58 Comments
  • Mamre
    September 6, 2011

    Hallo,

    passend zu „Richtet nicht“:

    „Ich aber sage euch: Schon wer auf seinen Bruder zornig ist, gehört vor Gericht.
    Wer aber zu seinem Bruder ‚Schwachkopf‘ sagt, der gehört vor den Hohen Rat.
    Und wer zu ihm sagt: ‚Du Idiot!‘, gehört ins Feuer der Hölle.“
    (Matthäus 5:21,22)

    Lieben Gruß,

    Mamre

  • Mamre
    September 6, 2011

    Guten Abend zusammen, 🙂

    (ich hoffe, dass dieser Kommentar trotz gegenteilig vorherrschender Meinung komplett freigeschaltet wird…)

    Da ich es aus nachfolgend genannten Grund nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren kann, möchte ich mich von „Bruderinfo“ zurückziehen (und hoffe etwas naiv auf Verständnis für diese Gewissens-Entscheidung): bruderinfo-prophetie.de/?p=709#comment-2030

    Es wäre auch schön gewesen (m.M.), wenn tatsächlich der Bereich bruderinfo-prophetie.de/?cat=126 (Bibeltexte) den Schwerpunkt gebildet hätte, damit alle im Glauben und in der Liebe des Christus durch das lebendige WORT wachsen und immer enger mit dem Vater verbunden sind.

    Auf jeden Fall wünsche ich allen den Frieden in Christus.

    Lieben Gruß,

    Mamre

  • Sascha an Mamre
    September 6, 2011

    Liebe Schwester Mamre,

    ich wollte vor ein paar Tagen schon zu deinem ersten Kommentar etwas schreiben, bin dann aber irgendwie davon abgekommen. Du hattest dich ja auf Mat. 5:21+22 bezogen, und ich finde deine Erinnerung absolut berechtigt. Auch deinem Kommentar auf der Prophetie-Seite stimme ich zu und ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht, wie ich das „Richten und Verurteilen“ von Menschen im biblischen Sinn zu verstehen habe. Ich möchte deswegen meine Gedanken dazu schreiben, auch wenn der Kommentar natürlich wieder entsprechend umfangreich sein wird…(wem es zu viel zum Lesen ist…einfach runterscrollen oder einen anderen Kommentar in der linken Leiste aufrufen…) 😉

    Wir müssen immer darauf achten, dass wir bei unseren Kommentaren so positiv wie möglich sind, auch wenn uns das sicher nicht immer leicht fällt. Viele, auch ich, haben Erfahrungen gemacht, die uns menschlich enttäuscht oder angegriffen haben. Das versuche ich immer zu berücksichtigen, wenn hier jemand auch mal „Dampf“ ablässt. Natürlich wollen wir uns gegenseitig im Glauben aufbauen, wir wollen auch diesen Text beherzigen:

    Eph 4:15 „Lasst uns deshalb fest zur Wahrheit und zur Liebe stehen und in jeder Hinsicht zu Christus, unserem Haupt, hinwachsen. Eph 4:16 Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und durch verbindende Glieder zusammengehalten. Das geschieht in der Kraft, die jedem der einzelnen Teile zugemessen ist. So bewirkt Christus das Wachstum seines Leibes: Er baut sich auf durch Liebe.“

    Dieses Hinwachsen zum Christus kann bei jedem etwas anders vonstatten gehen, vor allem ist es ein Prozess, der in unterschiedlicher Geschwindigkeit vorangeht. Wir brauchen vielleicht erstmal etwas Zeit, um wieder klar denken zu können, und die erlebten Enttäuschungen richtig verarbeiten zu können. Wenn wir dann etwas schreiben, mag es hin und wieder schwer sein, ja eine regelrechte Gratwanderung, damit wir die, die uns weh getan haben, nicht richten oder verurteilen. Aber was meint die Bibel denn mit diesem Richten und Verurteilen? Meint sie damit, dass wir Dinge, die nicht der reinen Lehre entsprechen gar nicht ansprechen dürfen?

    Ich denke daran, dass Jesus die Handlunsgweisen der Pharisäer immer sehr deutlich angesprochen hat. Oder Paulus sah sich manchmal sogar gezwungen, Namen von Widersachern zu nennen, damit die Gläubigen nicht durch sie in die Irre geführt wurden.

    1Ti 1:19 Bleib in deinem Glauben fest und bewahre dir ein reines Gewissen. Einige haben das leider von sich gestoßen und dadurch im Glauben Schiffbruch erlitten. 1Ti 1:20 Zu ihnen gehören auch Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan ausgeliefert habe, damit sie erzogen werden, Gott nicht mehr zu lästern.“

    Paulus hatte diese beiden Männer „dem Satan ausgeliefert“. Hat er sie dadurch gerichtet oder verurteilt? Interessant ist, dass er in diesem Vers auch den Grund dafür nennt. Sie sollten „erzogen“ werden, damit sie „Gott nicht mehr lästern“. Auch in dem bekannten Fall von Hurerei, die in Korinth geschehen war, sagte Paulus etwas ähnliches:

    1Ko 5:4 „Wenn ihr im Namen unseres Herrn Jesus Christus zusammenkommt und ich im Geist bei euch bin und der Herr Jesus mit seiner Kraft gegenwärtig ist, 1Ko 5:5 dann soll dieser Mensch im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan ausgeliefert werden, damit sein Körper zugrunde gerichtet, sein Geist aber am Gerichtstag des Herrn gerettet wird.“

    Das Ziel war auch hier, dass dieser Bruder, „am Gerichtstag gerettet werden“ kann. Das hat mir gezeigt, dass das Richten und Verurteilen nicht durch das bloße Ansprechen von falschen Handlungsweisen geschieht. Es ist vielmehr eine Sache des Herzens. Gestehe ich dem, der mir weh getan hat, oder dem, der mich ausgeschlossen hat, zu, dass auch er noch zur Umkehr kommen kann? Wünsche ich es ihm von Herzen? Dann habe ich ihn nicht gerichtet und ihn auch nicht verurteilt.

    Wenn ich an meine persönlichen Erlebnisse der letzten Monate denke, dann war ich in der Zeit auch desöfteren menschlich geneigt, diese Handlunsgweisen auch deutlich an den Pranger zu stellen. Dabei hat mir dann u.a. dieser Text geholfen:

    2Ko 5:14 „Denn die Liebe des Christus umfängt uns, wenn wir erklären: Einer ist für alle gestorben, also sind sie alle gestorben. 2Ko 5:15 Er ist für sie gestorben, damit sie nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. 2Ko 5:16 Deshalb beurteilen wir jetzt niemand mehr nach menschlichen Maßstäben. Auch wenn wir Christus früher so angesehen haben, so tun wir das jetzt nicht mehr.“

    Die Liebe des Christus wird uns dahin führen, dass wir uns mehr und mehr von menschlichen Beurteilungen lösen. Und wenn ich über die Freiheit nachdenke, die uns nun geschenkt wurde, dann gibt es nach einer Zeit der Verarbeitung auch keinen Grund mehr, im Zorn zurückzublicken. Paulus sagte:

    Eph 4:29 „Lasst kein hässliches Wort über eure Lippen kommen, sondern habt da, wo es nötig ist, ein gutes Wort, das weiterhilft und allen wohl tut. Eph 4:30 Sonst kränkt ihr den Heiligen Geist, den Gott euch als Siegel aufgeprägt hat und der euch die volle Erlösung garantiert. Eph 4:31 Fort also mit aller Bitterkeit, mit Wut, Zorn und gehässigem Gerede. Schreit euch nicht gegenseitig an und verbannt jede Bosheit aus eurer Mitte.
    Eph 4:32 Seid vielmehr umgänglich und hilfsbereit. Vergebt euch gegenseitig, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“

    Ich habe an mir selbst gemerkt, dass das fortlaufende Beschäftigen mit dem Wort Gottes dazu führt, dass ich immer besser und schneller vergeben kann, auch denen, die uns von seiten der Versammlung so bedrängt haben, dass wir wie andere Geschwister auch, einen Brief geschrieben haben, um uns nicht dem Urteil einer Komiteesitzung auszusetzen, deren Ergebnis schon von vorneherein feststand. Aber immer wieder kommt es auch dazu, dass ich in meinem Bestreben zurückgeworfen werde. Dann habe ich die Gewissheit, dass Jesus als Hoher Priester für meine fleischlichen Gedankengänge und Handlungsweisen Verständnis hat:

    Heb 4:15 „Dieser Hohe Priester versteht unsere Schwächen, weil ihm die gleichen Versuchungen begegnet sind wie uns – aber er blieb ohne Sünde.“

    Mittlerweile habe ich etwas Abstand, und ich kann besser nachvollziehen, warum Stephanus noch bei seiner Steinigung sagte:

    Apg 7:60 Auf die Knie gestürzt rief er noch einmal laut: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Mit diesen Worten starb er…“

    Paulus sagte auch, dass viele Menschen „Eifer haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis“. So sehe ich auch die Zeugen Jehovas an, die uns jetzt meiden und sich lieber an die Gebote von Menschen halten, als selbst in der Bibel nachzuforschen. Ich wünsche aber jedem einzelnen von ihnen, dass Jesus bei ihnen „anklopft“, und sie dann positiv darauf reagieren. Es ist für keinen Menschen zu spät dafür, und wenn einer von ihnen in der Zukunft einsieht, dass seine Handlungsweise falsch war, dann werde ich diesen mit offenen Armen aufnehmen, und dann werde ich über ihre Handlungen in der Vergangenheit auch keine Sekunde mehr nachdenken, ganz egal, wie sie sich mir gegenüber verhalten haben.
    Und ich bin mir sicher, dass die meisten von uns hier genauso darüber denken.

    Jemanden zu richten oder ihn zu verurteilen, würde nach meinem Verständnis also bedeuten, dass ich ihm innerlich nicht mehr die Möglichkeit zur Umkehr einräume, dass ich ihn quasi von der wunderbaren Hoffnung und der Gnade, die ich selbst erhalten habe, ausschließen würde. Wenn ich diese Einstellung bei mir feststellen würde, dann müsste ich diesen Text als ernste Warnung auf mich wirken lassen:

    Jak 2:13 „Denn das Gericht wird erbarmungslos mit dem verfahren, der kein Erbarmen gezeigt hat. Barmherzigkeit aber ist dem Gericht überlegen.“

    Ich habe mich zwischenzeitlich auch mal etwas mit Kommentaren zurückgehalten, weil ich mich einfach nicht in der Lage gesehen habe, hier etwas konstruktiv beizutragen. Auch wenn es bei dir andere Gründe hat, kann ich deine Gedanken sehr gut nachvollziehen, und kann es auch akzeptieren, wenn du zu der Entscheidung kommst, dich hier erstmal zu verabschieden, auch wenn ich deine Kommentare natürlich vermissen würde.

    Jeder von uns versucht zum Aufbau des Leibes Christi auf seine Art beizutragen, und dieser Leib besteht aus so vielen Gliedern, dass es sicher auch außerhalb von BI und den Zeugen Jehovas Möglichkeiten genug gibt, seinen Anteil dazu zu leisten. Außerdem haben viele von uns auch schon privaten Kontakt aufgebaut, sodass man sich nicht aus den Augen verliert, wenn sich jemand für eine Zeitlang nicht auf BI beteiligt. Ganz gleich, wie du weitermachst, wünschen wir dir von Herzen das Gleiche, was du auch am Ende allen Lesern und Schreibern gewünscht hast: Den Frieden in Christus! 🙂

    Liebe Grüße

    Dein Bruder Sascha

  • Marion
    September 6, 2011

    Vielen Dank, Sascha,

    Deinem lieben Kommentar an Mamre kann ich nur zustimmen!

    Ich werde Mamre auch vermissen!!

    LG Marion

  • Wolseley
    September 6, 2011

    Liebe Brüder, ich möchte meinen Namen ändern.
    Gruß euer Bruder Wolseley

  • Dennis
    September 6, 2011

    Hallo Wolseley,

    „ändern“ heißt für mich du hast vorher hier unter einem anderen Namen gepostet.

    Welchen Namen hattest du vorher, nur damit man weiß wer du warst bzw. bist?

    LG
    Dennis

  • Barbara
    September 6, 2011

    Wolseley statt Renault?
    Oder wer bist Du?

  • Mike
    September 6, 2011

    Hallo Berndt!
    Ich habe mich darüber geäussert.
    Hatte geschriben, dass sich immer dieselben dazu geäussert haben und die Ältesten wie immer fast nichts.
    Bist du zufällig in meiner Versammlung?
    Gruss Mike.

  • Michael 2
    September 6, 2011

    Hallo Dennis,

    muß hier bei Matthäus zu deinem Vorhaben bz. WT-Studium am Sonntag antworten, weil unter deinem Kommentar keine Möglichkeit bestand.
    Dein Vorhaben finde ich mutig, möche dich dennoch ermuntern dazu. Auch ich werde den Mut aufbringen ähnlich zu reagieren. Wenn wir es höflich formulierenkann uns nicht viel passieren. Aber ich denke das einige Brüder zum nachdenken kommen.
    l.Grüße
    Michael 2

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Vielleicht ist Dir Michael und Zadok natürlich auch Dennis für seinen Mut, diese Feststellung von Paulus eine Stütze:

    2.Kor. 10: 1 Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch …., aber mutig, wenn ich fern von euch bin. 2 Ich bitte aber, dass ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin, mutig zu sein ….

    3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf fleischliche Weise. 4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. 5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 6 So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer Gehorsam vollkommen geworden ist.

  • Ulrike P.
    September 6, 2011

    Hallo Dennis,
    auch ich möchte dir dafür alles gute und die Kraft Gottes schenken. Denn es wäre ein richtig GUTER und treffender Kommentar.

    Was dich danach erwartet, weiß ich nicht…von nix, über Hintenherumgeschwätz, bis „freundlichem Gespräch“, ist wahrscheinlich alles drin.

    LG Ulli

  • Bruderinfo
    September 6, 2011

    Kommentar von Manfred

    16.09.2011 auf 15:58

    Liebe Schwestern und Brüder,
auf der neuen Seite Bruderinfo Prophetie ist ein interessanter Vortrag mit dem Thema:“Schaue nicht zurück“. http://www.bruderinfo-prophetie.de/?cat=85
    Weiter unten wird in dem Vortrag folgendes gesagt:
IN DER GESCHICHTE LOTS FÄLLT AUCH AUF, DASS ER ZUERST GEZÖGERT HAT SODOM ZU VERLASSEN. AUCH DAS PASST IN UNSERE HEUTIGE ZEIT. DENN WIR SELBST SCHAFFEN ES NICHT AUS EIGENEM ANTRIEB DAS DEM UNTERGANG GEWEIHTE NEUZEITLICHE SODOM ZU VERLASSEN, SONDERN UNSER HIRTE JESUS UND SEINE ENGEL NEHMEN UNS AN DER HAND UND FÜHREN UNS AUS DIESER STÄTTE HERAUS. DIESES HERAUSFÜHREN IST HEUTE GEISTIG GEMEINT UND FINDET DURCH DEN HEILIGEN GEIST STATT, DER AUF ALLE AUFRICHTIG GLAUBENDEN BRÜDER UND SCHWESTERN WIRKT WELCHE DIE GNADE UNSERES VATERS ERHALTEN. SO WIE LOT DURCH DIE GNADE JEHOVAS MITTELS DER ENGEL GEDRÄNGT WURDE AUF DIE BERGE ZU FLIEHEN, SO DRÄNGT UNS AUCH DER GEIST UNSERES VATERS DIE ORGANISATION GEISTIG GESEHEN FLUCHTARTIG ZU VERLASSEN. Zitat Ende.
    Ich habe da auch einen Kommentar geschrieben wie ich auf die Seite Bruderinfo im Internet gestossen bin. Da hier auf der Hauptseite mehr Brüder aktiv sind, wollte ich die Frage auch hier stellen:
    Jetzt würde mich aber mal interessieren, wie denn die anderen Brüder, die hier mitlesen Bruderinfo gefunden haben, da man die Internetseite über die Suchmaschine nicht mehr findet. Hat Euch ein anderer Bruder aufmerksam gemacht, oder wie war es sonst. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele mal hier Ihr Erlebnis schildern.
    Vielleicht wäre es möglich, wenn Ihr Eure Antworten, sofern Ihr es wünscht direkt unter den Vortrag „Schaue nicht zurück“ setzen würdet, da es dort zum Thema passt. Vielen Dank im Voraus für Eure Teilnahme.
Liebe Grüße Manfred

  • schneerose
    September 6, 2011

    meine brüder

    diese seite habe ich durch eine bruder bekommen..dieser hat es wiederum von matthäus bekommen.. meine schneerosen die nicht bei mir wohnen sagen ..dass diese seite schwer zu finden ist..

    man kommt auf viele kath. bruderschaften.. im google.. nicht aber auf unsere seite..

    euer bruder im herrn schneerose

  • becky
    September 6, 2011

    hallo

    ich suchte eigentlich eine seite wo sich vieleicht brüder/schwestern austauschen über sexuellen missbrauch, und da wurde ein artikel von euch gezeigt.

    lg
    becky

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Liebe Becky,

    vielleicht ist das für Dich eine Hilfe oder die gesuchte
    Information:

    http://www.silentlambs.org/welcome_de.htm

    oder diese Seite:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,198436,00.html

    auch hier gibt es viel Information:

    http://www.sektenausstieg.net/read/1247

    lg. Matthäus

  • becky
    September 6, 2011

    hallo,

    ich dank dir für die links.
    ich muß nur klar stellen ich bin nicht von einem zj missbraucht worden, denn ich und mein mann sind die einzigen zj aus unsere familie und sind nicht darin groß geworden.
    ich hab festgestellt das es brüder/schwestern gibt die mit den gleichen problemen/gefühlen zu kämpfen haben und unsere literatur gibt nicht wirklich hilfe, irgend wie wird dieses thema tot geschwiegen was ich nicht gut finde.
    lg

  • schneerose
    September 6, 2011

    meine schwester becky

    bitte geh nicht weg.. es gibt viele brüder im bruder info die dir biblisch als auch medizinisch helfen können..
    wir alle haben auf irgend eine art ein seelischen leid..wir helfen untereinander..

    sei guten mutes und hab vertrauen.. leg deine last auf die schulter der brüder ..jeder geht ein stück mit dir..
    während die anderen schützend um dich stehen .. keiner wird dir mehr weh tun..

    dein bruder im herrn schneerose

  • Glocknerkönig
    September 6, 2011

    Liebe Becky, möchtest mich bitte unter meiner Mail kontaktieren?
    An dieser Sache wäre ich auch sehr interessiert.
    Liebe Grüße
    Glocknerkönig
    trial@gmx.ar

  • Barbara
    September 6, 2011

    Liebe becky,
    es tut mir sehr leid, das Du diese furchtbare Erfahrung machen mußtest. Ich wurde als Kind mißbraucht und an den Folgen habe ich jahrzehntelang gelitten. Doch mit der Hilfe Gottes ist Heilung möglich.
    Es ist richtig, daß die WTG das Thema totschweigt. In den 90er Jahren gab es mal eine Zeitschrift betitelt: Die Wunden des Kindesmissbrauch heilen. Die Reaktionen waren heftig und brachten das Ausmass des Missbrauchs unter ZJ ans Licht. Daran hat die Gesellschaft natürlich kein Interesse.
    Falls Du mir mailen möchtest: barbara.nadeem@web.de

    Liebe Grüße,
    Barbara

  • Dennis
    September 6, 2011

    Hallo Michael 2,

    danke für deinen Zuspruch. Zuerst wollte ich es schärfer formulieren, als echte Antwort nicht als Frage.

    Doch bei einer Frage besteht immer die Möglichkeit sich auf sein „Unwissen“ zurück zu ziehen und so den Eindruck zu vermitteln man hätte eine Bibelstelle nicht richtig verstanden. „Sie“ (Wt-Leiter, Älteste) sind dann in Erklärungsnot, weil sie ja die Versammlung als „Lehrer“ auf den „Pfad der Wahrheit“ anleiten sollen und sie verpflichtet sind mir diese Frage als „unwissendes Schaf“ zu beantworten. Natürlich weiß ich, dass sie es nicht können, weil die Bibel hier deutlich aufzeigt wie unchristlich und unbiblisch diese Anweisung des „Sklaven“ ist.

    Ich weiß, dass absolut niemand unserer Ä. diesen Querverweis je gelesen hat oder die Bedeutung dieses Wortes „keinen Umgang“ bewusst untersucht hat.

    Bin mal gespannt was draus wird.

    LG
    Dennis

  • Anna
    September 6, 2011

    Hallo Dennis,
    ich wünsche Dir viel Kraft und Umsicht zur Formulierung der Antwort für den nächsten Artikel. Ich finde nun diesen für die Woche auch schlimm, wenn auch nicht so. Im Abschnitt 8 wird doch tatsächlich darauf eingegangen was wäre wenn:
    Zitat:
    „Was für ein Leben die Israeleiten hätten genießen können, wenn sie der Stimme Jehovas doch nur gehorcht hätten! Jehova hätte ihre Ernten, ihre Weingarten und ihren Viebestand gesegnet. Ihre Feinde hätten sich nie gegen sie behapten können (lies 1. Könige 10:23-27 Anm. Salomos Weisheit und Reichtum…???)
    Der Messias hätte Israel bei seiner Ankunft wahrscheinlich als eine unabhänigge Nation mit intaktem Gemeinwesen vorgefunden, die sich nicht unter der Knute der Römer hätte ducken müssen – im Vergleich zu allen Nachbarvölkern ein Musterkönigreich und lebendiges Beispiel dafür, dass man in jeder Hinsicht gesegnet wird, wenn man dem wahren Gott gehorcht.“
    Zitat Ende

    Dann wären doch alle Prophezeihungen bezüglich des Messias hinfällig beworden, dass er leiden und sterben muss. Und krank und alt wären sie ja trotzdem georden. Deine bzw. die Meinung aller Mitleser würde mich dazu schon interessieren. Weil mir dieses Beispiel schon an den Haaren herbeigezogen scheint.
    Liebe Grüße an alle herzlichst Anna

  • Dennis
    September 6, 2011

    Liebe Anna,

    diesen Abschnitt habe ich gar nicht so wahrgenommen, aber gut, dass du das hier erwähnt hast.

    Bei jedem WT-Artikel gibt es immer einen „Kerngedanken“, der meistens in den Abs. 15-20 (je nach Länge) zu finden ist. Die ganze Einleitung, auch in diesem Fall, mit dem völlig abstrusen „Leitbibeltext“ Hebr. 4:9, die in keiner Weise zum Thema passen, sind nur die Aufhänger/Unterbau um zur eigentliche Aussage oder Aufforderung des „Sklaven“ an seine Untergebenen zu gelangen. Der BI-Artikel, ich glaube im August, hat das ja auch sehr schön erklärt was mit „Gottes Ruhe“ in Verbindung mit der „Sabbatruhe“ WIRKLICH gemeint ist.

    Dieses Konzept des „Kerngedanken“ (mit Aufforderung an ALLE) zum Schluss des WT-Artikels zeigt sich auch hier wieder mehr als auffällig.

    Dieser „Kerngedanke“ ist dem Sklaven so dermaßen wichtig, dass er regelrecht ins Auge springt und auf keinen Fall übersehen werden kann (s. Bildreihe auf S. 26,27 oben). Der Bildtext auf S. 27 reicht aus um das Ziel dieser 1 stündigen „Pseudobesprechung“ zu erkennen:

    „Wir können in Jehovas Ruhe eingehen, indem wir gehorsam daran mitarbeiten, seinen Vorsatz so umzusetzen, wie er es uns durch seine Organisation mitteilt.“

    Man ist sich nicht zu schade diese Auffordung wortgleich im Abs. 16 zu wiederholen, damit es auch ja keine Mißverständisse gibt. Zur max. Betonung sogar in Kursiv geschrieben.

    Mir ist kein WT-Artikel der letzten Zeit in Erinnerung, der in dieser visuellen Deutlichkeit einen „Kerngedanken“ herausstellt. Für mich ein weiterer Mosaikstein in dem Bild, das die „Organisation“ immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

    LG
    Dennis

  • Walter
    September 6, 2011

    Hallo Dennis,

    ich suche schon die ganze Zeit diesen Artikel in BI über die „Ruhe Gottes..“
    Finde ihn aber nicht mehr.
    Kannst Du mir bitte sagen, wo er genau steht.

    Danke !!!!!

    Gruß

    Walter

    Hallo Walter,
    dieser Artikel wurde wegen Urheberrechtlichen Problemen entfernt.
    l.G.
    Bruderinfo

  • Anna
    September 6, 2011

    Lieber Dennis, liebe Brüder und Schwestern,

    am gestrigen regnerischen Sonntag und im Hinblaick auf den „Genuß“ der WT-Betrachtung über die Ruhe Gottes habe ich mir die Zeit genommen nachzudenken und habe ein paar meiner Überlegungen formuliert. Nichts wirklich Neues. Nur, wenn man etwas für sich auf den Punkt bringt, kann man seine Gedanken wieder besser ordnen. Und für mich selber zur Motivation weiterzumachen und für meine Handlungen mir wieder die biblische Grundlage ins Gedächtnis zu bringen.

    Es ist wohl die Angst Macht zu verlieren die die Organisation antreibt. Wir dürfen ja auch nicht die bösen Geistermächte vergessen die hinter vielem stehen. Der böse Skalve eben der uns schlägt. So viele Menschen wurden verwundet, für manche ging es tödlich aus.
    Und wie Du Dennis schon festgestellt hast gibt es unterschiedliche Strömungen bei den Verfassern der Studienartikel, die zum einen Zuckerbrot und dann wieder Peitsche anbieten. Trotzdem haben alle Artikel im WT oder Königreichsdienst ein Thema und zwar messbare Parameter (etwa Predigtdienststunden) als Glauben zu mißdeuten. Versammlungen, Kongresse usw. werden als „Einladung Jehovas“ deklariert und wehe, wer ohne Grund fernbleibt. Schnell meldet sich das von der Organisation eingeredete schlechte Gewissen und setzt die Brüder unter Druck.
    Und kommt dann ab und zu ein „Wohlfühlartikel“ im Sinne von Zuckerbrot. Dann denken unsere Brüder es ist ja doch alles gut und wir bekommen die beste Belehrung. Und die Schafe Jehovas vergessen dann schnell, dass das Gesetz ja durch den Tod von Jesus abgeschafft wurde und es seither nur die beiden Gebote der Liebe gibt. Warum ist diese Liebe aber in den Versammlungen kaum zu spüren? Im Königreichsdienst für diese Woche wird sogar auf die Tauffragen bezüglich der Nächstenliebe, Vergebungen usw. unter uns eingegangen. Aber in einem Klima der Angst kann keine Liebe wachsen. Erst wenn ich mit mir selber im reinen bin, kein schlechtes Gewissen habe, kann ich andere so annehmen wie sie sind.

    Zur Erinnerung an die Zeit Israels: Damals wurden Gesetze und Vorschriften wurden durch Priester, Richter, Könige und Propheten übermittelt. Auf die Nichteinhaltung solcher Gesetze standen genau festgelegte Strafmaßnahmen. Damals war wohl schon alles durchorganisiert und die Menschen haben ja, was Christus verurteilt hat, noch viel mehr Gebote aufgestellt als es das mosaische Gesetz verlangt hat.

    Nur, wenn man die Geschichte Israels liest hat dieses Gesetz die Menschen NICHT BESSER GEMACHT. Sonst hätte es die Zuchtmaßnahmen seitens Jehovas nicht gegeben. Und Jehova hätte doch nicht sagen lassen, dass der Mensch über den Menschen zum Schaden herrscht oder es gem. Psalm 146:3 NW: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“

    Man will uns immer einreden, dass sich diese Aussagen auf die weltlichen Regierungen beziehen. Ich finde es gilt für jede Art von Machtausübung, auch die religiöse.

    Deswegen hat doch Jehova einen besseren Weg gezeigt. Galater 2:21, schon häufig hier gebraucht (ZÜRCHER Übersetzung)
    „Ich will die Gnade Gottes nicht ausser Kraft setzen. Denn wenn die Gerechtigkeit durch das Gesetz kommt, dann ist Christus umsonst gestorben.“
    Wenn also Christen nicht mehr unter dem Gesetz stehen, braucht es folglich KEINE menschliche Exekutive oder Judikative.

    Selbst der Auftrag die gute Botschft zu verkündigen, ist bei weitem doch nicht so schwer zu verstehen, dass es eines menschlichen Sprachrohres bedarf. Unser Herr Jesus lehrte damals einfache Volksmengen auf direkte Weise, nicht mithilfe eines Mitteilungskanals. Und diese Lehren sind in den Evangelien aufgeschrieben, was braucht man denn sonst mehr.

    Wie muß sich unser Gott fühlen der auf der einen Seite Milliarden Galaxien geschaffen hat und die Sterne mit Namen ruft auf der anderen Seite aber gerade bei der Krönung der Schöpfung unbedingt eine irdische Organisation benötigt, um den „Tropfen am Eimer“ gem. Jes. 40:15 geistig zu überwachen?

    Sicher braucht es Organisation wenn mehr als 2 Menschen zusammenleben. Wir Menschen sind keine Einzelkämpfer. Nur, die Organisation muss Menschen dienen, nicht umgekehrt. Spontan fällt mir hier das Rote Kreuz ein. Es wird Hilfe ORGANISIERT und es würde keinem Menschen einfallen dem Roten Kreuz GEHORSAM zu sein. Und jede Organisation muß einen Rechenschaftsbericht über ihre Finanzen abgeben. In den Ortsversammlungen gibt es den monatlichen Rechnungsbericht. Wo erscheint für die Verkündiger, die die Organisation ja finanzieren, die Einnahmen/Ausgaben-Aufstellung der weltweiten Organisation. Haben wir nicht ein Recht darauf das zu erfahren???
    Zum Trost am Ende noch eine Passage aus dem Römerbrief:

    Römer 8:31ff Zürcher Übersetzung:
    31 Was wollen wir dem noch hinzufügen? Wenn Gott für uns ist, wer kann wider uns sein?

    32 Er, der seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33Wer will gegen die Erwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es, der Recht spricht. 34Wer will da verurteilen? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja mehr noch, der auferweckt worden ist; er sitzt zur Rechten Gottes, er tritt für uns ein. 35Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis, Not oder Verfolgung? Hunger oder Blösse? Gefahr oder Schwert? 36Wie geschrieben steht:
    Um deinetwillen sind wir dem Tod ausgesetzt den ganzen Tag,
    zu den Schafen gerechnet, die man zur Schlachtbank führt.
    37Doch in all dem feiern wir den Sieg dank dem, der uns seine Liebe erwiesen hat. 38Denn ich bin mir gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, 39weder Hohes noch Tiefes noch irgendein anderes Geschöpf vermag uns zu scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

    Im Vers 34 wird auch gezeigt, dass kein Mensch uns verurteilen darf weil Christus für uns eintritt. Für mich ein sehr berührender Gedanke. Und der Vers 38 zeigt schön dass nichts uns von Gottes Liebe trennen kann, auch keine Organisation. Daher herzlichen Dank auch an alle die am Fortbestand der Seite mitwirken und sich hier beteiligen.

    Einen schönen Wochenanfang, viele gute Gedanken und den Segen unseres Schöpfers wünscht Anna

  • Dennis
    September 6, 2011

    Liebe Anna,

    möchte dir hier auf deinen tollen Kommentar v. 19.09.11 antworten. Du hast geschrieben:

    (Zitat)
    „Wie muß sich unser Gott fühlen der auf der einen Seite Milliarden Galaxien geschaffen hat und die Sterne mit Namen ruft auf der anderen Seite aber gerade bei der Krönung der Schöpfung unbedingt eine irdische Organisation benötigt, um den “Tropfen am Eimer” gem. Jes. 40:15 geistig zu überwachen?“

    Ein „Sklaven“-treuer könnte jetzt entgegnen: „Aber Gott hat schon immer Menschen gebraucht als Propheten, Priester, Vorsteher, Älteste, Apostel usw. usw.“

    Diese Entgegenung ist schon mal an sich nicht falsch, es kommt aber immer auf die Art und Weise des Anspruchs an, den diese Person oder Gruppe von Personen haben. Wollen sie unbedingten Gehorsam? Sehen sie ihre Lehr- u. Organisationsaussagen als von Gott kommend an und dulden keinen Widerspruch? Lassen sie die „Freiheit des Christus“ in ihren Reihen zu? Lassen sie auch nicht den Hauch von „Richtertum“ über den „Glauben anderer“ erkennen (Röm. 14:10)?

    Wenn ich da nur an die zahlreichen Situation mit Petrus denke, der Jesus Vorwürfe macht, der falsche Fragen stellt und der ihn sogar verleugnet. Oder die Jünger, die um Kleinigkeiten wie die Rangfolge gestritten haben Hat Jesus sie je verstoßen, hat er sie je allein gelassen, hat er ihnen je ihre Aufrichtigkeit und ihren Glauben abgesprochen? Ich kenne keine Bibelstelle, die das belegen würde.

    Mein eigentlicher Gedanke in Bezug auf das Zitat von Anna ist allerdings, die angeblicher „Zeit des Endes“ seit 1914 in der wir leben sollen. Also kurz vor dem „jünsten Gericht“, dem „Gerichtstag Jehovas“ dem „2. Kommen Jesu“.

    Wenn dem so ist, ist dies die wichtigste und bedeutenste Zeit der Menschheitsgeschichte!!!

    Und ausgerechnet in dieser Zeit hat Jesus nichts besseres zu tun, als sein Amt als „Haupt der Versammlung“ (Eph. 1:22) und als König dem „alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben wurde“ (Matth. 28:18) nicht mehr nach zu kommen und „seine ganze Habe“ im Jahre 1919 einer menschlichen Organisation in Gestalt der WTG zu übergeben?

    Wer kann nur so etwas glauben?

    LG
    Dennis

    ————————————————————————————————-
    Dieser Kommentar von Cheyenne hatte keinen Freischalt-Button

    19.09.2011 auf 18:02 | Als Antwort auf Matthäus.

    Lieber Bruder Matthäus,

    zu Deinem Zitat:
    z.B. ein Artikel der einmal als Monatsartikel hier verfaßt wurde würde gut da rein passen! Warum ist dieser Artikel verschwunden?

    Ich spreche davon:

    Sind wir falsche Propheten?
    Zum Programmpunkt unserer Dienstzusammenkunft , Woche vom 6. Sept
    “Warum wir keine falschen Propheten sind”, mit dieser Frage haben wir uns in unserer Zusammenkunft in der Woche vom 6. September befasst.
    _____________-

    Wie kommst Du darauf, dass dieser Artikel rausgenommen wurde? Der steht seit einem Jahr, dem 16. September 2010, unverändert mit 20 Kommentaren hier. Zumindest habe ich noch nie sein Verschwinden festgestellt.

    L.G. Cheyenne

  • Aaron
    September 6, 2011

    Hallo Anna,
    habe den WT nicht gelesen, weiß aber daß es immer letztendlich darum geht die Position der Organ zu stärken. Zu deinen erwähnten Ausführungen aber kann ich sagen, dass sie voll in Übereinstimmung mit der Aussage der Bibel ist. Auch wenn es viele Prophezeiungen in der Bibel über die Zukunft des Volkes Israel gab und vor allem bezüglich das Kommen des Messias, so bedeutet das nicht, dass das Volk nicht selbst dafür verantwortlich ist welchen Weg sie gewählt haben. Jesus hätte dennoch kommen und sein Leben geben müssen – die Frage ist nur wie? Denk doch mal an das Beispiel Jona. Zur Rettung der Besatzung auf dem Schiff war es notwendig dass Jona über Bord geworfen wurde. Sie hätten dies voll Zorn und Hass tun können, oder aber, wie tatsächlich geschehen, beteten sie zu Gott um Vergebung und warfen ihn wiederwillig ins Meer. Der Akt war vollbracht und das Meer beruhigte sich, die Besatzung war gerettet. Jesus musste auf jeden Fall sterben, er musste getötet werden. Aber die Juden mussten ihn nicht aus Hass und Wut töten. Das war ihre Sünde.
    So gesehen ist die Beschreibung im WT in Ordnung und die Israeliten hätten sich für einen solchen Lebensweg durchaus entscheiden können, mit all den erwähnten positiven Auswirkungen.
    Schönen Sonntag noch.
    Liebe Grüße Aaron

  • Aaron
    September 6, 2011

    Hallo Anna,
    leider gibt es keinen Antwortbutton nach deinem Kommentar.
    Hast du wirklich gut geschrieben deinen Kommentar. Wir haben aber Grund noch weiter zu gehen in unserer Ablehnung von Organisation. Du schreibst, dass man Organisation benötigt wenn 2 Menschen zusammen leben. Das ist allerdings nicht notwendig. Gott hat das Zusammenleben von Adam und Eva auch nicht organisiert. Man kann eine Arbeit, eine Tätigkeit organisieren, aber nicht Menschen. Man kann Glauben, Liebe, Hoffnung, brüderliche Zuneigung nicht organisieren. Das Beispiel vom Roten Kreuz passt gut. Sie organisieren die Hilfe, aber nicht die Menschen. Sie erwarten keinen absoluten Gehorsam. Der tuvS beschränkt sich nicht darauf die Predigttätigkeit zu organisieren, er organisiert Menschen, solche die sich organisieren lassen. Aber eine Organisation kann niemanden Gott näher bringen – es kann nur das Gegenteil passieren.
    Liebe Grüße
    Aaron

  • Dennis
    September 6, 2011

    Liebe Brüder!

    Ich danke euch und natürlich auch Matthäus und Martin für diese biblische „Aussprache“ über WT-Erfindung „Rechtskomitee“.

    Auch wenn mir etwas zu viel Emotion in diesem Artikel durchklang (ist aber verständlich) glaube ich, dass es für viele Mitleser hier wichtig ist zu erfahren, dass zentrale Lehren und Praktiken (Handlungsanweisungen) der WTG ohne bibl. Grundlage sind.

    Spontan kann ich 7 WT-Mythen nennen, die in der ganzen Bibel nicht vorkommen, aber bei jedem einzelnen ZJ sofort die gewünschte Gefühlsregung hervorgerufen wird oder die Bedeutung des Wortes in den Sinn kommt:

    – „geistiges Paradies“
    – „Organisation“
    – „Rechtskomitee“
    – „Wiederaufnahmeantrag“
    – „leitende Körperschaft“
    – „unsichtbare Gegenwart“
    – „1914“

    Keines dieser Begriffe kommt in der Bibel vor und doch bilden sie mehr oder weniger das geistige Fundament der heutigen WTG in all ihren Facetten.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Das schlimme daran lieber Dennis ist diese Aussage der Heiligen Schrift: Spr. 30:

    „6 Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zur Rechenschaft ziehe und du als Lügner dastehst.“

    Also wer es noch immer nicht wahrhaben will – Jehova wird die LK zur Rechenschaft ziehen UND sie stehen als Lügner vor Gott da!

    Oder sollte ich diese Aussage nicht so ernst nehmen?

  • Aaron
    September 6, 2011

    Es ist tatsächlich so, dass solche Entscheidungen oft sehr übereilt, leichtfertig und nicht im Geist der Liebe getroffen werden. Älteste sind oft auch mit solchen Situationen überfordert. Ich habe selbst einmal einen Gemeinschaftsentzug ausgesprochen – übereilt und in der festen Überzeugung zur Reinheit der Versammlung einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben!! Nur kurze Zeit später wurde mir klar, dass diese Entscheidung absolut keine biblische Grundlage hat. Doch wie nimmt man eine solche Entscheidung zurück?? Hab dann mit dem KA gesprochen und er meinte, dass meine Bedenken durchaus berechtigt seien aber die betroffene Person ja einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen könne und der Antrag dann entsprechend zügig bearbeitet werden könne!!! Selbst in einem solchen Fall erwartet man dass der „Sünder“ den 1. Schritt macht und demütig zur Orga zurückkehrt.
    Gruss Aaron

  • Sascha
    September 6, 2011

    Hallo Aaron,

    ich finde deine Selbsteinschätzung sehr ehrlich, sowas hört man leider innerhalb der Versammlung sehr selten, was auch dazu beiträgt, dass bei Brüdern und Schwestern, die in dieser Form benachteiligt wurden, die Gefahr besteht, ihre Frustration auf ihren Glauben an sich übertragen. Bei mir wäre das beinahe passiert; ich war kurz davor , meinen ganzen Glauben über Bord zu werfen, wegen Dingen in der Vers. bzw. Organisation. Dass das nicht passiert ist, verdanke ich Jehova und einem selbständig durchgeführten Bibelstudium, wodurch ich sämtliche Zusammenhänge verstanden habe und mittlerweile ganz klar erkenne, wie die Schwächen und fehlerhaften Erklärungen der WTG einzuschätzen sind.

    Dadurch stellt sich für mich aber die Frage, ob Jehova sich überhaupt noch dieser Organisation bedient. Denn wenn das Ziel nicht mehr ist, BIBELERKLÄRENDE Publikationen herauszugeben, sondern sich die Hauptzeitschrift als Institution aufbaut, die nicht angezweifelt werden darf, dann bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass das mit dem ursprünglichen Gedanken und Gründen für die Herausgabe des WT von C.T. Russell nichts mehr zu tun hat.
    Trotzdem bleibt der Eigenname Gottes als Name der Organisation, was einen dabei hemmt, dieser Org. völlig den Rücken zuzukehren. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass sich in Zukunft auf irgendeine Weise noch monumentale Änderungen vollziehen werden.Und bis das passiert, bleibe ich erstmal ruhig und entspannt, und vertraue lieber der Bibel, als irgendeiner Zeitschrift. Ich denke immer daran, dass sich ja auch vor der Zerstörung Roms 70 u.Z. noch fast alle Juden als das begünstigte Volk Jehovas gesehen haben. Und trotzdem waren sie nicht dabei, als die anderen in die Berge geflohen sind. Wer sagt also, dass nicht noch ein beträchtlicher Teil derer, die jetzt glauben, auf dem richtigen Weg zu sein, noch kurz vor dem Ende feststellen, dass es falsch war auf eine menschliche Organisation zu hören, statt seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

    Ich habe jedenfalls absolutes Vertrauen in Jehova, dass er unabhängig von menschlichen Werken und Organisationen seinen Vorsatz, wie immer der auch im Detail aussehen mag, umsetzen wird. Und nicht umsonst wird in der Bibel immer darauf hingewiesen, wie sehr es darauf ankommt, SELBST zu prüfen, (und nicht durch andere, egal durch wen, prüfen zu lassen) ob man noch „im Glauben“ ist. Römer 13:8 sagt ganz klar: „Wer seinen Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Er ERFÜLLT es, er füllt es aus wie eine Schüssel, es bleibt kein „Rand“ im Gesetz übrig, der nicht davon betroffen wäre. Und da wir hier uns mit Sicherheit alle bemühen, diese Nächstenliebe, in welcher Form auch immer, jeden Tag zu praktizieren, „erfüllen“ auch wir das Gesetz.

    Stattdessen wird im WT 15.06.11 behauptet, nur die Gesalbten würden diese Gerechtsprechung erfahren und wir nur aufgrund der Glaubenswerke, wenngleich in Röm. 4:4+5 das genaue Gegenteil geschrieben steht, nämlich, dass „dem, der Werke verrichtet, der Lohn nicht als unverdiente Güte angerechnet“ wird, „sondern als Schuld.“ Wie sehr also das Loskuafsopfer Jesu hiermit geschmälert wird, kann man eigentlich gar nicht fassen. Im Vers 5 wird dann ganz deutlich gesagt, dass „dem der KEINE Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den GOTTLOSEN gerechtspricht, sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet“ wird. Keine Werke bedeutet ja quasi NICHTS FORMALES tun, ja sogar GOTTLOSE werden gerechtgesprochen durch das Loskaufsopfer Jesu.

    An dieser Passage wird ganz offenkundig im WT das komplette Gegenteil von dem behauptet, was die Bibel ganz einfach zu verstehen gibt: Es kommt eben nicht auf Werke an, denn dann wäre es ja keine „Gabe“, sondern der Lohn für etwas, etwas was man sich verdienen kann. Und jetzt sagt mir bitte mal, warum selbst solche offensichtlichen Fehler von den wenigsten in der Vers. erkannt werden? Da werden munter Fragen zum Absatz gestellt und einfach stumpf darauf aus dem WT geantwortet.
    Da sind doch sogar die passenden Bibeltexte angeführt, die werden im WT Studium sogar gelesen, manchmal in einer Vers-für-Vers-Betrachtung. Ich verstehe einfach nicht, wie das niemand sehen will oder kann, und am Ende, wenn die WTG wieder mal ihr Verständnis erneuert, schieben sie noch Jehova den „schwarzen Peter“ zu, indem sie sagen, dass Jehova das falsche Licht zur Sichtung in seiner Organisation benutzt hat.

    Was für ein Bild dadurch von Jehova entsteht. Er läßt seine Diener also absichtlich ins Leere laufen und im Dunkeln herumtappen. Und in der Geschichte der Patriarchen und des Volkes Israel trat immer wieder zu Tage, dass Jehova in dem Moment aufhörte, ein Volk, eine Person, und ich denke auch eine Organisation, zu unterstützen, wenn dauerhaft ein falsches Bild von ihm selbst vermittelt wurde. Und deswegen frage ich mich, ob Jehova sich dieser Org. noch bedient, oder ob er es schon kurz nach dem Tod von Bruder Russell nicht mehr getan hat. Dazu würde mich eure Meinung sehr interessieren.

    Jetzt habe ich mir wieder einiges von der Seele geschrieben, ich hoffe, ich beanspruche eure Zeit nicht zu sehr mit dem Lesen meiner zugegebenermaßen langen Kommentare. Aber wahrscheinlich habe ich einen großen Nachholbedarf diesbezüglich… 😉

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    September 6, 2011

    Hallo Sascha,
    immer raus damit. – Schon alleine das man es niederschreibt, hilft oft schon die Gedanken zu ordnen. 🙂

    ZITAT:
    Und deswegen frage ich mich, ob Jehova sich dieser Org. noch bedient, oder ob er es schon kurz nach dem Tod von Bruder Russell nicht mehr getan hat. Dazu würde mich eure Meinung sehr interessieren.

    Du sagst es ja selbst, alles was sie schreiben, beinhaltet das genaue Gegenteil von dem was die Bibel eigentlich meint. Aber Gegen = Anti und Gegen den Christus = Antichrist.
    In schönster katholischer Tradition…Russell´s Lehren bilden da leider keine Ausnahme.

    Nachdem ich erfahren habe, wie Russell zu seinen geistigen Erkenntnissen und Schlussfolgerungen kam, sehe ich die Organisation zu keinem Zeitpunkt ihres Seins, als von Gott gegeben. – Sie sind genauso eine Nachfolge-Gemeinschaft der katholischen Kirche, wie alle anderen Kirchen auch. – Nur in ihrer Art und Weise blinden Gehorsam, Dankbarkeit und Liebe für die Leitende Körperschaft einzuforden und auf alle anderen entweder herabzusehen oder sie sogar zu verabscheuen, ähneln sie eher irgendwelchen Sekten, als Kirchen.

    Das zu erkennen war zwar sehr ernüchternd, doch im Nachhinein bin ich der Ansicht das es völlig gleich ist woher man kommt, sondern nur wichtig ist, wohin man geht.
    Sucht man wieder Halt bei anderen Menschen, oder sucht man Halt bei Jah und seinen Sohn?

    Ich habe eine in ihren Aufbau Sektenartige Gemeinschaft verlassen und bin von meinem himmlischen Vater zum Christus gezogen worden.
    Erst dadurch habe ich Freiheit, Geborgenheit und inneren Frieden gefunden.

    LG Ulli

  • Manfred
    September 6, 2011

    Lieber Brd. Sascha,
    Deine Empfindungen sind absolut richtig und auch Du hast bisher alles richtig gemacht. All Deine Fragen werden Dir beantwortet, wenn Du die vielen Vorträge und Kommentare dazu auf Bruderinfo mal in Ruhe nachliest. Dazu kann ich Dich nur ermuntern, denn hier werden viele Dinge die in der Organisation falsch laufen offen gelegt, aber auch gezeigt wie man gemäß der Bibel selbst handeln soll. Ich wünsche Dir alles Gute, dass Du Deinen Weg so weiter gehst.
    Liebe Grüße Manfred

  • Anna
    September 6, 2011

    Hallo Sascha,
    keine Sorge, schreibe Dir nur alles von der Seele. Und toll, dass Du mit Deiner Frau über Deine Zweifel reden kannst. Das gibt es nicht in jeder Beziehung. Ich denke Jehova hat sich der Organisation bedient als es notwendig war. Und er läßt sie noch bestehen obwohl er sie sicher als Gesamtheit verworfen hat. Wie Du habe ich auch das Vertrauen dass wir merken wenn es Zeit ist zu gehen, wie eben die Juden damals im Jahre 66 u.Z.

    Der WT-Artikel von dieser Woche zeigt und ja wirklich deutlich dass Nachdenken über die Organisation nicht erwünscht ist und als Abtrünnigkeit gewertet wird. Als ob man eine Organisation lieben könnte. Das geht ja gar nicht. Da bin ich ja gespannt auf die Antworten der Brüder. Und muß schon wieder Selbstbeherrschung üben. Wenn Du Dir die Mühe machst auch die Bibeltexte nachzuschlagen die nicht extra zum Lesen fett gedruckt sind wirst Du merken, dass diese meist überhaupt nicht dazupassen. Das macht zwar mehr Arbeit ist jedoch für das persönliche Unterscheidungsvermögen wichtig.

    Einen schönen Tag Dir und allen anderen Schafen Jehovas wünscht herzlich Anna

  • Martin an Aaron
    September 6, 2011

    Lieber Aaron,
    in kurzen Worten schilderst Du Deine eigene Erfahrung in Sache Gemeinschaftsentzug, an dem Du selber beteiligt warst. Nur eines unterscheidet Dich von den anderen: Dein Gewissen hat reagiert. Das hat Jehova und Christus wohlwollend zur Kenntnis genommen, aber sie wissen, dass Du dieses System auch nicht veränderst. Zunächst warst Du beseelt davon, in erster Linie die Versammlung rein zu erhalten. Darauf werden die Ältesten von der Org. in den Schulungen scharf gemacht und man glaubt, dass der Segen Jehovas noch mehr über die Gemeinde oder Versammlung ausgegossen würde. Das es hier nicht in erster Linie um den wertvollen Bruder oder die Schwester geht, ist völlig klar. Hier liegt auch gewissermassen die Lehre der UNFEHLBARHEIT zu Grunde, die wir von sogenannten „Papstentscheidungen“ kennen. Das ist auch der Grund, weshalb der KA dich lediglich darauf verwies, die Person könne ja jederzeit um „Wiederaufnahme bitten“. Fest steht nur, sie wurde „gerichtet“. Die „Schafe“ müssen also „demütig“ sein, nicht die Hirten und Richter. Was für ein Trauerspiel. Glaube mir, die WTG ist durchdrungen von solchen Fällen, sie werden nur selten öffentlich bekannt.
    Es hat auch für Dich kein Zweck, dich innerlich damit zu belasten. Die Organisation ist über viele Jahrzehnte dadurch geprägt. Ein Gemeinschaftsentzug hat gleichzeitig für die übrigen der Versammlung auch eine einschüchternde Schockwirkung und die möchte man bewusst erreichen. Ausserdem bietet er den Einzelnen in der Versammlung die Möglichkeit, sich „an die Brust zu schlagen“ und sich als gerecht und gottgefällig zu fühlen. Ferner dürfen die Einzelnen jetzt auch Ihrer Frustseite freien Lauf lassen und jemand Hassen. Das darf man ja sonst nicht. In der Versammlung müssen alle lieb und nett zueinander sein und im Predigtdienst muss man alle möglichen Demütigungen über sich ergehen lassen. Jetzt dürfen die Verkündiger der „Guten Botschaft vom Königreich Gottes“ endlich „verachten, sich lieblos benehmen, hassen, andere meiden und von „oben herab“ auf andere schauen“. Das ist die Psychologie.
    Ja man muss in der Tat sehr tiefgründig über die internationale gängige Gemeinschaftsentzugspraxis nachdenken. Wichtig für Dich ist, falls Du wider einmal in einem Rechtskomitee mitwirken darfst, dich zu fragen, ob du persönlich genug getan hast, um der Person zu helfen, zur Reue zu gelangen und das erfordert manchmal viel Zeit und aufrichtiges persönliches Bemühen. Möge Möge der große Hirte Jehova und sein eingesetzter Hirte Jesus Dir zukünftig Kraft und Geist verleihen, um in Gefahr stehende Schafe so zu behandeln, wie sie diese behandeln würden.
    Liebe Grüße Martin

  • Aaron
    September 6, 2011

    Hallo Martin,
    danke für deine ermunternden Worte.
    Über die Frage, wie ich das nächste Mal mit einer solchen Situation umgehen würde, mache ich mir keine Gedanken, denn nur
    kurze Zeit später hat man mich als das verunreinigende Element in der Versammlung ausgemacht. Inzwischen bin ich kein Glied der Gemeinschaft mehr. Zum Nachdenken hat mich das Ganze schon gebracht. Ich war selbst erschrocken über mich, wie einfach und schnell man jemanden verurteilen kann, wie sehr man in dieser Position das Leben anderer beeinflussen (bzw. zerstören) kann. Und ich musste niemandem dafür Rechenschaft ablegen. Meine Mitältesten haben auch im Nachhinein ihre Entscheidung rechtfertigt. Es macht auch viel aus, dass die Ältestenschaft der Versammlung XY einen Gemeinschaftsentzug ausspricht, nicht Bruder YZ. Wenn der eigene Name genannt würde, dann wären sicher viele Älteste nicht so voreilig mit ihrem Urteil.
    Insgesamt hat es mir jedenfalls gezeigt, dass ich weit entfernt war vom Geist Jesu und das hat mich schon sehr erschreckt – und die Tatsache dass sich niemand in der Versammlung daran gestört hat. Inzwischen bin ich überzeugt davon, dass es beinahe unmöglich ist innerhalb dieser Gemeinschaft zu leben und seine Lauterkeit Gott gegenüber zu bewahren, sich vom geist Gottes und seines Sohnes leiten zu lassen.
    Liebe Grüße
    Aaron

  • Anna
    September 6, 2011

    Lieber Bruder Aaron, liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für Deine offenen Worte. Zum besseren Verständnis: Was ist ein „verunreinigendes Element der Gemeinschaft“???
    Und bist Du nun kein Ältester mehr? Und wie ging das vor sich. Oder wurdest Du gar ausgeschlossen.
    Mich würde dies – schon im Hinblick auf meine Situation in der Versammlung – interessieren.
    Weil mein Versammlungsdasein auch stets eine Gratwanderung ist meinen Brüdern zu helfen, mein Gewissen vor Jehova zu bewahren und nicht erwischt zu werden.

    Und an alle in den Versammlungen:

    Das WT-Studium am Wochenende „Folge nicht falschen Lehrern“ habe ich als Marter empfunden. Han’s aber geschafft!
    Das man, wie an Ende des Artikels erwähnt, kein Geschwätz verbreiten soll, wogegen nichts zu sagen ist, ging wohl eher unter. Nebenbei ist ja ganz interessant der angegebene Text aus 1. Timotheus 5:14 angegeben wurde (NW)im Zusammenhang:

    „11 Jüngere Witwen dagegen weise ab, denn wenn sich ihre sexuellen Regungen zwischen sie und den Christus drängen, wollen sie heiraten 12 und haben ein Gericht [auf sich], weil sie ihre erste [Äußerung des] Glaubens mißachtet haben. 13 Zugleich lernen sie auch, unbeschäftigt zu sein, indem sie in den Häusern umherlaufen, ja nicht nur unbeschäftigt, sondern auch Schwätzer und solche, die sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen und Dinge reden, die sich nicht gehören. 14 Daher möchte ich, daß die jüngeren Witwen heiraten, Kinder gebären, einen Haushalt führen und dem Gegner keinen Anlaß zur Beschimpfung geben.“

    Hier steht kein Wort davon, dass die jüngeren Witwen statt zu heiraten lieber mehr predigen sollen wie es die Organisation sonst empfiehlt! Dieser Vers 14 wäre mal ein Argument gegen das Predigen bis zur Selbstaufgabe. In einem der nächsten Königreichsdienste wird ja schon wieder auf den Sonntagspredigtdienst hingewiesen. Und ein schlechtes Gewissen eingeredet wenn man das „organisierte“ Sonntagspredigen per Treffpunk als Unsinn empfindet. Das ja oft nur, weil der Kreisaufseher beim nächsten Besuch nachfragt ob das in den Versammlungen auch umgesetzt wurde. Nicht aus Liebe zu den Menschen und zu Jehova!
    Warum läßt man das die Brüder nicht so gestalten wie sie es für richtigen halten?

    Liebe Grüße an alle wünscht herzlichst Anna

  • Berndt
    September 6, 2011

    Hallo Anna,
    auch ich habe des letzte WT-Studium mit Mühe und Not überstanden. Es war erschreckend zu beobachten, wie die Brüder, die sich meldeten sich in ihren Antworten auf der Linie des Sklavn bewegten. Aber es waren immer dieselben. Die meisten haben sich erst überhaupt nicht gemeldet.
    Hätte am liebsten laut meine Meinung gesagt. Doch dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ein Ältester, der sich die ganze Zeit nicht geäussert hatte meldete sich am Schluß und sagte dem Sinne nach. Also, um das was der Sklave uns heute sagen wollte kurz zusammenzufassen; wenn wir unsere Zeit eifrig im Predigtdienst einsetzen, haben wir keine Zeit um über unwichtige Fragen nachzudenken. Wenn uns etwas nicht klar ist, so fragen wir einen Ältesten und wenn der uns nicht helfen kann, dann behalten wir unsere Zweifel für uns und reden nicht darüber. Sonst könnte es sein, das wir wegen Abtrünnigen Geschwätz vor ein Komitee kommen könnten, und das möchte doch keiner. Der WT-Studienleiter war irritiert, sagte aber nichts zu diesen sarkastischen Kommentar.
    Mich würde interessieren, wie dieser Artikel in den anderen Versammlungen aufgenommen wurde, aber leider war hier, ausser von dir Anna, nichts zu lesen.

    l.G. an alle
    Berndt

  • Anna
    September 6, 2011

    Lieber Bruder Berndt und alle,
    auch mich würde ein feedback über den letzten WT-Artikel interessieren. Weil, danke für Deine Kommentar Berndt, es schon bereichernd ist sich auszutauschen was man jeweils bei der Betrachtung empfunden hat. Dennis hat dies auch schon mal angeregt.
    Wo sollen wir uns dies sonst mitteilen?
    Gute Nacht und alles Gute und Jehova Segen für alle herzlichst Anna

  • Aaron
    September 6, 2011

    Hallo Anna,
    verunreinigendes Element ist man dann, wenn man eine Gefahr für die anderen Schafe darstellt. In meinem Fall habe ich offen darüber gesprochen, dass ich nicht den treuen und verständigen Sklaven als die höchste Autorität anerkenne und mir das Recht herausnehme manche Aussage aus der Bibel anders zu verstehen als sie im WT erklärt werden und auch darüber zu sprechen. Diese harmlos und vernünftig klingende Erklärung wurde mit dem Etikett „Abtrünnigkeit“ versehen!! Das heißt ich wurde aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, damit ich mit meiner verdrehten Denkweise nicht noch andere anstecke.
    Deine Gratwanderung kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei mir hat es sich auch über viele Jahre hingezogen, bis ich mich in der Lage fühlte eine Entscheidung zu treffen. Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass kein Christ einen anderen Mittler als Jesus akzeptieren kann und sollte – auch wenn nicht alles schlecht ist was vom Sklaven kommt. Wenn jemand uns ermuntert und aufbaut und wichtige Lehren aus der Bibel erklären kann, bedeutet das nicht dass wir ihn zu unserem Lehrer machen und alles annehmen was aus seinem Mund kommt. Warum lassen wir das mit uns machen? Allein die Tatsache, dass sich der Sklave auf eine Stufe stellt, die man als Gotteslästerung bezeichnen kann, sollte uns veranlassen uns von ihm deutlich zu distanzieren. Dadurch werden wir auch unseren Freunden und Brüdern die bestmögliche Hilfe geben. Geben wir nicht den gleichen Rat all denen, die wir an der Haustüre antreffen und die Falschheit in ihren Kirchen erkannt haben? Wir ermuntern sie doch auch dazu nicht die Religion von innen zu reformieren sondern konsequent dieser Institution den Rücken zu kehren.
    Sehr interessant übrigens dein Argument aus 1.Tim. Mit objektivem Blick die Bibel zu lesen, öffnet uns die Augen in vielen Bereichen. Schon allein aus diesem Grund bringt uns dieses Forum einen Schritt weiter.
    Danke an alle Beteiligten.
    Viel Kraft und Gottes Segen in deinen Bemühungen um eine gottgefällige Lebensweise.
    Liebe Grüße Aaron

  • Dennis
    September 6, 2011

    Liebe Anna und Berndt,

    zu meiner großen „Freude“ musste ich aus familiären Gründen letzten So. der Versammlung fern bleiben. Ich schreibe das bewusst so, weil ich es wohl nur schwer ertragen hätte, genauso wie ihr, deshalb war ich so „froh“, dass mir etwas dazwischen gekommen ist.

    Habe mir allerdings schon einen Kommentar zum Wt-Artikel, der am 25.09. studiert wird „Bist du in Gottes Ruhe eingegangen?“ überlegt. Die Aussagen zu „ausgeschlossenen Kindern“ ist für mich so nicht hinzunehmen, zumal unser WT-Studi-Leiter ein 100% Sklaven-Ergebener ist. Wenn ich bei Abschn. 13,14 aufgerufen werde, möchte ich folgendes sagen:

    [„Meine Antwort ist mehr eine Frage zu dem angeführten Text aus 1. Kor. 5:11. Einige Verse vorher in Kap. 4:6 empfiehlt ja Paulus den Korinthern „nicht über das hinauszugehen was geschrieben steht“ und hinter den Worten „keinen UMGANG“ (kap. 5:11) ist ein Querverweis (t), der sich u.a. auf 2. Thess. 3:6 bezieht, wo steht …(Vers vorlesen)…. Einige Verse weiter in 14,15 heißt es dann ….“hört auf, UMGANG mit ihm zu haben, damit er beschämt werde. Und doch betrachtet ihn NICHT ALS EINEN FEIND, sondern ermahnt ihn weiter ernstlich ALS EINEN BRUDER.“… Wie ist es zu verstehen, dass man einen AUSGESCHLOSSENEN vollständig meiden muss, ihn auch nicht Grüßen darf, wo man ihn aber gem. dem inspirierten Wort Jehovas als eine BRUDER ERMAHNEN soll ?“]

    Was haltet ihr von dieser „Antwort“ auch wenn sie keine ist?

    LG
    Dennis

  • Alois
    September 6, 2011

    Lieber Dennis

    Ich wünsche Dir viel Mut zu Deinem geplanten Kommentar!

    LG
    Alois

  • Jurek
    September 6, 2011

    An Dennis und andere,
    meine Frage und Gedanken:

    2.Thes 3:14 ist (wie ich es nur mal so annehme) für die Linientreuen „ZJ“ nicht immer leicht zu erklären. Denn einerseits geht es darin darum, KEINEN UMGANG mit jemanden zu haben, der sich versündigte (siehe Kontext des Kap.3), aber andererseits (V.15) soll man Umgang mit ihn haben, indem man ihn ermahnt als einen Bruder, nicht als einen Feind, um den man auf der Straße einen Bogen um ihn macht.
    Die Frage ist also, wie ist das hellenische Begriff „synanamignystai“ („mit jemanden zu verkehren“) – vorkommend in 1.Kor 5:11 wie auch in 2.Thes 3:14 zu interpretieren? Und ob es unter Umständen nicht dasselbe Wort in anderem Zusammenhang, auch etwas anders ausgelegt werden könnte?
    Dieser Hellenische Begriff kann auch so verstanden werden als „zusammenmischen“ (von Ideen/Taten). (Bauer, Sp.1553; Exeg.W.z.NT, Bd3,Sp712/13).
    = Bezieht sich hier das also auf einen von Glauben abgefallenen unbeugsamen Sünder, mit dem man keinen Umgang haben soll, oder auf einen sozusagen „gerade noch“ Sünder mit seiner Verfehlung/en, was aber noch nicht die Trennung von beugsamer Person erfordert? Kann sich im ersten Fall also um die Person und im zweiten Fall um die Tat selber handeln, von der man sich distanziert? Kann man auf jedem Fall alle Fälle in ein gleiches Topf werfen, nur weil gleicher Begriff verwendet wurde, das immer gleich interpretieren? …
    Zu dieser Stelle hat die WTS in der Zeitschrift DER WACHTTURM, vom 15.07.1999, S.29-31 („Fragen von Lesern“) eine Antwort zu geben versucht.
    Was ist also von dieser Darstellung und sonst auch von meiner zu halten?

    Gruß! 😉

  • Eddi an Jurek
    September 6, 2011

    Lieber Jurek,

    du hast eine schöne Frage gestellt, Zitat:
    „Die Frage ist also, wie ist das hellenische Begriff „synanamignystai“ („mit jemanden zu verkehren“) – vorkommend in 1.Kor 5:11 wie auch in 2.Thes 3:14 zu interpretieren?“

    In 2. Thess. 3:14 gibt Paulus Anweisung, dass sich jeder Christ von seiner eigenen Arbeit ernähren soll. Wir berücksichtigen natürlich, dass das für jene gilt, die das auch tatsächlich können. Aber es gab schon damals Männer, die sich für ihre guten Reden bezahlen ließen, ähnlich den orientalischen Geschichtenerzählern. Und das sollte unter Christen nicht sein.
    So, und wenn nun jemand, der körperlich dazu in der Lage wäre, sich beharrlich weigert und weiterhin darauf vertraut, man müsse ihn aushalten, weil er doch fleißig Trost spendet, Kinder bespaßt und sonstiges, dann sollte sich die Gemeinschaft diesem gegenüber bedeckt halten.

    Da steht aber nichts von GEMEINSCHAFTSENTZUG! Da steht auch nichts davon, dass man alle Regeln des Anstands über Bord werfen soll, was einen Gruß betrifft. Jeder von uns hat Freunde. Mit denen pflegt man anders Kontakt als mit einem Arbeitskollegen, mit dem man die notwendigen Dinge des Tages bespricht, einen schönen Feierabend wünscht und zusieht, dass man nach Hause kommt.
    In einer Firma kannst du aber deinen Arbeitskollegen ermutigen, eine bestimmte Handlung vorzunehmen oder zu lassen, ohne dich mit ihm identifizieren zu müssen. Es kann dir eigentlich egal sein, ob er deinen Rat annimmt oder nicht, du hast deinen Standpunkt dargelegt, aber du pflegst keine privat-vertrauten Kontakte. So würdest du auch mit einem leiblichen Bruder verfahren, der einen falschen Weg geht. Du würdest vom engen, vertrauten Kontakt abrücken, ohne wirklich böse zu sein auf den andern. Das ist der eigentliche Gebrauch des griechischen Ausdrucks.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Diese Feststellung von Dir lieber Aaron:

    >>Zum Nachdenken hat mich das Ganze schon gebracht. Ich war selbst erschrocken über mich, wie einfach und schnell man jemanden verurteilen kann, wie sehr man in dieser Position das Leben anderer beeinflussen (bzw. zerstören) kann.<<

    …soll dem Tagestext von gestern gegenübergestellt werden, bei dem sich jeder weiterer Kommentar erübrigt als nur der von Jesus:

    "ALLES was sie euch sagen tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten – sie sagen es wohl aber handeln nicht entsprechend!"

    Tagestext: ein Auszug!

    „Orientieren sich Älteste an der Gesinnung Christi, ebnen sie ihnen [den Ausgeschlossenen] den Weg dafür, sich zu ändern und irgendwann wiederzukommen.“

    Älteste dürfen es nie eilig haben, jemand aus der Versammlung auszuschließen. Sie müssen deutlich machen, wie viel ihnen daran liegt, dass jemand, der sich verirrt hat, wieder zu Jehova zurückfindet. Wenn dann ein Sünder später tatsächlich bereut — wie es ja viele tun —, dann wird er sowohl Jehova zutiefst dankbar sein als auch den „Gaben in Form von Menschen“, die es ihm leichter gemacht haben, zur Versammlung zurückzukehren !!!

    lg. Matthäus

  • Ulrike P.
    September 6, 2011

    Hallo Matthäus,
    …wobei ich dieses „tut ALLES was sie sagen, doch relativieren möchte.

    Denn zum einen sind diese Aussagen ja eh´nur Augenwischerei und zum anderen darf man eben NICHT alles machen was sie sagen.

    Denn sonst müsste man seine gesamte Freizeit mit predigen vebringen, lieber sterben oder sein Kind sterben lassen, wenn es Blut braucht, sich arrogant für besser als den Rest der Welt halten und und und…

    LG Ulli

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Lieber Aaron, danke dass du ehrliche Worte zu deinem Ausschluß wiedergegeben hast z.B. >>Allein die Tatsache, dass sich der Sklave auf eine Stufe stellt, die man als Gotteslästerung bezeichnen kann, sollte uns veranlassen uns von ihm deutlich zu distanzieren.<< … werden wir nicht in Gottes Wort genau davor gewarnt? Lies doch 2.Thessalonicher 2:

    1 Ihr wisst, liebe Brüder und Schwestern, dass unser Herr Jesus Christus kommen wird … Wir bitten euch nun aber: 2 Lasst euch nicht verwirren und erschrecken, wenn Leute behaupten, der Tag, an dem der Herr kommt, sei schon da. … (wer behauptet das Jesus seit 1914 gegenwärtig ist?)

    Sie werden euch von angeblichen Offenbarungen Gottes (laufend helleres Licht) erzählen. Glaubt ihnen nicht, selbst wenn sie euch Briefe mit derartigen Behauptungen zeigen, …. 3 Lasst euch von niemandem so etwas einreden! Denn bevor Christus kommt, werden sich sehr viele Menschen von Gott abwenden. Dann wird ein Mann auftreten, der die Gebote Gottes mit Füßen tritt (werden die Worte z.B. in Joh. 6:48-58 nicht mit Füßen getreten – oder die Ermahnung von Hes. 13:1-8 ignoriert?).

    …Doch er ist dem Untergang geweiht. 4 Er ist der Feind Gottes und wähnt sich größer als jeder Gott und alles, was als heilig verehrt wird. Ja, er wird sich in den Tempel Gottes setzen und sich selbst als Gott verehren lassen*. 5 Erinnert ihr euch nicht daran, dass ich euch das alles schon gesagt habe, als ich noch bei euch war?

    … und erscheint in aller Öffentlichkeit. Wenn aber Jesus, der Herr, kommt, wird er diesen Mann vernichten. Ein Hauch seines Mundes genügt. …

    10 Mit seinen Verführungskünsten wird er alle auf seine Seite bringen, die verloren sind. Denn sie wollten die Wahrheit nicht anerkennen, die ihre Rettung gewesen wäre. 11 Deshalb lässt Gott sie auf diesen Irrtum hereinfallen, und sie werden der Lüge Glauben schenken. 12 So wird jeder gerichtet, der nicht an die Wahrheit glaubt ….

    * dazu diese schriftliche Aufforderung:

    „Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben“, 1960, Seite 148
    „daß ,DIE GESELLSCHAFT‘ der sichtbare Vertreter des Herrn auf Erden ist…“

    Der wahre Stellvertreter Gottes auf Erden ist nicht der Papst, sondern die WTG, vertreten durch die leitende Körperschaft.

    Wem gebührt die einzige Hingabe?
    „Der Wachtturm“, 01. November 1954, Seite 669
    „Indem wir Gott ehren und ihm dadurch die höchste Achtung erweisen, daß wir seine von ihm gebilligte Organisation hingebungsvoll anerkennen…“

    „Der Wachtturm“, 01. August 1956, Seite 474
    „Daher ist der Wille des Sklaven der Wille Jehovas. Rebellion gegen den Sklaven ist Rebellion gegen Gott…“

    Das Wort des ,Sklaven’ ist dem Worte Gottes gegenüber gleichwertig und gleichverbindlich. Ist solch eine Äußerung nicht Gotteslästerung?

    „Der Wachtturm“, 01. August 1956, Seite 477
    „daß wir im Schritt sind mit Gottes Neuer-Welt-Gesellschaft, durch deren Leitung und Führung wir in den letzten Tagen dieser alten Welt nicht nur geistig gut genährt, sondern auch am Leben erhalten werden…“

    Wer erhält uns am Leben?

    Gottes Wort zeigt nur einen Weg, daß Menschen zum Glauben an Jesus Christus eingeladen werden. Rettung gibt es allein durch ihn: (Apg 4:11-12)

    Dieser ist “der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist”. Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.”

    Und genau dieses Haupt der Ecke wurde und wird von der LK verworfen – sie wollen sich als Retter kund tun.

  • Zadok
    September 6, 2011

    @ Dennis betr. seinen Kommentar 15.9. 20.00

    Das fände ich sehr mutig, weiss aber nicht ob ich dir wünschen soll dass du aufgerufen wirst….denn wenn, dann hast du eine
    „liebevolle Unterhaltung“ nach der Zusammenkunft…Inhalt: Spaltungen hervorrufen…oder so…
    Vielleicht lässt du es lieber…

  • Anna
    September 6, 2011

    Lieber Aaron, lieber Dennis, lieber Matthäus sowie @alle,
    Dir Aaron, danke für Deine offenen Worte. Scheinbar geht es doch recht schnell, sobald man seine Meinung offen vertritt, dass man Ärger bekommt. So gesehen sollte ich schon aufpassen. Deinen Kommentar Dennis zum besagten WT-Studium finde ich sehr bereichernd. Ich werde noch gebetsvoll über diesen Artikel nachdenken ob und was ich sage. Nur meine ich dass ich das auch noch duchstehen werde. Schon allein wegen der Kommentar meiner Brüder dazu. Mit Jehovas Hilfe wird es schon gehen, irgendwie. Noch läßt Jehova ja die Versammlungen so wie sie sind bestehen. Er sieht das ja alles auch und fühlt mit uns. Und ganz persönlich versprüre ich schon den Segen unseres Schöpfers.
    Ja und lieber Matthäus, Dein Argument de Gotteslästerung durch den treuen und verständigen Sklaven: dem kann ich nichts hinzufügen. Eine sehr ernste Angelegenheit. So nun werde ich jetzt noch beten und danach schlafen gehen. Eine gute Nacht bzw. zu dieser späten Stunde wohl eher für alle jetzt schlafenden Brüder einen Guten Morgen und viel Segen und Freude wünscht herzlich Anna

  • Manfred
    September 6, 2011

    Liebe Brüder,
    Bei der Verlinkung des ersten Artikels ist ein Fehler aufgetreten, der von Bruderinfo behoben wurde, indem der gleiche Vortrag nochmal reingestellt wurde. Diese beiden Vorträge erscheinen direkt hintereinander, wobei der, der ganz oben steht korrekt verlinkt ist.
    Damit Eure Kommentare nicht untergehen ist es wichtig, dass ihr nicht mehr auf den unteren Vortrag antwortet, da sonst weiterhin die Kommentare nicht verlinkt sind. Deshalb wäre es gut, wenn ihr auch auf einen Kommentar im unteren Vortrag nicht einfach auf Antworten geht, sondern diesen Kommentar unter dem oberen Vortrag eingebt, Ihr könnt ja den Namen des anderen hinzufügen, so dass jeder weiss wer gemeint ist.
    Nehmt das bitte nur als kleine Anregung, dass dieses Forum hier übersichtlich bleibt. 😉
    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Manfred

  • Ulrike P.
    September 6, 2011

    Hallo Manfred,
    gut das du darauf aufmerksam machst. Nur, wenn man auf einem der schon geschriebenen Kommentare dort antworten will, bleibt einem ja nichts anderes übrig, als auch wieder dort zu schreiben.
    Mal sind sie verlinkt und man kann direkt unter „anderer Artikel“ (oder so ähnlich) drauf klicken, mal nicht. – Wenn nicht, ist´s aber auch nicht schlimm, denn dann braucht man nur weiter unten in der Artikelübersicht nachschauen. Klickt man da 609 an, landet man bei diesen Beiträgen – die sich ja auch auf den Artikel „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“ beziehen.

    Zum Artikel selbst möchte ich noch sagen, dass ich froh bin, niemals in diese unmenschliche Mühle hineingeraten zu sein.
    Da bekommt man ja schon alleine vom lesen Albträume…

    Stützen tun sie sich dabei auf 1. Kor 5, 11-13:

    11 Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Unzüchtiger ist oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit einem solchen nicht einmal zu essen.
    12 Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?
    13 Die aber draußen sind, richtet Gott. Tut den Bösen von euch selbst hinaus!

    Und auch hier gehen sie wieder weit über das hinaus was geschrieben steht. Denn Paulus sprach von Menschen die zwar Brüder genannt werden, aber eben NICHT einsehen, dass all diese Dinge in Gottes Augen falsch sind und weiter so leben wollen.

    DAS ist der Unterschied, den weder die Organisation noch die Ältestenschaften berücksichtigen.
    Die meisten bereuen doch was geschehen ist und sind selbst völlig am Boden zerstört. Und SIE haben nichts anderes zu tun, als noch drauf herumzutrampeln. – Mit Liebe hat das nichts gemein.

    Die Punkte Götzendienst und Lästerung zeigen auf, dass eigentlich die WTG selbst auf der Anklagebank sitzen müsste und nicht die Brüder die sie als Abtrünnige bezeichnen, nur weil sie angefangen haben, selbst zu denken.
    Aber hier handelt man einfach nach dem Rat: Angriff ist die beste Verteidigung.

    Sehr clever, denn bisher funktioniert es leider bei den meisten…

    LG Ulli

  • Brosi
    September 6, 2011

    Liebe Brüder

    Zitat aus dem Vortrag:
    (Eine kurze Anmerkung am Rande – in der NWÜ werden diese Verse 1-11 nur in der Fußnote aufgeführt – das Kap. 8 beginnt erst beim Vers 12)

    Entweder hat Jesus dieses Begebenheit mit der Ehebrecherin so gelöst wie es in den strittigen Versen steht oder nicht.

    Wenn nicht, dann hat es jemand hinzugedichtet.

    Wenn die Begebenheit aber stimmt und die Organisation diese Verse als nicht inspiriert darstellen wollte um einen bestimmten Zweck zu erreichen, dann müsste das was Jesus sagte in den Propheten zu finden sein.

    Nicht wir Menschen entscheiden darüber, ob diese Verse zum inspirierten Wort Gottes gehören, sondern das Wort Gottes selbst indem das Puzzle zusammenpasst!

    Jer. 17
    13. Hoffnung Israels, Jehova! Alle, die dich verlassen, werden beschämt werden. -Und die von mir weichen, werden in die Erde geschrieben werden; denn sie haben den Born lebendigen Wassers, Jehova, verlassen.

    Das ist der prophetische Paralleltext zu Joh. 8:1-11

    Somit ist durch die Bibel bewiesen, dass die Worte Jesus nicht hinzugedichtet wurden, sondern wirklich zum Wort Gottes gehören.
    -Die Ankläger der Ehebrecherin haben Jesus verlassen und wurden durch seine Frage beschämt.
    -Die Ankläger der Ehebrecherin sind von Jesus gewichen und wurden in die Erde geschrieben.
    -Die Ankläger haben den Born lebendigen Wassers verlassen, somit Jesus verlassen.

    Liebe Grüße
    Brosi

  • Robin
    September 6, 2011

    Lieber Brosi,

    Der Artikel „Richtet nicht, . . .“ spricht mir aus dem Herzen und ich spüre, dass du auch dein Herz in dein Kommentar legst. Aber bevor du richtest, hier ein Auszug aus der Wikipedia zum Thema „Jesus und die Ehebrecherin“:

    Obwohl die Geschichte mit vielen Begebenheiten der Evangelien übereinstimmt und relativ einfach ist (die Didascalia Apostolorum bezieht sich auf sie, Papias wahrscheinlich ebenso), so stimmen doch die meisten Gelehrten darin überein, dass sie im ursprünglichen Johannesevangelium nicht enthalten war.[1] Die griechischen Standardtexte des Johannes, wie auch fast alle modernen Übersetzungen, markieren die Passage mit doppelten Klammern — [[…]] — um diese Ansicht anzuzeigen.
    ZITATENDE

    Der ganze Artikel ist interessant und es gibt verschiedene Meinungen zu diesen Versen. Ich würde hier nicht den ersten Stein werfen wollen.

    Liebe Grüße
    Robin

  • cheyenne
    September 6, 2011

    Lieber Bruder Robin,

    Entschuldige bitte, wenn ich Deine Euphorie für Wikipedia etwas dämpfen möchte. Was dort steht, hat nicht unbedingt eine Garantie für Wahrheit, sondern gibt oft nur das weiter, was die Forscherelite vorgibt. Deren Angaben können stimmen, müssen aber nicht. Am Beispiel der Ägyptischen Chronologie möchte ich Dir das zeigen.
    Ihre Grundlagen sind die sehr spärlichen Aufzeichnungen von Manetho, der die Dynastien festgelegt hat, aber ohne deren Regierungsdauer zu nennen. Außerdem hat er und nachfolgende Historiker Dynastien doppelt aber mit verschiedenen Namen aufgeführt. Ebenso wurden Priesterdynastien und andere Dynastien, die zeitgleich mit den Königen lebten hintereinander angeordnet. So wurde die ägyptische Geschichte um etwa 800 Jahre aufgebläht. Deshalb soll das Alte Reich lückenlos während der Sintflut bestanden haben und man kennt auch keine geschichtlichen Parallelen zwischen ägyptischer und jüdischer Chronologie. In Fachkreisen ist man sich bewusst, auf welchen wackeligen Beinen diese Angaben stehen. Dennoch werden die so gewonnenen Jahreszahlen als absolut und unverrückbar dargestellt und dürfen nicht in Frage gestellt werden. Forscher haben die Fehler gefunden und die Chronologie korrigiert. Aber vom etablierten Wissenschaftsklerus wird deren Arbeit als Spekulationen und unwissenschaftlich abgeurteilt. So ist es, wenn der gängigen wissenschaftlichen Lehrmeinung widersprochen wird. Erinnert mich an die Strukturen der LK. Bei Wikipedia ist da auch nur von Unwissenschaftlichkeit die Rede, ohne ein einziges Wort über den Inhalt dieser Forschungen zu schreiben. Somit gibt es Bereiche in denen Wikipedia bei mir denselben Stellenwert hat wie der Wachtturm.
    Sollten wir uns bei biblischen Angelegenheiten auf Wikipedia stützen oder dem Bibelwort die volle Aufmerksamkeit schenken? Den modernen Bibelübersetzungen traue ich nur bedingt, denn sie geben zu oft den momentanen Zeitgeist wieder.

    L.G. Cheyenne

  • Anna
    September 6, 2011

    Lieber Alois,

    Recht hast Du, Jesus sagt diesen Satz im Zusammenhang mit der Entlarvung von falschen Propheten bzw. Menschen, die nur so tun, als ob sie sich biblisch verhalten. Mit Predigtdienst hat das überhaupt nichts zu tun. Die Früchte, die ein Mensch in seinem Leben hervorbringt, sind das einzige Beurteilungskriterium das uns die Bibel gibt.
    Und ob Gottes Wort – die Bibel – ernst genommenwird oder nicht. Jesus gab uns das 2. Gebot der Nächstenliebe, dass Glaube aus den Werken heraus sichtbar sein soll und das Nächstenliebe mehr als ein Wort zu sein hat.
    Liebe ich den Nächsten wie mich selbst wenn ich ihm eine Komiteeverhandlung aufzwinge?
    Und Christus mahnt uns zur Friedfertigkeit, zur Sanftmut und zur Feindesliebe.

    Liebe Grüße Anna

  • Matthäus
    September 6, 2011

    Um Deinen Kommentar liebe Anna an Alois zu untermauern:

    Luther Bibel (1912) Römer 13:8
    Seid niemand nichts schuldig, als daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.

    und die Querverweise dazu:

    Matthaeus 7:12 Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.
    ——————————————————————

    Matthaeus 22:39 Das andere aber ist ihm gleich; Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
    ——————————————————————

    Johannes 13:34 Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet.
    ——————————————————————

    Roemer 13:10 Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
    ——————————————————————

    Galater 5:14 Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
    ——————————————————————

    Jakobus 2:8 So ihr das königliche Gesetz erfüllet nach der Schrift: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst,“ so tut ihr wohl;

    Und genau das fehlt in der Gemeinschaft der ZJ – deshalb die Angst – Unsicherheit – Druck das was die Menschen krank macht !!!

  • Frank&Frei
    September 6, 2011

    eine zu Herzen gehende Ausarbeitung, die zeigt, dass die Richtenden ganz ganz weit von der Reaalität weg sind.
    Da gibt es Älteste, die mischen sich in orivate Dinge ein, oder rennen als verheiratete Männer einer ledigen Frau hinterher um ihr zu „helfen“, konterkarieren alles, was sie gelernt haben und bleiben in ihren Ämtern.
    Ich komme zu dem Schluss: Diese Dinge wird kein Mensch in den Versammlungen zurecht bringen. Der Götze, der sich als selbsternannter Sklave anmaßt solche Gesetze zu erlassen und der seine Ältesten stärkt wo immer es geht, der wird shcließlich über sich selber stolpern.
    Es gibt Situationen in denen Älteste in Besprechungen, wenn es um ihren eigenn Hintern geht, die angeführten Zeugen, Brüder aus fremden Versammlungen als Lügner blosstellen, als Hurer, denen man nichts nachweisen kann. So bleiben sie selbst im Amt und Würden und können ihre diffamierenden Praktiken fortsetzen.
    Man kann gar nicht so viel essen, wie man erbrechen möchte

  • Alois
    September 6, 2011

    Lieber Frank

    Wenn Jesus sagte, an den Früchten werdet ihr sie erkennen, dann muss es auch so sein.
    Wir angeblich Abtrünnige bringen lange keine so schlechten Früchte hervor wie man nach etwa einem Jahr Bruderinfo mit Gutem Gewissen behaupten kann.

    Der Predigtdienst ist mit den Früchten nicht gemeint, sondern die Liebe und Umgang untereinander.

    Liebe Grüße
    Alois

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