48 Comments
  • BruderinfoHP
    April 17, 2011

    Lieber Thomas,
    danke für dein Lob. Wir haben diese 16 Thesen verfasst und ins Netz gestellt, damit die Erwartungen vieler Brüder an unsere Organisation einmal konkret und deutlich formuliert
    dem „Sklaven“ dargelegt werden. Wir sind nicht so blauäugig zu erwarten das der Sklave von heute auf morgen diese Erwartungen erfüllen wird. Das sollte uns aber nicht daran hindern usere Erwartungen auszusprechen, denn er muß spüren und sehen, das viele unserer Brüder nicht mehr bereit sind zu schweigen. Nur zu schweigen, weil man glaubt es sei sowieso alles Sinnlos kann nicht die Einstellung von wahrheitsliebenden Menschen sein.
    Andererseits hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt, das Veränderungen auch schnell und unerwartet von statten gehen können.
    Wir vertrauen auf unseren Schöpfer, denn er wird alle Veränderungen erwirken, nicht wir.
    All die guten Gedanken, die hier bei Bruderinfo von vielen Brüdern vorgetragen werden, können dazu beitragen, das ein neuer Geist in den Versammlungen einzieht. Wann dies sein wird wissen wir nicht, und ist auch nicht unsere größte Sorge. Vielleicht werden wir es auch nicht mehr erleben. Doch denke an all die Männer, die unter Einsatz ihres Lebens in der Vergangenheit ihre Überzeugung vertreten haben, und erst Jahrhunderte später sich die Früchte ihres Einsatzes zeigten.
    Liebe Grüße
    Bruderinfo

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Ist das die Ehrlichkeit welche sich die Organisation mit ihrem Artikel im WT 15.7. so gerne auf die Fahnen heftet?

    Schöpfung, S.300-301, 310-311:
    „Ein weiterer Beweis dafür ist, dass 1799 deutlich der Beginn der „Zeit des Endes“ ist. … Die Tatsachen zeugen, dass das Jahr 1914 das Ende der Zeiten der Nationen bezeichnet und darum auch das Ende der Welt.“

    Wacht-Turm, März 1914, S.41,42:
    „Wir haben niemals behauptet, dass unsere Berechnungen unfehlbar seien. Wir haben niemals gesagt, dass dieselben sich auf
    Wissen, auf unbestreitbare Beweise, Tatsachen oder Erkenntnis gründen; wir haben vielmehr darauf bestanden, dass sie sich auf Glauben gründen.“

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Zu Eurer These Nr. 10 habe ich gerade folgendes aktuellles Zitat im WT gelesen:

    Abtrünnige schleusen „unauffällig“ schädliches Gedankengut ein, „schmuggeln“ ihre verkehrten Ansichten also heimlich, still und leise in die Versammlung. Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen „verfälschte Worte“, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichte als „echt“ zu verkaufen. Abtrünnige haben nicht das geringste Interesse daran, dass es uns gut geht.

    Der Wachtturm 15.07.2011, Seite 16

    Was sagt ihr dazu? Wieviele verfäschte Worte hat die WTG selbst im Laufe ihrer Geschichte verfaßt und in Millionenauflage in aller Welt verbreitet?

    Der solch falsche Behauptungen nicht akzeptierte wurde ausgeschlossen. Ich habe noch nie von einer Entschuldigung von der LK gehört daß sie in diesem oder jenem Fall sich bei Brüdern entschuldigt hätten (Zivilddienst, Malawie, die vielen falschen Zeitangaben und für so manchen der daran glaubte und den schlimmen Folgen für seine Altersvorsorge – Häuser wurden verkauft usw.) Da fällt mir nur eine Aussage Jesu dazu ein:

    1 „Urteilt nicht über andere, damit Gott euch nicht verurteilt.

    2 Denn so wie ihr jetzt andere verurteilt, werdet auch ihr verurteilt werden. Und mit dem Maßstab, den ihr an andere legt, wird man euch selber messen. 3 Warum siehst du jeden kleinen Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?

    4 Du sagst: ‚Mein Bruder, komm her! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!‘ Dabei hast du selbst einen Balken im Auge! 5 Du Heuchler! Entferne zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du klar sehen, um auch den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Dieser Kommentar sollte eigentlich unter dem Artikel mit den 16 Thesen erscheinen! Warum er hier ist kann ich nicht nachvollziehen!

  • Dennis
    April 17, 2011

    Hallo Matthäus,

    der ganze Artikel warnt ja vor den bösen „Abrünnigen“, die ja allesamt Lügern und Betrüger sind, warum? Na weil sie Abrünnige sind, ganz einfach!!!

    Dieser Artikel ist nur der Höhepunkt einer Serie, aus denen eine regelrechte Panik des „Sklaven“ spricht. Sie merken, dass immer mehr die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ erkenn. Ich habe schon zahlreiche Aussagen und Anklagen von Abrünnigen überprüft und mit der Bibel verglichen und dann den Lehren und Aussagen des „Sklaven“ gegenübergestellt.

    Das Ergebnis ist vernichtend: Fast alles was Abrünnige darlegen entpricht den Fakten und vor allem der Wahrheit aus Gottes Wort! Auf die Organisation dagegen trifft Offenbarung 2:2 zu:

    „. . .die sagen, sie seien Apostel, es aber nicht sind, und du hast sie als Lügner erfunden.“

    Doch wehe wenn einige Brüder u. Schwestern sich an WT-Ausgaben der letzten Zeit erinnern, wo genau das gepriesen wurde wovor hier nun gewarnt wird, nämlich „prüfen“:

    WT-Öffentlichkeit v. 01.08.210, S.4:

    „Glaubt nicht jedem, der behauptet, seine Botschaft sei ihm von Gottes Geist eingegeben, sondern prüft, ob das, was er sagt, wirklich von Gott kommt.“
    (1. Johannes 1:4, Neu Genfer Übersetzung)

    ….

    WT v. 01.09.2010, S10,11:

    „Steht denn jeder in der Gefahr, getäuscht zu werden? Leider ja. In Wirklichkeit ist niemand davor sicher. Das könnte sogar auf vertraute Glaubensvorstellungen zutreffen – womoglich mit schlimmen folgen….

    „Kein Zweifel, wer gar nicht wahrnimmt, dass er durch gezielte Fehlinformationen in Unwissenheit, Verwirrung und Hilflosigkeit gahalten wird, befindet sich in echter Gefahr.“

    Dann noch eine Aussage, die eigentlich jeden aufrichten Bruder zum Nachdenken bringen müsste, denn diese Aussage kommt direkt vom „Sklaven“:

    WT 01.09.2010, S.11:

    „Besonders bedauerlich daran ist: Nicht selten hält der Getäuschte oder Betrogene trotz
    deutlicher gegenteiliger Beweise an dem fest, was er glaubt. Vielleicht hängt er so sehr
    an bestimmten Vorstellungen, dass er einfach Augen und Ohren vor allem verschließt,
    was seine Ansicht irgendwie infrage stellen könnte.“

    Wie wahr doch diese Worte sind und doch sind nur wenige Brüder u. Schwestern in der Lage genau dies auch auf sich zu beziehen und aufhören die „Augen und Ohren“ vor den „Beweisen“ über die zahlreichen Irrlehren des „Sklaven“ zu verschließen, einfach nur weil sie das bisherige infrage stellt.

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Zu Deinen Zitaten habe ich noch folgende sehr passende gefunden:

    Sie zeigen anschaulich wie sich die WTG in ihren Äußerungen nach dem Wind dreht – SIE werden hin und hergetrieben und schaffen es bei ihren Untergebenen OHNE selbst ihr Hirn zu gebrauchen, sie ebenfalls nach eigenem Gutdünken zu manipulieren.

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken?

    Zu den Taktiken, die angewandt werden, um deinen
    Geist im Sturm zu erobern, gehören die Tyrannei der
    Autorität, andere lächerlich machen, beschimpfen,
    verleumden, verunglimpfen und sarkastische
    Bemerkungen über sie fallen lassen. Stichhaltige Beweise,
    verstandesmäßige Überlegungen, Logik? Das sind die
    schlimmsten Feinde des Propagandisten. Er legt es
    deshalb darauf an, die Vernunft auszuschalten und die
    Emotionen anzuheizen.

    g90 22. 5. S. 14 Fünf übliche Irreführungen, vor denen
    man sich in acht nehmen sollte

    Lernen wir, zwischen rechtmäßigen Angriffen auf das
    Gesagte und unrechtmäßigen Angriffen auf die Person zu
    unterscheiden. Lassen wir uns nicht durch das
    Herausstellen von Autorität, durch die Aufforderung, mit
    der Masse zu gehen, durch Entweder-oder-Denken oder
    durch zu grobe Vereinfachung täuschen — besonders
    wenn es um etwas so wichtiges wie religiöse Wahrheit
    geht.

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen
    gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er
    die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    w06 15.01. S.23:
    „Werden wir also Abtrünnigen zuhören,
    ihre Veröffentlichungen lesen oder uns im
    Internet mit ihren Websites befassen? Wer
    Gott und die Wahrheit liebt, wird das
    nicht tun.“

  • Alois
    April 17, 2011

    Lieber Matthäus

    Der Wachtturm hat recht mit dem was er schreibt:

    Abtrünnige schleusen “unauffällig” schädliches Gedankengut ein, “schmuggeln” ihre verkehrten Ansichten also heimlich, still und leise in die Versammlung. Und wie Betrüger, die mit geschickt gefälschten Dokumenten arbeiten, so versuchen Abtrünnige, anderen “verfälschte Worte”, also irreführende Argumente, unterzuschieben, um ihnen ihre verkehrten Ansichte als “echt” zu verkaufen.

    Der Wachtturm 15.07.2011, Seite 16

    Versuche mal als kleiner Bruder etwas in die Versammlung zu schmuggeln was nicht den Lehren der L.K. entspricht, es geht schlicht nicht. Der einzige Abtrünnige der überhaupt in der Lage ist eine Versammlung mit falschen Lehren nachhaltig zu unterwandern das ist die Organisation selbst.

    Das wissen wir alle und mit dem Wachtturmartikel hat sie sich ihr eigenes Urteil gesprochen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Danke Dennis und Alois für eure zutreffende leider bitter Abrundung dieser Aussagen!
    Ich habe gestern bei „infolink“ von einem ehemaligen Seltersmitarbeiter eine sehr gute Gesamtanalyse dieses WT Artikels gelesen. Was mich so ärgert ist daß es einer Riesen großen Unverschämtheit gleich kommt wenn auf anderen gezeigt wird, geschimpft und verurteilt wird, aber selbst nur ins „makellose“ Licht sich stellt. Der Artikel steht unter Thema: „Eine Reise ohne Ankunft“! Gib genau diese Worte bei Google ein und du wirst sofort fündig! Zuvor den Artikel lesen dann kann man auch das Forum sich anschauen !
    Die einzelnen Passagen WT vom 15.7. werden einer sehr sachlichen Analyse unterzogen
    Ich kann nur hoffen daß mehr Brüder und Schwestern die Augen geöffnet werden!
    Lg. Matthäus

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Interessant wie man vor nahezu 100 Jahren schon sich dieser Unehrlichkeit schuldig machte:

    Das goldene Zeitalter, 15. März 1924:
    „Wir erwarten mit voller Gewissheit, dass die jetzige große Drangsal … im Jahre 1925, etwa im Herbst, ihren furchtbaren Höhepunkt erreicht und alsdann zum endgültigen Abschluss kommen wird. Wir erwarten mit absoluter Zuverlässigkeit die nach der
    Drangsal beginnende Auferstehung… .“

    The Watch Tower, 15. Juli 1922:

    „Dadurch, dass die Chronologie … göttlichen Ursprungs ist und von Gott bestätigt wurde, bildet sie eine Kategorie für sich allein, als absolut und uneingeschränkt zutreffend.“

    Als sich ihre falschen Ankündigungen nicht bewahrheitetet obwohl man sie GÖTTLICHEN Ursprung nannte konnte man folgendes lesen:

    Watchtower 1926, Seite 232:
    „Einige erwarteten, dass das Werk im Jahre 1925 enden würde, aber der Herr sagte das nicht. Das Problem war, dass die Freunde ihre
    Vorstellungen gegen jede Vernunft aufblähten…“

    Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, S. 52,53:

    „Einige haben Gedanken in den… Wachtturm hineingelesen, die gar nicht darin standen… . Aber wir erinnern alle unsere Leser wieder daran, dass nicht wir irgend etwas über die Zeiten der Nationen prophezeit haben…, noch über die herrliche Epoche, die dieser Katastrophe folgen wird. … Einige geben jedoch positive Erklärungen über Dinge ab, die sie wissen, und über Dinge, die sie nicht wissen. Wir folgen niemals diesem Beispiel… .

  • freigeist
    April 17, 2011

    Lieber Matthäus, das Gleiche wurde doch auch in den Jahren nach 1975 veröffentlicht?!. Insofern bleibt sich der Treue u. v. Sklave treu.

  • Mike
    April 17, 2011

    Hallo entmutigter Bruder.
    Ich hoffe Ihr lässt Euch gut gehen in eurem Urlaub. Entspannung ist notwendig um weitermachen zu können.
    Ich hoffe die Bibeltexte geben Dir besonders Kraft.
    In unserem WT-Studienausgabe gab es einen wunderbaren Bibeltext, da ging es ja um die Gerechtigkeit.
    SCHAUT EUCH DOCH ALLE MAL PREDIGER 5:8 an.
    Wirklich empfehlenswert!!!
    da heisst es:….., denn jemand, der höher ist als der Hohe,
    WACHT,…
    Wir können also voll und ganz auf Jehovas Gerechtigkeit vertrauen, egal was uns widerfährt.
    Trost spendet uns auch allen Philipper 4:6,7!!!
    Alles gute und viel Kraft möge Euch allen Brüdern und Schwestern von Jehova kommen, die sich schwer tun, mir geht es ähnlich.

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Lieber Mike,

    vielen Dank auch Dir noch einmal kurz zu Deinen lieben Worten.
    Es ist geistig erfrischend von vielen, die auf dieser Seite schreiben und lesen Ermunterung zu erhalten.

    Ja, auch unser Kurzurlaub tut gut, danke der Nachfrage. Unsere Kinder fallen abends immer müde ins Bett… und nicht nur die Kinder.

    @Bruderinfo, bitte sendet mir doch die Mailadressen von Bob und Ulrike P., hatte schon zweimal nachgefragt per Mail. Aber ganz in Ruhe.

    @Anna, lieben Dank für die Mail, Antwort folgt noch.

    Liebe Grüße an alle und weiterhin viel Kraft.

    Wünscht ein entmutigter Bruder (er sich aber nicht runterkriegen lässt)

  • Anna
    April 17, 2011

    Lieber Entmutigter Bruder,

    schön, dass Euch die Ferien bekommen.
    Was mich persönlich immer wieder sehr berührt ist der 23. Psalm, schöne Worte kann man nicht oft genug hören, wir brauchen das.

    23. Psalm, hier die Übersetzung NEUES LEBEN:
    23 1 Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche.
    2 Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser.
    3 Er gibt mir Kraft. Er zeigt mir den richtigen Weg um seines Namens willen.
    4 Auch wenn ich durch das dunkle Tal des Todes gehe, fürchte ich mich nicht, denn du bist an meiner Seite. Dein Stecken und Stab schützen und trösten mich.
    5 Du deckst mir einen Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du nimmst mich als Gast auf und salbst mein Haupt mit Öl. Du überschüttest mich mit Segen.
    6 Deine Güte und Gnade begleiten mich alle Tage meines Lebens, und ich werde für immer im Hause des Herrn wohnen.

    Ich stelle mir dann einen Hirtenstab buchstäblich vor, am Ende gebogen. Der Hirte konnte das Schaf an einem Hinterbein festhalten wenn es weglaufen wollte. Oder er konnte es aus einem Gebüsch ziehen, aus dem es sich nicht selbst befreien konnte. Und er konnte damit Raubtiere abwehren.
    Deswegen konnte David aus Erfahreung sagen, dass der Anblick eines Hirtenstabes ihn TRÖSTEN würde.

    Und Jehova ist unser liebevoller Hirte, wir müssen uns nur hüten lassen. Uns für seine Liebe öffnen, nicht das Hütebuch auswendig lernen oder dauernd in der WT-Library surfen.
    Es bleibt auch nicht aus, dass wir in diesem Leben durch dunkle Täler gehen müssen. Aber auch das finsterste und längste Tal ist nicht endlos, Jehova und Christus sorgen dafür, dass wir wieder auf sonnige Höhen kommen, siehe die Aussage in Johannes 8:12.
    Ich denke, dass wir uns hier ehrlich austauschen können wird auch für Dich ein Aufstieg auf sonnige Höhen. Jeder kann seine Gedanken frei äußern und wird ernst genommen.
    Viel Kraft und Mut an alle.
    Liebe Grüße Anna

  • Ulrike P.
    April 17, 2011

    Hallo lieber ermutigeter (entmutigter) Bruder!

    Ist ja ´n Ding, dann können wir ja wirklich garnicht so weit auseinander liegen.
    Auch ich würde dir sehr gerne meine mailadresse über Bruderinfo zukommen lassen. 🙂

    ZITAT:
    Wie hatte eigentlich die Familie aus Deiner ehem. Versammlung reagiert (die vor kurzem mit Euch Kontakt aufgenommen hatte), als sie feststellten, dass Du sehr gläubig geblieben bist, ein starkes Vertrauen zu Jehova und seinem Wort hast?

    Sie waren sehr erstanunt darüber…aber irgendwie – glaube ich – auch froh.- Sie selbst wissen noch nicht wohin die Reise geht. Noch sind sie dabei, die Vergangenheit zu verarbeiten. – Wir reden viel und ich ermuntere sie dazu, die Bibel neu für sich zu entdecken, aber ich sage ihnen auch, dass sie sich nicht dazu verpflichtet fühlen müssen…die Zeiten wo man MUSSTE, sind vorbei. – Der Eine oder Andere braucht vielleicht erst mal seine Zeit, um „das Alte gründlich auszukehren“ bevor er sich mit neuem Sinn, wieder der Bibel zu wendet.

    Ich persönlich bin überzeugt davon, das Gott einem jeden diese Zeit zugesteht.
    Denn was man so alles verarbeiten muss, ist nicht ohne – und nicht jeder kann es sofort so abschütteln und weitermachen.

    Sie alle bleiben – sofern sie sich nicht dem Teufel verschreiben – in Gottes schützender Hand. Er ist ein Vater, der seinen Kindern die Freiheit lässt, ihren eigenen Weg zu finden und wird sie früher oder später langsam und behutsam wieder zu sich ziehen.

    Bei mir ist es so, dass ich niemals mein Vertrauen an Gott und Jesus verloren habe und ich habe auch sehr viel Zeit darauf verwendet, die Bibel nochmal ganz neu zu betrachten.
    Mein Mann und mein Sohn gehört zu denen, die sich in ihrem Leben an die Werte des Wortes halten – aber über geistige Dinge nachzudenken ist für sie noch zu negativ behaftet, dazu haben sie einfach keine Lust. – Ich finde das zwar schade, aber akzeptiere es und sage mir: Besser so als umgekehrt. 😉
    Um so glücklicher bin ich darüber, mich hier austauschen zu können.

    Bis bald und liebe Grüße
    Ulli

  • Ulrike P.
    April 17, 2011

    Lieber Bruderinfo,
    ich habe versehentlich in meinem letzten Beitrag bei „Was ist Sünde und wer kann sie überwinden“ eine Stadt angeführt, das macht mich jetzt ganz rappelig. Bitte tut mir den Gefallen und bearbeitet meinen Beitrag, indem ihr den Städtenamen löscht.
    Ich denke, das wäre auch im Sinne von entmutigter Bruder – vielen Dank schon mal.

    LG Ulli

  • Bob
    April 17, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern, liebe Brüder v. Bruderinfo

    wenn unser Geist vom Geiste Christi beherrscht wird, sind wir Diener Christi und nicht Diener der Sünde. Das kontinuierlich gepflegte Bewusstsein ein Diener Christi zu sein, Jesus als Fürsprecher zu haben, schützt uns vor unangemessenen, alles dominierende Schuldgefühlen.

    Liebe Brüder v. Bruderinfo, ich danke Euch an dieser Stelle dafür, dass Ihr die Verhältnisbeziehungen zwischen dem naturgemässenen Dasein der fleischlichen Sündhaftigkeit, der wirklichen Rolle des eigentlichen Bewusstseins, dem Willen Gottes im biblischen Sinne entsprechen zu wollen und der hohepriesterlichen Rolle Jesu so gut herausgearbeitet habt.

    Schuldgefühle sind ein grosses Problem in den Reihen der organisationsloyalen Zeugen Jehovas. Man kann darüber spekulieren, warum dem so ist? Dass das alles mit der untergeordneten Rolle Jesu im Glaubensleben, der Organisationsdominanz und dem mangelnden Blick auf die Gnade Gottes zu tun hat, ist wohl nich von der Hand zu weisen.

    Der Mensch handelt in der Regel so, wie er Situationen einschätzt. Einschätzungen haben in der Tat reale Konsequenzen. Je nach dem, welchen Fokus und Blickwinkel ich anlege, fallen die Einschätzungen unterschiedlich aus. Für den Menschen ist das die Wirklichkeit, was er meint, als Wirklichkeit sehen zu wollen.

    Bei Schuldgefühlen, wie ich sie bei vielen meiner Mitbrüder zwischen den Zeilen wahrnehme, dominieren die eigenen selbstkritischen Einschätzungen in so einem ausufernden Maße, dass der Zweifel an die eigene Person zusehends wächst und der Wert des eigenen Glaubens mit Geringschätzung betrachtet wird. Hinzu kommt die kontinuierliche Dauer eines schlechten Gewissens, was sein übriges tut.

    Ich glaube, dass der Umgang mit dem Begriff des GEWISSENS im Rahmen der Zeugen Literatur, in tiefen Sinne dafür verantwortlich ist, dass dieses von Gott gegebene kostbare Geschenk, jene dem Menschen innewohnende Stimme für verantwortliches Handeln, entwertet wird. Warum?

    Weil die Manipulation des Gewissens eine Hauptursache für unangemessene selbstzerstörerische Schuldgefühle darstellt. Das Gewissen ist dann nur eine GEMEINTE INNERE STIMME, in Wirklichkeit spricht aber etwas Fremdes.

    Ein Beispiel: Brüder machen sich Gedanken und haben „Gewissensbisse“ auf die Seite von Bruderinfo zu gehen, sie haben „Gewissensbisse“ kritische Anfragen auch nur zu denken, sie haben „Gewissensbisse“ in zahlreichen alltäglichen Situationen, wo sie zwar merken, dass menschlich gesehen ein ganz bestimmtes Verhalten nur normal und angesagt ist (Trauerfeiern, Situationen der Anteilnahme u.a.), sie sich dennoch gegen das eigene vermutete natürliche Empfinden und gegen eine angemessene Handlung entscheiden. Man kann und sollte darüber nicht urteilen. Es ist aber zu vermuten, dass hier irgendwie etwas nicht stimmt.

    Ich glaube, dass Fremdbestimmung und Gewissensmanipulation in einem engen Zusammenhang stehen. Dieser Zusammenhang ist ein sehr gefährlicher, weil er dazu führen kann, dass Personen ihrer eigenen Einschätzung und Wahrnehmung nicht mehr trauen und sich ganz auf das AUSSEN stützen und ihre Handlungen danach ausrichten.

    Vom Gewissen kann und darf man nur reden, WENN MAN DEN MENSCHEN FÜR VERANTWORTLICH HÄLT, wenn man ihm also DIE FREIHEIT ZUR CHRISTLICH-ETHISCHEN ENTSCHEIDUNG zumutet bzw. zugesteht. GEWISSEN ist nach meinem Verständnis der Inbegriff verantwortlicher Personalität und Freiheit. Im Phänomen des Gewissens konzentriert sich das nach christlicher Ethik vorausgesetze Verständnis des Menschen. Genau aus diesem Grund aber ist das Gewissen etwas sehr vieldeutiges und vielschichtiges, weil der Mensch eben genauso komplex ist.

    Ich glaube, dass Gott uns mit dem Gewissen eine Instanz geschenkt hat, von der aus wir von uns selbst Abstand nehmen können und so uns selbst als Beobachter und Beurteiler unserer Taten, Gedanken und Handlungen gegenübertreten können. Im Gewissen werden wir als Christen unserer wirklichen Verantwortungsmöglichkeiten bewusst.

    Wenn wir also mit dem Gewissen ZEUGE UNSERER SELBST sein können, haben wir mit einem christlich geprägten Gewissen immer auch die Möglichkeit, zu betrachten, ob und wann wir uns durch einen christlichen Geist in unseren Handlungen leiten lassen.

    Man fühlt sich dann gut, wenn die eigenen Handlungen und Denkweisen im Einklang mit der inneren Stimme des Gewissens liegen. Dieser Einklang ist u.a. eine Voraussetzung, um sich Gott im Namen Christus im Gebet nahen zu können. Wenn dies mit gutem Gewissen geschieht ist das ein erbauendes Erlebnis. Dies kann nur durch Glauben in die Botschaft des Christus erfahren werden. Aber auch wenn dieser Einklang einmal nicht vorhanden ist, wir uns dessen selbstverantwortlich bewusst sind, können wir ebenso gebetsvoll um eine Wiederherstellung dieses Einklangs bitten.

    Das Gewissen ist somit etwas sehr sehr Wertvolles, weil es im christlichen Sinne zur Fortführung dieses Einklangs zwischen Glauben, Tun und Gottesnähe elementar beiträgt. Es gewährleistet die innere Kontinuität eines ganzheitlichen Glaubensgefühls.

    Die Bedeutung eines gutes Gewissen wird gem. 1. Timotheus 1,5 in folgenden Zusammenhang gestellt:
    „JEDE UNTERWEiSUNG der Gemeinde muss nämlich zur Liebe hinführen, die aus einem reinen Herzen, einem guten Gewissen und einem aufrichtigen Glauben kommt.“

    Ein sehr schöner Dreiklang!

    In 1. Petrus 3,21 lesen wir:
    „Das ist ein Hinweis auf das Wasser der Taufe, die euch jetzt rettet. Denn der Sinn der Taufe ist ja nicht, dass der Körper vom Schmutz gereinigt wird. Wer sich taufen lässt, bittet damit Gott, sein GEWISSEN von aller Schuld zu REINIGEN. Das ist möglich, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden.“

    Der Glaube reinigt das Gewissen!

    In 1. Tim. 1,19 heißt es:
    „Bewahre den GLAUBEN und ein REINES GEWISSEN! Manche haben in ihrem Glauben Schiffbruch erlitten, weil sie NICHT auf die Stimme ihres Gewissens gehört haben.“

    Man muss und soll der Stimme des Gewissens vertrauen können!

    1. Tim. 3,9:
    „Sie sollen durch ein untadeliges Leben dem Geheimnis des Glaubens Ehre machen.“

    Die Reinigung des Gewissens ist ein Geheimnis des Glaubens!

    1. Petrus 3,16:
    „Antwortet taktvoll und bescheiden und mit dem gebotenen Respekt – in dem Bewusstsein, dass ihr ein reines Gewissen habt. Dann werden alle beschämt sein, die euch verleumden, wenn sie sehen, was für ein einwandfreies Leben ihr in Verbindung mit Christus führt.“

    Reines Gewissen und christliche Handlung!

    Der Glaube steht in allen diesen Texten in einem engen Zusammenhang mit einem reinen Gewissen. Das reine Gewissen ist ein Ergebnis des Glaubens an Christus.

    Wenn man in den Gemeinden der Zeugen Jehovas beobachtet, dass viele ein „dauerschlechtes“ Gewissen haben, dann bedeutet das nichts anderes, als dass die VERHÄLTNISBEZIEHUNG ZWISCHEN GLAUBEN UND GEWISSEN GESTÖRT IST.

    Paulus schreibt an Timotheus, dass jede Unterweisung in der Gemeinde nur dann gottgemäß ist, wenn sie die Gläubigen darin unterstützt, im wirklichen Glauben an Christus zu wachsen. Nur daraus stellt sich ein gutes Gewissen ein. Unser Gott hat dafür gesorgt, dass das wahrhaftige und aufrichtige Studium seines reinen Wortes dazu beiträgt, dass wir in einem guten Gewissen Gott gegenüber RUHEN können.

    Denn obwohl wir sündig sind, können wir im Glauben an Christus vor Gott rein dastehen, und auch wenn wir sündigen, sieht Gott, dass wir in der Betrachtung unseres Gewissens unserer Schuld bewusst sind. Wir zerbrechen aber nicht daran, sondern wissen, dass Gott unseren Sinn sieht, das Gute tun zu wollen.

    GEFÄHRDUNG DES GEWISSENS

    Dieser ganze Einklang zwischen Glauben und Gewissen wird dann NACHHALTIG GESTÖRT, wenn etwas Fremdes dazwischen tritt. Etwas was behauptet, zum Glauben gehört noch mehr als das, was uns Jehova in seinem Wort verkündigt hat. In der Vermengung dieser herrschaftsorientierten menschlichen Forderungen (Leistungschristentum, Organisationsloyalität, Sklavengehorsam, Entwertung von eigentlichen Gewissensentscheidungen durch Aufrichtung einer menschlich sanktionierten Lehrmeinung, Aberkennung von Entscheidungskompetenz) mit eigentlich biblischen Gedankengut, entsteht wiederum diese mythische Melange.

    Diese Vermengung wirkt nachhaltig destruktiv. Einer individuell gemeinten Gewissensentscheidung ist dann nicht mehr zu trauen, weil sie im christlichen Sinne nicht mehr von der natürlichen Verhältnisbestimmung zwischen Glauben und gutem Gewissen bestimmt und dominiert ist. Diese natürliche von Gott so vorgesehene Verhältnisbeziehung ist dann determiniert bzw. unterwandert. Die INNERE Stimme wird dann zu einer FREMDEN Stimme. Wenn man sich dessen aber nicht BEWUSST IST, wird diese fremde Stimme als die Eigene gedeutet.

    Die Manipulation des Gewissens zeigt sich dann in ihrer Klarheit, wenn man merkt, das die angeblich eigene Stimme nicht mehr wirklich der Zeuge der eigenen Personalität ist. Man merkt, dass etwas nicht passt, etwas der eigenen Glaubensnatur zuwiderläuft. Der manipulierte Mensch, der sich dessen nicht bewusst ist, kann daran zerbrechen, in Schuldgefühlen versinken, deren Ursache und Wirkungen er gar nicht richtig versteht oder einordnen kann. Er deutet alles zu seinen Lasten. Damit wird er labil und beherrschbar. Groteskerweise wird solchen Menschen dann noch empfohlen, dass sie an ihrem Glauben arbeiten sollten, Studieren, Versammlungsbesuch, die üblichen Floskeln.

    Wenn man beispielsweise an das Thema zivile Dienste oder Bluttransfusionen denkt: hier ist im Zusammenhang mit der Verwendung des Gewissensbegriffes durch die WTG Missbrauch in verschiedene Richtungen zu bemängeln.

    Erst einmal werden ureigene Gewissensentscheidungen zu Lehrmeinungen erklärt. Nach Korrektur der Lehrmeinung wird auf die Gewissensentscheidung verwiesen. Lehrmeinung steht aber immer über dem Gewissen, wenn die LK eine eigentliche Gewissensentscheidung zur Lehrmeinung stilisiert hat. Man instrumentalisiert dann immer das Geschenk Gottes, das Geschenk der inneren Stimme, wenn es gerade passt.

    In der Fremdbestimmung durch die Organisationsloyalität wird das biblisch bestimmte Gewissen (ursprünglich hervorgebracht aus dem Glauben zur Botschaft Christi) mit WTG Gedankengut und pharisäischen Forderungen überfrachtet, beeinflusst und in eine bestimmte Orientierung gelenkt. Das führt dazu, dass beispielsweise jemand, der im April keine 30 Stunden einsetzt, ein schlechtes Gewissen hat und dieses schlechte Gewissen mit einer Schwäche des Glaubens gleichsetzt. Dies führt dann wiederum zu einer Störung des Gebetslebens usw. Hinzu kommt dann noch das publizierte Gedankengut, was diese Glaubensschwäche noch bestätigt.

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ich traue meinem eigenen Gewissen nicht mehr und gehe diesem auf den Grund. Oder ich höre auf mein Gewissen, was eigentlich gar nicht meines ist, bin dann aber frremdbestimmt. Wie immer ich es auch drehe: entweder fühle ich mich schuldig, weil ich die Fremdbestimmung als natürliche Glaubensforderung deute oder ich fühle mich nicht schuldig, sondiere meine Gewissen, räume auf und werde zum Aussenseiter gestempelt.

    Schlimm wird es, wenn das persönliche Gewissen suggestiv durch Mentaltechniken in der Literatur beinflusst wird:

    z.B. „einige Brüder konnten es mit ihrem Gewissen vereinbaren……. „“Wahre Diener Jehovas….tun dies oder das“

    Paulus hat darüber schon an Titus 1, 16 geschrieben:
    „…und sich nicht von Leuten, die der Wahrheit den Rücken gekehrt haben, vorschreiben lassen, was rein und was unrein ist.
    Für die, die ein reines Gewissen haben, ist alles rein. Für die dagegen, die durch Schuld befleckt sind und den Glauben aufgegeben haben, ist nichts rein; ihr ganzes Denken und Fühlen ist beschmutzt.
    Diese Leute behaupten, Gott zu kennen, aber durch ihre Taten beweisen sie das Gegenteil. Sie sind zu verabscheuen, denn sie wollen nicht hören und sind unfähig, irgendetwas Gutes zu tun.“

    Der selbstbestimmte Glauben führt uns zu einem reinen Gewissen. Nur was uns dieses reine Gewissen pflegen lässt, ist gottgemässer Herkunft.
    Das Ziel aller Unterweisung ist die Pflege unserer Liebe, die Pflege unseres Glaubens, die Pflege eines reinen Gewissens.

    Wer mit seiner Lehre nicht dazu beiträgt, dass Gläubige ihr Bewusstsein für ein reines Gewissen weiterhin pflegen können und in Schuldgefühlen versinken, redet nicht gemäß Gottes Wort.

    Ein christlich gesinnter Mensch wird immer wissen, wann er gesündigt hat, sein Gewissen wird es im zurückmelden. Dann liegt es an ihm, ob dieser im Glauben an Christus wieder um ein reines Gewissen bittet und sich bemüht, dem Willen Gottes wieder besser zu entsprechen.
    Die Rede vom abgestumpften Gewissen macht, solange man im Glauben steht keinen Sinn. Erst recht nicht, wenn man Abstumpfung mit
    Kategorien wie PredigtdienstLEISTUNG, Versammlungsbesuch und sonstigem in Verbindung setzt.

    Dauerhafte Schuldgefühle sollten im Leben eines Christen nie die Regel sein. Natürlich kommen sie vor, aber sie sollten sich nicht auf Dauer einstellen. Es gehört zum Geheimnis des Glaubens, dass Gott uns im Glauben zu Christus innere Ruhe, Freude und ein reines Gewissen schenkt.

    Nur das manipulierte Gewissen widerstrebt der gottgemässen Einheit zwischen Glauben und innerlich gefühlter Reinheit. Ein selbstbestimmter Christ kann seiner inneren Stimme im Glauben trauen. Der fremdbestimmte Christ wird von einem manipulierten Gewissen in unangemessene Schuldgefühle getrieben. Diese können ihn psychisch krank machen und dazu führen, dass dieser längerfristig seine Freude verliert irgendwann
    vor Erschöpfung ganz zerbricht.

    Unser Gewissen ist ein heiliges von Gott gegebenes Geschenk.
    Unsere christliche Gewissensbildung muss uns zum Gebrauch der Freiheit führen.
    Unsere christliche Gewissensbildung muss in vertrauter Atmosphäre geschehen, ohne Verdacht auf Manipulationsabsichten
    Unsere christliche Gewissensbildung muss zu guten brüderlichen Beziehungen in aller Aufrichtigkeit und Authentizität führen.
    Unsere christliche Gewissensbildung muss uns dazu erziehen, in Krisensituationen immer wieder zu Christus umzukehren.
    Unsere christliche Gewissensbildung muss uns im Herzen weit und mitfühlend werden lassen.

    Christliche Freiheit braucht ein reines Gewissen, was zu Freude und Zuversicht führt.
    Christliche Selbstbestimmung baut auf ein reines Gewissen und signalisiert uns, dass wir im tiefen Glauben zu Gott und Christus selbstverantwortlich handeln.

    Ich grüsse Euch alle da draussen

    Euer Bruder Bob

  • Anna
    April 17, 2011

    Lieber Bob,
    es stimmt m.E. alles was Du sagst. Wenn Jehoa es zuläßt werden wir ggf. mal ein Gedächntnishahl zusammen feiern,
    Was ich in diesem Zusammenhang beachtenswert empfinde: Ich habe gerade zu Jehova gebetet, ihn um Verzeihung gebeten. Mir ging es schon ab und zu ähnlich wie Hiobs Frau. Immerhin habe ich es trotzdem geschhafft der Stimme der Liebe zu folgen,. nicht der WTG.,, Ich habe leider meinem Mann, einem an einer schweren Krankheit leidenden Menschen geraten mehr in Jehoa Zuflucht zu finden. Dafür schäme ich mich heute. Kurz vor seinem Tod hat er mir gesagt, dass er irgendwie ein Problem hat, alles zu glauben. Und er hat und habe ich auch undendlich viel Qual erlebt. Nur, aus heutiger Sicht, denke ich er hatte Recht, und bin ihm nachträglich dankbar für sein Vermähtis an mich.
    Sehr liebe Grüße und Jehovas Segen wünscht de inzwischen müde Anna, weil, bin seit 5.30 wach und muss morgen wieder früh wieder funtionieren. In diesem Sinne wünscht allen alles Liebe Anna

  • Bob
    April 17, 2011

    Liebe Schwester Anna,

    ganz lieben Dank für Deine freundlichen Zeilen und offenen Worte.
    Ich glaube, dass wir alle irgendwann einmal in unserem christlichen Leben Dinge von uns gegeben haben, die wir heute so nicht mehr sagen würden. Aber in dem Moment, wo wir es sagten, waren wir eben davon überzeugt. Und auch wenn einem manchmal ein flaues Gefühl überkam, eine eingeschränkte Wahrnehmung führt eben zu eingeschränkten Einschätzungen. Liebe Anna, so wie Du heute Dein christliches Leben betrachtest, die Art und Weise wie Du kommunizierst und Deine Fähigkeit der Anteilnahme auslebst,zeigt, dass Du eine Schwester bist, die sich wirklich vom Geist unseres Vaters leiten lässt. Und auch wenn Du vergangenens heute anders bewertest, vielleicht warst Du im tiefen Innern schon immer so, nur kommt es vor, dass die einstige Fremdbestimmung unsere wahre Personalität verschüttet. Jetzt wo die Steine weg sind, können wir uns entfalten und die Freiheit, auch die Freiheit der eigenen emotionalen Fähigkeiten und Bedürfnisse wirklich geniessen.

    Auch ich wünsche mir, dass irgendwann die Zeit kommt, dass wir mit all den Brüdern hier, bei einer ruhigen Tasse Tee offen und authentisch reden können.

    Die Zeit hat schon begonnen. Dir alles Gute, viel Segen und herzliche Grüsse

    Dein Bruder Bob

  • Samuel
    April 17, 2011

    hallo bruder bob,

    deinen aufsatz über das gewissen kann ich nur zustimmen, die fremdbestimmung habe ich schon lange gesehen, immer schön verpackt in schachtelsätzen, dadurch das wir die literatur und eben nicht gottes wort primär studiert haben wurde unser gewissen geschult und gleichzeitig abgeschaltet, aber von einer anderen quelle irgendwie genial aber traurig zugleich weil wir unsere persönlichkeit ausgeschaltet haben, humanitäre hilfe z.b. ach das wird gott in der neuen welt schon machen wie pervers ist das eigentlich, die tagesschau als gute nachrichten anzusehen das das ende nicht mehr lange auf sich warten lässt, dabei müssen wir doch mitleid empfinden, wir müssen doch traurig sein über jemandem dem es schlecht geht, aber nein nichts dergleichen passiert kolektives versagen stellt sich ein, wie barbarisch ist so ein verhalten aber wir haben alle da mit gemacht mehr oder weniger, und das im guten glauben für einen gott den es in dieser form ja gar nicht gibt, denn was sagt die schrift gott ist liebe nicht er hat liebe nein er ist liebe, darüber sollte man(n) oder frau mal wirklich intensiv und jeder für sich einmal nachdenken was das eigentlich bedeutet, lieber bob ich freue mich wenn ich hier deine aufsätze lesen kann, dann fühle ich mich nicht allein in meiner gedankenwelt ich frage mich aber auch kann und können wir eigentlich dann noch in den kö.. saal gehen, können wir das mit unserem gewissen vereinbaren oder läuft man nicht doch wider gefahr sich gedanklich wieder in die wtg welt einzugliedern ? ich habe persönlich für mich noch keine abschließende antwort gefunden die sieht denke ich eh bei jedem anders aus, nur was ich meine ist christliche freiheit bei den zeugen überhaupt zu finden? ich vermute das jesus zu aller erst uns möchte ganz individuell und vielleicht ergibt sich dann alles weitere wohin sollen wir gehen fragte petrus und gab selber die antwort du jesus hast worte ewigen lebens also ab zu jesus und versammeln tja ihr lieben tuen wir das nicht schon nämlich hier und da wo sich gespräche über dem herrn ergeben …. also ich wünsche auch heute allen die hier lesen oder gedanken einbringen einen sonnigen tag und liebe und freude im herrn

    samuel

  • Bob
    April 17, 2011

    Lieber Bruder Samuel,

    für Deine guten Kommentare möchte ich Dir danken. In der Tat befinden wir uns in einem grossen Dilemma, was den Besuch der Zusammenkünfte angeht. Das hast Du sehr richtig bemerkt. Wenn man die eigentliche biblische Botschaft erkannt hat, sich seinen selbstbestimmten Glauben neu erarbeitet hat, sich innerlich gereinigt, die Psyche geordnet und das Umfeld analysiert hat, bleibt nicht mehr viel übrig von dem, was man einst so vehement vertrat. Wenn man die psychischen, sozialen und herrschaftsorientierten Mechanismen durchschaut und die Ruhe in sich gefunden hat, bleibt nur noch der Impuls, das vorsichtige Wort, was wir unseren Brüdern zwischen Zeilen mitteilen können.

    Da ich Kinder habe, ist es mir bald nicht mehr möglich, guten Gewissens in die Versammlung zu gehen. Je nach Versammlung und Dauer der Zugehörigkeit (soziale Netzwerke u.a.) muss jeder selbst entscheiden, wann es Zeit ist, zu gehen. Da wir aber aus Gründen des Umzugs nur wenig involviert sind und nur einen „schwachen“ Status haben, fällt es uns natürlich leichter.
    Für andere mag es sinnvoll erscheinen, einige Kommentatoren hier haben das ja angedeutet, noch zu verbleiben, und ihren sozialen Status dazu nutzen, Mitbrüdern Hilfe zu leisten und Beistand zu bieten. Das ist aber von Fall zu Fall verschieden.

    Und ohne Kinder kann man auch leichter diplomatisch im Hintergrund agieren, als wenn man Verantwortung für Kinder hat, die alles wie Schwämme in sich aufsaugen.

    Ich möchte, dass meine Kinder in christlicher Freiheit aufwachsen und nicht unter Knechtschaft einer Organisation.

    Die Organisation ist unverbesserlich. Wenn man sich die Studienausgabe des 15. Juli 2011 genauer anschaut, merkt man wiederum die ganze Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit.

    Die Brüder werden angehalten, ja nie einen Kommentar in einem Forum wie diesen zu schreiben. Ein ganzes Arsenal an Mentaltechniken wird aufgewartet, um den Brüdern weiszumachen, dass alle organisationskritischen Brüder mit „giftigen Brunnen“ gleichgesetzt werden. Was für ein Armutszeugnis und wie armselig.
    Wiederum hört man, dass uns die Organisation all das lehrt, was wir zu wissen glauben. Immer wieder die gleichen Redewendungen, sie werden nicht müde mit ihrem eintönigen macht- und einflussbesessenen Getöse.

    Wenn man sich dass Woche für Woche anhören muss, vergewaltigt man in der Tat seinen eigenen Geist. Und wenn man wirklich die Freude in Christus bewahren will, sollte man nicht vergessen, dass die innere Abschottung Woche für Woche viel Kraft kostet. Auch können wir wirklich niemanden mehr guten Gewissens zum Königreichssaal führen. Königreichssaal ist der repräsentative Ort einer menschlichen Organisation. Das sollte man nicht vergessen. Wir sind innerlich gesehen nur noch zeitweilig Ansässige und im Geiste schon abgereist.

    Ich wünsche Dir, dass Dudie richtige Entscheidung treffen mögest, ich freue mich über Deine Kommentare.

    Herzliche Grüsse
    Dein Bruder Bob

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Lieber Bruder Bob,

    Zitat: „Wir sind innerlich gesehen nur noch zeitweilig Ansässige und im Geiste schon abgereist.“

    Leider ist das in unserem Fall ähnlich, zumindest haben wir innerlich schon die Koffer gepackt uns stellen uns vor, wann und wie der Moment sein wird, wenn wir abreisen, oder wenn man UNS „auf die Reise“ schickt.

    Da auch wir zwei liebe kleinere Kinder haben, stellt sich uns auch immer öfter die Frage, wie lange es so noch weiter geht.

    Zusätzlich noch „offiziell“ als Ältester zu dienen, macht die Sache noch komplizierter und schafft regelmäßig Reibungspunkte.

    Vorträge werden umgeschrieben, Aufgaben abgesagt oder inhaltlich meinem Gewissen angepasst usw. – das geht sicherlich nicht mehr lange gut… ;-(

    Wäre nicht Jehova, sein Geist, die biblische Hoffnung, meine lieben Kinder und meine liebe Frau und auch Ihr, die Ihr hier in ähnlichen Situationen ausharrt, wäre ich möglicherweise nicht mehr unter den Lebenden.

    Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen.

    Liebe Grüße

    Ein entmutigter Bruder

  • Manfred
    April 17, 2011

    Lieber entmutigter Bruder,
    Jetzt war ich ganz geschockt, als ich Deine Aussage …sonst wäre ich nicht mehr unter den Lebenden., gelesen habe.
    Du hast eine Familie mit 2 kleinen Kindern. Nichts und niemand darf sich so in eine Familie drängen, dass Du bereit bist, diese in den Tod zu verlassen. Wenn die Organisation bei Dir diese Gefühle auslöst, dann solltest Du besser heute wie morgen gehen. Ich würde Dir auch dringend den Rat geben, dich für eine Zeit in ärztliche Betreuung zu begeben, das wirkt manchmal wahre Wunder.
    Ich war auch mal in der Situation mir den Tod zu wünschen, allerdings aus anderen Gründen. Irgendwann habe ich mir dann vorgestellt, wie meine Familie ohne mich zurechtkommen sollte. Dann war mir schnell klar, dass ich sie einfach zurücklassen würde und ich mich aus dem Staub mache. Dann habe ich zu Jehova gebetet und ihn gebeten, dass er mir wenigstens soviel Kraft geben möge, damit ich weiter die Schmerzen ertragen könnte und für meine Familie finanziell sorgen könnte. Was soll ich Dir sagen, Jehova gibt immer mehr als Du benötigst. Das war vor etwa 15 Jahren und wie Du siehst, ich bin immer noch da und habe auch nicht mehr vor mir irgendetwas anzutun. Phil. 4:13 ist mein Vers: Für alles bin ich stark, durch den der mir die Kraft verleiht. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, dass Du mit der Hilfe Jehovas nicht ertragen könntest. Den Dorn im Fleisch habe ich immer noch, aber es macht mir nichts mehr aus, denn in all diesen Jahren habe ich selbst erfahren, wie der Glaube Berge versetzen kann. Deshalb nur Mut und vertraue Dich Jehova und Jesus an und wenn es nicht anders geht verlasse diese Organisation. Deshalb brauchst Du bestimmt kein schlechtes Gewissen zu haben.
    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    April 17, 2011

    Lieber entmutigter Bruder

    Du kennst Matth. 24:
    14. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
    15. Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, stehen sehet an heiligem Orte (wer es liest, der beachte es),
    16. daß alsdann die in Judäa sind, auf die Berge fliehen;

    Am Ende der Tage wird ein Punkt (Vers 15) kommen da musst Du Dich entscheiden ob Du nicht mit auf die Berge fliehst. Manche von uns sind bereits in die Berge (Jehovas) geflohen, manche überlegen sich das noch ob sie das tun sollen.
    Ich glaube wir haben diesen in Vers 15 genannten Punkt noch nicht ganz erreicht. Was das genau sein wird, können wir vorher nicht wissen. Aber es wird etwas sein was uns zwingt uns entgültig zu entscheiden wem wir folgen wollen. Jesus oder der Organisation.

    Diese Sache hängt eng mit der Situation bei Elia zusammen:
    1. Kön. 18:

    21. Da trat Elia zu dem ganzen Volke hin und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden Seiten? Wenn Jehova Gott ist, so wandelt ihm nach; wenn aber der Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm kein Wort.
    22. Und Elia sprach zu dem Volke: Ich allein bin übriggeblieben, ein Prophet Jehovas, und der Propheten des Baal sind vierhundertfünfzig Mann.

    Deswegen bitte unseren Vater und seinen Sohn Jesus um Glauben und Kraft dies durchzustehen, den in Matth. 24:13 steht:

    wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    April 17, 2011

    Hallo entmutigter Bruder,
    ich schließe mich Manfred´s Worten an.
    Denke daran, in den Augen deines himmlischen Vaters, seines Sohnes, für deine Familie und deine wahren Freunde…zu denen du auch uns hier – wenn auch durch die Entfernung ein wenig eingeschränkt – zählen kannst, ist dein Leben unendlich kostbar.
    Entziehe dich den Menschen die dir dein Leben so schwer machen, dass du es nur noch als unerträgliche Last empfindest.

    Ich weiß, als Ältester ist es besonders schwer…fühlt man doch eine besondere Verantwortung seinen Mitbrüdern gegenüber.
    In meinem Freundeskreis haben zwei Älteste trotzdem diesen Schritt getan, weil sie sonst irgendwann zugrunde gegangen wären.
    Jetzt geht es ihnen viel besser.

    Schau´ nicht mehr auf diejenigen, die dich bedrücken und dir alle Kraft und allen Mut rauben.
    Sieh´ stattdessen gemeinsam mit deiner Frau und deinen Kindern auf unseren Vater und auf unseren Erlöser Jesus Christus.

    Mache dir bewusst, dass du schon erlöst und damit befreit bist…du und deine Familie. – Die Fesseln die du zu spüren glaubst, gibt es nur in deinem Kopf. – Streife sie ab!

    Vertraue ganz und gar auf die Erlösungstat Jesu Christi…sie gilt schon ab sofort jedem der glaubt, dass Jesus auch für ihn gestorben ist:

    24 Aber was sich keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat.
    Römer 3, 24

    9 Nachdem er zu Gottes Thron zurückgekehrt ist, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, zum Retter und Erlöser geworden.
    Heb 5, 9

    12 Das Gesetz aber fragt nicht nach dem Glauben. Hier gilt: „Nur wer seine Forderungen erfüllt, wird leben.“
    13 Von diesem Fluch des Gesetzes hat uns Christus erlöst.
    Galater3, 12+13

    30 Gott allein hat es ermöglicht, dass ihr in Christus Jesus sein dürft. Er hat ihn zu unserer Weisheit gemacht. Durch ihn sind wir vor Gott gerecht gesprochen und unser Leben wird durch ihn geheiligt.
    Durch ihn sind wir erlöst.
    1. Kor 1, 30

    13 Er hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit, und nun leben wir in der neuen Welt seines geliebten Sohnes Jesus Christus.
    14 Durch ihn sind wir erlöst, unsere Sünden sind vergeben.
    Kolosser 1, 13+14

    Lieber entmutigter Bruder, ich hoffe das du dich bald umbenennen musst, weil dein Name nicht mehr zutrifft.
    Hab´ein paar wunderschöne Tage mit deiner Familie.

    LG Ulli

  • Bob
    April 17, 2011

    Lieber „entmutigter“ Bruder,

    vielleicht kann ich etwas zu Deiner „Ermutigung“ beitragen. Unsere Familien liegen uns am Herzen und es schön zu wissen und zu fühlen, dass wir diese über alles lieben. Diese schöne Gefühl ist auch ein Geschenk unseres Gottes und sollte uns freudig stimmen. Wir wissen auch, dass wir in christlicher Freiheit und selbstbestimmt nicht mehr unter den Doktrinen einer selbstherrlichen Organisation leben wollen.

    Wie ich aus Deinen vergangenen Kommentaren sehr wohl entnehmen konnte ist, dass Du sehr genau weist, wo die Gründe Deiner Entmutigung liegen.

    Wenn man jahrelang etwas verfolgt hat und dann erkennt, dass man hinters Licht geführt wurde, kommt naturgemäß viel Unmut auf.
    Wenn Du dann noch als Ältester dienst, tritt die ganze Zerrissenheit zutage.

    Sei Dir aber darüber bewusst, dass es um Deine Lebensfreude und die Lebensfreude Deiner Familie geht. Lass es nicht zu, dass Du von unangemessenen Erwartungshaltungen zerrieben wirst.

    Die ständigen diplomatischen Glimmzüge, die man in der Versammlung zu bewältigen hat, zehren an den Kräften.

    Ich finde, wir sollten niemanden erlauben, Unfriede in unsere Gemütszustände zu bringen, welche sich wiederum belastend auf die Familie auswirken können.

    Vielleicht wäre es sinnvoll, für sich in der Familie klar zu kriegen, wo die wirklichen Quellen der Freude liegen.
    Am besten, Du überlegst Dir ganz genau, in welchen konkreten Situationen Du grosse Belastungen empfindest. Das notierst Du Dir und achtest sorgfältig darauf, dass sich diese Situationen nur selten wiederholen. Das könnte bedeuten, dass Du überlegen müsstest, ob es noch weiterhin sinnvoll ist, als Ältester zu dienen. Deine Familie und Dein positives Lebensgefühl sollten erste Priorität ahben.

    Überlege Dir bitte auch, welche Situationen, Gesprächssituationen und Erlebnisse Dir wirklich gut tun. Versuche Gelegenheiten u schaffen, dass solche Situationen möglichst ft eintreten.

    Die Zerrissenheit ist das, was wirklich belastet. Wichtig ist, dass Du Deine Freude im Leben zurückgewinnst. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Ihr Euch oft in der Familie Gedanken macht, was es wohl im Ganzen bedeutet auf Distanz zur Versammlung zu gehen. Szenarien dieser Art schmerzen sehr, weil man sieht, dass
    das was man jahrelang gepflegt hat plötzlich nicht mehr da sein könnte. Doch die Frage ist, was hilft mir wirklich in Einklang mit mir selbst und Gott zu sein. Was hilft mir wirklich, die Harmonie und Lebensfreude in der eigenen Familie zu pflegen.

    Man muss eine ganz stabile Identität haben, um diesen holprigen Weg zu gehen. Mit Gottes Hilfe werdet Ihr es aber schaffen. Manchmal ist ein Umzug sinnvoll, das ist keine Flucht, aber kräftesparend.

    Wie mmer Du Dich entscheiden magst, vergiss nicht, es ist Dein Leben und Deine Familie. Betrachte sehr genau und sehr detailliert, was Dir und Deiner Familie gut tut. Denke an Momente in Euren Leben, wo Ihr Euch gut gefühlt hat. Versuche täglich, Momente der Freude irgendwie herzustellen. In diesem Punkt kannst Du ganz egoistisch sein, es geht um Dich und Deine Familie.

    Deine Kinder brauchen einen in sich ruhenden Vater, zerbreche nicht an den Erwartungen von Menschen, die Dir vermutlich nicht weiterhelfen, wenn Du oder Deine Familie Schaden nehmen. Dann kommen nur die altklugen Konservensprüche: Du must mehr studieren und Dich ganz auf Jehovas Organisaton verlassen. Wohin Dich das geführt hat, siehst Du selbst. Lass es nicht zu, dass Du Deine Freude verlierst. Gerne kann Dir Bruderinfo meine email Adresse geben, so können wir auch privat noch kommunizieren.

    Ich schliesse mit den Gedanken aus Römer 8,31:
    „Was sollen wir noch weiter sagen? Gott ist auf unserer Seite, wer kann uns dann noch etwas anhaben?“

    Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und vor allem viel Segen für Deine Familie. Bemühe Dich die Ursachen Deiner Entmutigung konkret zu benennen und schütze Dich und Deine Familie schrittweise von der Dominanz dieser Ursachen.

    Herzliche Grüsse

    Dein Bruder Bob

  • mike
    April 17, 2011

    Hallo lieber Bruder entmutigter Bruder.
    Bitte denke daran das wir alle jemanden haben der uns beobachtet, nämlich Jehova. Vergiss daher nie: Wir sind NIE ALEINE.
    Ich möchte Dich und deine Familie gerne trösten mit ein paar Bibelstellen die Euch und uns allen Kraft geben können.
    Hier sind sie:
    PSALM 55:16, 22
    PHILIPPER 4:13
    PSALM 46:1
    PSALM 34:6, 18, 19
    1.THESSALONICHER 5:17
    SPRÜCHE 3:5, 6
    Ich hoffe, diese Texte geben EUCH, lieber entmutigter Bruder,
    TROST UND ZUVERSICHT weiterzumachen.
    Vergessen wir bitte alle nicht:
    Jehovas Leitung, das Gebet, hat 24 Stunden offen.
    libe Grüsse Mike.

  • Dennis
    April 17, 2011

    Lieber „entmutigter Bruder“,

    lass BITTE nicht zu, dass eine (un)menschliche Organisation deine „Seele“ bis zum Äußersten betrübt. Wenn du dich zu sehr verbiegen musst um noch DU selbst zu sein, dann ziehe die Konsequenzen. Dies sage ich nicht einfach so daher.

    Ich bin zwar auch „noch“ ein sog. „aktiver Zeuge“, aber allein schon die Tatsache, dass ich mein Dienstamt abgegeben habe hat mir eine ungeheure innere Freiheit geschenkt. Die geistige Zwangsjacke der Organisationslinie erst einmal abgestreift konnte ich wieder klar denken und vor allem FÜHLEN.

    Eine der schlimmsten Lehre bei uns ist die „Das-Herz-ist-verräterisch“-Lehre, womit man sagen will, man soll ja nicht auf sein Herz hören sondern alles nach WT-Bibel-Wissen sein ganzes Leben lang entscheiden und handeln. Wer das einmal perfektioniert hat, der hört auf Mensch zu sein und handelt nur noch als WT-Roboter.

    Jeder der eine pers. Bindung zu unserem Herrn Jesus hat und der die Evangelien aufmerksam liest erkennt sofort, dass es ein wahres Sprichwort gibt:

    „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

    Antoine de Saint-Exupéry aus „Der Kleine Prinz“

    In diesem Sinn wünsche ich dir lieber „entmutigter Bruder“ alles gute und vor allem die Kraft für die richtige Entscheidung zugunsten deiner „Seele“!

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Ihr Lieben,

    da bei Euch leider der Antwortbutton fehlt, antworte ich einmal bei mir selbst.

    Erst einmal ganz lieben Dank für Eure netten und ermunternden Worte und den Trost.

    Es ist es wirklich nicht Wert, aus welchem Grund auch immer, sich soweit entmutigen zu lassen, dass man diesen (falschen) Schritt gehen würde. Daher möchte ich noch einmal betonen, dass ich (denke ich) momentan zwar nicht akut gefährdet bin, allerdings vor einigen Monaten solche Gedanken auftraten. Das war insbesondere der Fall, als man ernüchternd „die Wahrheit über die Wahrheit“ recherchierte, analysierte und biblisch verglichen hatte. Als dann auch noch vermeintliche Freunde einen mehr oder weniger hängen ließen, kamen solche Gedanken auf. Es spielen auch noch andere Gründe eine Rolle, auf die ich aber hier öffentlich auch nicht eingehen möchte.

    @Manfred – ja, ich bin selbst geschockt in dem Moment, wo solche Gedanken auftreten bzw. auftraten, ärztliche Hilfe „ist in Arbeit“. Vielen Dank für Deine netten Worte und freut mich, das Du in diesem Punkt auch (wieder) stabil bist. Wünsche Dir auch weiterhin viel Kraft!

    @Lieber Alois, auch Deine Kommentare schätze ich immer sehr, da Du alles sehr prophetisch und biblisch im Zusammenhang siehst. Danke für Deine biblischen Hinweise und Deine netten Worte.

    @Ulrike P. wir sind ja möglicherweise im entferntesten „Nachbarn“. Du hattest ja einmal geschrieben, dass damals in D……. auf dem Kongress die UNO Sache bekannt wurde, wir fahren ja auch immer da hin (zumindest bis jetzt und in den letzten Jahren). Auch Dir möchte ich aufrichtig für Deine netten und ermunternden Worte danken. P.S.: Wie hatte eigentlich die Familie aus Deiner ehem. Versammlung reagiert (die vor kurzem mit Euch Kontakt aufgenommen hatte), als sie feststellten, dass Du sehr gläubig geblieben bist, ein starkes Vertrauen zu Jehova und seinem Wort hast? Ich frage daher, da ich früher ein anderes entstelltes Bild von Brudern und Schwestern hatte, die ausgeschl. wurden, oder die Gemeinschaft verließen.

    @Bob: lieber Bob, auch Dir sei besonders Dank. Als Vater und Ehemann kannst Du, wie viele andere natürlich auch von Euch, meine Situation gut verstehen. Du hattest wirklich gute Ratschläge, über die ich nachsinnen möchte und umsetzen möchte, auch daran arbeite ich bereits. Gerne kann mir Bruderinfo Deine Mailadresse senden zwecks weiterer Kommunikation.

    @Mike – auch Dir möchte ich danken, die Bibelstellen werde ich mir gleich noch einmal durchlesen. Der Gedanke ist auch wirklich tröstlich, dass natürlich neben Jehova und seinem Sohn es auch viele Menschen, wie Ihr eben, gibt, die einen verstehen. Man ist wirklich nicht allein.

    @ Anna – bei Deinem Ausflug mit dem Fahrrad war ich im Geiste dabei. Ich tanke auch immer viel Kraft, wenn ich einmal (was leider zu selten vorkommt) mir die Zeit nehme und in der Schöpfung Jehovas verweile, nachsinne und bete. Vielen Dank auch für Deine netten Worte.

    @alle, die erwähnt wurden. So habt Ihr es doch geschafft, nicht nur mich, sondern auch meine Frau wieder etwas aufzurichten, wobei wir unsere Tränen nicht zurückhalten konnten. Vielen lieben Dank noch einmal für die tätige Liebe. Auch Euch natürlich weiterhin viel Kraft und Jehovas Segen in allem.

    Jetzt sollte ich schlafen gehen, morgen (heute) wird ein anstrengender Tag, fast 600 km Fahrt, hoffentlich soweit staufrei. Bis bald.

    Ein ermutigter (entmutigter) Bruder.

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Lieber Dennis,

    vielen Dank auch für Deine Worte. Ich wußte nicht, das Du nicht mehr DAG bist. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man nicht einfach so sein Dienstamt „abgibt“. Es werden doch zumindest Gründe gefordert und dann wenn es heißt „ich schaffe es nicht mehr“ o.ä., dann wird im besten Fall angeboten, einige Aufgabenbereiche abzugeben. Dies mag zwar etwas Druck und vor allem Reibungspunkte nehmen, aber die Situation ändert sich ja nicht wirklich. Kannst Du beschreiben, wie es bei Dir war? Welche Gründe hast Du angegeben und welche Reaktion hat dies hervorgerufen?

    Vielen Dank. Liebe Grüße und viel Kraft weiterhin.

    Wünscht ein entmutigter Bruder – inzwischen gut angekommen in unserer FEWO.

  • Becky
    April 17, 2011

    Hallo ihr Lieben,

    wir hatten ungefähr 1/3 Besucher( insgesammt 183) die Ansprache war eigentlich ganz ok das einzige was mich gestört hat war die aussage das nur Personen gerettet werden die sich Jehova hingegeben haben und haben sich taufen lassen, meinem Mann gefiel der Schluß nicht so richtig, der Bruder der den Vorsitz hatte las alles von einem Blatt ab(bei Interesse sollte man sich an einen Ordner wenden usw..), er fand das unpersönlich, er meinte das ist nicht das was wir in der predigdienstschule lernen
    Ideen von @Anna find ich nicht schlecht

    lg Becky

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Hallo Becky,

    die Reaktion Deines Mannes ist verständlich. Leider lies die WTG dem Vorsitzenden in diesem Falle keinen Raum für persönliche Gedanken und eigene Worte, da es in dem Falle ein Brief der Gesellschaft war, der (wortwörtlich) am Ende vorgelesen werden sollte. Damit man auch ja „nichts falsches“ sagen würde.

    Liebe Grüße ein entmutigter Bruder

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Mein lieber „entmutigte Bruder“!

    Nachdem ich eine Woche auf Urlaub war, kann ich erste heute Dein Posting kommentieren. Ich spreche aus Erfahrung auch ich war über längere Zeit in ärztlicher Behandlung bekam Antdepresiver und wwar akut Suizidgefährdet. Noch erschüterter war ich als ich erfahren mußte das verantwortlicher Aufseher – ich verwende bewußt diese Ausdruck und nicht Hirten – denen ich ein ärztliches Atest vorlegte, diese EISKALT sich über solche Fakten hinweggesetzt haben.

    Mich wundert es nicht das es unter den ZJ soviele Selbstmorde gibt. Erst kürzlich erzählte mir ein Bruder aus dem kleine Land Tirol daß nur in seinem Bekanntenkreis sich in den letzten 1 oder 2 Jahren 8 Brüder sich das Leben genommen haben. Was soll man auch anderes erwarten, die LK geht auch in anderen Doktrinen buchstäblich über Leichen (Blutfrage).

    Doch heute bin ich darüber hinweg und froh unter den Lebenden zu weilen und meiner Familie weiterhin ein Ehemann, Vater und Großvater zu sein. Doch ich KLAGE hier in aller Deutlichkeit an:
    Die Lieblosigkeit und Härte hat nichts mehr mit dem Vorbild unseres Herrn und Lehrer Jesus zu tun – seine Lehre war: ICH WILL BARMHERZIGKEIT ….wenn ihr es nur verstehen würdet !!!

    Ich wünsche Dir Kraft und den reichen Segen Jehovas und die Liebe seines Sohnes!

    lg. Matthäus

  • Christin
    April 17, 2011

    Lieber Bruder Matthäus,
    die Selbstmorde tun mir so weh. Ich bete jeden Tag zu unserem himmlischen Vater, daß er den Brüdern und Schwestern beisteht.
    Bitte liebe Brüder bitte betet auch für die so niedergeschlagenen Brüder, dass keine weiteren Selbstmorde mehr geschehen.
    Mögen doch alle traurigen Brüder bei unserem himmlischen Vater und unserem Herrn Jesus Zuflucht finden.

    Ich liebe Euch so sehr.

  • Bruderinfo
    April 17, 2011

    Liebe Christin,
    deine Sorge ist berechtigt und wichtig. Wir hören von vielen Brüdern das viele dem Druck und der Bürde nicht mehr standhalten. Dies war auch ein Grund warum Bruderinfo gegründet wurde. Im Hintergrund, nahezu verborgen sind viele Brüder depressiv und entmutigt. Aber gerade wir als Zeugen sollten doch freudig und voller Liebe sein. In unserer Versammlung gab es auch mehrere Selbstmorde. In der Nachbarversammlung hat sich sogar die Schwester eines KA erhängt. In einer anderen Versammlung begann ein Bruder Selbstmord im Königreichsaal. Christin, dies macht uns alle sehr sehr traurig. Deshalb können wir nicht mehr stillsitzen und schweigen. Auch deshalb wurden unsere 16 Thesen geschrieben mit der Hoffnung das es für die Brüder in Zukunft Erleichterungen gibt und das Joch leichter wird. Seit deshalb für einander da und schaut nicht weg. LG vom Bruderinfo-Team

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Liebe Christin, was soll ich angesichts auch der Meldung von Bruderinfo noch sagen als Traurig und Erschütternd. Wo ist das Merkmal der wahren Jüngerschaft Jesu geblieben?
    Dabei haben hier nur 2, 3 Personen ihre Erfahrungen wiedergegeben, dann lege diesen Wert auf die ganze Erde um!

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Lieber Matthäus,

    schön das Du wieder gut aus Deinem Urlaub zurück bist. Wir haben noch 2 Tage von unserem Kurzurlaub vor uns.

    Es ist entsetzlich wie viele Fälle es doch scheinbar gibt, die mit Selbstmord u.ä. unter J.Z. zu tun haben. Ich hatte glücklicherweise noch nicht sehr viel (in meinem Umfeld) damit zu tun, aber es sind und werden immer mehr Brüder und Schwestern aus meinem Umfeld depressiv und dann ist der nächste Schritt manchmal nicht sehr weit (zumindest gedanklich, wie auch in meinem Fall).

    Fairerweise muss man natürlich sagen, dass nicht alles durch die Org. usw. ausgelöst wird. Aber Fakt ist, dass dies auch oft genug vorkommt und wenn dann noch so unprofessionell und unchristlich damit umgegegangen wird, wie es wohl in Deinem Fall war, dann ist dies mehr als traurig. Wie sehr dies doch Jehova und Jesus schmerzen muss.

    Vor einigen Wochen hatte ich eine TV Reportage über J.Z. in Albanien gesehen incl. einiger Interwievs auch von einem SOPI usw.! Ich war entsetzt zu hören, welches Problem es dort gibt. Dort bringen sich immer mehr KINDER um, in der Hoffnung dem Paradies, welches J.Z. predigen, näher zu sein, wenn sie sich das Leben nehmen. In diesem sehr armen Land ist dies wohl kein Einzelfall mehr. Es wurden mehrere Betroffene gezeigt, Angehörige interwievt, auch eine Zusammenkunft im Königreichssaal gezeigt usw.!

    Wer Interesse an dem Bericht hat, kann ich den Link der Sendung zusenden, habe ich aber glaube ich nicht hier auf meinem Laptop mobil, sondern zu Hause auf dem PC.

    Auf jeden Fall wünsche ich allen weiterhin viel Kraft durchzuhalten und in allem auf Jevova und seinem Sohn zu vertrauen.

    Liebe Grüße von einem entmutigten Bruder

  • Matthäus
    April 17, 2011

    Hallo (ent)mutiger Bruder!

    Ja bitte dieser Link würde mich interessieren, eventuell kann Bruderinfo Dir auch meine eMail Adresse geben wenn sie den Link nicht veröffentlichen können!

    Danke und lieben Gruß Matthäus

  • Walter
    April 17, 2011

    Hallo Bruder,

    der Link würde mich ebenfalls interessieren.

    Im Voraus schon vielen Dank !

    Gruß

    Walter

  • Anna
    April 17, 2011

    Lieber Entmutigter Bruder,
    ich wäre Dir dankbar, wenn du mir diesen Link wg. Albanien auch zukommen lassen könntest.
    Aber bitte, lass Dich nicht stressen und genieße Deine Ferien.
    Viele liebe Grüße Anna

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Hallo zusammen,

    sind heute Nacht wieder gut zu Hause gelandet. Haben aber an 2 Tagen am Wochenende 2 Schocknachrichten erhalten, eine Nachricht davon ist ein tödlicher Unfall eines Bruders aus meiner Gruppe…!

    Hier kurz noch der Link zu dem Video über Albanien.
    http://www.youtube.com/watch?v=0gfiEDI6gzI

    @Bruderinfo: Bitte sendet mir doch die Mailadressen von Ulrike P. und Bob, frage jetzt das 4. Mal an… Vielen Dank.

    Liebe Grüße ein entmutigter Bruder

  • Alois
    April 17, 2011

    Hallo Brüder und Schwestern
    Lieber (Ent)mutig(t)er Bruder

    Die Brüder von Bruderinfo gehen auch ihrer täglichen Arbeit nach oder sind schon alt und oft krank. Sie werden auch von vielen E-Mails überschüttet, denn es gibt viel Elend in unserer Herde. Deswegen brauchen wir eine andere Lösung wie wir untereinander E-Mail Adressen austauschen.

    Zum Beispiel hat unsere Schwester Anna bereits mehrfach ihre E-Mail Adresse hier angegeben.

    Eigentlich müsste jeder der Kontakt mit anderen Brüdern und Schwestern hben möchte, nur Schwester Anna anmailen und sie könnte den Kontakt herstellen.

    Zum Beispiel wenn Du meine Mailadresse haben wolltest, müsstest Du Anna anmailen und sie schickt mir dann Deine Mailadresse. Ich kann dann immer noch überlegen ob ich Kontakt mit Dir aufnehme.

    Das war jetzt ein Beispiel wie das funktionieren könnte ohne die Brüder von Bruderinfo noch mehr zu belasten.

    Vieleicht findet sich jemand der nicht berufstätig ist und die Mailadresse hier immer wieder mal öffentlich macht für diese Aufgabe.

    Aber passt auf mit Euren persönlichen Daten, denn schnell werden sich Wölfe im Schaafspelz untermischen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    April 17, 2011

    Hallo Bruderinfo,
    danke für diesen Artikel, er hat aufgezeigt, wo der Unterschied liegt. Ein reihnisches Sprichwort bringt es auch schön auf den Punkt, ich deutsch das jetzt mal ein: „Wollen will ich schon, aber können kann ich nicht.“

    Und das ist es, worauf wir bei uns selbst achten müssen, dass das was wir wollen mit dem Willen Gottes übereinstimmt, wir werden dann zwar immernoch nicht verhindern können, dass uns das sündige Fleisch dazwischen kommt, aber so manches wird man doch eindämmen können. – Dabei helfen uns dann die Früchte des Geistes, die Gott in uns wachsen lässt.

    Ihr habt recht, Paulus widerspricht sich überhaupt nicht – er arbeitet nur aus, dass es für Gott ein großer Unterschied ist, ob man aus Schwäche oder aus purer Gleichgültigkeit Gott gegenüber sündigt.

    Nicht umsonst sagte Jesus zu seinen Jüngern in der Nacht vor seinem Tod:
    Wacht und betet, damit Ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
    Mat 26, 41

    In diesen Worten liegen zugleich Ermahnung und Verständnis.

    Leider haben sich die Menschen, die führend voran gehen wollen, dieses Verständis nicht zu eigen gemacht – Nachsicht ist für sie ein Fremdwort.

    Das Schlimme ist, dass sie mit ihrer Unbarmherzigkeit so manchen Menschen der zuerst nur aus Schwäche gesündigt hat, ganz in den Sündenpfuhl hineintreiben.
    Durch die Aburteilung der Menschen, hält er sich nun selbst vor Gott für verloren…

    LG Ulli

  • Dennis
    April 17, 2011

    Liebe Brüder u. Schwestern,

    das war sicher ein passender Artikel für den heutigen Tag. Ich hätte mir solche Worte gewünscht für das „Abendmahl“ bei uns. Leider wurde eine Ansprache gehalten, die der „Gnade“ unseres Schöpfers und dem herausragend großen Lösegeld unseres Herrn Jesus in keiner Weise Rechnung getragen hat.

    Als Jakobus 2:24 vorgelesen wurde war mir bereits klar wohin die „Reise“ dieser Ansprache geht. Ich verstehe nicht, wie man an so einem Abend sogar von „4 Säulen“ des Glaubens sprechen kann, die da wären:

    Versammlungsbesuch
    Predigtdienst
    pers. Studium
    Gebet

    Der Bruder hat einen Absatz aus dem WT-Artikel „Gottes Anerkennung gewinnen….“ von heute vorgelesen, wo es um das Predigen geht und wie sehr wir uns anstrengen müssen.

    Einfach furchtbar, wie das Opfer Jesu Christi so entstellt werden kann, dass es kaum noch erkennbar ist.

    Wie waren eure Erfahrungen, Eindrücke, Erlebnisse?

    Liebe Grüße
    Dennis

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Hallo lieber Dennis,

    ich (und meine liebe Frau) müssen sagen, dass es bei uns relativ bibelkonform zuging. Der Bruder hatte das Erste Mal diese Ansprache und war auch leicht nervös, zumal wir noch „hohen WTG“ Besuch in unserer Versammlung hatten. Sogar das Wort „Organisation“ ist nur einmal gefallen.

    Besucherzahl war bei uns + 2 Drittel der Verkündiger (wir sind eine fremdsprachige Versammlung), was natürlich nur relativ ist, aber dennoch zeigt, dass sich zumindest noch andere Menschen darüber Gedanken machen! Was dann durch div. Heimbibelstudien und anderen Dingen aus diesem Interesse bei den Menschen gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Zumindest hatten wir auch anschließend ein paar nette Gespräche.

    Also im Gegensatz zu vielen anderen Zusammenkünften oder Schulungen, muss ich ehrlich sagen, hatte der heutige Abend auf jeden Fall etwas Positives.

    Gute Nacht und einen angenehmen Tag wünscht Euch allen ein entmutigter Bruder.

  • Anna
    April 17, 2011

    Lieber Entmutigter Bruder,
    wir hatten ebenfalls sehr viele Gäste, trotz einer deutschen Versammlung, ich würde mal sagen 50% mehr.
    Ich dachte mir nur, wenn dies unsere wichtigste Feier im Jahr ist, so sollte sie doch etwas länger dauern. Bibelverse und Lieder, Gebete mehr oder weniger doch um Schnelldurchlauf.

    Aber immerhin, die Stimmung war insgesamt recht gut. Und Organisation und Werke waren dann doch nicht das Hauptthema, wenn auch am Ende erwähnt.
    Was ich traurig finde, dass bei der Bedeutung von Leib und Blut nicht auf die Qualen eingegangen wurde, die unser Herr Jesus erlitten hat. Warum liest z.B. man nicht die Verse in Matthäus Kapitel 26 und 27 GANZ, auch richtig betont, eben jemand der gut lesen kann, muss ja nicht der Redner sein, ggf. mit etwas Musik im Hintergrund und dann betet man und reicht die Symbole.
    Dann ist es eine wirkliche Feier, weil man normalerweise von diesen beiden Kapiteln so aufgewühlt ist, dass die Wertschätzung für das was Christus erlitten hat wesentlich größer wird.
    Wir sind ja heute immer noch am Todestag Christi und so nehme ich mir noch etwas mehr Zeit um nachzusinnen. Vielen Dank auch an Bruderinfo für den schönen Artikel. Ja, das wäre dann auch noch schön gewesen, dies den Gedächtnismahlbesuchern zu vermitteln.
    Einen segensreichen Tag wünscht allen
    Anna

  • Entmutigter Bruder
    April 17, 2011

    Ja liebe Anna, Emotionen sind scheinbar, obwohl sehr passend, in diesem Rahmen nicht so sehr erwünscht.

    Gute Nacht und liebe Grüße ein entmutigter Bruder.

  • Bob
    April 17, 2011

    Lieber Dennis,

    da wir in der Familie schon seit Wochen sehr viel über die Botschaft des Christi nachgedacht, gebetet und studiert haben, verspürten wir einen grossen Wunsch, uns für das diesjährige Abendmahl innerlich wirklich frei zu machen. Das heißt, wir wollten uns an diesen besonderen Tag nicht mit Beobachtungen und Wahrnehmungen konfrontieren, die wir als Störung empfinden.

    Also haben wir uns entschlossen, das Abendmahl im persönlichen Rahmen zu Hause zu feiern.

    Wir haben in der Bibel gelesen,gebetet, ungesäuertes Brot und Wein
    vorbereitet und eine Kerze angezündet.

    Für uns war es wirklich ein schönes Erlebnis. Wir verspürten in der Tat eine tiefe Dankbarkeit. Eine schöne Erfahrung.

    Und das obwohl wir uns erst überwinden mussten, diesen Schritt zu gehen. Schliesslich besuche ich schon seit Kindesalter das Gedächtnismahl im KRS.

    Es war eine gute Entscheidung und hat uns in unserem Glauben in Christus einen wirlichen Schritt weitergebracht.

    Zu wichtig war uns das Gedenken, dass wir uns an diesem Tag einmal nicht mit Kritik an irgendwelche Menschenlehren notgedrungen beschäftigen wollten. Wir hoffen auf die Zeit, wo wir das Abendmahl in aller emotionalen Offenheit mit authentischen Brüdern feiern können. Unser Gott weiss wann. Die Zeit wird kommen.

    Liebe Grüsse

    Dein Bruder Bob

  • Dennis
    April 17, 2011

    Lieber Bob,

    es ist sehr schön die Erfahrung eurer Familie beim Gedächtnismahl zu lesen und mich überkommt da etwas wehmut, denn das was du beschreibst war so anders, als das was ich empfunden habe.

    Wir waren in einem kahlen, unpersönlichen Dorfgemeinschaftshaus, das natürlich keine Atmosphäre entstehen lässt. Die Tatsache das unser Redner schlicht durch seine Persönlichkeit, kaum Herz und Gefühl rüberbringen kann, hat auch nicht gerade zur Erbauung beigetragen. Jede Emotionalität wird dadurch im Keim erstickt.

    Ich habe ja schon in meinem Kommentar von vorgestern beschrieben, wie die Schwerpunkte des Vortrages gesetzt waren. Zum Glück kann man in solchen Momenten die Gedanken schweifen lassen und den authentischen Bibelbericht lesen.

    „Die Zeit wird kommen“ hast du geschrieben, das hoffe ich sehr lieber Bob!

    Liebe Grüße auch an deine Familie
    Dennis

    P.S.: Wir werden bestimmt bald wieder priv. kommunizieren!

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