28 Comments
  • Sascha
    Februar 3, 2012

    Lieber Bruder B.,

    die Sichtweise, wie du an dieses „Gleichnis“ herangehst, ist überaus interessant. Für mich waren recht viele Aspekte dabei, die ich in dieser Form noch nie durchdacht oder gehört habe. Aber deine Gedanken sind sehr schlüssig und passen für mich zu anderen Passagen der Bibel. Einen Satz von dir kann ich aber auch schon durch mein eigenes Studium der Bibel voll und ganz bestätigen:

    Zitat: Von alters her kennt man das Wort Personifizierung durch die Politik, als eine Hure in Gemeinschaft mit den Religionen als siamesische Zwillinge. Nimmt man die Kultur und Wissenschaft zur Theologie noch hinzu, dann ergibt sich die nach Offbg. 17: 5 genannte “Hure Babylon”, durch welche die gesamte Menschheit von der Wiege bis ins Grab beherrscht wird. Zitat Ende

    Du schreibst hier im Prinzip, dass ALLE Dinge, die an die Stelle Jehovas und Jesu treten, als Götzendienst und übertragen als Hurerei angesehen werden können. Das erweitert den Gedanken, dass Babylon mehr als „nur“ das „Weltreich der falschen Religion“ ist.

    Denn es ist egal, was jemand in seinem Leben zur „Religion“ gemacht hat. Am Ende gibt es nur die Braut Jesu und die Hure Babylon, und in einer dieser Beschreibungen, wird sich jeder von uns wiederfinden. Man braucht Babylon die Große also nicht nur auf die „religiösen“ Menschen im eigentlichen Sinn übertragen, sondern auf alle Menschen, die in irgendeiner Form Götzendienst darbringen. Weil Babylon für die Menschen steht, die das Kennzeichen des wilden Tieres annehmen.

    Du hast auch noch Dinge angesprochen, z.B. der Gedanke mit Hiob und der Anzahl seiner Kinder. Mich begeistert die Prophetie genau aus diesem Grund. Durch die vielen wiederkehrenden Schlüsselwörter und Zahlen, können wir nach und nach Zusammenhänge besser erkennen. Dein Vortrag war wieder ein Anreiz, weiter nach diesen Zusammenhängen zu forschen.

    Schöne Grüße und vielen Dank

    Sascha

  • Anna
    Februar 3, 2012

    Lieber Bruder B, liebe Brüder und Schwestern,

    vielen Dank für die Aufbereitung des Gleichnisses Kamel und Reicher und Lazarus. Erst kürzlich habe ich mir gedacht, wäre schön, wenn ich das verstehen könnte. Und schon ist der Artikel da 🙂

    Im Paradiesbuch welches ich seinerzeit ca. 1993 im Heimbibelstudium durchgenommen habe gibt es ja über den Lazarus und den Reichen eine Abhandlung. Verstanden habe ich das nie. So aber geht es mir wie Shannon, ich versteh’s :-). Dir Manfred auch danke für den Kommentar von gestern an Svenja. Ich habe mir diesen ausgedruckt und lese ihn heute abend.

    Liebe Grüße aus dem Schneesturm ganz herzlich und bleibt oder werdet wieder gesund

    Anna

  • Shannon
    Februar 3, 2012

    Danke für die Abhandlung dieses Gleichnisses. Ich habe viel gelernt und freue mich, dass ich, im Gegensatz zu den beiden vorherigen, dieses sofort verstanden habe.

    Ich wünsche mir, dass alle geschlagenen und ausgeschlossenen Brüder und Schwestern das lesen, den es ist ein Trost für all diejenigen, die da draußen in der Bedrängnis ausharren und sich alleine gelassen fühlen.

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Danke Bruder B für die sehr gute Erklärung der Worte Jesu.

    Ich kann alles nachvollziehen und habe mal wieder viel dabei gelernt. z.B. nur das Wort in statt auf dem Schoße Abrahams, das hatte ich bisher auch überlesen.
    Es macht einfach Spass sich mit dem Thema Prophetie zu befassen. Leider haben viele unserer Brüder nie den Schlüssel der Erkenntnis erhalten, weil die Organisation diesen weggenommen hat, so dass sie Deine Gedanken nicht verstehen werden. Sie nehmen die Bibel wörtlich und schmälern dadurch die Unendlichkeit Jehovas der nicht nur ein Geschichtenbuch inspiriert hat.

    An den prophetischen Äußerungen wie Du sie dargelegt hast erkennen wir dass wir in der Zeit der 2. Gegenwart Jesu leben und auch dass das Volk Jehovas heute in der Hauptsache die Zeugen Jehovas sein müssen, auch wenn sie durch die Handlanger des Gottes dieser Welt ausgeschlossen oder rausgeekelt wurden.

    Vor Jesus und seinem Vater gelten Ausschlüsse glücklicherweise nicht und er wird diesen Brüdern und Schwestern den Lohn des Lebens geben.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Ihr Lieben!

    Es ist zwar schon spät und eigentlich liege ich krank im Bett, aber ich muss doch noch einen Kommentar zu diesem neuen Artikel schreiben. Ich kann mich den Ausführungen leider gar nicht anschließen. Aus einem ganz einfachen Grund. Ich denke, der Text über den Reichen und das Kamel wurde nicht im Kontext betrachtet, weswegen die Pointe des Ganzen fehlt!

    Der Text im Kontext aus Markus und aus der Elberfelder:
    21 Jesus aber blickte ihn an, liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir; gehe hin, verkaufe, was irgend du hast, und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach, [das Kreuz aufnehmend].
    22 Er aber ging, betrübt über das Wort, traurig hinweg, denn er hatte viele Güter.
    23 Und Jesus blickte umher und spricht zu seinen Jüngern: Wie schwerlich werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes eingehen!
    24 Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Jesus aber antwortete wiederum und spricht zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es, daß die, welche auf Güter vertrauen, in das Reich Gottes eingehen!
    25 Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Öhr der Nadel gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe.
    26 Sie aber waren über die Maßen erstaunt und sprachen zueinander: Und wer kann dann errettet werden?
    27 Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich.

    Wichtiges, das nicht berücksichtigt wurde:
    1. Jesus LIEBTE den Reichen. Trotz allem! Er ist NICHT verloren! Über seinen Ausgang wird nichts gesagt!
    2. Jesus betont, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht usw. Die Jünger fragen entsetzt, wer DANN noch gerettet werden kann, wenn das so ist. Daraufhin sagt Jesus, dass bei Gott ALLE Dinge möglich sind. AUCH, DASS EIN REICHER INS HIMMELREICH KOMMT.

    Die Pointe des Textes ist m.E. nach:
    Bei Menschen ist es unmöglich, dass ÜBERHAUPT JEMAND ins Himmelreich kommt. ALLEIN GOTT hat das möglich gemacht. Niemand kann es sich verdienen, wir sind ALLE auf die Gnade angewiesen!!!
    Das finde ich allerdings sehr tröstlich und ermutigend!!!

    Schlaft gut und ein schönes Wochenende!
    Svenja

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja

    Richtig, Jesus liebte den Reichen!
    Der Reiche, der nach dem Vortrag und auch meinem Verständnis die Organisation vorschattet wird auch in unserer Zeit von Jesus geliebt. Jesus und Jehova wollen dass alle umkehren und nur ihnen dienen. Aber der Reiche möchte das gar nicht, er möchte nicht seinen Besitz verkaufen und Jesus dienen.

    Trotzdem liebt er den Reichen. Das ganze Scenario wurde durch die Geschichte des David und des Absalom vorgeschattet. David schattet den Jesus voraus und Absalom die Organisation. Ich glaube die Geschichte steht in 2. Samuel 15 16 17 (um diese Kapitel herum).
    Wenn man die Geschichte des David und Absalom liest, dann weiß man dass Absalom brutal gegen David gekämpft hat, er hat sogar mit den Nebenfrauen des David öffentlich Verkehr gehabt. Er wollte Davod seinen Vater töten. Am Ende starb Absalom weil Jehova dem David geholfen hat, aber David hat sich nicht gefreut, sondern er hat getrauert und geweint. Warum? Weil er ihn liebte,

    Auf Heute übertragen passiert exakt dasselbe, die Organisation hat dem Jesus alles weggenommen und würde ihn am liebsten töten wenn es möglich wäre. Denn sie hat die gesamte Macht an sich gerissen und nur wenige halten treu zu Jesus. Am Ende wird die Organisation sterben aber Jesus wird sich dann nicht freuen, sondern er wird wie David trauern. Denn Jesus möchte dass alle zu ihm umkehren, wenn sie das nicht tun ist er traurig darüber.

    Ich kann nur immer wieder betonen, dass es nicht möglich ist die Offenbarung, die Propheten, Psalmen und Gleichnisse zu verstehen, wenn man nicht alles was in der Bibel steht berücksichtigt. Besonders die Geschichten des Alten Testamentes müssen unbedingt berücksichtigt werden um zu einem richtigen Ergebnis zu kommen.
    Ein Gleichnis, oder Offenbarung abgetrennt von der kompletten Bibel lesen und meinen man hat es verstanden, das hat mit „dem Schlüssel der Erkenntnis“ nichts zu tun, das kann jeder der lesen kann auch.

    Gute Besserung
    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Alois,

    danke für die Genesungswünsche, es wird langsam besser.

    Ich kann dir allerdings nicht zustimmen. Was mit dem Reichen in der Geschichte passiert, ist völlig offen. Es wird weder gesagt, dass er seine Habe verkauft noch dass er es nicht tut. Es wird deutlich, dass er die Worte Jesu überdenkt. Und, worauf du gar nicht eingegangen bist: Ich hab den Vortrag so verstanden, als wäre der Reiche dann derjenige, der bei Jesu Wiederkunft schließlich bestraft wird für seine Taten. Die Geschichte will aber sagen, dass sogar ein Reicher ins Himmelreich kommen kann. GENAU SO wie jeder andere auch. Weder leichter noch schwerer, denn bei Gott sind ALLE DINGE MÖGLICH.
    Wir dürfen uns nichts einbilden. Gnade ist ein Geschenk für jeden. Wir sind nicht besser als der Reiche in der Geschichte. Wir haben Gnade genau so sehr oder wenig verdient wie der Reiche. Wir sind alle gleich vor Gott.

    Einen guten Start in die hoffentlich entspannte Woche morgen!
    Svenja

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei.
    Natürlich können auch Reiche die Gnade Gottes erhalten, da ist auch nach meiner Ansicht kein Unterschied zwischen armen Menschen und reichen Menschen. Auf den Glauben und die Gnade kommt es an.

    Ich stimme Deiner Ansicht von der Seite wie Du das siehst voll zu. Jesus verlangt auch nicht von uns, dass wir unseren Besitz verkaufen um arm zu sein.

    Was Jesus sagte, hat zusätzlich noch eine prophetische Bedeutung. Über diese prophetische Bedeutung schreibt der Vortrag, denn wir sind hier auf der Prophetie Seite. In der prophetischen Bedeutung ist nach dem Autor seiner Ansicht, der „Reiche“ die Organisation und der „Arme“ Jesus selbst. Dieser „Reiche“ kann auch gerettet werden, wenn er die ganzen Güter die er angehäuft haben verkaufen und Jesus als den Retter anerkennen würde. Das wird die Organisation aber nicht tun, wie die Geschichte David und Absalom zeigt. Dass Jesus auch den „Reichen“ liebt ist nicht verwunderlich, denn Jesus liebr alle Menschen und möchte dass alle zum Glauben kommen. Aber die meisten Menschen wollen ihn gar nicht.

    Das Ende wird wie bei Absalom der plötzliche Tod sein.

    Im Übrigen erwarte ich auch nicht dass Du meiner Meinung bist, denn Du siehst die Bibel mehr von der theologischen Seite und ich von der prophetischen. Beide Seiten sind nachdenkenswert, aber je nach der Gnadengabe die jeder erhalten hat, haben wir verschiedene Blickwinkel. Ein Widerspruch entsteht nur wenn man den anderen Blickwinkel außer acht lässt oder keinen „Draht“ dazu hat.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Hallo Alois,

    also reden wir quasi von zwei Dingen? Einmal von der real geschehenen Geschichte und die Bedeutung davon für uns heute und von einer prophetischen Auslegung dessen? Nur, damit ich wirklich nicht an dir vorbei rede, wie ich es offensichtlich vorher getan habe.
    Wie kann man darauf kommen, dass das Ganze noch eine prophetische Dimension hat? Wo steht sowas? Und komm bitte nicht mit dem prophetischen Schlüssel, den man haben kann oder nicht, denn das ist ein Totschlagargument. Ich könnte ja genau so gut sagen, dass man nur den Schlüssel hat, wenn man es anders versteht. Du verstehst das Problem daran?
    Mein Problem ist, dass diese prophetische Deutung sehr arg mit der von mir genannten Pointe auseinander klafft. Die beiden Deutungen haben gar nichts mehr miteinander zu tun, weil der Reiche sehr unterschiedliche Positionen einnimmt. Einmal soll er uns sagen, dass JEDER gerettet werden kann und das andere Mal steht er für jemanden, der nicht gerettet wird, also für das genaue Gegenteil. Ich frage mich, wie das sein kann.

    Im Übrigen was ist bitte eine theologische Seite der Bibel? 😉 Davon hab ich noch nie gehört und habe demnach diese Einstellung auch nicht. Das unterstellt mir sonst, ich würde die Bibel einseitig betrachten und ich finde nicht, dass ich diesen Vorwurf verdient habe! Auch wenn du das vielleicht anders siehst. Aber es entzieht einer Diskussion die Basis. Als könne ich es eh nicht verstehen, da ich nur die „theologische Seite“ betrachte. So macht eine Diskussion wenig Sinn. Ich finde, wir sollten alle Diskussionspartner als gleichwertig betrachten mit denselben Voraussetzungen, was das Verstehen betrifft.

    Viele Grüße aus der Kälte!
    Svenja

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Hallo Svenja

    Ich habe Zweifel ob es was bringt Dir jetzt ein paar Dutzend Bibelstellen vorzulegen, welche beweisen dass die Bibel ein prophetisches Buch ist. Im Vorwort der BI-Prophetie Seite ist ein Beispiel genannt wie Prophetie funktioniert.

    Ein deutlicher Vers steht in Amos 4:
    6. Oder wird die Posaune in der Stadt geblasen, und das Volk sollte nicht erschrecken? Oder geschieht ein Unglück in der Stadt, und Jehova hätte es nicht bewirkt?
    7. Denn der Herr, Jehova, tut nichts, es sei denn, daß er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart habe. –

    Somit steht alles was von Jehova kommt auch schon in der Bibel. Da aber diejenigen welche die Bibel nur als Geschichtenbuch, schöne Psalmen und Gleichnisse Buch verstehen, um das mal überspitzt zu schreiben, die erkennen gar nicht, dass in jeder Geschichte, jedem Psalm, jeder Prophetie, jedem Gleichnis und in Offenbarung sowieso die Zukunft beschrieben wurde.

    Beispiele:

    1. Petrus 1 (besonders Ver 11)
    10. über welche Errettung Propheten nachsuchten und nachforschten, die von der Gnade gegen euch geweissagt haben,
    11. forschend, auf welche oder welcherlei Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er von den Leiden, die auf Christum kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugte;
    12. welchen es geoffenbart wurde, daß sie nicht für sich selbst, sondern für euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verkündigt worden sind durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.

    Der Vers 11 ist eindeutig, „auf welche oder welcherlei Zeit der Geist Christi, ….., hindeutete“. Es ist sogar von „hindeuten“ die Rede, das bedeutet für mich, es ist nur so eine Ahnung was ich oder andere mit den Zeiten glauben.

    Dan. 9
    2. im ersten Jahre seiner Regierung merkte ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, betreffs welcher das Wort Jehovas zu dem Propheten Jeremia geschehen war, daß nämlich siebzig Jahre für die Verwüstung Jerusalems vollendet werden sollten.

    1. Kor. 2 (besonders Vers 10)
    9. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“;
    10. uns aber hat Gott es geoffenbart durch [seinen] Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
    11. Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes.

    1. Korinther 10
    1. Denn ich will nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, daß unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind,
    2. und alle auf Moses getauft wurden in der Wolke und in dem Meere,
    3. und alle dieselbe geistliche Speise aßen,
    4. und alle denselben geistlichen Trank tranken; denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete.
    5. (Der Fels aber war der Christus.) An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden.
    6. Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns {W. von uns} geschehen, {O. sind Vorbilder von uns geworden} daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten.
    7. Werdet auch nicht Götzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sie standen auf, zu spielen.“
    8. Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, gleichwie etliche von ihnen Hurerei trieben, und es fielen an einem Tage dreiundzwanzigtausend.
    9. Laßt uns auch den Christus nicht versuchen, gleichwie etliche von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.
    10. Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden.
    11. Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zu unserer Ermahnung, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist.

    Den Vers 11 sollte man mehrmals lesen, denn da ist sogar vom Ende der Zeitalter die Rede für welche die Geschichte der 40-jährigen Wüstenwanderung geschrieben wurde!

    Grüße
    Alois

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Alois,

    danke für deine Antwort. Erst jetzt geht es mir langsam wieder besser, dass ich mich darauf konzentrieren kann. Man verzeihe mir daher auch eventuelle Missverständnisse meinerseits!

    Ich frage mich allerdings weiterhin, wie ein und dieselbe Geschichte zwei derart gegensätzliche Bedeutungen haben sollte und erwartet wird, dass jeder das verstehen kann. Das halte ich für sehr weit hergeholt.

    Ebenso erkenne ich aus keiner der von dir genannten Bibelstellen, dass Texte, die keine prophetische Rede sind, eine prophetische Bedeutung haben sollen. Jesus sagte zum Beispiel an keiner Stelle, dass alle seine Worte und Gleichnisse noch eine weitere Bedeutung haben und das finde ich schon auffällig.
    Zum zweiten ist damit der Willkür Tür und Tor geöffnet. Ich suche also in der Bibel nach parallelen Worten, wie z.B. „Reicher“ und sammle mir alle Stellen zusammen, wo ein Reicher erwähnt wird (oder das noch nicht mal vorkommt, wie als du David und Absalom erwähnt hast). Wenn das geschehen ist, baue ich mir eine Bedeutung, die auf die ZJ anzuwenden ist. Soweit kann das in sich durchaus einen Sinn ergeben, aber wie sollte jemand darauf kommen, der die ZJ nicht kennt? Wie sollte so jemand die Botschaften verstehen? Nenn mir einen Menschen da draußen, der nie ZJ war und der die Geschichte vom Reichen liest und sich denkt „ach, das passt ja genau auf die ZJ“.
    Es erscheint mir ungerecht, dass nicht alle Menschen die gleichen Voraussetzungen haben, wenn sie die Bibel lesen. Ich glaube, Gott will ALLE Menschen erreichen und nicht nur die, die Ahnung von den ZJ haben, denkst du das nicht auch?
    Außerdem ist das wiederum kein Bibellesen ohne, dass ich das Ziel schon kenne. Man geht schon von vornherein mit der Einstellung heran, dass die Texte auf die ZJ passen und siehe da, dann erscheint es auch so. Weil man es vorher schon erwartet hat. Jemand, der nicht mit dieser Erwartung heran geht, kann dem ganzen seltsamerweise nicht folgen.

    Damit will ich nicht sagen, dass man den Propheten keine Beachtung schenken soll, ganz und gar nicht. Das halte ich für sinnvoll und schön und ich selbst habe ja gerade die Offenbarung betrachtet, aber man muss aufpassen, dass man nicht Dinge miteinander verknüpft, die nicht zusammengehören. Theoretisch kann man mit der Bibel erstaunlich viele Dinge erklären und behaupten, das macht es aber nicht wahrer. Es gibt für solche Fälle zig Beispiele.

    Was ich möchte, ist einfach nur zur Vorsicht anzuhalten, sich nicht einfach etwas zusammen zu basteln.

    Liebe Grüße
    Svenja

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja

    Da unsere Ansichten grundverschieden sind, werden wir nie auf einen Nenner kommen. Ich und auch viele andere Brüder und Schwestern lesen die Bibel etwas anders als Du und ebenfalls viele andere Brüder und Schwestern lesen sie wie Du. Das respektiere ich und urteile auch nicht was richtig oder falsch ist. Für mich zählt nur was für mich richtig ist und ich weiß dass ich mit meiner Ansicht nicht alleine dastehe.

    Das ist nicht weiter schlimm, denn jeder ist für sich selbst verantwortlich und jeder hat das Recht die Dinge so zu sehen wie er sie als plausibel ansieht. Was sich am Ende als wahr herausstellt, das weiß nur unser Vater und sein Sohn, außer wir erleben das noch.

    Weitere Diskussionen ob die Bibel prophetisch zu sehen ist oder nicht, sind überflüssig. Meine Kommentare sollen zum Nachdenken anregen, aber keinesfalls möchte ich ein Dogma aufstellen das Andere zu glauben haben. Denn was ich glaube kann falsch sein, sicherlich ist auch das eine oder andere falsch, wenn ich etwas falsches enddecke, dann korrigiere ich mich.

    Bevor ich diesen Vortrag unseres Bruders B gelesen habe, war ich mir sicher dass der Reiche die Organisation ist. Über den Lazarus hatte ich mir davor keine so großen Gedanken gemacht, aber mir leuchtete sofort ein, dass Lazarus den Jesus versinnbildlicht. Es ist nach meinem Verständnis offenkundig, nach Deinem nicht. Denn schon in älteren Kommentaren von mir kannst Du meine Ansicht über den Reichen oder den Absalom finden.

    Es würde in Streit ausarten hier weiter zu diskutieren. Das möchte ich nicht. Ich hoffe Du hast Verständnis dafür.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Alois,

    schade, dass du keine Antworten auf meine Fragen geben kannst. Natürlich steht es dir frei, das zu glauben, was du möchtest. Es muss sich ja auch niemand irgendeiner Meinung anschließen, weder deiner noch meiner. Aber sobald man keine Antworten hat, werde ich doch ein wenig skeptisch. Dann besteht für mich kein Grund, eine Sichtweise anzunehmen.

    Liebe Grüße!
    Svenja

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Hallo Liebe Svenja,
    ich hoffe Du bist nun wieder gesund? Das Wetter macht es einem ja wirklich nicht leicht. Ich habe Euren Chat hier die letzten Tage mitverfolgt und möchte mich auch mit einbringen.

    Das Problem ist wenn man über biblische Ansichten diskutiert, dass man in der Regel nicht genau beweisen kann, ob die eine Ansicht richtig ist und das gleiche gilt für die andere. Vieles was wir in der Bibel lesen hat mit Glauben zu tun. Wenn wir alles 100 prozentig wüssten, müssten wir es nicht mehr glauben. Nehmen wir als Beispiel Jesus Christus. Keiner von uns der heute lebt, hat ihn gesehen oder kennt jemanden, der mit ihm gesprochen hat. Wir können uns nur auf das stützen, was wir in der Bibel lesen und da fängt es schon wieder an, wer hat die Bibel geschrieben, wer hat sie abgeschrieben, wer hat sie übersetzt usw. Wir glauben alle, dass Jehova in der Lage ist, seine Bibel über die Jahrhunderte zu erhalten, doch wissen wir wirklich ob die Übersetzungen heute das widergeben, was damals wirklich aufgeschrieben wurde? Nein, wir glauben das.

    Ich gehöre auch zu denjenigen, die glauben dass es Jehova erst mal nur um sein Volk geht. Damals waren es die Israeliten und heute glaube ich, sind es die Zeugen Jehovas. Heißt dass aber, dass sie automatisch bessere Menschen sind? Nein, denn wenn es so wäre würde das Gericht nicht im Hause Gottes anfangen.
    1.Petr. 4:17-19
    17 Denn es ist die bestimmte Zeit, daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? 18 „Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?“ 19 So mögen denn auch die, die gemäß dem Willen Gottes leiden, weiterhin ihre Seelen, während sie Gutes tun, einem treuen Schöpfer anbefehlen

    Dieses Haus Gottes muss es ja nun mal geben, sonst wäre dieser Bibeltext falsch. Natürlich kann man darüber streiten, ob das die ZJ, die Katholiken oder ev. usw. sind. Aber lesen wir dazu noch folgenden Text:

    Apg. 15:14-17
    14 Sịmeon hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen. 15 Und damit stimmen die Worte der PROPHETEN überein, so wie geschrieben steht: 16 ‚Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Hütte Davids, die verfallen ist, wieder aufbauen; und ich werde ihre Trümmer wieder aufbauen und sie wieder aufrichten, 17 damit die, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen, spricht Jehova, der diese Dinge tut,

    Nur, das sind alles nur Hinweise, ob es tatsächlich die heutigen ZJ betrifft, ja das glaube ich, kann ich es aber 100 prozentig beweisen? Nein. Doch ich brauche es mir nicht zu beweisen, weil ich es so glaube und Brd. Alois eben so.

    Doch Du hast geschrieben, dass Du immer wachsam wirst, wenn jemand keine Antworten hat. Deine Fragen und Zweifel ob das was Brd. Alois Dir bisher geschrieben hat richtig oder falsch ist, diese sind durchaus berechtigt. Doch ihm vorzuwerfen, dass er keine Antwort hat, das ist nicht fair, denn er kann Sie Dir nicht geben, genausowenige wie Du ihm Deine Überzeugung beweisen kannst. Keiner kann die Bibel umfassend verstehen um wirklich alles bis ins letzte erklären zu können. Und genau das verlangt Jehova von uns auch nicht. Deswegen heißt es ja, wer Glauben an seinen Sohn Jesus Christus ausübt, der wird gerettet werden und nicht wer bis ins Letzte die Bibel erklären kann.

    Deshalb glaube ich auch, dass Jehova an die Menschen von den Nationen gedacht hat. Wenn das Gericht im Hause Gottes anfängt, ist das ja erstmal nicht so positiv für sein Volk. Wer weiß ob nicht viele Menschen von den Nationen aufgrund dessen sich noch zu Gott bekehren, weil sie das ja auch erkennen werden. Vielleicht kommt so die Gnade Gottes zum Ausdruck. Die die es wissen müssten, werden aufgrund ihres trotzdem falschen Handelns gerichtet und andere die sich bisher um nichts gekümmert haben, merken auf und bereuen. Kann das so sein? Ich weiß es nicht, ich glaube auch nicht unbedingt dass das jetzt realistisch war was ich geschrieben habe, aber ich weiß dass Jehova mit Sicherheit alles für jeden Menschen gut abgewägt hat und wer wirklich glaubt, der wird auch gerettet werden. Da bin ich mir sicher.

    Doch wenn Du Beweise möchtest liebe Svenja, dann müsstest Du eigentlich unseren Schöpfer fragen und nicht Alois oder irgend jemand anderen. Denn wir alle glauben nur, weil wir eben nichts wissen, außer dem was wir vielleicht aus der Bibel erkennen durften.
    Sieh das bitte nicht als einen Vorwurf, denn ich mag Deine nachdrückliche Art, dass Du Dir nicht gleich ein X für ein U vormachen lässt. Du hast mir auch schon viele Gedankenanstöße gegeben, die mich in meinem Glauben voran gebracht haben und dafür wollte ich Dir auch mal danke sagen und vielleicht kannst Du meinen Kommentar richtig einordnen und gewinnst auch etwas daraus. Ich würde mich freuen.

    Weiterhin gute Besserung und ganz liebe Grüße
    Manfred

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Manfred,

    so langsam bin ich endlich auskuriert. Wurde ja auch Zeit 😉

    Danke für deine Antwort. Ich glaube, ihr habt mein Anliegen missverstanden. Selbstverständlich erwarte ich keine Beweise für irgendetwas. Klar, die kann keiner bringen. Aber ARGUMENTE können gebracht werden. Und man darf Fragen stellen. Wenn die Fragen nicht einigermaßen plausibel beantwortet werden können, DANN macht mich das skeptisch. Nicht, wenn der Beweis fehlt, du meine Güte. 🙂
    Ich darf es mir schließlich nicht so einfach machen und sagen „ja, das musst du halt glauben, das ist so“. Das hatten wir alle ja lange genug, denk ich, das braucht keiner mehr von uns. Wenn es also darum geht, einfach zu glauben, dass bestimmte Dinge nur auf die ZJ anwendbar sind und es aber berechtigte Fragen daran gibt, die zweifeln lassen und ich keine Antworten darauf höre, dann sehe ich keinen Grund, daran zu glauben.
    Noch immer halte ich es für undenkbar, dass die Bibel nur einem gewissen Personenkreis zugänglich sein soll vom Verständnis her. Die Dinge, über die wir hier gerade reden, kann keiner verstehen, der noch nie ZJ war und sich mit den Strukturen nicht auskennt. Das bedeutet, für den Großteil der Menschen wäre die Bibel ein „Buch mit sieben Siegeln“, wie man so schön sagt. Selbst wenn sie darin lesen, können sie diese Deutungen niemals erfahren. Man kann demnach gar nicht zum Volk Gottes gehören oder Teil davon werden, ohne ZJ zu werden und dann wieder auszusteigen. Eine Absurdität sondergleichen!
    Meine Frage lautete also, wie das sein kann, wo die Botschaft doch für ALLE Menschen ist. Und die Botschaft doch eine so EINFACHE ist. Darauf konnte mir bisher niemand eine Antwort geben. Nicht nur zu diesem Thema nicht, sondern auch generell. Das lässt mich stutzig werden und mir die Frage stellen, ob man sich nicht in etwas verrennt.
    Und es ist immer noch inkonsequent zu sagen, die ZJ seien das Volk Gottes, aber theoretisch können auch andere dazu gehören. Man weiß ja nie. Entweder es sind die ZJ oder sie sind es eben nicht. Dieses halbe erscheint mir unlogisch. Wenn man aber denkt, NUR die ZJ sind es, dann tut man vielen Menschen Unrecht. Zu sagen, vielleicht werden ja „trotzdem“ noch andere außer ZJ errettet, ist ja schon fast vermessen. Was bedeutet denn „trotzdem“? Dass sie „trotzdem“ sie an Jesus glauben, errettet werden? JEDER, der an Jesus glaubt und in ihm ist, IST schon errettet. Da ist die Bibel sehr deutlich!

    Ob die Bibel prophetisch zu deuten ist oder nicht, habt ihr mich, glaub ich, auch missverstanden. Ich meine nicht, dass NICHTS auf heute übertragen werden kann. Man muss sich nur davor hüten, ALLES irgendwie umzudeuten (vor allem, wenn die prophetische Deutung so dermaßen vom Rest abweicht). Davor wollte ich nur warnen. Damit man nicht Gefahr läuft, das wichtige inmitten der Details zu verlieren.

    So, ich hoffe, ich hab nicht wieder hoffnungslos zu viel geschrieben. Wenn ja, tut es mir leid!
    Verschneite Grüße!
    Svenja

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja,

    schön zu hören, dass es Dir wieder gut geht.
    Ok, auch wenn Du nicht die Beweise möchtest, sondern nur die Argumente ist das sehr schwierig. Ich möchte das mal mit einem Beispiel erklären, dass ist mir als Jugendlicher passiert. Vor der Berufsschule ist an einem schönen Sommertag ein perlmuttweiß lackierter BMW 3.0 CSI vorbeigefahren. Das ist so ein richtig schöner Effektlack, den man eigentlich nicht so häufig sieht, da er sehr teuer ist. Das Auto und der Lack harmonierten super zusammen und es war somit ein richtiger Hingucker. Ich sah das Auto schon von weitem auf mich zufahren und während der ganzen Zeit, veränderte sich der Farbton des Lackes. Mal war er grün, blau, lila, weiß usw. je nachdem wie die Sonnenstrahlen auf den Lack trafen und welchen Winkel das Fahrzeug zu meinem Standort einnahm.
    Auf der Seite des Autos auf die keine Sonnenstrahlen auftrafen, war der Farbton einfach nur weiß. Die Farbschattierungen entstanden nur durch die Sonne und den entsprechenden Winkel, wie man auf das Auto schaute.

    Jetzt stell Dir vor, eine Gruppe von 10 Personen hätte rund um das Auto gestanden und jeder hätte seine Sichtweise dargelegt. Für den einen wäre das Fahrzeug grün, blau, türkis, weiß, lila usw. Eben je nach seinem persönlichen Standort und ob er die Seite des Fahrzeugs gesehen hat, die von der Sonne angestrahlt wurde. Wenn die sich nun unterhalten, dann sagt der eine: Habt Ihr den schönen grünen BMW gesehen? Der andere. Du meinst doch den CSI, der war doch blau und die anderen: Nein, lila. Nein, weiß. Nein, türkis usw. Jeder würde seine Sichtweise vehement verteidigen, da er ja den anderen Standpunkt nicht nachvollziehen kann, denn diesen kennt er ja nicht. Die könnten sich jetzt stundenlang streiten, jeder würde die Wahrheit sagen und jeder würde denken, der andere lügt. Es sei denn, man kennt sich mit dem Lack aus, dann weiß man eben dass dies der gewünschte Effekt ist.

    Jetzt übertragen wir das mal auf unsere Situation von Wahrheitssuchenden Menschen, die die Bibel lesen. Der eine ist jung mit wenig Lebenserfahrung, der andere älter mit viel Lebenserfahrung und dazu kommt, dass der Ältere vielleicht schon wesentlich mehr in der Bibel gelesen und auch darüber nachgesonnen hat. Der eine hat mehrere Bibelübersetzungen genutzt, der andere sich weltliche Literatur über Geschichte zur Gemüte geführt und das mit der Bibel verglichen.

    Aufgrund dieser ganzen Fülle von Informationen hat sich jeder zu bestimmten Lehren eine Meinung gebildet. Die man eben nicht unbedingt mit der Bibel beweisen kann, weil man eben viel zwischen den Zeilen gelesen hat. Wie könnte das gemeint sein, warum wurde das aufgeschrieben usw. Dieses Hintergrundwissen, dass man sich über Jahre angeeignet hat, wird beim Lesen eines jeden Bibeltextes abgeglichen ob das so sein kann oder nicht. Ein anderer, der dieses Hintergrundwissen nicht hat oder ein anderes, kommt zu ganz anderen Schlüssen. Dann gibt es noch die persönlichen Erfahrungen die jeder gemacht hat. Manches ist so verworren, dass wenn man es öffentlich sagen würde ein Fall für die Klapsmühle wäre. Doch obwohl es für andere Menschen nicht nachvollziehbar ist, sind diese Erfahrungen real für denjenigen, der sie erlebt hat. Alles, wirklich alles was man in seinem Leben gelesen oder erlebt hat spielt in den Glauben mit rein. Das kann man unmöglich jemandem anderen in einem Kommentar erklären, weil er eine ganz andere Sichtweise dazu hat wie man selbst. Deshalb ist der Glaube eine ganz persönliche Sache zwischen Gott und dem einzelnen Menschen. Verstehst Du wie ich das meine? Deshalb sei nicht böse, wenn man auch nicht immer mit Argumenten dienen kann. Es ist nicht, weil wir mit Dir nicht diskutieren möchten, sondern einfach nur weil man das so schwer erklären kann, dass die Chance das der andere das versteht relativ klein ist, egal wie sehr man sich anstrengt.

    Auf folgendes von Dir möchte ich noch antworten:
    Noch immer halte ich es für undenkbar, dass die Bibel nur einem gewissen Personenkreis zugänglich sein soll vom Verständnis her. Die Dinge, über die wir hier gerade reden, kann keiner verstehen, der noch nie ZJ war und sich mit den Strukturen nicht auskennt. Das bedeutet, für den Großteil der Menschen wäre die Bibel ein “Buch mit sieben Siegeln”, wie man so schön sagt. Selbst wenn sie darin lesen, können sie diese Deutungen niemals erfahren. Man kann demnach gar nicht zum Volk Gottes gehören oder Teil davon werden, ohne ZJ zu werden und dann wieder auszusteigen. Eine Absurdität sondergleichen! Zitat Ende.
    Liebe Svenja, die wirkliche Absurdität ist eigentlich, dass die Zeugen obwohl Sie in der Bibel als das Volk Gottes gekennzeichnet sind nicht verstehen, dass sie auch mit den Bibeltexten gemeint sind, die sehr negativ über sie berichten. Sie ziehen nur das positive für sich heraus und das negative gilt den anderen Religionsgemeinschaften. So kann man die Bibel eben auch nicht lesen. Somit ist die Bibel auch für die Zeugen Jehovas ein Buch mit sieben Siegeln. Nur, sie wissen es eben nicht, weil sie denken alles richtig erkannt zu haben. Aber da gibt es auch so einen schönen Spruch:
    „Denke nie gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken. Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur Du denkst, aber denken tust Du ja nie.“
    Manches behält man sich für sein ganzes Leben, egal wie blöd ein Spruch auch sein mag. Aber in jedem Spruch liegt auch immer ein Körnchen Wahrheit.
    Also wenn man alles in die Wagschale wirft, dann merkt man, dass es nicht unbedingt erforderlich ist ein Zeuge Jehovas zu sein, denn in Off. 18:4 Heißt es: Geht aus Ihr hinaus mein Volk, damit ihr nicht einen Teil der Plagen empfangen werdet. Aber wie viele Zeugen kennst Du, die sich jetzt freiwillig von der Organisation trennen und sich dem wahren Hirten Jesus Christus anschließen? Das sind doch nur ganz wenige und warum, weil sie nicht glauben können, dass die Organisation gar nicht mehr von Gott geleitet wird, egal welche Lehre zum xten Male umgeworfen wird, bzw. neu erklärt wird, weil die alte Lehre nicht mehr haltbar ist.
    Doch wer erkannt hat, dass er nur an Jesus Christus glauben muss und an seinen Vater Jehova und die Kraft des heiligen Geistes, der kann natürlich gerettet werden und genau das steht ja in der Bibel drin und das kann jeder erkennen, egal wo er sich aufhält oder in welcher Gemeinschaft er sich befindet. Doch wie viele Menschen sind überhaupt bereit dazu, sich selbst um Ihre Rettung zu bemühen?
    Mir sagte ein Ältester: „Wenn die Organisation was falsches lehrt, dann ist sie verantwortlich nicht ich. Ich gehe trotzdem beim Gericht straffrei aus, da ich ja nur das gemacht habe, was die Organisation, die von Gottes Geist geleitet wird, angeordnet hat.“
    Also wie viele Menschen haben wirklich Ihren Glauben auf den Felsen gebaut, auf Ihren eigenen Felsen und nicht auf den Sandstrand eines anderen? Es sind die wenigsten. Ich glaube, dass Jehova aber die keinesfalls vergessen wird, die aufgrund Ihres eigenen Glaubensgebäude Stellung bezogen haben, ob Sie zu den Zeugen gehören oder nicht. Jehova schaut in die Herzen und wer letzten Endes gerettet wird, da steht mir kein Urteil zu, ich weiß aber das Jehova barmherzig, gütig und gnädig ist, sowohl gerecht. Er wird das schon richtig machen, davon bin ich überzeugt.
    Dann hast Du noch geschrieben:
    Ob die Bibel prophetisch zu deuten ist oder nicht, habt ihr mich, glaub ich, auch missverstanden. Ich meine nicht, dass NICHTS auf heute übertragen werden kann. Man muss sich nur davor hüten, ALLES irgendwie umzudeuten (vor allem, wenn die prophetische Deutung so dermaßen vom Rest abweicht). Davor wollte ich nur warnen. Damit man nicht Gefahr läuft, das wichtige inmitten der Details zu verlieren. Zitat Ende
    Das mit der biblischen Prophetie ist genauso ein Fall, wie ich ihn eingangs geschildert habe. Jeder hat einen anderen Wissensstand und wenn man aufgrund dessen sich eine Meinung über gewisse Bibeltexte gebildet hat, kann ein anderer das zwar in Frage stellen, aber man kann doch nie sein ganzes Hintergrundwissen über Bord werfen und so hat man eben gegensätzliche Ansichten. Ich bin froh darüber, denn mir haben einige Brüder schon gut geholfen, weil sie meine Sichtweise nicht einfach übernommen haben, sondern Zweifel angemeldet haben, die so berechtigt waren, dass ich meine Meinung ändern musste. Anders herum ging es aber genauso und auch sie haben manches an Ihrer Sichtweise geändert, aufgrund meiner Zweifel. Deshalb sind verschiedene Meinungen nichts schlechtes, sie regen zum Nachdenken an und vertiefen unser biblisches Verständnis.
    Prüfet alles, vergewissert Euch aller Dinge und das beste behaltet.
    In diesem Sinne, freue ich mich schon auf weiteren Gedankenaustausch mit Dir.

    Liebe Grüße Manfred

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Manfred,

    ich kann deinem Vergleich mit dem Auto folgen. Ich selbst kenne den Lack auch 😉
    Und ich stimme dir zu, dass natürlich jeder die Bibel so liest, wie er eben ist. Mit all dem, was er mitbringt. Das bedeutet aber nicht, dass auch jede Sichtweise einfach so dastehen kann. Und auch darüber könnte man reden. Wenn man WEIß, dass das Auto diesen Lack hat, merkt man, welche Farbe das Auto wirklich hat. Nämlich diese Lackierung. Ich kann doch schließlich nicht sagen, gut, der eine hat ein anderes Leben hinter sich, für den steht halt was anderes in der Bibel. Das wäre ja sehr willkürlich, oder?
    Insofern ist die einzige Chance, wie man sich mit anderen über die Bibel austauscht die, dass man Argumente anbringt. Oder sollte ich mich eurer Ansicht anschließen, weil ihr „hinten links am Auto“ steht? Wenn eine Ansicht nicht nachvollziehbar ist und auch nicht mit Worten erklärt werden kann, warum sollte jemand anders es glauben. Deine Argumentation lässt da eine klaffende Lücke. „Weil ihr die Bibel eben so lest“ ist kein Grund. Nie wieder wird mich so etwas überzeugen können. Muss es auch nicht, magst du jetzt vielleicht sagen, aber woher wisst ihr dann, dass ihr euch nicht verrennt und in eine Sackgasse lauft?
    Irgendwie müsst ihr ja zu eurer Sichtweise gekommen sein und diese Schritte gilt es nachzuvollziehen. Ich lese etwas und das gibt mir Hinweise für meine Einstellung. Diese Hinweise, wenn sie denn da sind, könnte auch jeder andere lesen. Wenn sie logisch in ein Konzept passen, dann kann man das erklären. Warum geht das hier nicht? Das will mir einfach nicht in den Kopf.
    Für mich hört es sich momentan so an, als müsste man euer Leben oder ein ähnliches gelebt haben, um die Bibel richtig zu verstehen. Ansonsten könnte das eben keiner nachvollziehen, der nicht Ähnliches erlebt hat. Oder um die Bibel auf diese Weise zu verstehen. Ich könnte dann die Bibel demnach nur auf eine andere Weise verstehen und schon hängt die Frage in der Luft, ob ich dann falsch sein muss. Manchmal gibt es eben nur ein richtig und ein falsch. Wenn ich also nicht nachvollziehen kann, dass die ZJ Gottes Volk sind, dann liege ich falsch, habe aber auch keine Möglichkeit, eure Seite nachzuvollziehen. Demnach hätte ich dann Pech? Erscheint mir erneut unfair!

    Das, was du zu meiner zweiten Frage schriebst mit dem Buch mit sieben Siegeln, hab ich mir auch genau durchgelesen. Auch hier verstehe ich nicht die Sonderstellung der ZJ, aber das nur nebenbei.
    Ansonsten muss ich noch mal zum Verständnis nachfragen: Das Volk Gottes sind die ZJ. Vom Volk werden aber nur die wenigsten gerettet? Und ein ebenso kleiner Teil (jetzt so ca) wird außerdem noch außerhalb des Volkes Gottes gerettet? Die, die an Jesus glauben? Wieso werden nicht ALLE, die an Jesus glauben, gerettet? Einzige Voraussetzung fürs gerettet Werden ist doch der Glaube an Jesus oder?
    Du schriebst:
    „Doch wie viele Menschen sind überhaupt bereit dazu, sich selbst um Ihre Rettung zu bemühen?“
    Naja, hoffentlich keiner, denn wir selbst können uns nicht retten, sondern nur Jesus. Aber ich denke, ich verstehe, was du meinst. Viele geben die Verantwortung ab. Jedenfalls bei den ZJ. In anderen Gemeinschaften ist den meisten klar, dass nur Gott retten kann und keine Kirche oder Gemeinschaft.

    Deinem Schluss kann ich dir uneingschränkt zustimmen. Viele Meinungen sind eine Bereicherung, auch wenn nicht immer alle übereinstimmen und richtig sind und jeder sollte alles prüfen. Aber wie gesagt, ich versuche gerade zu prüfen, aber ich bekomme keine Chance euch zu verstehen 🙂 Das ist genau mein Problem. Ich meine ja nicht, dass ihr falsch liegen müsst, aber bevor ich mich dem anschließen könnte, muss ich eben prüfen. Ihr macht das nicht gerade leicht 🙂 Wenn ich eure Gedankengänge nicht nachvollziehen kann, dann versagt diese Ansicht bei meiner Prüfung. Verstehst du nun mein Dilemma?
    Vielleicht kommen wir ja noch zu einer Lösung, ich freue mich auch aufs weiter darüber Reden! Das beste ist ja überhaupt, dass man nun diskutieren DARF!

    Svenja

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja,
    Du machst es einem echt nicht leicht. Als ich die ersten Sätze von Deiner Antwort gelesen habe, dachte ich mir super, jetzt weiß Sie was ich damit sagen will und dann hast Du das schnell wieder relativiert. Ich versuchs jetzt auf die schnelle noch mal, weil ich gleich los will. Dann kannst Du mir vielleicht eine Antwort schreiben und dann erwidere ich Dir darauf was.

    Was ich sagen wollte, war dies: Warum ich etwas glaube (nicht weiß) ist mein ganz persönlicher Eindruck von dem was ich gelsesen oder erlebt habe und deshalb glaube ich so manches oder eben nicht. Du kannst vielleicht an das gleiche Glauben, bist aber über ganz andere Wege zu diesem Glauben gelangt. Das kann man aber kaum in Kommentaren schreiben, wie es dazu gekommen ist. Das meine ich mit schwierig. Gewiss kann nicht nur der an Jesus glauben, der das gleiche erlebt hat wie ich. Und was ich darüber sagte, wer gerettet werden wird oder nicht ist folgendes: Jehova wird es schon richtig machen und ich freue mich über jeden, der gerettet wird und wäre froh wenn ich auch dazu gehöre.

    Aber jetzt mal zu den Fakten:
    Du glaubst nicht das es ein Volk Gottes gibt, das in der Bibel gemeint ist. Dann erkläre mir bitte folgenden Bibeltext:

    Off. 18:4
    4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!

    Dieser Text steht ziemlich weit hinten in der Offenbarung. Die Offenbarung ist für die Endzeit geschrieben, kurz bevor Harmagedon stattfindet. Somit ist das ein Beleg dafür, dass es in der Endzeit ein Volk Gottes gibt.

    1. Wenn es Deiner Meinung nicht die Zeugen Jehovas sind, wer dann?
    2. Woraus soll das Volk gehen?

    Diese Fragen könntest Du mir gerne beantworten. Vielleicht kommen wir so weiter. 😉

    Liebe Grüße Manfred

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja,
    Du hast geschrieben:
    Und auch darüber könnte man reden. Wenn man WEIß, dass das Auto diesen Lack hat, merkt man, welche Farbe das Auto wirklich hat. Nämlich diese Lackierung. Ich kann doch schließlich nicht sagen, gut, der eine hat ein anderes Leben hinter sich, für den steht halt was anderes in der Bibel. Das wäre ja sehr willkürlich, oder? Zitat Ende.

    Wenn man WEIß, dass das Auto diesen Lack hat…

    Doch das mit dem Auto war nur ein Beispiel, Du kennst jetzt den Lack zufällig auch. Doch wenn wir das auf die Bibel übertragen, dann kennt keiner auf der Erde die genaue Bedeutung aller Bibelverse. Das wäre so, als wenn der Lack außerirdisch wäre. Den würde es hier nicht geben und somit kann das kein Mensch beurteilen.

    Der oder die einzigen, die die Bibel 100 prozentig verstehen und lesen können, sind Jehova und Jesus Christus. Selbst die Engel wissen nicht alles, geschweige denn wir Menschen. Nochmal übertragen auf unser Beispiel von dem Auto: Nur Jehova kennt den Lack, sonst niemand.

    Deshalb können sich alle Menschen jetzt heiße Diskussionen liefern, jeder meint Recht zu haben und das der andere Lügt. Dabei haben alle Recht, sie kennen aber jeweils nur den Teil den sie gesehen haben. Nur wer alle Standpunkte kennt und auch den Effekt dieses speziellen Lackes, der kann Aufklärung bringen.

    Bezogen auf die Bibel ist das nur Jehova, sein Sohn Jesus und die ausführende Kraft der Heilige Geist, der uns alles lehrt. Nur wenn man eine von diesen drei Quellen anzapfen darf, dann kann man das Bibelwort verstehen, ansonsten ist es unmöglich.

    Aber ich bin gespannt auf Deine Antworten wegen meinem vorherigen Kommentar.

    Liebe Grüße Manfred

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Manfred,

    nur auf die Schnelle die Sache mit dem Auto, den Rest mach ich ein anderes Mal.
    Gut, gehen wir davon aus, den Lack kennt nur Gott. Ein gewisses Wissen über den Lack haben wir aber dennoch. Wir wissen um die seltsame Beschaffenheit des Lacks.
    Aber wenn ich hinten links am Auto stehe, sehe ich, sagen wir, grün. Dann kann ich zumindest erklären, dass ich hinten links grün sehe und ich kann einen anderen hinten links hinstellen und er wird auch grün sehen. Oder ich erkläre ihm physikalisch, warum ich durch den Lichteinfall grün sehe. Wenn ich allerdings behaupte, ich sehe grün, zeige es anderen aber nicht, ist es schwer nachvollziehbar.
    Du behauptest also gerade grün und ich habe keinerlei Ahnung, wie man auf grün kommen kann und kann es auch nicht überprüfen. Warum sollte ich grün glauben?

    Der Rest kommt später, ich muss nur grad los 😉

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja,
    wie gesagt, die Beispiele die wir bringen, können nie 100 prozentig auf die Weisheiten Gottes übertragen werden, daher hinkt ein Beispiel immer, auch das mit dem Auto.

    Ich möchte heute abend eine Diskussionsrunde anstossen mit dem Thema:
    Warum sind ausgerechnet Jehovas Zeugen das Volk Gottes?

    Denn ich denke, dass dies für viele ein Thema ist. Wenn ich das eingestellt habe, könntest Du mir dann meine Frage darunter beantworten, damit dann alles unter diesem Thema zusammen gefasst wird.

    Doch eins muss ich Dir vorher noch sagen. Mit der „Ja, aber“ Taktik, kann man alle Argumente niederschmettern, egal wie gut diese auch sein mögen. Ein Therapeut hat mal gesagt, „Mit dieser Taktik kann man alle Therapeuten dieser Welt zu Versagern machen, denn dagegen kann niemand was ausrichten. Das Problem dabei ist, man kommt selber kein Stück weiter. Man möchte eigentlich eine Verbesserung erreichen, schmettert aber jedes Argument mit „Ja, aber“ ab.
    Um das am Beispiel des Autos zu belegen. Natürlich kannst Du die gleiche Farbe erkennen, wenn Du Dich an den gleichen Standpunkt stellst, meinet wegen hinten links am Auto. Nur das Auto ist weg, denn es ist weiter gefahren, somit hast Du nicht die Gelegenheit den gleichen Standpunkt wie der andere einzunehmen.

    „Ja, aber“ magst Du sagen, die Bibel fährt mir nicht weg. Haste voll Recht damit, das wollte ich aber mit dem Beispiel gar nicht veranschaulichen. Verstehts Du was ich meine?
    Das ist das schwierige am Argumentieren mit dem Hintergrundwissen, dass jeder einzelne hat, wenn der andere es nicht nachvollziehen kann oder immer einen Einwand dagegen findet.

    Bei mir wirst Du viele Einwände finden, weil ich eben nicht alles weiß, aber das was ich nicht weiß, das glaube ich aufgrund dessen, was ich weiß. Deshalb ist Glaube eine ganz persönliche Sache, die nicht auf einen anderen übertragbar ist.

    Also ich freue mich schon drauf, diese Thema mit Dir zu besprechen und würde mir wünschen, das Du und viele andere sich an der Diskussionsrunde beteiligen werden.

    Liebe Grüße Manfred

  • Ulrike P.
    Februar 3, 2012

    Hallo ihr zwei Hübschen! 😀

    Das Beispiel mit dem Auto möchte ich gerne aufgreifen:

    Lasst es mal stehen und lauft im Kreis um dieses Auto herum, da ist der unterschiedliche Effekt genauso, je nachdem wo am Auto man steht und wie von diesem Blickwinkel aus, die Sonnenstrahlen drauf fallen oder ein Teil davon auch im schatten steht… Das Schöne ist nun, dat´ Auto steht ja nun, und darum kann jeweils der eine die Position des anderen einnehmen und es dadurch aus dessen Blickwinkel wahrnehmen…und schwupps merkt man, jeder hat recht.

    Nu´ hat natürlich in Bezug auf die Bibel nicht immer jeder recht…allzuviel hanebücherner Unsinn wird darüber verbreitet. Aber oft ist es wirklich so, dass man übereinkommen kann, wenn man sich eine Sachlage nur mal aus der Perspektive des anderen ansieht. 🙂

    Ansonsten möchte ich nur noch sagen, dass ich die Prophetie- Seite mit Interesse weiterverfolge, aber selbst einfach nichts erhellendes dazu beitragen kann. Da all meine Gedanken zu diesen Dingen zu diffus sind, als das ich sie auf´s Trapez bringen könnte.
    Macht ja nix…bin eh´ präsent genug würd´ich sagen…;-)

    Hier die unterschiedlichen Sichtweisen betrachten zu können, durch eure Dialoge, schätze ich sehr.

    LG Ulli

  • Aaron
    Februar 3, 2012

    Hallo ihr 2 Hübschen,
    habe euren Gedankenaustausch hier verfolgt. Ich klinke mich mal zwischendrin ein, da ich weiter unten keinen Antwortbutton gefunden habe. Wie ihr beiden sehr gut erkannt und akzeptiert habt, lässt sich vieles aus der Bibel so und so verstehen. Wenn das nicht so wäre, würden wir jetzt nicht vor dem PC sitzen und diese Seite lesen. In der Vergangenheit hat uns jemand gesagt wie wir die Bibel zu verstehen haben. Inzwischen sind wir einen Schritt weiter und bemühen uns selbst auf die Suche nach Erkenntnis und Verständnis. Uns ist klar, dass dieses Buch für jeden von uns persönlich geschrieben wurde. Svenja, ich denke, dass ich dich sehr gut verstehen kann, weil die Art der Auslegung die Manfred anbietet (und auch Bruder B.) sehr an die Herangehensweise der Organisation erinnert. Einen Vers oder einen Bericht lesen und dann heruasfinden, wer stellt wen dar. Das haben wir massenweise in den WTG Literatur. Leider ist durch diese Lesart der Bibel sehr viel an seiner Kraft verloren gegangen. In seltenen Fällen bringt uns die wer-ist was-Auslegung weiter. Das beste Beispiel ist der Vers über den t u v Sklaven. Wer denkt schon beim Lesen über die Frage nach: wie kann ich mich als treuer Sklave erweisen? Wie kann ich anderen dienen uns Speise austeilen? Warum?? Weil wir mit diesem Vers immer nur auf die Legitimation der Organisation hingewiesen wurden. Wenn wir das Beispiel mit dem Reichen aus der Sicht lesen wie du sie darstellst Svenja, dann hat dies mehr Kraft es regt uns zum Nachdenken an. Wir fragen uns bin ich persönlich wie der Reiche? Was gibt es was mich zurück hält? Andererseits vermittelt es auch die Hoffnung, dass es Rettung gibt trotz dieser scheinbar unüberwindlichen Hindernissen! Ich verurteile hier keineswegs die prophetische Sichtweise der Aussprüche Jesu, aber wenn wir uns zu sehr darauf konzentrieren nehmen wir in vielen Fällen den Aussagen der Bibel ihre Kraft, die wirklich in unser Innerstes durchdringt und uns hilft uns unsere Beweggründe zu erkennen und offenbar zu machen. Als Bereicherung für unser spirituelles Leben kann man durchaus beide Aussagen stehen lassen.
    Liebe Grüße
    Aaron

  • Alois
    Februar 3, 2012

    Hallo ihr Lieben

    Wir würden die Weiheit unseres Vaters schmälern, wenn wir behaupten würden, eine Geschichte, ein Psalm, eine Abhandlung in den Propheten, ein Gleichnis oder die Offenbarung könne man nur so oder so verstehen. Mit welchem Recht kann ein Mensch behaupten es gäbe nur eine richtige Auslegung zum Beispiel eines Gleichnisses.
    Um bei dem natürlich hinkenden Beispiel des Autos zu bleiben. Das Auto ist weiß, aber von verschiedenen Seiten sieht es je nach Lichteinfall verschieden aus. Aber wer sich etwas auskennt, der weiß, dass weiß gar keine Farbe ist, sondern eine Mischung aus den Farben rot, gelb und blau. Die Farben des Regebogens sind ja nichts anderes als die aufgespaltene Farbe weiß. Das wissen wir alle, aber damit ist bewiesen, dass derjenige Recht hat der behauptet das Auto sei gelb, genauso wie der der sagt es sei rot usw.

    Das ist natürlich wieder ein hinkender Vergleich. Ich möchte damit sagen, dass die von Bruder B niedergeschriebene Ansicht für mich richtig scheint, aber das Gleichnis mit dem Reichen und dem Lazarus uns auch gleichzeitig lehrt wie wir uns verhalten sollen, um nicht den selben Fehler wie der Reiche zu machen. Somit gibt es eine richtige wörtliche, verstandesmäßige Auslegung, aber auch eine prophetische Auslegung. Beide sind für mich stimmig und richtig. Vielleicht hat Jehova die Geschichte des Lazarus und dem Reichen, sogar in anderen prophetischen Geschichten eingebaut die wir nur noch nicht erfasst haben.

    Wer meine Kommentare von Anfang an in Bruderinfo gelesen hat versteht mich. Denn ich habe das prophetische Wort einmal mit einem Kreuzworträtsel verglichen, aber nicht mit einem zweidimensionalen Kreuzworträtsel wie wir es kennen, sondern mit einem würfelförmigen Kreuzworträtsel, also so gesehen ein dreidimensionales Kreuzworträtsel. Das gibt es nicht in der realen Welt weil kein Mensch es lösen könnte.

    Die vielen Rätsel der Bibel kann auch kein Mensch lösen, wir kratzen alle nur an der Oberfläche.
    Die Meisten lösen an dem Kreuzworträtsel nur eine Seite des Würfels, Andere mehrere Seiten, noch andere lösen auch eine Schicht ins Innere.

    Warum hat unser Vater die Bibel so unendlich wie ein dreidimensionales Kreuzworträtsel gemacht?

    1.Kor.1:26-29
    Denn sehet eure Berufung, Brüder, daß es nicht viele Weise nach dem Fleische, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind;
    sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er die Weisen zu Schanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er das Starke zu Schanden mache;
    und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, [und] das, was nicht ist, auf daß er das, was ist, zunichte mache,
    damit sich vor Gott kein Fleisch rühme.

    Denn würden wir uns einbilden die Bibel voll zu verstehen, so könnte es sein dass wir uns rühmen.
    Aber je mehr ich die Bibel verstehe, desto mehr erkenne ich dass ich nur ganz wenig verstehe.

    Liebe Grüße Alois

  • Manfred
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja,
    Du hast geschrieben:
    Die “Ja, aber”-Sache. Was sollte denn die Alternative sein? Soll ich alles abnicken und einfach so glauben? So funktionieren Diskussionen nun mal. Zitat Ende.

    Nein, Du sollst natürlich nicht alles abnicken, das meinte ich damit nicht. Aber das ist doch genau das Problem, das Du Brd. Alois vorgeworfen hast. Weil er keine Argumente hat, verwirfst Du seine Ansicht. Er hat Dir seine Sicht dargelegt, so gut er es konnte, aber Dir hat es nicht gereicht. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du Deine Glaubensansichten jemandem mitteilst und der immer und immer wieder Gegenargumente bringt. Man dreht sich dann buchstäblich im Kreis und wenn man genug hat, dann verabschiedet man sich. Deswegen muss man sich ja auch mal fragen, warum möchte jemand unbedingt wissen, wieso man etwas glaubt.

    Die Karin hat mal zu mir in einem Kommentar geschrieben, dass ich Ihr meine Glaubensansichten darlegen soll, damit sie mir diese widerlegen kann. Ihr habe ich nicht geantwortet, denn ich will nicht auf dieses Niveau hinuntergehen.

    Du hast jetzt geschrieben:
    Hilf mir doch raus aus meinem Dilemma. Ich verstehe deine Glaubensansicht nicht und du verwehrst mir Argumente, die dafür sprechen, ich sehe aber welche, die dagegen sprechen. Für mich gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich glaube dir einfach, ohne es nachvollziehen zu können oder ich lasse es. Bisher erscheint mir erstere Wahl wenig plausibel. Zitat Ende.

    Du bist wirklich auf der Suche nach dem Richtigen und das respektiere ich und deshalb möchte ich das Thema auch mit Dir weiter verfolgen. Ob ich Dir jedoch aus Deinem Dilemma heraushelfen kann, dass weiß ich nicht. Ich werde mich jedoch bemühen, aber sei bitte mit mir nachsichtig, denn ich bin kein Lehrer oder etwas ähnliches und ich möchte auch nicht mit der Organisation verglichen werden. Das liegt mir nämlich so was von fern.

    Nein, ich verwehre Dir keine Argumente die dafür sprechen, ich habe Dir geschrieben, dass wir das mal von Grund auf aufdröseln können, weil es auch für andere interessant sein könnte. Also Du sollst mir nicht einfach glauben, sondern wenn überhaupt nur der Bibel. Was ich sage ist absolut uninteressant, wenn es dafür in der Bibel keinen Beleg gibt. Aber natürlich werden meine Argumente von meinem persönlichen Glauben geprägt sein, ansonsten könnte ich gar nichts schreiben, weil ich ja dann keine Meinung dazu hätte. Ob diese letztendlich richtig ist? Kann ich Dir nicht sagen, denn ich glaube ja auch nur weil ich eben nichts richtig weiß. Doch das ist nicht schlimm, denn der Glaube rettet einen und nicht das Kopfwissen.

    Also liebe Svenja, lass uns und andere, die sich an der Diskussionsrunde beteiligen wollen das zusammen besprechen und wir werden sehen wohin wir kommen. Ob wir eine Einigung erzielen können ist nicht unmöglich, wenn wir das glauben was die Bibel sagt. Denn diese Worte stammen von unserem Schöpfer und sind absolut vertrauenswürdig.

    Liebe Grüße Manfred

  • Svenja
    Februar 3, 2012

    Lieber Manfred,

    so, jetzt komm ich endlich dazu.
    Das Volk Gottes, das in Offenbarung erwähnt wird, ist für mich nach bisheriger Erkenntnis die Summe aller echten Christen, die sich von falschen Religionen und falschen Lehren fern halten sollen, derer es ja zahlreiche gibt.

    Die „Ja, aber“-Sache. Was sollte denn die Alternative sein? Soll ich alles abnicken und einfach so glauben? So funktionieren Diskussionen nun mal 😉
    Hilf mir doch raus aus meinem Dilemma. Ich verstehe deine Glaubensansicht nicht und du verwehrst mir Argumente, die dafür sprechen, ich sehe aber welche, die dagegen sprechen. Für mich gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich glaube dir einfach, ohne es nachvollziehen zu können oder ich lasse es. Bisher erscheint mir erstere Wahl wenig plausibel.
    Stell dir vor, jemand würde sagen, Gottes Volk seien die Neuapostolen (um mal völlig wahllos irgendwen zu nehmen), aber er könne mir das einfach nicht erklären, sondern von seinem Standpunkt aus, sei das so. Würdest du ihm glauben? Sollte ich ihm glauben?

    Ich behaupte ja nicht, dass du auf keinen Fall recht hast und dass ich auf jeden Fall recht habe. Wenn dem so wäre, hätte ich die Diskussion schon abgebrochen. Aber ich sehe einfach keinen plausiblen Grund, dir einfach so zu glauben, weil du mir sympathisch bist. Zu oft wurde ich dafür schon von der Organisation „reingelegt“, als dass ich das jemals wieder tun könnte. Obwohl ich dich natürlich nicht mit der Organisation vergleichen will, aber ich denke, du verstehst, worauf ich hinaus will.

    Aber ich fände es auch schön, wenn deine angeregte Diskussion in Gang käme, denn vielleicht bringen ja noch weitere Kommentare ein Stück weiter!

    Danke auf jeden Fall für deine Mühe mit mir 😉
    Svenja

  • Shannon
    Februar 3, 2012

    Liebe Svenja, lieber Manfred,

    den Entwurfs-Text habe ich schon vor Stunden geschrieben, inzwischen, wie ich gesehen habe, hat er sich fast erübrigt.

    Ich verfolge eure Diskussion und denke, dazu mag ich gar nichts schreiben. Weil es am Ende auf unseren Glauben ankommt und nicht, was der, der die Bibel liest, daraus herausliest. Wenn ich ein Buch lese, lese ich jedes Mal, wenn ich es lese, etwas anderes. Höre ich es als Hörbuch, höre ich beim dritten Mal etwas anderes, als beim ersten Mal. Das liegt an unserer eigenen Wahrnehmung. Denn wissenschaftliche Versuche haben gezeigt, dass man sich schon eine Meinung gebildet hat, bevor es einem (dem Verstand) selbst bewusst ist.

    Nun zu deinem Zitat Svenja:
    Aber wenn ich hinten links am Auto stehe, sehe ich, sagen wir, grün. Dann kann ich zumindest erklären, dass ich hinten links grün sehe und ich kann einen anderen hinten links hinstellen und er wird auch grün sehen.

    Das stimmt aber nur, wenn ich ganz genau an der gleichen Postition stehe. Schon eine Abweichung von 50 Zentimeter kann ein ganz anderes Bild zutage fördern. Das würde aber bedeuten, dass Svenja 100% die gleiche Position einnehmen muss, um Manfred 100% zu verstehen und Manfred müsste genau die Position von Svenja einnehmen, um sie 100% zu verstehen.

    Nun zu den Thema „JA ABER“.
    Das Beispiel mit dem Therapeuten ist gut gewählt. Denn in der Therapie kommt es genauso auf den Glauben an eine Heilung an, als bei der Bibel. Wenn zu mir jemand kommt, der mit sagt: Sie haben ja recht, aber….
    dann weiß ich als Therapeutin, dass der/die Betreffende auf dem Standpunkt ist: Mach du mir mein Problem weg. Überzeuge mich, dass das geht, ich will mich aber nicht bewegen und meinen Standpunkt behalten.

    In so einem Fall breche ich die Therapie ab, weil ich nicht gewillt bin, den überzeugen zu müssen, auf alle Fälle gesund zu werden. Der Betreffende darf sein Problem gerne behalten, wenn er so daran klebt.

    Ich kann mir vorstellen, dass auch unser Schöpfer es nicht nötig hat, uns von seinen herrlichen Vorkehrungen überzeugen zu müssen. Glauben hat nichts mit dem Verstand, sondern etwas mit dem Herzen zu tun. Und so kommt es, das Manfred einen anderen Standpunkt hat, als Svenja hat, weil er möglicherweise genau 50 cm neben der Position, für die grüne Farbe steht.
    Und während Svenja sagt: Überzeuge mich, dass das lila ist, ich sehe grün, versucht Manfred, Svenja zu überzeugen, dass es weiß ist.

    Und dann gibt es noch andere wie mich, die denken, glaube doch, was du willst, jeder ist für sich selbst verantwortlich, so wie ich für mich verantwortlich bin.

    Also ihr Beiden, seid mir nicht böse, wenn ich das mal so ausdrücke. Ich glaube auch, dass das Volk das seinen Namen trägt, die Zeugen Jehovas, Gottes Volk ist. Beweise? Außer diesem Bibelvers habe ich die nicht. Ich will es auch gar nicht beweisen, mir genügt, dass ich das glaube. Für mich eben eine Herzensangelegenheit.

    Wie heißt es im kleinen Prinzen? Man sieht nur mit dem Herzen gut

  • Ulrike P.
    Februar 3, 2012

    Hallo zusammen,
    ich weiß auch, dass unheimlich viele Dinge aus den Propheten auf die Zeugen passen…aber eben AUCH auf andere christliche Gemeinschaften…das kann ich nicht einfach ausblenden.

    Die katholische Kirche war es, die als allererstes den Namen Gottes bekannt machte, er steht heute noch in vielen Kirchengemäuern und Liederbüchern…und wo die Organisation vorwiegend geistige Blutschuld auf sich lädt, sind die Hände der großen und auch so mancher kleineren Kirchenführer sowohl geistig als auch buchstäblich, mit Blut besudelt und zwar Millionenfach über Jahrhunderte hinweg.

    Falsche Lehren und Doppelzüngigkeit allenorts in den Gemeinden.
    Und auch ihre Oberen laufen nach Ägypten, treten ihre Schafe, quetschen sie aus und sie laufen ihnen in Scharen davon, viele von ihnen direkt in Jesu Arme hinein.

    Die Schafe in den großen Kirchen müssen mit der Gleichgültigkeit ihrer geistigen Führer klar kommen, die Schafe der kleineren Gemeinden mit der Unterdrückung ihrer Führerschaft.

    Weder das eine noch das andere ist christlich.
    Der Unterschied liegt allenfalls in der Größenordung und in den falschen Lehren. Jeder hat für seine Schafe andere Lügen parat.

    Ich bin mit ihnen allen fertig, beobachte sie allenfalls nur noch von Ferne, um zu sehen an welchem Punkt der Reise sie stehen.

    Wobei ich die WTG besonders im Auge behalte, da bei ihnen nun mal wirklich viele Fäden zusammenlaufen. – Allen voran die Besudelung des göttlichen Namens und die Verunglimpfung Jesu, indem sie aus ihm zwar den Größten, aber dennoch nur einen von vielen Engelssöhnen machen.

    Was auf allgemein christlicher Ebene alles noch geschehen wird, darauf kann man gespannt sein. – Die Ökumene zb, die einen wollen sie unbedingt, andere lehnen sie vehement ab. Auch die Organisation…aber was für ein Fähnchen im Wind SIE sind, dürfte ja nun auch der Letze begriffen haben. So würde es mich nicht wundern, wenn irgendwann auch diese Bastion fällt.

    Dies hier ist eine Seite von Zeugen für Zeugen und dementsprechend ist die Thematik logischerweise auf die WTG bezogen.
    Da ich selbst mein halbes Leben diesem Turm Vertrauen geschenkt habe und mir wichtige Menschen noch immer darin sind, interessiert mich auch, wie es sich mit ihnen weiterentwickelt.

    Aber wichtig für mein Seelenheil ist es nicht, und das dürfte ja wohl so ok sein – denn um Gott zu gefallen, SOLL ich mich ja garnicht mehr nach dem umblicken was ich verlassen habe!

    Und MEIN Herz sagt mir, dass alles allein damit steht und fällt, an Jesus als Erlöser der Menschheit zu glauben…so steht es ja nun auch geschrieben…wie also könnte ich einem anderem, der Jesus ebenso liebt wie ich, quasi ins Gesicht sagen, dass er sich nur einbildet in Jesu Armen geborgen zu sein? – Und das nur, weil er das „Pech“ hatte nie ein Zeuge gewesen, oder zumindest mal mit ihnen studiert zu haben…

    Ich weiß, jetzt werden viele, ein oder sogar mehrere „ja, aber“ auf Lager haben…und das ist auch völlig in Ordung…solange man einander sowohl den Geist Gottes, als auch die rechte Herzenseinstellung zuerkennt.

    Jetzt kann wer will, sich friedlich darüber austauschen, aber die Auflösung liegt nun mal in der Zukunft…und eine trennende Auswirkung sollte es schon gleich garnicht haben.

    Aber da habe ich hier auch garkeine Sorge. 🙂

    Ich selbst kann zu diesem Thema nichts weiteres beitragen…weil es mehr aus meinem Herzen heraus ist und es sich deshalb sehr schwer in Worte kleiden lässt.

    Aber anderen geht´s ja ebenso. 😉

    LG Ulli

Write a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zehn − zehn =