26 Comments
  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Geschwister,

    in privater Runde haben wir über einen Text aus 2. Könige 12 gesprochen, und ich wollte den Gedanken auch gerne ihr veröffentlichen:

    2Kö 12:4 (5) Eines Tages erklärte Joasch den Priestern: „Alles Geld, das als Weihegabe in den Tempel Jahwes gebracht wird: Das Geld, das bei der Musterung zu zahlen ist, das Geld, das jemand bei der Einlösung von Gelübden zahlt und das Geld, das jemand freiwillig dem Haus Jahwes zukommen lässt, 2Kö 12:5 (6) sollen die Priester in Empfang nehmen, und zwar jeder von seinem Geldeinnehmer. Davon sollen sie die Reparaturen am Tempel ausführen lassen.“

    Durch eine Fussnote hat mich das zu 2. Mose 30:11-15 geführt.

    2Mo 30:11 Jahwe sagte zu Mose: 2Mo 30:12 „Wenn du die Gesamtzahl der Israeliten ermittelst, dann solljeder Gemusterte Jahwe ein Lösegeld für sein Leben zahlen, damit bei der Musterung keine Seuche über das Volk kommt.2Mo 30:13 Jeder, der bei der Musterung erfasst wird, soll ein halbes Silberstück geben, wobei ein Silberstück nach dem Gewicht des Heiligtums zwölf Gramm wiegt. Es ist eine Abgabe für Jahwe. 2Mo 30:14 Jeder männliche Israelit ab zwanzig Jahren, der durch die Musterung geht, soll sie für Jahwe geben. 2Mo 30:15 Ein Reicher soll nicht mehr und ein Armer nicht weniger als ein halbes Silberstück geben, wenn ihr Jahwe diese Abgabe bringt, um Sühne für euer Leben zu erwirken. 2Mo 30:16 Du sollst dieses Sühnegeld von den Israeliten für die Arbeit am Zelt der Gottesbegegnung nehmen. So bringt es die Israeliten vor Jahwe in Erinnerung und wird euer Leben bewahren.“

    Hier ist von einem Lösegeld die Rede. Wir wissen ja, dass der Tod Jesu für uns dieses Lösegeld darstellt. Interessant fand ich, dass alle Israeliten, ob arm oder reich, das gleiche Lösegeld von einem halben Silberstück bezahlen sollten. Da es als Lösegeld für das jeweilige Leben galt, wird uns dadurch gezeigt, dass für unseren himmlischen Vater jedes Leben den gleichen Wert hat.

    Aus dem Grund ziehen auch alle Menschen, unabhängig von ihrem gesellschaftlichen Stand in gleicher Weise Nutzen aus dem Lösegeld, dass durch den Tod Jesu bezahlt wurde.

    Dieses halbe Silberstück muss ein Betrag gewesen sein, der einem Armen nicht die Lebensgrundlage nahm, und den Reichen hinderte es nicht daran, seinen Reichtum in angemessener Weise zu genießen. Und dann sollte dieses Geld ja für die Reparaturen am Tempel, bzw. für die Stiftshütte gebraucht werden. Wie können wir das auf heute übertragen? Im NT finden wir die Entsprechung zum Heiligtum Jehovas, und diese Texte wurden auch in diesem Artikel behandelt:

    1Ko 3:17 „Gott wird jeden verderben, der den Tempel Gottes verdirbt, denn Gottes Tempel ist heilig – und der seid ihr!“

    Eph 2:20 „Ihr seid auf dem Fundament der Apostel und Propheten
    aufgebaut, in dem Jesus Christus selbst der Eckstein ist.
    Eph 2:21 Durch ihn, den Herrn, wächst der ganze Bau, fest
    zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel hoch. Eph 2:22 Und mit ihm verbunden werdet auch ihr als Bausteine in diesegeistliche Wohnstätte Gottes eingefügt.“

    WIR, die wir zum Leib Christi gehören, sind heute die Entsprechung des buchstäblichen Tempels. WIR werden als Bausteine in diesen geistigen Tempel eingefügt. Das macht deutlich, warum Jesus, und später auch die Apostel so großen Wert auf die Liebe legten, die wir untereinander haben.

    1Jo 4:7 Liebe Geschwister, wir wollen einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Jeder, der liebt, ist von Gott geboren und kennt Gott. 1Jo 4:8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 1Jo 4:9 Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben. 1Jo 4:10 Die Liebe hat ihren Grund nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat. 1Jo 4:11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben. 1Jo 4:12 Ihn selbst hat nie jemand gesehen. Doch wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns und seine Liebe ist in uns zum Ziel gekommen. 1Jo 4:13 Dass wir in ihm leben und er in uns, erkennen wir an dem Anteil, den er uns von seinem Geist gegeben hat.“

    Wenn wir uns also gegenseitig Gutes tun, dann tragen wir zum Aufbau des geistigen Tempels und zum Aufbau des Leibes Christi bei. So geben wir unser symbolisches halbes Silberstück. Und dadurch, dass es dabei keine Rolle spielte, ob man arm oder reich war, wird uns gezeigt, dass von keinem etwas erwartet wird, was er nicht zu leisten imstande ist. Wir geben jeweils das, was uns durch Gott zur Verfügung gestellt wurde, und wir werden dafür mit dem Leben gesegnet. Das passt dann auch zu dem, was
    wir in Sprüche 11 lesen können:

    Spr 11:24 „Mancher teilt mit vollen Händen aus und bekommt doch imme mehr, / ein anderer spart über Gebühr und wird doch arm dabei. Spr 11:25 Wer andern Gutes tut, dem geht es selber gut, / wer anderen Erfrischung gibt, wird selbst erfrischt.“

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Geschwister,

    ich habe zum Thema „Antichrist“ einen interessanten Artikel von einem Autor namens Jack Kelley gelesen. Es geht dort um 1. Johannes 2:18+19.

    1Jo 2:18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind nun viele Antichristen geworden; daran erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.
    1Jo 2:19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, daß nicht alle von uns sind.

    Auszugsweise heißt es in dem Artikel (endzeit-proph.blogspot.de/2012/08/der-geist-des-antichristen_6.html)

    Entsprechend der Aussage von 1. Joh. 2:18-19 lehrt jeder Lehrer, der die Errettung allein aus Gnaden leugnet, eine Lüge. Wenn er sagt, dass wir zur Erlangung des ewigen Lebens mehr tun müssen als zu glauben und zu empfangen, heisst das, dass die Wahrheit nicht in ihm ist. Denken Sie daran, Gnade plus Werke ist nicht länger Gnade.

    Glauben Sie das?
    Was ist mit denen, die solchen falschen Lehren glauben? „Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und habt alle das Wissen.” (1. Joh. 2:20). Hier erklärt Johannes, dass nur diejenigen, die die Wahrheit in ihrem Herzen tragen, vor solchen Irrlehren bewahrt bleiben, also werden auch wir, die wir der Wahrheit glauben, davor bewahrt werden, solche Lügen zu glauben. Diejenigen, die sich als Christen bezeichnen, aber dann doch einer Religion anhängen, die sich von der Wahrheit ab- und der Lüge zuwendet, zeigen damit, dass sie niemals wirklich der Wahrheit geglaubt haben…

    Einige Religionen propagieren einen Weg der Errettung, der auf Werken basiert. Andere versuchen, Gnade und Werke miteinander zu verbinden. Egal, ob sie behaupten, Christen zu sein oder einen anderen Gott proklamieren. Tatsächlich sind sie alle auf dem breiten Weg, der mit der weiten Pforte begonnen hat. Die enge Pforte heisst „Gnade“ und der schmale Weg heisst „allein durch Glaube“…

    Ich verstehe 1. Joh. 2:18-19 so, dass es einen Beweis für den Geist des Antichristen darstellt, wenn man nicht glaubt, dass unsere Errettung allein darin liegt, Jesus zu vertrauen. Wenn jemand glaubt, dass man darüber hinaus auch nur einen kleinen Teil selbst dazu tun muss, oder dass Er uns, obwohl Er uns gerettet hat, trotzdem verlieren kann, dann ist das der Geist des Antichristen. Diejenigen, die solche Dinge glauben, mögen aus unserer Mitte gekommen sein, aber sie haben niemals wirklich zu uns gehört.

    Ich dachte, dass das ganz gut zu diesem Thema passt.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Hans
    Januar 4, 2013

    Hi Leute,

    beim Lesen von Off 12:17, das im Artikel aus einer anderen Übersetzung als der NWÜ zitiert ist, fiel mir erstmalig ein wesentlicher Unterschied auf:

    NWÜ
    (Offenbarung 12:17) Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

    Habe das mal mit etlichen Übersetzungen verglichen, auch mal im Griechischen nachgesehen. Wie das Wort „Werk“ da reinkommt, ist mir völlig schleierhaft! Na eigentlich doch nicht, wenn ich bedenke, dass die NWÜ von ZJ mit der Zentrallehre eines Leistungsevangeliums verfasst wurde 😐

    In den genaueren Übersetzungen steht meist schlichtweg sowas wie „das Zeugnis Jesu haben“.

    Immerhin lässt die NWÜ an der Stelle „Jesus“ stehen, das kann man positiv erwähnen 😉

    LG
    Hans

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Lieber Hans,

    du hast recht, das Wort „Werk“ kommt tatsächlich nicht vor. Du hast ja schon geschrieben, was die Gründe für eine solche Übersetzung ist. Mein Gedanke dazu ist: Hier wird Zeugnis HABEN gesagt, nicht Zeugnis GEBEN. Darin sehe ich einen großen Unterschied, weil es die Perspektive ändern. Es ist etwas anderes, ob man selbst ein Zeugnis bekommen hat, oder ob man ein Zeugnis an andere weitergibt. Kann das „Zeugnis Jesu haben“ hier nicht dafür stehen, dass Jesus UNS das Zeugnis gibt, dass wir zu ihm gehören?

    Du hast mich durch das Zitieren dieses Textes aber noch auf einen anderen interessanten Punkt gebracht. Die Elberfelder Übersetzung gibt diesen Text so wieder:

    Off 12:16 „Und die Erde half dem Weibe, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Munde warf. Off 12:17 Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben.“

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass es dem Drachen um die Frau an sich geht. Aber der Vers 17 sagt, dass es ihm vielmehr um „den übrigen ihres Samens“ geht. Diese Beschreibung führt uns in die Zeit Adams zurück. Jehova hatte vorhergesagt:

    1Mo 3:14 „Und Jahwe Gott sprach zu der Schlange: Weil du dieses getan hast, sollst du verflucht sein vor allem Vieh und vor allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. 1Mo 3:15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

    Wie seht ihr diesen Punkt? Gibt es hier eine Verbindung zu der Frau und ihren Nachkommen aus Offenbarung 12? Kann es sein, dass die Frau ihren Anfang in Eva nahm, und ihr fleischlicher Same sowohl gute als auch schlechte Menschen hervorbrachte, wie man ja gleich an Abel und Kain anschaulich beobachten konnte? Oder handelt es sich bei der Frau um eine symbolische Beschreibung, die in 1. Mose anfängt, und in der Offenbarung ihren Höhepunkt findet?

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Hans
    Januar 4, 2013

    Hi Sascha,

    vielen Dank, das mit dem Zeugnis leuchtet ein. Ist schon in der Schule so. Zeugnis geben oder haben definiert den Unterschied zwischen Schüler und Lehrer 😉

    Deine Fragen sind interessant. Bin mal gespannt, welche Meinungen es dazu gibt. Ich hab im Moment noch keine, muss das erst mal in Ruhe nachlesen und studieren.

    LG
    Hans

  • Angi
    Januar 4, 2013

    Hallo Sascha,
    wenn ich diese beiden Bibelstellen aus Offenb.12 und 1. Mose 3 miteinander vergleiche, dann fällt mir auf, dass der Drache zwar zonig auf das Weib ist, aber mit den übrigen ihres Samens Krieg führt. Das Weib selber scheint für ihn nicht erreichbar, sonst würde er auch mit ihr kämpfen. Die Einschränkung, „die übrigen Ihres Samens, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu innehaben“, läßt den Umkehrschluß zu, dass es auch welche gibt, die zwar zu dem Samen gehören, aber nicht die Gebote Gottes halten und auch nicht das Zeugnis Jesu innehaben.
    Das wiederum könnte ja auf Eva und ihre Nachkommen zutreffen.
    Worüber ich mir nicht ganz klar bin, ist die Tatsache, dass in beiden von Dir angegeben Bibelstellen, der Drache oder Schlange selber Krieg führt gegen den Samen des Weibes.
    Der Same der Schlange wird zwar erwähnt, aber wenn es heißt „er“(der Same des Weibes),nicht „sie“(das Weib), wird Dir den Kopf zertreten,aber „du“(die Schlange wird persönlich von Gott angesprochen) wirst ihm die Ferse zertreten, dann deutet dass auf einen Krieg zwischen Schlange/Drache und dem Samen des Weibes hin.
    Sowohl das Weib, als auch der Same des Drachen rücken irgendwie in den Hintergrund.
    Ich weiß nicht, ob das von Bedeutung ist. Villeicht darf man das Weib und ihren Samen und den Drachen und seinen Samen auch gar nicht so auseinander definieren.
    Allerdings würde ich dann Eva als Weib in der Offenbahrung ausschließen, denn Satan hat keinen Grund gegen sie zu kämpfen, weil er sie ja bereits verführt hat und sie hat sich für ihn gegen Gott entschieden.
    Das sind so meine Gedanken zu diesem wirklich interessanten Thema.
    Aber es gibt sicherlich noch vielmehr dazu zu sagen.
    Bin gespannt auf weitere Kommentare.

    LG
    Angi

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Angi,

    danke für deine Erklärung zu 1. Mo.3:15. Du hast das sehr gut herausgestellt, dass dort der Konflikt auf die Feindschaft zwischen dem Samen der Frau und der Schlange hinausläuft. Und genauso wird es ja in der Offenbarung beschrieben. Das würde dafür sprechen, dass mit der Frau in 1. Mose nicht buchstäblich Eva gemeint war, oder?

    Das Satan nicht an die Frau herankommt, zeigt ja die Beschreibung in Offenbarung 12. VOR dem Krieg im Himmel wird gesagt:

    Off 12:6 Und das Weib floh in die Wüste, wo sie eine Stätte hat, von Gott bereitet, damit man sie daselbst ernähre tausendzweihundertsechzig Tage.

    Und nach dem Hinabwerfen Satans heißt es:

    Off 12:13 Und als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, verfolgte er das Weib, welches den Knaben geboren hatte.
    Off 12:14 Und es wurden dem Weibe zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste flöge an ihre Stätte, woselbst sie ernährt wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange. Off 12:15 Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul dem Weibe Wasser nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde. Off 12:16 Und die Erde half dem Weibe, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, welchen der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte. Off 12:17 Und der Drache ergrimmte über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes beobachten und das Zeugnis Jesu haben.

    Erst flieht sie für 1260 Tage in die Wüste, und dann werden ihr die Flügel des Adlers gegeben, damit sie 3,5 Zeiten in Sicherheit ist. Als erstes wird der Drache versuchen, die ganze Frau zu ertränken, aber das gelingt ihm nicht. Deshalb bekämpft er jetzt die „Übrigen ihres Samens“. Und in Kapitel 13 wird dann beschrieben, dass er das durch die zwei Tiere macht, die einmal aus dem Meer und einmal aus der Erde hervorkommen.

    Die Frage ist also: Wer ist diese Frau? Die „Übrigen ihres Samens“ sind leichter zuzuordnen, es werden wohl die treuen Schafe Jesu sein. Das würde bedeuten, dass die Frau als Ganzes aber nicht die reine Braut Jesu sein kann, die dann in Offenbarung 21 beschrieben wird.

    Off 21:2 „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herniederkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“

    Ein Punkt hat mich auch zum Nachdenken gebracht: Warum „wunderte“ er sich „mit großer Verwunderung“, als er Babylon die Große sah? Warum wird über die Frau aus Offenbarung 12 gesagt, dass sie in die Wüste flieht, und später wird Johannes dann auch im Geist in die Wüste versetzt, als er Babylon die Große auf dem Tier sitzend sieht?

    Off 17:3 „Und er führte mich im Geiste hinweg in eine WÜSTE; und ich sah ein Weib auf einem scharlachroten Tiere sitzen, voll Namen der Lästerung, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte.“

    Off 17:6 „Und ich sah das Weib trunken von dem Blute der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.“

    Ich bin sehr gespannt auf eure Gedanken. Vielleicht kommen wir zusammen in dieser Sache weiter… 🙂

    Liebe Grüße
    Sascha

    P.S. @Hans: Der Vergleich Schüler/Lehrer ist sehr gut.

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Geschwister,

    im Artikel wurde auch der Text aus 1.Pet.2:7 erwähnt, wo es um den „Eckstein“ Jesus Christus geht. Die Verse davor passen auch zu dem Gedanken, dass wir als Einzelne Bausteine des Tempels sind:

    1Pe 2:4 „Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein! Die Menschen haben ihn zwar als unbrauchbar weggeworfen, vor Gott aber ist er eine ausgesuchte Kostbarkeit. 1Pe 2:5 Und lasst euch selbst als lebendige Steine zu einem geistlichen Haus aufbauen, zu einer heiligen Priesterschaft, die geistliche Opfer bringt. Durch Jesus Christus nimmt Gott solche Opfer gern an.“

    Der Vers 5 sagt, dass wir „lebendige Steine“ sind, und wir uns zu diesem „geistlichen Hauses“ und zu einer HEILIGEN PRIESTERSCHAFT aufbauen lassen sollen. In seinem Brief spricht Petrus deswegen auch von einem Volk von Königen und Priestern:

    1Pe 2:9 „Aber ihr seid ein ausgewähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, das Gott selbst gehört. Er hat euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen, damit ihr verkündigt, wie unübertrefflich er ist.
    1Pe 2:10 Früher wart ihr nicht sein Volk, aber jetzt seid ihr Gottes Volk, früher gab es für euch kein Erbarmen, aber jetzt habt ihr sein Erbarmen gefunden.“

    Wenn man diese Texte zusammen mit der Erkenntnis, dass wir Bestandteil des Tempels sind, betrachtet, wird auch das Verständnis über verschiedene Texte aus der Offenbarung etwas klarer, so z.B.:

    Off 5:9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen Off 5:10 und hast sie für unsren Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

    Liebe Grüße

    Sascha

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Geschwister,

    ich habe mir gestern das ganze Thema nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin dann wieder bei Offenbarung 5:9+10 angekommen.

    Off 5:9 Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen Off 5:10 und hast sie für unsren Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

    Hier wird gesagt, dass diese Menschen aus allen Stämmen, Zungen, Völkern und Nationen zu einem Königreich und zu Priestern gemacht werden, und sie auf der Erde herrschen werden. Das ist doch die exakte Beschreibung der großen Volksmenge:

    Off 7:9 Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen; die standen vor dem Throne und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen.“

    Dann heißt es noch:

    Off 7:15 Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird über ihnen wohnen.

    Im Tempel durften nur Priester dienen, und wenn hier über die große Volksmenge gesagt wird, dass sie Tag und Nacht im TEMPEL dienen, dann können sie es nur, weil sie zu dieser heiligen Priesterschaft gehören.

    Durch das, was in Hebräer über unseren Hohen Priester Jesus und über das Heiligtum steht, wissen wir, dass es bei diesen priesterlichen Diensten nicht mehr um buchstäbliche Opfer gehen kann, denn das wahre Opfer wurde „ein für allemal dargebracht“. Es sind keine weiteren buchstäblichen Opfer mehr nötig, weshalb wir in 1. Pet. 2:5 ja auch von „geistlichen Opfern“ lesen. Diese „Opfer“ wurden auch schon von dem Propheten Micha beschrieben:

    Mic 6:7 „Wird Jahwe Wohlgefallen haben an Tausenden von Widdern, an Zehntausenden von Strömen Öls? Soll ich meinen Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?“ Mic 6:8 Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist; und was fordert Jahwe von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben, und demütig zu wandeln mit deinem Gott?“

    Die geistigen Priesterdienste bestehen heute und in Zukunft nicht mehr darin, dass Menschen für andere Menschen opfern, sondern sie stehen für unser persönliches Wandeln mit Gott, für unser Leben, dass wir in Liebe, Güte und Demut führen. Heute ist uns dies bereits möglich, allerdings immer noch „mitten in der Welt“, und beeinflusst vom Herrscher dieses Systems. Wenn der satanische Einfluss für 1000 Jahre unterbunden sein wird, werden wir ohne Störung „Tag und Nacht“ heilige, priesterliche Dienste darbringen, durch unser Leben zur Ehre des Vaters und unseres Herrn Jesus.

    Liebe Grüße

    Sascha

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Noch ein Nebengedanke zur großen Volksmenge. Es heißt, dass niemand sie zählen kann. Diese Beschreibung könnte für uns ein Hinweis sein, dass sie eben nicht als Ganzes aus den Mitgliedern einer bestimmten Religion bestehen kann, denn dann könnte man sie ja zählen. 🙂

    Liebe Grüße

    Sascha

  • Alois
    Januar 4, 2013

    Lieber Sascha

    Danke für Deinen guten Kommentar. Nur den Beweis dass die Große Volksmenge nicht nur aus einer Religion kommen kann, weil sonst könnte man sie zählen, kann ich so nicht glauben.
    Denn kein Mensch weiß wem Jehova Gnade schenkt und wen Jesus in seine Schafhürde ruft, unabhängig davon ob Jesus Schafe aus einer oder vielen Religionen kommen.
    Deshalb kann kein Mensch die Große Volksmenge zählen, aber Jehova schon, denn selbst die Zahl der Haare auf unseren Köpfen sind Jehova bekannt.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Hans
    Januar 4, 2013

    Hi Alois,

    was verstehst du unter Religion? ZJ oder Christen allgemein?

    LG
    Hans

  • Alois
    Januar 4, 2013

    Lieber Hans

    Mir ging es nur um den Beweis der nach meiner Ansicht keiner ist, nicht darum ob die Große Volksmenge nur aus einer Religion, z.B. den ZJ, oder aus allen christlichen Religionen kommt.

    Persönlich glaube ich, dass die Große Volksmenge hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, aus einem Rest der Zeugen Jehovas besteht. Nämlich denjenigen die Jesus und nicht die Organisation als ihren Herrn, Haupt, Hirten und Retter ansehen.

    Aber wer meint, dass aus allen Religionen gleichermaßen Menschen zur Großen Volksmenge gehören vergisst dabei, dass neben dem Glauben an Jesus auch die Hoffnung auf Rettung in Harmagedon notwendig ist. Ohne Hoffnung auf Rettung und die Liebe zum Nächsten, ist der Glaube ohne Werke. Dann muss diese Volksmenge auch noch aus der Drangsal kommen, wer keine Drangsalen durchgemacht hat, wird somit auch nicht dazugehören.

    Das ist meine Ansicht auch wenn ich ziemlich alleine damit dastehe, aber so verstehe ich auch folgenden Vers:

    1. Kor. 13
    13. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

    Es hätte Noah nichts genützt, wenn er zwar Jehova als seinen Herrn und Gott geglaubt hätte, aber dann doch nicht in die rettende Arche gegangen wäre. So dürfen auch wir nicht die Hoffnung auf Rettung aufgeben wann immer sie auch kommen mag. Erst recht nicht wenn sich alles so entwickeln sollte dass man diese Rettung nicht mehr erwarten kann. Denn das könnte die Große Drangsal sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Shannon
    Januar 4, 2013

    Vielleicht sollte man auch berücksichtigen, dass schon viele im glauben gestorben sind. Vielleicht gehören die auch dazu???

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Geschwister,

    ich hatte ja auch nicht Beweis, sondern Hinweis geschrieben. 😉

    Aber abgesehen davon, wollte ich nur darauf anspielen, dass es sich die Zeugen sehr einfach machen, wenn sie sagen, dass ihre Mitglieder pauschal zur großen Volksmenge gehören. Man darf auch nicht vergessen, dass aus menschlicher Sicht ja noch gar nicht klar ist, wer zu dieser Volksmenge gehört, denn sie wird ja „aus der Drangsal kommen“, also auch dann erst als Ganzes sichtbar sein.

    Welcher Religion die Menschen dieser großen Volksmenge dann vorher angehört haben, kann man aus meiner Sicht nicht aus der Bibel herauslesen. Sie sagt nur, aus allen Stämmen, Zungen, Nationen. Und das reicht auch völlig aus. Es gibt so viele Interpretationen der Prophetie, die sich aus der jeweiligen Sicht alle irgendwie logisch anhören. Ich habe mich mit verschiedenen Gruppen näher beschäftigt, so z.B. der Katholischen Kirche, dem Islam, den Mormonen, den Adventisten und der Freikirchlichen Gemeinden. Für alle diese Religionsgruppen gibt es Foren und Plattformen, wo sich in ähnlicher Weise wie BI es für die Zeugen macht, Einzelpersonen die Arbeit gemacht haben, ihre Glaubensgeschwister zu warnen, immer wieder taucht vor allem auch das Hinausgehen aus Babylon auf. Und alle haben auch ihre prophetischen Auslegungen, die sich erstaunlicherweise oft gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Die Arbeit dieser Geschwister, die ebenso ihren Anteil daran leisten, dass der Leib Christi zusammengefügt wird, ist genauso so viel wert, wie alles was wir machen. Deswegen fand ich den Gedanken von Schwester Mamre gut, den sie vor ein paar Wochen geäußert hatte, nämlich dass man auch die Arbeit von anderen Gruppen oder aufrichtigen Menschen würdigen sollte.

    Weil wir hier ja auch schon über prophetische Aussagen gesprochen haben, die sich auf die Zeugen übertragen lassen, möchte ich hier auch mal drei Beispiele anführen, wie man Aussagen aus der Bibel nicht auf die Zeugen, sondern auf andere Gruppen übertragen kann.

    Jer 23:26 „Wie lange soll das noch gehen? Haben diese Propheten, die Lügen verbreiten und ihre Hirngespinste als Weissagung ausgeben, etwa im Sinn, Jer 23:27 meinen Namen bei meinem Volk in Vergessenheit zu bringen, so wie ihre Vorfahren mich über dem Baal vergaßen? Ist das ihre Absicht, wenn sie einander ihre Träume erzählen?“

    Wollen die Zeugen den Namen Gottes in Vergessenheit bringen? Nein, das Gegenteil ist der Fall, sie rühmen sich ja gerade dafür, dass sie den Namen wieder bekannt gemacht haben. Das lässt sich also nicht auf die Zeugen übertragen, obwohl es hier in Jeremia auch um falsche Propheten geht. Auf den Vatikan lässt es sich aber übertragen, denn der hat 2005 dieses Dekret erlassen, dass ab sofort der Gottesname nicht mehr in Predigten und Liedern gebraucht werden soll.

    Oder den Text, den ich letztens schonmal zitiert hatte:

    Kol_2:18 Und lasst euch durch niemand von eurem Ziel ablenken, durch keinen, der sich in Demutsübungen gefällt und Engel verehrt und das mit Visionen begründet, die er gesehen haben will. Solche Menschen haben eine ungeistliche Gesinnung und sind ganz ohne Grund stolz und aufgeblasen. Kol 2:19 Sie halten sich nicht an das Haupt, von dem doch der ganze Leib zusammengehalten und durch Gelenke und Bänder gestützt wird und nach Gottes Willen wächst.

    Dieser Text lässt sich sehr gut auf den Islam übertragen. Denn Mohamed hat seine Botschaft angeblich von dem Engel Gabriel erhalten. Aus seinen Schriften darüber geht aber hervor, dass er sich erst nicht sicher war, ob es vielleicht ein Dämon war. Erst seine einflussreiche Frau hat ihm dann eingeredet und ihn davon überzeugt, dass es der Engel Gabriel war. Demutsübungen passt auch auf das fünfmalige Gebetsritual der Moslems, wo sie immer eine bestimmte Position einnehmen. Aber der Vers 19 sagt, dass sie sich dabei nicht an da Haupt, nämlich Jesus, halten. Und das tun die Anhänger des Islams dadurch, dass sie Jesus nur als Propheten, aber nicht als Sohn Gottes anerkennen.

    Und dann die „Heilige Geist Veranstaltungen“ der Charismatischen Bewegung, vor allem in den USA. Damit werden Millionen von Menschen verführt. Sie stürzen bei ihren Begegnungen mit dem angeblichen Heiligen Geist immer buchstäblich rücklings nach hinten. Was sagt die Bibel?

    Jes 28:13 „Und so wird ihnen das Wort Jahwes sein: Gebot auf Gebot, Gebot auf Gebot, Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, hier ein wenig, da ein wenig; auf daß sie hingehen und RÜCKLINGS fallen und zerschmettert werden und verstrickt und gefangen werden.“

    Solche charismatischen Wirkungsweisen des Geistes spielen bei den Zeugen überhaupt keine Rolle, dafür aber in vielen Pfingst- und Freikirchen.

    Mit diesen Beispielen wollte ich nur zeigen, dass die Prophetie so vielfältig ist, dass es unmöglich ist, alle Aussagen auf nur eine einzige Gruppe zu übertragen. Warum sollte sie auch? Die Menschen haben sich heute nunmal in vielen Gruppen organisiert, und auch wenn ich der Meinung bin, dass die Zeugen wegen der Benutzung des Namens Gottes eine besondere Schuld trifft, so gibt es für mich aber keinen Grund, das Gute der Botschaft, z.B. das sie genauso zur großen Volksmenge gehören werden, nur auf eine bestimmte Gruppe zu beziehen.

    Wenn ich „unparteiisch“ mit anderen Menschen in Berührung komme, merke ich jetzt, dass diese für die gute Botschaft oft wesentlich empfänglicher sind, als sämtliche aktiven Zeugen mit denen ich vor unserem Ausschluss über die Rolle Jesu gesprochen habe. Warum sollte ich mich also im „Verkünden“ der guten Botschaft nur auf die Zeugen oder ehemaligen Zeugen beschränken?

    Ich möchte einen Text zitieren, der das auch ganz klar verdeutlicht. Hier wird eine wunderbare Abfolge beschrieben:

    2Pe 1:5 Deshalb müsst ihr nun auch allen Fleiß daransetzen, eurem Glauben ein vorbildliches Leben beizufügen, und diesem Leben die Erkenntnis. 2Pe 1:6 Der Erkenntnis muss die Selbstbeherrschung folgen, der Selbstbeherrschung die Geduld und der Geduld die liebevolle Ehrfurcht vor Gott. 2Pe 1:7 Diese Gottesfurcht wiederum führt zur geschwisterlichen Liebe und aus der Liebe zu den Gläubigen folgt schließlich die Liebe zu allen Menschen.

    Also, die Gottesfurcht führt zunächst zur geschwisterlichen Liebe, diese müssen wir ja erstmal lernen, aber dann folgt daraus die Liebe zu allen Menschen. Und der nächste Vers macht uns Mut, wenn wir in dieser Sache immer weiter vorankommen:

    2Pe 1:8 „Je mehr ihr in dieser Hinsicht vorankommt, desto mehr wird sich das auswirken und Frucht bringen, und ihr werdet unseren Herrn Jesus Christus immer besser erkennen.“

    Das wünsche ich jedem einzelnen von uns hier, aber auch jedem anderen Menschen auf der Welt.

    Liebe Grüße

    Sascha

  • Hans
    Januar 4, 2013

    Danke Sascha,

    ZITAT „Welcher Religion die Menschen dieser großen Volksmenge dann vorher angehört haben, kann man aus meiner Sicht nicht aus der Bibel herauslesen.“

    So sehe ich das auch.

    LG
    Hans

  • Shannon
    Januar 4, 2013

    Ich weiß Sascha, dass es teilweise auch in anderen Religionen gläubige Menschen gibt, die in der Bibel forschen. So durfte ich einen irischen Pferdezüchter kennen lernen, der mich fragte, ob ich an Harmagedon glaube.
    Denn er glaubt daran – nur frage ich mich, warum er dann so in der katholischen Kirche festhängt. Er glaubt übrigens daran, dass 70 Jahre nach der Gründung Israels die Zeit abgelaufen ist. Ich weiß zwar nicht, wie er zu dieser Erkenntnis kommt, aber immerhin macht er sich seine Gedanken, und sucht in den Propheten und der Offenbarung und in den Dingen im Außen.
    Er sieht im globalen jüdischen Finanzsystem, das unsere Welt beherrscht Babylon, und das wurde ja 70 Jahre nach der Gefangennahme der Israeliten zerstört. Er sieht in den Juden nicht die Israeliten, weil es so gut wie keine Hebräischen Juden mehr gibt.

    Die große Volksmenge kann trotzdem durchaus auch aus vielen Auferstandenen bestehen und dann sind es ganz viele. Andererseits wurden in der Zeit Noahs nur wenige errettet. Also, gemessen an der Weltbevölkerung den vielen Milliarden Menschen, können es durchaus wenige sein, aber mit den Auferstandenen viele.

    Selbstverständlich wissen wir das nicht und ich denke, es ist für mich persönlich auch nicht wichtig. Weil ich am Ende ohnehin nur für mich die Verantwortung trage.

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Liebe Shannon,

    deinen Kommentar zu den Auferstandenen hatte ich jetzt noch gar nicht berücksichtigt, aber du hast natürlich recht. Was den Zeitpunkt der Auferstehung betrifft, kann es durchaus sein, dass zu dieser Volksmenge dann auch die Auferstandenen gehören. Denn wenn die Könige der Erde gegen das Lamm kämpfen werden, heißt es:

    Off 17:14 Diese werden mit dem Lamm Krieg führen, und das Lamm wird sie besiegen (denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige) und mit ihm die Berufenen, Auserwählten und Getreuen.

    Die Berufenen, Auserwählten und Treuen werden bei diesem Krieg schon mit dem Lamm zusammen sein, wie auch immer das genau aussehen wird. Und beim Schall der 7. Posaune wird gesagt:

    Off 11:18 Und die Völker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden, und daß du den Lohn gebest deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und daß du die verderbest, welche die Erde verderben!

    Nach meinem momentanen Verständnis findet das Ausgießen der sieben letzten Schalen nach dem Schall der siebten Posaune statt, also könnte sich die Auferstehung direkt an die große Drangsal anschließen.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Zadok
    Januar 4, 2013

    Lieber Bruder Sascha,

    wenn die Bibel für alle Menschen geschrieben ist, dann gilt sie auch für alle Menschen. Und zwar unabghängig davon ob es um Vernichtung geht oder um Rettung. Wer von uns kann sich nicht an Menschen erinnern, die er im Predigtdienst getroffen hat und dann gedacht oder auch hautnah miterlebt hat, dass diese eine gute, edle, gottesfürchtige Gesinnung hatten. Haben wir dann untereinander gesagt: „Denen fehlt nicht viel,dann wären sie gute Zeugen Jehovas!“ Wir haben das in unserer hochmütigen Einfalt gesagt. Später, als einige von uns – so wie ich – dann außerhalb der Zeugen lebten, wurde mir zumindest klar, dass
    es jede Menge gute Menschen gibt, die es jederzeit mit einem
    Zeugen aufnehmen können. Ich halte es für sehr vermessen, zu glauben dass Schafe nur aus den Zeugen kommen werden.
    Gestern las ich folgenden Text, der für mich eine schöne Antwort zu diesem Thema hat:
    „Jesus starb allerdings nicht nur für das jüdische Volk, sondern auch, um die über die ganze Welt verstreuten Kinder Gottes zusammenzuführen und eins zu machen.“
    Johannes 11:52 NGÜ
    Klarer gehts nicht, finde ich.
    Lieber Gruß
    Achim
    werde ab diesem Jahr meine Kommentare mit meinem Klarnamen
    zeichnen (auch wenn mir Zadok nach wie vor gut gefällt als biblische Person)ich bin nicht mehr bei den Zeugen, also kann ich auch nicht mehr austreten, aber ich brauche ab jetzt auch kein Pseudonym mehr. 🙂

  • Alois
    Januar 4, 2013

    Lieber Achim

    Du schreibst:

    Ich halte es für sehr vermessen, zu glauben dass Schafe nur aus den Zeugen kommen werden.

    Ich gebe Dir Recht, aber so wie es oft dargestellt wird, dass die Zeugen Jehovas genauso eine Religion sind wie alle anderen christlichen Religionen auch und unterschwellig damit sagen wollen, dass aus allen anderen christlichen Religionen in ähnlichem Umfang die Schafe Jesu herauskommen, kann ich nicht zustimmen.

    Offbg. 14
    1. Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, welche seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.

    Halten wir fest, die 144.000 die von der Erde erkauft wurden hatten den Namen Jesu und seines Vaters Jehova / Jahwe / JHWH an der Stirn geschrieben.

    Dieser Einwand sollte reichen um sich weiter selbst darüber Gedanken zu machen ob es sein kann, ohne den Namen des Vaters von Jesus zu ehren, zu den 144.000 zu gehören.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Lieber Bruder Alois,

    danke für den Hinweis bzgl. des Namens des Vaters. Du siehst es ja auch so, dass die ledigliche Benutzung des Namens Gottes noch kein Kriterium ist, woran man die Schafe Jesu erkennt. Denn so wie die Zeugen ihre Aussprache des Namens auf Jehova festgelegt haben, so machen es diverse Evangelische Freikirchen mit der Aussprache Jahwe. Und wie man an dem folgenden Zitat sehen kann, gebrauchen auch die Mormomen die Aussprache „Jehova“.

    Zitat: Viele christliche charismatisch-afrikanische Pfingst-Kirchen verwenden heute noch den Namen Jehovah in ihren Gottesdiensten und Gospelliedern.

    Die Zeugen Jehovas verwenden die Schreibweise durchgängig in ihrer „Neue-Welt-Übersetzung“. Deswegen wird diese Bezeichnung oft als Besonderheit dieser Religionsgemeinschaft aufgefasst, obwohl sie seit Jahrhunderten im deutschen Sprachraum verbreitet war.
    Auch die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen), verwendet Jehova vor allem in ihren Tempelritualen. Im sonstigen Sprachgebrauch bleiben dort alle übrigen biblischen Gottesnamen und Attribute üblich. Quelle (de.wikipedia.org/wiki/JHWH#Christentum) Zitat Ende

    Aber um auf den Text zurückzukommen, den du angeführt hast. In der Offenbarung wird an einer anderen Stelle noch gesagt:

    Off 3:11 „Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme! Off 3:12 Wer überwindet, den will ich zu einem Pfeiler im Tempel meines Gottes machen, und er wird nicht mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, welches aus dem Himmel von meinem Gott herabkommt, und meinen Namen, den neuen.“

    Hier verspricht Jesus den Treuen, dass er bald kommt, und auf den der „überwindet“, wird er den Namen Gottes und seinen eigenen Namen schreiben. Die Frage ist also, wann das geschieht. Ist es aus menschlicher Sicht heute schon zu erkennen, wer am Ende als „Sieger“ bezeichnet wird, oder passiert die Kennzeichnung mit dem Namen erst dann, wenn Jesus kommt? Oder wird hier die Versiegelung der 144000 beschrieben?

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Sascha
    Januar 4, 2013

    Lieber Bruder Achim,

    danke für deinen Kommentar. Du hast von unserer „hochmütigen Einfalt“ gesprochen, wenn wir als Zeugen andere Menschen belehren wollten. Absolut treffend formuliert! Mittlerweile weiß ich von einigen Geschwistern, die mit den Zeugen „studiert“ haben, und dann im Nachhinein gesagt haben, dass sie durch das Studium beinahe ihr Verhältnis zu Jesus verloren hätten. Das hat mir das ganze Dilemma unserer früheren Einstellung aufgezeigt. Wir haben uns angemaßt, Menschen zu belehren, die teilweise der Wahrheit schon viel näher waren, als wir selbst. Wenn ich heute darüber nachdenke, sind mir solche Gedankengänge richtig peinlich und ich will mich nie wieder über andere Gläubige erheben oder mir ein Urteil über sie erlauben. Das steht uns als Menschen einfach nicht zu.

    Liebe Grüße
    Sascha

  • Manfred
    Januar 4, 2013

    Lieber Brd. M.G.,

    Auch ich möchte Danke sagen, für die umfangreiche Arbeit die Querverbindungen durch die ganze Bibel zu ziehen. Im Gegensatz zur Organisation, hast Du nicht nur die Schriftstellen hinter Deine Schlussfolgerungen geschrieben, oder Satzteile zitiert, sondern den kompletten Bibeltext ausgeschrieben. Das finde ich sehr gut, weil dadurch wird es schwer einen Bibeltext zu verdrehen.

    Durch die Erkenntnis, dass wir die wir Christus folgen möchten zu diesem heiligen Tempel Jehovas gehören, können wir auch andere Texte besser verstehen. Zum Beispiel die Texte über den Mensch der Gesetzlosigkeit, der sich in den Tempel Gottes setzt.

    Liebe Grüsse Manfred

  • Alois
    Januar 4, 2013

    Liebe Schwestern und Brüdern

    Ich kann mich den Kommentaren zum Vortrag nur anschließen und mich recht herzlich bedanken!
    Sehr guter Vortrag!
    Generell finde ich die Ausführungen mit den meist ausgeschriebenen Bibelstellen auch sehr hilfreich. Denn es hat Methode in den Wachttürmen nur die Bibelstellen ohne Text anzugeben. Dadurch wird aus Zeitgründen verhindert, dass mehr als ein aus dem Zusammenhang gerissener Bibelvers gelesen wird, wenn er überhaupt gelesen wird. Man kann so leicht etwas behaupten und nur wer auf die Stimme Jesu hört bemerkt die Fehler.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Zadok
    Januar 4, 2013

    Lieber Bruder M.G.

    vielen Dank für diesen Votrag!

    Mir hat sehr gut gefallen, was im letzten Absatz steht. Bausteine im Tempel Gottes zu sein, ist ein so erhabener Gedanke, dass einem die Worte fehlen. Und gleichzeitig die Schutzmauer gegen Satan und seine Angriffe zu sein. Wunderbar!
    Auch die Überlegung, nicht zu sehr auf buchstäbliche Verwüstungen zu achten:
    Die symbolischen Beschreibungen rund um das Thema des “Tempels des lebendigen Gottes” sollen uns dabei helfen, dass wir uns nicht zu sehr auf die buchstäblichen Verwüstungen konzentrieren, sondern eher auf Dinge, die unseren Glauben, unser Inneres “verwüsten” könnten,
    finde ich sehr wichtig, denn das erwarteten wir als ZJ ja.
    Ja unser Glaubensgebäude wird neu gebaut und hat ein unverwüstliches Fundament.
    Vielen dank nochmals für deine Mühe.
    Lieber Gruß
    Zadok

  • Hans
    Januar 4, 2013

    Hi MG,

    vielen Dank für deine Arbeit. Es sind einige sehr interessante Querverbindungen in dem Artikel enthalten …

    LG
    Hans

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