54 Comments
  • Dennis
    September 19, 2011

    Liebes BI-Team,

    dieser Artikel wurde wieder gelöscht!

    Warum? Gab es wieder Urheberrechtsprobleme oder wird er nur überarbeitet, weil es ja heißt „vorübergehend“?

    LG
    Dennis

  • cheyenne
    September 19, 2011

    Liebes Team von Bruderinfo!

    Da mein Kommentar aus der Warteschleife geflogen ist, wiederhole ich Ihn hier in leicht abgeänderter Form. Ihr habt ja sofort reagiert und das kritisierte Übel (vorübergehend?) beseitigt.

    L.G. Cheyenne

    Hallo Cheyenne,
    wir möchten, das dass von dir angesprochenen Thema hier nicht wieder groß hervorgehoben wird, da es in den nächsten Tagen erledigt ist. Lass es also bitte auf sich beruhen, da wir im Prinzip mit der einer Meinung sind

    L.G.
    Bruderinfo.

  • Free Mind Thomas
    September 19, 2011

    Liebe Brüder aus Österreich und der Schweiz,

    wir haben vor heute Abend (21.09) ab 20:30 Uhr eine Konferenz zu starten die es uns ermöglichen könnte regelmäßig mit Euch in Kontakt zu stehen.

    Die Einwahldaten hatte ich bereits veröffentlicht:
    http://www.digidatanet.de/?p=412&cpage=4#comment-5141

    Aber hier nochmal zur Erinnerung:
    Aus Österreich +43 (0) 1 265 05 50
    Aus der Schweiz +41 (0) 44 595 9040

    Der Teilnehmer-Zugangscode lautet: 847717#

    Wir sind bestimmt wieder bis nach 22 Uhr zusammen
    und werden sicher wieder auch über dieses Thema sprechen.
    So würden wir uns auch über Eure Beteiligung sehr freuen.

    Liebe Grüße von Euren freien Geschwistern in Christus.
    Euer Thomas FM

  • Matthäus
    September 19, 2011

    Also ich hätte es probiert – es läuft nur ein Band: Dieser Dienst wird nicht angeboten ???
    Lg. Matthäus

  • Free Mind Thomas
    September 19, 2011

    Lieber Matthäus,

    das ist verwunderlich, wir waren 5 Teilnehmer und haben von 20:30 bis etwa 22 Uhr gesprochen.

    Ich werde mal dort beim Support nachfragen.
    Hast Du Dich aus Österreich eingewählt?

    Vielen Dank das Du es versucht hast. Ich werde beim nächsten Termin es hier wieder posten. Du kannst mir auch gerne mal mailen, dann informiere ich Dich vorab.: aufgeschlossen@gmx.net

    Einen gesegneten Abend und liebe Grüße
    Dein Bruder Thomas FM

  • Matthäus
    September 19, 2011

    Zu diesem Schlussresümee in eurem Artikel:

    Was macht unsere Organisation daraus? Sie wendet den Grundsatz des “keinen Umgang” mit Heuchlern zu haben auf alle an, die der Versammlung Lebewohl sagen, also eben nicht als Bruder weiter genannt werden wollen. Dadurch macht die Religionsgemeinschaft den ursprünglichen Sinn des Bibelwortes ungültig und missbraucht diesen nunmehr umgedeuteten Vers für ihre eigenen herzlosen Vorschriften.

    Verwandte, die den Glauben verlassen, werden Schmähern, Erpressern, Trunkenbolden, die sich heuchlerisch Bruder nennen lassen, gleichgesetzt und damit zum sozialen “Abschuss freigegeben”. Doch damit nicht genug. Darüberhinaus werden die noch gläubigen Verwandten einem massiven moralischem Druck ausgesetzt, nur ja nicht “Gottes Gebot” des vollständigen Bruchs mit dem “Abtrünnigen” zu unterlaufen. Dabei kann man es nur noch als zynische Heuchelei empfinden, wenn weiter ausgeführt wird:

    Zitat Abs. 14: “Eltern in dieser Lage haben unser tiefstes Mitgefühl. Im Gegensatz zu ihrem Sohn — der es sich aussuchen konnte und sich bewusst dafür entschied, ein unchristliches Leben zu führen, statt die Freundschaft zu seinen Eltern und anderen Glaubensbrüdern weiterzupflegen — wurden sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Kein Wunder, dass sie sich ohnmächtig fühlen!

    …einen Zeitungsausschnitt der nicht besser passen könnte:

    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2848893

    …und bestätigt wie unverschämt böse die Schlußfolgerungen sind und Menschenverachtend wie auch Familienzerstörend die Belehrung des trvSk. ist! Die für diesen Artikel im WT die Verantwortung tragen sollten sich schämen!

    Froh und glücklich FREI zu sein!
    lg. Matthäus

  • Sascha
    September 19, 2011

    Hallo Matthäus,

    der Link passt tatsächlich wunderbar, es könnten fast durchgehend meine Worte sein, sogar, das spirituelle Erlebnis fand bei mir im Auto während der Fahrt statt.:-)
    Nur das ich die Konsequenz noch nicht durch einen kompletten „Ausstieg“ gezogen habe, es war bisher einfach noch nicht nötig, da ich auch so mein Leben in Ruhe mit meiner Familie führen kann. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt und inwieweit mich der Geist Jehovas dazu anleiten wird…

    In Verbindung mit dem Link wollte ich aber gerne an Bruderinfo den Hinweis geben, dass es schön wäre, wenn man einen Link anklicken könnte, ohne dabei die Bruderinfoseite zu verlassen. Vielleicht kann man da ja was machen, oder liegt es an meinem Browser?

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Dennis
    September 19, 2011

    Hallo Sascha,

    nichts für Ungut, aber dass man für einen Link die Seite verlässt ist völlig normal, das ist eigentlich auch Sinn eines Links, denn das ist ja die „Verbindung/Verweis“ zur betreffenden Seite. Solche Links „verweisen“ ja auf Inhalte fremder Seiten, deshalb wäre es aus Urheberrechtsgründen schwierig diese Inhalte auf BI zu veröffentlichen.

    Wüsste spontan nicht wo ein Link für eine andere Internet-Seite je auf der gleichen Seite geöffnet worden wäre, oder hab ich dich falsch verstanden ???

    LG
    Dennis

  • Sascha
    September 19, 2011

    Hallo Dennis,

    ich musste gerade etwas lachen… 🙂 du hast natürlich recht, dass das der Zweck von Links ist…vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte, dass der Link nicht auf der gleichen Seite geöffnet wird, sondern in einem neuen Fenster oder neuem Tab. Das kann man in der Regel im HTML Code einer Website einstellen…deswegen auch die Frage, ob das nur an meinem Browser liegen könnte… Aber danke für die Antwort. 🙂

    Gruß

    Sascha

  • Alois
    September 19, 2011

    Lieber Sascha

    Wenn man wie gewohnt mit der linken Maustaste einen Link anklickt, öffnet er auf der selben Seite.

    Wenn man einen Link aber mit der rechten Maustaste anklickt, dann kommt ein Auswahlmenü.
    Wenn man dann auf „In neuem Fenster öffnen“ klickt, dann wird ein 2. Fenster geöffnet und im ersten Fenster bleibt Bruderinfo erhalten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    September 19, 2011

    Hallo an alle,

    die Frage zu der härteren Gangart wäre, ob das für uns nicht sogar ein gutes Zeichen wäre… Auch wegen der Lieblosigkeit der Juden im 1.Jh., die Jesus immer wieder unter den Pharisäern und letztendlich auch derjenigen, die sich an ihren Regeln und Taten orientiert haben, kam die Vernichtung über Jerusalem. So wird es vielen noch leichter fallen, „in die Berge zu fliehen“.

    Was ich interessant bei mir selbst finde ist, dass ich solange ich in die Vers. gegangen bin, immer fast schon Angst vor Harmagedon hatte. Wegen dem, was ich alles nicht mache und schaffe, dabei waren aber keine biblischen Dinge gemeint, sondern diese ganzen formalen Dienste, die die WTG vorschreibt. Seitdem ich mich auf das Bibelstudium an sich konzentriere und die Rolle des Opfers Jesu richtig verstanden habe, habe ich absolut keine Angst mehr, im Gegenteil, ich freue mich auf das was kommt, ich bin gespannt und aufmerksam. Früher habe ich alles weit weg geschoben, früher habe ich Jehova für sämtliche Dinge die in der Vers. passieren verantwortlich gemacht usw. Ich könnte noch andere Sachen auflisten, aber jetzt habe ich durch Jehovas Wort und seinen Geist erfahren, was es heißt, das uns „die Wahrheit frei macht“. Und je mehr die Zügel von seiten der WTG angezogen werden, je mehr sich ihre durch und durch menschliche Struktur zeigen wird, umso leichter wird es aufrichtigen Brüdern und Schwestern fallen, die richtigen Schritte zu unternehmen. Jesus ist das Haupt der Vers., und das wird er mit Sicherheit mehr als deutlich in Zukunft zeigen.

    In dem Sinne freut es mich, wenn die WTG sich mehr und mehr von der Wahrheit abwendet, denn dadurch können noch viele zur Besinnung kommen und die, die schon weggegangen sind, werden weniger an sich zweifeln, ob dieser Schritt der richtige war.

    Einen schönen Tag wünsche ich euch allen.

    Sascha

  • Alois
    September 19, 2011

    Lieber Sascha

    So sehe ich das alles auch. Es ist ein Zeichen der Zeit wie sich die Organisation verhält. Nicht Berechnungen zeigen uns wie weit die Zeit fortgeschritten ist, sondern die Zeichen der Zeit.

    Jesus sagte in Matthäus 16
    1. Und die Pharisäer und Sadducäer kamen herzu, und, um ihn zu versuchen, baten sie ihn, er möge ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen.
    2. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wenn es Abend geworden ist, so saget ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot;
    3. und frühmorgens: Heute stürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübe; das Angesicht des Himmels wisset ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen.

    Somit kann man an den Zeichen der Zeit erkennen was bald geschehen wird. Die neuzeitlichen Pharisäer sind dazu jedoch nicht in der Lage.

    Schon alleine das was sich hier in Bruderinfo und vielen anderen Foren abspielt ist ein Zeichen der Zeit.

    Liebe Grüße
    Alois

  • mia-sophie
    September 19, 2011

    Hier der Rest. Verschiedentlich habe ich gelesen, dass der „Sklave“ jetzt deutlicher wird und stärker als sonst seine Regeln mit den Abtrünnigen durchdrücken will. Das stimmt so nicht, der Mensch ist nur furchtbar vergesslich. Im WT vom 15.04.88 ab S.26 steht zu diesem Thema so ziemlich alles genauso drin, wie im WT vom kommenden Sonntag, sogar dieser ähnliche Satz (Abs.9):
    „Nach der Hinrichtung war es niemandem mehr möglich-selbst den Verwandten nicht-,mit dem Gesetzesbrecher zu sprechen.“ Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch der Sklave im Wesentlichen immer wieder in seiner eigenen Literatur abschreibt und uns als neu verkauft. Dazu passt übrigens auch noch das Thema BK und neues Licht über das Standbild. Siehe dazu WT 15.8.81 S.26 Abs.22

  • Dennis
    September 19, 2011

    Hallo mia-sophie,

    herzlich willkommen erst mal!

    Du hast eine richtig Feststellung gemacht mit dem „abschreiben“ der WTG in der eigenen Literatur.

    Zeigt sich auch beim verzweifelten Versuch in einer Artikel-Serie jetzt im WT-Okt. und Nov. (Öffentlichkeit) die unwiderlegbaren Beweise für das richtige Datum 587 v.u.Z. mit Bibelverdrehungen, Faktenunterschlagung und Beweisumkehr (Behauptung wird als Fakt dargestellt z.B. 537 v.u.Z. als definitives „Rückkehrdatum“ der Exil-Juden) zu diskreditieren. Das hat schon vor 30 Jahren im Buch -„Dein Königreich komme“ S. 186 Anhang zu Kapitel 14- nicht geklappt und wird auch diesmal wieder scheitern.

    Man kann nur hoffen, dass sich möglichst viele der ca. 40 Mio. Leser nicht so leicht auf´s Korn nehmen lassen und etwas genauer die Fußnoten und Aussagen im Literaturverzeichnis lesen und merken was hier für ein Lügengebäude aufgebaut wurde.

    viele Grüße
    Dennis

  • Matthäus
    September 19, 2011

    Die Feststellung die R. Franz in seinem Buch machte ist höchst interessant – er war ja beauftragt das damalige „AID-Buch“ zu schreiben – er erzählt in seienm Buch wie er bei Cronologie angelangt war und welche Erkenntnisse er mit seinen Mitarbeitern in sorgfälltiger Nachforschung machen mußte:

    (Entnommen aus der Gewissenskonflikt)

    Schwierigkeiten beim Begriff Chronologie: Die Grundfesten der „offiziellen Wahrheit“ beginnen zu wanken

    Als mir das Stichwort „Chronologie“ zugewiesen wurde, ergaben sich ähnlich schwierige Fragen.[27] Eine der wichtigsten Lehren der Zeugen Jehovas besagt, daß das Jahr 1914 das Ende der „Zeiten der Heiden“ aus Lukas, Kapitel 21, Vers 24, ist. In jenem Jahr soll Jesus Christus die aktive Königsherrschaft ergriffen und für Menschenaugen unsichtbar zu regieren begonnen haben. In Daniel, Kapitel 4, ist von einer Zeitperiode von „sieben Zeiten“ die Rede, und das war die Grundlage für die Berechnungen, die zu diesem Jahr führten. Unter Zuhilfenahme anderer Texte machte man aus diesen „sieben Zeiten“ einen Zeitraum von 2 520 Jahren, der 607 v. u. Z. begann und 1914 u.Z. endete. Das Anfangsjahr 607 v. u. Z. soll der Zeit­punkt der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen Eroberer Nebu­kadnezar gewesen sein. Daß das Jahr 607 v. u. Z. mit dieser Bedeutung nur in unseren Schriften vorkam, das wußte ich, den wahren Grund dafür allerdings kannte ich nicht.

    Mit diesem einen Stichwort „Chronologie“ habe ich Monate des Nachfor­schens zugebracht, und es wurde der längste Eintrag im Hilfe-Buch‘.[28] Ein großer Teil dieser Zeit verging mit der Suche nach irgendeinem Beweis, einer Bestätigung in der Weltgeschichte für das Jahr 607 v. u. Z., das in unseren Berechnungen für das Jahr 1914 eine so zentrale Rolle spielte. Damals war Charles Ploeger, Mitarbeiter in der Weltzentrale, als mein Sekretär tätig, und er graste die Bibliotheken von New York ab, um irgend etwas zu finden, das dieses Jahr historisch untermauerte.

    2.4.1 Keinerlei Hinweise, die das fragliche Jahr 607 v.u.Z. stützen: Damit wurde das Jahr 1914 als Beginn der Aufrichtung vom Königreich obsolet!

    Wir fanden absolut nichts, was das Jahr 607 v. u. Z. bestätigt hätte. Alle Historiker verwiesen auf ein Datum 20 Jahre später. Erst durch meine Arbeit an dem Stichwort „Archäologie“ für das Hilfe-Buch wurde mir bewußt, daß man im Gebiet von Mesopotamien Zehntausende von Keil­schrifttafeln aus gebranntem Ton gefunden hatte, die alle aus dem alten Babylon stammten. Alle diese Tafeln gaben keinerlei Hinweis darauf, daß das Neubabylonische Reich (in das Nebukadnezars Regierungszeit fallt] lange genug dauerte, um mit unserem Datum 607 v.u.Z. für die Zerstörung Jerusalems zusammenzupassen. Alles deutete auf eine um 20 Jahre kürzere [32] Zeitspanne hin. Mir war zwar nicht ganz wohl dabei, doch ich wollte einfach glauben, daß unsere Chronologie trotz der gegenteiligen Beweislage richtig war. Darum haben wir auch beim Ausarbeiten des Hilfe-Buches viel Zeit und Raum darauf verwandt, die Glaubwürdigkeit der archäologischen und geschichtlichen Beweise herabzusetzen, die unser Jahr 607 v. u. Z. als fehlerhaft erwiesen und unseren Berechnungen einen anderen Ausgangs ­und Endpunkt gegeben hätten. Das Jahr 1914 wäre nicht zu halten gewesen. Charles Ploeger und ich fuhren nach Providence (Rhode Island) an die Brown University, um mit Professor Abraham Sachs, einem Spezialisten für Keilschrifttexte aus dem Altertum, zu sprechen. Wir wollten herausfinden, ob es irgend etwas gibt, das auf einen Mangel oder eine Schwäche bei den astronomischen Angaben in vielen dieser Texte schließen ließ, die unser Datum 607 v. u. Z. als unrichtig auswiesen. Am Schluß war klar, daß es buchstäblich eines Komplotts der Schreiber des Altertums bedurft hätte (für den es keinerlei denkbaren Grund gab I, die Angaben zu fälschen, wenn unsere Zahl stimmen sollte. Und wieder versuchte ich wie ein Anwalt, der sich unwiderlegbaren Beweisen gegenüber sieht. die Zeugen der alten Zeit (das Beweismaterial zum neubabylonischen Reich) in ein schlechtes Licht zu rücken oder anzuzweifeln.[29] Die Argumente, die ich vortrug, waren nicht erschwindelt, doch ich bin mir dessen bewußt, daß hinter ihnen die Absicht stand, eine Jahreszahl zu belegen, für die es keinerlei Stütze in der Geschichte gab.

    Obwohl wir also manche Grundsätze besser einzuschätzen wußten, war am Hilfe-Buch trotzdem vielfach ein Deutliches Bemühen erkennbar, den Lehren der Gesellschaft treu zu bleiben. In gewisser Weise hat die bei der Arbeit gewonnene Erfahrung uns selbst mehr geholfen als dem Werk, das dabei herauskam. Und doch hat das Hilfe-Buch bei vielen Zeugen zu einem vermehrten Interesse an der Bibel beigetragen. Von grundsätzlichem Wert waren wohl der Stil und der Ansatz des Buches, sowie das Bemühen der meisten Beteiligten, Dogmatismen zu vermeiden und anzuerkennen, daß manches auch anders gesehen werden kann, und in einen Text nicht mehr hineinzulesen, als die Sachlage hergab. Doch auch hierin haben wir man­ches Mal das Ziel verfehlt, weil wir vorgefaßten Meinungen Vorrang gegeben und uns nicht so eng an die Schrift gehalten haben, wie wir es hätten tun sollen. Ich weiß, daß dies auf mich selbst zutrifft für die Abfassung der Stichworteinträge unter „Bestimmte Zeiten der Nationen“, „Treuer und verständiger Sklave“ und „Große Volksmenge“ in allen finden sich Argumente, die derzeitige Lehren aus den Wachtturmschriften stützen sollen. Weil diese Lehren für mich damals einfach Tatsachen waren, handelte ich der im (von mir später selbst verfaßten] Vorwort erklärten Absicht zuwider. Auf Seite 6 der englischen Originalausgabe steht unter der Überschrift „Sein Ziel“ folgendes: „Hilfe zum Verständnis der Bibel will [33] kein Lehrkommentar und kein interpretatives Werk sein.“ Soweit es auf übertragene und symbolische Bedeutungen eingehe, geschehe dies nicht „willkürlich oder in Anlehnung an ein bestimmtes Glaubensbekenntnis“. Im allgemeinen traf das auch zu, doch bisweilen wichen wir von diesem Maßstab ab, weil tief verwurzelte Glaubensansichten sich als zu mächtig erwiesen.

    entnommen aus:
    http://www.harmagedon.com.ar/X/B%FCcher/B-Divers/Franz%20Raymond/Gewissenskonflikt/2.Kapitel.htm#_Toc268143117

  • renault
    September 19, 2011

    Wider mal ein sehr schöner Vortrag von euch.Danke.
    einen Gedanken hab ich dazu noch:
    Wenn Jemand(ob selber gegangen oder gegangen worden) die Gemeinschaft verläßt, werden die, die noch in der Versammlung sind aufgefordert keinen Umgang mehr mit diesem Missetäter zu haben.
    Aber verstoßen sie dann nicht auch gegen das was in 1Ko.5:11 steht
    „…Keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben,der Bruder genannt wird,
    wenn er….ein Schmäher….ist…
    Schmähen diese Brüder und Schwestern uns nicht(mich noch nicht)
    und müßte ihnen demnach nicht auch die Gemeinschaft entzogen werden?
    War nur mal so ne Frage.
    Grüße renauLt

  • Matthäus
    September 19, 2011

    In Gottes Ruhe eingehen? Was zählt – worauf kommt es an?

    Entscheidend ist: Wodurch kommt eine Verbindung zum Herrn zustande?

    Bist Du in seinen Händen oder in denen einer Organisation?

    Keine Organisation hat sich für Dich geopfert, doch Jesus hat das getan. IHM gebührt unsere Loyalität – wer könnte uns dann Illoyalität oder gar Abtrünnigkeit vorwerfen?

    Nur solche, die unsere Loyalität für sich beanspruchen.

    Solche Gedanken sind seit den Tagen des Paulus immer wieder aktuell gewesen. Nachstehend einige Zitate zu dieser Problematik.

    Der japanische christliche Gelehrte Kokichi Kurosaki (1886-1970) schrieb in seinem Buch ‚Ein Leib in Christus‘, erschienen 1954, folgendes:

    „Die Hauptursache für die Spaltungen ist der Institutionalismus und Organisationskult der Kirchen, welche, ohne das Leben ihrer Gläubigen zu beleben, es vielmehr niederhalten oder es sogar aus der ekklesia hinaustreiben und so [die Kirchen] zu toten Institutionen machen. Christen, welche wirklich Leben in Christus haben, können innerhalb solcher toten Körper nicht existieren und werden schließlich aus ihnen herauskommen. Aber in fast allen solchen Fällen wollen jene, die aus derart toten Institutionen herausgekommen sind, an deren statt andere Institutionen haben oder andere Rituale und Zeremonien, die nur die gleichen Fehler wiederholen, statt dass sie sich Christus selbst zuwenden als ihrem Zentrum; sie suchen wiederum Gemeinschaft und geistige Sicherheit zu finden auf genau der gleichen Grundlage, die schon einmal versagte, und sie erkennen nicht, dass es die Institution ist, welche einen kaputtmacht, statt dass sie Leben in Christus hervorbrächte. Sogar die Bibel selbst wird auf unterschiedliche Weise ausgelegt und verstanden und wird so zu einem Mittelpunkt des Sektierertums. Auf genau die gleiche Weise können auch Dogmen und Glaubensbekenntnisse keine christliche Einheit hervorbringen, weil der menschliche Verstand nicht so gleichförmig geschaffen ist, dass er auch nur ein einziges Dogma oder Glaubensbekenntnis in Übereinstimmung bringen könnte. Sogar unser Verständnis der Person Christi selbst kann nicht die Grundlage der Einheit sein, denn Er ist zu groß, um von einer Einzelperson oder einer Gruppe völlig erfasst zu werden, und unser begrenztes Verständnisvermögen stimmt deshalb nicht immer überein. Der eine betont diesen Punkt Christus betreffend, der andere jenen, und dies wird dann schon wieder Ursache von Spaltungen. Wenn wir nur unsere Gemeinschaft mit Christus als Mittelpunkt des christlichen Glaubens nehmen würden, dann würden alle Christen ihre Einheit erkennen. ….. All unsere Gemeinschaft, obwohl so mannigfaltig, besteht doch mit demselben Herrn, und der gleiche Heiland ist unser gemeinsames Haupt ….“

    In ähnlicher Weise schreibt der Autor in seinem Buch ‚Die sanfte Gewalt des geistigen Mißbrauchs‘:

    „Es ist traurig, sich vorstellen zu müssen, wie oft religiöse Makler der Macht ihre geistigen Herrschaftsbereiche kontrollieren mit Fassaden der Macht. Sie berieseln die Leute mit Bibelversen über Autorität, Unterwürfigkeit, Gericht, Glück und dem Ende der Zeiten. Sie bestrafen die Menschen, wenn diese feststellen, dass ‚der Mann hinter dem Vorhang‘ [gemeint sind die Großen in den jeweiligen Leitungsgremien] nichts weiter ist als ein Mensch, ohne eigene Glaubwürdigkeit und ohne jegliche Autorität. ……

    In zu vielen christlichen Familien und Kirchen wird den Christen gesagt, sie sollten durch gewisse geistige ‚Verhaltensreifen‘ springen, um Gottes Anerkennung zu erlangen – etwas, was sie schon als freie Gabe erhalten haben durch den Tod Jesu am Kreuz. “
    Ende des Zitats.

    ————————————————————————
    Hallo matthäus,
    danke für diese Zitate, sie treffen den Nagel auf den Kopf. Wir werden sie später sicherlich noch verwenden können.
    l.G.
    Bruderinfo

  • mia-sophie
    September 19, 2011

    Hallo Matthäus,
    Du hast da sehr schöne Zitate gefunden, sie treffen den Nagel auf den Kopf. So wie Du bin auch ich der Meinung, dass es meist nur um die Macht von Menschen geht, egal, welcher Institution man angehört, sei es eine Partei, ein Verein, oder eine Kirche. Da, wo Menschen sich zu einer Leitung aufschwingen, setzt über kurz oder lang der immer gleiche Kreislauf ein. Und das Bedürfnis des Einzelnen nach Anerkennung in der Gruppe begünstigt das Ganze.
    Jesus kennt seine Schafe auf der ganzen Welt. Ich bin mir nur noch nicht im Klaren, ob es notwendig ist, religiösen Institutionen, welcher Art auch immer, den Rücken zu kehren, nach der Bibelstelle: „Geht aus ihr heraus, mein Volk…“.Trage ich als Zeugin Jehovas eine Verantwortung für das Tun der Organisation? Und noch eine Frage: wenn jemand getauft werden will, wird er immer Mitglied der jeweiligen Gemeinschaft. Wie kann man das umgehen, sich aber der notwendigen Taufe trotzdem unterziehen, d.h. sich Gott und Jesus hingeben?

  • Matthäus
    September 19, 2011

    Liebe mia-sophie!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen – ich freue mich über jeden neuen Namen. Zu dieser Frage von Dir:

    >>Trage ich als Zeugin Jehovas eine Verantwortung für das Tun der Organisation?<<

    …sofern Du das was der WT einmal schrieb ernst nimmst dann trägt jeder eine Veranwortung was in "seiner Kirche" vorgeht.
    Das ist ja auch der Grund warum wir in Verbindung mit Offenb. 18
    und "Babylon der Großen" aus ihr hinaus gehen müssen – inwiefern dies auf ZJ zutrifft will ich mir nicht erlauben zu beurteilen.

    Doch diese Zitate sagen klar was auch von jedem ZJ erwartet wird:

    WT 15.8.76 S. 490 :
    Es ist eine schwerwiegende Sache, Gott und Christus zuerst auf eine bestimmte Weise zu vertreten, dann festzustellen, daß das Verständnis wichtiger und grundlegender Lehren der Bibel falsch war, aber danach ausgerechnet zu den Lehren zurückzukehren, die man aufgrund jahrelangen Studiums als verkehrt erkannt hatte. Christen dürfen hinsichtlich solch grundlegender Lehren nicht unschlüssig oder gar wankelmütig sein. Wenn sie es wären, könnte man ihnen dann Vertrauen schenken und sich auf ihre Aufrichtigkeit oder auf ihr Urteilsvermögen verlassen?

    Ist das nicht eine klare Aufforderung IHNEN Nicht mehr zu vertrauen? Psalm 146:3

    Erwachet!, 8.10.1970 Seite 8 :

    Änderungen, die die Gläubigen beunruhigen!
    „Sagen Sie mir, wie kann ich noch zu irgend etwas Vertrauen haben?“ fragte er. „Wie sollte ich denn noch an die Bibel und an Gott glauben können, wie sollte ich überhaupt glauben können? Vor zehn Jahren besaßen wir Katholiken noch die absolute Wahrheit; daran haben wir mit ganzem Herzen geglaubt. Nun sagen uns Papst und Priester, wir sollten das, was wir bisher geglaubt haben, nicht mehr glauben, sondern etwas ,Neues‘. Was gibt mir die Garantie, daß das ,Neue‘ in fünf Jahren noch Wahrheit sein wird?“

    w98 15.3. S. 10 Menschen nachzufolgen ist gefährlich

    Unter einer „Sekte“ verstehen einige unter anderem „eine Gruppe, die einer bestimmten Lehre oder einem Führer anhängt“. Ihren Anhängern wird eine „große Ergebenheit gegenüber einer Person, einer Idee oder Sache“ nachgesagt. Eigentlich stehen die Mitglieder jeder Religion, die stark an menschlichen Führern und ihren Ideen festhalten, in der Gefahr, Sklaven von Menschen zu werden. Ein stark auf einen Führer ausgerichtetes Verhältnis kann dazu führen, in emotioneller und religiöser Hinsicht völlig abhängig zu werden.

    14 Kein Mensch ist völlig frei. ……. Auch in geistiger Hinsicht ist niemand vollkommen frei. Paulus erklärte: „Wißt ihr nicht, daß ihr, wenn ihr euch fortgesetzt jemandem als Sklaven darstellt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid, weil ihr ihm gehorcht, entweder der Sünde, die zum Tod führt, oder des Gehorsams, der zur Gerechtigkeit führt?“ (Römer 6:16).
    15 Die Vorstellung, jemandes Sklave zu sein, wird die meisten Menschen unangenehm berühren. Doch in der heutigen Welt ist es eine Realität, daß sich Menschen häufig auf so subtile Weise manipulieren und beeinflussen lassen, daß sie schließlich unabsichtlich das tun, was andere wollen.

    …….die Menschen in eine bestimmte Form zu pressen, indem sie Maßstäbe festlegen, an die man sich halten soll. Politische und religiöse Organisationen veranlassen Menschen dazu, ihre Ideale und Ziele zu unterstützen, und das nicht immer durch überzeugende Argumente, sondern oft dadurch, daß sie an einen Geist der Solidarität oder Loyalität appellieren. Da wir, wie Paulus feststellte, ‘Sklaven derer sind, denen wir gehorchen’, tut jeder von uns gut, sich folgendes zu fragen: „Wessen Sklave bin ich? Wer übt den größten Einfluß auf meine Entscheidungen und meine Lebensweise aus? …… Wem gehorche ich — Gott oder Menschen?“
    16 Christen betrachten den Gehorsam gegenüber Gott nicht als unberechtigten Eingriff in ihre persönliche Freiheit. Sie nutzen ihre Freiheit bereitwillig in der gleichen Weise wie ihr Vorbild, Jesus Christus, indem sie persönliche Wünsche und das, was für sie Priorität hat, mit Gottes Willen in Einklang bringen (Johannes 5:30; 6:38). Sie entwickeln „Christi Sinn“ und unterwerfen sich Christus als Haupt der Versammlung (1. Korinther 2:14-16; Kolosser 1:15-18

    Für jeden Zeugen Jehovas bedeutet die Hingabe die persönliche Wahl, ein Sklave Gottes zu werden, statt ein Sklave von Menschen zu bleiben. Das ist im Einklang mit dem Rat des Apostels Paulus: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen“ (1. Korinther 7:23).

  • Matthäus
    September 19, 2011

    Auch dieser gute Rat sollte jeder ZJ sich gut durch den Kopf gehen lassen:

    Eine gute Empfehlung in unserem WT 95 1.12. Seite 6/7

    Hast du den Mut, überlieferte Glaubensansichten, an denen du jahrelang festgehalten hast, aufzugeben, wenn sich herausstellt, daß sie der Wahrheit widersprechen? Schütze dich und deine Familie, indem du sicherstellst, daß die Überlieferungen, an die du dich hältst, mit Gottes reinem Wort der Wahrheit übereinstimmen. ( Apostelgeschichte 17:11).

    Was wurde im EW 87 8.9. Seiten 8-11 geraten?

    Falls jemand mit dem, was er sieht, nach einer ehrlichen Prüfung alles andere als zufrieden ist, ist es nicht damit getan, daß er sich über den Mißstand beschwert.

    „Wer zur Kirche gehört, ist . . . dafür verantwortlich, was die Kirche sagt und tut.“ Man sollte sich daher fragen: Bin ich bereit, die Verantwortung für alles mit zu übernehmen, was meine Kirche sagt und tut? Ende des Zitat

    …und wenn jemand ehrlich prüft, oder sich „beschwert“ ???
    … wird er ausgeschlossen !!!

  • Alois
    September 19, 2011

    Liebe Mia-Sophie

    Auch von mir ein herzliches Willkommen

    Die Geschichte des Nimrod, der die Menschen einen Turm bauen lies um sie an eine Stelle zu binden, sie zu vermassen, sie an ein menschliches Werk glauben zu lassen und sie somit zu organisieren, sollte uns genug Warnung sein.
    Jegliche Art von Organisation kommt vom Teufel, das fängt schon bei einem gut gemeinten Verein an. Jegliche Freiheit kommt von Gott, die Freiheit die wir erlangt haben dürfen wir nicht wieder hergeben.

    Das eine zerstreute Schaf das unser Hirte findet und rettet war alleine, die 99 Schafe welche der Hirte zurücklässt merken gar nicht dass sie der wahre Hirte Jesus verlassen hat. Während der Hirte dieses eine verlorene Schaf sucht, übernehmen die Wachhunde das Kommando und drangsalieren die Herde. Dadurch merken die 99 Schafe gar nicht dass der Hirte nicht bei ihnen ist.

    Geht aus ihr hinaus…. Ist der Rat der Bibel. Hinaus wie das eine Schaf, erst dann wird uns, das eine Schaf, der wahre Hirte Jesus suchen. Und wenn er das Schaf gefunden hat, dann freut sich der ganze Himmel.

    Man kann nicht 2 Herren dienen, dem Christus und der Organisation. Oder woanders steht man soll nicht lau sein, lau bedeutet, weder warm noch kalt, somit weder folgt man Christus richtig noch folgt man der Organisation richtig.

    Ich kann nur allen empfehlen in seinem Herzen klar Stellung zu beziehen und keinerlei Kompromisse einzugehen was den Glauben an unseren Retter Jesus betrifft.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Caleb
    September 19, 2011

    Lieber Alois,

    Verstehe ich dich richtig:

    Babylon zu verlassen ist in erster Linie die innerliche Trennung zur Wachtturm-Lehre ohne dabei die Versammlung unbedingt verlassen zu müssen.

    Ist das Gleichzusetzen mit Mat 24 ab Vers 15 oder ist das deiner Meinung nach noch ein Punkt in der Zukunft, wo es die WTG noch einmal auf die Spitze treibt und es dann so es offensichtlich ist, daß man sich auch offiziell trennen muss? 

    LG

    Caleb

  • Alois
    September 19, 2011

    Lieber Caleb

    Ja so verstehe ich das momentan. Im Moment ist es unbedingt wichtig sich von den Lehren der Organisation zu trennen. Das tun wir ja fast alle die hier sind.

    Aber ich glaube, oder vermute, dass es in der Zukunft eine Begebenheit geben wird welche es uns nicht mehr möglich macht in die Versammlungen zu gehen.

    Das Beispiel haben die Urchristen aus Jerusalem gegeben:

    Die Apostel und Jünger Jesu, welche weiterhin in Jerusalem gelebt haben, haben sich von den falschen Lehren der Pharisäer distanziert.

    Ab einem bestimmten Zeitpunkt im Jahre 66 mussten sie aber aus Jerusalem auch körperlich flüchten, um nicht mit den Pharisäern und allem Volk das ihnen geglaubt hat umzukommen.

    Dieser Zeitpunkt ist nach meiner Ansicht aber noch nicht gekommen. Aber das ist meine Ansicht, sie kann auch falsch sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    September 19, 2011

    Lieber Alois,

    das mit dem verlorenen Schaf hab ich jetzt schon öfter von dir gelesen und muss noch mal zum Verständnis nachhaken, wenn es ok ist. Du meinst, dass nur das verlorene Schaf richtig ist? Und die 99 falsch liegen? Darf ich fragen, wie du darauf kommst? Denn der Hirte zieht ja los, um das verlorene Schaf ZURÜCK zu bringen. Also zu den 99 zurück. Wie passt das zusammen deiner Meinung nach?

    Und dann muss ich sagen, weiß ich nicht, ob man sagen kann, jede Organisation oder Verein sei vom Teufel. Ich glaube, wenn jemand sein Kind in einen Fußballverein schickt, damit es Sport macht und gesunde Bewegung bekommt, da ist nichts weiter bei. Oder zum Beispiel zum Erlernen eines Instrumentes oder ein Kindergarten z.B. ist ja auch organisiert und wird geleitet. Solche Dinge halte ich für harmlos, wenn man es nicht übertreibt und das zum absoluten Zeiträuber wird. Aber das liegt ja in meiner Hand und hat erst einmal nichts mit einem Verein zu tun, sondern damit, wie ich damit umgehe.

    Liebe Grüße und eine schöne Mitte der Woche!
    Svenja

  • Alois
    September 19, 2011

    Liebe Svenja

    Luk. 15:
    4. Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verloren hat, läßt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
    5. Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern;
    6. und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
    7. Ich sage euch: Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen. –

    Besonders den Vers 7 sollten wir genau lesen.

    Über einen Sünder der Buse tut freut sich der Himmel mehr als über 99 Gerechte.
    Aber an anderer Stelle der Bibel steht, dass nur ein Mensch gerecht und ohne Sünde war, nämlich Jesus.
    Somit kann es unter allen Menschen gar keine wirklich gerechten Menschen geben! Wir sind nämlich alles Sünder, ohne Ausnahme.
    Daraus schließe ich, dass die 99 Gerechten nur meinen sie seien gerecht, in Wirklichkeit sind sie es aber gar nicht. Im Gegenteil, der Hirte freut sich nicht einmal über sie, bzw. er freut sich über 99 scheinbar Gerechte weniger als über einen Sünder.

    Alle die meinen sie seien gerecht, bedürfen nicht dem Loskaufsopfer Jesu. Die Organisation lehrt, dass alle die das machen was sie lehrt und anweist, also ihr hörig sein und immerzu predigen, gerettet sind sofern sie nicht damit aufhören. Diese Brüder und Schwestern die das glauben, bedürfen somit auch nicht dem Loskaufsopfer Jesu, weil sie aufgrund ihrer Leistung gerettet werden würden, was natürlich falsch ist.

    Diese Brüder und Schwestern sind somit die 99 Schafe, oder die 5 unklugen Jungfrauen.
    Diejenigen aber die vor den Menschen als Sünder oder Abtrünnige dastehen, die sucht unser Hirte Jesus, findet sie und trägt sie zurück.

    Es ist ein Gleichnis, nicht jedes Detail kann man eins zu eins übertragen. Das zeigt schon das unterschiedliche Verhältnis von 1 zu 99 bei den Schafen und 5 zu 5 bei den Jungfrauen. Es geht in dem Gleichnis um 2 Gruppen und nicht um reelle Zahlen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Alois,
    danke für deine tiefgreifendene Erläuterung zu dem Gleichnis. – Ja, so gibt es einen Sinn.

    ZITAT:
    „Diejenigen aber die vor den Menschen als Sünder oder Abtrünnige dastehen, die sucht unser Hirte Jesus, findet sie und trägt sie zurück.“

    Um aber einem Missverständnis derer vorzubeugen, die deine anderen Gedanken zu dem Thema noch nicht gelesen haben, möchte ich noch kurz was dranhängen, worauf du schon einmal aufmerksam gemacht hast:

    Gemäß dem Gleichnis befindet sich die Herde in der Wiüste und wie man sieht, trägt er Hirte das verlorene Schaf nicht dorthin zurück, sondern nachhause.

    Das ist ein Punkt der mir bis dahin noch nie aufgefallen ist, darum hat sich das bei mir festesetzt. 🙂

    LG Ulli

  • Svenja
    September 19, 2011

    Hallo ihr Lieben!

    Ich verstehe jetzt eure Argumentation, allerdings wäre ich nie auf diese Idee gekommen. Und ich kann sogar sagen, warum nicht. Denn die darauf folgenden Gleichnisse in Lukas 15, nämlich von der verlorenen Drachme und dem verlorenen Sohn zeichnen ein anderes Bild. Die Frau, die die Drachmen verloren hatte, warf ja ihr anderes Geld nicht weg, sondern freute sich, dass sie die eine wieder hatte. Und der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn wendet sich ebenfalls nicht von seinem ersten Sohn ab, sondern freut sich einfach nur, dass der zweite Sohn wieder zurück bei ihm ist.
    Für mich war immer klar, dass der Hirte im Gleichnis vom verlorenen Schaf, natürlich auch die anderen Schafe mit heim nimmt. Warum sonst hätte er überhaupt die Herde haben sollen. Es wird halt nur nicht noch einmal extra erwähnt.
    Oder geht er am nächsten Tag wieder zu denen in der Wüste und hofft, dass noch mal eines ausbüchst? Versteht ihr, wie ich das meine?
    Das mit der Buße habe ich so gesehen, dass es Momente gibt, in denen man eben nur die „normalen“ Fehler macht, die eben jedem unterlaufen. Nur eben ab und an auch bedeutendere, bei der man die Herde irgendwie verliert und dann freut sich der Hirte, wenn wir zurückkehren. Das passiert alles Schafen in irgendeiner Form immer wieder mal.
    Die Quintessenz ist aber dieselbe: Man freut sich, wenn jemand, der gesündigt hat, wieder umkehrt.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • schneerose
    September 19, 2011

    servus und hallo alois

    das mit den schafen ist eine veranschaulichung.. jesus verwendet oft eine hyperbel.. (z.b. kamel und nadelör)..die 100 stellen die irdische volkommenheit dar.. jesus stellt seinen zuhören in dieser veranschaulichung vor augen ..das kein einziger gerechter ..auch wenn er vorübergehend irrt verloren geht.. er.. der grosse hirte kümmert sich persönlich um das verlorenen schaf..er hat es mit seinem blut erkauft.. deshalb stellt es den selben wert wie die 99 dar..

    hunde kommen im diesem gleichnis nicht vor..sie waren im judentum unrein.. deshalb wurden auch keine hunde zu hüten verwendet.. der hirte verwendete eine schleuder wie david .. der damit grosse raubtiere töten konnte..

    dein bruder im herrn schneerose

  • Alois
    September 19, 2011

    Lieber Schneerose

    Ich habe die Hunde erwähnt weil es so in den Propheten steht:

    Jes. 57
    8. Es spricht der Herr, Jehova, der die Vertriebenen Israels sammelt: Zu ihm, zu seinen Gesammelten, werde ich noch mehr hinzusammeln.

    10. Seine Wächter sind blind, sind alle ohne Erkenntnis; sie alle sind stumme Hunde, die nicht bellen können; sie träumen, liegen da, lieben den Schlummer.
    11. Und die Hunde sind gefräßig, kennen keine Sättigung; und das sind Hirten! Sie haben kein Verständnis; sie alle wenden sich auf ihren eigenen Weg, ein jeder von ihnen allen seinem Vorteil nach:

    Da in diesen Versen die bösen Hirten mit Hunden verglichen werden, deshalb habe ich das angeführt. Diese Hirten sind die bösen Hirten, im Gegensatz zum guten Hirten Jesus, der die verlorenen Schafe sucht und findet. (siehe oben im Vers 57)

    Vers 10, ein Wächter steht auf einem Wachtturm, oder liege ich da falsch? Alles steht in den Propheten, es ist eindeutig vorhergesagt was wir in dieser Zeit des Endes erleben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • schneerose
    September 19, 2011

    noch ein nachtrag

    vereine sind interessengemeinschaften von menschen die sich deswegen zusammentun.. um etwas zu machen oder kaufen können..

    z.b. Flugunion

    keiner von uns hatte das geld für einen flugplatz.. hanger oder maschinen .. nur in vorm einer gemeinschaft konnten wir diese dinge anschafen und erhalten..
    das selbige gilt auch für eine firma..viele können mehr schafen als einer..

    das sind legitime freiheiten die uns jah. gegeben hat ..die erde untertan zu machen.. diese vereine richten sich nicht gegen die verordnungen gottes oder seinen heilsplan..sie dienen zur freude oder hilfe (sportverein feuerwehr bergrettung) der menschen..

    schneerose

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Schneerose,
    Das mit der Wüste hat sich Alois nicht ausgedacht.
    Wo Matthäus von den Bergen spricht, gebraucht Lukas den Begriff Wüste…
    Hm…was auch immer man jetzt von diesen zwei Begrifflichkeiten halten soll…ich weißet nich´…

    Aber von Schafen hat Jesus ja nicht nur in diesem Gleichnis gesprochen, das ich im Bezug zum Hause Israel sehe.

    Hier nur Auszugsweise aus Johannes:
    2 Denn ein Hirte tritt durch das Tor ein.
    3 Der Torhüter öffnet ihm, und die Schafe hören seine Stimme und kommen zu ihm. Er ruft seine Schafe, die ihm gehören, beim Namen und FÜHRT SIE HINAUS.
    4 Wenn er seine Herde versammelt hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe FOLGEN ihm, weil sie seine Stimme kennen.
    16 Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht in diesem Pferch sind. Auch sie muss ich HERFÜHREN, und sie werden auf meine Stimme hören; und alle werden eine Herde mit einem Hirten sein.
    Joh 10, 2-16

    In dem anderen Gleichnis lässt er die 99 Schafe (Gerechte) zurück, um das eine verlorene Schaf zu suchen. Das Hauptaugenmerk liegt hier bei dem verlorenem Schaf, sprich, dem reuigem Sünder.
    Stellt die Herde die treuen Judenchristen dar, dann waren sie tatsächlich in Sicherheit, ob man es nun mit Wüste, Wildnis oder Berge benennt…

    Doch in Johannes ist davon die Rede, dass er seine Schafe aus der Hürde HERAUSFÜHRT und diese ihm folgen, weil sie seine Stimme kennen. – Und dann spricht er noch von anderen Schafen, die nicht aus diesem Pferch sind…diese werden zusammengeführt, so das sie eine Herde mit einem Hirten sind.

    Das eine mal erzählt Jesus ein Gleichnis wo es hauptsächlich um das verlorene Schaf geht, ein anderes mal erzählt er von der Herde.
    Der Unterschied zwischen beiden liegt aber auch darin, dass bei dem einen Gleichnis die Herde in den Bergen/Wüste zurückbleibt, während in dem anderen davon die Rede ist, dass seine Schafe ihm folgen.
    Was ich davon halten soll, bzw wie ich das verstehen soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

    Aber eines weiß ich: wir alle sind definitiv nicht aus besagtem Pferch, wir gehören zu den anderen Schafen (die aus den Nationen herauskommen) für uns heißt es, egal was auch kommt, dem Hirten zu folgen.
    Damit können wir nichts falsch machen.

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Alois,
    was den organisierten Glauben angeht, möchte ich dir insofern recht geben, als das man – sobald man sich in großem Stile organisiert – die Aufmerksamkeit auf auf sein eigenes Können lenkt. Nicht mehr die Stärke Gottes steht im Vordergrund, sondern die eigene.
    So wie es Nimrod darum ging, sich selbst ein Denkmal zu setzen, so geht es auch den christlichen Religionsführern weitestgehend darum, ihren eigenen Stand zu festigen, indem sie die Menschen in den „Schoß ihrer Kirche“ führen.

    Die Menschen, die ihren Glauben an dieser Kirche fest machen, fühlen sich dort in Sicherheit und gleichen oft denen unter den Israeliten, die ihre Gerechtigkeit aus dem Einhalten der Gesetze zogen. Sie waren nach außen hin zwar gerecht, aber sie versäumten es, auch ihr Herz auf Gottes Willen auszurichten. Das beachten der vorgeschriebenen Äußerlichkeiten, fällt den Menschen auch heute noch viel leichter, als sich innerlich von Gott und Jesus formen zu lassen.

    Wobei ich auch hier wieder nicht alle in einen Pott hauen will. So wie es bei den Zeugen wachsame Menschen gibt, die sich innerlich schon von der Organisation gelöst haben, gibt es auch in den Kirchen Menschen die zwischen göttlicher und menschlicher Führung zu unterschieden wissen.

    Doch wohl dem, der die falsche Sicherheit aufgibt und so wie im Psalm 119, 176 zugibt:
    176 Ich habe mich verirrt wie ein verlorenes Schaf; suche und finde mich, denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.

    Denn er wird gefunden werden.

    LG Ulli

  • Alois
    September 19, 2011

    Liebe Uli

    Danke für den Vers aus den Psalmen 119:176
    Der Vers hat mir gefehlt in meinen Gedanken!

    „Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht! Denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.“

    Das ist die prophetische Brücke und Erklärung zum Gleichnis Jesu mit den 99 Schafen und dem einen verlorenen Schaf.

    Jetzt weiß ich, dass nicht nur unser Hirte Jesus das verlorene Schaf sucht, sondern das verlorene Schaf auch seinen Hirten sucht!

    Das ist nämlich genau das was wir momentan machen, wir suchen unseren wahren Hirten Jesus und er sucht uns.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    September 19, 2011

    Lieber Br. Alois,
    wir können auch noch was aus dem Gleichnis mit den 99 Schafen, die in der Wüste zurückbleiben und das eine Schaf, dass der Hirte sucht und findet und mit nach Hause nimmt, lernen.
    Denn alle diese Gleichnisse und die bisherigen Strafgerichte Gottes haben eins gemeinsam. Es sind immer viele die gerichtet werden und nur wenige, die überlebt haben. Bei Noah waren es nur 8 Personen, bei Sodom und Gomorra nur 3 Personen bei der Vernichtung Jerusalems im Jahre 70 u.Z. wurden über 1 Mio. Juden getötet. Wie viele dadurch gerettet wurden, weil sie auf die Warnung Jesu gehört haben und in die Berge geflohen sind, darüber gibt es glaube ich keine Zahl aber es werden auch nicht so viele gewesen sein. Und im Beispiel von den 100 Schafen, ist es gerade mal 1 einziges Schaf, dass der Hirte mit nach Hause nimmt. Das entspricht in diesem Fall nur einem Prozent. Wahrscheinlich wird die Zahl noch niedriger sein, aber ein halbes Schaf kann ja nicht mehr laufen.

    Im Falle Noahs und Lots waren es auch weniger als 1 Prozent. Außerdem passt das mit den Aussagen Jesu zusammen, dass es ein breiter Weg ist, der in die Vernichtung führt und ein schmaler eingeengter Weg, den nur wenige finden werden.
    Doch eins findet ich immer sehr ermutigend. In allen Fällen wurde Jehova oder Jesus aktiv um diejenigen zu retten, die die Gnade der Barmherzigkeit erhalten sollten.

    Gott gab Noah den Auftrag für sich eine Arche zu bauen, Lot schickte er Engel um sie aus Sodom herauszuführen und Jesus als unser Hirte sucht seine Schafe selbst zusammen und holt sie zu sich nach Hause.
    Von daher ist der ergänzende Bibeltext aus Ps. 119:176 ganz hervorragend. Wenn wir den Schafhirten suchen, dann wird auch der Schafhirte (Jesus) uns suchen. Und wenn es hart auf hart kommt, dann schickt Gott eben seine Engel, damit kein Schaf verloren geht. Das finde ich ist eine sehr schöne Ermunterung.
    Liebe Grüße an alle Manfred

  • schneerose
    September 19, 2011

    meine brüder und schwester

    es ist für mich seltsam.. warum in ein gleichnis jesu etwas hinein interpretiert wird ..was nicht im zusammenhang mit der aussage steht..oder zu tun hat..

    im matt. 18: 12-14 zeigt jesus seinen zuhörern wie sei vater im himmel .und die engel über einen reuevollen sünder denkten..und welche aufgabe ein guter hirte hat (ganz anders wie die geistigen führer israels..)

    im vers 13 werden die 99 als nicht verirrte schafe bezeichnet..
    euren kommentaren nach werden diese vom hirten als wertlos beachtet ..und dieses sucht ihr sogar biblisch zu begründen..

    zum besseren verständnis ein bsp.

    im sommer haben wir einen grossteil unserer tiere auf einer alm..nur einige muttertiere sind zu hause.. es ist zwar selten aber hin und wieder versucht ein jungtier den gämsen zu folgen..es vergehen mehrere tage bis wir das tier wieder sichten.. oft ist es eine richtige schinderei und die ganze familie muss mithelfen..auch wir freuen uns über das eingefangene tier mehr als über die anderen die auf der alm grasen ..selbst die nachbarn fragen..na.. habt ihrs erwischt.. wieder gefangen müssen wir das tier in den stall geben.. es würde sofort wieder entlaufen..(ist verwildert) im stall bekommt es einige tage getreide und gute dinge zum fressen damit der kontakt zum menschen und der herde hergestellt wird..nach dieser gewöhnung kommt es wieder zu den anderen auf die weide..alm

    was für mich ..jesus und seinen zuhörer selbstverständlich war..ist..mag für manchen von euch fremd sein..
    eure angeführten bibelverse haben ihre berechtigung ..stehen aber nicht im zusammenhang mit dem.. was jesus seinen zuhören sagen wollte..

    euer bruder im herrn schneerose

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Schneerose und alle anderen,
    deine Ausführung dazu aus „erster Hand“, sind auch sehr interessant.

    Ich für meinen Teil, bin hier nur laut am denken…und genauso wie wir uns schon öfter über Gleichnisse Jesu unterhalten haben, gefällt es mir, auch jetzt wieder mit verschiedenen Sichtweisen konfrontiert zu werden.

    Ich bin halt wirklich über diese Sache mit der Wüste gestolpert, weil diese Aussage irgendeinen Grund haben muss. – Und die Wüste ist nun mal ein unwirtlicher Ort, keine grüne saftige Alm…

    Andererseits ist es zum einen nicht belegt, ob die 99 Gerechten sich nur für gerecht halten, oder ob sie tatsächlich in Gottes Augen gerecht sind, zum anderen ist mir die Bibelstelle aus Offenb 12, 6 eingefallen:
    6 Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage.

    Also auch hier der eigentlich unwirtliche Ort…und trotzdem in Sicherheit.
    Hmmm, nimmt man diese 99 als Gerechte an – so wie es ja im Grunde auch da steht – könnten sie aber doch irgendwann von Jesus wieder zur Herde zurückgebracht werden, oder?
    Das trifft aber weder auf die Kirchen im Allgemeinen, noch auf die Organisation im Besonderen zu. – Von keiner religiösen Gruppe kann man sagen, das sie die Gerechten sind, die nie vom Wege abkamen und folglich auch keine Buße tun mussten.
    Das kann man eigentlich nur von den Juden-Christen der ersten Zeit sagen, die treu geblieben sind und ihre Reinheit bewahrt haben…
    Die verlorenen Schafe könnten jene sein, die auf die Reden der Pharisäer hörten und Jesus nicht als den verheißenen Messias annehmen wollten, sich irgenwann aber dennoch von den Pharisäern lossagten und darum von Jesus gefunden wurden und auch Heute noch gefunden werden.

    Dazu komme ich, weil mir gerade auch noch diese Verse in den Sinn kamen:

    5 Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter,
    6 sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel.
    Mat 10, 5+6

    Und:

    24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
    Mat 15, 24

    In einem ähneln sich das heutige Israel die Kirchen der Christenheit: sie sehen sich selbst in gerechtem Stand vor Gott.
    Deshalb könnte mir vorstellen, dass es sowohl eine buchstäbliche, wie auch eine geistige Ebene gibt.

    Buchstäblich, für die verlorenen Schafe des Hauses Israel, bis in die heutige Zeit hinein. – Denn auch da finden ja immer wieder einzelne Juden zum Christus.
    Aber eben auch geistig, für alle „Verlorenen“ aus der Christenheit, inclusive der Zeugen die in ihrer Werksgerechtigkeit den Israeliten ja sehr ähnlich sind…

    Das sind nun ein paar lose Gedankenstränge von mir…ich kann grade selbst überhaupt nicht beurteilen ob sie einen Sinn ergeben. – Denn das darauffolgende Gleichnis mit den Münzen sollte das ja noch untermauern und da waren die anderen Münzen ja nun mal definitiv nicht verdorben.
    Aber dann kann die Herde sich wirklich nur auf die damaligen Juden-Christen beziehen, weil es heute eben keinen gibt, der niemals der Buße bzw Reue bedurft hätte.
    Das konnten eigentlich nur die Juden von sich sagen, die damals auf den Messias warteten und Jesus dann auch als eben diesen anerkannten.

    Ich hoffe, ich habe euch damit jetzt nicht schwindelig gesabbelt. 😉

    Bin schon gespannt auf eure Gedanken.

    LG Ulli

  • Marcel
    September 19, 2011

    Das ist typisch indoktriniertes Gedankengut. zitat: „Außerdem passt das mit den Aussagen Jesu zusammen, dass es ein breiter Weg ist, der in die Vernichtung führt und ein schmaler eingeengter Weg, den nur wenige finden werden.“ Was die WT-Lehre dazu ist wissen wir. Was meinte Jesus jedoch WIRKLICH mit dieser Aussage? Ein Paralleltext gibt darüber Auskunft: Luk 13:23-24(NEÜ) Einmal sagte jemand zu ihm: „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ Er erwiderte: „Die Tür ist eng. Setzt alles dran, hineinzukommen! Denn ich sage euch: Viele werden es versuchen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“ Auch hier hört es sich so an, als ob nur wenige das „Ende“ überleben werden… . Wenn wir nun aber weiterlesen – Verse 25-30, so zeigt Jesus, dass er von der himmlischen Berufung spricht und zeigt, dass nur wenige diese annehmen werden. Es zeigt sich wieder einmal, wie WICHTIG es ist, DEN GESAMTEN KONTEXT zu betrachten, statt auf menschliche Auslegungsversuche reinzufallen, die nur der Einschüchterung dienen sollen – damit der „Pöbel“ spurt.
    Jehova segne Euch und Christus leite Euch in SEINE WAHRHEIT
    Marcel

  • schneerose
    September 19, 2011

    noch ein versuch

    matt. 18:13 INTERLINEARÜBERSATZUNG
    „Und wenn geschieht, gefunden hat es, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich über es mehr als über die neunundneunzig nicht verirrten.“

    warum haben sich die 99 nicht verirrt.. sie hören auf die stimme des hirten..er hat sie in die steppe geführt.. (nicht wüste)warum wird jesus etwas unterschoben was er nie gesagt oder angedeutet hat..?

    joh. 10: 14-16 INRELINEAR

    Ich bin der Hirte gute, und ich kenne die Meinen, und kennen mich die Meinen, (2. Timotheus 2.19) 15 wie kennt mich der Vater, und ich kenne den Vater; und mein Leben gebe ich hin für die Schafe. 16 Und andere Schafe habe ich, die nicht sind aus diesem Gehege; auch sie, es ist nötig, ich führe, und auf meine Stimme werden sie hören, und sie werden sein eine Herde, ein Hirte.

    ZUR GERECHTSPRECHUNG

    römer 3:24 NEUE EVANGELISCHE

    Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. (Römer 5.1) (2. Korinther 5.19) (Epheser 2.8) 25 Ihn hat Gott zu einem Sühneplatz gemacht, der für alle zugänglich ist. Durch sein vergossenes Blut ist die Sühne vollzogen worden, und durch den Glauben kommt sie allen zugute.

    darum werden sie von jesus selbst der für diese aussage legitimiert ist im lukas evan. 15:7 als gerecht und im matt. 18:13 als nicht verirrte schafe bezeichnet..

    denn sinn des gleichnis erfassen

    JESUS ZEIGTE SEINEN ZUHÖRERN.. WIE SEIN VATER IM HIMMEL MIT ALLEN ENGEL UND ER ALS GUTER HIRTE ÜBER EINEN REUEVOLLEN MENSCHEN DENKEN..WELCHE ANSTRENGUNG UNTERNOMMEN WIRD UND WIE GROSS DIE FREUDE ALLER BETEILIGTEN IST wenn es (schaf)gefunden wird..
    (die damalige geistlichkeit betrachtete das volk als menschen von der erde oder dumme)

    euer bruder im herrn schneerose

  • Manfred
    September 19, 2011

    Lieber Marcel,
    Dein Zitat: Auch hier hört es sich so an, als ob nur wenige das “Ende” überleben werden… . Wenn wir nun aber weiterlesen – Verse 25-30, so zeigt Jesus, dass er von der himmlischen Berufung spricht und zeigt, dass nur wenige diese annehmen werden. Es zeigt sich wieder einmal, wie WICHTIG es ist, DEN GESAMTEN KONTEXT zu betrachten, statt auf menschliche Auslegungsversuche reinzufallen, die nur der Einschüchterung dienen sollen – damit der “Pöbel” spurt. Zitat Ende.

    Die Verse aus Luk. 13:23-30 lauten in der Rev. Elberfelder Bibel: 23 Es sprach aber jemand zu ihm: Herr, sind es wenige, die gerettet werden? Er aber sprach zu ihnen:
    24 Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen; denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und werden es nicht können.
    25 Sobald der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangen werdet, draußen zu stehen und an der Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, öffne uns!, wird er antworten und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht und weiß nicht, woher ihr seid.
    26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und auf unseren Straßen hast du gelehrt.
    27 Und er wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht und weiß nicht, woher ihr seid. Weicht von mir, alle ihr Übeltäter!
    28 Da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich6 Gottes sehen werdet, euch aber draußen hinausgeworfen.
    29 Und sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tisch liegen im Reich7 Gottes.
    30 Und siehe, es sind Letzte, die Erste sein werden, und es sind Erste, die Letzte sein werden.

    Du sagst, dass hier von der himmlischen Berufung gesprochen wird. Wo steht das bitte? Im Vers 28 und Vers 29 wird vom Reich Gottes gesprochen. Das Reich Gottes kann aber alles beinhalten, auch die Erde und nicht nur was sich im Himmel befindet. Doch gesetzt den Fall es ist so, dass hier tatsächlich diejenigen gemeint sind, die es nicht geschafft haben in die enge Tür zur himmlischen Berufung zu gelangen. Dann sind also diejenigen die nicht in den Himmel kommen, diejenigen die auf der Erde überlebt haben. Und wenn Du nun den Kontext aus Vers 27 und 28 nimmst, dann sagt Jesus zu Ihnen (also jenen die auf der Erde sind): 27 Ich sage euch, ich kenne euch nicht und weiß nicht, woher ihr seid. Weicht von mir, alle ihr Übeltäter!
    28 Da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich6 Gottes sehen werdet, euch aber draußen hinausgeworfen.

    Wenn also alle Menschen, die nicht in den Himmel kommen und somit im Paradies auf der Erde überlebt haben von Jesus selbst als Übeltäter bezeichnet werden, wozu dann der Gerichtstag Gottes?

    Es ist nicht alles falsch was die WTG schreibt und nur weil sich manche Erkenntnis der WTG mit meinem Verständnis der Bibel deckt, heißt nicht, dass ich auf die menschlichen Auslegungsversuche und indoktriniertes Gedankengut hereingefallen bin. Ich prüfe alles, vergewissere mich aller Dinge und das Beste behalte ich. Aber ich gebe zu, dass ich vieles falsch gesehen habe und bin dankbar dafür, dass wir auf dieser Plattform von Bruderinfo biblisches Wissen austauschen können. Seit diesem einem Jahr mit Bruderinfo hat sich mein Verständnis der Bibel grundlegend geändert und zwar deshalb, weil ich nicht mehr der Gehirnwäsche der WTG unterstehe.

    Ich habe heute wieder mit einem Zeugen gesprochen und es ist schlimm, dass jegliches Verständnis der Bibel damit in die Irre geführt wird, dass die WTG der treue und verständige Sklave ist. Das ist so fest in den Köpfen drin, dass man keine biblische Diskussion führen kann. Traurig aber war. Das Wort Gottes ist bei den Zeugen nicht ausschlaggebend. Es gilt nur was der Sklave im WT gesagt und erklärt hat. Weil die Aussage des Zeugen: Wir können die Bibel nicht verstehen, wenn wir nicht den Wachtturm lesen.
    Was sagte Jesus dazu. Ihr könnt die Bibel nicht verstehen wenn ihr nicht den Geist Gottes habt.
    Das sind unterschiedliche Aussagen aber es zählt halt nur wenn es im WT gestanden ist und nicht wenn es in der Bibel steht.
    Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende.
    Manfred

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Manfred,
    ZITAT:
    „Doch eins findet ich immer sehr ermutigend. In allen Fällen wurde Jehova oder Jesus aktiv um diejenigen zu retten, die die Gnade der Barmherzigkeit erhalten sollten.“

    Das ist wohl wahr…das ist wirklich sehr ermutigend. 🙂

    Aber weißt du was ich auch ermutigend finde? – Das Gott NIEMALS wahllos getötet hat.

    Die Züchtigungen seines Volkes waren nie ungerechtfertigt, sie trafen sie immer völlig zu Recht wegen ihrer Untreue. – Die umliegenden Völker hatten damit nichts zu tun…sie wurden eher sogar von Gott für die Züchtigung seines Volkes benutzt.

    Und von den Menschen in der Zeit Noahs und Sodom, heißt es zb:

    11 Die Menschen waren BÖSE und GEWALTTÄTIG.
    12 Gott sah auf die Erde, und sie war VOLLER VERBRECHEN, denn die Menschen handelten BÖSE.
    13 Deshalb sprach Gott zu Noah: »Ich habe beschlossen, alle Lebewesen auszulöschen, denn die Erde ist ihretwegen voller GEWALT. Ich will sie zusammen mit der Erde vernichten!
    1. Mose 6, 11-13

    13 Doch die Einwohner von Sodom waren sehr BÖSE und SÜNDIGTEN SCHWER GEGEN JAHWE.
    1. Mose 13, 13

    In Mat 24 wird nur sehr verkürzt auf die Zeitgenossen Noahs eingegangen…aber jeder der Zuhörer damals kannte ja die Geschichte aus Mose. Darum konnte er so reden:
    37 Wenn der Menschensohn kommt, wird es auf der Erde zugehen wie zur Zeit Noahs,
    38 als die große Flut hereinbrach. Damals dachten die Menschen auch nur an Essen, Trinken und Heiraten. Selbst als Noah in die Arche stieg,
    39 glaubten die Leute nicht an das Unheil, bis die Flut sie alle mit sich riss. So wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein.
    40 Zwei Männer werden auf dem Feld arbeiten. Der eine wird angenommen, und der andere bleibt zurück.
    41 Zwei Frauen werden Getreide mahlen; die eine wird angenommen, die andere bleibt zurück.
    Mat 24, 37-38

    Mit anderen Worten, sie fühlten sich ihrer selbst völlig sicher…aber wohlgemerkt…hier wird nicht einfach nur von normalen Menschen gesprochen die essen, trinken, heiraten und arbeiten…so wie wir heutzutage ja auch.
    Hier ist von Menschen die Rede, die zwar auch all das tun, aber zusätzlich voller böser, ja abscheulicher Taten sind.

    Über die Menschen auf die Jesus sich da bezog, heißt es in der Bibel, dass sie voller Gewalt, Unrecht und Grausamkeit waren. Sie haben sich praktisch gegenseitig zerfleischt und es war nur Noah, der sich von diesen Menschen unterschied und deshalb mit seiner Familie gerettet werden sollte. Als Familienoberhaupt hat er dafür gesorgt, dass seine Söhne sich nicht an diesem grausamen Leben beteiligten. – Sonst hätten sie ihm wohl auch kaum bei dem Bau der Arche geholfen…sie hätten ihm wahrscheinlich eher einen Vogel gezeigt.

    Diese Menschen, die grausam und gewalttätig waren, achteten nicht auf seine Warnung, sie genossen ihre Ungerechtigkeit und lebten ihr Leben, ohne sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, ob Noah nicht vielleicht doch recht haben könnte und man sich lieber ändern sollte, um mit in die Arche zu dürfen.

    Und genau so wird es sein, wenn Jesus als Weltenrichter kommt.
    ALLE Menschen auf die diese Beschreibung aus den Tagen Noahs zutrifft, werden auch für all ihre Schlechtigkeit die gerechte Strafe bekommen. Denn sie haben andere leiden lassen und sie gequält.

    Dasselbe trifft auf die Einwohner Sodoms und Gomorrha zu, die Jesus ja auch erwähnte.
    Während sie all ihre üblen Taten verübten, lebten sie AUCH ein normales Leben. Auch hier brauchte Jesus nicht extra darauf hinzuweisen, denn in diesen Dingen waren seine Zuhörer ganz sicher bewandert.

    Gottes Forderungen laufen immer darauf hinaus, keinem anderen Menschen Schaden zuzufügen, sondern ihn und seine Mitmenschen zu lieben.

    Das Gute an seinem Gericht ist, dass es vollkommen gerecht sein wird. – Bei jedem Einzelnen wird danach geschaut, wie er gelebt hat. Der Grausame bekommt seine gerechte Strafe und der Gute seinen gerechten Lohn. Egal zu welcher Zeit und an welchem Ort er lebte. Egal ob er vor dem Kommen Jesus gestorben ist, oder zu dieser Zeit lebt. Da gibt es keinen Unterschied.
    Die Bibelstellen hierzu habe ich in Bruderinfo ja schon mehrfach gepostet…wen es interessiert aber nicht weiß wo er es findet, der kann mich ruhig anschreiben, ich werde dann meine gesammelten Bibelverse dazu gerne weitergeben.

    Alle anderen Menschen, die ein völlig normales Leben führten, werden in der Bibel überhaupt nicht erwähnt. – Halt DOCH!

    Römer 2, 14+15a:
    14 Auch wenn die anderen Völker das Gesetz Gottes nicht haben, gibt es unter ihnen doch Menschen, die aus natürlichem Empfinden heraus tun, was das Gesetz verlangt. Ohne das Gesetz zu kennen, tragen sie es also in sich selbst.
    15a Ihr Verhalten beweist, dass ihnen die Forderungen des Gesetzes ins Herz geschrieben sind.

    Hier spricht er von Menschen, die durch ihr Verhalten zeigen, dass das Gesetz in ihr Herz geschrieben ist, obwohl sie ihn garnicht kennen!

    Auch hier zeigt sich wieder die umfassende Gerechtigkeit Gottes.

    Das Gleichnis mit den 99 Schafen taugt nicht dazu eine 1%-Rechnung aufzustellen, dieses Gleichnis so auszulegen, verfehlt völlig seine Aussage, wo es doch eigentlich um die FREUDE über den reuigen Sünder geht.
    Was nun mit der Herde ist, da bin ich mir selbst auch noch nicht vollends schlüssig…ich tendiere aber mittlerweile dazu, dass sie die Judenchristen darstellen, die Jesus als Messias annahmen und ihm durch alle Verfolgung hindurch treu blieben. – Während das verlorene Schaf diejenigen repräsentiert, die sich von dem Haus Israel loslösten und dadurch von Jesus gefunden werden konnten.

    LG Ulli

  • Anna
    September 19, 2011

    Liebe Brüder,

    danke dafür, dass Ihr den Artikel jetzt doch noch mal überarbeitet eingestellt habt. Nachfolgend gehe ich davon aus, dass betroffen von einem andersdenkenden Kind ohnehin nur organisationstreue Zeugen Jehovas sind.

    Kurz zum Abs. 13 wo es darum geht, dass die Eltern am Boden zerstört sind usw.:
    Eltern möchten sicherlich das Beste für Ihr Kind. Nur, was das Beste für Eltern ist muss nicht immer im Sinne der Nachkommen sein oder bleiben. Dieser junge Mann wird so hingestellt als wäre er pädophil, Massenmörder, Terrorist oder was weiß ich.

    Wenn das nun organisationstreue Eltern sind: Wo ist der Unterschied ob das Kind, das die Gemeinschaft verläßt, ungetaufter Verkündiger oder getaufter Zeuge Jehovas ist??? Die Taufe ist wichtig aber doch kein Sakrament wie in der katholischen Kirche.
    Verläßt ein ungetaufter Sohn die Versammlung wird er weiterhin eingeladen, gegrüßt, fast mit Samthandschuhen angefaßt weil ja noch was aus ihm werden könnte. Und wenn wir schon bei Jugendlichen oder jungen Menschen sind: Ist sich wirklich jeder junge Mensch, der in der Wahrheit aufgewachsen ist, der Tragweite seiner Taufe bewußt? Hier wäre Eure eigenen Erfahrungen ganz interessant.

    Dann noch das Bild der am Boden zerstörten und auch noch am Boden sitzenden weinenden Eltern. Was für ein Abschied! Statt das diese ihren Sohn in die Arme nehmen und im viel Glück wünschen. Welche Erinnerungen hat dieser junge Mensch an seinen Weggang von zu Hause. Kommt er sich nicht schlecht vor, das wollt er doch nicht. Er wollte doch nur von seinem freien Willen Gebrauch machen.

    Darf man anderen Menschen und erst Recht Angehörigen ein schlechtes Gewissen einreden? Jehova macht das nicht.
    Und dann gibt es doch genug die sich einfach nicht trauen wegzugehen. Eben wegen der beschriebenen Konsequenzen. Sie wollen nicht Leid und Kummer über ihre Angehörigen bringen. Und sie möchten kein Leben als Geächtete führen wollen. Also bleiben sie innerhalb der Versammlungen. Nur nicht aus Liebe zu Jehova sondern aus Angst soziale Bindungen zu verlieren. Und führen eben wenn es sein muss ein Doppelleben. Manche jahre- bis jahrzehntelang. Bedeutet das die Versammlung „rein“ erhalten. Alles ist erlaubt, ich darf mich nur nicht erwischen lassen. Und nach außen hin bin ich ein stilles Wasser, ordentlich meinen Bericht abgebend und das Nachdenken am besten abschaffen.

    Liebe Grüße an alle sendet Anna

  • Holger
    September 19, 2011

    Gottes Ruhe …
    Liebe Brüder,
    Zitat: Verläßt ein ungetaufter Sohn die Versammlung wird er weiterhin eingeladen, gegrüßt, fast mit Samthandschuhen angefaßt weil ja noch was aus ihm werden könnte. Und wenn wir schon bei Jugendlichen oder jungen Menschen sind: Ist sich wirklich jeder junge Mensch, der in der Wahrheit aufgewachsen ist, der Tragweite seiner Taufe bewußt? Hier wäre Eure eigenen Erfahrungen ganz interessant.

    Ich bin in der Wahrheit? aufgewachsen und habe mich aus der Laune heraus taufen lassen, da andere dies in der Versammlung auch getan haben. Gruppenzwang! Ansicht von früher, wenn man nicht getauft ist, bekommt man keinen guten geeigneten Partner. Ich habe zum Glück eine gute Partie gemacht. Hatte auch etwas Gutes.
    Ausschluss:
    in meiner Verwandtschaft wurde eine nahe stehende getaufte Person vor einigen Jahren ausgeschlossen. Die Familienangehörigen meiden diese Person immer noch wie die Pest, als ob Lebra an diese wäre. Als meine Söhne (ungetauft) vor Jahren keine Lust mehr mit uns in die Versammlung und auf den Kongreß gehen wollten, ist bei uns als Eltern damals die Welt zusammengebrochen. Von kleinauf dabei und belehrt worden und dann weggegangen. Ich glaube – Kinder haben ein gutes Urteilsvermögen.Ich habe nur selten Kontakt zu dieser Person (ausgeschlossenen),da diese weggezogen ist. Inzwischen ist diese Person verheiratet und immer noch ausgeschlossen. Da diese Person auch in der Wahrheit aufgewachsen ist, ist aber ihr Glaube an Jehova geblieben. Wir als Elten haben nie auf gehört, unseren Kindern die Nähe zuverweigern und helfen ihnen soweit es uns möglich ist. Auch sie helfen uns, wenn wir Hilfe benötigen. Ich brauchte für einen Umzug früher einmal Hilfe, und fragte Brd. in der Versammlung, ob Sie mir helfen könnten. DIE ANTWORT: ich habe keine Zeit, die Aussage von dem Brd., ich dachte du wolltest mit mir in den Dienst gehen. Das ist mir einige male passiert, seitdem ist für mich das Thema abgeschlossen. Meine Familie ist mir zum Glück geblieben, mit der ich regelmäßig Gedankenaustausch pflegen kann und auch Hilfe erwarten kann.
    Predigtdienst: Frage von meiner Frau, muss man den PD Bericht abgeben, oder kann man diesen aus § Datenschutzgründen verweigern!

  • mia-sophie
    September 19, 2011

    Man muß keinen Bericht abgeben, allerdings wird Deine Frau ein ziemlich eingeschlafenes Gesicht bei ihrem zuständigen Ältesten ernten,wenn sie ihm ihre Entscheidung mitteilt. Meine Erfahrung: gebe seit über einem Jahr keinen Bericht mehr ab, spreche aber mit Menschen, wenn sich die Gelegenheit bietet, über Gott und die Bibel.
    Die ersten 2 Monate wurde ich nach dem Bericht gefragt, ich sagte, ich hab keinen und seitdem ist Ruhe. Wurde nie wieder gefragt, gehe auch in die Versammlung. Ich wünsche Deiner Frau Kraft und Mut und Gottes Segen.

  • Dennis
    September 19, 2011

    Lieber Holger,

    deine Frage:

    „Predigtdienst: Frage von meiner Frau, muss man den PD Bericht abgeben, oder kann man diesen aus § Datenschutzgründen verweigern!“

    Wenn sich deine Frau mit dem Gedanken trägt keinen Bericht mehr abzugeben, ist das ein geradezu befreiender Schritt, ich kann hier aus Erfahrung sprechen. Übrigens „muss“ ist sowieso das falsche Wort. Nur Jehova „muss“ man gehorchen und wenn er etwas für absolut notwendig erachtet und getan haben möchte, hat er dies in der Bibel niederschreiben lassen.

    Das mit dem Datenschutz habe ich noch garnicht so gesehen, ist aber ein Interessanter Punkt.

    Würde aber davon abraten, das so zu begründen, denn wenn man anfängt sich vor dem Sekretär oder K.d.Ä. zu rechtfertigen (zumal noch mit rechtl. Gesichtspunkten) heißt das nichts anders als dass man deren Autorität und damit die der WTG in dieser Frage anerkennt. Es gibt aber weder eine logische und schon überhaupt keine biblische Begründung für einen schriftl. Bericht am Ende jeden Monats an eine menschl. Organisation, wo der „Herr der Ernte“ schon alles gesehen und durch seine Engel geleitet hat.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Holger,
    ZITAT:
    „Hier wäre Eure eigenen Erfahrungen ganz interessant.“

    Als wir aufhörten die Versammlung zu besuchen, war unser Sohn 14 Jahre alt und ungetauft, er hatte in seiner Klasse zwei Zeugen-Freunde. Während dem Unterricht und der Pause, hatten sie zwar noch Kontakt zueinander, aber die Freundschaft betraf nicht mehr die Nachmittage und Wochenenden.
    Einmal kam einer der beiden…sein BESTER Freund…zwar mal zu uns, weil er von seiner Mama samt Koffer hinausgeworfen wurde. – Aber seit die Schulzeit vorbei ist und wir offiziell ausgetreten sind, wird unser Sohn genauso wie ein Atrünniger behandlt, wie wir auch.

    Worüber wir aber ehrlich gesagt sogar froh sind.
    Mir wäre bei dem Gedanken, dass er noch bei diesen Leuten ein und ausginge absolut unwohl, da ich weiß, dass sie sich an das was sie von anderen verlangen, selber ganz und garnicht halten. – Nämlich den Respekt vor der geistigen Entscheidung, die man als Familie getroffen hat.

    Um diese Freundschaft die seit dem Windelalter bzw der Grundschulzeit bestand, tut es mir trotzdem leid. Ich denke, die drei Jungs hätten sich auch weiter noch treffen können und das Thema Religion eben einfach außenvor lassen können…meine Güte…es ist ja nicht so, als wenn sie in dem Alter ständig hochtrabende geistige Gespräche miteinander führen würden. 😉

    Aber ich denke, dagegen hatten die Eltern etwas einzuwenden…

    LG Ulli

  • Dennis
    September 19, 2011

    Liebe Anna,

    wie Recht du hast mit deinem tollen Kommentar.

    (Zitat)
    „Und dann gibt es doch genug die sich einfach nicht trauen wegzugehen. Eben wegen der beschriebenen Konsequenzen. Sie wollen nicht Leid und Kummer über ihre Angehörigen bringen. Und sie möchten kein Leben als Geächtete führen wollen. Also bleiben sie innerhalb der Versammlungen. Nur nicht aus Liebe zu Jehova sondern aus Angst soziale Bindungen zu verlieren. Und führen eben wenn es sein muss ein Doppelleben. Manche jahre- bis jahrzehntelang.“

    Schau mal in dein Mail-Postfach 😉 …. dann verstehst du warum!

    Auch das andere was du sagst ist voll in´s Schwarze. Es ist wirklich völlig absurd, diese Regelung. Ein Bruder aus meiner Vers. hat einen Sohn, der vor ca. 25 Jahren ausgeschlossen wurde, zu ihm darf er „offiziell“ keine Kontakt haben. Der andere Sohn, war kurze Zeit unget. Verkündiger hat sich aber nie taufen lassen und ist vor ca. 20 Jahren einfach weg geblieben. Dieser Sohn ist jedes WE zum Essen und auch bei sonstigen Geselligkeiten dabei. Ich selbst treffe ihn ab un zu in der Stadt und wir unterhalten uns.

    Dieser Bruder darf also nach der WT-Lehre seinen 1. Sohn nicht grüßen und nicht mit ihm sprechen, aber beim 2. Sohn ist es kein Problem, weil er ja nie getauft war, obwohl er alles wusste wie sein Bruder auch. Der hatte nur das „Pech“ sich taufen zu lassen.

    Eigentlich zum Weinen diese Unsinnigkeit!

    LG
    Dennis

  • Dennis
    September 19, 2011

    Möchte noch zur verdeutlichung „Absurdistans“ hinzufügen, dass der 2. Sohn so ziemlich gegen jedes bibl. Gebot verstoßen hat oder noch verstößt, aber es ist egal, denn er ist ja offiziell ein „Weltmensch“, weil nie getauft.

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo Dennis,
    das zeigt wirklich die ganze Absurdität auf. – Hauptsache ungetauft…da kann man sich im größten Dreck wälzen und dennoch weiter Umgang mit der lieben Verwandtschaft pflegen.
    Während der andere vielleicht sogar ein anständiges Leben führt…ja, vielleicht sogar aus reinen Gewissensgründen Gott und Jesus gegenüber wegging…aber weil er eben getauft war, hat er halt Pech gehabt und steht plötzlich ohne Familie da.

    Das es in Absurdistan keinen Datenschutz gibt – geschweige denn das man sich darauf berufen darf, als Schaf – dürfte auch jedem klar sein.
    Man hat ja noch nicht einmal die Möglichkeit, in einer anderen Versammlung bei Null wieder anzufangen, wenn es mit den Ältesten oder anderen Brüdern vielleicht ein paar Reibereien gab. – Es wird einem ja ein Brief hinterher geschickt, in den man selbst natürlich keinen Einblick erhalten hat!
    Und zack – ist man schon wieder als Unruhestifter abgestempelt, bevor man sich überhaupt das erste mal beim Wachtturmstudium melden konnte.

    Datenschutz bei den Zeugen…ich lach´ mich schlapp´…der Witz war wirklich gut!

    LG Ulli

  • Anna
    September 19, 2011

    Lieber Dennis,
    vielen Dank :-)). Du hast mir sehr geholfen!!! Ich halte Dich auf dem laufenden.
    Und danke auch an die, die bisher Ihre Erfahrungen bezüglich Ihrer Taufe gemacht haben.
    Zum Abgeben der Berichte: Das mit den Datenschutzgründen können diejenigen die vor einigen Jahre ihre Verkündigerberichtkarte unterschrieben haben nicht mehr anführen. Ist auch nicht sinnvoll, was hat man davon sich Ärger und ein 6-Augen-Gespräch einzuhandeln.

    Zum 137. Psalm, Verse 1 bis 6 kann man finde ich auch auf die Organisation anwenden (neue Genfer)

    „137 1 An den Flüssen von Babylon saßen wir und weinten,
    wenn wir an Zion dachten.
    2 An die Weiden dort hängten wir unsere Zithern.
    3 Die uns gefangen hielten, forderten von uns,
    eines unserer Lieder zu singen,
    unsere Peiniger verlangten von uns, fröhlich zu sein:
    »Singt uns eines eurer Zionslieder! (eigene Anmerkung: geistiges Paradies…)«
    4 Doch wie könnten wir ein Lied für den Herrn
    auf fremdem Boden singen?5 Jerusalem, wenn ich dich je vergesse,
    dann soll meine rechte Hand mir ihren Dienst versagen!
    6 Meine Zunge soll mir am Gaumen kleben,
    wenn ich nicht mehr an dich denke,
    wenn Jerusalem nicht mehr meine allergrößte Freude ist!“

    Seit wir uns innerlich von der Organisation getrennt haben brauchen wir wie im Vers 5 und 6 gezeigt nicht mehr zu resignieren weil wir keine enttäuschten Erwartungen mehr habe müssen.
    Der Vers 5 und 6 zeigt uns, dass wir uns nicht selbst aufgeben dürfen, sei es aus Angst oder Bequemlichkeit. Wir verfallen dann in tiefe Depressionen.
    Dann würde unsere Hand sozusagen verdorren und die Zunge am Gaumen kleben.
    Wir Christen brauchen auch das Vertrauen dass wir für Jehova wichtig sind. Daher sollten wir auch Verantwortung übernehmen (wurde ja vielen von uns aberzogen). Die Juden in Babylon haben es geschafft weil sie Kraft aus der Erinnerung über die Taten Jehovas gezogen haben. Das schaffen wir auch. Ich meine die einzige Möglichkeit diese Zeit „im Exil“ zu überstehen ist unseren Lebenstraum weiter zu träumen: Jes. 14:7 Zürcher Bibel:

    „Die ganze Welt ist zur Ruhe gekommen, in Ruhe liegt sie da,man bricht in Jubel aus“.
    Das ist es worauf ich mich sehr freue!

    Uns nicht mehr fremdbestimmen zu lassen. Und unser eigenes Leben entdecken. Dank der unverdienten Güte Jehovas ist dies möglich.
    Schönen Herbsttag an alle wünscht Anna

  • Holger
    September 19, 2011

    § Datenschutz und Verkündigerkarte
    Liebe Brüder und Schwestern,
    als vor Jahren die Ankündigung über den Datenschutz in Bezug mit der VK Karte kam, war ich ein Diener und hatte damals schon ein ungutes Gefühl gehabt,die „VK Karte zu unterschreiben,da ich berufl. in der EDV tätig war und Zugriff zu sensiblen Daten hatte. Um nicht auf zufallen,oder auf zu mucken hatte ich unterschrieben. Bis heute kämpfe ich dagegen an. Man kann sagen,das es so ist,wie die Jugendlichen die damals und heute unter Gruppenzwang stehen. Wer was sagt fliegt raus.
    Zitat:
    Seit wir uns innerlich von der Organisation getrennt ….
    Ich habe einen Freund, der mich seit Jahren schon auf das Delämmer v. JZ hin gewiesen hatte, konnte oder wollte es nicht glauben, da ich noch aktiv dabei war. Ich habe mich schon seit einigen Jahren innerlich von der Verslg. getrennt und sehe alles nur noch durch die Brille und objektiv.
    LG Holger

  • Ulrike P.
    September 19, 2011

    Hallo liebes Bruderinfo-Team,
    vielen Dank für diesen deutlichen Artikel, der zum einen aufdeckt dass nicht die WTG uns in Gottes Ruhe führen wird, sondern nur unser Glaube an Jesus Christus. Und zum anderen die Heuchelei, mit der sie ihren „Schafen“ Mitgefühl vorgaukeln, wo in Wahrheit blanke Herzenshärte besteht.

    Ich frage mich, haben sie so furchtbare Angst vor uns, dass sie uns dermaßen diffamieren müssen?
    Warum eigentlich? – Wenn wir im Irrtum sind, wird jeder bibelfeste Zeuge Diesen schnell aufdecken.

    Oder haben sie irgendetwas vor, dass sie jetzt noch mehr als normalerweise, alle Verkündiger auf blinden Gehorsam einschwören müssen?
    Ich habe das Gefühl, es ist ihnen egal dass sich Viele von ihrem heuchlerischem und Hass schürendem Reden abgestoßen fühlen und sich dem nicht mehr unterwerfen wollen. Sie wollen keinen Ekel vor ihren Angehörigen und Freunden empfinden, nur weil die ein anderes biblisches Veständnis haben. Sie wollen nicht hassen…sie wollen lieben!

    Aber solche können sie anscheinend nicht gebrauchen…also „wech mit Schaden“. Rücksichtnahme? – Fehlanzeige. – Wozu auch? – Sie wollen funktionierende WTG-Soldaten, die sich einbilden unter Jesu Joch zu stehen. Die glauben, sie leiden für den Christus und nicht erkennen, dass sie in Wirklichkeit nur unter den unnötigen und unnützen Forderungen einer selbsternanten menschlichen Herrscherklasse leiden.

    Lieber ein paar Mann weniger, aber in völliger Organisationstreue blind ergeben, scheint das momentane Motto der WTG zu sein.

    LG Ulli

  • renault
    September 19, 2011

    Hallo Ulli
    Du hast eine Frage gestellt, die mich auch beunruhigt.
    Zitat“Oder haben sie irgendetwas vor, dass sie jetzt noch mehr als normalerweise, alle Verkündiger auf blinden Gehorsam einschwören müssen?“ENDE
    Oder will die Wtg auch eine härtere Gangart einschlagen?
    Wenn du ihn hast ,den Studien Wt von 15. November 2011,
    dann schau doch mal ab Seite 3 .Überschrift: „Jehu Kämpft energisch für die Sache Jehovas“.Lese und schaudere!
    liebe Grüße renauLt

  • Dennis
    September 19, 2011

    „Lese und schaudere“

    Lieber Renaul,

    der gleiche Gedanke überkam mich beim 1. Lesen dieses Unsinns über
    „Jehu und die Abtrünnigen“, die „geschlachtet“ werden mußten.

    LG
    Dennis

  • Alois
    September 19, 2011

    Liebe Ulli

    Nicht die Organisation hat was vor, sondern Jesus hat was vor. Eigentlich ist Jesus bereits richtig an der Arbeit.

    So wie Jehu dafür gesorgt hat, dass die Diener des Baal von den Dienern Jehovas getrennt wurden, so macht das jetzt auch Jesus.
    Natürlich auch mit dem Plan wie bei Jehu die Diener des neuzeitlichen Baal am Ende umzubringen. Jehu machte auch eine Festversammlung für die Baalspriester. Mal sehen ob es sowas auch in der Neuzeit geben wird.

    1. Kön. 15
    18. Und Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen.
    19. Und nun, rufet alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle seine Priester zu mir; kein Mann werde vermißt! Denn ich habe ein großes Schlachtopfer für den Baal. Keiner, der vermißt wird, soll am Leben bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist, um die Diener des Baal umzubringen.
    20. Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal eine Festversammlung! Und man rief sie aus.
    21. Und Jehu sandte in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal: keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre; und sie gingen in das Haus des Baal, und das Haus des Baal ward voll von einem Ende bis zum anderen.
    22. Und er sprach zu dem, der über die Kleiderkammer war: Bringe Kleider heraus für alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen Kleidung heraus.
    23. Und Jehu und Jonadab, der Sohn Rekabs, gingen in das Haus des Baal; und er sprach zu den Dienern des Baal: Forschet und sehet zu, daß nicht etwa einer von den Dienern Jehovas hier bei euch sei, sondern nur Diener des Baal allein!

    Da alle Baalspriester versammelt wurden und auch extra noch aufgepasst wurde dass überhaupt kein Diener Jehovas zwischen den Baalspriester verweilt, ist klar, dass eine hundertprozentige Trennung stattfinden wird.

    Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt werden alle sich entschieden haben, ob sie dem neuzeitlichen Baal oder Jehova und seinem Sohn folgen.

    Liebe Grüße
    Alois

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