur Verfügung. Ich habe diesen schwierigen Weg selbst beschritten.

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,
    ich kann all deine Erfahrungen nur bestätigen. Bei den Christen „draußen“ habe ich festgestellt, dass sie nicht groß darüber reden, aber ihr Leben danach ausrichten.

    Als Christ ohne Konfession – wie ich mich nun auf Nachfrage bezeichne – begegnen einem die Menschen denen Gottesglaube fremd ist, weniger misstrauisch. Sie öffnen sich einem und wenn man ihnen zuhört, dann sind auch sie bereit zuzuhören. Ob diese Saat dann einmal aufgehen wird, dass liegt alleine in Gottes Hand.

    Wichtig ist aber, zuerst mal eine Vertrauensbasis zu schaffen. Ihnen zu zeigen, dass man sich nicht für etwas besseres hält, weil man an Gott und Christus glaubt, sondern ihnen zeigt, dass dieser Glaube pures Lebensglück und Geborgenheit bedeutet, dass auch ihnen offen steht.

    Ja, es stimmt, auch manche Christen „drinnen“ machen sich ihre eigenen Gedanken, wenn man die Versammlung verlässt. Aber nur dann, wenn sie wissen WARUM man geht.
    Es mag schon so sein, dass die Versammlung nicht dasselbe ist wie die WTG, denn die Versammlung besteht schließlich aus den Menschen, die sich dort zusammen finden. Das Problem liegt einzig in dem GRUND für ihr zusammenkommen. – Denn letztlich geht es den meisten dieser Brüder darum, sich von eben jener WTG (mit denen man sie ja nicht in einen Topf werfen will)in ihrem Glaubensleben führen und leiten zu lassen. Völlig überzeugt davon, nur von ihnen die geistige Speise bekommen zu können. – Wer es wagt etwas anderes zu sagen, ist des Teufels.

    Ich kann trotzdem verstehen das Alois und viele andere, bei ihnen bleiben wollen. – Es ist die Sorge um ihre Freunde, Familie und Brüder die sie antreibt. Das Gefühl im Fall der Fälle für sie da zu sein und sie auffangen zu können, wenn es nötig ist.

    Das Schwierige ist nur, dass von diesen Brüdern ja niemand weiß, wie man wirklich eingestellt ist, so tragen sie vielleicht auch schon versteckt über Monate oder Jahre ihre Bürde…und da die Taktik ja lautet: „Bloß nicht auffallen“, leiden sie still vor sich hin ohne den blassesten Schimmer darüber zu haben, dass der Bruder oder die Schwester die 2 Reihen vor ihnen sitzt, dieselbe Last trägt.
    Versteckte Hinweise sind dann oft ZU versteckt, um überhaupt wahrgenommen zu werden.
    Auch das habe ich schon selbst erlebt. Jahre der Trennung – die garnicht nötig gewesen wären – waren die Folge.

    Das alles finde ich wirklich tragisch, denn es macht das „dableiben“ zu einem sinnlosen unterfangen. – Im Gegenteil, man gibt den Brüdern damit vielleicht sogar genau die falschen Signale…

    LG Ulli

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Brüder, die ihr fleißig die Website gewartet habt, danke dafür, sowie auch Svenja, deren Kommentar ich gerade gelesen habe:

    sowie an @alle, die @bruderinfo besuchen und kommentieren.
    Nochmals vielen lieben Dank für die Ermunterung die ich erfahren durfte. Ich habe viel gebetet und viel nachgedacht. Habe Tage hinter mir an denen ich irgendwie „neben mir stand“. Jetzt geht es mir etwas besser, zumindest funktioniere ich wieder ganz ordentlich.
    Und und an Leser, die ab und zu hier klicken und lieber schnell wieder raus zu gehen, aus Furcht vor „Abtrünnigen-Seiten“ meine Gedanken, die mir so heute nachmittag gemacht habe als ich mir freigenommen habe um durch die Natur zu radeln UND auch an alle die, welche @bruderinfo anklicken „müssen“, weil sie in der Rechtsabteilung oder der Pressestelle in Selters oder sonstwo arbeiten:

    Hier lesen, kommentieren, schreiben die Aufsätze Menschen, ob nun aktive Zeugen Jehovas, Ausgeschlossene, selber gegangene, Interessierte usw., die etwas bewirken wollen. Kaum einer versucht anderen etwas aufzuzwingen, man geht höflich miteinander um. Niemand DRÄNGT einen dazu die Organisation zu verlassen oder dort eben zu bleiben oder woanders hin zu gehen.
    Obwohl wir uns nicht oder kaum kennen tauschen wir zuweilen unsere innersten Gedanken aus. Das wäre eigentlich das, was in den Ortsversammlungen stattfinden sollte gemäß Hebräer 10:24 und 25. Und wir begegnen uns doch größtenteils mit Respekt und anständig, nicht aus Angst, dass @bruderinfo unsere Kommentare zensiert, sondern aus Respekt vor Jehova und Christus.
    Weil, ich tausche mich mit ein paar anderen hier auf die eine oder andere Weise noch in etwas privaterem Rahmen aus und wir gehen freundlich und rücksichtsvoll im Geist der Liebe miteinander um.

    Und man hat Vertrauen zueinander aufgebaut, weiß, dass man nicht denunziert wird oder eine Ansicht als lächerlich abgestempelt wird.

    @bruderinfo gibt es ja deswegen, weil dieser Dialog innerhalb der Organisation nicht (oder nicht mehr) stattfindet. Und die Brüder leiden darunter. Sie merken nicht immer worunter sie leiden, nur, daß etwas nicht „stimmt“. Man unterhält sich vor und nach den Zusammenkünften über alles mögliche wie „gesundes“ Essen, Therapien, Urlaub, Autos, Software, scheinbar zu erjagende „Schnäppchen“ in Discountern, wie es in der Arbeit geht, Unfallverhütungsvorschriften usw.

    Aber hier kann man seine Zweifel, Ängste und Sorgen zum Ausdruck bringen und manche schwer geschlagenen Schafe müssen sich auch mal Frust von der Seele reden, so empfinde ich das. Und auf welcher angeblichen „Abtrünnigen-Seite“ findet man wunderschöne berührende Gedichte. Großartig z.B. die Bemühung vom Spatz zum Adler zu werden, auszubrechen aus dem Tal des Dunkels oder die Fesseln zu spüren um sie abzuwerfen.

    Wir sind doch gemäß Galater 56:1 bis 6 zur Freiheit der Kinder Gottes berufen.
    Hier die NEUE GENFER ÜBERSETZUNG:
    5 1 Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Bleibt daher standhaft und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei zwingen!
    2 Lasst es euch von mir, Paulus, gesagt sein: Wenn ihr euch beschneiden lasst, wird euch das, was Christus getan hat, nichts nützen. 3 Ich weise jeden, der sich beschneiden lassen will, noch einmal mit allem Nachdruck darauf hin: Mit seiner Beschneidung verpflichtet er sich, das ganze Gesetz zu befolgen. 4 Wenn ihr versucht, mit Hilfe des Gesetzes vor Gott gerecht dazustehen, habt ihr euch aus der Verbindung mit Christus gelöst, und euer Leben steht nicht mehr unter der Gnade.
    5 Wir hingegen warten auf die Gerechtigkeit, die Gott für uns bereithält, und diese Hoffnung verdanken wir dem Geist Gottes; sie ist uns aufgrund des Glaubens geschenkt. 6 Denn wenn jemand mit Jesus Christus verbunden ist, spielt es keine Rolle, ob er beschnitten oder unbeschnitten ist. Das einzige, was zählt, ist der Glaube – ein Glaube, der sich durch tatkräftige Liebe als echt erweist. ENDE

    Jehova hat uns mit dem Geist der Freiheit erschaffen! Das ist es was den Geist der ersten Christen gemäß der Apostelgeschichte ausmachen sollte. Die ersten Christen waren FREI . Und wir wollen unser Selbstbewußtsein als Christen finden, entwickeln und ausleben.

    Ich finde hier ein Bibelkenntnis auf Seiten vieler Kommentatoren die mich sprachlos macht, umfangreiche Hintergrundinformationen… Und alle für sich möchten eine bessere Welt, wo auch immer, wie Martin-Luther King. Hier aus you tube ein Link, wenn das erlaubt sein sollte, bin ich mir nicht sicher wg. Urheberrecht etc.: http://youtu.be/Wxc6iqRC-n8
    Und nicht jeder hat die gleichen Vorstellungen von dieser besseren Welt, so, wie die Bibel in manchen Punkten nicht ganz eindeutig zu verstehen ist. Aber man kann seine Ansichten einbringen. Ohne, dass es eine Verpflichtung zur absoluten Wahrheit gibt. Sondern ein Austausch. Und man bekommt liebevolle „Warnungen“, wenn man wie ich zu emotional reagiert und am liebsten alle 16 Thesen verbreiten würde. Aus der Sorge und dem Interesse heraus, dass dies mir schaden könnte. Ganz ohne mich zu kennen! Das bezeichne ich für mich persönlich als brüderliche Liebe.

    Und jetzt ich, mit der Situation konfrontiert, dass mein Kind eine Zeit erlebt hat in der es sich das Leben nehmen wollte, offenbar dadurch, dass sie mal ein Zeuge Jehovas war, immer noch eine unfassbare Angst, ja Todesangst vor einem strafenden Gott hat. Und ich mich frage immer wieder wer ihr das nur so vermittelt hat oder woher dies rührt. Nur jetzt wo ich weiß, dass sie tagtäglich gegen eine unfassbare Angst kämpft kann ich mir ihr mitkämpfen und das gibt mir wiederum die Zuversicht, dass wir es schaffen. Wenn es auch dauern mag und es wohl Rückschläge geben wird.

    Ich habe in den letzten Tagen viel Hilfe erhalten. Nur, niemand hat mir etwas aufgewungen, mach das so. Sondern mir wurden Hinweise, umfangreiche Informationen usw. gegeben aus denen ich mir das mir in der Sache am geeignetste aussuchen konnte. Ohne Zeigefinder! Und ich bin sicher, dass viele für mich gebetet haben.

    Und jetzt stelle ich mir noch das folgende Szenario vor:

    Wer völlig unvermittelt, so wie ich, die Information erhält, dass das eigene Kind sich umbringen wollte, der muß mit irgendjemand darüber reden, oder springt selber von der nächsten Brücke.

    In meinem Fall blieben „weltliche“ Verwandte oder Freunde. Nur, die würden mir den Rat geben, geh‘ bloß aus dieser Sekte raus, Du siehst ja, was Du davon hast…
    Oder mich an einen Ältesten oder vertrauten Bruder/Schwester wenden. In meiner Versammlung und auch in der vorherigen gibt es ganz liebe und sehr mitfühlende Älteste. Privat ganz wertvolle Menschen. Nur, sobald diese Anordnungen von oben bekommen, wirken sie wie fremdgesteuert. Und einfach JEDER hat bisher für den treuen und verständigen Sklaven öffentlich gebetet. Es häuft sich in den letzten Wochen.
    Ich habe es in Gedanken durchgespielt, wenn ich von dem Brief meiner Tochter erzählen würde. Nur, ich könnte mit KEINEM darüber reden. Denn, was würden sie mir raten: „Ja, Du tust uns so leid, aber wenn man die Wahrheit, wie Deine Tochter, verläßt wird man nicht glücklich. Oder…hier sieht man wie sich das erfüllt, man man erntet was man sät. Du darfst keinen Kontakt mehr mit ihr haben sonst steckt sie Dich noch an“ „wir beten für Dich“ (das tun sie dann bestimmt auch) usw. und mir Auszüge aus unserer Literatur besorgen, wie man Eltern trösten kann, deren Kinder nicht mehr „in der Wahrheit“ sind. Oder, der Älteste würde sich an die Mitältesten wenden und man würde einen Hirtenbesuch machen.
    Und diese hätten wirklich den aufrichtigen Wunsch mir zu helfen. Würden Zeit und Kraft investieren um mich zu trösten. Und doch wäre es kein Trost. Könnte ich ihnen das also sagen? NIE, weil ich sie nicht verletzen will. Ich würde sie in einen entsetzlichen Gewissenskonflikt bringen. Es sind doch auch meine Brüder! Ich könnte nur Jehova sagen: Vater, vergib Ihnen dess sie wissen nicht was sie tun.

    Der Tagestext 17. Mai 2011 paßt so gut, hier der erste und der letze Satz:
    ZITAT:
    „Dass wir unseren Platz in der Versammlung gefunden haben und zu schätzen wissen, zeigt sich unter anderem, wenn wir die Klasse des „treuen und verständigen Sklaven“ und seine leitende Körperschaft voll und ganz unterstützen“ und
    letzer Satz:
    „Halten wir uns eng an die Anleitung der Sklavenklasse, dann wird uns Jehova segnen, ob als Einzelne oder als Familie. w09 15. 11. 3:2, 3.

    Kommentare wie sie schon da waren in Sachen „pro Leitende Körperschaft“ finde ich positiv. Weil, zum einen ist ja nicht alles schlecht, was uns vermittelt wurde und wird und andererseits hilft es mir auch meine Brüder verstehen zu lernen. Und wenn dies hier ein organisationstreuer Christ zu Ende gelesen hat. Lieber Bruder, liebe Schwester: Teile uns doch hier mit, was Du im Herzen fühlst, warum Du dem Sklaven vertraust. Nicht mit vorgegebenen Schriftstellen aus der WT-Library sondern was Du in Deinem Herzen für den „Sklaven“ empfindest.

    Ich kann niemandem vertrauen, nicht weil er mich ggf. auch in guter Absicht und ohne es zu wollen belogen hat, oder es sich selber so sehr gewünscht hat, dass er daran geglaubt hat, es würde sich erfüllen sondern WEIL ER SICH NICHT ENTSCHULDIGT. Und so zieht eine Lüge die andere nach sich damit das Lügengebäude nicht einstürzt.
    Und, man kann doch nicht mit 2/3 Mehrheit über Leben und Tod entscheiden.

    Ich für mich empfinde es jedenfalls als Segen Jehovas, dass ich mit Gleichgesinnten die Wahrheit reden kann.

    Alles Liebe und ganz viel Segen von oben wünscht Anna

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Liebe Anna,
    danke für deine auferbauenden Worte. Du sprichst uns wirklich aus dem Herzen. Wir freuen uns das es dich gibt. Deine mitfühlende Art, zeigt, dass du ein gütiger und liebevoller Mensch bist. Auch deine Ermunterung tud uns gut, da ein Ältester in Urlaub ist und die anderen krank sind (mich eingeschlossen), bauen deine Worte zur richtigen Zeit auf. Danke. Du hast völlig recht, es gibt so viele liebevolle Brüder in den Versammlungen und wenn man dann einmal offen und ehrlich seine Gefühle äußert, dann ist es so als ob ein „Fremdsteuerungsmechanismus“ einsetzt und der Bruder oder die Schwester sich komplett abwendet. Das schmerzt sehr oft. Vertrauen wir deshalb auf unseren himmlischen Vater und harren gemeinsam aus. Als freie Christen in der Gemeinschaft der Gläubigen weltweit. LG Bruderinfo 🙂

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Brüder und einfach alle:
    ich bin wirklich tief gerührt…Herzlichen Dank! Und gute Besserung!!!
    Mein aufrichtiger Wunsch ist, dass noch organisationstreue Mitbrüder zum Nachdenken kommen. Da sitzen Gott hingegebene Brüder und Schwesten in den Versammlungen und werden manipuliert. Teilweise hochintelligente Menschen. Ich habe meiner Tochter erzählt, dass Christen für sie und mich mitfühlen und beten. Den Rest, ob sie Gott lieben kann oder nicht überlass ich Jehova. Wie ich den Kommentaren entnehmen durfte wurden schon viele Schafe Jehovas geschlagen.
    Gestern spät abend und jetzt nochmal habe ich mir das Offenbarungs-Buch durchgeblättert, mir die Bilder mit Schaudern angesehen. Ich sage das nicht, um die Diskussion über Fratzen, oder was auch immr wieder aufleben zu lassen. In jeder Bildergalerie kann man aus Bildern das eine oder andere für sich heraussehen. Nur, diese Bilder sind einfach eindeutig nicht jugendfrei! Wir werden ja immer wieder vom SKLAVEN gewarnt, bezüglich dem, was wir an Bildern in unseren Sinn lassen. Ein kleines Kind mit viel Phantasie, was geht in diesem vor, wenn es diese Bilder sieht… Und Woche für Woche wurde im VBS das Buch betrachtet. Auch das könnte Angst auslösen. Ich habe es 3x durchnehmen müssen. Und ich kann nun für mich nicht mehr nachvollziehen, warum ich dieses Buch meinen Kindern nicht verboten habe… Vor Harry Potter oder ähnlichem wird gewarnt, was aber bitte ist da der Unterschied? Ihr lieben Brüder, wenn ihr Kinder habt, versteckt dieses Buch! Würde ein Kind dieses Buch in die Schule mitnehmen, der Lehrer konfisziert es und sucht ein Gespräch mit den Eltern.
    Einen gesegneten Abend und nochmals herzlichen Dank wünscht Anna (Realist, mitteln im Leben stehend und doch immer noch Träumer)

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Liebe Anna, aus deinen Worten spricht soviel Herz und man spürt förmlich die Liebe – Danke dafür !!!
    Ich kann Deinen Kommentar nur dreimal dick unterstreichen!
    Ich wünsch viel Kraft und Weisheit um mit Deinen Sorgen klar zu kommen!
    Lg. Matthäus

  • Shannon
    September 9, 2011

    Liebe Anna,

    ich kann die Gedanken deiner Tochter nachfühlen. Auch für mich gab es einmal eine Zeit, in der ich als junge Frau unbedingt von Zuhause wegkommen wollte, weil mir das Korsett in der Versammlung zu eng war und mir mein Zuhause noch enger vorkam. Ich habe Jahre gebraucht, um mit den Schuldgefühlen fertig zu werden.
    Wie du siehst, bin ich zurückgekehrt und das ganz freiwillig. Aber ich musste meinen eigenen Weg finden, so wie jeder junge Mensch seinen Weg finden muss.
    Dummerweise pfropfen sich auf Schuldgefühle Selbstzerstörungs-Mechanismen drauf. Das einzige, was du für deine Tochter tun kannst, ist sie so zu lieben, wie sie ist. Glaube nur nicht, dass bei meinen 4 Töchtern alles so gelaufen ist, wie ich es mir als Mutter vorstelle. Von Alkohol/Drogensucht/Magersucht die eine, bis vom Partner mit dem Messer bedroht werden die andere, ich hab alles durch. Und du stehst da und kannst nicht viel tun, außer abwarten.
    Inzwischen ist das Geschichte, aber wenn ich so deine Beiträge lese oder solche Geschichten in der Therapie mitbekomme, kommen auch die alten Gefühle wieder hoch. Glaub mir, ich kenne keine Familie, wo alles glatt läuft. Ich umarme dich. Sei einfach nur da für deine Tochter, das ist es, was sie braucht.

    Ganz liebe Grüße
    Shannon

  • Manfred
    September 9, 2011

    Liebe Anna,
    Ich möchte mich den Worten von Bruderinfo anschliessen und bin froh dass es Dich gibt.
    Du schreibst Deine Kommentare in einer Weise, die zu Herzen gehen. Obwohl Du genau weißt, dass Du Dich mit den Brüdern in der Ortsversammlung nicht über die hier gehörten Wahrheiten austauschen darfst, weil sie sonst versuchen alles kaputt zu machen, denkst Du sogar an diese Brüder und willst sie nicht belasten.
    Diese würden ohne mit der Wimper zu zucken Dein Kind über die Klinge springen lassen, Hauptsache Du hältst Dich an die Anweisungen wie man mit Ausgeschlossenen umgehen soll. Das was Du dadurch zum Ausdruck bringst ist das was Jesus meinte wenn er sagte man solle seine Feinde lieben. Ich habe großen Respekt vor Deiner Einstellung und würde mir wūnschen ich könnte genauso handeln.
    Deinen Kommentar sollten sich alle Ältesten ausdrucken und sich nochmal durch lesen wenn sie einen ermunternden Hirtenbesuch machen möchten.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du Deinem Kind die Angst vor dem Gericht nehmen kannst und ihr wieder zueinander findet. Du kannst gerne meine Grüße unbekannterweise ausrichten.
    Ganz herzliche Grüße sendet Dir Dein Bruder Manfred

  • Akazienholz
    September 9, 2011

    Einfach Klasse Anna, mehr kann ich nicht dazu sagen/schreiben. So schreibt, denkt und fühlt nur jemand der aufrichtig seinen wahrhaftigen Glauben leben möchte. Ohne Geschnörgel und eindrucksvollen Worthülsen. „-Hier stehe ich und ich kann nicht anders!!!-“ und so hoffe ich auch, das all die Brüder und Schwestern die uns allen NICHT egal sein dürfen UND DIESES VON HERZEN KOMMENDE PLÄDOYER lesen ebenfalls es so in Ihr Herz lassen.
    Hier spricht eine Mutter die sich sorgt um den Zustand Ihres Kindes.

    Aufrichtige Menschen die Jehova und Christus lieben, können niemals von Menschen wirklich angegriffen werden.

    Danke nochmal Anna für diese Zeilen.

  • Entmutigter Bruder
    September 9, 2011

    Liebe Anna,

    vielen Dank auch von meiner Seite für Deine offenen und lieben Gedanken, die einen sehr ermuntern, aber auch nachdenklich stimmen sollten.

    So hoffen wir, dass doch viele Brüder, vor allem, diejenigen, die aktiv verbunden sind, sich über diese Punkte ernsthaft, gebetsvoll und ehrlich Gedanken machen und nicht blind irgendwelchen Anweisungen einer MENSCHLICHEN Organisation folgen („ohne Rücksicht auf Verluste“)!

    Viel Kraft besonders auch mit Deiner Tochter!

    Liebe Grüße.

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Liebe Anna,
    ich bin froh, dass du hier findest, was dir in der Versammlung verwehrt bleibt.
    Das all dies für dich furchtbar sein muss, kann wohl jeder hier gut nachvollziehen.

    Meine Sorge ist nur, dass es dich trotzdem irgendwann einmal zerreisst, weil du JEDEM gerecht werden willst und das kann kaum einer bewerkstelligen.

    Aber bei Gott und Jesus bist du ja geborgen, sie finden es bestimmt richtig, dass du deiner Tochter beistehen möchtest. Mit ihrer Hilfe wird es dir bestimmt irgendwann gelingen, deiner Tochter so nach und nach die Angst zu nehmen.
    Sie werden dir Beistand geben und die richtigen Worte finden lassen.

    LG Ulli

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Ulli,
    hab‘ Deinen Kommenar gerade erst gelesen. Du hast eine großartige Bibelkenntnis und kannst vieles gut analysieren. Momentan schaffe ich den Spagat zwischen Ortsversammlung und Organisation. Und den Rest überlasse ich einfach Jehova. Spirituell austauschen kann ich mich mit sehr vielen Menschen. Manchmal treffe in der Stadt wo ich wohne Menschen, völlig fremde Menschen! die sich mit mir unterhalten. Ich sehe diese vermutlich nie wieder etc. aber, ich kann es nicht anders formuliern, wir reden miteinander… Selbst an der Kasse beim Einkaufen passiert mir das. Nur ein Beispiel: Heute mittag habe ich mir Spargel an einem Marktstand gekauft, weil ich dachte ich muss mal wieder was anständiges essen und an dem Stand darüber mit der Verkäuferin darüber geredet, wie großartig unser Schöpfer uns mit Geschmacksnerven ausgestattet hat. Sie hat mir zugestimmt und wir haben uns wirklich fröhlich verabschiedet. So versuche ich – oft ohne es zu planen – den Menschen den glücklichen Gott Jehova zu vermitteln. Das erscheint in keinem Preditgtdienstbericht. Nur, wie schon von mir kommentiert ist: über die tiefen Dinge Jehovas zu reden ist in den Ortsversammlungen wenig Raum. Nicht kein Raum, nur, man ist gegenseitig sehr vorsichtig. Ich sehe mein Hingabegelübte zu Jehova so wirklich als rückhaltlose Hingabe. OHNE Netz. Und stelle mir immer noch ein Trapez mit Jehova als demjenigen, der „auffängt“ vor. Weil, und diese Erfahrung habe ich auch in den letzen Tage gemacht. Jehova reicht uns immer wieder seine Hand.
    Und Dank unsers freien Willens können wir die Hand Jehova ergreifen oder es auch sein lassen. Jetzt fehlt mir schon wieder ein Lied im neuen Buch! Wo ist denn das Lied geblieben „Nimm doch Gottes Hand“. Das war so wunderschön. Oder „Wirf die Bürde auf Jehova“. Bevor ich allzu melancholisch werde und sich wieder Brüder Sorgen um mich machen… Gute Nacht! Anna

  • Micha
    September 9, 2011

    Hallo liebe Brüder da draussen, liebe Schwester Anna!

    Es ist wunderbar soviele erbauende frei geäußerte Worte und Kommentare des Glaubens zu den Themen von „Bruderinfo“
    zu lesen und somit auch geistig erbaut zu werden.
    An allen meinen Dank.
    Bei vielen Kommentaren kann ich mich hineindenken weil eben
    die gleichen Probleme an mir nicht spurlos vorüber gehen.
    Ich lese zum widerholten male den Gewissenskonflikt von R.F.
    in welchem wir uns (so glaube ich) Alle befinden.
    Es ist nicht leicht diesen Spargat zu machen, das heißt zur Versammlung zu gehen mit unserem Wissen und bei vielen Lehrpunkten ruhig zu bleiben.
    Der Gerechtigkeitssinn!
    Wie Anna schon sagte: Und einfach JEDER hat bisher für den treuen und verständigen Sklaven öffentlich gebetet.Es häuft sich in den letzten Wochen.
    Bei uns in der Versammlung in den letzten 2 Jahren „EXTREM „.
    Liebevolle Älteste gibt es, 2 Sanftmütige und 12 zu Eis erstarrte.
    Sie wirken auch wie fremd gesteuert, kein Herz.
    Das Mustergebet Jesu zeigt uns eindeutig: Kein Sklave.
    Kommt in der Bibel nicht vor, jedenfalls nicht im Mustergebet!
    Es ist richtig wie Alois sagt noch einigen Brüdern zu helfen, sie
    aufzuwecken. Es ist dennoch sehr schwer und wenn man an den Falschen gerät trotz Vorsicht und Einfühlsamkeit wird man ehe man sich versieht ,als abtrünnig abgestempelt.
    Das kann ganz schnell gehen.
    Vom Kopf her kann ich nun nicht mehr regelmäßig zur Versammlung gehen aber mein Herz ist beim Allmächtigen und bei meinem Herrn Jesus Christus und bei meinen Brüdern.
    Anna, ich freue mich für Dich und Deine Tochter.
    Gott ist LIEBE.
    Es ist wunderbar für ein Elternteil sein KIND gewonnen zu haben und das Kind solch ein Vertrauen zur Mutter hat und es sich so öffnet indem tiefste innere Gedanken und Gefühle aber auch Ängste ausgesprochen werden können.
    Ich wünsche Euch beim Gedanken austauschen Gottes Segen.
    Das Gebet und Gottes Wort die Bibel sind Euch sicher eine Hilfe.
    Dein Kommentar vom 14.Mai zum Thema Bewusstseinskontrolle wollte
    ich kurz anmerken das wir ALLE ERDENMENSCHEN oder Weltmenschen sind.
    Dieses Wort Weltmensch entspricht eindeutig der Organisation oder Sklavensprache.
    Zum Thema Einflussnahme kann ich mich deines Kommentares nur anschließen.
    Wir waren auch eine glückliche 3-köpfige Familie suchten nach dem Sinn des Lebens.
    Wir waren keine Atheisten aber auch keine getauften Christen weil wir die Handlungsweise der Kirchen verurteilten.
    Aber wir waren gottgläubig und im Besitz einer Bibel welche wir aber nur dürftig kannten.
    Wir glaubten schon immer an Jesus Christus welcher für alle Menschen gestorben war, als Lösegeld an einem Pfahl.
    Somit hatten Zeugen Jehovas bei uns eine gute Grundlage oder Fundament um ein gutes Glaubensgebäude zu errichten.
    Dafür sind wir auch sehr dankbar , dass wir nun Gott und unseren Herrn Jesus kennenlernen konnten.
    In Johannes 14 Vers 26 wird uns ja durch Gott zugesichert das er uns sein Sohn schickt welcher uns den heiligen Geist gibt welcher uns lehrt und erinnert.
    Natürlich haben wir auch erfahren das hinter allem die Organisation der Zeugen Jehovas steht.
    Von Manipulation war zu diesem Zeitpunkt nicht die Rede.
    Dazu muß angemerkt werden das wir hinter dem eisernen Vorhang gelebt haben, in Berlin- OST,in der ehemaligen DDR.
    Dort gab es ein ungeschriebenes Gesetz: Über den Vater dürft ihr alles erfahren und erzählen und über die Mutter NICHTS!!!
    Im Dienst ging es los, nur mit der Luther Bibel, sonst nichts.
    Das war auch gut so also keine Werbung für eine Organisation.
    Nach dem Mauerfall war man nun neugirig wie sich nun alles verändern würde.
    Ein eigener Königreichsaal wurde gebaut, Hilfspionierdienst wurde öfter durchgeführt und die tägliche Arbeit sowie Kindererziehung,
    Vorbereitung u.s.w.ließen einem keine Zeit mehr richtig nachzudenken.
    Wir waren bis zur Jahrtausendwende wie in einem Hamsterrad und
    fragen uns heute wo die Zeit geblieben ist.
    Um 2003 fingen wir wieder an mehr in der Bibel zu lesen, wie zu DDR – Zeiten als den Wachtturm zu studieren.
    Wir stellten fest das es häufig Dinge gab die der Bibel widersprachen nämlich den Sklaven zu Ehren oder IHM UNEINGESCHRÄNKT zu folgen, um ein Beispiel zu nennen.
    Wir bemerkten also ab ca 1999 das wir nicht Gott und Christus folgten sondern uns wurde immer mehr klar das wir einer ORGANISATION oder einem Sklaven folgen.
    Wir wussten all die Jahre das etwas nicht stimmt aber seit ca 2 Jahren stimmt EXTREM etwas nicht.Der Sklave will eine Ehre die ihm nicht zusteht.
    Psalm 146:3 Setzt euer Vertrauen nicht auf dem Sohn des Erdenmenschen bei dem es keine Rettung gibt sondern vertraut auf den Gott Jakobs.
    1.Tim.2:5 Einer ist Euer Mittler, der Mensch Jesus Christus welcher für alle Menschen an einem Pfahl gestorben ist.
    Wir erfuhren dann nach und nach das die Organisation auch als NGO – Mitglied der UNO, die der Sklave ja verteufelt,tätig wurde.
    Wozu Körperschaft öffentlichen Rechts werden um sich den anderen Kirchen anzugleichen?
    Diese Recht wurde erstritten , nicht zuerkannt.
    Was ist mit dem Zivildienst und vielen anderen Dingen?
    Wir haben Monate zum Schöpfer gebetet weil wir wussten es stimmt etwas nicht.Dann kam die Antwort.
    Der Höhepunkt war dann 2008 “ Der Gewissenkonflikt“ von R.Franz.
    Was haben wir gebetet um Ruhe und Schlaf.
    Jetzt hatten wir unseren Herzensfrieden wieder.
    Nun wurde allmählich unser Joch wieder sanft und die Last leichter.
    Juni 2010 kam Bruderinfo dazu. Gott hab Dank!
    Nur durch Hintergrundinformation wird man aufgeklärt und wach, erfrischend wach.
    Vorher muss man selbstständig denken und in der Bibel lesen und forschen wie es hier alle im Forum tun.
    Erwachen tut natürlich auch weh.
    Nun der Ballanceakt andere zu wecken, zu retten.
    Es ist sehr schwer und gefährlich.
    Im 1.Korinther 13 Vers 4 heißt es: „Hoffnung für alle“
    4 Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht verbissen, sie prahlt nicht und schaut nicht auf andere herab.
    5 Liebe verletzt nicht den Anstand und sucht nicht den eigenen Vorteil, sie lässt sich nicht reizen und ist nicht nachtragend.
    6 Sie freut sich nicht am unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt.
    7 Liebe ist immer bereit zu verzeihen, stets vertraut sie,
    sie verliert nie die Hoffnung und hält durch bis zum Ende.
    In diesem Sinne grüße ich Euch alle da Draussen.

  • Dennis
    September 9, 2011

    Lieber Micha,

    mit Interesse habe ich deinen (euren) Werdegang gelesen und deine Einschätzung was K.d.ö.R. kann ich einfach nur unterstreichen. Es ist eine Sache „Gott mehr zu gehorchen als Menschen“ (od. Regierungen), wenn es um Grundrechte wie freie Religionsausübung incl. Predigtdienst usw. geht.

    Es ist aber etwas völlig anderes wenn man in einem jahrelangen Rechtsstreit mit Unsummen an Spendengeldern mit allen Mitteln versucht einen Privilegiertenstatus vor Gericht zu erstreiten, der jeder bibl. Erkenntnis widerspricht. Es ist wie Hohn einen Kreiskongreß mit dem Titel zu versehen „Ihr seit kein Teil der Welt“ und das einfache „Volk“ darüber zu belehren wie wichtig es ist auch im Kleinen, z.B. das Tragen eines Fußkettchens (thematisiert vom Bezirksaufseher Cekuta) auf die Trennung zur Welt zu achten.

    Wie lange lassen sich die Brüder das noch bieten? Ich weiß es nicht, aber die meisten haben sich unbewusst die „Delstop“-Strategie (George Orwall „1984“) zu Herzen genommen.

    Die anderen sind auch der Suche nach einem Ausweg und werden ihn hoffentlich bald finden!

    LG
    Dennis

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Anna,

    ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ich dir mit meinem Beitrag helfen könnte. Was du durchmachen musstest, hört sich wirklich schrecklich an und ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie du dich fühlen musst.
    Aber den Punkt mit der christlichen Freiheit hast du wunderbar erkannt. Die Wahrheit macht uns frei, FREI. Jesus macht uns frei und wenn man es endlich geschafft hat, von der Organisation weg zu kommen und diese christliche Freiheit erleben darf, dann ist man Gott jeden, wirklich jeden Tag dafür dankbar. Mir geht es so.
    Anfangs habe ich nicht gewusst, an wen ich mich nun wenden soll, wo ich glaubensmäßig hingehöre. Aber ich habe auf Gott vertraut und er hat mich zu wunderbaren Christen geschickt, mit denen ich christliche Freiheit und dennoch echten Glauben erleben darf. Das ist möglich und es gibt einem so viel neue Kraft. Man kann das Leben auf einmal mit völlig anderen Augen sehen und die Dinge sind auf einmal so klar. Dann wird die Angst immer kleiner bis sie irgendwann weg ist und man endlich FREI leben darf im Vertrauen auf Gottes Gnade. Ich habe solche Ängste auch erlebt und ich weiß, mit welch schlechtem Gewissen man leben muss, immer in der Angst, was ist, wenn die Zeugen doch recht haben. Und man dennoch ihren Lehren nicht gerecht werden kann und auch mit dieser Angst leben muss. Aber die Wahrheit wird uns davon frei machen. Dieser Satz bekommt im Nachhinein eine ganz neue Bedeutung, wenn bei den Zeugen war das nur eine Scheinfreiheit. Eigentlich war man gefesselt und geknebelt von der Angst. Dieser beklemmenden Angst. Aber die Wahrheit macht in der Tat frei. Wirklich frei!
    Vorher haben die Zeugen einem erzählt, dass es nur bei ihnen echte Liebe untereinander gibt. Aber wenn man dann mit anderen Christen zusammen ist, DANN erkennt man erst, was es wirklich bedeutet, Liebe untereinander zu haben. Das ist einfach ein unbeschreiblich tolles Gefühl und kann einen oft zu Tränen rühren.
    Ich wünsche dir und deiner Tochter solche Erfahrungen mit liebevollen, echten Christen und mit Gott, die dich ihre und Gottes Liebe und Nähe spüren lassen. Vertraue ganz fest darauf, dass du das erleben wirst!
    Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Gottes Hilfe!

    Deine Svenja

  • Shannon
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    danke für deine ermunternden Beiträge. Trotzdem würde mich interessieren, in welcher Gemeinschaft du ein neues „religiöses Zuhause“ gefunden hast.
    Was die Liebe und den liebevollen Umgangston betrifft, gebe ich dir recht, es gibt auch andere Gemeinschaften, wo das der Fall ist. Ich habe in dem Gebäude, in dem meine Praxis untergebracht ist, eine freikirchliche Gemeinde als Nachbarn. Die Art, miteinander umzugehen, hat mich sehr an die Zeugen Jehovas erinnert.

  • Thomas U.
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    Du schreibst: „ich habe auf Gott vertraut und er hat mich zu wunderbaren Christen geschickt, mit denen ich christliche Freiheit und dennoch echten Glauben erleben darf.“

    Könntest Du bitte sagen, was das für Christen sind? Das interessiert mich.

    Liebe Grüße
    Thomas

  • Thomas U.
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    noch einmal ich. In Deinem Kommentar vom 19. Mai schreibst Du:

    „Aber darüber hinaus gibt es so viel mehr. So viele ehrliche Christen, die sogar ebenfalls missionieren. Das ist kein Ding, dass die ZJ für sich allein gepachtet haben. Anderswo ist man sogar viel erfolgreicher als die ZJ.“

    Ich gehe mal davon aus, Du meinst die gleiche Gruppe. Das macht mich noch neugieriger. Wie wird dort missioniert? Systematisch? Oder vorwiegend informell? Oder beides?

    Kennt außer Svenja noch jemand christliche Gruppierungen, die missionieren? Wenn ja, welche? Und was glauben die so?

    Liebe Grüße
    Thomas

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Shannon und Thomas,

    ich selbst gehe zur ev. Stadtmission. Das ist so eine Art „Zwischending“ zwischen der Landeskirche und der Freikirche und nimmt meiner Ansicht nach von beidem die Vorteile mit. Allerdings glaube ich nicht, dass es ein „Patentrezept“ gibt, in welche Gemeinde man gehen muss/soll. Das muss vermutlich jeder für sich selbst herausfinden und es kommt eben auch auf die spezielle Gemeinde an. Denn leider scheint es nicht DIE richtige Gemeinde zu geben. Allerdings kann ich jedem empfehlen, es einfach mal auszuprobieren, den Schritt zu wagen und sich anderes anzuschauen. Ist ja unverbindlich. Ich weiß noch genau, wie aufgeregt ich bei meinem ersten Gottesdienstbesuch war, zumal ich Probleme hatte, mich auf Neues einzulassen, da ich immer noch die Rede der ZJ im Ohr hatte, dass die Kirchen ja die Hure Babylon sind. Ich war also sehr misstrauisch, wurde aber positiv überrascht.
    Natürlich steht und fällt auch viel mit dem Prediger, der predigt, aber selbst wenn einem mal was komisch vorkommt oder unverständlich ist, dann darf man natürlich fragen, darf auch anderer Meinung sein und darüber diskutieren.
    Die ev. Stadtmission hält sich eng an die Bibel, was mir persönlich besonders wichtig ist. Außerdem hält sie sich nicht mit einer besonderen Liturgie auf, wie es ja oft in der Landeskirche der Fall ist und mir persönlich sehr fremd wäre.
    Das bedeutet, Gottes Wort ist der Maßstab und man richtet sich darauf aus. Wie es eben meiner Meinung nach sein sollte. Falls ihr noch mehr Fragen habt stehe ich gern zur Verfügung.

    Wie gesagt, schaut euch andere Gemeinden an, macht euch damit vertraut und mit Gottes Unterstützung werdet ihr neue liebe Christen finden, die es ebenso ernst meinen wie ihr!

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo Edel,

    herzlich willkommen! Bist du in einer Versammlung „aktiv“ oder warst du es? 1. Kor. 7:23 ist ein passender Vers.

    LG
    Dennis

  • Shannon
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    der Antwort-Button geht bei dir nicht mehr: Du bist also der Meinung, Jehovas Zeugen, die es in den Versammlungen nicht mehr aushalten, sollen sich eine neue christliche Gemeinde suchen? Warum? Weshalb soll ich ein Paar durchgelatschte Stiefel gegen ein anderes ausgelatschtes Paar austauschen, wo sich meine Füße doch barfuss viel freier fühlen? Was für ein Glaube ist das, der so austauschbar ist?

    Zu welchem Gott betest du? Glaubst du an ein Ende dieses Systems oder kommen wir alle in den Himmel?
    Dass es Brüder und Schwestern in den Versammlungen nicht mehr aushalten ist eine Sache, aber dass sie gleich ihren Gleuben verlassen sollen, das ist keine gute Idee.

  • Salomo
    September 9, 2011

    Hallo Shannon,

    ich finde das mit der Versammlung auch wichtig. Da Christus das Haupt der Versammlung ist, und an die sieben Versammlungen Briefe schreiben lässt, sollte es diese auch heute irgendwo geben. Die ersten Christen waren keine Einzelkämpfer, sondern bildeten christliche Gemeinden, die sich regelmäßig trafen und in Liebe vereint waren. Und wenn du schon eine gewisse Reife erlangt hast, kannst du die Aufgabe eines Hirten übernehmen und der andere anleitet, beisteht und tröstet. Wenn du keine akzeptable Versammlung in deiner Nähe hast, kannst du ja wie Paulus neue Versammlungen gründen, indem du neue Jünger gewinnst. Natürlich ist es bequemer nicht die Unvollkommenheiten und Schwächen anderer tragen zu müssen oder die Arbeit einer Versammlungsgründung auf sich zu nehmen. Doch das zeugt meiner Meinung nach von einer gewissen Portion Egoismus.
    Liebe Grüße Salomo

  • Karl
    September 9, 2011

    Liebe Shannon,

    was für eine Alternative siehst du?

    Weiterhin in die Versammlung gehen und die geistige Speise weiterhin schlucken, auch wenn man weiß, dass sie nicht zur Lehre Jesu gehört?

    Weiterhin einer Organisation angehören, die in Malawi und anderen Länder zur Verfolgung der Brüder beiträgt und jährlich zu UNO-Treffen geht?

    Ich habe das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren können, stehe aber fester im Glauben als je zuvor!

    Man merkt, dass bei dir die Sklavenlehre immer noch zieht, weil du den Ausstieg aus der Versammlung mit den Abfall vom Glauben verbindest!

    LG
    Karl

  • Shannon
    September 9, 2011

    Nein Karl, die Sklavenlehre zieht bei mir überhaupt nicht, ich bin schon viele Jahre aus der Organisation raus. Aber ich habe einen guten Familienverband (Eltern und Geschwister sind Zeugen) und einen guten Freundeskreis (in der Welt), dazu noch 4 Töchter und 4 Enkel. Also, ich bin nicht alleine.
    Die Alternative ist entweder Bruderinfo oder kleine Bibelkreise, für mich zumindest. Ich bin nicht bereit, in eine chrsitliche Gemeinde zu gehen, in der weder Jehova, noch Jesus den Stellenwert hat, der ihm gebührt. Und eine Religion, wo der Name Gottes nicht mal genannt wird, kommt für mich schon gar nicht in Frage, egal welchen Anstrich sie hat.
    Fazit: Lieber bin ich Einzelkämpfer, als meinen Glauben verlieren.

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Shannon (ich hoffe, der Beitrag kommt an die richtige Stelle, damit du ihn lesen kannst),

    es ist ja auch total richtig, sich nicht einer Gemeinde anzuschließen, die ebenfalls wieder falsche Lehren vertritt. Das wäre dann wirklich ein paar falsche Schuhe gegen ein nächstes Paar falsche Schuhe austauschen. Das würde keinen Sinn machen. Bibelkreise finde ich super, ich geh auch in einen Hauskreis. Da kann man sich auch super austauschen.
    Hast du denn eine andere Gemeinde schon mal ausprobiert und warst enttäuscht? Ich hab auch schon ein paar Gemeinden ausprobiert und von ein par war ich auch nicht so begeistert. Aber das ist für mich auch ein Teil meiner christlichen Freiheit, dass ich da ja nicht hingehen muss. Ich denke nicht, dass es DIE Gemeinde gibt, in der alles perfekt ist. Aber in allen Gemeinden (meiner Meinung nach auch bei den ZJ) gibt es überall Christen, die es ernst meinen und gerettet werden.
    Für mich müssen in einer Gemeinde gewisse „Basics“ nenn ich es mal, einfach stimmen. Die, bei denen es nach Überprüfen der Bibel einfach keinen Zweifel gibt (dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, z.B. und viele andere Dinge). Darüber hinaus gibt es einfach Punkte, die wir aus der Bibel interpretieren müssen und da gibt es zwangsläufig unterschiedliche Interpretationen. Mit diesen kann ich mich dann auseinandersetzen und sehen, welche mir plausibel erscheint.
    Dafür können Bibelkreise oder hier das Internet ein Forum sein, das kann aber genau so gut in einer Gemeinde passieren.

  • Karl
    September 9, 2011

    Liebe Shannon,

    Jesus hat den Namen des Vaters bekannt gemacht, ja.
    Aber höchstens das Tretragrammaton JHWH.

    Jesus war Jude und die Juden sprachen und sprechen nach wie vor das Tetragramm nicht aus! Und das aus Ehrfurcht vor dem Namen!

    Jesus hat nie den Namen ausgesprochen, weil er ja Jude war!
    Logisch oder?

    Du hängst noch an der Sklavenlehre, das beweisst nämlich deine Wichtigtuerei im Bezug des Namen Gottes. Dass die Aussprache „Jehova“ von einem katholischen Mönch erfunden wurde und falsch ist, stört dich dabei scheinbar nicht!

    Wenn und wenn überhaupt, dann ist „Jahwe“ richtig. Alles sprachwissenschaftlich bewiesen! Aber das stört weder dich noch den Sklaven!

    Dank Jesus Christus dürfen wir zu Gott „Vater“ sagen!
    Nennst du deinen leiblichen Vater beim Vornamen?
    Ich schätze mal nein.

    Wie kannst du dann den allmächtigen Schöpfer mit einem Namen ansprechen, der zu allem Überfluss auch noch falsch ist, wenn du Vater zu ihm sagen dürftest?

    LG
    Karl

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Lieber Karl,
    wir verstehen deinen Eifer und das du deine Wahrheit anderen kundtun möchtest ist sehr schön. Beachte aber bitte deine Umgangssprache und den Glauben des Anderen, wie auch immer der sein mag. Bestimmte Muster die wir in der Versammlung gelernt haben übertragen sich oft nach vermehrter Erkenntnis auf einen anderen Aspekt der Überzeugung. Mach nicht den Fehler aus einer Engstirnigkeit in die andere zu laufen. Keiner von uns, egal wie weit er in der biblischen Wahrheit voranschreitet ist besser als der Andere. Bedenkt das bitte. Die Liebe und der Respekt vom Anderen ist weit wichtiger als Zurechtweisung oder Rechthaberei. Wir alle gemeinsam sitzen im gleichen Lebenszeitalter fest, bemühen wir uns doch stattdessen um Ehrehrbietung und freundlichen Umgang. Fragen wir uns doch wie rücksichtsvoll Jesus mit seinen Jüngern umging. Ahmen wir Ihn nach. Versucht die geistigen Früchte aus Galater hervorzubringen, denn an Ihren Früchten werden wahre Diener erkannt und nicht daran ob man den Namen Gottes so oder so ausspricht. Jehova oder JHWH oder Jahwe oder Allmächtiger oder Vater ist nicht das wichtigste, sondern die Herzenseinstellung dazu. Was nützt es wenn du Jehova anbetest und deinen Bruder aber vorher gedemütigt oder beleidigt hast. Nichts. Das Herz ist wichtig und die Früchte die man in seinem Leben hervorbringt. Zum anderen ist der Name Jehova höchstwahrscheinlich der richtige, da wir bei Jesus, Jeremia, Jesaja usw. nicht auch Jasus oder Jaramia oder Jasaja sagen. Aber wie es auch sein mag, wir müssen letztendlich dies in unserem Gebet selbst entscheiden und unserem Herzen folgen. Unser Vater im Himmel wird dich wenn dein Gebet aufrichtig ist, bestimmt erhören. LG Bruerinfo 🙂

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Karl

    Wieso glaubst Du den Namen Gottes betreffend der Wissenschaft mehr als einem vor langer Zeit gelebten Mönch? Weder Wissentschaftler noch der katholische dürften den Geist unseres Vaters Jehova gehabt haben. Wie Jesus den Namen JHWH tatsächlich ausgesprochen hat, das können wir nicht wissen.
    Alle Argumente welche nicht Deiner Meinung entsprechen abfällig mit „Sklavenlehre“ abzutun finde ich eine unzulässige Methode.

    Ich habe mich viele Jahre mit diesem Problem beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Aussprache Jehova die Richtige ist. Was Du glaubst ist Deine Sache, aber bringe bitte die Größe auf Mitbrüder die Freiheit zu lassen was sie glauben können.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Shannon
    September 9, 2011

    Lieber Karl,

    ich antworte dir hier, weil der Antwortbutton unten fehlt: Glaubst du wirklich, unser allmächtiger Vater ist nicht in der Lage, zu wissen, wenn ich Jehova sage, dass ich ihn damit meine? Ich bin voll davon überzeugt, dass er, wenn er mit JHWH angesprochen werden möchte, uns das schon längst geoffenbart hätte. Denn ich glaube an seine Allmacht und seine Möglichkeit, jeden, im Zweifel auch einen katholischen Mönch als sein Werkzeug zu benutzen.
    Ich glaube auch nicht, dass das das Thema war. Sondern, dass eine religiöse Organisation, die seinen Namen nicht benutzt, für mich keine Option ist, sondern dass ich lieber alleine bleibe oder im engen Kreis. Denn wenn der Name nicht benutzt wird, können die Gebete ebenso dem Gott dieser Welt gelten. Und das möchte ich doch bitte ganz klar unterschieden haben.

    Liebe Grüße
    Shannon

  • Karl
    September 9, 2011

    Hallo zusammen,

    für meinen Ton entschuldige ich mich!
    Mir lagen noch ein Paar Reden aus Kongressen usw. in den Ohren, wo der Sklave immer behauptet hat, die Zeugen wären das Volk Gottes, weil ja nur wir den Gottesnamen richtig verwenden!

    Die Frage lautet, wem hat unser himmlischer Vater wirklich benutzt, um seinen Namen herauszufinden?

    Wissenschaftler die evtl. für die Evolution sind, einen katholischen Mönch, oder doch Russell, ein Sympathisant der Freimaurer?

    Ich denke nur, dass unser himmlischer Vater keinen der oben genannten Personen erkoren hat, um die richtige Aussprache herauszufinden bzw. zu deuten!

    LG
    Karl

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Shannon,

    ich wüsste nicht, an welcher Stelle ich gesagt habe, man solle seinen Glauben verlassen. Dagegen verwehre ich mich. Im Gegenteil habe ich vielmehr gesagt, dass man seinen Glauben erst außerhalb der Versammlung richtig ausleben kann. Mein Glaube ist seit dem Verlassen der Versammlung sogar weitaus größer geworden und das ging auch nur außerhalb.
    Und ich hab auch nicht gesagt, du sollst ein Paar Schuhe gegen ein anderes austauschen. Sondern du hattest vorher falsche Schuhe an, die deine Füße kaputt gemacht haben und suchst dir nun welche, die passen, um mal bei deinem Bild zu bleiben. Das ist ein frappierender Unterschied.
    Ich kenne das Gefühl, dass man sich nach dem Verlassen der Versammlung frei fühlt. Allerdings kam bei mir irgendwann das Bedürfnis, mich mit anderen Christen zu treffen und außerdem Antworten auf meine Fragen zu finden. Natürlich kann man auch für sich allein die Bibel lesen und das ist sehr wertvoll, aber das wird nie den Austausch mit anderen Christen ersetzen können. Und das ist sehr wichtig. Christen sind keine Einzelkämpfer.

    Zu welchem Gott ich bete? Warum glaubst du denn, dass ich zu einem anderen Gott bete? Gott bleibt immer derselbe.
    Was bestimmte Lehren betrifft, habe ich mich langsam vorgearbeitet. Anfangs habe ich erstmal alles infrage gestellt, um möglichst offen zu sein. Damit ich endlich herausfinde, was WIRKLICH in der Bibel steht und nicht, was Lehre der ZJ ist. Ich habe angefangen, Bibelstellen in ihrem Kontext zu betrachten, um herauszufinden, was da WIRKLICH gemeint ist.
    Es erfordert Mut, diesen Schritt zu gehen und es ist mit sehr viel Angst verbunden, alle Lehren infrage zu stellen. Und ich muss zugeben, dass ja bei den ZJ nicht alles falsch ist. Es gibt viele Dinge, die ich weiterhin so sehe, wie die ZJ. Aber entscheidende Dinge eben auch nicht. Dinge, die so entscheidend sind, dass ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren könnte, in die Versammlung zu gehen. Dinge, die es mir gar nicht mehr möglich machen, in die Versammlung zu gehen, weil ich sonst meinen Glauben verleugnen würde. Jesus hat falsche Lehren ebenfalls aufgedeckt und sich davon distanziert. So sollten wir das auch tun.

    Wie gesagt, ich kann absolut verstehen, wenn man Familie bei den ZJ hat und dabei bleibt, um mit ihnen Kontakt haben zu können. Das würde ich vielleicht auch so machen und kann es verstehen.
    Aber wer das nicht hat, sollte herausfinden, was die Bibel wirklich sagt und dem folgen. PRÜFEN ist hier das richtige Stichwort!

    LG

  • Bruderinfo
    September 9, 2011

    Liebe Svenja,
    es freut uns sehr das du zu uns gefunden hast. Wir merken das du deinen Glauben selbst erarbeitest und wieder Freude an der biblischen Wahrheit bekommst. Du hast richtig erkannt, dass ein Christ direkt am Weinstock ist und mit Christus verbunden ist und das Er der Mittler ist und nicht eine menschliche Organisation. An Shannon`s Worte bemerkt man(wenn man sie kennt), das sie sich Sorgen um dich macht. Im Grunde möchte Sie dich beschützen und warnen, damit du nicht wieder endtäuscht wirst. Alle Schwestern und Brüder hier, versuchen sich geistig aufzuerbauen und manchmal aufmerksam zu machen auf „Stolperfallen“- egal in was für einer „Zuteilung“ sie sich gerade befinden. Wenn dir die Menschen gut tun in der neuen Gemeinde und du zu unserem Vater ein gutes Verhältnis hast, welchen Einwand sollten wir dir aufdrängen? -Keinen. Jesus sagte zu seinen Jüngern, als ein Fremder Zeugnis über Ihn ablegte und Heilungen vollbrachte:…Lasst Ihn, wer nicht gegen uns ist ist für uns… Sind wir denn höher als Jesus? Bestimmt nicht. Wir würden uns einmal sehr gerne deine neuen Erkenntnisse aus der Bibel anhören. Wenn es deine Zeit erlaubt auch gerne mit biblischen Texten. Also du bist herzlich willkommen. Liebe Grüße vom Bruderinfo-Team 🙂

  • Svenja
    September 9, 2011

    Liebes Bruderinfo-Team,

    danke für eure Worte! Ja, ich kann bestätigen, dass ich endlich das Gefühl habe, ohne Angst an Gott glauben zu können und mich endlich jeden Tag erlöst und geborgen fühlen kann. Außerdem kann ich jetzt viel besser und leichter über meinen Glauben reden auch und vor allem mit Nichtchristen. Das ist wirklich großartig.
    Ich muss bestätigen, dass man bei aller Euphorie aufpassen muss, dass man nicht dieselben Fehler nochmal macht und einfach blind einer Gruppe oder Gemeinschaft oder Einzelnen hinterher rennt und einfach deren Glaubensinhalte übernimmt. Man muss ständig und immer versuchen, diese Brille abzusetzen, damit man die Bibel nicht dadurch liest. Das ist nicht immer einfach. Man muss immer wieder prüfen und nachlesen.
    Allerdings kann ich darin auch eine wunderbare Herausforderung sehen. Wenn ich mit einer mir noch unbekannten Sache aus der Bibel konfrontiert werde, empfinde ich es als wunderbar, offen da ran zu gehen und mit Hilfe der Bibel zu gucken, ob ich dem zustimmen kann oder eben nicht. Früher hätte man sowas nie gedurft. Aber nun muss ich vor erstmal fremden Dingen keine Angst haben, sondern kann sie prüfen. Das ist toll!
    Dabei sind mir jedenfalls einige Punkte aufgefallen, die bei den ZJ falsch sind. Stichworte sind 144 000, Gedächtnismahl, der Name Jehova (ich kann mittlerweile auch hebräisch), der „treue u. verständige Sklave“ und noch einige andere Punkte.
    Noch find ich mich mit den Artikeln nicht überall zurecht, aber wenn ich Zeit finde, würde ich mich auch gern darüber austauschen.

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,
    dein Gang in die Freiheit scheint dem meinem ähnlich zu sein. – Ich habe manche Lehre anderer Gemeinschaften oder einzelner Christen über´s Netz, anhand der der Bibel überprüft. Das tue ich bis heute und ich habe dabei viel Gutes gefunden, das meinen geistigen Horizont erweitert – aber auch viel Falsches das ich nicht annehmen werde. Da gilt wirklich das Bibelwort: Prüft alles, das Gute behaltet.

    Nur das ich den direkten Kontakt zu einer christlichen Gruppierung lieber meide, da sie meist auch bestimmte Lehren haben mit denen ich nicht übereingehe, bei denen sie aber ihrerseits keinen Widerspruch dulden.
    Aber vielleicht ist das bei deiner neuen Gemeinschaft ja nicht so. Ich habe sie gestern gegoogelt, sie stellen ja ordentlich was auf die Beine, was Lebenshilfe und Nächstenliebe angeht, dass ist bemerkenswert. Über tiefere Glaubensinhalte habe ich allerdings nichts gefunden.
    Wenn das bedeutet, dass sie jedem sein eigenes Bibelverständnis lassen – und nicht doch anfangen, jemanden beispielsweise einen dreieinigen Gott aufdrängen zu wollen, obwohl derjenige davon überzeugt ist, das diese Lehre keine biblische Grundlage hat – dann ist das eine klasse Sache.

    Der Austausch mit anderen Christen ist wichtig, da gebe ich dir zu 100 % recht, denn sonst steht man in der Gefahr, irgendwann bei seinen eigenen Schlussfolgerungen auf eine völlig falsche Schiene zu geraten, ohne das man es merkt.
    Davor wurde ich durch diesen Austausch schon des öfteren bewahrt, sei es hier bei Bruderinfo, sowie auch anderswo.

    Aber mir persönlich reicht der Gedankenaustausch mit einzelnen Christen auf persönlicher Ebene oder via Internet. Es ist ein geistiges Geben und Nehmen.
    Bei dem Gedanken eine Art Gottesdienst – egal welcher Gruppierung – zu besuchen, bekomme ich jedoch Beklemmungen. Auf mich passen die Sprichwörter „Gebranntes Kind scheut das Feuer“ und „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.
    Trotzdem fühle ich mich mit jedem Christen im Geiste verbunden, für den Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

    Aber ich denke, da kann sich jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen ausrichten. Das gehört zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

    LG Ulli

    LG Ulli

  • Svenja
    September 9, 2011

    Liebe Ulli,

    ja, es scheint so, dass wir ähnlich an die Dinge heran gehen.
    Mit dem Gottesdienst kann ich dich in gewisser Weise verstehen. Ich war auch sehr misstrauisch und hatte ein mulmiges Gefühl, in eine andere Gemeinde zu gehen. Wie gesagt, man will ja nicht denselben Fehler nochmal machen.
    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es da draußen Gemeinden gibt, die die meisten Dinge schon ganz gut hinkriegen. In meiner Gemeinde ist es so, dass man durchaus auch anderer Meinung sein darf. Wie gesagt, gibt es ja Passagen in der Bibel, bei denen man eben (noch?) nicht so genau sagen kann, wer recht hat und wer nicht mit seiner Interpretation. Man muss sich davon frei machen, dass irgendjemand ALLES weiß und ALLES richtig macht. Das geht einfach nicht.
    Mir gibt ein Hauskreis wie gesagt auch sehr viel, aber ich finde, dass der Gottesdienst dennoch immens wichtig ist. Es ist eben ein Dienst Gottes an uns. Zum Gottesdienst gehört ja mehr noch dazu als die Predigt. Dazu kommt noch Gemeinschaft, Anbetung, Lobpreis, Mahlfeier… Oder auch Taufe, Trauung und Beerdigung. Dinge, die man nicht einfach so im Hauskreis nachholen kann. Im Gottesdienst spüre ich auf eine nochmal andere Art und Weise die Gemeinschaft mit Christen und mit Gott.
    Davon abgesehen kann es auch schön sein, wenn man bei bestimmten Aktionen mitmachen kann, die Menschen helfen sollen. Bei uns in der Gemeinde gibt es noch die sogenannte „Terrine“, die für bedürftige Menschen ein Mittagessen zur Verfügung stellt. Oder eine Kinderstunde, in der speziell auf die Glaubensbedürfnisse der Kleinen eingegangen wird (eine Sache, die ich bei den ZJ schmerzlich vermisst habe). Oder ein Teenkreis und ein Jugendkreis. Oder ein Seniorencafe, zu dem sich die Älteren treffen und austauschen können.
    Ich schätze an einem Gottesdienst außerdem, dass man mit Menschen allen Alters zusammen kommt. Im Hauskreis ist es ja meist ungefähr ein Alter. Aber ich lerne auch gerne etwas von den Älteren. Oder den Kindern.
    Des Weiteren ist es ein immenser Vorteil, wenn man jemanden (also den Prediger) in einer Gemeinde hat, der durch sein Studium einen tieferen Einblick in die Dinge hat. Also zum Beispiel die alten Sprachen beherrscht und daher im „Urtext“ (DEN Urtext gibt es ja leider nicht) nachsehen kann, welches griechische oder hebräische Wort da steht und was für Bedeutungen es haben kann.
    Warst du schon mal in einem Gottesdienst?
    Ich weiß nicht, wie alt ihr hier alle so seid und vielleicht hab ich den Vorteil, dass ich recht jung bin und es mir dadurch leichter fällt, mich neu zu orientieren. Wie dem auch sei, ich kann es jedem nur empfehlen, es mal auszuprobieren!
    Wenn es nichts ist, macht es ja auch nichts, man verpflichtet sich ja zu nichts. Aber vielleicht sollte man einfach darauf vertrauen, dass Gott durchaus Gemeinden hat, die ihre Sache ganz gut meinen. Wir sind ja nicht alleine mit dem Wunsch, die Bibel richtig zu verstehen und danach zu leben!

    Liebe Grüße!

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,
    ZITAT:
    Noch find ich mich mit den Artikeln nicht überall zurecht, aber wenn ich Zeit finde, würde ich mich auch gern darüber austauschen.

    Das fände ich wirklich toll, allerdings ist es hier wirklich nicht so einfach gewisse Themen überhaupt zu entdecken.

    Zum Beispiel haben wir uns über Gottes Namen in „Serverausfall bei der Datenbank“ ausgetauscht, da soll nun einmal einer drauf kommen…aber so sind wir hier bei Bruderinfo halt. -;-)

    http://www.digidatanet.de/?p=504&cpage=1#comments

    Diese Diskussion zieht sich über zwei Seiten, nur zwischendurch unterbrochen vom eigentlichen Thema des Boards.
    Es ist zwar viel, aber interessant und deine Meinung dazu würde mich echt interessieren.

    Außerdem wurde im F&A Board unter anderem über die Predigtdienst-Stundenzettel, die Dreieinigkeit im Besonderen und andere Gemeinden im allgemeinen diskutiert.

    http://www.digidatanet.de/?page_id=15&cpage=7#comments

    Aber auch Artikel von Bruderinfo selber, zb über die Blutfrage, über den Sklaven, über die Generation seit 191…usw, usw…wirst du in den Monatsübersichten finden.

    LG Ulli (die sich sehr auf deine Kommentare freut)

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Shannon,
    ZITAT:
    Die Alternative ist entweder Bruderinfo oder kleine Bibelkreise, für mich zumindest. Ich bin nicht bereit, in eine chrsitliche Gemeinde zu gehen, in der weder Jehova, noch Jesus den Stellenwert hat, der ihm gebührt. Und eine Religion, wo der Name Gottes nicht mal genannt wird, kommt für mich schon gar nicht in Frage, egal welchen Anstrich sie hat.
    Fazit: Lieber bin ich Einzelkämpfer, als meinen Glauben verlieren.

    Dann sind wir schon zwei…und ich bin sicher, viele andere hier und anderswo, sind genauso eingestellt wie wir und erkennen alleine Jesus Christus als ihr Haupt an.

    Das deine Angehörige mit dir Kontakt halten, obwohl du die Organisation schon vor Jahren verlassen hast, macht sie selbst in den Augen der WTG ja auch zu Abtrünnigen, dass sie es bisher vor ihnen verheimlichen konnten, ändert nicht daran…
    Aber gut für dich und euch als Familie, dass ihnen diese Tatsache nichts ausmacht. Denn andernfalls würde ihnen das Bewusstsein entgegen den Anweisungen des „Sklaven“ zu handeln, doch noch irgendwann zu schaffen machen.

    Meine Freundin ist auch so eingestellt…sie hat weiter Kontakt mit mir und mit Geschwistern die nicht mehr dabei sind. Das sie damit der WTG gegenüber einen Ungehorsam an den Tag legt, das einen sortigen Ausschluss zur Folge hätte, klammert sie dabei erfolgreich aus.
    Ich akzeptiere ihr festhalten an der WTG um unserer Freundschaft willen. Wir sparen das Thema aus, weil ich Angst habe sie sonst als Freundin doch noch zu verlieren.
    Verstehen kann ich es nämlich nicht, an einer Gemeinschaft festzuhalten, die sich ohne zu zögern angewidert von einem wegwenden würde, wenn sie von dem Doppelleben wüsste, das man führt.

    Einer geistigen Führungselite – die Menschen die sich lieben voneinander trennen weil ein Teil es wagt, JHWH und Christus für wichtiger zu erachten als sie – trotzdem noch sein Vertrauen zu schenken, ist nämlich etwas das ich absolut nicht nachvollziehen kann.

    Aber sei´s drum…sie ist ein liebevoller Mensch mit einem reinen Herzen, das ist für mich das Einzige was zählt. – Und ich vertraue darauf, das Gott es ebenso sieht und ihr das blinde Vertrauen auf falsche Führer, verzeiht.

    LG Ulli

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Zu Deiner Erfahrung liebe Uli möchte ich einen Brief eines Vaters an seine Tochter, zumindest Teile davon, hier wiedergeben, die genau das Problem wie von Dir angesprochen deutlich machen. Die Tochter ist Pionier im Ausland und trotz Eifer und Liebe zur Wahrheit nicht bereit über Fakten und wenn es nur Bibelstellen sind nachzudenken – sondern ein blindes Vertrauen und hinterherlaufen von Menschen (Organisation) bei denen es KEINE Rettung gibt – daß erschüttert mich sosehr daß man es nur mehr wie auch erwähnt mit einer Gehirnwäsche erklären kann.

    Liebe xxxxx !

    …, möchte ich zur Sprache bringen.

    Ich wollte, auch um Deine Mutter nicht noch mehr in ihre Traurigkeit zu belasten, dies nicht verbal tun.

    Aber es wäre auch entgegen dem biblischen Rat:

    „…wenn dein „Bruder“ etwas gegen dich (oder umgekehrt) hat, sag es ihm!“. Es gebe so viele zutreffende Worte aus Gottes Wort, doch selbst die werden von Dir zurückgewiesen (?) nur weil sie von „einem Abtrünnigen“ kommen.

    Da Du vorrangig meine Tochter bist – Dich aber genauso als Schwester (im Sinne Jesu) sehe, möchte ich dem Rat Gottes folgen.

    Ob Du dem auch folgst – daß mußt Du Dir selbst beantworten und auch selbst verantworten.

    Deine abschließenden Worte: „Ich hab dich … lieb!“ würde ich gerne wohlwollend und dankbar zur Kenntnis nehmen. Sie sind für mich leider leer …. rüber gekommen. ….. !!!

    Wenn man jemand liebt, ob das nun Jehova oder Jesus ist, ein guter Freund, der Ehepartner, die Eltern, die Kinder, dann zeigt sich dies einmal durch Worte der Liebe, die können auch schmerzhaft sein, …. Wie leicht werden die 3 Worte „Ich liebe Dich“ strapaziert auch oft unehrlich über die Lippen geführt?

    Einen Menschen den ich liebe – den achte ich – schätze ich – hör ich gerne zu, natürlich jeweils auf Gegenseitigkeit beruhend. Zumindest hört man sich die Meinung des Freundes den man liebt an und genau hier beginnt unser Problem.

    Und genau das … fehlt mir bei meinen Kindern ….

    Würde z.B. Deine Mutter mich so behandeln wie Du, dann wäre unser Ehe schon längst gescheitert. Damit wäre die Familie kaputt und sicher auch jeder Kontakt zu Ende. Wer würde dafür die Verantwortung tragen? Allem voran die Organisation, denn nur durch deren Belehrung ist es überhaupt soweit gekommen. Durch diese Doktrin (in Wahrheit ist es eine Art Gehirnwäsche) sind tausende Familie von ZJ zugrunde gegangen. Ich könnte Dir auf Anhieb ein Dutzend oder mehr Fälle dazu nennen!

    Und nun frage ich Dich: Eine Einrichtung der Familie: Mann, Frau und Kinder ist von Jehova als heiliges Instrument des Bestandes der Erdbevölkerung geschaffen worden. Es sollte ein Ort der Liebe, Geborgenheit der gegenseitigen Hilfe für Freud und Leid sein, das von „seiner Organisation“ durch (UN) menschliches Regelwerk nicht nur arg strapaziert sondern in Menschen-verachtender Weise in vielen Fällen zerstört wird. Dazu kommt noch die Doppelzüngigkeit nach AUSSEN tolerant – es gibt kein Kontaktverbot – sagte Br. …. vom Bethel Wien und (offensichtlich so angeordnet)denn nahezu Wortgleich der Pressesprecher von Selters zu den Medien. Nach INNEN hört es sich ganz anders an.

    Denn wozu gibt es die Anweisung der Organisation – Abtrünnige sind zu hassen – man soll Ekel vor ihnen haben? (ich such dir gerne die Quelle heraus) Ich möchte damit nicht sagen daß dies von Dir so umgesetzt wird, denn wäre es so, dann hätte ich keine Tochter mehr. Alleine Anweisungen zu geben Menschen zu hassen, etwas was Jesus NIE gelehrt hat, er sagte sogar die Feinde sollen geliebt werden, disqualifiziert diese Organisation dazu was in
    Gottes Wort steht: 1. Joh.4:7,8 20,21 noch deutlicher im Kap.3:10

    Jesus belehrte einmal seine Jünger: „Ihr seid meine Freunde wenn ihr tut was ich von euch erwarte.“

    Etwas was er verlangt hat, ist die Barmherzigkeit und Liebe. Auch Vergebung auf die wir einst ALLE angewiesen sein werden. Jesu wollte das wir zu ihm kommen – ER würde uns ewiges Leben schenken. Jedoch hat er eine Voraussetzung hierfür festgelegt, nachzulesen in Joh. 6: 40, 44-59.

    Du selbst hast es in der Hand ob Du ein „Freund“ Jesu bist, die Regel hierfür legt aber der HERR und nicht der Knecht fest. Warum sagte wohl Jesus in der Bergpredigt: …. haben wir nicht in deinem Namen,…ich kenne euch nicht!? (Matth. 7:21)

    Das wird er allen sagen die seine klaren Anweisungen geringschätzen oder verachten.

    Etwas was Jesus in Joh. Kap. 6 äußert ist so eine Sache, …er macht die Tragweite klar indem er hinzufügt:

    …so habt ihr KEIN ewiges Leben in euch! Auch hier nochmals die Frage: Wer verlangt das Gegenteil von dem was Jesus angeordnet hat? Niemand von den ehrlichen Christen die mehr als 7 Millionen ausmachen, würde es wagen, wenn beim Abendmahl das Brot gereicht wird, dieses vorübergehen zu lassen. Erst vor ein paar Wochen habe ich erfahren und war zutiefst erschüttert wer auch das Abendmahl feiert – genauso wie ZJ – es sind die Satanisten die ebenso Brot und Wein herumreichen und diese Symbole aus Verachtung vorübergehen lassen.

    Ich will hier nicht sagen daß ZJ dies so aus Verachtung tun, wenn sie die Symbole einfach weitergeben, aber ich würde Dich bitten einmal darüber nachzudenken ob ein Br. Rutherford – den er hat das angeordnet – sich nicht in vermessener Weise über seinen Herrn erhebt. Daß dies nur der „Überrest“ tun dürfe, das mußt Du erst einmal schriftgemäß belegen – es gibt keine! – im Gegenteil, aber dazu müßte man die Bibel prüfen und intensiv forschen ob sich die Dinge so verhalten. (Apg. 17: 11) Selbst das wird dir von diesem Sklaven untersagt, er hätte genug Literatur zur Verfügung gestellt – so seine Worte im KD 9/2007 Fragekasten – ist das ein sorgfältiges Prüfen? Das kommt mir genauso vor wenn von Dir erwartet wird die Evolution zu prüfen, jedoch werden nur Bücher und Lehransichten von hartgesottenen Evolutionisten gestattet.

    … und damit geht mein Herz über. Aber MEINE Gedanken und Äußerungen werden im neuesten WT Studium Artikel vom Juli *, wie auch in den letzten Monaten wie folgt definiert – im Zusammenhang NUR auf den trvSk zu hören – damit ein sich selbst predigen welches mit der Aussage von Paulus in 2. Kor. 4: 5 „Wir predigen uns NICHT selbst“ so gar nicht im Einklang ist!

    * 5 Wie gehen falsche Lehrer vor? Auf sehr hinterlistige Weise. Abtrünnige schleusen „unauffällig“ schädliches Gedankengut ein, „schmuggeln“ ihre verkehrten Ansichten also heimlich, still und leise in die Versammlung. Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen „verfälschte Worte“, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichten als „echt“ zu verkaufen. Sie verbreiten „trügerische Lehren“ und „verdrehen“ die Schriften zu ihren Gunsten (2. Pet. 2:1, 3, 13; 3:16). Abtrünnige haben nicht das geringste Interesse daran, dass es uns gut geht. Ihnen zu folgen würde uns nur vom Weg zum ewigen Leben abbringen.

    Und damit frage ich Dich liebe xxxx von wem werden falsche Ansichten unauffällig in die Versammlung geschleust? Wenn Du die Ehrlichkeit in Dir trägst zu der ich Dich erzogen habe,
    dann sollst Du auch dazu stehen !

    Ich liebe Dich, ich würde mir nur wünschen daß diese ehrliche Liebe auch von Dir kommt, doch dazu gehört:

    „Höre auf deinen Vater der deine Geburt verursacht hat“ Spr. 23:22

    In Liebe Dein Vater

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Matthäus,
    ZITAT:
    Zu Deiner Erfahrung liebe Uli möchte ich einen Brief eines Vaters an seine Tochter, zumindest Teile davon, hier wiedergeben, die genau das Problem wie von Dir angesprochen deutlich machen.

    Danke das du uns Einblick in diesen aufrichtigen, offenen und zu Herzen gehenden Brief geschenkt hast.

    Ich wünsche mir nichts mehr, als das damit das Herz der Tochter – wenn vielleicht auch erst mit Verzögerung – doch noch eines Tages erreicht wird…Gehirnwäsche hin oder her, wer weiß ob nicht doch einmal etwas geschieht, dass ihr die Augen öffnet und sie dann an diesen Brief erinnert wird.
    Ich hoffe es so sehr…wie weh doch so ein befremdliches, unnatürliches Verhalten tun muss…

    Traurige Grüße – Ulli

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe @Uli, lieber @matthäus,
    ich möchte mich dem Kommentar von Uli mit ganzem Herzen anschließen. Ich habe diesen Brief mit Tränen gelesen. Ein dringender Aufruf für das eigene Fleisch und Blut um Verständnis.
    Hat dieser Vater eine Antwort seiner Tochter erhalten? Wie Uli auch sagt, wenn nicht, kommt diese hoffentlich mit Verzögerung.

    Mir haben sich noch ein paar zwingende Gedanken zum Thema „Ausgeschlossene“ meiden aufgedrägt.
    Woher weiß ich ob der Metzger um die Ecke, bei dem ich meine Wurst kaufe, nicht ausgeschlossene beschäftig. Oder der Film den ich mir ansehe, spielen dort ausgeschlossene Schauspieler mit, werde ich im Restaurant von einem Ausgeschlossenen bedient, gebe großzügig Trinkgeld, weil ich sehr freundlich behandelt wurde, mein Arzt oder sein Praxispersonal welches sich liebenswürdigerweise bereit erklärt mir noch schnell einen Termin zu geben = ist da ein Ausgeschlossener darunter , die cockpitcrew und die Flugbegleiter die mir helfen sicher an mein Ziel zu kommen, der Polizist, der mir einen Strafzettel gibt, nehme ich diesen nicht, weil er ist ausgeschlossen sein könnte, oder: der AUSGESCHLOSSENE, der mir eine Niere spendet, weil sich sonst niemand findet…
    Das sollte im WT vom Juli 2011 stehen!

    Ebenfalls traurige Grüße und für den Vater der sein Herz so sehr für sein Kind öffnet den Segen Jehovas
    Anna

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Liebe Brüder von Bruderinfo,
    ihr habt mir mit diesem Artikel aus dem Herzen gesprochen…seid mir nicht böse wenn ich nichts weiteres dazu sagen, denn ihr habt einfach schon alles rundum auf den Punkt gebracht. Da gibt es einfach nichts hinzuzufügen.

    Mir bleibt nur die Hoffnung, dass die l.K. mit der immer vehementeren Einforderung von Ehre, Gehorsam, Dankbarkeit und nun auch noch – ich habe mich beim lesen beinahe verschluckt – auch noch LIEBE, den Bogen endgültig überspannt hat und auch noch der Letzte erkennt, dass da etwas ganz mächtig schief läuft.

    Leider ist mir auch klar, dass es noch genügend Brüder und Schwestern gibt, die sich davon auch noch beeindrucken lassen. – Weshalb ich denn auch gleich mal eine Freundin die noch zur Versammlung geht, anrufen werde um zu hören, ob sie auch immernoch meine Freundin ist.
    Wenn nicht, dann weiß ich wenigstens warum…

    LG Ulli

  • Simon
    September 9, 2011

    @Thomas

    Du sprachst von einer Reise auf der du viele verschiedene Richtungen kennenlerntest.
    Wohin führte dich diese Reise wenn ich fragen darf?

    Gruß,
    Simon

  • Thomas
    September 9, 2011

    Hallo lieber Simon,

    leider ist Dein Beitrag irgendwo anders hin gerutscht und ich habe ihn erst heute zufällig entdeckt.
    Vielleicht könnte Bruderinfo auch ältere Beiträge zugänglicher machen?!

    Viele schöne Kommentare gehen zu schnell verloren wenn man vergessen hat den Beitragslink zu kopieren.

    Nunja wie auch immer, jede Reise hat am Ende immer ein Ziel, auch wenn es „nur“ die Erfahrung ist die davon übrig bleibt.

    Die Reise die ich heute mit dem Christus unternehmen darf, ist DIE Reise die mich bis heute frei und glücklich gemacht hat und das mit aller Verantwortung die ich mit meinem kleinen Leben übernehmen kann.
    Dabei ist es einfach wunderbar zu erleben wie der Geist auf unterschiedlichste Weise wirkt und die täglichen Dinge harmonisch zusammenfügt.

    Diese Geistleitung durch den Höchsten steht in KEINEM Vergleich zu irgend einer von Menschen gemachten (oder betreuten) Organisation.

    ER ist der wahre Sklave der UNS zur wahren Quelle führt!
    Das ist das ganze Geheimnis!!!

    Ich wünsche uns allen noch viel von dieser heilenden, tröstenden und zusammenfügenden „Energie“ hinter der sich der liebevollste Vater, der Schöpfer aller Dinge verbirgt!!!

    Herzlichst
    Euer Bruder durch IHN
    Thomas

  • Joanna
    September 9, 2011

    Es gibt keinen großartigeren Plan als den Plan unserer Erlösung. Gott wußte, daß die Menschen, die Er schuf, sündigen würden, und deshalb ermöglichte Er es ihnen, durch das Opfer Seines Sohnes erlöst zu werden. „Als die Zeit erfüllt war“, kam der Erlöser. Er war ein unbekannter Mann aus Nazareth, aber er erfüllte die Beschreibung, die der Prophet Jesaja 550 Jahre vorher gegeben hatte.
    Nur ein Mensch in der Geschichte kann dieses Kapitel (JESAJA 53) in all seinen Versen, Zeilen und Worten erfüllen. Hier und da mag es einen Menschen gegeben haben, auf den ein Wort, ein Hinweis oder eine Andeutung gepaßt hat. Aber konnte je ein Mensch vom ganzen Kapitel sagen: „Das gilt mir“? Dennoch gibt es einen Mann in der Geschichte, auf den das zutrifft. Er allein ist die totale Erfüllung dieser wunderbaren Voraussage.“ Der Heilige Geist führte den äthiopischen Kanzler zu diesem alttestamentlichen Kapitel als eine Grundlage des Glaubens. Und Philippus „tat seinen Mund auf und fing mit diesem Wort der Schrift an und predigte ihm das Evangelium von Jesus“ (APOSTELGESCHICHTE 8:35). Er ist der einzige Mensch, der alles erfüllt. Setze den Namen Jesus in JESAJA 53 ein, und das Kapitel liest sich wie Gegenwart. Sein Name beseitigt jeden Zweifel. Das Bild entwickelt sich ganz klar.

    Ein stellvertretendes Opfer

    „Aber wer glaubt dem, was uns verkündigt wurde?“, fragte der Prophet. „Dir ist nichts unmöglich, sofern du glaubst.“ Das ist das Gesetz des Himmels. Erfüllte Jesus die Voraussagen, oder erfüllte Er sie nicht? Du mußt dich entscheiden. Warum so viel Unglaube? Liegt es an der Eigenart des Berichts? „Er schoß auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich.“ Er kam als ein Kind und wuchs als Jugendlicher auf. Was erwarteten die Juden?
    Das Sündenproblem wurde in Israel in den Hintergrund gedrängt. Nur einige wenige, wie Simeon und Hanna, warteten auf einen, der die Menschen von ihren Sünden erlösen würde. Die jüdischen Führer konzentrierten sich auf die politischen Probleme. Der römischen Knechtschaft wurde mehr Beachtung gezollt als der des Satans. Sie wollten einen triumphalen Herrscher, keinen leidenden Heiland. Demut entsprach nicht der Stimmung der Pharisäer und Sadduzäer. Bei ihnen rückte die Idee eines Super-Davids in den Vordergrund. Sie wollten einen Löwen und kein Lamm.
    Der Bericht sagt weiter: „Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.“ Sie hatten die Nachricht. Aber sie sagten: „Was kann von Nazareth Gutes kommen?“ (JOHANNES 1:46).Ein Kritiker beklagte sich (JOHANNES 8:57): „Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt …“ Tatsächlich war Er näher an den Dreißig, aber in Wirklichkeit sah Er älter aus. Warum? War es die Last, die Er für dich und mich trug? Zeigte sie sich in Seinem Antlitz?
    Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit.“ Pilatus bot die Wahl an. Sie sagten: „Nicht dieser Mann, sondern Barabbas!“ (JOHANNES 18:40). Sie wählten lieber den Abschaum als den Menschensohn.„Hinweg mit ihm!“, schrien sie, „Wir wollen nicht, daß dieser Mann uns regiert!“ Sie hatten keine Verwendung für Ihn. Sie wandten sich ab von Seinen Wundern, Seinen Vorschriften, Seiner Liebe für sie. So wurde Er zu „einem Mann voller Schmerzen und Krankheit“.Er war kein sorgenvoller Mann. Gott salbte Ihn mit dem „Öl der Freude“ (HEBRÄER 1:9). Aber Er kannte die Tiefen der menschlichen Leiden. Er ging auf verletzte Menschen zu und traf sich mit ihnen auf dem untersten Stand. Er ertrug Hunger, Strapazen, Einsamkeit, Versuchung, Fluch, Verrat, Beschuldigungen und den Tod. Er kannte den Kummer und die Sorgen der Menschen, wie sie die gehobene Gesellschaft in Jerusalem nie kennen konnte. Das vielleicht Schlimmste an Seinem Kummer war, daß „Er … so verachtet (war), daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“Aber Er tat dies alles für uns. „… er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen.“ Er hat sich selbst mit mir identifiziert. Er kannte mein Fleisch. Er aß mit den „Sündern“. Er kannte die täglichen Anstrengungen des arbeitenden Volkes. Singe und glaube es: „Jesus weiß alles über unseren täglichen Kampf …“Gott sei Dank, „… wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mitleiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde“ (HEBRÄER 4:15). Jesus verbirgt sich nicht hinter einer Priesterschaft. Er begleitet dich auf deinem Weg.„Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen.“ Er war ein Sühneopfer und nicht ein Opfer der Umstände.

    Jemand, der nichts von Erlösung weiß, könnte fragen: „Wer tötete Jesus?“ Pilatus war darin verwickelt. Er versuchte, jede politische Möglichkeit zu nutzen, um sich herauszuhalten. Schließlich war er aber von Cäsar abhängig und „überantwortete ihn, daß er gekreuzigt würde“ (MATTHÄUS 27:26).Soldaten waren genauso darin verwickelt, aber Er betete für sie: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (LUKAS 23:34). Die Juden waren auch daran beteiligt. Sie drängten auf diese irrsinnige Großtat. Sie forderten den Tod von „dem Prinzen des Lebens“. Satan war genauso darin verwickelt, denn der Herr sagte zur Schlange: „Du wirst ihn
    in die Ferse stechen“ (1. MOSE 3:15).Aber Jesaja sagt, daß Gott Ihn getötet hat. Er wurde „… von Gott gemartert … So wollte der Herr ihn zerschlagen … der Herr warf unser aller Sünden auf ihn.“ Die Kreuzigung war die Erfüllung der Wünsche Gottes und Seine Absicht. Gott „gab“ Seinen Sohn (JOHANNES 3:16). Es war ein vorgefaßter Plan.

    „… der HERR warf unser aller Sünden auf ihn.“ Beachte das Wort „aller“. Es ist ein Wort des Triumphes. Es öffnet jedes Gefängnistor. Es ist ein Ausgang aus dem Haus der Knechtschaft und ein Eingang in das Königreich Gottes.Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.“ Obgleich Er keinen natürlichen Samen hatte, vervielfältigte sich Sein geistiger Samen, so wie Er gesagt hatte, daß es sein würde. Sein Tod brachte „viel Frucht“ (JOHANNES 12:24).
    Es begann mit einer „kleinen Herde“ (LUKAS 12:32). Daraus wird sich „eine große Schar, die niemand zählen kann“, entwickeln (OFFENBARUNG 7:9). Paulus beschreibt Seinen Samen in GALATER 3:26: „Ihr seid alle Kinder Gottes durch den Glauben an Jesus Christus.“

    Der eine Gekreuzigte soll erfolgreich „viele Kinder zur Herrlichkeit Gottes führen“ (HEBRÄER 2:10). Deshalb wurde Er „weggerissen“. Er erwachte von dem Tode, um „in die Länge (zu) leben“. Jesus erfüllte voll und ganz das Gesetz. Der Tod konnte Ihn nicht halten – „Es war unmöglich, daß er von ihm hätte gehalten werden können“ (APOSTELGESCHICHTE 2:24). Er ist nicht entkommen. Er wurde befreit. Die Strafe wurde voll ausgeschöpft. Nun „hat der Tod keine Herrschaft mehr“ über uns, da er keine über Ihn hatte. Wir sind am Sieg teilhaftig, da Er unseretwegen auferstanden ist. Wir starben mit Ihm und standen mit Ihm auf. Das Kreuz wäre ohne das leere Grab ein tragisches Versagen.Als Jesus sagte: „Es ist vollbracht“, war der Preis für unsere Erlösung gänzlich bezahlt. Der Plan unserer Erlösung war erfüllt. Eines Tages wird der Retter auf alle Seine Leiden zurückschauen, und Er wird zurückschauen auf alle Seelen, die durch diese Leiden erlöst wurden. Er wird dann sagen, daß Er „zufrieden“ ist. Der Ausgleich für Seine „Wehen“ soll Wirklichkeit werden. Ich möchte in diesem Moment dabei sein und mich Seines Sieges freuen. Ich möchte das Lamm preisen, das für meine Erlösung getötet wurde.
    Mit Gottessegen
    Jonna

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Zu dieser Anmerkung von Euch:

    „Mit “Abtrünnigkeit” ist also gemeint, dass man sich von der wahren Botschaft des Christus als den einzigen Weg der Rettung abwendet, und versucht sich selbst als den Weg zur Rettung anzubieten.“

    …möchte ich einen zustätzlichen Beleg nachreichen daß es genauso ist !

    „Der Wachtturm“, Jahrgang 1956, Seite 464
    „Es ist heute gebieterische Pflicht, daß jene, die in der neuen Welt der Gerechtigkeit zu leben wünschen, mit der Neuen-Welt-Gesellschaft Schritt halten. Warum? Weil sie nun bald alle ihre Glieder durch die größte aller Drangsale, den Krieg von Harmagedon, sicher hindurchbringen und sie in eine helle neue Welt führen wird….“

    Es wird nur eine Organisation … geben, die die schnell herannahende „große Drangsal“ überleben wird. Wenn du mit ewigem Leben gesegnet werden möchtest, mußt du zu Jehovas Organisation gehören! Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben
    …und was sagt die Bibel selbst?

    Röm.: 3 …..wir vor ihm bestehen können, nämlich unabhängig vom Gesetz. Dies ist sogar schon im Gesetz und bei den Propheten bezeugt. 22 Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten.

    Dazu das Gegenteil was im neuesten WT steht:

    Zitat 15. Juni, Abs. 20: „ Sie haben nicht die „freie Gabe der Gerechtigkeit“ erhalten, … aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus bezahlte Lösegeld.

    Noch deutlicher wird diese Ansicht in dem Buch der „Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes“ vertreten. In Bezug auf die ‘irdische Klasse’ wird gesagt: (Zitat S.396 )

    „Aufgrund ihres eigenen Verdienstes wird Jehova Gott alle vollkommengemachten Menschen…. rechtfertigen und als gerecht erklären“.

    Wer angesicht solcher Aussagen sich den Vorwurf der Abtrünnigkeit gefallen lassen muß, muß jeder für sich selbst beantworten!

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Zu Eurem Zitat:

    „Alles, was wir sind und haben, verdanken wir Jehova und seiner Organisation”, das wird uns immer wieder und wieder eingetrichtert. “Was wären wir, ohne die Organisation?“

    …eine kleine Begebenheit welche Auswüchse damit produziert werden: Es wurde in der ZK auf die Gafhren des Internets verwiesen. Ein älterer Bruder gab seinen Kommentar zum Besten:

    „Wir brauchen kein Internet, wir haben die Organisation!“

  • Maggi
    September 9, 2011

    Hallo Simon
    Ich hoffe das ich es noch einigermaßen zusammen fassen kann, das Gespräch ist etwas länger her. Ich hatte ja nicht nur diesen Bibelvers genannt sonder auch andere wie man auf Jesus und den Vater vetrauen kann um in das Reich Gottes zu gelangen und wir auf seine Gnade angewießen sind. Er fing dann bei Adam und Eva an und erklärte mir drauf hin die Erbsünde und warum das alles so geschehen muss. Dann las er mir aus was aus den AT vor und da habe ich leider eine kleine Gedächtnislücke, das da ein Same ist und dieser Same sei Jesus Christus und seid dem gibt es eine Linie und ein Volk dem wir folgen müssten. Ich weiß nicht warum er mir wegen diesen Fragen die Erbsünde erkären musste, hätte mich auch etwas klarer ausdrücken können das es um die Erbsünde ging aber für mich war dieses Bibelstudium muss ich ehrlich sagen etwas verwirrent weil ich ja nur sagte das ich nicht glaube das mich eine Religion nicht retten kann. Und ich daruf hin ganze viele Texte aus den AT. vorgelesen bekommen habe und ich auch nicht so wirklich Antworten drauf hatte. Am Ende des Gespräches las er mir Röm.10:13 vor und fragte mich welche Relgion dies den machen würde den Namen Gottes zu gebrauchen. Zum damaligen Zeitpunkt konnte ich ihn keine Antwort geben, und er sagte ich sollte über diesen Vers nachsinnen und gab mir dann das Buch was lehrt die Bibel wirklich und verabschiedete sich.

  • Frank&Frei
    September 9, 2011

    lieber Matthäus, vortrefflich dargelegt.
    Wir alle „singen“ somit den Psalmen der Klarheit und Transparenz.
    Aber im Orwellschen WT Jargon sind wir aufmüpfige Querulanten, die weggeputzt gehören.
    ist wie in China mit jemanden, der mal eben aufbegehrt- schwupp isser weg und AuWeiMei oder wie immer er heißt bekommt ne Sonderbehandlung.
    Wenn die in Selters uns kennen würden – sie würden uns öffentlich „verbrennen“ auf dem Scheiterhaufen des GEmeinschaftsentzuges, den sie alle jene schmecken lassen, die nicht kuschen.
    Die Partei, die Partei die Partei – so sang man früher in der Tätärä. IM gabs en Masse und auch heute werden diese infromellen Mitarbeiter geschult, indem dem einzuelnen zeugen beigebracht wird, dass er Böses auszumerzen hat.
    ABer lassen wir sie märzen, blinde Leiter führen in die Irre und der Zug der Lemminge geht bekanntlich über die Klippe in die See.

    Ich verstehe mich nicht als Lemming und auch nicht als Spielball einer elitären Kaste, die sich selbst an die Stelle setzt, die jemand anders gehört.

    Bleiben wir bescheiden, vertrauen wir dem Höchsten und warten wir auf SEine Entscheidungen, die gerecht sind.
    Jene, die in Judah sprachen „wir sind der Tempel Jehovahs“ jene schmeckten den Niedergang durch Babylon, die Knechtschaft und sie sangen an den Flüssen von Babylon wissend, dass sie mit Recht bestraft wurden.

    Jehovah wird zu Seiner bestimmten Zeit die Dinge richtig stellen und dann werden wenige die vielen zur Wahrheit führen, wie es Daniel im letzten Kapitel beschreibt.
    Noch scheint das nciht der Fall zu sein und die am schnellsten wachsende Religion scheinen wohl die Scientologen zu sein, wenn wir die Muslime mal ausgrenzen.

    Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden sich sehr deutlich. Der Asnpruch auf „in der Wahrheit sein“ wird durch die Wirklichkeit vom Sklaven gebeutelt zu werden konterkarriert.
    non nobis domine

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Zu diesem hervorragend verfaßten Gedanken – dazu meine Gedanke warum man falschen Lehrern auf keinem Fall folgen darf . Insbesondere aus Gründen die in Gottes Wort stehen – siehe Hes. 13

    Wenn menschliche Regierungen – Machthaber, ihre Fehler einsehen
    oder auch bereit sind sich zu korrigieren (oder auch nicht mit den bekannten Folgen wie derzeit in der arabischen Welt) so ist das eine Sache, eine andere sind jedoch die Fehler der LK – auch hinreichend bekannt – hier werden WIR wenig bis gar nichts verändern – oder kannst Du Dir vorstellen das Brüder eine Revolution in Brooklyn anzetteln?

    Wobei Anfang der 80er Jahre gab es zwar „keine Revolution“ im Hauptbüro doch noch heute berichten Betroffene über die Lieblosigkeit und Härte wie man gegen Brüder vorging die nur etwas in Frage stellten und Personen die ihr ganzes Leben der Organisation gewidmet hatten wurden ohne Barmherzigkeit ausgeschlossen. Brüder die 60 Jahre und mehr waren mussten sich um ihren Lebensunterhalt von einem auf den anderen Tag selbst kümmern. Für mich ist in dieser Grausamkeit kein Unterschied zu so machen Despoten der Untertanen, wenn er eine öffentliche Kritik (z.B. in China) übt, jahrelang im Gefängnis schmachtet.

    Andererseits ist es unsere Aufgabe die LK zu ändern – wir können aufzeigen und Brüder beim nachdenken helfen, was ja Bruderinfo tut!

    Und hat, oder wird die LK sich ändern, oder haben diese Männer – die genauso Brüder sind wie Du und ich – Jesus sagte IHR ALLE seid Brüder und fügte noch hinzu: „… der Größte unter euch soll euer Diener sein!“, …nur einmal Einsicht gezeigt und wie sie es selbst verlangen dass jemand der einen Fehler begeht diesen auch bereut !?

    Nicht wie wir diese Probleme angehen oder lösen ist entscheidend, sondern wie Gott der HERR oder das Haupt der Versammlung dies beurteilt.

    Und Gott hat sein Urteil bereits gesprochen. Folgende Worte sind mehr als deutlich:

    Hes. 13: 6 Was ihr als Visionen ausgebt, ist eine Täuschung, und wenn ihr weissagt, lügt ihr! Ihr verkündet: ‚So spricht der Herr!‘, obwohl ich euch gar nicht beauftragt habe – und dann erwartet ihr auch noch, dass ich eure Voraussagen eintreffen lasse!

    7 Eure Visionen führen die Menschen in die Irre, eure Weissagung ist nichts als Lüge. Denn ihr behauptet, meine Worte zu verkünden, obwohl ich euch gar keine Botschaft mitgeteilt habe.
    8 Darum sage ich, der Herr: Weil ihr leere Worte macht und von trügerischen Visionen erzählt, bekommt ihr es mit mir zu tun!

    Wie viele Brüder gab es in den letzten Jahrzehnten die nicht nur oberflächlich auf Fehler hinwiesen, sondern aufgrund von Fakten die belegt wurden, ich denke an den schwedischen Sonderpionier der die Jahreszahl 607 als falsch bewies – er wurde ausgeschlossen. Das Recht wie auch die Barmherzigkeit wird mit Füssen getreten.

    Der Grund lag alleine darin weil nur mit 607 das Jahr 1914 zu halten ist. In weiterer Folge auch das Jahr 1918/19 und der vermeintlichen Legitimation dass Jesus „seine Sklaven“ erwählt hat.

    Doch zu obiger Bibelstelle aus Heskiel die mehr als deutlich Gottes Standpunkt wiedergibt, möchte ich nur die wichtigsten Belege, das es so GENAUSO ist hier anführen:

    1. im 19. Jhdt. jede Menge Zeitangaben mit fixen Prophezeiungen – alle falsch

    2. im 2o. Jhdt. – 1914 kommt Harmagedon – dann verlegt man die Errichtung des Königreiches in den Himmel – da kanns keiner prüfen

    4. 1918/19 Jesus erwählt seinen einzigen Sklaven als Kanal Gottes

    5. um 1920 – Millionen JETZT Lebender werden NICHT sterben

    6. 1925 – es sollen die Patriachen auferstehen – Häuser werden für sie gebaut

    7. 1940er Jahre erneut auf das unmittelbar bevorstehende Gericht verwiesen

    8. 1975 – erneut kommt Harmagedon – jeder der zweifelt ist schwach im Glauben

    9. 1996 – die Generation die nicht vergeht – im EW stand Jahr-zehnte im Impressum Jehova habe dies vorausgesagt! siehe Vers 7

    10. die Generation wird auf die BÖSE Menschenwelt umgedeutet – 10 Jahre später sind es die Gesalbten – siehe 1. Tim 6:20

    Ich stelle folgende Fragen:

    Warum wird nicht beherzigt was Paulus sagte:
    WIR predigen UNS NICHT selbst? Siehe die letzten Artikel es geht z.T. nur mehr um eigene Darstellung und Machterhalt sowie Einforderung der eigenen Autorität und das schlimmst: Nur durch „UNS“ könnt ihr ewiges Leben erlangen !!! 2.Kor. 4:5

    Warum missachtet man am laufenden Band:
    Geht nicht über das hinaus was geschrieben steht? 1.Kor. 4:6

    Warum werden warnende Worte aus Offb. 22: ignoriert:
    NIEMAND soll diesen Worten etwas hinzufügen oder weglassen – mit Folgen die den Tod nach sich ziehen? Ein Ältester schrieb einmal ans Bethel, hätte die Organisation diese Worte je ernst genommen, hätten sie die meisten Druckschrift (ganz zu Schweigen
    von der Wertlosigkeit weil falsch und irreführend) nie in Umlauf gebracht werden dürfen.

    Doch alle die Fehler (Mitglied als NGO bei der UNO – staatliche Anerkennung) aufzeigen werden angefeindet und nahezu immer ausgeschlossen und schlußendlich als böse Abtrünniger verdammt! … außer der Bruder bereut dass er es gewagt hat solche Sünden aufzuzeigen. Der Bruder muss bereuen und nicht die, die falsche Handlungsweise begehen.

    Kannst Du Dir vorstellen wenn ein Ehebrecher sich vor einem Ältesten Komitee verantworten muss. Der Ehebrecher bereut nicht, und man schließt dann die Ältesten aus? Genauso läuft es aber bei der LK ab !!!

    Oder ein anderes Beispiel: jemand ließt die Bibel und ist erschüttert über die Unmoral eines König Davids, oder der Streitereien unter den Aposteln. Er spricht darüber klagt an, doch nicht die Sünder sondern ER wird zur Verantwortung gezogen weil er verkehrtes gelesen und seiner Entrüstung kommentiert hat.

    Ich würde mir sehr wünschen wenn es unter ZJ wieder mehr OFFENHEIT und Ehrlichkeit gäbe und das Bewusstsein und das trifft auch auf die Brüder der LK zu, dass man Brüder mit mehr Respekt, Barmherzigkeit und Liebe behandelt, im Bewusstsein dass KEINER vor Gott bestehen kann – wenn ER seine Sünden in die Waagschale wirft – dann hat JEDER nur den Tod zu erwarten.

    Mit dem Maß mit dem IHR messt wird euch (alle die Entscheidungs-träger sind oder als Richter amten) gemessen werden. Und hier habe ich im laufe von über 50 Jahren Schlimmes unter ZJ erlebt.

    lg. Matthäus

  • Christin
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus,
    leider kann unter der Knute keine Offenheit und Liebe entstehen.
    Ein unglücklicher Mensch hat keine Kraft für diese Eigenschaften.

    Jesus Christus hat unsere Freiheit mit seinem Tod erkauft.

    Galater 5:1
    Christus hat uns befreit, damit wir als Befreite leben. Bleibt also standhaft und lasst euch nicht wieder in ein Sklavenjoch spannen!

  • Dennis
    September 9, 2011

    Liebe Brüder,

    ihr habt diesen WT-Artikel wirklich gut und treffend anlaysiert. Auch seit ihr genauso deutlich geworden, wie diese Schreiber des WT-Artikels und das ist auch gut so!!! z.B. habt ihr geschrieben:

    „akribischer, systematischer Bewusstseinsveränderten Belehrungen“

    Es ist wirklich so und die allermeisten sind dem „Sklaven“ dafür auch noch dankbar, das ist für mich das tragische daran.

    Zu dieser Feststellung von euch…

    „Menschen also, die selbständig denken wollen, sind aus Sicht unserer leitenden Körperschaft “geistig kranke Abtrünnige” ja mehr noch, man solle sich von ihnen fernhalten, da ihre “Krankheit” ansteckend ist! Man weiß bei solchen intellektuellen Entgleisungen des menschlichen Verstandes gar nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll. Wer Andersdenkende derart verunglimpft, sie ächtet, an den Rand drängt und ihre Motive in derart ungehöriger Weise in den Schmutz zieht, muss sich gefallen lassen, für diese Geisteshaltung auch heftig kritisiert zu werden.“

    …möchte ich hier nochmal dieselbe „Quelle göttlicher Belehrung“ sprechen lassen, in Bezug auf diese Methoden der WTG:

    EW 1978 8. 12. S. 3-4 Läßt du andere für dich denken?

    „Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der Autorität, andere LÄCHERLICH machen, BESCHIMPFEN, VERLEUMDEN, VERUNGLIMPFEN und SARKASTISCHE Bemerkungen über sie fallenlassen. Stichhaltige Beweise, verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die Emotionen anzuheizen. Je größer die Erregung, desto geringer das Urteilsvermögen; und unter den Peitschenhieben verletzender Worte und kaltschnäuziger Redegewandtheit wird der Geist in eine bestimmte Richtung gezwungen. Hier und da wird diese offene Form der Propaganda betrieben, doch neuerdings handelt es sich meist um die versteckte Form. Heute sind die Leute gebildeter und durchschauen Hetzreden, daher wird eine weniger aggressive Taktik angewandt.
    ……
    Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer, die unfair und unsachlich ist. Diese Form der Propaganda tut den Standpunkt eines Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen Standpunkt, der keine Beachtung verdient“

    Interessant daran finde ich, dass dieser Artikel bereits über 30 Jahre alt ist, warum wohl?

    Nochmals danke für eure Analyse, alles gute und Jehovas Segen für euch weiterhin.

    LG
    Dennis

  • Simon
    September 9, 2011

    Ist es nicht ein riesengroßes Trauerspiel?
    Soetwas lesen zu müssen tut mir so dermaßen weh…
    Ich bin dankbar für das Geschenk des wachen Geistes, wenn ich es mal so nennen darf 😉
    Alle Brüder, die nicht langsam anfangen zu erkennen, wie man sie behandelt und manipuliert tuen mir wahrlich leid.
    Wie froh können wir doch sein das alles Stück für Stück zu durchschauen.

    Wie steht es noch in der Bibel und in etlichen Wachttürmen?
    „Das Licht wird heller werden“

    Und so ist es auch 🙂

  • schneerose
    September 9, 2011

    hallo brüder

    der endsieg (geschichte)

    nachdem die rote armee berlin erreicht hatte.. sich haus um haus
    vorankämpfte..sprachen der führer des 1000 jährigen reiches noch immer vom endsieg..

    wehe dem.. der einen englischen radiosender hörte..standgerichte hatten alle hände voll zu tun..tausende unerfahrene jugendliche wurden in den lezten kriegstagen dem führer geopfert..

    wehe denen..die an den endsieg zweifelten..
    wehe denen..die den hitlergruss verweigerten..

    wie sieht es heute in der vers. aus

    wehe denen..die in der versammlung die warheit sagen
    wehe denen..die im internet bruder-info lesen..usw..

    —————-.. damals wie heute wurden und werden kinder oder eltern ausgehorcht und gegeneinander verraten.. mitten in der nacht kam die gestapo.. und ab in ein umerziehungslager (KZ)..

    so wie frank&frei geschrieben hat..man braucht vor ort männer die ohne zu denken jede anordnung der LK. ..und sei sie noch so unbiblisch..ausführt..——————————–

    was sollen wir machen .. unsere heimat (vers.) verlassen.?.unsere „eltern“.. „grosseltern“ sind hier „begraben“..
    ich denke nicht..

    so wie damals ist der untergrund die einzige möglichkeit sich auf die zeit danach vorzubereiten..
    ich werden keine „werbung“ für diese organisation machen..und mein „parteibuch“ ich habe es verbrannt..
    also handelt wir so ..wie jesus sagte..listig wie schlangen..unschuldig wie tauben..

  • Shannon
    September 9, 2011

    Welcher Moslem und welcher Katholik fürchtet Jehova und achtet seinen Namen? Dann müßte er aber ganz schnell sich von Mohamed oder dem Papst verabschieden, denn niemand kann 2 Herren dienen. Das hat bei Salomo schon nicht geklappt.

  • Simon
    September 9, 2011

    Hallo Shannon,

    ich denke du beziehst dich hier auf meinen ersten Kommentar zu Frank&Frei (welcher auch schon schön von Alois kommentiert wurde)

    Mir war es damals schon nicht ersichtlich, wieso andere Menschen, die bspw. Allah oder sonstwen anbeten und trotzdem gerechte Menschen lt. dem Wort der Bibel (oder auch ohne Bibel) sind zu Tode kommen sollen bzw. keine Hoffnung haben nur weil sie nie etwas anderes kennengelernt haben.
    Können wir wirklich noch mit dem Gedankengut leben, dass nur Christen eine Hoffnung haben, die den Namen JEHOVAS anrufen?

    Lehrte uns Jesus nicht ein gerechtes Leben zu führen und liebevoll zu unseren Mitmenschen und zu unserem Gott zu sein?

    Stell dir doch einmal vor du wirst als Moslem oder Buddhist (oder gänzlich ohne Religion) geboren und lebst ein Leben voller Liebe und gerechter Taten, hast aber aus diversen Umständen nie die Bibel oder den Namen des wahren Gottes kennengelernt.
    Wäre es nicht ungerecht wenn du keine Hoffnung hättest?

    Ist Gott nicht zu universel, um sich akribisch auf die zu konzentrieren, die fleißig die Bibel studieren und Christen nennen?

    Korrigiert mich wenn ich total daneben greife aber mein Verständnis von Liebe schließt solche Überlegungen mit ein.

    Gruß
    Simon

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Simon

    Wenn man die Bibel als das einzige von Gott inspirierte Wort sieht, dann gibt sie auch eine Antwort.
    Wenn Du das aber nicht glaubst, dann ist jede Mühe Dir etwas zu beweisen vergebene Mühe.

    Aber es macht mir kaum Mühe ein paar Bibelstellen anzugeben welche zu diesem Thema passen:

    Psalm 9:5
    Du hast die Nationen gescholten, den Gesetzlosen vertilgt; ihren Namen hast du ausgelöscht für immer und ewig; –

    Obadja
    15. Denn der Tag Jehovas ist nahe über alle Nationen: wie du getan hast, wird dir getan werden; dein Tun wird auf dein Haupt zurückkehren.
    16. Denn gleichwie ihr getrunken habt auf meinem heiligen Berge, so werden beständig trinken alle Nationen; ja, sie werden trinken und schlürfen, und werden sein wie solche, die nie gewesen sind.
    17. Aber auf dem Berge Zion wird Errettung sein, und er wird heilig sein; und die vom Hause Jakob werden ihre Besitzungen wieder in Besitz nehmen.
    18. Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein, und das Haus Joseph eine Flamme, und das Haus Esau zu Stoppeln; und sie werden unter ihnen brennen und sie verzehren. Und das Haus Esau wird keinen Übriggebliebenen haben, denn Jehova hat geredet.

    In Vers 16 steht dass alle Nationen (außer das Volk Israel) sein werden als wären sie nie gewesen.
    Als weiteres Beispiel wird in Vers 18 das Brudervolk der Israeliten genannt, die Nachkommen Esaus. Von diesem Brudervolk der Israeliten wird niemand übrig bleiben.
    Das sind eigentlich klare Aussagen und ergänzen die umgekehrten Aussagen über die Errettung eines Überrestes aus dem Volke Israel.

    1.Petr. 4
    17. Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange bei dem Hause Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen!
    18. Und wenn der Gerechte mit Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?

    Das bedeutet, wenn die an Gott und Jesus Gläubigen nur mit Not errettet werden, wie ergeht es dann einem der Gott nicht kennt.

    Amos 3:1-2
    1. Höret dieses Wort, das Jehova über euch redet, ihr Kinder Israel, über das ganze Geschlecht, welches ich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt habe!
    2. Indem er spricht: Nur euch habe ich von allen Geschlechtern der Erde erkannt; darum werde ich alle eure Missetaten an euch heimsuchen.

    Zur Zeit der Israeliten hat Jehova somit nur mit dem Volk Israel gehandelt, andere haben ihn nicht interessiert.

    Maleachi 2
    17. Ihr habt Jehova mit euren Worten ermüdet; und ihr sprechet: Womit haben wir ihn ermüdet? Damit, daß ihr saget: Jeder Übeltäter ist gut in den Augen Jehovas, und an ihnen hat er Gefallen; oder wo ist der Gott des Gerichts?

    Der letzte Vers beschreibt die Menschen mit der Ansicht dass alle erst einmal auferstehen werden.

    Gottes Gerechtigkeit besteht darin, dass alle Menschen den Tod verdient haben. Ohne Gnade ist das Leben nach dem Tod vorbei.
    Das ist nicht meine Auslegung sondern Paulus hat das gesagt:

    Röm. 9
    11. selbst als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten (auf daß der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestände, nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden),
    12. wurde zu ihr gesagt: „Der Größere wird dem Kleineren dienen“;
    13. wie geschrieben steht: „Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehaßt.“
    14. Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne!
    15. Denn er sagt zu Moses: „Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme“.
    16. Also liegt es nun nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott.
    17. Denn die Schrift sagt zum Pharao: „Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde“.
    18. So denn, wen er will, begnadigt er, und wen er will, verhärtet er.

    Röm. 11
    4. Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, welche dem {W. der} Baal das Knie nicht gebeugt haben“.
    5. Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Wahl der Gnade.
    6. Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.

    Ich weiß dass man mit dieser Meinung bei den meisten Menschen aneckt, aber es ist meine Pflicht nur das zu schreiben was ich auch glaube.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    September 9, 2011

    Genauso denke ich auch Simon!

    Wahrscheinlich wirst du jetzt mit einigen Bibelstellen konfrontiert, wo steht, dass eben nur „Jehovas Volk bzw. der Überrest“ überlebt usw., doch so einen Gott gibt es nicht davon bin ich fest überzeugt.

    Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder ein Mensch wird gewarnt und Jehova beurteilt ihn nach der Reaktion oder er wird nicht gewarnt und hat auch nichts zu befürchten, so einfach ist das.

    (Römer 2:13-16) . . .Denn nicht die Hörer des Gesetzes sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

    Paulus zeigt hier ganz klar, dass nicht allen gepredigt werden muss, denn das ist auch nicht möglich, nicht mal ansatzweise. Sie werden dann nach ihrem Gewissen gerichtet.

    Jetzt werden einige vielleicht sagen: „Dann braucht man ja gar nicht predigen, weil Jehova gleich jeden nach seinem Herz bwz. Gewissen richten könnte“

    Ja, das stimmt, das könnte er! Macht er aber nicht und es ist auch nicht unsere Aufgabe darüber zu spekulieren, warum Jehova etwas so oder so macht.

    Viele sind sich auch überhaupt nicht darüber im Klaren, dass die gesamte Bibel für den Budhisten, Moslen usw. wenig bis keine Bedeutung hat. Ich sage das bewusst so deutlich. Die Bibel hat für die Juden und die die sich Christen nennen Bedeutung und deshalb ist es auch völlig zwecklos einm Moslem zu predigen. Ein Moslem wechselt seine Religion nicht, Punkt! Die sind im Geiste überzeugter die „Wahrheit“ zu haben als jeder Christ oder Zeuge Jehovas. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Moslem zu Konfertiten wird geht gegen Null.

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Simon
    September 9, 2011

    Erst einmal Danke euch beiden, Alois und Dennis,

    ich muss ehrlich gestehen, dass ich in der Bibel nicht seeehr bewandert bin. Zu viel Platz wurde durch andere Dinge eingenommen und vieles in den Jahren nach verlassens der Organisation vergessen.
    Umso dankbarer bin ich, dass ihr euch die Zeit nehmt auf Fragen konkret zu antworten und eine Hilfestellung zu geben.

    Momentan befinde ich mich noch in einer gewissen Zwickmühle.
    Ich bin zu freidenkend um antworten in den alten Denkmustern zu suchen aber auch zu sehr Christ um die Bibel außer acht zu lassen.
    Ich hoffe ihr versteht das und seid nachsichtig wenn vielleicht das ein oder andere Wort nicht gerade gut gewählt ist oder manch ein Gedanke von mir vielleicht zu unchristlich rüberkommt.

    Trotzdem allem bin ich euch dankbar für diese beiden, zwar grundverschiedenen aber trotzdem sehr hilfreichen Kommentare.

    Nachdem ich die Organisation verließ hat sich mein Bild von Gott sehr verändert. Früher wusste ich natürlich auch, dass er ein liebender und helfender Gott ist aber vieles erschloß sich mir halt nicht.
    Ich bete seit dem jeden Tag inständig darum, dass er mir den wahren und richtigen Weg weisen mag, der mich zu ihm und seinem Sohn führt.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass mich dieser Weg nicht umsonst hierher geführt hat 🙂

    Würde gern mehr schreiben aber habe noch einiges zu tun.

    In diesem Sinne wünsche ich erstmal einen schönen Abend.
    Auf weitere schöne Gespräche!

    LG, Simon

  • Thomas
    September 9, 2011

    Lieber Simon,

    schön das Du Dich als FREI denkend bezeichnest, ich würde von mir heute behaupten das ich das auch (auf meine Art) bin.

    Es war der Geist selbst der mich dorthin geführt hat und ich erlebe bis heute die (meine) größte Freude in dieser Verbindung.

    JA ER wirkt überall!
    Meine Frau und ich waren eine Woche verreist und wir hatten Kontakt zu Gläubigen aus den verschiedensten Richtungen. Sie ALLE sind auf ihre individuelle Weise geleitet und heute NUR zur Christus geführt worden. So wie wir auch.

    Das ist wirklich wunderbar und erfüllt jeden unserer Tage auf Jahwes Erde mit Freude und immer etwas positivem.

    Ich würde mich gerne dazu mit Dir austauschen und von Deinen Erfahrungen lesen.

    So wünsche ich Dir ein gesegnetes Wochenende und grüße Dich herzlich.
    Dein Bruder im Herrn
    Thomas

  • Anna
    September 9, 2011

    Lieber Simon und alle anderen, welche Dir schon geantwortet haben sowie alle, die sonst noch mitlesen!
    Wir müssen uns mehr die Sichtweise Jahovas aneignen. Wenn man an den schönen Test in 8:30 und 31 denkt, wo es um die Weisheit von Christus geht Zitat NW:
    „30 da wurde ich neben ihm zum Weltmeister, (sorry Anna du meinst sicher Werkmeister) und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, 31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen“.
    Diese schöne Beschreibung zeigt doch, dass wir, alle Menschen auf dieser Welt, die Dinge sind, die unserem Christus wichtig sind.
    Und es kann tatsächlich nicht sein, dass er einen Menschen, der nie mit der Botschaft der Bibel erreicht wurde einfach so vernichtet. Ich treffe im Dienst sehr liebe, hochintelligente und moralisch integere Menschen. Mit diesen kann ich mich wunderbar austauschen. Viele glauben an eine höhere Intelligenz, könnten das nur nicht mit dem, was auf der Welt so passiert nachvollziehen. Und dann, wie Du schon bemerkst, die vielen Milliarden, welche von der Bibel nur vom Hörensagen kennen. Eines ist sicher, wenn die Liebe des Christus bei den Menschensöhnen ist, dann kann nichts schief gehen. Vieles begreifen wir mit unserem Verstand einfach nicht. Das macht auch nichts. Hauptsache, wir habe die Zuversicht, dass Jehova alles richtig macht.
    Damit schließich ich mich gerne Deinem Kommentar an, das Gott und sein Sohn die Menschen, dessen Herz er kennt zu sich ziehen wird.
    Gott = Liebe
    Wir Menschen sind nun so gemacht, dass wir gerne etwas höheres anbeten möchten.
    Nur, Liebe entsteht nicht aus Pflichterfüllung = Predigtdienststunden sondern aus dem Herzen.
    Wenn jeder von uns, der noch in eine Versammlung eingebunden ist versucht in der nächsten Zeit wenigstens 1 zu erreichen und mal sich einfach die Zeit nimmt, sich auszutauschen.
    Eine schöne gute Nacht wünscht Anna

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Simon,
    auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer geistigen Gemeinschaft. 🙂

    Was Gottes Gerechtigkeit, Gnade und Barmherzigkeit angeht, wurde hier schon viel geschrieben.
    Das kommt daher, dass in der Bibel sehr viel dazu steht…einiges scheint widersprüchlich, ist es aber beim näheren Hinsehen garnicht.

    Wenn ich mir jetzt zb Obadja – von Alois zitiert – näher anschaue, dann passt auch das zu dem was Paulus im Römerbrief über das Gewissen sagte.

    In Obadja heißt es:
    15 »Der Tag ist nahe, an dem ich über alle Völker Gericht halte«, sagt der Herr.
    16 »Wie ihr Leute von Juda auf meinem heiligen Berg aus dem Becher meines Zorns trinken musstet, so werden dann die übrigen Völker ohne Ende daraus trinken müssen. Sie sollen so spurlos verschwinden, als wären sie nie gewesen.

    Warum hat damals und wird auch in Zukunft sein Zorn sowohl die Leute von Juda (also sein eigenes Volk), als auch alle Völker treffen?
    Weil sie alle Schlechtigkeit in sich vereinten.
    Damals wie heute, waren alle angesprochen die – wie es in den vorherigen Versen beschrieben wird – voll Mord und Gewalttat waren und sind, voll Habgier und Niedertracht, voller Gleichgültigkeit, Hartherzigkeit und Hinterlist.

    Nein, Gott macht da tatsächlich keinen Unterschied zwischen Menschen die ihn kennen und denen die ihn nicht kennen – alle die Böse handeln, werden auch den den gleichen „Lohn“ dafür erhalten.
    Denn wer das Böse wie oben beschrieben tut, dem ist das auch bewusst, egal wo er lebt und egal ob er Moslem, Buddhist oder Hindu ist…da kann sich dann keiner damit rausreden, dass er Gott und Jesus ja nicht kannte.

    Darum heißt es ja auch, dass Menschen die Gott nicht kennen und ihm folglich auch nicht glauben können, nach ihren Taten beurteilt werden:
    12 Ich sah alle Toten, Hohe und Niedrige, vor dem Thron stehen. Die Bücher wurden geöffnet, in denen alle Taten aufgeschrieben sind. Dann wurde noch ein Buch aufgeschlagen: das Buch des Lebens. Den Toten wurde das Urteil gesprochen; es richtete sich nach ihren Taten, die in den Büchern aufgeschrieben waren.
    13 Auch das Meer gab seine Toten heraus, und der Tod und die Totenwelt gaben ihre Toten heraus. Alle empfingen das Urteil, das ihren Taten entsprach.
    Offenbarung 20, 12+13

    Während es von denen die an Gott und Jesus glauben heißt, dass sie durch ihren Glauben in Gottes Augen schon gerecht sind:
    38 So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, dass euch durch ihn (Jesus) Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet,
    39 ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt.
    Apostelgeschichte 13, 38+39

    Ist das ungerecht gegenüber den anderen? – Nein, denn die guten Taten gehören bei den Glaubenden ja sowieso dazu:
    16 Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.
    Mat 5, 16

    Was uns dann auch ganz logisch zu der Botschaft bringt, von der wir erzählen sollen:
    19 So lautet diese Botschaft: In Christus hat Gott selbst gehandelt und hat die Menschen mit sich versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen vergeben und rechnet sie nicht an. Diese Versöhnungsbotschaft lässt er unter uns verkünden.
    2. Kor 5, 19

    Unsere eigene Wertschätzung darüber, von Jesus erlöst worden zu sein treibt uns an, davon zu erzählen.
    Möchten wir mit irgendjemandem – und sei er noch so reich oder berühmt – tauschen, wenn wir diese Herzensgewissheit dafür hergeben müssten?

    Im Gegenteil, wir haben doch Mitleid mit denen die sich, in aller Anständigkeit, hier in dieser Welt alleine abstrampeln, obwohl wir wissen, das es doch eigentlich garnicht nötig wäre, weil das Erlösungswerk auch für sie gilt.

    Wütend sind wir auf den Satan, der ganze Arbeit darin geleistet hat, die Menschen so zu verwirren und verblenden, dass sie die Wahrheit selbst nicht erkennen können, wenn sie glasklar vor ihnen steht.

    Aber auch das hat sicherlich einen Grund, Gott ließe all das nicht zu, wenn er damit nicht etwas bestimmtes bezwecken würde. – Denken wir daran, dass es neben der Menschenwelt auch noch eine andere Welt gibt, die mit Interesse alles beobachtet was hier geschieht.

    Gott hält schlussendlich beides für die Menschen bereit – für die einen seinen gerechten Zorn und für die anderen seine gerechte Gnade.

    LG Ulli

  • Joanna
    September 9, 2011

    Können wir wirklich noch mit dem Gedankengut leben, dass nur Christen eine Hoffnung haben, die den Namen JEHOVAS anrufen?
    1.Korinther 1,1-3
    Paulus, berufener Apostel1 Christi Jesu durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, 2 an die Gemeinde2 Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn. 3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    Ohne Komentar.
    Grüß
    Joanna

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Wenn die Worte Jesu für uns eine Bedeutung haben dann dürfte es niemand geben der falschen Lehrern folgt!
    Den sagte unser Herr Jesus nicht: NUR EINER ist euer Lehrer, ihr alle seid Brüder?
    Warum gibt es überhaupt falsche Lehrer? Weil Paulus den jungen Timotheus warnte – sie werden sich Lehrer aufhäufen um die Ohren zu Kitzeln – wenn ein Christ den Hinwei Jesu und die Warnung von Paulus ernst nimmt steht er nicht in der Gefahr falschen Lehrern tu folgen! Wer gestattet das Lehrer über uns bestimmt nimmt das Wort Gottes nicht ernst !!!
    2 Timotheus 4:3
    Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Lüsten sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt;

  • Alois
    September 9, 2011

    Das ist ein sehr guter Vortrag und wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, der müsste eigentlich ohne auf eine „Abtrünnigenseite“ zu gehen dahinterkommen dass etwas nicht stimmt.
    Leider trifft das was der Wachtturm schreibt auf viele „Abtrünnigenseiten“ zu. Die meisten Seiten wollen wirklich den Glauben zerstören. Auch hier hat Satan vorgesorgt.

    Im Abschnitt 17 wurde als Bibelstelle Matth. 7:14 angegeben.

    13. Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen.
    14. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

    Den Vers 13 sollte man auch noch lesen, denn dann ist klar dass die Vielen ins Verderben gehen und die Wenige zum Leben.
    Nur wer sind die Vielen und die Wenigen?

    Es gibt 2 Möglichkeiten:
    1. Die Wenigen sind die Organisation und die ihr folgen und die „Vielen“ der Rest der Welt inklusive den „Abtrünnigen“.
    2. Die „Wenigen“ sind diejenigen welche im Glauben an Jesu und seiner Verheißung die Organisation verlassen haben und die „Vielen“ sind die Organisation und die bei ihr bleiben.

    Liest man die Bibel weiter, so wird die Frage beantwortet wer die Vielen sind:

    22. VIELE werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?
    23. Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!

    Jetzt könnte man den Vers 22 auch auf die im Wachtturm gemeinten „Abtrünnigen“ anwenden, aber meines Wissens sind sie in der Christenversammlung absolut in der Minderheit.

    Wenn man dann nochmal weiterliest, kann man erkennen was die Wenigen auszeichnet:

    24. Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute;
    25. und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten wider jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.

    Mit dem Verstand ist der Felsen der Fels gemeint auf dem das Haus sicher gegründet ist, stimmt ja auch.

    Aber geistig gemeint ist der Fels Jesus Christus! Jesus ist unser Fels, auf den sollen wir bauen! Darauf kommt es an und das genau wollen wir hier in Bruderinfo tun. Röm. 9:33 1.Petr. 2:6-8 Jes. 8:14-15

    Im Gegensatz dazu die auf Sand bauen, das diejenigen tun die nicht mit ungeteiltem Herzen unserem Retter Jesus vertrauen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Der Skeptiker
    September 9, 2011

    Daß wir jetzt auch noch die Organisation LIEBEN sollen, ist ein neuer Höhepunkt der Anmaßung!

    Dieser WT-Arikel dürfte zeimlich Staub aufwirbeln, da er auch schon auf anderen Seiten besprochen wurde.

    LG

  • Dennis
    September 9, 2011

    Hallo Skeptiker,

    auch ich glaube, dass dieser ganze WT v. 15.07.11 (falsche Lehrer, Abtrünnigkeit, Ausschlusspraxis) in seiner Schärfe und Deutlichkeit seine Wirkung nicht verfehlen wird, sowohl bei den Hardlinern als auch bei denen, die bisher nur diffuse Zweifel und Bedenken hatten. Mich würde es sehr wundern, wenn hier nicht doch einige Brüder eine rote Linie überschritten sehen. Ich denke nur an diesen perfiden Satz in Bezug auf ausgeschlossene Kinder S. 32 Abs.17:

    „Jehova ist so liebevoll allen die Gelegenheit zu geben, ihre Sünden zu bereuen, statt an jedem, der sich über seine Gebote hinwegsetzt, gleich die Todesstrafe zu vollstrecken.“

    Man mag über die Ausschlusspraxis denken was man will, auch mag es mitunter berechtigte Gründe für einen Ausschluss und sogar das konsequente „Meiden“ eines Bruders od. einer Schwester geben, aber dieser Satz offenbart die verkommene Geisteshaltung der „leitenden Köperschaft“ und ihre wahren Absichten.

    Es soll Angst geschürt werden, Angst vor dem Tod des reuelosen ausgeschlossenen Kindes. Die einzige Kraft, die stärker sein könnte um eine so enge Bindung, wie die Eltern-Kind-Bindung zu durchbrechen, so glaubt die l.K., ist die Angst der Eltern davor, das ewige Leben des ausgeschl. Kindes auf´s Spiel zu setzen, wenn sie die WT-Auschlusspraxis nicht zu 100% umsetzen und damit der oft unerträgliche Liebesentzug, der damit einhergeht, nicht voll zur Geltung kommen kann.

    Der „Sklave“ ist meines Erachtens darauf aus Stück für Stück den Druck zu erhöhen um zu sehen, wer sich den Anweisungen total und gehorsam unterwirft und denen die in ihren Augen eine „unabhängige Haltung“ einen „rebellischen Geist“ erkennen lassen. Sowas nenne ich Selektion oder „Versammlungshygiene“ um so durch eine Art geistigen Sieb, nur diejenigen übrig zu lassen, die quasi blind alles befolgen und die anderen Stück für Stück aus der Vers. zu drängen oder eben in die totale geistige Unterwürfigkeit zu zwingen.

    Ich kann gar nicht ausdrücken wie sehr mich diese WT-Ausgabe anwidert.

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Christin
    September 9, 2011

    Lieber Dennis,
    mir geht es wie Dir, ich bin auch angewidert.
    Ich vermute, dass die Orga noch Schlimmeres vor hat. Sie weiss genau, daß da nur die ganz Abhänigen mitmachen. Deshalb ekelt Sie die Nachdenkenden, Kritischen vorher weg. Die würden da niemals mitmachen. Die könnten dann nur noch die völlig Abhängigen zum Nachdenken bewegen. Also wird man die Kritischen schnell los.
    Ich vermute mal es geht ums Geld. ————
    Nach meinem Wegbleiben habe ich die Zeitschriften weiter online gelesen, aber jetzt reichts mir endgültig.

    Ganz liebe Grüße an Alle hier, wir sind nicht allein.
    Gepriesen sei unser Vater und unser Herr Jesus.

  • Anna
    September 9, 2011

    Liebe Brüder,
    sehr schön, habt ihr den WT-Artikel zusammengefaßt. Ich werde ihn mir zu Hause in Ruhe durchlesen, weil ich ja nur Mittagspause habe.
    Allerdings denke ich schon geraume Zeit über eine Möglichkeit nach an unsere Brüder auf ganz andere Art und Weise zu kommen.
    Es wird ja immer und immer wieder angeregt Bibelstudien einzurichten. Diese Woche schon wieder und unbedingt am 1. Samstag des Monats vormittag…

    Hier bräuchten wir die HILFE der mitlesenen Nicht-Zeugen-Jehovas.

    Nehmt doch versuchsweise das Angebot des Bibelstudiums an.
    Und dann beweist anhand der Bibel, ihr könnte das ja alle ganz gut, ansonsten holt Euch hier Hilfe, dass das was im Buch „Was lehrt die Bibel wirklich“ und im Anhang dazu vermittelt wird zum Teil nicht mit der Bibel übereinstimmt. Nicht ein Streitgespräch suchend sonst verschreckt ihr sie, sondern wohlüberlegt und gut fundiert.

    Dann müsste doch der Leiter des Studiums m.E. selber hinterfragen ob das, was er zu Glauben gelehrt worden ist, eigentlich stimmt.
    Und geht ruhig oft in die Zusammenkünfte und fragt dort die anwesenden Brüder nach, warum, weshalb, wieso.
    Weil mit Euch dürfen sie ja reden, Ihr seid ja Interessiert.
    Vielleicht ist das auf die Schnelle auch ein naiver Vorschlag von mir.
    Nur, ich bin schon durch auch durch Fragen von Wohnungsinhabern stutzig geworden. Vor allem auch von Leuten, die einen ganz zufriedenen Eindruck gemacht haben, d.h. nicht aus schlimmen Situationen kamen und einen Halt gesucht haben.

    Alles Liebe und Jehovas Segen
    Anna

  • Simon
    September 9, 2011

    …wenn sie mich nur besuchen würden 😉
    Mein letzter Versuch auf fundierte Art und Weise ein Gespräch zu führen endete damit, dass die beiden Brüder auf einmal keine Zeit mehr hatten und sich danach nie wieder gemeldet haben…
    (obwohl ich 16 Jahre lang in die Versammlung hier ging, quasi von Kindheit an)

    Ich denke mir nur, dass sie es evtl. als Dreistigkeit ansehen könnten, wenn man selbst auf sie zukommt um mit ihnen über ihren Glauben zu reden.
    Oder täusche ich mich da?

  • Anna
    September 9, 2011

    Lieber Simon,
    wenn ich Dich bisher übersehen haben sollte, dann tut es mir leid, bin nicht vollkommen. Jedenfalls von meiner Seite herzlich willkommen. Das ist ja nett, dass Du meinen spontanen Vorschlag aufgreifst. Was wäre, wenn Du Dich erstmal, geht auch über’s Internet, oder zur Not mußt Du in Seters anrufen, informierst wo der nächstgelegene Königreichssaal ist. Und dann, geh‘ doch einfach mal hin. Worauf es ankommt ist, dass man ganz ganz behutsam vorgeht. Die Brüder machen das in gutem Glauben und man darf sie auch nicht in die Enge treiben und überfordern. Hier ist viel Fingerspitzengefühl erforderlich und vorher zu Jehova beten, dass man das alles richtig macht. Mein Gedanke war nicht die Brüder niederzumachen, das werden sie in den Versammlungen genug! Sondern zum Nachdenken zu veranlassen. Ggf. habe ich in der Kürze der Zeit heute mittag mich in der Formulierung vergriffen. Es sollt kein Vorführen der Gutgläubigkeit der Brüder sein sondern von einigen Interessiereten der aus Liebe erwachsene Wunsch, anderen mit den nur Interessierten zur Verfügung stehenden Mitteln wirklich helfen zu wollen.
    Bitte keine Streitgepräche führen weil das destruktiv ist. Auch nicht Zeifel säen, weil das macht der Teufel. Sondern wohlüberlegt und biblisch begründet die Dinge hinterfragen.
    Und, jetzt noch meine Bitte an alle meine Mitbrüder die noch in die Versammlung gehen. Nehmt Euch doch Zeit füreinander. Manchmal dauert dies mehr als 2 Stunden Versmmlung oder Predigtdienst. Das heißt verbringt Zeit miteinander um über Eure Gefühle, Wünsche und Sehnsüchte zu reden. Das geht tatsächlich, aber manchmal kann es sehr sehr spät werden. Nur Schlaf kann man nachholen, sinnvolle tiefgehende Gespräche nicht.
    Ganz liebe Grüße an alle wünscht von Herzen
    Anna

  • Simon
    September 9, 2011

    Ich grüße dich Anna 🙂

    Ich bin quasi neu hier. Erst stiller Beobachter aber nun möchte ich ein wenig vermehrt hier mitschreiben.

    Vielleicht ein wenig zu meiner Person:

    Bin geschmeidige 24 Jahre alt und war damals schon bei den ZJ. Im alter von 17 Jahren habe ich die Gemeinde als ungetaufter Verkündiger verlassen. Die Gründe dafür wurden mir aber erst später bewusst.
    Habe mich seit dem „Austritt“ intensiv mit allen möglichen Dingen beschäftigt. Ich habe sozusagen „geprüft wie sich die Dinge verhalten“
    Von Naturwissenschaften über diverse Weltreligionen habe ich mich wirklich mit allem beschäftigt.
    Und wo bin ich am Ende gelandet? Wieder bei Gott und der Bibel 🙂
    Anstoss hat mir da das Buch von Bruder Franz gegeben „Der Gewissenskonflikt“ (falls bekannt oder schon gelesen)
    Das war für mich der Ansporn mal intensiv die Lehren und Organisation der LK zu prüfen und…nunja…nun bin ich hier gelandet 🙂

  • Dennis
    September 9, 2011

    Liebe Anna,

    das ist eine sehr gute Idee mit den Nicht-ZJ, die einfach einige Dinge anhand der Bibel mit den Brüdern und Schwestern besprechen sollten, wenn sie an der Tür klingeln.

    Nur so kann man, denke ich, noch einige zum nachdenken bewegen, wenn sie merken, dass große Teile dieser angeblichen Wahrheit der Bibel, die sie den Leuten erzählen, bestenfalls nur oberflächliches Halbwissen der WTG ist.

    Die allermeisten gehen ja mit der unerschütterlichen Überzeugung in den Dienst, den Leuten eine göttliche Wahrheit zu erzählen, ein wunderbares „Licht“ auszustrahlen in der bösen finsteren Welt Satans. Wenn dieses Denkstruktur erst einmal steht ist es nicht mehr weit zur totalen Abhängigkeit von der Organisation, die einem dieses Denkschema über jahre eingetrichtert hat.

    Für viele wird es ein schmerzlicher innerer Prozess sein zu erkennen, welche Irrlehren sie da jahrelang den Menschen unter die Nase gehalten haben. Sie haben die totale Abhängigkeit von der „geistigen Speise“ der selbsternannten Organisation Jehovas in Kauf genommen und sind gewissermaßen „süchtig“ danach geworden. Und wie bei jedem drogenabhängigen ist die Phase des Entzugs die schlimmste. Doch dann irgendwann tritt die Läuterung ein und man erkennt, was für ein unglückliches und unwirkliches Leben man doch geführt hatte in der Abhängikeit einer „Droge“.

    Viele liebe Grüße
    Dennis

  • Maggi
    September 9, 2011

    Hallo Anna
    Ich würde sehr gerne Helfen,ich weiß aber das ich noch Hilfe benötige um die richtigen Worten zu finden ohne das es so aussieht das ich Sie übzeugen will sondern eine andere Sichtweiße zubekommen wie es auch hier viele getan haben. Ich hatte mal ein Bibelstudium bevor ich auf Bruder-Info aufmerksam wurde das ging leider nicht so gut aus, den am Ende des Gespräches waren wir bei Adam und Eva, ich habe nur gesagt das ich mir nicht vorstellen könnte das eine Religion mich retten kann
    und habe ihne den Bibeltext aus Johannes 14,6 vorgelesen.
    Ich weiß bis heute nicht sowirklich was Adam und Eva mit diesen Bibelvers zu tun haben ??

  • Simon
    September 9, 2011

    Hallo Maggi,

    inwiefern wird dieser Bibeltext denn auf Adam und Eva angewendet?

  • Frank&Frei
    September 9, 2011

    Danke für die Aufarbeitung des WT Artikels. Ja, der WT verlangt, sich ihm bedingungslos unterzuordnen, seine Auslegung der Bibel als von Gott eingegeben zu betrachten und jegliches Nachdenken zu unterlassen.
    Das ist Diktatur vom Feinsten und nimmt dem Individuum die Fähigkeit, Für und Wider selbst zu erarbeiten.
    Aber, wir leben im zeitalter des Internet, Kommunikation ist alles und wer im Glashaus sitzt, sollte nith meit Steinen werfen.

    Wenn eine Kirche sich selber wichtige nimmt als unser ERlöser ist, ist sie über-ge-wichtig und wird zwangsweise abspecken müssen.

    Das findet derzeit gnadenlos statt, weil ersichtlich ist, dass zunehmen mehr Zeugen jehovas privat dohc das machen, was sie für richtig halten.
    Da ist zwar der Gruppenzwang, in den KöSaal zu gehen. Aber zu Hause angelangt, lebt man sein eigenes leben.
    Und welchen Effekt hat das auf die Gemeinschaft? Nur den Aha-Effekt denn jeder einzelne achtet nur darauf bloss nicht aufzufallen.
    Das Doppelleben nimmt zu, wobei vermehrt Individuen sich weniger darum kümmern,was andere wohl über sie denken mögen.

    Was ist es für ein Zeichen, wenn 100 Verkündiger vorhanden sind, aber nur um 50ständig dieZusammenkünfte besuchen?
    Da stimmen die Leute mit den Füßen ab. Und das wollen viele Älteste nicht wahrhaben, für die sind wir nach wie vor die ma meisten wachsende Releigionsgemeinshcaft, obwohl das längst andere sind. Es kann halt nicht sein, was nicht sein darf.
    man trieft ja vor Fettspeisen und geistige Segnungen, vergißt aber, dass die Ortsversammlung dahindarbt und jeder jedem mißtraut. Und es ist halt so: der eine kann sich alles heruasnehmen, er muss nur die Dreistigkeit haben und ein anderer kriegt ständig eins übergebraten, weil ihm die dReistigkeit fehlt.

    Und dann schiebt man alles dem Geiste Gottes zu, der ja Älteste und DAs ernennt, wohl aber niemals abbbestellt.

  • Simon
    September 9, 2011

    Guten Tag Frank&Frei

    von mir erstmal auch noch ein Dankeschön für die Betrachtung.
    Sehr aufschlussreich 🙂

    Wie du es schon erwähntest Frank, kann auch hier in unserem Örtchen so etwas wie ein kleiner Ruck wahrgenommen werden.
    Der „Geist“ der Versammlung hier war immer ziemlich gut (auch wenn man natürlich die 120 % Leute wie überall hat) und von Erzählungen meiner Mutter höre ich immer öfter, dass sich die Brüder mehr Gedanken machen und langsam einsehen, wie mit ihnen gespielt wird.
    Nur wohin soll das alles führen? Der Nachwuchs der Versammlung lässt zu Wünschen übrig und wenn es irgendwann soweit ist, dass die alte Generation nichtmehr ist wird das hier alles sehr überschaubar sein 😉
    Wenn Wachstum stattfindet dann denke ich ist das in den Gebieten, die von der Organisation noch unerschlossen sind.
    Dort wo schon seit ewigen Zeiten Versammlungen stehen verändert sich etwas…ich kann es fast spüren.

    Gott und sein Sohn werden am Ende diejenigen zu sich ziehen, die reinen Herzens sind…egal ob Zeuge Jehovas, Kathole oder Moslem. Nur das sehen die ZJ einfach noch nicht ein. Wäre ja auch zuuuu fatal auf einmal sein ganzes Glaubensgebäude einstürzen zu lassen.
    Meiner Meinung nach hat diese Organisation es aber bitter nötig. Die Endzeit hin oder her.
    Die Zeit in der wir leben ist doch überhaupt nicht definierbar. Wer weiß denn schon ob es bald vorbei ist oder nicht? Hat der Mensch nicht immer wieder bewiesen, dass es immernoch einmal eine Stufe schlimmer geht? Man auf jede Gräueltat noch eine Schippe drauflegen kann?

    Falls nicht bald eine gehörige Reform durch die Organisation geht werden ihr die Mitglieder weglaufen wie die Schafe vor dem Wolf.

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Simon

    Zitat:
    „Gott und sein Sohn werden am Ende diejenigen zu sich ziehen, die reinen Herzens sind…egal ob Zeuge Jehovas, Kathole oder Moslem.“

    Wenn das was beispielsweise in Maleachi steht, für Menschen aus anderen Religionen zutrifft, hast Du sicher recht.

    Mal. 3
    16. Da unterredeten sich miteinander, die Jehova fürchten, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten.
    17. Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient.
    18. Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

    Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    September 9, 2011

    Lieber Simon,
    jede Kultur hat ihre Höhepunkte gehabt und ist dann in die Tiefen des Irrsinns abgetaucht, nimm dir die Politik als Beispiel – das 1000 jährige Reich in 1933 und in 1945. So war es mit Rom ebenso und so ist es mit den Kirchen.
    Die einst mächtige Römische Kirche regierte die Welt. Und dann kam die Zeit, da ihr Führer die welt am Geschmakc der Erde erkannte, die er küßte.
    Jehovahs Zeugen geben schon immer vor „in der Wahrheit“ zu sein. Nur, dass, was sie vor Zeiten an Litueratur herausgegeben haben, wo man einst fest überzeugt war, durch göttliche Fügung erworben steht heute im sogenannten „Giftschrank“, wie der Bücherschrank mal von einem Seltersmann genannt wurde.
    Wenn Paradigmen Wechsel eintreten und das was einst unten war heuer oben ist, so wie im Prater die Gondel vom Riesenrad, so durchlaufen die Zeugen Kneippsche Bäder von ganz heisss bis ganz kalt.
    Und sie dürfen ja nicht ihren Kopf benutzen um nachzudenken. das wäre teuflisch, das wäre abtrünnig, denn nur ein zeuge Jehovahs der alles „frisst“ was man ihm vorlegt ist ein guter Zeuge.

    Die leitende Körperschaft setzt darauf, dass man ungebildet bleibt, das ist Grundlehre, bloss keine Hchschule besuchen, vor Jahren war es sogar verpönt, Abitur zu machen, so nach dem Motto, da will einer Weise werden.
    Welche Unterstellungen von denen da im Elfenbeinturm. Die meinen, sie seien die Herren über unseren Glauben. Können sie keinesfals sein, da das nur der Christus sein kann als Herr der Versammlung.

    Unser Gott Jehovah hat uns in SEINEM Bilde geschaffen.Auch wenn die Erbsünde uns weit von ihm entfremedet hat – er hat uns zuerst geliebt unddie Weichen gestellt, alles zurecht zu bringen.

    Was ich ablehne sind die festen Behauptingen, wie man Doktrien festsetzt, untermauert undmit rabiater Gewalt gegen aufrechte Kritik verteidigt.

    Die Wahrheit braucht sich nimmer zu verstecken, so wie die Paradeiser schließlich rot werden, weil sie das genetisch in sich haben.

    Wir sind vom Christus freigekauft worden, aber nicht mit der Intension, dass uns ein selbsternannter „Sklave“ wieder in Ketten legt.

    Wir werden sehen, wie sich Jesu Worte an ihzm erfüllen, den der Kone Kontext besagt, dass er „in STücke geschlagen“ wird. Die NWÜ gibt das simple mt dem Begriff „mit größter STrenge“ wieder.

    Bleiben wir bei der Bibel, achten wir unsere Brüder in den Zsuammenküfnten und die, die irgendwie in einer Diaspora sich befinden, im Herzen aber für Jehovah eingestellt sind. Ich kann es nachvollziehen, wenn manche us gewissen Gründen fernbleiben um nicht solchen Personen über den Weg zu laufen, die aufgrund ihrer Intrigen alles für sich gewinnen, die Versammlung polarisieren und bei den Reisenden das Gleitmittel haben um dort irgendwo „reinzukriechen“. Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ich so direkt bin, aber geschmiert wird überall und die Reisenden, die ihr Bakschisch im Umschlag kriegen, die haben dann für die Spender, meist die Mütterchen, die allein sind, viel zeit. Ja manche habe es sogar so weit gebracht, dass sie, nachdem sie in eine neue zuteilung gekommen sind, Breife verschicken mit einem Rapport und schon gibts wieder Bakschisch. Auch eine Form der käuflichen Liebe?
    Wir sehen, es gibt nichts, was es bei den zeugen nicht gibt. Nur den Anspruch, die allein wahre Religion zu sein, den haben sie wohl so allein. Die Kirchen jedenfalls haben sich öffentlich angeklagt, im Deutschen Reich der NSDAP versagt zu haben.
    Und deutsche Zeugen lehnten den Militärdienst ab, aber standen Himmler zur Seite, seine Wewelsburg herzurichten, die dazu dienen sollte, den germanischen Gottheiten Raum zu geben. Ich gehe davon aus, dass, wäre der Krieg gewonnen worden, man hätte den Christus zerschlagen, so wie die SS es in Oradour, Frankreich, machte. Schließlich hing da ja nur ein „Jude“ am Kreuz.

    Denken wir an Jonah, an Niniveh und an deren König. Der hatte Demut und legte Sacktuch an, unzweifelhaft ein WEg der Einsicht, Reue und Umkehr.
    Meint ihr, der Lösch und wie die sieben in der LK alle heißen – die würden einen Millimeter von ihrem Standpunkt abrücken?
    Die sind Tools in der Hand des mächtigen Fürsten dieser Welt. Es ist einfacher ganz wenige da „oben“ einzuwickeln, als 7,5 Mio Schritt für Schritt.
    Non nobis domine

  • Der Skeptiker
    September 9, 2011

    Lieber Frank&Frei

    Du hast Deinen Namen gut gewählt, in dem Du wirklich frei von der Leber weg deinen Gedanken freien Lauf lässt.

    Mir gefällt Deine direkte Art und auch, daß Du jede Art von „political correctness“ vermissen lässt, but I’m loving it.

    Würde mir gerne mal mit Dir im Schweizerhaus ein Helles genehmigen um einige Punkte mit Dir zu veriefen.

    LG

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