84 Comments
  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    Liebe Brüder,

    ein herzliches Hallo an alle.
    Ihr habt mir hier sehr stark geholfen. ich bin irgendwie wesentlich ruhiger als noch vor einer woche. Danke dafür.
    hm, heute war Versammlung und ich hatte zum Glück eine Interessierte mit, die auch eine freundin von mir ist und alles differenzierter sieht, heißt: jehova ist wichtig, aber menschen nur bedingt.
    es ist immer offensichtlicher, dass ich schlechter umgang geworden bin. Junge Mädchen gucken mich teilweise an, als ob ich zwei Köpfe hätte. *kopfschüttel*
    aber dafür sind jetzt leute sehr lieb zu mir, denen ich das gar nicht zugetraut hatte, weil ich sie nicht so gut kannte. wahnsinn.
    ich fühle mich etwas merkwürdig, weil ich niemals so ein außenseiter werden wollte. Jetzt allerdings kann ich gar nicht mehr anders als so zu sein, anders möchte ich auch gar nicht mehr sein. wie sich alles so verändert.
    gruß, mäuschen

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Hallo Max, ja ich habe bei IL auch versucht klar zu machen daß man bei einer Aufklärung zur Hilfe anderer nicht so kleinlich sein soll – doch es ist nur ein Streitgespräch wie unter kleinen Kindern entstanden – es fehlt halt doch die Größe auch einmal ohne Lob und Beweihräucherung einem anderen was Gutes zu tun – doch dies dürfte bei IL noch nicht durchgedrungen sein.
    Was soll´s jeder wie er will!
    lg. Matthäus

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Lieber Matthäus,

    bei allem Verständnis für deine Sichtweise ist es nunmal so, dass wir uns nicht im rechtsfreien Raum bewegen auch wenn es das WWW ist. Von daher versuche ich auch die Meinung von den Betreibern dieser Seite nachvollziehen zu können.

    Es ist ganz einfach keine Kleinigkeit, wenn jemand etwas publiziert und dafür Lob und Anerkennung erntet und sich dann heraustellt, dass er dafür eigentlich nichts getan hat, außer ein paar Sätze umgestellt und Wörter ausgetauscht. Es wird der Eindruck erweckt es stamme aus seiner „Feder“ und er habe dafür etwas geleistet, siehe zu Guttenberg und Koch-Mehrin, dabei haben andere diese Leistung vollbracht. Die Verlockung ist extrem groß, das weiß ich und die Brüder hinter Bruderinfo hatten alles andere als schlechte Absichten, das ist allen klar.

    Es ändert aber nichts an den Fakten, von daher bin ich ehrlich gesagt froh dass diese Abhandlung nicht mehr hier online ist, sondern klar und eindeutig mit einem Sektenausstiegsforum in Verbindung gebracht werden kann. Man sollte bedenken, wenn jemand hier ein stiller Mitleser ist und sich doch mal auf diese Sektenausstiegsseite traut und dann diese Ähnlichkeit sieht, denkt er sich vielleicht, dass hier die selben Leute am Werk sind wie auf der Ausstiegsseite und dass wäre m.E. kontraproduktiv.

    Bruderinfo ist kein Aussteigerforum und wird hoffentlich nie ein´s, auch wenn einige ausgeschlossen wurden oder selbst gegangen sind ist es wichtig im Geiste Jesu Christi „vereint“ zu sein und wichtige, eindeutige bibl. Lehren nicht abzulehnen oder in´s lächerliche zu ziehen, wie das bei IL der Fall ist. Ich finde Bruderinfo und den meisten Kommentatoren hier gelingt das hervorragend.

    Dir noch ein schönes WE und liebe Grüße
    Dennis

  • Max
    Juni 10, 2011

    Liebes Bruderinfoteam, liebe Brüder,

    auch ich möchte euch ermuntern darauf zu verzichten Artikel aus anderen Quellen zu gebrauchen.
    Der Artikel des Autors war sicherlich gut, und hätte vielen Brüdern helfen können. Doch seine Reaktion auf den von Bruderinfo sicherlich nicht richtigen Umgang mit Copyrightrechten lässt doch vermuten, das es dem Sektenausstiegsforum nicht so sehr um die Aufklärung geht, als vielmehr um andere Ziele.

    Ich habe auf dem Sektenausstiegsforum die Kommentare zu diesem Thema gelesen, kaum ein Schreiber hat zu verstehen gegeben, das es doch eigentlich gut wäre, wenn so viele Zeugen Jehovas wie möglich, diesen Kommentar lesen würden. Statt dessen ist man eifrig auf der Suche nach weiteren Beweisen der Copyrightverletzung. Warum war der Autor nicht damit zufrieden, das nur sein Name als Autor des Originals genannt wird? Warum bestand er darauf, auch seine Webseite zu erwähnen?
    Als jemand, der sich in der Problematik dieses Themas auskennt, müsste ihm doch Bewusst sein, das nur wenige Zeugen auf seine Seite zugreifen, und wenn ja, dann mit einem schlechten Gewissen. Es wäre doch eine gute Gelegenheit hier über Bruderinfo viele Zeugen zu erreichen.
    Ich bin dankbar, das hier bei Bruderinfo sachlich informiert wird, und man sich liebevoll austauschen kann. Macht bitte weiter so.
    Vielleicht kann die entfernten Themen noch einmal in Eigenverantwortung hier veröffentlichen.

    l.G. an alle
    Max

  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    hallo ihr lieben,

    hallo dennis,

    dieser bruder ist ein ältester. sozusagen ein hardliner. heute wurde in der versammlung über die biblische ansicht über ehe, scheidung und trennung gehalten.
    der erste satz von der bühne war: generell zur ehe ist zu sagen, dass man ja nur im herrn heiraten soll, sonst könnte man jehova nicht ehren. auf solche andeutungen warte ich jetzt immer, damit habe ich auch gerechnet.
    die brüder denken nur nicht nach, dass in unserer versammlung mehrere schwestern andersgläubige ehepartner haben. um einen zu treffen, klatscht man gleich alle anderen ab?
    auch der spruch, den dennis kassieren musste, ist treffend für das angstregime.
    mir wird zur zeit in der versammlung unterstellt, alles was ich je für die brüder bzw. für jehova gemacht habe, was ich jetzt mache und in zukunft machen werde ist nichts wert und wäre unangebracht.
    diese gerüchte wurden mir heute zugetragen von einer wirklich lieben schwester, die mir versicherte, sie würde mich stets, samt und sonders als wertvolle person und glaubensschwester sehen und das alles was ich tue wert hat, für sie und vor allem für jehova und jesus. Sie warnte mich nur vor, naja, gerechnet habe ich damit und einen teil nimmt man ja hin, weil man sich prinzipiell schuldig fühlt. Nur ein wenig respekt möchte man haben und wenn das nicht möglich ist, wenigstens menschenwürdig behandelt werden.
    Jesus sagte in Johannes 8, wer ohne sünde ist, werfe den ersten stein. keiner konnte werfen.
    bleibt stark und ein
    gruppenknuddler an alle.
    Mäuschen

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen

    Im Herrn heiraten, das ist tatsächlich ein guter Rat.

    Aber in welchem Herrn heiraten, im Herrn Jesus oder im Herrn „tuv Sklave“?

    Ich rede aus eigener Erfahrung, denn schon in meiner Jugend war unsere Familie gezeichnet als dem „Sklaven“ nicht gehorsam. Alle Versuche im „Herrn“ zu heiraten, wurden von den Ältesten durch entsprechenden Einfluss auf die Familien der Schwestern verhindert.

    So habe ich nicht im Herrn geheiratet, was sich dann aber doch als das „goldene Los“ herausgestellt hat. Schon wenige Jahre nach der Heirat hat sich meine Frau „heimlich“ auf einem Bezirkskonkress taufen lassen und wir haben auch nach fast 30 Jahren Ehe keine grundlegenden Meinungsverschiedenheiten im Glauben.

    Ich habe meine Zweifel, ob das mit dem im Herrn heiraten so gemeint ist wie der „Sklave“ das sagt. Denn was passiert wenn ein Zeuge Jehova einen Menschen aus der „Welt“ heiratet? Eigentlich so gut wie nichts, die nichtgläubigen Ehepartner sind meist tolerant und respektieren die Religionsfreiheit. Sie machen nur dann Schwierigkeiten wenn sie wegen zu viel Dienst vernächlässigt werden. Aber stelle Dir vor ein Zeuge Jehovas der nur unserem Retter Jesus folgen möchte und die Organisation als den Retter ablehnt, heiratet eine der Organisation treue Zeugin. Das würde die Hölle werden wenn er nicht damit beginnt wieder der Organisation zu folgen.

    Jesus sagte doch in Matth. 10:36
    und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

    Somit bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Gebot nur im Herrn zu heiraten so gemeint ist, man solle im Herrn Jesus heiraten und nicht im Herrn „Organisation“.

    Denn wenn ein Nachfolger Jesu mit einem Nachfolger der Organisation eine Ehe eingeht, dann ist das ein ungleiches Joch. Ungleich, weil das Joch der Organisation schwer ist und das Joch Jesu sanft und leicht. Das passt nicht zusammen.

    Schon eher passt das Joch Jesu mit dem Joch eines Ungläubigen zusammen, denn das Joch Jesu ist sanft und leicht und das Joch des Ungläubigen hat gar kein Gewicht.

    Ich habe mir als junger Bruder entgegen dem Rat des „Sklaven“ folgenden Text hinter die Ohren geschrieben:

    1. Petrus 3
    1. Gleicherweise ihr Weiber, seid euren eigenen Männern unterwürfig, auf daß, wenn auch etliche dem Worte nicht gehorchen, {O. glauben} sie durch den Wandel {O. das Verhalten; so auch V. 16} der Weiber ohne Wort mögen gewonnen werden,

    Das hat dann bei uns auch bestens funktioniert, wäre meine liebe Frau auch gewonnen worden wenn ich dem Rat des „Sklaven“ gefolgt wäre? Wohl nicht und nur Streit hätte es auch gegeben mit einer der Organisation treuen Ehefrau.

    Dann noch zu dem was Du schreibst ein paar Worte:
    Zitat: „…alles was ich je für die brüder bzw. für jehova gemacht habe, was ich jetzt mache und in zukunft machen werde ist nichts wert und wäre unangebracht“…

    Was nützen Dir Schätze auf Erden, was nichts anderes heißt als Schätze bei Menschen, sprich der Organisation oder den Brüdern der Versammlung, anzuhäufen? Sie nützen gar nichts. Häufe Dir Schätze im Himmel auf, was Du auch schon begonnen hast zu tun. Die Anerkennung bei Menschen wird niemanden retten, aber der Schatz im Himmel, was bedeutet ins Buch des Lebens eingetragen zu werden, das rettet Dich. Denn Du hast Dich dazugesellt zu denen die Jehova und nicht den „Sklaven“ fürchten:

    Mal. 3
    16. Da unterredeten sich miteinander, die Jehova fürchten, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten.
    17. Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient.
    18. Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

    Diese Verse aus Maleachi erfüllen sich in diesen Jahren vor unseren Augen!

    Liebe Grüße an alle
    Alois

  • edelmuth
    Juni 10, 2011

    Hallo Bruderinfo-Team

    Wer arbeitet macht Fehler! Wer viel arbeitet macht viele Fehler! Wer keine Fehler macht ist ein ziemlich fauler H…!

    Lasst euch durch Bernd Galeski nicht entmutigen. Jehova sieht alle Dinge. Davon bin ich überzeugt

    Eure Seite lese ich immer wieder gerne.

    Ede

  • Bruderinfo
    Juni 10, 2011

    Hallo Edelmuth,
    danke für deine Worte. Wir sind dennoch ein bisschen überrascht. Du warst doch am Anfang gegen unsere Seite. Was hat dich dazu bewogen, deine Meinung zu revidieren? Aber es freut uns sehr, Danke. Du hast recht, Jehova sieht zum Glück alles. Warum Herr Galeski so gehandelt hat wissen wir nicht. Wir sind nicht auf Ihn angewiesen und versuchen in der Zukunft mehr auf unsere Brüder zu hören und auf das biblische Wort. In biblischen Dingen aufzuklären und wie die Beröer zu handeln ist uns sehr wichtig. Ja wo gehobelt wird da fallen auch Späne. Wir sind noch lange nicht beim Feinschliff angekommen, doch wir werden uns bemühen. LG vom Bruderinfo-Team

  • Anna
    Juni 10, 2011

    Liebe Brüder,
    da der Satan immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts annimmt dürfte dieser unterschobene Artikel nicht verwundern. Und, an dem Artikel war ja nichts schlechtes. Im Gegenteil, hat er doch sehr gut aufgearbeitet was an dem WT vom 15.07.11 nicht biblisch begründbar ist. Und viele hier haben sich ja erst aufgrund dieses Artikels auch über ihre psychischen Probleme geöffnet. So gesehen hat doch dieser Artikel etwas genützt.
    Und Herrn Galeski bringt hier im Forum sicher niemand Respekt entgegen. Außerdem nehme ich an, dass das starke Geltungsbedürfnis des Herrn Galeski diesen dazu getrieben hat sich als Autor zu outen als er bemerkte, dass der Artikel großen Anklang fand. Wäre dies nicht der Fall gewesen hätte man von ihm wohl nichts gehört. Laßt Euch also bitte nicht entmutigen. Das geht schneller als man denkt. Auch euer Ziel ist es ja aufzubauen und nicht nicht niederreißen. Und seid bitte vorsichtig.
    Jehovas Segen, Danke für Eure Arbeit und liebe Grüße Anna

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Ja liebe Anna Du hast Recht.
    Hätte er sich im Himmel Schätze aufhäufen wollen, wäre er still geblieben. Aber da er sich auf Erden Schätze aufhäufen möchte, musste er darauf bestehen im Vordergrund zu stehen.

    Er selbst bezeichnet sich auf seinber HP als Agnostiger, logisch dass man dann nicht daran interessiert ist sich Schätze im Himmel aufzuhäufen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • schneerose
    Juni 10, 2011

    hallo mäuschen

    ich bin mama scheerose, und habe nie so viele stunden im dienst verbracht wie du..in unserer gemeinschaft macht man uns glaubhaft ..nur mit vielen stunden wird man von gott geliebt.. dabei übersehen viele die belastbarkeit ..
    die ganze zeit hatte ich ein schlechtes gewissen..ich habe aufgehört die versammlung zu besuchen.. momentan bin ich in psychiatrischer behandlung ..wenn die brüder erfahren das du wegen der wahrheit in behandlung bist ..wirst du von manchen geächtet wie ein ausgeschlossener..

    die ersten jahrzehnte habe ich der belastung stand gehalten..Jetzt sind einige unvorhergesehene umstände hinzu gekommen..das hat mein inneres gebrochen..
    du kannst dir das noch ersparen.. wenn du auf dein inneres hörst

    mit schwesterlichen grüssen mama schneerose

  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    An alle,

    ein herzliches Danke und eine brüderliche Fernumarmung meinerseits. Habe mich sehr über eure auferbauenden Worte gefreut und ja, sie haben mir gut getan wie eine warme Kraftbrühe im Winter. Warum ich diesen Vergleich wähle? Weil ich in genau so einer Situation bin. Seitdem ich selbst Entscheidungen für mich treffe und auch dahinter stehe, weht mir viel kalter wind entgegen. Gerade durch den Bruder, den ich schon ansprach. Ich habe einen Vertrauensältesten, der mir guten biblischen Rat gibt zu meiner bestimmten Lebensituation (mein partner ist kein bruder). Selbst er hat viele Dinge aus dem Wachtturm gezogen, hat sich aber meine gedankengänge dazu in ruhe angehört, läßt sie gelten und akzeptiert meine entscheidungen, die mir endlich gut tun. Ich könnte mir sogar vorstellen, er wäre hier auch ein stiller Mitleser.
    Zurück zur ursprünglichen Erfahrung: 🙂
    Dieser entsprechende Bruder hat mich vor einiger Zeit angesprochen, ob er mir helfen kann. Und da erzählte ich ihm meine Gedanken zu seiner Frage, naiv wie ich war, recht offen.
    Schlußendlich erzählte ich ihm auch, wie viel freude mir der dienst für jehova mit den menschen macht, die ihn wirklich kennenlernen wollen, anhand der bibel (ich benutze inzwischen fast ausschließlich die Bibel und Literatur, die ich für mich verstehen kann) und ich darf auch mit einigen sehr gute gespräche führen. Ich erzählte ihm auch, trotz aller probleme der letzten Jahre mit meiner Psyche, habe ich mein verhältnis mit jehova bereinigt. es geht mir gut dabei.
    Dann erzählte ich ihm auch, dass mir diverse personen nach dem Ende meines Pionierdienstes einfach Termine gestrichen haben mit dem Gedanken, jetzt kann ich ja endlich mit jemand anderem losziehen. (Fahren und beköstigen konnte ich diese schwester aber immer gern)
    Und wie traurig mich das gemacht hat, wie unnütz ich mich gefühlt habe und wie gerne ich einfach weg gewesen wäre.
    hmm. Seine Argumente waren folgendermaßen:
    Ich hätte mich von der Versammlung zurückgezogen und müsste unbedingt mehr mit schwestern reden ( ich habe keine termine gestrichen und meine telefonnummer kennt noch immer jeder)
    mein dienst und mein gefühl jehova gegenüber würde ich mir nur einbilden, ich würde mich selbst belügen und es wäre nichtig, nichts wert und warum ich freude hätte? Selbstbetrug.
    jedes mal, wenn ich das mustergebet beten würde, würde ich um die vernichtung meines partners beten.(Hä?) Erklärung: Die Aufrichtung des Königreich Gottes auch auf Erden.
    Darum bete ich, aber ich bete bestimmt nicht um den tod von Milliarden Menschen. ich bete viel mehr darum, dass jehova so viele Menschen wie möglich zieht und ich verlasse mich darauf, dass sein gericht gerecht ist. Niemals, niemals werde ich bewußt um den Tod von Menschen bitten. Das ist alles Jehovas Sache und die von Jesus, die das Potential von uns Menschen erkennen können und die Umstände berücksichtigen. Viele Dinge die später geschehen, können wir gar nicht einschätzen und beurteilen.
    Habe ich mich darüber, was er sagte geärgert? Ja, habe ich.
    Wieder so weit zu kommen, wie ich gerade bin, war ein hartes Stück Arbeit… mit Jehova und den paar Menschen wie meinen Eltern, die mir verblieben sind.
    zuguterletzt wurde mir noch gesagt, die ältesten hätten noch viel mehr machen müssen und mir mehr druck geben müssen.
    ( hätten Sie dann aber vielleicht schon Blutschuld an den Händen? Ich weiß es nicht)

    Jesus und Jehova haben nie nach den äußeren Umständen gerichtet, sie haben immer mildernde Umstände gesucht und stets waren sie barmherzig und milde.
    Keiner der beiden wünscht sich,d ass die menschen sterben. jehova ist geduldig und Jesus hat damals sogar über Jerusalem geweint, weil keiner so recht hören wollte.
    Das lernen wir immer wieder, aber aufgebaut hat sich ein angstregime, dass man ganz klar von jehova trennen muss, sonst wird man verrückt.

    Liebe Grüße, dat Mäuschen

  • Manfred
    Juni 10, 2011

    Liebe Schwester Mäuschen,
    erstmal auch ein herzliches Hallo von mir. Die Erfahrung die Du gemacht hast ist symtomatisch für die ganzen Versammlungen. Jemanden noch weiter unter Druck zu setzen, der wegen des Drucks schon zusammenbricht, das hat nichts mehr mit dem Geist Jehovas zu tun. Der einzige der so hartherzig ist und Freude daran hat anderen weh zu tun ist Satan, nicht Jehova und nicht Jesus. Auch zu sagen, dass man um den Tod des Ehepartners bittet, wenn man das Vater Unser Gebet spricht ist absolut herzlos.

    Aber mir ist gerade in den Kommentaren der letzten Woche aufgefallen, dass vieles nicht so ist wie es scheint. Z.Bsp. der „Boss der Schneerosen“. Als er die ersten Male hier gepostet hat, kam er sehr arrogant herrüber und dafür musste er auch Kritik einstecken. Dann hat er mal erklärt, wie er zum Spitznamen der Boss gekommen ist und dann war es gar nicht mehr so arrogant. Nachdem man nun einen weiteren Teil aus dem Leben der Schneerosen kennen gelernt hat muss man sagen, das nichts mehr arrogant ist, sondern das hier ebenfalls geschundene Schafe sind auf der Suche nach der wirklichen Wahrheit nach Jehova und Jesus Christus. Die Erfahrungen die sie bisher gemacht hatten, haben den einen oder anderen Kommentar so wirken lassen. Jetzt nachdem sie Bruderinfo besser kennen, haben sie ihr Herz geöffnet. Das ist bestimmt bei jedem so. Bei dem einen früher, bei dem anderen später.
    Oder nehmen wir Frank & Frei. Auch ich habe immer gedacht, was ist denn das für eine Grussformel. Kann weder lateinisch noch gut englisch habe mich auch nicht getraut danach zu fragen, weil es ja auch keinen anderen gestört hat. Jetzt hat Bruderinfo darauf reagiert und siehe da, die Frage wurde beantwortet und Frank&Frei hat nichts mit den Templern am Hut. Man hätte ja schon eher fragen können, dann wäre man früher schlauer gewesen. Auf der anderen Seite wäre es gut, wenn jemand Fremdwörter benutzt, diese vielleicht für die anderen Leser einmal zu übersetzen damit es klar ist von was man spricht.
    Oder Alois. Auch er musste viel Kritik einstecken weil er viel von den Propheten schreibt und manche der Ansicht sind, dass man das so nicht sehen kann. Hier mal meine Frage: Und wenn Alois doch Recht hat und man es genau so sehen muss, was dann??? Wenn Jehova alles in der Bibel hat niederschreiben lassen um uns auf das Ende vorzubereiten damit wir gerettet werden können und wir ignorieren das. Was dann???
    Oder Matthäus. Ich habe mich am Anfang oft gefragt, ob es kein Thema gibt, zudem dem Matthäus nicht „seinen Senf“ dazugeben muss. (Das ist übrigens seine eigene Aussage : ) ) Aber mittlerweile bin ich dafür sehr dankbar, denn er hat einen enormen Erfahrungsschatz und Hintergrundwissen von dem wir alle hier nur profitieren können.
    Wir alle, die wir uns hier an Bruderinfo beteiligen, sind in den Augen der Organisation Abschaum und Abtrünnige. Wir sind schlimmer wie Weltmenschen und wie Mäuschen schon erwähnt hat beten die Zeugen als Gesamtheit um deren Tod im Vater Unser. Dann könnt ihr ungefähr erahnen, welchen Stand wir heute in der Organisation haben. Und doch haben wir uns hier zusammen gefunden und arbeiten die Vergangenheit und die Lehren der Bibel auf und versuchen diese ins Rechte Licht zu setzen. Jesus sucht nach seinen verirrten Schafen und sie werden seine Stimme hören und herauskommen und sich um ihn scharen. Wir alle hier haben einen unterschiedlichen Kenntnisstand über die Bibel und deshalb kommen wir auch zu unterschiedlichen Ansichten. Doch das ist nicht schlimm. Wir können hier offen darüber diskutieren, nur sollten wir wirklich darauf achten immer einen sachlichen Ton beizubehalten. Niemand ist hier Gehirn amputiert nur weil er eine andere Meinung hat. Und die persönlichen Angriffe, die hier vor kurzem stattgefunden haben sollten unterbleiben. Am Beispiel vom Mäuschen sollte klar sein, dass hier einige Schwestern und Brüder längere Zeit still mitlesen um zu sehen ob das nur wieder eine andere abtrünnige Seite ist oder ob man hier seinen Glauben festigen kann.

    Und da ist der Knackpunkt. Wir sind hier absolut in der Öffentlichkeit, wenn auch anonym aber trotzdem möchten wir keine Schande auf unseren Hirten Jesus Christus bringen. Es gibt sicherlich einige Mitleser aus Selters. Vielleicht sind sogar welche abkommandiert um herauszubekommen wer hier schreibt um diese Mundtot zu machen. Und ich finde, wir sollten diesen Brüdern mal demonstrieren was es heißt Liebe untereinander zu haben. Sie müssen mit offenem Mund vorm Computer sitzen und sich fragen, warum haben wir diese Liebe nicht in Selters im Haus Gottes? Warum haben wir hier so viele Probleme untereinander? Denn diese sind da. Genauso wie es Probleme in den Versammlungen gibt, gibt es sie auch in Selters. Deshalb sollten wir alle hier ein gutes Beispiel abgeben. Zeigen dass es wirklich Liebe unter den Brüdern gibt, auch wenn Sie anonym sind und vor allem in Ihren Augen abtrünnig. Denn wie kann man von Jehova abtrünnig sein, wenn man die Liebe untereinander praktiziert, das ja ein Erkennungsmerkmal von Jesu Jüngern ist?

    So das war mir jetzt mal ein Anliegen, damit man obwohl manchmal anderer Meinung doch miteinander respekt- und liebevoll umgehen sollte.

    Liebe Brüder von Bruderinfo, vielleicht solltet Ihr mal eine Umfrage starten, wie viele Brüder hier still mitlesen und bisher noch keinen Kommentar abgegeben haben. Das würde mich wirklich mal interessieren, vielleicht geht es Euch ja genauso.

    Deshalb lasst uns weiterhin daran arbeiten, Bruderinfo zu einem offenen Meinungs Austausch unter liebevollen Brüdern zu gestalten.
    Liebe Grüße Manfred

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen, *zurückdrück*
    ZITAT:
    mein dienst und mein gefühl jehova gegenüber würde ich mir nur einbilden, ich würde mich selbst belügen und es wäre nichtig, nichts wert und warum ich freude hätte? Selbstbetrug.

    …und wieder einmal bleibt mir die Spucke weg, bei so viel Arroganz und Niedertracht…
    Halte dich fern vor solchen reißenden Wölfen…sie zerfleischen dich sonst irgendwann.

    ZITAT:
    jedes mal, wenn ich das mustergebet beten würde, würde ich um die vernichtung meines partners beten.(Hä?) Erklärung: Die Aufrichtung des Königreich Gottes auch auf Erden.

    Also auf diese Weise habe ich das „Vater unser“ noch nie betrachtet. – Was geht nur in diesen Menschen vor, die es schaffen Jesu Gebet solcherart zu verdrehen? – Da ist ja nur noch Mord und Brand in ihren Herzen! *erschüttert bin*

    ZITAT:
    Darum bete ich, aber ich bete bestimmt nicht um den tod von Milliarden Menschen. ich bete viel mehr darum, dass jehova so viele Menschen wie möglich zieht und ich verlasse mich darauf, dass sein gericht gerecht ist. Niemals, niemals werde ich bewußt um den Tod von Menschen bitten. Das ist alles Jehovas Sache und die von Jesus, die das Potential von uns Menschen erkennen können und die Umstände berücksichtigen. Viele Dinge die später geschehen, können wir gar nicht einschätzen und beurteilen.

    Jawohl, genau so empfinde ich auch. Die Zuversicht, dass auf jeden Menschen Gottes Gerechtigkeit wartet, gibt mir Herzensfrieden und Seelenruhe.

    Ganz viel Kraft und Segen wünsche ich dir zusammen mit deinem Mann und allen die dir noch gelieben sind. – Mag dir der Weg auch lang und steinig erscheinen, aber ab jetzt dir wird das Licht WIRKLICH immer heller scheinen. Und irgendwann wirst du dich von jeder bedrückenden Last befreit fühlen 🙂

    LG Ulli

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen,

    ich hoffe dieser „besagte Bruder“ ist kein Ältester, obwohl mich das auch nicht mehr überraschen würde. Man fällt wirklich aus allen Wolken, wenn man solche Erfahrungen hört, bei denen wohlmeinde angeblich „geistig Reife“ Brüder und Schwestern genau das Gegenteil von dem tun, was eigentlich in der Bibel steht. Anstatt aufzubauen reisen sie nieder, das ist oft nicht nur traurig sondern auch tragisch, wenn ich da auch an die Erzählungen von z.B. schneerosen oder entmutigter Bruder denke.

    Als ich kürzlich nach mehrmaligem nachfragen des Sekretärs ihm mitteilte, dass ich b.a.w. kein Bericht mehr abgeben möchte, sondern frei und ohne Zeitdruck meinen hl. Dienst verrichten möchte, hat er wörtlich gesagt:

    „Das bestätigt mich in meiner Befürchtung, dass du bald weg vom Fenster bist.“

    Da fühlt man sich doch so richtig geliebt und wertgeschätzt!!! Ich warte noch auf die nächste Ältestenbesprechung und das anschließende 6-Augen-Gespräch um mich wieder auf WTG-Linie zu bringen. Habe noch nicht entschieden wie ich reagieren werde und ob ich überhaupt auf dieses Gespräch eingehe.

    Lass dich bitte nicht weiter runter ziehen und gehe deinen Weg mit Jehovas Hilfe weiter.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Lieber Dennis, wenn ich Dir raten darf: Lass Dich maximal auf ein 4 Augengespräch ein!
    Dann gibt es keine 2 Zeugen die Dir dies oder das „andichten“ können !
    Lg. Matthäus

  • Manfred
    Juni 10, 2011

    Lieber Dennis,

    Ich wollte Dir schon das letzte Mal schreiben, habe aber Deine Email nicht gleich notiert und jetzt finde ich sie nicht mehr. Kannst du sie nochmal schreiben, oder Anna gestatten, das sie mir diese gibt?
    Ich hätte Dir dazu was mitzuteilen.

    Liebe Grüße Manfred

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Dennis,
    ZITAT:
    Da fühlt man sich doch so richtig geliebt und wertgeschätzt!!!

    Na, und wie…

    ZITAT:
    Ich warte noch auf die nächste Ältestenbesprechung und das anschließende 6-Augen-Gespräch um mich wieder auf WTG-Linie zu bringen. Habe noch nicht entschieden wie ich reagieren werde und ob ich überhaupt auf dieses Gespräch eingehe.

    Lass´ dich nirgendwo hindrängen, wo du noch nicht hin willst. Ein Gespräch mir den Ältesten kann man auch ablehen. Das haben wir so gehalten. Da kam nichts weiter nach. – Geächtet waren wir eh´ schon vorher. – Aber einen Ausschluss oder Austritt wollten zu dieser Zeit noch nicht, weil unser Sohn zwei enge Freunde aus der Versammlung auch in seiner Klasse hatte. Da deren Eltern auf der totalen Orga-Linie sind, war uns die Gefahr zu groß das er dann wenn es „fix“ ist, von diesen Freunden auch als Abtrünniger geächtet wird. Darum haben wir unseren Austritt bis zu seinem Schulabschluss hinausgezögert. – Und promt war er danach für sie nicht mehr existent, obwohl er noch garnicht getauft war…
    Da er sie dann aber nicht mehr jeden Tag sehen musste, weil ja nun die Lehrzeit anbrach, hat er das gut verkraftet.

    Nein, den Zeitpunkt wann man „Butter bei die Fische“ tut, den braucht man sich nicht von ihnen aufzwingen lassen.
    Und da man es ja selber ist, der die Folgen zu tragen hat, ist das ja auch nicht mehr als Recht, oder?

    Ist man zum weggehen noch nicht bereit, bleibt einem ja bei dem Gespräch mit den Ältesten nur katzbuckeln, damit man wieder seine Ruhe hat…und damit wäre man im Grunde genauso heuchlerisch wie sie.

    Ich hoffe und bete für dich, dass es sich alles einmal so fügt, dass wenn du irgendwann um deines reinen Gewissen willen gehst, niemand der dir Nahe steht darunter leiden muss.

    LG Ulli

  • Michael
    Juni 10, 2011

    Hallo Ulli, Zitat: Ein Gespräch mit den Ältesten kann man ablehnen….! Das hab ich gemacht und 4 Wochen später war ich von meinem Ä-Amt entbunden, und weis heute, nach 10 Jahren, immer noch nicht warum.Aber seit ich nun hier bei BR-Info bin, und sehe das es anderen ähnlich geht oder ging fühl ich mich viel besser.
    Hier treffen sich Leute die alle Jehova lieben , eine Hoffnung haben und einen Glauben ausüben, den uns die WT Leute vorenthalten haben, übrigens ich lese Deine Kommentare , wie auch die der meisten anderen sehr gerne, wenn sie manchmal nur nicht so lang wären…..
    Gruß Michael

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Hallo Michael,

    herzlich willkommen unter den Kommentatoren.

    Ein Gespräch mit Ä. abzulehnen birgt natürlich immer die Gefahr Spekulationen zu befeuern, dass man irgendwas „gemacht hat“ was nicht koscher ist. Man hat dann was zu verbergen in ihren Augen und ist unter verschärfter Beobachtung.

    Wie kam es zu deiner Entbindung, wenn ich fragen darf. Wenn du selbst Ä. warst, wie kommen deine Mitbrüder dazu dich im Schnellverfahren zu entbinden? Wird da nicht i.R. der KA noch mit eingeschaltet? 4-Wochen ist wirklich extrem schnell, dafür dass man bloß ein Gespräch verweigert hat.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Michael,
    ZITAT:
    wenn sie manchmal nur nicht so lang wären….

    Eine meiner vielen Schwächen: Kurz geht garnicht…;-)
    Irgendwie kommt ein Gedanke zum anderen – und haste nicht gesehen ist ein ganzer Aufsatz draus geworden, ungeplant und ungewollt.

    Zu deiner Erfahrung:
    Wenn man ein Amt bekleidet, dann ist das wahrscheinlich etwas anderes, als wenn man nur ein einfacher Verkündiger ist.

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    *ein PS hinterherschick´*

    Ich bin mir im Klaren darüber, dass meine langen Beiträge wahrscheinlich kaum gelesen werden, aber mir hilft es auch selbst meine Gedanken zu orden. Es geht mir da ein bisschen wie Bob.

    Ich lese allerdings auch alles was von den anderen geschrieben wird, mag es auch noch so lang sein. 🙂

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Liebe Ulli

    Ich lese Deine langen Kommentare, denn sie sind gut und glaubensstärkend. Vermutlich werden Deine und unsere Kommentare mehr gelesen als wir denken. Man kann gar nicht genug Zeit investieren um die Bibel besser zu verstehen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Liebe Ulli, Lieber Matthäus, Lieber Manfred,

    ich danke euch für die netten Worte und Ratschläge. Ich werde das gebetsvoll Jehova darlegen und sehen was er „mir zeigt“ und wenn er mir nur die Kraft gibt, die über das normale hinausgeht.

    Nachdem ich jetzt den Studien-WT v. 15.09.11 online gelesen habe, ist es denke ich überflüssig zu erwähnen, dass wieder ein Artikel dabei ist „Kennt Jehova dich?“ S.25, der uns vor Augen führen soll, dass wir nur mit demütiger Unterordnung unter dem „größeren Moses“, d.h. die Organisation, von Jehova „erkannt“ werden. Dürfte aber für das Gespräch noch nicht aktuell sein, dafür kennen die Ä. die Internetmöglichkeiten zu wenig 🙂

    Die Quintessenz ist wie immer in den letzten Abschnitten zu finden und lautet (S. 28, Abs. 15):

    „Ob Jehova uns kennen möchte, hat sehr viel damit zu tun, wie wir reagieren, wenn in der weltweiten Christenversammlung Änderungen vorgenommen werden. Oder wenn von denen, die die Führung ÜBER UNS haben, bestimmte Entscheidungen getroffen werden.“

    Hier finde ich interessant, dass die Ältesten und natürlich die leitende Körperschaft als höchste Instanz die Führung „über uns“ haben. Das ist meines Wissens neu in der Deutlichkeit, dass ganz klar gesagt wird diese Brüder stehen „über uns“.

    In den Abschn. 15,16 werden solche Brüder wie wir hier auf Bruderinfo mit „Korah“ gleichgesetzt und auch Älteste erhalten eine „ernste Warnung“ in aller Öffentlickeit, das hat es so auch noch nicht gegeben. Sie werden gewarnt wie Korah zu denken und zu handeln, indem sie die Handlungsweise der Organisation kritisieren.

    Es ist auch für den Laien zu erkennen, dass die WT-Artikel, die sich um den blinden Gehorsam der Organisation gegenüber drehen, ausschließlich das AT als Beispiel herangezogen wird und hier natürlich die Geschichte Israels beleuchtet wird. Es scheint, dass der „Sklave“ die strengen Hirarchien der Israeliten als Argumentationsgrundlage heranziehen möchte um seine Machtstellung zu festigen. Hier wird natürlich bewusst außer Acht gelassen, dass Jehova heute so nicht mehr handelt und das seit 2000 Jahren nicht mehr. Damals gab es Richter, Propheten und Gesandte Jehovas die gewissermaßen direkt mit ihm kommunizierten um seinen Willen bekannt zu machen. Im verheißenen Messias sind aber alle Propheten usw. vereint und er ist der „Weg“ und der „Mittler“, keine Organisation, keine Menschen mit Unfehlbarkeitsanspruch.

    -NWÜ-
    (2. Johannes 9) „Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn.“

    -Gute Nachricht-
    „Wenn also jemand zu euch kommt und euch etwas anderes lehrt, dann lasst ihn nicht in euer Haus. Ihr sollt ihn nicht einmal grüßen;“

    -Neue Genfer Ü.-
    „Wer nicht bei der Lehre von dem Mensch gewordenen Christus bleibt, sondern darüber hinausgeht, der lebt nicht in der Verbindung mit Gott. Wer hingegen bei dieser Lehre bleibt, ist sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden.“

    Unser Herr Jesus Christus und seine liebevolle Führung, sein Evangelium taugt nicht mal mehr zur pro form Erwähnung in diesem WT-Artikel.

    Kürzlich stand in einer welt. Zeitschrift folgender Satz: „Wer wirklich Autorität hat, hat es nicht nötig ständig darauf hinzuweisen.“

    Aber ich finde wir können doch etwas aus diesem Artikel für uns hier auf Bruderinfo lernen. Wir dürfen uns nicht dazu hinreißen lassen, sei es gegenüber den Ä. unserer Vers. oder anderen mit Verantwortung, ihnen Munition für die „Korah“-Beschuldigung zu liefern. Auch wenn es sich irgendwann nicht mehr vermeiden lässt Stellung zu beziehen, sollten wir uns darauf konzentrieren in der Liebe zu wachsen und nicht zu sehr auf den selbsternannten „größeren Moses“ schauen. Wir alle wissen, dass ER das verheißene Land nicht erleben durfte, wegen einem einzigen Akt der Überheblichkeit, dass einfache Volk durfte dieses verheißene Land betreten. Das macht Hoffnung!

    LG
    Dennis

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Lieber Bruder Dennis

    Mose hat nur einen Fehler gemacht, deswegen sah er das Verheisene Land nur von der Ferne.
    Ansonsten war Mose bis zum Ende Jehova treu, somit kann Mose nicht die Organisation vorschatten.
    König Salomo passt da schon besser, am Anfang sehr gesegnet und am Ende Jehova abtrünnig.

    Stelle Dir mal vor was uns vom „Sklaven“ vorgesetzt wird: Mose soll angeblich die Organisation vorschatten, und Salomo den Jesus.

    Also der Mose der eigentlich nur einen einzigen schwerwiegenden Fehler gemacht hat soll die Organisation vorschatten und Salomo der am Ende abtrünnig war, soll den Jesus vorschatten. Wieso merkt denn das so gut wie keiner in den Versammlungen?

    Ich glaube Moses schattet den Christus vor, denn Mose war ein großer Prophet.
    Wenn es so wäre dass Moses den Jesus vorschattet, dan wäre die Rotte Korah die Organisation. Denn auch Korah hat dem Mose die Führung streitig gemacht.

    Wir ausgestoßene oder freiwillig weggebliebene Brüder und Schwestern machen weder der Organisation noch dem Jesus die Führung streitig. Deswegen können wir, egal wie man es dreht und wendet gar nicht die Rotte Korah sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Lieber Alois,

    ich bin ganz deiner Meinung, Moses kann nicht die WTG vorschatten sondern nur Jesus. Meine Aussage bezog sich auf den genannten Artikel und dort wird genau diese Verbindung hergestellt:

    Anführer u. Prophet Moses = Sklave/leitende Körperschaft

    Rebell Korah = kritische Älteste, DAG u. Verkündiger

    Wie gesagt sie sind der „SELBSTERNANNTE“ Mose in diesem Artikel, der keinen Widerspruch duldet. Aber auch dieser Vergleich den die WTG herstellt fällt in sich zusammen, denn Korah wollte Moses komplett von seiner Position entfernen und selbst mehr zu sagen haben, er hatte also niedere Beweggründe und war selbstsüchtig.

    Die allermeisten Brüder wie hier auf Bruderinfo und auch in den Vers., die mit Lehren und Verfahrensweisen nicht einverstanden sind wollen weder mehr Einfluss noch Ehre, sie wollen der „Freiheit die zum Christus gehört“ wieder mehr Geltung verschaffen. Ein Glaubensleben ohne Fesseln und Anpassungsdruck, ohne Angst und Heuchelei.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Was ich jetzt nicht ganz verstehe, warum ihr immer von Moses und Gegenbild Organisation schreibt wenn doch folgendes im WT steht:

    Der Prophet Moses war über das Haus der 12 Stämme Israels gesetzt worden, als diese Nation ihren Anfang nahm. Jesus Christus, der größere Moses, ist am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z. über das geistige Israel gesetzt worden. WT 1.1.82

    Hier steht doch eindeutig das Jesus der größere Moses ist!

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Lieber Matthäus

    Da war wohl das dunklere Licht heller als das neue hellere. Danke dass Du das richtige alte dunkle Licht für uns ausgegraben hast.

    Da der „tuvS“ immer mehr sich als der Retter ausgibt, musste man dem Jesus wohl auch das Vorbild Mose wegnehmen. Sonst könnte jemand auf die Idee kommen die Rotte Korah sei sie selbst.

    In Apg. 7 steht:
    35. Diesen Moses, den sie verleugneten, indem sie sagten: „Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt?“ diesen hat Gott zum Obersten und Retter gesandt mit der Hand des Engels, der ihm in dem Dornbusch erschien.
    36. Dieser führte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im Lande Ägypten und im Roten Meere und in der Wüste, vierzig Jahre.
    37. Dieser ist der Moses, der zu den Söhnen Israels sprach: „Einen Propheten wird euch Gott aus euren Brüdern erwecken, gleich mir; [ihn sollt ihr hören]“.

    Eindeutiger kann die Bibel kaum sagen dass Mose das prophetische Vorbild von Jesus ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Hervorragender Schlußsatz lieber Dennis – Du triffst damit den berühmten Nagel auf den Kopf. Vielleicht können Schläge auf das Hinterhaupt wie ein Lehrer in meiner Schulzeit zu sagen pflegte, das Denkvermögen bei den Verantwortlichen fördern! Doch diese Hoffnung habe ich eigentlich schon aufgegeben.

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Auch dieses Zitat von Dir lieber Dennis ist hervorragend:

    “Wer nicht bei der Lehre von dem Mensch gewordenen Christus bleibt, sondern darüber hinausgeht, der lebt nicht in der Verbindung mit Gott. Wer hingegen bei dieser Lehre bleibt, ist sowohl mit dem Vater als auch mit dem Sohn verbunden.”

    Und was bildet sich dieser „größere Moses“ eine:

    „Zum Predigtdienst befähigt“, Ausgabe 1957, Seite 156

    „Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt, ,alles glauben’, nämlich alles, was Der Wachtturm darreicht…“

  • Veit
    Juni 10, 2011

    Hallo Ihr Lieben,
    wirklich „bemerkenswert“, die bedingungslose Loyalität der WTG gegenüber wird verlangt, das hat sich in über 50 Jahren lt. Matthias Zitat nicht verändert. Da soll man alles glauben, einfach machen was gesagt wird. Wie sehr sich doch Zeitschriften, mit denen man zur Organisation hingeführt werden soll, davon unterscheiden. Solange man kein ZJ ist -> prüfen, ob man wirklich das Richtige hat. Nach der Taufe -> Einschätzung nach Berichtszettel.

  • Bernhard
    Juni 10, 2011

    Lieber Bruder Dennis zu deinen Kommentar:
    Oder wenn von denen, die die Führung ÜBER UNS haben, bestimmte Entscheidungen getroffen werden.”Hier finde ich interessant, dass die Ältesten und natürlich die leitende Körperschaft als höchste Instanz die Führung “über uns” haben.
    Diese Führungsmacht leiten sie aus Hebr.:13,7 ab NWÜ Gedenkt derer die unter euch die Führung übernehmen… aber mit der Aufforderung den Ausgang ihres Wandels GENAU betrachtend
    Das Gegenteil steht in Matth.:23,10,11 NWÜ Lasst euch nicht Führer nennen, denn einer ist eurer Führer Jesus Christus 11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
    Die WTG bringt immer von AT Beispiele um den Gehorsam von uns zu erzwingen. Kurz ein Beispiel: Vor ca. 2 Wochen erzählte mir eine ältere und kranke Schwester sie kann heuer nicht zum Kongress fahren sie hatte vor kurzen einen Klinikaufenthalt und jetzt noch geht ihr es gesundheitlich miserabel. Gleich wie sie es den Ältesten der Versammlung erzählte das sie heuer nicht wie geplant den Kongress besuchen kann weil es ihr zu anstrengend ist nahm man sofort als Beispiel und Gegenstück für unseren großen Kongress das LAUBHÜTTENFEST her. Sie sagten ihr, damals wurden die Israeliten schwer bestraft wenn sie bei den Fest nicht anwesend waren. Es ist grausam, entschuldigt den Ausdruck, ältere Brüder und Schwestern die kaum ihren Haushalt nachkommen können ein schlechtes Gewissen einzureden.
    Liebe brüderliche Grüße von Bernhard

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Lieber Bernhard,

    danke für deinen Kommentar.

    Diese Schwester aus deiner Vers. ist bestimmt jetzt noch entmutigter als zuvor schon. Ja du hast völlig recht und musst dich auch nicht entschuldigen für den Ausdruck, es ist grausam, was diese lieblosen Ältesten ihr dazu gesagt haben. Auch ich darf gerade erleben, dass es vielen Ä. nur um die nackte Pflichterfüllung nach Vorgabe des Sklaven geht. Glaube, Liebe, Ermunterung ist zur Nebensache geworden.

    Diese Laubhüttenfestsache ist genauso ein hinkender Vergleich wie Erklärung im Königreichsdienst und im WT, dass der Studierabend von „Jehova eingeführt“ wurde wie der Sabbat und wir uns an alles halten was von Jehova kommt. Wie überheblich und verblendet muss man sein um so eine Verbindung herzustellen. Als ob wir noch unter dem mosaischen Gesetz stehen würden. Immer mehr beschleicht mich dass Gefühl, dass der „Sklave“ und einige Älteste im vorauseilenden Gehorsam, den „Gesetzeslehrer“ gleicht, vor denen schon Paulus gewarnt hat

    (1. Timotheus 1:6-7) . . .Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

    Wie du bereits gesagt hast, es wird ständig aus dem AT zitiert um uns einen eifersüchtigen, strafenden Gott zu präsentieren, der keine eigenen Überlegungen duldet sondern bedingunslosen Gehorsam von selbsternannten Führern fordert. So einen Gott gibt es aber zum Glück nicht und diesen Gott werde ich mir auch niemals einreden lassen.

    Du hast den Vers aus Hebr. 13:7 sehr gut im Kontext betont. Nur wenn man Bibelverse nicht wie sooft in den WT-Artikeln isoliert betrachtet, erkennt man den wahren Sinn dahinter.

    LG
    Dennis

  • schneerose
    Juni 10, 2011

    mäuschen hallo

    ich möchte dir eine geschichte erzählen

    es liegt schon einige jahre zurück.. meine erwachsenen schneerosen verliesen auf der suche eines lebens oder ehepatners ihr nest..

    schon nach kurzer zeit kehrten die ersten rosen mit gebogenen köpfchen zurück..was war geschehen..( bis zu diesem zeitpunkt war die WTG welt für sie in ordnug..)
    eine rose nach der anderen erzählte uns ihr leid..was die jungen schneerosen nicht wussten (wir eltern haben dies immer verheimlicht)..das jeder bruder eine „bewertungsnote“ hat..da gibt es den bruder ..eifrig ..br. treu..br.gerecht..br.weise..br.stark..br. vorbild..um einige zu nennen ..aber auch den bruder schwach..
    alle schneerosen hatten die bewertungsnote br. schwach..

    sicherheitshalber hat bruder „sehr gerecht“ (damals VA )die umliegenden versammlungen vor den schneerosen gewarnt ..sie sind ein schlechter umgang.. damit der sachverhalt auch amtlich einen stempel bekommt.. hat die ältestenschaft nachträglich drei schneerosen von ihren dienstvorechten enthoben.. ohne sie davon zu informieren..

    (es lag kein vergehen vor ..dies musste gemacht werden sonst währe der VA als verleumder da gestanden )

    als vater stellte ich die ältesten zur rede..auf die frage welches vergehen sie beschuldigt werden war die antwort ..ich habe die entscheidung der ältestenschaft zu respektieren ..

    so kam es ..das eine rose nach der anderen einen andersgläubigen partner suchte.. und der damit verbundene ausschluss wenn man nicht verheiratet ist..
    für uns eltern war es eine sehr schmerzvolle erfahrung ..
    heute bin ich sehr froh darüber .. die schmerzen haben sich in freude umgewandelt..wir gehören nicht mehr zu WTG..unsere enkel können ohne wachtturm-angst aufwachsen..
    (meine frau muss die WTG geschichte erst aufarbeiten..wir dürfen gewisse namen von WTG brüdern in ihrer gegenwart nicht nennen)

    du magst fagen ..was ist mit unsrem glauben..
    nur die bibel wird als lehrbuch herangezogen..alle bemühen sich nach dem worte jesu zu leben ..

    liebes mäuschen..lass mich zu deiner lebenslage als vater ein paar worte sagen.. bitte nicht böse sein,,

    wenn du einen andersgläubigen heiratest geht man auch verpflichtungen oder anders gesagt erwartungen ein..

    du musst die kosten vom ungleichen joch berechnen..
    hier deine rechenaufgabe für die zukunft..

    es wird von dir als Schwiegertochter erwartet..dass du bei gewissen feierlichkeiten anwesend bist..das du auch einen beitrag dazu einbringen sollst..deine kinder müssen schon im kindergarten bei gewissen festlichkeiten mitspielen.. das wird von allen verwandten erwartet..sagst du nein.. dann entsteht schnell eine abneigung gegen dich..und das geht manchmal so weit das sie offen kundtun ..dein mann hätte eine bessere frau verdient oder die armen kinder..

    du musst für diese liebe sehr stark sein..
    liebe schwester berechne die kosten

    mit brüderlichen grüssen „boss“schneerose

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Liebe Schneerosen

    Wie schon geschrieben habe kann ich das nur bestätigen:

    http://www.digidatanet.de/?p=554&cpage=2#comment-4068

    Liebe Grüße
    Alois

  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    Lieber Boss Schneerose,

    danke für diese Geschichte, sie hat mich sehr berührt.
    Glaube mir, den Gedanken mit dem ungleichen Joch habe ich sehr sehr lange berechnet. Und ich weiß, welche Konsequenzen ich eventuell zu tragen habe. Aber im Vergleich zu dem, was ich das ganze Leben über erfahren habe, seitdem ich denken kann, sind die Kosten moderat.
    Ich habe jetzt festgestellt, dass die Reaktion der Brüder auf jedwede Entscheidung, die man trifft ( Ehepartner, Arbeitssuche, Entspannung, Verhalten ausgeschlossenen Menschen gegenüber) schlimmer oder bedrückender ist als die Entscheidung selbst.
    Ich werde jetzt in Angst gebracht, etwas was mein Mann niemals wissen sollte, aber doch merkt, er ist ja nicht blöd. Und ich laufe für meine Entscheidung auch keine Reklame, aber für mich kann ich sie vertreten, muss ich sie vertreten. Ich habe jetzt jemanden der mich mag, genauso wie ich bin. Kein Etikettenschwindel, keinerlei Äußerlichkeitenfanatismus, lediglich ehrlich empfundene Zuneigung. Liebe ohne Vorbehalt.
    Ich habe diverse andere Entscheidungen getroffen in diesem Zusammenhang, so werde ich zum Beispiel niemals Kinder haben. Ich finde Kinder toll, aber für mich ist dies unmöglich, da ich starke Psychopharmaka nehme. Aber auch sonst, würde ich mich dagegen entscheiden, um mein Leben nicht komplizierter zu machen, als es sowieso schon ist.
    Ist alles nicht so einfach, aber hätte ich wegens eines Menschen wegen aufgeben wollen, hätte ich dies schon seit Jahrzehnten tun können. Ist eine andere Geschichte für einen anderen Ort.
    Lieben Gruß,
    dat Mäuschen

  • schneerose
    Juni 10, 2011

    meine schwester mäuschen

    das ist eines meiner probleme .. ich bring meine gedanken manchmal sehr ungeschickt aufs papier.. ich möchte dich ermutigen..aber meine ungeschickte schreibhand weckt in dir angst und unsicherheit..

    ich habe die sätze in meinem beitrag gefunden..

    „du musst die kosten vom ungleichen joch berechnen..
    hier deine rechenaufgabe für die zukunft..“

    wie dumm von mir ..ich spreche hier eine drohung gegen dich aus ..ich unterstelle dir das du selber denken und abwägen kannst..
    wie ein oberlehrer zeige ich mit dem finger auf dich..obwohl und da bin ich mir sicher ..die hl. schrift du besser kennst als ich..
    ( ich habe in meinem denkmuster einen wachtturmschaden davon getragen.. aber es wird von monat zu monat besser..)

    meine liebe schwester mäuschen..es tut mir sehr ..sehr leid..!

    was ich dir sagen wollte und möchte..das meine kinder die nicht im sinne der WTG einen partner haben sehr glücklich sind..
    ich denke.. du bist auch sehr glücklich mit deinem mann..

    in diesem sinne übersenden alle 14 schneerosen..
    dir schwester mäuschen und bruder mäuschen unsere herzlichen glückwünsche und überreichen euch 14 symbolische rosen ..**************

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Liebes Bruderinfo-Team,

    (Zitat)“Dieser Artikel ist eine kritische Betrachtung des WT-Artikels “Gottes Ruhe was ist damit gemeint”. Autor:Bernd Galeski.(überarbeitet von einem Ältesten) Der Artikel wurde uns erst anonym von einer unbekannten Person zugesendet ohne den Angaben des Autors. Der Autor hat sich nun gemeldet und wir sind froh darüber.“

    Ihr wisst wie sehr ich diese Seite und ihren „Geist“, der dahinter steht schätze. Bitte bedenkt aber, dass diese Seite nur ernst genommen werden kann, wenn ein Mindestmaß an Seriösität und Sorgfalt vorhanden ist. Leider ist das nicht das erste mal, dass ungeprüft und ungekennzeichnet fremdes geistiges Eigentum verwendet wurde. Die Frage muss erlaubt sein warum ihr überhaupt ganze Artikel von anonymen Autoren verwendet? Das bringt euch nun in die Lage zugeben zu müssen, dass hier wieder ein ganzer Artikel gepostet wird, der nicht dem Anspruch „von Zeugen für Zeugen“ gerecht wird.

    Die sog. „Überarbeitung eines Ältesten“ finde ich eher peinlich als hilfreich, ganz nach „Guttenberg“-Manier, da ich den Orginaltext kenne und nur einzelne Worte ersetzt bzw. Sätze umgestellt wurden.

    Es wäre bestimmt besser sich einfach länger mit Artikeln Zeit zu lassen, als solche Verstöße des Urheberrechts zu riskieren. Wenn die Autorenschaft nicht zweifelsfrei fest steht, sollte der Text am besten nicht genommen werden. Die besten Artikel hier sind sowieso die aus der eigenen „Feder“ von Bruderinfo.

    Ich schreibe das hier nicht weil ich kritisieren will, sondern weil mir „Bruderinfo“ ehrlich am Herzen liegt und durch solche Dinge diese Seite einen schlechten Ruf bekommen könnte.

    Brüderliche Grüße Euer
    Dennis

  • Bruderinfo
    Juni 10, 2011

    Lieber Dennis,
    du hast absolut recht. Es ist wirklich lieb von dir uns darauf aufmerksam zu machen. Wir sind leider in dieser Eigenschaft ab und zu ein bisschen zu vertrauensvoll. Unser Ansinnen war und ist auch Brüder an unserer Seite teilhaben zu lassen um die Last ein wenig verteilen zu können. Dieser Artikel und ein anderer wurden uns tatsächlich anonym zugesendet. Die Texte waren so geschrieben, daß es den Anschein hatte, daß dies aus der Feder eines lieben Bruders kommen könnte. Ein Ältester überprüfte dann die Worte und arbeitete Ihn ein wenig um, weil er dachte das der Artikel lesenswert ist und nur von einem Bruder kommen kann. Nun auch wir können uns irren und sind nicht fehlerfrei. Wir werden in Zukunft auf jeden Fall keine anonymen Texte mehr annehmen und ganz sorgfältig darauf achten das dies nie wieder passiert. Danke Dennis für deinen Hinweis. Aus diesen Gründen brauchen wir Euch. Wir sind nicht viele und wir müssen uns gegenseitig unterstützen. LG Bruderinfo.

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Liebes Bruderinfo-Team,

    es freut mich, dass ihr das genauso seht und in Zukunft anders verfahren wollt. Wir helfen uns einfach gegenseitig und dann ist diese Seite für alle ein Genuß und „echte geistige Speise“, von der jeder soviel nehmen kann wie er möchte und nicht wie beim „Sklaven“ quasi zum Essen gezwungen wird.

    Der Gedankenaustausch über Kommentare ist hier sowieso mind. genauso wichtig geworden wie die Artikel selbst.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Juni 10, 2011

    „das ist nach Harmagedon alles unseres“

    Ich kann es einfach nicht fasssen, wie naiv da einige glauben.
    Nach der Flut war alles von vor der Flut futsch.
    Und so wird es auch nach Harmagedon sein. Das Einzige, was wir werden gerettet haben mögen wird dass blanke Leben sein, so wir die Anerkennung des Höchsten haben.
    Und Leben in Gesundheit in einer Welt in Harmonie mit dem Schöpfer –
    was könnte es besseres geben?
    Wohl den guten Stern vom Nachbarn, mit Niederquerschnittreifen?

    Einfach gräuslich, von weit her geholt, ohne Substanz zum Guten, gedankenloses Gerede.
    Das kann jemanden zum Straucheln bringen.
    Gott allein die Ehre, uns Menschen den Trost aus den Schriften.

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Ja lieber Bruder Frank, wie Recht Du hast. Nichts aus dieser Welt wird es in der Neuen Welt geben, außer Leib und Leben der Geretteten.

    Auf den Vergleich mit der Flut sollten doch auch die einfältigsten Wachtturm Nachfolger kommen.

  • Manfred
    Juni 10, 2011

    Liebe Brüder,
    ich glaube es sind schon mindestens 10 Jahre her, da wurde auf einem Kreis- oder Bezirkskongress folgende Erfahrung erzählt.
    Zwei Brüder stehen vor der Tür an der Sprechanlage. Der Wohnungsinhaber hebt ab und sagt er habe kein Interesse und verabschiedet sich. Allerdings legt er den Hörer nicht auf sondern hört was die beiden Brüder vor der Haustüre sprechen. Das ging ungefähr so: Weißt Du, dieses Haus von dem Wohnungsinhaber ist wirklich sehr schön. Das gefällt mir so gut, ich würde hier nach Harmagedon gerne einziehen. Der Wohnungsinhaber ist sehr erstaunt, dass jemand in sein Haus einziehen will, für das er so hart gearbeitet hat und informiert sich bei anderen Brüdern was es mit Harmagedon auf sich hat. Das gehörte gefällt ihm so gut, dass er nun die Versammlung besucht. Den Bruder der sein Haus beziehen wollte begrüsst er mit den Worten. Lieber Bruder, Du musst Dir eine neue Bleibe suchen, mein Haus bewohne ich auch noch nach Harmagedon. Später hat er sich taufen lassen.
    Diese Erfahrung wurde einerseits als Warnung genannt, vor der Tür nicht zuviel vertrautes zu reden, aber andererseits auch, dass selbst durch solche an sich negative Äusserungen von zwei Brüdern noch Menschen die Wahrheit kennen lernen. Ein Zeichen des Segens von Jehova.
    Diese Dinge sind also nicht neu, sonder kursieren schon seit Jahren bei den Zeugen und dienen sogar als Erfahrung auf Kongressen.

    Liebe Grüsse Manfred

  • cheyenne
    Juni 10, 2011

    Lieber Manfred,
    diese Begebenheit habe ich schon vor etwa 45 Jahren gehört. Damals gab es bei ZJ auch folgende Aussagen: auf diesem Haus (oder Villa) habe ich schon mein Liederbuch abgelegt. Es überrascht mich, dass diese peinlichen Geschichten immer noch erzählt werden.

  • Thomas
    Juni 10, 2011

    Servus Frank&Frei,

    Deinen guten Worten möchte ich den häufigen Satz eines Freundes hinzufügen, der viele Jahre lang mit dieser Art -extra arroganter & liebloser Überheblichkeit- konfrontiert wurde und das Betroffener mit einer Langzeiterkrankung:

    „Die denken wohl sie haben die Fahrkarte ins Paradies schon in der Tasche!“

    Ja, dass denken DIE wirklich, denn es wird ihnen suggeriert das bei der WTG
    EINGESCHLOSSEN = GERETTET
    bedeutet und
    AUSGESCHLOSSEN = TOT,
    so schön schwarz-weiß kann die Zeugenwelt sein.

    Wahre christliche Identität des Einzelnen interessiert NICHT.

    Von den Schafen wird einerseits Perfektion erwartet und andererseits sollen sie ALLE Verfehlungen der „göttlichen Führung“ tolerieren, denn wie könnte man auch zweifeln, denn alle sind doch von Jehova eingesetzt.

    Das ist auch besonders praktisch, einfach Jehova die Schuld dafür zu geben, wenn Aufseher der WTG (Älteste kann ich heute nicht mehr schreiben) zu Hobby-Pharisäern werden (und KEIN Verantwortlicher daran etwas ändern will!).

    Jeder Zwangs-Nachfolger der WTG muss sich DRINGEND überlegen, wie lange ER dieses Szenario noch ERTRAGEN möchte???

    Der (zumindest gedankliche) WEG hinaus ist mit dem ECHTEN Hirten und Ältesten Jesus Christus jederzeit möglich!!!
    Das ist die GUTE NACHRICHT!

    Viel Kraft und Mut für jede gute Entscheidung in die eigene Glaubensfreiheit mit und durch den Christus!

  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    Liebe Ulrike,lieber Dennis und Alois und alle anderen.

    Hier zu schreiben, war echt schwierig. aber nach dem lesen und meinen eigenen Gedanken zu urteilen, bin ich endlich richtig erleichtert.
    ich bin von kindauf an in der „wahrheit“ und habe mich viel zu früh aus den völlig falschen Beweggründen taufen lassen. welche das waren, weiß ich nicht mehr. Drang zu Anerkennung?
    woran ich immer spaß hatte, sogar echte freude, war der predigtdienst in sämtlichen variationen. allerdings immer in meinem stil, damit ich das gewissensmäßig verknusen konnte.
    ich war auch eine lange zeit pionier, eine für mich wirklich schöne zeit, in der ich viel über menschen gelernt habe.
    zur zeit bin ich regelmäßig unterwegs und gehe auch in die versammlung, letzteres allerdings unter bauchschmerzen. ich habe das gefühl, dass in den letzten jahren etwas die zügel angezogen hat, was ich nicht benennen kann. ehrlichkeit ist es jedenfalls nicht. ich dachte, ich wäre schlecht, weil ich so etwas empfand.
    hmm…. so ich lief also gut weiter mit dem dienst ( 70 Stunden plus eine 35-stunden arbeitswoche)
    Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich so ausgesehen haben muss.
    Dazu muss ich sagen, dass ich unter depressionen leide und eine weile (zur zeit nicht) unter borderline – syndromen. nähere einzelheiten möchte ich euch ersparen.
    Ich war nahe am Todesabgrund und irgendwann hat meine kollegin zu mir gesagt: Stopp! (Kollegin, wohlgemerkt)
    Das ist jetzt quasi eine kurze zusammenfassung eines teils meiner geschichte, reste folgen peux a peux.
    In der Versammlung war ich immer stets als clown willkommen, ich war die alleinstehende schwester, die sich um kinder kümmert, um die älteren und die wie selbstverständlich alle durch die Gegend fährt.
    Quintessenz: eine kaputte Person, die denkt, es wäre normal so zu leiden und jeder Mensch wäre so.
    Aber nach allem hin und her diene ich gott jetzt so wie ich es kann, nicht mehr aber auch nicht weniger. in einem umfang, der für mich gut ist, genau aufs mäuschen zugeschnitten, niemanden sonst. Ich hasse konkurrenzkampf, der leider dann und wann in unserer versammlung ausbricht. das klinke ich aus, ich will nicht weiter kaputt gehen.
    deswegen schreibe ich jetzt hier, zur selbstheilung sozusagen.
    Es tut mir leid, dass ich so verwirrt schreibe, so von einem punkt zum nächsten. mir sprudelt der gedankengang nur so über und ich bin gerade noch etwas unsortiert. aber wird noch.
    gruß an alle und bis bald
    mäuschen

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen,
    mach´ dir keine Gedanken über deine Schreibweise…sie ist gut zu verstehen und darum in Ordung so wie sie ist.

    Hier brauchst du weder Clown noch Weise zu sein, wir wollen das Mäuschen so wie es ist, kennenlernen.

    Wie du ja als stille Mitleserin schon gesehen hast, haben wir Vieles über das wir hier miteinander reden. Über zusätzliche Anregungen und Gedanken freuen wir uns jederzeit, aber es gilt das Motto: Alles kann, nichts muss.
    Halte es also einfach nur so, wie es dir gut tut.

    Viel Kraft und Gottes Segen wünsche ich dir auf deinem Weg. – Ich bin sehr froh, dass du hierher gefunden hast.

    LG Ulli

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Liebe Schwester Mäuschen

    Auch von mir noch einen herzlichen Willkommensgruß.
    Es gab hier bis vor etwa einem halben Jahr schon einmal ein Mäusle, ich dachte zuerst es ist die gleiche Person.

    Das was Du schreibst, habe ich von vielen unserer Schwestern und Brüdern in ähnlicher Weise auch schon gehört und gelesen.

    Das was Du erlebt hast, ist das Gegenteil von dem was unser Hirte Jesus uns aufladen möchte.

    Denn er sagte gemäß Matth. 11
    28. Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.
    29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen;
    30. denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

    Die Worte Jesu passen überhaupt nicht zu dem was Du und viele andere Brüder und Schwestern in der Vergangenheit erlebt haben. So wie Du Dein bisheriges Leben beschrieben hast bist Du unter dem Joch nahezu zusammengebrochen, nicht wegen der 35 Wochenarbeitsstunden, sondern wegen dem Rest Deiner Zeit. Es war ein sehr schweres Joch, aber weil es schwer war kann es auch nicht das Joch unseres Retters Jesus gewesen sein.

    Aber jetzt bist Du dabei alle Last von Dir zu werfen, sodass nur noch die leichte Last unseres Hirten Jesus übrigbleibt damit Du Ruhe findest. Jesus verlangt gar nicht viel von uns, eigentlich nur den Glauben an Christus, seinen Vater Jehova und die Verheißung.

    Es ist die Masche des Teufels die Menschen so sehr zu beschäftigen, dass sie keine Zeit mehr haben die Bibel zu lesen und mit Gebet und Heiligem Geist darüber nachzusinnen. Das gilt besonders für die Zeugen Jehovas, denen so viel Puplikationen und andere Pflichten aufgeladen werden, dass keine Zeit mehr übrig bleibt um auf, von der Organisation aus gesehen „dumme Gedanken“, zu kommen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Martin
    Juni 10, 2011

    Liebes „Mäuschen“.

    Du hast es richtig getan, Dich zu öffnen und deine gegenwärtigen Gefühle hier zu äußern. Man spürt förmlich, dass es Dir zur Zeit nicht gut geht. Aber es wird Dir bald wieder gut gehen. Jehova wird Dir „neue Kraft“geben, er gibt „dem müden Kraft“. Unser wunderbarer Hirte Jesus Christus wird auch Deine Bedürfnisse stillen.

    Sicherlich ist es zunächst auch wichtig für Dich, etwas an Deine körperliche Konstitution zu denken. Es gibt einfach Zeiten, da weisst einen der Körper in die Schranken. Man muss wieder Kraft tanken. Etwas „leiser treten“ und ganz bewusst seine innere Einstellung neu justieren. Sicherlich bist Du auch in ärtzlicher Behandlung. Ich bin kein Mediziner, aber mal ein paar entspannende Massagen oder eine Spritzenkur mit Vitamin B 12 kombiniert mit Folsäure wirken schon manchmal Wunder… natürlich auch nicht bei jedem. Also das ist kein ärtzlicher Rat. Nur der Hinweis, dass es schon Möglichkeiten gibt, seine körperliche Kraft und Energie wieder aufzubauen.

    Natürlich spricht auch innerlich Entäuschung aus Dir. Selbstzweifel? Du schreibst z.B.:

    ich bin von kindauf an in der “wahrheit” und habe mich viel zu früh aus den völlig falschen Beweggründen taufen lassen. welche das waren, weiß ich nicht mehr. Drang zu Anerkennung?

    Das glaube ich nicht. Ich bin mir sicher, wenn ich noch so an Deine anfänglichen Kommentare denke, so hast Du Dich entschlossen, den Willen Jehovas zu tun, Du hast das Opfer Jesu angenommen und Glauben an Ihn ausgeübt und lebtest in dem Bemühen, Dich vom Geist Gottes leiten zulassen. Daher auch Deine tiefe Verbundenheit zum Wort Gottes. Diese drei Faktoren in Deinem „wunderbaren Leben“ zeigen, dass Du Dich nicht zu früh hast taufen lassen. Das Evangelium vom Reich Gottes oder vom Königreich hat Dich in Deinem bisherigen Leben beflügelt. Daher mach Dir überhaupt keine Gedanken darüber, ob Du Dich zu früh taufen liesest. Jehova hat Deine tiefe Liebe zu ihm vernommen und wird dies nie vergessen.

    Trotzdem ist einiges im Leben schief gelaufen, aber nicht nur bei Dir, sondern bei vielen aufrichtigen Zeugen Jehovas. Aber diesen ursächlichen Verlauf möchte ich jetzt nicht werten. Die zweite Hälfte Deines Kommentares zeigt, dass Dich vieles innerlich bewegt. Dazu gehört auch die sich verändernde Organisation, die uns helfen sollte, Jehova freudigen Herzens zu dienen. Ich möchte es jedoch zunächst bei diesen Hinweisen belassen und Dir sagen, dass Du in Jehovas Augen und in den Augen seines lieben Sohnes ein ganz wertvoller Mensch bist. Vergiss das nie.

    Bis später
    Liebe Grüße Martin

  • Anna
    Juni 10, 2011

    Liebes Mauschen und @alle,
    ist ja ein netter Name den Du dir gegeben hast. Schreibe nur so wie es Dir einfällt, selbstverständlich unsortiert. Wenn ich mit einem Programmpunkt Schwierigkeiten habe bzw. so wie er dargeboten wird, lese ich einfach bisschen in der Bibel. Das hilft dann meist. Das was Du hinter Dir hast ist wohl unter „burnout“ zu verstehen. Gut, dass Du so mitfühlende Kollegen hast. Weil 70 Stunden Dienst und 35 Stunden Arbeit ist doch nicht auf Dauer zu schaffen. Du hast versucht es jedem Recht zu machen. Mitfahrgelegenheiten, Krankenbesuche…
    Man braucht sehr viel Kraft um auch mal NEIN zu sagen. Der Segen Jehovas hängt nicht davon ab, dass man stets für andere da ist und selber nicht mehr zur Ruhe kommt. Laß Dir von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden.
    Ich wurde auch öfter gefragt ob ich Kranke, Alte gemäß der Liste an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit besuche. Dies habe ich abgelehnt. Weil ich schaffe es nicht z.B. Freitags von 17.00 bis 19.00 Uhr Nächsenliebe zu praktizieren auch wenn mir gerade nicht danach ist, ich lieber schwimmen ginge oder ich aus der Arbeit zur Nächstenliebe hetzen muss. Dann könnte ich doch diese nur heucheln in der Hoffnung, die Zeit ginge bald vorbei.
    Ich gehe freiwillig oft zu meinen kranken alten Brüdern und ruf auch einfach mal kurz an. Manche, im Pflegeheim merken gar nicht immer, dass ICH es bin der da ist. Nur eben, dass jemand bei Ihnen ist und ihnen vorsingt (aus dem alten Liederbuch) oder vorliest. Der Himmel sieht alles was wir tun und das ist das Wichtigste. Und von Karlheinz Böhm der sich ja in Afrika für die benachteiligten Menschen engagiert stammt der nachdenkenswerte Satz: „Ich kann die Welt nicht verändern, aber einen einzelnen Menschen, mich selbst“.
    Und dieser Mann, obwohl doch sehr mit Nächstenliebe beschäftigt wirkt nicht leer und ausgebrannt. Oder wie Du Mäuschchen und viele hier im Forum psychisch schwer angeschlagen.
    Das sollte uns Zeugen Jehovas zu denken geben. Die Gleichung Segen = Predigtdienststunden³ kann nicht aufgehen. Das dachte ich und viele andere von uns auch mal bzw. haben es uns einreden lassen.
    Sprüche 10:22 hier verschiedene Bibelübersetzungen gibt doch zu denken:

    Luther Bibel (1912)
    Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.
    Textbibel (1899)
    Der Segen Jahwes, der macht reich, und eigenes Mühen kann nichts zu ihm hinzuthun.

    Luther Bibel (1545)
    Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.

    Elberfelder Bibel (1871)
    Der Segen Jehovas, er macht reich, und Anstrengung fügt neben ihm nichts hinzu. (O. und keinen Kummer fügt er neben ihm hinzu

    Alles Gute und möge sich niemand weiter verbiegen lassen.
    Anna

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Liebes Mäuschen, ein süsser Name, damit kannst Du nur Sympathie ernten. Ich möchte mich den anderen Schreibern nur anschließen und 2 Bibelverse als Ermunterung Dir mit auf den Weg geben.

    Vorerst die Frage: Kannst Du Dir vorstellen daß die Frauen zur Zeit Jesu von HAUS zu HAUS predigen gingen? In einer jüdisch oder arabischen Welt. Ein Unding! Das allein soll zeigen daß der HzH Dienst nie von Jesus so eingeführt wurde wie ihn ZJ (eigentlich hatte erst Br. Knorr dies so eingeführt – nachzulesen im JZ Buch) heute von ALLEN (auch Kinder) einfordern. Über die mißbräuchliche Verwendung aus den Psalmen (die Verkündigerinnen sind ein großes Herr) will ich hier gar nicht mehr eingehen, sondern nur die Frage aufwerfen: Warum wenn JEDER diese Verpflichtung hätte hat Paulus über Jesus folgendes geschrieben: Epheser 4:

    7 Jedem Einzelnen von uns aber hat Christus besondere Gaben geschenkt, so wie er sie in seiner Gnade jedem zugedacht hat. 8 Nicht ohne Grund heißt es von Christus: „Er ist in den Himmel hinaufgestiegen, er hat … den Menschen Gaben geschenkt.“

    10 … Jetzt ist er Herr über den Himmel und erfüllt das ganze Weltall mit seiner Macht. 11 Einige hat er zu Aposteln gemacht, EINIGE reden in Gottes Auftrag prophetisch, und ANDERE gewinnen Menschen für Christus. Wieder andere leiten die Gemeinde oder unterweisen sie im Glauben. 12 Sie alle sollen die Christen für ihren Dienst ausrüsten, damit die Gemeinde Jesu aufgebaut und vollendet wird.

    Wer möchte hieraus ableiten das alle predigen? Dann müssen auch ALLE die Versammlung leiten!

    Deshalb auch der gute Rat aus Röm. 12:

    3 In der Vollmacht, die mir Gott als Apostel gegeben hat, warne ich euch: Überschätzt euch nicht, sondern bleibt bescheiden. Keiner von euch soll sich etwas anmaßen, was über die Kraft des Glaubens hinausgeht, die Gott ihm geschenkt hat.

    4 Unser Körper besteht aus vielen Teilen, die ganz unterschiedliche Aufgaben haben. 5 Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib Christi, und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen. 6 Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt. Hat jemand die Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen. 7 Wem Gott einen praktischen Dienst übertragen hat, der soll ihn gewissenhaft ausführen. Wer die Gemeinde im Glauben unterweist, soll diesem Auftrag gerecht werden. 8 Wer andere ermutigen kann, der nutze diese Gabe. Wer beauftragt ist, die Armen zu versorgen, soll das gerecht und unparteiisch tun. Wer eine Gemeinde zu leiten hat, der setze sich ganz für sie ein. Wer Kranke und Alte zu pflegen hat, der soll es gern tun.

    Bei alldem liebt Gott einen fröhlichen Geber, wie es auch Anna schon sehr gut und treffend formulierte – d.h. auch einmal NEIN sagen zu dürfen!

    Mögen diese biblischen Aussagen Dir liebes Mäuschen helfen mit Selbstbewußtsein und EIGENverantwortung DEINEN Weg zu gehen!

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Auch an die Korinther hat Paulus die gleiche Anweisung gegeben!

    1.Kor 12:28 Jedem hat Gott seine ganz bestimmte Aufgabe in der Gemeinde zugeteilt. Da sind zunächst die Apostel, dann die Propheten, die verkünden, was Gott ihnen eingibt, und drittens diejenigen, die Gottes Botschaft lehren. Dann gibt es Christen, die Wunder tun, und solche, die Kranke heilen oder Bedürftigen helfen. Einige leiten die Gemeinde, andere reden in unbekannten Sprachen.

    Nur zur Abrundung!

  • Mäuschen
    Juni 10, 2011

    Hallo.
    Ich bin nun schon seit Monaten stiller Mitleser. Ich bin froh, hier erkennen zu können, dass es auch weitere Brüder und Mitmenschen gibt, die sich Gedanken machen. Jehova liebt einen fröhlichen Geber. Er ist ein glücklicher Gott. Wo entdeckt man diesen Gedanken denn noch in solchen Artikeln. Ich finde sie schwer zu ertragen, denn etwas aus Angst zu machen ist meines Denkens nach für Jehova etwas Bitteres. Ich möchte nicht, dass mir jemand etwas gutes tut weil er Angst hat.
    Meine eigenen Erfahrungen sind momentan sehr kompliziert… habe aber gerade gelernt, wie wichtig es ist, Jehova das komplette Gericht zu überlassen. Ich erzähle gern mal meine Geschichte, aber da brauche ich noch ein wenig Anlauf.
    Mein zweiter Name ist Schuldgefühl und genauso wollte ich eigentlich nicht leben. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, wenn man eh nur in eine Schiene gepresst wird, habe ich niemals gelernt. Ich lerne es jetzt, im Erwachsenenalter. Und das tut mehr weh als als junger Erwachsener oder Jugendliche. Lebenstauglich bin ich erst sehr spät geworden und gelernt, ein Mensch zu sein habe ich auch erst in den letzten Jahren.
    Ich habe stets funktioniert, seitdem ich Kind war und jetzt, jetzt funktioniere ich nit mehr so gut, jetzt wurde ich fallengelassen.
    Naja, um es kurz zu machen, ( ich habe mich in Rage geschrieben ), Jehova ist das beste, was uns passieren konnte und genauso auch sein Sohn, der auf der Erde bewiesen hat, was eigentlich mit Christsein gemeint ist.
    jesus hat sich nie zur Elite gezählt.
    ein Bruder hat letztens von der Bühne gesagt, wir können froh sein, dass die Reichen so viel haben. Das ist nach Harmagedon alles unsers. Mich hat es geschüttelt. Diese innere Einstellung kann nicht so weitergehen.
    bis bald,
    eure verwirrte und frustrierte Mitschwester

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Liebe Schwester Mäuschen

    Zu der Vermutung des Bruders der Reichtum dieser Welt würde das Paradies erreichen sagte doch Jesaja in Kapitel 65:

    17.Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde; und der früheren wird man nicht mehr gedenken, und sie werden nicht mehr in den Sinn kommen.
    18.Sondern freuet euch und frohlocket für und für über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich wandle Jerusalem in Frohlocken um und sein Volk in Freude.
    19.Und ich werde über Jerusalem frohlocken und über mein Volk mich freuen; und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird nicht mehr darin gehört werden.

    Wenn man der früheren Erde nicht mehr gedenken wird, dann wird auch nichts aus dieser Welt für die kommende Welt übrig bleiben. Sonst würden wir uns beim Anblick eines Gegenstandes aus der alten Welt auch an die alte Welt erinnern.

    Denn sonst würde der Teufel am Ende der 1000 Jahre sagen können, die 1000 Jahre des Christus seien nur deswegen so schön gewesen weil Jesus auf die Erungenschaften dieser alten Welt aufgebaut hat.

    Ich bin mir sicher, dass außer vielleicht die Kleider die wir am Leibe tragen nichts das Paradies erreichen wird. Kein Stein wird auf dem anderen bleiben. Unser König Jesus hat es nicht nötig auf Erungenschaften dieser Welt zurückzugreifen.

    Es zählen nur die Schätze die wir uns im Himmel anhäufen.

    Mich schüttelt es wie Dich auch wenn man sowas hört.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen,

    zunächst ein herzliches Willkommen, ich finde es immer toll wenn sich eine stille Mitleserin oder Mitleser dazu entscheidet sich hier einzubringen oder einfach seine Gedanken und Eindrücke mit uns teilt.

    Aus deinen Worten entnehme ich, dass du in die sog. Wahrheit hineingeboren wurdest mit all den schlimmen Nebenwirkungen, die auch ich sehr gut kenne.

    Mir wurde glücklicherweise durch meine Eltern ein gutes Maß an Selbstbewusstsein und selbständiges Denken anerzogen, davon zehre ich noch heute, auch wenn es immer viel Kraft kostet. Deine Gefühl des „funktionierens“ kann ich 100% unterstreichen, das gleiche habe ich jahrelang gefühlt, bis heute.

    Auch jetzt ganz aktuell, darf ich wieder erleben, dass die Ältesten überhaupt nicht an mir als Mensch interessiert sind, sondern nur daran, dass ich wieder auf WT-Linie komme und vor allem als „eifriger Verkündiger“ tätig werde. Seit ich kein DAG mehr bin strafen mich viele Älteste geradezu mit Nichtachtung, weil sie einfach nicht verstehen können, dass ein Bruder wie ich, der ja keine familiäre Verpflichtungen hat und sich doch „verausgaben“ könnte, keine Bäume ausreißen geht, in theokratischer Hinsicht.

    Man kann es m.E. damit zusammen fassen:

    „In der Theokratie ist es nicht wichtig WER du bist sondern WAS du bist.“

    Deshalb auch die vielen Pöstchen und Titel, die denen in der so viel gescholtenen kath. Kirche in nichts nahe stehen:

    Ältester, DAG, Pionier, HiPi, Kreis- Bezirks- Zweigaufseher od. Zweigkomitee, Missionar, International Servant, Bethelbruder, Bethelältester, Koordinator der Ältestenschaft, Sektretär, Dienstaufseher, Predigtdienstgruppenaufseher, Kongressaufseher, Stadtaufseher, Geistgesalbter, Glied der leitenden Körperschaft…… habe ich was vergessen???

    Hier ist das anders, du bist so wie du bist genau richtig und geliebt, weil du eine Schwester im Herrn und im Namen Jehovas bist.

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Mäuschen,
    auch von mir ein herzliches Willkommen.
    Ich freue mich schon auf deine Erfahrungen und Gedanken. 🙂

    ZITAT:
    …ein Bruder hat letztens von der Bühne gesagt, wir können froh sein, dass die Reichen so viel haben. Das ist nach Harmagedon alles unsers.

    Oh weia…die Fratze der Habgier in ihrer reinsten Form…wie abscheulich…

    Eine Freundin hat mir jetzt erzählt, dass einge Schwestern im Predigtdienst auf die schönsten Häuser der Straße zeigten und dann sagten, dass sie dort nach Harmagedon einmal wohnen werden.
    Ich frage mich, wie man so kaltherzig werden kann. – Mir bleibt da echt die Spucke weg…

    Ich weiß, es sind Ausnahmen, aber das es überhaupt Zeugen gibt, denen solche Gedanken in den Sinn kommen, erschreckt mich…und ganz ehrlich…es widert mich an.

    Hast du die Gemeinschaft verlassen? – Oder hast du dich so weit es geht zurückgezogen um deine Ruhe zu haben?
    Brauchst es aber nur zu erzählen, wenn du auch magst.

    LG Ulli

  • Thomas
    Juni 10, 2011

    Liebes Mäuschen,
    herzlichen Dank für Deinen Beitrag.

    Wie Dir geht es leider vielen unserer Geschwister. Sie alle sind
    oft nur Funktions-Gläubige. Das trifft natürlich auch auf viele andere Religionsgemeinschaften zu.

    Ich war mit meiner lieben Frau letzten Sonntag in Hamburg bei Joyce-Meyer und Joyce hat es gleich zum Anfang ihres Programms auf den Punkt gebracht indem sie sagte:

    Du kannst 20 Jahre in einer „christlichen“ Versammlung (Gemeinde) sein, aber dennoch KEIN Christ.

    Im laufe ihrer Ansprache kam sie wunderbar auf den entscheidenden Punkt: (mit meinen Worten)

    Erst wenn wir den Geist Gottes der uns NUR durch Christus vermittelt (eröffnet) werden kann, IN UNSER LEBEN lassen, wird ER IN uns & für uns wirken und wir beginnen das wahre Ausmaß der Liebe und Gnade unseres Vaters Jehova zu begreifen.

    Du hast es schon gut erwähnt, NUR ER entscheidet auch wem ER etwas gibt und wem nicht?!

    Lass/t am besten in ALLEM diesen wahren Geist IN Dir/Euch wirken, dass befreit von aller Enttäuschung und Verführung.

    Gesegnete Grüße sendet
    Dein Bruder Thomas

  • Christof
    Juni 10, 2011

    Hallo. Was soll man zu solchen Studienartikeln noch gross sagen. Mir fehlen da echt die Worte. Wiedereinmal ein Lob für euch, dass ihr das so offen und klar aufzeigt. Ich wundere mich immer wieder über mich, wie lange Jahre ich mir keine Gedanken über so was gemacht hatte. Jetzt verspüre ich am eigenen Leib, wie es ist, wenn die eigene Mutter keinen Kontakt zu mir will und das Telefon einhängt, wenn ich sie Frage, wie es ihr geht.Interessant ist aber, ich lebte ca 1 1/2 Jr in einer eheähnlichen Gemeinschaft von der sie und andere aus der VS wussten. Hat kein Mensch was gesagt, uns besucht und mit uns was unternommen. Nur, als wir das Gedächtnismal diesen April als (noch) unverheiratet besucht hatten, wurden die Ältesten schnell. Und prompt nach der Bekanntmachung kein Kontakt mehr. Aber das sind die Regeln. Aber eine Frage hätte ich an euch:

    Mich würde interessieren, wer profitiert denn von dieser Organisation der LTG. Wer hat Interesse daran, all das zusammenzuhalten und durch solche Artikel kein andersartiges
    Denken zu fördern. Ist es das Machtbestreben, sind es finanzielle Aspekte ? Der normale Älteste, Bethelarbeiter oder Missionar ist es nicht.. wer dann ? Würde mich um Meinnungen und Zuschriften freuen.. andrebiallas@hotmail.com

    LG Christof 🙂

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Welche wahre Worte schrieb einst der trvSk.?

    w00 15. 2. S. 29 Kyrillos Lukaris — Ein Mann, dem die
    Bibel lieb und teuer war

    Sie brachten mit aller Gewalt eine Stimme zum
    Schweigen, die auf verschiedene Irrtümer ihrer
    unbiblischen Glaubensansichten aufmerksam gemacht
    hatte. … Leider tritt eine solche Haltung noch heute in
    verschiedenen Formen zutage. Dies ist ein
    ernüchterndes Beispiel dafür, was geschieht, wenn
    Geistliche Intrigen spinnen, die die Gedankenfreiheit
    und die freie Meinungsäußerung behindern.“

    Und warum konnte man auch das lesen, was so gar nicht mit obigem zusammenpaßt !!!

    w96 15. 6. S. 21 Abs. 14 Segnungen oder
    Flüche — Vorbilder für uns heute

    Heute werden einige Personen zu Murrenden, weil sie zulassen, dass sich in ihrem Herzen eine geistig zersetzende
    Einstellung entwickelt. … Das Murren und Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen, dass sie Veröffentlichungen des ‘treuen
    Sklaven’ kritisieren.

    Auch diese sehr wertvolle Belehrung des Sklaven wird jeder hier unterschreiben:

    w81 1. 11. S. 15 Die Waldenser — Ketzer oder
    Wahrheitssucher?

    Die ersten Waldenser meinten, es sei nicht notwendig,
    zur Anbetung Gottes in ein Kirchengebäude zu gehen. Sie
    versammelten sich heimlich in Scheunen, Privatwohnungen oder wo immer sie konnten. Dort studierten sie die Bibel ….
    … Die ersten Waldenser aber, obwohl sie angeklagt
    wurden, „Ketzer“ zu sein, suchten in Wirklichkeit aufrichtig
    nach der Wahrheit und waren Pioniere im Übersetzen
    und im Lehren der Bibel … . … Sie lebten … offensichtlich
    gemäß der Erkenntnis, die sie aus Gottes Wort gewonnen
    hatten. … Natürlich kennt nur „Jehova . . . die, die ihm
    gehören“.

    Und warum will der gleiche Sklave nicht das Brüder prüfen und forschen? Oder hat die LK ihre Forderung schon oft bereut?

    km-x 2007/09 S. 3 Fragekasten:

    „Billigt es der „treue und verständige Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische
    Themen zu untersuchen und zu debattieren? Nein.

    Dennoch haben sich einige zusammengetan [und] …
    beschäftigen [sich] gemeinsam mit anderen eingehend mit dem biblischen Hebräisch und Griechisch, um die
    Genauigkeit der Neuen-WeltÜbersetzung zu überprüfen. Andere
    erforschen wissenschaftliche Themen, die mit der Bibel zu tun haben. …

    Der „treue und verständige Sklave“ [billigt] keine Literatur, keine Websites und keine Treffen, die nicht unter seiner
    Leitung hergestellt oder organisiert werden.“.

  • Quasimodo
    Juni 10, 2011

    Hallo und guten Tag,

    wiedereinmal wird eindringlich und deutlich gezeigt, dass der „sklave“ kein sklave sein will, sondern sich als Herr ansieht.

    Man sollte einmal darüber nachdenken ob bei der WTG als „Entscheidungsträger in Glaubensfragen“ tatsächlich der Glaube oder nicht doch eher Kommerzielles Denken dahinter steht.

    Gerade die „AbtrünnigenPraxis“ zeigt doch welche Heidenangst die WTG haben muß, es könnten Die Gläubigen hinter ihre unbiblischen Machenschaften kommen und die „Gemeinschaft“ verlassen.

    LG

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Einmal mehr belegt euer Aufsatz und die angeklagten Fakten jenes was schon in Gottes Wort vorausgesagt wurde:

    Psalm 73: 8 Mit Verachtung schauen sie auf andere herab und verhöhnen sie, mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck. 9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig. 10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, es hängt an ihren Lippen und glaubt alles, was man ihm vorsetzt.

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Auch von mir ein großes Lob und Anerkennung zu den sehr tiefsinnigen Gedanken und biblischen Argumenten wie der trvSk. einmal mehr versucht „seine Schäfchen“ auf einen Weg zu führen der so gar nicht zur Lehre Christi passt. Sagte doch Jesus mehrfach: „Ich will Barmherzigkeit, wenn ihr es nur verstehen würdet!“ Doch dieser Sklave der ein Sklave des Herrn Jesus sein möchte spielt sich auf wie ein Herrscher der Angst hat seine Autorität und Glaubwürdigkeit zu verlieren. Doch die hat er verloren, sofern jemand seinen Verstand beraucht und dem Rat Gottes Folge leistet: Prüfet alles! … doch selbst dass will dieser Sklave untersagen und disqualifiziert sich nur selbst damit.

    Diese letzten WT Belehrungen des Sklaven haben einen „Riesen Aufschrei“ zur Folge, auf vielen Internetforen werden die Artikel gegen diese vermeintliche Abtrünnigen regelrecht zerrissen.

    Wir möchten uns auf sachliche Argumente beschränken, wie sie sehr gut von Uli, Anna, Dennis und den anderen sehr gut formuliert wurden.

    Ich habe einen guten Aufsatz von Frank Bruder gelesen, der sich eine große Mühe gemacht hat durch handfeste Belege diese Belehrung ad absurdum zu führen. Ich stimme nicht allem zu doch eine Aussage von ihm (40 Seiten) möchte ich hier wiedergeben. Der Ordnung halber hier seine Zustimmung im Vorwort:

    Ei n A u f s a t z von Frank Bruder
    Erste Auflage Juni 2011, Dinslaken
    Der Inhalt darf ohne Genehmigung weitergegeben oder verteilt werden. Das Zitieren aus diesem Werk i s t nur mit genauer Quellenangabe gestattet

    „In dieser Abhandlung geht es mir daher gerade nicht um Kritik gegen das Kontaktverbot innerhalb der Gemeinde. Die Organisation der Zeugen Jehovas praktiziert das Gruß- und
    Kontaktverbot jedoch auch auf austrittswillige Mitglieder, die die Lehren der Organisation mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren können. Dabei bedeutet dies nicht einmal, dass
    sie deshalb nicht in der „Lehre Christi“ bleiben. Sie haben einfach nur festgestellt, dass im Gegenteil viele der Lehren der Zeugen Jehovas nicht mit der Bibel, der „Lehre Christi“, übereinstimmen.

    Sie lassen sich daher weder in die Reihe des „bösen Menschen“ aus 1Ko 5, 13 einordnen noch unbedingt in die Reihe derer, die „nicht in der Lehre des Christus“ bleiben (2Joh 9). Damit missbraucht die Wachtturm-Organisation die Regelung der Kirchendisziplin,
    wie Paulus sie anwandte, indem sie auch jenseits des Gemeindelebens Einfluss auf den Umgang der Mitglieder mit den ausgetretenen Glaubensbrüdern nimmt. Im NT fehlt hierfür jede Stütze.

    XII. Abweichlern werden unlautere Motive unterstellt

    Im NT werden Abtrünnige nur in Verbindung mit Irrlehrern und Antichristen in Verbindung gebracht. Es berichtet uns nichts über Kirchenmitglieder, die aus anderen Gründen die Gemeinschaft verlassen wollten oder (außer aufgrund von Blutschande und Blasphemie) gebannt wurden. Paulus erwägt nicht einmal mögliche Konsequenzen daraus. Vor dieser Situation, die im NT nicht geregelt ist, stehen aber Zeugen Jehovas. Um hierfür eine biblische Grundlage zu finden, werden die Motive von Austrittswilligen in den Wachtturm-Schriften so
    konstruiert, dass sie wieder ins Bild neutestamentlicher Abtrünnige passen. In ihren Schriften werden den ausgetretenen oder ausgeschlossenen Mitgliedern deshalb unrechte Beweggründe
    unterstellt, um die Praxis des Gemeinschaftsentzugs mit der Gemeindezucht des Apostels Paulus in Einklang bringen zu können. So können sie auch dann als abtrünnig gelten, wenn
    sie sich einer anderen christlichen Kirche anschließen. Den Führern der Zeugen Jehovas geht es nicht um die Lehre Christi (2Joh 11) an sich, von der Johannes sprach, sondern um die
    Lehren der Organisation, die sie als im Einklang mit der Lehre Christi stehend betrachten.

    Aber was verstehen Zeugen Jehovas unter „Abtrünnigkeit“? Im bereits zitierten Wachtturm vom 15. Juli 2011 wird auf der Seite 15 in einer Fußnote erklärt:

    * Mit „Abtrünnigkeit“ ist gemeint, dass man sich von der wahren Anbetung distanziert, davon abfällt, sie vollständig aufgibt und dagegen rebelliert. Zeugen Jehovas erheben den Anspruch, dass nur sie die „wahre Anbetung“ praktizieren.

    Dies ist im Übrigen ein Grund, warum sie die Ökumene ablehnen. Zieht sich ein Zeuge Jehovas also von der „wahren Anbetung“, d. h. der „Organisation Jehovas“, zurück, ist es so, als
    bliebe er nicht mehr in der „Lehre des Christus“. Nur mit dem Wahrheitsanspruch, die einzig wahre Anbetung zu haben, lässt sich der Gemeinschaftsentzug scheinbar legitimieren. Es spielt aber auch keine Rolle, ob man zu einer anderen Kirche übertritt und sich weiter als Christ betrachtet oder einfach nur der Organisation der Zeugen Jehovas den Rücken kehrt.

    Man ist auf jeden Fall ein „Abtrünniger“.

    Damit das Kontaktverbot wirksam wird, müssen Dissidenten verunglimpft und ihre Motive in Frage gestellt werden. Es werden nicht ihre Argumente aufgegriffen, sie werden nicht einmal gewürdigt, sondern es erfolgt ein Frontalangriff auf sie selbst. In allen Wachtturm-Schriften bestehen die Angriffe auf „Abtrünnige“ ausschließlich aus Argumenten ad
    hominem63 statt ihre Argumente der „Wahrheit“ gegenüberzustellen. Warum sind denn die Vertreter der „Wahrheit“ nicht bereit, es mit diesen „Irrlehrern“ aufzunehmen? Müssten die Vertreter der „Wahrheit“ bei einer Konfrontation mit diesen „falschen Lehrern“ nicht umso siegreicher aus der Diskussion hervorgehen, wenn sie tatsächlich im Alleinbesitz der Wahrheit sind? Wäre es für Zeugen Jehovas nicht ein großartiges Zeugnis der „gottlosen“ Welt gegenüber, wenn sie diese „Irrlehrer“ mit einer solchen Konfrontation bloßstellen und ins Unrecht setzen würden? Warum lassen sich die Zeugen Jehovas den Triumph über diese „Irrlehrer“ entgehen? Zeugen Jehovas haben z. B. stattdessen häufig ihre Teilnahme an Talkshows abgesagt, als ihnen mitgeteilt wurde, dass auch ehemalige Zeugen Jehovas zugegen seien. Aber da die Tyrannei der Autorität nicht über die absolute Wahrheit verfügt, wird sie die Bedenken, Gewissenskonflikte und berechtigte Kritik der „Abtrünnigen“ nicht einmal erwägen. Sie tritt ihre Motive, egal wie aufrichtig sie sind, stattdessen mit Füßen. Schon allein der Angriff auf die Person reicht daher aus, um jeden möglichen Dialog mit ihnen zu unterbinden:

    Was wollen sie [die Abtrünnigen] bewirken? Die Organisation, die sie vielleicht einmal liebten, zu verlassen, reicht ihnen nicht. Ihr Ziel ist, wie Paulus erklärte, „die Jünger hinter sich her wegzuziehen“.

    Achten wir hier auf den bestimmten Artikel: „die Jünger“. Sie ziehen nicht los und machen eigene Jünger; nein, sie wollen die Jünger Christi mitnehmen. Sie sind wie „raubgierige Wölfe“ — darauf aus, die zutraulichen „Schafe“ in der Versammlung zu verschlingen, ihren Glauben zu zerstören und sie von der
    Wahrheit wegzulocken (Mat. 7:15; 2. Tim. 2:18).64

    Bei nur rund 7 000 000 Zeugen Jehovas weltweit, die sich einbilden, der Herr Jesus Christus hätte 2000 Jahre lang nur auf diese eine Gruppe gewartet, muss man sich wundern und
    fragen, warum Zeugen Jehovas sich derart wichtig nehmen, dass sie sich einreden, irgendjemand hätte das geringste Interesse daran, die Anhänger abzuwerben. In dem Artikel werden diese Verunglimpfungen fortgesetzt, indem ihnen auch ein falsches Ethos untergeschoben wird:

    Wie gehen falsche Lehrer vor? Auf sehr hinterlistige Weise. Abtrünnige schleusen „unauffällig“ schädliches Gedankengut ein, „schmuggeln“ ihre verkehrten Ansichten also heimlich, still und leise in die Versammlung. Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen „verfälschte Worte“, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichten als „echt“ zu verkaufen. Sie verbreiten „trügerische Lehren“ und „verdrehen“ dieSchriften zu ihren Gunsten (2. Pet. 2:1, 3, 13; 3:16). Abtrünnige haben nicht das geringste Interesse daran,
    dass es uns gut geht. Ihnen zu folgen würde uns nur vom Weg zum ewigen Leben abbringen. Wenn es sich nicht um derart hanebüchene Lügen und Unterstellungen handeln würde, könnte man diese Äußerungen ja noch als schönes Kompliment zur Kenntnis nehmen, dass den „Abtrünnigen“ so viel Eloquenz und geschickte Rhetorik bescheinigt wird. Was aber ist denn an den Argumenten der „Abtrünnigen“ für die „Wahrheit“ so gefährlich, dass der
    Wachtturm es nötig hat, sie als „falsche Lehrer“ zu bezeichnen und dabei auch noch ihre Vorgehensweise, nicht aber ihre Argumente zu analysieren? Wenn die „Wahrheit“ der Zeugen Jehovas, von der sie behaupten, nur sie allein verfügten über diese, nicht in der Lage ist, es mit gleicher Eloquenz und gleicher geschickter Rhetorik mit den Argumenten der „Abtrünnigen“
    aufzunehmen, dann ist es verständlich, wenn die Gemeindemitglieder solche „Abtrünnigen“ meiden und jeden sozialen Kontakt mit ihnen abbrechen müssen. Dann bleibt auch
    nichts mehr weiter übrig, als den Anhängern Empfehlungen darüber zu geben, wie man sich vor solchen Abtrünnigen „schützen“ kann. Im gleichen Wachtturm wird mit Verweis auf Röm 16, 17 und 2Joh 9-11 zunächst das Kontaktverbot begründet. Wie weit die Kontaktsperre gehen sollte, wird dann ausführlich erklärt:
    Was ist denn genau damit gemeint, falsche Lehrer zu „meiden“? Wir würden sie weder in unser Haus aufnehmen noch grüßen. Genauso wenig würden wir ihre Schriften lesen, uns Fernsehsendungen
    anschauen, in denen sie auftreten, ihre Internetseiten lesen oder Kommentare dazu in ihre Blogs schreiben.

    […] Egal was falsche Lehrer von sich geben — wir folgen ihnen nicht! Es gibt nicht den geringsten Grund, solche ausgetrockneten Brunnen aufzusuchen, wo man nichts als betrogen und enttäuscht
    wird. Wenn die Kraft des Wortes, die für die Wahrheit charakteristisch sein sollte, versiegt, dann bleiben als einzige und letzte Waffe nur noch abfällige Bemerkungen über „Abtrünnige“.
    Es ist der letzte „Joker“, den eine totalitäre Organisation verspielen kann. Die „abtrünnigen“ Zeugen Jehovas als „ausgetrocknete Brunnen“ zu bezeichnen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier der Wahrheitsanspruch der Zeugen Jehovas an Kraft verloren hat. Solche schnöden Äußerungen können dann nur noch willenlose „Werkzeuge“, die in „phantastischen
    Filmen“ als „Zombies“ bezeichnet werden, beeindrucken. Sachargumente kann sich die Wachtturm-Gesellschaft da nicht mehr leisten, denn dies käme einer Selbstdemontage gleich.
    Es sind außerordentlich menschenverachtende Worte, die jegliche mögliche Erwägung, dass diese „Abtrünnigen“ auch aufrichtige Motive und biblisch gut fundierte Argumente für ihre
    Kritik und Bedenken haben könnten, unterdrücken sollen, damit zumindest die „Idee“ der Möglichkeit ehrlichen und aufrichtigen Dialogs zwischen gleichberechtigten Gesprächspartnern
    erst gar nicht aufkommt. Da es sich im zitierten Wachtturm ausschließlich um Autoritätsstatt Sachargumente handelt, die nichts anderes als nur ein Angriff auf die unbequemen „Abtrünnigen“ sind, führt dies bei den Mitgliedern zu Kadavergehorsam67, weil sie den Anordnungen, Abtrünnige zu meiden, wie ein Hund gehorchen müssen.“

    Ende des Zitats!
    Ich kann jedem den ganzen Artikel senden wenn er es möchte!

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Lieber Matthäus,

    diese Auszüge von diesem „Frank Bruder“ sind sehr treffend. Ich habe mir bei der Lektüre des besagten WT-Artikels nochmal das „Erwachet“ v. 12.08.1978 ab S.3 durchgelesen und bin fasziniert wie genau die WTG diesen Taktiken, die dort beschrieben werden folgt.

    Der Feststellung im letzten Absatz kann man allerdings nur zustimmen:

    S. 4 Läßt du andere für dich denken? ***

    In Sprüche 14:15 lesen wir: „Der Einfältige glaubt jedes Wort, das er hört; der Kluge weiß, daß Beweise erforderlich sind“ (The New English Bible). Viele Menschen sind wie ein Schwamm; sie saugen einfach alles, was sich über sie ergießt, in sich auf. Das geht mühelos. Wir wissen, daß Muskelarbeit anstrengend ist, und Geistesarbeit ist noch anstrengender.

    Wollen wir hoffen, dass sich viele, viele Brüder an diesen Bibelvers aus Spr. 14:15 halten und der WTG in dem besagten Artikel nicht auf den Leim gehen, sondern „klug“ handeln und nicht „jedes Wort glauben“.

    @Anna,

    es ist wirklich zu überlegen ob man an diesen Tagen im September, wenn die WT-Artikel studiert werden entweder garnicht erst hin geht oder nach dem Vortrag den Saal verlässt. Darüber kann man sich sowohl hier austauschen und natürlich gebetsvoll gedanken machen.

    @Ulli,

    von deinem ehrenwerten Vorschlag man könnte auch zu Ältesten gehen und die Verherrlichung der Organisation ansprechen möchte hier dringend abraten. Jede noch so kleine Kritik am „Sklaven“ ist Gotteslästerung und wird Konsequenzen haben, darauf sind die allermeisten Ältesten gedrillt worden und haben auch deshalb eine schöne Anleitung in Form des „Hütet die Herde“-Buches und diverser Briefe und KA-Besprechungen bekommen.
    Wenn man sich darüber im Klaren ist was es in es zur Folge hat, wenn man offen Kritik am „Sklaven“ äußert, dann kann man diesen Weg natürlich gehen. Dieser Weg, sofern man bei seinen Aussagen bleibt, führt aber in letzter Konsequenz zum Ausschluss wegen Abtrünnigkeit, dessen sollte man sich bewusst sein.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Dennis,
    ZITAT:
    Wenn man sich darüber im Klaren ist was es in es zur Folge hat, wenn man offen Kritik am “Sklaven” äußert, dann kann man diesen Weg natürlich gehen.

    Ich hatte diesen Vorschlag eher so gemeint, dass man – anstatt sich dem „Inquisitionskommonado“ der Ältestenschaft auszusetzen – danach SELBST die Konsequenzen zieht.
    So wie es in Titus ja heißt, dass man jemanden ein bis zweimal auf seine falsche Lehren ansprechen soll und wenn er es nicht einsieht, sich dann von ihm zu trennen:

    Wer falsche Lehren verbreitet, den sollst du ein- oder zweimal zurechtweisen. Kommt er trotzdem nicht zur Einsicht, dann trenn dich von ihm.
    Titus 3, 10

    Die Ältesten und Dienstamtgehilfen sind nun mal diejenigen, die die falschen Lehren ungefiltert weitergeben an die Brüder in den Versammlungen.
    Man kann natürlich auch an Selters schreiben…das würde aber im Endeffekt auf´s selbe rauskommen. Die Ältesten würden über den resistenten Bruder (oder die Schwester) informiert und sie dann versuchen „zurecht zu bringen“. Ob dabei mit Milde vorgegangen wird, liegt allenfalls im Charakter der Ältesten die sich darum kümmern sollen. – Gibt der aufmüpfige Bruder dann nicht nach, weiß man ja wie´s weiter geht.
    Und dieser demütigenden Prozedur muss man sich nicht zwingend aussetzen, da kann man dann auch selbst einen Brief schreiben und seinen Austritt verkünden.
    Dafür muss man sich aber vorher gründlich im Klaren darüber sein, ob man die Konsequen ertragen kann.

    Was auch immer man tut, wenn man das Stadium erreicht hat wo man nicht mehr einfach nur schweigend alles hinnehmen will, zieht das Konsequenzen nach sich.
    Kommt man für sich zu dem Schluss das es für einen unerträglich wäre als Abtrünniger gebrandmarkt zu werden, hält man besser von vornherein die Füße still. Denn sonst muss man ganz lange, ganz kleine Brötchen backen, um wieder in die Gunst und Gnade der Ältesten zu gelangen.

    Der Brüder zuliebe haben wir Jahrelang geschwiegen…aber da ja immer mehr dazu kam, war irgendwann für uns das Limit des Erträglichen erreicht.
    Die Betonung möchte ich allerdings auf „wir und „uns“ legen. – Keiner von uns beiden wäre ohne seinen Partner gegangen…er hätte sich allerhöchstens so weit wie nur irgend möglich, von allem Versammlungsgeschehen zurückgezogen.

    LG Ulli

  • Bernhard
    Juni 10, 2011

    Meine lieben Brüder von Bruderinfo, die Ausführungen von WT Studiumartikel sind sehr treffend geschrieben, aber ich habe zu folgender Aussage eine Frage:—
    Ein Hurer, von dem Paulus spricht ist jemand, der ohne ernsthafte Absichten von einem Partner zum anderen wechselt, und nicht ein junger Mensch, der vor der Ehe Geschlechtliche Kontakte hatte.
    –heißt das, dass ein junger Mensch vor der Ehe Geschlechtliche Kontakte, also mehrere, wie ich das so lese, eingehen kann ohne ein Hurer zu sein? Ist es für einen jungen Menschen nicht auch wichtig gesunden Sinnes zu sein und nur dann Verkehr mit seinem Partner zu haben wenn er vorhat mit diesen die Ehe gemeinsam einzugehen.
    Vielen Dank und bitte um eine Antwort, brüderliche Grüße Bernhard

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Lieber Bernhard

    Im Vortrag stand: ….der ohne ernsthafte Absichten….

    Ich bin der Meinung, wenn sich 2 Menschen lieben und heiraten wollen, dann es aber vor der Ehe zum Verkehr kommt, dann sind sie keine Hurer. Vor allem dann nicht wenn sie tatsächlich heiraten. Ein Gemeinschaftsentzug wäre in diesem Falle absolut ungerechtfertigt.

    Wenn aber einer der Beiden gar keine ernste Absichten hat und nur sein Vergnügen sucht, dann ist er ein Hurer. Jehova kennt das Herz der Menschen, ihn kann man nicht etrügen.

    Wenn man die Regeln des Gesetzes Mose zu diesem Thema kennt, dann ist die Sache im übertragenen Sinne klar.

    Liebe Grüße
    Alois

  • matthias
    Juni 10, 2011

    Lieber Autor,

    ich teile deine Ansicht, dass oft in Artikeln versucht wird, eine schon vorgegebene Richtung/Lehre mit Hilfe der Bibel zu untermauern. Es wird oft nicht von der Bibel als Basis zur Ableitung von Hinweisen für das „christliche Leben“ ausgegangen. Dabei kommen dann so obstruse Kontruktionen wie hier beschrieben zustande.

    Auf der anderen Seite halte ich Aussagen wie
    „Diese absurde Besprechung des theologisch anspruchsvollen Briefes an die Hebräer zeigt uns, dass es dem “t.u.v. Sklave” längst nicht mehr um bloße Bibelexegese in ihrer besten Form geht oder um Glaubensstärkung und spirituelle Erhebung, sondern allein um die Durchsetzung des eigenen Anspruchs auf unbedingten Gehorsam der Anhänger.“

    oder

    „Diese absurde Besprechung des Hebräerbriefes in diesem WT-Artikel zeigt uns wiedereinmal, dass es dem “t.u.v. Sklave” längst nicht mehr um Glaubensstärkung und spirituelle Erhebung, sondern allein um die Durchsetzung des eigenen Anspruchs auf unbedingten Gehorsam geht“

    nicht für richtig. Zur Begründung führe ich den 2. WT-Artikel vom 15.4.11, bei dem es um eigene Entscheidungen geht, an. Meiner Meinung wird nach wird in diesem Artikel die Wichtigkeit, eigenverantwortlich zu handeln herausgestellt. Es werden wundervolle Bibelstellen angeführt wie (Übersetzung Hoffnung für alle):

    1.Tim.1:5 „Die Unterweisung in der Lehre unseres Glaubens hat nur das eine Ziel: die Liebe, die aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem ungeheuchelten Glauben kommt.“

    1.Tim.1:19 „Bleib in deinem Glauben fest, und bewahr dir ein reines Gewissen. Denn wie du weißt, haben einige ihr Gewissen zum Schweigen gebracht, und deshalb hat ihr Glaube Schiffbruch erlitten.“

    Kol. 2:6,7 „…Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben, und nur er soll das Fundament eures Lebens sein….“

    Röm.14:4 „Du bist nicht der Herr deines Mitmenschen. Mit welchem Recht willst du ihn also verurteilen? Ob er im Glauben standfest bleibt oder ob er fällt, ist eine Sache zwischen ihm und Gott, seinem Herrn. Und er wird im Glauben festbleiben, denn der Herr hält ihn.“

    Es wird darauf eingegangen, dass es nicht gut ist, Entscheidungen aus Angst vor den Gedanken anderer Menschen zu treffen. Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, sein Leben von anderen Menschen kontrollieren zu lassen.

    Ich denke es gibt von der WTG zu sehr vielen biblischen Themen sich teilweise entgegengesetzte Ausführungen. Ich bin mir sicher, zu dem Thema Entscheidungen findet man auch einige Artikel, die in eine andere Richtung gehen.

    Schade ist, dass es kaum möglich ist mit seinen Brüdern offen darüber zu sprechen, wenn man eine andere Ansicht zu einem Artikel hat.

    Liebe Grüße,
    Matthias

    Hallo Matthäus,
    du hast Recht, wenn du darauf hinweist, das es auch gute und auferbauende Artikel gibt. Allerdings ist dann oft zu beobachten, das diese guten Gedanken in einem anderen Artikel wieder niedergerissen werden, mit dem Ziel
    doch den Anspruchs auf unbedingten Gehorsam zu festigen.
    Ich denke der Autor dieses Artikels wollte die von dir für nicht richtig gehaltene Aussage nur auf den speziellen WT Artikel bezogen sehen, und nicht allgemein, obwohl es sich so anhört. Mit Rücksprache des Autors werden wir diese Aussage etwas relativieren.
    Liebe Grüße Bruderinfo

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Lieber matthias,

    deiner Feststellung, dass es auch positive Gedanken wie z.B. im WT v. 15.04.11 gibt, kann ich nur zustimmen. Man sollte nicht alles was von der WTG kommt direkt als schlecht abtun. Den Tagestext von heute kann denke ich jeder hier unterschreiben, wo es ja darum geht, dass Jesus „die Schlüsselrolle“ im Vorsatz Jehovas inne hat. Doch diese Aussagen werden leider viel zu oft konterkariert und in andern Publikationen wieder umgedeutet.

    Für mich bleibt deshalb immer die Frage, was bleibt in der täglichen Praxis bei den Brüdern und Schwestern hängen? Sind es die Artikel wie von dir angesprochen wo es um Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit geht oder sind es doch die Artikel des WT 15.07.11, der klare unmissverständliche Anweisungen beinhaltet?

    Ich denke es ist überwiegend letzteres, denn wir müssen uns klar machen, dass viele Menschen, auch und vor allem bei uns, es nicht gelernt haben selbständig zu denken und zu handeln. Die meisten brauchen eine Art „Gebrauchsanleitung“ für ihr Glaubensleben, sie brauchen jemand, der ihnen sagt „mach jetzt dies oder tu in dieser Situation das“ andernfalls sind sie orientierungslos. Sie kommen gewissermaßen mit der „Freiheit des Christus“ nicht zurecht, sie können damit einfach nicht umgehen.

    Es ist traurig, aber ich erlebe es immer wieder in meiner Versammlung.

    Deshalb muss man auch genau abwägen mit wem man in der Vers. offen spricht bwz. kleine Denkanstöße mit auf den Weg gibt. Bei den meisten aus meiner Vers. käme ich nie auf die Idee kritische Bemerkungen oder etwas ähnliches zu machen, weil ich weiß dass diese Brüder u. Schwestern ihr heiles Glaubensgebilde brauchen wie die Luft zum atmen. Es wäre für sie psychologisch gesehen eine einzige Katastrophe, würde man ihnen den Glauben und die Gewissheit an einen Mitteilungskanal Jehovas mit Namen WTG nehmen.

    Für uns, die wir nicht diese „Luft zum atmen“ brauchen um unseren Glauben am leben zu erhalten, gilt weiterhin „prüft immer wieder und behaltet das Gute“.

    In diesem Sinne viele Grüße
    Dennis

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Lieber Bruder Dennis

    eigentlich hast Du einen Teil des Gleichnisses der 10 Jungfrauen beschrieben.

    Du hast geschrieben:
    „Bei den meisten aus meiner Vers. käme ich nie auf die Idee kritische Bemerkungen oder etwas ähnliches zu machen,…“

    Und was sagte Jesus im Gleichnis Matth. 25:9

    9. Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst.

    Hört sich für mich irgendwie ähnlich an. Mir geht es in der Versammlung genauso.

    Verkäufer = Organisation

    Liebe Grüße
    Alois

  • schneerose
    Juni 10, 2011

    hallo dennis

    möchte deine aussage zu 2 Joh. fortführen..zum stichwort grüssen..haus aufnehmen usw..

    johannes weist in seinen briefen auf besondere falsche lehrer oder betrüger ..wie er sie nennt hin..diese betrüger waren nicht allein abefallene christen..sie kamen aus allen rel. ecken aber besonders aus dem judentum..die eine art „gegenreformation“ aufbauten..
    diese betrüger versuchten jesu göttlichkeit oder sein vormenschliches da sein abzusprechen..
    warum.
    währe jesus nur ein guter mensch gewesen ..so ist sein sühneopfer vor gott ohne besonderen wert und nicht nur das..auch die christengemeinden hätten keine legitimation vor jah..
    der antichrist glaubte also..wenn ich jesu göttlichkeit abspreche..bricht das christentum von alleine zusammen..vergleiche apg. 5: 34-38.. gamaliel.. er hat recht behalten..

    in den johannesbriefen geht es nicht um brüder die gestrauchelt sind..sondern nur um betrüger oder den antichristen und genau diese sind gemeint wenn joh. meint.. acht zu geben.. genau hin hören..was sagt dieser bruder über jesus..

    diese personen sollen wir nicht grüssen ..haus aufnehmen usw.

    die leitende körperschaft versteht bis zum heutigen tag die johannesbriefe nicht ..ja noch schlimmer..in ihren schriften verdrehen sie geschickt die verse mit anderen apostolischen briefen..die ergebnisse kennen wir..
    die frage..
    was sind das für propheten.. die soche dinge tun..
    sollten wir solche schriften in unser haus aufnehmen..
    die antwort überlasse ich jeden selber..

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Liebe Schneerosen! Lieber Dennis!

    Zu Euren richtigen Bemerkungen zu der man muß schon sagen Verrückheit dessen was die LK mit ihrer Artikelserie über die „bösen Abtrünnigen“ aufführt möchte ich auch zu den guten Erklärungen von Frank Bruder hinzufügen:

    Der trvSk. schimpft, difamiert und klagt an mit allgemein gehaltenen Formulierungen ohne etwas konkretes zu benennen. Jeder Ankläger der jemand etwas vorwirft muß, um glaubhaft zu bleiben Beweise und Fakten vorlegen.

    Ich fordere auf dieser Ebene alle die aus Selters hier mitlesen oder auch jeder Älteste der ins gleiche Horn bläßt zu folgendem auf:

    Was wird von Brüdern die der Abtrünnigkeit angeklagt werden oder die sich auch nur zurückgezogen haben, die ausgeschlossen wurden weil sie die falschen Lehren nicht mehr länger mitragen konnten, was sind IHRE abtrünnigen Gedanken, Lehren ?

    Hier auf Bruderinfo wurden schon dutzende konkrete belegte Lehren der LK demontiert und zwar biblisch ! Wie wärs wenn die LK umgekehrt dies zum Wohle aller – die ja so in der Gefahr stehen Opfer solcher bösen Seiten zu werden – alle falschen Lehransichten in dieser Homepage einmal aufzeigen – nur pauschale allgemein gehaltene Anklagen sind zuwenig, den damit wird jemand zum Ankläger der Brüder und gleicht wem:

    Offenb. 12: 10 Jetzt hörte ich eine gewaltige Stimme im Himmel rufen: „Nun hat Gott den Sieg errungen, er hat seine Stärke gezeigt und seine Herrschaft aufgerichtet! Alle Macht liegt in den Händen seines Sohnes Jesus Christus. Denn der Ankläger ist endgültig gestürzt, der unsere Brüder und Schwestern Tag und Nacht vor Gott beschuldigte.

    Natürlich könnte jetzt jemand einwenden – wer klagt die LK oder den trvSk. an? Sind das nicht die meisten hier auf diesen Seiten?
    Das ist richtig – doch der Unterschied liegt in dem wie bereits oben erwähnt. Eine Anklage gegen falsche Lehren ist richtig und notwendig, deshalb nochmals eine Einladung an die Verantwortlichen in der Organisation: Was auf diesen Seiten ist abtrünnig – jedoch bitte sich auf das beschränken was die Bibel Gottes Wort lehrt, denn in Wahrheit sind die vielen schon sooft geänderten Lehransichten des trvSk. abtrünnig von dem was Wahrheit ist.

    Also bitte: WELCHE LEHREN DIE HIER ERLÄUTERT WURDEN stimmen nicht mit Gottes Wort zusammen ??? Nur zu verlangen andere Quellen als nur die eigenen zu prüfen ist ein sehr schwaches Argument. Das wäre das gleiche wenn jemand ausgefordert wird die Evolutionslehre einer eingehenden Prüfung auf Glaubwürdigkeit zu unterziehen – jedoch nur Literatur von hartgesotteten eingefleischten Evolutionisten ist als Quelle erlaubt. Das wäre alles andere als objektiv. Die Wahrheit wenn sie eine ist muß JEDER Prüfung standhalten.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Das meine Forderung berechtigt ist soll durch eine Belehrung des Sklaven hier noch festgehalten werden:

    g85 22. 2. S. 3-4 Bist du aufgeschlossen oder
    unzugänglich?

    Ein aufgeschlossener Mensch ist frei von Vorurteilen.
    Das Wort Vorurteil wird in einem englischsprachigen
    Wörterbuch wie folgt definiert: „eine … vorgefasste
    negative Meinung“. … „Ohne genaue Prüfung der Tatbestände“ zu
    entscheiden oder eine „unüberlegte, ungerechte Entscheidung“ zu fällen verrät einen Mangel an Aufgeschlossenheit.
    Ein aufgeschlossener Mensch dagegen … ist bereit,
    sich unvoreingenommen mit Neuem zu beschäftigen und
    es zu beurteilen. Wir können zu gut begründeten,
    definitiven Schlussfolgerungen kommen, wenn wir das,
    was wir für wertvoll erachten, annehmen und Wertloses
    ablehnen, gleichzeitig aber für Korrekturen aufgeschlossen
    bleiben, die aufgrund zusätzlichen Aufschlusses, den wir
    später erhalten mögen, notwendig werden. Die Meinung,
    man wisse alles, hindert einen mit Sicherheit daran,
    etwas hinzuzulernen.

    g90 22. 5. S. 14 Fünf übliche Irreführungen, vor denen
    man sich in acht nehmen sollte

    Lernen wir, zwischen rechtmäßigen Angriffen auf das
    Gesagte und unrechtmäßigen Angriffen auf die Person zu
    unterscheiden. Lassen wir uns nicht durch das
    Herausstellen von Autorität, durch die Aufforderung, mit
    der Masse zu gehen, durch Entweder-oder-Denken oder
    durch zu grobe Vereinfachung täuschen — besonders
    wenn es um etwas so wichtiges wie religiöse Wahrheit
    geht.

  • Manfred
    Juni 10, 2011

    Lieber Autor,

    Dass hast Du sehr gut zusammen gefasst. Jeder Zeuge Jehovas kann an diesem WT Artikel erkennen, dass hier nicht mehr der Geist Gottes wirkt. Es handelt sich um Menschengebote von Menschen, die nicht mehr Jesus die Ehre geben. Es wird hier verlangt alles zu glauben, was von der Organisation kommt ohne wenn und aber. Dadurch stellen sie sich auf eine Stufe mit Gott und fordern Respekt und Ehre, die Ihnen nicht zusteht. Man könnte auch sagen, dass hier aufgefordert wird den t.u.v.s. einen Akt der Anbetung zu erweisen.
    In der Bibel steht ganz deutlich welches Geistgeschöpf auch diesen Wunsch hatte und ihn immer noch hat.
    Damals hat es sich hinter einer Schlange versteckt und heute ist es die Organisation. Satans Schlichen sind eben immer gleich. Liebe Brüder „Erwachet“ endlich und durchschaut dieses Possenspiel.
    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Liebe Grüße Manfred

  • Micha
    Juni 10, 2011

    Hallo Manfred !

    Setze mal in den obigen Studienartikel wo Jehova steht das Wort Sklave oder Organisation ein.
    Man stellt fest das der selbsternannte „Sklave „, Org. wie auch immer, sich damit meint und nicht Jehova.
    Die Brüder denken sie tun Jehovas Willen, letzlich doch den schön verpackten Willen einer Organisation.
    Manipulation und Verdrehen von Gottes Wort und Missbrauch des Namens Gottes.
    Auch eine hohe Kunst die man erstmal beherrschen muß um Millionen in die Irre zu führen.
    Wir wissen ja wer der Vater der Lüge ist.
    Hören wir weiterhin auf unseren Herrn Jesus Christus.

    Liebe Brüder von Bruder-Info !
    Ihr habt seit einem Jahr einen großen Anteil an der Richtigstellung biblischer Aussagen und Lehren der W.T.G.,nennt Dinge beim Namen und helft tausenden von Brüdern aufzuwachen.
    Ohne Euch wäre dieser Gedankenaustausch in Bruder – Info nicht möglich.
    Für viele ist dadurch das Joch und die Last, von welcher Jesus unser Herr sprach, wieder leicht geworden.
    Eigentlich seit Ihr in die Fußstapfen von Jesus getreten
    der auch darauf bedacht war seine Brüder auf sehr liebevolle Art zu informieren.
    Das ist kein Vergleich mit Jesus. Ihr seit hier ein Mittel zu einem bestimmten Zweck. Auch Raymond Franz wollte uns über sein Wissen über Machenschaften innerhalb der Organisation in Kenntnis setzen, und folgte seinem Gewissen auf Grundlage der Heiligen Schriften. Er zeigt in seinem Buch “ Der Gewissenskonflikt“, daß man keinen neuzeitlichen Baal, unvollkommende Menschen, folgen darf.
    Ihr habt hier ein Forum geschaffen welches die freie christliche Meinungsäußerung unzensiert möglich macht, alles auf Grundlage der Heiligen Schriften.
    Habt vielen Dank dafür!

    Gott der Allmächtige schütze Euch weiterhin und segne eure mühevolle Arbeit !

    In brüderlicher verbundenheit
    Micha

  • Dennis
    Juni 10, 2011

    Liebe Brüder von Bruderinfo,

    es freut mich, dass ihr so klare unmissverständliche Worte für diese ungeheuerliche Verdrehung und den Missbrauch des Wortes Gottes, besonders in diesem WT, gefunden habt.

    Ich habe mich ja bereits zu dieser ganzen WT-Ausgabe geäußert und möchte das jetzt nicht alles wiederholen.

    Das Ausmaß des Bibelmißbrauchs wird deutlich wenn man sich die Fußnoten und Querverweise zu 1. Kor. 5:11, der ja der Hauptvers für die rigide Ausschlusspraxis ist, genauer ansieht.

    Die Studienbibel oder die WT-Library geben für jeden Verkündiger Aufschluss darüber „WAS DIE BIBEL WIRKLICH LEHRT“ und was der „Sklave“ daraus macht.

    (1. Korinther 5:11) . . .Nun aber schreibe ich euch, keinen UMGANG* mehr mit jemandem zu haben *(FN), der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen.

    Zu dem Wort „Umgang“ gibt es einen Querverweis zu 2. Thess. 3:6 und hier wird auch erkärt was es bedeutet, vor allem auch in den Versen 13-15:

    (2. Thessalonicher 3:6) . . .Nun geben wir euch Weisung, Brüder, im Namen des Herrn Jesus Christus, euch von jedem Bruder ZURÜCKZUZIEHEN, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die ihr von uns empfangen habt. . .

    (2. Thessalonicher 3:13-15) 13 Ihr eurerseits, Brüder, laßt nicht nach, das Rechte zu tun. 14 Wenn aber jemand unserem durch diesen Brief [gesandten] Wort nicht gehorcht, so haltet diesen bezeichnet und hört auf, UMGANG (FN) mit ihm zu haben, damit er beschämt werde. 15 Und doch betrachtet ihn nicht als einen Feind, sondern ermahnt ihn weiterhin ernstlich als einen Bruder.

    Paulus ermahnt ausdrücklich im Vers 15 ihn WEITERHIN ALS BRUDER ZU BETRACHTEN und dass obwohl er genau wie in 1. Kor. 5:11 von „keinem Umgang“ gesprochen hat.

    Die Fußnote zu „Umgang“ gibt die Antwort was es eigentlich bedeuten sollte:

    Wtl.: „[und] nicht beständig selbst hinaufzumischen (dazuzumischen) mit ihm“

    Es heißt hier, dass man sich selbst nicht BESTÄNDIG dazumischen sollte, also keine intensive gesellschaftliches Zusammenleben mit diesem Bruder wie vorher stattfinden sollte. Mit keinem Wort ist irgendwo von einem Kontaktverbot bis hin zu einer Verweigerung eines einfachen Grußes die Rede.

    Was soll erreicht werden? Vers 15 Fußnote zu „ernstlich“:

    Wtl.: „setzt beständig [seinen] Sinn [zurecht]“

    Also ihn zu einem Sinneswandel zu bewegen, das war der Zweck von „keinen Umgang“! Ihn weiter als Bruder zu sehen und ihm seine Handlungsweise vor Augen zu führen um ihn so hoffentlich zur Einsicht zu bewegen.

    Ich kann mich nur nochmal wiederholen. Diese Lehren des „Sklaven“ sind für mich völlig inakzeptabel und ich verspüre jedesmal, wenn ich diese WT-Ausgab in den Händen halte eine regelrechte Abneigung gegenüber diesen Menschen, die solche Dinge zu Papier bringen.

    Wir wir ehrlich sind müssten wir alle der Aufforderung aus 2. Joh. 8-11 nachkommen wo es heißt:

    (2. Johannes 8-11) 8 Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern daß ihr vollen Lohn erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

    Wieviel mehr kann man sich eigentlich noch von der „Lehre des Christus“ entfernen als mit solchen Bibelverdrehungen und Anmaßungen zum unbedingten Gehorsam gegenüber einer menschl. Organisation?

    Liebe Grüße euer Bruder
    Dennis

    HALLO DENNIS,
    viele Dank für deine interessante Erklärung an Hand der Bibel zu der Frage, was es bedeutet keinen Umgang mit Übeltäter zu haben. Habe das so noch nicht erkannt. Vielne Dank. Es lohnt sich wirklich hier die Kommentare aller Brüder zu lesen.
    Liebe Grüße an alle
    Bruderinfo

  • Anna
    Juni 10, 2011

    Lieber Bruder Dennis und @bruderinfo sowie @alle,
    das ist schön zusmmengestellt, auch nochmals der Hinweis, dass Gottes Wort nun wirklich keinen Hinweis zum Kontaktverbot gibt.
    Jeder der noch in die Zusammenkünfte geht kann doch nicht seinen Jahresurlaub von Ende August bis Ende September nehmen, damit das WT-Studium an ihm vorübergeht? Andererseits dürfte interessant sein, wer sich überhaupt dann noch meldet? Der Preis ist allerdings hoch, ruhig auf seinem Stuhl zu sitzen und nicht aufzustehen und gehen. Momentan weiß ich noch nicht wie ich das handhaben werden. Es reicht ja schon der Studienartikel von dieser Woche: „Wie Entscheidungen treffen, die Gott Ehre machen?“
    Nur unlogisch, jeder Schüler, der einen solchen Aufsatz verfaßt erhält höchstens noch eine 5!

    Schon der Absatz 2… ZITAT mit eigenen Anmerkungen in Großbuchstaben:“Möchte man ein reifer Christ werden, muss man zwischen Recht und Unrecht unterscheiden lernen und dann eine Entscheidung aus seiner eigenen Überzeugung heraus treffen – STATT NACH MEINUNG ANDERER (DES SKLAVEN) ZU GEHEN (Römer 12:1,2 = HEILIGER DIENST GEMÄß MEINER VERNUNFT, SELBER! DURCH PRÜFUNG FESTSTELLEN, WAS DER WILLE GOTTES IST.)

    Manche würden mir nun den Geist der Unabhängigkeit unterstellen. Ich finde es ist das Bewußtsein, dass ich NUR von Jehova abhängig bin. Im Abschnitt 9 soll der Text in Römer 14:1 – 4 gelesen werden. Vers 4 am Ende zeigt, dass nur Jehova veranlassen kann, dass wir stehen. Und man vergißt finde ich den Vers 8 NW: „denn wenn wir leben, leben wir für Jehova, und auch wenn wir sterben, sterben wir für Jehova. Darum, wenn wir leben und auch wenn wir sterben, gehören wir Jehova und 9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder zum Leben gekommen, damit er Herr sei sowohl über die Toten als auch über die Lebenden.

    Das sagt doch alles!
    Erheitert hat mich dann doch der Abschnitt 11 letztes Drittel über Entscheidungen der Ältesten:
    Sie (die Ältesten) folgen dem Prinzip: „Geht nicht über das hinaus, was (in Gottes Wort) geschrieben steht“ (1. Kor. 4:6) und direkt anschließend der Satz: „Außerdem halten sie sich eng an das, was vom treuen Sklaven kommt (Mat. 24:45-47).
    Tja, ich kann nur beten, dass wenigstens einer da wo ich hingehe diese Unlogik bemerkt.
    Mich tröstet der Text aus Römer 14:10, jetzt aus der GUTEN NACHRICHT:
    10 Warum verurteilst du dann deinen Bruder oder deine Schwester? Und du, warum verachtest du sie? Wir werden alle einmal vor Gott stehen und von ihm gerichtet werden. 11 In den Heiligen Schriften heißt es ja: »So gewiss ich, der Herr, lebe: Alle werden vor mir auf die Knie fallen, alle werden Gott die Ehre geben.« 12 So wird also jeder Einzelne von uns sich für sein eigenes Tun verantworten müssen“

    … auch jeder, der seinen Brüder nicht mehr grüßt oder einer Organisation mehr Ehre gibt als unserem Schöpfer und seinem Christus.
    Liebe Grüße und ggf. haben ja ein paar von uns ein paar freie Tage vor sich um die Natur zu genießen.
    Anna

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Anna,
    aufstehen und gehen wenn statt JHWH und Jesus die Organisation geehrt wird und die Bibel verdreht wird…das wäre ein mutiger Entschluss. Einer der nicht unbemerkt bliebe, der vielleicht sogar Nachahmer finden würde.

    Aber auf jeden Fall würde es Konsequenzen nach sich ziehen, dessen muss man sich vorher bewusst sein. Es wird einem in geistiger Hinsicht so ergehen, wie den Aposteln auf die schon Schneerose hinwies. Wer es trotzdem tut, kann dann aber auch dieselbe Freude empfinden wie sie:

    41 Die Apostel aber verließen den Hohen Rat voller Freude darüber, dass Gott sie dazu auserwählt hatte, für Jesus Verachtung und Schmerzen zu ertragen.
    Apg 5, 41

    Das wäre die eine Möglichkeit…eine andere wäre, die Ältesten selbst ein bis zweimal darauf anzusprechen, dass dieses selbstherrliche Verhalten der Organisation für das eigene Gewissen untragbar geworden ist, weil es sich nicht mit Gottes Wort in Übereinstimmung bringen lässt.

    Damit würde man folgenden biblischen Rat befolgen:

    Titus 3, 10+11

    10 Wer falsche Lehren verbreitet, den sollst du ein- oder zweimal zurechtweisen. Kommt er trotzdem nicht zur Einsicht, dann trenn dich von ihm.
    11 Du weißt doch: Den Menschen, die ihre Sünde nicht einsehen wollen, kann man nicht helfen. Sie sprechen sich selbst das Urteil.

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Ein sehr guter Kommentar liebe Ulrike und gegen das was Gottes Wort dazu wiedergibt kann niemand etwas sagen !
    Ich habe die letzten Tage von einem Bruder der sich vor 10 Jahren schon zurückgezogen hat einen Aufsatz gelesen der sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt. Einige gute Aussagen werden ich in einem Kommentar unterbringen!
    lg. Matthäus

  • Barbara
    Juni 10, 2011

    Liebe Ulli!

    Mit den Ältesten über das selbstverherrlichende Gebahren der Organisation zu sprechen zieht sofort ein Rechtskomitee nach sich. Da ich schon wusste das meine biblisch begründete Haltung keine Beachtung finden würde und ich auf Jehova hören wollte und daher keinen Rückzieher tun konnte, war mirklar das ich ausgeschlossen werden würde. Daher habe ich in einem Brief um den Ausschluss gebeten. Ich habe jetzt meinen inneren Frieden wieder, allerdings finde ich schon das ich meine Brüder im Stich gelassen habe.Ich habe wegen meiner Kinder keine andere Möglichkeit gesehen, sogar jetzt versuchen wohlmeinende Brüder und Schwestern sie im Sinne der Org. zu beeinflussen.

    Ich wünsche Dir liebe Ulli viel Kraft und Jehovas Segen, wie auch immer Du vorgehen magst, wenn diese Artikel besprochen werden.

    LG

    Barbara

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Vielleicht ist diese Aussage ein kleiner Trost, liebe Barbara!

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken?

    Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle
    Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer,
    die unfair und unsachlich ist. Diese Form der Propaganda tut den Standpunkt eines Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen
    Standpunkt, der keine Beachtung verdient.

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen
    gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er
    die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    w06 15.01. S.23:
    „Werden wir also Abtrünnigen zuhören, ihre Veröffentlichungen lesen oder uns im Internet mit ihren Websites befassen? Wer
    Gott und die Wahrheit liebt, wird das nicht tun.“

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken?

    Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen
    Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der
    Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen,
    verleumden, verunglimpfen und sarkastische
    Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise,
    verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die
    schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es
    deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die
    Emotionen anzuheizen.

  • Ulrike P.
    Juni 10, 2011

    Hallo Barbara,
    vielen Dank für deine lieben Wünsche, ich wünsche dir von Herzen dasselbe. 🙂

    Da wir schon vor ca 6 Jahren den Entschluss gefasst haben uns diesen falschen Lehren nicht mehr zu unterwerfen, weiß ich nur durch die Informationen hier bei Bruderinfo, was so in den Zeitschriften geschrieben wird.

    Wir sind nach jahrelangem Schweigen dem Ratschlag von Titus gefolgt.
    Wir haben mit Ältesten aus der eigenen Familie, wie auch in der Versammlung gesprochen – haben unbequeme Fragen gestellt. Aber so, dass sie uns nichts vorwerfen konnten, was ein Rechtskommitee rechtfertigt hätte.
    Allerdings fand man dann einen anderen Weg: Wir wurden hintenherum als gefährliche Elemente dargestellt. Das merkten wir dadurch, dass plötzlich keiner unserer Freunde mehr Zeit für uns hatte und außer einem kurzen Gruß in der Versammlung kein weiterer Kontakt mehr zustande kam.
    Jahre später wurde unsere Vermutung das man die Brüder vor uns warnte, dann bestätigt…

    Die Ältesten unserer Versammlung sind so Selbstherrlich, dass sie es regelrecht genossen hätten, uns vor ein Kommitee zu schleifen. Das wollten wir ihnen nicht gönnen und uns nicht antun, so haben wir uns erst langsam zurückgezogen und schließlich einen ausführlichen (zweieinhalb Seiten langen) Austrittsbrief – sowohl an die Versammlung als auch nach Selters – geschrieben.
    Da haben wir alle unsere biblischen Gründe nochmal formuliert, so dass sie genau bescheid wissen.
    Das hätten wir aber so oder so irgendwann getan, weil wir es einfach nicht mehr länger ertrugen wie das Wort der Wahrheit verdreht wurde. – Die kalte Schulter unserer Freunde, hat uns diesen Schritt allerdings noch erleichtert…

    Wir sind als „Dreierpack“ gegangen – mein Mann, mein Sohn und ich gemeinsam. – Nur so ging es…hätte auch nur einer von uns nicht mitgezogen, wären die anderen auch geblieben. Dann allerdings völlig zurückgezogen, praktisch als „stillgelegter Zeuge“…wie nennen sie es noch gleich…?…ach ja…“untätiger Verkündiger“, der auch die Zusammenkünfte nicht mehr besucht. 😉

    Da wir uns aber immer in allem einig und in unseren Schlussfolgerungen immer auf einer Wellenlänge waren, blieb uns sowas Halbgehangenes erspart.
    Aber jeder der es seiner Familie zuliebe so hält, hat mein vollstes Verständis…es hat etwas mit Rücksichtnahem zu tun, denn die gesamte Familie – sofern in einem gemeinsamen Haushalt – müsste diese Entscheidung dann mittragen…man könnte auch sagen: Mit erleiden.

    Das deine Kinder noch von wohlmeinenden Brüdern ansgesprochen werden, ist eigentlich eine Dreistigkeit sondergleichen…wehe dem andersgläubigen Verwandten der IHREN Kindern von seinem Glauben erzählen würde, über den Kopf der Eltern hinweg. Da wäre die Empörung und das Geschrei aber riesengroß…

    Ganz ehrlich…hätten sie sich an unseren Sohn gewagt, hätte es ganz mächtigen Krawall gegeben!

    LG Ulli

  • Entmutigter Bruder
    Juni 10, 2011

    Liebe Anna,

    über die Dinge die Du erwähnst bin ich (wir) heute auch gestolpert.

    Mir fiel noch die (richtige) Aussage auf im Absatz 9 auf der Seite 15, wo es hieß: „Auch für uns ist es wichtig, mit einzubeziehen, wie unsere Entscheidungen das Gewissen anderer berühren.“ So schön und richtig dieser Rat auch ist, so wird er doch gerne dem „einfachen Volk“ gegeben und selbst sich leider oft nicht daran gehalten, wie man an den Geschehnisse im Zusammenhang mit der UNO – NGO Assozierung, die jährlichen (politischen) OSZE Treffen, oder den unlängst hier kurz angeführten Hedgefondkongress sehen kann.

    Würden nur allein von diesen 3 Aktivitäten die Brüder offen und ehrlich in Kentnis gesetzt werden, würde das Gewissen VIELER belastet werden. Und wie wir u.a. im Gewissenskonflikt von R.F. sehen konnten, ist dies auch leider nur die „Spitze des Eisberges“.

    Viel Kraft allen!

    Liebe Grüße

  • Matthäus
    Juni 10, 2011

    Hallo Dennis zu deinem Bibelzitat: >Nun geben wir euch Weisung, Brüder, im Namen des Herrn Jesus Christus, euch von jedem Bruder ZURÜCKZUZIEHEN, der unordentlich und nicht nach der Überlieferung wandelt, die ihr von uns empfangen habt. .<

    …möchte ich noch einen Aspekt hinzufügen, etwas was viele ZJ nicht wissen und was auch sogut wie totgeschwiegen wird.

    Im 2. Brief an die Korinther hat Paulus eine interessante Bemerkung gemacht Kap. 2:6 "Dieser Verweis von seiten der Mehrheit genügt für einen solchen Menschen, 7 so daß ihr im Gegenteil jetzt verzeihen und [ihn] trösten solltet, damit ein solcher nicht etwa von seiner übergroßen Traurigkeit verschlungen werde. 8 Darum ermahne ich euch, eure Liebe zu ihm zu bestätigen."

    Diese Anweisung aus 1.Kor. 5 wurde nur von der Mehrheit also NICHT ALLEN so ausgeführt. Darüber ließt man nirgends etwas in der Belehrung des Sklaven. Folglich könnte man die Anweisung des Paulus auch als Anregung verstehen, wie z.B. "Nur im Herrn zu heiraten" – auch daß kann keiner zum Gesetz erheben.

    In der Library wird der Vers 6 nur immer im Zusammenhang erwähnt und nie diese spezielle Aussage erklärt – im Gegenteil ich habe eine Leserfrage im KD 2/2007 gefunden der einiges aussagt – wie auch hier die Feststellung von Paulus verdreht wird:

    ▪ Ist es angebracht zu applaudieren, wenn bekanntgegeben wird, daß jemand wiederaufgenommen wurde?

    In seiner liebenden Güte hat Jehova Gott für reumütige Missetäter gemäß der Bibel eine Möglichkeit eröffnet, wieder in seine Gunst zu gelangen und wieder in die Christenversammlung aufgenommen zu werden (Ps. 51:12, 17). Wenn das der Fall ist, werden wir ermuntert, solchen aufrichtig Bereuenden unsere Liebe zu bestätigen (2. Kor. 2:6-8).

    Obwohl wir uns sehr freuen, wenn ein Verwandter oder Bekannter wiederaufgenommen wird, sollte doch eine würdige Stille vorherrschen, wenn der Versammlung bekanntgegeben wird, daß jemand wiederaufgenommen wurde. Im Wachtturm vom 1. Oktober 1998 wurde auf Seite 17 dazu folgendes gesagt: „Wir sollten allerdings bedenken, daß die meisten in der Versammlung nicht mit den jeweiligen Umständen vertraut sind, die zum Ausschluß einer Person oder zu ihrer Wiederaufnahme geführt haben. Außerdem könnte es einige geben, die die Missetat der reumütigen Person verletzt hat oder die persönlich davon betroffen sind — vielleicht sogar mit längerfristigen Auswirkungen. Wenn die Bekanntmachung einer Wiederaufnahme erfolgt, gebietet es daher das Feingefühl, mit Willkommensäußerungen zu warten, bis sich uns auf persönlicher Ebene Gelegenheit dazu bietet.“

    Wir freuen uns zwar sehr, daß jemand zur Wahrheit zurückkehrt, doch ist es nicht angebracht zu applaudieren, wenn die Wiederaufnahme bekanntgegeben wird. Ende ses Zitats !

    Und welche Lehre hat Jesus mit dem verlorenen Sohn vermittelt?
    Er erzählt das ein Festmahl veranstaltet wurde und große FReude herrschte – Applaus ist ein Ausdruck der Zustimmung und Freude, doch selbst das wird dem einzelen ZJ untersagt !?!

  • Alois
    Juni 10, 2011

    Oder dieses Gleichnis:

    Luk. 15

    4. Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verloren hat, läßt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
    5. Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern;
    6. und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
    7. Ich sage euch: Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen. –

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