97 Comments
  • pit an „vortrag2?“
    September 9, 2011

    und wo ist der bezug des weizens zum schlaf der menschen, die die aussaat des unkrauts verschlafen haben?

  • pit an „vortrag2?“
    September 9, 2011

    wie also sollte das zu verstehen sein, dass das königreich nicht gewachsen ist, sondern 2000 jahre lang geschlafen hat?

  • pit an „vortrag2?“
    September 9, 2011

    und der weizen schläft ja nicht, während er wächst.
    es ist ja das königreich, das aufgeht und wächst und frucht hervorbringt. das unkraut macht dasselbe.
    der schlaf der menschen ist ja unmittelbar nach der aussaat.
    und das unkraut wird ja unmittelbar nach der aussaat gestreut.
    danach ist von schlaf keine rede mehr. nur von wachstum.

  • pit an „vortrag?“
    September 9, 2011

    zitat:
    Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging hinweg.

    Nachdem die treuen Apostel und Jünger nach und nach gestorben bzw. eingeschlafen sind, war die für den Feind des Christus die Gelegenheit gekommen das christliche Lehrwort zu verfälschen, es zu vermischen mit heidnischem Lehrgut und als neue Erkenntnis zu predigen. Dies war die nachapostolische Zeit in deren Folge auch die Heidenreligionen christianisiert wurden.
    zitat ende

    ich kann da überhaupt keine zeit erkennen. nur das die ernte zum schluss ist.
    die menschen, die da schliefen, haben nichts mit der aussaat zu tun.
    am ehesten, wären sie diesselben, wie die knechte.
    die menschen, die schliefen, haben auch nichts mit der „zeit“ des wachstums zu tun.

    sie haben nur geschlafen, als der feind auch gesät hat. für mich ist das nur eine alegorie und weiter nichts.

    für mich besagt das: in jedem menschen ist die saat des guten gesät worden. und das unkraut, also die falsche lehre kann in jedem menschen aufgehen.

    und das zu allen zeiten.
    so seh ich das.

  • Sascha
    September 9, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    in diesem Artikel wurde die folgende Aussage gemacht: Zitat:

    Mit dem Wort Erde ist das neue Gottesvolk gemeint, ein neues Israel nach dem Geiste des Christus. Mit dem Wort „Meere“ ist das große Völkermeer gemeint. Zitat Ende

    Das deckt sich auch mit meinem momentanen Verständnis. Aber wirft das nicht ein bestimmtes Licht auf die beiden wilden Tiere aus Offenbarung 13?

    Das erste Tier mit sieben Köpfen steigt aus dem MEER herauf. Das zweite Tier aber aus der ERDE. Ich habe sogar mal gelesen, dass das Wort an dieser Stelle nicht nur mit „erez“ also „Erde“ im Griechischen gebraucht wurde, sondern mit dem Zusatz „erez israel“, also „Erde Israels“. Vielleicht kann dazu einer etwas genaueres sagen.

    Wenn dem so wäre, müsste man das zweite wilde Tier nicht in Verbindung mit der WTG sehen? Vor allem, dass dieses Tier die Menschen dazu bringt, das erste wilde Tier anzubeten, ist wichtig. Vorher wird aber schon gesagt, dass das erste wilde Tier von ALLEN Menschen angebetet wird, ohne das das zweite Tier dabei erwähnt wird. Es wird also ein Vorgang angezeigt, der im Endeffekt dazu führt, dass ALLE Menschen das Kennzeichen des wilden Tieres annehmen werden. Das zweite Tier wird später in Offenbarung 19 auch der falsche Prophet genannt. Allein dieser Begriff passt schon, aber ich glaube, man würde noch mehr Parallelen finden, die zwei Hörner, auch die großen Zeichen, die es mit VOLLMACHT des wilden Tieres tut. Durch die Anerkennung als Kirche hat die WTG in allen westlichen Ländern diese Vollmacht erhalten.

    Ich finde in jedem Fall die Einschränkung bei dem zweiten wilden Tier interessant, nämlich dass es aus der ERDE kommt, womöglich aus der ERDE ISRAEL, was zeigt, dass es seinen Einfluss auch eingeschränkt ausübt, auf die, die zu dieser ERDE gehören. Denn das allgemeine Völkermeer betet laut Offenbarung 13 schon das erste wilde Tier direkt an, bevor das zweite Tier überhaupt erwähnt wird.

    Könnt ihr meine Gedankengänge nachvollziehen? Wie denkt ihr darüber? Falls etwas dagegen spricht, oder ich etwas übersehen habe, freue ich mich auf entsprechende Hinweise.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Bruder Sascha

    Viele Zahlen sind nicht buchstäblich gemeint. Manche Zahlen oder markante Wörter haben eine „Brückenfunktion“. Sie sollen eine Gedankenbrücke zu anderen Stellen in der Bibel schaffen damit man im Verständnis weiterkommt.

    Nehmen wir die Zahl 666 aus Offbg. 13 von dem Dein Kommentar handelt.

    Offbg. 13
    11. Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamme, und es redete wie ein Drache.

    18. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

    1. Feststellung: Das Tier gleicht einem Lamm, also einem niedlichen jungem Schaf. Wir Christen sind doch die Schafe, also ist das Schaf einer von uns! Aber dieses Tier, das sich als Schaf ausgibt hat eine große Macht und redet große Worte wie ein Drache.

    2. Feststellung: Die Zahl 666 ist eine Zahl im Zusammenhang mit einem Menschen, somit kann nicht der Satan selbst gemeint sein.

    3. Feststellung: Das Tier steigt aus der Erde auf und nicht aus dem Meer, wie Du im Kommentar hervorgehoben hast.

    Viel mehr kann man aus den Offbg. Versen nicht herausfinden, vor allem nicht wer das Tier heute ist.

    Suchen wir also die Brücke zu den Propheten um weiter zu kommen. Auch die Geschichte der Israeliten hat Prophetie in sich!

    1. Kön. 10
    14. Und das Gewicht des Goldes, welches dem Salomo in einem Jahre einkam, war 666 Talente Gold,

    Wieso ist es wichtig dass wir wissen dass Salomo in einem Jahr 666 Talente Gold eingenommen hat. Von anderen Steuer- Jahren oder der Steuereinnahmen der anderen Könige steht auch nichts in der Bibel. Aber das prophetische Wort will für uns die Brücke schaffen zum König Salomo, um zu verstehen wer heute das Tier ist mit der Zahl 666.

    Die Organisation lehrt, der König Salomo würde den Jesus vorschatten. Denn der König Salomo sei ja so weise gewesen und sei von Jehova sehr gesegnet worden, was ja auch stimmt. Aber stimmt es dass er Jesus vorschattete? Nein, denn der König Salomo war zwar am Anfang und im Verlauf seiner Regierung zwar sehr gesegnet, aber zum Ende hin ist er abgefallen und hat sich den vielen Religionen der vielen Frauen gebeugt. Außerdem hat er im Laufe seiner Regierung sehr schwere Lasten seinem Volke aufgeladen.

    1. Kön. 11
    4. Und es geschah zur Zeit, als Salomo alt war, da neigten seine Weiber sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz war nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
    6. Und Salomo tat, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie sein Vater David.
    7. Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Molech, dem Greuel der Kinder Ammon.
    8. Und also tat er für alle seine fremden Weiber, die ihren Göttern räucherten und opferten.
    9. Da erzürnte Jehova wider Salomo, weil er sein Herz von Jehova, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war
    10. und ihm betreffs dieser Sache geboten hatte, nicht anderen Göttern nachzuwandeln; aber er beobachtete nicht, was Jehova geboten hatte.

    1. Kön. 12
    4. Dein Vater (Salomo) hat unser Joch hart gemacht; du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir dienen.

    Somit kann Salomo niemals Jesus vorschatten. Denn Jesus ist weder von Jehova abgefallen noch hat Jesus das Joch schwer gemacht. Denn Jesus sagte sein Joch sei sanft! Es ist wiederum ein freches Ablenkungsmanöver des Teufels und seinen Helfern, dass wir gelehrt werden Salomo schatte den Jesus voraus.

    Aber wenn wir herausgefunden haben wer heute dem neuzeitlichen Salomo entspricht, dann wissen wir auch wer das Tier ist das die 666 trägt.

    Jesus ist es nicht, obwohl er auch in der Bibel Lamm genannt wird. Es ist aber jemand der sich an die Stelle des Lammes gesetzt hat. Und jemand der von Jehova lange sehr gesegnet wurde und am Ende abgefallen ist. Jemand der immer mehr Lasten aufbürdet welche die Untertanen tragen sollen.

    Dass mit dem Tier die Organisation gemeint sein müsste drängt sich geradezu auf.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    September 9, 2011

    Lieber Bruder Alois,

    ich stimme deinem Kommentar in allem zu. Danke dass du uns diese Brücke zu Salomo noch einmal gezeigt hast. Das untermauert den Gedanken immer weiter, wer mit dem Tier gemeint sein könnte. Das uns in der Offenbarung vermittelt werden soll, dass eine Bedeutung in den Wörtern Meer und Erde besteht, zeigt uns auch dieser Text:

    Off 10:2 Er hielt eine kleine geöffnete Schriftrolle in der Hand und setzte seinen rechten Fuß auf das Meer und seinen linken auf das Festland.

    Hier ist von Jesus die Rede, der einen Fuß auf das Meer und auf das Festland, oder die Erde setzte. Wenn es keine Bedeutung hätte, würde es hier wohl nicht so stehen. Das die beiden Tiere aus Kapitel 13 dann diesen Gedanken wieder ins Spiel bringen, weil das erste eben aus dem MEER und das zweite aus der ERDE heraufsteigt, kann ebenfalls kein Zufall sein.

    Überhaupt lohnt es sich, die Offenbarung speziell nach diesen beiden Begriffen zu durchsuchen. Auf einmal ergibt vieles einen Sinn.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Jurek
    September 9, 2011

    Danke Alois für deine Antwort.

    Jedenfalls aus der Bibel (wie es aber im WT stand) kann man nicht entnehmen/sagen/finden, dass alle Juden (nach der letzten Wegführung) IN Babylonischer Gefangenschaft (also IN Babylon), 70 Jahre zugebracht haben – wie ich aus deinen Zeilen zu entnehmen meine, was anscheinend doch die WTG behauptet (?).

    L. G. 😉

  • Barbara
    September 9, 2011

    Liebe Cheyenne, Lieber Alois!

    Danke für Eure Ausführungen rund ums Thema 607/587.
    Nun ist mir einiges verständlicher.

    Liebe Grüße, Barbara

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Jurek

    Es steht schon in der Bibel, dass das Land 70 Jahre verödet war.
    Jedoch bezieht sich das vermutlich auf die Zeit in der Jerusalem ohne Tempel war.

    Zitat aus Wikipedia:
    Anders als häufig angenommen dauerte das babylonische Exil nicht 70 Jahre; die Angabe „70 Jahre“ entstammt Jeremias Brief an die Weggeführten in Babel (Jer 29,10): gemeint sind 70 Jahre „für“ (nicht „in“) Babylon. Die Zeitspanne bezieht sich auf die Zeit ohne eigenen Tempel (586 bis 515 v. Chr.), mit dessen Bau in den Jahren 517/516 v. Chr. begonnen wurde.

    2. Chr. 36
    20. Und die vom Schwerte Übriggebliebenen führte er nach Babel hinweg; und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königreich der Perser zur Herrschaft kam;
    21. damit erfüllt würde das Wort Jehovas durch den Mund Jeremias, bis das Land seine Sabbathe genossen hätte. Alle die Tage seiner Verwüstung hatte es Ruhe, bis SIEBZIG Jahre voll waren.
    22. Und im ersten Jahre Kores‘, des Königs von Persien-damit das Wort Jehovas durch den Mund Jeremias erfüllt würde-erweckte Jehova den Geist Kores‘, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich, indem er sprach:
    23. So spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist. Wer irgend unter euch aus seinem Volke ist, mit dem sei Jehova, sein Gott; und er ziehe hinauf!

    Jer. 25
    11. Und dieses ganze Land wird zur Einöde, zur Wüste werden; und diese Nationen werden dem König von Babel dienen SIEBZIG Jahre.
    12. Und es wird geschehen, wenn SIEBZIG Jahre voll sind, werde ich an dem König von Babel und an jenem Volke, spricht Jehova, ihre Schuld heimsuchen, und an dem Lande der Chaldäer: Und ich werde es zu ewigen Wüsteneien machen.

    Jer. 29
    10. Denn so spricht Jehova: Sobald SIEBZIG Jahre für Babel voll sind, werde ich mich eurer annehmen und mein gutes Wort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen.

    Daniel 9
    1. Im ersten Jahre Darius‘, des Sohnes Ahasveros‘, aus dem Samen der Meder, welcher über das Reich der Chaldäer König geworden war,
    2. im ersten Jahre seiner Regierung merkte ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, betreffs welcher das Wort Jehovas zu dem Propheten Jeremia geschehen war, daß nämlich SIEBZIG Jahre für die Verwüstung Jerusalems vollendet werden sollten.

    Sach. 1
    12. Da hob der Engel Jehovas an und sprach: Jehova der Heerscharen, wie lange willst du dich nicht Jerusalems und der Städte Judas erbarmen, auf welche du gezürnt hast diese siebzig Jahre?

    Jerusalem wurde zweifelsfrei um das Jahr 586 v.Chr. zerstört. Da sind sich alle Geschichtsschreiber einig.
    Babylon selbst wurde bereits im Jahre 539 v.Chr. erobert.

    Zitat Wikipedia:
    Dies führte dazu, dass die ihm nun feindlich gesinnte Priesterschaft Babylons mit dem Perserkönig Kyros II., der sich zu Marduk bekannte, bei dessen Eroberung der Stadt 539 v. Chr. kooperierte und maßgeblich an seinem Sturz und dem Babyloniens beteiligt war.

    Nach meiner Ansicht ist überhaupt nicht entscheidend wann Jerusalem zerstört wurde, sondern ab wann Jerusalem von Jehova aus endgültig verurteilt wurde. Das war spätestens ab der ersten Wegführung, in der auch Daniel nach Babylon kam und der Tempel entweiht wurde. Ohne Zweifel hat die erste Wegführung viele Jahre vor der Tempelzerstörung im Jahre 586 v. Chr. stattgefunden.

    Nehmen wir an 586 v. Chr. hat tatsächlich die Zerstörung Jerusalems stattgefunden wie es geschichtliche Quellen einheitlich bestätigen. Dann ergibt sich folgende Rechnung für die erste Wegführung und die Unterbrechung des Königreichsbundes mit David:

    Die Bibelstellen:

    Dan. 1
    1. Im DRITTEN Jahre der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.

    2. Chr. 36
    5. Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er regierte ELF Jahre zu Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen Jehovas, seines Gottes.

    11. Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er regierte ELF Jahre zu Jerusalem.

    Die Rechnung:

    586 v. Chr.
    + 11 Jahre Regierung Zedekia
    + 11 Jahre Regierung Jojakim
    – 3 Jahre der Regierung Jojakims als Nebukatnezar kam.
    ——————————————————————
    605 v. Chr. ist das Ergebnis der Rechnung aus obigen Bibelstellen.

    Zählt man zum Jahr 605 v. Chr. die 2520 Tage = Jahre hinzu, so kommt man auf das Jahr 1915
    Ein Jahr hin oder her spielt bei solchen Zeiträumen auch keine Rolle mehr.

    Deswegen glaube ich auch dass in der Zeit des Ersten Weltkrieges Jesus das verfallene Königtum Davids wieder aufgerichtet hat. Die Organisation nimmt ja sowieso Jesus alles weg, so auch diese Sache. Mit ihr hat der Neubeginn des Königtums Davids mit Jesus wenig oder nichts zu tun.
    .
    .
    Noch einen scheinbaren Widerspruch sollten wir klären:
    Dan. 1
    1. Im DRITTEN Jahre der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.

    2. Chr. 36
    5. Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er regierte ELF Jahre zu Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen Jehovas, seines Gottes.
    6. Wider ihn zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf; und er band ihn mit ehernen Fesseln, um ihn nach Babel zu führen.

    Daniel schreibt im DRITTEN Jahre.
    In 2. Chr. steht, er regierte elf Jahre und wurde nach Babylon geführt.

    Alle reden immer nur von zwei Wegführungen nach BAbylon und kommen deswegen mit den Jahren ständig durcheinander.

    Es gab nämlich insgesamt 3 Wegführungen:
    Die 1. Im DRITTEN Jahre der Regierung Jojakims
    Die 2. Im ELFTEN Jahre der Regierung Jojakims
    Die 3. Im ELFTEN Jahre der Regierung Zedekias

    Ob es sich alles tatsächlich so zugetragen hat wie die Bibel es sagt, das soll jeder für sich entscheiden. Oder wo habe ich einen Denkfehler?

    Liebe Grüße Alois

  • Jurek
    September 9, 2011

    Lieber Alois!

    Vielen Dank für deine Mühe mir zu antworten.
    Ich stellte nämlich weiter oben die Frage [ZITAT ANFANG]: Wo steht es in der Bibel – man möge mir bitte das (endlich mal) zeigen – dass die Juden 70 Jahre IN Babylon (im Exil) verbrachten, da Jerusalem mit Tempel zerstört war? Wo steht das in der Bibel? [ZITAT ENDE].

    Du schreibst eigentlich dann nicht auf meine Frage, indem du schreibst, „dass das Land 70 Jahre verödet war“.
    Soll daraus geschlussfolgert werden, dass während der gesamten 70 Jahre keine Menschen in Jerusalem mehr gab? Und was ist dann mit den 3 statt 2 Wegführungen gewesen (von denen ich auch wie du denke, dass es drei gewesen sind)?
    Mir ging es nicht um das Land Jerusalem, sondern um Exildauer der ins Exil gesamt Weggeführten – direkt nach (IN) Babylon.

    Dann zitierst du Wikipedia, wo davon berichtet wird, dass das babylonische Exil NICHT 70 Jahre dauerte.
    Wenn also die Zeit des Exils der Juden IN Babylon NICHT 70 Jahre betrug, dann warum schreibt die WTG im WT vom 1.11.11, S. 22, dass [ZITAT ANFANG]: „die Bibel bei dem Exil ausdrücklich von 70 Jahren spricht“ [ZITAT ENDE].
    Also (so meine Frage) WO spricht denn die BIBEL EINDEUTIG davon (wenn Wikipedia dem widerspricht)?
    Sorry für meine Einfältigkeit (?), aber ich kann das am besten Willen aus der Bibel immer noch nicht erkennen (vielleicht eben bin ich zu dumm dazu?). Ich möchte es aber gerne mit euerer Unterstützung erkennen.

    Du lieber Alois, machtest du dir Mühe auch hier Bibel zu zitieren und mehrmals die Zahl „70“ (ausgeschrieben) in großen Buchstaben zu setzen.
    Daher möchte ich das nicht außer Acht lassen und dazu meine fragen stellen:

    2.Chr.36:21:
    Da geht es eindeutig um den Propheten JEREMIA und diese von ihm vorhergesagten 70 Jahre.
    Wovon sprach also Jeremia (29:10)? Das wäre wichtig, weil die anderen Bibelschreiber sich auf Jeremia beziehen!
    Hatte er (Jer.) nicht geschrieben, dass wenn die 70 Jahre FÜR (Heb. Präposition Le, denn für IN steht eine andere Präp.) die Herrschaft Babylons zu ende sind, DANN wird sich JHWH des Israel-Volkes erbarmen…? Was hat das aber jetzt mit der Dauer des Exils der Juden IN Babylon zutun? (Das wurde in dem WT nicht wirklich erklärt, auch wenn sie wohl zum ersten Mal das mit dem „FÜR Babylon“ erwähnten).

    Jer. 25:11,12
    Und wo steht da die Zeitdauer der (aller weggeführten) Juden IN Babylon?

    Interessant wird jetzt das Zitat aus Jer 29:10:
    [ZITAT ANFANG]: „10. Denn so spricht Jehova: Sobald SIEBZIG Jahre für Babel voll sind, werde ich mich eurer annehmen und mein gutes Wort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen.“ [ZITAT ENDE].
    Also um welche 70 Jahre geht es da überhaupt? Die 70 Jahre der Juden IN Babylon, oder die 70 Jahre FÜR Babylon (babylonische Vorherrschaft)?
    Was hätte das eine mit dem anderen zutun? Nur um selektiv geschichtliche Artefakte zu diskreditieren, um auf 1914 kommen zu können?

    Auch Daniel 9 bezieht sich wieder auf die Worte Jeremias des Propheten in Jer 29:10!

    Sach.1:12 beantwortet auch nicht meine Frage, wonach die Juden 70 Jahre IN Babylonischer Gefangenschaft (in Babel) gewesen wären, oder?

    Ich denke, dass man auch zwischen der Knechtschaft und Gefangenschaft dabei auch sehr zu unterscheiden müsste… (?)

    Liebe Grüße und Dank, auch wenn meine Frage noch nicht ganz geklärt worden ist.
    Freue mich, wenn ich noch weiterführende Antworten (bes. von „ZJ“, da davon steht es ja im WT) bekommen könnte.
    Vielen Dank!
    🙂

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Jurek

    Was im Wachtturm steht, das möchte ich nicht kommentieren. Da wir viel geschrieben was nach meiner Ansicht mal richtig, mal falsch ist.

    Da Daniel unter den Weggeführten der ersten Wegführung war, also bereits 19 Jahre vor der Zerstörung des Tempels, hat er tatsächlich 70 Jahre in Babylon zugebracht. Für die Juden der 2. Wegführung und den Juden welche bei der Zerstörung Jerusalems überlebt haben, waren es keine 70 Jahre sondern entsprechend weniger.

    Daniel 1
    1. Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.
    2. Und der Herr gab Jojakim, den König von Juda, in seine Hand, und einen Teil der Geräte des Hauses Gottes; und er brachte sie in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes: die Geräte brachte er in das Schatzhaus seines Gottes.

    2. Kön 25
    8. Und im fünften Monat, am Siebten des Monats, das war das NEUNZEHNTE Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Knecht des Königs von Babel, nach Jerusalem.

    Halten wir fest, im 19. Jahr des Nebukatnezars wurde der Tempel zerstört.

    Nach der Rechnung in meinem Kommentar oben, war die erste Wegführung 19 Jahre früher, somit im 1. Jahr des Nebukatnezars. Dass dies so gewesen sein muss, sieht man in folgendem Text:

    Daniel 2
    1. Und im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, und sein Geist wurde beunruhigt, und sein Schlaf war für ihn dahin. …….

    Daniel war somit schon im 2. Jahr des Nebukatnezars in Babylon!

    Wenn also Daniel nicht 2 mal gelogen hat, nämlich einmal in dem Vers den ich gerade genannt habe und in Kap. 1:1 als er sagte die Wegführung sei im 3. Jahre Jojakims gewesen, dann war die erste Wegführung spätestens im Jahre 605 v.u.Z. Da es aber im 3. Jahre…. heißt, kann das 3. Jahr auch gerade erst angefangen haben. Dann wäre 606 v. Chr. die erste Wegführung gewesen.

    Deswegen steht für mich weiterhin fest, das Aufrichten des Königreiches im Himmel hat 1914 oder kurz danach stattgefunden.

    Das was die Organisation aus dem Jahre 1914 gemacht hat, das ist falsch, nicht das was in der Bibel steht.

    Das einzige was man glauben kann oder nicht ist, ob die 2520 Tage so zu verstehen sind. Also ob es prophetisch so gemeint ist mit der ein Tag ein Jahr Regel. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Cheyenne
    September 9, 2011

    Hallo Jurek,

    Der Pharao von Ägypten führte eine große Armee nach Mesopotamien und kämpfte am Euphrat bei Karkemisch gegen den neuen König Nebukadnezar. Er wurde jedoch geschlagen und zog sich fluchtartig nach Ägypten zurück. Nebukadnezar verfolgte ihn und seine Armee bis an die Grenzen von Ägypten. Dann ging er nach Babylon zurück und dabei wurden die ersten Juden in babylonische Gefangenschaft geführt. Zu diesem Zeitpunkt begann das Exil für einen Teil der Juden. Ebenso unterstand Palästina und Syrien von da an den Babyloniern.

    2.Kö.24:7 Und nie wieder kam der König von Ägypten aus seinem Land heraus, denn der König von Babylon hatte alles genommen, was dem König von Ägypten vom Wildbachtal Ägyptens an bis hinauf zum Strom Euphrat zu eigen geworden war.

    Dan.1:1-3… Dann sprach der König zu Ạschpenas, seinem obersten Hofbeamten, [man solle] einige von den Söhnen Israels und von den königlichen Nachkommen und von den Edlen herbeibringen,

    2:1(Zu diesem Zeitpunkt waren Daniel und seine Freunde schon einige Zeit in Gefangenschaft.)

    Jer.25:1 Das Wort, das an Jeremia erging über das ganze Volk von Juda im vierten Jahr Jọjakims, des Sohnes Josịas, des Königs von Juda, das ist das erste Jahr Nebukadrẹzars, des Königs von Babylon;
    Die endgültige Eroberung Jerusalems ereignete sich im 19.Jahr seiner Regierung.

    2.Kö.25:8 Und im fünften Monat, am siebten [Tag] des Monats, das heißt im neunzehnten Jahr König Nebukadnẹzars, des Königs von Babylon, kam Nebusạradan, der Oberste der Leibwache, der Diener des Königs von Babylon, nach Jerusalem. 9 Und er ging daran, das Haus Jehovas und das Haus des Königs und alle Häuser Jerusalems zu verbrennen; und das Haus jedes großen Mannes verbrannte er mit Feuer. 10 Und die gesamte Streitmacht der Chaldạ̈er, die bei dem Obersten der Leibwache war, riß die Mauern Jerusalems ringsum nieder. 11 Und den Rest des Volkes, der in der Stadt zurückgelassen worden war, und die Überläufer, die zum König von Babylon übergelaufen waren, und den Rest der Menge führte Nebusạradan, der Oberste der Leibwache, ins Exil. 12 Und einige von dem geringen Volk des Landes ließ der Oberste der Leibwache als Winzer und als Fronarbeiter zurück.(auch Jer.52:12-16)
    Somit gab es für einige Juden 70 Jahre Exil in Babylon, für die Anderen 62 oder 51 Jahre und die ganz geringen Juden sollten eigentlich gar nicht ins babylonischen Exil. Allerdings wurde das durch Intrigen und der Ermordung Gedaljas hintertrieben. Sie gingen nach Ägypten und wurden einige Jahre später von dort nach Babylon verschleppt.(Jer.40-43).
    Jer.29:10 (EB)Denn so spricht Jehova: Sobald siebzig Jahre für Babel voll sind, werde ich mich eurer annehmen und mein gutes Wort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen.
    Da Babylon im Jahre 537 von Kyros erobert wurde, waren auch für sie 70 Jahre voll. Es ist kein Widerspruch, wenn Jehova diese Zeitspanne an zwei Völkern erfüllen lässt.

    Wie sich die LK windet, um ihre Behauptung für die Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 aufrecht zu erhalten, sollte uns nicht weiter irritieren. Dazu versucht sie, die Geschäftstafeln als Beweis anzuführen. Mit dem Akzessionsjahr von Amel- Marduk kann sie sogar 1 Jahr herausschinden. Allerdings bleiben da noch 18 weitere Jahre, für die sie keine Belege findet. Einerseits schreibt sie in der Fußnote: Geschäftstafeln gibt es zu ALLEN Regierungsjahren, die traditionellerweise neubabylonischen Königen zugeordnet werden… Allerdings behauptet sie dann doch: Wie bereits erwähnt, deutet die Lückenhaftigkeit der babylonischen Chroniken darauf hin, dass uns kein nahtloser chronologischer Bericht vorliegt. Haben zwischen diesen Königen vielleicht noch andere regiert? Wenn ja, müsste die neubabylonische Epoche um die entsprechende Anzahl von Jahren verlängert werden.
    Die LK muss logischerweise die 19 Jahre irgendwo unterbringen können, die sie mit 607 zu früh angesetzt hat. Da ist es hilfreich, wenn man “neue” Könige kreieren kann. Könige hatten oft mehrere Namen, das war in Babylon genauso wie in Israel oder Ägypten.
    In dieser WT- Serie hat die LK sehr viel Forschung damit betrieben, in der weltlichen Geschichtsschreibung Beweise und Lücken zu finden, die 587 erschüttern sollen. Hätten sie nur einen Bruchteil dieser Zeit allein mit Bibelforschung investiert, wäre ihnen ihr Rechenfehler von 19 Jahren aufgefallen.

    L.G. Cheyenne

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Vielleicht ist auch dieser Hinweis eine Hilfe:

    http://www.digidatanet.de/?p=147&cpage=2#comment-6034

    Das ist für mich ein innerbiblischer Beweis FÜR 587 als Zerstörung
    Jerusalems.

    lg. Matthäus

  • Jurek
    September 9, 2011

    Danke Matthäus für den Link und den Innerbiblischen Hinweis! 🙂

    L. G.

  • Alois
    September 9, 2011

    Danke auch von mir Matthäus

    Auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Da sieht man, die Bibel schreibt an so vielen verschiedenen Stellen zu dem selben Thema etwas. Falsche Lehrer oder falsche Propheten müssten die Bibel auswendig kennen und verstehen um solche „Fehler“ welche sie bloßstellt nicht zu machen.

    Grüße
    Alois

  • Jurek
    September 9, 2011

    Hallo Cheyenne,

    vielen herzlichen Dank auch für deinen interessanten Beitrag, der sicher auch viel Mühe gekostet hat.
    Ich habe mich sehr darüber gefreut! (Vielleicht darf ich das auch in mein Forum übernehmen? Oder du postest selber das dort rein?) (Lieber Jurek, bitte habe Verständnis dafür dass wir keine Links veröffentlichen wollen, deshalb haben wir ihn gelöscht.)

    Jedenfalls auch daraus kann ich nicht entnehmen, dass [WT 01.11.11; S.22 – ZITAT]: „Laut weltlicher und biblischer Chronologie endete dieses Exil, als Cyrus (Kyrus) die Juden nach der Eroberung Babylons freiließ; sie kehrten 537 v. u. Z. nach Jerusalem zurück. Da die Bibel bei dem Exil ausdrücklich von 70 Jahren spricht, muss es 607 v. u. Z. begonnen haben.“ [ZITAT ENDE].

    Denn soweit ich das mitbekam (bitte korrigieren wenn falsch!) endeten diese 70 Jahre aus Jer. 29:10 nicht 537 v.u.Z. sondern schon früher: 539 v.u.Z.
    und dass die Bibel an keiner Stelle („ausdrücklich“?) von 70 Jahren des Exils spricht – nämlich dem für ALLE in GEFANGENSCHAFT IN BABYLON sich befindlichen Juden (da Jerusalem samt Tempel zerstört wurde, auch wenn nicht restlos alle Juden ins Exil wanderten, aber die gemeinten), d.h. auch dieser, die ZULETZT nach Babylon geführt worden sind.

    Sehe ich das so richtig?

    Die WTG versucht da die weltliche Quellen zu diskreditieren… Mag sein, dass nicht alles so genau wäre.., aber dennoch ist sie ja doch auch selber von weltliche Quellen abhängig, und dass 539 v. u. Z. kein Schlüsseldatum der Geschichte ist (wie sie einst annahm), darf man an der Stelle auch erwähnen? Oder ist die Annahme falsch? Denn das wäre wohl das Jahr, an dem Cyrus Babylon erobert hat… Dann unter diesem Perser wurde ein Teil der Juden im Jahr 537 wieder nach Jerusalem entsandt, um die Stadtmauern und Tempel zu erbauen…

    Von erster Deportation bis zum Fall Babylons, da waren nahezu „70“ Jahre vergangen, aber ich verstehe es eben nicht, wie der Wachtturm das sonst das meint…?
    Jedenfalls was hätte das mit Jeremia 29:10 zutun?

    Und wenn eben 607 v.u.Z. nicht passt (was mich erstmal wunderte, dass der Hr. Dr. Furuli wie andere mal in der Abhandlung in der Broschüre „Forschung – Bibel – Artefakte“ nicht ein einziges Mal „607 v.u.Z.“ erwähnte! … Mir kommt aber so vor, als ob da bei der WTG mit gezinkten Karten gespielt wird, wo ich immer noch über einen der Glieder der LK staune, der meinte, dass RUSSELL wirklich auch daraus 1914 schon einst voraussagen konnte und damals haben sie dies so richtig erkannt… (?)

    Wie auch immer. Ich bin aber aufrichtig immer dazu bereit, mich zu korrigieren, wenn ich was eindeutig aus der Bibel falsch verstehe, daher bin ich auch dankbar, wenn mir jemand was anderes aus der Bibel zeigen kann, wenn ich mich wo irre.

    Liebe Grüße!
    Jurek

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Brosi,
    ZITAT:
    „Schon lange Zeit habe ich und auch andere Brüder und Schwestern erlebt, wie etliche Brüder oder Schwestern mit der Prophetie des Propheten Daniel, nach meiner Ansicht lästerlich, umgehen.
    Luk. 12:10

    10. Und jeder, der ein Wort sagen wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; dem aber, der wider den Heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden.

    Der obige Vortrag von Bruder B ist für mich ein unumstößliches Duplikat das nach meiner Erkenntnis geschichtlich mit dem Zeitplan Jehovas übereinstimmt. Durch den Heiligen Geist gab der Engel des Bundes dem Daniel Chronologie und Ereignisse und nach meinem Verständnis auch Jahreszahlen vom Reiche Gottes bis zum Jahre 1914 / 1919 bekannt.“

    Ich hoffe sehr, dass deine Worte nicht so gemeint sind wie sie in meinen Ohren klingen…und sich auch nicht auf unsere gemeinsamen Überlegungen auf BI beziehen.

    Denn das hieße dann ja, dass deiner Ansicht nach, jeder hier dem heiligen Geist lästert, der deinem Verständnis und dem Artikel nicht folgt.

    Wenn für dich der obige Artikel „ein unumstößliches Duplikat, das geschichtlich mit dem Zeitplan Gottes übereinstimmt“ ist…so ist das deine eigene Sache…und ich akzeptiere deine Einstellung dazu.
    Doch für mich sind es zuerst einmal lesenswerte Überlegungen, die sich an geschichtlichen Dingen orientieren die teils schon tausende (was das Volk Gottes angeht), bzw hunderte (was die WTG angeht) von Jahren zurückliegen. Sie können stimmen…oder auch nicht. Das wird – wie immer bei Berechnungen die sich auf Dinge in der Vergangenheit begründen und gleichzeitig in die Zukunft weisen – nur die Zeit zeigen.
    Sie im Auge zu behalten ist sicherlich nicht falsch…sie als EINZIG Richtige anzusehen und sie dogmatisch zu vertreten, halte ich aber für gefährlich.

    Denn nur EIN einziger Gedankenfehler, nur EINE einzige falsche Berechnung, nur EINE falsche Grundlage auf die sich gestützt wird reicht – und schon stürzt alles in sich zusammen.

    Ich möchte nichts weiter, als das meine Einstellung und auch die der Mitkommentatoren, akzeptiert wird und nicht unterschwellig eine Lästerung des hl Geistes zur Sprache gebracht wird, weil wir das Gelesene nicht abnicken.

    Die Welt ist voll von Menschen die sich – was ihre Erkenntnis angeht – auf den heiligen Geist berufen, aber die meisten davon sind einem Irrtum erlegen… – Das haben vor, während und nach Russell schon Viele getan und das machen bis heute Viele die sich jeweils 100 % sicher sind, den Geist der Erkenntnis zu besitzen. – Es scheint also generell eine Annahme zu sein, der man auch fälschlicherweise erliegen kann.
    Und wehe dem, der andere mit in die Irre führt, weil er ein Dogma daraus gemacht hat, der Nachfolger fand…

    Bruderinfo war bisher ein Forum, das freien Gedankenaustausch auch über Prophetien zuließ, ohne den mentalen Knüppel auszupacken oder andere Ansichten abzuwerten. Mein Wunsch wäre, dass dies so bleibt.

    Anderen die Lästerung des heiligen Geistes vorzuwerfen, weil sie sich Gedanken machen die von der eigenen Ansicht abweichen, würde niederreißen statt aufzubauen…und würde mich an längst vergangene Zeiten erinnern.
    Auslegungen bei denen der Schreiber oder andere Leser voraussetzen, dass jeder der sie liest sie auch so annehmen muss, ansonsten hat er nicht den hl Geist, lese ich – aus Gewissensgründen meinem Gott und meinem Erlöser gegenüber – dann lieber erst garnicht. – Denn EINMAL selbsternannten geistigen Führern vertraut zu haben, die erzählen das sie den Geist der Erkenntnis besitzen, reicht mir vollkommen.

    Man kann ja davon überzeugt sein, vom hl Geist Erkenntnis geschenkt bekommen zu haben und dies dann mit anderen teilen. Aber ihnen dann auf´s Auge zu drücken, dass sie das jetzt gefälligst genau so annehmen müssen, zeugt weder von Liebe noch von Gottvertrauen. Denn letztlich ist alleine ER es, der jedem seinen hl Geist so gibt, wie er es für richtig hält.

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Wie bekannt kenne ich Bruder Brosi, weil ich seine auf Band aufgenommenen Kommentare schreibe. Ich habe aber kein Recht etwas von seinem Diktat zu ändern, deswegen schreibe ich es so wie es mir diktiert wurde ohne Rücksicht darauf was ich selbst für richtig halte.

    Bruder Brosi hat sicher nicht die Absicht einem Leser zu unterstellen er würde den Heiligen Geist lästern, nur weil er das eine oder andere nicht glauben kann. Ewas nicht glauben zu können hat nichts mit dem Vers Luk. 12 zu tun.

    Er hat auch geschrieben: „ist für MICH ein unumstößliches Duplikat“ von Anderen ist nicht die Rede.

    Er glaubt dass die 7 Zeiten der Nationen um die Jahre 1914 / 1919 geendet haben. Ich glaube das übrigens auch. Nur das was die Organisation alles daraus gebastelt hat, das glauben wir beide nicht.

    Was allgemein sinngemäß auch immer wieder zu lesen ist, dass es Blödsinn sei an das Jahr 1914 zu glauben, weil Jerusalem doch gar nicht 607 v.u.Z. zerstört wurde, das hat manchmal schon Züge von Lästerung. Denn wo steht in der Bibel, dass der Beginn der 7 Zeiten der Nationen mit der Zerstörung Jerusalems zusammenfällt? Nirgends, der Zeitpunkt beginnt als Jehova das Königtum Davids unterbrochen hat, von Jehovas Warte aus gesehen nicht von dem was wir an Zeitpunkten annehmen. Als Jesus starb riss auch der Vorhang im Tempel und trotzdem wurde Jerusalem erst im Jahre 70 zerstört. So ähnlich vermute ich das zur Zeit Jeremias auch. Verurteilung und Zerstörung sind zwei völlig getrennte Vorgänge und dazwischen können viele Jahre liegen. Nach meiner Ansicht ist die Organisation auch schon längst verurteilt, aber noch nicht zerstört worden.

    Jerusalem wurde um das Jahr 586 /587 v.u.Z. zerstört, da sind sich außer der Organisation alle einig. Weil aber die Organisation auch in diesem Punkt offensichtlich etwas falsches lehrt, neigen wir dazu alles um dieses Thema herum abzulehen. Aber genau das möchte der Widersacher bezwecken. Eine Wahrheit wird mit soviel Lüge umgarnt, dass man die Wahrheit gar nicht mehr erkennen kann. Jetzt liegt es an jedem von uns sebst, die wertvollen Perlen zwischen dem riesigen Berg von Unrat zu finden.

    Dann noch eine Bemerkung zu Deinem Zitat: „Bruderinfo war bisher ein Forum, das freien Gedankenaustausch auch über Prophetien zuließ, ohne den mentalen Knüppel auszupacken oder andere Ansichten abzuwerten. Mein Wunsch wäre, dass dies so bleibt.“

    Du beziehst Dich auf einen Kommentar, nicht auf einen Vortrag. Würde in einem Vortrag das stehen was Du bemängelst, dann würde ich Deine Reaktion verstehen. Aber es gibt viele gute und weniger gute Kommentare hier in Bruderinfo. Diese sind ausschließlich die Meinung von den einzelnen Kommentarschreibern, aber nicht von Bruderinfo. Deswegen finde ich diese Sorge völlig unberechtigt.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    ZITAT:
    „Ich habe aber kein Recht etwas von seinem Diktat zu ändern, deswegen schreibe ich es so wie es mir diktiert wurde ohne Rücksicht darauf was ich selbst für richtig halte.“

    Das sollst du auch tun…sonst wäre das ja sinnlos. 😉

    ZITAT:
    „Er hat auch geschrieben: “ist für MICH ein unumstößliches Duplikat” von Anderen ist nicht die Rede.“

    Ich weiß…deshalb habe ich ja auch NUR ihn angesprochen.
    Den Artikel hatte ich nur erwähnt, weil er sich darauf bezog.

    ZITAT:
    „Du beziehst Dich auf einen Kommentar, nicht auf einen Vortrag. Würde in einem Vortrag das stehen was Du bemängelst, dann würde ich Deine Reaktion verstehen. Aber es gibt viele gute und weniger gute Kommentare hier in Bruderinfo. Diese sind ausschließlich die Meinung von den einzelnen Kommentarschreibern, aber nicht von Bruderinfo.“

    Genau, ich beziehe mich nur auf diesen einen Kommentar.
    Bruderinfo sollte sich da nun auch garnicht angesprochen fühlen, das kam vielleicht missverständlich rüber.

    Nur lebt Bruderinfo ja auch von den Kommentaren und deshalb kann man gewisse Äußerungen auch dann nicht unwidersprochen stehen lassen, wenn sie ein normaler Kommentator gepostet hat.
    Und wenn es um den Vorwurf der Lästerung gegen den hl Geistes geht, nur weil man einem Gedanken nicht folgt, dann geht es auch ums Prinzip. Der Schreiber ist dabei zweitrangig.

    Das du selbst nicht so eingestellt bist, weiß ich. – Du bringst deine Ansichten hier auf eine Weise an, die einem die Freiheit gibt, sie erst mal innerlich „sacken“ zu lassen…man fühlt sich nie verpflichtet sie sich zu eigen zu machen.
    Durch deine Art erreichst du, dass man zumindest dafür offen bleibt, dass es sich so verhalten könnte.
    Das macht es so angenehm deine Kommentare zu lesen.
    Wenn man sich genötigt fühlt etwas Bestimmtes so und nicht anders zu sehen, dann bewirkt es eher, das man dicht macht.

    Was ja eigentlich blöd ist, weil man dadurch selbst Gefahr läuft, sich nur noch auf eine Richtung einzuschießen.

    LG Ulli

  • Brosi
    September 9, 2011

    Schon lange Zeit habe ich und auch andere Brüder und Schwestern erlebt, wie etliche Brüder oder Schwestern mit der Prophetie des Propheten Daniel, nach meiner Ansicht lästerlich, umgehen.
    Luk. 12:10

    10. Und jeder, der ein Wort sagen wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; dem aber, der wider den Heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden.

    Der obige Vortrag von Bruder B ist für mich ein unumstößliches Duplikat das nach meiner Erkenntnis geschichtlich mit dem Zeitplan Jehovas übereinstimmt. Durch den Heiligen Geist gab der Engel des Bundes dem Daniel Chronologie und Ereignisse und nach meinem Verständnis auch Jahreszahlen vom Reiche Gottes bis zum Jahre 1914 / 1919 bekannt.

    Zusätzlich bekam der Apostel Johannes durch den Engel des Bundes Offenbarung 1:1-3 die Anschlußvision von 1914 /1919….

    1. Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muß; und durch seinen Engel sendend, hat er es seinem Knechte Johannes gezeigt,
    2. der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi, alles, was er sah.
    3. Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!

    Offbg. 11:1-2
    1. Und es wurde mir ein Rohr, gleich einem Stabe, gegeben und gesagt: Stehe auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten.
    2. Und den Hof, der außerhalb des Tempels ist, wirf hinaus und miß ihn nicht; denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate.

    …..bis hin zur Hochzeit des Lammes mit Beginn der 1000 Jahrherrschaft. Das sind zwei übereinstimmende Zeugnisse für unsere Tage.

    Lob, Preis und Danksagung unserem himmlischen Vater Jehova!

    Liebe Brüder und Schwestern, macht Euch bitte mal Gedanken was das prophetische Wort „Zerstreuung“ bedeutet.
    1. Petr. 1:1

    Liebe Grüße
    Bruder Brosi

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Brosi,
    nichts desto trotz, möchte ich gerne auf deine Frage zurückkommen.

    ZITAT:
    Liebe Brüder und Schwestern, macht Euch bitte mal Gedanken was das prophetische Wort „Zerstreuung“ bedeutet.
    1. Petr. 1:1

    „Petrus, Apostel Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien3, die auserwählt sind.“
    1. Petr. 1:1

    Nun…die Juden wurden immer wieder zerstreut und auch die Urchristen wurden ja durch die Verfolgungen zerstreut.
    Zerstreuung war bei den Juden ein göttlicher Akt der Strafe. Oder, nach dem Turmbau von Babel, ein Zeichen göttlicher Macht.

    Während es beim Urchristentun weder das eine noch das andere war, es sei denn, man zählt es Gott zu, weil durch die Zerstreuung ja die Botschaft vom Christus und seinem Königreich in die Welt hinausgetragen wurde.

    Heute wird die Zerstreuung der Nachfolger Christi größtenteils durch die Verfolgung aus eigenen Reihen ausgelöst. – Es liegt kein Segen auf der Christenheit und darum kann sie auch keine göttliche Einheit bewahren…also indirekt durch Gott „zertreut“.
    Oder auch direkt durch Gott, insofern dass er Einzelne die falsche Lehre ihrer geistigen Führerschaft erkennen lässt und ihnen die Kraft gibt, sich von ihr lösen.

    Sie leben dann einzeln verstreut, weil sie keiner Gemeinschaft mehr zugehörig sind.
    Doch alleine sind sie nicht, weil Jesus selbst sie in seine Arme genommen hat, um sie nachhause zu tragen.

    Ich sehe da schon einen Zusammenhang zwischen Früher und Heute…aber wie ich es prophetisch einordnen soll, weiß ich nicht.

    Aber vielleicht ist da ja wer andereres schon weiter. 🙂

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Ja so glaube ich das auch, Du hast das wieder einmal richtig erkannt. Danke unserem Vater im Himmel dafür, dass er Dir den Schlüssel der Erkenntnis durch den Heiligen Geist gegeben hat. Denn nicht Du oder ich haben das herausgefunden, sondern der Geist Gottes hat uns das gezeigt.

    Von wegen Jehovas Geist wirkt nur über den „Kanal“ der „LK“.
    Diese Behauptung wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, was sie damit an Elend anrichten und angerichtet haben.

    Nur wie man das prophetisch beweisen kann, das wäre eine größere Aufgabe. Du hast schon Beispiele angeführt, das ließe sich bestimmt noch ausbauen. z.B. Hes. 34

    5. Und so wurden sie zerstreut, weil sie ohne Hirten waren; und sie wurden allen Tieren des Feldes zur Speise, und wurden zerstreut.
    6. Meine Schafe irren umher auf allen Bergen und auf jedem hohen Hügel; und über das ganze Land hin sind meine Schafe zerstreut worden, und da ist niemand, der nach ihnen fragt, und niemand, der sie sucht. –

    Es gab somit eine lange Zeit in der niemand nach den Schafen geschaut hat, auch nicht Jesus. Denn niemand heist auch niemand. Erst ab einem bestimmten Zeitpunkt hat sich Jesus aufgemacht diese zerstreuten Schafe zu suchen und zu finden.

    Ich glaube jetzt leben wir in der Zeit in der Jesus diese zerstreuten Schafe einsammelt. Das begonnene Einsammeln der Schafe Christi ist für mich ein untrügliches Zeichen an dem wir erkennen wie weit die Nacht fortgeschritten ist.

    Denn wenn man wieder in die Prophetie abtaucht, dann ist es für einen Hirten nicht möglich in dunkler Nacht ein zerstreutes Schaf zu finden. Der beste Hirte kann nur hoffen, dass das Schaf nicht von den Wölfen und anderen wilden Tieren gefressen wird. Erst wenn die Morgenröte und danach die Morgendämmerung beginnt, erst dann kann sich ein Hirte aufmachen und seine zerstreuten Schafe suchen und finden.

    Da aber für mich eindeutig sichtbar, jetzt die Schafe eingesammelt werden, die bisher alleine waren, muss die geistige Nacht fast zu Ende sein. Wir müssten bereits in der Dämmerung des Morgens leben.

    Wenn Jesus dies vollendet hat, dann beginnt eine neue Zeitperiode. Nämlich die Zeitperiode in der die unklugen Jungfrauen an die Tür klopfen und nicht mehr hineingelassen werden. So wie in den Tagen Noahs, bevor es zu regnen begann, war die Türe fest verschlossen. Wann dieser nächste Schritt beginnt werden wir bestimmt auch erfahren wenn es so weit ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    September 9, 2011

    Als Zusatz zu meinem Kommentar möchte ich noch anmerken, dass auch die Tatsache, dass Jesus in seinem Gleichnis vom Weizen und dem Unkraut ja selbst die Erklärung gibt, dass mit dem Feld die WELT, und eben nicht die WTG oder andere Organisationen oder Religionen gemeint ist, geht für mich eindeutig daraus hervor, dass es nicht darum geht in oder aus einer bestimmten Organisation heraus zu „fliehen“, sondern in erster Linie um eine gedankliche und sittliche Trennung von den Dingen die Jehova und Jesus als nicht notwendig für die Rettung betrachten. Wer daher das Gefühl hat, dass eine Organisation eher von Jesus als Rettung ablenkt oder sogar hinwegführt, darf das gerne für sich so verstehen. Jemanden, oder die WTG mit ihrer LK aber als Antichristen festzumachen, ist aus meiner Sicht ein Vorwegnehmen des Urteils Jehovas. Was, wenn Jehova einzelnen vergibt und sie wieder zu ihm hinführt? Was für mich gilt, muss also auch für jeden aus der LK gelten. „Hört auf zu richten“, diese Worte gelten für beide Seiten gleichermaßen.
    Beachtet bitte auch folgendes: *** Bibelstellen Daniel 11:33-35***
    33 Und was die betrifft, die Einsicht haben unter dem Volk, sie werden den vielen Verständnis verleihen. Und sie werden gewiß durch Schwert und durch Flamme, durch Gefangenschaft und durch Plünderung zum Straucheln gebracht werden, [einige] Tage lang. 34 Aber wenn sie zum Straucheln gebracht werden, wird ihnen mit einer kleinen Hilfe geholfen werden; und viele werden sich ihnen gewiß mit Glätte anschließen. 35 Und einige von denen, die Einsicht haben, werden zum Straucheln gebracht werden, um ihretwegen ein Läuterungswerk zu tun und um [sie] zu reinigen und weiß zu machen bis zur Zeit des Endes; denn es ist noch für die bestimmte Zeit.

    Es kann also sein, dass sich dieser Text auf das Volk Jehovas bezieht, und da Jehova nach wie vor zulässt, dass sein heiliger Name in Verbindung mit der WTG gebraucht wird, sollte uns zu denken geben und uns vorsichtiger werden lassen, wenn es um eine Vorverurteilung einzelner Personen oder auch der LK geht.
    Ist es denn möglich, Lehrpunkte anders zu verstehen, ohne aber die, die diese Lehrmeinung vertreten zu verurteilen? Aus meiner Sicht schon, da Jesus in Verbindung mit dem heiligen Geist die Erkenntnis vermittelt, die wir benötigen. Und dazu gebraucht er verschiedene Wege, vielleicht auch Personen, es kann auch die WTG sein, wenn es um einzelne Punkte geht, auch Bruderinfo, und viele andere Foren und Kommentare zu Bibeltexten. In der Erklärung für die Legitimation dieser Seite heißt es, dass man „das Gute behalten wolle“. Das ist aus meiner Sicht der absolut richtige Ansatz und wir alle sollten gemeinsam darauf achten, dass sich an diesem Gedankenansatz nichts ändert und man in Kommentaren, wie ich von einigen lesen konnte, Bruderinfo für die Erkenntnis dankt, oder sagt, dass man „in einem Jahr Bruderinfo, mehr gelernt hat, als 10 Jahre WTG“. Bitte vergessen wir alle nie, dass alles was Menschen erreichen, allerhöchstens ein Werkzeug Jesu und Jehovas ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger, es gilt also, bei allem, „nicht höher von sich zu denken, als zu denken nötig“.

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Sascha!

    Sehr gute Kommentare, ich werde mir beizeiten mal ebenfalls erneut Daniel durchlesen. Danke für diesen Tipp.
    Und ich finde auch, dass man niemanden verurteilen sollte. Klar, die LK hat viele Fehler gemacht, aber dennoch entscheidet ja Gott über alle Dinge. In diesem Zusammenhang finde ich es auch immer wichtig, dass man nicht verbittert wird oder unfair. Denn ehrlicherweise muss ich jedenfalls zugeben und so geht es bestimmt vielen, denke ich, dass man auch bei den ZJ viele richtige Dinge gelernt hat und dafür bin ich immer noch froh darum.
    Bei den Zahlen und Berechnungen muss ich dir ebenfalls recht geben. Ich glaube auch, dass Jesus das ganz ernst gemeint hat. Von WANN hat niemand eine Ahnung.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Sascha
    September 9, 2011

    Hallo an alle,

    ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit diesem Gleichnis und den dazugehörigen Bibelpassagen beschäftigt. Auch habe ich, was ich jedem noch einmal zu seinem eigenen Nutzen empfehlen möchte, Dan. 11+12 mit den aktuellen Berichten bzgl. des Arabischen Frühlings, dem Nahostkonflikt, der Tatsache, dass die Palästinenser heute vor der UNO ihre Anerkennung als Staat beantragen und die USA dagegen ein Veto einlegen wollen, und die Entwicklung der Türker, auch im Verhältnis mit Israel. Alles sehr bedeutsam, wie es mir jetzt scheint, denn unter diesen Gesichtspunkten werden diese Kapitel erst richtig einleuchtend. Aber grundsätzlich kann ich sagen, dass ich absolut überzeugt bin, dass es ein Zeichen des Endes ist, dass viele falsche Christusse aufstehen werden, die den Gedanken jesu, dass niemand Zeit und Stunde kennt, einfach übergehen. Die Jünger haben Jesus gefragt, WANN und WIE die Gegenwart zu erkennen sein würde. Auf das WIE ist Jesus ellenlang eingegangen und hat uns so viele Hinweise gegeben, und zu der Frage WANN sagt er nur diesen einen Satz: Tag und Stunde kennt niemand. Es geht also überhaupt nicht darum, Zeiten auszurechnen, das müssen wir endlich verstehen. Die Verantwortung jedes einzelnen, ob nun noch innerhalb oder schon außerhalb der WTG ist es, WACH zu bleiben. Für mich ist es ein klares Zeichen von falscher Richtung, wenn Zeitangaben festgelegt werden. Da Jesus gesagt hat, dass es zu einer Zeit käme, in der auch die Jünger nicht damit rechneten, wie Matt. 24 ganz klar sagt. Also KANN 1914 und jedes andere Datum nicht stimmen, da Russell und seine Freunde es ja ausgerechnet haben und VORHER darauf hingewiesen haben. Wenn das aber laut Jesus gar nicht möglich wäre, erhebt sich jeder, der irgendwelche Zeitangaben macht und diese als biblisch proklamiert über unseren Herrn Jesus, der auch auf den Befehl Jehovas wartet. Paulus sagte, wir sollen, „die Dinge, die dahinten sind“ vergessen, also kann dazu auch alles gehören, was wir aufgrund falschen Verständnisses noch im Kopf haben, wozu z.B. auch alle Zeitberechnungen gehören.zu lassen.

    In diesem Sinne hoffe und wünsche ich mir, dass auch hier bei Bruderinfo weiter darauf geachtet wird, sich nicht unterwandern Denn es gibt nur einen, der Interesse daran hat, die Nachfolger Jesu hierhin und dorthin zu treiben, um sich so davon abhalten zu lassen, die wirklich wichtigen Zeitgeschehnisse und aktuellen Entwicklungen zu beobachten um genau festzustellen, was es mit dem Aufstellen des „abscheulichen Ding, das Verwüstung verursacht“ auf sich hat. Steht es schon, was ist genau damit gemeint etc., alles Dinge die es gilt, herauszufinden.

    Schöne Grüße

    Sascha

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo zsammen,
    ich habe mir noch ein paar Gedanken dazu gemacht.

    ZITAT aus dem Artikel:
    „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.“
    „…so bedeutet „bis“ nicht fortwährend wie die christlichen Scheinreligionen lehren, sondern das Wort „bis“ verbindet die erste Gegenwart Jesu mit seiner 2. Gegenwart“

    Da wurde etwas in den Vers hineingelegt das nicht drin steht und damit sein tröstliche Versprechen, ins Gegenteil verkehrt.

    In dem Gleichnis wird gesagt das die MENSCHEN einschliefen…daraus zu schließen das Gott sich auch nicht mehr kümmerte geht zu weit.

    @ Satan der das Feld verlässt
    Konnte er unbesehen…er wusste ja, dass er ganze Arbeit geleistet hat beim Unkraut säen.
    Sein falsches Gedankengut wirkt bis heute…auch wenn er sich ansonsten mehr damit beschäftigt den Rest der Welt von Gott fern zu halten.

    @ Brüllender Löwe
    Im Petrus heißt es, dass der Teufel wie ein brüllender Löwe umhergeht.
    Das macht er ja nicht buchstblich…dafür hat er seine Leute.
    Und das sind alle geistigen Führer, die Gott ebenso verleumnden wie ihr Vater, der Teufel, das tut.

    Sie verraten sich durch ihre Worte.

    LG Ulli

  • Shannon
    September 9, 2011

    Ja liebe Ulli,

    für mich stellt sich hier die Frage, wer mit dem Engel des Lichts gleichzusetzen ist und wer als brüllender Löwe umher geht. Vielleicht gibt es auch mal zu diesem Gleichnis einen Artikel. Zumindest beim Engel des Lichts, habe ich kein Problem, die Organisation einzuordnen, deren Licht regelmäßig heller scheint.
    Und sind manchen Älteste nicht auch wie brüllende Löwen, vor deren Ignoranz und Überheblichkeit so mancher verstummt?

    Darüber darf man nachdenken.

  • Shannon
    September 9, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern,

    interessanterweise hat Jesus den Weizen als Gleichnis benutzt. Denn der Weizen ist einer der wenigen Agrarfrüchte, um die sich der Bauer nach der Aussaat nicht mehr kümmert. Das heißt, der Weizen wird gesät, und danach ist wirklich eine tote Zeit. Es heißt nur einfach abwarten und nichts tun. Es wird nicht gehackt, gedüngt, gejätet, alles wächst, inclusive dem Unkraut. Alles wird sich selber überlassen.

    Vom Treiben der Frucht bist zur Ernte sind es ca. 40 Tage – ist landwirtschaftliches Allgemeinwissen. Genauso wie es Allgemeinwissen ist, dass eine Schwangerschaft 38 Wochen dauert, auch wenn es nicht direkt in der Bibel steht. (40 Wochen nach der letzten Mens.) Keiner würde auf die Idee kommen, diese Dauer in Frage zu stellen, nur weil es nicht wortwörtlich in der Bibel steht oder einen solchen Kommentar dazu in Frage stellen.

    Selbstverständlich ist Jehova an der Frucht und nicht an den Blättern und Stängel des Weizens interessiert, so wie auch ein Bauer an der Frucht und nicht an den Stängeln und Blättern interessiert ist. Die Stängel dienen höchstens als Streu, die Blätter sind bis zur Ernte bereits vertrocknet.

    Das waren meine Anmerkungen zu einem Teil der vorherigen Fragen und helfen vielleicht ein wenig mehr zum Verständnis des Vortrags.

  • Svenja
    September 9, 2011

    Liebe Shannon,

    danke für deine Antworten. Allerdings habe ich anderes gehört. Die Bauern überlassen den Weizen nicht einfach sich selbst, sondern düngen ihn z.B. Außerdem muss vor der Ernte regelmäßig geprüft werden, wie weit der Weizen schon ist. Die Wachstumszeit ist ebenfalls sehr unterschiedlich, je nachdem, wann man gesäät hat. Auch Unwetter können den Zeitpunkt der Ernte beeinflussen und der Bauer muss daher sein Feld immer im Auge behalten und ggf. reagieren.
    Insofern finde ich den Weizen für das Gleichnis eigentlich richtig schön. Wir sind nicht einfach nur Pflanzen, die irgendwie vor sich hinwachsen und Gott interessiert sich letztendlich nur für die Ernte, sondern er hat immer ein waches Auge auf uns, kümmert sich um uns, wenn wir es brauchen und achtet sorgsam darauf, dass es uns gut geht. Jeder Bauer sorgt sich doch um sein Feld, wenn es stürmt, hagelt und viel regnet und so macht Gott das bei uns auch. In den Stürme des Lebens sozusagen, ist er ganz besonders bei uns. Mir gefällt dieses Bild sehr gut.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Shannon
    September 9, 2011

    Liebe Svenja,

    ja der Bauer kümmert sich um seinen Weizen, seit es Dünger und Spritzmittel gibt. (Monsanto sei Dank) Das sind gerade mal ca. 50 Jahre. Davor war es anders. Und ob es stürmt oder hagelt, er kann nichts dagegen tun. Was will er tun, bei Stürmen und Hagel, zuviel Regen, ein Dach über den Weizen spannen? Nichts kann er tun beim Weizen.
    Sorry, bevor ich mich wieder im Kleinkram verliere, ich weiß wovon ich rede, als Tochter eines Bauern.
    Ansonsten stimme ich dir zu: In den Stürmen des Lebens gibt uns unser Vater Kraft und Halt. NHat aber nichts mit dem Gleichnis zu tun.

    Ganz liebe Grüße Dir.
    Shannon

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Svenja

    Danke dass Du Dich hier so gut beteiligst. Denn Deine Einwände sind auch wichtig für uns, da es vermutlich viele Leser gibt welche das selbe wie Du denken, aber nie etwas in Bruderinfo schreiben.

    Bei der heutigen Landwirtschaft hast Du völlig Recht. In der modernen Landwirtschaft wird gedüngt und gegen Unkraut gespritzt. Sogar Wachstumshemmer werden gespritzt, damit die Halme nicht zu lang werden. Die Halme sind dann sturmfester.

    Aber in der alten Landwirtschaft wurde tatsächlich nur gesäht und am Ende geerntet. Man hat die Felder nur mit Mist gedüngt, was nach dem säen nicht mehr geht. Spritzmittel gab es nicht.
    Dann muss man auch von den klimatischen Bedingungen in Vorderasien ausgehen, dort hat man nach dem Frühjahrsregen sehr gleichmäßige und stabile Wetterverhältnisse. Deswegen war es bis ins 19. Jahrhundert so wie Shannon das beschrieben hat.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    September 9, 2011

    Liebe Svenja, liebe Shannon,
    die Diskussion hier zeigt uns so langsam den rechten Weg um das Wort Gottes richtig zu verstehen.
    Das was Shannon über den Weizen Anbau gesagt hat, erklärt tatsächlich den Geschichtsablauf den Jesus in dem Gleichnis gemeint hat. Allerdings müssen wir die Gleichnisse bezogen auf den Wissenstand im ersten Jahrhundert ergründen.

    Wenn wir den Spieß mal rumdrehen, wird das verständlicher. Wenn wir heute einer Person aus dem ersten Jahrhundert den Begriff „Datenautobahn“ erklären wollten, dann müssten wir das in mehreren Schritten tun. Denn diese Person kennt weder ein Auto, noch eine Schnellstrasse, noch Daten. Stellt Euch nur mal vor, was die damals für einen Aufwand betreiben mussten, wenn in Israel jemand einer anderen Person in China einen Brief schreiben wollte. Der wäre doch monatelang unterwegs. Heute klicken wir bei unserer email auf senden und ein paar Sekunden später hat der Empfänger unseren kompletten Brief vorliegen.
    Wenn wir also die Gleichnisse Jesu richtig verstehen wollen, müssen wir lernen, was damals Stand der Technik war. Statt dass heute ein Bauer innerhalb eines Tages einen kompletten Acker mit seinem Mähdrescher erntet, waren damals vielleicht 20 Mann ca. 2 Wochen beschäftigt. Usw. Damals musste das Korn noch gedroschen werden und heute wird das innerhalb eines Mähdreschers in einem Arbeitsgang erledigt. Und wie Alois schon sagte, damals gab es auch kein Düngermittel. Da Jesus als Werkmeister Gottes aber vollständig über jedes Detail der Schöpfung Bescheid wusste, muss es einen Grund geben, warum er genau dieses Gleichnis vom Weizen und Scheinweizen ausgewählt hat.
    Damals konnte jeder was mit anfangen und wusste eben um die vielen Zeitaufwendigen Arbeiten, bzw. um die Zeit in der der Bauer eben nichts mehr ändern konnte und nur noch auf die Erntezeit gewartet hat und das obwohl es Jesus nicht explizit erklärt hat. Das war damals allgemein bekannt.

    Wenn wir also demnächst noch andere Gleichnisse behandeln, sollten wir zuerst versuchen mal zusammen zutragen, wie im ersten Jahrhundert die Arbeitsabläufe waren usw. Danach sollte es uns dann gelingen das einfacher umzusetzen.

    Ich finde es richtig gut, dass wir die Erweiterung der Bruderinfo Seite haben, da wir so auf die tiefen Aspekte der Bibel eingehen können ohne ständig nur die WTG zu kritisieren. Hier können wir selbst versuchen das Wort Gottes zu ergründen. Ich bin schon richtig gespannt auf den nächsten Vortrag.
    Herzlichste Grüße an Alle
    Manfred

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo zusammen! 🙂

    Ich gehe damit überein das man bestimmte Aussagen hauptsächlich auf die damalige Zeit anwenden muss, weil sie ja schließlich an die damaligen Menschen gerichtet waren.

    Aber so wie es im Artikel steht, dass der Same über tausend Jahre tot in der Erde liegt, während nur der Scheinweizen sprosst, kann es nun mal gemß Matthäus 13, 26 nicht sein, denn da steht ja genau das Gegenteil:

    Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
    Matth. 13:26

    Es ist ja schon damals so gekommen: hier die die wahren Christen, dort die Antichristen, vor denen Paulus warnte.
    Und dieses gleichzeitige Wachstum zieht sich bis in die heutige Zeit.

    Ob Jesus damit allerdings meinte, dass Gott alles laufen lässt wie´s halt läuft, weiß ich nicht. Denn die Aussage des Paulus in 1. Kor 3, 6+7 sagt eigentlich etwas anderes aus:

    6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, GOTT aber hat das Wachstum gegeben.
    7 So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der DAS WACHSTUM GIBT.
    1. Kor 3, 6+7

    Und auch die Aussage das „der, welcher zurückhält, bis er aus dem Wege ist“ (2. Thess 2, 7) der heilige Geist ist, lässt sich nicht damit vereinbaren, dass er allen Menschen seinen Geist gibt, die ihn darum bitten.

    Dem Bösen die Stirn geboten, indem sie in ihren Gemeinden vor dem Antichristen gewarnt haben, haben die Apostel und alle die alleine Gott und Jesus die Treue hielten. Mit ihrem „Weggang“, brach das absolute Glaubenschaos in den Gemeinden aus, denn übrig blieben erst einmal alle diejenigen die es mit der Treue eh´nicht so genau nahmen. – Doch durch die „Vermächtnisse“ der Apostel, konnten ernsthafte Menschen immer wieder erfahren, wie sie Gott und Jesus so ehren konnten, das es richtig war. Wenn auch – im Gegensatz zum Scheinweizen – nur sehr spärlich, da ja dann auch nur noch ein bestimmter Klerus an diese Schriften herankam.
    Doch haben immer wieder Menschen – trotz Todesgefahr – die Bibel über ihre geistige Führerschaft gestellt.

    LG Ulli

  • Manfred
    September 9, 2011

    Liebe Ulli,
    Wie verstehst Du denn den Vers 25 wo gesagt wird, dass die Menschen schliefen und der Feind seinen Samen säte und dann auch wegging?

    Auch der Feind hat nichts mehr unternommen, er ging weg und hat das Feld sich selbst überlassen.
    Liebe Grüße Manfred

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Danke für Deine Gute Mitarbeit, denn gerade hier sind wir auf rege Beteiligung angewiesen. So sollte die Diskussion in den Versammlungen sein, dann würde es Spass machen da hinzugehen. Jeder hat ein anderes Argument und man diskutiert das möglicht in brüderlicher Liebe zueinander nur mit dem Bibelwort und dem Geist unseres Vaters aus. Wenn man dann mal ein Fehler macht, nun ja, wir sind alles sündige Menschen.

    „Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
    Matth. 13:26“

    Das ist nach meiner Ansicht erst einmal nur eine Feststellung. Wann dies von den Knechten des Hausherrn bemerkt wurde, das steht auch da, denn sie haben es erst bemerkt als der Weizen Frucht brachte. Nicht schon kurz nach dem säen. Den Vortrag habe ich nicht so verstanden als würde der Samen tot im Boden gelegen haben. Sondern der Samen wuchs schon im ersten Jahrhundert bis er in der Neuzeit die Frucht brachte.

    Ich denke man darf das Gleichnis nicht auf den einzelnen Menschen runterbrechen, sondern muss es global sehen. Auch wenn über die Jahrhunderte alle schliefen, kann es einzelne Ausnahmen gegeben haben. Global betrachtet war es eine Schlafenszeit, niemand hat aktiv gewirkt. Über Ausnahmen redet das rophetische Wort nicht. Deswegen macht es keinen Sinn darüber zu spekulieren, ob beispielsweise Luther jetzt errettet wird oder nicht. Es ist einfach nicht unsere Sache darüber zu urteilen.

    Wir haben genug Probleme dass unsere eigene Haut gerettet wird.

    Zephanja 2
    1. Gehet in euch und sammelt euch, du Nation ohne Scham,
    2. ehe der Beschluß gebiert, -wie Spreu fährt der Tag daher-ehe denn über euch komme die Glut des Zornes Jehovas, ehe denn über euch komme der Tag des Zornes Jehovas!
    3. Suchet Jehova, alle ihr Sanftmütigen des Landes, die ihr sein Recht gewirkt habt; suchet Gerechtigkeit, suchet Demut; VIELLEICHT werdet ihr geborgen am Tage des Zornes Jehovas.

    Diese Nation ohne Scham sind wir Heute und vielleicht werden wir gerettet.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Manfred und Alois,
    vielen Dank das ihr mit mir gemeinsam überlegt und meine Gedanken nicht einfach nur beiseite schiebt, das ist wirklich auferbauend. 🙂

    @ Manfred
    Das einschlafen verstehe ich als Unachtsamkeit.

    @ Alois
    Über andere Menschen spekulieren möchte ich auch nicht…weder in die eine noch in die andere Richtung…ich will es einfach ganz bewusst Gott überlassen.

    Abgesehen davon hast du natürlich recht wenn du sagst, dass wir alle mit uns selbst genug zu tun haben. So wie Paulus es schon sagte: Wer steht, der sehe zu das er nicht falle.

    LG Ulli

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo ihr alle!

    Also ich denke, wir sind uns einig, dass über die Jahrhunderte hinweg viele Fehler innerhalb des Christentums gemacht wurden. Ganz klar. Und sicher weiß man heute einfach mehr.
    Allerdings weiß ich nicht, ob man wirklich von einer toten Zeit reden kann. Viele Menschen waren aufrichtig unterwegs und haben nach ihren Möglichkeiten versucht, Gott zu dienen. Und Gott hat diese Menschen auch vielfach benutzt. Wir verdanken es der nachapostolischen Zeit z.B., dass wir die Bibel in unserer heutigen Form haben. In der Zeit wurde (sicherlich von Gott gelenkt) der Kanon festgelegt. Man darf, glaub ich, die Menschen damals nicht verurteilen und sagen, da werden nur Ausnahmen errettet. Hätten wir damals gelebt und die Bibel nicht lesen können, hätten wir uns auch auf Priester verlassen (müssen). Ich glaube, dass Gott das berücksichtigt und auch viele Menschen von damals erretten wird.
    Ich würde das eher so sehen, dass der Weizen da einfach am Wachsen war und ähnlich wie bei heranwachsenden Kindern läuft halt noch nicht alles rund. Aber je größer der Weizen wird, desto stärker wird er auch. Vielleicht beschreibt es das Bild ganz gut.

    Ich bin dennoch immer noch felsenfest davon überzeugt, dass Gott auch mit den Menschen damals war und auf die geachtet und sie geliebt hat. Und seinen Hl. Geist denen gegeben hat, die ihn darum gebeten haben. So, wie es in der Bibel steht.

    Ach ja, im übrigen meinte ich auch nie modernen Dünger und moderne Landwirtschaft. Dass wir von der damaligen Zeit reden, da sind wir uns wohl auch alle einig. Aber mit Dung hat man auch schon damals gedüngt. Auf die Idee kam man recht früh. Und ich glaube, dass die Bauern sich zu jeder Zeit um ihre Felder gesorgt haben. Unabhängig davon, ob sie nun viel am Wachstum und Gedeihen ändern konnten oder nicht. Sie waren dem sicher nicht gleichgültig eingestellt.
    Außerdem muss man bedenken, dass jeder Vergleich auch immer ein wenig hinkt. Jeder Bauer benötigt seine Ernte, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das wäre z.B. ein Punkt, der keine Entsprechung hat im Gleichnis. Was aber auch vollkommen in Ordnung ist. Ein Gleichnis bleibt letztendlich immer noch ein Gleichnis, in das man auch nicht ZU viel reinlegen darf.

    Einen schönen Abend!
    Svenja

  • Manfred
    September 9, 2011

    Hallo liebe Ulli,
    Eben haben wir aneinander vorbei geredet. Ich meinte nicht das einschlafen, sondern dass der Feind auch wegging. Wie würdest Du das einschätzen? Er hat sich ebenfalls nicht mehr gekümmert.
    Liebe Grüße Manfred

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Manfred,
    ich weiß nicht ob man das so Absolut sehen kann.
    Denn in diesem Gleichnis wird ja alles irgendwie so dargestellt, dass sich weder die gute Seite noch die Böse, weiter um dieses Feld kümmert.

    Das hieße ja: Gott schert sich nicht um die Seinen und der Teufel interessiert sich auch nicht mehr weiter dafür, ob seine Saat aufgegangen ist.

    Aber dem widersprechen andere Bibelstellen, wo davon gesprochen wird, dass Gott und sein Sohn bei dem Menschen gleichsam „einziehen“ die Glauben haben:

    23 Ihm antwortete Jesus: „Wer mich liebt, richtet sich nach dem, was ich ihm gesagt habe. Auch mein Vater wird ihn lieben, und wir beide werden zu ihm kommen und immer bei ihm bleiben.
    Joh 14, 23

    Und auch, dass Gottes heiliger Geist im Glaubenden wohnt:

    8 Wer sich darüber hinwegsetzt, der verachtet nicht Menschen; er verachtet Gott, dessen Heiliger Geist in euch wohnt.
    1. Tess 4, 8

    Gott ist es der die Kraft des Glaubens schenkt:

    3 In der Vollmacht, die mir Gott als Apostel gegeben hat, warne ich euch: Überschätzt euch nicht, sondern bleibt bescheiden. Keiner von euch soll sich etwas anmaßen, was über die Kraft des Glaubens hinausgeht, die Gott ihm geschenkt hat.
    Röm 12, 3

    Auch vom Teufel heißt es, dass er sich als ein Engel des Lichts ausgibt. Oder auch wie ein brüllender Löwe umhergeht und versucht uns zu verschlingen:

    8 Bleibt besonnen und wachsam! Denn der Teufel, euer Todfeind, läuft wie ein brüllender Löwe um euch herum. Er wartet nur auf ein Opfer, das er verschlingen kann.
    1. Pet 5, 8

    LG Ulli

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    Es gab kein technisches Problem für die fehlende Freischaltung, sondern wir wollten moch zusätzliche Bemerkungen zu Bruderinfo- Prophetie mit veröffentlichen, bevor wir Deinen Kommentar freischalten. Wir haben Deinen Kommentar ausgewählt, weil Du besonders viele Fragen gestellt hast, die vielleicht jemand beantworten kann. Viele Fragen von Dir und anderen Fragestellern kann man nicht einfach beantworten. Deswegen schreiben wir nachfolgend einige grundsätzliche Bemerkungen, welche nicht nur wegen Dir verfasst wurden. Wir möchten auch den Wunsch äußern, in welchem Rahmen wir uns bewegen wollen, um die brüderliche Liebe zueinander nicht zu gefährden. Denn die Liebe zum Nächsten und zueinander ist das größte Gebot. Alles andere hat sich diesem Gebot unterzuordnen.

    Bruderinfo-Prophetie, aber auch Bruderinfo-Hauptseite stellt niemals den Anspruch, das Richtige zu schreiben, fehlerfrei zu sein oder gar ein Lehrer sein zu wollen.

    Matth. 23
    8. Ihr aber, laßt ihr euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.
    9. Ihr sollt auch nicht jemand auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, der in den Himmeln ist.
    10. Laßt euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus.
    11. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.
    12. Wer irgend aber sich selbst erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer irgend sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden.

    Hier werden Vorträge veröffentlicht, weil der jeweilige Autor zu der Erkenntnis gekommen ist, dass es so sein müsste wie er es niedergeschrieben hat. Darauf wurde mehrmals hingewieden und wir legen auch ausdrücklich Wert darauf dass dies berücksichtigt wird. Der Autor ist zur Erkenntnis gekommen, dass um das Jahr 1914 Jesus sein Königreich im Himmel begonnen hat aufzurichten. Andere Brüder oder Schwestern meinen das sei falsch, aber sachlich beweisen kann es weder der eine Bruder, noch der andere. Denn in der Bibel steht die Jahreszahl 1914 natürlich nicht. Trotzdem sollten wir Ansichten, welche den Glauben an unseren Vater, seinen Sohn und die Verheißung aufbauen und nicht niederreisen wollen, grundsätzlich wohlwollend respektieren.

    Wenn somit ein Leser beispielsweise diesen Vortrag liest, so möge er bitte nicht einfach nur Kritik üben ohne zur Lösung des prophetischen Rätsels etwas beizutragen, sondern selbst darüber nachdenken wie sich alles verhalten müsste. Es gibt durchaus auch Brüder und Schwestern die den Vortrag lesen und darüber nachdenken, ob es sich so verhält oder nicht. Das ist absolut in Ihrem eigenen Interesse ihre Aufgabe und nicht etwas nur lesen und akzeptieren, wie wir es von der Organisation gewöhnt sind. Hier soll auch kein Frage und Antwort Forum entstehen, denn prophetische Dinge kann man nicht mit ein paar Sätzen beantworten.

    Bei der Organisation ist man es gewohnt die „geistige Speise“ vorgesetzt zu bekommen, und alle löffeln die dünne Wassersuppe leer, hier wollen wir das nicht. Die geistige Speise soll sich jeder selbst erarbeiten, in dem er zu seinem Mitbruder in den Teller (beispielsweise seinem Vortrag) schaut und sich überlegt wie er mit der Bibel in der Hand und dem Heiligen Geist sich selbst die Speise von unserem Vater und seinem Sohn abholt. Nicht Bruderinfo oder Bruderinfo-Prophetie speist alle Brüder und Schwestern, sondern unser Hirte Jesus Christus mit der Hilfe des Heiligen Geistes seines Vaters. Bruderinfo soll lediglich eine Hilfe sein sich mit dem einen oder anderen Thema zu beschäftigen.

    Schon in diesem Vortrag wurden viele Punkte behauptet, welche um sie zu beweisen schon wieder einen eigenen Vortrag füllen würden. Das prophetische Wort ist vieldimensional, man kann es nicht in eine zweidimensionale Seite pressen. So ein Vortrag ist ein Versuch an der Oberfläche der biblischen Prophetie zu kratzen um unsere Brüder und Schwestern zum Verständnis der prophetischen Auslegung hinzuführen.

    Ein Beispiel steht bereits im Vorwort:

    5. Mos. 25
    4. Du sollst dem Ochsen das Maul nicht verbinden, wenn er drischt.

    Angenommen die geiistige Auslegung für dieses Gesetz im umfangreichen Gesetz Mose würde nicht im Neuen Testament noch einmal erwähnt werden. Ein Bruder würde es geistig verstehen und folgende Antwort geben:

    Dieses Gesetz ist nicht geschrieben worden weil sich Jehova Sorgen um den Ochsen gemacht hat, sondern es ist um unseretwillen geschrieben, daß der Pflügende auf Hoffnung pflügen soll, und der Dreschende auf Hoffnung dreschen.

    Brüder und Schwestern welche noch nicht den Schlüssel der Erkenntnis gefunden haben, würden sofort die Frage stellen, wie kommst Du darauf, wo steht das in der Bibel, Du sollst dem Wort der Bibel nichts hinzufügen, usw.
    Gut, in dem Falle hat es Paulus in 1. Kor. 9:9-11 erwähnt, warum hat er es erwähnt? Weil er an einem ganz ganz kleinen Beispiel uns helfen wollte, den Schlüssel der prophetischen Erkenntnis zu finden.

    In Luk. 11:52 wird ausdrücklich vom Schlüssel der Erkenntnis gesprochen, den andere Menschen uns vorenthalten wollen. Sie, also die ganzen Religionen, aber hauptsächlich unsere Organisation, hatten auch alle miteinander leider Erfolg damit. Aber wir wollen ausdrücklich, dass jeder von Euch und wir natürlich auch, den Schlüssel der Erkenntnis finden, aufnehmen und in rege benutzen. Dazu dient diese Seite, nicht zur Belehrung indem ein Bruder einen schönen Vortrag schreibt und ein Teil findet ihn gut und der andere Teil kann nichts damit anfangen. Wir wollen nur dass wir eine kleine Hilfe zur Selbsthilfe geben, nicht mehr. Jeder muss sein Glaubensgebäude selbst bauen, ab Besten auf einen stabilen Felsen mit den Baumaterialien Stein, Gold und Silber.
    Jesus ist der Fels auf den wir bauen wollen, vergesst das bitte nicht.

    Und nun Svenja zu Deinem Kommentar und entschuldige bitte die Verzögerung:

    Hallo ihr Lieben!

    Wie empfohlen habe ich mir Zeit gelassen mit diesem Artikel und alles in Ruhe und mehrmals gelesen. Dabei sind mir einige Fragen aufgekommen, die ich jetzt stellen möchte:

    1. Von Matt. 13,27 sagt ihr zuerst, der Same sei die Gute Botschaft, später aber, dass der Same die Söhne des Reiches Gottes sind. Meines Erachtens nach kann der Same nur eines von beiden sein. Die Bibel gibt ja selbst die Erklärung, dass der Same die Söhne des Reiches Gottes sind.

    2. ZITAT:„Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
    Jesus spricht also vom aufsprossen beider Saaten, dem Weizen und dem Unkraut. Hiermit wird auch die Zeitperiode der Jahrhunderte angedeutet die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt dauern sollte.“ZITAT ENDE
    Wo wird an dieser Stelle eine Zeitperiode angedeutet?

    3. ZITAT:„Aber das Wachsen der beiden Grünpflanzen war für das Reich Gottes eine tote Zeit. Der Heilige Geist Jehovas war nicht an den Grünpflanzen des Weizens interessiert, sondern an der künftigen Ernte. Der Leidensweg angeblicher Christen durch die Jahrhunderte hindurch war in Wirklichkeit ein Leidensweg der falschen Erkenntnis um den toten Buchstaben der Bibel.“ZITAT ENDE
    Woher nehmt ihr, dass diese Zeit eine tote Zeit war? Ich lese das an keiner Stelle. Jesus sagte, dass er alle Zeit bei uns sein würde. Ich habe noch nie etwas von einer toten Zeit gelesen. Und was meint ihr mit dem Leidensweg angeblicher Christen? Etwa die, die z.B. verbrannt, gefoltert, getötet wurden? Woher wollt ihr wissen, dass das nur angebliche Christen waren?

    4. ZITAT: „Denn der Heilige Geist Jehovas war durch seine dienstbaren Engel bis zur bestimmten Zeit nicht mehr tätig.“ZITAT ENDE
    Auch da frage ich mich, wo das steht? Noch nirgendwo las ich, dass der Hl. Geist irgendwann nicht mehr tätig war. Die Bibel spricht davon, dass wer um den Hl. Geist bittet, ihm dieser auch gegeben werde. Warum meint ihr, hat man irgendwann einmal nicht um den Hl. Geist gebetet? Das hat ganz sicher immer irgendwer getan.

    5. ZITAT: „Im Allgemeinen wuchs die Pflanze wie oben erwähnt in der nachapostolischen Zeit. Jehova Gott ist aber nicht an den Stängel und Blättern des Weizens interessiert, sondern an der Ernte aus der Saat des Urchristentums. In der 2. Gegenwart Jesu sollte dann mit demselben Wort Gottes das mit dem Heiligen Geist ins Leben gerufen wird, auf dem Acker der Welt wieder geerntet werden.“ZITAT ENDE
    Was heißt „im Allgemeinen“? Und wiederum, warum war Gott nicht am Weizen interessiert? Immerhin wird dieser später geerntet? Ein Bauer kümmert sich doch auch immer um seinen Weizen, nicht nur bei der Ernte.

    6. ZITAT„Nun aber das Wichtigste: Vom Ansetzen der Frucht bis zur Ernte dauert es 40 Tage.“ZITAT ENDE
    Woher habt ihr die 40 Tage? Ich lese da nichts von.

    7. ZITAT„Ab etwa dem Jahre 1914 waren die Engel hinsichtlich der Ernte wieder tätig.“ZITAT ENDE
    Das würde bedeuten, dass das Unkraut schon vernichtet wurde, denn laut dem Gleichnis wird zuerst das Unkraut beseitigt, bevor die Engel ernten. Das ist in sich nicht schlüssig, was ihr schreibt.

    8. ZITAT: „So wie Jonas dem Ninive „der großen Stadt“ 40 Tage das Ende prophezeite, so predigte auch die Gruppe um Russel nach Offbg. 11:8 in „der großen Stadt“.“ZITAT ENDE
    Das steht in meiner Bibel in Vers 8: „Und ihr Leichnam wird auf der Straße der großen Stadt liegen, welche geistlicherweise Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde“
    Wo steht da was von Russel?

    9. ZITAT: „Aber Jehova schaffte eine Wende. 40 Jahre predigte die Gruppe um Russel der Welt. In Offbg. 11:1-4 ist von zwei Zeugen die Rede die im Auftrage des Herrn in Bußgewändern (Sacktuch) predigen als zwei Ölbäume und Leuchter.“ZITAT ENDE
    Wenn das die Gruppe um Russel war, was bedeuten dann diese Verse: „Diese haben die Gewalt, den Himmel zu verschließen, auf daß während der Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie nur wollen.7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, so wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen, und wird sie überwinden und sie töten.“???
    Hatte Russel und die Gruppe diese Gewalten und wenn ja, wie haben sie sich eurer Meinung nach geäußert?

    10. ZITAT: „Kurz gesagt handelte es sich in den Jahren 1914 bis 1919 um die Wiederkunft des Christus und dem Aufbau eines neuen Tempels. Dass es mit den zwei Zeugen nur so gemeint sein kann, sagt auch Jesus nach Matth. 16:28“ZITAT ENDE
    Wo steht das in Matthäus? Bei mir steht: „Wahrlich, ich sage euch: Es sind etliche von denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reiche.“ Ich sehe keinen Zusammenhang zu den zwei Zeugen.

    11. ZITAT: „Mit der Wiedereinführung des Menschensohnes in die Welt begann ein großes Predigtwerk der Bibelforscher wie es in Offenbarung 14:6-7 vorhergesagt wurde.“ZITAT ENDE
    Die Ernte wird nach dem Gleichnis von den Engeln durchgeführt. Wie also sollte mit Off. 14, wo ebenfalls von der Ernte die Rede ist, das Predigtwerk gemeint sein?

    12. ZITAT: „So wie in der Zeit von 1914 bis 1919 die 2. Gegenwart Jesu begonnen hat, so haben die Völker und Nationen ihrerseits beschlossen das junge Gottesvolk zu bekämpfen. Nach Sacharja 5:1-3 und 5-11 wurde die gesamte Menschheit 1919 als das Babylon der Endzeit geboren.“ZITAT ENDE
    Wo steht in Sacharja, dass die gesamte Menschheit Babylon ist?

    13. ZITAT: „Die zwei Frauen in Sach. 5:9 mit den insgesamt vier Storchenflügel sind die vier Himmelsrichtungen in die sich die Gesetzlosigkeit verbreitet hat. Die zwei Frauen personifiziert als das Ägypten und Assyrien die in der Bibel im prophetischen Wort sehr oft auftauchen. Dieses Babylon der Zeit erscheint aber dann wieder geteilt als ein westlich amerikanisch orientierter Teil, als das sinnbildliche Ägypten und ein östlich sozialistischer Teil, versinnbildlicht als Asur oder Assyrien.“ZITAT ENDE
    Wie kann ich das mit Babylon, Assyrien und Amerika nachvollziehen? In Sacharja steht nichts davon.

    14. mehr ein Zusatz als eine Frage: Der Hebräerbrief ist nicht von Paulus geschrieben worden. Das ist noch ein Irrtum, dem die ZJ unterliegen.

    Fazit: Ich bin wie ihr an meinen Fragen sehen könnt, auf einige Ungereimtheiten gestoßen, die ich mir einfach nicht erklären konnte. Vieles sind einfach nur Behauptungen, die so nicht in der Bibel stehen. Natürlich könnt ihr sagen, dass das eure Interpretationen sind, aber generell ist mir aufgefallen, dass viele Verse vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen werden und wie ein Puzzle zusammengefügt wurden. Das allerdings ist wirklich problematisch. Nimmt man nämlich andere Verse, entsteht ein völlig anderes Bild. Betrachtet man einzelne Puzzleteile in ihrem Kontext, merkt man, dass sie ebenfalls in ein wiederum anderes Bild gehören als sie eigentlich gepresst wurden. Man hat hier verschiedene Puzzleteile aus verschiedenen Puzzlen genommen und versucht, ein neues Puzzle zu machen.
    In verschiedenen Versen aus z.B. Daniel, Sacharja, Habakuk, Offenbarung etc. wurden einzelne Verse herausgepickt und für eine Deutung verwendet. Es wurde eine zweite Bedeutung heraus gearbeitet. Andere Verse aus den entsprechenden Kapiteln wurden dabei jedoch nicht berücksichtigt. Ich kann mir aber nicht nur das herausnehmen, was mir passt. Unerwähnt und ungedeutet blieben einige Dinge (Horn, Chaldäer, wildes Tier, Schriftrolle…). Diese Dinge müssen, wenn man konsequent sein will, allerdings dann auch gedeutet werden. Sie bleiben ein wenig im Raum stehen.

    Aufgefallen ist mir außerdem, dass man die Erklärung für 1914 im Prinzip weggelassen hat. Das ist schade. Vielen ist sie bestimmt nicht mehr präsent und außerdem hätte man dann auch noch darüber diskutieren können.

    Generell finde ich es jedoch eine gute Idee, auch über die Propheten zu reden. Man muss nur aufpassen, dass man nicht willkürlich mit Deutungen anfängt. Und ich sehe es ähnlich, wie schon geschrieben wurde, dass es uns nicht zusteht, über Zeiten zu spekulieren und hin und her zu rechnen.
    Gut fand ich allerdings den Zusatz, dass man alles prüfen soll. Auch wenn ich mit diesem Artikel nicht übereinstimme, bin ich dennoch gespannt auf weitere Artikel. Man muss ja nicht alles übernehmen, was man so liest. Außerdem erreichen mich ja vielleicht auch noch Antworten auf meine Fragen, ich würde mich darüber freuen.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Manfred
    September 9, 2011

    Liebe Svenja,
    Du hast Dir ja ganz schön viele Gedanken gemacht. Einiges ist mir gar nicht so aufgefallen, da hast Du Recht. Auf jeden Fall ist gut, dass man nicht einfach alles ungeprüft übernimmt, so wir es bisher gemacht haben, wenn wir den WT studierten. Bruderinfo hat Dir ja auch in dem Vorwort zu Deinem Kommentar noch geschrieben, dass das prophetische Wort nicht einfach zu verstehen und oft auch nicht wortwörtlich übernommen werden kann. Damit tue ich mich auch sehr schwer. Aber gerade mit dem Gleichnis vom Weizen hat mir dieser Vortrag enorm geholfen. Allerdings habe ich die Punkte, die für mich nicht wichtig waren auch nicht so genau betrachtet und das ist die Zeitrechnung. Es ist ja fast alles schon passiert in dem Gleichnis und so muss man das in der Vergangenheit auch sehen können.

    Ich möchte mal anfangen und versuchen Dir die ersten beiden Fragen zu beantworten. Vielleicht können sich ja noch mehr Leser beteiligen, um auch die anderen Fragen klären zu können. Aber letztlich musst Du sowieso entscheiden, was Du glaubst und was nicht. Denn keiner, weder Bruderinfo noch die welche hier Kommentare geben haben das Wissen um zweifelsfrei die Bibel richtig auslegen zu können. Doch bei der Fülle der Ratgeber kommt was zustande und wir können uns alle ergänzen.

    Zu 1 hast Du geschrieben:
    1. Von Matt. 13,27 sagt ihr zuerst, der Same sei die Gute Botschaft, später aber, dass der Same die Söhne des Reiches Gottes sind. Meines Erachtens nach kann der Same nur eines von beiden sein. Die Bibel gibt ja selbst die Erklärung, dass der Same die Söhne des Reiches Gottes sind. ——

    Genau genommen müsstest Du diese Frage eigentlich Jesus selber stellen, denn er hat zu diesem Missverständnis beigetragen. Im Vers 24 schreibt er: . Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, DER GUTEN SAMEN AUF SEINEN ACKER SÄTE.
    Im Vers 38 schreibt er dann: 38. der Acker aber ist die Welt; DER GUTE SAME ABER, DIES SIND DIE SÖHNE DES REICHES, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen;

    Jesus ist derjenige, der den guten Samen gesät hat. Allerdings hat er keine Menschen (die Söhne des Reiches) gesät, sondern den Königreichsamen der guten Botschaft als er gepredigt hat. Wer den Samen angenommen hat, also die Gute Botschaft von Jesus Christus, dieser wurde dadurch zu einem Sohn des Reiches. Somit ist das hier kein Widerspruch in dem Vortrag, sondern den Widerspruch findest Du direkt in der Bibel.

    Zu 2 hast Du geschrieben:
    2. ZITAT:„Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.
    Jesus spricht also vom aufsprossen beider Saaten, dem Weizen und dem Unkraut. Hiermit wird auch die Zeitperiode der Jahrhunderte angedeutet die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt dauern sollte.“ZITAT ENDE
    Wo wird an dieser Stelle eine Zeitperiode angedeutet?——

    Die Zeitperiode wird hier nicht direkt im Vers 26 angedeutet, sondern bereits im Vers 25. Hier noch mal die Verse:
    25. Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging hinweg.
    26. Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.

    WÄHREND DIE MENSCHEN SCHLIEFEN. Schlafen wird in der Bibel als eine Zeit der Untätigkeit angesehen. Z.Bsp. schlafen ja die gestorbenen Menschen bis zur Ihrer Auferweckung in Jehovas Augen. Für uns sind sie aber tot und können gar nichts tun.
    Auch der Feind SÄTE sein Unkraut mitten unter den Weizen UND GING HINWEG. Also auch Satan hat seine Arbeit im 1. Jahrhundert getan und da er die Christenversammlung mit seinem Unkraut überwuchert hatte, gab es auch für ihn nichts mehr zu tun, denn er hatte ja seinen Willen erreicht.

    Ich habe das ja auch in meinem Kommentar schon erwähnt, den könntest Du ergänzend noch nachlesen. Hier der Link: http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=564#comment-562

    Bei einigen Deiner Fragen muss ich auch noch mal ganz genau nachlesen und da hast Du sicherlich nicht ganz unrecht, aber bei den ersten beiden Fragen kommen die Differenzen auch dadurch zustande, dass es eben so in der Bibel steht. Ob man jetzt die Zeitperiode des schlafens jetzt über die Jahrhunderte ausdehnen kann usw. darüber könnte man streiten. Da das Gleichnis aber für die Zeit des Endes geschrieben wurde und seit dem Weggang der Apostel keine neuen Bibelkapitel hinzugefügt wurden, nehme ich stark an, dass es erst in der Zeit des Endes weitergeht und dafür haben wir ja auch die Zeichen von Jesus in Mat. 24 bekommen um zu wissen wann das sein wird.
    Ich wünsche noch eine Gute Nacht
    Liebe Grüße Manfred

  • Svenja
    September 9, 2011

    Lieber Manfred,

    danke schon mal für den Anfang. Das mit der Zeitspanne ist nun auch bei mir angekommen und macht Sinn. Die Frage ist nur, von welcher Dauer die Rede ist. Aber da folgt ja dann der Rest des Artikels und dann kann man über die Dauer darübe diskutieren.

    An der Samen-Sache ist ebenfalls was dran. Wobei ich das nun eher so sehen würde, dass Jesus, indem er vom Königreich sprach, den Samen in den Söhnen des Reiches gesät hat. Ja, also eigentlich ähnlich wie du es schon geschrieben hast. Aber das ist wahrscheinlich eh Haarspalterei, das genau zu unterteilen. Mir fiel nur dieser Widerspruch auf.

    Danke auf jeden Fall schon mal für die Antworten!

    Ebenfalls gute Nacht!
    Svenja

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo,

    also ich wollte die Fragen nicht stellen, um einfach Kritik zu üben, sondern sie sind wirklich ernst gemeint mit dem Ziel, weiter über das Thema zu diskutieren. Nur weil sich mir diese Fragen gestellt haben und ich keine Antwort fand, heißt es ja schließlich nicht, dass es keine gibt.
    Also hoffe ich wirklich, dass mein Beitrag nicht falsch verstanden wurde. Ansonsten ist es natürlich kein Problem, dass es ein bisschen gedauert hat bis mein Kommentar kam und dass ihr noch was dazu geschrieben habt. Ich dachte nur, es sei einfach untergegangen. Kann ja auch mal passieren.
    Grundsätlich hatte ich ja schon geschrieben, dass es gut ist, über diese Dinge zu reden. Man kann schließlich über alles diskutieren und Wertvolles wird auf jeden Fall dabei heraus kommen.
    Und sicherlich ist es richtig, dass man in der Bibel nicht immer alles wörtlich nehmen kann/darf/muss. Allerdings muss es für eine zweite und/oder symbolische Deutung dennoch Hinweise geben, warum eine Deutung richtig sein kann. Das wollte ich nur zu bedenken geben, weil ich das bei diesem Artikel teilweise ein wenig vermisst habe.

    Ansonsten hoffe ich auf ein paar Antworten auf meine Fragen und freue mich schon darauf!

    Liebe Grüße!
    Svenja

    PS: Ich hoffe, mein letzter Beitrag war außerdem nicht zu lang. 😉

  • Cheyenne
    September 9, 2011

    Hallo Svenja,

    möchte versuchen, Dir einige Fragen zu beantworten, so wie ich das verstehe, vorab aber noch was zum düngen sagen. Du glaubst, dass man den Weizen auch während dem Wachstum mit herkömmlichen Dung gedüngt hat. Das ist gar nicht möglich. Falls Du eine Ahnung hast, wie schwer Dung ist, kannst Du mich vielleicht verstehen. Wenn die Pflanzen das abbekommen, gehen sie ein und es gibt gar keine Ernte mehr. Sollte aber ein Schlaumeier von Bauer hingehen und den Mist soweit mit Wasser verdünnen, und dann diese Gülle auf den Weizen ausbringen, dann hat man so was, wie wir dieses Jahr erlebt haben: mit EHEC- belastete Sprossensamen aus Ägypten. Fazit: die Weizenfelder müssen VOR dem säen gedüngt werden.

    4. Frage: in Math.13:24-30 steht tatsächlich nur was vom säen und anschließenden schlafen. Kein einziger Hinweis auf eine Pflege während der Wachstumsphase. Deshalb waren die Sklaven des Hausherrn wegen des Unkrauts auch so überrascht. Ich denke, man darf nicht seine persönlichen Wünsche in dieses Gleichnis hineinlesen, nur weil man nicht akzeptieren will, dass es bei Jehova auch mal eine Ruhephase gibt. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Zeit zwischen dem Einschlafen und Frucht ansetzen in diesem Gleichnis keine Bedeutung hat.

    5. Frage: …warum war Gott nicht am Weizen interessiert? Immerhin wird dieser später geerntet?..
    Aber Bruder B. schreibt doch ganz klar: Jehova Gott ist aber nicht an den Stängel und Blättern des Weizens interessiert, sondern an der Ernte aus der Saat des Urchristentums.
    Die Ernte besteht doch immer aus den Weizenkörnern. Was soll an seiner Formulierung falsch sein? Da kann ich keinen Widerspruch zum Gleichnis entdecken. Möchte Dir das an einem kleinen Beispiel erklären. Stell Dir vor, Du brauchst Weizen für Deinen persönlichen Wintervorrat. Also gehst Du zu mit einem leeren Säckchen zu einem Bauern (z.B. Bruder B.) und sagst zu ihm, dass Du Weizen kaufen willst. Der füllt Dir das Säckchen voll und sagt nur: hier hast Du von meiner Ernte. Du bezahlst und gehst. Dann störst Du Dich daran, dass er das Wort “Weizen” nicht benutzt hat und auch sonst nicht gerade gesprächig war. Zudem drückt die Last auch noch etwas auf Deiner Schulter. Zu Hause machst du Dir weiter Gedanken über diesen Bauern, der von den Mitmenschen gemieden und verachtet wird, und Dir fallen immer mehr Dinge ein, auch dass er von seinem Umfeld etwas isoliert lebt und deshalb keinen allzu guten Ruf hat. Je mehr Du Dir über ihn Gedanken machst, desto sicherer bist Du, dass Du von ihm nicht das bekommen hast, was Du wolltest. Also gehst Du noch mal los, aber dieses Mal zu einem Bauern, der in der Gesellschaft gut angesehen ist (z.B. Deinem verehrten und hier schon gelobten evangelischen Pfarrer). Er ist allseits beliebt und überall hoch geachtet. Wirklich alle loben ihn in den höchsten Tönen und er begrüßt Dich herzlich und überschwänglich. Er lobt Dich immerzu dafür, dass Du bei ihm die Weizenerzeugnisse kaufst, und charmant versichert er Dir, dass seine Pflanzen die schönsten in der ganzen Gegend sind. Er hofiert Dich und Du fühlst Dich bei ihm geborgen und angenommen. Er füllt Dein Säckchen voll mit Stroh und Spreu und versichert Dir dabei, dass das wunderbare Produkte der Weizenpflanze sind. Danach bezahlst Du genau den selben Preis dafür wie bei dem ersten Bauern. Dann begleitet er Dich noch ein Stückchen und trägt Dir das Strohsäckchen. Nun, von welchem Einkauf kannst du Dir das nahrhaftere Brot backen?

    7. Frage: Die Engel wurden HINSICHTLICH der Ernte tätig, das bedeutet sie begannen Vorkehrungen für die Ernte zu treffen. Nirgends schreibt Bruder B. dass die Engel mit der ERNTE begannen. Das hast Du vielleicht hineininterpretiert. In der Praxis sieht das so aus, dass man die Tennen säubert, die Sensen und Dreschflegel prüft und die Garbenschnüre kontrolliert ob sie verschlissen oder von Mäusen angefressen sind. Diese und weitere Arbeiten müssen VOR der Ernte erledigt werden.

    8. Frage: Zu Ofb.11:8 Wo steht da was von Russel?
    Wie kommst Du auf die Idee, dass der Name Russel in der Bibel stehen muss oder er namentlich in einer Prophezeiung genannt werden muss? Im AT steht nicht einmal der Name Jesus. Kein Gläubiger käme deshalb auf die Idee, deshalb seine Mittler- und Retterrolle in Frage zu ziehen. Oder auf die Idee zu kommen, dass Jesus nicht der Richtige war, denn in Jesaja ist ein Immanuel vorhergesagt worden.

    9+10. Frage. Die Offenbarung kann man nicht in einigen Sätzen erklären. Sie enthält Dinge, die sich im Himmel und auf der Erde erfüllen. Die Dinge, die den himmlischen Bereich betreffen kann man nur glauben oder nicht glauben. Wir, von der großen Volksmenge werden hier vorab wohl keine Beweise geliefert bekommen. Anders verhält es sich mit den Dingen, die sich sichtbar auf der Erde erfüllen. Hier sollten wir die Entwicklung der Weltpolitik, der LK und ZJ genau beobachten. Ofb.2+3 kann inzwischen wohl jeder hier richtig deuten. Ich glaube, dass wir in der Erfüllung und dem Verständnis über die Offenbarung auf der Erde ziemlich am Anfang stehen. In den nächsten Jahren werden wir die weiteren Angaben wohl genauso gut verstehen wie Kap. 2+3. Jedenfalls besteht von Ofb.11:1-4 eine Verbindung zu Haggai und somit zu Serubbabel und Josua. Ebenso besteht von V.6 eine Verbindung zu Elia und somit zu Math.16:28-17:13. Es zeigt die Aufbauarbeit am Tempel und auch die Vorbereitungszeit durch Johannes. Da man auf der Erde die Inthronisierung Jesu im Himmel nicht sehen konnte, ist es jedem selbst überlassen, ob man Russells Wirken am Anfang glauben kann oder nicht. Gehe aber davon aus, dass wir die endgültige irdische Erfüllung auch noch sehen werden, bevor Jesus sichtbar durch seine Macht in Erscheinung tritt.

    11.Frage.
    Ofb.14:6 Und ich sah einen anderen Engel in der Mitte des Himmels fliegen, und er hatte eine ewige gute Botschaft, um sie als frohe Nachricht denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, sowie jeder Nation und [jedem] Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk, 7 indem er mit lauter Stimme sprach: „Fürchtet Gott, und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.
    Jesus selbst sagte in Mat.24:14 Und diese GUTE BOTSCHAFT vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.
    Die Ernte durch die Engel ist nicht das Predigen der guten Botschaft. Die gute Botschaft ist das Evangelium, dass Menschen durch das Opfer Jesu Gnade und ewiges Leben erlangen können. Das wird auf der ganzen Welt verkündet, genauso wie das im 1.Jh. auch von Menschen gemacht wurde. Nach dem 1. Engel in Ofb. kommen noch weitere Engel, die dann für die Ernte und das Ende zuständig sind.

    12. Frage:
    Sach.5:1-11
    3 Dann sagte er zu mir: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der GANZEN Erde ausgeht…
    6…Und er sagte weiter: „Das ist ihr Aussehen auf der GANZEN Erde.
    11 Darauf sprach er zu mir: „Um ihr ein Haus im Land Schịnar zu bauen; und es soll fest errichtet werden, und sie soll dort auf ihren rechten Platz niedergesetzt werden.“
    Schinar ist das Gebiet zwischen Euphrat und Tigris wo Babylon liegt.
    1.Mo.11:1 Die ganze Erde nun hatte weiterhin e i n e Sprache und einerlei Wortschatz. 2 Und es geschah, daß sie, als sie ostwärts zogen, schließlich eine Talebene im Land Schịnar entdeckten, und sie schlugen dort ihren Wohnsitz auf. 3 Und sie begannen zueinander zu sprechen: „Auf! Laßt uns Ziegelsteine machen und sie zu Backsteinen brennen.“ So diente ihnen der Ziegel als Stein, der Asphalt aber diente ihnen als Mörtel. 4 Nun sagten sie: „Auf! Laßt uns eine Stadt und auch einen Turm bauen mit seiner Spitze bis in die Himmel, und machen wir uns einen berühmten Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche zerstreut werden.“
    Auch hier ist eine biblische Verbindung von Sacharja zu Babylon, Nimrod und der ganzen Erde.

    14. Frage: Bist Du Dir absolut sicher, dass nicht Du im Irrtum ist? Wer meinst Du dann, hat den Hebräerbrief geschrieben? Zugegeben, am Beginn des Hebräerbriefes steht nicht der gewohnte Zusatz: Paulus, ein Apostel Christi oder Paulus und Timotheus, Sklaven Christi.
    Aus Apostelgeschichte erfahren wir, dass Timotheus Paulus begleitete. Nur in den Briefen des Paulus wird Timotheus erwähnt.
    Dann noch in Hebräer 13.23 Nehmt zur Kenntnis, daß unser Bruder Timọtheus freigelassen worden ist, mit dem ich euch, wenn er recht bald kommt, sehen werde.24 Richtet meine Grüße all denen aus, die unter euch die Führung übernehmen, und allen Heiligen. Die aus Italien senden euch ihre Grüße.
    Also: Mit wem war Timotheus in Italien? Nur Paulus hat in seinen Briefen den Timotheus erwähnt. Sonst erscheint er nirgends. Somit ist für mich die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Paulus auch den Hebräerbrief geschrieben hat, etwa 61u.Z., Aber man kann das nicht zu 100% beweisen. Auch Du kannst das nicht. Außerdem steht in der Vulgata von Hieronymus: Brief des Heiligen Paulus an die Hebräer. Selbstverständlich habe ich auch die evangelischen Schriften gelesen, die Hieronymus als Fälscher darstellen. Mag vielleicht auch daran liegen, dass die Vulgata in der katholischen Ecke zu Hause ist.
    Nur wenn Paulus zur Zeit der Niederschrift langfristig gefangen und ohne Hoffnung auf seine Befreiung war, könnte der Brief von einem anderen, namentlich nicht bekannten Schreiber stammen.

    L.G. Cheyenne

    Danke liebe Schwester Cheyenne für die umfassende Erläuterung der offenen Fragen. Du kennst Dich sehr gut in der Bibel aus und würden uns wünschen Von Dir mehr hier zu lesen.

    Liebe Grüße
    Bruderinfo-Prophetie

  • Svenja
    September 9, 2011

    Liebe Cheyenne,

    vielen Dank für den Versuch, meine Fragen zu beantworten. Das mit dem Düngen sehe ich ein. Das erscheint mit logisch. Vielen Dank dafür. Allerdings würde ich immer noch gerne den Bauern kennen lernen, dem seine Felder vollkommen egal sind und der sich nur um die Ernte schert. 😉

    Dann zu den einzelnen Punkten.

    4. Das hatte Ulli schon geschrieben. Die MENSCHEN schlafen. Das heißt nicht, dass Gott schläft.

    5. Da geht es mir mehr darum, dass es so klingt, als wären wir nur Produkte. Wenn wir geerntet werden, dann interessiert man sich für uns, aber unser Leben, also das Leben auf dem Feld, das sei völlig egal? Ich weiß ja nicht, wie das Gottesbild von anderen hier aussieht, aber ich spüre jeden Tag, dass mein Leben Gott nicht egal ist und er nur auf meine Frucht aus ist.
    Vielleicht ist es auch nur die Formulierung, die mich da gestört hat.
    Mit deinem kleinen Beispiel sehe ich ehrlich gesagt keinen Zusammenhang zu meinen Fragen, sondern lediglich den Versuch, einen evangelischen Pfarrer (ich sprach im übrigen nicht von einem evangelischen Pfarrer, das nächste Mal bitte genau lesen) und mich dazu schlecht zu machen. An keiner Stelle erwähnte ich, dass die von mir erwähnte Person in der Gesellschaft besonders anerkannt sei. Im Gegenteil. Darüber kannst du dir also auch kein Urteil erlauben.
    Nur zum Verständnis: Jeder Mensch wird einzeln von GOTT beurteilt, welche Frucht er bringt. Ich glaube kaum, dass du beurteilen kannst, welcher das nahrhaftere Brot hat. Immerhin kennst du weder mich richtig und schon gar nicht Leute, die ich hier mal erwähnte. Also würde ich dich bitten, mit solchen „Beispielen“ etwas vorsichtiger zu sein und weder mich (die ich in dem Beispiel mich ja schön übers Ohr hauen lasse und da völlig bescheuert bei wegkomme 😉 ) noch irgendwen anders zu verurteilen. Ich behaupte umgekehrt ja auch nicht, dass irgendwer nahrhafteres Brot hat als Bruderinfo oder? Davon abgesehen, „verehre“ ich keine Menschen. Weder Pfarrer noch sonstwen. Genauso wenig, wie man Bruderinfo verehren sollte. Bleiben wir also lieber sachlich. Danke!
    Wie auch immer, es ist nicht mein persönlicher Wunsch, dass Gott sich um uns kümmert, sondern es steht in der Bibel und es ist meine persönliche Erfahrung. Und ich halte mich an die Bibel.

    7. Und was bedeutet das im übertragenen Sinne? Also was ist das heute umgesetzt? Das hast du leider noch nicht geschrieben, aber es klingt interessant.

    8. Natürlich meinte ich nicht, dass der Name Russel in der Bibel stehen muss. Aber wenn ich ihn irgendwo hineininterpretiere, dann muss es dafür entsprechende Hinweise geben. Die kann ich da aber partout nicht finden. Und bisher hat auch noch niemand anders geantwortet.

    9+10 Über die Offenbarung wissen wir in der Tat noch nicht viel. Auch ich denke, dass sich das noch ändern wird, wenn es so weit ist. Vorher wäre ich mit Versuchen in diese Richtung vorsichtig. Man hat am Offenbarungsbuch gesehen, wohin sowas führen kann. Bevor es also keine klareren Zeichen gibt, kann ich nicht einfach irgendwas glauben. Das kann natürlich jeder anders sehen, aber ich will nicht wieder auf fälschliche, wenngleich auch gut gemeinte Deutungen hereinfallen, die auch etwas ganz anderes bedeuten können. Ich bin immer noch überzeugt, dass die Bibel jeder verstehen kann. Das bedeutet auch, dass jemand die Bibel verstehen muss, der die ZJ nicht kennt (und davon gibt es wahnsinnig viele Menschen, um nicht zu sagen, die Mehrheit der Menschheit). Wenn diese Deutung mit Russel und co wahr wäre, könnte ein Mensch, der in der Bibel liest und noch nie diesen Namen gehört hat, nicht darauf kommen. Ich glaube nicht, dass das im Sinne des Erfinders ist.

    11. Das Evangelium wurde allerdings schon immer gepredigt. Nicht erst seit den Bibelforschern. Und mit Evangelium meine ich wirklich nur das Evangelium. Also dass Jesus auf die Erde kam, für unsere Sünden gestorben ist und wir damit die Möglichkeit haben, ewig zu leben. Das kannten die Menschen schon immer und ist keine neue Sache der Bibelforscher.

    12. Also eigentlich steht da nur das ganze LAND und nicht die ganze Erde. Das ist wohl ein Unterschied. Und wie der Turmbau zu Babel da hineinpasst, verstehe ich auch nicht. Das ist ein vergangenes Ereignis und wurde vereitelt.

    14. Ja. Es gibt deutliche Hinweise darauf, warum der Hebräerbrief nicht von Paulus sein kann. Zunächst wird der Name nicht erwähnt. Das allein würde natürlich nicht ausreichen. Dann benutzte Paulus immer einen ganz bestimmten Schreibstil, den man gut erkennen kann, wenn man sich die Briefe durchliest (vor allem auf griechisch). Es gibt außerdem bestimmte Grußformeln, die er immer wieder benutzt und die in den anderen Briefen stehen. Nur weil niemand sonst Timotheus erwähnt, heißt es ja nicht, dass er immer nur mit Paulus unterwegs war. Im Gegenteil, Paulus sandte Timotheus oft aus, ohne, dass er dabei sein musste. Und ich denke, wir sind uns einig, dass der Bekanntenkreis des Timotheus weit über Paulus hinaus gegangen sein wird.
    Davon abgesehen ist es ja auch überhaupt nicht schlimm, dass der Hebräerbrief nicht von Paulus geschrieben wurde. Deshalb ist er ja nicht weniger wert. Es steht dir natürlich frei, die Argumente nicht anzuerkennen, wenn du nicht möchtest und lieber an „Altbewährtem“ festhältst. Für mich ändert sich an der Bedeutung des Briefes nichts, ich bin aber gerne auf dem neuesten Stand.

    Das mit dem Dünger ist mir also einleuchtend, vielen Dank dafür.
    Aber leider habe ich ansonsten vor allem durch das nette Beispiel ein wenig das Gefühl, nicht richtig ernst genommen worden zu sein. Sollte ich mich da irren, dann nehme ich alles zurück, aber es schwang ein wenig der Grundtenor mit, dass ich blindes Hühnchen das alles nicht verstehe, weil ich einem Pfarrer hinterherrennen würde, den ich auch noch angeblich verehre. Das finde ich schade, denn es hebt die Gesprächspartner auf verschiedene Ebenen, obwohl ich immer dafür bin, dass man auf Augenhöhe diskutiert.
    Meine Fragen waren ernst gemeint und sollten auf eine Diskussion hinaus.

    Trotzdem danke, dass du dir mit deiner Antwort so viel Mühe für mich gegeben hast. Ich hoffe, man kann das Gespräch noch fortsetzen. Auf gleicher Ebene 😉

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Svenja

    Manchmal habe ich bei Dir den Eindruck, dass wenn Dir mal jemand versehentlich krumm gekommen ist, Du das im Inneren nicht verzeihst und alles was er oder sie schreibt negativ siehst und kommentierst.

    Ich glaube aber es ist gar nicht so dass wir was gegen Dich haben oder Dich nicht mögen, sonst würden Cheyenne oder ich Dir gar nicht antworten. Sehe unsere Kommentare bitte positiv, denn sie sind positiv gemeint.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    September 9, 2011

    Hallo Alois,

    schade, dass du diesen Eindruck hast. Ich bin einer der am wirklich wenigstens nachtragenden Menschen und so könnte ich wirklich nicht sagen, wann cheyenne mir mal krumm gekommen wäre oder wie, falls du das meinst.
    Aber versetz dich mal in meine Lage und lies dir das Beispiel noch einmal durch. Es hat für mich keinen Zusammenhang zu meinen Fragen und verletzt nur. Ich bin bei den Zeugen genug verletzt worden, das brauche ich nicht mehr.
    Davon abgesehen hat ihr Beitrag sehr viel, was mich zum Nachdenken bringt und ich habe nur respektvoll geantwortet und schätze Beiträge sehr wert.
    Noch einmal meine Fragen sind ernst gemeint und wenn ich etwas nicht nachvollziehen kann, hat das mit niemandem etwas persönlich zu tun. Hätte jemand anderer den Beitrag geschrieben, hätte ich genau so geantwortet.
    Ich bin einfach für einen respektvollen Umgang miteinander.

    Einen schönen guten Morgen euch allen!
    Svenja

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo zusammen,
    ich will ehrlich sein. – Die ganzen Erklärungen der Erklärung, zu Jesu eigenen Erklärung seines Gleichnisses, machen mich ganz schwindelig.

    Deshalb will ich mir jetzt einfach mal ganz in Ruhe NUR die Erklärung Jesu anschauen und sehen ob das Schwindelgefühl dadurch vielleicht wieder nachlässt.

    Gleichnis:
    Mit der neuen Welt Gottes ist es wie mit dem Mann, der guten Samen auf seinen Acker gesät hatte…

    Erklärung Jesu dazu:
    »Der Mann, der den guten Samen aussät, ist der Menschensohn, und der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Menschen, die sich der Herrschaft Gottes unterstellen.

    Gleichnis:
    Eines Nachts, als alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut zwischen den Weizen und verschwand.
    Als nun der Weizen wuchs und Ähren ansetzte, schoss auch das Unkraut auf.

    Jeus Erklärung:
    Der Feind, der das Unkraut gesät hat, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt und die Erntearbeiter sind die Engel.
    Das Unkraut sind die Menschen, die dem Bösen folgen.

    Gleichnis:
    Da kamen die Arbeiter zum Gutsherrn und fragten: ›Herr, du hast doch guten Samen auf deinen Acker gesät, woher kommt das ganze Unkraut?‹
    28 Der Gutsherr antwortete ihnen: ›Das hat einer getan, der mir schaden will.‹ Die Arbeiter fragten: ›Sollen wir hingehen und das Unkraut ausreißen?‹
    29 ›Nein‹, sagte der Gutsherr, ›wenn ihr es ausreißt, könntet ihr zugleich den Weizen mit ausreißen.

    Gleichnis:
    Lasst beides wachsen bis zur Ernte! Wenn es so weit ist, will ich den Erntearbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut ein und bündelt es, damit es verbrannt wird. Aber den Weizen schafft in meine Scheune.‹

    Seine Erklärung:
    Wie das Unkraut eingesammelt und verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt zugehen:
    41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Herrschaftsgebiet alle einsammeln, die Gott ungehorsam waren und andere zum Ungehorsam verleitet haben.
    42 Sie werden sie in den glühenden Ofen werfen; dort gibt es nur noch Jammern und Zähneknirschen.
    43 Dann werden alle, die Gott gehorcht haben, in der neuen Welt Gottes, ihres Vaters, so hell strahlen wie die Sonne. Wer Ohren hat, soll gut zuhören!«

    Mir sagt Jesu Erklärung nun folgendes:

    Jesu machte deutlich was in Zukunft geschehen würde…und es dauerte auch nicht lange, bis eintraf wovon er sprach.
    Verhindern konnte das alles niemand. – Auch darauf weist er ja hin.
    Doch schließt er seine Erklärung damit ab, dass er sich darum kümmern wird und alle die dem Bösen folgen, auch dasselbe Ende erwartet. – Während alle die Gott gehorchen, so hell strahlen sollen, wie die Sonne und zwar deshalb, weil sie die gewünschte Frucht hervorgebracht haben: die Liebe.

    Jesu Worte verstehe ich, weil sie klar und einfach sind.
    Alle Gedanken die darüber hinaus gehen, beschweren mich nur mit Dingen die ich eh´nicht in der Hand habe und die in Gottes und Jesu Händen sowieso viel besser aufgehoben sind.

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Du kannst nicht erwarten, dass sich die geistige Deutung des prophetischen Wortes für Dich plötzlich öffnet und alles klar ist.
    Ich lese schon Jahrelang die Bibel mit Blickrichtung auf prophetische Äußerungen und stehe sehr oft davor und verstehe es nicht.

    Denn es ist unmöglich ohne prophetisches Hintergrundwissen so eine Deutung wie sie Bruder B gemacht hat nachzuvollziehen. Ich verstehe diese Sprache etwas, unabhängig davon ob ich in diesem Falle zum gleichen Ergebnis kam oder nicht.

    Vielleicht war dieses Gleichnis am Anfang einfach etwas zu schwer. Der Vortrag danach war wesentlich leichter zu verstehen und nachzuvollziehen.

    Ich glaube der Autor wollte lediglich prophetisch beweisen, dass das Urchristentum durch Unterwanderung von Scheinchristen absterben musste um dann in der Endzeit wieder neue Christen inmitten von Scheinchristen leben zu lassen. Alles andere ist Wortgeplänkel.

    Dies was Bruder B schreibt kann ich nachvollziehen und habe deswegen auch keine Probleme mit dem Vortrag. Die angeführte Jahreszahl ist unwichtig, wichtig ist dass ich glaube dass wir in der Endzeit leben und die Zeichen der Zeit erkennen, was auch wieder nur geht wenn man die Propheten versteht.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    mit der Erklärung Jesu habe ich keinerlei Probleme…nur die Erklärungen die über SEINE Erklärung hinausgehen, bleiben unverständlich.
    Und da hat eben die Erklärung Jesu für mich mehr Gewicht, als alle nachfolgenden.

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Cheyenne,

    Zu 4,
    da steht dass die Menschen eingeschlafen sind. Dort hineinzudeuten, dass auch sonst keiner mehr außer Satan sich dafür interessierte, widerspricht sich mit den Versen, in denen es heißt das Gott allein das Wachstum gibt.

    1. Kor 3, 6+7:
    6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat gegossen; aber GOTT hat es wachsen lassen.
    7 So ist weder der, der pflanzt, von Bedeutung, noch der, der es begießt, sondern Gott, der das Wachstum GIBT.

    Nur weil er es in diesem Gleichnis nicht extra erwähnt, heißt ja nicht, dass es nicht stattfand. Zumal er ja dann Paulus später obige Worte eingab.

    Zu 5,
    aber wir HOLEN doch nicht den Weizen von irgendwo her, wir wollen doch SELBER der wahre Weizen sein…

    Zu 8,
    nein, Jesus wurde nicht namentlich genannt, da hast du recht. Aber er und die Umstände wurden so ausführlich und eindeutig beschrieben, dass die einfachen Menschen es begriffen…nur die geistigen Führer und diejenigen die ihnen blind vertrauten, wollten nicht wahrhaben, dass er der angekündigte Messias ist.

    Ich nicht, wo in der Bibel steht, das dass Kommen Jesus zum Weltengericht von einem besonderen Vorläufer angekündigt wird. Wenn es so wäre, dass man sich an ihn und NUR an ihn halten müsste, dann hätte er genau umschrieben werden müssen, damit man ihn auch erkennt. So wie es beim Messias ja auch geschah…
    Und zwar genau so, wie er sich dargestellt hat. Es hätte ein Mann beschrieben sein müssen, der einige Dinge richtig erkennt, aber aus seinem unreinem Gedankengut falsche Schlüsse zieht und damit viele Menschen die ihm Glauben schenken, in die Irre führt.
    Und obendrein zulässt, dass die Menschen ihm Ehre geben, die ihm garnicht zusteht.

    Außerdem gebe ich zu bedenken, dass Milliarden von Christen diesen Namen noch nie gehört haben. Sie haben also – egal wie sehr sie versuchen würden die Bibel zu verstehen – keine Chance, weil sie Russell und seine Lehre nicht kennengelernt haben?

    Das hieße ja, es reicht nicht, an Gott und seinen Sohn Jesus Christus zu glauben und ihn als seinen Erlöser anzunehmen, NEIN der Weg dahin müsste über Russel gehen. – Sonst gildet´s nicht…
    Das kann ich im Wort Gottes nicht entdecken.

    Zu 14,
    ob Paulus der Schreiber des Hebräerbriefes ist oder nicht, ist mir offen gesagt piep. WENN es denn ein Irrtum ist, dann ein verzeihbarer, dem Viele erlegen sind. Einig ist man sich darüber nicht, aber statt sich darüber den Kopf zu zerbrechen sollte man sich doch lieber weiter mit dem Inhalt beschaftigen, denn darauf kommt es an.
    Denn ob nun Paulus oder irgendein Unbekannter diesen Brief geschrieben hat, ist gleich, weil dieser nur die Feder geführt hat.

    LG Ulli

  • Svenja
    September 9, 2011

    Noch mal zu Paulus und Hebräerbrief:
    Das wollte ich damit auch sagen. Letztendlich ist es wirklich egal, wer der Schreiber war, am Inhalt ändert sich ja dadurch nichts. Von Gott inspiriertes Wort bleibt es ja dennoch. Es ist eine Kleinigkeit, an der man sich ja nicht aufhängen muss.

  • WalteranCheyenne
    September 9, 2011

    Hallo Cheyenne,

    vielen Dank für Deinen Kommentar-/e.
    Da lebt die Bibel !

    Du scheinst auch auf dem Land zu leben.

    Liebe Grüße

    Walter

  • Manfred
    September 9, 2011

    Lieber Br. B,
    besonders folgender Absatz aus Deinem Vortrag hat mir geholfen mein Verständnis über das Gleichnis vom Weizen ins rechte Licht zu rücken:

    Du hast geschrieben:
    Nach Vers 28 des Gleichnisses meldeten die Knechte dem Herrn dass er doch guten Samen gesät hatte. Nach Vers 39 und 40 sollte aber erst am Ende der Welt eine Trennung stattfinden. Nach Vers 30 sagte Jesus: Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte. Eine besondere Bedeutung hat das Wort bis im prophetischen Wort. Wenn Jesus nach Matth. 28:28 (2. Halbvers) sagt,

    Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

    so bedeutet „bis“ nicht fortwährend wie die christlichen Scheinreligionen lehren, sondern das Wort „bis“ verbindet die erste Gegenwart Jesu mit seiner 2. Gegenwart. Das Wort verbindet somit 2 Ereignisse die zeitlich auseinander liegen. Das Wort „bis“ bildet somit eine Zeitbrücke von einem Ereignis zum anderen das folgen müsste oder muss. Jesus wiederholt hier die Zusicherung die schon Jesaja für seine treuen Glieder gab, sowohl für die Tage Jesu, als auch verbindlich für unser Zeitalter. Zitat Ende.

    Ich hatte das Problem, dass ich mir nicht erklären konnte, wo in der Zeit zwischen dem Weggang der Apostel und dem versammeln der ersten Bibelforscher der wahre Weizen zu finden war. Du hast nun erklärt, dass das Wort BIS die erste Gegenwart mit seiner zweiten Gegenwart verbindet. Somit ist die Zeit, die dazwischen liegt für uns heute nicht von Bedeutung und das Gleichnis wurde ja auch explizit für die Zeit des Endes aufgeschrieben. Dies sagt Jesus ja exakt im Vers 39 bei der Deutung des Gleichnisses.
    Unabhängig davon, ob die Zeitberechnung jetzt stimmt oder nicht, so können wir heute mit dem Blick zurück erkennen, dass es sich so verhalten hat. Jesus hat im Kapitel 24 von Matthäus ja auch Zeichen genannt, die die Endzeit kennzeichnen sollten. Und die Kriege (1. ter Weltkrieg) haben gezeigt, dass dieses Zeit 1914 begonnen hat. Außerdem wurde vieles immer schlimmer und auch die vielen Naturkatastrophen nehmen immer mehr zu.
    Ein weiterer interessanter Aspekt, den ich erst jetzt richtig verstanden habe findet sich im Vers 25:
    Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging weg.
    Der Feind säte das Unkraut und ging weg. Auch für den Feind gab es nichts mehr zu tun, nachdem er das Christentum im ersten Jahrhundert unterwandert hatte, weil der gute Weizen vollständig verschwunden war. Somit hatte Satan fürs erste sein Ziel erreicht.
    Er wurde erst wieder aktiv, als sich um das Jahr 1874 die ersten Bibelforscher zusammenfanden und das Wort Gottes so betrachteten, wie es richtig war. Sie hatten den richtigen Geist. Deshalb heißt es im Vers 26:
    Als aber die Saat aufsprosste und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.

    Also sofort, nachdem sich einige wenige Personen zum Betrachten der Bibel in der rechten Weise zusammen fanden, reagierte der Teufel und unterwanderte diese Gruppe, so wie er es bei den Urchristen schon mal gemacht hatte. Nachdem Jesus 1914 sein Augenmerk wieder der Erde zuwandte und gegenwärtig war, sprachen die Engel in den nachfolgenden Versen:
    27 Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn Unkraut?
    28 Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sagen zu ihm: Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen?
    29 Er aber spricht: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts gleichzeitig mit ihm den Weizen ausreißt.
    30 Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

    Somit wächst seit dem Jahre 1914 beide Weizensorten (Weizen und Scheinweizen) nebeneinander her bis die Ernte anfängt. Wann die Ernte genau sein wird, das weiß niemand außer Jehova. Doch dass Jesus genau diese Gleichnis mit den zwei Weizensorten gebraucht hat und diese in der Wirklichkeit so identisch aussehen, dass man sie lange Zeit nicht unterscheiden kann, zeigt dass es sich bei diesen beiden Sorten Weizen nur um Zeugen handeln kann, die Jesus folgen und solche die der Organisation nachfolgen. Wenn wir heute eine Versammlung besuchen, ist es für uns unmöglich zu erkennen, wer in Wirklichkeit Jesus nachfolgt, das kann man erst erkennen, wenn er sich selbst dazu äußert. Denn viele Schafe Jesu sitzen in der Versammlung und kommen immer mehr zum nachdenken, ob die Organisationslehren wirklich von Gott sind. Die Seite Bruderinfo hat dazu geführt, dass immer mehr erkennen, dass die WTG nicht die Organisation Jehovas, sondern des Satans ist. Das Unkraut das er gesät hat. Der letzte Wachtturmartikel hat das sehr gut bestätigt, oder konnte da irgendjemand die Liebe des Christus erkennen, die unter seinen wahren Nachfolgern herrschen sollte? Ist es nicht eher der blanke Hass wie Personen behandelt werden, die eigentlich darauf hinweisen, dass in Gottes Wort etwas anderes steht.
    Und wer hasst Jesus mehr als Satan?
    Die WTG brandmarkt sich mit solchen Artikeln selber, dass sie aus Ihrem Vater dem Teufel stammen, da braucht man noch nicht mal was zu erfinden. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Licht und der Finsternis?

    Wenn man das Gleichnis so betrachtet, dann ergibt es auch eine hundertprozentige Übereinstimmung mit dem Gleichnis von den 10 Jungfrauen und noch einigen anderen Bibeltexten, das würde aber jetzt zu weit führen, deswegen breche ich hier erstmal ab.
    Aber für mich war dieser Vortrag von Dir Br. B. äusserst hilfreich, da ich nun den Zusammenhang vom ersten Jahrhundert bis in unsere Zeit heute richtig verstanden habe. Ich meine zumindest, dass ich es jetzt richtig verstanden habe, aber das ist nur meine Meinung und wie immer, ich kann auch falsch liegen, für mich macht das Gleichnis aber genau so Sinn und es passt m.E. alles zusammen.
    Liebe Grüße Manfred

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Für Alois und seiner Frage zu den Erklärungen wie der trvSk. das Gleichnis von Weizen und Unkraut darstellte. Ich habe vorerst das gefunden was ebenfalls die teils Verrückheiten im laufe von über 100 Jahren „Organisation Gottes“ offen legen. Ich muß noch etwas suchen und finde sicher auch noch zum Weizen und Unkraut etwas.

    I R R U N G E N UND W I R R U N G E N

    Der WTG gelingt es immer wieder, ihre zahlreichen Lehränderungen als „neues Licht“ zu verkaufen. Eine Taktik, die nur deshalb funktioniert, weil nur wenige Zeugen Jehovas wirklich die Geschichte dieser Organisation kennen. James Walker und Rick Branch aus Arlington, Texas, haben sich die Mühe gemacht, die zahlreichen Falschpropheziehungen und „Erkenntnisse“ der WTG chronologisch zu ordnen.

    Wachtturm-Geschichte bei Licht besehen

    Recherchiert von Rich Branch, Arlington, TX Zusammengestellt und verfaßt von James Walker und Rick Branch, Arlington, TX
    Übersetzt von Herbert Raab (In der Übersetzung wurden teilweise die englischen Quellenangaben belassen, es wurde in diesem Fall rückübersetzt)
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    1870

    Charles Taze Russell gerät „durch einen Zufall“ in eine religiöse Versammlung, in der Jonas Wendell „Adventisten“ [Second Adventists] belehrt. Russells „erschütterter Glaube“ an die Bibel wird wiederhergestellt. Bald erkennt er, „daß wir irgendwo nahe vor dem Schlusse des Evangeliumszeitalters lebten.“ Charles Russell, sein Vater und andere bilden eine kleine Bibelstudiengruppe in Allegheny, Pennsylvania (Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence, 1916, Seiten 170171; Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 14, 15, Fußnote f).
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    1874

    Wiederkehr: Ein weiterer Second Adventist, Nelson Barbour, kündigt Christi unsichtbare zweite Gegenwart für 1874 an: Christus kommt unsichtbar zurück (ursprüngliches Datum) und Harmagedon beginnt (Zion’s Watch Tower, Februar 1881, Seite 3; Okt./Nov., 1881, Seite 3; Das vollendete Geheimnis [Schriftstudien, Bd. VII; Zion’s Watch Tower, 15. Januar 1892, Seite 22; Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 15).
    [Siehe 1914]
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    1876

    Charles Taze Russell liest Herald of the Morning, eine Zeitschrift des Second Adventisen Nelson Barbour, und nimmt die Botschaft mit „Überraschung und Freude“ an. Russell trifft Barbour persönlich, der ihn überzeugt, daß Christus 1874 unsichtbar wiedergekehrt ist (Zion’s Watch Tower, 15. Juli 1906, Seiten 230, 231; Zion’s Watch Tower, 1916, Seiten 170, 171; Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 18).
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    1877

    Wiederkehr: Russell und Barbour geben zusammen Three Worlds or Plan of Redemption heraus.
    Die im Herbst 1874 begonnene vierzigjährige Erntezeit soll 1914 mit dem Abschluß der „Zeiten der Heiden“ zu Ende gehen (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 19). [Siehe 1914]
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    1879

    Wachstum: Russell gibt die erste Ausgabe von Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence, dem Vorläufer des heutigen Wachtturms, heraus. Auflage 6.000 Stück (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 21).
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    1884

    Wachstum: „Zion’s Watch Tower Tract Society“ als Gesellschaft in Pennsylvania eingetragen (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 27).
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    1886

    Obrigkeitliche Gewalten: In Band I der Schrifttudien, von Russell veröffentlicht, werden die „obrigkeitlichen Gewalten aus Römer 13 als menschliche Regierungen bezeichnet.
    [Siehe 1929 und 1962]
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    1889

    Falschprophetie: Band II der Schriftstudien, Die Zeit ist herbeigekommen, verkündet, daß sechstausend Jahre seit der Erschaffung Adams 1872 n.Chr. enden. Er sagt auch voraus, die Schlacht von Harmagedon, werde 1914 n.Chr. mit der völligen Verwerfung der menschlichen Herrschaft enden.
    [Siehe 1894, 1914 , 1932 und 1968]
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    1891

    Kreuz-Krone-Symbol für die Titelseiten aller Zeitschriften von Zion’s Wacht-Turm angenommen (Jahrbuch 1975).
    [Siehe 1928 und 1931]
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    1893

    Wachstum: Erste „Landesversammlung“ zieht 360 Menschen an (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 33).
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    1894

    Joseph Rutherford beginnt sein erstes Bibelstudium mit Wachtturm-Vertretern (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 65).
    Falschprophetie: Unter der Überschrift „Kann es sich verzögern?“ (bis 1914) stellen WachtturmLeser diese schwerwiegende Frage. „Angesichts der letzten Arbeiterunruhen und drohender Anarchie möchten unsere Leser wissen, ob in dem Datum 1914 nicht ein Fehler steckt…. Wir sehen keinen Grund, die Zahlenangaben zu ändern und könnten es selbst dann nicht, wenn wir es wollten.
    Es sind, so glauben wir, Gottes Daten, nicht die unsrigen. Doch behalte im Sinn, daß Ende 1914 nicht die Zeit für den Neubeginn ist, sondern für das Ende der Zeit der Unruhen.“ (Watch Tower, 15. Juli 1894, Seite 226, engl.).
    [Siehe 1889, 1914, 1932 und 1968]
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    1899

    Russell startet ein Programm zur Gratisverteilung von Millionen Traktaten der Gesellschaft vor christlichen Kirchen (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 40).
    1900 Wachstum: Das erste Zweigbüro im Ausland öffnet in London, England (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 33).
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    1904

    Kluger und treuer Knecht: Wer ist der kluge und treue Verwalter, den sein Herr über seinen ganzen Haushalt setzen wird, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? Damit wird anscheinend gesagt, daß, wenn die richtige Zeit zum Verständnis des Gleichnisses käme, es richtig dargelegt würde: daß zu der Zeit, wenn sich das Gleichnis erfüllt, der Herr einen Verwalter im Haushalte bestimmen würde, der die Aufmerksamkeit aller Diener auf diese Dinge lenken würde, und daß eine bestimmte Verantwortung auf einem solchen sein würde hinsichtlich der Erledigung seiner Pflichten (Watch Tower, 15 April 1904, Seiten 3355-3356, engl.).
    [Siehe 1919, 1923, 1969 und 1973]
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    1906

    Joseph Franklin Rutherford, der später der zweite Präsident der Wachtturm-Organisation werden sollte, wird ein „ordinierter“ Prediger der Zeugen Jehovas (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 65).
    1909 Die „Volkskanzel-Vereinigung“ wird im Staat New York gesetzlich eingetragen (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 48).
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    1910

    Bibel: Den Bibelforschern wird gesagt, sie sollten nicht allein die Bibel lesen, da sie nicht die letztgültige Autorität sei. „Ferner, wir finden nicht nur, daß die Leute den Göttlichen Plan nicht sehen können, wenn sie die Bibel allein studieren, sondern wir sehen auch, daß, wenn jemand die Schrift-Studien beiseite legt, nachdem er sie gebraucht hat, nachdem er wohl bekannt mit ihnen geworden ist, nachdem er sie zehn Jahre gelesen hat wenn er sie dann beiseite legt, und sie ignoriert und zur Bibel allein geht, obwohl er seine Bibel zehn Jahre lang verstanden hat, unsere Erfahrung zeigt, daß er binnen zwei Jahren in die Finsternis geht. Auf der anderen Seite, wenn er nur die Schrift-Studien mit ihren Hinweisen gelesen hätte, und hätte nicht eine Seite der Bibel als solche gelesen, so würde er am Ende der zwei Jahre im Licht sein, das Licht der Heiligen Schrift besitzen“ (Wacht-Turm, Dezember 1910, Seiten 218, 219).
    [Siehe 1922 und 1951]
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    1913

    Intelligenz: Russell liefert die folgende Einsicht, wie man die Intelligenz eines Wesens feststellen kann: „Stelle einen Menschen neben einen Hund. Sieh dir ihre Köpfe an. Der eine hat eine Neigung; es gibt dort überhaupt keinen Platz für intelligente Fähigkeiten, oder zumindest wenig für den Denkapparat, den der Mensch hat. Er hat mehr Hirn als der Hund. Wenn wir den Hund mit demselben Hirn wie einen Menschen machten, könnte er wie ein Mensch denken.“ (Watch Tower, 15. März 1913, Seite 667, engl.).
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    1914

    KEIN WELTENDE! [Siehe 1894, 1929 und 1930]
    Wiederkehr: Christus kehrt unsichtbar zurück (Golden Age, 1930, S. 503; 1934, S. 379-380). [Siehe 1874, 1889, 1894, 1932, und 1968 ] Wiederkehr: Für die Menschheit hat die Endzeit begonnen. „Die Heidenzeiten endeten im Herbst und Jesus wurde als Jehovas Vertreter in der theokratischen Regierung eingesetzt. Die dreieinhalb Jahre danach würden im Frühjahr 1918 enden … Die alten Himmel und die alte Erde, die so beseitigt wurden, diese böse Welt, die seit 1914 in ihrer ‘Endzeit’ steht, wird zu ihrem Ende kommen“ (The Kingdom Is At Hand, Seiten 328, 350, engl.). [Siehe 1918 und 1988]
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    1916

    Russell stirbt am 31. Oktober in einem Zug in Texas (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, S. 61).
    Kluger und treuer Knecht: „Tausende der Leser von Pastor Russells Schriften glauben, daß er den Posten jenes ‘klugen und treuen Knechtes’ innegehabt hat, und daß es seine große Aufgabe war, dem Haushalte des Glaubens die Speise zur rechten Zeit darzureichen. Seine Bescheidenheit und Demut ließen es nicht zu, daß er öffentlich diesen Titel für sich beanspruchte, wohl aber ließ er ihn ihm privaten Gespräch zu.“ (Wacht-Turm, Februar 1917, Seite 21). [Siehe 1904, 1917 F., 1919, 1923, 1927, 1969 und 1973]
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    1917

    Joseph F. Rutherford wird der zweite Präsident der Gesellschaft (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 64, 65).
    Wachstum: Band VII der Schriftstudien, Das vollendete Geheimnis, als „posthumes Werk Pastor Russells“ herausgegeben. Er lehrt:
    1. Nelson Barbour ist der „böse Knecht“ aus Matth. 24:48-51 (Seiten 54, 386; engl.). [Siehe 1876]
    2. Jesus ist der „Allmächtige“ aus Offenbarung 1:8 (Seite 15; engl.).
    3. Falschprophetie: „Und im Jahre 1918 (deutsch: und nach dem Jahre 1918), wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen vernichtet . . .“ (Seite 334; deutsch 1917).
    4. Menschliche Herrschaft endet. „Selbst die Republiken werden im Herbst 1920 verschwinden“ (deutsch: werden nicht zu bestehen vermögen) (Seite 333; deutsch 1917).
    5. „Abbadon“ aus Offenbarung 9 eindeutig als „Satan der Teufel“ identifiziert (Seite 159; engl.).
    [Siehe 1969]
    6. Kluger und treuer Knecht: Pastor Russell als „jener kluge und treue Knecht“ identifiziert, der Speise zur rechten Zeit“ gibt (Seiten 4, 5; engl.).
    [Siehe 1904, 1916, 1919, 1923, 1926, 1927, 1969 und 1973 ].
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    1918

    KIRCHEN WERDEN NICHT GÄNZLICH ZERSTÖRT
    [Siehe 1917, 1929 und 1930 ].
    Abspaltungen: Kontroverse über die Freigabe des Buches Das vollendete Geheimnis führt in den nächsten paar Jahren zu Abspaltungen (z.B. Dawn Bible Students Association und Layman’s Home Missionary Bewegung) (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 72, 73).
    Kanadische Regierung: Im Februar verbietet die kanadische Regierung des Besitz der Wachtturm-Publikationen. Die Regierung behauptet, das Material enthalte staatsgefährdende Anti-KriegsAussagen. (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 75, 76).
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    1919

    Wachstum: Erstausgabe von The Golden Age erscheint (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, S. 89).
    [Siehe 1937 und 1946]
    Kluger und treuer Knecht: Im Index der Wachtturm-Gesellschaft für die Jahre Juli 1879 bis Juni 1919 steht unter der Überschrift „Der Knecht“ folgendes: „Eine Einzelperson, keine Klasse“ (Seite 661; engl.).
    [Siehe 1904, 1916, 1917F., 1923, 1927, 1969 und 1973]
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    1920

    ALLE MENSCHLICHEN REGIERUNGEN UND „REPUBLIKEN“ BLEIBEN BESTEHEN
    [Siehe 1917 D.]
    Millionen-Kampagne beginnt (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 98).
    Falschprophetie: Das Buch Millionen jetzt lebender Menschen werden nie sterben sagt vorher:
    „Daher können wir vertrauensvoll erwarten, dass mit 1925 die Rückkehr Abrahams, Isaaks, Jakobs … zu dem Zustande menschlicher Vollkommenheit …“ (Seite 81). [Siehe 1922, 1924, 1925, 1932, 1942 und 1968]
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    1922

    Kluger und treuer Knecht: Göttliche Wahrheit kam nur durch Charles Taze Russell. „Jeder, der heute eine Erkenntnis des göttlichen Planes der Zeitalter hat, muß wahrheitsgemäß antworten, daß er diese Erkenntnis dem Bibel-Studium an Hand von Br. Russells Schriften verdankt.“ (WachtTurm, Juni 1922).
    Kluger und treuer Knecht: Russell noch immer der alleinige wahre Kanal. Jeder Hinweis auf des Herrn Vorsehung habe gezeigt, daß Gott der Kirche Bruder Russell als ein Mundstück für ihn gab.
    Jene, die behaupteten, die Wahrheit ohne Bruder Russell und seine Schriften kennengelernt zu haben, seien vom Herrn als Betrüger entlarvt worden, bereit, die Herde Gottes ihren eigenen Weg entlang zu leiten … Satan habe durch viele Angriffe auf diesen Punkt versucht, ihn wirkungslos zu machen und des Herrn Volk zu dem Glauben zu verleiten, (1) daß Bruder Russell nicht der alleinige Kanal gewesen sei, durch den der Herr sein Volk geleitet habe. (Watch Tower, 15. September 1922, Seite 279). [Siehe 1910 und 1951]
    Falschprophetie: Der Zeitpunkt 1925 sei in der Bibel noch eindeutiger gekennzeichnet, weil er durch das Gesetz fixiert sei, das Gott den Israeliten gab. (Watch Tower, 1. September 1922, Seite
    262). [Siehe 1920, 1924, 1925, 1932 und 1968]
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    1923

    Kluger und treuer Knecht: Wer das Amt ausfülle, werde für die Zeit seiner Amtsgeschäfte über alle Güter des Herrn gesetzt … Man glaube, alle, die sich heute der gegenwärtigen Wahrheit erfreuten, müßten wohl zugeben, daß Bruder Russell das Amt eines besonderen Dieners der Herrn im Glauben ausgefüllt habe und zum Herrscher über alle Güter des Herrn gemacht worden sei. (Watch Tower, 1. März 1923, Seite 68).
    [Siehe 1904, 1916, 1917 F., 1919, 1927 , 1969 und 1973]
    Falschprophetie: Im selben Jahr schrieb ein Wachtturm-Leser an die Weltzentrale und stellte die schwerwiegende Frage, ob es mehr oder ebenso viele Gründe für die WT-Gemeinde gebe, zu glauben, das Königreich werde 1925 errichtet, als Noah glaubte, daß eine Flut kommen würde?
    „Wir denken, 1925 wird eindeutig in der Bibel bezeichnet“ (Watchtower, 1. April 1923, S. 106). [Siehe 1924, 1925, 1932, 1942 und 1943]
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    1924

    Falschprophetie: ‘Das Jahr 1925 ist ein Datum, das in der Bibel eindeutig und klar gekennzeichnet ist, und zwar noch eindeutiger als 1914’ (Watch Tower, 15 Juli 1924, Seite 211). [Siehe 1920, 1922 , 1925, 1932 und 1968 ]
    1925 ABRAHAM UND CO. NICHT AUFERWECKT
    [Siehe 1920 , 1922, 1924, 1929, 1930, 1932 und 1968]
    1926 Falschprophetie: Die Bibelforscher erkennen die Falschprophetie und ändern mit der Neuauflage ihres Buches die Wortwahl: „Und im Jahre 1918, wenn Gott die Kirchen insgesamt und die Kirchenmitglieder zu Millionen zu vernichten beginnt …“ Man wies die neuen Leser nicht darauf hin, daß die Passage geändert worden war.(Das vollendete Geheimnis, Ausgabe 1926, Seite 485; engl.). [Siehe 1917]
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    1927

    Kluger und treuer Knecht: Man räumte mit der Vorstellung auf, der „kluge und treue Knecht“ sei Russell gewesen. Nun sei er eine Klasse. (Jahrbuch 1975). [Siehe 1904, 1916, 1917, 1923, 1969 und 1973]
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    1928

    Das Kreuz-Krone-Symbol kam Rutherford „babylonisch“ vor; man solle es nicht mehr verwenden, da es „nicht nur unnötig [sei], sondern auch anstößig“ (Jahrbuch 1975). [Siehe 1891 und 1931] Gottes Heimatplanet: Wo lebt Gott? Das Siebengestirn, die Plejaden, sei das krönende Zentrum, das die bekannten Planetensysteme umlaufen, wie unser Planeten der Sonne gehorchten und in ihren jeweiligen Umlaufbahnen blieben. Man habe den Vorschlag gemacht, der viel für sich habe, daß einer der Sterne dieser Gruppe Jehovas Wohnsitz und der Ort der höchsten Himmel sei … Die Gruppe der Plejaden sei klein im Vergleich mit anderen, die wissenschaftliche Instrumente dem staunenden Auge des Menschen sichtbar machten. Aber die Größe anderer Sterne oder Planeten sei klein, wenn man sie mit der Bedeutung der Plejaden vergleiche, da sie der Ort des ewigen Thrones Gottes seien.“ (Versöhnung, Seite 14; engl.).
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    1929

    Die obrigkeitlichen Gewalten aus Römer 13 werden als „Gott und Jesus Christus“ identifiziert. (Die Wahrheit wird euch frei machen, Seite 312; engl.). [Siehe 1886 und 1962]
    Beth-Sarim: Ein Haus in San Diego, Kalifornien, namens „Beth-Sarim“ wird gebaut. Man hat das Grundstück erworben und das Haus errichtet „für die glaubenstreuen Männer der alten Zeit, die der Herr bald auferwecken wird.“ (Rettung, Seite 311; engl.).
    [Siehe 1925, 1942 und 1974 ] [Siehe den Artikel „Was geschah mit Beth-Sarim?“]
    Falsche Propheten: Besorgt über die vielen falschen Propheten in der Welt, sagt der Wachtturm folgendes: Sie behaupteten zwar, im Namen Gottes zu sprechen, doch ihre Vorhersagen erfüllten sich nie und verherrlichten gewöhnlich auch nicht Jehovas Namen. Gemäß der göttlichen Regel würden sie sich als falsch erweisen und der Herr verspreche, daß er zu seiner Zeit mit ihnen wie mit allen Heuchlern verfahren werde. Matt. 24:51 … Aus den Regeln, an denen ein Prophet gemessen werde, sei offensichtlich, daß einiges von dem, was im Namen Jehovas gesprochen worden sei, sich bald danach erfüllen werde. Doch das allein genüge noch nicht, um wahre Propheten zu erkennen …Dies sei, wenn man sich Prophezeiungen genauer ansehe, ein wichtiger Punkt, den der Nachforschende im Sinn behalten müsse. Jehova habe gesagt, wie man sie prüfen könne, und alle Prophezeiungen müßten sich dieser Prüfung unterziehen … Wenn sich die Prophezeiungen nicht erfüllt hätten und dies auch zukünftig nicht mehr könnten, hätten sich diese Propheten als falsch erwieden. (Prophecy, Seite 22).
    [Siehe 1894, 1920 und 1968]
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    1930

    Falsche Propheten: Die Gesellschaft legt noch einmal dar, woran ein richtiger und woran ein falscher Prophet zu erkennen sei. Wenn es ein wahrer Prophet sei, werde die Botschaft genau nach seinen Worten eintreffen. Wenn jemand ein falscher Prophet sei, werde sie nicht eintreffen. (Watch Tower, 15. Mai 1930, Seite 154).
    Falsche Propheten: Rutherford spricht über andere falsche Propheten und erklärt in einem weiteren Buch, diese falschen Propheten hätten insbesondere seit 1918 prophezeit, und jeder wisse, daß die Vorhersagen sich nicht erfüllt hätten, und dies sei schon Beweis genug, daß sie falsche Propheten seien … Man sehe daher, daß sie auch nicht eine Voraussetzung für wahre Propheten erfüllten.
    Es wird auf 5. Mose. 18:21-22 hingewiesen. (Licht II, Seite 47, engl.).
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    1931

    Impfungen werden als „großes Übel“ bezeichnet. Durch Impfungen sei noch nie menschliches Leben gerettet worden. Sie verhüteten nicht einmal Pocken. (Golden Age, 4. Februar 1931, S. 293-294).
    [Siehe 1965]
    Wachstum: Der Name „Jehovas Zeugen“ wird erstmals angenommen (Jahrbuch 1932, Seiten 22, 23; engl.). Kreuz-Krone-Symbol vom Wachtturm entfernt (Jahrbuch 1975, Seite 148; engl.).
    [Siehe 1891 und 1928]
    Falschprophetie: Zu den vielen in der Wachtturm-Geschichte vorhergesagten falschen Daten schrieb Rutherford: ‘Es gab ein gewisses Maß an Enttäuschung auf seiten der Treuen Jehovas auf Erden wegen der Jahre 1914, 1918 und 1925, und diese Enttäuschung hielt eine Zeitlang an. Später erkannten die Treuen, daß diese Daten eindeutig in der Schrift fixiert sind; und sie lernten auch, keine Daten mehr für die Zukunft anzugeben und vorherzusagen, was an einem bestimmten Zeitpunkt geschehen würde …“ (Rechtfertigung, Band I, Seiten 338, 339; engl.). Diese Aussage ist interessant wegen der zwei Dinge, die der Wachtturm lehrte: (1) Die Daten waren korrekt und (2) man dürfe keine Daten mehr festlegen! Doch diese Lektion sollte bald wieder vergessen werden.
    [Siehe 1914, 1925, 1943, 1968, 1988 und 1989]
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    1935

    Rettung in zwei Klassen: Den 144.000 oder der „Klasse der Gesalbten“ schließen sich die „anderen Schafe“ an, „Jonadab-Klasse“ oder „große Volksmenge“ genannt. Wer zur zweiten Klasse oder den „anderen Schafen“ gehört, wird nicht wiedergeboren und hat keine himmlische Hoffnung, sondern er hofft, Harmagedon zu überleben und in das irdische Paradies zu gelangen (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 140).
    Amerikanische Flagge: Der Fahnengruß wird als „Akt der Anbetung“ bezeichnet und daher verboten (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 143, 144).
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    1937

    Wachstum: Die Gesellschaft verbreitet ihre Botschaft nicht mehr über kommerzielle Rundfunkstationen und beginnt eine große Grammophon-Kampagne mit tragbaren Schallplattenspielern.
    Wachstum: The Golden Age ändert den Namen in Consolation (deutsch: Das goldene Zeitalter in Trost Anfang 1938) (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 89 Fußnote).
    [Siehe 1919 und 1946]
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    1938

    Falschprophetie: Weil das Ende so nah sei, wird Jehovas Zeugen gesagt, sie sollten mit dem Heiraten und Kinderbekommen bis nach Harmagedon warten (Watchtower, 1, November 1938, Seite
    323). [Beachte: 1 Tim. 4:3]
    Falschprophetie: Diese Vorstellung wird in dem Buch Sieh den Tatsachen ins Auge wiederholt.
    „Wenn diese Schlußfolgerung biblisch korrekt ist, hieße das, daß jene Männer und Frauen, die die ‘große Schar’ bilden, in Gerechtigkeit heiraten nd Kinder bekommen … Wäre es biblisch gesehen angebracht, heute zu heiraten und anzufangen, Kinder großzuziehen? Nein, lautet die Antwort, die von der Bibel gestützt wird … Jene Jonadabe, die heute in Betracht ziehen, zu heiraten, würden anscheinend besser daran tun, ein paar Jahre zu warten, bis der Feuersturm Harmagedons vorbei ist, und dann zu heiraten und sich des Segens zu erfreuen, daran teilzuhaben, die Erde mit gerechten und vollkommenen Kindern zu füllen.“ (Seiten 46, 50; engl.). [Siehe 1941 und 1992]
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    1941

    Falschprophetie: Harmagedon ist angeblich nur noch „Monate entfernt“ (Watchtower, 15. September 1941, Seite 288). Weil Harmagedon „mit Sicherheit nahe ist“, beschließt das fiktive ZeugenEhepaar John und Eunice, Heirats- und Kinderpläne „aufzuschieben“, bis das Paradies auf Erden aufgerichtet ist (Kinder, Seite 366; engl.).
    [Siehe 1941, 1987 und 1992]
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    1942

    Falschprophetie: Ursprünglich für 1925 vorgesehen, werden Abraham und die „Treuen der alten Zeit jeden Tag von den Toten zurückerwartet“ (Die neue Welt, Seite 104, engl.). [Siehe 1925, 1929 und 1974]
    Joseph Rutherford stirbt im „Beth-Sarim“ und Nathan H. Knorr wird der dritte Präsident der Gesellschaft (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 194, 195).
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    1943

    Die Gilead-Schule auf der „Königreichsfarm“ in New York eröffnet (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 202, 203).
    Raumfahrt: Im selben Jahr erklärte der Wachtturm in seiner uninspirierten Art: „Der Mensch auf der Erde kann ebenso wenig die dämonischen ‘Himmel’ loswerden, wie er mit Flugzeugen oder Raketen oder mit anderen Mitteln über die Lufthülle hinausgelangen kann, die unseren Globus umgibt und in der der Mensch atmet.“ (Die Wahrheit wird euch frei machen, Seite 285, engl.). Dies hat sich mit dem 12. April 1961 als falsch erwiesen, als die UdSSR den Kosmonauten Juri A.
    Gagarin ins All schickte.
    Falschprophetie: Dasselbe Buch der Zeugen Jehovas, Die Wahrheit wird euch frei machen, zeigte auch, daß 5.971 Jahre der der unvollkommenen Menschheit eingeräumten 6.000 Jahre nach der Wachtturm-Theologie bereits vergangen waren. Es blieben also nur noch 29 Jahre. 1943 plus 29 Jahre ergäbe das Ende im Jahre 1972. Nach mehreren Seiten mit Berechnungen heißt es in dem Buch, man sei daher dem Ende von 6.000 Jahren Menschheitsgeschichte nahe, es würden uns Verhältnisse und gewaltige Ereignisse bevorstehen, wie sie die Tage Noahs vorgeschattet hätten.“ (Seite 152, engl.). [Siehe 1923, 1968 und 1972]
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    1944

    Bluttransfusionen verboten (Jahrbuch 1975, Seite 222, 223).
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    1946

    Wachstum: Consolation ändert seinen Namen in Awake! (deutsch: Trost wird ab 8.1.47 zu Erwachet!) (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 89).
    [Siehe 1919 und 1937]
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    1949

    Wachstum: Jehovas Zeugen sind nun in über 100 Ländern tätig, und die Zahl der pro Jahr im „Predigtdienst“ verbrachten Stunden übersteigt erstmals die 5 Millionen. (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seiten 314, 315).
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    1950

    Bibel: Einzelne Bände der Neuen-Welt-Übersetzung der christlich-griechischen Schriften verbreitet.
    Diese Wiedergabe stützt die nur Wachtturm-eigenen Auslegungen durch eine Anzahl von Fehlübersetzungen, darunter „ein Gott“ in Johannes 1:1. [Siehe 1961]
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    1951

    Bibel: Den Zeugen Jehovas wird gesagt, sie sei der Maßstab, an dem sich alle Wahrheit messen lassen muß. Die Bibel enthülle die Entwicklung und den Fortschritt der wahren Religion im Gegensatz zu allen falschen und zeige ihren baldigen Triumph über alle Irrlehren und -praktiken.
    Sie enthalte die Grundsätze, die ewig und unveränderlich sind. Sie sei ein Buch der Befreiung von aller Macht und dem Bösen der falschen Religion. Bereits heute in der sich ändernden Welt stehe die Bibel als das Wort der Wahrheit gerechtfertigt da. Es könne kein Zweifel bestehen: die heiligen Schriften der Bibel sind der Maßstab, an dem sich alle Religionen messen müssen. (Was hat die Religion für die Menschheit getan?, Seite 32, engl.).
    [Siehe 1910, 1922 und 1990]
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    1952

    Auferstehung der Bewohner Sodoms: Werden die Bewohner Sodoms zum Gericht auferstehen? Nein! Es sei eine andere Gerichtsperiode gemeint, wenn Personen vorbringen, die vernichteten Sodomiter würden auferstehen, und dabei Jesu bei einer bestimmten Gelegenheit gesagten Worte zitieren. Daraus würden einige argumentieren, es gebe für Sodom und gewisse jüdischen Städte ein künftiges Gericht im Tausendjahrreich. Wenn man diesen Ausdruck Jesu wörtlich nähme, würde das der Aussage des Judas widersprechen, daß Sodom bereits das ‘Gericht ewigen Feuers’ empfangen habe. (Wachtturm, 1. August 1952, Seite 228, 229). [Siehe 1965 und 1988]
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    1953

    Wachstum: Ein neuer Spitzenwert von über einer halben Million „Verkündigern“ erreicht (Jehovas Zeugen in Gottes Vorhaben, Seite 314). [Siehe 1964 , 1974 und 1986]
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    1957

    Mutter Organisation: Die Gesellschaft wird als „Mutter“ und Jehova Gott als „Vater“ identifiziert.
    Wenn man im Licht der Wahrheit wandle, dürfe man nicht nur Jehova Gott als Vater anerkennen, sondern auch seine Organisation als Mutter. Heute fordere Gott Gehorsam, Ehre und Respekt von seinen irdischen Kindern. Diesen Respekt dürfe man nicht allein Gott zollen, sondern auch seiner weibesgleichen Organisation. (Wachtturm, 1 Juli 1957, Seite 401 ff.).
    1959 Jehovas Zeugen als Gottes neuzeitlicher Prophet für die Nationen identifiziert (Watchtower, 15. Januar 1959, Seiten 40, 41, engl.).
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    1961

    Bibel: Die Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift, Altes und Neues Testament in einem Band, wird freigegeben (engl.) [Siehe 1950]
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    1962

    Obrigkeitliche Gewalten: Es sei „schließlich klar“, daß die obrigkeitlichen Gewalten aus Römer 13 die weltlichen Regierungen seien. (Jahrbuch 1975, Seite 238). [Siehe 1886 und 1929]
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    1964

    Wachstum: Die Zahl der aktiven Zeugen Jehovas stellt einen Meilenstein dar. Mehr als eine Million Königreichsverkündiger predigen die gute Botschaft (Jahrbuch 1964). [Siehe 1953, 1974 und 1986]
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    1965

    Impfung: Ohne Zweifel hätten die Impfungen eine merkliche Minderung der Krankheitsfälle mit sich gebracht, darunter „Pocken“ und „Kinderlähmung“ (Erwachet!, 8. November 1965, Seiten 1721) [Siehe 1931 ]
    Auferstehung der Sodomiter: Werden die Bewohner Sodoms auferweckt? Ja! Judas 7 zeigte, daß Sodom und Gomorra ein warnendes Beispiel wurden, indem sie die richterliche Strafe ewigen Feuers erlitten. Schließt dies die Einwohner nicht von einer Auferstehung aus? Wenn das Gericht für Sodom und Gomorra erträglicher werde als für andere, müßten die Bewohner dieses früheren Landes den Gerichtstag erleben können. Nicht das Land, der Erdboden, werde gerichtet. Offenbarung 20 zeige, daß es Personen seien, die „vor dem Thron“ ständen. Das Gericht werde sie auch nicht als Gruppe treffen, als frühere Bewohner eines Landes, sondern sie werden am Gerichtstag einzeln, „gemäß ihren Taten“ gerichtet. So würden also offensichtlich Menschen, die dort lebten, auferweckt. (Wachtturm, 15. September 1965, Seite 576; 15. Dezember 1965, Seite 750). [Siehe 1952 und 1988]
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    1966

    Falschprophetie: Die Wachtturm-Gesellschaft sagt vorher: „Gemäß dieser zuverlässigen Bibelchronologie werden 6000 Jahre, von der Zeit der Erschaffung des Menschen an, mit dem Jahre 1975 enden.“ Das siebte Jahrtausend sollte „im Herbst des Jahres 1975 u.Z. beginnen.“ Und es sollte sein, daß „die Herrschaft Jesu Christi … parallel mit dem siebten Millennium der Existenz des Menschen läuft.“ (Ewiges Leben – in der Freiheit der Söhne Gottes, Seiten 30, 31). [Siehe 1968 und 1975]
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    1967

    Organtransplantationen werden verboten und „kannibalisch“ genannt (Watchtower, 15. Oktober 1967, Seite 702, engl.) [Siehe 1980]
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    1968

    Falschprophetie: Der Wachtturm sagt wiederum das Ende von 6000 Jahren Menschheitsgeschichte voraus. Gemäß zuverlässiger Bibelchronologie sei Adam 4026 v.u.Z. erschaffen worden. Die Namensgebung der Tiere und sein Gewahrwerden, daß ihm ein Gegenstück fehlte, hätten nur eine kurze Zeit nach der Erschaffung benötigt. Da der Mensch sich vermehren und die Erde füllen sollte, habe Gott nur ein paar Wochen oder Monate später im selben Jahr 4026 v.u.Z. Eva erschaffen.
    Danach ruhte Gott, und die siebte Schöpfungsperiode folgte.
    Um zu berechnen, wo sich der Mensch im Strome der Zeit in bezug auf das 7. Jahrtausend befinde, müsse man bestimmen, wieviel Zeit nach der Erschaffung Adams und Evas 4026 v.u.Z. vergangen sei. Das brächte die Menschen in das Jahr 1975, genau 6.000 Jahre in Gottes siebtem, seinem letzten Tag. Wenn also Christen sähen, daß die 6000 Jahre vergingen, erfülle sie das mit Erwartung. (Watchtower, 1. Mai 1968, Seite 271, engl. Im deutschen CD-ROM-Index fehlt der entsprechende Bezug) [Siehe 1943, 1966 und 1975]
    Falschprophetie: Die Gesellschaft verurteilt andere, das Ende der Welt gepredigt und sogar ein festes Datum genannt zu haben. Sie erklärte: „Das Ende kam nicht, und sie hatten sich der Falschprophezeiung schuldig gemacht.“ (Erwachet!, 8. Oktober 1968, Seite 23, engl. Kein Eintrag im deutschen CD-ROM-Index).
    [Siehe 1914, 1925, 1943, 1972, 1975 und 1989]
    Wachstum: Die Gesellschaft gibt das 192-seitige Buch Die Wahrheit die zu ewigem Leben führt für ein begleitendes sechsmonatiges Studienprogramm frei. (Jahrbuch 1975). [Siehe 1981]
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    1969

    Abbadon aus Offenbarung 9 eindeutig als „Darstellung Jesu Christi, des Sohnes Gottes, identifiziert (Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet, Seiten 274, 275). [Siehe 1917]
    Bibel: The Kingdom Interlinear Translation (Interlinear-Übersetzung engl.) wird herausgegeben.
    Treuer und verständiger Sklave: Jesus habe vorhergesagt, daß es unter seinem Volk eine treue und verständige Sklaven-Klasse gebe, die Gottes Familie auf Erden aus hingegebenen Dieners geistige Speise darreiche, als sein Verbindungskanal agiere und die Durchführung der Königreichsinteressen weltweit überwache. (Wachtturm, 1. März 1969, Seite 144).
    [Siehe 1904, 1916, 1919, 1923 und 1973]
    1971 Prophet: Jehovas Zeugen „neuzeitliches Gegenstück Hesekiels“ genannt (Die Nationen sollen erkennen, daß ich Jehova bin – Wie?, Seite 58ff).
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    1972

    Prophet: Jehovas Zeugen identifiziert als Prophet, der sie warnen und ihnen zukünftige Dinge vorhersagen solle. (Wachtturm, 1. April 1972, Seiten 206, 207).
    Treuer und verständiger Sklave: „Das zeigt deutlich, daß der Redakteur und Herausgeber [Charles Taze Russell] der Zeitschrift Zion’s Watch Tower nicht im geringsten beanspruchte, selbst der ‘treue und kluge Knecht’ zu sein. Er hat das von sich nie behauptet.“ (Gottes tausendjähriges Königreich hat sich genaht, Seiten 345, 346; [] hinzugefügt). [Siehe 1904, 1916, 1919, 1923 und 1969]
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    1974

    Beth-Sarim: Die Gesellschaft behauptet, „Beth-Sarim“ in San Diego sei zu „Bruder Rutherfords Gebrauch“ erbaut worden. (Jahrbuch 1975). [Siehe 1929 und 1942]
    Wachstum: Gesamtzahl aller Zeugen Jehovas … die die gute Botschaft verkünden“, übersteigt die Zwei-Millionen-Marke. (Jahrbuch 1975). [Siehe 1953, 1964 und 1986 ]
    Falschprophetie: Die Gesellschaft lobt die Brüder, die ihr Haus und Eigentum verkaufen, um für den Rest der Zeit in der alten Welt Pionierdienst machen. Das sei sicher eine gute Art, die kurze Zeit zu nutzen, ehe das böse System zu bestehen aufhöre. (Königreichsdienst, Mai 1974, S. 3, engl.).
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    1975

    SECHSTAUSEND JAHRE MENSCHHEITSGESCHICHTE ENDEN WIEDERUM NICHTS GESCHIEHT

    Falschprophetie: Der Wachtturm möchte nicht der Falschprophetie bezichtigt werden. Man fragt, ob das Datum 1975 bedeute, daß man genau wüßte, wann Gott diese Welt zerstört. Franz zeigt, daß man es nicht weiß, denn man wisse nicht, wie kurz die Zeitspanne zwischen der Erschaffung Adams und der Erschaffung Evas sei, als Gottes siebentausendjähriger Ruhetag begann. Das ist merkwürdig, denn noch wenige Jahre zuvor glaubte der Wachtturm genau zu wissen, wann Eva erschaffen wurde! (Wachtturm, 1. August 1975, Seite 477) [Siehe 1929 , 1930, 1966 und 1968 ]
    1976 Wachstum: Die Mitgliederzahl erreicht insgesamt 2.248.390. Danach begann ein Abwärtstrend.
    (Jahrbuch 1977). [Siehe 1977 und 1978]
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    1977

    Knorr stirbt. Frederick W. Franz wird der vierte Präsident.
    Wachstum: Wachtturm verliert mehr Mitglieder, als neue hinzukommen. Die Mitgliederzahl steht bei 2.223.538 (Jahrbuch 1978).
    [Siehe 1976 und 1978]
    1978 Wachstum: Mitgliederzahl sinkt weiter und erreicht einen Dreijahrestiefpunkt von 2.182.341 (Jahrbuch 1979). [Siehe 1976 und 1977]
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    1980

    Organtransplantationen sind nun „eine Sache, die jeder einzelne entscheiden muß … Die Bibel verbietet zwar ausdrücklich die Aufnahme von Blut, nicht aber die Aufnahme von menschlichem Gewebe.“ (Wachtturm, 15. Juni 1980, Seite 31).
    [Siehe 1967]
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    1981

    Wachstum: Das Buch Die Wahrheit die zu ewigem Leben führt erreicht 100 Millionen Auflage [Siehe 1968]
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    1986

    Wachstum: Durchschnittszahl der „Verkündiger“ über drei Millionen (Wachtturm, 1. Januar 1987, Seite 13).
    [Siehe 1953, 1964 und 1974]
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    1987

    Falschprophetie: „John und Eunice“, inzwischen über das gebärfähige Alter hinaus, haben 45 Jahre gewartet, zu heiraten und Kinder zu bekommen. [Siehe 1941]
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    1988

    Falschprophetie: Auf dem Titelblatt von Erwachet! steht die Frage „Leben wir in den letzten Tagen?“ Jehovas Zeugen werden daran erinnert, daß die meisten Angehörigen der Generation von 1914 nicht mehr am Leben [sind]“, doch daß diese „Generation“ nicht vor dem Ende vergehen werde. Man sagt ihnen auch: „Die Juden aber rechnen 75 Jahre auf ein Menschenalter.“ (MAN BEACHTE: 1914+75 = 1989) Was mag der Durchschnittszeuge daraus wohl schließen? (Erwachet!, 8. April 1988, Seite 14).
    [Siehe 1914 und 1989]

    Auferstehung der Sodomiter: Man stellt wiederum die Frage, ob die Bewohner Sodoms auferweckt werden. Nein! „Wenn also Jesus erklärte, Tyrus oder Sodom werde es am Gerichtstag erträglicher ergehen, wollte er damit nicht unbedingt sagen, daß die Bewohner dieser Städte am Gerichtstag am Leben seien … Allein deshalb, weil Jesus Sidon mit Sodom verglich, kann man bestimmt nicht sagen, welche Zukunftsaussichten für jene Bösen bestehen. Beachten wir aber, was die Bibel sonst noch zu dieser Frage zu sagen hat … In diesem Licht betrachtet, würde Judas 7 bedeuten, daß die bösen Bewohner Sodoms und Gomorras gerichtet und für ewig vernichtet wurden … Offensichtlich wurden also diejenigen, die bei diesen Strafgerichten in der Vergangenheit von Gott hingerichtet wurden, für immer vernichtet.“ (Wachtturm, 1. Juni 1988, Seiten 30, 31). [Siehe 1952 und 1965]
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    1989

    WIEDERUM ENDET DIE WELT NICHT! [Siehe 1929, 1930 und 1988]
    Falschprophetie: Die Welt endete nicht. Schob die Wachtturm-Gesellschaft das Datum um ein paar Jahre weiter? „Der Apostel Paulus ging im christlichen Missionardienst führend voran. Er legte auch die Grundlage für ein Werk, dessen Vollendung in das 20. Jahrhundert fällt … Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannte Charles T. Russell, der erste Präsident der Watch Tower Society, die Notwendigkeit des Missionardienstes.“ Erwarten Jehovas Zeugen, daß das Werk des Paulus, die gute Botschaft zu verbreiten, vor dem Jahre 2000 ein Ende findet? (Wachtturm, 1. Januar 1989, Seite 12).
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    1990

    Wachstum: Der Wachtturm kündigt an, man wolle die Literatur in den USA nur noch auf Spendenbasis abgeben. Der Wachtturm unterstellt dabei, dies geschehe weltweit mit Literatur, die in nun 107 Sprachen als Teil eines weltweiten Bibelerziehungsprogramms herausgegeben und von freiwilligen Spenden unterstützt werde. Tatsächlich werden nur die USA-Abonnements durch „freiwillige Spenden“ unterstützt. In der überwiegenden Mehrzahl der „107 Sprachen“ wird die Literatur auf der Basis von bezahlten Abonnements abgegeben. Erst später folgen einige andere Länder, unter anderem Deutschland. (Watchtower, 1 Juni 1990, Seite 2, engl.).

    Die Gesellschaft unterstellt, wenn die Spenden nicht ausreichten, solle der einfache Zeuge Jehovas die Zeitschriften bezahlen, die er abgibt: „Wenn ein Interessierter keine Spende leisten kann und ein Abonnement abgeschlossen wird, mag der Verkündiger (Zeuge Jehovas), der das Abonnement abschloß, mehr Verantwortung und ein größeres Vorrecht haben, Jehova mit seinem Wertvollen zu ehren [i.e. Geld]“ (Our Kingdom Ministry, April 1990, Seiten. 1-7, Übersetzt aus dem Englischen).
    Bibel: Wieder wird die langgehegte Meinung geäußert, die Bibel allein genüge nicht: „Wir haben die Gelegenheit, unseren Brüdern, die in der Versammlung oder in Verbindung mit Jehovas weltweiter sichtbarer Organisation die Führung übernehmen, Liebe zu erweisen … Seien wir uns dessen bewußt, daß wir von uns aus die Wahrheit nie erkannt hätten, ganz gleich, wie häufig wir in der Bibel gelesen hätten“. Es stimmt, daß niemand, der nur die Bibel liest, ein Zeuge Jehovas (!)
    (Wachtturm, 1. Dezember 1990, Seite 19) [Siehe 1910 und 1951]
    Wachstum: Die Wachtturm-Mitgliederzahl erreicht einen weiteren Meilenstein; es sind jetzt insgesamt 4.017.213 Mitglieder. (Jahrbuch 1991). [Siehe 1964]
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    1991

    Wahre Religion: Ein guter Rat, den Jehovas Zeugen geben: „‘Das, was . . . [die Religionen] lehren und fordern, weicht so sehr voneinander ab, daß man unmöglich alles glauben kann.’ In Übereinstimmung damit heißt es in der französischen Encyclopædia Universalis: ‘Falls das 21.
    Jahrhundert zur Religion zurückkehren sollte, … wird der Mensch entscheiden müssen, ob die heiligen Dinge, die ihm angeboten werden, richtig oder falsch sind.’“ (Wachtturm, 1. Dezember 1991, Seite 7).
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    1992

    HARMAGEDON IST IMMER NOCH NICHT DA!
    [Siehe 1938, 1941 und 1989]
    Wachstum: Die Mitgliederzahl wächst um weitere 200.000 und erreicht 4,2 Millionen. Diese Zeugen Jehovas verbrachten im Jahre 1991 951.870.021 Stunden im Tür-zu-Tür-Werk. (Wachtturm, 1.
    Januar 1992).

    Falsche Propheten: In dicken Buchstaben erscheint auf der Titelseite des Wachtturms vom 1. Februar 1992 die Warnung: „Nimm dich vor falschen Propheten in acht!“ Eine interessante Einsicht, wenn man sich die prophetische und theologische Geschichte der Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft anschaut!

  • schneerose
    September 9, 2011

    servus matthäus und alle brüder

    der kommentar..
    „“Falschprophetie: Der Wachtturm möchte nicht der Falschprophetie bezichtigt werden. Man fragt, ob das Datum 1975 bedeute, daß man genau wüßte, wann Gott diese Welt zerstört. Franz zeigt, daß man es nicht weiß, denn man wisse nicht, wie kurz die Zeitspanne zwischen der Erschaffung Adams und der Erschaffung Evas sei, als Gottes siebentausendjähriger Ruhetag begann. „“

    allein an dieser aussage erkennen wir.. dass der kluge und treue knecht im worte gottes nicht bewandert ist..

    jesus als werkmeister und auch die anderen engen kennen die zeitspanne genau die zwischen der erschaffung adams und evas vergangen sind . sie sind zeugen und mitarbeiter dieser erschaffung..sogar satan ist zeuge dieser zeitspanne..

    was lesen wir in der bibel.
    weder die engen noch der sohn hat kenntnis mark. 13:32..

    diese doppel lüge verbreiten sie unter dem volk ..wissend ..dass wenigen brüdern der hl. geist inne wohnt der diese lügen den brüdern offenbart..

    euer bruder im herrn schneerose

  • schneerose
    September 9, 2011

    nachtrag zu meinem kommentar

    wann gott diese welt zerstört hat mit der erschaffung evas oder gottes ruhetag nichts zu tun . sonst könnten die engel oder jesus die genaue zeit berechnen.. sie sind genau so unwissend wie wir..

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Deine Schlussfolgerung ist wahrlich stichfest !!!

    Man lernt nie aus, danke liebe Schneerosen – diese Bemerkung:

    jesus als werkmeister und auch die anderen engen kennen die zeitspanne genau die zwischen der erschaffung adams und evas vergangen sind . sie sind zeugen und mitarbeiter dieser erschaffung..sogar satan ist zeuge dieser zeitspanne..

    …ist mir nie zuvor in den Sinn gekommen ist aber absolut korrekt und richtig!

    lg. Matthäus

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Matthäus,
    danke für diesen hochinteressanten Diskurs. Einiges wusste ich zwar schon, aber noch nicht alles.

    ZITAT:
    „1910
    Bibel: Den Bibelforschern wird gesagt, sie sollten nicht allein die Bibel lesen, da sie nicht die letztgültige Autorität sei. „Ferner, wir finden nicht nur, daß die Leute den Göttlichen Plan nicht sehen können, wenn sie die Bibel allein studieren, sondern wir sehen auch, daß, wenn jemand die Schrift-Studien beiseite legt, nachdem er sie gebraucht hat, nachdem er wohl bekannt mit ihnen geworden ist, nachdem er sie zehn Jahre gelesen hat wenn er sie dann beiseite legt, und sie ignoriert und zur Bibel allein geht, obwohl er seine Bibel zehn Jahre lang verstanden hat, unsere Erfahrung zeigt, daß er binnen zwei Jahren in die Finsternis geht. Auf der anderen Seite, wenn er nur die Schrift-Studien mit ihren Hinweisen gelesen hätte, und hätte nicht eine Seite der Bibel als solche gelesen, so würde er am Ende der zwei Jahre im Licht sein, das Licht der Heiligen Schrift besitzen“ (Wacht-Turm, Dezember 1910, Seiten 218, 219).
    [Siehe 1922 und 1951]“

    Wenn Gott Russell als Werkzeug gebrauchte, indem er ihn vom Königreich predigen ließ, dann müssten die Schriften die er in diesem Zeitraum schrieb, doch auch heute noch ihre Gültigkeit haben.
    Ergo müssten zummindest seine ersten Schriften ohne Falschangaben sein.

    Das trifft bei näherer Betrachtung aber nicht zu und wie sollte es auch. – Wenn man weiß worauf er Bezug nimmt, wird einem alles klar.

    Zitat:
    „Die Anfänge der “Bibelforscher” fanden in Schottland um 1906 in Freimaurersälen statt. (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1973/Seite 89) Weitere Zusammenkünfte fanden 1911-13 in Freimaurersälen statt. Während einer Ansprache vor Bibelstudenten nahm Russel selbst darauf Bezug, indem er darauf hinwies, dass man sich in Räumen befände, die der Freimaurerei geweiht seien. (Report zur Versammlung intern. Bibelstudenten 1913)

    Auffällig war die allegorische (=gleichnishafte) Umdeutung des Tempel Gottes (1.Kor 3,17) in freimaurerische Kategorien (=Gruppe in die jemand oder etwas eingeordnet wird) . Hierbei erklärte Russel, dass er sich mit dem “großen Meister” selber beraten hätte und geheime Informationen durch den Heiligen Geist erhalten habe. Während dieser Ansprache erwähnt Russel die Pyramide von Gizeh, die ihn seinerzeit zu seiner “beruhmten” Pyramidenlehre veranlasst hatte. Darin “prophezeit” Russel dieselben Ereignisse der Widerkunft Christi, wie in seinem 2. Band “ Schriftstudien” . Zudem betont er den Stellenwert, den die Pyramide in der Symbolik der Freimaurer einnimmt. In seinem 3. Band “Schriftstudien” widmete Russel dieser phantasievollen Lehre etwa 50 Seiten, worin er eine ausgesprochene esoterische Lehre entwickelte. Er nennt die Pyramide von Gizeh den “Steinzeugen Jehovas”, der den gesamten Zeitplan Gottes auf geheimnisvolle Weise in sich berge.

    Die Pyramidenlehre wurde etwa bis 1929 von den Bibelforschern (Zeugen Jehovas) geglaubt und verbreitet.“
    (Quelle: Christlicher Fundus)

    Aber auch diese Pyramiden-Lehre hat er nicht selbst erfunden, sondern von anderen Männern übernommen. Smyth war es, der als erstes anfing die christliche Lehre mit der Pyramide beweisen zu wollen und Russell folgte dabei Männern wie Dr. Joseph Seiss und George Storrs.

    Er selbst war jedenfalls von ihrer Richtigkeit überzeugt:
    So konnte Charles Russell später über die Pyramidenlehre schreiben:
    „Die Große Pyramide jedoch erweist sich als ein Warenlager voller wichtiger Wahrheiten – wissenschaftlich, historisch und prophetisch – und ihr Zeugnis erweist sich als in vollkommener Übereinstimmung mit der Bibel, indem sie die hervorstechenden Merkmale ihrer Wahrheiten in wunderschönen und passenden Bildern zeigt. Sie ist keinesfalls eine Hinzufügung zur geschriebenen Offenbarung: diese Offenbarung ist vollständig und vollkommen und benötigt keinen Zusatz. Aber sie ist ein starker, erhärtender Zeuge für Gottes Plan; und wenige Lehrende können sie sorgfältig untersuchen und die Harmonie ihres Zeugnisses mit dem geschriebenen Wort Gottes feststellen, ohne davon beeindruckt zu sein, daß ihre Konstruktion von derselben göttlichen Weisheit geplant und geleitet wurde und daß sie die Säule des Zeugnisses ist, die der Prophet nennt [Jesaja in Jesaja 19:19, 20]“

    Ich mag gerne zugeben, dass man auch bei Russell einige „Perlen“ finden kann, genau wie bei anderen Bibelforschern. Doch man muss viele leere Muscheln öffnen, um hie und da mal eine Perle zu finden.
    Von daher kann ich zwischen ihm und anderen „Lehrmeistern“ keinen Unterschied feststellen…endweder wurden sie alle zu ihrer Zeit als Werkzeuge gebraucht, oder keiner von ihnen.
    So auch was das Königreich Gottes auf Erden betrifft, denn das verkünden bis heute auch die 7-Tags-Adventisten. Sie wurden 1839 gegründet und ihre Lehren bestehen genauso aus Perlen (zb das Königreich auf Erden, Ablehnung der Höllenlehre) und aus blankem Unsinn, wie allerorts.

    LG Ulli

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  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Nachtrag:
    Zum Zitat von 1910 wollte ich sagen, dass sich ein Werkzeug Gottes niemals erdreisten würde, seine eigenen Schriften über das Wort Gottes zu stellen.

    LG Ulli

  • Anna
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus,
    einfach Danke für diese Ausarbeitung!!!
    Liebe Grüße Anna

  • Quasimodo
    September 9, 2011

    Mit großer (vielleicht zu großer) Erwartung hatte ich den ersten Vortrag in dieser neuen Abteilung von Bruderinfo erwartet.

    Es ist mit Sicherheit ein schwieriges Unterfangen die Gleichnisse und Prophezeihungen der damaligen Zeit auf heutiges Zeitgeschehen zu interpretieren.

    Ich kann mir vorstellen.dass viele Menschen in den vergangenen Jahrhunderten ähnliche Vorstellungen von der Erfüllung der Prophezeiungen hatten.

    Ich kann für meine Person die Gedanken des Vortrags nicht nachvollziehen, da sie für mich zuviel WTGlastiges Gedankengut enthalten.

    mfg

  • Shannon
    September 9, 2011

    Lieber Quasimodo,

    einen Vorteil hat man, wenn man seit Jahrzehnten keine Versammlung mehr besucht und auch keinen Wachturm liest, man kann Artikel ohne Vorbehalte lesen.
    Ich weiß zwar nicht, was du erwartet hast, aber ein Wachturm lastiges Gedankengut kann ich hier nicht erkennen, und für mich war dieser Artikel sehr lehrreich.
    Und noch etwas: Nicht alles, was im Wachturm steht ist falsch. Du verstehst was ich meine? Ich hoffe doch: Ich will damit sagen, dass teilweise eine Wachturmphobie ausgebrochen ist, in der man alles, was schon mal so oder ähnlich im Wachturm stand, als abzulehnen einstuft. Wenn ich aber lese, wie viele Übersetzungen der Schreiber benutzt hat, denke ich, er hat für diese Erkenntnis keinen Wachturm gebraucht. Möglicherweise ist er durch eigene Nachforschungen und jahrelangem studieren der Bibel selbst zu diesem Ergebnis gekommen. Wenn du uns Mitlesern aber schreibst, wo der Fehler im Artikel liegt, macht auch deine Kritik Sinn.

    Liebe Grüße
    Shannon

  • Alois
    September 9, 2011

    Ich glaube es bringt uns auch nicht weiter, alles was mal im Wachtturm geschrieben wurde grundsätzlich als falsch abzustempeln.

    Wer es nicht schafft das Richtige im Wachtturm vom Falschen zu unterscheiden, ist auch nicht sehender als derjenige der dem Wachtturm oder sonstigen Schriften alles blind glaubt.

    Für mich ist es ein sehr guter Vortrag, egal ob das was geschrieben wurde stimmt oder nicht. Denn seit mehreren Tagen diskutiere ich mit einem Bruder per Mail und auch Telefonat über dieses Gleichnis. Wir beide haben richtig gespürt wie Jesus mitten unter uns ist und uns hilft in unserem Ringen nach Verständnis zu helfen.

    Erst seit Heute haben wir alle für uns unklare Punkte durch und haben eine gemeinsame Lösung gefunden. Genau das soll so sein, wir wurden zum Nachdenken angeregt.

    Der Unterschied von Bruderinfo zur Organisation ist, dass niemand behauptet es wäre absolut richtig was er schreibt. Egal ob Vortrag oder Kommentar. Deswegen verstehe ich diese Kritik nicht, denn wieso soll ich etwas kritisieren was gar nicht von sich behauptet die reine Wahrheit zu sein? Du kritisierst somit die Diskussion an sich.

    Wer mit dem prophetischen Wort nichts anzufangen weiß, ist hier schlicht falsch. Um die Lösung für das zu finden was im prophetischen Wort steckt, bedarf es den Schlüssel der Erkenntnis vom Geist unseres Vaters zu bekommen. Wer den nicht hat, der versteht wirklich nur „Bahnhof“. (siehe oben rechts das Bibelzitat)

    Wer nicht darum bittet und glaubt wie ein kleines Kind, der wird diesen Schlüssel auch nicht erhalten. Das bedeutet, es ist auch nicht möglich jemanden tiefe prophetische Dinge zu erklären wenn er nicht glaubt wie ein Kind.

    http://www.digidatanet.de/?cat=31

    http://www.digidatanet.de/?p=147&cpage=1#comment-189

    Grüße
    Alois

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Brüder und Schwestern

    Neben dem vielzitierten Vers aus Apg. 1
    6. Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit dem Israel das Reich wieder her?
    7. Er sprach aber zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seine eigene Gewalt gesetzt hat.

    Wer war angesprochen? In jedem Fall die Fragesteller der damaligen Zeit, welche wussten wollten ob Jesus das Reich „in dieser Zeit“, also zur Zeit der Apostel und Jünger, wieder herstellt. Jesus hätte auch einfach nein sagen können, weil er sein Reich erst viel später wieder herstellen wird. Aber er sagte salopp gesagt, es gehe sie nichts an.

    Aber es sind auch wir angesprochen wie so alles was in der Bibel steht. Bevor man einen einzelnen Vers der Bibel als „Gesetz“ erhebt, sollten wir auch andere Begebenheiten und Aussagen berücksichtigen:

    Dan. 9
    2. im ersten Jahre seiner Regierung merkte ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, betreffs welcher das Wort Jehovas zu dem Propheten Jeremia geschehen war, daß nämlich siebzig Jahre für die Verwüstung Jerusalems vollendet werden sollten.

    Es war dem Daniel somit erlaubt sich um Zeiten zu kümmern.

    1. Kor. 2 (besonders Vers 10)
    9. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“;
    10. uns aber hat Gott es geoffenbart durch [seinen] Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
    11. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.

    Dürfen wir behaupten bei dem Satz, „denn der Geist erforscht alles“, würden Zahlen nicht beinhaltet sein? Würden wir dann nicht einen Teil des Geistes leugnen, sofern wir meinen eine Erkenntnis in dieser Sache erlangt zu haben?

    1. Petrus 1 (besonders Ver 11)
    10. über welche Errettung Propheten nachsuchten und nachforschten, die von der Gnade gegen euch geweissagt haben,
    11. forschend, auf welche oder welcherlei Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er von den Leiden, die auf Christum kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugte;
    12. welchen es geoffenbart wurde, daß sie nicht für sich selbst, sondern für euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verkündigt worden sind durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.

    Der Vers 11 ist für mich eindeutig, „auf welche oder welcherlei Zeit der Geist Christi, ….., hindeutete“. Es ist sogar von „hindeuten“ die Rede, das bedeutet für mich, es ist nur so eine Ahnung, somit nichts zuverlässiges, was ich oder andere mit den Zeiten glauben.

    Es gibt aber auch indirekte Äußerungen:

    Luk. 17
    26. Und gleichwie es in den Tagen Noahs geschah, also wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen:
    27. sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging, und die Flut kam und alle umbrachte.
    28. Gleicherweise auch, wie es geschah in den Tagen Lots: sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;
    29. an dem Tage aber, da Lot von Sodom ausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
    30. Desgleichen wird es an dem Tage sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.

    Aus diesen Versen ist es logisch, dass es am Tage des Gerichts Menschen geben wird, welche erkannt haben dass es Zeit ist in die „Arche“ zu gehen. Noah ist auch nicht in die Arche gegangen als sie fertig war, sondern als Jehova ihn angewiesen hat in die Arche zu gehen, nämlich 7 Tage bevor es zu regnen begann.

    1. Mose 7
    1. Und Jehova sprach zu Noah: Gehe in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem Geschlecht.
    2. Von allem reinen Vieh sollst du sieben und sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen;
    3. auch von dem Gevögel des Himmels sieben und sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Samen am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde.
    4. Denn in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende, das ich gemacht habe. –

    Aus den vielen Äußerungen der Bibel gehe ich davon aus, dass es dann richtig ist sich nicht mit Zeiten zu beschäftigen, wenn wir gar nicht in der fraglichen Zeit leben.

    Beispiele:
    Für die Zeugen Jehovas war es falsch das Harmagedon zum Jahre 1914 oder 1975 zu predigen, da sie noch gar nicht in der Zeit des Gerichts gelebt haben. Aber wenn wir dann kurz davor stehen, dann werden wir durch die Zeiten der Zeit auch erkennen dass der Herr Jesus vor der Türe steht. Dazu ist es nicht notwendig hier Jahreszahlen zu nennen, denn jeder der zur Herde Jesu gehört wird es selbst durch den Heiligen Geist in seinem Herzen erkennen.

    Lieber Matthäus, bitte mache Dir keine Sorgen, ich werde hier nie zukünftige Jahreszahlen nennen. Und was Vergangenheit ist, ist harmlos. Denn diesen Punkt, da besonders vorsichtig zu sein habe ich von Dir gelernt.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Bruder B.,
    darin, dass der Antichrist schon in den Tagen der Apostel zu wirken begann, stimme ich mit dir überein. Der Apostel Paulus erkannte sie und warnte seine Brüder vor ihnen. Und das tat er sicher nicht umsonst, indem er eigentlich Brüder ansprach die erst tausende von Jahren später zur Welt kommen sollten.

    Doch ab hier kann ich dir leider nicht mehr nachfolgen:

    ZITAT:
    „Das Urchristentum hat sich aber nicht todgelaufen, sondern es starb ab weil es der Wille Jehovas war. Mit dem Glauben an den Erlöser Jesus und das Reich Gottes gingen alle Söhne des Reiches Gottes in den Todesschlaf. Joh. 12:24
    Es war somit der Wille Jehovas, dass der gesäte Weizen (die Urchristen) sterben muss um zur Erntezeit viel Frucht zu bringen. Für Jehova schlafen diese Menschen nur. Jedes einzelne gesäte Weizenkorn keimt und bildet eine Vielzahl von Halmen, jedes Halm trägt zur Erntezeit eine Ähre mit vielen neuen Weizenkörnern.
    Matth. 13:26“

    Verstehe ich dich richtig? – Du meinst, dass der wahre Weizen quasi über tausend Jahre lang tot in der Erde lag, bis es dann erst fast am Ende der Tage, anfängt zu keimen und Frucht zu tragen?

    Das widerspricht sich doch dann aber hiermit:

    ZITAT:
    „Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.

    Hier wird doch gesagt, dass das Unkraut zur selben Zeit erscheint wie die Frucht. Auch wenn man es statt mit „bringt“, mit „angesetzt“ übersetzt, erschließt sich für mich daraus kein Zeitrahmen von über tausend Jahren, indem nur der Scheinweizen wächst und gedeiht.

    ZITAT:
    „Jesus spricht also vom aufsprossen beider Saaten, dem Weizen und dem Unkraut. Hiermit wird auch die Zeitperiode der Jahrhunderte angedeutet die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt dauern sollte. Aber das Wachsen der beiden Grünpflanzen war für das Reich Gottes eine tote Zeit. Der Heilige Geist Jehovas war nicht an den Grünpflanzen des Weizens interessiert, sondern an der künftigen Ernte. Der Leidensweg angeblicher Christen durch die Jahrhunderte hindurch war in Wirklichkeit ein Leidensweg der falschen Erkenntnis um den toten Buchstaben der Bibel.“

    Verzeih mir, aber vor allem der letzte Satz, tut mir fast schon körperlich weh…
    Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass Gott sich all diese Zeit nicht um Menschen scherte, die um seines Wortes und seines Sohnes willen in den Flammen der katholischen Scheiterhaufen verbrannten. – Und das nur, weil sie die Bibel höher einschätzten als das Papstwort…ja…weil sie NICHT zuließen, dass die katholische Kirche sich zwischen sie und Jesus schob.

    Sie mögen in ihrer Erkenntnis des Wortes damals vielleicht nicht so weit gewesen sein, wie viele Bibelforscher unserer Zeit…über Manches blieben sie vielleicht sogar wirklich im Irrtum…aber immerhin erkannten sie doch das Wichtigste, nämlich das sich NIEMAND vor den Christus schieben darf. Und für diese Erkenntnis waren sie sogar bereit, die furchbarsten körperlichen Qualen, die schließlich in einem grausamen Tod endeten, auf sich zu nehmen.
    Und das soll Gott und Jesus NICHT interessiert haben, weil die ja eh´ nur mit zum falschen Weizen zählten?

    Tut mir leid…ohne diese mutigen Menschen damals, läge die Bibel immer noch nur in lateinischer Schrift vor uns und die katholische Kirche würde immer noch in aller Willkür dafür sorgen, dass nur eine Eliteschicht diese Sprache erlernt.
    Ergo hätte auch ein Russell sich erst mal gehörig bei dieser Kirche einschleimen müssen, ehe es ihm möglich gewesen wäre, Latein zu erlernen, geschweige denn Hebräisch oder Griechisch um dann daraus seine Schriftstudien für´s Volk niederzuschreiben.

    Davon ab, wäre er ohne den Vorreiter Luther – der zwar nicht mehr auf den Scheiterhaufen kam, aber dennoch eine gehörigen Portion Mut aufbringen musste um sich gegen die allmächtige Kirche aufzulehnen – niemals dazu in der Lage gewesen, ganz in Ruhe und völlig unbehelligt von der Kirche, die Bibel nach seinem Gutdünken zu erforschen.

    Auszug aus einer Pastor Russell-Seite:

    „Es ist hier von Interesse, darauf hinzuweisen, das Jesus sagte: „Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, welchen der Herr über sein Gesinde setzen wird, um ihm die zugemessene Speise zu geben zur rechten Zeit? Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, also tuend finden wird. In Wahrheit sage ich, dass er ihn über seine ganze Habe setzen
    wird.“
    Tausende der Leser von Pastor Russells Schriften glauben, dass er den Posten jenes „klugen und treuen Knechtes“ innegehabt hat, und dass es seine große Aufgabe war, dem Haushalte des Glaubens die Speise zur rechten Zeit darzureichen. Seine Bescheidenheit und Demut ließen es nicht zu, dass er öffentlich diesen Titel für sich beanspruchte, wohl aber ließ er ihn im privaten Gespräch zu.“

    Sorry, aber jemanden der sich selbst zwar nicht wörtlich als tuvS bezeichnet, aber zulässt das andere es tun, halte ich nicht für bescheiden, sondern für über die Maßen hochmütig. – Seine zur Schau gestellte Demut war lediglich eine Scheindemut.

    Zu viel blanker Unsinn steckt in seinen Lehren, als das er auch nur im Ansatz ernst genommen werden könnte. Das er anfänglich Menschen von seinen Ideen überzeugen konnte, erschließt sich mir ja noch…aber nach all den Jahrzehnten in denen seine Lehren als so offensichtlich Falsch bloßgestellt werden, kann ich nicht nachvollziehen, wie man in IHM noch einen von Gott ausgewählten Bibelgelehrten sehen kann.

    Darum kann ich auch nicht dem Argument der 40 Jahre Predigtdienst der Gruppe um Russell folgen…

    Die verschiedenen Berechnungen stützen und begründen sich auf bestimmte Zeitannahmen, manches mag sich Geschichtlich belegen lassen…aber ob man jeweils immer die richtigen Schlüsse daraus zieht, kann nur die Zeit zeigen.

    Ich habe schon so viele verschiedene Erläuterungen diesbezüglich gelesen – und noch JEDER Schreiber war von der Richtigkeit seiner Darlegung vollkommen überzeugt. – Was zweifellos so lange anhalten wird, bis es sich rein rechnerisch nicht mehr halten lässt. Erst dann würde zugegeben, dass man wohl doch irgendein wichtiges Detail falsch verstanden hat.

    Bitte sei mir nicht böse wegen meiner offenen Worte. Ich schätze deine Ausführungen und sie haben mich sogar weiter gebracht.

    Nun will ich auch so fair sein, meine eigene Vermutung bezüglich des Gleichnisses darzulegen.
    Nur ganz kurz, weil es sich auf eine Annahme begründet, mit der ich hier wahrscheinlich recht einsam stehen bleiben werde und die ich jetzt nicht bis ins Detail darlegen möchte, da hier ja DEIN Artikel besprochen werden soll und nicht meine Ansicht:
    So wie der Antichrist schon zur Zeit der Apostel aufkam und sich die Prophezeiung Jesu über Jerusalem ebenso in ihrer Zeit bewahrheitete, so betrachte ich auch die Zeitangaben der Apostel für das Kommen des Herrn als wahr.

    All die Worte, seien sie von Paulus oder von Petrus, über das Nahen des Herrn – wie könnten sie einerseits von Gott inspiriert sein und sich dann nicht bewahrheitet haben?

    An die Römer schrieb Paulus:

    Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.
    Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber NAHE herbeigekommen. So laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.
    Römer 13,11-12

    Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten IN KÜRZE. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
    Römer 16,20

    Oder auch an die Korinther:

    Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben UNS zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist.1. Korinther 10,11

    Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
    1. Kor 15, 51

    Ebensolche Aussagen schickte er auch in seinen Briefen an die Philipper, die Tessalonicher und an Timotheus.
    Man braucht doch wahrhaftig nicht viel Vorstellungskraft, wie fasziniert und glücklich die Brüder in den Gemeinden über diese Worte waren…
    1. Korinther 15,51
    Alles was ihnen geschrieben wurde traf ein…nur das Erhebenste und Hoffnungfroheste von allem nicht?

    Ja…so seltsam es sich für alle lesen mag, aber ich gehöre zu den Wenigen, die sich vorstellen können, das die Gemeinden damals nicht einfach sachte wegstarben, sondern das die Treuen, die sich nicht vom Antichristen haben verführen lassen, tatsächlich – wie versprochen – entrückt wurden. Wie das vor sich ging, weiß ich natürlich nicht…großartiges Aufsehen kann es nicht ausgelöst haben, denn sonst wäre ja irgendwo darüber berichtet worden.

    Die Briefe der Apostel aber, die ja vom heiligen Geist inspiriert waren und natürlich die Evangelien, wurden all die Jahre hindurch bewahrt und fanden immer wieder Menschen, die ihnen Glauben schenkten und durch dessen unverfälschte Botschaft über den Christus, zu ihm als ihren Herrn und Erlöser fanden.

    Und das eben bis in die heutige Zeit…und auch weiterhin. – Bis die Zahl aus den Nationen voll ist und damit die Zeit gekommen ist, das Königreich auf Erden zu errichten, damit auch hier endlich Gottes gerechter Wille geschehen kann.

    Das ist nun wirklich nur ein grober Umriss, welcher hier garnicht näher vertieft werden soll. – Ich erwarte auch garnicht, dass ihr meinen Gedankengängen folgen könnt. Ich habe mich sehr, sehr lange und ausführlich damit beschäftigt…und wenn sich auch nicht alle Fragen dazu bis ins Kleinste beantworten haben, so wurden dadurch aber sehr viele biblische Aussagen die widersprüchlich erscheinen und die mir deshalb immer ein Rätsel blieben, geklärt.

    Du warst so mutig uns deine Ansicht zu schildern, und darum traue auch ich mich meinerseits.
    Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das hier überhaupt schreiben soll, weil es wirklich eine völlig untypische Sichtweise ist, wie mir sehr wohl bewusst ist.
    Aber ich hätte es als unfair empfunden nicht auch selbst Stellung zu beziehen.
    Das ich nicht darauf poche mit meinem Verständis richtig zu liegen, versteht sich von selbst.

    Also, vielen Dank nochmal.

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Ich glaube wir sollten Gleichnisse und andere prophetische Aussagen behandeln, aber auch nicht mehr hineinlesen was selbst im prophetischen Wort drin steht.

    In diesem Gleichnis steht nach meinem Verständnis drin, dass das das Urchristentum der Weizen ist, der gesäht wurde. Während die Apostel noch lebten, vor Gott leben sie immer, denn alle leben vor ihm die im Buche stehen, kam auch schon der Satan und sähte einen Samen, der sich kaum vom Weizengras unterscheiden lässt.

    Wir erleben es doch Heute auch, das was die Organisation lehrt, lässt sich kaum von der Lehre des Christus unterscheiden. Erst wenn man geblickt hat auf was es ankommt, dann kann man die beiden Lehren, oder Weizen- und Scheinweizenstängel unterscheiden. Wäre es nicht so, dann würden alle Zeugen die Organisation verlassen. So ähnlich war es im Urchristentum auch.

    In dem Gleichnis wird nicht gesagt, was zwischen dem Urchristentum und der Neuzeit passierte, außer dass die Halme Weizen und Scheinweizen nebenher wuchsen. Dass der Autor glaubt, dass während des Mittelalters niemand zum Volk Jehovas gehören kann, ist im Allgemeinen richtig, aber es lässt sich aus diesem Gleichnis alleine meines Erachtens nicht beweisen. Es ist auch nicht unsere Sache darüber zu urteilen. Wenn wir die Gnade bekommen errettet zu werden, wird sich das nach und nach aufklären.

    Es gab in der biblischen Geschichte immer Ausnahmen, so kann es auch über die Jahrhunderte Ausnahmen gegeben haben, aber die Bibel sieht solche Zeitspannen global, auf Ausnahmen wird im prophetischen Wort oft nicht eingegangen.

    Beispiel: Das Volk Israel war das auserwählte Volk, trotzdem wurde Rahab und Ruth als gläubige Vorbilder hingestellt. Sie waren somit Ausnahmen von der Regel.

    Wie schon in vielen Kommentaren geschrieben, glaube ich auch, dass Russel der geistige Vorläufer von Jesus ist zur Zeit des Endes. Dass Russel sehr viel falsch gemacht hat, hat wenig zu sagen, denn ein Werkzeug des Meisters ist immer noch ein Werkzeug, obwohl es nur gerade noch dem Zweck dient wofür der Meister es vorgesehen hat.
    Auch der Vorläufer des Jesus, Johannes der Täufer hat in der Wüste Ungeziefer gegessen, das hätte Jesus nie in Erwägung gezogen.

    Stelle Dir vor, Du hast eine Reifenpanne und Du möchtest ein Ersatzrad montieren. In Deinem Kofferraum findest Du den Radschraubenschlüssel der aber total verbogen und verrostet ist. Du hat keine andere Wahl, denn weit und breit findet sich kein besseres Werkzeug. Du musst diesen Schlüssel nehmen, oder Du bleibst stehen. Jetzt setzt Du diesen Schlüssel auf die Radmutter und stellst fest, der Seckskant des Schraubenschlüssels ist total verschlissen und nur mit großer Mühe gelingt es Dir die Schrauben zu bewegen. Am Ende schaffst Du es aber mit so einem schlechten Werkzeug die Panne zu beheben.

    Würdest Du nach vielen Jahren bestreiten, dass dieses schlechte Werkzeug Dir geholfen hat Dein Vorhaben, die Reifenpanne zu beseitigen, nur weil der Radschraubenschlüssel so schlecht war? Sicher nicht. Jehova hat schon immer Menschen benutzt um seinen Willen umzusetzen, siehe Nebukatnezar, oder Darius, welche auch keine Nachfolger Jehovas waren oder wurden.

    Ich will damit sagen, die Schlechtigkeit von Russel und der Organisation, ist für mich kein Beweis, dass sie nicht für das Vorhaben Jehovas und seines Sohnes benutzt wurden.

    Aber liebe Ulli, ich habe Dich verstanden, ich hoffe Du verstehst mich auch. So dass wir gemeinsam an Glauben und Erkenntnis zunehmen.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    ZITAT:
    „Aber liebe Ulli, ich habe Dich verstanden, ich hoffe Du verstehst mich auch. So dass wir gemeinsam an Glauben und Erkenntnis zunehmen.“

    🙂 Ich für meinen Teil bin sogar froh über die unterschiedlichen Ansichten hier, denn dadurch geschieht etwas sehr Wichtiges: Man wird und bleibt in alle Richtuen hin wachsam und schaut nicht nur in eine Einzige. Man stelle sich mal vor, vier Mann stehen gemeinsam auf einem Wachttturm und schauen alle in eine Richtung…würde doch keine Wachmannschaft so halten…

    Und so verstehe ich unser aller Anliegen hier: Wir beobachten den Horizont und machen uns gegenseitig auf bestimmte Dinge aufmerksam. – Wir sehen alles verschwommen und versuchen uns das was wir sehen zusammenzureimen und einander darauf aufmerksam machen. Vieles wird eben erst beim Näherkommen erkennbar werden, das Beste ist, sich bis dahin gegenseitig so ernst wie möglich zu nehmen.

    Darüber hinaus gehe ich völlig mit Manfred konform – es geht Glauben, nicht um Wissen.

    Solange mir niemand sagt, dass ich Berrechnungen oder Schlussfolgerungen annehmen MUSS, bin ich auch dahingehend für alles offen. – Ich sehe jeden Gedanken als Bereicherung. Außerdem schreibe ich selber ja auch immer frisch von der Leber weg und bin froh, dass ich noch NIEMALS für irgend eine meiner Ansichten oder Vermutungen verbal niedergeknüppelt wurde.

    Fest steht, dass ich innerhalb einer Versammlung nie die Möglichkeit gehabt hätte, mich auf diese Art einzubringen, da hätte ich alle meine Gedanken fein runterschlucken müssen.

    Was Berrechnungen angeht bin ich, wie du ja weißt, völlig unbeschlagen. Ich tendiere zwar größtenteils zu Matthäus Meinung darüber, weil es ja nicht umsonst geschrieben würde, dass nicht spekuliert werden soll.
    Aber bisher habe ich es hier noch nie so empfunden das dazu aufgerufen wird. Es werden nur Überlegungen angestellt, die keiner als in Stein gemeißelt ansehen soll.

    Und doch frage ich mich – bei aller gebotenen Vorsicht was Schlussfolgerungen anbelangt, die sich auf Zeitrechnungen stützen – genau wie Shannon, warum all die Zahlen aufgeschrieben wurden, wenn sie überhaupt keinen Sinn haben? Zahlen laden Menschen nun mal zum rechenen ein…also mich als „Dyskalkolikerin“ jetzt nicht… ( 😉 )…aber alle die mit Zahlen umgehen können schon…

    LG Ulli

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    ZITAT:
    In dem Gleichnis wird nicht gesagt, was zwischen dem Urchristentum und der Neuzeit passierte, außer dass die Halme Weizen und Scheinweizen nebenher wuchsen.

    Eben, das ist der Punkt: Sie wuchsen BEIDE nebenher. Da steht nichts davon, dass eine lange Zeit NUR der Scheinweizen wachsen sollte und der wahre Weizen tot in der Erde schlummert, ehe er erst kurz vor der Ernte hervortritt.

    @ Russell
    Das mit dem schlechten Werkzeug ist durchaus eine Überlegung wert, danke für diese Anregung. – Aber was ist mit dem Bibelwort wo es heißt, dass Propheten deren Vorhersagen nicht eintreffen, NICHT von Gott gesandt sind?
    Es ist ja nicht so, dass erst Rutherford damit anfing, falsche Prophezeiungen herauszubringen…

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Liebe Ulli

    Klar der Weizen ist mit gleichen Wuchse und gleicher Wuchshöhe zusammen mit dem Scheinweizen gewachsen. Wäre der Scheinweizen später oder früher groß geworden, dann hätte man die beiden Gräser schon vor dem Frucht ansetzen unterscheiden können.
    Es geht auch nicht dass ein Weizenkorn wenn es mal auf die feuchte Erde fällt nicht umgehend keimt und sprosst.

    Russel war natürlich ein falscher Prophet, trotzdem glaube ich dass er als Werkzeug von Gott benutzt wurde um auf das Kommen Jesu aufmerksam zu machen. Vielleicht war er damals noch der am besten geeignete von all den anderen infrage kommenden Menschen. Salomo wurde auch für inspirierte Bibelbücher und Psalmen, sowie dem Tempelbau benutzt, trotzdem tat er am Ende was böse war in den Augen Jehovas.

    Nicht alles läuft so glatt, logisch und verständlich wie wir das gerne hätten.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Ulrike P.
    September 9, 2011

    Hallo Alois,
    dann hat es aber auch die ganze Zeit schon wahren Weizen gegeben und nicht nur Scheinweizen.

    @ Russell
    Er wäre also zwar nicht gesandt, aber benutzt? – Das könnte natürlich sein.
    Gott kann benutzen wen er will. Und auch wieder ablegen wen er will.
    Aber Russell war trotzdem doch nicht der einzige von allen Christen, die über das Königreich Gottes gesprochen hätten. Die Lehre von Gottes Königreich findet sich in der ganzen Christenheit.

    LG Ulli

  • Alois
    September 9, 2011

    Hallo Ulli

    Es geht im prophetischen Wort um das globale, nicht um einzelne Ausnahmen. Deswegen beteilige ich mich nicht an einer Diskussion, ob jetzt z.B. Luther von Gott gerettet wird. Ich bin kein Richter und möchte es auch nicht sein.

    Der Weizen wurde im 1. Jahrhundert gesäht und sprosste, auch der Teufel sähte damals den Scheinweizen. Beides zusammen wuchs und wuchs die Jahrhunderte durch ununterbrochen bis zur Endzeit die Frucht aus der Blatthülle geschoben wird. Erst als die Frucht aus dem Halm hervortrat, konnte man die beiden Pflanzen unterscheiden.

    Die Frucht wird gerettet und nicht die Weizen- Pflanze an sich. Vielleicht könnte man hilfsweise die Weizen- Pflanze mit „Das Wort Gottes“ und die Frucht mit „treuen Christen“ übersetzen, damit klar ist was ich meine. Die Scheinweizenpflanze wären dann „alle christlichen Religionen und Organisationen“, aus denen keine Frucht hervorkommt. (auch unsere Organisation)

    Jesus sagte ja, an den Früchten werdet ihr sie erkennen!
    Damit meinte er genau die Frucht die aus dem Halm des Weizens hervorkam. Aus dem Scheinweizen kommt aber keine Frucht hervor.

    Soweit bin ich mit dem Vortrag einig. Bei dem Punkt wann was in der Neuzeit geschieht, da brauche ich noch eine Weile um darüber nachzudenken.

    Du hast recht, viele christliche Religionen sprechen über das Reich Gottes.
    Aber sprechen sie auch über das Reich Gottes auf Erden? Wenn ja, akzeptieren sie dann auch was Jesus sagte, es wird sein wie in den Tagen Noahs—–und die Flut kam und sie alle wegraffte?

    Nein, die meisten christlichen Religionen sehen das Reich Gottes nur im Himmel, oder wenn auf der Erde, dann durch eine sanfte Umwandlung. Aber von Harmagedon oder einem Gericht ähnlich Sodom oder Sintflut wollen fast alle nichts wissen.

    Selbst unsere Organiation wird wahrscheinlich zukünftig Harmagedon so verniedlichen dass fast nichts mehr übrig bleibt. Denn sie glauben selbst nicht mehr dran. So steht es zumindest nach meinem Verständnis in den Propheten.

    LG
    Alois

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Lieber Alois, vielleicht ist hier noch etwas für Dich entahlten:

    Der Wind der Lehre – Wachtturm 15. Juli 2008
    geschrieben von E.F.

    Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas warnt ihre Gläubigen immer wieder einmal, sich nicht von jedem „Wind der Lehre“ herumtreiben zu lassen, und führt dabei Epheser 4: 14 an: „…damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel von Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum“ (nach Neue-Welt-Übersetzung). Das klingt gut; aber sind die Zeugen Mündige in der Beurteilung der Lehren, die ihnen – auch von ihrer eigenen Organisation, dem „treuen und verständigen Sklaven“ – dargeboten werden?

    Wer die Veröffentlichungen dieses Sklaven verfolgt, kann solches kaum bejahen. Immer wieder wird in Schriften, in Büchern, Zeitschriften, Tagestexten usw. auf die notwendige Abhängigkeit der Zeugen von diesem Sklaven und auf seine Lehrautorität hingewiesen. Hierin stellt er sich der Bibel gleich; denn in Unser Königreichsdienst vom Juli 2008 betont er erneut in dem Artikel „Als Familie aufs Überleben hinarbeiten“:

    Auch für uns geht kein Weg daran vorbei, daß wir bei allem, was die Bibel oder der treue Sklave sagt, ,zum Gehorchen bereit‘ sind (Jak. 3:17).

    Die Zeugen sind also auf den Wind aus Brooklyn festgelegt, eine heilige Pflicht, wie der Tagestext vom 1. Mai 2008 betonte. Gibt es von dort auch Wind, „Trugspiel von Menschen, List im Ersinnen von Irrtum?“ Der Wachtturm vom 15. Juli 2008 gibt hier wieder einmal ein treffliches Beispiel. In seinem 4. Studienartikel, „Du weißt nicht, wo es Erfolg haben wird“, werden 3 Gleichnisse Jesu besprochen, drei seiner Königreichsgleichnisse, nämlich die vom Senfkorn, vom Sauerteig und vom Schleppnetz.

    Das „helle Licht“, das der Sklave bisher seinen Abhängigen und Unmündigen übermittelte, ist noch gar nicht so alt.

    Das Gleichnis vom Senfkorn

    In dem vom Sklaven als Speise zur rechten Zeit im Jahre 1981 herausgegebenen Buch „Dein Königreich komme“ wird über dieses Gleichnis in Kapitel 11, Seiten 100-101, unter der Zwischenüberschrift „Ein Scheinkönigreich“ als Erläuterung zu Markus 4:30-32 gesagt:

    Ein erstaunliches Wachstum – gewiß weit größer als das Wachstum der „kleinen Herde“ von 144000 Königreichserben… Es handelt sich vielmehr um das Wachstum eines großen falschen „Baumes“ der Christenheit, und zwar in Form eines Abfalls von der Versammlung, die Jesus gepflanzt hat … Er rühmt sich, weltweit über 900 000 000 Anhänger zu haben … Diese „Vögel“ nisten in den Zweigen des „Baumes“, den vielen hundert Religionsgemeinschaften. Sie stellen den abtrünnigen „Menschen der Gesetzlosigkeit“ dar, die Geistlichkeit der Christenheit…

    Das Gleichnis vom Sauerteig

    An gleicher Stelle wurde über das Gleichnis vom Sauerteig gemäß Matthäus 13:31-33 und Lukas 13:19-21 folgendes ausgesagt:
    In übertragenem Sinne gebraucht, hat Sauerteig in der Bibel immer eine negative Bedeutung. … Das stellt die allmähliche Durchsetzung der Christenversammlung mit falschen, babylonischen Lehren und Bräuchen dar, was zur Entstehung eines gewaltigen Scheinkönigreiches, der Christenheit, führte…
    Ich kann mich noch gut erinnern, mit welcher Intensität die Annahme dieser Lehren damals durchgesetzt wurde, denn immerhin gab es noch Menschen, die sagten: „Jesus sagte: das Königreich ist gleich…; der Sklave sagt jedoch: das Scheinkönigreich ist gleich … Wem soll man glauben?“

    Doch da der Sklave sich schon in seiner Autorität der Bibel gleichstellt, ist es kein Wunder, daß er sich auch anmaßt, festzulegen, was Jesus meinte, selbst wenn dieser das genaue Gegenteil davon sagte. Und so wurde diese Lehre, die der Sklave allein erkannt hatte und die nicht einmal Babylon die Große besaß, angenommen, ja als göttliches Licht angesehen.

    Das Gleichnis vom Schleppnetz

    In der gleichen Veröffentlichung auf Seite 103 wurde das Gleichnis vom Schleppnetz gemäß Matthäus 13:47-49 besprochen. Darin wird über das Schleppnetz erklärt:

    Es veranschaulicht die Organisationen hier auf der Erde, die sich zu den Nachfolgern Jesu Christi zählen – die wahren und die falschen. In dem Buch „Der größte Mensch, der je lebte“, ein von der Wachtturmorganisation im Jahre 1991 herausgegebenes Buch über Jesus und sein Leben, wird im vorletzten Absatz zu Kapitel 43 die gleiche Deutung hinsichtlich des Schleppnetzes gegeben nämlich, …das alle Organisationen hier auf der Erde darstellt, die behaupten, christlich zu sein…

    Die aus einer solchen Deutung sich aufdrängende Schlußfolgerung, daß sich ja im ganzen Netz gute und schlechte Fische befinden, die erst von den Engeln „aussortiert“ würden, das hieße aber, daß sich eben auch in allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften gute (und auch schlechte) Fische befänden, wurde ausdrücklich, expressis verbis, nie gezogen. Doch scheint das dem Sklaven inzwischen „aufgegangen“ zu sein, wie die Neudeutung im Wachtturm vom 15. Juli 2008 vermuten läßt.

    Diese Deutungen als Speise zur rechten Zeit, die der Sklave 1981 und auch 1991 verteilte, ist also keineswegs alt; möglicherweise liegt sie noch „unverdaut in den geistigen Magen“ vieler Zeugen, und nicht wenigen hat diese Speise auch Magendrücken verursacht; aber ach ja, der Gehorsam! Es ist halt doch die Wahrheit! Jedenfalls bis zum Wachtturm vom 15.07.2008.

    Der Wachtturm vom 15. Juli 2008

    Auf den Seiten 17 — 21 wird geschrieben über
    das Gleichnis vom Senfkorn:

    Das ist ein anschauliches Bild vom Wachstum des „Königreiches Gottes“, wie es von Pfingsten 33 u.Z. an zu beobachten war, als sich die Königreichsbotschaft schnell ausbreitete … Mit dem Wachstum der Christenversammlung fing es ganz klein an … Eines Tages werden die Untertanen des Königreiches Gottes die ganze Erde bevölkern. … Sie [die Vögel] veranschaulichen vielmehr aufrichtige Menschen, die in der Christenversammlung Schutz suchen…

    das Gleichnis vom Sauerteig:

    … Auch wenn ein Sinnbild an einer Stelle in der Heiligen Schrift für etwas Negatives steht, kann dasselbe Bild an anderer Stelle eine positive Bedeutung haben … Er [Jesus] sprach einfach von der normalen Vorgehensweise bei der Brotherstellung. … Wirklich ein sehr einfaches Bild für den unsichtbaren Vorgang geistigen Wachstums. …So ähnlich hat sich das Königreichspredigtwerk, der Auslöser des geistigen Wachstums, so weit ausgedehnt, daß die gute Botschaft jetzt bis „zum entferntesten Teil der Erde“ gepredigt wird…

    das Gleichnis vom Schleppnetz:

    … Mit dem Schleppnetz, einem Symbol für das Königreichspredigtwerk, werden Fische von jeder Art zusammengebracht. …Buchstäblich Millionen von symbolischen Fischen aus dem Menschenmeer sind in unserer Zeit von der Versammlung Jehovas angezogen worden. … in Gefäße gesammelt werden – ein Sinnbild für die Versammlungen … dringend erforderlich, daß sie sich in die mit Gefäßen vergleichbaren Versammlungen einsammeln lassen …
    Absatz 20 faßt zusammen:

    Wie das winzige Senfkorn zu einem „Baum“ heranwächst, sind die Königreichsinteressen hier auf der Erde enorm gewachsen. … Wie bei dem verborgenen Sauerteig … seine Kraft durchdringt alles. … Manche sind wie unbrauchbare Fische…

    Man möchte hier manchmal „Hört! Hört!“ rufen. Kein Wort von dem früheren, ganz andersartigen Verständnis. Der Mantel des Schweigens und Vergessens ist bei Jehovas Zeugen groß; und wenn der Sklave nichts erwähnt, dann ist das auch schon Richtschnur für Älteste und Verkündiger. Sorgfältige und verantwortungsbewußte Bibelauslegung oder Auslegung nach dem Würfelprinzip: was brauchen wir denn gerade? Wind der Lehre? Wer wird denn so herumgeweht und herumgewirbelt wie die bedauernswerten Zeugen? Hätten sie noch letztes Jahr die neuen Argumente vorgetragen, man hätte ihnen Abtrünnigengedankengut unterstellt; doch wenn Abtrünnigengedankengut vom Sklaven kommt, dann ist das eben etwas ganz Anderes. Wind der Lehre? Sie sind im Kreis geweht worden, aber in Amerika sind Windwirbel ja etwas Bekanntes. Und jetzt sind sie wieder da, wo Babylon die Große schon lange ist. Es ist seltsam, daß der Gott derer von Brooklyn ihnen immer wieder Irrlicht schickt (oder gar der Gott der Bibel nach 2. Thessalonicher 2:10-12 ?), während er der abtrünnigen Christenheit in vielen Dingen schon die genaue Erkenntnis gewährt hat. Man darf mit Fug und Recht annehmen, daß es noch windig werden wird in den Stuben von Brooklyn; der Wind der Lehre hat seit Januar in den Spezialausgaben des Wachtturm – Ausgabe nur für Zeugen – gerade erst einmal zu blasen angefangen. Aber ich kann gut verstehen, warum der Sklave diese Änderungen und Irrtumsberichtigungen nicht gern in die Wachtturmausgaben für die Öffentlichkeit einsetzen möchte. Man will sich doch nicht mehr blamieren „als mit aller Gewalt und im besten Falle zu vermeiden ist“ Ist dieser letzte Satz unklar? Ich bitte um Nachsicht, ich war so lange dem Wind aus B. ausgesetzt!

    Geschrieben von: E.F.

  • Manfred
    September 9, 2011

    Lieber Brd. B.,
    vielen Dank für Deinen hervorragenden Vortrag zu diesem Gleichnis. Mir fehlte das umfassende Bibelwissen um das an Hand der Schrift beweisen zu können, aber Du hast es biblisch sehr gut untermauert. Meine Erkenntnis zu diesem Gleichnis vom Unkraut basiert eher darauf, dass ich mir die letzten Jahre angeschaut habe und überlegt habe, was ist mit diesem Gleichnis wirklich gemeint, denn die Aussagen der WTG dazu konnten nicht stimmen. Ich habe den Weg also rückwärts genommen und mir die Vergangenheit betrachtet und dann versucht das Gleichnis anzuwenden. Du hast es nun geschafft, es biblisch zu begründen, dass was mir nicht möglich war. Vielen Dank dafür.

    Ich bin sehr froh, dass Ihr diese zweite Prophetie Seite noch eingerichtet habt, denn es gibt noch so viele Gleichnisse, die man betrachten kann und die nicht nur wortwörtlich zu verstehen sind. Man denke nur daran, das Jesus sagte ein Kamel kann eher durch ein Nadelöhr gehen. Deswegen müssen viele Bibeltexte mit einem geistigen Auge verstanden werden, damit man den Sinn wirklich erkennt. Von daher bin ich glücklich, dass Ihr diesen mutigen Schritt gewagt habt. Wenn ich könnte, würde ich wie ein junges Reh springen, leider bin ich eher ein alter klappriger Hengst. 😉

    Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die in Selters jetzt mitschreiben und das in kürze in einem WT als neues helleres Licht verkaufen werden. Von so einer Qualität Ihrer Vorträge können die doch nur träumen. Doch dann schneiden Sie sich ins eigene Fleisch, dann können wir ganz offen den anderen Brüdern in der Versammlung sagen, dass dieses hellere Licht von Bruderinfo kommt und sie brauchen nicht mehr die Krücke der Wachttürme zu nehmen.
    Vielen Vielen Dank für diese neue Seite.

    Liebe Grüße Manfred

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Mit dieser Aussage:

    >> 14. Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.

    Um das Jahr 1914 wurde Jesus als König der kommenden Weltzeit inthronisiert. Auf dieses Ereignis machten auch zwei Engel nach Apg. 1:9-11 aufmerksam.<<

    Wo steht das in diesen Versen ??? …wird für mich der ganze Artikel zur reinen Spekulation und damit wertlos !!! Was Daniel gesehen hat lag weit in der Zukunft und verständlicherweise wollen Menschen wissen WANN dies ist – deshalb gab es in all den Jahrhunderten danach 100erte falsche Propheten, die alle ungehorsam waren!

    Die Jünger wollten von Jesus selbst wissen ob er zu seiner Zeit das Königsamt einnehmen würde – seine Antwort war mehr als deutlich. siehe Apg. 1:6,7 Zeitangaben liegen in der Rechtsgewalt seines Vaters. Was bilden sich kleine Menschen ein sich über diese Aussage hinwegzusetzen?

    Sollen dürfen wir spekulieren – NEIN – es ist nicht unsere Sache Zeit und Zeitabschnitte zu berechnen – das stand zwar auch einmal vollmundig im WT und dennoch ist die WTG ein Zeitspekulant und Berechner von Daten die sich IMMER wieder als falsch herausgestellt haben – folglich sind sie Lügner nach dem warnenden Bibelwort in Spr. 30:6 – möchtet ihr auch als Lügner erfunden werden?

    Wenn das der Fall ist, dann werde ich mich verabschieden!

    Dann käme ich vom Regen in die Traufe ! Ich schreibe dies so deutlich weil mich bereits unverständliche Fragen erreicht haben -warum jetzt auch Bruderinfo sich derselben Spekulationen hingibt mit Jahreszahlangaben – siehe Artikel "Gleichnisse Jesu" – wie es die WTG seit über 100 Jahren macht und nur auf die Nase gefallen ist.

    lg. Matthäus

    Lieber Bruder Matthäus

    Wir wissen dass es nicht möglich ist jeder Sichtweise in vollem Umfang Rechnung zu tragen. Wir in Bruderinfo wollen keine Religion oder Sekte sein, sondern freie Nachfolger Jesu ohne Gruppenzwang, in der nur eine Meinung erlaubt ist. Genau das haben wir hinter uns gelassen und sollten auch in der Zukunft nicht wieder nur eine Meinung gelten lassen.

    Es wäre für uns wesentlich einfacher gewesen, prophetische Themen wie andere Vorträge auch, in Bruderinfo zu veröffentlichen. In der Vergangenheit gab es schon mal den einen oder anderen Versuch ein prophetisches Thema in Bruderinfo zu erklären. Die Reaktion darauf war gemischt, um nicht zu sagen entgegengesetzt.

    Aus diesem Grunde wurde das Thema Prophetie bewusst mit einer neuen Internetadresse neu programmiert. Durch diese aufwändigere Maßnahme wird niemand gezwungen, genötigt oder überrumpelt sich mit prophetischen Themen auseinanderzusetzen. Durch die Trennung von prophetischer Auslegung und strengem wörtlichem Lesen auf zwei verschiedenen Seiten, meinen wir eine Lösung gefunden zu haben um möglichst vielen Wünschen gerecht zu werden.
    Zusätzlich haben wir in Bruderinfo, im Vorwort und im Vortrag selbst darauf hingewiesen, dass bei einer prophetischen Auslegung immer mit Fehlern in der Auslegung zu rechnen ist. Davon abgesehen gehen auch die Meinungen darüber auseinander, ob die wörtliche Auslegung immer die Richtige ist.

    Was sollen wir nach Deiner Meinung tun? Alles unterdrücken was nicht einer bestimmten Meinung entspricht? Wir glauben es richtig gemacht zu haben, denn es erlaubt jedem Bruder und jeder Schwester sich frei zu entscheiden ob sie diese neue Seite aufrufen oder nicht.

    Lieber Matthäus, wir wollen niemanden verlieren, weder Dich, noch alle anderen Brüder und Schwestern die eine etwas andere Ansicht von der Bibel haben. Bitte erlaube uns allen doch, dass wir nicht immer einer Meinung sind. Wir sind alles unvollkommene und sündige Menschen welche feste Speise zu uns nehmen wollen, zu seiner Zeit wird unser Herr Jesus und sein Vater alles richtig stellen.

    Liebe Grüße

  • Jurek
    September 9, 2011

    Wie man es macht, macht man es falsch…… 😉

    Was ist dann mit meiner nachfolgenden (im Telegrammstil, hier noch ohne Bibelstellen) und „spekulativen“ Auslegung zu dem Thema?
    (Bitte um Korrekturen, für die ich im Voraus danke):

    Die Apostel wollten von JESUS wissen, wann wird dies (kein Stein auf den Anderen..) mit Jerusalem passieren und wann wird JESUS wieder kommen…
    Logischerweise interessiert die nicht, wann was mal wann in über 2000 Jahren sein wird!

    JESUS erklärt die ganzen Zeichen der Zeit, die in der Zerstörung Jerusalems anno 70 gipfeln, und welche Zeichen das ganze begleiten…

    Aber auf die Frage der Jünger, wann wird Er nun wieder kommen und alles Wiederherstellen, sagte JESUS, dass Er das nicht weiß.
    Wir sollen nur (wie Er meint) immer wachen, weil wir (auch) nicht wissen, wann das sein wird…
    Es werden nur verschiedene Plagen geben (Erdbeben, Hungersnöte, Kriege…) auch weiter noch die Menschheit nach dem Jahr 70 begleiten…

    Und das Weizen zwischen dem Unkraut symbolisiert CHRISTUS annehmbare Menschen, die überall zerstreut sind (und nicht in einer Gruppe bei den „ZJ“ gezählt werden), die warten bis zum Zweiten Kommen des HERRN. Erst dann gibt es die erste Auferstehung (also nicht 1918 oder so), und diese eine Herde mit einer Hoffnung wird zum HERRN in VATERS Wohnungen eingehen…

    JESUS aber betont, dass wir mit Zeiten und Zeitabschnitten nicht spekulieren sollten, die nur der VATER in seiner Gewalt hat.

    WAS ist also bitte davon nicht richtig?

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Jurek

    Ich habe mich schon lange mit dem Vers von Apg. 1 beschäftigt, den Bruder Matthäus immer wieder als natürlich berechtigte Warnung anführt.

    Wir sahen ja was passiert, wenn man ein Datum so in den Vordergrund schiebt wie es 1975 passiert ist. Die Wirkung dieses Desasters reicht bis in unsere Zeit. Jesus wusste dass dies geschehen wird, sonst hätte er seine Warnung nicht ausgesprochen.

    Nur kann ich bei der Erklärung von Gleichnissen, welche dann Jahreszahlen benutzen die fast 100 Jahre oder etwa 2.600 Jahre her sind nicht erkennen, wo die Gefahr für den einzelnen Gläubigen sein soll. Was macht es für einen Unterschied für einen Gläubigen ob er glaubt dass die 2.520 Tage die Zeitspanne von 607 v.u.Z. bis 1914 symbolisieren oder nicht. Wieso soll wegen der Nennung dieser längst vergangenen Jahreszahlen jemand vom Glauben abfallen oder spekulieren können? Das geht einfach nicht in meinen Kopf.

    So wie Du schreibst, Jesus hat uns Zeichen genannt und diese gilt es zu beachten und nicht Jahreszahlen. Wenn wir wachsam sind und die Zeichen deuten können wissen wir ohnehin wie weit die Zeit der Nacht fortgeschritten ist.

    Ich glaube das große Problem ist, dass die Zahl 1914 mit den vielen falschen Lehren der Organisation in Verbindung gebracht wird. Anstelle zu unterscheiden, was die Organisation falsch lehrt und was vielleicht doch biblisch ist, wird von manchen Brüdern alles weggeschmissen. Denn für mich wurde 1914 oder auch die wenigen Jahre danach, weder der treue Sklave eingesetzt, noch gab es damals die Erste Auferstehung. Beides haben wir nach meinem Verständnis noch vor uns.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Jurek
    September 9, 2011

    Lieber Alois,

    vielen Dank für deine Stellungnahme und Gedanken dazu, auf die ich gerne hier eingehen möchte:

    [ZITAT]:
    „Nur kann ich bei der Erklärung von Gleichnissen, welche dann Jahreszahlen benutzen die fast 100 Jahre oder etwa 2.600 Jahre her sind nicht erkennen, wo die Gefahr für den einzelnen Gläubigen sein soll. Was macht es für einen Unterschied für einen Gläubigen ob er glaubt dass die 2.520 Tage die Zeitspanne von 607 v.u.Z. bis 1914 symbolisieren oder nicht. Wieso soll wegen der Nennung dieser längst vergangenen Jahreszahlen jemand vom Glauben abfallen oder spekulieren können? Das geht einfach nicht in meinen Kopf.“

    (Am Rande, weil das m. E. nicht der Hauptpunkt hier ist): Ob jemand sogar wegen dem vom „Glauben abfallen“ kann?
    Dies hängt m. E. (wie mit vielen anderen Lehren auch) davon ab, wie man mit dieser Lehre auftritt. Denn ein Schwacher kann dann unter DRUCK ermatten oder unter Umständen auch abfallen (Vgl. 1.Kor.8).
    Aber hier kommt das an sich nicht in Betracht, weil kein Druck dahinter steht á la „das MUSST du so und nicht anderes glauben!!!“.

    Es geht aber zumindest mir auch weniger darum, sondern darum, dass wir JESU Nachfolger sein sollen, wo Er uns vor solchen Spekulationen warnt! Also was berechtigt uns dazu??
    Es geht also darin um JESU Gebote zu befolgen. Also der Gefahr, sich von Wünschen und Geboten JESU zu entfernen, wo Er uns davor warnt sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, die Er selber damals auch nicht kannte noch so tat! Apg 1:7 = und sind diese Worte nicht eindeutig genug (als Grund), um sich diesen zu widersetzen? Hat man aus Vergangenheit dazu nichts gelernt?
    Fakt ist nun mal, dass das Jahr „607 v.u.Z.“ (auch wenn wieder sich der WT von 1.10+1.11 wie gehabt, auch nicht immer ganz korrekt auf Archäologie als Stütze „für“ die „Bibel“ und für -607 bezieht, weder in die Bibel noch in die Weltgeschichte reinpasst. Und wir sollen uns bemühen GOTT mit Geist und WAHRHEIT anzubeten. Dem wird aber nicht Rechnung getragen, wenn wir auf längst nachgewiesenen Falschansichten der WTG (auch wenn’s nur zum Teil), oder der nur ähnlichen, uns stützen oder neuere Verbindungen damit ersinnen, trotz Warnungen in der Bibel. (1.Tim 1:4, 6:20 etc.)
    Und ich denke, dass bevor man einen Vortrag gerade mit derart spekulativen Daten bringt, könnte man darüber eine Diskussion eröffnen, um so manche heikle Sachen zuerst anhand der BIBEL auszudiskutieren (um sich vielleicht auch nicht zuletzt unter Umständen viel Mühe mit Schreiben zu ersparen 😉 ).

    [ZITAT]:
    „Ich glaube das große Problem ist, dass die Zahl 1914 mit den vielen falschen Lehren der Organisation in Verbindung gebracht wird. Anstelle zu unterscheiden, was die Organisation falsch lehrt und was vielleicht doch biblisch ist, wird von manchen Brüdern alles weggeschmissen.“

    Bei mir ist das NICHT der Fall, weil ich habe das auch (wie im Beitrag erwünscht gewesen) in keiner Weise mit der WTG in Zusammenhang zu bringen versucht, sondern als eigenständige Betrachtung. Dennoch sah ich die Verbindungen zur Struktur der Vorgangsweisen, die mir sonst bekannt sind…
    Ich bemühe mich sehr wohl zu unterscheiden (was mir oft Kritik einbrachte), was biblisch wäre und was nicht (zumindest auch nach meinem Erkenntnisstand), unabhängig davon, ob davon (u.U. nur) die WTG schreibt oder nicht. Also nicht alles ablehnen, nur weil etwas nach WTG-Lehre riecht.
    Ich versuche da fair und objektiv die Sachen zu betrachten. Ich akzeptiere durchaus natürlich auch andere Meinungen, aber ich versuche (wenn erwünscht/erlaubt) auch meine u.U. kritische Meinung auch zu schreiben. 😉

    Liebe Grüße!

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Jurek

    Danke für Deine Gedanken. Niemand von uns wird von sich behaupten, dass er alle prophetischen Äußerungen, Gleichnisse, Psalmen und biblischen Geschichten immer richtig versteht.
    Ich glaube auch der Autor des obigen Vortrages behauptet das nicht, auch nicht die Brüder von Bruderinfo. Zumindest steht es so am Ende des Vorwortes.

    Denn wir wissen alle, dass wir Menschen in dieser Welt niemals zur vollkommenen Erkenntnis kommen können. Nur Jesus war dazu in der Lage und selbst wirklich hervorragende Glaubenshelden wie Mose und David haben große Fehler gemacht.

    Dass Du Deine Ansicht kundtust ist gut und erwünscht! So ist jedenfalls meine Erfahrung in Bruderinfo. Ich bin ja auch einer der immer wieder mal widerspricht und die eigene Ansicht kundtut. Dann bin ich auch darauf angewiesen, dass alle meine andere Ansicht akzeptieren. Ich muss aber auch andere Ansichten akzeptieren. So stelle ich mir eine lebendige Versammlung vor.

    Da wir alles Brüder und Schwestern sind welche sich hier online versammeln, kann man nach meiner Meinung von einer Christenversammlung in Bruderinfo sprechen. Denn das was hier per Kommentar hin und her abläuft, sollte eigentlich in den Versammlungen stattfinden. Das Bibelstudium nur mit der Bibel, in dem jeder seine Ansicht darlegt und man darüber diskutiert ohne den Zwang auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

    Der gemeinsame Nenner ist lediglich, dass wir an Jehova, seinen Sohn und die Verheißung glauben. Ja die Verheißung, die ist ein wichtiger Baustein unseres Glaubens. Denn es wird bald eine Zeit kommen, da wird man auch bei den Zeugen Jehovas nicht mehr an die Verheißung, sprich Harmagedon und die 1000 jährige Christusherrschaft glauben. Ich meine die Verheißung in der Jesus vergleichend sagte, es wird sein in den Tagen Noahs….usw.
    Man wird wahrscheinlich mal die These ausgeben, die Welt hat sich bekehrt wie einst Ninive, oder man wird es nicht so deutlich sagen, aber es läuft darauf hinaus weil so gut wie alle Menschen gerettet würden.

    Dann wird sich zeigen, wer dann trotzdem glaubt und geistig gesehen in die Arche eintritt.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Jurek
    September 9, 2011

    @ Alois –(Nachtrag)

    Übrigens wegen dem: „vom Glauben abfallen“…
    Da habe ich dich (so im Nachhinein betrachtet) vielleicht missverstanden gehabt. (?)
    Wenn ja, dann hier eine Ergänzung, oder zumindest bringe ich hier auch eine andere Betrachtungsweise mit hinein:

    SELBER vom richtigen Glauben abfallen.., das könnte auch passieren, wenn wir das tun, was wir nach der Bibel nicht tun sollen (Röm 10:2; Kol 2:8 etc.) und uns darin (auf längere Sicht betrachtet) versteifen und (mit der Zeit umso mehr) den Blick trüben. (Trotz und wegen aller Toleranz und Freiheiten, die Vor- aber auch Nachteile mitbringen!).

    In fundamentalen Lehren sollten sich Christen in ihren Ansichten gleichen (1.Kor 1:10), wie auch in Bezug auf JESU Gebote, wie z.B. eben Apg 1:7.

    Einige wenige Punkte habe ich vorgebracht, warum das m. E. biblisch nicht gut wäre mit diesen ganzen Daten zu spekulieren, und im Vergleich würde ich mich freuen auf biblische Hinweise, wo ich mich damit irren soll? Das würde mich mal interessieren.

    L. G. und schönes WE! – Jurek

  • Jurek
    September 9, 2011

    Dadurch, dass meine Kommentare auch erst freigeschaltet werden müssen, verschiebt sich manchmal so manches…

    Lieber Alois,

    ja, nur Jesus war dazu in der Lage, vollkommene Erkenntnis zu erlangen, auch wenn Der sich auch dann nicht an das Thema rangemacht hat, wie es ganz genau am Schlussteil der Tage sein wird… Er hat das seinem VATER überlassen…

    [ZITAT]:
    „Dann bin ich auch darauf angewiesen, dass alle meine andere Ansicht akzeptieren. Ich muss aber auch andere Ansichten akzeptieren. So stelle ich mir eine lebendige Versammlung vor.“

    Versammlung per Internet in derart Form? =(vgl. auch http://www.digidatanet.de/?p=609&cpage=1#comment-5484).
    Super würde es sein, wenn auch sonst noch vieles andere zu einer guten Versammlung beitragen könnte.
    Hier, so wie du meinst, das ist zumindest nach meiner Vorstellung von Versammlung, nicht ganz das, wo man als Versammlung erleben sollte (im Sinne von u.a. Heb 10:25 u.s.w.) zusammen eben beten kann, Mal des HERRN einnehmen könnte, singen und sich umarmen und in die Augen schauen…, gar nach „Armen und Witwen in ihrer Drangsal“ zu sehen – etc., was eine reelle Versammlung halt ausmacht.

    Ich schreibe aber hier nur zu meiner Person, dass zumindest ich bin nicht darauf angewiesen, dass alle meine andere Ansicht akzeptieren. Das braucht niemand, da ich ein Mensch mit Irrtümern bin. Akzeptieren brauchen sie meine Ansicht nicht, nur mal respektieren, das ich derzeit (noch?) einer anderen Ansicht bin, über die man sprechen könnte, falls diese falsch sein sollte.
    Umgekehrt ist es auch so (aus meiner Sicht heraus).
    Richtig oder nicht richtig?

    Grüße – Jurek

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Jurek

    Mit akzeptieren meine ich respektieren.
    Da ist doch ein kleiner Unterschied, aber dann meinte ich respektieren.

    Du hast völlig recht, eine Versammlung wie Du es beschrieben hast wäre das Ideal, aber in den letzten Jahren vor dem Gericht ist das im Allgemeinen nur noch so möglich wie wir das gerade machen.

    Ist doch immerhin viel besser als noch vor der Bruderinfo Zeit, in der wir ganz alleine waren. Wie zur Zeit des Elia, zu einem bestimmten Zeitpunkt hat Jehova ihm gesagt: Du bist nicht alleine, ich habe noch 7000 andere Männer übrig gelassen welche nicht das Knie vor dem Baal gebeugt haben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Jurek
    September 9, 2011

    Danke für deine netten Zeilen und Korrespondenz mit dir zu diesem Thema!
    Freue mich wieder auch mit dir sich noch mal wann und wo zu unterhalten. 🙂

    Liebe Grüße und schönes Rest-Wochenende! 😉

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Ich habe kein Problem mit unterschiedlicher Sichtweise oder einer möglichen Interpredation. Auch soll/kann jeder in Fragen des Gesetzes durch sein persönliches Gewissen großzügiger oder strenger mit SICH umgehen. Ich habe auch nicht das Recht meinen Bruder weil er etwas anders sieht zu richten oder zu verurteilen.

    Das ist die eine Seite – die andere ist wenn es Aussagen der Bibel von Jesu der ja unser Lehrer sein soll gibt, dann dürfen wir diese nicht ignorieren. Das hat seit über 100 Jahren die LK zur genüge getan. Wenn Gottes Wort sagt: Geht nicht über das hinaus was geschrieben steht – fügt nichts hinzu – laßt nichts weg, dann sind das für mich eindeutige Worte und deshalb auch die Mahnung aus Spr. 30:6: Jeder der sich darüber hinwegsetzt wird als Lügner erfunden. Und was der Lohn der Lügner ist wird in Offenbarung kurz bevor die Bibel beendet wurde auch deutlichst im Kap. 22:15 beschrieben – das ist meine persönliche Überzeugung und dafür möchte ich einstehen.

    lg. Matthäus

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Ist ein Sklave als „treu und verständig“ zu bezeichnen, wenn er sich seinem Herrn wiedersetzt, oder Lehren in Umlauf bringt die er gar nicht wissen kann. Seit mehr als 100 Jahren hat der „Sklave“ nicht nur einen sondern viele Zeitpunkte (1799, 1874, 1915, 1914, 1919, 1925, 1975) genannt.

    Mit 1914 würde das Königreich auf ERDEN zur Macht schreiten, als auf Erden dies nicht eintraf, wurde die Aufrichtung in den Himmel verlegt, wo es keiner überprüfen kann. Warum gehorcht man nicht den Worten Jesu der sagte: Dies hat der Vater in SEINE Rechtsgewalt gesetzt? Man erwartet von uns diese Lehre zu vertreten, obwohl Jesus etwas anderes verlangt.

    Ist es in Ordnung eher auf die Organisation als auf Gott oder Jesus zu hören?

    Interessant was der „Sklave“ selbst zu diesem Thema schreibt – er sagt das richtige, handelt er auch danach?

    „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat“ (APOSTELGESCHICHTE 1:7).
    IST es nicht ganz normal, daß sich diejenigen, „die seufzen und stöhnen über all die Abscheulichkeiten“, die in der Christenheit, ja überall auf der Erde getan werden, fragen, wann das gegenwärtige böse System enden und durch Gottes gerechte neue Welt ersetzt werden wird? (Hesekiel 9:4; 2. Petrus 3:13). Die Apostel stellten Jesus sowohl kurz vor seinem Tod als auch nach seiner Auferstehung Fragen mit zeitlichem Bezug (Matthäus 24:3; Apostelgeschichte 1:6). Jesu Antworten boten ihnen jedoch keine Möglichkeit, Daten zu errechnen. In dem einen Fall nannte er ihnen ein kombiniertes Zeichen und in dem anderen erklärte er, ‘es sei nicht ihre Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat’ (Apostelg. 1:7).

    Selbst Jesus, dem einziggezeugten Sohn Jehovas, war der Zeitplan seines Vaters für den Ablauf von Ereignissen nicht immer bekannt. In seiner Prophezeiung über die letzten Tage räumte Jesus demütig ein: „Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Matthäus 24:36). Jesus war bereit, geduldig zu warten, bis ihm sein Vater den genauen Zeitpunkt offenbaren würde, wann das gegenwärtige böse System der Dinge vernichtet werden soll.
    Zweierlei läßt sich aus der Art und Weise ableiten, wie Jesus die Fragen beantwortete, wann Dinge geschehen würden, durch die sich Gottes Vorsatz erfüllt. Erstens hat Jehova einen Zeitplan; und zweitens legt er allein diesen fest, und seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue Informationen über die von ihm festgelegten Zeiten oder Zeitabschnitte zu erhalten.
    Zeiten und Zeitabschnitte in der Hand Jehovas,
    Zitat aus: Der Wachtturm, 15.9.1998 Seite 10

    „Seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue >Zeitabschnitte< zu erhalten“

    Warum nennt man dann laufend Zeiten die sich dann noch als falsch erweisen? Warum möchtet ihr euch derselben Sache schuldig machen ???

  • Shannon
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus,

    ob der Vortrag richtig ist oder nicht, das vermag ich nicht zu beurteilen, weil mir im Moment die Kenntnisse fehlen. Was ich aber nicht verstehe ist, dass du dich darüber aufregst, wenn Brüder Berechnungen anstellen. Warum stehen dann Zahlen und Jahre in der Bibel, wenn man sie nicht für Berechnungen benutzen soll? Ich finde, man sollte tolerant genug sein, es jedem Einzelnen zu überlassen, was er für sich als richtig erkennt. Alles andere ist Bevormundung.
    Im übrigen finde ich den Vortrag gut erklärt und ich werde mir die nächsten Tage die Bibelstellen raussuchen und meine Gedanken machen. Für mich ist das sehr viel lehrreicher, als noch weiterhin seitenweise über die Verfehlungen der Gesellschaft zu diskutieren. Ich verstehe, dass viele Brüder und Schwestern das Unrecht, das ihnen zugefügt wurde, bewältigen möchten. Aber für mich persönlich ist das nicht zielführend, denn für mich ist Vergangenes vorbei und kehrt nie mehr wieder. Ich möchte etwas lernen, meine Wissen und das Verständnis verbessern.
    Aber wenn du ständig mit dem erhobenen Zeigefinger da stehst, komme ich mir mit meinen knapp 60 Jahren fast schon bevormundet vor.
    Und mal abgesehen davon, ob die Jahreszahlen nun stimmen oder nicht, fühlt es sich für mich richtig an, wie die Zusammenhänge erklärt werden. Ich sage bewusst fühlt sich richtig an. Darum will ich es prüfen und möchte mehr solcher Beiträge lesen.

  • Shannon
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus,

    inzwischen habe ich deinen neuen Beitrag gelesen. Aber irgendwie finde ich keinen Zusammenhang zwischen dem Vortrag, wo es um das Gleichnis von Weizen und Unkraut geht, bei dem ein paar Jahreszahlen stehen, die vielleicht wichtig sind oder auch nicht, und deinem Beitrag um den „Sklaven“. Was hat das mit der Lehre des Sklaven zu tun? Nirgends in dem Vortrag steht, wann das „gegenwärtige böse System enden und durch Gottes gerechte neue Welt ersetzt werden wird“.
    Noch ein Zitat von dir: Seine Diener dürfen nicht erwarten, im voraus genaue >Zeitabschnitte< zu erhalten“
    Alle genannten Zeiten sind Vergangenheit, ich habe nirgends eine Zeit im "Voraus" gefunden.
    Oder habe ich was überlesen?

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Liebe Shannon, auch Dir möchte ich keine Antwort schuldig bleiben!
    Im wesentlichen habe ich Manfred hier alles gesagt:

    http://www.bruderinfo-prophetie.de/?p=564#comment-553

    Ich habe nur daran Anstoß genommen weil die Aussage getätigt wurde daß „um das Jahr 1914 Jesus introhnisiert“ wurde. Diese Behauptung wird durch die zitierte Bibelstelle in keinster Weise gestützt. Wenn Du von nahezu 60 Jahren sprichts dann dürften wir beide ziemlich gleich alt sein – ich will sicher niemand mit erhobenen Zeigefinger maßregeln weil ich so klug bin. Aber wenn die Aussagen der Bibel für uns eine Bedeutung haben, dann sollten wir mit allen Fehlern die wir alle machen dennoch bereit sein klare Anweisungen Gottes ernst nehmen. Und dazu gehört sicher:

    1.Kor.4: 6 Liebe Brüder und Schwestern, ich habe jetzt nur von Apollos und mir gesprochen. An unserem Beispiel sollt ihr lernen, was der Satz bedeutet: „Geht nicht über das hinaus, was in der Heiligen Schrift steht.“ Seid nicht überheblich, und spielt darum nicht einen von uns gegen den anderen aus! 7 Woher nimmst du dir das Recht dazu? Bist du etwas Besonderes? Alles, was du besitzt, hat Gott dir doch geschenkt. Hat er dir aber alles geschenkt, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst?

    Ich verstehe diese Worte so wie sie geschrieben steht: Sobald jemand etwas hinzufügt wird auch diese Wort kurz vor dem Beenden der hl. Schrift von großer Tragweite: Offenbarung 22:

    17 ….Wer durstig ist, der soll kommen. Jedem, der es haben möchte, wird Gott das Wasser des Lebens schenken. 18 Wer auch immer die prophetischen Worte dieses Buches hört, den warne ich nachdrücklich: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott all das Unheil zufügen, das in diesem Buch beschrieben wurde. 19 Und wer etwas von diesen prophetischen Worten wegnimmt, dem wird Gott auch seinen Anteil an den Bäumen des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind.

    lg. Matthäus

  • Shannon
    September 9, 2011

    Liebe Matthäus,

    danke für deine Antwort. Wir alle schießen mit unseren Kommentaren manchmal über das Ziel hinaus. Auch mir ist das in der Vergangenheit passiert, meist, wenn ich übermüdet war und unbedacht geantwortet habe. Du hast noch alten Wunden, die offensichtlich noch nicht verheilt sind.
    Was den vorhergehenden Artikel betrifft, so sind mir die Jahreszahlen vollkommen unwichtig. Ich will damit sagen, mich hat die Erklärung, also der prophetische Zusammenhang zwischen Weizen und Scheinweizen interessiert. Du hast dich an den Jahreszahlen erregt, aus deiner Sicht aus verständlichem Grund. Für mich war dagegen die Brücke zwischen den Propheten und dem neuen Testament interessant, also vollkommen andere Dinge. Das wurde sehr gut erklärt.
    Ich will dir damit nur verständlich machen das zwei Menschen ganz verschiedene Dinge lesen und als wichtig erachten. Für mich ist Bruderinfo zunächst ein Portal, wo ich lernen kann. Ich bin viele Jahre aus der Organisation raus, habe mein Wissen verkümmern lassen und meine Gelegenheiten zum biblischen Austausch sind nicht so dicht gesät. Deswegen freue ich mich über die Vorträge. Ich habe auch keine alten seelischen Verletzungen zu bewältigen, im Zusammenhang mit der Gesellschaft.
    Bliebe für mich nur die Frage zu klären, wo wächst der Weizen samt dem Scheinweizen? Sind wir noch in der Zeit des Frucht entwickelns? Oder ist die Frucht schon da? Hat die Ernte schon begonnen oder ist sie erst am Ende? Um das zu prüfen, brauche ich Zeit und darum habe ich mir den Vortrag erst mal ausgedruckt, um besser nachschlagen zu können. Denn ich kann inzwischen die Bibel auf dem Bildschirm auch besser lesen, als in kleingedruckter Schrift.
    LG Shannon

  • Alois
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus

    Ich freue mich, dass Du bei uns bist und nicht einfach verschwindest. Aber falls Du tatsächlich mal aufhören würdest zu schreiben, dann würde ich Dir eine Mail schreiben und Dich bitten bei uns zu bleiben.
    Denn Du bist ein sehr wertvolles Glied im gemeinsamen Leib der aus vielen Gliedern besteht, bei der jedes Glied eine andere Funktion und Aufgabe hat.
    Es ist absolut biblisch, dass jeder von uns eine andere Funktion hat und sich niemand über den anderen erheben darf.
    Der Größte soll euer Diener sein.

    Jetzt verstehe ich auch warum Du bei der Jahreszahl 1914 so allergisch bist. Aber der Unterschied ist hier, dass uns niemand einen Glauben aufzwängt. In der Freiheit die wir hier geniesen, darf man auch was falsches schreiben, solange es dem Ziel dient zu unserem Vater und Jesus zu kommen.

    Kurzum, auf Deine Kommentare möchte ich keinesfalls verzichten und lese sie auch alle, denn gerade bei dem was Du schreibst, habe ich meine größten Defizite. Denn ich war immer zu faul die ganzen Wachttürme zu lesen. Deswegen muss ich immer wieder andere Brüder und Schwestern fragen: „Was lehrt der „Sklave“ eigentlich zu dem oder dem Punkt?“

    Ich weiß bis Heute nicht was der „Sklave“ eigentlich zu obigen Gleichnis lehrt. Wenn Du so nett wärst mir das zu schreiben?

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred
    September 9, 2011

    Lieber Brd. Matthäus,
    als ich Deinen ersten Kommentar zur Prophetie Seite gelesen hatte, wusste ich schon wie Du reagieren würdest wenn der erste Vortrag online sein würde.

    Dein Kommentar vom 8.9.11:
    Auch diese neue Seite find ich gut, wenn sie sich auf das beschränkt was die Bibel selbst aussagt. Die vielen Interpredationen die sehr oft dann in “Auswüchsen” gipfeln und über das hinaus gehen was geschrieben steht, würde eine solche Seite an Wert verlieren oder ganz die Berechtigung nehmen. Zitat Ende.

    Bruderinfo hatte zu der neuen Seite folgendes geschrieben:
    Die zusätzliche Prophetie-Seite hebt nicht den Absolutheitsanspruch hervor und auch nicht eine absolute Wahrheit, sondern möchte den geistigen Horizont erweitern und die Brüder auf eine weitere Facette der Bibel aufmerksam machen. Zitat Ende.

    Also eigentlich steht hier für mich, dass dies keine neue Lehre sein soll oder eine absolute Wahrheit, sondern den geistigen Horizont erweitern soll und auf eine weitere Facette der Bibel aufmerksam zu machen. Mehr nicht.

    Ich fand den Vortrag von Brd. B. gut, bin mir bei manchen Texten auch nicht sicher ob ich das so nachvollziehen kann, aber das kann ich ja jetzt in Ruhe prüfen. Der größte Teil war für mich aber logisch und ich bin dankbar, dass mir die Schriften nun etwas besser verständlich werden. Denn oftmals ist es doch so, dass irgendwas in der Bibel steht, dass selbst in der Zeit in der es niedergeschrieben wurde keinen Sinn macht. Dann fragt man sich doch unweigerlich, warum steht das überhaupt in der Bibel. Aber mit anderen Schlüsselwörtern kann man dann erkennen, dass es sich um eine prophetische Aussage handelt. Ich habe nicht so ein umfassendes Bibelwissen, dass ich alles sofort damit verknüpfen kann, aber ich glaube, dass es Personen gibt die das können. Vielleicht ist Brd. B. schon älter und hat die Bibel vielleicht öfter durchgelesen als Du und ich zusammen. Wobei ich zugeben muss, dass ich es noch nie von Anfang bis Ende geschafft habe. Was ich aber nicht weiß und nicht unbedingt erklären kann, da glaube ich einfach. Denn der Glaube an Jesus Christus wird uns retten und nicht das Wissen über ihn. Denn das ist ein Unterschied. Ich kann wissen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, weil es in den Geschichtsbüchern und der Bibel so steht, ob ich es aber auch glaube, das ist das ausschlaggebende.

    Aber um auf Deinen ersten Kommentar zurück zu kommen, Du musst doch selbst zugeben, dass manches in der Bibel steht, was nicht wortwörtlich gemeint sein kann. Wenn man also den wahren Sinn dieser Worte erkennen möchte, dann muss man natürlich über das hinausgehen was geschrieben steht und ja, man muss dann auch mal Mutmassungen anstellen. Die können natürlich auch falsch sein, aber wenn wir gar keine Mutmassungen anstellen würden, wären wir auf jeden Fall falsch, weil sich die Bedeutung der Worte nicht erschliesst. Auf der anderen Seite müssen sie wichtig sein, sonst stünden sie nicht in der Bibel, verstehst Du was ich meine? Doch die Bruderinfo Seite möchte doch genau zu diesem Gedankenaustausch anregen und wenn Du den Kommentar von Ulli liest, hat dieser Vortrag genau das bewirkt, sie hat jetzt mal etwas geschrieben, was ihre persönlichen Empfindungen sind und hat sich geöffnet. Genau das was wir in den Organisationsversammlungen nicht können, nicht dürfen und bei Strafe (Ausschluss) verboten ist. Möchtest Du das jetzt hier auf Bruderinfo auch wieder einführen? Du hast in Deinem 2. ten Kommentar geschrieben:
    Sollen dürfen wir spekulieren – NEIN – es ist nicht unsere Sache Zeit und Zeitabschnitte zu berechnen – das stand zwar auch einmal vollmundig im WT und dennoch ist die WTG ein Zeitspekulant und Berechner von Daten die sich IMMER wieder als falsch herausgestellt haben – folglich sind sie Lügner nach dem warnenden Bibelwort in Spr. 30:6 – möchtet ihr auch als Lügner erfunden werden?
    Wenn das der Fall ist, dann werde ich mich verabschieden! Zitat Ende.
    Wenn ich mich recht entsinne, bist Du aus der Versammlung der Zeugen Jehovas ausgeschlossen worden, weil Du Dinge geäußert hast, die nicht der allgemeinen Lehre der Organisation entsprochen haben. Und nun machst Du genau das gleiche und schliesst Dich selbst von Bruderinfo aus, weil Du einem Vortrag nicht folgen möchtest, obwohl Dich dazu niemand aufgefordert hat? Du musst das doch nicht glauben und ja, vielleicht steht in dem Vortrag absolut was falsches, aber kannst nur Du alleine das beurteilen? Sonst keiner hier?
    Du sagst immer, dass man nicht richten soll um nicht selbst gerichtet zu werden, aber wenn Du so einen Kommentar schreibst, machst Du dann nicht genau das wo Du immer sagst wir dürfen das nicht machen? Du hast diesen Vers und auch dass wir nicht über das hinausgehen sollen schon bei vielen Kommentaren, die nicht Deiner Meinung entsprochen haben ebenfalls als Kommentar geantwortet. Aber ist das nicht ein Urteilen? Ein Urteilen über den Glauben und das Verständnis des anderen. Die Worte der Bibel haben sicherlich andere Bedeutungen als wie sie dort stehen, aber kannst nur Du erkennen, ob eine Interpretation richtig ist oder nicht? Wenn Du damit nicht einverstanden bist, dann schreib doch einfach dass das für Dich nicht richtig ist, oder antworte gar nicht. Aber Bruderinfo ist für den offenen Meinungsaustausch und nicht wie mit der WT Knute, wer was anderes sagt bekommt eins drauf. Jesus sagte auch man wird seine Jünger an der Liebe erkennen, die sie untereinander haben. Damit müssen wir uns von solchen Drohgebärden verabschieden. Das ziemt sich für uns nicht, wenn wir Jesus treu nachfolgen möchten.
    Ich kenne noch einen Satz aus meiner Schulzeit. Mein Lehrer sagte,: Die Freiheit eines Menschen hört dort auf wo die Freiheit eines anderen Menschen anfängt.
    Hier noch ein paar Beispiele von Texten, die einer anderen Interpretation bedürfen, als so wie sie in der Bibel stehen:
    Jesus sagt in Mat. 17:20 Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Unglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berge sagen: Werde versetzt von hier dorthin! -und er wird versetzt werden; und nichts wird euch unmöglich sein.
    Ist jemals ein Berg durch Glauben versetzt worden??

    Mat. 19: 24 Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr eingehe, als [daß] ein Reicher in das Reich Gottes [eingehe].
    Ist jemals ein Kamel durch ein Nadelöhr gegangen?

    Das könnte man noch so weiterführen. Aber lass mich nur noch folgendes ergänzen:
    Luk. 3:15 Als aber das Volk in Erwartung war, und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob er nicht etwa der Christus sei,
    Warum waren die Juden in Erwartung, dass der Christus kommen sollte und zwar zur genau der Zeit, an der er tatsächlich gekommen ist? Ist es nicht so, dass man die Ankunft des Messias anhand von Zeiten berechnen konnte und die Juden es offensichtlich auch getan haben. Und wenn Sie es getan haben, warum wurde das nicht in der Bibel verurteilt es zu tun?
    Wenn man also das erste Kommen des Messias berechnen kann, ist es dann nicht vernünftig, dass in der Bibel auch Hinweise für das zweite Kommen stehen? Denn das wäre ja noch wichtiger, weil es hier dann die Zeit des Endes wäre?
    Wovon aber nichts in der Bibel steht, dass ist wann die Stunde des Gerichts kommt. Aber das Kommen des Messias kann man berechnen, das zeigt ja nur, dass dann wieder was wichtiges für die Menscheit passieren wird. Zusätzlich gibt es ja dann noch die Zeichen, die Jesus genannt hat und wenn beides zusammenpasst, dann wird das wohl die Zeit des Endes sein.
    Lieber Matthäus, wir möchten nicht das Du gehst, Du hast sehr viele gute Kommentare und Hintergrundwissen geliefert, die uns in unserem Glauben bestärkt haben, dass wir hier das richtige tun. Aber ich würde mir wirklich wünschen, dass Du nicht immer so impulsiv bist. Denn nur dann ist hier auch ein freier Meinungsaustausch möglich. Ich weiß, dass Du im Grunde eine ehrliche Haut bist und Du es mir auch nicht krumm nimmst, wenn ich jetzt das alles zu Dir geschrieben habe. Du bist nur besorgt das richtige zu tun und das ist auch völlig in Ordnung, nur Du solltest nicht andere immer gleich verurteilen. Denn jedes Ding hat zwei Seiten. Wenn Du nur die eine kennst und der andere Dir was von der zweiten erzählt ist er damit noch lange kein Lügner. Er hat nur eine andere Sichtweise und wenn man drüber spricht, kann man ein Gesamtbild bekommen, so dass jeder beide Seiten kennt. Das würde ich mir wünschen.
    Liebe Grüße Manfred

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Lieber Manfred!

    Danke vorerst für Deinen langen Kommentar! Meine „Überreaktion“ – nein ich nehme es niemand krumm auch dir nicht wenn die Meinungen einmal auseinander gehen. Vielleicht kann ich es damit erklären ohne die Sache zu zerreden. Ich mache einen Unterschied zwischen Aussagen die von Jesus DIREKT angeordnet werden – die Stelle in Apg. 1:6,7 ist so eine direkte Anweisung, oder von einem Gleichnis was einen Erklärungsspielraum zuläßt. Die Jünger fragen nach der Errichtung (Zeitpunkt) des Königreiches – Jesu Antwort: „DAS braucht ihr nicht zu wissen – mein Vater hat dies in seiner Rechtsgewalt.“

    Folglich sind Berechnungen unangebracht – genauso stand es einmal im WT (oben zitiert) – wenn dann ein Bruder dafür einsteht, also das Jahr 1914 (Aufrichtung des Königreiches – nach Zeugen Lehre) nicht akzeptiert, dann ist er ein Abtrünniger. Wenn dann noch bekannt wird das die Grundlage der Berechnung (607 statt 587) falsch ist, also man gar nicht auf 1914 kommen kann weil die Grundlage fehlt, ist hier eine DOPPELTE Verkehrtheit und damit Lüge im Spiel. Wenn ich für die Wahrheit eintrete und Jesus Ermahung ernst nehme – dann bin ich abtrünnig und soll von allen gehaßt werden? Das ist vielleicht der tiefere Grund warum meine Reaktion so ausgefallen ist.

    Abgeshen davon steht in Bezug auf Lüge schon eine klare Aussage in Gottes Wort (Spr.30:6) folglich kommt die Be- oder Verurteilung nicht von mir sondern Gottes Wort bezeichnet Menschen die etwas hinzufügen oder verändern als Lügner. Eine Jahreszahl die NIRGENDS in der Bibel steht die aber von Menschen behauptet wird ist für mich nach 5.Mo 18:20-22 ein schweres Vergehen – das wollte ich klar herausstellen.

    Und mein Aufzeigen von einer falschen Zeitangabe bezog sich lediglich auf die Aussage das um 1914 das Königreich aufgerichtet wurde. Meine Frage war: WO steht das in dem im Zusammenhang erwähnten Bibelvers !?? Ich möchte diese meine Haltung ernst nehmen wenn es auch dazu geführt hat das man mir deswegen die Gemeinschaft entzogen hat. Die Anerkennung Jesu und seine Worte sind mir wichtiger als die sich ständig verändernden Lehransichten bis ins 100% Widersprüchliche (siehe die vielen falschen Zeitangaben oder die Erklärung von der Generation) von der Organisation – siehe 1. Tim. 6:20,21 auch hier werden drastische Folgen beschrieben.

    lg. Matthäus

  • Manfred
    September 9, 2011

    Lieber Matthäus,
    Ich bin froh, das Du mir nicht böse bist. Ich wusste zwar dass Du damals wegen einer anderen Ansicht zur WTG Lehre ausgeschlossen wurdest, aber nicht dass es genau wegen 1914 war. Dass dann bei Dir die Emotionen hochkochen ist nur allzu verständlich. Du hast somit immer Dein Augenmerk darauf, dass nichts in die Bibel hineingelesen wird und das ist auch gut so.
    Nur der Ton mit dem Du Deinen Standpunkt vertrittst ist mitunter etwas rauer. Aber wir sind wie die Glieder eines Leibes und jeder hat andere Fähigkeiten oder Prioritäten, die er hier auf Bruderinfo mit einbringt. Ich für meinen Teil würde es gern sehen, wenn wir alle hier, die wir Kommentare geben einen freundlichen Ton an den Tag legen würden. Wie unser Vorbild Jesus, er wurde beschimpft, gab aber nicht schimpfend zurück.
    In der Regel werden wir hier ja auch gar nicht beschimpft und so können wir doch einfach freundlich aber bestimmt unseren Standpunkt darlegen.
    Soll ich Dir was verraten, ich habe mir nie was aus der Zeitrechnung gemacht, weder von der Organisation noch von sonst wem. Vielleicht liegt mir Mathe nicht oder ich war nur zu faul mir das zu erarbeiten, doch trotzdem gibt es in der Bibel Zeitangaben mit denen man was berechnen kann, denken wir nur an Jesus erstes Kommen.
    Was ich aber an dem Vortrag gut fand ist, dass der Autor mir die Bestätigung anhand der Schriften gegeben hat, die zu grossen Teil mit meinem Verständnis über dieses Gleichnis unabhängig von einer Zeitrechnung übereinstimmt. Dazu möchte ich dann auch nochmal einen Kommentar schreiben, muss das aber noch aufbereiten.

    Also lieber Matthäus, schwamm drüber und auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
    Ganz herzliche Grüße Dein Br. Manfred

  • Matthäus
    September 9, 2011

    Danke für Deine netten Worte!

    lg. Matthäus

  • Jurek
    September 9, 2011

    >>Die Zeit um das Jahr 606 v.u.Z war nicht die Zerstörung Jerusalems wie es die Organisation gelehrt hat, denn diese war erst 19 Jahre später.<<

    Die WTO hat vor sehr langer Zeit gelehrt, dass Jerusalem im Jahr 606 v.u.Z. zerstört wurde.
    Nun, seit inzw. Generationen lehrt sie, dass Jerusalem im Jahr 607 v.u.Z. zerstört wurde.
    Abgesehen von vereinzelten Artikeln in den Zeitschriften zu dem Thema, gab es meines Wissens nach wirklich nur bis jetzt 2 „Meilensteine“ in der Auseinandersetzung mit dem Thema, wann Jerusalem durch Nebukadnezar II. zerstört wurde, unbeachtet dessen, was einst inzw. der verstorbene „Abtrünniger“ Raymond Franz mal in „Hilfe zum Verständnis der Bibel“ schrieb, was zum großen Teil im Einsichtenbuch Bd.1 (oder Ansichtenbuch?) übernommen wurde.

    In dem Büchlein „Dein Königreich komme“ im Anhang zu dem Kapitel 14 wurde eingehend noch darauf eingegangen, wie nun in (möchte ich meinen) historischem Zeiteiligen Artikel in den Wachttürmen von 1. Oktober und 1. November 2011.

    Das ist alles deswegen (nur?) für die Organisation so wichtig, weil damit soll das Jahr 1914 gestützt werden. Wird es aber biblisch und geschichtlich wirklich gestützt?
    Warum kann man dann nicht spekulativer Weise auch den 11. Sept. hernehmen, für den ich mir auch das Jahr ersparen kann, weil das eben Weltbedeutender Abschnitt der Geschichte ist, den auch normalerweise jedes Kind kennt?

    Als interessierter Leser, finde ich es sonderbar zunächst in dem Wachtturm vom 1. Okt. 11, S. 26 die Aussage, dass zu dem Thema „diese Frage stellte einer unserer Leser“.
    Ist diese Frage wirklich so total nebensächlich, dass seit etlichen Jahrzehnten des Schweigens zu dem Thema darauf genauer einzugehen, was auch die weltlichen Quellen dazu meinen, das absolut niemanden bis jetzt interessierte, dass nun jetzt endlich ein Leser diese Frage nun auch mal (neben anderen oft nebensächlichen) gestellt hat? (Ich kenne andere Fakten).
    Was ich aber in dem Artikel als möglichst objektiver Leser vermisse, dass abgesehen davon, dass es wohl zum ersten Mal in der Geschichte (?) da erwähnt wird, dass in vielen Übersetzungen in Jer. 29:10 statt „in“ auch „für“ übersetzen, wird darauf auch nicht weiter wirklich eingegangen, sondern die NWÜ zitiert und als gegeben angesehen.
    Ich frage also: Wo steht es in der Bibel – man möge mir bitte das (endlich mal) zeigen – dass die Juden 70 Jahre IN Babylon (im Exil) verbrachten, da Jerusalem mit Tempel zerstört war? Wo steht das in der Bibel?
    Ich kann jedenfalls aus dem Artikel das nicht so deutlich herauslesen, was wirklich in diesem Zusammenhang mit den 70 Jahren auf sich hat.
    Könnte mir bitte jemand von euch mir das aus der Bibel zeigen?

    Vielen herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße!
    Jurek

  • Jurek
    September 9, 2011

    Hallo!

    Ob die Bibel wirklich solche rechnerischen Verbindungen zu -606 ->1874/1914/1919 macht, schein mir zu spekulativ! …
    Ich persönlich teile nicht diese Ansicht.

    1914 ist (auch unabhängig der WTG) m. E. eine der Zeichen der Zeit, aber kein Zeichen des Beginns der unsichtbaren Gegenwart JESU.

    Gruß – Jurek

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