168 Comments
  • Klaus Karl
    April 7, 2015

    Hallo liebe Edelmut,
    leider fehlt bei Dir der Text Antwort,ganz ehrlich,ich verlasse mich nun ganz auf Christus und JHWH,was nützt einen Organisation die sich selbst an Christie Stelle setz,das kann ich nich anerkennen ,Christus ist mein Retter und Mittler,keine selbsternannten Menschen.Ich bin mir sicher,da Jesus Lebt,wird er mir immer beistehen.
    LG
    Klaus

  • Gerd
    April 7, 2015

    Lieber Achim,

    jetzt wird es etwas anders kompliziert 😉

    Denn da bin ich mit dir:
    Für mich ist mit diesem Text final bewiesen,dass Jesus niemals der
    tuvS ist. Wer es dennoch behauptet, ist ein Irrlehrer.

    Bestimmt wartet nicht Jesus auf den Christus, es geht aber doch um seine Nachfolger die ihn sehnsüchtig e r w a r t e n !

    Jedoch in diesem Satz stimmt das Gleichnis mit dem (gleichnishaften) Hintergrund der Wachsamkeit mit wachsamen Christen überein, du schriebst:

    Das heisst also, dass alle die zu Christus gehören, ein Teil des TuvsK wären, wenn diese Lehre stimmen würde.

    Jeder wachsame Christ bereitet „Speise“, aber nicht für die Mitchristen, oder für eine Kirche, sondern sinnbildlich für dessen HERRN, damit dieser bei seiner plötzlichen A n k u n f t was zu essen bekommt!
    Wir alle sind entweder solche fleissigen Wartenden, oder, wenn wir nicht mehr auf den HERRN warten, können wir auch zum bösen Sklaven werden, der für den Herrn kein Essen bereit hat.

    Grüße aus dem Wienerwald, ich warte heute auf den bald kommenden Regen 🙂

    Gerd

  • Zadok/Achim@Gerd
    April 7, 2015

    Lieber Gerd,

    ich kann dich beruhigen, diese von dir zitierte Aussage war 100% rethorisch gemeint.
    Ich habe meine Argumente ja schon darglelegt. Mein Hauptargument ist, dass Jesus als Haupt des Leibes für die sorgt, die seinen Leib bilden.
    Gestützt auf Römer 8:29,30 und Johannes 14:26:
    „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“
    In diesem Text wird alles gesagt, was es über geistige Speise für die Leibesglieder zu sagen gibt. Der Vater sendet den heiligen Geist, der an das erinnert, was Jeusu sagte. Perfekt harmonisches Zusammenwirken zum Nutzen der Leibesglieder.
    Auch die Gedanken aus Johannes 17, die so intensiv sind, wie es nur geht und die enge Zusammengehörigkeit zwischen dem Vater, dem Sohn und denen, die zu ihm gehören, aufzeigen – lassen den Gedanken an einen TuvSK geradezu absurd erscheinen.
    Ausserdem Gerd: Wenn Jesus der Sklave wäre, dann wäre es auch der Vater, denn beide sind eins. Also völlig undenkbar. Zumindest für mich.
    Liebe Grüße
    Achim

  • Zadok/Achim@Gerd
    April 7, 2015

    Lieber Gerd,

    ich habe zu diesem Thema noch einen weiteren Bibeltext gefunden, den ich dir und allen Interessierten nicht vorenthalten will:

    Epheser 1, 22 und 23
    Gott hat alles der Herrschaft von Christus unterstellt und hat Christus als Herrn über die Gemeinde eingesetzt.
    23 Die Gemeinde aber ist sein Leib, und sie ist erfüllt von Christus, der alles ganz mit seiner Gegenwart erfüllt.

    und in der Elberfelder liest es sich so:
    Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben,
    23 die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

    Das heisst also, dass alle die zu Christus gehören, ein Teil des TuvsK wären, wenn diese Lehre stimmen würde.
    Für mich ist mit diesem Text final bewiesen,dass Jesus niemals der
    tuvS ist. Wer es dennoch behauptet, ist ein Irrlehrer.

    Wenn man dann noch den Text aus Johannes 14:23 ernst nimmt, wo es heisst dass Christus und der Vater in uns wohnen, dann ist es sonnenklar, dass diese Lehre nicht wahr ist.

    Liebe Grüße aus dem Regen
    Achim

  • Gerd
    April 7, 2015

    Lieber Achim,
    ich wollte mich zum Thema nicht mehr äußern. Aber die neueste Ansicht, dass d u im treuen Verwalter (Sklaven), Jesus vermuten würdest, hat mich doch betroffen gemacht.

    Was fand ich von dir, das:
    W e n n Jesus der tuvSklave wäre, dann müsste doch unserem Vater alles erdenkliche daran liegen, diese Info unter die Leute zu bringen und echte Gläubige würden aus Liebe zu Gott dieser Lehre folgen.

    Bitte liebe Ex-ZJ, befreit euch doch endlich von den VORGABEN der Wachttürmler!

    Was mich erstaunt: manche wissen scheinbar ganz genau, w e r die 144.000 sind, sie wissen, dass die Zahl buchstäblich sei und nichts mit den israelischen Stämmen zu tun hätten? Ich beneide diese Wisser, ich vermeide bei dem Thema eine Antwort, weil i c h sie nicht weiß, aber vielleicht hinke ich mit meier Kenntnis noch hinten nach.

    „W e n n“ schriebst du richtig, Achim – also dann würde nach Boas der 6 Co. der Herr Jesus auf sich selber warten und den Herrn Jesus entweder belobigen, wenn er Speise bereitete, oder tadeln, wenn der Sklave ihn nicht erwartete und Trinkgelage machte?

    Es gibt Auslegungen die bei google zu finden sind, oh, bei Babylon d. Gr. schlimm, aber w o wird bei diesem Gleichnis der Sklave als Jesus identifiziert?

    Sind alle a n d e r e n Ausleger bei diesem Gleichnis nur noch meschugge…?

    Gerd

  • Boas an Alle
    April 7, 2015

    Liebe Geschwister im Glauben,

    ich möchte euch auf dem Laufenden halten. Es gab zwischen W.F. und mir eine intensive brüderliche Kommunikation bezüglich des Themas TuvS. Obwohl wir nicht zu einem absoluten Endresultat gefunden haben, ist es uns gelungen, die Überlegungen des Anderen besser zu verstehen. Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass unsere gegensätzlichen Erklärungen der Worte Jesu sehr wohl beide richtig sein könnten. Zudem ist es auch möglich, dass es weitere Erklärungen zu diesem Themas geben kann. Wichtig war für mich, dass seine Erklärung keinen biblischen Grundgedanken widerspricht. Ich kann ihm keinen Text in der Bibel entgegen halten, die seiner Deutung, dass Jesus einem treuer und verständiger Verwalter gleicht, der uns geistig ernährt (siehe auch Weinstock und Reben) und über uns wacht (wie ein liebevoller Hirte), in irgendeiner Form widersprechen würde. Damit erfüllt sein Gedanke die Grundlage einer Erklärung.

    Allen, die in den Worten Jesu vom Treuen und verständigen Verwalter eher ein Gleichnis, eine Veranschaulichung oder eine Bild zum besseren Verständnis sehen (mich eingeschlossen), muss damit auch klar sein, dass es verschieden Blickwinkel zu diesem Bild geben muss. Aus einem Gleichnis kann man nicht nur eine Lehre ziehen. Je umfangreicher ein solches Gleichnis ist, umso mehr nützliche Details gibt es zu erkennen. Jeder Blickwinkel führt zu einer veränderten Sichtweise der Kern- und Nebenaussagen. Deshalb müsste gerade uns, (den Befürwortern eines Gleichnisses) klar sein, dass eine weitere Sichtweise selbstverständlich ihre Berechtigung haben darf. In diesem Fall ist es die Sichtweise von W.F., die keinem Bibeltext widerspricht. Gerade wir müssten für eine andere Sichtweise Verständnis aufbringen. Sie mag uns mal mehr oder weniger logisch erscheinen. Oder wir halten Sie privat für total unlogisch. Das ist alles in Ordnung. Aber zu meist werden wir uns in unserem Innern zu einer, maximal zwei Deutungen mehr hingezogen fühlen als zu den Übrigen. Das ist aber kein Garant dafür, dass nur unsere Überlegungen auch wirklich richtig sind! Alle Erklärungen, falls sie nicht biblischen Grundaussagen widersprechen und es sich hier NUR um ein Gleichnis handelt, haben ihre Daseinsberechtigung.

    Als Kommentarschreiber sehe ich hier meine Aufgabe darin, den Lesern die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Diese ehrenvolle Aufgabe kann den Lesern (und die sind in der Überzahl), wie uns Schreibern, keiner vorwegnehmen. Die Entscheidung trifft jeder einzelne für sich.

    Zugegeben, mir kommt meine Erklärung immer noch logischer vor. Aber… die Aussagen von W.F. entbehren nicht sämtlichen Grundlagen. Ich will gar nicht in Abrede stellen, das in dem Gleichnis noch weitere, tiefer liegende, Geheimnisse verborgen sind, die man auf Anhieb nicht erkennt. Deshalb ist meine private Meinung dazu, dass sie sehr wohl ein ernstzunehmender alternativer Blickwinkel zu meiner Deutung darstellt.

    Ich schreibe hier diesen Kommentar, weil ich den Eindruck habe, dass sich die Wogen der Emotionen bei diesem Thema langsam geglättet haben. Meine Bitte ist es, es dabei auch zu belassen und Altes nicht wieder aufzukochen. Wir reden hier über Gleichnisse und nicht über Grundlegendes, wie die Stellung Jesu, die unverdiente Gnade oder die Leugnung einer Auferstehung als Grundlage unserer Hoffnung. Ich möchte hier ein für alle Mal einen dicken symbolischen Schlussstrich unter Vergangenes setzen. Wer hierbei mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Wer es nicht kann, verkneife sich zu Antworten.

    Und hier kommt der symbolische Schlussstrich.
    ______________________________________

    Doch nun zu den Erklärungen von W.F.

    So, wie ich ihn verstanden habe, möchte ich versuchen den Bibeltext aus Lukas mit eigenen Worten wiederzugeben. Dieser Text ist Umfangreicher als Mathäus, deshalb wähle ich ihn:

    ================================
    Lukas 12
    (41) Petrus sagt zu Jesus: „Herr, Du hast uns schon zwei Geschichten erzählt, die uns verdeutlichen sollen, dass wir wachsam und vorbereitet sein sollen. Ich stelle mir nun die Frage, ob jeder der Hörer die gleiche Wachsamkeit an den Tag legen sollte? Sollen nur wir, die Apostel oder auch die übrigen der Jünger und Zuhörer im gleichen Maß, auf Dein zweites Kommen vorbereitet und deshalb wachsam sein?“

    (42) Jesus antwortet Petrus darauf: „Petrus, wer würdest Du als die Person bezeichnen, die die meiste Verantwortung trägt. Das bin doch mit Sicherheit ich, als euer Lehrer, euer Herr und Erlöser. Mir wurde die Aufgabe von Gott gegeben, für euch zu sorgen und euch geistig zu ernähren. Ich habe diese Aufgabe verstanden und komme dieser Aufgabe auch in Zukunft bereitwillig nach.

    (43) Ich freue mich auf den Zeitpunkt, an dem mein Gott und euer Gott mir das Signal geben wird, meine königliche Macht der Menschheit zu präsentieren. Mein Vater erfreut sich meiner, (44) und übergibt mir nach dem Zeitpunkt seines Ermessens auch die Gewalt über alle Völker der Erde.

    (45) Gott hat nicht nur mir, sonder auch Dir, Petrus, Pflichten und Aufgaben auferlegt. Er erwartet von Dir besondere Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, so wie ich es Dir in den beiden vorangegangenen Gleichnissen verständlich machte. Wenn Du irgendwann der Meinung wärst, dass das alles unnötig ist, und anfangen solltest mein prophezeites zweites Wiederkommen in Frage zu stellen, würdest Du damit deine Wachsamkeit aufgeben. Du könntest sogar zu der Lebenseinstellung kommen: „Nach mir die Sintflut“. Noch schlimmer, Du könntest sogar ein boshaftes Herz entwickeln und damit beginnen deine Mitbruder zu misshandeln und ihnen aus Egoismus heraus zu schaden. Du könntest auch versuchen meine besondere Stellung und meine Aufgaben einzunehmen. (46) Glaube mir, wenn Du oder einer der übrigen Apostel und Jünger nicht seiner speziellen Aufgabe, die Gottes ihm gibt, ganz bewusst nicht nachkommt, Deine Taten bleiben nicht ungesehen. (47) Solltest Du mit Vorsatz versagen, wird Deine Bestrafung schlimm ausfallen.

    (48a) Wenn aber einer der übrigen Jünger aus Unwissenheit die Aufgaben und Erwartungen, die Gott für ihn vorgesehen hat, nicht zur Gänze erfüllt, wird mit ihm gnädiger verfahren.

    (48b) Mir wurde die größte und schwierigste Aufgabe von Allen gegeben. Aber auf der anderen Seite wurde mir auch die Fähigkeit von Gott dazu gegeben, sie zu bewältigen. JHWH gab mir die Kraft und den Geist, vieles zu ertragen. Er gab mir aber auch die Ausdauer, ständig, auch für die Zeit nach meinem bevorstehenden Tod, für euch alle zu sorgen. Da mir viel Kraft gegeben wurde, werden von mir, nach meiner Befähigung, auch von meinem Vater extrem große Dinge verlangt. Bei Dir, Petrus ist es ähnlich. Auch Dir wurde ein außergewöhnliches Maß an Verständnis gegeben. Du wirst sogar noch mehr Kraft und Hilfe meines heiligen Geistes erfahren, wenn ich meine anfängliche irdische Aufgabe erfüllt habe. Ich, wie auch mein Vater haben große Dinge mit Dir, und den übrigen Aposteln vor. Dir als Apostel, wie auch alle übrigen Aposteln wird deshalb viel gegeben, weil ihr für außergewöhnliche Aufgaben auserkoren seid. Deshalb strenge Dich an, Du kannst es schaffen.“
    ================================

    Seine Grundaussage ist, dass in genau diesem Gleichnis vom TuvS die Aussage, dass der Herr kommt, sehr wohl auch auf Jehova bezogen werden kann und nicht Jesus damit gemeint sein muss. Zugegeben, in den übrigen Gleichnissen und Prophezeiungen, vor und nach dieser Veranschaulichung, wir hauptsächlich von Jesus gesprochen, dass Dieser Kommt. Zum Beispiel mit seinen Engeln.

    Doch gibt es auch eindeutige Bibelstellen, die direkt darauf hinweisen, dass auch Gott kommen wird. In welcher Form auch immer. Dafür muss ich kurz darauf zurückgreifen, dass Daniel 7 und Offenbarung 13 (das Tier mit 7 Köpfen und 10 Hörnern, bestehend aus Löwe, Bär und Leopard) fest miteinander verknüpft sind. In Daniel steht:

    Daniel 7:9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Alter an Tagen sich setzte

    Daniel 7:22 bis der Alte an Tagen kam, und das Gericht den Heiligen der höchsten Örter gegeben wurde, …

    Psalm 110: Jehova sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße… (nochmals erwähnt in Lukas 20:43, Apo. 2:35, Heb. 1:13)

    Hebräer 10:12 Dieser aber hat für immer ein einziges Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich zur Rechten Gottes gesetzt, 13 fortan wartend, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt würden.

    Deshalb kann man sehr wohl auch behaupten, dass zum Schall der 7.ten Posaune (Math. 24:31, Off. 11:15) auch Jehova kommen wird. Ob er sichtbar, wie sein Sohn, kommen wird wage ich zu bezweifeln, da kein Mensch Gott sehen kann. Auch Offenbarung 11:15 spricht davon:

    15 Und der siebte Engel posaunte: und es geschahen laute Stimmen in dem Himmel, welche sprachen: Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    17. Wir danken dir, Herr, Gott, Allmächtiger, der da ist und der da war, daß du angenommen hast deine große Macht und angetreten deine Herrschaft!

    Jesus hingegen wird sichtbar kommen, so wie es in Mat. 24:29-31 und Daniel 7:13,14 steht:
    13 Ich schaute in Visionen der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. 14 Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird.

    Wäre Jesus in diesem Gleichnis der „Herr, der kommt“, dann ergeben sich aus diesem Verständnis heraus folgende Problempunkte und W.F. verknüpft dieses zusätzlich mit dem Zeitplan der Ereignisse:

    Bis zum Schall der 7.ten Posaune sitzt Jesus zur Rechten seines Vaters und wartet bis JHWH seine Feinde zu seinen Füßen niederwirft. Beim Schall der 7.ten Posaune wird im Himmel die frohe Kunde ausgerufen: Die Herrschaft gehört endlich Gott, und dem, den er eingesetzt hat. Dann kommt Jesus als Herr auf die Erde und setzt den treuen und verständigen Sklaven (alle die, die zu den 144.000 gehören) über seine ganze Habe, die er von seinem Vater bekommen hat. Was bleibt dann noch für ihn übrig?

    Wenn wir das Beispiel von Pharao und Josef nehmen, dann hat Pharao Josef alles übertragen und er selbst braucht sich um nichts mehr zu kümmern. Dafür hatte er ja ab diesem Zeitpunkt Josef eingesetzt. So ist es auch mit dieser Überlegung: Gott setzt seinen Sohn über die Habe, und dieser wiederum setzt den treuen und verständigen Verwalter über die ganze Habe!?

    Genau das ist der Punkt. Wenn Jesus nun alles dem T.u.v.Sklaven übergibt, dann hat er doch nichts mehr für sich selbst.

    Wer wird also nach dem Schall der 7.ten Posaune regieren?
    Jesus? Nein, er hat ja die ganze Habe den 144.000 übertragen.

    Wer wird als König amten?
    Jesus? Nein, hat er alles in die Hände der 144.000 gelegt.

    Wer wird die Menschen richten?
    Jesus? Nein, die ganze Habe wurde den 144.000 übertragen.

    Wer wird als Priester dienen?
    Jesus? Nein, die ganze Habe wurde ja den 144.000 übertragen.

    Wer wird die Menscheit zum Wasser des Lebens führen?
    Jesus? Nein, hat er alles den 144.000 übergeben.

    Egal was man anführen würde, Jesus wäre während der 1.000 Jahre arbeitslos. Wenn er vorher nicht der T.u.v. Sklave war, weil dieser aus Menschen bestehen sollte, dann war er auch vorher schon arbeitslos und nicht der Speise-Austeiler. Dann wären die einzigen Aufgaben, die Jesus gehabt hätte, folgende:

    1. Als Mensch geboren zu werden um dann als Opfer zu sterben
    2. Den T.u.v. Sklaven als Verwalter der Speisen zu berufen und beim Schall der 7.ten Posaune diesen Sklaven über seine ganze Habe zu setzen.
    3. Und am Ende der 1.000 Jahre das Königreich wieder seinem Vater zurückzugeben, was aber schon nicht geht, weil er es ja nicht mehr hat. Er hat ja seine ganze Habe den 144.000 gegeben.

    Wer sich also selbst als dieser Treue und verständige Sklave aus Mathäus 24 und Lukas 12 sieht, setzt sich, nach dieser Überlegung, selbst an die Stelle, die eigentlich Jesus von seinem Vater zugedacht wurde. Das könnte dann dazu führen:

    „Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden.“

    Man darf sich als treu und verständig erweisen; man sollte es sogar versuchen. Aber gerade bei diesem Gleichnis ist es vielleicht anderes. Man muss nicht glauben, dass Jesus der T.u.v. Sklave ist. Auch Anderes ist möglich. Aber wenn man dieses Gleichnis aus dieser Perspektive betrachtet und man sich selbst, gerade in diesem Gleichnis, als T.u.v.Sklave sieht, statt in der Stellung der Hausgenossen, der könnte möglicherweise als böser Sklave erfunden und bestraft werden.

    So weit zu den Ausführungen aus dieser Sichtweise. Als Alternative kann ich auch noch folgende Erklärung anbieten. Diese Erklärung stützt eher den Gedanken eines Vergleiches, als das Bild einer Prophezeiung:

    ================================
    Lukas 12
    (41) Petrus sagt zu Jesus: „Herr, Du hast uns schon zwei Geschichten erzählt, die uns verdeutlichen sollen, dass wir wachsam und vorbereitet sein sollen. Ich stelle mir nun die Frage, ob jeder der Hörer die gleiche Wachsamkeit an den Tag legen sollte? Sollen nur wir, die Apostel oder auch die übrigen der Jünger und Zuhörer im gleichen Maß, auf Dein zweites Kommen vorbereitet und deshalb wachsam sein?“

    (42) Jesus antwortet Petrus darauf: „Petrus, Du willst also wissen, ob ich an jeden Nachfolger die gleichen Erwartungen habe? Nein, das habe ich nicht! Ich möchte es Dir näher erklären und werde nun einen Vergleich gebrauchen, damit Du die Zusammenhänge besser verstehen kannst. Stell dir vor, da gibt es in einem großen Haushalt einen Menschen, der besondere wichtige Aufgaben von seinem Herrn erhalten hat. Er soll das Anwesen verwalten und er hat auch die verantwortungsvolle Aufgabe erhalten, das Essen zur rechten Zeit auszuteilen. Ihm wurde so zu sagen der Schlüssel zur Speisekammer anvertraut. Wen würdest Du, Petrus, als verantwortungsbewusst (klug) und zudem als gutherzig (treu) bezeichnen? (43) Ist nicht ein Verwalter glücklich zu schätzen, den sein Herr, wenn er vorbei schaut, genau mit den Dingen beschäftigt sieht, die ihm aufgetragen wurden? (44) Ich sage Dir, er wird ihn reichlich belohnen für sein Verständnis und seinen Fleiß. Er mag ihn sogar über seinen ganzen Besitz setzen. Gerade so, wie es ihm beliebt. (45) Doch nun stell Dir vor, was mit diesem Verwalter geschehen würde, wenn er sich ganz bewusst dazu entschließt gegen die Anweisungen seines Herrn zu handeln. Er hat die Aufgaben zwar sehr wohl verstanden. Aber er ist der Meinung, dass sein Herr es nicht mitbekommt, wenn er sich vor seinen Aufgaben drückt. Vielleicht beginnt er sogar die übrigen Angestellten zu misshandeln, sie zu schlagen oder nimmt das Beste der Speisekammer für sich selbst in Anspruch. Hält Gelage mit den Gewohnheitstrinkern der Stadt. Er sollte sich eigentlich um das Wohl der übrigen Angestellten und Dienern kümmern. Doch er tut es absichtlich nicht, weil er sich unbeobachtet fühlt. „Mein Herr lässt noch lange auf sich warten. Der kommt doch nicht so schnell vorbei;“ denkt er. Er tut das Gegenteil von dem, was er tun soll. Und das voll bewusst. Er schadet durch seine Boshaftigkeit den ihm anvertrauten Menschen. (46) Wenn dieser böse Verwalter von seinem Herrn überrascht wird, wenn er plötzlich und unerwartet auftaucht und seine Arbeit inspiziert, wird er ihn bestimmt hart bestrafen. (48a) Es gibt natürlich auch noch eine weitere Möglichkeit. Dieser eingesetzte Verwalter hat nicht richtig begriffen, was der Eigentümer von ihm will. Vielleicht denkt er, dass er den Auftrag hat möglichst sparsam mit dem Essen umzugehen und gibt zu wenig davon heraus. Oder er übergibt die falschen Speisen in die Küche. Auch könnte er zu viel des Guten tun, indem er zuviel Essen auf die Tische stellt, so dass die Arbeiter zu viel essen und träge werden. Da in diesem Fall keine Boshaftigkeit, sonder ein Missverstehen vorliegt, kann er mit Bestimmtheit mit Gnade von Seitens seines Herrn rechnen. (48b) Doch auf diese Möglichkeit möchte ich gar nicht näher eingehen. Denn Du, Petrus, und die übrigen Apostel können mit Sicherheit nicht sagen, dass ihr meine Worte nicht richtig verstanden habt. (Könnte der Grund sein, warum in Math. der dritte Sklave keine Erwähnung findet.) Ihr seid seit 3 1/2 Jahren immer an meiner Seite und habt so viel von mir gesehen und gehört wie kein Anderer. Wenn ich in den vorangegangenen Gleichnissen von Wachsamkeit gesprochen habe, so gibt es für Dich keine Ausrede! Du weist, was Du tun sollst! Und ich erwarte von Dir, dass Du dich wie ein treuer Verwalter verhältst. Sollte einer der Anderen Jünger den Sinn meiner Worte nicht verstanden haben, so werde ich Nachsicht mit ihm walten lassen. Doch nicht bei Dir und den übrigen Aposteln. Euch wurde viel Erkenntnis und Verständnis gegeben und ich habe vor, euch Apostel mit großen Dingen zu beauftragen (euch über vieles zu setzen); Deshalb verlange ich auch mehr als das Übliche von Euch. Ihr müsst wachsamer als alle Anderen sein. Ihr 12 sollt nach meinem Weggang meine Herde hüten und euch um meine Schafe kümmern. Wer sich von Euch vor der Aufgabe drückt, die ich für ihn vorgesehen habe, der zeigt Boshaftigkeit, wie dieser zweite Verwalter in meiner Metapher. Denn ihr 12 wisst ganz genau, was ich von euch will! In der Tat: Wem viel gegeben wurde, von dem wird auch viel verlangt werden. Je mehr einem Menschen anvertraut wurde, desto mehr wird von ihm gefordert.

    Doch nun wende ich mich wieder dem eigentlichen Thema der Wachsamkeit zu. Stellt euch einmal 10 Brautjungfern vor, …“
    ================================

    Da denke ich unwillkürlich an Judas Ischariot. Er war einer der 12 und er wusste genau, was Jesus von ihm wollte. Aber in seinem Herzen flammte Habsucht und somit böses auf. Wie war sein Tod, also sein Lohn? Er stürzte so heftig zu Boden, das sein Körper buchstäblich aufbrach und seine inneren Organe sich auf dem Acker verteilten. Wie heist es in Mathäus 24:51 wörtlich: „Er wird ihn in zwei hauen…“ Eine wahrlich drastische Warnung für die Apostel.

    Apo. 1:17. Denn er war unter uns gezählt und hatte das Los dieses Dienstes empfangen.
    18. (Dieser nun hat zwar von dem Lohne der Ungerechtigkeit einen Acker erworben und ist, kopfüber gestürzt, mitten entzwei geborsten, und alle seine Eingeweide sind ausgeschüttet worden. 20. Denn es steht im Buche der Psalmen geschrieben: „Seine Wohnung werde öde,
    und es sei niemand, der darin wohne“, und: „Sein Aufseheramt empfange ein anderer„.

    Diese zwei möglichen Varianten über den TuvS lasse ich hier mal ohne weiteren Kommentar so stehen. Jeder Leser sollte für sich darüber seine eigene Meinung bilden, ob ihm das eine oder andere besser zusagt, für ihn logischer erscheint oder ob er hier noch weitere Möglichkeiten zur Auferbauung unserer Geschwister zu Papier bringen möchte. Vielleicht kennt jemand von Euch weitere tiefer liegende Geheimnisse, die in diesem Gleichnis verborgen sein könnten. Teilt sie uns bitte mit!

    Bitte behaltet euere brüderliche Liebe
    Boas

    PS: Dieser Kommentar ist durch die christliche Zusammenarbeit von mehreren Brüdern (mit ganz unterschiedlichem Verständnis dieses Textes) entstanden.

  • Zadok/Achim
    April 7, 2015

    Liebe Geschwister,

    auch ich habe zu diesem Thema in den letzten drei Wochen viel geschrieben und mich mit Christen zu diesem Thema ausgetauscht.

    Was bestehen bleibt, ist, dass wir als Sektengechädigte bei einem Thema hängenbleiben, das nicht relevant ist. Weil unsere Sektenführung uns eine Lüge aufgetischt hat die unser Glaubensverständnis immer noch prägt. Leider wird hier alles nur erdenkliche aufgefahren um zu retten was nicht mehr zu retten ist.
    Ich mache das gerne an einem Beispiel fest:
    Zitat:
    Seine Grundaussage ist, dass in genau diesem Gleichnis vom TuvS die Aussage, dass der Herr kommt, sehr wohl auch auf Jehova bezogen werden kann und nicht Jesus damit gemeint sein muss.
    Zitat Ende
    Das ist eben Bibelauslegung, die man nur auf BI findet.
    Das sind Gedanken, die kann man haben, die sind aber sehr exklusiv.
    Vor allem aber sind sie nicht in der Bibel als klare Aussage zu finden, man muss schon sehr viele Hilfskonstrukte verweden, um das zu glauben.
    Aber sei es wie es sei, wenn jemand das glauben will dann soll er das glauben, solange er das als seine eigenen Gedanken deutlich genug kennzeichnet.
    Zurückkommend auf das Zitat siehe oben, fällt mir ein, dass man auf einer Autobahn bequem von A nach B kommen kann, wenn man die Fahrtrichtung nutzt und die zur Verfügung stehenden Fahrspuren.
    Ich kann aber auch die von B kommende Fahrbahn nutzen und mit viel Glück und einer großen Menge an Blechschaden und Verletzten und Toten auch in B ankommen.

    Liebe Geschwister, bleiben wir bibeltreu und verlassen wir uns nicht auf unseren eigenen Verstand.

    Liebe Grüße
    Achim

  • Alois
    April 7, 2015

    Lieber Achim

    Zu Deiner Bemerkung, dass die Lehre, dass Jesus der treue und verständige Sklave ist, nur in Bi zu lesen ist, ist mir spontan eine Geschichte eingefallen.

    1. Könige 22
    1. Und sie blieben drei Jahre ruhig; es war kein Krieg zwischen Syrien und Israel.
    2. Und es geschah im dritten Jahre, da kam Josaphat, der König von Juda, zu dem König von Israel herab.
    3. Und der König von Israel sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, daß Ramoth-Gilead unser ist? Und wir bleiben still und nehmen es nicht aus der Hand des Königs von Syrien?
    4. Und er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen? Und Josaphat sprach zu dem König von Israel: Ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse!
    5. Und Josaphat sprach zu dem König von Israel: Befrage doch heute das Wort Jehovas.
    6. Da versammelte der König von Israel die Propheten, bei vierhundert Mann, und er sprach zu ihnen: Soll ich wider Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder soll ich davon abstehen? Und sie sprachen: Ziehe hinauf, und der Herr wird es in die Hand des Königs geben.
    7. Aber Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jehovas mehr, daß wir durch ihn fragen?
    8. Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann da, um durch ihn Jehova zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses: Micha, der Sohn Jimlas. Und Josaphat sprach: Der König spreche nicht also!

    9. Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe Micha, den Sohn Jimlas, eilends her!
    10. Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen ein jeder auf seinem Throne, angetan mit königlichen Kleidern, auf einem freien Platze am Eingang des Tores von Samaria; und alle Propheten weissagten vor ihnen.
    11. Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht Jehova: Mit diesen wirst du die Syrer stoßen, bis du sie vernichtet hast.
    12. Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe hinauf nach Ramoth-Gilead, und es wird dir gelingen; denn Jehova wird es in die Hand des Königs geben.

    13. Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sprach: Siehe doch, die Worte der Propheten verkündigen einstimmig dem König Gutes; laß doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und rede Gutes.
    14. Aber Micha sprach: So wahr Jehova lebt, was Jehova mir sagen wird, das werde ich reden!
    15. Und als er zu dem König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder sollen wir davon abstehen? Und er sprach zu ihm: Ziehe hinauf, und es wird dir gelingen; denn Jehova wird es in die Hand des Königs geben.
    16. Und der König sprach zu ihm: Wie viele Male muß ich dich beschwören, daß du nichts zu mir reden sollst als nur Wahrheit im Namen Jehovas?
    17. Da sprach er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sprach: Diese haben keinen Herrn; sie sollen ein jeder nach seinem Hause zurückkehren in Frieden.
    18. Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?
    19. Und er sprach: Darum höre das Wort Jehovas! Ich sah Jehova auf seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
    20. und Jehova sprach: Wer will Ahab bereden, daß er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle? Und der eine sprach so, und der andere sprach so.
    21. Da trat ein Geist hervor und stellte sich vor Jehova und sprach: Ich will ihn bereden. Und Jehova sprach zu ihm: Wodurch?
    22. Und er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein in dem Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst ihn bereden und wirst es auch ausrichten; gehe aus und tue also!
    23. Und nun, siehe, Jehova hat einen Lügengeist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt, und Jehova hat Böses über dich geredet.
    24. Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Micha auf den Backen und sprach: Wo wäre der Geist Jehovas von mir gewichen, um mit dir zu reden?
    25. Und Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, wenn du ins innerste Gemach gehen wirst, um dich zu verstecken.
    26. Und der König von Israel sprach: Nimm Micha und führe ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohne des Königs,
    27. und sage: So spricht der König: Setzet diesen ins Gefängnis und speiset ihn mit Brot der Trübsal und mit Wasser der Trübsal, bis ich in Frieden heimkomme.
    28. Und Micha sprach: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, so hat Jehova nicht durch mich geredet! Und er sprach: Höret es, ihr Völker alle!

    Micha hat Recht behalten, obwohl er nur einer von 401 Propheten war. Was ich damit sagen will dürfte klar sein, nämlich dass die Seltenheit einer Ansicht kein Beweis für deren Falschheit ist.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Boas an Achim
    April 7, 2015

    So, lieber Achim,

    nach meiner privaten Meinung trifft eine deiner Aussagen in deinem jetzigen Kommentar den Nagel recht treffend auf den Kopf. Dieser Text aus Math. und Lukas, über den TuvS, ist weder für Dich noch für mich ein so wichtiger Bibeltext, auf den wir eine christliche Religionsgemeinschaft gründen würden, wie es z.B. die Zeugen getan haben! Du gebrauchst bei diesem Thema das Wort „irrelevant“. Ich würde persönlich den Worten „weniger wichtig“ oder „nicht grundlegend Wichtig“ den Vorrang geben, da auch Kleines in der Bibel nicht gänzlich ohne Grund niedergeschrieben wurden. Aber im großen Zusammenhang hast Du nach meiner privaten Meinung damit Recht. Dieser Text ist für mich kein Grundstein des Glaubens an Jesus. Da gibt es wesentlich wichtigere Bibelaussagen.

    Trotzdem war es mir in den vergangenen Tagen und Wochen über 30 Stunden Zeit wert, um das Thema noch einmal zusammen zu raffen und neutral zu Papier zu bringen. Diese Zeit habe ich mir sinnbildlich aus den Rippen geschnitten. Nicht, weil dieses Thema für „mich“ so außerordentlich wichtig ist! Ich bin von diesem Glaubensverständnis schon seid fast 30 Jahren „entprägt“. Ich tat dies, weil ich meinen Schwestern und Brüdern helfen möchte. Denn ich liebe meine Geschwister im Geiste.

    Genau aus Deinem genannten Grund, macht es keinen Sinn, Schreiber wie Leser von seiner eigenen Meinung unbedingt überzeugen zu wollen. Beziehungsweise die vermeintliche, selbst wahrgenommene, Unlogik einer bestimmten Erklärung oder Deutungs-Idee mehrfach herauszustellen. Dafür ist dieses Thema, wie Du es ausdrückst, nicht relevant genug.

    Deshalb freut es mich, dass Du die beiden genannten Möglichkeiten einfach so stehen lässt, so, wie ich es auch getan habe. Überlassen wir es den Lesern und übrigen Schreibern ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen.

    Sollte Dir zu diesem einfachen Thema, TuvS, eine weitere Erklärung eingefallen sein, die hier unter dieser Rubrik noch keine Erwähnung gefunden hat, so teile uns diese neue (oder andere) Sichtweise bitte mit. Ich freue mich über jeden neuen konstruktiven Gedanken von Dir zu diesem Thema.

    Nochmals Danke für Deinen freundlichen Kommentar.

    Br. Boas

  • Gerd
    April 7, 2015

    Lieber Ede,

    solange immer wieder die 2 unterschiedlichen Ziele (Neuer HIMMEL und neue ERDE) vermixt werden, kommt nie ein harmonisches Ganzes heraus! Für die sog. Herauswahl wirkt Gott als Vater seiner Kinder selber als der Zeugende mit. Erst seit Pfingsten! Findet letzteres nicht statt, dann bleibt der Mensch wo er ist, niemand entführt ihn per Entrückung in einen Himmel, den er sich nur nebulös vorstellen kann und daher keine Sehnsucht dorthin bekam, der bleibt auf der Erde. Denke an die Jesusworte: „Einer wird genommen, der andere zurückgelassen.“

    Vielleicht kann die „Berufung“ durch das bibelkommentare.de das besser erklären als ich:

    1. Die griech. Worte καλέω, κλῆσις und κλητός haben verschiedene Anwendungen in der Schrift. So findet man:

    Die gewöhnliche Stellung oder den „Beruf“ (die „Berufung“) einer Person als Sklave oder Freier (Freigelassener). Der Christ wird ermahnt, in seinem „Beruf“ zu bleiben, wenn er es bei Gott tun kann (1. Kor 7,20-24),
    Den allgemeinen Ruf oder die Einladung durch das Evangelium an die „Berufenen“, im Gegensatz zu solchen, die „Auserwählte“ sind (Mt 20,16; 22,14), Gottes Ruf an Einzelne, wenn er sie gleichzeitig willig macht, ihm zu gehorchen, so wie zum Beispiel Abraham berufen wurde, sein Land und seine Verwandtschaft zu verlassen (Heb 11,8), Berufung in einem absoluten Sinn für die Errettung: „Welche er aber zuvorbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt“ (Rö 8,30; vgl. Rö 11,29). Die Heiligen sind Heilige durch Berufung, die Apostel waren Apostel durch Berufung (Rö 1,1.7). Der Christ wird ermahnt, allen Fleiß anzuwenden, um seine „Berufung und Erwählung“ fest zu machen (2. Pet 1,10), offensichtlich nicht in den Gedanken Gottes, sondern in seinem eigenen Bewusstsein.
    Wir lesen auch von der hohen „Berufung Gottes nach oben“ (Phil 3,14), dem „heiligen Ruf“ (2. Tim 1,9) und „der himmlischen Berufung“ (Heb 3,1).

    Grüße zum 1. Mai 🙂

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