30 Comments
  • sarai@Zadok
    Juli 8, 2010

    Lieber Bruder Zadok 🙂

    Bitte entschuldige, ich weiss, DU hast mich gar nicht angesprochen; schnappe mir aber trotzdem Deinen Antwortbutton und frage Dich dazu noch was ganz anderes, das gar nicht zu Eurer Unterhaltung passt… *schäm* –

    ich hoffe, DU bist nicht ungehalten deswegen…? :-O

    meine Frage ist: ich bin mal; weil ich mit einer früheren Freundin zusammen unterwegs war –

    in eine sogenannte christliche Veranstaltung geraten, in der ich zuvor niemals war. Ich wusste also wirklich nicht, was auf mich zukam.

    Die waren grade dabei, einzelne rauszurufen, scheinbar um sie mit sogenanntem heiligen Geist zu taufen.

    Ich bekam grade noch mit, daß derjenige vor mir irgendwelches für mich komisches Gebrabbel von sich gab und das auch noch dazu über Lautsprecher :-O

    Es wirkte sehr befremdlich auf mich, trotzdem dachte ich bei mir:
    Heiligen Geist zu bekommen, das kann doch eigentlich gar nicht so verkehrt sein 😉

    Da rief die Rednerin MICH ganz unvermittelt auf und ich stand nun vorn, das MIKE mitten im Gesicht, alle ANwesenden gebannt mir auf den Mund starrend und die Lady neben mir schubbste mich und sagte, na los…

    aus meinem Mund kam erstmal NIX und dann reüssierte ich kurz, das, was ich vorhin gehört hatte und erkannte es schlagartig als unbeholfenes LALLEN, genauso wie wenn ein total Besoffener etwas zu artikulieren versucht, aber es nicht schafft.

    Und mich wunderte es, daß die ANwesenden so begeistert darüber geklatscht hatten, denn: niemand kann auch nur eine Silbe von diesem Gewabbel verstanden haben UND wieso wurde nichts darüber gesagt, was denn der Inhalt dessen gewesen sein soll?

    Weder von jemand aus dem Publikum – noch von der Vorrednerin. So schoss mir im Augenblick durch den Kopf, daß sie es selbst NICHT WUSSTEN und bestimmt bis zum heutigen Tag NICHT WISSEN.

    Trotzdem sagte ein Stimmchen hinter meinem Ohr: hey, aber DU bist doch anders, Du kannst das vielleicht wirklich – probiers, versuch es doch wenigstens….

    Daraufhin öffnete ich zaghaft meinen Mund; war mir in dem Moment alles ganz unheimlich peinlich – ein riesiger Saal, vollgestopft mir Leuten, welche ich noch dazu GAR NICHT KANNTE, bis auf Freundin … wenn ich mich nun TOTAL BLAMIEREN würde?

    dann versuchte ich vorsichtig zur ersten Lautäußerung zu kommen; erst ganz leise, aber das nutzte ja nix, das MIKE war angeschalten… und aus meinem Mund kam … –

    zu meinem ganz grossen Erstaunen und es ging auch ein Ruck durch die Rednerin : ein klares, dem Sprachgebrauch nach eindeutig richtiges: „S´hma Jisroel“ :-O

    Das Publikum glotzte, klatschte aber dann und hatte GAR nichts begriffen. Ob die Rednerin – das weiss ich nicht…

    ABer mir wurde schlagartig bewusst: Der PAPA da oben, er hat mich – klingt jetzt sicher wieder für manche KITSCHIG – egal, ich sags trotzdem: *ganz eng umarmt und beschützt* – denn ich war zu genau diesem Zeitpunkt in *grosser Gefahr* …

    und eines weiss ich genau, ich war in diesem Moment da draussen, so hilflos ausgeliefert, der SItuation und meiner Angst, wenn ich es nicht könnte, dieses *zungenreden* – würde ich mich ZU TODE BLAMIEREN???

    Allerdings weiss ich heute, daß es mehr ein *zu TODE brabbeln* gewesen wäre – so in Richtung von *geistig tot sein* – in diesem Zustand eher auf der *Gegenseite zu verweilen*…

    Ich wusste auch ganz genau, ich war suchend, fast schon herumstreunend; um das zu finden, was ich immer schon wollte, die Liebe meines ÜBERVATERS – den CHRISTUS hatte ich damals noch nicht –
    und sicher auch keinen Heiligen Geist… 🙁

    aber ich denke, ich wurde an diesem Tag nicht das allererste- und letztemal – aber in ganz wesentlichen TEILEN und DINGEN G E R E T T E T !!!

    Langer Rede kurzer Sinn (Verzeihung) –

    1. War es ein Fehler, überhaupt dort reingeschnuppert zu haben? 2. habe ich etwas falsch gemacht, indem ich dem AUFrufen liess?
    3. der Rednerin gefolgt bin? und
    4. war ich ein schlechtes Beispiel für die Anwesenden?
    5. oder war es sogar gut, weil jemand hätte ERWACHEN können?

    Mein Problem liegt IMMER darin, daß ich mir ALLES ganz schrecklich zu Herzen nehme und an MICH selbst hohe Maßstäbe anlege, in Bezug auf: andere Mitmenschen nicht verletzen zu wollen, oder Furcht, mit meiner Handlungsweise ein falsches Beispiel zu geben oder jemals etwas zu tun, was meinem ABBA und meinem MESSIAH missfallen könnte 🙁

    ich bin gerade traurig, weil mich diese Dinge, die ich fürchte, so *unvollkommen* machen 🙁

    Kannst Du mir helfen? BITTE!?

    Ich danke Dir schon im Voraus, lieber ZADOK,

    in Liebe,

    Deine
    Sarai

  • Zadok
    Juli 8, 2010

    Liebe Sarai,
    schön, dass du nicht mehr unter „verwundet“ schreibst.. 🙂
    Was solche Veranstaltungen betrifft, wissen wir ja mittlerweile
    wer hinter den organisierten Religionen dieser Welt steht.
    Insofern ist es meines Erachtens egal, was du gesagt hättest, als du das Mikro unter der Nase hattest.Du hättest die Anwesenden sicher auch mit einem: „God save the Queen“ zum klatschen gebracht. Da du damals noch suchend warst,ist das sicher nicht verkehrt gewesen, das du anwesend warst. Aber heute solltest du das nicht mehr machen..mir fällt da eine Empfehlung aus Zeugenzeiten ein, was man tun soll wenn man in einem Kino einen unmoralischen oder gewaltverherrlichenden Film schaut: Aufstehen und gehen. das hätte bei deinem Erlebnis sicher auch gut gepasst…
    Liebe Grüße
    Achim

  • sarai@Zadok
    Juli 8, 2010

    Lieber Bruder Zadok –

    hast vollkommen recht – das hätte ich besser machen sollen – umdrehen und sofort wieder gehen … –

    allerdings war ich in einem anderen Land, kannte mich nicht aus dort und war abhängig von der Freundin mit dem Auto 🙁

    war alles enorm dumm gelaufen, bis aus ösiland und befand mich in de – und es war schon finster, als wir ankamen –

    die anderen wollten bleiben und ich hätte nicht mal den bahnhof alleine gefunden –

    das lag alles ziemlich abseits und wir hatten uns schon beim hinfahren verfahren –

    naja, mädels halt 😀

    ich geh da nimmer hin –

    ausserdem hab ich gemerkt, daß der beat bei ihren liedern sooo einhämmernd war und die trommeln so stark überbetont waren, daß es fast so wie bei gewissen naturvölkern war; die, wenn sie solch krasse rhytmen spielen, in Trance fallen – und dieser Zustand macht ja schon wieder wehrlos, ne? 🙁

    ich würde gerne im privaten kreis mit 3-4 leuten in der Bibel lesen und beten und singen – das wärs auch schon; an der Bibel mangelt es nicht, aber an den Leuten 😀

    ganz liebe Grüsse und DANKE,

    schwesterliche Grüße,

    Sarai

  • Matthäus an Sarei
    Juli 8, 2010

    Liebe Sarei!

    Zu deinem Erlebnis möchte ich gerne zitieren wie es zu den Zeiten der ersten Christen ablief:

    1. Kor. 12: …und niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist. 4 Es sind verschiedene Gaben; aber es ist „ein“ Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist „ein“ Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist „ein“ Gott, der da wirkt alles in allen.
    7 In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller; 8 dem einen wird durch den Geist gegeben, von der Weisheit zu reden; dem andern wird gegeben, von der Erkenntnis zu reden, nach demselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem „einen“ Geist;
    10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. 11 Dies alles aber wirkt derselbe „eine“ Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.

    Ich möchte dir auch die Empfehlung geben das ganze Kapitel zu lesen, hier wird sehr schön alles mit einem Leib verglichen und dass jedes Glied seine Aufgabe erfüllt. Jedes Glied wird gebraucht und wenn es nur die kleine Zehe ist. Ich denke dass gerade die Verse 22-24 für dich eine Ermunterung sein kann! Ab Vers 27 wird uns versichert: Jeder einzelne ist wichtig wenn auch die Gaben und Möglichkeiten sehr unterschiedlich sein können.

    Alleine diese Erklärung des Paulus zeigt uns wie verwerflich und Menschenverachtend die Ausschlusspraxis der ZJ ist. Jeder der sich zu Christus als seinem Herrn bekennt kann dies nur (siehe Vers 3) wenn er den Heiligen Geist dazu bekommt. ZJ schließen solche kaltblütig aus – und das nur weil der oder die Person dem trvSk. nicht die Ehre erweißt die ihm nicht zu steht.

    Über eine Möglichkeit gemeinsam die Bibel zu lesen, darüber sollten wir nocheinmal reden! Wo ein Wille ist auch ein Weg! Liebe Grüsse
    Matthäus

  • Manfred
    Juli 8, 2010

    Lieber Brd. Matthäus,

    Du hast etwas bemerkenswertes geschrieben:
    Alleine diese Erklärung des Paulus zeigt uns wie verwerflich und Menschenverachtend die Ausschlusspraxis der ZJ ist. Jeder der sich zu Christus als seinem Herrn bekennt kann dies nur (siehe Vers 3) wenn er den Heiligen Geist dazu bekommt. ZJ schließen solche kaltblütig aus – und das nur weil der oder die Person dem trvSk. nicht die Ehre erweißt die ihm nicht zu steht. – Zitat Ende

    Dazu ist mir der folgende Bibeltext eingefallen:

    Dan. 7:19-26; Elberf.:
    19 Dann begehrte ich, mich über das vierte Tier zu vergewissern, das sich als verschieden von allen anderen erwies, als außerordentlich fürchterlich, dessen Zähne aus Eisen waren und dessen Klauen aus Kupfer waren, das verzehrte [und] zermalmte und das sogar das, was übrig war, mit seinen Füßen niedertrat, 20 und über die zehn Hörner, die auf seinem Haupt waren, und das andere [Horn], das aufstieg und vor dem drei fielen, ja jenes Horn, das Augen hatte und ein Maul, das großtönende Dinge redete, und seine Erscheinung war größer als die seiner Genossen.
    21 Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen das Königreich selbst in Besitz nahmen. 23 Dies ist, was er sprach: ‚Was das vierte Tier betrifft, es gibt ein viertes Königreich, das schließlich auf der Erde sein wird, das von all den [anderen] Königreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und wird sie zertreten und sie zermalmen. 24 Und was die zehn Hörner betrifft, aus jenem Königreich werden zehn Könige aufstehen; und noch ein anderer wird nach ihnen aufstehen, und er selbst wird von den ersten verschieden sein, und drei Könige wird er erniedrigen. 25 Und er wird sogar Worte gegen den Höchsten reden, und die Heiligen des Allerhöchsten wird er andauernd befehden. Und er wird beabsichtigen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden für eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden. 26 Und das Gericht selbst setzte sich dann, und seine eigene Herrschaft nahm man schließlich weg, um [ihn] zu vertilgen und [ihn] gänzlich zu vernichten.

    Die Personen, die sich zum Christus bekennen, sind auf Grund ihres Glaubens an den Sohn Gottes gerecht gesprochen und damit geheiligt und sie werden deshalb ausgeschlossen, weil sie nicht der LK die von ihnen geforderte Ehre erweisen. Denn man kann nicht zwei Herren dienen.

    Liebe Grüße Manfred

  • Zadok
    Juli 8, 2010

    Lieber Stefan,
    und wie geht es dir heute? Hast du das Leistungshamsterrad verlassen und erkannt, dass das echte Christsein auf dem Gnadengeschenk Gottes und seines Sohnes beruht?
    Kennst du die Gedanken aus dem Römerbrief zu diesem Thema?

    Lieber Gruß
    Zadok

  • stefan
    Juli 8, 2010

    Hallo Zadok.
    Danke für Deine Nachfrage. Welches Kapitel meinst Du genau? Ich bin im Moment in einer mittelschweren Krise, weil sich fast alles bis anhin geglaubte in Luft aufzulösen scheint. Das Verständnis, das mir hier entgegengebracht wird, ist Balsam für mich, weil ich über Jahre gedacht habe, mit mir stimme etwas nicht.
    Den endgültigen Anstoss zum Umdenken gab mir einmal mehr die WT-Betrachtung über das „sich von Jehova formen lassen“, anhand des Gleichnisses vom Töpfer und dem Ton. Ich habe den Bibeltext immer und immer wieder gelesen und kam zum Schluss, dass der Töpfer die Absicht hat, aus dem Ton das für ihn passende Gefäss zu formen und nicht auf biegen und brechen ein Gefäss zu zaubern, für das sich der Ton eben nicht eignet.
    Erklärt wurde das natürlich dahingehend, dass wir uns so zu formen haben wie es die Gesellschaft vorsieht. Nicht als Individuum, sondern als Marionette.
    Ich habe immer noch Mühe diese Erkenntnis überhaupt zuzulassen. Ich habe jahrelang einfach funktioniert, alles getan was erwartet wurde. Und jetzt stehe ich vor einem Scherbenhaufen. Hinzu kommt die Angst, alle meine guten Freunde zu verlieren, mit denen man oft auch ehrliche Gespräche führen konnte.
    Abgesehen von den Grundwahrheiten: ich ertrage die Doppelzüngigkeit dieser Gesellschaft immer weniger…..
    Mit bestem Dank und liebem Gruss
    Stefan

  • Zadok
    Juli 8, 2010

    Lieber Stephan,
    dieses Gefühl kenne ich auch sehr gut. Wenn dein bisheriges Glaubensgebäude sich zerlegt, dann ist es wichtig, dass du ein neues Fundament legst auf dem du später aufbauen kannst.
    Lies doch im Römerbrief, das Kapitel drei ab Vers 21, dann Kap.5,6,8,10. Und den ganzen Epheserbrief. Du wirst sicher noch weitere gute Vorschläge bekommen. Lies diese Verse aus einer anderen Bibel als der NWÜ, such dir aus des Seite Bibleserver.com eine Übersetzung aus, die dir zusagt. Und dann denke daran: alles was du liest,ist für DICH geschrieben und gilt nicht anderen, z.B. den 144000 gemäß dem Zeugenverständnis.
    (Beweis: auch für die Zeugen gab es am Anfang keine zwei Klassen, das kam erst später)Wende alles auf dich allein an und
    vergiss nicht, vor dem Lesen um den heiligen Geist zu bitten, damit du das verstehen kannst was du liest.( Das habe ich bereits zu Zeugenzeiten gemacht)
    Bin gespannt, was du berichtest.
    lieber Gruß
    Achim

  • Br. Bird an Stefan
    Juli 8, 2010

    Lieber Stefan,

    Von uns ein herzliches Willkommen. Denke daran,’du bist nicht alleine, ich denke, es ist ganz normal, das wenn du aufwachst, erst mal alles an Glauben weg ist. Du bist ja belogen worden. Das komplette Vertrauen haben wir in diese Organisation gelegt. Dann kommt Angst hinzu.
    Wir alle sind erwacht, und sehen jetzt unseren Hirten vor uns. Jesus ist direkt da, und wacht über uns.
    Du wirst sehen, es wird von Tag zu Tag besser, und wir können uns auf BI gegenseitig helfen.

    LG und viel Segen wünschen wir dir
    Die Birds

  • Tommy
    Juli 8, 2010

    Klingt einfach Stephan, ist aber so gemeint, vertraue dem herrn. Ist schwierig als Zeuge aber viele unterschaetzen den Herrn schwer. Hier geht es aber tatsaechlich sehr vielen so oder es ging ihnen so. Hierfindest Du Brueder und Schwestern.
    Tommy

  • stefan
    Juli 8, 2010

    Da kommen mir alte Kongressprogramme aus den 80er Jahren in den Sinn: Schule- schon recht, Ausbildung- nun gut. Aber dann Teilzeitstelle suchen und ab in den Pionierdienst. Denn die Zeit drängt, die „Generation“ ist bald nicht mehr. Vorgekaute Gleichschaltung, ohne Respekt gegenüber Individuen. Und als Sahnehäubchen gabs das schlechte Gewissen dazu.Ich hatte als Jugendlicher nie das Gefühl einmal zu genügen. Auf den Bühnen wurden Pionier-Powerfrauen präsentiert. Teilzeitjob, 2 Kinder, Haushalt, dochdoch das geht schon mit etwas Organisation! Deshalb: Ihr Jugendlichen gedenkt Eures Schöpfers….
    Ich konnte und kann es nicht mehr hören. Die besten Gespräche hatte und habe ich immer noch in ungezwungenen Situationen, wo man durch bestimmte Verhaltensweisen im Alltag interessierte Fragen erntete.

  • andi
    Juli 8, 2010

    in dieser Woche gibt es wieder den oligatorischen Programmpunkt über den Hilfspionierdienst zur Zeit des Gedächtnismahls.

    Ich kenne einige Brüder und Schwestern, die durch solche Programmpunkte regelrecht entmutigt werden, das sie es auch mit der 30-Stunden-Regelung nicht schaffen. Dies aus den verschiedensten Gründen.

    Wenn das vom Sklaven als Ermutigung gedacht sein sollte, dann geht das aber gründlich schief.

    Unser Dienstaufseher verstieg sich sogar zu einem Vergleich mit einer anderen Versammlung, wo man von 30 HiPis im März hört. (siehe Gal. 6:4)

    Die Krönung ist nun die Erweiterung der 30-Stunden-Regelung auf die Zeit der Besuche des Kreisaufsehers.
    Dann können die HiPis auch an der besonderen Zusammenkunft mit den Pionieren teilnehmen, welch eine Ehre.
    Hier werden doch nur künstlich neue Klassen innerhalb der Christenversammlung geschaffen, andere werden sozusagen von dieser speziellen Speise ausgeschlossen, obwohl sie durchaus „Pioniergeist“ haben, die willkürlichen Stundenziele der WTG aber nicht erreichen können.
    Man zeige mir den bibischen Beweis für diese Vorkehrungen.
    LG
    andi

  • Anna
    Juli 8, 2010

    Lieber Bruder Andi,

    der Programmpunkt hatte ja dann auch noch eine Demo: den Hilfspionierdienst zu einem Familienprojekt machen. Damit möglichst viele in der Familie mitmachen. Es scheint eine Art Gruppenzwang zu sein. Leider, mit keinem Wort kam unser Erlöser vor. Nur Einladungen verteilen und dann??? In dem Gebiet wo ich wohne ist nach meiner Erkenntnis NIEMAND aufgrund der Einladung in den Königreichssaal gekommen. Wenn dann waren das eben Verwandte, Bekannte, Studien. Viele davon kommen einfach jedes Jahr und das war es dann.

    Daher übersteigt der Aufwand durch unendliche Predigtdienststunden im Pionierschritt, damit möglichst viel Zeit vergeht, den Nutzen erheblich. Das mit dem Nutzen ist ohnehin so eine Sache. Unser „größter“ Feiertag ist langweilig, ohne Emotionen und des Christus nicht würdig!

    Wie schon letztes Jahr würde ich mich über Vorschäge freuen, wie ihr, egal ob ihr in die Versammlung geht oder nicht, den Tag für euch als Mensch/Ehepaar/Familie verbringt.

    Herzliche Grüße Anna

  • Achim
    Juli 8, 2010

    Lieber Andi,
    ich habe mal in einer Unterhaltung Ende der 90er behauptet, irgendwann würde man mit 20 Stunden HiPi sein können und dafür üble Kritik anhören können. Jetzt sieht es wohl so aus, als könnte ich das noch erleben… 🙂
    Zu deinem Zitat:
    „Die Krönung ist nun die Erweiterung der 30-Stunden-Regelung auf die Zeit der Besuche des Kreisaufsehers.
    Dann können die HiPis auch an der besonderen Zusammenkunft mit den Pionieren teilnehmen, welch eine Ehre.
    Hier werden doch nur künstlich neue Klassen innerhalb der Christenversammlung geschaffen, andere werden sozusagen von dieser speziellen Speise ausgeschlossen, obwohl sie durchaus “Pioniergeist” haben, die willkürlichen Stundenziele der WTG aber nicht erreichen können.“

    Jeder, der nicht an diesen Besprechungen teilnimmt,verpasst überhaupt nichts. Nichts, was er nicht schon hundertmal gehört hat. Wer sich in dieser Zeit in ein Cafe setzt und sich etwas nettes gönnt, hat was nützliches getan.
    Was das Klassendenken angeht: jeder AlPi nimmt einen 30Std.-Hipi nicht ansatzweise ernst…das ist sicher.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Heike
    Juli 8, 2010

    Vielen Dank für die vielen Kommentare und Tips!

    Lg, Heike

  • Matthäus
    Juli 8, 2010

    Eine sehr gute Übersetzung vor allem leicht zu lesen ist die

    HOFFNUNG FÜR ALLE. (Im bibelserver aufrufbar)

    Vergleiche z.b. Röm 10: 2,3 mit der NWÜ, oder noch besser lass einen Bibelunkundigen diese Verse
    in der NWÜ lesen und er soll den Sinn erklären und dann in der HFA:

    Kap. 10: 2 Denn ich kann bezeugen, dass die Israeliten Gott dienen wollen, mit viel Eifer, aber ohne Einsicht. 3 Sie haben nämlich nicht erkannt, wie sie Gottes Anerkennung finden können, und versuchen immer noch, durch eigene Leistungen vor ihm zu bestehen. Deshalb lehnen sie ab, was Gott ihnen schenken will.

    Lg. Matthäus

  • Heike
    Juli 8, 2010

    Hallo!

    Ich empfinde eure Artikel auch als sehr sehr schön und liebevoll verfasst, von mir auch ein herzliches Dankeschön!
    Ich war am Wochenende auf einem Kongress und es gab unter anderem einen Vortrag darüber, nicht das Gewissen anderer mit seinem eigenen Verhalten zu belasten.
    Ich bin mir nicht sicher ob die Verfasser der Artikel in den Zeitschriften sich darüber Gedanken machen wie der Inhalt wohl auf jeden einzelnen Zeugen Jehovas wirken mag. Was für Schlüsse er daraus zieht. Tut der Verfasser das absichtlich? Ich finde es unfair uns alle darauf hinzuweisen in unserem Verhalten eher mal uns selbst zurückzunehmen bevor wir jemanden verletzen, auf sich selbst (WTG) diesen Maßstab aber nicht anzuwenden. Denn, dass wir uns unter Druck gesetzt fühlen und die Depressionsrate bei den Zeugen eindeutig aus diesem Grund so hoch ist, weist sie von sich mit der Begründung wir würden da zu viel reininterpretieren. Welche VERANTWORTUNG die WTG mit der Herausgabe dieser Artikel hat scheint nicht so ganz klar… Oder es wird schamlos ausgenutzt.

    Eine Frage habe ich noch an euch von Bruderinfo… Ich weiß leider nicht mehr genau wo der Bibeltext steht, begründet werden die Pflichten im Predigtdienst aber oft mit der Aussage aus der Bibel:“.. der Glaube aber ohne Werke ist tot.“ Wie passt dieser Text in die Aussage, nur Glaube allein bringt Rettung?

    Viele Dank!
    Eure Heike

  • Matthäus
    Juli 8, 2010

    Liebe Heike,
    deine Frage möchte ich gerne beantworten. Glaube ohne Werke ist tot, eine Aussage die aus Gottes Wort durch Jakobus im Kap. 2 niedergeschrieben wurde. Ich kann dir nur empfehlen das ganze Kap aufmerksam zu lesen und dann frage dich – wo steht hier etwas auch nur ganz entfernt vom Predigtdienst? Hier geht es ausschließlich um Nächstenliebe die im Sinne für den bedürftigen oder benachteiligten etwas zu tun. Zu sagen geh hin halt dich warm oder iss dich satt nach Verse 15-18
    würdfe einen toten Glauben belegen. Es ist von PRAKTISCHEM Handeln die Rede auch ab Vers 21 kommt das zum Ausdruck was auch Paulus den Römern im Kap. 4:1-6 sehr schön erklärte.
    (Bitte lies diese Verse nicht in der NWÜ sondern z.B. in der Hoffnung für Alle, da kannst du auch etwas anfangen.

    Unsere Rettung kommt nur durch den Glauben an Christus dazu möchte ich einige Bibelverse im nächsten Kommentar einstellen, das gilt es zu verstehen auf welcher Grundlage unsere Rettung möglich ist!

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Juli 8, 2010

    Auf welcher Grundlage ruht deine Hoffnung auf Rettung?

    2. Kor 11:4 Ihr lasst euch leicht verführen. Wenn jemand daherkommt und etwas anderes über Jesus sagt, als wir euch gelehrt haben, dann schenkt ihr ihm bereitwillig Glauben. Ihr empfangt einen anderen Geist als den Geist Gottes und nehmt eine andere Botschaft an als die, die wir euch gebracht haben.

    Wen spricht Gott von seiner Schuld frei?

    Röm. 3:21 Jetzt aber hat Gott uns gezeigt, wie wir vor ihm bestehen können, nämlich unabhängig vom Gesetz. … 22 Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt. Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten. Denn darin sind die Menschen gleich: 23 Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. 24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat. 25 Um unsere Schuld zu sühnen, hat Gott seinen Sohn am Kreuz für uns verbluten lassen. Das erkennen wir im Glauben, und darin zeigt sich, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht. Bisher hat Gott die Sünden der Menschen ertragen; 26 er hatte Geduld mit ihnen. Jetzt aber vergibt er ihnen ihre Schuld und erweist damit seine Gerechtigkeit. Gott allein ist gerecht und spricht den von seiner Schuld frei, der an Jesus Christus glaubt. 27 Bleibt uns denn nichts, womit wir uns vor Gott rühmen können? – Nein, gar nichts! Woher wissen wir das? Etwa durch das Gesetz, das unsere eigene Leistung verlangt? Nein! Nur durch den Glauben, der uns geschenkt ist.

    Kap. 4: 1 Ich möchte das jetzt noch deutlicher machen. Wodurch konnte Abraham, der Stammvater des jüdischen Volkes, vor Gott bestehen? 2 Bestimmt nicht wegen seiner guten Taten! Damit hätte er zwar bei den Menschen Ruhm und Ansehen gewinnen können, nicht aber bei Gott. 3 In der Heiligen Schrift heißt es: „Abraham setzte sein ganzes Vertrauen auf Gott, und so fand er Gottes Anerkennung.“ 4 Es ist doch so: Wenn ich eine Arbeit leiste, habe ich Anspruch auf Lohn. Er ist kein Geschenk, sondern ich habe ihn mir verdient. 5 Aber bei Gott ist das anders. Bei ihm werde ich nichts erreichen, wenn ich mich auf meine Taten berufe.

    Kap. 9: 15 Denn Gott hat einmal zu Mose gesagt: „Ich erweise meine Güte, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.“ 16 Entscheidend ist also nicht, wie sehr sich jemand anstrengt und müht, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt. … 18 Gott schenkt also seine Barmherzigkeit, wem er will, aber er macht Menschen auch hart und gleichgültig, wenn er es will.

    Der falsche Weg

    30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus.

    Kap. 10: 2 Denn ich kann bezeugen, dass die Israeliten Gott dienen wollen, mit viel Eifer, aber ohne Einsicht. 3 Sie haben nämlich nicht erkannt, wie sie Gottes Anerkennung finden können, und versuchen immer noch, durch eigene Leistungen vor ihm zu bestehen. Deshalb lehnen sie ab, was Gott ihnen schenken will.

    1.Kor. 15: 1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich möchte euch an die rettende Botschaft erinnern, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen und darauf euer Leben gegründet. 2 Ganz gewiss werdet ihr durch diese Botschaft gerettet werden, vorausgesetzt, ihr bewahrt sie genau so, wie ich sie euch überliefert habe. Sonst glaubt ihr vergeblich und erreicht das Ziel nicht. 3 Zuerst habe ich euch weitergegeben, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben. Das ist das Wichtigste, und so steht es schon in der Heiligen Schrift.

    Eph. 2: 7 So will Gott in seiner Liebe zu uns, die in Jesus Christus sichtbar wurde, für alle Zeiten die Größe seiner Gnade zeigen. 8 Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod errettet worden. Ihr habt sie erfahren, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Dies alles ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. 9 Durch eigene Leistungen kann man bei Gott nichts erreichen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden.

    Gal. 2:16 Trotzdem wissen wir inzwischen sehr genau, dass wir nicht durch Taten, wie das Gesetz sie von uns fordert, vor Gott bestehen können, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Wir sind doch deshalb Christen geworden, weil wir davon überzeugt sind, dass wir allein durch den Glauben an Christus von unserer Schuld freigesprochen werden; nicht aber, weil wir die Forderungen des Gesetzes erfüllen. Denn wie die Heilige Schrift sagt, findet kein Mensch durch gute Werke Gottes Anerkennung.“

    Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben für mich gegeben hat. 21 Niemals werde ich dieses unverdiente Geschenk Gottes ablehnen. Könnte ich nämlich durch das Befolgen des Gesetzes von Gott angenommen werden, dann hätte Christus nicht zu sterben brauchen.

    Tit. 3: 5 Er rettete uns – nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten; nein, seine Barmherzigkeit hat uns durch eine neue Geburt und die Taufe zu neuen Menschen gemacht. Das wirkte der Heilige Geist, 6 den Gott uns durch unseren Retter Jesus Christus in reichem Maße geschenkt hat. 7 So sind wir allein durch seine unverdiente Güte von aller Schuld befreit und warten voller Hoffnung auf das ewige Leben, das wir als seine Kinder erben werden.

    lg. Matthäus

  • Heike
    Juli 8, 2010

    Hallo Matthäus,

    vielen vielen Dank!!! Ohne Witz, ich lese diese Anreihung an Bibeltexten mit immer dergleichen Aussage, ohne sie jemals so bewusst aufgenommen zu haben! Mein Leben lang bin ich bei den Zeugen Jehovas und ich habe wirklich wirklich nicht gewusst dass mein Glaube an Jesus zu ewigem Leben führt… Das ist wirklich bitter! Ich werde immer sprachloser je mehr ich von all den Verdrehungen erfahre..

    Lg, Heike

  • Achim
    Juli 8, 2010

    Liebe Heike,
    hier handelt es sich um eine der üblichen WTG-Verdrehungen der Bibel.In Johannes 5:24 steht:
    Ich versichere euch: Wer meine Botschaft hört und an Gott glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben. Er wird nicht für seine Sünden verurteilt werden, sondern ist bereits den Schritt vom Tod ins Leben gegangen.
    Ein Christ brauch als keine „Werke“ mehr zu tun, wie sie der Sklave einfordert; Predigtdienst usw. Was er schon tun sollte, ist in seinem Umfeld über seinen Glauben zu sprechen und Werke der Nächstenliebe tun.Jakobus 3:17 sagt, dass Glaube ohne Werke tot ist.Lies mal die Kapitel 2 und 3 des Jakobusbriefes und du wirst feststellen, dass Werke der Nächstenliebe gemeint sind.
    Auch das hier hilft dir sicher:http://www.digidatanet.de/?p=465
    Lieber Gruß
    Achim

  • Heike
    Juli 8, 2010

    Hallo Achim,

    vielen Dank auch für deinen Kommentar, ich werde mich gleich daran machen und den Jakobusbrief lesen. Glücklicherweise gibt es ja auch online Bibeln 😉 Welche Bibel empfehlt ihr denn anstatt der NWÜ?

    Lg, Heike

  • Achim
    Juli 8, 2010

    Liebe Heike,
    ich kann dir gerne sagen, wie ich es handhabe.Ich kombiniere eine moderne Übersetzung mit einer altehrwürdigen.
    Ich lese sehr gerne die Neue Leben, sie liest sich sehr flüssig und eignet sich für mich sehr gut um einen Text zu verstehen.
    Fürs intensives Studium und einzelne Passagen nehme ich die
    Elberfelder unrevidiert von 1871 – also noch bevor ein Russell
    den Wachtturm erfunden hat.
    In beiden Bibeln findest du übrigens Zeittafeln mit dem Jahr 587
    v.u.Z. das ist für mich sehr überzeugend, gerade aufgrund des
    „Altersunterschieds“ der beiden Übersetzungen.
    Lieber Gruß
    Achim

  • Alois
    Juli 8, 2010

    Liebe Schwestern und Brüder

    Falls jemand die alte unrevidierte Elberfelder als Word- Datei haben möchte, Ihr könnt Euch bei mir melden, ich schicke Euch dann einen Link um diese dann runterzuladen.

    Bruder.Alois@web.de

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    Juli 8, 2010

    Liebe Heike,

    zu dem Thema „Glaube und Werke“ haben Dir ja schon einige geantwortet und den BI-Artikel dazu kann ich auch empfehlen oder das Hörbuch.

    Was die Alternative zur NWÜ betrifft kann ich die „Einheitsübersetzung“, „Elberfelder“, „Gute Nachricht“ und die „Hoffnung für Alle“ empfehlen. Die beiden letzteren sind natürlich etwas freier übersetzt in heutigem Deutsch.

    Für ein intensives Bibelstudium mit viel Fußnoten und zusätzlichen Erklärungen eignet sich die „Neue Jerusalemer Bibel“. Es ist quasi die Einheits-Ü. mit Apokryphen, Einleitungen zu jedem Bibelbuch, Sacherklärungen, Zeittafeln uvm.

    Du wirst bald keine NWÜ mehr benutzen, wenn Du erst mal bemerkt hast, wie oft eine tendenziöse oder komplett gefälschte Übersetzung festzustellen ist.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    Juli 8, 2010

    Hallo liebes Bruderinfo-Team,
    mich haben all die tollen Vorbilder auch immer mehr entmutigt als angespornt. Zuerst junge Mutter, dann Vollberufstätig als Altenpflegerin, bin ich auch selten mal über 8 Stunden hinausgekommen. Meistens waren es weniger, so 4-6.
    Nach dem Dienst war ich jedesmal Happy…aber das Glücksgefühl stellte sich seltsamerweies immer erst exakt NACH der letzten Haustür ein…

    Ich weiß nicht worauf sich dieser Leistungsdruck begründet…die Bibel gibt dafür jedenfalls nichts her.

    Wie anders als die Reden der WTG, fühlen sich doch Jesu Worte an:

    28 Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.
    29 Lasst euch von mir in den Dienst nehmen, und lernt von mir! Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Bei mir findet ihr Ruhe für euer Leben.
    30 MIR zu dienen ist keine Bürde für euch, MEINE Last ist leicht.“

    Und durch Paulus wurden seine Worte noch bekräftigt und erweitert:

    9 Aber wir sehen, wie Jesus, der für kurze Zeit tiefer gestellt war als die Engel, wegen seines Sterbens mit Ruhm und Ehre gekrönt worden ist. Denn Gott hat in seiner Gnade gewollt, dass er allen Menschen zugute den Tod erleidet.

    10 Weil Gott wollte, dass viele Kinder Gottes in sein herrliches Reich aufgenommen werden, hat er den, der sie zur Rettung führen sollte, durch Leiden zur Vollendung gebracht. Das war der angemessene Weg für Gott, den Ursprung und das Ziel von allem.

    11 Denn der Sohn, der die Menschen Gott weiht, und die Menschen, die von ihm Gott geweiht werden, stammen alle von demselben Vater. Darum schämt der Sohn sich nicht, sie seine Brüder zu nennen.
    15 So hat er die Menschen befreit, die durch ihre Angst vor dem Tod das ganze Leben lang Sklaven gewesen sind.
    Heb 2, 9-11+15

    Die WTG hat sich – wie jede andere christliche Institution – zwischen die Menschen und Jesus geschoben, um ihn gänzlich zu verdecken. – Statt von ihm befreit zu werden, sind sie zu Sklaven den Wachturms geworden und die Angst den Anforderungen nicht zu genügen, sitzt ihnen Tag für Tag im Nacken.

    Lieber Alois,
    ZITAT:
    Gebe nicht auf, denn Jesus rettet die verlorenen Schafe.

    Danke für diesen tröstlichen Satz.
    Er brachte mich zu diesem Bibelvers:

    4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er „eins“ von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet?
    Luk 15, 4

    Ich hoffe so sehr darauf, dass Jesus noch viele Derer findet, die von ihrer Kindheit an, über Gott belogen und um Jesus als ihren Erlöser betrogen wurden.
    Sie haben ihn nie wirklich kennengelernt, denn ihr Augenmerk wurde immer nur auf die WTG gerichtet.

    LG Ulli

  • Alois
    Juli 8, 2010

    Liebe Ulli

    die nachfolgenden Verse aus Luk. 15 verdeutlichen, dass sich unser Retter Jesus über das eine Schaf mehr freut als die 99:

    5. Und wenn er es gefunden hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern;
    6. und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war.
    7. Ich sage euch: Also wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, welche der Buße nicht bedürfen. –

    Denn wer verloren war bedarf der Buse, wer sich hinter der Organisation her so gut wie gerettet wähnt, bedarf der Buse nicht.

    Deswegen sind wir doch lieber arme „abtrünnige“ Sünder und hoffen auf die Gnade unseres Retters Jesu. Ich glaube Jesus freut sich beispielsweise mehr über Dich als über 99 „gerechte“ Wachtturm Zeugen.

    So verstehe ich dieses Gleichnis.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Olga
    Juli 8, 2010

    Meine Mutter, alleinstehende Verkündigerin mit 3 Kindern, ist an den „Anfeuerungen“ zerbrochen. NIE haben wir auch nur eine Versammlung versäumt, JEDES Wochenende waren wir von Haus zu Haus unterwegs und trotz allem wurde einem immer wieder vor Augen geführt, was andere zu Leisten im Stande sind: die Ehefrau eines leitenden Angestellten, kinderlos, die als Pionier tätig war (hat ja auch einen Haushalt zu meistern…), das Rentnerehepaar (trotz deren gesundheitlicher Einschränkungen), die vorbildliche Familie eines Ältesten (zwei Erwachsene und ein halbwüchsiger Sohn, die Mutter nicht berufstätig). Ja, was die Stunden im Predigtdienst verbrachten! Da könnte sich meine Mutter mal Rat holen, wie man sich besser organisiert um mehr Zeit für den Dienst zu haben.

    Dieses „Machst-Du-auch-genug?!?“ hat meine Mutter krank gemacht. Jahrelang litt sie unter schweren Depressionen, dachte sogar an Selbstmord. Sogar da wurde sie unter Druck gesetzt: ein wahrer Christ ist freudig durch seine Liebe zu Gott und seinem Sohn! Er strotzt vor Energie, sein „Mund läuft über“. Ergo war der Zustand meiner Mutter ein Zeichen mangelndes Glaubens und mangelnder Liebe zu Gott.
    Nicht alle in der Versammlung waren so, es gab immer sehr menschliche Brüder und Schwestern die ehrlich und mitfühlend Hilfe anboten. Aber ausgerechnet die, die im Dienst der Versammlung standen, also die Ältesten, die waren immer sehr bürokratisch und haben nur auf Erfüllung der Pflicht Wert gelegt.
    Meine Mutter ist inzwischen ausgetreten. Leider gab es damals diese Seite hier nicht. Das hätte ihr Mut gemacht.

    Die im Artikel zitierte Schwester hat meine Hochachtung. In unserer damaligen Versammlung hätte die Frau bestimmt Ärger bekommen. Nur 3 Stunden Predigtdienst im Monat…. ohne schlechtes Gewissen… das zeugt von nicht gerade großem Eifer!

  • Alois
    Juli 8, 2010

    Hallo Olga

    Kannst Du nicht mal versuchen ob Deine Mutter vielleicht doch in Bruderinfo die Vorträge und Kommentare liest?
    Vielleicht lässt sie sich dann von unserem Herrn Jesus finden. Gebe nicht auf, denn Jesus rettet die verlorenen Schafe. Von den nicht verlorenen Schafe ist nicht die Rede, sie meinen schon gerettet zu sein, was natürlich nicht der Fall ist.
    Sie muss weiter als zu Jehova und zu seinem Sohn finden nichts tun. Das Joch unseres Hirten ist sanft und leicht, das kann jeder tragen.

  • Psalm91
    Juli 8, 2010

    Einfach toll dieser Komentar! Ich sehe diese Schwester förmlich vor mir! Das ist echt treffend. Ich bin zum Glück kein „normaler“ Mensch mit 0815 denkweise und bin da auch echt froh darüber!
    Wie es im Komentar heisst, wer macht schuldgefühle?? Mich baut das auf den Kongos auch net auf wenn ich da 80jährige piopaare sehe mit 5 Kindern und davon sind 3 Kreisaufseher und 1 gesalbt..

    Ich würde lieber eine alleinstehende Verkündigerin sehen mit 2 kindern, die viel sorgen hat und froh ist wenn sie es 1x die woche in die Versi schafft und jede woche 1x in dienst geht oder so, DAMIT kann ich bzw die mehrheit identivizieren und dieses ziel in angriff nehmen… aber so überdrüber pios bringen mir nicht viel… Aber schön das sie das schaffen!!!

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