120 Comments
  • Anna
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus, lieber F & F,
    das würde mich auch interessieren.
    Herzliche Grüße Anna

  • meizitang
    Februar 16, 2011

    Wie die „leitende Körperschaft“ zu ihren Entscheidungen kommt.

  • Matthäus an F&F
    Februar 16, 2011

    Wie soll ich diesen Kommentar verstehen?
    Lieber Frank und Frei schau dir doch die Homepage an, dein englisch ist perfekt, was versteckt sich dahinter – einfach meizitang anklicken dann kommt: .nsldigest.org/meizitang.php
    Ist das vielleicht eine der Auswüchse von Daten bzw. Informationkontrollen durch die amerikanische Regierung?

    lg. Matthäus

  • Frank und Frei
    Februar 16, 2011

    lieber Matthäus, da hat sich jemand einen Spass erlaubt. Wenn du rechts auf der Seite die Archive anklickst – ich habe nur die beiden oberen genommen, wirst du in Links zu Internet Apotheken geführt und kannst Viagra respektive Cialis, ordern.
    Das sind Potenzmittel, gut fürs Bullenkloster……

    wahrscheinlich hat der Poster sich nun amüsiert und diesen Link mit Hintergedanken gesetzt.

  • matthäus
    Februar 16, 2011

    Lieber Frank zu deinem posting:

    >>Sehr unterkühlt, ja distanziert treten solche Bubis auf, nicht in der Lage Wärme zu spiegeln.
    In solcher Atmosphäre kann niemals Liebe gedeihen. Aber solche Typen, absolut sklavenhörig, sind die Typen auf die Selters setzt, den Nachwuchs.<<

    …kann ich nur bestätigend hinzufügen – ich finde zwar nicht so wortgewaltige Formulierungen wie du, aber mir ist dabei im Laufe meiner Zeit als Ältester und seit Kindheit an als ZJ sovieles untergekommen was vieles von dem wie du es beschreibst genauso war und ist.

    Mir fällt der der Älteste ein der als besonders Organisationsloyal gilt – er betrachtet sie als seine Mutter (Marienverehrung läßt grüßen) er wird beauftrag wieder einmal über das Verhalten zu Ausgeschlossenen zu referieren. Natürlich wird alles aufgeboten was "der Sklave" an Boshaftigkeiten für die Versammlung als Belehrung bereitstellt. Da wird von diesem Ältesten erklärt – die "große und kleine Begrüßung" wie es halt im Orient üblich war und versucht den Brüdern einzutrichtern daß dieses (Nicht) Grüßen AUF ALLE FÄLLE genauso umzusetzen ist.

    Nach der Versammlung hat mich dann eine Sr. angesprochen: Und warum hält er sich nicht daran? … wie sagte schon Paulus: Du der du andere belehrst, lehrst dich selbst nicht? Und darin ist das Grundübel zu suchen.

    Das gleiche Spiel die gleiche Person redet seit Jahren allzugern vom Pionierdienst und gerade daß er anderen nicht Vorhaltungen macht. Selbst aber mehrere Immobilien besitzend sich als Ältester am Schwarzgeld labend und gleichzeitig den Eli spielend: "Ich habe mich mißbrauchen lassen."

    Es führte zwar nach Bekanntwerden zu seiner umgehenden Entbindung, doch heute nach wenigen Jahren ist er wieder in Amt und Würden, für mich damit der letzte Beleg dafür das Gottes Geist bei der Ernennung von Ältesten durch den "trvSk" nicht wirken kann. Nahezu alle jungen Leute haben das Weite gesucht und die wenigen die noch verbleiben werden es ihnen gleich tun.

    Aber warum soll sich das was in Hes. 34 über schlechte Hirten nicht heute in gleicher Weise wiederholen. Zur Ehrenrettung einiger weniger Ältester die ich schätze und die sehr bemüht sind, doch leider auch mit Scheuklappen unterwegs und aufgrund ihrer demütigen Haltung nicht die Kraft aufbringen etwas gegen die Mißstände zu tun.

    Wie schrieb es einmal der WT – sehr richtig:

    w98 15.3. S. 18 Wessen Sklave möchte man sein?

    „Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. KORINTHER 3:17).
    2 Als Gott hingegebene Diener sind Zeugen Jehovas verpflichtet, die Anweisung Jesu zu befolgen….

    4 ….. achten Jehovas Zeugen sorgfältig darauf, wie sie sich ausdrücken. Statt zu sagen: „Die Gesellschaft lehrt . . .“, verwenden viele Zeugen Jehovas Formulierungen wie: „In der Bibel heißt es . . .“ oder: „Gemäß meinem biblischen Verständnis . . .“ Dadurch weisen sie nachdrücklich auf die persönliche Entscheidung hin, die jeder Zeuge Jehovas bei der Annahme biblischer Lehren getroffen hat, und vermeiden es außerdem, den falschen Eindruck zu erwecken, Jehovas Zeugen würden irgendwie dem Diktat einer religiösen Sekte unterliegen.

    Durch Gottes Geist weniger Regeln nötig

    5 „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil“, stellte der Apostel Paulus fest. Er fügte hinzu: „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen“ (1. Korinther 10:23). Paulus wollte damit offensichtlich nicht sagen, daß es erlaubt ist, Dinge zu tun, die in Gottes Wort ausdrücklich verurteilt werden. Im Vergleich zu den etwa 600 Gesetzen, die der Nation Israel gegeben worden waren, gibt es eigentlich wenige ausdrückliche Gebote, die das christliche Leben regeln. Viele Dinge sind somit dem Gewissen des einzelnen überlassen. Wer sich Jehova hingegeben hat, genießt die Freiheit, die die Führung durch Gottes Geist mit sich bringt. Ein Christ, der sich die Wahrheit zu eigen gemacht hat, folgt seinem biblisch geschulten Gewissen und verläßt sich auf Gottes Anleitung durch den heiligen Geist. So wird dem Gott hingegebenen Christen geholfen, darüber zu entscheiden, was für ihn und andere ‘erbauend’ und „von Vorteil“ ist

    6 Ein Zeuge Jehovas zeigt ….. daß er biblische Lehren in eigenen Worten darlegen kann. Dadurch, daß er nicht mehr nur das wiederholt, was andere formuliert haben, liefert er den Beweis, daß er seine Denkfähigkeit weiterentwickelt. (vergleiche Römer 14:5b ….jeder sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt.) ….gemäß biblischen Maßstäben zu leben. Diese Entscheidungen werden niemandem aufgezwungen.

    Einer leitenden Körperschaft verantwortlich?

    8 In der Bibel wird deutlich gezeigt, daß wahre Christen Gott nicht unter Zwang dienen. Es heißt darin: „Jehova nun ist der GEIST; und wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Wie kann diese Tatsache jedoch mit der Vorstellung in Einklang gebracht werden, daß es einen „treuen und verständigen Sklaven“ mit einer leitenden Körperschaft gibt? (Matthäus 24:45-47).

    9 Bei der Beantwortung dieser Frage müssen wir den biblischen Grundsatz der Leitung durch ein Haupt im Sinn behalten (1. Korinther 11:3). In Epheser 5:21-24 wird Christus als das „Haupt der Versammlung“ gekennzeichnet, als derjenige, dem die Versammlung „untertan ist“.

    12 Bedeutet die Aufsichtsstellung, die der leitenden Körperschaft gemäß der Bibel verliehen worden ist, daß jeder Zeuge Jehovas ihr für seine Tätigkeit Rechenschaft geben muß? Das ist nicht der Fall, denn Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Warum . . . richtest du deinen Bruder? Oder warum blickst du auch auf deinen Bruder hinab? Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; . . . jeder von uns [wird] für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen“ (Römer 14:10-12).

    ….Hebräer 13:7 ….Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben
    15 Falls ein Zeuge Jehovas Entscheidungen auf der Grundlage von biblischem Rat trifft, …, weil ihn sein persönliches Studium der Bibel davon überzeugt hat, daß das der richtige Weg ist. Jeder Zeuge Jehovas wird von Gottes eigenem Wort beeinflußt, den vernünftigen biblischen Rat zu befolgen, …wobei er voll und ganz anerkennt, daß sich Entscheidungen, die er trifft, auf sein persönliches Verhältnis zu Gott auswirken, dem er sich hingegeben hat (1. Thess. 2:13 – Gottes od. Menchenwort).

    16 Wenn es eine persönliche Angelegenheit ist, über seine Lebensführung zu entscheiden, warum werden dann einige Zeugen Jehovas ausgeschlossen? … Ein Christ kann zwar ausgeschlossen werden, wenn er beispielsweise Hurerei begangen hat, doch das geschieht nur dann, wenn sich der Betreffende weigert, den geistigen Beistand liebevoller Hirten anzunehmen. …daß Zeugen Jehovas Diener Gottes sind und nicht Sklaven von Menschen? Als Gott hingegebene Christen genießen sie die Freiheit, für die Christus sie frei gemacht hat ….!

  • matthäus
    Februar 16, 2011

    Die wahren Gründe und Ursachen für den Niedergang in den Versammlungen sind hier in der Nichtumsetzung zu suchen:

    Übrigens diese guten und vernünftigen Ratschläge habe ich auch einmal ans Wiener Bethel geschrieben – doch wen kümmerts?

    w94 1. 8. 9-14 Jehova ist vernünftig ***
    „Die Weisheit von oben … [ist] vernünftig“ (JAKOBUS 3:17).

    2 Wie erleichtert sind wir doch, zu erfahren, daß der Gott der Bibel im höchsten Grad vernünftig ist! Nicht Gott, sondern die durch ihre eigenen Unvollkommenheiten eingeschränkten Menschen neigen zu Härte und Unerbittlichkeit. Menschliche Organisationen können so schwerfällig sein wie ein Güterzug. Wenn ein langer Güterzug auf ein über den Gleisen liegendes Hindernis zurollt, kann er unmöglich ausweichen, und rechtzeitiges Anhalten ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen. Manche Züge haben eine solche Bewegungsenergie, daß sie nach Betätigung der Bremsen erst nach mehr als einem Kilometer zum Stehen kommen.

    Vernünftigkeit — ein Kennzeichen der göttlichen Weisheit

    6 Der Jünger Jakobus gebrauchte ein interessantes Wort, um die Weisheit dieses höchst anpassungsfähigen Gottes zu beschreiben. Er sagte: „Die Weisheit von oben . . . [ist] vernünftig“ (Jakobus 3:17). Das hier verwendete griechische Wort (epieikés) ist schwer zu übersetzen. Manche Bibelübersetzer haben es mit „gelinde“, „milde“, „nachgiebig“ oder „gütig“ wiedergegeben. In der Neuen-Welt-Übersetzung wird es mit „vernünftig“ übersetzt, und in der Fußnote findet sich der Hinweis, daß es wörtlich „nachgiebig“, „nachsichtig“ bedeutet. Das Wort vermittelt auch den Sinn, nicht auf dem Buchstaben des Gesetzes zu bestehen, nicht ungebührlich streng oder unnachgiebig zu sein. Der Gelehrte William Barclay sagt dazu in seinem Werk Begriffe des Neuen Testaments: „Wesentlich und grundlegend an epieikeia ist, daß diese Eigenschaft auf Gott zurückgeht. Wo wären wir, wenn Gott auf seinem Recht bestünde, wenn Gott nur den unbeugsamen Maßstab des Gesetzes an uns anlegen würde? Gott selbst ist das beste Beispiel für die segensreiche Anwendung von epieikeia.“

    8 Vernünftigkeit bedeutet für Jehova jedoch nicht, seine eigenen Grundsätze preiszugeben. Die Kirchen der Christenheit halten sich heute wahrscheinlich für vernünftig, wenn sie Unsittlichkeit ignorieren, nur um sich bei ihren eigensinnigen Herden lieb Kind zu machen. (Vergleiche 2. Timotheus 4:3.) Jehova bricht seine Gesetze nie, noch weicht er von seinen Grundsätzen ab. Er zeigt statt dessen die Bereitschaft, nachgiebig zu sein, sich den Umständen anzupassen, so daß diese Grundsätze gerecht und barmherzig angewandt werden können.

    „Zum Vergeben bereit“

    9 David schrieb: „Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen“ (Psalm 86:5). Als die griechische Übersetzung der Hebräischen Schriften entstand, wurde das Wort für „zum Vergeben bereit“ mit epieikés oder „vernünftig“ wiedergegeben. Ja, zum Vergeben bereit zu sein und Barmherzigkeit zu erweisen ist vielleicht das wichtigste Gebiet, auf dem Vernünftigkeit bewiesen werden kann.

    10 David war sich völlig bewußt, wie vernünftig Jehova in dieser Hinsicht ist. Als er mit Bathseba Ehebruch beging und dafür sorgte, daß ihr Mann umkam, hätten er und Bathseba eigentlich die Todesstrafe verdient (5. Mose 22:22; 2. Samuel 11:2-27). Wäre der Fall von strengen menschlichen Richtern behandelt worden, hätten wahrscheinlich beide das Leben verloren. Doch Jehova bewies Vernünftigkeit (epieikés), und dieses Wort beschreibt, wie W. E. Vine sagt, „jene Rücksichtnahme, die ‚die Fakten eines Falls menschlich und vernünftig abwägt‘ “ (An Expository Dictionary of Biblical Words). Zu den Umständen, die Jehovas barmherzige Entscheidung beeinflußt haben mögen, gehörten wahrscheinlich die aufrichtige Reue der Übeltäter und die Barmherzigkeit, die David bereits anderen gegenüber erwiesen hatte (1. Samuel 24:4-6; 25:32-35; 26:7-11; Matthäus 5:7; Jakobus 2:13).

    Im Einklang mit der Beschreibung, die Jehova gemäß 2.Mose 34:4-7 von sich selbst gegeben hat, war es jedoch erforderlich, daß er David zumindest eine Zurechtweisung erteilte. Jehova sandte seinen Propheten Nathan mit einer strengen Botschaft zu David, durch die ihm deutlich vor Augen geführt wurde, daß er das Wort Jehovas mißachtet hatte. David bereute und starb daher nicht wegen seiner Sünde (2. Samuel 12:1-14).

    11 Das Beispiel des Königs Manasse von Juda ist in dieser Hinsicht sogar noch bemerkenswerter, weil er sich im Gegensatz zu David über einen langen Zeitraum als durch und durch böse erwies. Manasse förderte im Land abscheuliche religiöse Riten, zu denen sogar Menschenopfer gehörten. Möglicherweise war er dafür verantwortlich, daß der treue Prophet Jesaja zersägt wurde (Hebräer 11:37). Zur Strafe ließ Jehova zu, daß Manasse als Gefangener nach Babylon gebracht wurde. Im Gefängnis bereute Manasse dann und bat um Barmherzigkeit. Aufgrund der aufrichtigen Reue war Jehova selbst in diesem extremen Fall „zum Vergeben bereit“ (2. Chronika 33:9-13).

    Änderung des Vorgehens aufgrund neuer Umstände
    Jehova erteilte seinem hartherzigen Propheten jedoch eine einprägsame Lektion in Vernünftigkeit und Barmherzigkeit (Jona, Kapitel 4).

    15 Ist es nicht herzerwärmend, über die Demut Jehovas, unseres Gottes, nachzudenken? (Psalm 18:35). Er steht unendlich weit über uns; trotzdem hört er unvollkommenen Menschen geduldig zu und ändert daraufhin manchmal sogar sein Vorgehen. Jehova gestattete Abraham, ihm wegen der Vernichtung Sodoms und Gomorras umfangreiche Bitten vorzutragen (1. Mose 18:23-33). Und er ließ Moses gegen sein Vorhaben, die rebellischen Israeliten zu vernichten und statt dessen Moses zu einer mächtigen Nation zu machen, Einwände erheben (2. Mose 32:7-14; 5. Mose 9:14, 19; vergleiche Amos 7:1-6). Dadurch gab er seinen menschlichen Dienern ein vollkommenes Beispiel: Sie sollten mit der gleichen Bereitschaft auf andere hören, wenn es vernünftig und möglich ist. (Vergleiche Jakobus 1:19.)

    Vernünftigkeit beim Ausüben von Autorität

    16 Ist uns schon einmal aufgefallen, daß manche Menschen immer unvernünftiger werden, je mehr Autorität ihnen übertragen wird? Im Gegensatz dazu ist Jehova, obwohl er die höchste Autoritätsstellung im Universum einnimmt, das absolute Vorbild an Vernünftigkeit. Er übt seine Autorität auf vollkommen vernünftige Weise aus.

    18 Als Jehova bei einer anderen Gelegenheit beschloß, sein Strafurteil an dem bösen König Ahab zu vollstrecken, forderte er bei einer Zusammenkunft im Himmel seine Engel auf, Vorschläge zu machen, wie man den abtrünnigen König „betören“ könnte, sich an dem Kampf zu beteiligen, in dem er umkommen sollte. Gewiß benötigte Jehova, der Quell aller Weisheit, keine Hilfe, um die beste Vorgehensweise zu ergründen. Doch er ehrte seine Engel mit dem Vorrecht, Lösungsvorschläge zu unterbreiten, sowie mit der Autorität, gemäß dem von ihm ausgewählten Vorschlag zu handeln (1. Könige 22:19-22).

    19 Jehova benutzt seine Autorität nicht dazu, andere ungebührlich zu kontrollieren. Auch dadurch beweist er seine unvergleichliche Vernünftigkeit. Er begrenzt sorgfältig die Zahl der Gesetze, die er erläßt, und er untersagt seinen Dienern, ‘über das hinauszugehen, was geschrieben steht’, also eigene, bedrückende Gesetze hinzuzufügen (1. Korinther 4:6; Apostelgeschichte 15:28; vergleiche im Gegensatz dazu Matthäus 23:4). Jehova verlangt von seinen Geschöpfen nie blinden Gehorsam, sondern liefert normalerweise genügend Informationen, um sie anzuleiten — er unterrichtet sie über den Nutzen des Gehorsams und die Folgen des Ungehorsams und läßt ihnen dann die Wahl (5. Mose 30:19, 20). Statt Menschen durch Schuld-, Scham- oder Angstgefühle zu etwas zu zwingen, bemüht er sich, ihr Herz zu erreichen; er wünscht, daß man ihm aus echter Liebe und nicht aus Zwang dient (2. Korinther 9:7). Da sämtlicher aufrichtige Dienst Gottes Herz erfreut, ist er keineswegs in unvernünftiger Weise „schwer zufriedenzustellen“ (1. Petrus 2:18; Sprüche 27:11; vergleiche Micha 6:8).

    20 Ist es nicht bemerkenswert, daß Jehova Gott, der mehr Macht hat als irgendein Geschöpf, diese Macht niemals unvernünftig ausübt, sie nie dazu gebraucht, andere einzuschüchtern? Doch die im Vergleich zu ihm winzigen Menschen beherrschen einander bereits jahrtausendelang (Prediger 8:9). Die Vernünftigkeit ist eindeutig eine kostbare Eigenschaft, die uns bewegt, Jehova noch mehr zu lieben. Deshalb sollten wir uns veranlaßt fühlen, an Vernünftigkeit zuzunehmen. Wie können wir das tun? Das wird im nächsten Artikel behandelt.

    w94 1.8.15-20 An Vernünftigkeit zunehmen Vernünftigkeit zunehmen

    „Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden. Der Herr ist nahe“ (PHILIPPER 4:5).

    „DER vernünftige Mensch“ — für den englischen Journalisten Sir Alan Patrick Herbert war dieser eine Sagengestalt. Wir sind nicht der Ansicht, daß es in einer unvernünftigen Welt unmöglich ist, vernünftig zu sein. Statt dessen nehmen wir voll und ganz die Herausforderung an, die der inspirierte Rat des Apostels Paulus aus Philipper 4:5 beinhaltet: „Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden.“

    2 Beachten wir, wie uns die Worte des Paulus helfen, uns persönlich zu überprüfen, ob wir vernünftig sind. Es geht nicht so sehr um die Frage, wie wir uns selbst sehen; es geht vielmehr darum, wie uns andere sehen, wofür wir bekannt sind. In der Übersetzung von Phillips wird dieser Vers wie folgt wiedergegeben: „Steht in dem Ruf, vernünftig zu sein.“ Jeder von uns sollte sich fragen: Wofür bin ich bekannt? Stehe ich in dem Ruf, vernünftig, flexibel und freundlich zu sein? Oder gelte ich als harter, barscher, unbesonnener Mensch?

    „Zum Vergeben bereit“

    4 Jesus bewies wie sein Vater dadurch Vernünftigkeit, daß er immer wieder „zum Vergeben bereit“ war (Psalm 86:5). Denken wir an die Begebenheit, als Jesus in der Nacht seiner Festnahme und Verurteilung von Petrus, einem seiner vertrauten Gefährten, dreimal verleugnet wurde. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Jesus gesagt: „Wer immer mich . . . vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen“ (Matthäus 10:33). Wandte Jesus diese Regel im Fall des Petrus hart und unbarmherzig an? Nein; Jesus suchte nach seiner Auferstehung Petrus persönlich auf, offensichtlich, um den reumütigen, verzweifelten Apostel zu trösten und zu beruhigen (Lukas 24:34; 1. Korinther 15:5). Jesus ließ Petrus bald darauf große Verantwortung übernehmen (Apostelgeschichte 2:1-41). Hier wurde wohltuende Vernünftigkeit in höchstem Grade bewiesen. Ist es nicht tröstlich, zu wissen, daß Jehova Jesus als Richter der ganzen Menschheit eingesetzt hat? (Jesaja 11:1-4; Johannes 5:22).

    5 Wenn Älteste in der Versammlung als Richter amten, bemühen sie sich, die vorbildliche Vernünftigkeit Jesu nachzuahmen. Sie möchten von den Schafen nicht als „Bestrafer“ gefürchtet werden. Statt dessen ahmen sie Jesus nach, damit sich die Schafe bei ihnen, den liebevollen Hirten, sicher fühlen. Vernünftigkeit und die Bereitschaft zu vergeben sind bei Rechtsfällen unerläßlich. Manche Älteste haben festgestellt, daß es eine Hilfe ist, vor der Behandlung eines solchen Falls die Artikel „Jehova, der unparteiische ‚Richter der ganzen Erde‘ “ und „Ihr Ältesten, richtet mit Gerechtigkeit“ im Wachtturm vom 1. Juli 1992 noch einmal zu betrachten. Sie werden dadurch an das erinnert, was zusammenfassend über Jehovas Vorgehensweise beim Richten gesagt wurde: „Festigkeit, wo nötig; Barmherzigkeit, wo möglich.“ Es ist kein Fehler, bei einem Rechtsfall der Barmherzigkeit zuzuneigen, wenn ein vernünftiger Grund dafür vorhanden ist (Matthäus 12:7). Es ist dagegen ein schwerer Fehler, hart oder unbarmherzig zu sein (Hesekiel 34:4). Älteste hüten sich somit davor, einen Fehler zu machen, wenn sie innerhalb der Grenzen der Gerechtigkeit bewußt so liebevoll und barmherzig wie möglich verfahren. (Vergleiche Matthäus 23:23; Jakobus 2:13.)

    Vernünftigkeit beim Ausüben von Autorität

    12 Sollten wir daraus schließen, daß sich Jesus nicht unbedingt an Gottes gerechte Maßstäbe hielt? Mit Sicherheit hielt er daran fest! Ihm war allerdings klar, daß Gesetze dann am wirkungsvollsten sind, wenn sich Menschen die Grundsätze zu Herzen nehmen, die hinter den Gesetzen stehen. Während die Pharisäer darauf bedacht waren, die Menschen durch unzählige Regeln zu beherrschen, bemühte sich Jesus, das Herz zu erreichen. Er war sich durchaus bewußt, daß bei göttlichen Gesetzen wie zum Beispiel „Flieht vor der Hurerei“ keine Flexibilität möglich ist (1. Korinther 6:18). Deshalb warnte er das Volk vor Gedanken, die zu Unsittlichkeit führen können (Matthäus 5:28). Für solch eine Belehrung war weit mehr Weisheit und Unterscheidungsvermögen erforderlich als für das einfache Festlegen starrer, schablonenhafter Regeln.

    Er war vernünftig, selbst als seine Nachfolger ihn enttäuschten. So forderte er in der Nacht seiner Verhaftung seine drei vertrautesten Apostel auf, mit ihm zu wachen, doch sie enttäuschten ihn, weil sie wiederholt einschliefen. Trotzdem äußerte er die mitfühlenden Worte: „Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach“ (Markus 14:34-38).

    17 Betrachten wir ein letztes Beispiel, wie Jesus seine Autorität auf vernünftige Weise gebraucht. Wie sein Vater wacht Jesus nicht eifersüchtig über seine Autorität. Auch er zeichnet sich dadurch aus, daß er anderen Autorität überträgt, und so hat er seine treue Sklavenklasse über „seine ganze Habe“ hier auf der Erde gesetzt, damit sie sich darum kümmert (Matthäus 24:45-47). Und er hat keine Angst davor, sich die Meinung anderer anzuhören. Oft fragte er seine Zuhörer: „Was denkt ihr?“ (Matthäus 17:25; 18:12; 21:28; 22:42). So sollte es auch heute unter allen Nachfolgern Christi sein. Keine noch so große Autorität sollte sie veranlassen, das Zuhören für überflüssig zu halten. Ihr Eltern, hört zu! Ihr Ehemänner, hört zu! Ihr Ältesten, hört zu!
    Ende des Zitats

    Welch toller Aufruf – wer hört wirklich zu? Jesus sagte der größte unter euch soll dem anderen dienen – ist daß der Fall?

  • Eddi
    Februar 16, 2011

    Lieber Bruder HPM,

    ein sehr offener, gewagter Artikel. Aber du bist ja echt lustig:(Zitat)
    Kaum einer der Teilnehmer solcher Sitzungen der l. K. nahm die Bibel in die Hand um Antworten auf Fragen zu finden, zu denen die Bibel eigentlich sowieso nichts sagte.(Ende)

    Warum sollen sie ihre gichtgeschwächten Hände bemühen, wenn sie doch sowieso wissen, nichts darüber in der Bibel zu finden?

    Vielleicht sollten wir ihnen Glückskekse backen mit Bibelsprüchen, damit sie mit dem Studium wieder was vorankommen. Oder ein „theokratisches Monopoly“ (ziehe nicht über Los ohne Ältesten; gehe ins Gefängnis, hast du eine 6 gewürfelt werden dir 5 Stunden Predigtdienst gutgeschrieben, bei 20 Stunden darfst du das Gefängnis verlassen; Schlossallee – Kongresssaal, jeder spendet 15 Dollar) Vielleicht erleben wir dann positivere Veränderungen.

    Wahrscheinlich müssen sie jetzt noch härter durchgreifen, wenn so viele die Versammlung verlassen und/oder ausgeschlossen werden. Gegen Denken hilft nur Versammlung und predigen, predigen, predigen.

    Kaum vorstellbar, dass wir (fast) alle auch so dusslig waren.

    Seid herzlich gegrüßt mit einer besseren Hoffnung.
    Eddi

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Zu dieser Frage:

    >>Wie kommt die “leitende Körperschaft” zu ihren Entscheidungen ? Lässt sie sich vom Wort Gottes leiten, oder eher von ihren menschlichen Überlegungen?<<

    … gibt es eine einfache Antwort: Entspricht die LK dem was Paulus als Vorgabe an die Korinter schrieb?

    2.Kor. 4: 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen.

    In den ZK wird um ein vielfaches die eigene Stellung gepredigt als die Notwendigkeit des Glaubens an Jesus als Erlöser. Sie wollen auch keine Knechte oder Diener sein sonder das Volk der ZJ bevormunden und beherrschen. Folglich können sie gar nicht vom Geist geleitet werden.

  • derleser
    Februar 16, 2011

    hallo matthäus,

    darf ich dir mit dem 1. korinther kapitel 4 antworten?: 4 1 Nun wisst ihr auch, wie ihr von uns denken müsst: Diener Christi sind wir, denen die Verkündigung der Geheimnisse anvertraut ist, die Gott uns enthüllt hat. 2 Und was erwartet man von jemand, dem eine Aufgabe anvertraut ist ? Man erwartet, dass er sie zuverlässig ausführt. 3 Allerdings hat es für mich keinerlei Bedeutung, welches Urteil ihr über mich fällt oder ob sonst irgendeine menschliche Instanz über mich zu Gericht sitzt. Nicht einmal ich selbst maße mir ein Urteil über mich an. 4 Ich wüsste zwar nicht, dass ich mir etwas hätte zuschulden kommen lassen, aber damit bin ich noch nicht gerechtfertigt. Entscheidend ist das Urteil, das der Herr über mich spricht. 5 Urteilt also nicht vorschnell, ´sondern wartet,` bis der Herr kommt. Er wird alles Verborgene ans Licht bringen, alles, was jetzt noch im Dunkeln liegt, und wird die geheimsten Gedanken der Menschen aufdecken. Dann wird jeder von Gott die Anerkennung bekommen, die er verdient.

    auch wenn es ein pauschalisiertes urteil ist, da nicht über einzelne persönlich geurteilt wird, so ist es doch ein urteil. können wir ausser in unser herz in das herz anderer schauen? nicht alles ist gut und richtig, weder bei den zj noch im rest der welt. aber wie wird etwas besser? durch urteilen oder verurteilen anderer oder durch entwicklung der liebe in uns?

    zu der zeit, als ich den weg der eigenentwicklung zur liebe in mir ging erfuhr ich an eigenem leibe wie destruktiv die beschäftigung mit problemen der welt aussrhalb von mir war und ist. ich schreibe es mal mit esotherischen worten …. das herzchakra schloss sich dadurch jedes mal wieder. obwohl es wie gesagt die zeit der esotherik bei mir war muss und will ich auch erwähnen, dass jesu ratschläge vor allem aus der bergpredigt mir auch richtschnur waren zu der zeit und ich versuchte dies um zu setzen. ein bsp … vergeben. klingt einfach, aber ist ungemein schwer, aber wunderbar befreiend. ich nahm damals mit allen menschen, an die ich mich noch erinnern konnte, kontakt auf mit denen ich im unfrieden war aus allen möglichen gründen und entschuldigte mich. dabei war es egal ob ich oder der andere an dem problem schuld war. es waren grosse wie auch kleine dinge gewesen. ist aug in aug nicht leicht. anderen, denen ich nicht habhaft wurde, da ging ich den weg anders. war eine form des gebetes. mit jedem schritt erlebte ich in mir wie sich mein herz für die allesdurchdringende liebe öffnete, wie ich immer mehr liebe ausstrahlte. es war von meinen äusseren umstänen her eine sehr harte zeit. ich pflegte meine heutige ex im koma und wir sahen uns oft am abgrund. trotzdem war es mir möglich mein licht in mir dadurch immr heller scheinen zu lassen und durch die kraft der liebe in mir anderen ein wenig beim öffnen ihres herzens zu helfen. all das ist schwer in worte zu fassen. das eigene erleben ist so nicht beschreibbar., nur erlebbar.

    ich weiss, hier ist viel enttäuschung, viel leid usw unter den schreibern hier durch die organisation. aber auch wenn meine worte wie immer im nichts verpuffen, lasst es mich doch sagen buw. schreiben … einzig der weg zur vollkommenen liebe in uns ist das nonplusultra. alles was unsere liebe einschränkt, blockiert ist die falsche richtung und entfernt uns von unsreem schöpfer. wir haben alles in uns, nur wir, jeder für sich muss sie finden und sich öffnen. ohne angst vor irgendetwas menschlichem, vor menschen oder was auch immer. die liebe ist das größte und vollkommenste in uns. und sie ist die grösste kraft. ja, der weg ist nicht einfach, gerade weil wir uns dadurch voll und ganz positionieren und es der dunklen seite nicht gefällt. aber auch da meine erfahrung, die dunkelheit kann nicht siegen … wo licht ist gibt es keine dunkelheit. nicht in uns dann. aussen, ja, die welt liegt in der macht dessen der böse ist. und der kann heftig böse sein. ich habe seit vielen jahren öfftrs mit dämonen zu tun, die mich heimsuchen oder die ich anderen abnehmeund dann wie ich sage, entsorge. da sind heftige burschen dabei. aber nicht nur so etwas kenne ich. auch anfeindungen anderer von der übelsten sorte, aber auch engel, die wenn man nicht mehr kann, ganz am boden liegt, durch andere zu einem sprechen und einem das licht wieder anzünden, die kraft geben wieder auf zu stehen.

    in meinem leben durfte ich tiefen erleben, die wünsche ich meinem ärgsten feind nicht. und wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, doch, es geht noch schlimmer. aber immer wieder kam ein licht und ich stand auf wie phönix.

    um zum abschluss nochmal auf den anfang zu kommen. urteilen, verurteilen ist der falsche weg. alles findet in uns statt, dort ist alles, dort ist der weg zur liebe, zur liebe, die uns unser vater mit in unser leben gegeben hat. jesu gab uns alles mit auf den weg um all diese liebe in uns zu finden und strahlende lichter in dieser finstren welt zu sein. wie „ich und ich“ singen, mach dein licht an.

    meine worte sind nicht böse oder urteilend gemeint, nur als liebevolle anregung zum überdenken.

    in aufrichtiger liebe

    dirk

  • Manfred
    Februar 16, 2011

    Lieber Dirk,
    Deine Worte:
    aber auch wenn meine worte wie immer im nichts verpuffen, lasst es mich doch sagen buw. schreiben … einzig der weg zur vollkommenen liebe in uns ist das nonplusultra. alles was unsere liebe einschränkt, blockiert ist die falsche richtung und entfernt uns von unsreem schöpfer. wir haben alles in uns, nur wir, jeder für sich muss sie finden und sich öffnen. – Zitat Ende

    …verpuffen nicht im Nichts, denn Du schreibst Deine ehrliche Meinung und der stimme ich zu. Wir müssen um glücklich zu sein uns der Liebe zuwenden und nicht dem Hass. Wir können auch nur dann frei sein von der Organisation, wenn wir unser Leben nicht mehr von Ihr bestimmen lassen. Wenn wir weiter bei Ihr die Fehler suchen, lassen wir immer noch zu, dass unser Leben von dort bestimmt ist. Es ist zwar wichtig für andere die noch nicht so weit sind, diese Dinge herauszuarbeiten, doch für uns persönlich müssen wir einen neuen Weg einschlagen, den Weg zu Christus und seinem Vater. Das ist der Weg der Liebe und der Vergebung.

    Dann sagtest Du noch: in meinem leben durfte ich tiefen erleben, die wünsche ich meinem ärgsten feind nicht. und wenn du denkst, es geht nicht schlimmer, doch, es geht noch schlimmer. aber immer wieder kam ein licht und ich stand auf wie phönix. – Zitat Ende.

    Mir ging es ähnlich und vielleicht muss man das durchgemacht haben, damit man erkennt was der wahre Sinn im Leben ist. Versteht mich nicht falsch, ich bin überzeugt das auch Menschen den wahren Sinn erkennen können, die nicht soviel Leid durchgemacht haben, aber vielleicht wird das Bewusstsein dafür schneller geändert, da man erkennt das viele Dinge einfach nur banal sind nach denen man früher gestrebt ist. Bei mir war es jedenfalls so.

    Deshalb vielen Dank für Deinen Kommentar, der mit Sicherheit nicht verpufft.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Sascha
    Februar 16, 2011

    Lieber Manfred, lieber Dirk,

    ihr habt es so schön und treffend ausgedrückt, dass ich euch nur zustimmen kann. Vielen Dank für eure Kommentare; das was ihr beschrieben habt, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen und nachempfinden.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    deinem Kommentar, lieber Manfred, möchte ich mich anschließen. Wir sind durch die Allüren des Sklaven alle mehr oder weniger geschädigt, haben das Vertrauen in ihn verloren und da kommen Gefühle hoch, die man schlecht beherrschen kann. Es ist ein K(r)ampf zwischen Hass ( sprich das Böse hassen) und der Liebe zum Guten. Manchmal stelle ich bei mir fest, dass ich wieder mal ganz „abfahre“ aufgrund der Doppelzüngigkeit der Brooklyn Crew und deren Roboter in Selters.
    Ich gewöhne es mir aber langsam ab, nicht zuletzt auch durch die Tatsache, dass ich den Zusammenkünften fern bleibe. All die Heucheleien und Intrigen der Capos widern mich an. Ich hatte Dienen stets in der Weise gesehen, dass der Nutzen der Gemeinschaft galt, meine Position war da völlig unwichtig.
    Dem ist aber nicht so bei anderen. Die sind unbedeutend in der Arbeit oder Pantoffelhelden bei Mutti. Aber wehe, wenn sie auf der Bühne stehen – dann jagen sie die Sauen durchs Dorf.
    Und man kriegt immer wieder mit, wie persönliche Aversionen einer Person die Kraft der Versammlung untergraben, Brüder mal so eben in Ältestenbesprechnungen mir nichts dir nichts durch unbegründete Aussagen belastet werden,nur um von sich selbst abzulenken. Und damit kommen dann solche Typen auch durch. Kein Wunder, dass durch jahrelange Praxis dann nur noch 50 % der Vollzahl anwesend ist mit fallender Tendenz. Dieses Fallen wird von den Ältesten wahrgenommen aber nicht die Ursache erkannt. Und einig sind sie sich schon lange nicht, eher machen sie einen auf
    „Gleichgewicht der Kräfte“ was ncihts anderes heißt als „ich tu dir nichts du tust mir nichts“ also Koexistenz und doch bei anderen mal über Bruder X eine peinlich Bermerkung machen.
    Das alles zeigt mir auf, dass hier der Mensch am Werk ist, das die Liebe Gottes ausgrenzt ist, alles der Vergänglichkeit des Menschen ausgeliefert ist und damit vor sich hin siecht.
    Da kann nichts geheihen, keine Blüte erfolgen und die Reisenden nehmen das nicht einmal wahr, weil man ihnen immer nen vollen Früchteteller serviert. Und die Aussage eines Bruders , die das kritisiert – wird eher ignoriert weil ja „Mehrheiten“ immer Recht haben. Da müßte mna eigentlich den Benedikt ehren oder den Kopf nach Mekka senken, was hier nur als Hyperbel dienen soll.
    Mir zeigen diese Umstände, dass der Widersacher weiß zu entzweien nach dem Motto: alles ist Eitelkeit.
    Wenn man die Gabe hat, frei zu reden, von Herzen kommend ohne äh und ah und Worte findet, die die die Zuhörer berühren – schon sind diejenigen da, die das eifersüchtig wahrnehmen und das zu unterbinden wissen – auch mit Lug, Trug und Ehrabschneidung.
    Das kann man einige Zeit mit machen, aber irgendwann zieht man die Reißleine und distanziert sich davon um das eigene Verhältnis zu Gott nicht infrge zu stellen. so geht es mir besser.
    Schönen Sonntag an alle.

  • Eddi
    Februar 16, 2011

    Lieber Frank,

    das hast du sehr ergreifend dargelegt.

    Wir wissen nicht, wie viele Menschen die Organisation verlassen haben und den Glauben an Gott gleich mit. Wir hatten insofern ja noch richtig Glück, BI gefunden zu haben, obwohl mir das Lesen die ersten Tage wirklich sehr suspekt war. Die entstandenen Schäden sind dennoch irreparabel.

    Aber wir dürfen wenigstens eine Hoffnung nähren.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Hi Frank,

    das sehe ich ganz genauso:

    ZITAT
    All die Heucheleien und Intrigen der Capos widern mich an. Ich hatte Dienen stets in der Weise gesehen, dass der Nutzen der Gemeinschaft galt, meine Position war da völlig unwichtig.
    Dem ist aber nicht so bei anderen. Die sind unbedeutend in der Arbeit oder Pantoffelhelden bei Mutti. Aber wehe, wenn sie auf der Bühne stehen – dann jagen sie die Sauen durchs Dorf.
    Und man kriegt immer wieder mit, wie persönliche Aversionen einer Person die Kraft der Versammlung untergraben, Brüder mal so eben in Ältestenbesprechnungen mir nichts dir nichts durch unbegründete Aussagen belastet werden,nur um von sich selbst abzulenken. Und damit kommen dann solche Typen auch durch. Kein Wunder, dass durch jahrelange Praxis dann nur noch 50 % der Vollzahl anwesend ist mit fallender Tendenz. Dieses Fallen wird von den Ältesten wahrgenommen aber nicht die Ursache erkannt.
    ZITAT ENDE

    Die Fehler werden immer bei den anderen gesucht. Also sind die Verkündiger selber schuld, weil sie nicht kommen (keine Geistesmenschen, Materialisten, keine Wertschätzung, keinen Eifer etc.). Dass viele aber aus mangelnder Liebe/Wärme und offensichlichem persönlichen Desinteresse der Hirten nicht mehr kommen oder einfach so manches Gesicht auf der Bühne nicht mehr etragen können, wird nicht erkannt bzw. man will es nicht erkennen. Dann müsste man sich ja an den eigenen Zinken packen!

    Interessant ist auch, dass beim aktuellen BZK dieses Jahres sogar solche Dinge wie „Mobbing in Versammlung“ oder „Probleme durch andere Brüder“ (sogar in der Taufansprache!), Neid auf Dienstämter, Karrieredenken in der Versammlung usw. direkt angesprochen wurden. Das zeigt, dass ganz oben schon ein gewisses Bewusstsein für das Versagen der unteren Führungsschicht da ist.

    Zumindest unterscheide ich inzwischen schon zwischen dem schlechten Verhalten von kleinkarierten wichtigtuenden Ältesten in den Versammlungen und dem, was system-bedingt von der LK kommt. Vorkommnisse/Zustände lassen sich in diese zwei Gruppen einteilen.

    Wenn sich die Lieblosigkeit in vielen Versammlungen nicht bessern wird, bleibt natürlich zu fragen, welchen Einfluss die LK überhaupt hat. Denn entweder schaffen sie es nicht, die Dinge zu verbessern. Das ist aus biblischer Sicht, gerade wenn man an das ultimative Hirtenvorbild Jesus denkt, negativ zu bewerten. Oder sie wollen es nicht ändern und das wäre natürlich katastrophal. Beide Varianten sind nicht schön.

    LG
    Hans

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    lieber Hans auch bei Eddi hat der Antwortknopf gefehlt.
    Ich habe Jahrzehnte gedient und, aus der „kalten Heimat“ kommend, war ich im Westen stets ein Zugereister.
    Das äußerte sich in all den Versammlungen, die ich im Laufe meiner 50 Jahre besuchte.
    Schließlich wurde man als Ältester ernannt und bekam Arbeit aufgedrückt – vieles auf einmal.
    man ging darin auf und organisierte sozusagen alles.
    Aber das schuf Neider, die selbst nicht die Gabe der freien Rede haben. Ich bin damit gesegnet und habe das auch von JUgend an in der Versammlung gelernt, zusammen mit meinem genetischen ERbgut hat sich da halt eine Qualifikation ergeben, die mich auch beruflich vor hochgestellte Persönlichkeiten auf globaler Ebene brachte.
    Damit kommuniziere ich in der Versammlung nicht.
    Aber die Brüder merkten sehr wohl auf wenn ich Dinge darlegte, betete oder auch einfach im Gespräch sachkundig und mit Herz an die Dinge heranging. Ich hatte auch keine Probleme, damals dem KA zu sagen: Wenn meine Kinder mißbraucht werden bin ich zuerst beim Staatsanwalt, dann bei den Ältesten.
    Damals war es ja noch verboten, Anzeige zu erstatten. Es war halt erstaunlich, dass man da nicht abgesägt wurde.
    Aber Anerkennung bringt Neider auf und ich brauche nicht die Ehre der Versammlung, wenn ich sie schon in der Welt habe.
    Somit blieb ich stets bescheiden, aber klar orientiert. Und damit kommen die Kader nicht klar, die das Denken ausschalten und nur nach Schema F wie Folgen vorgehen.
    So habe ich die Schulungen alle mitgemacht wo die young men, Ältesten mit Schnauz, in feinstem Wichs erschienen, ganz nach Manager Art. Sehr unterkühlt, ja distanziert treten solche Bubis auf, nicht in der Lage Wärme zu spiegeln.
    In solcher Atmosphäre kann niemals Liebe gedeihen. Aber solche Typen, absolut sklavenhörig, sind die Typen auf die Selters setzt, den Nachwuchs. ABer gerade da kommen dann Probleme mit auf, und manche, die am härtesten schienen lebten Doppelleben.
    Das können aber auch die im Herbst des Lebens stehen. auf der Bühne von Liebe reden und hinterm Rücken des Bruder Gerüchte in die WElt setzen, besonders dann wenn jemand selbst unter Anklage steht. Dann greift so ein Mann verbal jeden Zeugen an und nennt ihn Lügner, Hurer,Ehebrecher.
    Und – welch Wunder – die Kommune der Ältesten nimmt das hin.
    WEnn ein VK einen Brief schreibt, da die Probleme darlegt, die er sieht – kriegt da nicht mals eine Antwort drauf. und wenn er dann wegbleibt, weil er es nicht ertragen kann den größen Heuchler der Versammlung auf der Bühne zu sehen, ihn beten zu hören und seine STammeleien an Widersprüchlichkeiten zu seinem Leben zu hören – wird das dann von den Männern da oben als Schuldeingeständnis angesehen.
    Da merkt man erst, wie wenig da durch die permantente Schule des sklaven erreicht ist – totale Loyalität als Apparatschik in der Nomenklatura der Versammlung – aber menschlich total daneben.
    Man gibt sich als Ältester die Mühe das den Verantwortlichen dazulegen – Null ERfolg. Die WOLLEN nicht hören, die wollen weder Zeugen hören, noch Gegenüberstellungen haben.
    Tja, was bleibt einem da übrig als die Platte zu putzen wenn man es nicht ertragen kann, wie so ein paar Mann in Führungsposition, denen von Brüdern noch unterstellt wird, sie bereichern sich an Brüdern, die Versammlung nachhaltig schädigen und sich selbst der Ehre und des Mammon mehren?
    WEnn dann Brüder noch solche Älteste in sozialen Netzwerken finden, mit weit über 1000 „Freunden“, junge Mädchen, die die Enkelinnen sein könnten, sich darstellend im Bikini rekelnd auf einer Liege – ja was denken da die Brüder?
    Da wird die Heuchelei doch offenkundig und schon erwachsen Gerüchte, die dann Richtung Pädo gehen.
    Es widert mich an wenn jemand im Herbst seines Lebens Teenagern unangemessen Komplimente macht und wo man weiß, dass er schon mal seine Ehe riskierte und alles verlor.
    Aber man muss nur mit den Wölfen heulen. ja, jene Männer, denen die Versammlung derart gleich ist, sind Wölfe, die sie zersetzen.
    Wölfe, die beim KA eins auf Schaf machen aber denen die Brüder eigentlich völlig Wurst sind, Hauptsache sie haben Pöstchen.
    Erinnert mich irgednwie an Eli und „nicht doch, meine Söhne“.

    ich habe den KAS alles dargelegt. Mit welchem Erfolg?. Sie glauben der Merhheit, was am Ende auch heißt, dass diese Mehrheit im nachhinein sogar den KA als Lügner hinstellt, weil der sagt, sie haben das über mich gesagt und diese, damit konfrontiert erinnern sich da nicht dran, im Gegenteil – sie streiten es entsezt ab.

    Das sollen Führer sein? Das sind kaputte Krücken, die nicht abstützen. Und wenn Blinde Blinde führen, fallen alle ins Loch.

    Wenn der Sklave auf Kongressen Mobbing usw blosstellt, scheint man zumindest die Spitze des Eisberges zu erahnen.
    Aber es wird nichts geschehen, weils sie ja niemand anders haben in der Ortsversammlung als ihre Hiwis, die noch oben bücken, nach unten drücken und sich wie Fürsten fühlen, die schon regieren.
    Da hat der Sklave durch seine Reisigen jene Männer ernannt, die wohl einen guten Berichtsszettel abgeben aber wo soziale Kompetenz gleich Null ist und wo Karrierelust vor der Lust am Dienen steht.

    Mein Dienst war immer an der Sache orientiert – die Bühne brauchte ich nie um irgendwelche Mnderwertigkeitskomplexe zu kompensieren. Ich habe immer meinen Mann gestanden – schon als Junge, als Angestellter, als Boss und als Partner. Auf mich haben alle gebaut, wissend da ist Verlass.
    Das ist bei mir genetisch bedingt, das ist preussische Erziehung durch meine ERzeuger und das ist Verantwortung als Prinzipal der weitläufigen Familie, der ich in sechster Generation bin.

    Da stehe ich über den Dingen, handele sie korrekt ab und erfreue mich am Gelingen. Dafür brauche ich keinen Orden.Aber ich reagiere sensibel wenn dann so ein Möchtegern hinter meinem Rücken über mich abzieht. Solchen Vipern muss ich nicht begegnen wenn ich meinen Gott anbete. Da bleibe ich lieber allein bei den Meinen und uns allen geht es besser.
    Ich habe viele Höhen erlebt und so manche Tiefe menschlichen Versagens. ich wurde beleidigt, bestohlen, entehrt und falsch angeklagt. Jene, die das zu verantworten haben sind nach wie vor in Position. Ich habe da keine Freude dran, also bleibe ich weg.
    So staunen sie, dass der Besuch so schwach ist aber die Ursache gehen sie nicht an, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Das macht jede Versammlung kränkelnd und die Verkündiger spüren dass. Und wenn man dann feststellt, dass der Reisende über einen spricht aber nicht mit einen – dann erkennt man seine STrategie: kommen, 3 jahre bleiben – Pioniere in der Zeit um 20 % mehren und dann wieder verschwinden. DAs muss in Selters Eindruck machen und gibt nen Schub auf der Leiter nach oben.
    Tja, Zahlenspiele sind gefragt und blinde Hörigkeit. Das Denken soll man denen oben überlassen und ansonsten nichts infrage stellen.
    der geistige Gulag einer von Menschen geschaffenen Orga STruktur, die in aller Deutlichkeit aufzeigt, dass sie nicht die Kraft von oben hat, die über alles hinausgeht.
    Ich habe den Mut gefunden, mich davon zu distanzieren und ich freue mich von dieser Last befreit zu sein. Deshalb kann ich das hier darlegen.

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Lieber Frank und Frei, liebe Brüder und Schwestern,

    bezüglich der Redefähigkeit bzw. Selbtstdarstellung mancher Brüder und Schwestern möchte ich meine Beobachtungen und Gedanken mitteilen.

    Leider neigt der Mensch dazu Liebe zu Jehova mit besonderer Redefähigkeit gleichzusetzen. So etwas wie die Predigtdienstschule führt im Ergebnis zu Konkurrenzdenken. Wer bekommt welche Aufgabe, auch innerhalb der Ältesten und DAGs.

    Und dann verselbständigt sich das zusätzlich und der Sklave fühlt sich auf dem Kongress zu einem Programmpunkt über Mobbing in den Versammlungen genötigt. Auch die Organisation erntet hier was sie gesät hat. Oder wie beim Zauberlehrling: „Die Geister die ich rief werd‘ ich nun nicht los“.

    Für viele Brüdern und Schwestern sind die Aufgaben in der PD-Schule eine große Belastung. Nicht die Ausarbeitung an sich sondern das Regelwerk, z.B. Schulungspunkte beachten ist wichtiger als Inhalte. Und dann sind da nich wenn man wieder zu Hause ist Familienangehörige die zu oft Kritik üben. Weil sie manchmal über die Leistungen der Angehörigen mangelndes Selbstwertgefühl ausgleichen müssen.

    Es nagt an einer Ehe wenn die Frau ihren Mann, nur weil er nicht so selbstsicher wie Bruder XY auftritt, langsam aber sicher zu verachten beginnt. Oder nur die Tatsache, dass die Kinder Aufgaben halten und in die Versammlung gehen usw. den Eltern eine gewisse Achtung einbringt. Wie es mit dem Verhältnis zu Jehova und Jesus im Herzen aussieht, das ist dann nicht wichtig.

    Die Ehen vieler Zeugen Jehovas sind deswegen unglücklich weil unbiblische Erwartungen an die Partner seitens der Organisation vermittelt vermittelt werden. So muß der Mann ständig Herr der Lage sein, darf keine Schwäche zeigen und die Quittung sind psychische Störungen. Wenn man nur endlich das nachahmen würde was Jesus uns gelehrt hat (Bergpredigt).

    Liebe Grüße aus der Sonne Anna

  • Mariel
    Februar 16, 2011

    Hallo Anna,
    beneide Dich wegen der Sonne, macht sich hier rar.
    Aber du sprichst mir aus der Seele, alles nur Fassade, keine echten Gefühle.
    „Ich freue mich über deine tolle Antwort“ , „das war aber ein schöne Aufgabe“, „schön, dass du Hippi machst“.
    Positive Gefühle gibt es nur noch in Verbindung mit theokratischen Tätigkeiten. Das ist der Maßstab.
    Ich hab selber so empfunden und mir selbst und meinen Menschen viel zu viel abverlangt, bis zur völligen Erschöpfung. Die Kehrseite kam prompt, Mistrauen, Mobbing, keine Vorrechte, Verachtung. Angst und Depressionen sind dann die Folge.
    Heute bin ich froh um meine Erfahrungen, kann jetzt endlich klar sehen und wieder ein Mensch sein mit normalen Gefühlen. Ich danke Gott und Jesus dafür.
    Liebe Grüsse

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Hi Frank,

    auf soviele Jahrzehnte Erfahrung wie du kann ich zwar nicht zurückblicken, trotzdem sind in vielen Punkten meine Erlebnisse und Schlüsse die gleichen wie deine. Leider. Z.B. Neid auf freie Rede, überhaupt Neid auf Beliebtsein, auf Gutes-Tun usw. Das Manager-Gebahren der Nachwuchs-Hirten fällt mir auch schon seit einigen Jahren auf.

    Passt auch letztendlich zur Praxis eines Ältesten: Organisieren, Aufgaben halten, ermahnen, zum Dienst antreiben …….. und irgendwann, wenn dann noch ein wenig Zeit übrig ist, Hirtentätigkeit. Aber dann schon eher, damit man auch was vorzuweisen hat, wenn der KA in der nächsten DW nachfragen sollte.

    Die „kaputten Krücken“ zeichnen sich aus meiner Sicht oft durch mangelndes Rückgrat aus. Das führt dann zum Abstreiten, Leugnen und dem Fehlen von Unterstützung für unbequeme Minderheiten.

    ZITAT Aber solche Typen, absolut sklavenhörig, sind die Typen auf die Selters setzt, den Nachwuchs. ZITAT ENDE

    Auf wen sollen sie sonst setzen? Viel andere haben sie nicht, dass sehe ich wie du 😐

    Damit im Zusammenhang steht auch das Problem, dass wohl die meisten Ältesten der mittleren (KA aufwärts) und gar der höheren Führungsebenen aus dem gleichen Sumpf des Karrieredenkens kommen und eben durch Schleimerei, Connections etc. hochgekommen sind. Also kann man nicht erwarten, dass die Unterweiser in den von dir angeführten Schulen etwas anderes vermitteln/vorleben. Zwar halte ich die oberen Führungskräfte häufig für weniger kleinkariert als die unteren, aber trotzdem ist Liebe nicht unbedingt das vordergründig vorherrschende Merkmal, von Ausnahmen abgesehen.

    Dass Wegbleiben als Schuldeingeständnis ausgelegt wird, sehe ich auch so. Damit passt für die meisten Ältesten dann das Bild wieder zusammen: Schwachmat, ein Murrender, nicht demütig, schätzt Geistiges nicht usw. Das Bild ist dann wieder perfekt. Allerdings liegt es in einer Schublade und Schubladendenken ist NIE hilfreich und schafft Probleme, statt sie zu lösen.

    Manche Probleme mag man sich selbst auch machen, wenn man sich als Ältester oder überhaupt für zu wichtig nimmt. Darauf muss man schon achten. Es sind ja nicht immer die anderen schuld, weder die Mitältesten, noch die WTG! Nach meiner Erfahrung und Beobachtung kommt man aber mit einer biblisch demütigen Haltung nicht unbedingt weiter im Karrierekarussell der WTG.

    Du fühlst/fühltest dich in deiner Tätigkeit auch nicht groß anerkannt bzw. wertgeschätzt, oder?

    Du hast geschrieben, du bleibst den Zusammenkünften fern.
    Hast du eine Amt dann niedergelegt? Oder wartest du auf die Entbindung?

    Wir können uns auch gerne per Mail austauschen: mymail3000@vollbio.de

    LG
    Hans

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Lieber Dirk!

    Danke für deine lieben und ermunternden Zeilen. In einem hast du sicher recht, viele ZJ wurden und werden von den Verantwortlichen in der WTG geschunden und geschlagen. Auch mir ist es nach meinem ganzen Leben und nach über 4 Jahrzehnten als getaufter ZJ nicht anders ergangen. Der Grund, ich habe mir erlaubt ZUR Lehre Jesu zu stehen und die Ermahnung Jesu an seine Jünger in Apg. 1:6,7 ernst zu nehmen. Nach gründlicher Prüfung konnte ich die Behauptung der WTG für die Aufrichtung des Königreiches mit 1914 nicht mehr länger mittragen. Zusätzlich zu den vielen anderen falschen Zeitangaben.

    Aber wenn sich jemand klar für die Lehre Jesus entscheidet wird er ausgeschlossen. Das war zu seiner Zeit schon so und folglich sind jene, die heute ebenso verfahren nicht seine Diener. Mich treibt hierbei keine „Vergeltungsmaßnahme“ wenn ich dieverses hier aufzeige, sondern es soll vielen geholfen werden selbst auch die richtige Entscheidung zu treffen und KEINESFALLS länger auf Menschen zu vertrauen. Auch Paulus mußte gegen falsche Brüder kämpfen und hat jeweils deutliche Worte gefunden. Die gesamte Bibel enthält all die falschen Handlungen von einem David, Moses, der Aposteln ob Petrus oder andere unmittelbar mit Jesus wandelnde. Nur durch das aufzeigen solcher Verkehrtheiten können andere Nutzen ziehen – es sollt nur nicht aus Hassgefühlen sein sondern aus Sorge für seine Brüder um sie zu warnen den richtigen Weg einzuschlagen. Im Anschluß ein paar Bibelzitate die mir als Richtschnur dienen:

    Joh 12,42 Und doch gab es unter den führenden Männern des Volkes viele, die an Jesus glaubten. Aber aus Angst vor den Pharisäern bekannten sie sich nicht öffentlich zu ihm. Denn sie wollten nicht aus der Gemeinschaft des jüdischen Volkes ausgeschlossen werden.

    Oder die Worte unseres Herrn:
    Joh. 7: 16 Jesus beantwortete ihre Frage: „Was ich euch sage, sind nicht meine eigenen Gedanken. Es sind die Worte Gottes, der mich gesandt hat. 17 Wer von euch bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind. 18 Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und tut nichts, was seinem Auftrag widerspricht.

    Gerade dieser Vers 18 sollte wenn man die WTG durchleuchtet und seit über 100 Jahren ihre vielen Widersprüche analysiert, klar machen IHNEN NICHT zu folgen.

    Paulus stellt fest:
    Gal. 2: … hätten sich da nicht einige so genannte Christen hinter meinem Rücken in die Gemeinde eingeschlichen. Sie hegten ein tiefes Misstrauen gegenüber der Freiheit, die uns Christus schenkt, und wollten uns wieder dem jüdischen Gesetz unterwerfen. 5 Aber wir haben ihnen keinen Augenblick nachgegeben und ihnen in keinem einzigen Punkt zugestimmt. Denn für uns ist nur eins wichtig: dass euch die Wahrheit der rettenden Botschaft erhalten bleibt.

    Auch bei den Korinthern ein ähnlicher Kampf:
    2. Kor. 10: … Zwingt mich bitte nicht dazu, tatsächlich hart durchgreifen zu müssen, wenn ich zu euch komme. Auf jeden Fall werde ich entschieden gegen alle vorgehen, die mir allzu menschliche Absichten unterstellen. 3 Natürlich bin auch ich nur ein Mensch, aber ich kämpfe nicht mit menschlichen Mitteln. 4 Ich setze nicht die Waffen dieser Welt ein, sondern die Waffen Gottes. Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureißen, 5 einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt. Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, weil wir ihm gehorchen wollen. 6 In diesem Sinn werden wir auch jeden Ungehorsam strafen, aber zuerst müsst ihr als Gemeinde zum Gehorsam bereit sein. 7 Seht doch den Tatsachen ins Auge! Ist jemand davon überzeugt, zu Christus zu gehören, dann soll er uns das nicht absprechen.

    Natürlich erlaube ich mir kein Gericht oder Beurteilung von einzelnen, ich habe immer gesagt, was gut ist wird von mir nicht schlecht geredet. Es gibt auch viele ehrlich bemühte Älteste die als gute Hirten sich bei Gott einen guten Namen machen – aber das wird ER oder sein Sohn beurteilen und jedem seinen Lohn zukommen lassen. Doch wenn Älteste sich als Handlanger der LK mißbrauchen lassen und verlangen den trvSk. höher zu bewerten als Jesus den Herrn dann begeben sich diese in den Bereich des Verflucht seins, den sie zwingen Brüder zum Götzendienst. Der einzelne Bruder müßte – wie ja mehrfach von mir durch WT Zitate belegt – der Organisation absolute Loyalität versprechen um ein Glied in der Gemeinschaft bleiben zu können – wie oben belegt – die Pharisäer verlangten das gleiche und Jesus fand deshalb deutliche Worte für sie.

    Es ist also keineswegs Hass – die LK verlangt von den ZJ diesen Hass, jeder der IHRER Lehre nicht den Vorang einräumt wird als böser Abtrünniger verurteilt – mir tun all die ZJ leid die sich dazu anstiften lassen und diese Behandlung wie es die LK fordert auch umsetzen. Den wenigsten ist bewußt nach 1. Johannes Kap. 3 und 4 zu wessen Kinder sie dadurch werden. Jeder der seinen Bruder hasst kann Gott gar nicht lieben – die LK verlangt dies jedoch immer und immer wieder, können sie dann Jesu Vertreter auf Erden sein? Jesus lehrte sogar die Feinde zu hassen. Die LK würde so eine Aussage im WT 1953 Abtrünnige sogar töten – nur die Gesetze des Landes verhindern dies! Wo ist hierbei der Unterschied zum finsteren Mittelalter?

    Ich hoffe ich konnte meine Empfindungen und Beweggründe klar stellen. Ich wünsche jedem ZJ den Weg Christi zu gehen, den das ist der Weg der Barmherzigkeit und Liebe – der einzig richtige Weg der zum Leben führt und uns als seine Jünger auszeichnet.

    lg. Matthäus

  • walter
    Februar 16, 2011

    Hallo Matthäus,

    Du hast uns sehr geholfen, auf dem Weg Christi zu bleiben.
    Du hast uns betätigt, daß das, was wir aus der Bibel gelernt haben, richtig ist.
    Auch wenn manche Artikel am Anfang sehr ernüchternd waren, haben sie uns doch auf unserem Glaubensweg unheimlich weitergebracht.
    So hätten wir Themen niemals auf den Punkt bringen können.

    Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.
    Pass auf Dich auf !

    Liebe Grüße

    Walter

  • Sascha
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus,

    danke, dass du den Text aus Johannes 7 angeführt hast. Da die Lehre Jesu eng mit dem Heiligen Geist in Verbindung steht, dachte ich dann noch an diesen Text:

    1Ko 2:12 „Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott kommt. So können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.“

    Also nur mit Hilfe des Geistes Gottes kann man das Geschenk der Gnade überhaupt erkennen. Den Umkehrschluss kann jeder für sich selbst ziehen, obwohl Paulus ihn in folgendem Text auch klar benennt:

    1Ko 12:3 „Deshalb erkläre ich euch ausdrücklich: Keiner, der durch den Geist Gottes redet, wird sagen: „Jesus sei verflucht!“ Und ohne den Heiligen Geist kann keiner sagen: „Jesus ist Herr!“

    Wer den Heiligen Geist nicht hat, KANN nicht sagen, dass Jesus Herr ist. Er denkt nämlich, dass es ein Herabsetzen Jehovas wäre, wenn er das sagen würde. Also hat er weder das Wesen des Opfers Jesu, noch die Wirkung des Heiligen Geistes, noch das wahre Verhältnis zwischen Jehova und Jesus verstanden, geschweige denn für sich angenommen. Einmal im Jahr durch das Abendmahl an Jesus zu denken, hat nichts damit zu tun, ihn als unseren Herrn anzuerkennen. Es ist zwar ein Anfang, aber da man ansonsten bei allem immer nur von Jehova spricht, und seinem Sohn allenfalls eine völlig untergeordnete Rolle zugesteht, erkennt man in Wirklichkeit auch Jehova nicht an.

    Joh 5:21-23 „21 Denn wie der Vater die Toten zum Leben erweckt, so gibt auch der Sohn das Leben, wem er will, 22 weil nicht der Vater das Urteil über die Menschen spricht, sondern der Sohn. Der Vater hat die ganze richterliche Macht dem Sohn übertragen, 23 damit alle den Sohn ebenso ehren wie den Vater. Doch wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“

    Wie konnte man diese klaren Worte Jesu nur so falsch interpretieren? Wie konnte es passieren, dass diese eindeutige Botschaft so verwässert wurde?

    Die Antwort gibt Paulus in seinem zweiten Brief an die Korinther:

    2Ko 4:3 „Wenn unsere gute Botschaft dennoch verhüllt erscheint, so ist das nur bei denen der Fall, die verloren gehen,
    2Ko 4:4 bei den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt das Denken verdunkelt hat, damit sie das helle Licht des Evangeliums nicht sehen: die Botschaft von der Herrlichkeit des Christus, des Abbildes von Gott.“

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Max
    Februar 16, 2011

    Hallo ihr Liebe ,

    kommen gerade aus der Versammlung -WT-Studium. Ich frage mich welch ein Sinn hinter diesem Stoff oder Thema steht, der da wieder behandelt wurde.

    „Jehova weiss seine Diener zu befreien“. War das Thema. Wer frage ich mich; der an Gott glaubt, wird dies bestreiten wollen. Eine künstlich aufgeworfenen Frage die keiner gestelt hat wird da durchgekaut, nur um am Schluß die Katze aus dem Sack zu lassen worauf es dem Schreiber dieses Artikels ankommt.
    Zitat WT 15.4. 2012, S. 26, Abs. 16 „Im Verlauf der großen Drangsal werden Christen Anweisungen aus Gottes Wort und VON SEINER ORGANISATION beachten müssen um gerettet zu werden“.

    Welche Anweisungen könnten wir den noch von der Organisation benötigen? Hat nicht Jesus alles gesagt was wir tun müssen um gerettet zu werden?

    Zitat: Wir können sicher sein, dass Jehova die Bedeutung dieser Anweisungen uns klar macht. Unsere Befreiung wird dann davon abhängen, ob wir gehorsam sind. Deshalb wäre es gut sich jetzt schon zu Fragen: Wie reagiere ich auf Anweisungen, die Jehova seinen Dienern schon heute zukommen lässt? Befolge ich sie Umgehend? Zitat Ende.

    Es geht also wie immer in unserer Belehrung nur darum die Anweisungen des Sklaven zu befolgen ohne zu hinterfragen oder selber nachzudenken. Unsere Rettung hängt von den Anweisungen der Organisation ab. Tolle Aussichten .

    Dennoch, einen schönen Sonntag für alle!

    Max

  • Edelmuth
    Februar 16, 2011

    Zitat WT 15.4. 2012, S. 26, Abs. 16
    „Im Verlauf der großen Drangsal werden Christen Anweisungen aus Gottes Wort und VON SEINER ORGANISATION beachten müssen um gerettet zu werden“.

    Hallo Max

    Du hast deinen Sinn offenbar bereits geschärft und hörst genau hin.

    Zu unserer Rettung ist nicht mehr Jesus erforderlich, sondern der Sklave. Den Heiligen Geist kann nur der Sklave empfangen, weil der Herr ihn nur über den Sklaven ausgießt. Allerdings habe ich nie etwas Derartiges in der Bibel gelesen. Jehova hat doch nicht vergessen uns darüber zu informieren?

    Kann der Sklave dafür garantieren, dass wir gerettet werden, wenn wir ihm gehorchen? Das sollten wir einmal anhand der Bibel prüfen.

    Ede

    Dein Antwortbutten ist defekt. Deshalb hänge ich meinen Beitrag bei Saschsa an.

  • Rita
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus !!!

    Du kannst deine Empfindungen und Beweggründe super klar stellen.

    Danke! Danke! Danke!

    für die offene und wichtigen Gedanken.

    Mit den besten Grüßen und Segnungen,

    Rita mit Karol.

  • Anna an Alois und Ruth
    Februar 16, 2011

    Liebe Ruth, lieber Alois, liebe Brüder und Schwestern,

    betreffend den von dir liebe Ruth erwähnten Notfallrücksack darf ich aufklären:
    Es gibt in allen Versammlungen Notfallpläne für den Fall einer Naturkatastrophe oder was auch immer (nicht Harmagedon!!!). Und da muss ich die Brüder jetzt in Schutz nehmen, das ist vom Sinn her wie ich meine vernünftig. Es gibt auch in Deutchland/Österreich/Schweiz Überflutungen, Schneestürme.

    Es geht darum schnell Hilfe leisten zu können bzw. auch anderen zu leisten. Da Zeit und unvorhergesehenes Geschehen uns alle treffen können ist der Sinn dahinter z.B. ein paar Flaschen Wasser, notwendige Medikamente, eine kleine Menge Vorräte für ca. 1 Woche die man auch kalt essen kann oder nicht im Kühlschrank sein müssen etc.. Und dann eben Handy, ggf. Accu, Aufladegerät, Taschenlampe, Kerzen…

    Und, dass man sich im Notfall bei seinem PD-Guppen-Bruder meldet dass alles o.k. ist oder eben nicht, damit dieser Hilfe koordinieren kann oder man selber anderen Mitmenschen helfen kann. Daran kann ich nichts schlimmes finden. Da ist ja auch keinerlei Kontrollfunktion seitens der Ältestenschaft dabei ob nun bitteschön jeder seinen „Notfallrucksack“ gepackt hat.

    Es macht finde ich keinen Sinn ALLES schlecht zu reden was die WTG macht. Da ist sehr sehr viel das ist ganz schlimm. Aber eben nicht alles. Laßt uns doch bitte am Guten festhalten und alles andere… wir wollen doch endlich erwachsene Christen sein.

    Ganz liebe Grüße an alle tapferen Brüder und Schwestern draußen und drinnen und ein schönes Wochenende im Geist der Liebe die der Christus uns allen gegeben hat.
    Herzlich Anna

  • Fiene
    Februar 16, 2011

    Ich finde eine Notfalltasche auch sinnvoll. Ich habe z.Bsp. einen kleinen Notfallkoffer, falls ich eben „notfallmäßig“ in ein Krankenhaus muss. Da ich allein lebe, müsste dann meine Tochter oder eine Schwester oder sonstwer durch meine ganzen Schränke schauen und dann am Ende doch dies oder jenes vergessen.
    Liebe Grüße
    Fiene

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna,

    ich denke auch, dass das grundsätzlich sinnvoll ist und nichts mit Harmgeddon zu tun hat. Allerdings käme ich nie auf die Idee mir im Notfall im Kö-Saal eine Notfalltasche zu besorgen bzw. zu hinterlegen. Da bin ich doch viel zu selten. Oder wird diese Notfalltasche an jeden Verkündiger ausgegeben?

    In meiner VS kenne ich sowas nicht. Es gab mal ein Notfall-Info-Buch bi uns im Saal für jede Familie, das war aber vom BRD Katastrophenschutz ganz offiziell und nicht von der WTG.

    LG
    Dennis

  • Alois
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna

    Für normale Naturkatastrophen haben wir natürlich auch genug Vorsorge getroffen. Wir haben Vorräte die uns erlauben würden mehrere Wochen durchzuhalten. Unser Haus lässt sich nur mit Holz heizen (ohne Strom) und Holz hat es genug vorm Haus.

    Aber wenn die Organisation rät einen Notfallrucksack zu haben, bringe ich das mit mehr in Verbindung als normale Naturkatastrophen. Denn eine gewisse Vorsorge dafür zu treffen sagt mir der normale Menschenverstand.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Martin
    Februar 16, 2011

    An ALLE
    Einige interessante allgemeine Sicherheitsvorkehrungen für alle:
    Quelle:sicherheit.info (Matthias Kühr)
    Auf den Ernstfall vorbereitet
    Alle Katastrophen haben zwei Dinge gemein: Zum einen ist die erste Zeit danach von großer Bedeutung: Wie sie genutzt wird und welche Maßnahmen getroffen werden, beeinflusst oft das Ausmaß des Schadens. Zum anderen entscheiden die Vorsorgemaßnahmen darüber, ob die Katastrophe existenz- oder gar lebensbedrohliche Ausmaße für die betroffenen Personen annimmt. Mit einigen einfachen Vorkehrungen lässt sich das Risiko bereits verringern.
    Vorratshaltung für den Notfall
    Die Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken wird von einem verzweigten Logistiksystem, das den Einzelhandel beliefert, sichergestellt. Wie dieser Winter in manchen Regionen Deutschlands gezeigt hat, kann bereits stärkerer Schneefall diese Lieferkette unterbrechen. Bei ernsten Katastrophen kann die Versorgung für längere Zeit gestört sein und die in den Supermärkten vorhandenen Waren sind innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht.
    Vorratshaltung von Lebensmitteln
    Das BBK empfiehlt pro Person folgende Lebensmittel für den Ernstfall vorrätig zu halten:
    • 4,6 Kilogramm Getreide und Getreideprodukte
    • 5,6 Kilogramm Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
    • 3,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern)
    • 3,7 Kilogramm Milch und Milchprodukte
    • 1,7 Kilogramm Fisch, Fleisch, Eier
    • 24 Liter Getränke, vorzugsweise Wasser, da es auch zum Kochen verwendet werden kann
    Es empfiehlt sich daher, einen Grundstock an Nahrungsmitteln anzulegen. Wie groß dieser ausfällt, hängt von der Größe des Haushalts ab – jedoch sollte nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Versorgung von sieben bis 14 Tagen sichergestellt sein. Zu beachten ist, dass beim Einkauf auf langfristig haltbare Lebensmittel geachtet wird, die wegen einem möglichen Stromausfall auch ungekühlt gelagert und kalt verzehrt werden können. Die Reserven sollten regelmäßig aufgebraucht und durch neue ersetzt werden. Bei einer Verseuchung des Trinkwassers, wie es oft bei Flutkatastrophen der Fall ist, helfen neben einem Getränkevorrat auch Entkeimungstabletten, mit denen Regenwasser aufbereitet werden kann.
    Beleuchtung trotz Stromausfall
    Bricht das Stromnetz zusammen, hat das nicht nur eine unzureichende Beleuchtung, sondern meist auch fehlendes Warmwasser, abgeschnittene Kommunikation und mangelnde Kochmöglichkeiten zur Folge. Für Licht sorgt ein angemessenes Sortiment an Kerzen, Feuerzeugen ,Taschenlampen und Batterien, die an einem zugriffsbereiten Ort liegen. Spirituskocher, Benzinkocher oder Gas-Kocher (mit zugehöriger Gaskartusche oder Brennstoff) helfen dabei, auch ohne Strom warmes Essen zuzubereiten und mithilfe des Vorrats die erste Zeit bis zur Evakuierung oder Versorgung zu überbrücken.
    Informationsbeschaffung ohne Fernseher
    Unabhängig von der Art der Katastrophe ist das Kommunikationsnetzwerk eines der anfälligsten – gleichzeitig aber auch eines der wichtigsten. Ohne Strom ist keine Infomationsbeschaffung mehr über das Fernsehen oder Internet möglich. Ein Radiogerät, das mit Batterien versorgt wird und sowohl UKW als auch Mittelwellen empfangen kann, wird in solchen Fällen zu einem unentbehrlichen Bestandteil eines jeden Haushalts. Nicht zu vergessen ist hier natürlich ein Satz Reservebatterien.
    Notfallrucksack für die Evakuierung
    Für den Fall einer Evakuierung, die aufgrund von Hausbränden oder eines Lecks in Gasleitungen relativ häufig passieren, sollte ein Notfallrucksack griffbereit sein. Darin enthalten sind die für die folgenden Tage erforderlichen Gegenstände wie feste Kleidung, Hygieneartikel, Schlafsack, Erste-Hilfe-Kasten, lebensnotwendige Medikamente, Taschenlampe und eine Notration Lebensmittel inklusive Wasserflasche. Darüber hinaus ist es ratsam, eine Mappe mit den wichtigsten Dokumenten zusammenzustellen, die im Notfall gemeinsam mit dem Rucksack schnell mitgenommen werden kann. In diese Mappe gehören neben einem Ausweis alle Dokumente, deren Wiederbeschaffung schwierig oder unmöglich ist, wie Stammbuch, Sparbücher, Fahrzeugbriefe, Versicherungspolicen, Renten- und Einkommensbescheinigungen oder Verträge.
    Empfehlungen zur Notfallvorsorge
    • zweiwöchiger Vorrat an lang haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser
    • Leuchtmittel: Kerzen, Feuerzeug, Taschenlampen, Batterien
    • stromunabhängige Kochmöglichkeit: Gas- oder Spirituskocher
    • batteriebetriebenes Radio für UKW- und Mittelwellenempfang mit Reservebatterien
    • Notfallrucksack mit fester Kleidung, Notration, Hygieneartikeln und Erste-Hilfe-Kasten
    • Griffbereite Mappe mit wichtigen Dokumenten
    Was tun beim ABC-Alarm?
    Doch wie verhält man sich bei schwerwiegenden Katastrophen, wie einem Unfall in einem Atomkraftwerk? Bei Freisetzung von chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahrstoffen (CBRN-Gefahren) muss umgehend das nächste Haus aufgesucht werden. Dort ist die Belastung je nach Bauart bis zu 80 mal geringer als im Freien. Auf dem Weg zum nächsten Haus sollte man soweit möglich durch einen Atemschutz oder zumindest ein Taschentuch atmen oder, falls man sich in einem Fahrzeug befindet, die Lüftung ausschalten. Bestand bereits Kontakt zu Gefahrstoffen sind beim Betreten eines Gebäudes zunächst Kleidung und Schuhe zu wechseln – danach ist eine gründliche Reinigung der Hände, des Gesichts und der Haare notwendig.
    Im Haus müssen alle Fenster und Türen geschlossen und Lüftungsschlitze abgedichtet werden. Falls radioaktive Stoffe ausgetreten sind, ist der Aufenthalt im Keller vorzuziehen, da dieser am meisten vor Strahlung schützt. Bei einer Freisetzung von Chemikalien sind Kellerräume hingegen zu meiden, da gasförmige Stoffe schwerer als Luft sind und sich dort ansammeln können. Über ein funktionierendes Kommunikationsmedium, wie etwa ein batteriebetriebenes Radio, können anschließend weitere Informationen zur Lage und Handlungsempfehlungen eingeholt werden.
    Matthias Kühr

    Liebe Grüße
    Martin

  • Silke
    Februar 16, 2011

    Liebe Ruth
    Zu den Notfallrucksäcken und zur Vorratshaltung von Lebensmittlen.
    Ich erinnere mich noch an die Zeit kurz vor 1975 – da haben viele Brüder auch Vorräte in ihren Kellern angelegt für die „große Drangsal“. Tja Jehova hat ihren Erwartungen getrotzt und den Vorräten genügend Zeit zum Ablaufen eingeräumt. So ist es wenn man sein Vertrauen nicht auf Jehova setzt.
    Der L.K. läuft heute auch die Zeit davon – ihre Verheißungen treffen nicht ein – also muss man uns Brüdern das Ende dieses Systems vor Augen halten wie die Möhre dem Esel das man ja nicht anfängt eigene Überlegunen anzustellen.
    Aber Anna hat recht: nicht alles was die Organisation organisiert sollte als schlecht betrachtet werden. Die Vorkehrungen die empfohlen werden sind im Hinblick auf die Zunahme von Naturkatastropen auf jeden Fall sinnvoll und es zeigt Jehova wird es bestimmt nicht als mangelndes Vertrauen werten. Wir haben genügend Beispiele aus der biblischen Geschichte die zeigen das ein bischen Vorsorge und Eigeninitiative – gepaart mit dem Vertrauen auf Jehova und Christus ein guter Weg sind.

  • Matthäus an ALLE!
    Februar 16, 2011

    An ALLE Brüder un Schwestern!

    Um wieder ein wenig von der bisherigen Diskussion abzulenken.
    Einige werden es schon wissen:

    JZ sind bei Facebook ! Einfach Facebook öffenen und Jehovas Zeuegen eingeben.

    Ich weiß von einigen die sich nicht trauen sich hier anzumelden,
    weil Ältestre oder KA dagegen wettern !?

    Ist sich die LK UNEINS? Lehrt man wie sooft andere kümmert sich aber selbst wenig darum?

    Oder ist jedes Mittel recht um Menschen zu erreichen.
    Ich kenne Aussagen von verantwortlichen Brüdern: Das ist eine Plattform zur Einladung von Ehebruch, Hurerei und sonstiger
    Schlechtigkeit – wie sich die Zeit doch wandelt!

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Nur zur Klarstellung – ich bin selbst bei Facebook, wenn auch erst seit einer Woche – eine interessante Möglichkeit mit Freunden ins Gespräch zu kommen und zu seiner Überzeugung – Glauben an Jesus, zu stehen. Und sagte nicht Jesus wer mich vor dem Vater bekennt, den werde auch ich nicht abweisen!

    Liebe Grüße wie immer noch aus dem KH – mit Höhen und Tiefen!
    Matthäus

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus,

    die WTG hat KEINE Facebook-Seite!

    Diese angebliche FB-Seite ist von einem Privatmann eingerichtet worden, wie auch die anderen Eintragungen über „Jehovas Zeugen“ oder „Witness“. Der Inhaber der FB-Seite „News, Geschichten, Videos“ ist ein User Namens „Nomen Q Nescio“, der auch privat postings macht und einen Blog betreibt zu alles rund um „Jehova Witness“ (zeugenjehovasnews.blogspot.de)

    Wohl ein übereifriger Bruder. Vielleicht weiß Brooklyn oder ein anderes Zweigbüro davon uns sieht das positiv, aber ofiziell ist es nicht.

    LG
    Dennis

  • Ruth
    Februar 16, 2011

    Hallo, wo doch das Internet so verpönt ist und auch wurde.Immer wurde gesagt es sei ein Zeiträuber und Satans Werk?!Und was ist heute?Heute hocken Die in Selters selber davor und mir kann niemand erzählen, das kein Bruder ins Internet guckt und nicht neugierig ist!Ohne Internet geht heute doch gar nix mehr?!Und was ich noch zu dem Verkauf von Brooklyn sagen möchte ist das ich all die netten Brüder, die Tausende von Dollar gespendet haben jetzt dumm in die Wäsche gucken ihr Geld ist futsch!Und wo bleibt das ganze Geld?Eigentlich müsste doch jeder Bruder oder Schwester,denen es schlecht geht an die Gesellschaft schreiben und um eine kleine Spende bitte!Aber dabei stößt man dort auf taube Ohren!Nur wenn es darum geht für die Gesellschaft zu spenden , auch wenn man eigentlich keine Mittel hat, weis ich das viele Brüder ihr letztes Hemd gegeben haben und wofür? für nix!Und die Oberen der WTG machen sich ein feines Leben!Mich würde es nicht wundern, wenn die sich Ihr Geld einsacken und eines Tages irgendwo absetzen und das war es dann!Gruß Ruth

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    als Video aufkam wurde es gleichbedeutend mit heimlichen Pornofilmkonsum.
    Ebenso als die Satellitenschüssseln aufkamen. Immer wurde da assoziiert, die das haben sind Pornogucker.
    Und beim Internet ist es doch nicht anders.
    Die Medien sind wie Bücher. Das eine ist die Bibel, das andere zeigt Sexszenen.
    Es liegt an mir, zu entscheiden, was ich lesen, oder sehen will. Da kann man nicht vorher den Stab drüber brechen.
    hat doch damals der KA Fabian auf dem KK gespottet: die haben Schüsseln auf dem Dach, erwarten wohl Gulliver zu Besuch.
    da fehlen einem die Worte, bei so viel Opportunismus

  • Ruth
    Februar 16, 2011

    Hallo eine Frage an alle!aus meinem alten Freundeskreis fragte mich jemand, ob ich den Rat der Gesellschaft befolgt habe , und einen Notfallrucksack gepackt hätte denn es wäre ja später als man denkt?!wohin soll man dann mit dem Rucksack hinpilgern?!!nach Selters oder Brooklyn???die schaffen es aber auch immer wieder die Brüder für blöd zu verkaufen und sie somit abzulenken !regnerische Grüße vom Niederrhein

  • Alois
    Februar 16, 2011

    Liebe Ruth

    Ich packe nichts, denn selbst wenn Harmagedon vor der Türe stehen würde, dann würde ich voll auf unseren Hirten Jesus vertrauen und nichts packen. Er würde in jedem Fall voll für mich sorgen, so dass mein Leben nicht in Gefahr wäre.

    Das sagt uns Jesus in Matth. 6 zu:
    25. Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung?
    26. Sehet hin auf die Vögel des Himmels, daß sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie?

    Oder hast Du schon einmalein Schaf gesehen das sich einen Futtervorat anlegt? Oder hast Du schon einmal einen guten Hirten gesehen der seine Schafe auffordert sich einen Futtervorrat anzulegen?

    Das schlimme daran ist, dass Harmagedon später kommt als das Ablaufdatum der Rucksackvoräte, dann werden die Rucksackzeugen noch ein letztes mal enttäuscht sein. Wenn sich dann die nächsten Jahre die Weltgeschehnisse so zum Besseren wenden, dass man allgemein gar nicht mehr Harmagedon in Erwägung zieht, dann ist es vollends aus mit dem Ausharren bis zum Ende, das uns die Propheten, Jesus und die Apostel geboten haben.

    Denn zum Ausharren gehört auch dass man überhaupt noch an Harmagedon glaubt. Matth. 10
    22. Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.

    Werden wir von den Zeugen Jehovas nicht gehasst, weil wir anstelle der Organisation, für Jesus Christus als unseren Retter und König einstehen?
    Jetzt müssen wir nur noch Ausharren, dann werden wir errettet werden!

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    Februar 16, 2011

    Lieber Alois,
    Der Vergleich mit den Schafen ist sehr passend. Wenn Jesus uns als Schafe bezeichnet und er unser Hirte sein möchte, dann wird er auch dafür sorgen, dass wir es schaffen auszuharren.
    Wenn wir uns Notfall Pläne zurechtlegen, dann stützen wir uns auf unseren eigenen Verstand und suchen wir Hilfe bei einer anderen Institution, dann würden wir sozusagen Hilfe aus Ägypten annehmen, was auch nicht besser ist.

    Wir sollten uns daher wirklich voll und ganz auf unseren Hirten und seinen Vater stützen, denn nur sie können Rettung bringen.
    Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.
    Liebe Grüsse Manfred

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Besser ne Schüssel auf dem Dach als einen Sprung in derselben ;))

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Hi Dennis,

    der Bruder hat sogar den km dort veröffentlicht, den gibt’s ja nichtmal auf jw.org für alle :))

    Das kann die WTG nicht gut heißen ….

    LG
    Hans

  • armes Schaf 2012
    Februar 16, 2011

    Wer steckte eigentlich hinter Wabii? So eine Art ZJ Facebook?

  • Akazienholz
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus ,
    Ich weiss das bei uns in der Versammlung vor einiger Zeit das Thema Soziale Netzwerke behandelt wurde. Der Vortrag des Ältesten habe ich nicht als Abwertung empfunden, sondern recht ausgewogen, wo Vorteile, als auch Nachteile solcher Plattformen genannt wurden. Eine absolute Verurteilung im Sinne von teuflisch untragbar und keine Empfehlung für einen Christen hat da nicht stattgefunden. Es gibt da sehr wahrscheinlich recht unterschiedliche und persönliche Auffassungen, die dann dummerweise von Ältesten zu allgemein gültigen Lehrmeinungen ausgebaut werden. Das ist bedauerlich da es beweist das die
    Prägung der Charakteristik der einzelnen Versammlungen von persönlichen Glaubensblickwinkeln ausgeht. Doch dieses Phänomen einer persönlichen Machtausübung ist ja uns hier bekannt. Das ganze schafft und fördert aber nur die Verwirrung und ist mehr oder weniger ein Beweis der Uneinheitlichkeit und weiter in diesem Sinne gedacht der Mangel oder weitere Entzug des Heiligen Geistes in unseren Reihen.
    Weiterhin genau zu beobachten und dadurch zu Schlüssen zu kommen muss hier unsere Aufgabe bleiben. Denn das Wort Gottes übt Macht aus !!! Heb.
    Viele liebe Grüße an Dich und Alle von
    AKAZIE

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Seite 17 der Wachtturm-Ausgabe vom 15. August 1991,
    heißt es … 1919, als [die Zeugen Jehovas] Satans Organisation verließ[en] …

    Das sind erstaunliche Eingeständnisse. Denn wenn es nach ihrer
    Auslegung von Matthäus 24:45-47 geht, unterzog Jesus sie im Jahre
    1918 einer Prüfung, ob sie als Gottes Organisation in Frage kämen.
    Und doch fand er sie seit seiner Wiederkehr im Jahre 1914 in Satans Organisation!

    Auf Seite 621 des Verkündiger-Buches wird die Frage gestellt:
    „Gebrauchte Gott im besonderen Charles Taze Russell?“ Dann erklärt
    man, unter welchen Umständen er dies nicht getan hätte …
    Sicherlich wäre nicht anzunehmen, daß Gott C. T. Russell gebrauchte, wenn dieser sich nicht loyal an Gottes Wort gehalten
    hätte.

    Nach einem Rückblick auf einige Lehren, wo er „sich nicht loyal
    an Gottes Wort gehalten“ hatte, scheint es, als wolle man den Leser zu dem Schluss führen, Gott habe Russell nicht gebraucht. Doch weit gefehlt! Tatsächlich soll man genau das Gegenteil glauben …

    Wenn Jehovas Zeugen heute auf die Tätigkeit Russells, auf
    das, was er lehrte … zurückblicken, haben sie keinen Zweifel,
    daß Charles Taze Russell wirklich von Gott zu einer bedeutsamen
    Zeit auf besondere Weise gebraucht wurde.

    Offenbar meinen sie mit dem, was er lehrte, nicht dieselben Dinge,
    die wir in Kapitel 3 dieses Buches betrachtet haben.

    „So würden sogar die Steine schreien“
    Schließlich, auf Seite 622, sagt die leitende Körperschaft …
    Bruder Russell [nahm nicht] die Ehre für das, was er lehrte,
    für sich in Anspruch … Er war ein hervorragender Erforscher
    der Bibel. Aber er erklärte, sein bemerkenswertes biblisches
    Verständnis sei „der einfachen Tatsache zu verdanken, daß
    Gottes rechte Zeit herbeigekommen“ sei. Er sagte: „Wenn
    ich nicht redete … so würden sogar die Steine schreien.“
    Lukas 19:40

    Zitat entnommen aus Don Cameron

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Welche Entscheidung hätte Jesus im Frühjahr 1919 getroffen? Hätte er dem früheren Präsidenten Frederick Franz zugestimmt, der gesagt hatte …

    [Jesus stellte] fest, daß der eingesetzte „Sklave“ beim Austeilen
    der Speise an seine „Hausknechte“ treu und verständig
    handelte.

    Oder wäre er derselben Meinung gewesen wie Raymond Franz,
    früheres Mitglied der leitenden Körperschaft …

    Es wäre eine Beleidigung gegenüber Christus Jesus, zu
    sagen, er habe diese Organisation auf der Grundlage dessen
    erwählt, was sie … im Jahr 1919 lehrte.

    Jehovas Zeugen werden sich für die falsche Antwort entscheiden,
    weil sie nicht ,Russells Werk und das, was er lehrte‘, überprüft haben das gilt insbesondere in Verbindung mit Matthäus 24:45-47. Sie alle haben den gleichen Fehler begangen.

    Wie man diesen Fehler vermeidet

    Es ist viel leichter, diesen Fehler zu vermeiden, als ihn zu berichtigen, wenn man ihn bereits begangen hat. Ehe man über das Angebot der Zeugen auf ein kostenloses Studium der Bibel nachdenkt, sollte man zuerst um ein Studium der Wachtturmgeschichte bitten, wenn man wissen will, ob dies wirklich die Organisation ist, der Jesus den Auftrag erteilt hat, die übrige Menschheit die Bibel zu lehren.

    Aber wer zuerst die Geschichte untersucht, bittet dann bestimmt
    nicht mehr um ein Bibelstudium. Und Zeugen, die später (nach ihrer
    Taufe) die Geschichte untersuchen, erkennen, dass sie das früher
    (vor ihrer Taufe) hätten tun sollen.

    Wer diesen Fehler vermeidet oder berichtigt, kommt am Ende gewöhnlich zu demselben Ergebnis wie Peter Gregerson …

    Es ist unmöglich, dass Jesus Christus als Richter sich diesen
    Stoff [von 1876 bis 1919] angesehen und die Macht übertragen
    haben könnte, die die Wachtturm-Gesellschaft für sich
    beansprucht.

    Mit Sicherheit hätte Gott ihnen keine Auslegung gegeben, die sich
    nur durch Umschreiben und/oder Ignorieren der wahren Geschichte
    der Gesellschaft erfüllen konnte. Und doch musste die Führung genau dies tun, um bei sich selbst und ihren Millionen von Anhängern die Überzeugung wach zu halten, dass die Wachtturm-Verbundenen bis zum Jahre 1919 so treu und verständig in ihrer Lehre waren, dass sie die wichtigste Ernennung erhielten, die eine Organisation auf Erden überhaupt nur erhalten kann für die übrige Menschheit Gottes alleiniger „Mitteilungskanal“ zu sein.

    Zitat aus Don Cameron

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Hi Matthäus,

    könnte es sein, dass Jesus das geringste Übel gewählt hat?
    Was haben zu diesem Zeitpunkt andere Gemeinschaften gelehrt?

    Auf der anderen Seite: Musste/muss Jesus überhaupt eine menschliche Organisation erwählen?

    Viele Grüße,
    Hans

  • Ulrike P.
    Februar 16, 2011

    Hallo Hans,
    ZITAT:
    „Auf der anderen Seite: Musste/muss Jesus überhaupt eine menschliche Organisation erwählen?“

    Gute Frage, ich denke, es gab seit dem Weggang der Apostel keine Gemeinde auf die seine Kriterien gepasst hätten.

    In Tit 2, 14 steht geschrieben, dass er alle die an IHN glauben, von ihrer Schuld reinigt und zu seinem Volk macht. Hört sich für mich nicht danach an, dass er sich da nur auf eine bestimmte christliche Gruppierung bezieht.

    LG Ulli

  • Joshua
    Februar 16, 2011

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe heute morgen ein Zitat gelesen, das mir sehr gut gefallen hat und wollte es einfach teilen.

    „Wer auf Jesu Kommen hofft, wird gegen jeden Schatten empfindlich, der zwischen ihm und seinem Herrn steht. Er wird nicht ruhen, bis wieder klare Sicht ist.

    – Corrie ten Boom

    In diesem Sinne eine gesegnete, ruhige und „unruhige “ Woche 😉

    Joshua

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    obwohl manche Leser mit dem was wir über die Programmpunkte in den Ortsversammlungen sagen wenig anfangen können traue ich mich jetzt trotzdem. Ich stelle den Kommentar hier ein, ich denke da paßt er ganz gut.

    Weil es mich und viele andere von euch doch kaum auf den Stühlen hält wenn wir diese „Belehrung“ vermittelt bekommen. Und weil wir in den Zusammenkünften doch nichts dazu sagen dürfen, sonst werden wir „entlassen“.

    Ich schreibe das aber auch für diejenigen die sich langsam trauen kritisch zu denken, jedoch dann wieder einen insgeheimen Rückzieher beim Weiterdenken machen wenn sie das lesen, was ich aus dem Absatz 12 zitiert habe. Bitte Brüder betet zu Jehova. Jedoch nicht, weil ihr die Tendenz bei euch bemerkt nicht mehr alles zu glauben, sondern um Jehovas Geist. Das er euch hilft mit euren berechtigten Zweifeln umzugehen. Und dass, wie Bruder Frank & Frei in einem anderen Kommentar so schön formuliert hat auch ihr ohne schlechts Gewissen sagen könnt:
    „Ade Leistungsevangelium“! Und ein JA zur Liebe zu Jehova und seinem Sohn.
    Nachfolgend nun die Zitate aus dem Buch.

    ZITAT: Buch: Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich
    Kasten Seite 105
    Im Lauf der Geschichte hat Jehova mehr und mehr Einblicke in die Frage gewährt, wie man ihn richtig anbetet; das lässt sich schön am Beispiel der Urchristen festmachen (Spr. 4:18; Dan. 12:4, 9, 10; Apg. 15:7-9). Auch heute lässt Gott sein Volk gewisse Punkte immer besser verstehen. Seine Diener biegen sich die Bibel nicht so zurecht, dass es ihnen ins Konzept passt, sondern gleichen ihre Lehre dem verfeinerten Verständnis an.
    Objektive Fachleute bestätigen das. Jason David BeDuhn, außerordentlicher Professor der Religionswissenschaften an der Universität von Nordarizona (USA), schrieb in seinem Buch Truth in Translation, dass Jehovas Zeugen „irgendwie unbefangen an die Bibel herangehen und ihre Glaubenslehre und -praxis auf dem reinen Bibelwort aufbauen, ohne etwas hineinlesen zu wollen“. ENDE ZITAT

    Absatz 10 etwa ab Mitte ZITAT
    …Älteste heute wollen den beiden da in nichts nachstehen: Bei strittigen Fragen bleiben sie geduldig und tun sich nicht hervor. Statt zu versuchen, ihre eigene Meinung durchzuboxen, schauen sie, was Jehova in der Bibel zu der Sache zu sagen hat und was der Sklave dazu schon erklärt hat (Phil. 2:2, 3). ENDE ZITAT

    Und aus Absatz 12 ZITAT
    Preschen wir doch daher niemals stolz mit eigenen Ideen voran und reagieren wir nie kritisch auf organisatorische Änderungen oder neue Erklärungen (Pred. 7:8). Falls du auch nur den Hauch einer solchen Tendenz bei dir entdeckst, wäre es gut, die hochaktuellen Grundsaätze aus Apostelgeschichte 15 zu durchdenken und deswegen zu Jehova zu beten. ZITAT ENDE

    Der angegebene Text in Prediger 7:8 scheint mir sehr zurechtgebogen.

    (Hoffnung f. alle) 7:8 Das Ende einer Sache ist besser als ihr Anfang; Geduld hilft mehr als Überheblichkeit.

    In dem Kapitel geht es dann noch weiter mit der Selbstverherrlichung. Man kann das Buch bei jw-org auch herunterladen, falls jemand die Zusammenkünfte nicht mehr besucht und das Buch nicht hat.

    Es gibt übrigens auf der Prophetie-Seite einen höchst interessanten Artikel der eine ganz andere Sichtweise bezüglich der Organisation darstellt.

    Einen schönen Spätherbsttag wünscht allen

    Anna

  • Ulrike P.
    Februar 16, 2011

    Hallo Anna,
    es bleibt, wie es immer schon ist… – Äußern „Weltmenschen“ sich kritisch gegenüber der WTG, dann nehmen sie es GERADE als ein Zeichen dafür, dass SIE richtig liegen und die anderen falsch. – Denn Freundschaft mit der Welt bedeutet ja Feindschaft mit Gott…

    Aber wenn ein „Weltmensch“ sie LOBEND erwähnt – wie auch immer er zu seiner völlig danebenliegenden Einschätzung gekommen ist – dann schmücken sie sich doch zu gerne damit. DAS bedeutet dann keine Feindschaft mit Gott…

    Wendehälse nennt man solche Menschen übrigens.

    LG Ulli

    ————————————————————————————-

    Joshua 30.11.2011 auf 14:44

    Könnt ihr mir sagen wo ich die 16 Thesen finde?

    LG
    Joshua

  • Manfred
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna,
    vielen Dank für diesen Kommentar. Ich selbst habe das Buch auch nicht und werde es auch nicht mehr lesen. Aber als ich Deinen Kommentar mit diesem Zitat:
    …dass Jehovas Zeugen „irgendwie unbefangen an die Bibel herangehen und ihre Glaubenslehre und -praxis auf dem reinen Bibelwort aufbauen, ohne etwas hineinlesen zu wollen“. ENDE ZITAT

    Da fiel mir spontan ein, die brauchen ja nichts hineinleisen, weil sie es sogar HINEINGESCHRIEBEN haben. Die haben ja die Neue Weltübersetztung gemäß Ihrer Lehrmeinung zusammen getextet, so dass wenn man ihre Lehren anhand dieser Übersetzung prüft, tatsächlich meinen könnte, Jehova hat das genau so gemeint.

    Aber wir wissen was der Ausgang der Sache ist, wenn man was an der Buchrolle verändert, hinzufügt oder weglässt. Steht im letzten Kapitel der Offenbarung und es steht mit Sicherheit nicht umsonst da.

    Vielen Dank liebe Anna und schöne sonnige Grüße, denn bei uns scheint auch mal die Sonne.
    Manfred

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna. Deine beiden Zitat – ich wiederhole sie kurz:

    >>Absatz 10 etwa ab Mitte ZITAT
    …Älteste heute wollen den beiden da in nichts nachstehen: Bei strittigen Fragen bleiben sie geduldig und tun sich nicht hervor. Statt zu versuchen, ihre eigene Meinung durchzuboxen, schauen sie, was Jehova in der Bibel zu der Sache zu sagen hat und was der Sklave dazu schon erklärt hat (Phil. 2:2, 3). ENDE ZITAT

    Und aus Absatz 12 ZITAT
    Preschen wir doch daher niemals stolz mit eigenen Ideen voran und reagieren wir nie kritisch auf organisatorische Änderungen oder neue Erklärungen (Pred. 7:8). Falls du auch nur den Hauch einer solchen Tendenz bei dir entdeckst, wäre es gut, die hochaktuellen Grundsaätze aus Apostelgeschichte 15 zu durchdenken und deswegen zu Jehova zu beten. ZITAT ENDE <<

    …wären ja ganz toll und schön formuliert – doch wie so oft leider blinde Theorie. Ich habe einmal an die Ältesten und auch an den Kreisaufseher nachfolgende Zitate schriftlich übermittelt, nicht EINER hat es der Mühe Wertgefunden darauf mit mir in ein Gespräch zu treten, daß soll lediglich zeigen, ja es gäbe viele gute und auch richtige Ratschläge! Jedoch wenn du dir dieses Recht herausnimmst und genauso handelst, dann ignoriert man dich oder es gibt gleich andere Maßnahmen des Tadels – denn die Ältesten oder gar ein Kreisaufseher die darfst Du nicht belehren oder gar kritisieren.

    Dabei hätte ihnen Jehvoa ein gutes Beispiel gegeben – siehe die Diskussion mit Lot der Jehova sozusagen "heruntergehandelt" hat.

    Oder eben diese sehr vernünftigen und guten Anweisungen – was nützt es wenn Älteste (es gibt sicher Ausnahmen – die nur die Regel bestätigen) selbstherrlich ihre Macht und Stellung mißbrauchen.

    w98 15.3. S. 18 Wessen Sklave möchte man sein?
    „Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. KORINTHER 3:17).
    2 Als Gott hingegebene Diener sind Zeugen Jehovas verpflichtet, die Anweisung Jesu zu befolgen….

    4 ….. achten Jehovas Zeugen sorgfältig darauf, wie sie sich ausdrücken. Statt zu sagen: „Die Gesellschaft lehrt . . .“, verwenden viele Zeugen Jehovas Formulierungen wie: „In der Bibel heißt es . . .“ oder: „Gemäß meinem biblischen Verständnis . . .“ Dadurch weisen sie nachdrücklich auf die persönliche Entscheidung hin, die jeder Zeuge Jehovas bei der Annahme biblischer Lehren getroffen hat, und vermeiden es außerdem, den falschen Eindruck zu erwecken, Jehovas Zeugen würden irgendwie dem Diktat einer religiösen Sekte unterliegen.

    Durch Gottes Geist weniger Regeln nötig

    5 „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil“, stellte der Apostel Paulus fest. Er fügte hinzu: „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen“ (1. Korinther 10:23). Paulus wollte damit offensichtlich nicht sagen, daß es erlaubt ist, Dinge zu tun, die in Gottes Wort ausdrücklich verurteilt werden. Im Vergleich zu den etwa 600 Gesetzen, die der Nation Israel gegeben worden waren, gibt es eigentlich wenige ausdrückliche Gebote, die das christliche Leben regeln. Viele Dinge sind somit dem Gewissen des einzelnen überlassen. Wer sich Jehova hingegeben hat, genießt die Freiheit, die die Führung durch Gottes Geist mit sich bringt. Ein Christ, der sich die Wahrheit zu eigen gemacht hat, folgt seinem biblisch geschulten Gewissen und verläßt sich auf Gottes Anleitung durch den heiligen Geist. So wird dem Gott hingegebenen Christen geholfen, darüber zu entscheiden, was für ihn und andere ‘erbauend’ und „von Vorteil“ ist

    6 Ein Zeuge Jehovas zeigt ….. daß er biblische Lehren in eigenen Worten darlegen kann. Dadurch, daß er nicht mehr nur das wiederholt, was andere formuliert haben, liefert er den Beweis, daß er seine Denkfähigkeit weiterentwickelt. (vergleiche Römer 14:5b ……..jeder sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt.). ……gemäß biblischen Maßstäben zu leben. Diese Entscheidungen werden niemandem aufgezwungen.

    Einer leitenden Körperschaft verantwortlich?
    8 In der Bibel wird deutlich gezeigt, daß wahre Christen Gott nicht unter Zwang dienen. Es heißt darin: „Jehova nun ist der GEIST; und wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Wie kann diese Tatsache jedoch mit der Vorstellung in Einklang gebracht werden, daß es einen „treuen und verständigen Sklaven“ mit einer leitenden Körperschaft gibt? (Matthäus 24:45-47).

    9 Bei der Beantwortung dieser Frage müssen wir den biblischen Grundsatz der Leitung durch ein Haupt im Sinn behalten (1. Korinther 11:3). In Epheser 5:21-24 wird Christus als das „Haupt der Versammlung“ gekennzeichnet, als derjenige, dem die Versammlung „untertan ist“.

    12 Bedeutet die Aufsichtsstellung, die der leitenden Körperschaft gemäß der Bibel verliehen worden ist, daß jeder Zeuge Jehovas ihr für seine Tätigkeit Rechenschaft geben muß? Das ist nicht der Fall, denn Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Warum . . . richtest du deinen Bruder? Oder warum blickst du auch auf deinen Bruder hinab? Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; . . . jeder von uns [wird] für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen“ (Römer 14:10-12).

    ….Hebräer 13:7 ….Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben
    15 Falls ein Zeuge Jehovas Entscheidungen auf der Grundlage von biblischem Rat trifft, …….., weil ihn sein persönliches Studium der Bibel davon überzeugt hat, daß das der richtige Weg ist. Jeder Zeuge Jehovas wird von Gottes eigenem Wort beeinflußt, den vernünftigen biblischen Rat zu befolgen, …wobei er voll und ganz anerkennt, daß sich Entscheidungen, die er trifft, auf sein persönliches Verhältnis zu Gott auswirken, dem er sich hingegeben hat (1. Thess. 2:13 – Gottes od. Menchenwort). … Als Gott hingegebene Christen genießen sie die Freiheit, für die Christus sie frei gemacht hat ….!

    w04 1. 9. S. 10 Gott „mit einem Mund“ verherrlichen

    Deshalb schrieb Paulus aus Rücksicht auf das Gewissen seiner Glaubensbrüder: „Jeder Mensch sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt“ (Römer 14:5b).

    8 Paulus empfahl seinen Brüdern liebevoll, mit denen geduldig zu sein, deren Gewissen anders reagierte. Dagegen ging er mit denen streng ins Gericht, die Glaubensbrüder zwingen wollten, sich dem mosaischen Gesetz zu unterwerfen, und das als eine Voraussetzung für die Rettung hinstellten (man könnte statt Gesetz auch Organisation einfügen)

    9 Wie die Argumentation des Paulus zeigt, müssen unterschiedliche Entscheidungen Einzelner nicht unbedingt die Einheit gefährden, solange keine christlichen Grundsätze übertreten werden.

    w94 1. 9. S. 14 Freut euch in Jehova

    Vor allem dürfen wir niemandem Bürden aufladen, die über die Forderungen des Wortes Gottes hinausgehen. Der Apostel Paulus sagte: „Nicht, daß wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude“ (2. Korinther 1:24). Als ehemaliger Pharisäer wußte Paulus genau, daß strenge Regeln, die von Autoritätspersonen festgelegt und durchgesetzt werden, die Freude unterdrücken, wogegen hilfreiche Empfehlungen von denjenigen, mit denen man zusammenarbeitet, die Freude vergrößern

    w98 15.3. S. 10 Menschen nachzufolgen ist gefährlich

    …eigentlich stehen die Mitglieder jeder Religion, die stark an menschlichen Führern und ihren Ideen festhalten, in der Gefahr, Sklaven von Menschen zu werden. Ein stark auf einen Führer ausgerichtetes Verhältnis kann dazu führen, in emotioneller und religiöser Hinsicht völlig abhängig zu werden.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Das noch als Ergänzung: …um wieviel schöner wäre das Zusammenleben wenn allem voran die Ältesten diese Ratschläge beachten:

    Jehovabuch S.161 Wie wir mit anderen umgehen

    12 Wir können auch dadurch Recht üben, dass wir mit anderen so umgehen, wie Jehova mit uns umgeht. Es ist so leicht, über andere zu urteilen, ihre Fehler zu kritisieren und ihre Beweggründe anzuzweifeln. Aber würden wir uns wünschen, dass Jehova unsere Beweggründe und Fehler gnadenlos unter die Lupe nimmt? Das tut er jedenfalls nicht. Der Psalmist erklärte: „Wären Vergehungen das, worauf du achtest, o Jah, o Jehova, wer könnte bestehen?“ (Psalm 130:3). Sind wir nicht dankbar, dass sich unser gerechter und barmherziger Gott gar nicht mit unseren Fehlern und Schwächen aufhalten möchte? (Psalm 103:8-10). Wie sollten wir deshalb mit anderen umgehen?

    ….nicht vorschnell über andere urteilen. In seiner Bergpredigt sagte Jesus warnend: „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Matthäus 7:1). Nach dem Lukasbericht fügte Jesus noch hinzu: „Hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden“ (Lukas 6:37). Jesus war sich also dessen bewusst, dass unvollkommene Menschen zu Werturteilen neigen

    14 Warum müssen wir ‘aufhören zu richten’? Zum einen haben wir nur eine begrenzte Autorität. Der Jünger Jakobus erinnert uns an Folgendes: „EINER ist es, der Gesetzgeber und Richter ist“ — Jehova. Deshalb fragt Jakobus unverblümt: „Wer bist du, dass du deinen Nächsten richtest?“ (Jakobus 4:12; Römer 14:1-4). Zum anderen können unsere Urteile durch unsere sündige Natur nur allzu leicht unfair ausfallen. Bestimmte Auffassungen und Beweggründe — Vorurteile, verletzter Stolz, Eifersucht oder Selbstgerechtigkeit — können das Bild, das wir uns von anderen machen, verzerren.

    Das Bewusstsein der Grenzen, die uns selbst gesetzt sind, sollte uns eigentlich davon abhalten, jemandem vorschnell etwas anzukreiden. Wir können anderen nicht ins Herz sehen und kennen auch nicht alle ihre persönlichen Umstände. Wer sind wir deshalb, dass wir unseren Glaubensbrüdern verkehrte Beweggründe unterschieben ……? Wie viel besser ist es, Jehova nachzuahmen und bei unseren Brüdern und Schwestern das Gute zu sehen, statt uns auf ihre Schwächen zu konzentrieren!

    w94 1. 8. 9-14 Jehova ist vernünftig

    „Die Weisheit von oben . . . [ist] vernünftig“ (JAKOBUS 3:17).

    2 Wie erleichtert sind wir doch, zu erfahren, daß der Gott der Bibel im höchsten Grad vernünftig ist! Nicht Gott, sondern die durch ihre eigenen Unvollkommenheiten eingeschränkten Menschen neigen zu Härte und Unerbittlichkeit. Menschliche Organisationen können so schwerfällig sein wie ein Güterzug. Wenn ein langer Güterzug auf ein über den Gleisen liegendes Hindernis zurollt, kann er unmöglich ausweichen, und rechtzeitiges Anhalten ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen. Manche Züge haben eine solche Bewegungsenergie, daß sie nach Betätigung der Bremsen erst nach mehr als einem Kilometer zum Stehen kommen. Und ein Supertanker fährt nach dem Maschinenstopp sogar noch gut acht Kilometer weiter. Selbst bei voller Fahrt zurück wird er noch bis zu drei Kilometer weiter durch das Wasser pflügen

    Vernünftigkeit — ein Kennzeichen der göttlichen Weisheit

    6 Der Jünger Jakobus gebrauchte ein interessantes Wort, um die Weisheit dieses höchst anpassungsfähigen Gottes zu beschreiben. Er sagte: „Die Weisheit von oben . . . [ist] vernünftig“ (Jakobus 3:17). Das hier verwendete griechische Wort (epieikés) ist schwer zu übersetzen. Manche Bibelübersetzer haben es mit „gelinde“, „milde“, „nachgiebig“ oder „gütig“ wiedergegeben. In der Neuen-Welt-Übersetzung wird es mit „vernünftig“ übersetzt, und in der Fußnote findet sich der Hinweis, daß es wörtlich „nachgiebig“, „nachsichtig“ bedeutet. Das Wort vermittelt auch den Sinn, nicht auf dem Buchstaben des Gesetzes zu bestehen, nicht ungebührlich streng oder unnachgiebig zu sein. Der Gelehrte William Barclay sagt dazu in seinem Werk Begriffe des Neuen Testaments: „Wesentlich und grundlegend an epieikeia ist, daß diese Eigenschaft auf Gott zurückgeht. Wo wären wir, wenn Gott auf seinem Recht bestünde, wenn Gott nur den unbeugsamen Maßstab des Gesetzes an uns anlegen würde? Gott selbst ist das beste Beispiel für die segensreiche Anwendung von epieikeia.“

    8 Vernünftigkeit bedeutet für Jehova jedoch nicht, seine eigenen Grundsätze preiszugeben. Die Kirchen der Christenheit halten sich heute wahrscheinlich für vernünftig, wenn sie Unsittlichkeit ignorieren, nur um sich bei ihren eigensinnigen Herden lieb Kind zu machen. (Vergleiche 2. Timotheus 4:3.) Jehova bricht seine Gesetze nie, noch weicht er von seinen Grundsätzen ab. Er zeigt statt dessen die Bereitschaft, nachgiebig zu sein, sich den Umständen anzupassen, so daß diese Grundsätze gerecht und barmherzig angewandt werden können. Stets ist er darauf bedacht, daß sich die Äußerungen seiner Gerechtigkeit und Macht mit seiner Liebe und mit seiner von Vernünftigkeit zeugenden Weisheit im Gleichgewicht halten. Wir wollen einmal drei Gebiete betrachten, auf denen Jehova Vernünftigkeit beweist.

    „Zum Vergeben bereit“

    9 David schrieb: „Denn du, o Jehova, bist gut und zum Vergeben bereit; und überströmend ist die liebende Güte all denen gegenüber, die dich anrufen“ (Psalm 86:5). Als die griechische Übersetzung der Hebräischen Schriften entstand, wurde das Wort für „zum Vergeben bereit“ mit epieikés oder „vernünftig“ wiedergegeben. Ja, zum Vergeben bereit zu sein und Barmherzigkeit zu erweisen ist vielleicht das wichtigste Gebiet, auf dem Vernünftigkeit bewiesen werden kann.

    10 David war sich völlig bewußt, wie vernünftig Jehova in dieser Hinsicht ist. Als er mit Bathseba Ehebruch beging und dafür sorgte, daß ihr Mann umkam, hätten er und Bathseba eigentlich die Todesstrafe verdient (5. Mose 22:22; 2. Samuel 11:2-27). Wäre der Fall von strengen menschlichen Richtern behandelt worden, hätten wahrscheinlich beide das Leben verloren. Doch Jehova bewies Vernünftigkeit (epieikés), und dieses Wort beschreibt, wie W. E. Vine sagt, „jene Rücksichtnahme, die ‚die Fakten eines Falls menschlich und vernünftig abwägt‘ “ (An Expository Dictionary of Biblical Words). Zu den Umständen, die Jehovas barmherzige Entscheidung beeinflußt haben mögen, gehörten wahrscheinlich die aufrichtige Reue der Übeltäter und die Barmherzigkeit, die David bereits anderen gegenüber erwiesen hatte (1. Samuel 24:4-6; 25:32-35; 26:7-11; Matthäus 5:7; Jakobus 2:13).

    Im Einklang mit der Beschreibung, die Jehova gemäß 2. Mose 34:4-7 von sich selbst gegeben hat, war es jedoch erforderlich, daß er David zumindest eine Zurechtweisung erteilte. Jehova sandte seinen Propheten Nathan mit einer strengen Botschaft zu David, durch die ihm deutlich vor Augen geführt wurde, daß er das Wort Jehovas mißachtet hatte. David bereute und starb daher nicht wegen seiner Sünde (2. Samuel 12:1-14).

    11 Das Beispiel des Königs Manasse von Juda ist in dieser Hinsicht sogar noch bemerkenswerter, weil er sich im Gegensatz zu David über einen langen Zeitraum als durch und durch böse erwies. Manasse förderte im Land abscheuliche religiöse Riten, zu denen sogar Menschenopfer gehörten. Möglicherweise war er dafür verantwortlich, daß der treue Prophet Jesaja zersägt wurde (Hebräer 11:37). Zur Strafe ließ Jehova zu, daß Manasse als Gefangener nach Babylon gebracht wurde. Im Gefängnis bereute Manasse dann und bat um Barmherzigkeit. Aufgrund der aufrichtigen Reue war Jehova selbst in diesem extremen Fall „zum Vergeben bereit“ (2. Chronika 33:9-13).

    Änderung des Vorgehens aufgrund neuer Umstände

    12 Jehovas Vernünftigkeit zeigt sich auch in seiner Bereitschaft, ein erwogenes Vorgehen zu ändern, wenn sich neue Umstände ergeben. Als der Prophet Jona beispielsweise durch die Straßen des alten Ninive ging, hatte er eine ganz einfache inspirierte Botschaft: Die mächtige Stadt sollte in 40 Tagen vernichtet werden. Es trat jedoch eine dramatische Wende der Ereignisse ein. Die Niniviten bereuten (Jona, Kapitel 3). Jona war dagegen nicht so flexibel. Er hielt nicht mit dem Wagen Jehovas Schritt, sondern ähnelte eher dem bereits erwähnten Güterzug oder dem Supertanker. Da er den Untergang verkündet hatte, sollte dieser nun auch kommen! Vielleicht glaubte er, durch einen Kurswechsel bei den Niniviten das Gesicht zu verlieren. Jehova erteilte seinem hartherzigen Propheten jedoch eine einprägsame Lektion in Vernünftigkeit und Barmherzigkeit (Jona, Kapitel 4).

    15 Ist es nicht herzerwärmend, über die Demut Jehovas, unseres Gottes, nachzudenken? (Psalm 18:35). Er steht unendlich weit über uns; trotzdem hört er unvollkommenen Menschen geduldig zu und ändert daraufhin manchmal sogar sein Vorgehen. Jehova gestattete Abraham, ihm wegen der Vernichtung Sodoms und Gomorras umfangreiche Bitten vorzutragen (1. Mose 18:23-33). Und er ließ Moses gegen sein Vorhaben, die rebellischen Israeliten zu vernichten und statt dessen Moses zu einer mächtigen Nation zu machen, Einwände erheben (2. Mose 32:7-14; 5. Mose 9:14, 19; vergleiche Amos 7:1-6). Dadurch gab er seinen menschlichen Dienern ein vollkommenes Beispiel: Sie sollten mit der gleichen Bereitschaft auf andere hören, wenn es vernünftig und möglich ist. (Vergleiche Jakobus 1:19.)

    Vernünftigkeit beim Ausüben von Autorität

    16 Ist uns schon einmal aufgefallen, daß manche Menschen immer unvernünftiger werden, je mehr Autorität ihnen übertragen wird? Im Gegensatz dazu ist Jehova, obwohl er die höchste Autoritätsstellung im Universum einnimmt, das absolute Vorbild an Vernünftigkeit. Er übt seine Autorität auf vollkommen vernünftige Weise aus.

    17 In ähnlicher Weise betraut Jehova viele seiner Geschöpfe mit Aufgaben, die er selbst viel besser ausführen könnte. Als er beispielsweise zu Abraham sagte: „Ich bin fest entschlossen, hinabzugehen [nach Sodom und Gomorra], um zu sehen, ob sie ganz nach dem darüber erhobenen Geschrei handeln, das zu mir gekommen ist“, meinte er damit nicht, daß er persönlich dorthin gehen wollte. Jehova erwählte es sich statt dessen, Autorität zu übertragen, und beauftragte Engel, Informationen für ihn zu sammeln. Er verlieh ihnen die Autorität, diese Mission zur Feststellung der Fakten durchzuführen und ihm dann davon zu berichten (1. Mose 18:1-3, 20-22).

    18 Als Jehova bei einer anderen Gelegenheit beschloß, sein Strafurteil an dem bösen König Ahab zu vollstrecken, forderte er bei einer Zusammenkunft im Himmel seine Engel auf, Vorschläge zu machen, wie man den abtrünnigen König „betören“ könnte, sich an dem Kampf zu beteiligen, in dem er umkommen sollte. Gewiß benötigte Jehova, der Quell aller Weisheit, keine Hilfe, um die beste Vorgehensweise zu ergründen. Doch er ehrte seine Engel mit dem Vorrecht, Lösungsvorschläge zu unterbreiten, sowie mit der Autorität, gemäß dem von ihm ausgewählten Vorschlag zu handeln (1. Könige 22:19-22).

    19 Jehova benutzt seine Autorität nicht dazu, andere ungebührlich zu kontrollieren. Auch dadurch beweist er seine unvergleichliche Vernünftigkeit. Er begrenzt sorgfältig die Zahl der Gesetze, die er erläßt, und er untersagt seinen Dienern, ‘über das hinauszugehen, was geschrieben steht’, also eigene, bedrückende Gesetze hinzuzufügen (1. Korinther 4:6; Apostelgeschichte 15:28; vergleiche im Gegensatz dazu Matthäus 23:4). Jehova verlangt von seinen Geschöpfen nie blinden Gehorsam, sondern liefert normalerweise genügend Informationen, um sie anzuleiten — er unterrichtet sie über den Nutzen des Gehorsams und die Folgen des Ungehorsams und läßt ihnen dann die Wahl (5. Mose 30:19, 20). Statt Menschen durch Schuld-, Scham- oder Angstgefühle zu etwas zu zwingen, bemüht er sich, ihr Herz zu erreichen; er wünscht, daß man ihm aus echter Liebe und nicht aus Zwang dient (2. Korinther 9:7). Da sämtlicher aufrichtige Dienst Gottes Herz erfreut, ist er keineswegs in unvernünftiger Weise „schwer zufriedenzustellen“ (1. Petrus 2:18; Sprüche 27:11; vergleiche Micha 6:8).

    20 Ist es nicht bemerkenswert, daß Jehova Gott, der mehr Macht hat als irgendein Geschöpf, diese Macht niemals unvernünftig ausübt, sie nie dazu gebraucht, andere einzuschüchtern? Doch die im Vergleich zu ihm winzigen Menschen beherrschen einander bereits jahrtausendelang (Prediger 8:9). Die Vernünftigkeit ist eindeutig eine kostbare Eigenschaft, die uns bewegt, Jehova noch mehr zu lieben. Deshalb sollten wir uns veranlaßt fühlen, an Vernünftigkeit zuzunehmen. Wie können wir das tun? Das wird im nächsten Artikel behandelt.

    w94 1. 8. 15-20 An Vernünftigkeit zunehmen

    „Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden. Der Herr ist nahe“ (PHILIPPER 4:5).

    „DER vernünftige Mensch“ — für den englischen Journalisten Sir Alan Patrick Herbert war dieser eine Sagengestalt. Wir sind nicht der Ansicht, daß es in einer unvernünftigen Welt unmöglich ist, vernünftig zu sein. Statt dessen nehmen wir voll und ganz die Herausforderung an, die der inspirierte Rat des Apostels Paulus aus Philipper 4:5 beinhaltet: „Laßt eure Vernünftigkeit allen Menschen bekanntwerden.“

    2 Beachten wir, wie uns die Worte des Paulus helfen, uns persönlich zu überprüfen, ob wir vernünftig sind. Es geht nicht so sehr um die Frage, wie wir uns selbst sehen; es geht vielmehr darum, wie uns andere sehen, wofür wir bekannt sind. In der Übersetzung von Phillips wird dieser Vers wie folgt wiedergegeben: „Steht in dem Ruf, vernünftig zu sein.“ Jeder von uns sollte sich fragen: Wofür bin ich bekannt? Stehe ich in dem Ruf, vernünftig, flexibel und freundlich zu sein? Oder gelte ich als harter, barscher, unbesonnener Mensch?

    „Zum Vergeben bereit“

    4 Jesus bewies wie sein Vater dadurch Vernünftigkeit, daß er immer wieder „zum Vergeben bereit“ war (Psalm 86:5). Denken wir an die Begebenheit, als Jesus in der Nacht seiner Festnahme und Verurteilung von Petrus, einem seiner vertrauten Gefährten, dreimal verleugnet wurde. Bei einer früheren Gelegenheit hatte Jesus gesagt: „Wer immer mich . . . vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen“ (Matthäus 10:33). Wandte Jesus diese Regel im Fall des Petrus hart und unbarmherzig an? Nein; Jesus suchte nach seiner Auferstehung Petrus persönlich auf, offensichtlich, um den reumütigen, verzweifelten Apostel zu trösten und zu beruhigen (Lukas 24:34; 1. Korinther 15:5). Jesus ließ Petrus bald darauf große Verantwortung übernehmen (Apostelgeschichte 2:1-41). Hier wurde wohltuende Vernünftigkeit in höchstem Grade bewiesen. Ist es nicht tröstlich, zu wissen, daß Jehova Jesus als Richter der ganzen Menschheit eingesetzt hat? (Jesaja 11:1-4; Johannes 5:22).

    5 Wenn Älteste in der Versammlung als Richter amten, bemühen sie sich, die vorbildliche Vernünftigkeit Jesu nachzuahmen. Sie möchten von den Schafen nicht als „Bestrafer“ gefürchtet werden. Statt dessen ahmen sie Jesus nach, damit sich die Schafe bei ihnen, den liebevollen Hirten, sicher fühlen. Vernünftigkeit und die Bereitschaft zu vergeben sind bei Rechtsfällen unerläßlich. Manche Älteste haben festgestellt, daß es eine Hilfe ist, vor der Behandlung eines solchen Falls die Artikel „Jehova, der unparteiische ‚Richter der ganzen Erde‘ “ und „Ihr Ältesten, richtet mit Gerechtigkeit“ im Wachtturm vom 1. Juli 1992 noch einmal zu betrachten. Sie werden dadurch an das erinnert, was zusammenfassend über Jehovas Vorgehensweise beim Richten gesagt wurde: „Festigkeit, wo nötig; Barmherzigkeit, wo möglich.“ Es ist kein Fehler, bei einem Rechtsfall der Barmherzigkeit zuzuneigen, wenn ein vernünftiger Grund dafür vorhanden ist (Matthäus 12:7). Es ist dagegen ein schwerer Fehler, hart oder unbarmherzig zu sein (Hesekiel 34:4). Älteste hüten sich somit davor, einen Fehler zu machen, wenn sie innerhalb der Grenzen der Gerechtigkeit bewußt so liebevoll und barmherzig wie möglich verfahren. (Vergleiche Matthäus 23:23; Jakobus 2:13.)

    Vernünftigkeit beim Ausüben von Autorität

    12 Sollten wir daraus schließen, daß sich Jesus nicht unbedingt an Gottes gerechte Maßstäbe hielt? Mit Sicherheit hielt er daran fest! Ihm war allerdings klar, daß Gesetze dann am wirkungsvollsten sind, wenn sich Menschen die Grundsätze zu Herzen nehmen, die hinter den Gesetzen stehen. Während die Pharisäer darauf bedacht waren, die Menschen durch unzählige Regeln zu beherrschen, bemühte sich Jesus, das Herz zu erreichen. Er war sich durchaus bewußt, daß bei göttlichen Gesetzen wie zum Beispiel „Flieht vor der Hurerei“ keine Flexibilität möglich ist (1. Korinther 6:18). Deshalb warnte er das Volk vor Gedanken, die zu Unsittlichkeit führen können (Matthäus 5:28). Für solch eine Belehrung war weit mehr Weisheit und Unterscheidungsvermögen erforderlich als für das einfache Festlegen starrer, schablonenhafter Regeln.

    Er war vernünftig, selbst als seine Nachfolger ihn enttäuschten. So forderte er in der Nacht seiner Verhaftung seine drei vertrautesten Apostel auf, mit ihm zu wachen, doch sie enttäuschten ihn, weil sie wiederholt einschliefen. Trotzdem äußerte er die mitfühlenden Worte: „Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach“ (Markus 14:34-38).

    17 Betrachten wir ein letztes Beispiel, wie Jesus seine Autorität auf vernünftige Weise gebraucht. Wie sein Vater wacht Jesus nicht eifersüchtig über seine Autorität. Auch er zeichnet sich dadurch aus, daß er anderen Autorität überträgt, und so hat er seine treue Sklavenklasse über „seine ganze Habe“ hier auf der Erde gesetzt, damit sie sich darum kümmert (Matthäus 24:45-47). Und er hat keine Angst davor, sich die Meinung anderer anzuhören. Oft fragte er seine Zuhörer: „Was denkt ihr?“ (Matthäus 17:25; 18:12; 21:28; 22:42). So sollte es auch heute unter allen Nachfolgern Christi sein. Keine noch so große Autorität sollte sie veranlassen, das Zuhören für überflüssig zu halten. Ihr Eltern, hört zu! Ihr Ehemänner, hört zu! Ihr Ältesten, hört zu!

    18 Gewiß möchte jeder von uns „in dem Ruf [stehen], vernünftig zu sein“ (Philipper 4:5, Phillips). Doch wie können wir herausfinden, ob wir in diesem Ruf stehen? Nun, als Jesus wissen wollte, was die Menschen über ihn sagten, fragte er seine vertrauten Gefährten (Matthäus 16:13). Warum nicht sein Beispiel nachahmen? Wir können jemand fragen, auf dessen Offenheit wir vertrauen, ob wir den Ruf haben, ein vernünftiger, flexibler Mensch zu sein. Sicher können wir alle viel tun, um Jesu vollkommenes Beispiel für Vernünftigkeit noch genauer nachzuahmen. Besonders wenn wir in einem gewissen Umfang Autorität über andere haben, müssen wir uns unbedingt an das Beispiel halten, das Jehova und Jesus geben, wir müssen Autorität stets auf vernünftige Weise ausüben und jederzeit bereit sein, zu vergeben, uns zu beugen oder nachzugeben, wenn es angebracht ist. Ja, jeder von uns sollte sich bemühen, vernünftig zu sein (Titus 3:2).

    Wenn nur diese obigen Ratschläge wirklich umgesetzt werden dann würde die Liebe wieder einkehren!

    lg. Matthäus

  • Walter
    Februar 16, 2011

    Hallo Matthäus,

    vielen Dank für die schöne Zusammenstellung.
    Ergänzend möchte ich Ansprache vom BK 2010 aus der Vortragsserie
    am Sonntag morgen mit dem Thema “ Vernünftigkeit“ in schriftlicher Form hier anschließen.
    Wunderschöne Gedanken die Liebe walten lassen, wenn man sie anwendet:

    Vernünftigkeit 04.08.2010

    Wie würden wir reagieren, wenn wir mit dem Auto unterwegs wären und wir würden feststellen, in wenigen Augenblicken nimmt uns jemand die Vorfahrt.
    Würden wir stur gerade aus blicken, krampfhaft das Lenkrad festhalten und das Gaspedal noch einmal so richtig durchtreten ?
    Das würde niemand von uns tun. Ganz im Gegenteil. Wir würden eher ausweichen, oder auf die Bremse steigen, schließlich möchten wir einen Unfall vermeiden.

    Das ist eigentlich auch schon die Definition des Begriffs „Vernünftigkeit“ in biblischen Sinn.
    Ein vernünftiger Mensch pocht nicht auf den Buchstaben des Gesetzes. Sondern.! Er ist im Umgang mit anderen sanft und nachgiebig.
    Er versteht, daß sich Umstände jederzeit ändern können und ist in der Lage, seine persönliche Erwartungshaltung auch dementsprechend anzupassen.
    Mit so jemandem sind wir gerne zusammen.
    Unser Gott Jehova zeichnet sich unter anderem durch diese anziehende Vernünftigkeit aus.
    Woran kann man das erkennen ?
    Und wir fragen uns auch, wie können wir beide denn die Vernünftigkeit Jehovas im Umgang mit anderen nachahmen ?
    Am Besten wir schauen uns kurz zwei biblische Beispiele an.
    Im ersten Beispiel geht es um Lot. Wir wissen daß Lot von Jehova offenbart bekommt, daß seine
    Heimatstadt Sodom einer Strafe zugeführt werden soll. Jehova weist seine Diener Lot an, in die Berge zu fliehen. Wie reagiert Lot auf diese göttliche Rettungsaktion ?
    In 1. Mose 19:18 kommt er zu Wort:
    „ Bitte, nicht so Jehova.“ Oder Vers 20 „ Siehe, bitte,diese Stadt ist nahe, um dahin zu fliehen und sie ist klein. Laß mich bitte dorthin entrinnen. Ist sie nicht klein ? „

    Würden wir uns trauen, so mit Jehova zu reden ? Lot traute sich. Aber, was noch viel erstaunlicher
    ist, ist die Antwort Jehovas im Vers 21: „ Siehe,Ich nehme auch tatsächlich insoweit Rücksicht auf Dich, als ich die Stadt, von der Du geredet hast, nicht umkehre. Interessant, Jehova schimpft hier nicht mit Lot, er hält ihm nicht mangelnden Glauben, oder mangelndes Vertrauen vor. Nein. Jehova
    berücksichtigte, daß Lot in einer absoluten Ausnahmesituation war und folglich handelte er auch entsprechend.
    Das ist gut zu wissen ! Unser Gott Jehova kennt nicht nur unsere Gefühle, sondern er nimmt Rücksicht auf unsere Gefühle.

    Ein zweites Beispiel finden wir in 3:Mose 5:7,11. Was möchte uns denn der Auszug aus dem mosaischen Gesetz über die Vernünftigkeit Jehovas vermitteln ?
    „ Wenn er, ein Israelit, indess nicht genug aufbringen kann zu einem Schaf, dann soll er Jehova als sein Schuldopfer für die Sünde, die er begangen hat, zwei Turteltauben, oder zwei junge Tauben bringen, eine für ein Sündopfer und eine für ein Brandopfer. Wenn er nun die Mittel für zwei
    Turteltauben, oder zwei junge Tauben nicht hat, dann soll er als seine Opfergabe, für die Sünde, die
    er begangen hat, ein Zentel Epha Feinmehl für ein Sündopfer bringen.“
    Wenn als ein Israeli wenig Mittel zum Leben hatte, dann konnte er Jehova sogar ein unblutiges Opfer darbringen. Diese feingemahlene Mehl, etwa 1 kg.
    Ja, hätte Jehova in so einem Fall das Opfer nicht gleich erlassen können ? Denn an den Wert eines
    Schafs reichte das bischen Mehl bei weitem nicht heran. Natürlich, hätte Jehova auf dieses Opfer auch verzichten können, er ist ja nicht darauf angewiesen, aber man sieht deutlich,daß Jehova möchte, daß jeder seiner Diener das gute Gefühl haben kann,ihm etwas Gutes zu tun, worüber er sich freut.Ungeachtet dessen, unter welchen Umständen jemand lebt. Und es wird auch deutlich,
    daß für Jehova der Herzenszustand, der Beweggrund, die Motivation des Gebenden viel mehr Wert hat, als das eigentliche Opfer.
    Und auch das, ist gut zu wissen. Oder ?
    Wie können wir jetzt die Vernünftigkeit Jehovas nachahmen ?

    Eltern sind beispielsweise angehalten, sich an der Vernünftigkeit Jehovas zu orientieren, wenn es darum geht, Rücksicht zu nehmen auf die Gefühle ihrer Kinder.Ich z.B.bin sehr froh,daß meine Eltern nicht erzwungen haben, mit mir in einem bestimmten Gebiet zu predigen, in dem ich befürchtete, jemanden zutreffen, den ich aus der Schule kannte.
    Solche Gefühle, oder Empfindungen, mögen uns vertraut erscheinen. Eltern sind, wie gesagt. in so einer Situation angehalten, über das Beispiel Jehovas nachzudenken und daran zu denken, wie rücksichtsvoll Jehova mit den Gefühlen seiner Diener umgeht.
    Oder, was ist mit uns, die wir in unserer Versammlung als Älteste dienen ? Wie sehen wir denn unsere Brüder und Schwestern, die unserer Obhut anvertraut sind ? Wie sehen sie eigentlich uns ?

    In welchem Ruf stehen wir eigentlich bei ihnen ?
    Sind wir bekannt als jemand, der auf den Buchstaben des Gesetzes pocht ? Der nur schwer zufrieden zustellen ist, dem wichtig ist, daß Regeln und Regelchen eingehalten werden, die wir vielleicht sogar selber aufgestellt haben, in guter Absicht natürlich. Es ist ja immer gut gemeint.
    Denken wir bitte an das Beispiel, der reichen , armen Witwe. Diese zwei Münzen, die sie da
    geben konnte, das war ja eigentlich nicht so sehr viel zählbares, aber Jehova hat das ganz anders beurteilt.
    Das was diese Frau gab,was diese Frau tat, war für Jehova ein riesengroßes Schatz. Man kann sogar sagen,daß die Frau selbst, aufgrund ihrer Liebe zu Jehova, für Jehova, der riesengroße Schatz war.

    Und genausso versuchen wir unsere Brüder und Schwestern zu sehen. Als riesengroße,liebenswerte Schätze. Nicht aufgrund dessen, was sie leisten, was sie können, oder was sie haben. Das ist ganz egal.
    Wichtig ist, was sie sind. Menschen, die Jehova lieben. Wertvolle Menschen, die aus dem einzigen Grund wertvoll sind, weil Jehova sie liebt. Darum geht’s doch.
    Und wenn jemand in unserer Versammlung das Gefühl haben sollte, daß das, was er tun kann, ist viel zu wenig, aufgrund veränderter Umstände vielleicht, dann versuchen wir ihm zu helfen den Blick wieder auf Jehova zu richten .Auf seine Sichtweise. Und es liegt auf der Hand, damit uns das gelingt, müssen wir das selber doch so sehen, es selber nachempfinden. Und jeder von uns, ob wir Ältester sind oder nicht, werden immer wieder daran arbeiten, da wir nun mal in einer wettbewerbsorientierten , auf Effizienz ausgerichteten Welt leben.
    Aber eins steht fest: Effizienz ist kein Bestandteil der Frucht des Geistes unseres Gottes Jehova.
    Genausowenig, wie ein lieber Papa von seinem dreijährigen Sohn erwarten würde, daß der mit binomischen Formeln umgehen kann, erwartet unser Gott Jehova von uns etwas, was wir nicht können.Er ist unser Vater.
    Darüber nachzudenken ist für uns kein Anlass uns zurückzulehnen. Ganz im Gegenteil.Wir verspüren den brennenden Wunsch, Jehova wirklich unser Bestes zu geben und das auch durch unsere Lebensführung unter Beweis zu stellen.
    Es tut so gut, darüber nachzudenken und daran erinnert zu werden, daß jeder von uns, auch die Möglichkeit hat, ganz egal unter welchen Umständen wir leben. Ob wir alt sind, oder jung,ob wir gesund sind, oder krank, ob wir groß sind oder klein, reich oder arm, ob wir eine Familie haben oder manchmal das Gefühl haben , ganz allein zu sein. Jeder von uns kann Jehova mit seinem ganzen Herzen dienen.
    Das ist es, warum es geht. Darüber freut sich unser Gott.Und das freut uns.
    Nehmen wir uns das also fest vor, Jehova wirklich unser Bestes zu geben. Unser Vater, unser Gott,unser Freund Jehova, den wir so lieb haben. Dem wir alles verdanken, verdient das Beste
    und nicht die Reste..

    Liebe Grüße

    Walter

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna,

    mir geht es natürlich so wie dir. Besonders bei Fr. wenn das Buch dran ist höre ich schon zu 90% garnicht mehr hin. Diese Phrasendrescherei in Verbindung mit einem hohlen Frage-Antwort-Spiel ist einfach zum Weghören.

    Das ganze Kapitel 13 des Buches lässt sich wie immer bei WTG-Publikationen auf einen oder zwei Sätze im jeweiligen Text reduzieren. In diesem Fall ist er m.E. auf S. 103 zu finden:

    (Zitat) S. 103 Abs. 9

    „Ein wertvoller Punkt, den wir uns hier merken können ist: Wir müssen auf Gottes Organisation vertrauen. … Machen wir es doch wie sie! Vertrauen wir im Fall ernster Kontroversen Gottes Organisation und seiner leitenden Körperschaft gesalbter Christen, die den „treuen und verständigen Sklaven“ vertritt.“

    Diese 2 Sätze sagen doch alles aus, was für die Schäfchen wichtig ist und beachtet werden MUSS.

    LG
    Dennis

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Ist mir gerade „in die Finger“ gekommen und paßt hervorragend zu diesem Thema – von Br. E.F. anlässlich einer Kongreßanalyse in den letzten Jahren:

    Tote Fliegen verderben gute Salben

    Geschrieben von: E.F.

    (Prediger 10:1 [Luther]) Die diesjährige Kongressserie von Jehovas Zeugen nähert sich ihrem Ende.

    Hallo lieber Matthäus,
    Wir möchten zu dem Thema Kongresse, besonders auch von diesem Jahr einen Artikel schreiben, und würden dann gerne die Gedanken von E.F. mit einbauen. Wenn es dir recht ist möchten wir deshalb diese von dir bereitgestellten Gedanken nicht hier als Kommentar veröffentlichen, da er auch zu lang würde, und die Gefahr besteht, das diese Gedanken untergehen. Wenn du damit einverstanden bist.
    l.G.
    Bruderinfo

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus, liebe Brüder von @bruderinfo,
    ich freue mich schon auf einen Artikel zu den Kongressen. Weil bisher war doch das Echo eher gering. Und für viele – auch wenn sie nicht da waren – ist ein Austausch der Eindrucke hilfreich.
    Liebe Grüße an alle wünscht herzlich Anna

  • biwo
    Februar 16, 2011

    Hallo ihr fleissigen Schreiber,

    es ist erfrischend zu sehen, wie sich diese Seite in den letzten Monaten entwickelt hat. Regelmässige Artikel, rege Diskussion und auch weiterhin Niveau im Umgang miteinander. Vielen Dank an all jene, die das mit ihrem Fleiss und Zeiteinsatz tragen. Ich bin da leider nicht so vorbildlich.

    Die Lehre von der „leitenden Körperschaft“ oder „TuvS“ kann an dieser Stelle nicht oft genug behandelt werden. Besonders da in den Versammlungen ein offenes Gespräch darüber ein absolutes „no go“ Thema ist, wenn es auch nur im entferntesten als Kritik aufgefasst werden könnte. Seit den letzten internationalen Kongressen wird sich zumindest in unserer Versammlung in Treuebekenntnissen zum „TuvS“ überschlagen. In den Gebeten wird die „leitende Körperschaft“ oder der „TuvS“ öfter erwähnt als Jesus Christus oder der Name Gottes.

    Bei dieser Gelegenheit noch eine Anmerkung: Vielleicht wäre es gut in den veröffentlichten Artikeln komplette Zitate aus dem Forum auch als solche zu kennzeichnen. Ich denke dabei an den Text unter

    „Wo Menschen sind, werden Fehler gemacht”, auch im erklären biblischer Wahrheiten”

    Liebe Grüsse biwo

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Zu Eurer Gegenüberstellung Malawie – Mexico, noch folgende Überlegung:

    Wenn ich richtig informiert bin, liegen die Ursachen für diese Toleranz in Mexiko darin, dass es bis 1991 religiösen Organisationen nicht erlaubt war, Immobilien oder Grund und Boden zu besitzen, deshalb waren Jehovas Zeugen dort – eine kulturelle Vereinigung. Und Militärdienstverweigerung aus religiösen Gründen geht nicht, sonst wären die Behörden aufmerksam geworden.

    Blinder Gehorsam ist angesagt, damit sich die WTG mit der Demut und der damit verbundenen Probleme und Schwierigkeiten der Brüder in Malawi wieder brüsten kann. Und zwar solche Leute, die wohl
    versorgt und behütet in New Yorker Wolkenkratzern logieren.

    Als Aaron ein goldenes Kalb machte, also den Götzendienst förderte, wurden in Folge tausnede getötet. Die Juden damals hatten noch kein geschriebenes Gesetz.

    1918 kam nach Behauptung der LK Jesus um seinen „Tempel“ zu inspizieren, er fand den tuvSk. vor, der tief in babylonische, also heidnische, nach heutiger Sicht götzendienerische Handlungen verstrickt war, so z.B feierte er bis 1925 Weihnachten, feierte
    Geburtstage, rauchte, hatte das Kreuz auf dem WT abgebildet, und lehrte Dinge, die bald ihre Gültigkeit verloren.

    Und trotzdem bezeichnete er ihn als „treu und verständig“, einen der sich des Götzendienst schuldig machte, der obendrein noch falsche Lehren verbreitet ???

    Ein Ältester erklärte mir, dass sie ( die „Gesalbten“ ) damals ja noch am Anfang standen, und vieles noch nicht verstanden. Auf meine Einwände, dass das so nicht gewesen sein konnte, den lt. WT lebten seit 33 u.Z. bis heute immer Glieder des Sklaven, die geistige Speise austeilten, gab es keine Antwort.

    w95 15. 5. S. 16 Abs. 5 Lichtstrahlen — Stärkere und schwächere (1. Teil)

    Die Geschichte vermittelt uns kein klares Bild darüber, in welcher Form die Klasse des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ in den Jahrhunderten nach dem Tode der Apostel des Herrn Jesus Christus bestand und Speise austeilte. Offenbar reichte eine Generation der ‚Sklaven‘klasse die Speise der nachfolgenden Generation weiter.

    Wieso hat denn Russell nicht von Gleichgesinnten erzählt die mit ihm den trvSk. bildeten ? Welche Form der Anbetung/Lehre hat Russell, der ja 1916 starb, praktiziert, wenn die wahre Anbetung erst 1919 wiederhergestellt wurde ?

    *** w93 15. 10. S. 11 Die Schwierigkeit meistern, warten zu lernen ***

    Seit die wahre Anbetung 1919 wiederhergestellt wurde, hat Jehova seine Diener nicht im Stich gelassen

    Wenn 1919 die wahre Anbetung wiederhergestellt wurde, wieso wurde dann noch 6 Jahre lang Weihnachten gefeiert ? Weihnachten als Teil der wahren Anbetung ?

    Ausserdem wurde bis 1919 schon ca. 1886 Jahre das Licht heller !!

    Eine Generation gibt geistige Speise an die nächste, und trotzdem verfällt der Sklave in babylonische Bräuche ??? Ist es denkbar, dass Jehova bei den Juden rigoros vorging, obwohl sie kein geschriebenes Gesetz hatten, bei den Gesalbten im 20. Jh, die im Besitz seines vollständigen Wortes waren, aber plötzlich ungeahnte Barmherzigkeit walten ließ ? Wer hat ihnen den angeschafft, dass sie Weihnachten feiern sollen ?

    Fragen über Fragen die keiner beantworten kann oder will – wer fühlt sich von den Lesern (auch so mancher Älteste liest hier mit) fähig in obige Finsterniss Licht zu bringen?

    Wenn allerdings das heller werdende Licht so funktioniert wie einmal im WT erklärt – dann wundert mich gar nichts mehr !!!

    *** w82 15. 5. S. 28-29 Der Pfad der Gerechten wird ständig heller ***

    „9 Man könnte sagen, daß solche Änderungen einem Prinzip folgten, von dem man sich, wie es heißt, in der Wissenschaft bei der Suche nach der Wahrheit leiten läßt. Es funktioniert, kurz gesagt, folgendermaßen: Man stellt eine These auf, die als Ausgangspunkt für weitere Argumentation dient. Die These bietet große Möglichkeiten in bezug auf ein tieferes Verständnis oder in bezug auf die praktische Anwendung. Aber nach einiger Zeit stellt man gewisse Mängel oder Schwächen fest. Man neigt dann dazu, eine der These widersprechende Behauptung, eine Antithese, aufzustellen. Später findet man heraus, daß auch diese nicht der vollen Wahrheit entspricht, und man verbindet daher die wertvollen Punkte beider Behauptungen miteinander. Dieses Prinzip ist immer wieder angewandt worden, so daß sich Sprüche 4:18 erfüllt hat.“

    Sollte man nicht glauben, dass so etwas im WT steht ! These – Anthithese,…Übrigens These bedeutet „unbewiesene Behauptung“ Wer stellt die Mängel und Schwächen fest, wer legt die wertvollen Punkte fest ? Wieder nur Menschen.

    Und: Gibt es bei einer mangelhaften, unbewiesenen Behauptung überhaupt etwas „Wertvolles“ ?

    Und was hat diese Vorgehensweise mit Gott zu tun ?

    Benützt so Gott „seinen“ Kanal ?

  • Martin
    Februar 16, 2011

    An den Glocknerkönig 3.200 ???m
    Es ist schön, von Dir mal wieder etwas zu hören. Übrigens, hast Du den Glockner schon mal bestiegen? Dann wirst Du zum Kaiser erhoben.(Kleiner Scherz) Wo findet man Bezugsquellen der beiden Bücher von Raimond Franz in Deutschland, Österreich,in der Schweiz? In Voraus Vielen Dank für Deine Bemühungen.

  • Entmutigter Bruder
    Februar 16, 2011

    Hallo Martin,

    beide Bücher sind entweder über Amazon bestellbar:
    http://www.amazon.de/Gewissenskonflikt-Menschen-gehorchen-bleiben-berichtet/dp/3000200533/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1298472453&sr=8-1

    oder auf http://www.ausstieg-info.de

    Liebe Grüße
    E.B.

  • Ulrike P.
    Februar 16, 2011

    >>>>Welche Alternativen hat jemand ? Keine… Außer, ihr würdet eine neue Form anbieten. Ich habe mich von den ZJ getrennt, bin aber in einem Zustand der Leere.>>>>

    Hallo Christof!

    Doch, es gibt eine Alternative…sie liegt im persönlichem Bibelforschen und im innigen Gebet.
    Ungefiltert die Worte Gottes so zu nehmen wie sie da stehen – ohne WTG-Brille auf der Nase – ist zwar erst einmal eine Herausforderung, aber eine die sich lohnt.

    Ich würde niemals einem ZJ alles was ich selbst im laufe von Jahren erkannt habe, innerhalb einer Stunde um die Ohren knallen. – Zu groß wäre mir die Gefahr, dass er es nicht verkraftet und sich nicht nur von der O. sondern auch von JHWH lossagt.

    Denn mein eigenes „erwachen“ fand friedlich und behutsam statt…und trotzdem war es nicht einfach, von daher gebe ich dir recht das Vorsicht geboten ist und Behutsamkeit.. – So habe ich langsam erkannt, dass mein Heil ganz allein bei JHWH und seinem Sohn liegt und sonst nirgendwo.
    Durch das geschriebende Wort sprechen sie zu mir und durch das Gebet darf ich mit all meinen Gedanken und Gefühlen zu ihnen kommen.

    Ihnen allein gilt mein Vertrauen und meine Zuversicht, das in dem Maße wie sich immer mehr schon beantwortet geglaubte Fragen aufgetan haben, immer größer geworden ist.
    Ich habe nicht mehr auf jede Frage eine Anwort…aber das macht nichts, denn da wo ich Gottes Wort nicht verstehe, vertraue ich ihm blind.

    Die Frage die du dir nur selbst beantworten kannst, ist, WOMIT du deine Leere füllen möchtest…willst du wieder von Menschen belehrt werden und die Geborgenheit einer menschlichen Gemeinschaft? – Dann wird die Suche lang und anstrengend, denn du wirst überall dieselben Strukturen und zum Teil noch haarsträubendere „Erkenntnisse“ vorfinden als bei den Zeugen.

    Willst du deine Leere aber mit Gott und seinem Sohn füllen, wirst du dich niemals mehr alleine und verlassen fühlen. Das geht nur nicht über die Schiene des Verstandes – dafür musst du dein Herz öffnen.
    Das ist garnicht so einfach, denn wir wurden schließlich Jahrelang darauf getrimmt, dass organisationsgetrimmte Hirn ein- und das Herz auszuschalten.

    Ich weiß zb noch wie empört ich damals war, als es hieß, beim verteilen von Brot und Wein auf dem Gedächtnismahl wird keine Musik mehr eingespielt, weil einige ältere Schwestern vor Rührung weinen mussten.
    Das zeigt die ganze krankhafte Einstellung der l.K. im vollen Ausmaß: Bloß keine Gefühle – nur pauken und predigen, pauken und predigen, pauken und predigen, als müssten wir ein Examen bestehen und eine Leistung erbringen!

    Im Grunde heißt es nichts anderes als: Gott will keine Liebe, er will Ergebnisse.

    Das hat mich damals so dermaßen befremdet, dass ich dafür bis jetzt keine Worte finde…

    Heute gedenke ich dem 14. Nisan mit vollstem Herzen und darf dabei so geührt sein, wie ich will.

    LG Ulli

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Liebe Ulli das hast Du schön formuliert!
    Genauso ist es, jedoch ist eine persönliche Anstrengung damit verbunden und nicht einfach „irgendwelchen“ Menschen (Organisation) zu vertrauen.

    Ein langjähriger Mitstreiter der ebenso wie ich viele Jahre Ältester in der gleichen Versammlung war, sagte einmal:

    „Du darfst jemandem sein Glaubenshaus nicht niederreißen bevor er kein neues gebaut hat.“

    Sonst steht er im freien, ungeschützt, voll angreifbar, verletzbar und diese Verantwortung – EIN NEUES UND SOLIDES GLAUBENSHAUS ZU ERRICHTEN – die trägt jeder selbst. Wir können Hilfe anbieten, es mitbauen. Doch mit welchen Baumaterialien?

    Paulus sagte:
    9 Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid … sein Bauwerk.
    10 Gott hat mir in seiner Gnade den Auftrag und die Fähigkeit gegeben, wie ein guter Bauleiter das Fundament zu legen. Doch andere bauen nun darauf weiter. Und jeder muss darauf achten, dass er wirklich sorgfältig arbeitet.

    11 Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament legen.

    12 Nun kann man mit den unterschiedlichsten Materialien weiterbauen. Manche verwenden Gold, Silber, kostbare Steine, andere nehmen Holz, Schilf oder Stroh. 13 Doch an dem Tag, an dem Christus sein Urteil spricht, wird sich zeigen, womit jeder gebaut hat. Dann nämlich wird alles im Feuer auf seinen Wert geprüft, und es wird sichtbar, wessen Arbeit dem Feuer standhält. 14 Hat jemand fest und dauerhaft auf dem Fundament Christus weitergebaut, wird Gott ihn belohnen.

    20 Und außerdem heißt es: „Der Herr durchschaut die menschlichen Gedanken und weiß: Sie sind oberflächlich und hohl.“

    Ein anderer sehr weiser und alt gedienter Bruder sagte einmal: Schau dir die jungen Leute an, die die Gemeinschaft verlassen, nahezu jeder verliert seinen Glauben – WARUM ? – weil die Lehrer ob Älteste oder Vater/Mutter sehr oft den Glauben ihrer Kinder an eine Organisation gebunden oder aufgebaut haben. Bei den ersten Entäuschungen und dem Erkennen welche Heuchelei und Lügen sich in dieser Organisation verbergen, bricht das Glaubenshaus ein. Weil nicht Jesus ihre Grundlage war und DIES kann nicht genug betont werden !!!

    Und was betont die Organisation:

    „Zum Predigtdienst befähigt“, Ausgabe 1957, Seite 156
    „Wenn wir Jehova und die Organisation seines Volkes lieben, werden wir nicht mißtrauisch sein, sondern werden, wie die Bibel sagt, ,alles glauben’, nämlich alles, was Der Wachtturm darreicht…“

    Nur wo das in der Bibel stehen soll wird nicht gesagt !!!

    oder:
    „Der Wachtturm“, 01. April 1986, Seite 31
    „Eine anerkannte Mitverbundenheit mit Jehovas Zeugen erfordert, daß man die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptiert, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten…“

    Und wer dies nicht akzeptiert, der wird ausgeschlossen, sofern er sich nicht selbst entfernt hat und in seinem Glauben Schiffbruch erlitten hat.

  • Thomas
    Februar 16, 2011

    Liebe Ulli, lieber Matthäus,

    ich bin durch Eure vortrefflichen Beiträge sehr ermuntert und bestätigt. Vielen Dank Ihr Lieben.
    Nach dem mich das lieblose ja schier unaufhörliche Kontra-verhalten meiner damaligen „Brüder“ zu der Erkenntnis führten, dass dies nicht die Versammlung des Christus sein kann, fiel ich Dank der Liebe meiner Frau und Familie nicht in dieses tiefe Loch der Zwangsisolation und Orientierungslosigkeit.

    Wenn das aufrichtig nachdenkende Mitglied der WTG nicht ein gewisses Maß an Vertrauen in den Schöpfer und seinen Sohn hat, wird es schwer nach dem Knall des Ausscheidens, überhaupt ein gewissen Mindestmaß an Gläubigkeit zu retten.
    Es stellt sich deshalb die dringende Frage:
    Wie könnte dieser schwache Funken Glaube gerettet bzw. erneuert werden und sich endlich an den EINEN wahren Hirten koppeln lassen, bevor die WTG als ein Kopf Babylons vom größten aller Feld-Herrn zertreten wird?!

    In erster Linie ist zwar jeder für das was er glaubt oder nicht glaubt selbst verantwortlich, jedoch sollen wir als Zeugen Jesu nicht nur an unserer Erkenntnis arbeiten, sondern uns auch um diejenigen liebevoll kümmern die uns im Glauben verwandt sind und das trifft auf einen gefangenen ZJ genauso zu, wie auf einen kirchlich Eingeschlossenen.

    Ich hatte kürzlich das große Vorrecht erleben zu dürfen, wie sich ehemalige ZJ in Russland und Deutschland über Skype in kleinen Konferenzen regelmäßig treffen, um Lieder zu singen sich zu ermuntern, die Bibel zu studieren und für einander da zu sein.

    Wir im Raum Berlin, Köln-Bonn u.a. arbeiten derzeit an kleinen freien Hauskreisen, die sich im wahren christlichen Sinne um einander kümmern und geschundenen Schafen helfen.

    Das wichtigste ist es jedoch, niemals daran zu zweifen:
    IN und MIT Christus gibt es IMMER eine Alternative!
    Herzlichst, Euer Bruder im Herrn
    Thomas

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Liebe Schwester Ulrike,

    das hast du wirklich sehr treffend formuliert. Mir fällt auch schon seit Jahren auf, dass es in den Versammlungen nur noch eine „Routineübung“ ist was dort abgeht: Fragen-Antworten, Aufgaben, Demos, Vortrag, Fragen-Antworten, Aufgaben, usw. usw…….

    Gefühle und das Zeigen von brüderlicher Liebe sind praktisch unerwünscht.

    Liebe ist in Wahrheit nur ein Wort, viel entscheidender ist wie wir dieses Wort mit Leben ausfüllen. Das ist in Wirklichkeit das Gebot, das uns Jesus gab und es ist übrigens das Einzigste was er so klar „geboten“ hat:

    (Johannes 13:34-35) . . .Ein neues GEBOT gebe ich euch, daß ihr einander LIEBT, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr MEINE JÜNGER seid, wenn ihr LIEBE unter euch habt.“

    In meiner Versammlung sieht das so aus, dass fast alle schnell hinein rennen ein paar belanglose Worte wechseln und sich ca. 2 Str. berieseln lassen. Manchaml lass ich etwas den Blick schweifen und sehe Gesichter der Ermüdung, oft wie gelähmt dasitzend.

    Bei uns gab es letztes Jahre einen Rekord in Sachen „Saalräumung“ um Punkt 11.15 Uhr war die Vers. fertig und um 11.24 Uhr habe ich den Saal zugeschlossen.

    Diese kleine Begebenheit zeigt schon wie sehr wir uns doch von dem Muster der Christenvers. im 1 Jhdt. entfernt haben.

    Was würde unser Herr Jesus wohl sagen, wenn er auf der Erde wäre und sehen würde wir sein „Gebot“ befolgen?

    Vielleicht würde er zu seinem „treuen und verständigen Sklaven“ gehen und sie darüber befragen, wieso diese Lieblosigkeit in so vielen Versammlungen zu bemerken ist, obwohl sie doch als seine „Werkzeuge“ und „Vertreter“ auf Erden ein klares Gebot von ihm hatten.

    Dann würde der „Sklave“ wahrscheinlich antworten und sagen:

    „Aber Herr haben wir nicht in deinem Namen prophezeit (gelehrt, geistige Speise verteilt) und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht (Anerkennung K.d.ö.R.; Predigen in 235 Ländern)“

    Die Antwort Jesu:

    „Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt!“

    Es grüßt
    Dennis

  • Thomas
    Februar 16, 2011

    Hallo liebe Maria, Du bringst es gut auf den Punkt.

    Beachten wir in diesem Zusammenhang erweiternd Joh.16:29-33
    (aus Hoffnung für alle)
    29 Seine Jünger erwiderten: „Jetzt redest du klar und deutlich zu uns, ohne Gleichnisse und Bilder.
    30 Wir haben nun erkannt, dass du alles weißt, noch ehe wir dich fragen. Darum glauben wir dir, dass du von Gott gekommen bist.“
    31 „Glaubt ihr wirklich?“, fragte Jesus.
    32 „Ihr sollt nämlich wissen: Die Zeit wird kommen – ja, sie ist schon da -, in der man euch auseinander treibt. Ihr werdet euch in Sicherheit bringen und mich allein lassen. Aber auch dann werde ich nicht allein sein, denn der Vater ist bei mir.
    33 Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe die Welt besiegt.“

    Der Herr Jesus Christus beschreibt hier wunderbar die schon zu seiner Zeit eingetretene Situation, dass seine Jünger gegeneinander entzweit und von IHM getrennt werden (und darin ist die WTG Weltmeister). Ihre Anhänger wiegen sich in scheinbarer Sicherheit.
    Jesus sagt liebevoller weise das DER (unser aller) Vater aber bei ihm ist und er nicht allein sein wird.
    Jedem echten Nachfolger Jesu wird es genau so ergehen, er wird durch IHN NIEMALS allein sein & immer getröstet werden. Das durfte ich selbst erleben.
    Die Versammlung Jesu dessen Haupt er ist gründet ER nur auf denen die IHM uneingeschränkt folgen.

    In jedem Moment wo Drangsal durch die Welt, oder die eigenen „Brüder“ bzw. deren Verführer erfolgt, können wir auf diese wahren Worte vertrauen, echten Frieden haben und diese Welt besiegen.
    Liebe Grüße, Dein Bruder im Herrn
    Thomas

  • Der Skeptiker
    Februar 16, 2011

    Ist mein letzter Kommentar zensiert worden oder ist er nicht angekommen?

  • Maria
    Februar 16, 2011

    Entschuldigung, aber da ist irgendwas mit meinen Kommentar passiert hier stehen ja nur die Bibeltexte, nasowas!!! Ich versuche es nocheinmal Maria

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Lieber Christof zu deiner Anmerkung:

    >>>Ich frage mich oft, mit welchem Gefühl geht er nächstes Mal in die VS ? Wann geht der Samen des Zweifels in seinem Herzen auf ? Und dann als logische Folge die Frage: “Wohin soll ich gehen, was soll ich machen “? <<<

    …darf ich mir erlauben mit einer biblischen Aussage zu antworten: Psalm 146

    3 Setzt euer Vertrauen nicht auf Männer, die Einfluss haben und Macht ausüben! Sie sind vergängliche Menschen wie ihr und können euch nicht erretten.

    Oder wird uns nicht immer wieder erklärt was es mit dieser Aussage auf sich hat?

    Jes 31,1 Wehe denen, die nach Ägypten gehen, um Hilfe zu holen! Sie setzen ihre Hoffnung auf Pferde, sie vertrauen auf die unzähligen Streitwagen und die starken Reitertruppen. Den heiligen Gott Israels aber lassen sie außer Acht, den Herrn bitten sie nicht um Hilfe.

    Und was rät uns der Sohn Gottes UNSER Retter?

    Joh. 6: 27 Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht. Diese wird der Menschensohn euch geben. Denn Gott, der Vater, hat ihn dazu bestimmt und ihm die Macht gegeben." 28 Da fragten sie ihn: "Was sollen wir tun, um Gottes Willen zu erfüllen?"

    29 Er erwiderte: "Nur eins erwartet Gott von euch: Ihr sollt an den glauben, den er gesandt hat."

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Danke Brüder!

    Das war eine wichtiges Thema. Ich erlebe beinahe in jeder Zusammenkunft, dass bei den meisten Brüdern das absolute Unterwürfigkeitsdenken unter dem „tuvS“ und seiner l.K. nach wie vor tief verankert ist.

    Das ist umso trauriger als dass dies Brüder leider den Fehler machen, vor dem im Psalm 146:3 gewarnt wird:

    „Verlaßt euch nicht auf Fürsten, auf Menschen, bei denen es doch keine Hilfe gibt.“

    Sie haben sich kein eigenes biblisch Glaubensfundament „erbaut“, sondern sind abhängig von der „geistigen Speise“ die ihne fertig serviert wird. Das ist natürlich überaus menschlich, aber vor allem bequem.

    Doch die Leichtgläubigkeit des einzelnen Verkündigers ist vielleicht noch zu entschuldigen, nicht jedoch die Unverschämtheit, mit der die l.K. ihre Autorität immer weiter zu festigen bemüht ist.

    Ein besonders dreistes Beispiel ist der WT v. 15.04.08 Abs. 19, wo der Text aus 1. Kor. 6:4 „erweitert“ wird:

    „….Älteste gehen nicht über das hinaus, was in der Bibel steht. Und in ERWEITERTEM SINN gehen sie auch nicht über biblisch begründete Ermahnungen in den VERÖFFENTLICHUNGEN des TREUEN UND VERSTÄNDIGEN SKLAVEN hinaus….“

    Die ständigen Anpassungen und Lehränderungen von Menschen, die sich als Gottes Werkzeuge verstehen, werden dem Worte Gottes gleichgesetzt!!!

    Es lohnt sich den ganzen erwähnten Studienartikel zu lesen und dabei obige Ausführungen des Autors H.P.M gründlich mit dem zu vergleichen wozu uns der „Sklave“ in Bezug auf „wertlose Worte“ in diesem Artikel rät.

    Es ist für einen normalen Menschen kaum vorstellbar, dass dieser Artikel von Gliedern der l.K. verfasst wurde ohne Rot zu werden und sich dann sogar auf Jeremia 14:14 zu stützen, wo gesagt wird:

    „Und Jehova sprach weiter zu mir: „Falsches prophezeien die Propheten in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, noch habe ich ihnen geboten, noch zu ihnen geredet. Eine falsche Vision und Wahrsagerei und Wertlosigkeit und den Trug ihres Herzens reden sie prophetisch zu euch.“

    Im Nachsatz dieses Verses wird von den falschen Propheten damals kurz vor der Zerstörung Jerusalems gesprochen, um dann selbst zu einer längst bewiesen „Falschprophezeiung“ Seitens des „tuvS“ zu greifen, nämlich des Datums 607 v.u.Z. als Jahr der Zerstörung Jerusalems.

    Es betrübt einen schlicht und ergreifend, wenn man als Bruder in der 3. Generation die Anmaßung unserer „Geistlichkeit“ miterleben muß, wo man doch immer dachte wir sind DIE WAHRHEIT und alle anderen sind im Irrtum und wollen es nicht erkennen.

    Solche Artikel mögen bei einigen in geistiger Hinsicht kurzzeitig „schaden“ anrichten, weil sie sich so sehr auf die göttliche Autorität des „Sklaven“ verlassen haben.

    Doch wenn man in einem tiefen Schlaf ist und wird plötzlich geweckt, ist man zu Anfang auch erst geschockt und orientierungslos, doch dann erkennt man das da jemand den Mut hatte einen aus einem tiefen, friedlichen Schlaf zu wecken, der letztlich viel Schlimmer gewesen wäre, als der kurze Moment des Aufwachens.

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Deine Bemerkung lieber Dennis:
    >>>Im Nachsatz dieses Verses wird von den falschen Propheten damals kurz vor der Zerstörung Jerusalems gesprochen, um dann selbst zu einer längst bewiesen “Falschprophezeiung” Seitens des “tuvS” zu greifen, nämlich des Datums 607 v.u.Z. als Jahr der Zerstörung Jerusalems<<<

    …zeigt einmal mehr wie unverschämt auf andere gezeigt wird (mach die Hand zur Faust und zeige mit dem Finger auf einen anderen und bedenke das 3 Finger auf dich zurück zeigen). Man "belehrt" andere belehrt sich aber nicht selbst.

    deshalb auch diese Forderungen:
    „Der Wachtturm“, 01. Oktober 1987, Seite 10

    „Wenn du aufhörst, dich von Jehovas Vorkehrungen zu ernähren, wirst du, sobald du stirbst, für immer tot sein…“

    …was damit gemeint ist Dutzende male so formuliert worden:

    „Der Wachtturm“, 15. Januar 1968, Seite 47
    „Beeile dich, Gottes sichtbare theokratische Organisation, die seinen König Jesus Christus vertritt, herauszufinden. Das ist zur Bewahrung des Lebens unerläßlich. Wenn du sie dann herausgefunden hast, solltest du sie in jeder Hinsicht akzeptieren…“

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Liebe Brüder Bob und Matthäus,

    ich danke euch für eure Gedanken!

    Zu deiner Frage Bob welche Mechanismen wirken? Ich glaube die selben, die auch bei jedem anderen Menschen (WT-Sprech „Weltmenschen“) wirken:

    sozialer Gruppenzwang!

    Was wurde bspw. nicht alles geschrieben von Seiten des „Sklaven“ über Gruppenzwang und dessen Risiken und über die Ängste und Zweifel von Studierenden. Ihnen wird immer wieder bewußt gemacht, dass es womöglich unumgänglich ist, sich vom eigenen familären Umfeld zu lösen oder abfällige Bemerkungen auszuhalten, wenn sie die „Wahrheit“ kennenlernen.

    Sind wir in einer anderen Situation? Ich glaube nicht!

    Wir haben die Wahrheit der Bibel erkannt und können sie recht gut erfassen und dadurch spüren wir, dass wir uns haben einlullen lassen vom Gruppenzwang der „Gemeinschaft unseres Gleichen“ in der Ortsversammlung.

    Wir sind irgendwann vielleicht nicht mehr Willens und in der Lage selbst zu entscheiden und einen Weg zu gehen der nur von Christus bestimmt wird in geistiger Gemeinschaft von „Brüdern im Herrn“ und nicht in der „Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas Deutschland K.d.ö.R.“

    Denn die Konsequenzen daraus sind die allergleichen, wie bei denen, die als Studierende eine Entscheidung gegen das bisherige soziale Umfeld (Familie, Freunde) treffen müssen.

    Diese Konsequenzen möchte in Wirklichkeit niemand tragen auch wenn er weiß was richtig ist, der Gruppenzwang ist einfach zu stark und die Angst diese Gruppe von Menschen zu verlieren sitzt einfach zu tief.

    Ich grüße Euch!

    Dennis

  • Ulrike P.
    Februar 16, 2011

    >>>Diese Konsequenzen möchte in Wirklichkeit niemand tragen auch wenn er weiß was richtig ist, der Gruppenzwang ist einfach zu stark und die Angst diese Gruppe von Menschen zu verlieren sitzt einfach zu tief.<<<

    Hallo Dennis,
    es ist wirklich so, wie du es beschreibst. Und keiner setzt sich dem gerne aus. Ich bin auch überzeugt davon, dass die Organisation massenhafte Austritte hinnehmen müsste, wenn es diese psychische Erpressung nicht mehr gäbe.

    Ich habe mich damals trotzdem zum Autritt entschlossen, weil ich die Vorgehensweise der l.K. mit andersdenkenden Brüdern so empfinde, dass sie von ihnen verlangen eine Wahl zu treffen: "Entweder wir oder Jehova." – Und ich haben mich für Jehova entschieden…auch wenn das der Verlust aller Freunde bedeutete.
    Auch wenn es weh tat, ich konnte nicht anders, denn alles andere wäre mir wie Verrat an ihm vorgekommen.

    Die Verlogenheiten die in dem Artikel erwähnt werden, waren mir alle bekannt und zählten mit zu den Gründen für meinen Weggang.

    Vor allem als ich erfuhr, dass sie einerseits Brüder die es trotz aller Anstrengung nicht schaffen vom Glimmstengel wegzukommen, ausschließen – während sie selbst Aktien in Zigarettenkonzerne investieren.

    Oder von Brüdern, die beruflich bedingt auf Militärgelände müssen um Automaten zu beliefern, verlangen ihren Job aufzugeben, während sie selbst Aktien in der Rüstungsindustie stecken haben!

    Ihre Doppelzüngigkeit, mit der sie schon so viele ihrer Schäfchen ins Unheil gestürzt haben – während sie diese Verlogenheit ja über all die Jahre nur den Kirchen ankreiden und dafür Gottes Fluch auf sie rufen – ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
    Und ich denke, den Fluch, den sie auf die Kirchen rufen, werden sie eines Tages selber tragen müssen.

    Das sie davor keine Angst haben, kann ich mir nur so erklären, dass sie in Wahrheit überhaupt nicht an Gott glauben.

    LG Ulli

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Noch ein Beleg für die allzu menschlichen und dazu noch widersprüchlichen Erklärungen:

    „Der Wachtturm“, 01. September 1974

    „Wir glauben, daß die Verwendung von Blut zu Transfusionszwecken ODER der Gebrauch eines Blutbestandteils zu einem ähnlichen Zweck ganz offensichtlich im Widerspruch zu dem biblischen Gebot steht…“

    Also Blutbestandteile waren verboten. 16 Jahre später…

    „Der Wachtturm“, 01. Oktober 1994, Seite 31
    „Wäre es angebracht, sich einen Impfstoff oder ein anderes Medikament injizieren zu lassen, das aus menschlichem Blut gewonnenes Albumin enthält?… Das muß jeder Christ, offen gesagt, selbst entscheiden…“

    Albumin ist ein Blutbestandteil; um 250 ml herzustellen, braucht man ca. 19 Liter Blut. Diese 19 Liter Blut verlassen den Kreislauf der Spender, werden aufbewahrt und später verarbeitet, um das Albumin zu gewinnen.

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Zu diesem Beispiel:
    >>>Aus den vorliegenden Quellen geht hervor, das einem Bruder der als Bluter ein Medikament benötigte welches Blutbestandteile enthielt Jahre lang gesagt wurde, es gebe keinen Einwand gegen einen einmaligen Einsatz dieses Medikaments. Werde es aber öfters oder regelmäßig eingesetzt, so stelle dies eine Zufuhr dieses Bestandteils “zur Ernährung” dar, und werde als Verletzung des biblischen Verbots des essens von Blut angesehen, und damit ein Fall für ein Rechtskomitee, und ein Gemeinschaftsentzug könnte nötig sein.<<<

    ….ein Beispiel über die Glaubwürdigkeit der LK – innerhalb von 3 Jahre genau das Gegenteil anzuordnen und damit klar zu machen ob sie sich von Gottes Geist leiten lassen oder von IHM geleitet sind!

    Aus Fragen von Lesern:

    „Der Wachtturm“, 01. Oktober 1958, Seite 606
    „Eine Zeugin Jehovas, die beansprucht, zum gesalbten Überrest zu gehören, begab sich kürzlich ins Krankenhaus und ließ sich freiwillig eine Bluttransfusion machen… Indes sind die Versammlungen nie angewiesen worden, Personen, die
    sich freiwillig Bluttransfusionen machen lassen oder sie gutheißen, die Gemeinschaft zu entziehen… Einer solchen Person wird die Gemeinschaft nicht entzogen…“

    „Der Wachtturm“, 15. März 1961, Seite 190
    Darf man Bluttransfusionen mit einem Gemeinschaftsentzug ahnden?
    „Die inspirierte Heilige Schrift antwortet darauf mit einem Ja…“

    Von 1878 bis 1961 also 73 Jahre ging jeder Zeuge Jehovas, der sich eine Bluttransfusion geben ließ, straffrei aus. All diese Personen müßten somit ihr ewiges Leben verwirkt haben. Wenn dem so ist, warum hat Gott sein auserwähltes Volk nicht von Anfang an vor Bluttransfusionen gewarnt?

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Hervorragend – großes Lob und Dank für diese geoffenbarten Wahrheiten – euren Schlußsatz möchte ich mit den Worten Paulus an die Römer Kap.14 untermauern:

    22 Wovon du persönlich überzeugt bist, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich ist, wer mit seiner Überzeugung vor dem eigenen Gewissen bestehen kann und sich nicht selbst verurteilen muss.

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Noch ein paar Belege zu eurem guten Argumenten:

    Die Verbote bezüglich der Blutfrage und was Jesus dazu äußerte:
    “Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.” Matthäus 15:9

    Düngemittel mit Blutbestandteilen dürfen nicht verwendet werden. Zuwiderhandlungwird mit einem Ausschluß geahndet.

    Das Verbot der Bluttransfusionen wird auch auf die eigenen Haustiereausgedehnt. Zuwiderhandlung wird mit einem Ausschluß geahndet.

    Es ist verboten, seinen Haustieren Futter zu geben, das Blut enthält. Zuwiderhandlung wird mit einem Ausschluß geahndet.
    (Eine Katze, die im Instinkt eine nicht ausgeblutete Maus frißt, geht dagegen straffrei aus.)

    Blut spenden ist auch verboten. Zuwiderhandlung wird mit einem Ausschluß geahndet. Das Übertragen von eigenem Blut ist natürlich auch verboten. Zuwiderhandlung wird mit einem Ausschluß geahndet.
    Auch eine Behandlung mit einem Blutegel zieht Konsequenzen nach
    sich.

    Mit dem Blutgerinnungsfaktor VIII hat sich der “Mitteilungskanal Gottes” sehr schwer getan. Heute ist die Einnahme erlaubt.

    Quellenverweise aus der Wachtturm-Literatur:
    Der Wachtturm, 01. August 1964, Seite 479
    Der Wachtturm, 15. Januar 1982, Seite 30,31
    Der Wachtturm, 15. Juli 1983, Seite 31
    Der Wachtturm, 01. März 1989, Seite 30, 31
    Der Wachtturm, 01. Oktober 1978, Seite 30
    Der Wachtturm, 15. September 1982, Seite 31

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Liebe Brüder und Freunde!

    Es ist mein aufrichtiger Wunsch das jeder der hier mitliest oder sich auch aktiv durch Kommentare einbringt, erkennt wohin er oder sie durch die Organisation geführt werden soll oder durch diese Plattform von Bruderinfo geführt wird.

    Der Hauptartikel „wie die LK zu ihren Entscheidungen und Belehrungen kommt“ läßt sich am neuen WT für die Versammlung sehr gut erkennen. Ich lese die Zeitschriften schon lange nicht mehr, hin und wieder blättere ich es durch oder meine Frau findet einen Aspekt der Wert ist diskutiert zu werden der genau obigen Gedanken deutlich macht.

    WT 15.4.2013 Seite 9 – Frage „BIST DU MIT DEINEM WISSEN AUF DEM LAUFENDEN?

    Argumentiert wird mit Apollos der nur die Taufe des Johannes kannte und er wurde durch Priscilla und Aquila „auf den neuesten Stand“ (Taufe in und durch Jesus) gebracht. Soweit ja ganz gut!

    Die LK will „ihren Schafen“ das neuere Licht vermitteln oder fragt ob sie am neuesten Stand sind?

    z.B. Wen meinte Jesus als er von „dieser Generation“ sprach? Es wird nicht mit biblischen Erklärungen gepunktet sondern es folgt ein Zitat auf den WT 15.4.2010. Das Thema selbst wurde ja schon ausführlich hier bei BI zerlegt: „die Selbstdemontage“! siehe: http://www.bruderinfo.de/?p=828

    Dann wird die angeblich neue Erkenntnis (widersprüchlicher geht es wirklich nicht mehr)
    mit einem Satz verbunden:

    Zitat: „Verbinden wir das tägliche Bibellesen mit persönlichem Studium, …um anderen die Wahrheit zu vermitteln, die uns Jehova durch sein Licht immer deutlicher erkennen läßt – Spr. 4:18

    Um die VERRÜCKTHEIT dieser Logik zu verdeutlichen möchte
    ich einen WT zitieren der Spr. 4:18 erklärt:

    w82 15. 5. S. 28-29 Der Pfad der Gerechten wird ständig heller ***

    9 Man könnte sagen, daß solche Änderungen einem Prinzip folgten, von dem man sich, wie es heißt, in der Wissenschaft bei der Suche nach der Wahrheit leiten läßt. Es funktioniert, kurz gesagt, folgendermaßen: Man stellt eine These auf, die als Ausgangspunkt für weitere Argumentation dient. Die These bietet große Möglichkeiten in bezug auf ein tieferes Verständnis oder in bezug auf die praktische Anwendung. Aber nach einiger Zeit stellt man gewisse Mängel oder Schwächen fest. Man neigt dann dazu, eine der These widersprechende Behauptung, eine Antithese, aufzustellen. Später findet man heraus, daß auch diese nicht der vollen Wahrheit entspricht, und man verbindet daher die wertvollen Punkte beider Behauptungen miteinander. Dieses Prinzip ist immer wieder angewandt worden, so daß sich Sprüche 4:18 erfüllt hat. Ende des Zitats

    Und genau diese Vorgehensweise vermittelt dieser selbsternannte Sklave! Er behauptet das eine –
    nach 1996: – die Generation sind die bösen Menschen die Gott widerstehen – dann stellt man Mängel fest und behauptet das Gegenteil eine sogenannte Antithese- ab 2008 sind die Generation die Gesalbten – doch auch dies entspricht scheinbar nicht der vollen Wahrheit! Man findet noch andere „wertvolle Punkte“ ab 2010 die „neuen Gesalbten“ (die es gar nicht mehr geben dürfte – weil ja die Einsammlung bereits 1935 abgeschlossen war) kennen „alte Gesalbte und so läßt sich die Generation beliebig verlängern. Und dann behauptet man noch dieses hellere Licht kommt von Jehova.

    Und mit diesen Wissen soll der Verkündiger auf dem laufenden sein um „korrekt“ diese Erkenntnis die ja angeblich „von Jehova“ kommt, anderen zu vermitteln? Wie glücklich können wir uns schätzen dieser Finsternis entkommen zu sein!

    lg. Matthäus
     

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Zur Finsternis passt der Vers aus Spr. 4:18 aus der HFA ja bestens – es bleibt nur die Hoffnung daß das Licht sich irgendwann doch noch einstellt:

    4:18-19 Ihr Leben ist finster wie die Nacht, im Dunkeln tappen sie umher; und wenn sie fallen, wissen sie nicht einmal, worüber sie gestolpert sind. Wer aber Gott gehorcht, dessen Leben gleicht einem Sonnenaufgang: Es wird heller und heller, bis es lichter Tag geworden ist. 20 Mein Sohn, hör gut zu, und pass auf, was ich dir sage! 21 Verachte meine Worte nicht, sondern präg sie dir fest ein!

    23 Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere: Achte auf deine Gedanken und Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben! 24 Verbreite keine Lügen, vermeide jede Art von Falschheit!

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Wer die Verrücktheit der sich mittlerweile 4mal geänderten Lehre „der Generation“ nachlesen möchte – hier die Zusammenfassung:

    http://www.bruderinfo.de/?p=898&cpage=1#comment-14996

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Um dieses Thema abzuschließen diese leider zutreffende Weisheit:

    WT 15.8.76 S. 490 :
    Es ist eine schwerwiegende Sache, Gott und Christus zuerst auf eine bestimmte Weise zu vertreten, dann festzustellen, daß das Verständnis wichtiger und grundlegender Lehren der Bibel falsch war, aber danach ausgerechnet zu den Lehren zurückzukehren, die man aufgrund jahrelangen Studiums als verkehrt erkannt hatte. Christen dürfen hinsichtlich solch grundlegender Lehren nicht unschlüssig oder gar wankelmütig sein. Wenn sie es wären, könnte man ihnen dann Vertrauen schenken und sich auf ihre Aufrichtigkeit oder auf ihr Urteilsvermögen verlassen?
     
    Ist das nicht eine klare Aufforderung IHNEN Nicht mehr zu vertrauen? Psalm 146:3

    Erwachet!, 8.10.1970 Seite 8 :

    Änderungen, die die Gläubigen beunruhigen!
    „Sagen Sie mir, wie kann ich noch zu irgend etwas Vertrauen haben?“ fragte er. „Wie sollte ich denn noch an die Bibel und an Gott glauben können, wie sollte ich überhaupt glauben können? Vor zehn Jahren besaßen wir Katholiken noch die absolute Wahrheit; daran haben wir mit ganzem Herzen geglaubt. Nun sagen uns Papst und Priester, wir sollten das, was wir bisher geglaubt haben, nicht mehr glauben, sondern etwas ,Neues‘. Was gibt mir die Garantie, daß das ,Neue‘ in fünf Jahren noch Wahrheit sein wird?“

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Lieber Matthäus, liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für deine heutigen Kommentare die doch bei mir für Heiterkeit sorgen. Zumindest das ist das Gute bei dieser Kälte, dass du viel Zeit hast zum Kommentar-Schreiben.

    Herzliche Grüße Anna

  • Matthäus an Anna!
    Februar 16, 2011

    Habe noch ein interessantes Zitat gelesen:

    Ansprache „Wertschätzung für Jehovas Organisation zeigen“, 10.04.2005, Utrecht. Redner Bruder McKenzie, anwesend Bruder Jaracz, Glied der Leitenden Körperschaft:

    (Zitat)
    Wenn daher die leitende Körperschaft eine Entscheidung trifft, so ist es Jehovas Entscheidung. … Diese Organisation wird von Jehova gebraucht, um zwischen Jehova und uns zu vermitteln. … Wie werden Älteste überhaupt ernannt? … Diese Brüder werden durch den Geist ernannt und treffen somit keine menschlichen Entscheidungen. Diese von ihnen getroffenen Entscheidungen kommen von Jehova! … Wir müssen somit gehorsam und unterwürfig sein und demütig zusammenarbeiten. Einige mögen einwenden: Du hast zwar Recht, aber wie verhält es sich, wenn der Älteste falsch handelt? Manchmal kann es bedeuten, dass der Älteste eigentlich nichts Falsches gemacht hat, sondern dass wir die falsche Sichtweise hatten.

    Das sagt eigentlich alles – siehe auch obige Zitate aus früheren Auszügen!
    LG. Matthäus

  • Gromio
    Februar 16, 2011

    Hallo zusammen, Danke für die anregenden Darlegungen und Kommentare, ich betrachte dies als Möglichkeit, für MEIN Verständnis Stellung zu beziehen und erlaube mir zum Hauptbeitrag über den „Sklaven“ bzw. die „Körperschaft“ (Teil des Sklaven) wie folgt Stellung:
    1. Das Erscheinen des „Sklaven“ und seiner Körperschaft wird umfassend im WT vom 15.6.2009 zusammenfassend dargestellt.

    2. Seine Aufgabe – konform mit Jesu Anweisungen – findet man gut komprimiert im WT vom 15.5.2008.
    Hier findet sich auch der Aufbau der Lt. Körperschaft erklärt.

    3. Der Anspruch des „Skklaven“ an sich selbst findet sich gut dargestellt im WT vom 15.01.2009.

    4. Die Stellung der „LTD. Körperschaft“ und ihre Aufgabe als Teil des „Sklaven“ wird im WT vom 01.04.2007 gut zusammengefasst.

    5. Die Bedeutung des Gewissens für den Einzelnen kann man exemplarisch im WT vom 15.10.2007 „erlesen“.

    6. Der Unterschied der Rechtskörperschaft von der Leitenden Körperschaft wird im WT vom 15.1.2001 trefflich erklärt.

    Älteste sind nicht vollkommen.
    Die „Gesalbten“ sind nicht vollkommen.

    Die eben genannten Gruppen behaupten nicht und sie lernen nicht, dass sie vollkommen sind.
    Sie lehren auch nicht, dass sie vollkommen sind.

    Wenn die genannten Gruppen ausführen, dass sie jeweils VOR Beginn mit Aufgaben für die Versammlung um Leitung durch den heiligen Geist bitten, lassen sie erkennen, dass sie NICHT davon ausgehen, diesen Geist AUTOMATISCH zu haben – auch die Gesalbten nicht.

    Natürlich geht es menschlich zu, wenn Menschen zusammenkommen und gemeinsam zu Entscheidungen kommen sollen. Wie denn sonst, es sind Menschen.

    Auch im 1. Jahrhundert kam es zu Fehlentwicklungen und Streit, die Bibel berichtet sogar darüber. Die Apostel zeigten Menschenfurcht – und die Bibel berichtet darüber.
    Paulus wollte in Gebieten predigen, die (noch) nicht an der Reihe waren. Die Bibel berichtet darüber.
    In den Versammlungen kam es zu Hurerei oder anderen Verfehlungen, die Versammlungen (siehe Offbg.) verloren vollständig ihre Liebe zu Christus. Die Bibel berichtet darüber.
    Verantwortliche Personen im jüdischen System (Esra) wie auch in der Christenversammlung setzten wegen familiärer Bande oder anderen, menschlichen Neigungen Gottes Gebote nicht oder nur rudimentär um. Die Bibel berichtet darüber.

    Aber Jehova und Christus änderten zu gegebener Zeit die Dinge, sorgten auch für „Ausschlüße“ von Personen, die nicht das waren, was sie vorgaben zu sein. Und die Bibel berichtet darüber.

    Also, Ihr Lieben Leser, warum sollte man heute etwas anderes erleben/erwarten?

    Gleichwohl ist es eine Sache, mit Fehlern der von Euch so genannten „Funktionäre“ zu rechnen und geduldig auf Jehova zu warten, aber eine ganz andere Sache, den Sklaven an sich oder einen Teil von ihm, die „Leitende Körperschaft“ in Frage zu stellen und dessen Verantwortung, übergeben durch Christus,sogar in Abrede zu stellen.

    Überhaupt vermisse ich hier eine augeglichene Darstellung von Pro’s und Con’s zu dem „Sklaven“ bzw. der „Ltd. KöSchaft.

  • Bruderinfo
    Februar 16, 2011

    Hallo Gromio,
    willkommen bei Bruderinfo. Danke für die großzügige Darstellung den sogenannten selbsternannten Sklaven zu huldigen und die Brüder aufzufordern stundenlang Zeit zu investieren alle deine Wachtturmzusammenfassungen zu studieren. Du irrst dich sehr wenn du denkst das man die Bibel anhand des Wachtturms erklären muß. Wir hier machen dies gerade umgekehrt. Wir erklären den Wachtturm anhand der Bibel und wir gehorchen Gott dem Herrscher mehr als Menschen. Um mit Jehova in Verbindung treten zu können legte Jesus seinen Leib für uns als Opfer hin. Dieses Opfer anzunehmen ermöglicht uns in ein gutes Verhältnis mit Jehova zu gelangen. Durch Gebet und bitte um den „Helfer“ den heiligen Geist ist es jeden möglich die heiligen Schriften zu lesen zu verstehen und die Liebe die darin gezeigt wird im Leben umzusetzen. Mehr ist nicht nötig. Allein der Glaube der dadurch erwächst und uns die Freiheit schenkt gibt uns Kraft auszuharren und in Liebe zu unseren Nächsten zu leben. Errettung kommt nicht durch Wachtturmstudium oder durch Hingabe (Neue Tauffragen) an den selbsternannten Sklaven, sondern Allein durch den Glauben an unseren Erlöser Jesus Christus. Denn er sagt: Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben… Bruderinfo 🙂

  • Gromio
    Februar 16, 2011

    Hallo, bruderinfo!
    Danke für Euren offenen Kommentar zu meinem Beitrag.

    Allerdings: Eure Beiträge basieren auf intensivem Studium der Bibel IN ANLEHNUNG AN VIELE VERÖFFETNLCHUNGEN des „Sklaven“.
    Diese, EURE, ausgewählten Texte aus Veröffentlichungen verwendet Ihr, um zu belegen, dass der Sklave geirrt hat/irrt/schiefliegt, wie auch immer.
    Ich nutze ebenfalls die Literatur und komme zu einem anderen Ergebnis.

    Was haltet ihr von „Gleiches Recht für Alle?“

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    Gromio, willkommen im Forum. Ich nehme an, dass du noch recht jung „in der Wahrheit“ bist. Wärest du ein „alter Hase“ wüßtest du, wie oft der Sklave seine Doktrin wechselte.
    Bedenke doch mal den Aspruch „geistegleitet“. messe doch mal die lange Reihe Bücher aus seit Russel. Alles durch den Geist gekommen?
    dann müßte der schizophren sein, soviel wirres Zeugs zu bringen, an dass man bald schon nicht mehr glaubt aber von den Gläubigen erwartet, es voll zu „schlucken“.
    Das hat schon leben gekostet und manchen Glaubensmenschen vom Glauben her getötet.
    Früher lehnte man IMpfungen ab, Organtransplantation war Kannibalismus und Blut – da enthält man sich doch gar nicht von – weil man gecrackte Bestandteile nehmen darf. Also Schwein nein, aber Schinken ja.
    Deren Kohabitation mit der UNO, ganz ohne Präservativ, voll reingefallen sprcht für sich. 10 Jahre lang regelmäßig 2Artikel in EW oderWT. den ersten ein Lob auf die UNO. Der wurde da auch als Beleg abgegeben, dass man die Auflagen erfüllte. und der zweite? der goß wieder mal ne Kelle Jauche aus.
    Da gibt es zig Ansatzpunkte und am Ende ist es der Kampf um die KdÖR. bis in die 80iger Jahre total abgelehnt. Und plötzlich – so wie auch electronic banking auf kongressen mit Chipkarte – erste verteufelt bei Billy Graham und heuer ziehen sie selber Geld auf diese Weise.
    Eine Chämeleon Sekte , die sich immer so kleidet wie das Umfeld.
    gummihaft. aber bald reißt er

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Lieber Gromio, bitte ließ dir meine Fragen an dich in diesem Kommentar durch:

    http://www.bruderinfo.de/?p=898&cpage=1#comment-14995

    Auf Deine Antwort freue ich mich!

    lg. Matthäus

  • Caleb
    Februar 16, 2011

    Deine Ergebnisse seien dir unbenommen. Viele hier hatten früher auch andere Ergebnisse. Doch Zeiten ändern sich, Ereignisse, die man nie für möglich gehalten hat, treten ein und eine immer größer werdende Diskrepanz zwischen dem was in der Bibel steht und der WTG-Literatur wird sichtbar. Man fängt an nachzuprüfen, auch andere Quellen zu Rate zu ziehen und die Ergebnisse ändern sich. Dann stellt man Fragen die nicht beantwortet werden sondern man wird selbst gefragt, warum man noch ein ZJ ist.

    Wenn Joh. 13:34,35 noch in deiner Versammlung zu finden ist, sei froh und gem. Joh 17:3 ist ja das ewige Leben eh von anderen Dingen abhängig oder glaubst Du, daß Dir die WTG und der trvSkl ewiges Leben geben können?

  • Bruderinfo
    Februar 16, 2011

    Hallo Gromio,
    du irrst dich schon wieder. Unser Anliegen ist das gelesene zu prüfen ob es sich mit der Bibel vereinbaren läßt. Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird dies hier veröffentlicht. Gemäß Apostelgeschichte 17:11. Mehr ist es im Grunde nicht. Das der selbsternannte Sklave dies in der Versammlung nicht zuläßt muss dies eben außerhalb der Versammlung geschehen. So wie du selbst sagst „Gleiches Recht für Alle“. Da dieses Gleiche Recht aber eben nicht für Alle existiert muß dieses Recht eben in dieser Form stattfinden. Wahrheit kann man eben nicht aufhalten. Die Wahrheit kommt früher oder später immer ans Licht. Ist denn der sogenannte selbsternannte Sklave größer als sein Herr? Und warum möchtest du deinen menschlichen Herren (den selbsternannten Sklaven) verteidigen? Kann er sich nicht selbst verteidigen….anhand der Bibel? Was meinst du? Du denkst jetzt bestimmt….nein das braucht er nicht denn er hat es nicht nötig. Warum hast du es dann nötig IHN zu verteitigen? Wir sagen dir warum. Du bist hier weil du in deinem innersten spürst das etwas nicht stimmt. Auch wenn du dies nicht öffentlich zugeben möchtest. Uns erging es ebenso. Also keine Panik. Wenn man erstmal die Bibel ohne den Wachtturm ließt und den heiligen Geist um Hilfe bittet, das gelesene auch zu verstehen, dann wirst du verstehen was es bedeutet wirklich zu sehen. Dann wirst du verstehen was Jesus meinte wo er sagte:….sie haben Ohren doch hören sie nicht und Augen doch sehen sie nicht…usw. Also habe Mut auch sehen zu wollen. Hier mußt du aber als erstes ehrlich mit dir selber sein. Ohne das du dich selbst so akzeptierst wie du bist und dich selbst so mit allen Fehlern annimmst, wirst du die christliche Liebe nie erfahren. Also nimm dir Zeit. Du bist ein Kind Gottes. Unser Vater im Himmel möchte nicht das du in Selbstzweifel und immerwährendem schlechten Gewissen leben mußt. Auch wenn du gerne Pionier wärst oder Ältester usw. Du wirst das Gesetz der Gesellschaft nicht erfüllen können. Das ist so als wenn man einem Esel eine Karotte vor die Nase hält. Er wird sie nie erreichen. Warum? Weil er sich eben nur auf die Karotte konzentriert und er merkt dabei nicht das er gerade durch ein ganzes Feld mit Karotten durchläuft. Also schaue einmal nach links und rechts und bemerke was um dich herum passiert. Was denkst du? Sollten wir als Menschen eher dem Sklaven folgen oder dem Herrn? LG Bruderinfo 🙂

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Bei Facebook hat jemand eine tiefe Wahrheit gepostet!

    Darüber nachzudenken bringt einem um vieles weiter – oder was denkst du
    auf wen diese Worte von Voltaire zutreffen?

    „UM ZU LERNEN, wer über dich herrscht, FINDE EINFACH HERAUS, wen du nicht KRITISIEREN darfst!“

    Jesus lehrte: Wer unter euch groß sein will der soll euer Diener sein!
    lg. Matthäus

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    das war Voltaire, der es so definierte, der Berater vom großen König Friedrich II von Preußen, der ein erstklassiges Staatskonzept verfolgte: keine Kolonien,keine Sklaven, keine Illiminierung indigener Völker – kurzum der erste Diener des Staates diente und steckte sich nicht die Taschen voll wie heute die Elite.

  • Selgora
    Februar 16, 2011

    Wieso darf man den „Sklaven“ nicht mal in Frage stellen, wenn doch selbst Jehova uns gewährt, ihn (Jehova) auf Wahrhaftigkeit zu prüfen?

  • Gromio
    Februar 16, 2011

    Klar darf man Fragen stellen, nur zu.
    Wer das Gegenteil behauptet, ist selbst schief gewickelt.

  • Selgora
    Februar 16, 2011

    Fragen stellen und „in Frage stellen“ ist nicht das Gleiche… 🙂

  • Caleb
    Februar 16, 2011

    Hi,

    darf ich fragen, für was Gromio steht?

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Dann stelle ich die Fragen an dich lieber Gromio:

    Warum steht das im WT – zu was ich im letzten Kommentar geschrieben habe:

    g78 8. 12. S. 4 Lässt du andere für dich denken?

    Aber selbst gebildete, intellektuell anspruchsvolle
    Personen fallen einer Form der Propaganda zum Opfer,
    die unfair und unsachlich ist. Diese Form der Propaganda tut den Standpunkt eines Andersdenkenden mit einer überlegenen Geste ab und behandelt ihn als bemitleidenswert, als einen Standpunkt, der keine Beachtung verdient.

    Trost, 15. Januar 1946:
    „Wer die Wahrheit lehrt, darf zum prüfen gegnerischer Lehren [Literatur] auffordern, weil er die Zuversicht hat, dass die Wahrheit siegt.“

    w06 15.01. S.23:
    „Werden wir also Abtrünnigen zuhören, ihre Veröffentlichungen lesen oder uns im Internet mit ihren Websites befassen? Wer
    Gott und die Wahrheit liebt, wird das nicht tun.“

    Zu dieser Ansage paßt allerdings so gar nicht jene Erzählung:

    w81 1. 11. S. 15 Die Waldenser — Ketzer oder Wahrheitssucher?

    Die ersten Waldenser meinten, es sei nicht notwendig,
    zur Anbetung Gottes in ein Kirchengebäude zu gehen. Sie
    versammelten sich heimlich in Scheunen, Privatwohnungen oder wo immer sie konnten. Dort studierten sie die Bibel ….

    … Die ersten Waldenser aber, obwohl sie angeklagt wurden, „Ketzer“ zu sein, suchten in Wirklichkeit aufrichtig
    nach der Wahrheit und waren Pioniere im Übersetzen und im Lehren der Bibel … Sie lebten … offensichtlich gemäß der Erkenntnis, die sie aus Gottes Wort gewonnen hatten. … Natürlich kennt nur „Jehova . . . die, die ihm gehören“.

    Also welchen Rat wirst du nun anwenden?

    Welche Propaganda wirkt bei dir?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Zu dem das es der „trvSk“ nicht wünscht wenn Brüder sich zusammentun und gemeinsam Gedanken erörtern – ausgenommen mit der Literatur des Sklaven:

    (Matthäus 18:20) 20 Denn wo zwei oder drei in
    meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“

    Hat Jesus sich verplappert und wollte eigentlich sagen: „Denn wo unter der Leitung eines künftigen selbst ernannten „treuen und verständigen Sklaven“ organisierte Zusammenkünfte nach
    festem Programmablauf abgehalten werden, da bin ich in ihrer Mitte.“ – ?

    Paulus lobte ebenfalls Brüder, die sich „eigenständig zusammensetzen, um biblische Themen zu untersuchen“:

    (Apostelgeschichte 17:11) 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalọnich, denn sie nahmen das Wort mit der größten
    Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.

    Wir fragen uns: Gibt es heute noch Brüder, die edler gesinnt sind als die in Thessalonich?

    Wenn es nach der Wachtturmgesellschaft geht, lautet die Antwort genauso wie im „Fragekasten“: Nein. Punkt. Sie sind nicht mehr erwünscht.

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Und wieder ein Forums-Troll, herzlich willkommen!!!

    Inzwischen sehe ich solche Kommentare als Hinweis darauf, dass BI immer mehr an Wirkung im deutschsprachigen Raum zeigt und weiterhin Verbreitung findet.

    Von daher ist für mich Bruderinfo eine glasklare Erfüllung von Dan. 12:4, weil für die „Endzeit“ aufgezeichnet. Jehova hat alles zur Rechten Zeit so gelenkt und geleitet, dass „wahre Nachfolger Christi“ jetzt, kurz vor Harmageddon „Babylon die Große“ (WTG) bloßstellen können.

    Herzlichen dank Gromio, dass Du mir das wieder so bewusst gemacht hast!

    Ach so 2 Fragen hätte ich noch….

    Wo steht nochmal in der Bibel, dass sich Matth. 24:45-47 ausschließlich an der WTG seit 1919 erfüllt, das hab ich nie so richtig verstanden, kannst Du mir da weiterhelfen?

    Wie lautet die Bibelstelle, wo vom „Mitteilungskanal Jehovas“ gesprochen wird und von der „Organisation Jehovas“, ich vergesse die immer wieder?

    Danke Dir vorab!

    LG
    Dennis

  • Selgora
    Februar 16, 2011

    Gromio ist kein Troll oder sowas, sondern ein Bruder, der leider nicht die Wahrheit sehen kann oder möchte… Also bitte keine Beleidigungen oder sowas. Kann mir mal einer überhaupt erklären, was ein Forumstroll sein soll? Ich hab diesen Begriff schon mehrfach gelesen, hab aber nicht wirklich eine Vorstellung von seiner Bedeutung… 😉

  • Alois
    Februar 16, 2011

    Hallo Selgora

    Auszug aus Wikipedia:

    Der Begriff Troll bezeichnet im Netzjargon eine Person, die Kommunikation im Internet fortgesetzt und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion darstellen.

    Ein Kommentator der das erste Mal einen Kommentar in BI verfasst, kann gemäß Wikipedia kein Troll sein, da das Wort „fortgesetzt“ noch nicht gegeben ist.

    Wer in BI wen provoziert, das soll jeder selbst entscheiden. Ich habe da auch schon Erfahrungen gemacht.

    LG
    Alois

  • Eddi
    Februar 16, 2011

    Lieber Alois,

    vielen Dank für die Erklärung an Selgora. Du meine Güte, was bin ich doch zurück geblieben!

    Laut dieser Erklärung ist Gromio auch kein Troll, aber ich sehe dies im Zusammenhang eher als Kosewort denn als Beleidigung.

    Aber etwas „Provokation“ durch Hinterfragen, durch Einbringen einer anderen Meinung – das brauchen wir doch um unseren eigenen Glauben immer wieder reflektieren zu können. Zu leicht könnte es sonst geschehen, dass wir in die gleiche Selbstherrlichkeit verfallen wie die WTG heute und damit natürlich auch die gleiche Ernte einfahren.

    Wie sollte man seinen Glauben besser prüfen als durch offene, wenn auch andere Meinung als die Mehrheit? Meine Beobachtung dazu ist, dass die Leser hier durchaus eine eigene Position vertreten und dennoch lernbereit sind. Das ist das Schönste hier: Das sich miteinander entwickeln, jeder nach seiner eigenen Marschgeschwindigkeit. Bewahren wir uns das.

    In Liebe
    Eddi

  • Martin an Dennis
    Februar 16, 2011

    Lieber Dennis,

    Du schreibst in Zusammenhang mit Edelmuth:
    „Trotzdem würde ich empfehlen einige Formulierungen tatsächlich zu ändern, denn ich behaupte, dass sich auch diese Seite seit der Entstehung etwas gewandelt hat“.

    Offensichtlich scheint sich gemäß deinem Wissen die Struktur bei Bruderinfo geändert zu haben. Willst du damit sagen, dass diese Eigenangaben nicht mehr aktuell sind und den Tatsachen entsprechen? Überlass dass doch dem BI-Team. Oder weisst du mehr?

    Im übrigen habe ich für den Eindruck von Selgora schon auch Verständnis. Ich finde BI hat durch eine Erstreaktion deutlich die erste Stellungnahme gegeben. Von unserem Matthäus lernen wir, er überzeugt durch Fakten und Zitate. Mit neuen Kommentargeben wiederholen sich auch viele Kommentare von ihm und das ist gut und nützlich für alle neuen Mitleser. Es muss doch nicht gleich wie im Fall von dem neuen Kommentator Gromio eine solche Zynik sein. Ich finde, dieser Ton ist jetzt überholt. Fragen zu stellen ist o.K. aber keine heuchlerische Fragen…“ich habe die Bibelstellen vergessen“. Entweder setzen wir uns sachlich mit NEUEN Schreibern auseinander oder man reagiert nicht. Das wurde mehrfach angeregt. Ansonsten wird wieder erneut ein Geist der Agressivität hier eingeleitet und das kann nicht sein, dass sogenannte alten Hasen immer wieder die neue Spur dazu legen. Das hier ist keine „Bänkerseite“ sondern BRÜDER für BRÜDER und da dieskutieren alle sachlich und im Geiste der Liebe. Dazu müsste der Geist des Herrn eigentlich allen die Kraft geben, vorausgesetzt, man läßt sich davon leiten.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Dennis an Martin
    Februar 16, 2011

    Lieber Martin,

    ich danke Dir für Deine klare Stellungnahme zu meinem Kommentar.

    (Zitat Martin)
    „das ist keine Bänkerseite sondern von Brüder für Brüder“ / „Fragen zu stellen ist o.K. aber keine heuchlerische Fragen“

    Nennst Du das also eine sachliche Auseinandersetzung ohne Agressivität?

    Bin ich also in Deinen Augen ein „Heuchler“?

    Was soll diese komische Anspielung „Bänkerseite“?

    Du siehst lieber Martin, dass man schnell einen Kommentar verfassen kann, der einem dann als Bummerang zurück kommt. Ist mir auch schon so gegangen ;-). Ich bin Dir nicht böse, aber Du hast die von Dir kritisierte „Agressivität“ gerade selbst gezeigt.

    Ich bin gespannt auf die zukünftigen Kommentare von Gromio und ich denke so selbstbewusst wie er hier gestartet ist, kann er ein prise Zynismus einigermaßen aushalten. Wenn nicht kann er dies deutlich machen und ich werde mich dafür entschuldigen falls ich ihn verletzt haben sollte.

    LG
    Dennis

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Liebe Selgora,

    wenn Du garnicht weißt was ein „Troll“ ist, warum denkst Du dann, dass sei eine Beleidigung? Google doch mal im Internet, dann verstehst Du was ich meine. Es stimmt, noch wissen wir nicht ob er ein tatsächlich „Troll“ wird, aber der Anfang ist m.E. gemacht 😉

    Wie Gromio selbst schrieb, wollte er ein Statement zu den hier diskutierten Themen über den Sklaven/l.K. abgeben, was er ja auch sehr deutlich gemacht hat.

    Vor allem der vorletzte Satz lässt doch aufhorchen, wenn er schreibt, dass auf BI „sogar“ die Legitimation des Sklaven/l.K. „in Frage gestellt“ wird, als ob das an sich schon Häresie wäre. Hier scheint wohl bei vielen Brüdern eine rote Linie zu sein, wie ich auch schon in meinem Umfeld bemerkt habe. Man kann über alles reden, nur nicht über den Sklaven/l.K., das ist Tabu.

    LG
    Dennis

  • Dennis
    Februar 16, 2011

    Hallo Gromio,

    heute wurde ein sehr interessanter Artikel gepostet, der wie für Dich geschrieben wurde:

    http://www.bruderinfo.de/?p=898

    Passt exakt zu Deinen Aussagen bzgl. der „Auserwählung“ des Sklaven/leitende Körperschaft.

    Viel Freude beim Lesen!

    LG
    Dennis

  • Martin an Gromio
    Februar 16, 2011

    Willkommen Bruder Gromio!

    Willkommen auf dieser Seite, die dafür bekannt ist, dass Emotionen mal schneller hochschlagen, weil man wertvolles Gut nicht gerne verliert. Aber alle sind bestrebt, sich immer mehr von Gottes Geist leiten zu lassen durch wachsendes Verständnis des Wortes Gottes. Da annähernd über 1900 Jahre die bibelerklärenden Schriften der WTG noch nicht erschienen, waren viele Menschen auf die Heilige Schrift angewiesen, die von „Gott inspiriert ist“ und offensichtlich ein ausreichendes Werk unseres himmlischen Vaters ist, sich verständlich zu machen und darauf zu verweisen, welche Rolle sein „geliebter Sohn“ Jesus Christus für alle seine zukünftigen aufrichtigen Diener spielen sollte.

    Zweifellos bildet in deinem Glaubensleben der „Treue und verständige Sklave“ eine bedeutungsvolle Rolle. Du könntest fast ein Ableger aus der Dienstabteilung des Bethels sein. Die Brüder dort sind es gewohnt, die Versammlungen, bezw. ihre Ältesten auch stets auf die Veröffentlichungen der Wachttürme hinzuweisen, sodass dann auch viele Älteste die einzelnen Schwestern und Brüder meist gerne mit dem WT in der Hand versuchen zu ermutigen oder zu ermahnen. Das funktioniert dann in der Praxis so, dass schon die Bibel verwendet wird und ein oder zwei Verse gelesen werden, doch dann erfolgt die „Erklärung“ des Treuen und verständigen Sklaven“. Diese Praxis ist hinlänglich bekannt.

    Wie benachteiligt müssen doch all jene Brüder im 1.Jahrhundert und in den darauffolgenden 1800 Jahrhunderten von Jehova und unseren Herrn Jesus, den großen eingesetzten Lehrer und Hirten und König, worden sein, dass sie nicht früher für die Herausgabe des Wachtturms gesorgt haben. Trotzdem wurde laut dem Bericht des Paulus der bereits damaligen bekannten Welt die gute Botschaft verkündet und es hatte seine Wirkung. Ein Wachstum, das bewirkte, dass mehr als 144.000 mit Geist Gesalbte Christen ein Leben unter der Leitung des Heiligen Geistes auf der Grundlage der hebr. und griechischen Schriften und ihren Übersetzungen führten.

    Der Autor kannte also die genaue Dosierung, die wahrheitsliebende Menschen benötigen würden, um einen starken und tiefen Glauben an seine Vorsätze zu entwickeln und „postete nicht zu wenig und nicht zu viel“. Seine Dosierung war perfekt. Glaubst du das auch? Nun sieh dich einmal um, ob du in der Dienstabteilung wärst oder bei dir zu Hause. Bist du nicht umgeben von einer riesigen „theokratischen Bibliothek“, die dich „fast erschlägt“ (Entschuldigung für diesen wohlgemeinten Ausdruck). Kann es sein, dass du ohne sie gar nicht mehr leben könntest? Siehst du, das ist das Problem.

    Nun beginnst du hier deinen Erstauftritt mit einer Palette von Wachtturm-Artikel. Ich bin mir sicher, du stehst voll dahinter. Stell dir vor, es gäbe sie alle nicht. Kann es sein, dass du nie die Schrift in Ihrer Gesamtheit erfasst hättest? Wahrscheinlich. Welch ein Unterschied zu all den christlichen Dienern Gottes in den vergangenen 1800 Jahren. Können damit auch Gefahren verbunden sein? Nun die Bibel musste sich nie korrigieren.

    Interessant war es für mich, dass du nachhaltig auf die Unvollkommenheit aller, einschließlich der Gesalbten hinweist und das sie das auch nicht behaupten und nicht lehren. Es ehrt dich, dass du dich schützend vor den tuvS stellst, wobei dir sicherlich nicht gesagt werden muss, dass die meisten der Veröffentlichungen nicht mehr von den Brüdern der leit. Körperschaft geschrieben werden, sondern von „nicht Gesalbten des Lehrkomitees“. Natürlich sind „alle Unvollkommen“. Natürlich ist die Wirksamkeit des Heiligen Geistes „keine Automatik“. Darum muss man den himmlischen Vater bitten. Allerdings sollte man dann nicht von den Brüdern in den Versammlungen „Vollkommenheit“ erwarten und man sollte die Folgen der Unvollkommenheit demütig den Lesern der bibelerklärenden Schriften vorbildlich bekunden. Dazu gehören auch die vielen Irrungen der letzten 100 Jahre. Die fehlende Demut eines „treuen und verständigen Sklaven“ erscheint nun doch nicht so ermutigend für immer mehr langjährige Zeugen zu sein.

    Dann erwähnst du plötzlich die Fakten, dass Jehova es in der Historie seiner Diener festhalten ließ, dass „auch nicht alles Gold war, was glänzte“. Zustände in den Versammlungen, Fälle von Hurerei oder andere Verfehlungen. Doch Jehova sorgte für Ausschlüsse, usw. Wie du richtig schreibst, „viele verloren ihre Liebe zu Christus“. Wenn du dieses Forum hier tiefgründig erforscht, wirst du feststellen, dass diese Entwicklung auch eine Hauptsorge vieler Leser und Kommentatoren ist, weshalb sich hier eine gewisse Opposition gegen die WTG formiert, deren Ausgang wir noch nicht vorhersagen können. Jehova und Christus nehmen diese Sorgen altgedienter Brüder auch zur Kenntnis, glaube mir das. Gewisse Entwicklungen im „theokratischen Land der Zierde“ scheinen ganz offensichtlich aus dem Ruder zu laufen und man will es scheinbar nicht zur Kenntnis nehmen, geblendet durch eine internationale Mehrung derzeit auf anderen Kontinenten, die aber auch die nominellen Kirchen und andere Gemeinden zu verzeichnen haben.

    Interessant ist deine Formulierung, Christus habe der leitenden Körperschaft Verantwortung übergeben und die würde man hier in Abrede stellen. Glaube mir, lieber Bruder, Christus gibt keine Verantwortung ab. Er trägt sie selber. Jehova sagt in der „Umgestaltungsszene“: „Hört auf ihn“! Er sagte nicht, ich setze erst mal meinen Sohn als König ein und später einen „treuen und verständigen Sklaven“, dann hört auf diesen. Nein, „hört auf IHN“! Kann es sein, dass die Bewegung der ZJ in nun über hundertjähriger Aktivität sich hier eine Kompetenz zugesprochen hat, die in dieser Form überhaupt nicht besteht?

    Das hat nichts damit zu tun, Zeugnis vom Evangelium des Königreiches abzulegen und Jünger zu machen. Aber Jesus hat keine überorganisierte Organisation ins Leben gerufen, in der die Organisation eine mächtigere Rolle spielt, als Jesus selbst.

    Nur ein Beispiel, wo eindeutige Überreaktionen und wertvoller Menschenverschleiß von dieser Organisationsstruktur praktiziert wird: Wie vielen wertvollen Brüdern wird die Gemeinschaft entzogen, weil gewisse Verfehlungen in den Augen der Rechtskomitees zu öffentlich wurden und eine zum Ausdruck gebrachte Reue desjenigen gar nicht mehr akzeptiert wird, weil man ja schlechte Licht „auf die Organisation“ gebracht hat. Die Lüge der Organisation, es würden nur Personen ausgeschlossen, die nicht bereuen, hat den Weg der Wahrheit mit vielen unnötigen Leichen gepflastert. Natürlich trifft das nicht auf alle Ausschlüsse zu. Um nur kurz ein Beispiel zu nennen. Hier wird leichtfertig Verantwortung, die Christus den Hirten auferlegt hat, einfach abstrus zugunsten eines Organisationsgebildes über Bord geworfen.

    Unser Brüder Matthäus ist ein hervorragender Bibliothekar und verfügt über viele raffinierte Drehungen und Wendungen der Lehrmeinung des Sklaven in den letzen 50-100 Jahren. Diese wurden und werden hier mehrfach publiziert. Das alles gibt uns sehr zu denken und veranlasst uns, uns zukünftig noch enger an unseren Herrn Jesus zu klammern, weil wir den Vater nicht enttäuschen wollen.

    Es wäre also erfreulich, deine persönliche Erfahrung und Meinung zu diesen von dir angeführten WT-Abhandlungen zu erfahren. Fühle dich frei, dich zu äußern, wo immer du lebst, in welcher Dienststellung du auch immer stehst. Und denke bitte an folgendes: In Offenbarung 7 wird im Rahmen der Beschreibung der großen Volksmenge in der Zeit des Ende gesagt, dass sie „mit weißen langen Gewändern bekleidet“ die große Drangsal überleben wird. Diese müssen also vorher weiß sein? Gerecht sein… Durch Werke? Nein weiß gemacht „im Blut des Lammes“. Ist das nicht ein erhebendes, wohliges Gefühl für einen Diener Jehovas, der auch eine tiefe Beziehung zu Jesus Christus hat? Beginne das zu verspüren. Der Sklave stellt sich gerne dazwischen und muss diese Verantwortung dafür bald tragen.

    Ich freue mich von Dir zu hören.
    Es gibt vieles Nachdenkliche hier im Forum
    Möge Jehova Deine Aufrichtigkeit segnen.
    Liebe Grüße Martin

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Lieber Martin, lieber Gromio, liebe Mitanbeter,

    Dir lieber Martin möchte ich herzlich an Deine ausgewogene und vernünftige Antwort an Bruder Gromio danken. Du hast so schön erklärt, dass der Christus keine Verantwortung abgibt.

    Letzte Nacht habe ich darüber nachgedacht, wie muss Jesus sich vor seinem Tod am Ölberg gefühlt haben? Die Jünger sind eingeschlafen, er hat gebetet, ein Engel Jehovas hat ihn gestärkt was aber offenbar nicht verhindert hat, dass sein Schweiß durch die Angst vor dem Tod und die Angst zu versagen zu Blut wurde. Dies macht mich sehr dankbar. Und allein deswegen sollten wir hier die Liebe des Christus wiederspiegeln.

    Und an Dich Bruder Gromio, herzlich willkommen. Meine Bitte wäre, dass Du Dir gebetsvoll die Artikel und Kommentare durchliest. Manchen Brüdern die hier schreiben sind tiefe Wunden zugefügt worden. Wie Martin schreibt pflastern viele Leichen den Weg der Organisation. Einige kenne ich persönlich oder per Telefon und mail. Da ist so viel Elend durch ein falsch vermitteltes Verständnis durch eine Organisation an Befehlsempfänger vermittelt worden. Manche sind über das hinausgegangen, was von OBEN kam. Besinnen wir uns mehr und mehr auf Gottes Wort, die Bibel, nicht die WTG-Literatur.

    Viele Brüder haben es niemals gelernt oder verlernt NUR Gottes Wort zu lesen. Ich denke z.B. an die mündliche Wiederholung in der Predigtdienstschule. Die Antworten auf die Fragen werden in der Regel aus den Publikationen, meist dem WT gegeben. Viele bekommen die Antworten schon per e-mail zugeschickt und brauchen die Bibel gar nicht mehr zu bemühen. Geben Antworten die korrekt den Vorgaben entsprechen. Und bei mir der Schulaufseher sagt dann: „Heute haben wir wieder viel gelernt…“

    Bruder Gromio, frag doch diese Woche nach der Zusammenkunft mal einen Bruder oder eine Schwester die eine Antwort gegeben hat ob es möglich wäre dieses noch genauer zu erklären. NUR mit der Bibel. Die Bibel wurde mit Hilfe des heiligen Geistes geschrieben. Daher können wir sie auch nur mit Hilfe des heiligen Geistes verstehen. Und den erhalten wir von Jehova.

    Noch ein Gedanke, jetzt wo das Versammlungsbibelstudium um 5 Minuten verlängert wird:

    Warum wird für die Bibelhöhepunkte NUR 10 Minuten eingeplant? Hast Du darüber schon nachgedacht. Mir fällt es sehr schwer in 20 bis 30 Sekunden einen Gedanken so zu formulieren, dass er auch verstanden wird. Und meine Kommentare gleiche ich nicht mit der WTG Literatur ab sondern ich lese das Kapitel im Zusammenhang und überlege dann inwiefern mir ein Gedanke wertvoll und nützlich erscheint.

    Viel Erfolg beim gebetsvollen Nachsinnen allen hier und liebe Grüße aus der Sommerpause

    Anna

  • Regina
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna,

    Zitat:
    Letzte Nacht habe ich darüber nachgedacht, wie muss Jesus sich vor seinem Tod am Ölberg gefühlt haben? Die Jünger sind eingeschlafen, er hat gebetet, ein Engel Jehovas hat ihn gestärkt was aber offenbar nicht verhindert hat, dass sein Schweiß durch die Angst vor dem Tod und die Angst zu versagen zu Blut wurde.Zitat Ende.

    Denkst Du, Jesus hatte Angst vor dem Kreuzestod? So wird diese Begebenheit ja oft ausgelegt. Aber das passt für mich irgendwie nicht so recht zusammen, weil sein Tod in der Schrift ja vorhergesagt wurde. Er stand da ja nicht plötzlich vor einer völlig neuen Situation, auf die er nicht etwa vorbereitet gewesen wäre.

    Matth. 26,24: Der Sohn des Menschen zwar geht dahin, wie von ihm geschrieben steht…

    Jes. 50, 6: Meinen Rücken bot ich den Schlagenden und meine Wangen denen, die das Haar ausraufen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Demütigungen und vor Speichel.

    Luk. 9, 30: – es waren Mose und Elia – die erschienen im Lichtglanz und redeten von seinem Lebensausgang, den er in Jerusalem vollenden sollte. Petrus aber und seine Gefährten waren vom Schlaf übermannt.

    Joh. 12,27: Jetzt ist meine Seele beunruhigt und was soll ich sagen? Vater rette mich aus dieser Stunde. Doch deswegen bin ich in diese Stunde gekommen.
    13,3: Er aber wusste, dass der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte, und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging.
    18,4: Jesus nun, der alles wusste, was über ihn kam, trat vor und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr?

    In Gethsemane muss ein furchtbarer Kampf stattgefunden haben.
    Vielleicht war das ein Kampf mit den Mächten der Finsternis*, denn er betete, dass dieser Becher an ihm vorübergehen solle und er wurde erhört, also war wohl der Kreuzestod nicht das Thema seines Gebetes. (*Dieser Vers – Hebr. 12,4: Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde – hat mich auf die Idee gebracht, dass der Satan noch einmal einen Angriff gestartet haben könnte)

    Matth. 26,38 u. 39: Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod… mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.
    Luk. 22, 42-44: Vater, wenn du willst, entferne diesen Becher von mir. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.
    Und als im Todesringen (Agonia) Befundenwordener betete er ausgestreckter als zuvor, und sein Schweiß wurde etwa wie hervorkommende Gerinnsel (von auf der Erde herabtriefendem Blut).

    Und dann die Gebetserhörung:

    Hebr. 5,7: In den Tagen seines Fleisches brachte Christus Flehen und auch Bitten mit starkem Schreien und Tränen vor dem dar, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und er wurde wegen seiner Gottesfurcht erhört.

    Das war nur so ein Gedanke, weil ich mich da mal mit beschäftigt habe.

    LG Regina

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    liebe Regina, uner Erlöser war sich sehr wohl der Dinge bewußt, die da auf ihn zukamen. Und er hatte GEfühle wie wir. Sein Begreifen war anderer natur, da er durch heiligen Geist erfüllt wurde.
    So konnte er die Heruasforderung früh erkennen und sich ihrer annehmen. Das Sterben war ihm in jeder Hinsicht eine Qual.
    Aber er hatte die vision vo Augen, dass durch diese sein Tat das Menschengeschlecht von allem Kummer, Mord, Totschlag usw bereit würde.
    heute sehen wir, wie böxe die saat des Üblen ist, wie unsere menschliche Bruderschaft gemordet wird. alles in den augen von Vater und Sohn.
    Die haben die Befreiung geschafffen und sie wird bald wirksam.
    Diese Gedanken waren für unsereen Herrn eine Kraftquelle und haben ihn angetrieben. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende
    schöne grüße an alle

  • Hopefull
    Februar 16, 2011

    Hallo

    Ich denke auch, dass Jesus Angst vor dem Sterben hatte. Immerhin ist er Mensch geworden mit all den Gefühlen, die ein Mensch hat. Er hatte ja auch geweint als er erfuhr, dass sein lieber Freund Larzarus gestorben war, obwohl er wusste, dass er ihn wieder auferwecken würde. Und das obwohl er vollkommen war. Eines dürfen wir nicht vergessen, der Tod gehört nicht zum Leben. Jedenfalls war er für den Menschen nie gedacht oder geplant gewesen. Dass man Angst davor hat und sogar Blut und Wasser schwitzt, ist doch normal. Keiner hat Übung im Sterben!

    Bestimmt hat Satan ihn ganz genau beobachtet. Das ist mir in dem Film „Die Passion Christi“ bewusst geworden. Satan sieht man überall, in der Menschenmenge und schaut zu wie Jesus den Balken tragen muss. Immer wieder sieht man ihn irgendwo da stehen und schaut auf Jesus, beobachtet jeden Schritt, jede Bewegung. Aber ob er mit ihm gekämpft hat….. ich denke das wäre erwähnt worden. Auch hätte er Hilfe gehabt, Joh. 26:53: „Oder meinst du nicht, dass ich nicht meinen Vater bitten könne und er mir jetzt mehr als 12 Legionen Engel stellen werde?“

    Er wusste aber, dass er den Weg irgendwann alleine gehen muss. Vielleicht hat er davor mehr Angst gehabt, als vor dem Tod selbst. Denn er sagt ja am Kreuz/Pfahl (wie auch immer): „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“. Ab irgendeinen Punkt, musste er den Weg ganz alleine gehen. Dann gab es nur noch Zuschauer, die „Guten“ und die „Bösen“ und keiner konnte mehr etwas tun für ihn. Auch wusste er aus der Vorgeschichte, dass sogar vollkommene Menschen an schon „kleinen“ Prüfungen, wie eine Frucht, scheitern können. Wieviel doch mehr wenn man den Tod vor Augen hat. Auch Jesus hatt die Ewigkeit in sein Herz hineingelegt bekommen.

    Ich bin Jesus zutiefst dankbar dafür. Ich kann meine Dankbarkeit gar nicht genügend ausdrücken und ich kann nichts zurück geben. Das Wertvollste was ich geben kann ist mein freier Wille und auch dieser ist mir von Jehova Gott geschenkt worden. Aber das ist das einzigst Freie was ich geben kann mit der Antriebskraft der Liebe.

    Ich wünsche eine erholsame Nacht Euch allen
    liebe Grüße Hope

  • Regina
    Februar 16, 2011

    Ich hab mich missverständlich ausgedrückt. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich nicht glaube, dass Jesus darum gebetet hat, dass der Kreuzestod an ihm vorbeigehen soll. Denn dazu ist er ja auf die Erde gekommen.

    Den Petrus hat er sogar scharf zurechtgewiesen, als er das nicht wahrhaben wollte.
    Markus 8, 31-33:
    31 Jesus sprach mit seinen Jüngern zum ersten Mal darüber, dass der Menschensohn vieles erleiden müsse und von den Ältesten, den führenden Priestern und den Schriftgelehrten verworfen werde; er werde getötet werden und drei Tage danach auferstehen. 32 Klar und offen redete er darüber. Da nahm Petrus ihn beiseite und versuchte mit aller Macht, ihn davon abzubringen. 33 Aber Jesus wandte sich um, sah seine Jünger an und wies ihn scharf zurecht: »Geh weg von mir, Satan! Denn was du denkst, kommt nicht von Gott, sondern ist menschlich.« NGÜ

    Die Folter und das Erleiden des physischen Todes waren ja schon unvorstellbar schmerzhaft und grausam. Und das war wahrscheinlich noch der leichtere Teil, denn er empfing das Verdammungsurteil, das uns hätte treffen müssen, die absolute Gottferne, die kein Geschöpf hätte ertragen können, denn

    1. Joh. 2, 2: Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

    Und er wusste, was da auf ihn zukam.

    Ich weiß, dass das ein unvorstellbar schwerer Weg war und dass es da Kämpfe gegeben haben musste, die wir nicht im Entferntesten nachvollziehen können, weil das keiner von uns ertragen könnte.

    Ich hoffe, das war jetzt etwas klarer ausgedrückt, auf was ich eigentlich raus wollte.

    LG Regina

  • Hopefull
    Februar 16, 2011

    Liebe Regina

    Danke für Deine weiteren Erklärungen. Jetzt hab ich verstanden was Du meinst und kann mich Dir nur anschließen.

    Liebe Grüße Hope

  • Anna
    Februar 16, 2011

    Liebe Regina, liebe Brüder und Schwestern,

    ich glaube auch nicht, dass der Christus seiner Aufgabe für die er ja auf die Erde gekommen ist nicht nachkommen wollte.

    Nur wie ja jetzt schon andere Kommentare zeigen ist es ein Unterschied ob ich weiß was auf mich zukommt und noch eine gewisse Zeit verbleibt. Oder ob ich kurz vor dem größten Ereignis für die gesamte Menschheit stehe und der damit verbundenen Verantwortung.

    Warum sollte bei einem vollkommenen Menschen da nicht auch Panik aufkommen. Und vollkommenes Leben zu töten mag ungleich schmerzhafter sein als Unvollkommens.

    Und wie @Hopefull bemerkte sehe ich das auch so, wie im Film Passion Christi gezeigt, dass sich Jesus der ständigen Präsenz Satans bewusst war.

    Jesus weiß am Ölberg, welche schwere Belastung auf ihn zukommt. Er wendet sich an seinen Vater im Himmel, dem er vertraut: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Jesus liefert sich dem Vater aus.

    Jehovas Wille sollte geschehen. Das ist ja das worum uns Jesus beten gelehrt hat im Mustergebet: „Dein Wille geschehe“!

    Jesus hat sich bei aller Not darauf verlassen, dass der Wille seines Vaters gut für ihn ist.

    Das ist für uns hier ein gutes Beispiel uns auf den Vater und auf Christus zu verlassen. Weil wir wissen, wir erleben, dass auch innerhalb der Organisation vieles geschieht, was nicht so von Gott vorgesehen ist, was er eben nicht will. Es könnte uns vom Glauben abbringen wenn wir denken das wäre der Wille Gottes. Wer ist der Vater der Lüge? Auch falsche Versprechungen sind eine Lüge. Oder etwas in Bibeltexte hineinlesen was da nicht steht. Hier eine Warnung an die Leitende Körperschaft und das Schreib- und Lehrkomitee:

    Jakobus 1:26 (Neues Leben)
    26 Wenn ihr behauptet, Gott zu dienen, aber eure Zunge nicht im Zaum halten könnt, betrügt ihr euch nur selbst, und euer Dienst für Gott ist wertlos.

    Statt „Zunge nicht im Zaum halten“ würde Jakobus heute auch schreiben:

    „Wer leeres Geschreibsel verbreitet…“

    Und worauf es wirklich ankommt zeigt doch der Vers 27 so schön:

    27 Rein und vorbildlich Gott, unserem Vater, zu dienen bedeutet, dass wir uns um die Sorgen der Waisen und Witwen kümmern und uns nicht von der Welt verderben lassen.

    Bitten wir um heiligen Geist damit wir mit der Drangsal durch die Organisation richtig umgehen. Und dabei nicht zugrunde gehen sondern im Gegenteil anderen, die noch verblendet sind, helfen können, zum Nachdenken bringen.

    Jesus hat seinen Becher getrunken. Er konnte sagen: „es ist vollbracht!“. Es ist gut sich das immer wieder mal in Erinnerung zu rufen.

    Viele Grüße an alle Anna

  • Manfred
    Februar 16, 2011

    Liebe Anna,

    Du hast geschrieben: Warum sollte bei einem vollkommenen Menschen da nicht auch Panik aufkommen. Und vollkommenes Leben zu töten mag ungleich schmerzhafter sein als Unvollkommens. – Zitat Ende.

    Wenn es für Jesus ein leichtes gewesen wäre, diesen Tod zu erleiden, dann könnte man doch nicht mehr davon sprechen, dass Jehova seinen Sohn geopfert hat, oder?

    Natürlich wusste er, dass sein Vater ihn wieder auferwecken kann, doch als er als Mensch hier auf der Erde war, hatte er eben auch einen menschlichen Körper und ein solcher Körper empfindet ja auch Schmerzen.

    Das Jesus geweint hat als Lazerus tot war, ist ein Indiz dafür, dass der Tod für Jesus nichts normales war. Er war ja bei der Schöpfung dabei und hat alles mitgestaltet. Er wußte wie das Leben entstand und welche Macht Jehova und er als sein Sohn hatten. Doch trotzdem war er nicht arrogant und hat zu den anderen gesagt:

    Was regt Ihr Euch auf? Ich bin doch hier, ich gehe hin und wecke ihn wieder auf, also trauert nicht. Nein, er hat sich in die anderen Trauernden hineingefunden und auch selbst aus tiefstem Herzen getrauert, weil er nicht wollte, dass irgendein Mensch stirbt.

    Jehova sagt nicht umsonst, dass der Böse doch von seinem Lauf umkehren soll und er wird ihm dann vergeben. Doch der Böse muss den ersten Schritt tun und wer das nicht will, ja für den gibt es keine Hoffnung.

    Das Jesus für uns gestorben ist, ist das großartigste was ein Mensch für einen anderen tun kann und wir dürfen nicht vergessen, Jesus hätte das nicht tun müssen, er hat sich freiwillig dafür bereit erklärt, weil auch er die Menschen liebt. Obwohl der zweithöchste im ganzen Universum hat er sich soweit erniedrigt, ja sogar in die Hand von Menschen begeben und warum?

    Damit das Sterben irgendwann zur von Gott festgesetzen Zeit aufhören kann. Dann wird Jehova jede Träne von unseren Augen abwischen und alles neu machen und die früheren Dinge werden wir vergessen.

    Ich danke Jehova und seinem Sohn Jesus dafür, dass sie uns das ermöglichen, denn Sie machen die Gesetze und trotzdem halten sie sich selber daran. Welcher Staatsmann, welcher König kann von sich behaupten, dass er sich an alle seine eigenen Gesetze gehalten hätte?

    Liebe Grüße Manfred

  • Hans
    Februar 16, 2011

    Hi Anna,

    das mit den Höhepunkten nervt sowieso, da einen auf fast jedem Kreiskongress vorgemacht wird, wie toll doch der ganze Programmpunkt ist, WENN sich jeder an die 30s hält. Hä?? Geht’s noch? Gibt’s nichts mehr Wichtigeres als auf Sekunden zu achten? Wie wär’s mal mit mehr BIBLISCHEN Inhalt??

    Die Zeitverteilung der einzelnen Programmpunkte zeigt deutlich, wo die Prioritäten liegen.

    Deine Darstellung der mündlichen Wiederholung kann ich voll bestätigen! Letztlich wird sie ihrem Namen gerecht: WIEDERHOLUNG. WTG-Gedankengut zum x. Mal recyclet und damit ins Hirn eingebrannt.

    LG
    Hans

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    Lieber Martin,
    danke für deine lobenden Worte!

    Zu: >>hat den Weg der Wahrheit mit vielen unnötigen Leichen gepflastert.<<

    …leider auch buchstäbliche – wieviele ZJ sind in den letzten Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden – Dutzende!
    Dafür trägt dieser untreuen "schlagende" Sklave eine schwere Verantwortung – Jesus beschreibt es so:

    Luk. 17: Führt niemanden in die Irre, und vergebt einander!
    1 "Es wird immer wieder Versuchungen geben, die euch vom Glauben abbringen wollen", warnte Jesus seine Jünger. "Aber wehe dem, der daran schuld ist! 2 Denn wer in einem Menschen den Glauben, wie ihn ein Kind hat, zerstört, für den wäre es noch das Beste, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden. 3 Nehmt euch in Acht! Wenn dein Bruder Schuld auf sich geladen hat, dann sag ihm, was er falsch gemacht hat. Tut es ihm leid, dann vergib ihm! 4 Und wenn er dir siebenmal am Tag Unrecht tut und dich immer wieder um Vergebung bittet: Vergib ihm!"

    Und sollte ein ZJ ein 2.mal den gleichen Fehler begehen – wobei zu klären sein wird, worin der Fehler besteht wenn jemand auf Jesus dem HERN und nicht auf den Sklaven hört?

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Februar 16, 2011

    An Gromio die Frage: Wo und wann tat es dem Sklaven leid wenn er Mitsklaven zu unrecht „geschlagen“ hat?

    Wann hat sich der Sklave entschuldigt bei jenen die UNNÖTIG wegen der Zivildienstfrage im Knast waren – durch ein Vorstrafe vielleicht berufliche oder andere nachteile hatten?

    Hat der Sklave bei jenen sich entschuldigt die wegen NICHTAKZEPTANZ von 1975 und der falschen Ankündigung, ausgeschlossen wurden? Haben sie den Ausschluß aufgehoben – NEIN!
    Warscheinlich müssen sie vorher bereuen das sie vor dem Sklaven nur die Wahrheit glauben wollten. Oder die Warnung aus GW beherzigten: GEHT NICHT über das hinaus was geschrieben steht.
    Füge NICHTS seinem Wort hinzu, laß nichts weg. Wie oft hat sich dieser untreue Sklave über diese Worte hinweggesetzt!?

    lg. Matthäus

    Ich bleibe ungern einem Beleg schuldig:

    g75 8. 3. S. 23-24 Niederlande: Jehovas Zeugen
    aus dem Gefängnis entlassen!
    Der Christ verweigert auch den Zivildienst… . In Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil der Welt werden, Jesus aber gebot, sich von der Welt getrennt zu halten.

    War das eine Entschuldigung?

    w98 15. 8. S. 17 Abs. 6 Unsere Zuversicht gegenüber Gottes Gerechtigkeit festigen

    6 In der Vergangenheit haben einige Zeugen Jehovas leiden müssen, weil sie eine Tätigkeit ablehnten, die ihr Gewissen heute zulassen würde.

    Zu 1975:

    w68, 15.11., S. 691:
    „Sollten wir… annehmen, dass im Herbst 1975 die Schlacht von Harmagedon vorüber sein…wird? Vielleicht… . Der Unterschied mag höchstens einige Wochen oder Monate, keinesfalls Jahre ausmachen. … Es ist nicht an der Zeit, mit dem Gedanken zu spielen, Jesus habe ja gesagt: „Von jenem Tag oder jener
    Stunde hat niemand Kenntnis… .“

    Vortrag von Konrad Franke, Leiter des deutschen
    Zweiges der Wachtturmgesellschaft; am 20.Januar 1968 in Hamburg:

    „Doch werden bestimmt welche sagen: … Die Gesellschaft … hat doch auch gesagt „es könnte sein“. Und das ist eigentlich eine Verfälschung des Sachverhalts! Wenn wir vom Jahre 1975 sprechen und … dass in diesem Jahr 6000 Jahre menschlicher Geschichte zu Ende sind, dann [hat] … die Gesellschaft nicht den geringsten
    Zweifel…! [Hat] … die Gesellschaft gesagt… „es könnte sein“…? Das hat sie nie gesagt! Das steht außer Zweifel fest! Wie kommt es…, dass wir diesbezüglich Zweifel hegen? Trauen wir dem Sklaven nicht mehr? … Wenn … 1975 im Frühjahr die 1000 Jahre beginnen, dann dürfen wir doch wohl annehmen…, dass Harmagedon dann nicht nach dem stattfindet, … das gibt’s
    nicht. Das wissen wir doch wohl…!“

    Unser Königreichsdienst (englische Ausgabe), Mai 1974:

    „Das Ende des Systems ist so nahe… .Es erreichen uns Berichte von Brüdern, die ihre Häuser und Eigentum verkauft haben und planen den Rest ihrer Tage in diesem alten System im
    Pionierdienst zu verbringen. Das ist sicherlich eine schöne Art die verbleibende Zeit zu verbringen, bevor dieses böse System endet.“

    Und hier die „Entschuldigung“:

    w80 15. 6. S. 17 Abs. 5 Wähle den besten Lebensweg

    [Es] wurden erhebliche Erwartungen bezüglich
    des Jahres 1975 geweckt. Es wurde damals und
    auch später erklärt, dies sei lediglich eine
    Möglichkeit.

    w76 15. 10. S. 633 Abs. 15 Eine sichere Grundlage für unser Vertrauen

    Es ist aber nicht ratsam, unser Augenmerk auf ein bestimmtes Datum zu richten und alltägliche Dinge zu vernachlässigen, die wir als Christen normalerweise tun würden oder die wir und unsere
    Familie wirklich brauchen. … Falls jemand enttäuscht worden ist, weil er nicht diese Einstellung hatte, sollte er sich jetzt bemühen, seine Ansicht zu ändern, und sollte erkennen, dass nicht das Wort Gottes versagt oder ihn betrogen und enttäuscht hat, sondern dass sein eigenes Verständnis auf falschen Voraussetzungen beruhte.

    Solche Erklärungen und Rechtfertigungen sind Zynismus PUR, eine Ohrfeige für alle Betroffenen – die so „dumm waren“ daß sie dem Sklaven vertraut haben. Ehrlichkeit und Einsicht sieht bei mir anders aus!

  • Frank&Frei
    Februar 16, 2011

    Dieser Zynismus der Gesellschaft wird nur noch getoppt, indem man die Großmutter die Treepe runterschubst und fragt: Omi, was bist du so schnell!
    All diese von Matthäus dargelegten Textverweise bestätigen, wie wenig ernst sich der Laden selber nimmt.
    Ein solcher Sklave schlägt nicht nur seine Brüder – er verführt sie, belügt sie, täuscht sie und beleidigt diese zutieftst.
    Bezogen auf Jesu Worte kann man da nur feststellen: Der Mühlstein wartet schon am Meer.
    Und alle die, die meinen, dieser Organisation einen „heiligen“ Dienst zu erweisen, indem sie sie blindlinks verteidigen und vor den Fakten die Augen verschließen – die erwartet am Ende dre Niedergang vor sich selbst. Das werden viele nicht ertragen können und sie werden keinen Ausweg finden.
    So bleiben wir hier bei BI uns im Klaren, dass uner Führer zum Leben der Christus ist, der uns liebt und uns annimmt wie wir sind. Wir können uns nichts selbst erkaufen und die Ausführungen des sklaven, die griechischen Schriften sind nur für die 144000 geschrieben – das ist ein weiteres Ablenkungsmöver, die Gläubigen mit Lehren die verletzen vom Erlöser wegzuziehen. WElche Gemeinschaft hat Licht mit Dunkelheit? WEnn das „Wasser der Wahrheit“ ausgeteilt vom Sklaven auch nur minimal mit Schmutz belastet ist, verliert es seine heilende Wirkung.
    Und ganz viel Schmutz gibt es im Umgang mit mißbrauchten Kindern.
    Das wird dem Skalven Kof und Kragen kosten. Da wird ihm alles genommen werden, weil zehntausende Fälle nicht einfach ad akta gelegt werden sondern Anwälte die Millionensummen sehen um die es geht, die ihnen bei ERfolg die GEschädigten jeweils zur Hälfte zukommen lassen. Die ersten Fälle kommunizieren ja. Es geht voran

  • Eddi
    Februar 16, 2011

    Hallo Gromio,

    dein Beitrag liest sich sehr flüssig und man könnte die kleinen und großen Fehler fast übersehen.

    Du beziehst dich auf einen WT, und stellst dazu fest: Darin wird der Aufbau der Leitenden Körperschaft beschrieben. Toll was die Organisation so schreibt – aber eben nicht biblisch. In der Heiligen Schrift gibt es keinen Aufbau der Leitenden Körperschaft. Oder die Rolle des Gewissens. Na wo darf man denn das Gewissen ausleben? Wo darf es sich denn überhaupt bilden? In den Zeitschriften wird wiederholt erklärt (auch zur Blutfrage), dass es ungeheuer wichtig ist, sein eigenes Gewissen zu schärfen. Wenn mein Gewissen aber nur dann gerechtfertigt wird, wenn es konform mit dem Gewissen von Millionen anderer ist und jede Abweichung mit der Androhung eines Gemeinschaftsentzugs geahndet wird, handelt es sich dann wirklich um Gewissensbildung? Selbstverständlich nicht. Es ist die gleiche Gewissensbildung wie für Wahlen in totalitären Staaten im Einparteiensystem. Aber ja, so wie es sich liest klingt es logisch korrekt. Aber das tun die Märchen von Brüder Grimm auch. Auch diese folgen einem logischen Aufbau und haben genausowenig mit der biblischen Wahrheit gemeinsam wie der Wachtturm, wobei der Moralkodex der Brüder Grimm noch höher anzusiedeln ist und gleichzeitig keinen Gemeinschaftsentzug kennt.

    Liebe Grüße
    Eddi

  • Eddi
    Februar 16, 2011

    Ach und noch eine Kleinigkeit: Die meisten Leser haben sich über viele Jahre und Jahrzehnte mit den Zeitschriftenartikeln beschäftigt und teilweise sogar – wie ich – sich als 200%ig betrachtet, jede Abweichung verbietend und voll des Lobes nach einem WT-Studium.

    Es handelt sich also nicht um Unbedarfte, die nicht wissen, was der Sklave mit seinen Veröffentlichungen meint. Viele sind mehr im Bilde über das Treiben als es für die geistige Entwicklung gut ist.

    Bis demnächst
    Eddi

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