116 Comments
  • Uwe Schöning
    Mai 1, 2012

    Wenn ich mir den Artikel… und die Kommentare hierzu, die bisher geäusser wurden, mal durchlese… dann wird mir ganz anders.
    Ich hatte lange auf eine „Karriere“ innerhalb der Organisation Gottes hingewirkt… nur um festzustellen, dass es eine Organisation ist, auf der Gottes Geist schon lange nicht mehr wirkt. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass diese Menschen Gottes Wahrheit verfälschen und für sich so gebrauchen können, damit andere Christen manipuliert werden.
    Natürlich soll die „frohe Botschaft“ übersprudeln… doch welche frohe Botschaft hat die lK zu verkünden?
    Schon Jahre vor meiner Distanzierung habe ich den „Predigtdienst“ nur noch proforma ausgeübt. Er lag mir noch nie. ICh war immer jemand, der lieber mit den Brüdern sprach, sie ermunterte… gerade weil einige zu Hirten… andere zu Lehrern geformt wurden…. und doch gab es immer dieses Leistungsdenken.

    Der wichtigeste Platz im Leben? Es sollte das eigene Verhältnis zu Gott sein. Der Glaube an seinen Sohn, Jesus Christus, der sich für uns als Opfer abschlachten ließ! Ich ehre ihn ganz gewiss nicht, indem ich anderen Menschen verfälsche Lehren vermittele.

  • Richard
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha, wie hast du es geschafft zwei Jahre nicht von HzH zu gehen. ich denke nur an Dienstwoche usw. Haben nicht die Ältesten deiner Versammlung mit dir gesprochen?
    LG Richard

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Joshua,

    danke für die virtuelle Umarmung 🙂 Wer weiß ja nun ob es sich für uns alle mal eine Möglichkeit der Hoffnung die in unseren Herzen ist gemeinsam gibt, wo und wie auch immer.

    Und danke, dass du aufgezeigt hast dass Jesus eben zwischendurch nur geheilt hat und getröstet. Und wenn man die Berichte in der Apostelgeschichte z.B. Paulus in Ephesus denkt (Apostelgeschichte 19:11 und 12 (Hfa)
    „11Gott ließ durch Paulus erstaunliche Wunder geschehen. 12 Die Leute legten sogar Tücher, mit denen Paulus sich den Schweiß abgewischt hatte, und Kleidungsstücke von ihm auf die Kranken. Dadurch wurden sie gesund, und die Dämonen verließen sie“

    Dass diese DADURCH empfänglich für die gute Botschaft über Christus wurden verschweigt das Apostelgesichte-Buch leider wieder.

    Allen eine schöne Umarmung und liebe Grüße

    Anna aus dem Regen

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    >> Ich kann jedem nur dringend davon abraten, auf eine Reformation innerhalb der WTG zu warten. Dazu gibt es keinerlei Hinweise, eher ist mit einer Zuspitzung der Anmaßungen und Fehlinterpretationen zu rechnen. <<

    Da magst du recht haben, Sascha. Zu Babylon der Großen kann man noch weniger einladen als zu den Zeugen Jehovas. Man wird es wohl kaum verhindern können mit irgendwelchen Kirchen in einen Topf geworfen zu werden. Den Predigtdienst deshalb einzustellen ist auch nicht im Sinne Jehovas.

    (Römer 10:13-14,15) . . .Denn „jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“. 14 Doch wie werden sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören, ohne daß jemand predigt? . . .Wie lieblich sind die Füße derer, die gute Botschaft guter Dinge verkünden!“

    Was taten die Christen während der Zeiten der Nationen, als sie in die Diaspora verstreut und verfolgt wurden?

    Ede

    PS. Dein Antwortbutton ist „kapockdegangen“

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Ede,

    da stimme ich dir absolut zu. Ich habe mich auch nicht auf das Predigen an sich bezogen, sondern auf den Zeugen-typischen Haus-zu-Haus-Dienst. So wie Schwester Anna es beschrieben hat, kann ich es nachvollziehen, leicht dürfte das aber nicht sein, eine Trennung zwischen der WTG und der Bibel kenntlich zu machen, da man diesen HzH Dienst nunmal mit der Religionsgemeinschaft, nun Kirche der Zeugen Jehovas in Verbindung bringt. Deswegen habe ich großen Respekt vor jedem, der das irgednwie hinbekommt.

    Ich habe, seitdem ich nicht mehr diese Art des Dienstes durchführe, schon unglaublich viele Möglichkeiten bekommen, auf der Arbeit, mit Nachbarn, mit Bekannten etc. über die tatsächliche Wahrheit zu sprechen, nämlich die, die uns frei macht. Dadurch habe ich in zwei Jahren mehr „gepredigt“, als ich es die fast 25 Jahre im HzH Dienst getan habe. Deswegen sehe ich jedes Gespräch, dass ich mit Menschen über unseren Vater, Jesus oder andere biblische Themen spreche als Predigen an. Dieser Predigtdienst muss nicht von einer menschlichen Organisation strukturiert werden, sondern kommt aus dem Herzen derjenigen, die die Gnade Gottes durch seinen Sohn erkannt haben.

    Schöne Grüße und danke für deine Kommentare

    Sascha

  • Rico
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha, ich bin wohl kein Zeuge Jehova gewesen jedenfalls kein getaufter aber ich hab auch informel Zeugnis abgelegt das ging schon in der Schule los und hat bis jetzt angehalten und ich bin dankbar darauf das Gott mir die Freiheit der Rede gegeben hat und ich keine Angst hatte über Gott und sein Königreich zu reden! Was mich aber aufregt ist das Atheisten mir Gott und die Bibel erklären wollen! Sie glauben nicht an ihn und wollen mir einreden das Gott nur eine Illusion sei oder er nur Blut und Rache kennt! Solchen Menschen kann man kein Zeugnis geben, das sie immer ein Gegenargument haben wenn man ihnen erklären will das sie im Irrtum sind! Was mich aber auch mal interessieren würde, in Matt 24:14 steht doch geschrieben das zu erst die gute Botschaft auch Evangelium genannt gepredigt werden muß bevor das Ende kommt! Welches predigen ist denn damit gemeint, das der Zeugen Jehovas oder kommt das erst noch? Die Frage in diesen Zusammenhang ist ja auch, ob die Zeugen die Wahrheit gepredigt haben oder nicht? In meiner Reverdirten Elberfelder Übersetzung steht, das die Königsherrschaft gepredigt werden wird! Haben das die Zeugen getan oder nicht? Diese Fragen sollten mal besprochen werden finde ich!

    Lg Rico

  • Alois
    Mai 1, 2012

    Hallo Rico

    Du hast ein paar Fragen gestellt über welche man wirklich ernsthaft nachdenken muss. Denn die Methode sich einen Vers rauszugreifen und dann einfach etwas behaupten, das kann die Organisation sehr gut.

    Aber lesen wir doch mal den Zusammenhang:
    Matth. 24
    9. Dann werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen.
    10. Und dann werden viele geärgert werden und werden einander überliefern und einander hassen;
    11. und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen;
    12. und wegen des Überhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen {d. i. der Masse der Bekenner; vergl. Dan. 9,27.} erkalten;
    13. wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.
    14. Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
    15. Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, stehen sehet an heiligem Orte (wer es liest, der beachte es),
    16. daß alsdann die in Judäa sind, auf die Berge fliehen;
    17. wer auf dem Dache {O. Hause.} ist, nicht hinabsteige, um die Sachen aus seinem Hause zu holen;
    18. und wer auf dem Felde ist, nicht zurückkehre, um sein Kleid zu holen.

    Die ganzen Worte Jesu handeln vom Ende einer Zeitperiode. In der damaligen Welt wurde das Ende von Jerusalem vorhergesagt, was dann im Jahre 66 bis 70 u.Z. auch eintraf.

    Der bekannte Vers 14 steht somit in unmittelbarem Zusammenhang mit der nahenden Zerstörung Jerusalems, was ja mit dem Tempel das Volk Jehovas betraf.

    Der Vers 24 wird aber dazu benutzt das Predigtwerk der ZJ zu begründen. Aber das ist nach meiner Ansicht eine Verdrehung des Bibelwortes. Denn in den Versen vor und nach dem Vers 14 geht es eindeutig um das damalige Volk Jehovas.
    Wie passt das nun zusammen?

    Man muss vielleicht wissen, dass mit dem Wort Meer, im prophetischen Sinne das Völkermeer gemeint ist, somit alle 7 Milliarden Menschen. Mit Erde ist jedoch prophetisch gesehen oft das ganze Volk Jehovas gemeint das auf der ganzen Erde in fast allen Nationen lebt, auch die Wachtturmorganisation und deren Nachfolger. Mit Inseln im Meer sind meist die Gläubigen gemeint, die wie einsame Inseln aus dem Völkermeer herausragen.

    So nun zurück zum Vers 14 aus Matthäus 24:
    Wenn also von einem Predigen auf dem ganzen Erdkreis die Rede ist, dann müsste es so sein, dass es eine Zeit geben wird, in der dem Volke Jehovas, das auf der ganzen Erde wohnt, das Evangelium des Reiches Jesu gepredigt wird. Denn beispielsweise fast alle Zeugen Jehovas folgen ja der Organisation und folgen somit dem Reiche der Organisation. Sie folgen nicht Jesus und dem Reiche des Jesus!
    Wenn man den Vers 14 so versteht wie oben beschrieben, dann konnte Harmagedon und das Reich des Christus bisher gar nicht kommen, weil sich der Vers 14 vor wenigen Jahren noch gar nicht erfüllt hatte. Wo in der Welt wurde das Reich Christus beim Volk Jehovas gepredigt? Nirgends, die wenigen Jesu Treuen, also die Inseln, waren einsam und alleine, konnten nichts ausrichten, wurden von den Versammlungen wegen abtrünniger Lehren entfernt.
    Aber jetzt, auch Dank des Internets, wird dem Volke Jehovas gepredigt dass der Christus unser König und Retter ist und nicht die Organisation.

    So verstehe ich diesen Vers, wenn auch verkürzt geschrieben. Mit dem Predigtwerk der Zeugen Jehovas oder anderer Religionsorganisationen hat das nach meiner Erkenntnis nichts zu tun.

    Im Übrigen bin ich sehr erstaunt über Dein großes Bibelwissen und über Deine große Freiheit im Glauben die Du Dir bewahrt hast. Mach weiter so im Glauben, unser Vater und Jesus sehen das.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    Mai 1, 2012

    Lieber Brd. Alois,

    Ergänzend zu Deinem Kommentar möchte ich Ps. 22:22 anführen:

    Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben. (Psalm 22:22 ELB71)

    Auch der Psalmist wollte den Namen Jehovas seinen Brüdern verkündigen. Warum eigentlich seinen Brüdern? Die müssten doch bestens Bescheid über Jehova wissen.

    Liebe Grüsse manfred

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Rico,

    erstmal finde ich es richtig gut, dass du dich zu dem, was du hier an Beiträgen und Kommentaren liest, auch äußerst. Da wir ungefähr in einem Alter sind, werden wir vermutlich in der Zeit, in der wir aufgewachsen sind, ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich habe deine Kommentare in den letzten Tagen alle gelesen und möchte mich dem, was Bruder Alois darüber geschrieben hat, anschließen.

    Auch deine Frage nach dem Predigtwerk aus Matt. 24:14 hat er so beschrieben, wie es auch meinem momentanen Verständnis entspricht. Der entscheidende Punkt für mich war, dass das „Evangelium Jesu“ gepredigt werden soll. Das ist niemals durch das Predigen der Zeugen geschehen. Sie predigen den Tag Jehovas, sie predigen Harmagedon, sie predigen ein Paradies, sie predigen vielleicht noch Gottes Königreich. Aber mit Sicherheit nicht das Evangelium Jesu. Denn sonst würden sie ja verstehen, dass es nicht mehr um Werke geht. Weil genau das, das EVANGELIUM JESU ist. Die Gnade als freiwilliges Geschenk an alle, die es annehmen, und die man sich nicht durch Werke erarbeiten oder erkaufen kann.

    Daran erkennt man, wem oder was jemand folgt. Wer sagt, dass Werke nötig sind, um die Gnade oder unverdiente Güte zu erlangen, der kann sie noch nicht angenommen haben und der folgt nach wie vor den Menschen oder den menschlichen Gebilden, die die Art dieser Werke festlegen.

    Freut mich auf jeden Fall, dass du schon so viele Dinge erkannt hast und sie jetzt auch mit uns teilst. Dadurch, dass sich viele beteiligen, kann der Gedankenaustausch richtig aufleben. Ich freue mich deshalb auch schon auf deine weiteren Kommentare.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Eddi
    Mai 1, 2012

    Hallo Rico,

    schön, dass du dir um diese Fragen Gedanken machst.

    Zu Matth. 24:14, einem Grundpfeiler des Predigtdienstes der Zeugen Jehovas, möchte ich dir gern zu bedenken geben, dass die Bibel – Neue Welt-übersetzung – nicht davon spricht, dass die Gute Botschaft gepredigt werden MUSS, sondern dass sie gepredigt werden WIRD. (andere BÜ natürlich auch)

    Nun ist der Allmächtige schon immer mehr fürs Tun als nur für das Sagen gewesen und er hat uns wissen lassen, dass selbst die Schöpfung für sich selbst gesehen, eine deutliche Botschaft über IHN ist. Was sagt uns denn die Bibel über die Art der Menschen, die predigen? Lies doch bitte einmal Lukas 19:36-40. Spontan, aus einem dankbaren, vollen Herzen heraus pries das Volk den Retter Jahwes und als die Einstudierten es verbieten wollten, wies Jesus darauf hin, dass seinem Vater in der Verkündigung der Guten Botschaft keine Grenzen gesetzt sind: Um sich allen Menschen gegenüber zu offenbaren, die Herrlichkeit des Christus nachvollziehbar zu machen, braucht es keine Heimbibelstudien, sogar Steine könnten die Herrlichkeit Gottes verkünden! Worauf gründete sich das Verhalten Jesu? Er wies darauf hin, dass sein Vater fortwährend wirkt und in Joh 8:38 sagt er, dass er seine Lehre auf das bezieht, was er VOM VATER GESEHEN hat.

    Die Vorbildfunktion prägt wesentlich stärker als das allein gesprochene Wort.

    Es stimmt, dass die Organisation auch wiederholt darauf verweist, aber stimmt das von der Organisation Gesagte mit dem überein, was sie von ihren Schafen einfordert? War denn nicht in den letzten Wochen ein großer Aufschrei in den Versammlungen, wie weit die Zeit des Endes vorgerückt ist, da sogar der Präsident der Vereinigten Staaten sich öffentlich FÜR die Eheschließung Homosexueller ausgesprochen hat?! Aber kam auch nur ein einziger Kommentar, dass die WTG als Nichtregierungsorganisation die Charta der UN anerkannt und Programme mitfinanziert hat, die die Benachteiligung Homosexueller (u. a.) beseitigen soll?

    Das war nur EIN Beispiel. Der allein wahre Gott möchte sicher, dass wir uns nicht als Gelehrte aufspielen, sondern ihn in der Einfachheit unseres Herzens, mit aller Demut, mit dem ungetrübten Blick für die Bedürfnisse unseres Mitmenschen bezeugen.

    Das ist die Gute Botschaft – für Geber und Empfänger.

    Wer Stundenzettel für seinen Predigtdienst anfertigt handelt nach meiner Auffassung so, wie Jesus uns in Matth. 6:1,2 warnend sagt, denn wer den natürlichsten Gottesdienst aufschreibt, verschafft sich bereits selbst den Lohn dafür. Weiß denn Gott nicht, wann wir über ihn geredet haben? Also warum aufschreiben? Um zu dokumentieren, dass die Gute Botschaft tatsächlich bis ans Ende der Welt gepredigt wurde? Haben wir etwa Angst, dass es Gott entgehen könnte? Zu Paulus` Zeiten verfügten die wenigsten Menschen über die Möglichkeit zu schreiben und doch fand unser liebevoller himmlischer Vater die Gelegenheit, durch Paulus mitteilen zu lassen, dass die Botschaft in der damaligen Welt verkündet worden war.

    Und möchten wir im Herzen frohlocken bei dem Gedanken, dass es die einfachen Hirten waren, denen die Engel erschienen zur Geburt Jesu, nicht den Gelehrten, die von weit kamen – um sich zu verlaufen! Meine Gewissheit ist, dass nicht die Summe der Stunden auf dem Zettel, auch nicht die abgegebene Literatur und auch nicht die Rückbesuche für meine Rettung bei unserem Herrn Jesus Ausschlag gebend ist, sondern die Summe der Tränen, die ich aus Mitleid mitgeweint habe, die Umarmungen, die ich aus Freude gegeben habe, den Streicheleinheiten, die ich Einsamen gegeben habe.

    In Liebe
    Eddi

  • Matthäus
    Mai 1, 2012

    Lieber Martin!

    Zu deiner Anmerkung:

    >>Ich glaube es war dann in den 70-iger Jahren. Dann wurde all den ernannten Ältesten ein ganz besonderes Prädikat verliehen. Die jetzt schon auf Erden regierenden Gesalbten ernannten Älteste aus der großen Volksmenge und verteilten schon mal diesen die Zukunftskompetenz, nämlich sie seien die zukünftigen Fürsten auf der Erde, wenn die Gesalbten dann mit Christus vereint sind. Das hat alle sehr beeindruckt. Sie sind jetzt schon mal die „designierten Fürsten“ der neuen Erde nach Harmagedon.<<

    …erinnere ich mich auch in den 70er Jahren als die Frau eines Ältesten immer ganz stolz darauf verwiese: "Mein Mann wird nach Harmagedon ein Fürst sein!" – heute sind beide schon lange "von der Wahrheit" weg.

    Aber dieses Problem gab es schon in Korinth, Paulus mußte sich damals schon mit Machtmenschen auseinander setzen – nicht nur die superfeinen Apostel machten ihm Probleme sondern wie hat er es im 1. Brief an die Korinther formuliert:

    Kap. 4: Seid nicht überheblich, und spielt darum nicht einen von uns gegen den anderen aus! 7 Woher nimmst du dir das Recht dazu? Bist du etwas Besonderes? Alles, was du besitzt, hat Gott dir doch geschenkt. Hat er dir aber alles geschenkt, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst?

    Noch nicht am Ziel

    8 Aber ihr seid ja so satt und selbstzufrieden. Ihr haltet euch für so reich, dass ihr anscheinend nichts mehr braucht. Ihr bildet euch ein, schon jetzt herrschen zu können, als ob Christus bereits wiedergekommen wäre. Uns braucht ihr dabei nicht.1 Ich wünschte, ihr würdet wirklich schon mit Christus herrschen. Dann wären auch wir am Ziel unseres Glaubens und könnten mit euch regieren. 9 Doch ich meine, dass Gott uns, seine Apostel, auf den letzten Platz verwiesen hat, dem Tod näher als dem Leben.

    Damit wird lediglich belegt wie auch heute Älteste die nicht im Sinne und dem Vorbild Christi gemäß handeln, allem voran die LK die sich einbilden Menschen haben IHNEN zu gehorchen.

    Doch das Wort hat immer noch die gleiche Gültigkeit:

    "Wir müssen Gott mehr gehorchen als den Menschen!"

    Jeder Diener der damals als man auch Ray Franz hinauswarf, der es wagte zu obigem zu stehen und wenn er sein ganzes Leben im Bethel gedient hat, mußte die Härte und Lieblosigkeit spüren. Diese Machtmenschen vergessen nur eines: Mit dem Maß mit dem SIE messen wird auch bei IHNEN das Maß angelegt. Dann möchte ich nicht in deren Haut stecken.

    lg. Matthäus

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    >> Sind viele Älteste Machtbesessen? <<

    Ja, lieber Martin, es geht nur um Macht.

    Die Zeugen Jehovas haben polarisier und die Unzufriedenheit der Menschen für sich genutzt. Dafür bedarf es keiner Partei. Auch wir von Bruderinfo nutzen die Unzufriedenheit und polarisieren.

    Ob ein Führer oder ein Kollektiv, das sich wie ein Führer verhält, ist völlig unerheblich, wenn sie sich wie ein solcher verhalten, auch wenn sie sich nicht als solcher bezeichnen, sondern sich den Namen Leiter der Zeugen Jehovas geben. Ihre Lehre ist ihr „Parteiprogramm“, ein Dogma, dem sich alle Mitglieder kritiklos unterzuordnen haben.

    Eine abstrakte religiöse These eignet sich noch besser als ein reales Parteilprogramm, weil sie nicht bewiesen werden braucht. Lediglich der Gegenbeweis, nämlich wenn sich ein Prophezeiung nicht erfüllt, zählt, und sich glaubhaft belegen lässt. Diejenigen, die dies können, werden als Abtrünnige outgesourced.

    So ist es immer noch sehr hilfreich Jesu Machtergreifung auf 1914 in den Himmel zu verlegen, dort, wo es niemand überprüfen kann, sich selber als den Leib Christe oder irdische Abteilung der himmlischen Regierung auszugeben und sich als die Exekutive des Willen Gottes zu erklären.

    Faktisch liegt die gesamte Macht beim Sklaven, der seinen Gläubigen in dem guten Glauben, dass sie den Willen Gottes gehorchen würden, Anweisungen erteilt und Gott damit zum Erfüllungsgehilfen seines Willens degradiert. Offenbar erwarten sie, dass Jehova sich ihrer bedienen müsse, wenn ER seinen Willen getan haben will, indem sie IHM keine andere Alternative zugestehen.

    Zeugen Jehovas wählen nicht, denn sie haben bereits gewählt, nämlich das weltweite Königreich Gottes mit Jesus als König und seinen irdischen Vertretern in Brooklyn. Daher auch ihr Anspruch auf eine Weltherrschaft (Dan. 2:44)

    Wer eine Regierung auf dieser „weltlichen“ Grundlage aufbauen will, ist aus meiner Sicht ungläubig, denn er macht seine Rechnung ohne den Auftraggeber Jehova. Jehova hat uns allen vom ersten Tag seiner Herrschaft durch seinen Sohn Jesus eine gerechte und vollkommene Regierung zugesichert, die der Sklave offenbar nicht erbringen kann. In dieser Regierung spielen Jehova als unser Gott und Jesus als unser König die Hauptrollen. Alles dreht sich darum, wie Menschen von ganzem Herzen und aus freien Stücken Gottes Willen tun und ein menschenwürdiges Leben in gegenseitiger Liebe und Anerkennung führen können. Sie sollen lernen Jehova und seinen Sohn zu lieben und sich vor Sünden fürchten, aber sie sollen kein Angst mehr vor ihrem Gott haben. Einen Herrscher, einen Gott oder/und König vor dem man Angst haben muss, kann man nicht von Herzen lieben.

    Älteste sind nicht blind, sie wollen blind sein, denn es ist der Sklave und seine Lehre, die sie in diese bevorrechtigte Stellung hebt.

    Macht ist süß. Dieser Macht ist auch Satan erlegen. Für diese Macht nehmen Älteste Schwerstarbeit in Kauf. Sie stehen am Eingang vom Königreichsaal, um als erstes begrüßt zu werden, bevor die Brüder ihre Plätze einnehmen können. Selbstverständlich erwarten sie, dass man sein Gespräch unterbricht, wenn sie ein Anliegen haben, oder wenn sie auch nur begrüßt werden wollen. Sie behandeln ihre Brüder wie ihre Untergebenen oder Sklaven, rechtlos und ohne Würde. Ihr gesamtes Streben dient allein der Erfüllung der Anforderung des Sklaven. Gute Berichte untermauern dabei ihre Tätigkeit und ihre Stellung als Älteste

    Spricht man Älteste und Kreisaufseher demütig auf gewisse Ungereimtheiten in der Versammlung oder in der Lehre an, reagieren sie sehr wirsch und ungehalten und verweisen auf den Sklaven. So gefühlskalt, wie ich sie oft erlebt habe, spiegeln sie nicht die Liebe Jehovas wieder.

    Was wäre, wenn ein Ältester zu seiner von Herzen kommenden Liebe zurückfingen würde, die er früher einmal gehabt hat. Könnte er dann sein Amt noch weiter ausfüllen?

    Ede

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Hi Ede,

    zum Punkt „es geht um Macht“ stimme ich dir voll zu! Das ist menschlich. Betrifft auch Älteste. Nicht alle, aber anscheinend etliche.

    Zu:

    ZITAT Was wäre, wenn ein Ältester zu seiner von Herzen kommenden Liebe zurückfingen würde, die er früher einmal gehabt hat. Könnte er dann sein Amt noch weiter ausfüllen? ZITAT ENDE

    Das muss natürlich jeder Älteste für sich beantworten. Ich für mich finde es aber zunehmend schwierig, Dinge zu lehren oder Entscheidungen zu treffen oder auch nur mit zu verantworten, die man nicht mehr mit der eigenen Meinung oder gar der christlichen Liebe vereinbaren kann.

    Aktuell glaube ich eher daran, dass ein solcher ungelöster psychischer Konflikt auf Dauer schadet. Einem selbst. Dann sekundär auch Angehörigen und Freunden. Ich denke auch darüber nach, ob durch Niederlegung des Amtes Schaden für einen selbst vermieden werden kann, weil dann weniger innere Zerrissenheit besteht.

    Kann man dann, ohne Amt, weniger helfen? Vielleicht. Wenn du aber eh der einzige in einem Gremium bist, ist’s eh schwierig. Die Hilfe, die du dann noch geben kannst besteht eher im persönlichen Bereich mit den Brüdern. Und das geht auch ohne Amt.

    Bin aber auch noch unschlüssig …

    LG
    Hans

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo Hans

    Jede Entscheidung will gut bedacht sein. Niemand, außer dein Gewissen, wird dich zu irgendetwas drängen wollen.

    Ähnliche Probleme habe ich im Dienst. Ist es angebracht den Hausbewohner durch einseitige positive Informationen vorsätzliche zu täuschen, damit er in die Zusammenkunft kommt. Sicherlich haben Jesus und seine Jünger auch zunächst die positiven Seiten hervorgehoben, um Interesse zu wecken. Doch wie weit darf das gehen? Darf man jemanden in Kenntnis der Lehre und Handlungsweise des Sklaven in die Versammlung bringen, wenn man ihn gleichzeitig aufgrund Insiderwissens kritisiert? Ich habe damit größte Probleme.

    Ede

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Ede,
    deine Probleme kann ich sehr gut nachvollziehen…auch die von Hans.

    Dein ZITAT:
    „Sicherlich haben Jesus und seine Jünger auch zunächst die positiven Seiten hervorgehoben, um Interesse zu wecken.“

    Jesus und seine Jünger haben ganz sicher niemals erst mal lang und breit abwägen müssen, was gut wäre zu erwähnen und was besser ungesagt bleibt.
    Denn in ihrer Botschaft ging es um etwas, dass bis in alle Ewigkeit Bestand hat.

    Wenn es ETWAS gibt, worauf man sein uneingeschränktes Vertrauen setzen darf, dann darauf, dass Gott Wort hält.
    Das kann man getrost weitererzählen…und zwar ganz ohne vorsichtiges abwägen.

    Wo das nicht möglich ist…da ist allerdings der Wurm drin. – Und da will man ja noch nicht mal selber reinbeißen. 😉
    Was haben wir früher als Kinder gemacht, wenn sich ein Apfel als Wurmstichig herausgestellt hat? – Haben wir ihn etwa erstmal weitergereicht? – Nö, wir haben nicht lange gefackelt, ihn weggeschmissen und uns einen Neuen gesucht.

    LG Ulli

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    >> Was haben wir früher als Kinder gemacht, wenn sich ein Apfel als Wurmstichig herausgestellt hat? – Haben wir ihn etwa erstmal weitergereicht? – Nö, wir haben nicht lange gefackelt, ihn weggeschmissen und uns einen Neuen gesucht <<

    Guten Abend Ulli

    Wir nicht! Wir haben die schlechten Stellen herausgeschnitten und das Brauchbare gegessen.

    Ede

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Ede,

    ich glaube der Gedanke von Schwester Ulli war folgender: Wenn ich einen Wurm im Apfel erkenne, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass er von weiteren Würmern zerfressen ist, sehr groß. Und da man als Kind auf freiem Feld wohl eher selten ein Messer zum Herausschneiden dabei hatte, hat man den Apfel dann weggeworfen, statt ihm dem Nachbarsjunge weiterzureichen.

    Und aus meiner Sicht ist das ein treffender Vergleich. Ich für mich, kann heute niemandem mehr mit gutem Gewissen in eine Organisation führen, die zum Untergang verurteilt ist. Die Menschen kämen ja vom Regen in die Traufe. Das wäre so, als ob man den Menschen sagen würde, sie sollten aus dem einen Teil Babylons hinausgehen, um gleich wieder in den nächsten Teil zu wechseln.

    Was ja nicht heißt, dass man INNERHALB der Versammlung noch einigen helfen kann, die wirkliche Wahrheit über Jesus kennenzulernen. Vermutlich deswegen hat Bruderinfo ja auch den Titel „Von Zeugen für Zeugen“. Solange der Aufruf, aus Babylon der Großen hinauszugehen noch nicht endgültig ertönt ist, bleibt ja auch noch die Zeit dazu. Aber warum sollte ich mich jetzt noch am Haus-zu-Haus-Dienst beteiligen, dessen einziges Ziel es ist, die Menschen zu genau dieser Organisation hinzuführen? Und das nach allem, was hier schon in den letzten zwei Jahren bekannt gemacht wurde?

    Ich kann jedem nur dringend davon abraten, auf eine Reformation innerhalb der WTG zu warten. Dazu gibt es keinerlei Hinweise, eher ist mit einer Zuspitzung der Anmaßungen und Fehlinterpretationen zu rechnen. Bruder Martin hat es in seinem Kommentar heute morgen gut beschrieben. Vor diesen ganzen Entwicklungen dürfen wir nicht unsere Augen verschließen, aus der Hoffnung heraus, es könnte sich noch einmal etwas zum Guten wenden. Das meine ich aber nicht böse, im Gegenteil. Jetzt ist die Zeit zum Wachbleiben, und die Zeit, mehr denn je unseren Blick voll und ganz auf Jesus gerichtet zu halten.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Ede,
    die gekauften Äppel ja…da hätten uns unsere Eltern sonst auch was anderes erzählt… 😉 …aber was man auf dem freien Feld fand, da sah die Sache dann anders aus.

    Die Frage beim der wurmstichigen WTG ist aber noch nicht mal, ob wegschneiden was bringt, sondern ob unser Vater und Jesus überhaupt MÖCHTEN das man mit der Rumschnibbelei anfängt. – Denn die WTG ist ein Apfel, den nicht SIE uns angeboten haben. – Der ist uns höchstens – um beim Bild zu bleiben – ganz dumm auf den Kopf gefallen (oder von jemand ganz anderem auf die Rübe geworfen worden).

    Wenn es in der Bibel heißt, der Vater führt zum Sohn…während der Sohn zum Vater hinführt, dann ist das eigentlich Aussagekräftig genug.
    Mir sagt es, dass man von ihnen nicht auch noch wo anders hingeführt wird…schon garnicht zu etwas Wurmstichigem.

    LG Ulli

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Ede, lieber Hans, liebe Brüder und Schwestern,

    dir Hans wünsche ich viel Kraft gebetsvoll dein Amt auszuführen oder eben nicht. Das ist eine schwere Entscheidung. Wie erreicht man die Brüder bestmöglich. Ich mache ja auch Aufgaben, Demos, gebe Antworten. Allerdings NUR so, dass ich dahinterstehen kann.

    Mal angenommen ich gäbe keine Kommentare mehr in der Zusammenkunft dächten ja die Brüder, ich bin schwach im Glauben oder wurde „zurechtgewiesen“ und mir sind gewisse Einschränkungen auferlegt worden. Damit ist dann meinen Brüdern ja nicht geholfen.

    Und @Ede, zum Predigtdienst: Ich erzähle den Leuten von der Schöpfung, von Jesus Christus, wie schön Jehova alles gemacht hat usw. Alles andere kann ich nicht mehr vertreten.

    Als bei uns der Brief in Sachen 30. Mai und Besuch des Zonenaufsehers vorgelesen wurden wäre ich am liebsten aufgestanden und gegangen. Ich habe mich bemüht ruhig und gefaßt dies zu ertragen. Hätte wohl Christus einen solchen Aufwand um 1 Stunde Vortrag veranstaltet?

    Danach gibt es ja die WT-Zusammenfassung, auch aus Selters. Und wer es wg. Überfüllung nicht in die Ortsversammlung schafft, darf es ja am Telefon oder via Internet anhören.

    Noch zu den Ältesten: Nicht alle sind machtbesessen. Das sieht man hier im Forum, mit manchen darf ich mich auch noch weiter austauschen. Das sind ganz liebe treue Brüder die verantwortungsvoll mit Jehovas Schafen umgehen. Und privat jetzt von BI abgesehen kenne ich auch einige Älteste in verschiedenen Versammlungen. Und mit einem war ich ja doch verheiratet und dieser war alles andere als ein Machtmensch. Wenn ich jetzt aus der Distanz so über manche Begebenenheitennachdenke, hat er wohl sehr unter manchen Mitältesten gelitten sie sich in ihrer scheinbaren Macht gesonnt haben. So der Kampf um die besten Ältestenposten z.B. Dienstkomitee. Oder seiterzeit VBS-AUFSEHER. Früher waren die Brüder ja noch Diener, jetzt sind sie alle Aufseher.

    Das was unser lieber Bruder Matthäus kommentiert hat mit den „Fürsten“, ja das glauben manche tatsächlich immer noch. Und ich fürchte es sind nicht immer die Brüder, die an die Macht wollen sondern die Frauen dahinter, die sich im vermeintlichen Ruhm der Männer sonnen. Und wenn die Frau nicht „vorbildlich“ ist wird man erst gar nicht Ältester.

    Dabei, unser Herr Jesus hat doch so schön gesagt, dass der Größte unter uns ein Diener sein sollte.

    Soweit möglich, genießt bitte alle den wunderschönen sonnigen Tag. Ich werde dies spätestens nachmittag tun, ohne schlechtes Gewissen nicht gepredigt zu haben 🙂

    Viele liebe Grüße Anna

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna,

    dein Zitat: Ich erzähle den Leuten von der Schöpfung, von Jesus Christus, wie schön Jehova alles gemacht hat usw. Alles andere kann ich nicht mehr vertreten. Zitat Ende

    Über unseren Vater, über unseren Herrn Jesus und andere positive Aspekte der Wahrheit zu sprechen, ist natürlich genau der richtige Ansatz, aber leicht ist das für dich bestimmt nicht.

    Deswegen wünsche ich dir weiter viel Kraft dabei und wollte dir gleichzeitig sagen, dass ich meine Worte bezgl. des HzH Dienstes nicht so gemeint habe, dass ich jemanden, der diesen Dienst noch durchführt, kritisieren möchte. Wenn er aber auf die klassische „Zeugen-Weise“ durchgeführt wird, soll er zur WTG hinführen, und das sagst du ja auch, dass du das mit deinem Gewissen nicht mehr vereinbaren könntest.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Joshua
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna, ich wünsche die Kraft und den Segen unseres himmlischen Vaters für deinen Dienst als Verkündiger des Evangeliums. Ich selbst bin immer gerne und voller Überzeugung in den Predugtdienst gegangen. Einige Jahre als Pionier. Niemals musste ich dazu aufgefordert werden, es war immer mein eigener Wunsch udn „es brannt in meinen Gebeinen“. Ich bin auch immer mit dem Ziel Heimbibelstudien einzurichten in den Deinst gegangen. Im nachhinein muss ich allerdings sagen, das ich die ca. 20 Personen mit denen ich so ein Heimbibelstudium durchgeführt habe, mehr zu einer Organisition geführt wurden und weniger zum Christus. Diejenigen die dann im Laufe der Zeit merkten das etwas nicht bestimmt im System der WTG haben glücklicherweise dann doch selbst zum Christus gefunden und sich von der Versammlung und/oder Versammlung zurückgezogen.
    Nun, heute kribbels mich manchmal mit der Bibel von Haus zu Haus zu gehen und die gute Botschaft über den Christus zu predigen, aber ich möchte einfach nicht mehr mit der WTG in Verbindung gebracht werden und so lasse ich das zur Zeit lieber. Ich konzentriere mich darauf ein lebendiges Zeugnis zu sein und mich im Alltag zum Christus zu bekennen und die Menschen durch Taten der Liebe die Liebe des Christus zu übermitteln.
    Vielleicht ergibt sich ja mal ein gemeinsamer Predigtdienst der ganz neuen Art den wir machen können um die Schafe die noch ohne Hirten sind anzusprechen. Ich habe z. B. schon mal eine „Free Hugs – Gratis Umarmung“ Aktion auf einem öffentlichen Platz gemacht, mit einem großen Schild in der Hand „Kostenlose Umarmung“. Ich denke die Menschen brauchen erstmal Medizin für ihre Herzen bevor man ihnen mit „Relgion“ kommt. Die Resonanz war überwältigend. So viele Menschen wie in dieser einen Stunde habe ich mein ganzes Leben noch nicht umarmt. Jesus hat auch erstmal „geheilt“ bevor er predigte oder manchmal nur geheilt. Die Menschen müssen erstmal in einen emotional offenen Zustand kommen, bevor sie zuhören oder über religiöse Themen sprechen, denke ich. Und eine Umarmung kostet nichts und kann belastenden Kummer aus Körper und Geist drücken. Und mir selbst habe ich dadurch auch was Gutes getan: diese Aktion hat mir sehr geholfen in den Menschen auf der Straße meinen Nächsten zu sehen.

    Eine virtuelle Umarmung ( Cyperhug ) an dich liebe Anna und alle die auch eine wollen!
    Euer Joshua

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Joshua,
    Deine Einstellung zu den Menschen gefällt mir und ich verstehe auch den Grund, warum du nicht von Tür zu Tür gehst.

    Hast du diese „free hugs“ Aktion alleine durchgezogen? – Und ergab sich dann manchmal auch ein Gespräch? *neugierig bin*

    Ich selbst würde mich das glaube ich nicht trauen…zum einen hätte ich Sorge, mein Angebot würde nur spöttisch belächelt und zum anderen bin ich ja ziemlich klein…da ist die Gefahr groß das man sich den Rücken verbiegt. – Ok…mein Menne hätte auch was dagegen einzuwenden. 😉

    Aber bei all meinen Freunden werfe ich meist die Arme hoch und rufe: Drücken! 😀

    ZITAT:
    „Jesus hat auch erstmal “geheilt” bevor er predigte oder manchmal nur geheilt.“

    Ja…das ist mir auch vor einiger Zeit bewusst geworden. – Wie oft sagte er zum Geheilten einfach nur: „Geh´ hin in Frieden.“

    ZITAT:
    „Eine virtuelle Umarmung ( Cyperhug ) an dich liebe Anna und alle die auch eine wollen!“

    Nehm´ ich! 😀

    LG Ulli

  • Eddi
    Mai 1, 2012

    Jesus sagte: Ich bin der Weg, die WAHRHEIT und das Leben. Er sagte nicht, niemand kommt zum Vater, den ich nicht kunstvoll belügen kann. Hätte Jesus gelogen, damit jemand in die Synagoge kommt oder waren ihm nicht alle Menschen guten Herzens angenehm? Aus gutem Grund hat er die Huren vor die Pharisäer gestellt, die zwar gläubig getan haben, aber von welcher Art Mensch lebt denn eine Prostituierte?

    Die (meisten) heutigen Ältesten sind nicht in der Lage und auch nicht gewillt, mit Glaubensbrüdern auf Augenhöhe zu reden. Ihre Schmeicheleien holen sie sich von Andersdenkenden und tun so, als seien diese die Bemitleidenswerten, die auf ihre biblischen Informationen angewiesen seien. Die hinter der Tür sind nicht so arrogant und selbstgerecht. Wer ist wohl eher in Gottes Hand?

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Eddi,
    ZITAT:
    „Wer ist wohl eher in Gottes Hand?“

    Die Frage beantwortet Gott selbst ohne Umschweife:

    15 Ich wohne an der hohen, heiligen Stätte UND BEI DENEN, die einen zerschlagenen und gedemütigten Sinn haben, um die Gedemütigten neu zu beleben, und die zerschlagenen Herzen wieder aufleben zu lassen.
    Jes 57, 15

    Und in wessen Hand alle diejenigen sind, die ihre Tage damit ausfüllen, ihre Schafe zu demütigen, zu zerschlagen und zu belügen, hat Jesus recht deutlich benannt:

    44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und ihr tut mit Vorliebe die bösen Dinge, die er tut. Er war von Anbeginn an ein Mörder und hat die Wahrheit immer gehasst. In ihm ist keine Wahrheit. Wenn er lügt, entspricht das seinem Wesen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.
    Joh 8, 44

    Wir brauchen uns an ihnen nicht mehr aufzureiben…das Urteil haben sie sich, durch ihre Unbarmherzigkeit, schon selbst gesprochen.

    Jak 2, 13a:
    13 Denn es wird keine Barmherzigkeit für den geben, der anderen gegenüber nicht barmherzig war.

    LG Ulli

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    wie mir dieser Tage aus sicherer Quelle gesagt wurde, ist Selters dabei, die Kosten wieter runter zu fahren. Die Spendenaufkommen scheien unverändert zu sein, aber die Kosten laufen davon.
    man wird auch wieder Leute aus Selters entlassen um sie jetzt von der Payrole zu haben und erst recht später ihnen keinen Klosterplatz zum Altwerden zu geben.
    IN einem Orden kannst du leben bis du stirbst und im hohen Alter wirst du umsorgt von den Brüdern.
    In einer ordensähnliche Gemeinschaft lebts du um zu produzieren und wenn du flüssiger als Wasser bist, nämlich überflüssig, dann schmeißen sie dich raus.
    Ich gehe von der Logi her davon aus, dass sie junge Kräfte behalten werden und eher bei den Mittvierzigern die Kündigungen ansetzen. Da wird für so manchen wieder eine Welt zusammenbrechen, wo er doch lernte, dass er im Bethel den sichersten Arbeitsplatz für Jehovah hat.
    Ob im Trinkwasser in Selters was drinnen ist, das die Logik ausschaltet? Sollte nur ne rhetorische Frage zum Nachdenken sein

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Ach ja, nochwas:

    In Selters gibt’s Osmose-Wasser, davon soll man aber nicht zu viel am Tag trinken …

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Hans,

    wenn ich es richtig verstanden habe, entzieht eine Osmoseanlage dem Wasser die Mineralien. Wenn man nur solches Wasser trinkt, fehlt dem Körper irgendwann z.B. Kalzium. Und so ganz unwichtig soll das ja nicht sein… 😉

    Aber durch die hoffentlich gute physische Ernährung im Bethel müsste das eigentlich ausgeglichen werden. Schade, dass dieser ausgleichende Faktor nicht mehr auf die geistige Speise zutrifft.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Hans
    Mai 1, 2012

    [ Noch ein Versuch ]

    Hi Frank&Frei,

    klingt einleuchtend: bei inflationären Kosten und gleichbleibendem Geldeingang geht’s irgendwann abwärts … wundert mich, dass die Spenden nicht rückläufig sind … man müsste mal die Spenden korreliert zu den Mitgliederzahlen analysieren. Mit 2-3% Wachstum bei Verkündigern bzw. Täuflingen bedeutet ein stagnierender Absolutbetrag bei den Spenden im Grunde einen Rückgang, oder? Rein rechnerisch sinkt sozusagen der €-pro-Verkündiger Schnitt.

    Naja, dafür können Versammlungen neuerdings online über jw.org das Klopapier bestellen, zu zentral günstig verhandelten Preisen 🙂

    Grüße,
    Hans

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    die Selters Brothers Incorporated mischt beim Geldverdienen überall mit. auch beim Klopapier. na, so kriegen die überall Provisionen und bleiben liquide. Fehlt nur noch, dass alle VK zukünftig Selters trinken müssen, das der Literatur LKW mit ausfährt. Wäre doch ein Riesengeschäft volle Flaschen hin – leere zurück und die Kasse klingelt von der Provision

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Lieber Frank&Frei,

    danke für Deine Info! Dass die Spendeneingänge gleich geblieben sind ist wohl vor allem darauf zurück zu führen, dass die Spendenaufrufe und Artikel in immer kürzeren Abständen und immer direkter platziert werden. Im Übrigen gibt es unter den ZJ in Deutschland und anderen westl. Ländern doch einen nicht unerheblichen Prozentsatz an Gutverdienern und Selbständigen. Das sehe ich an meiner Vers. und an den Parkplätzen am und im Stadion bei den Kongresen. Die Autos, die dort stehen sind zu 90% keine „Schrottlauben“. Das muss irgendwo her kommen.

    Auch die Rentner in Deutschland sind alles in allem relativ gut betucht. Selbst wenn sie nicht so viel haben, dann spendet die treue alte Schwester jeden Monat fleißig was von der knappen Rente weg.

    Außerdem kann man ohne umschweife sagen, dass die Verschleierungstaktik der WTG was Bilanzen bzw. Kosten/Einnahmen betrifft sehr gut funktioniert und die Brüder regelmäßig in die Irre geführt werden. Das beste Beispiel hierfür ist doch die angeblichen Kosten eines Tagessonder- oder Kreiskongresses. Eine Unverschämtheit was hier den Brüdern an utopischen Kosten vorgegaukelt wird, für z.B. 8 Std. Kongress-Saal-Benutzung = 3.589,-EUR. Ein Witz! Echte Transparenz wäre ein Aushang wie in den Versammlungen, also einen „Rechnungsbericht“ für jeden Kongress, den sich dann jeder Verkündiger in Ruhe anschauen kann.

    LG
    Dennis

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Dennis, liebe Brüder und Schwestern,

    zu den Kosten für Tagessonderkongress oder Kreiskongress: Bei uns wurde in den Bekanntmachungen am TSK kurz erklärt wie sich die „Kosten“ zusammensetzen. Diese werden nach einem Schlüssel zugewiesen, d.h. ALLE tatsächlichen Kosten und Rücklagen usw. SÄMTLICHER Kongress-Säle werden zusammengezählt und dann auf die Verkündiger nach einem nicht näher erläuterten Schlüssel statistisch aufgeteilt und mit den eingeladenen Verkündigern des Kreises multipliziert. Dann kommen diese hohen Summen heraus.

    Dir lieber Bruder @Martin, vielen Dank für deinen Kommentar von heute Nacht ob wir eine Religion sind und warum die meisten Ältesten die Organisation unterstützen.
    Ich werde mir das ausdrucken und heute oder morgen in aller Ruhe lesen.
    ________________________________________________________________

    Und dann habe ich gestern abend noch in der Bibel gelesen und mir so meine Gedanken gemacht über Römer 8:31 bis 39 (Hoffnung für alle). Und ich wollte euch daran teilhaben lassen, d.h. in GROSSBUCHSTABEN sind meine Anmerkungen zu dem wirklich ermunternden Bibeltext.

    Römer 8: 31Kann man wirklich noch mehr erwarten? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?
    32 Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dem Tod ausgeliefert. Sollte er uns da noch etwas vorenthalten?
    33 Wer könnte es wagen, die von Gott Auserwählten anzuklagen?

    (ZUR LEISTUNG ANTREIBEN, SIEHE KÖNIGREICHSDIENST JUNI 2012 UND WT-STUDIUM VOM WOCHENENDE „UNSER DRINGLICHKEITSBEWUSSTSEIN BEWAHREN“)

    Niemand, denn Gott selbst hat sie von aller Schuld freigesprochen.
    34 Wer wollte es wagen, sie zu verurteilen?

    (DIE ORGANISATION WAGT DIES IN DEM SIE UNS STÄNDIG VORHALTEN WAS WIR ALLES FALSCH MACHEN)

    Keiner, denn Christus ist für sie gestorben, ja noch mehr: Er ist vom Tod auferweckt worden und hat seinen Platz an Gottes rechter Seite eingenommen. Dort tritt er jetzt vor Gott für uns ein.

    (ER, JESUS TRITT FÜR UNS EIN!!! KEIN SELBSTERNANNTER MITTEILUNGSKANAL KANN DAS VERHINDERN)

    35 Was also könnte uns von Christus und seiner Liebe trennen? Leiden und Angst vielleicht? Verfolgung? Hunger? Armut? Gefahr oder gewaltsamer Tod?
    36 Man geht wirklich mit uns um, wie es schon in der Heiligen Schrift beschrieben wird: „Weil wir zu dir, Herr, gehören, werden wir überall verfolgt und getötet – wie Schafe werden wir geschlachtet!“

    (VON DER ORGANISATION)

    37 Aber dennoch: Mitten im Leid triumphieren wir über alles durch die Verbindung mit Christus, der uns so geliebt hat.

    (INDEM WIR VERSUCHEN UNS NICHT ENTMUTIGEN ZU LASSEN)

    38 Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen

    (
    3, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten,
    39 weder Hohes noch Tiefes4 oder sonst irgendetwas können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Christus unserem Herrn schenkt.

    (AUCH NICHT DIE WTG)

    Dich Bruder @Ede verstehe ich gut, dass dir manchmal schlecht wird. Das empfinde ich schon auch zuweilen so. Das wirklich ermunternde ist, hier sind wir nicht allein. Es gibt das Gebet und Gottes Wort, das tröstet mich immer wieder.

    Und so will ich auch versuchen immer und immer wieder auf unseren Erlöser Jesus Christus hinzuweisen, wo es eben möglich ist.

    Allen weiterhin Kraft zum Durchhalten, wo auch immer wünscht Anna

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna,

    das stimmt natürlich, beim letzten Kongress wurde das in etwas auch so bei uns vorgelesen, ist aber für mich umso mehr ein Witz. Ich kann doch nicht einfach irgendwelche Kosten von völlig anderen Kongressen z.T. sogar in Österreich und Schweiz (weil die ja jetzt zum deutschen Zweig/Selters gehören) umlegen und dann von den Brüdern in Glauchau, Bingen oder wo auch immer bezahlen lassen, so als ob die Kosten für genau DIESEN Kongress vor Ort angefallen sind. So wird es nämlich vorgelesen: „die Kosten für diesen Kongress belaufen sich auf …“.

    Kommt ja noch hinzu, dass hier Kosten dazu addiert werden, die z.B. für Bingen nie angefallen sind, aber dafür in Glauchau oder Berlin usw. …..

    Für mich ist das ein hinter´s Licht führen der Brüder um die Spendenbereitschaft zu erhöhen.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    lieber Dennis, wir alle wissen doch, dass die Administration alles verborgen hält gerade mal den Lapsus darlegt, wieviel Mio man für Missionare ausgegeben hat.
    Einen ordentlichen REchnungsbericht, was Brooklyn/Selters and ERträgen aus Spenden und Provisionen bekommen – den wird niemals jemand zu Gesicht bekommen.
    man hält doch das Volk stille – ja blos ruhig sein, sonst kommt der Hammeschlag und du bist draussen.
    Die Angst regiert trotzdem hört man immer wieder mal kleinlaute zweifel. Es nährt sich derselbe und er wird nicht ständig Kind bleiben siondern erwachsen werden.
    Was machen die wohl mit den Millairden aus dem Brooklyn ERlös?
    da pecunia non olet macht, also Geld nicht stinkt, werden sie es in möglichst sichere Fonds bringen – zB hedge Fonds, die dem kleinen alles wegfressen.
    Aber hier macht man die Rechnung ohne den Herrn. BAld wird alles krachen. Die politischen Fhrer sind sich im Klaren, dass das Ende einer Ära erreicht ist. und die Schuldenmacherei ist langfristiges politisches Ziel auf dem Weg zur neuen Ordnung, dem Abklatsch des Königreiches, den Satan konterfeit.
    So schon vor 40 Jahren ein Bruder zu mir
    schöne Grüße an alle BI ler

  • Zadok
    Mai 1, 2012

    Zitat:
    Ich gehe von der Logi her davon aus, dass sie junge Kräfte behalten werden und eher bei den Mittvierzigern die Kündigungen ansetzen. Zitat Ende

    Dann bleibt zu hoffen, dass sie mit dem verlogenen Justitiar …..
    anfangen…:-)

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Menschen mit besonderen Fähigkeiten dürfen auch alt ins Bethel gehen bzw. im Bethel bleiben 🙂

  • Quasimodo
    Mai 1, 2012

    Hallo zusammen,

    nachdem ich den Aufsatz und die dazugehörenden Kommentare gelesen habe, komme ich nicht umhin den Gedanken der Kommerzialisierung des Glaubens in den Raum zu stellen.

    Es gibt sicher unzählige ZJ welche in „gutem Glauben“ ihren Predigtdienst verrichten.

    Der WTG jedoch ist es einzig daran gelegen Vermögen zu generieren.

    Wer unter diesem Gesichtspunkt die Anforderungen der WTG an die „Gutgläubigen“ Menschen betrachtet wird nicht überrascht sein wenn mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu bestimmten Zeitabschnitten Spendenaufrufe erfolgen.

    Wobei der PD nur dazu dient Menschen zu finden die ihrerseits wieder „abgeschöpft“ werden können.

    Obwohl ich schon etwas älter bin werde ich sicher den noch Tag erleben an dem die WTG „Kirchensteuer“ einzieht.

    Der Inhalt des Artikels, sowie die Reaktionen in den Kommentaren ist für mich nicht Überraschend.

    mfg

  • barnabas
    Mai 1, 2012

    Danke Bruder K.E.

    für deinen gelungenen Beitrag. Du hast ein Zitat auf der Seite 23 im Abschnitt 14 erwähnt. Dort bezieht man sich auf die besondere Aktion im März D I E S E N Jahres. Auf die Millionen die mit machten, auf Freude, Begeisterung und Glück. Wenn man bedenkt, seit wann wir diese Zeitschrift schon haben und wie viel Vorlauf man braucht um den Artikel zu schreiben, zu übersetzen und zu produzieren, so kommt man unweigerlich zu folgendem Schluss:
    Man muss bereits Ende Februar gewusst haben, das es Millionen sein würden die mit machen würden. Von der Begeisterung, Freude und dem Glück muss man auch schon gewusst haben bevor der März vergangen war!!!
    Im Juni Königreichsdienst werden gleich im ersten Beitrag 12 Gründe für das Predigen genannt. Ich zitiere mal die Punkte 5-7.
    5. Wir können unsere Schuld begleichen, wenn wir Menschen geistig helfen, die mit dem Blut Jesu erkauft worden sind. (Röm. 1:14,15)
    6. Wir vermeiden Blutschuld. (Apg. 20:26,27)
    7. Es ist eine Vorraussetzung für unsere eigene Rettung.(Hesek. 3:19,20)
    Das ist eine derart dreiste Verbiegung von Gottes Wort und grobe Missachtung von Jehovas Loskaufsvorkehrung, daß man es schon als Gotteslästerung betrachten kann.
    Man kann nur hoffen, dass dein Beitrag und jene theologische Entgleisung im Juni-Königreichsdienst noch mehr Brüder und Schwestern wach rüttelt.

    Liebe Grüße von Barnabas

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Lieber Barnabas,

    auch mir ist dieser Programmpunkt auf S.1 sofort aufgefallen. Die Verzweiflung ist in Selters dermaßen groß, dass sie vor keiner Bibelverdrehung und keinem psychischen Druckmitteln mehr zurück schrecken. Bei 4 von 12 Punkten geht es um Rettung von anderen oder einem selbst.

    Im BI-Artikel „Freut euch im Herrn“ wurde das sehr schön in einem Wort zusammengefasst, wie die WTG es schafft permanent bei den Brüdern Angst zur erzeugen und zwar durch das Predigen als „Vernichtungsvermeidung“.

    Es läuft doch einem eiskalt den Rücken runter, wenn man diese Sätze im Stakato-Stil ließt. Predigen als „Leistungs-Sport“ und dann hat die WTG noch die Arroganz zu behaupten der wichtigste Punkt sei der Punkt 12 „Es trägt zur Heiligung des Namens Jehovas bei“.

    Aus meiner Schulzeit weiß ich, damals war ich noch ZJ aus Überzeugung, dass der Name „Jehova“ als eine Art Schimpfwort galt, nicht weil alle Schüler gottlose Atheisten gewesen wären, sondern weil die WTG mit ihren Machenschaften, Lügen und Falschprophezeiungen den Namen Jehovas seit Jahrzehnten in den Schmutz zieht.

    LG
    Dennis

  • Alois
    Mai 1, 2012

    Lieber Dennis

    Deinem Kommentar und vor allem Deinem letzten Satz kann ich nur zustimmen.
    Ich rede mit Bekannten oder Arbeitskollegen nur dann über meinen Glauben, wenn ich auch genügend Zeit habe, meine abweichende Ansicht und meine Distanz zur Organisation zu erklären.
    Jesus war auch Jude dem Fleische nach, hat dies auch nicht geleugnet, aber er hat stets den Unterschied zu der theokratischen Lehrorganisation erklärt.
    Ich bekenne gegenüber Bekannten ein ZJ zu sein, aber ich distanziere mich von allem was ich nicht gutheißen kann. Und das ist fast alles.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Dennis,

    ich kann dir nur beipflichten. Das ausgerechnet dieser letzte Punkt als wichtigster Grund für das Predigen bezeichnet wird, ist eine absolute Anmaßung. Da kommen wieder „die Jehovas“, sagen die Leute hinter den Türen. Und das soll zur Heiligung des Namens beitragen?

    In Wirklichkeit wird der Name dadurch lächerlich gemacht. Vor allem, weil in der Bibel immer wieder gesagt wird, dass Jehova selbst und durch seinen Sohn die Menschen dazu bringen wird, zu erkennen, dass er der Höchste im Universum ist, hat man sich hier also auch wieder angemaßt, diese Aufgabe auf menschliche Weise zu übernehmen. Alles nur, weil man auf eigenmächtige Weise versucht, Prophezeiungen wahr werden zu lassen und damit die Machtposition der LK und der WTG gestärkt hat.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Liebe Dennis, liebe Brüder und Schwestern,

    Bezüglich des neuen Artikels im km Juni 2012 über die 12 Gründe zum Predigen. Jetzt ist es 38 Jahre her, dass untenstehender Artikel im Königreichsdienst veröffentlich wurde. Also, nichts Neues unter der Sonne in Bezug auf den 12 Gründen für das Predigen.

    *** km 8/74 S. 5-6 An alle getauften Diener Jehovas ***
    Unserer Verantwortung gegenüber der Menschheit nachkommen
    Jeder von uns sollte sich deshalb einmal überlegen, was er tut, um seiner Verantwortung gegenüber denen nachzukommen, die noch keine anerkannten Diener Jehovas sind. Ihr Leben ist von der eilends herannahenden „großen Drangsal“ ernstlich bedroht. Frage dich: „Bin ich bereit, ihnen die dringend benötigte Hilfe zu leisten? Erlauben es mir meine Verhältnisse, gewisse Umstellungen vorzunehmen, um an dem wichtigen Einsammlungs- und Rettungswerk, das nun bald zu Ende sein wird, einen größeren Anteil zu haben?“
    Das bedeutet nicht, daß Du Dir keine Zeit mehr zum Entspannen gönnen dürftest. Selbst Jesus Christus sorgte dafür, daß seine Jünger sich ausruhen und erfrischen konnten (Mark. 6:31, 32). Du solltest aber Deine Zeit auf eine Weise verwenden, die erkennen läßt, daß Du von dem Wunsch beseelt bist, Dich als ein loyaler „Mitarbeiter“ Jehovas zu erweisen, und daß Du bereit bist, Dich von ihm völlig gebrauchen zu lassen, um das Herz Deiner Mitmenschen für die Wahrheit zugänglich zu machen (1. Kor. 3:9; Apg. 16:14).
    Könnte in einigen Fällen eine Besprechung im Familienkreis vielleicht dazu führen, daß ein Familienglied an dem Predigtwerk, das sich nun in seiner Endphase befindet, einen größeren Anteil nehmen kann? Vielleicht könnte, wenn die Einkünfte zusammengelegt und alle zusammenarbeiten würden, einer aus der Familie als allgemeiner Pionier oder als Pionier auf Zeit dienen. Sollte das aber wegen gewisser familiärer Verpflichtungen nicht möglich sein, könnte sich dann vielleicht durch eine solche Zusammenarbeit die ganze Familie mehr am Predigen und Lehren beteiligen? Ist es nicht angebracht, sich in der Schlußphase der „letzten Tage“ besonders anzustrengen?
    Wir wollen der kritischen Situation, in der sich die Menschen in unserem Gebiet befinden, nicht gleichgültig gegenüberstehen und dadurch Blutschuld auf uns laden. (Vergleiche Hesekiel 3:17-19.) Als Gesamtheit werden wir das gewiß nicht tun. Da wir unsere Mitmenschen wirklich lieben und um sie besorgt sind, geben wir uns nicht mit einem Mindestmaß an Dienst zufrieden.
    Es ist in der heutigen Zeit bestimmt nicht angebracht, sich durch den Wunsch, ein bequemes Leben zu führen, oder durch übermäßige Sorgen um den Lebensunterhalt ablenken zu lassen (Matth. 13:22; Luk. 21:34, 35; 1. Tim. 6:9, 10; 1. Joh. 2:15-17). Da wahre Christen den Auftrag haben, zu predigen und Jünger zu machen, haben sie ihrer weltlichen Beschäftigung schon immer einen untergeordneten Platz eingeräumt und dem Predigen und Lehren Zeit und Kraft gewidmet, die sie sonst mit Recht zur Förderung materieller Interessen hätten verwenden können (Matth. 28:19, 20). Sollten sie dies nicht vor allem in der Schlußphase der „Zeit des Endes“ tun? ZITAT ENDE

    Viele von den Brüdern die seinerzeit die Ratschläge befolgt haben sind entweder leider schon verstorben oder alt oder leben u.U. mit geringem Einkommen oder Rente.
    Jehova wollte das doch niemals. Und er will es auch heute noch. Gestern habe ich ein wenig in Apostelgeschichte gelesen.

    Z.B. der äthiopische Eunuch, der wurde von Philipus belehrt, getauft und zog dann fröhlich seines Weges. Nirgendwo wird angeführt, dass dieser dann formell gepredigt hat. Allerdings bin ich mir sicher, dass er in seinem persönlichen Umfeld alles erzählt hat.

    Wie Bruder Martin schreibt, wie soll man jemanden „wachrütteln“, der sich schuldig fühlt und meint, sein Leben ist in Gefahr, wenn er sich nicht genau an die Anweisungen des Sklaven hält.

    Lasst uns doch bitte gemeinsam darüber nachdenken. Ich habe meine Brüder wirklich sehr gerne. Nur – wenn ich dann in der Zusammenkunft sitze und zuhöre – dann kommen in mir schon Zweifel, ob ich das alles schaffe, einfach weitermachen und den Brüdern helfen. Auch ich bin nur ein Mensch. Und – auch bezüglich der Spenden, das macht mich schon sehr sehr traurig, wie das aus dem Ruder gelaufen ist.

    Und – wie müssen sich die Brüder und Schwestern fühlen, die z.B. in Brooklyn ihre Freizeit und ihr Geld geopfert habe und jezt…

    Mit der Hilfe Jehovas und seines Sohnes werden wir es schaffen, eine gute Nacht allen herzlich Anna

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Schwester Anna, liebe Brüder und Schwestern,

    alles, was in diesem Kö-Dienst zur persönlichen Schuld gesagt wird, lässt sich mit einem Ausspruch Jesu widerlegen:

    Mat 11:28 Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und unter Lasten stöhnt! Ich werde euch ausruhen lassen.
    Mat 11:29 Nehmt mein Joch auf euch, und lernt von mir! Dann findet euer Leben Erfüllung, denn ich quäle euch nicht und habe ein demütiges Herz.
    Mat 11:30 Und mein Joch drückt nicht, meine Last ist leicht.“

    Diesen Text, der den meisten Zeugen zumindest vom Lesen her bekannt ist, kann man sehr gut verwenden, um Brüder und Schwestern zu ermuntern, die sich unter der Last, den Predigtdienst auf die von der WTG beschriebene Weise durchzuführen, abplagen.

    Ich stelle dann die einfache Feststellung heraus: Wenn mich irgendetwas in meiner Anbetung unter Druck setzt, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich abplagen muss, wenn mich etwas an den Rand meiner Kräfte bringt, DANN KANN ES NICHT VON JESUS KOMMEN. Also kommt es von Menschen. Mehr muss man oft gar nicht sagen, denn dann kann jeder selbst darüber nachdenken, was ihn eigentlich unter Druck setzt.

    Im Übrigen ist es eine völlige Verdrehung, den Text aus 1Ko_9:16 als Beweis für einen verpflichtenden Haus-zu-Haus-Dienst anzuführen: „Denn wenn ich die gute Botschaft verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen, denn ich muss sie predigen. Wehe mir, wenn ich es nicht tue!“

    Paulus spricht hier ausdrücklich von SICH, und SEINEM Auftrag, den er von Jesus direkt erhalten hatte. Jetzt meine Frage:

    HÄTTE PAULUS HIER NICHT DIE OPTIMALE MÖGLICHKEIT GEHABT, EINEN ALLGEMEIN GÜLTIGEN AUFTRAG FÜR JEDEN CHRISTEN ZU BENENNEN? WARUM SPRICHT ER NUR VON SICH, UND ERWÄHNT IM WEITEREN VERLAUF DES KAPITELS MIT KEINER SILBE, DASS ES IHM JEDER DER LESER DIESES BRIEFES GLEICHMACHEN SOLL?

    Stattdessen nimmt er in einem späteren Kapitel auf die unterschiedlichen Aufgaben der Nachfolger Jesu Bezug:

    1Ko 12:28 EINIGE hat Gott in der Gemeinde eingesetzt: Das sind erstens die Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer…
    1Ko 12:29 Sind nun etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Können alle Wunder tun?
    1Ko 12:31 Ihr bemüht euch um die größeren Gaben? Dann zeige ich euch einen Weg, der weit besser ist.“

    Und diesen Weg beschreibt er dann im Kapitel 13, wo er die LIEBE als wichtigste Eigenschaft eines Christen beschreibt. Das passt dann zu dem, was er dann die Galater geschrieben hat:

    Gal_5:14 Denn das GANZE Gesetz ist erfüllt, wenn ihr das EINE Gebot haltet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“

    Das GANZE Gesetz ist damit erfüllt. Wem gleicht also der, der zu diesem Gesetz weitere Gesetze hinzufügt? Den Pharisäern oder dem Christus?

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    >> Diesen Text, der den meisten Zeugen zumindest vom Lesen her bekannt ist, kann man sehr gut verwenden, um Brüder und Schwestern zu ermuntern, die sich unter der Last, den Predigtdienst auf die von der WTG beschriebene Weise durchzuführen, abplagen. <<

    Halle Sascha

    Zeugen Jehovas sind grundsätzlich alle superglücklich, und wer es nicht ist, hat den Glauben nicht richtig verstanden. Das Joch Jesus ist es, tagtäglich das tun zu dürfen, was uns glücklich macht, nämlich zu den Menschen zu gehen und von Jehova und seiner Organisation zu schwärmen, und wenn du das nicht machst, stimmt etwas mit deinem Glauben nicht, und du lädst Blutschuld auf dich, weil du andere Menschen daran hinderst zur Versammlung des Volkes Gottes zu kommen. Wir sollen schließlich alle übereinstimmend reden, aber was wir reden sollen bestimmt der Sklave.

    Ede

    PS. Ich glaub, mir wird gleich schlecht

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Ede,

    genauso scheint es wohl bei vielen Zeugen zu sein. Bei einigen kommt aber langsam ein Prozeß in Gang, und wenn nur einer in meiner oder deiner Umgebung auf die positiven Worte Jesu reagiert, und deren wahre Bedeutung versteht, hätte es sich doch doppelt und dreifach gelohnt.

    Du gehst ja auch noch in die Versammlung, wie viele andere hier, und hast sicher manchmal das Gefühl auf „verlorenem Posten“ zu kämpfen. Wie du aber auch in einem deiner letzten Kommentare geschrieben hast, hast du absolutes Vertrauen in die Führung Jesu. Dieses Vertrauen ist NIE vergeblich, ganz egal, ob du die Ergebnisse deines „Pflanzen und Begießen“ sehen wirst oder ob es unbemerkt von dir „weiterwächst“.

    Pre 11:6 Am Morgen säe deinen Samen und lass am Abend deine Hand nicht ruhn, DENN DU WEISST NICHT, was gedeihen wird, ob dies oder jenes oder beides zugleich.

    Schöne Grüße und viel Kraft weiterhin für dich und alle anderen, die in gleicher Weise kämpfen.

    Sascha

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Meine lieben Brüder und Schwestern.

    Gestattet mir einmal eine etwas zynische Frage, die mich immer mehr beschäftigt. Im Rahmen der gegenwärtigen Entwicklung der politischen Parteienlandschaft in Deutschland versuchen viele, die Piratenpartei einzuordnen. Man spricht auch von der „Partei, die viele enttäuschten Nichtwähler aktiviert haben“. Sind wir als Zeugen Jehovas eigentlich eine Religion oder in Wahrheit eine im abstrakten Sinn entstandene „internationale religiös-politische Partei“? Ich weiß, dass ist eine provokative Frage.

    Viele unserer Väter und Mütter sind nach dem ersten oder zweiten Weltkrieg aus großer Enttäuschung über das Verhalten der nominellen Kirchen Zeugen Jehovas geworden. Sie hatten keine Hoffnung mehr, dass die politischen Kräfte verlässlich sind und die Religionen hatten sich am Blutvergießen mit schuldig gemacht. Da bot sich die von Jehovas Zeugen „gelehrte Wahrheit“ an, ihr Bedürfnis nach einer „gerechten Regierung“ zu stillen. Dann bot es sich noch an, den Hass gegenüber den nominellen Kirchen zu schüren, weil sie ja versagt hatten und so fühlten sich viele in der Bewegung der Zeugen Jehovas gut untergebracht, denn „bald wird Gottes Königreich aller Ungerechtigkeit ein Ende bereiten“. Dafür lohnte es sich, als „Königreichsverkündiger der WTG“ ausbilden zu lassen, durch Bibelstudium, Versammlungsbesuche und allerlei theokratische Aktivitäten, die ganzherzigen Einsatz erforderten, insbesondere für die Arbeiterklasse, die ja noch um ihren Lebensunterhalt schwer zu kämpfen hatte. Das nur so als Einstieg.

    Weshalb stelle ich diese Frage? Im Hinblick auf die 12 Gründe, weshalb wir zu unserer Errettung Predigen müssen, laut Königreichdienst 06/2012, erhebt sich eigentlich die Frage, was ist der Grund für diese massiven Aufforderungen? Was ist ferner der Grund, weshalb so eine Masse an Älteste diese Formulierungen 100% unterstützt, ohne auch nur im Geringsten zu erkennen, wie sie bei der Vortragung dieser Gedanken die Schafe des Herrn „geistig vergewaltigen“?

    Ich erinnere mich auch an eine von Raymond Franz beschriebene Episode, als ein Glied der leitenden Körperschaft in einer Sitzung gesagt haben soll, „wir regieren“. Unser Br. Matthäus hat vielleicht sogar noch den genauen Wortlaut dieser Beschreibung. Tatsächlich ist man der Ansicht, das während Christus König im Himmel ist, ja als „tuvS“, nachdem man durch den Geist gesalbt wurde zu himmlischer Hoffnung, einmal zu regieren, dass man das bereits auf Erden zu erfüllen hat. Das zugewiesene Territorium des Herrn ist die große Volksmenge. Das ist dann schließlich auch der Grund, weshalb es eine Verfassung gibt, das sogenannte Glaubensbekenntnis, veröffentlicht in allen Büchern und Zeitschriften der WTG Regierungsadministration. Ferner wurde eine Gerichtsbarkeit in allen örtlichen Versammlungen geschaffen, z.B. auf Grundlage der Bücher „Gebt acht…“ oder das derzeitige „Hütebuch“. Darüber könnte man natürlich vieles berichten.

    Ich glaube es war dann in den 70-iger Jahren. Dann wurde all den ernannten Ältesten ein ganz besonderes Prädikat verliehen. Die jetzt schon auf Erden regierenden Gesalbten ernannten Älteste aus der großen Volksmenge und verteilten schon mal diesen die Zukunftskompetenz, nämlich sie seien die zukünftigen Fürsten auf der Erde, wenn die Gesalbten dann mit Christus vereint sind. Das hat alle sehr beeindruckt. Sie sind jetzt schon mal die „designierten Fürsten“ der neuen Erde nach Harmagedon. Welch ein Machtfülle und Autorität für diese loyalen WTG-Ältesten in den Versammlungen. Also nicht Jesus bestimmt dies, sondern die Gesalbten, die hier schon auf Erde regieren, bestimmen die zukünftigen Hirten. Das verleiht Macht. Das macht loyal. Wer hat schon ein solches Monopol. Ist das der Grund für die so gewaltige Blindheit der meisten Ältesten gegenüber der WTG? Ist das der Grund, weshalb sie sich der oft peinlichen Ignorierung unseres Herrn Jesus seitens des tuvS nicht bewußt werden können? Sind sie gefangen in diesem Macht-und Autoritätsgehabe?

    Jehovas Zeugen sind zweifellos „Nichtwähler“, um nicht zu sagen Piraten. Sie wählen keine politischen Parteien irgendeines Landes. Aber sie bauen für sich bereits den Machtapparat für eine neue Weltordnung. Das wollten übrigens Freimaurer, nur nebenbei erwähnt. Die Frage ist nur, ob sie unserem Herrn Jesus zuvorkommen wollen, so wie sie ihm 1914 zuvorkommen wollten und schon mal seinen Regierungsantritt vorbereitet haben und dann sein Kommen in den Himmel verlegt haben. Oder 1925, als sie Jesus vorschreiben wollten, er habe Abraham nun zur Auferstehung zu bringen und in das erbaute Haus unterzubringen. Oder 1975, als sie Jesus klar machten, nun sind 6000 Jahre vorbei, jetzt hast du zu exekutieren. Aber unserer Herr Jesus handelt nur auf Geheiß seines Vaters und nicht auf das Kommando des tuvS. Und nun setzen sie ihm auch noch die zukünftigen Fürsten vor, die über die Erde zu regieren haben. Und diese Fürsten müssen heute ihre Führungsqualitäten dadurch zeigen, dass sie mit den Schafen so umgehen, wie die WTG es ihnen vorschreibt. Sind viele Älteste Machtbesessen? In der Tat, dafür gibt es unzählige Beweise durch die vielen Machtkämpfe in Ortsversammungen der ZJ, Intrigen und unmenschliche und unbiblische Verfahrensweisen. Bei JZ gab es in internen Kriegen schon viele „geistige Tote“ zugunsten der WTG. (Ganz sicher sind es nicht alle. Du erkennst sie u.a. an Ihr liebevolles aufrichtiges Bemühen um die Brüder ohne hinterhältiges Getue. Schau ihre liebevollen Gesichtszüge an, im Gegensatz zu den oft kalten, hartherzigen, und gekünstelten Blicken und Handlungen)

    Ihr lieben aktiven, aber nachdenklich gewordenen Zeugen Jehovas,
    ihr lieben Ausgeschlossen,
    Ihr Lieben „die ihr als solche bezeichnet wurden, die die Gemeinschaft verlassen haben durch Handlungsweisen, die nicht den Direktiven der WTG entspricht und ihr behandelt werdet wie Ausgeschlossene“,
    ihr Lieben aus irgendwelchen Gründen nicht mehr aktiven Zeugen Jehovas, die ihr aus Alters-oder Krankheitsgründen keinen Bericht mehr abgeben könnt und deswegen nicht mehr in der Bilanz der WTG auftaucht und oftmals sozusagen so gut wie „abgeschrieben seit“,
    Ihr Lieben sogenannten Unregelmäßigen oder Untätigen, die ihr keinen Rechenschaftsbericht derzeit ablegt oder euch von der Versammlung einfach nur zurückgezogen habt, aus welchen Gründen auch immer:
    Anbeter Jahs und solche, die Jesus als Erlöser angenommen haben und einen tiefen Glauben im Herzen tragen, werden nie von unserem himmlischen Vater und unserem Hirten Jesus Christus verlassen. Er stützt und stärkt uns durch seinen Geist, wenn wir ihm darum bitten und wird unserer stets gedenken. Keinesfalls dürfen wir unser Vertrauen zu Jehova oder Jahwe und zu unserem Herrn Jesus verlieren.

    Sind wir eine wirkliche christliche Religion? Oder eine eigene, gewissermaßen religiös-politische Bewegung mit dem Anspruch auf Selbstverwaltung im Hinblick einer zukünftig zu erwartenden Gottesherrschaft hier auf Erden? Ziehen wir religiöse „Nichtwähler“ oder so genannte „Enttäuschte“ Personen an oder wirklich aufrichtig an der Wahrheit interessierte Menschen, die wissen wollen, was Gott und Christus lehren? Möge jeder für sich diese Frage beantworten.

    Es gibt dazu vieles zu sagen und zu schreiben. Doch sollte dies zunächst ein Anstoß ohne Bibeltexte sein, die jetzt sicherlich noch folgen werden.

    LG an ALLE
    Martin

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Martin,
    deine Worte sind eine schmerzhafte aber nötige Entlarvung. So manche wollen es wahrscheinlich noch nicht wahrhaben, aber dennoch zeigt die Realität, dass du nicht übertreibst.

    Allen die dies immer mehr erkennen, wünsche ich die Kraft sich von diesem Menschenwerk loszureißen.

    Eine Liedzeile die ich gerade gehört habe und bei der ich an meine Zeit des Losreißens erinnert wurde, möchte ich mit euch teilen:

    „Wir stoßen diese Schwerkraft ab,
    an die wir gefesselt sind.
    Brechen aus der Warteschleife aus,
    sind nicht mehr taub und blind.

    Wir steigen auf den höchsten Berg.
    Wir schwimmen durch jedes Meer,
    bereuen nichts, sind frei wie nie.
    All die Wunden sind es wert

    Komm, reiß dich los,
    wir sind noch nicht angekommen.
    Müssen los, einfach auf und davon,
    lass´ uns gehen, vielleicht finden wir unser Glück.
    Wollen sehen was davon noch übrig ist.“

    Und glaubt mir…es ist noch JEDE MENGE Glück übrig! – Und zwar genau dort, wo Martin hinweist:

    ZITAT:
    „Anbeter Jahs und solche, die Jesus als Erlöser angenommen haben und einen tiefen Glauben im Herzen tragen, werden nie von unserem himmlischen Vater und unserem Hirten Jesus Christus verlassen.“

    Dieses neue Glück besteht aus vielen Kostbarkeiten:

    Vertrauter Nähe…

    23 Jesus erwiderte: »Wer mich liebt, wird tun, was ich sage. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.
    Joh 14, 23

    …Liebe…

    5 Denn wir wissen, wie sehr Gott uns liebt, weil er uns den Heiligen Geist geschenkt hat, der unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt.
    Röm 5, 5

    …Hoffnung, Freude, Frieden und Kraft…

    Deshalb bete ich, dass Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und Frieden erfüllt, sodass eure Hoffnung immer größer wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.
    Röm 15, 13

    Das sind keine leeren Versprechungen. – Sein Herz für Jah und Jesus zu öffnen, ist das Einzige das dafür nötig ist.

    Wenn es heißt: „Liebe braucht Pflege und Zeit“, dann sind das wahre Worte, die nicht nur für zwischenmenschliche Beziehungen gelten.

    LG Ulli

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Ja, lieber Barnabas,
    so kann sich die WTG auf seine Untertanen verlassen, das sie schon vorher wissen, wie die ergebenen Br. reagieren werden. „Mit Furcht und Zittern unsere eigene Rettung erwerben“… Ich finde, es wird derzeit so offensichtlich, dass mit entstellter Bibelauslegung die Brüder förmlich „ins Feld getrieben werden“. Das macht fassungslos.
    Dein Zitat:
    „Man kann nur hoffen, dass dein Beitrag und jene theologische Entgleisung im Juni-Königreichsdienst noch mehr Brüder und Schwestern wach rüttelt“.
    Da habe ich leider wenig Hoffnung, da die meisten motivationmäßig nicht auf die Kraft des heiligen Geistes eingestellt sind, sondern „gerade auf diese Form der Motivation der WTG“.Drohung mit Lebensgefahr, Lebensverlust… Schuldzuweisung…Verschuldet, durch das Opfer Jesu… jetzt stehen wir in seiner Schuld…mögliche Anklage wegen Blutschuld…das zieht!Oder sehe ich da etwas falsch? Ist das die Motivation, die unser Herr Jesus verwenden würde? Ist das die Motivation, die unseren himmlischen Vater ehrt?

    Römer 8:1-39 Daher gibt es für die, welche mit Christus Jesus in Gemeinschaft sind, keine Verurteilung. 2 Denn das Gesetz des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht. 

    LG
    Martin

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    treffend dargelegt. Die ganze Chose erinnnert mich an die Zeit des realen Sozialismus, wo die Heilrufe wie vor 80 Jahren bin Grossdeutschland zu hören waren.
    Bestellte Massen zum Jubeln.
    Aber bedenken wir, so wie das 1000 jährige den Bach runterging und das zehntausendjährige die Oder so geht der Uhrenturm auch nor lange, bis die Feder springt oder alles stehen bleibt.
    Ergo – die messen sich mit dem Höchsten – in allen ihren Ansprüchen und die fraternisierenden Begeisterungsbezeugungen sind genaus leer wie die 30 Stunden Pioniere, die vor Erregung gar nicht mehr von der Stelle kommen.
    Stunden kloppen und Rapportzettel – wie bei den Drückerkolonnen – alles unter Zwang aus Liebe. Sehen und gesehen werden ist die größte Last auf Erden.
    die sind bald flüssiger als Wasser – überflüssig

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Hi zusammen,

    also ich gehe fest davon aus, dass dieses Jahr WENIGER den Discount-Hipi gemacht haben als letztes Jahr. Da war’s noch was Neues, etwas Besonderes. Jetzt ist schon ein wenig die Luft raus. Zumindest ist das mein Eindruck.

    So manch einer zog die 30h ohne Urlaub durch aus impliziten Gruppenzwang und muss sich danach erstmal wieder davon zeitlich/kräftemäßig erholen.

    Habe sogar Versammlungen gehört, in denen Verkündiger, die >= 30 Std. machten OHNE Hipi-Anmeldung dann einfach zur Statistik der Hipis dazugezählt wurden. ==> Augenwischerei!

    LG
    Hans

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Hans, lieber Frank & Frei,

    bezüglich der 30-Stunden-Hipi waren es auch bei uns weniger als im letzten Jahr. Und Begeisterung war keine zu verspüren. Es schien für ernannte Diener wie schon kommentiert ein Gruppenzwang zu sein. Weil, wenn der Kreisaufseher wieder kommt muss man ja vorweisen, dass man alle Gebote des Sklaven erfüllt hat.

    Wie Frank & Frei es so treffend ausgedrückt hat war es eher „Stunden kloppen“. Und der Vergleich mit einer inszenierten Begeisterung wie seinerzeit im 3. Reich ist nicht von der Hand zu weisen.

    Da muss ja dann die Liebe und die Herzlichkeit auf der Strecke bleiben. Bei mir in der Arbeit ist da mehr Mitgefühl und Herzlichkeit vorhanden obwohl es da ja wirklich um Leistung geht.

    Jetzt heute früh habe ich einen schönen Text gelesen der mich ermuntert hat.

    Epheser 3:14 bis 20 (Hfa)

    „Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an, 15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben. 16 Ich bitte Gott, dass er euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft schenkt, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet 17 und Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen. 18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren, 19 die wir doch mit unserem Verstand niemals fassen können. Dann wird diese göttliche Liebe euch immer mehr erfüllen. 20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. 21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.“

    Wie schön das ausgedrückt ist, dass unser Verstand die Liebe Jehovas und von Jesus nie erfassen kann. Aber es ist Verlass darauf. Und Vers 21: die ganze Gemeinde sollte Jesus Christus loben und ehren! Daher halte ich es für meine Pflicht meine Anwesenheit in den Zusammenkünften dafür zu nutzen dies wenn möglich zu vermitteln. Das ist nicht viel, aber immerhin.

    Und mit diesen schönen Gedanken aus Gottes Wort und der Hoffnung, dass Jehova die Verdrehung seiner Schrift nicht ewig gefallen lassen wird radle ich jetzt durch den Frühling ins Büro und werde Leistung erbringen :-).

    Einen sonnigen Tag wünscht Anna

    Vi

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Anna,
    danke für diesen wunderbaren Text aus Epheser 3:14-20.
    Kein Menschenwort vermag mich so sehr bis ins Innerste zu berühren, wie Gottes Wort.
    Es tröstet mich, es stärkt mich und…ja… es streichelt meine Seele.
    Wie könnte ich jemals darauf verzichten?

    LG Ulli

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna,

    eine sehr schöne Schlussfolgerung, die du da für dich gezogen hast. Mir gefällt besonders der Vers 17:

    Eph 3:17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in seiner Liebe fest eingewurzelt und gegründet seid;

    Durch unseren Glauben WOHNT der Christus in unserem Herzen und seine Liebe schlägt Wurzeln in uns! Das treibt uns dann an, in unserem ganz persönlichen Wirkungsbereich, immer da, wo wir mit Menschen in Berührung kommen, diese Liebe zum Ausdruck zu bringen: Durch tröstende und mitfühlende Worte und durch aufrichtige Taten der Nächstenliebe.

    Danke, dass du diesen wunderbaren Text erwähnt hast.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Hans
    Mai 1, 2012

    ZITAT „Man muss bereits Ende Februar gewusst haben, das es Millionen sein würden die mit machen würden.“ ZITAT ENDE

    Vielleicht endlich mal eine Vorhersage der LK, die stimmt? 😉

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    Neoveritas, Weltuntergang gibts doch schon im Lied.

    Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
    |: wir leben nicht mehr lang 😐
    am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
    wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
    Doch keiner weiß in welchem Jahr
    und das ist wunderbar.
    Wir sind vielleicht noch lange hier
    und darauf trinken wir.

    und die folgende Strophe könnte lauten:

    tags darauf gibts den Uhrenturm nicht mehr
    der drängte alle sehr
    und ist er erst mal weg gibts Klaren mit Speck
    auf diesen Schreck, den trinken wir dann weg
    und Patterson und Selters die sprudeln dann im Glas
    als kühles frisches Nass….
    —-
    Wir müssen bitte davon ausgehen, dass der Wirt immer die Rechnung macht und wir sind nur Gast in seinen Weiten

  • Neoveritas
    Mai 1, 2012

    Lieber Frank&Frei,

    recht herzlichen Dank für Deine Antwort in Form eines Aphorismus. Den Autor kenne ich allerdings nicht. Recht hast Du, wenn wir geduldig und mit Spannung den Dingen entgegesehen, die die Bibel vorhersagt. Spannend bleibt, was aus der WTG werden wird. Ich denke, wir können inder Zukunft mit vielen Überraschungen rechnen.

    Liebe Grüße

    Neoveritas

  • Matthäus
    Mai 1, 2012

    Zu dieser Feststellung:

    >>Wenn man einst darauf spekulierte, dass Babylon aufgrund zurückgehender Mitgliederzahl finanziell zugrunde gehen würde, wird man doch nicht als Vorreiter den Anfang machen wollen. Ihnen wird schon etwas einfallen.

    Ede <<

    … gab es bereits vor 40 Jahren diese "Prophezeiung":

    Erwachet!, 22. März 1970
    Sehr schlechte Voraussagen werden der Kirche gemacht. Nicht nur ihre Organisation als Volkskirche wird zerbrechen. Das soll schon bis 1975 der Fall sein. Sie soll in dem kommenden Jahrzehnt ihren Bankrott erleben. … Es gibt Veränderungen, die sich heute schon genau abzeichnen.

    Oder: Der Wachtturm, 15. Oktober 1971
    Zum Beispiel ist öffentlich bekannt gegeben worden, dass im radikalen Lager die russischen Führer sagen, sie würden erwarten, bis zum Jahre 1975 die ganze Welt kommunistisch gemacht zu haben.

    Königreichs-Nachrichten Nr. 16:1973
    Läuft die Zeit für die Menschheit ab? Die Hungersnöte, denen Millionen Menschen zum Opfer fallen werden – 1975 wird es wahrscheinlich soweit sein -, können nicht mehr abgewandt werden. Schon jetzt verhungert langsam eine halbe Milliarde Menschen, und eine weitere Milliarde ist unterernährt.

  • Wolseley
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna !

    Ich bin Zeitungszusteller, da hat man fiel Zeit um nachzudenken. Deinen Gedanken hatte ich auch schon.

    Möglicherweise werden die sich etwas A U S H E C K E N, denn man sieht ja, wie das Geld knapp wird und die alten Rentner, die nur für das Werk lebten und Spendeten, sterben aus und von den jüngeren die nur ein 400 € Job haben, von denen können die nichts erwarten.
    Meine Überlegung ist diese, da wird in der Predigtdienst Zusammenkunft zwei Briefe vorgelesen.

    Der eine wird von uns verlangt unsere Personalien „Das kann man noch gelten lassen“.

    Der andere könnte lauten: Die Organisation verlangt unsere Bankdaten, dafür gibt uns die Org. 14 Tage Bedenkzeit, und wer sie nicht in diesen Zeitraum raus rückt wird
    A U S G E S C H L O S S E N:

    Dann hat die Org. immer eine feste Einnahmequelle, und kann nach „X beliebiger Willkür, Geld abheben, was aus dem einzelnen Verkündiger wird, ist ganz egal, Hauptsache, sie haben das, was sie wollen „Geld“

    Wir wissen absolut nicht, was die LK. schon in den untersten Schubläden vorbereitet hat, wie sie zu Geld kommen.

    Wer so handelt, den Traut man alles zu.

    In Liebe und in Theokratischer Verbundenheit.

    Dein Wolseley

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo Wolseley

    Eine bequemere Variante ist die Kirchensteuer. Sie wird vom Finanzamt von steuerpflichtigen Mitgliedern erhoben. Das „geänderte Licht“ kann man damit begründen, dass die Kirchensteuer nur von Brüdern erhoben wird, die so viel Geld verdienen, dass sie steuerpflichtig sind, und damit ihre finanzielle Situation berücksichtigt wird. Außerdem wird verhindert, dass pauschal erhobene Kirchensteuer an die Kirchen der Christenheit abgeführt wird. Dass es früher Argumente gegen die Erhebung von Kirchensteuern gab, wird mit dem neuen Licht begründet wie die Anerkennung als KdöR, die früher auch abgelehnt wurde. Als anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts dürfen auch Gewinne gemacht werden. Damit wäre man wieder in der Lage Literatur kostenpflichtig abzugeben.

    Wenn man einst darauf spekulierte, dass Babylon aufgrund zurückgehender Mitgliederzahl finanziell zugrunde gehen würde, wird man doch nicht als Vorreiter den Anfang machen wollen. Ihnen wird schon etwas einfallen.

    Ede

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Lieber Edelmuth:

    Zu Deinem Kommentar:
    5. Mai 2012 um 12:56
    Hallo Akazie

    Das ist in der Tat eine zutreffende Beschreibung von Dir. Offensichtlich verfügst du über umfangreiche Erfahrung einer aktiven Zeit als Diener und einer Zeit danach…sonst könntest du nicht so präzise deine Eindrücke weitergeben.

    Ich persönlich darf im Sinne des derzeitig aktuellen Aufsatzes unseres Br.K.E. garnicht daran denken, dass man selber früher Brüder und ganze Versammlungen im Glauben u.a. in erster Linie am Einsatz des Predigtdienstes beurteilt hat.Darüber könnte man Bücher schreiben…und wehe, es hatte jemand einen kritischen Geist gegenüber der Organisation. Das war eine besondere Herausforderung. Viele Brüder ahnen überhaupt nicht, was für eine „geistige Herren-Züchtung“ hier über viele Jahrzehnte entstanden ist. Dabei wäre es so einfach, würden alle sich einzig und alleine an unseren Herrn Jesus orientieren, um den Vater zu erfreuen.

    Statt dessen wurde eine richtige „Anklagekultur“ geschaffen, die niemals im Sinne unseres Herrn Jesus war, als er zu Pfingsten den Geist ausgoss und viele Urchristengemeinden entstanden. Die koordinierenden Aufseher der Ältestenschaften laufen nicht selten mit einer „freundlich lächelden Miene“ herum, aber zu jeder Zeit bereit, zu urteilen, beurteilen und zurechtzuweisen und Rechtskomitees zu bilden. Hirtentätigkeit gibt es meist nur, wenn die Berichte ausbleiben. Ansonsten sind schwächere Glieder im großen Ganzen theokratisch gesellschaftlich „auf verlorenen Posten“.

    Sind sie keine 100%-Vorbild, muss man schon „abwägen“ ob sie noch den Umgang mit den Brüdern „verdient haben“. Vorsicht, Ihr schwacher Glaube (wenig PD) könnte ansteckend sein. Wo ist die wirkliche, christliche Liebe und Herzlichkeit und Verbundenheit? Wo ist sie geblieben?

    In der Tat, die Brüder beurteilen im Predigtdienst einander als ob sie die „Herren des Glaubens“ der einzelnen wären, anstatt zu bedenken, das beide, wenn sie z.B.im PD unterwegs sind, durch Gottes Geist geleitet würden, wenn sie denn beide die wirkliche „gute Botschaft“ verkündigen würden. Dann gäbe es auch wieder wirkliche Freude. Aber die ist bei vielen zur künstlichen Farce geworden. Es gibt nur wenige, die mit einem wirklichen reinen, wohlmeinenden Herzen, verbunden mit aufrichtigem Interesse an Menschen ihren Dienst durchführen. Das ganze Treffpunkt-Gehabe ist eine Katastrophe geworden, schon da zeigen sich die „kalten Herzen“. Nach 10/15 Min. hauen meist alle ab und gehen ihres Weges ohne wirkliche wahre Verbundenheit zu ihren Mitbrüdern. Es ist eine kalte Verlagsstrategie geworden, mit angetriebenen Ältesten, die den Betrieb aufrecht erhalten müssen, überhebliche Alles- oder Besserwisser, die die Br. koordinieren sollen, aber nur selten wahre, aufrichtige, anleitende Hirten.

    Danke für Deine Offenheit.
    Gruß
    Martin

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    lieber Martin,
    du definierst in diesem Posting exakt die Rahmenbedingungen, wie sie heute gegeben sind. Mein Frau stellt immer wieder fest, wie sehr sich die Zeugen anmaßen über jemanden ein Urteil zu fällen. Sie mischen sich in alle Dinge ein, die sie gar nichts angehen und am Ende wollen sie doch jedesmal nur unterstreichen in ihren Kommentaren, dass sie „besser“ sind.
    Dieses „besser“ sein äußert sihc darin, dass man harmagedon nur überlebt, wenn man regelmäßig sein zeit in den Zusammenküfnten totschlägt, wo die Belehrung eher Entleerung darstellt weil eben nichts Neues kommt sondern immer 08/15 der gleiche Stoff durchgeorgelt wird.
    Es ist schon erschrekcend, wie man belehrt wird, jahrein, jahraus, wie man sich auf den Kongressen zu verhalten hat.
    man kommt sich vor wie einer der aus dem Urwald kommt. die trauen den Brüdern auch wirklich keine Kultur zu, so als wenn Vandalen da kommen.
    Und auf der anderen Seite struntzen sie, was für tolle Hechte die ´Zeugen sind, wie sie sich vortrefflich benehmen.
    Dabei gibt es nichts, was es unter Zeugen nicht gibt.
    Und da fallen besonders in jüngster Zeit Ehescheidungen auf, Kindsmissbrauch und ein zunehmender „Abfall“ in der Form, dass man zwar in den Saal geht, aber zu Hause ein ganz anderer Mensch ist.
    Lippenbekenntnisse zur Bruderliebe werden wie Rosenkranzgebete runtergerasselt. ABer den Brüdern mal wirklich helfen und den Kranken mal Besuch und TRost zukommen lassen – das ist zu viel verlangt.
    Da sind Brüder schwerstkrank, immer wieder mal im Hospital und ständig unter ärztlicher Aufsicht – glaub man keiner, dass solche Brüder zu Hause oder im Krankenhaus besucht werden.
    Und die „Brüder“ gehen im HzH Dienst an der Tür vorbei, nicht einmal – immer.
    Was lehrt das?
    die antwort kann sich jeder selber geben.
    Mir soll keiner mehr was von Liebe vormachen. Das, was ich in jungen Jahren lernte wird heute alles gegenläufig abgehandelt.
    Ergo fehlt da die reale Liebe, die eine treibende Kraft zum Tuten ist. Und da die Zusammenküfnte nur noch von 60 % besucht werden muss man bestätigen, dass die LIEBE wohl erkaltet ist
    schönen Sonntag noch

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo Martin

    Vielen Dank für deine ermunternden Worte.

    Es ist noch viel schlimmer, denn die Brüder, denen du vertraust, raten dir zum vorsätzlich Schaden. Gehst du mit den Entscheidungen des Sklaven nicht einig und kannst deinen Standpunkt gegenüber den Ältesten anhand der Bibel begründen, betonen sie, dass es der Sklave so beschlossen hat.

    (Jakobus 5:14-15) . . .Ist jemand unter euch krank? Er rufe die älteren Männer der Versammlung zu [sich], und sie mögen über ihm beten und [ihn] im Namen Jehovas mit Öl einreiben. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. . .

    Hier sichert Jehova ausnahmslos jedem, der sich aufgrund einer begangenen Sünde hilfesuchend an die Ältesten wendet, zu, seine Sünde bedingungslos zu vergeben. Es ist eine persönliche Entscheidung unseres Vaters, und kein Rechtkomitee hat das Recht, sich über das Wort des Vaters hinwegzusetzen und seinem Bruder aufgrund von persönlichen Zweifeln an seiner Reue die Gemeinschaft zu entziehen.

    Beachtet man die Vorgaben des Sklaven, wenn der Sünder die Anzahl der Ältesten, die von seiner Sünde Kenntnis bekommen dürfen, auf zwei Personen beschränkt, um damit die Bildung eines Rechtskomitees zu verhindern, oder wenn ein alter Bruder eine uralte Sünde, die er vor seiner Eheschließung mit seiner nun angetrauten Ehefrau begangen hat, bekennen will, um in Ruhe seinen irdischen Lauf zu beenden, da offenbart sich, wie hanebüchen und unbiblisch die Vorgehensweise des Sklaven bzw. seiner Ältesten ist.

    (Jakobus 5:16) . . .Bekennt also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. . .

    Davor kann ich nur warnen, denn der Sklave nutzt diese Bekenntnisse, um Andersdenkenden die Gemeinschaft zu entziehen. Diese Ältesten empfehlen bei Fragen oder gar Zweifeln sich an Selters zu wenden. Diese werden eher ein Schaf opfern, als die ganze Herde zu gefährden.

    (Micha 7:5) . . .Setzt euren Glauben nicht auf einen Gefährten. Setzt euer Vertrauen nicht auf einen vertrauten Freund. Vor derjenigen, die an deinem Busen liegt, behüte die Pforten deines Mundes.

    Seid vorsichtig, denn ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, und was sie mit unserem König gemacht haben, wissen wir.

    Ede

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Lieber Wolseley!
    Ich schätze Deine Kommentare und auch das du als Zusteller viel Zeit zu Nachdenken hast. Aber ich glaube, hier gehen deine Gedanken mit dir durch. Bankdaten und Spendenzwang unter Ausschluss-Drohung, das kann und wird es nie geben. Das würde auch rechtlich nicht funktionieren.

    Richtig ist, dass die alten Brüder die Hauptsponsoren waren, aber die haben „die Generation“ nicht überlebt.Eine neue Ära beginnt. Aber du wirst sehen, es sind genug Finanzmittel da…warte bis die Komplexe in New York verkauft sind…

    Verbundene Grüße
    Martin

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Lieber Martin,

    Du hast Recht, weder rechtlich noch theologisch ist die Vorgehensweise wie sie Wolseley beschrieben hat durchführbar. Ich denke aber, dass das Geld der Immo-Verkäufe von Brooklyn in wenigen Jahren aufgebraucht sein wird oder aber die WTG ist deshalb auf verschiedenen Hedge-Fonds-Treffen wie z.B. in London dabei (-www-.hedgefundintelligence.com), weil sie sich Investitions-Möglichkeiten sucht um dieses Geld mit max. Gewinn anlegen zu können.

    Vielleicht gibt es hier eine rechtliche Lücke, denn Spendengelder der Mitglieder kann man wohl kaum in Hedge-Fonds anlegen, Erlöse aus Immo-Verkäufen schon eher. Ist aber nur eine Vermutung von mir.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    lieber Dennis, bitte bedenke, dass der Russell seine REligion in Form einer Aktiengesellschaft begründet hat „Incorporated“.
    auch wenn die INc in Amerika den Charity Status hat – sie kann Profite erwirtschaften noch und noch und egal wie.
    Sie ist lediglich gezwungen die Profite derart zu investieren, dass der charity Status nicht gefährdet wird.
    Aufgrund dieses Status has sich der WT auch immer zurückgehalten zB mal die Politik der USA irgendwie indirket infrage zu stellen – zB beim Überdenken ob Thunderboldt- Geschosse eingesetzt werden sollten. Die sind aus abgereichertem Uran gemacht und damit härter als STahl, so dass sie alle Armierungen druchdringen – aber auch totale Kontaminierung für die REgion bringen,wo sie eingesetzt sind, zB Irak.
    Google doch mal „depleted Uranium“ und sieh dir die Bilder der mißgeformt geborenen Kinder an.
    So ist der TOwer, über Allende, Chile, haben sie hergezogen aber Nestbeschmutzer sind sie nicht, was ihr Heimatland angeht.
    Auf der einen Seite den Anspruch, unbeschwert die „Wahrheit“ zu sagen, de fakto aber voll das System reiten.
    Opportunismus vom Feinsten, gekleidet in religiöser Frömmigkeit, aber spezialisiert auf den Erwerb von Kaufkraft.
    Doch die machen die Rechnung ohne den Wirt. Der Crash ist nahe und was bleiben wird ist die Hilflosigkeit dem letzten Aufgebot des Widersachers die Habe zu entreißen

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Frank,

    danke, dass du die tatsächlichen rechtlichen Rahmenbedingungen beschrieben hast, und auch dafür, dass du in deinem Schlusssatz die Brücke zu dem Urheber dieser Vorgänge geschlagen hast.

    Wir gehen manchmal von rein menschlichen Gedankengängen aus, und da scheint uns einiges unmöglich zu sein. Letztendlich werden sie aber gar nicht anders können, und wenn es nur dazu dient, einige Prophezeiungen und Teile der Offenbarung zu erfüllen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Lieber Dennis,
    sei dessen sicher…mit Hebel…und 100% abgesichert…
    Gruß
    Martin

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Interessant Dennis!

    Wie haben wohl Paulus & Co ihre Einkünfte angelegt? In einem Zeltmacher-Hedge-Fonds vielleicht? Oder im Schriftrollen-Betrieb mit günstigen Sklaven aus dem Ausland?

    Vieles an Diskussion über die WTG könnte geklärt bzw. vielleicht sogar im Keim erstickt werden, wenn es endlich mal mehr Transparenz gäbe und man die Millionen Amharez nicht ewig im Dunklen tappen lassen würde!! Oder sie gar für dumm verkauft mit offensichtlich dämlichen Erklärungen.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Streichung des Buchstudiums ne ganze Menge Benzingeld bei Betheliten und anderen Sonderdienern eingespart hat. Die mussten teilweise dreistellige Entferungen nur für die 1h fahren. Und das jede Woche.

    Transparenz bräuchte man aber nicht nur beim Thema Finanzen.

    Wenn sie pleite sind oder darauf zusteuern, sollen sie’s sagen. Dann gibt’s WT und Bibel halt nur noch im Netz. Falls Geld übrig bleibt, kann man das ja dann unter LK und irgendwelchen Sonderdienern aufteilen 😉

    LG
    Hans

  • Neoveritas
    Mai 1, 2012

    Lieber Martin,

    ich frage mich manchmal was passieren würde, wenn Jehova uns beauftragen würde, ein spezifisches Datum für Harmagedon zu verkünden. Wie viele Menschen würden uns als ZJ noch glauben, nach all den falschen Ankündigungen der Vergangenheit? Nur zu gut zu wissen, dass Tag und Stunde nur Gott kennt!

    Was den Verkauf der Immobilien angeht, so frage ich mich, ob diesbezüglich irgend etwas von LK veröffentlicht wurde. Wissen die Brüder und Schwestern etwas über den Verkauf? Meines Wissens nicht.

    Viele Grüße von

    Neoveritas

  • Martin
    Mai 1, 2012

    Lieber Neoveritas,
    >>>Das geht den Brüdern auch nichts an. Sie haben zu Predigen zu Spenden und den tuvS zu vertrauen. Er handelt als „Stellvertreter Christi auf Erden“ und ist als unfehlbar zu betrachten, weil „gerechtgesprochen als Gesalbte“. Vertrauen die Brüder ihm, vertrauen sie Jehova. So einfach ist die Direktive. Es genügt, den Brüdern die Planung für neue Projekte vorzutragen, weil hier können sie mitarbeiten und mit Spenden, denn „Geben macht glücklicher denn Nehmen<<<.
    LG
    Martin

  • Neoveritas
    Mai 1, 2012

    Lieber Martin,

    man konnte sich so etwas denken. Ich frage mich, wann die Brüder und Schwestern anfangen, ihr kritisches Denkvermögen anzuwenden. Oder ist es ihnen abhanden gekommen? Wahrscheinlich bei den Meisten schon. Es stimmt traurig, wenn man solch eine Entwicklung mit ansehen muß. Gut zu sehen, dass es in diesem Forum Menschen gibt, die die Dinge klar sehen.

    Viele Grüße

    Neoveritas

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Martin, lieber Wolseley,

    früher hat mir mal ein Bruder gesagt, dass es NIE eine Gleichstellung mit den Kirchen geben wird. Wir kennen das Ergebnis. Jetzt werden die ganzen Gebäude in Brooklyn verkauft, auch dass hat man NIE für möglich gehalten. Also wäre ich vorsichtig damit, zu sagen, irgendeine Sache würde es NIE in der WTG geben. Ich jedenfalls kann die Gedanken von Bruder Wolseley sehr gut nachvollziehen, und aus meiner Sicht ist dafür auch gar nicht mehr viel nötig.

    Natürlich wird es nicht so offensichtlich sein, dass jeder Zeuge es sofort erkennen würde. Aber aus meiner Sicht ist alles angerichtet.

    Die Gebäude in Brooklyn werden gerade nachweislich unter Wert verkauft. Man spricht von 14- 20 Prozent, und da darf man sich schon fragen, warum sie sich darauf einlassen, wenn sie keine finanziellen Nöte hätten. Und das die Erklärung der WTG zu diesen Vorgängen völliger Unsinn sein wird, dass steht für mich überhaupt nicht zur Debatte. Denn so haben sie ja auch schon die Verbindung zur UNO als NGO und die Sache mit der kirchlichen Gleichstellung und der Körperschaft erklärt, etwas, was wie gesagt, für die Zeugen der 70er und 80er Jahre völlig undenkbar gewesen wäre. So wundert es mich nicht, dass man auch jetzt wieder denkt, dass es diese Mitgliedsbeiträge oder ähnliche Pflichtabgaben NIEMALS geben wird, wie mir auch schon einige Älteste entrüstet entgegnet haben. Warten wir einfach mal ab. Etwas ausschließen dürfen wir aber alleine schon aus dem Wissen des Bibeltextes nicht, den ich schon in einem anderen Kommentar angeführt habe:

    2Pe_2:3 In ihrer Habgier werden sie geschickte Lügen erfinden, um an euer Geld zu kommen. Doch das Urteil über sie ist längst gefällt, sie werden ihrem Verderben nicht entgehen.

    Hier wird keine Option beschrieben, sondern es ist als Feststellung definiert, und wie man an dem Beispiel der christlichen Kirchen sieht, sind Steuern ja schon seit Jahrhunderten üblich. Und deswegen wird so etwas auch in der WTG kommen, auf welche Weise auch immer, und das vielleicht nur, um auch dem letzten aufrichtigen Zeugen klar zu machen, dass die Glieder der WTG ein Teil von Babylon der Großen geworden ist, aus der man dann hinausgehen muss.

    Und wenn noch etwas Zeit vergeht, wird es ganz offensichtlich sein, auch wenn man diese Vorgänge im Moment noch nicht konkret belegen kann.

    Schöne Grüße und allen einen schönen Sonntag

    Sascha

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha

    Wenn die USA zum König des Südens zählt und bei einem (wirtschaftlichen) Krieg mit dem König des Nordens unterliegt, hat die WTG einen wirklich guten Deal gemacht, wenn sie hier mit bis zu 20% Verlust verkauft, um in der dritten Welt mit Gewinn „produzieren“ zu können.

    Es reicht aber auch, wenn sich die WTG aufgrund ihrer finanziellen Situation dazu entscheidet, wie die Kirchen der Christenheit mit den Nationen zusammenzuarbeiten und Kirchsteuern zu erheben und sich immer mehr als ein Teil Babylons der Groessen zu erkennen zu geben.

    Ich habe das größtes Vertrauen in unserem König Jesus und unserem Gott Jehova.

    Ede

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Hi Sascha,

    hast du ne Quelle für die Info „unter Wert verkauft“?

    Finde ich sehr interessant … sind die einfach zu inkompetent zum Verhandeln? Oder gibt’s noch Nebendeals?

    Hmmmm ….

    LG
    Hans

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Hallo Hans,

    ja, habe ich. Weil man hier auf BI ja keine Links reinstellen soll, wäre es vielleicht möglich, dass du mir mal deine Email Adresse nennst. Die Informationen sind aber alle auf Englisch, aber mit Hilfe des Googleübersetzers kann man zumindestens das meiste davon gut verstehen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Hans
    Mai 1, 2012

    @Sascha

    mymail3000@vollbio.de

    Danke!

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Hi Martin,

    ich denke auch, dass es Zwangseinzug nicht geben kann. Schon allein um der KdÖR willen nicht. Steuer wäre wohl ein legales Mittel. Aber dann wären vielleicht soviele nicht mehr dabei weil sie dann gehen, dass unterm Strich weniger dabei rumkommt.

    Die Frage ist, wie lange hält das Geld vom Brooklyn-Verkauf?

    Schau mal im Jahresbericht, wieviel Millionen dort angegeben sind als Ausgaben (denke es war dreistellig). Wieviel Milliarden bekommt die LK für Brooklyn? 1 oder 2? Das hält ein paar Jahre, aber nicht 10 oder 20. Es sei denn, man transferiert die meiste Literatur ins WWW, lässt die Verkünder einen Großteil der Publikationen selber ausdrucken (oder wir sitzen mit iPad im Saal) und entlässt die meisten Bethelmitarbeiter. Dann könnte die Kohle etwas länger halten …

    Viele Grüße,
    Hans

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    Warum wohl Spendenaufruf im Mai? Weil im Juni Urlaubsgeld bei den meisten kommt und durch tehokratischen Druck man davon sich ne Scheibe abschneiden will.Im November gehts es immer so mit dem Weihnachtsgeld oder dem 13. Gehalt

  • Holger
    Mai 1, 2012

    Zitat: … Und dann sind es nicht allein die Menschen die aus den Türen kommen könnten, die den formellen Predigtdienst für viele zur Qual werden lassen. Sondern vielfach die tatsächliche oder auch nur gefühlte Angst vor unserem Dienstpartner als Versager dazustehen, wenn z.B. der Wohnungsinhaber negativ reagiert. Man sollte doch perfekt sein, wie in den ständig realitätsfremden Demos in Predigtdienstschule und Dienstzusammenkunft vermittelt wird. Doch die Wirklichkeit ist eine ganz andere.

    Da muss ich Dir zustimmen. Brd. und Schw. sind mit Spickzettel auf der Bühne oder am Tisch /z.B. Literaturangebot ausgerüstet, da ja alles ohne Patzer ablaufen soll. Die meisten, die an Demos in der Verslg. mitarbeiten, haben ein Manuskript dabei und lesen alles ab. Erfahrung(-)
    Ich hatte als Teenie vor Jahren auf einem KS-Kongreß ein schlimmes Erlebnis, als ich von meinen Eltern aus, mit auf die Bühne musste, um über meinen christl. theokr. Lebenslauf zu erzählen. Alles war perfekt einstudiert. Als ich auf der Ks-Kongreß-Bühne die vielen Brd. und Schw. sah, wurde immer ich von Minute zu Minute immer nervöser. Ziemlich am Anfang des Programmpunktes kam ich an der Reihe und musste vor dem Rednerpult stehen und erzählen. Es kamen 2 Sätze raus, dann war Funkstille. Alles war weg. Diese Erfahrung möchte ich keine Jugendlichen wünschen. Ich hatte zwar einen Zettel dabei, hatte mich aber nicht getraut, diesen zu benutzen. Das war live. Im PD kann man auch nicht an der Tür mit dem Zettel vor jemanden stehen und alles ablesen. Man sollte sich so geben, wie man ist und sich nicht unter Druck setzten lassen. Alles ist freiwillig. Den nächsten einen freundlichen Gruß erwidern oder anders helfen hat bestimmt mehr Nutzen. LG. Holger

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Liebe Brüder und Schwestern,

    wie Bruder Ede schon ausgeführt hat dürfen wir aufgrund des Loskaufsopfers von Jesus Christus eine wunderbare Hoffnung haben. Weil unser Herzenszustand ausschlaggebend ist.

    Das ist es was uns ein Gefühl der Sicherheit in dieser unruhigen Welt vermittelt. Der Predigtdienst ist für viele Brüder eine Art körperlicher Amoklauf. Die Anspannung fremden Menschen zu begegnen. Und doch ist es nicht der Anblick fremder Menschen, der in uns manchmalden Angstschweiß hochsteigen läßt. Das Bewußtsein dadurch angeblich das Leben des Gegenüber und unser eigenes zu retten ist eine schwere Bürde.

    Und dann sind es nicht allein die Menschen die aus den Türen kommen könnten, die den formellen Predigtdienst für viele zur Qual werden lassen.

    Sondern vielfach die tatsächliche oder auch nur gefühlte Angst vor unserem Dienstpartner als Versager dazustehen, wenn z.B. der Wohnungsinhaber negativ reagiert. Man sollte doch perfekt sein, wie in den ständig realitätsfremden Demos in Predigtdienstschule und Dienstzusammenkunft vermittelt wird. Doch die Wirklichkeit ist eine ganz andere.

    Daher sind die meisten Brüder am Treffpunkt bereits mit jemandem verabredet um nicht zusätzlich zum Stress des Predigens nicht auch noch mit einem Dienstpartner zusammen zu sein, gegenüber dem sie sich gehemmt fühlen und Angst davor haben, ein falsches Wort zu sagen. Viele, gerade junge Verkündiger werden dann auch vom Predigtdienstpartner korrigiert. So kann in der Christenversammlung gar nicht das Gefühl von Freiheit und Liebe entstehen.

    Wieviel mehr würden wir auch in unserer Umgebung durch soziale Dienste an unseren Mitmenschen erreichen. Gemeinsam getane Arbeit schweißt Menschen zusammen. Was spräche dagegen mal an einem Samstag als Religionsgemeinschaft den Müll in einem Park einzusammeln oder was auch immer.

    Hierzu dient uns Jesu Rat in der Bergpredigt: Matthäus 5:16 Elberfelder Bibel

    „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“

    Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sollte auch für die Öffentlichkeit da sein.

    Viele liebe Grüße und einen schönen sonnigen Tag wünscht Anna

  • Hans
    Mai 1, 2012

    Hi Anna,

    das mit dem Predigtdienstpartner ist ein interessanter Aspekt, den ich bestätigen kann!

    Mit so manchem Ältesten geht man nicht gern in den Dienst, auch wenn man selbst Ältester ist, weil man das berechtigte Gefühl hat, beobachtet und bewertet zu werden (oft auch still, ohne dass etwas zu dir gesagt wird – aber vielleicht später zu anderen). Gibt auch andere Nicht-Älteste, die meinen, sie müssten einen reinreden, nochmal Literatur anbieten, nachdem dein Angebot bereits abgelehnt wurde (–> führt dann zu Fremdschämen) usw.

    Mit seinen Freunden zu gehen empfinde ich dann wiederum als angenehm, weil man sich einfach freudig und positiv zwischen den Türen austauschen kann. Manchmal ist dies die schönste Seite des Predigtdienstes 🙂 Das kann man natürlich auch ohne Dienst haben.

    Generell läuft das ganze Gehabe mit den Treffpunkten auch wieder eher unter dem Aspekt der Kontrolle und des Leistungsdrucks als tatsächlich biblisch begründet zu sein. Sich wie Jesus und die Jünger zu treffen ist sicher an sich ok, aber daraus ein wöchentliches „Muss“ oder zumindest „Sollte“ abzuleiten ist nicht ok. Oder ob ich mich verabrede oder nicht, geht sowieso niemanden etwas an. Jemand wird auch kaum zum Ältesten oder Dienstamtgehilfen ernannt, wenn er nicht regelmäßig den einen oder anderen Treffpunkt besucht. Das läuft dann unter „Führung übernehmen“ – auch das ist biblisch eher kritisch zu hinterfragen.

    Manchmal weiß ich auch gar nicht, was man noch bei Treffpunkten besprechen soll als Leiter. Ist ja eh schon alles 2339578 Mal gesagt worden. Und die, die da sind, muss man ja nicht extra dafür motivieren. Man könnte sie höchstens bauchpinseln, weil sie so eifrig und „vorbildlich“ sind 🙂

    LG
    Hans

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Schwester Anna,

    du hast das ganze Dilemma mal wieder treffend beschrieben. In Zeiten, als ich auch noch von Haus-zu-Haus gegangen bin, war es gerade diese „Doppelbelastung“, die überhaupt keine Freude aufkommen ließ. Denn auf der einen Seite waren da die Zweifel, ob es überhaupt nötig ist, jemanden zur Organisation zu führen, auf der anderen Seite war da dieser Druck gegenüber redegewandten Dienstpartnern. Ich hatte dann zum Glück zwei ältere Brüder in der Versammlung, für die es völlig in Ordnung war, wenn ich an einem Tag keine einzige „Tür“ übernehmen konnte. Sie haben mir dann keine Vorwürfe gemacht, oder mir das Gefühl vermittelt, dass ich von Menschenfurcht zerfressen bin.

    Leider sind diese Brüder mittlerweile gestorben und potenzielle „Nachfolger“ waren in meinem Fall nicht in Sicht. Heute weiß ich natürlich, dass dieser Haus-zu-Haus Dienst bei vielen Zeugen nicht darauf ausgerichtet ist, die Menschen zu Jesus hinzuführen, sondern zu einer menschlichen Organisation. Deshalb beschränken sie sich vielfach auf das Verteilen von Zeitschriften. Trotzdem habe ich in den letzten Wochen diverse Gespräche mit Zeugen geführt, die mir gezeigt haben, dass auch die Brüder und Schwestern in den Versammlungen es mit Sicherheit genauso verdienen, die wahre gute Botschaft zu erfahren. Ob sie dann positiv reagieren, bleibt abzuwarten. Jedenfalls will ich wieder verstärkt einen Unterschied zwischen der WTG als untergehenden Organisation auf der einen, und den Brüdern und Schwestern auf der anderen Seite machen.

    Dass das in der Praxis nicht unmöglich ist, sehe ich an deinem Beispiel, liebe Anna, und auch andere Brüder und Schwestern, die hier auf BI schreiben, beweisen es. Dafür möchte ich mich bei dieser Gelegenheit bedanken.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Als Ergänzung zu meinem Kommentar möchte ich meine Schlussfolgerungen aus diesen Gesprächen mit euch teilen, ohne aber jemandem suggerieren zu wollen, dass er für sich die gleichen Schlussfolgerungen ziehen müsste…

    Auch die Propheten wurden immer wieder zum Volk Israel geschickt, sogar in die Königspaläste, obwohl sie genau wussten, dass nicht die Zugehörigkeit zu Gottes Volk und auch deren Tempel und Paläste ausschlaggebend für die Rettung waren, sondern die Treue zu Jehova. Auch Paulus ist den Juden ein Jude, den Griechen ein Grieche, und letztendlich allen alles geworden, um einige zu Jesus hinzuführen. Dazu musste er aber mitten unter ihnen sein, sonst hätte er sie ja gar nicht erreicht.

    So will auch ich verstärkt darüber nachdenken, wie man das hinbekommt, und auch wenn das sicher keine Verpflichtung von seiten Jehovas und Jesu ist, werde ich wieder nach Möglichkeiten suchen, auch mit den Zeugen wieder konstruktive und persönliche Gespräche zu führen, um wie Jesus sagte, „herauszufinden, wer den Frieden“ und die gute Botschaft verdient.
    Diese Einteilung machen aber nicht wir Menschen, ich bin mir stattdessen sicher, dass der Heilige Geist jeden einzelnen von uns zu denen hinführen kann, die zu den Schafen Jesu gehören. Und da es laut Paulus ja für uns Menschen nicht um das Einsammeln an sich, sondern um das „Pflanzen und Begießen“ geht, brauche ich mich dabei auch nicht unter Druck zu setzen.

    Im Vertrauen darauf, dass Jesus und seine Engel keinen menschlichen Haus-zu-Haus Dienst brauchen, um die Schafe einzusammeln, kann ich mich ganz darauf konzentrieren, mich als demütiges Werkzeug gebrauchen zu lassen und nach Möglichkeiten suchen, mit den verschiedensten Menschen ins Gespräch zu kommen, ganz gleich, ob es sich dann dabei um Zeugen in den Versammlungen, um Angehörige anderer Religionen oder um Menschen, die bisher mit Gott und Jesus überhaupt noch nicht in Berührung kamen, handelt. Darin sehe ich die Unparteilichkeit unseres Vaters, und so will ich versuchen, diese so gut wie möglich nachzuahmen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Joshua
    Mai 1, 2012

    Sehr schöne Gedanken ! Danke dir Sascha !

    LG
    Josh

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha,
    ich mache zwischen der WTG-Leitung und den normalen Verkündiger auch einen Unterschied. Meine Freundin ist mir bisher Freundin geblieben…*freu*…sie lässt die Aufforderungen, Abtrünnige wie mich zu meiden, garnicht an sich heran.

    Und so wie sie, haben Viele ein mentales Schutzschild aufgestellt, so bleiben sie tatsächlich vom Schlimmsten unberührt.

    Wenn sich bei mir mal irgenwann im HzH-Dinst jemand einfinden sollte, der auch zum zuhören bereit ist, will ich ihm gerne von meinem Glauben erzählen. Allerdings ohne mich zu outen, denn dann würden sie ja eh´ gleich wieder dicht machen…

    In die Zusammenkünfte könnte ich nicht mehr gehen, nur um da mit anderen sprechen zu können…selbst dann nicht, wenn ich keinen Austrittsbrief geschrieben hätte. Denn das käme mir wie Hochverrat am Vater vor, der mich ja schließlich dort heraus und zu seinem Sohn geführt hat.

    Will man den Vergleich zu Früher bemühen, wäre es so, als würde man wieder mit Sack und Pack nach Jerusalem zurückkehren, obwohl man das Unheil schon kommen sieht…und was wäre das für die Bewohner dieser Stadt damals für ein Signal gewesen, wenn da welche wieder zurückkehren? Bestimmt nicht, die Sachen zu packen und zu gehen…

    Jeder der heute in die Organisation zurückkehrt, ist für die Brüder in den Versammlungen eine Bestätigung dafür, am richtigen Platz zu sein. Das einer nur zurückkehrt um sie vor dem Gang in die Grube zu warnen, wird wohl kaum einer kapieren.
    Es wäre darum ein sinnloses Unterfangen.

    Ich glaube, da würde es mehr Sinn machen, Zeugen die einem fremd sind im Straßendienst anzusprechen, um sie zu ermuntern ihre Hoffnung auf den Christus zu setzen, statt auf Menschen.

    DA könnte vielleicht tasächlich mal etwas in ihnen hängen bleiben, weil sie da nicht so sehr in der Hab-acht-Stellung sind, wie wenn ein Mit-Zeuge auf einmal Jesus statt der WTG die Ehre gibt.
    Das hat ja gleich was von Aufsässigkeit…und da will man nix mit zutun haben. Es würde gleich negativ bewertet werden.

    LG Ulli

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Schwester Ulli,

    danke für deinen Kommentar. Du hast absolut recht: Sich wieder der Organisation anzuschließen, wäre völlig kontraproduktiv. Ich denke, dass du meinen Kommentar nicht in diesem Sinne verstanden hast, als wollte ich mich in dem Sinn in ihre Mitte zurückbegeben, indem ich ihre Aktivitäten wieder unterstütze.

    Was ich damit sagen wollte war folgendes: Wir sollten auch den aktiven Zeugen unparteiisch gegenüber treten. Ich muss doch nicht den Papst mit seiner Selbstverherrlichung gutheißen, um mit einem Katholiken geistige Gespräche zu führen, wenn er mir die Möglichkeit dazu gibt. Gleiches gilt für die WTG und die Zeugen.

    Da ich persönlich nicht ausgeschlossen bin, habe ich noch die Möglichkeit, mit dem ein oder anderen Zeugen zu sprechen. Diese Möglichkeiten zu nutzen, das war mein Gedanke dabei. Und dabei werde ich mich nicht durch meine eigenen menschlichen Gedankengänge einschränken lassen, sondern mich auf die Führung durch Jesus verlassen. Und wenn ich einen „klaren Auftrag“ bekommen sollte, werde ich mich diesem nicht verweigern, egal, was das auch für mich bedeuten würde. Das würdest du sicher genauso von dir sagen.

    Wie aus Epheser und 1.Korinther 12 hervorgeht, hat nicht jedes Glied des Leibes Christi die gleiche Aufgabe.
    Das ist für mich die Erklärung, warum einige noch in den Versammlungen sind, und dabei versuchen, ihren Brüdern und Schwestern beizustehen, während andere hier auf BI sehr aktiv sind, und wieder andere verkünden die gute Botschaft auf andere Weise und in anderen religiösen Gruppen. Was also für dich gilt, muss für mich nicht in der gleichen Weise gelten, und umgekehrt, denn wenn wir auch beide zum Leib Christi gehören, oder es zumindest hoffen, dann sind wir doch unterschiedliche Glieder mit unterschiedlichen Aufgaben.

    Was dir also als „Hochverrat“ vorkommen würde, weil es nicht zu deiner Aufgabe gehört, kann für einen anderen aber dessen Aufgabe sein. Darüber wollte ich gerne hier auf BI, von mir aus auch gerne kontrovers, diskutieren, weil die unterschiedlichen Herangehensweisen keine Spaltung unter uns belegen, sondern viel eher ein Beleg für die Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit des Leibes Christ sind.

    Schöne Grüße und danke, dass du immer so ehrlich und offen deine Meinung schreibst…

    Sascha

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Im Übrigen halte ich die „Flucht“ aus der Gefahrenzone in erster Linie für eine geistige Flucht. So bin ich mir sicher, dass all die Brüder und Schwestern, die noch in die Versammlung gehen, trotzdem aber nur noch dem Christus folgen, auch in dem Sinne geistig „geflohen“ sind oder geistig herausgeführt wurden.

    Denn für Jehova und Jesus zählt keine formale Mitgliedschaft in einer Religion, sonst könnte ja nicht der Aufruf ergehen, aus Babylon hinauszugehen. Denn hier wird gesagt, dass SEIN VOLK hinausgehen soll, das sich vorher offensichtlich noch verstreut im religiösen Weltgebilde aufgehält. Es ist schon SEIN VOLK, obwohl es sich noch in Babylon aufhält.

    Dieser Aufruf ergeht außerdem gemeinschaftlich an sein VOLK, es ist also, aus meinem momentanen Verständnis heraus, damit zu rechnen, dass dieser Aufruf noch in der Zukunft liegt, und ich glaube, dass damit nicht die heutige persönliche Trennung von seiner Religion gemeint ist.

    Wenn die Ökumenischen Bestrebungen in die Richtung gehen, aus allen Religionen eine WELTRELIGION zu basteln, dann könnte dieser Aufruf ergehen. Spätestens dann, wenn sich der Antichrist, der diese Einheit herstellen will, endgültig auf den Thron Gottes setzt, wenn er also für sich die Anbetung beansprucht, wird es sich nicht mehr auf eine geistige Flucht beschränken, aber bis es soweit ist, bleibt noch ein bisschen Zeit, um die Menschen, egal welcher Kultur und welcher Religion sie angehören, zu warnen, damit sie dem ganzen dann nicht auf den Leim gehen.

    Auch über diesen Gedanken würde ich hier auf Bruderinfo gerne „sprechen“, vor allem wie die Leser und Schreiber diesen Ausspruch, aus Babylon hinauszugehen, für sich verstehen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha,
    ZITAT:
    „Was also für dich gilt, muss für mich nicht in der gleichen Weise gelten, und umgekehrt, denn wenn wir auch beide zum Leib Christi gehören, oder es zumindest hoffen, dann sind wir doch unterschiedliche Glieder mit unterschiedlichen Aufgaben.“

    Ich möchte mich nun nicht so verstanden wissen, dass ich es kritisch sehe, wenn andere noch weiter in die Versammlung gehen. Meine Worte galten wirklich nur mir persönlich. 🙂

    Gut das wir drüber reden…es soll ja kein Missverständnis daraus entstehen.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Gott einen Jeden so führt wie er es für richtig hält. Hält es den Einen aus reinen Gewissengründen nicht mehr in der Versammlung, dann wahrscheinlich deshalb, weil sein Weggang in dieser Versammlung die Brüder eher zum Nachdenken anregt, als sein Bleiben.

    Während bei einem Anderen der Wunsch bei seinen Brüdern zu bleiben, deshalb so groß ist, weil er zu manchem Bruder oder mancher Schwester in Gesprächen noch einen Zugang findet.

    Weder einen Austritts-Brief geschrieben zu haben, noch ausgeschlossen zu sein, birgt natürlich den Vorteil dass man eventuell (noch) nicht wie Luft behandelt wird und sich dementsprechend Möglichkeiten auftun, obwohl man die Zusammenkünfte nicht mehr besucht.

    Da wir aber schon ziemlich die „Luftform“ angenommen hatten, als wir sogar noch in die Versammlung gingen – da hatten unser „Freund“ und (nehme ich mal an) die Ältestenschaft, ganze Arbeit geleistet – konnten wir durch einen konsequenten Schnitt ein deutliches Zeichen setzen. – Von dem wir mittlerweile wissen, dass es nicht unbemerkt blieb und tatsächlich zum Nachdenken angeregt hat.

    Du siehst also, wir sind auf einer Linie. 😀

    LG Ulli

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Ulli,

    natürlich sind wir auf einer Linie, dass wissen wir ja mittlerweile nach so vielen positiven und konstruktiven Gedanken, die wir hier schon ausgetauscht haben. 🙂

    Deswegen finde ich es auch gut, dass wir hier die Freiheit haben, die Dinge aus unserer ganz persönlichen Sicht zu schreiben. Du bist dabei immer sehr fair, und ich habe von dir noch nichts gelesen, wodurch sich jemand anderes hätte zurecht gekränkt fühlen können. Und das weiß jeder, der in den Versammlungen, manchmal sogar in der eigenen Familie andere Erfahrungen gemacht hat, sehr zu schätzen.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ihr mit eurem Schritt damals, andere in eurer direkten Umgebung zum Nachdenken gebracht habt. Und dadurch, dass du diesen Abstand zur WTG hast, bist du hier mit Sicherheit schon vielen eine Hilfe gewesen. Du hast auch geschrieben, dass jeder auf andere Weise vom Geist Gottes gebraucht werden kann, und dem, was und wie du es beschreibst, möchte ich mich voll und ganz anschließen.

    In diesem Sinne wünsche ich dir und allen anderen Brüdern und Schwestern ein schönes Wochenende.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • AKAZIE
    Mai 1, 2012

    Liebe Ulli,

    Wie viele von den Lesern hier wissen gehe ich regelmäßig in die Versammlung zu meinen Brüdern und Schwestern.

    Es kann unmöglich sein das Alles was gelehrt wird in unseren Zusammenkünften richtig ist, aber auch nicht ALLES falsch, deshalb bin ich auch immer recht offen, vor allen Dingen zu meinen Brüdern und fange dann an manchmal einiges in frage zu stellen. Natürlich in wohlgefälliger Form mit der nötigen VORSICHT doch mit Salz gewürzt.
    Niemals tue ich es in einer herab würdigenden Form, den letztendlich sind ja selbst die Männer der LK auch nur Menschen. Es vereinbart sich nicht mit Christi Sinn diese nun zu denunzieren. Sie tun offensichtlich als Kollektiv aber Dinge in einer Form die mit der Heiligen Schrift im Konflikt stehen. Unser Vater aber und davon bin ich überzeugt, handelt heute mit seinen Heiligen Geist auf eine Weise so das ganz klar diese Konflikte und Reibungspunkte die gegen seinen Willen sind offensichtlicher werden. Jeder der hier in erster Linie Ihm und seinem Sohn das Vertrauen schenkt erkennt das als erstes.

    Und genau hier liebe Ulli sehe ich meine Verantwortung, meinen Brüdern und Schwestern gegenüber und jedem anderen Menschen. Stehe ich außerhalb der Versammlung habe ich gar keinen oder nur wenig Einfluss auf die Brüder. Bin ich aber mittendrin und bewahre mir eine aufrichtige aber dennoch skeptische Haltung, die ich bei bestimmten Themen auch noch biblisch untermauern kann, rege ich zum nachdenken an. Stellt man mir Fragen kann ich darauf MEINE Sichtweise der Dinge erklären. Dies alles geht nicht, wenn wenig Kontakt zu den Brüdern besteht. Wie Du nun für Dich in der Zukunft entscheidest, ist natürlich vollkommen Dir überlassen. Doch ich werde Dir eine Geschichte ans Herz legen.

    Der Richter Gideon hatte als er gegen die Medianiter in den Krieg zog 32000 Mann zur Verfügung. 22000 wurden zur Seite gestellt weil diese Angst und Furcht hatten. 10000 meinten von sich selbst tapfer genug zu sein in diesen Krieg zu ziehen. Doch sie fielen dabei gnadenlos durch, weil sie das WASSER tranken auf KEINE umsichtige Weise. Nur 300 waren es die mit der Hand zu Ihren Mund das Wasser LECKTEN!!!!.
    Merkst Du was, sie tranken nicht alles gierig in sich hinein sondern leckten das WASSER klein dosiert auf, man könnte auch meinen das Sie dieses WASSER mit Vorsicht tranken. Hinzu kommt das Sie dieses WASSER mit der Hand schöpften, es erst einmal eine Weile in Ihrer Hand verblieb, wo Sie dieses WASSER an dieser Stelle spüren konnten bevor es aufgeleckt wurde. Vergleichen wir das heute einmal mit der Christenversammlung so gibt es bei weitem viele die sozusagen ohne filtern alles was da kommt in sich hinein trinken ohne zu schauen ob es da irgendwo verschmutzte Partikel herumschwimmen. Richter 7:6 berichtet sogar davon das, das das gesamte Volk dieses WASSER trank

    Nun gut gehen wir weiter in dieser Geschichte, es waren gerademal knapp 1Prozent vom gesamten Volk tauglich um sich einer Übermacht von 135000 kampferfahrenen Kriegern gegenüberzustellen.

    Versetze Dich einmal in die Lage von einem dieser Dreihundert!
    31700 werden nicht kämpfen weil Jehova es so wollte. Jehova hat zugesichert das der Sieg Ihm gehört, er hat aber nicht zugesichert das die 300 unversehrt davonkommen. Wie wirst Du nun als einer dieser Dreihundert über die Brüder denken die diese einfache Prüfung und das menschliche Bedürfnis den Durst zu stillen in Jehovas Augen nicht bestanden haben?

    Nun geht es weiter in der Geschichte, keine Waffen nur Fackeln und Tonkrüge, vollkommen absurd aus der Sicht des Menschen!!! Auch der Befehl das Lager von 135000 Mann mit nur 300 zu umstellen. Stell Dir das mal vor!!!

    Ich habe das mal an Hand von alten römischen Legionärslagern errechnet, da kommst Du leicht auf 4 Quadratkilometer. Da kommen bei einer Anordnung eines Dreiecks leicht 6 Kilometer Strecke zusammen. Also kann man davon ausgehen das alle 20 Meter einer stand in dunkler Nacht, vor sich den Feind der sich rüstet Dich zu erschlagen, keine Waffe in Form eines Schwertes, vielleicht die letzte Nacht die Du als einer der Dreihundert erleben wirst, keiner da mit den er hätte direkt reden können um Mut zu machen und das alles nur weil Du mit Beobachtung, Wachsamkeit und Vorsicht –WASSER– getrunken hat!!!!???

    Ich weiß nicht wie Dir es geht, ich sehe mich gern in dieser Rolle als einer von den Dreihundert. Denn ich weiß dass bei Jehova alles möglich ist. Natürlich kann man weglaufen, doch dann bist Du eben nicht mehr für Deine Brüder da oder anderen Menschen doch an Deine Stelle wird ein anderer berufen der solche Eigenschaften wie einer der Dreihundert hat.

    Wachsamkeit ist die Eigenschaft die wir weiterhin entwickeln müssen. Wir und damit meine ich die gesamte Menschheit steht vor einem gewaltigen Umdenkprozess. Und jeder der dafür ein Gespür dafür entwickelt eben WACHSAM zu sein, kann durch den Geist Jehovas so gestärkt werden das er 100 andere wie im Fall der Dreihundert mit rettet.

    Dann wünsche ich allen noch ein sehr schönes Wochenende.

    Die AKAZIE

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo Akazie

    Dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen, denn ich sehe das genauso.

    Man darf nie die Brüder oder den Sklaven mit Worten angreifen oder ihnen Fehler unterstellen. Man darf aber zum Ausdruck bringen, dass man etwas nicht oder anders versteht. Man darf Fragen stellen, aber man darf anderen niemals erlauben, dir etwas zu unterstellen. Man muss keine Frage beantworten, die man nicht beantworten will. Man darf die Bibel aufschlagen und daraus vorlesen. Man darf bestimmte Bibelstellen in einen bestimmten Zusammenhang stellen und dem Zuhörer die Rückschlüsse überlassen.

    Du musst bei deinem selbstgewählten Weg aber sehr stark sein, denn man wird dich mobben. Dir wird man trotz intensivsten Meldens das Wort nicht mehr erteilen. Sieht man dich in einem Gespräch mit einem Bruder vertieft, wohlmöglich noch mit der Bibel in der Hand, wird dich fast die gesamte Versammlung persönlich per Handschlag begrüßen wollen, und wenn dich das von deinem Gespräch nicht abbringt, wird ein anderer Bruder deinen Gesprächspartner durch eine Frage in ein anderes Gespräch verwickeln. Die Ältesten werden dich unverhohlen auffordern die Versammlung doch zu verlassen, wenn du mit den Lehrinhalten unzufrieden bist. Du wirst auch allein in den Dienst gehen müssen. Es ist auch besser so, damit niemand bezeugen kann, was du predigst, und sie dir damit nicht die Gemeinschaft entziehen können. Stellt man dir gezielt Fragen, um Dinge von dir herauszubekommen, die geeignet wären dir die Gemeinschaft zu entziehen, so musst du den Mut aufbringen und ihnen sagen, dass sie das nichts angeht. Du stehst allein da, alle, die Versammlung und die Welt, gegen dich, doch der Vater und der Sohn sind mit dir, und du solltest wissen, dass es anderen Brüdern ebenso ergeht.

    Ede

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder Akazie,

    danke für deinen Kommentar. Das biblische Beispiel, dass du anführst, kann einem wirklich als Hilfe dienen, für sich eine Entscheidung zu treffen und seine ganz persönliche Aufgabe zu erkennen.

    Das mit dem „Weglaufen“ hast du mit Sicherheit nicht auf Schwester Ulli bezogen, denn sie steht ja hier auf Bruderinfo und in ihrem privaten Umfeld „ihren Mann“ und ist auf diese Weise für ihre Brüder und Schwestern da. Ich möchte hier einfach nochmal die Worte von Paulus einfügen:

    Röm 12:4-10 Es ist wie bei unserem Körper. Er bildet ein lebendiges Ganzes, hat aber viele Glieder, VON DENEN JEDES SEINE BESONDERE AUFGABE HAT. 5 Genauso sind wir alle in Christus ein einziger Leib und einzeln genommen Glieder, die voneinander abhängig sind. 6 Wir haben ganz VERSCHIEDENE Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade gegeben hat. Der eine hat die Gabe, Worte Gottes weiterzugeben. Er soll das in Übereinstimmung mit dem Glauben tun! 7 Ein anderer ist befähigt, praktische Aufgaben zu übernehmen. Er soll diese Gabe einsetzen! Wenn jemand die Gabe des Lehrens hat, soll er lehren! 8 Wenn jemand die Gabe der Seelsorge hat, dann soll er sie ausüben. Wer Bedürftige unterstützt, tue das uneigennützig!…. 10 Seid einander in herzlicher geschwisterlicher Liebe zugetan! Übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!

    Und was unser gemeinsames Ziel betrifft, schreibt Paulus dann ein paar Verse weiter:

    Röm 12:16 Seid miteinander auf das gleiche Ziel bedacht!

    Deswegen ist das Bild von dem Leib Jesu wirklich sehr passend, und Paulus greift es in Epheser und in 1. Korinther 12 noch einmal auf. Wir haben unterschiedliche Aufgaben, und wir treffen aufgrunddessen auch unterschiedliche Entscheidungen, was unsere Einstellung zur Versammlung betrifft. Das wichtigste ist, dass wir am gleichen Ziel arbeiten, und auf welche Weise der einzelne an diesem Ziel arbeitet, sollten wir ihm bzw. ihr und dem Heiligen Geist überlassen, dem ich jedem von uns hier zugestehen möchte.

    So verstehe ich deinen Kommentar als Begründung für deine ganz persönliche Entscheidung und bin mir sicher, dass du damit niemandem vorgeben möchtest, wie er selbst zu handeln hat. 🙂

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Akazie,
    ZITAT:
    „Niemals tue ich es in einer herab würdigenden Form, den letztendlich sind ja selbst die Männer der LK auch nur Menschen.“

    So sind auch wir vorgegangen. – Aber bei manchen Menschen reichen selbst wohldosierte und vorsichtige Denkanstöße schon – sie wollen einfach NICHTS davon hören, dass etwas anders sein könnte, als der Sklave es lehrt.
    Und die wollen dann noch nicht mal mehr mit Solchen sprechen, von denen sie nur gehört haben, dass sie kritisch eingestellt sind. – So wenden sich irgendwann auch die von dir ab, mit denen du nie über deine Bedenken gesprochen hast.

    Da unser „Freund“ aber selber gerne die WTG kritisierte und in seinem Privatleben so Manches tat, was die Ältesten eher ungnädig aufgenommen hätten…(wenn er es nicht so trefflich hätte verheimlichen können)…brachten wir bei ihm die Dinge schon deutlicher auf den Punkt.
    Ob er von Anfang an das war, was ich einen „krummen Hund“ nenne, oder ob er irgendwann umdachte und im Denunziantentum seine große Karrierechance sah, entzieht sich meiner Erkenntnis.
    Er wurde jedenfalls bald darauf Ältester…arme Herde…noch ein Wolf mehr der sie umkreist, statt ein Hirte der sie liebevoll hütet…kein Wunder das sie immer weiter schrumpft.

    Mit den Vergleich zu Früher ist es so eine Sache…
    Man findet immer etwas das einem passt. – Aber wie ich ja schon ausführte, finde ich Beides in Ordnung…das Bleiben und das Gehen…solange das was man tut, aus den richtigen Beweggründen heraus geschieht.

    Und ich freue mich für jeden Bruder, der unter einer Akazie Erfrischung findet. 😀

    Nur vom Zurückkehren halte ich persönlich garnichts, weil das eben ein komplett falsches Signal an die Brüder wäre. Aber auch das muss letztlich jeder selber wissen, ich würde da nie jemandem reinquatschen.

    ZITAT:
    „Wachsamkeit ist die Eigenschaft die wir weiterhin entwickeln müssen.“

    Da mir die Menschen meiner Vergangenheit auch Heute nicht gleichgültig sind, halte ich von Außen ein wachsames Auge darauf was geschieht.
    Wie sich einmal alles entwickelt, weiß man ja schließlich nicht. Aber je nach dem was geschieht, ist es vielleicht sogar gut, wenn sowohl innerhalb als auch außerhalb der Reihen, schützende Hände für alle da sind.

    Denke mal daran, was den Brüdern von der WTG immer einsuggeriert wird: Außerhalb der Organisation wird der Glaube absterben, weil man nicht mehr die gute, geistige Speise des Sklaven bekommt. Anfällig für jede falsche Lehre und aller Unmoral, wird man straucheln und irgendwann alles tun was Gott verboten hat.

    Jeder der die WTG verlässt und durch seinen Glauben diese Worten Lügen straft, kann ein Leuchtfeuer sein. Und zwar eines, das all denen Mut gibt, die sich aus lauter Angst ihren Glauben zu verlieren nicht hinaus trauen, obwohl sie sich doch völlig fehl am Platze fühlen.

    LG Ulli

  • AKAZIE
    Mai 1, 2012

    Lieber Ede, Sascha und liebe Ulli und alle Anderen,

    danke für Eure eigenen Sichtweisen, die ich sehr gut verstehe.
    Auch auf die Gefahr hin das ich durch mein Verhalten, einmal eines Tages geschnitten werden sollte und all die Dinge erfahren werde, die Sascha und auch Du Ulli schon erlebt haben, werde ich nach meinen Verständis solange dieses Verhalten aufrecht erhalten, bis ich sehr ernsthaft spüren werde das Jehova mir durch seinen Geist sagt, –jetzt ist die Zeit zugehen–.
    Solange ich jedoch mich nur von menschlichen Schwächen und Imponiergehabe leiten lasse, wie sich bestimmte Personen die sich als Christen bezeichnen aber leider wie in Mat: 23 beschrieben nach vorderen Plätzen drängen um vieleicht dadurch eine gewisse Huldigung zu erreichen, auf welche Art und Weise diese es auch immer tun, darf mich dieser unlautere Beweggrund solcher Personen, mich in meiner Denk- und Handlungsweise dem Vater und dem Sohn gegenüber NICHT beeinflussen.

    Auch wenn solches Unrecht weh tut, man manchmal dabei schmerzlich weinen muß, so habe ich schon des öfteren die Erfahrung gemacht, das dann plötzlich alles vorbei ist, wenn ich meine Gedanken nicht auf solche Personen richte, sondern meine Gedanken zu Jesus und Jehova lenke.

    Ich weiß nicht ob hier einer der Leser es nachfühlen kann, doch in solchen Momenten ist es mir als ob mein Vater mich streichelt und mir sagt: „Fürchte Dich nicht, es dauert nicht mehr lange!“

    Wie gesagt das habe ich schon mehrfach erlebt solch einen Zustand, der genau in diesen Momenten mich bestärkt und eine enorme geistige Kraft dabei entwickelt wird.

    Da kommt ein innerer, tiefer Frieden den man mit Worten nicht erfassen kann. Einfach herrlich.

    Selbst wenn ich jetzt hier gerade schreibe und raus in den Garten schaue, sehe wie die Meise kurz auf dem Gartenhäuschen verweilt, überkommt mich tiefe Dankbarkeit, gegenüber allen bisher erlebten Dinge, weil gerade auf Eure Antworten die Ihr zu meinen Kommentar gegeben habt, in mir diese Dankbarkeit weckt.

    Es ist ein großer Segen das wir alle leben dürfen, auch wenn wir manchmal mit sehr schlimmen Situationen, da denke ich gerade an unseren Freund Matthäus, fertig werden müssen, es bleibt ein großer Segen über unseren Schöpfer und über seinen Sohn nachsinnen zu dürfen.

    Viele Grüße AKAZIE

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder Akazie,

    wir haben doch die gleiche Ansicht. Ich z.B., bin ja, wie ich schon erwähnt habe, nicht ausgeschlossen, und habe deswegen die Möglichkeit noch den ein oder anderen zu erreichen. Ich bin also kein „Rückkehrer“, ich muss keinen Wiederaufnahmeantrag stellen, so wie es bei anderen der Fall wäre, ich gehe einfach nur nicht mehr in meine eigene Versammlung. Aber ich habe nach wie vor gute Kontakte zu Brüdern und Schwestern aus den Versammlungen, auch regelmäßig. Und hier merke ich, dass es viel produktiver ist, auf Jesus und seine Führung hinzuweisen, als ständig kritisch über die WTG zu sprechen.

    Jesus sammelt doch selbst sein Schafe ein, also brauche ich da gar nicht ständig kranmpfhaft auf etwas hinweisen, was jeder, der als Schaf von unserem Vater gezogen wird, sowieso durch den Heiligen Geist vermittelt bekommt. Das hat also auch etwas mit Demut und dem Erkennen der eigenen „Position“ zu tun.

    Und in dieser Gewissheit, dass wir allenfalls Werkzeuge sind, wie es ja auch in dem von dir angeführten Beispiel aus Richter sehr gut beschrieben wird, wollte ich diesen Gedanken hier anstoßen, um zu zeigen, dass unabhängig von der persönlichen Situation und auch der Entscheidung ob jemand noch die Versammlung besucht, jeder seinen Teil beitragen kann, die geschwisterliche Liebe zum Ausdruck zu bringen. Die einen hier auf BI, die anderen in ihrer Versammlung, so lange noch die Zeit dafür ist, und wieder andere auf eine ganz andere Art und Weise.

    Schöne Grüße und danke für deine Kommentare, die ich immer sehr gerne lese.

    Sascha

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Sascha,
    ZITAT:
    „Und hier merke ich, dass es viel produktiver ist, auf Jesus und seine Führung hinzuweisen, als ständig kritisch über die WTG zu sprechen.“

    Das soll wohl sein…denn im direkten Kontakt gibt es kaum etwas unangenehmeres, als wenn einem ständig jemand ungefragt und ungewünscht den Finger in die Wunde legt. Das tut nämlich höllisch weh…und darum ist es nur menschlich, dem auszuweichen.
    Aber stattdessen den Balsam des Christus in, oder auch um die Wunde herum zu legen, heilt und schafft Vertrauen.

    Ein wirklich guter Anstoß, der mich in meinem Denken bestärkt. 🙂

    LG Ulli

  • Entmutigter Bruder
    Mai 1, 2012

    Vielen Dank für diesen schönen Kommentar von Dir.

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Liebe Anna,

    (Zitat)
    „Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sollte auch für die Öffentlichkeit da sein.“

    Das ist eine sehr treffende Aussage, aber das Gegenteil ist natürlich der Fall. Die WTG will als Organisation alle möglichen Vorteile aus diesem Rechtsstatus ziehen, aber absolut nichts zurück geben an die, von denen sie diesen Status bekommen haben. Auch an die Allgemeinheit wird nichts zurück gegeben, wenn man bedenkt, dass „der Staat“ letztlich alle Steuerzahler im entsprechenden Land sind.

    Stattdessen wird keine Gelegenheit ausgelassen um über die „satanische Welt“ herzuziehen und natürlich die schlimmen „Huren“-Religionen. Fakt ist allerdings, dass schon unzählige Zeugen Jehovas entweder vom Staat oder von kirchlichen Einrichtungen ohne rot zu werden profitiert haben und noch profitieren. Ich denke nur an die ganzen Hilfsorganisationen der UNO und der kathl. Kirche und anderer Konfessionen. Respekt, kann ich da nur sagen, dass ist „Glaube in Aktion“ bzw. „Nächstenlieber in Aktion“, in Anlehnung an den Titel der WTG-Werbe-DVD, die nur dazu da ist die Brüder immer weiter emotional an die Organisation zu binden.

    LG
    Denins

    P.S.: Wie war der letzte Programmpunkt über das Spenden bei euch? Geschickt eingefädelt: noch nie gab es meines Wissens einen Programmpunkt von 5 Min. am Ende der Zusammenkunft. Bei uns war es auf eine gewisse Art und Weise eine regelrechte Bettelei um Spenden. Das schlechte Gewissen hielt mit Sicherheit bei vielen bis nach Lied und Gebet und so manche arme Rentner-Schwester hat was in den Kasten eingeworfen.

  • Holger
    Mai 1, 2012

    P.S.: Wie war der letzte Programmpunkt über das Spenden bei euch? Geschickt eingefädelt: noch nie gab es meines Wissens einen Programmpunkt von 5 Min. am Ende der Zusammenkunft. Bei uns war es auf eine gewisse Art und Weise eine regelrechte Bettelei um Spenden. Das schlechte Gewissen hielt mit Sicherheit bei vielen bis nach Lied und Gebet und so manche arme Rentner-Schwester hat was in den Kasten eingeworfen.
    Hallo Dennis,
    ich habe öfters mit meiner Frau über BI und auch über die Spendenaktionen der WTG gesprochen. Gestern hat sie in der Verslg. am Schluß selber davon angefangen. Der Redner sagte gestern, in alter Zeit haben Christen sogar Schulden gemacht, um Gottes Königreich zu unterstützen. Sollen wir alle Schulden machen, damit wir die WTG unterstützen. Ich kann mir keine Schulden leisten. Holger

  • Max
    Mai 1, 2012

    Hallo ihr Lieben

    Mit der kurzen Abhandlung „Zwei Münzen von geringen Wert“ wurden auch bei uns in der Versammlung unverhohlen die Ärmsten der Armen zum Spenden für das „Weltweite Werk“ gedrängt. Erschreckend, wie auch in diesem Fall wieder die Aussagen der Bibel entstellt interpretiert werden.
    Mit dem Beispiel der armen Witwe wollte Jesus nicht sagen, das wir unser ganzes zum Lebensunterhalt Notwendige in den Tempelschatz (Nach Brooklyn) spenden sollten. Er wollte eigentlich damit nur zeigen, das all das viele Geld, das die Reichen von ihrem Überfluss geben bei Gott nicht mehr zählt als die kleine Gabe eines Armen, mehr nicht.

    Auch der angeführte Text aus 2. Kor. 8 eignet sich nicht dazu, eine Spendenaktion für das Weltweite Werk zu belegen. In dieser Sammelaktion ging es dem Paulus nicht um Geld für das Predigtwerk, sondern um praktische Liebe für Notleidend Brüder zum Beispiel in Jerusalem. Zitat aus Römer 8:1-12

    Nun will ich euch berichten, was Gott in seiner Güte in den Gemeinden der Provinz Mazedonien bewirkt hat. Die Christen dort haben wegen ihres Glaubens viele Schwierigkeiten standhaft ertragen. Und doch waren sie voller Freude und haben trotz ihrer großen Armut reichlich für ANDERE gegeben. Ich kann bezeugen, dass sie von sich aus gaben, was sie nur konnten, und sogar mehr als das. 4 Sie haben es sogar als ein Vorrecht angesehen, sich an der HILFE FÜR DIE BRÜDER IN JERUSALEM beteiligen zu dürfen. (Gal 6,10)

    6 Nach dieser Erfahrung habe ich Titus zugeredet, dass er auch bei euch die Sammlung, mit der er bereits begonnen hat, zum Abschluss bringt.
    Lasst diesen Reichtum nun auch sichtbar werden, indem ihr der Gemeinde in Jerusalem helft. (1Kor 1,5) 8 Natürlich will ich euch nichts befehlen. Aber angesichts der Opferbereitschaft der anderen würde ich gern sehen, wie echt eure Liebe ist.
    Nach meiner Meinung kann es nur gut für euch sein, wenn ihr die Sammlung durchführt. Ihr habt sie euch ja vor einem Jahr vorgenommen und auch schon damit begonnen. Gebt so viel, wie es euren Möglichkeiten entspricht! 12 Wenn ihr etwas geben wollt, dann wird eure Gabe dankbar angenommen, sei es viel oder wenig – entsprechend dem, was ihr habt. Ihr sollt nicht selbst in Not geraten, weil ihr ANDEREN AUS DER NOT HELFT. Es geht nur um einen gewissen Ausgleich.

    Ich lese hier nichts von millionen Beträgen, die für das Predigtwerk gebraucht und gespendet werden sollten, sondern von Gaben für Notleidenden Brüder, die es auch bei uns heute weltweit gibt.
    Die l. K. beruft sich ja gerne darauf die Nachfolger der Apostel zu sein, siehe das Apostelgeschichte-Buch. Ich habe noch nie gehört das die l.K. wie der Apostel Paulus einen Spendenaufruf für Notleidende Brüder in der Welt erlassen hat. Wenn, dann nur um arme Pioniere oder Missionare zu untestützen, da für sie ja kein Geld vorhanden ist um sie von den normalen Spenden zum Beispiel ein Flug in die Heimat zu finanzieren.

    l.G.
    Max

  • Aaron
    Mai 1, 2012

    …und dann stellen Sie sich gleich mit Moses!! Ja, Moses hat auch Spenden gesammelt für den Bau der Stiftshütte. Aber es kam dann auch der Augenblick, als er sagte, „es ist genug“!! Könnt ihr euch vorstellen, dass die WTG irgendwann sagt, „es ist genug“!!
    LG Aaron

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Dennis, liebe Brüder und Schwestern,

    gerne teile ich meine Meinung über den Programmpunkt „Zwei Münzen von geringem Wert“ mit. Damit wird bei den Brüdern, die es sich gar nicht leisten können ein schlechtes Gewissen erzeugt. Ich habe mir die WT und Königreichsdienste der letzen Jahre durchgesehen. Es waren schon immer Programmpunkte, in denen es darum ging etwas zur Finanzierung beizutragen, jedoch niemals in dieser Form. Hier ein Beispiel:
    ZITAT
    *** w09 1. 8. S. 30 Wie viel sollte man spenden? ***
    Wenn jemand das Werk der Zeugen Jehovas unterstützen möchte, wie viel sollte er dann geben? Der Apostel Paulus schrieb: „Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat, nicht widerwillig oder aus Zwang, denn Gott liebt einen fröhlichen Geber“ (2. Korinther 8:12; 9:7).ZITAT ENDE

    Programmpunkt dieser Woche läßt den Schluss zu, dass das Spendenaufkommen zurückgegangen ist. Leider gibt es ja keinen Rechnungsbericht des Zweigbüros oder weltweit.

    Es könnte leicht sein, dass bald „Mitgliedsbeiträge“ verlangt werden. In der Verfassung für Österreich vom April 2011 ist unter § 16 „Recht und Pflichten der Mitglieder“
    im Punkt (4) zu lesen

    ZITAT
    „Sollte das Zweifkomitee entsprechend § 17 Abs. 4 Mitgliedsbeiträge festlegen, sind Mitglieder zur Leistung des Mitgliedsbeitrags verpflichtet.

    und der relevante Absatz in § 17 Mittel der Relegionsgemeinschaft

    (4) Falls die entsprechend Absatz 1 aufgebrachten Mitel nicht ausreichen, um die Finanzierung der Religionsgemeinschaft zu gewährtleisten, kann das Zweigkomitee befristet oder auf Dauer Mitgliedsbeiträge festlegen und die Voraussetzungen zur Erhebung der Beiträge bestimmen. ZITAT ENDE

    Ich denke, da hier in Deutschland anders als in Österreich die Körperschaftsrechte noch nicht in allen Bundesländern gewährt sind wird spätestens, nachdem für ganz Deutschland der Status gilt, eine Modifizierung der Statuten erfolgen.

    Und Beiträge oder Steuern zu zahlen könnte für aktive Zeugen Jehovas auch auf das Hinauslaufen was Bruder Sascha geschrieben hat mit dem Ausruf „Geht aus ihr hinaus mein Volk…“.

    Persönlich meine ich auch, dass dies noch in der Zukunft liegt.

    Dieses Wochenende haben wir ja wieder einen zur Leistung anspornenden WT-Studienartikel „Andern helfen, aus dem Schlaf zu erwachen“.

    Den Leittext in Röm. 13:11 „Erkennt die besondere Zeit, dass die Stunde für euch schon da ist, aus dem Schlaf zu erwachen“ darf ich insofern auf mich persönlich anwenden indem ich

    1. die Kontexte DAVOR berücksichtige in denen es um unseren Wandel und um die Nächstenliebe geht und, dass ich

    2. aufpasse nicht von der Organisation durch Leistungszwang eingelullt werde.

    Liebe Grüße an alle Anna

  • Sascha
    Mai 1, 2012

    Liebe Schwester Anna,

    danke für deine Zitate aus den Paragraphen der WTG in Österreich. Dort gibt es meines Wissens nach ja nur 9 Bundesländer, sodass es tatsächlich in Deutschland mit seinen 16 Bundesländern entsprechend länger dauert, bis ein einheitliches Vorgehen von seiten des Zweiges möglich ist.

    Zu dieser Diskussion mit den Spenden und möglichen Mitgliedsbeiträgen passt der folgende Text:

    2Pe_2:3 In ihrer Habgier werden sie geschickte Lügen erfinden, um an euer GELD zu kommen. Doch das Urteil über sie ist längst gefällt, sie werden ihrem Verderben nicht entgehen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    >> Das ist Teil des Bibelleseprogramms für diese Woche und ich finde es sehr ergreifend. <<

    Hallo Anna.

    Du hast recht. Doch wichtigste Voraussetzung für den neuen Bund ist die Neuordnung der Verantwortung durch Jehovas. Während des mosaischen Bundes wurde die Strafe für die Vergehen der Väter an den folgenden und den nachfolgenden Generationen vollzogen. Das sollte mit dem neuen Bund in eine persönliche Verantwortung geändert werden.

    (Jeremia 31:29-30) . . .In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: ‚Die Väter waren es, die die unreifen Trauben aßen, aber die Zähne der Söhne waren es, die stumpf wurden.‘ 30 Sondern es wird ein jeder für sein eigenes Vergehen sterben. Jeder Mensch, der unreife Trauben ißt, dessen Zähne werden stumpf werden.“

    Nun sollte jeder die Last seiner eigenen Fehler selber tragen. Wonach würde er dann beurteilt werden? Nach seinem Herz!

    (Jeremia 31:33) . . .„Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“. . .

    Damit ist eine kollektive Rettung aufgrund einer fleischlichen Abstammung oder einer Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen. Sein (Gottes) Volk würde sich anhand seines im Herzen verankerten Glaubens kennzeichnen. Jeder würde ausschließlichen aufgrund seines Herzens beurteilt und gerettet werden.

    Das machte Jesus deutlich als er am Brunnen mit der Samariterin sprach, die eine große Sünderin war und nicht zum Volk Gottes gehörte, indem er ihr zusicherte, dass sie Wasser ewigen Lebens bekommen könne. Der Schächer, der neben Jesus am Pfahl starb, war ein rechtskräftig verurteilter Verbrecher, der aber ein demütiges Herz offenbarte. Ihm wurde die Auferstehung im Paradies zugesichert. Kornelius war ein unbeschnittener Grieche und Mitglied des Militärs. Er war kein Mitglied des Volkes Gottes, offenbarte aber ein demütiges, gotthingegebenes Herz. Ihm wurde Gottes Segen zuteil.

    Ob Mitglied oder ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas, es kommt auf das Herz an. Jeder kann sich ein gutes Verhältnis zum Vater bewahren oder wieder herstellen und gerettet werden. Ist das nicht eine wunderbare Hoffnung?

    Ede

  • Anna
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder K.E., liebe Brüder und Schwestern,

    dir lieber Bruder K.E. Danke dafür, den Artikel analysiert zu haben. Vielen ehemaligen oder weiterhin tätigen Verkündigern sprichst du aus dem Herzen. Recht üben und Güte lieben, dies ist das was wirklich wichtig ist! Den wichtigsten Platz nehmen nach meinem Verständnis die Menschen ein, die wir lieben. Das sind unsere Angehörigen und Freunde. Ich glaube nicht, dass Jehova und Jesus Christus es uns verübeln, wenn wir unseren Partner oder unsere Kinder lieben. Und dass diese Liebe bezüglich der Prioritäten ganz einfach einen völlig anderen Stellenwert hat. Man kann das nicht miteinander vergleichen. Und wir dürfen uns m.E. keinesfalls ein schlechtes Gewissen einreden lassen, wenn wir uns inzwischen verweigern uns ständig zu neuen Höchstleistungen antreiben zu lassen.

    Wie unser Bruder Matthäus uns gezeigt hat wollen wir nie zu einem Stein des Anstoßes werden. Sondern gemäß Jeremia 31:33 und 34 NWÜ

    33 „Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

    34 „Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Gefährten und ein jeder seinen Bruder lehren, indem [sie] sprechen: ‚Erkennt Jehova!‘, denn sie alle werden mich erkennen, von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten“ ist der Ausspruch Jehovas. „Denn ich werde ihre Vergehung vergeben, und ihrer Sünde werde ich nicht mehr gedenken.“

    Das ist Teil des Bibelleseprogramms für diese Woche und ich finde es sehr ergreifend. Was mich noch ermuntert hat ist Markus 5:19 von dem geheilten Mann, der einfach nur gebeten wurde nach Hause zu gehen und nichts weiter zu tun als über seine Heilung zu berichten. Was ja im übrigen was Wunderbares ist, wenn man von einer Krankheit geheit wird!!!

    Und am Ende, in unserem unmittelbarn Lebensumfeld erstmal Gutes tun.

    Gute Nacht und einen guten Morgen mir Jehova und Christus ganz herzlich Anna

  • Matthäus
    Mai 1, 2012

    Zum sehr gut auf den Pkt. gebrachten Aufsatz möchte ich mich dem Lob der anderen Kommentatoren anschließen. Zur Frage ob Jehova uns tatsächlich nach der „ERFÜLLUNG des Predigtauftrages“ beurteilt läßt sich sehr leicht durch seine EIGENEN Worte belegen:

    Römer Kap. 9: …siehe Vers 16 !

    15 Denn Gott hat einmal zu Mose gesagt: „Ich erweise meine Güte, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen.“ 16 Entscheidend ist also nicht, wie sehr sich jemand anstrengt und müht, sondern dass Gott sich über ihn erbarmt.

    18 Gott schenkt also seine Barmherzigkeit, wem er will, aber er macht Menschen auch hart und gleichgültig, wenn er es will.

    22 Genauso wollte Gott an denen, die für das Verderben bestimmt sind, seinen Zorn und seine Macht sichtbar werden lassen. Und obwohl sie ihrem Untergang nicht entgehen konnten, hat er große Geduld mit ihnen gehabt.

    23 An den Menschen, die an seiner Herrlichkeit teilhaben sollen, wollte er dagegen seine Barmherzigkeit beweisen. So möchte er an ihnen in reichem Maße seine Herrlichkeit zeigen.

    Der falsche Weg

    30 Was will ich nun damit sagen? Menschen aller Völker, die sich nicht darum bemüht haben, bei Gott Anerkennung zu finden, wurden von ihm angenommen, und zwar durch ihren Glauben an Jesus Christus.

    31 Israel aber, das sich so sehr bemühte, Gottes Gebote zu erfüllen, um dadurch vor Gott bestehen zu können, hat dieses Ziel nicht erreicht. 32 Warum eigentlich nicht? Weil die Israeliten nicht durch den Glauben an Christus, sondern durch ihre eigenen Leistungen Anerkennung bei Gott finden wollten. Deshalb wurde ihnen Christus zum Stein des Anstoßes.

    Wers noch deutlicher haben will der ließt bitte im Kap. 10 die ersten Verse weiter!

    Das die WTG vor keinem Mißbrauch des Wortes Gottes zurückschreckt läßt sich sehr einfach durch 2 Beispiele belegen!

    Beachte das Titelbild vom WT 1.3.2012 ! Hier werden tatsächlich „2 Prediger“ mit Umhängetaschen (!!!) in den Gassen einer Stadt gezeigt – es fehlt nur noch das der WT oder das EW aus der Tasche gezogen wird, oder ein Notitzzettel über NH oder RB verwendet wird.

    Die UNVERFRORRENHEIT der LK, wie sie Millionen von ZJ manipuliert, wird auch durch diese Belehrung belegt:

    „Zum Predigtdienst befähigt“, Ausgabe 1957, Seite 156
    „Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern werden, WIE DIE Bibel sagt, ,alles glauben’, nämlich alles, was Der Wachtturm darreicht…“

    Obige Aussage ist ein Frevel – doch selbst ein KA Br. L. in Österreich, scheut sich nicht davor, wie am KK geäußert: „Was uns Jehova zu sagen hat steht im Wachtturm!“

    Jeder ehrliche Christ sollte ernsthaft über obiges nachdeneken!

    lg. Matthäus

  • Igel
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder K.E.

    Vielen Dank! Für den Artikel, er spricht aus meinem Herzen und passt zu meinen Erfahrungen.
    „Masse statt Klasse!“ könnte man auch sagen aber es stört niemanden, die Milliarden Stunden die von Brüdern und Schwestern im stupiden Dienst Tag aus Tag ein geleistet werden!
    Ich möchte mal wissen was passieren würde wenn alle Staaten der Welt einen Unfallversicherungsbeitrag für jede geleistete Stunde von der Gesellschaft fordern würden ?
    Gäbe es dann neues Licht? Oder müssten wir dann nur noch die geführten Gespräche aufschreiben anstatt der Stunden?
    Wir könnten doch auch Fernsehpredigten halten, ich habe schon gute gesehen von anderen Gemeinschaften, oder einfach mal Hilfe anbieten wo es möglich ist.
    Ich denke es gibt viele Möglichkeiten mit „Klasse“ Menschen zu erreichen. Es stellt sich nur die Frage: Ist dies überhaupt gewünscht? Am Geld und der Zeit die zur Verfügung stehen kann es ja nicht liegen.
    Ich glaube der tuvS. hat nur Angst vor Jehova mit lehren Händen da zu stehen, jetzt können sie ja sagen wir haben die Brüder und Schwestern angetrieben Milliarden Stunden zu leinen „Damit dein Name geheiligt werde“. Stellt sich nur die Frage wünscht sich Jehova und Jesus nicht lieber Nachfolger die glücklich und zufrieden sind, ausgeglichen in ihren Familien leben und mit Liebe das Leben gestalten? Ich glaube wenn der tuvS. verstehen würde, was dafür erforderlich ist und es uns zur Verfügung stellt dann könnten wir schon heute zeigen das es sich lohnt ein ZJ. zu sein und unser Ruf in der Welt könnte ein anderer sein!
    Wenn heute zwei oder drei gutgekleidete Personen mit Taschen langsam durch die Stadt laufen wissen fast alle die ZJ. kommen, wenn s klingelt nicht aufmachen und wenn vorhanden den Hund von der Leine lassen!
    Währe es nicht besser wir hätten Zeit gastfreundlich zu sein, um Nachbarn oder Kollegen einzuladen, so könnte man auch Zeugnis geben und dabei noch Freude haben, und man hat sogar noch die Möglichkeit Freunde zu gewinnen, ohne den Zeigefinger heben oder ein schlechtes Gewissen haben zu müssen da man ja nicht in den Dienst gegangen ist!
    Hoffentlich kommt bald die Zeit wo es möglich ist noch besser ein Nachfolger Jesu sein zu können , anstatt wie eine Marionette an die Organisation durch das Gelöbnis unter Strafe gebunden zu sein!

    LG Igel

  • Barbara
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder K.E. !
    Vielen Dank für den wohltuenden Artikel.
    Christsein ist mehr als nur in den Predigtdienst zu rennen.
    Sicherlich trägt der Artikel dazu bei, das so manchem eine ungeheure Last abgenommen wird
    und das ist gut so : -) .

    Liebe Grüsse, Barbara

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo Barbara,
    ZITAT:
    „Sicherlich trägt der Artikel dazu bei, das so manchem eine ungeheure Last abgenommen wird.“

    Ja…das hoffe ich wirklich auch sehr. – Denn Gott will ja überhaupt nicht, dass wir zusätzliche Lasten tragen müssen.

    Was er WRIKLICH möchte, habe ich einmal ganz wunderbar in einem Roman dargelegt bekommen. Daran würde ich dich und alle die mitten in den Stürmen des Lebens stehen und manchesmal kaum noch wissen wo´s lang geht, teil haben lassen:

    Sinnvoll zusammengefügt aus „Ein neues Lied“ von Jan Karon:

    „Was einige Gläubige immer noch nicht glauben können ist, dass Gottes Liebe uns so nahe ist, wie uns eigener Atem.
    …Mehr als um irgendetwas sonst, bete ich dafür, dass jeder Einzelne von euch Gottes Gegenwart spürt…so nahe wie den eigenen Atem….In meinen Gebeten ist der ständige Wunsch, dass ihr alle auch eine persönliche, direkte, innige und ganz alltägliche Beziehung zu Christus entwickelt. Ich spreche von etwas, dass über den Sonntagsgottesdienst hinausgeht…über etwas, auf das ihr euch für den Rest eures Lebens verlassen könnt. Ich spreche von den Zeiten, da ihr in dem Sturm der gegen euch wütet, zu Gott schreit, von den Zeiten, da jedes Gebet das ihr an einen scheinbar fernen Gott richtet, sich in nichts aufzulösen scheint.

    Ungezählte Menschen glauben an die Existenz eines kalten, fernen Gottes, und wenn diese Menschen in tiefster Verzweiflung zu ihm rufen und keine Antwort hören, dann müssen sie sich alleine und ohne Hilfe aufrichten und weiterstolpern.

    Dann gibt es wieder Menschen, die ihn persönlich erfahren haben, dass er ihnen in ihrer Not so nahe ist, wie ihr eigener Atem – für sie da, persönlich, als Vater… der seinen Sohn als Erlöser und Freund sandte für alle, die an ihn glauben.

    Manche Menschen sind ihr Leben lang zur Kirche gegangen und haben diese mächtige, wunderbare und doch schlichte persönliche Beziehung nie erfahren. Andere glauben, dass solch eine Beziehung zwar möglich sein könnte, ihnen jedoch nie zuteilwerden würde – warum sollte Gott sich mit ihnen abplagen, außer aus großer Entfernung?
    In Wirklichkeit macht es Gott nicht die geringste Mühe. Er wünscht sich diese Beziehung mehr als ich, und ich wünsche mir diese Beziehung sehr und bete dafür, dass ihr über diese wunderbare Wahrheit nachdenken werdet.

    Sehnt ihr euch in den Stürmen eures Lebens nach dem Trost Seiner Nähe und Seiner Freundschaft? – Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr Er sich nach eurem Trost sehnt. Es ist unvorstellbar, nicht wahr?
    Das Er sich unsere Nähe wünschen sollte – so gering wie wir sind, so schwach wie wir sind und so hoffnungslos wie wir uns oft fühlen.
    Gott möchte mit uns vereint sein, warum ist das so schwer vorstellbar für uns, obwohl er uns für sich selbst erschaffen hat?

    Einige von euch mögen nicht länger nur einmal die Woche nach ihm suchen und sehnen sich stattdessen, Tag für Tag bei ihm zu sein. Sie erzählen Ihm alles, lassen Ihn Anteil haben an allen Dinge, dankbar dafür, einen solchen Segen in ihrem Leben zu haben.
    Einen Freund der sie niemals, unter keinen Umständen verlassen wird und der ihnen niemals Seine Liebe entziehen wird. Erstaunlich? – Ja das ist es. Es ist erstanunlich…
    Die Intimität einer Freundschaft, in der Er euch so nahe ist, wie…euer eigener Atem.“

    Diese Worte habe ich schon oft in meinem Leben bestätigt bekommen, sowohl in den Höhen als auch den Tiefen meines Lebens…oft sogar GERADE da…
    Denn wenn es uns am dreckigsten geht, halten uns die Arme unseres Vaters und Jesu Arme, ganz besonders fest. Darauf können wir immer bauen.

    LG Ulli

  • Barbara
    Mai 1, 2012

    Liebe Ulli,
    Danke für diese wunderbaren Gedanken!
    LG Barbara

  • Dennis
    Mai 1, 2012

    Lieber Brd. K.E.,

    für diesen Artikel möchte ich dir danken, da ich auch zu den Freunden des deutlichen Wortes gehöre, ohne in Beleidigung abzudriften. Diesen Drahtseilakt hast du m.E. ganz gut geschafft und in direkter Art und Weise die unsinnige Betonung des formalen Predigtdienstes mit Wt-Literatur hervorgehoben, die für mich schon fast lächerliche Züge hat.

    Dazu kommen ja noch die Bilder von gestellten Szenen in der Straßenbahn, im Flugzeug oder sonstwo, die die Wichtigkeit von informellem Zeugnisgeben darstellen sollen.

    Du hast auch einen Punkt angesprochen, der nie in WT-Literatur behandelt wird: Wo steht in der Bibel, dass ich ein Leben wie Noah, David, Jeremia, Paulus usw. führen MUSS oder SOLL um ein „wahrer Christ“ zu sein?

    Antwort: Nirgends!

    Auch Hebr. 11 oder die Paulusbriefe wo er die Brüder um „Nachahmung“ bittet, taugen bei näherer Betrachtung nicht für diese Fixierung auf den Predigtdienst, weil er im Kontext auf völlig andere Dinge Bezug nimmt.

    Bin gespannt auf deinen nächsten Artikel, der aber vielleicht doch mit etwas weniger „Schärfe“ in der Sprache auskommt. Ich bin mir nicht sicher wie z.B. die Bezeichnung „Gehirnwaschaktion“ bei erstmaligen Lesern hier auf BI wirkt, obwohl ich natürlich der Aussage dahinter absolut zustimmen kann.

    LG
    Dennis

  • Ulrike P.
    Mai 1, 2012

    Hallo K. E.!
    Ein prima Artikel, der hoffentlich wieder vielen den Druck von der Seele nimmt, sich weiterhin Unnütz zu verausgaben.

    ZITAT Überschrift:
    “Was nimmt den wichtigsten Platz ein in deinem Leben?”

    Früher – als WTG-Zeugin – hätte wohl das schlechte Gewissen den wichtigsten Platz in meinem Leben eingenommen…wenn ich nicht mein kindliches Gottvertrauen mit in den dunklen Turm hinüber gerettet hätte. 😉

    Ganz ohne kam ich natürlich trotzdem nicht aus…was ja auch Sinn und Zweck der wöchentlichen Übungen war, schätz´ich mal…

    Aber mit dem was war, halte ich mich nicht mehr auf. – Es zählt nur noch, was HEUTE für mich den wichtigsten Platz einnimmt.
    Und das ist die Liebe in mir und um mich her.
    Außerdem die Gnade, derer ich mir Gewiss sein darf – aber auch der Friede, den ich in mir spüre.

    Nichts von alledem, würde ich freiwillg wieder hergeben.

    LG Ulli

  • Edelmuth
    Mai 1, 2012

    Hallo K.E.

    Du hast wieder einen wirklich interessanten Vortrag geschrieben, der Brüder, die sich Sorgen um ihren vom Sklaven erteilten Predigtdienstauftrag machen, trösten kann. Jesus und Paulus waren wie viele andere aus ganzem Herzen ihr Leben lang Vollzeitprediger. Sie hatten einen Auftrag vom Vater. Nicht jeder kann das und nicht jeder muss dass, aber jeder sollte so handeln, wie er(und nicht der Sklave) es in seinem Herzen beschlossen hat.

    Zitat
    Inwiefern war Noah in den Augen von Petrus ein “Prediger der Gerechtigkeit?” Nicht dadurch, das er von Haus zu Haus ging oder öffentlich die Menschen zur Umkehr ermahnte, so wie Jona im Auftrag Gottes die Bewohner von Ninive aufforderte umzukehren, sondern dadurch, das er sich durch sein Leben als ein Verkündiger der Gerechtigkeit Gottes erwies.

    (1. Mose 6:17-18) . . .Und ich, siehe, ich bringe die Sintflut der Wasser über die Erde, um alles Fleisch, in dem die Lebenskraft wirksam ist, unter den Himmeln zu verderben. Alles, was sich auf der Erde befindet, wird verscheiden. 18 Und ich will meinen Bund mit dir errichten; und du sollst in die Arche hineingehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir.

    In dem Augenblick, als Jehova dem Noah die Vernichtung allen Fleisches durch eine Sintflut mitteilte, schloss er auch den Bund zu seiner Rettung und die Rettung seiner Familie mit ihm. Es wäre geschmacklos und nicht im Sinne Jehovas gewesen, wenn Noah zu den Menschen gegangen wäre und ihnen ihre unabänderliche Vernichtung gepredigt hätte. Eine Warnbotschaft macht nur dann Sinn, wenn auch eine Rettung möglich ist.

    Noahs Predigttätigkeit bestand vor allem darin, dass er genau das tat, was Jehova ihm auftrug. Noah bewies uneingeschränktes Vertrauen zu Jehova.

    Es ist aber auch denkbar, dass Noah die Menschen in Kenntnis der Gerechtigkeit Jehovas vor einem Eingreifen warnte, weil er vermutete, dass sich Jehova derartige Gräueltaten nicht ewig gefallen lassen würde, ohne jedoch einen konkreten Auftrag dafür zu haben.

    Wir kennen Jehova auch und wissen genau, das ER es sich nicht mehr lange bieten lassen wird, wenn (s)ein „Sklave“ die Herrlichkeit und den Lobpreis, der allein IHM gebührt, für sich beansprucht. Auch ohne konkreten Auftrag warnen wir die Menschen vor einem Eingreifen Jehovas.

    Ede

    PS. Wo hast du Griechisch gelernt? Sicherlich nicht bei den ZJ.

  • Manfred
    Mai 1, 2012

    Lieber Brd. K.E.,
    auch ich möchte Danke sagen für diesen sehr guten Vortrag.

    Zu Mat. 24:14 habe ich noch eine Anmerkung, möchte aber vorher den Vers 14 und 15 aus der NWÜ zitieren:

    14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen. 15 Wenn ihr daher das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, von dem Daniel, der Prophet, geredet hat, an heiliger Stätte stehen seht (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an),

    Mat. 24:14 ist sicherlich der Leittext aller Zeugen Jehovas. Man behauptet sogar, dass man nachts geweckt werden und trotzdem sofort diesen Text zitieren kann.

    Doch warum wird nach diesem so wichtigen Text für die Zeugen (das ja als positiv bewertet wird) direkt im Vers danach vom abscheulichen Ding gesprochen, das Verwüstung verursacht (was ja sehr negativ ist)? Von dem Daniel gesprochen hat. Und warum steht in Klammern: (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an)?

    Kann es vielleicht sein, das dies ein Hinweis von unserem Herrn Jesus ist, wo das abscheuliche Ding aufgestellt wird?

    Im ersten Jahrhundert war die heilige Stätte doch der Tempel in Jerusalem und wenn die Zeugen das geistige Israel sind, müsste es auch dort etwas geben was man als heilige Stätte bezeichnen kann. Von allen Orten auf der Erde ist sicherlich die Weltzentrale in Brooklyn das Heiligste unter den Zeugen und von genau dorther kommt der Ruf, dass diese gute Botschaft auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt wird.

    Ist zumindest eine Überlegung wert, denn irgendwo auf der Erde muss das abscheuliche Ding das Verwüstung verursacht ja aufgestellt werden.

    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    Mai 1, 2012

    Lieber Bruder K.E.

    Das ist ein sehr guter Vortrag und er deckt die menschlichen Machenschaften, Menschengebote und falsche Lehren der Organisatin treffend auf.

    Du hast geschrieben:
    „Analysiert man das griechische Wort kerychthesetai (wird gepredigt werden), so steht es in der dritten Person Indikativ Futur Passiv. Es ist kein Imperativ und hat keinerlei Gebotscharakter. Es handelt sich um eine Feststellung, es wird gepredigt werden.“

    Die Bibel geht tatsächlich davon aus, dass gepredigt werden wird. Denn die Bibel und die Propheten schreiben so für unsere Zeit, als hätten sie genau gesehen was heute passiert. Wenn man bedenkt dass der Geist unseres Vaters die Bibelworte in die Hand der Schreiber gelegt hat, ist es auch logisch dass es so ist. Denn Jehova ist zeitlos, somit weiß er alles was je passiert ist und je passieren wird.

    Dass gepredigt wurde, wenn auch durch die inzwischen meist von Menschen in die Irre geführten Zeugen, lässt sich nicht abstreiten. Aber wie Du richtig schreibst, niemand muss predigen.

    Das Beispiel Noah wird in den Puplikationen solange wiederholt bis es der Letzte glaubt. Natürlich hat Noah und seine Söhne jedem der danach gefragt hat erklärt warum er in trockenem Land ein Schiff baut. So gesehen hat Noah schon gepredigt, aber nicht aktiv, sondern als natürliche Reaktion auf die Fragen was er da mache. Die Arche selbst war das größte und unübersehbare Zeichen, da kamen die Schaulustigen ganz von alleine. Vielleicht war die Baustelle jahrelang die größte Touristenattraktion der damaligen Zeit. Hohn und Spott dürfte Noah und seine FAmilie genug gehört haben.

    Der größte Glaubensheld der ganz alten Zeit war Abraham. Von diesem Glaubensheld steht kein Wort in der Bibel, dass er gepredigt hätte, aber diesen Abraham lässt man als Beweise für das Predigen dann einfach weg.

    Jeremia hat seinem EIGENEN Volk gepredigt, das hast Du sehr gut raus gearbeitet. Denn wenn man schon Jeremia anführt, dann passt er schon besser in die Rolle von Bruderinfo. Denn Bruderinfo macht nichts anderes als Jeremia auch gemacht hat, es wird gegen die herrschende, verdorbene religiöse Führung und die Fürsten des EIGENEN Volkes geredet.

    Auch zur Zeit Jesus war es genau so wie Du geschrieben hast. Es gab viele Unterstützer die Jesus und die Apostel heimlich unterstützten. Selbst als Jesus tot war kam ein heimlicher Unterstützer mit Namen Joseph und bat um den Leichnam Jesu um ihn in eine neu ausgehauene Gruft zu legen.

    Luk. 24
    50. Und siehe, ein Mann, mit Namen Joseph, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann, –
    51. dieser hatte nicht eingewilligt in ihren Rat und in ihre Tat-von Arimathia, einer Stadt der Juden, der [auch selbst] das Reich Gottes erwartete;
    52. dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu.
    53. Und als er ihn abgenommen hatte, wickelte er ihn in feine Leinwand und legte ihn in eine in Felsen gehauene Gruft, wo noch nie jemand gelegen hatte.

    Dass der Joseph ein heimlicher Gläubiger war seht hier:
    Joh. 21
    38. Nach diesem aber bat Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, aber aus Furcht vor den Juden ein verborgener, den Pilatus, daß er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm den Leib Jesu ab.

    Der Geist des Vaters hat sogar einem heimlichen Jünger Jesu erlaubt den Leichnam Jesu in würdiger Weise zu versorgen. Nicht Menschen entscheiden ob sie von unserem Vater angenommen werden, sondern unser Vater allein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Frank&Frei
    Mai 1, 2012

    dere wichtigste Platz im Leben ist sicherlich der am Busen des Vaters, so wie Jesus es bildlich bei Gleichnis vom armen Lazarus darlegte.
    Die im Aufsatz abgehandelten Fakten entsprechen der Realität. Die vom Sklaven aufdoktruierte Gulagmentalität, predigen bis man im Sarg liegt, kann nicht der Liebe Jehovahs entsprechen, weil er uns liebt, unseren Zustand kennt und darauf stets Rücksicht nimmt.
    Das formelle Predigen – von Haus zu Haus – ist nicht appropriat dem Predigen der frühen Christen. Die gingen in eine Stadt, dort auf den Agora, den Marktplatz und dort erkundigten sie sich, schlossen KOntakte und besuchten diese dann in den Häusern.
    Damals genügte den Christen allen das Wissen um die schriften. Die hatten längst nicht alle eine Buchrolle, das war purer Luxus und zumeist nur in den Synagogen gegeben.
    Heuer geht ein Heer von Ameisen – + 7 Mio Zeugen – mit Printmedien von haus zu Haus um die Rotationsmaschinen am Laufen halten. Mit welchem Ergebnis? Ich möchte nicht wissen wieviel der Druckschriften landen im Altpapier schon bei den Zeugen.
    Der Leistungszwang zum Predigen tötet Motivation und so ist es kein Wunder, dass es an allen Ecken und Enden „brennt“.
    Nur noch mehr Druck auf die VK ist etwa so wie März 1945, wo man den Volkssturm aufbot, der trotzdem nicht den Untergang des Reiches stoppte.
    Das „Wir-Gefühl“ ist trügerisch, die Stundenklopperei und der gefakte Hipi Dienst mit 30 Stunden – das ist nichts weiter als ein Eingeständnis, dass es abwärts geht und man keine Lösung hat.

    Der Christ, der Gott liebt, wird immer dazu stehen und zu vielen gelegenheit informell seinen Glauben bekennen. darüber sprechen und andere zum Nachdenken veranlassen. Und wenn die nicht vollen, dann bleibt man lieber stumm.

    Das Königreich verkündigen kann man prinzipiell durch seinen eigenen Wandel – un dden haben die Zeugen heute nicht mehr besonders. Da hat man die Janusköpfigkeit um Saa und dann zu Hause. Da will man nicht gestört werden und deshalb bleibt man für sich allein, auch als Sippe. Von wegen gastfreundschaft – das wird nur heuchlerich gefördert, wenn der KA kommt, und selbst da muss man manchmal kämpfen, fürihn einen Essensplatz zu bekommen.
    Das vielzitierte „geistige Paradies“, die Fiktion einer heilen Welt, istWunschdenken. Die Realität sihet ganz anders aus.
    Trotz allem – Gott, sein Sohn und die Lösung aller Probleme der Menschheit sind fest in Herz und Sinn verankert – aber niemals als neurotischer Zwang sondern als überströmende Wäme ob des Guten. Denn – Jehovah liebt ALLE Menschen und will, dass möglichst alle umkehren. So bleiben alle zusammen bis zur Erntezeit. Und die Eengel werden die Auslese treffen – nicht die leidende Körperschaft

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