233 Comments
  • outsourcing Romania
    Dezember 22, 2011

    Thanks and good blog.

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Dear outsourcing Romania,

    are you really interested in this blog or just placing a backlink to your site?

    Kind regards
    Hans

  • Nico
    Dezember 22, 2011

    Guter Blog, gefaellt mir sehr. Auch schoene Themen.

  • Hanna
    Dezember 22, 2011

    Eine sehr schöne Diskussion. Alle Kommentare konnte ich mir jetzt leider noch nicht durchlesen, das werde ich aber die Tage definitiv noch tun. Wollte nur erst einmal kurz das Feedback hinterlassen, dass mir das hier sehr gefällt!

  • Shannon
    Dezember 22, 2011

    Liebe Hanna,

    herzlich willkommen bei uns. Wie du siehst, gibt es hier ganz viel zu lesen. Du wirst Tage brauchen….

    Nicht alles kann man annehmen, so ist nun mal, wenn Menschen um die Wahrheit ringen, aber mach es einfach wie die Beröer und behalte das Gute.

    Liebe Grüße

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Hallo Hann,

    falls du hier das erste mal einen Kommentar schreibst, sei herzlich willkommen und lass dir Zeit mit dem Lesen der Artikel. Ich finde es lohnt sich, einige Gedanken selbst zu ende zu denken und auf sich wirken zu lassen.

    LG
    Dennis

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi Hanna,

    tatsächlich, oder nur Werbung für „deinen“ Bauch-weg-Link???

    LG
    Hans

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Hallo Hans,

    gut dass Du das ansprichst, mich wundern diese Ein-Satz-Kommentare ohne weitere Erklärung in letzter Zeit sowieso. Auffällig ist, dass es meistens völlig unnötige Verlinkungen im Namen sind, die absolut nix mit Religion oder etwas ähnlichem zu tun haben.

    @Bruderinfo

    Welchen Sinn hat eigentlich die Angabe der „Website“ in der Kopfzeile beim Kommentieren? Wenn keine Verlinkungen im Text zugelassen sind, sollte das doch auch für die Kopfzeile gelten, oder?

    LG
    Dennis

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    So isses! Am einfachsten wäre es wohl, die Website einfach wegzulassen …

  • Bruderinfo
    Dezember 22, 2011

    Hallo Hans, Dennis und alle anderen,
    das Problem “Website” in der Kopfzeile“ haben wir schon erkannt und setzen diese in der Regel englischen Kommnetare in den Papierkorb.
    Leider rutschen doch immer wieder einmal welche durch. Ihr müßt euch Vorstellen, das oft 20, 30 oder sogar 50 solcher Kommentare an einem Stück erscheinen.
    Solltet ihr feststellen das wieder einer nicht gelöscht wurde sagt bescheid, dann wird er nachträglich gelöscht,
    l.G.
    Brudreinfo

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Hallo ihr Lieben,eines muss ich noch loswerden!
    Diese sogenannten Hüte Bücher,so eine Art ZJ-Scharia sind völliger aus dem Biblischen Zusammenhang gerissener, zu verschiedenen Themen zurechtgeschusterter UNSINN!
    MfG das Schaf

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    man nennt das Hüte Buch auch „den Brooklyn Talmuth“

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Liebes Schaf

    Es steht in den Propheten, dass sie Menschengebote und Vorschriften auftürmen:

    Jesaja 18:7
    In jener Zeit wird Jehova der Heerscharen ein Geschenk dargebracht werden: ein Volk, das weithin geschleppt und gerupft ist, und von einem Volke, wunderbar seitdem es ist und hinfort, einer Nation von Vorschrift auf Vorschrift und von Zertretung, deren Land Ströme beraubt haben-nach der Stätte des Namens Jehovas der Heerscharen, nach dem Berge Zion.

    Jes. 28
    13. Und so wird ihnen das Wort Jehovas sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; auf daß sie hingehen und rücklings fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.
    14. Darum höret das Wort Jehovas, ihr Spötter, Beherrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist!
    15. Denn ihr sprechet: Wir haben einen Bund mit dem Tode geschlossen und einen Vertrag mit dem Scheol gemacht: Wenn die überflutende Geißel hindurchfährt, wird sie an uns nicht kommen; denn wir haben die Lüge zu unserer Zuflucht gemacht und in der Falschheit uns geborgen.
    16. Darum, so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich gründe einen Stein (JESUS) in Zion, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, aufs festeste gegründet; wer glaubt, wird nicht ängstlich eilen.

    Jes. 29
    13. Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Munde sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, und sein Herz fern von mir hält, und ihre Furcht vor mir angelerntes Menschengebot ist:
    14. Darum, siehe, will ich fortan wunderbar mit diesem Volke handeln, wunderbar und wundersam; und die Weisheit seiner Weisen wird zunichte werden, und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.

    Und dass die „LK“ und der „tuvS“ nicht von Jehova eingesetzt ist steht in Hosea:

    Hosea 8
    1. Die Posaune an deinen Mund! Wie ein Adler stürzt er auf das Haus Jehovas, weil sie meinen Bund übertreten und gegen mein Gesetz gefrevelt haben.
    2. Sie werden zu mir schreien: Mein Gott, wir kennen dich, wir, Israel!…
    3. Israel hat das Gute verworfen: der Feind verfolge es!
    4. Sie haben Könige gemacht, aber nicht von mir aus; sie haben Fürsten eingesetzt, und ich wußte es nicht. Von ihrem Silber und von ihrem Golde haben sie sich Götzenbilder gemacht, damit es vernichtet werde.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Liebes armes Schaf,

    danke für diese treffende Beschreibung des Ä.Buches, die ich jetzt erst gelesen habe. Wenn ich darin lese läuft mir regelmäßig ein Schauer über den Rücken. Pharisäertum in Reinkultur!

    LG
    Dennis

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    Folge 1

    Keine Sorge, ich lebe nicht im Paradies, sondern bemühe mich, dass ich mich auf den Boden der Realität zu bewege. Ich weiß sehr wohl, wann man in Problembehandlungen nicht mehr die Bibel aufschlagen braucht, und das stattdessen die Thora der WTG maßgebender ist. Das, was du in deiner Erfahrung mit dieser Versammlung, der du offensichtlich noch angeschlossen zu sein scheinst, ist ein Vorgang, der sich in vielen Versammlungen „im geheimen“ abspielt. Dazu möchte ich dir einige Erläuterungen abgeben, denn wir erwähnten ja den Begriff „Seilschaften“.

    Doch zuvor möchte ich eine Feststellung treffen. Wir waren in den vergangenen Jahrzehnten immer geistig so gepolt, das wir eine einzige Bruderschaft sind. „wir alle sind Brüder…“ Dazu haben wir sehr deutlich z.B. auf die Entwicklung in der kath. Kirche hingewiesen, Ihre „Geistlichen und die Laien“ und dieses System verurteilt. Ich möchte das Kirchensystem jetzt nicht bewerten. Wir haben es scheinbar zu spät begriffen, dass es auch bei Jehovas Zeugen „eine Geistlichen Klasse und eine Laien Klasse gibt, die sich lediglich nicht durch ihre Priestergewänder unterscheiden. Es gab hier im Forum einige Hinweise auf „hintergründige Freimaurer Einflüsse“ zur Zeit der Jahrhunderten Wende bei Russel, Rutherford, Franz usw.. Aus dieser Liga ist ebenfalls bekannt, dass Geheimbünde die Historie dieser Bewegung bestimmten. Längst ist klar, dass vieles bei uns ebenfalls klassifiziert wird und geheim absolviert, gehandhabt und besprochen sowie ausgeführt wird. Ganz abgesehen von den geheimen Rechtskomitee-Verhandlungen.

    Eine solche Verhandlung findet nur statt, wenn Beweise für eine Sünde eines Bruders vorhanden sind, und sie findet nur statt, wenn allen klar ist, diese Sünde führt zum Gemeinschaftsentzug. Somit steht dieses Urteil bereits bei der Zusammenstellung des Rechtskomitees im Raum. Nun kommt es nur noch darauf an, mit welchen Persönlichkeiten es der „Übeltäter“ im Rechtskomitee zu tun hat, denn auf sie kommt es an, ob sie Gründe zur gottgefälligen Reue an den Übeltäter erkennen können. Auf Ihre Liebe und auf Ihren Geist, jemanden wirklich liebevoll anhaltend zu helfen, gegebenenfalls auch zur Reue zu finden, kommt es an, um den bereits festgelegten „Todesschuss“ zu vermeiden. Und in dieser Geheimloge hat niemand in seiner seelischen Not Beistand. Nicht selten kommt es auch hier vor, dass einer das Sagen hat und die anderen nach dieser Pfeife tanzen. Der Geheimbund beschließt….Gemeinschaftsentzug!

    Betrachte nur einmal eine Dienstwoche. Hier kommt der Kreisaufseher, früher Kreisdiener genannt. Er reißt am Dienstag an, bezieht seine Unterkunft und alle Unterlagen der Versammlung stehen bereit. Er durchforstet die sogenannten Rechnungsunterlagen und prüft, ob mit den Finanzen alles richtig erledigt wurde und stellt dabei auch fest, dass alle Mittel rechtmäßig zur WTG fließen. Dann überprüft er das Literaturlager, ob alle Anweisungen der WTG beachtet werden und ja nicht zu viel Literatur am Lager liegt, sodass keine Verschwendung praktiziert wird. Dann kommt seine wichtigste Kontrolltätigkeit: Er sieht die sogenannte Verkündiger Kartei durch und bewertet damit den Eifer der Versammlung und das sogenannte Geistiggesinntsein. Er sieht welche Leistung die ernannten Ältesten und Dienstamtgehilfen und Ihre Familien im Predigtdienst erbringen. Steht jemand nicht im Durchschnitt der Versammlung ohne krank zu sein, weist dies auf ein Mangel an Geistiggesinntsein hin und kann für den dienenden Bruder, wenn dieser Zustand
    Anhält, eine Gefährdung für sein Dienstamt werden. Es interessiert ihn, wie viele und wer im Hilfspionierdienst und im Allgemeinen Pionierdienst steht, wer monatlich mal ausgesetzt hat und damit ein Unregelmäßiger wurde und wer länger als sechs Monate aufgehört hat zu predigen und damit UNTÄTIG wurde. Dann stellt er noch fest, wie viele vor die örtliche Gerichtsbarkeit (Rechtskomitee) geladen wurden und „zurechtgewiesen“ wurden und wegen was und wie vielen die „Gemeinschaft entzogen“ wurde…und noch so einiges mehr. Natürlich interessieren ihn irgendwelche Probleme, die gegenwärtig in der Versammlung bestehen und deswegen besucht ihn am späteren Nachmittag noch der Koordinator der Ältestenschaft um ihn zu begrüßen und ihn im Geheimgespräch zu informieren. Das alles dient für den KA alles nur zu einem der wichtigsten Zwecke, weshalb er da ist, nämlich am Ende der Woche einen Bericht an die WTG zusammenzustellen über den Zustand der Versammlung und alles was in dieser Woche so abläuft ist weitere Grundlage für diesen Bericht.

    Was dann folgt sind Klassenspezifische Sitzungen.
    So folgt nun die erste Zusammenkunft am Dienstag für das „gemeine Volk“. Alle sind Brüder. Dann folgen Geheimzusammenkünfte mit der Klasse der Dienstamtgehilfen, da dürfen die Ältesten dabei sein. Anschließend müssen diese den Raum verlassen und es finden Geheimgespräche mit der Klasse der Ältesten statt. Nicht genug, gibt es nochmals eine geheime Sitzung mit dem sogenannten Dienstkomitee, der Geheimgilde aus der Ältestenschaft wo u.U. auch über andere Älteste diskutiert wird und geheime Weisungen der WTG gegeben werden. So erhalten alle Klassen geheime Instruktionen der WTG für Ihre Aktivitäten und loyale organisationstreuen Aktivitäten in der Versammlung. Bei besonderem Bedarf in Problemfällen mag es noch zu geheimen Gesprächen in dieser Verbindung kommen. Hier wird ganz gezielt eine „geistliche Klasse“ ganz bestimmte Autorität übertragen und damit werden sie im Denken auf eine andere Ebene gehievt, wie der „normale sogenannte Verkündiger/inn. Dazwischen liegen dann noch zwei Zusammenkünfte, in denen ebenfalls je eine Dienstansprache vom Kreisaufseher gehalten wird. Früher konnte dieser seine Ansprachen noch selber gestalten, heute wird aller Stoff dazu als Vorlage von der WTG geliefert, sodaß er überhaupt kaum Spielraum für „eigenen Geist“ mehr hat. Natürlich betrifft dies auch die Geheimlogen der erwähnten Klassenbesprechungen. Davon erfährt die „allgemeine Bruderschaft“ überhaupt nichts. Hinzu kommen die geheimen Gespräche mit den Pionieren. Zuerst werden die Hilfspioniere mit dabei sein, die gerade in diesem Monat diesen Dienst verrichten. Dann müssen diese den Raum verlassen und weitere Geheimgespräche werden mit den Allgemeinen Pionieren geführt, alles Geheiminstruktionen der WTG über den KA an die Pioniere.

    Mit einigen Brüdern und Schwestern geht der KA in den Predigtdienst und macht vielleicht auch den einen oder anderen Hirtenbesuch. Auch hier erfährt er manches über den „Geist in der Versammlung“ und dann kommt das Wochenende. An einem Nachmittag vielleicht am Samstag schreibt er seinen Bericht und behandelt diesen dann wieder in geheimer Sitzung mit dem Dienstkomitee. So sind wir gewissermaßen eine „Geheimorganisation“ und deshalb wissen auch viele Brüder und Schwestern nicht, was wirklich im organisatorischen Gefüge abläuft nur spüren es manche, dass die Suppe in der Dienstwoche wieder kocht und es entweder Entbindungen oder Neuernennungen in den darauffolgenden Wochen gibt. Die Ermunterung der einzelnen Brüder in der Versammlung ist „zweit…wenn nicht sogar drittrangig“, dafür wurden die Hirten „als symbolischen Hunde auch scharf gemacht“. Es wird ihnen eingebläut, „sie müssen die Versammlung um jeden Preis rein erhalten“ und tragen die Verantwortung dafür, dass es rückwärtsgeht, wenn sie nicht mutig „den tödlichen Speer werfen“. Der KA hat in Wirklichkeit in den 6 Tagen kaum wirklich einen Kopf dafür, es sei denn jemand ergattert im Predigtdienstzeitplan des KA eine Stunde und kann sein Herz ausschütten, muss aber aufpassen, dass er dabei nicht „noch eine über die Mütze bekommt“ und sich nicht eine Zurechtweisung einhandelt, wenn irgendwelche Abweichende Äußerung von den Leitlinien der WTG vom KA festgestellt wird.

    Deine gesamte Beschreibung zeigt, dass wir gewissermaßen eine Geheimorganisation sind mit verschiedenen Gesichtern. Das erinnert mich daran, dass einige Brüder hier davon berichten, viele sublimale Gesichter in der Literatur der WTG zu finden sind. Alle diese Gesichter und Fratzen finden wir im Grunde genommen auch in der „sogenannten theokratischen Organisations-Struktur“. Auf dieses Thema komme ich noch später intensiv.

    Das war Folge 1 an Eddi
    Liebe Grüße Martin

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    Hallo Martin,
    dies ist eine sehr treffende Beschreibung über den Ablauf einer Diestwoche. Danke!

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    Bernhard
    Frage&Antwort 26.02.2012 auf 22:58

    Meine lieben Brüder von BI, darf man die Hörartikel auf CD brennen, damit die Brüder die keinen PC haben auch die Möglichkeit haben zum Hören und ist dies überhaupt möglich. Einige Brüder wären dafür sehr dankbar.
    Brüderliche Grüße Bernhard

    Hallo Bernhard, das darfst du gerne tun.
    Unter deiner Frage war auch kein Freischaltboutten, deshalb hier bei Martin eingefügt.
    l.G.
    Bruderinfo

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi
    Fortsetzung Folge 2

    Doch nun zu Deinem Fall. Eine Versammlung erscheint „gespalten“. Natürlich hat die WTG gelernt und ich bin sicher, dass sie heute vorsichtiger mit solchen Spaltungs-Gegebenheiten umgehen, sofern nicht ihre Interessen gravierend berührt werden. Richtig ist, dass der Begriff „Wünschelruten“ früher unter Spiritismus eingeordnet wurde (siehe das Buch: Die Wahrheit die zu ewigem Leben führt u.a. Literatur). Zwischenzeitlich ist man vorsichtiger geworden, da aus wissenschaftlicher Sicht manches aus der Physik erklärbarer geworden ist.

    Aber das ist nicht das Problem. Es ist ein ganz anderes. Wenngleich die WTG solche Praktiken früher verurteilte, und heute nicht mehr, sind sie zu feige, dies öffentlich darzustellen, dass man vielleicht solche Dinge mit mehr Unterscheidungsvermögen betrachtet. Es wäre so einfach, in einer öffentlichen Ansprache in den örtlichen Bedürfnissen diese veränderte Sicht den Brüdern zu schildern. Doch dazu sind sie zu feige. Das weit schlimmere für sie ist, dass Personen sich auf ihre frühere Darstellung oder Lehre beziehen und durch solche Vorkommnisse dann „Unruhe in die Versammlung bringen“, weil sie den früheren Standpunkt noch vertreten. Damit werden nun plötzlich DIESE Personen noch zur Zielscheibe und es wird noch vor sie gewarnt und es wird noch gedroht, dass ihnen die Gemeinschaft entzogen werden könnte, weil sie „um die längst ungültig gewordene Wahrheit“ kämpfen und nun werden sie plötzlich in das Licht von Unruhestiftern und Verleumdern gestellt.

    Natürlich liegt wieder ein Brief der WTG vor mit Geheiminstruktionen und deshalb konnten die Ältesten nicht den gesamten Brief vorlesen, denn darin wurde erklärt, dass wenn weiter „Unruhe gestiftet wird und verleumdet wird“ die Ältestenschaft handeln muss…das heißt nichts anderes als Gemeinschaftsentzug für die, die keine Ruhe geben. Die WTG wollte eigentlich überhaupt nicht, dass dieser Brief angedeutet wird, denn er ist „vertraulich“ und diese Ältesten haben ihn nicht vertraulich behandelt. Sie waren unfähig, aus eigenem Herzen heraus überzeugend das Wort Gottes recht zu handhaben und deshalb haben sie zu einer so zwiespältigen Verfahrensweise gegriffen, die nichts anderes hieß, als: Schaut her wir können nicht anders, die WTG hat uns befohlen…empfohlen…wie auch immer…und wir müssen doch loyal sein. Beim nächsten KA-Besuch fragt der, wie das Problem im Sinne des Briefes der WTG behandelt wurde und wehe, wenn es nicht so ausgeführt wurde…dann sind die Ältesten Rechenschaftspflichtig.

    Obwohl du scheinbar zu keiner der Parteien gehört hast, scheinst du ins schiefe Licht geraten zu sein“. Wieso? Ich will es versuchen, dir darzustellen.

    Eine Schwester hat nach dem Verständnis der WTG keine Lehrbefugnis vor der Versammlung. Irgendwie hast du dich in die Mühlen einspannen lassen. Dann hast du erst mal das Prinzip der WTG kennengelernt. Du sendest eine geballte Dokumentation zur Hauptzentrale in USA. Die nehmen das so gut wie überhaupt nicht zur Kenntnis und senden es nach Selters, weil für sie nur dieser Zweig zuständig ist. Übrigens würden sie das auch bei einem Bruder so handhaben. Die wiederum würden dir nie persönlich schreiben, es sei denn du spendest. Alles geht nur zu den Ältesten. Damit bist du schon mal unten durch, weil du die Leiter missachtet hast und handelst dir damit schon mal die erste Zurechtweisung ein und stehst schon mal auf der „Unruhe-Stifter-Liste“. Dann kritisierst du noch einen Ältesten, der es versäumt in einem Verfahren, vermittelnd zu wirken, damit begehst du eine „Todsünde als Schwester“. Kein Wunder, gehörst du nun in die Kategorie von Personen, „die man meiden muss“. Zum weiteren führst du in deiner Dokumentation noch Persönlichkeiten „weltlicher Weisheiten“ an. Das geht überhaupt nicht. Wirst dann noch auf einem Spaziergang mit einen Pfarrer im Arm gesehen. Dann wirst du noch „zur Anklägerin ausgerechnet des Mannes, um dessen BioTensor es geht, dass er dich im Foyer absichtlich unsittlich berührt haben soll und nur eine Minderjährige Zeuge ist, das ist gewöhnlich „das Ende einer angesehenen lieben Schwester“. Vor der muss man sich nur vorsehen. Die eigentliche Ursache ist nicht in erster Linie die Ältestenschaft, sondern die Direktiven der WTG.

    Liebe Eddi, ich habe nur versucht, dir den eigentlichen Hintergrund zu beschreiben. Nicht dass ich diese Verfahrensweise für richtig halte. Es ist eine Katastrophe. Da stimmt etwas im gesamten Bibelverständnis nicht. Können wir uns vorstellen, dass unsere lieben Brüder im ersten Jahrhundert in Jerusalem über ein solches Gerichtsbarkeitssystem oder über solche Dienstabteilungen verfügten wie die WTG im 19. Und 20. Jahrhundert? Jehova und unserem Herr Jesus sei Dank. Das ist nicht seine Lizenz für den Aufbau einer Christenorganisation nach dem Muster der Urchristenversammlung.

    Du bist eine starke emotionelle Frau und Schwester. Sei der Liebe unseres Herrn Jesus gewiss. Lass alles hinter Dir. Vergiss es und fühle dich geborgen in der Gnade unseres Herrn Jesus.

    Liebe Grüße Martin

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    erst verschworen, dann verloren und am Ende sehr vergoren

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Martin,
    vielen Dank für deine sehr ausführliche Beschreibung. Ein paar Dinge sind anders: 1) ich bin tatsächlich ohne alle Vorbehalte zu diese Inquisitionssitzung gegangen und dazu wurde ich von einem Ältesten eingeladen. Alle drei Älteste (Dienstkomitee) sind aber Pro-Biotensor. Das hätte mich nicht im Geringsten interessiert, was ich deutlich bemängelt habe, war der Umgang mit den Brüdern und Schwestern. Bitte bedenke, der von mir beschriebene ältere Bruder wurde sehr nachhaltig mit Gemeinschaftsentzug bedroht, wenn er sich nicht mit dem andern Bruder über seiner Meinung nach Spiritismus unterhält. Wir wussten nicht, ob der Bruder die Nacht überlebt. 2) Es war Auftrag der Ältesten, Beweise für oder gegen das Vorliegen von Spiritismus zu sammeln, eigentlich wäre es von Ihrer Seite her erforderlich gewesen, diese Erkundigungen einzuholen und 3) ich hab das nicht gleich in die USA gefaxt, ich bin zuerst die Leiter rauf, bin dann runtergefallen in dem Sinn, dass sich gar niemand interessiert hat und dann erst habe ich den ganzen Quark in die USA gefaxt. Ich hätte mir nie Lehrbefugnisse eingeräumt! Man hatte sich offensichtlich aber versprochen, dass ich auch davon zu überzeugen bin – insbesondere unter der Androhung, „richtig“ denken zu müssen, sonst Gemeinschaftsentzug – dass ein guter Spendenkasten wichtiger ist als ein gutes Gewissen. Und dem war halt nicht so. Man hatte mir immer unterstellt, die Freundschaft zu dem einen Ältestenehepaar würde mir mehr bedeuten als die Liebe zu Jehova und auf einmal mussten sie feststellen, dass sie da auf das falsche Pferd gesetzt hatten.

    Ich habe sie alle geliebt! Die gespaltene Situation in der Versammlung hat mich unheimlich viele Tränen gekostet, mein Stoffwechsel hat seinen Dienst aufgegeben (!), die Schilddrüse geriet in Mitleidenschaft, Entzündungen vom Scheitel bis zu den Füßen, Herzprobleme – die ganze Palette. Innerhalb von 8 Monaten nahm ich über 20 Kilo zu – und wurde natürlich wieder verspottet. Klar kamen auch so Anmerkungen wie: mangelnde Selbstbeherrschung, Unmäßiges Essen und Trinken, etc. Du weißt, wovon ich rede.

    Nachdem ich mich nicht mehr zum Dienst verabreden konnte, besuchte ich vermehrt die älteren Schwestern, was hatten die Freude. Ich habe DVD`s zusammen gestellt, durfte dazu die wunderschönen Lieder mit Texthintergrund und sehr schönen Bildern von einem Bruder (via Internet) nutzen, hab die konvertiert, damit sie als DVD über jeden normalen DVD-Player anzuschauen sind und habe diese an emotional Bedürftige verteilt. Daraufhin wurde ich „ermahnt“, es sei nicht meine Aufgabe, andere zu ermuntern, das sei die Aufgabe der Ältesten!

    Nach dem Vorfall mit der sexuellen Belästigung bin ich mehrere Wochen überhaupt nicht nach draußen gegangen, nicht mal zum Einkaufen. Als mein Sohn kam (der ist absolut nicht gut auf ZJ zu sprechen) hat er mir klargemacht, dass ich mich nicht vor dem zu verstecken brauche. Als sich ein Ältester bei mir meldete mit der „Bekanntmachung“, mir keine Literatur mehr zu bringen, ich könnte ja in den Saal kommen und ich müsste mich bei dem Bruder entschuldigen,den ich der sexuellen Belästigung bezichtigte, denn der habe das nicht böse gemeint, hab ich gesagt, dass ich ohnehin vorhatte, wieder zu kommen. Sie sollen diesen Typ aber in Entfernung von mir halten, sonst trägt er Gesichtspullover, weil er sich nicht mehr rasieren kann.

    Nein, ich denke nicht, dass ich in der Lage gewesen wäre, ihm irgendwas zu tun, aber ich konnte nicht mehr anders. Ich war so verzweifelt, dass ich über eine Geschlechtsumwandlung nachdachte, mit der Folge, dass zwei „liebe Älteste“ mir erklärten, man würde das nie akzeptieren, mich ungeachtet aller weltlichen Gesetze weiterhin mit meinem weiblichen Vornamen anreden und mir auch verbieten, die Herrentoilette zu benutzen.

    In tiefster Verzweiflung wandte ich mich an Selters und teilte mit, darüber nachgedacht zu haben, die Gemeinschaft der ZJ zu verlassen. Am 11. November 2009 erhielt ich ein Schreiben, dass man eine Stellungnahme der Ältesten zum Vorfall der sexuellen Nötigung angefordert habe. „In unserem Schreiben vom 21. Oktober 2009 an dich haben wir bereits erklärt, warum es ratsam ist, dass du den Ältesten eine Kopie deines Briefes aushändigst.“ (Da ging es darum, warum ich den Ältesten eine Kopie meiner Schreiben geben soll, aber nie eine Kopie von Schreiben der Ältesten erhalte. Israels Recht war e i n Recht für alle.) Und weiter heißt es in dem Schreiben: „Wende dich mit Fragen bitte an sie, da sie von Jehova eingesetzt sind, um die Versammlung zu leiten. Wenn du das Empfinden hast, dass einer Angelegenheit nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wurde, kannst du den Kreisaufseher bei seinem regulären Besuch ansprechen. Es ist nicht nötig, dass du uns regelmäßig umfangreiche Briefe sendest. Falls dann noch Fragen offen sind, können die Ältesten oder der Kreisaufseher uns anschreiben.“

    Es erübrigt sich von selbst zu sagen, dass ich mich hatte einteilen lassen, den Kreisaufseher zu verköstigen, aber dies dann noch an dem betreffenden Morgen jemand andern übertragen wurde.

    Knapp 6 Monate später hatte ich einen Totalausfall und nahm den Hinweis meines Hausarztes an, mich an die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle zu wenden, die in NRW von der Caritas geleitet wird (ich weiß nicht, ob das überall in NRW so ist). Das tat ich auch und es wurde der Kontakt zu einer Fachärztin hergestellt, die auch echt prima war. Aber was vermisst du? Richtig: Die „Ermahnung“ durch die liebevollen Ältesten, da ich ja Hilfe über einen katholischen Verein gesucht hatte. Ich weiß, dass die Beratungsstellen in Hessen über das Gesundheitsamt gehen, in NRW eben nicht,aber ich wollte mit der Caritas nicht beten, ich wollte einen Therapeuten. Übrigens: Die PSKB empfahl mir eine andere Versammlung mit den Worten: „Von denen haben wir gehört, dass sie sehr liebevoll sein sollen!“ War für mich leider praktisch nicht durchführbar, aber ich weiß, dass schon etliche diesen Wechsel durchgeführt haben.

    In den folgenden knapp neun Monaten bis zu meinem Umzug gab es keine Form von Diskriminierung, die nicht ausgeübt worden wäre. Eigentlich hätte ich mich dringend einer Beinoperation unterziehen sollen, aber es durfte keiner für mich im Blutdokument als Vertreter genannt werden, der nicht „bei den Ältesten in gutem Ruf steht“. Diese und andere OP´s sind bis heute nicht gemacht. Zwei Tage vor meinem Umzug sandte ich ein Fax an den gerade gastierenden Kreisaufseher, dass ich jede Verwendung meiner Daten untersage.

    Kaum umgezogen waren zwei Brüder an meiner Tür und ich sagte denen, mein Bedarf ist erstmal darauf beschränkt, selbst zu studieren, ich hätte dazu gern die Library. Ich erhielt die Telefonnummer zum Mithören, die Handynummer des DAG, falls es nicht klappen sollte, könne ich dann gleich anrufen und das war´s. Eines Tages erfuhr ich durch Zufall, dass der Sohnemann des DAG eine Aufgabe hat und versprach ihm, zuzuhören und ihm zu sagen, wie ich es fand. Das war ganz ehrlich gemeint.

    Weniger ehrlich, was dann kam: das Einwählen funktionierte nicht, die SMS wurde nicht beantwortet. Am andern Tag erklärte mir der DAG, es habe eine technische Änderung gegeben, aber der Koordinator habe verboten, mir die neue Telefonnummer zu geben. Wenn ich nicht zur Versammlung kommen würde, erhielte ich gar nichts. Den Luxus, mal nachzufragen, ob ich überhaupt kommen könnte, hat er sich natürlich in seiner Bescheidenheit nicht geleistet. Zum Verständnis: Die Versammlung ist einfache Strecke 11,5 km weiter. Ich fahre kein Auto, weil ich teilweise Lähmungen in den Beinen habe. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich keine 500m laufen. Ich machte also die Adresse des Koordinators ausfindig, rief ihn an und als ich erklärte, ich bin jetzt erst mal enttäuscht über die Dinge, die da liefen, kam sofort der Verdacht: Da muss ein Mann dahinter stecken.
    Ja, mehrere und die werden unter der Rubrik „Älteste“ geführt!

    In diesem Telefonat stellte sich dann heraus, dass natürlich doch entsprechend den WTG-Anordnungen rege Informationen ausgetauscht worden sind. Mehrere Telefonate und ein Brief nebst Verkündiger-Berichtskarten. Nach einer Beschwerde beim „Datenschutzbeauftragten“ der ZJ in Berlin, G. Glockenthin, erhielt ich von dort die – wie ich jetzt weiß – unwahre Mitteilung, man habe alle Daten vernichtet, der Sekretär würde mich jedoch besuchen, damit ich Einsicht in die Verkündiger-Berichtskarte bekäme. Den Eingang meines Fax vom 26. 12. 2010 könne der KA jedoch nicht bestätigen.

    Vielleicht sollten die den Koordinator, der ja Postbote einer Versammlung ist, mal ernster ins Gebet nehmen, denn ich habe ja ein Übertragungsprotokoll. Ich bin ein echter Technik-Legastheniker, aber das bekomme ich noch hin!

    Zum beliebigen Datenaustausch:
    „Die Weitergabe der betreffenden Daten ist gemäß § 3 DSGJZ zulässig gewesen. (Anmerkung: Datenschutzgesetz der Zeugen Jehovas)
    Grundlage für die rechtliche Beurteilung der Weitergabe der Verkündigerberichtskarten der Versammlung mit einem Einführungsschreiben an die neue Versammlung ist das Religionsrecht von Jehovas Zeugen i. V. m. den Vorschriften des DSGJZ (in der Fassung vom 27. Mai 2009, Amtsblatt von Jehovas Zeugen in Deutschland Nr. 1, 2008, S. 2 und Nr. 2, 2009, S. 5.- Einsehbar unter: http://www.jehovaszeugen.de/rec/default.htm). Danach stellt sich die Rechtslage wie folgt dar:
    Gemäß § 1 Abs. 1 DSGJZ sind alle Bestimmungen des Religionsrechts, die den Umgang mit personenbezogenen Daten zum Gegenstand haben, Bestandteil der DSGJZ. Zum Religionsrecht gehört nach Präambel Abs. 4 Status der Religionsgemeinschaft die in Briefen und Publikationen veröffentlichten oder mündlich durch die Leitende Körperschaft, deren Beauftragte oder das Zweigkomitee in dessen Zuständigkeitsbereich übermittelten Anleitungen.“ Die Übersendung der Verkündigerberichtskarten geschah,…“damit die Ältesten der neuen Versammlung ihrem biblischen Auftrag als Hirten der Herde nachkommen und sich weiterhin um das Mitglied kümmern können (§3 Abs. 1, 5 Nr. 1 Versammlungsordnung.“ (Schreiben vom 15. März 2011) Was die Berichtskarten betrifft, wurde ich gebeten, zum Sekretär der neuen Versammlung Kontakt aufzunehmen.

    Behalten wir im Sinn: Für mich gab es keine neue Versammlung und: es mag ja sein, dass es dem Religionsrecht entspricht, mit Daten um sich zu werfen, aber es entspricht nicht meinem Persönlichkeitsrecht, wenn ich dies untersage.

    Der Sekretär kam tatsächlich, natürlich wie immer im Doppelpack (so sieht es ja das Ältestenbuch auch vor), als Schwester ist man ja automatisch eine potentielle Hure und wie ich jetzt aus dem Hüte-Buch weiß, ist es erst recht eine Schwester, die Depressionen hat oder mal missbraucht wurde.(S. 55 P. 28) Die Berichtskarten habe ich gleich konfisziert, da man sich darauf berufen wollte, ich hätte eine Unterschrift darauf geleistet und so einer beliebigen Verwendung meiner Daten zugestimmt.
    Jede „weltliche“ Institution erkennt an, dass eine Datenverwendung mit einem Widerruf endet, die ZJ können dies nicht.

    Unter Punkt 3 seiner Ergebnisliste schreibt Hr. Glockenthin dann: „Ein Einsichtsrecht in andere Unterlagen der Versammlung oder hinsichtlich des Schriftverkehrs mit dem Zweigbüro ist dagegen im Religionsrecht nicht vorgesehen(§ 4 Abs. 2 S. 1 DSGJZ). Insbesondere wäre eine geordnete Wahrnehmung des geistig-seelsorgerischen Auftrags nicht mehr möglich, wenn ein Austausch der Ältestenschaft einer Versammlung mit ihrer geistlichen Aufsicht nicht im vertraulichen Bereich verbleiben würde.“

    Tja, gelle, dann müsst man ja die Wahrheit offenlegen können!
    Das sind die Fakten der Wahrheitsliebe und der Offenheit laut WTG.

    Wie kam es dazu, dass die neue Versammlung involviert wurde? Ein Schreiben von Selters vom 03. Februar 2011, nachdem ich mich über negatives Geschwätz beschwert hatte und ankündigte, die Organisation zu verlassen. In diesem Schreiben wurden mir gleich Anschrift und Versammlungszeiten der Ortsversammlung genannt. Zum Verlassen der Gemeinschaft wurde dann nicht auf das Hüte-Buch zurückgegriffen (Kasten P. 2), man teilte mir von Selters aus mit: „Wenn du dabei bleibst, die Gemeinschaft des Volkes Gottes zu verlassen – was wir bedauern würden – kannst du dies den Ältesten der Versammlung…..oder in einem Schreiben an uns erklären. Wir würden dann die zuständigen Ältesten bitten, gemäß deiner Entscheidung vorzugehen.“
    Darin erschöpft sich die „geistige Hilfestellung“. Ach: Durchschrift an beide Versammlungen!
    Ginge es nicht um den unbefleckten Ruf der WTG hätten die auch dafür ein Formular, genauso wie für die Anwesenheitszahlen, die Stundenzahlen, Formblatt für Ausschluss und Ernennung, u.s.w.

    Im gesamten Verlauf des Jahres 2011 (vorher natürlich auch schon!) wurde mir gesagt, dass ich Jehova nie gut genug sein würde, niemand bemühte sich darum, dass ein klärendes Gespräch stattfinden würde, meine Anfrage hierzu wurde von den Ältesten der Versammlung abgelehnt, da ich ja verzogen sei. Also beantragte ich ganz offiziell, der alten Versammlung wieder anzugehören. Ich erhielt vom Dienstkomitee ein Fax mit dem Lob, dass meine Kommentare während der Zeit meines Versammlungsbesuches immer gut durchdacht waren und sehr zur Ermunterung der Brüder und Schwestern beigetragen hätte, aber dies wohl kaum mehr möglich sein würde, wegen der Entfernung immer persönlich anwesend zu sein. Man wünsche mir, dass ich auch künftig „inmitten der versammelten Scharen“ Jehova preisen könne! (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!?)
    Der Bezirksaufseher sorgte dafür, dass ich meine Library bekam, die mir wie alles vorenthalten wurde. Ich wurde nie zu einer Versammlung mitgenommen, auch nicht zum Gedächtnismahl, zu keinem Kongress, mir wurde gesagt, ich sei es nicht wert angerufen zu werden, ich würde den Ältesten nur die Zeit stehlen, sie würden es bedauern, überhaupt Zeit in mich investiert zu haben, u.s.w. Im Jahr 2009, 2010 und 2011 wurden Brüder und Schwestern aus den unterschiedlichsten Versammlungen vor Umgang mit mir gewarnt.

    Die ganze „geistige Speise“ hätte ich haben können, wenn ich an dem neuen Wohnort einem Studium zugestimmt hätte. Dazu habe ich allerdings gesagt: Ich komme mir vor wie ein Hund, der nur mit Trockenfutter abgespeist wird. Ich hätte gern mal so was von praktischer Nächstenliebe erlebt, damit ich mich auch ermuntert fühlen kann, an einem Studium Freude zu finden. Ich denke es erübrigt sich zu sagen, dass das Studium nie statt fand. In der vorigen Versammlung hätte ich es gern gemacht und habe alles andere hinten an gestellt – und habe es trotz vieler Versprechen nie erhalten.

    Im Sommer 2011 teilte ich Selters mit, dass ich Zweifel an der Richtigkeit der 2. Tauffrage hätte, da es meines Erachtens in einer Christengemeinde nur um die Verherrlichung Jehovas gehen sollte. Daher würde ich darum bitten, mich von der 2. Tauffrage zu entbinden. Die Antwort lautete, dass man sich nicht speziell von einer Tauffrage entbinden lassen könne, dass es mir jedoch frei stünde, mich entbunden zu fühlen.

    Am 29. Dezember 2011 wurde auf mein Antrag mein Ausscheiden aus der Organisation bekannt gegeben.
    Einige Notwendigkeiten (z. B. familiärer Art) machen Kontakte nicht ganz überflüssig, gern erklärt man mir dann seitens der Ältesten, i c h hätte mich von Jehova zurück gezogen. Dies habe ich zwischenzeitlich ultimativ untersagt.

    Es ist mir keinesfalls leicht gefallen, diesen Schritt zu gehen und ich kann aus meinem Herzen heraus sagen: Wenn nur einer mit einer ehrlichen Absicht bei mir gewesen wäre, ich würde noch heute zur WTG gehören. Stets habe ich den Fehler bei mir gesucht, schließlich habe ich ja die Kommunikationsprobleme, dachte, wenn Bruder A noch dies wüsste, würde er anders denken, wenn Br. B das wüsste, könnte noch das und das geklärt werden… Ich war nur beschäftigt, Informationsaustausch herzustellen – etwas, was von keinem Ältesten tatsächlich gewünscht wurde! Da wollte gar keiner irgend etwas regeln, klarstellen, kommunizieren, beherzigen, Umgang haben. Ich kam mir vor wie ein Wasserfall, habe und verteile unendlich viel Zuneigung, aber es läuft ungenutzt weiter. Und das ist so gewollt von den Ältesten. Alles andere wären nämlich freundschaftliche Kontakte.

    Das alles ist unwahrscheinlich hart und viele Brüder und Schwestern im Forum haben ähnliches und auch schlimmeres durchgemacht. Aber bei all dem Kämpfen will ich nicht vergessen, dass es nur darauf ankommt, Jehovas Willen zu tun. Da habe ich sehr viel mit mir selbst zu tun und ich bin sehr dankbar, dass ich nicht weiter in meinem Wachstum beschnitten bin, sondern durch aufmerksame und mitfühlende Brüder und Schwestern nachdenken, mitdenken, mitfühlen, mitbeten und mithoffen darf.

    Die Texte aus Hes. 34 – sie waren mir nie so bewusst wie jetzt, sie sind auch nie so vermittelt worden. Wie oft ich in den vergangenen Tagen sie für mich rezitiert habe. Oder die Zusammenstellung „Brief von deinem Vater“, die ich so liebevoll bekam.
    Ich wünsche sehr, dass noch ganz viele den Mut aufbringen oder in tiefer Verzweiflung nicht verzweifeln sondern auf BI finden. Jesus sichert uns zu, dass ihm am Ende der Tage keines seiner Schafe fehlen wird. Das ist Trost, das ist Gewissheit, das ist Liebe.
    Alles Gute für dich und alle Leser.
    Eddi

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi

    Zitat:
    „Ich wünsche sehr, dass noch ganz viele den Mut aufbringen oder in tiefer Verzweiflung nicht verzweifeln sondern auf BI finden. Jesus sichert uns zu, dass ihm am Ende der Tage keines seiner Schafe fehlen wird.“

    Genau in dieser Zeit müssten wir jetzt leben, in der Zeit in der Jesus seine auf der ganzen Erde zerstreuten Schafe sammelt zu einer Herde unter einem Hirten mit dem Namen Jesus Christus.

    Da kein einziges Schaf fehlen wird, wird Jesus auch für jedes Schaf einen geeigneten Ausweg aus seiner Situation finden. Bruderinfo dürfte so ein Werkzeug aus dem umfangreichen Werkzeugkasten Jesu sein.

    Hes. 34
    11. Denn so spricht der Herr, Jehova: Siehe, ich bin da, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen.
    12. Wie ein Hirt sich seiner Herde annimmt an dem Tage, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, also werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie erretten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gewölks und des Wolkendunkels.

    Jes. 11
    12. Und er wird den Nationen ein Panier erheben und die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Zerstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    Du hast deinem Herzen gewaltig Luft gemacht und deine Empfindungen und Erlebnisse ausführlich geschildert. Ich verstehe auch, dass du in Deiner Situation dich entschieden hast, die Gemeinschaft der ZJ oder der WTG „zu verlassen“. Damit wirst du ja derzeit behandelt wie jemand, der Ausgeschlossen wurde und dass wirst du sicherlich auch zu spüren bekommen. In deiner Situation erhält man den Eindruck, dass wahrscheinlich einige froh darüber sind, dass du deinen Abgang selber veranlasst hast, weil die beteiligten Ältesten dich wahrscheinlich als einen belastenden Problemfall im theokratischen Hüte- und Kontrollsystem empfunden haben.

    Wenn ich dich recht verstanden haben, blickst du auf bittere Erfahrungen der Vergangenheit zurück, die tiefe Narben hinterlassen haben. Was du benötigst ist viel Verständnis, liebevolle brüderliche Zuneigung von echten Freunden und vor allen Dingen den Zuspruch, dass du ein Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen musst und dich ganz auf das konzentrieren, was uns durch den neusten Aufsatz von BI: „Freut euch im Herrn“ wunderbar vermittelt wurde.

    In einer solchen Situation muss man sich mit all seinem Sein darauf konzentrieren, die Liebe unseres Vaters und seines Sohnes fest im Herzen zu tragen und das beruhigt und macht frei. Dabei möchte ich es erst einmal belassen. Man muss das, was du erlebt hast erst gründlich verarbeiten und durchdenken. Es ist jedenfalls schön, dass wir dich hier haben und trotz all dieser Erlebnisse strahlst du christliche Wärme und Liebe aus und verdienst auch liebevollen Zuspruch und Ermunterung, damit du auch weiterhin innerlich stark und stabil bleibst.

    Bis später. Alles Liebe und Gute
    Martin

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Martin,
    ZITAT:
    „Du hast deinem Herzen gewaltig Luft gemacht und deine Empfindungen und Erlebnisse ausführlich geschildert.“

    Und das ist auch gut so, sonst würde es irgendwann doch noch explodieren…und das wär´ ja schade drum. 😉

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Martin,
    danke für deine Worte – und danke auch allen anderen, die des Tröstens und Ermunterns nicht müde werden.

    „stabil bleiben“ ist derzeit noch ein Licht am Horizont, aber ich wandere schon mal viel fröhlicher auf dieses Licht zu, ganz im Sinn von Ps. 23, mit dieser Aussicht sind auch dunkle Täler nichts mehr, was einen wirklich erschrecken kann.

    Meine größte Verzweiflung gilt nicht mir, sondern den Vielen, die jetzt per credo auf ein gutes Wort, eine liebe Geste, ein paar entlastende Handgriffe verzichten müssen. Viele haben gar nicht die Möglichkeit wie ich, PC ein, Ermunterung abrufen!

    Diesen Trimm-dich-Pfad des Bösen (anders kann man das Lehrbuch der Ältesten gar nicht bezeichnen), verhindert jede geistige Ausgeglichenheit, jede echte Fürsorge, das tatsächliche Weiden der Schafe Christi. Und ehrlich: ich kann mir nicht vorstellen, dass die WTG dies in ihrem Antrag auf Körperschaftsstatus beim BVG vorgelegt hat. Noch nicht, vielleicht brauchen sie dafür erst mal einen „liebevollen Hinweis“.

    Es gibt leider viele Betonköpfe. Damit versucht man schon wieder einen Turm bis in den Himmel zu bauen. Wie ihr jedoch auf BI immer wieder richtig feststellt, ist es auch Jehovas Angelegenheit, die Schafe, alle Schafe, einzusammeln, damit er sie selbst weiden kann (Hes. 34). Und nehmen wir das Beispiel von Jona mit seinem Wunderpflänzchen. Dass dieser Baum noch vor der Morgenröte kaputt ging, war ja nicht, weil Jona angegriffen wurde (so stellt die WTG immer diejenigen hin, die ernsthafte Fragen stellen), sondern weil Gott selbst einen Wurm bestellt hat.

    Ja, so ein kleiner Wurm kann so einer großen Pflanze richtig zusetzen und das ist auch die Furcht der WTG. Doch wo Liebe ist, braucht keine Angst zu sein, sondern nur die Gewissheit der Rettung.

    Darf ich euch eine kleine persönliche Geschichte hierzu erzählen? Als mein Sohn noch ein Windelmatze war wohnten wir in einem Haus, dessen Vermieter froh war, dass ich mich des Gartens annahm. Ich war auch froh und grub mühselig die arg durch Unkraut zusammen gehaltene Erde um. Und während ich Gemüsesamen holte, saß mein Sohn vor einer Erdscholle und beobachtete einen Regenwurm. Als ich wieder kam, rief er voller Bewunderung:“ Guck mal Mutti, der hat sooo viel Gummi!“

    Auch in dieser Erde befand sich Leben. Ich bin dieses Leben, aber bisher hatte ich gar nicht die Chance, an die Oberfläche zu kommen, mal Licht zu sehen. Der Auftrag war ja nicht, Lichtträger zu sein, sondern andere unter der Oberfläche nutzbar zu machen. Dass Christus nun durch Jehova einen Teil dieser Verkrustung aufgebrochen hat, mag oberflächlich betrachtet eine Gefahr darstellen. In Wirklichkeit wird der Boden für eine viel größere Aufgabe bereitet.

    Und die Scholle, die mir vor die Füße geworfen wird, da muss ich dann halt „ganz viel Gummi“ entwickeln. Aber das betrachte ich nicht mehr angstvoll, sondern voll Ehrerbietung Christi gegenüber, dem ich nicht zu wenig bin, an seinem Plan einer neuen Ordnung mit zu arbeiten.
    Deshalb möchte ich keine Bitterkeit aufkommen lassen. Und ich brauche es auch nicht, viele Glieder eines „Wurmes“ bei BI haben mich getröstet und gezeigt, dass Gottes Reich nicht in Ninive aufgehört hat, es geht weiter.

    In diesem Sinne hoffe ich, einen Beitrag zur Ermunterung geleistet zu haben und bin dankbar für jeden Lernprozess, denn ich sehe anhand vieler Kommentare, wie die tiefe Kruste meine geistige Entwicklung behindert hat.

    Ganz liebe Grüße, bleib gesund – und natürlich wünsche ich auch allen anderen Gesundheit.
    Eddi

  • Christof
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    unglaublich – mehr fällt mir zu deinem Bericht nicht ein.. Das es so was gibt..
    Ein paar Anmerkungen dazu:
    Bin auch ein überzeugter Anhänger des Biotensor und immer wieder überrascht von den guten Ergebnissen; allerdings war es damals in meiner VS absolut als spiritistisch verboten (was wahrlich nicht stimmt und mittlerweile auch von vielen Ärzten praktiziert wird). Die Ältesten damals hatten aber nur das wiedergegeben, was im WT/Selters kam ohne sich selbst zu überzeugen.

    In meiner Heimatstadt sind viele ältere Brüder und Schwester in einem evangelischen Altenheim. Träger ist die evangelische Kirche !! Glaubst du, das interessiert jemanden in der VS ?

    Älteste und untätige/ex-Z.J. zur VS abholen: Wundert dich das, wenn du im Ältestenbuch lesen kannst, wie „es“ dort beschrieben wird ?
    1. die sollen mit öffentl. Verkehrsmitteln fahren,
    2. wenn das nicht geht, kann man Ausnahmen machen, aber
    3. das soll nicht missbraucht werden, und ja nicht
    4. miteinander reden (im Bus würde man mit Fremden auch nicht reden.
    Das ist wahre Nächstenliebe, das gibt es nur bei Z.J.


    Alles gute..
    Christof

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Christof, liebe Brüder und Schwestern,

    um meine Bildungslücke zu schließen und ich jetzt keine Zeit und auch keine Lust habe im Web darüber zu suchen:
    Was ist denn ein Biotensor??? Vermutlich eine Weiterentwicklung der Wünschelrute?

    Ich habe davon erstmals von Eddi im Kommentar erfahren.

    Dir liebe Eddi wünsche ich viel Kraft von Jehova. Versuche nach vorne zu schauen. Ich werde mir deinen langen gestrigen Kommentar ausdrucken und mal in Ruhe lesen. Weil deine Erlebnisse ja doch schwer zu begreifen und zu verarbeiten sind. Zum Trost: Es ist nicht überall in den Versammlungen so.

    Und zum Thema kirchliche Träger von Altenheimen usw. gab es ca. 2006 im Königreichsdienst einen Fragekasten. Dort wurde erklärt dass man JETZT keine Bedenken mehr zu haben braucht dorthin zu gehen. Wenn du möchtest, schreibe mir, dann suche ich in der WT-Library gelegentlich danach.
    Oder ein anderer Mitleser ist schneller 🙂

    Herzliche Grüße an alle und draußen wird’s wärmer

    Anna

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Christof,

    es ging mir nicht darum, irgendeine Art medizinischer Versorgung anzukreiden, denn es war nicht meine Behandlung. Es geht auch nicht darum, ob die Anwendung an sich spiritistisch ist oder nicht, sondern es ging (zumindest mir) darum, von welchem Geist in diesem ganz speziellen Fall Gebrauch gemacht wurde.

    Dass einige Herrschaften mich dazu missbrauchen wollten, irgendwelche Dogmen zu sichern werden sie vor Jehova zu verantworten haben. Dummerweise versuchen sie immer, die Rettung einiger damit zu verhindern. Es war nix ausgewogenes an der ganzen Sache.

    Dass die WTG sich da dreht und wendet wie ein Windsack am Flughafen ist schon oft angesprochen worden. Grad so, als wäre Jehova zu blöd, anhand des Herzens eines Menschen festzustellen, welche Beweggründe dahinter stehen.

    Aber was will man denn von Ältesten erwarten, die unsereinen wegen grauer Haare verspotten, wo die Bibel Jehova selbst den „Alten an Tagen“ nennt. Es geht nur noch um Gedankenkontrolle und nicht um Gedankenaustausch im Interesse eines geistigen Wachstums.

    Genau das ist der Grund für die doch gehäuften Korrekturen, die meines Erachtens nur noch eine Verschlimmerung der Situation sind. Aber man behauptet, das Licht werde heller.

    Nu denn, das ist so bei einem Flächenbrand, da wird das Licht heller.

    Ganz liebe Grüße
    Eddi

    ================================================

    Sarah-Ima
    03.03.2012 auf 10:16 | Als Antwort auf Manfred.
    Hallo Manfred,
    ich bin Grafikerin und wollte nur kurz erwähnen, dass die Bilder heute nicht mehr gemalt werden müssen, sondern man kann mit Computerprogrammen einfach Fotos bearbeiten und diese dann gemalt aussehen lassen. Ich denke, die Gesellschaft greift einfach auf eine Palette alter Fotografien zurück und verändert diese schnell durch die Fotoprogramme. Es ist ausserdem ganz logisch das die Schrift gestochen scharf ist, denn sie besteht aus Pfaden und nicht aus Pixeln, während Bilddaten fast immer aus Pixeln bestehen.

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Eddi, das ist reif für eine Autobiographie betitelt
    „Schnaps statt Selters“.
    Gebt uns Dusel oder Fusel, lautet die Devise, dann muß man sein Gewissen nicht anstrengen und kann gewisse Dinge erledigen, die einem sonst Brechreiz machen

  • becky
    Dezember 22, 2011

    Zitat:
    “ als Schwester ist man ja automatisch eine potentielle Hure und wie ich jetzt aus dem Hüte-Buch weiß, ist es erst recht eine Schwester, die Depressionen hat oder mal missbraucht wurde.(S. 55 P. 28)“

    ich bin erschüttert,ich wurde als kind und jugendliche missbraucht, leide jetzt unter depressionen…. aber das erklärt warum kein aus meiner versammlung sich bei mir meldet…. mir fehlen die worte…

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo becky,
    du bist erschüttert? Noch! Aber wenn man begreift, dass das zum System gehört, kann man unglaubliche Kräfte daraus für sich nutzbar machen, denn es wird einem so schnell bewusst, dass es das Ende einer „vom Geist geleiteten Organisation“ ist.

    Man kann sich natürlich noch darum streiten, wessen Geist! Ich denke allerdings, das wäre ein Streit um bewiesene Tatsachen.

    Ich will dir nicht die Originalaussage verweigern.
    Überschrift: Personen ermutigen, die in der Kindheit missbraucht wurden
    21. Wer als Kind misshandelt oder missbraucht wurde, hat oft als Erwachsener noch emotionale Narben. Sie brauchen viel liebevolle Aufmerksamkeit. Man sollte mit ihnen bewusst rücksichtsvoll, behutsam und freundlich umgehen. Dadurch spüren sie, dass Älteste wirklich an ihnen interessiert und „wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Versteck vor dem Regensturm“ sind (Jes 32:2) Älteste sollten wie Gott „voll zarten Erbarmens“ sein (Eph. 4:32). Wenn es darum geht, solche Personen zu ermutigen, werden aus der Ältestenschaft diejenigen ausgewählt, die dazu am besten geeignet sind. Älteste haben unterschiedliche Fähigkeiten; einige erreichen in solche Fällen vielleicht mehr als andere (1. Kor. 12:4).

    Unter dem Punkt Schwestern beistehen – Hinweise zur Vorsicht
    27. Ein Ältester oder ein Dienstamtgehilfe darf NIEMALS ALLEIN (meine Großschreibung ist im Text fett gedruckt) mit einer Schwester zusammenkommen, mit der er nicht eng verwandt ist, und er sollte nicht der einzige Vertraute einer Schwester sein, die Eheprobleme hat. Das schließt auch lange Telefongespräche aus. Natürlich darf sich ein Ältester mit einer Schwester unterhalten, wenn beide von anderen gesehen werden können, sei es in der Wohnung der Schwester, bei Zusammenkünften oder im Predigtdienst (w06 15.9. S. 26 Abs. 7)
    28. Es ist ganz besonders wichtig, niemals mit einer Schwester allein zusammenzukommen, die MISSBRAUCHT WORDEN IST,AN DEPRESSIONEN LEIDET ODER DEREN GEMÜTSZUSTAND AUS EINEM ANDEREN GRUND LABIL IST. Eine Schwester könnte in diesem Zustand leicht unangebrachte Gefühle für einen Ältesten entwickeln, der mit ihr zusammenkommt. Deshalb ist es vernünftig, dass nicht immer dieselben zwei Ältesten bei der Schwester Hirtenbesuche machen. Dadurch werden sowohl die Ältesten als auch die Schwester geschützt, denn auch ein Ältester könnte unrechte Gefühle für eine Schwester entwickeln, die er tröstet oder der er guten Rat gibt(Jer. 17:9).
    Soweit die Zitate.

    Der Bruder Älteste könnte natürlich auch rechte Gefühle entwickeln, wenn er denn eine Schwester als Schwester betrachten würde, sprich als gleichwertiges Kind Gottes.

    Während in der ersten Abhandlung, in der „Personen“ genannt werden, von Liebe und Fürsorge die Rede ist, wird bei Schwestern „Hinweise zur Vorsicht“ gegeben. Schon dies ist doch eine geistige Bankrotterklärung! Lassen wir den ersten Satz noch mal Revue passieren: Ein Ältester – biblisch als reifer, lehrfähiger, mit Selbstbeherrschung ausgetatteter Mann mit gesundem Sinn – darf niemals allein mit einem weiblichen, von Jesus erkauften Kind Gottes, zusammenkommen, mit der er nicht eng – im Fleische – verwandt ist…Dem Fleisch wird also deutlich mehr Vorrang eingeräumt als dem Geist. Und es ist in Pensylvania auch noch nie die Geschichte gelesen worden, als Jesus mit Martha und Maria in deren Haus war!? Oder wird Jesus nicht als Ältester gesehen? Und dann unterhielt er sich auch noch allein mit der Samariterin am Brunnen, tolle Geschichte, aber hätte er das nach dem Verständnis der WTG dürfen? Welche Zweck sollte es nochmal erfüllen, wenn Schwestern in die Versammlung gehen? Zum Putzen? Ist das die von Gott geforderte Ehrerbietung? Waren im Obersaal zu Jerusalem nicht auch Frauen anwesend, die die freie Gabe des Heiligen Geistes erhielten, dort sogar als sichtbares Zeichen?

    Besonders diskriminierend finde ich jedoch den P. 28, es sei „ganz besonders wichtig“ niemals allein mit einer Schwester zusammenzukommen, die durch ihre schlechten Erfahrungen an ihrem Lebenszweck zweifelt. Ach das baut sicher unendlich auf! Und wenn man sich dann als Schwester gerade ein Herz gefasst hat und im vollen Vertrauen auf „gute Hirten“ sich geoffenbart hat, na dann dürfen diese Ältesten nicht mehr kommen! Mehr Verachtung geht kaum.

    Wir alle – ob Mann, Frau, Kind, müssen uns neu einkleiden – als Geistesmenschen. Wenn Jehova keinen Unterschied bei uns Menschenkindern macht und Jesus nachweislich für Alle Menschen gestorben ist, wer ist dann Bruder Ältester, dass er nicht gegen eine solche Direktive angeht?

    Tatsache ist, dass in Selters, trotz der Anordnung der offenen Zimmertüren, ziemlich viel sexuelle Entgleisungen vorkommen. Das kommt davon, wenn man seine Zuversicht auf leibliche Verwandte setzt und auf Regelwerk.

    Die WTG sollte mehr auf Gottes Geist setzen,ein Geist echter Liebe und nicht echter Triebe.

    Becky, warte nicht auf die Boten ferngesteuerter Ermunterung, für die eine Anordnung gegeben werden muss, nach einem Lob zu suchen bevor sie zum Kritisieren kommen. Du hast wie ich immer gehofft, dass die Hirten irgendwann echtes Interesse haben und auch mal zur Ermunterung vorbeikommen.
    Es gibt kaum echte Ermunterung von Ältesten und schon gar nicht, wenn sie das machen müssen! Das ist Konserven-Ermunterung. Man wird schon mal satt, aber auf Dauer macht es krank.

    Sei dir zu schade dafür. Hier bekommst du ECHTE Ermunterung, es interessiert niemand, ob du groß, klein, blond oder schwarzhaarig bist, alt oder jung. (Der PC kann die Fältchen geschickt kaschieren 🙂

    Hier haben die Brüder tatsächlich nur ein Interesse: Auf der Suche nach dem Verständnis unseres Gottes die Bibel aus verschiedenen Gesichtspunkten zu beleuchten. Und es ist jeder Mitarbeiter an Gottes Bau willkommen.

    Das ist die Wahrheit die uns frei macht und deshalb können wir aus dem Schmerz, den uns falsche Tröster vorgaukeln (und sei es, weil sie angeblich keine Zeit haben), neue Kraft schöpfen. Wir siegen, weil Christus gesiegt hat.

    Alles Gute für dich, Jehovas ganzen Segen.
    Eddi

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Martin,
    deine Beschreibung der Geheimbünde innerhalb des großen Geheimbundes, liest sich sehr gruselig…um so glücklicher fühle ich mich gerade, ihnen entronnen zu sein.

    LG Ulli

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi Martin,

    zwei Anmerkungen:

    Meinst du mit Geheimsitzung mit dem Dienstkomitee das Treffen am Ende der DW, um den Bericht an die WTG zu unterschreiben? Wenn ja, dann ist das nicht so geheim, weil da jeder Älteste mit drinsitzen darf, der möchte. So haben das meine letzten KAs praktiziert.

    Zuir Pionierbesprechung: War das nicht neuerdings so, dass die HiPis die ganze Zeit dabei sein durften? Bilde mir ein, da war was. Der Dienstaufseher ist auch mit dabei.

    Schöne Grüße,
    Hans

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans,

    „Zuir Pionierbesprechung: War das nicht neuerdings so, dass die HiPis die ganze Zeit dabei sein durften? Bilde mir ein, da war was.“

    Das kann ich insofern bestätigen, als dass es m.E. vom KA abhängig ist, wie er das handhabt. Bei unserem vorletzten war es so, bei unserem jetzigem nicht mehr. Das wäre dann ein Beispiel von Ermessenspielraum, der sehr ungewöhnlich für die WTG-Strukturen ist, aber wie man sieht kommt es vor.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    liebe Eddi, Vogeldreck von den Galapagos Inseln, Guano genannt, ist der teuerste Dünger, da er handgelesen wird.
    Was die geistigen Vögel fallen lassen kommt dem keinesfalls gleich.
    so manche Ausfälle von ganz oben bis ganz tief – zB wie Organtransplantation = moderner Kannibalismus – sind zwar schon wieder über 40 Jhare her, sitzen aber bei den Betagten immer noch ganz fest im Kopf.
    Genauso wie das Gehampel um ausgeblutetes Fleisch bei Hähnechen und Würstchen. Früher war das alle 2 jahre ein Programmpunkt auf dem Kreiskongess.
    Auf einem Bezirkskongress wurde ich in der Pause Zeuge. da aßen so ein paar halbstarke Würstchen.
    Hättste mal son älteres Ehepaar sehen sollen – als die jungen Leute weg waren haben die voll über diese abgelästert – getreu dem Motto : die essen alles ohne nachzudenken.
    So hat der „Sklave“ polarisiert – die Alten, mit dem „koscher“ -Gewissen und die Jungen: nu haun wir mal kräftig rein, ohne Überlegung.
    Hähnchen und Würstchen sind seit Jahren kein Gegenstand der Belehrung. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
    Ich habe den Eindruck, als wenn denen da „oben“ das alles lästig ist und man am liebsten das Thema ausgrenzen würde.
    Die Aussage eines KAs zu dem Thema damals: Nun, wir sind doch belehrt und brauchen das nicht ständig zu wiederholen – wird konterkariert durch den ständigen Nachwuchs, der damit wohl kaum konfrontiert wird.Die Bibel ändert sich nicht, es sei denn es gibt eine Übersetzung, die sich an doktrin orientiert. Wenn dann die Doktrin wankt, wird sie überarbeitet. WEr kennt so eine nicht?

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    viele Kommentare die ich in den letzten Tagen lese zeugen von einem wirklich starken Glauben an Jehova und Jesus Christus.
    Es ist kein blinder Glaube. Und uns allen sind die zentralen Werte von Freiheit und Gerechtigkeit wichtig.
    Viele von euch wurden von den Hirten und anderen Brüdern „geschlagen“. Das läßt sich nicht mehr ändern.

    Bitte aber liebe Brüder seid nicht verbittert. Zwischen den Zeilen lese ich zuweilen eine gewisse Wut auf die eigene Person weil man sich das hat solange Zeit „gefallen“ lassen.

    Ungerechigkeit durch Glaubensbrüder, die viele von euch erlebt haben, richtet großen Schaden an. Weil hier ja ein Vertrauensverhältnis da ist oder zumindest mal da war. Und bei Brüdern wie dem armen Schaf, Schwester Eddi, Matthäus und vielen vielen anderen wirkt sich das zerstörerisch auf das Leben aus. Viele haben Ängste und ein oftmals überwältigendes Gefühl der Wertlosigkeit. Ich bete darum, daß Brüder in verantwortlichen Stellungen lernen ihren Brüdern einfühlsam und mitfühlend zu begegnen.

    Unser Schmerz berührt natürlich Jehova sehr. Das war schon beim Volk Israel der Fall, kann man nachlesen in Jesaja 63:9 (NWÜ)
    „Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend“

    Wie sehr Jehova Mitgefühl hat zeigt auch Sacharja 2:8:

    „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an“

    Was uns schmerzt tut auch Jehova weh.

    Wenn wir, die wir in die Zusammenkünfte gehen, einigermaßen damit zurecht kommen wollen, müssen wir Geschick im Umgang mit den organisationstreuen Brüdern entwickeln. Alles andere führt nur dazu, dass diese sich angegriffen fühlen und dann entsprechend reagieren in dem sie den Machtapparat in Gang setzen (Zurechtweisung usw. Komitee, Ausschluss etc.).

    Da nicht immer jemand GUT oder SCHLECHT ist und ja auch der Älteste mal von Jehova gezogen wurde ist für den Verbleib in der Versammlung für mich die Einstellung wichtig:

    Worauf möchte ich mich nun konzentrieren — auf die positiven oder die negativen Seiten meines Gegenüber – auch in der Versammlung?

    Sonst kämpfe ich wirklich gegen Windmühlen und das macht mich nur schwach, oft auch physisch und psychisch krank.
    Und ich kann die WTG ohnehin nicht ändern. Aber ich kann, ja ich muss sogar meine Meinung sagen. Dabei jedoch sollte ich dem Gegenüber immer Rückzugmöglichkeiten offen lassen, seine Würde wahren.

    Zum Beispiel,um die Sache mit Humor und Diplomatie zu bewältigen, dass ich nicht bei der 30-Stunden-Hippibewegung im März mitmache… Und ich erkläre den Brüdern auch gerne freundlich und biblisch begründet warum ich mich da raushalte 🙂 Nein, nein, nicht damit ich mehr Zeit zum radeln oder dem Bergsteigen habe.

    Und alles andere darf ich vertrauensvoll bei Jehova lassen, an meiner Selbstbeherrschung arbeiten und taktisch klug vorgehen. Auch wenn ich mich damit kleiner mache als ich bin. Auch ich habe, wie wohl jeder hier, schließlich Wunden durch die Organsiationszugehörigkeit erlitten. Allerdings passe ich auf, dass sie nicht wieder aufreißen sondern sie sind verheilt und ein paar Narben bleiben immer.

    Und, für ein positives Lebensgefühl versuche ich mir das was Jesus in der Bergpredigt sagt zu Herzen zu nehmen gem. Matthäus 7:1 und 2

    „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden“

    Wie jeder Mensch mache ich Fehler und habe diese gemacht. Dann gibt es noch 1. Johannes 4:20 und 21(heute mal alles aus der NWÜ):

    „Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder (auch den organisationstreuen Ältesten) nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. Und wir haben dieses Gebot von ihm, dass der, der Gott liebt, auch seinen Bruder (in der Christenversammlung drinnen oder draußen) liebe.“

    Warum mache Älteste so überreagieren, tja, manche sind Mitläufer. Ein Leitältester gibt was vor und alle sagen, um ihr Machtmonopol nicht zu verlieren „JA und AMEN“.

    Dass dies oft schwere Schäden innerhalb der Bruderschaft anrichtet, das merken viele doch gar nicht. Sie sind ja mit ihrem Amt oft genug überfordert. Gar nicht in der Lage mit den vielen Anforderungen zurechtzukommen und bräuchten selber Hirten die sich um sie kümmern.

    Nun an diesem außerlich zwar trüben, allerdings das Frühjahr ahnenden Sonntag recht herzliche Grüße an alle

    Anna

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Marmor,Stein und Eisen bricht und der WT beim Gericht
    alles alles geht vorbei
    allein Gott ist treu

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Alles wäre doch so einfach für die Zentrale!Endlich schwere menschliche Fehler einzugestehen,die nun mal passiert sind.Endlich die Brüder auf der ganzen Welt um VERGEBUNG zu bitten, für all das Leid,und der Tragödien innerhalb von Generationen all der Familien, die geschädigt wurden!Viele hatten den Freitod gewählt!Das ist eine Blutschuld die noch offen steht!Ein Bruder zitierte einmal.. Es ist, als wäre Gabelstaplerfahrer Klaus Ältester!So ein Klaus der macht vieles Kaputt in so einer Dienerschaft!Gibt es nur Kläuse? oder Klause? Na lieber dann den Bruder Konrad der mir zuhört.

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Schafmann, es gibt nur Nikoläuse, die mit Hans Trapp herumtrappsen und fast allen eins überziehen. Den Hans nennt man bei euch im Ruhrgebiet Knecht Ruprecht. Der Hans ist ne echte elsässische Figur.
    Als Jahresendhohlkörper – DDR -Sprech- sind Nikoläuse geniessbar, ansonsten stecken sie voller Überraschungen.
    Grüße aus Zabern, Saverne

  • Shannon
    Dezember 22, 2011

    Liebes Schaf,

    worauf hoffst du? Dass die Brüder in der Zentrale einen Fehler zugeben? Darauf wirst du vergebens hoffen, weil sich diese Brüder überhaupt nicht eines Fehlers bewusst sind. Ich hoffe, ich kann dir rüber bringen, was ich meine.
    Einen Fehler zugeben kann man nur, wenn man merkt, dass man einen Fehler gemacht hat. Ist man aber der Ansicht, keinen Fehler gemacht zu haben, wird man auch keinen zugeben.

    Ich denke, dass die Brüder dort durchaus der Meinung sind, richtig und gottgefällig zu handeln. Ich glaube, dass allenfalls die ganz oben in den USA wissen, dass sie falsch handeln, aber im Wirtschaftsgeflecht der Verstrickungen nicht anders können und es nicht zugeben. Aber alle darunter in der Hirarchie handeln in Treu und Glauben, etwas Gutes zu tun.

    Lass deine Wunden heilen und warte nicht auf diesen Tag, denn jeder Tag, an dem du hoffst, dass die sich ändern, ist irgendwie ein verlorener Tag.

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Shannon,
    ZITAT:
    „Aber alle darunter in der Hirarchie handeln in Treu und Glauben, etwas Gutes zu tun.“

    Bei Vielen wird das tatsächlich so sein…da stimme ich dir zu. Doch mir ist bekannt, dass erschreckend viele von ihnen überhaupt nicht an Gott glauben. – Was ihre Eiseskälte und Skrupellosigkeit erklärt.

    Sie bleiben nur um ihrer Macht willen dabei…oder aus was für Gründen auch sonst immer…Gewohnheit, Trägheit und was es sonst noch alles gibt.

    LG Ulli

  • Walter
    Dezember 22, 2011

    Hallo Shannon,

    genauso ist es !!!

    Wenn eine Organisation glaubt, daß jede Entscheidung die innerhalb dieser getroffen wird, vom heiligen Geist gelenkt ist, sind die Entscheidungen per Definition immer richtig.
    Deshalb braucht sich und wird sich diese Organisation niemals wegen irgendetwas entschuldigen.
    Da können wir uns auf den Kopf stellen.

    Und, anstatt uns daran aufzureiben, können/sollten wir unsere Zeit sinnvoller einsetzen.
    Da hast Du vollkommen recht.

    Liebe Grüße

    Walter

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus, deine gedanken muss ich bestätigen.
    diese Hinterhältigkeit der Dienenden hat mich zutiefst verletzt. Ich wurde wiederholt falsch angeklagt bis hinauf zum KA von solchen Leuten, die zu Hause nichts zu melden haben und in der Versammlung den Mac machen.
    Ich habe reale Nacktschnecken kennengelernt, die ggü dem KA im stillen Kämmerlein über mich herzogen und wenn man sie dann darauf ansprach – dann war der KA ein Lügner.
    Solche polarisierenden Ältesten schaffen es auch, dass Versammlungen Schwund haben und trotzdem bleiben sie in Amt und Würden – eben weil sie gute Bücklinge nach oben sind und sich untereinander nicht ins Gefieder hacken, aber gut nach unten treten können.
    Das alles haben meine Kinder mitbekommen und sie ziehen ihre Schlüsse draus – wie auch die Kinder der anderen, die allesamt irgendwo durchhängen und eigene Wege gehen, weg von der Versammlung.
    Mir sagte mal ein betagter Bruder, der inzwischen eingeäschert ist: Frank, das sind alles seit Jahren nicht mehr meine Brüder. Das sind machtg..le. Männer, die dir schon gar nicht das Wasser reichen können.
    Und Tatsache ist – man erhielt alle Arbeit auferlegt und wenn dann die Brüder der Versammlung das schätzten und man durch gute Arbeit im Ansehen stieg,auch öfter mal Hipi machte, von allen vermehrt kontaktiert und gelobt wurde – da mußt du mal sehen, wie die Holzfäller die Säge ansetzten.Und mit was für fadenscheinigen Argumenten.
    Ich sehe mich mit denen nicht in einem Boot!
    Auf gut deutsch: kleingeistige Korinthen….zähler, die nirgendwo was zu sagen haben und vom „Sklaven“ zu Kapos ernannt werden und meinen sie könnten richten wobei die eigenen Familien draufgehen und die Kinder die Eltern nicht mehr besuchen
    Das alles ist „Made in Spiritual Paradise“ erinnert mich eher an Orwells Farm der Tiere
    herzliche Grüße

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo Frank,
    als ich vor etlichen Jahren ausgeschlossen war und nur um Literatur gebeten habe, kamen zwei Älteste und erklärten mir, man müsse mit der Organisation verbunden sein, wenn man Jehova gefallen möchte. Es ist eine vom Heiligen Geist geleitete Organisation…. du kennst ja die Argumentation. Nun, mir ging immer im Kopf herum, bei der Sachlage muss entweder der Heilige Geist Fehler haben oder es kommt nicht so viel davon an. Aber warum muss ich dann mit der Organisation verbunden sein? Im Lauf des Gespräches wurde gesagt, die Organisation sei vergleichbar mit der Arche Noah, es gab kein Überleben für die, die nicht in der Arche waren. Wir hingen ziemlich lang an diesem Punkt, bis ich die Platze bekam und sagte, sie sollten halt weiter auf ihrem Kahn schippern, ich mach es wie Jesus vor 2000 Jahren und geh´übers Wasser. Die Arche war nur einmal zu gebrauchen, die Fähigkeit des Gottvertrauens (über das Wasser gehen zu können) hält sich ewig!Eine sichtlich neue Argumentation für die Ältesten.
    Na ja, ich habe mich aber doch geistig ergeben und bin eineinhalb Jahre zwei mal wöchentlich 16 Kilometer gelaufen um die Zusammenkünfte zu besuchen. Es gab keine Busverbindung und die „Brüder“ nahmen mich nicht mit! Schließlich musste man mir zeigen, dass ich auf der untersten Stufe des Seins stand bis ich ihre Gnade der Wiederaufnahme erreicht hatte. Nach deren Auffassung werde ich Jehova aber ohnehin nie gut genug sein, obwohl sie in einem Fax vom letzten Jahr nach meinem Umzug schon mal bestätigten, dass meine Kommentare wohl durchdacht und für die Brüder eine Ermunterung waren. Nur behandelt haben sie mich anders. Teilweise war es mir ein Bedürfnis, gegen Jehova zu sündigen, damit ich den negativen Umgang im Nachhinein für die Brüder vor Jehova entschuldigen konnte. Das führte dann wieder zu Selbstverletzungen bis zum Suizidversuch. Ich hätte mich so sehr nach einem lieben Wort, einer Umarmung, einem geistigen Austausch gesehnt. Das hätte ich gebraucht.
    Wie ihr wisst, bin ich erst vor knapp einer Woche mehr tot als lebendig auf diese Seite gestoßen. Und nur, weil Jehova gewusst hat, dass ich jetzt ganz dringend wirklich liebe Brüder und Schwestern benötige.
    Danke für alle, die ihre Zeit und Kraft darauf verwenden, denen, die sonst nicht gesehen werden, Licht und Trost zu geben.
    Gott segne euch.
    In Dankbarkeit und aufrichtiger Liebe
    Eddi

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    wenn auch meine liebe Frau hier mitlist, laß dich umarmen du strahlst eine Liebe aus die mich bewegt, auch wenn wir uns nur durch diese paar Kommentare kennen. Jehova hat dich wahrlich in auf bessere und vorallem liebevollere und saftiges Weidegebiet geführt. siehe Hes. 34:

    Gott, der gute Hirte
    11 So spricht Gott, der Herr: „Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen. 12 Wie ein Hirte seine Herde zusammenbringt, die sich in alle Richtungen zerstreut hat, so werde auch ich meine Schafe wieder sammeln. Von überall her hole ich sie zurück, von allen Orten, wohin sie an jenem dunklen, schrecklichen Tag vertrieben wurden.

    13 Aus fremden Völkern und Ländern führe ich sie heraus und bringe sie wieder in ihr Land. Dort lasse ich sie weiden, in den Bergen, an den Flüssen und in den Tälern. 14 Ja, ich gebe ihnen gute und saftige Weideplätze in den Bergen Israels. 15 Ich selbst werde ihr Hirte sein, damit sie in Ruhe und Sicherheit leben können. Das verspreche ich, der Herr.

    16 Ich suche die verloren gegangenen Schafe und bringe alle zurück, die sich von der Herde entfernt haben. Wenn sich eines der Tiere ein Bein bricht, will ich es verbinden, und die kranken pflege ich gesund. Die fetten und starken Tiere aber lasse ich nicht aus den Augen1! Denn ich bin ein Hirte, der gut und gerecht mit den Schafen umgeht.

    17 … ihr seid meine Schafe, und ich, der Herr, werde von nun an dafür sorgen, dass jeder gerecht behandelt wird. Zu den starken Böcken sage ich: 18 Ist es euch noch nicht genug, dass ihr die guten Weideplätze abgrast und als Erste das klare Wasser trinkt? Müsst ihr auch noch den Rest der Wiese zertrampeln und im Wasser mit euren Hufen den Schlamm aufwühlen? 19 Sollen die Schafe etwa das Gras fressen, das ihr zertrampelt habt? Sollen sie von dem verschmutzten Wasser trinken?

    20 Ich, der Herr, bin ein gerechter Hirte, ich richte zwischen euch starken und den schwachen Schafen. 21 Ihr habt die Schwachen mit euren Schultern von der Weide gedrängt und sie mit euren Hörnern von der Herde weggetrieben. 22 Doch ich rette meine Schafe vor euch und eurer rohen Gewalt. Jedes meiner Schafe wird gerecht von mir behandelt !!!

    Ich freue mich auf deine eMail.

    lg. Matthäus

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,
    ich freue mich sehr für dich, dass deine liebe Frau mitliest. Fühlt euch beide umarmt und mit brüderlichem Kuss der Liebe geküsst. Ich bin eure Schwester, keine Nebenbuhlerin, Rivalin oder was sonst noch an Geschmacklosigkeiten zwei Beine hat.
    Wir haben den gleichen, herrlichen himmlischen Vater und seinen Sohn, unseren Erlöser und großen Bruder, dem wir diese Stellung verdanken.
    Bitte versucht mich in Zukunft genau so zu sehen.
    Und übrigens: Wenn man auf das Wesen eines Menschen schaut, in seine Augen (was hier nicht geht, aber in der Versammlung), dann sieht man doch gar nicht, ob Krawatte oder Rock, oder?
    Ich liebe euch.
    Eddi

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    ZITAT:
    „Im Lauf des Gespräches wurde gesagt, die Organisation sei vergleichbar mit der Arche Noah, es gab kein Überleben für die, die nicht in der Arche waren. Wir hingen ziemlich lang an diesem Punkt, bis ich die Platze bekam und sagte, sie sollten halt weiter auf ihrem Kahn schippern, ich mach es wie Jesus vor 2000 Jahren und geh´übers Wasser.“

    Der war gut – damit hast du meinen doch schon dunklen Abend wieder erhellt! 😀

    ZITAT:
    „Wie ihr wisst, bin ich erst vor knapp einer Woche mehr tot als lebendig auf diese Seite gestoßen.“

    Darüber bin ich sooo froh! – Für dich…aber vor allem für uns! 🙂

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Ach Uli,
    was würde ich ohne dich tun!?
    Danke für deine Liebe und Zuversicht. Du siehst in mir eine Bereicherung, das sind Gedanken, an die ich mich selbst noch nicht heran traue.
    Einen schönen Sonntag für dich.
    Ganz liebe Grüße
    Eddi

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    liebe Eddie, wenn die WElt das FEld ist, auf dem Weizen und Lolch gedeihen und die Schnitter die Engel sind – was ist dann die organisation?
    Die Engel lesen aus! nicht der Wachtturm und die Zeugen.
    Wir sähen nur Samen, und manchmal frage ich mich, was das für ein Kruppzeug ist, was da so gelehrt wird.
    ich bin kein richter und das richten überlassen wir dem Höchsten, denn der macht es gerecht, wir Menschen würden immer wieder fehlgehen in unseren Erkenntnissen

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Sei gegrüßt Frank,
    wer die Organisation ist in dem Gleichnis? Eine Organisation ist die Ansammlung Einzelner. Und diejenigen, die sich bei der WTG so ganz wichtig vorkommen, sind für mich – bezogen auf dieses Gleichnis – wie die Vögel über dem Feld: Sie kacken runter, begraben damit das eine oder andere Pflänzchen sogar, aber echter, wahrheitsliebender Same wird dadurch sogar gedünkt und gedeiht zur Freude unseres Gottes. Wenn die Schnitter auftreten, sind auch die Vögel weg, oder hast du schon mal erlebt, dass sich die Viecher dort aufhalten, wo gearbeitet wird? :))

    Wohl kaum einer wäre auf BI, wenn wir nicht durch die Organisation angespornt worden wären, die Bibel zu studieren. Wir haben gelernt, dass es Gott interessiert, was mit uns passiert, was wir mit Planet Erde anstellen und mit unseren Mitmenschen. In soweit gebührt der Organisation unser aufrichtiger Dank und unser Respekt.

    Dass soweit über das Ziel hinausgeschossen wird, dafür wird sich jeder Einzelne vor Jehova verantworten müssen. Und keiner kann sich dann hinter der Aussage verstecken, ich habe meinen Bruder/meine Schwester aufgrund einer WTG-Anordnung misshandelt bis zum Tod!

    Und doch bemühe ich mich sehr, auch die aufrichtigen, demütigen und liebevollen Ältesten nicht mit dem Rasiermesser der Kritik zu sehen, Jehova allein weiß, wie viele Menschen noch ihrer und unserer Hilfe bedürfen. Eine Gleichung? Ohne WTG kein BI. Nie wieder hätte ich bei einer anderen Gruppe „Wahrheit“ gesucht, lieber tot als irre, ehrlich.

    Noch ein Gleichnis? Die WTG versucht, mit 8klässlern eine Schule zu leiten, das kann nicht gut gehen, bei BI habe ich durch die Kommentare und Artikel Brüder und Schwestern kennen gelernt, die zumindest schon mal auf dem Weg zum Lehramt sind.

    Meiner Erkenntnis nach – und die habe ich hier bei BI so kennen gelernt (eine schwache Ahnung hatte ich schon, mehr aber auch nicht!)wird Gott in Übereinstimmung mit seinem Vorsatz: „Siehe! Ich mache a l l e Dinge neu“ und dem Hinweis aus 2. Petr. 3:11, dass a l l e Dinge beendet werden, jede irdische Organisation auflösen, auch die WTG. Nichts, absolut nichts von Menschen organisiertes aus diesem System wird in Gottes neuer Ordnung Platz haben.
    Wohl dem, der seinen von Gott zugewiesenen Platz rechtzeitig einnimmt – er/sie bekommt keinen anderen.

    Ich denke, das hat nichts mit Vorverurteilung oder richten zu tun, Jehova wird jedem/jeder die Möglichkeit geben, in der Erkenntnis über seine wunderbare Liebe, seine Barmherzigkeit, sein Recht und unendlich vielen weiteren Facetten zuzunehmen. Er bewirkt das Wollen und das Wirken. Und genau deshalb gibt es auch im Gericht Christi nur 2 Gruppen und keine mittige WTG. Die „Vögel“ sind fort!
    Und aus dem Stuss, der gelehrt wird, hat der HERR uns die Gabe des Denkens verliehen, zu dem wir bitten, er möge unser Herz und unsere DENKKRAFT behüten. Aber wir dürfen davon Gebrauch machen und gewissen Stuss als Dünger (noch mehr Ansporn)zum Lernen sehen.

    Ich danke dir für deinen Trost und Ansporn und hoffe auf noch ganz viele gemeinsame Entdeckungsreisen zu den Wundern, die Gott und Christus für die herrliche Freiheit seiner Kinder geschaffen haben.
    In Liebe
    Eddi

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Hallo Frank und Frei!
    Aus deinen Theokratischen langjährigen Erfahrungen redest Du wie Dir aufgrund dessen der Schnabel gewachsen ist!Das ist auch gut so!!Meiner einer weis nicht wo Er wohnt.Also Gruss aus NRW! Glück auf!Du gehörst zu denen die eine Grubenlampe mitgenommen haben,nicht Schicht im Schacht,sondern Licht im Schacht. Gruss vom Bergmannssohn!

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Liebe Brüder,wenn wir doch eigentlich alle hier Wissen was hinter den Mauern in Selters so vor sich geht,ich möchte nicht den Begriff Kloster oder ähnliches gebrauchen, stösst es einen Christen doch ab darüber länger nachzudenken.Ein Schauobjekt für die Weltliche Öffentlichkeit wo langsam aber sicher der Putz abbröckelt,ist dieses sogenannte Bethel,der Hort der Liebe, i have a dream..

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo armes Schaf,
    ja, es ist tatsächlich so das es mich abstößt. Wenn ich daran denke stellen sich mir die Nackenhaare auf und ich will darüber genauswenig nachdenken, wie über das was in manchen Klöstern vor sich geht.

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Liebe Christin,
    den von dir übermittelten Brief unseres himmlischen Vaters habe ich heraus kopiert, neu formatiert, vorher und nachher mit einem Bild versehen, als Broschürendruck A5 ausgedruckt, laminiert und als eine Botschaft der Liebe an unsere Mutter geschickt. Obwohl so viel Böses auch von ihrer Seite her geschehen ist, betrachte ich sie einfach als hilfsbedürftige alte Dame, die sich über jede Aufmunterung und jeden Ansporn freut. Letztlich ist auch sie nur das Produkt ihrer eingetrichterten Schuldgefühle und Misshandlungen. Ich hatte ihr am Telefon schon einige Passagen vorgelesen und sie war sehr angetan. Wie viel Barmherzigkeit wir alle doch benötigen! Vom Kopf her weiß ich, dass Jehova diese durch Christus auch geben möchte, durch Erfahrung und dem eigenen Zweifel ist es so, dass ich mich selbst oft nicht für wert erachte, ohne Furcht und Scheu im Gebet vor Gott zu treten. BI hat schon recht, ich muss da die Profis an mich heran lassen, es geht nicht mehr einfach um eine Schönheitsreparatur, sondern um eine Grundsanierung. Nur das dauert länger und bis dahin möchte ich so gut als möglich auch andere an eurem Trost und der wahren Erkenntnis teilhaben lassen.
    Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Gott gegebenen guten Gaben des Trostes so nutze.
    Vielen Dank nochmals für die Stärkung, alles Liebe und Gute.
    Eddi

  • Christin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    Zitat:
    Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Gott gegebenen guten Gaben des Trostes so
    nutze
    ganz im Gegenteil, liebe Eddi. ich freue mich wenn ich mit meinem Kommentar etwas Gutes bewirken kann.
    Ich finde es schön, daß Du Deine Mutter als hilfsbedürftige Dame ansehen kannst. Genauso ist es auch.
    Menschen, die anderen so weh tun, stehen selbst meist unter Zwang und sind unglückliche Menschen.
    Der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, ist unser Geschenk wenn wir erduldetes Unrecht loslassen und verzeihen. Ich hab’s selbst erlebt.
    Liebe Eddi, von ganzem Herzen wünsch ich Dir den Frieden und den Segen unseres liebevollen Vaters
    Im Himmel. Der Allerhöchste ist unser Freund, wer kann uns da noch was anhaben. Vertraue ihm, er liebt uns -obwohl er uns kennt!
    In tiefer Verbundenheit, Deine Schwester

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    liebe Christin,
    vielen Dank. Du findest immer sehr wohltuende Worte. Langsam heilen die Wunden.
    Ich gebe dir recht: vergeben ist wesentlich mehr als geben, es beinhaltet mehr, als einen Kampf zu beenden, es trägt keine Waffenruhe ein sondern Frieden und für den Empfänger ist Vergebung ein Pfand der Liebe.
    Wahrscheinlich weiß ich gar nicht, bei wie vielen ich so ein Pfand habe, aber vor allem haben wir es bei unserem Gott und Jesus. Und das ist das Wichtigste.
    Alles liebe dir bis zum nächsten Austausch.
    Eddi

  • Christin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    das Lob gebe ich gerne an Dich zurück. Schön, daß Du zu uns gefunden hast. Deine Kommentare gehen wirklich zu Herzen und zeigen auch Deine enorme Bibelkenntnis. Jeder hier kann Trotst und Ermunterung gebrauchen, und so helfen wir uns gegenseitig so gut wir können. Jesus hat uns zugesichert, daß wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, er mitten unter ihnen sei. Ich glaube sein Geist ist hier zu spüren.
    Auch von mir eine herzliche Umarmung

    Mein Lob und Dank gilt auch allen anderen lieben Kommentatoren auf BI.
    Noch einen schönen Restsonntag und liebe Grüße aus Oberschwaben.

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans und lieber Ältester (Du bist neu hier und tatsächlich einer?)

    Eure Erfahrung kann ich leider nicht bestätigen, schon zu meiner Zeit als Ältester Mitte 70 bis Ende 80, ich war jung wissbegierung ein sogenannter Studiertyp wollte immer alles fragen – schrieb dementsprechend oft ans Bethel Wien – bis mir ein KA verlegen sagte: …deine vielen Briefe sind nicht so gern gesehen, das war das Ende vom Vertrauen zu diesen „Großen die meine Diener sein sollten“ – oder hat das Jesus nicht verlangt?

    Auch in Verbindung mit meinem Rechtsfall – eine Jahreszahl 1914 – nicht mehr länger akzeptieren zu können, weil ich die Fakten nicht nur AUSFÜHRLICHST geprüft habe – wir sollten ja alles prüfen, war immer ein Verfechter von Zeitberechnungen (7 Zeiten – hatte eigene Vorträge dazu ausgearbeitet – damals war das noch geduldet) – sondern erst nach über 40 Jahren als aktiver ZJ verstanden habe das Jesus in Apg. 1:6,7 es seinen Jüngern UNTERSAGTE Zeit und Zeitangaben zur Errichtung des Königreiches zu machen. Warum werden dann Brüder ausgeschlossen wenn sie auf Jesus hören – erklärt mir bitte das doch? Oder ist diese Aussage im WT nur so dahin geschrieben ohne Wert und Bedeutung?

    Interessant was der „Sklave“ selbst zu diesem Thema schreibt – er sagt das richtige, handelt er auch danach?

    „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat“ (APOSTELGESCHICHTE 1:7).

    IST es nicht ganz normal, daß sich diejenigen, „die seufzen und stöhnen über all die Abscheulichkeiten“, die in der Christenheit, ja überall auf der Erde getan werden, fragen, wann das gegenwärtige böse System enden und durch Gottes gerechte neue Welt ersetzt werden wird? (Hesekiel 9:4; 2. Petrus 3:13). Die Apostel stellten Jesus sowohl kurz vor seinem Tod als auch nach seiner Auferstehung Fragen mit zeitlichem Bezug (Matthäus 24:3; Apostelgeschichte 1:6). Jesu Antworten boten ihnen jedoch KEINE Möglichkeit, Daten zu errechnen. In dem einen Fall nannte er ihnen ein kombiniertes Zeichen und in dem anderen erklärte er, ‘es sei nicht ihre Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat’ (Apostelg. 1:7).

    Selbst Jesus, dem einziggezeugten Sohn Jehovas, war der Zeitplan seines Vaters für den Ablauf von Ereignissen (aber dem Sklaven hat er es geoffenbart?) nicht immer bekannt. In seiner Prophezeiung über die letzten Tage räumte Jesus demütig ein: „Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Matthäus 24:36). Jesus war bereit, geduldig zu warten, bis ihm sein Vater den genauen Zeitpunkt offenbaren würde, wann das gegenwärtige böse System der Dinge vernichtet werden soll.

    Zweierlei läßt sich aus der Art und Weise ableiten, wie Jesus die Fragen beantwortete, wann Dinge geschehen würden, durch die sich Gottes Vorsatz erfüllt. Erstens hat Jehova einen Zeitplan; und zweitens legt er allein diesen fest, und seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue Informationen über die von ihm festgelegten Zeiten oder Zeitabschnitte zu erhalten.
    Zitat aus:
    Zeiten und Zeitabschnitte in der Hand Jehovas, Der Wachtturm, 15.9.1998 Seite 10

    Ist ein Sklave als „treu und verständig“ zu bezeichnen, wenn er sich seinem Herrn wiedersetzt, oder Lehren in Umlauf bringt die er gar nicht wissen kann. Seit mehr als 100 Jahren hat der „Sklave“ nicht nur einen sondern viele Zeitpunkte (1799, 1874, 1915, 1914, 1919, 1925, 1975) genannt. Mit 1914 würde das Königreich auf ERDEN zur Macht schreiten, als auf Erden dies nicht eintraf, wurde die Aufrichtung in den Himmel verlegt, wo es keiner überprüfen kann. Warum gehorcht man nicht den Worten Jesu der sagte: Dies hat der Vater in SEINE Rechtsgewalt gesetzt? Man erwartet von uns diese Lehre zu vertreten, obwohl Jesus etwas anderes verlangt. Ist es in Ordnung eher auf den Sklaven, auf die Organisation als auf Gott oder Jesus zu hören?

    „Seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue >Zeitabschnitte< zu erhalten“ Warum nennt man dann laufend Zeiten die sich dann noch als falsch erweisen?

    Obige Jahreszahlen waren jeweils mit einer fixen Voraussage – Ankündigung verbunden – man könnte auch sagen man „prophezeite“! Noch drastischer wird die Sache wenn man Jehovas Meinung dazu nachliest:

    „Ihr fragt euch vielleicht: Woher wissen wir, ob jemand im Auftrag des Herrn spricht? Nun wenn ein Prophet im Namen des Herrn etwas ankündigt und es trifft nicht ein, dann waren es nicht Worte des Herrn. Er hat eigenmächtig geredet, und ihr braucht ihn nicht ernst zu nehmen!“
    5. Mose 18:21,22

    Jesus verurteilt scharf in Markus 7: 9,13: „Geschickt setzt ihr das Gebot Gottes beiseite, um an eurer Überlieferung festzuhalten. Er sagt: „Siehe, ich komme wie ein Dieb, wacht beharrlich, weil ihr nicht wißt, an welchem Tag euer Herr kommt! …und so macht ihr das Wort Gottes durch eure Überlieferung ungültig! Vieles, was diesem ähnlich ist, tut ihr.“ Siehe auch: Matth.23:1-3

    All das und viel mehr habe ich nicht nur dem Berufungskomitee sondern auch ausführlich in Kopie nach Wien gesendet – auch persönlich angerufen – da triffst du nur auf einen Menschen mit einem kalten Herz aus Stein und eine Abfuhr nach der anderen – die sind doch vom Geist geleitet (bilden sie sich ein) die müssen solche die falsche Berechnungen des Sklaven nicht akzeptieren als böse Abtrünnige ausschließen.

    Ich frage mich so oft warum hat Jesus was anderes gelehrt, sogar eine Ehebrecherin nicht – obwohl das Gesetz es verlaqngt hätte – nicht steinigen lassen oder sich gar selbst beteiligt – NEIN – er sagte ich verurteile dich nicht – geh hin und sündige nicht mehr.

    Seine wiederholten Äußerungen: ICH WILL BARMHERZIGKEIT ….wenn ihr es nur verstehen wollt – NEIN die meisten Ältesten allem voran die LK haben die Lehre Jesu nicht verstanden, weil sie nicht von ihm eingesetzt wurden.

    Ich bin gespannt auf Eure Antwort!

    lg. ein geschundenes und geschlagenes Schaf

    Hes. 34 sagt alles dazu)
    Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Ach was ich zu obigem noch anfügen muß – zur liebevollen Reaktion von Selters – bei mir war es Wien, mein Ansprechpartner war Br. Gruppe (vielleicht mit K geschrieben) der sitzt heute sicher in Selters ist ja auch ein Deutscher.

    In meinem Fall, ich war sowas von ge- und am Boden zerstört das man nach 45 Jahren getaufter ZJ dafür ausgeschlossen wird weil man Jesu Lehre für wichtiger erachtet. Ich wollte Suizid begehen.
    Meine liebe Frau drängte mich in ärztliche Behandlung – von dort bekam ich ein ärtzliches Atest: HOCHGRADIG Suizid gefährdet !!!

    Wenn ihr denkt das hätte die Ältesten 7 an der Zahl, zusätzlich der KA zusätzlich die eingebunden Verantwortlichen in Wien, irgendwie zu einer Barmherzigen Reaktion geneigt – nicht im geringsten, ein Sonderpionier sagte zu meinem Schwiegersohn der zu diesem Zeitpunkt auch noch Ältester war, der ebenfalls für mich einstand: „Da könnte ja jeder mit einem Atest kommen“ – was sind das nur für Menschen. Doch im Zuge des neuen Herdebuch für Älteste hat man zumindest die Order herausgegeben bei Selbstmorddrohung sofort den Fall stoppen – warum wohl – wieviele tatsächliche Selbstmorde gehen auf das Konto von hartherzigen Ältesten ? Jehova hat sich nicht geändert so denkt er heute gleich wie damals in Israel über solche Hirten: Hes . 34:

    Stattdessen herrscht ihr mit Härte und Gewalt. 5 Weil die Schafe keinen Hirten hatten, … , niemand sucht nach ihnen und kümmert sich um sie. 7 Darum, ihr Hirten, hört meine Botschaft:

    8 Ich, der Herr, schwöre, so wahr ich lebe: Ihr hättet besser auf mich gehört! Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren zerrissen, weil kein Hirte für sie sorgte. Anstatt euch um die Herde zu kümmern, habt ihr nur an euch selbst gedacht. 9 Darum hört meine Worte, ihr Hirten!

    10 Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft, denn ihr tragt die Schuld, dass meine Schafe leiden. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!“
    Gott, der gute Hirte 11 So spricht Gott, der Herr: „Von nun an will ich mich selbst um meine Schafe kümmern und für sie sorgen.

    Und wie war es zu Jesu Zeiten?

    Joh.: 7:10 Nachdem seine Brüder nach Jerusalem gereist waren … 12 Auch unter den Festbesuchern wurde viel über ihn gesprochen. Einige hielten ihn für einen guten Menschen, andere wieder behaupteten: »Er verführt das Volk!«

    13 Aber keiner hatte den Mut, frei und offen seine Meinung über ihn zu sagen. Alle fürchteten sich vor den führenden Männern des jüdischen Volkes. (Vor wem haben heute viele Furcht ihre Meinung frei zu äußern?)

    14 Als das Fest zur Hälfte vorüber war, ging Jesus in den Tempel und lehrte dort öffentlich. 15 Die Juden staunten: »Wie kann jemand so viel aus der Heiligen Schrift wissen, obwohl er keinen Lehrer gehabt hat?«

    16 Jesus beantwortete ihre Frage: »Was ich euch sage, sind nicht meine eigenen Gedanken. Es sind die Worte Gottes, der mich gesandt hat. 17 Wer von euch bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind.

    18 Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und tut nichts, was seinem Auftrag widerspricht.

    Joh.: 8: 31 Zu den Juden, die nun an ihn glaubten, sagte Jesus: »Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir. 32 Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!«

    Und genau das ist der Grund warum diese Männer nicht (vers 31) so handeln – sie gehören NICHT zu Jesus, den seine Worte werden nicht ernst genommen.

    Liebe GRüße das noch vielen die Augen geöffnet werden.
    Matthäus

  • Ruth
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus, ich kann Dich ja so gut verstehen!!!Mein Mann wollte sich auch das Leben nehmen , weil er mit den ach so Hoheitlichen Ältesten nicht zurechtkam!Keiner hat sich um ihn bemüht kein einziger!6 Jahre ist mein Mann so dahingesiecht und war sehr krank geworden und hatte so sehr abgenommen , das er nicht mehr laufen konnte!Auch als er versuchte Kontakt mit einem Ältesten aufzunehmen wurde ihm gesagt das man sich in privatangelegenheiten nicht einmische!Jetzt wo wir verheiratet sind kommen die Ältesten angekrochen und wollen nach 6 schrecklichen Jahren , mit meinem Mann reden?!Was wollen die noch?!Mit solchen Menschen redet mein Mann nicht mehr!Sowas tun wir uns nicht mehr an!Wir haben Jehova und Jesus im Herzen und hier auf bruderinfo haben wir unsere Kraft wieder gefunden auszuharren!Das hat in den ganzen Jahren meiner Schwester Laufbahn , kein Ältester geschafft!Die kamen immer nur an , wenn sie irgendwo mal ein Gerücht gehört haben daran haben die sich festgekrallt . Die Wahrheit wollten die gar nicht wissen hauptsachen die hatten einen neuen Fall , wie karieresüchtige!und wenn man mit denen nicht reden wollte heisst es gleich man hätte abtrünnige Gedanken!Wer hier wohl abtrünnige Gedanken hat!Die halten die Herde heutztage nicht mehr zusammen im Gegenteil!Sie zerstreuen die Herde!merken die nix mehr?Liebe Grüße von Ruth

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Liebe Ruth, danke für deine fürsorglichen Worte!

    Ja was du von deinem mann berichtest, auch mir ist der Gedanke nicht erst einmal in den Sinn gekommen daß ich meine schwere Krankheit den hartherzigen Ältesten zu verdanken habe – Jahrelanger Stress ständige Ataken – kosnstruierte Anklagen – meine Mutter ist nach 50 Jahren des treuen Dienstes für Jehova an einem kranken Herzen gestorben – der ständige Ärger in der Versammlung – Streit und böse Verdächtigungen – sicher um 10 – 15 Jahre vor ihrer Zeit gestorben – ihre Schwestern die alle keine ZJ waren – im Berufsleben mit Herzinfarkt und viel größeren Familien fertig wurden, haben sie alle überlebt (eine lebt immer noch) – sie hat noch Wochen vor ihrem Tod (1999) geäußert: Das muss doch kommen, so lange reden sie uns das ein – jetzt – bald -gleich!

    Ich war immer gesund und hatte seit dem ständigen Ärger – da geht man in ein Gebiet wo Hilfe not tut, verzichtet auf ein gute Ausbildung – lebt von der Hand in Mund – gibt was möglich ist und das ist der Dank. Da kommen junge Schnösel die sich als Älteste aufspielen und eine ganze Versammlung unterdrücken – ALLE Jugendlichen sobals sie eigene Entscheidungen (tlw. davor) sind weg. Die Versammlung war als ich mein Amt zurücklegte weil ich die Heuchelei nicht mehr länger ertragen konnte, kurz vor der Teilung (140) …heute sind es keine 60 mehr trotz Zuzug und die Vers. schwindet weiter. Wie war die Worte in Hes. 34 sind !!!

    Ich selbst habe mit einer Fam. vor 25 Jahren (Jun + Sen.) die „Bibel“ (in Wahrheit die Bücher der WTG) studiert, auch die wurden – wenn auch Fehler mit im Spiel waren – hinausgeeckelt.

    Eine Pionier Schwester – lustig – fröhlich – unbeschwert, zog durch 2 andere Schwestern (u.a.meine Tochter) in unsere Versammlung – nach 2 oder 3 Jahren sagte sie: …sie muß weg damit sie ihre Freude wieder findet!

    So daß sind sicher Erfahrungen die sich mit 1000enden anderen decken – die nur eins belegen – die meisten Ältesten handeln nicht danach: Röm 14:

    Füreinander verantwortlich
    13 Deshalb wollen wir uns nicht länger gegenseitig verurteilen. Keiner soll durch sein Verhalten den anderen in Gewissensnot bringen oder in seinem Glauben verunsichern.

    15 …Wegen irgendwelcher Speisen dürft ihr auf keinen Fall den Glauben eines anderen gefährden, für den doch Christus auch gestorben ist. 16 Was Gott euch geschenkt hat, soll nicht in Verruf geraten.

    17 Wo Gottes neue Welt beginnt, geht es nicht mehr um Essen und Trinken. Es geht darum, dass wir gut und richtig miteinander umgehen und dass Gott uns durch seinen Heiligen Geist mit Frieden und Freude erfüllt. 18 Wer Christus in dieser Weise dient, über den freut sich Gott und den achten die Menschen.

    19 Deshalb wollen wir uns mit allen Kräften darum bemühen, in Frieden miteinander zu leben und einander im Glauben zu stärken.

    20 Gott hat eure Gemeinde aufgebaut. Zerstört nicht sein Werk … Zwar sind in Gottes Augen alle Speisen rein. …

    22 Wovon du persönlich überzeugt bist, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Glücklich ist, wer mit seiner Überzeugung vor dem eigenen Gewissen bestehen kann und sich nicht selbst verurteilen muss.

    lg. Matthäus

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus

    Zitat:
    „Da kommen junge Schnösel die sich als Älteste aufspielen und eine ganze Versammlung unterdrücken“

    Auch das steht in den Propheten, wie alles was Wesentliches an den Zeugen Jehovas passiert:

    Jes. 3 ELB unrev.
    12. Mein Volk- seine Bedrücker sind Buben, und Weiber herrschen über dasselbe. Mein Volk, deine Leiter führen irre, und den Weg deiner Pfade haben sie dir entrückt.

    Die HfA übersetzt zwar anders aber genauso treffend:

    12 Ach, mein armes Volk! Merkst du nicht, was für Herrscher du hast? Sie machen mit dir, was sie wollen, und beuten dich aus, wo sie nur können. Du hast keine Anführer, sondern Verführer. Mit ihren falschen Ratschlägen verwirren sie mein Volk, und deshalb weiß niemand mehr, was gut und richtig ist.

    Die Gute Nachricht übersetzt:

    »Du mein armes Volk«, sagt der Herr, »Ausbeuter herrschen über dich, Wucherer saugen dich aus. Deine Führer verführen dich, sie zeigen dir den falschen Weg.«

    Ich wünsche Dir gute Genesung!

    Liebe Grüße
    Alois

    ============================================================================

    Hallo Alois,
    tolle Verse, die du aus den Proheten hier anführst, sie treffen den Nagel auf den Kopf. Danke!
    Bruderinfo
    H.P.M.

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Matthäus, liebe Brüder und Schwestern,

    das mit deiner Krankheit, genau das ist mir gestern, während ich so Routinearbeiten erledigt habe, auch in den Sinn gekommen. Wenn die Seele so geschlagen wird „merkt“ sich das unser Körper. Und dann kommt es zu körperlichen Beschwerden. In deinem Fall zu einer schweren Krankheit. Das JETZT, BALD, GLEICH, DRINGEND, UMGEHEND, WETTLAUF usw. macht so viele unsere Brüder krank.

    Heute früh beim Radeln in die Arbeit habe ich noch nachgedacht. Weil gestern abend habe ich kurz in den Nachrichten einen Bericht über die Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt über die Opfer rechtsextremer Gewalt gesehen. Ich fand es sehr ergreifend. Und viele der Anwesenden zeigten sich erschüttert über diese rechtsextreme Gewalt der Neonazi-Zelle. Man hat eine Kerze angezündet stellvertretend für alle anderen Opfer rechtsextremer Gewalt und eine als Symbol für die gemeinsame Hoffnung und Zuversicht. Und Frau Merkel hat die Angehörigen um Verzeihung gebeten weil die Ermittler lange Zeit von Straftagen im Drogenmilieu ausgegangen waren und Freunde und Angehörige der Opfer verdächtigt hatten.

    Die „böse Welt“ gedenkt diesen Opfern und entschuldigt sich.

    Hat sich bei dir lieber Matthäus schon mal jemand entschuldigt. Oder bei vielen anderen zu Unrecht hinausgeworfenen, nur weil diese ihre Meinung sagen?

    Liebe Grüße an euch alle, bei mir scheint die Sonne und die Vögel zwitschern 🙂

    Anna

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,
    der erste Gedanke des Dankes geht an deine Frau!
    Mir ging es ganz ähnlich, allerdings: Suizidgefährdet bin ich seit meiner Jugend und es gibt Phasen der Selbstverletzung. Phasenweise hatte ich 6-8 Stunden am Tag die Bibel studiert, war so begierig, Jehova richtig kennen zu lernen. Allerdings kann ich bestimmte, sehr emotionale Texte nicht allein lesen und hätte gern Hilfe dazu gehabt.Dafür erntete ich Vorwürfe. Man legte mir nahe, die Organisation zu verlassen, tat auch alles dafür und meine Kräfte, mein Gottvertrauen und mein Selbstvertrauen reichten nicht, dem entgegen zu treten. Mir wurde klar gesagt, bei den Ältesten ist jetzt die Tür zu. Da gehen bei mir alle Warnlampen an, eine Tür ist doch schon die technische Einrichtung für mindestens 2 Richtungen, oder? Und welcher Älteste darf eine Türe zumachen, die von Jesus errichtet wurde? Geht das überhaupt oder ist das eine Fallgrube v o r der Hürde? Obwohl ich mir all diese Fragen gestellt habe, erachtete (und teilweise auch gegenwärtig)ich mich für viel zu unwürdig, um von Jesus in diese Hürde gebracht zu werden. Zurzeit könnte Jesus mich auch nicht in der Hürde absetzen, manche Wunden sind zu weit offen, die muss man erst einmal behandeln. Hier bei BI steht es mir völlig frei, wann ich welchen Artikel und Kommentar lese. Quasi Einzelzimmer mit Chefarztbetreuung! (Mir geht´s gut, oder?)
    Mein Rat: Bete für die Brüder, dass Jehova ihnen die so dringend benötigte Erkenntnis verleiht über das, was w i r k l i c h wichtig ist. Sie sind so viel ärmer dran als du! Wir wissen doch, dass es mit der Macht das gleiche ist wie mit Materialismus: Je mehr einer hat um so mehr will er haben und ist nur noch damit beschäftigt und nicht mehr mit den Belangen seines Nächsten.
    Sieh dir die mühevolle Arbeit aufrichtiger ZJ hier bei BI an: Sie alle stehen in der Gefahr, von geistigen Pharisäern als Gotteslästerer beschuldigt zu werden. Bitte bete für die Bruderschaft, insbesondere für die, die dich ausgeschlossen haben. Wenn sie eines Tages mehr Erkenntnis bekommen, dann brauchen sie die Gewissheit, dass du ihnen ohne Groll und Schadenfreude jederzeit zur Verfügung stehst, bereit, dein Leben für ihres zu geben, so wie unser Heiland, der in der letzten Nacht noch seine Jünger schützte, obwohl diese noch am Vortag damit beschäftigt waren, ihre Machtpositionen zu definieren. Du kannst die Zeit gut nutzen, bis Jehova die Dinge richtig stellt und kannst dich in Geduld üben. Wer weiß, ob nicht der eine oder andere von diesen viel intensiver mal selbst nachdenkt, wenn er geistiges Kraftfutter nicht von dir auf den Teller geworfen bekommt, sondern sich sein geistig Manna selbst sammeln muss. Und du kannst dich bei BI beteiligen, damit alle Aufrichtigen gestärkt werden. Ob Jehova dich vielleicht genau auf diesem Platz braucht?! Denke an Elia: Armer, verzweifelter Kerl, sitzt völlig alternativlos in einer Höhle herum. Und dann zeigt Jehova ihm, dass er gar nicht allein ist.
    Bitte lass deiner Frau einen ganz lieben Gruß zukommen, alles Liebe euch beiden, Gottes ganzen Segen für euch.
    Eure Schwester
    Eddi

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi, Du bist eine starke Frau !!!

    Wenn ich mir deine ersten verzweifelten Kommentare durchlese und jetzt dieser auch schon andere, meinen Respekt du hast einen tolle Ausdrucksform, es sprichte eine tiefe Liebe zum Himmel aus dir, du brauchst dich nicht zu verstecken, du hast Potential, setze es auch für BI ein, jeder kann vom anderen Nutzen ziehen.

    Und so sind wir ein Leib mit vielen wichtigen Gliedern die zusammen wirken. Das Beispiel mit der Tür (wenn auch Jesus unser Tür unbedingt sein soll – kennst du den Aufsatz von E.F. – schreib mir deine eMail auf jesuzeuge@mail.com) die Ältesten allen voran die LK wären allzugerne diese Tür – doch trittst du dort ein fällst du ins Bodenlose ohne Netz. Bei Jesus ist es anders, er sagte: ALLE die zu mir kommen werde ich nie abweisen – nachzulesen in Joh. Kap.6. Bei und durch Jesus haben wir eine doppelte Sicherheit – ein zusätzliches Netz welches uns auffängt auch wenn wir sterben – LEBEN WIR FÜR und DURCH IHN !

    Du hast dich seit nur ein paar Tagen vom „ängstlichen kleinen Entlein“ in eine „starken Schwan“ verwandelt (ich hoffe der Vergleich stört dich nicht – sonst sorry?)

    Auch Dir wünsche ich Freude und Kraft
    durch unsere einzigen Herren
    Jesus und sein liebevoller Vater

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Für Eddi nochmals – ein kleiner Fehler ist bei der eMail unterlaufen: zeugejesus@gmail.com

    lg. Matthäus

  • Manfred
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,

    auch Dir möchte ich Danken, als ich gestern abend die vielen Kommentare von Dir gesehen habe, habe ich mich richtig gefreut.
    Warum?
    Weil Du Dich nicht unterkriegen lässt. Du machst eine schwere Zeit durch, doch wenn man nur Deine Kommentare liest und nicht weiß, in welcher Situation Du Dich befindest, dann könnte man das nicht erkennen.
    Das ist ein guter Weg seine Krankheiten zu bekämpfen. Denn sich in die Ecke setzen und sich bemittleiden, bringt nichts, auch wenn es sich manchmal nicht umgehen lässt. Du wirst auch sicherlich Deine Tiefs haben wenn es mal ganz Dicke kommt. Doch hier in Deinen Kommentaren lässt Du Dir nichts anmerken. Unser Vater sieht, wie Du leidest und auch wenn er im Moment noch nicht eingreift, so sehen wir doch wie er Dich stärkt und das widerrum stärkt auch uns. Also vielen Dank für Deine gut durchdachten Kommentare und das Du Dich nicht aufgibst.

    Ich wünsche Dir, dass Deine Therapie gut anschlägt und Du zumindest eine Linderung erfährst.
    Herzliche Grüße Manfred

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Sei gegrüßt,
    ich werde dir mailen. Im Moment ist alles ein klein wenig stressig, aber ich lebe von diesen guten Kontakten, die mich Gott und Jesus nahe bringen.
    Hab` noch viel Freude.
    Ganz liebe Grüße
    Eddi

  • Sascha
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    ich möchte dir herzlich für deinen schönen Kommentar bedanken. Genauso ist der Weg, der uns zu Jesus führt. Dieses Erkennen seiner selbst, und auch der fehlerhaften Gedanken, die uns vermittelt wurden, ist nur der Anfang. Letztendlich führt die Wahrheit zur Freiheit. Und diese ist nur bei Jesus als dem von seinem und unserem Vater eingesetzten König und Hohen Priester zu finden.

    Aus dem Grund brauchst du dich nicht unwürdig zu fühlen, in keinster Weise. Geh diesen Weg einfach weiter ohne dich von dem, was in der Vergangenheit war, davon abbringen zu lassen. Ohne dich umzudrehen, wie Paulus es sagte.

    Du hast diese Gedanken wirklich mit sehr viel Herz vermittelt und dafür, dass du dich auf diese Weise vom Geist unseres Vaters gebrauchen lässt, möchte ich dir besonders danken.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    auch ich möchte mich für deine Kommentare bedanken, sie haben mein Herz berührt und mich gestärkt.

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo Sascha,
    vom Kopf her weiß ich es, dass ich nicht ganz so unwürdig bin, wie man mich immer glauben machen wollte, aber es sitzt teilweise fester in den Knochen als Calcium!

    Ich durfte mich eurer Liebe bedienen und es ist mein tiefer Wunsch, meinem himmlischen Vater behilflich zu sein, auch für andere Trost, Ermunterung, Stütze zu sein.
    Und ich danke euch, mich daran teilhaben zu lassen.
    In tiefer Liebe
    Eddi

  • Manfred
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    ich möchte mich dem Kommentar von unserem Brd. Matthäus anschliessen. Wenn ich die letzten Kommentare von Dir mit den ersten Vergleiche. Wow. Einfach nur Klasse. Ich habe zweimal geschaut, ob wirklich Du das warst, die diese Kommentare geschrieben hatte, denn Du hast eine wunderbare Wandlung durchgemacht und das in so kurzer Zeit. Meinen Respekt, das schafft nicht jeder.

    An Dir konnte man nun erkennen, dass das was Jesus sagte wirklich möglich ist: Joh. 8:32
    32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

    Vielen Dank für Deine Kommentare und mach weiter so.

    Liebe Grüße Manfred

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Mein lieber Bruder Manfred,
    nichts ist aus mir selbst, sondern so, wie der Vater es mich gelehrt hat.
    Zu diesem Lehren hat er auch euch gebraucht. Lass es mich bitte veranschaulichen:
    Als ich mit dem Heimbibelstudium beschäftigt war, wurde ich gelehrt, es sei gut, ein Soldat Christi zu sein. Natürlich wollte ich ein guter Soldat sein, der allerbeste! Also stellte ich mich in die erste Reihe und bei Sichtkontakt mit dem Feind stürmte ich los.
    Folge: Ich am Boden, verwundet – und erkennend, ich war ganz allein gerannt. Während meine Wunden heilten wurde ich ermuntert, besser zu kämpfen und die für mich völlig logische Schlussfolgerung: fester Draufhauen! Die Folge ist klar? Die Wunden waren noch tiefer und der Feind hatte die Illusion des Sieges! Also habe ich mich demütig in die letzte Reihe gestellt. Auf einmal rennt die ganze Truppe rückwärts – ich liege wieder drunter.
    Unsere Gruppenführer achten nicht darauf, wo der Einzelne seinen richtigen Platz findet, seine Verwundbarkeit so klein wie möglich gehalten wird, vielmehr herrscht eine gladiatorenähnliche Ausbildung, das Recht der Stärkeren.
    Ich habe beschlossen, jetzt erst einmal darauf zu warten, welcher Platz mir von unserem himmlischen Heerführer zugewiesen wird. Bis dahin mache ich halt Küchendienst oder so was.
    PS: Auch David war zu klein für eine Uniform, er regelte das mit Vertrauen auf Jehova. Ich bemühe mich sehr, es ihm gleich zu tun.
    In tiefer Liebe
    Eddi

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    klasse deine Veranschaulichung…- Den Küchendienst kannst du dir allerdings abschminken, du wirst hier gebraucht. 🙂

    LG Ulli

  • Karl
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,

    ich teile deine Ansicht. Wie vermessen ist es dass Menschen, unvollkommene Menschen, Sünder, sich anmaßen mehr über den Plan Gottes zu wissen, als Jesus?

    Mal von dem ganzen Wasser predigen aber Wein trinken in allen möglichen zwilichtigen Angelegenheiten abgesehen, wie vermessen ist es sich selbst höher zu stellen als Jesus?

    Hinzu kommt, dass sich die LK auch noch die Verse des „treuen und verständigen Sklaven“ unter den Nagel gerissen hat um überhaupt einen biblischen Standpunkt für ihre vielen (falschen) Prophetien zu haben. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass damit eine Organisation gemeint sein kann oder eine Gruppe von Männern. Keinen einzigen.

    Wem setzt der Herr denn über seine ganze Habe? Wer sitzt auf dem Thron? Wer ist der Richter? Gottes Sohn. Aber keine Organisation, die die eigentlich gute Nachricht zu ihren Zwecken missbraucht.

    Es ist traurig dass ein Großteil der ZJ glauben die LK wäre der Richter oder der Weg zu Gott.

    1914 war von vornherein falsch weil Jerusalem 587 n. Chr. und nicht 607 n. Chr. zerstört wurde.

    Kein Wunder, dass jedes nachfragen kritisch beäugt wird …

    LG
    Karl

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Karl!

    Auch dir danke für deine Stellungnahme!
    Ja die Sache mit 587 und 607 wurde von mir 3, 4, 5 mal von allen Seiten und Argumenten und Gegenargumenten analysiert und geprüft.
    Es gibt für mich nicht den geringsten Zweifel das 607 nicht stimmt und damit auch 1914 nicht haltbar ist (ganz abgesehen von Apg. 1:6,7 – was diese Zeitangabe untersagt)

    Aber warum will man daran UNBEDINGT festhalten? Ganz einfach, wenn sie dieses Jahr aufgeben, dann ist IHRE EINZIGE LEGITIMATION auch futsch. Denn sie behaupten Jesus sei intronisiert worden und seine erste Amtshandlung sein „seinen Sklaven“ auf Erden auszuwählen. Die angeblich „gute Speise die dieser Sklave“ austeilte haben Jesus überzeugt. Dabei haben sie viele heidnische Bräuche bis in Ende der 1920iger Jahre noch ausgeübt – Lehren vertreten die sowas von lächerlich und dumm sind daß sich jeder heute verkrichen und schämen würde wenn sowas öffentlich verteten müßte. Ich habe eine Sammlung mit zusammengestellten Lit. Auszügen, sollte jemand diese nicht kennen, schicke ich sie gerne zu.

    liebe Grüsse
    Matthäus

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    hallo Matthäus, ein weiterr Fakt ist die Zeitschien in sachraj Kapitel 7, di ersten Verse: im 4. jahr des Darius ( 517vuz) 70 Jahre Fasten wegen gedaljas Ermordung und schon hat man 587 sicher.

    Aber das wird, wie so vieles unter den Wachtturm Teppich gekehrt, über den man gar nicht mehr laufen kann ohne das es drunter hervorquillt.

    1918 beteten sie noch mit den amerik.Kirchen, darum dass der deutsche Kaiser den Krieg verliert alles gepaart mit ihrem sektiererischem Verständnis – und da soll unser Herr Sie über alles gesetzt haben?
    Unser herr ist nicht der Herr der Fliegen, der genügend Häufchen findet, wo er seine Armeen drauf ansetzen kann.
    Aber das Kriegen die in Brooklyn eh nicht mit, da sie den Bodenkontakt verloren haben

  • Ältester
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus!

    Ja ich bin Ältester, allerdings aus Deutschland.

    Du schriebst ans Wiener Bethel. Da habe ich so einige Gerüchte von anderen Ältesten und Mitältesten gehört.
    Und diese Gerüchte waren nicht gut. Da hätte ich auch nicht geschrieben.

    Ich weiß nicht ob was dran ist, aber was ich so erschreckend gefunden habe ist, dass angeblich ein Bethelmitarbeiten von Wien (manche sagen sogar in leitender Stellung) einmal besoffen in der Nacht vor dem Bethel torkelte.

    Außerdem sollen sie sich nicht einmal an den „Sklaven“ halten und viel schlimmerer Regeln aufstellen.

    Ich persönlich habe nur ERfahrung mit den Bethel Selters und diese waren positiv!

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Hallo Ältester,du schreibst Du wärst Ältester?Ja im Gerüchte aufnehmen sind diese ja flott!Ja,ja i Selters alle heilig und unfehlbar?Wie sieht denn die Realität aus mit den ganzen Brüdern die wegrationalisiert wurden und noch werden?Die sitzen bei der ARGE sich den Hintern platt.Null Rente, null Erspartes,und ganz böse ist es wenn man keine Angehörigen hat die einen etwas auffangen!Mein Frau hatte damals öfters als Ferienmitarbeiterin gearbeitet!Die Brüder musssten dort die Tür offen lassen wenn sie Besuch von einer Schwester bekamen?!Hat man denn überhaupt kein Vertrauen dort und denkt gleich wenn die Tür zu ist dann passiert dort was?!Oder denken die in Selters nicht daran wenn diese Brüder sich irgendwo auswärst befinden das dort die Tür offen bleibt und nichts passiert?dann erst recht !weil ja alles wie im Kloster gehalten wird !Sie kannte auch Brüder , die aus dem Bethel kamen und die dicksten Partys gefeiert haben , worüber meineFrau nur den Kopf geschüttelt hat!Und montags waren es dann wieder die braven Brüder dort in Selters!Einige die jahrelang in Selters gearbeitet haben und anschließend sozusagen in die Welt gegangen sind haben sehr schnell geheiratet und sehr schnell auch Ehebruch begangen und das waren einige!Die wollten sozusagen mal was ausprobieren was sie jahrelang in Selters nicht durften!so sieht die Realität aus!Nicht nur in Wien!Die in Selters sind auch nicht besser !Schön wenn Du gute Erfahrungen dort gemacht hastaber man kann auch die Augen zu machen und vieles nicht sehen wollen nur um die Hoheiten in Selters zu schützen weil man vielleicht Angst hat dadurch sein hohes Amt zu verlieren?!Ich war auch einmal Ältester , aber ich will mich nicht höher stellen als Jehova und Jesus ich möchte lieber ein Schaf bleiben !

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi,

    ZITAT „die in Selters sind auch nicht besser“ hört sich ziemlich gefrustet an.

    Ich denke, es ist so, wie es schon so oft hier im Forum steht: Es sind weder ALLE schlecht noch ALLE gut. Es gibt solche und solche.

    Man kann auch Ältester sein, OHNE sich höher als Jehova und Jesus zu fühlen. Auch das steht hier mehrfach im Forum, dass es durchaus auch solche Älteste gibt.

    Natürlich dürften es mehr von der Sorte sein! :))

    LG
    Hans

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans,

    du hast m.E. Recht, auch wenn es vielleicht für uns Menschen schwer ist nicht immer alles Schwarz oder Weiß zu sehen, sollten wir versuchen nicht alles und jeden über einen Kamm zu scheren.

    Meine Schwester berichtet oft das Gegenteil von dem was ich in meiner Vers. erlebe, auch was die Ältesten betrifft. Bei ihr scheint einfach ein anderer Geist zu sein. Ich glaube es hängt viel von den „Platzhirschen“ ab. Eine Ä-schaft wird meistens durch die 2,3 od. 4 Ä. geprägt, die eine natürliche Autorität ausstrahlen und den anderen zeigen wo´s lang geht. Sie sind in gewisser Weise die Meinungsmacher und die Antreiber und so wie sie sich verhalten so sieht es auch meistens in der entsprechenden Vers. aus. Sie prägen den Geist einer Versammlung.

    LG
    Dennis

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi Dennis,

    sehe ich auch, gruppendynamisch gesehen gibt’s ein bis ein paar Leithammel und der Rest sind Ja-Sager bzw. Mitläufer. Und das ist das Gefährliche, wenn sich die Ja-Sager/Mitläufer nicht mehr NEIN sagen trauen.

    Denn dann heißt es auf einmal „die ganze Ältestenschaft“ sieht eine Sache soundso. Aber in Wirklichkeit mag nur die Meinung der Leithammeln repräsentiert sein.

    Das ist aber eine menschliche Sache, die man überall, auch in der Business-Welt oder anderswo findet. Das ist nicht ZJ-spezifisch. Manchmal fragt man sich halt nur, wo da noch der heilige Geist wirkt. Aber mitunter sieht man ihn aufblitzen 🙂

    Viele Grüße,
    Hans

  • Barnabas
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans,

    es ist genauso wie es hier erörtert wurde. Das ist Gruppenverhalten. In Wirklichkeit wird eine Versammlung nur von einem geführt. Geht ein Leithammel weg kommt ein anderer und der Geist einer Versammlung kann sich drastisch ändern. Das kann positiv aber auch sehr negativ sein. Beides habe ich schon so erlebt. Da viele der sogenannten Alphatiere nicht selten auf Lebenszeit dienen brauchst du nicht zu hoffen das sich was ändert.
    Das liegt an den Gleichgültigen und Ja Sagern. Das sind eigentlich die gefährlicheren. Denn alles Negative ist nur mit ihrer Duldung möglich. Darum kommen die Lauen auch bei unserem Gott schlecht weg.
    Das Kernproblem ist, das Älteste in den seltesten Fällen wirklich vom Geist ernannt sind.
    Alois hat Recht wenn er das mit den sieben Versammlungen oder den 10 Kundschaftern erklärt. Du wirst nie ein besseres Verhältnis finden.
    Aus eigenen Erlebnissen weiß ich wie Älteste zu solchen werden. Das geht in der Praxis meist nur nach drei Kriterien wovon nur ein Merkmal biblisch ist.
    1. Er muss Männlich sein. Das einzigste biblische Kriterium.
    2. Er muss einen von der WTG akzeptierten Stundendurchschnitt im Predigtdienst haben. (Ob der real ist, ist unwichtig.)
    3.Wenn er Ältester werden will, muss er eine Lobby haben.
    Dann geht es unabhängig von den anderen Kriterien sehr schnell. Zur Taufe zugelassen zu werden ist entschieden schwerer. Keine 140 Fragen. Kein halbes Medizinstudium.
    Bei Mose sollten 70 Ältere Männer ausgewählt werden, die vom Volk als solche erkannt wurden. Nicht das Amt sollte betont werden sondern der Dienst. Das was sie bereits geleistet haben. Heute ist es in den meisten Fällen umgekehrt. Sie werden ernannt und dann hast du sie als solche anzusehen.
    So kommt es, das du dann den als Ältesten zur Seite bekommst auf den du noch aufpassen musst, damit er keinen Flurschaden anrichtet. Oder der dann auf der Bühne steht und noch nicht mal richtig lesen, geschweige denn lehren kann. Auf einer Königreichschule hat es ein Bruder Kretschmar mal auf den Punkt gebracht.
    Er sagte: Ich höre ja nur ab zu mal einen anderen öffentliche Vortrag. Meist halte ich ja selber welche. Aber was ich da schon so angeboten bekommen habe. Und dabei haben Brüder noch Geld dafür ausgegeben und sind bis zu
    40 Km mit den Auto gefahren um sich so was anzuhören.
    Es gibt Vortragsredner da musst du dir gleich das Thema aufschreiben, weil du nach 5 Minuten Redezeit schon gar nicht mehr weist was der eigentlich sagen will.
    Dem Merkmal Gastfreundschaft wird überhaupt gar keine Bedeutung beigemessen. So kommt es, das du von so manchem Ältesten nie sein „Allerheiligstes“, seine Wohnstube zu Gesicht bekommen hast.
    Den Predigtdienststunden wird die höchste Priorität beigemessen. Die fatalen Auswirkunge davon sind folgende:
    Der „Stunden-Fischer“ der sich mit allerlei Tricks seine vielen Stunden zusammengebastelt hat kommt ins Amt und der effizentere Evangeliumsverkündiger bleibt draußen. Manch einem, dem diese oft praktizierte Stundezusammenlügerei zu wieder ist oder der sich hingebungsvoll um Angehörige oder Brüder kümmert und deshalb diesen Stundendurchschnitt nicht erreicht bekommst nicht dazu. Obschon er meißt der Tauglichste gewesen wäre. Noch fataler wird es wenn ein solch qualifizierter Hirte aus dem Amt gestoßen wird weil er nicht die erforderlichen Stunden hat. Alles andere spielt dann keine Rolle mehr. Die Ja Sager werden auch hier dem KA nicht widersprechen. Ich weiß davon.
    Es wird in Zukunft noch schlimmer werden. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, daß im Moment gerade eine „Säuberungsaktion“ läuft und alle die aus dem Amt fliegen die Umgang mit ihren ausgeschlossenen Verwandten haben. Das ist leider jene Realität die ich aus der Praxis kenne.
    All jene die wirklich vom Geist ernannt sind oder waren mögen sich bitte nicht angesproche fühlen.

    Liebe Grüße von Barnabas

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Barnabas,

    (Zitat)
    „Es wird in Zukunft noch schlimmer werden. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, daß im Moment gerade eine “Säuberungsaktion” läuft und alle die aus dem Amt fliegen die Umgang mit ihren ausgeschlossenen Verwandten haben. Das ist leider jene Realität die ich aus der Praxis kenne.“

    Das würde die vielen Studien- und Nebenartikel der letzten Zeit im WT erklären. Immer wieder wird hier in unbarmherziger Weise auf den Gefühlen der Brüder rumgetrampelt.

    Aus meiner eigenen Versammlung weiß ich, dass ein DAG mit seinen beiden Töchtern (ausgeschlossen) regelm. Kontakt hat, weil u.a. schon Enkelkinder da sind.

    Dieser DAG ist ein sehr zurückhaltender und einfacher Bruder. Er wurde von den Ä. auf völlig hirnrissige Regelungen aufmerksam gemacht, die er bei „unvermeidlichem“ Kontakt mit den Töchtern zu beachten hätte. Auf die Drohung des KAs, dass bei Nichtbeachtung und Einschränkung des Kontakts sein Amt in „Gefahr“ wäre, antwortete er:

    „Von mir aus!“

    Wenn man bedenkt, dass es im WT i.S. „ausgeschlossene Kinder“ immer so dargestellt wird, als stehe die „treue zu Jehova“ auf dem Spiel, dann kann einem eigentlich nur schlecht werden.

    Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele trotz der emmotionalen Erpressungsversuche der WTG Standhaft bleiben werden und Jesu Beispiel von Nächstenliebe und Barmherzigkeit an den Tag legen.

    LG
    Dennis

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Lieber Barnabas,

    deine Ausführungen sind treffend.

    Als Kriterien für Älteste könnte man noch regelmäßigen Zusammenkunftsbesuch und Kommentare hinzufügen, sonst wird’s evtl. schwierig. Der Ehepartner, falls vorhanden, sollte noch halbwegs Stunden haben, das ist auch noch ein Faktor (wenn auch nicht so viele Stunden wie der Amts-Anwärter). Wenn der Partner mit ner Stunde „rumkrebst“, wird man den Rat erhalten, erst mal seine Frau zu mehr Leistung zu bringen (wenn sie nicht offensichtlich krank o.ä. ist). Lobby ist leider sehr wichtig. Ohne die scheint es schwierig.

    Zu der auch von dir beschriebenen Leithammel-Dynamik fällt mir der Spruch ein: „DIE DUMMEN SIND DIE GEFÄHRLICHEN“

    Ohne die Ja-Sager würden sich die Leithammel schwer tun. Obwohl, wie du auch geschrieben hast, nicht jedes Alphatier schlecht für die Herde ist. Allerdings würde man sich MEHR „gute“ (liebevolle etc.) wünschen.

    Übel wirds dann, wenn’s mal einen gibt im Team, der gegen das Leithammel-Subteam (oder den einzelnen Leithammel) sich was sagen traut. Der kann dann schon durchaus schwierigen Zeiten entgegensehen, bis hin zur Rausekelung aus dem Amt oder gar der Versammlung. Ist auch nicht überall so, aber solche Stories hört man doch immer wieder. Leider. Man braucht ein dickes Fell und starke Nerven in einem solchen Fall, über das nicht jeder verfügt.

    Die Gedanken über die 7 Versammlungen und die 10 Kundschafter erhalten einen aufrecht.

    LG
    Hans

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Dennis,
    ZITAT:
    „Er wurde von den Ä. auf völlig hirnrissige Regelungen aufmerksam gemacht, die er bei “unvermeidlichem” Kontakt mit den Töchtern zu beachten hätte. Auf die Drohung des KAs, dass bei Nichtbeachtung und Einschränkung des Kontakts sein Amt in “Gefahr” wäre, antwortete er:“Von mir aus!”“

    Schön das es auch noch Solche gibt…danke ads du davon erzählst.

    Mich erschreckt es jedesmal, wenn ich von Menschen die ich über viele Jahre zu kennen glaubte und sie so gern hatte, erfahre, dass ihnen ihr Amt (oder sogar auch nur das in Aussicht stellen eines Amtes) ihnen wichtiger ist, als ihren Enkel aufwachsen zu sehen oder mit ihren Eltern Kontakt zu halten.

    Wie kann sowas sein? – Ich kann das nicht nachvollziehen…kann es mir nur so erklären, dass ihr Herz eingeschläfert wurde…
    Es ist tot…übrig bleibt ein WTG Roboter. 🙁

    Traurige Grüße – Ulli

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Ältester!

    Für alle treuen Anbeter Jehovas und Zeugen Jesu ist deine Kenntnisnahme bezüglich dessen, was du über Wien gehört hast, zutreffend. Wie ein anderer Kommentator bemerkte, setzte man daher auch aus Selters einen gewissen Br.Gruppe oder Gruppa in die Dienstabteilung. Allerdings kann man sicher sein, dass er wahrscheinlich zuwenig die Mentalität vieler Österreicher Ältesten-Seilschaften nicht durchblickte. Da gibt es solche Regenten, wenn diese Brüder sich zum Beispiel in der „Ehre und Autorität“ gefährdet sehen, verfolgen sie gnadenlos jemandes Unvollkommenheiten, bis sie Ihn ausser Gefecht gesetzt haben. Ich habe aus einer Versammlung gehört, dass ein Ältester einen Mitältesten mit Verdächtigungen konfrontierte und dabei mit ekelhaften Tricks und Intriegen arbeitete. Dieser recht früh ernannte Älteste hat sich so rührend um die Brüder und Schwestern in der Versammlung bemüht und so erfrischende Ansprachen in den Zusammenkünften gehalten, dass es wirklich ein Genuss war, zu sehen, wie er sich als Hirte vom Geist Gottes anleiten ließ. Doch für den damals noch genannten VA wurde er damit „zum Dorn im Auge“. Plötzlich sehen manche in junge Älteste Konkurenz und „die müssen erst einmal gedemütigt werden“, so wie es in ihrem Leben vielleicht früher auch mal vorkam. Mit hinterhältigen ihm unrechtmäßig zugespielten Dokumenten und Intriegen hat er Ihn dann zu Fall gebracht und ihn mit verleumderischen Anklagen konfrontiert, die angeblich sogar in sein früheres vortheokratisches Leben reichen sollen. Der Bruder wehrte sich dann heftig, weil er solche Hinterhältigkeit nicht fassen konnte. Es gab mehrmals heftigen Unfrieden in der Ältestenschaft, weil dieser genau spürte, was von dieser besagten Person betrieben wurde. Es kam zu einigen „heftigen Unstimmigkeiten“. Die Folge: Man bezichtigte ihn dann als Unfriedenstifter in der Ältestenschaft und ein „Haudegen von KA & BZA“…davon soll es den einen oder anderen in AT geben, gut bereundet mit dem „bemittelten VA“, boxte beim nächsten Besuch diesen lieben eifrigen und erfrischenden Aufseher raus. Der verstand die Welt nicht mehr.Und die Feiglinge in Wien wussten von diesen Intriegen und haben alles so laufen lassen, wie vom KA berichtet wurde. Wichtig war, die Seilschaft in der Versammlung bekam wieder Ruhe. Alte Seilschaften in Österreich sind wirksam. Das ist nur ein Beispiel von vielen Vorgängen. Gemeinschaftsentzüge mit völlig entstellter Berichterstattung gingen nach Wien. Berufungskomitees aus Nachbarversammlungen mit so engen Bindungen…nie würde eine Krähe der anderen die Augen auspicken. Anderseits können die Österreicher auch sehr mild und gnädig sein, aber dann musst du „demütig kuschen und Kratzfüsschen machen“, dann kannst du auch mal vor dem „Bethel Torkeln“ ohne dass du raus fliegst. Dann war ebend die Leber schuld und hat „das Gläschen Bier nicht verarbeitet“. Natürlich ist dies nicht auf alle Älteste und Ältestenschaften zutreffend. Es wurde höchste Zeit, die Verwaltung zu zentralisieren.

    Liebe Grüße
    Martin

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    die Devise lautet: nach oben bücken nach unten drücken. und wenn sich eine seilschaft gefunden hat, dann steht sie, auch wenn sie untereinander Spinnefeind sind – sie verbindet zuviel so dass sei sich gegenseitig in Abhängigkeit haben. Und wenn sie stark sind im Verhältnis zueinander, dann lassen die den KA auch am lagen Arm vertrocknen, was heißen will, dass er über gewisse Dinge nicht informiert wird.
    bei manchen hätte Macchiavelli noch lernen können, davon bin ich überzeugt. Am härtesten sind die, die am Arbeitsplatz und bei Muttern nicht zu melden haben. Die ergötzen sich daran, jenen Brüdern, mit denen sie nicht können, ständig Fliegen in die Suppe zu legen. Dann wachsen sie wieder vorm Spiegel.
    irgendwie gehen da die Synapsen fehl

  • Caleb
    Dezember 22, 2011

    Bethel/Wien / Br. Gruppe

    Frank&Frei hat in früheren Kommentaren immer wieder die Praxis angekreidet, daß ältere Bethelmitarbeiter auf die Strasse gesetzt werden.

    Nun, das passierte im Bethel Wien nicht. Noch dazu sind in den letzten 15 Jahren die Aktivitäten und Zuständigkeiten (Osteuropa, Balkanstaaten) zurückgefahren worden. Das Resultat war eine veraltete Belegschaft.

    Und dann kam Br. Gruppe aus Selters, um das ganze „aufzuräumen“. Wer jemals mit diesem Mann zu tun hatte, wird eher an einen knallharten Manager + Sanierer gedacht haben als an einen liebevollen Ältesten.

    Wer jemals einen Vortrag über sein Lieblingsthema (Organisation) gehört hat, weiß aus welcher Richtung der Wind weht:

    „Organisation, Organisation, Organisation“
    „Gott handelt nicht mit einzelnen Menschen“
    „Ewiges Leben und das Überleben Harmagedons nur durch und über die Organisation“, usw.

    Seilschaften in AT. Österreicher sind nunmal hervorragende Netzwerker, was auch der gerade ausufernde Korruptionsskandal in Politik und Wirtschaft in Österreich aufzeigt. Das gleiche läuft halt leider auch in den Versammlungen. Österreicher sind auch sehr sesshaft, dashhalb sind die meisten Ältesten dann auch 20, 30 oder mehr Jahre in der gleichen Versammlung tätig. Da ergeben sich automatisch Seilschaften. Und wenn man dann in die Mühlen der Komitees hineinkommt hat man keine Chance.

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Hallo Caleb,

    wenn es nicht viele reisende Aufseher mit diesem Namen gibt ist der Brd. Gruppe (ich dachte er heißt Kruppe) gerade bei uns Bezirksaufseher (Südwest-Deutschland).

    Schon das Outfit (grüne Krawatte, grünes Einstecktuch, grünes Brillengestell) zeigt mir, dass hier ein Mann am Werke ist, der sehr viel von sich hält.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    was ist der Unterschied zwischen einer „ordensähnlichen Gemeinschaft“ und einem Orden?
    Bist du Mönch in einem Orden und läßt dir nicht zu Schulden kommen, wirst du bis an dein Lebensende im Orden dienen können und, wenn du alt und wackelig bist, werden dir die Brüder dort den Lebensabend erträglich machen.
    Die ordensähnliche Gemeinschaft arbeitet auf das Ziel hin, viel ARbeit für wenig Geld zu bekommen und die Fakten zeigen auf, dass sowohl Selters als auch Brooklyn immer wieder Leute nach Hause schickten. Gut geeignet sind die Mittvierzigere,die können sich noch nen Job suchen und fallen nicht gerade ins Loch.
    und das, was Selters an Sozialversicherung in einzelnen fällen nachentrichtet, ist nicht gerade grundlegend für ein sorgenfreies leben, eher ist damit die Sozialversicherung im krankheitsfall geregelt, wie es bei der Rente aussieht, wage ich hier nicht zu beurteilen.
    Und bedenken wir, selbst der Erich Frost wurde aus wiesbaden entfernt und verbrachte denLebensabend irgendwo in Württemberg. IHm wurde ja nachgesaagt, dass er im KZ die Brüder verraten hatte. Der Spiegel vor 50 Jahren, wohl von der Stasi gefüttert, liess ja nichts an ihm, und so scheint es, dass er gegangen wurde.

    es ist nun mal so, wenn der Kuchen kleiner wird und die anzahl derjenigen, die was abhaben wollen größer – um so mehr Druck staut sich auf und dann gibt es schon mal management by Helicopter – meistens über den Dingen schwebend, ab und an mal runterkommend STaub aufwirbelnd und Unruhe schaffend.

    Solange Profit ganz oben steht – auch im Bethel – solange kann logischer Weise auch kaum richtiger Segen spriessen.
    man nimmts doch mit allen Sinnen wahr: überall läßt der Versammlungsbesuch nach.
    woranliegt es? auch die 30 Stunden Pionier Regelung schaffft keine Entspannung. Da rennen sie los des Berichtes wegen und umshcließlich sagen zu können: Mann im Mräz waren 20.000 Hipis tätig. Wenn sie das auf 10 Studne reduzieren werdens 150.000 sein.
    zahlenspielereien sind kein Ersatz für Qualität des Dienstes

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo Caleb,
    Gott sei Dank in Ewigkeit, dass man bei solchen Leuten keine Chance hat. „Sag mir mit wem du Umgang hast und ich sag dir, wer du bist“, stell dir vor, Jesus sagt das zu uns und wir müssten dann sagen, mit denen, die saufen, vergewaltigen, verletzen, aber immerhin nannten sie sich Brüder!
    Ob Jesus dann nach rechts oder nach links zeigt?
    Wir sind alle nicht staub- und fusselfrei vor Gott, aber wir wollen uns redlich mühen, anderen das Leben nicht beschwerlicher zu machen als es ohnehin schon ist.
    Schau mich an: Ich bin so ein echter Efeu, wachse hier und da und brauche unbedingt aufgeweckte, stabile Stangen, an denen ich wachsen kann. Und da bin ich doch dankbar, dass du im Sägewerk nichts werden kannst.
    Sei lieb, bleib uns erhalten. Vielleicht verdankt jemand schon sein Leben deiner Anwesenheit hier, weil Jehova gesagt hat, bevor deine echten Qualitäten verloren gehen, lasse ich lieber zu, dass du aus der Organisation fliegst, auch wenn du es jetzt noch gar nicht verstehen kannst.
    Es gibt viele Gründe zur Dankbarkeit. Das ist nur einer davon.
    Ich weiß, ich sehe alles wie ein Radieschen: sie sehen alles von unten, aber sie sind wahnsinnig gesund.
    Ich hoffe, dass dir diese Worte ein kleiner Trost sind. Ich liebe deinen Eifer, mein Bruder.
    Liebe Grüße
    Eddi

  • schneerose
    Dezember 22, 2011

    servus br. ältester

    wir haben auch eigenartige erfahrungen mit wien gemacht..wien hat einen grossen betrug gedeckt.. unschuldige brüder ausgeschlossen..andere mehrmals öffentntlich von der bühne aus als nicht unterscheidungsfähig hingestellt

    anna hat meine mail adresse
    güsse schneerose

  • Ältester
    Dezember 22, 2011

    Hallo!

    Das mit den sogenannten „Seilschaften“ habe ich auch gehört. Hoffentlich wird das mit der Schließung des Bethels Wien besser. Mir hat ein Bruder (und ein guter Freund) einmal erzählt, dass er mal in Österreich bei Bekannten zu Besuch war. Und er sagte, dass in den Versammlungen in Österreich sehr viel hass herrscht. Die Stimmung soll dort so erdrückend sein. Er hat das sonst in keinen anderem Land erlebt, nur in Österreich.

    Woanders wurde er immer freundlich aufgenommen und die Stimmung war auch immer sehr freundlich aber Österreich ist komplett das Gegenteil. Er war dort in 3 oder 4 Versammlungen. Ich weiß es nicht mehr so genau.

    Zu meiner Stellung als Ältester möchte ich mich nicht dazu äußern weil ich den Spionen die hier heimlich mitlesen, nicht auf mich kommen. Ich habe keine Angst meinetwegen, sondern wegen meiner lieben Brüder. Ich kann Ihnen in meiner jetzigen Stellung als Ältester mehr helfen!

  • Caleb
    Dezember 22, 2011

    Hallo,

    das ist das Problem mit dem Hörensagen. Vor einiger Zeit hat eine Schwester darüber berichtet, daß es in den Versammlungen in Deutschland viel schlimmer ist als in Österreich.

    Das grundsätzliche Problem, egal ob in DE oder AT, sind die Versammlungen schon lange nicht mehr der Ort, wo man geistig wachsen kann, eher das Gegenteil, geistige Mangelnahrung gepaart mit einer gewissen Kälte und Lustlosigkeit.

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Ich bete für dich, Br. Ältester.
    Ich kann nachfühlen, wie man sich in deiner Situation fühlt.
    Danke, dass du trotzdem die Stärke aufbringst, dich hier zu äußern und zu beteiligen.
    Unsere ganze Hoffnung und Sehnsucht richtet sich auf den Tag, an dem Jehova selbst die Befreiung herbei führt. Was wird das für ein Leben!
    Ich wünsche dir die ganze Kraft Jehovas, seinen ganzen Segen.
    Fühle dich umarmt und geliebt.
    Eddi

  • Barnabas
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,

    mit einer exzelenten, unausweichlichen Logik hast du ausgesprochen was viele von uns denken und schon lange wissen. Viele meiner Gedanken hast du 1 zu 1 wiedergegeben. Mit noch ein paar Gedanken möchte ich das unterstreichen.
    Christus hat gesagt, ich weiß es nicht.
    Zu seiner Zeit gab es die Septuaginta aus der er gelegentlich zitiert hat. Es ist doch wohl sicher, dass er sich wie kein anderer, oder zu mindestens genauso gut auskannte wie sein Vater. Er sagte auch, dass er das redete was er von seinem Vater gelehrt bekommen hat. Genau eben diese Schrift soll aber zu einem großen Teil dazu herhalten, eine solche falsche Berechnung zu stützen. Daraus ergibt sich ein großes Dilemma für die LK.
    Wenn sie 1914 weiter so aggressiv aufrechterhalten behaupten sie de facto folgendes.
    1. Jehova muss seinen Christus falsch belehrt oder belogen haben. Oder.
    2. Sein Christus konnte ihm inhaltlich nicht folgen. Oder.
    3. Er kannte sich in der Septuaginta nicht aus. Oder.
    4. Der Christus hat absichtlich seine Jünger belogen. Oder etwas milder.
    5. Der Christus war schlecht in Mathe und konnte daher nicht so gut rechenen wie ein Brown, Barbour, Russel oder Fred Franz. Ich möchte nicht in der Haut jener Leute stecken, die solche Dinge auch nur andeutungsweise behaupten oder meinen mit allen Mitteln aufrecht erhalten zu müssen.
    Ich glaube, das wichtigere Datum ist für sie 1919. Damals soll der Christus gekommen sein und hat gewissermaßen gesagt: Euer Unfug den ihr in meinem Namen verbreitet gefällt mir am besten. Euer Speckulatius (abgeleitet von spekulieren) den ihr an eure Hausgenossen ausgebt ist genau die richtige geistige Speise.
    Mit 1914 fällt 1919 und sie mit. Davor haben sie große Angst. Mal sehen was kommt. Vieleicht lernen sie ja vom untreuen Verwalter, damit sich an ihnen nicht Sacharja 13:1-6 erfüllt.

    Liebe Grüße und weiterhin gute Besserung
    von Barnabas

  • Joshua
    Dezember 22, 2011

    Hallo Barnabas, vielen Dank für deinem Kommentar ! Ich sehe es auch so das sie vor dem Fallen von 1919 mehr Angst haben, denn in diesem Jahr hat der Herr Jesus sie angeblich als Slaven über die Habe gesetzt. Sie können aber 1919 nur halten wenn sie 1914 halten. Sehr merkwürdig nur das Russell und Co. glaubten das Jesus 1874 unsichtbar wiederkam. Dieses Verständnis wurde erst 1943 geändert. Russell und Co. glaubten das 1914 Harmagedon kommen würde und die menschlichen Regierungen vernichtet würden. Später erst musste dieses Datum herhalten für die Inthronisierung Jesu. Wenn 1914 nicht stimmt, was eindeutig der Fall ist, ( denn die Berechnung der 7 Zeiten ist auch ein Lügenkonstrukt )dann stimmt auch 1919 nicht und es wurde bisher kein treuer und verständiger Slave eingesetzt.

    LG Joshua

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Barnabas und Joshua, auch zu eurem Kommentar und als ERgänzung zu schon von mir gesagten diese Hinzufügung:

    Jesus vertrat diese Meinung:

    16 Jesus beantwortete ihre Frage: »Was ich euch sage, sind nicht meine eigenen Gedanken. Es sind die Worte Gottes, der mich gesandt hat. 17 Wer von euch bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen, ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind.

    18 Wer seine eigene Lehre verbreitet, dem geht es um das eigene Ansehen. Wer aber Anerkennung und Ehre für den sucht, der ihn gesandt hat, der ist vertrauenswürdig und tut nichts, was seinem Auftrag widerspricht.

    Joh.: 8: 31 Zu den Juden, die nun an ihn glaubten, sagte Jesus: »Wenn ihr an meinen Worten festhaltet und das tut, was ich euch gesagt habe, dann gehört ihr wirklich zu mir. 32 Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!«

    54 Jesus entgegnete: »Würde ich mich selbst loben, könntet ihr mir zu Recht misstrauen. Aber mich ehrt mein Vater. Ihr nennt ihn zwar euren Gott.

    (Wer lobt und predigt sich ständig selbst und fordert auf „ihm“ zu gehorchen?) Wenn man selbst Jesus misstrauen dürfte – würde er sich selbst loben – wie viel mehr bei einen Menschen!

    1. Johannes 2: 26 Das müßt ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen.

    27 Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus.

    „Nur einer ist euer Lehrer“ EINE KLARE ANSAGE:
    Vorschlag: Gib in die WT-CD einmal den Suchbegriff ein:

    „Interessierte zur Organisation führen“ – 137 Treffer – regelmäßig wird im KD mit genau diesem Thema aufgefordert wie:

    INTERESSIERTE ZUR ORGANISATION FÜHREN

    Und dann gibt den Wortlaut ein: „Interessierte zu Jesus führen“ – 10 (!!!) Treffer

    Nur ein Zitat: Der Fortschritt des Studierenden ist untrennbar damit verknüpft, daß er Jehovas Organisation aner-kennt. Zu unserer Verantwortung als Lehrer gehört es daher, das Interesse des Studierenden auf Gottes Organisation zu lenken.

    Vergleiche bitte diese Aufforderung mit jenen von Jesu Worten!

    Die Bibel kann, getrennt von der sichtbaren Organisation Jehovas, nicht richtig verstanden werden. WT 15.01.68.
    Johannes 6: 45 Bei den Propheten heißt es:› Alle werden von Gott lernen! ‹ Wer also auf den Vater hört und von ihm lernt, der kommt zu mir.

    63 Gottes Geist allein schafft Leben. Ein Mensch kann dies nicht. Die Worte aber, die ich euch gesagt habe, sind aus Gottes Geist; deshalb bringen sie euch das Leben. 64 Aber einige von euch glauben mir trotzdem nicht.«

    Warum sollte Jesu dann diesen Sklaven erwählt haben?
    Auch diese „Begründung“ bringt Licht in die Sache:

    In dem Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht wird auf Seite 350 gesagt:

    „Es ging um die Frage: Hat er die Speise – und zwar gute Speise – zur rechten Zeit ausgeteilt? Das war es, wonach der zurückgekehrte Herr den Sklaven beurteilen mußte …

    Bis zum Jahre 1919 u.Z. waren diese Christen bestrebt gewesen, dem ‘Haushalt des Glaubens’ oder den ‘Hausknechten’ des Herrn ‘Speise zur rechten Zeit’ zu geben … es mußte auch auf die Qualität der Speise geachtet werden. Die Gruppe der gehaßten, verfolgten Christen, die stets bemüht waren, treue Sklaven Jesu Christi zu sein, bestand diese Prüfung.“

    So bestand auf der ganzen Erde nur der Wachtturm die Prüfung, die richtige Art Speise gereicht oder die richtigen Dinge gelehrt zu haben. Was lehrte der Wachtturm nun, das zu seiner Ernennung als „treuem und verständigem Sklaven“ führte?

    Wir wollen uns dazu das Buch Das vollendete Geheimnis (aus dem Jahre 1917; vollständige deutsche Ausgabe 1922) ansehen, das der Wachtturm in dem Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe auf Seite 165 als „eindrucksvollen Kommentar zur Offenbarung“ bezeichnet:

    Seiten 104-107: Du wirst den Leviathan (die Lokomotive) mit einem Haken (automatische Kupplung) ausdehnen, verlängern, oder mit einer Schlinge (Kuppelbolzen), mit der du seine Zunge (Kuppelverbindung) sich senken lassen wirst.

    Seite 306: Offenbarung 14:20 „Tausend sechshundert Stadien weit (In der sinaitischen Handschrift „tausend zwei hundert Stadien“)“ werden definiert als kürzeste Entfernung von der Weinkelter des Herrn, d.h. die Entfernung von Scranton, PA nach Brooklyn, NY über die Hoboken-Fähre.

    Ausgabe 1918, Seite 258: „Selbst die Republiken werden im Herbst 1920 verschwinden (deutsch: werden nicht zu bestehen vermögen in diesem großen Erdbeben) … Alle Königreiche der Erde werden untergehen [und in Anarchie vergehen] … Die drei Tage, während welcher Pharaos Heerscharen das Volk Israel in die Wüste verfolgten, stellen die drei Jahre von 1917 bis 1920 dar (deutsch: dürften die drei Jahre darstellen), während welcher Zeit alle Boten Pharaos (Diener Satans) im Meere der Anarchie schließlich untergehen … Und im Jahre 1918 (und nach dem Jahre 1918), wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen vernichtet … sich freuen werden über das Erbe der Verwüstung, das nach 1918 über die Christenheit kommen wird, so wird Gott mit der erfolgreichen revolutionären Bewegung verfahren: sie wird gänzlich vernichtet werden, „insgesamt.“

    Keine einzige Spur von ihr soll die Verwüstungen der weltenweiten, allumfassenden Anarchie im Herbst 1920…“

    Es ist interessant, daß der Wachtturm über sie in jener Zeit (1914-1919) sagt, ihre Treue und geistige Weisheit im Dienste des Herrn seien ausschlaggebend dafür, daß sie wert erachtet würden, über alle irdischen Belange ihres Herrn gesetzt zu werden.
    Wachtturm 15. März 1978, Seite 187.

    Wenn man die oben zitierten Abschnitte aus dem Buch Das vollendete Geheimnis liest – und dies sind nur ein paar von Dutzenden, die man anführen könnte -, glaubt da jemand, sie würden in irgendeiner Weise geistige Weisheit oder Verständigkeit verraten? Im Jahre 1918 hielt J. F. Rutherford eine Ansprache mit dem Titel Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben. Diese Ansprache wurde auch als Broschüre herausgegeben. Der Wachtturm nannte diese Ansprache eine epochemachende biblische Ansprache und eine erstaunliche Rede Wachtturm, 1. November 1979, Seite 26.

    Was hat diese exaltierte Deklarierung verursacht? Wir wollen uns Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben einmal ansehen, hier die Seite 88:

    Auf das zuvor dargelegte Argument gestützt, dass also die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und daher verschwindet, und dass die neue Ordnung hereinbricht, und dass das Jahr 1925 die Auferweckung der treuen Ueberwinder des alten Bundes und den Beginn der Wiederherstellung markiert, ist es vernünftig zu schliessen, dass Millionen jetzt auf Erden lebender Menschen im Jahre 1925 noch auf Erden sein werden. Sodann auf die Verheissungen, die in dem Worte Gottes niedergelegt sind, gestützt, müssen wir zu dem positiven und unbestreitbaren Schluss kommen, dass Millionen jetzt Lebender nie sterben werden.

    Später gab Rutherford zu: Ich habe mich lächerlich gemacht!

    In dem Buch Die Offenbarung… Höhepunkt ist nahe! wird auf Seite 164 über die Zeit von 1914 bis 1919 gesagt:

    Daß sie durch zwei Zeugen versinnbildlicht wurden, ist für uns eine Bestätigung, daß ihre Botschaft der Wahrheit entsprach und gut begründet war.

    Vergleichen wir dies mit dem bisher Gesagten: diese Aussage muß von jemandem verfaßt worden sein, der keine Ahnung von dem hatte, was der Wachtturm in der fraglichen Periode gesagt hatte. Tatsächlich war ihre Botschaft alles andere als „gut begründet“.

    lg. Matthäus

  • Zadok
    Dezember 22, 2011

    Zitat:Mit 1914 fällt 1919 und sie mit. Davor haben sie große Angst.

    Ja, das stimmt wohl. Es gibt noch ein wundervolles und sooo überzeugendes Argument:
    Unsere allseits geschätzte Elberfelder Bibel; die von uns genutzt
    wurde – vorne in Sütterlin die EB und hinten auf modern die damalige Ausgabe des NT der NWÜ…in der Zeittafel steht unter dem Namen „Zedekia“ die Jahresangabe 588 v.u.Z.; plus 18 Monate Belagerungszeit für Jerusalem führt uns zu 586/587….
    Kein Wunder dass Fred Franz schnellstens aktiv werden wollte….
    Lieber Gruß
    Achim

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hallo Matthäus,

    es gibt sicher Fälle auch mit Beteiligung der höheren Instanzen der WTG in beiden Richtungen – liebevolle und lieblose Reaktion. Ist auch immer schwierig zu beurteilen, weil man selbst ja nur von wenigen Fälle viele oder gar alle Fakten kennt.

    Weil es aber auch positive Erfahrungen gibt, sollte man, insbesondere BEVOR man selbst z.B. als Ältester das Handtuch wirft vor lauter Frust und Verzweiflung, sich vorher ans zuständige Zweigbüro wenden. Warum auch nicht? Was hat man zu verlieren? Wenn man dann schriftlich argumentiert, sollte dies natürlich hieb- und stichfest sein. Und wenn es dann immer noch nicht gerecht zugeht, warum nicht nach Brooklyn schreiben? Auch dafür gibt es positive Beispiele!

    Die Fälle, von denen ich hörte, bezogen sich eher auf inkompetente und lieblose Vorgehensweisen von Ältesten und anderen „Funktionären“, weniger auf inhaltliche Probleme mit Lehren. Bei letzteren sehe ich persönlich auch nicht viel Sinn darin, zu schreiben. Man muss nicht alle Lehren der WTG buchstabengetreu selbst glauben. Möchte man in unserer Organisation verbleiben, spricht man dann halt nicht öffentlich darüber.

    Und wenn man sein Gewissen erleichtert und über Missstände an den KA und an die WTG berichtet hat, ist zumindest klar, dass das persönlich Mögliche getan ist. Für den Rest muss Jehova sorgen. Und das geschieht manchmal gleich, manchmal Jahre später oder man wartet noch drauf.

    LG
    Hans

  • Walter
    Dezember 22, 2011

    Hallo Hans,

    ich finde Du hast das ganz treffend formuliert :

    “ Bei Lehren sehe ich persönlich auch nicht viel Sinn darin, zu schreiben. Man muss nicht alle Lehren der WTG buchstabengetreu selbst glauben. Möchte man in unserer Organisation verbleiben, spricht man dann halt nicht öffentlich darüber.“

    Über Geschmacklichkeiten kann man mit den KAs und auch mit Selters
    reden und auch ein hörendes Ohr finden. Das mag stimmen.
    Bei Glaubens – und Lehrfragen sieht das aber anders aus.
    Wenn man in der Organisation verbleiben möchte, kann man gerne
    anders denken, man darf halt nicht darüber reden.
    Das haben mir auch schon KA gesagt.

    Ist das nicht traurig.

    Wenn ich zu einem Bruder gehe und ihn etwas persönliches frage,
    wird der mir immer die offizielle Lehrmeinung vermitteln.
    Obwohl er u.U. anders denkt und auch handelt.

    Kann so ein brüderliches Verhältnis entstehen ?
    Kann so Liebe und Vertrauen wachsen ?
    Ist das Ehrlichkeit ?

    Ich habe erlebt, wie an Jahren alte Brüder, knallhart entbunden wurden,
    weil sie zu ihrer Überzeugung z.B. in Fragen der Generation, 1914….
    gestanden sind. Ihnen wurde Lehrfähigkeit abgesprochen.

    Brüder, die ihr ganzes Leben im Sinne Christi gelebt haben und sich mit Haut und Haaren für die Organisation eingesetzt haben, waren von heute auf morgen entbunden und isoliert.
    Kann man sich vorstellen, wie das Männer im vorgerückten Alter trifft ?

    Mit der Bibel konnte man da nicht mehr argumentieren. Die durfte bei den Sitzungen überhaupt nicht aufgemacht werden.
    Ich habe mir die Mühe gemacht und habe Jahre danach die verbliebenen
    Ältesten gefragt, ob Sie denn das so geglaubt haben, wie es bis 1995
    im Erwachet stand.
    Fast alle haben mir gesagt, daß dies für sie nie ein Thema gewesen wäre.
    Die haben es so gemacht, wie Du es beschrieben hast.

    Die haben so getan als ob.

    Haben schön geschwiegen, als die anderen zu Ihrer Meinung standen.
    Und waren hinterher auch noch die loyalen Brüder, obwohl sie genauso gedacht haben.

    Wenn Du mich fragst von welchen Ältesten ich denn mehr gelernt habe, ist
    die Antwort sehr einfach.
    Von den einen gar nichts und von den entbundenen Brüdern, die angeblich nicht lehrfähig waren, sehr viel.

    So kann es laufen, wenn man gewisse Dinge anders sieht
    wie die Organisation und auch noch dazu steht.
    Für mich ist aber viel bedenklicher,zu welcher Atmosphäre dies in den Versammlungen führt.
    Wenn man nur „offiziell“, so wie es die Vorgaben sagen, handelt und redet, kann wenig Liebe wachsen,kann man wenig lernen und führt zum Doppelleben.

    Das was viele heute schon erleben und sehen.

    Liebe Grüße

    Walter

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Lieber Walter,

    Nach deinem Beitrag zu urteilen, bist du oder warst du ja nun auch in einer ganz gespaltenen Versammlung.
    Es ist schon ein Trauerspiel, wenn man in einer Versammlung mit einer Doppelzüngigkeit leben muss. Aber was meinst du denn, wenn du einen Bruder etwas „Persönliches fragst, vermittelt er die offizielle Lehrmeinung, obwohl er anders denkt und handelt“?

    Du schreibst, dass alte Brüder knallhart entbunden wurden, weil sie zu ihren Überzeugungen gestanden sind. Haben diese denn öffentlich ihre Überzeugungen vertreten? Wieso hat man ihnen die Lehrfähigkeit abgesprochen, wenn sie sich doch wie du schreibst, “ ihr ganzes Leben im Sinne Christi gelebt haben und sich mit Haut und Haaren für die Organisation eingesetzt haben, waren von heute auf morgen entbunden und isoliert“.

    Was ist das für eine Versammlung, wo man mit „der Bibel nicht mehr argumentieren konnte. Die durfte bei den Sitzungen überhaupt nicht aufgemacht werden“. Das wäre ja eigentlich völlig ungewöhnlich bei den ZJ., wo doch „alles biblisch begründet“ wird.

    Und trotzdem, so schreibst du „Die haben so getan als ob“. Eine gewaltige Heuchelei.

    Wie sieht denn die Atmosphäre heute in der Versammlung aus, denn wahrscheinlich gibt es diese „älteren Brüder nicht mehr“ oder? Wie bewahrst du denn deinen Glauben an unseren Herrn und den Freimut der Rede? Gibt es denn noch Brüder, die wie unser Bruder H.P.M. schrieb, Flagge zeigen?

    Sei herzlichst gegrüßt
    Martin

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Martin,
    du lebst schon fast im Paradies!
    Deine Frage: wo gibt es eine Versammlung, in der man nicht die Bibel aufschlagen darf…
    Nachdem ich etwas weiter gen Westen gezogen bin, in eine Versammlung, in der ich Freunde wähnte, wurde mir im Predigtdienst von einem älteren Bruder gesagt:“ Bei uns gibt es korrupte Älteste.“ Ich bin fast umgefallen. Einige Monate später habe ich mich verwundert beschwert, dass immer, wenn ich den einen begrüße in der Versammlung, ein anderer meinen Gruß nicht mehr annimmt. So erfuhr ich, dass seit mehr als 15 Jahren eine Spaltung besteht. Es geht darum, dass ein Bruder Heilsversprechen mittels Biotensor macht und von denen, die das okay finden, einige mit Wünschelruten einkaufen gehen (um zu erkunden, welches Gemüse für diesen Tag bekömmlich ist – das ist kein Scherz!) und andere, die diese Bräuche für spiritistisch halten.
    2009 fanden dann unter der Leitung des Dienstkomitees zwei Besprechungen statt, jeweils getrennt die der Befürworter und der Ablehner. Zur zweiten Besprechung war ich eingeladen, obwohl ich gar keiner Gruppe angehörte, ich mix mir meine eigenen Kräuter und die Wahl vom Gemüse richtet sich nach dem Geldbeutel. Ich bin völlig neutral dort hingegangen.
    Erster Satz des Koordinators: „Wir wollen euch nicht das Denken verbieten, aber wir sind der Auffassung, dass ihr falsch denkt und das wollen wir heute richtig stellen.“ Aha, denke ich, jetzt weiß ich, warum sich die Chinesen für demokratisch halten.
    Weiter: „Wir wollen euch einen Auszug aus einem Schreiben von Selters vorlesen.“ Meine Frage: „Warum einen Auszug, warum nicht den ganzen Brief?“ Antwort: „Weil der an die Ältesten gerichtet ist und euch nichts angeht.“ „Aha, warum dann überhaupt etwas daraus vorlesen?“ Es wurde also eine gute Viertelstunde darüber diskutiert, ob alles, ein Teil oder gar nichts daraus gelesen werden sollte. Der Brief wäre in 5 Minuten gelesen gewesen.
    Dann forderte ein Ältester dazu auf, man müsse mit dem Bruder reden und sich vergewissern, ob seine Handlungen tatsächlich irgend etwas mit Spiritismus zu tun haben oder nicht. Bevor man das nicht beweisen könne, wäre es Verleumdung, das zu behaupten und dafür könne man ausgeschlossen werden. Daraufhin weigerte sich ein älterer Bruder, er führte aus, da dieser Bruder (der mit dem Biotensor)selbst behaupte, das Gerät bewege sich von selbst ohne äußeren Antrieb wie Motor oder von Hand gesteuert, sehe er es für sich als bewiesen an, dass es sich um Spiritismus handelt. Im Übrigen sei es nicht in Ordnung, dass diese Geschäfte im Königreichssaal abgeschlossen würden. Er wurde noch mehrmals ermahnt, das Gespräch mit dem andern Bruder zu suchen, da man ihn sonst ausschließen würde. Der ältere Bruder war völlig fertig, aufgewühlt. Ich mischte mich wieder ein und sagte dem Ältesten, wenn er ein echter Freund wäre, würde er doch ein Gespräch vermitteln und sich zwischenzeitlich selbst vergewissern. Am Ende dieser geistlosen Inquisitionssitzung wurde ich von den Ältesten gebeten, Beweise dafür zu sammeln, dass es sich tatsächlich um Spiritismus handelt. In den folgenden Monaten habe ich 4 Din-A-4 Seiten zusammen getragen und eine CD mit Quelltexten angefertigt, die ich zwei der drei Ältesten überreicht habe. Zudem habe ich einen Professor für Mathematik und Doktor der Physik konsultiert und mir mehrere Versuchsreihen zeigen lassen, so dass ganz objektive Daten und Fakten hätten ermittelt werden können. Wer glaubt, die Ältesten hätte dies interessiert, der irrt.
    Mehr nebenbei erfuhr ich, dass der Bruder Biotensor bei einem dieser Ältesten zuhause war und mit der Wünschelrute beweisen wollte, dass es alles rein wissenschaftlich sei. Die Wünschelrute schlug mächtig aus als er auf einen alten Schrank zuging und so diagnostizierte der Bruder, der Schrank enthalte Formaldehyd. Gut, ich benötige für sowas keine Wünschelrute, Hirn tut es auch.
    Nachdem die Diskriminierungen weiter gingen und die Ältesten die ihnen vorliegenden Informationen überhaupt nicht zu verwenden gedachten, wandte ich mich an die Dienstabteilung Selters. Mein Schreiben wurde auch gleich an die Ältestenschaft zur Stellungnahme geschickt. Von deren Antwort erhielt ich keine Kopie, auf Anfrage teilte man mir mit, man mache dies nicht aus seelsorgerischen Gründen. Aha, und was ist jetzt mit meiner Seele? Nachdem Selters auch kein Interesse zeigte, sandte ich einen umfangreichen Datensatz per Fax nach Brooklyn. Interesse? Fehlanzeige auf der ganzen Linie. Im September 2009 kam es dann im Foyer des Königreichssaales durch den Bruder Biotensor zu der sexuellen Belästigung, die von allen Ältesten entschuldigt wurde.
    Seilschaften? Alles ein Knäuel?
    Und trotz allem: Es gibt Älteste, die aufrichtig Jehova lieben, sie sind wie einzelne Obstbäume im Wald: selten, aber fruchtbar. Diese Ältesten können beim besten Willen nicht alle Versäumnisse der andern aufarbeiten. Das können sie nicht und dazu fehlen ihnen oft genug die Kompetenzen. Wir können ihnen die Arbeit nur dadurch erleichtern, dass wir den Segen Jehovas erflehen. Im Gegensatz zur Lehrmeinung der Organisation sage ich: nicht das, was sie nicht schaffen, wird von Jesus beurteilt, sondern die mühevolle Arbeit, die tiefe Liebe und den echten Glauben, den sie in seinem Dienst gezeigt haben.
    Mein Trost: Jesus versichert uns, dass ihm kein einziges Schaf fehlen wird. Wohin wir auch versprengt werden, er sammelt uns schon wieder ein.
    Und sei es bei BI.
    Danke, liebe Brüder und Schwestern.
    Eddi

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hallo Walter,

    „traurig“, das Wort trifft es!

    Was soll man noch sagen. Die Atmosphäre mag nicht gut sein, man kämpft vielleicht selbst dagegen an, um sie zu verbessern. Aber es ist ein Kamp gegen Windmühlen.

    Bleibt zu hoffen, dass sich Jehova über das eigene Bemühen freut.

    LG
    Hans

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans!

    Zu dieser deiner Feststellung – die kann ich nicht unkommentiert hier so stehen lassen:

    >>Man muss nicht alle Lehren der WTG buchstabengetreu selbst glauben. Möchte man in unserer Organisation verbleiben, spricht man dann halt nicht öffentlich darüber.<<

    Kennst Du nicht den 1. Aprilscherz WT ich glaube aus 1986 – ich suche ihn dir gerne heraus: … dem Sinne nach:

    Jeder ZJ hat die Lehre wie sie NUR die Organisation (oder "trvSk.") wiedergibt zu lehren und zu akzeptieren – das ergibt sich schon bei der 2. Tauffrage – ansonsten ist er EIN ABTRÜNNIGER – DU HAST dem Sklaven mehr zu gehorchen als Jesus deinem Herrn !!!

    Und zu Deiner Anmerkung von Ältesten – nicht ALLE sind schlecht – da gebe ich dir recht – viele sind aufrichtige Christen ehrlich bemüht um ihre BRüder – aber das ist die Ausnahme und solche bestätigen leider die Regel. In unsere Versammlung kannst alle, vielleicht eine Ausnahme im selben Topf verheizen – und der ist Organisationhörig und da beginnt das Problem von Hause aus. Diese Männer haben sogut wie keine EIGENVERANTWORTUNG übernommen. Es gäbe zwar gute Ratschläge die ich nur unterschreiben kann, doch wenn sich die Führungsmänner selbst nicht daran halten dann haben wir Verhältnisse wie in der Politik – jeder ist noch klüger und "wirtschaftet in seine Tasche" – auf die Versammlung bezogen:

    Es herrschen 2 Maßstäbe: Einer für mich und meine Angehörigen und einen 2. wesentlich strengeren für die "bösen sündigen Brüder".
    Das jüngste Beispiel bei uns. Ein Ältester erfährt von der kleinen Nichte: Dieses Geschenk habe ich an meinem Geburtstag bekommen – ein Bruder feiert seinen 60iger – eine Woche nach dem eigentlichen Datum mit Freunden und Verwandten – und genau dieser Älteste setzt alles daran diesen Bruder, zeitgleich mit seiner Frau daß sie ausgeschlossen werden.

    Das ist die Parteilichkeit die Jehova verabscheut und das verursacht den Niedergang in vielen Versammlungen.

    lg. Matthäus

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi Matthäus,

    ZITAT:
    —–
    Jeder ZJ hat die Lehre wie sie NUR die Organisation (oder „trvSk.“) wiedergibt zu lehren und zu akzeptieren – das ergibt sich schon bei der 2. Tauffrage – ansonsten ist er EIN ABTRÜNNIGER – DU HAST dem Sklaven mehr zu gehorchen als Jesus deinem Herrn !!!
    —–

    MUSS ich das so tun? Irgendwo steht vielleicht, was ich muss. Aber MUSS ich wirklich? Was MUSS ein Mensch denn eigentlich und was nicht? Steht das nur in der Bibel oder auch im WT?

    Du hast Recht – Eigenverantwortung ist gefragt, siehe Galater 6:5.
    Und natürlich wünscht man sich die guten Ausnahmen als Regel, auch ich tue das sehnlichst. Man erwartet es vielleicht sogar in der „Organisation Jehovas“ und ist dann ent-täuscht (= Ende der Täuschung).

    Zweierlei Maßstab ist leider ein übliches Problem. Auch das erwartet man nicht, da Jesus dies z.B. bei den Pharisäern verurteilte. Sollte es nicht geben, gibt es aber auf allen Ebenen.

    Die Frage ist nun, zu welcher Schlussfolgerung kommt man: Ist alles von der WTG Mist? Kann ich mich so wenig identifizieren, dass ich eigentlich gehen müsste? Oder befinde ich die groben Dinge für in Ordnung (z.B. Grundlehren oder Anweisungen der LK zu Rechtsverfahren, auch wenn Versammlungsälteste diese nicht liebevoll und korrekt umsetzen etc.) und mache einfach weiter mit ZJ?

    Ich kenne Brüder, die z.B. einzelne Lehrpunkte nicht nachvollziehen konnten und für sich eine eigene, persönliche Meinung bildeten. Und irgendwann, Jahre später, kam die Änderung der Erklärung von der WTG in die Richtung, wie die Brüder sich das eh schon immer dachten. Sie hatten aber nicht das Bedürfnis, wegzugehen und fühlten sich im Nachhinein bestätigt. Wären sie NUR deshalb weggegangen, hätten sie es vielleicht bereut.

    Jeder muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Ich glaube, wenn man NICHT EXTREM jedem Buchstaben, der veröffentlich wird, nachläuft, kann man eine halbwegs ausgeglichene Sichtweise bewahren. Dann sieht man auch die guten Aspekte der Belehrung und kann diese für sich annehmen und für den Rest hat man zwei Ohren 😉

    LG
    Hans

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans, ich stimme dir zu – es ist nicht alles schlecht, etwas gutes werde ich auch nie schlecht reden. Es gibt auch viele sehr vernünftige Ratschläge doch was nützen diese wenn die die das verfassen selbst nicht beachten – hier muß ich immer an die Worte von Paulus denken: „Du der du andere lehrst – lehrst dich selbst nicht!“ Aber sicher läßt sich manches unter „UNVOLLKMOMMEN“ einordnen. Was ich nicht akzeptieren kann (und das war schon bei den ersten Christen so Apg. 4+5) daß sich Menschen (SKLAVEN !!!) einbilden sich über dem Herrn zu erheben.

    Das kommt mir vor der Chef in der Fa. gibt mir einen Auftrag und dann kommt ein kleiner Angestellter und pustet sich auf und verlangt von mir etwas anderes. In dieser Organisation ist Jesus auf Abstellgleis gestellt und Jehova, naja so ähnlich was bleibt uns den übrig er ist ja doch der Größte – doch selbt das ist in GW vorausgesagt: 2. Thes. 2:3,4

    Auch Dennis hat einen sehr guten Satz dazu geäußert:
    Zitat:

    >> …müssen einen aufrichtigen Nachfolger Jesu sehr nachdenklich stimmen. Allein die Tatsache, dass es nicht möglich sein soll über alles was einen in Glaubensdingen bewegt, sprechen zu könnenn, zeigt doch schon, dass es nicht die “wahre” Organisation sein kann. Denke nur mal an Petrus, was er alles von sich gegeben hat und wie oft ihn Jesus zurechtweisen musste, wegen seiner Einstellung und seinen vorschnellen Äußerungen. Hat Jesus ihn verstoßen oder als Abtrünnigen gebrandmarkt? Im Gegenteil, Jesus hat den Eifer für DIE WAHRHEIT dahinter gesehen und ihm große Aufgaben übertragen. Er war nicht zueletzt ein Apostel und Bibelschreiber.<<

    Aber ich stelle hier einmal ein paar sehr gute Zitate ein – all die habe ich an alle Ältesten geschrieben auch an Bethel – nicht eine Reaktion – hätten sie danach gehandelt dann wäre ich nicht ausgeschlossen und die Familie nicht gespalten.

    Div. WT Zitate ohne weiteren Kommentar:

    w98 15.3. S. 18 Wessen Sklave möchte man sein?

    „Wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. KORINTHER 3:17).

    2 Als Gott hingegebene Diener sind Zeugen Jehovas verpflichtet, die Anweisung Jesu zu befolgen….

    4 ….. achten Jehovas Zeugen sorgfältig darauf, wie sie sich ausdrücken. Statt zu sagen: „Die Gesellschaft lehrt . . .“, verwenden viele Zeugen Jehovas Formulierungen wie: „In der Bibel heißt es . . .“ oder: „Gemäß meinem biblischen Verständnis . . .“ Dadurch weisen sie nachdrücklich auf die persönliche Entscheidung hin, die jeder Zeuge Jehovas bei der Annahme biblischer Lehren getroffen hat, und vermeiden es außerdem, den falschen Eindruck zu erwecken, Jehovas Zeugen würden irgendwie dem Diktat einer religiösen Sekte unterliegen.

    Durch Gottes Geist weniger Regeln nötig

    5 „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil“, stellte der Apostel Paulus fest. Er fügte hinzu: „Alle Dinge sind erlaubt; aber nicht alle Dinge erbauen“ (1. Korinther 10:23). Paulus wollte damit offensichtlich nicht sagen, daß es erlaubt ist, Dinge zu tun, die in Gottes Wort ausdrücklich verurteilt werden. Im Vergleich zu den etwa 600 Gesetzen, die der Nation Israel gegeben worden waren, gibt es eigentlich wenige ausdrückliche Gebote, die das christliche Leben regeln. Viele Dinge sind somit dem Gewissen des einzelnen überlassen. Wer sich Jehova hingegeben hat, genießt die Freiheit, die die Führung durch Gottes Geist mit sich bringt. Ein Christ, der sich die Wahrheit zu eigen gemacht hat, folgt seinem biblisch geschulten Gewissen und verläßt sich auf Gottes Anleitung durch den heiligen Geist. So wird dem Gott hingegebenen Christen geholfen, darüber zu entscheiden, was für ihn und andere ‘erbauend’ und „von Vorteil“ ist

    6 Ein Zeuge Jehovas zeigt ….. daß er biblische Lehren in eigenen Worten darlegen kann. Dadurch, daß er nicht mehr nur das wiederholt, was andere formuliert haben, liefert er den Beweis, daß er seine Denkfähigkeit weiterentwickelt. (vergleiche Römer 14:5b ……..jeder sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt.). ……gemäß biblischen Maßstäben zu leben. Diese Entscheidungen werden niemandem aufgezwungen.
    Einer leitenden Körperschaft verantwortlich?

    8 In der Bibel wird deutlich gezeigt, daß wahre Christen Gott nicht unter Zwang dienen. Es heißt darin: „Jehova nun ist der GEIST; und wo der Geist Jehovas ist, da ist Freiheit“ (2. Korinther 3:17). Wie kann diese Tatsache jedoch mit der Vorstellung in Einklang gebracht werden, daß es einen „treuen und verständigen Sklaven“ mit einer leitenden Körperschaft gibt? (Matthäus 24:45-47).

    9 Bei der Beantwortung dieser Frage müssen wir den biblischen Grundsatz der Leitung durch ein Haupt im Sinn behalten (1. Korinther 11:3). In Epheser 5:21-24 wird Christus als das „Haupt der Versammlung“ gekennzeichnet, als derjenige, dem die Versammlung „untertan ist“.

    12 Bedeutet die Aufsichtsstellung, die der leitenden Körperschaft gemäß der Bibel verliehen worden ist, daß jeder Zeuge Jehovas ihr für seine Tätigkeit Rechenschaft geben muß? Das ist nicht der Fall, denn Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Warum . . . richtest du deinen Bruder? Oder warum blickst du auch auf deinen Bruder hinab? Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; . . . jeder von uns [wird] für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen“ (Römer 14:10-12).

    …Hebräer 13:7 ….Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben

    15 Falls ein Zeuge Jehovas Entscheidungen auf der Grundlage von biblischem Rat trifft, …….., weil ihn sein persönliches Studium der Bibel davon überzeugt hat, daß das der richtige Weg ist. Jeder Zeuge Jehovas wird von Gottes eigenem Wort beeinflußt, den vernünftigen biblischen Rat zu befolgen, …wobei er voll und ganz anerkennt, daß sich Entscheidungen, die er trifft, auf sein persönliches Verhältnis zu Gott auswirken, dem er sich hingegeben hat (1. Thess. 2:13 – Gottes od. Menchenwort). (ICH HABE MICH 1966 bei meiner Taufe – KEINER Organisation – hingegeben !)

    16 Wenn es eine persönliche Angelegenheit ist, über seine Lebensführung zu entscheiden, warum werden dann einige Zeugen Jehovas ausgeschlossen? Niemand trifft im Fall einer bestimmten Sünde willkürlich die Entscheidung, daß sie einen Gemeinschaftsentzug erfordert. Dieses Vorgehen ist gemäß der Bibel nur dann unumgänglich, wenn ein Glied der Versammlung schwere Sünden begeht, wie sie unter anderem im 5. Kapitel des 1. Korintherbriefs genannt werden, und nicht bereut. Ein Christ kann zwar ausgeschlossen werden, wenn er beispielsweise Hurerei begangen hat, doch das geschieht nur dann, wenn sich der Betreffende weigert, den geistigen Beistand liebevoller Hirten anzunehmen. …daß Zeugen Jehovas Diener Gottes sind und nicht Sklaven von Menschen? Als Gott hingegebene Christen genießen sie die Freiheit, für die Christus sie frei gemacht hat ….!

    w04 1. 9. S. 10 Gott „mit einem Mund“ verherrlichen
    Deshalb schrieb Paulus aus Rücksicht auf das Gewissen seiner Glaubensbrüder: „Jeder Mensch sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt“ (Römer 14:5b).

    8 Paulus empfahl seinen Brüdern liebevoll, mit denen geduldig zu sein, deren Gewissen anders reagierte. Dagegen ging er mit denen streng ins Gericht, die Glaubensbrüder zwingen wollten, sich dem mosaischen Gesetz zu unterwerfen, und das als eine Voraussetzung für die Rettung hinstellten (man könnte statt Gesetz auch Organisation einfügen)

    9 Wie die Argumentation des Paulus zeigt, müssen unterschiedliche Entscheidungen Einzelner nicht unbedingt die Einheit gefährden, solange keine christlichen Grundsätze übertreten werden.

    Erwachet 8.3.74 (wir beobachten die Welt – ein Auszug)
    Jesus, der Gründer des christlichen Glaubens, war niemals bemüht, öffentliche und staatliche Anerkennung zu finden. Im Gegenteil, er wurde durch den römischen Staat und die Vertreter des jüdischen Systems verurteilt. Die Kirchen der heutigen Zeit folgen nicht seinem Beispiel (Matth. 27:1-26; Joh. 17:14-16).

    Was wurde im EW 87 8.9. Seiten 8-11 geraten?

    Falls jemand mit dem, was er sieht, nach einer ehrlichen Prüfung alles andere als zufrieden ist, ist es nicht damit getan, daß er sich über den Mißstand beschwert.

    „Wer zur Kirche gehört, ist . . . dafür verantwortlich, was die Kirche sagt und tut.“ Man sollte sich daher fragen: Bin ich bereit, die Verantwortung für alles mit zu übernehmen, was meine Kirche sagt und tut?

    …und wenn jemand ehrlich prüft, sich „beschwert“ ??? … wird er ausgeschlossen !!!

    Ich könnte noch Dutzende Zitate anführen – wenn nur obiges WIRKLICH praktiziert würde, dann sehe es vielen Versammlungen anders aus – vor ALLEM es gäbe LIEBE – TOLERANZ – FREUDE – VERTRAUEN – OFFENHEIT – gegenseitigen RESPEKT.

    Gerade zu Toleranz gab es hervorragende Artikel im WT – doch auch hier leider nur graue Theorie – die Praxis zeigt in vielen Fällen genau das Gegenteil. Vom Grundgesetz wozu auch ZJ sich brüsten so Gesetzestreu zu sein zeigt darin sind sie die größten Gesetzesbrecher !!!

    Religiöse Intoleranz heute! (wie tolerant sind wir selbst?)

    „Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfaßt die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Unterricht, Ausübung, Gottesdienst und Beachtung religiöser Bräuche zu bekunden“ (ARTIKEL 18, ALLGEMEINE ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE, 1948). Erwachet. 8.1.2000

    Ein Blick auf Auszüge unseres Grundgesetzes zeigt den hohen Stellenwert, den die Selbstbestimmung jedes Menschen in unserer Gesellschaft trägt:

    Art.1:
    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    Art.2:
    Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

    Art.4:
    Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

    Art.5:
    Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.

    Und noch ein guter Schlußgedanke den ich gerne dreifach unterschreibe – doch wie sieht es wirklich aus?

    w94 1. 9. S. 14
    Freut euch in Jehova

    Vor allem dürfen wir niemandem Bürden aufladen, die über die Forderungen des Wortes Gottes hinausgehen. Der Apostel Paulus sagte: Als ehemaliger Pharisäer wußte Paulus genau, daß strenge Regeln, die von Autoritätspersonen festgelegt und durchgesetzt werden, die Freude unterdrücken, wogegen hilfreiche Empfehlungen von denjenigen, mit denen man zusammenarbeitet, die Freude vergrößern.

    Aber sie sind nicht darauf aus, ‘die Herren über den Glauben’ ihrer Brüder zu sein, indem sie versuchten, über ihr Leben zu bestimmen (2. Korinther 1:24). Die Ältesten nehmen sich folgende Worte Jesu zu Herzen: „Ihr wisst, dass die Herrscher der Nationen den Herrn über sie spielen und die Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch ist es nicht so“ (Matthäus 20:25-27). Älteste kommen ihrer Verantwortung nach, indem sie sich aufrichtig bemühen, anderen zu dienen.

    14 Christliche Älteste heute wissen, daß die Herde nicht in erster Linie ihnen Rechenschaft schuldig ist. Jeder Christ muß seine eigene Last tragen (Römer 14:4; 2. Korinther 1:24; Galater 6:5). Genau so sollte es auch sein. Denn was würden die, die zur Herde gehören — angenommen, sie wären Sklaven von Menschen und würden nur gehorchen, weil sie kontrolliert würden —, wohl tun, wenn jene Männer nicht da wären? Paulus konnte sich, wie er sagte, über die Philipper freuen: „Fahrt fort, in der Weise, wie ihr allezeit gehorcht habt, nicht nur während meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel bereitwilliger während meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern eure eigene Rettung zu bewirken.“ Sie waren wirklich Sklaven Christi, nicht Sklaven des Paulus (Philipper 2:12).

    15 In Gewissensfragen treffen Älteste daher keine Entscheidungen für diejenigen, die in ihrer Obhut sind. Sie erklären die biblischen Grundsätze, die bei einer Angelegenheit eine Rolle spielen, und lassen dann die Betreffenden ihre eigene Vernunft gebrauchen, um eine Entscheidung zu treffen. Das ist eine ernste Verantwortung, die aber der Betreffende selbst tragen muß.

    lg. von Matthäus ….mit der Hoffnung darüber nachzudenken!

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans,

    (Zitat)
    „Oder befinde ich die groben Dinge für in Ordnung (z.B. Grundlehren oder Anweisungen der LK zu Rechtsverfahren, auch wenn Versammlungsälteste diese nicht liebevoll und korrekt umsetzen etc.)“

    Es ist bemerkenswert, dass du ausgerechnet die Rechtskomitee-Sachen als „grob in Ordnung“ bezeichnest. Lies dir das Ä-Buch durch und schaue nur mal im Inhaltsverzeichnis. Wieviel Prozent von dem was behandelt wird dreht sich um Ermunterung und geistigen Beistand und wieviel dreht sich um Orga- und Rechtsfragen?

    Die gesamte Rechtskomitee- und Wiederaufnahmepraxis der ZJ ist durch nichts aus der Bibel gedeckt. Wenn doch habe ich was übersehen.

    Im Übrigen ist der ständig zitierte Text aus 1.Kor.5:1-5 von Paulus an die GESAMTE Versammlung verfasst und vorgelesen worden. Jeder sollte auf dieser Grundlage dann selbst entscheiden wie er sich gegenüber solchen Personen verhalten würde. Bei ZJ findet alles im stillen Kämmerlein der Ä. statt und die normalen Verkündiger müssen einfach irgendeine Entscheidung dieser Männer „schlucken“. Wo ist das durch die Bibel gedeckt? Offenheit und Transparenz waren im 1.Jhdt. unter den Christen gelebte Praxis.

    LG
    Dennis

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hi Dennis,

    mit „grob in Ordnung“ meinte ich im Prinzip Folgendes:

    Ich sehe in der Praxis eher ein Problem in der Umsetzung als in den Anweisungen der LK an sich. Denn auch diese enthalten einen gewissen Handlungs- und Ermessensspielraum für die Ältesten (z.B. beim Feststellen „echter Reue“ etc.)

    Selbst dort, wo die Anweisungen nicht direkt biblisch gestützt sind, könnte Liebe und Barmherzigkeit der ausführenden Ältesten zum Wohl der Schafe eingesetzt werden. Liebe, Vernünftigkeit und gesunder Menschenverstand statt starrer Regeln würde Wunder wirken.

    Weniger Regeln von seitens der LK würden vielleicht auch gut tun. Vielleicht aber würden auch weniger Regeln zu anderen Nachteilen führen, weil dann auch der Spielraum für noch mehr Ungerechtigkeit durch einzelne Versammlungsälteste größer wird?

    In so manchem Fall kann man mit Bezug auf Hütet-Buch und WTG-Briefe jemand „raushauen“, weil die Vorgehensweisen von den Ältesten nicht korrekt umgesetzt wurden.

    LG
    Hans

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Hans,

    deine Worte…

    (Zitat)
    „Man muss nicht alle Lehren der WTG buchstabengetreu selbst glauben. Möchte man in unserer Organisation verbleiben, spricht man dann halt nicht öffentlich darüber.“

    …müssen einen aufrichtigen Nachfolger Jesu sehr nachdenklich stimmen. Allein die Tatsache, dass es nicht möglich sein soll über alles was einen in Glaubensdingen bewegt, sprechen zu könnenn, zeigt doch schon, dass es nicht die „wahre“ Organisation sein kann. Denke nur mal an Petrus, was er alles von sich gegeben hat und wie oft ihn Jesus zurechtweisen musste, wegen seiner Einstellung und seinen vorschnellen Äußerungen. Hat Jesus ihn verstoßen oder als Abtrünnigen gebrandmarkt? Im Gegenteil, Jesus hat den Eifer für DIE WAHRHEIT dahinter gesehen und ihm große Aufgaben übertragen. Er war nicht zueletzt ein Apostel und Bibelschreiber.

    Nein, wo es keine Gedanken- und Redefreiheit gibt kann nichts echtes und dauerhaftes entstehen. Es führt immer weiter in die seelische Instabilität und in die Depression, wenn man Gedanken und Gefühle unterdrücken muss und das nicht etwa wegen Jehova, Jesus oder der Bibel, sondern wegen einer menschlichen Organisation.

    LG

    Dennis

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Dennis,
    dein Vergleich mit Jesus ist toll. Er hat seine Jünger auch dann nicht verdammt, wenn sie total daneben lagen…während viele Ältesten ihre Schafe gerade dann vedammen, wenn sie recht haben!
    Die ein oder andere ehrliche Haut unter ihnen, ändert nichts an der Gesamtsituation, solche findet man schließlich auch in anderen Kirchengemeinden.

    Irgendwann kommt, glaube ich, niemand mehr um die Frage herum, ob er überhaupt in einer Organisation verbleiben MÖCHTE, in der die Wahrheit nicht laut ausgesprochen werden darf. In der Jesus – wenn überhaupt – nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

    Denn alleine Jesus ist die Wahrheit und an einem Ort wo man nicht mehr offen zu ihm stehen darf, wird man ihn vergeblich suchen.

    Meine Konsequenz daraus war: Wo er nicht ist, will ich auch nicht sein…- So einfach war das…

    LG Ulli

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Stimmt Dennis,

    gesund ist was anderes …

    LG
    Hans

  • Dieter
    Dezember 22, 2011

    Hallo Dennis,
    deine Gedanken, die du zur Folge von unterdrückten Gedanken und Gefühlen hast, entsprechen absolut der Tatsache. Ich kann das nur bestätigen.
    Etwas verwundert bin ich über dein, wie es scheint, recht schnelles Urteil über Bruder Kruppe. Vom Grün der Krawatte, des Einstecktuches und des Brillengestells darauf zu schliessen, dass er sehr viel von sich hält, erscheint mir übereilt.
    Ich bin der Überzeugung, eine zu hohe Meinung von sich selbst zeigt sich im Umgang mit den Brüdern und anderen Menschen im Reden, Verhalten und in Äusserungen über andere.
    Mal nebenbei, grün ist meine Lieblingsfarbe :-). Aber das ist ganz sicher nicht der Grund für meine Worte.
    Liebe Grüsse
    Dieter

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Hallo Dieter,

    danke für deine Worte, auch die Sache mit Brd. Kruppe(?). Du hast Recht man sollte nich so vorschnell urteilen. Bisher „kenne“ ich ihn nur als Redner auf dem Kreiskongr. und als Unterweiser bei der Pio-Schule meiner Schwester.

    Grün ist die Hoffnung, von daher eine schöne Farbe, aber etwas mehr Zürückhaltung in der Kleidung hätte man schon von einem BZA erwarten können.

    Naja, jedem das Seine!

    LG
    Dennis

  • Bruderinfo
    Dezember 22, 2011

    Lieber Martin,
    gerne möchte ich etwas klarer beschreiben, was mit „Flagge zeigen, Beweis erbringen“ u.s.w. meine
    Diese Aufforderung ist sicherlich eine etwas zu allgemein gehalten, allerdings mit Absicht. Ich möchte keinen zu irgend einer bestimmten Handlung ermuntern.
    Den „Beweis“, das man die Botschaft vom Christus verstanden hat und schätzt, kann jeder in seinem persönlichen Umfeld erbringen, indem er z.B. versucht die Bergpredigt umzusetzen. Wir lassen unser Licht leuchten, wenn wir erkennen wie arm wir vor Gott stehen und deshalb bereit sind Liebe und Barmherzigkeit zu leben, andere nicht verurteilen u.s.w.
    Flagge zeigen können wir auch, wenn wir den Mut aufbringen in unseren Versammlungen und unseren Brüdern gegenüber im persönlichen Gespräch zu zeigen und zu sagen, das wir unseren Glauben allein auf Christus gründen, und nicht auf einen Organisation. Wie weit hier aber einer gehen kann und möchte ist jedem selbst überlassen, und wenn er noch nicht den Mut dazu hat wird er sicherlich nicht von Gott verurteilt werden. Es gab auch zur Zeit Jesu Männer, die sich davor scheuten sich offen zu Jesus zu bekennen. Jeder der sich nach seinen Möglichkeiten zu Christus bekennt und im Herzen glaubt, egal ob „innerhalb einer Organisation oder außerhalb“ bildet eine Einheit mit denen die das gleiche tun.

    Liebe Grüße
    H.P.M.

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder H.P.M.
    freut mich, dass es dir wieder besser geht. Flagge zeigen, d.h. mit den Brüdern reden und sich behutsam auf Mißstände hinweisen, das versuche ich. Ist nicht immer ganz einfach. Aber was ich schon leicht. Heute habe ich mir Urlaub gennommen und war ich auf einem Berg und mein Geist ist entsprechend frisch. Da fällt mir dann vieles leichter. Und so strahlender Sonnenschein!!!
    Und durch durch das Erlebnis von Jehovas Natur bin ich dann auch in der Lage die Brüder in meiner Ortsversammlung zu ermuntern. Daher danke ich Jehova, dass er mir immer wieder Freiraum gibt und dies möglich ist.

    Allen ob in oder außerhalb der Sonne ganz liebe Grüße

    Anna

  • armes Schaf 2012
    Dezember 22, 2011

    Ich denke da immer an den Film mit Ulrich Mühe,Das Leben der Anderen.Und wie der Rechtsapparat so bei uns abläuft!Auf Informanten angewiesen zu sein, und selber horchen.Hoffentlich kommt alles bald in richtige Bahnen mit uns ZJ! Ich muss zu Bett!Gute Nacht MfG Schaf

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo,
    du bist höchstens arm, weil du ins Bett musst :))
    Dein von Bangen um den geistigen Zustand der ZJ zeigt alles andere als Armut. Für mich war es eine Bereicherung.
    Grundsätzlich sind Informanten nicht als schlecht zu betrachten, man könnte als Ältester ein Feedback durchaus positiv gestalten, denn es zeigt ja die Bedürfnisse der Herde Gottes.
    Schlecht ist, wenn die Information genutzt wird um wieder jemand zu treten. Und diese Gefahr ist leider (noch) größer als die Hoffnung, eine Information für eine Verbesserung/Erleichterung zu nutzen.
    Bitte lasst und gemeinsam darum beten, dass Jehova ganz schnell vielen Ältesten die Weisheit und Erkenntnis zukommen lässt, dass die Schafe des Herrn frisches Wasser und grüne Weiden benötigt.
    Herzliche Grüße
    Eddi

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Ach Ruth, du glaubst gar nicht, wie oft ich wegen dieser Sachen Furchen in den Fußboden gelaufen habe. Manchmal reicht es aber nicht dafür und ich bleib halt im Bett. Deine Rechtsauffassung ist auch meine. Dass solche Taten gedeckt werden, vergrößert im Endeffekt das Problem für die Täter, die vielleicht von ihren schlechten Wegen umgekehrt wären, wenn sie gleich einen Schuss vor den Bug bekommen hätten. Durch dieses Forum erhalte ich wieder den Mut, die Liebe Jehovas auch für mich in Anspruch zu nehmen. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht mal gelernt hätte, durch die vielen Nackenschläge, jedes Mal, wenn man nicht linientreu ungefiltert die Information schluckt sondern eine biblisch fundierte Erklärung haben möchte, habe ich mich sehr daran gewöhnt, dass Jehova mich nicht lieben kann. In diesem Forum komme ich mir schon am 2. Tag wie in einer anderen Welt vor. Ich lese meine Gedanken! Einfach so! Ich lese Neues, wie den Kommentar von Alois zum Wunderbaum in Jona, Tröstliches, Geschichtliches, Kämpferisches – ich spüre wieder Leben in mir, Leben, das mir gefallen könnte, das mir Gottes Liebe zeigt. Ich habe mich ganz selten getraut, etwas für mich als Geschenk anzunehmen, das ganze Leben begleitete mich die Furcht und Erkenntnis, dass ich nicht genügen kann und jetzt entdecke ich durch gut gewählte biblische Darlegungen ganz viele Geschenke für mich. Ich bewundere die Brüder und Schwestern, die noch in der Versammlung die Kraft haben, sanft aber sicher Glaubensansichten zu korrigieren. Ich werde noch viel Hilfe benötigen. Aber ich hege schon wieder Zuversicht, sie auch zu erhalten. Was mir den meisten Respekt abverlangt ist die Intensität von Bruderhilfe und dass man nicht einfach eine vorgegebene Meinung zu lesen hat und fertig. Man darf sich ermuntert fühlen, sich einzubringen. Mit Resonanz auf meinen Eintrag habe ich nicht gerechnet und dann kam so viel Trost und Ermunterung! Ich danke euch allen und ich wünsche euch den ganzen Segen Jehovas, die intensive Begleitung durch Jesus, die Gabe des Heiligen Geistes um weiterhin die Gemeinde zu erbauen. Liebe Ruth: Das wird ein Wachtturm geschützter Täter des Bösen niemals erleben! Das ist Strafe, oder?
    In tiefer Liebe
    Eddi

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    es ist schön dich bei uns zu haben, obwohl du so viel Grausames erlebt hast, strahlen deine Worte eine Wärme aus, die gut tut. 🙂

    ZITAT:
    „Ich habe mich ganz selten getraut, etwas für mich als Geschenk anzunehmen, das ganze Leben begleitete mich die Furcht und Erkenntnis, dass ich nicht genügen kann und jetzt entdecke ich durch gut gewählte biblische Darlegungen ganz viele Geschenke für mich.“

    Ich wünche mir, dass du dich immer wieder traust, diese Geschenke anzunehmen. – Denn Gott und Jesus halten jeden Tag ihre Liebe für uns bereit. Wir können sie direkt und ungefiltert in unseren Herzen fühlen und zusätzlich haben sie auf unserem Weg auch noch Liebesgeschenke verteilt…wir müssen nur unsere Augen und unser Herz dafür offen halten.

    Das Schöne dabei ist, wenn man damit beschäftigt ist, dann heilt nach und nach so manche Wunde die einem von Menschen geschlagen wurde. Und mit dem Schmerz der einfach zu tief sitzt, kann man jederzeit zutraulich zu ihnen kommen.

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Hallo,
    ich habe sehr große Schwierigkeiten damit, emotionale Texte wie den obigen zu lesen. Wie oft ich um Hilfe gebeten habe – ich kann es dir nicht sagen. Es war umsonst. Obwohl ich mich für die Ältesten zu einem offenen Buch gemacht habe (oder vielleicht sogar deshalb) wurde ich in geistigem Sinn getreten, niedergeknüppelt, isoliert. Nie habe ich mein biblisch geschultes Gewissen verleugnet, bin keine Kompromisse eingegangen – und deshalb ausgetreten. Es tut unglaublich weh, ich habe meine Nächsten wirklich geliebt und erlebe ja nun, dass ich nur geliebt wurde, weil ich mich für andere verwendet habe, nicht aber als Mensch und schon gar nicht als Nächste. Was mir in oben genanntem Text sehr gut gefällt ist die Erinnerung daran, dass wir als ZJ genauso jeder Einzelne verantwortlich für das Geschehen in unseren Versammlungen wie wir unsererseits mit der größten Selbstverständlichkeit Kirchgänger für die Missstände in ihrer Kirche mitverantwortlich machen. Ich bin zu müde um weiterhin zu kämpfen, nicht mehr für andere und auch nicht mehr für mich selbst. Aber die Zusammenstellung (ich habe nur verschiedene kleine Teile davon gelesen)ist ein unglaublicher Trost. Du hast meine Gedanken aufgeschrieben, meine Ermahnungen, meine verzweifelten Bemühungen, auf u n s e r e Gemeinschaft zu achten. Um ehrlich zu sein: Es nötigt einem aufrichtigen Diener Gottes Respekt ab, dass die Kirchen Missstände öffentlich diskutieren – es hat ja auch lang genug gedauert – während noch etliche, wirklich unchristlichen Denkprozesse in den eigenen Reihen verschwiegen werden und jedes Gespräch darüber mit Ausschluss bedroht wird. Danke für deine ausgezeichneten und sorgsam gewählten Worte. Das war jetzt eine Reha für mich. Danke und Jehovas Segen.

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    herzlich willkommen! 🙂

    ZITAT:
    „Wie oft ich um Hilfe gebeten habe – ich kann es dir nicht sagen. Es war umsonst.“
    Oh nein…ganz sicher war es nicht umsonst. Wir müssen halt nur manchmal warten und das fällt oft sehr schwer.

    ZITAT:
    „Obwohl ich mich für die Ältesten zu einem offenen Buch gemacht habe (oder vielleicht sogar deshalb) wurde ich in geistigem Sinn getreten, niedergeknüppelt, isoliert. Nie habe ich mein biblisch geschultes Gewissen verleugnet, bin keine Kompromisse eingegangen – und deshalb ausgetreten. Es tut unglaublich weh, ich habe meine Nächsten wirklich geliebt und erlebe ja nun, dass ich nur geliebt wurde, weil ich mich für andere verwendet habe, nicht aber als Mensch und schon gar nicht als Nächste.“

    Damit bist du nicht allein…sei dir Gewiss, dein Schmerz ist unser Schmerz.

    ZITAT:
    „Ich bin zu müde um weiterhin zu kämpfen, nicht mehr für andere und auch nicht mehr für mich selbst.“

    Das brauchst du auch nicht, denn jetzt kämpft Jesus für dich, er hält dich in seinen Armen – halt nur inne, dann spürst du es. 🙂

    LG Ulli

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    danke.
    2009 unterhielt ich mich mit einem (sehr für seine Kirche streitbaren) katholischen Pfarrer während wir ein Stück gemeinsamen Weges gingen. Zum Abschluss nahm er mich als Glaubensschwester in den Arm und sagte, er würde darum beten, dass es mir gelingt, weiterhin für meinen Glauben zu kämpfen. Er wusste ja, dass ich ZJ war. Einige Monate später wurde ich im Foyer unserer Versammlung von einem „Bruder“ sexuell belästigt und eine 14jährige war Zeugin des Vorfalls. Mit der Ankündigung, mich auszuschließen, wenn ich gegen den Mann vorgehen würde erhielt ich auch gleich die Versicherung, man würde das Mädchen so schulen, dass es nie gegen seinen geistigen Bruder aussagen würde. Und ich bräuchte mich ja auch nicht so anzustellen, wenn ich mich sogar von einem Priester in den Arm nehmen lassen würde. Nur – der hatte keine Angst, seine Unschuld zu verlieren, aber meine sogenannten Brüder haben leider auch ihre Schuld nicht verloren, indem sie den Vorfall unter den Teppich kehrten. Andere, auch in anderen Versammlungen, wurden vor Umgang mit mir gewarnt. Normalerweise spricht ja niemand offen darüber, aber als ich eine ältere Glaubensschwester aus einer früheren Versammlung im Krankenhaus angerufen habe, teilte sie mir völlig unbedarft mit, sie freue sich so sehr über meinen Anruf obwohl ihr vom Umgang mit mir abgeraten worden sei. Nach dem dritten Anruf untersagte ihr Mann jeglichen weiteren Kontakt zu seiner Frau. So wurde ich komplett isoliert. 2003 lernte ich eine Frau kennen, deren Exmann, ein langjähriger ZJ, sie Nacht für Nacht mehrfach vergewaltigt hat und dies als sein Recht betrachtete. Nachdem sie physisch und psychisch völlig am Ende war, überließ sie ihm ihren zu jenem Zeitpunkt 3jährigen Sohn und flüchtete in die Psychiatrie. Im Rahmen der Therapie reichte sie die Scheidung ein und wurde ausgeschlossen. 2003 war ihr Sohn 12 Jahre alt und er misshandelte dieses Kind so sehr, der Junge lag auf dem Bett und heulte, warum er noch am Leben sei! Dieser „Bruder“ versuchte auch bei mir unheimlich Druck auszuüben, dass mein Sohn sich taufen lassen solle, dann würde er ein Dienstamt erhalten. Als wir versuchten, mit den Ältesten zu sprechen, wurde ihm empfohlen, jeden Kontakt sofort zu beenden. Sein Sohn heulte am Telefon und flehte meinen Sohn an – und ich habe das mitgehört – er solle ihn bloß da rausholen. Mein Sohn hat keinen Glauben und keinen Gott mehr. Es gibt bis heute keinen Verantwortlichen, auch nicht in Selters und auch nicht in Brooklyn, der ein Interesse an einer Klärung von auch nur einem einzigen dieser Vorgänge hätte. Nicht einen! Haßt Jehova mich jetzt, weil ich diese und andere Vorgänge nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann? Weil ich ihn jetzt erst recht nicht mehr als Vater und/oder Freund begreifen kann? Ein Ältester, den ich jahrelang als Freund bezeichnete und der mir zusagte, das Buch „Komm Jehova doch näher“ mit mir zu studieren, sagte das Studium ab mit der mit der Begründung, ich könne doch nichts mehr von ihm lernen, ich bekäme ja schon graue Haare. Zwei Monate später erfuhr ich, dass er mit einer 26jährigen Glaubensschwester studierte.
    Mein Herz sehnt sich so sehr nach Gott und ich sehe Jesus mehr als meinen großen Bruder, der mich nach Hause begleitet und nicht als „Gerichtsvollzieher“. Aber wenn Gott mich lieben würde, warum tun es dann nicht die von ihm eingesetzten Hirten? Wenn er mich nicht liebt, weil ich die Organisation verlassen habe, warum dann noch leben? Ich will nicht mehr, dass mir jemand weh tut.
    Eure Arbeit ist ganz sicher sehr wertvoll, jemand der sein Denkvermögen gebraucht (man darf es gebrauchen, dafür wurde es uns ja gegeben)wird die feinen Nuancen von Ansichten sehr wohl unterscheiden können. Mich hat es jedenfalls sehr berührt und – das habe ich gesehen – andere auch.
    Alles Gute für euch.

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi, deine Geschichte zeigt auf, wie gleichgültig das Schicksal einzelner von den sogenannten „Hirten“ gesehen wird. jemand der Probleme mit der Versammlung hat wird einfach ausgekehrt.

    Da rennen sich die Zeugen tausende von Stunden nutzlos ab um einen Konvertiten zu schaffen, der dann meit doch nur aus den eigenen Reihen kommt – die nachwachsenden Kinder – und jene Brüder, dei Grund zu Problemen haben, fegt die neue Welt Gesellschaft einfach unter den Läufer.

    Der Dreck liegt da so hoch, dass bei jedem Schritt es nur so rausstaubt.

    Lasse dich nicht entmutigen in deinem persönlichen Verhältnis zu Gott fest verankert zu sein und tiefer hineinzuwachsen. Der Kürbis Wachturm und seine Verästelungen gleichen dem Kürbis beim Jonah. Plötzlich ist er weg.
    liebe Grüße

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    vielen Dank für deinen Rat. Es ist ein Vergleich, den ich so noch nie gesehen habe. Wieder was gelernt. Danke und ganz herzliche Grüße.

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Lieber Frank

    Ich freue mich dass Du auch erkannt hast, dass der Wunderbaum zumindest ein Teil der Organisation vorschatten könnte.

    Jona 4
    6. Und Jehova Gott bestellte einen Wunderbaum und ließ ihn über Jona emporwachsen, damit Schatten über seinem Haupte wäre, um ihn von seinem Mißmut zu befreien; und Jona freute sich über den Wunderbaum mit großer Freude. –
    7. Aber Gott bestellte einen Wurm am folgenden Tage, beim Aufgang der Morgenröte; und dieser stach den Wunderbaum, daß er verdorrte.
    8. Und es geschah, als die Sonne aufging, da bestellte Gott einen schwülen Ostwind; und die Sonne stach Jona aufs Haupt, daß er ermattet niedersank. Und er begehrte, daß seine Seele stürbe, und sprach: Es ist besser, daß ich sterbe, als daß ich lebe.

    Vor der Morgenröte war die Nacht, diese bedeutet die geistige Nacht, in dieser geistigen Nacht ist der Wunderbaum hochgeschossen und sollte dem Jona Schatten machen. Aber soweit kam es nicht, denn in der Morgenröte stach ein Wurm den Baum, so dass er mit der aufgehenden Sonne verdorrte.

    Die Morgenröte hängt im prophetischen Wort mit der nahenden Rettung der noch an Jesus glaubenden Menschen und der anstehenden Vernichtung der Feinde Jesu in seinem Volk zusammen. Wenn dann die Sonne aufgeht, dann folgt die entgültige Vernichtung. Sodom ist so ein Beispiel. Aber auch andere prophetische Äußerungen wie z.B:

    Hos. 10
    15. Also hat Bethel euch getan um der Bosheit eurer Bosheit willen: mit dem MORGENROT wird Israels König gänzlich vernichtet sein.

    Es sieht in Hosea 10 wie ich den Vers verstehe so aus, als würde die Organisation vor Harmagedon vernichtet werden. Zwar schwer vorstellbar, aber ich behalte das im Hinterstübchen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Karl
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    keine Sorge Gott setzt keine Hirten ein, die die Herde schlagen!

    Und eine Organisation braucht er auch nicht. Vor allem keine WTG!

    Alles Gute wünsch ich dir!

    LG
    Karl

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Lieber Karl,
    das sind sehr tröstende Worte. Ich kann nur versichern, ich hätte mich sogar schlagen lassen, wenn es nachvollziehbar gewesen wäre und es ist trotz allem gut, dass es die WTG gibt, immerhin habe ich dadurch euch gefunden! Das ist auch eine Gnade Gottes. Zwar bin ich mir ziemlich sicher, dass die „oberste Führung“ in dieser Organisation das gar nicht so gern sieht, aber Christen benötigten schon immer ein besonderes Maß Mut und erhalten dafür die Gewissheit, dass der Anteil der Feiglinge in dem See ist, der mit Schwefel und Feuer brennt. In diesem Sinn wünsche ich dir weiterhin den Mut und die Kraft für tröstende Worte und der Stärke, aus der diese kommen.
    In Liebe
    Eddi

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Karl, zu deiner Anmerkung ob Jehova solche Hirten einsetz, ich erlaube mir SEINE Worte anzufügen:

    Hes. 34: 5 Weil die Schafe keinen Hirten hatten, liefen sie auseinander und wurden von wilden Tieren zerrissen. .. sie über das ganze Land verstreut, niemand sucht nach ihnen und kümmert sich um sie. 7 Darum, ihr Hirten, hört meine Botschaft:

    8 Ich, der Herr, schwöre, so wahr ich lebe: Ihr hättet besser auf mich gehört! Meine Schafe wurden geraubt und von wilden Tieren zerrissen, weil kein Hirte für sie sorgte. Anstatt euch um die Herde zu kümmern, habt ihr nur an euch selbst gedacht. 9 Darum hört meine Worte, ihr Hirten!

    10 Ihr bekommt es mit mir zu tun! Ich ziehe euch zur Rechenschaft, denn ihr tragt die Schuld, dass meine Schafe leiden. Ihr sollt nicht länger ihre Hirten sein. Ich lasse nicht mehr zu, dass ihr nur für euch selbst sorgt; ich rette die Schafe aus euren Klauen, damit ihr sie nicht mehr auffressen könnt!“

    Das sind doch tröstende Worte auch für Eddi – auch meine Anteilnahme zu deinem Erlebten!

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    noch eine kleine Bitte: Bei deinen Erzählungen die sehr bewegen und erschüttern zugleich, mach bitte öfter einen Absatz dann kann man dir leichter folgen!

    lg. Matthäus

  • Svenja
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    es berührt mich sehr, was du schreibst und sicherlich kann sich keiner, der das nicht selbst erlebt hat, vorstellen, was du durchmachen musstest und musst. Ich kann nachvollziehen, dass du dich von Gott verlassen und einsam fühlst, aber eines kann ich dir versichern: GOTT LIEBT DICH!!! Er liebt dich unwahrscheinlich arg, auch, wenn du nicht mehr in der Organisation bist!!! Denn nicht er hat dir all das angetan, sondern es waren MENSCHEN. Und diese Menschen sind ganz sicher nicht von ihm als Hirten eingesetzt worden, sie werden sich stattdessen vor ihm rechtfertigen müssen.
    Es fällt schwer, zu verstehen, warum man bestimmte Dinge erleiden muss, wenn es doch einen Gott gibt, das weiß ich. Aber wir müssen uns immer wieder sagen, dass die schlimmen Dinge durch Menschenhand passieren und sie nicht Gottes Schuld sind.
    Es ist jedoch richtig und gut, die Dinge vor Gott zur Klage zu bringen. Es gibt zig Psalmen, die zum Ausdruck bringen, wie Menschen ihr Leid zu Gott bringen und sich quasi „beschweren“. Das kannst du auch machen und ich bin sicher, Gott wird dir auch helfen. Manchmal passiert Hilfe eben auch durch eine Umarmung von einem Priester. Oder in nochmal anderen Dingen, in denen man gar keine Hilfe erwartet hat. Vielleicht ist auch diese Seite hier so eine Hilfe für dich und Antwort Gottes!
    Ich schließe dich in meine Gebete mit ein und hoffe inständig, dass du deinen Glauben an Gott und dein Vertrauen in ihn nicht verlierst. Menschen enttäuschen einen, Gott tut das nicht!

    „20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.“(Johannes 16,20)

    „3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. 6 Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 8 Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so daß wir auch am Leben verzagten 9 und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müßten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, 10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.“ (2.Kor. 1,3-10)

    Fühl dich umarmt!
    Svenja

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Liebe Svenja,
    ich fühle mich umarmt. Danke dir! Ich weiß auch, dass Leid von Menschen verursacht wird und nicht von Jehova. Weil gewisse Kreise dies aber im Namen Jehovas tun (jede(r) der ausgeschlossen wird, wird als von Gott abtrünnig bezeichnet und es wird behauptet, man habe sich von Jehova zurück gezogen)und mir einfach die Kraft ausgegangen ist für andere tatsächlich da zu sein, frage ich mich mehr denn je, ob Jehova mich tatsächlich liebt. Das Leben wäre für mich so sehr viel einfacher, wenn ich nicht seelisch, sondern geistig behindert wäre, für manche Älteste ist das identisch und unter ihrer Würde. Wenn ich zu Jehova gefleht habe, dann weniger für meine Bedürfnisse als um die Kraft, weiterhin behilflich sein zu können. Als Kinder haben wir viel Schläge bekommen (physisch, Teppichklopfer und/oder Elektrokabel, meist mit der Begründung, wen Gott liebt, den züchtigt er), da steckt man viel weg. Als ich 14 Jahre alt war, sagte unsere Mutter mir, es wäre ihnen lieber gewesen, wenn ich gestorben wäre statt mein Zwillingsbruder und über viele Jahre hatte ich sein Leben zu führen. Aber die Angst zu versagen, wenn jemand meine Hilfe benötigt, die ist immer allgegenwärtig. In der Zeit, als ich mehr und mehr isoliert wurde und auch meine körperlichen Kräfte zu wünschen übrig ließen, so dass ich nicht mehr von Haus-zu-Haus gehen konnte, weil Verabredungen nicht ohne weiteres möglich waren, da habe ich zu Familien Kontakt aufgenommen, die ihre Kinder durch Gewalt verloren haben. Trotz positivem Feedback hatte ich einfach irgendwann keine Kraft mehr. Für mich waren es alles „meine“ Kinder. Das sind Momente, in denen ich Gott sehr fordere, aber nur, weil er mir nicht gleichgültig ist. Man kann sein Leben nicht planen, egal, ob man einen starken Glauben hat oder gar keinen. Aber meine Sehnsucht nach Einigkeit mit Jehova fordert mich zum Lernen heraus, ich liebe das sehr. Nachsicht, Mut, Freiheit, Demut – ich muss so viel an mir feilen und das ohne mich absägen zu lassen. Aber immer wieder versage ich. Und nach jedem neuen Versuch frage ich mich umso ernstlicher, ob ich Jehova jemals gut genug war.
    Danke Svenja, ich sehe tatsächlich auch Hilfe in diesem Forum, in einer Versammlung hätte ich für solche Gedanken sehr vorwurfsvolle Blicke und Worte geerntet. Gottes Segen für dich. Ganz liebe Grüße
    Eddi

  • Svenja
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    du scheinst schon sehr früh viel mitgemacht zu haben und mit dir wurde viel gemacht. Viel Ungutes, wie mir scheint.
    Aber lass dir eins gesagt sein. Wie viele Fehler du auch machst, es spielt in Gottes Augen keine Rolle. Das einzige, was zählt, ist, dass du an Jesu Opfertod glaubst und ihn für dich in Anspruch nimmst. Danach sind sämtliche Fehler vollkommen egal. Ich weiß, die Organisation erzählt etwas anderes. Aber das ist komplett falsch. Gott kann gar nicht anders als dich zu lieben, trotzdem du sündigst und Fehler machst. So wie wir alle Fehler machen. Mal weniger, mal mehr. In Gottes Augen sind wir bereits durch Jesus von allen Sünden reingewaschen. Weil wir hier auf der Erde sind, machen wir halt noch Fehler, aber für Gott zählt das nicht mehr.

    „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Hohes noch Tiefes noch irgendein Geschöpf (von mir zugefügt: auch du selbst nicht) vermag uns zu scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ Röm 8,38.39

    „Müssen wir denn nun noch damit rechnen, verurteilt zu werden? Nein, für die, die mit Jesus Christus verbunden sind, gibt es keine Verurteilung mehr. Denn wenn du mit Jesus Christus verbunden bist, bist du nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes; das Gesetz des Geistes, der lebendig macht, hat dich davon befreit.“ Röm 8,1.2

    Du siehst, allein dein Glaube bewirkt dies durch die Gnade Gottes. Unabhängig deiner Fehler! Gott liebt dich so oder so und nichts kann ihn von dir trennen!

    Noch ein weiterer Gedanke: Ich denke, es wird dir ebenfalls weiter helfen, auch mal an DICH zu denken und nicht immer nur an andere. Das ist natürlich eine lobende, tolle Sache, aber nicht auf Kosten deiner eigenen seelischen Gesundheit!

    In geistiger Verbundenheit
    Svenja

  • Christin
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    Zitat
    Mein Herz sehnt sich so sehr nach Gott und ich sehe Jesus mehr als meinen großen Bruder, der mich nach Hause begleitet und nicht als “Gerichtsvollzieher”

    Das bewirkt unser himmlischer Vater, weil er Dich zieht

    Zitat:
    Aber wenn Gott mich lieben würde, warum tun es dann nicht die von ihm eingesetzten Hirten?

    Diese Hirten sind nicht von ihm eingesetzt. Sie maßen sich das nur an.

    Zitat: Wenn er mich nicht liebt, weil ich die Organisation verlassen habe.
    Um Gott und seinem Sohn nahe zu sein bedarf es keiner Organisation. Ich habe die Organisation auch verlassen und danke unserem Herrn Jesus, daß er mich da raus geführt hat. Vielleicht kannst Du es mal aus dieser Sicht sehen.
    Gott liebt uns so sehr, hier ist sein Brief auch an Dich, liebe Eddi

    Mein liebes Kind…….

    Du magst mich nicht kennen, aber ich weiß alles über dich. Psalm 139,1

    Ich weiß, wann du sitzt und wann du aufstehst. Psalm 139,2

    Ich bin mit allen deinen Wegen vertraut. Psalm 139,3

    Selbst die Haare auf deinem Kopf sind gezählt. Matthäus 10,29-31

    Denn du wurdest in meinem Ebenbild erschaffen. 1. Mose 1,27

    In mir lebst du, bewegst du dich und existierst du. Apostelgeschichte 17.
    28

    Denn zu zählst zu meinen Nachkommen. Apostelgeschichte 17,28

    Ich kannte dich, noch bevor du empfangen wurdest. Jeremia 1, 4-5

    Ich erwählte dich, als ich die Schöpfung plante. Epheser 1,11-12

    Du warst kein Versehen. Psalm 139,16-18

    Denn alle Tage waren in mein Buch geschrieben. Psalm 139,13-16

    Ich bestimmte genau den Zeitpunkt deiner Geburt und den Ort, an dem du
    leben würdest. Apostelgeschichte 17, 26

    Du bist erstaunlich und wunderbar erschaffen. Psalm 139,14

    Ich habe dich im Leib deiner Mutter gestaltet. Psalm 139,13

    Und ich brachte dich hervor an dem Tag deiner Geburt. Psalm 71,6

    Diejenigen, die mich nicht kennen, haben ein falsches Bild von mir
    vermittelt. Johannes 8, 41-44

    Ich bin nicht fern und zornig, sondern Ausdruck vollkommener Liebe 1.
    Johannes 4,16

    Und es ist mein Wunsch dich mit meiner Liebe zu überschütten. 1. Johannes
    3,1

    Einfach, weil du mein Kind bist und ich dein Vater bin. 1. Johannes 3,1

    Ich habe dir mehr zu geben, als jeder irdische Vater es je könnte.
    Matthäus 7,11

    Denn ich bin der vollkommene Vater. Matthäus 5,48

    Jede gute Gabe, die du empfängst, kommt aus meiner Hand. Jakobus 1,7

    Denn ich bin dein Versorger und gebe dir alles, was du brauchst. Matthäus
    6,31-33

    Meine Pläne für deine Zukunft waren immer hoffnungsvoll. Jeremia 29,11

    Denn ich habe dich schon immer geliebt. Jeremia 31,3

    Meine Gedanken über dich sind so zahllos wie der Sand am Meer. Psalm
    139,17-18

    Ich jauchze über dich vor Freude. Zefanja 3,17

    Ich werde nie aufhören dir Gutes zu tun. Jeremia 32,40

    Denn du bist mein kostbares Eigentum. 2. Mose 19,5

    Von ganzem Herzen ist es mir eine Freude, dich fest zu gründen. Jeremia
    32,41

    Ich möchte dir große und unfassbare Dinge zeigen. Jeremia 33,3

    Wenn du mich von ganzem Herzen suchst, wirst du mich finden. 5. Mose
    4,29

    Freue dich an mir, und ich werde dir geben, was dein Herz begehrt. Psalm
    37,4

    Denn ich bin es ja, der diese Sehnsucht in dir weckte. Philipper 2,13

    Ich kann mehr für dich tun, als du dir überhaupt vorstellen kannst.
    Epheser 3,20

    Denn ich bin der, der dich ermutigt. 2. Thessalonicher 2,16-17

    Ich bin auch der Vater, der dich in all deinen Nöten tröstet. 2.
    Korinther 1,3-4

    Wenn du niedergeschlagen bist, bin ich dir nahe. Psalm 34,19

    Wie ein Hirte sein Lamm auf den Armen trägt, so trage ich dich an meinem
    Herzen. Jesaja 40,11

    Eines Tages werde ich jede Träne von deinen Augen abwischen. Offenbarung
    21,3-4

    Und ich werde jeden Schmerz wegnehmen, den du auf dieser Erde erlitten
    hast. Offenbarung 21,3-4

    Ich bin dein Vater, und ich liebe dich wie meinen Sohn Jesus Christus.
    Johannes 17,22-23

    In Jesus offenbart sich meine Lieb zu dir. Johannes 17,26

    Er ist der genaue Ausdruck meines Wesens. Hebräer 1,3

    Er kam, um zu zeigen, dass ich für dich bin, nicht gegen dich. Römer
    8,31

    Um dir zu sagen, dass ich dir deine Sünden nicht anrechne. 2. Korinther
    5,18-19

    Jesus starb, damit du und ich versöhnt werden können. 2. Korinther 5,
    18-19

    Sein Tod war der höchste Ausdruck meiner Liebe zu dir. 1. Johannes 4,10

    Ich gab alles auf, was ich liebte, um deine Liebe zu gewinnen. Römer
    8,31-32

    Wenn du noch nicht mein Kind bist, nimm doch das Geschenk meines Sohnes
    Jesus
    an, dann nimmst du mich an. 1. Johannes 5,12

    Und nichts wird dich je wieder von meiner Liebe trennen. Römer 8,38-39

    Komm nach Hause, und ich werde das größte Fest feiern, das es im Himmel je
    gegeben hat. Lukas 15,7

    Ich bin immer Vater gewesen und werde immer Vater sein. Epheser 3, 14-15

    Meine Frage lautet: Willst du mein Kind sein? Johannes 1,12-13

    Ich warte auf dich. Lukas 15,11-32

    In Liebe, dein Vater, der allmächtige Gott

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Liebe Christin,
    Jehova stellt sich als Vater vor, aber Vater ist etwas sehr Theoretisches für mich. Er lässt mitteilen, er habe mich gekannt, bevor ich geboren wurde. Warum wurde ich dann geboren? Warum ist nicht mein Bruder am Leben geblieben statt ich, das hätte unsere Mutter besser gefallen. Warum bin ich so oft eine Belastung für meine Mitmenschen, obwohl ich erst mal alle Menschen als potentiellen Bruder/Schwester betrachte? Was hat Jehova von/an mir? Frag ich zuviel? Ich habe diese Organisation nicht verlassen weil ich Jehova verlassen will, sondern um meine Glaubensgrundsätze behalten zu können, damit verbunden, wenigstens einen Rest Anstand. Ich habe mal einem Ältesten gesagt, Zeugen Jehovas gehen nicht aus Nächstenliebe in den Predigtdienst, sondern damit sie ihre Nächsten nicht lieben müssen. Denn nach meinem biblischen Verständnis sollten zuerst die Belange der Glaubensbrüder befriedigt werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass es weit aus mehr Predigtdienst ist, wenn man älteren Brüdern beim Wohnungsputz hilft, einer Alleinstehenden mal das Kind abnimmt, damit diese mal für sich ganz allein Zeit reservieren kann, mit Kindern/Jugendlichen ins Kino oder Schwimmbad geht, etc. als mit einer Tasche den ganzen Vormittag zu Menschen geht, die ihre eigene Überzeugung haben und unsere Ansichten grad so gar nicht brauchen. Wenn unsere Mitmenschen aber zur Kenntnis nehmen, dass kein Bruder/Schwester wirklich allein ist, dann werden die, die reinen Herzens sind, von ganz allein versuchen hinter das „Geheimnis“ dieser Liebe zu kommen. Ich wollte aus der WTG keine neue Suppenküche machen, das wirklich nicht, aber ich habe es doch die Freude erlebt, wenn ich im Winter für Ältere einkaufen ging oder manchmal einfach nur zum Tee kam (es gab dann immer eine Kleinigkeit zu erledigen, klar!) und sie freuten sich auch, dass ich auch bei der 30ten gleichen Erzählung noch einen neuen Gedanken gefunden habe statt unwirsch zu werden. Und die ersten Christen haben auch alles miteinander geteilt, da ging es doch nicht (nur) um materielle Werte. Was sollte uns peinlich an unserem Nächsten sein, wenn wir bedenken, dass wir Abermillionen Jahre zusammen mit lieben Mitmenschen in der Gegenwart Gottes leben wollen!? Wir möchten doch auch, dass sie uns in Ewigkeit lieben. Deine Aufstellung berührt mich sehr, die Aussage Röm. 8:31 rangiert auf Platz 1.
    Danke für deine sehr mühevolle Arbeit dieser Aufstellung und ganz ganz liebe Grüße

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    das tut mir sehr leid, was dir geschehen ist. Jehova will das nicht, Jesus will das nicht. Die Verantwortlichen müssen sich dafür verantworten. Was du jetzt brauchst ist Trost. Christin hat dir eine schöne Zusammenstellung geschickt wie Jehova uns sieht. Lese dir gebetsvoll die angegebenen Verse durch, das wird dich aufrichten. Was dir im Moment zwar nicht hilft ist die Tatsache:

    Nicht ALLE Ältesten handeln so. Es gibt auch Hirten, die die Schafe liebevoll behandeln und nicht schlagen. Und auch dafür bete ich, dass sie es weiterhin schaffen sich nicht von der Organisation verbiegen zu lassen.

    Du hast ein sehr inniges Verhältnis zu Jesus. Und darum darfst du in die Zukunft schauen, völlig ohne Angst.

    Viele liebe Grüße an euch alle, versucht das Beste aus dem Rest des Tages zu machen

    Anna

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Liebe Anna,
    doch, der Gedanke, dass nicht alle Ältesten so sind ist ein sehr starker Trost, insbesondere in Verbindung mit der Zusage Jesu, dass ihm nicht ein einziges Schaf fehlen wird am Ende der Tage. Angst habe ich davor, dass ich es bin, die die wirklich den Menschen zugeneigten Ältesten überfordere, ich bin ein absoluter Dauerpatient. Und noch ein großes Problem: Obwohl mich manchmal der Zorn einholt (Geständnis!!!) über diese Dinge, möchte ich nicht, dass irgend ein Mensch, egal ob Ältester, Täter, Mitläufer, von Jehova verurteilt wird, wegen dem, was an mir getan wurde, ich würde es gern ertragen, wenn es dazu gedient hätte, dass sie sich des Unrechts bewusst werden und mit anderen anders umgehen. Dann hätte ich meinem großen Bruder Jesus etwas nachmachen können. Ich will nicht, ja wirklich, ich will nicht, dass auch nur einer sein Leben verliert! Lieber ich selbst. Manchmal, besonders auf Kongressen, habe ich mir die Brüder angesehen und mich gefragt, was hat Jehova an diesem oder jenem gefunden, dass der/die dort sitzt? Und wenn man das lang genug macht stellt man fest, da gibt es keinen Grund im Sinn von Fähigkeit, es ist einfach nur Liebe, „porentiefe“ Liebe! Man muss nur lang genug hinschauen. Als meine Freundschaft (wirklich nur Freundschaft) mit einem Ältesten noch funktionierte hat er manchmal am Telefon mit mir gebetet. Das war so, als würde Jesus mich zu Bett gebracht und zugedeckt haben. So ein Tagesabschluss, an dem einfach alles stimmt. Ohne Angst vor der Dunkelheit, die sich verbreitet hat. Als ich anderen Mitgläubigen sagte, dieser Bruder habe die beste Frau geheiratet die es gibt, erntete ich Blicke, als wäre ich aus einem andern Universum. Aber das ist meine feste Überzeugung und Jehova sagt: Die zwei werden ein Fleisch sein. Ich kann mir den Einen gar nicht ohne den Anderen vorstellen! Ich liebe sie alle beide. Und viele andere. Aber Ehepaare gehören für mich immer zusammen. Jeder weiß, dass die rechte Gesichtshälfte nicht genau identisch mit der linken ist, trotzdem ist es doch e i n Gesicht. Aber Älteste, die eine solche Ansicht akzeptieren, sind bei ihren „Amtskollegen“ ganz schnell unten durch. Und ich habe noch keinen Ältesten erlebt, der sich bei offenkundigem Unrecht an Selters wendet oder sein Amt aufgibt. Der Begriff des Ältesten beinhaltet „Beschützer“ und leider verstehen die Meisten darunter lediglich, ihren Ruf zu beschützen. Das ist sehr schade.
    Liebe Anna, am Rand einer großen Wiese sieht man nicht jede einzelne Blume. Aber aus dem Gesamtbild weiß man einfach, dass sie da sind. So ist es auch mit den aufrichtigen und engagierten Ältesten. Es gibt sie. Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du mich daran erinnert hast. Auch das vertieft meine Liebe zu Gott.
    Gottes reiche Güte und seinen Segen wünsche ich auch dir.
    In Liebe
    Eddi

  • Hans
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,

    ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke von unserem Schöpfer. Er weiß genau, wie es dir geht und er wird dich nicht allein lassen!

    Nebenbei bemerkt kenne ich ein paar Älteste, die zumindest bei Unrecht androhten, ihr Amt zurückzugeben. Das erzeugte einen gewissen Nachdruck, um das eine oder andere gerecht zu regeln.

    Ich kenne auch Älteste, die sich bei Unrecht an Selters wandten und damit SEHR GUTE Erfahrungen gemacht haben. Vielleicht sollten dies mehr tun. Die Brüder der Dienstabteilung in Selters sind mitunter barmherziger als so mancher kleinkarrierter Ältester in den Ortsversammlungen.

    LG
    Hans

  • Ältester
    Dezember 22, 2011

    @Hans

    Bei Selters anrufen, kann ich nur bestätigen! Diese sind oft wirklich barmherziger als man glaubt.

    Wenn die eigene Ältestenschaft versagt dann kann ein Anruf in Selters oft schon wahre „wunder“ wirken.

    Wenn ich es selbst nicht erlebt hätte würde ich es auch nicht glauben.

    Anna ich wünsche die weiterhin viel Mut!

  • Bruderinfo
    Dezember 22, 2011

    Liebe Schwester Eddi,
    wir danken dir, daß du uns geschrieben hast. Wir können uns Svenja und Christin mit Ihren Worten nur anschließen. Als erstes möchten wir dir sagen das dich keine Schuld trifft. So wie du es beschreibst, hast du dich völlig richtig verhalten. Also nochmal, du hast nichts Falsches getan. Liebenswerte Geschöpfe, werden oft von Satan noch mehr verfolgt, da er die lieben Herzen hasst. Du bist eine liebe Schwester mit einem guten Herzen und deshalb wurdest du so sehr gedemütigt und geprüft. Im Inneren mußt du sehr stark sein und diese Stärke ist dir noch nicht bewusst. Satan versucht die Starken zu brechen, damit die Schwachen hinterher weggezogen werden. Also weg von unserem himmlischen Vater ins Schattenreich. Vielleicht hast du früher einmal gedacht:- so etwas kann mir nie passieren…. Dies kann auch ein Grund der Prüfungen sein. Nun ist es dir passiert. Doch was tun wir? Was tust du? Weg vom himmlischen Vater? Das sollte nie geschehen. Denke hier an Hiob. Wir stellen immer mehr fest das der „treue und verständige Sklave“ nicht treu und schon garnicht mehr verständig ist. Viele Brüder meinen immernoch das dieser „Sklave“ „Gut“ ist. Doch wir wissen durch viele Mails und Kommentare, das die Früchte der Organisation immer fauler werden und das der Sklave sich zum „bösen Sklave“ der seine Brüder im übertragenen Sinne „schlägt“, gewandelt hat. Liebe Eddi, sei deshalb nicht entmutigt, Du bist nicht allein. Wir hier haben ähnliches mitgemacht und versuchen uns gegenseitig zu trösten. Du kannst jetzt Schritt für Schritt in ein freies Leben gehen. Jetzt hast du die Chance zu erfahren was es bedeutet wenn Jesus sagt, daß die Wahrheit uns frei macht. Frei von Lügen und Schmach, frei von Demütigung und von Menschen gemachten Regeln, frei von Zwang und schlechtem Gewissen, frei zu sein um frei und mit wahrer Liebe Christus zu folgen. Nur er allein ist unser Retter und nicht eine „menschliche Organisation“ die Ihre faulen Früchte unter den Teppich kehrt und die Schuld für Ihre Vergehen dem „Kleinen“ zuschiebt. Was sagt Jesus über die, die dem „Kleinen“ im Glauben etwas antut? Es wäre besser für Ihn, er bekäme einen Mühlstein um den Hals und werde ins Meer geworfen…usw. Hier siehst du das Menschen und Organisationen die „faule Früchte“ hervorbringen Ihrer Strafe nicht entgehen können. Wir sind gewiss liebe Schwester Eddi, daß du hier wieder erbaut wirst und dich stärken kannst. Solltest du psychisch sehr darunter leiden, dann schäme dich nicht und suche professionelle Hilfe auf. Viele von uns waren am Anfang auch auf psychologische Hilfe angewiesen. Vor allen Dingen wenn man ein Trauma erlebt hat und diese sich in Psychosen und Angstzuständen äußern. Ich selbst war davon betroffen. Wir haben unter uns auch eine sehr gute Schwester die diese Angstzustände behandelt. Dies nur zur Info, da Brüdern und Schwestern oft eingeredet wurde, daß diese hilfe etwas „schlimmes“ wäre und ein Zeuge Jehovas „tut“ so etwas nicht. Also sei Gewiss das wir hier alle dich verstehen und wir jederzeit für dich da sind. Liebe Grüße Bruderinfo 🙂

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Guten Abend,
    vielen Dank für euren Trost. Es kostet mich schon immer sehr viel Kraft, es zu lesen. Tatsache ist, dass ich mich immer wieder frage,ob ich nicht tatsächlich selbst Schuld habe, ob es mangelndes Vertrauen in die göttliche Führung (und dafür hält sich die WTG nun mal!) ist, dass mir diese Dinge widerfahren. Wir sind mit „Schuld“ aufgewachsen. Schuld, dass sich unsere Eltern gestritten haben, dass Armut herrschte (wir sind 8 Geschwister), dass sich unser Großvater (ein „vorbildlicher“ Bruder) so ärgern musste, dass er mit der Axt das Federbett von der Oma von unserem Bett gezogen hatte. Das hatte unsere Mutter „geliehen“, nachdem er die Oma mal wieder im Suff krankenhausreif geschlagen hatte. Es war meine Schuld,dass ich schon als kleines Mädchen einen erwachsenen Mann so verführt habe, dass er keine andere Möglichkeit hatte. Als wir nach der Scheidung unserer Eltern in ein evangelisches Heim kamen waren wir die kleinen Heiden die sowieso an allem Schuld hatten…Die Liste ist länger als die Tage, die ich zähle. Also das Trauma war früh da – und auch die Kommentare „reifer Christen“, dass jemand, der Gott vertraut, keine psychischen Probleme hätte. Im Lauf der letzten Jahre hat sich das allerdings gewandelt, man unterscheidet ja nun zwischen mangelndem Glauben und psychischer Krankheit. Und es wurde mir sogar empfohlen, eine Therapie zu machen, allerdings sollte ich dabei nicht über Zeugen Jehovas reden, denn Psychologen/Psychiater seien Gegner, Diener Satans, die darauf warteten, über nähere Umstände eines Dieners Gottes Informationen zu bekommen, da sie diese dann spätestens in Harmagedon gegen uns verwenden würden. Also, ich bin für eine solche Einstellung zu einfach gestrickt. Ich habe mir Hilfe gesucht, allerdings habe ich wegen Umzügen etc. noch nie mit einem Therapeuten über die Dinge gesprochen, die mich wirklich im Innersten bewegen. Wie ich schrieb, hatte ich einen Fragebogen zur Therapie ausgefüllt und habe dies wirklich ehrlich und gewissenhaft gemacht und habe ihn voller Vertrauen meinem Freund und Ältesten gegeben. Ich wurde nur noch auf Abstand gehalten, die Freundschaft ist kaputt. Ja, ich denke oft, es ist meine Schuld – und ich kann mit dieser Schuld nicht leben. Ich wurde von einem Ältesten darauf hingewiesen, dass meine Freundschaft zu seinem Ältestenkollegen nicht in Ordnung sei, er sei nichts Besonderes. Für mich sind alle Diener Gottes etwas Besonderes und ich bin weit ab davon, nur den einen oder den anderen Weg als richtig zu bezeichnen. Gerade die Kindererziehung zeigt doch, dass zwei gleiche Vorgehensweisen bei zwei Kindern völlig unterschiedliche Ergebnisse zeitigen können und sollten wir es da nicht unserem Vater überlassen, welchen Weg er für seine Kinder wählt? Ich habe jemand gesucht, dem ich vertrauen kann, über den/die ich die Möglichkeit habe, Jehova als Vater und Freund kennen zu lernen. Mein Erzeuger war zwar ab und zu im Heim anwesend, gewohnt habe dann mit 16 Jahren bei ihm, nachdem unsere Mutter mich entsorgt hat und ich 4 Monate im Wald gewohnt hatte, aber da war ich für ihn da und es wäre ihm gar nicht eingefallen, sich als Erzieher aufzutun. Das Sorgerecht bekam das Jugendamt. Vater ist für mich sowas wie Sternkunde – sieht toll aus, ist aber nicht greifbar. In der Vergangenheit habe ich einige Herren in den Versammlungen kennen gelernt die zwar Kinder hatten, aber da war ich doch um meine relativ frühe Selbständigkeit sehr froh. Ich weiß, dass Vertrauen zu Menschen immer wie ein Mosaikbild ist, hier und da mal Risse, aber doch ein komplettes Bild. Na ja, so habe ich es erhofft. Ich erhielt also die Zurechtweisung, mich nicht an einen verheirateten Ältesten zu hängen! Da bekomme ich einen Knoten in den Kopf: Es gibt doch keine unverheirateten Väter und sollten diese Kontakte biblischer sein? Also verwies ich auf Paulus, der so nach 1. Kor. 4:15, 16 seine geliebte Gemeinde bittet (!), seine Nachahmer zu werden und speziell Phil. 3:17 (Neue-Welt-Übersetzung). Paulus tat dies nicht um Menschen an sich zu binden, sondern von ihm abzuschauen, wie man Gott und Christus guten Dienst darbringen kann. Und es soll in einer göttlich geleiteten Organisation keinen Menschen geben, bzw. unanständig sein, Gott näher zu kommen, indem man ihn über christliche Engagement anderer besser kennen lernt? Ich habe schon in einem andern Kommentar erwähnt: Dazu bin ich zu einfach gestrickt. Ihr schreibt, ich sei eine ganz liebe Schwester. Danke, das ist ein geistiges Ölbad. Aber im Licht der Wahrheit betrachtet muss ich sagen,ich kann auch sehr nachhaltig fragen und ich bin nicht damit zufrieden, etwas beweis- und kommentarlos zu glauben. Wenn die Beröer es ohne Waschmaschinen und Autos geschafft haben, sich der Tatsachen zu vergewissern – warum sollte das heute weniger möglich sein? Psychosen wurden bei mir nicht festgestellt, wohl aber eine Persönlichkeitsstörung (Störung der Kommunikation). Und ja, es haben sich viele Ängste aufgebaut, vor allem die Angst, Gott nie gut genug zu sein. Und das, obwohl ich ihn liebe. Auf euer Hilfsangebot werde ich möglicherweise noch einmal zurückgreifen müssen.
    Vielen Dank für alles und Gottes ganzen Segen wünsche ich euch.
    Ganz liebe Grüße
    Eddi

  • Bruderinfo
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,
    danke erst einmal für deine offene Art. Versuche im Hier und Jetzt zu leben. Die Natur zu genießen um auch einmal auf andere Gedanken zu kommen. Einfach raus und frische Luft tanken. Liebe Eddi sei dir bewusst das du jederzeit Hilfe annehmen kannst wenn du es für nötig empfindest. Zögere jedoch nicht in dem du denkst:-ach das schaff ich irgendwie schon alleine…ich möchte doch kein schlechtes Licht auf Jehova werfen Denke daran, daß er dich liebt. Du bist ein Kind Gottes und vor was solltest du dich fürchten? Genau, vor nichts. Der Vater behütet seine Kinder und schenkt dir Trost, wenn du seine Hilfe annimmst. Du mußt dich nicht als stark erweisen vor unserem himmlischen Vater. Er kennt dich besser als du dich je kennenlernen könntest. Dir steht alles offen. Schließe neue Kontakte. Pflege Brieffreundschaften (vielleicht mit den vielen Schwestern hier auf Bruderinfo). Oder treffe dich mit Schwestern die hier das gleiche miterlebt haben. Nach deinem Schreibstiel könntest du aus Norddeutschland kommen. Dort lesen sehr viele Schwestern und Brüder auf BI mit. Unser himmlischer Vater läßt dich nicht allein. Also in diesem Sinne liebe Grüße und einen sonnigen Tag. Bruderinfo. 🙂

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi

    Du must nicht gut sein, Jehova verlangt das nicht. Jesus sagte einmal als er als gut gelobt wurde:

    Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut, als nur einer, Gott. (Lukas 18:19 ELB71)

    Um gerettet zu werden, reicht der Glaube an Jehova, unseren Retter Jesus und der Glaube an die Rettung und Verheißung aus.

    Schaue Dir mal David an, was der alles auf dem Kerbholz hatte und trotzdem nicht von Jehova verworfen wurde. Warum nicht? Weil er glaubte, er glaubte dass aus seiner Nachkommenschaft der Messias kommen würde, der einmal ewig regieren wird. Er glaubte somit an die Verheißung die unserem geisigen Vater Abraham gegeben wurde. Nur darauf kommt es an. Das reichte Jehova damit David zu den Lebenden gezählt wurde.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    manchmal muss man das Alte erst mal rigoros loslassen, damit die Hände frei werden, um nach Neuem zu greifen.

    Diese Menschen deiner Vergangenheit haben dich klein gehalten und krank gemacht. Von ihnen hast du nichts anderes als Boshaftigkeit zu erwarten, weil sie damit bis zum Rand angefüllt sind.
    Sie haben aber nicht nur gegen dich gesündigt, sondern vor allem gegen den Gott den sie vorgeben anzubeten. – Sie laden Tag für Tag Schmach und Schande auf seinen Namen…ohne Konsequenz wird das sicherlich nicht bleiben…doch DEINE Schuld ist das dann auf gar keinen Fall.

    Du brauchst an sie keinen Gedanken mehr zu verschwenden, für dich heißt es, nach vorne zu schauen.
    Was auch immer dir dabei hilft, darfst du getrost in Anspruch nehmen. Denn diese Hilfe kommt von Gott – ob durch einen Therapeuten, einem liebevollem Menschen dem du begegnest, oder eben auch durch Bruderinfo, ist dabei ganz egal – die Quelle dieses Trostes ist immer Gott selbst.

    LG Ulli

  • Ruth
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi, als ich deinen Bericht gelesen hab war ich traurig, schockiert und böse zugleich!Denn Männer die ihre Ehefrauen vergewaltigen sind Verbrecher und gehören bestraft!Solchen Männern mangelt es an Herz es wiedert mich an, das solche auch noch weiterhin als Älteste dienen dürfen und alles unter den Teppich gekehrt wird!Das heisst Jehova niemals gut niemals!Du kannst hier durch bruderinfo wirklich viel Kraft schöpfen den Du kannst hier Dein herz ausschütten und die Brüder hier verstehen dich!Du hast nichts falsches getan !Nach meinem Naturell wäre ich wahrscheinlich längst ausgeflippt!Auch mein Mann und ich haben hier durch bruderinfo Stärkung erhalten und in der kurzen Zeit sind wir beide wirklich viel ruhiger geworden !Wir lesen täglich hier mit und sind allein schon durch die Kommentare gestärkt und froh, das wir nicht mehr alleine sind !Und Du bist auch nicht alleine liebe EddiDu hast ein gutes Herz und Jehova sieht das!!!!!Liebe grüße von Ruth und ihrem Schaf

  • Shannon
    Dezember 22, 2011

    Liebe Eddi,

    ich hatte in den letzten Tagen wenig Zeit zu lesen und wenn, dann hat die Prophetieseite bei mir Vorrang. Von daher habe ich erst heute deinen Beitrag gelesen, in dem du von deinen Schuldgefühlen sprichst. Ich möchte dir eine kleine Geschichte aus meinem Leben erzählen, wie „Schuld“ in den Köpfen der Menschen entsteht und wie Kinder zu schuldbewußten Menschen programmiert werden:

    Meine Enkelin ist jetzt etwas über 5 Jahre alt und ist in ein Elternhaus geboren, wo der Vater ein Trinker und Kiffer, die Mutter (meine Tochter) der Co-Alkoholiker war. Kleine Kinder gehen schon früh in die Verantwortung für ihre Eltern (Mama. Papa ich helfe dir)teilweise schon in der Zeit im Mutterleib.

    Auf alle Fälle gab es in dieser Beziehung permanent Streit und ich holte das Kind schon sehr früh übers Wochenende zu mir. Was die beiden nicht wussten war, dass jedesmal, wenn die Nachbarn die Polizei riefen, eine Meldung ans Jugendamt ging. Das heißt, sie waren schon lange unter „Beobachtung“. Als meine Tochter einmal das Kind im Kindergarten abholen wollte, hatte sie eine Alkoholfahne. Die Erzieherin hat ihr das Kind nicht gegeben, sondern die Polizei und das Jugendamt gerufen. Das Kind kam noch am selben Tag in eine Pflegefamilie, ein Trauma mehr für die Kleine.

    Nach 5 Wochen und einem Gerichtstermin beim Vormundschaftsgericht, kam die Kleine zu mir. Jetzt stand ich da, mit meiner Arbeit, einem kleinen Kind und im jugendlichen Alter von 57 Jahren. Die Anfangszeit war schwer und die Kleine hat mit fast zur Weißglut gebracht. Irgendwann fragte ich sie ganz verzweifelt: „Warum tust du das?“ Ihre Antwort:“Oma, schickst du mich nicht weg?“
    Da wurde mir klar, dass das Kind die Verantwortung dafür übernommen hatte, was ihr passiert war. Sie war da 3 Jahre alt. Ich sagte zu ihr: „Schatz du denkst, du warst nicht lieb und deshalb hat man dich weggeschickt?“ Sie fing an zu weinen und nickte. Sie wollte also nur testen, ob sie wieder weggeschickt wird, wenn sie nicht lieb ist. Daraufhin erfolgte ein langes Gespräch und ich erklärte ihr, dass sie deswegen in „Urlaub“ geschickt wurde, weil Papa und Mama Probleme haben und das Gesetz der Meinung war, dass sie jetzt erst mal ihre Probleme lösen müssen. Von da an war die „schwere“Zeit vorbei. Und wenn ich heute das fröhliche Kind erlebe und die alten Fotos mit den traurigen Augen sehe, denke ich, das war es wert, dass ich mich entschieden habe, diesen Weg zu gehen.

    Schuld ist etwas, was Erwachsene den Kindern mit emotionaler Erpressung (Mama hat Kopfweh weil du so laut warst)eintrichtern, denn Kinder unter 6 sind in der Regel in einem Zustand der Trance und da ist das Unterbewußtsein sehr empfänglich. Erst im Alter von ungefähr 6 Jahren geht ein Kind in dem Kopf und fängt an zu werten und zu bewerten, zu analysieren.

    Aus dem Grund ist es an der Zeit, dich von deinen restlichen Schuldgefühle zu verabschieden.
    Wenn man dir eine heiße Kartoffel zuschmeißt, würdest du sie auffangen? Warum willst du sie überhaupt auffangen? Lass sie doch fallen. Und jetzt setze mal die heiße Kartoffel mit dem Wort Schuld gleich.

    Alles Liebe Dir
    Shannon

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    ZITAT:
    „Aber wenn Gott mich lieben würde, warum tun es dann nicht die von ihm eingesetzten Hirten?“

    Diese Menschen haben dir und vielen anderen die Hölle auf Erden bereitet…kannst du dir WRIKLICH vorstellen, dass SIE von Gott eingesetzte Hirten sind?

    Nur weil jemand von sich BEHAUPTET von Gott eingesetzt zu sein, ist er es noch lange nicht. – Aber jeder der sich das ungerechtfertigterweise anmaßt, darf jetz schon mal anfangen sich zu fürchten.

    ZITAT:
    „Wenn er mich nicht liebt, weil ich die Organisation verlassen habe, warum dann noch leben? Ich will nicht mehr, dass mir jemand weh tut.“

    Wer die Organisation verlässt wird nicht mehr von Gott geliebt? – Eine Lüge die kaum gemeiner sein könnte.

    Ich habe die Organisation vor mittlerweile 8 Jahren verlassen und fühle mich so sehr geliebt, dass ich davon überquelle.

    Glaube mir, gerade so ein geschundenes Herz wie du, wird von ihm geliebt:

    18 Doch wenn seine Treuen rufen, hört er sie und rettet sie aus jeder Bedrängnis.
    19 Wenn sie verzweifelt sind und keinen Mut mehr haben, dann ist er ihnen nahe und hilft.
    20 Wer dem Herrn treu bleibt, geht durch viele Nöte, aber aus allen befreit ihn der Herr.
    Psalm 34, 18+19

    2 Ich habe das alles doch geschaffen, Himmel und Erde kommen aus meiner Hand! Dennoch achte ich auf die Menschen, die in Not sind. Ja, ich kümmere mich um die Verzweifelten und um alle, die voll Ehrfurcht auf meine Worte hören.
    23b…Niemand, der bei ihm Zuflucht sucht, muss sein Strafgericht fürchten.
    Jes 66, 2

    Streife die Wachtturmlügen ab und wage es, dich ganz allein auf diese Wahrheit einzulassen. Dann kannst du seine Liebe und Fürsorge auch so empfinden, wie es im Psalm 131, 2 beschrieben ist:

    2 Ich bin zur Ruhe gekommen. Mein Herz ist zufrieden und still. Wie ein Kind in den Armen seiner Mutter, so ruhig und geborgen bin ich bei dir!

    LG Ulli

  • Aaron
    Dezember 22, 2011

    Hallo Eddi,
    es ist wirklich sehr bewegend was du alles durch gemacht hast. Deine Offenheit in der du auch über eigene Fehler sprichst imponiert. Und schließlich läufst du nicht nur herum und zeigst mit dem Finger auf andere. Deine Geschichte ist schon heftig und ich denke diese Plattform hier ist zu klein um deinen bedürfnissen gerecht zu werden. Hier kann man sich Rat, Ermunterung und Anregungen holen. Für mich erscheint es allerdings so, dass du mehr Hilfe und Beistand benötigst. Einen persönlichen Kontakt (wie auch von BI empfohlen) kann dir sicher viel Gutes bewirken.
    Intressant ist deine Feststellung dass JZ in den Predigtdienst gehen, weil sie keine Nächstenliebe haben. Sehr gut beobachtet. Die „Liebe“ wird umgewandelt in Befolgen von Anweisungen, Vorschriften. Es geht nicht um das spontane Intresse und Mitgefühl an den Menschen die um einen herum sind. Das sind sich sicher nur sehr wenige bewusst.
    Wünsche dir viel Kraft für deine weiteren Schritte.
    Gruss
    Aaron

  • Dominik
    Dezember 22, 2011

    Bin gerade eben durch Zufall auf den Blog gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

  • Sascha
    Dezember 22, 2011

    Lieber Dominik,

    schön, dass du dich so kurz nach dem Finden dieser Seite schon veranlasst siehst, einen Kommentar zu schreiben. Wir alle hier können dich nur ermuntern, dich weiter einzubringen, denn davon lebt diese Seite.

    In diesem Sinne also ein herzliches Willkommen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Akazienholz
    Dezember 22, 2011

    Hallo Martin und Allois,

    prima diese Ansicht, hatte gerade noch einen Kommentar zu Joshua verfasst, bei Eurer Ansicht fällt mir nur dazu zu meinen Vergleich von den Ringkämpfern eins ein —- WIR BLEIBEN AUF DER MATTE—-!!!!!

    Oder anders ausgedrückt Medizin die nicht eingenommen wird, kann letzendlich auch nicht wirken!!!!

    Viele Grüße an Euch

  • Michael2
    Dezember 22, 2011

    Hallo lieber Martin,

    ich danke dir von Herzen für diesen wohlüberlegten und durchdachten Kommentar.
    Er hat mich tief berührt und ich bin überzeugt das er dem Geist entspricht, der uns allen weiter hilft.
    Ich glaube, du hast vielen hier aus dem Herzen gesprochen, und dies sollte auch weiterhin das Ziel von BI sein die zerschundenen Schafe zu sammeln.

    Noch einmal danke und liebe Grüße
    Michael 2

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Matthäus, die Realität ist doch die, dass seit Jahrzehnten die Zahl der Symbolnehmer nicht minder wird, sondern eher zunimmt.
    Wenn man das ernst betrachtet, müßten viele der Altvorderen wohl Sünder gewesen sein,dass sie in aller STille ersetzt werden.
    Nun denn, wir wissen es nicht – aber die ganze Chose seit 1935 ist mehr als fraglich. Das „Sprachrohr“ hat dazu auch keine greifenden Begründungen, alles „hängt“ in der Luft.
    Wenn man so „Kirche“ macht, liegt es auf der Hand, dass zunehmend Zweifel aufkommen und damit gärt es von innen.
    Ich weiß nicht, wie lange die WTG diese ganze Doktrin noch halten kann. Sicherlich machen „die oben“ sich Gedanken, aber letztendlich sind sie im Elver-Rat gelähmt

  • Diener1001
    Dezember 22, 2011

    Dieser Punkt hat mich auf diese Seite getrieben!

  • edelmuth
    Dezember 22, 2011

    Hallo Frank & Frei

    Vielen Dank für deine schnelle Antwort vom 28.12.11 um 11:29. Deinen Worten könnte ich noch viele gleichlautende Erfahrungen beifügen. Doch was uns in dieser unruhevollen Zeit Halt gibt sind die in der Bibel aufgezeichneten wahren Worte unseres heiligen Vaters und seines geliebten Sohnes, unseres Königs Jesus, der Christus.

    Nachdem wir alle hier bei BruderInfo und in anderen Foren veröffentlichten Erfahrungen zur Kenntnis genommen haben, zu welchem Entschluss kommen wir dann?

    Ist es hilfreich die Versammlung zu verlassen?

    Wir würden damit nur dem Sklaven dienen, denn dadurch wäre der Kontakt zu den Brüdern unterbrochen und sie könnten durch uns nicht mehr informiert werden. Der Sklave würde sich auch durch das Internet nicht mehr unter Druck gesetzt fühlen, Änderungen anzustreben.

    Sollten wir uns den Irrlehren anderer Kirchen zuwendenden. Das wäre für einen ZJ im Herzen wohl kaum auszuhalten. Es käme seinem Ausschluss und einer Vergewaltigung seines Gewissens gleich.

    Was rätst du uns?

    Ich wäre dafür dem Zeugen Jehovas ein Zeuge Jehovas zu bleiben und nichts zu tun, was einen GE ermöglicht, und trotzdem, wenn möglich, passende Kommentare in den Versammlungen und bei Gesprächen mit den Brüdern sowie im Predigdienst zu geben, so wie es uns unser Herr Jesus vorgemacht hat. Er hatte mit den Pharisäern und seinen jüdischen (Glaubens-) Brüdern das gleiche Problem wie wir.

    Ede

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Ede, genau das tue ich, weil ich einfach nicht über die Dinge schweigen kann. Die Brüder sind mir lieb und wert, auch wenn es solche darunter gibt, die einem das leben icht gerade leichtmchen, da sie eifersüchtig sind und wenn es nur die Form der freien Rede ist, die mir eigen ist.
    Eine bessere REligion werden wir nicht finden weil sie alle im Fokus des Widersachers sind. Ich warte auf die Manifestierung des Christus und auf die zeit, in der der Geist wirken wird gemäß Daniel 12 die wenigen die vielen zur Gerechtigkeit zu führen.
    Die richtige Endzeit steht vor der Tür, Blicke an den Arabischen/Persischen Golf. Da bahnt sich jeenes Armageddon an, welches die nationen anschließend als Gottes Armageddon darstellen werden um ihre NWO durchzuziehen. Ich will das hier niht wieter ausführen, da es hier bei den Lesern auch durchaus Skeptiker gibt, die das nicht mögen.
    Die Geschichte nimmt ihren Lauf, wir sind nur Randfiguren werden aber Zeugen eines großen Wandels sein

  • Christof
    Dezember 22, 2011

    Irgendwie ist ist mit der Religion (als Organisation ) so wie mit der Politik. Solange Menschen die Leitung innehaben oder in einer
    Führerrolle sich begeben, kann das nichts werden. Deswegen bin ich der gleichen Ansicht, dass man keine andere Alternative hat, so einfach zu sagen, ich verlasse die Z.J. und wechsel zu XY. Ich hatte, als ich vor 3 Jahren die Z.J. verlassen habe ständig das Gefühl gehabt, mir fehlt was, ich brauche religiöse Anleitung, Treffen etc. Das war aber nur die Folge von dem, was mir mein Leben lang eingetrichtet war. Erst seit kurzem – und der neue Artikel über Freiheit beschreibt es ähnlich – habe ich das Gefühl, ein ganz anderes Verhältnis zu Jesus und zu unserem himml. Vater zu haben. Es ist schwer, dies in Worte zu fassen, aber auf einmal merke ich Liebe und innere Ruhe und Zufriedenheit. Und mich hält es nicht ab, egal wo ich bin, egal ob es irgendeiner Kirche, ein besonder Ort oder nur eine Situation ist, zu beten. Die Gebete sind anders geworden. Viel „freier“ und persönlicher zu Gott. Das war doch auch früher alles vorgegeben (welche Gebete erhört Gott, wie sollen wir beten etc…). Unser ganzes Denken war WT orientiert. Es war alles frei und trotzdem die größte Gerhirnwäsche aller Zeiten. Incl. Angst, Druck, Verpflichtungen und immer die Sorge, ob mein Leben Gott wohlgefällig ist. Und nach und nach merke ich Veränderungen, wie liebevoll Jesus war, welche einfache und klare Botschaften er an die Menschen hatte. Welch eine Schande, wie die WTG dies ausschließlich zu ihren Vorteil verändert hat. Kurz nach dem Verlassen hatte ich das Gefühl, mir hin und wieder noch mal einen Vortrag anzuhören (wie ich dann von den Oldies behandelt worden war hat mich dann aber doch zu sehr abgeschreckt und hab das gelassen..), aber heute, es ging gar nicht mehr, in die VS zu gehen. Warum soll ich mich mit Leuten treffen, die offensichtlich GEGEN Jehova und Jesus sind, die offensichtlich IHN betrüben, die ihre Brüder mit Füßen treten, am liebsten auf wehrlose und schwache Schafe !! Wie heißt es da in der Bibel,
    … ist das der Tisch Jehovas ?? Und wer weiß, ob sich Off 18,4 nicht auf Jehovas „angebliches Volk “ bezieht… sofern man es erkannt hat. Erkannt haben fast alle hier, das die Z.J. nicht mehr das „Volk Gottes“ ist… Und schade, dass ich keine Möglichkeit sehe, dies mehr Menschen (Z.J.) mitzuteilen.
    LG Christof

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Lieber Christof

    Ich glaube der Vers in Offbg. 18:4 bezieht sich zumindest auch auf die Zeugen Jehovas. Denn es gibt keine Religionsorganisation welche nicht versucht unserem Hirten Jesus die Schafe wegzustehlen. Die Zeugen Jehovas sind nach meinem Glauben schon das Volk Jehovas, wurden aber wegen der immer mehr werdenden Sünden genauso verworfen wie die Israeliten in alter Zeit verworfen wurden. Nur ein kleiner Rest hat sich nicht dem Baal gebeugt, wie z.B. Elia und die 7000 Männer.
    Du hast es geschafft aus der Mitte dieser verurteilten Organisation zu fliehen, hin zu unserem wahren Hirten und Retter Jesus Christus. Denn die Schafe Jesu kennen seine Stimme und folgen ihm. Wenn man eine Stimme hört die sich nicht wie die Stimme Jesu anhört, dann soll man ihr nicht folgen.
    Aber es ist biblisch, dass der Antichrist aus der eigenen Religion ausgeht.

    Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie wohl bei uns geblieben sein; aber auf daß sie offenbar würden, daß sie alle nicht von uns sind. (1. Johannes 2:19 ELB71)

    Aber der Antichrist ist nicht von uns, die wir nur Jesus folgen wollen. Nicht wir haben den Glauben an Jehova und unseren einzigen Retter Jesus verlassen, sondern der Antichrist, die Organisation mit „LK“ und „tuvS“.

    Das Ende dieses Antichristen steht in der Bibel. Sie wird sich nicht reformieren, sondern von Jehova hinweggetan

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Ich möchte noch eine Ergänzung zu meinem obigen Kommentar machen:

    Mit der Flucht aus der verurteilten Organisation meine ich die geistige Flucht. Das bedeutet, dass man die Organisation nicht als den Retter, den Speisegeber oder gar den irdischen Stellvertreter Jehovas sieht. Man soll von der Belehrung durch den „tuvS“ und der Organisation fliehen hin zu der Belehrung durch Jesus und dem Heiligen Geist. Körperlich kann man weiter Ältester, DAG oder Verkündiger bleiben, sofern man Gott oder Jesus mehr gehorcht als den Menschen, was die „LK oder der Sklave“ zweifelsfrei sind. Man kann nicht 2 Herren dienen, ein Herr ist unser Retter Jesus, der andere nach meinem Verständnis die „LK oder der Sklave“ . Das sollte man in seinem eigenen Interesse bedenken.

    Ich kenne inzwischen ein paar Älteste und auch andere Zeugen die mit Liebe und Fürsorge versuchen andere Zeugen durch Bemerkungen und Hinweise aufzuwecken und keine unbiblischen Urteile über unsere Brüder und Schwestern zu fällen. Dadurch sind sie ein wertvolles Werkzeug in der Hand unseres Herrn und Hirten Jesus Christus.

    Denn wir leben in der Zeit von der Maleachi spricht:

    Da unterredeten sich die Jehova fürchten miteinander, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten. Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient. (Maleachi 3:16, 17 ELB71)

    Die Zeit in der sich diejenigen unterreden welche Jehova fürchten (und nicht die Organisation) ist voll im Gange. Jetzt entscheidet sich wer Jesus folgt und wer der Organisation.

    Mit Organisation meine ich immer die herrschende Klasse der Zeugen Jehovas und nicht die Zeugen Jehovas insgesamt. So wie Jesus, die Apostel und Jünger auch Juden waren und trotzdem NICHT mit der damaligen theokratischen Lehrorganisation in einen Topf geworfen werden wollten, so möchten auch wir die wir Jünger Jesu sein wollen nicht in einen Topf mit der Organisation geworfen werden, obwohl wir Zeugen Jehovas sind.

    Liebe Grüße
    Alois

    =========================================================

    Danke Alois,
    das ist eine gute Unterscheidung die du hier zwischen der Führung der Organisation und der Versammlung getroffen hast.
    l:G.
    Bruderinfo

  • Martin
    Dezember 22, 2011

    Lieber Alois,

    auch ich möchte meine Wertschätzung für deinen Kommentar zu Ausdruck bringen. Viele Mitleser und Kommentatoren hier in diesem Forum ist die Anbetung Jehovas und der tiefe Glaube an den Erlöser und Retter, unserem Herrn Jesus ans Herz gewachsen und was einmal im Herzen ist, von dem kann man sich nicht einfach so lösen.

    Wir alle kennen den Begriff „Aussteiger“. Es gibt ja ganze Aussteigerorganisationen und Foren. Offen gesagt, ich halte nicht viel von diesen Aktivitäten. Viele Darstellungen und Erfahrungswerte sind zwar zutreffend, aber warum „aussteigen“? Hat Jehova nicht auch bei einem Zerfallsprozess seines Volkes Israel nicht immer durch treue, mutige Propheten, gottergebene Männer und Frauen an den Verstand und das Herz des Volkes appelliert, um es zur Treue im zu ihrem Gott zu mahnen?

    Wir sprechen von einem „Lebensweg“. So wurde die Bewegung der ersten Christen genannt. Apostelgeschichte 9:2; 19:9; 22:4. Ein Weg hat einen Anfang und führt zu einem Ziel. Viele von uns haben bereits einen ausgeprägten Weg hinter sich, der immer darin bestand, unseren himmlischen Vater und seinen Sohn zu ehren und zu dienen. Das hat auch den Dienst an unseren lieben Mitbrüdern mit einbezogen.

    Nicht wenige haben Religionen verlassen, die eindeutig ein „Teil dieser politischen Welt waren und an deren Hände Massenweise Blut klebt“. Sie wurden durch ein Bibelstudium auf einen besseren christlichen Weg geführt durch einen Vermittler von bereits vorhandenem Bibelverständnis. Diese Aktivität eines Zeugen Jehovas kann man nicht wegleugnen. Es blieb unser Lebensweg, unserem Schöpfer zu gefallen und wer wollte leugnen, dass wir durch die Bewegung der Zeugen Jehovas nicht auch viel über unseren Herrn Jesus gelernt haben und die grundsätzliche Zukunftserwartung des Friedensreiches unseres Herrn Jesus.

    Die Organisation der ZJ besteht mittlerweile auch aus vielen Personen, die durch ihre Eltern darin groß geworden sind und nie etwas anderes kennen gelernt haben. Auch ihr Weg ist „ein Weg“ und gewiss ist dadurch auch vielen so manche falsche Lebensentscheidung erspart geblieben und sie wurden vor Unglück bewahrt. Das alles ändert nichts an der Tasache einer sich veränderten Organisation der ZJ, die ihre Kompetenzen gegenüber unserem Herrn Jesus überschritten hat, und sich bereits „vor seinem kommenden Gericht“ als Könige und Richter hier auf Erden aufspielen und dadurch eine aufrichtig begonnene Bewegung zu einer „vorzeitigen Vollstreckungsbewegung“ machen und bestimmen, wer es verdient hat, gerettet zu werden und wer nicht.

    Ich erinnere daran, nachdem David zum König gesalbt wurde, wie lange der ehemals von Jehova vorgeschlagene und gesalbte Saul noch sein Unwesen treiben konnte und immer mussten darunter auch Menschen leiden…es gab Schicksale durch Fehler von Menschen…selbst unter der Regie von David. Wenn wir nun hier auf BI immer mehr zu der übereinstimmenden Meinung kommen, dass der Weg der leit. Körperschaft oder des truvS von unserem Herrn Jesus abgewichen ist und Diktatur eingekehrt ist, so sollten die „treuen Diener…Propheten…Lehrer… was für eine Gabe in Form von Menschen auch immer, gegensteuern. Es ist natürlich auch verständlich, wenn einige nicht mehr die Kraft dazu haben und das ist zu akzeptieren. Aber ich denke, es ist eine Herausforderung für uns alle… nicht aussteigen… sondern den Weg weiterzugehen und Jesus wieder die ausgeglichene Geltung zu schaffen, die ihm gebührt. Nicht die WT-Gesellschaft reformieren. Das geht nicht. Den einzelnen Gläubigen in der Versammlung zu helfen, eine ausgeglichene Ansicht über die Worte unseres Herrn wieder zu erlangen. Sollte sich dadurch irgendwann die amtierende LK besinnen und Anzeichen der Reue und Umkehr signalisieren, so wäre dies natürlich eine überraschende und nicht zu erwartete Reaktion und zum Segen aller. In der Zwischenzeit müssen wir uns, wie du lieber Alosis dies deutlich beschreibst, miteinander unterreden uns geistig von dieser Organisation trennen, aber nicht unbedingt physisch. Ganz im Gegenteil, wir müssen diesem Geist und dieser Strömung – nicht Menschen – den Kampf ansagen. Das hat unser Herr Jesus und unser himmlischer Vater verdient. Es muss auch weiterhin etwas getan werden, um all die im geschundenen, oft aus purer WTG-Besessenheit ausgeschlossenen oder abgetriebenen Schafe des Herrn zu „verbinden“ und ihnen die Wunden mit der Salbe der Gnade unseres Herrn Jesus zu verbinden, bezw. einen Heilungsprozess einzuleiten, soweit dies noch möglich ist. Wir müssen abwarten, welche Mittel uns unser großer Hirte dazu zukünftig in die Hand gibt.

    Seien wir also keine Aussteiger, sondern bleiben wir auf “dem Weg“ der christlichen Freiheit und sehen wir unseren Missionsauftrag auch darin, zerschundene Schafe unseres Herrn Jesus wieder zu sammeln und sie immun zu machen gegen die „abtrünnige Verfahrensweise “ der Leitenden Körperschaft der ZJ unserem Herrn Jesus gegenüber. Das wirken nach INNEN, „vorsichtig wie die Schlangen und unschuldig wie die Tauben“, ist mehr denn je gefragt.

    Verbundene Grüße
    Martin

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Christof, zu diesem Schlußgedanken von Dir:

    >>hatte ich das Gefühl, mir hin und wieder noch mal einen Vortrag anzuhören (wie ich dann von den Oldies behandelt worden war hat mich dann aber doch zu sehr abgeschreckt und hab das gelassen..), aber heute, es ging gar nicht mehr, in die VS zu gehen. Warum soll ich mich mit Leuten treffen, die offensichtlich GEGEN Jehova und Jesus sind, die offensichtlich IHN betrüben, die ihre Brüder mit Füßen treten, am liebsten auf wehrlose und schwache Schafe!<<

    …möchte ich eine Aussage ja Warnung von Paulus hinzufügen:

    Apg. 20:
    20 Ihr wisst auch, dass ich nichts verschwiegen habe. Ich habe euch alles gepredigt und gelehrt, was eurer Rettung dient – öffentlich, aber auch in euren Häusern. 21 Juden wie Griechen habe ich klargemacht, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.

    … Jesus Christus gegeben hat: die rettende Botschaft von Gottes Gnade und Liebe zu verkünden. … 29 Denn ich weiß: Wenn ich nicht mehr da bin, werden falsche Lehrer wie reißende Wölfe über euch herfallen, und sie werden die Herde nicht schonen. 30 Sogar unter euch wird es Männer geben, die nur deshalb die Wahrheit verfälschen, weil sie Menschen für sich gewinnen wollen.

    UND HAT SICH NICHT GENAU DAS IM BESONDEREN SEIT den 1980er Jahren erfüllt? Will diese Organisation die Menschen durch die 2. Tauffrage nicht AN SICH BINDEN? Wem hat Paulus die Neuen anvertraut? Einem trvSk. einem Sanhedrin – einer Organisation?

    Ließ weiter was er schrieb:

    32 Und nun vertraue ich euch Gottes Schutz an und der Botschaft von seiner Gnade. Sie allein hat die Macht, euren Glauben wachsen zu lassen und euch das Erbe zu geben, das Gott denen zugesagt hat, die zu ihm gehören.

    Wenn du obige warnende Worte mit diesen vergleichst dann sollte eigentlich alles klar sein:

    „Der Wachtturm“, 15. Mai 1981, Seite 19
    „Es besteht kein Zweifel, daß wir alle zum Verständnis der Bibel Hilfe brauchen. Wir können die notwendige biblische Anleitung nicht außerhalb der Organisation des ,treuen und verständigen Sklaven’ finden…“

    Wie paßt der Vers 32 und diese Behauptung zusammen?

    „Der Wachtturm“, Jahrgang 1957, Seite 498
    „Es ist höchst wichtig, daß wir diese Tatsache verstehen und den Anweisungen des ,Sklaven’ so folgen, wie wir der Stimme Gottes folgen würden, weil es Gottes Vorkehrung ist…“

    LG Matthäus

  • Sascha
    Dezember 22, 2011

    Lieber Christof,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Es zeigt mir und vielen anderen hier, dass immer mehr Brüder und Schwestern den Weg „in die Berge“ nehmen. Laut den Propheten sollte es eine Zeit geben, in der einzelne aus dem Volk Gottes unter alle Nationen zerstreut werden. Und das passiert vor unseren Augen, an uns selbst. Wir müssen dann nur noch in diesen symbolischen Bergen bleiben und ausharren. Dann werden wir die komplette Erfüllung der Prophezeiungen erleben, nämlich dann, wenn Jehova durch Jesus seine Schafe von überall auf der Welt einsammelt. Das Gebet in Johannes 17, dem interessanterweise auch der Jahrestext der Zeugen für 2012 entnommen ist, drückt deutlich aus, dass Jehova und Jesus dieses Einsammeln zusichern.

    In dem Sinne wünsche ich uns allen weiter dieses Ausharren, dass auf unseren tiefen Glauben gründet, und biete dir, wie auch anderen an, sich auch privat per Email auszutauschen, wenn es auch im Moment noch nicht möglich ist, jeden persönlich kennenzulernen. Bruderinfo kann dir meine Emailadresse gerne weiterleiten, würde mich sehr freuen.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Christof
    Dezember 22, 2011

    Hallo Sascha, danke für deinen Kommentar. Das mit den E-Mail Adressen austauschen ist eine gute Idee. Was wäre, wenn es hier eine Rubrik gäbe, wo jeder, der möchte, seine e-Mail hinterlegen kann. Dann wären die fleissigen Mitarbeiter von B.I. entlastet …

  • Diener1000
    Dezember 22, 2011

    Ich weis nicht mehr was ich sagen soll!! Von so einem Brief wusste ich bisher nicht! Jedenfalls tolle Forschungsarbeit.Politische… hmm…wieder ein neues Bild.

  • Bernhard
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Frank&Frei, zu deinen Kommentar von 28. 12.11 12Uhr26, ist mir in Bezug auf die Täuflinge der letzten 3 Jahre aufgefallen, dass ein enormer Rückgang zu beobachten ist. Entnommen den JB 2010, 2011 und KD Jänner 2012

    Deutschland 2009…3485T., 2010…3052Täufl., 2011…934 Täufl.,

    Österreich 2009… 499T., 2010…390T., 2011…157T.,
    Luxenburg 2009…45T., 2010…39T., 2011…16T.,
    Schweiz& 2009… 282T., 2010…237T., Liechtenstein&Schweiz 2011… zusammen 97
    Liechtenstein 2009……2 2010……4

    Man sieht trotzdem das man Jugendliche taufen lässt ein gewaltiger Rückgang in diesen Ländern zu sehen ist.
    Brüderliche Grüße an alle Bernhard

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    leiber Bernhard, gestern sah ich bei Youtube einen Beitrag in Englisch der untermauerte, dass bei den Zeugen nur 37 % der Kinder bei der Fahne bleiben.
    Damit ist alles gesagt

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Zu deinen Zahlen der letzten 3 Jahre paßt ja diese Bekanntmachung sehr gut dazu:

    In der Wachtturm-Ausgabe vom 15. April 1992 erschien dementsprechend folgende Bekanntmachung:

    „Die Mitglieder der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, gegenwärtig 12 an der Zahl, dienen weiterhin treu in ihren Zuteilungen. Sie sind den loyalen Gliedern der sich mehrenden ‚großen Volksmenge‘ für die eifrige Unterstützung stets dankbar (Offenbarung 7:9, 15).

    Angesichts der gewaltigen weltweiten Mehrung scheint es jetzt angebracht zu sein, daß die leitende Körperschaft zusätzlichen Beistand erhält. So ist entschieden worden, mehrere Gehilfen, die hauptsächlich aus den Reihen der großen Volksmenge kommen, zur Teilnahme an den Zusammenkünften jedes der [fünf] Komitees der leitenden Körperschaft — das Personal-, Verlags-, Dienst-, Lehr- und Schreibkomitee — einzuladen. Somit erhöht sich die Zahl der Anwesenden bei den Zusammenkünften jedes der Komitees auf sieben oder acht. Unter der Leitung von Mitgliedern der Komitees der leitenden Körperschaft werden diese Gehilfen an Besprechungen teilnehmen und verschiedene Aufgaben ausführen, die ihnen von dem Komitee zugeteilt werden. Die Neuerung tritt am 1. Mai 1992 in Kraft.

    Seit vielen Jahren nimmt die Zahl derer ab, die zum Überrest der gesalbten Zeugen gehören, während sich die Zahl derer, die zur großen Volksmenge gehören, in einem Maß erhöht hat, das unsere kühnsten Erwartungen übersteigt (Jesaja 60:22).

  • Walter
    Dezember 22, 2011

    Hallo Bernhard,

    interessante Zahlen.
    Wenn man jetzt noch beobachtet, wann sich junge Leute taufen lassen, ist das aus meiner Sicht auch interessant.
    Die Taufe geht bei vielen jungen Leuten in unseren Reihen ganz eng
    mit Bekanntschaften,Heirat und Vorrechten in der Versammlung einher.
    Ich möchte niemand zu nahe treten, noch falsche Beweggründe unterstellen.
    Aber als mir eine bekannte Schwester erst erzählt hat, daß sich ihr Enkel hat taufen lassen, konnte ich mir die Frage gerade noch verkneifen,ob und wann er denn heiratet.
    Und er wird heiraten !

    Ohne Taufe keine Schwester, keinen Saal, keine Ansprache……

    Da kann man doch nachvollziehen,daß man der Form Genüge tut.
    Und ich denke,daß das kein Einzelfall ist.

    In Anbetracht der ohnehin fallenden Zahl der Täuflinge,muß man sich doch fragen, welcher Glaube noch vermittelt wird ?
    Wieviele Menschen im Gebiet werden durch den immensen Zeiteinsatz
    noch angesprochen/gefunden, wenn man sieht, wie intern die Zahl der Täuflinge durch solche Vorgaben künstlich hochgetrieben wird ?

    Liebe Grüße

    Walter

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Walter, die Zahlenknechterei ist aus meiner Sicht ein Werkzeug, das eher gegen den Geist als für ihn arbeitet. Warum? Weil der 08/15 Zeuge unter STrom steht, Bericht zu schreiben und da die WErte ja für die Ältesten offen liegen, MUSS er reinklotzen, will er Ansehen, Amt, Würde und REspekt haben.
    IN Zeiten meiner Jugend war Barttragen verpönt, da wurde auf jedem Kongress die Leier von Studentenstreichen abgespult – mit dem Fazit, das zig junge Leute der Versammlung den Rücken kehrten und das begründeten mit der Aussage: Schlips und Kragen sind Erkennungsmerkmale der Banker und korrupten Leute. Bartträgern revolutionären Charakter zu unterstellen paßt mnicht in das Verständnis eines Christen.
    Ja, das waren Zeiten, wenn ein Hein Dickmann brummte: Koteletten gehören in die Pfanne und nicht an den Kopp.
    So haben die ihre Kleiderordnung durchgesetzt, getreu der Devise: Wer sich unseren Anforderungen nicht unterstellt, ist bei uns fehl am Platze.
    Da waren die Kreisis noch stolz darauf. Und heute – da gehen sie sogar mit Kreissäge (irokesenschnitt und grüne Haare) in den Kö-Saal und machen, was sie wollen, haben jede Freiheit und tun was sie wollen und die Eltern dulden es, auch die Ältesten, da sie ja sehen, es werden immer weniger.
    Die rückläufige Mehrung ( ist ja schon eigentlich ein Paradoxon) nimmt zu, die zunehmende Abnahme beim besuch der Zusammenküfnte ist das Mene Tekel an der Wand.
    Die Brüder reden hinter vorgehaltener Hand ja auch davon, was die WTG schon alles an bockmist verzapft hat, Irrlehren, die dann so ausgegeben werden, als ob Jehovah das Schiff gegen den wind segeln läßt.
    ja, da werden Gründe erfunden, Doktrin am Leben zu halten und so kommen Lügengebäude zusammen, die immer mehr gekittet werden müssen, bis dann das Erdbeben kommt, was alles zusammenreißt.
    ich sehe in der Organisation keine Kraftquelle mehr, es ist eine Oberflächengesellschaft geworden die janusköpfig ist: im Saal hui, dahoam Pfui. Jeder macht, was er will, ganz nach eigener Gerechtigkeit, während die Belehrung im Saal den Sklaven huldigt und huldigt und huldigt.
    Ich bin davon überzeugt, dass das alles die längste Zeit so lief, das geht so nicht Dekaden weiter.
    Der Geist Jehovahs läßt sich nicht verspotten und schon gar nicht missbrauchen zur Einschüchterung der Bruderschaft.

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Zum Thema Hitler habe ich noch das gefunden:

    Jahrbuch 1974 – Zitat zu Brief an Hitler

    Es wurde immer wieder versucht uns einzureden, dass die 8 Br. der Leitenden Körperschaft 1918 eingesperrt wurden, weil die Geistlichkeit der Christenheit dahintersteckte, weil sie von JZ bloßgestellt wurden. So wurde und wird es uns oft erzählt und ist nachzulesen.

    Als Hitler an die Macht kam, klang das dann aber ganz anders, nämlich so:

    *** yb74 S. 111 Deutschland (Teil 1) ***
    Die Kongreßteilnehmer kehrten müde und zum Teil enttäuscht nach Hause zurück. Sie nahmen jedoch 2 100 000 Exemplare der „Erklärung“ mit nach Hause, die sehr schnell verteilt und auch an zahlreiche verantwortliche Persönlichkeiten versandt werden sollten. Das für Hitler vorgesehene Exemplar enthielt ein Begleitschreiben, in dem es unter anderem hieß:
    „Das Brooklyner Präsidium der Watch-Tower-Gesellschaft ist und war seit jeher in hervorragendem Maße deutschfreundlich. Aus diesem Grunde wurden im Jahre 1918 der Präsident der Gesellschaft und die sieben Glieder des Direktoriums in Amerika zu 80 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil der Präsident sich weigerte, zwei von ihm in Amerika geleitete Zeitschriften zur Kriegspropaganda gegen Deutschland zu gebrauchen.“

    Steht tatsächlich so im Jahrbuch ’74. Kein Wort von der Geistlichkeit, genauso wenig wie uns heute diese Begründung vorgesetzt wird. Wieso war die WTG in den 70er Jahren nicht auch in hervorragendem Maße malawifreundlich, dann wäre den Brüdern dort viel Leid,Tod und Blutvergiessen erspart geblieben ?

    *** w76 1. 10. S. 588 Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung ***

    Jehovas Zeugen werden in dem südostafrikanischen Staat Malawi brutal verfolgt — geschlagen, vergewaltigt und sogar ermordet. Weshalb? Nur weil sie ihre christliche Neutralität bewahren wollen und es ablehnen, Parteikarten zu kaufen.. Wieder „sie..wollen“ Warum ? Weil die WTG ihnen sagte, dass sie das wollen, klingt besser, als wie wenn es die WTG will.
    Ist die Haltung der WTG etwa neutral, zu sagen, sie war seit jeher in hervorragendem Maße deutschfreundlich ? Wahrscheinlich fürchtete die WTG in Deutschland um ihre Besitztümer bzw die spendenfreudigen Brüder, im Malawi ist wirtschaftlich nichts zu holen, hier kann man die Zügel schon straffer halten.

    Das fällt mir in letzter Zeit bei den Erfahrungen immer mehr auf: Wenn Brüder in reichen Industriestaaten treu sind, dann folgt Segen. Auf einem Kongreß wurde erzählt, bei einem Saalbau wollte eine Baufirma, als sie hörte, wozu der Beton benötigt wird, von der Baustelle wieder wegfahren, plötzlich hatte der LKW einen Achsbruch, der Beton mußte entladen werden und es konnte weitergebaut werden. Der Redner sprach es nicht direkt aus, aber der gelernte ZJ erkannte sofort die helfende Hand Jehovas dahinter, der offensichtlich sehr daran interssiert ist, dass die WTG ihren Immobilienbesitz laufend vermehren kann.

    In den armen Ländern dagegen können die Brüder ihre Treue unter Beweis stellen, indem sie die Demütigungen, Enteignungen, Schläge, Zerstörung ihrer Habseligkeiten, usw geduldig ertragen. In reichen Ländern ist der Segen meistens mit materiellen Dingen in Verbindung, natürlich zum Vorteil der WTG.

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Brief der WTG an Hitler – 1933

    WATCH TOWER
    BIBLE AND TRACT SOCIETY
    PUBLISHERS OF THE BIBLE STUDENTS ASSOCIATION
    GENERAL OFFICES, GERMAN BRANCH,
    117 ADAMS STREET WACHTTURMSTR. 1-19
    BROOKLYN MAGDEBURG
    NEW YORK, U.S.A. POSTSCH.-K. MAGDEBURG 4042

    TELEPHONE, MAGDEBURG 40556, 40557, 40558
    RADIO AND CABLE ADDRESS: WATCHTOWER MAGDEBURG

    Sehr verehrter Herr Reichskanzler!

    Am 25. Juni 1933 tagte in Berlin in der Sporthalle Wilmersdorf eine ca. 5000 Personen umfassende und mehrere Millionen Deutscher repräsentierende Vertreterkonferenz der Bibelforscher Deutschlands (Zeugen Jehovas), welche bereits seit vielen Jahren Freunde und Anhänger dieser Bewegung sind. Der Zweck dieser, von den Abgeordneten der einzelnen Bibelforschergemeinden Deutschlands besuchten Tagung war, Mittel und Wege zu finden, um dem Hernn Reichskanzler und den übrigen hohen Regierungsbeamten des Deutschen Reiches sowohl, als allen Länderregierungen Kenntnis zu geben von folgendem:

    Gegen eine auf dem Boden positiven Christentums stehende Vereinigung ernster, christlicher Männer und Frauen wurden und werden in einzelnen Landesteilen Massnahmen ergriffen, die in ihrem Ursprung lediglich als die Verfolgung von Christen, durch andere Christen anzusprechen sind, weil die – diese Massnahmen auslösenden – gegen uns erhobenen Anschuldigungen meistens von klerikaler, besonders katholischer Seite aus erhoben wurden und unwahr sind.

    Absolut überzeugt von der völligen Objektivität der die Angelegenheit bearbeitenden Regierungsstellen und Beamten, ersehen wir trotz allem, dass – einerseits wohl wegen des Umfanges unserer Literatur und andererseits wegen starker Inanspruchnahme der betreffenden Sachbearbeiter – der Inhalt unserer Literatur und der Sinn unserer Bewegung grösstenteils falsch beurteilt wird, und zwar nach dem, was unsere religiösen Gegner – Vorurteil bewirkend – gegen uns vorbringen.
    Darum ist das auf dieser Konferenz Besprochene in beigefügter Erklärung der Watch Tower Bible and Tract Society niedergelegt, um es Ihnen, Herr Reichskanzler, sowie den hohen Regierungsstellen des Deutschen Reiches und der Länder zu überreichen als Dokumentierung der Tatsache, dass die Bibelforscher Deutschlands als einziges Ziel ihrer Arbeit nur beabsichtigen, die Menschen zu Gott zurückzuführen und den Namen Jehovas, des Allerhöchsten, des Vaters unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, auf Erden zu bezeugen und zu ehren. Wir wissen bestimmt, dass Sie, Herr Reichskanzler, solche Tätigkeit nicht stören lassen werden.

    Die Bibelforschergemeinden Deutschlands und ihre Glieder sind allgemein bekannt als Hort wahrhafter Ehrfurcht vor dem Allerhösten und als eifrige Pfleger sorgsamer Bibelforschung. Örtliche Polizeibehörden werden immer bestätigen müssen, dass Bibelforscher absolut zu den ordnungsliebenden und -erhaltenden Elementen des Landes und Volkes zu zählen sind. Ihre einzige Mission ist Werbung der Menschenherzen für Gott.
    Die Watch Tower Bible and Tract Society ist die oranisierende Missionszentrale der Bibelforscher (für Deutschland: Sitz Magdeburg).

    Das Brooklyner Präsidium der Watch Tower-Gesellschaft ist und war seit jeher in hervorragendem Masse deutschfreundlich. Aus diesem Grunde wurde im Jahre 1918 der Präsident der Gesellschaft und die sieben Glieder des Direktoriums in Amerika zu 80 Jahren Zuchthaus verurteilt, weil der Präsident sich weigerte, zwei von ihm in Amerika geleitete Zeitschriften zur Kriegspropaganda gegen Deutschland zu gebrauchen.

    Diese Zeitschriften „The Watch Tower“ und „Bible Student“ waren die beiden einzigen Zeitschriften Amerikas, die eine Kriegspropaganda gegen Deutschland verweigerten und darum während des Krieges in Amerika auch verboten und unterdrückt wurden.
    In gleicher Weise hat sich das Präsidium unserer Gesellschaft in den letzten Monaten nicht nur geweigert, an der Greulpropaganda gegen Deutschland teilzunehmen, sondern hat sogar dagegen Stellung genommen, wie dies auch in der beigefügten Erklärung unterstrichen wird durch den Hinweis, dass die Kreise, welche diese Greulpropaganda in Amerika leiten (Geschäftsjuden und Katholiken), dort auch die rigerosesten Verfolger der Arbeit unserer Gesellschaft und ihres Präsidiums sind. Durch diese und andere in der Erklärung enthaltenen Feststellungen soll die Zurückweisung der Verleumdung, Bibelforscher würden durch die Juden unterstützt, erfolgen.

    Die Vertreterkonferenz dieser fünftausend Delegierten nahm mit grosser Befriedigung Kenntnis von der durch den Herrn Regierungspräsidenten zu Magdeburg erfolgten Feststellung, dass die von unseren kirchlichen Gegnern behauptete Beziehung zwischen Bibelforschern und Kommunisten oder Marxisten nicht erweisbar sei (also auch eine Verleumdung ist). Ein diesbezüglicher Pressebericht, enthalten in der Magdeburger Tageszeitung Nr. 104 vom 5. Mai 1933, lautet:

    Eine Erklärung der Regierung zur Besetzung des Bibelforscher-Hauses. – Die Pressestelle der Regierung teilt mit: „Die polizeiliche Besetzung des Grundstücks der „Vereinigung der ernsten Bibelforscher“ in Magdeburg ist am 29.April aufgehoben worden, weil kein belastendes Material hinsichtlich der behaupteten kommunistischen Betätigung gefunden worden ist.“
    Ferner: Magdeburger Tageszeitung Nr. 102 vom 3. Mai 1933:

    „Vom Büro der Bibelforschervereinigung wird uns mitgeteilt, dass die Aktion, die von der Polizei gegen die Wachtturmgesellschaft und Bibelforschervereinigung eingeleitet wurde, inzwischen gänzlich aufgehoben worden ist. Ferner wurde alles freigegeben, da die sorgfältig durchgeführte Durchsuchung ergab, dass sich die Gesellschaft weder in politischer noch in krimineller Hinsicht irgend etwas zuschulden kommen [???], und weil weiter festgestellt wurde, dass die beiden Gesellschaften absolut unpolitisch und streng religiös sind. –

    Von der Regierung wurde uns auf Anfrage die Richtigkeit dieser Angaben bestätigt.“

    Die Vertreterkonferenz dieser fünftausend Delegierten betonte, dass sie es nach dieser Sachlage unter ihrer Würde halte, sich fernerhin überhaupt noch gegen die verächtliche Verdächtigung marxistischer oder gar kommunistischer Betätigung verteidigen zu müssen. Diese widerlegten Verleumdungen unserer religiösen Gegner tragen eindeutig das Signum religiöser Konkurrenz, die einen ehrlichen Mahner statt mit Gottes Wort, mit dem wenig schönen Mittel der Verleumdung erdrosseln möchte.
    Weiter wurde auf dieser Konferenz der fünftausend Delegierten – wie in der Erklärung ausgedrückt – festgestellt, dass die Bibelforscher Deutschlands für dieselben hohen ethischen Ziele und Ideale kämpfen, welche die nationale Regierung des Deutschen Reiches bezüglich des Verhältnisses des Menschen zu Gott proklamierte, nämlich: Ehrlichkeit des Geschöpfes gegenüber dem Schöpfer!

    Auf der Konferenz wurde festgestellt, dass in dem Verhältnis der Bibelforscher Deutschlands zur nationalen Regierung des Deutschen Reiches keinerlei Gegensätze vorliegen, sondern dass im Gegenteil – bezüglich der rein religiösen, unpolitischen Ziele und Bestrebungen der Bibelforscher – zu sagen ist, dass diese in völliger Übereinstimmung mit den gleichlaufenden Zielen der nationalen Regierung des Deutschen Reiches sind.

    Unter Berufung auf die angeblich harte Sprache unserer Literatur erfolgten einige Verbote unserer Bücher. Die Konferenz der fünftausend Delegierten verwies dazu auf den Umstand, dass der beanstandete Inhalt der Bücher doch nur Bezug nimmt auf Zustände und Handlungen im Anglo-Amerikanischen Weltreich, und dass dieses – speziell England – doch für den Völkerbund und die auf Deutschland gelegten ungerechten Verträge und Lasten verantwortlich zu machen ist. Das im obigen Sinne unserer Literatur Gesagte richtet sich also doch – einerlei, ob in finanzieller, politischer oder ultramontaner Beziehung – gegen die Bedrücker des deutschen Volkes und Landes, aber doch nicht gegen das sich gegen diese Lasten sträubende Deutschland, so dass die erfolgten Verbote absolut unverständlich sind.

    Für diejenigen deutschen Ländergruppen, in denen sogar Verbote der Bibelforscher-Gottesdienste, Verbote ihrer Gebetsversammlungen usw. vorliegen, und die seit vielen Wochen auf eine gerechte Lösung dieses, ihr religiöses Leben knebelnden Zustandes warten, wurde folgendes ausgedrückt:

    Wir wollen auch weiterhin den erlassenen Verbotsanordnungen Folge leisten, denn wir sind gewiss, dass der Herr Reichskanzler bzw. die einzelnen hohen Länderregierungen diese Massnahmen – durch welche zehntausende christliche Männer und Frauen schliesslich einem dem Urchristen-Leiden verleichbaren Märtyrertum verfallen müssten – nach Kenntnis der wirklichen Sachlage aufheben werden.
    Endlich bekundete diese Konferenz der fünftausend Delegierten, dass die Bibelforscher- bzw. die Wacht-Tower-Organisation eintritt dür die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit des Staates, sowie für die Förderung der vorerwähnten, auf religiösem Gebiet liegenden hohen Ideale dernationalen Regierung. Um hiervon vor allen Dingen dem Herrn Reichskanzler, als dem Führer des Volkes, und den übrigen hohen Regierungsbeamten des Deutschen Reiches und der Länder Kenntnis zu geben, wurde das vorstehend kurz Gesagte in anliegender Erklärung ausführlich niedergelegt.
    Diese beigefügte Erklärung wurde vom Sekretär der fünftausend Delegierten der Bibelforscherkonferenz vorgelesen und von dieser einstimmig gebilligt und angenommen mit dem Auftrag, je ein Exemplar dieser Erklärung zusammen mit diesem Versammlungsbericht dem Herrn Reichskanzler und den übrigen hohen Regierungsbeamten des Reiches und der Länder zu überreichen.

    Dies geschieht hierdurch mit der ergebenen Bitte, dem in der Erklärung zum Ausdruck gebrachten Ansuchen geneigtest entsprechen zu wollen:

    Nämlich, einer Kommision aus unserer Mitte Gelegenheit zu geben zur verantwortlichen Darlegung des wahren Sachverhaltes vor dem Herrn Reichskanzler oder dem Herrn Reichsminister des Innern persönlich. Andernfalls wolle der Herr Reichskanzler eine Kommision von Männern bestimmen, die nicht durch religiöse Vorurteile gegen uns eingenommen sind, also von Männern, die selbst nicht beruflich religiös interessiert sind, sondern die wirklich nur – den für solche Fälle geltenden gerechten und vom Herrn Reichskanzler selbst aufgestellten Grundsätzen entsprechend – unsere Angelegenheit vorurteilslos prüfen würden.

    Mit diesen Grundsätzen meinen wir das im Punkt 24 des Programms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Gesagte:
    „Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstossen.
    Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und ausser uns und ist überzeugt, dass eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus—“
    Wir sind fest überzeugt, dass – wenn man uns religiös vorurteilslos erstens nur nach Gottes Wort und zweitens diesen angeführten Programmpunkten nach beurteilt – die nationale Regierung Deutschlands keinerlei Ursache finden wird, unsere Gottesdienste oder unsere Missionstätigkeit zu hindern.

    In Erwartung einer baldigen gütigen Zusage, und mit der Versicherung unserer allergrössten Hochachtung, sind wir, sehr verehrter Herr Reichskanzler,
    ergebenst

    Watch Tower Bible and Tract Society
    Magdeburg

  • Bob
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,
    vielen Dank für Deinen Beitrag und die Quellen. Aufrichtige Geschichtforschung beleuchtet alle Seiten. Und bei aller Würdigung der Verfolgungsgeschichte kann man auch geteilter Meinung darüber sein, ob es sinnvoll ist, wenn es einzelne Brüder darauf anlegten, als Märthyrer in den Tod zu gehen. Ich denke hier an die Erzählungen eines alten Bruders über Erschiessungen in Sachsenhausen und wie es in Einzelfällen dazu kam. Unabhängig von den KZ Erfahrungen waren damals auch viele Tausende von Brüdern von der Verfolgung nicht betroffen. Wenn man der wissenschaftlichen Forschung Glauben schenkt, dann waren von den schätzungsweisen 25.000 – 30.000 IBV-Angehörigen (ZJ) mit Berücksichtigung von auch kürzeren Haftzeiten, nicht mehr als 50% betroffen. Das bedeutet, dass sich eine nicht unbeträchtliche Zahl von ZJ schon 1933/34 vin der Internationalen Bibelforschervereinigung zurückgezogen hat, den Glauben nur noch im Privaten ausübte oder sich ganz zurückzog. Und viele Brüder gingen auch sehr bedächtig vor, und wurden auch nie aktenkundig. Über die Motive, Handlungen und Entscheidungsgründe dieser Brüder sprach man in den Standhaft-Medienevents selten bis nie. Was haben die anderen 50% gemacht und gab es auch gute Gründe, dem Feind nicht gleich in die Arme zu springen und dem Judge Rutherford zu folgen, welcher aus der Ferne Resolutionen verlas und das Leben vieler Brüder riskierte. Es sind auch andere intelligentere Formen des Widerstandes aktiv oder passiv denkbar. Darüber wurde nich diskutiert. Das zeigt, wie einsilbig WTG Handlungen der Vergangenheit in Szene gesetzt werden.

    Liebe Grüsse
    Bob

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Matthäus,
    diesen Brief an Herrn Hitler, wo würde man diesen „im Original“ finden? Gíbt es den auf der WT-Library?
    War ein solcher Brief jemals Thema bei den „Standhaft-Ausstellungen“?

    Vielen Dank jedenfalls dafür. Das drucke ich mir aus für meine Sammlung.
    Viele Grüße an alle
    Anna aus dem Nieselregen

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Liebe Anna,

    wenn es nur so einfach wäre, aber du darfst die WTG nicht unterschätzen. Auch in 50 Jahren würden sie nicht auf die Idee kommen diesen Brief auf dei WT-Lib oder sonstwo zu veröffentlichen. Ich bin mir sicher, wenn du im Bethel in Selters konkret nach diesem Dokument fragen würdest, dann würdest du entweder keine oder eine beschwichtigende Antwort bekommen. Aber niemals die „Wilmersdorfer Erklärung“ als Original (falls diese überhaupt noch existiert).

    Die gleichen Taktiken haben auch schon bei der UNO/NGO-Sache gewirkt: Tarnen, Tricksen, Täuschen, Todschweigen. Da sich die l.K. und auch die Zweigkomitees als 1. Vertreter des Königreiches verstehen, dürfen sie mit Billigung des Höchsten nach ihrer Ansicht ja die „theokratische Kriegslist“ anwenden. Ich bin überzeugt, dass sie völlig mit sich im reinen sind, wenn sie die o.g. Taktiken anwenden.

    LG
    Dennis

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    Lieber Dennis, eine bestimmte Website – Gimpelfang – nannte das Verhalten der WTG enmal ganz simpel
    Geschichtsklitterung
    kann man es treffender beschreiben?
    Und ist es nicht so, dass der , der seine Vergangenheit in Fiktion setzt, es ebenso mit Gegenwart und Zukunft tut?
    Theokratische Kriegslist?
    Nein, das ist einfach NAIVES Denken, den Fett und Wahrheit kommen immer an den Tag

  • Diener1000
    Dezember 22, 2011

    So ein Brief ist unfassbar!In den USA generell, und in Brooklyn war doch seit Ende der 20er absehbar, wer das Deutsche Reich bei den nächsten Wahlen regieren wird.Vielleicht gab es andere politische Stukturen im Programm, wenn die Reichstagswahlen anders verlaufen wären..hmm..die SPD hätte ja nicht verfolgt.Die Zentrumspartei der klerikalen nicht wirklich, oder mit Propaganda.Aber die WTG wusste doch wer Adolf Hitler ist!Und Sie wussten mit sicherheit welche Ziele dieses Regime verfolgt.Aber New-York,Brooklyn war auch schon zwischen 1933-1945 eine richtige Festung.Uns gehts ja gut..made in USA

  • Diener1000
    Dezember 22, 2011

    Ja,hast recht!So was trauriges ist ja immer im Jahrbuch zu lesen.So eine art theokratische dritte welt halt….

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Edelmut,
    ich denke, die hier im Forum sind, sind irgendwie alle auf der Suche nach Wahrheit.
    Schon Rutherford doktriniierte: organisierte Religion ist vom Satan.
    Was soll man dem noch hinzufügen.
    Ich bin dem Wachtturm dankbar, Jehovah gefunden zu haben. Und ich bin anderen dankbar, die die Doppelzügigkeit des WT aufdeckten.
    Den Anspruch die allein wahre Religion zu haben dürfte wohl keiner haben gleichwohl sehr viele dies stützen.
    Ich bleibe da bescheiden und vertraue darauf, dass Jehovah zu Seiner Zeit die Dinge lenkt. Denn es muss gemäß Daniel, letztes Kapitle noch die Zeit kommen, in der die wenigen die vielen zur Rettung führen.
    Das Schöne an diesem Forum, was mich ier hält ist die kalare Aussage: man beharrt nicht auf Dinge, sondern man hinterfragt sie.
    Und hier wird nicht in Reihe und Glied marschiert wie beim WT – in die Richtung der Irre.
    Denn wie oft schon hat die WT ihre Doktrin geändert aber immer drauf bestanden, dass der JZ sie glauben MUSS, wenn nicht, wurde er liquidiert, ausgeschlossen.
    Das ist für mich nicht die Freiheit des Christus.
    Ich kenne deine Beiträge in anderen Foren und ich schätze deinen Eintritt für die Bibel.
    Der Satan hat sich breit gemacht in dieser Zeit und wenn er in einr Kirche „oben“ Beute macht, hat er das Fußvolk ganz voln selbst dabei.
    Denken wir an Alt Israel oder Alt Juda – das war Gottes Volk aber die Oberen waren korrupt und anfällig für Götzen.
    So mußte das ganze Volk darunter leiden und ging in die Diaspora.
    Wir leiden heute auch unter dem Diktat des WT, der alles für sich in Anspruch nimmt, dem kleinen aber nicht die Freiheit läßt,mit anderen über seinen Glauben auch mal kritisch zu reden.

  • edelmuth
    Dezember 22, 2011

    Hallo Frank & Frei

    (Dein Beitrag vom 27.12.2011, 11:47)

    Vermutlich hast du mit vielen deiner Ausführungen recht. Schaut man über den Tellerrand zu den Kirchen der Christenheit, wird mir noch schlechter. Wenn du eine Glaubensgemeinschaft gefunden hast, die besser als die Zeugen Jehovas ist, lass es uns bitte wissen. Ich bin sehr daran interessiert.

    Ede

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Liebe Edelmuth

    Es gibt vielleicht andere Glaubensgemeinschaften die auf den ersten Blick besser erscheinen. Aber genau betrachtet, haben sie andere falsche Lehren.
    Das Problem an den Zeugen Jehovas ist, dass sie meinen, sie seien in der „Wahrheit“. Aber in Wirklichkeit haben sie die „Wahrheit“ der Bibel und des Heiligen Geistes, mit den Lehren von Menschen ersetzt.

    Jesus sammelt seine Schafe in seine Hürde, von einer Glaubensgemeinschaft zu der man gehören soll, ist in der Bibel nicht die Rede. Unser Hirte ist Jesus und kein Mensch hat das Recht sich zwischen mir und Jesus zu schieben.

    Deswegen suche ich keine Glaubensgemeinschaft, denn ich brauche schlicht keine. Mir reichen ein paar Brüder und Schwestern die ähnlich glauben, damit man sich gegenseitig auferbauen kann.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Ede,
    „Wenn du eine Glaubensgemeinschaft gefunden hast, die besser als die Zeugen Jehovas ist, lass es uns bitte wissen. Ich bin sehr daran interessiert.“

    Naja…eine christliche Gemeinschaft zu finden, die besser ist als die Zeugen, das ist keine Kunst…da braucht ja nur ein freierer Geist zu herrschen und schon hast du´s dort allemale besser als bei den ZJ´s. 😉

    Allerdings kann ich Alois nur beipflichten: Da sie alle irgendwelche Lehren verbreiten, die nicht mit der Bibel in Übereinstimmung zu bringen sind und dabei erwarten, dass man für Diese einsteht, kann ich es mit meinen Gewissen nicht vereinbaren mich ihnen anzuschließen.

    Jesus hatte damals zwar Petrus als Fels für seine Gemeinde eingesetzt, aber das war nichts was man beerben konnte. – So kann es für jeden Christen nur einen geistigen Führer geben, und das ist und bleibt Jesus Christus.

    Wer eine Gemeinschaft gefunden hat, die das akzeptiert, kann froh sein. Für mich ist dies hier so eine virtuelle Gemeinschaft, andere haben vielleicht sogar die Möglichkeit auf direktere Weise zusammen zu kommen. Das kann ja jeder nach seinem Bedürfnis ausrichten.

    Hauptsache ist, dass keine andere Lehre als die einfache klare und reine Lehre des Christus gelehrt wird.

    LG Ulli

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber edelmuth,

    ich kann Alois Antwort nur zustimmen. Fixiere dich nicht auf eine formale Zugehörigkeit zu einer organisierten Religion. Lies Johannes 14:6 und du bekommst deine Antwort und dein Suchen hat ein Ende. Zumindest wenn du verstanden hast was Jesus hier sagen wollte.

    Was wäre wenn sich heraustellen sollte, dass die Mormonen sich stark nach der Bibel ausrichten und Jehova anbeten würden oder die Neuapostolen oder die Pfingstler? Würdest du schnell mal die Religion wechseln und dann wenn einer dieser Religionen sich wieder in´s Negative entwickelt wieder wechseln?

    Das wäre wohl ziemlich unvernünftig und unbiblisch, meinst du nicht auch?

    LG
    Dennis

  • Bob
    Dezember 22, 2011

    Lieber Edelmuth,

    ja wohin sollen wir gehen? Am besten dorthin, wo man sich in authentischer und aufrichtiger Weise als Brüder im Herrn begegnen kann. In Vereinen und Organisationen mit autoritären und selbstüberhöhten Hierachien und Ämterstrukturen ist das nicht möglich. Aber auch in religiösen Gemeinden, wo Meinungsfreiheit möglich ist, hängt es wiederum davon ab, wer aus welcher Position und Anerkennung heraus was sagt, auch hier entwicklen sich Gruppendynamiken heraus, welche den Einzelnen geistig ersticken können. Alle Gruppierungen mit allein seligmachenden Anspruch, wo der Geist der Exklusivität vorherrschend ist,können aus Prinzip die Wahrheit in Christus kaum erreichen, weil die Position und der Standort der Gruppe wichtiger erachtet wird als das persönliche Erleben des Einzelnen mit allen Höhen und Tiefen. Dieses Widerstreiten im Geiste, von dem Paulus spricht, darf aber nie von außen klassifiziert, oder von selbstherrlichen mesnchlichen Führern interpretiert oder bewertet werden. Die Gläubigen entscheiden selbst, wann ihr Gefühl, ihr Bekenntns in gleichberechtigter Weise in die Begegnung unter Brüdern eingebracht werden. Dort wo es Doktrin und Diktate gibt verliert die christliche Gemeinde ihre Basis. Denn die „wahre“ Gemeinde in Christus entsteht im Zusammenwirken und der Gleichbedeutung der Bekenntnisse und Glaubenstaten jedes Einzelnen. Diesen Idealfall finden wir heute nirgends. Denn wir sind Menschen. Wir können uns schon freuen, wenn wir in kleinen Bibelkreisen und organisationsfreien Begegnungsräumen friedlich und wohlwollend die Emotionen und Glaubenserfahrungen unserer Mitbrüder ernst nehmen und würdigen und im Gebet vereint sind. Ich bin ganz bei Alois,schon ganz zufrieden, wenn ich mit ein paar Brüdern zusammensein und man sich frei fühlen kann, einander in christlicher Liebe zu begegnen. Je weniger Rahmen dest besser, denn der Hirte bestimmt die Grenzen der Hürde, nicht wir.

    Herzliche Grüsse
    Bob

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Matthäus,
    ergänzend zu deinen Ausführungen erlabue ich mir, den Kommentar eines Posters auf einer anderen Forenseite wieder zugeben:
    ZItat:
    Die ZJ aber „bewiesen […] in den Ausgaben des Watch Tower vom 1. und 15. Juni 1918 eine weitaus kompromissbereitere Haltung. Bibelforscher wurden aufgerufen, sich anderen Amerikanern zu einem nationalen Gebetstag für einen alliierten Sieg über die deutsche ‚Autokratie‘ anzuschließen, und jetzt verkündete die Gesellschaft, der Kauf von ‚Liberty‘ – oder Kriegsanleihen habe nichts mit Religion zu tun“ (James Penton, Endzeit ohne Ende, S. 232). Und wie Christel auch schon sagte: „Die Vertreter der Gesellschaft versuchten damals, sich bei der Hitler-Regierung in Nazi-Deutschland anzubiedern“ (ebd.). „Die Wachtturm-Führer [haben] im Jahre 1933 [versucht], die Nazis zu beschwichtigen, indem sie ihre Loyalität gegenüber den Grundsätzen der nationalsozialistischen Regierung Hitlers ausdrückten und eindeutig antijüdische Aussagen von sich gaben“ (ebd.).

    „Am schockierendsten ist jedoch, dass das Verkündiger-Buch immer noch nicht die Tatsache zur Kenntnis nimmt, dass der zweite Präsident der Gesellschaft versuchte, im Juni 1933 die Zeugenbewegung bei Adolf Hitler und den Nazis beliebt zu machen, indem er die Juden zu Sündenböcken erklärte“ (so in der ‚Erklärung‘, „die von Rutherford autorisiert und auf einem Kongress in Berlin im Juni 1933 veröffentlicht wurde“) (ebd., S. 193).

    „Nur ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Ende des Holocaust stand in „Gott bleibt wahrhaftig“ erste Auflage, dass viele Leiden der Juden auf ihren Handelsgeist zurückzuführen und daher ihre eigene Schuld gewesen seien“ (ebd., S. 200, mit Hinweis auf Anm. 77: Hellmund, Kritische Reflexion über die Videodokumentation „Standhaft trotz Verfolgung“ – Propaganda oder zeitgeschichtliche Dokumentation?).

    Was im Allgemeinen auch nicht bekannt ist, ist die Tatsache, „dass die Gesellschaft der Zeugen Jehovas in der Schweiz in der deutschen Ausgabe der Zeitschrift Consolation (Trost) eine Erklärung veröffentlichte, dass die Zeugen nichts Verkehrtes darin sähen, Militärdienst zu leisten, und dass viele dies getan hätten“ (ebd., S. 199-200). Im Artikel von Lutz Lemhöfer Zwischen historischer Dokumentation und werbender Selbstdarstellung – Anmerkungen zu dem Film der Wachtturm-Gesellschaft: ‚Standhaft trotz Verfolgung‘, werden einige in dem Standhaft-Video getroffenen Feststellungen, die die extremen Behauptungen der Zeugen über ihre makellose Reinheit während der Nazizeit widerspiegeln, in Zweifel [gezogen]“ (ebd., S. 200 und Anm. 78).

    Die angebliche „Kompromisslosigkeit“ wurde aber auch nach der Nazi-Diktaturherrschaft „durchgehalten“. Wie bekannt, war es Zeugen Jehovas 1967 verboten, Parteimitgliedskarten „für die malawische Kongresspartei des Dr. Kamuzu Banda zu kaufen“ (ebd., S. 229). In Malawi haben sich die ZJ auch an den Anweisungen ihrer Vordenker in Brooklyn gehalten, denn es ist „langjährige Wachtturm-Politik, es sei verkehrt, einer politischen Partei oder dem Militär anzugehören oder einen Zivildienst als Ersatz für den Militärdienst zu leisten, auch wenn der Ersatzdienst heute erlaubt ist“ (ebd., S. 236). Hierdurch haben die ZJ heftigste Verfolgung auf sich gezogen.

    „Doch in Mexiko haben Nathan Knorr, Frederick Franz und die leitende Körperschaft seit 1960 männlichen Zeugen, darunter Kreis- und Bezirksaufsehern und Mitgliedern des mexikanischen Wachtturm-Personals oder der Bethelfamilie, erlaubt, sich illegal cartillas oder Zertifikate zu kaufen, aus denen fälschlich hervorgeht, dass sie ein Jahr erforderlichen Militärdienstes abgeleistet haben, was sie automatisch in die stehende Reserve stellt. Merkwürdigerweise verfolgte die Gesellschaft trotz ständiger Sorge über diese Sache von Wachtturm-Vertretern in Mexiko selbst eine Politik für den größten Teil der Welt und eine andere für Mexiko“ (ebd.).

    Der Hintergrund für diese Janusköpfigkeit, für dieses „zweierlei Maß“, wie es Raymond Franz einmal ausdrückte, wird ersichtlich, wenn man sich folgendes klar wird:
    Zitat
    Es scheint zu überraschen, dass Wachtturm-Vertreter für die Entwicklung und Beibehaltung solch logisch widersprüchlicher und ethisch nicht zu verteidigender Verfahrensvorschriften für Jehovas Zeugen in verschiedenen Ländern verantwortlich gewesen sind. Anders als ihre Brüder in den Vereinigten Staaten im Jahr 1918 und die in Deutschland im Jahr 1933 standen mexikanische Zeugen in den vergangenen fast fünfzig Jahren nicht unter der Drohung mit Verfolgung. Was erklärt dann die Haltung der Wachtturm-Gesellschaft, wie sie die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas aufrecht erhielt? Die Antwort scheint Besitz zu sein, wie Raymond Franz anzudeuten scheint. Wie in Kapitel 5 aufgezeigt, durfte unter der mexikanischen Verfassung von 1917 keine Kirche oder Religionsgemeinschaft in der Republik irgendwelchen Grundbesitz haben. So übernahm die Gesellschaft die Scharade, La Torre del Vigía de México als „Kulturgesellschaft“ zu maskieren. Hätten nun männliche Zeugen offen ihre religiöse Haltung als Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen gezeigt und sich geweigert, in der mexikanischen Armee zu dienen, dann hätte die mexikanische Regierung wohl darauf bestanden, dass ihre Organisation als Religion eingetragen werden müsse, und dann wären ihre Zweigbüros und „Kultursäle“ verstaatlicht worden. Daher hatte es den Anschein, als machten die Zeugen kompromissbereit weiter und kauften die cartillas, solange Beamte der mexikanischen Armee dazu bereit waren.

    M. James Penton, emeritierter Professor für Geschichte und Religiöse Studien, Endzeit ohne Ende: Die Geschichte der Zeugen Jehovas, 2010 by Ausstieg e. V. und M. James Penton, S. 237.

    Es muss noch betont werden, dass doch hier das „biblisch geschulte Gewissen“ der Zeugen Jehovas in Mexiko im Hinblick auf die „politische Neutralität“ doch hätte schlagen müssen, indem sich diese Brüder hätten weigern müssen, Bestechungsgelder zu zahlen und diese cartillas zu kaufen. Dies zeigt, dass ihr Gewissen in Wahrheit fremdgesteuert und tatsächlich nicht das eigene Gewissen ist.

    So viel zur „Kompromisslosigkeit“ der Zeugen Jehovas. Diese setzt sich auch heute noch fort, indem sie in ganz Deutschland den Status einer „Körperschaft des Öffentlichen Rechts“ anstrebt, was sie zwangsläufig noch näher an den „satanischen“ Staat bringt.

    All das oben Beschriebene nennt man Politik treiben. Es stimmt so mit nicht, dass sich die ZJ aus der Politik heraushalten. Dies können sie auch nicht damit beteuern, dass sie ja nicht zur Wahlurne gehen. Man muss nicht erst an politischen Wahlen teilnehmen, nur um sich nicht in die Politik einzumischen.

    Unlängst wurde diese „Jehova-Schau“ (Siehe Sekten-Experte wettert über die Jehova-Schau im Landtag) erneut abgezogen. Dort wurde wieder einmal gründlich Eigenwerbung mit dem Video „Standhaft trotz Verfolgung“ gemacht. Offenbar kommen ZJ ohne Politik nicht aus, um sich selbst darzustellen.

    In Anbetracht des oben Beschriebenen ist dies eine fragwürdige Propaganda. Es geht hier weder um „Jehova“ noch um Christus, es geht um die Organisation.
    Zitat-Ende

    wenn man diee Fakten sich vergegenwärtigt, fragt man sich , wo der Eimer zum Abkotzen ist.
    Ich bin seit Jahrzehnten mit der Versammlung verbunden, überwiegend bescheidene Menschen, die alles, was „von oben“ sprich von der Leidenden Körperscchaft kommt, ungeprüft aufnehmen.

    Wer so verfährt, muss sich fragen ob er nicht einen Götzen unterstützt.
    Wir können auf Jehovah vertauen: Dieser Moloch wird fallen und mit ihm alle die, die ihn anbeten, durch loyale, selbstaufgebende Unterstützung.
    Die Wachtturm Droge schläfert ein und macht apathisch.
    Gut, dass das Internet das Verborgene offen macht und uns dient, die Realität zu finden.
    Acuh wenn es schwer ist – lieber den engen Weg gehen, als sein auf Lemming machen

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Frank&Frei,

    zum Thema 1933 und Berlin, kann ich nur jedem empfehlen nach der „Wilmersdorfer Erklärung“ zu googlen. Für mich eine ganz klare Anbiederung an das NS-Regime.

    Den einfachen Zeugen damals in Berlin (ca. 7000) kann man wohl wirlich keinen Vorwurf machen. Sie haben, wie auch heute noch auf Kongressen üblich, irgendeine Resolution vom Kongressvorsitzenden, per Akklamation gebilligt, was sollen sie auch sonst tun.

    Es ist ein offizielle Erklärung des dt. Zweiges der WTG (Magdeburg) und ohne Billigung durch den damaligen Präsidenten Rutherford wäre solche eine wichtige Erklärung wohl nicht möglich gewesen.

    Es hat klar anti-jüdische und national-ideologische Tendenzen:

    (Textpassagen)
    (Zitat)
    „das Leid des Deutschen Volkes wurde [verursacht] durch die Geschäftsjuden aus Amerika“

    „festgestellt, dass die Bibelforscher Deutschlands für dieselben hohen ethischen Ziele und Ideale kämpfen, welche die nationale Regierung des Deutschen Reiches bezüglich des Verhältnisses des Menschen zu Gott proklamierte, nämlich: Ehrlichkeit des Geschöpfes gegenüber dem Schöpfer!“

    „doch für den Völkerbund und die auf Deutschland gelegten ungerechten Verträge und Lasten verantwortlich zu machen ist. Das im obigen Sinne unserer Literatur Gesagte richtet sich also doch – einerlei, ob in finanzieller, politischer oder ultramontaner Beziehung – gegen die Bedrücker des deutschen Volkes und Landes, aber doch nicht gegen das sich gegen diese Lasten sträubende Deutschland, so dass die erfolgten Verbote absolut unverständlich sind.“

    „eintritt dür die Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit des Staates, sowie für die Förderung der vorerwähnten, auf religiösem Gebiet liegenden hohen Ideale der nationalen Regierung“

    „meinen wir das im Punkt 24 des Programms der Nationalsozialistischen
    Deutschen Arbeiterpartei Gesagte:“

    „Die Partei (NSDAP) als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und ausser uns und ist überzeugt, dass eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus“
    (Zitat Ende)

    Egal wie man es aus heutiger Sicht zu rechtfertigen versucht und egal wie sehr die Verfolgung dann später trotzden stattfand und auch große Opfer forderte, diese Erklärung ist und bleibt Teil der ganzen Wahrheit über die WTG und ihre Verantwortlichen im 3. Reich.

    Hier nehme ich ausdrücklich die einfachen Zeugen damals aus, die in aller Aufrichtigkeit und Gottergenheit ihr Leben auf´s Spiel gesetzt haben.

    Die ganzen Ausstellungen und öffentlichkeitswirksamen Debattenbeiträge und Geschichtsstunden in Funk und TV sollten einzig und allein das Bild von „Gottes Organisation“ schärfen und in die richtige Richtung lenken.

    PR-Abteilungen gibt es sowohl in Selters als auch natürlich die größte in Brooklyn. Die positive PR-Arbeit ist eine so wichtige Angelegehnheit, dass dies sehr eindeutig im Buch „Legt gründlich Zeugnis ab“ S. 110 als Aufgabe des „Komitee der Koordinatoren“ beschrieben wird. Dort steht ganz freimütig:

    „… [kümmert sich darum], dass über die Medien gegebenenfalls das richtig Bild von unseren Glaubenslehren vermittelt wird.“

    LG
    Dennis

  • Bob
    Dezember 22, 2011

    Lieber Dennis, lieber Frank,

    ich kannte einige ältere Brüder, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen saßen, sie taten dies ohne Frage aus voller Überzeugung,
    doch Jahrzehnte hat sich für ihre Geschichte niemand interssiert. Es waren einige Privatinitiativen, die Dokumentationen und Lebensberichte
    gesammelt und erstellt haben. Die häufig traumatisierten und von ihren Lebensläufen gezeichneten Brüder hatten ausser im privaten Rahmen selten
    Gelegenheit über ihre Vergangenheit zu sprechen. Ich selbst sprach mit dreien von Ihnen, alle hatten eines gemeinsam: sie wollten sich nicht hervorheben.
    Zwei von ihnen starben bevor die Standhaft-Aktionen losgingen. Und viele Brüder haben sich damals gefragt, warum das Ganze erst in den neunziger Jahren Thema wurde und nicht schon früher.
    Aus meiner heutigen Sicht, wurde die Vefolgungsgeschichte der ZJ u grossen Teilen für das Anerkennungsverfahren instrumentalisiert. Auch Wissenschaft und Theologen wurden in den Dienst genommen, um die Aussenwirkung der Organisation zu stärken. Das ist ganz richtig Dennis. Und als sich im Rahmen der damaligen Informationsdienste einige Brüder zu leidenschaftlich in der Öffentlichkeitsarbeit engagierten ud hier ihre neuen Aufgaben sahen , sah man das vermutlich von der Seite der Organisation als Kontrollverlust. Warum wurden denn die Informationsdienste dann alle wieder aufgelöst? Was als Zeichen der Öffnung vermarktet wurde, wurde genauso schnell wieder abgewickelt, als dem Zweck gedient war. Zuviele autonome kleine Initiativen haben sich aus den Informationsdiensten entwicklet, das konnte man natürlich nicht dulden. Und wenn es Brüder in Selters gab, die es wirklich ehrlich meinten, die wirklich leidenschaftlich an der Sache interessiert waren, ich denke hier an den ehemaligen Leiter und Begründer des Geschichtsarchivs Johannes Wrobel, hat auch viel zum Thema geschrieben – aus irgendwelchen Gründen musste er das Bethel verlassen. Unter seinem Namen kann man googeln, da wird man fündig. Einige Brüder haben gesagt, jahrzehntelang hat sich für unsere Geschichte niemand interessiert. Wenn es nicht Einzelinitiativen gegeben hätte, wären ein Grossteil der Lebensgeschichten nicht überliefert worden. Kleine Lebensgeschichten, Leid und persönliche Initiativen haben vor der Selbsterhöhung einer Organisation so gut wie keine Bedeutung. Mit einer Ausnahme: wenn sie der Organisation dienlich sind.

    Liebe Grüße
    Bob

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Bob, deine Aussagen bringen die Dinge treffend auf den Punkt.
    Ich kannte auch im Raum F einen Bruder JS, der im KZ einsaß, der seine Geschichte nach Selters gab, die sehr aufrüttelnd war, die aber nie veröffentlicht wurde.
    Beim WT geschieht nichts zufällig- da ist alles von langer Hand geplant.
    Was sie aber nicht in den Griff kriegen ist die derzeitige Krise, die dazu führt, dass etwa nur noch 50-60 % in die Zusammenkünfte gehen.
    Und je mehr die oben da Druck drauf machen um so mehr geht die Büchse nach hinten los. Auch wenn man in langen Phrasen in jeder Versammlung sozusagen den Rosenkranz auf den TuvS „ableiert“. Es verläuft ungehört im Sande der Zeit

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Dennis, liebe Brüder und Schwestern,
    vielen Dank, dass du auf die „Wilmersdorfer Erklärung“ aufmerksam machst. Wir werden ja von der Organsiation immer nur mit dem Ausspruch Adolf Hitlers konfrontiert dass „diese Brut ausgerottet werden soll“.
    Aber hier im Vorfeld, diese Anbiederungsversuche, indem man die Juden schlecht macht und das sozusagen im Namen Gottes, die meisten Zeugen Jehovas wissen das doch gar nicht.
    Das was du hier aufgreifst hat mich auch in einer sehr nachdenklichen Stimmung erwischt. Am letzten Montag abend habe ich im Fernsehen wieder mal den Film „Schindlers Liste“ gesehen. Das unsagbare Leid das man über ein ganzes Volk gebracht hat.
    Und, wenn man an das Buch bzw. den Film „Die Welle“ denkt. Da verwandeln sich Schüler freudestrahlend in Faschisten.

    Manipulierbar sind wir alle. Da müssen wir wirklich aufpassen. Und auch Teile unserer Bruderschaft berauschen sich an der von Menschen ausgeübten Autorität.
    Wie viele Juden, Sinti und Roma, unsere Brüder die sich ggf. lieber haben umbringen lassen als „Heil Hitler“ zu sagen, haben darunter gelitten, dass sich vorher und nachher wieder ganz normale Menschen von einem „Führer“ gebrauchen ließen grausam zu handeln.
    Und, wenn man an Nordkorea denkt, es hat sich nichts geändert.

    Damit verbunden ist für mich der sehr nahe gehende Gedanke:
    Wir alle werden einmal vor Jesus stehen und werden Rechenschaft vor ihm ablegen müssen.
    Und dabei ist es vollkommen unwichtig, ob wir das Paradies erleben dürfen oder ob unsere Lebenszeit durch unseren Tod ihr Ende findet. Am Kern der Sache ändert es wenig:
    Ich werde einmal vor Jesus Christus stehen und er wird zusammen mit mir mein Leben anschauen! Und was wird er da zu sehen bekommen?
    Hebräer 11, 5 im zweiten Teil etwas über Henoch:
    HFA
    „5 Weil Henoch glaubte, musste er nicht sterben. Gott nahm ihn zu sich; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.“

    Es geht mir in diesem Zusammenhang überhaupt nicht um die Person Henoch, sondern um diese Aussage:
    „Gott hatte Gefallen an ihm.“
    Und ich darf mich fragen ob Jehova und Jesus zu mir sagen:

    „Du, ich habe Gefallen an deinem Leben“. Es gefällt mir wie du deinen Glauben auslebst, wie du auf mich hörst…“

    Das sollte Gegenstand unserer Gebete sein.
    Und dir Dennis auch Danke für deine Überlegungen zur 5. These der Predigtdienstberichte zum Thema Vorbereitung auf das WT-Studium usw. und die Zeit die wir dafür investieren.
    Wenn wir die Zeit berichten würden in der wir kranke, alte Glaubensbrüder besuchen, was käme da wohl heraus?

    Liebe Grüße an alle Anna

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    gefunden bei Gebhard:
    E

    Auf einer Tonbandaufnahme eines Vortrages des früheren „Zweigdieners“ oder „Zweigaufsehers“ der Wachtturm Gesellschaft in Deutschland, Konrad Franke, der die Geschichte der Zeugen Jehovas in Deutschland behandelt, erklärte dieser folgendes: Er und andere Zeugen, die mit ihm in der Sporthalle Wilmersdorf in Berlin, wo der Kongreß 1933 stattfand, ankamen, seien schockiert gewesen: Das Gebäude war mit Hakenkreuzfahnen geschmückt, offensichtlich um sich bei den Nazis beliebt zu machen. Dann wurden die Zeugen während des Kongresses aufgefordert, ein Lied zu singen, das sie in Deutschland schon jahrelang nicht mehr gesungen hatten. Gegen den Text des Liedes war nichts einzuwenden, jedoch wurde es zu der Melodie der deutschen Nationalhymne „Deutschland, Deutschland über alles“ gesungen

    Dem fügt Penton als Anhang noch ein wörtliches Zitat aus diesem Franke-Vortrag mit an. Darin äußert Franke:

    … So wurden wir dann noch im letzten Moment für den 25. Juni zu einer besonderen Versammlung nach Preußen, also nach Berlin, eingeladen, in die Tennishallen, zu einer besonderen Versammlung, wo eine Erklärung angenommen werden sollte. Viele konnten schon nicht mehr kommen. Aber ich hatte das Vorrecht, mit Bruder Albert Wandres auf dem Motorrad von Wiesbaden bis Berlin bei strömendem Regen zu fahren. Aber das hat uns nicht viel ausgemacht. Aber wir waren erschüttert, als wir am nächsten Morgen in die Tennishallen kamen und nicht diese Stimmung vorfanden, wie wir sie sonst bei Kongressen vorfinden. Als wir hereinkamen, waren die Hallen mit Hakenkreuzfahnen geschmückt. Aber nicht nur das.

    Als jetzt nun die Versammlung eingeleitet wurde, wurde sie mit einem Lied eingeleitet, was wir jahrelang und überhaupt in Deutschland nie gesungen hatten, wegen seiner Melodie. Der Text war wohl gut, aber die Melodie […] Nun, Musiker, die hier sind, die werden an den Noten sofort erkennen, daß es die Melodie war „Deutschland, Deutschland, über alles“. Könnt ihr euch vorstellen, wie es uns zumute war? Viele konnten nicht mitsingen. Es war gerade, als wenn ihnen die Kehle zugeschnürt wurde. Was hatten wir denn bloß jetzt für eine Führung, die uns in diese Gefahren brachte und in die Gefahr, jetzt unter diesen Umständen zu straucheln, statt uns zu helfen, uns beizustehen, damit wir eine furchtlose Stellung einnahmen? Mögen alle Ältesten, die unter uns sind, aus diesen Beispielen etwas lernen und mögen sie ihre Verantwortung in diesem Zusammenhang in der nahen Zukunft erkennen.
    Zitat Ende

    Das ist die andere Seite von „Standhaft“

  • frei&frank
    Dezember 22, 2011

    Hallo Frank&frei,
    Dein Beitrag ist echt gut. Genauso habe ich vor fast 30 Jahren die WTG erlebt. Man fütterte uns regelrecht mit der guten Botschaft das Harmagedon noch zu unseren Lebzeiten kommen würde und mit „unseren Lebzeiten“ meinte die WTG nicht nur uns damals blutjunge ZJ, sondern alle ZJ egal wie alt sie waren. Die Generation von 1914 war in den 80zigern am Vergehen und nach der damaligen Erklärung für „diese Generation“ mußte Harmagedon schließlich direkt vor der Tür stehen. In den Publikationen allerdings wandte man sich hauptsächlich an die jungen ZJ indem man ihnen vor Augen führte ob es sich noch lohne weltlichen Dingen, wie verbessertet Bildung, sprich Studium usw. nachzujagen, oder ob es im Angesicht der großen Schlacht Gottes, die ja zum Greifen nahe war, nicht besser wäre seine ganze Energie und Zeit in den Endzeitpredigtdienst zu legen. Die WTG schrieb eins ums andere mal daß JETZT die Zeit des Endzeitpredigtdienstes gekommen sei wo noch so viele Menschen wie möglich erreicht werden müßten bevor Harmagedon hereinbricht. Ja man ging sogar soweit in den Publikationen die jungen Menschen soweit zu beeinflussen sich doch zu überlegen ob es noch Sinn mache Kinder in diese verderbte und dem Untergang geweihten Welt zu setzen, wo wir doch quasi schon „morgen“ unsere Kinder in das Königreich Jehovas setzen könnten. Diese damals sehr jungen ZJ sind heute fast 50 oder älter, aber wo blieb Harmagedon? Was ist aus den Jungen Menschen geworden die diesen Lügen glaubten und wirklich auf Bildung, Beruf, ja sogar Kinder verzichtet haben? Aber was mir dann wirklich die Augen geöffnet hat war ein Erlebnis Mitte der 80ziger Jahre. Ich verbrachte mit einer Schwester meinen Urlaub im Predigdienst. Wir klingelten an einem Haus und wurden freundlich hereingebeten. Es waren Angehörige einer anderen Religionsgemeinschaft. Wir hatten ein sehr angeregtes Bibelgespräch und jeder brachte seine Argumente und belegte diese auch anhand der Bibel. Der Familienvater aber sagte diese für mich dann sehr bedeutenden Worte: Er achte jeden anderen Glauben, denn wenn er glauben würde nur er allein hätte die Wahrheit dann wäre er arm dran. Am Ende verabschiedeten wir uns und ich hatte das Gefühl andere Menschen im Glauben gefunden zu haben, doch auch wenn unsere Meinungen in einigen Dingen auseinandergingen, so hatte ich doch das Gefühl am Ende hatten wir alle irgendwie recht, halt jeder von seinem Standpunkt aus gesehen. Und in einigen Dingen unterschieden wir uns nur im Namen der Religionsgemeinschaft der wir angehörten. Es gab dann noch andere Ereignisse wo ich mich fragte wenn das wirklich das reine und wahrhaftige Volk Jehovas ist dann dürfte so einiges unter ihnen nicht passieren. Aber man erklärte mir dies damit das wir alle ja nur unvollkommene Mensche seien und ich meinen Glauben doch daran nicht festmachen dürfe. Auf der anderen Seite aber wurden uns in vielen Publikationen der WTG Mitglieder anderer Glaubensgemeinschaften immer wieder vorgeführt und betont: An ihren Werken werdet ihr sie erkennen. Es wurde uns eingetrichtert daß wir die falsche Religion auch an den Taten ihrer Mitglieder erkennen können. Bei Verfehlungen der ZJ, die zwar keinen Ausschluß nach sich zogen, beschwichtigte man aber immer, daß wir doch nur unvollkommene Menschen seien. O.K. das könnte ich akzeptieren, aber dann muß daß doch auch für andere gelten. Und wie kann ein treuer und verständige Sklave Jehovas falsche Prophezeiungen verbreiten und damit das Volk Jehovas füttern? Und das haben sie getan. Aber das schlimme ist sie tun es noch heute. Heute wird den ZJ das gleiche erzählt wie uns damals. Das Ende kommt „bald“. Nur das dieses „bald“ für die WTG nun schon über 100 Jahre dauert. Wie viele Generationen der ZJ sind schon vergangen, alle in dem Glauben und dem Bestärken der WTG das Ende kommt noch zu ihren Lebzeiten und diese Hoffnung wurde seit über hundert Jahren von der WTG gechürt. Wie könnte sich ein falscher Prophet eigentlich besser entlarven? Wir wissen was die Bibel falsche Propheten sagt. Die Prohhezeiungen der WTG hat sich seit über Jahren nicht erfüllt. Also wer hat sich hier eindeutig als falscher Prophet und als blinder Führer von Blinden erwiesen?!

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber frei & frank,
    wie ich sehe sind wir ungeführ in der selben eneration und haben die gleichen Erfahrungen gemacht. Ich habe in jungen Jahren viele Zeugen gekannt, die im KZ einsaßen.
    Ihr Glauben hat mich geprägt, mich niemals in die vordere Reiehe zu begegen, immer bescheiden zu bleiben, so wie der Preusse von dem es heoitß: wer je auf Preussens Fahne schwört, hat nichts mehr was ihm selbst gehört.
    Ja, ich habe gedient, wo immer möglich, wann immer nötig udn wurde doch immer wieder von den Ältesten geprügelt, weil ich anders war als sie, weil sie auch meinen Erfolg mir nicht gönnten,
    Ich habe zig Ältesten-Schulungen mitgemacht und was stelle ich fest: Das Herz der meisten ist nicht erreicht worden. Die stiefeln auf den Schulungen wie die Direktoren umher so ganz auf Bruder Wichtig, wobei die, die sie führen, sie doch nur als Werkzeuge betrachten.
    Die Größe im Dienen, liegt in der Bescheidenheit, denn die braucht keine PR. Und manchen ist da zu wenig, die brauchen großen Bahnhof und möglichst alte Schwestern, die in Trämnen ausbrechen, wenn diese Männer auf der Bühen stehen, in Tränen der Rührung.
    Und hinter ihnen geht die Versammlung in den Niedergang. 110 Verkündiger und 60 regelmäßig da – das sagt alles über den „Segen“

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Hallo frei&frank,

    herzlich willkommen hier bei BI!

    In Zukunft muss man aufpassen, wann man wen anspricht, Frank&Frei oder frei%frank 🙂

    Das was du in deinem Kommentar beschrieben hast ist natürlich völlig richtig und zutreffend. Die Erfüllung von Matth. 24:4,5; Mar. 13:5,6; Luk. 21:8 spielt sich für alle sichtbar ab und es steht wohl außer Frage wer die mit Abstand größte Religionsorgan. ist, die seit 130 Jahren verkündet das „Ende der Welt“ (Harmagedon) steht „unmittelbar“ bevor oder „jetzt ist die Zeit für Jesu Gegenwart“ aber nur „unsichtbar“, man muss es halt einfach mit „dem geistigen Auge sehen“ (vgl. Matth. 24:23-28).

    Von den konkreten Daten 1799, 1874, 1878, 1914, 1925, 1975 mal ganz abgesehen, an denen durch „göttliche Offenbarung“ im „Wort Gottes bestätigt“ und „ohne jeden Zweifel“ dies oder das geschehen sollte.

    Die Evangelien beschreiben z.T. recht unterschiedlich die „Zeit des Endes“ von dem Jesus spricht, z.B. wird nur in Matth. von einer „Parousia“ gesprochen, Markus und Lukas sprechen nur von den „Zeichen der Dinge“ oder „Abschluss der Dinge“. Auch das Gleichnis vom „Sklaven“ wird in Markus 13:34,35 völlig anders beschrieben als in Matth. 24:45-51.

    Doch alle haben sie eines gemeinsam, die Warnung vor den „falschen Propheten“, die Nachfolger Christi „irreführen“.

    LG
    Dennis

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Frei & Frank,
    herzlichen Dank für die Schilderung deiner Erlebnisse. Eurem Schreibstil nach zu urteilen sind Frank und Frei nicht dieselben Brüder wie Frei und Frank, alles nicht so einfach 🙂
    Das mit dem Werk der Dringlichkeit seit Jahrzehnten. Ich denke viele Brüder sind davon geprägt. Und es haben wirklcih viele auf Entfaltung im Beruf, Kinder, Hobbies usw. verzichtet. Manche ja auch auf einen Ehepartner „im Herrn“. Und sind heute allein, frustriert weil sie sich das alles ganz anders ausgemalt haben. Trotzdem ist und bleibt es doch die Wahrheit. Wir leben in einer ganz besonderen Zeit. Und wenn man mit Verstand hinhört merkt man schon, dass es mit dieser unserer Welt traurig aussieht. Nur, durch das Leistungsevenagelium werden wir die Menschen nicht retten. Wozu bitte hat Jehova seine Engel, die die Menschen finden, die die gute Botschaft annehmen werden. Wir müssen nichts weiter als uns zur Verfügung stellen. Nur der eine mehr weil ihm das liegt und der andere halt gemessen an seinen Fähigkeiten bringt das Seine zum Nutzen aller Diener Jehovas woanders ein. Und, Ulli hat das so schön rausgearbeitet, ich möchte auch gerne ein Soldat des Christus sein mit der geistigen Waffenrüstung. Das ist es was uns inneren Frieden gibt.

    Ich habe mich in der letzen Zusammenkunft mit einer über 90jährigen Schwester unterhalten. Sie ist, wenn möglich immer da und hat wirklich ALLES dabei, Predigtdienstschulbuch, Unterredungsbuch, Königreichsdienst, Bibel natürlich eh und Liederbuch. Sie hat mir fast mit Tränen in den Augen gesagt: „Das mindeste, was ich jetzt noch tun kann ist wenigstens dabei sein, weil das Ende muss doch jetzt bald kommen“. Und sie hat mir gesagt, dass sie sich über meine Kommentare oder Demos freut.
    Das macht micht doch sehr traurig. Weil, was soll ich machen, ich liebe solche meiner Brüder und denke, momentan darf ich sie nicht im Stich lassen. Die innere Zerissenheit zwischen Schweigen und Reden und die leider falschen Auslegungen seitens der Organisation offenzulegen, diese bleiben. Diese liebe Schwester ist auch oft allein weil sie nicht so oft besucht wird…
    Deswegen sollten wir, die wir noch in den Versammlungen sind, auch nicht unsere alten und kranken Brüder vergessen. Einfach mal anrufen, besuchen, in den Zusammenkünften mit ihnen reden. Eingeladen wollen sie oft nicht mehr werden weil ihnen das einfach zu anstrengend ist. Nur, man könnte auch mit einer Thermoskanne Tee/Kaffee und Kuchen oder belegten Brötchen oder was auch immer, mal vorbeischauen. Das ist auch heiliger Dienst – nämlich der gemäß unserer Vernunft – ganz ohne Berichtszettel!
    Ich meine es ist für mich noch Zeit mich mit meinem Schöpfer auszutauschen, die so schön leuchtenden Sterne anzuschauen und Danke zu sagen.

    Eine schöne gute Nacht bzw. einen guten Morgen wünscht herzlich Anna (morgen wohl eher nicht aus der Sonne, na mal sehnen…) Wobei wenn man in der Arbeit ist, naja, allerdings: bei mir singen jetzt die Vögel wieder in der Früh, hat ja auch was)

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Zum Militärdienst habe ich noch diese Zitate gefunden:

    Jehovas Zeugen erfüllen ihre militärischen Pflichten
    Erklärung der „Vereinigung Jehovas Zeugen der Schweiz“, Bern, 5. September 1943:

    „… Hunderte unserer Mitglieder und
    Glaubensfreunde haben ihre militärischen
    Pflichten erfüllt und erfüllen sie auch weiterhin.
    Wir haben uns nie angemaßt und werden und
    nie anmaßen, in dieser militärischen
    Pflichterfüllung eine Zuwiderhandlung gegen
    die Grundsätze und Bestrebungen der
    Vereinigung Jehovas Zeugen… zu erblicken.
    Wir bitten alle unsere Mitglieder… alles zu
    vermeiden, was… als Aufforderung zum
    Ungehorsam gegen militärische Vorschriften
    missdeutet werden könnte.“

    Wachtturm, Februar 1915:

    „Wir würden uns freuen, die genauen
    Adressen aller zum Militär einberufenen Brüder
    zu erhalten…“

    Wachtturm, Juni 1915:

    „Herzlichen Dank für … den schönen Brief „An
    die Brüder im Felde“. Es war dies für mich ein
    besonderer Trost, da ich mich in der letzten
    Zeit sehr verlassen fühlte.“

    Wachtturm, Juli 1915:

    Seitdem so viele unserer Brüder zum
    Militärdienst eingezogen worden sind (über
    200 an der Zahl), haben es wir es nicht
    unterlassen, soweit es in unseren schwachen
    Kräften stand, die lieben Brüder durch
    besondere Briefe und Druckschriften zu
    ermuntern… . Wir erhielten bereits eine Menge
    Briefe und Karten.“

    Wachtturm, September 1915:

    „Neben herzlichen Grüßen der vielen Brüder im Felde möchten wir… die Nachricht zukommen lassen, dass… Bruder Max Nitzsche
    aus Reichenbach, Vogtland, am 15. Juli bei einem Sturmangriff in Russland gefallen ist.“

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    guten Tag,
    den Kommentar habe ich mit großer Verwunderung gelesen, zwischendurch kam mir (wieder einmal!) der typische Wachtturm-Gedanke, ob es sich dabei um einen Abtrünnigen handeln könnte, der Glaubensbrüder schlecht machen möchte. Bitte verzeih`mir diesen Gedanken! Ich hatte schon mehrere, wirklich gute, gerade und offene Kommentare von dir gelesen und kann mir das auch nicht vorstellen. (Aber du siehst, wie tief dieser Kontrollzwang der Organisation schon bei mir Wurzeln geschlagen hat.)Gerade der Punkt mit der Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts unterstreicht meines Erachtens jedoch die Vorgehensweise in anderen Ländern. Während dem einzelnen „kleinen“ Zeugen erklärt wird, es sei unbiblisch, miteinander vor Gericht zu gehen, streitet die Organisation um Vorrechte von einem Staat, dessen Vernichtung an jedem Wochenende verkündigt wird. So oft habe ich nachgefragt, wie es sich erklären lässt, dass wir Kirchen als Babylon die Große bezeichnen, weil sie mit der Politik Händchen halten und mehr und dann kommt die Organisation daher und möchte ebenfalls „Liebhaber“ spielen. Das irritiert. Einmal (!) erhielt ich denn eine Antwort, man habe Vorteile beim Verbreiten der Literatur und beim Erwerb von Grundstücken. Als Moses Jehova fragte, womit er das ganze Volk ernähren möchte, ob man alle Herden schlachten würde (materielle Sicherheit einsetzen würde), antwortete Jehova ihm mit einer Gegenfrage: „Ist der Arm Jehovas zu kurz?“ Das sollte uns dringend lehren, unser Vertrauen allein auf IHN zu setzen und nicht auf eine Herde Rindviecher. Aus diesem Grund habe ich mich deutlich geäußert, dass ich dagegen bin, JZ die Körperschaftsrechte zu verleihen. Man bescheinigt ihnen die Einhaltung besonderer Rechtstreue (Urteil VG Mainz vom 26. 01.2012), jeder weiß, was das bedeutet! Da kann es nicht lange dauern, bis der eine oder andere Zeuge auf offizielle Anerkennung als Mitglied klagt, obwohl er/sie deutlich unbiblische Handlungen begeht. Wessen Arm soll diese Organisation retten, wenn sie den Arm Jehovas als zu kurz betrachten?
    Ich muss noch sehr viel lernen und ich danke euch für die offenen Informationen. Schweigen sollen die Toten! Ich preise Gott, dass er die verborgenen Dinge ans Licht bringt. Und wieder einmal bin ich getröstet, dass es keine Fehlerhaftigkeit von mir ist, immer und immer wieder zu fragen, auch wenn ich nur eine kleine Schwester bin, das schwarze Schaf der Familie.
    Danke auch dir.
    Besonders liebe Grüße
    Eddi

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Trost…alleine schon dieses Wort schenkt Wärme und Licht…schade das so selten darauf eingangen wird…

    Darum möchte ich mit zwei kleinen Gedichten dazu beitragen, weiter darüber nachzudenken, das wir nie alleine sind:

    An deiner Vaterhand

    Wohin sollten wir uns wenden
    wenn das Leid uns übermannt?
    Die wahre Hilfe wir nur fänden,
    an Deiner starken Vaterhand!

    Wenn Sorgen uns schwer niederdrücken,
    die Angst hoch wächst wie eine Wand.
    Gehen wir getrost mit geradem Rücken,
    an Deiner starken Vaterhand!

    Wenn liebe Menschen uns verlassen
    und andere kalt sich abgewandt.
    So können neuen Mut wir fassen,
    an Deiner starken Vaterhand!

    In Gnade und Barmherzigkeit,
    hast Du uns Deinen Sohn gesandt.
    Wir wandern in die Ewigkeit,
    an Deiner starken Vaterhand!

    Johannes Kandel

    Und:

    Du bist bei mir

    Du bist bei mir, in der Einsamkeit der Nacht,
    im Morgenrot, wenn der Tag erwacht.

    Du bist bei mir, wenn das Weinen mich bedrängt,
    wenn ein Wort mich tief gekränkt.

    Du bist bei mir, wenn die Sehnsucht mich zerfrisst,
    wenn Dein Kind so ferne von Dir ist.

    Du bist bei mir, in dem Grauen meiner Not,
    wenn mein Leben läuft aus Deinem Lot.

    Du bist bei mir, in dem Chaos dieser Welt,
    in der Traurigkeit, die mich befällt.

    Du bist bei mir, wie Dein Wort es mir verspricht,
    in Deiner Treue, die niemals zerbricht.

    Du bleibst bei mir, und verlässt mich nicht,
    aus Finsternis da machst Du Licht.

    Du bleibst bei mir, und veränderst mich,
    machst alles neu, mein Gott ich liebe Dich.

    Manfred Reich

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Liebe Ulli,

    vielen Dank für die Gedichte!

    Das 2. gefällt mir besonders gut.

    LG
    Dennis

  • Eddi
    Dezember 22, 2011

    Danke Uli,
    das geht sehr tief.
    In Liebe
    Eddi

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Liebe Ulli,

    vielen herzlichen Dank für die Gedichte. Ich darf mich Dennis anschließen, das 2. berührt mich sehr. Es ist so schön sich an der Hand unseres Vaters Jehova geborgen zu fühlen.

    Liebe Grüße Anna

  • RITA
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Bob

    Ganz genau ist das,!!! so wie du schreibst.Traurig aber war.

    Herzliche Grüße!

  • edelmuth
    Dezember 22, 2011

    Hallo Matthäus

    Meinen Respekt. Deine Beiträge vom 24.12.2011 finde ich sehr gut und bedenkenswert.

    Ede

  • edelmuth
    Dezember 22, 2011

    Hallo Matthäus

    Meinen Respekt. Deine Beiträge vom 14.12.2011 finde ich sehr gut und bedenkenswert.

    Ede

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Danke für Dein Lob lieber Edelmuth, den Kommentar vom 14.12. den
    du angesprochen hast, habe ich nicht gefunden!

    lg. Matthäus

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    edelmut, dass müßte der Beitrag vom 24.12.sein, den du von Matthäus zitierst. du hast dich lediglich um 10 Tage vertan, indem du den 14.12. genannt hast

  • Akazienholz
    Dezember 22, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    Dieser Aufsatz ist wieder ein sehr klarer mit Nüchternheit ausgedrückte Definition unserer Situation. Immer wieder beschäftigt es die relativ wenigen aktiven Kommentarschreiber auf Bruderinfo, wie kann ich dieses Wissen der Offenlegung von Tatsachen und Wirklichkeiten innerhalb der strukturellen Umfassung unseres Glaubens, denen ans Herz bringen die mit uns gemeinsam den gleichen Gott anbeten, doch in einem Zustand sich befinden wo der leiseste gesäte Zweifel die sofortige Reaktion hervorbringt, das alles was vom Sklaven kommt doch als vom heiligen Geist geleitet zu sehen ist und somit vollkommen richtig ist???

    Ich glaube das beschäftigt hier jeden sehr.

    Ich kann nur für meine Empfindungen sprechen. So wäre ich zum Beispiel sehr dankbar dafür wenn, eine Art Liste aufgestellt werden würde, wo in den letzten 100 Jahren sich Lehren geändert haben und dann wiederum neu im „neuen Licht“ anders herum erklärt wurden.
    Natürlich müsste diese Liste auch die dementsprechenden literarischen Quellenangaben der Gesellschaft enthalten.

    Nur ein Beispiel, Bewohner von Sodom und Gomorra,
    Auferstehungshoffnung: — JA — Quellenangabe
    Auferstehungshoffnung: –NEIN – Quellenangabe usw.

    Oder Bemerkungen wie: Das nur die Gesetze eines Landes daran uns hintern Abtrünnige zu töten, was der Lehre von Christus total widerspricht. –Quellenangebe–

    Es geht darum um Widersprüchlichkeiten in kurzer Form in den Händen zu halten, um so dem Anspruch einer im absoluten Sinn vom –Heiligen Geist– geleiteten Organisation entgegenzuwirken. Wir wollen klar herausstellen es ist nicht alles falsch, aber es kann auch unmöglich alles richtig sein.

    Diejenigen die heute die LK bilden, kann man unmöglich für dieses –WIRRWARR- der letzten 100 Jahre verantwortlich machen und es Ihnen vorwerfen. Dafür sind wohl die allgemein biologischen Altersbegrenzungen zu berücksichtigen, was vor 50 Jahren einmal geschrieben wurde und als Lehre aufgestellt wurde, dafür sind diejenigen in der heutigen LK nicht verantwortlich zu machen, weil sie da noch gar keinen Einfluss haben konnten.

    Doch vorwerfen kann man zum Beispiel das der juristische Begriff einer —Körperschaft—, durch ständiges wiederholen dieses Begriffes in die Zeit des Urchristentums (siehe aktueller Artikel – „Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich“) transportiert werden soll.
    Das darf nicht sein. Dieser Begriff einer –KÖRPERSCHAFT–, in unseren Tagen ist ein Begriff für formal juristische Angelegenheiten, so hat er mit Sicherheit, in einer bürokratisch zersetzten Welt, seine Berechtigung. Doch diese Begriffsdeutung unterschwellig in Zeit der ersten Christen zu befördern und dies als Behauptung zuzulassen, würde im Umkehrschluss bedeuten dass in der Weltzentrale der Zeugen Jehovas, dann die Apostel der Neuzeit sitzen.

    Die Apostel Jesu waren aber mit Gaben der Wunderheilung ausgestattet und ich bezweifle das dies im soeben geschilderten Blickwinkel, der Fall ist.

    Fazit: Körperschaft ist nicht gleichzusetzen mit Apostel und Apostel nicht mit Körperschaft!!

    Allein der aktuelle Artikel in unseren Buch, „Legt gründlich Zeugnis ab, …“ ,zeigt eine enorm erhöhte Konzentration des Begriffes „Leitende Körperschaft“.

    In diesem Artikel wird erklärt, das die LK jeden Mittwoch zusammenkommt um notwendige administrative Arbeiten zu planen, nach unserem Verständnis bildet sie dabei das Herz von dem die Impulse ausgehen. Da wir ja auch, dies ist biblisch belegt, mit einem Körper verglichen werden, hat jedes Organ seine berechtigten Platz und seine Aufgabe zu erfüllen. Der kleine rechte Zehe ist dabei am weitesten entfernt von diesem Herz, doch in dem Moment wo dieses Herz schlägt, erfährt es den selben Impuls und nicht erst Monate später.

    Dieser Impuls findet nicht hinter einer verschlossenen Tür statt, dieser Impuls ist offen und wird nicht behindert, wäre eine Behinderung der Fall würde der — kleine Zehe — absterben.

    Welcher Körper der lebt, und gesund sein möchte, behindert sich auf solche Art wohl selber ?

    Sicherlich das Blut was im Herzen befördert wird kommt nicht zeitgleich beim kleinen Zehe an, doch dieses Blut transportiert ALLE Informationen des Herzens. Auch die Informationen die nicht unbedingt zu den erbaulichsten gehören.

    Setzen wir diesen Vergleich eines Körpers (-Körper-schaft-) um, so müssen wir feststellen das, dies alles andere ist als ein Körper der in 1: Korinther 12:12-26 beschrieben ist.

    Da die leitende Körperschaft nun mal aus Personen besteht die in gleicher Weise diesen Erdball betreten haben wie 7 Mrd. anderer auch, sind sie nichts weiter als Personen unter vielen Gleichen. In wie weit da das spirituelle Bewusstsein eine Rolle spielt vermag ich nicht zu beurteilen. Interessant wäre zu wissen, welcher Herkunft sie entstammen, welche Berufe sie haben, ob sie studiert sind usw. Wie viel von Ihnen z. B amerikanische Staatsbürger sind, was ja im Umkehrschluss bedeuten würde, dass Jehova nur Personen einer bestimmten Nation als seinen Vertreter des Sklaven zulassen würde.

    Meine Überzeugung ist, das ich uneingeschränkt auf Gott vertrauen darf und auf sein Wort, uneingeschränkt auf Jesus, uneingeschränkt auf den Heiligen Geist, doch niemals uneingeschränkt auf den Mensch. Diese Überzeugung bringe ich hiermit zum Ausdruck und bringe Sie auch dosiert zum Ausdruck meinen Brüdern und Schwestern gegenüber, die sich in einer gewissen Ängstlichkeit und Unbefangenheit bewegen.

    Ich denke dass solch eine Vorgehensweise, wohl dosiert doch konsequent auf die Dauer Erfolg haben wird.

    Tue ich es nicht mit diesem Wissen, werde ich es wohl zu verantworten haben.

    Wobei dieser Satz hier nicht als eine unterschwellige Angstmacherei zu verstehen ist, weil diesem Zwang ich mich als Person nur selbst aussetzen kann.

    Noch ein Wort zu @Caleb

    Liebe(r) Caleb,

    Du bist wirklich neugierig, doch ich werde Dir eine Antwort nicht schuldig bleiben.

    Ich habe zu meiner lieben Frau gesagt ein –Halbes Jahr– !!!
    Da Du sicherlich weißt das ich als Ehemann, verantwortlich bin welche geistige Nahrung in unsere Köpfen Platz finden soll, habe ich mich entschieden die Seiten von Bruderinfo wieder intensiver zu studieren und nun auch wieder gelegentlich Kommentare zuschreiben, zu Themen die mich berühren und wo ich gern ein eigenes persönliches Statement abgeben möchte. Meine Frau ist klug genug um zu ahnen dass ich, wieder diese Seite des Öfteren anklicke, doch ich habe es Ihr explizit noch nicht gesagt. Ich fühle mich dabei nicht ganz wohl, doch es wird der Tag kommen, wo sie es erfahren wird. Doch unsere Liebe zu Gott und unsere Liebe zueinander und die Liebe zur Wahrheit übersteht das.

    Viele meiner Glaubensbrüder in meiner erreichbaren Nähe haben größere Probleme. Das beschäftigt mich sehr. Ich denke sehr viel nach und bin trotz aller Niederschmetterungen die ich selbst und im Umfeld meiner Glaubensbrüder erlebe ein sehr glücklicher Mensch.

    Denn allein die Gnade hier zu sitzen und in diesem Augenblick diese Tasten zu drücken ist eine Auszeichnung dass ich dies TUN darf.
    TUN heißt nichts weiter als (T)ag (U)nd (N)acht.

    Rückwärts gelesen heißt es: (N)icht (U)nötig (T)rödeln

    Ich hoffe damit Deine Neugier befriedigt zu haben. (Dabei lächle ich, wenn ich diesen Satz mit der Neugier schreibe.)

    Am Ende so hoffe ich noch ein Gedicht was vielen gefällt.
    Mit den besten Grüßen und SEGNUNGEN.

    Wer will mir denn verbieten,…..?

    Wer will mir denn verbieten, auch mal rückwärts zu gehen?
    Wer will mir denn verbieten, die Leinwand auch mal von hinten an zusehen?
    Wer will mir denn verbieten, alle Dinge um mich herum zu verstehen?
    Wer will mir denn verbieten, auch mal unterzutauchen?
    Und wer will mir denn verbieten, meinen Geist zu gebrauchen?

    Keiner kann es mir verbieten,
    wenn ich werde dabei vom Gutem angetrieben.
    Es sind doch nur Unwissende die verbieten,
    die Ideen guter Geister, um diese abzuschieben.

    =============================================================
    Danke, wir sind froh, das du hier wieder bei uns bist.
    l.G.
    Bruderinfo

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Lieber Akazie!

    Zu dieser Feststellung von dir muß ich eine Erwiderung abgeben:

    >>Dafür sind wohl die allgemein biologischen Altersbegrenzungen zu berücksichtigen, was vor 50 Jahren einmal geschrieben wurde und als Lehre aufgestellt wurde, dafür sind diejenigen in der heutigen LK nicht verantwortlich zu machen, weil sie da noch gar keinen Einfluss haben konnten.<<

    Natürlich kann niemand für Sünden (Verkehrtheiten) anderer die Verantwortung tragen, wenngleich es beim alten Israel auch eine kollektive Verantwortung gab.

    Die Verantwortung tragen die heutigen Glieder der LK jedoch schon wenn sie uns einreden wollen daß Russel, Rutherford jene Sklaven Gottes waren die ER gebrauchte. Warum will man diese Lehre bis heute aufrecht erhalten, nicht nur das sie wird UNS EINGETRICHTERT um letztlich selbst als dieser von Gott gebrauchte Sklave gesehen und akzeptiert zu werden!

    Ich kopiere hier einen Ausschnitt der Literatur hier herein und nach frage dich – ist das ehrlich, ist das WAHRHEIT, sind das BELEGE das Jehova diese Männer mit seinem Geist versorgt hatte? Ja schlimmer sie lehrten LÜGEN, falsche Prophezeiungen und diese werden
    HEUTE noch als EPOCHEMACHENDE Botschaften bezeichnet.

    Wie schreibt man über ANDERE Kirchen wenn sie FALSCHES redeten wenn ihre Lehre sich eindeutig als VERKEHRT herausstellte? Du kennst zur genüge die Aussagen wie man von Kongressen oder in der Literatur auch mittels Karikaturen „herunterschmetterte“.

    Nun das Zitat:
    In dem Buch Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht wird auf Seite 350 gesagt:
    „Es ging um die Frage: Hat er die Speise – und zwar gute Speise – zur rechten Zeit ausgeteilt? Das war es, wonach der zurückgekehrte Herr den Sklaven beurteilen mußte …

    Bis zum Jahre 1919 u.Z. waren diese Christen bestrebt gewesen, dem ‘Haushalt des Glaubens’ oder den ‘Hausknechten’ des Herrn ‘Speise zur rechten Zeit’ zu geben … es mußte auch auf die Qualität der Speise geachtet werden. Die Gruppe der gehaßten, verfolgten Christen, die stets bemüht waren, treue Sklaven Jesu Christi zu sein, bestand diese Prüfung.“

    So bestand auf der ganzen Erde NACH EIGENER DARSTELLUNG nur der Wachtturm die Prüfung, die richtige Art Speise gereicht oder die richtigen Dinge gelehrt zu haben. Was lehrte der Wachtturm nun, das zu seiner Ernennung als „treuem und verständigem Sklaven“ führte? Wir wollen uns dazu das Buch Das vollendete Geheimnis (aus dem Jahre 1917; vollständige deutsche Ausgabe 1922) ansehen, das der Wachtturm in dem Buch Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe auf Seite 165 als „eindrucksvollen Kommentar zur Offenbarung“ bezeichnet:

    Seiten 104-107: Du wirst den Leviathan (die Lokomotive) mit einem Haken (automatische Kupplung) ausdehnen, verlängern, oder mit einer Schlinge (Kuppelbolzen), mit der du seine Zunge (Kuppelverbindung) sich senken lassen wirst.

    Seite 306: Offenbarung 14:20 „Tausend sechshundert Stadien weit (In der sinaitischen Handschrift „tausend zwei hundert Stadien“)“ werden definiert als kürzeste Entfernung von der Weinkelter des Herrn, d.h. die Entfernung von Scranton, PA nach Brooklyn, NY über die Hoboken-Fähre.

    Ausgabe 1918, Seite 258: „Selbst die Republiken werden im Herbst 1920 verschwinden (deutsch: werden nicht zu bestehen vermögen in diesem großen Erdbeben) … Alle Königreiche der Erde werden untergehen [und in Anarchie vergehen] … Die drei Tage, während welcher Pharaos Heerscharen das Volk Israel in die Wüste verfolgten, stellen die drei Jahre von 1917 bis 1920 dar (deutsch: dürften die drei Jahre darstellen), während welcher Zeit alle Boten Pharaos (Diener Satans) im Meere der Anarchie schließlich untergehen … Und im Jahre 1918 (und nach dem Jahre 1918), wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen vernichtet … sich freuen werden über das Erbe der Verwüstung, das nach 1918 über die Christenheit kommen wird, so wird Gott mit der erfolgreichen revolutionären Bewegung verfahren: sie wird gänzlich vernichtet werden, „insgesamt.“ Keine einzige Spur von ihr soll die Verwüstungen der weltenweiten, allumfassenden Anarchie im Herbst 1920…“
    Es ist interessant, daß der Wachtturm über sie in jener Zeit (1914-1919) sagt, ihre Treue und geistige Weisheit im Dienste des Herrn seien ausschlaggebend dafür, daß sie wert erachtet würden, über alle irdischen Belange ihres Herrn gesetzt zu werden. Wachtturm 15. März 1978, Seite 187.

    Wenn man die oben zitierten Abschnitte aus dem Buch Das vollendete Geheimnis liest – und dies sind nur ein paar, die man anführen könnte -, glaubt da jemand, sie würden in irgendeiner Weise geistige Weisheit oder Verständigkeit verraten? Im Jahre 1918 hielt J. F. Rutherford eine Ansprache mit dem Titel Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben. Diese Ansprache wurde auch als Broschüre herausgegeben. Der Wachtturm nannte diese Ansprache eine epochemachende biblische Ansprache und eine erstaunliche Rede Wachtturm, 1. November 1979, Seite 26. Was hat diese exaltierte Deklarierung verursacht? Wir wollen uns Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben einmal ansehen, hier die Seite 88:

    Auf das zuvor dargelegte Argument gestützt, dass also die alte Ordnung der Dinge, die alte Welt, zu Ende geht und daher verschwindet, und dass die neue Ordnung hereinbricht, und dass das Jahr 1925 die Auferweckung der treuen Ueberwinder des alten Bundes und den Beginn der Wiederherstellung markiert, ist es vernünftig zu schliessen, dass Millionen jetzt auf Erden lebender Menschen im Jahre 1925 noch auf Erden sein werden. Sodann auf die Verheissungen, die in dem Worte Gottes niedergelegt sind, gestützt, müssen wir zu dem positiven und unbestreitbaren Schluss kommen, dass Millionen jetzt Lebender nie sterben werden.
    In dem Buch Die Offenbarung… Höhepunkt ist nahe! wird auf Seite 164 über die Zeit von 1914 bis 1919 gesagt:

    Daß sie durch zwei Zeugen versinnbildlicht wurden, ist für uns eine Bestätigung, daß ihre Botschaft der Wahrheit entsprach und gut begründet war.

    Vergleichen wir dies mit dem bisher Gesagten: diese Aussage muß von jemandem verfaßt worden sein, der keine Ahnung von dem hatte, was der Wachtturm in der fraglichen Periode gesagt hatte. Tatsächlich war ihre Botschaft alles andere als „gut begründet“.

    Du hast in deinem Kommtar auch die MEHRFACH widersprüchliche Lehre der Menschen von Sodom erwähnt – 5 mal jeweils ins Gegenteil verkehrt ob sie auferstehen oder nicht.

    Wenn du mir auf meine eMail zeugejesus@gmail.com schreibst dann kann ich dir gerne alle Quellen dazu schicken, weiters kann ich dir die Sammlung eines unbekannten Bruders schicken der sich eine IRRE Mühe gemacht hat die Zitate aus der Literatur mit Original Umschlag zu kopieren und über Dutzende Seiten gegenüberzustellen u.a. auch deine gewünschte WT Ausgabe über die Abtrünnigen.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Was ich noch hinzufügen möchte von diesen Sammlungen, dieser Bruder hat zu folgenden Themen ein umfangreiches Nachschlagewerk zusammengestellt:

    Der Umgang mit „der Wahrheit“

    Die Prophezeiungen – u.a. auch ein weltliches Zitat das ZJ die absoluten Meister in falschen Prophezeiungen sind. *

    Die Bewußtseinskontrolle – oder anders formuliert wie man Gehirnwäsche betreibt.

    Die UNO – was hier im Laufe von Jahrzehnten in der Litertur geschrieben wurde wird dich überraschen. Oder anders gesagt: Suche heute in der WT Library unter wildes Tier oder jene Verse der Offenbarung die auf das wilde Tier hinweisen (soll ja die UNO sein) du wirst in der aktuellen Libray wenig bis gar nichts finden.

    Der Kindesmißbrauch – wie man sich über die Kirchen ausläßt und wie Zeitungskommentare in aller Welt Fakten bei den ZJ dokumentiert.

    Das sind 5 Dateien mit jeweils um die 50 Seiten mit wertvollen Original Zitaten aus der Literatur.

    * …ich habe es schon mehrfach geschrieben – dazu bitte Hes. 13:1-8 lesen und dann in der Literatur eine Erklärung suchen – warum findest du keine? Deine Antwort würde ich gerne von Dir erfahren.

    Liebe Grüße
    Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Hat die LK oder der trvSk. Speise zur rechten Zeit ausgeteilt?

    Jeder kann sich selbst ein Bild davon machen:

    Quellen für Beispiele der „geistigen Speise zur rechten Zeit“

    Heute können sich nur noch wenige an die dramatischen Ereignisse von 1914 erinnern. Wird diese ältere Generation vergehen, bevor Gott die Erde vor dem Ruin rettet? Nein, gemäss der biblischen Prophetie nicht. (w92 1.5. 3)

    Wie Jesus auch zu erkennen gab, sollte dieses kombinierte Zeichen zu Lebzeiten jener Generation vollständig in Erscheinung treten, die dessen Anfänge 1914 gesehen hätte. (g93 22.3. 11)

    Sollten wir aufgrund dieses Studiums annehmen, dass im Herbst 1975 die Schlacht von Harmagedon vorüber sein und die lang ersehnte Tausendjahrherrschaft Christi beginnen wird? Vielleicht … Der Unterschied mag höchstens einige Wochen oder Monate, keinesfalls Jahre ausmachen. (w68 15.11. 691)

    Wenn du ein junger Mensch bist, so musst du dir auch über die Tatsache im klaren sein, dass du in diesem gegenwärtigen System der Dinge nie alt werden wirst. (g69 22.8. 15)

    Ja, das Ende dieses Systems ist so nahe! Ist das kein Grund, unsere Tätigkeit zu vermehren? … Wir hören Berichte von Brüdern, die ihre Häuser und Eigentum verkauft
    haben und planen, den Rest ihrer Tage in diesem alten System im Pionierdienst zu verbringen. Das ist sicherlich eine gute Art und Weise, die verbleibende Zeit zu verbringen, bevor dieses
    böse System endet. (km 5/74, engl.)

    Die Frauen machen Affen oder Drahtpuppen aus den Männern. … Die Männer nehmen den Hut ab, wenn sie einen Personenaufzug betreten, wo eine Frau zugegen ist; und von diesen Manieren heisst es, sie seien Bezeugungen der Ehrerbietung und zeigten, dass man ein
    Gentleman sei. Die Sache ist aber fein angelegt, und die wahre Bedeutung ist weit verschieden von der allgemeinen Auffassung. Es ist eine List Satans, die Menschen von Gott und seiner
    festgelegten Regel über die richtige Stellung von Mann und Weib wegzuwenden. Der Herr hat erklärt, dass Weichlinge das Königreich der Himmel nicht ererben werden (1. Korinther 6:9). Das beweist, dass die Forderung oder der Brauch, den Frauen Huldigungen darzubringen, nicht von Gott, sondern vom grossen Feinde Gottes kommt. (Rechtfertigung, Band 1, 1931, S. 154)

    Da andere Schriftstellen der Tatsache bestimmt Ausdruck geben, dass eine Auferstehung Abrahams, Isaaks, Jakobs und anderer Treuen des alten Bundes stattfinden wird, und dass
    diese die erste Gunsterweisung empfangen werden, können wir erwarten, im Jahr 1925 Zeuge zu sein von der Rückkehr dieser treuen Männer Israels aus dem Zustand des Todes; indem sie auferweckt und zur vollkommenen Menschlichkeit wiederhergestellt sein werden.

    (Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben, 1920, S. 79, 80)

    Das Jahr 1925 ist sogar noch schärfer von der Schrift gekennzeichnet, weil es festgelegt ist durch das Gesetz, welches Gott dem Volke Israel gab. (w23 15) Seite 1 von 3

    Wir dürfen darum bald nach 1925, dem letzten vorbildlichen Jubeljahr die Auferweckung von Abel, Henoch, Noah, Melchisedek, Abraham, Isaak, Jakob, Hiob, Moses, Samuel, David, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Daniel, Johannes dem Täufer und vielen anderen erwarten, die im 11. Kapitel des Hebräerbriefes erwähnt werden. (Der Weg zum Paradies, 1924)

    Off 6:2. Und siehe, ein weisses Pferd: Die Lehren des Herrn und der Apostel … Und der darauf sass: Das Bischofsamt Roms, der Anfang des späteren Papsttums, zu dem es sich allmählich entwickelte, so Satans Sache vertretend. Hatte einen Bogen: „Und sie spannen ihre Zunge, ihren Bogen, mit Lüge …“ – Jer 9:3 Und eine Krone: Grosse Ehre und Autorität in der Kirche. Wurde ihm gegeben: „Unter der Regierung Konstantins … verwandelte sich die
    Feindschaft des Kaiserreiches gegen das Christentum in Freundschaft und Gunst, und der lateinische Pontifex Maximum (lateinisch – höchster Oberpriester) wurde der Schirmherr der
    vorgeblichen (dem äusseren Bekenntnis nach), in Wirklichkeit aber der abtrünnigen Kirche Christi; und indem er ihr die Hand reichte, verhalf er ihr zu einer Stellung grosser Pracht und
    Volkstümlichkeit … Und er zog aus, siegend und auf dass er siegte: So erblicken wir die anscheinende Niederlage unendlicher Gerechtigkeit in dieser ersten Epoche der Kirche. Dem
    Anschein nach liess Gott seine Kirche im Stich, verliess sie … Aber noch schlimmere Dinge sollten kommen!
    (Das vollendete Geheimnis, 1917, S. 134, 135)

    Unbestreitbare Tatsachen beweisen deshalb, dass die ‚Zeit des Endes‘ im Jahre 1799 begann, dass des Herrn zweite Gegenwart 1874 begann. (w22 Juni)

    In diesem Kapitel liefern wir den biblischen Nachweis, dass das völlige Ende der Zeiten der Heiden (Nationen), d. i. das volle Ende ihrer Herrschaft, mit dem Jahre 1914 errichtet sein wird;
    und dass dieses Datum die Auflösung der Herrschaft unvollkommener Menschen bringen wird. … Im Hinblick auf diesen starken biblischen Beweis über die Zeiten der Nationen
    betrachten wir es als feststehende Wahrheit, dass das schliessliche Ende der Reiche dieser Welt und die volle Herstellung des Königreiches Gottes nicht lange nach 1914 …
    erfolgt sein werden. … Man verwundere sich daher nicht, wenn wir in den nachfolgenden Kapiteln Beweise beibringen, dass das Aufrichten des Königreiches Gottes schon angefangen
    habe, dass in der Prophezeiung aufgezeichnet steht, dass das Jahr 1878 die Zeit sei, da die Ausübung seiner Macht beginnen sollte, und dass die „Schlacht des grossenTages Gottes des Allmächtigen“ (Offb. 16:14), die im Jahre 1914 zu Ende gehen soll, bereits angefangen hat.

    (Schriftstudien Band 2, Die Zeit ist herbeigekommen, Studie 4)

    Viele Christen hatten für die zweite Hälfte des Jahres 1914 erwartet, dass Christus wiederkommen und sie in den Himmel hinaufnehmen würde. Aus diesem Grund sagte A. H. Macmillan, ein Bibelforscher, in einem Vortrag, den er am 30. September 1914 hielt: „Wahrscheinlich halte ich heute meinen letzten öffentlichen Vortrag, denn wir werden bald [in den Himmel] heimgehen.“ (g95 22.6. 8)

    Feststellungen dieser Art könnten noch Dutzendweise angefügt werden. Die Frage die sich jeder selbst beantworten muß:

    Ist die LK (der trvSk – also der Überrest der 144.000 hat so und anders nichts zu sagen) von Gottes Geist geleitet worden?

    Wenn ja, wie paßt es zusammen daß Jehova sich nicht ändert die Lehren der LK sich laufend ändern. Hier spreche ich jedoch nicht von kleinen Auslegungsgesichtspunkten sondern bis ins 100% Gegensätzliche. Hier gibt es solche Widersprüche vor denen in der Bibel gewarnt wird. Im Brief an Timotheus wird vor Menschen gewarnt die feste Behauptungen aufstellen in Wahrheit aber nichts wissen und damit jede Glaubwürdigkeit verloren haben.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Ich möchte meine Bezugnahme auf die Warnungen falscher Lehren wie es Paulus an Timotheus schrieb nicht schuldig bleiben!

    Bitte prüfe obige Glaubenslehren der LK mit dieser Aussage und erkenne wie zutreffend diese Warnung ist:

    1. Tim. 4: Warnung vor falsch verstandener Frömmigkeit
    1 Gottes Geist sagt uns ausdrücklich, dass sich in Zukunft manche von Gott abwenden werden, weil sie falschen Propheten hinterherlaufen und teuflischen Lehren glauben. 2 Diese Verführer sind durch und durch verlogen, …

    Du lebst nach der Botschaft des Glaubens und richtest dich nach der wahren Lehre, zu der du dich schon immer bekannt hast. 7 Gib dich nicht mit dem gottlosen Geschwätz dieser falschen Prediger ab, sondern diene Gott mit ganzer Kraft.

    16 Achte auf dich selbst; sieh zu, dass du die Lehre von Jesus Christus rein und unverfälscht weitergibst. Lass dich auf keinen Fall davon abbringen. Dann wirst du selbst gerettet und alle, die auf dich hören.

    Kap. 6: 3 Wer aber etwas anderes behauptet, wer sich nicht an die heilsamen Worte unseres Herrn Jesus Christus hält und die Lehre unseres Glaubens in den Wind schlägt, 4 der nimmt nur sich selbst wichtig, weiß aber überhaupt nichts. Solche Leute sind aufgeblasen und zetteln fruchtlose Streitgespräche an. So entstehen Neid, Zank, böses Gerede und gemeine Verdächtigungen. Ja, diese Leute sind wie von einer Seuche befallen.

    5 Ständig sind sie in Streitereien verwickelt. Man könnte meinen, sie hätten den Verstand verloren und die Wahrheit nie gehört; sie versuchen sogar, mit dem Glauben an Jesus Christus Geschäfte zu machen.

    20 Lieber Timotheus, bewahre sorgfältig, was Gott dir anvertraut hat! Halte dich fern von allem gottlosen Geschwätz und dem leeren Gerede von Leuten mit ihrer angeblich so neuen Erkenntnis. 21 Manche sind schon vom Glauben abgekommen, weil sie sich darauf eingelassen haben. Gottes Gnade sei mit euch allen!

    Ich denke diesen warnenden Worten – angesichts dessen was die LK schon alles gelehrt hat – ist nichts hinzuzufügen.

    lg. Matthäus

  • Barbara
    Dezember 22, 2011

    Lieber Akazienholz,

    ich freue mich, dass Du wieder da bist! Schön, Deine Gedichte!

    Liebe Grüsse,
    Barbara

  • Caleb
    Dezember 22, 2011

    Entschuldige liebe Sr. Barbara, sollte ich dir zu nahe treten aber hast dich nicht verabschiedet? Bei einigen war ich nicht allzu traurig, als sie sich verabschiedeten, bei dir hab ich es nicht verstanden. Freue mich, wenn du weiterschreibst, ich kenn mich halt im Moment nicht aus.

    C.

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Ich freue mich auch liebe Barbara wenn Du hier bleibst!

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Barbara,
    Ich habe mich auch sehr gefreut, deinen Namen wieder hier zu lesen. 😀

    LG Ulli

  • Caleb
    Dezember 22, 2011

    Lieber Akazie,

    danke für die Antwort, Neugier zum großen Teil gestillt.

    C.

  • Frank&Frei
    Dezember 22, 2011

    lieber Caleb, deine Konzedierungen mit dem Vergleich zu Nordkorea sind völlig zutreffend. Ich bin immer wieder erschrocken, welchen Bonus die Leitende Körperschaft bei dein Zeugen hat, ja sogar KAs reden von diesem Gremium wie von Gurus, was michimmer wieder abschreckt.
    Die einen küssen den Papst die Füße und die Zeugen huldigen ihren geistigen Führern, die ohne Licht durch die Dunkelheit der Ziet tapsen und allen den Eindruck vermitteln, sie würden vom geist Gottes gesteuert sein. Welche anmaßung, welche Blamage ob all der Fehlurteile und-voraussagen, die nichts weiter waren als blasphemische gotteslästerliche Äußerungen.
    Der WT nimmt sich so ernst, dass er alle anderen Religionen, die sich christlich nennen aberkennt, das sich dort auch Menschen an den Prophezeiungen der Bibel orientieren.
    Ich habe so zu Jesja 17:1 eine völlig neue Perspektive gefunden und bin davon überzeugt, dass es sich in unserer Zeit erfüllt. Der WT schweigt dazu.
    Tja, du rätst aus Nordkorea zu fliehen.
    Schon der Versuch kann tödlich sein. Die Masse der Menschen dort ist brainwashed, förmlich hypnotisiert und damit ein Machtfaktor.

    ich bin derzeit dabei einen guten Freund auf die Misstände hinzuweisen, konnte ihm zu diesem Artikel hier den Artikel und Leserbeiträge zukommen lassen. Ich muss da vorsichtig agieren, da seine Frau eine 150%ige ergebene ist, die jede Kritik an der Realität als Sünde ansieht.
    Aber vielerorts gilt immer noch: nur in der Org sind wir in Sicherheit.
    Dieser Trugschluss einer gegenwärtigen Arche ist fest im Sinn der Zeugen verankert.
    sie nutzen nicht das Unterschiedungsvermögen, da sie es abgelegt haben und andere für sich denken lassen.
    Gleichwohl gehts in den meisten Versammlungen, wie ich höre und ich habe viele Bekannte in allen Regionen, bergab. Und die Jugend macht was sie will. Die geheuchelte Freude im realen Leistungschristentum ist schwerlich als echte Freude zu erkennen.
    Ich denke, dass da noch so mancher „wach“ werden wird, der seinen Glauben an Jehovah lebendig erhalten will

  • Caleb
    Dezember 22, 2011

    Aus gegebenen Anlass könnte man sagen, ZJ befinden sich nicht im geistigen Paradies sondern im geistigen Nordkorea.

    Die Parallelen sind beängstigend:

    · Ein undurchsichtiges Führungsgremium bestimmte das gesamte Leben
    · Der größte Stolz ist die Armee der Verkündiger und die geleisteten Stunden
    · Nach außen wird alles als Super, Toll und Wunderbar dargestellt, nach innen verhungert das Volk geistig
    · Die Dissidenten müssen sich anonym im Untergrund treffen, ansonsten kommen sie ins Gulag
    · Auch eine mögliche Bereicherung gewisser Eliten steht zu Diskussion

    Dieses Regime besteht auch schon sehr lange und die Chance auf Änderung ist sehr gering.

    Kardinal Schönborn sagte unlängst zu österr. Kirchenkrise, dass ihm weniger treue Katholiken lieber sind, als eine große Masse von Taufscheinchristen. Das könnte auch die Ansicht der LK sein.

    Lt. Offenbarung werden die Religionen fallen, aber nicht durch Veränderung durch innen sondern Gott wird dies veranlassen. Somit steht es uns auch nicht zu, hier irgendwas verändern zu wollen.

    Als ZJ verliert man in gewisser Weise seine geistige Unabhängigkeit. Und um diese wiederzuerlangen muss der Impuls von innen kommen. Da kannst Du von außen argumentieren, wie du willst. Das bringt nix. Das weiß jeder ZJ aus eigener Erfahrung.

    Aus Nordkorea kannst du zur Zeit auch nur fliehen!

    C.

    ===========================================================

    Lieber Caleb,
    der vergleich mit Nordkorea oder überhaupt mit allen Diktatorischen Staaten drängt sich immer wieder auf, auch bei mir. Ich war erschüttert zu sehen, sie das einfache Volk in Tränen und Hysterie ausbrach als ihr Unterdrücke verstorben war. Unbegreiflich, das dies Unterdrückten so reagieren, anstatt froh zu sein. Sie nahmen scheinbar überhaupt nicht war, das dieser Diktator sie ihr Leben lang beherrscht hat. Ist diese Phänomen nicht auch bei uns zu beobachten?

    L.G.
    Bruderinfo

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Caleb, liebes BI-Team,

    ich bin froh, dass ihr diesen Vergleich ansprecht. Mir kam auch unweigerlich der Gedanke an die Parellelen zur WTG, als ich Videos auf Youtube zu dieser krotesken Trauerinszenierung sah.

    Menschen sind zu sehen, die auf Knopfdruck in Hysterie und Aparthie verfallen, als sie die Nachricht vom Tod eines Verbrechers und Despoten hören. Unbegreiflich!

    Aber nicht, wenn man versteht, wie 24 Mio. Menschen in „geistiger und buchstäblicher Gefangenschaft“ gehalten werden. Dass Nordkoreaner in voller Überzeugung davon sprechen im „schönsten und hervorragendsten Land der Welt“ zu leben, obwohl sie gleichzeitig Hunger leiden und durch einen repressiven Staatsapparat unterdrückt werden, ist für uns absurd.

    Aber man kann es nachvollziehen, wenn man bedenkt wie seit über 60 Jahren konsequent und entschlossen die Kim´sche Herrscherriege die eigene Bevöllkerung in Isolation halten. Die Kim-Dynastie hat es geschafft den 24 Mio. Menschen durch strikte Isolation von der Außenwelt, der Repression und der unaufhörlichen Glücks-Propaganda, eine eigene Realität in die Köpfe zu pflanzen. Sie leben im Dreck, im Hunger und Leid und der ständigen Überwachung durch den Staat, aber sie wurden gelehrt das als „gut und gottgegeben“ zu betrachten. Als „liebevolle Fürsorge des geliebten Führers“, der sie immer weiter „in eine paradisische Zukunft lenkt“.

    Dies Formulierungen müssen einem ZJ doch sehr bekannt vorkommen. Stichwort: „geistiges Paradies“

    Die Realität nicht als solche wahrzunehmen und sie zu verleugnen, funktioniert nur wenn man bereit ist einen Mythos voll und ganz „Wirklichkeit“ werden zu lassen und zwar im Kopf. So schafft man sich eine 2. Realität, ohne die man irgendwann nicht mehr leben kann. Ich glaube sogar, dass die meisten der gezeigten Trauernden in Nordkorea wirklich im Innersten erschüttert sind, weil sie ihren Illusionator verloren haben, den Anführer des „Paradieses der Arbeiter und Bauern“.

    So funktioniert auch der Glaube vieler ZJ heute. Ihr Glaube lebt einzig und allein, weil es die WTG gibt, die Erfinderin und Erhalterin des „geistigen Paradieses“ hier auf Erden. Ohne sie ist ihr Glaube ohne Inhalt und Bedeutung, er ist in sich selbst tot. Alles wird durch oder in der Beziehung zur WTG definiert und geglaubt. Sie hat ja die Deutungshoheit über die ganze Bibel und damit auch die Definitionshoheit über den Glauben der ZJ an sich.

    Das ist alles sehr traurig und erschreckend, wenn man mal darüber nachdenkt.

    LG
    Dennis

  • renault
    Dezember 22, 2011

    Danke wieder für einen guten Vortrag.
    Ich frage mich gerade ob jemand weiss, vieviele Brüder und Schwestern diesen Druck der Org.nicht aushalten konnten und Selbstmord beginngen?
    Wie kann man nicht schwiegen?
    Aber wo will man den Hebel ansetzen um gute erbauende Gespräche zu führen? Brüder auf die Misstände in der Org. aufmerksam zu machen?
    Oft höre ich die Antwortfrage :“aber es ist doch die Wahrheit?!“ ,oder „Wir sind doch in der Wahrheit!?“
    Ich möchte gerne darauf antworten.(noch bin ich nicht Exkommuniziert)
    Vielleicht hat einer von euch Brüdern und Schwestern ein paar gute
    Ansätze die er mitteilen möchte.Im stillen hoffe ich auf einen Vortrag über ein solches Thema(das ist der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl)
    Friede euch allen
    renauLt

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Renault, lieber Bob, liebe Brüder und Schwestern,

    Der Kommentar von Bob an mich enthält umsetzbare Ansatzpunkte wie man weiter agieren kann.
    Lieber Bob, vielen Dank für diesen Kommentar und die Anregungen. Stimmt, den Königsweg gibt es nicht.

    Zur Anregung Schlüsseltexte aus der Bibel zu benutzten, das finde ich gut. Hier eignet sich z.B. doch hervorragend Matthäus 11:28 bis 30 wo es darum geht, dass das Joch des Christus sanft und leicht ist.

    Die Organisation führt diesen sehr gerne an. Nur eher in dem Zusammenhang, dass wir und ein Beispiel nehmen sollen wie Jesus die Menschen behandelte, wie freundlich er war. Also von Christus lernen usw., seinen Fußstapfen genau nachfolgen. Und es wird uns dann tatsächlich vermittelt, dass dies Druck von unseren Schultern nehmen kann (zu finden im WT 15.10.11, Seite 29, Abs. 9).

    Damit wird dieser schöne Text völlig verzerrt wiedergegeben. Hier könnte man bei passender Gelegenheit argumentieren dass wir AUF DAUER nur freundlich und liebevoll sein können wenn wir selber inneren Frieden haben.

    Und das ALLES, was wir in Glaubensdingen tun, wenn wir das ganz persönliche Empfinden haben, dass dies nicht EIN SANFTES JOCH ist sondern uns emotional weh tut, dann ist dies NICHT das Joch des Christus. Und das empfindet jeder individuell. Für den einen ist das Haus-zu-Haus predigen keine Last, ein anderer wird davon erdrückt.

    Und der Christus war doch vollkommen. Er wußte um seinen Auftrag. Er hat von Menschen NIE verlangt dass sie genauso sind wie er. Die Freude des Christus war nicht aufgesetzt. Er wußte allerdings auch, dass seine Zeit auf der Erde begrenzt war und er mit jedem Tag seinem Ziel der Erlösung der ganzen Menschheit näher kam.

    Uns fällt es doch auch leicht freundlich und liebevoll zu sein wenn wir wissen, dass wir mit Menschen die wir lieben nur eine begrenzte Zeit zusammen sind. Dann kosten wir doch jede Minute voll aus, sind rücksichtvoll, liebevoll, freundlich usw. Jeder kennt doch das Gefühl gerne mit Freunden oder Verwandten zusammen zu sein und sich zu wünschen die Zeit würde stehen bleiben.
    Nachdem der Christus auch damals Mensch war hat er doch das sicher ähnlich empfunden. Und hat wirklich ALLES was er Menschen geben konnte eingebracht.

    Dies könnte man vorsichtig ansprechen.

    Und – nochmals Danke dafür Bob – wie ein Kind Fragen stellen. Sich ein wenig naiv geben. Weil dann der Gegenüber nicht in die Rolle des Gegners schlüpfen muss und scheinbar seine Macht behält. Wenn er dadurch zum Nachdenken kommt so ist es gut. Und es wäre sicher hilfreich wenn mehr von uns Anregungen hier geben, auch mit Bibeltexten, wie wir diesen Balanceakt zwischen Schweigen und auf Mißstände aufmerksam machen bewältigen können.

    Ich vertraue darauf, dass mir Jehova und der Christus beistehen werden.
    Was mir noch einfällt, im Radio habe ich heute mittag einen Bericht über die Telefonseelsorge gehört. Viele Menschen nutzten dieses Angebot der beiden großen Kirchen und nur 20% kommen, zumindest jetzt an den Feiertagen, überhaupt durch. Die Tätigkeit wird von ehrenamtlichen Helfern durchgeführt, die Religionszugehörigkeit spielt jetzt nicht die große Rolle. In einem Interview wurde geäußert, dass die meisten Anrufer nur reden wollen. Über ihre Ängste, aber auch einfach nur über Familie, Arbeit, Freunde. Da habe ich mir gedacht: Warum gibt es dies bei Zeugen Jehovas nicht??? Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts müsste doch hier auch tätig sein. So könnte man viele Menschen trösten.

    Liebe Grüße an alle sendet eure Schwester Anna,
    tatsächlich aus der Sonne 🙂

  • Christof
    Dezember 22, 2011

    Hallo Renault,
    ich frage mich oft das gleiche wie du, wie kann man es den Z.J. sagen.. aber dazu gibt es keine Antwort. Wenn du als aktiver Z.J. nur die leiseste Kritik äußerst bist du unten durch, als Ex-Z.J. wie ich hat man gleich gar keine Chance. Ich fühle mich, je mehr ich über die Z.J. lese, in meiner Entscheidung bestärkt, diesen Verein verlassen zu haben, auf der anderen Seite schmerzt es, liebe Angehörige dort drin zu sehen, wie sie unter den menschlichen Regeln zu leiden haben. Man sieht es, kann aber nichts machen. Wenn es Möglichkeiten gibt, ich wär dabei… Wie sehr verbohrt diese „wahren Diener Jehovas“ sind, habe ich erst
    jetzt wieder am Wochenende erleben müssen: Meine eigene Mutter geht zu Brüdern und ermahnt jeden, ja den Kontakt mit mir einzustellen !!! Was will man da machen ?
    LG Christof

  • Ulrike P.
    Dezember 22, 2011

    Hallo Renault, Anna und Christof,
    Leider sind Viele die sich für Christen halten, in der irrigen Annahme, als Christ müsse man sich förmlich in Leid, Elend und Schmerz suhlen, um von Gott anerkannt zu werden.
    Ja, Christ sein muss weh tun…und gerade die Zeugen beherrschen das in Vollendung.

    Dabei ist das in Wirklichkeit garkein christliches Gedankengut. Klar, manchmal muss man gerade WEIL man Christ ist leiden, das nimmt man hin und sieht es als Möglichkeit, seine Treue Gott und Jesus gegenüber unter Beweis zu stellen. – Aber man SUCHT doch das Leid nicht…geschweige denn, dass man sich diese Schmerzen selbst zufügt, in dem man sich Regeln unterwirft, die mit dem Willen Gottes garnichts zu tun haben…

    Einem regelrechtem Schmerzjunkie kann man leider nicht helfen…auch wenn man es noch so gerne täte.
    Man kann nur versuchen die Augen offen zu halten, damit man bereit ist, wenn sich doch mal eine Möglichkeit ergibt.

    LG Ulli

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder H.P.M., liebe Brüder und Schwestern,

    danke für diese Zusammenfassung. Auch mich hat wie Shannon der Absatz MIT GLEICHEM MASS MESSEN sehr nachdenklich gemacht.

    Wenn ich nichts sage bin ich dann mitschuldig am Leid von vielen die Depressionen bekommen, ihre Freunde und Verwandten verlieren, ggf. sterben? Muss ich aufstehen und die WTG laut und deutlich verurteilen? An den Beispielen von unseren sehr lieben ABTRÜNNIGEN und ausgeschlossenen Brüdern kann man erkennen, dass die Organisation bei offener Rebellion stärker ist als der Einzelne.

    Daher ist meiner Meinung nach strategisches Handeln erforderlich. Mir fehlt nicht der Mut etwas offen und laut anzuprangern. Es würde mich auch nicht stören mich unbeliebt zu machen. Wenn ich jedoch zur Vernunft zurückkehre komme ich zu dem Schluss, dass ich alleine nichts bewirken kann.

    Aber was tun? Wie du Bruder H.P.M. schreibst haben wir erstmal nur die Wahl, dieser Organisation zu gehorchen bzw. so zu tun als ob oder als böse und abtrünnig ausgeschlossen zu werden.

    Dann gibt es noch den Hinweis in der Apostelgeschichte dass „wir Gott mehr gehorchen sollen als den Menschen“.
    Und so kann man Menschenfurcht in einem ganz anderen Licht sehen. Nicht so wie es uns immer eingeredet wird Angst zu predigen oder sich als Zeuge Jehovas zu outen.
    Nein, Furcht vor den Menschen die die Macht und die Möglichkeiten haben uns auszuschließen oder uns soweit zu bringen, dass wir entmutigt und depressiv selber gehen.

    Der Text in Sprüche 29:25 gewinnt aus dieser Sichtweise eine ganz andere Bedeutung:

    NWÜ 25 Vor Menschen zu zittern ist das, was eine Schlinge legt, wer aber auf Jehova vertraut, wird beschützt werden.

    Und aus der Hoffnung für alle:
    25 Wer das Urteil der Menschen fürchtet, gerät in ihre Abhängigkeit; wer dem Herrn vertraut, ist gelassen und sicher.

    Wenn wir etwas bewußt sehen, was unrecht ist und gegen Gottes Willen verstößt, und wir schweigen dazu, so ist es einerseits so, als ob wir das Unrecht billigen und andererseits als ob uns unsere Brüder nicht interessieren.

    Mitschuldig werden durch Schweigen, das gab es in der Vergangenheit doch oft genug. Noch ein Test der ständig auf unseren Predigtdienst angewandt wird. Jehova hat jedoch zum Haus Israels gesprochen, nicht zu Menschen aus den Nationen. Und deswegen denke ich trifft dieser Text auf Anbeter Gottes zu, die sich nicht an das Gebot der Liebe halten.
    Uns wird damit immer angsterzeugend vermittelt das betrifft die Menschen in unserem Gebiet. Und wenn wir ihnen nicht ständig predigen laden wir Blutschuld auf uns. Aber, könnte meine Schuld nicht im Schweigen entstehen???

    Hesekiel 3: 20 NWÜ
    Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit abwendet und tatsächlich unrecht tut und ich dann einen Anstoß zum Straucheln vor ihn hinlege, wird er selbst sterben, weil du ihn nicht warntest. Wegen seiner Sünde wird er sterben, und seiner gerechten Taten, die er tat, wird nicht gedacht werden, aber sein Blut werde ich von deiner eigenen Hand zurückfordern.

    Ein für mich sehr nachdenkenswerter Gedanke.So will ich versuchen zu schweigen, wo ein Schweigen angebracht ist, um weiterhin etwas bewirken zu können aber auch in wohl dosierten und nicht übereilten Worten widersprechen, wo der Name Gottes, das Wort der Wahrheit oder Prinzipien der Gerechtigkeit betroffen sind.

    Psalm 85:10 und 11 aus der Hoffnung für alle ist so wunderschön und zeigt mir, dass Jehova doch seine Anbeter nicht aufgibt, egal ob sie noch innerhalb der Organisation oder außerhalb sind.

    10 Eins ist sicher: Er wird allen helfen, die ihm mit Ehrfurcht begegnen, seine Macht und Hoheit wird wieder in unserem Lande wohnen.
    11 Dann verbünden sich Güte und Treue, dann küssen einander Gerechtigkeit und Frieden

    Vor Menschen brauchen wir keine Angst zu haben, Jehova sieht wenn wir auch selbst daran mitgestalten, dass sich Güte und Treue begegnen. Und Christus ist für die Sünden der ganzen Welt gestorben und Jehova weiss um unseren unvollkommenen Zustand, sieht dass wir „nur Staub sind“ und er kennt unser Herz. Das gibt uns Trost und nimmt uns die Angst.

    Liebe Grüße an alle, Trost und einen angstfreien Tag wünscht herzlich Anna

    ===============================================================================

    Hallo Anna,
    danke für deinen Kommentar, dem ich in allem nur zustimmen kann. Möchte aber ein Missveraständnis ausräumen. Auf keinen Fall wollte ich sagen, das wir uns für die Missstände in der Organisation mitschuldig fühlen SOLLEN. Es geht ging mir vielmehr darum, das wir, wenn wir die Anhänger anderer Kirchen als mitverantwortlich verurteilen auf Grund der schlechte Dinge die einige Geistliche tun, wir diesen Massstab auch bei uns anlegen müssten.

    Zu Hesekiel müssen wir sagen, das hier keine allgemeine Aufforderung erfolgt als Wächter verantwortung zu übernehmen. Jehova macht uns nicht verantwortlich für die Handlungen anderer. Hesekiel wurde extra von Gott beauftragt als Wächter zu dienen. Die Verse vorher sind deutlich. Vers 3: 17 „Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel. Du wirst aus meinem Munde das Wort hören und sollst sie in meinem Namen warnen.“
    Wir wissen, das Hes. 3:20 gerne angeführt wird um uns eine Blutschuld einzureden, wenn wir nicht Predigen gehen, doch können wir wirklich annehemen, das Jehova das Leben der Menschheit in unsere Hände legt?
    l.G.
    Bruderinfo

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Liebe Schwester Anna

    Ich sehe das auch genau so wie es Dir Bruderinfo geschrieben hat. Jeremia war von Jehova eingesetzt um zu prophezeien und die bösen Dinge in Jerusalem anzuprangern. Genauso war Elia von Jehova eingesetzt worden.

    Röm. 11
    2. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvorerkannt hat. Oder wisset ihr nicht, was die Schrift in der Geschichte des Elias sagt? Wie er vor Gott auftritt wider Israel:
    3. „Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten nach meinem Leben“.
    4. Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, welche dem Baal das Knie nicht gebeugt haben“.

    Elia glaubte er sei alleine übriggeblieben, der das Knie nicht vor dem Baal gebeugt hat. Er kann doch nur deswegen geglaubt haben er sei alleine, weil die anderen 7.000 Männer sich nicht öffentlich geäußert haben. Die 7.000 Männer haben still und ohne Aufsehen nicht den Baal angebetet.

    Jehova hat in der biblischen Geschichte immer nur einzelne Menschen dazu benutzt die Sünden der theokratischen Lehrorganisation und der Könige und Fürsten anzuprangern. Aber immer gab es eine schweigende Gruppe Menschen, welche zurückgezogen Jehova treu geblieben sind.

    DAs man durchaus schweigen darf, sagt Amos:

    Amos 5
    13. Darum schweigt der Einsichtige in dieser Zeit, denn es ist eine böse Zeit.

    Da die Last unseres Retters Jesus leicht und sanft ist, glaube ich nicht, dass er von uns verlangt öffentlich in den Versammlungen den falschen Lehren und Taten zu widersprechen. Das würde fast alle Brüdern und Schwester überfordern. Mich eingeschlossen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Anna
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder Alois, liebe Brüder von Bruderinfo, liebe Brüder und Schwestern,

    lieb die Zeilen :-)die ihr mir geschrieben habt.

    Und wie du Alois schreibst „öffentlich und laut“ anprangern, das mache ich nicht in der Weise, dann schmeißen sie mich raus, dessen bin ich mir bewußt. Aber trotzdem finde ich muss man mit dem nötigen Fingerspitzengefühl den Brüdern gegenüber seine Gedanken einbringen. Es gibt auch eine Zeit zum Reden und die Zeit Verantwortung zu übernehmen. Für mich ist das schon wichtig. Ich verspreche euch vorsichtig zu sein.

    Ich habe mich vorher auf den Studienartikel für das Wochenende vorbereitet „Tröstet alle Trauernden, Leittext aus Jes. 61:1 und 2, dass der Christus die Trauernden tröstet. Und wenn wir die Trauernden trösten wollen brauchen wir uns nur ein Beispiel an Jesus nehmen. Er hat mit ihnen geweint. Ihnen von der Hoffnung erzählt, manche geheilt und auferweckt. Das können wir nicht.

    Aber wir können einfach da sein, zuhören, Traurige aus welchem Grund auch immer in die Arme nehmen. Was wir nicht brauchen ist wie im Abs. 6 beschrieben ist Lesestoff in 500 Sprachen. Mitmenschlichkeit kennt keine Sprachunterschiede. Und ein Lächeln oder Weinen wird in allen Sprachen verstanden!

    Natürlich können richtigerweise durch das Predigen der guten Botschaft Trauernde getröstet werden, nur die Bibel würde dafür genügen. Ich kann doch niemandem sagen: „Lesen sie das, dann sind sie nicht mehr traurig“. Ein Trauernder braucht Zuwendung, Menschlichkeit und keine Druckschriften. Und würden wir unsere Mitmenschen nicht pauschal als „Weltmenschen“ verurteilen hätten wir auch mehr Zugang zu ihnen um die Botschaft auf informelle Art und Weise und nicht durch formalen Dienst zu überbringen. Uns auch mal sozial engagieren. Für andere da sein.

    Der Rest des Artikels ist oftmals Wunschvorstellung jedoch stimmt leider mit der Wirklichkeit nicht überein. Nich dass unsere Brüder die Trauernden nicht trösten wollen. Und für den formellen Predigtdienst welchen man berichten kann mag das auch zutreffen. Nur, wenn es darum geht die eigenen Glaubensbrüder zu trösten dann ist da oft ein schlechtes Gewissen, weil „im Dienst“, da gehen die Meinungen auseinander, darf ich den Bruder oder die Schwester besuchen und muß nichts abziehen. Soweit sind wir leider gekommen. Statt dass wir gelehrt bekommen menschlich wie der Christus zu reagieren. Wie viele, die jahrzehntelang hart gearbeitet haben sind im Alter allein oder werden nur nach Besuchslisten getröstet? Dem Text in Jes. 51:12 Abs. 18 kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen: „Ich – ich selbst bin es, der euch tröstet.

    Einen lieben Gruß an alle sendet Anna

  • Bob
    Dezember 22, 2011

    Liebe Schwester Anna,

    ich habe mich viele Jahre darüber gewundert, wie wenig emotionaler Ausdruck in der Versammlung vorherrschte.
    Und wenn wirklich jemand Hilfe gebraucht hat, geschah dies meist im Hintergrund. Viele wollten nach außen keine Schwäche zeigen,
    es könnte ja gegen sie ausgelegt werden. Als ich einmal einer Schwester, welche psychisch sehr belastet war, im Gespräch beistand, war man stets geteilt. Hoffentlich wird man nicht gesehen,
    könnte ja sonst was wer denken. Die Allgegenwart organisatorischer Ziele hat das Zwischenmenschliche auf die hinteren Plätze verwiesen. Man muss sich nicht wundern, dass es so viele psychische Probleme gibt.
    Der menschliche Ausdruck hat im Stahlgehäuse der WTG keinen Raum, und wenn man auch weiss, dass die ganze autoritäre Welt der WTG viel Leiden verursacht, darf der Verursacher als solches nie genannt werden. Jetzt gilt die Frage: möchte ich meinem selbstbestimmten Gewissen folgen und der Menschlichkeit Ausdruck verleihen, oder will ich mitansehen, wie einzelne Menschen kaputtorganisiert werden. Und hier verstehe ich Dich sehr gut, liebe Schwester Anna, man kann und darf nicht zuschauen, muss einen Weg finden, der inneren Einschätzung eines Sachverhalts irgendwie Ausdruck zu verleihen. Doch diese Last wiegt schwer, weil die Verursacher von Leid sich gegen jede Kritik ihrerselbst richten. Und das ist ein wirkliches Dilemma, aus dem man nur schwer wieder herauskommt. Einen Königsweg gibt es nicht. Es sei denn man geht. Dann aber verlieren viele Betroffenen ihre Vertrauensperson. Man kann sagen, o.k. jeder ist für sich selbst verantwortlich, man kann sich aber auch diplomatisch vorsichtig um jene in Liebe kümmern. Doch dieses Kümmern kann nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Denn erst wenn leidende Brüder begriffen habe, dass sie Opfer von Strukturen und Fremdbestimmung sind, dann erst bleiben vieleicht die Freundschaften auch nach einem Weggang aus der Versammlung bestehen. Wenn hilfebedürftige Brüder das nicht erkennen, dann werden sie sogar noch gegen ihre einstigen Helfer agieren, wenn diese die Versammlung verlassen. Ein zutiefst krankes System. Soweit sind wir gekommen, liebe Anna, um Deinem Gewissen zu folgen, musst Du einen äußerst schwierigen Balanceakt vollziehen, wo sehr schnell sogenannte Brüder da sind, die Dich ins Ungleichgewicht bringen, und wenn Du fällst, bist Du noch selbst schuld und sollst Dich für Deinen emotionalen Ausdruck noch rechtfertigen.
    Ein Weg könnte sein, dass man konsequent mit Schlüsseltexten aus der Bibel argumentiert, wenn man Kritik äußert. Das eigene Unbehagen über eine Sache in Worte kleidet, und die Bibel in einer Lesart gebraucht, dass man den emotionalen Aspketen ganz viel Raum gibt. Die Themen aus dem Philipperbrief eignen sich ganz gut dafür: Frieden, Freude, Freiheit, die Rettung durch Christus. Man kann einem Standpunkt auch Ausdruck verleihen, wenn man die richtigen Fragen stellt. Am besten ganz brav ins Kind-Ich flüchten und Fragen stellen, empfindliche Fragen. Das könnte ein Weg sein, seinem Unmut Ausdruck zu verleihen und das Gegenüber im Gefühl seiner Macht zu lassen, soweit dieser die Position als Funktionär wichtiger erachtet als Mensch und authentischer Bruder zu sein. Das grundsätzliche Problem ist, dass die ganze Oberflächlichkeit des Herumorganisierens alle Tiefenschichten verdeckt. Viele haben überhaupt keine Antennen mehr für das, was menschlich in der einen oder anderen Situation angemessen ist. Und wo kein Empfänger ist, da bringt auch der Sender nicht viel. Das wiederum ist ein Argument einfach zu schweigen. Ein Dilemma eben. Mit einem Maß zu messen, obwohl logisch, ist bei den ZJ so unendlich schwierig. Ständig wird Aussenpolitik gemacht, um von dem Gestank im Innern abzulenken.
    Ich wünsche Dir, liebe Anna, dass Du sehr weise und wohl balanciert Deinem Unmut an der einen oder anderen Stelle Ausdruck verleihen kannst. Der Vater und der Christus wird Dir beistehen.
    Liebe Grüsse
    Dein Bruder Bob

  • Diener1000
    Dezember 22, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern, wenn man mal überlegt, das Älteste es lieber sehen, das man eine unglückliche Ehe führt nur um nach aussen den Schein zu wahren , dann wird mir übel!In meinem Fall war es ja auch so (Meine Frau ,Ruth hatte euch ja berichtet)Wie unglücklich ich in meiner ersten Ehe war , was mich körperlich und Psychisch so fertig gemacht hat , das ich nicht mehr leben wollte.Nun wo es mir besser geht mit meiner lieben Frau , die Ruth,wollen Älteste mich ausschliessen, weil ich jetzt glücklich bin?! Die erste Ehe war zerüttet! nicht nur das meine Exfrau mir sagte sie liebe mich nicht mehr und liebe einen anderen Bruder und ich dann auch noch aus dem Ehelichen Schlafzimmer verbannt wurde, weil dort die Schwiegermutter einzog , und das Kommando in die Hände nahm, weil es ja schliesslich IHR Haus war !selbst als ich damals Älteste bat mir zu helfen , wurde mir ins Gesicht gesagt in Eheangelegenheiten mische man sich nicht ein?!Ich zog dann aus diesem Haus aus , und lebte dann fast 7 Jahre alleine ohne das mich irgendein ältester besuchte oder nach mir fragte nicht mal zum gGedächtnismahl wurde ich eingeladen.Da ich selbst Ältester war , kannte ich so einige Ehen, die sehr unglücklich waren , man aber zusammenblieb und es sozusagen miteinander aushielt wegen der Versammlung . Nach aussenhin schien alles wunderbar , wenn mal wieder Familie Vorbildlich auf der Bühne saß. Was ist das nur für ein Geheuchel?Nachdem die Ältesten sich ja nun nach fast 7 Jahren wieder für mich interessieren und mich sogleich vor ein Rechtskomitee geladen haben, wo ich natürlich nicht hingegangen bin.Diesesr sogenannte Komiteefall sollte am 14.12.2011 ohne mein beisein zu einem entschluss kommen?! seit dem habe ich noch nichts gehört! Ich kann mir nicht vorstellen, das Jehova soetwas will?!Diese Heuchelei von vielen in der Versammlung nur ein Spiel und viele Ehen unglücklich sind man aber den Schein wart nur aus Angst ausgeschlossen zu werden und das auch noch entschieden wird von selber unvollkommenen Ältesten, die selber unglückliche Ehen führen oder auch von ihrer Frau getrennt leben weil sie Alkohol trinkt?!Aber solche Ältesten wollen über mich entscheiden ?ich bin immer noch so fassungslos und all das hat mir wieder schwer zugesetzt , so das ich körperlich gar nicht mehr kann. Zum Glück habe ich meine liebe Frau an meiner Seite !Bruder Diener1000

  • Bob
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder H.P.M., liebe Brüder und Schwestern,

    der „t.u.v. Sklave“ hat mit der WTG Literatur und Vortragsrhetorik in den Versammlungen über Jahre hinweg eine „Gottentfremdungskultur“ in Gang gesetzt, die auf Angst basiert. Du hast, lieber Bruder H.P.M. ganz wesentliche und sehr wichtige Aspekte herausgearbeitet, die in der Glaubenswahrnehmung dazu beitragen, dafür verantwortlich sind, daß das Glaubensgefühl zahlreicher ZJ ein Freudloses ist. Trost, Liebe und Freude eingezwängt in einem statististisch durchgeplanten emotionsarmen Wahrnehmungsraum, dominiert von zwanghaften und künstlich produzierten Gewissensbildungsprozessen, die Gottesnähe vorgaukeln, aber in Wirklichkeit WTG Loyalität stabilisieren. Leistungsfrömmigkeit, die streng genommen, häufig keine wirkliche ist, denn sie gründet sich häufig auf die Vertriebstätigkeit von WTG Schriften und wird maßlos als „heiliger Dienst“ überhöht. Denunziantentum, Gottesangst, WTG orientierte, organisierte Kolonialisierung persönlicher Glaubenswelten, Entfremdungstendenzen. All das sind Ergebnisse, weil die eigene Wahrnehmung auf Menschliches und nichts Göttliches gerichtet ist.

    Galater 5,1: „Für die Freiheit hat Christus und freigemacht; steht nun fest und lasst euch nicht wieder unter einem Joch der Knechtschaft halten.“

    Doch warum lassen sich soviele ZJ „knechten“. Weil die allgegenwärtigen Ängste in verschiedenen Angstkreisen ihre lebenslangen Endlosschleifen drehen. Die „eigene“ Wahrnehmung, die eigenen Vorstellungsbilder von denen man meint, sie repräsentieren den „Willen Gottes“, sie seien etwas „eigenes“, in Wirklichkeit aber von der WTG eingebrannt, sind für viele der Maßstab für den Grad des Selbstwertgefühls, der mehr oder weniger gesunden Selbsteinschätzung, eines positiven oder negativen Glaubensgefühls. Die ganze Bibel, die Worte Gottes werden durch diese WTG erzeugten Vorstellungsbilder wie Kaffee gefiltert. Übrig bleibt die schwarze Brühe, daraus wieder die Kaffekörnchen in ihrer wirklichen Wahrhaftigkeit zurückzugewinnen, gestaltet sich schwierig. Entweder ich trinke sie oder ich schütte sie weg!

    Ängste werden dadurch erzeugt, dass man immer und immer wieder die von aussen erzeugten Vorstellungsbilder, von denen man aber meint, sie seien die Eigenen, gegen sich selbst deutet und interpretiert. So wie die meisten ZJ etwas gemäß ihrer Vorstellungswelt einschätzen so handeln sie auch. Aus diesen Handlungen entstehen genau wieder die gleichen Glaubenswirklichkeiten, von denen man meint, sie zu fürchten, wenn man ihnen nicht dient. Viele versuchen der Furcht dadurch zu entrinnen, dass sie sich in die ausschliessliche Leistungsfrömmigkeit flüchten. Noch mehr Stunden! Doch die WTG gesetzte Leistungsfrömmigkeit produziert immer noch mehr Vorstellungsbilder, die das Gefühl des eigenen Ungenügens nie enden lassen wollen. Der WTG loyale ZJ verfängt sich lebenslang in einem Angstkreis, solange er nicht die Worte Gottes in ihrer wirklichen Ursprünglichkeit betrachtet und sich nicht von den tückischen Netzen der WTG Angstproduktionswelt befreit.

    Beispielsweise 1. Johannes 4, 17-19: „Hierin ist die Liebe mit uns vollendet worden, damit wir Freimütigkeit haben an dem Tag des Gerichts, dass wie er ist, auch wir sind in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet ist nicht vollendet in der Liebe. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“

    Nur der alleinige und selbstbestimmte Bezug des eigenen Glaubenslebens auf die göttliche Liebe produziert ein positives Grundgefühl. Der Schleier der Angst hat hier kaum Raum, nur dort wo man wirklich selbst erkennt, erkennt wo sich das womögliche eigene Handeln gegen den göttlichen Willen richtet, können Furchtimpulse entstehen. Doch diese wirken in einem authentischen Glaubensgebäude eher heilsam, weil uns der tiefe sehnsuchtsvolle Wunsch nach göttlicher Nähe dem Christus immer näher bringt:
    Philipper 4,6-7: „Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure ANLIEGEN vor Gott kundwerden, und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus“.

    Diese wirklichen „Anliegen“ können nur aus unserer ganz eigenen Wahrnehmung in sinnvoller, freudvoller und selbstsorgender Weise Gott kundgetan werden. Dann bewahren sie auch ihren Sinn in Christus! Sobald die Anliegen aus fremdbestimmten Vorstellungsbildern herrühren, meint man, dass wenn man ganz viel WTG-nahe Frömmigkeit lebt und die Anerkennung von Menschen auch nicht ausbleibt, Gott seinen Segen gegeben habe. Damit stützt man wieder das fremdbestimmte Vorstellungsbild und führt es unbewusst in ein „natürliches“ „biblisches“ Vorstellungsbild über. Sollten dann die Kräfte mal ausgehen, suggeriert die „anscheinend“ göttlich interpretierte, sogenannte natürliche Glaubenswelt der WTG orientierten ZJ, wiederum ein Bewusstsein der eigenen Unzulänglichkeit und man weist wieder mit dem Finger gegen sich selbst und konstruiert damit erneut einen Angstkreis. Gottenfremdete Glaubenskultur produziert Ängste ohne Ende. Denn wo Knechtschaft ist, gibt es keinen Trost, nur Ausbeutung: emotional, geistig, körperlich. Fremdbestimmung zerreist und zerstört die göttlich gewollte Freude, die man in seinem Herzen tragen sollte und könnte.

    In Jesaja 41, 10 heißt es: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.“

    Ängste, welche durch die Macht der Organisation produziert und verstärkt werden, verfrachten den Gläubigen in einem Raum der dauernden Selbstanklage, in welcher der Helfer und der Fürsprecher nur schwer Zugang hat. Das merken wir alle, wenn wir mit WTG loyalen ZJ sprechen.
    Hebräer 13, 6 kann nur schwerlich wirken: „So dass wir kühn sagen können, der Herr ist mein Helfer, und ich will mich nicht fürchten; was wird mir ein Mensch tun?“

    Angst vor Menschen, vor WTG Funktionären – Angst vor sich selbst, vor den eigenen Vorstellungsbildern, die keine eigenen sind, nur als solche scheinen – Angst vor der Gruppe, die allwöchentlich genau jene Vorstellungsbilder immer wieder und wieder aufs Neue ins Leben rufen und die Brüder in einen Bann des Freudlosen ziehen.

    Wie angenehm dagegen die Freiheit in Christus, das Gefühl einen Freund an seiner Seite zu wissen, der uns die Nähe zum Vater ermöglicht. Was kann uns ein Mensch antun?

    Liebe Grüsse an Euch alle von Eurem Bruder Bob

  • Alois
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder H.P.M.

    Ein sehr guter Vortrag! Wenn es nur mehr Zeugen lesen würden. Denn Jehova ist ein liebender Gott der möchte dass alle umkehren und gerettet werden. Er lässt Jahrestexte schreiben, lässt Bibelstellen in Wachttürmen schreiben, bei denen man nur 2 Verse weiter lesen müsste um die Verfälschungen des „bösen Sklaven“ zu durchschauen. Du hast ein treffendes Beispiel mit dem Vers in 1. Joh., Vers 23, 24 genannt. Wieso können an dem Wort der Bibel interessierte Menschen nicht 2 Verse weiterlesen?
    Weil ihre Sinne verblendet sind. Dieses Verhalten ist vielfach in den Propheten vorhergesagt. Jehova wusste immer wie es in der Zukunft kommen wird.

    Jes. 30
    15. Denn so spricht der Herr, Jehova, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe würdet ihr gerettet werden; in Stillsein und in Vertrauen würde eure Stärke sein. Aber ihr habt nicht gewollt;

    18. Und darum wird Jehova verziehen, euch gnädig zu sein; und darum wird er sich hinweg erheben, bis er sich euer erbarmt; denn Jehova ist ein Gott des Gerichts. Glückselig alle, die auf ihn harren!

    Im übertragenen Sinne erfüllt sich Heute dasselbe was vor langer Zeit Jeremia in Kap. 7 geweissagt hat, lest diese Verse mal mit der Idee wir Zeugen Jehovas wären damit angesprochen:

    8. Siehe, ihr verlasset euch auf Worte der Lüge, die nichts nutzen.
    9. Wie? Stehlen, morden und Ehebruch treiben und falsch schwören und dem Baal räuchern und anderen Göttern nachwandeln, die ihr nicht kennet!
    10. Und dann kommet ihr und tretet vor mein Angesicht in diesem Hause, welches nach meinem Namen genannt ist, und sprechet: Wir sind errettet-damit ihr alle diese Greuel verübet!
    11. Ist denn dieses Haus, welches nach meinem Namen genannt ist, eine Räuberhöhle geworden in euren Augen? Ich selbst, siehe, ich habe es gesehen, spricht Jehova.
    12. Denn gehet doch hin nach meiner Stätte, die zu Silo war, woselbst ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und sehet, was ich ihr getan habe wegen der Bosheit meines Volkes Israel.
    13. Und nun, weil ihr alle diese Werke getan habt, spricht Jehova, und ich zu euch geredet habe, früh mich aufmachend und redend, ihr aber nicht gehört habt; und ich euch gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt:
    14. So werde ich diesem Hause, welches NACH MEINEM NAMEN genannt ist, worauf ihr euch verlasset, und dem Orte, den ich euch und euren Vätern gegeben, ebenso tun, wie ich Silo getan habe.
    15. Und ich werde euch wegwerfen von meinem Angesicht, so wie ich alle eure Brüder, den ganzen Samen Ephraims, weggeworfen habe.
    16. Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie, und dringe nicht in mich; denn ich werde nicht auf dich hören.

    zu Vers 8: Die Worte der Lüge könnten die Puplikationen sein.
    zu Vers 9: Morden könnte ein Gemeinschaftsentzug sein, Ehebruch könnte der Bruch des Taufgelübtes sein, welcher jeder begeht der der Organisation folgt und nicht Jesus. Göttern nachwandeln tut jeder welcher dem Gott Organisation folgt.
    zu Vers 10: Die Zeugen glauben, wenn sie schön braf der Organisation folgen, dann werden sie errettet, trifft also auch zu.
    zu Vers 13: Jehova ruft uns sich früh aufmachend, aber fast alle sind taub und wollen nicht hören
    zu Vers 15: Jehova wird deswegen, wenn man das auf Heute überträgt, diese Organisation wegwerfen
    zu Vers 15: Selbst wenn ein treuer Prophet wie Jeremia heute um Vergebung bitten würde, Jehova würde sich nicht dieser bösen Organisation erbarmen.

    Liebe Grüße
    Alois

    ================================================================================

    Auch dir lieber Alois danke für deine Bemerkungen.
    Ich frage mich auch, wie es sein kann das unsere Brüder in der Mehrzahl nicht in der Lage sind einfach ein paar Verse weiter zu lesen, und wenn sie es tun doch nicht merken, wie sie verblendet sind. Die von dir angeführten Worte aus Jeremia sind sicherlich eine Erklärung dafür.
    Alles Gute
    Bruder H:P:M:

  • Ruth
    Dezember 22, 2011

    Lieber BruderH.I.M.,erst einmal vielen Dank für Deinen Beitrag. Mein Mann und ich haben diesen Beitrag mit großem Interesse gelesen, und grübeln schon die ganze Zeit darüber nach!Wenn sich alle erinnern können, ist doch das alte Israel mit seinen kriegerischen Handlungen und das ausrotten anderer Kleinkönigreiche in Palästina damals mit Christus entgültig abgeschafft worden oder nicht? Der Christus predigte Liebe und nicht das Schwert!In Deinem Artikel kommt das sehr klar zum Ausdruck , wie abartig manche Ansichten z.B. von Kreisaufsehern oder auch Ältesten, in ihren Vorträgen doch ist.Jesus Christus , und die 144000, werden das Richten durchführen am ende der Tage . Denn Jehova hält sich zurück denn er hat sie beauftragt. In dieser modernen Zeit können nur Menschen die selber auf der Erde lebten , und uns beobachten, als Richter fungieren!Denn Christus sitzt auf dem weissen Pferd und hält , als König, das Schwert in der Hand und nicht die Aufseher einer Versammlung oder der treue und verständige Sklave.Wir sind froh über solche Geistige Speise, die uns hier geboten wird vielen Dank sagen Ruth und Diener 1000

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Brd. HPM,

    (Zitat)
    „Angst und Zweifel sind aber keine positive Glaubensgrundlage.“

    Das ist eine sehr treffende Aussage, die ich voll unterschreiben kann. Die Angst und die Selbstzweifel werden in naher Zukunft immer mehr von Seiten der WTG geschürt um auch ja das letzte aus jedem Verkündiger raus zu pressen. Denn sich voll und ganz „verausgaben“ bis nichts mehr geht, das ist die Devise um gerettet zu werden. Das Loskaufsopfer ist nur Beiwerk und eine „gute Grundlage“, wie sich der WT 15.03.2012 S. 23 Abs. 11, ausdrückt.

    Mir ist übrigens gerade ein Widerspruch in diesem WT-Artikel aufgefallen, denn in Abs. 2 heißt es, dass die Rettung der „anderen Schafe“ davon abhängt die Gesalbten „tatkräftig zu unterstützen – dessen müssen sie sich immer bewusst sein.“

    In Abs. 13 heißt es dann aber, dass sich ihre Hoffnung „nicht auf Werke, sondern auf die unverdiente Güte Jehovas gründet.“

    Sehr rätselhaft dieser Artikel.

    LG
    Dennis

    P.S.: Welche Übersetzung hast du verwendet für den Schlusstext Gal. 5:1?

  • Matthäus
    Dezember 22, 2011

    Zu diesem hervorragenden Aufsatz gibt es nur folgendes Lob:

    Lieber Bruder der du diesen Aufsatz verfasst hast, ich bin begeistert!

    Würden die Schwestern und Brüder in den Versammlungen solches vermittelt bekommen dann würde zutreffen was Jesus so einfach formulierte: „Nehmt mein Joch auf euch – es ist sanft – es erquickt!“ Dann würde es leicht fallen wenn in Gottes Wort oftmals dieser Gedanke vermittelt wird: „FREUT EUCH!“

    Zu diesem Zitat: >>Die meisten Religionsorganisationen haben den Bösen und ihrer Meinung nach Abtrünnigen seit jeher körperliche und seelische Schmerzen angedroht. …., neigt deshalb heute der aufgeklärte Mensch dazu, sich von diesem Gottesbild abzuwenden.

    Die Schuld hierfür trägt in einem großen Umfang die Organisation heute ebenso wie einst im finstern Mittelalter die grausamen Kirchenfürsten und ihre Inquisition.

    Zu Anmerkung vom Volk Israel und seiner Sündhaftigkeit, auch jene von David der schwere Schuld auf sich geladen hat, soll durch die folgende Schilderung unterstrichen werden was sehr schön von Dir lieber Bruder HPM beschrieben wurde:

    Die Israeliten bekennen ihre Schuld
    Nehemia Kap. 9

    2 Von allen, die nicht zum Volk Israel gehörten, hatten sie sich getrennt und versammelten sich nun, um die Sünden zu bekennen, die sie und ihre Vorfahren begangen hatten.
    3 Drei Stunden lang hörten sie im Stehen zu, was aus dem Gesetzbuch des Herrn, ihres Gottes, vorgelesen wurde. Dann warfen sie sich vor dem Herrn, ihrem Gott, nieder und bekannten ihm drei Stunden lang ihre Schuld.

    Du gabst ihnen klare Bestimmungen, Weisungen, auf die man sich verlassen kann, gute Ordnungen und Gebote.

    14 Du lehrtest sie, den Sabbat als einen Tag zu achten, der dir allein gehört. Durch Mose, deinen Diener, hast du ihnen Gebote, Ordnungen und ein Gesetz gegeben.

    16 Aber unsere Vorfahren waren hochmütig, sie widersetzten sich dir und schlugen deine Weisungen in den Wind.
    17 Sie wollten dir nicht gehorchen und vergaßen deine großen Wunder, mit denen du ihnen geholfen hattest. Eigensinnig und widerspenstig wie sie waren, wollten sie selbst einen Anführer berufen, der sie in die Sklaverei nach Ägypten zurückbringen sollte. Du aber bist ein Gott, der vergibt, du bist gnädig und barmherzig; deine Geduld ist nie zu Ende, deine Liebe ist grenzenlos. Du hast unsere Vorfahren nicht verlassen,

    25 Dein Volk eroberte die befestigten Städte und nahm fruchtbares Ackerland in Besitz, dazu reich ausgestattete Häuser, ausgehobene Zisternen, viele Weinberge, Olivengärten und Obstbäume. Nun konnten sie essen, so viel sie wollten. Es ging ihnen sehr gut, du hattest sie so reich beschenkt!

    26 Doch trotz allem kehrten sie dir den Rücken und lehnten sich gegen dich auf: Von deinen Geboten wollten sie nichts mehr wissen; sie brachten deine Propheten um, die sie eindringlich ermahnt hatten, wieder zu dir zurückzukehren. Damit haben sie dich selbst beleidigt.

    …. In ihrer Not schrien sie zu dir um Hilfe, und du erhörtest sie im Himmel, weil du Erbarmen mit ihnen hattest. Du schicktest ihnen Retter, die sie von ihren Unterdrückern befreiten. ……. Und wieder schrien sie zu dir, und du erhörtest sie im Himmel. Du brachtest ihnen immer wieder Rettung, weil du Erbarmen mit ihnen hattest.

    29 Du riefst sie zur Besinnung, sie sollten umkehren und sich an dein Gesetz halten. Doch sie waren zu stolz und folgten deinen Weisungen nicht. Sie übertraten deine Gebote, die doch jedem, der sie befolgt, das Leben bringen. Sie wandten sich von dir ab, sie wollten nichts mehr von dir wissen und weigerten sich, dir zu gehorchen.

    30 Viele Jahre lang hattest du Geduld mit ihnen; du ermahntest sie durch deinen Geist und sprachst zu ihnen durch die Propheten. Doch sie stellten sich taub. Da gabst du sie in die Gewalt fremder Völker, 31 aber weil du erneut Erbarmen mit ihnen hattest, wolltest du sie nicht völlig vernichten; du überließest sie nicht ihrem Schicksal. Denn du bist gnädig und barmherzig.

    Ende der Auszüge aus dem 9. Kap. …um nur die wichtigstens Verse herauszugreifen.

    Wir wissen Jehova hat sich nicht geändert – im Gegenteil seine Güte und Gnade hat seit den ersten Christen und dem Opfertod seines Sohnes erst die rechte Grundlage – die Gerechtigkeit die ER uns ermöglicht kommt nicht durch eigene Leistungen zustande – diese ist gar nicht möglich – jeder der sich dies einbildet der lehnt das Opfer Jesu ab und in Wahrheit wie Paulus an die Galater schrieb:

    Wäre eine eigene Gerechtigkeit MÖGLICH, dann hätte Jesus sein Blut für uns nicht vergießen brauchen.

    Danke !!! Möge jeder der diese Zeilen ließt es seinem „geschundenen Bruder“ diese Zeilen ausdrucken und vermitteln. Habe keine Angst denke daran wir alle haben eine Pflicht unseren Bruder zu lieben, zu ermuntern und zur Liebe anzureizen.

    Sollte hier je ein Ältester sich dagegen „vergreifen“ dann muß nur jedem klar sein welche Interessen er vertritt: Die der hartherzigen Organisation und nicht die von Jesus unserm GUTEN Hirten.

    Liebe Grüße an alle von zu Hause
    Matthäus

    ===============================================================================

    Danke ,
    Matthäus für die schönen ergänzenden Worte aus Nehemia 9. Ich hoffe es geht dir gut und du bist bald
    wieder gesund.
    Liebe Grüße
    Bruder H:P:M

  • Revelation
    Dezember 22, 2011

    Hallo Bruder HPM,

    die Ausführungen von dir sind sehr treffend.
    Ich habe mich früher auch immer schuldig und unwürdig gefühlt weil ich meinte den „Anforderungen“ nicht zu genügen mit Dienst u.s.w. Bis ich den Wert des Loskaufsopfers erst richtig begriff.

    Zu dem Zitat aus dem Wt vom 15.4.95 fällt mir eine Ansprache eines Kreisaufsehers ein die obwohl schon einige Jahre her ich nicht vergessen habe. Dort erklärte der Kreisaufseher warum in Harmagedon auch unschuldige Kinder umkommen sollen; „wenn man eine Schlangengrube beseitigt macht man ja auch die Eier mit kaputt“!

    Herzliche Grüße und Dank

    Revelation

  • Dennis
    Dezember 22, 2011

    Lieber Revelation,

    solche Äußerungen, wie die des KA sind für mich nur noch schockierend und ekelerregend, aber leider keine Seltenheit. Ich bin inzwischen soweit von einem „geistigen Fanatismus“ zu sprechen, der zwar keine Selbstmordattentate und physische Gewalt einschließt, aber der zeigt, dass der Wert eines Menschenlebens für sehr viele gegen Null geht. Hauptsache sie werden gerettet.

    Wenn Jehova Gott und sein Sohn diese Einstellung gehabt hätte, wären wir alle niemals geboren worden, denn sie hätten einfach alle bösen Menschen platt gemacht und hätten von vorne begonnen.

    Damals hätten sie im Grunde nur 2 Menschen „vernichten“ müssen (Adam, Eva) heute müssen sie dafür ca. 7 Millarden vernichten, zumindest wenn es nach der WTG geht.

    LG
    Dennis

  • Christof
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder H.P.M.
    Vielen Dank für den aufbauenden Artikel. Es tut bestimmt gut, sich über die Feiertage in Ruhe damit zu beschäftigen. Sehr toll, wie du den Unterschied zwischen Trost und Angst herausstellst. Ich glaube, die wenigsten z.J. sind sich dessen bewusst, wie sehr die Angst im Volk Jehovas regiert.. Statt dessen lebt man ja nur für die neue Welt. Und ich finde, die Führung der z.J´s begehen umheimliche Sünden gegen den heiligen Geist, ja, sie betrüben ihn aufs äußerste. Wie kann man auf der einen Seite sagen, alle Entscheidungen seien vom Geist Gottes gelenkt, eingegeben und beeinflusst, und dann, nach kurzer Zeit muss man immer wieder seine Meinungen und Lehren revidieren. Hat sich etwa dann der Geist Jehovas geirrt ? Und dann mussten Zeugen, die Jehova treu dienen wollten, unter diesen Gesetzen leiden, war das dann auch vom Geist gewollt ? Oder doch eher nur die menschlichen Häuptlinge ? Nur gut, dass man immer schnell den Text des „helleren Lichts“ bei der Hand hat. Wie sehr dieser Text missbraucht wurde. Schade, dass das sowenige Z.J sehen.
    Grüße Christof

  • Shannon
    Dezember 22, 2011

    Lieber Bruder HPM,

    zunächst einmal möchte ich Dir danken, dass Du Dich von den Auseinandersetzungen der vergangenen Tage nicht hast entmutigen lassen, diesen wunderbaren Artikel für uns zusammenzustellen.

    Ich bin erstaunt, wie wenig ich von den Dingen innerhalb der Versammlung weiß, bin ich doch schon sehr lange weg. Aber mit diesem Vortrag ist dir der Spagat zwischen dem biblischen Wort und der modernen Psychologie, sowie der Epigenetk gelungen. Alles was in diesen Bereichen heutzutage gelehrt wird, findet sich in der Bibel auf irgend eine Art und Weise wieder.

    Was mich jedoch gerade erschreckt hat, ist der Absatz: Mit gleichem Mass messen.

    Aber du hast vollkommen recht. Wenn falsche Dinge in einem Kollektiv passieren, dann sind alle im Kollektiv dafür verantwortlich, auch die die wegsehen und nichts tun. Von daher ist dieser Absatz für mich aufrüttelnd und erschreckend zugleich, weil weder ich, noch viele Andere bisher über diese Konsequenzen nachgedacht haben.
    Von daher hat die Aufforderung aus Offenbarung 18:4,5: „Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen! 5 Denn ihre Sünden reichen bis an den Himmel und Gott denkt an ihren Frevel“ noch viel mehr zeitliche Brisanz als bisher. Ich habe noch nie so oft Hinweise auf diese Bibelstelle erhalten, wie zu Zeit. Und es steht in dem Vers 4 ganz klar: Dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden.

    Ich denke, dass diese Hinweise, bewusst oder unbewusst in den nächsten Monaten noch viel deutlicher werden.

    Nochmals Denke dafür.
    Shannon

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