148 Comments
  • andy
    August 12, 2011

    kurze Anmerkung : Ich erwähne hier, dass ich der Überzeugung bin, dass Gott auf der Erde eine Organisation hat. Das müsste er nicht, könnte die Sache viel effektiver gestalten. Doch ihm ist bewusst, dass Menschen gerade DAS benötigen, vor allem die Unsicheren. Jeder Hasenzüchterverein muss nunmal von jemand organisiert werden, umso mehr eine Interessengemeinschaft wie die der ZJ. Wenn es Jehova also nur um Effizienz gehen würde, wäre wohl einiges anders…
    Solange wir hier folglich gemeinsam der Meinung sind, dass eben diese Organisation grobe Fehler macht, wenn auch ansonsten sehr bemüht, dann bin ich für jede Diskussion offen. Wer weiterhin denkt, Jehova habe keine Organisation und überlässt alles dem Zufall, der liegt falsch. An solchen Gesprächen werde ich mich nicht beteiligen, ziehen sie doch nur eine negative Abwärtsspirale. Bis später

  • Dennis
    August 12, 2011

    Hallo andy,

    sehr traurig und schade, dass du an dem altbewehrten Denkmuster der Organisationstreue festhälst. Du scheinst überhaupt nicht zu merken, dass du Bedingungen für eine Diskussion hier auf BI festlegst, die 0,0 mit der Bibel zu tun haben. Nach dem Motto:

    „Wenn ihr nicht glaubt, dass Gott die WT-Organisation auserwählt hat, rede ich nicht mehr mit euch“

    Zeig mir die Bibelstelle wo explizit steht, dass sich Jehova einer Organisation bedient und diese notwendig ist um gerettet zu werden.

    Du hälst dich selbst durch dieses Organisations-Dogma in einem Denkschema gefangen, dass dich nie zu einem glücklichen Christen heranreifen lassen wird, davon bin ich überzeugt.

    Natürlich muss man was organisieren, wenn Menschen zusammen kommen. So gesehen ist BI auch eine Art Organisation. Doch der große Unterschied ist, dass die Brüder hinter BI nicht behaupten von Gott auserwählt und geleitet zu sein. Außerdem erheben sie auch keinen Absolutheitsanspruch in allen Lehr- und Organisationsfragen, so wie der Papst und die WTG.

    Wenn du heute das WT-Studium verfolgt hast, dann lies dir doch bitte mal den Abs. 18 durch, wo es um die „aufrichtigen Erforscher der Bibel“ geht (Wt 15.01.12 S.8).

    Warum waren Russell und seine kl. Gruppe Freigeister und Bibelforscher so „aufrichtig“ nach heutigem Verständnis? Der Abschnitt sagt, dass sie offen diskutierten und anhand der Bibel Fragen beantworteten. Das war aber nach heutiger Lehre eine Rebellion gegen den „treuen und verständigen Sklaven“. Dieser „Sklave“ wurde nämlich im Jahre 33 u.Z. eingesetzt und teilte von da an „durchgehend“ bis heute geistige Speise aus (s. WT 01.03.81 S. 24; WT 15.04.75 S. 238).

    Wie ist das möglich?

    LG
    Dennis

  • Alois
    August 12, 2011

    Hallo andy

    Dass es die Organisation, also die Könige und Fürsten im Volke Jehovas geben wird, ist in den Propheten vorhergesagt. Somit ist die Existenz und das Wirken der Organisation auch vorhergesagt.

    Jehova weiß alles im vorraus, genauso wusste er zur Zeit Samuels, dass die Forderung des Volkes Israel auch einen König zu haben, nicht gut ausgehen wird. Samuel war dagegen, aber Jehova sagte ihm, nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen dass ich nicht mehr König über Israel sei.
    Aber Jehova beugte sich dem Wunsch des Volkes und setzte zuerst Saul dann David als König ein.

    So ähnlich muss man sich das auch Heute vorstellen. Eigentlich braucht Jehova keine Organisation, denn er hat schließlich Jesus als König eingesetzt. Aber das Volk der Zeugen Jehovas wollte eine Organisation haben, sie wollen sein wie alle anderen Religionen auch. Wie damals zur Zeit Samuels haben sie damit Jesus als König verworfen. Denn gäbe es keine Organisation, dann wäre Jesus das Haupt der Versammlung geblieben, nun ist das Haupt der Versammlung die Organisation.

    So wie im alten Israel die Könige das Volk Jehovas nach und nach und immer mehr ins Unglück gestürzt haben, so ist es auch Heute zu beobachten. Es wird zum Ende hin sogar soweit kommen, dass wer nicht hinausgeht aus der Organisation, (vor allem geistig gesehen) mit ihr untergehen wird. So verstehe ich die Propheten.

    Wenn Du meinst Du würdest Dich gegen Jehova und Jesus stellen, wenn Du nicht mit der Organisation gehst, dann tut es mir sehr leid um Dich. Jesus sammelt zu seiner Zeit die zerstreuten Schafe zu seiner Herde ein, das kann er nur, wenn dieselben zerstreuten Schafe aus der alten Herde Organisation geistig gesehen in alle Himmelsrichtungen geflohen sind.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Andy,
    Wie du sicherlich weißt, hat Gott alles seinem Sohn übergeben. Wir gehören dabei natürlich trotzdem dem Vater…aber alles weist auf Jesus als unseren alleinigen Hirten und Retter hin.
    ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Nicht eine selbsternannte Organisation…ob sie sich nun katholisch, evangelisch oder Zeugen Jehovas nennt.
    Diese Organisationen haben alle eins gemeinsam, sie verdrehen die Lehre des Christus bis zur Unkenntlichkeit.

    Auf keine von ihnen, treffen die Worte aus Titus 2, 11-14 zu:

    11 Denn die Gnade Gottes, die allen Menschen Rettung bringt, ist sichtbar geworden.
    12 Sie bringt uns dazu, dem Leben ohne Gott und allen sündigen Leidenschaften den Rücken zu kehren. Jetzt, in dieser Welt sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben.
    13 Denn wir warten auf das wunderbare Ereignis, wenn die Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Erlösers, Jesus Christus, erscheinen wird.
    14 Er gab sein Leben, um uns von aller Schuld zu befreien und zu reinigen und uns zu seinem eigenen Volk zu machen, das bemüht ist, Gutes zu tun.

    Nicht Eine stellt die Gnade Gottes heraus, nein, alle benutzen lieber die Furcht als Instrument, um ihre Schafe dazu zubringen nach ihrer Pfeife zu tanzen.
    Was denn auch der Grund dafür ist, das Besonnenheit, Gerechtigkeit und Hingabe eher spärlich gesät ist. – Was gemäß diesen Worten die Regel sein sollte, ist die Ausnahme unter organisierten Christen…und läuft für Diese meistens darauf hinaus, dass sie raugeboxt werden oder selber gehen.

    Warten sie als Gesamtheit auf Jesu erscheinen in Herrlichkeit? – Hmpf…in ihren Statuten steht es vielleicht irgendwo geschrieben, aber durch ihre Taten zeigen sie, dass sie das Kommen Jesu nicht wirklich einplanen.

    Keine dieser Organisationen ist frei von Schuld…im Gegenteil, statt sich von Jesus reinigen zu lassen, haben sie alle im Laufe ihrer Existenz immer mehr Schuld aufgehäuft.

    Kann man da ernsthaft davon sprechen, dass SIE Jesu Eigentum sind?

    Die Zeugen distanzieren sich sogar aktiv davon, indem sie es garnicht erst sein wollen. – Sie setzen also sogar noch einen drauf.
    Gleichwohl beanspruchen sie aber dennoch für sich, die EINZIGEN zu sein, die Gott in Geist und Wahrheit anbeten. Das dies ohne Jesu aber garnicht möglich ist, verschweigen sie dabei.

    Joh 5,23 findet bei ihnen schon gleich garnicht statt:

    23 …damit alle den Sohn EBENSO ehren wie sie den Vater ehren.

    Der zweite Satz vom Vers 23 zeigt, dass sie damit, dass sie Jesus nicht die ihm gebührende Ehre geben, auch dem Vater keine Ehre geben:

    Doch wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

    Aber damit haben sie ja nun auch kein Problem, sie sind ja schließlich vollauf damit beschäftigt, sich selbst die Ehre zu geben.

    So verzeihe mir, wenn ich den Spieß umdrehe und dir antworte:
    Wer immernoch darauf pocht, dass Christen sich von Menschen führen lassen sollen, der läuft Gefahr mit ihnen in die Irre zu gehen.

    LG Ulli

  • andy
    August 12, 2011

    Hallo alle zusammen,

    ich hätte niemals gedacht, dass sich hier so viele binnen kurzer Zeit auf das melden, was ich mir hier von der Seele schreibe. Vor allem nach meinen ersten harten Worten…habe mich etwas im Ton vergriffen, war halt frustriert. Ich lehne mich jetzt sehr weit aus dem Fenster, wenn ich kurz meine Vorgeschichte schildere :
    Ich bin Zeit meines Lebens schon ZJ. Dennoch stand ich schon als Junge in einer Zeit, in der uns seitens der Organisation alles fertig vorgekaut wurde, sehr sensibel den Pauschalaussagen gegenüber. Diese kennen wir ja alle…Dennoch war ich glücklich und mit mir selbst und meinem Umfeld im Reinen. Die Erklärungen der WTG bzgl 1975 ergaben für mich und meinen Vater, der damals Ältester war, nie wirklich einen Sinn. Auch habe ich bereits als Kind sehen müssen, wieviele Ehen und Beziehungen damals zerbrachen, weil sich die WTG in die privaten sexuellen Angelegenheiten einmischte ( mein Vater heulte manchmal nachts, weil er Entscheidungen fällen sollte in Rechtsangelegenheiten diesbezüglich, hinter denen er nicht stand ).Viele dieser Ehen würden wahrscheinlich heute noch bestehen. Man trat anstelle befriedigender Sexualität für reine „Penetration“ ein und stellte das als gottgewollt dar. Ich dachte mir, das liegt an der prüden Gesellschaft im allgemeinen und wird sich irgendwann geben. Im WT vom 15.10.07 dann per Querverweis auf den WT 1983 die Rückkehr zu genau diesen alten sexualfeindlichen Werten ! Schock !!! Unverständnis !!! War das ein Druckfehler im WT ??? Gedankensprung : Vor einigen Jahren rettete eine Bluttransfusion meiner Frau nach einer Extremgeburt das Leben ( auch sie eine aktive ZJ ). Eine Entscheidung, die ICH bereits Jahre vorher gemeinsam mit meiner Frau für eben einen solchen Notfall traf ). Habe mit grossem Interesse den Artikel diesbezüglich in diesem Forum gelesen und stimme dem voll zu. Wir lagen im Thema Bluttransfusion schon immer voll daneben ! Ich bin seitdem auch kein Ältester mehr, da ich schon während der Schwangerschaft meiner Frau den Stress auf allen Ebenen nicht mehr verarbeiten konnte. Ich liebe Jehova und seinen Rat über alles, aber die eiserne Doktrin der WTG zerreisst mich innerlich. Habe das Gefühl, ich verrate jemanden, in einer solchen Gemeinschaft wie dieser hier heimlich zu kommunizieren. Ist das nicht traurig ? Dabei sollte uns doch die Wahrheit im positiven Sinne freimachen. Näheres evtl später…

  • Dennis
    August 12, 2011

    Lieber andy,

    es ist sehr interessant und bewegend deinen Werdegang innerhalb der WTG zu sehen. Vor allem was mit deiner Frau passiert ist, tut mir leid und ich bin froh, dass du so umsichtig gehandelt hast und sie heute lebt, weil ihr euch nicht dieser „Doktrin“ unterworfen hattet.

    Auch was die Sexualgesetze betrifft ist die WTG auf dem Holzweg. Sie glauben bis in die Schlafzimmer der Brüder vordringen zu können. Wie heißt es so schön im „Freut euch im Herrn“-Artikel: „unerträgliches Sich-wichtig nehmen“

    Ich hoffe dir ist klar, dass wenn irgendjemand von dieser Sache mit dem Blut erfährt deine Frau einen Komiteefall am Hals hast. Laut Ä.-Buch ab S. 111 muss die Ä.schaft bei Bekanntwerden einer „freiwilligen“ Bluttransfusion die „Reue“ des betreffenden ermitteln. Wenn er nicht „bereut“ die Bluttransfusion genommen zu haben „hat er die Gemeinschaft verlassen“.

    Glaubst du tatsächlich, dass sich Jehova einer Organistion mit diesen menschenverachtenden Religionsgesetzen bedient?

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Andy,
    ZITAT Dennis:
    „Ich hoffe dir ist klar, dass wenn irgendjemand von dieser Sache mit dem Blut erfährt deine Frau einen Komiteefall am Hals hast. Laut Ä.-Buch ab S. 111 muss die Ä.schaft bei Bekanntwerden einer “freiwilligen” Bluttransfusion die “Reue” des betreffenden ermitteln. Wenn er nicht “bereut” die Bluttransfusion genommen zu haben “hat er die Gemeinschaft verlassen”.“

    Ich merke gerade das ich in deimem Beitrag etwas hineingelesen habe, dass du garnicht geschrieben hast…mein Fehler… 😉

    Wenn ihr euer Geheimnis schön für euch behalten habt, ist das natürlich euer gutes Recht, aber mich würde interessieren wie es sich anfühlt in der Versammlung zu sitzen, sich von den Ältesten belehren zu lassen, sie vielleicht sogar mal einzuladen…und das alles in dem Wissen, das aus den liebevollen Hirten – sofern sie sich an die Instruktionen ihres Hüte-Buches halten – ratz fatz erbarmungslose Richter und Henker würden, wenn ihr euch ihnen offenbaren würdet.

    Oder macht ihr euch da garkeine Gedanken drüber?

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Andy,
    find´ ich ganz toll, dass du dich dazu entschlossen hast, dich zu öffnen und etwas über dich zu erzählen. – Dazu gehört schon eine ordentliche Portion Mumm.

    Zuerst einmal möchte ich nachfragen, ob´s deiner Frau und deinem Kind zwischenzeitlich gut geht.
    Ich hoffe es sehr…auch dass ihr die Auswirkungen eurer Entscheidung gut verkraftet habt.

    Das es keinen Ausschluss infolge der Bluttransfusinon gab, lag wohl an deiner Position, die sie dir dann statt eines Ausschlusses nehmen konnten…oder die Ältesten deiner Versammlung hatten doch so etwas wie ein Herz inner Brust…?…

    Ich weiß, es ist nicht leicht bestimmte Gedanken weiter zu denken und ich will dir da auch garnicht rein quatschen. Wie steht eigentlich deine Frau zu all dem, wenn ich mal fragen darf?

    Bei mir ging es auch nur Stück für Stück…im Nachhinein habe ich das Gefühl, dass mir ganz sacht und sanft – so wie ich es halt verkraften konnte – die Augen geöffnet wurden…das war ein Prozess der über Jahre ging…doch NICHT durch irgendwelche Aussteigerseiten…die habe ich gemieden wie die Pest, weil ich mich von KEINER Seite her beeinflussen lassen wollte.

    Aber die Bibel war es, die mir, meinen Mann und unseren Freunden immer weiteren Aufschluss gab.
    Und darum vertraue ich auch bei jedem anderem darauf, dass er früher oder später durch die Heilige Schrift erkennt, was er tun soll.

    LG Ulli

  • andy
    August 12, 2011

    Hallo Ulli P.,
    ich hatte mir gestern ca eine Stunde lang alles von der Seele geschrieben. Kurz bevor ich den „Kommentar senden-Button“ drücken konnte, war auf einmal alles verschwunden, keine Ahnung, war nicht mehr auffindbar. Jetzt also nochmal, diesmal in Kurzfassung :
    In unserer VS haben wir Älteste, wie sie sich jeder vernünftige Christ nur wünschen kann. Du hattest mich falsch verstanden, mein Dienstamt als Ältester habe ich schon vor unserer Angelegenheit der Bluttransfusion SELBST abgelegt. Für meine Süsse und mich war es schon immer ein Unterschied, ob ich mir in einer geplanten Situation wie z.b. einer O.P. Blut geben lasse, obwohl ich Alternativen habe oder ob ich mich in einer Extremsituation dazu entscheide, mir Blut geben zu lassen, wenn es tatsächlich keine Alternative mehr gibt. In unserem Fall war es nämlich genau so !
    Wir haben das alles nicht einfach so weggesteckt,klar. Aber wir machen uns deshalb nicht mehr verrückt. Meine Entscheidung, kein Ältester mehr sein zu können, hat also mit der „Blutgeschichte“ nichts zu tun. Ich melde mich später wieder, dann erzähle ich etwas mehr über mich. Tschüss Ihr Lieben !

  • Eddi
    August 12, 2011

    Lieber andy,

    um mit deinem letzten Satz anzufangen: ja, es ist sehr traurig, wenn man die Wahrheit nicht überall suchen darf. Ist Jehovas Arm zu kurz, als dass er uns nicht aus einer tatsächlichen Gefahr befreien könnte? Er, der jeden Beweggrund des Herzens kennt, soll er nicht wissen, warum du hier bist? Angenommen, es wäre tatsächlich Unrecht, würde sich dann die WTG nicht automatisch der Beihilfe für schuldig erklären müssen, weil sie es versäumt haben, deine liebe Frau, deine Eltern und dich zu trösten, zu lieben, zu ehren, zu achten und eure Fragen zu beantworten, statt euch zu verpflichten, euch in die Angelegenheiten anderer einzumischen?

    Dass es in einer Organisation Regeln geben muss um ein geordnetes Miteinander zu ermöglichen ist klar. Aber was ist die biblische Leitlinie? Apg. 15:28 (NWÜ) sagt es klar und deutlich, vier Dinge beachte, dann wird es dir wohl ergehen. Heißt im Umkehrschluss, dass viele, auch unsinnige, Regeln krank machen. Und das haben viele erfahren, einschließlich meiner Wenigkeit.

    Du bist sehr zu loben, dass du das System: „Nur wir haben die Wahrheit und jede kritische Anmerkung dazu ist Abtrünnigkeit“ überwunden hast um der Wahrheit willen. Wenn man das ganze Leben verinnerlicht hatte, dass Kritik ein Zeichen geistiger Schwäche ist, schlechter Umgang dahinter stecken muss etc. dann ist diese Seite erst einmal Härtefall. Aber bitte nimm dir den Leitspruch über die Beröer zu Herzen. Das Magendrücken wird noch ein Weilchen anhalten. Auch ich hätte „im Normalfall“ nie hier geschrieben.Das war der Mut der Verzweiflung.

    Lieber andy: bitte vergegenwärtige dir, dass du ein kostbares Gefäß bist. Alle Christen sollen „Gottes Bau“ sein. Eine Ziegelmauer zeigt, dass immer EIN Stein von ZWEIEN getragen wird und in der Reihe darüber trägt unser Ziegel selbst zwei Steine. Also müssten zwei Brüder deine Bürden tragen und du selbst trägst die Bürden von zwei Brüdern. Aber hast du das so erlebt? Hat deine Frau das erleben dürfen? Dein Vater? Wer möchte denn ernsthaft behaupten wollen, dass es an Jehova liegt? Nein? Viele Möglichkeiten bleiben ja dann wohl nicht mehr übrig, oder? ES LIEGT JEDENFALLS NICHT AN DIR!

    Ganz liebe Grüße und herzlich willkommen
    Eddi

  • Martin
    August 12, 2011

    Lieber Andy,

    Lieben Dank für Deine offene Darstellung. Ich verstehe deine innere Zerissenheit. Ein „in der Wahrheit groß gewordener Bruder“ äussert sich auf einer Seite, wo die WTG kritisch unter die Lupe genommen wird. Nach all den vielen Lebensjahren widerstrebt einem eigentlich ein solcher Weg. Deshalb verstehe ich auch deinen ersten Kommentar als einen „provozierenden Hilferuf“. So haben wir alle einmal gedacht. Doch nun zeigst du auch die andere Seite deines Lebens. Nun beginnst du dich aus diesem gefangenen Zustand zu lösen. Gefesselt von den Direktiven der WTG warst du über viele Jahre geblockt, verkrampft und hast gewissermaßen sogar ein „Eigenleben geführt“. Das ist für einen Menschen nicht gut für Seele und Geist oder Gesundheit. Ganz offensichtlich hat auch dein Vater als Ältester seelisch gelitten und war ein Mensch mit Herz. Das ist Familiengeschichte. Die legt man nicht von heute auf Morgen ab. Deshalb wird es auch noch einige Zeit erfordern, wenn du dich noch mit den hier dargestellten Gedankengängen auseinandersetzt, bis du verstehst, dass in den vergangenen 30/40 Jahren gewaltig einiges schief gelaufen ist. Ich wünsche dir und deiner lieben Frau, das dies jedoch im Einklang mit Jehova und unserem Herrn Jesus erfolgt. Wenn du dich dem heiligen Geist öffnest, wird dein Herz wieder froh, glücklich und Dank der Gnade unseres Herrn erleichtert sein, wenngleich manchmal auch „blankes inneres Entsetzen dich erfasst. Aber der Geist Jehovas ist stärker als die Direktiven einer menschlichen Organisation. Viel Kraft dir und deiner Familie.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Anna
    August 12, 2011

    Lieber Andy, liebe Brüder und Schwestern,

    ich darf dir aus eigener Erfahrung versichern dass es erstmal befremdlich ist, sich einzugestehen, dass man sich von einer Organisation hat manipulieren lassen. Und danke, dass du uns an deinen Erlebnissen teilhaben läßt.

    Wir haben hier eine Organisation die sich verselbständigt hat. Viele „Vorschriften“ bezüglich Blut, Sexualität, Ersatzdienst usw. sind daraus entstanden, dass man die Brüder absichtlich KLEIN gehalten hat.

    Da ist zum einen der vielen Menschen innewohnende Wunsch für alles und jedes von oben eine Antwort zu erhalten. Nur um keine Verantwortung für das eigene Leben übernehmen zu müssen. Das trifft dann damit zusammen, dass man seitens der Organisation glaubt und geglaubt hat auf alles eine Antwort geben zu müssen. Nötigenfalls mit 2/3-Mehrleit der Leitenden Körperschaft.

    Und dann hat man Millionen von Menschen die in geistiger Abhängigkeit leben.

    Inzwischen ist alles aus dem Ruder gelaufen. Das Schiff Organisation lässt sich nicht mehr manövrieren und ist nicht mehr stoppen. Hindergrund ist, dass Befehlsempfänger (Zweigaufseher, Bezirks- und Kreisaufseher, Älteste, DAGs) auch noch über das, was die Leitende Körperschaft im Organisationsbuch und im Hütebuch anordnet, hinausgeht. Weil es unter den Befehlsempfängern immer wieder Streber gibt die es noch BESSER machen wollen.

    Das führt dann zu Szenarien wie sie Schwester Eddi, das Arme Schaf, Mäuschen und viele viele andere erlebt haben und erleben. Daher ist auch ein großer Unterschied innerhalb der Ortsversammlungen auszumachen.

    Andy, du hast geschrieben dass Organisation notwendig ist. Natürlich, Versammlungszeiten zum Beispiel müssen organisiert sein. Hilfe für bedürftige Mitmenschen usw. Nur, Organisation sollte den Menschen dienen und nicht Menschen einer Organisation.

    Und ich freue mich sehr, wie du und deine Frau in der Blutfrage entschieden haben. Euer Kind wäre ggf. nicht am Leben oder hätte zumindest keine Mutter mehr. Das wollte Jehova nie und damit hat sich die Organisation enorme Blutschuld aufgeladen.

    Der gestrige Tagestext sagt doch eigentlich wie es um den Zustand in Jehovas Volk aussieht.

    ZITAT
    Gott wird denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner (Heb. 11:6).

    Man beachte: Jehova belohnt die, die ihn „ernstlich suchen“. Das bedeutet, es intensiv und mit Anstrengung zu tun, wie die zugrunde liegende griechische Verbform anzeigt. Macht uns das nicht Mut? Wenn wir uns ernsthaft bemühen, dann können wir sicher sein, gesegnet zu werden. Schließlich Jehova der allein wahre Gott, „der nicht lügen kann“ (Tit. 1:2). Über die Jahrtausende hinweg hat er bewiesen, dass man sich absolut auf das verlassen kann, was er verspricht. Er hält ausnahmslos immer Wort (Jes. 55:11). Wir können also fest darauf bauen, dass er auch uns belohnen wird, wenn wir echten Glauben beweisen. Dazu gehört auch, denen Beachtung zu schenken, die Jesus über seine Habe gesetzt hat. Wie könnten wir sonst erwarten, ein gutes Verhältnis zu Jehova zu haben? die Hilfe des „treuen und verständigen Sklaven“ würden wir doch gar nicht richtig verstehen, was wir im Wort Gottes lesen, geschweige denn wissen, wie wir es anwenden können! (Mat. 24:45-47). Und nur wenn wir nach dem leben, was wir aus der Heiligen Schrift lernen, können wir darauf zählen, von Gott gesegnet zu werden. w10 15. 9. 1:6, 7 ZITAT ENDE

    Immer auf Belohnung hoffen. Nie der Liebe sicher sein. Das kann nicht mit Jehovas Liebe in Einklang sein.
    Liebe Brüder und Schwestern die ihr fleißig der Organisation folgt, fragt euch bitte, was habt ihr in den letzten Jahren eigentlich NEUES gelernt? Nicht organisatorische Änderungen sondern NEUES aus Gottes Wort?

    Ich habe von den Grundlehren seit meiner Taufe nichts weiter gelernt und in den Zusammenkünften lese ich, wenn ich mich langweile, in der Bibel. Dann fallen mir auch Texte auf wie die nachfolgenden und zwar völlig – siehe letzter Teil im Kommentar zum Tagestext – ohne die Hilfe des treuen und verständigen Sklaven:

    Jesaja 60:2 Luther 1984
    2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

    Wir brauchen nicht auf das helle Licht von Jehova warten. Er gibt es uns und vertröstet uns nicht dauernd mit heller werdendem Licht.

    Und dazu passt auch Psalm 97:11 (Neue Genfer)
    „11Ja, wer Gottes Willen tut, über dem wird das Licht aufstrahlen, und Freude wird alle erfüllen, die von Herzen aufrichtig sind“

    Und dann noch das was unser Herr Jesus Christus in Matthäus 4:16 am Anfang seines Dienstes gesagt hat:

    „16Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; über denen, die im Land der Todesschatten wohnen, ist ein helles Licht aufgegangen“

    Deswegen ist es wichtig sich durch die Wahrheit frei zu machen von Anordnungen die NICHT von Jehova kommen.

    Und nach vorne schauen. Das Gute was wir gelernt haben aus Gottes Wort behalten und das Negative nach und nach vergessen. Dann kann sich schon heute an uns Jesaja 65:17 erfüllen wo Jehova uns zusichert, dass die früheren negativen Dinge nicht mehr unsere Gedanken blockieren und der Freiheit zum Christus entgegenstehen:

    Jesaja 65:17 NWÜ
    „17 Denn siehe, ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen.“

    Liebe Grüße – wieder mal aus dem Regen an alle Anna

    =============================================================================

    Hallo Anna,
    danke für deine vortrefflichen und gut durchdachten Kommentar, der die Situation des „Volkes Jehovas“ so treffend beschreibt.
    l.G.
    Bruderinfo

  • Aaron
    August 12, 2011

    Hallo Anna,

    Danke für deinen guten Kommentar. Die offensichtliche Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit der WTG kam auch in dem WT Studienartikel dieser Woche gut zum Ausdruck, wenn man lobend erwähnt, dass im 1. Jhd die Etnscheidung einstimmig gefällt wurde und dann gesagt wird zur Zeit der Ersten Bibelforscher Fragen gestellt und GEMEINSAM beantwortet wurden. Wenn das damals alles so gut und richtig war, warum hat man das nicht beibehalten? Warum wird heute nicht versucht EINSTIMMIGE Entscheidungen herbeizuführen unter Berücksichtigung dass WIR ALLE BRÜDER sind?
    Heute bemüht man sich nicht mal die Meinung aller sogenannten „Gesalbten“ zu hören.
    Gruss
    Aaron

  • Eddi
    August 12, 2011

    Lieber Andy,
    Zitat:( Ich merke in einigen Kommentaren zwar den unbedingten Willen zur Klarstellung, aber auch den Defizit um das Wissen, dass Jehova TATSÄCHLICH Menschen einsetzt, seine Organisation zu lenken. Und Menschen SIND nunmal wirklich von allen sündigen Neigungen belegt wie Machthunger, Stolz etc., schon vergessen ?)

    Ich bete für dich, dass Jehova dir den Freimut gibt, über hier geäußerte Gedanken wertfrei nachzudenken. Dein Kommentar zeigt, dass dir die Heiligkeit des Namens Jehovas alles andere als egal ist und dein Mut, sich zu äußern, ist zu loben.

    Du gehst mit der größten Selbstverständlichkeit davon aus, dass Jehova eine irdische Organisation hat. Wir alle waren und/oder sind an diesem Punkt gewesen. Doch warum hat Jehova das Gericht an Jesus übergeben, NACHDEM dieser wieder in den Himmel auffuhr und zur Rechten Gottes Platz nahm? Warum sagte Jesus zur Samariterin am Brunnen, der Vater würde solche suchen, die ihn in GEIST und Wahrheit anbeten? Warum sagt die Bibel, dass es nur EINEN Mittler zwischen Gott und Menschen gibt, Jesus Christus? Ist denn der Arm Jehovas verkürzt, oder braucht Jesus für seine Rolle als Mittler einen geistigen Rollator? Paulus stellt deutlich klar, dass Fleisch und Geist miteinander im Kampf liegen, wie kann dann Fleisch die berechtigen Interessen des Geistes vertreten? Sagt die Bibel nicht, dass kein Mensch für einen anderen Menschen in der Lage ist, sein Leben als Opfer zur Sündenvergebung zu lassen? Wie kann dann ein Mensch für einen anderen Menschen eine to do Liste aufstellen und behaupten, dass es möglich ist, durch das Nichteinhalten dieser Liste das Blut Christi als Loskaufsopfer unmöglich zu machen? Hast du bitte einmal über Römer 2:29 nachgedacht, dass derjenige ein Jude ist, der es innerlich ist durch die Beschneidung des Herzens und ein solcher Mensch sein Lob von Gott erhalte!? Wenn es also Gottes Anliegen ist, einen geistig gesinnten Menschen zu loben, wie kommt es dann, dass du meinst, diese Menschen bräuchten eine lange Liste von menschlichen Anleitungen? Was wir Menschen benötigen ist die göttliche Gnade und Barmherzigkeit.

    Bestimmt freuen sich viele hier mit mir, dass du eine sehr interessante Diskussion angestoßen hast. Vielen Dank.
    Eddi

  • andy
    August 12, 2011

    Es geht mir nicht um die Frage, ob Jehova den „treuen und verständigen Sklaven“ als Mittler eingesetzt hat. Das hat er nicht, ist ja klar. Nur Jesus höchstpersönlich kann diese Verantwortung übernehmen.
    Es ist allerdings auch klar, dass wir eine Art Gremium benötigen, das die Informationen und Lebensberichte, die aus dem Umgang mit der Bibel resultieren, aus aller Welt sammelt und sie in Bahnen lenkt. Dass dieser unser Sklave dabei grobe Fehler macht, für die er verantwortlich ist, scheint nur logisch.
    In Sachen Sexualität, Bluttransfusionen und offene Diskussion versagt dieses Gremium. Ich denke der Grund ist einfach nur Angst, etwas verkehrt zu machen und keine grobe Fahrlässigkeit oder gar Machtgier. Ich würde gerne konstruktive Lösungsvorschläge dafür hören, wie der treue und verständige Sklave in zukunft agieren sollte, damit man ihm vertrauen kann in Sachen Vernünftigkeit. Denn dass in den letzten 40 Jahren in puncto Vernünftigkeit in unseren reihen was falsch läuft, dürfte bekannt sein. Doch wie das ändern ? Ich persönlich bin ja schon froh, dass wir mittlerweile unseren Kindern erlauben dürfen, dass diese Klassensprecher werden, ohne der Einmischung in die Politik disfamiert zu werden.

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    Andy, wenn du mit einem „alten Hasen“ sprichts, der seit Jahrzehnten dabei ists, wirst du von ihm bestätigt bekommen, dass die WTG Chamäleon Politk betreibt und morgen das, was gestern verboten war, erlaubt ist.
    Die reiten auf nem schnellen Gaul, allerdings nicht auf der Wiese sondern auf dem Rummel, denn es geht nur im Kreise herum.
    Die sind berechenbrar unberechenbar.
    Mich hat man als jungen mann damit geködert, dass JZ niemals Kirche werden, war damlas geade so dass Wiesbaden -Selters Vorbetrieb – nen Prozess wegen STeuer am hals hatte und 1 Mio Mark pauschal bezahlen mußte. Der Richter empfahl damals KdöR zu werden.
    Da hättet du mal hören sollen, was so Vorprediger wie Heinrich Dickmann, KA mit KZ Praxis dazu sagten. Von wegen katholische Aktion nachmachen wie von Papen und Co hiess es.

    Ja und dann kam ein weiterer Hammer. Die jungen Männer, die 10 Jahre THW oder Feuerwehr als eRsatzdienst machten – die wurden eiskalt rausgeschmissen und geächtet. Vielerorts auch hernach, als dass dann als rechtens erkannt wurde. Und warum? weil sie „voraus “ eilten.
    so isses mit der Doktrin. Friss die Pille und wenn du sie erbrechen must bist du selbst Schuld.
    Gebahren, sich derart zu positionieren, dass du ALLES glauben musst, was man dir vorbetet – das ist ein erbärmliches Armutszeugnis. Genauso wie das Verhalten mit den Eltern von geschändeten Kindern. Bis etwa 2002 wurden die, gingen sie zum Staatsanwalt – vors Kommmittte gestellt und abserviert.
    Als dann SElters und Brooklyn merkten, dass es um viel „Kohle“ gehen kann und der Schuss nach hinten losgeht – da hat man es um 180° gedreht und den Weg zum Staatsanwalt erlaubt.
    Cest la vie, cest la Weg von die WTG. die kochen auch nur mit Wasser. Und sie servieren uns ganz pragmatisch, was sie gerade im Pott haben. Dass da viele schon satt sind merkt man, wenn man den Versammlungsbesuch untersucht. von 100 % Verkündigern soind ja gerade mal 50-60 % da. da wird so richtig abgespeckt

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Andy,
    ZITAT:
    „Ich würde gerne konstruktive Lösungsvorschläge dafür hören, wie der treue und verständige Sklave in zukunft agieren sollte, damit man ihm vertrauen kann in Sachen Vernünftigkeit.“

    Na, die Frage ist leicht zu beantworten. Wenn sie sich einfach nur an die Lehre des Christus halten würden – so wie die Apostel es getan haben – wäre alles schon geritzt.

    Aber durch ihre Lehren, und ihre Handlungsweisen zeigen sie, dass sie eben NICHT den „treuen und verständigen Sklaven“ repräsentieren. Dafür müsste man ja zumindest mal treu und verständig gewesen sein…aber schaut man sich die Geschichte der Zeugen an, bis in die Gründerzeit hinein…auch da: Fehlanzeige.

    LG Ulli

  • Dennis
    August 12, 2011

    Hallo andy,

    „Ich würde gerne konstruktive Lösungsvorschläge dafür hören, wie der treue und verständige Sklave in zukunft agieren sollte, damit man ihm vertrauen kann in Sachen Vernünftigkeit.“

    genau das war Gegenstand eines BI-Artikels:

    http://www.digidatanet.de/?p=519

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es dir um Reformen im bestehenden System, wobei du nicht glaubst, dass der heutige Sklave von Gott geleitet wird.

    Wenn du dir die gesamte Religionsgeschichte anschaust, wirst du sehen, dass Reformen innerhalb des bestehenden Systems völlig unmöglich sind. Das kann auch nicht funktionieren, man nehme nur das Beispiel Martin Luthers. Der wollte nicht die Kath. Kirche abschaffen oder den Papst entmachten, sondern der wollte eigentlich auch NUR Reformen. Das Ende war seine Verbannung und versch. Abspaltungen von der Kath. Kirche, die es bis heute gibt und die selbst viele Anhänger haben. In der WTG-Geschichte haben wir das ja auch schon erlebt, man beachte die „Russelliten“, „freien Bibelforscher“ und was es sonst noch so gibt.

    Das Wesen eines religiösen Systems ist der Absolutheitsanspruch und strenge Hirarchien!

    Auch wenn der „Sklave“ nicht behauptet inspiriert zu sein und es offensichtlich ist, dass er seine Lehren ständig den Realitäten anpassen muss, verlangt er vom Fußvolk, dass sie ihn so sehen als wäre er ein inspirierter Prophet. Nichts anderes ist die Bezeichnung „Mitteilungskanal“.

    Ich denke die Glieder der leitend. Körperschaft glauben tatsächlich, dass sie von Gott zu einer besonderen Aufgabe und Leitungsfunktion berufen worden sind. Wenn men das einmal verinnerlicht, ist man irgendwann nicht mehr in der Lage die Dinge objektiv zu sehen und die Fakten zu analysieren. Wenn sie das tun würden, müssten sie ohne wenn und aber zugeben, dass sie in keiner Weise von Gott geleitet worden sind, denn Gott kann bekanntlich keine Lüge mitteilen.

    Es wird keine Reformen geben, das ist m.E. völlig ausgeschlossen. Hier und da werden vielleicht ein paar Zugeständnisse gemacht, aber die Grundideologie der WTG wird weiter geschützt werden.

    Die Sache mit der Wahl des Klassensprechers ist auch so eine Sache, wo man eigenltich nur den Kopf schütteln kann, wie ein dummes und unbiblisches Dogma jahrzehntelang über Wasser gehalten wurde, aus rein machtpolitischen und ideologischen Gründen. Ähnliches gilt auch für den Zivildienst.

    LG
    Dennis

  • Caleb
    August 12, 2011

    Hallo Dennis,

    was hat sich bezüglich der Klassensprecher geändert. Mir wäre da bis jetzt nix aufgefallen?

    LG

    Caleb

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    lieber Caleb, früher war es den JZ Schulkindern verboten an Klassensprecher-Wahlen teilzunehmen. Im Zuge der KdöR will die Gesellschaft natürlich den großen Kirchen gleichgestellt sein und hat es erlaubt, dass Kinder von Zeugen sich nun als Klassensprecher wählen lasen.
    Früher sah man das als „demokratisch“ an und wir sind doch „Theokraten“.
    An diesem Chamäleon Effekt erkennt man immer den WT-Wendehals. ganz pragmatisch – was opportun ist wird gemacht.
    Und Millionen setzen da ihr Vertrauen drauf und gehen soweit, dass sie sogar ihr Leben aufgeben würden. Man bedenke nur die Anti-Impf-Kampagnen der 30iger bis 60iger jahre. Was wurde da damals abgelästert.
    Und heuer? Nix Neues unter der Sonne

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber andy

    Wenn ich die Propheten der Bibel, aber auch die Gleichnisse Jesu richtig verstehe, dann ist für die Organisation und deren Führung keine Besserung zu erwarten. Da das prophetische Bibelwort eigentlich schon vor Jahrtausenden verfasste Geschichte für das was Heute passiert ist, ist der Weg der Organisation klar. Sie wird kurz vor Harmagedon oder zu Beginn von Harmagedon vollständig vernichtet werden.

    Da Jehova allwissend ist und auch alles immer wusste was in der fernen Zukunft passiert, konnte er das in den Propheten verschlüsselt niederschreiben lassen. Ohne den Schlüssel der Erkenntnis und dem Leben in der richtigen Zeitperiode, kann man das nicht verstehen, auch die Engel und der Teufel nicht.

    Dies hat er nicht getan, damit wir uns schlau vorkommen wenn wir dies durch die Hilfe des Heiligen Geistes erkennen, sondern damit wir erkennen wie groß, weiße und allwissend Jehova ist. Nur ihm gehört die Ehre.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Eddi
    August 12, 2011

    Guten Tag an alle lieben Brüder und Schwestern.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum die LK so großen Wert darauf legt, einen „Sklaven“ zu haben.
    Ich wurde in einer dieser berühmt-berüchtigten Gewissensprüfungen mal gefragt, was ich vom Sklaven halte und habe spontan-ehrlich geantwortet, dass der Arme immer noch kein eigenes Brot hat.

    Das muss man natürlich sehr relativ sehen, immerhin werden i.d.R. auch Kinder „kein eigenes Brot“ haben, sondern von ihren Eltern versorgt. Kinder dürfen allerdings darauf vertrauen, dieses Brot von den Eltern zu bekommen, ein Sklave aber konnte jederzeit verkauft werden und wusste daher nicht, ob er am Abend noch das Brot seines Herrn essen könnte. Außerdem: Kinder dürfen am Familienleben teilhaben, darauf haben Sklaven längst keinen Anspruch.

    Die Entwicklung der Kinder war den meisten Eltern eine Herzensangelegenheit, während ein Sklave tatsächlich einfach nur zu gehorchen hatte. Er hatte zu funktionieren, mehr nicht. Und er war beliebig austauschbar.

    Und wie hätte wohl der Hausherr reagiert, wenn der Sklave die Kinder des Hausherrn geschlagen hätte?
    Was würden denn Eltern gedacht haben, deren Kinder f r e i w i l l i g Befehle eines Sklaven entgegengenommen und umgesetzt hätten, sogar solche, die einer elterlichen Anordnung entgegenstanden? Ist da nicht was falsch gelaufen in der Erziehung?

    Das sind Fragen, die mir schon immer auf der Seele gebrannt haben.

    Liebe Grüße
    Eddi

    ==========================================================================

    Hallo Eddi,
    das sind interessante Fragen, da müsste man noch etwas weiter darüber nachdenken.
    Bruderinfo

  • Eddi
    August 12, 2011

    Hallo Brüder,

    ich bin schon sehr gespannt auf eure Antwort. Das macht mich ganz wusch, so eine unklare Aufgabenverteilung. Wie soll ich denn wissen, wo ich zu stehen habe, wenn das keiner vernünftig vermitteln kann!

    Und das waren ja nur Fragen in Bezug auf den Sklaven. Aber dann geht es ja noch weiter mit den Dienern, die im Gegensatz zu Sklaven Lohnempfänger waren und in der Rangordnung über den Leiharbeitern standen. Diener durften auch schon mal Erzieher sein, das waren aber solche in einem besonderen Vertrauensverhältnis.

    Jesus sagte zu den Aposteln, er würde sie nicht länger Sklaven nennen, sondern Freunde. Meines Wissens nach wurde dieser Status nie aufgehoben. Heißt das nicht, dass wir ALLE Freunde sein sollen? Und ab wann definierten sich die ersten Christen dann als „Brüder Christi“? Kann ich Kind Gottes sein, wenn ich nicht Bruder/Schwester von Christus bin?

    Vielleicht hört sich das für euch dumm an, aber ich komme mir so ein klein wenig vor wie bei Hänsel und Gretel – ausgesetzt, dunkel und die Brotkrumen fehlen auch!

    Danke, dass ihr euch damit beschäftigt.
    Ganz liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag.
    Eddi

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Eddi,
    im Grunde bergen deine Fragen die Antworten ja schon in sich selbst.

    Ich habe mir darüber wer was ist und warum, nie Gedanken gemacht, weil ich die Gleichnisse Jesu immer schon als das angesehen habe was sie sind: Veranschaulichungen mit denen er einen bestimmten Gedankengang erläutern möchte.
    Die seltsame Angewohnheit der WTG, alles Positive in den Gleichnissen auf sich zu beziehen, konnte ich nie nachvollziehen…vor allem weil sie sich durch ihre Handlungen ja permanent selber bloßstellen.

    Sie kommen mir vor wie die Stiefschwestern in Aschenputtel. Sie zwängen sich in einen Schuh in den sie nicht hineinpassen und am Ende wird es auch bei ihnen heißen: „Ruckedi guh, ruckedi guh, Blut ist im Schuh.“

    LG Ulli

  • Alois
    August 12, 2011

    Liebe Edi

    eigentlich habe ich Dir gleich geantwortet, aber der Kommentar ist einfach verschwunden, kommt manchmal vor.
    Manchmal tauchen sie wieder auf, aber diesmal wohl nicht.

    Ich weiß auch gar nicht mehr was ich genau geschrieben hatte, aber ich versuchs nun noch einmal.

    Wenn man von einem Sklaven redet, sollte man sich erst einmal bewusst werden welche Stellung ein Sklave in der Rangordnung hat. Hat man diese Rangordnung geklärt, dann kann man leicht erkennen wer der in Matth. 24 genannte gute und auch böse Sklave sein könnte.

    Ein Sklave ist der allerniedrigste Mensch in einem Herrscherhaus gewesen. Wie Du auch schreibst, weiß er nie wenn er rausgeschmissen wird und nicht einmal mehr was zu essen hat.
    Aber einen guten Sklaven wird kein Hausherr rausschmeißen.

    Heute behauptet der „Sklave“ der Organisation der in Matth. 24 genannte „treue und verständige Sklave“ zu sein. Eben haben wir festgestellt, dass ein Sklave der allerniedrigste in einem Haushalt ist. Ist innerhalb der Organisation der „Slave“ der aller niedrigste? Natürlich nicht, denn sie geben sich als die Höchsten innerhalb dem Volk der Zeugen Jehovas aus. Damit können sie nicht der gute Sklave sein.

    Die Frage bleibt dann, ist der Sklave der Organisation dann der böse Sklave? Dazu eine Bemerkung am Ende dieses Kommentars.

    Nachdem wir festgestellt haben dass der Organisationssklave nicht der gute Sklave sein kann, weil er sich nicht ganz nach unten erniedrigt hat, muss es jemand anderes sein.
    Wer hat sich ganz nach unten erniedrigt? Denn dieser muss der gute Sklave sein.

    Phil. 2
    5. Denn diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christo Jesu war,
    6. welcher, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein,
    7. sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt (Sklavengestalt) annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist,
    8. und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst ERNIEDRIGTE, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze.
    9. Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist,
    10. auf daß in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen,
    11. und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

    Nach meiner Erkenntnis, es gibt ja noch viele andere Beweise dafür, ist der in Matth. 24 genannte gute Sklave Jesus Christus. Denn er hat sich vom Sohne Gottes, also dem zweithöchsten Geist unter die Menschen erniedrigt indem er alle unsere Sünden auf sich genommen hat. Es geschah niemals eine größere Erniedrigung als das was Jesus gemacht hat und es wird auch nie mehr eine so große Erniedrigung geben!

    Jetzt ist noch die Frage offen was der Organisationssklave ist.

    Wenn man Matth. 24 weiterliest steht in Vers 49 was der böse Sklave macht. Er schlägt seine Mitsklaven!
    Wer ist nun der Mitsklave des bösen Sklaven? Klar es ist Jesus Christus. Die Organisation schlägt Jesus Christus, weil sie ihm die Schafe gestohlen hat, weil sie Jesus die Retterrolle weggenommen hat, weil sie sagt, nur wer der Organisation folgt wird errettet werden. Sie hat Jesus durch diese vielen falschen Lehren immer wieder ins Gesicht geschlagen.

    Aber in Matth. 24:50-51 steht was mit diesem bösen Sklaven passieren wird:

    50. so wird der Herr jenes Knechtes (Sklave) kommen an einem Tage, an welchem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß,
    51. und wird ihn entzweischneiden und ihm sein Teil setzen mit den Heuchlern: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • armes Schaf 2012
    August 12, 2011

    Hallo Anna!
    Wir verstehen Dich gut.Wir,also meine Frau und ich lieben Jehova sehr!Er ist der Herrscher, und wenn die Tausend Jahre enden,und unser Herr Jesus seinem Vater alles wieder übergibt werden wir sicher froh sein soweit gekommen zu sein, oder auch nicht!Das haben wir ja alle gelernt!Und so wird es eines Tages sein!Mfg das arme Schaf!

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    lieber Alois, treffende Worte, die Prophetenworte.
    Das, was sich da aufgehäuft hat an Milliarden, wird bald verpuffen und übrig bleibt der Duft an der Wand.
    Solange die Organisation darauf baut, sich selbstverherrlichend dorthin zu setzen, wo es sich nicht geziemt solange wird sie keinen Segen haben.
    Es bröselt doch nur so – egal wo man hinschaut, wie ein schlaffer Luftballon, eine langsam sich leerende Hülle.
    Da nutzen auch keine statistischen Spielereien. Die Niniviten waren da demütiger als die „Könige“ die sich mit auf den Thron des Tieres setzten in Form als NGO der UNO. Janusköpfigkeit!

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Frank

    Zitat aus Deinem Kommentar:
    „Die Niniviten waren da demütiger als die “Könige” die sich mit auf den Thron des Tieres setzten in Form als NGO der UNO. Janusköpfigkeit!“

    Genau das sagte Jesus auch auf unsere Zeit voraus:
    Matth. 12
    41. Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas‘; und siehe, mehr als Jonas ist hier.

    Auch Heute ist Jesus da, aber ein Großteil der Zeugen hört lieber auf Menschen, obwohl die Bibel voll damit, ist dass wir nur auf Jesus hören sollen.

    Es geschieht ganz so wie es in der Bibel steht, deswegen sagte Jesus:
    Luk. 21
    28. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.

    Wir sollten somit unsere Häupter heben, weil wir sehen dass sich die Bibel erfüllt. Nicht den Glauben verlieren ist jetzt angesagt, sondern im Glauben stark werden. Denn wenn man erkennt wie sich die Bibel nach und nach erfüllt, so stärkt das unseren Glauben.
    Es ist noch nicht alles passiert was vorhergesagt wurde, aber schon eine ganze Menge.

    Liebe Grüße
    Alois

  • andy
    August 12, 2011

    Hallo alle zusammen,
    ich stelle mir seit langer Zeit ähnliche Fragen wie die hier diskutierten. Was mir jedoch auffällt : Niemand scheint sich hier darüber Gedanken zu machen, wie Jehova solche Diskussionspunkte wohl beurteilt. Wie denkt er ? Warum lässt er zu, dass Menschen über Jahrzehnte über so viele Dinge bezüglich seines Wortes im unklaren sind ? Wenn er nicht möchte, dass der „treue und verständige Sklave“ die Dinge so in die Hand nimmt, wie er das gerade tut, würde er es dann nicht ändern wollen ? Binnen welcher Zeit würde er dies ändern ? Ihr wisst alle, dass es einen sehr weisen Mann gab, der kein ausgesprochener Diener Gottes war.Dennoch erkannte er folgenden Zusammenhang :
    Apostelgeschichte 5:33-39 ( bitte lesen, auch wenn sehr bekannte Passage ). Sagt dieser Text nicht alles ? Welche Schlussfolgerung ziehen wir daraus ? Können wir DAS mit Jehova besprechen ? Hilft auf jeden Fall weiter, wenn auch dabei nicht alles geklärt wird !
    ( Ich merke in einigen Kommentaren zwar den unbedingten Willen zur Klarstellung, aber auch den Defizit um das Wissen, dass Jehova TATSÄCHLICH Menschen einsetzt, seine Organisation zu lenken. Und Menschen SIND nunmal wirklich von allen sündigen Neigungen belegt wie Machthunger, Stolz etc., schon vergessen ?)
    Setzt eure Zeit doch also bitte ein, mit Jehova ein gutes Verhältnis zu bewahren und keine zu strenge Kritik an Menschen aus Blut und Fleisch zu üben, das verzehrt Euch nur selbst !
    In den Reihen der Zeugen Jehovas gibt es nunmal viele, die eine genaue Liste benötigen, was sie zu tun haben und was nicht. Die Gründe sind : mangelnde Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes und mangelnnder Intellekt. Für erstes habe ich kein Verständnis. Für zweites habe ich dies. Die tun mir leid, stehen irgendwie zwischen den Fronten. Wie also stellt Ihr Euch eine produktive Debatte vor ? eine regelmässiges Update unserer „Neuerungen“ im KM ? ein „Fragekasten“ ganz im Sinne des Erfinders ? Ihr rennt „gegen die sprichwörtlichen Windmühlen“ an und vergeudet eure Kraft. Setzt diese Energie doch für Euch ein, denn es kommen noch viel schlimmere Dinge, die Jehova zulassen muss. Was dann ?
    Mein realer Tip : Solange dieses System Satans besteht, wird sich auch an den Diskussionspunkten nicht viel ändern. Also tragt es wie ein Mann und hört bitte schön auf zu jammern. Zusehen, den Ausgang beobachten, den Glauben bewahren ! Diese Glaubensprüfung ist mir persönlich lieber als damals die wilden Tiere im Amphitheater.

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Andy!
    ZITAT:
    „Also tragt es wie ein Mann und hört bitte schön auf zu jammern.“

    Ach wie nett…

    Es ist schon sehr auffällig und bemerkenswert, dass Menschen die zur WTG stehen, auch immer dieselbe lieblose Art am Leibe haben, wie sie.

    Klar…Gott lässt es zu, drum ist es auch alles so in Ordnung…- Gut, dann ist die katholische Kirche, die er ja nun mal schon viel länger zulässt – unter diesem Gesichtspunkt betrachtet – ja auch völlig in Ordnung! – Da frage ich mich, warum ich diese alten, ehrwürdigen, von Gott bis zum heutigen Tag geduldeten Mauern, verlassen habe.

    Außerdem kannst du nicht viel hier gelesen haben…und genauso wie alle deine Vorgänger, schon gleich garnicht RICHTIG gelesen haben. Denn sonst wüsstest du, dass es uns weniger um uns selber geht, sondern vor ALLEM darum was für eine Schmach, was für ein DRECK auf Gottes heiligen Namen geworfen wird. – Durch ein Wirtschaftsimperium namens WTG, dass sich dummdreist aber doch mit Bauernschläue, ein Gleichnis aufs Hemd gepinnt hat und damit nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit, blendende Geschäfte macht.

    Halte du ruhig an ihnen fest…doch bedenke…es ist nicht damit getan ihren Ausgang zu beobachten. – Wer ihnen nachläuft, obwohl er weiß was alles falsch läuft, wird sich aus der Nummer dann nicht herausziehen können, nach dem Motto: Ich war dat nich´, die Bösen sind die anderen, ich hab´ doch nur zugeguckt. Kannst DU Gott dann sagen: Hey, was soll denn das jetzt, du hast es doch zugelassen?

    Das wäre dann ein bisschen so wie bei Adam, der auch die Verantwortung für den angerichteten Schlamassel Gott in die Schuhe schieben wollte, als er sagte: Die Frau die DU mir gegeben hast…
    Und? – Hat´s ihm was gebracht?

    Nö, da setze ich mein Vertrauen lieber schon jetzt auf ihn und seinen Sohn…weder werde ich weiter um das goldene Kalb tanzen, noch mich vor dem Baal niederbeugen.

    Und gleichgültig mit den Schultern zucken, ist auch nicht mein Ding…das könnte ich wenn es nur um meine Person ginge. Aber das tut es eben nicht. Es geht um den Höchsten und darum für IHN und Jesus einzustehen.

    LG Ulli

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    liebe Ulli, dein leidenschaftlicher Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Wir brauchen kein goldenes Kalb, verkleidet als masonischer Watchtower mit gespaltener Zunge. Die eine Spitze preist den König der Ewigkeit, die andere biedert sich bei Ägypten an. Und das niedrige Volk verjüngt sich in Form eines Schrumpfungsprozesses. Die große Mehrung erfolgt durch Zahlenspielerein und darauf basierende Etnwicklungen. Der inflationäre HiPi Dienst sei nur als Beispiel genannt.
    Und im KmX gibt es schon seit Jharen keine Statistik mehr um dem „kleinen“ Zeugen den Niedergang der großen Armee vorzuenthalten.
    Die Älteren Zeugen plappern noch von der großen Mehrung und den Segen von oben. Würden sie bekennen müssen, wie weit sich alles zurück evolutioniert, wären sie völlig deprimiert.
    Es gibt nur eine Wahrheit und die wird sich innerhalb von 2 Generationen niemals um 180° ändern, so wie es der WT realisierte.
    Ergo wird die reale Wahrheit mit Füßen getreten und muss dem Philosophie von Menschen weichen, die den Anspruch haben „geistgeleitet“ zu sein. Geistgeleitet 1918 bei dem gemeinsamen gebet mit den amerik. Kirchen, dass kaiser Wilhelm den Krieg verliert. Geistgeleitet beim Brief an Hitler mit dem bekenntnis zu gemeinsamen zielen mit dem Deutschen Reich, Geistgeleitet bei der Wilmersdorfer Erklärung, Geistgeleitet bei der Erstaugabe des Buches „Gott bleibt wahrhaftig“ mit dre Erkenntnis: die Juden sind selbst Schuld an ihrer Verfolgung. Geistgeleitet bei Knorrs Erklärung, dass die schweizer Zeugen zu den Waffen stehen, geistgeleitet bei der KdöR Erreichung und geistgeleitet als NGO der Vereinten Nationen?
    Das ist alles zuviel des Guten. Hier erkennt man unzweideutig, dass der Geist in unsittlicher Weise für den WT in Anspruch genommen wurde. Der Geist Gottes wird das appropriat beantworten.

    Man trinke mehr Schnaps statt Selters, das gibt nen besseren Rausch als jener der Selbstverherrlichung einer Organisation

  • Alois
    August 12, 2011

    Liebe Ulli

    Bravo, ein super Kommentar den Du geschrieben hast. Vor allem das Beispiel von Adam gefällt mir, denn es ist das älteste geschichtliche Ereignis der Bibel, das genau diese weitere Erfüllung in unseren Tagen hat. Denn am Gerichtstag werden die Organisationstreuen auch zu Jehova sagen, die Organisation die Du uns gegeben hast war Schuld. Da habe ich mal wieder etwas dazugelernt, denn selbst wenn Jehova die Organisation durch seinen Geist ins Leben gerufen hat, gibt es keinen Grund ihr blind zu vertrauen wie es Adam tat.

    Noch ein paar Bibeltexte für diejenigen, welche meinen der menschlichen „LK“ folgen zu müssen:

    Psalm 118
    8. Es ist besser, auf Jehova zu trauen, als sich zu verlassen auf den Menschen.
    9. Es ist besser, auf Jehova zu trauen, als sich zu verlassen auf Fürsten.

    Psalm 146:3
    Vertrauet nicht auf Fürsten, auf einen Menschensohn, bei welchem keine Rettung ist!

    Jesaja 10
    20. Und es wird geschehen an jenem Tage, da wird der Überrest Israels und das Entronnene des Hauses Jakob sich nicht mehr stützen auf den, der es schlägt; sondern es wird sich stützen auf Jehova, den Heiligen Israels, in Wahrheit.
    21. Der Überrest wird umkehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott.
    22. Denn wenn auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres wäre, nur ein Überrest davon wird umkehren. Vertilgung ist festbeschlossen, sie bringt einherflutend Gerechtigkeit.

    Jeremia 17:5
    5. So spricht Jehova: Verflucht ist der Mann, der auf den Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arme macht, und dessen Herz von Jehova weicht!
    7. Gesegnet ist der Mann, der auf Jehova vertraut und dessen Vertrauen Jehova ist!
    8. Und er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bache seine Wurzeln ausstreckt, und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt; und sein Laub ist grün, und im Jahre der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen. –

    Danke und liebe Grüße
    Alois

  • Anna
    August 12, 2011

    Lieber Bruder Alois, liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für die Zusammenstellung der Bibeltexte nicht auf Menschen = Sklaven zu vertrauen. Ich habe mir diese ausgedruckt und kann dann wenn noch welche dazukommen diese einfügen.

    Liebe Grüße aus dem Frühlingsmorgen Anna

  • Martin
    August 12, 2011

    Hallo, lieber Andy,

    Es ist mutig und auch mitfühlend von dir, dass du dich auf diesem Forum meldest, denn offensichtlich scheinst du um das Wohl der hier sich äußernden Kommentatoren und Mitlesenden besorgt zu sein.

    Wie du uns mitteilst, stellst du dir seit langer Zeit ähnliche Fragen, wie die hier diskutierten. Damit bringst du zum Ausdruck, dass es ebenfalls viele Dinge gibt, die dich innerlich bewegen. Allerdings schlussfolgerst du, dass sich scheinbar niemand Gedanken macht, wie Jehova darüber denkt. Vielleicht ist es gerade umgekehrt. Vielleicht tun dies hier die meisten, weil wir uns darüber ernsthaft Gedanken machen. Du führst die hervorragende Passage aus Apostelgeschichte 5 an. Da du es aus bestimmten Überlegungen heraus vorgezogen hast, diesen Text nicht mit einzufügen, möchte ich dies für dich tun und zwar mit einigen Versen davor. Ich zitiere die „Neue Genfer Übersetzung“:

    Die Apostel vor dem jüdischen Gerichtshof: mutiges Bekenntnis zu Jesus Christus
    27 Die Apostel wurden in den Sitzungssaal geführt, wo sie der Hohepriester vor versammeltem Rat zur Rede stellte.
    28 »Haben wir euch nicht strengstens verboten, jemals wieder unter Berufung auf diesen Namen21 zu lehren?«, sagte er. »Und was macht ihr? Ganz Jerusalem ist inzwischen von eurer Lehre erfüllt! Ihr wollt uns wohl für den Tod dieses Menschen verantwortlich machen?22«
    29 Petrus und die anderen Apostel erwiderten: »Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen.
    30 Der Gott unserer Väter23 hat Jesus vom Tod auferweckt24 – den Jesus, den ihr umgebracht habt, indem ihr ihn ans Kreuz habt schlagen lassen25.
    31 Gott hat ihn erhöht und ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gegeben; er hat ihn zum Herrscher und Retter gemacht26, um Israel zur Umkehr zu führen und die Sünden des Volkes zu vergeben.
    32 Wir sind Zeugen für das alles – wir und der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.«
    Gamaliel rät zur Freilassung der Apostel
    33 Bei diesen Worten packte die Zuhörer ein unbändiger Zorn, und sie hätten die Apostel am liebsten ´auf der Stelle` getötet27.
    34 Da erhob sich eines der Ratsmitglieder, ein Pharisäer namens Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, der beim ganzen Volk in hohem Ansehen stand. Gamaliel beantragte, dass die Angeklagten für einen Augenblick aus dem Saal geführt würden,
    35 und sagte dann zu den Versammelten: »Vertreter unseres israelitischen Volkes!28 Überlegt euch genau, wie ihr mit diesen Leuten verfahren wollt.
    36 Es ist schon einige Zeit her, da machte Theudas einen Aufstand. Er behauptete, etwas Besonderes zu sein, und tatsächlich schlossen sich ihm etwa vierhundert Männer an. Doch Theudas wurde getötet, und alle seine Anhänger liefen auseinander, sodass sich die ganze Bewegung in nichts auflöste.
    37 Danach, zur Zeit der Volkszählung, trat der Galiläer Judas auf. Er scharte eine Menge Leute um sich und zettelte einen Aufstand an. Doch auch er kam um, und alle seine Anhänger zerstreuten sich.
    38 Was daher den vorliegenden Fall betrifft, rate ich euch Folgendes: Lasst diese Leute unbehelligt! Geht nicht gegen sie vor! Denn wenn das, was sie planen und unternehmen, nichts weiter ist als Menschenwerk, wird es von selbst zugrunde gehen.
    39 Wenn es jedoch Gottes Werk ist, werdet ihr nicht imstande sein, diese Bewegung zum Verschwinden zu bringen. Oder wollt ihr am Ende als solche dastehen, die gegen Gott kämpfen?« Was Gamaliel sagte, überzeugte den Rat.

    Ich weiß natürlich, weshalb du nur ab den Vers 33 angegeben hast. Damit wolltest du darauf hinweisen, dass die hier schreiben, gehören auch zu den erzürnten und befinden sich in Gefahr, „gegen den Herrn zu kämpfen“. Doch beachte doch bitte auch die Verse vorher und denke darüber nach, welche Person Gamaliel so hervorragend verteidigte und somit seine Nachfolger erfolgreich vor weiterer Verfolgung bewahrte. Er verteidigte unseren Herrn Jesus. Nichts anderes möchten diese Forumsteilnehmer.

    Dass hier einige recht erzürnt wirken, liegt zweifellos nicht daran, dass sie erzürnt über Jehova und Christus sind, sondern um Praktiken, die eher denen der Pharisäer und Schriftgelehrten gleicht. Sie verteidigen Jesus und sein Loskaufsopfer und dessen Anwendung.

    Im Übrigen sagt die Existenz einer Organisation nicht immer unbedingt etwas über die Denkweise Jehovas aus. Jehova hat gewaltige religiöse Bewegungen zugelassen, von denen mächtige Impulse ausgingen und die enorme Mehrung nachzuweisen haben. Was uns Sorgen bereitet, ist die sich immer mehr verändernde „Windrichtung“ in entscheidenden Glaubensangelegenheiten, in der Darstellung der wirklichen Rolle unseres Herrn Jesus und die Behandlung seiner Schafe, besonders auch leidender, problembeladener Schafe unseres Hirten. Du scheinst auch ein Ältester zu sein und ich stelle mir vor, wie begeistert du die Verfahrensweise im „aktuellen Hüte-Buch“ im Namen Jesu praktizierst.

    Was ist unsere erste Pflicht als Christen?
    1. Du sollst Jehova Deinen Gott lieben mit deinem Ganzen Herzen….
    2. Du sollst Glauben an Jesus den Sohn Gottes bekunden und sein Zeuge sein…
    3. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst…sowie Jesus uns geliebt hat
    4. Und wir sollen die Gemeinde oder Versammlung unseres Herrn lieben. In anderen Religionen sagt man, die Kirchengemeinde lieben.

    Doch hielt dieser Aspekt Christus nicht zurück, 7 Versammlungen ernsthaft zurechtzuweisen – 1:6. Nur eine wurde nicht getadelt. Jesus hielt sich also nicht zurück, die Finger in die Wunde zu legen und wir wissen alle, dass in den folgenden Jahrhunderten der Höhepunkt erreicht wurde. Die Leuchter wurden weggenommen. Welche traurigen Entwicklungen. Was in 70 Jahren hervorragend funktioniert, ging durch den „Unkraut sähenden Bösewicht“ in ein Chaos des Christentum über und eine bekannte rel. Institution ist heute noch stolz auf Ihre ca. 2000-jähr. Geschichte und nimmt den Leitungsanspruch unseres Herrn Jesus in Anspruch. Alles unvollkommene Menschen? Von Ihnen haben wir den Namen Jehova übernommen. Sie lehrten zwar die „Hölle nach dem Tod“ aber viele Zeugen Jehovas erleben durch oft gnadenlose Direktiven der WTG noch zu Lebzeiten die Hölle auf Erden, um nur ein Beispiel zu nennen. Vielen Hirten wird ein Rechts- oder Verfahrenssystem aufgezwungen, dass verhindert, dass sie sich zu aufrichtige, liebevolle, Schafe verbindenden Hirten entwickeln. Ich möchte es bei dieser Darstellung in meinem einleitenden Kommentar belassen. Es gibt noch einige Hinweise von dir, zu denen ich mich noch äußern werde. Aber lieben Dank für Deinen Freimut, dass du diese Denkanstöße gegeben hast. Man muss sie in alle Überlegungen einfließen lassen.

    Möge Jehova deine Aufrichtigkeit segnen und in rechte Bahnen lenken.
    Liebe Grüße
    Martin

  • Dennis
    August 12, 2011

    Hallo andy,

    möchte dich hier erstmal begrüßen und mich bedanken für deine „kritischen“ Kommentar zu „unserer“ Art der Aufarbeitung und Auseindandersetzung.

    Wie du auch schon an den Antwort-Kommentaren gesehen hast stellen wir uns solchen Überlegungen wie du sie vorgetragen hast und es darf sich jeder hier äußern. Wie du siehst wurde dein kritischer Kommentar ohne wenn und aber freigeschaltet und jeder Leser von BI wird damit konfrontiert, ob er will oder nicht. Du bemerkst hier schon den Unterschied zwischen BI und der „Organisation“, oder? Stelle einem Ältesten deiner VS die Fragen, die hier anhand der Bibel geäußert werden und du wirst merken was dann passiert.

    (Zitat)
    „Setzt eure Zeit doch also bitte ein, mit Jehova ein gutes Verhältnis zu bewahren und keine zu strenge Kritik an Menschen aus Blut und Fleisch zu üben, das verzehrt Euch nur selbst !“

    Diese Aussage kann ich voll und ganz unterstreichen und darum bemühen wir uns auch, wie du an den zahlreichen BI-Artikeln und Kommentaren auch sehen wirst!

    (Zitat)
    „(Ich merke in einigen Kommentaren zwar den unbedingten Willen zur Klarstellung, aber auch den Defizit um das Wissen, dass Jehova TATSÄCHLICH Menschen einsetzt, seine Organisation zu lenken. …)“

    Das zeigt, lieber andy, dass du zwar bereit bist über gewisse Dinge nachzudenken, weil du diese Seite besucht und dich jetzt auch dazu entschlossen hast einen Kommentar zu schreiben, aber letztlich ist es für dich wohl auch eine Art „Grundwahrheit“, dass die WTG „Gottes Organisation“ ist. Anders kann ich mir diese Aussage nicht erklären.

    Hast du schon mal anhand der Bibel und der historischen Fakten überprüft, ob das überhaupt so ist oder stellt sich dir die Frage einfach nicht? Wo steht in der Bibel etwas über „Gottes Organisation“ im Jahre 2012, die er durch den hl. Geist leitet?

    Wie stehst du zu dem von dir zitierten Text aus Apg. 5, allerdings der Vers 29?

    Was wärst du bereit zu tun oder aufzugeben um wirklich Gott „mehr zu gehorchen, als Menschen“?

    Wie standhaft wärst du, wenn du eine Lehre oder eine Handlungsweise als unwahr oder unbiblisch erkennst und dich Menschen aus deinem Umfeld unter Druck setzen würden, nicht darüber zu sprechen oder diese Ansicht zu vertreten?

    Würde mich freuen wieder was von dir zu lesen.

    Bis dahin alles Gute!

    LG
    Dennis

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Dennis

    Da hast Du Recht

    Das prophetische Wort geht zwar davon aus, dass es eine Organisation mit Führung (König) und allem was dazugehört gibt, aber damit sind sie noch lange nicht von Jehova eingesetzt.

    Einer der vielen prophetischen Beweise ist der unten stehende Vers 4:

    Hosea 8
    1. Die Posaune an deinen Mund! Wie ein Adler stürzt er auf das Haus Jehovas, weil sie meinen Bund übertreten und gegen mein Gesetz gefrevelt haben.
    2. Sie werden zu mir schreien: Mein Gott, wir kennen dich, wir, Israel!…
    3. Israel hat das Gute verworfen: der Feind verfolge es!
    4. Sie haben Könige gemacht, aber nicht von mir aus; sie haben Fürsten eingesetzt, und ich wußte es nicht. Von ihrem Silber und von ihrem Golde haben sie sich Götzenbilder gemacht, damit es vernichtet werde.

    Dieser Vers 4 ist sowas von treffend, selbst das große Vermögen der Organisation ist erwähnt.

    Liebe Greüße
    Alois

  • Eddi
    August 12, 2011

    Hallo Alois,

    das war endlich mal eine klare Ansage, wo von wem und woher das mit der Organisation kommt.

    Hab Dank und einen schönen Tag.
    Eddi

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Hallo Dennis, du nimmst auf ein Zitat von Andy bezug:

    >>Zitat)
    “Setzt eure Zeit doch also bitte ein, mit Jehova ein gutes Verhältnis zu bewahren und keine zu strenge Kritik an Menschen aus Blut und Fleisch zu üben, das verzehrt Euch nur selbst !”<<

    Ich finde seinen KOmmentar nicht, deshalb meine Antwort darauf – Andy wird noch im Denken der Orga gefangen sein, den sonst würde er Jesu Meinung dazu kennen bzw. akzeptieren.

    Jesus dürfte man kritisiern – ja selbst Jehova nimmt Kritik an läßt sich auf einen Handel mit weniger als einem Staubkorn ein
    (Lot und die 50 vergebl. gesuchten Gerechten) die UNVOLLKOMMENE Orga dürfte man nicht kritisieren: Rudke der Pressesprechen von Selters sagte einmal in einem Interviw: KRITIK ist erwünscht, nur so knnen wir wachsen – ein Riesen Heuchler und Pharisäer.

    Und was sagte Jesus: …siehe die Quiessenz Joh. 8:54

    Das Licht, das zum Leben führt

    Johannes 8:12 Ein anderes Mal sagte Jesus zu den Menschen: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, irrt nicht mehr in der Dunkelheit umher, sondern folgt dem Licht, das ihn zum Leben führt.«

    13 Da unterbrachen ihn die Pharisäer: »Du bist doch wieder nur dein eigener Zeuge. (wie viel mehr trifft dies auf die Menschen in der Organisation zu – oder nicht?) Das beweist noch lange nicht, dass du die Wahrheit sagst.« 14 Jesus erwiderte ihnen: »Auch wenn ich hier als mein eigener Zeuge auftrete, sage ich die Wahrheit. Denn ich weiß, woher ich komme und wohin ich gehe; aber ihr wisst das alles nicht. 15 Ihr urteilt über mich nach dem äußeren Schein. Ich urteile über niemanden so. 16 Wenn ich aber über jemanden das Urteil spreche, dann ist mein Urteil gerecht. Denn ich richte nicht allein, sondern der Vater, der mich gesandt hat, spricht das Urteil. 17 Nach eurem Gesetz ist vor Gericht eine Aussage glaubwürdig, wenn es dafür mindestens zwei Zeugen gibt. 18 Nun, ich selbst trete für mich als Zeuge auf, und mein Vater, der mich gesandt hat, ist auch mein Zeuge.«

    Joh.: 7:10 Nachdem seine Brüder nach Jerusalem gereist waren, ging auch Jesus heimlich dorthin. 11 Die führenden Männer des jüdischen Volkes suchten ihn während des Festes und fragten überall: »Wo ist denn dieser Jesus?« 12 Auch unter den Festbesuchern wurde viel über ihn gesprochen. Einige hielten ihn für einen guten Menschen, andere wieder behaupteten: »Er verführt das Volk!« 13 Aber keiner hatte den Mut, frei und offen seine Meinung über ihn zu sagen. Alle fürchteten sich vor den führenden Männern des jüdischen Volkes.

    (Vor wem haben heute viele Furcht ihre Meinung frei zu äußern?)

    14 Als das Fest zur Hälfte vorüber war, ging Jesus in den Tempel und lehrte dort öffentlich. 15Die Juden staunten: »Wie kann jemand so viel aus der Heiligen Schrift wissen, obwohl er keinen Lehrer gehabt hat?«

    16 Jesus beantwortete ihre Frage: »Was ich euch sage, sind nicht meine eigenen Gedanken. Es sind die Worte Gottes, der mich gesandt hat. 17 Wer von euch bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind.

    18 Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und tut nichts, was seinem Auftrag widerspricht.

    Joh.: 8: 31 Zu den Juden, die nun an ihn glaubten, sagte Jesus: »Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir. 32 Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!«
    54 Jesus entgegnete: »Würde ich mich selbst loben, könntet ihr mir zu Recht misstrauen. Aber mich ehrt mein Vater. Ihr nennt ihn zwar euren Gott.

    lg. Matthäus

  • Caleb
    August 12, 2011

    Lieber Andy,

    was würdest du tun, wenn du siehst, daß dein Glaube in der Versammlung schwächer und schwächer wird?

    Wenn du nach jeder Zusammenkunft die 1,5 Std. vergeudete Lebenszeit bereust?

  • Akazienholz
    August 12, 2011

    Hallo Andy,

    man reift ja so mit der Zeit, wenn man sich intensiv mit Lebensinhalten auseinandersetzt, wie Glaube und Beruf. Ich kann jetzt wieder nur von meiner eigenen Erfahrung sprechen.

    Ich liebe meinen Glauben und ich liebe meinen Beruf, der im kreativen Handwerk sich befindet.

    Immer wenn ich etwas hergestellt habe und ich dabei denke das es gut geworden ist, dann schau ich es mir sehr oft an, betrachte es von allen Seiten, streichle es und manchmal kann ich mich nicht sattsehen daran. Doch aber auch bemerke ich dann die Stellen die ich hätte noch besser machen können, für einen oberflächlichen Betrachter wird es nicht bemerkt, wohl aber der welcher ebenfalls etwas genauer hinschaut.

    Sieh einmal lieber Andy, alle die hier schreiben schauen einfach etwas genauer hin und bemerken die nicht ganz so guten Stellen an unserem Glauben und allem was durch eine Organisation stattfindenden Dinge bekannt wird. Sie äussern sich darüber, der eine scharf, der andere mit lockeren Sprüchen, der nächste tiefsinniger, noch ein anderer zieht es in lächerliche, der nächste weint darüber und ein anderer der geht mit stolz darüber und bewertet, das wegen dieser Fehlstellen das ganze Werkstück nur noch etwas für den Ofen ist.

    Ich habe vor einem Jahr begonnen hier mit zuschreiben und ich bin durch viele Kommentare und Themensabhandlungen geformt worden.

    Für meinen Glauben selbst haben sich neue Blickwinkel eröffnet, die zu neuen Verhaltensweisen geführt haben.
    Wenn ich hier schreibe und bleiben wir mal bei den Vergleich mit der schönen Handwerksarbeit, werde ich immer so schreiben das ich dies Arbeit objektiv beurteile. Denn jedesmal wenn ich hier auf der Tastatur einen Buchstaben drücke diesen zu Wörtern füge, aus denen die Sätze entstehen durch welche meine Gedanken für andere Personen offenkundig werden ist mir immer eins bewußt, Jehova schaut zu, liest mit, Jesus schaut zu. liest mit.

    Wenn jemand verbittert ist oder niedergeschlagen, schwer entäuscht, ungerecht behandelt wurde, fallen so manchesmal seine Worte hier sehr hart aus. Doch wie ich schon sagte, Jehova schaut zu und liest mit, genauso Jesus. Und eins ist auch ein Fakt der Gegner unseres Gottes weiß was hier passiert mit Sicherheit auch.
    Es ist durchaus möglich, das man das so manchesmal vergisst wenn man hier einen Kommentar verfasst, es ist durchaus möglich das es mir auch schon passiert ist.
    Die Textpassage die Du angegeben hast und welche auch mich zum Nachdenken angeregt hat, ist aus meiner Sicht auch deshalb so interessant, das trotz das die Türen verschlossen waren der Befehl existierte das keiner der Apostel anwesend zu sein hat und die Gesetzeslehrer unter sich waren, wir heute trotzdem von dieser delikaten Angelegenheit der damaligen Gesetzeslehrer bescheid wissen. Der heilige Geist wirkt daher in einer Weise das er uns nicht in unklaren lässt, welche Dinge tatsächlich passieren. Diese Tatsache kennt keine Zeitgrenzen.

    Die Frage ist immer wie gehe ich mit solchen Wissen um?
    Wie reagiere ich darauf? Ragiere ich wie ein fleischlich denkender Mensch oder ziehe ich Schlüsse daraus die mich in meinen geistigen Lebensqualitäten weiterbringen.

    Ich bevorzuge das letztere und bitte immer wieder meinen Gott mit seinen Geist mich da zu beeinflussen.

    Mir helfen immer wieder Bibeltexte wie Mat.23:2-12, auch wenn diese Worte Jesu in erster Linie an die Schriftgelehrten
    und Pharisäer seiner Zeit gerichtet worden sind, steht
    —JEDER MENSCH!!!! in der Gefahr durch bestimmte Begünstigungen solche Eigenschaften zu entwickeln und sich in Gottes Augen als nicht begehrenswert zu erweisen. Doch in gleicher Weise steht an dieser Stelle auch geschrieben was getan werden muss um von Jehova anerkannt zu bleiben.

    Deshalb distanziere ich mich innerlich von bestimmten Vorgehensweisen, Führungspraktiken und Lehrinhalten die nach meinen persönlichen Erkenntnisstand nicht der Reinheit des Wortes Gottes folgen. Auch hier bei BI distanziere ich mich von bestimmten Kommentaren und Themen gemäß meiner derzeitigen Überzeugung.

    Dennoch gehe ich sehr gern in die Versammlung und freue mich über meine Brüder und Schwestern. Ich habe KEINE Veranlassung es nicht zu tun. Die Entscheidung für sein Verhalten tut jeder für sich selbst.

    Lieber Andy,

    Mat: 24:45 ist und bleibt eine gestellte Frage. Eine direkte Antwort darauf gab Jesus nicht, er wies nur auf bestimmte Kausalitäten hin, wer oder was den Sklaven ausmacht.

    Die weiteren Verse 48 – 51 werden in unserer Literatur ebenfalls kommentiert und kenntlich gemacht und bestimmte geschichtliche Situationen als Parallele verglichen. Doch es kann auch nicht behauptet werden das dieser Vorgang, das sich der Sklave dann abwendet und seiner vom Hausherrn zugedachten Aufgabe nicht nachkommt zeitlich gesehen bereits schon abgeschlossen ist.

    Für mich ist es einfach wunderbar mich an einem Zeitpunkt der menschlichen Geschichte zubefinden, wo so viele Dinge im Weltgeschehen passieren. Außerhalb der Christenversammlung und auch innerhalb der Christenversammlung. Es ist keinesfalls leicht in solch einer Epoche zu leben, doch das es leicht wird hat Jesus auch nie behauptet, nur sein Joch was ich gern trage ist leicht, es abzulegen und es sich noch leichter zumachen geht, doch nur bei gleichzeitiger Entfernung von unserem König und Retters.

    Welcher aufrichtig liebende Christ und Anbeter unseres Gottes Jehova, möchte das schon tun?

    Viele liebe Grüße an Dich und meine Brüder und Schwestern

    AKAZIE

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Auch darüber sollt Andy bitte nachdenken:

    w00 15. 2. S. 29 Kyrillos Lukaris — Ein Mann, dem die
    Bibel lieb und teuer war

    Sie brachten mit aller Gewalt eine Stimme zum
    Schweigen, die auf verschiedene Irrtümer ihrer
    unbiblischen Glaubensansichten aufmerksam gemacht
    hatte. … Leider tritt eine solche Haltung noch heute in
    verschiedenen Formen zutage. Dies ist ein
    ernüchterndes Beispiel dafür, was geschieht, wenn
    Geistliche Intrigen spinnen, die die Gedankenfreiheit
    und die freie Meinungsäußerung behindern.

    w96 15. 6. S. 21 Abs. 14 Segnungen oder
    Flüche — Vorbilder für uns heute

    Heute werden einige Personen zu
    Murrenden, weil sie zulassen, dass sich in
    ihrem Herzen eine geistig zersetzende
    Einstellung entwickelt. … Das Murren und
    Klagen kann bei ihnen sogar so weit gehen,
    dass sie Veröffentlichungen des ‘treuen
    Sklaven’ kritisieren.

    ein kleiner Nachschlag:

    w81 1. 11. S. 15 Die Waldenser — Ketzer oder
    Wahrheitssucher? ***

    Die ersten Waldenser meinten, es sei nicht notwendig,
    zur Anbetung Gottes in ein Kirchengebäude zu gehen. Sie
    versammelten sich heimlich in Scheunen,
    Privatwohnungen oder wo immer sie konnten. Dort
    studierten sie die Bibel ….

    … Die ersten Waldenser aber, obwohl sie angeklagt
    wurden, „Ketzer“ zu sein, suchten in Wirklichkeit aufrichtig
    nach der Wahrheit und waren Pioniere im Übersetzen
    und im Lehren der Bibel … . … Sie lebten … offensichtlich
    gemäß der Erkenntnis, die sie aus Gottes Wort gewonnen
    hatten. … Natürlich kennt nur „Jehova . . . die, die ihm
    gehören“.

    km-x 2007/09 S. 3 Fragekasten:
    „Billigt es der „treue und verständige
    Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas
    eigenständig zusammentun, um biblische
    Themen zu untersuchen und zu
    debattieren? Nein. Dennoch haben sich
    einige zusammengetan [und] …
    beschäftigen [sich] gemeinsam mit
    anderen eingehend mit dem biblischen
    Hebräisch und Griechisch, um die
    Genauigkeit der Neuen-WeltÜbersetzung
    zu überprüfen. Andere
    erforschen wissenschaftliche Themen, die
    mit der Bibel zu tun haben. …
    Der „treue und verständige Sklave“
    [billigt] keine Literatur, keine Websites
    und keine Treffen, die nicht unter seiner
    Leitung hergestellt oder organisiert
    werden.“.

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken? ***
    Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle
    Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer,
    die unfair und unsachlich ist. Diese Form der
    Propaganda tut den Standpunkt eines
    Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und
    behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen
    Standpunkt, der keine Beachtung verdient.
    km-x

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Zitat von mir oben : …. eigenständig zusammentun, um biblische
    Themen zu untersuchen und zub debattieren? Nein.

    Kann man noch deutlicher gegen Gottes Rat handeln?

    Warum wurden die Beröer deswegen gelobt?

    Warum lobte man die Waldenser und die anderen?

    Tut es heute einer beim trvSk. – dann ist jener STOLZ …?
    Wo bleibt die DEMUT vom EINEM Sklaven ?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Wenn ich diese Zitat auch schon gepostet habe – Nachdruck durch Wiederholung nennt das die Organisation – also ihrem Rat folgend:

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken? ***
    Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle
    Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer,
    die unfair und unsachlich ist. Diese Form der
    Propaganda tut den Standpunkt eines
    Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und
    behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen
    Standpunkt, der keine Beachtung verdient.

    km-x 2007/09 S. 3 Fragekasten:
    „Wer sich noch eingehender mit der Bibel
    beschäftigen möchte, könnte sich mit
    [den Veröffentlichungen der
    Wachtturmgesellschaft] befassen. … Sie
    enthalten für das Bibelstudium und zum
    Nachdenken mehr als genug Stoff… .

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen
    gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er
    die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    w06 15.01. S.23:
    „Werden wir also Abtrünnigen zuhören,
    ihre Veröffentlichungen lesen oder uns im
    Internet mit ihren Websites befassen? Wer
    Gott und die Wahrheit liebt, wird das
    nicht tun.“

    Wer will mir dies Widersprüche erklären?

    lg. Matthäus

  • Anna
    August 12, 2011

    Lieber Matthäus, liebe Brüder und Schwestern,

    noch kurz zu dem Einwand von Andy wir würden Jehova nicht berücksichtigen. Ich für meinen Teil sehe meine Verantwortung vor Jehova und meine Rechenschaftspficht. Und ich bin sehr bemüht meinen Schöpfer nicht zu enttäusche, weil sonst hätte er sich ja in mir getäuscht als er mich gezogen hat.

    Gestern im Dienst hatte ich wirklich sehr viel Freude mit meiner Partnerin. Obwohl diese nicht internetfähig ist hat sie sich mir anvertraut und mir ihre Bedenken hinsichtlich der Organisation geschildert, ganz vertrauensvoll. Und sie hat sich für meine Kommentare in der Versammlung bedankt, dass ich manches einfach etwas anders ausdrücke als es im WT steht. Das hat mich darin bestärkt den Drahtseilakt weiterzumachen, für meine Brüder.

    Dir undendlich liebe Grüße, was kann ich sonst sagen, schön, dass es dich gibt.
    Allen Brüdern und Schwestern ein schönes Vorfrühlingswochenende

    ganz herzlich Anna

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Matthäus,
    das ist eine Gegenüberstellung, die klar herausarbeitet, dass die WTG mit zweierlei Maß misst. Getreu dem Motto: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe.

    Und dieses Prinzip wenden sie frohgemut überall an, wo es für sie von Vorteil ist.

    Sprüche 20, 10 scheint sie dabei nicht weiter zu tangieren:

    10 Zweierlei Maß, zweierlei Gewicht: Der Herr HASST beides.

    Wem aber an dem gelegen ist, was Gott denkt, dem dürfte es nicht egal sein…

    Doch da sie immer noch Menschen finden, die entweder vertrauensseelig oder gleichgültig genug sind, um ihnen das kritiklos durchgehen zu lassen, haben sie auch keinerlei Veranlassung dazu, daran etwas zu ändern.

    Kommt doch mal Kritik, wird eben die Keule ausgepackt…erst wird natürlich nur mit ihr gedroht, mal mehr mal weniger subtil…kommt drauf an wie Br Ältester gestrickt ist.
    Aber lässt man sich nicht den Mund verbieten, will man weiter für Gott und seinen Sohn eintreten, dann wird die Keule nicht mehr nur gezeigt…dann wird sie auch benutzt.

    Die damaligen Gemeinden wurden von Jesus per direkter Ansprache zurechtgewiesen. Warum? – Nun…wahrscheinlich aus demselben Grund, wie sein Vater, dessen Ebenbild er ja ist, also aus Liebe. (Heb 12, 6)
    Heute lässt er innerhalb der christlichen Gemeinden alles laufen wie´s läuft, ohne einzugreifen und führt nur Einzelne heraus…ich finde, das lässt tief blicken…

    LG Ulli

    LG Ulli

  • Eddi
    August 12, 2011

    Einen schönen Abend dir, Andy.

    Warum brauchen deiner Ansicht nach „die meisten“ eine lange Liste von Anleitungen? Wahre Christen sind zur Freiheit berufen und nur unter der Freiheit, einen Weg wählen zu können, kann man geistig wachsen.

    Vorausgesetzt, jemand entscheidet sich tatsächlich falsch: Glaubst du nicht auch, dass Jehova genau weiß, ob der/diejenige aus Nachlässigkeit falsch gehandelt hat oder im Übereifer? Darf ich ein Beispiel nehmen?

    Ein junger Mann hat große Probleme, eine Krawatte zu tragen, nehmen wir an, er wurde von seinem Stiefvater im Streit mit der Krawatte gewürgt. Anfänglich hat man noch Nachsicht, aber nach einigen Monaten beginnen einige spitze Kommentare. Nein, unser junger Mann spricht nicht über sein Erlebtes, er bleibt lieber weg.

    Wie denkt Jehova jetzt über den jungen Mann? Eine faule Frucht, sonst wäre ihm das Geschwätz egal gewesen?

    Oder ist es nicht genau das Richten, von dem Jesus ganz klar sagte: „Hört auf damit!“, wenn man ständig – vor allem den anderen, die man ja als im Glauben viel niedriger stehend, eine „Mängelliste“ überreicht?

    Findest du nicht auch, dass ganz klar heraussticht, wer in Wirklichkeit zur Klasse der Klagenden gehört? Ich liebe meine Brüder und Schwestern von ganzem Herzen und wenn ich durch Kommentare eine gedankliche Korrektur erhalte, dann steht es mir völlig frei, ob ich diese annehmen kann oder nicht. Das ermöglicht mir nicht nur das geistige Wachstum, es fordert von mir jeweils eine Entscheidung. Und nur wer eine eigenständige Entscheidung treffen kann (siehe Adam und Eva) kann beweisen, ob er Jehova liebt oder nicht. Niemand, wirklich niemand, dessen Geist in Vorschriften gefangen ist, kann Liebe zeigen. Zu Kuschen ist keine Liebe sondern Vorteilnahme!

    Aber so unwissend wie ich noch bin, stets werde ich ermuntert und erhalte ein ganzes Feuerwerk biblischer Betrachtungen. Ich – und hier kann ich nur für mich sprechen – habe den Eindruck, dass ich in den vielen Jahren meiner vergeblichen Bemühungen, brüderliche Liebe durch die Ältesten der Versammlung zu bekommen, lediglich eine geistige Magensonde hatte. Vorgefertigte und zweckbestimmt aufbereitete Nahrung durch den EINEN Kanal, den „Sklaven“ und jetzt lernt mein Verdauungssystem, dass es auch selbst arbeiten kann. Klappt schon mal mit Rohkost 🙂

    Wenn du richtig gelesen hast, mache ich einen großen Unterschied zwischen den „einfachen“ Verkündigern, die tatsächlich ganz oft denken, sie tun sich und Jehova einen Gefallen, wenn sie nicht fragen und nur vorverdaute geistige Nahrung aufnehmen und den leider oft kaltherzigen Ältesten, die sich auf einem menschlichen Lehrbuch ausruhen statt den Worten des großen Hirten zu folgen.

    Nein, dies ist kein Ältestenbeschwerdeforum. Im Gegenteil: wir lieben die Ältesten, die sich die Mühe machen, unsere Fragen – auch wenn sie ihnen blöd vorkommen mögen – im Licht der Bibel beantworten, den Trost vornehmen, der so dringend benötigt wird und zum Nachdenken anregen – auch wenn es der 50te Versuch ist.

    Warum also verurteilen?
    Vielen Dank, dass du mir Gelegenheit gegeben hast, eine „öffentliche Erklärung meines Glaubens“ abgeben zu können und hoffentlich eine Ermunterung zu sein.

    Ganz liebe Grüße
    Eddi

    Ich persönlich empfinde dieses Forum keineswegs als Zusammenkunft von Klageweibern, im Gegenteil: Der WTG und ihren eingesetzten Ältesten war ich nie gut genug und hier habe ich gelernt, dass Jehova gar nicht verlangt „gut“ zu sein, sondern nur liebevoll.

    Übrigens hat Gamaliel keinesfalls ausgeführt, dass diese Männer als gesandte Vertreter der Christenheit tätig waren, in seinen Augen waren sie einfach eine andere Gruppe von Predigern. Das bewertete er weder positiv noch negativ. Im Übrigen haben sich auch die Apostel und Älteren Männer niemals als Leitende Körperschaft oder Treue und Verständige Sklaven bezeichnet. Und die WTG behauptet doch immer, sich genau an das biblische Muster zu halten.

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Lieber Michael, leider läßt „das System“ es nicht zu unter Deinem Kommentar ein einfache >> T O L L << darunter zu schreiben.

    Lieben Gruß und auch danke für das Lob!
    Matthäus

    Dies Worte sind eine "solche Ohrfeige" für den sogenannten TrvSk. das es wahrlich JEDER lesen sollte !!! Deshalb hier nochmals:

    Michael:
    29. August 2011 um 17:09
    Liebe Brüder,

    es ist mir ein großes Bedürfnis euch zu sagen wie dankbar und glücklich ich bin diese Seite gefunden zu haben.
    Die Artikel und die Kommentare der Brüder hier haben mein Verständnis und die Sichtweise der guten Botschaft vollständig geändert.

    Was hier zur geistigen Erbauung von jedem einzelnen von euch, ob von Bob, Alois, Dennis, Matthäus, Ulrike oder all den anderen Brüdern und Schwestern einfliesst ist für mich so was von Wertvoll, das könnt ihr euch garnicht vorstellen.

    Dieser Geist der hier zu spüren ist, ist so ganz anders als ich es aus unseren Versammlungen kenne. Wenn diese Art der Erbauung vom „Sklaven“ kommen würde, welch ein Segen für alle.

    Aber ich glaube auch nicht mehr das sich da etwas ändern wird. Alle Artikel des WT haben nur ein Ziel, den „Sklavengedanken“ zu festigen. Es geht nicht um die Brüder, sondern um den Sklaven selbst.

    Was alleine heute an guten und auferbauenden Gedanken hier aufgelaufen ist, ist einfach wunderbar.Ich werde wann immer ich die Gelegenheit habe diese Seite weiter empfehlen.
    Bitte macht weiter so liebes Bruderinfo-Team

    Es grüßt euch mit dankbaren Herzen
    Michael d. 2.

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    prima Kommentar, den man gern liest und wieder liest, weil er fasziniert. Gut, dass wir Dich, liebe Cheyenne, hier im Forum haben

  • cheyenne
    August 12, 2011

    Liebe Diener Jehovas,

    Einige Anmerkungen zu dem Vortrag: Nimm dich in Acht vor den Feinden des Königreiches! Abtrünnige.
    Der Redner verglich die Abtrünnigen mit dem Sonnentau, Auch sie gedeihen nur auf nährstoffarmen Böden und locken mit glänzenden Tautropfen (gleich Perlen) ihre ahnungslose Beute an. Die Beute ist dann in diesen klebrigen Fallen gefangen.
    2.Petr.2:1-3 das geschieht innerhalb der Versammlungen. Ihr Ziel ist es, die Jünger Jesu hinter sich herzuziehen.
    Röm.16:17,18: sie stehlen Jesus die Schafe weg und nehmen sich und ihre Stellung in der Versammlung zu wichtig.
    Spr.11:2+18:12: sollte uns als Warnung dienen, wenn einiges in der Organisation zu langsam geht. Ungeduld wird zur Vermessenheit führen, wenn man nicht auf die Änderungen der Organisation warten möchte. Beispiel Diotrephes aus 3.Joh.9.
    Diejenigen, die meinen schlecht behandelt worden zu sein, vergessen das Gute das sie von der Organisation bekommen haben. Die kritische Haltung gegen den TuvS. zerstört unsere Einheit.Jud.8.
    1.Kor.1:10. Wir sollen denselben Sinn und Gedankengang haben: Demut, Geduld und Dankbarkeit.
    Abtrünnige befinden sich auf nährstoffarmen Boden und versuchen andere zu Fall zu bringen. Wir sollten unbedingt auf dem nährstoffreichen Boden der LK bleiben. Jehova hat seine Versprechen immer gehalten.
    Das war kurz der Inhalt dieser 10minütigen Ansprache. Nun sollten wir diese Aussagen auf uns wirken lassen und mal die LK selbst in diesem Spiegel betrachten. Das passt wirklich perfekt auf sie.

    Nährstoffarmer Boden: Ofb.3:17 Weil du sagst: „Ich bin reich und habe Reichtum erworben und benötige gar nichts“, du aber nicht weißt, daß du elend und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist,
    2.Petr.2:1-22. 1 Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen. 2 Ferner werden viele ihren Zügellosigkeiten folgen, und ihretwegen wird vom Weg der Wahrheit lästerlich geredet werden. 3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.
    17 Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebelschwaden, von heftigem Sturm getrieben, und für sie ist die Schwärze der Finsternis aufbehalten. 18 Denn sie führen geschwollene Reden unnützen Inhalts, und durch die Begierden des Fleisches und durch zügellose Gewohnheiten verlocken sie die, die eben erst Leuten entronnen sind, welche im Irrtum wandeln. 19 Während sie ihnen Freiheit verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens. Denn wer immer von einem anderen überwunden wird, ist diesem versklavt.

    Wie erbärmlich es mit der geistigen Erkenntnis in Brooklyn tatsächlich aussieht, bekommen wir immer wieder gezeigt. Die Erklärung zu der Generation die nicht vergehen wird, ist die miserabelste seit ca. 100 Jahren.
    Oder Mat.13:33…: „Das Königreich der Himmel ist dem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und in drei großen Maß Mehl verbarg, bis die ganze Masse durchsäuert war.
    Mindestens 35 Jahre hat es gedauert, bis die LK erkannt hat, dass hier im positiven Sinn vom Königreich und dem Sauerteig die Rede ist. Wie die Lehren der LK über diesen Sauerteig vor dem WT vom 1.1.76 waren kann uns Bruder Matthäus am allerbesten beantworten. Es hat mich sehr überrascht, dass sie das überhaupt noch erkannt haben und man mir jetzt nicht mehr den Drohfinger wegen angeblicher Abtrünnigkeit und Abfall reden zeigt. Dennoch bin ich dem Sklaven über 30 Jahre lang unerlaubterweise vorausgeeilt. Da die LK recht wenig Erkenntnis hat, muss dafür gesorgt werden, dass man diesem Verbot mit allem Druck nachkommt. So lässt sich das selbstverantwortliche Nachdenken und Bibellesen abgewöhnen und macht Platz für demütiges Warten auf die “Erkenntnis” der LK. Deshalb rede ich seit ca. 25 Jahren mit den echten Wachtturmzöglingen nur noch über das Wetter oder sonstiges unwichtiges Zeug. Hatte bald festgestellt, dass sie dann richtig zufrieden sind. Ohne Anregungen zum Nachdenken lebt es sich in den Strukturen dieser Organisation viel leichter.

    Als krasser Gegensatz hierzu möchte ich Bruderinfo erwähnen: Was hier in gut einem Jahr an biblischem Wissen in Vorträgen und Kommentaren zusammengekommen ist, dazu würden der LK hundert Jahre nicht reichen. Deshalb sollten wir nicht geduldig warten, ob sich die LK irgendwann doch noch in einigen Punkten berichtigt. Den verderblichen Lauf der Lemmlinge über die Klippe ins Verderben sollten wir noch rechtzeitig verlassen. Jehova fordert uns auf, mit unserer geistigen Mutter (der LK) zu rechten. Das ganze Buch Hosea hat dieses Thema.
    Hosea (EB) 2:2 Rechtet mit eurer Mutter, rechtet! -denn sie ist nicht mein Weib, und ich bin nicht ihr Mann- Damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegtue und ihren Ehebruch zwischen ihren Brüsten hinweg:
    4.Und ihrer Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie Hurenkinder sind.
    4:5 Und du wirst fallen bei Tage, und auch der Prophet wird mit dir fallen bei Nacht; und ich werde deine Mutter vertilgen. 6.Mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis; weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, daß du mir nicht mehr Priesterdienst ausübest; und du hast das Gesetz deines Gottes vergessen: so werde auch ich deine Kinder vergessen. 7 Je mehr ihrer geworden sind, desto mehr haben sie gegen mich gesündigt: ich werde ihre Herrlichkeit in Schande verwandeln. 8 Sie essen die Sünde meines Volkes und verlangen nach seiner Missetat.
    12 Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab tut es ihm kund; denn der Geist der Hurerei hat es irregeführt, und, ihren Gott verlassend, huren sie.
    5:1 Höret dieses, ihr Priester, und merket auf, Haus Israel! und ihr, Haus des Königs, nehmet es zu Ohren! Denn euch gilt das Gericht; denn ihr seid eine Schlinge zu Mizpa geworden und ein ausgebreitetes Netz auf Tabor;
    2 und im Verderbthandeln haben es die Abtrünnigen weit getrieben. Ich aber werde sie alle züchtigen.
    7 Sie haben treulos gegen Jehova gehandelt, denn sie haben fremde Kinder gezeugt; nun wird sie der Neumond verzehren mit ihren Erbteilen.
    8:1 Die Posaune an deinen Mund! Wie ein Adler stürzt er auf das Haus Jehovas, weil sie meinen Bund übertreten und gegen mein Gesetz gefrevelt haben. 2 Sie werden zu mir schreien: Mein Gott, wir kennen dich, wir, Israel!… 3 Israel hat das Gute verworfen: der Feind verfolge es! 4 Sie haben Könige gemacht, aber nicht von mir aus; sie haben Fürsten eingesetzt, und ich wußte es nicht. Von ihrem Silber und von ihrem Golde haben sie sich Götzenbilder gemacht, damit es vernichtet werde.
    9:8.Ephraim schaut nach Offenbarungen aus neben meinem Gott; der Prophet- eines Vogelstellers Schlinge ist auf allen seinen Wegen, Feindseligkeit ist im Hause seines Gottes.
    15 Alle ihre Bosheit ist zu Gilgal, denn daselbst habe ich sie gehaßt. Wegen der Bosheit ihrer Handlungen werde ich sie aus meinem Hause vertreiben; ich werde sie nicht mehr lieben; alle ihre Fürsten sind Abtrünnige. 16 Ephraim ist geschlagen: ihre Wurzel ist verdorrt, sie werden keine Frucht bringen; selbst wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.
    10:13 Ihr habt Gesetzlosigkeit gepflügt, Unrecht geerntet, die Frucht der Lüge gegessen; denn du hast auf deinen Weg vertraut, auf die Menge deiner Helden.14 Und es wird sich ein Getümmel erheben unter deinen Völkern, und alle deine Festen werden zerstört werden, wie Schalman Beth-Arbel zerstörte am Tage des Krieges; die Mutter samt den Kindern wurde zerschmettert.15 Also hat Bethel euch getan um der Bosheit eurer Bosheit willen: mit dem Morgenrot wird Israels König gänzlich vernichtet sein.
    12:1Mit Lüge hat Ephraim mich umringt, und das Haus Israel mit Trug; und Juda ist immer noch zügellos gegen Gott und gegen den Heiligen, der treu ist. 2 Ephraim weidet sich an Wind und jagt dem Ostwinde nach; den ganzen Tag mehrt es Lüge und Gewalttat; und sie schließen einen Bund mit Assyrien, und Öl wird nach Ägypten gebracht. 3 Auch mit Juda hat Jehova einen Rechtsstreit; und er wird Jakob heimsuchen nach seinen Wegen, nach seinen Handlungen ihm vergelten. –
    9 Und Ephraim spricht: ich bin doch reich geworden, habe mir Vermögen erworben; in all meinem Erwerb wird man mir keine Ungerechtigkeit nachweisen, welche Sünde wäre.
    13:1 Wenn Ephraim redete, war Schrecken; es erhob sich in Israel. Aber es verschuldete sich durch Baal und starb.
    14:9 Wer weise ist, der wird dieses verstehen; wer verständig ist, der wird es erkennen. Denn die Wege Jehovas sind gerade, und die Gerechten werden darauf wandeln; die Abtrünnigen aber werden darauf fallen.
    Jer.2:13 Denn zweifach Böses hat mein Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.

    Sie stehlen Jesus die Schafe weg und nehmen sich und ihre Stellung in der Versammlung zu wichtig: Auch diese Aussage trifft eindeutig auf die LK und ihrer Helfershelfer zu. Mit der 2. Frage des Taufgelübdes gibt man sich der “vom Geist geleiteten Organisation” hin.
    1.Kor. 1:12 Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, „Ich aber zu Apọllos“, „Ich aber zu Kẹphas“, „Ich aber zu Christus.“ 13 Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft? 14 Ich bin dankbar, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krịspus und Gạjus, 15 so daß keiner sagen kann, daß ihr in meinem Namen getauft worden seid.

    Seit 26 Jahren werden ZJ im Namen dieser Organisation getauft. Nicht mehr im Namen Jesu und des heiligen Geistes. Somit dürfte wohl zweifelsfrei feststehen wer wem die Schafe stiehlt.
    Dieser Sklave in Brooklyn weiß sehr wohl was er da tut. Er ist zum bösen Sklaven geworden der seine Mitsklaven schlägt. Nur mit Druck und falscher Bibelauslegung kann er seine unrechtmäßig an sich gerissene Stellung halten. Auch er gehört zum Scheinweizen, deren Ähren leer sind und keine Fruchtkörner enthält.
    Jehova hat seine Versprechen immer gehalten, aber die LK wird ihre Versprechungen nie halten können!
    Jer.22:13 Wehe dem, der sein Haus mit Ungerechtigkeit baut und seine Obergemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm seinen Lohn nicht gibt;
    Jak.5:4 (EB) Siehe, der Lohn der Arbeiter, die eure Felder geschnitten haben, der von euch vorenthalten ist, schreit, und das Geschrei der Schnitter ist vor {W. in} die Ohren des Herrn Zebaoth {d. i. Jehova der Heerscharen} gekommen. 5 Ihr habt in Üppigkeit {O. Genußsucht} gelebt auf der Erde und geschwelgt; ihr habt eure Herzen gepflegt wie an einem Schlachttage.
    6 Ihr habt verurteilt, ihr habt getötet den Gerechten; er widersteht euch nicht.
    Vielleicht sollte man sich doch mal ernsthafte Gedanken darüber machen, warum die Schnitter schreien. Als Knechte der LK haben sie sich für die falsche Seite entschieden.
    Jes.65:13 Darum spricht der Herr, Jehova, also: Siehe, meine Knechte werden essen, ihr aber werdet hungern; siehe, meine Knechte werden trinken, ihr aber werdet dürsten. Siehe, meine Knechte werden sich freuen, ihr aber werdet beschämt sein;14 siehe, meine Knechte werden jubeln vor Freude des Herzens, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid und heulen vor Kummer des Geistes.15 Und ihr werdet euren Namen meinen Auserwählten zum Fluchwort hinterlassen; und der Herr, Jehova, wird dich töten. Seine Knechte aber wird er mit einem anderen Namen nennen:

    Jesus ist und bleibt unser Retter und Mittler. Niemals die LK, auch wenn sie immer wieder in ihren Publikationen behauptet, dass sie von Jesus dazu eingesetzt wäre.

  • Bruderinfo
    August 12, 2011

    Liebe Cheyenne,
    immer wieder bemerkenswert deine Ausführungen und deine sehr gute Bibelkenntnis. Danke für die sehr guten Ausführungen Cheyenne. Das sind für uns so kleine Kraftstellen die weit mehr Licht auf die Wahrheit werfen als zwanzig Wachttürme. Wirklich wahr. Danke dir und allen da draußen einen schönen und erbauenden Tag. LG Bruderinfo. 🙂

  • Svenja
    August 12, 2011

    Ich schließe mich Bruderinfo an. Echt gut zusammen gefasst und wenngleich auch sicherlich für einige erschreckend, aber dennoch nicht weniger wahr!

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Cheyenne!
    ZITAT:
    Einige Anmerkungen zu dem Vortrag: Nimm dich in Acht vor den Feinden des Königreiches! Abtrünnige.

    Danke für die sehr interessanten Einblicke…wenn ich das alles richtig sehe, dann werden die Verkündiger mit Warnungen vor Abrünnigen ja geradezu Dauerbombardiert.
    Und wenn ich dann noch sehe, wie geschickt sie die Bibelsverse – die eigentlich ihr eigenes Fehlverhalten bloßstellen – auf die sogenannten Abtrünnigen ummünzen, wundert mich auch die eiskalte Umsetzung der Brüder nicht mehr…

    ZITAT:
    Deshalb sollten wir nicht geduldig warten, ob sich die LK irgendwann doch noch in einigen Punkten berichtigt. Den verderblichen Lauf der Lemmlinge über die Klippe ins Verderben sollten wir noch rechtzeitig verlassen.

    Darin bin ich mit dir zu 100 % einer Meinung. – Denn irgendwann wäre ein Punkt erreicht, an dem es zu spät ist und an dem gibt es dann auch keine Ausflüchte mehr.

    Da es so gut hier hin passt, möchte ich auf Alois Beitrag in „Zweifel, Unsicherheit und Angst“ aufbauen.

    ZITAT Alois:
    „Das was manche unserer Brüder und Schwestern erlebten, nachdem ihr bisheriger Glaubensbau bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, entspricht den Worten des Paulus. ( aus 1. Kor 3, 9-17) Nur der Grund (Vers 11) ist der Christus. Dieser ist aus Stein und brennt nicht ab. Aber was jeder nach der Grundsteinlegung hinzugebaut hat, unterscheidet sich in den Materialien. Wer das Baumaterial von der Organisation erhalten hat, hat mit Holz und Stroh gebaut. Wer dieses brennbare Material immer verschmäht hat, hatte es zwar wesentlich schwerer dieses Material Stein und Gold zu beschaffen, aber sein Glaubensbau brennt nicht ab.“

    Wer immer schon nur auf die WTG gebaut hat und dies auch weiterhin tun will, wird auch mit ihr untergehen, denn ihr Bau-Grund ist NICHT Jesus!
    Das darf ruhig als deutliche Warnung verstanden werden.

    Viele haben trotz allem auf den Christus gebaut. Doch dadurch, dass sie das Material für ihr Glaubensgebäude von der WTG bezogen haben, wird es in Flammen aufgehen und das zu erleben wird sehr schmerzhaft sein.

    Ich finde, es ist doch besser – sobald man bei sich entweder den falschen Glaubens-Grund oder das falsche Baumaterial erkennt – SELBST alles niederzureißen, um es auf dem RICHTIGEN Grund (den Christus) und mit den RICHTIGEN, weil unbrennbaren Materialien Stein und Gold) wieder aufzubauen.
    Wie Alois schon sagt, es ist zwar anstrengeder, aber dafür wird es auch nicht mit in Flammen aufgehen.

    Du Cheyenne, hattest vor einiger Zeit mal auf Jeremia (oder war´s Jesaja?) im Kap 50 (?) hingewiesen. Das dort genau geschrieben steht, WAS geschehen wird und WANN der Zeitpunkt da ist, sich endgültig aus den Reihen der Zeugen zu verabschieden und woran man es erkennt.
    Das dies für alle die noch die Versammlungen besuchen, wichtig wäre..

    Ich weiß deinen genauen Wortlaut leider nicht mehr und weiß auch nicht mehr wo es stand. Falls ich deine gesamte damalige Aussage völlig falsch wiedergegeben habe, dann entschuldige…mein Gedächtnis ist leider manchmal wie ein Sieb.

    Meine Frage ist, ob du wohl etwas mehr ins Detail gehen könntest.
    Denn ich bin mir nicht sicher, ob Brüder die gerade anfangen sich darüber eigenständige Gedanken zu machen, die dortigen Hinweise richtig deuten können. Da die Umstellung – weg vom WTG-konformen Bibellesen – bei vielen ja erst noch in den Kinderschuhen steckt.

    Auch ich als mittlerweile ja „Außenstehende“, weiß es nicht klar einzuordnen. Da ich logischerweise nur noch Häppchenweise mitbekomme was sich innerhalb der Organisation abspielt, habe ich eben keinen wirklichen Anhaltspunkt.

    Weil ich aber noch eine sehr liebe Freundin dort habe, die sich mit einem mentalen Schutzschild umgeben hat und das sie für alles was um sie herum geschieht blind sein lässt, möchte ich ein wachsames Auge auf alles haben, was innerhalb der Versammlungen geschieht.

    LG Ulli

  • cheyenne
    August 12, 2011

    Hallo Ulli,

    Nehme an, dass du diese Aussage meinst?
    Die Propheten sagen uns genau wann wir flüchten müssen und wie lange wir “in den Bergen” bleiben müssen. Das zu wissen ist überlebenswichtig für uns. Die Propheten geben uns den genauen Wegweiser, Jeremia nennt uns sogar den Monat in dem die Existenz der WTG endet, und was die kurz vorher noch von sich gibt. Danach ist es noch nicht vorbei, es gibt noch weitere Dinge, die sich auch noch erfüllen müssen. Habe hiermit also keine Spekulationen über Tag und Stunde vom Vernichtungstag abgegeben. sondern nur die biblischen Angaben über die Entwicklung und das Ende der WTG.

    In diesem Kommentar hatte ich viele Aussagen der Propheten erwähnt, aber leider sehr krass und persönlich formuliert. Für diesen Ton wurde ich zu Recht kritisiert. Das Kapitel erwähnte ich absichtlich nicht, denn das kann jeder mit Jehovas Hilfe selber herausfinden. Wenn es an der Zeit ist, werde ich das noch sagen. Über den Zeitpunkt, wann wir die Organisation verlassen müssen möchte ich nur folgendes sagen: Sogar die törichten Jungfrauen wachen beim Ruf “Der Bräutigam ist da!” auf. Sie treffen ihre Entscheidung, zu ihren Ölverkäufern zu gehen. Dann dürfte es auch für die Klugen kein Problem sein, diesen Zeitpunkt zu erkennen.

    L.G. Cheyenne

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Cheyenne,
    ja genau, dass meinte ich.

    ZITAT:
    „In diesem Kommentar hatte ich viele Aussagen der Propheten erwähnt, aber leider sehr krass und persönlich formuliert. Für diesen Ton wurde ich zu Recht kritisiert.“

    Schwamm drüber. – Sich im Eifer mal im Ton zu vergreifen, davon kann sich keiner frei sprechen. 🙂

    ZITAT:
    „Das Kapitel erwähnte ich absichtlich nicht, denn das kann jeder mit Jehovas Hilfe selber herausfinden.“

    Da hast du recht, selber nachzuforschen und sich dabei vom heiligen Geist führen zu lassen, ist sehr wichtig. – Sonst läuft man Gefahr – eh´ man sich´s versieht – Lehrmeinungen zu vertrauen, die einen von der Wahrheit des Wortes nur wegführen.

    ZITAT:
    „Wenn es an der Zeit ist, werde ich das noch sagen.“

    Das ist gut zu wissen. – Wer weiß schon, wann die letzte Möglichkeit dazu ist, den Ölvorrat aufzustocken damit es – falls man doch einschläft – kein böses Erwachen gibt.
    In diesem Gleichnis schlafen sie alle ein. Der Unterschied liegt einzig in der vorrätigen Menge an Öl.

    Wenn der Weckruf ertönt, reicht der Vorrat eines Jeden dann nur noch für ihn selbst und nicht auch noch für Andere. –
    Erst DANN zu den „Ölverkäufern“ zu gehen, ist also keine gute Idee, denn dann ist es zu spät…

    Doch mit dem vorletzten Satz des Gleichnisses wird uns gezeigt was eigentlich das allerbeste ist: wach bleiben.
    Aber wenn Jesus im Vers 13 sagt, dass man wach und bereit sein sollte, dann meint er damit ganz sicher nicht, dass man ständig falsche Weckrufe ertönen lassen (immer neue Endzeitdaten) oder diesen nachgehen sollte. – Denn das steigert die Erschöpfung und das Schlafbedürfnis ja nur von mal zu mal.

    Jesus hatte dabei sicherlich eher die innere Begeisterung und Vorfreude auf den großen Tag im Sinn. Denn DAS ist es, was uns wirklich von innen heraus wach und bereit sein lässt.

    LG Ulli

  • Christin
    August 12, 2011

    Hallo Cheyenne,
    Ich kann mich nur anschliessen. Top-Kommentar, werd ich mir abspeichern. Sehr einleuchtend.
    Liebe Grüße

  • Michael
    August 12, 2011

    Liebe Brüder,

    es ist mir ein großes Bedürfnis euch zu sagen wie dankbar und glücklich ich bin diese Seite gefunden zu haben.
    Die Artikel und die Kommentare der Brüder hier haben mein Verständnis und die Sichtweise der guten Botschaft vollständig geändert.
    Was hier zur geistigen Erbauung von jedem einzelnen von euch, ob von Bob, Alois, Dennis, Matthäus, Ulrike oder all den anderen Brüdern und Schwestern einfliesst ist für mich so was von Wertvoll, das könnt ihr euch garnicht vorstellen.
    Dieser Geist der hier zu spüren ist, ist so ganz anders als ich es aus unseren Versammlungen kenne. Wenn diese Art der Erbauung vom „Sklaven“ kommen würde, welch ein Segen für alle.
    Aber ich glaube auch nicht mehr das sich da etwas ändern wird. Alle Artikel des WT haben nur ein Ziel, den „Sklavengedanken“ zu festigen. Es geht nicht um die Brüder, sondern um den Sklaven selbst.
    Was alleine heute an guten und auferbauenden Gedanken hier aufgelaufen ist, ist einfach wunderbar.
    Ich werde wann immer ich die Gelegenheit habe diese Seite weiter empfehlen.
    Bitte macht weiter so liebes Bruderinfo-Team

    Es grüßt euch mit dankbaren Herzen
    Michael d. 2.

  • Walter
    August 12, 2011

    Hallo Cheyenne,

    da ich unter Deinem Beitrag zum Neuen Bund keinen Antwort Button
    gefunden habe, möchte ich mich auf „Umwegen“ganz herzlich dafür bedanken.
    Wunderbar zusammengefaßt und erklärt. Da „hüpft“ mein Herz, denn so habe ich es gelernt und so ist auch mein Verständnis.
    ALLE haben gesündigt (Sündenvergebung/NeuerBund), egal ob himmlische oder irdische Berufung und müssen das Opfer Jesu in gleicher Weise annehmen.

    Vielen Dank !!!

    Walter

  • Dennis
    August 12, 2011

    Liebe Cheyenne,

    für mich einer der besten Kommentare von dir, an den ich mich hier auf BI erinnern kann.

    (Zitat)
    „Wie erbärmlich es mit der geistigen Erkenntnis in Brooklyn tatsächlich aussieht, bekommen wir immer wieder gezeigt. Die Erklärung zu der Generation die nicht vergehen wird, ist die miserabelste seit ca. 100 Jahren.“

    Diese Aussage ist schonungslos und hart aber voll zutreffend.

    Sie wissen es eigentlich selbst welcher Unfug das ist z.B. mit der „Überschneidungs-Generation“ der Brüder vor 1914 und der geistgesalbten Brüder, die diese noch „kennen gelernt haben“ bis in die 70er. Das erkennt man schon daran wie oft bis 1995 von „1914 und der Generation, die nicht vergeht“ erwähnt wurde und wie mit markigen Worten getreu der Russell/Rutherford-Manier von „Gottes Zusicherung“, „ohne jeden Zweifel“, „absolut Zuverlässig“, „Jehova kann nicht lügen“ usw. die Rede war.

    Doch schon seit einigen Jahren hört man so gut wie NICHTS mehr von „1914“ und der „Generation“, die ja sehr „bald vergeht“ und die uns zeigt wie nahe das „Ende“ ist. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sie selbst ihrer eigenen „vom hl. Geist geleiteten Mitteilung“ nicht trauen.

    Dieses ganze Dilemma ist einzig und allein der irrigen 1914-Lehre geschuldet, die mit Mann und Maus verteidigt wird, komme was da wolle. Da ist die Spitze des Eisbergs noch nicht erreicht. Ich befürchte das dauert noch ein paar Jahre bis sie das Stück für Stück „beerdigen“ oder mit „hellerem Licht“ überblenden.

    Man lernt schließlich dazu. Wenn ich über Jahre oder vielleicht Jahrzehnte einfach eine Lehre sozusagen „auslaufen“ lasse, dann sorgt schon die Biologie dafür, dass bald niemand mehr da ist, der sich noch an die vollmundigen Aussagen von früher erinnert. Und wer stöbert schon im Medienzeitalter von Facebook und iPad in alten Zeitschriften und Büchern um mal zu schauen was früher so als „göttliche Wahrheit“ gelehrt wurde.

    Mein Vater, der jetzt schon über 60 Jahre dabei ist sagte kürzlich:

    „Ich habe zeit meines Lebens schon die Floskel „das Ende ist nahe“ gehört und auch 1975 erlebt und heute will niemand mehr was davon wisse oder kann sich daran erinnern. Das zeigt mir die Leute sind vergesslich, wenn sie es brauchen.“

    LG
    Dennis

  • Bob
    August 12, 2011

    Liebe Cheyenne,

    ein wirklich hervorragender Kommentar, den Du hier geschrieben hast. Sehr hilfreich. Vielen Dank für Deine Mühe.

    Dein Bruder Bob

  • Eddi
    August 12, 2011

    Liebe cheyenne,

    du hast auf eine sehr liebevolle Art Realität und Selbstdarstellung gegenüber gestellt.

    Vielen Dank
    Eddi

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    der Sklave sollte an Jesu Beispiel denken, wo der erwähnt, dass sich jemand beim Fest einfach auf einen besseren Latz setzt und dann vom Gastgeber „umgesetzt“ wird, also entehrt wird.
    Der Sklave, der seit fast 100 Jahren sich nunmerh auf die Schulter klopft um zu betonen, er sei eingesetzt, wird übel wach werden.
    und die, die dort im Glashaus sitzen und auf andere mit Steinen werfen, denen wird das Gebilde über dem Kof zusammenbrechen – weil sie entgegen dem Rat Jesu nicht die Kosten berechnet haben.
    Wer sich selbst erniedrig, wrid erhöht werden. Im Umkehrschluß: wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Das wird viele schlußendlich dazu führen, zu denken, sie seinen einer Lebenslüge gefolgt. Pauvre peuple.

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Frank

    Wenn der Bräutigam kommt und jemanden der sich selbst erhöht und in die erste Reihe gesetzt hat auffordert weiter hinten, oder sogar in der letzten Reihe Platz zu nehmen, dann geht es ja noch, denn er nimmt immer noch am Hochzeitsfest teil. Auch wenn es für ihn sehr peinlich und beschämend war, er wird gerettet.

    Aber ich fürchte dieses nach hinten bitten trifft nicht für die Organisation zu, sondern eher eine andere Geschichte die Jesus erzählt hat:

    Matth. 22
    10. Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, sowohl Böse als Gute. Und die Hochzeit wurde voll von Gästen.
    11. Als aber der König hereinkam, die Gäste zu besehen, sah er daselbst einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleide bekleidet war.
    12. Und er spricht zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du kein Hochzeitskleid anhast? Er aber verstummte.
    13. Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände, [nehmet ihn] und werfet ihn hinaus in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.
    14. Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.

    Zur Hochzeit waren böse und gute Menschen eingeladen, was eben zu finden war, genau so wie wir Menschen eben sind. Aber wir haben, sofern wir Jesus als unseren Retter und die Rettung erwarten, ein Hochzeitskleid an.

    Aber da war einer, der hatte kein Hochzeitsgewand an, weil er gar nicht Jesus als Retter erwartet, sondern selbst meint der Retter zu sein. Diesen hat der König entfernen lassen.

    Ich glaube dieser Mensch bedeutet die Organisation.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    lieber Alois, man lernt immer wieder hinzu. Danke für die Aufschlüsselung.
    Man erkennt immer deutlicher, wie sehr die selbsternannte Sklavenlasse den Boden unter den Füßen verliert. Die sind schon im freien Fall. Und der kommende Tornado wird sie zerdeppern

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Hallo Frank – oder dein Kommentar anders dargestellt:

    Wir werden angehalten die Hl.Schrift obwohl soviele verkehrte Handlungen auch Lügen (Annanias und Saphiera) zu lesen und Nutzen zu ziehen. Und wenn heute jemand auf die verkehrten ja auch Lügenhaften Handlungen der LK verweiset – dann hat ER und nicht die LK die Folgen zu tragen !?!

    Wo bleibt da die Liebe zur Wahrheit? Hat nicht Jesu das gefordert und worauf verwies Paulus an die Thessalonicher diesen Menschen als den Menschen der Gesetzlosigkeit damit entlarvt
    Und auch sein Ende beschrieben ?

    So mehr lässt heute meine Kraft nicht zu – ein weiterer Schlimmer Tag im KH .
    Lg. in der Hoffnung auf Besserung
    Matthäus

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Hallo Frank!

    Hallo Frank – oder dein Kommentar anders dargestellt:

    Wir werden angehalten die Hl.Schrift obwohl soviele verkehrte Handlungen auch Lügen (Annanias und Saphiera) zu lesen und Nutzen zu ziehen. Und wenn heute jemand auf die verkehrten ja auch Lügenhaften Handlungen der LK verweiset – dann hat ER und nicht die LK die Folgen zu tragen !?!

    Wo bleibt da die Liebe zur Wahrheit? Hat nicht Jesu das gefordert und worauf verwies Paulus an die Thessalonicher diesen Menschen als den Menschen der Gesetzlosigkeit damit entlarvt
    Und auch sein Ende beschrieben ?

    So mehr lässt heute meine Kraft nicht zu – ein weiterer Schlimmer Tag im KH .
    Lg. in der Hoffnung auf Besserung
    Matthäus

  • Eddi
    August 12, 2011

    Hallo cheyenne,

    danke für die ausführliche Zusammenstellung.
    Zitat: „1.Kor.1:10. Wir sollen denselben Sinn und Gedankengang haben: Demut, Geduld und Dankbarkeit.
    Abtrünnige befinden sich auf nährstoffarmen Boden und versuchen andere zu Fall zu bringen. Wir sollten unbedingt auf dem nährstoffreichen Boden der LK bleiben. Jehova hat seine Versprechen immer gehalten.“

    Es gibt aus gutem Grund immer mehr Gebiete, in denen Wert darauf gelegt wird, den natürlichen Kalkmagerrasen naturgemäß zu belassen. Warum? Auf solchen Böden finden sich sehr wertvolle Kräuter. Milchvieh, das von diesen Kräutern frisst, weist ein vielfaches an natürlicher Immunstärke auf, wogegen Böden, die permanent gedüngt werden, also als nährstoffreich gelten, meist nur über eine homogene Bepflanzung verfügt, z. B. verdrängt Gras auf solchen Böden langsam wachsendere Kräuter.

    Gern bin ich bereit, Demut, Geduld und Dankbarkeit zu zeigen, dass ich ein Nutzvieh sein darf, welches auf von Gott gegebene, natürliche Ernährung zurückgreifen darf und diese auf einfachem Boden wachsende Ernährung die Erkenntnis mehr denn je reifen lässt, dass Jehova tatsächlich alle seine Verheißungen erfüllt.

    Denn wieder einmal zeigt sich: Wer zuviel düngt unterdrückt ein natürliches Wachstum und das Gedeihen allerlei in Gottes Augen kostbaren Pflänzchen.

    Die Frage ist beantwortet, wer Gottes Boden liebevoller bearbeitet. So gesehen ist es fast ein Kompliment, von diesen Bauern als Abtrünnig bezeichnet zu werden, denn SIE stellen die Distanz her und scheuchen uns somit auf die wirklich guten Weidegründe Christi. Sie segnen uns sogar damit.

    Einen wunderschönen „Kräuter-angereicherten“ Tag wünsche ich.
    Eddi

  • Brosi
    August 12, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern

    Das Gleichnis vom Senfkorn, das Jesus erwähnte, hat wie alles was Jesus sagte einen Hintergrund aus den Propheten.

    Jesus sagte in Matth. 13
    „31. Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte;
    32. das zwar kleiner ist als alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen.“

    Hos. 2 schrieb:
    „18. Und ich werde an jenem Tage einen Bund für sie schließen mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit den kriechenden Tieren der Erde; und ich werde Bogen und Schwert und den Krieg aus dem Lande zerbrechen und werde sie in Sicherheit wohnen lassen.“

    Zitat aus dem Vortrag:
    „Dies wird sich erfüllen, wenn das Königreich Christi für alle Menschen erlebbar hier auf Erden zu spüren und zu sehen ist.“

    Genau so ist es, denn in Vers 17 steht:

    „Und ich werde die Namen der Baalim aus ihrem Munde hinwegtun, und sie werden nicht mehr mit ihrem Namen erwähnt werden.“

    Somit wird Jehova und sein Sohn zuerst den Name der Baalim (Organisation, tuvS) hinwegtun, dann wird Jehova einen Bund schließen mit allen Tieren, welche dann im Senfbaum wohnen werden. Danach steht in Hosea 2 auch noch wie es weitergeht:

    „19. Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Gericht, und in Güte und in Barmherzigkeit,
    20. und ich will dich mir verloben in Treue; und du wirst Jehova erkennen.“

    Duch die Verse 19 und 20 ist klar, dass in Vers 18 keine Tiere gemeint sind, sondern die Menschen welche errettet wurden.

    Liebe Grüße
    Euer Bruder Brosi

  • Bruderinfo
    August 12, 2011

    Lieber Brosi,
    schön wieder einmal von Dir eine biblische Prophetie erklärt zu bekommen. Der Zusammenhang mit den Tieren und dem Senfbaum ist wirklich wunderbar dargelegt. Danke hierfür. LG Bruderinfo. 🙂

  • Thomas
    August 12, 2011

    Hallo liebe Geschwister,

    herzliche Grüße von den 18 Teilnehmer des Sommerfestes bei Berlin.

    Wir hatten 2 1/2 schöne Tage bei bestem Wetter und gestern eine schöne Ansprache „Behüte Dein Herz“.

    Es gab sehr viel zu erzählen und zu erforschen und so hat jeder fürs nächste mal reichlich Notizen gemacht, um dann an den wertvollen Höhepunkten wieder anknüpfen zu können.

    In tiefer Verbundenheit zu allen Christen dieser Welt, senden wir auch Euch unsere Liebe und wünschen allen den reichen Segen unseres lieben Vaters Jehova.

    Eure Geschwister,
    verbunden durch SEINEN Sohn dem Herrn Jesus Christus

  • Joshua Gross
    August 12, 2011

    Hallo Thomas, wer ist denn wir? Und wann und wo findet das nächste Treffen statt. Kann ich daran teilnehmen?

    Viele Grüße!
    Joshua

  • Thomas
    August 12, 2011

    Lieber Joshua,

    wir, dass sind hauptsächlich freie Christen von denen die Mehrheit früher mal mit der WTG-Organisation zu tun hatten, Interessierte waren, oder offiziell immer noch mit ihr „verbunden“ sind.

    Das Wunderbare ist, dass jeder seinen eigenen Weg, geleitet durch den Geist des Vaters, hin zum Christus gefunden hat und das bei vielen aller Schmerz und die Enttäuschungen, welche durch hartherzige Organisations-Handlanger verursacht wurden, NICHT zum Verlust des Glaubens führten, sondern sie NUN ENDLICH IHREN EIGENEN Platz beim Vater durch den Sohn gefunden haben.

    Auf dieser gnädigen, liebevollen Basis die Gemeinschaft mit freien Brüdern erleben zu dürfen ist wirklich etwas wunderbares.

    Wir planen zusätzlich zu unserer Online-Gemeinde viele weitere kleine Hauskreise aufzubauen und uns zu jeder Gelegenheit auch in größeren Gruppen zu treffen um den Vater und uns mit Ansprachen, Gebetskreisen und Lobpreis zu erfreuen.

    Ich kann Dich gerne über die zukünftigen Aktivitäten informieren und fühle Dich bitte immer herzlich willkommen.
    E-Maile einfach an: aufgeschlossen@gmx.net

    Ich kann Dir auch gerne vorab die Telefonkonferenzdaten zusenden, falls Du uns schon mal akustisch kennen lernen möchtest?!

    Gesegnete Grüße
    Dein Bruder in Christus
    Thomas

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Thomas,
    bevors mir wieder durch die Lappen geht:
    Allen Brüdern und Schwestern ganz liebe Grüße zurück!

    LG Ulli

  • Thomas
    August 12, 2011

    Liebe Ulli!!!!

    🙂 🙂 D A N K E 🙂 🙂

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    lieber Matthäus, deine Ausarbeitung gibt genau die Gedanken wieder, wie ich sie auch empfinde.
    Mit solch einer Vorgehensweise entlarvt sich der Skalve, ja er entpuppt sich, nicht zu einem Admiral sondern zu einer Motte, die dem Christen die äußere Kleidung frißt.
    Ich erinnere mich noch sehr genau an die frühen 70iger und die Erwartung in 75. Mann, was war da eine Hektik. Da wurde erwartet Harmagedon und die hardliner haben jeden daran gemessen, wie er dachte, was er tat und wie er scih äußerte.
    Da gabs nen KA, der hieß Andreas Kälberer, lebte wohl bis vor kurzem noch im Raum Emmendingen. Seine Worte waren klar: wer nicht an 75 glaubt ist als abtrünnig anzusehen.
    So wurde polarisiert, so setze man Leute unter Druck, die dann oftmals sogar oihr Hab und Gut verschleuderten um ein Beispiel zu geben und im Pionierdienst zu stehen, so wie es der März Königreihcsdienst der USA in 75 mitteilte. Bereichte werde gehört, dass Brüder ihre aniegen verkaufen um die letzten Monate im PIonierdienst aufzugehen.
    Ja, das war eine Zeit und der Knall biel aus, was harmagedon anbelangt, dafür knallte es bei vielen, die dann dem Sklaven Vorhaltungen machten und sie bekamne dann die freche Antwort: 75 kam von unten,nicht von oben, also vom Fußvolk, das wioolte es doch so. Im Jahrbuch – ich glaube 82 – hat der Sklave kleinlaut sich eine teilschuld eingestanden.
    Tja, die erwarten, dass man total gehorsam ist und sie selber prötscheln in ihren stinkigen Ansichten weiter. Sie stinken wirklich, angesichts der Tatsache, dass sie erwarten ihre geistigen ERgüsse jedesmal zu schlucken statt den Brüdern offen zu sagen, dass sie nichts wissen und nur im Dunkeln herum tapsen. Dieses Dunkel nennt man neues Licht.
    Hört sich irgendwie nach Orwell an

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Frank

    Da hast Du recht, es gab damals sogar Ausschlüsse für diejenigen die vor dem Jahr 1975 gewarnt haben. Auch das mit dem KA Bruder Kälberer kann ich bestätigen, den hatten wir auch in meiner damaligen Heimatversammlung. Lustig, wie klein die Welt ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • cheyenne
    August 12, 2011

    Lieber Bruder Frank & Frei,

    Den KA Bruder Andreas Kälberer hatten wir auch, aber erst nach 1975. Es war zu der Zeit, als das Predigtwerk wieder hochgefahren werden sollte. Von nun an sollten wir nur noch das Königreich verkündigen und nicht mehr die Gerichtsbotschaft. Denn wir haben eine Gute Botschaft für die Menschen, aber das Gericht sei eine schlechte Botschaft. Dann berichtete er noch von einem Bruder aus dem Elsass, was der vor 1975 so verkündet hatte: Der kam zu einem Mann, der gerade einige Hasen geschlachtet hatte und ihnen das Fell abzog. Der Bruder deutete auf die toten Hasen und sagte zu dem Mann: Wenn Du bis 1975 kein ZJ geworden bist, dann wird Dir Jehova genauso das Fell über die Ohren ziehen wie Du es mit diesen Hasen gemacht hast. Betretene Gesichter…

  • Elvis
    August 12, 2011

    moin zusammen,

    in Hamburg mussten die Bryder 500.000 € ja ihr lest richtig 500.000 € für die drei Kongreßtage bezahlen. War eine Meldung in einer Tageszeitung (Unter der Rubrik des bekannten Fußballvereines).

    Jetzt wißt ihr wie teuer Hamburg ist….

    lg

    Elvis

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Liebe Ulli, lieber Dennis!

    Eure Frage zu E.F. – ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber durch seine tiefsinnigen Themen bereits vor 6, 7 Jahren viele Lehren und Ansichten der WTG in einem anderen Licht gesehen.
    Begonnen hat es mit ein Vater 2 Söhne, die mir ein anderer Bruder versteckt zukommen lies – als wie wenn man etwas verbotenes tun würde. Br. E.F. hat mehr als 100 Aufsätze geschrieben, den Großteil habe ich gelesen – alle decken sich vorrangig mit Gottes Wort, seine eigenen Erklärungen oder Schlüsse beschränken sich immer auf Ausagen der Bibel.

    Nach meinen Kenntnissen soll er bereits gestorben sein, er war über 50 Jahre ein ZJ und viele Jahre auch Ältester. Als er es nicht mehr verantworten konnte (so schrieb er es einmal in einem seiner Aufsätze) hat er das Amt abgegeben, ist aber immer noch in die ZK gegangen und hat immer wieder viele WT Artikel einer Analyse unterzogen und die Falschheit (Heuchelei) auch sehr deutlich beim Namen genannt.

    Für mich ist er ein großer Denkanstoß ähnlich wie Ray Franz der Gott Jesus und die Bibel über alles stellt – was man von der LK leider nicht sagen kann. Wenn ihr bei Google unter E.F. Artikel oder E.F. ein Zeuge Jeohvas eingebt, dann findet ihr wo überall seine Artikel „gehandelt“ werden.

    Ein Beispiel zu obiger Anmerkung über Heuchelei:

    Ist es Heuchelei? – WT vom 15.05.2008

    Geschrieben von: E.F.
    Die Bergpredigt Jesu als Bestandteil seiner Lehre und des Neuen Testaments zählt wahrscheinlich zu den bekanntesten Teilen der Bibel; ihr hohes Ethos wird allseits anerkannt; das Wort Jesu ‚Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen‘ ist als goldene Regel weithin bekannt und sprichwörtlich geworden. Darum schätzen auch Nichtchristen, wie zum Beispiel Mahatma Gandhi, diesen Teil der Bibel sehr, und man kann viele Kommentare mit guten Gedanken über die Bergpredigt lesen, ja viele schreiben ausführlich und sehr positiv über sie.

    Das tut auch der Wachtturm (WT) vom 15. Mai 2008 in zwei für die Betrachtung im sogenannten Wachtturmstudium vorgesehenen Artikeln. Doch warum erinnern mich diese Ausführungen so an das Wort Jesu im Matthäus 23:3: ,Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut es; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun; sie sagen es wohl und tun es nicht‘?

    So erwähnt der WT auf Seite 6 die Worte Jesu aus Matthäus 5:23-24, wonach ein Israelit seine Opfergabe für den Altar lassen sollte, wenn er sich bewusst wäre, dass ein Bruder etwas gegen ihn habe, und er solle zuerst Frieden schließen, Versöhnung herbeiführen, dann solle er sein Opfer darbringen. Nun schreibt der WT richtigerweise, daß unsere Opfer heute anderer Art wären als die der damaligen Israeliten, und er sagt in Absatz 19, dass Jesus seine Weisung nicht auf bestimmte Opfer beschränkt habe. Jedes Opfer sei gegebenenfalls zurückzustellen. Doch dann wird plötzlich Einhalt geboten. Wie oft schon haben Jehovas Zeugen ihren Predigtdienst als Schlachtopfer der Lobpreisung gemäß Hebräer 13:15 bezeichnet. Sollten sie dann nicht diese ,Opfer‘ einstellen, bis sie Frieden untereinander geschlossen haben? Denn der persönlichen Spannungen und Streitigkeiten sind viele. Aber das möchte die leitende Körperschaft doch wohl nicht, daß man in solchen Fällen den Predigtdienst (befristet) aufgibt. Das wäre doch wohl gegen die Interessen der Organisation.

    Auf den Seiten 8-11 bringt der Wachtturm noch folgende Gedanken, wobei auch das Gebot der Feindesliebe hervorgehoben wird:
    Wir ,segnen die, die uns fluchen‘, sprechen also liebenswürdig mit ihnen. Und wir ,beten für die, die uns verfolgen‘ — die uns körperliche Gewalt antun oder uns ,beleidigend‘ behandeln ….. Würden wir nur die grüßen, die wir als ,Brüder‘ betrachten, wäre das nichts ,Besonderes‘ ….. Die Pharisäer im ersten Jahrhundert spielten sich als strenge Richter über andere auf und stützten sich dabei auf unbiblische Traditionen ….. Wer so mit anderen umgeht, wie von Jesus beschrieben, lebt das Wesen des ,Gesetzes‘ aus“.

    In der Tat, gute Gedanken. Doch kann ich nicht verhindern, mich daran zu erinnern, wie Menschen behandelt werden, die aus Gewissensgründen die Organisation kritisierten oder sich von ihr trennten. Man schloß zum Beispiel eine Schwester aus der Gemeinschaft aus, nur weil sie mit einer ehemaligen Zeugin sprach und dies für christlich hielt. Und was ich für besonders schlimm halte: Jehovas Zeugen werden diese ,Studienartikel‘ betrachten, wären jedoch bereit und in der Lage, eine Woche später genau so bereitwillig Anweisungen über das völlig entgegengesetzte Verhalten gegenüber anderen Menschen, ja selbst gegenüber nahen Angehörigen wie Vater und Mutter, anzunehmen, wenn es dem ,Sklaven‘ gefiele, diese Anweisungen wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen.

    Auf jeden Fall: für Menschen, welche der Organisation kritisch gegenüberstehen oder mit den Zeugen die Bibel als Maßstab grundlegend betrachten möchten, gelten die oben genannten Verhaltensweisen nicht.

    Christus der Herr hat wohl vergessen, diese Gruppe ausdrücklich von seinen Worten auszunehmen; das hat dann der ,Sklave‘ nachgeholt. Oder?

    Solche Dinge, wie oben angeführt, zu schreiben und zu veröffentlichen in dem Wissen um das verordnete Verhalten gegenüber früheren Brüdern und Schwestern, ist das nicht Heuchelei?

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Noch einen über Heuchelei – ich verstehe dabei immer mehr warum Jesus die Pharisäer Heuchler und Otternbrut nannte:

    Sollte man es nicht Heuchelei nennen?

    Geschrieben von: E.F.

    Beim Lesen der Ausgaben des Wachtturms, der Hauptveröffentlichung der Wachtturm-Gesellschaft (WTG) und Grundlage der Betrachtung in einer der wöchentlichen Zusammenkünfte von Jehovas Zeugen, sind mir in den Ausgaben vom 1.12.2006 und vom 15.12.2006 zwei Äußerungen aufgefallen, die vielleicht in all den dort geäußerten Gedanken von Vielen überlesen werden, die mir aber wieder einmal zeigen, wie unaufrichtig religiöse Führer sein können und welche noch so unscheinbaren Mittel eingesetzt werden, um vertrauensvolle Menschen zu manipulieren und zu indoktrinieren.

    Es ist bekannt, daß in den Schriften und Publikationen der WTG der folgender Text aus Apostelgeschichte 17:11 häufig zitiert wird: Diese [gemeint sind die jüdischen Bewohner der altgriechischen Stadt Beröa] nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.
    Apostelgeschichte 17:11

    Der Text wurde dann regelmäßig als Beispiel oder als Ermunterung oder Aufforderung für die Menschen angewandt, die keine Zeugen sind, damit sie ihre eigene Religion prüfen sollten; dazu sollten sie auch die ihnen von Jehovas Zeugen in ihrer Predigttätigkeit an den Türen und in den Wohnungen überbrachten Lehren bereitwillig aufnehmen und mit dem Schriften, also der Bibel, gemäß den Erläuterungen der Zeugen vergleichen, also im Sinne der WTG ‚sorgfältig erforschen‘. Die Beröer wurden regelmäßig als beispielhaft für diese Leute hingestellt, wobei der Nachdruck auf dem ‚sorgfältigen Forschen‘ lag.

    So weit, so gut! Dagegen wäre nichts zu sagen! Es gab und es gibt glücklicherweise immer wieder Menschen mit einer solchen Grundeinstellung, die aufrichtig und ehrlich zu forschen suchen; doch wie äußert sich die WTG, wenn sie den Text auf Jehovas Zeugen selbst, auf ihre Anhänger oder Gläubigen anwendet?
    Wie bei Jesus zeigt sich auch unsere Liebe zu Gott durch Gehorsam. … Alle, die Jehova wirklich lieben, lassen sich gern von ihm leiten. Sie vertrauen auf Gottes Weisheit und befolgen seine liebevollen Anweisungen, weil sie anerkennen, daß sie ihre Schritte nicht selbst lenken können (Jeremia 10:23). Sie gleichen den edel gesinnten Beröern, die Gottes Botschaft „mit der größten Bereitwilligkeit“ aufnahmen und denen viel daran lag, den Willen Gottes zu tun (Apostelgeschichte 17:11). Sie forschten sorgfältig in den Schriften, um Gottes Willen noch besser zu verstehen.
    Der Wachtturm vom 1.12.2006, Seite 22, Absatz 10

    Kein Wort mehr vom Prüfen, sondern Anweisungen befolgen. Die edle Gesinnung, die sich nach Lukas gerade in der Bereitschaft, Aussagen in Frage zu stellen und an Hand des Wortes Gottes zu prüfen, zeigt, wird hier einfach in Gehorsam umgedreht. Was bei Außenstehenden gelobt wird, kommt natürlich bei den eigenen Mitgliedern nicht in Betracht. Nennt man das nicht Heuchelei?
    Ein anderer Punkt fiel mir auf im Wachtturm vom 15.12.2006, Seite 26, Absatz 5; dort schreibt die WTG:

    Jesus war also darum besorgt, Satans Welt könne auch seine Nachfolger so sehr ablenken, daß sie möglicherweise ‚zu den Dingen zurückkehren, die dahinten sind‘ (Lukas 17:22, 31). Und auf einige trifft das tatsächlich zu. Jahrelang sehnten sie den Tag herbei, an dem Jehova der bösen Welt ein Ende macht. Als Harmagedon entgegen ihrer Erwartung ausblieb, wurden sie mutlos. Ihre Überzeugung, daß das Strafgericht Jehovas nahe ist, schwand. Sie ließen im Predigtdienst nach und gingen allmählich in weltlichen Dingen derart auf, daß sie für geistige Bedürfnisse kaum noch Zeit fanden (Lukas 8:11, 13,14). Schließlich ‚kehrten sie zu den Dingen zurück, die dahinten sind‘. Wie schade!
    Der Wachtturm vom 15.12.2006, Seite 26, Absatz 5

    … ihre Erwartung? Ihre Überzeugung? Schämt sich die WTG nicht, wo etwas zu schreiben? Wer hat diesen Menschen denn eine solche Erwartung und Überzeugung eingeflößt, eingetrichtert, eingebleut, zur Glaubensfrage hochstilisiert, selbst unter Anwendung von Druck, wer hat Daten für das Ende festgesetzt, hat zum Endspurt auf der christlichen Rennbahn aufgefordert, und das nicht einmal, sondern immer wieder! Zweifler wurden diskreditiert, in Verruf gebracht, mißachtet. Wer hatte denn ‚ihre Erwartung‘ und ‚ihre Überzeugung‘ zum allgemeinen Glaubensgut, zur verpflichtenden Überzeugung von einigen Millionen Menschen festgesetzt? Und nun war all das plötzlich nur noch die – natürlich falsche – Erwartung und Überzeugung von ‚einigen‘!

    Hier zeigt die Heuchelei ganz offen ihr Gesicht für jeden, der sehen will. Und man kann absehen, wie von Seiten der Führung reagiert werden wird, wenn wieder einmal Lehren, Erwartungen und Überzeugungen aufgegeben werden müssen, die heute noch von dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ und seinen offiziellen Vertretern im Namen der Einheit durchgesetzt, ja erzwungen werden, so daß man Zweifel gar nicht mehr zu äußern wagt. Stelle Dich nur rechtzeitig darauf ein, daß auch Du einmal zu den ‚Einigen‘ gehören kannst, die verkehrte Erwartungen und Überzeugungen hatten; der ‚Sklave‘ hat dann nichts mehr damit zu tun; er ist ja nur der treue Ausführer des Willens Gottes.

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Das der Erwatungsdruck VON DER WTG in regelmäßigen Abständen kamen soll nur ein kleiner Auszug belegen. Jedes Jahr und das seit mehr als einhundert Jahren werden dutzendemale solche Worte verkündet:

    Erwachet 1999 8.12. Seite 10
    „Eine völlig neue Welt steht unmittelbar bevor.“

    Wachtturm 1998 1.3. Seite 7
    „Tatsächlich steht das Gericht an der ganzen Menschheit unmittelbar bevor.“

    Wachtturm 1997 1.4. Seite 11
    „Die sich ständig verschlimmernden Weltverhältnisse sind ein unleugbarer Beweis dafür, daß … – unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1996 15.7. Seite 23
    „Weil das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge unmittelbar bevorsteht und die Probleme noch nie so drückend waren wie heute.“

    Wachtturm 1995 15.4. Seite 15
    „So furchterregend diese Bombenexplosion auch war, sie verblaßt …im Vergleich zu dem „großen und furchteinflößenden Tag Jehovas“, der unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1994 1.10. Seite 8
    „Und jetzt scheinen …. Behauptung aufzustellen, … dass die Vernichtung der Welt unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1993 1.3. Seite 4
    „Es gibt triftige Gründe zu der Annahme, daß die Drangsal unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1992 1.7. Seite 32
    „Tatsächlich deutet die Erfüllung biblischer Prophezeiungen darauf hin, daß dieser Tag unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1991 15.7. Seite 5
    „Unmittelbar vor uns liegt die große Drangsal.“

    Wachtturm 1990 15.10. Seite 19
    „Aber das Elend auf der Erde beweist, daß das Ende der Herrschaft Satans unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1986 15.2. Seite 6
    „Und in der Bibel wird auf zukünftige Ereignisse hingewiesen, die anzeigen werden, daß die Apokalypse unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1984 15.2. Seite 23
    „Die Prophezeiungen der Bibel konzentrieren sich auf unsere Zeit. Sie zeigen uns, was unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1983 1.11. Seite 7
    „Wir wissen, daß Befreiung unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1982 15.11. Seite 9
    „Die Bibel prophezeit … universelle Säuberungsaktion, die unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1981 1.5. Seite 24
    „Deshalb muß die „Wächter“- Klasse dringend die Warnung erschallen lassen, … und sein „Tag der Rache“ unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1976 15. 3. Seite 177
    „Wir wissen, … jetzt die „große Drangsal“, die die größte der Menschheitsgeschichte sein wird, unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1975 15. 10. Seite 635
    „Die Erfüllung der Prophezeiung …Vernichtung dieses Systems unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1974 1. 3. Seite 139
    “ … der Erde hingerichtet werden, unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1973 1. 11. Seite 668
    “ … stehen wir unmittelbar an der Schwelle des neuen Systems.“

    Wachtturm 1972 1. 3. Seite 131
    “ … die Gelegenheit ergreifen und herausfinden, was wir tun müssen. Sie steht unmittelbar bevor.“

    Wachtturm 1971 1. 6. Seite 344
    „Alles deutet darauf hin, daß Gottes neue Ordnung unmittelbar bevorsteht.“

    Wachtturm 1970 1. 8. Seite 470
    „Da das alte System der Dinge,…, nun bald zu Ende geht und das neue System unmittelbar bevorsteht,…, jetzt unverzüglich verlassen.“

  • Robin
    August 12, 2011

    Es geht auch noch ein bisschen aktueller:
    Königreichsdienst Juli 2009, S. 1, Abs. 1 zum Thema „Kannst du dich noch mehr einsetzen?“
    Zitat:
    Jetzt, wo wir uns in den letzten Stunden der Ernte befinden, ist unser Einsatz umso mehr gefragt. Machen wir uns deshalb unter Gebet Gedanken darüber, wie wir uns noch mehr beim Predigen einsetzen können.
    Zitatende

    LG
    Robin

  • schneerose
    August 12, 2011

    hallo brüder vom info-team

    möchte nochmal nachfragen ob euch was bekannt ist was der sklave im predigdienst leistet..

    danke dennis anna und matthäus.. aber warscheinlich kann diese frage keiner beantworten..

    wenn paulus einer der ersten sklafen war ..sollten sie doch ihren vorbild folgen ..2. kor.23 – 33

    der sklave predigt was uns bekannt ist.. nur vor geladenen gästen und freunden (kongress usw.) was ist das schon grosses..das macht der papst auch..

    im voraus danke für eure antwort
    schneerose

  • Alois
    August 12, 2011

    Es wird halt solange erzählt dass das Ende vor der Türe steht, bis es keiner mehr glaubt.
    Wenn es dann keiner mehr glaubt, dann haben wir den Zustand den Jesus uns Paulus vorhergesagt hat:

    Mark. 13
    33.Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann die Zeit ist.
    34.Gleichwie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten die Gewalt gab und einem jeden sein Werk, und dem Türhüter einschärfte, daß er wache.
    35.So wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, des Abends, oder um Mitternacht, oder um den Hahnenschrei, oder frühmorgens;
    36.damit er nicht, plötzlich kommend, euch schlafend finde.

    Luk. 21
    34. Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Völlerei und Trunkenheit und Lebenssorgen, und jener Tag plötzlich über euch hereinbreche;
    35. denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf dem ganzen Erdboden ansässig sind.

    1. Thess. 5
    2. Denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht.
    3. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen.

    Die Frage ist, wer ist mit „sie“ im Vers 3 gemeint, die Welt oder die Organisation, oder beide?

    Die Organisation lehrt ja schon dass es bei ihr Friede und Sicherheit gibt. Mal sehen was die nächsten Jahre noch so alles passiert.

    Die Aussage „Friede und Sicherheit! -dann kommt ein plötzliches Verderben über sie“ kollidiert jedoch mit der Lehre der Organisation, dass es eine Verfolgung geben wird. Denn wenn es auf der Welt Verfolgung gibt, dann ist auch kein Friede auf ihr.

    Deswegen sollen wir wachen wie uns Jesus rät, um nicht überrascht zu werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Anna
    August 12, 2011

    Hallo lieber Alois,
    Du hast wohl recht, wir müssen zum einen wach bleiben um zu sehen wie sich alles entwickelt. Andererseits auch unser geistiges Gleichgewicht bewahren und uns auch Zeiten der Ruhe und Erholung gönnen. Ein interessanter Gedanke mit „Frieden und Sicherheit“. Das habe ich bisher noch nie so gesehen. Es ist schon so, die sich ständig wiederholenden Aussagen, dass man nur in Jehovas Organisation Sicherheit findet. Und wie Matthäus so schön aufgezeigt hat das immer währende Dringlichkeitsgefühl in Verbindung mit dem Predigtdienst. Dadurch dass uns die WT Library zu Verfügung steht hat man ja Zugang zu den früheren Veröffentlichungen und merkt dass uns immer gesagt wurde das Ende stehe vor der Tür.

    Ich glaube zwar immer noch dass diese Welt am Abgrund steht, nur so steht das nicht in der Bibel dass wir uns Rettung durch Predigtdienst verdienen könne, eben nur einige Evangeliumsverkündiger. Jeder hat so seine Fähigkeiten. Und, da immer wieder Menschen geboren werden würde man ja mit dem Predigen so wie das vorgegeben ist nie fertig werden.
    Wir müssen einfach aufpassen, dass unser Verhältnis zu Jehova und die Dankbarkeit für das Lösegeld durch diese turbulente Welt und auch durch die Organisation keinen Schaden nimmt.

    Noch was anderes an alle:
    Weiss jemand wie man den Schluss (siehe Buch über die Apostelgeschichte das diese Woche studiert wird) nahelegen kann Paulus hätte das Zeltmacherhandwerk ERLERNT, evtl. sogar vom Vater…???
    Bei der Familie in der er aufwuchs bzw. der Bildung kann ich mir das nicht vorstellen.
    Und mich interessiert auch immer noch wie die Schneerosen ob die LK in den Predigtdienst geht. So wie wir mehr oder weniger Klingeln putzen.
    Schönen Sommertag an alle wünscht Anna

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Matthäus,
    wieder ein sehr schöner Artikel. Danke dafür.

    ZITAT:
    …der ´Sklave‘ hat dann nichts mehr damit zu tun; er ist ja nur der treue Ausführer des Willens Gottes.

    Ja, es hat irgendiwie was von: was können WIR denn dafür, wenn Gott euch an der Nase herumführt…

    LG Ulli

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Danke Robin für Dein Zitat! ….und was sagte Jesus zum Ende?
    Das bekannteste und am meisten zitierte Kap. im Zusammenhang von den „Zeichen des Endes“ – Jesus warnt:

    Matth. 24: 5 Viele werden in meinem Namen auftreten und behaupten: `Ich bin der Christus´, und sie werden viele irreführen. 6 Überall werden Kriege ausbrechen. Aber habt keine Angst – diese Dinge müssen geschehen, doch das Ende wird noch nicht unmittelbar darauf folgen.

    Und das ist der Unterschied zum Sklaven – der Herr spricht ES IST NOCH NICHT DAS ENDE – lasst euch nicht irreführen !!!

    Wann werden die Irregführten das endlich merken?
    lg. Matthäus

  • Theophilus
    August 12, 2011

    Ich finde Lukas 21:8 konkreter:

    „Er sprach: „Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet; denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und: ‚Die bestimmte Zeit hat sich genähert.‘ Geht ihnen nicht nach.“

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Matthäus,
    danke für die Infos über Bruder E.F.
    Hab´s schon gegoogelt und bin auch fündig geworden. 🙂

    LG Ulli

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    Das was mir ein INformant sagte betrifft 300.000 € für nen Kongress in einer Arena.
    Viel Holz für ca 15 Stunden Berieselung und ein großes „Wir“ Gefühl.
    Wenn man dann noch den persönlichen Aufwand der jeweiligen Besucher hinzurechnet, kommt man schnell Richtung 50 Mio.

    Was mich wundert ist, das der Towern noch keinen TV Sender hat über Astra zB und dort europaweit in allen Sprachen dröhnt jeweils über den Tag verteilt. Ich bin sicher, das wäre billiger als die ganzen Kongresse.
    Die Inflation an Druckschriften – ich habe die Literatur seit 60 Jahren – füllt schon einen ganzen Raum. Mal sehen, welchem Antiquar ich die ganze Chose verkaufe. Bis auf meine Bibeln wede ich alles weggeben. Ein Bruder hat damit seinen Kessel bestückt und sich gewärmt. Auch ne Lösung, aber wenn der wüßte, dass für die Rutherford und Russell Bücher sehr hohe Liebhaber Preise gezahlt werden – dann hätte er sich sicher davon ne gute REise gegönnt.

  • Eddi
    August 12, 2011

    Hallo und einen schönen Tag,

    ja das mit Astra ist eine gute Idee – aber doch nicht für die WTG! Da kann doch kein Anwesenheitszettel ausgefüllt werden und da kann man nicht nachprüfen, ob einer einen „kritischen“ Kommentar gibt, keine Gesinnungstests durchgeführt werden, die persönliche „Ermunterung“, sich noch mehr einzubringen, ….Die Brüder könnten unrechte Gedanken entwickeln, wie neben dem Vortrag frühstücken, ohne Krawatte vor dem Fernseher sitzen, die Bibel nicht aufzuschlagen.

    Da ist Astra sehr begrenzt in der Überwachung. DAS GEHT DOCH NICHT!! ( 🙂 )

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    Astra ist somit wohl nur als Biermarke geeignet 😉

  • schneerose
    August 12, 2011

    ein hallo an alle brüder und brüder-info team
    einige schneerosen haben eine frage

    weis jemand wie viele stunden die brüder von der leitenden körperschaft im monat predigen..

    machen sie auch haus zu haus dienst..oder den strassen dienst..
    machen sie auch genaue notitzen.. oder den laden zu laden dienst..
    wer sind die brüder die mit ihnen im dienst gehen ..kennt jemand welche.. die mit den gesalbten überrest im predigdienst stehen..
    leiten sie heimbibel studien .. wenn ja ..wie viele..
    kennt jemand der durch einen bruder der leitenden kö. in die wahrheit gekommen ist..oder wie viele bringen sie im jahr in die wahrheit..stehen sie im pionierdienst..besuchen sie die treffpunkte..

    wir fragen deswegen..weil jesus.. paulus..und alle anderen apostel tag für tag in den Synagogen auf den öffentlichen plätzen predigten..und hunderte studien hatten..und tausende in die wahrheit brachten..

    leben die verantwortlichen brüder der WTG von unseren geldern oder folgen sie dem bsp. paulus der neben bei sein brot selber verdiente..

    danke im voraus schneerose

  • Anna
    August 12, 2011

    Liebe Schneerosen,
    das würde mich auch interessieren wie das mit dem Sklaven und dem Predigtienst aussieht. Danke für Euer Interesse!!!
    Ich würde gerne, schon im Hinblick auf meine organisationsgeschädigte Tochter näher mit Euch kommunizieren. Falls erwünscht, meine e-mail ist ja bekannt.
    Liebe Grüße Anna

  • schneerose
    August 12, 2011

    servus anna

    wir kennen deine mail adressen nicht

    grüsse schneerose

  • Anna
    August 12, 2011

    Ebenfalls servus Schneerosen!
    meine e-mail-Adresse ist: vierzonfrie@aol.com
    Viele Grüße sendet Anna

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Ich erinnere mich daran das Br. Raymond Franz in einem seiner Bücher davon erzählte das die Brüder der LK nicht unbedingt zu den Vorbildern zählten wenn es ums Predigen von HzH ging.

    Die sind doch mit soviel Sinnlosem beschäftigt daß dafür keine oder nur mehr wenig Zeit übrigbleibt. Wenn man sich einmal die Struktur und das Zusammenspiel der LK – durch die Information aus 1.Hand von R.Franz – näher ansieht, dann versteht man das diese Männer abgehoben und alles andere als demütig sind im Sinne des Wortes Jesu: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein“!

    Von Rutherford und seiner Zeit ist der HzH Dienst noch lange nicht von der Bedeutung gewesen als dann Knorr kam. Im alten JZ Buch steht das er es war der den HzH Dienst für jeden zu Pflicht erhob, deshalb wurden erst ab den 1940er Jahren verschiedene Schulen wie Gilead die Ausbildung zum Missionar erfunden. Später dann die PD-Schule. Gegen eine Schule dieser Art ist ja nichts einzuwenden, doch warum sagt die Bibel das Jesus NUR EINIGE als Evangeliumsverkündiger ausgewählt hat. Warum sollte WENIGE Lehrer sein, weil viele dieser Aufgabe gar nicht gewachsen sind und mehr Schaden als Nutzen bringen. Siehe: 1Petr 4:10 Jeder soll dem anderen mit der Begabung dienen, die ihm Gott gegeben hat. Wenn ihr die vielen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein.

    Und deshalb waren nur EINIGE für den PD auserkoren was aber nicht heißt das sie von HzH gingen, denn auch diese Bibelstelle in Apg. 20:20 wurde in der NWÜ verändert. Nachzulesen in Epheser 4:11-16 !

    Auch an die Korinther ergingen diese Worte die klar und verständlich sein sollten:

    1Kor 12:28 Und Gott hat in der Gemeinde eingesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, dann Wundertäter, dann Gaben, gesund zu machen, zu helfen, zu leiten und mancherlei Zungenrede.

    Über seine Überzeugung zu sprechen – wovon das Herz voll ist – ist sicher nicht verkehrt und es ergeben sich immer wieder Möglichkeiten über seinen Glauben an Jesus zu sprechen. Doch dies zum GESETZ FÜR JEDEN zu erheben, ist falsch und man geht dabei über das hinaus was geschrieben steht. Auch dazu hat Br. R. Franz in seinem 2. Buch „Auf der Suche nach christlicher Freiheit“ eine hervorragendes Kapitel geschrieben. Die LK schreckt nicht davor zurück auch Urtexte abzuändern d.h. die Übersetzung des grichischen Wortes beliebig verschieden wiederzugeben – das gleiche grichische Wort in Apg. 20:20 (von HzH) wird (muss) in Apg. 2:46 (in Privathäusern) übersetzt werden, anders wäre es lächerlich. Den wer hat schon einmal davon gehört das das Abendmahl von HzH eingenommen wird.

    Das ist eine weiter Falschheit wie man lügnerisch sich anmaßt sich über Gott und die Bibel zu erheben. Siehe Spr. 30:6

    lg. Matthäus

  • Walter
    August 12, 2011

    Hallo Anna, bzw; Brd. von Bruderinfo,

    wir verbringen einen wunderschönen Urlaub in Kärnten.
    Schneerose hat einmal geschrieben, er wohnt „dort, wo in Österreich, wo andere Urlaub machen.“
    Das hier bei Villach ist eine wunderschöne Gegend und ich habe immer das Gefühl Schneerose wohnt hier ganz in der Nähe.
    Wenn das so wäre und er möchte, wäre es schade,wenn wir uns nicht mal zu einem Kaffe treffen könnten.
    Wir sind ganz einfache Leute. Und was ich glaube, was uns verbindet, ist unser Vertrauen auf Jesus Christus.
    Liebe Anna, bzw. Bruderinfoteam ich gebe Euch unsere HandyNr.
    Seit doch bitte so lieb und leitet diese an Schneerose bzw. Schneerosen weiter. Wenn sie wollen können sie uns anrufen.

    XXXXXXXX (Telefonnummer wurde weitergeleitet)

    Gruß

    Walter

  • Dennis
    August 12, 2011

    Liebe schneerose,

    diese Fragen habe ich mir auch schon gestellt, aber letztlich interessiert es mich nicht mehr, denn ich lebe meinen Glauben so aus wie ich das vor unserem Schöpfer und vor Jesus verantworten kann, unabhängig davon ob die Glieder der lK sich ausruhen oder die „Beine ausreißen“.

    Allerdings müsste jeder von ihnen den Sonderpionierstatus haben und 100 Std. im Monat im Dienst stehen, ansonsten ist die ganze Argumentation in den WT- und Ködi-Artikeln unglaubwürdig, da sie nicht 1. Petrus 5:3 beachten wo von „Vorbilder für die Herde“ gesprochen wird.

    Das mit Paulus ist nur zum Teil richtig, denn er hat auch gerne etwas angenommen von den Brüdern (Phil. 4:16), aber ist nie zu einer „Bürde“ geworden und hat auch sein „selbstverdientes Brot“ (2. Thes. 3:7-12) gegessen, da hast du recht, denn er hätte die „Befugnis“ gehabt von „welt. Arbeit abzustehen“ (1. Kor. 9:6), diese hat er aber anscheinend nicht angenommen. Zumindest nicht in der Zeit als er an die Korinther geschrieben hat.

    So gesehen würde wahrscheinlich ein Glied der lK antworten, dass sie eben die „Befugnis“ haben wie Paulus „von weltl. Arbeit“ abzustehen, sie aber im Gegensatz zu Paulus von dieser „Befugnis“ eben Gebrauch machen, so einfach ist das.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    Habe heute gehört, dass der Rumour geht, das zukünftig keine großen Kongresse mehr stattfinden sollen.
    Gibt es da jemanden, der auch so ein Echo mitbekam?
    Angeblich sind sie ja sehr teuer.
    Da fällt mir nur spontan ein, dasss man uns versprach, wenn wir Kreiskongress-Säle haben, dass dann die hohen Kosten wegfallen.
    Nun kostet aber so ein Wochenende in eigenen Hallen um 10.000€
    Das ist zweifellos ein vielfaches von den realen Kosten.
    Aber was kümmerts die WT Gesellschaft, was sie vor 35 Jahren schon sagte

  • Dennis
    August 12, 2011

    Lieber F&F,

    was meinst du mit „rumour“, soll das Gerücht heißen? Du drückst dich manchmal umständlich aus, wenn ich das hier mal sagen darf.

    Dieses Gerücht mit Kongressen ist eigentlich wie alle Gerüchte generell Spekulation, kann sein kann aber auch nicht sein. Hab jedefalls noch nichts derartiges vernommen.

    Die Kosten sind allerdings immens, vor allem in weil in Deutschland moderne WM-Arenen (Dortmund, Frankfurt, Hannover) gemietet werden. Wenn ich mich nicht täusche war in der FAZ im Jahre 2006, als der erste Kongress in der Commerzbank-Arena stattfand, von 200.000 EUR die Rede. Das ist eine Menge Geld für 3 Tage würde ich sagen. Die Kosten dürften auch eher gestiegen sein. Strom- und Wasserverbrauch ist wahrscheinlicha auch extra zu sehen.

    LG
    Dennis

  • Mike
    August 12, 2011

    Hallo nochmal.
    Ich habe diese Erklärung auch nicht so verstanden.
    Denn die Gesalbten können genauso von der Wahrheit weggehen, wie diejenigen die zur grossen Volksmengen gehören.
    Sie machen genauso viele Fehler wie wir, sind auch nicht vollkommen.
    Vielleicht möchte man nur damit testen, wie ernst viele den Glauben nehmen und so eine Prüfung für unseren Glauben darstellen sollte.
    Schau ma mal was passiert.
    Gruss mike

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Mike,
    Ich denke, sie wollen damit irgendwie den Höhenunterschied zwischen ihren oberen Zehntausend (Gesalbte/144000) und dem niederen Volk (Volksmenge/Schafe) biblisch belegen und damit ihre Vormachtstellung verteidigen.

    Zudem verhindern sie damit, dass – „Gott bewahre“ – sich das stumpfsinnige Schaf wenn es das neue Testament liest, gar SELBST angesprochen fühlt.
    Das darf nicht sein, denn sonst würden die Zahlen der Abenmahlteilnehmer Jahr für Jahr ja noch mehr in die Höhe schnellen. Und damit kämen sie in große Erklärungsnot, wie sie ihre 2-Klassenlehre weiter aufrecht erhalten sollen.

    Fiele aber dieses Zwei-Klassensystem weg, würde eine regelrechte Lawine ausgelöst werden, die ihre erhöhte Stellung – welche sie unrechtmäßig eingenommen haben – völlig niederwalzen würde.

    Eins würde zum anderen führen, bis schlussendlich ihr ganzes Kartenhaus in sich zusammenkracht.
    Und davor haben sie ganz gehörig Angst, weshalb sie ja auch das eigenständige Denken weitestgehend schon im Keim ersticken wollen.

    Am Ende aller Überlegung steht nämlich, dass Jesus der alleinige Retter und Erlöser ist und es keinen anderen Mittler zwischen Gott und den Menschen gibt. Was wiederum begreifen lässt, dass die WTG überhaupt keine Daseinsberechtigung hat.

    So ist das halt mit den Lawinen…es wäre für sie absolut zerstörerisch.
    Denn die Menschen würden sich von ihnen ab- und dem Christus zuwenden…wer sorgt denn dann noch weiter für ihren Reichtum?

    Das können sie also auf gar keinen Fall zulassen.

    LG Ulli

  • Alois
    August 12, 2011

    Liebe Ulli

    Dein Zitat:

    „dass die WTG überhaupt keine Daseinsberechtigung hat.“

    Doch, sie hat eine Daseinsberechtigung, prophetisch gesehen hat sie sie die Aufgabe uns eine Entscheidung abzuverlangen, ob wir ihr folgen oder Jesus.

    So wie Adam und Eva sich entscheiden mussten, müssen wir uns entscheiden, es hat sich nichts geändert. Die meisten Brüder und Schwestern essen lieber den Apfel, oder was für eine Frucht das auch immer war. Für die ersten Menschen war es eine kleine Drangsal, für uns ist es eine Große. Erst wenn wir uns von der Organisation völlig abgesondert haben und immer noch an unseren Vater und seinen Sohn glauben, dann ist diese Drangsal vorbei.

    Liebe Grüße
    an Dich und alle anderen Leser
    Alois

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Alois,
    die Daseinsberechtigung WTG als Apfel gegen den man sich enscheiden muss – ok. 😉

    Aber halt nicht wie sie sich selbst darstellt – als einziger Rettungsanker und Sprachrohr des Höchsten.

    Gaaaanz liebe Grüße – Ulli

  • Dennis
    August 12, 2011

    Lieber Brd. H.P.M.,

    danke für deine Sichtweisen und Eindrücke des BZK 2011, die sich auch mit meinen ziemlich decken.

    Hätte mich gefreut wenn Du (oder Ihr) etwas mehr auf das „neue Licht“ zu Daniel 2 eingegengen wärt. Hatte schon darauf gehofft, weil du extra eine Überschrift eingefügt hast und dann ging´s aber auf einmal unter dieser Überschrift mit „junge Leute“ weiter. Hat mich etwas verwirrt. Das Thema ist auf jeden Fall ziemlich unfangreich. Könnte man event. ein eigenen Artikel machen.

    Zum Thema Dramen kann ich mir einige Bemerkungen nicht verkneifen.

    Die meisten „Dramen“, die ich bisher in all den Jahren erlebt habe, waren wirklich DRAMEN im wörtlichen Sinne. Was hier alle Jahre wieder zum Besten gegeben wurde, spottete für mich jeder Beschreibung. Man ist ja seit einigen Jahren dazu über gegangen nicht einfach nur ein Kostüm-„Drama“ als Schmierentheater aufzuführen, sondern eine „moderne und zeitgemäße“ Posse zu präsentieren. Du hast das Jugend-Drama als „überzeichnet“ etikettiert und das ist eine sehr höfliche Umschreibung.

    In meiner gesamten Schulzeit ist es NIE auch nur annähernd zu solchen amoralischen Auswüchsen gekommen wie hier dargestellt (meine Schulzeit ist noch nicht all zu weit zurück). Meines Erachtens erkennt man an solchen wirklichkeitsfernen Zuspitzungen auch das gestörte Verhältnis der Mitglieder der „leitenden Körperschaft“ zum Thema „Sexualität im Alltag“. Als ob allen Ernstes jeden Schultag ein jugendlicher „ZJ“ gegen unmoralische Angebote des anderen Geschlechts ankämpfen müsste oder sogar Wetten abgeschlossen würden wer wen wann in´s Bett bekommt, um dann auf Facebook damit zu prahlen.

    Das ist an Lächerlichkeit und Realitätsferne nicht mehr zu überbieten.

    Es ist ein weit verbreiteter Irrtum von Menschen, die ihr zu Hause (oder Behtel) nie verlassen oder nur Boulevard-Zeitungen lesen, dass die Welt da draußen nur so von sexsüchtigen, unfreundlichen Jugendlichen wimmelt.

    „Ein tagtägliches Sodom und Gomorra spielt sich „da draußen“ ab!“. Das ist zusammengefasst die Denkweise und die Propaganda (ich muss es so deutlich sagen) der WTG, hat aber nichts mit der Lebenswirklichkeit von 90% der Jugendlichen zu tun.

    Da ist sie wieder diese „2. Realität“, die die WTG aufgebaut hat und neben der Wirklichkeit existiert:

    „Ihr da draußen, wir da drinnen“

    heißt übersetzt:

    „Ihr in eurer bösen satanischen Welt voller Unmoral und Hass, wir in unserem geistigen Paradies“

    LG
    Dennis

  • Dennis
    August 12, 2011

    Falls ich einigen Brüdern mit meinen Äußerungen zu den Dramen verletzt haben sollte, weil sie diese als willkommene Auflockerung und Auferbauung sehen, möchte ich mich vorab entschuldigen.

    Auch respektiere ich die Arbeit und die Mühe, die hinter solchen Projekten steckt, wollte einfach meine Sichtweise und Einschätzung zur Sinnhaftigkeit und dem theologischen Wert einer solchen „Theateraufführung“ darlegen.

    Beste Grüße euer Bruder
    Dennis

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Dennis,
    vielleicht lassen sie sich für die Dramen von Sendungen Marke „We are Family“ inspirieren, ich weiß es nicht…aus der Realität können sie es jedenfalls nicht haben.

    Klar gibt es Menschen auf die dieses Bild zutrifft, aber zum einen lauern sie nicht an jeder Ecke und zum anderen findet man Solche eben auch in den Reihen der Zeugen…manche davon sogar Älteste…

    Und nicht nur WIR werden von Menschen die sich so verhalten abgestoßen…
    Es wird immer so getan als wäre es für „Weltmenschen“ völlig normal, oder sogar toll, aber das ist absoluter Quatsch!

    LG Ulli

    LG Ulli

  • Berndt
    August 12, 2011

    Liebe Brüder,
    wer von euch, der am Sonntag im Wachtturmstudim war hat die Begründung verstanden, weshalb nur die Gesalbten von Gott die „Gerechtsprechung“ erhalten haben, und die große Volksmenge nicht. Sie muß durch Glaubenswerke wie den Predigtdienst das Geschenk Jehovas verdienen. Wer kann mir das erklären?
    Liebe Grüße
    Berndt

  • Anna
    August 12, 2011

    Lieber Berndt, liebe Brüder von Bruderinfo bzw. alle,

    ich habe das WT vom Wochenende auch nicht verstanden!!! Und den Abschnitt 11 über Jesu eventuelle Nachkommen sowieso nicht. Es gibt auch einige Brüder in meiner Versammlung die offen zugegeben haben dies nicht nachvollziehen zu können. Andererseits denken die meisten noch im dem Sinn: Wenn es vom Sklaven kommt wird es schon stimmen und es liegt an uns, wenn wir es nicht vertehen. Römer Kapitel 5 wurde hier leider wieder gründlich verbogen. Wir sind doch durch das Lösegeld schon gerechtgesprochen worden. Eigentlich ist alles im Abschnitt 2 gesagt am Ende unter Bezugnahme auf Römer 5:1ff „Wer dieses liebevolle Geschenk von Gott bekommt, kann ihn dafür nur wiederlieben…“
    Zu den Kongressnotizen: vielen Dank dafür, lieber Bruder, dass Du Dir die Mühe gemacht hast dies zusammenzufassen. Falls es nicht zu persönlich ist: Deine Frau, weiß sie dass Du anders denkst.

    Zum Vortrag von Freitag 10.30 „Wir müssen durch viele Dransale in das Königreich… eingehen“: Es gab ein Interview einer Schwester die trotz Belastung = Pflege von Angehörigen ihren Mut nicht verloren hat bzw. weiterhin das Königreich predigt.
    Das ist sehr lobenswert. Nur, diese Belastungen haben unendlich viele andere „Weltmenschen“ auch. Und auch diese sind oft positiv eingestellt und gehen an ihre Grenzen. Ich weiß das ja nun wirklich aus eigener Erfahrung und kenne auch genug Menschen die sich rührend um ihre Angehörigen kümmern. Fast jede Famile hat doch inzwischen mindestens einen zu betreuenden Angehörigen. Die Belastungen des heutigen Systems treffen uns doch alle gleichermaßen.

    Zu den Gebeten auf dem Kongress die Mike angesprochen hat, ich sehe das auch so, es gab leider nicht ein einziges bei dem ich Amen sagen konnte.
    Was ich so schade finde dass jeweils am Gebet am Ende des Tages eine Wiederholung des Programmes in Kurzform stattfinden mußte. Das fürchte ich bringt niemanden Jehova näher. Ich habe halt für mich selber gebetet.

    Zu den neu veröffentlichten Broschüren für die funktionellen Analphabeten. Ich sehe das auch so, wer nicht lesen kann hat ja die Möglichkeit über Hörbücher sich Wissen anzueignen oder eben DVD’s etc.
    Und man darf niemanden als dumm bezeichnen, nur weil er nicht lesen kann.
    In meinen Gebieten gibt es keinen dem ich diese Broschüre anbieten würde. Es gab eine Zeit als sich der Sklave dafür gerühmt hat Lese- und Schreibunterricht zu geben. Das wäre doch für die wenigen Menschen hier in Deutchland zumindestens, die nicht gut lesen können möglich. Und wie bitte sollte man nun mit jemanden der diese Broschüren „durchstudiert“ die Tauffragen besprechen? Die Gewaltdarstellungen auf den Bildern gefallen mir nicht, was, wenn Kinder diese in die Hände bekommen. Bei uns war doch tatsächlich noch eine Demo am Samstag um 9.40 als eine Familie beim Studierabend sich darauf vorbereitet hat die Broschüren im Predigtdienst anzubieten. Und ein Kind wurde dazu veranlaßt zu sagen, dass es die Broschüre in die Schule mitnimmt.

    Bei uns redet jedenfalls inzwischen niemand mehr über den Kongress, allenfalls wen man dort getroffen hat.

    Herzliche Grüße an Alle wackeren Anbeter Jehovas

    Anna

    Hallo Anna,
    danke auch für deine Einschätzungen zum Kongress. Zu deinerFrage; meine Frau weis wie ich denke und wir sprechen auch über all die Widersprüche. Muß allerdings vorsichtig vorgehen das heißt, nicht zu viel auf einmal.
    Sie ist zur Zeit noch in einem verunsicherten Zustand, und es fliesen manschmal auch Trännen. Einersets erkennt sie auch das vieles nicht stimmen kann, aber sie will noch nicht wahrhaben, das wir all die Jahre einem Mythos gefolgt sind.
    Aber der letzte WT Artikel hat sie auch weiter zum nachdenken gebtacht. Wir sprechen also über die Widersprüche, aber lassen uns nicht ausseinander bringen.
    Was den Artikel anbelangt, so ist den meisten Brüdern nicht aufgefallen was dort wirklich steht. Habe mit dem WT-Leiter am Schluß gesprochen, er hatte es auch nicht registriert und machte große Augen.
    l.G.
    Bruderinfo H.P.M.

  • Dennis
    August 12, 2011

    Lieber Berndt,

    leider war ich am So. nicht in der Vers. sonst hätte ich eine bibl. Antwort auf die ungeheuerliche Behauptung gegeben, dass „Jesu Loskaufsopfer nicht zur Gerechtsprechung führt, wie bei den Geistgesalbten“.

    Ich glaube die meisten ZJ sind sich garnicht der Tragweite dieses WT-Artikels bewusst. Es wird de facto gesagt, dass Jesu Loskaufsopfer zur „Anerkennung bei Gott“ nicht ausreicht, sondern „Glaubenswerke“ (Predigtdienst) notwendig sind (Abs. 20).

    Sie haben es geschafft das genaue Gegenteil dessen zu lehren was der Bibeltext aussagt, darum wurden ja auch nur die Verse 24 und 25 als „Lies“-Texte markiert, aber die Verse 22 u. 23 lösen alles auf und überführen ein weiteres mal eine Irrlehre:

    (Römer 3:22-23) 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für ALLE, die Glauben haben. Denn da ist KEIN UNTERSCHIED. 23 Denn ALLE haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden SIE durch seine unverdiente Güte GERECHTGESPROCHEN aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 

    Es ist völlig unmöglich hier etwas misszuverstehen oder zu interpretieren, doch die WTG schafft auch das Unmögliche!

    Da Paulus sich so klar ausdrückt, sagt man einfach in Abs. 19 in Bezug auf Abraham, dass Jehova ihn nicht „in dem Sinne“ gerecht sprach. Man erweckt also den Eindruck hier versteckt sich noch ein geheimnisvoller „weiterer Sinn“, den natürlich NUR die WTG erfasst hat und der dem geneigten Leser präsentiert werden muss.

    Im Nachhinein bin ich eigentlich froh, dass ich nicht da war.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Gleich in den einleitenden Versen an die Römer mach Paulus klar welche folgen es hat wenn jemand diese Wahrheit ablehnt. Gerechtigkeit kommt nur von einer Grundlage – FÜR ALLE !!!

    Röm. 1:

    16 Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt – die Juden zuerst, aber auch alle anderen Menschen. 17 Sie zeigt uns, wie Gott uns in seinen Augen gerecht spricht. Dies geschieht einzig und allein durch Glauben.6 Denn es heißt schon in der Schrift: »Durch den Glauben hat ein Gerechter Leben.«7
    Gottes Zorn über die Sünde
    18 Doch vom Himmel her wird Gottes Zorn sichtbar über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit ablehnen.8 19 Dabei wissen sie von Gott9; Gott selbst hat ihnen diese Erkenntnis gegeben.

    Dadurch das die LK in diesem WT Artikel die beiden Verse 22 und 23 BEWUSST weggelassen hat wird ihr wahres Interesse offenkundig und es wird deutlich welche Folgen es nach Gal 1:8 für sie hat. Sollte nicht jeder die nötige Konsequenz daraus ziehen?

    lg. Matthäus

  • Alois
    August 12, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern

    Dadurch dass der „Sklave“ das Volk so belehrt, macht sie das Loskaufsopfer für uns ungültig.

    In den folgenden Versen schreibe ich in doppelter ((Klammer)) meine Bemerkungen, denn dann versteht man gleich was meine Ansicht zu den Versen ist:

    Jakobus 5
    1. Wohlan nun, ihr Reichen, ((die Organisation)) weinet und heulet über euer Elend, ((die Vernichtung)) das über euch kommt!
    2. Euer Reichtum ((Druckereien und Vermögen)) ist verfault, und eure Kleider sind mottenfräßig geworden.
    3. Euer Gold und Silber ((das Vermögen)) ist verrostet, und ihr Rost wird zum Zeugnis sein wider euch und euer Fleisch fressen wie Feuer; ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen. ((vor dem Gericht))
    4. Siehe, der Lohn der Arbeiter, ((Zeugen Jehovas)) die eure Felder ((Predigtdienst)) geschnitten haben, der von euch vorenthalten ist ((weil die Organisation niemanden retten kann)), schreit, und das Geschrei der Schnitter ((die Jesus treuen Zeugen Jehovas)) ist vor die Ohren des Herrn Zebaoth {d. i. Jehova der Heerscharen} gekommen.
    5. Ihr habt in Üppigkeit gelebt auf der Erde und geschwelgt; ihr habt eure Herzen gepflegt wie an einem Schlachttage.
    6. Ihr habt verurteilt, ihr habt getötet den Gerechten; ((geistig gesehen den Jesus)) er widersteht euch nicht.
    7. Habt nun Geduld, ((ihr dem Jesus treuen)) Brüder, bis zur Ankunft des Herrn ((Jesus)). Siehe, der Ackersmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh-und Spätregen empfange.
    8. Habt auch ihr ((treuen Schafe)) Geduld, befestiget eure Herzen ((im Glauben)), denn die Ankunft des Herrn ((Jesus)) ist nahe gekommen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • schneerose
    August 12, 2011

    servus alios

    ihr reichtum ist verfault..auch ihr geistiger

    als familie haben wir nicht nur unsere freizeit ..sonder auch geld für das weltweite predigwerk gegeben..

    durch einen bruder mussten wir erfahren.. wie mit unseren spenden geldern am weltweiten finazmarkt spekuliert wird.. die vielen arbeitsstunden für den bethel-bau..oder das hotel bossert..die ganzen verkäufe..zeigen das die WTG nicht den segen unseres him. vaters hat..

    grüsse schneerose

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Matthäus,
    das Schlimme ist, dass die WTG Bibelstellen wie Gal 1, 8 für sich instrumentalisiert, um mit ihnen vor Menschen wie uns zu warnen.

    Dies gelingt ihnen deshalb so gut, weil die wenigsten Brüder die Verse nachschlagen. Denn dann würden sie erkennnen, dass damit in Wahrheit die WTG (und alle ihnen ähnlichen Religionen) gemeint ist.

    8 Wer euch aber einen anderen Weg zum Heil zeigen will als die rettende Botschaft, die WIR euch verkündet haben, den wird Gottes Urteil treffen – auch wenn wir selbst das tun würden oder gar ein Engel vom Himmel.
    Gal 1, 8

    Die WTG bezieht dieses „wir“ auf sich selbst…das sie aber eine ganz andere Botschaft als Jesus und seine Apostel verkünden, verdecken sie geschickt.

    Dabei reicht es, die Verse 6+7 zu lesen um zu merken, was wirklich los ist:

    6 Ich wundere mich sehr über euch. Gott hat euch doch in seiner Gnade das neue Leben durch Jesus Christus geschenkt, und ihr seid so schnell bereit, ihm wieder den Rücken zu kehren. Ihr meint, einen anderen Weg zur Rettung gefunden zu haben?
    7 Doch es gibt keinen anderen! Es gibt nur gewisse Leute, die unter euch Verwirrung stiften, indem sie die Botschaft von Christus verfälschen.

    Hier sagt Paulus, dass Gott uns in seiner Gnade das neue Leben durch Christus geschenkt hat.

    Die WTG dagegen, hat den Christus zu einer Art Postbote degradiert, der unsere Gebete zu Gott bringt.
    Das er auch unser König und Erlöser ist, liest man nur noch im Kleingedruckten.
    RETTUNG finden wir, laut ihrer Aussage, nur durch die Organisation.

    Deshalb wird auch der Vers 9 auf sie Anwendung finden:

    9 Ich sage es noch einmal: Wer euch eine andere Botschaft verkündet, als ihr angenommen habt (Einfügung: die Botschaft über die Gnade, das neue Leben und den Christus), den wird Gottes Urteil treffen!

    Die WTG sollte sich ernsthaft Gedanken machen…aber das haben sie noch nie und werden sie auch nicht.

    LG Ulli

  • Alois
    August 12, 2011

    Liebe Ulli

    Zitat:
    „Die WTG dagegen, hat den Christus zu einer Art Postbote degradiert, der unsere Gebete zu Gott bringt.“

    Wie wahr, und selbst diesen Job als Postbote um die Gebete zu unserem Vater zu bringen, würden sie ihm noch gerne wegnehmen. Aber da ist die Bibel zu eindeutigt in ihren Worten.

    In jedem Fall wird der „t.u.v.S“ selbst in den Gebeten mehr geehrt und gehultigt als der wahre Retter Jesus.

    Aber Jesus widersteht ihnen nicht, bis er zurückkommt. (Jak. 5:6)

    Liebe Grüße
    Alois

  • Eddi
    August 12, 2011

    Liebe Uli,

    da die WTG das „Arbeitsverhältnis“ Jesu als Postbote nicht einfach kündigen kann, regelt man das Ganze halt durch Briefzensur, d. h. man bestimmt schon mal selbst, wer würdig ist, vor Gott zu kommen und wer nicht.

    Dass die Worte Josuas, dass kein einziges der Worte Gottes ohne Beachtung dahin gefallen sind, kein „One-Way-Ticket“ ist, sondern Gott und Christus sich nicht die Wurst vom Brot ziehen lassen, haben Sie in ihrem Hochmut, ALLEIN die geistige Speise auszuteilen, nicht mitbekommen.

    Na ja, das kann einem Sklaven schon mal passieren, da er kein Anrecht darauf hat zu wissen, was sein Herr gerade tut. Auch nicht, wenn es ums Essen geht.

    Ich freu mich, dass ich die Location wechseln durfte und jetzt am Tisch meines Vaters Platz nehmen konnte. Der Appetit ist da, allein die Verdauung braucht noch Nachhilfe 🙂

    In diesem Sinn ein frohes Festmahl allen wahren Anbetern.
    Eddi

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Habe einen sehr tiefgründigen Satz gelesen welcher auch gegen die versuchte Erklärung der LK sich richtet daß jedes „andere Schaf“ sich die Gerechtetigkeit verdienen muss:

    „Gott will uns nicht durch Strafe oder Lohn gewinnen, sondern durch seine Liebe !!!“

    Nur durch die Erkenntnis (das verstehen was dies heißt) der >>Gnade durch Glaube<< wird einem die WAHRE Erkenntnis vermittelt.

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Zu Deiner Frage des berechtigten „Unverstand“ lieber Bernd ist möchte ich ein Zitat von unserm Br. E.F. den er unter der Aufsatz „GNADE“ geschrieben hatte im Unterthema Missbrauch:

    Missbrauch

    Wenn man von Gnade spricht, ja sie betont, wird besonders auch von besorgten und gesetzlichen Gläubigen sofort auf die Gefahr des Missbrauchs hingewiesen, oft damit verbunden die Forderung nach zahlreichen Geboten und noch mehr Verboten. Gewiss besteht immer die Möglichkeit, Gnade zu missbrauchen; aber wenn wir auf Gnade verzichten wollen- nach dem oben Ausgeführten eigentlich ein Unding -, welche Möglichkeiten bleiben dann? Man kann Werken größere Bedeutung zumessen als der Gnade; aber was sagt die Schrift (Gal. 5:4)? Alle Werke sind wertlos, wenn sie nicht den Glauben, die Gnade als Ursprung haben. Nicht die Frucht trägt den Baum, sondern der Baum die Frucht.

    Man könnte auch eine Liste von Geboten und Verboten aufstellen, und in vielen Gemeinschaften gibt es solche geschriebenen oder häufiger ungeschriebenen Listen; Ungehorsam ist dann immer mit ‘Gefahr für das ewige Leben’ verbunden, manchmal auch mit Gemeinschaftsentzug. Man sagt den Gläubigen bis in die Einzelheiten, was sie zu tun und zu lassen haben, nimmt ihnen die Entscheidungsfreiheit und gebraucht Einschüchterung und Autorität. Die Gnade wird gleichsam stranguliert, abgewürgt.

    Man sieht alles in Schwarz und Weiß; Grauzonen, in denen jeder für sich persönlich entscheiden kann, gibt es kaum, und wenn, dann sehr begrenzt. Auch hier werden Christen wieder versklavt im Sinne von Galater 5:1. Letztlich führt das dazu, alle abzulehnen oder die Verbindung mit allen abzubrechen, die in bestimmten Punkten oder Bereichen anders denken und sich nicht unterordnen wollen. Dies ist Selbstgerechtigkeit. Hat Jesus so gehandelt?

    Selbstverständlich soll uns Gottes Gnade nicht dazu führen, unsere Freiheit in Christus zum Bösen zu gebrauchen. Aber Gott geht dieses Risiko ein, er wünscht Anbetung in freier Entscheidung und nicht unter gesetzlichen Zwang oder Druck. Von zwei Seiten ist die Gnade bedroht: von der Gesetzlichkeit mit ihren Vorschriften und ihrem Zwang und von dem Missbrauch in Zügellosigkeit. Aber die Freiheit und das damit verbundene Risiko sind notwendig, denn nur dort kann der Geist Gottes wirken; wo keine Freiheit ist, mag ja auch ein Geist wirken, aber nicht der Geist Gottes und Jesu Christi (2.Kor. 3:17). Das heißt nicht, dass dort, wo Freiheit herrscht, schon der Geist Gottes wirkt; aber dort, wo er wirkt, herrscht Freiheit! Gesetzlichkeit – so gut ihre Absichten oft waren – hielt Menschen immer in Unmündigkeit, führte zum Absolutismus und zur totalen Unfreiheit. Gnade aber befreit!

    Wenn Gnade befreit, wird der so Befreite nicht mehr von impulsiven Begierden beherrscht, wird fähig, Entscheidungen zu fällen, ohne dabei auf andere zu schauen oder diese bevormunden zu wollen und wird dadurch schneller zu einem mündigen, selbst verantwortlichen Christen werden. Empfangene Gnade lehrt auch, auf andere Rücksicht zu nehmen (1.Kor. 8:9; 10:23,32-33). Paulus ging Extremen aus dem Weg, weil er nie vergaß, dass die Gnade ein Geschenk war, das einen hohen Preis gekostet hatte: das Leben unseres Herrn! Was Paulus in Röm. 6:1-2,15 sagt, beleuchtet beide Seiten der Gefährdung: einerseits sollen wir unsere Freiheit in Gnade in Anspruch nehmen und nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde leben, denn wir haben nun einen anderen Herrn, der uns nicht mit unzähligen Geboten umgrenzt, sondern uns das Gebot der Liebe gab; andererseits sollen wir in der Freiheit nicht zu weit gehen, die Gnade nicht missbrauchen. Zu beiden möglichen Extremen sagt Paulus deutlich: ‘Keineswegs!’. Aber die Entscheidung für unser Leben müssen wir treffen, denn Gott gab uns in seiner Gnade die Wahlmöglichkeit. Gnade sollte uns dazu führen, dem richtigen Herrn zu dienen, dem gehorchen, der uns zur Gerechtigkeit führt, und nicht wieder die Sünde als unseren Herrn zu wählen!

    Ich werde an Bruderinfo den ganzen Artikel schicken, vielleicht möchten sie den ganzen Artikel hier einstellen?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Mein Kommentar über die Gnade sollte eine Antwort auf Bernds Frage sein – ist etwas nach unten gerutscht !?

    Hier der ganze Artikel:

    G n a d e

    Gnade ist in unserer Sprache ein Wort, das nicht mehr zur alltäglichen Unterhaltung, zum Tageswortschatz, gehört; es ist nicht mehr ‘gebräuchlich’ und hat auch in unserer Zeit des Selbstbewusstseins, der Zielstrebigkeit, der ‘Gewinner-Typen’, einen Geruch von Schwäche, von Verlierertum angenommen; dies gilt auch – und gerade – für den so genannten christlichen Kulturkreis. Vielleicht haben deshalb die Herausgeber der ‘Neuen-Welt-Übersetzung’ der Bibel das dort ja häufig erscheinende Wort ‘Gnade’ mit ‘unverdiente Güte’ wiedergegeben, was man ja durchaus als Synonym betrachten kann, da Güte, wenn unverdient, Gnade ist. Ich möchte in dieser kurzen Abhandlung bei dem Wort Gnade verbleiben, denn es erscheint mir doch voller, inhaltsreicher als ‘unverdiente Güte’.

    Wenn man nur einige Gedanken über das Thema ‘Gnade’ aus biblischer Sicht schreiben will, ergibt sich sofort und unmittelbar die Schwierigkeit, aus der Fülle der gegebenen Aussagen und Gedanken eine Auswahl treffen zu müssen. Ich bitte deshalb von vornherein um Nachsicht, wenn der Leser diesen oder jenen, ihm wichtig erscheinenden und auch tatsächlich wichtigen Punkt oder Aspekt nicht erwähnt findet; dies bedeutet nicht, dass ich ihn nicht auch als wichtig ansehe.

    Neulich las ich in einem Bericht, jemand habe vor Gericht ‘Glück gehabt’. Ich dachte dabei an die Aussage der Bibel, dass jeder, jeder Mensch vor dem Richterstuhl Gottes wird erscheinen müssen; Christen glauben an Gottes Gericht in und durch Christus (Joh. 5:22,30). Aber vor Gottes Gericht wird man nicht ‘Glück’ haben! Uns erwartet entweder Gnade oder Gerechtigkeit; wenn uns aber Gerechtigkeit erwartet, wer könnte vor Ihm bestehen (Mal. 3:2; Röm. 3:12,23)? Unsere einzige Hoffnung ist Gottes Gnade! Und Gott hat diese Gnade gewährt, indem er die gerecht spricht, die Glauben haben an Jesu Sühnopfer (Röm. 3:22-24); Gnade wird also von Gott geschenkt im und durch Glauben, Glauben an das Blut Jesu Christi! Einen anderen Weg zur Gnade gibt es nicht; wer das vergossene Blut Jesu ablehnt, es gleichsam für gewöhnlich erklärt und damit sogar den Geist der Gnade schmäht, für den bleibt kein anderes Schlachtopfer übrig (Hebr. 10:29). Glaube im biblischen Sinne ist aber nicht nur ein ‘für wahr halten’, sondern Glaube bewirkt Umkehr, eine veränderte Einstellung, eine Sicht – vor allem von uns selbst -, wie Gott – uns – sieht. Nur dann können wir aus ganzem Herzen den Worten des Paulus aus Röm. 7:24 ‘ich elender Mensch!’ zustimmen, und nur dann können wir Gottes Gnade auch zutiefst schätzen. Das zeigt also, dass Voraussetzung der Gnade Umkehr (oft mit Buße wiedergegeben), völlige Umkehr ist, ohne dass damit ein ‘Verdienst’ entstünde, was ja die Gnade wieder entwerten wurde (Röm. 11:6; Eph. 2:8-9; Tit. 2:11; 3:5).

    Jesus ‘voller Gnade und Wahrheit’

    Nach Joh. 1:14 sahen die Jünger Jesu seine Herrlichkeit. Was waren die Merkmale dieser Herrlichkeit? Gnade und Wahrheit! Die religiöse Welt von damals war eine Welt voller Forderungen, Vorschriften, Geboten und Verboten, dazu kam eine Verachtung der Menschen, die nicht zu der eigenen Gruppe gehörten oder die aufgestellten Anforderungen nicht so erfüllten, wie man das erwartete, und besonders auch eine Verachtung und Herabsetzung der Frauen. Jesus, der Sohn seines himmlischen Vaters, ging einen völlig anderen Weg. Er ging auf Männer und Frauen zu mit Bereitwilligkeit, Liebe, Mitgefühl, Herzlichkeit, ja mit Opferbereitschaft; bei ihm fühlten sich diese Menschen, gerade die gering geachteten, wohl; sie nahmen Gnade aus seiner Fülle (Joh. 1:16-17). Und das veränderte sie, sie und ihr Leben!

    Jesus hat das Wort Gnade selbst nicht gebraucht; er hat Gnade ‘gelebt’! Man könnte diese göttliche, von oben kommende- sozusagen ‘vertikale’ – Gnade eine sich herabneigende Liebe nennen; viele gläubige Menschen haben die Auffassung, sie mussten Gott milde stimmen durch besondere Anstrengungen, durch Leistungen seine Gunst erringen; aber so funktioniert Gnade nicht (Röm. 4:4-5)! Jesus hat durch seinen Tod unsere Schuld getilgt. Wir dürfen aus Gnade das Geschenk des Lebens annehmen. Gott gewährt uns Gunst, Rechtfertigung, weil sein Sohn den Preis der Sünde mit seinem Sterben und seiner Auferstehung bereits bezahlt hat. Das ist Gnade!

    Um sich Gott zu nahen, dafür gibt es nur eine Grundlage: Seine Gnade (Röm. 5:1). Sie ist Gottes Geschenk an alle, die Glauben haben! (Eph. 2:5-8). Dabei liegt der Nachdruck darauf, was Gott für uns getan hat. Nicht wenige versuchen sich eine Eintrittskarte zu Gott zu erarbeiten, und rühmen sich dessen auch, in der Meinung, es sei doch nicht verkehrt, zu betonen, wieviel man für Gott tue; doch dies ist ein Irrtum, ja eine Irrlehre, denn wenn ich meine Leistungen verherrliche, entwerte ich Seine Gnade; keiner hat etwas, um sich damit vor Gott zu rühmen (Luk. 17:10; 1.Kor. 1:29). Wenn wir Seine Gnade annehmen, dann können wir ihre Auswirkungen erhoffen, wie z.B., dass wir lernen, Gottes Gaben besser zu schätzen, oder dass wir weniger geneigt sind, andere zu kritisieren und zu richten, ferner dass wir zur Reife in Christus voran drängen und dass wir toleranter und weniger gesetzlich werden. Wenn wir Gottes Gnade schätzen, werden wir nicht (mehr) versuchen, die Bibel wie einen Holzhammer zu benutzen, um andere damit weich und gefügig zu klopfen, sondern wir werden versuchen, ihnen Gottes Gnade zu zeigen und sie in diese hinein zu führen!

    Die Gnade Gottes bedeutet für die Menschen auch, wählen zu können und zu dürfen. Sie bedeutet nicht, so leben zu können, wie es uns passt, ungeachtet der Folgen, sie bedeutet nicht, dass Gott alle Dinge gut heißt, gleichgültig, was wir tun, sondern sie bedeutet, dass wir die Freiheit der Wahl haben zwischen Gerechtigkeit und Ungehorsam. Zuvor standen wir alle unter der Verurteilung, waren dem Tode anheimgegeben, doch durch Gottes Gnade können wir wählen zwischen Leben und Tod; Seine Gnade gibt unserem flüchtigen Leben einen Zweck: Ihn zu verherrlichen, Ihm zu dienen!

    Wenn wir Röm. 6:19-23 lesen und ernst nehmen, dann sehen wir, dass wir als Menschen einen Herrn brauchen und haben werden (auch jene, die sich für absolut frei und unabhängig halten); so sind wir erschaffen; und einen besseren Herrn als Jesus gibt es nicht! Wenn wir Ihn und Seine Gnade annehmen, dann werden wir nach diesen Worten des Paulus von der Knechtschaft der Sünde – des anderen Herrn – befreit, werden Glieder der Familie Gottes und werden und bleiben von Gott gesegnet, z.B. mit einem freudevollen Reifeprozess in unserem Christsein, mit einem Leben ohne Schuldgefühle vor Gott, das durch Kreativität und Freiheit gekennzeichnet ist, und schließlich mit ewigem Leben. Doch wir haben die Wahl!

    Missbrauch

    Wenn man von Gnade spricht, ja sie betont, wird besonders auch von besorgten und gesetzlichen Gläubigen sofort auf die Gefahr des Missbrauchs hingewiesen, oft damit verbunden die Forderung nach zahlreichen Geboten und noch mehr Verboten. Gewiss besteht immer die Möglichkeit, Gnade zu missbrauchen; aber wenn wir auf Gnade verzichten wollen- nach dem oben Ausgeführten eigentlich ein Unding -, welche Möglichkeiten bleiben dann? Man kann Werken größere Bedeutung zumessen als der Gnade; aber was sagt die Schrift (Gal. 5:4)? Alle Werke sind wertlos, wenn sie nicht den Glauben, die Gnade als Ursprung haben. Nicht die Frucht trägt den Baum, sondern der Baum die Frucht.

    Man könnte auch eine Liste von Geboten und Verboten aufstellen, und in vielen Gemeinschaften gibt es solche geschriebenen oder häufiger ungeschriebenen Listen; Ungehorsam ist dann immer mit ‘Gefahr für das ewige Leben’ verbunden, manchmal auch mit Gemeinschaftsentzug. Man sagt den Gläubigen bis in die Einzelheiten, was sie zu tun und zu lassen haben, nimmt ihnen die Entscheidungsfreiheit und gebraucht Einschüchterung und Autorität. Die Gnade wird gleichsam stranguliert, abgewürgt.

    Man sieht alles in Schwarz und Weiß; Grauzonen, in denen jeder für sich persönlich entscheiden kann, gibt es kaum, und wenn, dann sehr begrenzt. Auch hier werden Christen wieder versklavt im Sinne von Galater 5:1. Letztlich führt das dazu, alle abzulehnen oder die Verbindung mit allen abzubrechen, die in bestimmten Punkten oder Bereichen anders denken und sich nicht unterordnen wollen. Dies ist Selbstgerechtigkeit. Hat Jesus so gehandelt?

    Selbstverständlich soll uns Gottes Gnade nicht dazu führen, unsere Freiheit in Christus zum Bösen zu gebrauchen. Aber Gott geht dieses Risiko ein, er wünscht Anbetung in freier Entscheidung und nicht unter gesetzlichen Zwang oder Druck. Von zwei Seiten ist die Gnade bedroht: von der Gesetzlichkeit mit ihren Vorschriften und ihrem Zwang und von dem Missbrauch in Zügellosigkeit. Aber die Freiheit und das damit verbundene Risiko sind notwendig, denn nur dort kann der Geist Gottes wirken; wo keine Freiheit ist, mag ja auch ein Geist wirken, aber nicht der Geist Gottes und Jesu Christi (2.Kor. 3:17). Das heißt nicht, dass dort, wo Freiheit herrscht, schon der Geist Gottes wirkt; aber dort, wo er wirkt, herrscht Freiheit! Gesetzlichkeit – so gut ihre Absichten oft waren – hielt Menschen immer in Unmündigkeit, führte zum Absolutismus und zur totalen Unfreiheit. Gnade aber befreit!

    Wenn Gnade befreit, wird der so Befreite nicht mehr von impulsiven Begierden beherrscht, wird fähig, Entscheidungen zu fällen, ohne dabei auf andere zu schauen oder diese bevormunden zu wollen und wird dadurch schneller zu einem mündigen, selbst verantwortlichen Christen werden. Empfangene Gnade lehrt auch, auf andere Rücksicht zu nehmen (1.Kor. 8:9; 10:23,32-33). Paulus ging Extremen aus dem Weg, weil er nie vergaß, dass die Gnade ein Geschenk war, das einen hohen Preis gekostet hatte: das Leben unseres Herrn! Was Paulus in Röm. 6:1-2,15 sagt, beleuchtet beide Seiten der Gefährdung: einerseits sollen wir unsere Freiheit in Gnade in Anspruch nehmen und nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde leben, denn wir haben nun einen anderen Herrn, der uns nicht mit unzähligen Geboten umgrenzt, sondern uns das Gebot der Liebe gab; andererseits sollen wir in der Freiheit nicht zu weit gehen, die Gnade nicht missbrauchen. Zu beiden möglichen Extremen sagt Paulus deutlich: ‘Keineswegs!’. Aber die Entscheidung für unser Leben müssen wir treffen, denn Gott gab uns in seiner Gnade die Wahlmöglichkeit. Gnade sollte uns dazu führen, dem richtigen Herrn zu dienen, dem gehorchen, der uns zur Gerechtigkeit führt, und nicht wieder die Sünde als unseren Herrn zu wählen!

    Kann man Gnade ‘töten’?

    Ch. Swindoll spricht in seinem Buch ‘Zeit der Gnade’ von Menschen, die er ‘Gnadenkiller’ nennt. Das sind keine Außenstehenden, denn von ihnen würde man in Bezug auf den Glauben und die Gnade nichts Positives erwarten; es waren und sind vielmehr in aller Regel Glaubensbrüder, die von ihrer Vorstellung, was Gottes Wille für den Einzelnen sei, so überzeugt sind, dass sie in einem falsch verstandenen Eifer statt Großzügigkeit und Gnade andere Dinge bewirken (Gal 5:1), nämlich erneute Versklavung, Intoleranz und Richtergeist (Röm. 14:4-13) sowie Engherzigkeit und Lieblosigkeit.

    So brachte z.B. das Gesetz Moses viele Forderungen, Regeln und Vorschriften mit sich; daraus entstanden wieder Anforderungen, die Wasser auf die Mühlen der Pharisäer gossen. Durch viele Zusätze machten sie das Leben ihrer Zeitgenossen noch schwerer. Die Pharisäer waren fast besessen von Pflicht, Verhaltensregeln, Vorschriften, so dass sie ein System schufen, in dem kein Platz mehr blieb für Freude (die jedoch Teil der Frucht des Geistes Gottes ist). Ihr System wurde zu einem System der Äußerlichkeiten, ihr Gehorsam war Gehorsam aus Pflicht und nicht aus Freude über empfangene Liebe und Gnade. Es führte zu einer Einstellung, bei der die Menschen lieber steinigen als verzeihen, lieber verurteilen als verstehen. Solche Menschen loben nicht, sondern drücken nieder, geben Schuldgefühle. Aber wer gibt ihnen das Recht, anderen Menschen ihr Verhalten vorzuschreiben, wenn die Bibel darüber nichts sagt? Solche Menschen, die mit ihren ‘Listen’ von ‘erlaubt’ und ‘unerlaubt’ daherkommen, morden die Lebensfreude und sind in Wirklichkeit die größten Gegner eines echten, lebendigen Christentums. Es sind im Herzen hochmütige Menschen, die sich Autorität anmaßen und auch missbrauchen, oftmals unter dem Vorwand, dem christlichen Prinzip der Einheit zu dienen; Einheit in Christus ist etwas Wunderbares; sie zu erreichen kostet große und fortgesetzte Anstrengungen; doch was diese Menschen hervorbringen, ist keine Einheit, sondern Uniformität. Wie leicht man dieser Gefahr zum Opfer fällt, zeigt Paulus im Brief an die Galater (Gal. 5:7). Doch wollen wir als Christen ja nicht Menschen gefallen (Gal. 1:10)! Darum sollten wir festbleiben in der uns von Christus geschenkten Freiheit; wir sollten nicht mehr ‘anderen gefallen’ wollen in dem Sinne, dass wir ihre Gunst suchen; unberechtigter und angemaßter Autorität dürfen, ja sollen wir widerstehen, ohne uns zu scheuen, unsere Aufrichtigkeit zu bewahren und auch zu bekunden, wenn es um Wahrheit geht. Dies können wir tun durch Gottes Gnade! Vielleicht fragst Du noch: spricht denn die Bibel nicht auch von Lohn, wie z.B. in Matth. 20:1-16? Gewiss, sie spricht ganz offen auch von Lohn, und davon, dass Gott nicht vergisst, was man für Seinen Namen getan hat; dennoch ist alles, was von Ihm kommt, Gnade; was immer wir tun dürfen, auch das ist letztlich Gnade.

    Gottes Gnade erzeugt Gnade

    Wir haben bisher von Gottes Gnade gegenüber den Menschen, also von der Gnade von oben gesprochen; doch diese Gnade soll bei uns bewirken, dass auch wir Gnade weitergeben, gleichsam auf ‘horizontaler Ebene’, gegenüber unseren Mitmenschen. Wenn wir anerkennen, dass das, was Gott tut an uns, er aus Gnade tut, und dass wir das, was wir sind, durch seine Gnade sind, dann sind wir auch bereit, den anderen, unseren Mitchristen, so anzunehmen, wie er ist, durch die Gnade Gottes. Wenn Du feststellen willst, ob du Gnade weiterfliessen lässt, frage Dich: mache ich die Schuldgefühle meiner Mitmenschen schwerer oder leichter, und neige ich dazu, die Freiheit meiner Mitmenschen zu fördern oder einzuschränken? Beide Antworten hängen von unserer Einstellung ab!

    Es gibt zwei Gefahren, die uns hindern können, Gnade weiterzugeben:

    1. Das Vergleichen!
    Der Mensch liebt es, sich mit Anderen natürlich möglichst zu seinem Vorteil – zu vergleichen; das führt dann in der Regel zur Kritik am Anderen und zur Lieblosigkeit,. Findest Du in der Bibel eine Ermunterung zum Vergleichen mit Deinen Brüdern? Erst wenn wir diese enggeistige Angewohnheit ablegen, werden wir frei, Gnade weiterzugeben.

    2. Das Bevormunden!
    Was ist es doch für eine Freude des unvollkommenen und sündigen Menschen, andere bevormunden zu können, ihnen zu sagen, was sie machen sollen, noch lieber ihnen zu sagen, was sie falsch machen. Dabei werden oft Einschüchterungsmethoden angewandt, die zutiefst unchristlich sind, um den anderen unsere Meinung, unsere Ansichten aufzuzwingen. Wer das tut, für den ist Gnade ein Fremdwort!

    Wenn wir Gnade weitergeben wollen, dann müssen wir lernen, jemanden in seiner Art, in seinem Wesen und auch in seinen Ansichten anzunehmen (wir sprechen hier von Christen und gehen davon aus, dass diese keine widergöttlichen Ansichten vertreten). Wir müssen anerkennen, dass auch diese unsere Brüder von Gott geführt werden und wir sollen Ihn sie führen lassen; wir müssen aufhören, uns Autorität über sie anzumaßen, und gleichzeitig sollen wir unsere eigene Freiheit rücksichtsvoll ausüben. Ja, wir können Gnade üben, wenn wir uns auf Dinge konzentrieren, die den Frieden fördern und unsere Mitchristen nicht verunsichern, wenn wir unsere Freiheit miteinander in christlicher Weise genießen und nicht für andere Maßstab, Autorität, ja vielleicht sogar ‘Gott’ sein wollen.

    Wenn wir gegenseitigen Respekt bekunden, werden wir Raum lassen für andere Ansichten – damit würde eine Menge Streit wegen unbedeutender Dinge vermieden -, denn es gibt viel mehr Dinge, die uns vereinen als die, welche uns trennen; die Gnade befreit uns dazu, auch eine andere Perspektive in manchen Dingen anerkennen zu können, ohne wegen Nebensächlichkeiten in Streit zu geraten; selbst ein Paulus und ein Barnabas, die sich über die Person des Markus nicht einigen konnten, respektierten die Haltung des jeweils anderen und verhärteten sich nicht im Streit.

    Gnade bewahrt uns auch vor der Gefahr des eigenen Perfektionismus, vor dem Streben, alles immer vollkommen machen zu wollen und deshalb auch immer wieder enttäuscht zu werden und sich mit Schuldgefühlen als Versager zu fühlen. Jemand sagte: ein Perfektionist ist einer, der sich die größte Mühe gibt und diese dann anderen Leuten bereitet.

    Welche Punkte sollten wir uns einprägen, um Gnade weiterzugeben?

    1. Großzügigkeit (Freisein von Egoismus)

    2. Eingehen auf andere auch unter ungewöhnlichen Umständen

    3. ein Leben führen, das über den Buchstaben des Gesetzes hinausgeht, frei ist von Dogmatismus und Holzhammermethoden.

    4. Anderen Freiheit gewähren im Denken und Schaffen, in Ausdruck und Gestaltung

    5. Hinwegsehen über vergangene Fehler (Zudecken von Fehlern),

    6. Vermeidung von Vorwürfen und Beschämung.

    Wo Gnade herrscht und waltet, besteht auch kein Geist der Angst, des Argwohns und der Verdächtigung mehr; dies ist Toleranz nach innen; wir sind immer sehr freundlich, wenn wir Außenstehende mit der biblischen Botschaft vertraut machen, langmütig, geduldig; tun wir das nur, weil wir sie gewinnen wollen oder weil wir die Gnade kennen? Wie sind wir gegenüber christlichen Brüdern? Wir sollten uns nicht auf Macht und Kraft, auf Autorität und Weisungsbefugnisse verlassen, sondern auf Gnade; Gnade wirkt mehr!

    Und prüfe Dich selbst: wenn Deine Schuldgefühle noch nicht bereinigt sind, dann widerstrebst Du noch – unbewusst – der Gnade; Du hast sie noch nicht angenommen! Wenn Du Gnade angenommen hast, wirst Du – von Dir selbst her – keine Forderungen mehr stellen! Wenn unser Stolz noch immer unser Denken regiert, dann, auch dann widerstreben wir noch der Gnade! Doch wenn Du die Gnade angenommen hast: nichts in Deinem Leben war je kostbarer für Dich, vermittelte Dir mehr Freude und Friede im Heiligen Geist.

    Wie kann Dein Herz angesichts der Probleme und Sorgen, angesichts von Krankheit und Not fest werden? Hebr. 13:8-9 versichert uns, dass Jesus Christus derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Deshalb, so fährt der Schreiber fort, ist es heilsam oder vortrefflich, dass das Herz fest werde oder gefestigt werde durch Gnade!

    Darum reiße die Mauern nieder, die Dich vielleicht von der Gnade trennen; äußere Mauern wie Gesetzlichkeit, falsche Erwartungen, Traditionalismus, Manipulation, Forderungen Bevormundung, Vergleiche, Perfektionismus, das Besserseinwollen als Andere. Kritik und Kleinlichkeit gegenüber Anderen, und innere Mauern wie Stolz, Angst, Groll, Verbitterung, ein nachtragendes Wesen, Unsicherheit, falsches Leistungsstreben, Schuldgefühle, Tratscherei, Heuchelei, Engherzigkeit usw. Dies alles kann Dich von der Freiheit fernhalten, die Christus Dir gebracht hat! Er hat uns Gottes Gnade versprochen und gesagt: ‘Wenn Euch also der Sohn befreit, dann seid Ihr wirklich frei’.

    Die Gnade Jesu Christi sei mit Eurem Geist (Philemon 25).

    (Offenbarung 22:21)

    Gottes Wort, die Bibel, schließt ab mit einem Wunsch an ihre Leser: Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen! Auch wenn manchmal von „unverdienter Güte“ gesprochen wird; man kann diesen Begriff durchaus als Synonym für Gnade ansehen, denn ein Merkmal von Gnade ist ja gerade, dass sie nicht verdient ist oder werden kann. Ich werde hier jedoch das Wort Gnade benutzen; mir scheint, dass es noch nachdrücklicher ist als Güte).

    Das Ende der ganzen Bibel umfasst also 2 Wörter: Gnade und Jesus! Zwei Säulen! Das Ende des Alten Testaments sprach vom Gesetz und vom Schlagen des Landes mit dem Banne, also einem Fluch (Maleachi 4:4-6); das Gesetz Gottes war zwar vollkommen und gerecht, aber es kannte keine Gnade; es verurteilte uns. Doch am Ende der Bibel steht das Wort Gnade! Die Bibel ist ein Buch der Gnade, und sie spricht von ihr öfter als von Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung, nämlich über 500 Mal in den Wörtern Gnade, gnädig usw. Und Johannes 1:17 bestätigt diesen Gedanken, wenn es dort heißt, dass Moses das Gesetz gegeben hat, die Gnade und die Wahrheit aber durch Jesus Christus geworden sind. Die Gnade ist das Schlusswort der Bibel, gleichsam Gottes Unterschrift am Ende der Offenbarung, die Er ja seinem Sohn gegeben hat (Offenbarung 1:1), und die er ja schon mit dem Gruß seiner Gnade beginnen lässt (Offenbarung 1:4). Auch fast alle Briefe der Apostel Paulus und Petrus (einschließlich Hebräerbrief) enden mit dem Gnadengruß. (Wann haben wir das in den Zusammenkünften schon einmal gehört, ja uns gegenseitig gewünscht: Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, wie es in Philemon 25 z.B. heißt?). Ja, die Bibel ist ein Gnadenbuch, ihre Botschaft der Gnade Gottes eine gewaltige Botschaft. Doch was versteht sie unter dem Wesen der Gnade?

    1. Die Gnade kommt immer zuerst!

    Sie wird nicht durch unser Verhalten bewirkt, ist nicht von Dir oder mir abhängig, von unseren Werken (Römer 11:6; 4:4); Gnade, die von etwas abhängig ist, die ist keine Gnade mehr, sondern in irgend einer Weise ‘Verdienst’, Lohn, Anerkennung.
    Die Bibel gebraucht in bestimmter Hinsicht das Beispiel der Geburt; nehmen wir ebenfalls dieses Beispiel. Kein Mensch hat je etwas zu seiner Geburt getan, hat sie bewirkt, hat sein Leben verursacht! Keiner! Erst nach seiner Geburt lernt er Dinge tun, lernt zu wollen, zu entscheiden, Gutes zu tun usw. Wenn die Bibel vom geistigen Leben eines Christen unter diesem Bild als von einer Wiedergeburt spricht, dann zeigt sie, dass auch hier zuerst Gottes Gnade wirksam ist; der Mensch kann seine .Wiedergeburt’ nicht bewirken, verursachen, veranlassen oder gar verdienen; sie ist nur möglich durch Gottes Gnade; erst danach kann er bewusst und gewollt Jesus nachfolgen.

    2. Die Gnade ist souverän, frei!

    Die Gnade liegt nicht in Dir oder mir; selbst unser Wollen, unser Laufen wird uns gewährt von unserem gnädigen Gott, sonst wäre Gnade nicht mehr Gnade. In Philipper 2:13 lesen wir: ‘denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen’! So ist auch unsere Bereitschaft und unsere Freude, Jesus als Herrn angenommen zu haben, unsere Entscheidung für ihn, nicht Verdienst, sondern Auswirkung der Gnade, die bereits in uns wirkte. Johannes sagt zwar in Johannes 1:12, dass Jesus allen, die ihn annahmen, das Recht gab, Kinder Gottes zu werden, aber in Vers 13 kennzeichnet er diese Gläubigen schon als solche, die ‘aus Gott geboren sind’, das voraus laufende Ergebnis der Gnade. Wir empfingen die Gnade nicht, weil wir nach Gott fragten, Buße taten, glaubten, Jesus annahmen, uns um gute Werke bemühten, sondern dies alles taten und tun wir, weil die Gnade Gottes in uns wirkte und wirkt. Und gerade die Fragen eines Menschen nach Gott und Christus, sein Forschen, sein Suchen, seine Unruhe des Herzens zeigen ja, dass und wie die Gnade unseres Gottes und unseres Herrn in Menschen wirkt. Gott sei Dank dafür! Glaube an Jesus bedeutet nicht Mitgliedschaft in einer bestimmten Kirche oder Konfession oder Gemeinschaft – sonst hätte man ja Glauben durch Mitgliedschaft -, sondern Glaube an Jesus ist Wiedergeburt durch den Heiligen Geist, ist Gnade.

    Gott schenkt Gnade ohne Vorbedingung, frei, unabhängig, ohne ansehen der Person, nicht nach Verdienst. Warum kam der Steuereinnehmer in Lukas 18:13 zum Tempel? Weil Gottes Gnade bereits in ihm wirkte, ihn dorthin trieb, um Vergebung zu suchen. Der Grund für Gottes Gnade liegt nie im Menschen oder seinen ‘Qualitäten’ oder auch in seinem Verdienststreben, sondern im dem Gnade gewährenden Gott. Darum ist die Botschaft der rettenden Gnade auch für jeden Menschen, wie immer sein Leben war oder ist, auch wenn er nichts Positives an sich haben mag.

    Was will die Bibel mit diesen deutlichen Worten? Sie will, dass wir Nachkommen Adams, Sünder und Verlorene, die Illusion verlieren, durch Verhalten, Leistung oder Opfer einen wenn auch noch so geringen Anspruch auf Rettung erwerben könnten, so als ob Gott uns dann etwas – selbst nur ein bisschen – schuldete! (Opfer des Lobpreises und der Dankbarkeit, das ist etwas anderes, aber nicht Opfer als Verdienst!) Das anzuerkennen fällt Menschen schwer; sie sind dem Verdienstdenken verhaftet, wollen immer gern ein wenig besser sein als andere, meinen ein ‘Verdienstkonto’ anzusammeln wie der Pharisäer in Lukas 18. Aber das Evangelium treibt eine solche Denkweise aus! Nur aus Gnaden werden wir errettet (Epheser 2:8-9)! Nur wenn wir dies verstehen, schauen wir nicht mehr auf uns, auf unsere Leistung, fragen nach dem ‘Vielleicht’ der Rettung, sondern schauen stets und unablässig auf unseren Herrn (Hebräer 12:2). Nur in diesem Wissen können wir ganzherzig in das Gebet des Steuereinnehmers in Lukas 18 einstimmen; nur dann können wir uns nicht nur den Friedensgruß, sondern den Gnadengruß des Buches der Gnade zusenden: Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen (Offenbarung 22:21)

    Aber dieser letzte Vers der Bibel enthält außer den beiden Wörtern Gnade und Jesus auch noch das Ziel der Gnade: sie sei ‘mit allen’, nämlich mit allen, die sie annehmen, mit dir und mit mir; wir werden gleichsam von der Gnade getragen, und sie wirkt zweierlei:

    1. sie zieht den Gläubigen heraus aus seinem verlorenen Zustand, errettet ihn, wirkt in ihm Glaube, Buße und Bekehrung;

    2. darüber hinaus aber bleibt sie bei ihm, begleitet ihn während seines Lebens, bringt ihn zurecht, erzieht ihn, bringt ihn letztlich zur Vollendung, ans Ziel. Wie Paulus in Philipper 1:6 sagt: ‘ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu’. Gott macht ‘keine halben Sachen’! Er rettet uns immer wieder, denn nach Römer 5:20 ist seine Gnade ‘überreich’ geworden, weit über jedes Gesetz hinaus, und seine Zusagen – auch und besonders jene, die er in Seinem Sohn gegeben hat – sind unwiderruflich oder unbereubar (Römer 11:29). Darauf kann der Glaube vertrauen, ruhen! Und diese Gnade sei mit euch! In Gottes Reich wird keiner sein, weil er auf seine ‘eigene’ Treue oder Leistung vertraute, sondern weil jeder dort auf Gottes Gnade vertraute! Darum sagt auch Petrus in 2.Petrus 3:18: ‘Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus’; Paulus beleuchtet diesen Gedanken, indem er zeigt, wie das möglich ist, ja wo selbst die Grundlagen unserer ‘Werke’ zu finden sind: ‘denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen’ (Epheser 2:8-10).

    Das hilft uns, wegzuschauen von uns selbst, von unseren oft so verkrampften Anstrengungen und Bemühungen, weg von eines sogenannten ‘christlichen Religiosität’ der äußeren Formen und des Verdienstdenkens, und hinzuschauen auf Jesus, der ja nicht nur der Anfänger, sondern auch der Vollender unseres Glaubens ist, wie sich die meisten Bibelübersetzungen in Hebräer 12:2 ausdrücken. Unseren Glauben vollendet also Jesus Christus, und das ist wiederum das Ergebnis der Gnade, seiner Gnade! Meine Buße, meine Treue, mein Dienst ist nichts zum Rühmen; es ist letztlich Gottes Werk, eine Frucht des Geistes Gottes, der in uns wirkt. Aber ist da Paulus nicht widersprüchlich, wenn er in 1.Korinther 15:10 sagt: ‘…ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle…? Nein, das ist er nicht, wenn du den ganzen Text liest, denn er fährt fort: …nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist!’ Und zu Beginn des Verses sagt er noch: ‘… aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen!’ Dreimal Gnade in einem Vers! Paulus wusste, wovon er sprach! Die Gnade stand immer vor ihm! Er war auch nicht Christ geworden – und auch kein anderer Mensch wurde es – weil er so intelligent, gelehrt, demütig und fleißig war, sondern durch Gottes Gnade!

    Doch wie war sein und ist unser weiterer Weg? Müssen wir uns Gottes Billigung erarbeiten durch Buße, Gehorsam, Treue? Die Motivation zu all unserem Tun kommt allein aus Gottes Gnade, eine Gnade, die allerdings nicht zur Untätigkeit, sondern zur Tätigkeit antreibt. Aber vergiss nicht: wir müssen uns nicht durch unsere Anstrengungen die Gnade sichern, sondern die Gnade sichert uns unsere Anstrengungen! Wenn wir durch unser ‘Fleisch’ die Gnade Gottes bewegen wollen, dann stellen wir das Evangelium auf den Kopf! Nicht wir treiben den Heiligen Geist, sondern der Heilige Geist treibt uns! ‘Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes’ (Römer 8:14)! Nicht wir leiten den Geist durch unsere Anstrengungen! Und mit dem Heiligen Geist ist die Gnade.

    Doch magst du einwenden:
    hat nicht Paulus gesagt: ‘…bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern’? Ich frage zurück: willst du schon wieder ein ‘Mensch der eigenen Leistungen’, ein ‘Werkmensch’ werden? Paulus fährt doch fort: ‘denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken (oder Vollbringen) zu seinem Wohlgefallen’ (Philipper 2:12-13). Paulus begründet hier das Wollen und Vollbringen mit dem Wirken Gottes, mit seiner Gnade. Der Antrieb zu deinem Tun darf nicht aus dir, deinem ‘Fleisch’, kommen, sondern durch den Geist Gottes, damit sich vor Ihm kein Fleisch rühme! Ein Beispiel: wenn du einem Menschen siehst, der nur mühsam laufen kann, dann aber einen anderen in perfektem Lauf, wen würdest du loben? Den guten Läufer oder den Schöpfer und Gott, der ihm die Fähigkeit gab? Das soll nicht heißen, dass wir Mühen und Anstrengungen von Menschen nicht gebührend anerkennen; auch Jesus sagte wiederholt: ‘wohlgetan, du treuer Knecht!’. Aber dass der Knecht dienen durfte, das war Gnade!

    Die Gnade ist mit uns, wenn wir der Zusage unseres Herrn vertrauen, wenn wir uns auf sie verlassen; dann haben wir die Ruhe und den Frieden, der eine Frucht des Geistes ist. Fehlt es dir dabei an Glauben? Dann bitte wie jener Mann, von dem in Markus 9:24 geredet ist. Jesus hat ihn nicht für seine Bitte getadelt. Vielmehr ist es uns eine große Hilfe, unsere völlige Abhängigkeit von Gott und von Jesus Christus zu erkennen. Das trifft auch auf unsere Gebete zu. Betest du aus Pflicht oder Pflichtgefühl? Selbst das wäre dann ein Denken in ‘Leistungskategorien’, ein ‘ Denken in Werken’. Wir sollten beten, weil das Herz uns drängt, aus dem Bewusstsein unserer Abhängigkeit. Hier sollen nicht wieder und vielleicht in anderer Form Regeln zum Beten aufgestellt werden; doch wenn das Beten bei einem gläubigen Christen fehlt – eigentlich ein Widerspruch -, dann müsste und sollte er sich fragen, ob er die Gnadenlehre der Bibel überhaupt verstanden hat. Wir leben aus der Gnade Gottes, nicht aus unserer Kraft, unserer Mühe, unserem Vermögen, unserer Anstrengung, auch wenn wir natürlich all diese Eigenschaften in unserem Leben anwenden, zum Gut4en unseres Nächsten und unseres eigenen Lebens. Vergessen wir nicht: ‘ein Mensch kann nichts empfangen, auch nicht eins, es sei denn aus dem Himmel gegeben’ (Johannes 3:27). Darum spricht die Bibel wiederholt davon, dass sich vor Gott kein Fleisch rühme. Vielleicht rühmst du dich nicht vor Gott selbst – manche tun es wie der Pharisäer in Jesu Gleichnis, indem sie auf ihre Leistungen verweisen -, aber du könntest dich z.B. unbewusst rühmen, indem du auf andere herabschaust, sie gering achtest oder gar verachtest, Menschen, für die Christus gestorben ist, auch wenn sie ihn nicht annehmen mögen (1.Johannes 2:2). Gott gibt seine Ehre keinem anderen (Jesaja 42:8); seine Ehre ist auch die Ehre Jesu (Johannes 5:23). Und wir können Gott dafür danken, denn nur auf dieser Voraussetzung wird einmal ein brüderliches Leben der Menschen miteinander möglich sein, weil wir erkennen, dass wir nur in der Gnade leben; ohne Gnade sind wir tot (Epheser 2:1). Und wir können von Herzen sagen: ‘Gepriesen sei der Herr, denn durch seine Gnade sind wir, was wir sind’ (1.Korinther 15:10). Die Gnade hilft uns in unserem Leben (Titus 2:11-12). Und diese Gnade – wie auch der Glaube – macht nicht fatalistisch, sondern aktiv (Galater 5:6), weil wir wissen, dass Gott uns beisteht selbst in unserem Wirken, ja dieses Wirken in uns schafft (Hebräer 13:21).

    Haben wir den Geist der Kindschaft durch Jesus Christus (Epheser 1:5), der Sohnschaft in Gott, in welchem wir nicht (nur) Freunde, sondern Kinder Gottes sind, und in welchem wir rufen können: ‘Abba, Vater’ (Römer 8:15; Galater 4:6)? Gott gibt ihn gern – jedem, der an Christus glaubt!

    Wie die Schrift sagt: wir sollten Gott danken für alles (Epheser 5:20; 1.Tessalonicher 5:18), damit wir uns stets unserer völligen Abhängigkeit von Ihm, aber auch Seiner Gnade in Christus Jesus bewusst sind. Dann können auch wir von Herzen sagen:

    Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

    E.F.

  • Alois
    August 12, 2011

    Danke Matthäus

    Auch wenn der Vortrag des Bruders E.F. sehr lang ist, es lohnt sich wirklich ihn zu lesen!

    Welch eine gute und richtige Sicht des Bruders E.F, im Gegensatz zur Lehre des „Sklaven“. Da wird Einem erst richtig bewusst, welche Versklavung der „Sklave“ lehrt. Am Ende war die jahrelange Mühe für den „Sklaven“ völlig umsonst, denn es zählt nur die Gnade unseres Vaters. Für diese Gnade können wir nichts tun, selbst unseren Glaube bekamen wir durch die Gnade.

    Liebe Grüße

  • renault
    August 12, 2011

    Hallo Alois
    Man kann dem Sklaven eigentlich keine Vorwürfe machen,den in
    Joh 15:15 steht“ich nenne euch nicht mehr Sklaven,denn ein
    Sklave weiß nicht was sein Herr tut.Ich habe euch aber Freunde
    genannt…..“Er nennt sich(oder ist) Sklave,wie will er dann wissen was sein Herr tut wenn er nicht sein Freund ist.
    Liebe Grüße
    renault

  • Barbara
    August 12, 2011

    Lieber Matthäus!

    Vielen, vielen herzlichen Dank dafür, daß Du diesen schönen Artikel von Bruder E. F. hier eingestellt hast! Mir wurde dadurch bewußt wie gesetzlich ich eigentlich bin, nicht in Bezug auf die Fehler von anderen, aber meiner eigenen. Werde von jetzt ab keine Perfektion mehr von mir erwarten. Nochmals vielen Dank!

    Liebe Grüße,

    Barbara

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Gern geschehen liebe Barbara!

    Die Wahrheit kann so einfach sein wenn man dem dem Ehre gebührt den richtigen Stellenwert einräumt – und das ist das Problem der LK – SIE predigen SICH MEHR als Jesus den Herrn – auch das hat Paulus klar gestellt in 2. Kor. 4:5 – in Gottes Wort wird nie ein Bruder besonders hervorgehoben, sondern immer nur Jesus der Herr.

    Oder schau Dir einmal zu „heiklen Themen“ die Erklärung von E.F. an, wie einfach und kurz und dennoch sehr viel, zu folgendem schreiben kann:

    Allgemeine Ansichten zu: Dreieinigkeit – Kreuzanhänger – Geburtstage – Rauchen – Fremdgehen – Kirchen und Heiligenbilder Artikel von E.F.

    Dreieinigkeit:

    Ich bedauere zwar, wenn Menschen (wieder) zu einer Dreieinigkeitslehre finden, denn ich sehe in der Bibel keine Begründung dafür (falls es Dich interessiert, kann ich Dir einmal eine Notiz schicken, die ich auf Anfrage zu diesem Thema geschrieben habe). Aber ich hoffe, dass, wenn jemand sich fest an Christus hält, an sein Opfer, an ihn als Hirte und Herrn, dass ihn das falsche Verständnis irgendeiner Lehre nicht von der Rettung ausschließt. Wir werden nicht gerettet, weil wir alle Lehren richtig verstehen – das tun wir nicht (1.Korinther 13:9+12) -, sondern weil wir dem Herrn gehören und weil wir ihm glauben und vertrauen.

    Kreuzanhänger:

    Ich selbst würde so etwas nicht tragen, auch keinen ‚Pfahl‘; trotzdem muss man sagen, dass nur Symbole der Erinnerung zu tragen noch nicht Götzendienst ist. Auch in den Büchern der WTG werden Bilder gemalt mit Jesus am Pfahl. Wenn ein solches Zeichen nur zeigen will – ähnlich wie das Zeichen des Fisches an manchen Autos -, dass man ein Christ ist, könnte ich das verstehen. Aber ich sehe auch die Gefahr, solche Zeichen nicht nur als Erinnerungsstütze zu betrachten, sondern als heilig an sich, und dann würden sie zu Götzen, die man vielleicht sogar küsst usw. . Man denke an Marterln oder Wegkreuze, die von Menschen gegrüßt werden. Das ist zuviel. Oder denke an die kupferne Schlange, die Moses fertigen ließ, sogar auf Gottes Anordnung hin. So lange sie als Zeichen und demnach als Erinnerungsstück – und als Vorbild (Johannes 3:14-15) – betrachtet wurde, war nichts dagegen zu sagen; doch als man sie zu verehren begann, wurde sie zum Götzen, und sie musste vernichtet werden (2.Könige 18:4). Deshalb wäre es sicher angebracht, auf diese allzu menschliche Gefahr aufmerksam zu machen, denn Bilderverehrung war immer eine Gefahr für die Menschen.

    Geburtstage:

    Ganz gewiss haben Heiden Geburtstage gefeiert; aber nur Heiden? Heiden hatten auch Tempel und Priester, aber nicht nur Heiden! Es ist interessant, dass die Bibel kein Aufhebens von Geburtstagsfeiern macht, obwohl damals Geburtstage gefeiert wurden. Ich habe einmal mit einem Kreisaufseher, der bei uns wohnte, ein Rollenspiel durchgeführt. Ich stellte einen Mann dar, der wissen wollte, warum die Zeugen keinen Geburtstag feiern dürfen, und er sollte mir das aus der Bibel beweisen. Ergebnis: er konnte es nicht; daher sagte er am Schluß ‚na ja, auch wenn die Bibel es nicht sagt, aber die Organisation will es so‘. Das war zutreffend und gleichzeitig das Ende der Diskussion. Tatsächlich erwähnt die Bibel zwei Geburtstagsfeiern (Pharao und König Herodes Antipas), aber sie erwähnt sie nicht, weil man Geburtstag feierte, sondern weil zufällig an diesen beiden Geburtstagen etwas Wesentliches passierte. Doch haben diese Herrscher – und nicht nur die Herrscher – sicher jedes Jahr Geburtstag gefeiert, und trotzdem erwähnt die Bibel das nicht. Ich selbst habe seit meinem 9. Lebensjahr keinen Geburtstag mehr gefeiert, obwohl weder ich noch meine Eltern Zeugen waren; sie hielten eben nichts davon. Als ich Kinder hatte, bekamen sie nicht nur gute Wünsche an ihren jeweiligen Geburtstagen, sondern auch einen Kuchen. Das haben wir immer gemacht, weil wir keine biblischen Begründungen dagegen fanden. Die WTG hat selbst bis Ende der zwanziger Jahre immer Geburtstage im Bethel und auch privat gefeiert, was sicher nicht geschehen wäre, wenn es da eindeutige biblische Aussagen gäbe. Und nur weil ein Herr Rutherford sich in allem von anderen unterscheiden wollte, ist das noch kein biblischer Grund. Als ich noch in einem Beschäftigungsverhältnis war, habe ich meinen Mitarbeitern am Geburtstag stets einen halben Tag frei gegeben. Natürlich haben Christen an Geburtstagen sicher keine heidnischen Bräuche praktiziert, wie Götteropfer usw., und gewiss war ihnen der Tag des Todes wichtiger als der Tag der Geburt (Prediger 7:1), weil man am Ende des Lebens erkennen konnte, was jemand mit seinem Leben angefangen hatte, aber warum sollte eine christliche Mutter sich nicht freuen, wenn ein Kind wieder ein Jahr älter geworden ist? Und warum sollte man jemandem nicht alles Gute wünschen? Warum darf man es an Hochzeitstagen? Ich wünsche jedem täglich guten Tag, ich wünsche guten Urlaub, einen guten Ruhestand usw. Warum also sollte ich ihm nicht ein gutes neues Jahr wünschen oder auch ein gutes weiteres Lebensjahr? Ich bin der Meinung, dass hier jeder nach seinem Gewissen handeln sollte! Wenn jemand es für falsch hält, dann sollte er es nicht tun (Römer 14:23). Ich finde in der Bibel keine Begründung für eine normale christliche Geburtstagsfeier, natürlich ohne alle unchristlichen Praktiken.

    Rauchen:

    Ich empfehle gewiss das Rauchen nicht; aber man sollte festhalten, dass in den Tagen Jesu und der Apostel das Rauchen völlig unbekannt war. Ich weiß von meinem Vater, wie er – kein Zeuge – unter seiner Raucherleidenschaft gelitten hat. Paulus gibt einen guten und ganz allgemeinen Grundsatz in 1.Korinther 6:12. Bis vor einigen Jahrzehnten war zwar das Rauchen unter den Zeugen nicht gern gesehen, aber noch nicht verboten. Jetzt wird ein Raucher unter Anführung von 2.Korinther 7:1 ausgeschlossen. Das ist ein Richten unter Missbrauch eines Bibeltextes, was der Organisation nicht zusteht. Ich könnte verstehen, wenn man einen Raucher als ‚nicht vorbildlich‘ nicht als Ältesten einsetzen würde. Aber ihn aus der Gemeinschaft auszuschließen, ihm sein Christsein abzusprechen, das geht meines Erachtens zu weit. Wann hätte sich denn vor einigen Jahrzehnten die Bibel geändert? Die Entscheidungen der Leitung sind oft so willkürlich, dass man sich fragen muss, was als nächstes verboten wird. Ich würde wirklich jedermann empfehlen, vom Rauchen Abstand zu nehmen, aber nicht aus religiösen Gründen, sondern aus gesundheitlichen Gründen (Suchtgefahr, Krankheiten usw.).

    Ein fremdgehender Ehemann:

    Ich sehe das Problem dieser Schwester, aber sie muss entscheiden, was sie tun will. Nach der Bibel hat sie das Recht, sich von dem Ehemann zu trennen, aber sie ist nicht dazu verpflichtet. Es kann Gründe geben – familiäre und auch finanzielle Gründe -, die sie bewegen, bei ihm zu bleiben. Das muss sie abwägen und entscheiden. Aber bestimmt ist der Tröster ‚Alkohol‘ keine Lösung. Sie sollte sich in ihren Nöten vor allem an den wenden, in dessen Hand sie geborgen ist (Johannes 10:28-29). In seiner Hand ist sie sicher; warum sollte sie sich freiwillig aus seiner Hand lösen und sich in die arme des ‚Alkohol‘ werfen? Wenn die Situation unerträglich wird, dann kann man ihr nur empfehlen, einen sauberen Schnitt zu machen und nicht zuzulassen, dass die Verhältnisse sie veranlassen, ihren Herrn zu verlassen und sich physisch und psychisch zu ruinieren. Dann mag eine Trennung in Verbindung mit Vertrauen auf den Vater und den Herrn besser sein als ein Verharren in unerträglichen Verhältnissen. Aber man kann zwar raten, doch darf man keine Entscheidungen für sie treffen; diese müssen von ihr kommen.

    Besuch von Gottesdiensten an Orten, in denen Heiligenbilder hängen:

    wenn man Gottesdienste anderer Gemeinschaften besucht, kann es sein, dass man in Räume kommt, in denen Heiligenbilder hängen. Das braucht uns nicht zu stören. Einen Josef hat es bestimmt auch nicht gestört in Ägypten, wenn er die vielen Statuen sah. Oder auch einen Daniel in Babylon. Wichtig ist, dass man sich nicht zu unchristlichen Praktiken verleiten lässt, so wenig wie die drei Freunde Daniels, die zwar mitgingen zu dem Ort, an dem das Standbild war, aber sich nicht vor ihm niederbeugten. Viele Zeugen haben auch schon den Vatikan besichtigt usw. Man mag sagen, dass das noch kein Gottesdienst ist. Aber Heiligenbilder sind da. Und wenn man einem Gottesdienst beiwohnt, zum Beispiel auch bei einer Hochzeit oder einer Beerdigung, dann soll man eben nichts mitmachen, was seinem Gewissen widerspricht. Wessen Gewissen es nicht zulässt, einem solchen Ereignis überhaupt beizuwohnen, der sollte es lassen, aber auch niemanden verurteilen, dessen Gewissen anders entscheidet. Unsere Beziehung zu Christus ist entscheidend.

    Jeder Weggegangene wird durchleuchtet…:

    Unsere Glaubensechtheit an anderen zu messen ist an sich schon falsch; wir sollten uns an Gottes Wort messen. Wir mögen in bestimmten Lehren zu anderen Schlussfolgerungen kommen als unsere Bekannten; doch unser aller Rettung hängt allein von Jesus ab (Johannes 14:6) und nicht davon, ob wir in bestimmten Dingen gleicher Meinung sind. Ganz gewiss gibt es Christen außerhalb der Organisation, und es gibt solche innerhalb, die keineswegs Christen sind, weil sie ihn vielleicht als Lösegeld, aber nicht als den entscheidenden Herrn sehen. Der Acker im Gleichnis Jesu trägt überall viel Unkraut, aber auch überall etwas Weizen. Das Richten sollten wir unserem Herrn überlassen, dafür aber die gute Botschaft von ihm und die Rettungsvorkehrung Gottes durch ihn den Menschen nahebringen. Israel war ein Volk von vielen Millionen; aber die Jünger Jesu sollten ein noch größeres Volk sein (Galater 4:27), Hagar gleicht Israel, die den Mann hat; Sara gleicht dem Jerusalem droben, das mehr Kinder hat als Israel. Es gibt sicher mehr Christen als wir denken, doch man sieht sie nicht, wenn wir die Brille der Organisation aufsetzen und ihre Maßstäbe anlegen, denn dann gibt es ja nur die Zeugen und den üblen Rest.

    E.F.

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Matthäus,
    die Gedanken von E.F. sind wirklich lesenswert. Woher hast du sie? – Kennst du ihn persönlich?
    Hat er auch schon hier geschrieben oder Artikel für diese Seite verfasst?

    Ich hoffe meine Fragen sind nicht zu neugierig.

    LG Ulli

  • Dennis
    August 12, 2011

    Lieber Matthäus,

    da du am meisten aus dieser Quelel zitierst geht meine Frage an dich:

    Wer ist Brd. E.F.?

    Viele sprechen wie selbstverständlich von ihm, als ob er allgegenwärtig wäre. Auch ein Bruderinfo-Artikel ist angeblich von ihm.

    Heißt das er ist noch aktiver Ältester? Hat er Bücher unter dem Pseudonym E.F. verfasst? Ist es vielleicht „Raymond Franz“? Einige hier gepostete Passagen kommen mir irgendwie bekannt vor.

    Danke für die Antwort vorab.

    LG
    Dennis

  • Anna
    August 12, 2011

    Lieber Matthäus,
    Dir und allen anderen Dank für die Kommentare zu dem WT-Artikel vom Wochenende. Dem kann ich nur zustimmen. Unser Christus ist tatsächlich zum „Postboten“ geworden. Es ist schon richtig, man merkt es nur wenn man wirklich alle Schrifttexte und die Kontexte liest. Als Beispiel dient der Absatz 20:

    “ …Aber sie haben einen starken Glauben an Gott und das Lösegeld. Das zeigt sich an ihren Glaubenswerken. Eins davon ist das Predigen vom „Königreich Gottes“ und das Lehren der „Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen“ (Apg. 28:31).
    Deshalb kann Jehova sie als gerecht ansehen,…“

    Leider schlagen die meisten Brüder allenfalls die Texte unter „Lies…“ nach, wenn überhaupt.
    Nur, wenn man mal den Test in Apostelgeschichte 28:31 nachschlägt (NW), und bitte auch den Vers 30! davor:

    „30 Dann blieb er zwei ganze Jahre in seinem eigenen gemieteten Haus, und er nahm alle freundlich auf, DIE ZU IHM HEREINKAMEN,
    31 predigte ihnen das Königreich Gottes und lehrte sie ungehindert und mit dem größten Freimut der Rede die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen.“

    Der Vers 30 sagt doch klar und deutlich dass Paulus nicht umhergezogen ist um zu predigen, sondern das interessierte Menschen ZU IHM KAMEN.

    Warum nur denke ich mir merkt niemand dass der Vers 31 wie man ihn auch immer verbiegt kein Aufruf sein kann sich die Rettung durch Werke zu verdienen.
    Es könnte m.E. daran liegen, dass die Brüder so beschäftigt gehalten werden, dass gar keine Muße mehr bleibt gründlich zu studieren.

    Liebe Grüße an alle Anna

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Anna,
    was die Aussage angeht, dass die Leute zum Paulus kamen, würde dies sicherlich dann so ausgelegt werden, dass er ja unter Hausarrest stand und somit garnicht von Haus zu Haus gehen konnte.

    Was leider kaum – wenn überhaupt – jemandem auffällt, der den Vers 31 liest, ist WAS der Paulus die Menschen lehrte!

    31 (er) predigte ihnen das Königreich Gottes und lehrte sie ungehindert und mit dem größten Freimut der Rede die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen.

    Wer bitte schön, lehrt als Zeuge im Predigtdienst „die Dinge, die den Christus betreffen“?

    In der Predigtdienstschule werden zig Gesprächsthemen angeboten…dieses Eine das wirklich zählt, ist nicht dabei…

    Aber man kann natürlich den Leuten an den Türen auch nicht alle 4 – 6 Wochen mit ein und derselben Botschaft auf die Nerven gehen, nicht wahr?

    LG Ulli

  • Dennis
    August 12, 2011

    Hallo Gerd,

    dieses „andere Forum“ ist ein „Aussteiger–Forum“, das sich vor allem durch atheistische und gottentehrende Kommentare und Threads auszeichnet. Natürlich gibt es auch dort gute oder interessante Dokumentationen und Kommentare, aber dein hier geposteter gehört mit Sicherheit nicht dazu.

    Allein schon der Titel „Jagd auf Dumme“ zeigt doch schon die eigene intelektuelle Beschränktheit des Verfassers. Es ist in der Tat so, dass beim Predigen in einem hochentwickelten, gebildeten und „aufgeklärten“ Land wie Deutschland, dass noch dazu das Land der Reformation ist, der Erfolg bei den normalen und hohen Bildungsschichten gegen Null geht. Man braucht sich nur die Zahlen aus den Jahrbüchern betrachten.

    Die ausländischen Mitbürger und sog. „bildungferne“ Schichten sind daher für die WT-Botschaft eine interesante „Zielgruppe“ um es auf den Punkt zu bringen. Über den Inhalt kann man natürlich streiten oder geteilter Meinung sein, aber „Jagd auf Dumme“ ist unterstes Niveau.

    Man muss auch immer die Hintergründe solcher Publikationen in Betracht ziehen. Die WTG ist gewissermaßen gezwungen jedes Jahr auf dem BZK mind. 3 neue Publikationen zu präsentieren, dies ist für viele Brüder ein Höhepunkt und hat schon etwas rituelles. Menschen brauchen immer wieder was neues, was aufgehübschtes (s. „Junge-Leute“-Buch), was greifbares vor allem in den Industrienationen (USA, Europa) wo es nur noch darum geht in der Reizüberflutung der Medienwelt überhaupt bemerkt zu werden.

    Außerdem hat die WTG einen beachtlichen „Religionskonzern“ etabliert, der in der Lage ist in hunderten Sprachen Bücher, Zeitschriften, Traktate, DVDs usw. in Eigenproduktion herstellen zu können. Diese Kapazitäten sind nunmal da und es sind mitlerweile ca. 20.000 „Arbeitsplätze“ (Bethelheime mit angeschl. Produktionstätte) damit direkt verbunden. Es ist eine Produktionsmaschine, die am Laufen gehalten werden musss, leider muss man das so nüchtern sehen.

    Für mich ist überhaupt kein sinnvolles THEOLOGISCHES Argument denkbar, für diese Publikationsflut der WTG.

    Was hat bspw. die DVD-Serie über die WT-Organisation, die im Gesamten bestimmt mehrere Mio.-Dollar gekostet hat, mit der „Verkündigung der guten Botschaft über den Christus“ (Apg. 7:42) zu tun?????????

    Meine Antwort: absolut NICHTS!

    Wie Brd. H.P.M schon richtig gesagt hat es geht hier um „Selbstbeweihräucherung“. Die WT-Organistion gerät immer mehr in den Mittelpunkt der Anbetung.

    Ich war jahrelang mit der Literatur in unserer Vers. beauftragt und war überrascht, was schon alles an Traktaten, Zeitschriften, Büchern usw. in millionenfacher Auflage gedruckt wurde, von denen ich noch nie was gehört hatte und viele meiner Brüder auch nicht.

    Veröffenlichungen produzieren um des Produzierens willen!!! Sinn und Zweck ist zweitrangig.

    Unser Bezirksaufseher sagte kurz nach Ausgabe des neuen Liederbuches auf einem Kreiskongr.:

    „Ist es nicht begeisternd zu sehen was der hl. Geist so alles PRODUZIERT?“

    Der hl. Geist als Produktvorstand des WT-Konzerns, welch ein absurder Gedanke! Man möchte sich fremdschämen für solche Aussagen.

    LG
    Dennis

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Dennis

    Auch das viele Bücher, Zeitschriften und Broschüren herstellen ist in der Bibel vorhergesagt. Dieser Vers ist wie das Meiste in der Bibel für Gottes Volk bestimmt, nicht für die „Welt“.

    Prediger 12

    11. Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln, und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten Sprüche; sie sind gegeben von einem Hirten.
    12. Und überdies, mein Sohn, laß dich warnen: Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ist Ermüdung des Leibes.
    13. Das Endergebnis des Ganzen laßt uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch.

    Am Ende wird uns der Rat gegeben:
    „Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch“. Mehr müssen wir nicht tun, denn die Last ist leicht.

    Wofür also die ganzen Bücher?
    Sie nützen nur dem Satan um uns vom wahren „Hirten“ (Vers 12) wegzubringen! Der Hirte von Vers 12 ist unser Jesus Christus, nur auf seine Worte des Weisen (Jesus) höret.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Alois
    August 12, 2011

    Sorry ich meinte da wo ich Vers 12 schrieb, den Vers 11

  • Zadok
    August 12, 2011

    @Dennis

    Lieber Dennis bzw. Dino81 wenn dieses andere Forum so mies ist, warum schreibst du dann selbst dort mit? Hast seit Januar 75 Beiträge verfasst und kennst „gerd“ ganz gut von dort, nicht wahr?
    Ist ja nichts schlimmes, aber man kann doch dazu stehen, oder?
    Ich schreibe auch in beiden Foren…

  • Dennis
    August 12, 2011

    Hallo Zadok,

    oder vielleicht „Siron“ oder „Gerd“, ich weiß es nicht und interessiert mich auch nicht. Vielleicht bist du auch wieder „egbert“ nur unter anderem Pseudonym. Es ist offensichtlich was du hier versuchst, denn bisher hast du unter „Zadok“ noch nichts hier beigetragen außer deinem Bloßstellungsversuch. Auch „Gerd“ hat außer diesem niveulosen Blödsinn von wegen „Jagd dauf Dumme“ noch nichts auferbauendes oder interessantes geschrieben.

    Dann sag doch mal was du alles schon „geschrieben“ hast in beiden Foren und „stehe dazu“? Wie lautet dein User-Name bei IL? Wieviel Beiträge hast du schon verfasst?

    Ich habe bei IL nichts geschrieben was ich nicht auch hier geschrieben hätte und meine Einschätzung zu „Gerds“ Kommentar bleibt unverändert, genauso meine Einschätzung zu IL, was weite Teile der Kommentare und der Threads betrifft. Im übrigen kenne ich „Gerd“ nicht, weil er 1. nur Gast-Kommentare geschrieben hat und 2. weil ich nicht weiß wer das in Wirklichkeit sein soll. Vielleicht kannst du mir da helfen, du bist doch wie es scheint ein investigativer Internet-User. Kann ja sein, dass ich mit ihm Kontakt hatte, allerdings müsste ich erst mal wissen wer das ist.

    Also dein Bloßstellungsversuch kann als gescheitert betrachtet werden, aber gräm dich nicht vielleicht klappts beim nächsten mal.

    Bis dann……bin gespannt auf deine zukünftigen Kommentare!

    Gruß
    Dennis

  • Ulrike P.
    August 12, 2011

    Hallo Dennis, gute Anwort! 🙂
    Ich habe dich so verstanden, dass es in dem anderen Forum sowohl nützliche und gute Beiträge bzw Themen gibt, als auch Unsinnige und Diffamierende.
    Du nimmst dir also das Gute dort heraus und lässt das Schlechte liegen. Wo soll jetzt das Problem sein? – Ich seh´jedenfalls keins.

    @ Zadok
    Wer auf Bruderinfo liest und schreibt, ist frei auch in jedes andere Forum zu gehen, er legt schießlich kein Versprechen ab, sich fortan nur noch hier aufzuhalten.
    Mir scheint, du hast seine Worte falsch eingeordnet und reagierst deshalb so.

    LG Ulli

  • Svenja
    August 12, 2011

    Was mir bei Bruderinfo im Gegensatz zu IL positiv auffällt ist, dass ich bisher keinen Kommentar gelesen habe, bei dem ich das Gefühl hatte, der Autor hat seinen Glauben an Gott verloren. Das freut mich hier wirklich, denn ich glaube, es hilft nur wenig bis gar nicht, sich Beiträge von verbitterten Ex-Zeugen durchzulesen, die zwar nicht mehr zu den ZJ gehören, dafür aber auch alles dort schlecht machen und nicht mehr an Gott glauben.
    1. Es besteht kein Grund, Hass gegen die ZJ zu empfinden, davor sollte man sich bewahren. Denn Vieles war gut und richtig und kann ich immer noch so abnicken. Außerdem kann der „gewöhnliche Ottonormalbruder“ ja ebenfalls nichts dafür. Die meisten Brüder und Schwestern rennen ja nur blind mit.
    2. An Gott ändert die Tatsache, dass WIR erkannt haben, dass WIR einer falschen Organisation gefolgt sind, rein gar nichts.

    Dennoch gilt natürlich auch all das, was Dennis gesagt hat! Guter Kommentar!

  • Frank&Frei
    August 12, 2011

    wer schreibt, der bleibt, heißt es. Und sachliche Kommentare sind doch solche mit Substanz. Und wenn Gerd mal was von „Dummen“ schreibt, so möchte er wahrscheinlich damit niemanden Dummheit unterstellen, vielmehr aufzeigen, dass man bei ungebildeten Menschen mehr erreicht.
    Und es ist doch so: da wo Internet stark penetriert ist, da sind Zeugen mehr kritisch, da ist zunehmende Opposition und da wo diese Infrastruktur fehlt, da fühlt sich der Watchtower richtig wohl.
    Aber egal, wie der Tower strampelt – der ABwärtstren hält an und auch die vielen Schönreden seitens der Bruderschaft ändert da nichts dran.
    Russell äußerte mal den Satz, sinngemäß: Wir betteln nicht um Geld, wenn der HERR sein WErk segnet wird es vorankommen. Wenn nicht hört es eben auf.
    Die Geldquellen, betagte Reiche, sterben aus, übrig bleiben harzer Verhältnisse: jung, arbeitslos, Niedriglohn Harz4 und und und.
    Die ersten, die es merken sind die KAS, die immer weniger Bakschisch zugesteckt kriegen. Dafür buhlen sie dann umso mehr um die Gunst der noch wohlhabenden alten Schwestern. Manchmal fällt das richtig ins Auge….die einen werden besucht, da fürht man lange Gespräche und die anderen – kurz und bündig.
    cest la vie, cest la weg mit die guten Vorsätze

  • Bruderinfo
    August 12, 2011

    Lieber Gerd,
    du hast diese Seite leider nicht richtig verstanden. Wir sind hier keine Hassprediger oder solche die sogleich hinter Allem und Jedem einen schlechten Beweggrund suchen. Wir versuchen uns gegenseitig zu ermuntern und wie die Beröer alles zu prüfen. Menschen die nicht lesen oder schreiben können oder eine Lese-Schreibschwäche haben als „Dumm“ zu bezeichnen ist unterste Schublade. Gerade diese Menschen haben oft sehr liebevolle versteckte Talente. Unser Vater im Himmel wird das Königreich Unmündigen und geschundenen Menschen offenbaren und nicht solchen die selbstherrlich und hochnäsig sind. Wir lieben unsere Brüder die diese Schwäche haben und behelfen uns hiermit mit den Hörbüchern. Deshalb sei in Zukunft eher darauf bedacht nicht den Weg der Schuldzuweißung zu gehen sondern den Weg der Liebe. Wir rechnen fest damit das du dies richtig verstehst und freuen uns auf deine nächsten Kommentare die sicherlich erbauender sind. Viele Grüße vom Bruderinfo-Team. 🙂

  • Eddi
    August 12, 2011

    Liebe Grüße an BI,
    liebe Grüße an alle Brüder und Schwestern im Herrn!

    Gern, wirklich aufrichtig gern, bin ich bereit, mich als „dumm“ bezeichnen zu lassen, wenn ich dafür echte, aufrichtige Nächstenliebe erhalten würde.

    Gern würde ich einen wohlmeinenden Rat als das von Gott an mich gerichtete Wort annehmen, wenn dahinter die echte Sorge um meinen Glauben an Christi Loskaufsopfer stehen würde.

    Gern würde ich mein ganzes Leben im Predigtdienst einbringen, wenn dadurch nur ein einziges aufrichtiges Schaf durch Jesus Christus zu Jehova geführt würde.

    Die Realität ist, dass dies eine Beerdigungsrede ist.

    In Liebe an alle in Christus Lebendigen.
    Eddi

  • Mike
    August 12, 2011

    Hallo.
    Was mir auf diesen Kongress aufgefallen ist, ist folgendes:
    (Der wo dort war sicherlich auch)
    Gleich das Gebet am Anfang und die anderen auch.
    Es wurde fast gar nicht Jesus erwähnt in den Gebeten.
    Täusche ich mich oder wie sieht ihr das?
    Bin ziemlich erschrocken, dachte immer das Jesus eine Schlüsselfigur bei uns wäre.
    Gruss Mike

  • schneerose
    August 12, 2011

    servus gerd

    die botschaft ..ob im wort oder bild ist die selbe..ich fühle mich nicht als dummer mensch..trotzdem bin ich der WTG jahrelang gefolgt..

    mein beweggrund war die demut.. die langmut.. und die liebe zu den brüdern..wir hängen alle am selben hacken..und je mehr wir zappeln desto tiefer sitzt er ..

    viele schreiber hier haben die „Leine“ abgerissen..dieser vorgang ist zwar sehr schmerzhaft..aber wenigsten sind wir wieder frei..
    die vielen kommentare zeigen auch wie schwierig es ist.. mit einem hacken im mund weiterzuleben..

    in diesem forum können wir uns durch worte die hand reichen..über unsere schmerzen reden.. auch über unsere freuden..

    alle schreiber und leser versuchen die vergangenheit auf ihre weise aufzuarbeiten..und einige die diese broschüre beherzigen werden später einmal hier im forum trost suchen..

    grüsse schneerose

  • Holger
    August 12, 2011

    Hallo Brüder,
    seit längerer Zeit beschäftige ich mich mit der Frage über die Bedeutung von dem Standbild aus dem Buch Daniel. Seit vielen Jahren hatte ich verschiedene Bezugsquellen im Internet und in Finanzzeitschriften und Medien bezogen, die China als die nächste Weltmacht sehen. Diese Informationen hatte ich schon ca. im Jahre 2002. China beutet die eigenen Landsleute und die Schätze anderer Staaten aus und kaufen sich in Länder, wie (USA…) ein.
    Gold und Silber werden aufgekauft und gehordet. – Sie werden Gold und Silber auf die Straße werfen…
    Evtl. könnte die letzte Weltherrschaft oder Machtausübung China sein, der Anglo-Amerika den Todesstoß versetzt.
    Gruß
    Holger

  • Alois
    August 12, 2011

    Lieber Bruder H.P.M.
    Liebe Brüder und Schwestern

    Vielen Dank Bruder H.P.M. dass Du Dir die große Mühe gemacht hast das Wesentliche zusammenzufassen uns mitgeteilt hast. So bleiben wir auf dem Laufenden. Ich hoffe für Dich, dass Deine Frau zugänglich ist für das Wort Jehovas und nicht nur für das Wort des „Sklaven“.

    Ich selbst gehe schon seit vielen Jahren nicht mehr auf Konkresse, meine Frau möchte auch nicht mehr hin, denn was sollen wir an einem Ort über den geschrieben steht:

    Jes. 1
    14. Eure Neumonde und eure Festzeiten haßt meine Seele; sie sind mir zur Last geworden, ich bin des Tragens müde.

    Amos 5
    21. Ich hasse, ich verschmähe eure Feste, und eure Festversammlungen mag ich nicht riechen:

    Das mit dem Senfbaum stand schon im Wachtturm vom 1. Jan. 1976 mit dem Thema:
    Das angebliche Königreich – kein Zufluchtsort.

    Man muss schon genau lesen und überlegen, dann erkennt man, das unser Retter Jesus Christus mit diesem Wachtturm verurteilt wurde.
    Prophetisch gesehen wurde Jesus damit mitgeteilt, dass er nicht unser König ist. Der „Sklave“ hat die Macht über die Zeugen Jehovas somit ab diesem Wachtturm an sich gerissen.

    In diesem Wachtturm wird Jesus für die Entwicklung der Christenheit bis Heute verantwortlich gemacht, nicht etwa der Teufel!

    Zitat aus diesem Wachturm Artikel:

    „14 Jesus Christus steht also offensichtlich in einer gewissen Verbindung mit der Gründung der Christenheit, die immer noch vorgibt, die wahre Kirche Christi zu sein. ……

    16 Diese Einzelheit des prophetischen Gleichnisses Jesu erfüllte sich insofern, als Jesus die Christenheit nicht sogleich vernichten ließ, als sie in Erscheinung trat. Er ließ zu, daß sie sich ausbreitete. In diesem Sinne steht er mit dem Wachstum der Christenheit, die in ihrer ganzen Geschichte zahlenmäßig noch nie so stark war wie heute, in Verbindung. Ja, bis zur Abfassung dieses Artikels hat Christus die Christenheit nicht vernichtet.“

    Jesus ist gemäß diesem Wachtturm somit mitschuldig für das Wachstum der Katholiken und anderen christlichen Religionen. Und bis zur Abfassung des Artikel im Herbst 1975 hat Jesus die Christenheit nicht vernichtet! Also ist er noch schuldiger!

    Weiteres Zitat:

    „19 Jesus veranschaulichte also anhand der Königreichsgleichnisse seine Verbindung zur Gründung und Entwicklung des angeblich christlichen Systems, der Christenheit.“

    Nicht der Teufel ist für die Christenheit, also in erster Linie der Katholische Kirche verantwortlich, sondern Jesus Christus.

    In Matth. 13:31-32 steht:
    31. Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte;
    32. das zwar kleiner ist als alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter {Gartengewächse.} und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen.

    Eigentlich klar verständlich was Jesus da sagte, aber in diesem Wachtturm steht zu diesem Gleichns:

    „4 Nun schreiben wir das Jahr 1976, und die große Frage ist: Was stellt dieser herangewachsene Senfbaum dar? Nach den beiden Watch-Tower-Ausgaben ist er ein Bild von Babylon der Großen. Es wurde dort nichts davon gesagt, daß dieses Gewächs die Königreichsklasse — den im Himmel inthronisierten Christus und seine 144 000 Mitregenten — darstelle. Doch was ist heute darüber zu sagen? Wir müssen zunächst einmal im Sinn behalten, daß das Gleichnis vom Senfkorn keine Darstellung der Tausendjahrherrschaft ist, keine Veranschaulichung der gesamten in himmlischer Herrlichkeit regierenden Königreichsklasse, des messianischen Königreiches, unter dem die ganze Menschheit Zuflucht sucht. Es ist kein Bild von etwas, was sich im Himmel in Verbindung mit den Erben des „Königreiches der Himmel“ abspielt, sondern stellt ein Stadium der Dinge während eines bestimmten Zeitabschnitts auf der Erde dar.“

    Fazit des Wachtturms von 1976:

    Das Königreich Jesu das ganz ganz klein angefangen hat und mal ganz groß werden wird, ist gemäß diesem Wachtturm Babylon die Große!

    Mehr Verachtung für unseren König Jesus Christus und seiner Königreichsverheißung geht nicht.
    Für mich stellt dieser Wachtturm ein Wendepunkt in der Betrachtung Jehovas für sein Volk dar. Ab diesem Zeitpunkt war nach meiner Ansicht für Jehova klar dass sein Volk sehr böse geworden ist. Und diese Generation welche böse geworden ist wird alles erleben was gemäß den Propheten an schlimmen Dingen geschehen muss und erst dann wird das Ende kommen.

    Dass der „Sklave“ mit dem Wachtturm vom 15.07.2008 etwas ganz anderes und biblischeres lehrt ist zwar zu begrüßen, aber hat sich der „Sklave“ bei Jesus öffentlich für die mehrmalige Verurteilung unseres Retters Jesus entschuldigt? Natürlich nicht, aber das Eingeständnis dass man gesündigt hat, wäre für den „Sklaven“ das Mindeste gewesen um Vergebung zu erlangen.

    Joh. 12
    23. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, daß der Sohn des Menschen verherrlicht werde.
    24. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
    25. Wer sein Leben liebt, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren.

    In diesen Versen vergleicht sich Jesus mit einem Weizenkorn, das zur Erde fallen muss um zu keimen und vielfältig Frucht zu tragen.
    Jeder pflanzliche Samen gibt sein Leben her um neues Leben zu ermöglichen.
    Es ist eine ähnliche Aussage wie mit dem Senfkorn. Ein einzelnes Korn das nach dem Wurzel schlagen gestorben ist und Jesus darstellt genügt, um nicht zählbare Frucht zu tragen, oder einer nicht zählbaren Menge von Tieren (gläubige Menschen) Lebensraum zu geben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Wie wahr lieber Alois, traurig und ernüchternd dein Kommentar!
    Wie ermahnte Paulus den jungen Timotheus – und damit auch jeden von uns!
    1 Timotheus 6:20
    O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, indem du dich von den ungöttlichen, eitlen Reden und Widersprüchen (O. Streitsätzen; eig. Gegenaufstellungen) der fälschlich sogenannten Kenntnis (O. des fälschlich sogenannten Wissens) wegwendest,
    Nicht ihnen nachlaufen sondern wegwenden ist seine klare Aufforderung !!!

  • Christof
    August 12, 2011

    Vielen Dank für die Kongresszusammenfassung, Bruder H.P.M.
    du warst anscheinend die 3 Tage anwesend und hast gute Notizen
    gemacht. Ohne auf den Inhalt einzugehen, sehr kritisch von dir (von Bühne, Lautsprecher, Musik, Ansprachen etc.). Erlaube mir bitte die Frage: Warum warst du da ?? Sorry, nichts für ungut.
    Bin auf eure weiteren Themen mit Taufe und den Gleichnissen gespannt.

  • Bruderinfo H.P.M.
    August 12, 2011

    Hallo Christof,
    ja, ich war alle drei Tage da, obwohl ich schon wusste, was mich erwartet. Warum, nun ich will natürlich meine Frau nicht alleine zum Kongress fahren lassen, ausserdem bleibt immer die Hoffnung, das sich etwas ändert, und es sind doch hier und da leichte Anzeichen zu sehen. Ausserdem soll die Kritik die ich geübt habe nicht den Eindruck erwecken, als wenn alles unnütz ist was gesagt wurde, was ich ja auch geschrieben habe. Notizen habe ich noch nie gemacht, warum auch, wenn alles sich mehr oder weniger wiederholt. Ausserdem habe ich eine Tonaufzeichnung von allen Ansprachen. Sich diese zu Hause anzuhören offenbart erst wirklich, was so alles gesagt wurde.
    L.G.
    H.P.M.

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Insbesondere diese Feststellung:

    >Kein Wort von dem früheren, ganz andersartigen Verständnis. Der Mantel des Schweigens und Vergessens ist bei uns groß; und wenn der “Sklave” nichts erwähnt, dann ist das auch schon Richtschnur für Älteste und Verkündiger. Sorgfältige und verantwortungsbewusste Bibelauslegung oder Auslegung nach dem Würfelprinzip: was brauchen wir denn gerade? Wind der Lehre? Wer wird denn so herumgeweht und herumgewirbelt wie die bedauernswerten Zeugen? Hätten einer von ihnen noch letztes Jahr die neuen Argumente vorgetragen, man hätte ihnen Abtrünnigengedankengut unterstellt; doch wenn dieses Gedankengut vom Sklaven kommt, dann ist das eben etwas ganz Anderes.<

    …. "erzürnt" mich aufs neue, wenn der "gewöhnliche Bruder" (wo doch alle nur Brüder sind) in dieser Form etwas "zum besten" gibt ist er ein böser Abtrünniger, doch die LK kann laufend über das hinaus gehen was geschrieben steht, Lehransichten ändern obwohl sich Jehova noch nie geändert hat. Dieser Ungehorsam zeigt wie untreu und unverständig in Wahrheit diese Sklave sich seinem Herrn gegenüber aufspielt.

    Wie wahr doch die Worte sind: Psalm 73

    5 Sie müssen sich nicht abplagen wie andere Menschen, und die täglichen Sorgen sind ihnen ganz und gar fremd. 6 Sie sind stolz auf ihren Stolz und tragen ihn zur Schau, … 8 Mit Verachtung schauen sie auf andere herab und verhöhnen sie, mit zynischen Worten setzen sie jeden unter Druck.

    9 Sie tun, als kämen ihre Worte vom Himmel; sie meinen, ihre Sprüche seien für die ganze Menschheit wichtig.

    10 Darum läuft sogar Gottes Volk ihnen nach, es hängt an ihren Lippen und glaubt alles, was man ihm vorsetzt.

    Das ist mein Eindruck – lg. Matthäus

  • Matthäus
    August 12, 2011

    Danke für die gute Zusammenfassung des diesjährigen Kongress!
    Nun das bestätigt mich und meine Frau daß wir in Wahrheit – also „nichts neues unter der Sonne“ – nichts versäumt haben.

    Ja es ist genauso wie ihr Du Br.H.P.M. es auf den Punkt bringst:
    Es fehlt die Demut, es geht nur um Selbstbeweihräucherung, SIE wollen daß jeder ZJ IHNEN Anerkennung und Nachfolge erwiesen wird. Und damit erfüllt sich erneut das Bibelwort von Apg. 20

    „Männer werden aus eurer Mitte aufstehen … und Menschen HINTER SICH herziehen!“ Jeder trägt die eigene Verantwortung wozu auch Johannes deutlich warnte:

    1. Joh. 1: 1 Meine Lieben! Glaubt nicht jedem, der behauptet, dass er Gottes Geist hat. Prüft vielmehr genau, ob er wirklich von Gottes Geist erfüllt ist. Es hat in dieser Welt schon viele falsche Propheten gegeben.

    Eigentlich hätte mein Kommentar von heute vormittag hierhin zu diesem Artikel gehört – unbewußter Weise (auf diesen Artikel bezogen) habe ich diesen Kommentar geschrieben:

    http://www.digidatanet.de/?p=332&cpage=7#comment-4921

  • schneerose
    August 12, 2011

    hallo brüder

    alle grossen männer der welt möchten das menschen ihrer Ideologie nachfolgen..auch die leitende körperschaft hat grosses interesse ..dass nur ihre lehrmeinungen als die reine von jah. kommenden worte angenommen werden..

    damit von vornherein eine biblische hinterfragung und prüfung ihrer lehrgedanken unterbunden wird ..hat man eine schlaue und effektivie methode entwikelt..

    wie sieht diese aus?

    man stellt nur einige bänke und tische auf und zwingt damit die brüder zum essen ins auto..die wenigen die auf den bänken platz nehmen.. sollen nach dem verzehr ihrer mahlzeit den tisch für andere frei machen..

    durch diese schau durchdachte mehtode unterbinden sie jeden gedankenaustausch zwischen den brüdern..und der dadurch erzeugte stress um die wenigen plätze ermüdet zusätzlich über die vorträge zu sprächen..

    zu hause in den versammlungen wird nochmals wiederholt..und viele sind froh..(auch wenn sie es nicht zugeben) alle kongress tage geschaft zu haben..

    diese einfache und schlaue vorgehensweise bewirkt.. dass langsam alle brüder ihr denkvermögen abgeben ..die WTG kann jeden noch so unbiblische lehre oder anschauung problemlos einpflanzen..

    und sollten doch brüder auf die idee kommen in einer kleinen gruppe (privat) lehrgedanken zu diskutieren..dann tritt § 1 artikel königreichsdienst in kraft..

    der lautet sinngemäss..

    alle nicht vom sklafen geleiteten zusammenkünfte oder diskussionen sind verboten..

    grüsse schneerose

  • Mike
    August 12, 2011

    Hallo.
    Wir unterhalten uns schon hinterher ausführlich über die Kongresse, mit anderen Brüdern.
    Und zwar so, was jeder denkt darüber.
    Mfg Mike.
    PS.: Das Standbild zeigt mir nur eines: Dass Jehova wird ziemlich schnell handeln, egal was die WTG dazu schreibt!!!

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